Die fantastische Baranja - Business - Hrvatska turistička zajednica

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Die fantastische Baranja - Business - Hrvatska turistička zajednica

Die fantastische Baranja


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Stroh, internationales Land Art Festival; auf

dem Feld des landwirtschaftlichen Familienbetriebs

Fallerovi Dvori Lug; Anfang August

Wie wird man Teil

des Geheimnisses

und des Wunders

Die kroatische Baranja ist bereits seit Urzeiten besiedelt. Aus der Zeit des

Römischen Kaiserreiches sind uns Grenzposten und Grenzbefestigungen an

Orten der heutigen Siedlungen Batina, Zmajevac und Lug sowie im Gebiet

von Kopačevo bekannt. Quellen verzeichnen auch Siedlungen im Gebiet

von Popovac. Als die ungarisch-kroatischen Könige im Mittelalter das Gespanschaftssystem

(regionale Selbstverwaltungseinheit) einführten, gehörte

die Baranja Anfang des 11. Jahrhunderts zu den ältesten Gespanschaften.

Ursprünglich befand sich ihr Zentrum auf dem Gebiet des heutigen Branjin

Vrh. Die Gespanschaft Baranja erstreckte sich während des gesamten Mittelalters

auch entlang der Südseite der Drau bis Našice und Orahovica am

Fuße des Krndija-Gebirges.

Die meisten der heutigen Siedlungen in der kroatischen Baranja wurden bereits

im 13. Jahrhundert erwähnt. Sie befanden sich im Mittelalter vorwiegend

im Besitz von Adelsfamilien, von denen einige ihren ständigen Wohnsitz

auf dem Grundbesitz hatten, wie die Čeminačkis, Biljskis, Monoštorskis,

Lučkis und andere. Die Stammbesitztümer einiger anderer befanden sich

andernorts. Von den kirchlichen Institutionen in der Baranja nannten zwei


hiesige Klöster einen beträchtlichen Besitz ihr Eigen. In der Nähe der

alten Befestigungsanlage in Branjin Vrh wurde, wahrscheinlich im 12.

Jahrhundert, das Benediktinerkloster St. Michael Erzengel / Sv. Mihael

Arkanđel gegründet. Neben ihm entwickelte sich die Siedlung und spätere

Stadt Beli Manastir. Außerdem wurde unterhalb der Befestigungsanlage

Kiskó´szeg (heute Batina) wahrscheinlich im frühen 14. Jahrhundert das

Paulinerkloster des Hl. Erlösers / Sv. Spasitelj gegründet.

Vom Gebiet der heutigen kroatischen Baranja, aus dem Dorf Lug (damals

Laskó genannt und heute noch der ungarische Name dieses Dorfes),

stammte der Franziskaner Osvald Laskai, einer der besten Prediger und

kirchlichen Schriftsteller in Ungarn am Ende des Mittelalters. Unter mehreren

gelehrten Persönlichkeiten aus der Baranja, die im späten Mittelalter

an europäischen Universitäten lehrten, befand sich Vincent aus Topolje

(Vincentius de Izsep), der Ende des 15. Jahrhunderts in Krakau in den

freien Künsten magistriert hatte.

Als 1553 der Bischof und Staatsmann Antun Vrančić in diplomatischer

Mission die Donau nach Konstantinopel hinab fuhr, zählte er drei baranjanische

Dörfer, die er vom Boot aus gesehen hatte: die zerstörte

Befestigungsanlage Kó´szeg (Batina), den Marktflecken Vörösmart (Zmajevac)

und Laskó (Lug). Der osmanische Reiseschriftsteller Evlija Čelebi

beschrieb zwei Baranja-Siedlungen: die starke Befestigungsanlage Darda

und den ebenfalls mit Palisaden gut befestigten Marktflecken Baranjavár

(Branjin Vrh). Der bekannte fahrende Hofsänger und Dichter Sebastijan

Tinódin hielt sich 1542 in Branjin Vrh auf und verfasste eine ungarische

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Dichtung über den Herzog von Valpovo, Petar Perényi. Ein bedeutendes

und umfangreiches literarisches Werk auf dem Gebiet der Baranja ist

verbunden mit den Anfängen der kirchlichen Reformation. Besonders

hervorzuheben sind die Namen Mihael Starin (Mihály Sztárai), Stjepan

Kiš Segedinac (Szegedi Kis István), Stjepan Beytha (Beythe István),

aber auch der des Konvertiten zum Katholizismus Mihael Veresmarti

(Veresmarti Mihály).

Bei der Wiedereinführung des Gespanschaftssystems verblieb die Gespanschaft

Baranja mit ihrem Zentrum Pécs im ungarischen Teil des

Staates und wurde durch die Drau von der Gespanschaft Virovitica

abgegrenzt, die zu den kroatisch-slawonischen Ländern gehörte. Diese

verwaltungsmäßige Einrichtung dauerte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

Unter den etwa dreißig zum Großgrundbesitz des Eugen von

Savoyen gehörenden Siedlungen wurde das Dorf Bilje (ungarisch Béllye)

als Verwaltungssitz ausgewählt, wonach der Großgrundbesitz Belje genannt

wurde. Dieser Besitz, zu dem der Hauptteil der kroatischen Baranja

gehörte, erstreckte sich im Podunavlje-Gebiet von Batina bis Kopačevo

sowie westlich und nördlich von Bansko brdo (Petlovac, Beli Manastir,

Branjin Vrh, Popovac, Branjina, Duboševica, Topolje usw.).

Der andere Großgrundbesitz aus der Zeit der Habsburger gruppierte

sich um Darda. Zu ihm gehörten etwa zwanzig Siedlungen, von denen


sich in der heutigen kroatischen Baranja noch Baranjsko Petrovo Selo,

Jagodnjak, Bolman, Karanac und einige andere befinden.

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aranjsko petrovo selo Petarda

Im Volk ist die Siedlung unter dem

Namen Petarda bekannt, weil sie in den

Geschichtsbüchern erstmals im Jahr 1276

unter dem ungarischen Namen Peturd

und dann 1332 als Peterd erwähnt wurde.

Den heutigen Namen erhielt sie nach dem

Ersten Weltkrieg. Im Ort befindet sich die

1903 gegründete Pfarre St. Laurentius / Sv.

Lovro, des Diakons und Märtyrers. Kirchweih

feiern die Einwohner am 10. August.

novi bezdan Janjeći rep

Janjeći rep (Lämmerschwanz) nennt sich

der Schafzüchterverein in Novi Bezdan im

Nordteil der Baranja, in der Mikroregion

Baranjska ravnica. In den Einwohnerverzeichnissen

wird Novi Bezdan seit 1869

als Siedlung ausgewiesen. Sie liegt 6 km

südwestlich vom Gemeindesitz Petlovac

und 12 km südwestlich von Beli Manastir

entfernt sowie 90 m ü. d. M.

petlovac Dorf der Blumen

Eine Siedlung im Dreieck von Drau, Donau

und der ungarischen Grenze. Die Gemeinde

Petlovac ist Teil der weiten, fruchtbaren

Ebene der Baranja. Im Laufe der

Geschichte nannte sich das Dorf zunächst

Sent Ištvan (Sveti Josip = dt. Sankt Joseph)

und später wurde es von den deutschen

Siedlern in Blumendorf / Selo cvijeća umbenannt.

Die Höfe der alten Bauernhäuser

zeugen auch heute von der blumenreichen

Geschichte.

bolman Umgeben von Feldern

Bolman liegt im Westteil der Mikroregion

Baranjska nizina (Baranja-Tiefebene). Es ist

8 km nordwestlich von Jagodnjak, dem Sitz

der Gemeinde, 32 km von Osijek und 12

km von Beli Manastir entfernt. Es befindet

sich in einer Ebene, die sich leicht von

Norden nach Süden zum Fluss Drau hin

absenkt. Die Siedlung ist von Feldern umgeben,

die sich bis zum Draudeich (benta)

erstrecken. Zwischen Deich und Drau liegt

ein Waldgebiet.

šumarina Benge

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus

Benga Šumarina. Im Jahr 1591 lebte hier

slawische Bevölkerung. Der Ort war bis

1687 noch besiedelt, wurde aber danach

verlassen. Wann die Wiederbesiedelung

begann, ist unbekannt, aber man weiß,

dass im Jahre 1712 in der Siedlung Katholiken

lebten. Anfang des 19. Jahrhunderts

begannen sich Deutsche anzusiedeln.

jagodnjak Inmitten fruchtbaren Landes

Das Gemeindezentrum Jagodnjak (Bolman,

Novi Bolman und Majške Međe) wird

auch als Kačvala oder Kačvola bezeichnet.

Es liegt inmitten eines weiten fruchtbaren

Landes. Teile der heutigen Siedlung sind

Bajmok, Bikaš, Brešće, Brod, Brod-Pustara,

Čemin, Deonice, Grablje, Karaš, Mali

Jagodnjak, Milina, Pjeskovi, Projina Međa,

Rit, Staro Selo, Šakarine, Trbićeva Ada und

Zornice, von denen einige noch Merkmale

eines Weilers haben.

beli manastir Pélov Samostan

Einzige Stadt und Verwaltungszentrum der

Baranja. Sie entwickelte sich an den südwestlichen

Hängen des Baranja-Gebirges,

fast auf halbem Weg zwischen Osijek im

Süden und der ungarischen Stadt Mohács

im Norden. Der Name der Stadt hat seine

Wurzeln im Mittelalter. Im Jahr 1227 errichtete

der ungarische Paladin Moys de Daro

auf seinem Gut im Ort Pél ein Kloster.

Deswegen nannte man den Ort später

Pél Monostor (Pélov Samostan), was die

slawische Bevölkerung als Beli Manastir

(Weißes Kloster) interpretierte.

branjin vrh Baranyavár

Das am Ufer der Karašica gelegene Branjin

Vrh befindet sich 3 km nördlich von Beli

Manastir, 35 km nördlich von Osijek, 23 km

südlich von der Stadt Mohács in Ungarn

(12 km vom Grenzübergang Duboševica)

und liegt 92 m ü. d. M. Erstmals wird es

1150 erwähnt, dann 1332 unter dem Namen

Castrum Borona, danach unter Baranyavár.

kneževo Kombinat Belje

Eine zur Gemeinde Popovac gehörende

Siedlung, 9 km nordöstlich von Beli Manastir.

In der Umgebung gibt es urgeschichtliche

und mittelalterliche Fundstätten.

Neben dem klassizistischen Schloss aus

dem Jahr 1827 befindet sich eine Parkanlage

aus dem 19. Jahrhundert. Im Schloss

sind Überreste des wertvollen Archivs des

Landwirtschafts- und Industriekombinats

Belje untergebracht, leider zum großen Teil

vernichtet. In Kneževo befindet sich auch

das verlassene ehemalige Verwaltungsgebäude

des Betriebs Beljsko gospodarstvo.


popovac Weit schweift der Blick

In der Gemeinde Popovac (Branjina und

Kneževo) leben in den mehr als 900 Haushalten

fast zweieinhalbtausend Menschen.

Die Siedlungen sind über das fruchtbare

Land zwischen der ungarischen Staatsgrenze

und dem Baranja-Gebirge verstreut, von

dessen Nordhängen an klaren Tagen der

Blick weit bis in den ungarischen Teil der

Baranja schweift. Am Fuße des Gebirges

gibt es Kapellen und einen der Muttergottes

von Lourdes geweihten Kreuzweg.

Popovac ist besonders für Angler attraktiv.

čeminac Schachspieler

Die Siedlung liegt an der Hauptstraße,

die von Osijek über Beli Manastir zur

ungarischen Grenze führt. Sie ist bekannt

für ihre röm.-kath. Herz-Jesu-Kirche, die

1906 erbaut wurde. Eine Kuriosität ist, dass

sich die Einwohner von Čeminac und Umgebung

sehr erfolgreich in Schachturnieren

geschlagen haben.

karanac Ethnodorf

Ein Ort, der einst zum Großgrundbesitz

Darda gehörte. Er ist weithin bekannt als

Ethnodorf. Heute leben in ihm etwas mehr

als tausend Einwohner. In den letzten

Jahren wurde er zu einem Magneten für

zahlreiche in- und ausländische Touristen,

die das reichhaltige gastronomische und

touristische Angebot genießen. Ein Drittel

seines Gebietes bedeckten Weinberge und

Wälder und die Einwohner stellten ausgezeichneten

Wein her. Auch diese Tradition

pflegen sie heute erfolgreich.

kamenac Kameno brdo

Es liegt an den Hängen der Banska kosa,

am südlichen Fuß eines 243 m hohen Berges,

der ungarisch Köhegy heißt, was soviel

bedeutet wie Steinberg (Kameno brdo

bzw. kroatisch oder serbisch Kamenjak).

Kamenac liegt 3 km nordwestlich vom Sitz

der Gemeinde Kneževi Vinogradi, 30 km

von Osijek und 15 km von Beli Manastir

entfernt.

kotlina Tal der Kirschen und Pflaumen

Kotlina ist ein Ort in besonders schöner

Lage, in einem malerischen von Weinbergen

umgebenen Tal, an dessen westlichem

Ende drei weitere wunderschöne Täler

beginnen. Die Bevölkerung befasst sich

mit Landwirtschaft und Obstbau (Kirschen

und Pflaumen). Der Weinanbau bedingt die

Herstellung von Wein.

kneževi vinogradi Suljoš

Zur Zeit der Römer befand sich an diesem

Ort die Kolonie Donatium, so dass Suljoš,

wie Kneževi Vinogradi noch genannt wird,

einer der ältesten Orte in der Baranja ist.

