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Wandern in NRW - WDR 5

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Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Der Natur auf der Spur

Wandern in NRW 2013

Montag bis Samstag 10:05 bis 12:00

1


2

Der Natur auf der Spur

Herausgeber:

Westdeutscher Rundfunk Köln

Marketing

Februar 2013

Redaktion:

Mark vom Hofe

Gestaltung:

www.mohrdesign.de

Bilder: © LNU, NRW-Stiftung Naturschutz,

Heimat- und Kulturpflege,

Shutterstock/Mohr Design

Advent in Ennepetal

Unsere Wandersaison abschließen wollen

wir am 1. Advent , dem 1. Dezember, in

Ennepetal. Treffpunkt, Zeitfenster und

Einzelheiten werden im Laufe des Jahres

bekannt gegeben, zu erfahren bei der LNU

oder auf der homepage der Biologischen

Station des Ennepe-Ruhr-Kreises:

www.biologische-station.de


Inhalt

Vorwort .......................................................................... 2

Die LNU stellt sich vor ...................................................... 4

Informationen zur Anmeldung .......................................... 5

Übersichtskarte »Wandern in NRW« .................................. 6

Wanderungen

24. 2. Rund um den Lüderich im Sülztal bei Overath ................ 8

17. 3. Märzenbecher in den Hochmooren

im Ebbegebirge .............................................................................. 9

14. 4. Kurz nach Ostern an den Weihnachtssee

bei Bottrop ..................................................................................... 10

21. 4. Kalk- und Sandstein im Tecklenburger Land .................. 11

1. 5. Maifest in der Wahner Heide

vor den Toren einer Großstadt ............................................. 12

12. 5. Die sündige Grenze in Monschau ....................................... 13

26. 5. Waldfrieden im Skulpturenpark

bei Unterbarmen ........................................................................ 14

9. 6. Die Trauerseeschwalbe am Altrhein ................................. 15

23. 6. Das Eggegebirge bei Horn Bad-Meinberg ...................... 16

30. 6. In das Herz der westmünsterländer

Parklandschaft ........................................................................... 17

21. 7. Wisente – Neubürger im Wittgensteiner Land ............. 18

25. 8. Landschaftskaleidoskop in Castrop-Rauxel ................. 19

1. 9. Hudewald, Meilerplätze und Wildnis

bei Arnsberg ................................................................................ 20

8. 9. Altena und seine Burg in den Höhen

des Lennegebirges .................................................................... 21

15. 9. Kiefernwald im Naturpark Hohe Mark

bei Marl-Sinsen .......................................................................... 22

29. 9. Ruhr im Wandel – Naturkundliche Wanderung

in Witten ........................................................................................ 23

20. 10. Vom Mittelalter in den Nationalpark Eifel

Nideggen und die Buntsandsteinfelsen

an der Rur ..................................................................................... 24

LNU-Mitgliedsvereine ............................................................ 25

1


2

Der Natur auf der Spur

>

Vorwort

Trauerseeschwalbe und Wisent – beide

Arten sind einzigartig in ihren Lebensräumen

in Nordrhein-Westfalen. Und

doch unterscheiden sie sich ganz erheblich.

Die Trauerseeschwalbe steht ganz

oben auf der Roten Liste der gefährdeten

Tierarten, die größte vorhandene Kolonie

in Rees am Niederrhein ist daher etwas

ganz Besonderes. Ganz entlegen, im

Osten des Landes, im Wittgensteiner

Land, ist dagegen eine bullige Art unterwegs,

die hier wieder angesiedelt und

zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen

in die Freiheit der Wälder entlassen

wurde: Wisente, zottelige, massige Tiere,

menschenscheu, Pflanzenfresser, tief im

Wald unterwegs.

Zwei Tiere, denen wir bei den Wanderungen

von wdr 5 und der Landesgemeinschaft

Naturschutz und Umwelt

(LNU) in Nordrhein-Westfalen in diesem

Jahr nachspüren wollen. Genauso wie

eindrucksvollen Pflanzen, etwa den

Märzenbechern, die eben nur im März zu

beobachten sind an nur wenigen Stellen

im Land, besonders ausgeprägt im Ebbegebirge.

Überhaupt die Mittelgebirge in

Nordrhein-Westfalen: Ebbe, Egge, Lennehöhen,

Felsen über der Rur, der Arnsberger

Wald sind Stationen in diesem

Jahr bei unseren Touren genauso wie die

»flacheren« Zonen mitten im Ruhrgebiet

oder in der Parklandschaft des Münsterlands.


Natur erleben mit allen Sinnen, sich

von den Landschaftsschönheiten in den

Bann schlagen zu lassen und von den

kundigen Leiterinnen und Leitern vor

Ort Erläuterungen und Hintergründe zu

erfahren, das ist das Ziel dieser Reihe.

Wie bei wdr 5: Wir möchten verborgene

Facetten zeigen und Ihnen neue Perspektiven

eröffnen.

Viel Spaß bei den Wanderungen – und

natürlich täglich im Radio!

Florian Quecke

wdr 5-Programmchef

Florian

Quecke

Mark

vom Hofe

Mark vom Hofe

Vorsitzender der Landesgemeinschaft

Naturschutz und Umwelt (LNU)

und wdr 5-Redakteur

3


4

Der Natur auf der Spur

>

Die LNU

stellt sich vor

Die Landesgemeinschaft Naturschutz

und Umwelt (LNU) ist ein Dachverband

von über 80 eingetragenen Vereinen in

Nordrhein-Westfalen, die eines gemeinsam

verfolgen: den Schutz von Landschaft

und Natur.

Deshalb ist die LNU, 1976 gegründet,

mit ihren etwa 350000 Einzelmitgliedern

die größte Naturschutzorganisation Nordrhein-Westfalens.

Zu ihren Gründungsmitgliedern zählen

so große Vereine wie der Sauerlän -

di sche Gebirgsverein, der Westfälische

Heimatbund, der Rheinische Verein für

Denkmalpflege und Landschaftsschutz,

die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Hinzu kamen immer mehr kleinere und

mittlere regionale Gruppen aus dem Arten-

und Naturschutz, der Heimat- und

Denkmalpflege, der Erholung in der freien

Landschaft und dem Schutz des Waldes.


Alle Vereine haben mit der LNU ein

landes weites Sprachrohr, das den Dialog

mit der Politik und der Landesregierung

sucht und das große Ziel der LNU vermittelt:

den Schutz und Erhalt der gewachsenen

Kulturlandschaften im bevölkerungsreichsten

Bundesland. Mit Erfolg

etwa bei Alleen – diese sind auf Druck

der LNU in Nordrhein-Westfalen inzwischen

grund sätzlich geschützt.

