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Rezept - Rapunzel

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HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Bio-Pionier seit 1974

HAND IN HAND

Ökologie und Fairer Handel

Wir machen Bio aus Liebe.

1


Liebe Leserinnen und Leser! Inhalt

Seit 35 Jahren handelt RAPUNZEL

NATURKOST mit biologischen

Rohstoffen aus aller Welt. Nach

den klassischen Naturkostprodukten

wie Müsli und Nussmusen

hielten immer mehr Produkte

Einzug in das Sortiment, deren

Rohstoffe wie Kakao oder Vollrohrzucker

nicht in euro päischen

Klimata gedeihen.

Seit Beginn der Lieferbeziehungen

mit Erzeugern aus Ländern des

Südens (sog. Entwicklungsländern)

ist uns nicht nur die Qualität

der biologisch angebauten

Produkte, sondern besonders

auch die Qualität in der Zusammenarbeit

ein Anliegen.

Im Ökologischen Landbau geht es

uns darum, möglichst direkt und

effizient die Lebensumstände der

Bauern in Ländern der ”Dritten

Welt” zu verbessern.

Gerade dort verursacht oft der

Preisdruck, der auf die landwirtschaftliche

Produktion ausgeübt

wird, Not für die Menschen und

Schäden für die Umwelt. Der

Ökologische Landbau ist die Basis

für eine positive und nachhaltige

Entwicklung, denn er garantiert

gesunde Nahrungsmittel und

eine intakte Umwelt.

Der faire Handel mit den HAND

IN HAND-Partnern macht diese

von den starken Preisschwankungen

am Weltmarkt unabhängiger.

Die von uns garantierten,

langfristigen Liefer beziehungen

bieten unseren Partnern neue

Zukunftschancen und unseren

Kunden eine hohe Bio-Qualität.

Heute sind es 14 HAND IN HAND-

Partner aus den Ländern Ägypten,

Bolivien, Peru, Brasilien, Costa

Rica, Dominikanische Republik,

Indien, Sri Lanka, Tansania,

Paraguay und Burkina Faso. Von

ihnen beziehen wir zehn wichtige

Rohstoffe, die in nahezu 100

Produkten unseres Sortimentes

enthalten sind.

Der Anteil unserer fair gehandelten

Produkte am Gesamtumsatz

beträgt heute über 10 %.

Eine ver trauensvolle Zusammen -

arbeit über viele Jahre, ein

ständiger Austausch sowie persönliche

Besuche garantieren

die hochwertige Qualität unserer

Pro dukte. Die Überprüfung durch

unabhängige Inspektoren sichert

diese zusätzlich ab.

Mit dem Kauf von fair gehandelten

und ökologisch nachhaltig

produzierten Produkten

aus Ent wicklungs ländern leisten

Sie einen wichtigen Beitrag zur

Armutsbekämpfung und zur Verbesserung

des Lebensstandards

weltweit.

Werfen Sie einen Blick hinter

die Kulissen und begleiten Sie

uns auf dem Weg zurück zum

Ursprung unserer Produkte!

Joseph Wilhelm

Gründer und Vorstand

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Vorwort: Liebe Leserinnen und Leser! ....................................................................................................................2

Inhaltsverzeichnis .........................................................................................................................................................3

Das HAND IN HAND-Projekt

Bei uns gehen Ökologie und Fairer Handel HAND IN HAND ..........................................................................4

Kooperation ...................................................................................................................................................................5

Die HAND IN HAND-Kriterien ..................................................................................................................................6

Vorstellung unserer HAND IN HAND-Partner

Unsere HAND IN HAND-Partner auf einen Blick ................................................................................................8

Quinoa von ANAPQUI in Bolivien ........................................................................................................................ 12

Getrocknete Mangos von BURKINATURE in Burkina Faso ........................................................................... 14

Paranusskerne von CAMPESINO in Bolivien ..................................................................................................... 16

Kakao von EL CEIBO in Bolivien ............................................................................................................................ 18

Sesam von SEKEM in Ägypten .............................................................................................................................. 20

Kokos aus dem RAPUNZEL-Projekt in Sri Lanka .............................................................................................. 22

Zucker von ITURBE in Paraguay ............................................................................................................................ 24

Kaffee von AMERICO MÉLO in der Dominikanischen Republik .................................................................. 26

Der HAND IN HAND-Fonds

Förderung sozialer und ökologischer Projekte ................................................................................................. 28

Förderung der Hekima Girl’s School in Tansania ............................................................................................. 30

Unterschiede zu anderen Fair Handels-Organisationen ................................................................................31

2 3


Bei uns gehen Ökologie und Fairer Handel HAND IN HAND

SEKEM-Bauer mit RAPUNZEL Mitarbeiterin Barbara Altmann

bei der Qualitätskontrolle

Das HAND IN HAND-Projekt ist ein firmeneigenes

Fair Trade-Programm. Die Grundüberzeugung dahinter

ist, dass ökologische Nachhaltigkeit immer

auch ökonomische und soziale Nachhaltigkeit

braucht – diese gehen „Hand in Hand“. Unser

HAND IN HAND-Projekt verknüpft deshalb den

Gedanken des Fairen Handels mit dem des ökologischen

Landbaus.

Knapp 100 Produkte, die im Hause RAPUNZEL

hergestellt werden, tragen das HAND IN

HAND–Siegel. Man findet es auf Produkten, die

mindestens zu 50 % aus Rohstoffen der HAND

IN HAND-Partner hergestellt und somit „fair“

gehandelt wurden. Selbstverständlich sind auch

diese RAPUNZEL Produkte zu 100 % biologisch.

Ökologischer Landbau heißt nicht nur Verzicht

auf synthetische Pflanzenschutz- und Dünge-

mittel, sondern auch standortangepasste

Landwirtschaft, die die Bodenfruchtbarkeit

langfristig erhält und

verbessert.

Fairer Handel bedeutet vor allem, dass

RAPUNZEL die Rohwaren ohne Zwischenhändler

direkt von den Herstellern

bezieht. Die Vorteile von HAND

IN HAND für die Lieferanten liegen in

den langfristigen Handelsbeziehungen,

in Abnahme garantien die jährlich

fixiert werden, in Preisen über dem

Weltmarktniveau und in der Beratung

bezüglich Verarbeitung, Anbau und

Qualitäts sicherung. Auch bei Fragen

zu ökologischem Anbau können die

Partner von der langjährigen Erfahrung

von RAPUNZEL profitieren.

Im Gegenzug gewährleisten unsere

HAND IN HAND-Partner die Einhaltung

nationaler, sozialer Standards bei

der Beschäftigung von Arbeitern sowie eine Bio-

Qualität, die mindestens der EG-Bio-Verordnung

und weitergehender Standards, wie zum Beispiel

die der Verbandsrichtlinien, entspricht. Darüber

hinaus erklären sie sich bereit, jährlich die HAND

IN HAND-Kriterien von unabhängigen Dritten

überprüfen zu lassen. Beide Seiten verpflichten

sich in einem Kooperationsvertrag zur Einhaltung

dieser Kriterien.

HAND IN HAND-Partner nennen wir alle

Lieferanten, von denen wir die HAND IN

HAND-Rohstoffe beziehen. Die Partner sind

unabhängig und können sowohl einzelne

Bauern als auch Kooperativen, Plantagenbesitzer,

Verarbeiter oder Exporteure in den

sogenannten Entwicklungsländern sein.

Kooperation

Die Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines

neuen Lieferanten bzw. eines Produktes in unser

HAND IN HAND-Sortiment ist der Kooperationsvertrag

zwischen dem Lieferanten und RAPUNZEL.

Alle durch die HAND IN HAND-Kriterien definierten

Standards sind im HAND IN HAND-Vertrag

formuliert und müssen eingehalten werden.

Unabhängige Bio-Kontrolle

Jeder Produzent weltweit muss sich von einer

unabhängigen Kontrollorganisation zertifizieren

lassen, um auf dem europäischen Markt seine ökologisch

produzierte Ware vermarkten zu können.

Die Bio-Kontrolle findet ein- bis zweimal jährlich

statt, auch unangemeldet. Die Produktqualität

wird im Rahmen von Probeanalysen durch hauseigene

Labore sowie von unabhängigen externen

Laboren ständig kontrolliert.

Unabhängige HAND IN HAND-Kontrolle

Die HAND IN HAND-Kriterien werden in der Regel

alle zwei Jahre anhand eines eigens dafür entwickelten

Fragekatalogs kontrolliert, entweder

zusammen mit der Bio-Kontrolle oder durch

externe Gutachter. Der Katalog enthält Fragen

zum Lieferanten und zum Land, die dem Inspektor

Auskunft über die sozialen Mindeststandards

des jeweiligen Landes geben. Zum anderen beinhaltet

er Fragen zur Kinderarbeit, Lohnstruktur,

Sozialversicherung, Gesundheitsvorsorge und zu

den Arbeitsbedingungen beim jeweiligen Erzeuger.

Der zusätzlich entstehende finanzielle Mehraufwand

für die HAND IN HAND-Inspektoren

wird von RAPUNZEL übernommen.

