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2 Vorwort Organspende Nur 12% der Deutschen haben einen Organspendeausweis. Wir hoffen, dass der Artikel auf Seite 12 eine Hilfestellung zur Entscheidung bietet. Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ich freue mich Ihnen sagen zu können, dass wir im vergangenen Jahr viele unserer großen und kleinen Ziele und Meilensteine erreicht haben. Ein elementares Ziel für den gesamten Konzern ist immer die Leistungs- sprich Erlössituation. Hier wurden unsere Erwartungen übertroffen und wir haben mehr als 2.500 Casemixpunkte erreicht. Diese Leistung war möglich, weil wir uns in den vergangen Jahren breiter aufgestellt und unser medizinisches Angebot vergrößert haben. Einen weiteren Beitrag hat die Markterweitung in die Gebiete Westliches Berlin und West-Brandenburg geleistet. Wir konnten im vergangenen Jahr eine Steigerung der Patientenzahlen aus diesen Gebieten verzeichnen. Darüber hinaus haben wir gezielt in die Infrastruktur unseres Hauses investiert wie Saniert und verschönert Unsere Poliklinik hat sich gemausert. Einige Bilder und Infos über die Umbauten gibt es auf Seite 7. zum Beispiel die Aufnahmestation, das Ambulanzzentrum und die neue Poliklinik. An dieser Stelle möchten wir uns als Klinikumsleitung bei jedem Einzelnen von Ihnen bedanken. Dank des persönlichen Engagements und des Einsatzes durch Sie – unsere Ärzte, Pflegekräfte, dem Funktionsdienst und allen anderen Mitarbeitern des Klinikums und der Tochtergesellschaften – konnten wir diese Leistung erbringen und unsere Ziele erreichen. Gemeinsam haben wir viel bewegt – und darauf können wir sehr stolz sein. Nur Zusammen können wir die Zukunft unseres Gesundheitsparks gestalten. Steffen Grebner Geschäftsführer MKG in Indien Arbeit im Urlaub kann sehr erfüllend sein. Ein Bericht von Dr. Teltzrow über seinen jährlichen Einsatz mit interplast in Indien auf Seite 15.


Schon mal darüber nachgedacht ... was es mit der Organspende und einem Organspendeausweis auf sich hat? 70% aller Deutschen haben sich laut einer Umfrage schon eine Meinung zu diesem Thema gebildet. Aber nur 12% von ihnen haben diese Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentiert. Dies können Sie nun nachholen – den Ausweis zum Ausschneiden finden Sie in dieser Ausgabe! Eingefangen: Wir waren mit der Kamera unterwegs, um für Sie ein paar Impressionen von unserer verschönerten Poliklinik sowie dem neu gestalteten Innenhof zwischen den Gebäuden F und L einzufangen. Das Caffè Dallucci lädt im Erdgeschoss der Poliklinik – bei den aktuellen arktischen Temperaturen – mit einer guten Tasse Kaffee zum Verweilen ein. Und wenn es wieder wärmer geworden ist, und der Schnee dem Frühling weichen musste, ist der schöne Innenhof sicherlich nicht nur ein Anziehungspunkt für spielende Kinder. Und selbstverständlich wünschen wir Ihnen auch noch einen guten Start in das Neue Jahr 2010. Gute Vorsätze gefasst? Vielleicht tragen Sie sich ja schon eine Weile mit dem Gedanken, bei der mittendrin-Redaktion einzusteigen. Dann wäre jetzt doch ein guter Zeitpunkt dafür! Wir freuen uns auf Sie. Viel Spaß beim Lesen dieser ersten Ausgabe in 2010 wünscht stellvertretend für das Redaktionsteam Damaris Hunsmann In Bewegung Inhalt Die Umstrukturierung der Servicegesellschaft 4 Saniert und verschönert Unsere „neue“ Poliklinik 7 Das Endokrinium, der Stoffwechsel, Systemische Erkrankungen und anderes 8 Neu und gut Das neue Intranet macht vieles leichter 10 Leitungsebene in Klausur 11 Medizin & Pflege Eine Entscheidung treffen! Organ und Gewebespende im Überblick 12 Sterilisiert – aber Kinderwunsch? Refertilisierung heißt hier das Zauberwort 14 Chefarzt im Kloster Operationen in Indien 15 Was ist eigentlich ... … das Medizincontrolling? 16 Kurz notiert „Aktion Saubere Hände“ auch im Klinikum 17 Wunsch erfüllt Der neugestaltete Innenhof F/L 17 Persönlich Gesundheitsberatungskompetenz 18 Verabschiedung Dr. Herrmann 18 Das SPZ unter neuer Leitung 18 Termine 18 Jubilare 18 Neue Leiterin im Schreibbüro 19 Unsere gewählten Aufsichtsratmitglieder 19 3


4 In Bewegung Die Servicegesellschaft im Gesundheitspark Ernst von Bergmann wird „neu gestrickt“. Wir berichten über die neue patente Strickweise. Die Umstrukturierung der Servicegesellschaft Neu, anders und deutlich besser Die Servicegesellschaft, am 1.01.06 als Tochter der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH gegründet, befindet sich zur Zeit in einem Prozess der Umstrukturierung und Neuorganisation. Einige Bereiche kommen aus dem „Kerngeschäft“ des Klinikums hinzu, etwas geht wieder zur „Mutter“ zurück. Mittendrin hat sich für Sie Klarheit verschafft. Hintergründe Die Neustrukturierung der Servicegesellschaft folgt der Logik der „tertiären Prozesse“. Um über tertiäre Prozesse und Dienstleistungen sprechen zu können, ist es notwendig, diese zu definieren und von den Kernprozessen im Krankenhaus abzugrenzen. Die Tätigkeiten im Klinikum und seinen Töchtern können in drei Bereiche aufgeteilt werden: Primärprozess • Leistungen direkt am Patienten Sekundärprozess • Leistungen indirekt am Patienten Tertiärprozess • Leistungen für den Patienten Als Primären Prozess, also den „wichtigsten“, versteht man die Therapie und Pflege direkt am Patienten. Sekundäre Prozesse beschreiben z.B. Laborleistungen oder radiologische Untersuchungen, also Handlungen indirekt am Patienten. Schließlich gibt es noch die tertiären Prozesse. Diese finden losgelöst vom Patienten statt. Typische Beispiele sind Logistische Prozesse (Ver- und Entsorgung, Patientenbegleitdienst, Botengänge), Schreibarbeit oder auch der Einkauf. In einer früheren Ausgabe stellten wir Ihnen den Bereich Einkauf vor und sprachen von ihm als einem Nebengeschäft. Die tertiären Prozesse sind eben diese Nebengeschäfte. Es steht jedoch außer Frage: Diese Tätigkeiten bilden die Basis bzw. sind die Voraussetzung dafür, um ein Krankenhaus und die Behandlung von Patienten zu gewährleisten. Ziel Am Ende der Neuorganisation der Servicegesellschaft sollen alle tertiären Prozesse des Facilitymanagements gebündelt sein. Der Kerngedanke dahinter: was im Klinikum Nebengeschäft ist, ist hier Hauptgeschäft. „Indem wir unsere Kernkompetenzen in der Servicegesellschaft stärken, können wir auch die Servicequalität anheben“, so Peter Koske dazu. Peter Koske ist seit Oktober 2009 kaumännischer Leiter der Servicegesellschaft (mehr auf Seite 6). Die Dienstleistungen sonstiger Art, die sich derzeit in der Struktur der Servicege- sellschaft befinden, werden zukünftig aufgeteilt; einige Leistungen finden in der „Mutter“, also im Klinikum statt (Beispiel: Gesundheits- und Krankenpflegehelfer, Pharmazeutisch-technische Assistenten oder OP-Schwestern-/Pfleger), andere verbleiben in der Servicegesellschaft (Beispiel: Serviceassistenten – Pflegerische Hilfskräfte, Mitarbeiter Empfang, Medizinische Schreibkräfte). Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Reorganisation ist die vollständige Integration folgender Bereiche: Zentrale Sterilgutversorgung, Allgemeiner Service, Transport, Objektverwaltung, Einkauf/ Lager, die Bauplanung, die Betriebstechnik, Stationsservice sowie das Callcenter mit Logistikleitstelle. Die Verwaltung verbleibt im Klinikum, da sie – neben den Datenschutzgründen – „hoheitliche Aufgaben“ übernimmt. Nutzen der Umstrukturierung Für die Servicegesellschaft ist es wichtig, die Prozesskosten zu reduzieren. Um dies zu erreichen, steht zu Anfang die Analyse der bestehenden Struktur. Sie liegt der gesamten Neuorganisation zu Grunde und ermittelt, wo die Schwachstellen von Arbeitsprozessen liegen. Am Ende der Analyse steht dann die Erkenntnis, wie Arbeitsabläufe koordiniert werden können, um zu einer besseren Organisation und einer besseren Auslastung von Ressourcen zu gelangen. Nach diesem Schema wird in der Servicegesellschaft gearbeitet.


