Magazin herunterladen - Ernst von Bergmann

klinikumevb.de

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2 Vorwort

Organspende

Nur 12% der Deutschen haben einen

Organspendeausweis. Wir hoffen,

dass der Artikel auf Seite 12 eine

Hilfestellung zur Entscheidung bietet.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ich freue mich Ihnen sagen zu können,

dass wir im vergangenen Jahr viele unserer

großen und kleinen Ziele und Meilensteine

erreicht haben. Ein elementares

Ziel für den gesamten Konzern ist immer

die Leistungs- sprich Erlössituation. Hier

wurden unsere Erwartungen übertroffen

und wir haben mehr als 2.500 Casemixpunkte

erreicht.

Diese Leistung war möglich, weil wir uns

in den vergangen Jahren breiter aufgestellt

und unser medizinisches Angebot

vergrößert haben. Einen weiteren Beitrag

hat die Markterweitung in die Gebiete

Westliches Berlin und West-Brandenburg

geleistet. Wir konnten im vergangenen

Jahr eine Steigerung der Patientenzahlen

aus diesen Gebieten verzeichnen.

Darüber hinaus haben wir gezielt in die Infrastruktur

unseres Hauses investiert wie

Saniert und verschönert

Unsere Poliklinik hat sich gemausert.

Einige Bilder und Infos über die Umbauten

gibt es auf Seite 7.

zum Beispiel die Aufnahmestation, das

Ambulanzzentrum und die neue Poliklinik.

An dieser Stelle möchten wir uns als Klinikumsleitung

bei jedem Einzelnen von

Ihnen bedanken. Dank des persönlichen

Engagements und des Einsatzes durch

Sie – unsere Ärzte, Pflegekräfte, dem

Funktionsdienst und allen anderen Mitarbeitern

des Klinikums und der Tochtergesellschaften

– konnten wir diese Leistung

erbringen und unsere Ziele erreichen.

Gemeinsam haben wir viel bewegt – und

darauf können wir sehr stolz sein.

Nur Zusammen können wir die Zukunft

unseres Gesundheitsparks gestalten.

Steffen Grebner

Geschäftsführer

MKG in Indien

Arbeit im Urlaub kann sehr

erfüllend sein. Ein Bericht von

Dr. Teltzrow über seinen jährlichen

Einsatz mit interplast in

Indien auf Seite 15.


Schon mal darüber nachgedacht ...

was es mit der Organspende und einem Organspendeausweis

auf sich hat? 70% aller Deutschen haben sich laut einer Umfrage

schon eine Meinung zu diesem Thema gebildet. Aber nur 12%

von ihnen haben diese Entscheidung in einem Organspendeausweis

dokumentiert. Dies können Sie nun nachholen – den Ausweis

zum Ausschneiden finden Sie in dieser Ausgabe!

Eingefangen: Wir waren mit der Kamera unterwegs, um für

Sie ein paar Impressionen von unserer verschönerten Poliklinik

sowie dem neu gestalteten Innenhof zwischen den Gebäuden F

und L einzufangen. Das Caffè Dallucci lädt im Erdgeschoss der

Poliklinik – bei den aktuellen arktischen Temperaturen – mit einer

guten Tasse Kaffee zum Verweilen ein. Und wenn es wieder wärmer

geworden ist, und der Schnee dem Frühling weichen musste,

ist der schöne Innenhof sicherlich nicht nur ein Anziehungspunkt

für spielende Kinder.

Und selbstverständlich wünschen wir Ihnen auch noch einen guten

Start in das Neue Jahr 2010. Gute Vorsätze gefasst? Vielleicht

tragen Sie sich ja schon eine Weile mit dem Gedanken, bei der

mittendrin-Redaktion einzusteigen. Dann wäre jetzt doch ein guter

Zeitpunkt dafür! Wir freuen uns auf Sie.

Viel Spaß beim Lesen dieser ersten Ausgabe in 2010 wünscht

stellvertretend für das Redaktionsteam

Damaris Hunsmann

In Bewegung

Inhalt

Die Umstrukturierung der Servicegesellschaft 4

Saniert und verschönert

Unsere „neue“ Poliklinik 7

Das Endokrinium, der Stoffwechsel,

Systemische Erkrankungen und anderes 8

Neu und gut

Das neue Intranet macht vieles leichter 10

Leitungsebene in Klausur 11

Medizin & Pflege

Eine Entscheidung treffen!

Organ und Gewebespende im Überblick 12

Sterilisiert – aber Kinderwunsch?

Refertilisierung heißt hier das Zauberwort 14

Chefarzt im Kloster

Operationen in Indien 15

Was ist eigentlich ...

… das Medizincontrolling? 16

Kurz notiert

„Aktion Saubere Hände“ auch im Klinikum 17

Wunsch erfüllt

Der neugestaltete Innenhof F/L 17

Persönlich

Gesundheitsberatungskompetenz 18

Verabschiedung Dr. Herrmann 18

Das SPZ unter neuer Leitung 18

Termine 18

Jubilare 18

Neue Leiterin im Schreibbüro 19

Unsere gewählten Aufsichtsratmitglieder 19

3


4 In Bewegung

Die Servicegesellschaft im Gesundheitspark

Ernst von Bergmann

wird „neu gestrickt“. Wir berichten

über die neue patente Strickweise.

Die Umstrukturierung der Servicegesellschaft

Neu, anders und deutlich besser

Die Servicegesellschaft, am 1.01.06

als Tochter der Klinikum Ernst von

Bergmann gGmbH gegründet, befindet

sich zur Zeit in einem Prozess der Umstrukturierung

und Neuorganisation.

Einige Bereiche kommen aus dem

„Kerngeschäft“ des Klinikums hinzu,

etwas geht wieder zur „Mutter“ zurück.

Mittendrin hat sich für Sie Klarheit verschafft.

Hintergründe

Die Neustrukturierung der Servicegesellschaft

folgt der Logik der „tertiären Prozesse“.

Um über tertiäre Prozesse und

Dienstleistungen sprechen zu können, ist

es notwendig, diese zu definieren und

von den Kernprozessen im Krankenhaus

abzugrenzen.

Die Tätigkeiten im Klinikum und seinen

Töchtern können in drei Bereiche aufgeteilt

werden:

Primärprozess

• Leistungen direkt am Patienten

Sekundärprozess

• Leistungen indirekt am Patienten

Tertiärprozess

• Leistungen für den Patienten

Als Primären Prozess, also den „wichtigsten“,

versteht man die Therapie und

Pflege direkt am Patienten. Sekundäre

Prozesse beschreiben z.B. Laborleistungen

oder radiologische Untersuchungen,

also Handlungen indirekt am Patienten.

Schließlich gibt es noch die tertiären

Prozesse. Diese finden losgelöst vom Patienten

statt. Typische Beispiele sind

Logistische Prozesse (Ver- und Entsorgung,

Patientenbegleitdienst, Botengänge),

Schreibarbeit oder auch der Einkauf.

In einer früheren Ausgabe stellten wir Ihnen

den Bereich Einkauf vor und sprachen

von ihm als einem Nebengeschäft.

Die tertiären Prozesse sind eben diese

Nebengeschäfte.

Es steht jedoch außer Frage: Diese Tätigkeiten

bilden die Basis bzw. sind die

Voraussetzung dafür, um ein Krankenhaus

und die Behandlung von Patienten

zu gewährleisten.

Ziel

Am Ende der Neuorganisation der Servicegesellschaft

sollen alle tertiären Prozesse

des Facilitymanagements gebündelt

sein. Der Kerngedanke dahinter: was

im Klinikum Nebengeschäft ist, ist hier

Hauptgeschäft. „Indem wir unsere Kernkompetenzen

in der Servicegesellschaft

stärken, können wir auch die Servicequalität

anheben“, so Peter Koske dazu.

Peter Koske ist seit Oktober 2009 kaumännischer

Leiter der Servicegesellschaft

(mehr auf Seite 6).

Die Dienstleistungen sonstiger Art, die

sich derzeit in der Struktur der Servicege-

sellschaft befinden, werden zukünftig aufgeteilt;

einige Leistungen finden in der

„Mutter“, also im Klinikum statt (Beispiel:

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer,

Pharmazeutisch-technische Assistenten

oder OP-Schwestern-/Pfleger), andere

verbleiben in der Servicegesellschaft

(Beispiel: Serviceassistenten – Pflegerische

Hilfskräfte, Mitarbeiter Empfang,

Medizinische Schreibkräfte).