Persönliche Kontakte

Genauso wichtig wie unabhängige Kontrollen sind

natürlich die persönlichen Kontakte zu unseren

Lieferanten, die wir durch regelmäßige, gegenseitige

Besuche pflegen. Dadurch entsteht mehr

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Der RAPUNZEL Mitarbeiter Mr. Rajasingham, rechts

Verständnis für die die jeweiligen Märkte, aber

auch eine starke persönliche Verbindlichkeit.

RAPUNZEL HAND IN HAND mit Brief und Siegel

Die gesamte HAND IN HAND-Arbeit und die

Einhaltung der Verpflichtungen werden im regelmäßigen

Turnus von 2 Jahren von dem unabhängigen

Institut für Marktökologie (IMO) überprüft

und zertifiziert. Das Audit umfasst die Einhaltung

der HAND IN HAND-Kriterien seitens RAPUNZEL:

Preisgestaltung und Preistransparenz, langfristige

partnerschaftliche Kooperation mit Abnahmegarantien,

Abwicklung, Beratung und Dokumentation.

Mit der erfolgreichen Zertifizierung durch

IMO ist zuletzt 2008 die korrekte HAND IN HAND-

Arbeit der Firma RAPUNZEL bestätigt worden.

4 5


Die HAND IN HAND-Kriterien

Unsere HAND IN HAND-Kriterien basieren auf den Leitsätzen von RAPUNZEL. Zusätzlich wurden

die Leitlinien für Soziale Gerechtigkeit und Fairen Handel der IFOAM (weltweiter Dachverband

aller Organisationen des ökologischen Landbaus) eingearbeitet. Weiterhin haben wir Definitionen

und Anforderungen aus den weltweit gültigen Arbeitsvorschriften des SA 8000 (Social

Accountabiliy) der Organisation CEP (Council on Economic Priorities) berücksichtigt.

RAPUNZEL NATURKOST garantiert:

ORGANIC

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

HAND IN HA D

1. LANGFRISTIGE HANDELSBEZIEHUNGEN

geben unseren Lieferanten die Sicherheit und die Möglichkeit, in Verbesserungen der Qualität ihrer

ökologischen Produktion und Verarbeitung zu investieren.

2. ABNAHMEGARANTIEN

sind ein wesentlicher Bestandteil der jährlichen Verträge, die die unmittelbare Zukunft für beide Seiten

besser kalkulierbar machen.

3. FAIRE PRODUKTPREISE

über dem Weltmarktniveau ermöglichen unseren Partnern die Deckung der Produktionskosten für

Ökologischen Landbau, der Lebenshaltungskosten sowie der sozialen Absicherung.

4. UNTERSTÜTZUNG UND BERATUNG

in Fragen des ökologischen Anbaus, der Verarbeitung, der Qualitätssicherung und in der Vermarktung

garantieren wir unseren HAND IN HAND-Partnern durch Mitarbeiter aus Legau, externe Berater oder

eigene Mitarbeiter vor Ort, wie zum Beispiel in Sri Lanka.

5. FÖRDERUNG GEMEINNÜTZIGER PROJEKTE

in den Ursprungsprojekten selbst oder in den umliegenden Regionen durch unseren HAND IN HAND-

Fonds. Durch diese Hilfsprojekte in sozialen und ökologischen Bereichen können noch mehr Menschen

vor Ort erreicht werden.

6. KOSTENÜBERNAHME

RAPUNZEL übernimmt die Finanzierung aller Kosten, die für die HAND IN HAND-Inspektion und

-Zertifizierung entstehen.

7. VORFINANZIERUNGEN

und Kredite können in Notsituationen auf Anfrage von RAPUNZEL gewährt werden.

Die HAND IN HAND-Partner garantieren:

RAPUNZEL FA

1. PRODUKTE IN BIO-QUALITÄT,

die nach ökologischen Richtlinien angebaut und schonend verarbeitet werden, um unseren Kunden

erlesene und weitgehend naturbelassene Produkte zu bieten. Die Einhaltung der Bio-Richtlinien wird

regelmäßig von unabhängigen Inspektoren vor Ort kontrolliert. Die Produktqualität garantieren wir

durch Kontrollen der RAPUNZEL Qualitätssicherung und durch unabhängige Labore.

2. SOZIALE ABSICHERUNG DER MITARBEITER/-INNEN

heißt zunächst die Zahlung von ausreichenden Löhnen, die dem nationalen Mindestlohn entsprechen

oder darüber hinausgehen. Weiterhin verpflichten sich die HAND IN HAND-Partner, die nationalen

Sozialgesetze einzuhalten, die meistens Krankenvorsorge, Mutterschutz oder Urlaubsansprüche etc.

enthalten.

F IRTRADE

3. MENSCHENWÜRDIGE ARBEITSBEDINGUNGEN

Hierunter verstehen wir neben der Gleichbehandlung von Menschen verschiedener Ethnien, Religionen,

Geschlechter oder Herkunft ebenso die Versammlungsfreiheit der MitarbeiterInnen, aber auch die

Achtung der Menschenwürde in Form von sicheren, die Gesundheit nicht gefährdenden Bedingungen

am Arbeitsplatz.

4. ABLEHNUNG VON KINDERARBEIT,

damit das Wohlergehen der Kinder nicht beeinträchtigt wird und ihnen eine schulische Ausbildung

ermöglicht werden kann. Dies trifft besonders für die Erwerbstätigkeit außerhalb der Familien zu.

5. TRANSPARENZ

heißt, dass alle unsere HAND IN HAND-Partner sowie die Exporteure belegen, dass die höheren Produktpreise

bzw. Prämien auch den Bauern und MitarbeiternInnen direkt oder indirekt zugute kommen. Die

HAND IN HAND-Kriterien werden regelmäßig durch unabhängige Dritte überprüft.

6. POLITISCHE UNABHÄNGIGKEIT

der HAND IN HAND-Partner ist Voraussetzung für die Teilnahme am HAND IN HAND-Programm.

6 7


ASSUKKAR

Costa Rica

ANAPQUI Bolivien

Unsere HAND IN HAND-Partner auf einen Blick

EL CEIBO Bolivien

AMÉRICO MELO

Dominikanische Republik

CAMPESINO

Bolivien

CONACADO

Dominikanische Republik

ITURBE

Paraguay

SEKEM

Ägypten

PLANETA VERDE

Brasilien

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

RAPUNZEL PROJEKT

Sri Lanka

BURKINATURE

Burkina Faso

KAGERA COOPERATIVE UNION

Tansania

VIA VERDE

Brasilien

8 9

ACHAL

Indien


Woher kommen die Rohstoffe unserer HAND IN HAND-Produkte

ACHAL / Indien

In Indien bauen knapp 1.000 Kleinbauern Cashewnüsse nach ökologischen Richtlinien in Mischkultur an. Die Firma

ACHAL verarbeitet die Nüsse, wobei das sehr sorgfältige Aufknacken entscheidend ist. Unser Partner ist ein echter

Vorzeigebetrieb, da er sich sowohl für sehr hohe Produktqualität als auch für soziale Belange seiner 450 Mitarbeiter

einsetzt. So existiert z. B. für die Kleinkinder ein Kinderhort.

AMÉRICO MELO / Dominikanische Republik

Die 42 Bauern und Miguel Melo, unser Kaffee-Exporteur, produzieren im tropischen Hochland der

Dominikanischen Republik auf 900-1200 m Höhe den Rohkaffee für den RAPUNZEL Gusto Café. Nach

dem Pflücken, Fermentieren und mehrmaligen Waschen sowie Trocknen werden die Kaffeebohnen

sorgfältig von Hand verlesen.

ANAPQUI / Bolivien

Rund 800 Kleinbauern, meist Indios, sind der Kooperative ANAPQUI angeschlossen. Sie bauen die

andine Kulturpflanze Quinoa im trockenen, südlichen Altiplano Boliviens auf einer Höhe von über

3.500 m auf kargen Böden und bei rauem Klima an. Die Kleinbauern von ANAPQUI wirtschaften noch

heute in traditioneller Weise, die vorwiegend Handarbeit auf dem Feld beinhaltet.

ASSUKKAR / Costa Rica

Familie Ortuño betreibt mit Anbau und Verarbeitung die Zuckerrohr-Plantage ASSUKKAR in Costa Rica.

Die Ortuños unterstützen seit vielen Jahren ihre Mitarbeiter mit wesentlich höheren Löhnen als regional

üblich. Ärztliche Betreuung der Familien und Schulförderung der Kinder werden als weitere soziale

Leistung gewährt.

BURKINATURE / Burkina Faso

Mango-Bäume gehören im Westen von Burkina Faso um die Stadt Bobo Dioulasso zum Landschaftsbild.

Sie werden von 120 Kleinbauernfamilien mit biologischen Methoden gepflegt. Die Trocknung der

Früchte liegt vor allem in der Hand der Frauen. Selbstorganisiert haben sie sich zu Trocknergruppen für

Bio-Mangos zusammengeschlossen, was ihnen ein Einkommen und damit Unabhängigkeit sichert.

