pdf 2.42 - Offene Kirche Elisabethen

offenekirche.ch

pdf 2.42 - Offene Kirche Elisabethen

Offene Kirche Elisabethen

Ereignisort im Basler Zentrum – vielfältig, offen, belebt

2008 CHF 3.– www.offenekirche.ch

Lebendige

Vielfalt

Ebru – Vielfalt der Türkei

Ausstellung

Das grosse Gastmahl

Bankett

Geschenk-Tausch-Aktion

Kinderanlass


Impressum

2008

Redaktion Offene Kirche Elisabethen

Gestaltung Schärrer + Bachmann graphic design

Druck Dreispitz Druck

Auflage 8000 Exemplare

Fotos Andi Cortellini (S. 2,11,16)

Attila Durak (S.12)

Fanie Jason (S. 6)

Philippe Rossier (S.1,14)

Peter Schmalfuss (S. 7)

Fred Siegenthaler (S. 9)

Heini Stucki (S.10)

Heinke Torpus (S. 8)


Markus Ritter

Präsident des Vereins

Offene Kirche Elisabethen

Lebendige Vielfalt

Editorial

Die Offene Kirche ist ein Ort, wo jenseits des Mainstreams und des kollektiven

Irrsinns Gesten, Haltungen und Tätigkeiten eingeübt werden, die immer wieder

um die grossen Themenfelder kreisen: Respekt, Liebe, Demut.

In der NZZ vom 18./19. Oktober war zu lesen: «Demut gehörte nicht zur Firmenkultur

der UBS». Die Offene Kirche Elisabethen ist zwar kein börsenkotiertes Unternehmen,

aber die Frage nach der «vereinseigenen Kultur» hat den Vorstand im letzten

Jahr beschäftigt. Wir möchten uns neu ausrichten in einer Umwelt, die das besinnliche

Nachdenken geradezu herausfordert. 2008 war das Jahr einer weltweiten

Finanzkrise. Was vordem gültig und wichtig war ist zerstoben und verlöscht. Die

Gier verdient kein Vertrauen mehr.

Im letzten Jahr hat die katholische Seelsorgerin Eva Südbeck-Baur nach zehnjährigem

Wirken die Offene Kirche am 1. November 2008 verlassen. Der Vorstand und viele

Besucherinnen und Besucher danken ihr für ihren Einsatz und die Mitwirkung an der

Profilierung der Offenen Kirche zu einem unverwechselbaren Ort der religiösen und

sozialen Besinnung. An ihrem neuen Wirkungsort wünschen wir ihr viel Erfolg und

Befriedigung.

Ich danke den Vereinsmitgliedern und den Besucherinnen und Besuchern unserer

Anlässe für Unterstützung und Mitwirkung. Den Vorstandsmitgliedern danke ich für

ihren grossen Einsatz in einer schwierigen Zeit.Wie jedes Jahr rufe ich Ihnen die Bitte

zu, wer die Möglichkeit hat unseren Betrieb durch eine Zuwendung zu sichern, der

möge es tun.

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Mitarbeiter/innen

André Feuz,

reformierter Pfarrer

Sandra Hirschi,

Sigristin/Sekretärin

Eva Südbeck-Baur,

katholische Seelsorgerin

In Gang setzen

Es war ein buntes und lebendiges Jahr: Insgesamt sechs

Ausstellungen wurden gezeigt. Und im Rahmen der «Best

Bible Stories», einer Kampagne der evangelisch-reformierten

Kirche Basel-Stadt, hat die Offene Kirche die Kundinnen und

Kunden von Tischlein deck dich! zum «grossen Gastmahl»

eingeladen.

Vieles wird in der Offenen Kirche Elisabethen sichtbar und

erlebbar: Kunstausstellungen etwa oder die KinderKirche am

Klosterbergfest. Aber auch die Gedenkfeier für verstorbene

Kinder, in der sich Rituale und Texte verbinden. Thematische

Ausstellungen – «Auf den Spuren von NEE (Nicht-Eintretens-

Entscheid» und Begleitveranstaltungen, aber auch Konzerte,

Diplomfeiern,Vorträge. Hörbar, sichtbar – manchmal kann man

eine Veranstaltung auch «riechen» – bei Banketten, wo gegessen

und getrunken wird.

Viel Arbeit aber spielt sich hinter den Kulissen ab. Die Arbeit

im Vorstand etwa, die Vorbereitungen der Hilfssigristen und der

Sigristin. Still und leise sind die freiwilligen Mitarbeiter/innen

im Sekretariat. Ohne diese Helferinnen und Helfer wären auch

viele der hörbaren, sichtbaren oder riechbaren Angebote nicht

möglich.

André Feuz


Kirchenraum in Vielfalt Adieu und alles Gute

Im Raum Basel eine grosse Räumlichkeit mit besonderem

Ambiente für Festlichkeiten zu finden ist nicht einfach. Daher

freuen sich viele Menschen, ihr Geburtstagsfest, Hochzeitsbankett

oder einen Personalanlass in der Elisabethenkirche

feiern zu dürfen. So wird die ursprüngliche Idee, dass die

Offene Kirche Elisabethen ein Ort für das Stille und Ruhige

ist, jedoch auch das Fest und die Freude Raum findet, immer

wieder neu gelebt.

Da die Kirche nicht auf das Feiern von Festen ausgerichtet ist,

stellt die Durchführung eines Banketts grosse Anforderungen

an alle Beteiligten. Meist bringt der beauftragte Catering-Service

Tische, Stühle, Geschirr und Dekomaterial mit und baut

manchmal sogar eine mobile Küche in einem Zelt auf dem

Kirchenplatz auf. Die Banketttische werden weiss gedeckt und

mit Geschirr, Gläsern und Kerzenständern bestückt. In kurzer

Zeit verwandelt sich so der stille Kirchenraum in einen festlich

geschmückten Saal.Wenn alles bereit steht, die Kerzen brennen

und leise Musik aus dem Hintergrund tönt, ist die Kirche bereit

für die geladenen Gäste. Nicht selten hört man von den Eintretenden

dann ein staunendes «Oh – wie schön»! Das Fest kann

dann beginnen.