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der

Reorganisation ist die vollständige Integration

folgender Bereiche: Zentrale Sterilgutversorgung,

Allgemeiner Service,

Transport, Objektverwaltung, Einkauf/

Lager, die Bauplanung, die Betriebstechnik,

Stationsservice sowie das Callcenter

mit Logistikleitstelle.

Die Verwaltung verbleibt im Klinikum, da

sie – neben den Datenschutzgründen –

„hoheitliche Aufgaben“ übernimmt.

Nutzen der Umstrukturierung

Für die Servicegesellschaft ist es wichtig,

die Prozesskosten zu reduzieren. Um

dies zu erreichen, steht zu Anfang die

Analyse der bestehenden Struktur. Sie

liegt der gesamten Neuorganisation zu

Grunde und ermittelt, wo die Schwachstellen

von Arbeitsprozessen liegen. Am

Ende der Analyse steht dann die Erkenntnis,

wie Arbeitsabläufe koordiniert werden

können, um zu einer besseren Organisation

und einer besseren Auslastung

von Ressourcen zu gelangen. Nach diesem

Schema wird in der Servicegesellschaft

gearbeitet.


Beispiel Blutrunde

Im Klinikum wird zur Zeit einmal täglich

die sogenannte „Blutrunde“ (ein so genannter

Regeltransport) durchgeführt.

Dabei werden feste Punkte zu festen Zeiten

auf den Stationen angefahren, um

das Blut abzuholen und am Ende ins Labor

zu bringen. Die Logistik hat diese

Runde so geplant, dass kürzeste Wege

entstehen und damit die schnellste Abwicklung

erfolgen kann. Gibt es nun notwendige

spontane Transporte, die die

einzelnen Stationen beim Disponenten

anfordern, sind dies Einzeltransporte, die

durch Boten realisiert werden.

Die Logistik-Leitstelle kann mit Unterstützung

der Transportsteuerungssoftware

„LOGBUCH“ ermitteln, ob es längerfristig

sinnvoll ist, eine weitere „Blutrunde“ als

Regeltransport anzubieten, so dass die

sich häufenden Spontantransporte entfallen.

Beide Seiten können hierbei gewinnen:

die Servicegesellschaft schont ihre Ressourcen

(also nicht 10 Einzeltransporte,

Ges.- und Kranken-

Pflegehelfer

Diätassistenten

Dipl.-

Ökotrophologin

Dipl. Sozialarbeiter/pädagoge

Krankengymnasten

Logopäde

Med.-Fachangestellte

Med. Sektionsund

Präparations-

Assistenten

MTFA

MTLA

MTRA

PTA

Study Nurse

Ergotherapeut

Ges.- und Kranken-

Pflegehelfer

(Fkt.-Dienst)

OP- Schwester

OTA

Verwaltungsdienst

Aufbereitung

von industriellen

Sterilgütern

nach MPG

Schreibdienst Strategischer

Einkauf

Operativer

Einkauf

Zentr. Waren-

Annahme

Lager BT

sondern 1 geplanter Regeltransport) und

die Stationen haben einen weiteren planbaren

Termin. In der Gesamtheit führen

beide Optimierungen zu einer Kostensenkung

auf Konzernebene.

Zweiter Nutzen der Umstrukturierung:

Erhöhung des Servicegrads für das Klinikum.

Die Servicegesellschaft wird durch

Optimierung der Abläufe die Quantität

und Qualität der Arbeitsprozesse steigern.

Durch neue Informationen der Servicegesellschaft

an die Auftraggeber –

also an die Stationen und Funktionsbereiche

– über die Reaktionszeit (time to

react) und die Beauftragungszeit (time to

fix) werden die Leistungen transparenter.

Und die Prozesse werden für die Stationen

und Funktionsbereiche besser planbar.

Beispiel Schreibbüro

Das Schreibbüro, seit 1. November unter

der Leitung von Frau Wenke Rühl (mehr

dazu auf der Seite 19), hat die Aufgabe,

die diktierten Schreibarbeiten termingerecht

zu erstellen und dann zurück zu

Geplante Struktur der Service GmbH (Stand: 13.10.09)

Dienstleistungen

sonstiger Art

(läuft in der Struktur der

Service GmbH aus)

ZSVA

Allg.

Service

Geschäftsführung, Herr Grebner

Kaufmännischer Leiter, Herr Koske

Leiter FM und Logistik, Herr Uebe

Einkauf/

Lager

Transport Bauplanung

Patiententransport

Kraftfahrt

Gütertransport

Wäscheversorgung

Poststelle und

Kopierdienst

OP-Hilfstätigkeiten

Projektsteuerung

Planungen

nach HOAI

Bauleitung

Instandhaltungs-Planung

Zuarbeit zum

Wirtschaftsplan

Raum- und AnlagenmanagementFeuerwehrpläne

A/E- Bilanzen

Statik

Betriebstechnik

Sicherstellung

des Betriebs

sämtl.Technischer

Anlagen

Planungs-und

Bauleitungs-

Tätigkeiten sowieInstandhaltungen

für

H/L/S/Klima/

ELT/MSR/Aufzüge/Allg.

BT/

Schlüsselverwaltung

Instandhaltungs-Planung

Zuarbeiten für

Anlagenmanagement

Koordination

der Handwerkerleistungen

In Bewegung

senden. Die Kassetten sollen zukünftig

durch Einführung von Regeltransporten

durch den Botendienst in das Schreibbüro

gebracht werden. Für die Zukunft ist

eine digitale Übermittlung der Diktate geplant,

was wiederum die Schnelligkeit erhöht

und Transportressourcen schont.

Die Arbeitsabläufe des Schreibbüros, wie

sie zur Zeit in Planung sind: Der Auftragseingang

der Kassetten wird zentral erfasst,

ebenso die Dauer bis zum Beginn

und Erledigung der Schreibtätigkeit. Es

erfolgt eine Rückmeldung, wann mit der

Fertigstellung gerechnet werden kann.

Das Schreibbüro wird zusätzlich Zeitfenster

und Kosten definieren, die dem Auftraggeber

zukünftig in Rechnung gestellt

werden.

Hierzu ebenfalls ein Beispiel:

• Wenn das Band am Vormittag eingeht,

wird es noch am selben Tag bis 17 Uhr

fertig gestellt. Es wird eine Pauschale

berechnet.

Objektverwaltung

Möbelausstattung

Veranstaltungs-

Service

Mietwohnungen

Gästezimmer

Schülerwohnheim

Fundsachen

Nachlass

Gewerbemiet-

Verträge

Umzüge

Hausmeister-

Service

Aussenanlagen/

Koordination

Wachschutz/

Geldtransporte

Stationsservice

Stations-

Service

Empfang und

Rezeption

Fortsetzung Seite 6

Assistent PW

Assistent FIRE

Energetiker

Sekretariat

Reinigung

Unterhaltsreinigung

Glasreinigung

OP- Reinigung

Desinfektion/

alle Klassen

Reinigung mit

Desinfektion

Baureinigung

5


6 In Bewegung

Unsere Disponenten, die Schlüsselverwaltung

und der Empfang – alles Bereiche

der Servicegesellschaft.

• Wenn ein Band als Schnellschreibauftrag

eingeht, wird es innerhalb von 3h

mit einem noch zu definierenden Preisaufschlag

geschrieben (innerhalb der

Geschäftszeiten).

Der Nutzen für die Ärzte: Sie können exakt

planen, wann sie die Schriftstücke in

den Händen halten können. Der Nutzen

für das Klinikum: zeitnahe Entlassungen

der Patienten sind durch eine schnelle

Fertigstellung der Epikrisen möglich.

Der dritte und letzte Nutzen ist die mögliche

Kundengewinnung am freien

Markt durch den Aufbau von Kernkompetenzen.

Beispiel Betriebstechnik und

Reinigung

Eine Kundengewinnung am freien Markt

ist z.B. geplant im Bereich der Betriebstechnik.

Hier verfügt das Klinikum über

ein hohes Maß an Wissen – speziell im

Bereich Brandschutzklappen und Meldesysteme.

Die Nachfrage in der Region,

insbesondere von Unternehmen, ist immens.

Durch Schulungen und Weiterbildungen

wird die eigene Kompetenz noch

gestärkt, dann soll die Markteinführung

kommen.