CAMPESINO Bolivien

RAPUNZEL Paranüsse stammen aus dem Regenwald im Amazonas-Tiefland im Nordosten Boliviens. Die

rund 400 Kleinbauern der COOPERATIVIA CAMPESINO wohnen abgelegen und bauen neben dem

Sammeln von wild wachsenden Paranüssen u. a. Reis, Mais und Bananen für ihren Eigenbedarf an. Rund

30 bis 40 Paranussbäume betreut eine Familie im Urwald, die sich auf einer Fläche von 50 bis 200

Hektar verteilen. Oft ist der Erlös daraus ihre einzige Geldquelle.

CONACADO / Dominikanische Republik

Im tropischem Tiefland der Dominikanischen Republik bauen die Bauern der Kleinbauern-Kooperative

CONACADO den Kakao für die RAPUNZEL Schokoladen und Kakaoprodukte an. Der Kooperative sind ca.

9.000 Bauern angeschlossen, von denen ca. 6.000 den Kakao nach ökologischen Richtlinien anbauen.

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

EL CEIBO / Bolivien

EL CEIBO wurde 1988 der erste HAND IN HAND-Partner von RAPUNZEL. Der größte Teil der 1.100

Mitglieder von EL CEIBO lebt eine Tagesreise mit dem Jeep von La Paz, dem Regierungssitz Boliviens,

entfernt. Dort bauen sie in den feuchtheißen Tropen Bio-Kakao an. EL CEIBO verkaufte als erste

Kleinbauern genossenschaft neben Rohkakao auch weiterverarbeitete Halbfabrikate und Endprodukte

auf dem lokalen Markt. So können sie selbst einen Teil des Mehrwertes der Verarbeitung abschöpfen.

ITURBE / Paraguay

RAPUNZEL bezieht den Cristallino Rohrzucker aus dem abgelegenen Guairá Department im Südosten

von Paraguay. Die Zuckerfabrik nennt sich wie das Dorf: Iturbe. Etwa 400 Familien wohnen hier. Die

meisten leben vom Zuckerrohranbau und von der Arbeit, die in der Zuckerfabrik Iturbe angeboten wird.

Ca. 400 Mitarbeiter sind in der Fabrik beschäftigt.

KAGERA COOPERATIVE UNION / Tansania

Die Kleinbauern der Kooperative KAGERA bauen im traditionellen Mischanbau Kaffee gemeinsam mit

Bananen, Bohnen und anderen Früchten im gemäßigt tropischen Bergland von Tansania an. Rund 3100

Kleinbauern, die im Durchschnitt 0,6 ha bewirtschaften, sind bio-zertifiziert. In Handarbeit wird der

Rohkaffe vor dem Verschiffen in der eigenen Fabrik von der Schale befreit, poliert und sortiert.

PLANETA VERDE / Brasilien

Bereits seit 1988 bezieht RAPUNZEL RAPADURA Vollrohrzucker von PLANETA VERDE in Brasilien.

PLANETA VERDE ist eine Zuckerrohr-Plantage und –Mühle. Sie wird von der Familie Baumgartner, die

sich beispielhaft für den ökologischen Landbau und ein soziales Miteinander einsetzt, betrieben. So

sind u. a. ihre Mitarbeiter nicht wie üblich Tagelöhner, sondern das ganze Jahr über fest angestellt.

RAPUNZEL PROJEKT / Sri Lanka

1995 rief RAPUNZEL gemeinsam mit fünf Kokosbauern aus Sri Lanka das Projekt zum ökologischen

Anbau von Kokosnüssen ins Leben. Heute arbeitet RAPUNZEL mit 9 Familienbetrieben zusammen, die

der einheimische RAPUNZEL Mitarbeiter Mr. Rajasingham vor Ort berät und betreut. RAPUNZEL garantiert

ihnen die Abnahme der gesamten Kokosernte zu fairen Preisen incl. einer Bio-Prämie.

SEKEM / Ägypten

Sekem wurde 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish in Ägypten gegründet. Mit bio-dynamischer Landwirtschaft

wurde dort die Wüste wieder fruchtbar. SEKEM beschäftigt heute 2.000 Menschen und produziert eine

Vielzahl an Produkten – von Heilpflanzen, Tee, Gemüse, Getreide, Ölsaaten wie RAPUNZEL Demeter- Sesam

bis hin zu Baumwolle. Im Jahre 2003 wurde SEKEM mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

VIA VERDE / Brasilien

Die Brüder Micali betreiben in Lucélia im Bundesstaat Sao Paolo in Brasilien eine kleine Zuckermühle

für die Verarbeitung von biologischem Vollrohrzucker für RAPUNZEL. Mit der Umstellung der Zuckerrohr-

Felder auf den biologischen Landbau ergaben sich viele positive Effekte für das Zuckerrohr.

10 11


Quinoa von ANAPQUI in Bolivien

Auf einer Höhe von über 3500 m baut die

Kleinbauernkooperative ANAPQUI (Asociación

Nacional de Productores de Quinua) Quinoa für

RAPUNZEL an. Felicidad Gonzales ist Bäuerin und

Mitglied der Kooperative. „Es ist schon erfreulich,

wie sich der Quinoa-Anbau in den letzten Jahren

entwickelt hat. Letztendlich haben wir das

dem Bio-Anbau und dem Fairen Handel zu verdanken.

Viele Familien sind auf Grund der guten

Perspektiven, die der Quinoa-Anbau heute bietet,

wieder hierher zurückgekommen“, berichtet die

Bäuerin.

Zusätzlich zum höheren Preis für ökologischen

Quinoa (im Vergleich zu konventionellem Quinoa),

zahlt ANAPQUI am Jahresende eine Dividende

anteilsmäßig an die Mitglieder aus.

Ein weiterer Mitarbeiter ist der Wind – er trennt die

Quinoakörner von den Resten

„Der traditionelle, ökologische Quinoa-Anbau

erfordert viel Handarbeit. Zur Feldvorbereitung

reißen wir zuerst die Büsche und Gräser mit der

Wurzel aus und lassen dann alles ein Jahr lang liegen,

damit sich das organische Material zersetzt.

Im folgenden Jahr säen wir dann Quinoa sofort

nach den ersten Regenfällen. Da wir ausschließlich

in den höher gelegenen Gebieten an den

Hängen Quinoa anbauen, erfolgt die Bodenvorbereitung,

das Dreschen und Ventilieren mit der

Quinoabauern bei der Ernte

Hand. Danach transportieren wir die Quinoa mit

Eseln bis zur nächsten Straße“, erzählt Felicidad

Gonzales.

In der Hochebene werden neben Quinoa Kartoffeln

und Bohnen zur Selbstversorgung auf traditionelle

Art angebaut und fast alle Bauern haben

Vieh, meist Lamas. Aufgrund der Arbeits- und

Zeitintensität des manuellen Quinoa-Anbaus breitet

sich der intensive Quinoa-Anbau zunehmend

aus. Dabei wird der Boden mit Traktoren gepflügt,

wodurch die natürliche Vegetation vernichtet

wird. Auch nach mehrjähriger Bracheperiode

regeneriert sich die Bodenbedeckung kaum.

Deshalb fördert RAPUNZEL mit Geldern des HAND

IN HAND-Fonds die Wiederbewaldung des Hochlandes

mit Busch- und Strauchvegetation und die

Entwicklung alternativer, nachhaltiger Anbauformen

(2006 und 2008 mit insgesamt 9.000 €).

Unser Inspektor Joachim Milz bei der HAND IN HAND-Inspektion

Quinoa wird auch Andenhirse oder Perureis genannt

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

QUINOA-GEMÜSEAUFLAUF LAUF

„Das Korn der Inka“

Quinoa hat schon seit vielen Jahrtausenden eine

große Bedeutung als Nahrungsmittel für die

Ur einwohner der Andenländer. Die Pflanze ist ein

einjähriges, 0,5 –2 m hohes, sehr widerstandsfähiges

Kraut, das auch auf sehr kargem und salzigem

Boden unter extremen Bedingungen gedeiht. Der

bemerkenswerte Eiweißgehalt von rund 15 %

sowie die hohen Anteile an Eisen, Magnesium,

Zink, Calcium und Vitamin E machen

Quinoa zu einem sehr hochwertigen

Nahrungsmittel, das

ausgezeichnet a

zu einer voll-

wwertigen

Ernährung beiträgt

und un in der Küche vielseitig ein-

set setzbar ist.

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Rezept

Zutaten für 4 Personen:

200 g RAPUNZEL Rotes Quinoa,

500 ml RAPUNZEL Klare Suppe,

200 g Cham pig nons, 1 gelbe Paprika,

3 EL RAPUNZEL Olivenöl nativ extra,

2-3 Tomaten, 1 Zucchini,

20 RAPUNZEL Amphissa Oliven, grün,

100 g Magerquark,

1-2 EL RAPUNZEL Olivencreme

aus Kalamata Oliven,

RAPUNZEL Kräutersalz,

Pfeffer frisch gemahlen,

Paprika, 1 TL Rosmarin,

100 g Schafs käse (Feta)

Zubereitung:

Quinoa nach Packungsanleitung in der Klaren Suppe zubereiten. Währenddessen Champignons und Paprika

putzen, in Scheiben bzw. Streifen schneiden und im Olivenöl anbraten. Tomaten und Zucchini in dünne

Scheiben schneiden. Das gekochte Quinoa mit Quark, Olivencreme und Champignongemüse mischen, mit

Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Die Masse in eine gefettete Auflaufform füllen und die Tomaten- und

Zucchinischeiben auf der Quinoamasse verteilen. Mit Oliven, zerbröckeltem Schafskäse und Rosmarin

bestreuen. Bei 180° C ca. 30 Minuten überbacken.

