NFV_12_2009 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV_12_2009 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 12/2009

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

Eine Nation trauert:

Leben und Tod

des Robert Enke


Wenn Sie heute die aktuelle Ausgabe des Fußball-Journals in der Hand halten, dann sind gut drei Wochen

vergangen seit dem Tag, an dem Robert Enke sich das Leben genommen hat. Den Schock über diese unfassbare

Nachricht haben wir inzwischen verdaut, die Trauer dagegen wird noch lange unsere Gefühle dominieren,

wenn wir an diesen außergewöhnlichen Sportler und Menschen denken. Auch wir im Niedersächsischen Fußballverband

haben Robert Enke bei gemeinsamen Terminen als höflichen, hilfsbereiten, sympathischen jungen

Mann kennen gelernt, der für die Anliegen Dritter stets ein Auge und ein Ohr hatte.

Weil Robert Enkes Schicksal so viele Menschen berührt, verbinden sich mit seinem Tod aber auch Hoffnungen.

Etwa darauf, dass er unseren Blick für den Mitmenschen schärft und wir darüber nachdenken, wie wir

miteinander leben. Unsere Leistungs- und Erfolgsgesellschaft kann eine durchaus kalte sein, die Menschen dazu

treibt, sich für ihre Schwächen und Krankheiten zu schämen. In diesem Zusammenhang habe ich in der Berichterstattung

einen meines Erachtens sehr treffenden Kommentar gelesen: „Robert Enke ist daran zerbrochen,

dass der Berufsfußball mit Muskelzerrungen und Bänderrissen viel selbstverständlicher umgeht als mit Erkrankungen

der Seele. Die bleiben ein Tabu.“

Zwei andere Sätze, die es wert sind, erwähnt zu werden, wurden von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger

während der Trauerfeier für Robert Enke in der AWD-Arena zitiert. „Fußball ist nicht alles“, ist der eine. Formuliert

hat ihn die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischöfin Margot Käßmann.

Wir, und diese Überzeugung teile ich sicherlich mit Ihnen allen, können und dürfen stolz sein auf unseren geliebten

Sport. Stolz sein auf Leistung, Leidenschaft, Emotionen, Spannung und Kameradschaft. Aber wir dürfen

bei aller Begeisterung nicht übersehen, dass das Streben nach Perfektion nahezu zwangsläufig Opfer fordert,

die – aus welchen Gründen auch immer – diesem Anspruch nicht gerecht werden können oder wollen.

Robert Enke, dies hat sein Vater berichtet, litt bereits als Jugendlicher unter der Überforderung, als hochtalentiert

zu gelten und mit deutlich Älteren mithalten zu müssen. Die Angst zu versagen kroch immer wieder in

ihm hoch. Fordern und fördern – diese Devise hat im Nachwuchsfußball nach wie vor ihre Berechtigung. Aber

unsere Aufgabe muss es mehr denn je sein, alles dafür zu tun, damit der Druck auf und bei unseren Kindern

nicht zu groß wird. Während der Trauerfeier hat Dr. Theo Zwanziger dies in seinem Appell an die Eltern, „wenn

Ihr daran denkt, ob Eure Kinder einmal Nationalspieler werden könnten“, sehr nachhaltig auf den Punkt gebracht:

„Denkt nicht nur an den Schein, an das, was sich dort zeigt, über die Medien verbreitet. Denkt auch an

das, was im Menschen ist, an Zweifeln und Schwächen. Fußball ist nicht alles.“

Zugleich hat der DFB-Präsident aber auch deutlich gemacht, dass „Fußball ein starkes Stück Leben ist“.

Er bezieht sich damit auf Käßmanns Vorgänger im Amt, Bischof Wolfgang Huber, der diesen Satz beim Gottesdienst

zur Eröffnung der WM 2006 gesprochen hat. Der Satz beinhaltet zahlreiche Botschaften. Eine davon ist

für mich der Auftrag alles dafür zu tun, damit die unvergleichbare Faszination des Fußballs erhalten bleibt. In

Zeiten eines neuerlichen Wettskandals müssen wir uns vor Augen führen, dass jeder, der eine Wette bei einem

illegalen Anbieter platziert, dadurch diesen Markt erst ermöglicht, von dem so viel kriminelle Energie und zersetzende

Kraft ausgeht. Auch der Kampf gegen Gewalt auf unseren Plätzen fängt im Kleinen an. Deshalb wünsche

ich jedem die Kraft aufzustehen, wenn auf unseren Plätzen Menschen verbal und nonverbal angegriffen

werden.

Wie sagte doch Dr. Theo Zwanziger bei seiner bewegenden Rede im Stadion von Hannover: „Ein Stück

mehr Menschlichkeit, ein Stück mehr Zivilcourage, ein Stück mehr Bekenntnis zur Würde des Menschen, des

Nächsten, des anderen, das wird Robert Enke gerecht.“

Karl Rothmund

(Präsident)

Liebe

Fußballfreunde

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Dezember 2009 3


Inhalt

4

Editorial

Karl Rothmund zum Tod von Robert Enke 4

Titel

Das Leben einer Ausnahmeerscheinung 6

NFV-Fußballschule

Coca-Cola-Fußballschule übergibt Zepter an Sparkassen in Niedersachsen 12

Ehemalige Stars – was machen Sie heute?

Wie ein Journalist Peter Lux zum Pokalerfolg verhalf 14

NFV-Vorstand

In der Sitzung zum Jahresende ging es um die Wurst 16

Porträt eines Fußballers

Frank Baumann wechselt das Metier – Demnächst Assistent von Klaus Allofs 18

Gewalt im Fußball

Datenbank für die Sicherheit 20

Vereinsporträt

Stadion in Lüneburg-Wilschenbruch soll Bauland werden 22

Sparkasse & VGH-Cup

Größtes U 19-Hallenfußballturnier Europas in Göttinger Lokhalle 26

Justizia

SV Meppen und Kickers Emden streiten sich um Vertragsamateurvertrag 28

Frauen-WM 2011

NFV-Präsident und Wolfsburger Oberbürgermeister werben für Event 30

Porträt eines Funktionärs

NFV-Vizepräsident Herbert Lange beging 70. Geburtstag 32

Seite 34

Zwei deutsche Frauenteams empfingen jetzt in Niedersachsen Gäste aus

Schweden zu Freundschaftsspielen. Der Vergleich der U 19-Auswahlteams

beider Länder endete in Hameln mit 1:0 für die DFB-Vertretung. Die U 20-

Frauen-Nationalmannschaft des DFB setzte sich in Barsinghausen mit 2:1

gegen die U 23 der Skandinavierinnen durch. Unser Foto zeigt Alexandra

Popp (links) und ihre schwedische Gegenspielerin Emma Wilhelmsson im

Laufduell im August-Wenzel-Stadion des NFV. Foto: Borchers

Dezember 2009

Titel

Am 10. November

2009 nahm

sich Robert

Enke das Leben.

Der Tod des

deutschen

Nationaltorwarts

von

Hannover 96

löste im In- und

Ausland eine

überwältigende

Anteilnahme

aus. Auf den

Seiten 6 bis 11

zeichnet

Journal-Redakteur

Manfred

Finger das

Porträt eines

Mannes,

der sportlich

und menschlich

eine Ausnahmeerscheinung

war, den Kampf

gegen seine

Ängste aber

verlor.

Frauen-Länderspiele

DFB-Teams genießen zwei Schwedenhappen 34

DFB-Mobil

Britta Carlson als Glücksfee beim Gewinnspiel 38

Coca-Cola-Fußballschule

Fünfjährige Erfolgsgeschichte mit eindrucksvoller Bilanz 40

Frauen- und Mädchenfußball

U 17-Juniorinnen aus Nordost gewinnen Bereichsturnier 42

U 15-Junioren

NFV-Team feiert drei Siege gegen Gäste aus „McPom“ 43

Spende

Fußballer des TSV Barsinghausen unterstützten MHH in Hannover 44

„Ballarbeit & Migration“

Wanderausstellung im NFV-Kreis Verden 46

EUROGREEN

Jetzt den Grundstein für einen guten Fußballrasen legen 47

Ehrenamt

NFV zeichnet die U 23-Ehrenamtspreisträger aus 48

On Tour

Fans können mit dem 96-Mannschaftsbus fahren 49

Altherrenfußball

Gruppenauslosung für Meisterschaften des NFV 50

Bezirk Braunschweig

999. Minispielfeld in Markoldendorf eingeweiht 51

Bezirk Hannover

Bezirks-Schiedsrichterinnen lernen durch Rollenspiele 54

Bezirk Lüneburg

„Wiederholungs-Täter“ SV Garßen als Fairness-Vorbild 58

Bezirk Weser-Ems

Schiriaustausch Emden/Veendam bewährt sich 62

NFV intern

Geburtstage und Sportschultermine 66


Titel

6

Der Tod eines

liebenswerten Helden

Der Suizid des Torwarts Robert Enke hat die deutsche Nation tief erschüttert. Bereits zu

Lebzeiten war er einer der beliebtesten Sportler. Wer war dieser Mann, der die Herzen

der Menschen berührte und der aus Angst vor dem Leben in den Tod ging?

Robert Enke mit Tochter Lara, die im Alter von zwei Jahren an einem angeborenen Herzfehler

starb. Mit ihrer würdevollen Trauerarbeit wurden er und seine Frau Teresa zum Vorbild für viele

Familien mit schweren Schicksalsschlägen. Foto: Zwing

Dezember 2009

Von MANFRED FINGER

„Robert Enke ist tot.“ Am Abend des

10. November lösen vier Wörter Fassungslosigkeit,

Bestürzung, Entsetzen und tiefe

Betroffenheit aus. Nicht nur bei Fußballfreunden,

nicht nur in Deutschland. Weltweit

nehmen die Menschen Anteil am

Schicksal des deutschen Nationaltorwarts

von Hannover 96. Im Alter von 32 Jahren

hat Enke an einem Bahnübergang in der

Nähe von Neustadt am Rübenberge seinen

Freitod gesucht und gefunden. Als Ursache

offenbarten seine Witwe und sein Arzt am

Tag darauf Depressionen und Versagensängste.

Die Trauer um Robert Enke nimmt

seitdem Dimensionen an, die an Lady Diana

erinnern. Dass der Tod der 1997 an

den Folgen eines Autounfalls verstorbenen

Prinzessin von Wales die Gemüter der

Menschen in einer ganz besonderen Art

und Weise bewegen würde, überraschte

nicht. Das Ausmaß der Anteilnahme, die

überwältigende Massentrauer, dagegen

schon. Bei Robert Enke ist es ähnlich.

Dank famoser Leistungen im Fußballtor,

einem liebenswerten Charakter sowie

einer Vita mit vielen traurigen Momenten

avancierte Enke bereits zu Lebzeiten zu

einem der populärsten Sportler Deutschlands.

Sein früher und freiwilliger Tod,

den das Hamburger Nachrichtenmagazin

stern als größte Tragödie in der Geschichte

des deutschen Fußballs wertet, lässt

ihn jetzt wahrscheinlich unsterblich

werden.

Am Tag seiner Beerdigung am

15. November erlebte die Bundesrepublik

Deutschland eine der größten Trauerfeiern

in iher Geschichte. Sieben Millionen vor

den TV-Bildschirmen und 40.000 Menschen

verfolgten die Zeremonie in der

AWD-Arena. Die Aufbahrung des Sarges

auf dem Spielfeld markierte für die Welt am

Sonntag den kultischen Höhepunkt einer

über das normale Maß hinausgehenden

kollektiven Anteilnahme, die „längst quasireligiöse

Dimensionen angenommen hat“.

Bereits in den Tagen zuvor hatte sich

Enkes Arbeitsplatz zu einer Pilgerstätte entwickelt.

Am Abend des 11. November zogen

nach der ökumenischen Gedenkandacht

in der Marktkirche 50.000 Menschen

durch die Innenstadt der niedersächsischen

Landeshauptstadt. Ihr Ziel war die Arena,

dessen Umfeld sich in ein Meer von Kerzen,

Blumen, Schals und Trikots verwandelte.

Warum weinen so viele Menschen um

Robert Enke? Wer war dieser Mann, den

die Massen in ihr Herz geschlossen haben

wie kaum einen anderen?


40.000 Menschen erwiesen Robert Enke bei der Trauerfeier in der AWD-Arena die letzte Ehre. Der Sarg wurde von seinen 96-Mannschaftskameraden

aus dem Stadion getragen. Foto: gettyimages

Titel

7


Titel

8

Die Liebe seines Lebens: Robert Enke mit seiner Frau Teresa, die er bereits als Schüler kennenlernte.

„Er ist ein offener Mensch mit vielen

Fragen. Er ist intellektuell gut bestückt, hat

eine soziale Ader – kurzum ein Sohn, wie

man ihn sich wünscht“, sagte sein Vater

Dirk 1993 über ihn. Zum Zeitpunkt der Aussage

war sein Filius 16 Jahre jung, besuchte

das Sportgymnasium in seiner Heimatstadt

Jena und galt in einem Land, wo traditionell

ein Überangebot an guten Torhütern

herrscht, als eines der größten Talente.

Spätere Weggefährten, aufgrund seines

inzwischen eingeschlagenen Berufes

als Fußball-Profi zählen zunehmend Journalisten

dazu, beschreiben ihn als einen

„nachdenklichen, leisen, angenehmen

Menschen“ (Peter Ahrens, SPIEGEL

ONLINE), der „freundlich, sympathisch und

respektvoll im Umgang mit anderen war“

(Michael Richter, kicker-sportmagazin). Roland

Zorn, Fußball-Chef der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung, erlebte Enke als „klugen,

oft sehr ernsten Fußballprofi, der in

seinen Aussagen bescheiden und bodenständig

und dazu jederzeit selbstkritisch

blieb“. Weiter schreibt Zorn: „Er hat den

Menschen, die mit ihm zu tun hatten, so

viel Freude gemacht.“

Ich selbst habe Robert Enke gefühlte

10 bis 15 Mal live in einem Stadion spielen

sehen, ihn mehrmals bei Terminen meines

Arbeitgebers, dem Niedersächsischen Fußballverband,

getroffen und ein einziges Mal

auch persönlich gesprochen. Das war im

Mai 2007, als der Schlussmann von Hannover

96 in Barsinghausen als „Niedersachsens

Fußballer des Jahres“ geehrt wurde.

Unser Thema war Ronald Reng, ein deutscher

Sportjournalist aus Frankfurt am

Main, der seit 2001 in Barcelona lebt und

unter anderem das Buch „Der Traumhüter“

geschrieben hat, das die wahre Geschichte

des Torwarts Lars Leese erzählt.

Über Enke, der über die Jahre ein enger

Freund von ihm geworden ist, hat Reng

(noch) kein Buch geschrieben. Dafür aber

athmosphärisch dichte Artikel, die sich

wunderbar lesen und anhand derer sich die

Karriere Enkes nachempfinden lässt. Reng

Dezember 2009

ist selbst (Freizeit-)Torhüter und kann deshalb

beurteilen, was seinen Freund Robert

von ihm und (fast) allen anderen Männern

auf dieser speziellen Position des Fußballs

unterscheidet. In einem viel beachteten

Blog schreibt er 2008 hierzu:

„Ich saß im Stadion Helidoro Rodríguez

des spanischen Zweitligisten CD Teneriffa

und wartete auf Robert Enke ... Das

Training begann ... Für die deutsche Fußballszene

hatte Enke damals aufgehört zu

existieren, er war ein Zweitliga-Torwart auf

einer Ferieninsel vor Afrika. Ich sah, wie er

beim Schusstraining einen Ball nach dem

anderen atemberaubend gut hielt, ich sah

die Reflexe, die Explosivität, die lehrbuchreife

Fangtechnik. Ich wusste nicht, was er

aus seinem Talent machen würde, aber ich

wusste, dass ich solch ein Torwarttalent allenfalls

einmal gesehen hatte (das erste

Mal, als ich Iker Casillas im Training beobachtete)

...“

Zum Zeitpunkt des Besuches von Reng

im Jahr 2004 befindet sich die Karriere des

Thüringers, von außen betrachtet, am Tiefpunkt.

Eine Karriere, die ihre besten Phasen

am Anfang und gegen Ende hat. Als Jugendlicher

steht Enke im Kader aller DFB-

Juniorenmannschaften von der U 15 bis zur

U 18. In der Saison 1995/96 ist er der

jüngste deutsche Torhüter im Profifußball

und feiert am 11. November 1995 im Dress

des FC Carl-Zeiss Jena sein Debüt in der

2. Liga – das Spiel findet in Hannover statt,

es endet 1:1. Zwei weitere Einsätze folgen,

ehe er im Sommer, Deutschland wird in

England Europameister, zu Borussia Mönchengladbach

wechselt.

Am Bökelberg muss er sein erstes

sportliches Tief überstehen, drückt zwei

Jahre die Bank. Eine schwere Verletzung

des Stammtorwarts Uwe Kamps wendet zu

Beginn der Saison 1998/99 aber das Blatt.

Gegen Schalke 04 (3:0) bestreitet Robert

Enke am 15. August 1998 seine erste

Bundesligapartie. Anschließend spielt der

Thüringer die komplette Serie, gehört mit

Sebastian Deisler zu den wenigen Lichtbli-

cken einer überforderten Mannschaft, die

die Serie als Tabellenletzter abschließt. 79

Mal muss Enke hinter sich greifen, einmal

gegen Leverkusen kassiert er zu Hause gar

acht „Stück“, doch seine Klasse ist über jede

Statistik erhaben.

Vom deutschen Erstligaabsteiger zieht

es ihn zum portugiesischen Rekordmeister

Benfica Lissabon. Die Gladbacher Ikone

Jupp Heynckes, der zum gleichen Zeitpunkt

dort als Trainer anfängt, hat ihn gelockt.

Der junge Deutsche lernt schnell die Landessprache,

avanciert mit starken Leistungen

zum Publikumsliebling und wird mit

24 Jahren als erster Ausländer Kapitän des

zweifachen Europapokalsiegers der Landesmeister.

Während sein Status im Ausland

wächst, Klubs aus England, Spanien und

Italien werben um Enke, verweigert ihm der

deutsche Fußball die Anerkennung. In seinem

Heimatland herrscht, wie Peter Ahrens

auf SPIEGEL ONLINE schreibt, „in diesen

Jahren die kultische Oliver-Kahn-Verehrung“.

Bei der Weltmeisterschaft im Juni

2002 steigt der Keeper des FC Bayern München

gar zum Titan auf. Gut einen Monat

später, am 25. Juli, präsentiert der FC Barcelona

der Öffentlichkeit einen Neuzugang:

Robert Enke. Er trägt ein rotes Hemd, neben

ihm steht Louis van Gaal, beide halten

ein gelbes Torwarttrikot in die Kameras. Enke,

dessen Gesichtszüge in späteren Jahren

oftmals verhärmt wirken, lächelt. Es scheint

so, als ob er angekommen ist. Auf der Bühne

des Spitzenfußballs, bei sich selbst.

22 Jahre nach Bernd Schuster ist er der

zweite Deutsche, der für einen der größten

Fußballvereine der Welt spielen darf. Doch

im Gegensatz zu Schuster wird Enke in Katalonien

nicht glücklich. Nur in vier Spielen

hütet er für „Barca“ das Tor. Einmal in der

Liga, einmal im Pokal, immerhin zwei Mal

in der Champions League.

Einen der Gründe für sein Scheitern

sieht er gut anderthalb Jahre später wieder.

Mit Ronald Reng sitzt er in einer Hotelbar

auf Teneriffa. Auf den Bildschimen läuft ein

Uefa-Cup-Spiel des FC Barcelona. Im Tor

steht Victor Valdés, gebürtiger Katalane

und im Klub groß geworden. 2002 rückte

er zeitgleich mit Enkes Verpflichtung in den

Kader der ersten Mannschaft, war aber hinter

dem Deutschen und dem Argentinier

Roberto Bonano nur als Nummer drei vorgesehen.

Als Valdés jetzt im Fernsehen vor

den Augen seines einstigen Rivalen einen

Schuss spektakulär über die Latte lenkt,

sagt Enke: „Der Victor kennt keine Selbstzweifel.“

Und Ronald Reng empfindet: „Es

klingt bewundernd, es klingt irritiert.“

Es sind Momente wie diese, die den

hochsensiblen Thüringer nachdenklich

stimmen. Hierzu schreibt Reng in seinem

preisgekrönten Artikel „Enkes Reflexe“:

„Oft fragt er sich, wie es wäre, wenn er

mit Scheuklappen durchs Leben liefe, absolut

überzeugt von sich und seiner Arbeit.

Manchmal glaubt er, er wäre dann

ein besserer Torwart.“ Doch Enke ist nicht

Valdés, der bis heute im Barca-Tor steht

und 2009 zum zweiten Mal mit Barcelona

die Champions League gewinnt. Zwei

Tage nach seinem Freitod gibt sein Vater,

ein promovierter Psychotherapeut, dem

Hamburger Nachrichtenmagazin DER

SPIEGEL ein Gespräch. Dirk Enke erzählt

von den Zweifeln und Ängsten, die seinen

Jungen bereits früh plagten, obwohl er ➤


ei jedem Turnier zum besten Torwart gewählt

wurde. „Er übersprang Altersklassen,

wurde immer vorzeitig aus seiner

Truppe herausgenommen und als Jüngster

in eine höhere Altersklasse gestuft. Schon

dabei kam es immer wieder zu Krisen.

Weil er Angst hatte, nicht mit den Älteren

mithalten zu können. Er hat es sich nicht

zugetraut. Er war in den eigenen Ansprüchen

gefangen.“

In dem Artikel, veröffentlicht am 16.

November, spricht Vater Enke zudem über

die Auswirkungen der Depressionen, an

denen sein Sohn später erkrankte: „In kritischen

Phasen hatte Robert Angst, dass ein

Ball auf sein Tor geschossen wurde. Er hatte

Anfälle, wollte nicht zum Training, konnte

sich nicht vorstellen, im Tor zu stehen.“ Im

Jahr 2003, dies machten seine Frau Teresa

und sein Arzt Dr. Valentin Markser am Tag

nach dem Selbstmord öffentlich, ließ sich

Robert Enke erstmals wegen Depressionen

behandeln. In einem Interview mit BILD

erklärt sein Berater Jörg Neblung, dass die

Krankheitsgeschichte mit der Ausbootung

in Barcelona begann und in Istanbul die Erkenntnis

reifte, „dass es ohne professionelle

Therapie nicht mehr geht“.

Istanbul – nach einem Jahr des Reservistendaseins

in Barcelona lässt sich Robert

Enke im Sommer 2003 an Fenerbahce ausleihen.

Ein Land, in dem er zwar nie spielen

wollte, doch bei einer Flasche Wein macht

ihm Fener-Coach Christoph Daum den

Wechsel schmackhaft. „Ich hab’s mir

schöngeredet: deutsches Trainerteam, gutes

Geld, probier’s halt mal“, diktiert er seinem

Freund Ronald Reng auf Teneriffa in

den Notizblock. In einem Testspiel gegen

Kocaelispor wird vor dem Anpfiff ein Schaf

auf dem Platz geopfert. „Ein Glück ist Teresa

noch nicht da“, sagt sich Enke. Seine

Frau, die er auf dem Sportgymnasium in Jena

kennen und lieben gelernt hat, ist sehr

tierlieb.

Bereits in diesem Moment dominiert

bei Enke der Gedanke: Ich will hier nicht

sein. Als er darauf beim Saisonauftakt im

Derby gegen Istanbulspor (0:3) nach einem

Fehler von den eigenen Fans mit Flaschen

und Feuerzeugen beworfen wird, löst er

seinen Vertrag nach nur 19 Tagen auf. Damit

verzichtet er nicht nur auf viel Geld,

sondern setzt seine Karriere aufs Spiel. „Ich

steckte in einer Schublade, aus der ich fast

nicht wieder herauskam. Die Trainer von

anderen Vereinen fragten sich damals sicherlich:

Tickt der noch ganz richtig“,

blickte Enke 2008 gegenüber dem Fußballmagazin

11 Freunde auf diese Entscheidung

zurück.

Wegen seiner Kündigung darf er nach

den Statuten des Weltfußballverbandes

FIFA fünf Monate nicht spielen. Nach Ablauf

der Sperre im Januar 2004 verhält sich

der Markt ausgesprochen reserviert. Der FC

Kärnten, Tabellenletzter in Österreich, und

ADO Den Haag, Vorletzter in Holland, sind

die einzigen Erstligisten, die sich melden.

Also entscheidet sich Enke für das dritte

Angebot aus Teneriffa. Zwar zweite Liga,

aber Spanien ist ein bedeutender Fußballmarkt.

Zudem erfreut er sich auf der iberischen

Halbinsel im Kollegenkreis noch immer

einer gewissen Wertschätzung. Hierzu

beobachtet Ronald Reng:

„Beim Training an diesem Morgen im

Stadion von Teneriffa kommen erst Robert

Enkes Schuhe auf den Platz, dann Robert

Enkes Handschuhe, schließlich Robert Enke

selbst. Ein Paar seiner Schuhe trägt Adolfo

Baines, der dritte Torwart, er läuft, als traue

er ihnen noch nicht. Der zweite Torhüter,

Álvaro Iglesias, hat Handschuhe an, auf deren

Klettverschlüssen dick ,Robert Enke’

steht. Er hat ihnen die Sportsachen geschenkt,

er bekommt sie von seinem Sponsor,

sie aber, Zweite-Liga-Torhüter ihr Leben

lang, mussten sich ihre Ausrüstung bislang

kaufen. Baines allerdings trägt weiterhin

2007 wurde Robert Enke von den Sportjournalisten

zu „Niedersachsens Fußballer des

Jahres“ gewählt. Foto: Rust

Titel

Handschuhe, die er für acht Euro gekauft

hat, die von Enke sind ihm zu heilig, um sie

im Training zu verschleißen.“

Experten und Publikum werten die

Station Teneriffa als Tiefpunkt. Für Enke löst

sie aber etwas ganz Entscheidendes aus: Er

darf sich wieder als Fußballer fühlen. Im

Interview mit 11 Freunde verdeutlicht er:

„Mit fehlte einfach der Alltag. Früh aufstehen

und sich auf das Training freuen, Mitglied

einer Mannschaft sein oder einfach

nur Flachs in der Kabine. Solche kleinen

Momente habe wieder zu schätzen ge- ➤

Robert Enke setzte sich stark für den Tierschutz ein. Für eine Kampagne der Tierschutzorganisation PETA ließ er sich mit seiner „Hundefamilie“ ablichten,

mit denen er auf einem Bauernhof bei Neustadt am Rübenberge lebte. Foto: imago

Dezember 2009 9


Titel

10

In den Tagen nach dem Suizid ihres Idols verwandelten die Fans das Umfeld der AWD-Arena in ein

Meer aus Kerzen, Blumen, Schals und Trikots. Foto: gettyimages

lernt.“ Und dann sagt er einen Satz, um

dessen tieferen Sinn im Jahr 2008 nur ganz

wenige Menschen wissen: „Teneriffa war

für mich wie eine Kur.“

Von Jörg Neblung weiß die Öffentlichkeit

inzwischen, dass es sich hierbei nicht

nur um eine Erholungsmaßnahme im übertragenen

Sinne handelte. „Teneriffa war

quasi die Kur nach der Therapie“, erklärt

er gegenüber BILD. Nach seiner Flucht aus

Istanbul hatte sich Enke dem Kölner Psychiater

Valentin Markser zum ersten Mal

anvertraut. Mit Erfolg, denn Ende Dezember

2003 war der Torhüter, so Neblung,

„komplett gesundet“. Und sollte es lange

bleiben. Der Berater: „Hannover war dann

das unbelastete, medikamenten- und depressionsfreie

Leben.“

Hannover – Ewald Lienen, durch seine

Engagements beim CD Teneriffa (1995

bis 1997; 2002 bis Januar 2003) Kenner

des Klubs und seit März 2004 Coach der

Dezember 2009

96er, ist es, der Enke nach Jahren der europäischen

Wanderschaft zu einem Comeback

in der Bundesliga verhilft. Am 7. August

2004 hütet der Thüringer in Leverkusen

zum ersten Mal das Tor der Niedersachsen.

Hannover werden seine glücklichsten

Jahre. Sportlich entfaltet er, der

zuletzt selbst in Teneriffa auf der Bank

saß, sein ganzes Können. Er glänzt

durch Beständigkeit, mehrfach wählen

ihn die Kollegen zum besten Torwart der

Liga. In seinem Blog „Adler oder Enke“

schreibt Ronald Reng im Jahr 2008: „Des

Torhüters wichtigstes Talent, konstante

Verlässlichkeit, dieses ,Niemals-Fehler-machen’

– diese Konstanz liefert Enke seit

Jahren.“

Hannover ist stolz auf diesen Mann.

Der Klub, die Stadt, die Region. Auf den

Sportler Robert Enke, auf den Menschen

Robert Enke. Er ist sozial stark engagiert,

nimmt sich für die Anliegen und Bedürf-

nisse seiner Mitmenschen stets Zeit, hat immer

ein offenes Ohr.

Drei Tage nach seinem Suizid erzählt

der Pastor Walter Lampe in der Hannoverschen

Allgemeinen Zeitung (HAZ) eine Geschichte,

wie sie viele Hannoveraner erzählen

könnten. Lampe berichtet vom Herausgeber

des Straßenmagazins Asphalt, der

mit seiner Frau ein Café in der Innenstadt

besucht. Sie nehmen Platz, am Nebentisch

sitzt Robert Enke. Als die Frau in der aktuellen

Ausgabe des Magazins blättert, entdeckt

sie eine Geschichte über den Fußballer.

„In der ,Asphalt’ steht etwas über Sie

drin“, ruft sie ihm zu. Das Ehepaar und

Enke kommen ins Gespräch, Enke sagt, er

kenne und schätze das Straßenmagazin.

Schließlich vereinbaren der Herausgeber

und das 96-Idol einen Interviewtermin für

das Magazin, das von wohnungslosen und

sozial schwachen Menschen verkauft wird.

Eine andere Geschichte stammt von

Ronald Reng. Er hat sie aufgeschrieben für

seine Titelgeschichte zum Tod von Robert

Enke im Nachrichtenmagazin stern. Im

Sommer 2006 besucht er seinen Freund

und dessen Frau Teresa in Empede, einem

Ortsteil von Neustadt am Rübenberge. Dort

haben sich die Enkes einen alten Bauernhof

gekauft, auf dem sie mit neun Hunden,

zwei Katzen und einem Pferd leben. Das

Ehepaar und der Journalist sitzen im Garten,

als ein behinderter Mann aus dem Dorf

vor der Tür steht und wartet, ein Wort, eine

Geste von seinem Idol zu erhaschen. Robert

Enke sagt, schreibt Reng, „also, bei aller

Liebe, jetzt müsse er mit dem guten Mann

schon einmal ein ernstes Wort reden, der

könne sich nicht täglich stundenlang vor

die Tür stellen. Dann geht er hinaus, fragt,

,wie geht’s’, und fängt gutmütig mit ihm zu

plaudern an.“

Robert Enke konnte auf Menschen

zugehen, besaß die Gabe, sie zu erreichen.

Selbst jene, die mit ihm nie gesprochen

haben. Nach seinem Tod erreichen

die Redaktionen der Hannoveraner Zeitungen

unzählige E-Mails von Lesern. Einer

schreibt in der Neuen Presse: „Es ist

schon seltsam, wie nah mir ein Mensch

sein kann, dem ich nie die Hand gedrückt

habe. Aber dadurch, dass ich ihn mindestens

alle zwei Wochen gesehen, sein

Schicksal geteilt und im Stadion immer

wieder seinen Namen gerufen habe, ist er

mir sehr nah geworden. Ich habe irgendwie

einen guten Freund verloren.“

So empfinden viele. Doch Können

und Charakter, mögen sie auch noch so

einwandfrei gewesen sein, reichen als Erklärung

allein nicht aus, warum der Tod

des Robert Enke die Menschen so berührt.

Auch nicht das Drama um seine

Tochter Lara, die 2004 mit einem schweren

Herzfehler zur Welt kommt und zwei

Jahre später nach drei Herzoperationen an

einem vergleichsweise harmlosen Eingriff

am Ohr stirbt. Fußballer wie Enke sind

heutzutage moderne Helden. Heroen, wie

sie es eigentlich schon immer gab. Im antiken

Griechenland, im römischen Reich.

In seinem Kommentar in der Wochenzeitung

DIE ZEIT greift Alexander Schwabe

das Beispiel des siegreichen Feldherrns

auf. Allein dessen Name und die Geschichten,

die von ihm erzählt wurden,

sorgten dafür, dass das Volk ihn verehrte.

So bot er eine Projektionsfläche, auf die

der gewöhnliche Mann seine Sehnsüchte


warf. Als Person aber blieb er abstrakt

und fern.

Das ist beim modernen Helden, geschaffen

und in Szene gesetzt von den Medien,

anders. Hierzu schreibt Schwabe:

„Ihn kennt man. Besser: Man meint, ihn zu

kennen. Es vergeht kein Tag, an dem man

ihm nicht begegnen kann. Alles ist über ihn

zu lesen: jeder Schmerz in seinem Knie, jedes

Virus, das ihn plagt. Über den medizinischen

Zustand seines Körpers wissen wir

besser Bescheid als über unseren eigenen.

Nach jedem Spiel können wir ihn treffen,

im eigenen Wohnzimmer. Er ist uns vertrauter

als der Nachbar, dem wir ab und an im

Treppenhaus begegnen.“

Jedes Jahr nehmen sich 9.000 Menschen

das Leben. Im vergangenen Jahr

warf sich der Milliardär Adolf Merckle vor

den Zug. Allerdings war der schwäbische

Unternehmer kein Mann der Öffentlichkeit,

das Publikum kannte ihn kaum. Der

Tod von Robert Enke geht den Menschen

aber noch aus einem weiteren Grund näher.

Merckle suchte den Freitod aus Angst

um sein Finanzimperium, Enke dagegen

aus „Angst vor dem Leben“ (DER

SPIEGEL). Hierzu kommentiert Harald Pistorius

in der Neuen Osnabrücker Zeitung:

„Das Gefühl der Überforderung und der

Zwang zum Funktionieren sind vielen von

uns vertraut aus einem Alltag, in dem für

Schwächen wenig Platz ist.“

Die Depression ist wegen ihres extremen

Leidendrucks die Krankheit mit dem

höchsten Selbsttötungsrisiko. Ihr Wesen

ist, dass der Kranke sich seelisch nur noch

um sich selbst dreht, Zuspruch nicht mehr

wahrnimmt. Bei Robert Enke kommt es

nach seiner im Dezember 2003 erfolgreich

abgeschlossenen Therapie im

Oktober 2008 wieder zu einer ersten

Stimmungseintrübung. Beim Training

der Deutschen Nationalmannschaft bricht

er sich das Kahnbein im linken Handgelenk.

Wieder einmal umweht ihn ein

Hauch von Tragik.