Die heutige Gemeinde deckt den Ostteil

der Baranja ab. Auf ihrem Gebiet befindet

sich ein Teil des Naturparks Kopački rit,

und die östliche Gemeindegrenze geht

über das linke Donauufer hinaus.

suza Weinkeller und Gaststätten

Der Ort wird erstmals im Jahr 1252 in

einer Schenkung König Belas IV. als Chuza

erwähnt. In der Zeit von 1698 bis 1734 war

das Dorf im Besitz des Eugen von Savoyen,

und während der Revolution 1848/49 wurden

die Einwohner von der Leibeigenschaft

befreit. Heute ist es ein landwirtschaftliches

Dorf. Die Einwohner bauen Weizen,

Gerste, Mais, Sonnenblumen, Wein und

Obst an. In der Hauptstraße von Suza befinden

sich die Weinkeller des berühmten

Weins der Baranja von Ljudevit Kolar.

zmajevac Surduci

Zmajevac erwuchs aus der römischen Kolonie

Ad Novac. 1246 wurde es unter dem

Namen Verusmorth erwähnt, und neben

dem Dorf auf dem Berg Varheđ fand man

Überreste einer Festung. Um den Ort rankt

sich eine mittelalterliche Legende über das

rothaarige Mädchen Marta, das sich in eine

Bachschwinde stürzte.

mirkovac Pustara

Mirkovac, eine Siedlung in der Gemeinde

Kneževi Vinogradi, bewahrt als ehemalige

Pustara (großherrschaftlicher Gutsbesitz)

einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen

Geschichte. Im Zentrum von Mirkovac

wurde vor einigen Jahren eine kleinere

Kapelle, die erste sichtbare katholische

Bekundung in dieser Pustara seit ihrer

Errichtung, gebaut. Die Einwohner von

Mirkovac feiern die Kirchweih zum Fest der

Heiligkreuzerhöhung.


darda Den Händlern am Weg

Erstmals wird es während des Römischen

Kaiserreichs unter dem Namen Tarda erwähnt.

Es lag am Weg nach Mursa (Osijek)

und den Händlern, die aus den Gebieten

des heutigen Russland sowie aus Mittel-

und Nordeuropa kamen, greifbar nahe. Im

Zentrum von Darda steht das Schloss der

alten ungarischen Familie Esterhazy mit

dem Kirchlein St. Johannes des Täufers /

Sv. Ivan Krstitelj daneben.

bilje Jagdschloss

Bilje ist ein Gemeindezentrum, das alle

Charakteristiken eines traditionellen und

ruhigen Baranja-Ortes hat, obgleich es

in Reichweite von Osijek, dem Sitz der

Gespanschaft Osijek-Baranja, liegt. Es ist

bekannt für das Jagdschloss des Prinzen

Eugen von Savoyen, welches er nach dem

Sieg über die Türken erbauen ließ. Das

Schloss hat ein Stockwerk mit niedrigem

Turm über dem Eingang und Erdgeschossflügel.

vardarac Ćošak-Wälder

Vardarac (Vardaroc) war 1591 ein privilegiertes

(moslemisches) Kirchengut mit

80 ungarischen Familien. 1713 wird es als

ungarisches Dorf mit 12 Familien im Rahmen

des fürstlichen Großgrundbesitzes

erwähnt. Zu Vardarac gehörte die Pustara

Sarokerdo (Ćošak šume / Ćošak-Wälder),

wo Anfang des 19. Jh. ein-zwei Familien

lebten. Ende des 19. Jh. siedelten einige

katholische und orthodoxe Familien an, so

dass hier 1914 49 Einwohner lebten.

lug Laskava grada

Lug liegt im Südteil der Baranja, in der

Mikroregion Dravsko-dunavski ritovi (Drau-

Donau-Riede). Im Jahr 1591 nannte es sich

Laskava grada und es gab 211 steuerpflichtige

Ungarn. In der Siedlung befindet sich

eine wertvolle archäologische Fundstätte

aus der Römerzeit. Anstelle der heutigen

Kirche stand einst eine römische Befestigungsanlage.

Bis zum 17. Jahrhundert floss

die Donau an Lug vorbei und Fischfang

und Flusshandel blühten.

draž Brücken

Ein kleines pittoreskes Baranja-Dorf,

durch das die Karašica mäandert, und in

das man über sieben Brücken gelangt. Es

liegt am Fuße eines Hügels, der reich mit

Obst und Wein gesegnet ist, und an einem

Donaunebenarm, um den sich die riesigen,

wildreichen Wälder Šrakanj und Vrblje

erstrecken, durchschnitten von Kanälen

mit großem Reichtum an verschiedenen

Fischen. Im Norden befindet sich die Alte

Donau, die ein natürlicher Fischteich ist.

batina Zeleni otok

Die Siedlung und Anlegestelle liegt dort,

wo der Berg Bansko brdo an die Donau

stößt; sie war bereits in der Römerzeit

bekannt. Die wichtigste Verbindung der

Baranja mit der Bačka führt über die

Donaubrücke, wo der Grenzübergang

ist. Die Gründungsurkunde stammt aus

dem Jahr 1720, aber als Pustara wird sie

bereits 1591 erwähnt. Eindrucksvoll sind die

Grüne Insel / Zeleni otok und das gesamte

Donaupanorama, die steilen Lösshänge

des Bansko brdo und die Galeriewälder in

den zeitweilig überschwemmten Ebenen

sowie das Denkmal des Bildhauers Antun

Augustinčić.

duboševica Trachten

Ein an Land und Dukaten, Bräuchen und

Trachten reiches Dorf. Eine gerade Straße

führt von Beli Manastir nach Norden,

Richtung ungarische Grenze. Eine Wegabzweigung

vor der Grenze führt durch Felder

nach Duboševica. Das ganze Dorf hat sich

hinter die Kirche geschart. Eine Besonderheit

ist, dass die Hauptstraße nicht durch

das Dorf, sondern an ihm vorbei führt.

gajić Kleiner Hain

Der Ort ist von Wäldchen umgeben. Er

selbst ist durchzogen vom Grün der

verstreuten Obsthöfe und Gärten der Bauernhöfe.

Ein wahrer kleiner Hain voller Vogelsang.

Das nicht sehr große Dorf ist wie

eine Schachtel angelegt. In der Mitte befinden

sich ein Fußballplatz, ein Glockenturm

und das Gemeindehaus. Die Einwohner

befassen sich mit Obst- und Weinbau, in

neuerer Zeit auch mit Tourismus.

podolje Kirchweih zum Fest der Hl. Anna

Direkt am Fuße eines Berges liegt heute ein

kleines Dorf mit nur etwa hundert Einwohnern.

Oberhalb des Dorfes, auf dem Berg,

steht eine von Grün umgebene Kirche,

und sofort dahinter liegt der Friedhof. Zur

Kirche führen viele Stufen durch eine Kastanienallee.

Von der Höhe schweift der Blick

über die nähere und weitere Umgebung.

Die Kirche ist der Hl. Anna geweiht und zu

ihrem Fest wird die Kirchweih abgehalten.


topolje Dudelsackpfeifer

Das kleine, sympathische Dorf inmitten

von landwirtschaftlichen Flächen hat seine

Sehenswürdigkeiten: ein schokadisches

Haus und Dudelsackpfeifer. Der Duselsack

wurde ehemals von Großvater Grša und

heute von der Dudelsackpfeiferin Maja gespielt.

Durch das Dorf führt eine schnurgerade

Straße mit Häusern zu beiden Seiten.

Topolje hat aber auch seine Nebenstraßen.

Nördlich von der Hauptstraße verzweigen

sie sich und bilden ein Geflecht, das die

Häuser miteinander verbindet und sie

insgesamt umgibt.

kopačevo In Sumpfnähe

Es liegt am Rand des Naturparks Kopački

rit. Das Dorf ist reich an Obst- und

Gemüseplantagen, und eine Besonderheit

verleiht ihm die Nähe des Sumpflandes.

Auf dem Gebiet des Dorfes fand man 11

verzierte urgeschichtliche Gefäße und

zwei Bronzearmbänder. Hier errichteten

auch die Römer eine Siedlung, die sie

wahrscheinlich Ad Labores nannten, und

ein Bollwerk zur Verteidigung gegen die

Barbaren war.

tikveš Wildgehege

Es liegt im Ostteil der Baranja, 19 Kilometer

vom Zentrum der Gemeinde Bilje entfernt.

Die wirtschaftliche Grundlage bilden

Landwirtschaft und Viehzucht, Jagd und

Wildzucht im Rahmen des Unternehmens

Hrvatske šume und der Naturparkaufsicht.

Ab Ende des 19. Jh. gehörte Tikveš, auch

Tokos genannt, als Pustara zur Siedlung

Vardarac und von 1921 bis 1931 als Weiler

zum Dorf Lug.

luč Topovska opeka

Das sehr alte Dorf wird im Süden und Westen

vom Flüsschen Karašica und im Norden und

Osten vom Albrecht-Kanal begrenzt. Das Dorf

liegt nördlich vom Zentrum der Gemeinde

Petlovac. Auf den Feldern am südwestlichen

Dorfende wurden nicht selten große sechseckige

Ziegel ausgegraben, die wahrscheinlich

als Kanonenfüllung (Topovska opeka) dienten.

grabovac Angeln an den Kanälen

Der schöne, gepflegte Ort, der von der

katholischen Kirche St. Martin Bischof

dominiert wird, ist Sitz zahlreicher Kultur-

und Sportvereine, einschließlich des Jagd-

und Sportfischereivereins. Fische werden

an den Grabovac-Kanälen gefangen, die

sich vom Naturpark Kapački rit bis nach

Mirkovac erstrecken.


10 Die fantastische Baranja

Der fantastischen Baranja ist es bis heute gelungen, wo zu bleiben, wie sie

war. Ihre Lebenssäfte spiegeln sich in den authentischen Folkloreschauen

des Volksschaffens wider, wo das Leben und die Weisheit gefeiert werden.

Die Menschen dieser Region wussten von jeher, wie mit der Natur und von

der Natur zu leben ist.


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inhalt

der zauber

natur und mensch

heimat

die wünsche

der römischen kaiser

der blaue schienenbus

der sommer ist ein geschenk

das ramsargebiet

fotosafari

ein ideales biotop

seichtes, warmes wasser

298 Vogelarten

ein riesiger baum

der goldene hirsch

die jagdresidenz

topolje

esterházy

Die fantastische Baranja

Das mystische Dreieck

Sie blieb etwas Besonderes

Wechselseitige Abhängigkeit

Die Schönheit unseres Lebens

Das Kalendergewand

Weisheit aus dem Wein

Der Goldberg

Branjin Vrh

Die Reise durch das Sumpfland

Das Sumpfland

Kopački rit

Das Reich der Tiere

99 Tage, 44 Fischarten

Das Leben der Vögel

Das Adlernest

Der Hirschpark

Das Röhren

Prinz Eugen

Ohne Turm

Rund um Darda

Am linken (nördlichen) Ufer der Drau

befindet sich der kroatische Teil der historischen

Provinz Baranja, deren größerer

Teil in Ungarn liegt. Der ungarische Teil

der Baranja ist eine gesonderte Gespanschaft,

während die kroatische Baranja zur

Gespanschaft Osijek - Baranja gehört. Das

kroatische Baranja-„Dreieck“ ist begrenzt

von der Donau im Osten, der ungarischen

Grenze im Nordwesten und der Drau im

Südwesten.

Eine der Natursehenswürdigkeiten der

kroatischen Baranja ist das Gebirge Banska

kosa oder Banovo brdo, ihre einzige größere

Erhebung mit dem Kamenjak als höchstem

Punkt (243 m). Seine Tonsandsteindecke

begünstigt den Weinbau, und von hier

kommen ausgezeichnete Baranja-Weine. An

den Hängen der Banska kosa formten sich

durch Sturzbäche so genannte Surduci oder

Sutjeske bzw. Rinnen und Schluchten (Hohlwege),

in deren Seitenwänden die Bewohner

traditionell ihre Keller und Speicher bauten

und sie ganz oder teilweise in den Tonsandstein

eingruben

In einem Winkel zwischen Drau und

Donau und nördlich der Donau erstreckt

sich das Kopački rit genannte Sumpf- und

Waldgebiet. Dieses Sumpfland wird durch

den hohen Wasserstand der großen Flüsse,

die es jedes Frühjahr überschwemmen,

erhalten. Die Wasserarme und Sümpfe

wechseln sich mit herausgehobenen Bodenteilen,

den „Beeten“ ab, und schaffen

so ein Labyrinth, in dem sich nur die lokale

Bevölkerung und Kundige zurechtfinden.

Ein großer Teil der kroatischen Baranja

gehörte jahrhundertelang zum Großgrundbesitz

des Eugen von Savoyen in Belje,

des mehrfachen Siegers über die Türken,

der hier ein barockes, von einem Park

umgebenes Jagdschloss erbauen ließ. Im

Gedenken an die siegreichen Schlachten

errichtete er am Nordrand der kroatischen

Baranja eine monumentale Kirche. Ein

anderer ausgedehnter Großgrundbesitz

aus der habsburgischen Zeit befand sich

um Darda, und sein erster Besitzer war ein

habsburgischer Heerführer.


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janosz horvat

geselligkeiten

wenn der tau glänzt

schöne und schreckliche buše

fischpaprikasch

der sieg

könige, staatsmänner, führer

bilje, bellye

kutscher, paradekutscher,

viehtreiber

mehl, milch, fleisch

die große baranja

das heruntergelassene fenster

Stille bläuliche Nebelschleier

Der alte Fischer von Kopačevo

Alte Lieder

Auf dem Puškaš

Ein Wagen auf dem Dach

Rote Kränze und Ketten

Rote scharfe Pfefferschoten

Batina

Hohe Gäste

Bei der Ernte

Belje

Die Pustara

Das fruchtbarste Land

Tausende kleiner Spiegel

Die ungezähmte Weite

Ein grünes Mysterium

Näher zur Donau reihen sich alte, einst

ausnahmslos ungarische Dörfer aneinander,

die auch heute zum größten Teil von Ungarn

bewohnt sind. Sie gehören hier traditionell zur

calvinistischen Reformationskirche, die in dieser

Region bereits Mitte des 16. Jahrhunderts Fuß gefasst

hat. Um die Ausbreitung der Reformation in

diesem Gebiet hat sich der Prediger und Schriftsteller

Mihovil Starin (Mihály Sztárai) verdient

gemacht, der im Jahr 1550 die Pfarre im Dorf Lug

(ung. Laskó) leitete. Die Erinnerung daran wird

in der dortigen calvinistischen Kirche aufbewahrt,

die im Unterschied zu den katholischen und

orthodoxen Kirchen einen Stern anstelle eines

Kreuzes auf dem Glockenturm hat.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam der südöstliche

Teil der damaligen Gespanschaft

Baranja zum Königreich SHS (Serbien-Kroatien-Slowenien).