Zubereitungszeit:

30 Minuten + 30 Minuten Backzeit

12 13


Getrocknete Mangos von Burkinature in Burkina Faso

Aufkauf der frischen Mangos

Seit 2001 bezieht RAPUNZEL getrocknete

Mangos von Burkinature, 2005 konnte der HAND

IN HAND-Vertrag unterschrieben werden. Für

Burkina Faso, eines der ärmsten Länder der Welt,

spielt der Export von Mangos eine wichtige Rolle.

Durch den fairen Handel mit Mangos hat sich

der Lebensstandard vieler Menschen bedeutend

verbessert. Sowohl frische als auch getrocknete

Mangos, insbesondere in Bioqualität, sind zu

einer wichtigen Einkommensquelle geworden.

Mango-Bäume gehören im Westen von Burkina

Faso um die Stadt Bobo Dioulasso zum Landschaftsbild.

Sie werden von Kleinbauern nach

ökologischen Anbaumethoden gepflegt. Die

Trocknung der Früchte liegt vor allem in der

Hand der Frauen. Selbstorganisiert haben sie sich

zu Trocknergruppen für Bio-Mangos zusammengeschlossen.

Die besonders geschätzten Mangosorten

Brooks und Amelie werden von Juni bis

August geerntet. Die Frauen der Trocknergruppen

von Bukinature kaufen die frischen Mangos

unter strenger Qualitätsprüfung direkt bei den

120 Bauernfamilien auf. In den Räumen der

Trocknungsanlage werden die Mangos von Hand

geschält, gestückelt und in speziellen Öfen schonend

getrocknet. Durch die lokale Verarbeitung

und Trocknung bleibt dieser Wertschöpfungsschritt

in Burkina Faso und trägt zur Entwicklung

des Landes bei. Globalisierung und Exportsubventionen

verschiedener Industrieländer führen

zu einem Preisverfall, der Kleinproduzenten das

Überleben schwer macht. Genau hier setzt das

HAND IN HAND-Programm an, denn durch direkte,

langfristige Handelsbeziehungen und die Zahlung

stabiler Preise über dem Weltmarktniveau

wird diesen Problemen entgegengewirkt. Zudem

berät RAPUNZEL bei Fragen zum Qualitätsmanagement

und zur Bio-Zertifizierung.

Frauen einer Trocknergruppe beim Schälen der Früchte

Finanzierung von Kleinkrediten durch den

HAND IN HAND-Fonds

2004 und 2008 ermöglichte RAPUNZEL in Burkina

Faso die Einrichtung von Kleinkreditfonds für

die Frauen der Mangotrocknergruppen AVOH

(Verein der Witwen und Weisen von Houet) und

GUAMPRI mit insgesamt 15.000 €. Ziel ist es, die

Armut der ländlichen Bevölkerung zu bekämpfen,

indem den Frauen individuelle Kleinkredite zur

Verfügung gestellt werden. Damit sollen gemeinschaftliche

Aktivitäten finanziert werden, wie das

Trocknen von Gemüse oder die Herstellung von

Säften für den lokalen Markt, die nach der fünfmonatigen

Mangosaison den Lebensunterhalt der

Menschen sichern. Außerdem

erhalten Frauen Kleinkredite

für Aktivitäten wie die Züchtung

von Schafen und Ziegen

oder für Gartenbau.

Die Mango – eine der beliebtesten

Kulturpflanzen

Kultivierte Mangobäume werden

in der Regel auf 10 bis

max. 20 Meter Höhe geschnitten.

Für 1 kg getrockneter

Mangos werden ca. 12-15 kg

frische Mangos benötigt.

Ursprünglich stammt diese

alte Kulturpflanze aus der

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

SCHOKO-MANGO-TRÜFFEL

Zutaten für ca. 25 Stück:

100 g RAPUNZEL getrocknete Mangowürfel

3 EL Rum

(alternativ Fruchtsaft, z.B. Orangensaft)

80 g RAPUNZEL Bitterschokolade

(85 % Kakao)

2 EL Süße Sahne

200 g RAPUNZEL Honig-Marzipan

60 g Puderzucker

RAPUNZEL Kokosraspeln

Die fertig getrockneten Mangostreifen n

nordöstlichen Region Indiens und gelangte mit

den portugiesischen Seefahrern im 16ten Jahrhundert

nach Europa. Mittlerweile

ist sie in weiten

Teilen der Welt zuhause und

liegt auf dem dritten Platz

der am häufigst angebauten

Tropenfrüchten, über troffen

nur von Banane und Orange.

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Rezept R

Mangowürfel mit Rum beträufeln. 3 bis 4 Stunden ziehen lassen, dabei ab und zu wenden. Bitterschokolade

mit der Sahne im Wasserbad schmelzen. Mangowürfel in noch kleinere Stücke schneiden und mit Marzipan

und Puderzucker vermischen. Flüssige, leicht abgekühlte Schokolade hinzufügen und zu einer homogenen

Masse kneten. Ca. 5 Minuten kühl stellen, dann mit einem Teelöffel abstechen und mit angefeuchteten

Händen Kugeln formen. Diese in Kokosraspeln wälzen und kühl stellen.

14 15


Paranusskerne von Campesino in Bolivien

Die Paranuss, auch Amazonasnuss genannt,

bezieht RAPUNZEL von der Kooperative Campesino

im Regenwald des Amazonas im Nordosten

Boliviens. Die Nüsse werden während der

Erntesaison täglich von den Mitgliedern der

Kooperative gesammelt und nach der Trocknung

in ein Sammellager der Kooperative gebracht.

Diese kauft die Nüsse von den Sammlern auf,

organisiert die zentrale Lagerung, das Aufknacken

und den Verkauf. Die von RAPUNZEL

gezahlten höheren Preise gibt die Kooperative an

die Sammler weiter. Außerdem sind alle Kooperativenmitglieder

in einer Krankenkasse versichert.

Ein Bauer spaltet Paranussfrüchte

Aktiver Regenwaldschutz

Die Paranuss ist wohl das einzige tropische Waldprodukt,

für dessen Ertrag - trotz der großen gehandelten

Mengen - der natürliche Regenwald

nicht zerstört wird. Im Gegenteil, er muss sogar

erhalten werden. Die bis zu 50 m hohen Paranussbäume

wachsen nämlich wild im Regenwald

Amazoniens, werden also nicht kultiviert und

bringen nur dort Ertrag, wo ein strukturreiches

Waldgefüge besteht. Ist dies nicht der Fall, fehlen

die natürlichen Bestäuber – mehrere Großbienenarten.

Solange das Sammeln von Paranüssen

eine lukrative Einnahmequelle für die dort lebende

Bevölkerung darstellt, wird der Regenwald

geschützt.

Paranussbaum im Regenwald

Leben im und mit dem Regenwald

Die Amazonasnüsse für RAPUNZEL stammen von

freien Sammlern, von rund 180 Kleinbauern. Sie

wohnen in abgelegenen Dörfern mitten im Wald

und bauen noch zusätzlich Mais, Bananen und

Reis an.

Ab Dezember eines jeden Jahres machen sie sich

mit ihren Familien auf, um in den folgenden drei

Monaten in die Sammelzentren (barracas) im

Primärregenwald zu ziehen und dort Amazonasnüsse

zu bergen. Erst durch Herunterfallen während

der Regenzeit werden die Amazonasnüsse

dem Menschen zugänglich. Die Sammler spalten

die Früchte an Ort und Stelle mit einer Machete

auf, lösen die einzelnen Nüsse heraus und transportieren

sie in bis zu 70 kg schweren Säcken

durch das Unterholz bis zum Sammelcamp.

Die Paranüsse werden von Hand sortiert

Für die Verarbeitung der Amazonasnüsse sind vor

allem Frauen zuständig. Nach der Anlieferung

reinigen und dämpfen, knacken und sortieren

sie die Nüsse. Anschließend werden diese in

PARANUSS-COOKIES

Zutaten:

75 g RAPUNZEL Prima Pflanzenmargarine

100 g RAPUNZEL RAPADURA Vollrohrzucker

50 g RAPUNZEL Cristallino Rohrzucker

1 Ei

1 Päckchen RAPUNZEL Bourbon Vanillezucker

150 g Weizenmehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

200 g RAPUNZEL Paranusskerne, gehackt

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

Trockenschränken getrocknet und nach einer

letzten Sortierung verpackt.

Förderungen durch den HAND IN HAND-Fonds

Durch zwei Förderungen aus dem HAND IN

HAND-Fonds in Höhe von insgesamt 7.000 €

konnte 2005 ein Speisesaal auf dem Gelände

der Kooperative gebaut werden, wo die Frauen

geschützt ihre Pausen verbringen können. In der

Kantine werden lokal erzeugte Agroforst-Produkte

der Mitglieder wie Kakao oder Kochbananen

verarbeitet. Das schafft eine zusätzliche, ökologisch

verträgliche Einkommensquelle für die

Paranuss-Sammler und nützt den Angestellten

der Verarbeitungsanlage in Form günstiger und

gesunder Mahlzeiten.