Erst spät, mit 29 Jahren, hatte Enke im

Frühjahr 2007 sein Debüt im Nationalteam

gegeben. Nach dem Abgang von Jens Lehmann

im Anschluss an die Europameisterschaft

2008 ernennt ihn Bundestrainer

Joachim Löw im Hinblick auf die WM 2010

in Südafrika zur Nummer eins. Der Mann,

der seinem Vater einst in Jena sagte, er

werde der Nachfolger von Andreas Köpke,

scheint endlich am Ziel zu sein. Doch die

Verletzung, die er sich drei Tage vor dem

wichtigen WM-Qualifikationsspiel gegen

Russland zuzieht, wirft ihn abermals zurück.

Er muss monatelang pausieren.

Nach exakt 100 Tagen kehrt er im Januar

2009 ins Tor zurück und erlebt, so

Jörg Neblung, „ein tolles erstes Halbjahr“.

In allen Qualifikationsspielen hütet er das

deutsche Tor, glänzt beim Erfolg in Wales

und spielt auch in Aserbaidschan zu Null.

Auf das Rückspiel am 9. September freut

er sich besonders: Es findet in „seinem“

Stadion statt. Doch als die Nationalmannschaft

am 7. September ihr Quartier im

Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen

bezieht, in dem sich der DFB traditionell

auf seine Partien in Hannover vorbereitet,

fehlt Enke. Als Grund wird eine Bakterieninfektion

des Darmes angegeben, die ihn

aber nicht nur sein „Heimspiel“ in der

AWD-Arena kostet, sondern auch das

Rückspiel im Oktober gegen die Russen.

Einem Duell, dem vorentscheidende Bedeutung

hinsichtlich der Torwartfrage zugemessen

wird. Wer in Moskau spielt,

spielt auch in Südafrika – so die einhellige

Meinung der Experten. Deutschland löst

mit einem 1:0-Erfolg das Ticket, René

Adler hält stark, punktet enorm.

„Ich habe mich während dieser Pause

oft gefragt: Warum? Warum ich schon wieder?“,

sagt Robert Enke in Interviews. Die

Wahrheit indes geht viel tiefer: Im Zusammenhang

mit einer zunächst unklaren

Infektion war Enke seit dem Sommer wieder

in eine Krise geraten. „Er hatte morgens

wieder ähnliche Symptome wie in Barcelona:

Angst vorm Aufstehen, Versagensängste,

Panik – das potenzierte sich“, erklärte

Jörg Neblung gegenüber BILD. Enke

nimmt die Therapie bei Dr. Markser wieder

auf. Seine Erkrankung öffentlich zu thematisieren,

wie es sein ehemaliger Mannschaftskollege

Sebastian Deisler gemacht

hat, lehnt er indes kategorisch ab. Zu groß

ist die Befürchtung, Karriere und Privatleben

zu riskieren.

„Die Depressionen und die Angst,

dass es herauskommt, haben ihn immer

begleitet. Der Fußball war alles für ihn, er

hat ihm Halt und Kraft gegeben“, sagt

seine Frau Teresa am Tag nach seinem

Suizid auf einer Pressekonferenz in der

AWD-Arena. Ihr Auftritt ist zutiefst anrührend.

Sie berichtet davon, dass ihr Mann

der Meinung gewesen sei, als Depressionspatient

das Sorgerecht für die im Mai

adoptierte Tochter Leila zu verlieren. Und

schließlich sagt sie drei Sätze, die kollektiv

im Gedächtnis bleiben werden: „Wir

dachten, wir schaffen alles. Wir dachten

halt auch, mit Liebe geht das. Man

schafft es aber doch nicht immer.“

Zum Schluss täuschte Robert Enke neben

seiner Frau auch seinen Arzt. Der Suizid

war geplant, aber es durfte keiner merken.

Dafür hat er sich in einem Abschiedsbrief

entschuldigt. Am 8. November steht er gegen

den Hamburger SV (2:2) zum zweiten

Mal nach seiner neunwöchigen Pause wieder

im Hannoveraner Tor. Als Enke zwei Tage

später nach dem Frühstück sein Haus in

Empede verlässt, sagt er, er wolle an diesem

Tag zweimal trainieren. Doch in Wirklichkeit

hat er keinen Termin bei 96. Am

Nachmittag tankt er in der Ortschaft Hagen,

die ebenfalls zu Neustadt gehört, sein

Auto. Am Abend fährt er in das Nachbardorf

Eilvese. Er biegt in einen Feldweg ab,

parkt seinen Wagen direkt neben den Gleisen.

Dann geht er los, stellt sich auf die

Schienen und wartet. Um 18.17 Uhr erfasst

ihn ein Regionalexpress auf dem Weg von

Bremen nach Hannover. In den folgenden

Stunden erschüttert Deutschland eine

Nachricht, von der Niedersachsens Ministerpräsident

Christian Wulff auf der Trauerfeier

sagt, dass sie zu einem veränderten

Zusammenleben in Deutschland führen

kann: „Robert Enke ist tot.“ ■

Abschied von Robert Enke, von links: 96-Präsident Martin Kind und Frau Renate, Pfarrer Heinrich Plochg, Deutschlands Innenminister Thomas de

Maizière mit Frau Martina, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, DFL-Chef Dr. Reinhard Rauball, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff mit

Frau Bettina, NFV-Präsident Karl Rothmund, Steffi Jones (Präsidentin des Organisationskomitees für die Frauenfußball-WM 2011), Hannovers Oberbürgermeister

Stephan Weil, Franz Beckenbauer. Foto: imago

Titel

Dezember 2009 11


Sparkassen-Fußballschule

12

Aus der Coca-Cola-Fußballschule

wird ab 1. Januar 2010

die Sparkassen-Fußballschule –

Der Name ändert sich, die Inhalte

und das Trainerteam unter

der Leitung von Martin

Mohs bleiben bestehen. Warum

sollte ein Erfolgsrezept auch

verändert werden?

✽ ✽ ✽

Fünf Jahre gibt es nun

schon die Coca-Cola-Fußballschule

des Niedersächsischen

Fußballverbandes. NFV-Direktor

Bastian Hellberg, der die Idee

zu diesem Projekt hatte, bedankt

sich beim Getränkehersteller

für das großzügige Engagement

und begrüßt den

neuen Partner auf das Herzlichste.

Der nahtlose Übergang

gewährleistet eine Kontinuität

auch in Zukunft.

✽ ✽ ✽

Die Sparkassen in Niedersachsen

sind bereits seit vielen

Jahren ein Fußball kompetenter

Partner des Niedersächsischen

Fußballverbandes. Nach dem

Sparkassen-Fußballcup (größtes

Sichtungsturnier Europas) gibt

es ab 1. Januar 2010 nun

auch die Sparkassen-Fußballschule.

Eine ideale Ergänzung

für den niedersächsischen

Nachwuchsfußball.

✽ ✽ ✽

Abschließend noch einige

beeindruckende Zahlen: Seit

1. Januar 2005 wurden in der

Coca-Cola-Fußballschule etwa

120 Lehrgänge mit rund 8500

Fußball begeisterten Mädchen

und Jungen durchgeführt. In

der NFV-Sportschule Barsinghausen

übernachteten rund 25.000

Teilnehmer.

✽ ✽ ✽

Anmeldungen für 2010

sind selbstverständlich jetzt

schon möglich.

Anmeldeformular unter

http://www.nfv-fussballschule.de

Dezember 2009

Die Erfolgsstory wird

fortgeschrieben


Sparkassen-Fußballschule

Winter 2010

02.01.-05.01.10 Lehrgang 01/10 € 199,00

Ostern 2010

19.03.-23.03.10 Lehrgang 02/10 € 259,00

23.03.-26.03.10 Lehrgang 03/10 € 199,00

26.03.-30.03.10 Lehrgang 04/10 € 259,00

30.03.-02.04.10 Lehrgang 05/10 € 199,00

Himmelfahrt 2010

13.05.-16.05.10 Lehrgang 06/10 € 199,00

Pfingsten 2010

22.05.-25.05.10 Lehrgang 07/10 € 199,00

Sommer 2010

24.06.-28.06.10 Lehrgang 08/10 € 259,00

28.06.-02.07.10 Lehrgang 09/10 € 259,00

02.07.-06.07.10 Lehrgang 10/10 € 259,00

06.07.-09.07.10 Lehrgang 11/10 € 199,00

12.07.-16.07.10 Lehrgang 12/10 € 259,00

16.07.-20.07.10 Lehrgang 13/10 € 259,00

20.07.-23.07.10 Mädchen-Camp 01/10 € 199,00

23.07.-27.07.10 Lehrgang 14/10 € 259,00

27.07.-30.07.10 Lehrgang 15/10 € 199,00

30.07.-02.08.10 Lehrgang 16/10 € 199,00

Herbst 2010

09.10.-13.10.10 Lehrgang 17/10 € 259,00

13.10.-17.10.10 Lehrgang 18/10 € 259,00

17.10.-20.10.10 Lehrgang 19/10 € 199,00

20.10.-24.10.10 Lehrgang 20/10 € 259,00

Winter 2011

02.01.-05.01.11 Lehrgang 01/11 € 199,00

*spezielles Torwarttraining in jedem Lehrgang

Dezember 2009 13


Ehemalige Stars – was machen sie heute?

14

Auf der Überholsp

Gutes Auge, exzellente Technik, Kämpferherz: In den

1980er Jahren gehörte PETER LUX zum Establishment

der Bundesliga. Vor 22 Jahren gewann er mit dem HSV

den DFB-Pokal. Nach einem Schlaganfall arbeitet er

heute als Golflehrer und Trainer in Wolfenbüttel.

Pokalsieger mit dem HSV: Der gebürtige Salzgitteraner Peter Lux. Foto: imago

Dezember 2009

Von HUBERT MEYER

Rückblende: Mai 1987, Interconti-Hotel,

24 Stunden vor dem Pokalfinale im

Berliner Olympiastadion. Peter Lux

federt durch die Lobby der Nobelherberge.

Kurzer Smalltalk mit einem Journalisten.

Inhalt des Dialogs:

„Hallo, Peter, bist Du verletzt?”

„Wieso?”

„Weil die Mannschaft vor fünf Minuten

zum Abschlusstraining gefahren ist.”

„Ach, du Sch….”!

Der „Schreiberling”, wie der damalige

HSV-Trainer Ernst Happel Medienvertreter

zu nennen pflegte, schaut in ein Gesicht,

das ihn an Kreide erinnert. Der Journalist

packt den völlig am Boden zerstörten Fußballer

in sein Auto und rast zum Stadion.

Auf halber Strecke überholt er den HSV-Bus

und Peter Lux – ohnehin kein Riese – macht

sich ganz klein, rutscht vorsichtshalber in

den Fußraum, „damit der Alte mich nicht

sieht“.

22 Jahre später. Wir sitzen in der

„Schoko- und Cafe-Lounge” in Wolfenbüttel

und lachen über den einstigen Höllenritt

durch die Berliner City. „Du hast mich damals

gerettet. Sonst hätte ich nie den DFB-

Pokal gewonnen.” Ernst Happel habe ihn

seinerzeit zwar zusammengestaucht, erinnert

Peter Lux sich, während seine Frau

Anke, die das Café führt, Tee serviert, er habe

aber auch mit Respekt registriert, dass

der Profi vor der Ankunft des Busses bereits

im Stadion stand. So spielte er am nächsten

Tag gegen die Stuttgarter Kickers (3:1) und

sicherte sich den DFB-Pokal. Und darauf ist

er heute noch stolz: „Es gibt so viele Fußballprofis.

Aber welcher kann nach der Karriere

schon sagen, dass er einen Titel gewonnen

hat.” Zumal der Triumph von Berlin

bis heute der letzte in der ruhmreichen

Geschichte des Hamburger SV ist.

Fußball, das ist die eine Seite des gebürtigen

Salzgitteraners, der einst über die

A-Jugend von Eintracht Braunschweig ausgerechnet

im Bundesliga-Aufstiegsjahr in

den Profikader rückte. Nach dem tragischen

Tod des Lutz Eigendorf im März 1983

fehlte Uli Maslo ein rechter Verteidiger. Er

warf Lux ins kalte Wasser und hatte Erfolg.

Vier Jahre spielte der kleine drahtige

Irrwisch – gutes Auge, exzellente Technik,

Kämpferherz – bei der Eintracht, zunächst

unter Maslo, dann unter Aleksandar Ristic.

Seine Stärke war immer seine freche Spielweise

und seine Unbekümmertheit. Und

natürlich sein verschmitzter Humor, der

mitunter Kollegen zur Weißglut trieb. Beispiel

gefällig: „Ich bin bei Braunschweig

zum Stammspieler geworden, weil Artur

Grobe in all seinen Profijahren nur einen exzellenten

Pass gespielt hat. Den habe ich

dann in den Knick gehauen.” Nun, der

ehemalige Abwehrspieler und Mannschaftskamerad

Wolfgang „Artur” Grobe

wurde sicher nicht wegen vieler Stockfehler

vom FC Bayern verpflichtet.

Lux selbst zog es nach Hamburg, wo er

zwei Jahre (1985 bis 1987) spielte. Die wei- ➤


teren Stationen: Drei Jahre Waldhof Mannheim,

ein fünfwöchiges Intermezzo bei Dynamo

Dresden und zum Abschluss noch

einmal etwas mehr als zwei Jahre Eintracht

Braunschweig. Zurück zu den Wurzeln sozusagen.

Neben dem Fußball aber pflegte Peter

Lux frühzeitig eine andere Passion. Er spielte

Golf und dies gefiel ihm so gut, dass er

daraus einen Job ableitete. Seit Jahren ist er

Golflehrer und bringt auf dem Rittergut

Hedwigsburg (Landkreis Wolfenbüttel) seinen

Schülern den richtigen Schwung bei.

Hin und wieder schauen auch ehemalige

Kollegen vorbei. Kurz vor dem Termin mit

dem Fußball-Journal Niedersachsen hatte

er noch eine Runde mit Heinz Gründel gespielt.

Der einstige HSV-Stürmer lebt immer

noch in Hamburg und besucht von Zeit zu

Zeit „seinen alten Kumpel Peter”.

Auch bei den „GOFUS”, den Golf spielenden

Fußballern, trifft man Lux fast regelmäßig

an. Die Vereinigung, der Norbert Dickel,

einst Torjäger in Dortmund, vorsteht,

veranstaltet regelmäßig Turniere für karitative

Zwecke. Da ist ein Golflehrer, wie Peter

Lux mit Handicap 0, ein gerngesehener

Gast. „Das macht natürlich Spaß, vor allem,

weil man bei diesen Gelegenheiten viele

alte Gesichter wieder sieht.”

Allerdings verbindet Peter Lux mit dem

Namen GOFUS auch einen Vorfall, der ihn

nachhaltig beschäftigte. Ein Schwächeanfall

bei einem der Turniere zog eine Unter-

Ehemalige Stars – was machen sie heute?

ur zum Pokalsieg

suchung im Krankenhaus nach sich. Dabei

stellte sich heraus, dass er einen leichten

Schlaganfall erlitten hatte. „Die Ärzte hatten

als Ursache Bakterien auf der Herzklap-

Von 1981 bis 1985 waren Heiner Pahl (links) und Peter Lux Mannschaftskollegen bei Eintracht

Braunschweig. Heute sind sie Trainerrivalen in der Bezirksoberliga. Foto: imago

Besuch beim alten Kumpel: Heinz Gründel (rechts) und Peter Lux kennen sich seit ihrer gemeinsamen

Zeit beim Hamburger SV. Foto: Meyer

pe festgestellt”, erinnert er sich an den Tag

in der Notaufnahme des Krankenhauses.

Er blieb eine Woche im Krankenhaus und

kämpfte noch längere Zeit mit den Folgen

des Schlaganfalles. „Ich hatte Probleme

beim Sprechen und auf der linken Seite

deutliche Schwächen in der Koordination.

Ich konnte kaum greifen.”

Vielleicht half ihm dabei, dass er schon

als Profi ein harter Kämpfer war – jedenfalls

ist bei ihm heute keine Einschränkung mehr

spürbar. „Vieles“, sagt er nachdenklich,

„spielt sich danach auch im psychischen

Bereich ab. Man beobachtet sich.” Unterstützung

und Rückhalt fand er in seiner

Familie. Mit seiner Frau Anke ist er seit nunmehr

25 Jahren zusammen, 22 davon verheiratet.

Inzwischen aber ist die Krankheit drei

Jahre her und längst überstanden. Auch

zum Fußball hat er zurückgefunden. Er trainiert

den MTV Wolfenbüttel in der Bezirksoberliga.

Kurios: Hier kämpft er gegen einen

alten Kameraden um den Aufstieg in

die Oberliga. Heiner Pahl mit dem TSV Hillerse

ist sein stärkster Konkurrent. Pahl –

wer sich nicht mehr erinnert – dirigierte

jahrelang als Abwehrchef die Hintermannschaft

Eintracht Braunschweigs.

Wenn er auf seine Karriere zurückblickt,

dann ärgert ihn nur, dass er von

Dresden aus nicht zur Hertha nach Berlin

wechselte. Das Angebot lag unterschriftsreif

vor, doch dann rief ihn der damalige

Eintracht-Präsident Harald Tänzer an. „So

hat das Herz entschieden und nicht der Verstand.

Wer weiß, ob ich bei Hertha BSC

Berlin nicht noch einmal durchgestartet

wäre.”

In Berlin durchstarten? Da war doch

was ... ■

Dezember 2009 15


NFV-Vorstand

16

Bratwurst im Stadion ist

immer noch unschlagbar

David McAllister Ehrengast beim Calenberger Wurstessen des Niedersächsischen

Fußballverbandes – Entscheidung über mögliche Strukturreform erst 2010

Würdiger Abschied. NFV-Präsident Karl Rothmund (3. von links) verabschiedete fünf ehemalige Kreisvorsitzende, die mit großem Engagement viele

Jahre für den Niedersächsischen Fußballverband gearbeitet haben. Weiter von links: Helmut Quaas (Wesermarsch), Hilmar Vogel (Hannover-Land),

Heinrich Engelke (Rotenburg), Franz-Gerhard Koryciak (Delmenhorst) und Hans-Dieter Hoffmeister (Cuxhaven). Fotos: Kramer

Ein Mal im Jahr geht es beim Niedersächsischen

Fußballverband nicht nur

sprichwörtlich, sondern tatsächlich um

die Wurst. Dann treffen sich nämlich die

Vorstandsmitglieder zum traditionellen

Calenberger Wurstessen. Höhepunkt der

Zusammenkunft war der humorvolle Beitrag

von David McAllister, Vorsitzender der

CDU Niedersachsen und Fraktionsvorsitzender

im Niedersächsischen Landtag.

Selbstverständlich würdigte er in seiner Rede

die Wurst. – Getreu dem Lied von Stephan

Remmler „Alles hat ein Ende nur die

Wurst hat zwei“ gab es nach dem ver-

Dezember 2009

gnüglichen Teil der Vorstandssitzung am

anderen Vormittag noch eine Sitzung unter

anderem mit den Themen Haushaltsplan

2010 und NFV-Strukturreform.

Sowohl im Fußball als auch in der Politik

geht es sprichwörtlich häufig um die

Wurst. McAllister hatte sich vorgenommen,

eine launige Rede zu halten, ohne

dabei auf Bierzeltniveau abzugleiten. Dies

ist dem Christdemokraten aus Bad Bederkesa

glänzend gelungen, nachdem er sich

zunächst mal selbst auf die Schippe nahm.

Laut einer Umfrage hätten 78 Prozent der

Bevölkerung Achtung vor dem Arztberuf.

Auf die Plätze folgten der Pfarrer und Professor.

Politiker seien ganz weit unten in

der Rangliste zu finden. In bester Gesellschaft

mit Gewerkschaftsfunktionären

und Journalisten. Auf der Startseite seiner

persönlichen Homepage stellt er sich mit

dem Satz vor: „Politiker müssen den Mut

haben, den Menschen die Wahrheit zu

sagen.“

So riet MacAllister den Politkern,

möglichst nicht dabei zu sein, wenn Gesetze

gemacht werden. Der niedersächsische

Spitzenpolitiker bezog sich dabei auf

ein Zitat des ersten Reichskanzlers Otto

Ehrengäste und die NFV-Spitze beim Calenberger Wurstessen von links: Walter Zieseniß (Bürgermeister

der Stadt Barsinghausen), Karl Rothmund (NFV-Präsident), Klaus Plagge (Vorstandsvorsitzender

der Stadtsparkasse Barsinghausen), Herbert Lange (NFV-Vizepräsident Finanzen), Udo Nolte

(Referatsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration), Professor

Wolf-Rüdiger Umbach (LSB-Präsident) und Günter Distelrath (Geschäftsführer Sparkassenverband

Niedersachsen). Blick in den Niedersachsensaal: Auf dem Foto Kreisvors


Kooperation unter Dach und Fach: Günter Distelrath, Geschäftsführer Sparkassenverband Niedersachsen

(2. von links) und NFV-Präsident Karl Rothmund (links) freuen sich über ein neues gemeinsames

Projekt der beiden Verbände, das offiziell am 1. Januar 2010 gestartet wird: Gemeint

ist die Sparkassen-Fußballschule (siehe auch Seiten 12 und 13), die im nächsten Jahr den Betrieb

aufnehmen wird. Es freuen sich mit von rechts: NFV-Direktor Bastian Hellberg und der Vorsitzende

der CDU-Niedersachsen David McAllister.

von Bismarck: „Je weniger die Leute davon

wissen, wie Würste und Gesetze gemacht

werden, desto besser schlafen sie.“ Dennoch

adelte der CDU-Landesvorsitzende

die Bratwurst: „Sie gehört zum Fußball

von der Kreisklasse bis zur Bundesliga.

Auch wenn in den Vip-Logen häufiger

Champagner und Scampies gereicht würden,

sei die Bratwurst im Fußballstadion

immer noch unschlagbar.

Da McAllister die Aufmerksamkeit der

Zuhörer beim Calenberger Wurstessen

jederzeit auf sich zog, fiel es ihm leicht, die

Wertigkeit der Festredner wie folgt zu

beschreiben: „Das sind die Personen, die im

Kurz notiert

Der Haushaltsplan des außerordentlichen

Haushalts 2010 wurde einstimmig

beschlossen.


2010 erhält die Sportschule Barsinghausen

einen neuen Kunstrasenplatz.


In der Vorstandsitzung im April 2010

soll über die geplante Strukturreform

entschieden werden.

itzende des Bezirks Braunschweig.

Schlaf anderer reden.“ Den DFB-Pokalerfolg

des VfL Osnabrück gegen Borussia Dortmund

kommentierte der CDU-Landesvorsitzende

folgendermaßen: „Ich habe noch nie

so gern schwarz-gelb verlieren sehen.“ Dass

Einen humorvollen und rethorisch glänzenden

Vortrag hielt David McAllister beim traditionellen

Calenberger Wurstessen des Niedersächsischen

Fubßallverbandes.

NFV-Vorstand

die Wertigkeit der Wurst nicht nur in Barsinghausen

deutlich zum Ausdruck kam,

machte McAllister an zwei weiteren Beispielen

deutlich: Schließlich sei Bayern München

jahrelang von einem Wurstfabrikanten

namens Uli Hoeneß erfolgreich gemanagt

worden. Und auch beim FC Schalke 04

ginge es um die Wurst. Der Kultverein aus

Westfalen werde vom Wurstfabrikanten

Clemens Tönnies geführt. Die Wurst ist

eben nicht nur in Barsinghausen in aller

Munde ... Reiner Kramer ■

NFV-Präsident

Karl Rothmund

... zur fünfjährigen Erfolgsbilanz

der Coca-Cola-Fußballschule: „Wir

bedanken uns beim Partner Coca-

Cola für die ausgezeichnete Zusammenarbeit

und großzügige

finanzielle Unterstützung.“


... zur Zusammenstellung des

Teams 2011 für die Frauen-Weltmeisterschaft:

„Mein Dank geht an

die 47 Kreise, die kurzfristig ihre WM-

Kreisbeauftragten zur Schulung nach

Barsinghausen geschickt haben.“


….zum neuen Fitness- und Wellnesscenter

des NFV in Barsinghausen:

„Mit dieser Einrichtung wird unser

Sportangebot noch mal erheblich

aufgewertet.“


... zur finanziellen Situation des

NFV: „Trotz Kürzungen der Landesmittel

in den vergangenen Jahren

stehen wir Dank unserer Sponsoren

noch nie so gut da wie heute.“


... zur geplanten Strukturreform

des NFV: „Wir eröffnen die Möglichkeit,

dass sich Kreise auf freiwilliger

Basis zusammenschließen. Gewachsene

Strukturen werden wir nicht zerschlagen.

Es muss jedoch über die Organisationsform

der Bezirke diskutiert

werden. Aus sportpolitischer Sicht

gibt es nur noch die zwei Ebenen

Kreis und Verband.“

Klaus Plagge, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Barsinghausen, erhielt von Karl Rothmund

die Silberne Ehrennadel des NFV und eine entsprechende Urkunde überreicht.

Dezember 2009 17


Porträt

18

Eigentlich passt er gar nicht in die so oft

glitzernde Scheinwelt des Fußballs. Attribute

wie besonnen, bescheiden, höflich

und zuvorkommend charakterisieren

den ehemaligen Bundesligaprofi

Frank Baumann. Als sich der 34-Jährige

(mit Pokal) leise, ohne großes Getöse,

nach dem Pokalfinale in Berlin von seinen

Bremer Fans verabschiedet, verlässt

ein menschlich hochanständiger Profi

der Bundesliga die große Fußballbühne.

Mit dem DFB-Pokalsieg am 30. Mai

2009 gegen Bayer Leverkusen (1:0) beschert

ihm seine Mannschaft einen

grandiosen Abschied (siehe oben). Ein

Porträt von REINER KRAMER

Dezember 2009

Kein Typ für glitzernde

Scheinwelt des Fußballs

Thomas Schaaf: Frank Baumann ist ein großartiger

Fußballer und ein Vorbild für alle Berufskollegen

Die Dramaturgie hätte niemand woanders

besser inszenieren können als auf

der Fußballbühne. Frank Baumann hat

es redlich verdient, mit einem Titel seine vor-

Trainingsstunde in der Sportschule Barsinghausen. NFV-Sportlehrer Wulf-Rüdiger Müller (vorn

links) im Gespräch mit Teilnehmern des B-Lizenz-Lehrgangs. Rechts Frank Baumann.

Fotos: Kramer (3) / imago (2)

bildliche Karriere zu beenden. Vielleicht sind

es gerade negative Erlebnisse, die einen

Menschen besonders prägen. Heute

schmunzelt der Ex-Profi, wenn er auf den

Samstag, 29. Mai 1999 angesprochen wird.

Damals vergab Baumann im Bundesligasaisonfinale

kurz vor Schluss eine Riesenchance

im Spiel seines 1. FC Nürnberg gegen Freiburg

(1:2), als er aus kurzer Distanz das Tor

nicht trifft und damit den Abstieg des Clubs

besiegelt. „Ich habe den Abstieg des Club

mit verschuldet. So etwas bleibt natürlich

haften. Aus diesem Negativerlebnis bin ich

aber gestärkt hervorgegangen“, erzählt er

heute.

Die vergebene Riesenchance hat Frank

Baumann zwar nicht vergessen. Aber dank

Thomas Schaaf beschreitet er 1999 mit Beginn

der neuen Saison einen Erfolgsweg,

der mit zwei Pokalsiegen (2004 und 2009)

und der Deutschen Meisterschaft im Jahre

2004 sowie mit mehreren Vizemeistertiteln

(siehe Kasten nächste Seite) eine eindrucksvolle

Bilanz aufweist. Die erste Amtshandlung

von Thomas Schaaf als Trainer von

Werder Bremen war 1999 die Verpflichtung

von Frank Baumann. Angebote von VfB

Stuttgart, 1. FC Kaiserlautern und Bayer

Leverkusen lehnt er ab. Mit 24 Jahren wird

Baumann bereits Kapitän des Werder-

Bundesligateams.

Mit Baumann und Schaaf trafen sich

zwei ähnliche Typen; Beide wirken nach außen

ruhig, sind intelligent, sympathisch und ➤


Frank Baumann gibt die Richtung vor.

richten ihren Blick aufs Wesentliche. Keine

Frage: Für die Erfolge von Werder Bremen in

den ersten Jahren dieses Jahrtausend zeichnen

in hohem Maße Thomas Schaaf und

Frank Baumann verantwortlich. Fußball ist

jedoch in erster Linie ein Mannschaftssport.

Deswegen nimmt Baumann das persönliche

Kompliment zwar gern entgegen, aber ohne

seine Mannschaftskollegen wären die

Triumphe gar nicht möglich gewesen. Das

oft beschworene Wort „Teamgeist“ gilt für

Werder Bremen in besonderem Maße. So

sind die Worte von Frank Baumann ehrlich

und bescheiden: „Zu Thomas Schaaf hatte

ich von Anfang an ein sehr gutes Verhältnis.

Zur Person

Frank Baumann wird am 29. Oktober

1975 in Würzburg geboren. Beim TSV

Grombühl erlernte er das Fußballspielen.

1991 kam er in die Jugend des

1. FC Nürnberg. Dort begann auch

seine Profikarriere (130 Spiele, sechs

Tore). 1999 wechselte Baumann zum

SV Werder Bremen (270 Spiele, 15 Tore).

Für die U 21-Nationalmannschaft

absolvierte er 17, für das A-Team 28

Spiele.

Titel: 2004 Deutscher Meister und

Pokalsieger mit Werder Bremen, 2009

DFB-Pokalsieger mit Werder Bremen.

Deutscher Vizemeister: 2006 und

2008.

Endspielteilnehmer: UEFA-Cup

2009, DFB-Pokal 2000.

Halbfinale: UEFA-Cup 2007.

2002: Vizeweltmeister mit Deutschland.

Zu den Titelgewinnen habe ich nur einen

ganz kleinen Teil beigetragen.“

Zuviel der Bescheidenheit? Werder und

Baumann, das passt ideal. Beide stehen für

Kontinuität und Zuverlässigkeit. Genau deshalb

ist die Leistung des Mannschaftsführers

nicht hoch genug zu würdigen. Auch wenn

seine Spielweise eher abgeklärt und unaufgeregt

war. Zuviel des Lobes? „Es gab auch

Leute, die meinten, ich sei nicht schnell genug

und zu phlegmatisch“, sagt Frank

Baum mit einem freundlichen Grinsen im

Gesicht.

Neben seiner Profikarriere bildet sich

Frank Baumann zum Sozialversicherungsfachangestellten

aus. Wie kam es dazu?

„Die Fußballwelt ist eine Scheinwelt. Nur

Fußballprofi zu sein, war mir einfach zu wenig“,

betont der Bremer. Außerdem gehört

der 34-Jährige dem Kuratorium der Stiftung

Jugendfußball an. Die Stiftung Jugendfußball

wurde im Jahr 2000 unter anderem von

Jürgen Klinsmann, weiteren erfolgreichen

Nationalspielern sowie den Dozenten eines

Fußball-Lehrer-Sonderlehrgangs gegründet.

Zahlreiche Fußballprofis sonnen sich

gerne im Rampenlicht. Frank Baumann hat

es nicht gesucht. Im Gegenteil: „Ich bin mit

23 Jahren in die 1. Liga gekommen und habe

immer versucht, mein Privatleben aus der

Öffentlichkeit herauszuhalten. Das ist mir in

Bremen auch ganz gut gelungen.“ Baumann

ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Bei aller Bescheidenheit – Wer wie

Frank Baumann an der Fußball-Weltmeisterschaft

2002 in Südkorea teilgenommen hat

(im Achtelfinale beim 1:0-Sieg gegen Paraguay

in der 60. Minute eingewechselt) und

mit der DFB-Auswahl Vizeweltmeister wird,

steht natürlich im Fokus der Öffentlichkeit.

Nach dem Länderspieldebüt am 14. November

1999 in Oslo gegen Norwegen (1:0) absolviert

er weitere 27 Länderspiele. Das letzte

am 26. März 2005 gegen Slowenien

(1:0). Seine zwei Tore erzielte er beide 2001

in Freundschaftsspielen gegen die Slowakei

(2:0) und Ungarn (5:2).

Wie hält sich Frank Baumann heute

fit? „Ich laufe drei bis vier Mal in der Woche,

spiele noch ein wenig Fußball und

Tennis.“ Am 1. Januar 2010 kommt noch

ein Bürojob hinzu. Dann wird er Assistent

des Werder-Geschäftsführers Klaus Allofs.

Er unterschreibt zunächst einen Vertrag bis

zum 30. Juni 2012. Eigentlich will Baumann

bis zu seinem offiziellen Dienstantritt

eine Auszeit nehmen und sich verstärkt um

die Familie kümmern. Doch es ist für ihn

eine Ehrensache, bereits jetzt Allofs zu

unterstützen, so er seine Hilfe braucht.

Typisch Baumann. Die nächsten Jahre sieht

er als Lehrzeit an.

Vor einigen Tagen erwirbt er in der

Sportschule Barsinghausen die Trainer-B-Lizenz.

„Ich möchte mich auf vielen Gebieten

weiterbilden. Den Trainerschein zu machen

war meine persönliche Entscheidung“, erklärt

Baumann sein großes Engagement im

Fußball. Da er als Assistent von Klaus Allofs

auch eine enge Verbindung zur Werder-

Nachwuchsabteilung pflegt, schließt er nicht

aus, später vielleicht als Trainer im Juniorenbereich

zu arbeiten.

Dass er als Assistent der Geschäftsführung

auch in Zukunft ganz nah an der Profimannschaft

ist, liegt nahe. So reist er vor einigen

Wochen nach Dubai, um das Wintertrainingslager

vorzubereiten. Für „Baumi“ –

wie Teamkollegen und Fans ihn liebvoll nen-

Frank Baumann nach dem DFB-Pokalsieg

2009 in Berlin.

nen – sicherlich ein angenehmer Termin.

Auf der Homepage von Werder Bremen

steht ein Statement von Werder-Coach Thomas

Schaaf, dem nichts mehr hinzuzufügen

ist: „Dass Frank jetzt schon aufhört, ist sehr

schade. Er ist ein großartiger Fußballer und

ein Vorbild für alle Berufskollegen. Ich freue

mich für ihn, dass er auf so eine erfolgreiche

Karriere zurückblicken kann. Er hat unheimlich

viel erreicht. Trotz aller Erfolge ist er immer

seinem Typ, seiner Person und seinem

Charakter treu geblieben.“ Was den Schluss

zulässt: Frank Baumann hat sein Herz an

Werder Bremen verloren ... ■

Frank Baumann beim DFB-Trainer-B-Lizenz-

Lehrgang in Barsinghausen.

Porträt

Dezember 2009 19


Gewalt im Fußball

20

Die Bennennung von so genannten Risikospielen

vor der Saison soll es ermöglichen,

Gefahrenpotenzial im Vorfeld

schon zu erkennen und vorzeitig Sicherheitsmaßnahmen

zu ergreifen. Dies gilt für die

Begegnungen der Oberliga Niedersachsen.