Die Reinigungskräfte der Servicegesellschaft

übernehmen jetzt schon die Reinigung

für die Pro Potsdam GmbH.

Fazit

Die mit den einzelnen Punkten erreichte

Effizienzsteigerung wird an das Klinikum,

die „Mutter“, weitergegeben – wenn günstiger

gearbeitet wird, können die hausin-

Vorstellung von Hr. Koske

Peter Koske ist seit 1. Oktober 2009

Kaufmännischer Leiter und Prokurist

der Servicegesellschaft.

Die alleinige Prokura von Ingrid Manecke

ist somit in eine Gemeinschaftsprokura

umgewandelt worden. Die Geschäftsführung

hat weiterhin Steffen Grebner inne.

Die Stelle eines kaufmännischen Leiters

war notwendig geworden, um den gestiegenen

Anforderungen an die Leitung der

Servicegesellschaft gerecht zu werden.

Herr Koske schloss im Februar 2000 sein

Wirtschaftingenieurstudium an der FHTW

Berlin ab. Er ist seit April 2003 im Klinikum

tätig. Als Controller hat er den Bereich

Medizincontrolling mit aufgebaut.

ternen Preise sinken. Im ‚Service Level

Agreement’ zwischen der Servicegesellschaft

und dem Klinikum sind Regelungen

u.a. über zu liefernde Leistungen und

den Umfang der Tätigkeiten sowie die

Preise festgehalten.

Jeder Auftrag, der intern ausgelöst wird,

verursacht Kosten. Halten sich alle Mitarbeiter

an Vereinbarungen und gehen

sorgsam mit den ihnen zur Verfügung stehenden

Ressourcen um, kann das gesamte

Klinikum - einschließlich aller

Töchter - Prozesskosten schonen. Dadurch

werden Mittel z.B. für neue Geräte,

Umbauten und vor allem für Personal frei.

Und wenn serviceorientierter gearbeitet

wird, bemerken dies auch unsere Patienten.

Auch das ist ein wichtiges Ziel der

Servicegesellschaft. td

Er ist verheiratet, hat ein Kind und wohnt

in Stahnsdorf.


Saniert und verschönert

Unsere neue Poliklinik

Die Poliklinik ist von Grund auf erneuert

worden: Der Eingangsbereich wurde

vollständig umgestaltet und inzwischen in

Betrieb genommen. Es gibt nun einen zentralen

Empfangsbereich in der Ebene 0,

der offen und ansprechend gestaltet ist.

Nicht nur der Haupteingang befindet sich jetzt

in der Ebene 0, auch viele Einrichtungen sind

hausintern umgezogen. Die Praxis der Psychotherapeutin

Frau Spitz ist im Zuge des Umbaus

in die Ebene 3 im Flügel des Cafés umgezogen.

Neben der Sanierung vieler Praxen und der

Schaffung neuer Flurbereiche ist die Poliklinik

mit einem neuen Leitsystem und Beschilderungskonzept

ausgestattet worden.

Neugierig geworden? Schauen Sie doch auf

einen Kaffee im Caffè Dallucci vorbei. Er soll

sehr gut schmecken...

Rheumatologische Praxis

Dr. Jana Naumann

Der Grundriss der umgebauten

Eingangsebene

der Poliklinik

Podologisches Institut

Kniesche

Horus Apotheke

Caffè Dallucci

EINGANG

In Bewegung

Firma Klaper

Hörgeräteakustiker, Optiker

Friseursalon

Marlies Wilke

7


8 In Bewegung

Das Endokrinium, der Stoffwechsel,

Systemische Erkrankungen und anderes

Aus der Arbeit der Klinik für Nephrologie und

Endokrinologie/Diabetologie, Zentrum für Innere Medizin

Starten wir mit der schwierigsten Frage:

Welche der zahlreichen Fakten und

Informationen, die die leitende Oberärztin

Dr. Sabine Schnatter, der leitende

Oberarzt PD Dr. Hartmut Tillil, Mitarbeiter

der Stationen ENK und NEP,

der frühere Abteilungspfleger Mario

Vollert sowie das Medizincontrolling in

Gesprächen vermittelt haben, können

in diesem Artikel untergebracht werden?

Endokrinologie

Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

(DGE) erklärt: Das Endokrinium hat

sich zusammen mit dem Nervensystem

in der Evolution als Integrationsmechanismus

herausgebildet, der die Kommunikation

zwischen Zellen ermöglicht.

Genauso wie alle Organe über das Nervensystem

miteinander in Verbindung

stehen, sind sie auch über das Endokrinium

miteinander verbunden. Der Terminus

„endokrin“ beschreibt die Freisetzung

von Botenstoffen in die Blutbahn.

>> Endokrinologie ist die Wissenschaft

und Lehre von der Funktion der Drüsen

mit innerer Sekretion, den Hormonen sowie

deren Krankheitsbildern. > Nephrone sind die kleinsten funktionellen

Untereinheiten der Niere. Daher

leitet sich die Bezeichnung Nephrologie

für die Nierenheilkunde ab.


der Knochensubstanz, Nierensteine und

Verkalkungen der Blutgefäße auf – ein

Beispiel für die komplexen Ursache-

Wirkungs-Zusammenhänge bei systemischen

Erkrankungen.

Die Therapie bestimmter Krankheitsbilder

kann durch neue wissenschaftliche

Erkenntnisse über solche Zusammenhänge

geradezu revolutioniert werden.

Dr. Schnatter berichtete von wichtigen Erkenntnissen

über Krankheitsursachen,

die in den letzten Jahren z. B. erst durch

Genforschung möglich wurden. So konnte

belegt werden, dass für bestimmte Nierenerkrankungen,

an der auffällig häufig

Niere

bindegewebige

Nierenkapsel

Nierenhilum:

Nierenarterie

Nierenvene

Harnleiter (Ureter)

Formen des Nierenbeckens

Nierenrinde

Nierenkelche

Nierenbecken

Harnleiter

die Mitglieder einer Familie litten, Genveränderungen

verantwortlich sind. Solche

Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten

der Therapie, ermöglichen bessere

Früherkennung und Prävention.

Prävention hat für Dr. Schnatter und Dr.

Tillil elementare Bedeutung, um schwere

Erkrankungen zu verhindern. So ist die

verstärkte Nutzung der Phasenkontrastmikroskopie

zur Frühdiagnose von Nierenerkrankungen

persönlichem Engagement

der Oberärztin zuzuschreiben. Und

wenn dann noch die Zusammenarbeit mit

dem Nephropathologen im eigenen Haus

möglich ist, dann sind das erfreuliche

Stunden für Mediziner. eh

Nierenmark

Ernährungspyramide

Anhaltspunkte einer gesunden

Ernährung – nicht nur für Diabetiker

Ansprechpartner:

Leitende Oberärztin

Dr. Sabine Schnatter

Leitender Oberarzt

Priv.- Doz. Dr. Hartmut Tillil

Tel. 241 - 6302

In Bewegung

9


10 In Bewegung

Neu und gut

Das neue Intranet macht

vieles leichter

Unser neues Intranet kennt inzwischen

jeder – hoffen wir jedenfalls.

Sollten Sie es noch nicht gesehen haben,

gehen Sie an den Stationscomputer

und klicken es in einer ruhigen Minute

doch einmal an. Es lohnt sich.

Nach einigen Kinderkrankheiten beim

Start, wie z.B. noch fehlenden Bereichen

oder fehlerhaften Seiteninhalten, sind wir

inzwischen auf einem guten Weg, alles

ein bisschen besser zu machen als im „alten“

Intranet. Im 1. Quartal 2010 erfolgt

auch die lang ersehnte Implementierung

des digitalen Telefonbuchs.

An dieser Stelle sei auch unserer Praktikantin

Frau Paola Rivadeneira ein ganz

herzliches Dankeschön übermittelt, ohne

deren Arbeit wir längst noch nicht so weit

wären.

Ziel ist es, dass die einzelnen Menüpunkte

durch die jeweiligen Bereiche gepflegt

werden. Dies verteilt die Arbeit auf mehrere

Schultern und lässt die Verantwortung

für die Inhalte und für die Aktualität

bei den Urhebern. Für den Einzelnen ist

die Arbeit überschaubar, auch braucht es

keine großen Kenntnisse dafür – eine einfache

Schulung reicht hier aus. Und bei

Fragen zum Typo3, so der Name des Programmes

zur Pflege der Daten im Intranet,

helfen Frau Decker oder Frau Hunsmann

gerne weiter.