Als Verbündete Deutschlands

und Italiens besetzte Ungarn 1941

gewaltsam die Baranja. In der Schlacht von

Batina im Jahr 1944 drängten Einheiten

der sowjetischen Roten Armee und der

jugoslawischen Partisanen die deutschen

und ungarischen Besatzer zurück.

Im neuen Jugoslawien fiel der südöstliche

Teil der Baranja 1945 nach den Kriterien der

relativen kroatischen Bevölkerungsmehrheit

der Baranja und der verkehrsmäßigen

und wirtschaftlichen Anbindung an Osijek

und Ostslawonien der Volksrepublik

Kroatien zu.

Die Hauptsiedlung der kroatischen

Baranja ist Beli Manastir. Im Auflösungsprozess

der Föderativen Bundesrepublik

Jugoslawien wurde im Gebiet der Baranja

das Regime der so genannten Republika

Srpska Krajina eingeführt. Nach dem

militärischen Zusammenbruch des Kniner

Teils dieses Gebildes wurde im Abkommen

von Erdut im November 1995 die friedliche

Reintegration der Baranja vereinbart, die

1998 abgeschlossen war, und das Gebiet

wieder zum Staatsgefüge der Republik

Kroatien gehörte.


14 Das Mystische Dreieck

Umsäumt von Drau und Donau und geteilt durch die kroatisch-ungarische

Staatsgrenze, im Osten verzaubert durch das Sumpfland, im Süden und

Südwesten geschützt von den Flussarmen und im Norden und Nordwesten

offen für das Verbinden von Weinstraßen und –pfaden – ist die Baranja auch

weiterhin isoliert und mystischer denn je zuvor. Dario Topić


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der zauber

Alte Werkzeuge und Handwerke Auf der internationalen

Ausstellung der Volkstrachten und

des Folkloreerbes, die im Juni in Bilje stattfindet,

führen geschickte Meister interessierte

Besucher in alte Handwerke ein.

Sie blieb etwas Besonderes

Trotz der Erneuerung der alten und des Baus neuer Brücken, ungeachtet dessen,

dass über sie einige international wichtige Verkehrswege führen und der

Tatsache, dass die Baranja eine immer interessantere Tourismusdestination

ist – gelingt es ihr, etwas Besonderes zu bleiben Dario Topić

Warum die Baranja bis heute etwas Besonderes geblieben ist, liegt

vielleicht daran, dass die Menschen hier Geschichten bewahren und

erinnern, die älter sind als ihre Familien, Geschichten über das Leben

und Überleben, über die Liebe und das Sterben, den Wein, die scharfen

Pfefferschoten, den spezifischen Fischfang, die Hochzeiten… Dank des

noch immer bestehenden ethnologischen Zaubers ist die Baranja anziehend,

offenbart sich aber nie völlig.

Durch die Baranja führte eine wichtige Straße, die die größeren Stadtzentren

Mursa (Osijek) und Sopijana (lat. Sopianae, das heutige Pécs)

miteinander verband. Als Kaiser Diokletian Ende des III. Jahrhunderts das

Römische Kaiserreich umorganisierte, gehörte das Gebiet der heutigen

kroatischen Baranja zum Zweiten oder Syrmischen Pannonien (Pannonia

Secunda oder Pannonia Sirmiensis), das den Hauptteil von Ostslawonien

und Syrmien / Srijem umfasste.


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natur und mensch

Rudern Der Ruderklub Baranja hält im Oktober

in Draž auf dem Topolje-Dunavac eine Regatta

ab.

Wechselseitige Abhängigkeit

Hier leben Natur und Mensch nicht nur einer mit dem anderen, sondern einer

für den anderen. Dario Topić

Der Weiterbestand der Sümpfe hängt von dem spezifischen Wasserregime

der Flüsse Donau und Drau ab. Ihr Wasserstand steigt im Frühjahr, wenn

Schnee und Eis in den Alpen zu tauen beginnen. Da die Drau kürzer

ist, erreicht ihre Wasserwelle die Donaumündung als erste. Das breite

Donauflussbett kann in dem Augenblick diese große Wassermenge noch

aufnehmen. Wenn jedoch die Donau durch andere Zuflüsse anschwillt

und auf die natürlichen Hindernisse der zuvor angekommenen Drauwelle

und des Aljmaš-Gebirges trifft, fließt das Wasser durch ein Kanalsystem

in das Kopački rit. Deshalb hat die Donau in diesem Gebiet das Aussehen

eines Deltas und bildet eine Reihe von Nebenarmen, die sich Dunavci

(Sing. Dunavac) nennen. Beim Ein- und Ausfließen aus dem Kopački

rit formt das Wasser ein besonderes Relief, das bisher wissenschaftlich

ungenügend erforscht wurde.


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heimat

Donau – Drau Gleichzeitig findet in den vier

Dörfern Bilje, Kopačevo, Vardarac und Lug

im Oktober eine internationale ethnologische

Messe mit Verkaufsausstellungen von

Handarbeiten sowie mit Folkloreschauen,

gastronomischen Präsentationen und mit

Workshops alter Handwerke statt.

Die Schönheit unseres Lebens

Meine Großmutter Kristina sagte mir immer, dass es am schwierigsten sei,

die Natur zu beschreiben. Ich begreife vollkommen, wie sehr sie Recht hatte.

Meine andere Großmutter Valerija wusste oft zu sagen, dass Gott immer

hinhört, wenn ihn jemand auf offenem Feld anruft. Delimir Rešicki

Die Baranja erinnert mich in jedem Augenblick, mit jedem ihrer Düfte,

jedem Grashalm, jedem Feldweg, jedem Hohlweg (Surduk), jedem

Rebstock voller süßer Trauben, jeder Schneeflocke in der beißenden

Winterkälte an meine Kindheit. Wenn ich in der Baranja bin, lebe ich

immer parallel mindestens zwei Leben. Jenes, das so unwiederbringlich

vergangen ist, kehrt viel intensiver zurück, als ich dasjenige des

städtischen Alltags, das mir jetzt passiert, empfinde. Es ist gleichsam

ein Gefühl der Melancholie, aber auch der Epiphanie, das jeder Mensch

wahrscheinlich in seiner wahren und einzigen Heimat empfindet.


22 Das Kalendergewand

Den Weg von der Schwarzerde der Baranja zum Weiß des Baranja-Schnees

legt kaum eine andere Landschaft zurück. Sind es die riesigen Strohballen,

die nach der Ernte auf den Feldern liegen? Oder die Maisstrohstümpfe, die

der Schnee noch nicht vollkommen bedeckt hat? Oder vielleicht die Wachtel,

die plötzlich aus dem Weizenfeld auffliegt? Oder die braunen vertrockneten

Griffel desselben Maises, nur etwas früher, wenn er sich vor der mittäglichen


Hitze mit fast schon trockenen grün-grauen Tüchlein bedeckt hält, die ahnen,

dass bald der dunkelgoldene Herbst beginnt…? Und so weiter, in der unendlichen

Ebene, in der man sich nirgendwo vor dem Übermaß an Himmel und

der Schwermut, die sich auf sie niederlegt, verstecken kann. Delimir Rešicki

23


24

die wünsche römischer kaiser

Pudarina ist ein Brauch des Hütens der

Trauben während der Reife, der Mädchen und

Burschen Gelegenheit bot, sich zu treffen.

Von St. Anna bis Mariä Geburt (26. Juli – 8.

September) gingen die Mädchen, „Pudarice“,

täglich in die Berge der Baranja, wo ihre Lieder

und ihr Gejauchze die Stare aus den Weinbergen

vertrieben. Die Mädchen befassten sich

tagsüber, für gewöhnlich unter der Aufsicht

einer älteren Frau, mit dem Besticken von

Trachten, und abends, wenn sich die Burschen

hinzugesellten, wurde gesungen, getanzt und

es entwickelten sich neue Liebesbeziehungen,

die mit Hochzeiten endeten. Damit vergingen

sorglose Mädchentage und im Lied heißt es:

Pudarina, ach, wie bitter bist du mir, weil ich

kein Mädchen mehr sein werde.

Surduk-Festival Internationales Kulturereignis,

bei dem im Übergang vom Frühling in den

Sommer im Juni Winzer und Künstler mit

vereinten Kräften den Besuchern ein unvergessliches

Erlebnis bescheren. Beli Manastir,

Kneževi Vinogradi, Zmajevac, Suza, Karanac

und andere Orte: Ausstellungen, Konzerte,

volkskundliche Messe, volkskundlicher Workshop,

Weinmesse. Kontakt: Tourismusverband

der Baranja. www.surduk.com,

+ 385 (0) 31 702 080

Weisheit aus dem Wein

Auch heute kann man in den Weinkellern der versteckten Weinstraßen irgendeine

Legende über den Wein hören. Der Wein verbindet hier die Menschen

miteinander und bestätigt so seine außerordentliche Kraft, die in ihm steckt

und von jeher pulsiert. Dario Topić

Der Wein der Baranja bleibt ebenso unvergesslich wie die starken Bilder

der im Gebirge eingeschnittenen Weinstraßen mit ihren versteckten

Weinschenken, Weinkellern und dem Lächeln der Gastgeber.

Den Reichtum und die charakteristischen Geschmäcke der Weinsorten

der Baranja genießen wir, seitdem die römischen Legionen nach den

Wünschen der Kaiser die ersten Weinberge gepflanzt haben. Durch Reifung

erhalten die Weine aus den Weinkellern Beljes eine edle goldgelbe

Tönung. Die jungen Weine sind von einer typischen kristallenen Klarheit

und gelbgrünen Farbe. Sie sind betont, aber nicht aggressiv aromatisch,

mit sehr typischen Sortencharakteristiken. Bei ausgesprochener Harmonie

von Alkohol und Gesamtsäuren zeichnet sie ein edler, vollmundiger

Geschmack aus. Das Angebot der Baranja beginnt und endet mit dem

Wein. Permanent dreht sich alles um die geheimnisvollen, mystischen,

abgerundeten Weine mit versteckter Botschaft, denn außer den Gefühlen,

die die Weine unmittelbar hervorrufen, vermitteln sie nachträglich

Begeisterung und gute Laune.


26

der blaue schienenbus

Der Goldberg Der Goldberg (Zlatno brdo) ist

eine begrenzte Lokalität an den Hängen des

Baranja-Gebirges, die von jeher so genannt

wird, seit die Römer die ersten Rebstöcke hier

pflanzten.

Der Goldberg

… zwei-drei Hirschkühe schauen ruhig, mit großen Augen, aus sicherer Entfernung

zu, wie Sie jetzt nur ein kleiner, verwunderter Punkt im gelben Licht

des Fensters des abfahrenden Schienenbusses sind. Delimir Rešicki

Die Baranja hatte schon immer eine wichtige Verkehrslage. An der Drau

gab es bereits während der Römerzeit eine Anlegestelle. An der Donaugrenze

des Kaiserreiches hatten die Römer ein Befestigungssystem, den

Limes, errichtet. Ein Glied in dieser Verteidigungskette war auch das

Baranja-Gebiet mit vier bekannten Bollwerken: Ad Miliare beim Ort des

heutigen Batina, Ad Novas beim Ort Zmajevac, Albanum auf dem Gebiet

Lug und Donatiana irgendwo auf dem weiteren Gebiet von Kopačevo.

Antike Quellen verzeichnen auf dem Gebiet der heutigen kroatischen

Baranja auch die Siedlung Antianae, wahrscheinlich anstelle von Popovac,

sowie auch den Ortsnamen Mons Aureus (Goldberg), der dem heutigen

Bansko brdo entspricht.


28

der sommer ist ein geschenk

Suleimans Brücke Auf der Baranja-Seite führte

die Brücke in einer Länge von ungefähr acht

Kilometern über ein Sumpfgelände. Es war ein

kolossales Bauwerk, das größte und wichtigste

im europäischen Teil des Osmanischen Kaiserreichs.

Von den Zeitgenossen wurde es als

Weltwunder betrachtet und sie nannten es Il

ponte famoso d′Essek oder Die so berühmte

und wunderbare Essecker Brücke.

Die Brücke über die Drau Der Bau einer 2,5 km

langen Brücke über die Drau für die Fortführung

der Autobahn des Verkehrskorridors Vc

durch die Baranja bis zur ungarischen Grenze

ist in Vorbereitung.

Das Baranja-Gebirge Auf den Weinplantagen

von Belje auf dem Baranja-Gebirge herrschten

von jeher ideale Bedingungen für die weithin

bekannten Weinsorten Graševina (Welschriesling)

und Rajnski rizling (Rheinischer Riesling).

Ton aus dem Tunnel Der baranjanische Töpfer

Danijel Astaloš stellt Teller, Schüsseln, Töpfe

und verschiedenen Zierrat her. Auf dem Kopf

trägt er die traditionelle Töpferkappe, wie sie

einst von den Töpfern getragen wurde, die

den Ton aus dem Tunnel im Baranja-Gebirge

gewannen.

Branjin Vrh

… und dann schließen Sie einen Augenblick die geblendeten Augen und nach

langer Zeit fühlen Sie, was für ein Geschenk der Sommer in der Baranja ist

und erinnern sich, wie Sie einst vor langer Zeit an der Straße in Branjin Vrh

heißen Staub in die Hand nahmen und ihn in die Höhe warfen, und er zurück

auf Gesicht und Haare fiel. Irgendwie genügte der Gedanke, dass es kein

metaphysisches Unglück, sondern, im Gegenteil, ein ziemliches Glück ist, zu

diesem heißen, zimtfarbenen Staub zu werden, in dem vielleicht einmal der

nackte Fuß eines Kindes baden wird. Delimir Rešicki

Das der Baranja benachbarte Osijek entwickelte sich unter türkischer

Herrschaft zu einer wichtigen Stadt, die verkehrsmäßig besonders erstarkte,

als Sultan Suleiman der Große 1566 eine riesige Holzbrücke bauen

ließ, die Osijek über die Drau-Sümpfe hinweg mit Darda und gleichzeitig

den Hauptteil des Osmanischen Kaiserreiches mit Ungarn verband. Etwa

hundert Jahre nach dem Bau der berühmten Brücke bereiste der osmanische

Reiseschriftsteller Evlije Čelebi diese Gebiete, und beschrieb in

seinem großen Werk auch zwei Siedlungen der Baranja und die zwischen

ihnen durchfließende, fischreiche Karašica – die starke Befestigungsanlage

Darda und den ebenfalls gut befestigten Marktflecken Baranyavár,

der sich auf dem Gebiet des heutigen Branjin Vrh befand. Der kroatische

Name Branjin Vrh stammt von der lateinischen Bezeichnung Castrum

Borona, womit auch der Name Baranja verbunden wird.


