Umweltbericht 2006/2007 der Witzenmann GmbH

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Umweltbericht 2006/2007 der Witzenmann GmbH

Umweltbericht 2006/2007 der Witzenmann GmbH


Umweltbericht 2006/2007

Inhalt

Vorwort .............................................................................................................................. 3

Unternehmensgruppe ........................................................................................................ 4

Geschäftsfelder .................................................................................................................. 5

Herstellung der Produkte ................................................................................................... 8

Umweltmanagement ......................................................................................................... 9

Umweltpolitik ........................................................................................................... 9

Organisation des Umweltschutzes ........................................................................... 10

Schulung ................................................................................................................... 12

Umwelteinwirkungen ........................................................................................................ 13

Materialverbrauch ..................................................................................................... 13

Abfälle ...................................................................................................................... 15

Abfälle zur Verwertung ............................................................................................. 17

Abfälle zur Beseitigung ............................................................................................. 25

Wasser ..................................................................................................................... 26

Luft ........................................................................................................................... 27

Boden ....................................................................................................................... 28

Energie ..................................................................................................................... 28

Lärm ......................................................................................................................... 30

Umweltengagement auf einen Blick ................................................................................. 31

Umweltziele und –programme .......................................................................................... 33

Umsetzung Umweltprogramm 2006/2007 ............................................................... 33

Umsetzung Umweltprogramm Ergänzung 2007 ...................................................... 35

Umweltprogramm Planung 2008/2009 .................................................................... 36

Glossar ............................................................................................................................... 38

Impressum ........................................................................................................................ 41

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Umweltbericht 2006/2007

Vorwort

Als führendes Unternehmen der Metallschlauch- und Kompensatorenbranche haben wir eine

besondere Verantwortung für die Erhaltung der Umwelt als unserer unmittelbaren Lebensvoraussetzung.

Deshalb obliegt die Hauptverantwortung für den Umweltschutz bei Witzenmann

der Geschäftsführung. Der vorliegende Umweltbericht gibt Auskunft über den aktuellen

Stand unserer Umweltbemühungen in Sachen Umweltschutz. Er umfaßt das Hauptwerk

in Pforzheim und die Zweigwerke Pforzheim Nord und Remchingen.

In den Jahren 2006/2007 haben wir unseren erreichten hohen Stand im Umweltschutz

weiter verbessern können. Im Jahr 2006 wurde das Wiederholaudit und in 2007 das Überwachungsaudit

zu unserem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 durch den TÜV Süd

erfolgreich durchgeführt. Die Abfallverwertungsquote steigerte sich leicht auf über 99,2 %.

Der Schrottanfall beläuft sich auf 10,9 % bezogen auf die verkaufte Produktmenge.

Selbstverständlich wurden die Anstrengungen zur Qualifizierung des Personals durch gezielte

Schulungen weitergeführt.

Wir können mit Stolz sagen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Aber die bisher

erzielten Erfolge sind für uns kein Grund zur Selbstzufriedenheit. Mit dem Wachstum unseres

Unternehmens sehen wir uns naturgemäß immer wieder vor neue Herausforderungen

gestellt. Das betrifft auch den Umweltschutz. Durch eine konsequente Fortführung ökologischer

Zielstellungen werden wir auch zukünftig eine positive Umweltentwicklung in allen

Unternehmensbereichen sicherstellen.

Geschäftsführung

Witzenmann GmbH

Dr. Hans-Eberhard Koch Dr. Gerhard Flöck Dr. Matthias Weiergräber

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Umweltbericht 2006/2007

Unternehmensgruppe

Vor mehr als 120 Jahren legte Heinrich Witzenmann mit der Erfindung des Metallschlauches

den Grundstein für die heutige Metallschlauch- und Kompensatorenindustrie. Unternehmerisches

Handeln, Ideenreichtum und ein hohes Qualitätsbewußtsein haben Witzenmann zum

führenden Hersteller flexibler metallischer Elemente gemacht. In der gesamten Unternehmensgruppe

sind ca. 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, die weltweit 2007 einen Umsatz von

376 Millionen 1 erzielten. Ob als wirtschaftliche Serienlösung für die Automobilindustrie oder

für die Technische Gebäudeausrüstung, für Forschungsprojekte in der Luft- und Raumfahrt

oder als flexibles Sicherheitselement in der chemischen Industrie: Witzenmann bietet unter

der eingetragenen Marke HYDRA die größte Bandbreite an Metallschläuchen, Kompensatoren,

Metallbälgen, Fahrzeugteilen und Rohrhalterungen.

Das Hauptwerk der Witzenmann GmbH in Pforzheim

Um den Ansprüchen des weltweiten Wettbewerbs gerecht zu werden, hat Witzenmann im

In- und Ausland zahlreiche Tochterunternehmen und Beteiligungen. Beratung vor Ort und

schneller Service sind dadurch gewährleistet.

Mit mehr als 20 Unternehmen ist die Witzenmann-Gruppe international präsent

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Umweltbericht 2006/2007

Geschäftsfelder

Witzenmann stellt als Begründer der Metallschlauch- und Kompensatorenbranche das weltweit

breiteste Produktprogramm flexibler metallischer Elemente zur Schwingungsentkopplung,

Dehnungsaufnahme in Rohrleitungen, flexiblen Montage und zum Leiten von Medien

her. Das Unternehmen strebt dabei in allen seinen Märkten die Technologie- und Qualitätsführerschaft

an. Die Märkte gliedern sich in 4 Geschäftsfelder: Fahrzeugteile, Industrie, Technische

Gebäudeausrüstung, Luft- und Raumfahrt.

Fahrzeugteile

Im kontinuierlichen Dialog mit den Partnern

der Automobilindustrie wird eine breite Palette

an Produkten entwickelt, die zur Verbesserung

des Fahrkomforts, der Umweltverträglichkeit

und der Fahrzeugsicherheit

dienen. So ist es beispielsweise Aufgabe der

Entkoppelelemente, die Schwingungen des

Motors und der Abgasanlage von der Karosserie

fernzuhalten. Das bedeutet: Abbau von Spannungen und Schallreduzierung. Abgasrückführleitungen

dienen dazu, die Schadstoffemissionen zu verringern. Weitere Anwendungen

im Bereich Einspritztechnologie, Klimaanlagen oder Brennstoffzellen sorgen für eine ständige

Erweiterung des Spektrums an maßgeschneiderten Bauteilen für die Automobilindustrie.

Geschäftsfeld Fahrzeugteile: Entkoppelelemente in der Abgasanlage halten Schwingungen von der Karosserie fern.

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Umweltbericht 2006/2007

Industrie

Das Geschäftsfeld Industrie umfasst eine

große Bandbreite industrieller Branchen:

Stahl-industrie, Chemie und Petrochemie,

Kraftwerke, Dieselmotoren, Sonderfahrzeuge,

Schifffahrt, Kommunikationsbranche,

Medizintechnik und viele mehr. Die Zuverlässigkeit

der eingesetzten Metallschläuche,

Kompensatoren und Metallbälge beeinflussen

in vielen dieser Branchen die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage. Witzenmann bietet

seinen Industriekunden sowohl System-Kompetenz als auch Engineering- und Fertigungs-

Know-how. Eine kompromisslose Qualitätssicherung sorgt für die Auswahl und Prüfung geeigneter

Werkstoffe bis hin zur konsequenten Fertigungsüberwachung und Bauteileprüfung.

Damit werden hohe Standards gesetzt, die den Kunden Sicherheit geben.

Geschäftsfeld Industrie: Die Zuverlässigkeit der eingesetzten flexiblen Elemente beeinflußt in vielen Branchen

die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage.

Technische Gebäudeausrüstung

Die Forderungen der Gesellschaft an den

Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung

steigen ständig. So haben auch die Auflagen

für den Umweltschutz stark zugenommen.

Die vielfältigen Produkte, die in diesem

Bereich hergestellt werden, sorgen deshalb

sowohl für ein besseres Wohlbefinden des

einzelnen als auch für einen sparsamen Umgang

mit den Ressourcen. So stellen Bälge von Witzenmann beispielsweise die exakte

energiesparende Regelung des Brennvorganges sicher. Metallschläuche von Witzenmann

werden sowohl in der Gas-, Sanitär-, Heizungs-, Klima- als auch Solartechnik eingesetzt.

100prozentig dicht, druckbeständig und hochflexibel. Mit Abgassystemen zur Abgasführung

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Umweltbericht 2006/2007

für die Brennwerttechnik oder zur Schornsteinsanierung oder auch mit flexiblen und starren

Rohren für die Lüftungstechnik bietet Witzenmann ein umfassendes Lösungsspektrum für

die Technische Gebäudeausrüstung.

