GEsunD & sozial - Arge FGV für Gesundheits

fgv.at

GEsunD & sozial - Arge FGV für Gesundheits

GEsunD & sozial

Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe

Tirol:

Europäisches Gütesiegel für Krebszentrum

Seite 9

oberösterreich:

schloss leonstein – sozialpädagogik für Kinder

Seite 10

Titelstory

Die Berechnung der (un-)fruchtbaren Tage

Babywunsch und

„Empfängnis-Roulette“

Seite 7

Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I 59. Jahrgang I Heft 6 I November/Dezember 2007


Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

inhalt:

Karl Preterebner

Bundessekretär

der ÖGB-Fachgruppenvereinigung

für Gesundheitsberufe

2

Impressum:

4–6

Service

Der Arbeitsklima-Index

Gesundheitsberufe – Teil 7

„Die EU-Dienstleistungsrichtlinie“

7–8

Titelstory

Babywunsch und

„Empfängnis-Roulette“

9

Tirol

Europäisches Gütesiegel

für Krebszentrum

10

Leonstein, OÖ

Sozialpädagogik für Kinder

11

Wels, OÖ

40-jähriges Diplomjubiläum

12

Schloss Haus, OÖ

Gesundes Sauerkraut

13–14

Jugend

Studienreise 2007 des K14

nach Südtirol

15

Buchtipps

Redaktion intern

Herausgeber: ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe, Maria-

Theresien-Straße 11, 1090 Wien. Medieninhaber: Verlag des Österreichischen

Gewerkschaftsbundes GmbH, 1230 Wien, Altmannsdorfer Str. 154–156, Tel.

01/662 32 96, Fax 01/662 32 96-6385, E-Mail: Renate.Wimmer@oegbverlag.at,

WWW: http://www.oegbverlag.at. Hersteller: Verlag des ÖGB GmbH.

Verlagsort: Wien. Herstellungsort: Wien. Für den Inhalt verantwortlich:

Gerda Mostbauer, Chefredakteurin: Susanne Kollmann, Redaktions -

koordination: Karl Preterebner. Autoren: Hans Hable, Kerstin Kollmann,

Layout/Grafik: Dietmar Kreutzberger, Bildredaktion: Thomas Reimer, Sekre -

tariat: Ursula Schneller, Tel. 01/313 16-836 63, Redaktionsadresse: ÖGB-FGV,

Maria-Theresien-Straße 11, 1090 Wien, E-Mail: ursula.schneller@gdg.at

Für unverlangt eingesendete Manuskripte und Fotos keine Gewähr. Die Redaktion

behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen. Nachdrucke, auch auszugs -

weise, nur mit Zustimmung der Redaktion und mit Quellenangabe. Namentlich

gekennzeichnete Artikel müs sen nicht der Meinung der Redak tion entsprechen.

ZVR-Nummer: 576439352.

Mauritius: Titel, S. 7, 12, 16; Christina Häusler: S. 2, 3; foto-begsteiger.com:

S. 3, 6; Univ.-Klink f. Frauenheilkunde, T. Jenewein: S. 4, 9; Votava: S. 8; Luis

Paterno: S. 10; Klinikum Wels: S. 11; ÖGB-FGV: S. 13, 14.

in eigener sache

Leider sind die finanziellen Probleme des Österreichischen

Gewerkschaftsbundes nicht an der ÖGB-FGV vorbeigegangen.

Somit wird auch uns das Budget der Fachgruppenvereinigung

für Gesundheitsberufe beträchtlich gekürzt. Z. B.

müssen wir unser Budget für die Zeitschrift „Gesund und

Sozial“ um mehr als 50 Prozent kürzen. Wir sind schon seit

einiger Zeit in Verhandlungen, um mit dem geringeren

Budget das bestmöglichste Resultat zu erlangen. Das Ziel

ist, mindestens vier Hefte pro Jahr zu produzieren und kein

Qualitätsverlust in der Herstellung.

AKTUELL

Fachgruppenvereinigung

für Gesundheitsberufe

OP-Gehilfe soll Operationsassistent und

Verbandstechniker werden

Die ÖGB-FGV hat mit Hilfe von Berufsangehörigen aller

Bundesländer ein neues Berufsbild und eine neue Ausbildung

ausgearbeitet. Dieser Entwurf wurde vom Zentralvorstand

‚abgesegnet‘ und bereits an das Ministerium und an

die Gesundheitssprecher der Parteien verschickt. (Dieses

Konzept ist auf unserer Homepage, www.fgv.at, zu sehen)

Gewerkschaftstag des ASGB –

Gesundheitsdienst

Der Autonome Südtiroler GewerkschaftsBund – Gesundheitsdienst

hielt am 16.11.07 seinen Gewerkschaftstag ab.

Kollegin Mostbauer, die ein Referat mit dem Titel „Faktor

Mensch – spart sich unser Gesundheitswesen krank“ hielt,

sowie ich waren der Einladung gerne gefolgt. Die Probleme

und Aufgaben, welche heute und zukünftig von unseren

Südtiroler KollegInnen zu bewältigen sind und noch zu bewältigen

sein werden, ähneln unseren sehr. Ich wünsche

ihnen viel Kraft und Glück für ihre weitere Arbeit.

(Das Referat, die Resolutionen und einige Fotos sind auf

unserer Homepage, www.fgv.at, zu sehen)

Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

wünscht Ihr Karl Preterebner

Gesundheits- und Krankenpflegedienst: Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester (-Pfleger) + Diplomierte Kinderkrankenschwester (-Pfleger) + Diplo


Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

liebe Kolleginnen

und Kollegen!

Es wird derzeit emsig am österreichischen Strukturplan

gearbeitet. In allen Bundesländern finden derzeit

Regionalkonferenzen statt. Die derzeit formulierten

globalen Ziele sind mehr Dokumentation und

Effizienzsteigerung. Für uns als Interessenvertretung stellt

sich die Frage: Welche Auswirkungen hat das auf das

Personal. Heißt das, dass noch mehr Arbeit, noch mehr

Belastungen auf uns zukommen? Der Druck auf die

Gesundheitsberufe wird immer stärker, und die physischen

und psychischen Belastungen haben eine gesundheitsgefährdende

Dimension erreicht.

Es gilt daher darauf zu achten, dass bei allfälligen Veränderungen

auf die Interessen der ArbeitnehmerInnen nicht

vergessen wird. Zwischen Planung in der Theorie und

Ausführung in der Praxis gibt es immer Unterschiede, die

Gerda Mostbauer,

Bundesvorsitzende der ÖGB-FGV

editorial

zu berücksichtigen sind. Bisher gibt es wenig Information,

wie und in welcher Form sich die geplanten Strukturreformen

auf die Stellenpläne auswirken. Es gibt auch

keine Personalberechnungen für Gesundheitsberufe.

Die Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe hat

daher eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit dieser

komplexen Problematik beschäftigt. Wir werden Sie über

die Ergebnisse ausführlich informieren.

Liebe Kollegen und KollegInnen, ich möchte auch heuer

im letzten Heft nicht verabsäumen, ihnen einige besinnliche

Stunden im Advent und ein frohes Weihnachtsfest

zu wünschen.