Dafür wurde beim Niedersächsischen Fußballverband

eine Kommission für Prävention

und Sicherheit eingerichtet, die eng mit dem

niedersächsischen Innenministerium zusammenarbeitet.

So ist ein regelmäßiger Austausch

von Informationen der Vereine, Kommunen

und Polizei gewährleistet. Im Internetportal

DFBnet gibt es eine Sicherheitsdatenbank,

die alle relevanten Informationen

zur Gewalt im Fußball speichert. Sicherheitslücken

werden so rechtzeitig geschlossen.

Zum Beispiel, dass der SV Meppen 16

Stadionverbote ausgesprochen hat. Um eine

einheitliche Behandlung von Stadionverboten

zu gewährleisten, wurden für die Verei-

Dezember 2009

Datenbank für die Sicherheit

Was unternehmen das Land Niedersachsen und der NFV präventiv, um

Ausschreitungen im Umfeld von Fußballspielen zu verhindern?

Schwere Ausschreitungen in Fußballstadien.

Die Gewalt nimmt wieder zu. Dies

belegen die jüngsten Vorfälle in Leipzig

(Bezirksliga-Partie FSC Brandis gegen

Roter Stern Leipzig), Zwickau (Oberligabegegnung

FSV Zwickau gegen Erzgebirge

Aue II) und Rostock (Zweitligaspiel

Hansa Rostock gegen FC St. Pauli). Die

Hemmschwelle der Gewalt scheint in

den ostdeutschen Bundesländern niedrig

zu sein. Nun ist aber auch die Fußball-Landschaft

in Niedersachsen keine

Gewalt freie Zone. Das Fußball-Journal

berichtete in der Juli-Ausgabe 2009

über „Die Stunden der Schande“ im Umfeld

des Relegationsspiels zur Regionalliga

Nord zwischen VfB Oldenburg und

Goslarer SC. Nur mit einem Großaufgebot

von Polizisten konnte die Gewalt gestoppt

werden. Außerdem zeigten einige

so genannte Fans des SV Meppen in

fremden Stadien Gewaltbereitschaft.

Was unternehmen das Land Niedersachsen

und der Niedersächsische Fußballverband

präventiv, um Ausschreitungen

im Umfeld von Spielen zu verhindern?

REINER KRAMER ging dieser Frage nach.

ne der Oberliga Niedersachsen eine Richtlinie

erarbeitet und Formulare erstellt. Jeder

Verein hat jetzt die Möglichkeit, für alle

Sportanlagen der Liga ein Stadionverbot

auszusprechen. Auch Eintracht Nordhorn

sprach jetzt Stadionverbote für 13 so genannte

Fans von Kickers Emden (bis 30. Juni

2012) aus.

Neben der Gewalt im Stadion wird

auch das Abbrennen von Pyrotechnik beobachtet

und bestraft. Geldbußen bis zu

einer Höhe von eintausend Euro und Platzsperren

können ausgesprochen werden.

Thomas Hesse, Vorsitzender der NFV-Kommission

für Prävention und Sicherheit, bietet

vor der Saison und zu Beginn der Rückrunde

Sicherheitsschulungen für Vereinsvertreter

an. Das sind Pflichttermine für die

Mannschaften der Oberliga Niedersachsen.

Wenn es zu Einsatzkollisionen

kommt, kann die Polizei in Absprache

Schwere Ausschreitungen gab es am Ende der vergangenen Saison anlässlich des Relegationsspiels

zur Regionalliga Nord zwischen VfB Oldenburg und Goslarer SC. Foto: Burmann

Die neue Tribüne in Bavenstedt soll jetzt die Sicherheit im Stadion erhöhen. Der Oberligist hat seine

Platzanlage umgestaltet und erfüllt damit die Sicherheitsauflagen des NFV. Foto: privat

mit dem Verband Spielverlegungen vereinbaren.

„In Niedersachsen hat sich für derartige

Abstimmungen der über die Kommission

sowie den Ausschuss Sport und

Sicherheit bestehende unmittelbare Kontakt

zwischen Polizei und NFV bewährt“,

heißt es aus dem Innenministerium.

Stadionverbote im Zusammenhang mit

Fußballspielen stellten aus polizeilicher

Sicht ein wirksames Mittel gegen Gewalttaten

dar.

In dem Sicherheitsgespräch vor der

Saison 2008/2009 wurden Sicherheitsstandards

festgelegt, die Bestandteil des

Lizenzierungsverfahrens zur Oberliga

Niedersachsen sind. So müssen bei jedem

Spiel mindestens acht Ordner im

Einsatz sein. Ein Mal im Jahr findet eine

Schulung für die Sicherheitsbeauftragten

der Vereine statt. In der Saison

2008/2009 hat die Polizei in Nieder- ➤

Aus dem Polizeibericht

Wie die Polizeiinspektion Verden/Osterholz

meldet, kam es am Rande

der Oberligabegegnung zwischen

VSK Osterholz-Scharmbeck und Eintracht

Braunschweig II (1:1 am 7. November)

zu Auseinandersetzungen

zwischen 20 Braunschweiger Fans und

Einsatzkräften der Polizei. Zwischenzeitlich

drohte sogar ein Spielabbruch.

Weil sich die Fan-Randale auch im Zug

und auf dem Bremer Bahnhof fortsetzte,

nahm die Bundespolizei sieben Personen

in Gewahrsam. Zudem wurden

gegen fünf Braunschweiger Strafverfahren

wegen Landfriedensbruchs und

Körperverletzung eingeleitet.


Wichtige Hinweise

Bei rassistischen oder fremdenfeindlichen

Äußerungen auf oder außerhalb des

Spielfeldes muss der Schiedsrichter – so er sie

wahrgenommen hat – den Spieler unverzüglich

vom Patz schicken oder Offizielle von der

Bank verweisen.


Bei so genannten Risikospielen muss für

die Anhänger der Gastmannschaft ein separater

Eingang vorhanden sein. Alkohol ist

zwar nicht verboten, aber er darf nicht in Flaschen

oder Gläser serviert werden.


Stadionverbote werden ausgesprochen,

wenn jemand die Menschenwürde einer anderen

Person in Bezug auf Rasse, Hautfarbe,

Sprache, Religion, Geschlecht oder Herkunft

verletzt. Das kann bei herabwürdigenden,

diskriminierenden, verunglimpfenden Äußerungen

oder entsprechenden Schriften auf

Transparenten geschehen.


Die Dauer der Stadionverbote richtet

sich nach der Schwere des Vergehens und

kann bis zu drei Jahren ausgesprochen werden.

Der Niedersächsische Fußballverband

unterrichtet die Vereine, das Innenministerium

und den Deutschen Fußball-Bund über

die Namen und die Dauer der jeweiligen Stadionverbote.

sachsen 503 Straftaten ermittelt und 950

Personen vorübergehend festgenommen.

Die Polizeikräfte kamen insgesamt auf

170.000 Einsatzstunden. Und zwar überwiegend

in den ersten fünf Ligen.

Nach polizeilichen Erkenntnissen gibt

es derzeit in Niedersachsen etwa 1100 Personen,

die der Ultrabewegung angehören.

Davon werden cirka 650 der Fan-Kategorie

B (ein Fan, der Gewalt bei entsprechender


Der Verein ist verpflichtet, die von ihm

genutzte Platzanlage gemeinsam mit den Sicherheitsbeauftragten

rechtzeitig vor Saisonbeginn

zu besichtigen und das Ergebnis in

einem Protokoll festzuhalten.


Die Fanblöcke der beiden Teams sollen

möglichst weit voneinander entfernt sein.


Der Verein ist verpflichtet, einen Sicherheitsbeauftragten

zu benennen und diesen

mit der Wahrnehmung sämtlicher Sicherheitsaufgaben

sowie des Hausrechts zu betrauen.


Der Heimverein muss spätestens sieben

Tage vor einem Spiel Kontakt zum Gastverein

und der örtlich zuständigen Polizei aufnehmen,

um eventuelles Gefahrenpotenzial zu

erfragen.


Bei allen Risikospielen muss zwei Tage

vorher eine Sicherheitsbesprechung mit Polizei,

Feuerwehr und Sanitätsdienst geführt

werden.


Unmittelbar vor einem Risikospiel muss

eine weitere Sicherheitsbesprechung mit

dem Schiedsrichterteam, dem Sicherheitsbe-

Gelegenheit ausübt) und rund 130 der Kategorie

C (ein Fan, der Gewalt sucht) zugeordnet.

Wie es weiter in einem Bericht

heißt, ist eine stärkere Gewaltorientierung

auch gegenüber der Polizei und den Ordnungsdiensten

in großen Teilen der Ultrafanszene

festgestellt worden.

Je nach Gefährdungslage wurden die

Einsatzkonzepte bisher vor Ort erstellt.

Darüber hinaus wird derzeit auf Bundes-

„Ein deutliches Stück

mehr Sicherheit“

Oberligaverein SV Bavenstedt mit neuer,

überdachter Tribüne und umgestaltener Platzanlage

„Nicht nur ein riesiger Qualitätsgewinn

für die Zuschauer, die von jetzt an stets im

Trockenen auf der neuen Tribüne sitzen können,

sondern darüber hinaus bietet der Neubau

der Tribüne im Zusammenhang mit den

weiteren Verbesserungen auf der neu gestalteten

Platzanlage auch ein deutliches Stück

mehr an Sicherheit für alle Besucher auf dem

Gelände!“

Mit diesen einleitenden Worten überbrachte

NFV-Vizepräsident und Vorsitzender

des NFV-Bezirk Hannover, August-Wilhelm

„Auwi“ Winsmann, die Grüße und Glückwunsche

des Fußballverbandes anlässlich der

kürzlich stattgefundenen Einweihung der

neuen Tribünenanlage beim SV Bavenstedt.

Zahlreiche Vereinsmitglieder und Ehrengäste,

darunter auch der Landrat des Kreises

Hildesheim, Rainer Wegener und der Oberbürgermeister

der Stadt Hildesheim , Kurt

Machens, sowie der stellvertretende Kreisvorsitzende

des NFV-Kreises Hildesheim, Cle-

mens Widrinka, der den verhinderten Detlef

Winter vertrat, hatten sich auf dem völlig

neu gestalteten „Brunnenkopp-Sportpark“

des SV Bavenstedt eingefunden, um die offizielle

Einweihung vorzunehmen.

In diesem Zusammenhang machte

Winsmann auch deutlich, dass es dem SV

Bavenstedt – über den Tribünenneubau hinaus

– durch die weiteren, zahlreichen baulichen

Verbesserungen auf der Platzanlage

schon jetzt gelungen ist, einen erheblichen

Teil der erforderlichen Sicherheitsvoraussetzungen

im Hinblick auf eine Qualifizierung

für die neue eingleisige Oberliga in der nächsten

Saison, zu erfüllen.

Erste Gespräche zum Umbau des Sportplatzes

mit der Zielrichtung der Verbesserung

der Qualität und damit der Sicherheit

aller Besucher hatte es bereits vor zwei Jahren

zwischen Winsmann und dem damaligen

Vorsitzenden des Vereins, Hubert Müller,

gegeben.

Gewalt im Fußball

auftragten des Gastvereins und dem Einsatzleiter

der Polizei stattfinden.


Der Ordnungsdienst, mindestens acht

Personen bei Risikospielen, muss mit einer

einheitlichen, reflektierenden und gut erkennbaren

Bekleidung ausgestattet werden.


Stadionbesucher müssen sich bei Aufforderung

des Ordnungsdienstes einer Leibesvisitation

unterziehen, wenn der Verdacht

besteht, dass sie pyrotechnische

Gegenstände oder Schlaggegenstände mit

sich führen.


Alkoholisierte Zuschauer können vom

Ordnungsdienst von der Platzanlage verwiesen

werden, wenn sie den Ablauf eines Fußballspiels

stören.


Der Bundesgerichtshof hat jetzt in einem

Grundsatz-Urteil die Rechtmäßigkeit

von Stadionverboten festgestellt. Der Deutsche

Fußball-Bund begrüßt dieses Gesetz

und kommentiert es unter anderem so: „Wir

sehen in diesem Grundsatzurteil eine Bestätigung

unserer Linie, durch den Erlass von Stadionverboten

gegen Gewalttäter oder Randalierer

friedliche Fans vor Gewalt bereiten

Zuschauern zu schützen.“

ebene abgestimmt, eine wissenschaftliche

Untersuchung des Phänomens vorzunehmen.

Unabhängig davon ist ein gemeinsames

Projekt des Instituts für Sportwissenschaft

Hannover und des Niedersächsischen

Ministeriums für Inneres, Sport und

Integration in Planung. Ziel soll sein, bestehende

Feindbilder abzubauen und so der

Anwendung von Gewalt entgegenzuwirken.

Reiner Kramer ■

August-Wilhelm Winsmann.

Für den Bau der Tribüne war es zunächst

erforderlich geworden, entlang der

kompletten Gegengeraden dickstämmige

Pappelbäume zu fällen, die Wurzeln auszuroden

und die komplette Platzanlage um einige

Meter zur Gegengerade zu verlegen,

um den Platz für die Tribünenanlage zu bekommen.

Darüber hinaus wurde eine komplette

Spielfeldabtrennung durch Werbebanden

gebaut und zwischen Heim- und Gastfans

getrennte Zugänge geschaffen.

August-Wilhelm Winsmann

Dezember 2009 21


Vereinsporträt

12

Die vorerst letzte große Kulisse auf dem traditionsreichen LSK-Sportplatz gab es im August 2008. 8.500 Zuschauer verfolgten das DFB-Pokalspiel zwischen

dem FC Hansa Lüneburg und dem VfB Stuttgart. Die Gäste um Mario Gomez (rechts), der sich in dieser Szene einen Zweikampf mit Marcel Bernier

(links) und Sebastian Kunert liefert, gewannen mit 5:0. Foto: imago

„Wenn wir uns irgendwo draußen

ansiedeln, dann sind wir tot!“

In Lüneburg steht Deutschlands ältestes noch an seinem Ursprungsort erhaltene

Stadion. Das Gelände ist eingebettet in ein Naherholungsgebiet. Nun soll es Bauland

werden. Finanziell hat die Hansa-Kogge wieder Land in Sicht.

„23 Häuser statt 22 Fußballspieler“ –

so wird es wohl bald im Lüneburger Stadtteil

Wilschenbruch heißen. Während die

Fußballer des FC Hansa Lüneburg noch auf

dem LSK-Platz um die Qualifikation für die

eingleisige Oberliga Niedersachsen kämpfen,

kämpft der Verein um seine Existenz

und einen neuen Spielort. In den Printmedien

ist zu lesen, dass es schlecht um den

Traditionsklub steht. Denn nach dem aktuellen

Urteil des Oberverwaltungsgericht

(OVG) Lüneburg Ende September sieht es

ganz danach aus, dass die Salzstädter umziehen

müssen. Das OVG gab Grünes Licht

für den Bebauungsplan Auekamp und

lehnte den Normenkontrollantrag eines

Ehepaares ab, das gegenüber dem LSK-

Platz in Wilschenbruch wohnt und eine Bebauung

wegen des vermeintlich höheren

Verkehrslärms verhindern wollte.

„Der Antrag war ebenso unzulässig

wie unbegründet“, stellte Richter Sören

Claus fest und ließ auch keine Revision zu.

Dr. Ernst Ludwig Nell, der Anwalt der Klägerseite,

vertrat den Standpunkt: „Hier soll

Dezember 2009

ein Baugebiet geplant werden, damit ein

Sportverein sein Gelände versilbern

kann ...“ Hierzu bewies Richter Claus

durchaus Fußball-Sachverstand („Real Madrid

hat ja auch sein Trainingsgelände verscherbelt“).

Manfred Harder, Präsident des Lüneburger

SK (LSK), dessen Fußballabteilung

sich am 1. März 2008 mit der Fußballsparte

des Lüneburger SV zum FC Hansa Lüneburg

zusammenschloss, geht davon aus,

dass die Ära des Fußballs am Wilschenbruch

vor ihrem Ende steht. Dem Lüneburger

SK wird dann wohl nichts anderes übrig

bleiben, als seinen rund 60-prozentigen

Anteil am Areal zu verkaufen. Nun wird es

bald Gespräche mit Dirk Decker (Insolvenzverwalter

des LSK) und Lüneburgs Oberbürgermeister

Ulrich Mägde geben. Dabei soll

dem Verein ausreichend Übergangszeit eingeräumt

werden. Decker ist durch das Insolvenzrecht

dazu verpflichtet, „erreichbare

Vermögenswerte zur Masse zu ziehen“ –

sprich: das Grundstück zu versilbern, um

die Gläubiger auszuzahlen. Ob denn dann

noch etwas für den LSK übrig bleibt, bezweifelt

Harder. Denn immerhin standen

2001 bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens

1,4 Millionen Euro Schulden an.

Wilschenbruch und der Lüneburger SK

– seit nunmehr 105 Jahren bilden sie unweit

des Stadtzentrums eine Einheit (siehe

Kasten Historie). Wer zu Spielen des heutigen

FC Hansa anreist, dem bietet sich ein

Naherholungsgebiet mit Wald und den

Wiesen des Ilmenautals. Das letzte Stück

auf dem Weg zum Stadion bilden der beidseitig

mit Eichenbäumen bepflanzte Amselweg

und der Reiherstieg, der links und

rechts von Kastanienbäumen begrenzt

wird. Unverwechselbare Markenzeichen

des LSK-Platzes sind die historische Holztribüne,

die wie eine trutzige Bastion wirkt,

und das weiß gestrichene Klubhaus. Das

satte Grün der gepflegten Rasenplätze wird

zum Teil von Stehtraversen umgrenzt. Die

Anlage, auf der sich auch Garagen und

zwei Tennisplätze befinden, ist ringsherum

eingezäunt und kann durch zwei Eingangstore

betreten werden. ➤


Vereinsporträt

24

In den Lüneburger Zeitungen erschienen

im Laufe der Jahre viele Leserbriefe, in

denen sich die Schreiber für die Erhaltung

des Sportplatzes aus historischer, traditioneller,

sozialer, ökologischer und ökonomischer

Sicht eingesetzt haben. Ein neues Stadion

macht für viele wenig Sinn. Es sei weder

bezahlbar noch notwendig. Mit 8.000

Plätzen ist die jetzige Zuschauerkapazität

für Lüneburger Verhältnisse völlig ausreichend.

Sollte sich der Umzug, und nach dem

jüngsten OVG-Urteil sieht es mehr denn je

danach aus, nicht länger vermeiden lassen,

kann der Oberligist alleine die neue Spielstätte

nicht finanzieren. „Es geht um den

Lüneburger Fußball, nicht um den FC Hansa“,

unterstreicht hierzu der Vorsitzende

Dietrich Conrad. Deshalb will er das Ge-

Dezember 2009

Hintergrund

1971 wurde der LSK-Sportplatz

(Wilschenbruch) unter Landschaftsschutz

gestellt. In den Jahren

1999/2000 nahm der Verein zur Aufrechterhaltung

des Sportbetriebs zu

den bestehenden Krediten weitere auf.

Eine Sicherheit für die Kreditgeber gab

es dafür nicht. Vermögen hatte der LSK

keines. Das Sportgelände war als Landschaftsschutzgebiet

im Prinzip nichts

wert (Buchwert: 1 DM; dem gegenüber

stehen aber erhebliche Kosten für die

Unterhaltung, die der Klub zu tragen

hat). Die Kredite wurden somit ohne Sicherheit

gewährt. 2001 stellte der LSK

einen Insolvenzantrag, 2004 nahm der

Lüneburger Kreistag das Gelände aus

dem Landschaftsschutzgebiet heraus.

Lüneburg braucht angeblich hochwertiges

Bauland. War dies der Kredit-

Deal? Sollte dem Verein so geholfen

werden? Wenn ja, dann war dies ein

hoher Preis!

Der angerufene Petitionsausschuss

in Hannover sowie ein vor dem

Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht

angestrengtes Normenkontrollverfahren

blieben für die Befürworter des

Erhalts des Sportplatzes in Lüneburg-

Wilschenbruch ohne Erfolg. In der Bauplanung

wurden keine Verstöße gesehen.

Die Art und Rechtmäßigkeit der

Kreditvergabe wurde nicht untersucht.

Die Lüneburger Fußballgemeinde hofft

weiterhin, dass auch in Zukunft auf

dem Sportplatz in Wilschenbruch Fußball

gespielt wird. Erhard Rölcke

spräch mit anderen Vereinen, der Stadt und

der Wirtschaft suchen. Dass vom Standort

viel für die Zukunft seines Klubs abhängt,

dessen ist sich Conrad bewusst: „Wenn

wir uns irgendwo draußen ansiedeln, dann

sind wir tot.“

Die aktuelle finanzielle Situation des

FC Hansa ist alles andere als rosig. Deshalb

ist der Verein seit Monaten auf Nulldiät. Im

Vorjahr reichte das Geld nur bis zur Winterpause.

Sascha Nießen, Geschäftsführer des

Vermarkters EiBa GmbH, und seine Mitstreiter,

unter ihnen EiBa-Repräsentant

Manfred Kaltz, mussten feststellen, dass es

um das Image des Fußballs in Lüneburg

nicht gut bestellt ist. „Das ist die Summe

der vergangenen zehn Jahre LSK und Hansa",

sagt Nießen und betont: „Wir müssen

viel Überzeugungsarbeit leisten um zu zeigen,

dass mittlerweile solide gewirtschaftet

wird. Aber alle Modelle, die wir uns vorstellen

können, haben eines gemeinsam – die

finanzielle Machbarkeit. Von einem Stadion

für 20 Millionen Euro darf keiner träumen.“

Eine Überzeugungsarbeit der ganz besonderen

Art zeigten die Hansa-Spieler anlässlich

des Heimspiels gegen U.S.I Lupo

Martini Wolfsburg (3:0) am 1. November.

Vor dem Anpfiff rissen sie sich die Trikots

vom Leib und streckten ihre Hände aus –

die vom Vermarkter EiBA so genannte

„AKTion Handschlag“ blieb nicht ohne

Wirkung. Dem spontanen Applaus des Publikums

schlossen sich Vertreter der heimischen

Wirtschaft an. „Das Signal ist verstanden

worden“, freute sich Nießen

gegenüber dem Hamburger Abendblatt

und vermeldete einen prominenten Sponsor.

„Wir sind stolz darauf, die Firma

Pickenpack als Unterstützer gewonnen zu

haben.“ Der in Lüneburg ansässige Hersteller

von Tiefkühlfischprodukten hatte sich

zuvor noch nicht im lokalen Sponsoring

bewegt.

„Dank jüngst geflossener Sponsorengelder

und eines Betrages, den wir oben

drauf gepackt haben, sind die Spielergehälter

bis einschließlich September bezahlt“,

erklärte Nießen. Darüber hinaus befinde

sich die EiBA in Verhandlungen mit weiteren

potenziellen Sponsoren. Der Sport- und

Eventvermarkter werkelt aber auch noch

auf einer anderen Baustelle: „Wir sind dabei,

eine Zusammenarbeit mit einem Profiverein

herzustellen.“ Um den FC St. Pauli,

der im Sommer beim lokalen Konkurrenten

Eintracht Lüneburg vorspielen wird, handele

es sich dabei aber nicht. Geplant sind Aktivitäten

im nächsten Jahr, wie der Aufbau

eines Leistungszentrums für Jugendliche,

Die großen Spiele

Am 1. April 1901 gründet sich der

Lüneburger Fußball-Club (L.F.C.), der

sich 1912 in Lüneburger Sport-Klub

(LSK) umbenennt. Am 22. April 1905

wird ein Pachtvertrag für das Sportgelände

in Wilschenbruch rückwirkend

zum 1. Oktober 1904 geschlossen. Die

Einweihung des Platzes findet am

3. September 1905 gegen den SC

Sperber Hamburg statt. Die Hamburger

gewinnen mit 5:4. Im Protokollbuch

ist nachzulesen: „Wir mussten

dem Sperber die halbe Reise III. Klasse

als Entschädigung (gegen Rückvergütung)

zahlen. Die Spieler unserer I. legten

diese aus und ließen es sich zur

Reisekasse gutschreiben.“ 1951 geht

das Gelände in das Eigentum des

Klubs über.

Auf dem rund 30.000 Quadratmeter

großen Sportgelände, das bis

heute bestens gepflegt und ausgebaut

wurde (1905: 2. Platz, 1913: Einzäunung,

1921: Tribüne, 1946: Klubhaus,

1977: Tennisanlage, 1980: Flutlichtanlage,

1982: 3. Platz), wird Lüneburger

Fußball- und Sportgeschichte geschrieben.

1911 kommt es gegen die

dänische Mannschaft Nyköbing Boldklub

zur ersten internationalen Begegnung.

1937 gastiert der zweifache

Deutscher Meister Hertha BSC (1930,

1931) auf dem LSK-Platz in Wilschenbruch,

1948 sehen 10.000 Zuschauer

das Gastspiel des FC Schalke 04.

In der Saison 1951/52 kommt es

in der damals höchsten deutschen

Spielklasse, der Oberliga Nord, zu

Duellen gegen den Hamburger SV, St.

Pauli, Werder Bremen und Hannover

96. 1985 ist Lüneburg Gastgeber des

Frauenfußball-Länderspiels Deutschland

gegen Norwegen. Weitere Höhepunkte,

1992: 1. Runde DFB-Pokal

LSK - Karlsruher SC, 2001/02: Spiele in

der Regionalliga Nord (3. Liga), u. a.

gegen Fortuna Düsseldorf, Dresdner

SC, RW Essen, 2008: In der ersten

Runde des DFB-Pokals empfängt der

neu gegründete FC Hansa den VfB

Stuttgart. Erhard Rölcke

Durchführung von Charity-Veranstaltungen

für Kinder aus sozial schwachen Familien,

ein Probetraining mit Manfred Kaltz und

Ex-Profi Marcus Marin sowie ein „FC-Hansa-Tag“.

Michael Paul, Erhard Rölcke/red ■

Die historische Holztribüne (rechts) und das Klubhaus sind die unverwechselbaren Wahrzeichen des Stadions im Lüneburger Stadtteil Wilschenbruch.


Justizia am Spielfeldrand

28

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Vertragsamateurverträge müssen an die Geschäftsstelle des

Niedersächsischen Fußballverbandes geschickt werden

Viel Wirbel um zwei Vertragsamateurverträge.

Nachdem der Oberligist SV

Meppen es versäumt hatte, den Vertrag

des Spielers Andreas Gerdes-Wurpts

rechtzeitig bei der Geschäftsstelle des

Niedersächsischen Fußballverbandes vorzulegen,

profitierte Ligakonkurrent Kickers

Emden davon. Weil der Fußballer für die

Saison 2009/2010 einen weiteren Vertrag

bei den Ostfriesen unterschrieb und dieser

unverzüglich nach Barsinghausen ge-

Dezember 2009

schickt wurde, erhielt er

das Spielrecht für die Kickers.

Das ist so in der

Spielordnung des NFV, Paragraph

3, Absatz 9, geregelt

(siehe unten).

Im Vertrag, den

Gerdes-Wurpts beim

SV Meppen unterschrieben

hatte, gab

es noch eine Zusatz-

Zwei Verträge für die

Saison 2009/2010

unterschrieb der

Ex-Meppener Spieler

Andreas Gerdes-

Wurpts (vorn). Seit

dieser Spielzeit ist er

für den Oberligist

Kickers Emden aktiv.

Die Meppener

schauten in

die Röhre.

Foto: Kemme

vereinbarung. Danach ließ sich der Spieler

eine Ausstiegsklausel festschreiben, nach

der er die Möglichkeit hatte, den

Vertag aufzulösen, damit er bis

zum 30. Juni 2009 in die 3. Liga

wechseln konnte. Kickers

Emden spielte zwar in der

Saison 2008/2009 in Liga

drei. Aber zum Zeitpunkt

des Vertragsabschlusses

am 25. Juni 2009 stand

eindeutig fest, dass die

Ostfriesen mit Beginn der

Spielzeit 2009/2010 in der Oberliga

Niedersachsen spielen wollten.

Dieser Vertrag sah eine zusätzliche

Vergütung ab 1. Juli 2010 vor,

wenn die Kickers die Qualifikation für die

eingleisige Oberliga Niedersachsen oder

den Aufstieg in die Regionalliga Nord schaffen.

Die Meppener waren der Meinung,

dass es der Ausstiegsklausel an einer

Rechtswirksamkeit fehle. Dies sah das Verbandsportgericht

unter Vorsitz von Johannes

Budde (Barßel) jedoch anders

Natürlich ist es unzulässig, für eine Saison

bei zwei Vereinen einen Vertrag zu

unterschreiben. Deswegen wurde Gerdes-

Wurpts vom Verbandssportgericht (VSG)

des Niedersächsischen Fußballverbandes zu

einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro verurteilt.

Das VSG hält diese Buße für angemessen,

aber auch für geboten. Die Höhe der

Geldstrafe orientiere sich dabei an der im

Vertrag vereinbarten monatlichen Bruttovergütung

des Spielers.

Dies wiederum akzeptierte weder der

SV Meppen noch Kickers Emden. Für die

Emsländer war die Geldstrafe zu niedrig, für

die Ostfriesen dagegen zu hoch. Beide Vereine

legten Berufung ein. So wurde es ein

Fall für das Oberste Verbandssportgericht.

Das Urteil lag bei Redaktionsschluss dieser

Ausgabe noch nicht vor.

Eines kann jedoch schon vorweggenommen

werden. Für den Spieler wurde

bereits die Höchststrafe ausgesprochen.

Dazu heißt es in der Rechts- und Verfahrensordnung,

Paragraph 35, Absatz 1: Bei

schuldhaften Verstößen gegen die Verbandssatzung

und Ordnungen können

Geldstrafen bis zu 1000 Euro verhängt werden.

Bei Verstößen gegen den Diskriminierungstatbestand

ist eine Geldbuße bis zu

5000 Euro möglich. Die Verfahrenskosten

in Höhe von 193,50 Euro muss Gerdes-

Wurpts unter Mithaftung des BSV Kickers

Emden übernehmen. Reiner Kramer

Zur Sache

Paragraph 3, Absatz 9: Schließt ein

Spieler für die gleiche Spielzeit mehrere

Verträge als Vertragsspieler

und/oder Lizenzspieler, so wird die

Spielerlaubnis für den Verein erteilt,

dessen Vertrag zuerst beim NFV angezeigt

worden ist (Eingangstempel).


Frauen-WM 2011

30

Wolfsburg ist bereit für die

Frauen-Weltmeisterschaft 2011

Oberbürgermeister Rolf Schnellecke und NFV-Präsident Karl Rothmund

starten in der Volkswagenstadt den WM-Countdown

Der Countdown für die Frauen-Weltmeisterschaft

2011 ist gestartet. 604

Tage vor dem Eröffnungsspiel hat

OK-Präsidentin Steffi Jones in der Halbzeitpause

des Länderspiels gegen die USA

(0:1) in Augsburg mit einem Klick das FIFA-

Ticket-Portal aktiviert. Zeitgleich trafen

sich in der SoccaFive-Arena Wolfsburgs

Oberbürgermeister Rolf Schnellecke,

Wolfsburg ist bereit. Drei Hostessen vor dem Plakat, das für den WM-Standort Wolfsburg

wirbt. Fotos: Kramer

Dezember 2009

Rasanter Zweikampf im Spiel Deutschland

gegen USA (0:1) in Augsburg. Kim Kulig überspringt

die amerikanische Gegenspielerin

Carli Lloyd. Foto: imago

NFV-Präsident Karl Rothmund, Klaus Fuchs

von der VW-Sportkommunikation und

WM-Botschafter Roy Präger (Ex-Profi des

VfL Wolfsburg und Niedersachsens Fußballer

des Jahres 1998), um an dieser „historischen

Stunde“ für die Volkswagenstadt

teilzunehmen.

In der Volkswagen-Arena Wolfsburg

werden nämlich während der Frauen-WM

2011 (26. Juni bis 17. Juli) vier Spiele angepfiffen:

Drei Vorrundenbegegnungen

(27. Juni, 3. und 6. Juli) und ein Viertelfinale

(9. Juli). „Wir sind dankbar und stolz,

dabei sein zu dürfen“, betonte Schnellecke

und spielte den Ball an Rothmund

weiter: „Wolfsburg wird ein hervorragender

Gastgeber der Frauen-WM 2011 sein.

Der Niedersächsische Fußballverband ist

glücklich, mit den Verantwortlichen in

Wolfsburg verlässliche Partner gefunden

zu haben“, erklärte der NFV-Präsident. Namentlich

nannte Karl Rothmund Rolf

Schnellecke, Klaus Fuchs sowie die WM-

Botschafter Britta Carlson und Roy Präger. ➤


Der WM-Slogan von Steffi Jones „Wir sind bereit

für 2011“ trifft auch schon 604 Tage vor dem ersten

Anpfiff in Wolfsburg einhundertprozentig zu. Erste

Aktivitäten sind bereits in vollem Gange. So wurde

die Aktion „Kinderträume leben – Freundeskreise

schaffen“ vorgestellt. „Damit möchte der Deutsche

Fußball-Bund (DFB) das soziale Engagement des Fußballs

hervorheben“, sagte Rothmund. Die Wolfsburger

lassen bereits jetzt Taten sprechen und werben

für diese Aktion noch in diesem Jahr mit weiteren vier

Veranstaltungen. Somit gibt es in der Volkswagenstadt

nicht nur „Ticketalarm“, sondern auch – in positivem

Sinne „Kinderalarm“.

Schnellecke und Rothmund werden all ihre Beziehungen

in die Waagschale werfen, um Wolfsburg

als würdigen Standort der Frauen-WM 2011 zu

präsentieren.

Das Wolfsburger OK-Team von links: Oberbürgermeister

Rolf Schnellecke, Roy Präger (Ex-Profi beim VfL Wolfsburg),

NFV-Präsident Karl Rothmund und Klaus Fuchs

(ehemaliger Manager des VfL Wolfsburg, heute bei

Volkswagen-AG tätig).

Weitere Infos

zum Ticketverkauf

Städte-Serien zuerst im Verkauf

„Mit den Städte-Serien richten wir uns ganz bewusst zunächst

speziell an die Fans und Bewohner rund um die Spielorte. Sie sollen

sich zuerst die besten Plätze sichern können in der Gewissheit, bei

allen WM-Spielen in ihrem Stadion live dabei zu sein“, sagt die OK-

Präsidentin und ergänzt: „Selbstverständlich aber kann auch ein Fan

aus Hamburg eine Städte-Serie für Frankfurt erwerben.“

Für die FIFA Frauen-WM 2011 stehen insgesamt eine Million

Tickets für die 32 Spiele in den neun Spielorten Augsburg, Berlin,

Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim

und Wolfsburg zur Verfügung, davon 700.000 Karten im

freien Verkauf.

Die Hälfte davon, also 350.000 Tickets, sind mit attraktiven Rabatten

belegt und richten sich an die Kernzielgruppen Familien, Vereine,

Schulen und die Bewohner und Fans der Spielorte. Das Organisationskomitee

(OK) kalkuliert mit einer Stadionauslastung von 80

Prozent, was einem durchschnittlichen Zuschauerschnitt von 25.000

Besuchern pro Spiel entspricht.