Rezept

Magarine und Zucker schaumig rühren. üh Ei und d VVanillezucker ill k hinzugeben. hi

Backpulver und Salz mit Mehl

mischen und unterrühren. Die Paranusskerne in kleine Stücke hacken, unter den Teig mischen und alles ca.

1 Stunde lang kühl stellen. Aus der Masse ca. 1,5 - 2 cm dicke Rollen formen und diese wieder kühl stellen.

Mit einem scharfen Messer ca. 1 cm dicke Scheiben abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes

Blech setzen. Die Cookies im vorgeheizten Backofen bei 180 °C 10 Minuten goldbraun backen.

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HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE


Blick in eine Kakaoblüte

Bio-Kakao von El Ceibo in Bolivien

Seit 1987 arbeitet RAPUNZEL mit den Bolivianern

zusammen. Mit dem Kakao von El Ceibo brachte

RAPUNZEL damals die weltweit erste Bioschokolade

auf den Markt.

Der Kakaoanbau machte anfangs einige Probleme.

Eine vor allem in Südamerika verbreitete Pilzkrankheit,

der so genannte „Hexenbesen“, reduzierte

so manche Ernte. Mitte der 80er Jahre

reiste Joseph Wilhelm von RAPUNZEL zusammen

mit einem Mitarbeiter des DED (Deutscher Entwicklungsdienst)

nach Bolivien und überzeugte

die Kakaobauern von den Vorteilen des Bio-Anbaus.

Mit Hilfe des ökologischen Landbaus konnte

nicht nur das Pilzproblem gelöst werden, er

brachte noch weitere Vorteile. So dürfen brachgelegene

Felder nicht mehr abgebrannt werden,

was leider im konventionellen Anbau Südamerikas

immer noch sehr verbreitet ist. Die Bauern

erzielen stabile und garantierte Mindestpreise für

ihre Bio-Rohwaren und haben durch RAPUNZEL

Abnahmegarantien.

Die Lebensqualität verbessert sich

kontinuierlich

Die guten Absatzmöglichkeiten des Bio-Kakaos

ermöglichen eine Entwicklung kommunaler

Infrastrukturen und Verbesserung der gesamten

Lebensqualität. Durch eine eigene Kakao- und

Schokoladenfabrik in El Alto bei La Paz wurde

die Kooperative El Ceibo unabhängiger vom

Weltmarkt und kann nun ihre Produkte auch im

eigenen Land verkaufen. Damit können die 800

Mitglieder der Genossenschaft in Bolivien selbst

einen Teil des Mehrwertes der Verarbeitung

abschöpfen. El Ceibo baute im Laufe der Zeit ein

fundiertes Ausbildungsprogramm für die Kinder

der Mitglieder auf. Stipendien ermöglichen

Studiengänge und Ausbildungen. Der Nachwuchs

nimmt verantwortliche Positionen in der eigenen

Fabrik ein, eine Bereicherung für die jungen

Menschen und für die Kooperative.

Kakaofrüchte wachsen direkt am Stamm

Anbau und Verarbeitung von Bio-Kakao

Da die Kakaopflanzen im Jugendstadium sehr viel

Schatten brauchen, werden sie unter Schattenbäumen

angepflanzt. Die Pflege der Bäume, das

Sauberhalten der Plantagen und die Ernte der

Früchte werden von der Familie des Bauern selbst

oder von Arbeitern erledigt. Zur Beratung der

Bauern in Fragen des Anbaus hat jeder „bloque“

eigene Agrartechniker. Aus den frisch geernteten,

gelb bis dunkelroten Früchten werden die bohnenförmigen

Samen herausgelöst und zusammen

mit der süßlich weißen Pulpe, dem Fruchtfleisch,

fermentiert. Bei der Fermentation finden Veränderungen

in der chemischen und

physikalischen Struktur der Kakaobohne

statt. Dieser Vorgang

verleiht dem Kakao seine typische

Farbe und sein Aroma, das sich

nach dem Rösten erst richtig entfalten

kann. Nach der Trocknung

unter tropischer Sonne wird der

handverlesene Kakao in Säcke abgepackt

und bis zur Verschiffung

gelagert. Geröstet werden die

Kakaobohnen zur Herstellung von

Kakaopulver und Kakaobutter bei

einem europäischen Verarbeiter.

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

HAND IN HAND unterstützt Baumschulprojekte

in Bolivien

Über mehrere Jahre hinweg

förderte der HAND IN HAND-

Fonds die von El Ceibo

gegründete, gemeinnützige Einrichtung

P.I.A.F., die sich den

Projektbereichen „Nachhaltigkeit

im Kakaobau“ und „Sinnvolle

Ressourcennutzung“ widmet.

BROWNIES MIT WEISSEM SCHOKO-MOUSSE

Zutaten für ein Backblech:

Für den Teig:

4 Eier

180 g Butter

240 g RAPUNZEL Edelbitter Schokolade

(70 % Kakao)

350 g RAPUNZEL Cristallino Rohrzucker

180 g Mehl

50 g RAPUNZEL Paranüsse, grob gehackt

50 g RAPUNZEL Walnüsse, grob gehackt

1 Prise RAPUNZEL Meersalz

Für das Schoko-Mousse:

150 ml Sahne

50 g RAPUNZEL weiße Schokolade

50 g RAPUNZEL weiße Schokolade mit

Kokosstückchen

RAPUNZEL Mitarbeiterin bei

El Ceibo zum 30jährigen Bestehen

Rezept

Backblech mit Backpapier auslegen. Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen, anschließend abkühlen

lassen. Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, nach und nach Mehl und Salz zugeben. Die abgekühlte

Schokoladenmasse untermischen und die Nüsse unterheben. Den Teig auf das Bachblech geben und

ca. 15 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht knusprig ist.

Für die weiße Schokoladenmousse die Sahne mit der zerkleinerten Schokolade erhitzen bis die Schokolade

geschmolzen ist. Die Mousse abkühlen lassen und nach ca. 1 Stunde mit dem Rührstab cremig rühren. Die

abgekühlten Brownies mit der weißen Schoko-Mousse reichen.

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HAND IN HAND

HHHAN NNDD IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

O

E


„Mein Name ist Wagieh Tahoun. Ich arbeite seit

12 Jahren bei SEKEM in der Mühle. Zusammen

mit meinen Kollegen bin ich das ganze Jahr beschäftigt,

Sesam für unseren Kunden RAPUNZEL

zu reinigen. Jedes Jahr lernen wir Neues, weil

die Anforderungen uns immer neu herausfordern.

Ich bin froh in SEKEM zu arbeiten und die

Sicherheit zu haben, dass ich meinen drei Kindern

Mohamed, Nasser und Namia eine gute Zukunft

bieten kann.“

SEKEM wurde 1977 von Dr. Ibrahim Abouleish

gegründet und 2003 mit dem alternativen

Nobelpreis ausgezeichnet. Abouleish gelang es in

Ägypten, ca. 60 km nördlich von Kairo, mit biodynamischer

Landwirtschaft die Wüste frucht-

Sesam-Bauern bei der Ernte auf dem Feld

bar zu machen. Heute erzeugen und verarbeiten

etwa 2.000 Menschen eine Vielzahl an hochwertigen

Produkten, unter anderem den RAPUNZEL

Demeter Sesam.

Der Name SEKEM bedeutet übersetzt aus dem

altägyptischen „lebensspendende Sonnenkraft“.

Heute umfassen die SEKEM-Aktivitäten für biologisch-dynamische

Landwirtschaft nicht nur

die Mutterfarm, mehrere Firmen und soziale Einrichtungen,

sondern auch ca. 200 Bio-Farmen

mit einer Gesamtfläche von 2.000 Hektar, deren

Produkte SEKEM in Ägypten und im Ausland vermarktet.

Sesam von SEKEM in Ägypten

Wagieh Tahoun

Das Ziel von SEKEM ist es, eine „praktische

Entwicklungshilfe“ im Sinne einer Hilfe zur

Selbsthilfe für die in weiten Kreisen an der

Armutsgrenze lebende Bevölkerung in Ägypten

auf- und auszubauen. SEKEM hat sich aber

nicht nur auf die Erzeugung landwirtschaftlicher

Produkte und deren Vermarktung spezialisiert,

sondern unter anderem Kindergärten, Schulen,

ein Berufsbildungszentrum, ein medizinisches

Zentrum und eine Akademie für angewandte

Wissenschaft und Kunst gegründet. Neben den

höheren Löhnen profitieren die SEKEM-Mitarbeiter

von kostenlosem Mittagessen, kostenloser

medizinischer Versorgung in der SEKEM-Klinik,

finanzieller Unterstützung bei besonderen Anlässen

oder Härtefällen sowie einer Sozial- und

Krankenversicherung.

Die SEKEM-Schule

Was ist das Besondere beim Anbau von

biologisch-dynamischem Sesam?

Die ägyptischen Demeter-Bauern kultivieren die

traditionell in Ägypten angebauten Sesam sorten.