Für das kommende Jahr wünsche ich vor allem Gesundheit

und viel Erfolg. Gerda Mostbauer

„Eine Kerze abbrennen lassen

und sich wirklich einmal die Zeit dazu nehmen,

gar nichts weiter zu tun als dieses.“

mierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenschwester (-Pfleger) + PflegehelferIn + SchülerInnen + Hebammen + StudentInnen + KardiotechnikerIn + 3


service Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier Gewerkschaft Öffentlicher Dienst

4

Der Wunsch nach Wertschätzung besteht in mehreren Punkten: Auch die Image-Aufwertung durch höhere Bildungsabschlüsse ist ein häufig wiederkehrender

Der arbeitsklima-index

Gesundheitsberufe – Teil 7

(Fortsetzung aus Gesund & Sozial 5/2007)

Auswirkungen auf die Arbeitsplatzsituation durch die

EU-Dienst leistungs richtlinie und durch die Strukturreformen

im Gesundheitswesen

durch die Dienstleistungsrichtlinie

(in % der Befragten)

durch die Strukturreformen im Gesundheitswesen

(in % der Befragten)

Sieben Prozent der Befragten haben

ihre Sorgen auch in den schriftlichen

Kommentaren ausgedrückt. Sie drehen

sich vor allem um die Gefahren

der unter Spardruck und Personaleinsparungen

riskierten Qualitätseinbußen

in der Pflege und den Eindruck,

dass etwas in der Gewichtung der Aufgaben

im Gesundheitswesen schief

läuft.

In der Abfolge der Sorgen gibt es folgende

Hierarchie:

● Falsch verstandenes Sparen, das zu

Qualitätsminderung führt. Es werde

auf kurzfristige Effekte geschielt,

statt langfristige Ziele (z. B. bei

der Erhaltung der Selbstständigkeit

älterer Menschen) im Auge zu

haben.

Kaufmännische Regeln regierten

auch das Verhalten den PatientInnen

gegenüber.

Damit nähme man auch „gefährliche

Pflege“ in Kauf, die zudem

auch noch das Personal psychisch

belaste.

● Angst, dass sich der Trend zur Zweiklassenmedizin

noch verstärkt.

SanitäterInnen + Medizinischer Masseur und Heilmasseur + Sanitärhilfsdienste: OperationsgehilfIn + LaborgehilfIn + ProsekturgehilfIn + Ordinationsgehi


Vorschlag.

Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe Gewerkschaft vida

menhänge zwischen diesem Gefühl spürbare Anerkennung durch die

und der Einkommensunzufrieden- Politik, („keine Dampfplauderei“),

heit, dem Problem der Personalein- in Form der Anerkennung auch fisparung

und der daraus resultierenden nanzieller Wünsche des Personals,

Überlastungsgefühle und der Unzu- nicht nur als Kostenfaktor betrachfriedenheit

mit dem Führungsstil. tet zu werden.

Der Wunsch nach Wertschätzung besteht

auf drei Ebenen:

● Wertschätzung durch die Öffent-

Wen der Schuh

besonders drückt …

lichkeit:

Nach Tätigkeitsbereichen zeigt sich,

Wenn es mehr positive Öffentlich- dass es einige Beschäftigtengruppen

keitsarbeit gäbe über die Leistun- gibt, die besonders große Probleme

gen und die Arbeitsinhalte, erhof- haben: Allen voran der Sanitätshilfsfen

sich viele, gäbe es auch mehr dienst, der mit niedrigen Einkommen

Unterstützung bei den Anliegen bei gleichzeitig hohen Belastungen und

um Verbesserung der Arbeitsbedin- geringen Chancen zum Aufstieg und

gungen. Die Stellung der Berufe in zur Weiterentwicklung auf dem abso-

der Gesellschaft sollte verbessert luten Tiefpunkt von 85 Indexpunkten

werden durch mehr Werbung und liegt. Ganz ähnlich verhält es sich mit

Aufklärungsarbeit über die Inhalte der Altenpflege: Auch hier treffen nied-

der Arbeit.

riges Einkommen mit hohen Belastun-

Medien sollten sich um den Alltag gen und geringen Entwicklungs- und

kümmern und nicht nur, wenn je- Bildungschancen zusammen. Der

● Bürokratisierung statt „Menschen- mand zu Schaden komme. Auch Grund für den schlechten Wert der in

fokussierung“.

Image-Aufwertung in Form hö- Ausbildung Stehenden wurde schon

● Richtiges Sparen durch Ausschalten herer Bildungsabschlüsse ist ein oft erwähnt: niedriges Einkommen —

von Mehrgleisigkeiten, Drosselung häufig wiederkehrender Vorschlag. hohe Belastung — geringe Wertschät-

der Apparate-Medizin und Förde- ● Wertschätzung des Pflegepersonals zung. Dass das diplomierte Krankenrung

der klinischen Diagnostik. durch die Ärzte/Ärztinnen. pflegepersonal mit Sonderausbil-

● Augenmaß bei Prestige-Medizin Offenbar fühlen sich die Beschäfdungen ebenfalls im untersten Bereich

und Förderung der gesundheittigten in der Pflege hinsichtlich des tätigkeitsbezogenen Wohlbefinlichen

Nahversorgung und von Ge- ihrer Leistungen und ihrer Qualidens angesiedelt ist, hat weniger mit

meindespitälern: ,,ln der Stadt Salzfikation nicht ausreichend von den dem Einkommen zu tun. Sehr viele

burg entstehen aus Gründen des Ärzten/Ärztinnen wahrgenom- dieser Beschäftigtengruppe sind an ih-

Ansehens „vergoldete Abteilungen men. Hier erwartet man sich vor ren Belastbarkeitsgrenzen angelangt

des Gesundheitswesens“ mit en- allem kollegiale Umgangsformen, und fühlen sich dadurch, dass die Leisormem

Kapitaleinsatz in Aufbau weniger hierarchisches Verhalten. tung trotzdem als selbstverständlich

und Erhaltung.

● Wertschätzung durch die unmittel- betrachtet wird, unzufriedener als an-

Der Verwaltungsapparat in den baren Vorgesetzten, die Betriebsdere. Mit Abstand am besten fühlt sich

Landeskliniken wächst und wächst, führung und die Politik im Allge- der gehobene und technische Dienst.

während regionale Zweigstellen in meinen.

Diese Gruppe meldete sich auch kaum

den Bezirken mit Einsparungen und Gewünscht werden: Alltägliches schriftlich zu Wort. Das Einkommen

Reformen behaftet werden ohne

Rückfragen bezüglich Wirtschaftlichkeit

und Betreuungserfolg ver-

Lob, Dank, wenn alles gut läuft, passt, die Arbeitzeit wird als gut empschiedenster

schwerwiegender Wunsch nach mehr Anerkennung und Wertschätzung

Krankheitsbilder vor allem im Langzeit-Pflegebereich.“

(in % der befragten Beschäftigten)

„Wertschätzung wäre

kostenlos, wurde aber trotzdem

gestrichen“

Das Thema, das neben oder manchmal

auch im Zusammenhang der Einkommenszufriedenheit

am häufigsten

angesprochen wird, ist der Eindruck

mangelnder Wertschätzung der Beschäftigten

in den Gesundheitsberufen.

Es bestehen deutliche Zusam-

lfIn + Beschäftigungs- u. ArbeitstherapiegehilfIn + DesinfektionsgehilfIn + Medizinisch-technische Dienste: PhysiotherapeutIn + biomedizinische Analy

service

5


service

6

funden und offensichtlich sind auch

die klimatischen Bedingungen im Unternehmen

für diese Beschäftigtengruppe

akzeptabel.