Bitte melden Sie sich zu jeder Veranstaltung

bei der Landesgemeinschaft

Naturschutz und Umwelt (LNU) an:

Telefon: 02932 4201

Fax: 02932 54491

Mail: lnu.nrw@t-online.de

Für jede Veranstaltung wird – je nach

Auf wand des Angebots – ein Unkostenbeitrag

von drei, fünf oder zehn Euro

erhoben. Damit sind Entgelte unter

anderem für Bustransfer, Eintritt oder

Honorar der Tour leiter abgegolten.

Jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer

geht auf eigenes Risiko und auf eigene

Haftung mit.

Für Fahrplan-Änderungen bei den

ÖPNV-Anfahrtsbeschreibungen kann

keine Gewähr übernommen werden, da

zwischen Drucklegung des Programms

und Veranstaltungsdatum teilweise

Fahrplanwechsel erfolgen.

> Informationen

zur Anmeldung

5


6

Der Natur auf der Spur

> Übersichtskarte

»Wandern in NRW«

9.6. | Seite 15

Rees

15.9. | Seite 22

Marl-Sinsen

14.4. | Seite 10

Bottrop

12.5. | Seite 13

Monschau

20.10. | Seite 24

Nideggen

30.6. | Seite 17

Raesfeld

25.8. | Seite 19

Castrop-

Rauxel

29.9. | Seite 23

Ruhrtal

26.5. | Seite 14

Wuppertal

24.2. | Seite 8

Overath

1.5. | Seite 12

Wahner Heide


21.4. | Seite 11

Brochterbeck

8.9. | Seite 21

Altena

17. 3. | Seite 9

Ebbegebirge

1.9. | Seite 20

Arnsberger Wald

21. 7. | Seite 18

Bad Berleburg

23.6. | Seite 16

Eggegebirge

7


8

Der Natur auf der Spur

Ein Berg mit vielen Nutzungen

Rund um den Lüderich bei Overath

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

20. Februar, 10:40

> Wanderung

Sonntag, 24. Februar

12:00 bis 17:00

Bergischer Naturschutzverein

Ltg. Mark vom Hofe,

Hubert Sumser

Treffpunkt

Parkplatz HIT-Markt, 51491

Overath-Untereschbach

Hoffnungsthaler Straße 1

Anfahrt

ÖPNV: 11:05 ab Bf. Köln-

Deutz Straßenbahnlinie 1

bis Bensberg, weiter 11:33

mit Bus 420 Ri. Overath bis

Untereschbach-Mitte

Pkw: A4 Abf. Untereschbach,

links, nach ca. 400

Meter links HIT-Markt

Anfang der 1980er-Jahre fuhren das letzte

Mal Bergleute in den 260 Meter hohen

Berg über dem Sülztal zwischen den

Städten Rösrath und Overath ein, um Erz

ans Tageslicht zur weiteren Aufarbeitung

zu holen. Dann machte die Grube dicht,

die Förderung brachte keinen Gewinn

mehr ein. Das umfangreiche Waldgebiet,

direkt gegenüber dem noch größeren

Königsforst auf der anderen Talseite,

musste teilweise weichen, um einer Erddeponie

Platz zu machen und später in

einen Golfplatz umgewandelt zu wer-

den – eine Berglandschaft mit vielen

Nutzungen zwischen Historie, wertvol -

len Naturschutzinseln, reizvollen Ausblicken

ins Tal und abwechslungsreichen

Waldkulissen. Die ca. 12 Kilo meter lange

Wanderung führt durch das FFH-Gebiet

Königsforst, quert das Sülztal, um über

den abwechslungsreichen Lüderich zurück

nach Untereschbach zu gelangen.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Märzenbecherparade im Sauerland

Bruchwälder und Hangmoore im Ebbegebirge

Der Name lässt keine Zweifel: Märzenbecher

sind auf den Monat März fixiert,

und sie kommen nur an wenigen Standorten

in Nordrhein-Westfalen vor. Allerdings

gedeihen sie dort, wo es ihnen

behagt, zumeist in großer Zahl, und ihre

weißen Blüten prägen einige Wochen lang

die oft noch im tiefen Winterschlaf

schlum mernde Umgebung – ein einzigartiges

Naturschauspiel, mit dem sich der

Frühling visuell ankündigt. Am Nordrand

des Ebbegebirges wartet eine recht

große Märzenbecherkolonie auf Besucherinnen

und Besucher – zu ihr führt

ein Wanderweg, der den Namen Märzenbecherweg

bekommen hat. Über diesen

Weg verläuft die Wanderung von der

höchsten Erhebung im Märkischen Sauerland,

der 663 Meter hohen Nordhelle. Das

Ebbegebirge ist geprägt von weiten Waldflächen

mit eingestreuten artenreichen

Hangmooren sowie ehemaligen Heideflächen

– eine bei genauem Hinsehen

doch sehr vielfältige Landschaft, die an

einigen Stellen mit einem weiten Rundblick

über die Berge des westlichen Sauerlandes

Wanderer belohnt.