WM-Serientickets ab 30 Euro

Städte-Serien, bestehend aus vier Einzelspielen, sind in der Kategorie

vier beispielsweise in Wolfsburg bereits ab 30 Euro erhältlich.

Insgesamt soll mit moderaten Preisen den Zuschauern ein bezahlbares

Stadion-Erlebnis geboten werden.

Das Rahmenprogramm zur Frauen-WM 2011 in Wolfsburg wurde zusammen

mit dem Maskottchen Lupina vorgestellt.

Frauen-WM 2011

„Eine Fußball-WM ist und bleibt etwas ganz Besonderes und

bietet eine unvergleichliche internationale Atmosphäre. Auch dürfen

und können wir den Frauenfußball mit den besten Teams und

großartigsten Spielerinnen aus aller Welt nicht unter Wert veräußern.

Die richtigen Preise festzulegen, kommt also einem Spagat

gleich“, sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der gleichzeitig

verweist auf 27 Millionen Euro, die zur Deckung des mit 51

Millionen Euro veranschlagten WM-Budgets ausschließlich über den

Verkauf der Eintrittskarten erwirtschaftet werden müssen.

Zweite Verkaufsphase ab 17. Februar 2010

In der zweiten Verkaufsphase vom 17. Februar bis 30. Juni 2010

sollen mit Gruppen-Kontingenten exklusiv die Vereine und Schulen

angesprochen werden. Die Formel für die so genannten „20Elf-

Tickets”, die ausschließlich in der Kategorie vier zur Verfügung

stehen, ist einfach: Jede „Mannschaft“, bestehend aus mindestens

elf „Mitspielern“, erhält einen Nachlass in Höhe von 20 Prozent.

Der Verkauf der Einzeltickets, vor allem auch für das Eröffnungsspiel

in Berlin, das Endspiel und die Spiele mit deutscher Beteiligung,

ist vorgesehen ab 1. August 2010. Das günstigste Einzelticket

für die FIFA Frauen-WM 2011 kostet zehn Euro, das teuerste

für das Finale in Frankfurt 200 Euro.

Weitergabe von Tickets möglich

Ebenfalls äußerst fan- und familienfreundlich ist die Möglichkeit

zur Weitergabe der Tickets. Die Idee dahinter: Beim Kauf von jeweils

einer Erwachsenen- und einer ermäßigten Städte-Serie kommen bis

zu acht Personen zu ihrem WM-Erlebnis. Das erste Spiel sehen der

Vater gemeinsam mit der Tochter, Spiel zwei die Mutter mit dem

Sohn. Zum dritten Spiel gehen Großvater und Enkel, zum vierten

Tante und Nichte.

Die wohl attraktivste Städte-Serie Frankfurt, die ein Gruppenspiel

mit deutscher Beteiligung, ein weiteres Gruppenspiel, ein Halbfinale

und das große Finale beinhaltet, kostet in Kategorie vier für Erwachsene

120 Euro, für Kinder/Jugendliche 56 Euro. Für den Durchschnittspreis

von 22 Euro können somit ein Elternpaar gemeinsam

mit seinen zwei Kindern bei allen vier WM-Spielen live dabei sein.

Bestellung per Internet und Hotline

„Die FIFA Frauen-WM Deutschland 2011 wird ein Meilenstein

in der Historie des Frauenfußballs sein. Das Lokale Organisationskomitee

hat zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht und

wird nunmehr mit dem Start des Ticketverkaufs Fans auf der ganzen

Welt die Möglichkeit bieten, an diesem sicherlich unvergesslichen

Turnier teilzuhaben“, kommentiert FIFA Generalsekretär

Jérôme Vaske.

Neben dem offiziellen Ticketing-Online-Portal auf

www.fifa.com können Karten auch per Hotline unter 01805 /

062011 (0,14 Euro/min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise

können abweichen) bestellt werden. Im Maximalfall pro Besteller

jeweils sechs Städte-Serien und 20 Einzeltickets. Alle Preise

sind inklusive Mehrwertsteuer, Vorverkaufs- und Ticketgebühr und

berechtigen am Spieltag. (Quelle: www.dfb.de)

Dezember 2009 31


Herzlichen Glückwunsch

32

Mit 70 immer noch Fußball-Träume

NFV-Vizepräsident Herbert Lange feierte jetzt einen runden Geburtstag

Herbert Lange, Vizepräsident Finanzen

des Niedersächsischen Fußballverbandes

und Ehrenvorsitzender des

Kreisverbandes Soltau-Fallingbostel, hat

jetzt seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Der Schneverdinger, dem der Fußball

bereits am 4. November 1939 mit in die

Wiege gelegt wurde, freute sich über eine

große Schar gratulierender Weggefährten,

die ihn seit seinem Vereinsbeitritt zur Spielvereinigung

Veersetal bei deren Gründung

sowie der Übernahme des ersten Ehrenamtes

in seinem Heimatverein im Jahre

1956 in zahlreichen Gremien und Organisationen

begleitetet haben.

Herbert Lange begann eine außergewöhnliche

Fußball-Karriere – zunächst als

Fan des Hamburger Sportvereins, später

als Jugend- und Herren-Spieler sowie Trainer

in Veersetal und seit über 50 Jahren als

Fußball-Funktionär in verschiedenen Positionen

und Hierarchien. Mit 17 übernahm

er den Posten des Veersetaler Sozialwartes.

Seine abgeschlossene Lehre zum

Bankkaufmann bescherte ihm schon kurz

darauf die Ernennung zum dortigen „Finanzminister“:

Dieses Amt ließ den mittlerweile

als Geschäftsführer eines Lebensmittelindustrie-Betriebes

tätigen Experten

in finanzwirtschaftlichen Fragen nicht

mehr los. Herbert Lange stieg über den

Fußball-Kreis (unter anderem Vorsitzender

von 1991 bis 2001) und den Bezirk Lüneburg

(Vorsitzender von 2000 bis 2007) in

die Spitze des niedersächsischen Fußballs

auf, wo er seit dem 14. April 2007 die ehrenamtliche

Funktion des Vizepräsidenten

für den Bereich Finanzen innehat.

Äußere Markenzeichen: Schlips und

Kragen, aber immer mit gutem Rat gegenüber

„seinen“ Vereinen zur Stelle. Innere

Kennzeichnung: Sachlich und korrekt bis

ins kleinste Detail mit der Leidenschaft für

Dezember 2009

Heinrich Eickhoff (Kreisvorsitzender Soltau-Fallingbostel, rechts) gratuliert Herbert Lange zum

Geburtstag. Foto: privat

„schwarze“ Zahlen. Den Mitgliedern des

Fachausschusses für Schulen, Sport und

Kultur seiner Heimatstadt Schneverdingen

steht er seit mehr als drei Jahrzehnten beratend

zur Seite. Als Mitglied der dreiköpfigen

Besetzung der Revisionsstelle beim

Deutschen Fußball-Bund hat Herbert Lange

nicht erst seit der Berufung in dieses

Gremium (Oktober 2007) den gut trainierten

Blick für finanzielle (Ausnahme-)Situationen

perfektioniert.

Am Ehrentag verriet der Jubilar, dass

er eine Fülle von Erlebnissen und Begleiterscheinungen

immer mit der Ehrlichkeit

gegenüber sich selbst verbunden habe,

den Sinn des aufwändigen ehrenamtlichen

Einsatzes für den Fußball permanent

hinterfragt zu haben. „Wenn es nichts

mehr zu bewegen gab, habe ich neue Ziele

entdeckt“, erzählt Herbert Lange und

fügt hinzu, dass man sie ihn von höherer

Ebene aus stets entdecken ließ. Mit Erreichen

der Altersgrenze werden sich in zwei

Jahren erste Wirkungskreise schließen.

„Bis dahin wünsche ich mir weiterhin Gesundheit“,

gibt sich der vierfache Großvater

mittlerweile bescheiden. „Alles andere

habe ich erreicht.“ Der Wunsch, die Fußball-Weltmeisterschaft

2010 in Südafrika

zu besuchen – dienstlich als NFV-Vorstandsmitglied

oder ganz privat gemeinsam

mit den Enkelkindern – bleibt ein offenes

Geheimnis. Heide Tegtmeier

Sportrichter tagten in Barsinghausen.

Während ihrer Jahrestagung tauschten sie

sich über aktuelle Fälle und Entscheidungen

aus und diskutierten über Sportrecht sowie

Bewährungsstrafen. Als Ehrengast begrüßte

der Vorsitzende des Obersten Verbandssportgerichts,

Heinz Meyer, den ehemaliger Chefankläger

des Deutschen Fußball-Bundes

Horst Hilpert. Dieser unternahm einen juristischen

Streifzug von der Bundesliga bis zur

Kreisliga. Hilpert referierte über Manipulationen

und Regelverstöße sowie über die Arbeit

des DFB-Kontrollausschusses. Johannes Budde,

Vorsitzender des Verbandssportgerichts,

stellte verschiedene Sportgerichtsverfahren

vor. Es schloss sich eine ausführliche Diskussion

an. Foto: Kramer


Frauen-Länderspiele

34

Alexandra Popp war im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion zweifache Torschützin für die U 20-Frauen des DFB. Mit diesem Schuss gelang ihr der

Ausgleich gegen die Schwedinnen, deren Spielführerin Emma Wilhelmsson (rechts) nicht mehr eingreifen kann. Fotos: Borchers

Die U 20- und U 19-Frauen-Nachwuchsteams

des Deutschen Fußball-

Bundes bestritten Ende Oktober in

Niedersachsen Freundschaftsspiele. Sowohl

in Hameln als auch in Barsinghausen

durften die neu formierten DFB-

Auswahlen dabei jeweils „Schwedenhappen“

genießen. Die Spiele gegen

die Skandinavierinnen fanden im Rahmen

eines gemeinsamen Lehrgangs der

deutschen U 20- und U 19-Frauen in

der Sportschule des Niedersächsischen

Fußballverbandes in Barsinghausen

statt.

Im Weserberglandstadion in Hameln setzte

sich die U 19-Auswahl von DFB-Trainerin

Maren Meinert gegen die U 19 der

Skandinavierinnen mit 1:0 (1:0) durch. Vor

2556 Zuschauern war die deutsche Mannschaft

von Beginn an feldüberlegen. Allerdings

mussten die Zuschauer bis zur 30.

Minute warten, ehe das einzige Tor des

Abends fiel. Mittelfeldspielerin Ramona

Petzelberger vom SC Bad Neuenahr war

per Kopf erfolgreich.

Erst fünf Spielerinnen aus dem insgesamt

16-köpfigen deutschen Kader hatten

vor dem Spiel bereits Einsätze für die U 19- ➤

Dezember 2009

DFB-Teams genießen

zwei Schwedenhappen

U 19-Frauen gewinnen in Hameln mit 1:0 –

U 20-Frauen feiern in Barsinghausen einen 2:1-Erfolg

Die U 20-Frauen des DFB.


Frauen vorzuweisen. „Ich bin sehr zufrieden

mit dem Einsatz, dem Spiel und der

Kampfbereitschaft der Mannschaft. Wir

haben das Spiel beherrscht, allerdings

muss man auch sagen, dass es International

notwendig ist, alle Chancen zu verwerten.

In der Schlussphase hätten wir durch

die einzige schwedische Torchance auch

noch den Ausgleich kassieren können“,

sagte Meinert nach dem Spiel.

Zufrieden war auch der Vorsitzende

des Fußball-Kreises Hameln-Pyrmont. Andreas

Wittrock freute sich, dass die Serie

deutscher Erfolge in Hameln Bestand hielt.

Fünf Spiele, vier Siege, ein Unentschieden

lautet nunmehr die Bilanz deutscher

Mannschaften in der Rattenfängerstadt.

Die deutsche Aufstellung: Schmitz

(Bayer 04 Leverkusen) – Maier (VfL Sindelfingen),

Simon (TSV Jahn Calden), Elsig

(Bayer 04 Leverkusen, 46. Vetterlein/1. FC

Saarbrücken), Kleiner (SC Freiburg) – Hendrich

(Bayer 04 Leverkusen), Bagehorn (1.

FFC Turbine Potsdam), Petzelberger (SC 07

Bad Neuenahr) - Knaak (FCR 2001 Duisburg,

54. Oliveira Leithe/FCR 2001 Duisburg),

Doppler (FC Bayern München, 46.

Doorsoun/SG Wattenscheid 09), Kayicki

(FCR 2001 Duisburg, 71. Rolser/VfL Sindelfingen).

Auch die neu formierte U 20-Nationalmannschaft

der Frauen hat ihr Testspiel

gegen die U 23 aus Schweden 2:1 (1:1)

gewonnen. Im Barsinghäuser August-

Wenzel-Stadion gingen zunächst die

Schwedinnen in der 12. Minute durch Antonia

Görannsson in Führung, begünstigt

durch einen unglücklichen Abwurf der

ehemaligen NFV-Torfrau Almuth Schult.

Der Ausgleich für die DFB-Auswahl fiel bereits

in der 19. Minute durch Alexandra

Popp. Die Duisburgerin traf mit einem sehenswerten

Schuss aus 22 Metern. Erneut

Popp (86.) mit ihrem zweiten Treffer sorgte

für das erste Erfolgserlebnis des Teams von

DFB-Trainerin Maren Meinert.

In einem munteren, engagiert geführten

Spiel war Deutschland zunächst

Auch die Autogramme von „Paule“, dem

Maskottchen des DFB, waren in Hameln und

Barsinghausen sehr gefragt.

Das U 19-Team des DFB, das in Hameln mit 1:0 gewann.

leicht feldüberlegen, wobei die Schwedinnen

stets gefährlich waren und gegen

Ende der ersten Halbzeit mehr

Spielanteile hatten. So waren Torchancen

auf beiden Seiten zu verzeichnen,

trafen die Schwedinnen sogar den Pfos-

Splitter

Im März 2008 wurde das beispielhafte

Projekt „Fußball-Brücke“ der Bürgerstiftung

Weserbergland durch den

Vorsitzenden des NFV-Kreises Hameln-

Pyrmont, Andreas Wittrock, Gerhard

Paschwitz aus Hameln und den Vorstandsvorsitzenden

der Sparkasse Weserbergland,

Friedrich-Wilhelm Kaup,

gegründet. Die „Fußball-Brücke“ soll es

Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

ermöglichen, in die

Gemeinschaft aufgenommen zu werden

und Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen,

sich ehrenamtlich in Vereinen zu

engagieren. Damit sollen Rassismus und

Vorurteile bekämpft werden. In der

Halbzeitpause des Länderspiels in Hameln

wurde die „Fußball-Brücke“ vorgestellt

und die Zuschauer waren aufgefordert,

mit zuvor verteilten Roten Karten

gegen Rassismus und Vorurteile Stellung

zu beziehen.


Ein niedersächsisches Gespann leitete

die Begegnung in Hameln.

Schiedsrichterin Riem Hussein (Bad

Harzburg) standen als Assistentinnen

Kim-Jana Trenkner (Winsen) und Lena

Dittmann (Stadthagen) zur Seite, Sina

Diekmann (Göttingen) fungierte als

Vierte Offizielle. – In Barsinghausen

kam mit Marija Kurtes, Sandra Jung

und Monique Klauß ein Schiedsrichtergespann

vom Fußballverband Niederrhein

zum Einsatz, Vierte Offizielle war

Corinna Hedt (SV Hertha Otze).


Frauen-Länderspiele

ten. 1012 Zuschauer, davon ein Großteil

Schülerinnen und Schüler, sahen in

Hälfte zwei eine über weite Strecken

ausgeglichene Partie, in der den Gastgeberinnen

am Ende der Siegtreffer gelang.

Maria Reisinger (Langen), Honorartrainerin

des NFV für den Stützpunktbereich

West, war offizielles Mitglied der

DFB-Delegation, während ihre Kollegin

vom Bereich Südost, Tina-Rotter Vermehr

(Springe), für die Betreuung der

schwedischen Delegation um Leiter

Christer Sjölund zuständig war.


Auch zahlreiche Funktionsträger des

NFV verfolgten die Länderspiele. In Hameln

konnte der Vorsitzende des heimischen

Fußballkreises, Andreas Wittrock,

u.a. NFV-Vizepräsident „Auwi“ Winsmann

und die Vorsitzenden der NFV-

Kreise Schaumburg, Marco Vankann,

und Holzminden, August Borchers, begrüßen.

NFV-Ehren-Präsident Engelbert

Nelle, Ehrenmitglied Maria Klewe und

der 1. NFV-Vizepräsident Eugen Gehlenborg

waren u.a. Augenzeugen der Partie

in Barsinghausen. Die Vorsitzende des

NFV-Frauenausschusses, Karen Rotter,

besuchte gemeinsam mit Margit Stoppa,

Vorsitzende des DFB-Ausschusses für

Frauen- und Mädchenfußball, beide Begegnungen.


Die Sparkasse Weserbergland in Hameln

und die Stadtsparkasse Barsinghausen

boten großzügige Unterstützung

für die beiden Länderspiele. Das Institut

in Hameln spendierte 1000 Eintrittskarten

für Vereine mit Mädchen- und Frauenspielbetrieb,

während die Bank in Barsinghausen

Schülerinnen und Schüler

zum Schwedenspiel einlud.


Dezember 2009 35


Frauen-Länderspiele

36

U 20-Spielerin Jessica Wich setzt nach, doch die Schwedin Malin Levenstad schirmt den Ball geschickt

ab.

Maren Meinert war zufrieden mit der

Leistung ihrer Mannschaft: „Das war ein

ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden

Seiten. Für mein Team war es ein hartes

Stück Arbeit gegen die U 23 der

Schwedinnen mit ihren erfahrenen Spielerinnen.

Wir haben uns den Sieg hart erkämpft

und uns durchgebissen."

Für die neue U 20 war es das erste

Länderspiel nach der verpassten Halbfinalteilnahme

bei der U 19-EM im Juli in Weißrussland.

Zum deutschen Team gehörten

in Barsinghausen u. a. auch eine aktuelle

niedersächsische Spielerin und drei Spielerinnen

mit niedersächsischen Wurzeln. Selina

Wagner ist derzeit für den VfL Wolfsburg

aktiv, während Almuth Schult (Magdeburger

FFC, ehemals FC SG Gartow),

Kristina Gessat (FSV Gütersloh 2009, ehemals

SV Bad Laer) und Tabea Kemme (1.

FFC Turbine Potsdam, ehemals SG Freiburg/Oederquart)

inzwischen in andere

Landesverbände gewechselt sind.

Die deutsche Aufstellung: Schult

(Magdeburger FFC) – Kemme (1. FFC Turbine

Potsdam), Mirlach (FC Bayern München),

Prießen (FCR 2001 Duisburg, 46.

Wermelt/FCR 2001 Duisburg), Lübcke

(Hamburger SV, 58. J. Arnold/FF USV Jena)

– Gessat (FSV Gütersloh 2009), Wagner

(VfL Wolfsburg), Huth (1. FFC Frankfurt,

71. Brosius/1. FFC Turbine Potsdam), Wich

(1. FFC Turbine Potsdam, 58. S. Arnold/FF

USV Jena) – Marozsan (1. FFC Frankfurt),

Popp (FCR 2001 Duisburg)

Nun gilt es für DFB-Trainerin Maren

Meinert und ihr Team, sich gezielt auf die

anstehenden Aufgaben vorzubereiten.

Denn schließlich steht im kommenden

Jahr das Highlight mit der U 20-WM im eigenen

Land an, die vom 13. Juli bis 1. August

in Bochum, Augsburg, Dresden und

Bielefeld ausgetragen wird.


Lufthoheit für U 20-Torhüterin Almuth Schult.

Dezember 2009

Huckepack: Almuth Schult trägt Angelina Lübcke

vom Platz.



① Auch Margit Stoppa, Vorsitzende

des DFB-Ausschusses für Frauenund

Mädchenfußball, NFV-Bereichstrainerin

Maria Reisinger

und die Vorsitzende des NFV-

Frauenausschusses, Karen Rotter

(von links) besuchten die beiden

Länderspiele.

② Der schwedische Delegationsleiter

Christer Sjölund wurde in Hameln

vom Vorsitzenden des Fußballkreises,

Andreas Wittrock

(rechts), begrüßt.

③ Bei der Vorstellung des Integrationsprojektes

„Fußball-Brücke“

wurden die Zuschauer aufgefordert,

mit Roten Karten Stellung

gegen Rassismus und Vorurteile

zu beziehen.

④ Zweikampf vorm Tor der schwedischen

U 23: Weder Karin Lissel

noch Dzenifer Marozsan (rechts)

erreichen den Ball.




Frauen-Länderspiele

Dezember 2009 37


DFB-Mobil-Gewinnspiel

38

Mit bisher mehr als

1400 durchgeführten

Veranstaltungen, rund

11.000 aktiven Kinder- und

Jugendtrainern sowie 80.000

Teilnehmern ist das Projekt

DFB-Mobil sehr erfolgreich

angelaufen. Seit Ende Mai

touren die 30 DFB-Mobile

durch ganz Deutschland.

Zwei- bis dreimal pro Woche

sind drei Fahrzeuge auch bei

Fußballvereinen in Niedersachsen

zu Gast, haben bisher

160 Klubs besucht. Im

Rahmen eines Demonstrationstrainings

erhalten die anwesenden

Trainer praxisnahe

Tipps für ihr Vereinsjugendtraining

und Informationen

über weiterführende Qualifizierungsangebote.

Ein Gewinnspiel mit attraktiven

Preisen macht den

Besuch des DFB-Mobils auch

für die jugendlichen Fußballer/-innen

der Vereine zu einem

echten Erlebnis. Die

Frage „Wie lautet der Name

des DFB-Maskottchens?“

konnten in Niedersachsen mit „Paule“

rund 3500 Gewinnspielteilnehmer richtig

beantworten. WM-Botschafterin Britta

Carlson zog jetzt in Barsinghausen

anlässlich des Länderspiels der deutschen

U 20-Frauen gegen die U 23-

Auswahl aus Schweden als „Glücksfee“

Hennies / Meuren FRAUENFUSSBALL

VERLAG DIE WERKSTATT

Dezember 2009

Britta Carlson als Glücksfee

Die richtige Antwort lautete: „Paule“ ist das Maskottchen des DFB

VERLAG DIE WERKSTATT

Britta Carlson (Mitte) zog die niedersächsischen Gewinner des DFB-Mobil-Gewinnspiels. Unterstützt wurde die

WM-Botschafterin bei der Ziehung durch die NFV-Mitarbeiter Andrea Hoffmeister und Dieter Schrader.

Foto: Borchers

unter allen richtigen Antwortkarten die

niedersächsischen Gewinner. Der erste

Preis, zwei Eintrittskarten für ein Heim-

Länderspiel der deutschen A-Nationalmannschaft,

entfällt auf Klaas Wenninga

aus Leer. Einen adidas-Spielball als

zweiten Preis gewannen Tobias Neuse

Rainer Hennies / Daniel Meuren

FRAUENFUSSBALL

Der lange Weg zur

ANERKENNUNG

(Ganderkesee), Gerd Mahlke (Lüchow)

und Ali Hanli (Delmenhorst). Auch der

dritte Preis, eine Plüschfigur des DFB-

Maskottchens „Paule“, wird drei Mal

vergeben. Gewonnen haben Ali Houri

(Brual), Julian Rose (Langwedel) und

Aylin Helmts (Wüsting).

Buchinformation

Frauenfußball

Der lange Weg zur Anerkennung

Die deutschen Fußballfrauen gewannen 2003 und 2007

die beiden letzten Weltmeisterschaften, 2009 wurden

sie zum siebten Mal Europameisterinnen. Auch im Vereinsfußball

sind deutsche Fußballspielerinnen ähnlich erfolgreich:

die Europapokalsiege des 1. FFC Frankfurt, Turbine

Potsdam und FCR Duisburg zeugen davon. Diese Erfolge

haben dazu beigetragen, dass der deutsche Frauenfußball

ein gutes Stück vorangekommen ist auf seinem langen

Weg zur Anerkennung. Dass dies nicht immer so war, belegt

das jetzt im Verlag Die Werkstatt erschienene Buch

„Frauenfußball – Der lange zur Anerkennung“. Die Autoren

Rainer Hennies, langjähriger freier Mitarbeiter des Fußball-Journal

Niedersachsen, und Daniel Meuren erzählen

erstmals ausführlich die Geschichte des Frauenfußballs:

von den Anfängen in England zu Beginn des 20. Jahrhunderts

über die Verbote durch die Verbände, den revolutionären

Neubeginn in den 1970er Jahren bis hin zur aktuellen

Akzeptanz und Förderung im DFB. Die Erfolge der Nationalmannschaft

und die großen internationalen Turniere

werden ebenso beschrieben wie die Entwicklung im Vereinsfußball.

Porträts internationaler Stars und Trainerinnen

sowie ein Blick auf die kommende Weltmeisterschaft

2011 in Deutschland runden dieses reich bebilderte Buch

ab. Das erste Standardwerk zum Frauenfußball.

Rainer Hennies / Daniel Meuren

Frauenfußball – Der lange Weg zur Anerkennung

384 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-89533-639-3, Euro

24,90. Erschienen im Verlag Die Werkstatt


40


Für diese Erfolgsstory ist jetzt das letzte

Kapitel geschrieben worden – Zeit, eine

beeindruckende Bilanz zu ziehen.

Von REINER KRAMER

Wenn in einem Zeitraum von fünf

Jahren eine Auslastung von annähernd

einhundert Prozent erreicht

wird, ist das Optimum erreicht. Die NFV-

Sportschule Barsinghausen mit ihren exzellenten

Einrichtungen sowie einem erfahrenen

Trainer- und Betreuerteam garantierten

den Erfolg. Einerseits hatten die jungen Fußballerinnen

und Fußballer im Alter zwischen

sieben und 14 Jahren riesigen Spaß, andererseits

konnten sich natürlich auch fußballerisch

weiterbilden. Tugenden wie Fair Play,

① Der Ball ist sein

Freund.

② Volle Konzentration

beim Slalomlauf.

③ Ein Idol beim Autogramme

schreiben –

Mario Gomez.

④ Das NFV-Trainerund

Betreuerteam

von links: Georgi

Tutundjiew, Per Michelsen,

Martin

Mohs (Leiter), Arndt

Westphal, Christoph

Raum und Moritz

Lindschau.

⑤ Elegante Ballführung.

Dezember 2009

„Ich fand alle Tage t

Disziplin und soziales Verhalten spielten dabei

eine ebenso wichtige Rolle.

Es kommt halt immer auf die richtige

Mischung an. Dafür sorgt Martin Mohs, Leiter

der Coca-Cola-Fußballschule mit seinem

Team. Die Zusammenstellung der einzelnen

Gruppen erfolgt am Anfang eines jeden

Lehrgangs. Da spielen das Alter, die Spielstärke

und die körperlichen Voraussetzungen

eine große Rolle. Häufig treffen sich

auch zwei Freunde in der Coca-Cola-Fußballschule,

die natürlich gerne miteinander

spielen möchten. Das Trainer- und Betreuerteam

ist pädagogisch so gut geschult, dass

sie im Training nicht nur den richtigen Ton

treffen, sondern auch in anderen Situationen

die richtigen Entscheidungen treffen.

„Wir haben fünf Jahre lang die Coca-

Cola-Fußballschule finanziell gerne unterstützt,

weil der Niedersächsische Fußballverband

nicht nur sehr gut geschulte Trainer

und Betreuer hat, sondern die Kinder in der

Sportschule Barsinghausen außerdem hervorragende

Bedingungen vorfinden“, resümiert

Rainer Michel, Regionaler Marketingleiter

in der Coca-Cola-Niederlassung Südniedersachsen.

Die Erwachsenen können gut reden.

Aber was sagen die Kinder selbst dazu?

Beispiele dazu gibt es reichlich nachzulesen

im Gästebuch der Coca-Cola-Fußballschule

unter www.nfv-fussballschule.de .

Drei junge Fußballerinnen und Fußballer

haben es in wenigen Sätzen auf den Punkt

gebracht: So schreibt Jacky Dickhut: Ich fand

alle Tage total hammermäßig. Wir haben

uns mit allen verstanden und richtig viel gelacht.“

Oder Oliver Hans: „Es war eine geile

Woche in Barsinghausen. Die Trainer waren

die besten, die ich bis jetzt kennen gelernt

habe.“ Fabio Hoffmann schreibt: „Ich fand

die Coca-Cola-Fußballschule richtig genial.

Die Trainer waren klasse und das Essen war

gut.“

Tom Niklas Brockhöft hat uns ebenfalls

seine Eindrücke geschildert: „Ich bedanke

mich für super hammergeile und auch coole

Für Jahre Coca-Cola-Fußballschule – 120 Lehrgä


Tage in Barsinghausen. Liebe Trainer, Ihr habt

einen Titel verdient. Ihr habt mir und ich

glaube auch den anderen Kindern das Gefühl

gegeben, dass wir eine Familie sind. Ich

habe mich wie zu Hause gefühlt und

es war niemals langweilig! VOLLES PRO-

GRAMM.“

Was will „Mann“ mehr? Doch auch

einige Mütter haben einen Eintrag ins Gästebuch

geschrieben: So wie Marvin Köllers

Mama: „Hallo zusammen! Ich wollte mich

im Namen meines Sohnes Marvin für diese

supertollen Tage bedanken. Soweit ich gehört

habe, hattet Ihr viel Spaß, wenig

Schlaf und der eine oder andere Trainer

hatte des Nächtens Besuch, da er nicht bei

der Verteilung der Nasch-Vorräte vergessen

werden sollte. Also um es kurz zu machen:

Marvin war schwer begeistert und sehr

traurig, dass die Zeit so schnell rum war.

Er findet es schade dass der Lehrgang nicht

einen Monat gedauert hat. Marvin ist be-

③ ④


otal hammermäßig“

nge mit 8500 begeisterten Mädchen und Jungen

stimmt im nächsten Jahr wieder dabei. Bis

bald!“

Christa schreibt: „Hallo an das gesamte

Betreuungsteam, herzlichen Dank für die

schönen Tage im Oktober bei Euch! Die

Unterbringung und die Versorgung waren

einfach klasse. Euer Betreuungsangebot hat

den Kindern genauso gefallen wie mir. Eine

tolle Mischung aus Sport, Spaß und Spannung

– die Nachtwanderung war ja wirklich

schaurig ...

Ich wünsche Euch noch viele nette

Gruppen – macht weiter so! Herzliche

Grüße!“

Keine Selbstbeweihräucherung, sondern

die ehrliche Meinung von Teilnehmerinnen

und Teilnehmer der Coca-Cola-Fußballschule.

50 Kinder pro Lehrgang – mehr geht

nicht. Torhüter sie ebenso gern gesehen wie

Feldspieler. Denn Torwarttraining wird natürlich

auch angeboten. Die UEFA hat die Qualität

der Coca-Cola-Fußballschule des

Niedersächsischen Fußballverbandes geprüft

und mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Darauf ist auch Rainer Michel stolz:

„Wir freuen uns natürlich sehr, dass die

Coca-Cola-Fußballschule aufgrund der hervorragenden

Leistungen und der professionellen

Betreuung vor Ort als erste Fußballschule

Europas überhaupt mit dem Gütesiegel

der UEFA zertifiziert worden ist.“

Promis haben oft die Coca-Cola-

Fußballschule besucht. So referierte FIFA-

Schiedsrichter Florian Meyer. Und wenn die

deutsche Fußballnationalmannschaft ihr

Quartier in Barsinghausen aufschlug, besuchten

einige Spieler die Jungen und Mädchen.

Lukas Podolski und Per Mertesacker

haben jedenfalls schon mal einen Abstecher

gemacht. Trainer oder Profis schauen regelmäßig

vorbei: Mirko Slomka, Dieter Hecking

Jan Rosenthal, Hanno Ballitsch, Peter Neururer

sind nur einige Namen.

Auf Reisen ging die Coca-Cola-Fußballschule

auch schon: Zum Beispiel war sie an

einem Wochenende in Engelbostel bei Hannover.

60 Jungen und Mädchen durften dabei

sein, 1800 hatten sich bei einer Zeitung

beworben. Am Wochenendlehrgang in Bad

Nenndorf nahmen ebenfalls 60 junge Fußballerinnen

und Fußball teil. Sie wurden in

einer Telefonaktion ermittelt. Es dauerte keine

60 Minuten, bis der Lehrgang ausgebucht

war. Seit 2006 wurden 15 dezentrale

Lehrgänge durchgeführt.

Die Erfolgsmeldungen ließen sich

beliebig fortschreiben. NFV-Präsident Karl

Rothmund bedankt sich herzlich beim Getränkehersteller

Coca-Cola, der auch in Zukunft

die Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen

Fußballverband fortsetzen

wird: „Es war eine hervorragende Zusammenarbeit.

Ohne das Unternehmen

Coca-Cola hätten wir niemals diese fünfjährige

Erfolgsgeschichte schreiben können.“

Ab 2010 übernehmen die Sparkassen

in Niedersachsen den Part von Coca-Cola

(siehe Seiten 12 und 13).


Und noch einige Zeilen

aus dem Gästebuch

Bernd, Vater von Timo

Hallo, auch ich kann nur Positives

über diese Fußballschule berichten.

Mein Sohn Timo hat die Ferien schon

bei einigen anderen Anbietern verbracht,

von keiner kehrte er aber so

begeistert wieder wie von eurer ...

Besonders gut hat ihm der gelungene

Mix aus Spaß auf der einen, aber auch

konzentriertem und hochwertigem

Training auf der anderen Seite gefallen.

Auch eure klasse Ideen der Freizeitgestaltung

sind einmalig. Ich kenne

zumindest keine Fußballschule in

der eine Geisterbahn angeboten

wird!!!

Man merkt, dass die Trainer einfach

mit Leidenschaft und Spaß bei der

Sache sind und auch abends bzw.

nachts immer ein offenes Ohr für die

Bedürfnisse und Wünsche der Kinder

haben. Einfach super, macht weiter so.

Musste ich einfach mal loswerden.


Papa von Niko

Hi, ein Riesenlob an das Team der

Coca-Cola-Fußballschule. Mein Sohn

war schon in vielen anderen Fußballschulen,

aber von keiner war er so begeistert

wie von dieser. Niko liegt mir

schon seit der Rückfahrt in den Ohren,

wann er denn wieder zu euch fahren

darf ...

Macht weiter so!


Dennis Rau

…Ich habe schon zwei andere Fußballschulen

hinter mir, aber diese gefiel

mir am Besten, weil alles abverlangt

wurde und der Spaß nicht zu

kurz kam. Ein großes Dankeschön an

Martin und dessen ganzes Team.

Bis zum nächsten Mal.


Roman

Hi Trainer, die letzte Woche war die

beste meines Lebens. Ihr seht mich

nächstes Jahr wieder, aber mit Wasserpistole.