Sandra Hirschi

Mitarbeiter/innen

Viele bleibende Erinnerungen und ein schöner Abschiedsapéro

mit herzlichen Worten, einem getanzten Gebet, getanzt

von Regula Wyser, gelesen von Monika Hungerbühler

und musikalisch interpretiert von Felix Probst haben meinen

Abschied begleitet.

Nach bald 10 Jahren Co-Leitung in der Offenen Kirche Elisabethen

mit vielen Erinnerungen an Veranstaltungen, Begegnungen und

Zusammenarbeiten habe ich meine Arbeit in Basel abgeschlossen

und mir eine neue Herausforderung bei der Caritas Zürich gesucht.

Ich danke allen, die mir Vertrauen entgegen gebracht haben.

Ich wünsche Ihnen, dass die Offene Kirche auch für Sie ein Ort

Ihrer inneren Orientierung sein kann, in dem Ihre Träume Raum

haben. An dem Sie sich mit gesellschaftlich und individuell

wichtigen Themen auseinandersetzen können und Menschen

treffen, bei denen es gut Sein ist und wo man ein offenes Ohr

findet, wenn man Sorgen hat. Der Offenen Kirche wünsche ich

den Mut, beim interreligiösen Dialog und ökologischen Fragestellungen

Schwerpunkte zu setzen.

Ihnen alles Gute und adieu!

Eva Südbeck-Baur

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Schwerpunkte

Ländliches Südafrika mitten in der Stadt Basel

Link zur Ausstellung: www.our-land.de

Link zur ökum. Kampagne: www.oekumenischekampagne.ch

Die Wanderausstellung über ländliche Armut in Südafrika verdeutlichte

in 60 Schwarz-Weiss-Bildern, wie vielfältig – und

ungleich – das Leben sein kann.

Die Bilder geben Einblick in den Alltag von Menschen in einem

Land, das 14 Jahre nach dem Ende der politischen Apartheid

geteilt ist in arm und reich. Drei Fotografen haben mit viel

Einfühlungsvermögen Aufnahmen gemacht von Menschen, die

täglich um ein menschenwürdiges Leben kämpfen.

Die Ausstellung bot – mit Musik aus Südafrika – den idealen

Rahmen für die Podiumsdiskussion, in der Gäste aus dem

ländlichen Afrika die Diskussion suchten mit Maya Graf,

der Baselbieter Nationalrätin und Biobäuerin. Der Kleinstbauer

Albert Ngojo bebaut Land mit seiner Genossenschaft,

welches in der Schweiz nicht bepflanzt würde. Mercia Andrews

erzählte von ihrem politischen Kampf mit der armen Landbevölkerung

Südafrikas, die neben Grossfarmen ihre kärglichen

Lebensgrundlagen erarbeiten. Und schnell war klar:

Trotz grosser Unterschiede haben Bäuerinnen und Bauern in

Nord und Süd ähnliche Fragen an die Politik. Und es braucht

gerade sie, «damit das Recht auf Nahrung kein frommer Wunsch

bleibt».

Urs Brunner


Brotlos und vielfältig

Das Brotloskunsthappening «Zeit-Punkte» war sprichwörtliche Vielfalt. Die Offene Kirche

Elisabethen hat es ermöglicht, dieses grosse Kunstprojekt zu veranstalten.

So war die Vernissage ein ganz besonderer Tag für die Künstlerinnen und Künstler.

Nicht nur weil 13 nationale und

internationale Künstler ihre Werke

präsentierten, sondern auch weil

dank den 20 Solisten dieser Abend

zu einem unvergesslichen Erlebnis

wurde.

Peter Schmalfuss

Da war Poesie, George die Marionette,

Klangschalen, Super8 Film

Performance, Stepptanz, Jazz, Flamenco und Elektronische

Live Musik. Einfach toll!

Rund 15 freiwillige Helfer und Helferinnen haben uns unermüdlich

unterstützt: beim Aufhängen der Bilder, beim Einrichten

der Bar und schliesslich bei der Bewirtung unserer

zahlreichen Gäste. Ein herzliches Dankeschön euch allen!

Möglich wurde das alles dank der Unterstützung vieler

Sponsoren und der Zusammenarbeit mit der Offenen Kirche

Elisabethen – auch dafür ganz herzlichen Dank!

Wir freuen uns auf weitere Happening. Infos finden Sie unter:

www.brotloskunsthappening.ch

Schwerpunkte

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Schwerpunkte

Ausstellung «zum Kern»

Ursula Hofmann Heinke Torpus

Im Mai 2008 zeigten die Künstlerinnen Heinke Torpus und

Ursula Hofmann ihre Arbeiten an den Wänden und in den

Rundbögen der Kirche.

Gemeinsam machten sie sich auf die Suche nach dem inneren

Kern, doch wählten sie zwei ganz verschiedene Ansätze für

die Darstellung des Menschlichen, sowohl vom Material wie

von der Ausdrucks- und Vorgehensweise: Heinke Torpus fotografierte

Körperteile und bearbeitete die Fotos, indem sie ein

vom Modell ausgewähltes Symbol einsetzte, während Ursula

Hofmanns «Duendes» – weisse Grafiken aus Draht und Gaze –

menschliche Gebärden darstellten.

Die Vernissage und auch das Rahmenprogramm, bestehend aus

einem Workshop im Refektorium, aus einer Tanzdarbietung des

Flamenco meets Arts und aus einer Finissage mit Berichten

über die Fotointeraktion, wurden erfolgreich besucht.

Duendes und Fotografien «zum Kern»


Fred Siegenthaler

Im Juni wurde Fred Siegenthalers Serie grosser Bildtafeln

mit dem Titel «Vater Unser – Unser Vater» ausgestellt.