Beispiel Blutrunde Im Klinikum wird zur Zeit einmal täglich die sogenannte „Blutrunde“ (ein so genannter Regeltransport) durchgeführt. Dabei werden feste Punkte zu festen Zeiten auf den Stationen angefahren, um das Blut abzuholen und am Ende ins Labor zu bringen. Die Logistik hat diese Runde so geplant, dass kürzeste Wege entstehen und damit die schnellste Abwicklung erfolgen kann. Gibt es nun notwendige spontane Transporte, die die einzelnen Stationen beim Disponenten anfordern, sind dies Einzeltransporte, die durch Boten realisiert werden. Die Logistik-Leitstelle kann mit Unterstützung der Transportsteuerungssoftware „LOGBUCH“ ermitteln, ob es längerfristig sinnvoll ist, eine weitere „Blutrunde“ als Regeltransport anzubieten, so dass die sich häufenden Spontantransporte entfallen. Beide Seiten können hierbei gewinnen: die Servicegesellschaft schont ihre Ressourcen (also nicht 10 Einzeltransporte, Ges.- und Kranken- Pflegehelfer Diätassistenten Dipl.- Ökotrophologin Dipl. Sozialarbeiter/pädagoge Krankengymnasten Logopäde Med.-Fachangestellte Med. Sektionsund Präparations- Assistenten MTFA MTLA MTRA PTA Study Nurse Ergotherapeut Ges.- und Kranken- Pflegehelfer (Fkt.-Dienst) OP- Schwester OTA Verwaltungsdienst Aufbereitung von industriellen Sterilgütern nach MPG Schreibdienst Strategischer Einkauf Operativer Einkauf Zentr. Waren- Annahme Lager BT sondern 1 geplanter Regeltransport) und die Stationen haben einen weiteren planbaren Termin. In der Gesamtheit führen beide Optimierungen zu einer Kostensenkung auf Konzernebene. Zweiter Nutzen der Umstrukturierung: Erhöhung des Servicegrads für das Klinikum. Die Servicegesellschaft wird durch Optimierung der Abläufe die Quantität und Qualität der Arbeitsprozesse steigern. Durch neue Informationen der Servicegesellschaft an die Auftraggeber – also an die Stationen und Funktionsbereiche – über die Reaktionszeit (time to react) und die Beauftragungszeit (time to fix) werden die Leistungen transparenter. Und die Prozesse werden für die Stationen und Funktionsbereiche besser planbar. Beispiel Schreibbüro Das Schreibbüro, seit 1. November unter der Leitung von Frau Wenke Rühl (mehr dazu auf der Seite 19), hat die Aufgabe, die diktierten Schreibarbeiten termingerecht zu erstellen und dann zurück zu Geplante Struktur der Service GmbH (Stand: 13.10.09) Dienstleistungen sonstiger Art (läuft in der Struktur der Service GmbH aus) ZSVA Allg. Service Geschäftsführung, Herr Grebner Kaufmännischer Leiter, Herr Koske Leiter FM und Logistik, Herr Uebe Einkauf/ Lager Transport Bauplanung Patiententransport Kraftfahrt Gütertransport Wäscheversorgung Poststelle und Kopierdienst OP-Hilfstätigkeiten Projektsteuerung Planungen nach HOAI Bauleitung Instandhaltungs-Planung Zuarbeit zum Wirtschaftsplan Raum- und AnlagenmanagementFeuerwehrpläne A/E- Bilanzen Statik Betriebstechnik Sicherstellung des Betriebs sämtl.Technischer Anlagen Planungs-und Bauleitungs- Tätigkeiten sowieInstandhaltungen für H/L/S/Klima/ ELT/MSR/Aufzüge/Allg. BT/ Schlüsselverwaltung Instandhaltungs-Planung Zuarbeiten für Anlagenmanagement Koordination der Handwerkerleistungen In Bewegung senden. Die Kassetten sollen zukünftig durch Einführung von Regeltransporten durch den Botendienst in das Schreibbüro gebracht werden. Für die Zukunft ist eine digitale Übermittlung der Diktate geplant, was wiederum die Schnelligkeit erhöht und Transportressourcen schont. Die Arbeitsabläufe des Schreibbüros, wie sie zur Zeit in Planung sind: Der Auftragseingang der Kassetten wird zentral erfasst, ebenso die Dauer bis zum Beginn und Erledigung der Schreibtätigkeit. Es erfolgt eine Rückmeldung, wann mit der Fertigstellung gerechnet werden kann. Das Schreibbüro wird zusätzlich Zeitfenster und Kosten definieren, die dem Auftraggeber zukünftig in Rechnung gestellt werden. Hierzu ebenfalls ein Beispiel: • Wenn das Band am Vormittag eingeht, wird es noch am selben Tag bis 17 Uhr fertig gestellt. Es wird eine Pauschale berechnet. Objektverwaltung Möbelausstattung Veranstaltungs- Service Mietwohnungen Gästezimmer Schülerwohnheim Fundsachen Nachlass Gewerbemiet- Verträge Umzüge Hausmeister- Service Aussenanlagen/ Koordination Wachschutz/ Geldtransporte Stationsservice Stations- Service Empfang und Rezeption Fortsetzung Seite 6 Assistent PW Assistent FIRE Energetiker Sekretariat Reinigung Unterhaltsreinigung Glasreinigung OP- Reinigung Desinfektion/ alle Klassen Reinigung mit Desinfektion Baureinigung 5


