Die kliMa- regler - Berliner Sparkasse

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Die kliMa- regler - Berliner Sparkasse

www.berliner-sparkasse.de

Das Unternehmermagazin der der Berliner Berliner Sparkasse Sparkasse

Martin & schWenDer kliMatechnik gMBh

Die kliMa-

regler

Mai / Juni | 2011

Businessplan-WettBeWerB

Motor für innovationen in Berlin

Online-Banking

Die sichersten tan-Verfahren

gesellschaftsrecht

richtige Wahl der rechtsform


hans Jürgen kulartz

Mitglied des Vorstandes

der Landesbank Berlin (LBB)

Hauptstadt der Innovativen

eDitOrial

Im Land der Ideen hat Berlin die meisten Gründer und die innovativs-

ten Forscher. Das zeigen nicht nur die 47.300 Gewerbeanmeldungen im

vergangenen Jahr und die damit höchste Gründerquote aller Bundes-

länder. Berlin gilt nämlich auch als Hauptstadt der Elektromobilität. Ins-

gesamt zehn Lehrstühle und Institute beschäftigen sich mit Verkehrs-

technik. Deren Forschung soll dazu beitragen, Berlin-Brandenburg zur

europäischen „Leitregion der Elektromobilität“ auszubauen. So ist es

zumindest der gemeinsame Wille von Politik und Wirtschaft.

Die Chancen dafür stehen gut: In keinem anderen Ballungsraum konzen-

trieren sich so viele Praxisvorhaben der Elektromobilität. Das Volumen

der geförderten Projekte liegt bei 80 Millionen Euro: Automobilkonzerne

wie BMW und Daimler Benz testen in Kooperation mit Energieversor-

gern hier bei uns ihre Elektroautos. Und viele andere, kleinere Projekte

kommen hinzu.

Die Verzahnung von Wissenschaft und Forschung schafft ein innovati-

onsfreundliches Klima, das wir als LBB/Berliner Sparkasse unterstützen.

Denn wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Ideen zum

Erfolg zu verhelfen. Dazu gehört auch, dass wir als LBB/Berliner Spar-

kasse den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg als Premium

Partner unterstützen. Unser Konzept hat sich bewährt: In den vergan-

genen elf Jahren haben wir mehr als 2000 Gründer von der Idee, über

den Geschäftsplan, bis hin zur Umsetzung begleitet – mit guter Beratung,

passenden Finanzierungen, öffentlichen Fördermitteln und einem gro-

ßen Netzwerk von Experten.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

Hans Jürgen Kulartz

03/2011 ProfitS

3

3|2011


o nline-bAnking

Sicher überweisen,

Konten verwalten

Bei den Sicherungsverfahren für

online-transaktionen gelten jetzt

höhere Standards. Aus diesem

Grund können Kunden, die die

nummerierte tAN-Liste (itAN) nutzen,

per online-Banking keine EU-

und Auslandsüberweisungen

mehr anweisen. Außerdem wird

auch das tageslimit für itAN-trans-

aktionen ab 1. Juli 2011 auf 1000

Euro reduziert. „Das sind gute

Gründe, zur smstAN, zur chiptAN

Komfort oder zum online-Banking

mit HBCi-Chipkarte zu wechseln,

denn für sie gelten diese Einschrän-

kungen nicht“, sagt thomas fuchs

von der LBB/Berliner Sparkasse.

Bei den Sicherungsver fahren sms-

tAN und chiptAN Komfort wird

eine tAN jeweils individuell für

eine bestimmte transaktion ermittelt.

Zudem ist die Sicherheit durch

zwei unabhängige Geräte höher.

„Bei mehreren transaktionen an

einem tag bietet sich die HCBi-

Chipkarte­an“­empfiehlt­Thomas­

fuchs. Hierbei sorgt das Zusammen

spiel von Chipkarte, Kartenleser

und Geheimzahl für Sicherheit.

Weitere infos unter: www.

berliner-sparkasse.de/mittelstand.

Profits­Berlin­verlost­100­TAN-

Generatoren für das chiptAN

Komfort-Verfahren.

Senden Sie eine Mail bis zum

15. Juni 2011 an

profits@berliner-sparkasse.de

6 ProfitS 03/2011

„Mini-GmbH ist empfehlenswerter als die Ltd.“

Rechtsformen. Ob Einzelunternehmen,

Personen- oder Kapitalgesellschaft

– die Rechtsform bildet das

Gerüst eines Unternehmens. „Es

gibt weder die optimale Rechtsform

noch die Rechtsform, die auf

Dauer die richtige sein muss“,

sagt Dr. Christian Segal, Leiter des

KompetenzCenters Gründungen

und Unternehmensnachfolge der

LBB/Berliner Sparkasse.