Auch wenn insgesamt andere Tätigkeitsgruppen

in den Gesundheitsberufen

durchschnittlich und überdurchschnittlich

im Vergleich zu ihren KollegInnen

abschneiden, heißt das nicht,

dass diese keine Probleme haben: Allen

voran wären hier die Ärzte/Ärztinnen

anzuführen, die – mit Ausnahme des

Einkommens – hohen Belastungen

ausgesetzt sind und in spezifischen Bereichen

massiv unzufrieden sind. Das

Verwaltungspersonal, das eher immer

im Graubereich des Durchschnitts angesiedelt

ist und kaum einmal im Vergleich

zu den Kolleginnen in den Gesundheitsbetrieben

auffällige Daten

aufweist, sollte deswegen nicht unbeachtet

bleiben, nur weil es anderen

schlechter geht. Vielmehr zeigt sich,

dass es für jede Berufsgruppe innerhalb

der Gesundheitsbetriebe Besonderheiten

und Auffälligkeiten gibt, die

eigens analysierbar wären, weil die

Daten an sich nun vorhanden sind.

Überblick über die Forderungen der

Beschäftigten bzw. mögliche Ansatzpunkte

für eine folgende Auseinandersetzung

mit den Problemlagen der Beschäftigten:

Die zentralen Forderungen der

Beschäftigten

Einkommen

● Grundsätzliche Neubewertung der

Arbeit, Ausrichtung an Belastungen,

Qualifikationen und Leistungen

der Gesundheitsberufe.

Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier

● Ein Grundgehalt, von dem man

leben kann: Unabhängigkeit von

Zulagen und Überstunden.

● Erhöhung von Zulagen für Nachtdienste,

psychisch und physisch

schwere und belastende Arbeit.

● Gleichstellung von Vollzeit-Beschäftigten

und Teilzeitbeschäftigten,

wenn Überstunden nicht die

Ausnahme, sondern die Regel sind

– Mehrdienstleistungen 1:1,5!

● Abschaffung des SchülerInnen-

Taschengelds – angemessene Entlohnung

für anstrengende Arbeit.

● Gleiche Entlohnungssysteme in

Österreich für die Arbeit im Gesundheitswesen.

● Gerechte Verteilung des Einkommens

innerhalb der Gesundheitsbetriebe

– Verringerung der Lohnkluft

zwischen Führungsetagen

und Basisarbeit.

Belastungen

● Personalaufstockung und Berücksichtigung

von wachsender Arbeitsintensität

(mehr PatientInnen,

kürzere Aufenthaltsdauer, höherer

Pflege-, Reinigungs- und Administrationsbedarf).

● Burn-out-Prävention als Teil der

Unternehmenskultur: Start bereits

während der Ausbildung, unabhängige

Beratungseinrichtung in

den Betrieben.

● Kostenlose Supervision für alle

Pflegeberufe und Medizinerinnen

während der Arbeitszeit.

● Entwicklung von Maßnahmen für

alternsgerechtes Arbeiten in der

Pflege.

Gewerkschaft Öffentlicher Dienst

● Ab 45+: Bezahlte Sonderkuraufenthalte,

längere Erholungsphasen

zwischen den Diensten.

● Zugang zu hauseigenen Fitness- und

Therapieräumlichkeiten bzw. Körpertherapien

zur Prävention von

Schäden am Bewegungsapparat.

● Investitionen in Mobilisationshilfen.

● Mobbing-Prävention.

Arbeitszeit

● Realistische Personalplanung – keine

Personaleinsparungen (Einkalkulation

von Urlauben, Krankenständen,

Pflegeurlauben etc.).

● Umsetzung und Kontrolle des Arbeitszeitgesetzes.

● Sofortige Nachbesetzung frei werdender

Stellen bzw. bei längeren

Krankenständen.

● Einspringerdienste/Pool-Lösungen.

● Angleichung von Mehrdienststunden

an Überstunden.

● Arbeitszeitreduzierung in der Pflege.

● Ab 50: Arbeitszeitreduzierung bei

vollem Lohnausgleich, längere Erholungsphasen

und keine Verpflichtungen

zu Nachtdiensten.

● Arbeitszeitmodelle mit Rücksicht

auf die familiäre Situation und Versorgungspflichten(Alleinerzieherinnen).

Betriebliches Klima

● Mehr Wertschätzung und Anerkennung

der geleisteten Arbeit

durch Öffentlichkeit, Politik,

Management und unmittelbare

Vorgesetzte.

● Reduktion der Führungs- und Verwaltungsapparate

– Umverteilung

von Geld und Dienstposten auf den

Pflegebereich.

● Transparente und objektive Besetzungskriterien

für Führungskräfte,

Schwerpunkt: soziale Kompetenz,

fachliche Qualifikation.

● Systematische Mitentscheidungsprozesse

des Pflegebereichs bei

Reformprozessen und Umstrukturierungen.

● Verbesserung der innerbetrieblichenMitbestimmungsmöglichkeiten.

● Gleicher Zugang zu Weiterbildung,

zu 100 Prozent in der Arbeitszeit

und finanziert (insbes. für Teilzeitbeschäftigte).

Karl Preterebner

tikerIn + Radiologietechnologe + Radiologietechnologin + Diätologin + Diätologe + ErgotherapeutIn + Logopädin + Logopäde + OrthoptistIn + Dipl.


Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

Babywunsch und

„Empfängnis-Roulette“

Die Berechnung der (un-)fruchtbaren Tage

Eine Methode, die früher zur

Empfängnisverhütung diente,

wird heute für Paare mit Kinderwunsch

bei „Babycomputer“

und „Ladycomputer“ genützt.

Erst Ende der 1920er-Jahre wurden

die fruchtbaren und unfruchtbaren

Tage im Zyklus der Frau präzise aufgeklärt:

Ziemlich zeitgleich, aber unabhängig

voneinander, vom Österreicher

Hermann Knaus (1892–1970)

und dem Japaner Kyusaku Ogino

(1882–1975). Die Berechnung der

fruchtbaren und unfruchtbaren Tage

(das Tage-Zählen) verbreitete sich

schnell, obwohl ihre sichere Anwendung

zwei Bedingungen hat: Zum

einen muss der Zyklus der betref-

fenden Frau sehr regelmäßig sein und

darf sich auch durch Stress, Reisen und

andere Einflussfaktoren nicht verändern.

Zum anderen müsste sich

menschliche Sexualität derart steuern

lassen, dass ein Verkehr nur an den

relativ wenigen sicheren Tagen stattfindet.

„Katholiken-Roulette“

Aus diesem Grund und wegen der

Anerkennung durch den Vatikan bekam

die Knaus-Ogino-Lehre im

Volksmund den Spitznamen „Katholiken-Roulette“

oder „Römisches

Roulette“. Mit der Einführung der

Pille und anderer wirksamer Verhütungsmethoden

trat sie schließlich in

den Hintergrund.

Sie wird aber noch heute durch Zykluscomputer

sowohl zur Verhütung

titelstory

als auch für Paare mit Kinderwunsch

(„Babycomputer“ und „Ladycomputer“)

genützt.

Wir verdanken Hermann Knaus drei

wesentliche Erkenntnisse: über die

Befruchtbarkeit der weiblichen Eizelle,

über die Befruchtungsfähigkeit der

männlichen Samenzelle, über den

konstanten Zeitabstand zwischen Eisprung

und nachfolgender Menstruation.

Am schnellsten und leichtesten

wurde die Beobachtung akzeptiert,

dass die Eizellen der Frau nur wenige

Stunden lang befruchtet werden können.

Knaus erwähnt selbst, dass diese

These von den wissenschaftlichen Kollegen

sofort anerkannt wurde und

keiner weiteren Beweisführung bedurfte.

Dass die Samenzellen des

Mannes nur bis zu fünf Tage befruchtungsfähig

sind, wurde von der wis-

med.-technische Fachkraft + Altenbetreuung + Zahnärztliche AssistentInnen + Gesundheits- und Krankenpflegedienst: Diplomierte Gesundheits- und

7


titelstory

Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

senschaftlichen Gemeinschaft hingegen

heftig abgelehnt und erst nach

zehn Jahren und Vorlage vieler neuer

Beweise hingenommen. Über die

Gründe für die vehemente Ablehnung

der Erkenntnis von der „Endlichkeit

der Spermien“ lässt sich nur spekulieren;

möglicherweise handelt es sich

um emotionale Empfindlichkeiten

der damals männlich dominierten

medizinischen Wissenschaft.