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

13. März, 10:40

9

> Wanderung

Sonntag, 17. März

12:00 bis 18:00

LNU, Naturschutzzentrum

Märkischer Kreis

Ltg. Gerd Eppe

Treffpunkt

Parkplatz am Kammmoor

(auf der Kuppe) an der

L707 Valbert-Herscheid

Anfahrt

ÖPNV: 11:10 ab Bf. Lüdenscheid

mit Bus 54 bis Herscheid

Markt, von dort

(Sammel-)Taxi nach Voranmeldung

bei LNU

Pkw: A 45, Abf. Meinerzhagen,

Ri. Valbert, rechts

Ri. Herscheid


10

Der Natur auf der Spur

Kurz nach Ostern an den Weihnachtssee

In die Kirchheller Heide bei Bottrop

> Sendungen

wdr 5 Neugier genügt

10. April, 10:40

wdr 5 KiRaKa

17. April, 14:05

> Wanderung

Sonntag, 14. April

12:00 bis 18:00

LNU, Heimatverein Bottrop

Ltg. Hans-Jürgen Fey

Treffpunkt

Parkplatz Zeche

Franz Haniel

Anfahrt

ÖPNV: 11:06 ab Bottrop

Hbf Buslinie 261 bis Haltestelle

»Abzweig Haniel«,

ca. 500 m Fußweg über

Fernewaldstraße

Pkw: A 2, Abf. Oberhausen-

Königshardt, links Fernewaldstraße,

2. wieder links

auf die Dorstener Straße,

links Hans-Böckler-Straße

unter A 2 durch in Richtung

Zeche, Parkplätze am

Zechen tor

Die Zeche Franz Haniel, Ausgangspunkt

der Wanderung, ist eines der letzten

Bergwerke im Ruhrgebiet – die Tour anlässlich

des 100. Jubiläums des Heimatvereins

Bottrop, einem der 85 LNU-

Mitgliedsverbände, zeigt auf gut 12 Kilometern

die erstaunliche Wandlung, der

sich das Ruhrgebiet im Laufe der letzten

zwei bis drei Jahrhunderte unterzogen

hat. So wird die Tour an Resten der früheren

alten Kulturlandschaft genauso

vorbeiführen wie an der nach wie vor

aktiv betriebenen Halde Haniel, auf der

noch täglich der Abraum aus dem Bergwerk

landet wie an ehemaligen Abgrabungsflächen

für Quarzsande: Ganz

besondere biologische Bedeutung hat

der Heidesee erlangt, weil er der seltenen

Armleuchter-Alge ein Refugium bietet.

Aus diesem Grund wurde der See auch

zum FFH-Schutzgebiet erklärt. Am Seeufer

entlang geht es zum sogenannten

Weihnachtssee, einem Bergsenkungsgebiet,

welches über die Weihnachtstage

des Jahres 2002 einen ganzen Bach verschluckte

und so innerhalb kurzer Zeit

ein riesiges Überflutungsgebiet entstehen

ließ. Prägend für das Gebiet ist

die Kirchheller Heide mit ihren ausgedehnten

Wald- und Moorflächen.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Kalk- und Sandstein

Brochterbeck im Tecklenburger Land

Der Dorfkern von Brochterbeck, dem

größten Ort in der Stadt Tecklenburg,

liegt zwischen dem Sandstein- und dem

Kalkzug des Teutoburger Waldes. Sand-

und Kalkstein waren auch über lange

Zeit neben der Landwirtschaft die tragende

Grundlage für die örtliche Bevölkerung.

Heute sind die ehemaligen Steinbrüche

teilweise zu Refugien für Pflanzen

und Tiere geworden. Auf dieser Frühjahrswanderung

über den Plänerkalksteinzug

und den Osningsandsteinzug

werden die botanischen Besonderheiten

und die Landschaftsveränderung während

der letzten Jahrhunderte vorgestellt.

Von einer bronzezeitlichen Fliehburg

über die frühere wirtschaftliche Nutzung

der Steinbrüche bis zum heutigen Pflegemanagement

der Naturschutzflächen,

u.a. mit einer Herde von Bentheimer

Landschafen, wird die vielfältige Landschaft

mit ihren Kulturlandschaftselementen

vorgestellt.

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

17. April, 10:40

11

> Wanderung

Sonntag, 21. April

11:00 bis 18:00

Westfälischer Heimatbund,

Heimatverein Brochterbeck,

Arbeitsgemeinschaft

für Naturschutz Tecklenburger

Land

Biologische Station

Kreis Steinfurt

Ltg. Werner Gessner-Krone

Treffpunkt

Dorfplatz

Anfahrt

ÖPNV: 9:39 ab Bf. Lengerich

Bus R45 oder 10:40

ab Bf. Ibbenbüren Bus R45

zur Ersatzhaltestelle

Gaststätte Franz

Pkw: A1 Abf. Lengerich,

L591 Ri. Brochterbeck, im

Dorf rechts Moorstraße,

Parken an der linken Seite

auf dem Dorfplatz


12

Der Natur auf der Spur

Naturschatz vor den Toren einer Großstadt

Zum Maifest in die Wahner Heide

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

24. April, 10:40

> Wanderung

Mittwoch, 1. Mai

12:00 bis 17:00

Bergischer Naturschutzverein

Ltg. Mark vom Hofe,

Hubert Sumser

Treffpunkt

Parkplatz, Auf der Grefenfurth,

hinter Rösrather

Möbelzentrum,

51503 Rösrath

Anfahrt

ÖPNV: Bf. Köln-Marienheide,

Köln Hbf. ab 11:24 bis Haltepunkt

Rösrath-Stümpen, von

dort ca. 10 Min. Fußweg entlang

der Bahnstrecke in

nordwestl. Richtung

Pkw: A3 Abf. Königsforst,

Ri. Rösrath, rechts ab

Rösrather Möbelzentrum

Die Wahner Heide vor den Toren Kölns

zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten

Deutschlands – und das, obwohl mitten

im Heidegebiet der Flughafen liegt. Bis

Anfang des Jahrtausends war die Wahner

Heide abgesperrt, belgische Truppen

übten mit ihren Panzern und schufen

trotzdem ein Refugium für seltene Tier-

und Pflanzenarten. Nach der Senne bei

Paderborn ist die Wahner Heide die artenreichste

Landschaft in Nordrhein-Westfalen.

Seit dem Abzug des Militärs steht

die Heide offen – Freizeitsportler drängen

hinein, der Naturschutz mit dem seltenen

Schwarzkehlchen, den Gelbbauchunken

und Geburtshelferkröten fühlt sich

bedrängt. Um den Heidecharakter zu

bewah ren, grasen seit Jahren Herden im

Heidegebiet: Schafe, Ziegen, Glanrinder,

Esel und inzwischen auch Wasserbüffel.

Die Wanderung führt durch Teile des

Geisterbusches zum Busenberg und weiter

zum Heidefest am Portal Turmhof,

einem früheren landwirtschaftlichen

Betrieb.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Die sündige Grenze

Kaffee-, Menschenschmuggel und

wilde Narzissen in Monschau

Wen die sündige Grenze im deutsch-

belgischen Grenzgebiet reizt, wird sie im

Verlauf der ca. 15 km langen Wanderung

im Bereich Monschau-Kalterherberg

gleich fünfmal überschreiten können –

völlig legal im Vergleich zu früheren

Zeiten, als dieses Vagabundieren ein

wahrer Sport war: Schmuggler turnten zu

nächtlicher Stunde auf schmalen Pfaden

durch die Moore im Hohen Venn nach

den beiden Weltkriegen und schafften

Lebensmittel, Kaffee und Zigaretten am

deutschen Zoll vorbei. Stationen dieser

abwechslungsreichen, historisch und

naturschutzkundlich geprägten Tour sind

gleich zu Beginn das Kreuz im Venn, ein

pittoresker Konglomeratfelsen aus dem

Erdaltertum mit einer Lourdesgrotte als

Wallfahrtsstätte der nahegelegenen Dörfer.