6 In Bewegung Unsere Disponenten, die Schlüsselverwaltung und der Empfang – alles Bereiche der Servicegesellschaft. • Wenn ein Band als Schnellschreibauftrag eingeht, wird es innerhalb von 3h mit einem noch zu definierenden Preisaufschlag geschrieben (innerhalb der Geschäftszeiten). Der Nutzen für die Ärzte: Sie können exakt planen, wann sie die Schriftstücke in den Händen halten können. Der Nutzen für das Klinikum: zeitnahe Entlassungen der Patienten sind durch eine schnelle Fertigstellung der Epikrisen möglich. Der dritte und letzte Nutzen ist die mögliche Kundengewinnung am freien Markt durch den Aufbau von Kernkompetenzen. Beispiel Betriebstechnik und Reinigung Eine Kundengewinnung am freien Markt ist z.B. geplant im Bereich der Betriebstechnik. Hier verfügt das Klinikum über ein hohes Maß an Wissen – speziell im Bereich Brandschutzklappen und Meldesysteme. Die Nachfrage in der Region, insbesondere von Unternehmen, ist immens. Durch Schulungen und Weiterbildungen wird die eigene Kompetenz noch gestärkt, dann soll die Markteinführung kommen. Die Reinigungskräfte der Servicegesellschaft übernehmen jetzt schon die Reinigung für die Pro Potsdam GmbH. Fazit Die mit den einzelnen Punkten erreichte Effizienzsteigerung wird an das Klinikum, die „Mutter“, weitergegeben – wenn günstiger gearbeitet wird, können die hausin- Vorstellung von Hr. Koske Peter Koske ist seit 1. Oktober 2009 Kaufmännischer Leiter und Prokurist der Servicegesellschaft. Die alleinige Prokura von Ingrid Manecke ist somit in eine Gemeinschaftsprokura umgewandelt worden. Die Geschäftsführung hat weiterhin Steffen Grebner inne. Die Stelle eines kaufmännischen Leiters war notwendig geworden, um den gestiegenen Anforderungen an die Leitung der Servicegesellschaft gerecht zu werden. Herr Koske schloss im Februar 2000 sein Wirtschaftingenieurstudium an der FHTW Berlin ab. Er ist seit April 2003 im Klinikum tätig. Als Controller hat er den Bereich Medizincontrolling mit aufgebaut. ternen Preise sinken. Im ‚Service Level Agreement’ zwischen der Servicegesellschaft und dem Klinikum sind Regelungen u.a. über zu liefernde Leistungen und den Umfang der Tätigkeiten sowie die Preise festgehalten. Jeder Auftrag, der intern ausgelöst wird, verursacht Kosten. Halten sich alle Mitarbeiter an Vereinbarungen und gehen sorgsam mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen um, kann das gesamte Klinikum - einschließlich aller Töchter - Prozesskosten schonen. Dadurch werden Mittel z.B. für neue Geräte, Umbauten und vor allem für Personal frei. Und wenn serviceorientierter gearbeitet wird, bemerken dies auch unsere Patienten. Auch das ist ein wichtiges Ziel der Servicegesellschaft. td Er ist verheiratet, hat ein Kind und wohnt in Stahnsdorf.


Saniert und verschönert Unsere neue Poliklinik Die Poliklinik ist von Grund auf erneuert worden: Der Eingangsbereich wurde vollständig umgestaltet und inzwischen in Betrieb genommen. Es gibt nun einen zentralen Empfangsbereich in der Ebene 0, der offen und ansprechend gestaltet ist. Nicht nur der Haupteingang befindet sich jetzt in der Ebene 0, auch viele Einrichtungen sind hausintern umgezogen. Die Praxis der Psychotherapeutin Frau Spitz ist im Zuge des Umbaus in die Ebene 3 im Flügel des Cafés umgezogen. Neben der Sanierung vieler Praxen und der Schaffung neuer Flurbereiche ist die Poliklinik mit einem neuen Leitsystem und Beschilderungskonzept ausgestattet worden. Neugierig geworden? Schauen Sie doch auf einen Kaffee im Caffè Dallucci vorbei. Er soll sehr gut schmecken... Rheumatologische Praxis Dr. Jana Naumann Der Grundriss der umgebauten Eingangsebene der Poliklinik Podologisches Institut Kniesche Horus Apotheke Caffè Dallucci EINGANG In Bewegung Firma Klaper Hörgeräteakustiker, Optiker Friseursalon Marlies Wilke 7


8 In Bewegung Das Endokrinium, der Stoffwechsel, Systemische Erkrankungen und anderes Aus der Arbeit der Klinik für Nephrologie und Endokrinologie/Diabetologie, Zentrum für Innere Medizin Starten wir mit der schwierigsten Frage: Welche der zahlreichen Fakten und Informationen, die die leitende Oberärztin Dr. Sabine Schnatter, der leitende Oberarzt PD Dr. Hartmut Tillil, Mitarbeiter der Stationen ENK und NEP, der frühere Abteilungspfleger Mario Vollert sowie das Medizincontrolling in Gesprächen vermittelt haben, können in diesem Artikel untergebracht werden? Endokrinologie Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) erklärt: Das Endokrinium hat sich zusammen mit dem Nervensystem in der Evolution als Integrationsmechanismus herausgebildet, der die Kommunikation zwischen Zellen ermöglicht. Genauso wie alle Organe über das Nervensystem miteinander in Verbindung stehen, sind sie auch über das Endokrinium miteinander verbunden. Der Terminus „endokrin“ beschreibt die Freisetzung von Botenstoffen in die Blutbahn. >> Endokrinologie ist die Wissenschaft und Lehre von der Funktion der Drüsen mit innerer Sekretion, den Hormonen sowie deren Krankheitsbildern. > Nephrone sind die kleinsten funktionellen Untereinheiten der Niere. Daher leitet sich die Bezeichnung Nephrologie für die Nierenheilkunde ab.


der Knochensubstanz, Nierensteine und Verkalkungen der Blutgefäße auf – ein Beispiel für die komplexen Ursache- Wirkungs-Zusammenhänge bei systemischen Erkrankungen. Die Therapie bestimmter Krankheitsbilder kann durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse über solche Zusammenhänge geradezu revolutioniert werden. Dr. Schnatter berichtete von wichtigen Erkenntnissen über Krankheitsursachen, die in den letzten Jahren z. B. erst durch Genforschung möglich wurden. So konnte belegt werden, dass für bestimmte Nierenerkrankungen, an der auffällig häufig Niere bindegewebige Nierenkapsel Nierenhilum: Nierenarterie Nierenvene Harnleiter (Ureter) Formen des Nierenbeckens Nierenrinde Nierenkelche Nierenbecken Harnleiter die Mitglieder einer Familie litten, Genveränderungen verantwortlich sind. Solche Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten der Therapie, ermöglichen bessere Früherkennung und Prävention. Prävention hat für Dr. Schnatter und Dr. Tillil elementare Bedeutung, um schwere Erkrankungen zu verhindern. So ist die verstärkte Nutzung der Phasenkontrastmikroskopie zur Frühdiagnose von Nierenerkrankungen persönlichem Engagement der Oberärztin zuzuschreiben. Und wenn dann noch die Zusammenarbeit mit dem Nephropathologen im eigenen Haus möglich ist, dann sind das erfreuliche Stunden für Mediziner. eh Nierenmark Ernährungspyramide Anhaltspunkte einer gesunden Ernährung – nicht nur für Diabetiker Ansprechpartner: Leitende Oberärztin Dr. Sabine Schnatter Leitender Oberarzt Priv.- Doz. Dr. Hartmut Tillil Tel. 241 - 6302 In Bewegung 9