Geschäftsfeld Technische Gebäudeausrüstung: Eine breite Palette von pfiffigen Produkten sorgen für eine verbesserte

Energiezufuhr.

Luft- und Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt-Projekte sind längst keine bloßen Prestigeobjekte mehr. An die Technik,

die dabei zum Einsatz kommt, werden höchste Anforderungen gestellt. Weil jedes einzelne

Teil selbst unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren muss, gibt es hier so

strenge Qualitätsprüfungen wie nirgendwo sonst. Ob Airbus oder Internationale Raumstation:

die flexiblen metallischen Elemente von Witzenmann fliegen bei vielen Einsätzen mit. Sei

es, um die Bewegungsaufnahme von Kältekompressionen in Vakuumleitungen zu gewährleisten,

sei es, um das Treibstoffgemisch aus Stickstoff und Helium sicher zu transportieren

oder um im Kühlkreislauf des Spacelab für den nötigen Montageausgleich zu sorgen. Besonders

hier kommt Witzenmann sein Know-how im Schweißen schwierigster Werkstoffe und

dünnsten Wanddicken zugute. Gleichzeitig können die Produkte für extreme Belastungen von

–270°C bis +1500°C ausgelegt werden.

Geschäftsfeld Luft- und Raumfahrt: Sorgfältige Qualitätsprüfung an einem Axial-Kompensator für die

ARIANE-5-Trägerrakete.

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Umweltbericht 2006/2007

Herstellung der Produkte

Zur Herstellung der flexiblen metallischen Elemente (Schläuche, Bälge, Kompensatoren,

Fahrzeugteile etc.) wird im wesentlichen Bandstahl unterschiedlichster Spezifikation verwendet.

Daraus werden Rohre geformt und geschweißt. Bei der anschließenden Formung des

Wellenprofils kommen zum Teil Hilfsmedien zum Einsatz, die später als Abfall anfallen.

Das technologisch bedingte Zu- und Beschneiden der jeweiligen Produkte verursacht

Schrottabfall. Die Bauteile werden je nach Anforderung mit Drahtgeflecht zur Erhöhung der

Druckfestigkeit bzw. mit Innenrohren zur Strömungsleitung ausgerüstet. Die letzte Produktionsstufe

bildet das Verschweißen, Verlöten bzw. Verpressen der flexiblen Elemente mit

Anschlussteilen.

Für die Dichtheit der Schweißnähte ist eine hohe Reinheit der Bauteile zu gewährleisten. In

der Schlauchfertigung ist dazu die wässrige Reinigung ausreichend. Bei höheren Anforderungen

sind Chlorkohlenwasserstoffe (CKW) unerläßlich, die aber nur in geschlossenen Reinigungsanlagen

eingesetzt werden.

Bandstahl wird zu Rohren geformt, geschweißt und zu Umflechten bedeutet zusätzlichen Schutz

einem Wellenprofil geformt

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Umweltbericht 2006/2007

Umweltmanagement:

Umweltpolitik

Als führendes Unternehmen der Metallschlauch- und Kompensatorenbranche und als

bedeutendes Unternehmen der Region haben wir eine besondere Verantwortung für die

Erhaltung der Umwelt als unserer unmittelbaren Lebensvoraussetzung. Die Grundlage

unseres Handelns ist die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen und der behördlichen

Auflagen. Unserer Selbstverpflichtung zur umweltorientierten Unternehmensführung gaben

wir 1988 durch den Beitritt zur Tutzinger Erklärung Ausdruck.

Für die Umsetzung der Umweltpolitik in allen Unternehmensbereichen gelten folgende

Umweltleitlinien:

1. Der Erhalt unserer natürlichen Umwelt und der Lebensgrundlagen für zukünftige

Generationen ist für unser Unternehmen Teil der gesellschaftlichen Verantwortung.

2. Wir betrachten den Umweltschutz als wichtigen Bestandteil unserer Unternehmens-

führung und stellen sicher, dass er in den betroffenen Funktionen und Bereichen in

konkrete Ziele und Verhaltensregeln umgesetzt wird.

3. Unsere Mitarbeiter sind die wichtigsten Partner bei allen Maßnahmen zum Umweltschutz.

Wir fördern durch Aus- und Weiterbildung deren Umweltbewusstsein und sorgen für

angemessene Arbeitsbedingungen.

4. Durch ständige Analysen werden die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die lokale

Umwelt ermittelt und bewertet. Neue Verfahren und Materialien werden vor ihrem Einsatz

auf Umweltverträglichkeit untersucht.

5. Es werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um Umweltbelastungen zu vermeiden

bzw. zu beseitigen. Wo dies nicht zu bewerkstelligen ist, werden die umweltbelastenden

Emissionen und der Ressourcenverbrauch auf ein Mindestmaß verringert.

6. Unsere Kunden, die Öffentlichkeit und die zuständigen Behörden werden in einem

zweijährlichen Umweltbericht über die von unserem Unternehmen ausgehenden Umweltbelastungen

und über unsere umweltbezogenen Leistungen informiert.

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Umweltbericht 2006/2007

Organisation des Umweltschutzes

Die Hauptverantwortung für den Umweltschutz obliegt der Geschäftsführung. Sie legt die

Umweltpolitik und die daraus folgenden Zielsetzungen fest. Sie beschließt Maßnahmen zur

Realisierung, benennt Zuständigkeiten und stellt Mittel bereit.

Innerhalb der Geschäftsführung liegt die Verantwortung beim Geschäftsführer für Technologie

und Qualität: Dr. Matthias Weiergräber. Er ist Umweltmanagementbeauftragter und nimmt

die Pflichten des Betreibers wahr.

Der Umweltschutz- und Abfallbeauftragte René Pflittner ist Mitarbeiter der Zentralabteilung

Qualitätssicherung, die direkt der Geschäftsführung untersteht. Er erfüllt die gesetzlich festgelegten

Pflichten des Abfallbeauftragten:

• Überwachungspflicht

• Hinwirkungspflicht

• Informationspflicht

• Berichtspflicht

Bezüglich des Umgangs mit gefährlichen Arbeitsstoffen unterstützt er die Sicherheitsfachkraft.

Er arbeitet im Arbeitsschutz-Ausschuss mit.

Die Technik- und Produktionsleiter sind in ihrem Bereich für die Einhaltung und Umsetzung

der Umweltschutzbestimmungen verantwortlich. Technisch werden sie durch die Produktionstechnik

unterstützt.

Der Aufbau und der Ablauf der Organisation sind im Umweltmanagementhandbuch festgelegt.

Abteilungsübergreifende Abläufe werden durch Umweltschutzverfahrens- und -arbeitsanweisungen

beschrieben. Für umweltrelevante Anlagen und gefährliche Arbeitsstoffe sind

am Arbeitsplatz Betriebsanweisungen vorhanden. Sie dienen auch der Unterweisung der

Mitarbeiter.

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Umweltbericht 2006/2007

Umweltbericht 2004/2005

Struktur des Umweltschutzes

Struktur des Umweltschutzes der Witzenmann GmbH

der Witzenmann GmbH

Behördenkontakte

Staat

Länder

Kommunen

Gesetze,

Verordnungen,

Auflagen

Geschäftsführung

Generelle Verantwortung für Umweltschutz: „Umweltbewusstes Verhalten ist ein

Unternehmensgrundsatz für die Witzenmann GmbH wie für die Witzenmann-Gruppe“

Information

Festlegung

interner

Rahmen-

Bedingungen

Zentralabteilung Qualitätssicherung

Verantwortliche Abteilung für den betrieblichen Umweltschutz

• Sicherstellung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und behördlichen Auflagen

• Prüfung von Vorschlägen sowie Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung

des betrieblichen Umweltschutzes

Umweltschutz- und Abfallbeauftragter

ist der Zentralabteilung Qualitätssicherung unterstellt

• Überwachen der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und behördlicher Auflagen

• Erarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes

• Information der Mitarbeiter

• Kontakte zu Behörden

• Jährlicher Bericht des Abfallbeauftragten

• Zweijährlicher Umweltbericht

Information/Beratung/Richtlinien

Hinweise/Vorschläge

Information/Beratung

Hinweise/Vorschläge

Betrieblicher Umweltschutz

• Umweltgerechte Fertigung

• Umweltgerechter Ressourceneinsatz

• Umweltgerechte Lagerung von umweltgefährdenden Stoffen

• Umweltgerechte Entsorgung von Reststoffen

Kontinuierlicher

Verbesserungsprozess

(KVP)