30

Die Reise durch das

Sumpfland

Während der langsamen Fahrt auf dem Čonakut-Kanal vom See Sakadaško

jezero zum See Kopačko jezero entdeckt man die Schönheit des Sumpflandes.

Hier kann man im Frühling Zehntausende von Wildgänsen, im

Sommer große Kormorankolonien und im Herbst Schwärme von Wild-


enten beobachten. Manchmal wird ein Steppenfalke pfeilschnell über

Ihre Köpfe hinweg fliegen, und die Grau- und Silberreiher mit leichtem

Flügelschlag durch die Lüfte schweben. Für die wahren Vogel- und Naturfreunde

ist es ein besonderer Genuss, die etwa dreißig verschiedenen

Fangtechniken des Silberreihers oder das Balzen der Krickentenerpel um

die Gunst der Weibchen beobachten zu können.

Das alles gehört zur Schönheit des Lebens im Sumpfland.

31


32

das ramsar-gebiet

Der Naturpark Das Kopački rit umfasst

insgesamt 228 Quadratkilometer (22.800 ha)

Fläche. Fast ein Drittel des Naturparks (etwa

71 km2 oder 7.100 ha) hat den Status eines

zoologischen Sonderreservats.

Das Sumpfland

Die internationale Bedeutung des Naturparks Kopački rit wurde bestätigt,

als er 1993 in die Liste der international bedeutenden Sumpfgebiete (List

of Wetlands of International Importance) im Einklang mit der Konvention

über Sümpfe von internationaler Bedeutung, besonders als Lebensraum für

Sumpfvögel, aufgenommen wurde.

Das Kopački rit im Mündungsgebiet der Drau in die Donau ist eine

der am besten bewahrten Sumpflandschaften Europas und als Naturpark

geschützt. Kennzeichnend sind verschiedene Vegetationstypen:

Wälder, Grasland, Sumpf- und Wasserpflanzen. Die größte Fläche ist

mit Silberweidenwäldern bedeckt. Auf etwas erhöhtem Terrain gibt es

Silberweiden- und Schwarzpappelwälder und auf noch höherem Terrain

Eichenwälder. Die Wasserflächen innerhalb des Rieds sind bedeckt mit

Pflanzengesellschaften von Wasserlinse, Tausendblatt, Teichrose und

Seekanne. Auf den zeitweilig überschwemmten Flächen sind Schilfrohr

und Gesellschaften der Riesenseggen verbreitet, die die charakteristische

Ried-Atmosphäre schaffen. Das Kopački rit ist ein bedeutender

touristischer Zielort, besonders interessant als Erholungsort sowie für

attraktive Fahrten auf dem See Kopačko jezero und sehr beliebt, um Vögel

zu beobachten und zu fotografieren. Eine besondere Kuriosität stellen

die Kormorane dar, deren Existenz ausschließlich auf einem reichen und

qualitätvollen Fischbestand basiert, denn ein ausgewachsener Kormoran

frisst täglich einige Kilogramm Fisch.


34

fotosafari

Gelber Lauch, Saatmohn Einige Pflanzen

innerhalb und außerhalb des Kopački rit sind

in Kroatien sehr selten, und einige gibt es nur

hier. Bei Batina, an den Tonsandsteinhängen

blüht der Gelbe Lauch (Allium flavum) und der

Saatmohn (Papaver dubium lecoquii).

Kopački rit

Die Reisenden hasten aus dem Bus auf der Suche nach etwas Verborgenem,

etwas Geheimnisvollerem, Wertvollerem als das wertvollste Metall. Noch

einen Augenblick und dort, hinter der Riesensegge, dem Schilf, unter den

Flügeln des Reihers, im Schrei des Kormorans wird sich das goldene Bergwerk

des Lebens zeigen, das wertvollste Reservat der Natur in diesem Teil der Welt.

Matko Peić

Der Naturpark Kopački rit ist ein komplexes Ökosystem, dass aus einer

großen Zahl wertvoller, seltener und bedrohter Pflanzen- und Tierarten

sowie aus einigen einzigartigen ökologischen Phänomenen besteht.

Unter ihnen wird häufig der Seeadler oder der seltene Schwarzstorch

erwähnt, aber hier gibt es auch viele andere Seltenheiten. Der breiteren

Öffentlichkeit ist noch weniger bekannt, dass die Baranja auch außerhalb

des Kopački rit reich ist an verschiedenen seltenen Arten, ökologischen

Phänomenen und fossilen Fundstätten, die gemeinsam ein sehr großartiges

Naturerbe dieses Gebietes darstellen.


36

ein ideales biotop

Ideale Bedingungen Unübersehbarer Schilf,

Wälder und Teiche sowie die umliegenden

Weiden bieten ideale Lebensbedingungen für

viele Säugetiere: Hirsche (Belje-Hirsch), Rehe,

Wildschweine, Wildkatzen, Dachse, Eichhörnchen,

Füchse, Marder, Otter und zahlreiche

Nagetiere, einschließlich des Großen Bilchs.

Das zoologische Sonderreservat erstreckt sich innerhalb

des geschützten Gebiets des Kopački

rit auf fast 7000 ha. An Wirbeltieren haben

die Wissenschaftler sogar 55 Säugetierarten

festgestellt, außerdem 298 Vogelarten, 10

Reptilienarten, 11 Amphibienarten und 44

Fischarten.

Das Reich der Tiere

Die Baranja ist das Reich der Tiere. Es gibt keinen Millimeter, der nicht unter

dem Flügel eines Seeadlers, unter dem Huf eines Pferdes, unter dem Hauer

eines Wildschweins, in der Pfote eines Hasen, an der Wimper eines Maulwurfs

wäre. Matko Peić

Im Kopački rit wurden bisher mehr als 2000 Pflanzen- und Tierarten

festgestellt, von denen viele europa- und weltweit selten und bedroht

sind. Zu der Vielzahl verschiedener Wirbelloser – Rädertiere, Krebstiere,

Blutegel, Spindeltiere, Schmetterlinge u. a., insgesamt mehr als 400

Arten – hat sich eine neue Verwandtschaft hinzugesellt: das Krustentier

Große Flussmuschel (Unio tumidus kopaciensis). Das Kopački rit hat

zwei Wasserregime. Während der Überschwemmungszeit ist es überreich

an Wasserorganismen, vor allem an Fischen. Dann nisten viele Vögel in

ihm, besonders Sumpfvögel, weil sie der Reichtum an Fischen, Amphibien,

Reptilien und anderen Organismen anlockt. Gleichzeitig geben

Millionen von Fröschen – grüne Wasserfrösche, Grasfrösche, Rotbauchunken

und andere Arten – den Grundton im Naturorchester des Rieds

an. Ende des Sommers zieht sich das Wasser zurück und die Vegetation

beginnt zu sprießen, von der sich Hirsche und Wildschweine ernähren.

Das ganze Gebiet wird zum Rastplatz oder zum Überwinterungsort für

viele Zugvögelarten.


38

seichtes, warmes wasser

99 Tage, 44 Fischarten

Im Durchschnitt dauert die Überflutungszeit im Kopački rit 99 Tage

im Jahr. Ein Drittel dieser Zeit (32 Tage) ist der größere Teil des Rieds

überschwemmt, ein idealer Platz zum Laichen und Heranwachsen für

die bisher verzeichneten 44 Fischarten.

Das Kopački rit ist ein Sumpfland im rechten Ufergebiet der Donau im

Nordosten Kroatiens, bzw. in einem von Drau und Donau gebildeten

Winkel. Es ist eines der größten fluvialen Sumpflandebenen in Europa.

Von der Intensität der Überschwemmungen hängt das Aussehen des gesamten

Raums ab. Je nach Menge des Wasseraufkommens ändern Teile

des Rieds, die trockenen und die unter Wasser stehenden, ihre Gestalt

und ihre Funktion. Der größte See ist der Kopačko jezero und der tiefste

See ist der Sakadaško jezero. Die Seen sind durch ein Netz natürlicher

Kanäle mit Donau und Drau verbunden. Während der Überschwemmungsperiode

ist das Kopački rit der größte Laichplatz im europäischen

Donaugebiet. In der Ichthyofauna sind folgende Arten am häufigsten

vertreten: Flusskarpfen, Brachse (Brasse), Blei, Blicke, Rotauge, Plötze,

Schlei, Hecht, Flussbarsch, Zander und Wels.


40

298 Vogelarten

Das Ornithologische Gebiet Besuchern, die Vögel

beobachten möchten, wird ein eintägiges

oder mehrtägiges Programm unter fachkundiger

Führung angeboten. Durchschnittlich kann

man im Kopački rit täglich etwa 60 Vogelarten

sehen. Bei ihrem Besuch erhalten die Vogelbeobachter

ein Verzeichnis der Vögel, damit

sie die gesehenen Arten leichter einordnen

können. www.kopacki-rit.hr

prijemni.centar@kopacki-rit.hr

Schwarzstorch, Weißer Löffelreiher Das Kopački

rit ist ein Ort, an dem sich Ende des Sommers

und Anfang Herbst Weiße Löffelreiher in

großer Zahl sowie auch Schwarzstörche

versammeln, die aus der Slowakei, Ungarn

und der Vojvodina über das Kopački rit in die

Levante und weiter nach Afrika ziehen.

Das Leben der Vögel

Der Flügelschlag von Tausenden weißer und grauer Flügel über dem dunklen

Wasser in der Dämmerung im Kopački rit, wenn die dichten, grünen Pflanzen

nirgendwo, glauben Sie mir, so duften wie in der Baranja und Sie spüren,

wie überall um Sie herum in der Abendkühle in diesen Pflanzen dieses unsichtbare

und reine, gesunde, schwere und bleierne göttliche Öl zirkuliert…

Delimir Rešicki

Vögel sind das Erkennungszeichen des Kopački rit. Bis heute wurden in

ihm 298 Vogelarten verzeichnet, von denen 141 regelmäßig oder zeitweilig

im Ried nisten. Besonders augenfällig sind Vögel, die in großen Kolonien

nisten, wie der Reiher, die gewöhnliche Möwe, die Weißbartschwalbe, der

Kormoran und andere. Im Kopački rit nisten auch über 20 Seeadlerpaare,

eine Art, die weltweit bedroht ist. Von anderen europäischen bedrohten

Arten nisten hier regelmäßig 30 Schwarzstorchenpaare, vier bis fünf

Steppenfalkenpaare, 40 Silberreiherpaare und etwa 100 Wildganspaare.

Außerdem nisten im Kopački rit über hundert Moorenten, eine der am

stärksten bedrohten europäischen Arten. Während des Vogelzugs im

Frühling und Herbst ist das Kopački rit für viele Sumpfvogelarten ein wichtiger

Rastplatz. Dann halten sich mehrere hunderttausend Vögel hier auf.


42

ein riesiger baum

Silberweide, Schwarzpappel Auf höherem

Terrain wachsen Weiß- und Schwarzpappel,

eine Art Relikt. In den Wäldern des Kopački

rit ist ein südpannonisches Endemit, der

Schwarzdornstrauch, verbreitet.

Das Adlernest

Adler nisten in den höchsten Bäumen der Baranja-Wälder. Ein solcher

ist die riesige Feldulme (Ulmus minor) in der Nähe des Schlosses im

Kopački rit. Sie ist etwa dreihundert Jahre alt und eine der ältesten Feldulmen

in Europa.

Die niedrigsten Gebiete des Kopački rit, wo das Wasser lange steht, sind

mit Weidenwäldern bewachsen. Hier können wir auf uralte Bäume stoßen,

deren Umfang sechs, acht und mehr Meter beträgt. Auf höherem Terrain

wachsen Weiß- und Schwarzpappeln und noch höher wachsen Eichen.

Es scheint, dass die Schwarzpappel (Populus nigra) hier auch eine Art

Relikt ist, weil sie sich nicht weiter fortpflanzt. Wir treffen nur alte 30 bis

40 Meter hohe Stämme an. Sie überragen alle übrigen Bäume und die

Seeadler bauen gern ihr Nest auf ihnen. Im Revier Hulovo befindet sich

ein Schwarzpappelbaum, dessen Umfang 12 Meter misst. Es ist nicht

ganz klar, ob es sich um nur einen Stamm handelt, oder ob mehrere

zusammengewachsen sind.


44

Der Hirschpark

Barbara, komm mit mir in die Baranja! Wie von Paris nach Versailles, in den

Hirschpark, zur Fasanerie bis zum königlichen Jagdrevier mit Wildschwein,

Hase, Wachtel und Wildente – am besten kommst Du von Osijek aus in die

Baranja. Matko Peić


46

der goldene hirsch

Herrschaftliches Jagdzentrum Die Schlösser

um Tikveš waren ein beliebter Treffpunkt für

Staatsmänner und berühmte Persönlichkeiten.

In ihnen haben sich Familiemitglieder der

Habsburger, später der Karađorđevićs und

danach der jugoslawische Präsident Josip

Broz Tito aufgehalten und ihre Gäste dorthin

eingeladen.

Das Jagdrevier Podunavlje-Podravlje (an Donau

und Drau) liegt im typischen pannonischen

Tiefebenengebiet von besonderer Fruchtbarkeit.

Es umfasst die besonders an Hirschen

und Wildschweinen reichen Riedwälder.

+ 385 (0) 31 750 187, www.hrsume.hr

Das Röhren

In den ersten Septembertagen hallen die Eichenwälder der Baranja vom

lauten Röhren der Hirsche wider. Es ist Paarungszeit. Einheimische meiden

in dieser Zeit Wiesen und Lichtungen, wo die Hirschkühe äsen, um die die

Hirsche so verbissen kämpfen. Dario Topić

Die Baranja und das Kopački rit sind weithin bekannt für ihre große

Hirschpopulation (Cervus elaphus). Bis zum Vaterländischen Krieg betrug

der Stammbestand dieser herrlichen Tiere 6000 Stück und während des

Sommers stieg die Zahl bis 10.000 Stück an. Die Hirsche sind bekannt

für ihre schön entwickelten Geweihe. Es gibt wenige Orte auf der Welt,

wo es Hirsche mit einem solch prächtigen Geweih gibt. Obgleich das

laute Röhren ein wichtiger Faktor in ihrem Liebesleben ist, birgt es für die

Hirsche auch Gefahren. Sie geben dadurch Wilderern Kunde von ihrer

Position und sind so leichtere Beute. Während der Paarungszeit wird den

Besuchern empfohlen, diese kraftvolle Naturmusik aus angemessener

Entfernung zu genießen.