Zeitabstand Eisprung –

Menstruation

Knaus’ dritte Erkenntnis klärte den

konstanten Zeitabstand zwischen Eisprung

und der nachfolgenden Menstruation

auf. Vorher hatte es ganz

unterschiedliche Ansichten gegeben.

U. a. war gelehrt worden, dass die Frau

an jedem Tag ihres Zyklus fruchtbar

wäre. Bis zur allgemeinen Akzeptanz

von Knaus’ Lehre brauchte es Jahrzehnte,

denn ihre Konsequenzen führen

zur ethischen und weltanschaulichen

Positionierung. Seine Erkenntnisse

wurden von der Ärzteschaft

lange Zeit nicht anerkannt und Knaus

hatte große Mühe, die „Evidence’ gegen

die allgemeine Ignoranz zu verteidigen

– die folgende Einschätzung

stammt von seinem Berliner Kollegen

Georg August Wagner aus dem Jahre

1943: „Durch seine wissenschaftlichen

Leistungen wie durch seine von

keinem anderen gynäkologischen

Operateur erreichten operativen

Leistungen hervorragend ist Prof.

Knaus. Er genießt Weltruhm. In einer

Frage, dem Termin, der nach Knaus

allein möglichen Konzeption, ist er

starrsinnig und hat sich durch seine

grobe Ablehnung jedes abweichenden

Standpunkts viele Feinde gemacht.“

Wer war Hermann Knaus?

Er wurde im Jahr 1892 in St. Veit an

der Glan (Kärnten) in eine bürgerlich

wohlhabende Kaufmannsfamilie geboren,

war lebenslang ein begeisterter

und sehr ambitionierter Bergsteiger,

Skifahrer und Reiter. Medizinstudium

in Graz und Innsbruck, unterbrochen

vom 1. Weltkrieg. Knaus wurde von

seinem Professor sehr gefördert und

ging 1924 mit einem Rockefeller-

Forschungsstipendium nach London

zu Prof. A. J. Clark, wo er in experimentelle

Arbeiten an der tierischen

Gebärmuttermuskulatur eingeführt

wurde. Nach seiner Rückkehr an die

Universitäts-Frauenklinik Graz

machte Knaus am 31. Jänner 1927

eine entscheidende Entdeckung: „An

diesem Tag beobachtete ich zum ersten

Male an der Gebärmutter des

schwangeren Kaninchens eine damals

noch unbekannte Funktion des Gelben

Körpers, nämlich seine Aufgabe,

die Pituitrin-Empfindlichkeit der

Gebärmuttermuskulatur auszuschalten

und damit diese für eine ungestörte

Entwicklung des Eies ruhigzustellen.“

Diese Reaktion tritt beim Kaninchen

exakt 22 Stunden nach dem Eisprung

ein. Im Mai 1928 konnte Hermann

Knaus an der Universitäts-Frauenklinik

Berlin die kräftigen Bewegungen

der menschlichen Gebärmutter unter

dem Röntgenschirm beobachten,

während die Muskulatur zu anderen

Zeiten sehr schlaff und träge war. Von

diesen Beobachtungen angeregt begann

er an der Grazer Klinik, die Bewegungen

der menschlichen Gebärmutter

grafisch zu registrieren. Er erkannte,

dass es auch beim Menschen

zu einem entspannenden und erschlaffenden

Einfluss des Gelbkörpers

auf die Muskulatur der Gebärmutter

kommt, und zwar beginnend etwa

zwölf Tage vor der nächsten Menstruation.

Entwicklung der Methode

Um den Termin des Eisprungs genau

zu bestimmen, bat Knaus seine Patientinnen,

Aufzeichnungen über ihre

Menstruation zu machen. So konnte

er ableiten, dass zwischen dem Wirksamwerden

des Gelbkörpers und dem

Eisprung maximal 48 Stunden liegen.

Daraus lassen sich 14 Tage zwischen

dem Eisprung und der nächsten

Menstruation errechnen.

Das lässt sich deshalb mit solcher Bestimmtheit

sagen, weil das Entstehen

und Vergehen des Gelbkörpers, wie

wir ihn heute nennen, aus dem geplatzten

Eibläschen sehr regelmäßig

abläuft.

Knaus stellte 1929 auf einem Gynäkologenkongress

in Leipzig seine neuen

Erkenntnisse vor. 1934 veröffentlichte

er seinen Menstruationskalender

und warb für dessen breite Anwendung,

damit jede Frau ihren individuellen

Zyklus kennt und sich danach

richten kann. Mit dem Aufkommen

und Wachsen des Nationalsozialismus

wurde das Thema „Verhütung“

schnell unerwünscht, schließlich

sogar unter Strafe gestellt.

Internationale Anerkennung

Hermann Knaus erhielt in Österreich

nicht die Anerkennung, die ihm gebührte,

international wurde er aber

sehr geachtet, zu Vorträgen eingeladen

und ausgezeichnet. Seine größte Auszeichnung

war für den gläubigen

Katholiken die Anerkennung seiner

Lehre durch Papst Pius XII. als einzige

von der Kirche tolerierte Methode zur

Empfängnisverhütung.

Knaus beschäftigte sich auch mit der

Pille – sprach sich aber vehement dagegen

aus, sowohl aus medizinischen

als auch aus moralisierenden Gründen.

Hermann Knaus starb im Alter

von 78 Jahren in Graz. An seinem

Sterbebett wurden ihm vom vatikanischen

Nuntius in Österreich noch

Segenswünsche des Papstes überbracht.

Er ist in St. Veit an der Glan

begraben.

Der Folder „Hermann Knaus – Detektiv

der fruchtbaren Tage (1892–

1970)“ ist für Euro 1,– im Museum

für Verhütung erhältlich. Museum für

Verhütung und Schwangerschaftsabbruch:

Mi bis So 14–18 Uhr, Mariahilfer

Gürtel 37/1. Stock, 1150 Wien.

www.muvs.at, Tel. 0699/178 178 04,

Fax: 01/892 25 81. Trotz interessanter

Neuzugänge ist das Museum weiterhin

auf der Suche nach Objekten und

Leihgaben.

8 Kranken schwester (-Pfleger) + Diplomierte Kinderkrankenschwester (-Pfleger) + Diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenschwester


Tirol:

Europäisches Gütesiegel für

Krebszentrum

Univ.-Prof. Dr. Christian Marth (li.) und Univ.-Prof. Dr. Gerald Gitsch bei der feierlichen Überreichung der Akkreditierungsurkunde

Die Innsbrucker Frauenklinik

hat sich einem strengen europäischen

Prüfverfahren als

Krebszentrum unterzogen.

Univ. Prof. Colombo aus Mailand

und Univ. Prof. Rob aus

Prag haben als Vertreter der

europäischen Krebsspezialisten die

Frauenklinik visitiert.

Wie erfolgt die Diagnose?