Besucht wird die deutsche Enklave

Ruitzhof, ein ehemaliger mit hohen Hausschutzhecken

umsäumter Gutshof des

Klosters Reichenstein. Über den Schwarzbachsee,

ein ausgedehnter Moorsee, geht

es nach Küchelscheid, wo einst die Vennbahn

fuhr auf einer zweigleisigen Eisenbahnstrecke,

die das Aachener Industrierevier

mit den Erz- und Kohlegruben in

Luxemburg und Lothringen verband.

Heute fährt hier kein Zug mehr, jedoch

hat diese Eisenbahntrasse eine bewegende

Geschichte erlebt – denn in den

Jahren der NS-Herrschaft, insbesondere

ab 1938, flohen hier deutsche und österreichische

Juden mit Hilfe von Ortskundigen

nach Belgien und weiter nach England.

> Sendungen

wdr 5 Neugier genügt

8. Mai, 10:40

wdr 5 KiRaKa

15. Mai, 14:05

13

> Wanderung

Sonntag, 12. Mai

11:00 bis 16:00

LNU, Förderverein

Nationalpark Eifel

Ltg. Rainer Hülsheger,

Aggi Majewski,

Uwe Schröder

Treffpunkt

Parkplatz Reichensteiner

Brücke, Norbertuskapelle,

Monschau

Anfahrt

ÖPNV: 9:31 ab Bf. Aachen-

Rothe Erde mit Bus 66 bis

»Monschau, Parkhaus«,

10:30 weiter mit Bus 85 bis

Reichenstein, an 10:42

Pkw: B258 Aachen – Monschau,

Ortseingang rechts

L 214 bis Mützenich, dort

links L106 Ri. Kalterherberg

bis Reichensteiner Brücke


14

Der Natur auf der Spur

Waldfrieden über der Wupper

Im Skulpturenpark bei Unterbarmen

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

22. Mai, 10:40

> Wanderung

Sonntag, 26. Mai

11:00 bis 16:00

LNU

Ltg. Jörg Werbeck

Treffpunkt

Bahnhof Wuppertal-

Unterbarmen

Anfahrt

ÖPNV: Haltepunkt S8 Mönchengladbach-Düsseldorf-

Hagen und RB47 Wuppertal-Remscheid-Solingen

Pkw: A 46, Abf. Wuppertal-

Katernberg, rechts Briller

Straße, links B7 Ri. Schwelm

bis Unterbarmen, Parkplätze

hinter Bahnhof Unterbarmen

Tony Cragg ist ein unternehmenslustiger,

mutiger Mensch: Der aus Großbritannien

stammende Bildhauer hat 2006 ein 15

Hektar großes ziemlich verwildertes

Parkgrundstück in Wuppertal erworben

rund um die denkmalgeschützte Villa

Waldfrieden, dem früheren Wohnsitz des

Unternehmers Kurt Herberts, Chef einer

Farben- und Lackfirma. Bis zu seinem

Tod 1989 wohnte Herberts in dem architektonisch

bedeutsamen, nach anthrosophischen

Gesichtspunkten erbauten Haus.

Mit Tony Cragg kehrte in Haus und Park

neuer Wind ein – denn der Bildhauer hat

sich zum Ziel gesetzt, den inzwischen auf

20 Hektar angewachsenen Park durch

Skulturen aus seinem eigenen Atelier oder

dem anderer Künstler zu gestalten und in

einer besonderen, eindrucksvollen Weise

Kunst und Natur miteinander zu verbinden.

Die ca. 8 Kilometer lange Wanderung

führt am Unterbarmer Friedhof vorbei

über den Skulpturenpark in ein großes

zusammenhängendes Waldgebiet, das

von mehreren kleinen Nebenbächen der

Wupper durchzogen ist und mit seinem

bewegten Relief mit tief eingeschnittenen

Siepen, steilen Hängen, Felsaufschlüssen

ein vielschichtiges Bild der Kulturlandschaft

im unmittelbaren Umfeld einer

Großstadt darstellt.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

»Ohne Floß – nix los!«

Zu Gast bei der Trauerseeschwalbe

am Niederrhein

Die Trauerseeschwalbe steht in Nordrhein-Westfalen

auf der Roten Liste der

seltenen und gefährdeten Tierarten – leider

zu Recht: Denn im größten Bundesland

gibt es nur eine einzige Brutkolonie

dieser Vogelart, und die befindet sich am

Altrhein in Rees-Bienen. Aktive Schutzmaßnahmen

des Naturschutzzentrums

im Kreis Kleve, das gleich hinter dem

Deich seinen Sitz hat und das den Tieren

spezielle künstliche Brutflöße auf dem

Gewässer anbot, führten zu einer Rückkehr

dieser grazilen Flieger, die in den

1990er-Jahren bereits ausgestorben waren.

Diplom-Biologe Achim Vossmeyer

betreut das Trauerseeschwalbenprojekt

und wird anhand eines Bildvortrages

und auf der anschließenden Exkursion

zum Brutplatz viel Wissenswertes aus

dem Leben der Trauerseeschwalben berichten.

Mit etwas Glück können auch die

ersten Jungküken beobachtet werden.

Die Teilnehmer sollten, falls vorhanden,

ein Fernglas und festes Schuhwerk mitbringen

sowie dem Wetter entsprechend

gekleidet sein.

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

5. Juni, 10:40

15

> Wanderung

Sonntag, 9. Juni

14:00 bis 17:00

LNU, Naturschutzzentrum

im Kreis Kleve

Ltg. Achim Vossmeyer,

Mareike Büdding

Treffpunkt

Rees-Bienen, Parkplatz

am Bürgerhaus, Grietherbuscher

Straße

Anfahrt

ÖPNV: 13:33 ab Emmerich

Bf. Bus 88 bis Bienen; zurück

18:13 (dann Taxibus

01801/6424278, mind.