10 In Bewegung Neu und gut Das neue Intranet macht vieles leichter Unser neues Intranet kennt inzwischen jeder – hoffen wir jedenfalls. Sollten Sie es noch nicht gesehen haben, gehen Sie an den Stationscomputer und klicken es in einer ruhigen Minute doch einmal an. Es lohnt sich. Nach einigen Kinderkrankheiten beim Start, wie z.B. noch fehlenden Bereichen oder fehlerhaften Seiteninhalten, sind wir inzwischen auf einem guten Weg, alles ein bisschen besser zu machen als im „alten“ Intranet. Im 1. Quartal 2010 erfolgt auch die lang ersehnte Implementierung des digitalen Telefonbuchs. An dieser Stelle sei auch unserer Praktikantin Frau Paola Rivadeneira ein ganz herzliches Dankeschön übermittelt, ohne deren Arbeit wir längst noch nicht so weit wären. Ziel ist es, dass die einzelnen Menüpunkte durch die jeweiligen Bereiche gepflegt werden. Dies verteilt die Arbeit auf mehrere Schultern und lässt die Verantwortung für die Inhalte und für die Aktualität bei den Urhebern. Für den Einzelnen ist die Arbeit überschaubar, auch braucht es keine großen Kenntnisse dafür – eine einfache Schulung reicht hier aus. Und bei Fragen zum Typo3, so der Name des Programmes zur Pflege der Daten im Intranet, helfen Frau Decker oder Frau Hunsmann gerne weiter. Was wir uns für die Zukunft noch erhoffen: Ihre rege Mitarbeit und Ihre Ideen. Im Namen aller Intranet-Mitwirkenden, Theresa Decker Fortbildungen und Termine Sie haben von einem Termin gelesen, finden aber den betreffenden Artikel nicht mehr? Sie suchen eine ärztliche Fortbildung oder ein Symposium? Schauen Sie Content-Manager Ihnen fehlt eine ganz wichtige Info? Und Sie wissen auch nicht, welcher Seite Sie das zuordnen würden? Auf der Seite der Content-Manager (Content = Inhalt) finden Sie alle Ansprechpartner, die für die Pressemeldungen Vor drei Wochen war es, da stand ein interessanter Artikel über das Klinikum in der MAZ, oder waren es die PNN? Hier werden Sie geholfen: Auf dieser Seite haben wir alle Artikel für Sie gesammelt. bitte auf die Seite der Termine – kurz und knapp haben wir hier die Eckpunkte zusammengefasst. Wir hoffen, dass Sie hier fündig werden. einzelnen Bereiche zuständig sind. Nun noch überlegt, wer potentiell in Frage kommt, eine E-Mail geschrieben und fertig. Vielleicht steht die Info dann morgen schon im Intranet. Schön nach Datum sortiert und so benannt, dass der richtige Artikel schnell gefunden ist. Unser Versprechen, wichtige Artikel aus der Zeit vor dem neuen Intranet auch noch einzupflegen, haben wir nicht vergessen. Wir arbeiten daran.


Leitungsebene in Klausur Strategische Weiterentwicklung des Gesundheitsparks bis 2012 im Hotel Schloss Neuhardenberg Ländliche Stille und historisches Ambiente, gepaart mit modernem Design, Kunst und Kultur – dies beschreibt den Ort, an dem die Klausurtagung 2010 stattfand. Das Hotel Schloss Neuhardenberg liegt östlich von Berlin am Rande der Märkischen Schweiz. Zwei Tage entwickelten, bearbeiteten, diskutierten die Klinikumsleitung, Prokuristen, Chefärzte, Abteilungs- leiter sowie die Pflegerischen Zentrumsleiter des Klinikums und der Tochtergesellschaftenverschiedene Kernthemen rund um den Gesundheitspark. Auf der Agenda stand zunächst ein Rückblick und Ausblick zum Gesundheitspark durch den Geschäftsführer Steffen Grebner. Den „Masterplan Pflege 2015“ stellte Herr Dienst vor und gab so wertvolle Gedankenanstöße für die Neuorganisation und Weiterentwicklungen im Pflegebereich. Neue Denkimpulse lieferte auch der externe Vortrag von Herrn Dr. Joachim Kartte, Partner und verantwortlich für das Competence Center Pharma & Healthcare bei der Unternehmensberatung Roland Berger. In seinem Vortrag „Wachstumsmarkt Gesundheit“ erklärte er, was genau unter der Gesundheitswirtschaft zu verstehen ist und wie sich die Gesundheitsbranche weiter entwickeln wird. Insbesondere legte er den Fokus auf die Nachfrage im Zweiten Gesundheitsmarkt und den Stellenwert der Prävention. Unter dem Zweiten Gesundheitsmarkt versteht man grob Leistungen wie Präventionsangebote, Gesundheitsreisen, Nahrungsergänzungsmittel, Sportbeklei- Weitere Informationen: Informationen zu den Inhalten der Klausurtagung werden in der nächsten Mitarbeiter-Info-Veranstaltung am 4. März thematisiert. Gerne können Sie aber auch Kontakt zu Ihren Chefärzten, Abteilungsleitern oder Pflegeleitungen aufnehmen und mehr erfahren. dung, Fitness-, Wellness- und Lifestyleangebote etc. Im Gegensatz dazu steht der erste Gesundheitsmarkt – der klassische Bereich der Gesundheitsversorgung. Die Vorträge bildeten die Einleitung hin zum eigentlichen Herzstück der Klausurtagung. In sechs Arbeitsgruppen, zufällig zusammengelost, wurden frei gewählte Kernthemen der strategischen Weiterent- >> Auf der Agenda stand zunächst ein Rückblick und Ausblick zum Gesundheitspark durch den Geschäftsführer Steffen Grebner.


12 Medizin & Pflege Eine Entscheidung treffen! Organ und Gewebespende im Überblick In Deutschland haben sich 70% der Menschen eine Meinung zum Thema Organspende gebildet. Aber nur 12% von ihnen haben diese auch in einem Organspendeausweis dokumentiert. Auch die Angehörigen wissen oft nichts von dieser Entscheidung und müssen im Ernstfall stellvertretend einwilligen oder ablehnen. Der Organspendeausweis gilt für Organ- als auch Gewebespenden. Organspende Die nackten Zahlen zuerst: Aktuell warten etwa 12.000 Menschen auf eine Transplantation. Drei davon sterben täglich, weil es nicht genügend Spenderorgane gibt. Um die Behandlung von Patienten mit Organversagen zu gewährleisten, sind immer größere Anstrengungen notwendig, denn ohne ein neues Organ haben sie im Falle des vollständigen Ausfalls ihrer Organe (z.B. Leber, Bauchspeicheldrüse, Herz, Lunge) keinerlei Überlebenschancen. In unserem Klinikum wurden 2008 fünf Explantationen bei insgesamt sieben Anfragen durchgeführt. Zustimmungslösung vs. Widerspruchslösung Seit dem 1. Dezember 1997 wird die Transplantation in Deutschland über das Transplantationsgesetz (TPG) geregelt, das alle Krankenhäuser verpflichtet, an der Organspende teilzunehmen. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) ist zuständig für die Organisation und Koordination der Organspende von der Meldung eines potentiellen Organspenders bis hin zur Explantation (Ent- nahme). Die internationale Vermittlungsstelle ist Eurotransplant (ET) im holländischen Leiden und zuständig für Organspenden aus den Benelux-Ländern, Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien. Das TPG sieht in Deutschland eine „erweiterte Zustimmungslösung zur Organspende“ vor, wie sie auch in anderen eu- ropäischen und außereuropäischen Län - dern Gesetz ist: Der Wille des Verstorbenen zu Lebzeiten hat Vorrang. Ist er nicht dokumentiert oder bekannt, entscheiden die nächsten Angehörigen auf der Grundlage des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen. Das bedeutet ganz praktisch: es muss aktiv Ja gesagt werden zur Organspende – ob durch Testament, Ausweis oder durch die Angehörigen. In nur 20% aller realisierten Organspenden war der schriftliche und/oder mündliche Wille den Angehörigen bekannt. In ca. 60% der Transplantationen beruhte die Entscheidung der Angehörigen hingegen auf dem vermuteten Willen des Verstorbenen. Im Gegensatz dazu gelten in anderen Ländern, wie Österreich, die Widerspruchslösung: die Organspende muss durch den potentiellen Spender zu Lebzeiten explizit abgelehnt werden – es muss also aktiv Nein gesagt werden. Der Ablauf Die Bereiche der Organentnahme, der Organvermittlung und der Organübertragung werden voneinander getrennt, um im Interesse der Patienten eine gerechte Verteilung der Organe zu sichern. In Deutschland gilt der Zeitpunkt des Individualtodes als Sterbezeitpunkt, d. h. zum Zeitpunkt des Todes ist die Hirnfunktion erloschen, während die restlichen Or- 2008 Deutschland Postmortale Organspender (Internationaler Vergleich 2007) Anzahl pro Mio. Einwohner