Dezember 2009 41


U 17-Juniorinnen/U 20-Frauen

42

Turniersieger: Die U 17-Juniorinnen des NFV-Bereichs Nordost. Fotos: Borchers

Die Auswahl Nordost hat Anfang No- U 17-Juniorinnen Marek Wanik nicht bevember

im Barsinghäuser August- geistern. Neue Spielerinnen für die NFV-

Wenzel-Stadion das U 17-Juniorin- Auswahl drängten sich nicht auf, die benen-Sichtungsturnier

der drei NFV-Bereiche reits bekannten stagnieren laut Wanik in

gewonnen. Als viertes Team nahm ein U ihrer Leistung. „Die Mädchen spielen

20-Frauenteam des NFV teil, das am Ende nicht in Jungenteams, trainieren auch

Rang 2 belegte.

nicht mit Jungs. Das würde sie weiterbrin-

„Vielleicht fünf Spielerinnen kommen gen“, glaubt der Trainer, der den Spiele-

für unsere U 20-Frauenauswahl in Frage, rinnen der Jahrgänge 93 und 94 zudem

die im März des kommenden Jahres das empfiehlt: „Sie müssen ganz einfach

Länderpokalturnier in Duisburg bestreitet. mehr trainieren, wenn sie sich in puncto

Alle übrigen genügen den Anforderungen Technik, Koordination und Schnelligkeit

nicht“, war NFV-Trainer Marek Wanik vom verbessern wollen.“

Auftritt der U 20-Frauen nicht überzeugt. Das Turnier in der Übersicht:

„Einige Spielerinnen waren nicht austrai-

Nordost – U 20-Frauen 5:0 (4:0), Toniert.

Ihr schlechter körperlicher Zustand re: 1:0 Fenna Elfers, 2:0 Lillit Glandorf, 3:0

wurde insbesondere im

Spiel gegen die Nordost-

Auswahl (0:5) deutlich“,

bemängelte Wanik, der

sich zudem darüber

ärgerte, dass er insgesamt

acht Absagen von

nominierten Spielerinnen

erhalten hatte. „Die

haben aber nicht selbst

angerufen, sondern

die Eltern – dazu mitunter

noch sehr kurzfristig

– absagen lassen.

Da stimmt etwas mit

der Einstellung nicht“,

wurmt es den Trainer.

„Es fehlt die Qualität

im technischen Bereich.

Wir haben keine

überragenden Einzelkönnerinnen“,

konnten

auch die Auftritte der Spielszene aus der Begegnung Nordost (grünes Trikot) gegen West (3:1).

Dezember 2009

„Es fehlt die Qualität im

technischen Bereich“

Nordost-Juniorinnen gewinnen Bereichsturnier in Barsinghausen –

Die U 20-Frauen des NFV können nicht überzeugen

und 4:0 Fenna Elfers, 5:0 Janina Leitenberger

Südost – West 2:5 (0:2), Tore: 0:1

Madlene Johannes, 0:2 Nele Schomaker,

1:2 Rebecca Spelly, 2:2 Mandy Tugurlan,

2:3 Lisa Kurz, 2:4 Madlene Johannes, 2:5

Nadine Luttmann

U 20-Frauen – West 1:0 (0:0), Tor:

1:0 Inga Domrich

Südost – Nordost 1:3 (1:1), Tore: 1:0

Kim Heinze, 1:1 Fenna Elfers, 1:2 und 1:3

Christina Heins

Südost – U 20-Frauen 0:5 (0:3), Tore:

0:1 Isabell Wassmann, 0:2 und 0:3 Jessica

Dremmler, 0:4 und 0:5 Anika Glosa

West – Nordost 1:3 (1:1), Tore: Juliana

Meier, 1:1 Mareike

Kösjan, 1:2 Sarah

Marie Brüning, 1:3

Christina Heins

Die Tabelle:

1. Nordost (11:2 Tore,

9 Punkte), 2.

U 20-Frauen (6:5 Tore,

6 Punkte), 3. West

(6:6 Tore, 3 Punkte),

4. Südost (3:13 Tore,

0 Punkte)

Bereichsauswahl

Nordost:

Christina Heins,

Wiebke Höyns, Katharina

Fechtmann

(alle MTV Wohnste),

Sarah Marie Brüning,

Lillit Glandorf (beide

SV

Sebbenhausen/Balge),

Fenna Elfers, Karina

von Holt (beide ➤


TSV Eintracht Immenbeck), Annelen Frank

(SV Anderlingen/Byhusen), Jana Koehle

(ATSV Scharmbeckstotel), Juliana Meier (SG

Schamerloh), Julia Schreiber (TV Stemmen),

Patricia Stelling (SV Ahlerstedt/Ottendorf),

Seyma Soydemir (VfL Stade), Lena Tode

(TSV Tespe), Lara Engel (TuS Zeven), Janina

Leitenberger (JSG Südheide 09); Trainerin:

Cordula Meyer

U 20-Frauenauswahl des NFV (Jahrgänge

1990, 1991 und 1992): Julia Ax, Jana

Bruns, Sara Raulfs (alle PSV GW Hildesheim),

Anika Glosa, Natalie Szablewski (beide

ATSV Scharmbeckstotel), Inga Domrich,

Isabell Wassmann (beide Fortuna Celle),

Cindy Poppe, Dilan Gürbuz (beide Fortuna

Salzgitter), Hannah Marquard, Melissa

Verseck (beide TSV Limmer), Clara Zimmer

(Sparta Göttingen), Jessica Dremmler (MTV

Wolfenbüttel); Trainer: Marek Wanik

Bereichsauswahl West: Jenny Arndt,

Mareike Kösjan, Nadine Luttmann, Lena

Steenken, Marina Thie (alle BV Cloppenburg),

Julia Budke, Madlene Johannes (beide

Piesberger SV), Lisa Drews, Nele Schomaker

(TV 01 Bohmte), Sjamke Duzat (FC

Ohmstede), Lisa Kurz (SV Friedrichsfehn),

Elena Plass (FSG Twiat Twist), Sarah Schulz

(Victoria Gersten), Johanna Tebbe (DJK Bunnen),

Lisa Willen (SG Bunnen), Franziska

Nurmann (Heidekraut Andervenne); Trainerin:

Maria Reisinger

Feriencamp des

DFB im Sommer

und dem Gemeinschaftslehrgang

mit Berlin vor wenigen

Wochen

hat sich angedeutet,

dass dies ein

guter Jahrgang zu

sein scheint. Dieser

Eindruck wurde

jetzt bestätigt“,

war Trainer

Müller mit den

Leistungen seiner

Auswahl zufrieden.

Besonderes

Lob verteilte er an

zwei Akteure von

Hannover 96:

Spielmacher Se-

Maximilian Brünig (links) beschattet einen Gegenspieler aus Mecklenburg- bastian Ernst und

Vorpommern.

Stürmer Johann

D

Becker präsentier-

ie U 15-Juniorenauswahl des NFV ten sich mit Siegermentalität und Durch-

hat drei Testspiele gegen ein Aussetzungswillen.wahlteam aus Mecklenburg-Vor-

Insgesamt 25 Spieler hatte der Coach

pommern in Barsinghausen siegreich für die Spiele gegen das Team aus Meck-

beendet. Dabei blieb das Team von NFV- lenburg-Vorpommern nominiert. Da Fede-

Trainer Wulf-Rüdiger Müller im August- rico Palacios-Martinez erst einige Tage zu-

Wenzel-Stadion ohne Gegentreffer.

vor mit der deutschen U 15-National-

„Es macht Spaß, die Entwicklung der mannschaft ein Spiel gegen Estland (6:2)

Mannschaft zu verfolgen. Bereits beim absolviert hatte, verzichtete Müller auf

U 15-Junioren

Bereichsauswahl Südost: Shari

Scheer, Kim Heinze, Lisa Voß (alle MTV Wolfenbüttel),

Selina Bergau, Elisa Schneider,

Jana Schauer (alle VfL Wolfsburg), Nicole

Janßen, Mehtap Aktas (beide FC Eintracht

Northeim), Jana Büker (SV Teutonia Groß

Lafferde), Mareike Methner (TSV Denstorf),

Sabina Schmeding (TSV Limmer), Rebecca

Spelly (TSV Helmstedt), Mandy Tugurlan

(Mellendorfer TV), Lisa Seabrook (SC Langenhagen);

Trainerin: Tina Rotter-Vermehr

Schiedsrichterinnen: Christin Junge

(Rosengarten), Manal Harb (Lingen), Irina

Stremel (Emmerke), Anna Pleis (Filsum), Angela

Klose (Hildesheim), Sabrina Grimmel-

Bendix (Buchholz) bo

Ohne Gegentor

U 15-Junioren feieren drei Siege

gegen Mecklenburg-Vorpommern

den Stürmer vom VfL Wolfsburg. Zudem

mussten Alexander Kenning (SV Meppen)

und Max Rossmann (VfL Wolfsburg) ihre

Teilnahme krankheitsbedingt absagen.

Die Begegnungen im Überblick:

Niedersachsen – Mecklenburg-

Vorpommern 2:0 (2:0), Tore: 1:0 (29.)

Becker, 2:0 (33.) Sielski

Niedersachsen – Mecklenburg-

Vorpommern 1:0 (1:0), Tor: 1:0 (20.)

Marquardt

Besondere Vorkommnisse: Mecklenburg-Vorpommern

vergibt einen Foul-Elfmeter

(5.); Raho vergibt einen an ihm verschuldeten

Foul-Elfmeter (45.) für den NFV

Niedersachsen – Mecklenburg-Vorpommern

5:0 (3:0), Tore: 1:0 (7.) Becker,

2:0 (13.) Sielski, 3:0 (34.) Becker, 4:0 (47.)

Panagiotidis, 5:0 (69.) Yüksekova

Das NFV-Aufgebot: Mike Bähre, Johann

Becker, Maximilian Brünig, Sebastian

Ernst, Alexandros Panagiotidis, Vincent

Reinke, Yannik Schulze, Robert Sielski,

Ferhat Yüksekova (alle Hannover 96),

Christopher Derwein, Jenni Marquardt,

Paul Seguin, Moritz Sprenger, Niklas Tille

(alle VfL Wolfsburg), Lennart Lahde, Karim

Raho (beide TuS Heeslingen), Markus

Rohe (SV Meppen), Jonas Kühn (JFC Roswithastadt),

Pascal Bertram (VfB Peine),

Joshua Busching (SCW Göttingen), Sebastian

Baar (TSV Havelse), David Demir (TuS

Heidkrug). bo

Drei Spiele, drei Siege lautete die Bilanz für die U 15-Junioren des NFV. Fotos: Borchers

Dezember 2009 43


Namen & Nachrichten

44

Dete Kuhlmann (2. von rechts), Rockmusiker

mit Kultstatus in der Region Hannover, freute

sich über die Spende der Bezirksligafußballer

des TSV Barsinghausen an die Kinderklinik der

Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), genauer

gesagt an die Station „Krebs und andere

lebensbedrohende Krankheiten“. „Das ist in der

heutigen Zeit beileibe keine Selbstverständlichkeit.

Einfach toll, was die Jungs da auf die Beine

gestellt haben“, lobte Kuhlmann, Mitbegründer

des MHH-Projekts, bei der Scheckübergabe. Die

Idee zu dieser Aktion kam den TSV-Fußballern

Dezember 2009

spontan. „Da wir bei den Aufnahmen für die Stadion-CD

anlässlich unseres 100-jährigen Vereinsjubiläums

von Detes Projekt an der MHH erfahren

hatten, entschlossen wir uns, aus unserer

Mannschaftskasse einen Betrag von 500 Euro zur

Verfügung zu stellen“, erklärte Kevin Wegel.

Darüber hinaus gingen seine Mitspieler mit der

Sammelbüchse los. Freunde, Verwandte und Bekannte

sowie die Fans wurden am letzten Spieltag

der Saison 2008/09 zum Spenden aufgerufen.

So ergab sich die Summe von 720 Euro. Das

Projekt der Medizinischen Hochschule gibt es be-

reits seit rund neun Jahren. „Im Jahr 2000 spielte

ich mit hannoverschen Musikern ein Benefizkonzert

in der MHH. Dabei fielen uns große Mängel

in der Klinik auf und wir wollten spontan helfen.

Gemeinsam mit Klaus Meine von Scorpions

und dem leider verstorbenen Uli Heicher gründeten

wir dann das Projekt“, erinnerte sich Kuhlmann.

Bis heute konnten er und seine Musikerkollegen

der MHH 35.000 Euro zur Verfügung

stellen. Von links: Taro Ferreira, Co-Trainer Herbert

Wegel, Kevin Wegel, Dete Kuhlmann, Dennis

Völkers. Foto: Bratke

Walter Schmidt (4. von links), früherer Trainer des Bezirks Halle

im Deutschen Fußball-Verband (DFV) der DDR, freute sich in Braunsbedra

(Saale-Kreis) über das Wiedersehen mit Vertretern des NFV-Bezirks

Hannover. Bei dem Treffen anlässlich des Mauer-Jubiläums tauschten

die „Männer der ersten Stunde“ Erinnerungen über die Nachwendezeit

aus. Nach der Grenzöffnung 1989 hatten die Hannoveraner um den

damaligen Vorsitzenden Heinz-Hermann Ehlers (rechts) Beziehungen

zum DDR-Fußballbezirk Halle geknüpft und damit den Weg für die spätere

Partnerschaft zwischen dem Niedersächsischen Fußballverband

und dem jetzigen DFB-Landesverband Sachsen-Anhalt geebnet. Analog

der politischen Verwaltungsgrenzen (14 Bezirke und Ost-Berlin) war

der DDR-Fußball in 15 Bezirksfachausschüsse (BFA) gegliedert. Die ehemaligen

Bezirksfachausschüsse Halle und Magdeburg bilden heute den

Fußball-Landesverband Sachsen-Anhalt (FSA). Von links: Dirk Overbeck

(FSA-Vizepräsident und Jugendobmann), Hermann Lührs (NFV-Ehrenmitglied),

Dr. Klaus Dechant (ehemaliger FSA-Vizepräsident), Walter

Schmidt, FSA-Präsident Werner Georg, FSA-Ehrenpräsident Heinz Marciniak,

Karl-Heinz Drinkuth (ehemaliger stellvertretender Vorsitzender

des NFV-Jugendausschusses), Heinz-Hermann Ehlers. Foto: privat

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Ausstellung

46

Schirmherr und Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann (links) und NFV-Kreisvorsitzender Horst Lemmermann.

Fußball ist mit Abstand die Sportart mit

dem größten Publikumsinteresse in

Deutschland. Dabei ist es nicht nur der

Sport an sich, der die Menschen so begeistert,

sondern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl

und das Vereinsleben.

Doch leider finden auch im NFV- Kreis

Verden vor, während und nach den Fußballspielen

Gewalttätigkeiten auf und

neben den Sportplätzen statt. So zum

Beispiel Pöbeleien zwischen gegnerischen

Spielern, Spielern und Schiedsrichtern sowie

Spielern und Zuschauern. Die Gewalt

hat zugenommen. Der NFV-Kreis Verden

ist Mitveranstalter der Wanderausstellung

„Ballarbeit & Migration“.

Die preisgekrönte und vom Bundesfamilienministerium

unterstützte Ausstellung

wurde vom 27. August bis 17. September

2009 mit einem Rahmenprogramm in der

Stadtbibliothek Verden begleitet. „Ballarbeit“

widmet sich dem Thema Migration

und Integration durch Fußball. Fußball als

Feld für Integration? Was kann Fußball

leisten? Wo findet Integration und wo

Ausgrenzung im Fußball statt? Die Ausstellung

machte die Selbstorganisation

von MigrantInnen sichtbar und stellte die

persönlichen Hintergründe von Amateurund

Profifußballern wie beispielsweise

Zinedine Zidane vor.

Die Idee stammt von Stuart Dykes, der

sich seit Jahren für die antirassistische Fanarbeit

engagiert und auch nach seiner

Übersiedlung in den Raum Nienburg Mitglied

der Schalker Fan-Initiative geblieben

ist. Gemeinsam mit Rudi Klemm (WABE-

Koordinator in Verden), Christine Klasen

(Stadt Verden), Umut Ünlü (Verdener Türksport),

Gerd Rasche (Vorsitzender Jugend-

Dezember 2009

Ballarbeit & Migration

Wanderausstellung im NFV-Kreis Verden

ausschuss NFV-Kreis Verden) sowie Horst

Lemmermann (1. Vorsitzender des NFV

Kreis Verden) wurde eine Vorbereitungsgruppe

gebildet, die sich für ein besseres

Miteinander der verschiedenen Kulturen

auf der Grünfläche auseinander setzte.

„Wir wollen eine konstruktive Diskussion

in Gang bringen, bei der niemand mit

dem Finger auf den anderen zeigt“, so Rudi

Klemm beim letzten Vorbereitungstreffen.

Der erste Schritt war die Ausstellung

„Ballarbeit – Szenen aus Fußball und Migration“

in Verden, die mit einem umfangreichen

Rahmenprogramm gefüllt

wurde. Zum Auftakt fand das Juniorinnenspiel

der ersten Mädchenmannschaft

vom Verdener Türksport gegen die JSG

Bassen/ Posthausen statt, das zeitgleich

mit einem hervorzuhebendem Essensangebot

der Gastgeber, trotz Ramadan-(Fasten)-Zeit,

begleitet wurde.

Im Anschluss eröffnete die Stadtbibliothek

Ihre Pforten zur Ausstellung mit 23 Tafeln

und ihren jeweiligen "europäischen

Dreamteams". Sie informierte über Migration

und ethnische Minderheiten im europäischen

Fußball. Zeitgleich erfolgte die

Talkrunde „Gewalt im Fußball“, unter anderem

mit Professor Gunter Pilz (Soziologe

und Gewaltforscher an der Uni Hannover,

Berater des DFB bzw. der UEFA) und dem

NFV-Integrationsbeauftragten Frank

Schmidt aus Osnabrück.

Was tun gegen Rassismus und Diskriminierung?

Genau mit diesen Fragen befassten

sich Funktionäre, Trainer, Betreuer,

Schiedsrichter und Aktive in einem gemeinsamen

Workshop. Es referierte Gerd

Wagner von der Deutschen Sportjugend

aus Frankfurt. Er hielt nicht nur einen Vor-

trag hielt, sondern führte auch durch die

Diskussionsrunde, um mit ersten Schritten

der zunehmenden Gewaltbereitschaft

rund um den Fußballplätzen begegnen zu

können.

Natürlich bot die Wanderausstellung

auch attraktive Programme für Schüler.

Zwei verschiedene Fußball-Turniere sowie

die Vormittagslesung „Gefoult“ brachten

die Jugendliche interessiert mit dem Thema

„Integration“ näher. Gerd Dembowski, bekannt

geworden als Sprecher des Bündnisses

Aktiver Fußballfans (BAFF) mit der Ausstellung

„Tatort Stadion“, las Zeilen aus seinem

Buch „Fußball vs. Countrymusik“, das

2007 zum Fußballbuch des Jahres nominiert

war.

Durch den letzten Veranstaltungstag

führte Gerhard Bücker (LSB/Deutsche

Sportjugend) das Projekt „Vereine stark für

die Demokratie“, das gute Handlungsanleitungen

für Vereine und Verbände vermittelte,

wie man sich gegen Rassismus und Diskriminierung

im Sport deutlich positionieren

und Rechtsradikale aus den Vereinen

heraushalten könne.

„BallARBEIT & Migration“ – eine positive

Veranstaltung, die viele Organisationen

und Verbände aus dem Sport und anderen

gesellschaftlichen Bereichen gegen

Gewalt, Rassismus und Diskriminierung

von Minderheiten an einen Tisch gebracht

hat. Es wurden viele Anregungen gegeben,

um den antidemokratischen Tendenzen

und Verhaltensweisen besser entgegentreten

zu können. Geplant sind weitere

Projekte, denn der NFV-Kreis Verden

verfolgt ganz klar das Ziel: „Fußball, viele

Kulturen – eine Leidenschaft".

Alexandra Rose


Die Bodenprobe gibt

Aufschluss über den

Nährstoffbedarf.

Jetzt den Grundstein für einen

guten Fußballrasen legen

Wussten Sie schon, dass in unseren langjährigen Untersuchungen nur etwa

8 Prozent der Rasenfußballplätze einen optimalen Nährstoffvorrat

im Boden aufweisen?

Dabei bleiben nur bei ausreichender und bedarfsgerechter Nährstoffversorgung

die Rasengräser belastbar. Die notwendigen Nährstoffe erhalten

die Sportrasengräser über die regelmäßige Düngung. Zur Bemessung der

notwendigen Düngermengen wird im Herbst/Winter auf den Sportplätzen

eine Bodenprobe entnommen. Mit ihr werden die wichtigsten Nährstoffvorräte

bestimmt. Dieser Gehalt an Nährstoffen ist die Basis für die Berechnung

der wirklich notwendigen Düngermenge. Das spart Geld und schont die

Umwelt. Was ist nun zu tun?

EUROGREEN entnimmt die Bodenprobe gegen einen geringen Kostenbeitrag,

der beim Düngereinkauf wieder vergütet wird. Die Probe wird anschließend

durch ein neutrales Labor untersucht. Bei der Bodenuntersuchung

werden die Bodenart, der pH-Wert (Säuregehalt des Bodens) und die

Gehalte an Phosphor, Kalium und Magnesium bestimmt. Bei Bedarf können

auch die Spurennährstoffe wie Eisen, Mangan, Kupfer, Bor, Zink und Molybdän

analysiert werden. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse und nach Einstufung

in die entsprechenden Gehaltsklassen wird dann ein Dünge- und

Pflegeplan erstellt. Als Anhaltspunkt für die erforderlichen Nährstoffmengen

soll die folgende Tabelle dienen:

Nährstoffbedarf (g/m2 /Jahr)

Belastung des Platzes Stickstoff Phosphor Kalium Magnesium

(N) (P2O5) (K2O) (Mg)

Mittel 15-25 5 8-12 2

Hoch (mit Winterspielbetrieb) 25-35 6 10-15 2-3

Die Bodenprobe ist somit ein Leitfaden für eine standortgerechte Düngung.

Bei Einhaltung des Düngeplanes wird der Bedarf der Gräser gedeckt

und eine Überdüngung oder ein Nährstoffmangel werden vermieden. Es ist

ausreichend, die Bodenprobe etwa alle zwei bis drei Jahre zu wiederholen.

Besonders bei den stark gestiegenen und immer noch steigenden Kosten für

Dünger macht sich somit die Bodenprobe doppelt bezahlt.

Bei Fragen zur Bodenprobe oder generell zur Sportplatzpflege informiert

Sie gerne Ihr Fachberater vor Ort: Rainer Kornet, Moorkamp 31,

30165 Hannover (Tel. 0511-2351092, Fax 0511-3363437, Mobil

0170-6318797 oder rainer.kornet@wolf-garten.com).

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Dezember 2009 47


Ehrenamt

48

Die U 23-Ehrenamtspreisträger mit (v.l.) NFV-Präsident Karl Rothmund und Jugendreferent Helge Kristeleit sowie dem Ehrenamtsbeauftragten des

NFV, Helmut Buschmeyer (r.). Foto: Kramer

Der NFV zeichnet seine

U 23-Ehrenamtspreisträger aus

Seit 2004 würdigen der NFV und Partner

Euro-Sportring mit der Vergabe

des U 23-Ehrenamtspreises junge

Menschen, die sich nachhaltig für den Jugendfußball

einsetzen. Im Rahmen seiner

Vorstandssitzung zeichnete der NFV jetzt

erneut zwei Frauen und 15 Männer aus,

die überwiegend als Jugendtrainer oder

Schiedsrichter tätig sind und zudem als

freiwillige und zuverlässige Helfer bei anstehenden

Aufgaben in ihren Vereinen

gelten.

Die Ehrung wurde vorgenommen von

NFV-Präsident Karl Rothmund, Vizepräsident

Ferdinand Dunker und dem Verbands-Ehrenamtsbeauftragten

Helmut

Hans-Jürgen Bähre

(links) vom Landmaschinen

Vertrieb Bennigsen übergab

jetzt in Barsinghausen ein neues

Schmuckstück für den Fuhrpark

des NFV. Platzwart Rudolf

Korczowski (am Steuer) kann

künftig die weitläufigen Anlagen

des Fußballverbandes mit

einem 4720 Kompakttraktor

von John Deere bearbeiten.

Der neue Frontlader mit Allradantrieb

ersetzt den Holder-

Schlepper des NFV, der nach 28

Jahren im zuverlässigen Einsatz

fast schon Oldtimer-Status besitzt.

Mit Korczowski freut sich

auch Dieter Engelke (rechts),

Leiter der Allgemeinen Verwaltung,

weil mit dem neuen Fahrzeug

Arbeiten verrichtet werden

können, für die bisher

Fremdgeräte geliehen werden

mussten. Foto: Borchers

Dezember 2009

Buschmeyer. Sie überreichten neben einer

Urkunde an alle Preisträger Sportuten-silien

im Wert von rund 200 Euro überreichen.

Verbunden mit der Ehrung war neben

einer Übernachtung im Barsinghäuser

Sporthotel Fuchsbachtal auch der Besuch

der Volkswagen-Arena in Wolfsburg. Dort

verfolgten die U23-Ehrenamtspreisträger

nach einer Stadionführung live das

Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg

und dem 1. FSV Mainz 05 (3:3).

Ausgezeichnet wurden: Linda Kunzelmann

(SV Eintracht Lüneburg), Maximiliane

Mayer (TSV Sonnenberg), Bastian Gerdes

(SG Schwei/Seefeld/Rönnelmoor), De-

nis Lubrich (TuS Heidkrug), Niklas Kühne

(VfL Oldenburg), Christian Furken (TSG

Husbäke), Marcel Witte (SV Vorwärts

Nordhorn), Jörg Wilke (GW Brockdorf),

Daniel Schrader (TSV Eystrup), Nico Schütze

(HSC Hannover), Michael Müller (MTSV

Eschershausen), Patrick Mewes (Spvg Laatzen),

Niklas Waldow (TSG Wörpedorf/Grasberg/Eickedorf),

Mirko Pröttel

(SV Wahnebergen), Benjamin Nelle (TSV

Uesen), Sebastian Fahldieck (SV Viktoria

Königslutter), Michael Geile (ESV Eintracht

Wulften). Die ebenfalls für die Ehrung vorgesehene

Louisa Rapmund (VfL Bienrode)

konnte nicht an der Auszeichnung teilnehmen.

bo


Der NFV und seine Partner

Unterwegs mit dem

Mannschaftsbus von Hannover 96

Den Sport vor Ort unterstützten: Die üstra Reisen GmbH bietet Tagesfahrten,

Sonderfahrten,Tickets und Prämien für Sportbegeisterte.

Wer wollte nicht schon einmal mit

dem Bus von Hannover 96 fahren

– mit dem Bus, mit dem

auch Jiri Stajner, Mike Hanke und Mikael

Forssell regelmäßig unterwegs sind? Die

üstra Reisen GmbH macht es möglich.

Als Partner der „Roten“ betreibt die

Tochterfirma der üstra Hannoversche

Verkehrsbetriebe AG den Mannschaftsbus

des Bundesligisten. Im FIRST Reisebüro

in der Nordmannpassage 6, das

ebenfalls zu üstra Reisen gehört, verkauft

das Unternehmen zudem Tickets

für Heim- und Auswärtsspiele. Und ermöglicht

das Mitjubeln gerade auch bei

Auswärtsspielen durch die Organisation

von Fanreisen. Ohne lästige Parkplatzsuche

können sich die Anhänger nur auf

das Spiel konzentrieren.

Neben Hannover 96 kooperiert die

üstra Reisen GmbH auch mit dem TSV

Hannover-Burgdorf. Im FIRST Reisebüro

gibt es Karten für die Spiele des Handballbundesligisten.

Zu Hause in der AWD

hall, aber auch in der Fremde. Wie zum

Beispiel am 12. Dezember beim deutschen

Rekordmeister THW Kiel.

Das ist einzigartig: Die üstra Reisen

GmbH betreibt die einzige Schiffflotte in

Hannover. Von April bis Oktober fahren

die vier Schiffe auf dem Maschsee. Besonders

beliebt ist der leise und in diesem

Jahr völlig umgebaute Solarkatamaran,

der mit umweltfreundlicher Sonnenenergie

unterwegs ist.

Sport, Erholung, Freizeit und Spaß:

Das Angebot der üstra Reisen GmbH ist

vielfältig und bunt. Regelmäßig stehen

Tagesausflüge auf dem Programm. Mit

sicheren und komfortablen Reisebussen

geht es zum Beispiel in der Weihnachtszeit

zu den Weihnachtsmärkten in Bad

Pyrmont, Bremen und Berlin oder zur

„Schottischen Weihnacht“ in die Autostadt

Wolfsburg.

Im FIRST REISEBÜRO können natürlich

Reisen aller Art – ob in die Karibik

oder an die Ostsee – gebucht werden.

Aktuelle und umfassende Informationen

gibt es auf www.uestra-reisen.de.

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FIRST REISEBÜRO, profitieren Sie davon.

Bei einer Buchungssumme ab 2.000 Euro

erhalten Sie ein Ticket für ein Spiel von

Hannover 96 geschenkt. Bei einer Buchungssumme

ab 3.000 Euro gibt es das

Trikot mit der Signatur des Lieblingsspielers

oder die üstra Reisen GmbH übernimmt

die Startgebühr für den TUI Fly

Hannover Marathon am 2. Mai 2010. Ab

einer Buchungssumme von 10.000 Euro

gibt es VIP-Karten für ein Hannover 96-

Heimspiel für zwei Personen.

Dezember 2009

49


Altherrenfußball

50

Gruppen ausgelost

Ü 40-Hallenmeisterschaft am 27. Januar 2010 in Rastede und Lehmden –

Endrunde der Ü 32-Feldmeisterschaft am 6. Mai 2010 in Barsinghausen

Der 1.Vorsitzende des NFV-Kreises Ammerland, Wolfgang Mickelat, bei der Auslosung der Hallen-

Niedersachsenmeisterschaft Ü 40. Er fungierte im Wechsel mit Birger Böning vom TuS Lehmden

als „Glücksfee“.

Von WERNER PHILIP

Zwei bedeutende Ereignisse des niedersächsischen

Altherrenfußballs werfen

ihre Schatten voraus. In Rastede und

Lehmden (NFV-Kreis Ammerland) wird am

27. Januar 2010 die 6. Hallenmeisterschaft

für Ü 40-Teams ausgetragen. Das Barsinghäuser

August-Wenzel-Stadion ist wenige

Monate später am 8. Mai 2010 Austragungsort

der Endrunde der 13. Niedersachsenmeisterschaft

für Altherren-Mannschaften

Ü 32. Beim FC Rastede wurden jetzt die

jeweiligen Gruppeneinteilungen ausgelost.

Vorab trafen sich die Verantwortlichen

des FC Rastede um Eddy Hardenberg mit

dem NFV-Organisations-Team, NFV-Altherren-Spielleiter

Friedel Gehrke, Helmut Königstein

und Klaus Bittigau, um sich ein Bild

von den Ausrichtungsstätten in Rastede

und Lehmden zu machen. Bei der Begehung

der Halle Feldbreite in Rastede kamen

die Gäste aus dem Staunen nicht mehr

heraus. „Wir haben schon viele schöne und

große Hallen besichtigen können, aber diese

Ausmaße hätten wir nicht erwartet“, so

die Aussage Gehrkes. In der Sporthalle mit

einer Gesamtfläche von 90 x 27 m werden

am 27. Februar 2010 insgesamt 32 Mannschaften

aus ganz Niedersachsen den Meistertitel

auf den jeweils zwei Spielfeldern mit

den Maßen von 45 x 27 m ausspielen.

Anschließend wurde die neue Halle in

Lehmden besichtigt, in der die Mannschaften

der Gruppen G und H ihre Begegnungen

austragen. Vor Ort erläuterten die Organisatoren

aus Lehmden, Hans Kreye und

Birger Böning, dem NFV-Team die Hallenkapazität

und führten durch die Räumlichkeiten

für das Auswertungsteam.

In Rastede wurden schließlich die

Gruppen für die beiden bevorstehenden

Niedersachsenmeisterschaften ausgelost.

Dezember 2009

„Glücksfee“ Hans Kreye vom TuS Lehmden

machte bei der Ziehung der Gruppen der

13. Niedersachsenmeisterschaft für AH-

Mannschaften Ü32 eine gute Figur und zog

im Sinne aller Mannschaften hoffentlich

gute Paarungen aus der Filmdose. Im Beisein

des 1.Vorsitzenden des FC Rastede,

Harm Steusloff, zog dann im Wechsel mit

Birger Böning vom TuS Lehmden Wolfgang

Mickelat, 1.Vorsitzender des NFV-Kreises

Ammerland, die Guppen der Hallen-

Niedersachsenmeisterschaft Ü 40.

Die Gruppen-Einteilungen

Ü 32-Endrunde

Gruppe A: TSG Mörse, TV Jahn Schneverdingen,

SV RaSpo Lathen, SV Mörsen-

Scharrendorf

Gruppe B: SV Broitzem, TSV Sievern, VfL

WE Nordhorn, SV Germania Grasdorf

Gruppe C: SV Südharz Walkenried, VfL Lüneburg,

VfL Stenum, TuS Garbsen

Gruppe D: SF Schwefingen (Titelverteidiger),

TSV Meyenburg, TSV Krähenwinkel-

Kaltenweide, SC Twistringen

Ü 40-Hallen-Meisterschaft

Gruppe A: FC Rastede, VSK Osterholz-

Scharmbeck, VfL Wolfsburg, SV Frielingen

Gruppe B: SV Kleeblatt Stöcken, SV Olympia

Braunschweig, BV Garrel, SG Achim

Gruppe C: TSV Eintracht Völkersen, FC Hude,

TuS Heeslingen, VfB Schinkel

Gruppe D: TSV Ottersberg, SC Gitter, Hannover

96, RW Damme

Gruppe E: TSV Limmer, VfL Maschen, TV

Bunde, VfR Wilsche-Neubokel

Gruppe F: BW Langförden, TuS Wustrow,

TuS Heidkrug, SV Victoria Sachsenhagen

Gruppe G: TuS Lehmden, TuS Holtriem,

TuS Harsefeld, TSV Havelse

Gruppe H: VfL Löningen (Titelverteidiger),

Grodener SV, STV Voslapp, TSV Fortuna

Sachsenross (Ü 40-Feld-Niedersachsenmeister

2009)

Iris Homann (TSV Wendezelle, 8.v.l.) und 14 männliche Lehrgangsteilnehmer haben jetzt in der

NFV-Sportschule Barsinghausen mit Erfolg die Ausbildung zum Trainer C Breitenfußball abgeschlossen.

