Ausgabe 2/2011 - VdU

vdu.de

Ausgabe 2/2011 - VdU

die

Unternehmerin

Zeitschrift des Verbandes deutscher Unternehmerinnen Ausgabe 2/2011

TiTelThema: Mehrländertreffen 2011

wirTschafT & GesellschafT: Dr. Asserate über Ethik und Erfolg

inTernaTional: FCEM-Weltkongress in Mexiko

aus dem Verband: Medaille für eine Vorzeige-Karriere


Die Versicherungs- und Vorsorgelösungen der Allianz für mittelständische Unternehmen.

Der Mittelstand

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Liebe Unternehmerinnen,

liebe Leserinnen und liebe Leser,

als im Dezember 1968

die erste Ausgabe der

„Unternehmerin“ erschien,

wandte sich die damalige Präsidentin,

Dr. Lily Joens, mit folgenden Worten an

die Unternehmerinnen: „Manche von Ih-

nen finden, dass unser Rundbrief

höchst langweilig in der Aufma-

chung sei und mehr „pep“ brau-

che, um von allen gelesen zu wer-

den.“ Weiter schrieb sie „pep im

Zusammenhang mit einer Zeit-

schrift bedeutet knallige Über-

schriften, vielspaltiges unruhiges

Layout, heißt brandneu und aktu-

ell…dagegen schließen wissen-

schaftliche und belehrende Ab-

handlungen ein unruhiges Schrift-

bild aus, sie verlangen nüchterne

Sachlichkeit und Information, die

über das Tagesgeschehen hinaus

wertbeständig bleiben. Also be-

finden wir uns beklagenswerter

Weise in einem Zielkonflikt und

müssen einen Massanzug suchen, was be-

kanntlich nicht so einfach ist.“

Passender könnte ich unsere Vorüberle-

gungen zum neuen Layout der „U“ auch 43

Jahre später kaum zusammenfassen. Unse-

re Verbandzeitschrift sollte ein neues, mo-

derneres „Outfit“ erhalten und gleichzeitig

unsere bekannte und angesehene Visiten-

karte nach außen bleiben - ich hoffe, das ist

uns auch aus Ihrer Sicht gelungen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass

unsere Verbandzeitschrift noch nie so gut

die Vielfalt und das Engagement der VdU-

Unternehmerinnen widergespiegelt hat

wie in dieser neusten Ausgabe. Als mir letz-

tens ein Journalist seine Vorstellungen von

einer typischen VdU-Unternehmerin erläu-

terte, ist mir noch einmal deutlich gewor-

den, was die Unternehmerinnen im VdU

verbindet - es sind nicht ein geschlossenes

optisches Erscheinungsbild und einheit-

liche Lebensläufe ohne Höhen und Tiefen,

wie mein Gesprächspartner meinte. Aus

meiner Sicht sind die verbindenden Ele-

mente der VdU-Mitglieder das Interesse an

neuen Themen und Sachverhalten, eine ge-

hörige Portion Mut und der Wille, selbst

gesetzte Ziele auch zu erreichen.

Auf der letzten Seite dieser neuen Ausgabe

finden Sie einige Gedanken von VdU-Mit-

gliedern zu der Frage, was sie sich für das

kommende Jahr wünschen. Zum jetzigen

Zeitpunkt wissen wir alle nicht, wie sich die

aktuelle wirtschaftliche Lage entwickeln

wird. Wie werden wir die Euro-

wirtschaftszone stabilisieren kön-

nen und was für Auswirkungen

werden die Probleme in Grie-

chenland, Spanien und Italien

auf unsere Unternehmen haben?

Ich kann mich nicht daran erin-

nern, dass es schon einmal so viel

Kaffeesatzleserei auf die Frage

„Wohin steuert Europa?“ gege-

ben hat. Für mich ist es daher

gerade jetzt wichtig, Mitglied im

VdU zu sein und mich mit ande-

ren Unternehmerinnen und Ex-

perten über aktuelle Entwicklun-

gen auszutauschen. Ich freue

mich darauf, dass wir die interna-

tionalen Kontakte, wie im Febru-

ar bei unserer großen VdU-Delegationsrei-

se nach Indien, weiter ausbauen werden,

denn gerade in unruhigen Zeiten braucht

man ein starkes Netzwerk!

Ich wünsche Ihnen besinnliche Weihnach-

ten, ein glückliches, erfolgreiches und ge-

sundes neues Jahr und viel Spaß bei der

Lektüre der neuen Ausgabe unserer „U“.

Ihre

grUsswort

Die Unternehmerin 02 i 2011


inhalt

Inhalt

TITELTHEMA

Mehrländertreffen 2011

Drei Tage im Südwesten Deutschlands

AUS DEM VERbAND

Powerfrau mit bodenhaftung

Die Geschichte von Anne Schmieder

Ladies Cup 2011

Spiel um den Claudia-Wenck-Wanderpreis

VdU-persönlich

Pinwand der Neuigkeiten

WIRTSCHAFT & GESELLSCHAFT

Die Mischung macht´s

Wie Claudia Gläser ihr Familienunternehmen lenkt

Plädoyer für die Familienverfassung

Interview mit dem INTES-Geschäftsführer

Dr. Asfa-Wossen Asserate

Über Firmenkultur und Frauen auf Führungsebene

PwC Netzwerktreffen

Stärkere Präsenz von

Frauen in Aufsichtsgremien

Frauenquote

Diskussion mit Dr. Michaela Elbel

Elterncoaching für Mitarbeiter

Interview mit Familientherapeutin Sylvia von Froreich

MENTORING

Programm der Käte Ahlmann Stiftung

Junge Modedesignerin trifft erfahrene Unternehmerin

Stiftung feiert Jubiläum

Zehn Jahre Käte Ahlmann Stiftung

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UNTERNEHMENSPRAxIS

Notfallordner für alle Fälle

Vorsorge-Tipps für Unternehmerinnen

betriebsprüfung

Wie Sie bei der Prüfung cool bleiben

LIFESTyLE

business Class

Beautyprodukte für die Handtasche

GESUNDHEIT

Gesunde Mitarbeiter sind Chefsache!

"Fitalmanagement" berät Firmen

INTERNATIONAL

Unternehmerinnen in Mexiko

Reise zum FCEM-Weltkongress

besuch im Revolutionsland Ägypten

5. Business Women Day of Alexandria

besuch aus aller Welt

Unternehmerinnen aus Asien, Polen und

Italien zu Gast

Wirtschaftspartner Polen

Eindrücke aus Warschau

LANDESVERbÄNDE

Veranstaltungen und Termine

Die Landesverbände berichten

Impressum

DIE UNTERNEHMERIN Zeitschrift des Verbandes deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU)

Herausgeber: Verband deutscher

Unternehmerinnen e.V. (VdU)

Glinkastr. 32 | 10117 Berlin

Telefon: 030. 2 00 59 19-0 | Telefax: 030-2 00 59 19 20-0

E-Mail: info@vdu.de | Internet: www.vdu.de

Erscheinungsweise: 2011: 2 x jährlich,

Verbreitete Auflage: 5000

ISSN: 0938-3875

Die Unternehmerin 02 i 2011

Redaktion: Julia Weisberg, Carlotta Köster-Brons

(V.i.S.d.P.) und die Unternehmerinnen im VdU

Redaktionelle Begleitung: INSPIRING NETWORK

GmbH & Co KG, www.inspiring-network.com,

Redaktion: Andreas Möller, Nicole Ehlert

Gestaltung: www.almutmoritz.de

Druck: creo Druck & Medienservice GmbH,

Gutenbergstraße 1, 96050 Bamberg

Claudia Gläser berichtet

aus Ihrem Alltag als

Geschäftsführerin ihres

Familienunternehmens,

S. 16; Impressionen vom

Mehrländertreffen 2011 ab

S. 6; VdU-Unternehme-

rinnen reisten nach War-

schau zu lesen auf S. 36.

LETZTE FRAGE

Vorsätze für 2012

Fünf Unternehmerinnen verraten ihre Wünsche

Soweit nicht anders angegeben, sind die Texte

der Länderseiten im Namen der Landesverbandsvorsitzenden

erstellt. Für unverlangt eingesendete

Manuskripte und Rezensionsexemplare wird

keine Haftung übernommen.

Bildnachweis: Soweit nicht anders gekennzeichnet,

wurden die Bilder von den Autoren zur Verfügung

gestellt oder stammen aus dem VdU-Bildarchiv.

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DIE UNTERNEHMNERIN 02 I 2011


titelthema

Die Unternehmerin 02 i 2011

Drei Tage für

Geist und Genuss

Beim Mehrländertreffen 2011

begeisterte der landesverband Baden/

Pfalz-saar mit einem attraktiven

Programm quer durch die region. neben

denthemen „Ökonomie” und „Ökologie”

kam das Kulturelle nicht zu kurz

Zum Auftakt im geistlichen

Zentrum st. Peter

begrüßte das organisationsteam

die gäste im Dirndl.

highlights des Besuches

waren die Führung durch die

historische Bibliothek und

der erfrischende auftritt

der Kindertrachtengruppe

st. Peter.

Hochkarätige

Gäste diskutierten auf

dem Podium und

referierten über

zentrale ökologische

entwicklungen in der

green City Freiburg.

Die festliche

abendveranstaltung im

hotel Colombi bildete

den feierlichen rahmen.

VdU-Präsidentin Petra

ledendecker begrüßte

besonders die internationalen

gäste aus

Frankreich.

Die Unternehmerin 02 i 2011


titelthema

10 Die Unternehmerin 02 i 2011

Die Grüne Bundestagsabgeordnete

Kerstin andreae (oben

links) betonte, dass die Durchsetzung

ökologischer Ziele ohne

wirtschaftswachstum nicht

machbar sei. Kim schimpfle (oben

mitte) präsentierte die aktuelle

Kollektion der „schwarzwald

Couture“. lV-Vorsitzende margot

selz (oben rechts) appellierte an

die Politik, für eine nachhaltige

ordnungspolitik zu sorgen.

Auch für angeregtes

netzwerken

bot das mehrländertreffen

ausreichend

gelegenheit.

rt für den Auftakt war das

Geistliche Zentrum St. Pe-

ter. Empfangen wurden die

Gäste in dem historischen Gebäudekom-

plex durch das Organisationsteam, beste-

hend aus Michaela Allert, Stefanie Gries-

baum, Martina Feierling-Rombach, Karin

van Mourik, Christa Porten-Wollersheim

und Margot Selz, die allesamt im Dirndl

erschienen waren.

Die begrüßung im Fürstensaal wurde durch

den erfrischenden Auftritt der Kindertrach-

tengruppe St. Peter untermalt. Er machte

den Kopf frei für den Dialog über die Arbeit

des Zentrums zwischen VdU-Mitglied Ma-

thea Schneider, Leiterin der Abteilung Kir-

che und Wirtschaft im Erzbistum, und dem

stellvertretenden Direktor, Dr. Christoph

Kaiser. An diesem Ort des „spirituellen

Wachstums und der geistlichen Orientie-

rung“ bietet man insbesondere auch Füh-

rungskräften der Wirtschaft Vorträge und

Seminare an. Abgerundet wurde der besuch

durch eine unterhaltsame und anschauliche

Führung durch die berühmte Rokoko-bibliothek

mit Prof. Dr. Hans-Otto Mühleisen

und – als weiteres Highlight – ein Konzert

in der wunderschönen barockkirche.

Den Ausklang bildete ein Schwarzwälder

Vesperbüfett mit der Landrätin des Landkreises

breisgau-Hochschwarzwald, Dorothea

Störr-Ritter.

Vorbild „Green City“

Die Verbindung von Ökonomie und Ökologie

ist die Frage der Zukunft – und Kongressthema

beim Mehrländertreffen. Antworten

gibt die „Grüne Stadt“ Freiburg. Im

gediegenen Ambiente des historischen

Kaufhauses ging es um umweltfreundliche

wie Ressourcen schonende Energiekonzepte

für mittelständische Unternehmen,

den Status und die Innovationen der ökologischen

Forschung sowie die nötigen politischen

Rahmenbedingungen. Freiburger

Fotoquelle: santa mervien alexandra o

Vertreter aus Politik und Wirtschaft zeigten,

wie sich „ihre“ Green City durch das Engagement

für umweltfreundliche Technologie

wirtschaftlich erfolgreich positioniert und

wie sich Freiburg als wissenschaftliches

Kompetenzzentrum für nachhaltiges Forschen

und Wirtschaften positiv entwickelt.

bis 2035 soll eine Vollversorgung der Region

Freiburg mit erneuerbaren Energien erreicht

werden.

Landesverbandsvorsitzende Margot Selz

forderte die Politik auf, nach der politischen

Zieländerung die nötigen richtungsweisenden

Leitlinien und

Rahmenbedingungen

zu schaffen: „Wir brauchen

Rechts- und Planungssicherheit,

wir

brauchen eine nachhaltigeOrdnungspolitik

– keine interventionistischen Impulse!“,

appellierte sie an die politischen Vertreter.

Deutlich wurde, dass es nach der radikalen

Kehrtwende hin zu alternativen Energien

neuer föderaler wie logistischer Strukturen

bedarf. Die Grüne bundestagsabgeordnete

Kerstin Andreae legte dar, dass die Durchsetzung

ökologischer Ziele ohne Wirtschaftswachstum

nicht machbar sei. bei der

betrachtung der Messgrößen müsse jedoch

der Ansatz qualitativer Elemente wie Lebensqualität

und Nachhaltigkeit ebenso

Eingang finden.

Abgerundet wurde der Kongress durch die

besichtigungen in Unternehmen, die für

praktische Exzellenz im Energiemanagement

stehen: Pfizer Manufacturing

Deutschland GmbH, das Fraunhofer Institut

für Solare Energiesysteme (ISE), das

umweltfreundlichste 4-Sterne-Hotel „Viktoria“

und die Angell Akademie mit Montessori-Zentrum

des VdU-Mitglieds Antoinette

Klute-Wetterauer. Auch der Galaabend des

Mehrländertreffens in Freiburgs Top-Hotel

„Colombi“ stand im Zeichen des Themas

"Nachhaltigkeit

ist längst

ein VdU-Thema"

„Nachhaltigkeit“. VdU-Präsidentin Petra

Ledendecker betonte in ihrer Ansprache,

dass Nachhaltigkeit schon seit langem zu

den Kernthemen des VdU gehöre. „Gerade

Frauen richten den blick nie alleine auf einen

Themenaspekt, sondern sehen meistens

das große Ganze. Auch aus diesem

Grund sind für uns als Unternehmerinnen

Umweltverträglichkeit und Ressourcen

schonende Verfahren keine Nebensächlichkeiten.“

Zur bewältigung der Herausforderung

eines ökologischen Umbruchs sei die

Vernetzung auf internationaler Ebene besonders

wichtig. Sie begrüßte

deshalb die französischen

Kolleginnen

aus dem Elsass, unter ihnen

die Präsidentin des

FCE Colmar, Christiane

Meister.

Zwischen den Menü-Gängen brachten die

„Shoo-Shoo-Ladies“ mit ihren musikalischen

begleitern die Gäste in Schwung

und zum Schmunzeln. Außerdem präsentierte

die Freiburger Designerin und Jungunternehmerin

Kim Schimpfle mit einer

Modenschau ihr Label „Schwarzwald Couture“:

Eine originelle Kollektion mit traditionellen

Details der Schwarzwälder Tracht.

Mit diesem Highlight und einem Dessertbüfett

klang der offizielle Teil des Abends

aus und schaffte Platz für angeregte Gespräche

und fröhlichen Austausch im Wintergarten

und der Hotelbar.

Der dritte Tag stand im Zeichen zweier besichtigungen.

In Weil am Rhein stellte der

Geschäftsführer Rudolf Pütz das Design-

Unternehmen Vitra vor, das intelligente

und inspirierende Möbel für den büro-Arbeitsplatz

gestaltet. Nachhaltigkeit ist fester

bestandteil des Design-Konzepts.

Zum Abschluss des Samstags präsentierten

drei Winzerinnen des Netzwerkes „Vinissima

– Frauen und Wein e.V.“ in Müllheim

ihre erlesenen Weine.

Die Unternehmerin 02 i 2011 11


aUs Dem VerBanD

Powerfrau mit

Bodenhaftung

wie schafft man es vom ein-Frau-

schreibdienst zum modernen Dienstleister

mit über 200 Beschäftigten?

Die geschichte von Anne Schmieder

Mit einer Olympia- Schreibmaschine hat alles angefangen.

1986 startete die Fachsekretärin Anne Schmieder

nach 14 Jahren Hausfrau und Mutter mit einem

Schreibdienst im Keller ihres Hauses in Staig bei Ravensburg. Erster

Kunde war eine Ravensburger Anwaltskanzlei. Was folgte, ist eine

oberschwäbische Erfolgsgeschichte. Aus dem Ein-Frau-büro wurden

zwei mittelständische Unternehmen mit über 100 Angestellten

und rund 200 freien Mitarbeitern – 80 Prozent davon Frauen. Im

Oktober feiert die Firma Schmieder ihr 25-jähriges Jubiläum.

Die rasante Entwicklung der Firma Schmieder ist eng mit den bedürfnissen

oberschwäbischer Unternehmen verbunden. Denn neben

Schreibarbeiten waren zunehmend Übersetzungen für Kunden

in aller Welt gefragt. Also stellte Anne Schmieder als erste

Mitarbeiterin eine Engländerin ein, die Fachtexte für die Firma

RAFI lieferte. Zu den ersten Kunden für Übersetzungen zählte die

Firma Nothelfer, die heutige EbZ Gruppe. Derzeit beschäftigt die

Schmieder Übersetzungen GmbH zwölf Projektmanager, die Auträge

für rund 200 freiberufliche Übersetzer in ganz Europa organisieren.

Die erfahrenen Fachleute, meist mit einer Hochschulausbildung,

übersetzen Handbücher, Verträge, Werbetexte bis hin zu

Katalogen in mehr als 30 Sprachen der Welt. Als eines der ersten

Übersetzungsbüros in Deutschland wurde die Schmieder Übersetzungen

GmbH bereits 200

nach DIN EN 15038 zertifiziert.

Und Kunden wie die

Ravensburger AG, die ZF

Friedrichhafen AG, das Versandhaus

Walz, Liebherr und

Gardena sowie viele kleinere mittelständische Unternehmen wissen

die Qualität zu schätzen. Dank des integrierten Publishing-

Service erhält der Kunde nämlich seine Übersetzung in druckfertiger

Version, besonders praktisch und zeitsparend bei so „exotischen“

Sprachen wie Arabisch oder Chinesisch. „Wir helfen, dass

12 Die Unternehmerin 02 i 2011

Neben Schreibarbeiten

waren Übersetzungen für

Kunden in aller Welt gefragt

unsere Kunden in nahezu jeder Sprache dieser Welt stets die richtige

Wortwahl treffen und sich dadurch entscheidende Wettbewerbsvorteile

an den internationalen Zukunftsmärkten sichern

können“, sagt Geschäftsführerin Anne Schmieder.

Dank ihres offenen Umgangsstils und der engagierten Mitarbeit in

verschiedenen Gremien wie

der Industrie- und Handelkammerbodensee-Oberschwaben

oder dem Landesvorstand

der CDU-Mittelstandsvereinigung

wurde

Anne Schmieder schon vor Jahren klar, dass neben Übersetzungsdiensten

der bedarf an qualifizierten Arbeitskräften gerade in der

oberschwäbischen Region steigen würde. Deshalb gründete sie

die Schmieder GmbH, die seit rund 20 Jahren eng mit den großen

Unternehmen in und um Ravensburg zusammenarbeitet und an

Klein- und mittelständische betriebe sowie große Unternehmen

Fachkräfte im kaufmännischen bereich und Ingenieure vermittelt

und verleiht. Derzeit betreuen ein Dutzend Disponenten und

Sachbearbeiter der Schmieder GmbH rund 100 Stammkunden

bei der Personalrekrutierung. Aus einem Pool von über 1500 bewerbern

wählen Mitarbeiter

des Personal- und Projektservice

gezielt die Kandidaten

aus, die den Kundenanforderungen

an neue Mitarbeiter

am besten entsprechen. Kunden

sparen so Kosten für Anzeigen und Zeit für das aufwändige

Auswerten von bewerbungsunterlagen. Hierbei stehen den Kunden

zwar die Erfahrungen aus langjähriger Personalvermittlung

zur Verfügung, die endgültige Entscheidung treffen sie aber selbst.

Aber auch für den bewerber hat die Suche mithilfe der Schmieder

Der Ministerialdirektor im

ministerium für Finanzen und wirtschaft,

Daniel rousta, verlieh am 28. september

2011 im namen von minister Dr. nils

schmid die wirtschaftsmedaille des

landes Baden-württemberg an VdUmitglied

anne schmieder. hervorgehoben

wurden neben ihrem betrieblichen

engagement die vielen ehrenamtlichen

Funktionen auf landes- und Bundesebe

GmbH einen entscheidenden Vorteil: die große Auswahl an Stellen,

die ihm die Schmieder GmbH dank ihres breitflächigen Kundenstamms

zukommen lassen kann.

Eine weitere Hilfe bei personellen Engpässen stellt die Zeitarbeit

über die Schmieder GmbH dar. Ob kurz- oder langzeitige Einsätze,

ob Mutterschafts- oder Urlaubsvertretung, erhöhten Personalbedarf

durch Großaufträge oder bei Auslagerung ganzer Abteilungen

– Schmieder bietet maßgeschneiderte Lösungen für alle Kunden.

Für Arbeitssuchende bedeutet die Arbeitnehmerüberlassung die

Chance, eine beschäftigung zu finden. Andererseits können auch

berufseinsteiger und berufsrückkehrer über die Arbeitnehmerüberlassung

die Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis erreichen.

So hatte die Schmieder GmbH 2010 eine Übernahmequote von

85 Prozent ihrer externen Mitarbeiter.

Seit drei Jahren steckt die ehrgeizige Geschäftsführerin zudem viel

Kraft in ihr neuestes Projekt, die Vermittlung von Ingenieuren.

Durch gezielte Ausschreibungen in Fachportalen, innovative bewerberkampagnen

oder aktive Suche im bereich Social Media rekrutiert

das oberschwäbische Unternehmen Ingenieure aus dem

In- und Ausland vorwiegend

für den regionalen Arbeitsmarkt.

Fragt man die umtriebige

Powerfrau und frühere

Fußballfunktionärin (u. a.

beim Deutschen Fußballbund)

nach ihrem Erfolgsrezept, so nennt sie Innovation, Kundennähe und

Qualität als wichtigste Voraussetzungen. Sich selber bezeichnet

Anne Schmieder als bodenständig und von typisch oberschwäbischer

Mentalität. Dazu passend engagiert sie sich bis heute als

Vorsitzende der Dorfgemeinschaft in ihrem Heimatort Staig.

Als Erfolgsrezept nennt Anne

Schmieder Innovation,

Kundennähe und Qualität

Die Unternehmerin 02 i 2011 13


aUs Dem VerBanD

Beste

(Wettkampf-)Stimmung

in St. Leon-Rot: 30 VdU-

Mitglieder und weitere Gäste trafen sich

zum Ladies Cup 2011 auf einer der besten

Anlagen Deutschlands. Ein großes Erlebnis für alle

– und ganz besonders für Dr. Anita Plantikow, die als

Siegerin den Claudia-Wenck-Wanderpreis mit nach Hause

nehmen durfte. Hier ihr Bericht

14 Die Unternehmerin 02 i 2011

Ladies Cup 2011

„Golf ist Sport,

Freude und Erholung”

allein schon der Platz mit

seinem außergewöhnlichen Charme inmitten

ursprünglicher Landschaft! Störche wa-

ten über die Fairways, die Wasserhinder-

nisse sind ein echter Hingucker. Das Golf-

turnier mit beteiligung von VdU-Damen,

das in alter Tradition Ende August stattfand,

war ein Erlebnis. Abgerundet wurde das

sportliche Ereignis mit tollen Preisen und

Tee-Gaben für alle Teilnehmer.

Neu in diesem Jahr war, dass wir uns am

Vorabend des Turniers in Heidelberg auf

Einladung der Allianz Global Investors zu

einer Informationsveranstaltung über die

Entwicklung der Finanzmärkte und Anla-

gestrategien trafen.