• Ermittlung von

Schwachstellen

• Erarbeitung von

Vorschlägen zur

Verbesserung des

betrieblichen

Umweltschutzes

• Umsetzung von

Maßnahmen

Hinweise

Vorschläge

Aktivitäten

Betriebliche

Arbeitssicherheit

• Stoffmanagement

• Anlagenüberwachung

(Emissionen und Lärm

am Arbeitsplatz)

– 11 –

Abteilung Gebäude-

und Haustechnik

Verantwortlich für den

Sammelplatz und die

Entsorgung von

hausmüllähnlichem

Abfall sowie von

Bürosonderabfällen

Aktivitäten

Aktivitäten Aktivitäten

Belegschaft

• Mitverantwortung jedes Vorgesetzten für umweltgerechtes Verhalten in seinem Bereich

• Umweltgerechtes Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters

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Zentralabteilung

Materialwirtschaft

• Entsorgung von

fertigungsbedingtem

Schrottanfall,

Überschussmaterial

sowie nicht benötigten

Materialien und Anlagen

• Beschaffung unter

ökologischen Kriterien

Verhalten/Aktivitäten


Umweltbericht 2006/2007

Schulung

Die Mitarbeiter werden regelmäßig durch ihre Vorgesetzten an ihrem Arbeitsplatz in den Belangen

des Umweltschutzes unterwiesen. Dazu wurden die Checklisten des Arbeitsschutzes

entsprechend erweitert. Die Schulung der Meister und Produktionstechniker erfolgt einmal

jährlich durch den Umweltschutzbeauftragten. Darüber hinaus steht allen Mitarbeitern das

Witzenmann-Qualifizierungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen zur Verfügung.

Das interne Angebot besteht aus den Veranstaltungen “Gefährliche Arbeitsstoffe“,

“Umweltmanagement“ und der “Grundlagenschulungswoche“. Es wird jährlich den Erfordernissen

angepasst. So wurden ab 1999 die Auszubildenden und ab 2006 neue Mitarbeiter

durch zusätzliche Veranstaltungen in die Thematik eingeführt.

Über das betriebliche Vorschlagswesen und den kontinuierlichen Verbesserungsprozeß (KVP)

können die Mitarbeiter Vorschläge zur Reduzierung der Umwelteinwirkungen einbringen.

Die Information der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit erfolgt über den zweijährlichen

Umweltbericht. Alle Mitarbeiter werden darüber hinaus über die „Quartalsinformationen“,

die „Mitarbeiterzeitschrift“, Aushänge an den Schwarzen Brettern sowie das Intranet

informiert.

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Ansprechpartner für alle internen und

externen Umweltschutzfragen ist der

Umweltschutzbeauftragte

Herr René Pflittner:

Telefon: (07231) 581 644

Umwelt-Seminar im Hause Witzenmann:

Allen Mitarbeitern steht das firmeneigene

Weiterbildungsprogramm zum Thema

„Umweltschutz“ offen.


Umweltbericht 2006/2007

Umwelteinwirkungen:

Materialverbrauch

Die Beschaffung von Fertigungsmaterial, Handelsware, Energie, Dienstleistungen etc. erfolgt

über den zentralen und dezentralen Einkauf.

Das im Produktionsprozess eingesetzte Material verteilt sich wie folgt auf folgende Gruppen:

79%

Beschaffungsumsatz 2003

4%

17%

Bleche/Rohre/Draht

Teile/Baugruppen

Energie/Hilfsstoffe

Seit 2003 gab es bei einem gestiegenen Einkaufsvolumen eine Verschiebung von den Halbfabrikaten

zu den Rohmaterialien. Sie resultierte vor allem aus Verlagerungen der Montage

von Baugruppen zu den Tochterunternehmen.

Dies führte bei der Witzenmann GmbH zu einer Zunahme des Abfallaufkommens und des

Stromverbrauchs, da mehr abfall- und energieintensive Produktionsverfahren, wie z.B. Beschneiden

und Schweißen, in der Verarbeitung von Rohmaterialien zur Anwendung kommen.

Rund 95 % der verwendeten Materialien bestehen aus Metall. Dieser Werkstoff besitzt eine

sehr gute Wiederverwertbarkeit und wird in großem Maße in Kreisläufen geführt.

Bei anderen Werkstoffen und Zukaufprodukten werden neben den Kosten und der Qualität

auch ökologische Kriterien für die Auswahl der Lieferanten angewendet. Ansatzpunkte sind

dabei die Herstellungsverfahren (z.B. chlorfreie Papierherstellung), der Transportaufwand

sowie Verwertbarkeit bzw. Wiederverwendbarkeit des Verpackungsmaterials. Eine 1998

durchgeführte und 2003 wiederholte Lieferantenbefragung bildet dabei die Grundlage für die

Gespräche mit den Lieferanten.

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73%

Beschaffungsumsatz 2007

7%

20%

Bleche/Rohre/Draht

Teile/Baugruppen

Energie/Hilfsstoffe


Umweltbericht 2006/2007

Bei den Hilfs- und Betriebstoffen wird der Gebrauch von Gefahrstoffen auf das Notwendigste

eingeschränkt. Auf einen geringen Lösemittelanteil und eine kleine Wassergefährdungsklasse

wird geachtet. Gemäß der Umweltschutzanweisung „Beschaffung von Stoffen, Dienstleistungen

und Anlagen“, die den Ablauf vom Wareneingang bis zum Verbrauch regelt, erfolgt

eine Bewertung der Stoffe durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Umweltschutzbeauftragten.

In der Produktion werden die Verfahren ständig weiterentwickelt, um die Materialausnutzung

und die Qualität zu optimieren. So wird der Einsatz von Hilfsstoffen, z.B. durch Werkzeugbeschichtungen,

reduziert bzw. Verfahrensänderungen wie Rollenformkanal eliminiert. Eine

übermäßige Befettung vor der Umformung von Materialien (Bändern, Drähten etc.), die in

der Regel zusätzliche Reinigungsvorgänge notwendig macht, wird so ausgeschlossen.

Beim Versand werden die Produkte zum Schutz vor Beschädigungen verpackt. Hierzu werden

entweder kundeneigene Behältersysteme und Gitterboxen oder Kartonagen auf Euro-Paletten

verwendet. Die Kartonagen tragen grundsätzlich das RESY-Symbol, eine Kennzeichnung,

welche die Entsorgung und Verwertung garantiert. Zwischenlagen und Auspolsterungen

bestehen aus Papiererzeugnissen. Für alle Verpackungsteile ist damit die vollständige Verwertbarkeit

durch örtliche Entsorgungsunternehmen gegeben. Mit einigen Kunden bestehen

Vereinbarungen über die Verwendung und Rückführung von Kunststoffauskleidungen von

Gitterboxen.

In der Nutzungsphase haben unsere Produkte ebenfalls ökologische Vorzüge. Sie widerstehen

extremen Bedingungen und haben damit eine hohe Lebensdauer. Es gibt keine

Alterungserscheinungen und nur geringe Korrosionseinflüsse. Nach der Nutzung ist

eine 100%ige Rückführung in den Werkstoffkreislauf möglich. Da sie zumeist nur aus

einem Werkstoff bestehen, fallen auch keine aufwendigen Demontage- oder Trennungsverfahren

an.

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Umweltbericht 2006/2007

Abfälle

Zur nachhaltigen Schonung der Umwelt und der zur Verfügung stehenden Ressourcen wird

versucht, die Gesamtmenge der Abfälle zu minimieren und einen hohen Verwertungsanteil

zu erreichen.

Beim Abfallaufkommen gibt es zwei Arten von Abfällen, die sich in ihren Auswirkungen auf

die Umwelt deutlich unterscheiden:

Abfälle zur Verwertung

Dazu zählen Schrottabfälle, Verpackungsmaterialien, Emulsionen, Spülwasser, Wischtücher,

Perchlorethylen, Bauschutt und Abfälle aus Abscheidern.

Abfälle zur Beseitigung

Dazu zählen Hausmüll, Farb- u. Lackabfälle, Entwickler und Fixierbäder.

Für die qualitativ hochwertige Verwertung und möglichst schadstoffarme Beseitigung der

Abfälle ist eine weitere Unterteilung in Abfallarten erforderlich. In den Produktionsstätten

der Witzenmann GmbH in Pforzheim, Pforzheim Nord und Remchingen werden deshalb die

Abfälle in 68 Fraktionen erfaßt.