48

jagdresidenz

Das Jagdschloss in Bilje ist bisher geschichtlich

und architektonisch nicht erforscht. Unter den

möglichen Erbauern des Gebäudes wird als

wahrscheinlichster Name der österreichische

Architekt Johann Lucas Hildebrandt erwähnt,

bekannt als Baumeister des Wiener Schlosses

Belvedere.

Kraljice Zum Pfingstfest (Anfang Juni) wird in

den Dörfern des Donaugebietes Šokadija, in

Draž, Gajić, Topolje und Duboševica, die Kraljice

gesungen. Der Brauch ist dem Gedeihen

des Hanfs und des Leinens, den Grundrohstoffen

für die Herstellung der baranjanischen

Volkstrachten, gewidmet. In Volkstracht

gekleidete Mädchen, angeführt von Königen

(ebenfalls Mädchen) und der mit einer Feldblumenkrone

geschmückten Schwiegertochter,

ziehen durchs Dorf und gehen in jedes Haus,

in dem ein Mädchen, ein Bursche oder ein

kleines Kind lebt. Sie singen Gelegenheitslieder,

in denen man die Verse hört: Möge euer

Hanf weich wie Seide und das Leinen wie eine

Keule sein! Sie werden von den Gastgebern

mit Getränken und selbstgebackenem Kuchen

bewirtet.

Prinz Eugen

Nach der Befreiung von den Türken verteilte der Habsburger Kaiser Leopold

I. die Baranja-Besitztümer an seine Heerführer, Verbündeten und

verdiente Persönlichkeiten.

Den größten Besitz in der Baranja erhielt 1698 Prinz Eugen von Savoyen,

Heerführer und Staatsmann und ab 1697 Oberbefehlshaber der österreichischen

Armee und später Präsident des Höfischen Kriegsrates in

Wien. Unter den etwa zwanzig Siedlungen, die zum Großgrundbesitz

Prinz Eugens in der Baranja gehörten, wurde das Dorf Bilje oder Belje

(ungarisch Béllye) als Verwaltungssitz ausgewählt. Hier wurde Anfang des

18. Jahrhunderts ein spätbarockes, vierflügeliges Schloss mit Schanzen

und einem quadratischen Innenhof gebaut. Der Beljer Großgrundbesitz

umfasste den Hauptteil der kroatischen Baranja mit Siedlungen im

Podunavlje (Donaugebiet) von Batina bis Kopačevo und Siedlungen

südlich und nördlich von Bansko brdo (Petlovac, Beli Manastir, Branjin

Vrh, Popovac, Branjina, Duboševica, Topolje usw.).


50

topolje

Singen in der Kirche Marianischer Volksgesang

im Mai in der Kirche St. Petrus und Paulus.

Die Kirche St. Petrus und Paulus Sie wurde

im Jahr 1722 im Gedenken an den Sieg Prinz

Eugens von Savoyen über die Türken in der berühmten

Schlacht bei Senta am 11. September

1697 erbaut.

Ohne Turm

Prinz Eugen von Savoyen ließ nach dem letzten seiner großen Siege über die

Türken (Senta 1697, Petrovaradin 1716, Belgrad 1718) beim Dorf Topolje in

der Nähe des alten Donaubettes die monumentale Barockkirche St. Petrus

und Paulus erbauen.

Sie ist ungewöhnlich, weil sie keinen Turm hat, weswegen diese Kirche die

Bevölkerung seit Jahrhunderten zu verschiedenen Legenden inspirierte.

Nach dem Tod des Eugen von Savoyen verwaltete die Hofkammer den

Beljer Großgrundbesitz, bis er 1780 der Linie Habsburg-Teschen zur Nutznießung

übergeben wurde. Sie hielt ihn bis zum Verfall der Österreichisch-

Ungarischen Monarchie im Jahr 1918. Obgleich Bilje in der zweiten Hälfte

des 18. Jahrhunderts durch die königliche Straße mit Osijek verbunden

war, siedelte die Verwaltung des Großgrundbesitzes 1827 nach Kneževo

im Norden der Baranja um, wo für diesen Zweck ein repräsentatives

Schloss im klassizistischen Stil erbaut wurde. Mit Hilfe europäischer

Fachleute und vor allem dank der Bodenverbesserungsmaßnahmen für

das überflutete Land, wurde der Beljer Großgrundbesitz im Laufe des

19. Jahrhunderts zu einem der fortschrittlichsten landwirtschaftlichen

Betriebe im gesamten Österreichischen Kaiserreich.


52

esterházy

Das Schloss in Darda wurde während des Vaterländischen

Krieges verwüstet und geplündert.

Schnee im Weinberg An St. Vinzenz, am 22.

Januar, beginnt das neue Weinbaujahr und die

Rebstöcke werden gesegnet. Die Winzer gehen

in die Weinberge und beten für ein fruchtbares

Jahr. Am Rebstock werden Würste aufgehängt.

Je länger diese sind, umso größer werden die

Trauben sein. Es werden Gebete gesprochen,

drei Rebzweige abgeschnitten und in Wasser

gestellt. Ihre Knospen sind ein Indikator für

den Rebschnitt und den künftigen Ertrag.

Nach der Zeremonie versammeln sich die

Winzer und ihre Gesellschaft um ein großes

Rebstockfeuer. Es wird erzählt, Würste und

Speck gebraten und guter Baranja-Wein

getrunken. Tourismusverband Baranja,

+ 385 (0) 31 702 080; Tourismusverband der

Gemeinde Draž + 385 (0) 31 736 100

Rund um Darda

Der zweitgrößte Großgrundbesitz in der Baranja aus der Habsburger Zeit lag

rund um Darda. Sein erster Besitzer war ebenfalls ein Heerführer, General

Friedrich von Veterani.

Zu diesem Großgrundbesitz gehörten außer Darda etwa zwanzig Siedlungen,

von denen sich Baranjsko Petrovo Selo, Jagodnjak, Bolman, Karanac

und noch einige in der heutigen kroatischen Baranja befanden. Diesen

Großgrundbesitz kaufte 1749 die berühmte Adelsfamilie Esterházy-

Zvolen, die ihn bis 1842 hielt. Um 1800 wurde in Darda ein dreiflügeliges

klassizistisches Schloss errichtet.

In dieser, von der Aufklärung und den bürgerlichen Revolutionen gekennzeichneten

Zeit studierten und lehrten später an den Hochschulen

in Wien, Trnava, Buda und Pest zwei im Baranja-Dorf Bilje geborene

Gelehrte, die Brüder József und Lajos Mitterpacher, der Erstgenannte als

Mathematiker und der andere als Naturwissenschaftler und Begründer

der ungarischen Landwirtschaftlichen Hochschule.


54 Bläuliche Nebelschleier

Dort in der Ferne, am Horizont, wo die gerade Linie des Landes mit dem

Himmel zusammentrifft, steigen langsam vor der Nacht stille bläuliche

Nebenschleier auf, die aus dem Grasland und dem Wasser in unwirklich

wabernden Schwaden und Wolken hervorquellen.


56

janosz horvat

Fischertage Die lokalen Fischer bereiten Fischgerichte

zu, die ohne ihr Engagement schon

vergessen wären. Gleichzeitig findet eine

Ausstellung alter Fischereiwerkzeuge statt.

Mit der Natur leben, aber sie nicht zerstören

– das ist das Motto, an das sich die Fischer

aus Kopačevo halten. Tourismusverband Bilje,

+ 385 (0) 31 751 480

Somijada In Topolje findet am letzten Wochenende

im Juli ein Wettkampf der Fischer

Kroatiens im Fischfang, aber auch in der

Zubereitung des Fischpaprikasch statt. Tourismusverband

Draž, + 385 (0) 31 736 100

Der alte Fischer

Da die Verhältnisse im Kopački rit bis ins Jahr 1212 in schriftlichen Dokumenten

zurückverfolgt werden können, kann der Schluss gezogen werden, dass sich das

Gebiet in den vergangenen fast achthundert Jahren nur wenig verändert hat.

Bis vor kurzem noch pflegten Janosz Horvat aus Kopačevo und seine

Kameraden in dem erhaltenen uralten Fischerritual das spezifische Zusammenleben

mit der Natur. Der alte Horvat bewahrte außerdem die gut

bekannten Fischereiwerkzeuge, die auch jetzt zeitweise von den Nachfolgern

verwendet werden und die in keinem anderen fischreichen Gebiet

zu finden sind, auf. Deshalb sind sie, so wie auch das noch vorhandene

Fischereiwissen, von unschätzbarem Wert. Eine der interessantesten

Fischereitechniken war das Fischen mit Hilfe von Absperrungen aus

geflochtenem Schilf, die in dem trockenen Teilen des Rieds als Labyrinth

aufgestellt wurden. Mit der Flut aus Drau und Donau kamen auch die

Fische, die in die Falle gingen und nicht wieder herausfanden. Diese Art

des Fischfangs benutzte die Natur, vernichtete sie aber nicht, weil die

Fallen an Ort und Stelle blieben und weder das Flussbett noch die Wasservegetation

beschädigten. In Kopačevo werden jedes Jahr im September

die alten Fischereiwerkzeuge ausgestellt und die lokalen Fischer bereiten

Fischgerichte zu, die ohne sie schon vergessen wären.


58

geselligkeiten

Der Bećarac der Baranja Das Folklorefestival

im Juni in der Gemeinde Draž, die Brauchtum,

Lied, Tanz, traditionelle Handarbeiten und

Gerichte unserer Großmütter pflegt. Es wird

wechselweise in Draž, Gajić, Topolje oder

Duboševica abgehalten, jedes Jahr in einem

anderen Dorf. Die Tourismusverband der

Gemeinde Draž, + 385 (0) 31 736 100

Janja Čeliković +385 (0) 98 777 630

Alte Lieder

Die Lebensgeschichte eines Fischers aus Kopačevo, seine Bemühungen, auch

weiter in und von der Natur in der Weise zu leben, dass er ihr dient, auf dass

sie ihm dienen möge – diese Geschichte ist der Punkt, der das Erleben des

wundersamen Raums des Kopački rit und der Baranja bestimmt. Dario Topić

Obgleich das kroatische Baranja-Dreieck geografisch, verwaltungsmäßig

und auch produktionsmäßig als einzigartige Einheit funktioniert, teilen

es die Ethnografen in die podravinische und podunavische Baranja. Aufgrund

dieser Teilung und der dadurch leichteren Einordnung der Details

an den Volkstrachten ist es möglich, die Besonderheiten der Pustara-

Bewohner auszumachen. Ab der Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die

siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts herrschte in den Pustaras

der Baranja, in den planmäßig gebauten Landarbeitersiedlungen, die

heute noch von der sehr früh modernisierten landwirtschaftlichen Produktion

zeugen, ein reges Leben. Bekannte Pustaras des Donaugebietes

sind in Brestovac, Zlatna Greda, Mirkovac, Jasenovac, Šebešir, Sokolovac

und Kozjak, und im Draugebiet in Širine, Sudaraš, Zeleno Polje und Malo

Kneževo zu finden.


60

wenn der tau glänzt

Die alte Drau Die gesamte Wasserfläche des

alten Laufs der Drau beträgt 56 Hektar. Sie ist

durch eine Brücke und ein Wehr in zwei Seen

geteilt. Der linke See ist mit Schilfrohr bewachsen

und in ihm dominiert der kapitale Hecht,

und hier wurde auch der Donau-Wildkarpfen

heimisch. Auf der gesamten Länge des linken

Sees können größere Zwergwelse gefangen

werden. Richtung Westen gehend kommt man

in einen Bereich, der Vodar heißt, wo Giebel,

aber auch Brachse, Rotauge, Plötze, Schwarznerfling

(auch Aland), Karpfen, Graskarpfen

und Hecht ausgezeichnet zu fangen sind.

Auf dem Puškaš

Das überraschende Aufblitzen der Fische, während Sie frühmorgens, wenn

der Tau im Spinnwebnetz über den Frühlingswassern glänzt, auf dem improvisierten

Ponton aus leeren Metallfässern bei Karolj und Maja auf dem

Puškaš sitzen. Delimir Rešicki

Der Topoljski dunavac (Topolje-Donaunebenarm) oder Puškaš, wie

er noch fälschlich genannt wird, weil Puškaš die Bezeichnung eines

Grundbesitzes an einem Teil des Topolje-Donaunebenarms ist, ist etwa

10 km lang. Er entstand vor 150 Jahren, als die österreichisch-ungarische

Regierung beschloss, den Lauf der Donau zu regulieren. Die Ufer sind

mit Schilfrohr, Riesensegge und Wasserpflanzen bewachsen, so dass er

ein idealer Nistplatz für Sumpfvögel und Laichplatz für verschiedene

Fischarten ist, die hier hervorragende Bedingungen für Fortpflanzung

und Entwicklung finden. Im gesamten Lauf des Topoljski dunavac werden

schöne Exemplare an Schleien und Flussbarschen gefangen. Karpfen und

Welse fängt man gut, besonders in der Abenddämmerung. Einst fing man

auch die Goldkarausche bzw. den Goldkarpfen, aber nach Einbringen des

Giebels wurden einige ursprüngliche Arten in dieser Fischoase verdrängt.


62

schöne und schreckliche buše

Fastnachtsspiele Im Februar werden Fastnachtsspiele

mit den Bušen veranstaltet. In Draž,

Topolje, Baranjsko Petrovo selo, Gajić und

Duboševica gehen Buše am Sonntag, Montag

und Dienstag vor Aschermittwoch um. Tourismusverband

Baranja,

+ 385 (0) 31 702 080; Tourismusverband der

Gemeinde Draž, + 385 (0) 31 736 100 und KUD

Seljačka sloga, Baranjsko Petrovo Selo, Pavo

Franjin, + 385 (0) 31 748 203

Kakasutes Das mystische traditionelle Wetteifern

der Mädchen im „Einschläfern“ eines

Hahns (ung. kakasütés) wird im September in

Vardarac abgehalten.