Der dreiwöchige Lehrgang stand unter der Leitung der dezentralen NFV-Trainer Ulf Drewes und

Marek Wanik. Die Prüfung wurde zudem abgenommen durch den Lehrwart des NFV-Kreises Hannover-Land,

Dieter Rotter, und Dieter Schrader (Torwarttraining beim NFV). Bestanden haben: Maik

Bartling (SV Lemgow-Dangenstorf), Daniel Bender (SV Uetze), Thomas Geisler (TSV Stelingen), Olaf

Hesse (TSV Wennigsen), Thomas Liebe (SC Blau-Gelb Wilhelmshaven), Marco Ostermann (SV Evenkamp),

Hauke Petersen (SC Völksen), Thomas Reek (SSV Marina Wendtorf), Norbert Reiche (MTV Eintracht

Celle), Peter Schmoll (SV Esche), André Schönwiese (TSV Salzgitter), Stefan Sieber (Buchholzer

FC), Horst Wiggers (Sparta 09 Nordhorn), Holger Zielonka (SV Hertha Otze).


999. Minispielfeld

wurde eingeweiht

Meilenstein in der Jugendarbeit des MTV

Es hatte schon fast Volksfest-

Charakter, als kürzlich auf dem

Gelände zwischen Kleeblatt-

Grundschule und den Sportanlagen

des MTV Markoldendorf (hier

befindet sich auch ein Teilbereich

des DFB-Kreis-Jugend-Förderstützpunktes)

das neben Sebexen

zweite DFB-Minispielfeld

im NFV-Kreis Northeim/Einbeck

mit einem Eröffnungsfest feierlich

eingeweiht und seiner Bestimmung

übergeben wurde.

Die DFB-Minispielfeldanlage

in Dassel-Markoldendorf ist die

999. ihrer Art innerhalb des DFB-

Förderprogrammes „1000 Minispielfelder“,

das nach der erfolgreichen

WM im Jahre 2006 zur

Förderung von Schul- und Vereinsfußball

aufgelegt worden

war. In Markoldendorf profitieren

als unmittelbare „Anlieger“ die

Kleeblatt-Grundschule als offene

Ganztagsschule wie auch der örtliche

MTV von der neuen Einrichtung.

Als Ehrengäste des von den

Solling-Musikanten aus Lauenberg

musikalisch umrahmten

Openings mit Speisen- und Getränkeständen

sowie attraktiver

Spielemeile fungierten die 31-fache

Nationalspielerin und aktuelle

Frauen-WM-Botschafterin für

2011, Britta Carlson vom VfL

Wolfsburg, und NFV-Vizepräsident

Egon Trepke aus Gifhorn.

Britta Carlson durchschnitt das

gespannte Band und gab damit

gewissermaßen offiziell den

Spielbetrieb frei. Nach einem

symbolischen Anstoß gemeinsam

mit Egon Trepke und Nachwuchsspielern

aus der Region Markoldendorf

war der Startschuss gefallen.

Sofort betraten Kinder und

Jugendliche das Minispielfeld und

nutzten es vor den Augen der vielen

Eltern und Schaulustigen

ganz im Sinne der Errichtung erstmals

für den aktiven Fußballsport.

Begonnen hatte die Feierstunde

mit einer Begrüßungsan-

Symbolischer Anstoß mit Britta Carslon und Egon Trepke.

sprache des NFV-Kreisvorsitzenden

Gerhard Haupt (Vogelbeck),

der besonders die nachhaltige

Energieleistung und Tatkraft des

MTV Markoldendorf würdigte,

weil der Verein das Projekt mit

Hilfe zahlreicher Förderer und

Sponsoren im zweiten Anlauf

verwirklichen konnte. Für den

MTV Markoldendorf und seinen

Vorsitzenden Rainer Haase war

Spielfeldfreigabe durch WM-Botschafterin Britta Carlson (Mitte) und (von links) den Fußball-Kreisvorsitzenden

Gerhard Haupt, NFV-Vizepräsident Egon Trepke, Markoldendorfs Ortsbürgermeister Michael Hanke, Dassels

Bürgermeister Gerhard Melching, Schulleiterin Birgit Reiter und MTV Markoldendorfs Vorsitzenden Rainer Hase.

Bezirk Braunschweig

die offizielle Einweihung der Anlage

mit der Kunstrasenspielfläche

für alle Witterungslagen

ein „echter Meilenstein in der

Jugendarbeit“. Der Verein musste

bis zur abschließenden Umsetzung

der Projektidee finanziell

kräftig in Vorleistung treten und

konnte seinen tatsächlichen Eigenanteil

nur durch die großzügige

Unterstützung von Firmen

und Privatpersonen auf ein Kostenvolumen

von rund 10.000

Euro senken. Für die Kleeblatt-

Grundschule würdigte Schulleiterin

Birgit Reiter das neue Spielfeld

als „ungeheuere Aufwertung“.

In seiner Funktion als Vizepräsident

des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV) und

Bezirksvorsitzender Brauschweig

überbrachte Egon Trepke die

Grüße des DFB und hatte neben

der offiziellen DFB-Urkunde für

den federführenden MTV als Präsent

ein Netz voller Spielbälle mitgebracht.

Alle erhoffen sich jetzt,

dass das DFB-Minispielfeld in

Markoldendorf künftig kräftig für

den Vereins- und Schulfußball genutzt

wird.

SC Rot-Weiß Volkmarode 1912 war im Oktober mit knapp 150 Anhängern aus der Fußballabteilung beim Kooperationspartner VfL

Wolfsburg zu Gast und schaute sich in der ausverkauften Volkswagen Arena das Bundesligaspiel gegen Borussia M'gladbach (2:1) an. Besonders freuten

sich die rot-weißen Juniorenkicker Henrik Delfs und Julian Zabbarow, denen vor dem Spiel via Leinwand zum Geburtstag gratuliert wurde. Neben

der Möglichkeit, zu vergünstigten Konditionen ein Bundesligaspiel pro Saison sehen zu können, sieht die Kooperation mit dem VfL Wolfsburg zudem

noch Fortbildungsveranstaltungen für Trainer und diverse Unterstützungen bei Vereinsaktivitäten vor. Fußballabteilungsleiter Uwe Scholz: „Wir freuen

uns natürlich sehr über die Kooperation mit dem Deutschen Meister. Gerade bei unseren jungen Nachwuchskickern erfreut sich der jährliche Bundesligabesuch

einer großen Nachfrage."

Dezember 2009 51


Bezirk Braunschweig

52

Klaus Reiter (hockend Bildmitte), Vorsitzender der Sportjugend-Förderung Wolfenbüttel, sorgte bei Fußballjugendteams des ESV Wolfenbüttel

und des TuS Essenrode für strahlende Gesichter. Die beiden Mannschaften bekamen ebenso wie der Kindergarten Kerschensteiner Straße aus Wolfenbüttel

Trikots, Bälle und Leibchen von Reiter überreicht. Finanziert wurde die Spende durch einen wachsenden Pool von 50 Sponsoren, die der Sportjugend-Förderung

finanzielle und materielle Unterstützung zukommen lassen. Klaus Reiter und seine weiteren Vorstandsmitglieder Peter Sturm, Heinz

Schubarth, Stefan Görny, Timo Kleber, Benjamin Krug und Isi Meinberg entscheiden je nach Bedarf, welcher Verein unterstützt wird. Unterstützung erhalten

Vereine, die eine Mitgliedschaft in der Sportjugend-Förderung Wolfenbüttel beantragt haben. Anmeldungen nimmt Klaus Reiter unter Telefon

(0 53 31) 90 76 45 entgegen. G.S./ Foto: Frank Wöstmann

Fußballferien. 40 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren hatten in den Herbstferien erneut

viele Erfolgserlebnisse bei dem inzwischen zum 15. Mal erfolgreich durchgeführten Wolfenbütteler Fußballferiencamp.

Der Fußballlehrer und DFB-Stützpunkttrainer Uwe Brandt (hintere Reihe Zweiter von rechts)

hatte dieses zweitägige Fußballferiencamp wieder mit der Wolfenbütteler Freiwilligenagentur Jugend, Soziales

und Sport auf der Sportanlage des MTV Salzdahlum ehrenamtlich organisiert und geleitet und als weitere ehrenamtliche

Trainer Benjamin Duda und Christian Menzel aus Peine, Lucas Schleypen, Gennaro Cichy und Goran

Radojevic aus Wolfenbüttel sowie die NFV-Auswahlspieler Robin Knoche (U 18) und Marc Bormann (U 21) gewonnen.

Darüber hinaus standen den Kindern für eine Frage- und Autogrammstunde neben dem DFB-Jugendnationalspieler

Kevin Wolze und dem NFV-Auswahlspieler Michael Schulze vom VfL Wolfsburg auch die beiden

Profis Marco Calamita und Norman Theuerkauf von Eintracht Braunschweig zur Verfügung. Beste Unterstützung

leisteten wieder Platzwart Otto Grau (ganz links) und die Familie Lackert im Vereinsheim des MTV Salzdahlum.

Weitere Fotos sind unter www.freiwillig-engagiert.de zu finden.

Dezember 2009

A-Lizenzler

Der NFV-Kreis Göttingen

hat zwei neue DFB-A-

Lizenz-Trainer.

Unter der Leitung der

DFB-Trainer Bernd Stöber

und Ralf Peter absolvierten

Arunas Zekas (RSV Göttingen

05) und Martin Wagenknecht

(SCW Göttingen) in

der Sportschule Hennef

vom 5. bis 23. Oktober erfolgreich

die dreiwöchige

Ausbildung.

SV Innerstetal hat

40 Mädchen und Jungen

der Jugendfußballabteilung

(Foto) vier tolle Ferientage

in der Jugendherberge

Rotenburg an der

Wümme ermöglicht. Das

Organisations- und Betreuerteam

des SVI um Carola

Jädick, Andrea und Michael

Matzulla, Volker Adam,

Bernd Hielscher, Peter Finselberger,

Till Hemmerich,

Peter Heinecke, Werner

Dießel, Werner Ritter-Luft

und Frank Strübig hatte

den Besuch des Bundesligaspiels

Hannover 96 gegen

SC Freiburg (5:2) an

den Anfang der Kurzferien

gesetzt. In Rotenburg folgten

Fußballspiele gegen SV

Rotenburg, ein Tischtennisund

ein Pokerturnier. Der

Besuch im Heidepark Soltau

rundete den gelungenen

Herbsttrip der Nachwuchskicker

aus dem Innerstetal

ab. G.S./Foto: Privat


Im VGH-Fairness-Cup

konnten erstmals die ersten drei

Plätze für die Region Südniedersachsen

an Vereine im Kreis Göttingen

vergeben werden. Zur Region

Südniedersachsen gehören

neben dem Kreis Göttingen die

Kreise Northeim/Einbeck und

Osterode. Den ersten Platz belegte

2009 die erste Mannschaft von

SVG Göttingen 07, die in der vergangenen

Saison Meister der Bezirksoberliga

wurde und in die

Oberliga aufgestiegen ist. Der

zweite Platz ging an den TSV Landolfshausen,

die erste Mannschaft

spielt seit Jahren erfolgreich in der

Bezirksliga. Den dritten Rang belegte

die Kreisligamannschaft vom

Sportverein Eintracht Gieboldehausen.

Die jeweiligen Ehrungen

wurden durch den VGH-Vertriebsleiter

Roland Stahl vorgenommen.

Er wies darauf hin, dass an dem

Wettbewerb in Niedersachsen

1073 Mannschaften teilnahmen.

Neben dem Pokal, Fußbällen und

einem Gutschein erhielt jeder Spieler

eine Medaille. Glückwünsche

überbrachten auch die Vertreter

des NFV-Kreises Göttingen, die sich

darüber freuten, dass alle drei Erstplatzierten

aus ihrem Kreis kommen.

Unser Foto zeigt bei der Ehrung

von SVG Göttingen 07

(v.l.n.r.) Alfred Bonenberger (stv.

Kreisvorsitzender), Roland Stahl

(VGH-Vertriebsleiter), Thomas

Hellmich (Kreislehrwart), Philip

Garbotz (SVG-Spieler, der an dem

Tag 21 Jahre alt wurde), Reinhold

Napp (SVG-Obmann) und Ulf Hasse

(VGH-Regionaldirektor).

Hans-Dieter Dethlefs

Einen Schiedsrichter-Anwärterlehrgang

führte der NFV-Kreis

Göttingen erstmals als Kompaktlehrgang

innerhalb von fünf Tagen

einschließlich Prüfungstag

durch. Insgesamt waren es 23

Teilnehmer, die überwiegend aus

der Stadt Göttingen kamen, ein

Teilnehmer ist im Kreis Northeim/Einbeck

beheimatet. Lehrgangsleiter

war der stellvertretende

Kreislehrwart Torsten

Steinbach, der von den Referenten

Sven Begas, Benjamin Buth,

Raimond Golisch, Andre Grim-

Zehn Jahre „Pfiffikus“. „Pfiffikus“ – das ist die vom Kreis-

Schiedsrichter-Ausschuss des NFV-Kreises Northeim/Einbeck durch seinen

langjährigen Kreis-Schiedsrichter-Lehrwart Stephan Schamuhn (Lauenberg)

herausgegebene Schiedsrichter-Zeitung, die die Spielleiter des Kreisverbandes

zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – mit allen aktuellen Informationen

und Terminen sowie interessanten News aus dem weiten Feld des

Schiedsrichterwesens versorgt. Das Medium steht seit geraumer Zeit auch

als Online-Variante auf der Homepage der Kreis-Schiedsrichter-Vereinigung

zur Verfügung. Mit der im Rahmen der jüngsten Spielleiter-Tagung verteilten

neuesten Ausgabe kann „Pfiffikus“ auf sein nunmehr zehnjähriges Bestehen

zurückblicken. Seit der Erstauflage im Jahre 1999 engagiert sich Stephan

Schamuhn vorbildlich, um sein redaktionelles Konzept umzusetzen –

und das jeweils produktionskostenneutral durch die Einbeziehung eines exklusiven

Anzeigenumfeldes. Auf unserem Foto überreicht Stephan Schamuhn

(links) die „Pfiffikus“-Jubiläumsausgabe an den Kreisvorsitzenden

Gerhard Haupt, der das Print-Medium mit einem Gast-Beitrag bereichert hat.

Bezirk Braunschweig

Schiedsrichter-Kompaktlehrgang

me, Nils Heidenreich, Michaela

Siegmann und Lehrwart Benno

Seibel unterstützt wurden. Die

Prüfung wurde vom Schiedsrichter-RegionalbeauftragtenWaldemar

Maier abgenommen.

An dem Lehrgang nahmen

erfolgreich teil: Mahmoud Abdel

Aziz, Florian Frank (beide ESV RW

Göttingen), Jonas Barthel, Felix

Barwanietz, Gregor Heppel, Manuel

Jerzyk, Marc-Jannis Käding,

Kai Schmidt (alle RSV Göttingen

05), Jannik Jausly, Stefan Mildner

(beide SV Groß Ellershausen),

Adrian-Sebastian Kuklinski, Yannik

Timm (beide SCW Göttingen),

Bülent Kurt (Tuspo Verliehausen –

Kreis Northeim/Einbeck), Sophie

Minne, Florian Otte, Sebastian

Otte, Antonia Verdier (alle SVG

Göttingen 07), Juliane Muck, Janina

Siegmann (beide FC Lindenberg/Adelebsen),

Andreas Sommer

(VfB Sattenhausen), Kevin

Thell (TSV Holtensen), Andreas

Wagner (TSVBremke/Ischenrode)

und Julius Weidemeier (TSV Germania

Diemarden).

Hans-Dieter Dethlefs

Bezirksjugendausschuss führt

den Online Spielbericht ein

Mit dem Beginn der Rückrunde wird in der A-Jugend Bezirksoberliga

(BOL) Braunschweig der Online Spielbericht

eingeführt. „Ein Problem mit den Schiedsrichtern wird es dabei

nicht geben. Die Unparteiischen kennen sich mit dem Umgang

aus“, erklärte der Spielleiter des Bezirksjugendausschusses (BJA),

Klaus-Peter Schinkel auf der Arbeitstagung im Gasthaus Woltmann

in Baddeckenstedt.

Bei den Herren wird in der BOL schon mit dem Online Spielbericht

gearbeitet. „Die Bezirksligateams der Herren führen ab

22. November den Online Spielbericht ein“, erklärte der Vorsitzende

des Bezirksschiedsrichterausschusses, Stefan Voth. Für den

Vorsitzenden des BJA, Jens Schulze, ergab sich die Einführung in

der A-Jugend BOL daraus zwangsläufig: „Alle in der BOL spielenden

A-Jugendteams sind Nachwuchsmannschaften von Herrenmannschaften,

die auf Bezirksebene spielen. Eine Neuerung ist es

somit für die Vereine nicht.“ Eine Schulung für die Vereine wird

zudem zeitnah angeboten.

„Die eingeführte B-Mädchen Bezirksliga als 11er Staffel ist

ein Glücksgriff. Die Spitzengruppe mit VfL Wolfsburg, MTV Wolfenbüttel

und SV Upen spielt dabei sehr guten Mädchenfußball.

Da kann man nur den Hut vor ziehen“, berichtete freudig die

Staffelleiterin Heike Hansen. Beim Pokalturnier der Staffel in Einbeck

hatte SVG Göttingen 07 vor MTV Wolfenbüttel und FFG Einbeck/Vogelbeck

die Nase vorn.

Der Punkt- und Pokalspielbetrieb läuft bisher flüssig. Die

Endspiele der Fußball B- und A-Jugend um die Bezirksmeisterschaft

werden im NFV-Kreis Salzgitter am 12. Juni 2010 ausgetragen.

Günter Schacht

Dezember 2009 53


Bezirk Hannover

54

Zum fünften Mal fand unter der

Leitung von Corinna Hedt vom

Bezirksschiedsrichter-Ausschuss

Hannover ein gemeinsamer

Schiedsrichterinnenlehrgang der

Bezirke Hannover und Braunschweig

statt. Neben zahlreichen

Schiedsrichterinnen begrüßte

Hedt auch Antje Witteweg (Lehrstab

Braunschweig), Thomas Rüdiger,

Fritz Heitmann, Detlef Feuer-

Dezember 2009

Guter Lerneffekt durch Rollenspiele

Lehrgang für Bezirks-Schiedsrichterinnen fand in Barsinghausen statt

hake (alle Hannover) und Klaus-

Peter Otto (Bezirksschiedsrichter-

Lehrwart Braunschweig) sowie die

Gastreferenten Monica Fornacon

(Frauenbeauftragte Verband) und

Thomas Hesse (Sportgericht) in

Barsinghausen.

Für die weiblichen Unparteiischen

stand ein vollgepacktes

Programm an. Neben Regeltest,

Zwölf-Minuten-Lauf sowie 50-

13 C-Lizenzler

für Hildesheim

Das Interesse an der Ausbildung

von Fußballtrainern im Senioren-

und Juniorenbereich bleibt im

NFV-Kreis Hildesheim ungebrochen.

Von 22 gestarteten Teilnehmern

legten jetzt 13 die Prüfung

für die Trainer-C-Lizenz im Kinder-

/Jugendbereich erfolgreich ab. Vier

Anwärter waren während des

Lehrgangs ausgeschieden. Drei

weitere hatten den ersten Baustein

„Basis“ belegt, während sich zwei

im nächsten Kurs für den Abschluss

des Bereichs „Erwachse-

ne“ vorbereiten. Als jüngste aller

bisherigen Anwärter hatte die erst

16-jährige Jacqueline Parlac aus

Sorsum erfolgreich abgeschnitten.

„Eine tolle Gemeinschaft hat

sich in den vier Monaten zusammengefunden“,

freute sich Kreislehrwart

Siegfried Herrmann.

Während des Lehrgangs im Bereich

Kinder/Jugend haben sich einige

Teilnehmer entschlossen,

auch noch die Bedingungen für

den „Teil Erwachsene“ zu erfüllen.

Burghard Neumann

Über 13 neue C-Lizenz-Inhaber für den Bereich Kinder-/Jugend freut sich

der NFV-Kreis Hildesheim. Unser Foto zeigt in der 1. Reihe von links: Referent

Friedel Reinecke, Kreislehrwart Siegfried Herrmann, Florian

Schwarz (SC Barienrode), Hendrik Munk (TuSpo Schliekum), Jacqueline

Parlac (SV Sorsum), Referentin Marion Münzberger; 2. Reihe von links:

Felix Aschmoneit, Detlef Seemke (beide SC Bettmar), Tobias Brunk (Tuspo

Lamspringe), Toralf Rabin (VfV 06 Hildesheim), Moritz Schiprowski

(TuS Grün-Weiß Himmelsthür); 3. Reihe von links: Peter Nagel (SC Bettmar),

Thomas Ahrendt (DJK Blau-Weiß Hildesheim), Stephan Schramm

(SSV Elze), Dennis Richter (TSV Banteln), Kristian Künne (FSV Sarstedt),

4. Reihe von links: Sebastian Mahnkopf (VfR Ochtersum), Referent Friedel

Münzberger. Foto: Burghard Neumann

und 200-Meter-Sprint war auch

das Ansetzungswesen bei Frauenspielen

ein Thema – und viele

Schiedsrichterinnen wurden motiviert,

in höheren Klassen zu pfeifen.

Nach dem Vortrag von Monica

Fornacon über die Schiedsrichterinnen

in Niedersachsen standen

Rollenspiele an, wobei der Lerneffekt

nicht ausblieb, wurden doch

verschiedene Probleme rund um

die Spielleitung dargestellt, die

von den Freiwilligen beispielhaft

gelöst wurden.

Das Wurfvergehen erklärte

Anika Hotzel den Referees mit

selbstgedrehten Videoszenen, die

alle überzeugten. Das gleiche galt

für die Präsentation von Sportrich-

Die Teilnehmerinnen des

Schiedsrichterinnenlehrganges

der NFV-Bezirke Hannover und

Braunschweig.

ter Hesse über den Verlauf eines

Sportgerichtverfahrens. Nachvollzogen

werden konnte, was genau

passiert, nachdem der Spielbericht

abgeschickt wurde. Auch die

Möglichkeit, einen Sonderbericht

selbst anzufertigen, war für viele

hilfreich für kommende Spielleitungen.

Zum Abschluss des Lehrgangs

gab es noch ein so genanntes

„Blitzlicht“. Dabei äußerte sich

jede Schiedsrichterin über den

Kurs. Besonders aufgefallen ist

hierbei, dass die selbstgedrehten

Videoszenen von Anika Hotzel einen

großen Anklang fanden und

noch mehr erwünscht sind.

Lisa Eckhardt und Mareile Kurtz


An den Wochenenden sorgen

sie für Ordnung auf den

Sportplätzen. Einen Abend lang

wollten die Hildesheimer Unparteiischen

die Fußballregeln aber

vergessen und feierten ihren

Herbstball.

Die Ehrungen verdienter Referees

und langjähriger Mitglieder

in der Hildesheimer Schiedsrichtervereinigung

standen im

Mittelpunkt. Mit der Verdienstnadel

des Niedersächsischen Fußballverbandes

für 15-jährige

Schiedsrichtertätigkeit wurden

Tobias Kohn (TSV Brunkensen)

und Marcin Kuczera (VfL Nordstemmen),

mit der Silbernen NFV-

Verdienstnadel für 25 Jahre Michael

Harrison (TuS Lühnde), Hermann

Klüschen (SSV Elze), Frank

Minskowski (VSV Rössing), Sinan

Erim (SV Einum) und Udo Philipp

(SV Friesen Langenholzen) ausge-

Nicole Richter und Michael Kaufmann sind Schiedsrichterin und Jungschiedsrichter

des Jahres.

zeichnet. Siegfried Mävers (SV

Wehrstedt 65) und Heinrich Jörren

(SV Eintracht Bad Salzdetfurth)

sind bereits seit 40 Jahren

dabei und bekamen die Goldene

NFV-Verdienstnadel ans Revers

gesteckt.

Die silberne Ehrennadel für

zehnjährige Mitgliedschaft in der

Schiedsrichrter-Vereinigung erhielten

Joachim Sölter (MTV Banteln)

und Heinrich Aue Junior (VfL

Rautenberg), die goldene für 20

Jahre ging an Thomas Schmidtke

(TSV Föhrste) und Rolf Klepping

(TSV Gronau). Den Ehrenteller für

30-jährige Zugehörigkeit erhielten

Hubert Schmidt (TSV Warzen),

Günther Vergenz (FC Con-

Bezirk Hannover

Michael Kaufmann ist

bester Nachwuchsreferee

Schiedsrichter des NFV-Kreises Hildesheim feiern ihren Herbstball

Beim Herbstball der Hildesheimer Schiedsrichtervereinigung wurden verdiente

Schiedsrichter und langjährige Mitglieder der SR-Vereinigung mit

Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet. Foto: Burghard Neumann

cordia Hildesheim) Friedel Holzapfel

und Klaus Stahl (beide PSV

Grün-Weiß Hildesheim).

Horst Germer (SV Mehle) ist

50 Jahre aktiver Schiedsrichter

und so lange auch Mitglied in der

SR-Vereinigung. Er wurde dafür

bei der Lehrversammlung in Röllinghausen

ausgezeichnet.

Zum ersten Mal wurden die

Titel Schiedsrichterin, Schiedsrichter

und Jungschiedsrichter

des Jahres vergeben. Die Entscheidungen

fielen auf Nicole

Richter (TSV Warzen) und Rainer

Geweke (SV Rot-Weiß Wohldenberg).

Bester Nachwuchsmann ist

Michael Kaufmann (SV Bockenem

2007). Burghard Neumann

Trainer-Fortbildung. Wenn es um Aus- und Fortbildung der Fußballtrainer geht, ist das Interesse im NFV-Kreis Hildesheim groß. „Ohne Fortbildung

läuft nichts“, erklärte Lehrwart Siegfried Herrmann den 51 Teilnehmern in Himmelsthür. Dort hatte Referent Friedhelm Jäger das Thema „sinnvolles

Hallentraining“ vermittelt. Über mehrere Stationen wurden Inhalte mit technischen und konditionellen Schwerpunkten aufgezeigt. Allen Teilnehmern

wurde die Anwesenheit mit drei Lerneinheiten auf dem neuen Fortbildungsnachweis bestätigt. Diese werden auf 20 Pflichtfortbildungsstunden,

die innerhalb von drei Jahren absolviert werden müssen, angerechnet. Foto: Burghard Neumann

Dezember 2009 55


Bezirk Hannover

56

„Käpt’n“ Schröder ist eine Type!

Referee des FC Holtorf leitete kürzlich seine 2000. Partie – 65-Jähriger ist seit 1962 Schiedsrichter

Blumen für den Jubilar: Kreisschiedsrichterobmann Dirk Bruns (links) und

Kreisschiedsrichterlehrwart Jürgen Heusmann (rechts) überreichten anlässlich

der 2000. Spielleitung einen Strauß an Dieter Schröder. Foto: Jens Lucenz

Von JENS LUCENZ

Das Lexikon beschreibt eine Type

als Person mit bestimmten

Merkmalen und als auffällig. Dieter

Schröder erfüllt diese Kriterien.

Trotz seiner Größe von 1,60 Metern

ist er auf den Fußballplätzen im

Kreis-Nienburg nicht zu übersehen

– und oft auch zu hören: „Warum

hast Du den Ball abgespielt? Dein

Mitspieler stand doch klar im Abseits“.

Der 65-jährige Schiedsrichter

ist mit Leib und Seele beim Spiel dabei

– natürlich unparteiisch – und

kommentiert gerne schon mal die

Spielzüge. Er legt aber Wert darauf,

dass er mit den Spielern nur spricht

und nicht diskutiert. „Du musst klare

Ansagen machen“, weiß er.

Vor wenigen Tagen leitete der

Referee des FC Holtorf seine 2000.

Partie. Es war das Südkreis-Lokalderby

der Kreisliga zwischen der

SG Schamerloh und dem SV Kreuzkrug-Huddestorf

und endete mit

2:3. Akribisch führte der „Käpt’n“,

wie er allerorts genannt wird, über

alle Begegnungen Buch. Denn

während seiner Volksschulzeit unternahm

Schröders Klasse eine Weserschifffahrt.

Auf dem Schiff durfte

er kurz das Steuerrad ergreifen.

„Ich bin der Kapitän! Alles hört auf

mein Kommando“, schrie er über

Dezember 2009

Deck. Prompt hatte er seinen bis

heute bestehenden Spitznamen

weg.

Beim FC Nienburg startete Dieter

Schröder seine Laufbahn im Vereinsfußball.

Beim TuS Drakenburg

gab er dann ein kurzes Gastspiel.

Mit einigen anderen Mitstreitern

gründete er schließlich 1967 in seinem

Heimatort den FC Holtorf. Als

Spieler konnte der linke Läufer nicht

richtig Fuß fassen. „Ich war ein zartes

Persönchen und wurde aufgrund

meiner Schnelligkeit oft gefoult.

Häufige Verletzungen sind die

Folgeerscheinungen gewesen“, begründet

er seinen Entschluss, zur

Pfeife zu greifen. „Ich war für die

Schiedsrichter ein schwieriger Spieler.

Einerseits war ich ein Rupper,

andererseits hatte ich sie aufgrund

meines zarten Wesens oft auf meiner

Seite“, verrät Schröder.

Nach bestandener Prüfung im

Dezember 1962 durfte der eigenwillige

Spielleiter am 5. April des

Folgejahres erstmals ran – beim

Nachwuchsduell zwischen dem SC

Marklohe und den Sportfreunden

Borstel. Die Anreise erfolgte übrigens

mit dem Fahrrad, was heute

für junge Referees sicher überwiegend

unvorstellbar ist.

1971 stieg der Nienburger in

die Bezirksklasse auf und musste

SV Sorgensen im Goldcup. Von einem Dauerabo mochten Fritz Redeker,

Vorsitzender des NFV-Kreises Hannover-Land, und der Beauftragte des Kreises für Sonderaufgaben,

Rolf G. Schmidtmann, zwar nicht sprechen, als sie den SV Sorgensen nach

dem Erfolg im Vorjahr erneut für die tolle Bilanz im DFB-Vereinswettbewerb und das

Erreichen des Goldcups ehren durften. Gern hob Redeker aber das weit über den Spielbetrieb

hinausreichende vorbildliche Engagement des Vereins hervor. „Wir sind eine

große Familie in gelb und schwarz“, stellte der Vorsitzende Peter Bartels fest, und begründete

damit die erfolgreiche und auf viele Schultern verteilte Vereinsarbeit. Der

Klub nutzte zudem den Rahmen, um mit Steffi Pätsch und Carmen Heidrich zwei Fußballerinnen

aus ihren Reihen für die jüngst mit Auszeichnung abgeschlossene Schiedsrichterprüfung

zu ehren. Und dass die aktive Arbeit auch in Zukunft Früchte tragen

wird, stellte der Verein aus dem Burgdorfer Land eindrucksvoll unter Beweis. Trotz teilweise

widriger Witterungsbedingungen beteiligten sich mehr als 70 Kinder an der Abnahme

des DFB & McDonald’s Fußballabzeichens und stellten damit die Weichen für einen

erneuten Erfolg im Vereinswettbewerb des Jahres 2010. „Dann komme ich gerne

wieder“, sagte Redeker abschließend. Text und Foto: Heinz Jäkel

gleich sieben Mal die Rote Karte

zücken. „Der setzt sich durch!“,

hieß es auf Funktionärsebene. Und

das, obwohl Schröder später eigentlich

eine andere Meinung zu

Platzverweisen hatte: „Wer viele

Rote Karten zeigt, macht etwas

falsch. Man muss vorher aufpassen,

dass es nicht soweit kommt“, sagt

Schröder. Bereits ein Jahr später

folgte der Aufstieg in die Bezirksliga

und die höchste damalige Jugendklasse,

die A-Junioren-Verbandsliga.

Damit nicht genug: 1975 folgte der

Sprung in die Landesliga, zwei Jahre

später in die Verbandsliga. In der

Saison 1982/83 durfte er dem inzwischen

verstorbenen Bundesligaund

FIFA-Referee Jan Redelfs in der

Amateuroberliga an der Linie assistieren.

Eines seiner sportlichen Highlights

war das Verbandsligaspiel

zwischen Holstein Kiel und den

Amateuren von Werder Bremen.

Vor der stattlichen Kulisse von

15.000 Zuschauern stand „Käpt’n“

seinen Mann. Doch es gab auch negative

Erlebnisse. Beim Bezirkspokalfinale

1990 zwischen SF Ricklingen

und SV Lehrte 06 benötigte er

Polizeischutz. Nach 90 Minuten

stand es 2:1 für Lehrte. Der Außenseiter

spielte verständlicherweise

auf Zeit. Schröder ließ konsequent

nachspielen. Der letzte Spielzug

nach vierminütiger Nachspielzeit

endete mit dem 2:2-Ausgleich.

Lehrte hatte in der Verlängerung

auf heimischem Gelände nichts

mehr entgegenzusetzen und verlor

mit 2:4. Der Nienburger wurde

nach Abpfiff von den aufgebrachten

Zuschauern angegriffen, eine

Bierflasche traf ihn am Kopf. Außer

Prellungen kam Schröder mit seinem

Gespann glimpflich davon.

Die Nienburger Detlef Klabunde

und Manfred Wolter assistierten

Dieter Schröder oft im Verband und

Bezirk an der Linie. „Wir fuhren immer

gerne mit ihm im Gespann zu

entfernteren Spielorten“, berichtet

Klabunde. „Er war vor den Spielen

immer sehr nervös und angespannt.“

„Käpt’n“ ist eben eine Ty-

pe und nicht kopierbar. Neben seinen

hervorragenden Leistungen fiel

er oft durch markante Sprüche auf.

„Ich bin nicht nur laufstark, sondern

auch lautstark“, behauptet

Schröder über sich selbst.

Neben der Schiedsrichterei haben

es dem 64-Jährigen auch die

Frauen angetan. In den achtziger

Jahren trainierte er vier Jahre die

Frauen des TuS Drakenburg in der

Bezirksliga. Von 1995 bis 2004

coachte er die Mädels des FC Nienburg,

schaffte einen Aufstieg in den

Bezirk und wurde Bezirkspokalsieger.

Auch an der Linie durfte ihm

das weibliche Geschlecht assistieren,

doch im Übrigen ist Dieter

Schröder aber eine treue Seele. Seit

39 Jahren ist er mit seiner Helga verheiratet

und Vater eines Sohnes

(32).

Weitere Ehrenämter im Fußballsport:

Sieben Jahre Vorsitzender

der Nienburger Schiedsrichtervereinigung,

fünf Jahre Ansetzer im

Kreisschiedsrichterausschuss, fünf

Jahre Beisitzer im Kreissportgericht

und mehr als 30 Jahre Schiedsrichterbeobachter.

50 Jahre als aktiver Schiedsrichter

möchte Dieter Schröder erreichen.

Ende 2012 wäre es soweit.

Die Gesundheit hat bisher

fast immer mitgespielt. Vor drei

Jahren erkrankte er jedoch schwer.

Sein unbändiger Wille und der

Fußball holten ihn aber wieder

zurück auf die Nienburger Fußballbühne.

Vom Nienburger Schiedsrichterausschuss

wurde „Käpt’n“

2006 als „Schiedsrichter des Jahres“

ausgezeichnet. 2008 erhielt er

die Goldene Verdienstnadel des

NFV. Der Jubilar wird von Funktionären,

Spielern und Zuschauern

geschätzt.