Welche Standards werden bei der Behandlung

erfüllt? Das waren nur zwei

der zahlreichen Fragen, denen die Prüfer

nachgegangen sind. In Berlin wurde

nun Univ.-Prof. Dr. Christian

Marth, Vorstand der Universitätsklinik

für Frauenheilkunde am Landeskrankenhaus

Innsbruck – Universitätskliniken,

durch den Präsidenten der Europäischen

Gesellschaft für Gynäkologische

Onkologie, Univ.-Prof. Dr. Gerald

Gitsch, die Akkreditierungsurkunde

überreicht. Mit dieser wird bestätigt,

dass die Krebsbehandlung an der Innsbrucker

Frauenklinik nach besten internationalen

Standards erfolgt. Besonderes

Augenmerk wurde auf die

Zusammenarbeit mit Spezialisten anderer

Disziplinen wie z. B. Strahlentherapie

oder Urologie gelegt. Ein Kriterium

für die Verleihung stellt unter

anderem die Anzahl der jährlich behandelten

Krebspatientinnen dar, da

die europäische Organisation nur bei

ausreichendem Erfahrungsschatz eine

landesgruppen

hohe Qualität erwartet. Alle Voraussetzungen

der europäischen Richtlinien

wurden erfüllt. Mit dieser Akkreditierung

kann in Innsbruck erstmals auch

der Titel „Europäischer Facharzt für

Gynäkologische Onkologie“ erworben

werden. Prof. Gitsch betonte in seiner

Ansprache anlässlich der Überreichung

der Akkreditierungsurkunde, dass die

Innsbrucker Frauenklinik die geforderten

strengen Qualitätsstandards bei

Weitem übertroffen habe. Besonders

hervorgehoben wurden auch die hohe

internationale Reputation und die beachtliche

Forschungsaktivität. Jahrelange

Investitionen in Qualitätssicherung

und Wissenschaft haben sich also

gelohnt. Diese Auszeichnung wurde

bisher nur 16 Kliniken in ganz Europa

verliehen. (TILAK-Presse-31.10.2007)

(-Pfleger) + PflegehelferIn + SchülerInnen + Hebammen + StudentInnen + KardiotechnikerIn + SanitäterInnen + Medizinischer Masseur und Heilmasseur

9


landesgruppen

Die Sanierung von Schloss Leonstein ist sehr zufriedenstellend gelungen – das historische Ambiente schafft ein ganz besonderes „Zuhause-Gefühl“.

oberösterreich:

schloss leonstein –

sozialpädagogik für Kinder

Das Schloss Leonstein, eine sozialpädagogische Einrichtung

des Landes Oberösterreich, blickt auf eine jahrhundertelange

Geschichte mit unterschiedlicher Widmung zurück.

Seit rund 60 Jahren wird es bereits

als Kinderheim genützt und eine

Generalsanierung war unumgänglich.

Ziel war es, einerseits die historische

Identität zu bewahren, andererseits vier

architektonisch völlig unterschiedliche

Wohngruppen mit individuellem Charakter

zu errichten, um den Kindern

und Jugendlichen individuelle Entfaltungsmöglichkeiten

zu bieten. Mit

einem Netto-Gesamtbudget von rund

6,2 Mio. € wurden in einem Zeitraum

von vier Jahren 3.300 m² Wohn- und

Arbeitsfläche bzw. 17.600 m³ umbauter

Raum renoviert und im Rahmen

des Denkmalschutzes neu gestaltet.

Die Sanierung ist sehr zufriedenstellend

gelungen – das historische

Ambiente schafft ein ganz besonderes

„Zuhause-Gefühl“. Jeder Raum hat

seine eigene Atmosphäre – ein Vorteil

für die individuelle Entwicklung der

Persönlichkeiten, die hier leben. Denn

Betreuungsziel ist, die individuelle

Entwicklung so zu fördern, dass aus

Kindern Erwachsene werden, die ihr

eigenes Leben positiv gestalten. Am 18.

September 2007 wurde das restaurierte

Schlossgebäude von Landesrat Dr.

Josef Stockinger im Beisein von weiteren

Ehrengästen feierlich eröffnet.

Bei einem anschließenden Rundgang

konnten sich die Gäste von der gelungenen

Restaurierung überzeugen.

Dr. Maria Theresia Müllner freut sich

über das gelungene Sanierungsprojekt

und weist darauf hin, dass diese Sanierung

eine Investition in das Lebensgefühl

und in die Zukunft junger

Menschen ist, die in diesem Haus aufwachsen.

(hh)

10 + Sanitärhilfsdienste: OperationsgehilfIn + LaborgehilfIn + ProsekturgehilfIn + OrdinationsgehilfIn + Beschäftigungs- u. ArbeitstherapiegehilfIn + De


oberösterreich:

Klinikum Wels –

40-jähriges Diplomjubiläum

Am 22. September 2007 feierten wir, die Diplomkrankenschwestern

des Jahrgangs 1964–1967, unser Diplomjubiläum im Klinikum

der Kreuzschwestern Wels. 40 Jahre sind ein langer Zeitabschnitt,

weshalb die Wiedersehensfreude groß und sehr berührend war.

Unsere Lehrschwester, Ordensschwester

Maria Goretti, und

Ordensschwester Ignatia, die

uns im Internat betreut hatte, waren

auch anwesend und begleiteten uns

den ganzen Tag. Gleich zu Beginn versammelten

wir uns zu einer Andacht

in der Krankenhauskapelle. Und danach

fand unser Fototermin statt. Auf

Einladung des Hauses gab es für uns

ein ausgezeichnetes Mittagessen und

eine Kaffeejause. Anschließend folgte

eine interessante Vorstellungsrunde, in

welcher jede Kollegin über ihr Leben

in den letzten 40 Jahren erzählte. Dabei

kamen so manche Emotionen hoch.

Die meisten von uns schlossen ihren

Bericht mit einem Dankeschön an unsere

Ausbildnerinnen und brachten

gleichzeitig zum Ausdruck, wie sehr

uns damals die schwierige Ausbildung

und das Leben im Internat für den Beruf

und das Leben positiv beeinflusst

haben.

Das Klinikum der Kreuzschwestern

Wels hat in den letzten Jahren eine enorme

Vergrößerung und Modernisierung

erfahren. Mit 1.019 Krankenbetten

und einem Personalstand von

2.500 Bediensteten ist es jetzt das

größte Ordensspital Österreichs und

das größte Spital Oberösterreichs. 350

Ärzte und Ärztinnen sind hier beschäftigt,

dazu kommen die medizinischtechnischen

Dienste, das Pflegepersonal,

die Küchen- und Wäschereibediensteten

sowie die Haustechnik und

das Verwaltungspersonal.

landesgruppen

Weiterbildung im Haus

Auf einem Rundgang durch mehrere

Stationen konnten wir uns von den

hervorragenden medizinischen Einrichtungen

und der modernen Ausstattung

des Klinikums überzeugen. Die

Menschlichkeit in der Krankenpflege

steht aber noch immer im Vordergrund.

Großer Wert wird auf die Weiterbildung

des Pflegepersonals in Zusammenarbeit

mit der (bisherigen)

Akademie für Bildung und Gesund -

heit gelegt.

Bisher war auch eine Akademie für

physikalische Therapie angeschlossen.

(Anmerkung der Redaktion: Die medizinisch-technischen

Akademien in

Österreich werden durch Gesetzesänderungen

in Fachhochschulen umgebildet.)

Ich danke allen OrganisatorInnen, besonders

Sr. Maria Goretti und meinen

Kolleginnen für diesen schönen und

informativen Tag.