Ethnografische Messe in Karanac Fahrt mit dem

Pferdegespann, hausgemachtes Ajvar und

Mus. Denis Sklepić, Karanac,

+ 385 (0) 31 720 271

Ethnografische Messe in Bilje Jährliche Ausstellung

von Volkstrachten und Folkloreerbe.

Tourismusverband Bilje, + 385 (0) 31 751 480

Der Wagen auf dem Dach

Am Fastnachtssonntag streifen Buše (maskierte Gruppen) durch die

Straßen von Baranjsko Petrovo selo, Gajić und Duboševica. Der Montag

ist für Kinder-Buše reserviert, während sich die Erwachsenen vom anstrengenden

Sonntag erholen. Und am Dienstag besetzen Buše die Straßen

von Topolje. Am gleichen Tag endet das Vergnügen in Draž.

In den Dörfern der Šokadija im Drau- und Donaugebiet hat sich bis heute

ein alter Fastnachtsbrauch erhalten. Maskierte Gruppen – Buše – ziehen

durch das Dorf und kehren in die Häuser ein. Für gewöhnlich finden

sich die am aufwendigsten maskierten Buše in Baranjsko Petrovo Selo –

petaračke buše. Buše gehen außerdem in Duboševica, Topolje und Gajić

um, und der Abschluss findet in Draž statt. Es gibt schöne und schreckliche

Buše. Am interessantesten sind für sie Häuser, in denen Mädchen

und Burschen leben. Wenn sie das Tor verschlossen finden, können die

Buše sehr unangenehm sein. Es kann ihnen in den Sinn kommen, einen

Pferdewagen völlig auseinander zu nehmen und ihn auf dem Dach des

Hauses wieder zusammenzubauen, oder man entfernt das Haustor und

bindet es an einen Baum, auch können sie im wahrsten Sinne des Wortes

den Hof umpflügen.


64 Rote Kränze und

Ketten

Nirgendwo sonst wie in der Baranja hängen die roten runden Paprikas in

unglaublich langen Kränzen und Ketten aufgereiht an den Gängen der Häuser

in den alten schokadischen und ungarischen Dörfern … Delimir Rešicki


66

fischpaprikasch

Fišijada Im August findet in Lug und im

September in Beli Manastir und Gajić der

Wettkampf im Zubereiten des Fischpaprikasch

statt. Tourismusverband Baranja,

+ 385 (0) 31 702 080,

Tourismusverband Draž, + 385 (0) 31 736 100

Rote scharfe

Pfefferschoten

Geradezu rührend ist das Verhältnis der Baranjaner zum Anbau, Trocknen

und Mahlen der besonders scharfen Paprikaschoten, die dafür vorgesehen

sind, dem Fischpaprikasch Seele einzuhauchen.

Mit einem spezifischen Fischfang geht auch eine spezifische Gastronomie

einher. Die roten scharfen Pfefferschoten haben angeblich viele

heilkräftige Wirkungen und sind unumgänglich für die Zubereitung des

Fischpaprikasch (Fiš). Den besten Fischpaprikasch der Welt bereitet

man, so behaupten die Baranjaner, an den Überschwemmungsgebieten

der Donau und Drau zu. Er muss mehrere Fischsorten enthalten. Unter

den älteren Fischern herrscht die Überzeugung vor, dass man ihn ohne

Hecht nicht zu kochen braucht. Fischgerichte werden traditionell im

Freien zubereitet. Außer Fischpaprikasch sind an Zweigen aufgespießte

und am Feuer gebratene Karpfen, Hecht im Mantel oder auf einem Metallteller

(Kotlovina) gebratener Fisch, sodann Fischperkölt, besonders

vom Hecht, mit ein wenig Speck, bekannt. Darüber hinaus wird Fisch in

diesem Gebiet gesalzen, geräuchert und getrocknet.


68

der sieg

Die Regatta des Friedens Von der Insel Zeleni

otok in Batina fahren Boote auf der Donau bis

Aljmaš und bis Erdut, danach bis zur heldenhaften

Stadt Vukovar und weiter bis Šarengrad

und bis Ilok, wo der Abschluss der Fišijada

stattfindet. In den drei Tagen legen die Boote

bis Ilok etwa 120 km zurück.

Batina

Der Sieg, ein Werk des Bildhauers Anton Augustinčić aus dem Jahr 1947,

ist dem Gedenken an die Schlacht bei Batina im Jahr 1944 gewidmet. In

der Batina-Schlacht befreiten Einheiten der sowjetischen Roten Armee

und Titos Armee die Baranja von deutscher Besetzung.

Das Denkmal und der Memorial-Komplex kennzeichnen den Ort des

großen Kampfes, in dem vom 11. bis 30. November 1944 Einheiten der

sowjetischen Roten Armee und der Volksbefreiungsarmee Jugoslawiens

die Donau überschritten, eine Brückenkopf einrichteten und die deutschen

Besatzungskräfte aus der Baranja zurückdrängten und mit ihnen

die Überreste der ungarischen Armee. Auf der Kote 169, dem Ort der

heftigsten Kämpfe, wurde für die gefallenen Kämpfer der Roten Armee

ein monumentaler 27 Meter hoher Obelisk errichtet, auf dessen Spitze

die acht Meter hohe Bronzeskulptur Der Sieg steht. Eine besondere

Bedeutung erhält das Denkmal noch durch das Gemeinschaftsgrab für

1297 Rotarmisten.


70

könige, staatsmänner, führer

Die Elite in den Jagdhäusern Die Annehmlichkeiten

des eingezäunten Rieds genossen

auch Titos internationale Gäste und sogar

Hollywood-Schauspieler. Die Gewohnheit,

dass sich die Elite in die gut eingerichteten

Jagdhäuser zurückzieht, die in den Weiten des

Rieds verstreut liegen, wurde bis zum heutigen

Tag beibehalten.

Hohe Gäste

Den Zauber der unberührten Natur des Kopački rit bemerkten schon vor

langer Zeit die Angehörigen der politischen Eliten. Dieses geschützte Gebiet

bot gleichzeitig dem Volk, das beim Wildern an den Rändern des Jagdreviers

etwas für sich zu ergattern wusste, die Gelegenheit zu einem herzhaften Bissen.

Das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im romantischen Historismus

erbaute Schloss in Tikveš ist durch einen Spazierweg mit dem Jagdhaus

im Landhausstil verbunden. An diesem Ort hielten sich zahlreiche

hohe Würdenträger, einschließlich der Habsburger, der Karađorđevićs und

vieler anderer, auf. Einen Teil dieser Geschichte erzählen die Fotografien

der Isabella von Habsburg, der Gattin von Friedrich von Habsburg, der

bis 1918 Besitzer des Tikveš-Gutes war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war

das Schloss eine der Residenzen des jugoslawischen Präsidenten Tito.

Heute dient dieser Komplex als Europäisches Umweltzentrum einem

neuen Zweck.


72 Bei der Ernte

… in der mittäglichen Sommerhitze bei der Ernte flirrte die Luft noch, als

die Mähdrescher verstummt waren und die Staubwolken am Wald Pjeskara

wie ein Vorhang am Horizont hingen. Die heißen Akkorde des Sommers

überfluteten die Ebene. Bei diesen zwei riesigen Platanen sah ich, wie hoch

oben in der Krone ein Habicht gähnte… Und der Frosch blieb im Schatten

auf einem Blatt der Gelben Teichrose wie angewurzelt sitzen. Mirko Hunjadi


74

bilje, bellye

Belje

Der Großgrundbesitz Belje hat ein gutes Klima, eine gute Lage (an der schiffbaren

Donau), einen guten Boden für fast alle Kulturarten und Getreidesorten,

für den Obstbau, die Viehzucht, die Fischerei, die Forstwirtschaft, die Jagd

und anderes. Beschreibung eines höheren Beamten des Großgrundbesitzes

Belje, 1824.

Nach dem Tod des ersten Besitzers, Prinz Eugen von Savoyen, fiel der

Besitz an die Kaiserfamilie. Erzherzog Karl-Ludwig verlegte den Sitz des

Großgrundbesitzes von Bilje (ungarisch Bellye) nach Kneževo. Die Habsburger

bewirtschafteten den Besitz sehr fortschrittlich. Heute besitzen

die Weinkellereien Belje an den Südhängen des Banovo brdo fast 600 ha

Weinberge. Es werden hauptsächlich weiße Sorten angebaut: Graševina

(Welschriesling), Rajnski rizling (Rheinischer Riesling), Chardonnay,

Grauburgunder, Weißburgunder und Muskat Ottonel. An roten Sorten

gibt es Rotburgunder, Cabernet Sauvignon, Merlot und Frankovka. Der

renovierte Weinkeller mit einem Raum für Weinproben und die 7,5 km

lange Weinstraße mit Blick auf die herrliche Baranja-Landschaft bieten

fantastische Erlebnisse.


76

kutscher,

paradekutscher, viehtreiber

Zlatna Greda In einer ehemaligen Pustara

befindet sich ein Jagdhaus, das vom Forstamt

Tikveš und dem Ökozentrum Zlatna Greda

bewirtschaftet wird. Im Rahmen des Gutes

gibt es einen Park, einen Spielplatz und eine

Laube für 50 Personen, einen Weinkeller, eine

Rezeption und Plätze für Werkstätten.

Gruß an den Sommer am Schwimmbecken in

Kneževi Vinogradi im Mai

Gruß an den Herbst, Revue der Volkstrachten

und Bräuche, Kutschfahrten und Antiquitätenmesse

in Kneževi Vinogradi im September

Herbst in der Baranja Eine kulturelle, wirtschaftliche

und touristische Veranstaltung in

Beli Manastir. Ausstellungen von Bildern und

volkstümlichen Handarbeiten, Konzerte, Theateraufführungen,

gastronomisches Angebot,

Folkloreschau, Handwerksmesse, am ersten

Wochenende im September, Tourismusverband

Baranja, + 385 (0) 31 702 080.

Die Pustara

Heute zeugen die Überreste der Pustara hauptsächlich von den seinerzeitigen

großen Erfolgen des Landwirtschafts- und Industriekombinats Belje. Und

irgendwo auf halbem Wege zwischen den verfallenen Pustara-Häusern und

den ersten Bauernhäusern kann man auch weiterhin irgendeine Volksüberlieferung

oder Legende über Geburt, Leben und Sterben auf Baranja-Art hören.

Das Wohnen in den Pustaras war seinerzeit der Gipfel des Arbeiterwohnstandards

im landwirtschaftlichen Sektor. Zu einer Pustara gehörte ein

Verwaltungsgebäude, Landarbeiterwohnungen mit den dazugehörigen

Schweinekoben, Wirtschaftsgebäude und Baracken für die Saisonarbeiter.

Auf größeren Pustaras lebten über fünfzig Familien. In den mehr als

hundert Jahren haben sich die Unterschiede in der Lebensart der Menschen

in den Dörfern und in den umliegenden Pustaras bezüglich der

Bewahrung der baranjanischen Besonderheiten gegenseitig stimuliert.

Denn die Pustara-Bewohner und die Bauern haben nicht nur voneinander

gelernt, sondern waren sich gegenseitig ständige Inspiration.


78

mehl, milch, fleisch

Griebenfest (Čvarak fest) Karanac, Dezember

Tourismusverband Baranja,

+ 385 (0) 31 702 080, www.tzbaranje.hr

Das fruchtbarste Land

Die Baranja ist unsere fruchtbarste Region. Mehl, Milch, Fleisch, Schmalz,

Sonnenblumenöl, Zucker …kann ernähren und ernährt… Matko Peić

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Belje das erste landwirtschaftliche

Industrieunternehmen in Jugoslawien, das die Produktion von Ackerkulturen,

Milch, Fleisch, Zucker, Landwirtschaftsmaschinen usw. rasant

entwickelt. Es wurde ein Bewässerungssystem geschaffen, und

mit einer Schmalspureisenbahn waren alle Siedlungen auf dem Besitz

miteinander verbunden. Nachdem Kroatien selbständig geworden war,

und nach der Integration der Baranja, wurde Belje von der Gesellschaft

Agrokor, dem größten Nahrungsmittelproduzenten in diesem Teil Europas,

übernommen. In neuerer Zeit beginnt Belje mit der Produktion von

Bionahrungsmitteln.


80 Tausende kleiner

Spiegel

In jedem Augenblick kann Sie ein Gefühl wie Trauer überkommen, nicht

deshalb, weil es Sie hier einmal nicht mehr geben wird, sondern deshalb, weil

Ihnen dann der Blick auf diese Schönheit genommen sein wird. Aber schon

im nächsten Augenblick kann Sie ein noch tieferes und wahrhaftigeres Gefühl


überfluten, eine strahlende Freude allein deshalb, weil Sie erneut geschaut

haben, wie in der heißen Sommerluft, bestrahlt vom nachmittäglichen Licht,

das Pappelblatt erzittert und Ihnen den Sonnenstrahl direkt ins Auge zurückschickt,

als ob jemand in diesen hohen Bäumen Tausende kleiner Spiegel

angebracht hätte… Delimir Rešicki

81


82

die große baranja

Baranja Adventure Team Fahrt mit dem Geländewagen

durch die natürliche Wildnis.

Š. Petefija 35, Bilje, + 385 (0) 91 2101 212,

+ 385 (0) 31 211 511

www.baranja-adventure.com

Motorijada (Bikertreffen)

Motorijada (Bikertreffen)

Batina, August

Familie Takač, + 385 (0) 91 7965 880,

+ 385 (0) 31 735 241

Orlov put, Biobauernhof

3127 Bilje, + 385 (0) 91 2255 886

na.orlovom.putuv@os.t-com.hr

Die ungezähmte Weite

Das Frühlingserwachen der Erde habe ich in verschwenderischen Düften

eingeatmet, bin mit braunem und rotem Laub durch den Herbst gegangen.