30 Min. vorher bestellen)

Pkw: A3, Abfahrt Rees,

B67, rechts über die L768

Millingen nach Bienen


16

Der Natur auf der Spur

Wo ein zweiter Nationalpark entstehen könnte

Das Eggegebirge bei Horn-Bad Meinberg

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

19. Juni, 10:40

> Wanderung

Sonntag, 23. Juni

11:00 bis 17:00

LNU, Förderverein

Nationalpark Senne

Ltg. Dirk Tornede

Treffpunkt

Wanderparkplatz Silberbachtal,

Neuer Teich,

32805 Horn-Bad Meinberg

Anfahrt

ÖPNV: Bahnstrecke wegen

Bauarbeiten gesperrt,

Busse als Schienenersatzverkehr

(SEV) 10:14 ab

Horn-Bad Meinberg oder

9:47 ab Paderborn Hbf.,

vom Bf. Leopoldstal ca. 1,5

km Fußweg in nördlicher

Richtung, Wanderweg X10

folgen zum Parkplatz

Pkw: A2, Abf. Bielefeld-

Zentrum, B66 Ri. Detmold,

weiter Ri. Bad Meinberg,

nach ca. 3 km Leopoldstal

Den nordrhein-westfälischen Naturschutzverbänden

ist schon lange klar,

dass das Einwohner stärkste Bundesland

neben der Eifel einen zweiten Nationalpark

in seinen Breiten ausweisen muss:

Schließlich beherbergt die Senne bei

Paderborn die meisten Tier- und Pflanzenarten

des Landes, die auf den roten

Listen stehen, und im angrenzenden

Teutoburger Wald und weiter südlich

im Eggegebirge stehen Buchenwälder in

einer Ausprägung und Qualität, wie sie

ihresgleichen in ganz Deutschland

suchen. Die weitgehend unzersiedelte

und unzerschnittene Landschaft gilt als

»Hotspot der biologischen Vielfalt« und

hat für den Naturschutz bundesweite

Bedeutung. Trotzdem wird es vorläufig

nicht zu einer Ausweisung als Nationalpark

kommen, da nicht alle Grundstückseigentümer

genauso wie Teile der Bevölkerung

davon überzeugt sind. Warum

der ehrenamtliche Naturschutz so vehement

einen Nationalpark Teutoburger

Wald als Vorgriff auf einen Nationalpark

Senne, wenn dort die britischen Truppen

in einigen Jahren abgezogen sind, gefordert

hat, soll die Wanderung von Leopoldstal

durch das Silberbachtal auf

den Velmerstot unter Beweis stellen: Ein

romantisches, abgelegenes Tal, umsäumt

von kapitalen alten Laubbäumen, mit

einem glasklaren Bach, an dem Mühlen

betrieben und an dessen Uferhängen

nach Silber gegraben wurde.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

In das Herz des Naturparks nach Raesfeld

Die westmünsterländer Parklandschaft

Wie alt sie ist, weiß niemand, auch die

Baumexperten nicht. Und so schwanken

die Schätzungen über das Alter der gewaltigen

Stieleiche zwischen 600 und 850

Jahren. Ob sie die älteste noch stehende

Eiche Deutschlands ist, weiß auch niemand

– sicher ist, dass sie zu den ältesten

Eichen im Bundesgebiet zählt mit ihrem

noch vorhandenen Stammumfang von

zwölf Metern. Innen ist die Gerichtseiche,

der Schauplatz des Femgerichts,

hohl, sie wird durch Stangen zusammengehalten,

schlägt mit ihrem schütteren

Laubkleid aber jedes Jahr wieder aus.

Die Femeiche steht in Erle, einem Ortsteil

von Raesfeld im Kreis Borken, dort, wo

das Münsterland nach Süden hin allmählich

endet und das nördliche Ruhrgebiet

beginnt. Starten wird die Wanderung

durch große Teile der münsterländischen

Parklandschaft in Rhade, einem Stadtteil

von Dorsten. Über Erle führt die Tour

nach Raesfeld. Unweit des imposanten

Wasserschlosses mit Dorffreiheit, Schlosskapelle

und historischem Tiergarten liegt

hier von Bäumen umgeben das Informations-

und Besucherzentrum Raesfeld. Es

ist das Herz des Naturparks Hohe Mark –

Westmünsterland, der dieses Jahr sein

50-jähriges Jubiläum feiert. Vorbei an

Feldern und Höfen quert die Tour kurz

vor dem Ziel den historischen Tiergarten

Raesfeld. Rücktransport mit einem Bus.

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

26. Juni, 10:40

17

> Wanderung

Sonntag, 30. Juni

11:30 bis 17:30

LNU, Naturpark Hohe

Mark-Westmünsterland

Ltg. Birgit Zimmermann

Treffpunkt

Dorsten-Rhade, Bahnhof,

Gemener Straße

Anfahrt

ÖPNV: Bahnstrecke Essen –

Borken, Essen Hbf. ab 10:31

bis Rahde

Pkw: A31, Abf. Lembeck,

Ri. Rhade/Raesfeld, hinter

Bahn übergang links

Gemener Straße


18

Der Natur auf der Spur

Ein Neubürger im Wittgensteiner Land

Die Auswilderung der Wisente

bei Bad Berleburg

> Sendungen

wdr 5 Neugier genügt

17. Juli, 10:40

wdr 5 KiRaKa

24. Juli, 14:05

> Wanderung

Sonntag, 21. Juli

11:00 bis 18:00

LNU

Ltg. Johannes Röhl

Treffpunkt

Bhf. Aue-Wingeshausen

Anfahrt

ÖPNV: 8:57 ab Siegen mit

RB97 bis Bf. Aue-Wingeshausen

Pkw: A4, Abf. Kreuztal,

weiter über B54 bis Hilchenbach,

dort links über Heinsberg

bis Aue

Im Nationalpark Bialowieza in Polen sind

sie seit Jahrzehnten unterwegs, tief in

den Wäldern, den Menschen nur selten

angesichtig, die massigen zotteligen Urviecher,

die in Westeuropa in freier Wildbahn

ausgestorben sind: Wisente, die

europäischen Bisons. In Nordrhein-

Westfalen leben sie nur in ganz wenigen

Schau- und Zuchtgehegen, bis Richard

Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg

in Bad Berleburg den Entschluss fasste,

Wisente in seinem Wald im Naturpark

Rothaargebirge wieder anzusiedeln. Drei

Jahre wurde eine Wisentherde darauf

vorbereitet, in die freie Wildbahn entlassen

zu werden. Dies passiert im Frühjahr

2013. Die Wanderung führt aus dem

male rischen Wingeshausen mit seinen

Fachwerkanwesen in die »Wisent-Welt-

Wittgenstein«, in das Gebiet der freilebenden

Tiere.

Damit die Wanderinnen und Wanderer

die Wisente auch sicher zu Gesicht

bekommen, beinhaltet die Tour den

Besuch der »Wisent-Wildnis am Rothaarsteig«,

ein etwa 20 ha großes Erlebnisschaugehege,

inmitten der fürstlichen

Wälder, in denen unterschiedliche Waldkulissen

von Fichtenbeständen bis zu ausgeprägten

Buchenwäldern zu sehen sind.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Erin, Langeloh, Wagenbruch

Landschaftskaleidoskop in Castrop-Rauxel

117 Jahre lang ist auf Erin Kohle gefördert

worden – ein Ire gründete 1866 die Zeche

und gab ihr den keltischen Namen »Erin«.