Bei meinem «meditativen Alterswerk» habe ich das wohl meistgesprochene

Gebet der Christenheit in unterschiedlichen

Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch,

Romanisch, Spanisch, Latein, Ungarisch, Polnisch, ja sogar

Aramäisch, Swahili und Maori mit Acrylfarben auf Leinwand

gemalt. In dieser Serie ist jedes Exponat eine Einheit aus Sprache,

Vielfältiges Unser Vater – Vater Unser

Schwerpunkte

Schrift und Design, sei es symbolhaft oder mit direktem Bezug

zur jeweiligen Nation, wenn ich beispielsweise das italienische

Vater Unser auf dem Bildhintergrund der italienischen Flagge

in Szene setzte.

Das Kirchenschiff mit seiner anheimelnden, mystischen

Atmosphäre war der denkbar schönste Rahmen für diese

Ausstellung, in der ich das Gebet des Herrn künstlerisch zum

Ausdruck bringen konnte – als Vielheit in der Einheit.


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Schwerpunkte

Auf den Spuren von NEE (Nicht-Eintretens-Entscheid)

Heini Stucki porträtiert Menschen, die von einem Nicht-Eintretens-Entscheid

betroffen sind. In seinen Bildern wird ihr

Alltag gezeigt, ein Stück ihres Lebens hier in der Schweiz.

Wer als Flüchtling in die Schweiz kommt, hat ein Anrecht auf

ein Asylverfahren. Es sei denn, er erhält einen NEE, einen Nicht-

Eintretens-Entscheid. Es liegen Gründe vor, nicht auf den Asyl-

Antrag einzutreten.

Die Fotografien von Heini Stucki porträtieren Menschen,

die von einem NEE betroffen sind. Ihr Asylgesuch wird nicht

behandelt. Sie müssen aus der Schweiz ausreisen. Für die Zeit

ihres Aufenthalts erhalten sie Nothilfe. Einige reisen aus, andere

tauchen unter und leben illegal in der Schweiz. Die eindrücklichen

Schwarz-Weiss-Aufnahmen gehen unter die Haut, weil sie die

Menschen zeigen, die sich hinter einem bürokratischen Begriff

wie NEE verbergen.

«Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen,

hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die

für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.» Art. 12 BV

Die Kantone setzen diesen Artikel um mit finanzieller Unterstützung,

der sogenannten Nothilfe. Pro Tag und Person stehen

dafür zwischen 8 und 12 Franken zur Verfügung. Kein grosser

Betrag. Er ermöglicht nicht viel.

Bis zu 18 Monate können Asylsuchende mit einem rechtsgültigen

NEE inhaftiert werden. Der junge Filmer Léo Pauwels

hat die Geschichte eines Algeriers im «Bässlergut» festgehalten.

Ein eindrücklicher Kurzfilm, der in der Zeit der Ausstellung zu

sehen war.

André Feuz

Kooperation mit Caritas Basel, Schweizerisches Rotes Kreuz

Basel-Stadt, Anlaufstelle Basel-Land, BAS – Beratungsstelle für

Asylsuchende der Region Basel


«Das grosse Gastmahl»

Im Rahmen der Kampagne «Best Bible Stories» der evangelisch-reformierten

Kirche Basel-Stadt wurde in der Offenen Kirche Elisabethen das grosse

«Gastmahl» inszeniert: Die Kundinnen und Kunden von Tischlein deck dich!

wurden zu einem Bankett eingeladen.

«Oh – ist das schön!» sagt ein kleiner Junge, der zusammen mit

seiner Schwester und seiner Mutter in die Kirche tritt. Nicht

nur die Grösse der Kirche beeindruckt ihn, sondern auch die

Beleuchtung, die schön gedeckten Tische, die Atmosphäre.

Die Kundinnen und Kunden von Tischlein deck dich! erleben

die Kirche heute anders. Geschmückt, festlich. Normalerweise

holen sie hier jeden Freitag Lebensmittel ab. Für einen

symbolischen Beitrag von 1 Franken. Heute aber sind sie eingeladen

– zu einem Dreigang-Menü mit Wein und Musik.

Strahlende und zufriedene Gesichter. Die meisten erleben

heute, was sie sonst kaum erleben: Für sie wird gekocht und

das Essen wird serviert. Es hat von allem mehr als genug.Von

dem können sie sonst nur träumen. Und so ist an diesem

Abend ein Traum wahr geworden.

Mit grosszügiger Unterstützung der Christoph-Merian-Stiftung,

der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt und

den Catering-Unternehmen «Chefs on Fire» und «L’Escale».

Schwerpunkte

André Feuz Kundinnen und Kunden von Tischlein deck dich! beim Bankett

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Schwerpunkte

Hemsinli, Camlihensin

Ebru – die Vielfalt der Türkei


Die Ausstellung Ebru («marmoriertes Papier») des Fotografen Attila Durak

ist eine mitreissende und ergreifende fotografische Reise, die die reiche

multikulturelle Geschichte der Türkei anhand von Porträts 44 ethnischer Gruppen

beleuchtet.

Gezeigt wird jedoch auch, wie Unterschiede

immer wieder benutzt wurden

und werden, um Gewalt hervorzurufen,

statt Interesse und Neugierde zu wecken.

Attila Durak gelingt es auf beeindruckende,

farbenprächtige Art einige dieser Geschichten

zu erzählen.

Attila Durak über seine Motivation: «Ich

war schon immer neugierig, was die

persönlichen Geschichten der Menschen

angeht, die ich fotografiere. Es sind die

Menschen hinter den Bildern, die mich

dazu inspirierten, die verschiedenen Orte

zu besuchen, Menschen zu begegnen,

die in unterschiedlichen sozialen Bedingungen

leben, ihre Geschichten durch

meine Fotografien zu erzählen, und ihren

Lebensgeschichten Langlebigkeit, wenn

nicht sogar Dauer, zu verleihen.»