(Maria Plotz, Lienz, Osttirol)

„Die Menschlichkeit in der Krankenpflege steht noch immer im Vordergrund“, sagen die Absolventinnen des Diplomjahrganges 1967,

die sich im Herbst zu ihrem 40jährigen Jubiläum im Klinikum Wels, OÖ. trafen.

sinfektionsgehilfIn + Medizinisch-technische Dienste: PhysiotherapeutIn + biomedizinische AnalytikerIn + Radiologietechnologe + Radiologietechnologin +

11


12

landesgruppen

Der Direktor des LPBZ Schloss Haus, Kollege Hans Hable, legt Wert darauf, den Kunden/Kundinnen des LPBZ Schloss Haus

ein gesundes, ausgewogenes Ernährungsangebot möglichst aus der regionalen Landwirtschaft anzubieten.

oberösterreich:

Kraut einschneiden wie zu omas

zeiten

Gemüse durch Milchsäuregärung zu konservieren, ist offensichtlich

eine sehr alte, in verschiedenen Weltregionen gemachte Erfindung.

Im antiken Griechenland und im

Römischen Reich, wie auch in China

war so gesäuerter Weißkohl bekannt.

Die heutige Bekanntheit von

Sauerkraut in Europa kann sowohl auf

die griechisch-römische Tradition zurückgehen

als auch auf wandernde

Mongolenstämme, die das chinesische

Suan cai im 13. Jahrhundert bis nach

Europa brachten. Sauerkraut ist reich

an Milchsäure, Vitamin A, B, C und

Mineralstoffen und somit ein wichtiger

heimischer Vitamin-C-Lieferant im

Winter. Für unsere Wohlstandsgesellschaft

außerdem von Bedeutung: Sauerkraut

ist sehr kalorienarm (etwa 19

kcal je 100 g). Die Direktion des LPBZ

Schloss Haus legt Wert darauf, den

Kunden/Kundinnen des LPBZ Schloss

Haus ein gesundes, ausgewogenes Ernährungsangebot

möglichst aus der

regionalen Landwirtschaft anzubieten.

Vom Speiseplan nicht mehr wegzudenken

ist das alljährlich um diese Zeit

selbst vom Küchenpersonal unter Mithilfe

von Kunden/Kundinnen herge-

stellte Sauerkraut. Dafür werden 2.000

kg Weißkraut von regionalen Bauern

gekauft und weiterverarbeitet. Das

Kraut wird zerkleinert, gewürzt und in

dafür vorgesehenen Bottichen drei bis

vier Wochen zur Reifung gelagert. Dieser

Vorrat garantiert bis Mai nächsten

Jahres eine hochwertige, von BewohnerInnen

und MitarbeiterInnen sehr

geschätzte Ergänzung des Speisenangebotes.

Sauerkraut gilt international als das

bekannteste Nationalgericht. Besonders

in osteuropäischen Staaten wird

sehr viel Sauerkraut gegessen.

Ein großes Dankeschön allen Mitwirkenden!

Dir. Johann Hable

+ Diätologin + Diätologe+ ErgotherapeutIn + Logopädin + Logopäde + OrthoptistIn + Dipl. med.-technische Fachkraft + Altenbetreuung + Zahnärztliche A


Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

Krankenhaus Freistadt:

studienreise 2007 des K14

nach südtirol

Am 7. Mai um sechs Uhr morgens ging es los: Verschlafen, aber

erwartungsvoll, nahmen die TeilnehmerInnen der Studienreise 2007

– 16 SchülerInnen, PL Annemarie Doppler, DGKS Christiane

Schinagl und Margit Dirnböck – im Reisebus Richtung Südtirol

Platz.

Um ca. 10.30 Uhr erreichten wir

unsere erste Station, das schöne

Städtchen Hall in Tirol, wo wir

an einer Führung durch die UMIT,

einer privaten Universität für Gesundheitswissenschaften,

teilnahmen. An

der UMIT haben Studierende die

Möglichkeit, in den Studienrichtungen

Bioinformatik, Pflegewissenschaften

und Gesundheitswissenschaften mit

dem Bakkalaureat (bzw. anschließend

mit dem Magister und Doktorat) abzuschließen.

Voraussetzung hierfür ist

natürlich die Matura, für das Studium

der Pflegewissenschaften ist zusätzlich

ein Diplom im gehobenen Dienst für

Gesundheits- und Krankenpflege notwendig.

Nach der Führung durch die UMIT

ging es auf direktem Weg nach Salurn

in Südtirol. Um 18 Uhr kamen wir

ziemlich erschöpft im Jugendhaus Noldin

an, wo an diesem Abend – abgesehen

von anfänglichen Diskussionen

über die Zimmerverteilung – ziemlich

schnell Ruhe einkehrte.

Am folgenden Tag ging es sehr früh ab

nach Bozen ins Zentralkrankenhaus.

Der Sanitätsbetrieb Bozen besteht aus

sieben Gesundheitssprengeln und dem

Zentralkrankenhaus Bozen, welches

der größte Sanitätsbetrieb Südtirols ist.

Das Krankenhaus ist für ein Einzugsgebiet

von 1.500 km² bzw. rund

200.000 EinwohnerInnen zuständig,

und beschäftigt ca. 4.000 MitarbeiterInnen.

Im Krankenhaus sind an

die 30 Fachabteilungen, Tageskliniken

und ambulante Dienste untergebracht.

Durch das Krankenhaus geführt wurden

wir von der Pflegedienstleiterin

Maria Mischo-Kelling, die uns mit viel

Geduld unsere zahlreichen Fragen be-

antwortete. Wir gewannen den Eindruck,

dass Maria Mischo-Kelling äußerst

engagiert ist und viele ihrer Ideen

verwirklicht, so zum Beispiel das „Primary

Nursing“, das auf den einzelnen

Stationen bereits in Ansätzen umgesetzt

wird.

Vom Zentralkrankenhaus aus gelangten

wir nach einem fünfminütigen

Fußweg zu unserem nächsten Ziel, der

Claudiana, der Landesfachhochschule

für Pflegeberufe. Seit einigen Jahren

findet in Italien die Ausbildung zur

DGKS/P an der Fachhochschule statt.

Voraussetzung für die Einschreibung

in die Claudiana, an der das Studium

sechs Semester dauert (nach der dreijährigen

Ausbildung ist ein Masterstudium

möglich), ist die Matura. Neben

der Ausbildung zur DGKS/P werden

außerdem Studiengänge im Bereich

Prävention, Pflege, Sanitätstechnik

und Rehabilitation angeboten. Der

Unterricht wird in Deutsch und Italienisch

abgehalten, die Prüfungen er-

SchülerInnen mit Frau Franziska Psenner nach der Besichtigung der Stiftung Martinsheim

in Kastelruth.

jugend

folgen in der Muttersprache der DozentInnen.

Aus diesem Grund benötigen

die Studierenden einen Zweisprachigkeitsnachweis.

Durch die Ausführungen

von zwei Studenten, die wir

mit Fragen löchern durften, kamen wir

zu dem Schluss, dass die SchülerInnenbegleitung

durch TutorInnen an der

Claudiana sehr gut zu funktionieren

scheint.

Der dritte Tag führte uns zum Palliativzentrum

am Institut Martinsbrunn

in Meran. Hier werden PatientInnen

behandelt, die an einem nicht mehr

heilbaren, austherapierten Krebsleiden

erkrankt sind. Ziel ist es, den PatientInnen

und ihren Angehörigen in dieser

letzten Lebensphase die bestmögliche

Lebensqualität zu bieten. Schwerpunkte

der Behandlung sind eine ausgewogene

Schmerztherapie in Zusammenarbeit

mit anderen Fachärzten/ärztinnen,

die Behandlung körperlicher

Symptome sowie die Unterstützung

bei psychischen, sozialen und

spirituellen Problemen. Ein weiterer

Schwerpunkt liegt in der persönlichen

Betreuung von Angehörigen. Das Palliativteam

besteht aus Fachärzten/ärztinnen

für Palliativmedizin, KrankenpflegerInnen,Psychologen/Psychologinnen,

SeelsorgerInnen, SozialassistentInnen,

AltenpflegerInnen, Sozial-

ssistentInnen + Gesundheits- und Krankenpflegedienst: Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester (-Pfleger) + Diplomierte Kinderkrankenschwester 13


jugend

14

Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

Wanderung durch die Bletterbachschlucht.

arbeiterInnen, einer Raumpflegerin

und den freiwilligen Helfern der Caritas

Hospizbewegung.