1983 machte Erin dicht und die Gebäude

wurden abgerissen. Das Gelände ist heute

Teil des regionalen Emscher Landschaftsparks

und wurde dafür zu einem grünen

Gewerbepark mit besonderer Architektur

umgestaltet: Bruchsteinmauern über

Grasland, Hecken rosen und Fuchsien,

begrünte Tafelberge und Wasserflächen

sind mitten im Ruhrgebiet Anspielungen

einer irischen Landschaft. Die Gesamtanlage

bildet ein keltisches Kreuz. Die

rund acht Kilometer lange Wanderung

führt vom Erin Park in die Naturschutzgebiete

Langeloh und Wagenbruch, ein

»vergessenes Idyll«, da sich hier naturnahe

Strukturen aus der Zeit gehalten

haben, als das Revier noch eine parkähnliche

Landschaft mit Ackerbau, Grünflächen

und großen Höfen mit kleinen Dörfern

war. Langeloh ist eines der schönsten

Bachtäler in der Umgebung, das im oberen

Teil fast komplett bewaldet ist. Den

Abschluss der abwechslungsreichen Tour

mitten im Revier bildet der Barockelemente

aufgreifende Stadtgarten direkt an

der Castroper Altstadt – ein interessanter

Kontrast zum rund 100 Jahre später entstandenen

Erin Park.

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

21. August, 10:40

19

> Wanderung

Samstag, 25. August

14:00 bis 18:00

LNU, Regionalverband Ruhr

Biologische Station

Östliches Ruhrgebiet

Ltg. Richard Köhler

Treffpunkt

Förderturm Erin Park,

Erinstraße, 44575 Castrop-

Rauxel

Anfahrt

ÖPNV: 12:32 ab Dortmund

Hbf. oder 12:47 ab Herne mit

RB43 bis Castrop-Rauxel

Süd, 10 Min. Fußweg

Pkw: A42, Abf. Castrop-

Rauxel/Bladenhorst, Schildern

»Erin Park« folgen,

Parkplätze Karlstraße und

Marktplatz Castrop


20

Der Natur auf der Spur

Hudewald, Meilerplätze, Wildnis

Wälder mit wechselvoller Geschichte

bei Arnsberg

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

28. August, 10:40

> Wanderung

Sonntag, 1. September

10:15 bis 16:30

LNU

Ltg. Prof. Wilfried Stichmann

Treffpunkt

Parkplatz Torhaus, B229,

südlich von Möhnesee-

Delecke

Anfahrt

ÖPNV: ab Bf. Soest 9:30 mit

Bus R49 bis Delecke, weiter

mit Bus 548 bis Torhaus

Pkw: A44, Abf. Soest, B229

Ri. Möhnesee bis Torhau

Insgesamt ist er selten in Deutschland,

der Straußenfarn – umso bedeutsamer ist

sein ausgedehnter Bestand im Hevetal im

nördlichen Arnsberger Wald, in dieser

Größenordnung wahrscheinlich die größte

Menge in Nordwestdeutschland. Vom

Hevesee der Möhnetalsperre führt die

Wanderung durch den ehemaligen Donnerschen

Wildpark in das Hevetal mit

dem Jagdschloss Wilhelmsruh (St. Meinolf).

Das Schloss erinnert ebenso wie

das Sikawild an eine prägende Zeit in der

Geschichte des Arnsberger Waldes. Wo

heute Naturschutzgebiete und zunehmend

naturnäher entwickelte Waldungen die

Bachtäler im Einzugsbereich der Heve

begleiten, prägten noch im ersten Drittel

des vorigen Jahrhunderts große Rudel

Schalenwild das Landschaftsbild. Nach

einem Mittagsimbiss geht es durch das

Waldarbeiterdorf Neuhaus zu einer der

ältesten Naturwaldzellen Nordrhein-

Westfalens, in denen die Entwicklung hin

zur Wildnis schon erlebbar ist.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Altena und seine Burg

Über die Höhen des Lennegebirges

Altena im Lennetal hat eine große historische

Vergangenheit: Die frühere Kreisstadt

war das Zentrum der so genannten

»Draatzöger«, der Drahtzieher, des Handwerks,

das u.a. Draht für Kettenhemden

und viele Werkzeuge herstellte. Heute gibt

es in Altena immer noch Drahtfabrikation,

aber in erheblich geringerem Maße. Die

einst blühende Industriestadt hat Konjunkturdellen

nicht wegstecken können,

und die Einwohnerzahl ist unter 18 000

Menschen gesunken; die Stadt hat teilweise

einen morbiden Charme – aber ein Bauwerk

trotzt den schlechten Zeiten: In maleri scher

Lage, hoch über der Lenne, thront eine der

schönsten Höhenburgen Deutschlands:

Die Burg Altena, auf der die Grafen von

Berg und von der Mark residierten und in

der der Schulmeister Richard Schirrmann

vor fast 100 Jahren die erste deutsche Jugendherberge

einrichtete. Die Wanderung

beginnt lenneabwärts in Nachrodt mit

dem Aufstieg auf »Claras Höhe« mit einem

traumhaften Blick über das Lennetal und

führt über das Lennegebirge mit seinen

Rotbuchenwäldern, steilen Hängen und

Nebensiefen Richtung Altena, dort Besichtigung

der Burg Altena am Tag des Offenen

Denkmals.

> Sendungen

wdr 5 Neugier genügt

4. September, 10:40

wdr 5 KiRaKa

11. September, 14:05

21

> Wanderung

Sonntag, 8. September

11:15 bis 17:00

LNU, Naturschutzzentrum

Märkischer Kreis

Ltg. Hans Obergruber

Treffpunkt

Lennebrücke in Nachrodt,

Hagener Straße/Altenaer

Straße gegenüber Sparkasse

Anfahrt

ÖPNV: Bf. Letmathe, weiter

10:59 mit Bus MVG37 bis

Nachrodt, Haltestelle Sparkasse

Pkw: A46 Abf. Oestrich,

5 km auf der B236 Ri. Altena


22

Der Natur auf der Spur

Kiefernwald in der Haard

Im Naturpark Hohe Mark – Westmünsterland

bei Marl-Sinsen

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

11. September, 10:40

> Wanderung

Sonntag, 15. September

12:00 bis 18:00

LNU, Naturpark Hohe Mark

– Westmünsterland

Ltg. Birgit Zimmermann

Treffpunkt

Marl-Sinsen, Bahnhof

Anfahrt

ÖPNV: Bahnstrecke Essen –

Münster, Essen Hbf. ab

11:18, Münster Hbf. ab 11:10

Pkw: A43, Abf. Marl-Sinsen,

links Ri. Marl-Sinsen, in

Sinsen links Bahnhofstraße

Sinsen, der nördlich gelegene Stadtteil

Marls, ist das Tor zu einem der größten

im Naturpark Hohe Mark – Westmünster

land eingebetteten zusammenhängenden

Waldgebiete dieser Region,

der »Haard« mit 5500 Hektar Fläche.