Nach dem Turniertag bestand für die Gol-

ferinnen die Möglichkeit, die Heidelberger

Altstadt im Rahmen einer Führung kennen

zu lernen. Neben vielen historischen Daten

wurden uns dabei auch Redewendungen

erklärt wie „Sau rauslassen“ (aus Schaber-

nack ließen Studenten das Schwein des Pro-

fessors aus dem Käfig vor der Stadtmauer

raus). beendet wurde unser Treffen durch

einen herzlichen Empfang bei Dr. Haidrun

Wietler in ihrem Haus mit blick auf den

Neckar.

Und wer hat sich die Mühe gemacht, Kraft

und Zeit investiert, um uns diese schönen

Tage zu schenken? Diese Eindrücke haben

wir unserem Mitglied Hannelore Scheele –

eine langjährige Golferin – zu verdanken.

Herzlichen Dank!

beenden möchte ich diesen bericht mit

einem Appell an alle Leserinnen.

Golf ist Sport, Freude und Erholung in freier

Natur. Man kann in jedem Alter beginnen

und bis ins hohe Alter spielen. Für uns Frau-

en auch manchmal wichtig: Man verbrennt

pro Golfrunde ca.1200 kcal. Wer Lust aufs

Golfen bekommen hat, sollte im nächsten

Jahr an der Schnupper-Golfrunde teilneh-

men. Wir Golferinnen freuen uns auf Euch

– auf Wiedersehen im August 2012!

Das Golfturnier

2012 findet am 25.

August statt. Bitte

schon vormerken.

Näheres wird

Anfang 2012

bekannt gegeben.

Die Unternehmerin 02 i 2011 1


aUs Dem VerBanD

VdU persönlich

Detzel in Mode

Ingeborg Detzel feierte mit ihrer

Modeberatung am 16. Juli 2011

Jubiläum

Vor zehn Jahren eröffnete Ingeborg

Detzel ihr Geschäft nach zweijähriger

Pause wieder. Zuvor war sie

bereits 2 Jahre lang in Sachen

Mode unterwegs und kombinierte

ihre Tätigkeit mit kosmetischen

Dienstleistungen. Das Erfolgsrezept

von Ingeborg Detzel: begeisterung,

ihr guter Geschmack in Sachen Design und das richtige

Gespür bei der Auswahl der Artikel, die sie auf Messen

und Ausstellungen einkauft. Das größte Kompliment: Die

vielen Kundinnen, die seit Jahren immer wieder in ihr Geschäft

in Stuttgart-Lederberg kommen.

1 Die Unternehmerin 02 i 2011

VdU-Mitglied ist jetzt

bürgermeisterin

Astrid Siemes-Knoblich, stellvertretende

Landesverbands-Vorsitzende in Baden/

Pfalz-Saar und ehemalige Regionalleiterin,

wurde am 30. Oktober 2011 zur

Bürgermeisterin Müllheims gewählt. Sie erreichte

im ersten Wahlgang die einfache Mehrheit und setzte sich im

zweiten Wahlgang erfolgreich durch. Während ihres Wahlkampfes

betonte sie stets, dass sie Unternehmerin und VdU-

Mitglied sei. Astrid Siemes-Knoblich ist parteilos, wurde

jedoch von den Freien Wählern und der CDU unterstützt.

Jubiläen

15 Jahre

Landesverband baden/Pfalz-Saar: Frau Mirjam Vey-bierling

Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein: Frau birgit Madsen

Landesverband Westfalen: Frau Dr. Rosemarie van Hülst

Landesverband Württemberg: Frau Petra C. Göttel,

Frau Anne Schmieder

20 Jahre

Landesverband Niedersachsen: Frau Margot Schumann

Landesverband Westfalen: Frau Marita Voss-Hageleit

25 Jahre

Landesverband bayern-Süd: Frau Katharina Meinel

Landesverband berlin/brandenburg: Frau Renate Vlasman-Nicolai

Landesverband bremen-Weser-Ems: Frau Eva-Maria Munderloh

Landesverband Rheinland: Frau Maria Jakobs

Landesverband Westfalen: Frau Johanna Antpöhler

Frau Ursula Faust

30 Jahre

Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein: Frau Solveigh

Alscher, Frau Emma Kleinfeldt

Landesverband Niedersachsen: Frau Margaretha böhm

Landesverband Ruhrgebiet : Frau Sylvia Herdieckerhoff

Landesverband Westfalen: Frau Christel Gausepohl, Frau

Waltraud Tillmann-Gehrke, Frau Dr. Ingeborg von Schubert

35 Jahre

Landesverband Rheinland: Frau Ingeborg Kröner

40 Jahre

Landesverband baden/Pfalz-Saar: Frau Gisela Ring

Landesverband berlin/brandenburg: Frau Dr. Marietta Lutze-Sackler

Landesverband Westfalen: Frau Marget Schönhuber-Jansky

Neues Gesicht

Nico Mantzke ist jetzt Mitarbeiter

in der Geschäftsstelle des VdU

Seit dem 1. Dezember diesen Jahres betreue ich als

neuer Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des VdU das

ESF-Projekt „Stärkere Präsenz von Frauen in Aufsichts-

gremien“. Nach der Ausbildung zum Zimmerer

absolvierte ich das Studium der Wirtschaftswissen-

schaften an der Fachhochschule brandenburg. Seither

war ich als berater im In- und Ausland für Privatper-

sonen, KMU und große Unternehmen tätig. In dieser

Tätigkeit konnte ich bereits erste Erfahrungen mit ESF-

geförderten Projekten sammeln und entwickelte dabei

großes Interesse am Zuwendungsrecht. Daraufhin

arbeitete ich als Fördermittelberater in den Program-

men ’MEHR Männer in Kitas’ und ‚betrieblich

unterstützte Kinderbetreuung’ des bundesfamilienmi-

nisteriums. Die betreuung des ESF-Projekts „Stärkere

Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien“ stellt für

mich, trotz meiner ESF-Erfahrungen, eine neue

Herausforderung dar. Diesmal engagiere ich mich auf

der Seite der Antragsteller und werde meine ganze

Erfahrung einsetzen, um zum Gelingen des Projektes

beizutragen. Ich bin überzeugt davon, dass unser

Projekt Frauen auf dem Weg in den Aufsichtsrat

unterstützen und einen Grundstein legen kann, alte

besetzungsstrukturen zu durchbrechen.

Treue lohnt: „Langjährige“

reisten nach Gran Canaria

Die Gruppe „Langjährige Unternehmerinnen” des VdU veranstaltete

Anfang Juli eine Reise nach Gran Canaria. bei herrlichem Sommerwetter

wurden Strandspaziergänge gemacht, an den Swimmingpools

des Hotels relaxt oder die Insel erkundet. Ein besonderes

Highlight war der besuch der allabendlichen Konzerte von Justus

Frantz auf dessen Finca im Rahmen des „Justus-Frantz-Festivals”.

Inmitten der Weinberge und blühender Oleanderbüsche sitzend,

lauschten die Damen der Musik

von beethoven, Mozart u. a.

Aktuell laufen schon die Vorbereitungen

für eine Reise zu den

bad Hersfelder Festspielen im

nächsten Jahr.

Seit 30 Jahren im VdU

Solveigh Alscher liebt bis heute

die Veranstaltungen

Als Solveigh Alscher vor 30 Jahren dem VdU beitrat, bestand dieser

aus Inhaberinnen von mittelständischen Produktions- und Handwerkswerksbetrieben.

In einer Zeit, in der Unternehmerinnen in

Deutschland noch eine Seltenheit waren, wusste sie die Unterstützung

im Austausch mit gleichgesinnten Unternehmerinnen sehr zu

schätzen. In dem 192 von ihrem Schwiegervater gegründeten

Elektroinstallationsbetrieb ist sie seit 1955 tätig. Acht Jahre engagierte

sie sich im Gremium des Hamburger Landesverbands und besucht

bis zum heutigen Tag mit

Freude die Veranstaltungen.

Die Geschäftsführung

des Familienbetriebs

hat sie mittlerweile auf

ihren Sohn überschrieben,

ist aber immer noch

regelmäßig im büro tätig.

Die Unternehmerin 02 i 2011 17


wirtsChaFt UnD gesellsChaFt

Die Mischung macht´s

wie Claudia Gläser von ihrem Vater auf die

geschäftsführung vorbereitet wurde, was sie über Frauenquoten denkt

und wie sie das Familienunternehmen heute lenkt

1 Die Unternehmerin 02 i 2011

A

lleinunterhalterin kann und will sie nicht sein. „Ich brauche

Menschen um mich herum, die was bewegen wollen“,

sagt Claudia Gläser. Dabei ist es der 42-jährigen

Unternehmerin völlig egal, ob Frau oder Mann. „Hauptsache gut“,

Sohn einmal in die Fußstapfen des Firmengründers Fritz-Jörg Gläser

treten würde, schon gar nicht. „Das war mein Weg“, ist die

Unternehmerin überzeugt. Und den ist sie konsequent gegangen.

Nach dem Abitur startete Claudia Gläser bodenständig durch, ab-

betont die Geschäftsführende Gesellschafterin der Gläser GmbH solvierte zunächst eine Ausbildung zur Industriemechanikerin.

in Horb, die Mitglied im bundesvorstand des Verbandes deutscher Erst nach diesem bewussten Exkurs in die Praxis begann sie ein

Unternehmerinnen ist. Der Erfolg gibt ihr Recht.

Maschinenbaustudium an der Dualen Hochschule. Das war da-

Ist also der Frauenanteil von 50 Prozent in dem Familienbetrieb mals noch revolutionär, denn „ich war die einzige Studentin in der

rein zufällig auffallend hoch?

„Wir haben ein Labor“, versucht Frauen werden nicht

Fertigungstechnik“.

Danach kehrte sie ihrer Heimat

Claudia Gläser eine erste Erklärung.

Doch wer ihr aufmerksam bevorzugt: „Gerade

als Trainee zunächst den Rücken.

„Heute noch bin ich froh

zuhört, bekommt rasch den eigentlichen

Grund nachgeliefert:

„Ich schaue mir die Frauen und

darüber, dass ich damals was

haben wir drei neue anderes sehen konnte.“ Claudia

Auszubildende eingestellt Gläser hat in alle Abteilungen

Männer, die sich bei uns bewerben,

ganz bewusst an. Und dabei – alles Jungs.“

einer großen Zylinderbau-Firma

schnuppern dürfen, von der

stelle ich immer wieder fest, dass

Technik über die Montage bis

die Gaußsche Verteilungskurve

zum Einkauf. In Südafrika hat

bei beiden Geschlechtern gleich

sie schon während ihres Studi-

ist.“ Will sagen: Das Interesse der

ums ein Praktikum absolviert.

Frauen, im berufsleben etwas zu

„Als ich zu Gläser zurückkam,

bewegen, ist genauso ausgeprägt

hat mir mein Vater sehr viel Frei-

wie bei Männern. Auch „wenn

raum gelassen“, blickt sie zurück,

den Frauen immer wieder unter-

„der hat das genau richtig gestellt

wird: Die wollen doch gar

macht.“ bald schon wurde sie

nicht.“

zur Verkaufsleiterin und Proku-

Insofern „reden wir nicht über

ristin ernannt, 2002 ihr die Ge-

Frauenquoten, sondern wir haschäftsführung

übertragen, die

ben sie längst“, schmunzelt Clau-

sie seit 2008 alleine ausübt. Ein

dia Gläser. Der Führungskreis

weicher Übergang also, wobei

bei Gläser setzt sich je zur Hälfte

der Vater in jeder Phase hinter

aus Frauen und Männern zusam-

ihr stand. Denn „er hat den Mitmen.

Auch in der technischen

Firmensitz der gläser gmbh in horb

arbeitern gezeigt, dass er mir die

Abteilung ist der Anteil an Tech-

Leitung zutraut.“ Der Vorteil aus

nikerinnen und Ingenieurinnen

Sicht der Juniorchefin: „Wenn

hoch. Und überhaupt: „Die Mischung macht’s!“ Das weibliche der Senior mit der Nachfolgerin zufrieden ist, akzeptieren Mitar-

Geschlecht hat also die gleichen Chancen verdient wie das männbeiter den Wechsel leichter“. Zumal auch die Stammbelegschaft

liche, sagt die Unternehmerin. bevorzugt wird es bei Gläser trotz- bald schon erkannte, „dass meine neuen Ideen der Firma gut tun“.

dem nicht: „Gerade erst haben wir drei neue Auszubildende einge- Der Weg von der Juniorin zur Chefin hat ihr großen Spaß gemacht,

stellt – alles Jungs!“

denn „ich konnte viel bewegen.“

Die Verantwortung für das Familienunternehmen, das in den be- Das tut sie heute auch, wobei sich unter ihrer Regie der Führungsreichen

Hydraulik, Handel, Anlagenbau und Technische Sauberstil gewandelt hat. „Unser Führungskreis trifft sich regelmäßig, um

keit aktiv ist, wurde ihr vom Vater schon früh übertragen. Da Clau- die Marschrichtung festzulegen“, sagt Claudia Gläser, die gerne im

dia Gläser keine brüder hatte, stellte sich die Frage, ob Tochter oder Team arbeitet. Dabei ist auch ihre Schwester Christiane Gläser im

Die Unternehmerin 02 i 2011 1


wirtsChaFt UnD gesellsChaFt

boot, die als Prokuristin heute den Einkauf leitet. Sogar die Ent- persönliche Stärke sieht sie vor allem darin, die Möglichkeiten für

scheidung, welche Mitarbeiter eingestellt werden, trifft sie nicht ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst groß und offen zu

alleine: „Schließlich müssen die Neuen zu uns passen.“ Ein gutes halten. Auch in schwierigen Zeiten.

betriebsklima sei ihr ungemein wichtig, aber nicht um jeden Preis: Gleich nach ihrem Einstieg als alleinige Geschäftsführerin geriet

„Harmoniesüchtig bin ich nicht“, urteilt Claudia Gläser über sich sie nämlich von einem Extrem ins andere: War 2008 noch eines

selbst, „ich kann schon sehr konkret sagen, was ich will.“ Dafür der umsatzstärksten Jahre, folgte 2009 das schlechteste Ergebnis

wurden Visionen bis 2020 entwickelt. Wohlwissend, dass man da- der Firmengeschichte. Mittlerweile ist die Gläser GmbH mit ihren

mit an Grenzen stoßen kann. Aus

eigener Erfahrung weiß sie, dass „Ich darf nicht

drei Standorten wieder deutlich

auf Wachstumskurs und auch

es eine Herausforderung ist, als

Frau Familie und beruf unter ei- nur die Frau und

international bestens aufgestellt.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil

nen Hut zu bringen. Zwar ist

Claudia Gläser in der glücklichen

Position, dass ihr Mann seine be-

ihre Arbeit sehen,

ich muss auch an deren

Claudia Gläser durch Innovationen

neue Geschäftsfelder erschlossen

und sich das einstige

rufliche Selbstständigkeit reduzieren

konnte, um sich stärker Familie denken.“

Hydraulikunternehmen zusätzlich

zum Anbieter von Dienst-

der Erziehung der beiden Kinder

leistungen und als Anlagenbau-

zu widmen, doch weiß sie auch,

er weiterentwickelt hat. Unter

dass das nicht der Normalfall ist.

ihrer Leitung wurde ein zusätz-

Für sich persönlich hat sie Grenliches

Labor im US-Staat Alabazen

gezogen: „Ich muss nicht 16

ma eröffnet. Anlagen werden bis

Stunden im Unternehmen absit-

in den Fernen Osten und nach

zen, sondern schaffe mir auch

private Freiräume“, betont die

42-Jährige. Und „ich muss nicht

jede Einladung annehmen“. Das

Südamerika geliefert.

Delegieren von Aufgaben macht

es ihr möglich, dass der Abend

und das Wochenende der Fami-

Mehrere

Standbeine

lie gehören.

Auf mehrere Standbeine setzt

Ihre weiblichen Mitarbeiter un-

die Gläser GmbH in Horb, die

terstützt die Diplom-Ingenieurin

nach Kräften: „Ich darf nicht nur

sitzend: Christiane gläser (eK-leitung), Von links nach rechts:

Victor lopez (Produktionsleitung), Claudia gläser

in 2011 ihren 35. Geburtstag

feierte. Das Familienunterneh-

die Frau und ihre Arbeit sehen,

sondern muss auch an deren Fa-

(geschäftsführung), elke Baitinger (laborleitung), rainer

Fauck (technische leitung), Peter hascher (Verkaufsleitung).

men, das 19 6 von Fritz-Jörg

Gläser gegründet worden ist,

milie denken“, gibt sie sich soli-

wird heute von Tochter Claudia

darisch. Das fängt bei der Teilzeitarbeit für die Technikerin an, die Gläser geführt. Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Entwick-

jederzeit wieder voll einsteigen kann, und hört bei der Finanzielung und Montage hydraulischer Steuerblöcke sowie den Handel

rung von Tagesmüttern oder Kindergartenplätzen in Firmennähe mit hydraulischen bauteilen, Filtration und Laborbedarf, den bau

auf. Die Vereinbarkeit von Familie und beruf hat sie deshalb für von Spül- und Prüfanlagen für Technische Sauberkeit sowie Dosierihre

Arbeit im VdU zu ihrem Thema gemacht. Damit ist sie ange- und Abfüllanlagen. Außerdem gehört ein eigenes Labor zur Analysichts

der demografischen Entwicklung und dem daraus resultiese für Technische Sauberkeit zum Portfolio. Mit 50 Mitarbeiterenden

Facharbeitermangel sicher auf dem richtigen Weg. rinnen und Mitarbeitern rechnet die Firma Gläser an ihren drei

„Es gibt so viele, gut ausgebildete Frauen, da wäre es doch schade, Standorten in 2011 mit ,5 Millionen Euro Umsatz. Weitere Infos

wenn sie sich nicht entfalten könnten“, urteilt Claudia Gläser. Ihre im Internet: www.glaeser-gmbh.de.

20 Die Unternehmerin 02 i 2011

Die Unternehmerin: Herr Dr.

Schween, Sie haben für Ihre Studie

148 Inhaberinnen und Inhaber

von Familienunternehmen zum Thema

„Familienverfassung” befragt. Was genau bedeutet

ein solcher Kodex und wer nutzt ihn?

Karsten Schween: Eine „Familienverfassung”

regelt alle wichtigen Fragen einer Inhaberfamilie

in bezug auf ihr Familienunternehmen:

Dazu gehören die Formulierung eines gemeinsamen

Selbstverständnisses, die Frage,

wer in welchem Umfang Gesellschafter werden

kann, die Etablierung von Führungsund

Kontrollmechanismen, die Regelung

von Ausschüttungen und Vergütungen sowie

die Sicherstellung des notwendigen Familienzusammenhaltes.

Außerdem muss

geregelt werden, welche Rollen von welchen

Familienmitgliedern besetzt werden sollen

und wer darüber entscheidet.

Warum ist die „Familienverfassung” gerade

in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftssituation

attraktiv?

Die Wahrscheinlichkeit, den nächsten Generationswechsel

zu überleben, liegt für

Familienunternehmen im Schnitt bei 50

Prozent. Die meisten sterben von innen.

Eine „Familienverfassung” vermeidet Streit,

erhöht das Commitment der Gesellschafter

gegenüber ihrer Firma und hilft der Geschäftsführung,

einen möglichst hohen Inhaberbonus

zu kapitalisieren. All dies ist

gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

wichtig, um auch mal eine Durststrecke gemeinsam

überwinden zu können.

Plädoyer für die

„Familienverfassung“

Jedes zweite Familienunternehmen überlebt den nächsten generationswechsel nicht,

weiß intes-geschäftsführer Dr. Karsten Schween. eine „Familienverfassung“ kann

maßgeblich zur Zukunftssicherung beitragen. warum, erklärt der experte im interview

Ihre Studie hat ergeben, dass Unternehmen

mit „Familienverfassung” den Mehrwert des

Kodex schätzen. Was sind die wichtigsten

Vorteile?

Familien mit Verfassung sind zufriedener

als diejenigen ohne ein solches Regelwerk.

Dieser Unterschied zeigt sich besonders

hinsichtlich Zusammenhalt und Identifikation,

Führung und Kontrolle sowie in bezug

auf Frieden und Stabilität im Gesellschafterkreis.

Gemeinsam erarbeitete Regelwerke

werden in viel höherem Maße

eingehalten werden als solche, die von Patriarchen

oder Juristen verordnet wurden.

Die Untersuchung ist die erste umfassende

Studie zu diesem Thema. Was war für Sie

das überraschendste Ergebnis?

Dass Familienunternehmen, die eine Verfassung

erarbeitet haben, nicht nur zufriedener

und weniger streitanfällig sind, sondern

auch ökonomisch klar erfolgreicher. Der

Anteil der Unternehmen mit einer Umsatzrendite

von über fünf Prozent lag bei Fami-

Dr. Karsten Schween ist Geschäftsführender

Gesellschafter der Inhaberberatung

INTES. Seine Arbeitsschwerpunkte:

Die Bearbeitung strategischer und

operativer Fragestellungen von Familienunternehmen.

Dr. Schween war mehrere

Jahre als Vorsitzender der Geschäftsführung

eines großen Familienunternehmens

tätig. Zuvor beriet er für McKinsey &

Company, Inc. Familienunternehmen und

Konzerne in Europa und Asien. Er

absolvierte eine kaufmännische Ausbildung

und studierte BWL an der WHU –

Otto Beisheim School of Management.

lienunternehmen mit einer „Familienverfassung”

bei 58 Prozent, während es bei denen

ohne eine „Familienverfassung” nur 46 Prozent

waren. Offenbar zeichnen sich die besten

Unternehmer dadurch aus, dass sie sowohl

das Unternehmen als auch die Familie

mit gleicher Professionalität führen.

Was raten Sie Inhaberinnen und Inhabern

familiengeführter Unternehmen, die ihre

Nachfolge regeln möchten?

Das Wichtigste ist, sich ausreichend Zeit für

den Nachfolgeprozess zu nehmen: acht bis

zehn Jahre. Zunächst sollte im Rahmen einer

„Familienverfassung” Klarheit und Konsens

geschaffen werden, wie die nächste Generation

das Unternehmen weiterentwickeln will.

Auf dieser basis muss dann das jeweils passende

Nachfolgekonzept erarbeitet und umgesetzt

werden. Es sollte auch eine Planung

für den Vorgänger beinhalten. Ein guter beirat

kann dabei für beide sehr hilfreich sein.

Hier können Sie die gesamte Studie anfordern:

www.intes-akademie.de.

Die Unternehmerin 02 i 2011 21


wirtsChaFt UnD gesellsChaFt

„Frauen

haben mehr

Gespür

für die

Zukunft“

Dr. Asfa-Wossen Asserate, großneffe

des letzten äthiopischen Kaisers

und erfolgreicher Unternehmensberater,

ist ein liebevoller

Beobachter seiner wahlheimat

Deutschland. eines seiner lieblingsthemen:

Umgangsformen. ein

gespräch über Firmenkultur und

Frauen auf Führungsebene

22 Die Unternehmerin 02 i 2011

Fotos: lisa notzke

die Unternehmerin: Wie

beurteilen Sie die deutsche

Unternehmenskultur in puncto Moral

und Manieren?

Dr. Asserate: Es gibt Länder, in denen es

schlimmer aussieht als in Deutschland.

Man hört zwar immer wieder, dass Ethik

und Geschäft seit langem nicht mehr zu-

sammen gehören. Ich bin da etwas anderer

Meinung. Für mich gibt es einen Menschen,

der dieses Unternehmertum wunderbar

verkörpert hat: Eberhard von Kuenheim,

der lange Zeit bMW leitete. Er pflegte zu

sagen: „So etwas tut man nicht.“ In diesem

Satz steckt eine ganze Philosophie. Stellen

Sie sich bitte vor, einige bankiers hätten sich

vor drei Jahren an diesem Satz orientiert! Es

muss Dinge geben, die man niemals tun

würde. In den mittelständischen Unternehmen,

die noch von Familien geleitet werden,

gelten noch moralische Grundsätze.

Warum geht es in Familienunternehmen tugendhafter

zu?

Weil sich die leitenden Personen mit der

Firma identifizieren. Sie fühlen sich als eins

mit ihr. Man hat mehr Verantwortung für

das, was einem selbst gehört.