Umfangreiche Abfalltrennung bei der Witzenmann GmbH

Abfälle zur Verwertung 53 Fraktionen

Schrott 23 Fraktionen

Sonstige 30 Fraktionen

Abfälle zur Beseitigung 15 Fraktionen

Entwicklung des Abfallaufkommens

Die Gesamtabfallmenge, bestehend aus den Abfällen zur Verwertung und Beseitigung,

ist im Vergleich zum Vorjahr absolut um 21 %, bezogen auf die verkaufte Produktmenge um

13 % gestiegen.

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Umweltbericht 2006/2007

Die Abfälle zur Verwertung bestehen zu ca. 50% aus Schrott und sind deshalb sehr stark

vom Produktionsumfang abhängig. Zusätzlich können durch größere Baumaßnahmen, Umzüge,

Produktionsumstellungen und Lagerräumungen erhebliche Schwankungen auftreten.

Durch eine weiter optimierte Wertstofftrennung und einen gestiegenen Schrottanteil am

Gesamtabfallaufkommen betrug 2007 die Verwertungsquote 99,2 %. Dies bedeutet eine

weitere Steigerung gegenüber 2005 um 0,1 %.

Der Anteil der Abfälle zur Beseitigung konnte von 12 % im Jahr 1999 auf 3 % in 2002 und

unter 1 % in 2007 gesenkt werden.

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Umweltbericht 2006/2007

Fazit: Die gesamte Abfallmenge bezogen auf die verkauften Produkte konnte trotz massiver

Auslastungssteigerung in den Jahren 2003 bis 2007 um die 20 % konstant gehalten werden.

Bau-, Umbau-, Aufräumarbeiten sowie Verschrottaktionen verursachten dabei geringe

Schwankungen. Der Verwertungsanteil stieg bezogen auf die Abfälle von 97 % in 2003 auf

über 99 % in 2007 an. Bezogen auf die verkauften Produkte stieg die Menge an verwertbaren

Abfällen von 16 % in 2003 auf 21 % in 2007, die Menge an beseitigbaren Abfällen stagnierte

bei 0,2 %.

Abfälle zur Verwertung:

Schrott

Der Hauptbestandteil des Abfalls mit ca. 50 % ist Schrott aus der Fertigung. Er besteht

überwiegend aus Randstreifen und Endstücken, die aus technologischen Gründen anfallen.

Der Schrottabfall wird an Verwertungsunternehmen abgegeben und so dem Wertstoffkreislauf

zugeführt. Trotz seiner guten Verwertbarkeit und des positiven Marktwertes ist Schrott,

wegen der Preisdifferenz zum Einkaufspreis, der teuerste Abfall. Deshalb werden mit gezielten

Analysen systematisch die Anfallstellen aufgedeckt und mit technologischen Änderungen

Einsparpotenziale realisiert. So konnte durch Änderung des Rollier- und Sägeprinzips der

Geflechtsabfall bei den Low-Cost-Varianten von 2006 auf 2007 um 50 % gesenkt werden.

Bei neuen Produkten wird über das Produktdesign und Gestaltungsprinzipien der Werkzeuge,

bei bestehenden Prozessen über spezielle Projekte eine Minimierung des Schrottanfalls

angestrebt. Weiterhin werden die Mitarbeiter durch Schulungen kontinuierlich für dieses

Thema sensibilisiert.

Durch einmalige Vorkommnisse wie Verschrottaktionen sowie Aufräum- und Restrukturierungsarbeiten

kam es 2007 trotzdem zu einer Steigerung des Schrottaufkommens um 252

Tonnen gegenüber 2006.

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Umweltbericht 2006/2007

Die Schrottmenge entwickelte sich bezogen auf die verkauften Produkte konstant.

Durch Einmaleffekte kam es 2004 und 2007 zu Schrottmengensteigerungen.

Bei der Entwicklung von Produkten wird über das Produktdesign und die Gestaltung der Werkzeuge eine Minimierung

des Schrottanfalls angestrebt.

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Umweltbericht 2006/2007

Verpackungen

Mengenmäßig an zweiter Stelle stehen als Abfälle die Verpackungen. Verpackungsabfälle

bestehen aus Papier/Kartonagen, Holz und Folie. Davon sind in 2007 insgesamt 347 Tonnen

angefallen. Der Anstieg um 47 Tonnen in 2007 gegenüber 2006 war hauptsächlich in der

Entsorgung von Holz bzw. Kartonagen begründet, welche als Paletten bzw. zum Transport

eingesetzt werden. Verpackungsabfälle werden, wenn eine Wiederverwendung nicht möglich

ist, der örtlichen Verwertung zugeführt.

Gegenüber 2004 stiegen die produktionsabhängigen Durch den Einsatz von Papierpressen wird das Abfall-

Verpackungsabfälle (+16 %) unterproportional zu den

verkauften Produkten (+18 %).

volumen wirtschaftlich reduziert.

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Umweltbericht 2006/2007

Emulsionen

Emulsionen werden hauptsächlich bei der Umformung als Druckmedium bzw. durch die

kontinuierliche wässrige Reinigung in der Schlauchfertigung erzeugt. Einsparungen entstanden

bei dezentralen Reinigungsvorgängen beim Schweißen und Löten von Anschlussteilen,

die früher überwiegend mit Lösemitteln ausgeführt wurden. Durch häufigeren Wechsel der

Umformemulsion zur Erhöhung der Produktqualität beim Balgpressen wurden 13 % mehr

Emulsion gegenüber 2006 entsorgt, was damit etwas überproportional zur Entwicklung der

verkauften Produkte lag.

Die Emulsionen werden durch einen externen Entsorger abgeholt und einer Emulsionsspaltanlage

zugeführt.

Die Emulsionsmenge bezogen auf die verkauften Produkte sank seit 2003 durch Verfahrensoptimierung kontinuierlich.

Um die geforderte Produktqualität zu erreichen, mußte die eingesetzte/erzeugte Emulsion seit 2006 aber öfter gewechselt

werden.

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Umweltbericht 2006/2007

Wertstoffgemisch

Der Hausmüll besitzt einen verwertbaren Anteil von über 85 %. Dieses Wertstoffgemisch

wird über eine Sortieranlage durch einen externen Entsorger der Verwertung zugeführt. Fällt

der verwertbare Anteil unter 85 % wird der Abfall als Hausmüll entsorgt. Ab 2001 wurde

diese Möglichkeit vermehrt genutzt. Seit 2003 stieg die Menge an Wertstoffgemisch etwa

im Verhältnis zu der verkauften Produktmenge an, wobei seit 2004 auch in Remchingen

verstärkt der Hausmüll als Wertstoffgemisch entsorgt wird. In 2007 kam es durch größere

Umbaumaßnahmen zu einem Anstieg um 20 Tonnen bzw. 22 %.

Durch einen sehr hohen verwertbaren Anteil des Hausmülls kann dieser als Wertstoffgemisch

entsorgt werden. Zwischen 2004 und 2006 konnten die Wertstoffgemische bezogen

auf die verkauften Produkte kontinuierlich gesenkt werden.

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Umweltbericht 2006/2007

Belastetes Abwasser

Seit Mitte 2002 können die belasteten Abwässer aus den Ultraschall- und Lötabschreckbädern

trotz der hohen Schwermetallgehalte wie die Emulsionen über die gleiche Spaltanlage

verwertet werden. Der kontinuierliche Mengenanstieg bis 2005 war in der starken Zunahme

an für den Lötprozess zu reinigenden Produkten sowie in der Optimierung der Prozessqualität

des Lötprozesses begründet. Durch vermehrten Schutzgaseinsatz mit weniger Flussmittel

sowie weniger gespülte gelötete Bauteile konnte ab 2006 das zu entsorgende Lötabschreckwasser

um 66 Tonnen bzw. 33 % gesenkt werden.

Perchlorethylen

Vor dem Schweißen oder Löten werden Produkte mit hohen Anforderungen mit Perchlorethylen

in geschlossenen Anlagen gereinigt. Perchlorethylen ist bezüglich der Wassergefährdung

und des Gesundheitsrisikos einer der gefährlichsten Arbeitsstoffe im Unternehmen.

Dementsprechende Aufmerksamkeit wird auch dem sparsamen und sicheren Umgang mit

diesem Stoff gewidmet.

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Umweltbericht 2006/2007

Im Werk Remchingen wurde 2001 eine hochmoderne neue Anlage in Betrieb genommen.