Die Haard ist nahezu unbesiedelt, wird

lediglich durch eine viel befahrene Landesstraße

durchquert und ist ein hügeliges

Gebiet mit mehreren Erhebungen,

deren höchste der 175 Meter hohe »Stimberg«

ist. Ein ideales Gelände mit seinen

Hügeln und Kuppen und dazwischen gelegenen

meist trocken gefallenen Tälern

für die Naherholung, aber auch wichtiges

Rückzugsgebiet verschiedener Tier- und

Pflanzenarten. Die ursprüngliche Heidevegetation

der Haard war mit ihren

nährstoffarmen Böden lange Zeit geprägt

von Kiefernwäldern, weil die Kiefer im

nahen Bergbau als Grubenholz eingesetzt

werden konnte. Inzwischen wird der

Kiefernwald zunehmend durch den Re -

gionalverband Ruhr als größtem Waldeigentümer

der Haard in Laubbaumbestände

aus Eiche und Buche umgewandelt.

Die Wanderung führt auf verschlungenen

Pfaden der Haard mit Felsbänken

aus Sand zum neuen Feuerwachturm auf

dem Rennberg. Bei guter Fernsicht ist

von dort aus ein Panorama erkennbar,

das vom Teutoburger Wald bis zum Niederrhein

und von den Baumbergen bis

ins Bergische Land und Sauerland reicht.


Anmeldung unter der Telefonnummer 02932 4201

Fluss im Wandel

Naturkundliche Wanderung im Wittener Ruhrtal

Die Ruhr, von der Eiszeit geprägt, durch

Industrie, Bergbau und Landwirtschaft

beeinflusst, als Transportweg, Energie-

und Trinkwasserspender genutzt und

heute als Freizeit- und Naherholungsgebiet

geschätzt, unterlag mit ihrer Flusslandschaft

einem stetigen Wandel. Seit

einigen Jahrzehnten erobern neue Arten

wie Herkulesstaude, Indisches Springkraut,

Kanadagans oder Nutria den Fluss

und seine Ufer. Viele heimische Arten

aber sind geblieben: Eisvogel, Graureiher

und Haubentaucher brüten an der Ruhr,

zahlreiche Wasservögel aus Osteuropa

und Skandinavien überwintern auf den

Stauseen. In der warmen Jahreshälfte

sonnen sich Ringelnattern und Zauneidechsen

auf den Gleisschottern der

Ruhrtal-Museumsbahn, am Schornstein

des Industriemuseums Zeche Nachtigall

ziehen Falken ihre Jungen auf, und in

den alten Bergbaustollen suchen Fledermäuse

ein Quartier. Die Wanderung beginnt

am Kemnader See und führt vorbei

an historischen Sehenswürdigkeiten wie

dem »Königlichen Schleusenwärterhäuschen«

und der Burgruine Hardenstein

zur Ruhrtalfähre und auf der anderen

Seite der Ruhr zum Industriemuseum

Zeche Nachtigall. Mit der historischen

Ruhrtalbahn geht es bis zur Station Witten-Herbede

und zu Fuß zum Ausgangspunkt

am Kemnader See.

> Sendung

wdr 5 Neugier genügt

25. September, 10:40

23

> Wanderung

Samstag, 29. September

12:00 bis 18:00

Naturschutzgruppe Witten

Biologische Station e.V.

(NaWit)

Leitung: Birgit Ehses,

Annette Schulte,

Jörg Nowakowski

Treffpunkt

Parkplatz Freizeitbad

Heveney am Kemnader See,

Querenburger Straße 35,

58455 Witten

Anfahrt

ÖPNV: 11:30 ab Witten Hbf.

Bus 320 bis Haltestelle Freizeitbad

Heveney

Pkw: A43, Abf. Witten-

Heven, Ausschilderung

Freizeitbad Heveney


24

Der Natur auf der Spur

Vom Mittelalter in den Nationalpark Eifel

Nideggen und die Buntsandsteinfelsen

an der Rur

> Sendungen

wdr 5 Neugier genügt

16. Oktober, 10:40

wdr 5 KiRaKa

23. Oktober, 14:05

> Wanderung

Sonntag, 20. Oktober

11:00 bis 18:00

LNU, Förderverein

Nationalpark Eifel

Ltg. Aggi Majewsky, Uwe

Schröder, Marian Zempel

Treffpunkt

Nationalparktor, Im Effels 9,

52385 Nideggen

Anfahrt

ÖPNV: 10:30 mit RB21 ab

Düren Bf. bis Nideggen-

Brück, Abholservice bis

Nideggen (nach Voranmeldung

bei LNU-Landesgeschäftsstelle)

Pkw: A4, Abf. Düren, B56

Ri. Düren/Zülpich, vor Froitzheim

rechts Ri. Nideggen,

in Nideggen Abender Straße

folgen bis Ortsausgang,

rechts »Im Effels«

Nideggen am Nordrand der Eifel lässt seine

Einwohner immer wie Schlossherren

erscheinen. Nicht nur von den Resten der

alten Burganlage aus, sondern auch vom

Kirchturm und den beiden wieder aufgebauten

Stadttoren fällt der Blick hinunter

ins tief unten gelegene Tal der Rur und

nach Norden auf die Weite der Bördenlandschaft.

Schon früh hatten die Grafen

von Jülich die strategische Lage Nideggens

erkannt und ließen deshalb im Mittelalter

dort eine Burg und zu ihren Füßen eine

kleine Stadt errichten. Heute ist Nideggen

Eingangstor in den Nationalpark Eifel –

unsere Tour führt über schmale und teilweise

steile Pfade entlang der Buntsandsteinfelsen,

die das markante tief eingeschnittene

Rurtal prägen. Die Felsen sind

Rückzugsgebiet bedrohter Tierarten:

Uhus brüten hier, Fledermäuse leben in

den Spalten und Höhlen, Schlingnatter

und Mauereidechsen bevorzugen die Wärme

der Steine und die vielen Nischen. Über

die urtümliche und urwüchsige Auenlandschaft

entlang der Rur geht es in die

nördlichsten Ausläufer des Nationalparks

Eifel. Rückkehr vom kleinen Bahnhof

Blens mit der Bahn.