„Ich habe es nie bereut, zu

pfeifen. Ich kann gar nicht ohne

und werde nervös, wenn ich nicht

zum Spiel komme“, macht Schröder

seine Verbundenheit mit dem

runden Leder deutlich. Heute pfeift

er noch auf Kreisebene und ist immer

zur Stelle, wenn er gebraucht

wird. Jens Lucenz


Bezirk Hannover

Das „Goldene Ehrenmitglied“ feiert

Bezirks-Schatzmeister Hermann Lührs wurde 70 Jahre alt

Hermann Lührs (links) feierte jetzt seinen 70. Geburtstag. Zuden Gratulanten

gehörte natürlich auch August-Wilhelm Winsmann, Vorsitzender

des NFV-Bezirks Hannover und NFV-Vizepräsident.

Mädchen Freude am

Fußball vermitteln

Grundschule Itzum und SC Itzum kooperieren

„Ziel dieser Kooperation ist

es, besonders den Mädchen Freude

und Begeisterung beim Fußballspielen

zu vermitteln, damit sie

vielleicht später einmal auch wettkampfmäßig

im Verein spielen“,

kommentierte der Hildesheimer

Schulfußball-Referent Heinrich

Pohl eine neue Zusammenarbeit

zwischen der Grundschule Itzum

und dem SC Itzum. Eine Mädchenmannschaft

der Schule wird von

der Kooperation profitieren.

„Wichtig ist, dass die Mädchen

untereinander sind. Sie brauchen

die Konkurrenz der Jungen,

die in der Regel schon länger und

meist auch besser spielen, nicht zu

fürchten. Die Mädchen können

gemeinsam – von Null an – das

Fußballspielen erlernen und trainieren“,

so Pohl weiter.

Der Rektor der Grundschule,

Claus-Peter Elvers, setzt sich als

König fordert Zuverlässigkeit

Pünktlichkeit, Disziplin und Zuverlässigkeit

gehören zu den

wichtigen Tugenden eines Sportlers

– neben der genauen Regelkenntnis

besonders bei den

Schiedsrichtern. „Wir können

natürlich keine Leute gebrauchen,

die einen Lehrgang anfangen,

zwei-, drei Mal kommen und nicht

zur Prüfung erscheinen. Jeder

Lehrgang kostet auch Geld“,

mahnte Wilhelm König beim

studierter Sportlehrer natürlich für

den Sport – insbesondere für den

Fußball – ein.

Besiegelt wurde die Kooperation

mit dem Referenten für

Schulfußball und Integration des

Niedersächsischen Fußballverbandes

(NFV), Marko Kresic, und

Heinrich Pohl. Kresic überreichte

dazu Bälle, Trainingsleibchen und

Markierungshütchen. „Super, das

können wir für unser Training gut

gebrauchen“, freute sich die Jugendtrainerin

des SC Itzum, Tanja

Köhler.

„Die Fußball-AG in der

Grundschule besteht schon seit

längerem, ich habe sie zu Beginn

dieses Schuljahres übernommen.

Zwölf Mädchen gehören dazu –

davon spielen drei in Vereinen“,

erklärte die C-Lizenz-Inhaberin

(Bereich Jugend).

Burghard Neumann

Schiedsrichter-Anwärterlehrgang.

Von 34 Teilnehmern hatten dann

immerhin 25 durchgehalten. Unter

der Aufsicht des Bezirksschiedsrichter-Obmanns

Thomas

Rüdiger wurden 21 neuen Referees

die Zertifikate ausgehändigt.

Alle 30 Regelfragen beantworteten

Vannessa und Nadine

Dröge (RSV Achtum), Marius Hesse

(SV Wehrstedt 65), Waldemar

Knackstedt (TSV Föhrste), Mario

Es war der 1. November 2008, da

wurde Hermann Lührs eine

ganz besondere Ehre zu Teil: Bei

seiner Auszeichnung zum NFV-Ehrenmitglied

machte ihn Laudator

Manfred Finger unter dem Eindruck

der zuvor an andere Ehrenämtler

vergebenen goldenen

Ehrennadeln zum „Goldenen Ehrenmitglied“.

„Damit bist zu der

Einzige im Niedersächsischen Fußball-Verband,

der diese Auszeichnung

erhalten hat“, sagte August-

Wilhelm Winsmann, Vorsitzender

des NFV-Bezirks Hannover, anlässlich

des 70. Geburtstags seines

Schatzmeisters. Dieses war aber

nur eine der zahlreichen Anekdoten,

die bei der Feier in Frielingen

vorgetragen wurden.

Doch der Bezirks-Funktionär,

dieses Amt bekleidet er bereits seit

dem 4. Juni 1983, hat weit mehr

erlebt, als die Geschichten, die

dort erzählt wurden. Seit nunmehr

53 Jahren ist der Rentner aus Neustadt

ehrenamtlich tätig. Zunächst

übernahm er in seinem Heimatverein

SV Esperke von 1956 bis 1965

verschiedene Vorstandsposten.

Selbst trat Lührs bis zum 25. Lebensjahr

gegen den Ball. Auch als

Schiedsrichter engagierte sich der

70-Jährige 26 Jahre lang sowie ein

Jahrzehnt als Schiedsrichter-Ob-

mann des TSV Poggenhagen, dem

er sich 1978 anschloss. Zwei Jahre

später beendete er seine Mitgliedschaft

in Esperke.

Für den NFV-Kreis Neustadt

und den NFV-Kreis Hannover-Land

war Lührs im Spielausschuss, als

Kassenwart und Schatzmeister

tätig, für den NFV als Mitglied im

Finanz- und Wirtschaftsausschuss

sowie für den Norddeutschen Fußball-Verband

als Vorsitzender des

Finanzausschusses/Haushaltskommission,

Kassenprüfer und Mitglied

des Finanzausschusses.

Für sein Engagement erhielt

er neben der Ehrenmitgliedschaft

im NFV unter anderem auch die

Silberne NFV-Ehrennadel, die Silberne

Ehrennadel des Landes-

SportBundes (LSB), die NFV-Verdienstnadel

für 25 Jahre als

Schiedsrichter, die DFB-Verdienstnadel,

die Goldene NFV-Ehrennadel

und die Goldene Ehrennadel

des Norddeutschen Fußball-Verbandes.

Die nächste große Feier steht

übrigens in fünf Jahren an: Dann

sind Hermann und Luise Lührs 50

Jahre verheiratet. Mit ihr genießt

er den Garten und die gemeinsamen

Reisen – denn das Leben

dreht sich mittlerweile nicht nur

noch um den Fußball.

Die fußballspielenden Mädchen der Grundschule Itzum von links: Lisa, Chiara,

Elisa, Jassica, Pauline, Nele, Tabea, Dana; dahinter von links: Rektor Claus-

Peter Elvers, NFV-Schulfußballreferent Marko Kresic, Trainerin Tanja Köhler,

Heini Pohl (Schulfußballreferent des NFV-Kreises Hildesheim). Foto: Neumann

Meier (TSC Sack), Philipp Meisner,

Hans-Georg Schneider (beide SC

Itzum), Martin Zlatkov (VfV Borussia

06 Hildesheim) richtig. Die weiteren

neuen Unparteiischen sind

Kevin Brömsen (TSV Eitzum), Marie-Sophie

Watermann (SV Bavenstedt),

Luca Doliwa, Linus Schnack

(beide TSV Eberholzen), Kimberly

Körber, Armando Vaiana (beide

RSV Achtum), Ole Fricke, Marius

Landvoigt, Julian Mielicki, Moritz

Müller (alle SC Itzum), Jan Pepe

Hochmuth (FSV Sarstedt), Julian

Hoffmann (SV Betheln-Eddinghausen),

Arne Schiedeck (SV Sorsum).

Eine Überraschung gab es

noch für Marcus Schierbaum. Weil

er beim Kreisfußballtag verhindert

war, ehrte ihn König für seine Verdienste

mit der Silbernen Ehrennadel

und der Urkunde des NFV-

Kreises Hildesheim.

Burghard Neumann

Dezember 2009 57


Bezirk Lüneburg

58

Respekt – Wie bereits im Jahr

zuvor setzte sich auch in der

Saison 2008/09 der SV Garßen

mit seinem Kreisliga-Team als

fairste Mannschaft in der VGH-

Geschäftsregion Celle, Soltau-Fallingbostel,

Gifhorn und Wolfsburg

durch. Damit konnten die

Garßener Fußballer die regionale

NFV-Fairnesswertung erneut gewinnen

und stachen aus der Masse

der gewerteten 1073 niedersächsischen

Teams (ab Kreisliga

bis zur 1. Bundesliga) positiv hervor.

Gleichsam bedeutet das faire

Auftreten den insgesamt hervorragenden

neunten Platz auf Landesebene.

Ebenfalls den Sprung

in die „Top 50“ schafften die SG

Eldingen (25.) sowie Kreismeister

TuS Bröckel (33.). Also durchaus

eine stolze Zwischenbilanz, und

dies umso mehr, wenn man bedenkt,

dass der NFV-Kreis Celle

insgesamt nur den eher unrühmlichen

42. Rang der insgesamt 47

Fußballkreise im Flächenland Niedersachsen

belegen konnte.

Hatten allen Grund zur Freude

(vorne von links): SVG-Spartenleiter

Marco Stradtmann, Christian

Ströh (Kapitän), Jan-Ole Riebandt,

Christopher Scholl (beide D-Jugend

– Kapitän/Trainer) Herrenbetreuer

Bernd Spitzenberg und (stehend)

Vize-Kreisvorsitzender Gerold

Lenzing, Neu-Trainer Claus

Talke, Holger Leiendecker (Ex-Trainer,

der für die beiden VGH-Regionssiege

verantwortlich zeichnet),

Dennis Schreiber (VGH-Versicherungsbüro

Celle), Stefan Kilz und

der sichtlich stolze SVG-Vereinsboss

Dietrich Schulze.

Dezember 2009

„Wiederholungs-Täter“

SV Garßen das Vorbild im VGH-Fairness-Cup

Das Garßener Fair Play-

Team lebt den NFV-Slogan „Ein

Ball verbindet“ und kassierte in

28 Ligaspielen ganze 31 Verwarnungen

und jeweils eine

Gelb/Rote und Rote Karte. Die

Garßener benannten den erfolgreich

aufspielenden D-Junioren-

Nachwuchs als Patenmannschaft.

Diese bekam während einer

Feierstunde einen kompletten

Trikotsatz mit Vereinslogo

durch den VGH-Sponsor in der

Gaststätte „Am Silbersee“ überreicht.

Den zweiten „Siegerpott“

in Folge sowie Wimpel, Urkunde

Er sprudelt vor Erinnerungen

Fußball-Urgestein Gerhard Dee aus Meckelfeld feierte 80. Geburtstag

Mit Gerhard Dee aus Meckelfeld

feierte jetzt ein Pionier

des Fußballsports seinen 80. Geburtstag.

Nach wie vor verfolgt er

mit großem Interesse das sportliche

Geschehen in seinem TV

Meckelfeld, aber auch im Landkreis

Harburg und natürlich im

Bezirk Lüneburg sowie auf Verbandsebene.

Dagegen hält sich

das Interesse für die Spiele in der

Bundesliga in einem überschaubaren

Rahmen.

Bei einem Besuch vom Kreisvorsitzenden

Manfred Marquardt

anlässlich seines Ehrentages – als

Geschenk hatte der Fußball-Boss

einen großen Blumenstrauß mitgebracht

– sprudelte Gerhard

Dee nur so vor Erinnerungen. Der

Jubilar erblickte 1929 in der

Heimfelder Straße in Harburg das

Licht der Welt und wohnt bereits

seit 1935 in seinem Haus in

Meckelfeld. Klar, dass er sich dem

TV Meckelfeld anschloss und

1948 Mitbegründer der Fußballabteilung

des Vereins war. Sechs

Jahre lang fungierte das Urgestein

des Fußballs als Obmann im

TV Meckelfeld. Danach war er im

Kreisfußballverband aktiv. Als

Nachfolger von Wilhelm Harms

(Maschen) engagierte sich Gerhard

Dee von 1952 als Staffelleiter

der Herren im Kreis Harburg.

Das Geburtstagskind konnte sich

noch bestens daran erinnern,

dass es auch im Winsener Kreisgebiet

eine eigene Bezirksklasse

gab.

Die Erfahrungen von Gerhard

Dee waren auch auf höherer

Ebene gefragt. Auf dem Bezirkstag

in Sehnde ernannten ihn die

Delegierten zum Staffelleiter des

damaligen Bezirksverbandes Heide

und Lüneburg. Aber auch auf

Kreisebene setzte Dee seine Arbeit

mit großem Fleiß fort.

Als sich Gerhard Dee 1994

aus der Verantwortung zog, wurde

er auf dem damaligen Kreistag

einstimmig zum Ehrenmitglied

des Kreisfußballverbandes ernannt.

Bei seinem Geburtstags-

besuch in Meckelfeld übermittelte

der jetzige Kreisvorsitzende,

Manfred Marquardt, Glückwün-

und Erinnerungsplaketten übergab

Stefan Kilz (VGH-Vertriebsleiter

Regionaldirektion Celle) an

die fairen Garßener Doppelsieger.

Mit dieser Auszeichnung

macht der SV Garßen seinem

Namen alle Ehre – SVG bedeutet

jetzt: Sehr Viel Gewonnen. Dies

ist ein weiterer großer Ansporn

für im Spielbetrieb aktuell 14 aktive

Jugend- und sechs Erwachsenenmannschaften.

Horst Friebe

sche aller Fußballer auf Kreisebene.

Zudem sagte er ein liebes

Dankeschön für viele Jahre ehrenamtliche

Tätigkeit. Er sprach die

Hoffnung aus, dass Gerhard Dee

weiterhin so reges Interesse wie

bisher am Fußballsport haben

wird. Ulrich Balzer

Einen großen Blumenstrauß überreichte der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes

Harburg, Manfred Marquardt (rechts), dem Meckelfelder

Gerhard Dee zu dessen 80. Geburtstag. Foto: Balzer


Projekt 20.000 Plus

in der Döser Schule

Fortbildung für Grundschullehrerinnen

Mit dem Projekt „Fußballspaß

in der Grundschule“ möchte

der DFB in Zusammenarbeit

mit dem NFV in den nächsten

drei Jahren über 20.000 Lehrkräfte

(2100 in Niedersachsen)

fort- und weiterbilden. Ein

Grundschullehrgang fand jetzt in

der Döser Schule in Cuxhaven

statt. Die Fortbildung erstreckte

sich über einen Tag mit je vier

Lerneinheiten.

Lehrgangsleiterin Katharina

Schrader aus Harsefeld hatte einen

sehr abwechslungsreichen

Lehrgang unter dem Motto

„Spielen und Bewegung mit

dem Ball“ vorbereitet, der allen

Lehrgangsteilnehmern/innen viel

Spaß bereitete. „Zurück auf die

Insel“, „Feuer-Wasser-Blitz“ oder

„Schützenfest“ – so oder ähnlich

lauteten die Fußballübungen

aus der neuen DFB-Broschüre

„Spielen und Bewegung mit

Ball“, mit der der DFB den

Grundschulehrerinnen und -lehrern

praktische Anleitungen für

die Fußballstunde im Sportunterricht

geben möchte. Die Teilnahme

war selbstverständlich kostenlos.

Der DFB möchte möglichst

viele Kinder und Jugendliche für

den Fußball begeistern und gewinnen.

Zielsetzung der Maßnahme:

Interessante Sportstunden,

in denen sich die Kinder

und Jugendlichen vielseitig

bewegen und zu lebenslangem

Sporttreiben motiviert werden.

Dorit Böhme, verantwortliche

Fachberaterin der Bezirksregierung

Lüneburg, berichtete,

dass aufgrund des großen

Interesses am Thema Fußball

sich alle Teilnehmer einig

waren, einen solchen Lehrgang

einmal im Jahr zu wiederholen.

Erich Butt (Wanna), Referent

für Schulfußball im NFV-

Kreis Cuxhaven, überbrachte die

Teilnehmerurkunden und informierte

auch über die Kampagne

TEAM 2011 zur Frauen-WM in

Deutschland.

Erich Butt bot auch seine

Hilfe und Unterstützung bei der

Teilnahme an der Kampagne

TEAM 2011 und Besuche bei

den Schulen an, um die Kampagne

vorzustellen. Weitere Infos

unter: Telefon 04757 / 642

oder per E-Mail:

erichbutt@web.de.

Fritz Schlichting

Julian Knabbe (SV Ahlerstedt/Ottendorf)

erlebt derzeit eine

rasante Entwicklung als Schiedsrichter.

Nicht nur, dass er ein sehr

guter Fußballer ist, nein auch mit

der Pfeife macht Julian Knabbe seit

etlichen Wochen eine gute Figur.

Im Februar 2007 legte er mit 15

Jahren eine überragende Anwärterprüfung

im NFV-Kreis Stade ab.

Nach ersten Spielen im Jugendbereich

folgte das erste Herrenspiel

mit 16 Jahren. Julian Knabbe füllt

mit 17 Jahren nun die Rollen des

Bezirksoberliga-Assistenten sowie

des Kreisliga-Schiedsrichters aus.

Trainer und Mannschaften bedachten

den gereiften sowie mit sehr

positiver Ausstrahlung und Mut

versehenen Unparteiischen Julian

Knabbe bereits mit allerhand Lob.

Da war es mehr als Recht, dass

Kreisschiedsrichterobmann Jürgen

Bockelmann den Hoffnungsträger

nach Rotenburg zum Talentförderlehrgang

des Bezirkes Lüneburg

schickte. Julian Knabbe bildete sich

auf dem dreitägigen Lehrgang sowie

auf einem Förderlehrgang in

Barsinghausen weiter. Der Fußballkreis

Stade freut sich über ein echtes

Nachwuchstalent an der Pfeife,

das für die nähere Zukunft zu einigen

Hoffnungen Anlass gibt.

Bericht und Foto: Wolfgang Diekmann

Bezirk Lüneburg

Die Lehrgangsteilnehmerinnen Kira Frey, Antje Rieger (beide Grundschule

Wanna) sowie Schulsportreferent Erich Butt und Grundschulleiter Hartmut

Seitz (von links) bei der Übergabe der Ballpakete.

„Besonderes Training

ist sehr wertvoll“

Das DFB-Mobil gastiert beim TSV Wanna

Großer Spaß für den Nachwuchs

und ein lehrreicher Vortrag

für die Vereinsführung. Auf diesen

Nenner brachte der TSV Wanna

(Kreis Cuxhaven) den Besuch

des DFB-Mobils. Möglich wurde

der Termin durch das Projekt

„DFB-Mobil“, bei dem seit Ende

Mai 2009 30 Fahrzeuge, gesteuert

von 300 DFB-Mitarbeitern, in

ganz Deutschland auf Tour sind.

Ein Fußballtraining der besonderen

Art erlebten die Nachwuchskicker

des TSV Wanna. Zu

Gast waren mit dem DFB-Mobil

die Trainer Lennart Neß und Stefan

Reinhardt. Das komplett mit

Trainingsmaterial ausgestattete

DFB- Mobil machte zum zweiten

Mal Etappenstopp beim TSV

Wanna. Die Trainer boten den

über 30 Nachwuchskickern und

Jugendtrainern ein abwechslungsreiches

Programm mit praktischen

Übungen und reichhaltigen

Informationen.

Ziel des DFB-Mobil-Einsatzes

ist die Förderung der kontinuierlichen

Nachwuchsarbeit. „Wir

wollen den Kindern einmal andere

Trainingsmethoden zeigen und

auch versuchen, sie zu motivieren“,

verdeutlichten die beiden

Trainer Lennart Neß und Stefan

Reinhardt. Auch die

Jugendtrainer in den

Vereinen vor Ort sollen

Impulse für die

weitere Arbeit mitnehmen.

„Für uns

ist dieses besondere

Training sehr

wertvoll. Ich finde

es gut“, schätzte

der Jugendwart des

TSV Wanna, Michael

Heinsohn, ein.

Der erste Teil der Veranstaltung

bestand aus einem Praxisteil.

Dabei stand die einfache Organisation

und Durchführung eines

entwicklungsgerechten Trainings

auf dem Programm. Die

Vereinstrainer wurden dabei aktiv

mit eingebunden. Die am Training

teilnehmenden Nachwuchskicker

befolgten fast zwei Stunden

lang mit sehr viel Begeisterung

die Anweisungen der beiden

Trainer.

Auch die Resonanz interessierter

Zuschauer, darunter der

Vorsitzende des NFV-Kreises Cuxhaven,

Walter Kopf, und sein

Schriftführer Fritz Schlichting sowie

der Vereinsvorsitzende Herbert

Schumacher (TSV Wanna),

war positiv.

Den zweiten Baustein bildete

ein Vortrag im Vereinsheim des

TSV Wanna. Hier wurden verschiedene

Modelle zum Erwerb

der Trainerlizenzen vorgestellt.

Nach Vorführungen von Kurzfilmen

wurde die Frauen WM 2011

in Deutschland beworben. Natürlich

wurde bei dieser Gelegenheit

auch mit den Trainern und

Übungsleitern über ihre Sorgen

und Wünsche gesprochen.

Nach über drei Stunden

bedankten sich der Fußball-Jugendleiter

Michael Heinsohn

und der VereinsvorsitzendeHerbert

Schumacher

bei beiden Trainern,

die viele

wertvolle Informationen

und

Anregungen angeboten

hatten.

Fritz Schlichting

Dezember 2009 59


Bezirk Lüneburg

60

97 Spieler kämpfen um das

begehrte Fußballabzeichen

Hochbetrieb bei der Veranstaltung von TSV Wanna und MTV Lüdingworth

Auch diese jungen Fußballerinnen und Fußballer hatten viel Spaß bei der gelungenen Veranstaltung von TSV

Wanna und MTV Lüdingworth.

Auf eine gelungene Veranstaltung

blicken der TSV Wanna

und der MTV Lüdingworth

zurück. Erstmalig wurde allen

Fußballern der beiden Vereine ermöglicht,

das offizielle DFB & Mc

Donald’s Fußball- und Schnupperabzeichen

abzulegen. Dem Aufruf

folgten 97 Spieler.

Das DFB & Mc Donald’s Fußballabzeichen

ist ein sportliches

Aktionsprogramm für Frauen,

Dezember 2009

Männer, Kinder und Jugendliche.

Als Varianten gibt es außerdem

ein spezielles Schnupperabzeichen

sowie das Street-Abzeichen,

das exklusiv an 100 Mc Donald’s

Restaurants angeboten wird. Die

DFB-Trainer haben dazu einen

spannenden Parcours erarbeitet:

Wer die fünf Stationen durchläuft

und dabei eine bestimmte Punktzahl

erzielt, erhält als Auszeichnung

das Fußball-Abzeichen in

Sieben ohne Fehler

20 neue Schiedsrichter im NFV-Kreis Stade

Der NFV-Kreis Stade stellt 20

neue Schiedsrichter. Das

erfreuliche Ergebnis beim

jüngsten Anwärterlehrgang:

sieben Prüflinge erzielten null

Fehler und kein Aspirant fiel

durch. Ein sensationelles Ergebnis

des Anwärterlehrganges.

Die Prüfung nahm Bezirksschiedsrichter-Lehrwart

Matthias Kopf (Cadenberge)

ab.

Im Sportlerheim des VfL

Stade in Ottenbeck wurden

den Anwärtern vom Kreislehrwart

Helmut Willuhn sowie

Kreisschiedsrichterobmann Jürgen

Bockelmann und Ulrich

Asmussen an sieben Abenden

die 17 Fußball-Regeln vermittelt.

Mit regem Interesse und

einer in dieser Form nie erreichten

Begeisterung bereiteten

sich die neuen „Schiedsrichter“

auf die Prüfung vor.

So ein Ergebnis wurde in diesem

Jahr im Bezirk Lüneburg

noch nicht erreicht. Auch die

durchschnittliche Fehlerquote

liegt mit 1,75 deutlich unter

dem Bezirksschnitt. Ein großer

Dank gebührte dem VfL Stade

für die Bereitstellung der

Räumlichkeiten.

Die erfolgreichen Absolventen:

Torben Stahn (Schwinger

SC), Jan Dieter Just, Tamer

Yüksel (beide SV Burweg),

Marvin Gudd, Aaron Gerken

(beide FC Mulsum/Kutenholz),

Lutz Schlüter (SSV Hagen),

Jesco Schulz, Christian

Mayntz, Timo von Reit (alle

TSV Buxtehude/Altkloster),

Marvin Beckmann, Jan Hartmann,

Olaf Madsen (alle TuS

Güldenstern Stade), Yannik

Offermann, Fritjof Hansen

(beide SG Lühe), Yannic Helbig

(TURA Hechthausen), Lars

Neufang (VfL Stade), Kai Hatecke

(TuS Jork), Stefan Hanno

(Deinster SV), Nico Siebrecht

und Marcel Klein (beide SV

Ahlerstedt/Ottendorf).

Wolfgang Diekmann

Gold, Silber oder Bronze. Zudem

werden unter allen Teilnehmern

Tickets zu Heimländerspielen der

Deutschen Nationalmannschaft

verlost!

Die Kleinen (bis acht Jahre)

starteten in der Kategorie DFB &

Mc Donald’s Schnupperabzei-

Fußball-A- und B-Junioren in einer

Kreisliga-Staffel – der Kreisjugendausschuss

(KJA) im Kreisfußballverband

(KFV) Lüchow-

Dannenberg beschreitet in dieser

Saison neue Wege. Es war eine

gute Lösung, meinen Kreisjugendausschuss

und die Vereine. Bei einer

Umfrage unter den Vereinen

gab es nur eine ablehnende Haltung.

Die klare Mehrzahl würde

den altersklassenübergreifenden

Spielbetrieb beibehalten, sollten in

der kommenden Saison erneut nur

wenige A- und B-Juniorenteams

gemeldet werden.

Derzeit spielen sieben A- und

drei B-Juniorenteams teilweise als

Neunermannschaften in der A-/B-

Junioren-Kreisliga des Kreisfußballverbandes.

Zudem nehmen die B-

Junioren des LSV SW Eldena sowie

eine A-/B-Juniorenmannschaft des

Dömitzer SV 06 aus Mecklenburg-

Vorpommern am Spielbetrieb teil.

Bis zur vergangenen Saison

traten die Lüchow-Dannenberger

B-Junioren in einer eigenen Kreisliga,

die A-Junioren in einer Kreisliga

mit Teams aus dem NFV-

Kreis Uelzen an. Der lehnte bei A-

Junioren einer Neunerregelung ab,

chen. An drei Stationen mussten

die Kinder ihr Können im Dribbeln,

Passen und Torschuss unter

Beweis stellen. Alle 35 Teilnehmer

waren hoch motiviert und konnten

das Abzeichen in Gold und

Silber erringen.

Die Spieler ab neun Jahre

mussten für das DFB & Mc Donald’s

Abzeichen fünf Stationen

durchlaufen. Neben Passen, Dribbeln

galt es sich im Zieltorschuss,

beim Kopfballkönig und Flanken

zu beweisen. Über das Abzeichen

in Gold durften sich acht Spieler

freuen, 18 Mal konnte Silber erzielt

werden und Bronze wurde

23 Mal vergeben. Hervorzuheben

ist die Leistung von Alexander

Kuhl (D-Junior), der mit 244 von

300 möglichen Punkten die

höchste Punktzahl aller Teilnehmer

holte.

Für das Gelingen dieser Veranstaltung

unter den Augen des

Cuxhavener Kreisvorsitzenden

Walter Kopf und des 1. Vorsitzenden

des MTV Lüdingworth, Matthias

Katt, zeichneten die Jugendtrainer

und Eltern verantwortlich.

Als Wettkampfrichter an den Stationen

sorgten sie für einen reibungslosen

Ablauf. Die Organisatoren

Kirsten Bochmann (MTV

Lüdingworth) und Michael Heinsohn

(TSV Wanna) bedanken sich

an dieser Stelle bei allen fleißigen

Helfern für ihren Einsatz.

Fritz Schlichting

A- und B-Junioren

in einer Staffel

Lüchow-Dannenberg beschreitet neue Wege

die es im Kreis Lüchow-Dannenberg

im Junioren- sowie Teilen

des Erwachsenbereichs gibt.

Drei Lüchow-Dannenberger Teams

konnten aber zu Saisonbeginn nur

maximal jeweils eine A 9 stellen –

daher ging der Kreisfußballverband

den Weg mit einer A-/B-Junioren-Liga.

Als gelungen sieht KJA-Vorsitzender

Peter Peitz die A-/B-Liga

an. Eine große Anzahl an Spielen

sei ein Pluspunkt. „Ein bisschen

problematisch sind die B-Junioren-

Ergebnisse“, erklärt Peitz nach

Spielen gegen A-Junioren. Allerdings

halte es sich im Rahmen. Die

Vereine freuen sich, dass die Fahrtkosten

gering bleiben, die Anzahl

der Spiele akzeptabel sei und jedes

Spiel ein Kreisderby ist. B-Junioren

würden zudem im Vergleich mit älteren

Spielern viel lernen, meinen

Trainer. Zwar wäre es für die Entwicklung

der A-Junioren besser,

nur in deren Altersklasse zu spielen,

betonen einige Trainer. Aber

die Vorteile einer A-/B-Junioren-

Kreisliga überwiegen gegenüber

Mini-Staffeln nur für A- oder B-Junioren,

ist die Mehrheit überzeugt.

Andreas Koopmann


„Kleines Feld –

große Leidenschaft“

Das Integrationsprojekt beim TSV Achim

möchte Kinder für den Vereinssport gewinnen

Strahlende Kinderaugen und

ein gutgelaunter Trainer beim

TSV Achim. Im Rahmen des Integrationsprojektes

„Kleines Feld –

große Leidenschaft“ wurde das

Nachwuchsteam von Manfred

Blank komplett neu mit Trainingskleidung,

T-Shirts, Bällen und

Leibchen ausgestattet.

Das Projekt, welches mit Unterstützung

des niedersächsischen

Innenministeriums und des

LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen

gefördert wird, wird seit

Frühjahr dieses Jahres mittlerweile

an insgesamt 15 Standorten

landesweit durchgeführt. Es richtet

sich in erster Linie an Kinder

im Alter von sieben bis zehn Jahren

mit und ohne Migrationshintergrund,

die bisher keinen Zugang

zum Vereinssport haben.

Ziel des Projektes ist die Integration

sowie ihre Motivation für

eine Teilnahme am und eine Mitgestaltung

des organisierten

Sports zu fördern. An den durch

den NFV eigens ausgewählten

Standorten finden unter Anleitung

eines Übungsleiters regelmäßige,

wöchentliche Trainingsund

Spieleinheiten mit den Kindern

statt.

Darunter ist auch Manfred

Blank vom TSV Achim, der

seit der DFB-Minispielfeld-Einweihung

im Frühjahr dieses Jahres

kontinuierlich 13 Jungs und 13

Mädchen trainiert, mit der Tendenz

steigend. Insgesamt stehen

46 Kinder auf der Liste des Trainers.

Drei Jungs sind bereits dem

Verein beigetreten.

„Die einen sind von Anfang

an dabei, andere kommen nicht

wieder, neue dazu. Es ist unterschiedlich

und nicht immer einfach,

dass das Miteinander funktioniert.

Aber es wird immer besser.

Vor allem muss man auch den

Altersunterschied in der Gruppe

sehen. Kinder der Jahrgänge

1997 bis 2003 trainieren gemeinsam“,

so der engagierte Blank

über seine Nachwuchskicker.

Grund genug, weshalb der

NFV auch diesen Standort als Förderungsprojekt

gewählt hat und

seine Mitarbeiter Marko Kresic

(zuständig für Schulfußball, Integration

& Projekte) sowie Klaas

Brickwedel (Praktikant) von Barsinghausen

nach Achim auf die

Reise schickte, um das Team von

Manfred Blank mit Ausstattungsmaterialien

zu versorgen.

Kreisauswahl schlägt

sich ausgezeichnet

Bundesliga-Nachwuchsturnier in Osterholz

Seit 2005 führt der Hamburger

Sportverein in Kooperation mit

dem TSV Eiche Neu Sankt Jürgen

ein Bundesliga-Nachwuchsturnier

im NFV-Kreis Osterholz durch.

Beim jüngsten Herbst-Wettbewerb

beteiligten sich 22 U 12-, U 13und

U 14-Mannschaften. Neben

so großen Namen wie SV Werder

Bremen, Hamburger SV, Hannover

96, VfL Wolfsburg oder Borussia

Dortmund liefen auch die Kreisauswahl

Osterholz des Jahrgangs

1997 und Teams des gastgebenden

TSV Eiche Neu St. Jürgen auf.

Die U 12-Kreisauswahl spielte

vor rund 1000 Zuschauern groß

auf und verschaffte sich mit 1:0-

Siegen gegen Arminia Bielefeld

und Hamburger SV Respekt. Gegen

den VfL Osnabrück konnten

zahlreiche Torchancen nicht verwertet

werden, so dass sich die

Kreisauswahl mit einem 1:1 zufrieden

geben musste. Nur gegen die

starken Jungen von Werder Bremen,

die auch das Turnier gewannen,

setzte es eine 0:2-Niederlage.

Insgesamt 21 Spieler testete Kreis-

auswahltrainer Fred Michalsky aus

dem Förderkader des Jahrgangs

97. Obwohl die Jungen erst seit

August 2009 alle 14 Tage zusammen

trainieren, beeindruckten die

jungen Talente auf der ganzen

Linie.

Zum Aufgebot gehörten:

Timo Lascheit (ASV Ihlpohl), Finn-

Ganz selbstbewusst forderte

eine Nachwuchsspielerin NFV-

Praktikant Klaas zu einem Kopfballduell

heraus. Mit seiner fast

doppelten Körperlänge schloss

dieser sich dem Wunsch des

Mädchens, welches in einem Migrationsteil

der Stadt lebt, an.

Wöchentlich geht sie mit Begeisterung

auf die Grünfläche des

TSV Achim, um Fußball zu spielen

Bezirk Lüneburg

– und dies, wie ihrem Gegner gezeigt,

mit Talent.

Am Ende des Besuches

konnte Marko Kresic noch mit einer

Überraschung aufwarten:

Höhepunkt dieses Integrationsprojektes

ist ein gemeinsames

Fußball-Camp aller Standorte mit

vielen Aktionen auf der Anlage

des NFV im Sommer 2010 in Barsinghausen.

Alexandra Rose

NFV-Mitarbeiter Marko Kresic, Trainer Manfred Blank, Kreisvorsitzender

Horst Lemmermann und NFV-Praktikant Klaas Brickwedel (von links) mit

Nachwuchskickern des TSV Achim.

Niklas Klaus, Frederik Nagel (beide

FC Hambergen), Florian Fischer (FC

Hansa Schwanewede), Farian

Frerks, Bjarne Schnakenberg, Jan

Werner (alle JSG Wörpe), Nikolai

Lehbrink, Luc-Niclas Pohl, Niklas

Tröger (alle SV Grün-Weiß Beckedorf),

Kevin Glensk, Marlon Lieder

(beide SV Lilienthal/Falkenberg),

Michel Waldow (TSG Wörpedorf),

Mattes Görg, Ruven Voß (beide

TSV Dannenberg), Murat Cengiz,

Liouras Evangelas, Thorge-Ole

Holste, Julian Michaelis und Daniel

Varrelmann (alle VSK Osterholz-

Scharmbeck).