Nennen Sie uns bitte ein Beispiel für typisch

schlechtes Benehmen auf Führungsebene!

Ja, wie manche Chefs ihre Sekretärinnen

behandeln! Als ob sie ihre Sklavinnen wären.

Ich habe erlebt, wie Assistentinnen vor

Dritten heruntergeputzt wurden. Das macht

man nicht. Genauso ärgere ich mich, wenn

ein Gast den Kellner schlecht behandelt.

Daran erkennt man Manieren – nicht daran,

ob jemand mit Messer und Gabel umgehen

kann oder sich gut anzuziehen weiß. Ich

habe viele Chefs erlebt: wie aus dem Ei gepellt,

aber die Mitarbeiter übel mobben.

Sind deutsche Unternehmen im Ausland immer

noch hoch angesehen?

Oh ja, man nimmt den Hut ab, wenn es um

deutsche Qualität und um Zuverlässigkeit

geht. Das ist auch berechtigt. In Deutsch-

land beklagen wir uns auf sehr hohem Niveau.

Ich wünschte, wir würden auch

manchmal sehen, wie gut es uns geht und

wie gut unsere Unternehmen im Vergleich

zu anderen auf der Welt sind.

Wie stehen Sie zum viel diskutierten Thema

„Frauenquote”?

In den 80er Jahren war ich Pressesprecher

der Düsseldorfer Messegesellschaft und

habe dort eine Frau für eine hohe Position

vorgeschlagen. Da hörte ich zum ersten

Mal diese Worte: Wir sind noch nicht so

weit! Es hat sich seitdem einiges geändert.

Aber ich bedauere, dass in den großen,

DAx-geführten Unternehmen fast nur

Männer sind. Wenn eine Quote Frauen

hilft, weiter zu kommen, ist sie in Ordnung.

bei diesem Thema nehme ich gern meinen

Heimatkontinent als beispiel. Zu 90 Prozent

werden die Mikrokredite in Afrika an

Frauen vergeben. Diese geben dann jeden

Samstag ihren Männern ein bisschen Geld.

Die Frauen dort haben eine großartige Art

- sie lassen die Männer glauben, sie hätten

die Hosen an. Ein bisschen davon würde

auch Europa nicht schaden.

Warum würde es Wirtschaft und Politik gut

tun, wenn mehr Frauen das Sagen hätten?

Sensibilität und Toleranzbereitschaft sind

bei Frauen ausgeprägter als bei Männern.

Ich weiß nicht, warum. Vielleicht, weil sie

Kinder gebären. Dadurch haben sie mehr

Gespür für die Zukunft, sind besser, wenn

es um weitreichende Entscheidungen geht.

Haben Sie als Berater lieber mit weiblichen

oder lieber mit männlichen Führungskräften

zu tun?

Es fällt mir viel leichter, mit Frauen

zu verhandeln. Vielleicht liegt

es daran, dass ich zu diesem Geschlecht

eine große Zuneigung

empfinde. Sie sind zugänglicher,

hören besser zu. Sie sagen nicht

von Anfang an: „Ich weiß doch

besser, wie es meinem Unter-

nehmen geht.“ Da ist nicht dieser Konkurrenzkampf

zwischen uns, den es bei Männern

durchaus gibt.

Wie gefährlich ist die Eurokrise für unsere

Unternehmen?

Es gibt eine gewisse Angst, und die tut keinem

Unternehmer gut. Vor allem nicht denen,

die bereit wären zu investieren. Andererseits

sagt kaum einer, man müsse zuerst

an sich denken. Die Verantwortung gegenüber

dem restlichen Europa ist sehr groß.

Vielleicht sind die Deutschen sogar die besten

Europäer - weil sie nicht so nationalistisch

denken.

Warum sollten sich deutsche Unternehmen

mehr für Afrika interessieren?

Damit wir ein Horrorszenario vermeiden:

Stellen Sie sich vor, wir hören im Radio, dass

sieben Millionen Afrikaner auf dem Weg

nach Europa sind. Weil sie zu Hause nichts

mehr zu essen haben. Wir müssen heute etwas

dafür unternehmen, dass diese Menschen

in ihren eigenen Ländern ein menschenwürdiges

Dasein führen können. Deshalb

dürfen die Deutschen nicht die Diktatoren

unterstützen und damit das Unglück

Afrikas mit ihren Steuergeldern finanzieren.

Wenn Sie Wirtschaftsminister wären…

… würde ich alle Zölle, die afrikanische

Staaten angehen, aufheben. Damit diese

auch nach Europa exportieren können.

Denn durch die europäischen Zolltarife

verliert Afrika jährlich 40 Milliarden Dollar.

Das ist das Doppelte der Entwicklungshilfe,

die jährlich nach Afrika geht. Handel

ist die beste Entwicklungshilfe!

Die Unternehmerin 02 i 2011 23


wirtsChaFt UnD gesellsChaFt

„Vielfalt muss man

erst mal aushalten!”

Der VdU und PricewaterhouseCoopers engagieren sich in einem gemeinsamen

Projekt dafür, dass talentierte Frauen in dreitägigen seminaren auf die Übernahme eines

aufsichtsrats-mandats vorbereitet werden. Dazu fand eine erste netzwerkveranstaltung

in Frankfurt statt. mit dabei: Frauen, die an den Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen

Das Projekt „Stärkere Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien“

ist enorm erfolgreich: Seit seinem beginn im

April 2010 haben sich schon über 400 Frauen registriert,

die an der Übernahme eines Mandats interessiert sind. Durch

einen beim VdU geführten Aufsichtsgremienpool vermittelt der Ver-

band Kandidatinnen an Unternehmen und Institutionen, die für

ihr Aufsichtsgremium eine qualifizierte und engagierte besetzung

suchen. Am 29. September 2011 fand in Frankfurt am Main die

erste Netzwerkveranstaltung „Frauen in Aufsichtsräten“ statt, die

der VdU gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers (PwC) ausgerichtet

hat. Erstmals wurden ehemalige und aktuelle Teilnehmerinnen

des VdU-Seminars „Wahrnehmung von Mandaten in

Aufsichtsgremien“ in die Frankfurter Repräsentanz eingeladen.

PwC führt für den VdU die Qualifizierung der Unternehmerinnen,

Top-Managerinnen und Wissenschaftlerinnen durch und setzt sich

darüber hinaus im Rahmen seines Programms PwC boardroom

für mehr Vielfalt („Diversity“) in Aufsichtsgremien ein. Ziel des

Abends war es, die Teilnehmerinnen über aktuelle Entwicklungen

zum Thema „Frauen in Aufsichtsräten” zu informieren sowie ein

24 Die Unternehmerin 02 i 2011

Netzwerk von aktuellen und potentiellen weiblichen Aufsichtsräten

zu etablieren. In der Podiumsdiskussion mit Jella benner-Heinacher

(DSW, Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.,

2.v.l.), Ute Sommer (Hertz, 2.v.r.), Dr. Ulrike Wolff (DWMb - DR.

WOLFF MANAGEMENTbERATUNG,r.) und VdU-Präsidentin

Petra Ledendecker (l.) wurde diskutiert, wie endlich zeitnah die

Präsenz von Frauen in Aufsichtsräten erhöht werden könne. Einig

waren sich alle Damen im Saal darüber, dass sich die Kultur in den

Vorständen und Aufsichtsräten deutscher Großunternehmen gravierend

ändern müsse. Auch darüber herrschte Einigkeit, dass freiwillige

Vereinbarungen zwischen der Wirtschaft und dem bund,

die seit über zehn Jahren existieren, nicht zu Verbesserungen geführt

haben und auch in Zukunft der falsche Lösungsansatz sind.

Petra Rossbrey, Mitglied des Aufsichtsrates der Fraport AG, stellte

über den schleppenden Fortschritt fest: „Vielfalt muss man erst mal

aushalten.“ Da gute Vernetzung eine wichtige Voraussetzung auf

dem Schritt zu einer erfolgreichen berufung in ein Aufsichtsgremium

ist, werden der VdU und PwC zukünftig regelmäßig zu Netzwerktreffen

einladen.

Fotoquelle: PwC

„Vielleicht sollten wir es

mit einer Frau versuchen!“

Frauenquote? Ja! Beim top-thema der Konferenz mit dem titel „europas

Frauen in Politik, wirtschaft und wissenschaft“ herrschte einigkeit: hochrangige

Frauen aus Politik, wirtschaft und wissenschaft diskutierten am 25. oktober

darüber, wie es mehr Frauen in spitzenpositionen schaffen können.

Dr. Michaela Elbel vom landesverband Bayern-süd vertrat VdU-Präsidentin

Petra ledendecker auf dem Podium. hier ihr Bericht

Der Konferenztag begann mit

einer begrüßung durch die

stellvertretende Vorsitzende der

Hanns-Seidel-Stiftung, Frau Staatsministerin

a. D. Prof. Ursula Männle, sowie durch

Frau Emilia Müller, bayerische Staatsministerin

für bundes- und Europaangelegenheiten.

Ich selbst war Mitdiskutantin im

zweiten Panel des Tages, das mit hochkarätigen

Frauen aus der Wirtschaft besetzt war.

Mit auf dem Podium waren Frau Manuela

better, Vorstandsvorsitzende der Pfandbriefbank

AG, Dr. Christine bortenlänger, Vorstand

der bayerischen börse AG, Stephanie

Czerny, Geschäftsführerin der DLD Media

GmbH, Anne Gfrerer, Head of Identity &

Communications der HypoVereinsbank,

Frauen sind häufig sogar

besser qualifiziert als ihre

männliche Konkurrenz

sowie Annette Roeckl, Geschäftsführerin

der Roeckl Handschuh & Accessoires

GmbH & Co. KG. Die Vertreterinnen aus

der Wirtschaft sprachen sich unisono für die

Einführung einer Frauenquote zur besetzung

von Vorstands- und Aufsichtsratspositionen

aus. Allerdings betonten alle, dass sie

sie – ähnlich wie die Politikerinnen

– als ein „Mittel

zum Zweck“ erachten.

Das häufig als Argument

vorgebrachte Risiko, durch

die Quote würden Frauen,

die schlechter qualifiziert

seien als männliche Mitbewerber,

nur aufgrund ihres

Geschlechts in Spitzenpositionen gelangen,

wurde verworfen. Frauen gelten allgemein

als gleich, häufig sogar als besser qualifiziert

als ihre männliche Konkurrenz.

Manuela better und Dr. Christine bortenlänger

betonten stark, dass auf ihrem persönlichen

Weg nach ganz oben insbesondere

die männlichen Vorgesetzten eine wichtige

Rolle als Mentoren

und Förderer

gespielt hätten. Alle

Frauen aus der Wirtschaft

hoben hervor,

dass sie ihre

Spitzenpositionen zu Zeiten übernommen

haben, in denen das jeweilige Unternehmen

nicht in bester Verfassung war oder ein neuer

Weg eingeschlagen werden sollte. Das

übereinstimmende Motto bei der besetzung

schien dabei zu lauten: „Vielleicht sollten

wir es mit einer Frau versuchen…!“. Auch

Dr. Michaela Elbel

ist Patentanwältin und

Partnerin bei PATERIS

Patent- und

Rechtsanwälte. Sie

ist Mitglied im Vorstand

des VdU-Landesverbandes

Bayern-Süd.

Annette Roeckl übernahm als einzige Tochter

unter vier Geschwistern die Führung des

Familienunternehmens. Einer ihrer brüder,

der sich ebenfalls für die Unternehmensnachfolge

interessierte, und sie bekamen

vom Vater jeweils einen eigenständigen und

unabhängigen Teil des Firmenimperiums

übertragen.

Ich selbst hatte mehrmals Gelegenheit, die

Position des VdU sowie das VdU Projekt

„Stärkere Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien“

einschließlich der Datenbank sowie

das Schulungsprogramm zur Vorbereitung

auf eine Position in einem Aufsichtsrat

vorzustellen und zu erläutern. Interessant:

Viele der anwesenden Frauen sowohl auf

dem Podium als auch im Publikum kennen

und verfolgen dieses Projekt längst und

sind teilweise bereits in der Datenbank registriert,

obwohl sie selbst (noch) keine Mitglieder

des VdU sind.

Die Unternehmerin 02 i 2011 2


wirtsChaFt UnD gesellsChaFt

Mütter sind die

schlimmeren Perfektionisten

Sylvia von Froreich über elterncoaching als Baustein

für mehr work-life-Balance in Unternehmen

die Unternehmerin: Wer nimmt Ihr Coaching-

Angebot in Anspruch?

Sylvia von Froreich: Das Elterncoaching wird

von beschäftigten in Anspruch genommen,

die Kinder vor oder während der Pubertät haben,

manche kommen aber auch, obwohl die Kinder noch klein

sind - sozusagen präventiv, um sich auf diese schwierige Zeit, über

die man so viele Horrorgeschichten hört, vorzubereiten. Finanziert

und organisiert wird das Elterncoaching vom Unternehmen.

Welche Faktoren führen dazu, dass Erziehung heute eine solche Be-

lastungsprobe darstellt?

Die meisten Eltern bemühen sich mehr denn je, ihre Kinder „rich-

tig“ zu erziehen - aber was ist „richtig“? Entwickeln die Heran-

wachsenden sich nicht ganz erwartungsgemäß, denken Mütter

und Väter sofort, dass sie in der Erziehung etwas falsch gemacht

haben. Dieses Denken führt zu Ängsten, Verunsicherungen und

Schuldgefühlen. Kurz: Die Eltern bauen sich selbst viel Druck auf

durch ihre perfektionistischen Erwartungen

an sich und die Kinder. Aus meiner Erfahrung

sind allerdings Mütter die schlimmeren

Sylvia von Froreich ist

systemische Familientherapeutin,

Substanz. Erschwerend kommt hinzu, dass

aus meiner Erfahrung viele Mütter zur Über-

Perfektionisten.

systemische Supervisorin und verantwortlichkeit neigen, sich viel zu viel

Was ist das Dilemma heutiger Eltern?

systemisch interaktiver Coach. 25

Jahre ist sie im Bereich ambulanter

Verantwortung für andere auf die Schultern

Das bild von dem berühmten Hut unter den Hilfen für Familien tätig, zehn Jahre packen und kaum merken, dass sie nicht

angeblich alles zu bekommen ist, deutet

schon an, das es scheinbar eine bestimmte

als Coach für Führungskräfte und

Work-Life-Balance Coaching. Seit

sieben Jahren bietet sie auch

mehr gut für sich selbst sorgen.

Warum kann Coaching in dieser Situation

Norm zu erfüllen gilt. Die Idee, alle bereiche Elterncoaching an, u.a. für helfen und was kann es leisten?

des Lebens gerecht zu bedienen, führt direkt

Unternehmen wie die Deutsche

Telekom, Daimler und Boehringer.

Im Elterncoaching arbeite ich an den indivi-

in den gefürchteten Stress. Das Leben im

duellen Themen der Teilnehmerinnen und

Dauerspagat.

Teilnehmer mit dem Ziel, die Muster und

Wie wirkt sich „privater“ Stress auf die Work-Life-Balance aus? Glaubenssätze zu identifizieren, die zu Unzufriedenheit und Ener-

Dieses Gefühl innerer Zerrissenheit, dieser gefühlte Spagat zwigieverlust führen. Zunächst sind viele Eltern überrascht, dachten

schen beruflichem und Privatem äußert sich immer häufiger in sie doch, sie bekämen hier einen Werkzeugkoffer mit passenden

Erschöpfung und kann bis zum burn-Out gehen. Das Gefühl stän- Instrumenten, um besser am Kind schrauben zu können. Aber

diger Unzufriedenheit, keiner Seite gerecht zu werden, nagt an der nein – hier geht es um Selbstreflektion, die eigenen Haltungen und

2 Die Unternehmerin 02 i 2011

Muster, was sehr praktisch ist, denn die können sie beeinflussen und

verändern und das am besten schon morgen.

Was ist Ihre Methodik, was können die Eltern aus dem Coaching

mitnehmen?

Ich arbeite mit den Instrumenten des systemischen Coachings vor

dem Hintergrund familiendynamischer Grundannahmen. Als Me-

thode zur Visualisierung und Kontexterweiterung hat sich das Fami-

liengenogramm als sehr nützlich erwiesen, anhand dessen man sehr

schnell zu den Kernfragen kommt: Wen oder was kann ich steuern

(und was nicht)? Wo genau liegt meine Verantwortung als Eltern?

Wie gelange ich zu mehr Gelassenheit und Selbstwirksamkeit? Was

ist eigentlich so nervig an der Pubertät? Wie beende ich ein Kampf-

muster? Was genau ist meine baustelle? Wie gelange ich vom Miss-

trauen in eine Haltung des Vertrauens? Die Teilnehmerinnen und

Teilnehmer berichten, dass die veränderten Haltungen über den

familiären auch im beruflichen Alltag auf Mitarbeiter- und Füh-

rungsebene positiv wirken. Sie fühlen sich gelassener, zufriedener

und erleben eine höhere Lebensqualität.

Warum ist dieses Thema für Unternehmen relevant?

Durch erhebliche Energieersparnis auf der „baustelle Familie“ ste-

hen die Ressourcen Einsatzbereitschaft, Gesundheit und Motivati-

on dem Unternehmen wieder voll zur Verfügung.

Wie wirken sich „gestresste Eltern“ auf Unternehmen aus?

Gestresste Mütter und Väter klagen über Konzentrationsprobleme,

Erschöpfung und Arbeitsunlust. Sie sind mit den Gedanken eher zu

Hause und machen sich Sorgen, ob dort alles gut läuft.

Was also ist der konkrete Gewinn für das Unternehmen, das in El-

terncoaching investiert?

Dazu möchte ich das Feedback eines Vaters aus einem Elterncoa-

ching bei der Deutschen Telekom zitieren: „Ich habe es als hilfreich

empfunden, an diesem qualitativ hochwertigen Seminar teilneh-

men zu dürfen. Ich habe daraus Kraft geschöpft, um weiter enga-

giert und erfolgreich in diesem Unternehmen tätig und gleichzeitig

ein glücklicher Familienvater zu sein.“

Dr. phil. Christiane Stegmann

Diplom-Sozialökonomin

Diplom-Sozialwirtin

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Die Unternehmerin 02 i 2011 27


mentoring

Jung, offen, engagiert trifft …

unternehmerische Klarheit

Jessica Reyes Rodriguez, 33, ist seit oktober 2010 mentee im mentoringprogramm

twin der Käte ahlmann stiftung. Begleitet wird sie seitdem von ihrer mentorin Caroline

von Landsberg-Velen aus dem VdU-landesverband hamburg/schleswig-holstein

„Wenn man

nicht zusammenpasst,

sollte man

nicht bleiben.”

Caroline von landsberg-Velen,

inhaberin von schloss Dankern

2 Die Unternehmerin 02 i 2011

Die gebürtige Spanierin lebt heute in Meppen und

betreibt das Modelabel „Queen and Princess”-Green

Glamour für Mütter und Töchter. Als Schneiderin

und Modedesignerin gründete sie 2009 ihr eigenes

Unternehmen und suchte im letzten Jahr Unterstüt-

zung durch eine erfahrene Unternehmerin, mit der

sie sich austauschen, aber auch von ihr lernen kann.

Über die Käte Ahlmann Stiftung bekam sie Kontakt

zu Caroline von Landsberg-Velen, Mitinhaberin des

Freizeitparks Schloss Dankern. Sie beschäftigt in der

Saison bis zu 450 Arbeitskräfte. Zum ersten Treffen

mit ihrer Mentee sagt Caroline von Landsberg- Ve-

len: „Mich beeindruckte ihr Wissen, ihr Engagement

und ihre Offenheit.” Auch bei der Jungunterneh-

merin Reyes Rodriguez sprang der Funke über: "Ihr

unternehmerisches Ziel, ihre Klarheit und ihre Art

zu sprechen, haben mich überzeugt."

Seit Herbst 2010 haben sich beide drei Mal getrof-

fen, oft miteinander telefoniert und Mails ausge-

tauscht. Die Mentee hat sich hohe Ziele gesteckt:

Etablierung ihres Modelabels, Realisierung eines Ar-

beitsplatzes und Konzeptionierung eines eigenen

Stores. Ende letzten Jahres ist sie mit ihrem Unter-

nehmen bereits in das Gründerzentrum bei Lathen

gezogen. 2010 wurde sie auch vom bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie als Kreativ- und

Kulturpilotin ausgezeichnet.

Jessica Reyes Rodriguez über Mentoring: „Man

muss auf Augenhöhe kommunizieren können. Mentoring

ist ein Geben und Nehmen.”

Caroline von Landsberg- Velen über Mentoring:

„Wenn man nicht zusammenpasst, sollte man nicht

bleiben.” Und ihr Tipp für Mentees: „Öffnen Sie

sich. Nur wenn Sie Ihre Ziele und Ihren betrieb offen

legen, kann man Ihnen helfen.”

„Man muss auf

Augenhöhe kommunizieren

können.”

Jessica reyes rodriguez und teile

aus ihrer Frühjahrskollektion

Elke Weber-Braun Rosely Schweizer Dr. Stella A. Ahlers

Grund zum Feiern

Zehn Jahre Käte Ahlmann Stiftung – das heißt zehn

Jahre erfolgreiches mentoring. mitglieder, mentorinnen,

mentees und gäste hatten Freude beim Jubiläumsfest

Am 11. November fand im Hamburger

Hotel Atlantic die Festveranstaltung

anlässlich des

zehnjährigen bestehens der Käte Ahlmann

Stiftung statt. Rund 80 Stifterinnen,

Mentorinnen, Mentees und Freunde der

Stiftung waren aus ganz Deutschland zusammen

gekommen.

Der Tag begann mit einem Grußwort von

Dr. Dorothee Stapelfeldt, zweite bürgermeisterin

und Senatorin der Freien und

Hansestadt Hamburg, und der begrüßung

der Teilnehmer durch die Vorstandsvorsitzende

der Stiftung, Elke Weberbraun.

Sie berichtete über die erfolgreiche

Stiftungsarbeit. Etwa 2 0 Mentorinnen

haben bisher durch ihren offenen Transfer

von Erfahrungswissen rund 400 Jungunternehmerinnen

den Weg durch die

schwierige Existenzsicherungs- und

Wachstumsphase geebnet, in die fast jedes

junge Unternehmen gerät.

Käte Ahlmann, eine große Unternehmerin

der Nachkriegszeit und Gründungspräsidentin

des VdU, wurde in

einem Film über ihr Leben und ihr Unternehmen

vorgestellt. Rosely Schweizer,

Kuratoriumsvorsitzende und Enkelin von

Käte Ahlmann, gelang es in ihrem Vortrag

einmal mehr, die Namensgeberin der Stiftung

in ihrer Denk- und Handlungsweise

und in ihrem Wertesystem der heutigen

Unternehmerinnengeneration als motivierendes

Vorbild nahe zu bringen.

Motivation war auch ein Element des

Festvortrags von Dr. Stella A. Ahlers, Vorstandsvorsitzende

und Gesellschafterin

der Ahlers AG. „bereitschaft zur Veränderung

– Voraussetzung für dauerhaften Erfolg“

war ihr Thema. Über Veränderungsprozesse

und den Umgang damit konnte

sie aus ihrer unternehmerischen Erfahrung

viel berichten. Mentoring ist eine

besonders wirksame Methode zur beeinflussung

von Veränderungsprozessen.

Corinna Nienstedt, Geschäftsführerin der

Handelskammer Hamburg, betonte die

bedeutung von Mentoring für die Wirtschaft.

Die wissenschaftliche Sicht auf die

Anwendung und Wirkungsweisen von

Mentoring vermittelten die Professorinnen

Dr. Katrin Hansen (Fachhochschule

Gelsenkirchen) und Dr. Angelika

C. Wagner (Universität Hamburg) eindrucksvoll

und lösten damit eine lebendige

Diskussion aus.

Die Unternehmerin 02 i 2011 2


UnternehmensPraxis

Ein Notfallordner

für alle Fälle

was passiert bei einem Unfall oder einer plötzlichen Krankheit mit längeren

ausfallzeiten? Unternehmerinnen sollten vorsorgen und mit einem notfallordner

sicherstellen, dass der Betrieb reibungslos fortgeführt werden kann

in

jeder Unternehmerinnenphase

gehört die Planung hinsichtlich

kompetenter Vertretungspersonen

dazu. Wer könnte die Geschäfte

übernehmen und ist diese

Person hinlänglich legitimiert?