Die SEKEM Sesam-Bauern erwirtschaften ein

gutes Ernteergebnis, denn anstatt den Boden -

wie im konventionellen Anbau - auszulaugen und

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

FLADENBROT MIT SESAM

Zutaten für zwei große Fladen

500 g Mehl

1 geh. TL RAPUNZEL Meersalz

30 g RAPUNZEL Frischhefe

2 TL RAPUNZEL Cristallino Rohrzucker

3 EL RAPUNZEL Sonnenblumenöl mild

1 Ei

4 EL RAPUNZEL Sesam

1 EL Schwarzkümmelsamen

durch den Einsatz von synthetisch-mineralischen

Düngemitteln zu versalzen, setzen sie auf ein

kontinuierliches Kompostmanagement und verbessern

somit die Bodenqualität immer weiter.

Der Sesam wird im Sommer angebaut. Im Winter

werden auf den Feldern Heilkräuter für SEKEM

kultiviert. Diese Fruchtfolge-Kombination regeneriert

den Boden und sichert die Einkommen

der Bauernfamilien.

Rezept R

Mehl und Salz mischen, Hefe zerkrümeln und in einer Tasse mit 1 TL Zucker und 350 ml lauwarmem Wasser

verrühren. Hefewasser mit 2 EL Öl zum Mehl geben und alles mit Knethaken gut durchkneten. Der Teig ist

jetzt noch so weich, dass er an den Fingern klebt. Teig mit einem Tuch abdecken und ungefähr 40 Minuten

ruhen lassen. Dann auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mindestens 5 Minuten mit den Händen

kräftig durchkneten. Teig wieder in die Schüssel legen und erneut zugedeckt 40 Minuten aufgehen lassen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Teig durchkneten, halbieren und jede Teighälfte zu einem Fladen

von etwa 25 cm Durchmesser formen und jeweils auf ein Backblech legen.

Ei mit dem restlichen Zucker und dem übrigen Öl verrühren. Fingerspitzen mit Öl anfeuchten und in jeden

Fladen ein rautenförmiges Muster eindrücken. Die Fladen mit der Eimischung einpinseln. Sesam mit

Schwarzkümmel mischen und drauf streuen. Die Fladen nacheinander 12-15 Minuten backen. Nach der

Hälfte der Zeit ein wenig kaltes Wasser auf den Ofenboden geben.

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HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE


Kokos aus dem RAPUNZEL Projekt in Sri Lanka

In dem fruchtbaren „Kokostriangel“ im Südwesten

von Sri Lanka liegt die Farm von Mr. und

Mrs. Wijeyasena. Mit ihrer Tochter führen sie

eine Kokos-Plantage, die seit 1996 als Partner

von RAPUNZEL das erste Bio-Zertifikat in dieser

Region erhalten hatte. Seitdem sind viele

Kokos-Anbauer ihrem Beispiel gefolgt. 9 Familien

bewirtschaften mittlerweile eine Fläche von ca.

270 Hektar.

Mit dem Ehepaar Wijeyasena leben und arbeiten

noch vier weitere Familien auf der Plantage. Für

Mr. Wijeyasena ist die ökologische Anbauweise

und eine allgemeine natürliche und umweltbewusste

Lebensweise eine Herzensangelegenheit.

Auch das Wohlergehen seiner Mitarbeiter ist

ihm ein wichtiges Anliegen. So ermöglicht er den

Familien das Wohnen in einem schönen Häuschen,

den Kindern den Schulbesuch und allen die

Möglichkeit eines Arztbesuches im Dorf.

Das Besondere am biologischen Anbau von

Kokosnüssen:

Die Kokospalmen werden in Mischkultur mit

Ananas, Bananen, Pfeffer, Kaffee und Rambutan

(ähnelt Litschis) angebaut. Mit großer Sorgfalt

und mit viel Handarbeit werden die Kokospalmen

gepflegt - jeder einzelnen Palme wird Aufmerksamkeit

gewidmet. Regelmäßig heben die

Lagerung der Kokosnüsse auf dem Feld

Kokospalmen können bis zu 30 m hoch werden.

Bauern Gräben um die einzelnen Palmen aus, die

zur Düngung mit nährstoffreichem Kompost aus

Kuhmist, Blättern und Kokosfasern gefüllt werden.

Die Verarbeitung der Kokosnüsse

Alle sechs bis sieben Wochen werden die Kokosnüsse

geerntet, zunächst auf den Feldern gelagert

und dort von ihrer Faserhülle befreit. In der Fabrik

von Desicolanka erfolgt die weitere Verarbeitung:

Die Arbeiter zerschlagen die harte Schale und

entfernen die braune Innenhaut der vorsortierten

Kokosnüsse. Das schneeweiße Fruchtfleisch

wird nun gewaschen, in 100 °C heißem Wasser

sterilisiert, geraspelt und getrocknet. So entstehen

die leckeren Kokosraspeln und -chips, die

in Deutschland bei RAPUNZEL weiterverarbeitet

und verpackt werden.

Was bedeutet HAND IN HAND für die

Menschen vor Ort?

RAPUNZEL garantiert die Abnahme aller Kokosnüsse

zu fairen Preisen und zahlt den Bauern

eine Bio-Prämie. Damit bekommen die Arbeiter

auf den Plantagen und in der Fabrik von

Desicolanka im regionalen Vergleich 10 -20 %

höhere Löhne. Das RAPUNZEL Projekt sorgt so für

menschenwürdige, sichere Arbeitsbedingungen

und gibt die Gewissheit, dass keine Kinder arbeiten

müssen. Besonders freuen sich die Menschen

der nahe gelegenen Stadt Kurunegala über eine

kostenlose Kindertagesstätte, die 2004 und 2005

mit insgesamt knapp 7.000 € durch den HAND

IN HAND-Fonds gefördert wurde. Mit dem Geld

konnten neben der Tagesstätte eine kleine Bibliothek

eingerichtet, Computer gekauft und Stipendien

an arme Kinder vergeben werden.

Auswahl des Projektes

und Püfung der Situation

vor Ort

Regelmäßige

Qualitätskontrolle

(durch Agraringenieure

vor Ort und das

CoConut Board

Sri Lanka)

Analyse von Proben

aus den Säcken

im Labor Fresenius, Berlin

Quelle: RAPUNZEL NATURKOST

Schulung und

Beratung der

Bio-Bauern,

Agraringenieure

und Verarbeiter

durch Rapunzel

Kontrolle der

Produktion

durch IMO

Transport per Schiff

über Hamburg...

HAND

HAND

IN IN

HAND

HAND

ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

Das Waschen der Kokosnüsse in der Fabrik von Desikolanka

wird überwiegend von Frauen durchgeführt.

Anbau in

Mischkultur

Verarbeiten (z,B. Schälen,

Waschen, Blanchieren mit

Heißdampf, Raspeln,

Trocknen) und Abpacken

in Säcken in der Fabrik

Desico Lanka (Sri Lanka)

...über Lkw nach

Legau/Allgäu

Kontrolle durch

Institut für

Marktökologie

(IMO), Schweiz

Bezahlung

der Bauern

direkt bei Abnahme

der Ware

Qualitätskontrolle

im

RAPUNZEL

Labor

Ernte und

kurze

Lagerung

Abpacken bei

RAPUNZEL in Legau,

direkte Belieferung

der Händler und

Verkauf im Naturkostladen

22 23


Der RAPUNZEL Cristallino Rohrzucker kommt

aus dem abgelegenen Guairá Department im

Südosten von Paraguay. Die Zuckerfabrik, ein

Betrieb der Familie Del Campos, nennt sich wie

das Dorf: Iturbe. Seit 2002 arbeitet Iturbe bereits

mit RAPUNZEL zusammen, 2005 wurden sie

HAND IN HAND-Partner. Die meisten der 400 hier

ansässigen Familien leben vom Zuckerrohranbau

oder von der Arbeit in der Zuckerfabrik. Fast

400 Mitarbeiter sind bei Iturbe beschäftigt, dem

Haupt arbeitgeber in der Region. 90 % des dort

verarbeiteten Zuckerrohres wird von Mitgliedern

der Vereinigung der Zuckerrohr anbauer (Asociación

de Cañeros Orgánicos de Iturbe) produziert,

die rest liche Menge stam mt aus den fabrikeigenen

Pflanzungen.

Zuckerrohr

Ernte und Verarbeitung von Bio-Zuckerrohr

Der wesentliche Unterschied zum konventionellen

Zuckerrohranbau besteht darin, dass auf das

Abbrennen der Felder vor der Ernte verzichtet

wird – eine im konventionellen Anbau übliche

Praxis zur Erntevereinfachung. Das gesamte

Blattwerk verbrennt dabei und nur die zuckerhaltigen

Stängel bleiben übrig. Der Verzicht auf

diese Abbrennmethode im Bio-Anbau schont

Tiere und Umwelt, die reiche Biomasse wird dem

Zucker von Iturbe in Paraguay

Boden und somit dem Nährstoffkreislauf wieder

zugeführt, der Ausstoß von Treibhausgasen verhindert

und Arbeitsplätze gesichert. Zudem wird

Zuckerrohrschneider mit Machete

das Unkraut ausschließlich manuell bekämpft

und als Dünger Gesteinsmehl verwendet, während

man im konventionellen Anbau stattdessen

chemische Dünger und Pestizide einsetzt.