Mit Dank an:

> LNU-Mitgliedsvereine

· AG Amphibien- und

Reptilienschutz in Dortmund

· AG Biologischer Umweltschutz

im Kreis Soest

· AG Biotopschutz im

Kreis Viersen

· AG für Naturschutz

Tecklenburger Land

· AG Landschaftspflege und

Artenschutz (Delbrück)

· AG Natur- und Umweltbildung

LV NRW

· AG Naturgemäße Waldwirt-

schaft, LG NRW

· AG rheinisch-westfälischer

Lepidopterologen

· AG Umweltschutz Schwelm

· AG westfälischer Entomologen

· AK für Umwelt und

Heimat Lünen

· AK Natur- und Umweltschutz

im südl. Ennepe-Ruhr-Kreis

· AK Umweltschutz Bochum

· Akademie für ökologische

Landesforschung

· Ameisenschutzwarte,

LV NRW

· Bergischer Naturschutzverein

· Biologische Station

im Kreis Wesel

· Biologische Station Krefeld

· Biologische Station

Krickenbecker Seen

· Biologische Station

Minden-Lübbecke

· Biologische Station

Rieselfelder Münster

· Biologische Station Zwillbrock

· Bund für Vogelschutz

und Vogelkunde Herdecke

und Hagen

· Bürgergemeinschaft gegen

die Zerstörung der Weetfelder

Landschaft

· Bürgerinitiative gegen den

Bau der B55n westlich von

Stirpe und Weckinghausen

· Bürgerinitiative Kalthof-West

· Deutsche Gesellschaft für

Gartenkunst und Landschafts-

pflege, LV Ruhrgebiet

· Deutsche Gesellschaft für

Gartenkunst und Landschafts-

pflege, LV Westfalen

· Deutsche Waldjugend, LV NRW

· Deutscher Alpenverein, LV NRW

· Eifelverein

· Entomologischer Verein

Krefeld

· Essener aktiv gegen Umwelt-

zerstörung

· Faunistisch-Floristische AG

Rheinland-Niederberg

· Förderverein Nationalpark

Senne-Eggegebirge

· Förderverein Naturschutz

Märkischer Kreis

· Forstverein für NRW

· Freundeskreis Botanischer

Garten Aachen

· Gelpe-Verein

· Gemeinnütziger Umwelt-

schutzverein pro grün

Paderborn

· Gemeinnütziger Verein

pro grün Bielefeld

· Gemeinschaft für Natur-

und Umweltschutz

im Kreis Gütersloh

· Gemeinschaft für

Naturschutz Senne

· Kreisverband Kleve

für Heimatpflege

· Kreisverband Natur- und

Umweltschutz Euskirchen

· Landesverband für Höhlen-

und Karstforschung NRW

· Landschafts- Informations-

Zentrum Wasser und Wald

Möhnesee

· Landschaftsschutzverein

Kottenforst

· Landschaftsschutzverein

Vorgebirge

· Leben Wuppertal-Nord

· Lengsdorfer-Bach-Freunde

(Bonn)

· Lippischer Heimatbund

· Natur- und Umweltschutz-

verein Gronau

· Natur- und Vogelschutzverein

Haltern und Umgebung

· Natur- und Vogelschutzverein

Kreis Borken

25

· Naturkundlicher Verein

Egge-Weser

· Naturschutz Aktiv

(Kreis Höxter)

· Naturschutz

Rheinbach-Voreifel

· Naturschutzgruppe Witten –

Biologische Station

· Naturschutzzentrum

Märkischer Kreis

· Naturwissenschaftliche

Vereinigung Hagen

· Naturwissenschaftliche

Vereinigung Lüdenscheid

· Naturwissenschaftlicher Verein

für Bielefeld und Umgegend

· Naturwissenschaftlicher

Verein Wuppertal

· Niederrheinischer

Umweltschutzverein

· Ökologischer Jagdverein NW

· Rheinischer Verein für

Denkmalpflege und Land-

schaftsschutz

· Sauerländischer Gebirgsverein

· Schutzgemeinschaft

Deutscher Wald, LV NRW

· Sportfischerei-Verein Hagen,

Herdecke und Umgegend

· Sportfischerverein

»Sauerland« Neheim

· Sportfischerverein

Gut Wasserwaid Neheim

· Stadtlohner Naturschutzverein

· Stoppt A445

· Tier- und Naturschutzverein

Wülfrath

· Umwelt- und Naturschutz-

Kreis Erftstadt

· VerBund (Geseke)

· Verein für Natur- und Umwelt-

schutz im Kreis Warendorf

· Verein für Natur- und Vogel-

schutz im Hochsauerlandkreis

· Verein Niederrhein

· Verschönerungsverein

für das Siebengebirge

· Waldakademie Vosswinkel

(Arnsberg)

· Westfälischer Heimatbund

· Westfälischer Naturwissen-

schaftlicher Verein


Internet Livestream:

www.wdr5.de

E-Mail: wdr5@wdr.de

wdr 5-Hotline:

0221 56789 555

wdr 5, 50600 Köln

Empfangsgebiete UKW MHz

Aachen/Euregio 101,9

Eifel 89,6

Monschau 87,7

Kölner Bucht 88,0

Köln 88,0

nördl. Erftkreis 101,9

Bergisch. Land 88,8/90,3

Rh.-Berg. Kreis 88,0

Rhein/Ruhr 88,8

Kleve 99,7

Dortmund 88,8

Münsterland 92,0

Ibbenbüren 88,5

Sauerland 98,6

Arnsberg 88,5

Hallenberg 88,3

Märk. Kreis und

Kreis Olpe 90,3

Schmallenberg 90,0

Siegerland/

Wittgensteiner Land 95,8

Siegen 97,6

Ostwestfalen 90,6

Bad Oeynhausen 87,7

Höxter 93,9

Lübbecke 88,6

Warburg 88,4

Kabel:

Frequenzinformation bitte beim

örtlichen Kabelbetreiber erfragen.

Satellit digital:

DVB-S Radio

ASTRA 1H (19,2° Ost), Transponder 93

Frequenz 12.266 MHz

Polarisation horizontal

Fehlerschutz FEC 3/4

Symbolrate 27,500

Weitere Informationen zu den

Radiofrequenzen sind in der

Frequenzdatenbank des wdr

unter www.unternehmen.wdr.de

zu finden. Weitere Auskünfte erhalten

Sie von der Technischen

Information des wdr unter

0221 56789 090.

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