Was wir uns für die Zukunft noch erhoffen:

Ihre rege Mitarbeit und Ihre Ideen.

Im Namen aller Intranet-Mitwirkenden,

Theresa Decker

Fortbildungen und Termine

Sie haben von einem Termin gelesen, finden

aber den betreffenden Artikel nicht

mehr? Sie suchen eine ärztliche Fortbildung

oder ein Symposium? Schauen Sie

Content-Manager

Ihnen fehlt eine ganz wichtige Info? Und

Sie wissen auch nicht, welcher Seite Sie

das zuordnen würden? Auf der Seite der

Content-Manager (Content = Inhalt) finden

Sie alle Ansprechpartner, die für die

Pressemeldungen

Vor drei Wochen war es, da stand ein interessanter

Artikel über das Klinikum in

der MAZ, oder waren es die PNN? Hier

werden Sie geholfen: Auf dieser Seite haben

wir alle Artikel für Sie gesammelt.

bitte auf die Seite der Termine – kurz und

knapp haben wir hier die Eckpunkte zusammengefasst.

Wir hoffen, dass Sie hier

fündig werden.

einzelnen Bereiche zuständig sind. Nun

noch überlegt, wer potentiell in Frage

kommt, eine E-Mail geschrieben und fertig.

Vielleicht steht die Info dann morgen

schon im Intranet.

Schön nach Datum sortiert und so benannt,

dass der richtige Artikel schnell gefunden

ist. Unser Versprechen, wichtige

Artikel aus der Zeit vor dem neuen Intranet

auch noch einzupflegen, haben wir

nicht vergessen. Wir arbeiten daran.


Leitungsebene in Klausur

Strategische Weiterentwicklung des Gesundheitsparks

bis 2012 im Hotel Schloss Neuhardenberg

Ländliche Stille und historisches

Ambiente, gepaart mit modernem

Design, Kunst und Kultur – dies beschreibt

den Ort, an dem die Klausurtagung

2010 stattfand. Das Hotel

Schloss Neuhardenberg liegt östlich

von Berlin am Rande der Märkischen

Schweiz.

Zwei Tage entwickelten, bearbeiteten,

diskutierten die Klinikumsleitung, Prokuristen,

Chefärzte, Abteilungs-

leiter sowie die Pflegerischen

Zentrumsleiter des

Klinikums und der Tochtergesellschaftenverschiedene

Kernthemen rund um

den Gesundheitspark.

Auf der Agenda stand zunächst ein Rückblick

und Ausblick zum Gesundheitspark

durch den Geschäftsführer Steffen Grebner.

Den „Masterplan Pflege 2015“ stellte

Herr Dienst vor und gab so wertvolle Gedankenanstöße

für die Neuorganisation

und Weiterentwicklungen im Pflegebereich.

Neue Denkimpulse lieferte auch der

externe Vortrag von Herrn Dr. Joachim

Kartte, Partner und verantwortlich für das

Competence Center Pharma & Healthcare

bei der Unternehmensberatung Roland

Berger. In seinem Vortrag „Wachstumsmarkt

Gesundheit“ erklärte er, was genau

unter der Gesundheitswirtschaft zu verstehen

ist und wie sich die Gesundheitsbranche

weiter entwickeln wird. Insbesondere

legte er den Fokus auf die

Nachfrage im Zweiten Gesundheitsmarkt

und den Stellenwert der Prävention.

Unter dem Zweiten Gesundheitsmarkt

versteht man grob Leistungen wie Präventionsangebote,

Gesundheitsreisen,

Nahrungsergänzungsmittel, Sportbeklei-

Weitere Informationen:

Informationen zu den Inhalten der

Klausurtagung werden in der

nächsten Mitarbeiter-Info-Veranstaltung

am 4. März thematisiert.

Gerne können Sie aber auch Kontakt

zu Ihren Chefärzten, Abteilungsleitern

oder Pflegeleitungen

aufnehmen und mehr erfahren.

dung, Fitness-, Wellness- und Lifestyleangebote

etc. Im Gegensatz dazu steht

der erste Gesundheitsmarkt – der klassische

Bereich der Gesundheitsversorgung.

Die Vorträge bildeten die Einleitung hin

zum eigentlichen Herzstück der Klausurtagung.

In sechs Arbeitsgruppen, zufällig

zusammengelost, wurden frei gewählte

Kernthemen der strategischen Weiterent-

>> Auf der Agenda stand zunächst ein

Rückblick und Ausblick zum Gesundheitspark

durch den Geschäftsführer

Steffen Grebner.


12 Medizin & Pflege

Eine Entscheidung treffen!

Organ und Gewebespende im Überblick

In Deutschland haben sich 70% der

Menschen eine Meinung zum Thema

Organspende gebildet. Aber nur 12%

von ihnen haben diese auch in einem

Organspendeausweis dokumentiert.

Auch die Angehörigen wissen oft

nichts von dieser Entscheidung und

müssen im Ernstfall stellvertretend einwilligen

oder ablehnen. Der Organspendeausweis

gilt für Organ- als auch

Gewebespenden.

Organspende

Die nackten Zahlen zuerst: Aktuell warten

etwa 12.000 Menschen auf eine Transplantation.

Drei davon sterben täglich,

weil es nicht genügend Spenderorgane

gibt. Um die Behandlung von Patienten

mit Organversagen zu gewährleisten,

sind immer größere Anstrengungen notwendig,

denn ohne ein neues Organ

haben sie im Falle des vollständigen Ausfalls

ihrer Organe (z.B. Leber, Bauchspeicheldrüse,

Herz, Lunge) keinerlei

Überlebenschancen.

In unserem Klinikum wurden 2008 fünf

Explantationen bei insgesamt sieben Anfragen

durchgeführt.

Zustimmungslösung vs.

Widerspruchslösung

Seit dem 1. Dezember 1997 wird die

Transplantation in Deutschland über das

Transplantationsgesetz (TPG) geregelt,

das alle Krankenhäuser verpflichtet, an

der Organspende teilzunehmen. Die

Deutsche Stiftung Organtransplantation

(DSO) ist zuständig für die Organisation

und Koordination der Organspende von

der Meldung eines potentiellen Organspenders

bis hin zur Explantation (Ent-

nahme). Die internationale Vermittlungsstelle

ist Eurotransplant (ET) im holländischen

Leiden und zuständig für Organspenden

aus den Benelux-Ländern,

Deutschland, Österreich, Slowenien und

Kroatien.

Das TPG sieht in Deutschland eine „erweiterte

Zustimmungslösung zur Organspende“

vor, wie sie auch in anderen eu-

ropäischen und außereuropäischen Län -

dern Gesetz ist: Der Wille des Verstorbenen

zu Lebzeiten hat Vorrang. Ist er nicht

dokumentiert oder bekannt, entscheiden

die nächsten Angehörigen auf der Grundlage

des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen.

Das bedeutet ganz praktisch:

es muss aktiv Ja gesagt werden zur Organspende

– ob durch Testament, Ausweis

oder durch die Angehörigen. In nur

20% aller realisierten Organspenden war

der schriftliche und/oder mündliche Wille

den Angehörigen bekannt. In ca. 60% der

Transplantationen beruhte die Entscheidung

der Angehörigen hingegen auf dem

vermuteten Willen des Verstorbenen.

Im Gegensatz dazu gelten in anderen

Ländern, wie Österreich, die Widerspruchslösung:

die Organspende muss

durch den potentiellen Spender zu Lebzeiten

explizit abgelehnt werden – es

muss also aktiv Nein gesagt werden.

Der Ablauf

Die Bereiche der Organentnahme, der

Organvermittlung und der Organübertragung

werden voneinander getrennt, um

im Interesse der Patienten eine gerechte

Verteilung der Organe zu sichern.

In Deutschland gilt der Zeitpunkt des Individualtodes

als Sterbezeitpunkt, d. h.

zum Zeitpunkt des Todes ist die Hirnfunktion

erloschen, während die restlichen Or-

2008 Deutschland

Postmortale Organspender (Internationaler Vergleich 2007)

Anzahl pro Mio. Einwohner


ganfunktionen erhalten sind. Sichergestellt

wird dies durch die Regelungen im

Transplantationsgesetz.