Welche langfristigen Verträge gibt es und sind diese zentral abgelegt?

Passen Gesellschaftsvertrag mit einer erbrechtlichen Regelung

überein? Ist eine berufsunfähigkeitsversicherung/Dread

Disease Versicherung angebracht? Oder ist zudem eine Risiko-/

Lebensversicherung sinnvoll?

Eine regelmäßige Prüfung der Absicherung fällt mithilfe eines

Notfallordners, der alle wichtigen Unterlagen umfasst, sicherlich

leichter. In der Hektik des Alltags möchte man sich nicht mit

30 Die Unternehmerin 02 i 2011

Gibt es zum beispiel

einen festen

Ansprechpartner für

den Notfall?

Rechtsanwältin Maren

Jackwerth, Kanzlei

Jackwerth in Düsseldorf,

Gesellschaftsrecht,

Erbrecht, Stiftungsrecht,

Mediation www.kanzleijackwerth.de

diesen Dingen beschäftigen, da

möchte man die Ärmel hochkrempeln

und loslegen. Doch für den

Fortbestand des betriebs kann ein

Notfallordner geradezu rettend

sein, wenn tatsächlich einmal etwas

passiert. So muss es einen festen Ansprechpartner für die Not

geben, der immer auf dem Laufenden gehalten wird! Darüber hinaus

müssen alle rechtlichen Aspekte einer Notfallregelung beleuchtet

werden. So muss der Gesellschaftsvertrag auf Lücken hin überprüft

werden. Daneben ist die private Absicherung wichtig, gerade

auch wenn minderjährige Kinder vorhanden sind.

Nur so wird im Fall der Fälle aus einem persönlichen Notfall nicht

das betriebliche Aus!

Betriebsprüfung?

Cool bleiben!

Ingrid Kruse-Lippert, steuerberaterin in hannover,

gibt einen Überblick, was auf sie zukommt und wie sie sich

am besten verhalten sollten

Jedes Unternehmen wird mehr oder

1. weniger regelmäßig geprüft. Für die

Dokumente geben, die verfänglich sind,

führen Sie eine gemeinsame Sichtung mit

bereiche: • Sind alle Betriebsausgaben auch

wirklich Betriebsausgaben? • Fahren Sie

Finanzbehörde gibt es imWesentlichen fol- Ihrem Steuerberater durch. Sie als Steuer- wirklich mit Ihrem Betriebs-PKW so wenig

gende Auswahlkriterien:

pflichtige haben während der betriebsprü- privat? • Stehen sämtliche Anlagegüter auch

• Sie wurden schon besonders lange oder fung • die Verpflichtung zur Mitwirkung wirklich im Betrieb? • Deckt Ihr erklärtes

womöglich überhaupt noch nie geprüft • und Auskunft • die Buchhaltungsunterlagen Einkommen Ihre Lebenshaltungskosten?

Ihre Prüfung ist aufgrund einer Computer- des Betriebs, Geschäftspapiere und Urkun- •Abgrenzung der umsatzsteuerfreien von

wahl rein zufällig • Sie haben irgendwie die

Aufmerksamkeit des Finanzamtes erregt •

Sie überschreiten bestimmte Größenmerkden

(falls steuerlich relevant) vorzulegen •

einen Raum für den Prüfer zur Verfügung zu

stellen • die Möglichkeit der detaillierten

den umsatzsteuerpflichtigen Leistungen.

.

male • Komplizierte Sachverhalte bei der Darstellung Ihrer Auffassung zu den Sach-

eingereichten Steuererklärung • Zusammenverhalt- und Rechtsfragen • Anspruch auf

hang mit anderen bereits geprüften Unternehmen

• Anonyme Anzeigen oder Querverbindungen

• Es wird Betriebsaufgabe erklärt

Prüfung zu Ihren Gunsten und Ungunsten.

Die geeignete Ansprechperson für

3. den Prüfer ist im Idealfall Ihr Steuer-

und der Betrieb hat erhebliches Anlageverberater. Seine Einschaltung führt auch

mögen

dazu, dass Sie mit der betriebsprüfung we-

Eine betriebsprüfung wird immer im Vorfeld

angekündigt. Ein Indiz, ob das Finanzamt

bald eine Prüfung vornehmen wird,

befindet sich in der Kopfzeile der letzten

Steuerbescheide. Falls die letzten Steuerbescheide

ohne ersichtlichen Grund unter

nig belastet werden.

Der Prüfer darf in Ihre Privatkonten

4. keine Einsicht nehmen, außer dort

gehen betriebliche Zahlungen ein und aus.

Der Prüfer darf auf folgende be-

5. triebsdaten zugreifen:

dem Vorbehalt der Nachprüfung (§ 164 • Berechtigung des Datenzugriffs auf die

Abgabenordnung) stehen, ist dies ein Hin- mit DV-System erstellte Buchführung des Beweis

auf eine bevorstehenden betriebsprütriebes mit GdPdU-Dateien. Diesen Part

fung, die sich in aller Regel auf drei zusam- übernimmt Ihr Steuerberater für Sie! • Auch

menhängende Jahre bezieht.

E-Mails müssen für das Finanzamt aufbe-

In einem gemeinsamen Gespräch wahrt werden, deshalb strikte Trennung von

2. vor der Prüfung sollten Sie zusam- privaten und geschäftlichen E-Mails. Achmen

mit Ihrem Steuerberater mögliche Distung: Versehentlich überlassene Daten dürkussions-

und Angriffspunkte des Prüfers

ausfindig machen und eine Gegenstrategie

entwickeln. Sollte es in Ihren Unterlagen

fen auch verwertet werden!

Die Diskussionspunkte sind verschie-

6. den. Es geht aber oft um folgende

Das Zeitalter der elektronischen Datenerfassung

hat in Form des digitalen

Unternehmens-Check auch in der Finanzverwaltung

Einzug erhalten. Die betriebsprüfung

erfolgt nun auch elektronisch

durch den digitalen Check. Hierzu wird

von der Finanzverwaltung das Softwareprogramm

IDEA eingesetzt, das dem Prüfer

auf Knopfdruck auffällige Geschäftspraktiken

und buchungsfehler präsentiert.

Dies führt zu einer effizienteren Durchsuchung

der Daten nach Auffälligkeiten.

Am Ende einer betriebsprüfung steht

8. die sogenannte Schlussbesprechung.

In der Schlussbesprechung werden die tatsächlichen

Feststellungen und die rechtlichen

Folgerungen erörtert. Wie so oft im

Leben, bedarf es auch hier manchmal eines

Kompromisses. Es empfiehlt sich daher,

dieses Gespräch keinesfalls ohne Ihren

Steuerberater zu führen.

Ergibt sich nach der Schlussbespre-

9. chung eine Nachzahlung und sollten

die Prüfungsfeststellungen bei Ihnen strittig

bleiben, besteht die Möglichkeit eines

Einspruchs.

Die Unternehmerin 02 i 2011 31


liFestyle

13

14

12

32 Die Unternehmerin 02 i 2011

Business Class

genau das, was man sich immer wünscht:

edle Beauty-Produkte, die einfach

funktionieren und schnell noch schöner machen.

auch für's nächste meeting

1 hochwirksame anti-aging-Pflege: „Bio-Performance advanced super

revitalizing Cream“ von shiseido, um 88 euro, 2 glanzspray für die haare:

„awapuhi shine spray“ von Paul mitchell, um 25 euro, 3 reinigungstücher

für´s gesicht: „make-Up remover“ von Comodynes, um 4 euro, 4 intensivpflege

für die augen: „eye serum“ von restylane skincare, um 85 euro,

5 Körperspray mit Zitronenduft: „eau Vitaminée limited edition Vanessa

Bruno“, 20 ml, von Biotherm, um 13 euro, 6 Feuchtigkeitsspendende

nachtcreme: „turnaround overnight radiance moisturizer“ von Clinique“,

um 45 euro, reichhaltige hautcreme: „Cold Cream Conditions extrê-

11

10

9

1

2

8

mes“ von Payot, um 29 euro, 8 Cremiger lippenstift mit spiegel: „rouge

g rose Collection“ (ab mitte Januar), von guerlain, um 41 euro, 9 leichtes

tages-make-up: „Perfection lumière“ von Chanel, um 45 euro, 10 Zartes

rouge: „Blush Prodige“ in der nuance „soft Peach“ von Clarins, um 33

euro, 12 lippenpflegestift mit lichtschutzfaktor: „eight hour Cream lip

Protectant stick sPF 15“ von elizabeth arden, um 22 euro, 13 schwarze

mascara: „lash architect 4D“ von l‘oréal Paris, um 14 euro, 11 handlicher

Concealer: „touche Éclat“ von yves saint laurent, um 33 euro, 14

transparenter lack: „2in1 Base & top Coat“ von artdeco, um 8 euro

3

6

4

5

Gesunde Mitarbeiter sind Chefsache!

Betriebliches gesundheitsmanagement (Bgm) ist ein wichtiger erfolgsfaktor.

Christa Porten-Wollersheim, VdU-regionalkreisleiterin in Freiburg,

berät mit ihrer Firma Fitalmanagement Unternehmen in diesem Bereich.

Beim letzten VdU-gesundheitskongress stellte sie ihre Konzepte vor

hrista Porten-Wollersheim, En-

kelin des Firmengründers bern-

hard Porten, hat sich mit ihrem Freiburger

Unternehmen FITALMANAGEMENT vor

etwa zehn Jahren auf medizinische Check-

Ups für Führungskräfte spezialisiert. Diese

führt sie mit einem erfahrenen Team von

Ärzten und Coaches durch. Die Check-Ups

werden heute häufig mit Workshops, Semi-

naren und Einzelcoachings zu Themen wie

„burnout-Prävention”, „Führen und Gesundheit”,

„Stressreduzierung” oder „Work-

Life-balance” kombiniert. Gearbeitet wird

in exklusiven, kleinen Gruppen oder in Einzelcoachings

nach modernsten, wissenschaftlichen

Erkenntnissen aus der Neurobiologie

und Hirnforschung.

Immer mehr Unternehmen kombinieren

zum beispiel auch interne Klausur- und

Strategietagungen mit den oben genannten

Präventionsangeboten.

Fotos: Fitalmanagement C

gesUnDheit

Christa Porten-Wollersheim berät im systematischen

Aufbau eines bGM vor allem

kleine- und mittelständische Unternehmen.

Sie erstellt individuelle Konzepte für den systematischen

Auf- und Ausbau eines bGM

für unterschiedlichste betriebe. So wird zum

beispiel in moderierten Arbeitskreisen der

individuelle bedarf ermittelt, passgenaue

Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter abgeleitet,

Mitarbeiterschulungen

Christa Porten-

Wollersheim,

Geschäftsleitung chungen in der Arbeitswelt

durchgeführt und der Organisa- FITALMANAGEMENT zu Recht zu kommen und

tionsentwicklungs-Prozessin- Zertifikat Gesundheitsmanager

Universität

dabei gesund und leistungsten

siv begleitet. Ein großer Bielefeld 2011/2012 fähig zu bleiben. Immer

Schwerpunkt liegt dabei auf

mehr Unternehmen erken-

Nachhaltigkeit. Vor dem Hintergrund des nen, wie wichtig es ist, ein attraktiver Arbeit-

demografischen Wandels und des sich dargeber zu sein, um qualifizierte und motiaus

entwickelnden Fachkräftemangels wird vierte Mitarbeiter zu finden und an das Un-

es immer wichtiger, die belegschaft eines ternehmen zu binden. Ein individuelles be-

Unternehmens darin zu unterstützen, mit triebliches Gesundheitsmanagement leistet

den steigenden belastungen und beanspru- dazu einen unverzichtbaren beitrag.

Die Unternehmerin 02 i 2011 33


international

Business trifft Lebensfreude:

Unternehmerinnen in Mexiko

große internationale events

organisieren – das

können die mexikanischen

Unternehmerinnen!

ihr 4500 mitglieder starker

Verband, ammJe, richtete

vom 1. bis 4. november

den 59. FCEM-Weltkongress

aus: vier tage

straffes tagesprogramm,

garniert mit

abendlichen highlights

34 Die Unternehmerin 02 i 2011

Es war ein wichtiger Kongress: Nach

ihrer sechsjährigen Präsidentschaftszeit

verabschiedete sich die

bisherige Weltpräsidentin Françoise Foning

aus ihrem Amt. Laura Frati Gucci, im Mai

beim FCEM World Committee Meeting in

Mauritius neu gewählte Weltpräsidentin,

stellte ihren neuen Vorstand (FCEM Steering

Committee) vor. Dieser sollte von der

FCEM-Generalversammlung verabschiedet

werden. Ein Schritt, der mit viel Spannung

erwartet wurde. Über 500 Unternehmerinnen

aus allen Kontinenten waren

nach Merida gereist. Für die Europäerinnen

bedeutete dies eine über 20-stündige Reisezeit.

Vor allem Unternehmerinnen aus Südamerika

waren sehr zahlreich vertreten -

Peru, Argentinien, Uruguay, Nicaragua und

brasilien hatten starke Delegationen entsandt.

In Merida angekommen, waren etwa

100 Gäste am Vorabend des Kongresses zu

einer eindruckvollen Veranstaltung geladen.

Marycarmen García de Jasso, AMMJE-

Präsidentin und Koordinatorin des Kongresses,

hatte in das Haus ihrer 86-jährigen

Mutter zu einem Get- together eingeladen.

bei Musik, Tanz und Gesang durften die

Gäste diese ausgesprochen familiäre Atmosphäre

genießen. Eine wunderbare Einstimmung

in den Kongress.

Die Kongresstage waren straff durchgeplant.

Am ersten Tag kamen der FCEM-Vorstand

und die Regionalen Gruppen in Sitzungen

zusammen. Am Abend hatte die

bürgermeisterin der Stadt Merida, Angélica

Araujo Lara, alle anwesenden Unternehmerinnen

und viele Ehrengäste zu einem

bunten mexikanischen Fest im Freien geladen.

Lebensfreude pur!

Die festliche Eröffnung des Kongresses

folgte am zweiten Tag in Anwesenheit

hochrangiger Regierungsvertreter und der

Gouverneurin des Staates yucatan, Ivonne

A. Ortega Pacheco. Die berühmte und sehr

beeindruckende Fahnen-Zeremonie, bei

der eine ausgewählte Vertreterin jedes Staates

die Landesflagge präsentiert, fand im

José Peón Theater statt. Im Kongresszentrum

Chichen Itza Hall, dem eigentlichen

Veranstaltungsort des Kongresses, kamen

die Unternehmerinnen anschließend für

den folgenden inhaltlichen Teil des Kongresses

zusammen. Vorträge und eine Podiumsdiskussion

zum Thema "Stärken und

Schwächen der Weltwirtschaft, Strategien

und Lösungen" standen auf dem Programm.

Wieder hatten die Mexikanerinnen

auch für ein abendliches Highlight gesorgt.

So durften wir nach einer abendlichen

Licht- und Klangshow auf der Ausgrabungsstelle

in Uxmal den Tag in gemütlicher

Runde ausklingen lassen.

An Tag drei tagte das FCEM World Com-

erster abend – 5 nationen

an einem tisch

Dr. Dagmar steinmetz präsentiert

die Videoeinladung

des VdU

Die scheidende FCem-

Präsidentin Francoise Foning

laura Frati gucci bei ihrer ersten rede

als neue FCem-Präsidentin

mittee. Parallel zu der geschlossenen Sit-

zung fand im Hauptsaal eine interessante

Konferenz zum Thema "Demokratie und

die Medien" statt. Die Teilnehmerinnen lie-

ferten sich eine sehr lebhafte Diskussion

mit dem Vorstandsvorsitzenden der Grupo

Televisia und kritisierten offen die benachteiligung

von Frauen und Unternehmerinnen

in den Sendungen des wichtigsten

mexikanischen Fernsehsenders. Am

nächsten Tag wurde über den FCEM-Kongress

in den Nachrichten zur besten Sendestunde

umfassend berichtet.

Der letzte Sitzungstag und die Mitgliederversammlung

waren mit besonderer Spannung

erwartet worden. Zum einen wurde

hier verkündet, dass das nächste World

Committee Meeting vom 9. bis 12. Mai

2012 in Seoul stattfinden wird. Zum anderen

hatte Dr. Dagmar Steinmetz die Ehre,

alle Anwesenden zum 60. FCEM-Kongress

vom 26. bis 30. September 2012 nach berlin

einzuladen. Die Video-Einladung mit

persönlichen Worten der VdU- Präsidentin

sowie der kurze Film über berlin kamen bei

den Teilnehmerinnen sehr gut an. Es war

erstaunlich, wie viele Frauen ihre Absicht

erklärt haben, im nächsten Jahr nach berlin

kommen zu wollen!

Die Amsübergabe der FCEM-Führung wurde

eigens durch die Gouverneurin von yucatan

geleitet. Nach ihrer Eröffnungsrede stellte

Laura Frati Gucci ihren neuen Vorstand

vor: Vize-Präsidentinnen: Marie-Christine

Oghly, Frankreich, Soo Hai Jun, Südkorea,

Jacqueline bisimwa, Kongo, Marycarmen

García de Jasso, Mexiko, Generalsekretärin:

Dagmar Steinmetz, Deutschland, Stellvertretende

Generalsekretärin: Joelle baccialon,

Monaco.

Die neue FCEM-Präsidentin und ihr Vorstand

wurden von der Mitgliederversammlung

einstimmig bestätigt.

Den Kongressabschluss bildete der rauschende

Gala-Abend mit Tanz und Musik

im Garten der Traumvilla Quinta Montes

Molina. Deutschland wird sicher ein ebenso

hervorragender FCEM-Weltkongress

gelingen - immerhin bereits der 60.

Come to berlin:

26.09.2012 – 30.09.2012

60. FCEM-Weltkongress in Berlin

Female Global Networking

Die Unternehmerin 02 i 2011 3


international

Was passiert nach der Revolution, wohin führt die Reise

der Unternehmerinnen? Diese Fragen beherrschten

das deutsch-ägyptische Zusammentreffen

von Unternehmerinnen auf dem 5. business Women Day in

Alexandria mit 180 Teilnehmerinnen. Die Veranstaltung stand un-

ter dem Titel „The Inevitability of Change: Time of Change is Time

for Chances“. VdU- Mitglied Dr. Dagmar Steinmetz hielt ein Refe-

rat zum Thema „Economic Transition – Sharing Experiences and

Expectations“. Auch an einem Austausch von Erfahrungen und

Erwartungen waren die Teilnehmerinnen beider Länder stark inter-

essiert. Schon während der Stadtbesichtigung von Alexandria vor

beginn der offiziellen Veranstaltung wurden Kooperationsgespräche

geführt. Dabei wurde die Zukunft Ägyptens durchweg

positiv gesehen. Als wachsendes Schwellenland besitzt Ägypten

gute wirtschaftliche Perspektiven und ist bereits ein wichtiger deut-

3 Die Unternehmerin 02 i 2011

Reise ins

Revolutionsland

Ägypten

Das VdU-mitglied Jean elsner verbindet eine langjährige Freundschaft zu den ägyptischen

Unternehmerinnen der „aBwa Businesswomen association“. Dies ermöglichte

die reise zum . „Business Women Day of Alexandria“, von der die teilnehmerinnen

vielversprechende wirtschaftliche und persönliche Kontakte mitbrachten

scher Handelspartner. Die oberschwäbischen und badischen Unternehmen

wurden von Ursula Rimmele-Konzelmann, VIT Country

Delegate, vertreten. Sie konnte erste, vielversprechende Kontakte

mit ägyptischen Unternehmerinnen knüpfen. Anfang 2012

wird das „Hurghada Translation Office“ von Magda Iskandar Fouad

am bodensee eröffnen. VdU Mitglieder Sylvia Warner und

beatrix Flatow mit ihrer Tochter begrüßten es, die künftigen Geschäftspartnerinnen

vor Ort kennenzulernen. Nach dem businessday

wurde die Fahrt nach Kairo angetreten, wo weitere Gespräche

stattfanden. Zum Abschluss folgte die Delegation der Einladung

des deutschen botschafters, Peter von Wesendonk, und Direktor

Dr. Rainer Herret von der Deutsch-Arabischen Industrie- und

Handelskammer. Ganz besonderer Dank galt Lisa Heerman und

Helmi bassant von Global Projekt Partners (GPP) für die hervorragende

Organisation der Delegationsreise.

Die italienischen Unternehmerinnen

hatten ihre Präsidentin,

Senora Roberta Gallana, einen

Vertreter der Handelskammer von Padua

sowie einen Übersetzer für die Sprachen

Deutsch, Englisch und Italienisch mitgebracht.

Die Italienerinnen vertraten vorwiegend

familiengeführte Unternehmen aus

verschiedenen branchen, darunter Weinanbau,

Möbel- und Keramikproduktion, aber

auch metallverarbeitendes Gewerbe sowie

Energie- und Kunststoffverarbeitung. Dank

der beidseitig hervorragenden Sprachkenntnisse

war die Kommunikation energiegeladen

und fröhlich. Senora Roberta Gallana

bunter Abend auf italienisch

mit esprit und Charme eroberten die Unternehmerinnen

aus Padua die herzen der VdU-mitglieder. sie waren

zu gesprächen und mehr nach münchen gekommen

hob in ihrer Ansprache hervor, dass 30 Prozent

des italienischen bruttosozialprodukts

durch frauengeführte Unternehmen erwirtschaftet

werden. In der Provinz Padua ist

ein Viertel aller Unternehmen in den Händen

von Frauen. Das „Committee for Female

Entrepreneurship“ wurde im Mai

1999 gegründet und ist eine Initiative der

italienischen Regierung in Zusammenarbeit

mit den Handelskammern, um die Position

von Frauen in der Wirtschaft zu stärken.

Die frauenspezifischen Themen sind

nördlich und südlich der Alpen vergleichbar.

Auch in Italien ist der Anteil von Frauen

in Führungspositionen, insbesondere in

Besuch aus aller Welt

Vorständen und Aufsichtsräten, ähnlich gering

wie in Deutschland. Die Frauen kämpfen

mit der Vereinbarkeit von Familie und

beruf und verfügen daneben – anders als in

Deutschland – nur über wenige etablierte

Netzwerke. Spontan beschlossen die anwesenden

VdU-Mitglieder, die vielfach ausgesprochene

Einladung nach Padua zur weiteren

Vertiefung der Gespräche auch wirklich

anzunehmen.

auch im zweiten halbjahr 2011 empfing der VdU zahlreiche internationale Delegationen

1 2

3

1 in Berlin fand am 6. september ein treffen mit einer chinesischen Unternehmerinnen-

Delegation statt, bei dem die 2010 in China geknüpften Kontakte und Kooperationen

vertieft werden konnten.

2 in der geschäftsstelle war am 11. Juli eine Delegation von Unternehmerinnen verschiedener

asiatischer Länder zu gast. in einem gespräch stellte VdU-Pressereferentin Julia

weisberg den VdU vor und erörterte mit den gästen strategien einer aktiven netzwerkarbeit.

3 Die stellvertretende polnische Wirtschaftsministerin grayna henclewska

besuchte ebenso die geschäftsstelle und traf sich dort mit VdU-geschäftsführerin

Carlotta Köster-Brons, heide meyer, lV-Vorsitzende Berlin/Brandenburg,

sowie der Vit-Vorsitzenden Ulrike rohleff (v.l.n.r.)

Die Unternehmerin 02 i 2011 37


international

Polen – ein

Wirtschaftspartner

für die Zukunft

Viele eindrücke und vielversprechende Kontakte:

Das brachten die 24 VdU-Damen von ihrer reise in

die polnische hauptstadt mit nach hause.

Das nachbarland präsentierte sich als wirtschaftspartner

– und zeigte nebenbei noch kulturelle highlights

warschau und Polen

kennenlernen - das

wollten 24 Damen

aus allen Regionen

Deutschlands auf ihrer

gemeinsamen Reise

in unser Nachbarland. Es begann mit einem

außergewöhnlichen Einstieg, denn am Flug-

hafen Tegel wurde die VdU-Reisegruppe für

den Einladungsfilm zum FCEM-Kongress

2012 in berlin gefilmt. Motto: VdU-Frauen

dauernd unterwegs.