Die Station umfasst acht Einzelzimmer,

wobei eine Aufstockung auf zwölf

Betten geplant ist. Besonders begeistert

waren wir von der Artenvielfalt des

großen angegliederten Gartens, der

PatientInnen und Angehörigen die

Palliativzentrum Meran Institut Martinsbrunn.

Möglichkeit zu einem Aufenthalt in

der freien Natur bietet.

Am Nachmittag besuchten wir die Stiftung

Pitsch, ebenfalls in Meran. Sie ist

die Trägerin von drei Einrichtungen:

der Villa Petersburg, einem Seniorenheim

und dem Pflegeheim St. Antonius.

Die insgesamt 247 BewohnerInnen

werden von den unterschiedlichsten

Berufsgruppen (KrankenpflegerInnen,

AltenfachbetreuerInnen, PhysiotherapeutInnen,

ErgotherapeutInnen, …)

versorgt. Ein besonderes Augenmerk

wird auf Tagesaktivitäten, wie zum Beispiel

tiergestützte Therapie mit Hunden

und Katzen, die Zusammenarbeit

mit einem Kindergarten sowie Samstagsaktivitäten,

wie etwa Ausflüge mit

den BewohnerInnen, gelegt.

Was uns besonders beeindruckte, war

das große Engagement, mit dem versucht

wurde, uns einen möglichst genauen

Einblick in die Betreuung der

BewohnerInnen zu vermitteln – so waren

etwa während unseres Aufenthalts

alle der hier tätigen Berufgruppen anwesend.

Der darauffolgende Donnerstag war

zur freien Gestaltung gedacht, was wir

nach dem vorangegangenen Terminstress,

dem meistens ausgedehnte

Shoppingtouren gefolgt waren, auch

dringend nötig hatten. Nach mehreren

Abstimmungen entschieden wir uns

für einen Abstecher in die Bletterbachschlucht.

Die Bletterbachschlucht, auch als der

„Grand Canyon Südtirols“ bekannt,

liegt am Fuße des zu den Dolomiten

zählenden Weißhorns und ist geradezu

ein „geologisches Bilderbuch“, da ihre

Wände aus verschiedensten mehrere

tausend Jahre alten Gesteinsschichten

bestehen. Ausklingen ließen wir die

faszinierende Wanderung mit einem

Mittagessen auf der Lahner Alm bei

strahlendem Sonnenschein und azurblauem

Himmel.

Am Freitag besichtigten wir den Gesundheitssprengel

Gröden, in dem

viele Berufsgruppen (Ärzte/Ärztinnen,

Hebammen, Kinderkrankenschwestern,

ErgotherapeutInnen, LogotherapeutInnen,

PhysiotherapeutInnen

usw.) bei der Betreuung eines Einzugsgebiets

von 10.000 EinwohnerInnen

eng zusammenarbeiten. Die Hauptziele

des Sprengels sind Prävention und

Aufklärung. Das diplomierte Personal

arbeitet meist eigenverantwortlich und

selbstständig. Eine Besonderheit dieses

Sprengels ist der Dreisprachigkeitsnachweis

des Personals (Deutsch, Italienisch,

Ladinisch), das speziell auf

Gesundheitsförderung, Angehörigenschulung,

geschützte Entlassungen

(optimale Pflege zu Hause durch Angehörige),

Primary Nursing, Frauenbetreuung

und Kinderpflege geschult

ist.

Am Nachmittag machten wir an unserer

letzten Station, der Stiftung Martinsheim

in Kastelruth, Halt. Bei der

Stiftung handelt es sich um eine Einrichtung,

die in ein Pflegeheim und ein

Altenheim unterteilt ist, weiters gibt es

fünf vom Heim unabhängige SeniorInnenwohnungen.

Neben den hauptberuflichen

MitarbeiterInnen arbeiten

über 30 Freiwillige und zwei fest angestellte

Freizeitgestalterinnen für die

Stiftung. Einen besonderen Wert legt

das Pflegepersonal auf Validation,

Bio grafieerhebung und Aromapflege,

außerdem sind alle MitarbeiterInnen

in Kinästhetik geschult und arbeiten

verstärkt nach diesen Richtlinien.

Am Samstag um acht Uhr morgens

traten wir – voll von neuen Eindrücken

und begeistert von den netten

Menschen, die wir in dieser Woche

getroffen hatten – die Heimreise an.

Es war wirklich eine Bereicherung, zu

sehen, wie Pflege in einem anderen

Land funktioniert. Das Personal in den

Einrichtungen, die wir besichtigten,

freute sich sichtlich über unser Interesse

und begrüßte uns immer aufs

Herzlichste.

Annemarie.Doppler@gespag.at

(-Pfleger) + Diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenschwester (-Pfleger) + PflegehelferIn + SchülerInnen + Hebammen + StudentInnen


Zeitschrift der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe I Heft 6 I November/Dezember 2007

buch

tipps Liebe

Geißler, Peter; Heisterkamp,

Günter (Hrsg.)

Psychoanalyse der

Lebensbewegungen

Zum körperlichen Geschehen

in der psychoanalytischen

Therapie – Ein Lehrbuch

Springer Verlag 2007,

gebunden 680 Seiten; 89,95 Euro

ISBN: 978-3-211-48608-5

Ziel ist es hier, die leibliche

Dimension zwischen

PatientIn und

TherapeutIn psychoanalytisch

und -therapeutisch

zu erschließen. Dies

berührt tradierte

Grundbegriffe und Behandlungsprinzipien

der

Psychoanalyse. Viele namhafte PsychotherapeutInnen

bzw. -analytikerInnen äußern sich hier.

Sie führen LeserInnen anhand zahlreicher

Beispiele verschiedenster Krankheitsbilder zu

basalen Formen des Gewahrwerdens, Erfassens

und Behandelns. So öffnet die Psychoanalyse

ihre Behandlungslehre für das unmittelbare

(Gegen)-übertragungsgeschehen und fundiert

das Prinzip der Nachzeitlichkeit (= etwas

durcharbeiten, nachdem es geschehen ist)

durch das Prinzip der Unmittelbarkeit

(= erfassen und verändern, während etwas

geschieht). Geschrieben für: Psychotherapeuten,

Psychologen, Psychiater.

Bestellschein

Vor- und Zuname:

Straße:

PLZ/Ort:

Unterschrift:

REDAKtION INtERN

LeserInnen. Im Namen des Produktionsteams möchte ich die Bitte

aussprechen, dass Sie uns Ihre Fotos nur in Druckqualität schicken: ent-

weder auf CD-Rom mit einer Auflösung von mindes tens 300 dpi oder als

simple Fotosausarbeitung vom Fotogeschäft (Papierbild). Vielen Dank!

Priv.-Doz. Dr. med. Ronald Dorotka

Gesunde Gelenke -

ein Leben lang

Knorpelschäden behandeln

und vermeiden

120 Seiten; broschiert

12,90 Euro, Verlagshaus der Ärzte

ISBN 978-3-902552-02-0

Es gibt kaum jemanden,

der nicht irgendwann

über Beschwerden

im Kniegelenk

klagt, nicht selten

beginnt das schon im

Kindesalter. Und je

älter man wird, desto

verbreiteter und intensiver

können schmerzhafte Gelenkeinschränkungen

werden. Letztendlich sind dann Operationen

oft unumgänglich.