Die U 12-Kreisauswahl Osterholz mit Trainer Fred Michalsky (hinten rechts).

Der SV Werder Bremen (U 12,

U 13) und DSC Arminia Bielefeld

(U 14) stellten die erfolgreichsten

Bundesliga-Nachwuchsteams in

Neu St. Jürgen. Die Kreisauswahl

Osterholz schloss den U 12-Wettbewerb

unter acht Teams mit Rang

fünf ab. Ausrichter TSV Eiche Neu

St. Jürgen verbuchte Platz sieben

(U 12) und Rang eins (U 14). Der

Veranstalter durfte gemäß einer

Extra-Regelung ältere Spieler einsetzen,

so dass der 3:0-Finalsieg

über die U 14-Konkurrenz von Arminia

Bielefeld nicht sonderlich

überraschend kam.

Dezember 2009 61


Bezirk Weser-Ems

62

Insgesamt 31 Schiedsrichter, darunter

mit Anke Hölscher und Anna-Lena

Lindner (beide Kreis Aurich)

auch zwei weibliche Unparteiische,

konnte der Schiedsrichterausschuss

des Bezirkes Weser-

Ems zu seinem diesjährigen Fortbildungslehrgang

für Nachwuchs-

Schiedsrichter in der Sportschule

Lastrup begrüßen.

Sämtliche Teilnehmer präsentierten

sich erstmalig auf der Bezirksebene

und erhielten nicht nur

von Bezirksschiedsrichterobmann

Georg Winter, sondern auch vom

NFV-Schiedsrichterlehrwart Bernd

Domurat viele wichtige Ratschläge

für ihre künftigen Spielleitungen.

Auch der 22-jährige Lennart Dornieden

(Papenburg), seit Saisonbeginn

als Schiedsrichter in der B-Junioren

Bundesliga im Einsatz, berichtete

in einem ausgiebigen Referat

über seinen steilen Aufstieg

bis auf die Liste des Deutschen

Fußball-Bundes.

Dass es bis dahin ein sehr

weiter Weg ist, mussten einige der

Nachwuchs-Schiedsrichter bereits

bei der von Lehrwart Werner Brinker

abgenommenen Leistungsprüfung

feststellen, schließlich konn-

Dezember 2009

ten nicht alle Schiedsrichter die

vorgegebenen Anforderungen erfüllen.

Dennoch erzielten einige

Lob von allen Seiten

Schiriaustausch Emden/Veendam bewährt sich

Der Anfang ist geglückt: Eine

äußerst positive Zwischenbilanz

zogen die Verantwortlichen

der Schiedsrichterausschüsse aus

Emden und Veendam nach Abschluss

der ersten Austauschphase,

welche nun im niederländischen

Veendam zu Ende gegangen

ist.

Der Emder Schiedsrichter Timo

Daniel, der auch dem Talentkader

des Niedersächsischen Fußballverbandes

angehört, leitete

gemeinsam mit seinem Emder

Kollegen Jonas Uden und dem

Niederländer Jeroen Vredevoogd

(Haren) das Spiel Veendam 1894

– VV Bellingwolde (2:2) in der

„Derde Klasse“, der dritten Spielklasse

unter den beiden Profiligen.

Ebenso wie sein Kollege Jan

Lammers, der zuvor als erster

deutscher Schiedsrichter im nie-

Wichtige Ratschläge

für Nachwuchs-Schiris

Fortbildung in der Sportschule Lastrup

Machten sich während der Spielbeobachtung in Holthausen/Biene fleißig

Notizen: Beobachter Michael Hüsing, Bezirksschiedsrichterlehrwart Werner

Brinker und Ansetzer Bernd Garen (von links). Foto: Bartsch

derländischen Amateurfußball

zum Einsatz gekommen war, erntete

auch der 19-jährige Timo

Daniel für seine Leistung von allen

Seiten großes Lob.

„Ein Kompliment für die heutige

Spielleitung“, befand Loek

Swarts, Trainer von VV Bellingwolde.

Auch 1894-Coach Harm Hovenkamp

zeigte sich angetan von

der Leistung des internationalen

Trios, welches durch Jeroen Vredevoogd

komplettiert wurde, der zuvor

in der Kreisliga Aurich/Emden

die Begegnung SV Amisia Wolthusen

- SG JU 58/Pewsum II geleitet

hatte. Dem positiven Urteil konnten

sich Emdens Schiedsrichterobmann

Bernd Garen und der

Schiedsrichter-Beobachter des Niederländischen

Fußballverbandes

KNVB, Henk Meuleman, nur

anschließen.

Teilnehmer bei widrigen Bedingungen

auf der Laufbahn sehr gute Ergebnisse.

In der Rückserie der Saison

sind jeweils zwei weitere Austauschbegegnungen

in den Nie-

Im Mittelpunkt des Lehrganges

stand wie üblich eine Spielbeobachtung

in der Bezirksoberliga

Weser-Ems. Hier besuchten die

Unparteiischen gemeinsam mit

der Lehrgangsleitung die Partie

SV Holthausen/Biene – BV Cloppenburg

II (6:2), die in Volker

Lübbehusen (Vechta) einen guten

Leiter hatte. Während Schiedsrichter-Ansetzer

Bernd Garen die

jungen Unparteiischen zuvor über

die Bestandteile und die Zielsetzungen

einer Beobachtung informiert

hatte, folgte nach dem

Spiel eine ausführliche Analyse

mit dem Schiedsrichter-Gespann

und dem Beobachter Michael Hüsing.

Zum Abschluss des Lehrganges

gaben auch die Junioren-Ansetzer

Udo Tergast und Ulrich Herder

Einblicke in ihre Arbeit und betonten

hierbei die Voraussetzungen

für eine reibungslose Zusammenarbeit

zwischen Schiedsrichter

und Ansetzer.

So konnten die jungen Lehrgangsteilnehmer

am Ende viele

neue Eindrücke und ebenso viele

wertvolle Ratschläge mit auf den

Heimweg nehmen. Peter Bartsch

Die SG Husbäke/Süddorf/Edamm

hat für die in der Saison 2008/09 neu gegründete

B-Juniorinnen-Mannschaft einen neuen Trikotsatz

aus den Händen des 2. Vorsitzenden des

Fußballkreises Ammerland, Uwe Schütte (hinten),

entgegen genommen. Damit wurde auch

das Engagement der Trainerin Stefanie Herbergs

(ganz links) belohnt, die sich in besonderer Weise

für den Mädchen- und Frauenfußball verdient

gemacht hat. Die Übergabe erfolgte im

Rahmen des Heimspiels in der Kreisliga gegen

den VfL Oldenburg, welches mit einem glatten

3:0-Erfolg für die SG endete. Derzeit belegt die

Mannschaft vom Küstenkanal in der Kreisliga einen

beachtlichen 4. Platz. Jürgen Hinrichs

Einsatz in Veendam. Gemeinsam mit seinem Emder Kollegen Jonas Uden

(links) und dem Niederländer Jeroen Vredevoogd (rechts) leitete Timo Daniel

das Spiel Veendam 1894 – VV Bellingwolde. Foto: Garen

derlanden und in der Kreisliga Aurich/Emden

vorgesehen.

Peter Bartsch


Frauenteams auch für die

jüngeren B-Juniorinnen öffnen

Der Vorstand des Fußballkreises Aurich appelliert an den NFV

Der Vorstand des Fußballkreises

Aurich ist der Meinung, dass

auch Spielerinnen des jüngeren B-

Juniorinnen-Jahrganges in Frauenmannschaften

spielen sollten,

wenn vor Ort keine andere Spielmöglichkeit

besteht. „Sonst gehen

uns diese Mädchen für den

Fußball verloren“, sagte Friedchen

Baumann, Vorsitzende des Frauenausschusses,

auf der jüngsten

Sitzung des Kreisvorstandes. Der

Fußballkreis Aurich appelliert an

den Niedersächsischen Fußballverband,

hier entsprechende Regelungen

zu erlassen.

Die Auswahlarbeit der

Mädchen wurde intensiviert, berichtete

Friedchen Baumann. Für

den Jahrgang 1996/97 gibt es am

Eine besondere Aktion verdient

eine besondere Auszeichnung.

Die Olympianer aus Laxten haben

ein vorbildliches Fußballprojekt

ins Leben gerufen und wurden

dafür im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung

vom Deutschen

Fußball-Bund geehrt.

Vor einem Jahr hatte die

Fußballabteilung des SV Olympia

Laxten Zuwachs bekommen. Die

neue Mannschaft nennt sich

„Lucky Löwen“. Kinder im Alter

zwischen sechs und 16 Jahren erhalten

hier die Möglichkeit, in einem

Sportverein das Fußballspielen

zu erlernen und sich in einem

Team zu integrieren.

Hermann Lüken, langjähriger

Olympianer, Ehrenvorstandsmitglied

im NFV-Kreis Emsland

6. Dezember ein Pflichtturnier in

der Halle. Diese Mädchen trainieren

derzeit alle 14 Tage. Als Erfolg

wertete Baumann, dass acht

Mädchen aus dem Fußballkreis

Aurich zu einer Auswahlmaßnahme

des Bezirks nach Westerstede

eingeladen wurden.

„Auch für die Jungen gibt es

regelmäßige Talentschulungen“,

sagte Lehrausschuss-Vorsitzender

Jann Saathoff. Trainingseinheiten

gebe es für die älteren F-Junioren

sowie für die jüngeren und älteren

E-Junioren. Drei Trainer kümmern

sich alle 14 Tage um diese

Talente. Saathoff möchte ein ehrgeiziges

Projekt anschieben: In

den nächsten fünf Jahren soll es

im Fußballkreis 100 neue Jugend-

Unterstützung für

die „Lucky Löwen“

Egidius Braun-Stiftung spendiert 1000 Euro

und Kuratoriumsmitglied der Egidius

Braun-Stiftung, hatte den

DFB auf die „Lucky Löwen“ aus

Laxten aufmerksam gemacht und

war sofort auf offene Ohren gestoßen.

Zwei Wochen vor der

Mitgliederversammlung überbrachte

NFV-Präsident Karl Rothmund

die gute Nachricht an den

1. Vorsitzenden des Fußballkreises

Emsland, Hubert Börger. „Der

DFB und der Niedersächsische

Fußballverband waren von den

Lucky Löwen so begeistert, dass

die Egidius Braun-Stiftung für dieses

tolle Projekt einen Betrag von

1.000 Euro zur Verfügung stellt“,

so der Kreisvorsitzende.

Bei den Lucky Löwen stehen

Stärken und Schwächen der Kinder

im Mittelpunkt des Gesche-

hens. In einer tollen Gemeinschaft

erlernen sie mit Spaß und ohne

Leistungsdruck das Fußballspielen,

werden so voll in den Verein

integriert, um auch das Vereinsleben

aktiv mitzugestalten.

Bezirk Weser-Ems

Siggi Eickhorst von der Krombacher Brauerei sprach

aus, was alle Anwesenden dachten: „Ein schönes Bild, wenn

ich das so sehe: Lauter Männer! Da kann man richtig Spaß

haben und sich auf das Wesentliche konzentrieren!“ – Mit

diesen Worten begrüßte Eickhorst die Finalteilnehmer des

Altherren- und Herren-Kreispokals der Saison 2008/09 im

Saal Rothert in Engter (Landkreis Osnabrück). Schließlich

freuten sich diese schon lange auf einen gemütlichen Abend

unter Gleichgesinnten. Gemeinsam mit Klaus Hülsmann

(rechts) und Egon Maschke (2. von links) vom Vorstand des

Fußballkreises Osnabrück-Land hieß Eickhorst die Altherrenmannschaften

vom Hagener SV, SV Kettenkamp, Blau-Weiß

Merzen und SV Hellern willkommen. Im Herrenbereich waren

neben Pokalsieger Blau-Weiß Merzen II auch die Mannschaften

von Blau-Weiß Hollage II und SC Glandorf erschienen,

welche bei der offiziellen Ehrung ebenfalls mit Urkunden

bedacht wurden. Prämien und „Flüssigwährung“ erhielten

die siegreichen Teams außerdem – die Höhe jeweils abhängig

von der Platzierung. In netter Atmosphäre genossen

die Fußballer bei Produkten aus dem Krombacher Sortiment

und dem „Krombacher Dreiklang“ das Beisammensein zum

Fachsimpeln und Feiern. Anita Lennartz

trainer mit Lizenz geben. Für diese

C-Lizenz-Lehrgänge werden noch

Sponsoren gesucht.

„Der Spielbetrieb im Seniorenbereich

läuft sehr gut“, freute

sich Theo Buß, Vorsitzender des

Spielausschusses. Zum Thema

Fairness erwähnte Buß, dass in

der Bezirksliga der SV Großefehn

als derzeitiger Tabellenzweiter in

der Fairnesswertung ganz oben

stehe. Dies gelte auch für Germania

Wiesmoor. Sowohl in der Tabelle

als auch in der Fairnesswertung

steht der Verein auf Platz

eins. Im Kreispokal stehen die

Halbfinalbegegnungen bereits

fest. Dort spielen SV Hage – SV

Großefehn II und FC Norden II –

SV Süderneuland.

318 Mannschaften nehmen

am Junioren-Spielbetrieb teil, sagte

Kreisjugendobmann Winfried

Neumann. Auch wenn das im

Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang

von rund sechs Prozent ist,

sind es immerhin noch 100

Mannschaften mehr als vor 20

Jahren. Die Vorbereitungen für

die Hallensaison sind derweil angelaufen.

Aus dem Schiedsrichterausschuss

berichtete Bernhard Priebe,

dass sich 57 Schiedsrichter an

den Leistungsprüfungen beteiligten.

Die talentierte Nachwuchs-

Spielleiterin Anke Hölscher (TuS

Westerende) leitete Kreisliga-Begegnungen

der Herren und konnte

sich auch beim Schiedsrichterinnen-Lehrgang

des NFV in Barsinghausen

positiv hervortun. Auf

Bezirksebene haben sich Stephan

Freericks (Germania Wiesmoor)

und Hanno Ulferts (TSV Holtrop)

für höhere Aufgaben empfohlen.

Hinrich Trauernicht

Hermann Lüken (links) und Hubert Börger (rechts) bei der Scheckübergabe

an die Vertreter der „Lucky Löwen“. Foto: Mecklenborg

Mit lautem Applaus bejubelten

die Mitglieder des SV Olympia

Laxten während der Scheckübergabe

durch Hubert Börger ihre

„Lucky Löwen“.

Gerd Mecklenborg

Dezember 2009 63


Bezirk Weser-Ems

64

Der Addi-Vetter-Cup wirft seine Schatten voraus. 27 Mannschaften

kämpfen Anfang Dezember noch um die Teilnahme an der traditionellen

Hallenfußball-Stadtmeisterschaft des Fußballkreises Osnabrück-

Stadt. Nach der Vorrunde am 5. Dezember findet eine Woche später, am

12. Dezember, in der Goetheringhalle die Hauptrunde des Qualifikationsturniers

statt, in der die letzten vier Teilnehmer für die Titelkämpfe ermittelt

werden. Vom 26. bis 30. Dezember werden dann wieder zahlreiche

Zuschauer in der Schlosswallhalle gespannt sein, ob es den klassentieferen

Mannschaften gelingt, dem amtierenden Titelverteidiger VfL Osnabrück

II (Foto) die Hallenkrone streitig zu machen. Foto: Peter Müller

Willehad

Laing.

Dezember 2009

Willehad

Laing †

Der NFV-Kreis Cloppenburg trauert

um seinen ehemaligen Kreisvorsitzenden

Willehad Laing, der am 8.

November, nur wenige Tage nach

seinem 86. Geburtstag verstorben

ist.

Der Verstorbene war lange Jahre im

Vorstand des Fußballkreises Cloppenburg

aktiv. Von 1975 bis 1978

übte er zunächst das Amt des stell-

vertretenden Vorsitzenden aus, bevor er 1979 zum Kreisvorsitzenden

gewählt wurde. Dieses Amt bekleidete der dem SV Hansa Friesoythe

angehörende Willehad Laing bis ins Jahr 1983. Der Fußballkreis

Cloppenburg und sein Verein werden dem Verstorbenen ein

ehrendes Andenken bewahren. Werner Busse

Erich Meenken (rechts), neu gewählter Vorsitzender des Fußballkreises

Delmenhorst, und Schriftführer Karl-Heinz Schwanghart (links) wurden

vom Stadtsportbund Delmenhorst mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Der Stadtsportbund mit seinem Vorsitzenden Heino Brackhahn

(Mitte) und der Geschäftsstellenleiterin Astrid Wiemer nahm die Einweihung

der neuen Geschäftsstelle des Stadtsportbundes zum Anlass, um mehrere

geladene Gäste im neuen Domizil in der Fischstraße zu einer sportpolitischen

Arbeitstagung mit dem Thema „Strukturen und Erscheinungsformen

des Rechtsextremismus – Unterwanderung des Sports durch Rechte“

willkommen zu heißen. In seiner Ansprache betonte Brackhahn, dass es sehr

schwer geworden sei, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden. Auch der Delmenhorster

Oberbürgermeister Patrick de LaLanne schloss sich den Worten

an und gratulierte den beiden Geehrten ebenso wie die Vorstandskollegen

aus dem NFV-Kreis Delmenhorst. Franz Koryciak

Schiedsrichter mit

Anlass zur Sorge

Mehr Unsportlichkeiten am Spielfeldrand

Nach dem ordentlichen Bezirkstag

traf sich der in seinem Amt

bestätigte Bezirksvorstand nun zu

seiner ersten Sitzung in Cloppenburg.

Der alte und neue Bezirksvorsitzende

Ferdinand Dunker zog

noch einmal ein positives Fazit des

Bezirkstages und dankte insbesondere

seinen Mitstreitern Theo

Christians und Werner Busse für

die hervorragende Vorbereitung.

Auch das im Oktober in Meppen

ausgetragene U 18-Länderspiel

zwischen Deutschland und Algerien

nahm mit einem überzeugenden

6:0-Sieg der deutschen

Mannschaft einen guten Verlauf.

Aus dem Spielausschuss berichtete

Vorsitzender Werner Busse,

dass der Bezirkspokal-Wettbewerb

der Altherren mittlerweile abgeschlossen

ist. Den Pokal gewann

das Team von Raspo Lathen durch

einen 4:1-Erfolg über Rot-Weiß

Damme. Die Lathener haben sich

damit für die Niedersachsenmeisterschaft

in Barsinghausen qualifiziert.

Die Vorsitzende des Frauenausschusses,

Sabine Lischewski,

konnte als Koordinatorin für das

DFB-Mobil bislang 65 Veranstaltungen

verbuchen. Der Tag des

Mädchenfußballs wird in den Jahren

2010 und 2011 jeweils in den

einzelnen Kreisen durchgeführt.

Vorgesehen ist hierfür zunächst der

20. Juni 2010.

„Überwintern“ in der Halle

311 Nachwuchsteams bestreiten

Punktrunde im NFV-Kreis Ammerland

Sehr viel Zeit und Mühe hat der

Kreisjugendausschuss zusammen

mit dem Geschäftsführer des

Fußballkreises Ammerland, Dieter

Schwengels, in die Vorbereitungen

zur Hallenpunktrunde 2009/2010

für die Ammerländer Fußballjugend

investiert.

Inzwischen rollt aber das runde

Leder in den Sporthallen des

Kreises. Den Startschuss gab es für

die E-Junioren in Petersfehn, abgeschlossen

wird das Hallenspektakel

am 14. März 2010 in Metjendorf,

wenn die F-Junioren ihren Hallenkreismeister

ermitteln.

Alle Altersklassen von den Abis

F-Junioren sind besetzt. Zudem

finden Hallenspiele ohne Punktewertung

für die Minis statt. Die

Mädchen starten bei den B-, Cund

D-Juniorinnen. Die Schiedsrichter

für die A-, B-, C- und D-Junioren

sowie für die B- und C-Juniorinnen

werden vom NFV-Kreis

Ammerland gestellt. Für die End-

Auch im Juniorenbereich

steht in Kürze ein wichtiger Termin

an, wie Bezirksjugendobmann Dieter

Ohls zu berichten wusste. So

wird am 13. und 14. Februar 2010

in Friedrichsfehn (Kreis Ammerland)

die Niedersächsische Futsal-

Meisterschaft für C- und B-Junioren

durchgeführt.

Schiedsrichterobmann Georg

Winter und seine Ausschussmitglieder

müssen angesichts der zunehmenden

Wettbewerbe eine erhöhte

Anzahl an Ansetzungen vornehmen.

Insgesamt 5.032 Spiele

gilt es in der Saison zu besetzen.

Sorgen bereiten den Schiedsrichtern

die vermehrt zu beobachtenden

Unsportlichkeiten am Spielfeldrand.

So musste im Laufe der

Saison 2009/2010 bereits eine Vielzahl

an Strafen gegenüber Trainern

und sonstigen Mannschaftsverantwortlichen

ausgesprochen werden.

Diesen Eindruck bestätigte auch

Reinhard Friedrich vom Sportgericht.

Während es zum gleichen

Zeitpunkt in der Vorsaison erst vier

Verfahren gab, stehen nunmehr

bereits 16 Sportgerichtsverfahren

zu Buche, wobei eine erhöhte Aggressivität

gegenüber den Unparteiischen

zu erkennen sei.

Noch nicht abschließend entschieden

hat der Bezirksvorstand

über die Einrichtung eines Spesenpools

für die Schiedsrichter-Kosten

in der Bezirksoberliga.

Peter Bartsch

runden werden ebenfalls Unparteiische

vom Kreis aufgeboten.

Erfreulich ist auch dieses Mal,

dass alle sechs Ammerländer Gemeinden

verschiedene Hallentermine

für die Fußballjugend zur Verfügung

gestellt haben. Zusagen

hat der Kreisverband für insgesamt

106 Hallentermine, die sich auf die

Gemeinden Rastede, Wiefelstede,

Bad Zwischenahn, Edewecht, Apen

und Westerstede verteilen.

Die Ammerländer Vereine haben

insgesamt 311 Mannschaften

für die Punktrunde in der Halle gemeldet.

Dabei sind die D-Junioren

mit 63 Teams am stärksten vertreten.

Der weibliche Nachwuchs ist

mit insgesamt 26 Teams repräsentiert.

Alle Verantwortlichen hoffen

auch dieses Mal auf viele interessante,

spannende und faire Spiele

sowie viel Spaß für die Nachwuchskicker,

die immer wieder gern in

der Hallenrunde „überwintern“.

Jürgen Hinrichs


Trauer um

Peter Schökel

Der FC Rot-Weiß Sande-Cäciliengroden trauert um seinen 1. Vorsitzenden

Peter Schökel, der am 7. November nach schwerer

Krankheit im Alter von nur 52 Jahren verstorben ist.

Der seinerzeit aus Heidmühle gewechselte Schökel war in Sande-

Cäciliengroden zunächst lange Jahre als Trainer der A-Jugend

tätig und übernahm während der Saison 2004/05 zusätzlich das

Traineramt der ersten Herren. Im Februar 2007 wurde er zum

1. Vorsitzenden des FC Rot-Weiß Sande-Cäciliengroden gewählt

und widmete sich sofort voller Tatendrang seiner neuen Aufgabe.

So gehörte es zu einer seiner ersten Amtshandlungen, seinen

Nachfolger und heutigen Trainer der ersten Herren zu verpflichten

und damit den Grundstein für den Erfolg der letzten zwei

Spielzeiten zu legen.

Nicht nur auf Grund seines Amtes, sondern vor allem wegen seiner

Fußballverrücktheit war der Verstorbene ständig in seinem

„zweiten Zuhause“ – auf dem Sportplatz – anzutreffen. Neben

seines Einsatzes beim FC Rot-Weiß war er zudem lange Zeit in

verschiedenen Funktionen im Tennisverein Sanderbusch tätig, unter

anderem auch dort im Vorstand.

Mit Peter Schökel verliert der Verein nicht nur seinen Vorsitzenden

und guten Freund, sondern auch einen Menschen, der sofort

und jederzeit mit Hilfe zur Seite stand. In den vergangenen Jahren

kämpfte Peter Schökel gegen seine schwere Krankheit an, jedoch

verlor er diesen Kampf letztlich ein halbes Jahr vor seiner Pensionierung

bei der Marine. Die Trauer und das Mitgefühl des Vereins

und des Fußballkreises Friesland gelten vor allem seiner Familie.

Mirco Visscher

Frank Willenborg referierte. Einmal im Monat treffen sich

die Schiedsrichter des Fußballkreises Osnabrück-Stadt zum Belehrungsabend

in der Gaststätte Klatte. Diesmal war Zweitliga-Schiedsrichter

Frank Willenborg als Gastreferent eingeladen. Der in Osnabrück wohnende

und für den SV Gehlenberg (Kreis Cloppenburg) pfeifende Realschullehrer

stand seinen Osnabrücker Kollegen einen Abend lang ausführlich

„Rede und Antwort“. Die über 60 anwesenden Unparteiischen waren

äußerst angetan von den überzeugenden Argumenten über das Schiedsrichterleben

und den Fußball. Willenborg machte deutlich, dass ein guter

Schiedsrichter körperliche Fitness und komplettes Regelwissen als Grundvoraussetzung

mitbringen sollte. Der Osnabrücker Schiedsrichter-Lehrwart

Markus Büsing (links) bedankte sich anschließend bei seinem Gast,

für den Zuverlässigkeit, Fairness und die Liebe zum Fußball nicht nur leere

Worte sind. Peter Müller

Bezirk Weser-Ems

Der FC Rastede aus dem Kreis Ammerland hat erfolgreich am

DFB-Vereinswettbewerb teilgenommen. Zentrale Gedanken dieses Wettbewerbs

waren die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und

Vereinen, Mädchen und Frauen das Fußballspielen zu ermöglichen und das

Thema „Fußball kennt keine Grenzen“, wobei hier die Förderung des Fußballsports

für die älteren Fußballspieler im Fokus stand. Alle diese Anforderungen

hatte der FC Rastede erfüllt, wobei sich insbesondere Waltraud

Willeke aus dem Vorstand des FCR beispielhaft engagierte. Aus den Händen

des Kreisvorsitzenden Wolfgang Mickelat (links) nahm der Vereinsvorsitzende

Harm Steusloff freudig die Urkunde und einen Gutschein über

200 Euro entgegen. Dieser Gutschein wird nun beim DFB-Fanshop eingelöst

und kommt in Form von Bällen für die G-Minis zum FC Rastede zurück.

Natürlich wird der Klub auch am nächsten Wettbewerb teilnehmen. Dann

gibt es sogar Eintrittskarten zu Länderspielen, Karten für das DFB-Pokalendspiel,

ein Spiel gegen eine Junioren-Nationalmannschaft, ein Training

mit DFB-Trainern, Trainingscamps in DFB-Sportschulen, Trikotsätze, Ausrüstungsgutscheine

und Fußbälle zu gewinnen. Jürgen Hinrichs

Schiedsrichter-Pass

für 22 Anwärter

Entspannung für Ansetzer im Kreis Emden

Teilnehmer sorgten für eine

24Rekordbeteiligung beim

jüngsten Schiedsrichter-Anwärter-

Lehrgang im Fußballkreis Emden.

22 von ihnen konnten am Ende

den begehrten Schiedsrichter-Pass

aus den Händen von Prüfer Udo

Tergast (Leer) in Empfang nehmen.

Emdens Schiedsrichterlehrwart

Stefan Buse, der die Lehrgangsteilnehmer

umfassend auf

die Prüfung vorbereitet hatte,

zeigte sich mit der durchschnittlichen

Fehlerzahl von 2,32 am Ende

sehr zufrieden. Wie in den Vorjahren

hatten auch dieses Mal wieder

überwiegend junge Fußballer den

Weg zur Schiedsrichter-Vereinigung

gefunden. Immerhin fünf

Unparteiische im Alter von über

18 Jahren sorgen nun auch für eine

erhöhte Anzahl von Spielleitern

für den Herrenbereich. „Damit

lässt es sich auch für den Ansetzer

wieder etwas entspannter arbeiten“,

freute sich auch Schiedsrichterobmann

Bernd Garen über den

zahlreichen Zuwachs. Seit Saisonbeginn

sind regelmäßig drei bis

vier Gespanne pro Wochenende

höherklassig unterwegs, so dass

es in den unteren Spielklassen des

kleinen Fußballkreises Emden zuletzt

häufiger zu personellen Engpässen

gekommen war.

Auch im Frauenbereich hofft

der Schiedsrichterausschuss nun

auf eine spürbare Belebung,

schließlich haben gleich vier

weibliche Teilnehmerinnen im Alter

zwischen 16 und 19 Jahren

den Lehrgang mit einer größtenteils

fehlerlosen Prüfung erfolgreich

absolviert. Beim traditionellen

ARAG-Jung-Schiedsrichter-

Turnier Anfang Januar in Cloppenburg

wird der Kreis Emden

gemeinsam mit dem Kreis Leer

erstmals auch eine Frauenmannschaft

ins Rennen schicken.

Über eine erfolgreiche Prüfung

freuten sich: Edda Akkermann,

Christin Graefe, Christina

Kuiper, Yvonne Patt, Daniel

Wiens (alle SV Petkum), Hanna

Silvia Klinkhart (TB Twixlum), Ralf

Asche (SV Leybucht), Ardiellz

Shabanaj, Roman Dirksen, Matthias

Weber, Nils Rahe, Marcel

Wies (alle Kickers Emden), Nils

Bagger (FT 03 Emden), Thorsten

Boomgarden (FC Loquard), Reik

Christians (FA Wybelsum), Marcel

Hieronimus (SuS Emden), Ulrich

Iwwerks (SpVgg Upleward), Tammo

Kasten (Frisia Emden), Joachim

Patzelt (Amisia Wolthusen),

Jonas Petersen (TuS Pewsum),

Holger de Vries (SF Larrelt) und

Hinrich Westermann (RW Emden).

Peter Bartsch

Dezember 2009 65


Amtliche Bekanntmachungen

66

15. Dezember bis

15. Januar

Jürgen Stebani,

Vorsitzender des Verbandsspielausschusses,

feiert am 21. Dezember

seinen 59. Geburtstag.

Hennig Hofmann,

Ehrenmitglied des NFV,

wird am 26. Dezember

84 Jahre alt.

Johann Schön,

Vorsitzender des NFV-

Kreises Leer, feiert am

30. Dezember seinen

66. Geburtstag.

Bernd Gerdes,

Vorsitzender des NFV-

Kreises Bentheim, wird

am 31. Dezember 66

Jahre alt.

Karl-Heinz Ockenga,

Vorsitzender des NFV-

Kreises Wittmund, feiert

am 7. Januar seinen 61.

Geburtstag.

Paul-Reinhard Schmidt,

Vorsitzender des NFV-

Kreises Stade, wird am

14. Januar 67 Jahre alt.

Dezember 2009

Geburtstage

Redaktionsschluss

für die nächste

Ausgabe der

Amtlichen

Bekanntmachungen

ist der

7. Dezember 2009

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7,32 x 2,44 m, Tortiefe 1,50 m

Stück D1310.-

Preise inkl. gesetzl. MwSt., keine Frachtkosten.

Bitte fordern Sie kostenlos unsere Sonderkataloge an.

HANS-JOACHIM KREUSCHNER

Grüner Weg 18 · 30900 Wedemark

Tel. 05130-58 67-0, Fax 05130-5867-29

Hotline Mo. bis Do. von 8.00 bis 19.00 Uhr

Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr

www.sportartikelvertrieb.de

www.fussballtore.com

Sportschul-Termine

30. November bis 20. Dezember 2009

Trainerausbildung

Mo. 30.11. bis Fr. 4. Ausbildung Trainer C Breitenfußball, Teil 1

Mo. 7. bis Mi. 9. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mo. 14. bis Di. 15. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Mo. 14. bis Mi. 16. Fortbildung Trainer C Breitenfußball

Mi. 16. bis Do. 17. Fortbildung Trainer C Leistungsfußball

Talentförderung

Fr. 11. bis So. 13. U 20-Frauen-Sichtungslehrgang

U 15-Mädchen-Gemeinschaftslehrgang mit FV Berlin

Fr. 18. bis So. 20. U 16-Junioren-Auswahllehrgang

U 15-Junioren-Auswahllehrgang

U 14-Junioren-Auswahllehrgang

Verbandsmitarbeiter

Do. 3.

Schiedsrichter

Verbandslehrausschusssitzung

Fr. 4. bis Sa. 5. Lehrgang für Schiedsrichter-Regionalbeauftragte

Externe Gäste

So. 6. bis Fr. 11. B-Lizenzlehrgang Handballverband Niedersachsen

Mo. 14. bis Mi. 16. U 16-Juniorinnenlehrgang des DFB

Die Redaktion des Fußball-Journal

wünscht allen Leserinnen

und Lesern ein

frohes Weihnachtsfest

und einen guten Start

ins neue Jahr.

Aufnahmegesuch

Der Verein 1. Hallen-Fußball-Club Hannover (Freizeitsportverein),

vertreten durch Oliver Paske, Welfenstr.

12, 30161 Hannover/NFV-Kreis Hannover-Stadt, bittet um

Aufnahme in den Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung

innerhalb von vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt

werden. Karl Rothmund, Präsident

Geschlossen: Zwölftägige Winterpause über Weihnachten

und Neujahr in den Einrichtungen des Niedersächsischen

Fußballverbandes: Die Sportschule und die

NFV-Verwaltung bleiben vom

23. Dezember 2009 bis 3. Januar 2010

geschlossen.

Redaktionsschlusszeiten 2010

für das Fußball-Journal Niedersachsen

Ausgabe Redaktionsschluss Erscheinungsdatum

Januar 2010 7. Dezember 2009 31. Dezember 2009

Februar 2010 11. Januar 2010 29. Januar 2010

März 2010 8. Februar 2010 26. Februar 2010

April 2010 15. März 2010 1. April 2010

Mai 2010 12. April 2010 30. April 2010

Juni 2010 10. Mai 2010 28. Mai 2010

Juli 2010 14. Juni 2010 2. Juli 2010

August 2010 12. Juli 2010 30. Juli 2010

September 2010 9. August 2010 27. August 2010

Oktober 2010 13. September 2010 1. Oktober 2010

November 2010 11. Oktober 2010 29. Oktober 2010

Dezember 2010 8. November 2010 26. November 2010

Januar 2011 13. Dezember 2010 31. Dezember 2010

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

Telefax (0 51 71) 92 93 97

E-Mail: k.satzschick@arcor.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung übernommen.

Rücksendung erfolgt nur,

wenn Rückporto beiliegt.

Artikel, die mit dem Namen des

Verfassers gekennzeichnet sind,

stellen nicht unbedingt die Meinung

des Niedersächsischen Fußballverbandes

oder der Journal-Redaktion

dar.

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