Die Baranja ist ein so kraftstrotzendes Land, das dir mit der glühend heißen

Eruption des Sommers in der Seele den eisig kalten Winter evoziert, das dich

mit den überreichen Säften der üppigen Vegetation in den abgenutzten,

dahinschwindenden Spätherbst mit einem einzigen Beispiel überführt: Mit

dem Schicksal eines Blattes. Mirko Hunjadi

Herz und Seele füllen sich mit Zufriedenheit, Auge, Hand und Ohr sind

voll, voll sind Lunge und Nase. Von den niedrigen Zweigen fliegen zweidrei

eben aufgewachte Fischreiher auf, die Ente bringt ihre Entlein eilig

vom Boot im Schilf weg, der Haubentaucher möchte Verstecken spielen

und die Fasanen fliegen ohne ersichtlichen Grund von Ufer zu Ufer. Hier

kann man aus nächster Nähe einen kapitalen Hirsch beobachten, der

gierig Wasser trinkt und Wildschweine, die in der Dämmerung den Kanal

durchschwimmen, einen Fuchs, der geschickt um den Hasen kreist,

Rehböcke, die mit ihrem Gehörn Rivalenkämpfe austragen. Hier kann

man den Fischotter in Aktion sehen, wie er unter dem Eis am Kanalufer

Fische fängt und sie genüsslich verspeist.


84

das heruntergelassene fenster

Triatlon Baranja Bilje, See (Alte Drau)

Tourismusverband Bilje, + 385 (0) 98 751 480

Ein grünes Mysterium

Dass ich nahe meinem Zuhause war, wusste und fühlte ich erst, als ich überall

dicke Staubschichten auf den kleinen Blättchen der Akazie sah. Dann,

irgendwo vor Osijek, lasse ich kurz das Fenster des Schienenbusses herunter

und atme dieses lebendige, grüne Mysterium tief ein. Und einige Stunden

später blase ich im Traum den Staub von den kleinen Blättchen, auf denen

klar geschrieben steht, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe.

Delimir Rešicki

Mit dem Nachtzug Osijek – Beli Manastir und zurück fahrend, spürt der

Baranjaner hinter dem Fenster, in dem er nichts von der Landschaft, sondern

nur sein eigenes und die Gesichter der abendlichen Reisenden sieht,

dass die Sonnenblumenfelder irgendwo im sommerlichen Mondschein

hinter ihm und dem Zug zurückbleiben. Das was die Sonnenblume gesehen

hat, während sie mit der Sonne jeden Tag von Osten nach Westen

gereist ist, das, was sie in jedem ihrer Kerne weiß, die bald geräuschlos

auf dieses Land fallen werden, das, was in ihrem Blick gewesen ist, kann

ihr niemals mehr jemand wegnehmen. Alle Unglücke, selbst der Tod,

verspäten sich immer an diesem Tag, und es genügt der eine Augenblick.

Ihn mit der Baranja zu teilen, bedeutet, ein Teil des Geheimnisses und

des Wunders zu sein.


86 Nur einmal

Mit dem Zug, dem Bus oder dem Auto kommst Du am leichtesten frühmorgens

in die Baranja. Am schwersten abends. Aus der Baranja heraus nie mehr!

Du wirst sie nämlich mit Dir fortnehmen: das Grüne im Auge, das Heftige

im Geruch des Schlamms, der Eiche und des Fisches, das Sanfte im Gespür

für die Musik der nächtlichen Landschaften im Nebel.


Mit dem Fahrzeug kannst Du in die Baranja kommen, wann immer Du es

wünscht. Mit dem Herzen – nur einmal im Leben! Mirko Hunjadi

87


Sieben Türen

Aus Slawonien, aus Osijek und aus Belišće kommst Du über fünf Drau-

Brücken in die Baranja. Aus Serbien über die Donau-Brücke in Batina.

Über Donau und Drau von jeher mit Booten. Aus Ungarn, wenn

Dich die Grenzpolizei und die Zollbeamten am Grenzübergang Udvar-Kneževo

und Beremend – Baranjsko Petrovo selo durchlassen.

Mirko Hunjadi

verkehr

Die paneuropäische Straße

Durch die Baranja verläuft die transeuropäische

Autobahn des Europäischen

Verkehrskorridors V/c (Budapest – Osijek

– Sarajevo – Ploče). Mit dem Bau dieser Autobahn

werden Slawonien und die Baranja

an die europäischen Hauptverkehrswege

angeschlossen und in das globale europäische

Wirtschaftssystem einbezogen.

Anreise mit dem Autobus Osijek – Beli

Manastir.

Die Eisenbahn

Mit der Modernisierung der Strecke MP

13A Osijek – Beli Manastir – Staatsgrenze

werden die Bedingungen für eine Zunahme

des Personenverkehrs geschaffen.

Anreise mit dem Zug Osijek – Beli

Manastir.

Das Flussschiff

Die Flüsse Drau und Donau stellen eine

wichtige Wasserstraße stromaufwärts

Richtung Mitteleuropa und östlich zum

Schwarzen Meer dar. Die Drau hat auf

23 km ihres Laufs von der Mündung bis

Osijek den Status eines Wasserweges von

internationaler Bedeutung.

Anreise mit dem Schiff: auf der Donau,

Hafen Vukovar und Ilok; auf der Drau,

Hafen Osijek

Flughäfen

Auf dem Flughafen Osijek (Klisa), 20 km

von der Stadt Osijek entfernt, können

Cargo-Flugzeuge, kleinere Flugzeuge für

Geschäftsflüge und – bisher nur in den

Sommermonaten – Passagierflugzeuge

landen. Kleine Flugzeuge kann der

Geschäfts- und Sportflughafen Osijek

zwischen Osijek und Čepin aufnehmen.

Anreise mit dem Flugzeug aus Zagreb und

Split (vom 24. Juni bis 26. August) und aus

Frankfurt (ab 6. Mai) www.osijek-airport.hr

naturpark

Öffentliche Einrichtung Naturpark Kopački rit

Titov dvorac 1, 31328 Lug,

+ 385 (0) 31 285 370, fax + 385 (0)31 285 380

Prijamni centar + 385 (0)31 752 320,

+ 385 (0)31 752 321

www.kopacki-rit.hr

prijamni.centar@kopacki-rit.hr

natursehenswürdigkeiten

Der Sakadaško jezero ist der tiefste See im

Kopački rit.

Der Kopačko jezero ist der größte See im

Kopački rit.

Die übrige Steppe, am Friedhof in Bilje,

etwa 140 Pflanzenarten, viele davon selten.

Die Feldulme (Ulmus minor), einer der

höchsten Bäume der Baranja-Wälder, etwa

300 Jahr alt

Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist

in Mitteleuropa nur an einigen Stellen zu

finden und meistens als vereinzelte Staude.

Hier sind im Juni große Flächen, oft einige

Hektar, mit diesen herrlich blauen Blüten

dieser Irisart bedeckt.

Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) bedeckt

während ihrer Blütezeit viele Hektar

Teichfläche.

Die Bunte Schwertlilie (Iris variegata)

Gelber Lauch und Saatmohn (Allium flavum,

Papaver dubium lecoquii) blühen an den

Tonsandsteinhängen bei Batina.

Silberweide und Schwarzpappel, sind

gewisse Relikte und wachsen auf höherem

Terrain.

Großlibellen (Anisoptera), viele der 40

verzeichneten Arten haben eine intensive

und schöne Färbung.

Hirschkäfer (Lucanus cervus), die größte

europäische Käferart

Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) halten

sich meistens an den Deichen und in

den Teichen außerhalb des Überschwemmungsgebietes

auf.

Große Vogelkolonien - Reiher (Ardea cinerea,

Ardea purpurea), Lachmöwe (Larus ridibundus),

Weißbartseeschwalbe (Chlidonias

hybrida), Kormoran (Phalacrocorax carbo)

Bedrohte Vogelarten - Schwarzstorch (Ciconia

nigra), Weißstorch (Ciconia ciconia),

Sakerfalke (Falco cherrug), Seidenreiher

(Egretta garzetta) und Graugans (Anser

anser) – bedrohte europäische Arten.

Moorente (Aythya nyroca), eine der am

stärksten bedrohten Arten Europas.

Seeadler (Haliaeetus albicilla), eine weltweit

bedrohte Art. Rotbauchunke (Bombina

bombina), mit roten und gelben Flecken

an der Unterseite; ein selten zu sehender

Frosch.

Bunarić dol, Trinkwasserquelle der Muttergottes

von Lourdes, Gajić,

+ 385 (0) 98 721 799; eucharistische Feier

am: 22.1., 11.2., 25.4., 14.8., 8.12.

kulturelle sehenswürdigkeiten

Slawonisch-syrmischer Podolac, autochthone

Rinderrasse, zählt zu den seltenen

Herdentieren in Kroatien; Im Einklang

mit der Natur, Zentrum für nachhaltige

landwirtschaftliche Produktion der Firma

Belje d.d.

Zoologisches Museum der Baranja,

Kopačevo Kralja Zvonimira 1b, 31327 Bilje,

+ 385 (0)31 750 027, + 385 (0)31 750 057

Šokačka kuća (schokadisches Haus),

volkskundliche Sammlung mit etwa 1600

Exponaten in Topolje, + 385 (0)31 737 220,

+ 385 (0)98 17 39 972, bobanduric@gmail.

com, www.zbirka-draz.net

Schloss in Kneževo, einstöckiges Gebäude

mit bescheidenen klassizistischen

Stilelementen (1828); die Westfront ist

der Siedlung und die Ostfront dem Park

aus dem 19. Jh. zugewandt; der mittlere,

zweistöckige Teil des Schlosses hebt sich

aus dem Grundvolumen heraus.

Schloss in Tikveš, zweite Hälfte des 19. Jh.;

um das Schloss herum gibt es einen Park,

der durch einen Spazierweg mit der Jagdvilla

im Landhausstil verbunden ist; heute

Europäisches Umweltzentrum.

Schloss in Darda, zweite Hälfte des 18. Jh.,

einstöckiges Gebäude mit einer Fläche von

1700 m2; vereint die barocke Grundrisskonzeption;

in der Mitte der Stirnseite

eine verglaste Holzveranda; im Hofraum

schließen sich ebenerdige Wirtschaftsgebäude

an.

Schloss in Bilje 18. Jh., Park auf einer Fläche

von etwa 8 Hektar; innerhalb des Gebäudekomplexes

gibt es eine Schlosskapelle

(1720); 1974 renoviert; im Schloss ist ein

Teil der Verwaltung des Unternehmens

Hrvatske šume und die Verwaltung der öffentlichen

Einrichtung Naturpark Kopački

rit untergebracht.


Gedenkstätte Batina, + 385 (0)91 1655 556,

Memorialsammlung, Blick auf die Donau.

fischfang

Puškaš (Donaunebenarm), 10 km lang, entstand

vor 150 Jahren; schöne Exemplare

an Schleien und Flussbarschen; Karpfen

und Wels

Stara Drava (Alte Drau), Fläche 56 Hektar,

durch eine Brücke und ein Wehr in zwei

Seen, den rechten und den linken See,

geteilt (mit Schilf zugewachsen; es dominieren

kapitale Hechte; Donauwildkarpfen;

riesige Katzenwelse

Barbara-Kanal, fließt von der kroatischungarischen

Grenze parallel zur Drau; er

teilt sich in die Alte Barbara (27 km) und in

den Kanal Barbara (7 km)

Vodar, Kanal und Teich,Fortsetzung des

Barbara-Kanals; Hecht, Giebel, Rotfeder,

Plötze und Wildkarpfen

Lanka, durchschnittliche Tiefe 1,5 m, reich

an Hechten; Wildkarpfen

Jezero Đola, See im Zentrum von Darda,

Sandboden, Ufer teilweise mit Segge

bewachsen; schwere Exemplare an Graskarpfen,

Wildkarpfen, Teichkarpfen, Rapfen,

Hecht, Zander, Giebel, Brachse/Brasse,

Katzenwels

Čokaš, stromaufwärts mit dem Barbara-Kanal,

mit der Lanka, mit dem Serečin-Kanal

und dem See Đola verbunden; Hecht und

Rapfen; Wildkarpfen, Giebel, Flussbarsch,

Rotfeder, Katzenwels und Zobel

Gmajna, hat zwei natürliche Quellen, etwa

6 ha, Durchschnittstiefe 2 m; Karpfen,

Graskarpfen, Hecht und Zander

Halasica, unmittelbar neben dem Alten

Draudeich (Stari Dravski nasip), 1827

entstanden; Hecht, Karpfen und Giebel

Boroš, an der ungarischen Grenze, im

Waldgebiet Medrović, mit der Drau durch

einen längeren Kanal verbunden

Mrtvaja, unmittelbar am Draudeich; Hecht,

Wildkarpfen, Schleie und Wels

Sonstige Fischereigewässer See Bučka mit

Bučka-Kanal, See Šećeransko jezero,

alter und neuer Čeminac, Grabovački-,

Mirkovački-, Luški-Kanal, Dravica, Farkaš

topolje, Karoca, Šiblje, Bodonja, Gakovac,

Marinkova bara, Luska bara, Lerencova

bara, Tatina bara,Vir bara, Bara Jančit rit,

Bara Ajzekan, Bajer Mladičnjak bei Draž,

Marinkova bara (bara = Teich).

jagdhaus

Monjoroš, exklusives Jagdrevier, + 385 (0)31

750 187, + 385 (0)98 439 810,

usosi@hr.sume.hr, www.hrsume.hr;

Riedwälder, reich an Hochwild, besonders

Hirsch und Wildschwein

Zlatna greda, Jagdrevier Podunavlje-Podravlje,

+ 385 (0)98 447 090

Ćošak šume, Ćošak šume, www.zlatnagreda.org;

gemütliches Restaurant, Kutschfahrt,

Fotosafari und Besichtigung des

Jagdreviers, Jagdessen in der Natur

Židopustara, + 385 (0)31 746 222,

www.fermopromet.hr, im Herzen des

Jagdreviers, umgeben von einer Allee

hundertjähriger Platanen, an einem See,

der die Möglichkeit des Freizeitangelns

bietet; das Jagdrevier ist einer der besten

Hirschwildstandorte, etwa 700 Stück.

weinstraßen

Die Weinberge befinden sich im Norden

der Baranja um das Gebirge Banska kosa

herum. Es ist ein ausgesprochen ebenes

Gebiet und für den Weinbau ideal geeignet.