So vielfältig die Beschwerden sein können, so

unterschiedlich sind auch die Ursachen. Nicht

nur bei Patienten, sondern auch bei Ärzten

bestehen manchmal Unklarheiten über die

Gründe von Gelenkschmerzen. Bei allen

möglichen Ursachen sind häufig Veränderungen

des Gelenkknorpels für die Schmerzen verantwortlich.

Aber nicht jeder Knorpelschaden ist

gleich zu behandeln. Dieser Ratgeber zeigt, warum

es zu Veränderungen in unseren Gelenken

kommt, wie man sie erkennt und welche

Behandlungsformen auf dem schnellsten Weg

zur Schmerzfreiheit führen.

Susanne Kollmann, Chefredakteurin

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service

Univ.-Prof. Dr. med. Hans Tilscher/

Univ.-Prof. Dr. med. Manfred Eder

Die Wirbelsäulenschule

188 Seiten; gebunden

Euro 19,90 Verlagshaus der Ärzte

ISBN 978-3-902552-06-8

Schmerzhafte Störungen

des Stütz- und

Bewegungsapparates,

besonders der Wirbelsäule,

sind heute weit

verbreitet. Und viele

Betroffene wissen

aber gar nicht, woran

sie eigentlich leiden

und woher ihre Probleme kommen.

Die „Wirbelsäulenschule“ dient einerseits dazu,

Betroffenen zu helfen, soll andererseits aber

auch als Prävention verstanden sein, um möglichen

Störungen frühzeitig und erfolgreich begegnen

zu können.

Umfangreiches Bildmaterial dient der praktischen

Umsetzung.

Ein Buch für Patienten, aber auch Ärzte, Physiotherapeuten,

Sportwissenschafter, Pädagogen,

Trainer und alle Gesundheitsbewusste.

Autoren:

Univ.-Prof. Dr. med. Hans Tilscher ist Präsident

von SOS Körper sowie Vorstand des Ludwig-

Boltzmann-Instituts für konservative Orthopädie

in Wien.

Univ.-Prof. Dr. med. Manfred Eder ist niedergelassener

Allgemeinmediziner in Graz.

ISBN: 978-3-211-48608-5

Psychoanalyse der

Lebensbewegungen

ISBN 978-3-902552-02-0

Gesunde Gelenke –

ein Leben lang

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Die Wirbelsäulenschule

© Foto-Atelier Bichl & Prendinger


Schicken Sie den Bestellschein an: buch.media.service

1010 Wien, Rathaussstraße 21

E-Mail: buchmedia@oegbverlag.at

15


wichtige termine

11. Jänner 2008

Selbsthilfegruppe für Frauen nach

gynäkologischen Operationen

Termin: Freitag, 18 Uhr,

Ort: Frauengesundheits zentrum,

Joanneumring 3,

8010 Graz, Tel.: 0316/83 79 98

18.–19. Jänner 2008

Fortbildung Sexualpädagogik für

MultiplikatorInnen in psychosozialen

Berufsfeldern

Ort: Frauengesundheitszentrum Graz,

Joanneumring 3, 8010 Graz,

Tel.: 0316/83 79 98. Unkostenbeitrag:

€ 50,–, Zeit: Fr. 13–19 Uhr, Sa. 9–17 Uhr

Referentin: Mag. a Kerstin Pirker

19. Jänner 2008

„Tag der offenen Tür“

an der Schule für allg. Gesundheits-

und Krankenpflege Wr. Neustadt, Corvinusring

20. Tel.: 02622/321 27 55

E-Mail: sgkp@kh-wrn.ac.at

Zeit: 9–15 Uhr

23. Jänner 2008

Selbsthilfegruppe Essprobleme

Zeit: 18.30 Uhr, Ort: FGZ, 8010 Graz,

Joanneumring 3, Tel.: 0316/83 79 98

25. Jänner 2008

„Tag der offenen Tür“

an der Schule für allg. Gesundheits- und

Krankenpflege a. d. Krankenanstalt Rudolfstiftung,

1030 Wien, Juchgasse 22

Zeit: 9–15 Uhr. Infos zu Aufnahme,

Schul- und Praktikumsalltag, Wohnheim,

Stationsführung u. v. m.

5.–7. März 2008

European Nursing Informatics Kongress

ENI 2008, der 7. europ. wissenschaftliche

Kongress für IT im Gesundheitswesen

a. d. Fachhochschule Münster.

Im Vorfeld wird ein Simulationspatient entwickelt.

Er wird von den teilnehmenden

Firmen an der Nursing Documentation

Challenge in den eigenen IT-Lösungen

demonstriert.

Infos: http://www.printernet.info/eni08/

26.–27. September 2008

„Symposium Aroma Therapie Pflege“

Der Aromakongress mit international

anerkannten Aroma-ExpertInnen aus

Wissenschaft, Apotheke, Pflege und

Medizin bietet ein breites Spektrum an

praxisnahen Informationen für alle

Gesundheits- und Pflegeberufe und für

das interessierte Publikum

26. 9. 2008 Publikumsnachmittag –

freier Eintritt.

Abstracts für Vorträge und Posters

bis 31. 3. 2008 an office@gamed.or.at

16

P.b.b. Erscheinungsort: Wien

Verlagspostamt: 1230 Wien

02Z031766M

Fettleibigkeit ansteckend

Übergewichtige Freunde erhöhen das Risiko, selbst

zuzunehmen

Boston (pte) – Wer FreundInnen, PartnerInnen oder Geschwister hat, die

übergewichtig sind, trägt ein größeres Risiko, ebenfalls fettleibig zu werden.

WissenschafterInnen der Harvard

Medical School http://www.hms.

harvard.edu und der University

of California http://www.ucsd.edu, welche

die Auswirkungen von sozialen Faktoren

auf das Körpergewicht untersuchten, kommen

zu dem Schluss, dass Fettleibigkeit

ansteckend ist.

Einen Freund zu haben, der fettleibig ist, erhöhe

das Risiko selbst übergewichtig zu werden

um 57 Prozent, behaupten die Forscher.

Im Zuge ihrer Studie werteten die WissenschafterInnen

die Daten von mehr als 12.000

Personen aus. Das Ergebnis zeigt, dass die

„Ansteckungsgefahr“ bei Geschwistern und

PartnerInnen bei etwa 40 Prozent liege.

Außerdem sei der Wert bei Personen des

gleichen Geschlechts grundsätzlich höher.

Die Analyse zeigt auch, dass die Ergebnisse

nicht ausschließlich auf Ähnlichkeiten bei

Lebensstil oder Umwelt zurückzuführen

sind, denn der Effekt sei auch bei FreundInnen

nachweisbar, die weit voneinander

entfernt wohnen. „Es ist auch nicht so, dass

sich übergewichtige oder normalgewichtige

Menschen eher Freunde suchen, die ähnlich

veranlagt sind“, meint Forscher Nicholas

Christakis. „Eher zeigt sich eine direkte, kausale

Beziehung.“

Die Fettleibigkeit einer Person ändere die

Normen im Freundeskreis, die festlegen,

was als angemessenes Körpergewicht zählt.

Plötzlich sei es in Ordnung übergewichtig

zu sein.

ExpertInnen vermuten, dass die Forschungsergebnisse

helfen könnten, den dramatischen

Anstieg von Fettleibigkeit in den USA zu

verstehen, denn die Studie legt nahe, dass

soziale Faktoren größeren Einfluss auf das

Gewicht einer Person hätten als physische.

(pressetext.austria,

Redakteur: Georg Eckelsberger).

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