Die Reinigungsvorgänge einer in 2002 stillgelegten Anlage in Pforzheim wurden auf diese

neue Anlage in Remchingen verlagert. Gleichzeitig werden seit 1997 immer mehr neue

Produkte mit Schmierstoffen hergestellt, die eine nachfolgende Reinigung der Produkte zur

Erzielung der Schweißbarkeit überflüssig machen. Durch diese Maßnahmen konnte der

durchschnittliche PER-Verbrauch bis 2007 kontinuierlich abgesenkt werden.

Die Standzeit von PER und die Anlagenauslastung führen zu Schwankungen der jährlichen

Entsorgungsmenge.

Das verschmutzte Perchlorethylen wird an die Hersteller zurückgegeben, die dieses über

Destillationsprozesse der Wiederverwendung zuführen.

Seit 2005 reduzierte sich die entsorgte Menge Perchlorethylen trotz gestiegener verkaufter

Produktmenge erheblich.

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Umweltbericht 2006/2007

Abfälle aus Abscheidern

Die Abwasserabscheideanlagen des Abfallsammelplatzes, der Fahrzeugwaschhalle, des

Parkhauses und der Küche in Pforzheim sowie der Hoffläche in Remchingen verursachen

ebenfalls Abfälle zur Verwertung.

Die Öl- und Benzinabscheider, die lediglich der Absicherung bestimmter Hofflächen dienen,

werden anhand der Wartungsprotokolle nur nach Bedarf geleert. Durchschnittlich werden ca.

10 t/a Öl- und Benzinabscheiderinhalte entsorgt. In 2005 wurde zusätzlich die fünfjährliche

Generalinspektion durchgeführt und somit ca. 15 Tonnen entsorgt.

Der Fettabscheider der Küche wird, seit 2003 gesetzlich vorgeschrieben, monatlich geleert,

so dass hier ca. 30 t/a Inhalte zur Entsorgung anfallen. Der Fettabscheiderinhalt wird im Klärwerk

zu Bio-Gas umgesetzt.

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Umweltbericht 2006/2007

Abfälle zur Beseitigung:

Hausmüll

Bei den Abfällen zur Beseitigung entfällt mit 15 Tonnen die größte Menge auf den hausmüllartigen

Gewerbeabfall. Die Steigerung von 2003 auf 2004 in Pforzheim resultiert aus

der Einführung der Pflichttonne gemäß Gewerbeabfallverordnung. Der Rückgang von 2003

auf 2004 in Remchingen resultiert aus der Umstellung der Entsorgung von Hausmüll auf

Wertstoffe. Seit 2005 liegt die Menge an Hausmüll durch weitestgehende Umstellung auf

Wertstoffgemisch auf sehr niedrigem Niveau.

Seit 2004 konnte die entsorgte Hausmüllmenge bezogen auf die verkauften Produkte durch

optimierte Abfalltrennung kontinuierlich gesenkt werden.

– 25 –


Umweltbericht 2006/2007

Wasser

Wasser wird zu ca. 80 % für sanitäre Zwecke genutzt. Der Verbrauch ist mit 40 Litern pro

Mitarbeiter und Tag gering und damit weitgehend optimiert. Gegenüber 2003 ging der Wasserverbrauch

pro Mitarbeiter und Tag um über 2 Liter zurück.

In der Fertigung wird das Wasser für die Reinigung und Prüfung der Produkte eingesetzt.

Seit 1993 ist die Kühlung von Maschinen die Ausnahme, da alle Gebäude mit Rückkühlanlagen

ausgerüstet sind.

Durchlaufanlage zur Reinigung von Metallschläuchen

– 26 –


Umweltbericht 2006/2007

Luft

Bei den eingesetzten Fertigungsverfahren entstehen kaum umweltschädigende Immissionen.

Im Vordergrund stehen deshalb Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Emissionen beim Schweißen und Trennen werden abgesaugt. Bei großen Volumenströmen,

wie bei den Laseranlagen, sind hochwirksame Filter eingebaut. Messungen am Arbeitsplatz

belegen die Einhaltung der Grenzwerte insbesondere für nickelhaltige Stäube.

Die größte Umweltrelevanz hat das Lösemittel Perchlorethylen, welches in drei Reinigungsanlagen

aufgrund der guten Reinigungseigenschaften eingesetzt wird. Alle Anlagen entsprechen

den Anforderungen der 2. Bundesimmissions-schutzverordnung. Die Einhaltung der

vorgeschriebenen Grenzwerte wird durch regelmäßige Messungen autorisierter Prüfunternehmen

belegt.

Die Lösemittel-Emission bezogen auf die Betriebsstunden veränderte sich von 2003 bis 2007

nur geringfügig. Sie wird als Differenz aus zugeführter Frischware und abgeführter Entsorgungsmenge

gebildet und ist daher, wie unter dem Abfall Perchlorethylen schon beschrieben,

auch starken Schwankungen unterworfen. Der Anstieg in 2007 resultierte aus einer

Anlagenauffüllung ohne gleichzeitiger Entsorgung sowie reduzierter Betriebsstunden.

– 27 –


Umweltbericht 2006/2007

Boden

Das Hauptwerk in Pforzheim wurde 1999 durch Kauf einer angrenzenden bebauten Immobilie

deutlich erweitert. Der dringend benötigte Raumbedarf konnte so gedeckt werden.

Weiterhin wurde in 2000 der Lager- und Vertriebsstützpunkt für die Technische Gebäudeausrüstung

in die Struktur des Hauptwerkes aufgenommen. Seither gab es keine Veränderungen

mehr.

Bei einer Gesamtfläche der Standorte Pforzheim und Remchingen von ca. 64.000m² sind

90% versiegelt und 50% mit Gebäuden bebaut. Aufgrund der mehrgeschossigen Gebäude

in Pforzheim erweiterte sich die Nutzfläche auf ca. 97.000 m². Der Flächennutzungsgrad

beträgt dadurch 151%.

Energie

Strombezug

Strom ist für alle Produktionsprozesse

der wichtigste Energieträger. Deshalb ist

auch die Veränderung des Strombedarfes

stark abhängig von der Entwicklung der

Produktionsmenge. Insgesamt beläuft sich

der Strombedarf in 2007 auf 16.319 MWh.

Das entspricht einem Anstieg gegenüber

2006 um 8 %. Im gleichen Zeitraum stieg

die Produktionsmenge um 664 Tonnen, was einer Steigerung von 7 % entspricht. Der Strombedarf

wuchs damit annähernd proportional zur Produktionsmenge.

Durch Maßnahmen wie z.B. Modernisierung und Einsatz energiesparender Servo-Antriebe

sowie moderner Steuerungs- und Beleuchtungstechnik wird versucht, den Stromverbrauch

kontinuierlich zu senken. Generell werden dabei alte, verbrauchte Neon-Röhren gegen EVG-

Lampen mit elektronischem Vorschaltgerät getauscht. So wurde 2006 die Beleuchtung im

Bau 5/6 erneuert und dadurch eine Erhöhung der Beleuchtungsstärke um 400 Lux pro Röhre

bei gleichem Energieverbrauch erzielt.

– 28 –


Umweltbericht 2006/2007

Gebäudeheizung

Die Gebäudeheizung wird in Pforzheim mit Fernwärme vom benachbarten Heizkraftwerk und

in Remchingen mit Erdgas betrieben. Der Energiebedarf wird durch Nutzung der Maschinenabwärme

reduziert. Der Bedarf ist in der Regel witterungsabhängig, was sich durch den

Vergleich mit der Gradtagszahl veranschaulichen läßt. Je niedriger diese ist, desto weniger

muß geheizt werden.

Für die verschiedenen Gebäude liegt der spezifische Wärmebedarf je nach Baujahr und Ausstattung

zwischen 62 und 178 kWh/m²/a. Diese großen Unterschiede zeigen, welche Potentiale

noch durch Wärmedämmung und andere Maßnahmen erschlossen werden könnten.

Zwischen 2000 und 2007 wurden schrittweise mit dem Bezug der neu erworbenen Gebäude

die Fenster gegen solche mit besseren Isolationseigenschaften ausgewechselt.

Der Rückgang des Fernwärmeverbrauchs in 2004 resultiert aus einem verkürzten Abrechnungszeitraum

des Versorgers, was sofort korrigiert wurde. Seit 2005 konnte die Heizenergie

pro Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen erheblich gesenkt werden. Heizöl wird als

Energieträger für die Gebäudeheizung des Außenlagers in Pforzheim verwendet und ist von

untergeordneter Bedeutung.

– 29 –


Umweltbericht 2006/2007

Der größte Teil des Heizenergiebedarfs wird durch die Nutzung von umweltfreundlicher Fernwärme

gedeckt. Seit 2005 konnte die Heizenergie pro Mitarbeiter erheblich gesenkt werden.