Das Staatsensemble für klassische türkische

Musik (Istanbul Tarihi Türk Müzigi

Toplulugu) pflegt das Erbe der klassischen

Sufi-Musik. Das Ensemble wurde

1991 mit der Unterstützung des Kultur-

Franziska Schmidt

Schwerpunkte

Juriaan Cooiman

ministeriums der Türkei in Istanbul gegründet

und steht unter der Leitung

von Ömer Tugrul Inançer. Während der

Auftritte werden zu den Liedern des

Dscherrahi-Ordens traditionelle Zeremonien

der Drehenden Derwische des

Mevlevi-Ordens aufgeführt.

Der Mevlevi-Dhikr wurde im Jahr 2005

in die UNESCO-Liste der Meisterwerke

des mündlichen und immateriellen Erbes

der Menschheit aufgenommen.

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Schwerpunkte

Kinderleichte Vielfalt

Mit zwei grossen Anlässen ist die Offene Kirche auch für die Kleinsten ein

«Begegnungsort»: mit der KinderKirche und der Geschenktausch-Aktion.

Strahlende Kinderaugen, ein Rennen und

manchmal auch Schreien in der Elisabethenkirche.

Eine 30 Meter lange Rutschbahn

durch die ganze Kirche. Basteln,

Märchen, Geschicklichkeitsspiele, ein

Glücksrad und das Malatelier auf der

Empore. Clowns und Luftballons,Theater-

und Zauber-Aufführungen. So zeigt

sich alljährlich die KinderKirche am Klosterbergfest

am letzten Wochenende im

August. Ein schönes und tolles Erlebnis,

nicht nur für die Kinder, sondern auch

für die vielen freiwilligen Helfer/innen,

ohne die dieser Anlass undenkbar wäre.

Leuchtende Augen dann ein paar Monate

später. Bereits zum elften Mal fand

die Geschenk-Tausch-Aktion statt. Getauscht

werden zwei «alte» Spielsachen

gegen ein «neues». Puzzle gegen Barbie-

Puppe und umgekehrt – für alle ist etwas

da, das sie mit nach Hause nehmen können

– ein Spiel, ein Plüschtier oder ein

Modell-Auto. Die jungen Besucher/innen

sind zufrieden – und die Kinder in Heimen,

die das Spielzeug bekommen, das

übrig bleibt, mehr als glücklich.

André Feuz


Konzertante Vielfalt

Der Schweizer Theologe Karl Barth hat einmal gesagt: «Engel würden Mozart spielen,

wenn sie unter sich sind.» Damit mag er Recht gehabt haben.

Doch immer wieder erleben wir in der Offenen Kirche Elisabethen, dass «Engel» auch

ganz andere Musik spielen, singen – manchmal auch dazu tanzen.

Auch im letzten Jahr wurde die Elisabethenkirche für vielfältige

konzertante Aufführungen, für Chorgesänge, für neue

und alte Musik genutzt. Und Musik spielt auch in den Feiern

eine wichtige Rolle. Musik als Ausdrucksform nicht nur der

Freude, sondern auch der Besinnung, des Nachdenkens.

So haben im letzten Jahr in der Offenen Kirche neben den

Mittwoch-Mittag-Konzerten rund 15 weitere Konzerte und

rund 15 musikalische Beiträge in gottesdienstlichen Feiern

ihren Platz gefunden. Auf vielfältige Weise: Neben dem

Schmaz – dem schwulen Männerchor Zürich – hat die

Mädchenkantorei gesungen, neben Hornroh mit modernem

Alphorn auch SLOWO mit ukrainischen sakralen Gesängen.

Immer wieder neu und alt und immer wieder begeisternd.

André Feuz

Hornroh

Schwerpunkte

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Ständige Angebote

Pulsierendes Leben

Jörn Schärer

Pächter

Die «vielfältige Lebendigkeit» ist in der Offenen Kirche

Elisabethen seit jeher Programm. Wenn ich mir dann aber

die Café-Bar an einem kalten Wintermittag vor Augen führe,

diesen kleinen Ort an der linken Ecke des grosszügigen

Kirchenbaus, erlebe ich diese Lebendigkeit in komprimierter

Form.

Hier wird geplaudert, gelacht, angeregt diskutiert, geweint, es

werden Probleme besprochen und Bekanntschaften geschlossen,

es wird angestossen und gefeiert. Das Stimmengewirr vermischt

sich mit Musik, aus der Kirche klingt ein Didgeridoo. Die

Raucher/innen sitzen oben, auf dem Sofa wird relaxt, ein

Espresso an der Bar ...

Die Café-Bar verbindet uns temporär, bevor das Leben unzählige

Geschichten und ebenso viele Fortsetzungen schreiben

wird.


Grosses Bedürfnis

André Feuz

Auch nach 15 Jahren ist das «Gespräch mit Handauflegen»

ein viel genutztes Angebot, das Menschen in ganz unterschiedlichen

Situationen hilft.

Alle paar Monate treffen sich die Heilerinnen der Offenen

Kirche Elisabethen zu einer Sitzung, zu der ich mit eingeladen

werde.Wir erzählen uns, was uns beschäftig – privat und bei

der «Arbeit». Es sind beeindruckende Treffen: Schöne und berührende

Begegnungen werden geschildert, Schwierigkeiten

offen diskutiert. Einzelschicksale finden Erwähnung, diskret

und im Kreis der Heilerinnen gehütet. Und immer wieder erzählen

die Heilerinnen davon, wie glücklich sie diese Arbeit

macht – den Hilfe suchenden Menschen beistehen zu können,

sie in ihrer Lebenssituation zu unterstützen. In diesem Geist

werden sogar die Sitzungen zu heilsamen Begegnungen.

Präsente Vielfalt

Heidi Schwald

Mitarbeiterin Präsenzdienst

Ständige Angebote

In der Kirche ist es ruhig, Alltagsproblemchen sind weg,

aufmerksam achte ich auf Besucher.