ProfitS: Die Wahl der Rechtsform

ist immer auch ein Akt der Selbstdarstellung.

Welche Rechtsform ist

für einen Unternehmensgründer

am günstigsten, wenn er eine

Geschäftsidee nur mit höherem

Kapitaleinsatz realisieren kann?

Dr. Segal: Die Wahl der Rechtsform

sollte immer abhängig vom Geschäftsvorhaben

sein, denn sie wirkt sich

unter anderem auf Haftungsfragen der

Gesellschafter und deren Recht zur Ge -

schäftsführung aus. Während bei Personengesellschaften

– mit Ausnahme

der GmbH und Co. KG – mindes tens

ein Gesellschafter auch mit seinem

privaten Vermögen für die Verbindlichkeiten

der Gesellschaft haftet, ist die

Haftung bei Kapitalgesellschaften

begrenzt. Bei größerem Kapitaleinsatz

bietet beispielsweise die GmbH den

Vorteil, dass die Haftung auf die

Stammeinlage von anfangs mindestens

25.000 Euro beschränkt ist. Die

Entscheidung für eine Kapital- oder

eine Personengesellschaft hat übrigens

auch unterschiedliche steuerliche

Konsequenzen.

Von welcher Rechtsform würden

Sie abraten?

Eine Zeitlang war es gerade bei Gründern

kleiner Unternehmen beliebt,

ihren Betrieb als sogenannte Limited

nach britischem Recht zu führen. Mit

der Einführung der ‚Mini‘-GmbH vor

rund drei Jahren als haftungsbeschränkte

Unternehmergesellschaft

(UG) nach deutschem Recht bietet die

britische Rechtsform keine Vorteile

mehr. Kapitalgeber und Geschäftspartner

begegnen der Limited oft

mit Skepsis.

Welche Beratungsmöglichkeiten

bietet die LBB/Berliner Sparkasse

ihren Kunden an, wenn sie vor

Frage stehen, ob sie eine GbR,

GmbH oder AG gründen sollen?

Wir bieten einen grundsätzlichen

Überblick über die unterschiedlichen

Rechtsformen, führen aber keine

Rechtsberatung durch. Unsere Kunden

können außerdem unser Netzwerk

nutzen, zu dem auch auf Gesellschaftsrecht

spezialisierte Anwälte gehören.

Ansonsten empfehlen wir gerne Veranstaltungen

der IHK und des Businessplan-Wettbewerbs,

bei denen sich

Gründer und Unternehmer ausführlich

informieren können.

Dr. christian segal ist leiter des kompetenzcenters

gründungen und unternehmensnachfolge

der lBB/Berliner

sparkasse


Die sieger der 2. Wettbewerbsstufe des BpW freuen sich über jeweils 1000 euro.

Motor der

innovationen

Businessplan-Wettbewerb. 529 Teilnehmer,

266 Businesspläne: Das

ist die Bilanz der zweiten Wettbewerbsstufe

des Businessplan-

Wettbewerbs Berlin-Brandenburg

(BPW). Am 11. April stellten sich

jeweils fünf Gewinnerteams der

beiden Kategorien „BPWservice“

und „BPWtechnology“ bei der diesjährigen

Prämierung der besten

Marketingstrategien vor, zu der die

LBB/Berliner Sparkasse eingeladen

hatte. Unter den Gewinnern waren

Unternehmen wie die CultArt-Decon

GmbH, die durch Holzschutzmittel

und Pestizide kontaminierte Kulturgüter

in Museen und Kunstsammlungen

entgiften will, sowie die im

vergangenen Jahr gegründete UPcload

GmbH. Deren Geschäftsführer

haben eine Webcam-Technologie

entwickelt, mit der die Körpermaße

von Menschen automatisch erfasst

werden, so dass ihnen beim Kauf

von Kleidung und Schuhen die

richtigen Größen empfohlen werden

können.

Michael Jänichen, Leiter des Ge -

schäftsbereiches Firmenkunden der

LBB/Berliner Sparkasse, betonte das

Engagement seiner Bank für den

Businessplan-Wettbewerb: „Unser

Beitrag als Premiumpartner des

BPW besteht unter anderem darin,

erfolgreiche Gründerinnen und

Gründer mit guten Ideen in Berlin

zu fördern“. Allein im vergangenen

Jahr habe die Berliner Sparkasse

mit ihrem KompetenzCenter

Gründungen und Unternehmensnachfolge

mehr als 300 Jungunternehmer

bei der Verwirklichung

ihrer Geschäftsidee begleitet. „Dazu

brauchen viele Gründer nicht nur

finanzielle, sondern auch strategische

Unterstützung. Und die bekommen

sie ebenfalls bei uns“, betonte

Michael Jänichen.