Lärm

Geräuschemissionen werden überwiegend durch den Lieferverkehr und den Verladebetrieb

auf dem Hof verursacht. Durch eigene Messungen wurde nachgewiesen, daß die Grenzwerte

der „Technischen Anleitung Lärm für Mischgebiete“ eingehalten werden.

Im Rahmen der ERA-Einführung wurden sämtliche relevanten Arbeitsplätze auf evtl. Lärmbelastung

hin überprüft. Bei Überschreitung der Grenzwerte wurden, wenn möglich, Maßnahmen

zur Belastungssenkung umgesetzt.

Beispielsweise werden Hydraulikaggregate häufig mit isolierten Gehäusen und Simultanpressen

sowie Schweißautomaten mit Schallschutzkabinen ausgestattet. So wurden

2006/2007 Hydraulikaggregate im Geschäftsbereich Metallbälge mit Schallschutzeinhausungen

versehen.

– 30 –


Umweltbericht 2006/2007

Unser Umweltengagement auf einen Blick

Die Umsetzung umweltbewussten Verhaltens als Unternehmensgrundsatz zeigte sich in den

letzten Jahren unter anderem an folgenden Schritten:

1988 • Unterschrift unter Tutzinger Erklärung

1990 • Erweiterung der Umlaufkühlung und damit Einsparung von 15 000 m³ Frischwasser

• Wertstofftrennung im Hausmüll

1992 • Erarbeitung eines Umweltschutzkonzeptes

• Ablösung der CKW im Betriebsmittelbau durch Einsatz einer wässrigen

Teilereinigungsanlage und Kohlenwasserstoffe

• Erneuerung von zwei Reinigungsanlagen zur Einhaltung der niedrigeren

gesetzlichen Emissionswerte

1993 • Ernennung des Umweltschutzbeauftragten

• Beitritt zum „Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes

Management (B.A.U.M.)

• Erweiterung der Wertstofftrennung

1994 • Erstellung des ersten Umweltberichtes

• Bestandsführung der Gefahrstoffe im Produktionsplanungs-System

• Erster Platz beim Abfallpreis der Stadt Pforzheim „ - X % „

1995 • Durchführung der Tagung „Die Automobilindustrie und ihre Zulieferer vor neuen

Herausforderungen“ mit dem AK „Ökologische Unternehmensführung“

der FH Pforzheim

• Beteiligung an der Studie der ABAG „Öko-Audit und Umweltmanagementsystem,

mit Schwerpunkt Stoffstrommanagement“

• Umweltprüfung im Betriebsteil Remchingen und Erstellung eines Maßnahmenkataloges

bezüglich Organisation und Dokumentation

1996 • Eine externe Analyse der gesamten Energiekosten bestätigt die bereits

geplanten Maßnahmen

• Splittung des Druckluftnetzes und damit überwiegende Druckabsenkung

von 10 bar auf 8 bar zur Reduzierung der Verluste und der Erzeugungskosten

• Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung und -dämmung an zwei Gebäuden

1997 • Durchführung und Validierung des Ökoaudits im Betriebsteil Remchingen

• Umsetzung der Forderungen der VAwS (Verordnung über Anlagen zur Verwendung

wassergefährdender Stoffe und Fachbetriebe)

– 31 –


Umweltbericht 2006/2007

1997 • Einsparung dezentraler Reinigungsvorgänge durch vollständige Einführung der

kontinuierlichen wässrigen Reinigung von Schläuchen

1998 • Ökologische Bewertung von 70 A-Lieferanten

• Weiterbildung eines Mitarbeiters zum Umweltbetriebsprüfer

1999 • Ausrüstung eines neu hinzugekommenen Betriebsgeländes mit Abfallsammelstellen

• Schulung der spanischen Mitarbeiter während der Einarbeitungsphase

• Dokumentation des Umweltmanagementsystems im Intranet

2000 • Eingliederung des Umweltschutzes in den Bereich Qualitätssicherung

• Ausbildung eines qs-Mitarbeiters zum Abfallbeauftragten

• Einsatz eines neuen Schmierstoffs zur Reduzierung der PER-Reinigung

2001 • Erneuerung der PER-Reinigungsanlage in Remchingen

• Ernennung des neuen Abfall-/Umweltschutzbeauftragten

2002 • Vorbereitung auf die Zertifizierung nach ISO 14001

• Verminderung der Anzahl an Entsorgungslieferanten mit Konzentration auf

zwei Hauptentsorgungslieferanten

• Verwertungsquote bei den Abfällen von 97% erreicht

2003 • Wiederholung der ökologischen Bewertung von 158 A-Lieferanten

• Erstellung eines Anlagenkatasters zur Bewertung aller umweltrelevanten Anlagen

• Anschaffung einer KW-Reinigungsanlage als Ersatz für eine PER-Anlage

• Zertifizierung der Witzenmann GmbH nach ISO 14001:1996

2004 • Umweltschulung von Meister auf Produktionstechniker ausgeweitet

• Qualifikation des Umweltschutzbeauftragten zum UM-Auditor beim TÜV Süd und

Teilnahme an Pflichtfortbildung für Betriebsbeauftragte

2005 • Aufbau eines integrierten Managementsystems

• Generalinspektion an allen Leichtstoffabscheidern

• Diverse Anlagen/Maschinen wie Absaugeinrichtungen, Entstaubungsanlagen,

Tauchreinigungsanlage in Betrieb genommen

2006 • Re-Zertifizierung der Witzenmann GmbH nach ISO 14001:2004

• Einführung Grundlagenschulungswoche mit Schulung neuer Mitarbeiter im

Umweltmanagement

2007 • Aufruf “Mit dem Rad zur Arbeit“

• Reduzierung Spülwasser von 2005 bis 2007 um 33 %

• Flächendeckender Austausch von Leuchtmittel in Produktionsabteilungen mit

energiesparender Technik

– 32 –


Umweltbericht 2006/2007

Umweltziele und -programme

Umsetzung Umweltprogramm 2006/2007 mit Stand Ende 2007:

Ziel Maßnahmen Stand

Management

verantwortlich

1. Erhalt Zertifikat nach

DIN EN ISO 14001

2. Qualifikation der

Mitarbeiter

3. Qualifikation der

Mitarbeiter

4. Verbesserung

der Kommunikation

bzgl. Umweltthemen

zwischen den Standorten

Pforzheim und

Remchingen

5. Hinwirkung zur

Verbesserung des

Umweltschutzes bei

Lieferanten

6. Geflechtsabfallreduzierung

um 50 %

7. Reduzierung Anzahl

Ausschussteile bei

Schlauchgelenken um

50 % (von 3-4 auf 1-2

pro Schlauch)

8. Reduzierung der Geruchsbelästigung

durch

Lösemitteldämpfe an

Lackieranlage nfm-p

9. Geruchsbelästigung

vermeiden

Zertifizierungsaudit 2006 und

Überwachungsaudit 2007

erfolgreich durchführen

Schulung der Meister/Produktionstechniker

zu Schwerpunkten

und aktuellen Problemen

des Umweltschutzes

Schulung der Auszubildenden

zum betrieblichen Umweltschutz

im Rahmen der Lehrlingsausbildung

halbjährliche Besprechungen

mit Begehung des Fertigungsbereiches

mit fz-pA und fz-pl

Ausweitung der Lieferantenbewertung

auf Lieferanten von

Stoffen/Zubereitungen

Abfall

Änderung Rollier- und Sägeprinzip

(Projekt E143 für 2004)

Optimierung der Positionierung

beim Laserschneiden von

Linern (Projekt G332)

erweiterte Kapselung

(Projekt E116)

Abluftkanal von Induktionsglühanlage

und Laserschneidmaschine

(Projekt G221)

Emissionen/Geruch

– 33 –

Beschreibung der

Umsetzung

100 % qs Zertifizierungsaudit im Mai

2006 und 1. Überwachungsaudit

im Mai 2007 durch TÜV

Süd erfolgreich durchgeführt

100 % qs-U jährliche Schulung am

30.11.2006 und 22.11.2007

durchgeführt

100 % pe jährliche Schulungen am

23. und 27.01.2006 sowie

22. und 24.01.2007 durchgeführt

100 % qs-U Besprechungen am 26.04.