Die Feststellung des Todes unterliegt

zwei voneinander unabhängigen, in der

Hirntoddiagnostik erfahrenen Ärzten.

Erst nach der eindeutigen Feststellung

des Hirntodes werden weitere Vorbereitungen

zu Organentnahme getroffen.

Liegt eine eindeutige Äußerung des dann

Verstorbenen zu Lebzeiten vor, z.B. Organspendeausweis,

veranlasst die DSO

die zum Schutz der Organempfänger notwendigen

Laboruntersuchungen und informiert

die internationale Organvermittlungsstelle

Eurotransplant (ET) zur

Ermittlung eines geeigneten Empfängers.

Die Organentnahme findet dann in

Absprache mit den entsprechenden

Transplantationszentren in dem jeweiligen

Krankenhaus statt, von wo aus sie

sorgfältig verpackt und aufbewahrt und

zügig zu den entsprechenden Transplantationszentren

transportiert werden.

Sorgen und Ängste

Die Organspende ist immer mit emotionalen

und inhaltlichen Vorbehalten verbunden,

obwohl sie für viele Patienten die

einzige lebensrettende Therapie darstellt.

Dies betrifft zum einen den Wunsch,

in körperlicher Unversehrtheit beigesetzt

zu werden. Die großen Weltreligionen

sprechen sich inzwischen in großer Mehrheit

für eine Organspende aus.

Die andere Befürchtung wiegt meist

schwerer: vor einem sicher abwendbaren

Tod zur Organspende freigegeben zu

werden. Hier greifen jedoch die strengen

gesetzlichen Regelungen, um dies zu

verhindern.

Fazit

Transplantation ist eine wichtige und etablierte

Therapieform, die Menschenleben

rettet oder Menschen vor einem ’Tod auf

Raten’ bewahren kann. Es ist deshalb gerade

für Mitarbeiter im Krankenhaus wichtig,

sowohl Patienten als auch Angehörige

für diese Fragestellung positiv zu

sensibilisieren und im Falle des drohenden

Hirntodes an diese wichtige Therapieoption

zu denken. Seien Sie Vorbild,

treffen Sie für sich eine Entscheidung und

dokumentieren diese. Auch Ihre Kinder

dürfen schon entscheiden: Das Transplantationsgesetz

erlaubt Jugendlichen

ab 16 Jahren, ihre Bereitschaft zur Organspende

zu dokumentieren. Bereits

mit 14 Jahren kann man einer Organentnahme

widersprechen.

Ja oder Nein – das entscheiden Sie.

dip, td

Ablauf einer Organspende

Anonymer Dankesbrief

Die Empfänger können einen anonymen

Dankesbrief über die DSO

an die Angehörigen senden.

Transplantation

Die Spenderorgane werden

verpflanzt. Das Leben der

Empfänger ist gerettet.

Transport

Die Organe werden sorgfältig

konserviert und zügig zu den

Transplantationszentren

transportiert.

Organentnahme

Die DSO organisiert in Absprache mit dem

Krankenhaus und den Transplantationszentren

die Organentnahme und den Organtransport.

Der würdevolle Umgang mit dem

Verstorbenen ist oberstes Gebot.

Die Transplantation menschlicher

Gewebe hat in den letzten Jahren eine

zunehmende Bedeutung in der Therapie

von Defekten des muskuloskeletalen

Systems (Knochen, Sehnen, Bänder),

der Augenhornhaut (Cornea) bzw.

des kardiovaskulären Systems erlangt.

Insbesondere im Bereich der Corneatransplantation

besteht in der Bundesrepublik

Deutschland eine Warteliste, d.h.

von jährlich cirka 9.000 notwendigen

Transplantationsgesuchen können nur

Dokumentieren Sie Ihre

Entscheidung noch heute:

einfach den Organspendeausweis

ausschneiden, ausfüllen

und in's Portemonnaie

stecken.

Medizin & Pflege

Krankheit / Unfall

Eine schwere Hirnschädigung z.B. durch eine Hirnblutung

oder einen Unfall führt zum Hirntod. Der Patient kann trotz

Intensivmedizin nicht mehr gerettet werden.

Benachrichtigung

ET informiert die betreffendenTransplantationszentren

und diese benachrichtigen

die Empfänger.

Gewebespende

Kooperation von Klinikum mit Gewebebank

Berlin/Brandenburg

etwa 5.000 bedient werden. Auch die

Versorgung mit muskuloskeletalen Geweben,

deren Bedarf bei etwa 30.000

Transplantationen pro Jahr liegt, kann nur

eingeschränkt gesichert werden.

Für die Gewebespenden regelt – anders

als bei Organspenden – die Gewebebank

Berlin/Brandenburg im Rahmen regionaler

Kooperationen sowohl die Spende

als auch die Versorgung mit Geweben.

Im Mai 2009 wurde zwischen dem

Klinikum Ernst von Bergmann und der

Gewebebank Berlin/Brandenburg eine

Fortsetzung Seite 14

13

DSO wird benachrichtigt

Die telefonische Beratung mit der DSO dient der Klärung

der rechtlichen und medizinischen Voraussetzungen einer

möglichen Organspende.

Todesfeststellung

Der Hirntod wird von zwei Ärzten unabhängig

voneinander festgestellt.

Entscheidung zur Organspende

Diese wird durch den vorliegenden Organspendeausweis

oder das Gespräch mit den

Angehörigen geklärt. Koordinatoren der DSO

unterstützen die Ärzte beim Angehörigengespräch.

Medizinische Untersuchungen des

Verstorbenen

Die DSO veranlasst Laboruntersuchungen:

u.a. Blutgruppe, Gewebemerkmale, übertragbare

Krankheiten etc. Der Blutkreislauf zur

Funktionserhaltung der übertragbaren Organe

wird durch weitere künstliche Beatmung und

intensivmedizinische Maßnahmen bis zur Organentnahme

aufrecht erhalten.

Übermittlung von Daten zur Organvermittlung

Die DSO sendet die Labordaten an die internationale

Vermittlungsstelle Eurotransplant (ET). Die Suche

nach geeigneten Empfängern und die Vermittlung der

Spenderorgane beginnt.

$


$

14 Medizin & Pflege

Kooperation vereinbart, um u.a. die

Versorgung der Augenklinik im Klinikum

mit Hornhauttransplantaten sicherzustellen.

Ablauf einer Gewebespende

im Klinikum

Der Ablauf einer Gewebespende erfolgt

ähnlich dem Ablauf der Organspende.

Allerdings ist im Falle der Gewebespende

im Klinikum die Universitäts-

Gewebebank der Charité im Auftrag

der Gewebebank Berlin/Brandenburg

für den Ablauf verantwortlich.

Nach einer Mitteilung über die verstorbenen

Patienten erfolgt die Prüfung

auf Eignung zur Gewebespende durch

den ärztlichen Koordinator der Gewebebank.

Gespräche mit Ärzten der

Station werden geführt, um weitere

Kontraindikationen auszuschließen.

Auch Telefonate mit den Angehörigen

werden geführt, um deren endgültige

Zustimmung zur Gewebespende zu

erhalten. Nach der Zustimmung erfolgt

die Entnahme im Institut für Pathologie

des Klinikums nach definierten und

zugelassenen Standards. sj

Ansprechpartner:

Transplantationsbeauftragter:

PD Dr. Dirk Pappert

Chefarzt des Zentrums für

Anaesthesie, Intensivtherapie

und OP-Management

Tel: 241-5002

Oberärzte der Intensivstationen:

Dr. Sabine Jander

Konservative Intensivtherapie (KIT)

Tel: 241-6152

Dr. Matthias Ingenlath

Operative Intensivtherapie (OIT)

Tel: 241-5026

Weitere Informationen:

www.dso.de

www.fuers-leben.de

www.junge-helden.org

www.organspende-info.de

Sterilisiert – aber Kinderwunsch?

Refertilisierung heißt hier das Zauberwort

Im Klinikum haben die Urologen

unter der Leitung von Prof. Dr. Horst

Oesterwitz in 2009 den 1.000 Eingriff

zur Refertilisierung durchgeführt.

Neben München verfügt in Deutschland

nur noch unsere Klinik für Urologie über

so große Erfahrungen in dieser Refertilisierungs-Chirurgie.

Deshalb kommen

Kinderwunsch-Paare aus ganz

Deutschland und ebenfalls aus den

europäischen Nachbarländern in

unser Klinikum.