Vor Ort begrüßte uns Reiseleiterin Lidia

Sikora – und bald darauf starteten wir zu

unserem ersten Termin: besuch im Warschauer

Rathaus auf Einladung der Staatssekretärin

des Wirtschaftministeriums, Frau

Minister Henclewska. Im Vordergrund

standen die Geschäftsverbindungen von

und nach Polen. Die Nähe des Landes zu

Deutschland und die Tatsache, dass die politischen,

wirtschaftlichen, sozialen und

kulturellen Unterschiede kaum eine Rolle

spielen, ließ alle mitreisenden Unterneh-

Polnische Frauen

spielen hier im

business eine gleichberechtigte

Rolle

3 Die Unternehmerin 02 i 2011

merinnen sicher sein, dass die Geschäftsbeziehungen

zwischen den Ländern kontinuierlich

wachsen. Frauen spielen im Geschäftsleben

in Polen eine wichtige und

gleichberechtigte Rolle.

Etwas nüchtern fiel der anschließende besuch

in der Deutschen botschaft Warschau

aus; sehr anregend dagegen der Abend: Wir

durften eine polnische Steuerberaterin in

unseren Reihen begrüßen. Marianne

Kleppeck, unsere VdU-

Rechnungsprüferin, stellte ihr in

einem Interview zahlreiche interessante

Fragen, die für deutsche

Unternehmerinnen beim Einstieg

in den polnischen Markt von Relevanz

sind.

Zweiter Tag: Per bus ging es an die

Stadtgrenze Warschaus, zum Unternehmen

von Dr. Irena Eris, eine

der größten Kosmetikproduzentinnen

in Polen. Nach einem Film über die

Entstehung der Firma im Jahre 1983 begrüßte

uns Frau Dr. Eris mit einer Rede über

ihre spannende biografie: Von ihrer

Studienzeit an der Humboldt-Universität

zu berlin während der DDR-Zeit

über die schweren Anfänge der Firmengründung

mit einer Angestellten

unter der politischen Führung der

Kommunisten bis hin zu ihrem heutigen

florierenden Unternehmen. Der steile Aufstieg

der Firma begann nach der Wende

1989 – heute sind ca. 800 Angestellte in

einem der größten Industrieunternehmen

Polens beschäftigt.

Zurück in die Innenstadt Warschaus: Zur

bRE bank, deren Hauptsitz im ehemaligen

Rathaus von Warschau liegt. Nach der begrüßung

durch den Finanzvorstand der

bank, Frau Karin Katerbau, wurde uns sehr

schnell erläutert, dass Finanzen seit jeher in

Polen eine Frauendomäne sind – der beruf

des bankers wird daher auch bei der bRE

bank mit der weiblichen bezeichnung

buchhalterin gekennzeichnet. Im bankgeschäft

gibt es zwischen Deutschland und

Polen kaum Unterschiede. Auffällig ist jedoch

eine starke Akzeptanz der Hierarchie

in Polen. Die bRE bank ist seit 1995 eine

Tochter der deutschen Commerzbank. Sie

wurde 1986 als staatliche bank Rozwoju

Eksportu S.A. für die Finanzierung der polnischen

Exportwirtschaft gegründet und

war die erste privatisierte polnische bank.

Die bRE bank ist heute die Nr. 3 der polnischen

bankhäuser, was an einem starken

Engagement im Onlinebanking liegt.

Fotos: Carola Kirchner und Ulrike rohleff

Nächster Termin: besuch bei der PARP, der

Polnischen Agentur für Unternehmensent-

wicklung. Die Leiterin der PARP, Aneta

Wilmanska, ist eine im Verhältnis zu ihrer

Stellung noch sehr junge Frau. Mit ihrem

ebenfalls jungen Team erläuterte sie detail-

liert, was in der Agentur geleistet wird. Ein

engagierter Vortrag hat uns begeistert und

den Eindruck vermittelt, dass diese Institu-

tion der richtige Partner auch für die Verbin-

dung von Firmen beider Staaten sein kann.

Denn PARP ist eine Agentur zur Unterstüt-

zung der KMUs und zur Förderung der

Selbstständigkeit in Polen. Wir erfuhren

auch, dass das Verhältnis der Frauen, die

den Schritt in die Selbstständigkeit wagen,

in Polen bei 35 Prozent, in Deutschland bei

40 Prozent liegt. 80 Prozent der polnischen

Frauen, die nach der Kinderpause wieder

arbeiten möchten, waren auch vorher

schon berufstätig. Die „3 Ks: Kinder, Kü-

che, Kirche“ stehen diesem Wunsch oftmals

entgegen. Polnische Studien zeigen, dass

Frauen, die nach der Elternzeit in die Selbst-

ständigkeit gegangen sind, oftmals schlech-

ter ausgebildet sind, als die Frauen, die

vorher bereits berufstätig waren. Selbst-

ständigkeit ist also oft auch der einzige

Weg, berufstätig sein zu können. Ein

Projekt, das von PARP umgesetzt

wird, hat daher auch das Ziel, den

Unternehmergeist von Frauen zu

stärken. Ein intensives Coachingan-

gebot soll dabei unterstützen. Der

Vortrag machte auch deutlich, dass für

Frauen aus Deutschland, die eine Firma in

Polen gründen möchten, keine Einschrän-

kungen bestehen. Die Finanzierung ist

ebenso geregelt wie in Deutschland, es gibt

allerdings keine Gründungsdarlehen oder

Zuschüsse. Wenn Interesse besteht, pas-

sende Geschäftspartner zu finden, bietet

PARP den VdU-Unternehmerinnen mit

einem großen Adressenpotenzial ebenfalls

gerne Unterstützung an.

Dritter Reisetag: Kultur war angesagt!

Denn Warschau und Chopin sind zwei Na-

men, die zusammen gehören. In einer groß-

en Jugendstil-Villa, die komplett für uns re-

serviert war, konnten wir das Highlight des

Tages genießen - ein Chopin-Konzert. Nur

für uns spielte der Pianist Jerzy Romaniuk,

der mit seinen Interpretationen bereits

große internationale Anerkennung erfah-

ren hat, das beste von Chopin. So kraftvoll,

so gefühlvoll, so dramatisch, so einfühlsam

Warschau und

Chopin – zwei Namen,

die einfach

zusammen gehören

– als würde man Chopin leibhaftig erleben!

Im Anschluss fand das Abendessen stilvoll

im eleganten Restaurant „Pod Gigantami“

statt. Auch hier fühlten wir uns wieder wie

die einzigen Gäste in einem einzigartigen

Ambiente.

VdU-Mitglieder zu Gast im

Nachbarland Polen. Bei bester

Stimmung knüpften die

Unternehmerinnen zahlreiche

Kontakte in Warschau. Auch für

kulturelle Highlights war

gesorgt. Beim Besuch der BRE-

Bank wurde deutlich, dass

Finanzen in Polen traditionell in

Frauenhand liegen. Daher heißt

der „Banker“ hier Buchhalterin.

Am Sonntag beschlossen wir, auf Grund

des guten Wetters eine Schifffahrt auf der

Weichsel zu machen. An den Ufern zogen

die Sehenswürdigkeiten der Metropole

noch einmal an uns vorbei. Nach der Fahrt

gingen wir zu Fuß zum königlichen Schloss.

Es beherbergt zahlreiche Gemälde der pol-

nischen Könige und der Königsfamilie. Gi-

gantische Anstrengungen wurden aufge-

bracht, um das im Krieg zerstörte histo-

rische Gebäude originalgetreu wieder auf-

zubauen. Noch ein kurzer Altstadtspazier-

gang – dann hieß es endgültig Abschied zu

nehmen von einer Stadt und einem Land,

das uns in der Zukunft als verlässlicher

Wirtschaftspartner begleiten wird.

Die Unternehmerin 02 i 2011 3


lanDesVerBänDe

Die Landesverbände

ruhrgebiet

Seite 52

rheinland

Seite 50-51

40 Die Unternehmerin 02 i 2011

westfalen Seite 55

Baden/Pfalz-saar

Seite 39-40

Bremen-weser-ems

Seite 44

hessen

Seite 47

hamburg/

schleswigholstein

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niedersachsen

Seite 49

württemberg

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thüringen

Seite 54

mecklenburg-

Vorpommern

Seite 48

sachsen/

sachsen-anhalt

Seite 53

Bayern-süd

Seite 41

Berlin/

Brandenburg

Seite 42-43

1 Veranstaltung „stärkere Präsenz von Frauen in aufsichtsgremien” 2 Die architektur der

staatlichen Kunsthalle beeindruckte die VdU-Damen ebenso wie die ausstellungen darin

Erfrischend:

Werksbesichtigung

bei Capri-Sonne

Der Ausflug zur Deutsche SiSi-Werke

GmbH in Heidelberg-Eppelheim weckte

bei vielen Unternehmerinnen des

Landesverbandes Baden/Pfalz-Saar

Kindheitserinnerungen

Wer kennt sie nicht, die legendäre Capri-

Sonne? Das Getränk, das bei vielen Kindheitserinnerungen

weckt, ist heute trendiger

denn je. Am 26.Oktober war es so weit:

Unsere Reihe „Einblicke in Kunst, Kultur

und Unternehmen“ bot den VdU-Damen

die außergewöhnliche Möglichkeit, einen

blick hinter die Kulissen des Getränkeproduzenten

zu werfen. Aus allen Himmelsrichtungen

des Verbands-Gebietes kamen

Damen, um zu beobachten, wie die Orangen

ihren Weg bis in die silberfarbenen Tüten

mit Strohhalm nehmen.

Capri-Sonne ist eine Marke des Heidelberger

Traditionsunternehmens WILD, dem

weltweit führenden privaten Produzenten

von natürlichen Inhaltsstoffen für die Lebensmittel-

und Getränkeindustrie. In

Deutschland wird die Orangen-Erfrischung

von der Deutsche SiSi-Werke GmbH in

Heidelberg-Eppelheim produziert und vermarktet.

Es ist der größte Produktionsstandort

von WILD und das deutsche

1

2

Headquarter für Capri-Sonne mit Geschäftsführung,

Vertrieb, Marketing, Produktion

und Verwaltung. 1969 startete von

hier aus die Erfolgsgeschichte von Capri-

Sonne. Heute arbeiten auf einem Areal von

mehr als 250.000 Quadratmetern mehr als

1400 Mitarbeiter. In Spitzenzeiten werden

in Eppelheim bis zu 300.000 Capri-Sonne-

Trinkpacks pro Stunde produziert, verpackt,

auf Paletten gesetzt und in den Handel

verschickt. Einige Zehnerpacks landeten

an diesem Tag allerdings direkt ab Werk

bei den Konsumenten: Als Gastgeschenk

für die Unternehmerinnen, die an der

Werksbesichtigung teilgenommen hatten.

Wissenschaft

trifft Kunst

Werke der Mainzer Künstlerin standen

im Mittelpunkt des Besuchs der

Unternehmerinnen, zu dem die

Direktorin des Hauses eingeladen hatte

Ein echter Hingucker: Die Papier-Installation,

die die Künstlerin Lore bert eigens für

die Präsentation im Gutenberg-Museum

erschaffen hat. Zu ihrem 5-jährigen Geburtstag

im Juli ehrte sie das Haus mit einer

Sonderausstellung in Mainz, das 2011 die

„Stadt der Wissenschaften“ ist. Ein schöner

Anlass für die Unternehmerinnen, sich ein

paar Stunden im Gutenberg-Museum zu

Baden/Pfalz-saar

margot selz

tel.: 0761 / 89 64 50

Fax: 0761 / 89 64 51 5

margot.selz@dr-selz.com

JanUar

0 .01.2012 oder 1 .01.2012, 18.00 Uhr

"Come together" in Baden-Baden,

gemeinschaftsveranstaltung heidelberg/

mannheim mit Karlsruhe

FeBrUar

10.02. und 11.02.2012 „Frauen

Unternehmen Zukunft“

ein seminar über mentoring und Zukunft

mit 5 themenshops, gemeinschaftlich

mit heidelberger Unternehmerinnen e.

V. womens Business Club germany,

Business and Professional women und

netzwerkfrauen weinheim, hauptreferentin

: rosely schweizer

13.02.2012, BtmV Bruchsal- Kulturtourismus,

Küchenparty Burger

märZ

12.03.2012, augenstern, gut sehen und

aussehen! –augenstern zieht augen an.

20.03.2012, Betriebsbesichtigung Firma

“schuhmacher” - ein modelabel erobert

die welt

gönnen. VdU-Mitglied Dr. Dorothea van

der Koelen, Galeristin, Kunsthistorikerin,

Kuratorin und Verlegerin, hielt einen Vortrag

zur Einführung in die beeindruckende

Ausstellung. Sie vereinigt Werke, die von

der kontinuierlichen Auseinandersetzung

der Künstlerin mit den Geistes- und Naturwissenschaften

zeugen. Lore bert beschäftigt

sich seit vielen Jahren damit, das Thema

Wissenschaft und Kunst in ihren Werken

umzusetzen.

Die Unternehmerin 02 i 2011 41


lanDesVerBänDe

Darüber hinaus informierte die Direktorin

des Museums, Dr. Annette Ludwig, ihre

Gäste über die Herausforderungen des Museums,

das einerseits wissenschaftlich und

als bildungsinstitution hoch anerkannt ist,

aber trotzdem mit einem sehr geringen

budget zu kämpfen hat. Der Spagat der

Museumsleitung zwischen dem Anspruch

nach qualitativ hochwertigen Ausstellungen

und dem geringen budget sei nur durch den

Einsatz ehrenamtlich engagierter Mitbürger

zu schaffen. Als logische Folge der knappen

Finanzen würden die Aktivitäten für Marketing

und Fundraising einen immer wichtigeren

Platz bei der Museumsarbeit einnehmen,

erklärte die Direktorin.

Am 2. Juli 2011 wurde die in Mainz lebende

und arbeitende Künstlerin Lore bert 5

Jahre alt. Dies war ein willkommener Anlass

für das Gutenberg-Museum, um die international

bekannte Künstlerin in der

„Stadt der Wissenschaft“ mit einer Einzelausstellung

zu ehren. Die Ausstellung vereinigt

Werke, die von der kontinuierlichen

Auseinandersetzung der Künstlerin mit den

Geistes- und Naturwissenschaften zeugen,

darunter eine eigens für die Präsentation im

Gutenberg-Museum geschaffene Papier-Installation.

Die Künstlerin, Frau Dr. Dorothea van der

Koelen zeigt in ihren beiden Galerien eben-

42 Die Unternehmerin 02 i 2011

1 2 3

1. Bei der art Karlsruhe: am stand von linde hollinger. 2. Veranstaltung „stärkere Präsenz von Frauen in aufsichtsgremein“. yvonne rosen-König

(rechts) dankt Jenny geis (links) von der ihK Karlsruhe. 3.testo ag – Baustellenbegehung mit architekt Detlef sacker

falls Ausstellungen zu Ehren von Lore bert

Die Direktorin des Gutenberg-Museums,

Dr. Annette Ludwig, freute sich über den

VdU-besuch.

Testo AG – High-Tech

am Titisee

Messgeräte-Spezialist zeigt preisgekrönten

Neubau: Die VdU-Damen zu

Gast im Schwarzwald

Unser Mitglied Claudia Koch hat es möglich

gemacht: Die VdU-Damen konnten

schon vor Fertigstellung den außergewöhnlichen

und mit Preisen bedachten Neubau

der Testo AG in Titisee-Neustadt besichtigen.

Dem rasant expandierenden Weltmarktführer

im bereich mobiler Messtechnik

wurde der Stammsitz in Lenzkirch zu

eng. Der neue Standort, der angesichts ständig

steigender Mitarbeiter dringend nötig

wurde, musste verkehrstechnisch gut erschlossenen

sein. Titisee-Neustadt liegt an

einem Verkehrsknotenpunkt im Hochschwarzwald.

Es sollen vier Gebäude dieser

Art für jeweils 300 Mitarbeiter entstehen.

Detlef Sacker, der renommierte Chef des

Architekturbüros Sacker Architekten in

Freiburg, hatte den Wettbewerb gewonnen.

Er erklärte den Unternehmerinnen die Planungsauflagen,

die Wünsche des bauherrn

und die besonderheiten des ökologisch

ausgerichteten Gebäudes.

Nach dieser hochinteressanten baubegehung

folgte der gemütliche Teil: Ein kleines

Abendessen auf der Restaurantterrasse,

das Gelegenheit bot, mit dem Schöpfer des

imposanten Neubaus weiter ins Gespräch

zu kommen und dabei den Seeblick zu genießen.

Große Kunst in

einem großartigen

Ambiente

Exklusiv für die VdU-Damen öffnete

die Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe

am Abend ihre Tore

„Unsere Moderne“ lautete der Titel der Ausstellung

in einem der bedeutendsten und

ältesten Museen Deutschlands: Die imposante

Architektur der Staatlichen Kunsthalle

beeindrucke die VdU-Damen am Abend

des 23. Mai so sehr wie die Werke, die sie

zum Zeitpunkt der Ausstellung im Mai beherbergte.

Cézanne, Miró, Matisse und baselitz waren

nur ein paar der Künstler, die die besucherinnen

näher kennen lernten. Dafür sorgte

die Direktorin, Prof. Dr. Pia Müller-Tamm,

persönlich in spannenden Vorträgen zu einzelnen

Gemälden, Künstlern und Kunstepochen.

Ein unvergesslicher Abend!

Foto: norbert miguletz

1 2

1. nadine Böhme bedankt sich bei georg Fahrenschon, 2. annette roeckl im Unternehmergespräch,

3. andrea hiering (links) und anke Voswinkel (rechts) am "tag der selbstständigen"

Handschuhe können

mehr als wärmen

Bei der Geschichte des Unternehmens

Roeckl handelt es sich um eine Dynastie,

die modische Handschuhe und

Accessoires aus wertvollen Materialien

herstellt. Das Unternehmen feierte

unlängst 170-jähriges Firmenjubiläum

„Handschuhe können mehr als wärmen,

sie können ein Feuer entfachen“, sagt eine

Person, die es wissen muss, da sie aus Prin-

zip bis zu ihrem 20. Lebensjahr keine

Handschuhe trug. Heute führt sie Europas

größtes Handschuhmacher-Unternehmen.

Annette Roeckl wuchs mit drei brüdern in

der Roeckl-Unternehmer-Familie auf. Doch

der Erfolg dieser Unternehmensdynastie

war gerade das, was sie als Teenager abschreckte.

1992 begann sie dann doch eine

Ausbildung zur Handelsfachwirtin im elterlichen

betrieb. Die Vertretung der erkrankten

Mutter hat dann 1995 sehr schnell

ihren Einstieg in die Unternehmensnachfolge

besiegelt. Schritt für Schritt wuchs sie

in die Gesamtverantwortung und damit in

die Rolle der Firmennachfolgerin hinein.

Seit 2003 führt sie nun als erste Frau in

sechster Generation das Unternehmen mit

rund 300 Mitarbeitern. Als Firmenchefin

verfolgt sie konsequent die Vision, Tradition

und Moderne zu verbinden.

3

Georg Fahrenschons

Zukunftsvisionen

Am 20.Oktober war der damals noch

amtierende Bayerische Finanzminister,

Georg Fahrenschon, zu Gast im

Landesverband Bayern-Süd

Im Interview stand er Rede und Antwort

zum ausgeglichenen Haushalt in bayern,

Steuermodellen und den Auswirkungen

der Eurokrise. Themen waren auch die Zukunft

der bayernLb, dessen Vorsitzender

des Verwaltungsbeirates er ist, der Ausbau

am Münchner Flughafen sowie seine persönlichen

Zukunftsvisionen. Diese erläuterte

Georg Fahrenschon sehr politisch.

Wohl wissend, dass dies alles acht Tage

später nicht mehr wichtig sein würde:

Wochen vorher hatten es die Spatzen bereits

von den Dächern gepfiffen, doch er

dementierte: Als bisheriges beiratsmitglied

des Sparkassenverbandes bewirbt er sich

nun doch um dessen Präsidentenamt. Damit

verlieren wir wohl den besten Mann für

die Position des bayerischen Staatsministers

der Finanzen - geradlinig, direkt und

vor allem mit „Ahnung vom Fach“.

Datenbank für Spitzenfrauen

Das diesjährige Motto für den Interessentinnenempfang

am 13.September

Bayern-süd

nadine

Böhme

tel.: 0811 / 60 07 80

Fax: 0811 / 60 07 81 8

nadine.boehme@atg-sicherheit.de

JanUar

1 .01.2012: Jahresauftaktveranstaltung

27.01.2012, 18:00 Uhr: Benefiz-Konzert

im Pianohaus Fischer, münchen

FeBrUar

0 .02.2012: mitgliederversammlung

märZ

Vortrag „rechtsfragen für Unternehmerinnen“

mit ra anke Voswinkel

lautete „Stärkere Präsenz von Frauen

in Aufsichtsgremien“. Hierzu trafen

sich rund 50 Mitglieder und Interessentinnen

in den Räumlichkeiten der

Deutschen Bank in München

Eigens für diese Veranstaltung war als Referentin

VdU-Geschäftsführerin Carlotta

Köster-brons angereist. In ihrem Vortrag

stellte sie die aktuelle Situation und das Verbandsprojekt

dar. Ein häufig genannter

Einwand von Unternehmen gegen eine

„Frauenquote“ sei, dass nicht genügend

qualifizierte Frauen zur Verfügung stünden.

Diesem Argument begegnet der VdU mit

dem Projekt „Stärkere Präsenz von Frauen

in Aufsichtsgremien“: In einer hierzu vom

VdU eingerichteten Datenbank sind bereits

über 400 Frauen gelistet, die für eine Mitarbeit

in Aufsichtsgremien geeignet sind.

Die Anwesenden nutzten die Chance, rege

über das Projekt zu diskutieren, um möglichst

rasch Vermittlungserfolge zu erzielen.

Die Unternehmerin 02 i 2011 43


lanDesVerBänDe

Zu Gast in

Kroatiens botschaft

Der traditionelle Besuch einer Botschaft

führte Berliner und Brandenburger

Unternehmerinnen in diesem Jahr

zum Sitz des Gesandten der Republik

Kroatien

In der altherrschaftlichen botschaftsvilla

mitten in berlin-Schöneberg wurden die 34

Unternehmerinnen am 2 . Oktober von

Dr. Miro Kovac, dem botschafter der Republik

Kroatien in der bundesrepublik

Deutschland, empfangen. Eine einmalige

Gelegenheit, sich über die wirtschaftlichen

und unternehmerischen Möglichkeiten des

Landes aus erster Hand zu informieren.

Der Gastgeber hielt einen spannenden Vortrag

über die wichtigsten wirtschaftlichen,

kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen

in seiner Heimat. Darüber hinaus

forderten ihn einige der Damen des VdU zu

einer regen Diskussion über die Rolle der

Frau sowie die Förderung von Frauen in

Spitzenpositionen und als Unternehmerinnen

in Kroatien heraus. Zum Abschluss

warb seine Excellenz dafür, sein

Land zu besuchen und sich selbst von den

unternehmerischen Möglichkeiten seines

Landes zu überzeugen.

beim anschließenden Get-together und

Networking – garniert mit einem typisch

44 Die Unternehmerin 02 i 2011

1

2 3 4

kroatischen Imbiss sowie kroatischen Weinen

– wurden die Gespräche in kleinem

Kreis, zu dem auch sachkundige Angestellte

der botschaft gehörten, fortgesetzt.

Wie immer war es für alle beteiligten ein

interessanter und unterhaltsamer Abend,

bei dem mit Sicherheit jede Teilnehmerin

wichtige Informationen sowohl über das

Land wie auch seine Menschen mitnehmen

konnte.

Per Rad durch

die Hauptstadt

50 Jahre nach Beginn des Mauerbaus

lud der Landesverband zu einer

geführten Tour an ausgewählte

historische Orte in Berlin

Was sich bewährt hat, darf wiederholt werden:

Nach diesem Motto lud der Verband

am 31. August zu seiner zweiten Fahrradtour.

bereits 2010 wurde dieses Konzept

begeistert aufgenommen. Dieses Mal führte

Dr. Ulrich Gries, Inhaber des Fahrradverleihs

„Pret-à-Velo“, zu geschichtsträchtigen

und spannenden Orten in Mitte und Prenzlauer

berg – passend zum 50. Jahr nach

dem Mauerbau. Dr. Gries gründete seinen

betrieb kurz nach der Wende und informiert

seitdem als Experte für Kulturtourismus

zusammen mit seiner Frau über historische

Orte in berlins Mitte.