ganfunktionen erhalten sind. Sichergestellt wird dies durch die Regelungen im Transplantationsgesetz. Die Feststellung des Todes unterliegt zwei voneinander unabhängigen, in der Hirntoddiagnostik erfahrenen Ärzten. Erst nach der eindeutigen Feststellung des Hirntodes werden weitere Vorbereitungen zu Organentnahme getroffen. Liegt eine eindeutige Äußerung des dann Verstorbenen zu Lebzeiten vor, z.B. Organspendeausweis, veranlasst die DSO die zum Schutz der Organempfänger notwendigen Laboruntersuchungen und informiert die internationale Organvermittlungsstelle Eurotransplant (ET) zur Ermittlung eines geeigneten Empfängers. Die Organentnahme findet dann in Absprache mit den entsprechenden Transplantationszentren in dem jeweiligen Krankenhaus statt, von wo aus sie sorgfältig verpackt und aufbewahrt und zügig zu den entsprechenden Transplantationszentren transportiert werden. Sorgen und Ängste Die Organspende ist immer mit emotionalen und inhaltlichen Vorbehalten verbunden, obwohl sie für viele Patienten die einzige lebensrettende Therapie darstellt. Dies betrifft zum einen den Wunsch, in körperlicher Unversehrtheit beigesetzt zu werden. Die großen Weltreligionen sprechen sich inzwischen in großer Mehrheit für eine Organspende aus. Die andere Befürchtung wiegt meist schwerer: vor einem sicher abwendbaren Tod zur Organspende freigegeben zu werden. Hier greifen jedoch die strengen gesetzlichen Regelungen, um dies zu verhindern. Fazit Transplantation ist eine wichtige und etablierte Therapieform, die Menschenleben rettet oder Menschen vor einem ’Tod auf Raten’ bewahren kann. Es ist deshalb gerade für Mitarbeiter im Krankenhaus wichtig, sowohl Patienten als auch Angehörige für diese Fragestellung positiv zu sensibilisieren und im Falle des drohenden Hirntodes an diese wichtige Therapieoption zu denken. Seien Sie Vorbild, treffen Sie für sich eine Entscheidung und dokumentieren diese. Auch Ihre Kinder dürfen schon entscheiden: Das Transplantationsgesetz erlaubt Jugendlichen ab 16 Jahren, ihre Bereitschaft zur Organspende zu dokumentieren. Bereits mit 14 Jahren kann man einer Organentnahme widersprechen. Ja oder Nein – das entscheiden Sie. dip, td Ablauf einer Organspende Anonymer Dankesbrief Die Empfänger können einen anonymen Dankesbrief über die DSO an die Angehörigen senden. Transplantation Die Spenderorgane werden verpflanzt. Das Leben der Empfänger ist gerettet. Transport Die Organe werden sorgfältig konserviert und zügig zu den Transplantationszentren transportiert. Organentnahme Die DSO organisiert in Absprache mit dem Krankenhaus und den Transplantationszentren die Organentnahme und den Organtransport. Der würdevolle Umgang mit dem Verstorbenen ist oberstes Gebot. Die Transplantation menschlicher Gewebe hat in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung in der Therapie von Defekten des muskuloskeletalen Systems (Knochen, Sehnen, Bänder), der Augenhornhaut (Cornea) bzw. des kardiovaskulären Systems erlangt. Insbesondere im Bereich der Corneatransplantation besteht in der Bundesrepublik Deutschland eine Warteliste, d.h. von jährlich cirka 9.000 notwendigen Transplantationsgesuchen können nur Dokumentieren Sie Ihre Entscheidung noch heute: einfach den Organspendeausweis ausschneiden, ausfüllen und in's Portemonnaie stecken. Medizin & Pflege Krankheit / Unfall Eine schwere Hirnschädigung z.B. durch eine Hirnblutung oder einen Unfall führt zum Hirntod. Der Patient kann trotz Intensivmedizin nicht mehr gerettet werden. Benachrichtigung ET informiert die betreffendenTransplantationszentren und diese benachrichtigen die Empfänger. Gewebespende Kooperation von Klinikum mit Gewebebank Berlin/Brandenburg etwa 5.000 bedient werden. Auch die Versorgung mit muskuloskeletalen Geweben, deren Bedarf bei etwa 30.000 Transplantationen pro Jahr liegt, kann nur eingeschränkt gesichert werden. Für die Gewebespenden regelt – anders als bei Organspenden – die Gewebebank Berlin/Brandenburg im Rahmen regionaler Kooperationen sowohl die Spende als auch die Versorgung mit Geweben. Im Mai 2009 wurde zwischen dem Klinikum Ernst von Bergmann und der Gewebebank Berlin/Brandenburg eine Fortsetzung Seite 14 13 DSO wird benachrichtigt Die telefonische Beratung mit der DSO dient der Klärung der rechtlichen und medizinischen Voraussetzungen einer möglichen Organspende. Todesfeststellung Der Hirntod wird von zwei Ärzten unabhängig voneinander festgestellt. Entscheidung zur Organspende Diese wird durch den vorliegenden Organspendeausweis oder das Gespräch mit den Angehörigen geklärt. Koordinatoren der DSO unterstützen die Ärzte beim Angehörigengespräch. Medizinische Untersuchungen des Verstorbenen Die DSO veranlasst Laboruntersuchungen: u.a. Blutgruppe, Gewebemerkmale, übertragbare Krankheiten etc. Der Blutkreislauf zur Funktionserhaltung der übertragbaren Organe wird durch weitere künstliche Beatmung und intensivmedizinische Maßnahmen bis zur Organentnahme aufrecht erhalten. Übermittlung von Daten zur Organvermittlung Die DSO sendet die Labordaten an die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant (ET). Die Suche nach geeigneten Empfängern und die Vermittlung der Spenderorgane beginnt. $