6000 stellen in 15 Jahren

Der BPW hat in der 2. Wettbewerbsstufe

die zehn überzeugend sten

Gründer und deren Businesspläne

mit insgesamt 10.000 Euro prämiert.

Der Erfolg des 1996 erstmals veranstalteten

Wettbewerbs hat inzwischen

auch eine volkswirtschaftliche

Dimension: Aus dem BPW

ent standen in den vergange nen 15

Jahren rund 1400 Unternehmen mit

mehr als 6000 Arbeitsplätzen.

www.berliner-sparkasse.de/existenz

www.b-p-w.de

Wachstum

bei erneuerbaren

Energien

Berlin

Mittelstand. Neue Chancen für

Wachstum und Innovationen für

den Mittelstand sieht der Präsident

des Deutschen Sparkassen- und

Giroverbandes (DSGV), Heinrich

Haasis, bei der Nutzung erneuerbarer

Energien. Hier hätten deutsche

Unternehmen eine hervorragende

Ausgangsposition auf den internationalen

Märkten. Besonders auch

das Handwerk werde von der Entwicklung

hin zu neuen, dezentralen

Formen der Energie-Gewinnung

profitieren, sagte Haasis kürzlich

beim „Sparkassen-Forum Deutscher

Mittelstand“ in Berlin. Angesichts

der zahlreichen Maßnahmen zur

verbesserten Energieeffizienz und

der energetischen Sanierung von

Gebäuden seien im Handwerk die

Zukunftsperspektiven sehr positiv.

Heinrich Haasis unterstrich, dass

die deutschen Sparkassen Vorhaben

rund um erneuerbare Energien

finanzieren und dabei auch öffentliche

Fördermittel einbinden. So

seien allein im Jahr 2010 rund neun

Milliarden Euro für Investitionsvorhaben

in den Bereichen Energieeffizienz

und Erzeugung erneuerbarer

Energien über die Sparkassen vergeben

worden.

Der Mittelstand ist mit Schwung

aus der Krise herausgekommen – so

auch das Ergebnis der Studie „Diagnose

Mittelstand 2011“. Auch im

schlimmsten Krisenjahr 2009 sei es

den Unternehmen quer durch alle

Größenklassen gelungen, ihre Kapitalbasis

zu stärken, sagte Dr. Karl-

Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied des

DSGV, bei der Vorstellung der Studie.

7


Die Klima-regler

Martin & Schwender Klimatechnik Anita Schmidt und Jan Martin sorgen für

Wohlfühltemperaturen und setzen dabei zunehmend auf alternative Energien

handwerkskunst trifft innovation: anita schmidt und Jan Martin setzen in ihrem unternehmen auf mehrere standbeine.

Wohlfühlen kann so schwierig

sein – erst recht, wenn es um

die Luft um uns herum geht. Die

Suche nach dem optimalen Wohlfühlklima

führt in den Charlottenburger

Friedrich-Olbricht-Damm.

In ihrem unscheinbaren Firmengebäude,

die Idylle der Kleingartenkolonie

nebenan, die dicken

Mauern der JVA nur wenige Hundert

Meter entfernt, sorgen Anita

Schmidt und Jan Martin dafür,

dass ihre Kunden sich gerne in

geschlossenen Räumen aufhalten.

Lüftungs-, Kälte- und Klimaanlagen

aller Art sind die Spezia-

8 ProfitS 03/2011

lität des Familienbetriebes Martin

& Schwender. Weit mehr als 1500

dieser Anlagen sind seit der Firmengründung

im Jahr 1972 entstanden.

Die beiden Geschäftsführer

betonen gerne, dass viele

davon noch immer von ihrem

Unternehmen gewartet werden.

Für das Chef-Duo und seine

mittlerweile 40 Mitarbeiter ist

Luft ein Stoff, der sich vielfältig

aufbereiten lässt: „Wir kühlen

oder erhitzen sie, wir trocknen

oder befeuchten sie, und wir filtern

Staubpartikel raus“, sagt

Anita Schmidt: „Gerade weil die

Sommer immer wärmer und die

Winter kälter werden, haben die

Menschen ein immer größeres

Bedürfnis nach ihrem individuellen

Wohlfühlklima.“

Die Anlagen der Charlottenburger

arbeiten in Schulen und

Büros, in Einkaufszentren und

Hotels sowie im Turm-Restaurant

am Alexanderplatz. Zwar liegt

der Schwerpunkt der Aufträge in

der Region Berlin-Brandenburg,

doch selbst in einem Supermarkt

und einem Möbelhaus in Moskau

haben die Berliner ihre Spuren

hinterlassen. Dabei sind es beson


ders die Aufträge mit speziellen

Anforderungen, die Schmidt und

Martin anspornen: wenn es um

Reinräume in Krankenhäusern

geht beispielsweise oder um explosionsgeschützte

Bereiche wie den

Erdgasspeicher der Gasag im

Grunewald. „Jede Anlage ist individuell,

und das macht den Reiz

unserer Arbeit aus“, sagt Martin.