Für Iturbe ernten die Arbeiter das Zuckerrohr von

Hand mit einer Machete, wobei sie die Blätter als

Gründüngung auf dem Feld liegen lassen. Eine

Vielfalt von Sträuchern, Bäumen und Kleinbiotopen

verhindern Erosion, da gerade wegen der

starken tropischen Regenfälle die Gefahr des

Abschwemmens der oberen Bodenschicht sehr

groß ist. Wo es möglich ist, werden Vieh- und

Kompostwirtschaft in den Nährstoffkreislauf

integriert, wodurch sich die Bodenfruchtbarkeit

und die Gesundheit der Zuckerrohrpflanzen verbessert.

Gepflügt wird nach alter Tradition mit

Hilfe von Ochsen.

Bedeutung von HAND IN HAND für die Region

HAND IN HAND ermöglicht den Familien in der

Region, die direkt oder indirekt von der Zuckerrohrproduktion

abhängig sind, einen besseren

Lebensstandard. Die Mitarbeiter von Iturbe sind

sehr froh, auf einem sicheren Markt zu agieren,

auf dem vernünftige Preise bezahlt werden und

es angemessene Löhne gibt. Iturbe stellt den

Bauern zertifiziertes Zuckerrohrpflanzmaterial

zur Verfügung, welches sie erst nach einem Jahr

bezahlen müssen. Durch den Eintritt in den Biozuckermarkt

konnten sie dem damaligen Verfall

des Zuckerpreises auf dem Weltmarkt trotzen.

Herstellung von unserem Cristallino Rohrzucker

Die Zuckerfabrik selbst ist eine moderne Industrieanlage.

Das Zuckerrohr wird gesäubert und in

einer Zuckermühle schonend gepresst. Der so gewonnene

Saft wird in einer Verdampfungsanlage

eingedickt und dann gefiltert. Durch die Beigabe

von Zuckerkristallen (Impfung) kommt es zum

schnellen Auskristallisieren. Schließlich trennt

man durch Zentrifugieren die Kristalle mechanisch

von der Melasse ab und reinigt sie mit Wasser.

Dieser Verarbeitungsschritt heißt Raffination und

findet nur einmal statt, bei der konventionellen

HAND

HAND

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HAND

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ORGANIC

ORGANIC RAPUNZEL

RAPUNZEL FAIRTRADE

FAIRTRADE

Zuckerherstellung dagegen mehrfach. Durch

die Restmenge an Melasse entsteht der goldene

Farbton und ein leichtes Karamellaroma.

Zum Vergleich: Herstellung von unserem

RAPADURA Vollrohrzucker

Nach dem Pressen des Zuckerrohrs wird der Sirup

hier lediglich getrocknet und anschließend vermahlen.

Um die für den RAPADURA so typische, feinkrümelige

Struktur zu erhalten, passiert man ihn durch

ein Sieb. Durch diese schonende Verfahrensweise

bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe des Zuckerrohrs,

wie zum Beispiel Eisen, Magnesium und Calcium

in nennenswerten Mengen erhalten. Deshalb hat

unser RAPADURA einen Mineralstoffgehalt von

1,5 -2,5 %. Den RAPADURA bezieht RAPUNZEL von

Via Verde und Planeta Verde in Brasilien sowie von

Assukkar in Costa Rica.

24 25


Kaffee von Americo Mélo in der Dominikanischen Republik

Kaffeekirschen am Strauch

Aus den Kaffeegärten im Hochland der

Dominikanischen Republik stammen die Kaffeebohnen

für unseren Gusto Café. Miguel Mélo

von Américo Mélo ist sowohl Kaffeebauer und

Verarbeiter als auch Exporteur und seit 1992

HAND IN HAND-Partner. Sein Bio-Kaffee sowie

die Kaffeebohnen von 42 weiteren Bio-Bauern,

werden in Mélos Fabrik verarbeitet. Sie liegt in

Barahona, südwestlich von Santo Domingo, in

einer der ärmsten Regionen der Dominikanischen

Republik. Die Kaffeeanbaugebiete liegen

in unterschiedlichen und unwegsamen Gegenden

von Barahona in 900 -1200 m Höhe. Insgesamt

umfasst die Bio-Anbaufläche 540 ha.

Was bedeutet HAND IN HAND für die

Kaffeebauern?

RAPUNZEL zahlt einen vom Weltmarktpreis

unabhängigen, stabilen Mindestpreis für den

Rohkaffee. Dieser Mindestpreis wird von Miguel

Mélo direkt an die Bauern weitergegeben.

Der höhere Preis und die langfristigen Lieferbeziehungen

mit RAPUNZEL sichern den Bauern

bessere Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven.

Die Stiftung Fundasur ist ein langjähriger

Projektpartner von RAPUNZEL in der

Dominikanischen Republik. Von einem Pastor

gegründet, unterstützt sie die Entwicklung der

vier ärmsten Regionen im Südosten des Landes

mit Expertenrat und praktischer Hilfe. Fundasur

erhielt seit 1998 mehrfach Förderungen durch

den HIH-Fonds. Der gesamte Betrag von 16.500 €

kam den Menschen in Gajo del Toro zugute. Mit

dem Geld konnte der Bau von Wassertanks realisiert

werden. Am Beispiel des Anbaugebietes

Gajo del Toro zeigt Mélo uns stolz die Häuser der

Bauern, die mit Wassertanks ausgestattet sind,

um das Regenwasser aufzufangen. Zusätzlich

Schulkinder aus Gajo del Toro

erhalten die Bauern und deren Familien medizinische

Versorgung. Mit Hilfe von HAND IN HAND-

Geldern wurde außerdem der Bau einer Schule in

Gajo del Torro ermöglicht.

Was ist das Besondere beim Anbau von

Bio- Kaffee?

Die Kaffesträucher wachsen in Mischkultur mit

Bananen, Zitrusfrüchten und Bäumen, die Schatten

spenden und zugleich vor Wind schützen.

Diese Vielfalt bildet wie im natürlich gewachsenen

Wald ein stabiles Ökosystem. Im Kampf gegen den

Schädling Kaffeebohrer, der die Kaffeepflanzen

bedroht, müssen für die Ernte mehrmals sämtliche

reife Kaffee kirschen per Hand abgepflückt

werden. Viele Arbeiten, wie zum Beispiel das

Schneiden der Kaffeesträucher, werden von den

Bauern gemeinsam erledigt. Die leuchtenden

Kaffeekirschen werden an den Gebirgshängen

von den Bauern und Kaffeepflückern gepflückt.

Ein weiterer gravierender Unterschied zum kon-

Eine Kaffeepflückerin erntet in Handarbeit die reifen

Kaffeekirschen

ventionellen Kaffeeanbau ist die Düngung mit

Kompost an Stelle von Mineraldüngern, die den

Boden und das Grundwasser belasten, sowie der

Verzicht auf Pestizidbehandlung.

Von der Kaffeebohne zum Kaffeeklatsch

Mit einer Maschine entfernen die Bauern das

rote Fruchtfleisch (Pulpe). Die Kaffeekirschen

werden mehrmals gewaschen und fermentiert,

d.h. es findet ein Gärungsprozess statt, der die

Pulpe endgültig löst. Nach nochmaligem gründlichen

Waschen und Trocknen wird der Kaffee

an langen Tischen von Hand sorgfältig sortiert.

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Diese sehr sorgfältige Auslese der Kaffeebohnen

ist der Grund für die hervorragende Qualität des

RAPUNZEL Kaffees und sichert den Frauen der

Region Arbeitsplätze. Mit dem Schiff in Deutschland

angekommen, findet in einem Spezialbetrieb

das Rösten der graugrünen Rohkaffeebohnen

statt, das dem Kaffee sein spezielles Aroma

verleiht. Nach dem Rösten werden dort die Kaffeebohnen

verpackt.

Alle Kaffeesorten von RAPUNZEL, mit Ausnahme

von Espresso und Viva, sind reine Arabica Kaffees.

Sie werden portionsweise in einem speziellen

Langzeitverfahren schonend geröstet.

Gusto café Arabica

Naturmilder Hochlandkaffee für den feinen

Genuss, auch als ganze Bohne erhältlich.

Gusto café Mild

Feiner, milder Kaffee für den bekömmlichen

Genuss.

Gusto café Viva

Aromatischer Kaffee für den aktiven Genuss.

Gusto entkoffeiniert

Schonend mit Quellkohlensäure entkoffeiniert.

Gusto café Espresso all´italiana

Eine Mischung aus Arabica und Robusta Kaffeebohnen.

Die traditionelle italienische Röstung

verleiht dem Kaffee seinen würzigen Geschmack

und die klassische Crema. Mit aufgeschäumter

Milch lässt sich ein sehr leckerer Cappuccino

zubereiten. Der Espresso all´italiana ist auch als

ganze Bohne erhältlich.

26 27


RAPUNZEL unterstützt jährlich verschiedene

Initiativen in Entwicklungsländern. Ein Prozent

des Einkaufswertes der HAND IN HAND-Rohwaren

geht als Spende an den HAND IN HAND-Fonds,

der von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verwaltet

wird. Ergänzt wird der Fonds durch Spenden

und weitere Aktionen, wie zum Beispiel den

HAND IN HAND-Kalender.