Zündet er einfach eine Kerze an? Setzt sie sich für einige

Minuten mit geschlossenen Augen hin? Erkundigt er sich

nach einem Anlass, will sie Auskunft über Sinn und Zweck

der Offenen Kirche? Sind Discos und Apéros in der Kirche

nicht des Teufels? Toll, dass Kinder laut sprechen dürfen!

Wo kann man in Basel denn übernachten, und wo bekommt

man etwas zu essen? Warum gibt es kein Kreuz in der Kirche,

aber Weihwasser? Lassen sich Café-Bar und Kirche vereinbaren?

Ist diese Kirche das Münster? Ich probiere zu helfen

mit klaren Antworten und gesundem Menschenverstand.

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Ständige Angebote

Teil der gelebten Vielfalt sein

Sehr oft habe ich in den vergangenen zwei Jahren vor

unseren Gottesdiensten den Präsenzdienst abgelöst oder

die Kirche überhaupt geöffnet. Während ich das Material

herbeitrage, Mikrophone aufstelle, manchmal Musik spiele,

Kaffee trinke, habe ich Gelegenheit, die Besucherinnen und

Besucher zu beobachten.

Touristen, die jedes Detail mit ihren Digitalkameras einfangen

wollen, stille Leute, die einfach den Raum durchschreiten,

Kerzen anzünden, sich hinsetzen. Kinder, die alles anschauen

wollen, mir zuschauen und im nächsten Moment davonstieben,

um irgendwo wieder aufzutauchen.

Wissbegierige können die unglaublichsten Dinge fragen,

andere können Geschichten erzählen oder genau erklären,

wie die Welt zu sein hätte.

Und dann wieder Leute, die mich fragen, was ich denn

vorbereite, um dann auf meine Antwort «den Gottesdienst

der lesbischen und schwulen Gemeinde» zu fragen: «Fein,

darf ich auch mitmachen?» Dann feiern und singen sie mit

und teilen das Abendmahl und stören sich nicht, in der

Minderheit zu sein.Viele Gottesdienste werden von Schwulen,

Lesben und Heteros gleichermassen besucht. Und keiner

fragt, wer was ist. Es ist einfach nur Gottesdienst.

Urs Graf

FeierAbendMahl – Frauen am Altar

Monika Hungerbühler

Leiterin Frauenstelle RKK BS

Tiernamen sind uns recht geläufig als Schimpfwörter: du

blöde Geiss, du dummer Affe, so eine lahme Ente, das ist

ja ein Sauhund! Aber es gibt auch wunderschöne hebräische

Tiernamen als Menschennamen: Jonas bedeutet Taube,

Lea bedeutet Kuh, Simon die kleine Hyäne.

Im 2008 stellten Eva Südbeck-Baur und Monika Hungerbühler

für jeweils 40 bis 80 Frauen, Männer und Kinder ein

Tier in den Mittelpunkt: Im März die Eselin, im Juni die

Honigbiene (Deborah), im September die Schlange und im

Dezember das Mutterschaf (Rahel).

Die Wertschätzung der Tiere war dabei ein Fokus, die Segens-

Verwandtschaft ein anderer, denn am sechsten Schöpfungstag

wurden sowohl die Säugetiere als auch die Menschen geschaffen

und von Gott DER LEBENDIGEN gesegnet.


«mimiko» – der Vielfalt Wege

Lucas Roessner

Organisator

Mittwoch Mittag Konzerte

Tatsächlich kann man es nicht allen Konzertbesucherinnen

und -besuchern recht machen. Schweizer Volkslieder

auf dem Vibraphon und E-Bass zu spielen. Ein

Skandal! Poplieder und Schlager statt Mozart. Unerhört!

Erotische Lieder der Renaissance. Und das in einer Kirche!

So ähnlich könnte man sich die Aussagen der Besucherinnen

und Besucher vorstellen. Nur eine Aussage hat

auch wirklich den Weg zu mir gefunden. Die anderen sind

frei erfunden. Die Vielfalt bei den Mittwoch Mittag

Konzerten ist für mich von grosser Bedeutung. Ich habe

mich entschieden, die Vielfalt in den Vordergrund treten

zu lassen.

So konnte man bei den Konzerten im letzten Jahr verschiedenen

Vogelstimmen lauschen, ein Brahms Trio geniessen

und bei einem Jazz Trio den Fuss wippen lassen.

Ja, so soll es sein.

Seelsorge

Beat Müller

Pfarrer

Ständige Angebote

Der Raum gleicht einer Klosterzelle: zwei Stühle, ein Tisch,

ein Sofa. Alles ist auf das Minimum reduziert.

Der Rahmen passt zu dem, was hier an einem Mittwochabend

passiert: Zwei Menschen sitzen sich gegenüber, der eine redet,

der andere hört zu und fragt nach, und im «Dazwischen» das

Unverfügbare, das wir Gott nennen.

Manchmal findet sich jemand ein, gelegentlich kommt niemand.

Die Abwesenheit von Computer und Telefon lassen

mich lesen, korrigieren, nachsinnen... Und aus der Stille erwächst

Kraft für den, der wartet, und für die, welche kommt

und weiss, dass auch am nächsten Mittwoch jemand hier sein

wird.