und 25.10.2006 sowie 25.04

und 24.10.2007 durchgeführt

100 % mw/ qs-U seit Oktober 2006 Lieferanten

von Stoffen / Zubereitungen

mit EKV > 5000 EUR/a

aufgenommen

100 % fz-pA wurde über Ergänzung

Umweltprogramm 2007

umgesetzt

100 % fz-pA seit März 2007 umgesetzt

100 % nfm-p seit Dezember 2006

umgesetzt

100 % pf-gh seit August 2006 umgesetzt


Umweltbericht 2006/2007

Umsetzung Umweltprogramm 2006/2007 mit Stand Ende 2007:

Ziel Maßnahmen Stand

Energie

verantwortlich

10. Hallenbeleuchtungsstärke

verdoppeln

bei gleicher Stromaufnahme

11. Lärmbelastung in

Produktion mb-p um

12. Reduzierung Flussmitteleinsatz

13. Substitution von

umweltgefährdenden

Stoffen/Zubereitungen

gemäß §9 Gefahrstoffverordnung

14. Reduzierung Fettverbrauch

um 40 kg/

Jahr bei Kalottenumformung

id-kp-p;

dadurch Verbrauch von

ca. 0,7 Liter Öl/Jahr

Erneuerung der Beleuchtung

B5/6 Fertigung (Projekt G201)

durch Tausch der vorhandenen

Hallenspiegelleuchten

(250 Lux) gegen T5-Röhren

(650 Lux)

Schallschutzeinhausungen für

Hydraulikaggregate MB 1245

(Projekte G057 und G068)

Lärm

umweltgefährdende Stoffe/Zubereitungen

Umbau Induktivlötautomat

Vermotec (Projekt F025)

zwei umweltgefährdende Stoffe/Zubereitungen

sollen jedes

Jahr durch umweltfreundlichere

ersetzt werden

Einführung Minimalmengen-

Schmiersystem

– 34 –

Beschreibung der

Umsetzung

100 % pf-gh geplanter Beleuchtungsanteil

wurde 2006 erneuert

100 % mb-p wurde über Ergänzung

Umweltprogramm 2007

umgesetzt

100 % id-ms Stickstoffspülung installiert,

dadurch Reduzierung Spülwasser

von 167,7 in 2005 to

auf 117,7 to in 2006 und auf

111,5 to in 2007

50 % GB-p Gefahrstoff “KW 510 (C)“

durch Nicht-Gefahrstoff

“Judo JKL 25“ in 2006 und

Gefahrstoff “Rofin DC-OXX“

durch Nicht-Gefahrstoff

“GG;A;I;HE+CO2+N2“ in

2007 ersetzt -> zukünftiges

Ziel: einen GST/Jahr ersetzen

100 % id-kp-p umgesetzt Mai 2006,

Reduzierung Fettverbrauch

erreicht


Umweltbericht 2006/2007

Umsetzung Ergänzung Umweltprogramm 2007 mit Stand Ende 2007:

Ziel Maßnahmen Stand verantwortlich

Abfall

1. Geflechtsabfallreduzierung

um 50 %

2. Schrotteinsparung

und Verminderung

von Werkzeugschäden

(nicht quantifizierbar)

3. Staubbelastung

senken (nicht quantifizierbar)

4. Schmauchbelastung

senken (nicht

quantifizierbar)

5. Staubbelastung

senken (nicht quantifizierbar)

6. jährliche Stromeinsparung

entsprechend

einer CO2-Emissionseinsparung

von 303 t

7. Lärmbelastung in

Produktion mb-p um

8. Einsparung von

Stoffmengen und

Sauberkeit (nicht

quantifizierbar)

9. Reduzierung Ölverbrauch

(nicht quantifizierbar)

10. Reduzierung Ölverbrauch

2500 Liter/

Jahr

11. Brandrisiko senken

und Brandbehandlung

verbessern (nicht

quantifizierbar)

Änderung Rollier- und Sägeprinzip

(Projekt E143 für 2004)

Bandgeschwindigkeit überwachen

auf Schlupffreiheit (Projekt H016)

– 35 –

Beschreibung der

Umsetzung

100 % fz-pA Projekt umgesetzt, Rollierund

Sägeprinzip nur für Low-

Cost-Varianten umgesetzt

0 % id-ms storniert aus technischen

Gründen

Emissionen/Geruch

Nassabscheider überholen oder

ggf. ersetzen (Projekt H034)

100 % id-ms Nassabscheider überholt

Absaugungen für Handschweißplätze

(Projekt H124)

integrierte Absaugung an Bürst-

und Entgratmaschine (Projekt

H163)

Flächendeckender Austausch von

Leuchtmittel in Produktionsabteilungen

durch energiesparendere

Technik (Projekt H529)

erweiterte Kapselung

(Projekt E116)

Lärm

umweltgefährdende Stoffe/Zubereitungen

Diverse Instandhaltungsarbeiten

(Dichtungen) an Anlagen und

Maschinen (Projekte H044, H089,

H093, H201)

Ölkühlung für horizontale Simultanbalgmaschine

(Projekt H206)

Funktionsprüfung Öl und Ölaufbereitung

an sämtlichen Maschinen

Notfallvorsorge

Lüftungskanäle nach potentiellen

Brandquellen untersuchen (Projekt

H439); Wartung an Brandschutzklappen

(Projekt H444), Flammenrückschlagsicherungen

(Projekt

H446) und Trockenlöschleitungen

sowie Hydranten (Projekt H447)

durchführen

100 % nfm-p Absaugungen installiert

100 % nfm-p Absaugung installiert

100 % mg-g Leuchtmittel flächendeckend

ausgetauscht

100 % nfm-p seit Dezember 2006

umgesetzt

50 % id-kp

mb-p

fz-p

100 % fz-pA

(Inst.)

100 % fz-pA

(Inst.)

Dichtungen an einer von

zwei Lauffer-Pressen ersetzt

(H044, id-kp), MB 1245

überholt (H093, mb-p), MAG

1 überholt (H201, fz-p); in Planung

2008 aufgenommen

Ölkühlung installiert

Ölprüfung und -aufbereitung

umgesetzt. Reduzierung ca.

2500 Liter/Jahr

75 % mg-g Bis auf Untersuchung Lüftungskanäle

nach potentiellen

Brandquellen alle Maßnahmen

umgesetzt; in Planung

2008 aufgenommen


Umweltbericht 2006/2007

Umweltprogramm Planung 2008/2009:

Ziel Maßnahmen Termin

Management

1. Erhalt Zertifikat

nach DIN EN ISO

14001

2. Qualifikation der

Mitarbeiter

3. Qualifikation der

Mitarbeiter

4. Verbesserung

der Kommunikation

bzgl. Umweltthemen

zwischen den Standorten

Pforzheim und

Remchingen

5. Reduzierung

Emulsionsmenge in

Remchingen um 3 to

6. Reduzierung Kartonagen

(nicht quantifizierbar)

7. Vermeidung von Verkehrsemissionen

um

1 % (15 von 1500

Mitarbeitern)

8. Reduzierung

Lösemittelverbrauch

an VAPIC-Anlage um

50 %

9. Energieverbrauch

senken (nicht quantifizierbar)

2. Überwachungsaudit 2008 und 2.

Re-Zertifizierungsaudit 2009 erfolgreich

durchführen

Schulung der Meister/Produktionstechniker

zu Schwerpunkten und

aktuellen Problemen des Umweltschutzes

Schulung der Auszubildenden zum

betrieblichen Umweltschutz im

Rahmen der Lehrlingsausbildung

halbjährliche Besprechungen mit

Begehung des Fertigungsbereiches

mit fz-pA und fz-pl

– 36 –

je

2008/

2009

je

2008/

2009

je

2008/

2009

2008/

2009

verantwortlich

Beschreibung der

Umsetzung

qs Mai 2008, Mai 2009

qs-U jährliche Schulung

pe jährliche Schulung

qs-U

Abfall

Einsatz einer Anlage zur Wasseraufbereitung

(Projekt 80183),

dadurch Verlängerung der Emulsionsstandzeit

2008 fz-p

Optimierung der Lieferantenverpackungen

über Ausbau Kleinladungsträger

(Projekt 80307)

2008 log

Emissionen/Geruch

Aufruf an Mitarbeiter über Intranet 2008 id-kp/

zur Verwendung des Fahrrades für

den Weg zur Arbeit

mk

Einsatz einer Reinigungsanlage

für Bälge und Anschlussteile auf

wässriger Basis (Projekt 80068)

2008 mb-p

Energie

Erneuerung der Technikzentrale Bau

10 - 12

2009 mg-g

analog 2007


Umweltbericht 2006/2007

Umweltprogramm Planung 2008/2009:

Ziel Maßnahmen Termin

10. Einsparung von

Stoffmengen und

Sauberkeit (nicht

quantifizierbar)