Unter einer Refertilisierung versteht

man die operative Wiederherstellung

der Durchgängigkeit der Samenleiter

des Mannes, wenn diese

zuvor durch eine Sterilisation (Vasektomie/Vasoresektion)

getrennt

worden sind. Die Refertilisierung,

auch Vasovasostomie, ist eine Erfolg

versprechende Operation, um

einen bestehenden Kinderwunsch

nach vorausgegangener Vasore-

sektion zu verwirklichen. Bis zu 50.000

Männer lassen sich in Deutschland jährlich

sterilisieren. Dies sind vor allem Männer

über 35 mit einer abgeschlossenen

Familienplanung. Jedoch will fast jeder

10. Mann nach durchschnittlich 8 Jahren

diese Entscheidung wieder rückgängig

machen oder denkt zumindest darüber

nach. Eine neue Liebe und neues Glück

lassen eine scheinbar endgültige Entscheidung,

nämlich keine Kinder mehr zu

wollen, oft schwanken. Dann lebt, oft von

der neuen Partnerin initiiert, der Kinderwunsch

wieder auf.

Die Chancen dafür stehen gut – die

„Umkehr“ der Sterilisation hat inzwischen

ziemlich gute Erfolgsaussichten. Dafür

bedarf es einer etwa zweistündigen mikrochirurgischen

Operation. Die Ergebnisse

der bisher 1.000 Operationen im

Klinikum sind beeindruckend: Knapp

70% der Paare konnten ihren Kinderwunsch

durchschnittlich nach 8,5 Monate

nach der Operation realisieren.

Auch der 1.000 Patient, ein 45-jähriger

Mann aus Hamburg, hatte Grund zur

Freude: nur 7 Wochen nach der OP war

seine Partnerin schwanger. sf


Chefarzt im Kloster Operationen in Indien

In den meisten Gegenden der Welt

setzt eine gute ärztliche Behandlung

auch ein gutes Einkommen voraus.

Auch in Indiens ländlichen Regionen ist

dies der Fall; hier kommt außerdem hinzu,

dass die Wege zu den nächsten Krankenhäusern

sehr weit sind, quasi eine

medizinische Unterversorgung herrscht.

Es gibt inzwischen einige Hilfsorganisationen,

die der dortigen Bevölkerung unterschiedliche

Behandlungen „anbieten“

– ermöglicht durch das unbezahlte Engagement

u.a. von Ärzten. Einer dieser Ärzte

ist Chefarzt Dr. med. Dr. med dent.

Thomas Teltzrow.

Vor fünf Jahren war es, als ihn ein Kollege

von der Plastischen Chirurgie ansprach,

ob er die Nachfolge von einem

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen antreten

würde und mit ihm nach Indien fahren

könnte. Seitdem fährt Dr. Teltzrow zu

jedem Jahresanfang über die Organisation

„interplast“ mit einem Team von drei

Ärzten und einer Schwester in ein Dorfkrankenhaus

nach Katra im Bundesstaat

Madhya Pradesh. Dort befindet sich ein

von einem Schwesternorden betriebenes

katholisches Krankenhaus. Der Zeitpunkt

der Reise ist wichtig, da durch die geringere

Anzahl der Malariafälle ausreichend

Platz im Krankenhaus ist.

Das Team aus Plastischen- sowie Mund-,

Kiefer- und Gesichtschirurgen behandelt

dort jedes Jahr zu ca 50% Lippen-Kiefer-

Gaumenspalten und Gesichtsfehlbildungen.

Die Spalt-Patienten leiden – neben

der physischen Beeinträchtigung – meist

zusätzlich unter sozialer Isolation. Diese

Operation wird meist an Kindern vorgenommen,

in unterentwickelten Regionen

Indiens gibt es jedoch auch viele Erwachsene,

die noch nicht versorgt wurden. Anders

als in Deutschland versucht man

hier, so viele Schritte wie möglich in einer

Operation vorzunehmen. Manchmal gelingt

es aber auch, die Patienten schon für

das nächste Jahr einzuplanen, um weitere

Behandlungen durchzuführen.

Die andere Hälfte nehmen Operationen

zur Wiederherstellung nach Verbrennungen

ein. Diese sind besonders häufig, da

am offenen Feuer gekocht wird. Oft sind

aber auch kleine Kerosinbrenner schuld,

die defekt explodieren. Die Verbrennungsopfer

erhalten nicht nur große Vollhauttransplantate.

Oft ist auch die Beseitigung

von Kontraktionen notwendig.

Eine Frau kam auf Knien ins Krankenhaus;

sie konnte nicht mehr laufen, nachdem

durch ein Feuer die Rückseite eines

Beines verbrannt war. Die Vernarbungen

zogen ihr Bein nach hinten, sie konnte es

nicht mehr strecken. Am Ende der Behandlung

konnte sie nach Hause laufen.

Vierzehn Tage ist das Ärzte-Team vor Ort,

in diesem Jahr vom 9. bis 23. Januar. Weit

im Vorfeld wird von dem Schwesternorden

in der Region über die ankommenden

Ärzte informiert, so dass zu ihrem

Eintreffen die Patienten schon im Krankenhaus

warten. Die Voruntersuchung am

ersten Tag ermöglicht die Erstellung des

OP-Planes: 50 bis 60 Patienten werden

im Schnitt in den zwei Wochen operiert,

von morgens um 7 bis abends um 22 Uhr.

Die Kommunikation ist nicht einfach: Die

Bevölkerung spricht einen Subdialekt,

den selbst die Ordensschwestern nur

schwer verstehen. Deren Englisch wiederum

ist ebenfalls „abenteuerlich“. Aber

es funktioniert trotzdem.

Die Organisation interplast finanziert den

Flug, Material und sonstige Verbrauchskosten

über Spenden. Auch der einheimische

Narkosearzt wird bezahlt. Ihm vertrauen

die Patienten, außerdem ist er mit

den einfachen Bedingungen der Narkosemöglichkeiten

vor Ort vertraut. Medikamente

werden vor Ort bezahlt oder mitgebracht,

ebenso wie das Verbandsmaterial

und die OP-Instrumente.

Wenn Dr. Teltzrow sich etwas wünschen

dürfte, wäre das ein weiterer Ort in Indien,

der abwechselnd betreut würde. Und der

Ausbau der Infrastruktur. Und ein neues

elektrisches Blutstillungsgerät. Und ein

Sterilisationsgerät. Und mehr OP-Instrumente,

die vor Ort bleiben könnten...

Das Vertrauen zu den Ärzten ist mit den

Jahren gewachsen. Und es wächst bei jedem

Aufenthalt aufs Neue.

Wenn Sie gezielt für dieses

Projekt spenden wollen:

Pro interplast Seligenstadt e.V.

Vorsitzende Waltraud Huck

Volksbank Seligenstadt e.G.

Kontonr. 280208 • BLZ 50692100

Stichwort Potsdam-Katra

Weitere Infos:www.pro-interplast.de

Medizin & Pflege

15


16 Was ist eigentlich

GLOSSAR

Budgetverhandlungen:

Verhandlung mit den Krankenkassen

über die Leistungen des Krankenhauses

und deren Vergütung

Casemixpunkte:

Durchschnittliche Bewertung der

Krankenhausfälle

Controlling:

Steuerung und Überwachung der

Wirtschaftlichkeit

Deckungsbeitragsrechnung:

Ermittlung des Betriebsergebnisses

DRG:

Diagnosebezogene Fallgruppen

Fehlbelegung, primär oder

sekundär:

Prüfung, ob der Patient hätte ambulant

behandelt werden können oder

Prüfung der Gesamtverweildauer des

Patienten

InEK:

Institut für das Entgeltsystem im

Krankenhaus GmbH

MDK-Fälle:

Fälle, die durch den Medizinischen

Dienst der Krankenkassen geprüft

werden

QS-Bögen:

Qualitätssicherungsbögen – Formulare

zur Sicherstellung und Überprüfung

von Abläufen bei bestimmten

Patientengruppen

Was ist eigentlich …

… das Medizincontrolling?

Es ist schon vorgekommen, dass

wir nach der Reparatur eines Toasters

gefragt wurden, doch trotz vieler Aufgabenbereiche

gehört das nicht zu den

Inhalten des Referates Medizincontrolling.