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Überblick

Spirituell-Religiöse Angebote/Veranstaltungen

23 Führungen von Gruppen

12 Lesbische und Schwule Basiskirche

4 Heilungsfeiern

4 FeierAbendMahl

26 Spezielle Feiern und Gottesdienste

48 Zazen/Stilles Gebet

48 Vipassana-/Achtsamkeitsmeditation

48 Seelsorge in der Elisabethenkirche

4 Vorträge

217 Total

Veranstaltungsspiegel 2008

Kulturell-Künstlerische Angebote/Veranstaltungen

35 Mittwoch-Mittag-Konzerte

34 Konzerte

7 Besondere Veranstaltungen

5 Discos

6 Ausstellungen

5 Tanz-Aufführungen

30 Theater-Aufführung

122 Total

Sozial-Gesellschaftliche Angebote/Veranstaltungen

48 Handauflegen und Gespräch

48 Tischlein deck dich

25 Apéros/Essen

4 Diplom-/Maturfeiern

8 Veranstaltungen

5 Geschenk-Tausch-Aktion für Kinder

138 Total

Total aller Veranstaltungen 2008: 447

Derwische des Mevlevi-Ordens (Ebru – die Vielfalt der Türkei)


Vielfältiger Dank – in Zahlen

Dank

5000 Stunden ist eine beachtliche Zahl von Freiwilligenarbeit.

100 000 Franken eine beachtliche Summe.

2008 wurden in der Offenen Kirche Elisabethen 5000 Stunden

freiwillige Arbeit geleistet: Im Vorstand, im Förderverein, im

Sekretariat und in der Buchhaltung, im Präsenzdienst und bei den

Heilerinnen. Dieser Zahl stehen nochmals 5000 bezahlte Arbeit

gegenüber: das Team und die Hilfssigristen. Das ist keine beliebige

Zahlenspielerei. Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig «Arbeit»

in der Offenen Kirche ist – bezahlte und freiwillige. Deshalb gilt der

Dank allen.

Im vergangenen Jahr gingen rund 100 000 Franken an Spenden ein.

Auch das ist eine beachtenswerte Zahl. Kleinere und grössere Beiträge,

regelmässige und einmalige Spenden. Ergänzt durch die

Beiträge der Kirchen und den Ertrag aus den Vermietungen. Und

auch diese Zahlen sind keine Spielerei. Die Beiträge ermöglichen

das Zusammenspiel derer, die in der Offenen Kirche arbeiten, weil

sie den «Raum», die Kirche, in der sich alles abspielt, offen hält – im

Winter warm hält, und in der Dunkelheit mit Licht versorgt. Auch

allen Geldgeberinnen und Geldgebern gilt deshalb ein grosser Dank.

Der Dank nun ist verbunden mit einem Wunsch: Dass die Offene

Kirche auch in Zukunft auf Sie zählen kann und auch auf Ihre

finanzielle Unterstützung!

André Feuz

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Organisationsstruktur

Vorstand des Vereins Offene Kirche Elisabethen

Mitglieder Matronats-/Patronatskomitee

Dr. Hartmut Arras Politikberater

Dr. Christoph Eymann Regierungsrat Basel-Stadt

Angeline Fankhauser Alt-Nationalrätin

Beatrice Inglin-Buomberger Ehem. Grossratspräsidentin

Dr. Christoph Koellreuter Direktor Basel Economics

Dr. Georg Krayer Alt-Präsident

Schweizerischer Bankiervereinigung

Präsident Markus Ritter Biologe

Vizepräsident Thomas Zellmeyer lic. phil I

Aktuar Peter Hadorn Kaufmann

Leitung Finanzwesen Udo Bartels Vermögensverwalter

Leitung Offene Kirche Elisabethen André Feuz Pfarrer ERK BS

Eva Südbeck-Baur Seelsorgerin RKK (bis 31.10.)

Kirchenrat ERK BS Hans Rudolf Hartmann Dr. phil II

Delegierte ERK BS Coosje Barink Pfarrerin ERK BS

Delegierter RKK BS Felix Hafner Prof. Dr., Universitätsdozent

Dekanat RKK BS Hermann Wey Theologe, Dekanatsleiter (ab 1. 4.)

Peter Albrecht Prof. Dr., Universitätsdozent

Gaby Fierz Ethnologin

Helen Schai Katechetin/Familienfrau

-minu Journalist

Jeffrey Sandragesan Honorarkonsul

Jörg Schild Alt-Regierungsrat Basel-Stadt

Barbara Schneider Regierungsrätin Basel-Stadt

Pfr. Theophil Schubert Alt-Kirchenratspräsident ERK BS

Dr. Ueli Vischer Alt-Regierungsrat Basel-Stadt


Freiwillige tragen prägende Elemente der Offenen Kirche Elisabethen

Gelebte Vielfalt, wie sie im Jahresbericht zum Ausdruck

kommt, ist in dieser Form nur möglich durch umfangreiche

Freiwilligenarbeit. Jahraus, jahrein sind diese Menschen für

die Offene Kirche da, engagiert und auch ein wenig stolz auf

ihr wichtiges Wirken.

Es sind Viele, die in unterschiedlichsten Aufgaben einen

wichtigen Beitrag zum reibungslosen Funktionieren der «gelebten

Vielfalt» in der Offenen Kirche Elisabethen erbringen.

Rechnerisch finden die geleisteten Stunden in jedem Jahresbericht

ihren Niederschlag. Was dahinter steckt, will ich am

Beispiel des Präsenzdienstes darstellen.

Immer ist ein Mensch des Präsenzdienstes während der

Öffnungstage in der Kirche anwesend. Ausgestattet mit der

Schlüsselgewalt ist er Gastgeber und steht Besuchenden für

vielfältigste Auskünfte zur Verfügung. Oft geht es allein auch

darum, dass jemand mit einem offenen Ohr da ist. Es ist

beeindruckend, wie souverän die rund 25 Präsenzdienst-

Leistenden ihre «pausenlosen» Einsätze in 3-Std-Tranchen

organisieren, ihre Aufgaben wie Opferkerzli putzen, Veranstaltungen

begleiten, «Handauflegen und Gespräch» organisatorisch

leiten, Gottesdienste begleiten, bei Apéros als Mundschenk

auftreten und Vieles mehr wahrnehmen.Verschiedenste

Persönlichkeiten mit einem ausgeprägten Teambewusstsein

unterstreichen die gelebte Vielfalt der Gruppe.