$ 14 Medizin & Pflege Kooperation vereinbart, um u.a. die Versorgung der Augenklinik im Klinikum mit Hornhauttransplantaten sicherzustellen. Ablauf einer Gewebespende im Klinikum Der Ablauf einer Gewebespende erfolgt ähnlich dem Ablauf der Organspende. Allerdings ist im Falle der Gewebespende im Klinikum die Universitäts- Gewebebank der Charité im Auftrag der Gewebebank Berlin/Brandenburg für den Ablauf verantwortlich. Nach einer Mitteilung über die verstorbenen Patienten erfolgt die Prüfung auf Eignung zur Gewebespende durch den ärztlichen Koordinator der Gewebebank. Gespräche mit Ärzten der Station werden geführt, um weitere Kontraindikationen auszuschließen. Auch Telefonate mit den Angehörigen werden geführt, um deren endgültige Zustimmung zur Gewebespende zu erhalten. Nach der Zustimmung erfolgt die Entnahme im Institut für Pathologie des Klinikums nach definierten und zugelassenen Standards. sj Ansprechpartner: Transplantationsbeauftragter: PD Dr. Dirk Pappert Chefarzt des Zentrums für Anaesthesie, Intensivtherapie und OP-Management Tel: 241-5002 Oberärzte der Intensivstationen: Dr. Sabine Jander Konservative Intensivtherapie (KIT) Tel: 241-6152 Dr. Matthias Ingenlath Operative Intensivtherapie (OIT) Tel: 241-5026 Weitere Informationen: www.dso.de www.fuers-leben.de www.junge-helden.org www.organspende-info.de Sterilisiert – aber Kinderwunsch? Refertilisierung heißt hier das Zauberwort Im Klinikum haben die Urologen unter der Leitung von Prof. Dr. Horst Oesterwitz in 2009 den 1.000 Eingriff zur Refertilisierung durchgeführt. Neben München verfügt in Deutschland nur noch unsere Klinik für Urologie über so große Erfahrungen in dieser Refertilisierungs-Chirurgie. Deshalb kommen Kinderwunsch-Paare aus ganz Deutschland und ebenfalls aus den europäischen Nachbarländern in unser Klinikum. Unter einer Refertilisierung versteht man die operative Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenleiter des Mannes, wenn diese zuvor durch eine Sterilisation (Vasektomie/Vasoresektion) getrennt worden sind. Die Refertilisierung, auch Vasovasostomie, ist eine Erfolg versprechende Operation, um einen bestehenden Kinderwunsch nach vorausgegangener Vasore- sektion zu verwirklichen. Bis zu 50.000 Männer lassen sich in Deutschland jährlich sterilisieren. Dies sind vor allem Männer über 35 mit einer abgeschlossenen Familienplanung. Jedoch will fast jeder 10. Mann nach durchschnittlich 8 Jahren diese Entscheidung wieder rückgängig machen oder denkt zumindest darüber nach. Eine neue Liebe und neues Glück lassen eine scheinbar endgültige Entscheidung, nämlich keine Kinder mehr zu wollen, oft schwanken. Dann lebt, oft von der neuen Partnerin initiiert, der Kinderwunsch wieder auf. Die Chancen dafür stehen gut – die „Umkehr“ der Sterilisation hat inzwischen ziemlich gute Erfolgsaussichten. Dafür bedarf es einer etwa zweistündigen mikrochirurgischen Operation. Die Ergebnisse der bisher 1.000 Operationen im Klinikum sind beeindruckend: Knapp 70% der Paare konnten ihren Kinderwunsch durchschnittlich nach 8,5 Monate nach der Operation realisieren. Auch der 1.000 Patient, ein 45-jähriger Mann aus Hamburg, hatte Grund zur Freude: nur 7 Wochen nach der OP war seine Partnerin schwanger. sf


Chefarzt im Kloster Operationen in Indien In den meisten Gegenden der Welt setzt eine gute ärztliche Behandlung auch ein gutes Einkommen voraus. Auch in Indiens ländlichen Regionen ist dies der Fall; hier kommt außerdem hinzu, dass die Wege zu den nächsten Krankenhäusern sehr weit sind, quasi eine medizinische Unterversorgung herrscht. Es gibt inzwischen einige Hilfsorganisationen, die der dortigen Bevölkerung unterschiedliche Behandlungen „anbieten“ – ermöglicht durch das unbezahlte Engagement u.a. von Ärzten. Einer dieser Ärzte ist Chefarzt Dr. med. Dr. med dent. Thomas Teltzrow. Vor fünf Jahren war es, als ihn ein Kollege von der Plastischen Chirurgie ansprach, ob er die Nachfolge von einem Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen antreten würde und mit ihm nach Indien fahren könnte. Seitdem fährt Dr. Teltzrow zu jedem Jahresanfang über die Organisation „interplast“ mit einem Team von drei Ärzten und einer Schwester in ein Dorfkrankenhaus nach Katra im Bundesstaat Madhya Pradesh. Dort befindet sich ein von einem Schwesternorden betriebenes katholisches Krankenhaus. Der Zeitpunkt der Reise ist wichtig, da durch die geringere Anzahl der Malariafälle ausreichend Platz im Krankenhaus ist. Das Team aus Plastischen- sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen behandelt dort jedes Jahr zu ca 50% Lippen-Kiefer- Gaumenspalten und Gesichtsfehlbildungen. Die Spalt-Patienten leiden – neben der physischen Beeinträchtigung – meist zusätzlich unter sozialer Isolation. Diese Operation wird meist an Kindern vorgenommen, in unterentwickelten Regionen Indiens gibt es jedoch auch viele Erwachsene, die noch nicht versorgt wurden. Anders als in Deutschland versucht man hier, so viele Schritte wie möglich in einer Operation vorzunehmen. Manchmal gelingt es aber auch, die Patienten schon für das nächste Jahr einzuplanen, um weitere Behandlungen durchzuführen. Die andere Hälfte nehmen Operationen zur Wiederherstellung nach Verbrennungen ein. Diese sind besonders häufig, da am offenen Feuer gekocht wird. Oft sind aber auch kleine Kerosinbrenner schuld, die defekt explodieren. Die Verbrennungsopfer erhalten nicht nur große Vollhauttransplantate. Oft ist auch die Beseitigung von Kontraktionen notwendig. Eine Frau kam auf Knien ins Krankenhaus; sie konnte nicht mehr laufen, nachdem durch ein Feuer die Rückseite eines Beines verbrannt war. Die Vernarbungen zogen ihr Bein nach hinten, sie konnte es nicht mehr strecken. Am Ende der Behandlung konnte sie nach Hause laufen. Vierzehn Tage ist das Ärzte-Team vor Ort, in diesem Jahr vom 9. bis 23. Januar. Weit im Vorfeld wird von dem Schwesternorden in der Region über die ankommenden Ärzte informiert, so dass zu ihrem Eintreffen die Patienten schon im Krankenhaus warten. Die Voruntersuchung am ersten Tag ermöglicht die Erstellung des OP-Planes: 50 bis 60 Patienten werden im Schnitt in den zwei Wochen operiert, von morgens um 7 bis abends um 22 Uhr. Die Kommunikation ist nicht einfach: Die Bevölkerung spricht einen Subdialekt, den selbst die Ordensschwestern nur schwer verstehen. Deren Englisch wiederum ist ebenfalls „abenteuerlich“. Aber es funktioniert trotzdem. Die Organisation interplast finanziert den Flug, Material und sonstige Verbrauchskosten über Spenden. Auch der einheimische Narkosearzt wird bezahlt. Ihm vertrauen die Patienten, außerdem ist er mit den einfachen Bedingungen der Narkosemöglichkeiten vor Ort vertraut. Medikamente werden vor Ort bezahlt oder mitgebracht, ebenso wie das Verbandsmaterial und die OP-Instrumente. Wenn Dr. Teltzrow sich etwas wünschen dürfte, wäre das ein weiterer Ort in Indien, der abwechselnd betreut würde. Und der Ausbau der Infrastruktur. Und ein neues elektrisches Blutstillungsgerät. Und ein Sterilisationsgerät. Und mehr OP-Instrumente, die vor Ort bleiben könnten... Das Vertrauen zu den Ärzten ist mit den Jahren gewachsen. Und es wächst bei jedem Aufenthalt aufs Neue. Wenn Sie gezielt für dieses Projekt spenden wollen: Pro interplast Seligenstadt e.V. Vorsitzende Waltraud Huck Volksbank Seligenstadt e.G. Kontonr. 280208 • BLZ 50692100 Stichwort Potsdam-Katra Weitere Infos:www.pro-interplast.de Medizin & Pflege 15