Der Sohn des Firmenmitgründers

und jetzigen Inhabers Detlef

Martin hat sich den alternativen

Energien verschrieben. Der

Bereich ist ein weiteres Standbein,

auf das große Hoffnungen gesetzt

werden: „Unsere Anlagen sollen

möglichst energieeffizient sein“,

betont Martin, „da bietet es sich an,

auch die Sonne und die Erdwärme

zu nutzen und einen Teil der Energie

selbst zu produzieren.“ Dafür

hat der 45-jährige Marathonläufer

Wärmepumpen sowie Photovoltaik-

und Solarthermie-Anlagen

ins Sortiment aufgenommen.

So flexibel war das Unternehmen

schon immer: „Uns ist nichts

zu klein und nichts zu groß“,

betont Anita Schmidt. Und wenn’s

terminlich mal eng wird, kann

die 55-Jährige auch auf die Flexibilität

ihrer Mitarbeiter bauen:

„Dann wird auch mal nachts gearbeitet.“

Zudem garantiert die

eigene Werkstatt, dass auch Sonderteile

schnell gefertigt werden.

„Wir schreiben Handwerkskunst

1 Welche Eigenschaften schätzen

Sie an anderen Menschen am

meisten? fairness, treue, die Be -

reitschaft, Verantwortung zu übernehmen,

und Zielstrebigkeit.

2 Was reizt Sie an Ihrem Beruf?

Verschiedene Unternehmerpersönlichkeiten

kennenzulernen – was

sie wie machen und warum sie

Erfolg damit haben – und natürlich

der Einblick in viele verschiedene

Branchen.

3 Wie lautet Ihr Motto? Wo ein

Wille ist, ist auch ein Weg.

4 Wer sind Ihre liebsten Roman -

helden und Ihr Lieblingsschriftsteller?

Karl Siebrecht aus „Ein

kundenbetreuer

Gerald Hiller: „ich schätze Zielstrebigkeit“

noch groß“, betont Schmidt. Diese

Beständigkeit gilt auch für die

Finanzen: Seit der Gründung vertraut

Martin & Schwender auf die

LBB/Berliner Sparkasse, die alle

Investitionen betreut. „Obwohl

beide Seiten erfolgsorientiert sind,

finden wir immer einen Konsens“,

sagt Schmidt.

Auch den Ausbau des Ge -

schäftsbereichs Alternative Energien

hat die Bank gerne mitgetragen

und heute spielt die

Atom strom-Debatte Martin in

die Hän de. Im Idealfall greifen

alle Ge schäftsbereiche ineinan-

Berlin

Mann will nach oben“ von fallada

und isak aus „Segen der Erde“ von

Hamsun.

5 Welche Fehler entschuldigen

Sie am ehesten? fehler sind

menschlich, entscheidend ist, wie

wir damit umgehen.

6 Was war Ihr schönstes Erlebnis

als Kundenbetreuer? Die finanzierung

einer neuen fertigungsstrecke

für ein alteingesessenes Unternehmen

und damit die Schaffung und

Sicherung von Arbeitsplätzen.

7 Welche Persönlichkeit der Wirtschaft

beeindruckt Sie am meisten?

Steve Jobs von Apple: Er weiß,

Kreativität und wirtschaftlichen

Erfolg miteinander zu verbinden.

8 Bitte beenden Sie den folgenden

Satz: „Das Besondere am Un -

ternehmen Martin & Schwender

ist, … die fähigkeit, traditionelles

Handwerk mit innovativen techniken

zu kombinieren. Ein weiterer

Grund für den langjährigen Erfolg

ist außerdem sicherlich die von

Partnerschaft und fairness geprägte

Philosophie der Geschäftsführung.

der: Wer den Energieverbrauch

thematisiert, kommt um alternative

Energiequellen nicht herum,

und wer optimal gedämmte Häuser

baut, muss auch an deren

Belüftung und Klimatisierung

denken. „Am Ende kühlen wir mit

der Sonne“, sagt Martin.

Jens Kohrs

Martin & schwender klimatechnik gmbh

friedrich-Olbricht-Damm 49

13627 Berlin-charlottenburg

tel.: 030 – 346 740 – 0

www.martin-klima.de

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