15 Unternehmerinnen begleiteten die Tour

bei strahlendem Sonnenschein zum Scheunenviertel,

durch die Anlage der Charité

Mitte, entlang am berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal

über den Invaliden-Friedhof

und den neu gestalteten Park am Nordbahnhof

hin zu berlins geschichtsträchtiger

bernauer Straße. Hier gab es von Dr. Gries

historisch Interessantes zu erfahren. Die

zweistündige Tour endete in Prenzlauer

berg im Restaurant „Aznavourian“. Dort

wurden die Unternehmerinnen und Interessentinnen

begrüßt, die nicht an der Tour

teilgenommen hatten, aber gern mit ihren

Verbandskolleginnen einen schönen Abend

verbringen wollten.

Per Rad durch die Hauptstadt.

Die Bikerinnen bereiten sich vor

5 6

1. mitglieder aus dem lV Berlin/Brandenburg erkunden die hauptstadt per rad. 2. salka schwarz

dankt Dr. miro Kovac in der Kroatischen Botschaft 3. Berliner sommerfest in der Kulisse des

olympiastadions 4. lV-Vorsitzende heide meyer im gespräch mit dem wDr, der an diesem

abend über den VdU berichtete. 5. ambiente des sommerfestes: glockenturm am maifeld 6.

ingrid Kleinert-Bartels dankt der trainerin Ulrike rietz für den workshop „souverän und gelassen

zu innerer stärke finden“ . arbeitsatmosphäre beim workshop mit Ulrike rietz

Souverän und gelassen

Dem Stress trotzen: Mit der richtigen

Strategie klappt’s. Davon überzeugte

die Trainerin Ulrike Rietz die Unternehmerinnen

Innere Stärke bewahren – auch wenn uns

der Alltag noch so herausfordert: Dafür ist

Ulrike Rietz Spezialistin. Sie hält Seminare

zwischen berlin und basel in Sachen Persönlichkeitsentwicklung,Krisenmanagement

und Konfliktberatung. Der Landesverband

berlin/brandenburg konnte sie als

Referentin gewinnen. In ihrem Vortrag

zeigte sie Möglichkeiten auf, wie wir souverän

und gelassen vor allem mit beruflichen

Herausforderungen umgehen können,

ohne unsere innere Stärke und die damit

verbundene positive Ausstrahlung und

Überzeugungskraft zu verlieren.

In Gruppenarbeit wurden mögliche Lösungen

zu Konflikten im betrieb erarbeitet.

Eine angeregte Diskussion mit Frau Rietz

schloss sich an. Ihre Ratschläge zu Fragen

der Mitarbeiterführung, Personalentscheidungen,

Unternehmensführung sowie der

Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

wurden von Unternehmerinnen und Interessentinnen

aufmerksam verfolgt und aufgenommen.

bei einem kleinen Imbiss im

Hotel berlin konnten die lebhaften Gespräche

mit der Referentin und untereinander

noch vertieft werden.

Sommerfest mit

Weitblick

Den Mitgliedern wurde eine besondere

Perspektive auf Berlin geboten:

Gefeiert wurde auf dem Glockenturm

des „Reichssportfeldes“

Das Sommerfest mit Gästen aus Politik

und Wirtschaft des VdU-Landesverbands

berlin/brandenburg fand in diesem Jahr an

einem ebenso historischen wie imposanten

Ort berlins statt: Der Glockenturm besticht

nicht allein durch seine Höhe von stolzen

Metern, sondern ist ein historisches

Denkmal berlins. Er gehört zur Gesamtanlage

des „Reichssportfeldes“ und ist somit

Teil des für die Olympischen Spiele 1936

erbauten Olympiastadions. Heute befördert

ein neuer gläserner Aufzug die besucher

des Turms nach oben und zeigt dabei

Berlin/Brandenburg

heide meyer

tel.: 030 / 8 81 64 26

Fax: 030 / 8 81 64 26

h.meyer@perfektepassform.de

JanUar

2 .01.2012, 18:30 Uhr

„Unternehmerinnen unseres landesverbandes

stellen sich vor“

FeBrUar

2 .02.2012, 18:30 Uhr

„Führen - wissen – erfolg“

märZ

2 .03.2012, 18:30 Uhr „nachlese zur

Delegationsreise nach indien“

13.03.2012, 18:30 Uhr „Besuch einer

Unternehmerin“

Szenen aus der Geschichte des zur WM

2006 vollständig modernisierten Turms.

Eine Führung zur Aussichtsplattform unter

der Leitung von Manfred Uhlitz ermöglichte

den Unternehmerinnen an diesem sonnigen

Abend einen Rundblick über die

Stadt berlin sowie eine Fernsicht ins Havelland,

nach Potsdam und über die Weiten

des Grunewalds. Manfred Uhlitz erklärte

lebhaft die geschichtlichen Hintergründe

des „Reichssportfeldes“.

Zu Gast war außerdem der Westdeutsche

Rundfunk: Er führte an diesem Abend ein

Interview mit der Vorsitzenden Heide Meyer,

um über den VdU zu berichten. An diesem

warmen Sommerabend nutzten Unternehmerinnen,

Interessentinnen und Gäste

bei einem mediterranen büfett die Gelegenheit

zu angeregten Gesprächen und gegenseitigem

Kennenlernen.

Die Unternehmerin 02 i 2011 4


lanDesVerBänDe

1

1. VdU-Unternehmerinnen erkunden die neue Kunsthalle mit einer Führung durch die ausstellung

„edvard munch – rätsel hinter der leinwand“ 2. im "outer roads" feierte man das sommerfest

Erfolgsfaktor

bauhaus-Stil

Besichtigung im Bremer Unternehmen

Es begann mit „WA24“, der berühmten „Wagenfeldleuchte“.

Professor Wilhelm Wagenfeld

hatte sie entwickelt – Walter Schnepel

produzierte sie in seinem 1980 gegründeten

Unternehmen „Tecnolumen“. Charlotta

Schnepel, Geschäftsführerin und VdU-Mitglied,

hatte die bremer VdU-Mitglieder im

Juni zur besichtigung des Unternehmens eingeladen.

Das Unternehmen, das zunächst

nur auf „WA24“ gesetzt hatte, hat heute ein

deutlich weiteres Produktspektrum vorzuweisen

und ist die weltweit führende Manufaktur

für Produkte aus der bauhaus-Epoche.

besuch in der wieder

eröffneten Kunsthalle

Führung durch die Edvard-Munch-

Ausstellung

In der ersten Saison nach ihrer Wiedereröffnung

zeigt die Kunsthalle bremen die Ausstellung

„Edvard Munch – Rätsel hinter der

Leinwand“. Die bremer Unternehmerinnen

erkundeten die neue alte Kunsthalle im Oktober

mit einer spannenden Führung. 2005

hatte eine Untersuchung des Werkes "Das

Kind und der Tod" zu einer sensationellen

Entdeckung geführt: Röntgenaufnahmen

enthüllten unter dem Gemälde eine weitere

4 Die Unternehmerin 02 i 2011

2

Leinwand mit einem bisher unbekannten

Gemälde des Künstlers. In der großen Ausstellung

begibt sich der besucher auf eine

Reise in die bildwelten Edvard Munchs, um

die rätselhafte botschaft des neuen Gemäldes

zu entschlüsseln.

Sommerfest im

„Outer Roads“

Über den Dächern von Bremen

Exklusiv durfte es in diesem Jahr sein: Sein

Sommerfest mit Gästen aus Politik und

Wirtschaft feierte der Landesverband im

August im Restaurant „Outer Roads“. Austausch

und Geselligkeit waren angesagt.

Die Gäste erhielten eine Rückschau auf interessante

Veranstaltungen und richteten

den blick ebenso nach vorn auf die kommenden

begegnungen. Danach genossen

sie den Abend bei hervorragenden Speisen

und Getränken und anregenden Gesprächen

über den Dächern von bremen.

Lunch mit der

Parkplatz-Königin

BREPARK-Chefin beim Business Lunch

11.000 Parkplätze und 60 Mitarbeiter in

neun Parkhäusern gehören zur bREPARK

GmbH, deren Geschäftsführerin seit Januar

2009 Erika becker ist. Sie war Gast beim

Bremen-weser-ems

Cornelia

hopp

tel.: 0421 / 514 320

Fax: 0421 / 514 32 23

cornelia.hopp@pbp-bremen.de

JanUar

2 .01. 2012, 18:00 Uhr atlantic grand

hotel Vortrag und Diskussion mit

Christian Conrad, geschäftsführer von

brands & values zum thema Corporate

social responsibility und nachhaltigkeit

FeBrUar

1 .02. 2012, 13:00 Uhr atlantic grand

hotel Business lunch mit referent

2 .02. 2012, 18:00 Uhr atlantic grand

hotel VdU im gespräch mit Politik

Zu gast: anja stahmann, senatorin für

soziales, Kinder, Jugend und Frauen

märZ

0 .03.2012, 13:00 Uhr – 14:30 Uhr

atlantic grand hotel Business lunch mit

silke hellwig, Chefredakteurin des

weserKUrier

2 .03. 2012, 17:00 Uhr Zollhaus am

Kaffeequartier 1 Betriebsbesichtigung

des „Zollhaus“ Führung durch die

inhaberin Ulrike Dökel

business Lunch. Die studierte Geografin

und Verwaltungswirtin war zuvor jahrelang

bei der damaligen bremer Investitionsgesellschaft

(heute Wfb - Wirtschaftsförderung

bremen) als Abteilungsleiterin in der

bestandsentwicklung und Ansiedlung von

Unternehmen in bremen tätig. Es fand ein

sehr interessierter Austausch mit der Geschäftsfrau

statt, die besonders die bedeutung

von Frauennetzwerken betonte.

Deutschlands einziger

Erlebnispark am Meer

Unternehmerinnen im Hansa-Park

Für den Tourismus in Schleswig-Holstein

ist der Hansa-Park in Sierksdorf bei Lübeck

unverzichtbar: Davon überzeugte der Inha-

ber und Geschäftsführer der Freizeitein-

richtung, Andreas Leicht, die rund 30 Un-

ternehmerinnen nach einer ausgiebigen

und amüsanten besichtigung. Die Gäste

erfuhren außerdem viel über die Geschichte

des Parks und das wirtschaftliche Konzept.

Dabei wurde klar, dass Deutschlands

einziger Familien- und Themenpark am

Meer mehr als nur ein einfacher Freizeitpark

ist: Dieser Park hat eine Seele.

Das Abendessen im Anschluss bot die

Möglichkeit, viele Fragen rund um die Tourismusbranche

zu diskutieren.

Griechenland:

Generalkonsulin

optimistisch

Unternehmerinnen diskutieren über

Situation des Problem-Staates

Am 16. August sprach Generalkonsulin

Ekaterina Dimakis vor rund 50 Damen des

LV Hamburg/Schleswig-Holstein über die

aktuelle wirtschaftspolitische Situation in

1

2 3

1. Kristina tröger mit Dr. asfa-wossen asserate 2. Betriebsbesichtigung

alsterhaus, 3. Betriebsbesichtigung „hansa Park“ in sierksdorf bei lübeck

Griechenland. Frau Dimakis erläuterte,

dass innerhalb der letzten zwei Jahre

große Anstrengungen unternommen worden

seien, um die Staatsverschuldung mithilfe

von Restrukturierungsmaßnahmen

systematisch zu senken. bei der anschließenden

Diskussion zeigte sie sich optimistisch,

gab aber zu bedenken, dass Veränderungen

mit blick auf die sozialen

Unruhen nicht von heute auf morgen realisiert

werden könnten.

Plädoyer für eine faire

Wirtschaftspolitik

Dr. Asfa-Wossen Asserate – Unternehmensberater

und Großneffe des letzten

äthiopischen Kaisers – referierte im

Hamburger Hotel „Vier Jahreszeiten“

über die Wirtschaftsbeziehungen seines

Heimatkontinents

„Wirtschaftsfaktor Rohstoff: Die chinesischen

bemühungen in Afrika und ihre

bedeutung für Europa“ – so lautete der Titel

des Vortrags, den der prominente Gastredner

beim Unternehmerinnentreffen im Hotel

„Vier Jahreszeiten“ hielt. Darin erläuterte

er die jüngste Vergangenheit seines Heimatkontinents

unter rein wirtschaftlichen Aspekten

und hob die Entwicklung und Verbesserung

der wirtschaftlichen Leistungen

einzelner Länder hervor. beschönigt wurde

hamburg/

schleswig-holstein

Kristina

tröger

telefon: 0 40 / 6 03 93 87

Fax: 0 40 / 6 03 90 44

vdu@troeger-partner.de

JanUar

24.01.2012, 18.30 Uhr: Jahresauftaktveranstaltung

beim Bankhaus

m.m.warburg & Co thema: „Kapitalmarktausblick

2012“

Januar 2012, 18 Uhr, steinway & sons:

Betriebsführung und Vortrag von Präsident

und Ceo thomas Kurrer mit anschließendem

empfang

FeBrUar

21.02.2012 19 Uhr, Fairmont hotel Vier

Jahreszeiten, Vortrag: Die elbphilharmonie:

schweres erbe mit goldener Zukunft.

referent: intendant Christoph liebenseutter

märZ

1 .03.2012, 19 Uhr, Fairmont hotel Vier

Jahreszeiten, trendforscher Prof. Dr.

Ulrich reinhardt zum thema: "Deutschland

2030 - wie wir morgen leben"

nichts: Die „sechs Ks“ - Kriege, Kapitalflucht,

Krankheiten, Kriminalität, Korruption,

Katastrophen – beherrschen immer

noch mehr oder weniger die 54 Staaten des

afrikanischen Kontinents. bei ihrem unterschiedlichen

Kampf gegen die Probleme

bedürften die Länder nach Ansicht des Referenten

weiterer Unterstützung, vermehrt

aus Europa. Er erläuterte die zweischneidige

Rolle der bRIC-Staaten, deren Handel

mit Afrika sich in Kürze verhundertfacht

habe. Insbesondere China betreibe eine expansive

Außenpolitik – und befriedige als

„Partner Afrikas“ in erster Linie seinen eigenen

bedarf an Rohstoffen. Inwieweit dieses

Handels-Wachstum der bevölkerung zugu-

Die Unternehmerin 02 i 2011 47


lanDesVerBänDe

4. Kristina tröger, generalkonsulin ekaterina Dimakis, Corinna nienstedt (v.l.n.r.), 5. andrea Brodtmann, hamburgs erster Bürgermeister olaf scholz,

sylvia warner (v.l.n.r.) 6. Betriebsbesichtigung glindemann: elke glindemann, Peter glindemann, anke wiek und Krisitina trögern (v.l.n.r.)

te kommen könne, erscheine zweifelhaft.

Dr. Asserate plädiert deshalb für eine faire

europäische Außenpolitik im Sinne der afrikanischen

Länder: pragmatisch und Investitionsorientiert.

Angesichts der Nähe zueinander

und einer drohenden Migrationsproblematik

(je schlechter es der afrikanischen

bevölkerung geht, desto größer der

Strom in Richtung Europa), müsse das Interesse

Europas an Afrika groß sein. Ein liebevoller

blick auf Afrika und der Wunsch

nach weniger Realpolitik beendeten diesen

interessanten Vortrag.

Kunst im Kieswerk

Zur Besichtigung der Unternehmensgruppe

Peter Glindemann in Warder

gehört auch der Gang durch einen

Skulpturenpark

Die Kunst, aus dem Material Stein ein blühendes

Unternehmen zu machen – das ist

der Unternehmensgruppe Peter Glindemann

in Warder vor den Toren Kiels gelungen.

VdU-Mitglied Elke Glindemann

empfing am 5. Juli rund 25 Unternehmerinnen

aus Hamburg/Schleswig-Holstein

– ein besonderes Erlebnis. Die Firma

gehört zu den modernsten mittelständigen

Dienstleistungsunternehmen auf dem

Sektor der natürlichen und sekundären

baustoffe, Kieswerke, Erdbau, Abbruch-

4 Die Unternehmerin 02 i 2011

4 25 6

technik, Entsorgung, baustoffrecycling,

Deponie, Umwelttechnik und Logistik.

Der renommierte bildhauer ben Siebenrock,

der die Kunst im Kieswerk geschaffen

hat, führte die Unternehmerinnen

durch seinen Skulpturenpark. Die Teilnehmerinnen

nutzten die Zeit, viele Fragen

rund um das Thema STEIN zu stellen.

Stadtentwicklung und

Spitzenfrauen: Olaf

Scholz’ Visionen

Der Erste Bürgermeister Hamburgs

sprach mit Unternehmerinnen vor

allem über das Thema „Frauenquote“

Die wirtschaftliche Lage Hamburgs und

der Anteil von Frauen in deutschen Führungsetagen:

Zwei Top-Themen, die einen

Top-Referenten verdienen. Kristina Tröger,

Vorsitzende des Landesverbandes, konnte

den Ersten bürgermeister der Stadt Hamburg,

Olaf Scholz, dafür gewinnen. bei

seinem Vortrag im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten

am 19. Oktober verriet er seine

Visionen für die Entwicklung einer modernen,

zukunftsträchtigen Stadt und die Rolle

der Frau in deutschen Führungspositionen

und stellte sich einem anspruchsvollen und

herausfordernden Publikum aus knapp

100 Hamburger Unternehmerinnen.

Schon zu beginn seiner Rede wies Olaf

Scholz darauf hin, dass die Veranstaltung

den optimalen Zeitpunkt habe, fiel sie

doch in die Woche des Treffens von Vertretern

der DAx-Konzerne und der Politik.

Thema dieses Spitzentreffens war die Frauenquote

für Spitzenpositionen. Das Fazit

der VdU-Präsidentin Petra Ledendecker

nach dem bedeutenden Treffen sei nicht euphorisch

gewesen, sagte Scholz. Freiwillige

Zielvorgaben würden die notwendigen Veränderungen

in absehbarer Zeit nicht herbeiführen.

Stattdessen müsse endlich eine

verbindliche gesetzliche Regelung her.

Auch in Hamburg wurden das Treffen und

sein Ausgang kritisch kommentiert. Zwar

haben sich die 30 größten börsennotierten

Unternehmen bereit erklärt, den Anteil von

Frauen in ihren Führungsgremien schrittweise

zu erhöhen, doch die gesetzten Ziele

sind ernüchternd. Der bürgermeister nahm

Stellung zu Themen wie Chancengleichheit,

Hamburgs Forderung nach einer verbindlichen

Frauenquote von 40 Prozent,

dem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis

im Hamburger Senat, zu Gründungsförderungsprogrammen

speziell für Frauen

und wie er in Zukunft Hamburg als Metropole

noch kreativer machen möchte. Der

Vortrag inspirierte die Anwesenden zu zahlreichen

Fragen an den Referenten.

1. referentin Claudia simon und Dr. Karin Uphoff bei der Veranstaltung „Fokussieren statt multitasking“,

2. Der landesvorstand (v.l.n.r.): Dr Karin Uphoff (regionalkreis hessen mitte) melanie Kell

(stellvertretende Vorsitzende) Dr. Claudia nagel (lV-Vorsitzende) sigrun horn (mitgliederbetreuung)

Netzwerken im

Sommergarten

Unternehmerinnen und Gäste aus

Politik und Wirtschaft trafen sich zum

lockeren Austausch im idyllischen

„Hof Gimbach“

Mehr als 50 Gäste folgten der Einladung

der hessischen Landesverbandsvorsitzen-

den, Dr. Claudia Nagel, und der Regional-

leiterin Mitte Hessen, Dr. Karin Uphoff. Sie

kamen am 10. August zum Sommerfest

nach Kelkheim. Im Fokus stand der Aus-

tausch von Unternehmerinnen und Gästen

über aktuelle Themen aus Politik und Wirt-

schaft sowie intensives Netzwerken. Letzt-

lich lachte sogar noch die Sonne im idyl-

lischen Sommergarten der historischen

Landgaststätte „Hof Gimbach“. „Eine tolle

Mischung aus anregenden Gesprächen und

entspannter Atmosphäre mit hochkarä-

tigen Gästen“, resümierten die Veranstalte-

rinnen Dr. Claudia Nagel und Dr. Karin

Uphoff.

Erfolgskonzept

„Fokussieren statt

Multi-Tasking“

Rund 20 Unternehmerinnen aus ganz

Hessen folgten am 6. Oktober der

Einladung von Dr. Karin Uphoff zum

Regionaltreffen nach Marburg.

1 2

Referentin Claudia Simon sorgte mit ihrem

Vortrag „Die Physik des wirtschaftlichen

Erfolgs“ für rege Diskussion und bot Einbli-

cke in Prozessabläufe bei deutschspra-

chigen und internationalen Unternehmen.

„Ziel jedes Unternehmens sollte es sein,

nachhaltig zu florieren und den Gewinn für

alle am Unternehmen beteiligten kontinuierlich

zu steigern“, so die Referentin Claudia

Simon, Geschäftsführerin der international

tätigen Strategie- und Prozessberatung

VISTEM. Ob Apothekerin, Steuerberaterin,

Künstlerin, Chemikerin oder Coach: Im

anschließenden Gespräch wurden die vorgestellten

Thesen rege diskutiert.

Entdeckungsreise in die

eigene Persönlichkeit

Der Unternehmensberater Till Novotny

arbeitet mit Persönlichkeitsmustern.

Die Präsentation seiner Strategie

überzeugte die Unternehmerinnen auf

zwei Netzwerkveranstaltungen

„Persönlichkeitstypologie einmal anders“ -

hinter diesem Titel verbirgt sich eine neue

alte Sicht auf Persönlichkeitsmuster, die Till

Novotny für sein Unternehmen „panlogos“

entwickelt hat. Der Offenbacher Unternehmensberater

stellte seine Strategie auf den

Netzwerkveranstaltungen im Hotel Hessischer

Hof in Frankfurt am Main im Juni

hessen

Dr. Claudia

nagel

tel.: 069 - 74 22 99 10

Fax.: 069 - 74 22 99 12

claudia.nagel@mercurius.net

JanUar

11.01.2012 14-17:30 Deutsche Bank:

thema: Führung durch die grünen

türme und die Kunstsammlung, mit

Konjunkturausblick

01.02.2012 Podiumsdiskussion

„innovation - Der Phönix effekt“, mit

regina mehlers und den marketingfrauen

ort: Balboa in offenbach

FeBrUar

0 .02.2012 19:00 wie funktionieren

m&a-transaktionen im mittelstand? mit

thomas Busching, Partner bei squire,

sanders & Dempsey

13.03.2012 8:30 wirtschaftspoliltisches

Frühstück mit Frau müller-Klepper

(nassauer hof/wiesbaden)

wenn nichts anders vermerkt ist, finden

die termine im hessischen hof in

Frankfurt statt.

termine lV hessen – region hessenmitte

netzwerkabende der Unternehmerinnen

mitte hessen finden künftig vierteljährlich

statt. Der nächste marburger termin ist

1 .02.2012

und September vor. Die Erkenntnis des eigenen

angeborenen Persönlichkeitsmusters

steht zu beginn der Arbeit im Vordergrund.

Auf dieser basis kann man die eigenen Talente

erkennen und zur persönlichen Weiterentwicklung

nutzen. Till Novotny gelang

es, für das Thema zu begeistern und Lust zu

machen auf diese sehr persönliche Entdeckungsreise.

Die Unternehmerin 02 i 2011 4


lanDesVerBänDe

1. manja und elke stahl, 2. Betriebsbesichtigung in der tannen-apotheke,

in der die patientenindividuelle Verblisterung erläutert wurde.

Schnupperbesuch

beim Interessentinnen-

Cocktail

Manja Stahl soll eines Tages die

Nachfolge ihrer Mutter im Unternehmen

antreten. Grund genug, sie einmal

zu einer Verbands-Veranstaltung in

Dresden zu begleiten. Hier ihr persönlicher

Bericht

Was ist der VdU und vor allem: Was soll ich

bei einem Interessentinnen-Cocktail?, fragte

ich mich, als meine Mutter vorschlug, sie zu

begleiten. Sie ist langjähriges VdU-Mitglied

und Mitinhaberin und Geschäftsführerin

einer Unternehmensgruppe in Rostock. Ich

arbeite seit zwei Jahren im gleichen Unternehmen

mit der Option, in einigen Jahren

ihre Nachfolge anzutreten.