16 Was ist eigentlich GLOSSAR Budgetverhandlungen: Verhandlung mit den Krankenkassen über die Leistungen des Krankenhauses und deren Vergütung Casemixpunkte: Durchschnittliche Bewertung der Krankenhausfälle Controlling: Steuerung und Überwachung der Wirtschaftlichkeit Deckungsbeitragsrechnung: Ermittlung des Betriebsergebnisses DRG: Diagnosebezogene Fallgruppen Fehlbelegung, primär oder sekundär: Prüfung, ob der Patient hätte ambulant behandelt werden können oder Prüfung der Gesamtverweildauer des Patienten InEK: Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH MDK-Fälle: Fälle, die durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft werden QS-Bögen: Qualitätssicherungsbögen – Formulare zur Sicherstellung und Überprüfung von Abläufen bei bestimmten Patientengruppen Was ist eigentlich … … das Medizincontrolling? Es ist schon vorgekommen, dass wir nach der Reparatur eines Toasters gefragt wurden, doch trotz vieler Aufgabenbereiche gehört das nicht zu den Inhalten des Referates Medizincontrolling. Das Medizincontrolling mit dem Referatsleiter Sven Kopisch besteht aus den Bereichen Controlling, Kodierassistenz und Bearbeitung der MDK- Fälle. Der Bereich Controlling verteilt sich auf den Schultern von Sven Kopisch, Franziska Thrun, Kathrin Pastille, Franziska Stößel, Ulrich Knösche und Niels Anschütz. Statistische Sonderaufgaben und Kontrolle der QS-Bögen übernimmt Reinhard Mummelthey. Unser Tätigkeitsfeld ist vielfältig und verbindet die medizinische Sichtweise mit der wirtschaftlichen. Um die Geschäftsführung und die Zentrumsleitungen bei wirtschaftlichen Entschei- dungen zu unterstützen, erstellen wir monatliche Auswertungen und Analysen, eine hausweite Deckungsbeitragsrechnung und das morgendliche Highlight – die Bettenauslastung. Auch Budgetverhandlungen, OP-Statistiken und Leistungsauswertungen sind unser täglich Brot. Zusätzlich kalkulieren wir noch Preise für Patienten, die z.B. ästhetische Operationen in unserem Hause wünschen. Auch die Weiterentwicklung der DRG-Bewertung beeinflussen wir durch eine intensiv auf be reitete Datenlieferung an das InEK. Um den Dialog zwischen den kommunalen Großkrankenhäusern zu fördern, nehmen wir regelmäßig an Arbeitsgruppentreffen teil. Sobald Anfragen aus dem gesamten Haus zu Diagnosen, Prozeduren, Verweildauern und Casemixpunkten aufkommen, sind wir zur Stelle – auch kurzfristig. Unsere Kodierassistenten Britta Krebs, Daniela Fuchs, Heike Burghardt, Ariane Gericke und Susanne Meschzan sind unermüdlich im Einsatz, um die DRG-Kodierung unserer Fälle zu optimieren. So kann der Erlös gesteigert und eine bessere Darstellung der erbrachten Krankenhausleistungen je Patient erreicht werden. Jede Kodierassistentin unterstützt bis zu 4 Fachabteilungen. Sie flitzen innerhalb der Arbeitszeit von Station zu Station – bis die Füße qualmen. So kann der Dialog zwischen Kodierassistenten und Ärzten aufrechterhalten und schwierige Entscheidungen mit Hilfe der medizinischen Fachkräfte getroffen werden. Neu eingestellte Ärzte erhalten von ihnen eine DRG-Arbeitsplatzschulung. Auch wenn unsere Kodierassistenten manchmal für etwas Unmut sorgen, so sind sie doch notwendig und helfen mit Vorschlägen und Ideen, den Bürokratieaufwand für das ärztliche Personal zu verringern und bei der Dokumentation der Patientenfälle zu unterstützen. Gegenseitige Akzeptanz verbessert das Verhältnis und die Arbeit. So kommen sie immer wieder gern auf die Stationen und bleiben bei ihrem Motto: „Ick bin all hier…“! Für die Bearbeitung der MDK-Anfragen sind Sven Dressel, Annett Stahl, Ines Heinrich und Doreen Freytag zuständig. Auf der Suche nach der Wahrheit durchforsten sie Aktenberge und versuchen, dem MDK die Sichtweise unseres Hauses argumentativ darzulegen. Sie erfassen sämtliche Kassen- und MDK-Anfragen hinsichtlich primärer oder sekundärer Fehlbelegung und Kodierung. Durch in- >> Auf der Suche nach der Wahrheit durchforsten sie Aktenberge und versuchen, dem MDK die Sichtweise unseres Hauses argumentativ darzulegen.


„Aktion Saubere Hände“ auch im Klinikum Nicht sparen am falschen Ende: Sorgfältige Händedesinfektion erhöht die Patientensicherheit! In Deutschland treten jährlich circa 500.000 Krankenhausinfektionen auf. Viele davon sind leider nicht vermeidbar. Die Infektionen aber, die durch mangelnde Hygiene bei der Händedesinfektion entstehen, lassen sich durch gründliche und sachgemäße Reinigung vermeiden. Wir als Klinikum Ernst von Bergmann wollen das Bewusstsein schärfen und die Patientensicherheit erhöhen und beteiligen uns daher an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände". Um an der Aktion teilzunehmen, müssen wir als Klinikum beispielsweise nachweislich Fortbildungen zur Händedesinfektion durchführen, die Anzahl der Desinfektionsspender erhöhen sowie den Verbrauch von Desinfektionsmitteln protokollieren. Im Klinikum wird bereits ein umfassendes Hygienemanagement praktiziert, um Patienten und Personal vor Infektionen zu schützen. Schulungen und Fortbildungen werden für die Mitarbeiter regelmäßig angeboten. In einem Hygieneplan ist die Händedesinfektion genau festgelegt und geregelt, auf den Stationen und bei oder in den Patientenzimmern befinden sich Desinfektionsmittelspender. "Es ist wichtig, die Mitarbeiter immer wieder auf den Stellenwert der täglichen Desinfektionsroutine hinzuweisen. Besonders bedeutend ist, dass auch im Bereich der Händedesinfektion die Entscheidungsträger im täglichen Klinikalltag eine Vorbildfunktion übernehmen“, so Karolina Wlodavezyk, Leiterin der Krankenhaushygiene. Als Referenzwert für die optimale Händehygiene wird die Anzahl der Händedesinfektionen pro Patiententag gemessen. Dieser Referenzwert fällt je nach Station unterschiedlich aus. Auf einer Intensivstation liegt dieser z.B. zwischen 26 und Wunsch erfüllt Der neugestaltete Innenhof F/L Das Klinikum hat endlich einen Kinderspielplatz! Perfekt gelegen auf dem Innenhof der Gebäude F/I/H/L/O ist er von der Kinderstation, der Kinder-Notaufnahme und auch von der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe schnell zu erreichen. Unsere kleinen Patienten und Geschwisterkinder können nun aus dem Klinikalltag ausbrechen. Und die kleinen Oasen der Ruhe laden auch Patienten und Mitarbeiter ein. Kurz notiert 30 Händedesinfektionen (HD) pro Patiententag, auf den Stationen der Inneren Klinik zwischen 5 und 6 HD/Patiententag. Das Ziel ist es, diese Referenzwerte im Klinikum zu erfüllen – dazu soll die Aktion Saubere Hände beitragen. Hier heißt es also – nicht sparen bei Händedesinfektionsmitteln, sondern erhöhen Sie den Verbrauch durch häufige Anwendung für eine erhöhte Patientensicherheit. Für das Jahr 2009 wird durch die Krankenhaushygiene erfasst, ob die einzelnen Stationen diese Referenzwerte erfüllen. Außerdem wird die Händedesinfektion als Qualitätsparameter im Klinikum verankert werden. Ihr Ansprechpartner zur Aktion Saubere Hände sind: Jana Janas, Mitarbeiterin in der Krankenhaushygiene, Telefon: -4062 Alexander Bartkowski, Abteilungsleiter Qualitätsmanagement, Telefon: -4051 17