Das Medizincontrolling mit dem

Referatsleiter Sven Kopisch besteht

aus den Bereichen Controlling, Kodierassistenz

und Bearbeitung der MDK-

Fälle.

Der Bereich Controlling verteilt sich auf

den Schultern von Sven Kopisch, Franziska

Thrun, Kathrin Pastille, Franziska

Stößel, Ulrich Knösche und Niels Anschütz.

Statistische Sonderaufgaben und

Kontrolle der QS-Bögen übernimmt Reinhard

Mummelthey.

Unser Tätigkeitsfeld ist vielfältig und verbindet

die medizinische Sichtweise mit

der wirtschaftlichen. Um die Geschäftsführung

und die Zentrumsleitungen bei

wirtschaftlichen Entschei-

dungen zu unterstützen, erstellen

wir monatliche Auswertungen

und Analysen,

eine hausweite Deckungsbeitragsrechnung

und das

morgendliche Highlight –

die Bettenauslastung. Auch

Budgetverhandlungen, OP-Statistiken

und Leistungsauswertungen sind unser

täglich Brot. Zusätzlich kalkulieren wir

noch Preise für Patienten, die z.B. ästhetische

Operationen in unserem Hause

wünschen. Auch die Weiterentwicklung

der DRG-Bewertung beeinflussen wir

durch eine intensiv auf be reitete Datenlieferung

an das InEK.

Um den Dialog zwischen den kommunalen

Großkrankenhäusern zu fördern, nehmen

wir regelmäßig an Arbeitsgruppentreffen

teil. Sobald Anfragen aus dem

gesamten Haus zu Diagnosen, Prozeduren,

Verweildauern und Casemixpunkten

aufkommen, sind wir zur Stelle – auch

kurzfristig.

Unsere Kodierassistenten Britta Krebs,

Daniela Fuchs, Heike Burghardt, Ariane

Gericke und Susanne Meschzan sind unermüdlich

im Einsatz, um die DRG-Kodierung

unserer Fälle zu optimieren. So kann

der Erlös gesteigert und eine bessere

Darstellung der erbrachten Krankenhausleistungen

je Patient erreicht werden.

Jede Kodierassistentin unterstützt

bis zu 4 Fachabteilungen. Sie flitzen innerhalb

der Arbeitszeit von Station zu

Station – bis die Füße qualmen. So kann

der Dialog zwischen Kodierassistenten

und Ärzten aufrechterhalten und schwierige

Entscheidungen mit Hilfe der medizinischen

Fachkräfte getroffen werden.

Neu eingestellte Ärzte erhalten von ihnen

eine DRG-Arbeitsplatzschulung. Auch

wenn unsere Kodierassistenten manchmal

für etwas Unmut sorgen, so sind sie

doch notwendig und helfen mit Vorschlägen

und Ideen, den Bürokratieaufwand

für das ärztliche Personal zu verringern

und bei der Dokumentation der Patientenfälle

zu unterstützen. Gegenseitige

Akzeptanz verbessert das Verhältnis und

die Arbeit. So kommen sie immer wieder

gern auf die Stationen und bleiben bei ihrem

Motto: „Ick bin all hier…“!

Für die Bearbeitung der MDK-Anfragen

sind Sven Dressel, Annett Stahl, Ines

Heinrich und Doreen Freytag zuständig.

Auf der Suche nach der Wahrheit durchforsten

sie Aktenberge und versuchen,

dem MDK die Sichtweise unseres Hauses

argumentativ darzulegen. Sie erfassen

sämtliche Kassen- und MDK-Anfragen

hinsichtlich primärer oder sekundärer

Fehlbelegung und Kodierung. Durch in-

>> Auf der Suche nach der Wahrheit

durchforsten sie Aktenberge und versuchen,

dem MDK die Sichtweise unseres

Hauses argumentativ darzulegen.


„Aktion Saubere Hände“ auch im Klinikum

Nicht sparen am falschen Ende: Sorgfältige Händedesinfektion

erhöht die Patientensicherheit!

In Deutschland treten jährlich circa

500.000 Krankenhausinfektionen auf.

Viele davon sind leider nicht vermeidbar.

Die Infektionen aber, die durch

mangelnde Hygiene bei der Händedesinfektion

entstehen, lassen sich durch

gründliche und sachgemäße Reinigung

vermeiden.

Wir als Klinikum Ernst von Bergmann wollen

das Bewusstsein schärfen und die Patientensicherheit

erhöhen und beteiligen

uns daher an der bundesweiten „Aktion

Saubere Hände".

Um an der Aktion teilzunehmen, müssen

wir als Klinikum beispielsweise nachweislich

Fortbildungen zur Händedesinfektion

durchführen, die Anzahl der Desinfektionsspender

erhöhen sowie den Verbrauch

von Desinfektionsmitteln protokollieren.

Im Klinikum wird bereits ein umfassendes

Hygienemanagement praktiziert, um Patienten

und Personal vor Infektionen zu

schützen. Schulungen und Fortbildungen

werden für die Mitarbeiter regelmäßig angeboten.

In einem Hygieneplan ist die

Händedesinfektion genau festgelegt und

geregelt, auf den Stationen und bei oder

in den Patientenzimmern befinden sich

Desinfektionsmittelspender.

"Es ist wichtig, die Mitarbeiter immer

wieder auf den Stellenwert der täglichen

Desinfektionsroutine hinzuweisen.

Besonders bedeutend ist, dass

auch im Bereich der Händedesinfektion

die Entscheidungsträger im täglichen

Klinikalltag eine Vorbildfunktion übernehmen“,

so Karolina Wlodavezyk, Leiterin

der Krankenhaushygiene.

Als Referenzwert für die optimale Händehygiene

wird die Anzahl der Händedesinfektionen

pro Patiententag gemessen.

Dieser Referenzwert fällt je nach Station

unterschiedlich aus. Auf einer Intensivstation

liegt dieser z.B. zwischen 26 und

Wunsch erfüllt

Der neugestaltete Innenhof F/L

Das Klinikum hat endlich einen Kinderspielplatz!

Perfekt gelegen auf dem Innenhof

der Gebäude F/I/H/L/O ist er von der Kinderstation,

der Kinder-Notaufnahme und

auch von der Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe schnell zu erreichen. Unsere

kleinen Patienten und Geschwisterkinder

können nun aus dem Klinikalltag ausbrechen.

Und die kleinen Oasen der Ruhe laden

auch Patienten und Mitarbeiter ein.

Kurz notiert

30 Händedesinfektionen (HD) pro Patiententag,

auf den Stationen der Inneren Klinik

zwischen 5 und 6 HD/Patiententag.

Das Ziel ist es, diese Referenzwerte im

Klinikum zu erfüllen – dazu soll die Aktion

Saubere Hände beitragen. Hier heißt

es also – nicht sparen bei Händedesinfektionsmitteln,

sondern erhöhen Sie den

Verbrauch durch häufige Anwendung für

eine erhöhte Patientensicherheit.

Für das Jahr 2009 wird durch die Krankenhaushygiene

erfasst, ob die einzelnen

Stationen diese Referenzwerte erfüllen.

Außerdem wird die Händedesinfektion

als Qualitätsparameter im Klinikum verankert

werden.

Ihr Ansprechpartner zur Aktion

Saubere Hände sind:

Jana Janas, Mitarbeiterin in der

Krankenhaushygiene, Telefon: -4062

Alexander Bartkowski, Abteilungsleiter

Qualitätsmanagement, Telefon: -4051

17


25

40

18 Persönlich

Herzliche Glückwünsche

an unsere Jubilare!

25-jähriges Arbeitsjubiläum im

Oktober 2009

Ingrid Weinhold

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Eleonora Fritzsche

Reinigung

Herrmann Weichert

Technik und Einkauf

Klaus-Ulrich Kusay

Technik und Einkauf

Christine Sablitzki

Seniorenwohnheim

November 2009

Antje Wölk

Finanz- und Rechnubngswesen

Leider ist uns in der letzten

Ausgabe ein Fehler unterlaufen.