Der Abend begann mit der begrüßung und

Einblicken in die Verbandsarbeit des VdU,

insbesondere im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern.

Mitglieder wie auch

Interessentinnen stellten sich persönlich

vor. Mein erster Eindruck: Viele Frauen unterschiedlicher

Generationen, engagiert

und selbstbewusst. Themen, die bewegen,

und der Austausch über Erfahrungen mit

täglicher Arbeit, über die Landesgrenzen

hinaus, standen im Mittelpunkt. beeindruckt

hat mich die Vielfalt: Die Frauen

kamen aus den unterschiedlichsten Wirt-

0 Die Unternehmerin 02 i 2011

1

2

schaftszweigen. Unter ihnen Gründerinnen

und Geschäftsführerinnen mittelständiger

und kleiner Unternehmen, Selbstständige

von der Steuerberaterin bis zur Inhaberin

eines biokostladens. Ich denke, es war nicht

das letzte Mal, dass ich an einer VdU-Veranstaltung

teilgenommen habe. Ich werde

gerne die Möglichkeit nutzen, mich über

spezielle Themen zu informieren, mit Frauen

in leitenden Positionen ins Gespräch zu

kommen, Erfahrungen auszutauschen und

vor allem Kontakte zu knüpfen, auch für

meine Zukunft!

Innovationen aus

der Apotheke

„Patientenindividuelle Verblisterung“

lautete der Titel einer Informationsveranstaltung

in der Tannen-Apotheke in

Rostock-Sievershagen – ein Thema, das

rege Diskussionen entfachte

Die ordnungsgemäße Verabreichung von

Medikamenten ist nicht nur für Mediziner

und Pharmazeuten interessant – sie betrifft

jeden! Deshalb verfolgten die Teilnehmerinnen

die Veranstaltung „Patientenindividuelle

Verblisterung“ im Oktober mit großem

Interesse. Eingeladen hatten Dr. Angelika

Junghans, Inhaberin der Tannen-Apotheke

in Rostock-Sievershagen, und Ruth

Hildebrand-Lowack, Geschäftsführerin der

mecklenburg-

Vorpommern

andrea

tammling

tel.: 0381/6 30 21 77

Fax: 0381/6 30 21 79

andrea.tammling@dienstleistung-rostock.de

JanUar

0 .01.2012 19:00 Uhr, rostock

Betriebsbesichtigung: Beauty Farm referentin:

irmtraud oswald

FeBrUar

0 .02.2012 19:00 Uhr, rostock –

Bentwisch seminar: mediation teil 2:

„mediation- so kann sie gelingen zum

beiderseitigen Vorteil“

märZ

0 .03.2012, 19.00 Uhr, rostock

schulung: „neue strategien und

Kompetenzen der Personal- und

Unternehmensentwicklung“ referentin:

anja ozik-scharf

blister-pac GmbH in Stralsund. Frau Hildebrand-Lowack

führte die Teilnehmerinnen

zunächst in die Entstehungsgeschichte

des Unternehmens ein und gewährte

dann Einblick in den praktischen

Ablauf. Hinter der komplizierten betitelung

verbirgt sich der innovative Ansatz,

verschiedene Medikamente für den einzelnen

Patienten entsprechend der verschriebenen

Dosierung zu verpacken. So entstehen

einzelne „blister“, nach Patient, Wochentag

und Einnahmezeitpunkt sortiert.

Die korrekte Einnahme von Medikamenten

ist so deutlich besser gewährleistet. Es

wurden viele Fragen rund um die Logistik,

die An- und Ablieferung des „Rohmaterials“

und die „verblisterte“ Ware diskutiert.

Auch das Gesundheitssystem generell

wurde dabei immer wieder thematisiert.

1. VdU-Damen zu gast in Buenos aires, 2. neues team in Braunschweig: Corinna sukopp,

regionalleiterin, angela Kühne und Dr. nadine Fritz-Drobeck 3. nDr-Besichtigung: Petra rangen

und ira stukenberg (alle v.l.n.r.)

VdU in Argentinien

Die niedersächsischen Unternehmerinnen

reisten vom 2. bis 10.

Oktober nach Buenos Aires

besondere Höhepunkte der Reise waren

die Treffen mit der argentinischen Unter-

nehmerinnen-Vereinigung GEMA mit ihrer

temperamentvollen argentinischen Präsi-

dentin, Delia Flores, und der botschafts-

empfang zum Tag der Deutschen Einheit in

der Deutschen Landesvertretung in buenos

Aires mit anschließender Dinner-Tango-

Show auf Einladung von TÜV NORD.

Rosenfest im Landhaus

Münchhausen

Ein voller Erfolg war das mittlerweile

traditionelle niedersächsische

Rosenfest, das Wiebke Thusek und

Tanja Kühne am 22. Juni in der

Umgebung des Landhauses Münchhausen

in Hannover organisierten

Mit einem Grußwort eröffnete Ministerpräsident

David McAllister (CDU) die Veranstaltung

vor 120 Niedersächsinnen und

Gästen. Zahlreiche weitere Gäste aus Politik

und Wirtschaft waren der Einladung

gefolgt. Gemeinsam mit Ministerpräsident

McAllister fiel VdU-Präsidentin Petra Ledendecker

und Tanja Kühne, Landesvorsit-

zende, die auf dem Sommerfest stattfindende

Ehrung der langjährigen Mitglieder

besonders leicht. Fünf Unternehmerinnen

wurden aufgrund runder Mitgliedschaften

im VdU geehrt. Hervorzuheben ist die Mitgliedschaft

von Irmentraut Varnay, bister

Druck GmbH: 40 Jahre ist die Unternehmerin

Mitglied im VdU. Zum Abschied

sorgten die Unternehmerinnen, die 2010

mit dem Ministerpräsidenten in China waren,

für eine Überraschung: Jede überreichte

McAllister eine gelbe Rose. Das Symbol

des diesjährigen Sommerfestes.

Mitglieder stellen

sich vor

Schon lange diskutierte man im LV

Niedersachsen immer wieder eine Idee:

So viel Kompetenz von Frauen mit

spannender Tätigkeit: Davon könnten

wir doch alle viel mehr profitieren

Nur wie, war die Frage. Letztlich kristallisierte

sich Mitte des Jahres unsere neue Reihe

„Fortbildung von Mitgliedern für Mitglieder“

heraus. Der Auftakt zu dieser interessanten

Vortragsreihe fand im Juli 2011

statt. Unter dem Thema „Steuerrecht – betriebsprüfungen“

gewährte Steuerberaterin

Ingrid Kruse-Lippert Einblicke in ihren Arbeitsbereich.

Es folgten noch spannende

niedersachsen

tanja Kühne

1 2

tel.: 0511/1 21 87 14

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3

FeBrUar & märZ

11.02.2012, Jahresauftakt 2012, Boßeln

in riddagshausen/Braunschweig

Ende Februar wirtschaftstalk hannover

März, 1,5-tagereise ins emsland mit

Betriebsbesichtigungen ela-Container

und schloss Dankern

11.01., 0 .02. und 14.03.2012,

Business lunch, hannover

2 .02. und 2 .03.2012, Business

abend, Braunschweig

Treffen, wie „Familienrecht – Ehevertrag“

mit der Rechtsanwältin Martina Machulla

und „burn-Out“ mit Dorothee Oetzmann.

Für das neue Jahr sind schon Themen in Planung,

die unseren Horizont erweitern werden

und bei denen wir wieder ein Stück

mehr über einzelne Mitglieder erfahren.

Neuer Stadtvorstand

braunschweig

Tatkräftige Unterstützung erfährt

zukünftig die Regionalleiterin in

Braunschweig Angela Kühne

Im Team mit Dr. Nadine Fritz-Drobeck und

Corinna Sukopp möchte sie den Standort

braunschweig neu aufbauen. Erste Ideen

bringen die drei bereits ein: Der Niedersächsische

Neujahresempfang wird in Form

eines boßelns in Riddagshausen in braunschweig

stattfinden.

Die Unternehmerin 02 i 2011 1


lanDesVerBänDe

1 2 3 43

Ein tolles Erlebnis

Die von Maren Jackwerth als stellvertretende

Landesverbandsvorsitzende

des VdU Rheinland am 27. Juli 2011

organisierte Veranstaltung „Führung

durch das KOLUMBA-Museum“ war

ein voller Erfolg

Erwartungsvoll standen 20 Mitglieder des

VdU-Rheinland am frühen Abend des 2 .

Juli vor einem asketischen bau mitten in der

Kölner Innenstadt. Eine exklusive Führung

durch KOLUMbA, das Kunstmuseum des

Erzbistums Köln, stand auf dem Programm.

Der von außen schon sehr ausgefallene

bau, den der Schweizer Architekt Peter

Zumthor auf und um die im Krieg zerstörten

Ruinen der Kirche St. Kolumba herumgebaut

hat, birgt in seinem Inneren wertvolle

Kunstschätze, die jedes Jahr aufs Neue

in außergewöhnlichen Inszenierungen präsentiert

werden.

Einer der vier Kuratoren des Museums, Dr.

Marc Steinmann, hatte sich bereit erklärt,

die Gruppe durch das bereits für den besucherverkehr

geschlossene Museum zu führen.

Es herrschte eine wunderbare Stille. In

den großzügig geschnittenen, nur karg ausgestatteten

Räumen konnten die blicke ungestört

schweifen. Der besuch war ein

Wechselbad der Gefühle, der die Teilnehmerinnen

von Wohlgefühl, über andäch-

2 Die Unternehmerin 02 i 2011

tiges betrachten bis hin zu leichtem Unwohlsein

führte. Denn die Kuratoren schrecken

nicht davor zurück, auch unkonventionelle

Exponate zu zeigen.

In der überbauten Ausgrabungsstätte mit

der integrierten Kapelle von Gottfried

böhm treffen schließlich Vergangenheit

und Gegenwart sehr unmittelbar aufeinander:

die Reste eines römischen Hauses, die

Ruinen von St. Kolumba und der Neubau,

der auf den Mauern der alten Kirche aufgesetzt

ist - ein denkmalpflegerisches Wagnis,

das viele Diskussionen und ein Ringen zwischen

Architekt, Kuratoren und Auftraggebern

gebraucht hat, wie Steinmann in seiner

Erzählung der Entstehungsgeschichte

des Museumsneubaus (eröffnet 200 )

deutlich machte.

Wandern, schlemmern

und ein bisschen

deutsche Geschichte

Unter Leitung von Maren Jackwerth

und Helga Krumbeck reisten die

Landesverbände Rheinland und

Ruhrgebiet gemeinsam an die Ahr

Die Reise begann im Eifelstädtchen Monschau,

das aufgrund seiner Lage im 18.

Jahrhundert seine blütezeit als Tuchmacher-Stadt

erlebte. Heute lebt Monschau

vom Tourismus. Empfangen wurden wir

von bürgermeisterin barbara Ritter im Tapetenzimmer

des historischen Gebäudes

von 1 83 des Tuchmachers Troisdorff, das

heute als Trauzimmer dient.

Zur Stärkung waren wir im Restaurant der

historischen Senfmühle eingekehrt. Die

Mühle wird in fünfter Generation von Ruth

breuer geführt. Während ihr Vater uns die

technischen Details erklärte, gab sie uns

einen Einblick in ihren Werdegang und die

Weiterentwicklung des Unternehmens, ein

gutes beispiel für eine fruchtbare Zusammenarbeit

der Generationen.

Am nächsten Tag legten wir bei Sonnenwetter

einen kleinen Teil des Rotweinwanderweges

von Ahrweiler zum Kloster Marienthal

zurück. Reinhard Schreiner vom

Weingut Meyer-Näkel empfing uns zum besuch

des Gewölbekellers mit Fassprobe.

bei einer kleinen Führung durch die Kloster-Ruine

und anschließendem Weinseminar

erzählte er uns viel über Geschichte

und Entwicklung des Unternehmens.

Frau Meike Näkel, eine der beiden im Familienunternehmen

tätigen Töchter, berichtete

über den Wandel der Rolle von Frauen

im Weinbau. Die Arbeit im Weinkeller ist

heute für Frauen zum Glück nicht mehr

tabu. Immer mehr Frauen bilden sich zum

Winzer aus und studieren Weinbau.

5

1. Jubilarin Dr. gudrun lassen, 2. ahrreise der VdU-Unternehmerinnen, 3. heidemarie ophüls

präsentiert erfolgreiches Forderungsmanagement ohne Baseballschläger, 4. VdU-mitglieder zu

Besuch bei Porta. Das bekannte möbelhaus ist ein Familienunternehmen. VdU-mitglied Birgit

gärtner führt zusammen mit achim Fahrenkamp in zweiter generation die geschäfte. 5. Preis-

verleihung: DihK und otto wolff-stiftung verleihen “initiativpreis aus- und weiterbildung 2011” an

gabriele stein-Priesnitz, geschäftsführerin Bildungsinstitut der rheinischen wirtschaft gmbh

DihK-Präsident Prof. Dr. hans heinrich Driftmann, Kerstin wessels, Klaus Bäumer, gabriele stein-

Priesnitz, Christoph obladen, Jury-Vorsitzender (v.l.n.r.) 6. exponate im KolUmBa-museum

Den Sonntagvormittag hatten Maren Jack-

werth und Helga Krumbeck für die Füh-

rung in der Dokumentationsstätte „Regie-

rungsbunker“ in Ahrweiler reserviert. Ein

Mitarbeiter des Heimatvereins „Alt-Ahrwei-

ler“ führte uns durch eine unterirdische

Welt, die noch bis vor kurzem strenger Ge-

heimhaltung unterlag. Dieser mit atomsi-

cheren Toren versehene bunker wurde ab

1950 geplant, von 1960 bis 19 2 zum

„Ausweichsitz der Verfassungsorgane der

bundesrepublik Deutschland in Krise und

Krieg“ aus- und umgebaut. Nach dem Mauerfall

wurde er aufgegeben.

Highlight zum Abschluss der wunderbaren

Reise war ein 3-Gänge-Menü von Sterne-

Koch Hans-Stefan Steinheuer in „Steinheuers

Restaurant.“ Höchst motiviert ging es

zurück in den Alltag!

Gleich zwei Jubiläen

Geburtstag und goldene Mitgliedschaft

Am 1. Juli konnte Frau Dr. Gudrun Lassen

aus Köln ihren 96. Geburtstag feiern. Sie

blickt auf eine 50-jährige Mitgliedschaft

beim VdU zurück. Zu diesen beiden Ereig-

6

nissen gratulierten Roswitha Husfeldt und

Gudula Polei auch im Namen der Präsidentin.

In den 19 0er Jahren war Frau Dr. Lassen

über sieben Jahre Landesverbandsvorsitzende

im Rheinland. Sie trifft sich auch

heute noch mit ihren ehemaligen Unternehmer-Kolleginnen.

Erfolgreiches Forderungsmanagement

Wie man böse Überraschungen

vermeidet und als Unternehmen zu

seinem Recht kommt

Frau Heidemarie Ophüls, Geschäftsführerin

der HPS Deutschland GmbH, Mitglied

der Vollversammlung IHK Düsseldorf, legte

das Hauptaugenmerk bei ihrem Vortrag in

den Räumen von baker & McKenzie in

Düsseldorf auf präventive Maßnahmen zur

Vermeidung von Forderungsausfällen. Die

ehrenamtliche Handelsrichterin, die über

langjährige Inkassoerfahrung verfügt, erläuterte

den Teilnehmerinnen, dass effizientes

Forderungsmanagement schon beim Vertragsabschluss

beginnt und dass sich mit der

beachtung einfacher Regeln, wie der Erfas-

rheinland

martina

teichelmann

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FeBrUar

1 .02.2012, Karnevalsveranstaltung/

Frau husfeldt

märZ

0 .03.2012, ständehausgespräch in

Kooperation mit dem wirtschaftsministerium,

ständehaus Düsseldorf

27.03.2012, Professorin Jutta allmendinger,

Präsidentin des wissenschaftszentrums

Berlin für sozialforschung, mitglied

im innovationsrat der Bundeskanzlerin,

Bankhaus lampe Düsseldorf

sung der vollständigen Daten des Kunden,

einer sauberen Dokumentation des Vertragsinhalts,

regelmäßiger Rechnungsstellung

und konsequentem Mahnwesen, viel bewirken

lässt. Frau Ophüls gab den Unternehmerinnen

einfache, aber wirkungsvolle

Tipps für die Praxis: Auch brachte sie den

Unternehmerinnen anschaulich nahe, was

Schufa und andere Auskunfteien leisten können

und welchen Mehrwert Inkassounternehmen

beim Forderungsmanagement

bringen können. Der baseballschläger war

Symbol dafür, was von einem seriösen Inkassounternehmen

nicht zu erwarten ist.

Die Teilnehmerinnen fachsimpelten lebhaft

mit Frau Ophüls über ihre eigenen Erfahrungen

und waren sich schließlich einig, aus

einem interessanten und lehrreichen Abend

viel praktisch Verwertbares für das Forderungsmanagement

im eigenen Unternehmen

mitgenommen zu haben.

Die Unternehmerin 02 i 2011 3


lanDesVerBänDe

Eisen und Stahl im

Ruhrgebiet

Firmenbesichtigung bei der

Becker & Fleer GmbH

Am 19. Oktober trafen sich die Unterneh-

merinnen in der beeindruckenden Halle

des über 100 Jahre alten Eisen- und Stahl-

händlers „becker & Fleer GmbH“. Die Ge-

schäftsführende Gesellschafterin Jutta be-

cker berichtete über die Geschichte des

Traditionsunternehmens – in fünfter Gene-

ration! Sie und ihre Mutter, Seniorchefin

und VdU-Mitglied Dr. Elke becker, bereiteten

den Unternehmerinnen einen spannenden

Abend mit interessanten Informationen

und einem köstlichen büfett.

Anti-Stress-Strategien

bei vollem

Terminkalender

Indische Weisheiten und ein neuer

Blick auf den Korb Bügelwäsche

Am 20. Oktober stellte Sonja Hüls, Inhaberin

von „Aktiv & Entspannt“, im Rahmen

des bocholter Wirtschaftstreffs den Unternehmerinnen

Tipps und Tricks zur Entspannung

bei vollem Terminkalender vor. In

einem interaktiven, kurzweiligen Vortrag

erlernten die Anwesenden einfache, aber

effektive Entspannungstechniken, die sich

4 Die Unternehmerin 02 i 2011

1 2

3

1. Die Unternehmerinnen besichtigen die Becker & Fleer gmbh. 2. referentin sonja hüls erklärt

die „Denkmütze“, 3. netzwerken in Bochum mit internationalen gästen

3

ohne Sportoutfit in das Tagesgeschäft integrieren

lassen. Mit der Weisheit „der Mensch

bringt täglich sein Haar in Ordnung, warum

nicht auch seine Gedanken?“, lud Sonja

Hüls zur morgendlichen Gedankenhygiene

ein. Der Tipp der Referentin: Den täglichen

Stress nicht mehr als Stress zu erleben, sondern

als hohen Aktivitätslevel einzustufen.

Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung!

Spätestens mit der „Denkmütze“ als

konzentrationsfördernder Maßnahme für

Zwischendurch gelang es Sonja Hüls eine

entspannte und heitere Atmosphäre zu

schaffen.

Netzwerk weltweit

in bochum

VdU Ruhrgebiet trifft Unternehmerinnen

aus Afrika und Asien

25 Unternehmerinnen aus Südafrika, Tanzania,

Zambia, bangladesh, Indien, Nepal,

Pakistan, Sri Lanka und von den Malediven

trafen sich am 13. Oktober in bochum. Im

Rahmen des Projekts „CHANCE - Chamber

and Advisory Network and Cooperation

for Women Entrepreneurs” der Gesellschaft

für internationale Zusammenarbeit

(GIZ) GmbH verbrachten sie eine Woche

in Deutschland. VdU-Mitglied Cornelia

Sperling referierte über realistische Modelle

ruhrgebiet

alexandra

hans

tel.: 0234/81 05 05 20

Fax: 0234/9 37 17 99

vdu@wohnen.com

JanUar

Januar 2012, Jahresauftakt

Januar 2012, mittwochstreff – get

together lV ruhrgebiet; gesellschaft

harmonie

FeBrUar

02.02.2012, wirtschaftstreff Bocholt

19:00 – 21:00 Uhr, „sie haben es

verdient, bekommen sie es auch?“

1 .02.2012, gesellschaft harmonie

Politisches gespräch mit mdB Dr. ralf

Braucksiepe

1 .02.2012, ort: Kölnarena, Karneval in

Köln, achtung: gesonderte einladung lV

rheinland

2 .02.2012, mittwochstreff, gesellschaft

harmonie

märZ

0 .03.2012, Veranstaltung mit dem nrw

wirtschaftsministerium, ständehaus Düsseldorf

22.03.2012, 14 Uhr, wirtschaftstreff

Bocholt: Betriebsbesichtigung bei

„niessing manufaktur, Vreden“

27.03.2012, 17:00 Uhr, global Female

networking, Bankhaus lampe Düsseldorf

der Kooperation, mit denen man die vielen

internationalen Kontakte zwischen den

Verbänden verstetigen und nachhaltiger

nutzen kann. Am Abend wurden beim Networking-Dinner

mit VdU-Damen aus dem

Landesverband Ruhrgebiet in angeregter

Atmosphäre nicht nur Fragen zum VdU geklärt,

sondern auch zahlreiche Geschäftskontakte

angebahnt.

Foto: nicole Fritsch

1. Das gebäude der stiftung Bauhaus Dessau, 2. Bauhaus Klassiker wie die wagenfeld-leuchte

begeisterten in der wilhelm-wagenfeld-ausstellung

Social Media – ein

Muss heutzutage?

Die Vor- und Nachteile des (Online-)

Networkings waren Thema Nummer

Eins auf dem Monatstreffen in Dessau

Wie steigern Netzwerke meinen geschäftlichen

Erfolg? Warum sind diese gerade

heute von großer bedeutung und was muss

„frau“ im Umgang mit den angebotenen

Vernetzungsmöglichkeiten und Medien beachten?

Darüber diskutierten die Mitglieder

des Landesverbandes am 30. August

mit ihren Gästen: VdU-Geschäftsführerin

Carlotta Köster-brons und Dr. Gabriela

berndt, Mitglied im bundesvorstand.

Hierzu stellte die VdU-Geschäftsführerin

auch das interne Mitgliederportal des Verbandes

vor und zeigte anhand praktischer

beispiele den Nutzen des Onlineportals.

Zum Thema „Soziale Netzwerke” gab es

eine Menge brisanter Gesichtspunkte, die

kontrovers und intensiv diskutiert wurden.

Wie viel Nutzen hat der Einzelne zum beispiel

von xING oder Facebook? Was gibt

man andererseits von seiner Person preis?

Denn eigentlich liest ja die ganze Welt mit.

Doch der Nutzen, so das Fazit, ist nicht zu

unterschätzen - gerade in unserer schnelllebigen

Zeit. Aber auch so manche technische

Tücke steht uns manchmal beim Umgang

mit den neuen Medien im Weg. Alle kennen

1 2

es doch: Wenn sich Computer und beamer

sozusagen nicht verstehen, die Technik

streikt, man ratlos davor steht. So passierte

es auch bei der Veranstaltung. Aber: Als gestandene

Frauen gingen die Anwesenden

mit der Situationen locker um und ließen

sich nicht aus der Ruhe bringen.

Streifzug durchs

bauhaus

Verbandsmitglieder besuchten die

Wilhelm-Wagenfeld-Ausstellung – ein

Wiedersehen mit bekannten Produkten

aus dem Haushalt

2011 wäre Wilhelm Wagenfeld 111. Jahre

alt geworden. Dessau ehrt den Industriedesigner

mit einer Ausstellung im bauhaus

Dessau – für die Unternehmerinnen des

Landesverbandes Sachsen/Sachsen-Anhalt

eine gute Gelegenheit, im Rahmen ihres

monatlichen Treffens in Dessau mehr über

den Designer zu erfahren. Seine Schöpfungen

sind weltbekannt, er selbst blieb

aber oft im Hintergrund. In einer exzellenten

Führung wurde den Teilnehmerinnen

die Vielfältigkeit von Wagenfelds Schaffen

und auch seiner Persönlichkeit nahe gebracht.