25 40 18 Persönlich Herzliche Glückwünsche an unsere Jubilare! 25-jähriges Arbeitsjubiläum im Oktober 2009 Ingrid Weinhold Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Eleonora Fritzsche Reinigung Herrmann Weichert Technik und Einkauf Klaus-Ulrich Kusay Technik und Einkauf Christine Sablitzki Seniorenwohnheim November 2009 Antje Wölk Finanz- und Rechnubngswesen Leider ist uns in der letzten Ausgabe ein Fehler unterlaufen. Wir gratulieren ganz herzlich nachträglich zum 40-jährigen Arbeitsjubiläum: September 2009 Veronika Zemke Klinik für Kinder- und Jugendmedizin TERMINE 2010 20./21. Februar Messe Baby-Kind Metropolis-Halle 19. - 21. März Messe Vital50plus Metropolis-Halle Alle wichtigen Termine finden Sie in Zukunft in unserem Intranet: Infos/Auskunft_Service für Mitarbeiter_Fortbildungen und Termine Gesundheitsberatungskompetenz First-Level-Beraterin Anke Müller steht allen Mitarbeitern als Beraterin in allen Versicherungsfragen zur Verfügung – angefangen von der gesetzlichen Krankenversicherung und der Möglichkeit einer privaten Zusatzver- Verabschiedung von Dr. Claus Herrmann Herr Dr. Claus Herrmann, der langjährige Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ), hat Ende Oktober 2009 seinen wohl verdienten Ruhestand angetreten. Viele Jahre arbeitete Herr Dr. Herrmann als OA in der Kinderklinik des damaligen Bezirkskrankenhauses Potsdam – begonnen hatte er dort am 1. Juni 1971 als Stationsarzt. Seine humorvollen Anekdoten aus dieser Zeit wurden oft und gerne gehört. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung Potsdam am 1. Dezember 1993 die Gründung eines SPZ beschlossen hatte, bewies Dr. Herrmann mutigen Pioniergeist, indem er dessen Leitung übernahm. Mit viel Engagement baute er das SPZ auf und führte den damals noch organisatorischen und wirtschaftlichen Eigenbetrieb der Stadt Potsdam durch stürmische Zeiten. Im April 1994 wurden zunächst Räumlichkeiten in einer ehemaligen DDR-Kinderkrippe am Hubertusdamm bezogen, die in Eigeninitiative von den damaligen Mitarbeitern renoviert und für die Arbeit hergerichtet wurden. Bald darauf führte eine nachlassende Unterstützung von politischer Seite zur existenziellen Gefährdung, obwohl die niedergelassenen Kinderärzte die Möglichkeiten und Leistungen des SPZ inzwischen sehr zu schätzen wussten. In dieser Zeit nutzte Herr Dr. Herrmann die räumliche und persönliche Nähe zur damaligen Kinderklinik, in der er später sicherung über die Themen Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit bis hin zur Absicherung Ihrer Vermögenswerte (z.B. Hausrat-, Gebäudeversicherung). Frau Müller ist gelernte Versicherungskauffrau und hat nebenberuflich das Studium zur Betriebswirtin (VWA) absolviert. Als Mitarbeiterin des Klinikums ist sie nicht für ein Vermittlungsunternehmen tätig und darf – ähnlich wie eine Verbraucherzentrale – ausschließlich informieren. Frau Müller steht Ihnen somit neutral und unabhängig für Ihre Fragen zur Verfügung. Sie erreichen sie unter: Tel. 4335/ E-Mail: anmueller@klinikumevb.de Sie ist 28 Jahre alt, ledig und lebt in Potsdam. auch wieder die Hintergrunddienste mit abdeckte. Ab dem 01.03.1995 wurde das SPZ vom Klinikum Ernst von Bergmann übernommen und als spezielle ambulante Einrichtung der Kinderklinik geführt. Im Herbst 2006 erfolgte der Umzug des SPZ auf das Gelände des Klinikums, wodurch eine noch engere Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendliche möglich wurde. Dr. Claus Herrmann verstand es, durch seine ausgleichende Art für eine Arbeitsatmosphäre zu sorgen, die seine Mitarbeiter zu eigenverantwortlichem und engagiertem Handeln motivierte. Das wiederum kam den durch ihre Entwicklungsauffälligkeiten oftmals benachteiligten Kindern und deren Familien zugute, die im SPZ betreut und unterstützt werden. Und so passiert es in letzter Zeit noch öfter, dass einer seiner kleinen Patienten ihn vermisst und fragt: „Und wo ist Dr. Herrmann?“


Das SPZ unter neuer Leitung Seit dem 1. November 2009 ist Frau Dr. Mona Dreesmann neue Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums sowie Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Sie tritt damit die Nachfolge von Oberarzt Dr. Herrmann an. Nach ihrem Studium der Humanmedizin in Mainz, Concepción (Chile) und Kiel nahm sie ihre Tätigkeit als Ärztin in der Klinik für Neuropädiatrie der Universitätsklinik Kiel auf. Teile ihrer Facharztausbildung absolvierte sie im Norddeutschen Epilepsiezentrum Raisdorf. Weitere Stationen ihrer Laufbahn waren u.a. das Institut für Sie haben gewählt Ihre neuen Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat 8. Ausgabe, veröffentlicht im Januar 2010 Herausgeber Steffen Grebner, Geschäftsführer Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam Telefon: 0331/241-0 Telefax: 0331/241-4010 Chefredaktion & Projektleitung Damaris Hunsmann, Pressereferentin (-4009) dhunsmann@klinikumevb.de Neurophysiologie der Universität Kiel sowie das SPZ der Charité. Im Frühjahr 2009 legte sie die Schwerpunktprüfung Neuropädiatrie in der Ärztekammer Berlin ab. Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit sämtlichen Mitarbeiterinnen im SPZ und in der Kinderklinik, um die Diagnostik und Behandlung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder aus einer Hand zu gewährleisten. Zudem möchte sie die Qualität der Diagnostik und Therapie neurologisch kranker Kinder im stationären und ambulanten Bereich verbessern. Die Ausbildung der Assistenzärzte im Fach Kinderneurologie und Epileptologie ist ihr ebenfalls ein großes Anliegen. Frau Dr. Dreesmann hat zwei Kinder und lebt in Potsdam Babelsberg. Mitarbeiterzeitung der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH Redaktionsteam Theresa Decker (td) Sandra Fischer (sf) Andrea Grothe (ag) Holger Guse (hg) Sabine Handke (sh) Elke Hinz (eh) Daniela Pokorny ´ (dp) Heidrun Winkler (hw) Fotos Dr. Dr. dent. Thomas Teltzrow Sandra Fischer Klinikum Ernst von Bergmann Stiftung Schloss Neuhardenberg Autoren Sven Kopisch (sk) Priv.-Doz. Dr. Dirk Pappert (dip) Dr. Sabine Jander (sj) Gestaltung und Layout stilblüte kommunikation, Berlin Druck Druckerei Eppler & Buntdruck, Berlin Auflage 2.500 Stück Persönlich Neue Leiterin im Schreibbüro Frau Wenke Rühl ist seit dem 1. November 2009 Leiterin des Zentralen Schreibbüros im Klinikum. Umfassende Berufserfahrungen konnte sie in über zehn Jahren als Angestellte im Schreibbüro der Charité, Campus Benjamin Franklin, sammeln. Ab 2003 war sie als stellvertretende Leiterin im Zentralen Schreibbüro der Charité tätig. Der Dienstleistungsgedanke steht in der Arbeit von Frau Rühl und ihrem Team an erster Stelle. Für die Zukunft möchte sie die Arbeitsabläufe unter Zuhilfenahme der vorhandenen Technik optimieren, um so Personalengpässe oder Auftragsspitzen aufzufangen. Frau Rühl ist telefonisch unter der -8993 oder im Raum L 228 zu erreichen. Als neue Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben Sie gewählt: v.l.: Astrid Stolle, Gabriele Barthelmes, Mario Vollert und Oberarzt Dr. Thomas Röding. Wir wünschen Ihnen eine gute Amtszeit! 19 IMPRESSUM Alle Rechte vorbehalten. Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte stilistisch zu überarbeiten und zu kürzen.

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