Bericht Verein

Allen Freiwilligen danke ich rückblickend und in die Zukunft

gerichtet herzlich für ihr engagiertes, wichtiges Wirken. Ohne

sie wäre der Betrieb der Offenen Kirche in der heutigen Form

nicht denkbar.

Aus dem Vorstand ist Eva Südbeck-Baur im Zuge ihres Weggangs

ausgeschieden. 2008 hat Hermann Wey, Dekanatsleiter

RKK, in verdankenswerter Weise überaus konstruktiv und

engagiert als Mitglied gewirkt.

Daneben hat sich der Vorstand intensiv mit der Führungsstruktur

auseinandergesetzt und diese den heutigen Gegebenheiten

angepasst.

Peter Hadorn

Peter Hadorn

Aktuar

Offene Kirche Elisabethen

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Finanzen

Finanzbericht 2008 Erfolgsrechnung

Udo Bartels

Finanzverantwortlicher

Die Jahresrechnung 2008 schliesst mit einem Defizit von CHF 70 729 ab, nachdem

das Vorjahr ein Defizit von CHF 10 506 ausweisen musste. Der Verlust

liegt damit unter dem budgetierten Fehlbetrag von CHF 88 000. Die Bilanz

hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert.

Der Bilanzwert der Aktiven liegt rückläufig bei CHF 424 303.

Bei konstant hohen Eigenleistungen bleiben die Aufwendungen auf Niveau des

Vorjahres, die Erträge sind insgesamt in allen wichtigen Positionen rückläufig.

Das Finanzergebnis wird trotz konservativer Anlagen durch das schwierige

Finanzumfeld geprägt und die Bewertungen mussten angepasst werden.

Buchführung und Jahresrechnung erfolgen 2008 erstmalig nach den Rechnungslegungsstandards

Swiss GAAP FER 21.

Weiterhin bleibt für den Vorstand die Entwicklung der Finanzen eine Sorge.

Die Entwicklung und die ständige Umsetzung der Programme erfordert Begleitung

und Massnahmen. Da der Aufwand kaum weiter gesenkt werden

kann, kommt der Drittmittelbeschaffung unverändert grosse Bedeutung zu.

Jeder Beitrag hilft.

Der Vorstand dankt allen, die im letzten Jahr unsere Offene Kirche finanziell

und ideell unterstützt haben. Besonderer Dank gilt den Kirchen in Basel-

Stadt und Basel-Land für das grosszügige finanzielle Engagement und allen

freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Arbeit der Offenen

Kirche ermöglichen.

Diese Beiträge sind auch für die Zukunft Anerkennung und Ermunterung für

das Team und den Vorstand.

Herzlichen Dank

Ertrag 2008 2007

Ertrag aus Projekten 79.238 43.586

Spenden 74.754 87.655

Beiträge ERK BS + BL 184.737 172.974

Beiträge RRK BS + BL 57.387 62.016

Beiträge nicht zweckgebunden 19.886 16.834

Legate 0 10.000

Vermietung Kirche 116.348 137.682

Andere betriebliche Erträge 32.846 32.944

Erträge aus erbrachten Leistungen 16.223 22.385

Total Ertrag 581.419 586.076

Aufwand

Aufwand aus Projekten 81.883 49.365

Betriebskosten 37.270 31.017

Personalaufwand 376.375 372.642

Unterhaltskosten Einrichtungen 5.987 9.836

Unterhaltskosten Kirche 55.668 57.953

Administrativer Aufwand 8.609 8.931

Öffentlichkeitsarbeit/Sammelaufwand 79.312 81.644

Total Aufwand 645.104 611.389

Zwischenergebnis 1 -63.686 -25.312

Finanzergebnis -25.796 2.425

übriges Ergebnis 14.400 17.382

Zwischenergebnis 2 -75.082 -5.506

Fond-Entnahmen/Zuweisungen 4.352 -5.000

Jahreserfolg -70.729 -10.506


Bilanz per 31. 12. 2008

Aktiven 2008 2007

Flüssige Mittel 193.350 211.881

Wertschriften 176.302 203.210

Debitoren 29.302 46.758

Transitorische Aktiven 25.349 18.938

Mobilien 1 1

Total Aktiven 424.304 480.788

Passiven

Kreditoren 44.615 20.395

Transitorische Passiven 126.460 130.984

Zweckgebundene Fonds 152.651 158.103

Eigenkapital 171.307 181.812

Jahreserfolg -70.729 -10.506

Total Passiven 424.304 480.788

Beitrag der Freiwilligen

In der Erfolgsrechnung nicht ausgewiesen wird die Spende der freiwilligen

Mitarbeiter/innen. Rund 5000 Stunden wurden an Freiwilligen-Arbeit geleistet.

Bei einem Ansatz von 30.–/Stunde ergibt das einen Spendenbetrag

von 150 000.–! Ganz herzlichen Dank!

Bericht der Revisionsstelle

Finanzen

Als Kontrollstelle habe ich die Buchführung und die Jahresrechnung 2008

nach Massgabe der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften geprüft.

Ich bestätige, die gesetzlichen Anforderungen an Befähigung und Unabhängigkeit

zu erfüllen.

Die Prüfung ergab folgende Ergebnisse:

• Die Bilanz per 31. Dezember 2008 und die Erfolgsrechnung stimmen

mit der Buchhaltung überein.

• Die Buchhaltung wurde ordnungsgemäss geführt.

• Bei der Bewertung der Vermögenslage und des Geschäftsergebnisses

wurden die gesetzlichen Bewertungsgrundsätze eingehalten.

Die Jahresrechnung 2008 ergab bei einem Gesamtaufwand von CHF

670 900.43 und einem Gesamtertrag von CHF 600 171.00 einen Verlust

von CHF 70 729.43. Die Bilanzsumme beträgt CHF 424 303.82, bei Aktiven

von CHF 424 303.82, Passiven von CHF 323 726.45 und Eigenkapital von

CHF 171 306.80.