Der HAND IN HAND-Fonds

Unterstützt werden ökologische und soziale Projekte wie:

Bau und Ausbau von Schulen und Kindertagesstätten

Fortbildung in ökologischem Landbau

Hilfe bei Wiederaufforstungen

Regenwaldschutz

Baumschulprojekte

Förderung von Frauenprojekten

Solarprojekte in Afrika

Projekte zur Wasserversorgung von Dörfern

Bildungsmaßnahmen und Umweltbildung

Aufbau von Kleinkreditfonds

Soforthilfe bei Naturkatastrophen wie Tsunami-Hilfe

Verbesserung der medizinischen Versorgung

Die zur Verfügung stehenden Mittel werden jedes

Jahr international ausgeschrieben:

Unabhängige Organisationen, gemeinnützige

Projekte sowie Nichtregierungsorganisationen

können Gelder bis zu einer Höhe von 5.000 € aus

dem Fonds beantragen. Die Projekte sollten den

öko-sozialen Gedanken verfolgen, also in den

Bereichen Gesundheit, Bildung, Unterstützung

Stiftung Vogelforschung und Artenschutz, Philippinen

„Regenwaldschutz durch Förderung alternativer Nutzungsformen durch die Lokalbevölkerung“

Bäume für Menschen, Bolivien „Ausbau einer Baumschule

und Anpflanzung von 8.000 Bäumen“

von Kindern/Jugendlichen, Frauenförderung,

Umweltschutz oder ökologischer Landwirtschaft

arbeiten. Bei der Auswahl werden besonders

Anträge aus Ländern unserer HAND IN HAND-

Lieferanten berücksichtigt.

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Mit dem HAND IN HAND-Fonds möchte

RAPUNZEL in den Ländern der HAND IN HAND-

Partner Armut und Hunger bekämpfen und einen

Beitrag leisten, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen

der Menschen dort zu verbessern. Ziel

ist es außerdem, die biologische Artenvielfalt zu

erhalten und die Umweltbedingungen nachhaltig

positiv zu beeinflussen.

Mit dem Geld aus dem Fonds konnten seit 1998

über 92 Projekte weltweit mit insgesamt knapp

400.000 € gefördert werden (Stand 10/2009).

Peru „Wiederaufbauhilfe eines nachhaltigen Fischereizentrums durch die Gesellschaft zur Rettung der Delphine“

28 29


Die Förderung der Hekima Girl’s School in Tansania

In der Region Bukoba im Norden Tansanias liegt

die Hekima Girl’s School mit angeschlossenem

Internat für 400 Schülerinnen.

Sister Ester Buberwa, Ordensschwester und

Leiterin der Schule, engagiert sich mit viel Kraft

und Herz dafür, dass auch Mädchen der Schulbesuch

ermöglicht wird. „Unsere Schule ist eine der

wenigen Möglichkeiten in den armen Regionen

Tansanias für Mädchen, überhaupt zur Schule

gehen zu können. Dieses Recht wird eigentlich

nur den Jungen eingeräumt“, so Schwester Esther

Buberwa. Nicht nur Emanzipation und Alphabetisierung

der jungen Frauen sind die Folge, sondern

auch eine wirksame Armutsbekämpfung, da die

höhere Bildung unter anderem die Nutzung von

besseren Anbaumethoden fördert. „Wenn Afrika

ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen

Erfolg haben soll, dann braucht es gut ausgebildete

Frauen“, sagt Schwester Esther Buberwa.

Der HAND IN HAND-Fonds unterstützt die Hekima

Girl‘s Secondary School seit 2003 kontinuierlich

mit insgesamt knapp 40.000 € und ermöglichte

so den Bau eines Klassenzimmers und dessen Ausstattung

mit Elektrizität, Möbeln und Büchern.

2006 erhielt die Schule aus dem HAND IN HAND-

Fonds finanzielle Mittel für den Erwerb eines

Feldes, um die Mädchen praxisnah in die Metho-

den biologischer Landwirtschaft einzuführen und

ihre Versorgung mit gesunden Lebensmitteln zu

sichern. 2007 konnte die Hekima School bereits

75 % der benötigten Lebensmittel selbst produzieren.

Die Schülerinnen können ihre neuen

Kenntnisse in der ökologischen Landwirtschaft

an ihre Familien weitergeben. Auch einige Töchter

von Kaffee-Bauern der Kooperative KAGERA

COOPERATIVE UNION (KCU), von der RAPUNZEL

biologischen Robusta Rohkaffee bezieht, gehen

auf die Hekima Girl’s Secondary School. So profitieren

auch die Bauern von den neuen Kenntnissen

der Schülerinnen.

2008 konnten wir Sister Esther bei ihrem Besuch

im Rahmen des RAPUNZEL „Eine Welt Festivals“

einen Scheck in Höhe von 22.000 € überreichen.

Die Summe kam zusammen, weil eine Vielzahl

der RAPUNZEL MitarbeiterInnen sich 2008 freiwillig

bereit erklärte, den Lohn für ihre Arbeitszeit

während des „Eine Welt Festivals“ an die

Mädchen-Schule in Tansania zu spenden. Mit der

Spende wurde die längst überfällige Sanierung

der Waschräume der Schule ermöglicht, damit

sich die Schülerinnen nicht mehr unter freiem

Himmel waschen müssen.

Unterschiede zu anderen Fair-Handels-

Organisationen

Die grundlegenden Prinzipien bei allen

Fairtrade-Programmen sind ähnlich - wir wollen

im Grunde alle dasselbe: Eine Verbesserung der

Lebens- und Arbeitsgrundlagen für möglichst viele

Anbauer und Arbeiter. Trotzdem unterscheidet sich

das HAND IN HAND-Konzept von RAPUNZEL in

einigen Punkten von den Konzepten anderer Fair-

Handels-Organisationen:

HAND IN HAND-Produkte können sowohl

von Kooperativen als auch von Plantagen oder

Verarbeitern stammen.

HAND IN HAND-Kriterien sind nicht, wie sonst im

Fairen Handel üblich, für einzelne Produkte spezifiziert,

sondern auf die Organisationsform (Kooperativen,

Plantagen, Exporteure etc.) abgestimmt.

Denn es hat sich gezeigt, dass auch auf privaten

Plantagen die Lebens- und Arbeitsbedingungen

der Mitarbeiter verbessert werden können.

RAPUNZEL handelt ausschließlich mit Bio-

Produkten, also sind auch die HAND IN HAND-

Produkte 100 % biologisch.

Ökologischer Anbau schützt nicht nur die Umwelt,

sondern auch die Gesundheit der Bauern, die zum

Beispiel im konventionellen Anbau chemische

Mittel zur Unkraut- oder Schädlingsbekämpfung

oft ohne ausreichenden Schutz für Haut- und

Atemwege anwenden.

Das HAND IN HAND-Logo ist ein

firmeneigenes Logo.

Das bedeutet, dass wir über die Bio-Zertifizierung

die Herkunft aller Rohstoffe bis zum Erzeuger

belegen können! Der gesamte Aufwand für die

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Unterschiede zu anderen Fair-Handels-Organisationen

Erstellung der Kriterien, der Fragebögen und der

Kontrollen wird von RAPUNZEL finanziert.

Wir halten den Kontakt mit unseren

HAND IN HAND-Lieferanten.

Langfristig mit festen Lieferanten zusammenzuarbeiten

hat immer viele positive Aspekte. Mit

den Jahren wachsen natürlich Vertrauen und

gegenseitiges Verständnis. Hier entwickelt sich

auch ein starkes persönliches Verhältnis zu den an

der gemeinsamen Sache arbeitenden Menschen.

Beratung wird direkt durch RAPUNZEL gewährt

oder zumindest koordiniert.

Mit den Lieferanten handeln wir die Preise für

die Rohwaren individuell aus.

Je nach Vereinbarung mit den Lieferanten halten

wir uns bei der Bezahlung entweder an den

Mindestpreis, der von der FLO (Fairtade Labelling

Organization) vorgegeben wird oder wir legen den

Preis zusammen mit den HAND IN HAND-Partnern

fest. So halten wir unsere Lieferanten an, sich nicht

nur nach vorgegebenen Preisgefügen zu richten,

sondern selbst aktiv ihre Kalkulationen nach gegebenen

Notwendigkeiten zu richten.

Dies ist unseres Erachtens ein wichtiges Element

des fairen Handelns: Die Lieferanten sollen selbst

marktfähig werden.

Die von RAPUNZEL gezahlten Preise liegen immer

über dem Weltmarkt-Niveau und enthalten eine

Bioprämie.

30 31


Bio-Pionier seit 1974

Die Produzenten schätzen… Langfristige Lieferbeziehungen, faire Preise und Sicherheit

HAND IN HAND

ORGANIC RAPUNZEL FAIRTRADE

Die Kunden honorieren… Hohe Qualität, die man schmeckt

Die Umwelt dankt… Ökologischem Anbau ohne Einsatz von Chemie

RAPUNZEL NATURKOST, Rapunzelstraße 1, D-87764 Legau, Tel. 08330-529-0, Fax 08330-529-1188, www.rapunzel.de

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