Überraschend war dabei vor allem

die bandbreite seines Wirkens. Das berühmte

Teeservice für das Jenaer Glaswerk,

das Formbesteck für WMF, die ikonische

sachsen/

sachsen-anhalt

Bettina

Kretschmer

tel: 034956/2 31 25

Fax: 034956/2 31 27

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JanUar

13.01.2011, Dessau-roßlau, neujahresempfang

der wirtschaftsverbände

31.01.2012, interessentinnen-Veranstaltung,

gast: Prof. Dr. wolf, wirtschaftsministerin

sachsen-anhalt

FeBrUar

2 .02.2012, wirtschaft trifft auf Jugend,

Besuch des Kinder- und Jugendballett

der stadt Bitterfeld wolfen

0 .02.2012, Business lunch ( 2.

mittwoch im monat) ort: Brauhaus

märZ

27.03.2012, Der wirtschaftsdezernent

der stadt Dessau-roßlau informiert über

die Vorhaben im Jahr 2012

Wagenfeldleuchte und das Senfglas für

Hengstenberg seien hier nur stellvertretend

genannt. Seine Formen sind zeitlos und daher

heute noch in vielen Haushalten zu

finden. Die Formen Wilhelm Wagenfelds

waren Wegbereiter für die industrielle Massenfertigung.

So z. b. die gläsernen stapelbaren

Auflaufformen - als Zeichen von Modernität

in der Küche - oder das bordgeschirr

für die Lufthansa. Das abschließende

Resümee war eindeutig: In dieser Ausstellung

fand wohl jede Teilnehmerin mindestens

ein Stück, das sie selbst schon in Gebrauch

hatte. Die Formen und Produkte

sind heute weit verbreitet und erfreuen sich

ohne Frage noch immer große Akzeptanz.

Die Unternehmerin 02 i 2011


lanDesVerBänDe

Der emily-roebling-Preis wurde im Jahr 2011 an 2 Preisträgerinnen verliehen.

vordere reihe v.l.n.r.: Franziska sprenger, aerea networx (Preisträgerin innovativer gründerpreis);

simone rohbeck, Bith mustertechnik gmbh (emily-roebling-Preis 2011); sigrid hebestreit,

Konsumgenossenschaft weimar e.g. (emily-roebling-Preis 2011), hintere reihe v.l.n.r.: Christine

lieberknecht, ministerpräsidentin Freistaat thüringen; heike Zimmermann, VdU-Vorsitzende des

landesverbandes thüringen; michael schneider, Vorstand thüringer aufbaubank

Die Wichtigkeit

weiblicher

Kompetenzträger

Höhepunkte des 5. Unternehmerinnentages

Mitteldeutschland in Erfurt:

Frauen in Führungspositionen, neue

Energiekonzepte – und die Verleihung

des Emily-Roebling-Preises

Innovationen, Erfahrungen und Netzwerkbildung

– das waren auch in diesem Jahr

wieder die zentralen Inhalte zum nunmehr

5. Unternehmerinnentag Mitteldeutschland.

Der Landesverband Thüringen hatte

am 16. Juni in die Industrie- und Handelskammer

Erfurt eingeladen, um Unternehmerinnen

und Führungskräfte aus den unterschiedlichsten

branchen zu interessanten

Diskussionen und Gesprächen zusammenzubringen.

Das abwechslungsreiche Programm

wusste die Teilnehmenden aus Thüringen

und darüber hinaus zu begeistern.

In ihrer erfrischenden Eröffnungsrede unterstrich

Landesverbandsvorsitzende Heike

Zimmermann die wachsende Weiblichkeit

in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft.

Das Etablieren von Frauen in den

Vorstands- und Managerpositionen kleiner,

Die Unternehmerin 02 i 2011

mittlerer und großer Unternehmen ist auch

Gegenstand politischer Diskussionen, wie

Dr. Mario Voigt, Generalsekretär der CDU

Thüringen, in seinem anschließenden Vortrag

verdeutlichte.

Wie der Sprung nach ganz oben klappen

kann, stellte Astrid Hamker, Gesellschafterin

der Piepenbrock Unternehmensgruppe,

in einer sehr anschaulichen Rede dar. Sie

machte deutlich, dass Netzwerke neben

Kompetenz und Durchsetzungskraft einer

der Schlüssel zum Erfolg sind. Mitreißende

Unterhaltung zu diesem Thema bot im Anschluss

die Schauspielerin und Kabarettistin

Edith börner, die auf ihre Art die Verknüpfung

von Kompetenzen humorvoll

darstellte.

Rund um die Materie Innovationen spielten

neue Energiekonzepte eine bedeutende

Rolle, die im Rahmen einer Podiumsdiskussion

beleuchtet wurden. Dazu sprachen

Henry Worm, Energiepolitischer Sprecher

der CDU-Landtagsfraktion, Simone Rohbeck,

Geschäftsführerin der bITH Mustertechnik

GmbH, Alexandra Hantschel, Geschäftsführerin

der Tischlerei Hantschel,

und Gerold von Stumberg, Geschäftsführer

thüringen

heike

Zimmermann

tel.: 03 61 / 4 30 57 30

Fax: 03 61 / 4 30 57 50

heikezi@gmx.de

JanUar

1 .01.2012, 18:00 Uhr, Jena

neujahrsempfang

FeBrUar

21.02.2012, 12:00 Uhr, erfurt Bindersleben,

Besichtigung Druckhaus thüringer

allgemeine

achtung: termin Dienstag wegen des

andrucks des allgemeinen anzeigers

märZ

21.03.2012, 16:00 Uhr, Bürgel

wohnformen im alter, Vortrag henrike

Köber Besichtigung der wohnresidenz

Köber (mitgliedsunternehmen)

der MANAGESS Energy GmbH, über zukunftsorientierte

Möglichkeiten einer effizienten

Energieversorgung deutscher Unternehmen.

Den Höhepunkt der Veranstaltung

bildete die Verleihung des Emily-

Roebling-Preises für herausragende Leistungen

im Rahmen innovativer unternehmerischer

Führungstätigkeiten. Die Preis

trägerinnen wurden feierlich von Christine

Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates

Thüringen, und Michael Schneider,

Vorstand der Thüringer Aufbaubank, ausgezeichnet.

Simone Rohbeck, Mitglied des

VdU, und Sigrid Hebestreit von der Konsumgenossenschaft

Weimar eG, erhielten

den begehrten Preis. Über den innovativen

Gründerpreis freute sich in diesem Jahr

Franziska Sprenger.

1 2

1. angelika thaler-Jung, 2. gudrun grohmann, angelika thaler-Jung, Dr. sabine Püttmann,

Christiane Danielsmeyer von der Firma Poggenpohl (v.l.n.r.) 3. Führung durch die skulpturenausstellung

beim sommerfest in rheda-wiedenbrück

Die Küchen der Welt

Der Landesverband Westfalen des VdU

folgte einer Einladung des Luxusküchenherstellers

Poggenpohl und

besuchte das Küchenmuseum in der

Herforder Firmenzentrale – eine

Zeitreise durch die Küchenkultur

Als Friedemir Poggenpohl die ersten Kü-

chenmöbel im Jahr 1892 zusammenzim-

merte, ahnte er nicht, dass seine Küchen viel

später einmal Weltruhm erlangen sollten.

„Weltfremd sehen die Modelle von heute

betrachtet aus“, sagt VdU-Mitglied Dr. Sabi-

ne Püttmann, die die interessante Führung

am 16. Juni organisiert hatte. bereits 1923

entwickelte das Unternehmen die Ideal-Küche

in der alles verstaut werden konnte,

1940 die „integrierte Küchenspüle“ und

1952 wurde die allererste Einbau-Küche als

Serienfertigung auf der Kölner Möbelmesse

vorgestellt. Elektrische Geräte wie Kühlschrank

und Herd wurden in die Küchenzeile

integriert, erzählt Christiane Danielsmeyer,

Leiterin Produktmanagement von

Poggenpohl.

In 119 Jahren Firmengeschichte entwickelte

sich das westfälische Unternehmen zur

bekanntesten Küchenmarke der Welt und

erwirtschaftet heute in 0 Ländern einen

Umsatz von 111 Millionen Euro (2010)

mit 550 Mitarbeitern. Die Herstellung er-

3

folgt zu 100 Prozent in Herford. Wir sind

beeindruckt, wie früh manche „Küchenraffinessen“

wie drehbarer Eckschrank oder

die heute so beliebte Kochinsel entwickelt

wurden. Letztere wurde bereits 196 auf

der Hannovermesse vorgestellt. bei Poggenpohl

handelt es sich um eine echte Herforder

Ideenschmiede!

Kultur und Kunst im

Unternehmen

Das diesjährige Sommerfest mit

Gästen aus Politik und Wirtschaft des

Landesverbandes Westfalen unter der

Leitung von Gudrun Grohmann fand

im Juli bei unserem Mitglied Edeltraud

Haut in Rheda-Wiedenbrück statt

Seit vielen Jahren betreibt Edeltraut Haut

im Mertenshof, einer denkmalgeschützten

Anlage aus dem 18. Jahrhundert, eine

Skulpturengalerie. Unter dem Motto:

„Kunst für alle Sinne“ kamen über 50 Unternehmerinnen

aus Ostwestfalen-Lippe zusammen,

um sich von der Kunst verzaubern

zu lassen.

Theo Mettenborg, bürgermeister der Stadt

Rheda-Wiedenbrück, begrüßte die Damen

aus der Wirtschaft und ließ es sich nicht

nehmen, die Vorzüge der Doppelstadt Rheda-Wiedenbrück

zu erläutern und ganz be-

westfalen

gudrun

grohmann

tel. 05732 10 92 38 | 05732 10 92 35

Fax 05732 10 92 838

ggrohmann@grohmannbs.de

JanUar

14.01.2012, stadttheater der stadt

osnabrück neujahrsempfang

FeBrUar

02.02.2012, Bankhaus lampe, Bielefeld

referentin: Dr. angelika Dammann,

managerinnen-Preis 2011 und internationale

Personalberaterin

1 .02.2012, lV´s westfalen und

ruhrgebiet referent: Dr. Dirk Braucksiepe

Parlamentarischer staatssekretär

sonders den Stellenwert von Kultur und

Kunst in seiner gesellschaftlichen und politischen

bedeutung zu unterstreichen.

Edeltraud Haut überzeugte in ihrem Vortrag

zur kulturellen Verpflichtung jedes Einzelnen,

insbesondere der Unternehmer.

Kultur und Wirtschaft würden sich in jeder

Gesellschaft ergänzen und müssten nachhaltig

gefördert und gepflegt werden.

Im Unternehmen verkörpern Kunst und Kultur

„corporate cultural responsibility“, so

Edeltraud Haut, und repräsentieren so die

Unternehmenskultur. Als Überraschungsgast

begeisterte die Künstlerin Dorothea

Wenzel, die aus Papier und Recycling-Materialien

in wenigen Minuten typgerechte und

individuelle Hüte für jede Unternehmerin

zauberte. Ein wahrhaft kunstvoller, harmonischer

und nachhaltiger Abend.

Die Unternehmerin 02 i 2011 7


lanDesVerBänDe

„Führen ist gar

nicht so einfach“

6. Familienunternehmer-Konferenz in

der Alten Stuttgarter Reithalle:

Vorträge, Gespräche und Diskussionen

zeigten, dass das Thema „Führung”

viele Facetten hat

In seiner begrüßung sagte der Verleger und

Mitveranstalter der Konferenz, Dr. Theo

breitsohl, Familienunternehmen habe es

schon gegeben, lange bevor sie von Politik

und Presse entdeckt wurden. Jetzt seien sie

en vogue. VdU-Präsidentin Petra Ledendecker

stieg bei ihrer Rede gleich in das Thema

„Führung” ein: „Menschen wollen nicht

mehr unter Diktaturen leben. Menschen

möchten mitreden.“ Das gelte auch für Unternehmen.

Außerdem könne das Thema

Führung nicht mehr losgelöst von der Frauenfrage

betrachtet werden.

Andrea Prym-bruck von der William Prym

GmbH & Co. KG im rheinischen Stolberg

begeisterte die Konferenzteilnehmer mit

ihrem Gastbeitrag. Die Unternehmerin

und Historikerin berichtete über die fast

500-jährige Geschichte des Unternehmens,

das heute weltweit bekannt ist für seine

Druckknöpfe. Unter dem Motto „Wie man

trotzdem überlebt“ erzählte Andrea Prymbruck

eine Geschichte über Erfolg, Intrigen,

ungewöhnliche bündnisse, sprach aber

Die Unternehmerin 02 i 2011

1 2 3

auch von dem Willen einer Familie, zu

kämpfen.

„Was zeichnet eine Führungskraft aus?“,

fragte Wolf R. Hirschmann, Geschäftsführer

der Slogan GmbH, in der Podiumsdiskussion

Rosely Schweizer, Urenkelin von

Dr. August Oetker und bis vor kurzem im

beirat des Unternehmens. Die Persönlichkeit

mache den Unterschied, gab die Enkelin

der VdU-Gründerin Käte Ahlmann ihm

zur Antwort. Und Werte seien wichtig. Fähigkeiten

könne man immer schulen. Das

Engagement im Sport oder im Ehrenamt

sage mehr über eine Person aus als ein

Zeugnis. Führungskräfte brauchten ein

bauchgefühl für Atmosphäre und Emotionen.

Sie müssen Veränderungen in der Gesellschaft

und im Unternehmen erspüren.

bei der Pionierin der

Naturkosmetik

Unternehmerinnen zu Besuch im Familienunternehmen

Annemarie Börlind

in Calw

Vor fünf Jahrzehnten begann in Leipzig die

Firmengeschichte; 1959 startete die Produktion

im Schwarzwald und Annemarie

Lindner gründete gemeinsam mit Hermann

börner die Firma Annemarie börlind

in Calw. Ursprünglich wurde die Naturkos-

metik ausschließlich über Reformhäuser

vertrieben – seit Herbst 2006 ist die börlind

Naturkosmetik in Parfümerien erhältlich.

Heute zählt das Unternehmen rund

190 Mitarbeiter, ist international in 40 Ländern

vertreten und verwöhnt seine Kunden

in City Spa’s in Mailand und Stuttgart.

Die Lebensgeschichte von Annemarie börlind

ist imponierend und mindestens ebenso

spannend wie die Firmenhistorie – beides

wurde eindrücklich erzählt von Michael

Lindner, dem Sohn der Firmengründerin,

und seiner Frau, unserem VdU-Mitglied Daniela

Lindner.

Eine spannende betriebsführung, zahlreiche

Informationen über Naturkosmetik und ein

Spaziergang durch den „Kräutergarten“

rundeten den spannenden Nachmittag ab.

„Knappheit führt zu

Entscheidung“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann

zu Gast beim VdU-Landesverband

Dass es sich bei dieser These der Philosophin

Jeanne Hersch nicht nur um bloße

Theorie handelt, bewies der interessante

Vortrag des Ministerpräsidenten des Landes

baden-Württemberg, Winfried Kretschmann,

beim Landesverband Württemberg

am 18. Oktober im Hotel Schlossgarten in

Quelle Fotos (1,2,4,5): Bernd hanselmann

4

1. VdU-Präsidentin Petra ledendecker und heike römmeler (Deutsche Bank) 2. rosely

schweizer bei der 6. Familienunternehmerkonferenz, 3. Betriebsbesichtigung bei walter Knoll.

Das Unternehmen steht für hochwertige Polstermöbel und Design: eine mitarbeiterin des

Unternehmens bei der Führung durch die Produktion mit VdU-mitgliedern Dr. Dagmar steinmetz,

eva meeh, Charlotte helzle 4. martina Peters-Kalmus, Charlotte helzle, Claudia gläser 5. Carolina

hiebl, rosely schweizer, Dr. theo Breitsohl, andrea Prym-Bruck (alle v.l.n.r.)

Stuttgart. Winfried Kretschmann, am 12.

Mai 2011 zum ersten Grünen Ministerpräsidenten

Deutschlands gewählt, sagte,

Knappheit müsse keine schlechte Nachricht

sein, sondern könne die Grundlage für Freiheit

und Kreativität bilden. Seine Kernthemen

stellte er sehr anschaulich dar:

Einen wesentlichen Schwerpunkt setzt der

Ministerpräsident auf die Vereinbarkeit von

Familie und beruf, um die Karrierechancen

von Frauen zu verbessern und zur notwendigen

Entkopplung von bildungserfolg und

sozialer Herkunft beizutragen. Auch das

weitere Umdenken in der Wirtschafts- und

Energiepolitik und die Aussöhnung von

Ökologie und Ökonomie sieht er als zentrale

Aufgabe. bei der anschließenden Fragerunde

wurde rege diskutiert. Ein wichtiger

Punkt war unter anderem die Forderung

nach dem Ausbau des Verkehrsnetzes in

ländlichen Regionen, um mittelständischen

Unternehmen eine bessere Anbindung zu

verschaffen. Wir danken Herrn Ministerpräsident

Winfried Kretschmann für einen sehr

interessanten Vortrag und eine spannende,

offene Diskussionsrunde mit den Unternehmerinnen

des VdU!

5

Unternehmerin trifft

Unternehmerin

Bei Sonnenschein trafen sich am 4.

August VdU-Mitglieder und viele

Interessentinnen zum Business-Lunch

direkt am See in Birnau/Maurach

Regionalleiterin Ursula Rimmele-Konzelmann,

die die Region Meersburg vor nahezu

zehn Jahren ins Leben gerufen hatte,

nahm dieses Treffen zum Anlass, ihr Amt

aus beruflichen Gründen niederzulegen.

Sie ließ den erfolgreichen Aufbau der Regionalleitung

Meersburg noch einmal Revue

passieren und bedankte sich für die rege

Teilnahme der Mitglieder in den letzten

Jahren. Sie wird dem VdU weiterhin treu

bleiben und engagiert sich bereits seit vielen

Jahren im VdU International Team

(VIT) und ist in der Käte Ahlmann Stiftung

aktiv. Anne Schmieder dankte in ihrer Ansprache

Ursula Rimmele-Konzelmann für

die vielen gemeinsamen Jahre hier am bodensee.

Die von Frau Rimmele-Konzelmann vorgeschlagene

neue Regionalleiterin Meersburg,

Andrea Dennes, freute sich über das

ihr entgegen gebrachte Vertrauen. Sie versi-

württemberg

Charlotte

helzle

tel.: 0 73 61 / 94 95-0

Fax: 0 73 61 / 94 95-45

c.helzle@hema.de

JanUar

2 .01.2012, stuttgart, hotel schlossgarten,

neujahrsempfang, Vorstellung neuer

mitglieder, Jahresrückblick

FeBrUar

0 .02.2012, 19:00 Uhr, stuttgart, hotel

am schlossgarten, wirtschaftstreff

Februar 2012, Veranstaltung mit

Bankhaus Bauer

märZ

01.03.2012, 19:00 Uhr, Birnau-maurach,

hotel-restaurant Pilgerhof

wirtschaftstreff Pflegesatz und Pflegestufe

– wie setzt sich das zusammen?

14.03.2012, 19:00 Uhr, stuttgart, hotel

am schlossgarten, wirtschaftstreff - mit

interessentinnen-Cocktail

17.03.2012 tagesseminar „selbstmarketing“

ladies lunch am 07.02.2012,

0 .03.2012 12:00 Uhr stuttgart, hotel

am schlossgarten

cherte, die von Frau Rimmele-Konzelmann

aufgebaute Regionalgruppe in ihrem Sinne

weiter zu leiten und auszubauen. Wir alle

danken Ursula Rimmele-Konzelmann, der

Netzwerkerin par excellence, recht herzlich

für ihr großes Engagement. Die Regionalgruppe

Meersburg wünscht Frau Rimmele-

Konzelmann für ihre weiteren internationalen

Vorhaben viel Erfolg und freut sich, sie

bei den kommenden Veranstaltungen herzlich

begrüßen zu können.

Die Unternehmerin 02 i 2011


letZte Frage

Was sind Ihre

Vorsätze für 2012 –

beruflich und privat?

Fünf Unternehmerinnen verraten ihre wünsche

„Als Unternehmensberaterin konzentriere

ich mich auf die wichtigste Ressource im

Unternehmen: den Menschen. Ich werde

also auch 2012 meine Kunden dabei unterstützen,

ihre Belegschaft für die Arbeit

in und an der Firma zu begeistern. Privat

plane ich einen -wöchigen Segeltörn

mit der Familie vom Ijsselmeer bis nach

Stockholm und zurück. Darauf freuen wir

uns jetzt schon.“

Ulrike Löwe, 47, Inhaberin von Löwe &

Team Coaching, Consulting, Training mit

Sitz in Bocholt

0 Die Unternehmerin 02 i 2011

„2012 wird für mich ein ganz besonderes

Jahr, denn Sixt wird 100 Jahre alt! Wir sind

deshalb so erfolgreich, weil wir immer

wieder die Regeln unserer Branche brechen

und Neuland betreten. Als Unternehmerin

immer wieder etwas Neues zu

unternehmen, macht mir Freude und gibt

mir Kraft. Das soll natürlich auch 2012 so

bleiben. Außerdem wollen wir unser Engagement

für die Regine-Sixt-Kinderhilfe

,Tränchen trocknen’ ausweiten.“

Regine Sixt, Sixt GmbH & Co.

Autovermietung KG

Ich werde innerbetriebliche Umstrukturierungen

weiter optimieren und hoffe, mir gelingt

es, meine Mitarbeiter dazu zu motivieren,

sich mit Freude einzubringen. Privat

möchte ich mehr Zeit für meinem Mann und

mich – und für persönliche Interessen wie

Freunde, Sport, Konzerte, Ordnungs-

politik finden. Eines der Puzzle-Steinchen

dazu ist die Regelung meiner Nachfolge in

der VdU-Landesverbands-Leitung.

Margot Selz, Geschäftsführerin Immobiliengruppe

Dr. Selz mit Sitz in Freiburg

und bis 2013 Leiterin des VdU-Landesverbandes

Baden/Pfalz-Saar .

„Ich wünsche mir ein friedliches Jahr

2012, in dem sich für unsere Welt und für

alle Menschen möglichst viel zum Besseren

wendet. Für meine Firma wäre es

schön, wenn auch 2012 die Sehnsucht

nach Wohlklang in der Markenkommunikation

weiter wachsen würde.“

Ute Bertelsmann, Konzeption und

kaufmännische Leitung Grooveyard -

audio targeting

„Ich werde versuchen, das Wachstum in

der HTG Wirtschaftsprüfung GmbH so zu

lenken, dass die internen Strukturen die

Chance haben, mitzuwachsen. Mit viel

Energie möchte ich das Unternehmen

weiter attraktiv für arbeitende Mütter und

Väter gestalten. Und ich freue mich darauf,

den FCEM Kongress in Berlin zu einer

Veranstaltung werden zu lassen, über

die man noch lange spricht.“

Stephanie Bschorr, Gesellschafterin

und Geschäftsführerin der HTG Wirtschaftsprüfung

GmbH und 1. Vizepräsidentin

des VdU


Deutsche Bank

Fairtrauen

das; ‹mittelständisch›: Voraussetzung für das Erreichen

gemeinsamer Ziele zum beiderseitigen Vorteil; ermöglicht

durch eine langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft.

Die Deutsche Bank für den Mittelstand.

Eine faire und erfolgsorientierte Partnerschaft, die auf gegenseitigem

Vertrauen beruht, ist ein maßgeblicher Faktor für nachhaltigen Erfolg in

einer Geschäftsbeziehung. Die Deutsche Bank steht dem Mittelstand

seit über 140 Jahren mit individueller Beratung, innovativen Finanzlösungen

und umfassenden Serviceleistungen zur Seite – in Deutschland

und weltweit.

Mit dieser umfangreichen Branchenerfahrung unterstützen wir den

Mittelstand dabei, die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen.

Darauf vertraut heute jedes vierte mittelständische Unternehmen – vom

Freiberufler über Familienunternehmen bis hin zur Aktiengesellschaft.

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