Aufgrund der Prüfung empfehle ich, die vorliegende Jahresrechnung zu

genehmigen und den Verlust von CHF 70 729.43 auf das neue Jahr vorzutragen,

womit sich der Gewinnvortrag auf CHF 100 577.37 vermindert.

Margareta Bringold, dipl. Expertin in Rechnungslegung und Controlling

Laufen, 10. März 2009

25


26

Stimmen von aussen

Beeindruckt

Jährlich besuchen rund 100 000 Menschen die Offene Kirche Elisabethen.

Einige Antworten auf die Frage:

«Was beeindruckt Sie an der Offenen Kirche Elisabethen

«...dass der Turm um ein paar Meter höher ist als der des Münsters,

was auch immer das heissen mag …!»

«…dass so viel nebeneinander Platz hat, in der Tat ein offenes Miteinander

von religiösen Meinungen und Ansichten. In meinen Augen ist erst durch

Achtung und Respekt vor anderen Ansichten Liebe möglich. Das ist es, was

in dieser Kirche möglich ist.»

«…die grosse Zahl von Menschen, die in der Offenen Kirche Elisabethen

ein spirituelles Zuhause finden. Diese Menschen fühlen sich in dieser

Kirche und in der Umgebung von Gleichgesinnten geistig aufgehoben,

wie es in etablierten Kirchgemeinden und Pfarreien nicht mehr in diesem

Masse möglich ist.»

«Seit Jahren sind Menschen mit einer Behinderung unbehindert und frei in

der Elisabethenkirche willkommen, einfach herrlich!»

«Sie ist DER Ort, wo alles möglich ist, was Kirche ist: Ein Ort, wo Gott

und die Welt zusammen kommen; wo niemand draussen vor der Tür bleibt

und auch verlorene Seelen willkommen sind.»

«Die Offene Kirche ist am Puls der Zeit. Sie nimmt existentiell und gesellschaftlich

aktuelle Dinge rasch auf. Das gefällt mir.»


Die Vielfalt macht’s aus

Urs Schwald,

Präsident Förderverein

Offene Kirche

Elisabethen

Die Wirtschaft hat an Schwung verloren und so

vergrössert sich die Zahl von verunsicherten Menschen.

Menschen, deren Tür zum Arbeitsplatz verschlossen

bleibt oder deren Zukunftspläne in Frage gestellt sind.

Es herrscht eine allgemeine Verunsicherung.

Zu meiner grossen Freude hat dieses unfreundliche

Klima auf die Spendefreudigkeit unserer Mitglieder

keinen Einfluss genommen. Warum wohl?

Wer die vorstehenden Berichte über das vergangene

Jahr gelesen hat, findet die Lösung: Vielfalt!

Die Offene Kirche bietet vielen viel. Ich kann keine

spezifische Aktivität hervorheben, die unsere

Sympathisanten zum Dabeisein bewegt. Ich bin einfach

stolz darauf, mit meinem Vorstand mitzuhelfen,

die Türe zur Elisabethenkirche für ein breit gefächertes

Publikum offen zu halten.

Treten Sie ein… und sollten Sie noch nicht zu den Mitgliedern

des Fördervereins gehören, treten Sie

ihm bei. Ihre Investition erlaubt uns, die zitierte Vielfältigkeit

zu verwirklichen und denen zu helfen,

die froh darüber sind.

Mit einem herzlichen Dankeschön

Ihr Urs Schwald

Ich möchte Mitglied im Förderverein der Offenen Kirche Elisabethen, Basel werden. Bitte

stellen Sie mir Informations-Unterlagen, Anmeldeformular und Einzahlungsschein zu.

Name / Vorname: ……………………………………………………………………...............

Strasse: …………………………………………………………………….............................

Förderverein

PLZ / Ort: ……………………………………………………………………...........................

Talon per Fax an 061 272 04 01, oder per Post an: Sekretariat Offene Kirche Elisabethen,

Förderverein, Elisabethenstrasse 10, 4051 Basel, Tel. 061 272 03 43

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Offene Kirche Elisabethen

www.offenekirche.ch

Informationen zur Offenen Kirche und den Veranstaltungen

finden Sie auch im Internet unter

www.offenekirche.ch

Die Offene Kirche wird unterstützt von

Spenden-Aufruf

Vielen Dank!

Die Offene Kirche Elisabethen wird in der Stadt und Region Basel von vielen Menschen geschätzt

und unterstützt.

Dass die Arbeit weiter gehen kann, dafür braucht die Offene Kirche auch finanzielle Mittel.

Helfen Sie mit Ihrer Spende mit, dass die Offene Kirche offen bleiben kann:

PC 40-7225-5

Wenn Sie die Offene Kirche über den Tod hinaus unterstützen wollen, stellen wir Ihnen gerne die

Broschüre «Legate» zu.

Im Trauerfall haben Sie auch die Möglichkeit, anstelle von Blumenspenden dem Verein «Offene Kirche

Elisabethen» einen Beitrag zukommen zu lassen. Auf Wunsch wird der Trauerfamilie der Spendeneingang

bekannt gegeben.

Die Offene Kirche ist erlebenswert!

• Mieten Sie die Elisabethenkirche für ein Konzert oder eine Ausstellung, einen Apéro oder Firmenanlass,

Ihre Geburtstagsfeier oder ...

• Buchen Sie eine Führung durch das neugotische Gebäude – wir erklären Ihnen den Raum und

führen Sie durch das Angebot der Offenen Kirche

• Besteigen Sie den Turm und erleben Sie Basel von hoch oben!

• Besuchen Sie die Café-Bar mit besonderer Atmosphäre und einer ausgezeichneten Auswahl

Einen Mietprospekt erhalten Sie unter Telefon 061 272 03 43 oder per Mail: info@oke-bs.ch.

Offene Kirche Elisabethen Elisabethenstrasse 10

CH-4051 Basel

Tel +41 61 272 03 43

Fax +41 61 272 04 01

info@oke-bs.ch

www.offenekirche.ch

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