Wir gratulieren ganz herzlich

nachträglich zum 40-jährigen

Arbeitsjubiläum:

September 2009

Veronika Zemke

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

TERMINE 2010

20./21. Februar

Messe Baby-Kind

Metropolis-Halle

19. - 21. März

Messe Vital50plus

Metropolis-Halle

Alle wichtigen Termine finden Sie

in Zukunft in unserem Intranet:

Infos/Auskunft_Service für Mitarbeiter_Fortbildungen

und Termine

Gesundheitsberatungskompetenz

First-Level-Beraterin Anke Müller

steht allen Mitarbeitern als Beraterin

in allen Versicherungsfragen zur Verfügung

– angefangen von der gesetzlichen

Krankenversicherung und der

Möglichkeit einer privaten Zusatzver-

Verabschiedung

von Dr. Claus Herrmann

Herr Dr. Claus Herrmann, der langjährige

Leiter des Sozialpädiatrischen

Zentrums (SPZ), hat Ende Oktober

2009 seinen wohl verdienten Ruhestand

angetreten.

Viele Jahre arbeitete Herr Dr. Herrmann

als OA in der Kinderklinik des damaligen

Bezirkskrankenhauses Potsdam – begonnen

hatte er dort am 1. Juni 1971 als

Stationsarzt. Seine humorvollen Anekdoten

aus dieser Zeit wurden oft und gerne

gehört.

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung

Potsdam am 1. Dezember 1993 die

Gründung eines SPZ beschlossen hatte,

bewies Dr. Herrmann mutigen Pioniergeist,

indem er dessen Leitung übernahm.

Mit viel Engagement baute er das

SPZ auf und führte den damals noch organisatorischen

und wirtschaftlichen Eigenbetrieb

der Stadt Potsdam durch stürmische

Zeiten. Im April 1994 wurden

zunächst Räumlichkeiten in einer ehemaligen

DDR-Kinderkrippe am Hubertusdamm

bezogen, die in Eigeninitiative

von den damaligen Mitarbeitern renoviert

und für die Arbeit hergerichtet wurden.

Bald darauf führte eine nachlassende

Unterstützung von politischer Seite zur

existenziellen Gefährdung, obwohl die

niedergelassenen Kinderärzte die Möglichkeiten

und Leistungen des SPZ inzwischen

sehr zu schätzen wussten. In dieser

Zeit nutzte Herr Dr. Herrmann die

räumliche und persönliche Nähe zur damaligen

Kinderklinik, in der er später

sicherung über die Themen Altersvorsorge

und Berufsunfähigkeit bis hin

zur Absicherung Ihrer Vermögenswerte

(z.B. Hausrat-, Gebäudeversicherung).

Frau Müller ist gelernte Versicherungskauffrau

und hat nebenberuflich das Studium

zur Betriebswirtin (VWA) absolviert.

Als Mitarbeiterin des Klinikums ist sie

nicht für ein Vermittlungsunternehmen tätig

und darf – ähnlich wie eine Verbraucherzentrale

– ausschließlich informieren.

Frau Müller steht Ihnen somit neutral

und unabhängig für Ihre Fragen zur Verfügung.

Sie erreichen sie unter: Tel. 4335/

E-Mail: anmueller@klinikumevb.de

Sie ist 28 Jahre alt, ledig und lebt in

Potsdam.

auch wieder die Hintergrunddienste mit

abdeckte. Ab dem 01.03.1995 wurde das

SPZ vom Klinikum Ernst von Bergmann

übernommen und als spezielle ambulante

Einrichtung der Kinderklinik geführt. Im

Herbst 2006 erfolgte der Umzug des SPZ

auf das Gelände des Klinikums, wodurch

eine noch engere Zusammenarbeit mit

der Klinik für Kinder- und Jugendliche

möglich wurde.

Dr. Claus Herrmann verstand es, durch

seine ausgleichende Art für eine Arbeitsatmosphäre

zu sorgen, die seine Mitarbeiter

zu eigenverantwortlichem und

engagiertem Handeln motivierte. Das

wiederum kam den durch ihre Entwicklungsauffälligkeiten

oftmals benachteiligten

Kindern und deren Familien zugute,

die im SPZ betreut und unterstützt werden.

Und so passiert es in letzter Zeit

noch öfter, dass einer seiner kleinen

Patienten ihn vermisst und fragt: „Und wo

ist Dr. Herrmann?“


Das SPZ unter neuer Leitung

Seit dem 1. November 2009 ist

Frau Dr. Mona Dreesmann neue Leiterin

des Sozialpädiatrischen Zentrums

sowie Oberärztin in der Klinik für Kinder-

und Jugendmedizin. Sie tritt damit

die Nachfolge von Oberarzt Dr.

Herrmann an.

Nach ihrem Studium

der Humanmedizin

in

Mainz, Concepción

(Chile) und

Kiel nahm sie

ihre Tätigkeit als

Ärztin in der Klinik

für Neuropädiatrie

der Universitätsklinik Kiel auf.

Teile ihrer Facharztausbildung absolvierte

sie im Norddeutschen Epilepsiezentrum

Raisdorf. Weitere Stationen ihrer

Laufbahn waren u.a. das Institut für

Sie haben gewählt

Ihre neuen Arbeitnehmervertreter

im Aufsichtsrat

8. Ausgabe,

veröffentlicht im Januar 2010

Herausgeber

Steffen Grebner, Geschäftsführer

Klinikum Ernst von Bergmann

gemeinnützige GmbH

Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam

Telefon: 0331/241-0

Telefax: 0331/241-4010

Chefredaktion & Projektleitung

Damaris Hunsmann,

Pressereferentin (-4009)

dhunsmann@klinikumevb.de

Neurophysiologie der Universität Kiel sowie

das SPZ der Charité. Im Frühjahr

2009 legte sie die Schwerpunktprüfung

Neuropädiatrie in der Ärztekammer Berlin

ab.

Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in der

interdisziplinären Zusammenarbeit mit

sämtlichen Mitarbeiterinnen im SPZ und

in der Kinderklinik, um die Diagnostik und

Behandlung behinderter und von Behinderung

bedrohter Kinder aus einer Hand

zu gewährleisten. Zudem möchte sie die

Qualität der Diagnostik und Therapie

neurologisch kranker Kinder im stationären

und ambulanten Bereich verbessern.

Die Ausbildung der Assistenzärzte im

Fach Kinderneurologie und Epileptologie

ist ihr ebenfalls ein großes Anliegen.

Frau Dr. Dreesmann hat zwei Kinder und

lebt in Potsdam Babelsberg.

Mitarbeiterzeitung der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH

Redaktionsteam

Theresa Decker (td)

Sandra Fischer (sf)

Andrea Grothe (ag)

Holger Guse (hg)

Sabine Handke (sh)

Elke Hinz (eh)

Daniela Pokorny ´ (dp)

Heidrun Winkler (hw)

Fotos

Dr. Dr. dent. Thomas Teltzrow

Sandra Fischer

Klinikum Ernst von Bergmann

Stiftung Schloss Neuhardenberg

Autoren

Sven Kopisch (sk)

Priv.-Doz. Dr. Dirk Pappert (dip)

Dr. Sabine Jander (sj)

Gestaltung und Layout

stilblüte kommunikation, Berlin

Druck

Druckerei Eppler & Buntdruck,

Berlin

Auflage

2.500 Stück

Persönlich

Neue Leiterin im

Schreibbüro

Frau Wenke Rühl ist seit dem 1. November

2009 Leiterin des Zentralen

Schreibbüros im Klinikum.

Umfassende Berufserfahrungen konnte

sie in über zehn Jahren als Angestellte im

Schreibbüro der Charité, Campus Benjamin

Franklin, sammeln. Ab 2003 war sie

als stellvertretende Leiterin im Zentralen

Schreibbüro der Charité tätig.

Der Dienstleistungsgedanke steht in der

Arbeit von Frau Rühl und ihrem Team an

erster Stelle. Für die Zukunft möchte sie

die Arbeitsabläufe unter Zuhilfenahme

der vorhandenen Technik optimieren, um

so Personalengpässe oder Auftragsspitzen

aufzufangen.

Frau Rühl ist telefonisch unter der -8993

oder im Raum L 228 zu erreichen.

Als neue Arbeitnehmervertreter im

Aufsichtsrat haben Sie gewählt:

v.l.: Astrid Stolle, Gabriele Barthelmes,

Mario Vollert und

Oberarzt Dr. Thomas Röding.

Wir wünschen Ihnen eine gute Amtszeit!

19

IMPRESSUM

Alle Rechte vorbehalten.

Die Redaktion behält sich

vor, eingereichte Texte

stilistisch zu überarbeiten

und zu kürzen.

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