11. Substitution von

umweltgefährdenden

Stoffen/Zubereitungen

gemäß §9 Gefahrstoffverordnung

12. Reduzierung

Ölverbrauch (nicht

quantifizierbar)

13. Reduzierung VerbrauchAceton/Ethanol

um 30 Liter/Jahr

14. Brandrisiko

senken und Brandbehandlung

verbessern

(nicht quantifizierbar)

15. Brandrisiko

senken (nicht quantifizierbar)

16. Erhöhung von

Ordnung und Sauberkeit

(nicht quantifizierbar)

– 37 –

verantwortlich

umweltgefährdende Stoffe/Zubereitungen

Diverse Instandhaltungsarbeiten

(Dichtungen) an Anlagen und

Maschinen (Projekte H044, H089,

H201)

ein umweltgefährdender Stoff/

Zubereitung soll jedes Jahr durch

umweltfreundlicheren ersetzt

werden

Funktionsprüfung Öl und Ölaufbereitung

(Projekt 80030)

Einsatz Heißwasserteilewaschmaschine

mit umweltfreundlicheren

Reinigern Biochem Long-Star und

Alu-Star (Projekt 80247)

2008/

2009

2008/

2009

id-kp

mb-p

fz-p

GB-p

2008 id-kp

Beschreibung der

Umsetzung

Übertragen aus 2007: Dichtungen

an zweiter Lauffer-

Presse ersetzen (H044, id-kp),

MB1280-2 überholen (H089,

mb-p), MAG 10 überholen

(H201, fz-p)

2008 pv-f Schweißtechnik

Notfallvorsorge

Lüftungskanäle nach potentiellen

Brandquellen untersuchen (Projekt

H439)

2008 mg-g übertragen aus 2007

Erneuerung Blitzschutz Bau 10 bis

Bau 12 (Projekt 80272)

2008 mg-g

Ordnung und Sauberkeit

Einsatz Bodenreinigungsmaschine

für HDEP-Fertigung (Projekt 80129)

2008 nfm-p


Umweltbericht 2006/2007

Glossar

ABAG... Gesellschaft für innovative Technologie-und Managementbera-

AK... Arbeitskreis

bar… Einheit für den Druck

dBA... Dezibel nach A-Kurve

CKW… Chlorwasserstoff

EKV… Einkaufsvolumen

ERA… Entgelt-Rahmenabkommen

tung mbH, ein Unternehmen im Verbund der Steinbeis-Stiftung

EVG... Elektronisches Vorschaltgerät

FH... Fachhochschule

fz-p... Geschäftsbereich Fahrzeugteile – Produktion

fz-pA, fz-pl, fz-pp... Abteilungen im Geschäftsbereich Fahrzeugteile

GB-p... Geschäftsbereich – Produktion

HDEP… Hochdruckeinspritzpumpe

id-ms... Geschäftsbereich Industrie – Abteilung Metallschläuche

id-kp-p… Produktionsabteilung Geschäftsbereich Industrie

KW... Kohlenwasserstoff

KWh/m2/a... Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr

LUX... Einheit für Beleuchtungsstärke

mb-p... Geschäftsbereich Metallbälge – Produktion

mg-g… Zentralabteilung Maschinen- u. Werkzeugbau/Gebäude-

management

mw... Zentralabteilung Materialwirtschaft

MWh... Megawattstunden

nfm-p... Geschäftsbereich Nutzfahrzeuge/Motoren – Produktion

pe... Zentralabteilung Personalentwicklung

PER... Tetrachlorethen (PER-Chlorethylen)

pf-gh... Technologiebereich Produktentwicklung u. Fertigungsverfahren

– Abteilung Gebäude und Haustechnik (vor Umstrukturierung)

qs... Zentralabteilung Qualitätssicherung

qs-U... Abteilung des Umweltschutz- und Abfallbeauftragter

t/a... Tonnen/Jahr

TÜV... Technischer Überwachungsverein

– 38 –


Umweltbericht 2006/2007

UM… Umweltmanagement

VAPIC... vacuum and pressure industrial cleaner

VAwS... Anlagenverordnung wassergefährdende Stoffe

Abfälle zur Beseitigung... Abfälle, welche die Kriterien nach Kreislaufwirtschafts- und

Abfallgesetz § 6 nicht erfüllen

Abfälle zur Verwertung... Abfälle, welche die stofflichen oder energetischen Kriterien

nach Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz § 6 erfüllen

Aceton/ Ethanol… Zubereitungen zum Reinigen

Alpha-Jet… Flugzeug, in dem Bauteile von Witzenmann eingesetzt werden

ARIANE 5 Trägerrakete… neuste europäische Trägerrakete, in der Bauteile von

Witzenmann eingesetzt werden

Axial-Kompensator… großer Balg mit Anschlußteilen zur Aufnahme von

Längenänderungen in Rohrsystemen

Brennstoffzelle… Galvanische Zelle, in der Bauteile von Witzenmann eingesetzt

werden

Emission… Aussendung von Störfaktoren wie Abgase, Lärm etc. in die

Umwelt

Flächennutzungsgrad... überdachte Nutzfläche/gesamte Fläche aller Grundstücke

Gefahrstoffverordnung… Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen, untergeordnet

dem Chemikalien- u. dem Arbeitsschutzgesetz

Geflechtsabfall… überschüssiges Metallgeflecht, welches bei der Produktion von

Metallschläuchen entsteht und als Abfall abgetrennt wird

Gradtagszahl... Raumtemp. - Tagesmitteltemp. (für Tage unter 15° C Tagesmitteltemperatur;

die Tagesgradtagszahlen werden für den zu

betrachtenden Zeitraum aufsummiert)

Halbfabrikate… Vorprodukte, welche entweder zur späteren Verarbeitung auf

Lager gelegt oder an den Fertigungsprozess geliefert und dort

fertig produziert werden, z.B. Metallbänder

Induktionsglühanlagen… Anlage am Standort Remchingen zum Spannungsarmglühen

von Liner-Meterware

Kennzahlen... quantitative Informationen mit besonderer Aussagekraft als

Grundlage für informierte Managemententscheidungen,

Controlling und Leistungsvergleiche

– 39 –


Umweltbericht 2006/2007

Low-Cost-Varianten… verschieden variable, möglichst kostengünstige Produktions-

möglichkeiten

Immission… Eintrag in ein Umweltmedium

ISO 14001... international anerkannte Norm und Nachweisstufe für Umwelt-

managementsysteme

Perchlorethylen... leichtflüchtiges Reinigungsmittel basierend auf Chlorkohlen-

wasserstoff

RESY-Symbol… Recyclingsgarantie für Transportverpackungen aus Papier

und Pappe

Schmauchbelastungen… Umweltbelastungen, welche durch Verbrennungsprodukte

entstehen

Spülwasser... Abfallart, bestehend aus Lötabschreckwasser und

Ultraschallwasser

Stoffmanagement… geplanter Umgang mit Stoffen und Zubereitungen

Substitution... Ersetzen von umweltgefährdenden Stoffen/Zubereitungen

T-5 Röhren… neue Art von Niederdruck-Gasentladungslampe (Leuchtstoff-

lampe). „5“ steht dabei für einen Durchmesser von 5/8 Zoll

Tutzinger Erklärung... Abschlußerklärung der Tagung der Evangelischen Akademie

Tutzingen zum Thema „Umweltschutz als Teil der

Unternehmenskultur“ (Tutzinger Materialien Nr. 59/1989 -

ISSN 0930-7850)

Validierung… Überprüfung eines Managementsystems gemäß Verordnung

EMAS durch einen Umweltgutachter

VAPIC-Tauchanlage... Tauchanlage für Produktionsteile, die MOC-Tauchanlage

teilweise ersetzt

Verwertungsquote... Verwertungsanteil an gesamter Abfallmenge

Wassergefährdungsklasse… Potenzial verschiedener Stoffe/Zubereitungen zur Wasser-

verunreinigung

Wertstoffgemisch... Abfallart, bestehend aus verschiedenen verwertbaren

Abfallfraktionen, z.B. Kunststoffe, Folien, Metalle, Gummi etc.

– 40 –


Umweltbericht 2006/2007

Impressum

Herausgeber: Geschäftsführung der Witzenmann GmbH

PF 10 12 80, 75112 Pforzheim

Verfasser: Herr René Pflittner, Umweltschutzbeauftragter

Gestaltung: Schindler, Parent & Compagnie GmbH

Eutinger Str. 2, 75175 Pforzheim

– 41 –

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