Eine besondere Attraktion dieser Weinberge

sind die in die Tonsandsteinschichten

eingegrabenen Weinkeller. Einige solcher

Weinkeller wurden hergerichtet, allerdings

nur im Bereich des Ortes Zmajevac zwischen

Kneževi Vinogradi und Batina an der

Südseite der Banska kosa. In den anderen

Weinbergen an der Süd- und Nordseite des

Gebirges gibt es ähnliche Weinkeller.

weinkeller

Ivan Gregurek, Glavna 50,

Kneževi Vinogradi, + 385 (0)31 730 929

Istvan Kovacs, Šandora Petefija 13, Suza,

+ 385 (0)31 733 182, + 385 (0)98 9070 113

Nada Rikert, 1. svibnja 18,

Kneževi Vinogradi, + 385 (0)31 730 560

Weinkeller der Familie Kolar, Suza,

+ 385 (0)31 733 081, + 385 (0)31 733 006,

+ 385 (0)91 5218 623

Weinkeller Adam, Glavna 145, Kneževi

Vinogradi, + 385 (0)91 5505 067

Weinschenke Gerštmajer, Maršala Tita 152,

Zmajevac, + 385 (0)91 3515 586

Weinkeller Bonet Ištvan, Lajoša Košuta 44,

Suza, + 385 (0)98 338 943

Weinkeller Cibok, Zmajevac,

+ 385 (0)98 9203 289

Weinkeller Čočić, Zmajevac, 031 212 973,

+ 385 (0)91 1104 942, + 385 (0)91 1200 569

Weinkeller Dionis, Maršala Tita 139, Suza,

+ 385 (0)31 733 182, + 385 (0)98 9070 113

Weinkeller Ferenc Varga, Šandora Petefija 9,

Zmajevac, + 385 (0)98 9195 942

Weinkeller Belje d.d., Šandora Petefija 2,

Kneževi Vinogradi, + 385 (0)31 730 922

Weinkeller Josić, Planina 194, Zmajevac,

+ 385 (0)98 252 657, www.josic.hr

Weinkeller Marinčić, Šandora Petefija bb,

Zmajevac, + 385 (0)91 3730 020

Winzer - und Obstbauerngenossenschaft

Trojnaš - Draž, + 385 (0)31 736 517

Winzergenossenschaft der Gemeinde Draž

Martinovo brdo, Gajić, + 385 (0)98 777 630

Weinprobe, heimisches gastronomisches

Angebot, überliefertes Brauchtum

Slavko Kalazić, Batina, + 385 (0)98 223 765

Winzergenossenschaft Beli Manastir Sv.

Martin, + 385 (0)98 253 354, Weinprobe,

heimisches gastronomisches Angebot

Winzergenossenschaft der Weinberge der

Baranje, + 385 (0)91 8942 323, Weinprobe,

heimisches gastronomisches Angebot

landtourismus

Baranjski dvori, Šandora Petefija 61,

Zmajevac, + 385 (0)31 734 055,

+ 385 (0)91 9540 533, + 385 (0)91 2100 885,

www.baranjski-dvori.hr

Čokot čarda, Zmajevac, Vinko Medić,

+ 385 (0)31 505 126, + 385 (0)91 2201 110;

traditionelle Küche, heimischer Wein und

Schnaps

Golf und Landhausklub Zmajevac,

+ 385 (0)98 253 656, www.golfklub-zmajevac.hr,

Angebot heimischer gastronomischer

und önologischer Spezialitäten, Golf

und Teambuilding.

Ivica i Marica, Ive Lole Ribara 8a, Karanac,

Nada und Marko Piljić,

+ 385 (0)91 1373 793, + 385 (0)98 252 674,

www.ivica-marica.com; heimische Spezialitäten,

Reiten, Kutsch- und Fiakerfahrten,

Radfahren, Nordic Walking

Kukuriku, pannonisches Bauernhaus aus

dem Jahr 1897, Kolodvorska 18, Karanac,

Nino Mlinaček, + 385 (0)98 252 179, + 385

(0)98 547 585; Zimmer im Ethnostil, Radfahren,

Kinderworkshops in der Natur

Ljudevit Kolar, Maršala Tita 96e, Suza,

+ 385 (0)31 733 081, + 385 (0)31 733 006,

+ 385 (0)91 5218 623; traditionelle Küche,

heimischer Wein und Schnaps, Weinkeller,

Fischfang, Unterkunft

Piroš čizma, Maršala Tita 101, Suza, + 385

(0)31 733 806, + 385 (0)98 372 480; traditionelle

baranjanische Gerichte

Richard Apel, I. L. Ribara 27, Karanac,

+ 385 (0)91 2101 212, www.baranya-adventure.com;

Aktivurlaub, Abenteuerinhalte,

heimische gastronomische und önologische

Spezialitäten


Salaš Ipša, Franjin dvor 2, Čeminac,

+ 385 (0) 91 5619 868, www.salas-ipsa.hr;

traditionelle baranjanische Küche, Reiten,

Radfahren, Wandern

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Vaš,

Ribarska 82, Kopačevo, + 385 (0) 31 752 179,

+ 385 (0) 98 244 285; www.kopacevo.pondi.

hr; tibor.vas@os.t-com.hr; traditionelle Küche,

Haustiere, Gemüsegarten, Fischfang,

Kanuing, Radfahren

Landwirtschaftlicher und touristischer Familienbetrieb

Sklepić, pannonishes Haus aus

dem Jahr 1910, Gehöft aus dem Jahr 1897,

Kolodvorska 58, Karanac, + 385 (0) 31 720

271, + 385 (0) 98 739 159, www.sklepic.hr;

ethnologische Sammlung, Fiaker, Reiten,

Haustiere, hausgemachte Speisen

Landtourismus Lacković, Vinogradska 5,

Bilje, + 385 (0) 31 750 850, Fax + 385 (0) 31

751 329, + 385 (0) 98 650 006; andjelko.

lackovic@os.htnet.hr; traditionelle Küche,

Haustiere, Gemüsegarten, Jagd, Fischfang,

Radfahren

privatunterkünfte

Aleksander, Hrv. vojske 3, Bilje,

+ 385 (0) 31 750 689, + 385 (0) 98 1707799

www.aleksander.bilje.info; aleksander@

bilje.info; traditionelle Küche, Haustiere,

Gemüsegarten, Fischfang, Radfahren

Anica Đeri, Mihajla Klajna 11, Kneževi

Vinogradi, + 385 (0) 31 730 813, anica.

djeri@os.t-com.hr, free-os.t-com./adjeri,

Schwimmbadnähe, Fischfang, Weinstraße,

Radfahren

Apartments Vrata Baranje, Vinogradska 15,

Bilje, + 385 (0) 31 750 057, Fax + 385 (0) 31

751 456, + 385 (0) 98 630 030;

www.vrata-baranje.hr ; info@vrata-baranje.

hr; traditionelle Küche, Haustiere, Gemüsegarten,

Jagd, Fischfang, Radfahren

Apartman Katarina, Baranjska 17, Beli Manastir,

+ 385 (0) 31 701 001, + 385 (0) 98 476

293, katica.nicin1@os.t-com.hr, Fischfang,

Weinstraße, Radfahren

Apartman Racing, Petra Dobrovića 9, Beli

Manastir, + 385 (0) 31 702 633, + 385 (0)

98 338 147, traditionelle Küche, Fischfang,

Weinstraße

Bijeli lopoč, Ulica bijelog lopoča 21, Bilje,

+ 385 (0) 31 750 640, + 385 (0) 91 7998

085; www.bijeli-lopoc.hr; barica.bertic@

os.t-com.hr; traditionelle Küche, Haustiere,

Gemüsegarten, Jagd, Fischfang, Radfahren

Bogomir Papež, Glavna 123, Kneževi Vinogradi,

+ 385 (0) 31 730 825

Capistro, Vinogradska bb, Bilje, + 385 (0)

31 351 893, Fax + 385 (0) 31 351 893, + 385

(0) 91 7932 558; www.capistro.hr; capistro.

bilje@gmail.com; Restaurant, Café-Bar, traditionelle

Küche, Haustiere, Gemüsegarten,

Pferde/Reiten, Jagd, Fischfang, Fiakerfahrten,

Radfahren

Corina, Tina Ujevića 11, Bilje,+385 (0) 31

322 106, Fax + 385 (0) 31 750 949, + 385 (0)

95 9075 420; www.corina-apartments.com;

pansion.corina@email.t-com.hr; traditionelle

Küche, Jagd, Fischfang, Radfahren

Crvendać, Biljske satnije ZNG RH 5, Bilje,

Tel./Fax + 385 (0) 31 750 264, + 385 (0)

91 2017 879 i + 385 (0) 91 5515 711; www.

crvendac.com; pansion@crvendac.com;

traditionelle Küche, Haustiere, Gemüsegarten,

Jagd, Fischfang, Radfahren

Čingi lingi, Tina Ujevića 17, Bilje, + 385 (0)

31 750 962, Fax + 385 (0) 31 206 644, + 385

(0) 91 1558 702; www.cingilingi.odmor.org;

cingilingi@gmail.com; traditionelle Küche,

Haustiere, Gemüsegarten, Fischfang,

Radfahren

Bauernhof Grladinović, Ritska 11, Bilje,

+ 385 (0) 31 682 196, + 385 (0) 91 5074 141;

domacinstvo@grladinovic.hr; traditionelle

Küche, Haustiere, Gemüsegarten, Jagd,

Fischfang, Radfahren

Eftimov, Hrvatskih branitelja 56, Bilje, + 385

(0) 31 750 827, Fax + 385 (0) 31 750 827,

+ 385 (0) 91 2030 701; barusa007@net.hr;

traditionelle Küche, Haustiere, Gemüsegarten,

Jagd, Fischfang, Radfahren

Franjo Antić, Šandora Petefija 10, Karanac,

+ 385 (0) 31 720 491

Irena Šipec, Mihajla Klajna 12, Kneževi Vinogradi,

+ 385 (0) 31 730 238, + 385 (0) 99

6784 649, www.irena-sobe.com; Schwimmbadnähe,

Weinstraße, traditionelle Küche,

Fischfang

Jasna Lovrenčić, Šandora Petefija 1p, Karanac,

+ 385 (0) 31 720 088

Jelić, Tina Ujevića 13, Bilje, + 385 (0) 31 750

535, Fax + 385 (0) 31 750 081, + 385 (0) 98

138 2151; jelicbogdan@gmail.com; traditionelle

Küche, Haustiere, Gemüsegarten,

Fischfang, Radfahren

Kostolić, I. Vencela 2, Draž, Gajić, sobe,

+ 385 (0) 31 736 071, hausgemachte Speisen,

Fischfang am alten Donaunebenarm,

Bootsfahrt

Ferienhaus Kovačević, Crkvena 4, Bilje, + 385

(0) 31 750 123, + 385 (0) 91 1359 413, kovacevic4@net.hr;

Jagd, Fischfang, Radfahren

Ferienhaus Marina Zagrajski, Kralja Petra

Krešimira IV 27, Beli Manastir, + 385 (0)

91 5661 213, + 385 (0) 91 7986 886, + 385

(0) 31 703 236, marina.zagrajski@gmail.

com, Jagd, Fischfang, Schwimmbadnähe,

Weinstraße

Ferienhaus Melita Lesić, Karanačka 30, Beli

Manastir, + 385 (0) 31 701 690, + 385 (0)

92 1197 732; blizina bazena, melitalesic@

gmail.com; Jagd, Fischfang, Weinstraße

Mala kuća, Ritska 1, Bilje, + 385 (0) 31 750

393, Fax + 385 (0) 31 750 393, + 385 (0)

98 762 706; www.malakuca.com, ivana.

pralija@gmail.com; traditionelle Küche,

Fischfang, Radfahren

Milena Lakić, Šandora Petefija 44, Karanac,

+ 385 (0) 31 720 399

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Barbara

Blagus, Petra Dobrovića 27, Beli Manastir,

+ 385 (0) 31 702 157, + 385 (0) 98 533 541;

heimische Spezialitäten, Fischfang

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Lutra,

Tina Ujevića 2, Bilje, + 385 (0) 31 750 960,

+ 385 (0) 98 357 134; www.lutra.com, sinisa.

bagaric@os.t-com.hr; traditionelle Küche,

Haustiere, Gemüsegarten, Radfahren

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Sabo,

Kneza Branimira 23, Bilje, + 385 (0) 31 750

163, + 385 (0) 91 501 9535; sabo.adela@

gmail.com, traditionelle Küche, Haustiere,

Gemüsegarten, Radfahren

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Toma,

Tina Ujevića 14, Bilje, + 385 (0) 31 750

530, + 385 (0) 91 5420 836; www.opg-toma.

com; toma.bilje@yahoo.com; traditionelle

Küche, Haustiere, Gemüsegarten, Jagd,

Fischfang, Radfahren

Privatunterkunft Bakho, Ljudevita Posavskog

4, Branjin Vrh, + 385 (0) 31 727 308,

+ 385 (0) 98 1698 143,zoran.banac@os.tcom.hr;

heimische Küche, Jagd, Fischfang,

Weinstraße, Radfahren

Privatunterkunft Bakho plus, Miroslava

Krleže 25, Šećerana, + 385 (0) 91 5056 460,

zoran.banac@os.t-com.hr; heimische

Küche, Jagd, Fischfang, Weinstraße,

Radfahren

Privatunterkunft Margita Deanović, Osječka

115, Beli Manastir, 031 702 043, + 385 (0)

98 9946 768, Jagd, Fischfang, Weinstraße,

Radfahren

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Vrata

Baranje, Vinogradska 17, Bilje + 385 (0)

31 750 057 i + 385 (0) 31 751 450, Fax + 385

(0) 31 751 456, + 385 (0) 98 523 855, www.

vrata-baranje.hr, info@vrata-baranje.hr; traditionelle

Küche, Haustiere, Gemüsegarten,

Jagd, Fischfang, Radfahren

Slavica Škvorc, Glavna 41, Kneževi Vinogradi,

+ 385 (0) 31 730 004, + 385 (0) 91

5528 493

Zimmervermietung Vašarević, Šandora

Petefija 152, Lug, + 385 (0) 31 701 901,

fax + 385 (0) 31 701 901, 091 9306 039,

www.dovolena-chorvatsko.cz, zoran-bm_

hr@net.hr; traditionelle Küche, Fischfang,

Jagd, Radfahren

Stjepan Čizmar, Šandora Petefija 66, Karanac,

+ 385 (0) 31 720 254


Takač Batina, Takač Marija, Draž, Apartmani

Zeleni otok 99, Batina, + 385 (0) 91 7965

880; Fischfang, Bootsfahrt auf der Donau

Villa Sandrina, J. J. Strossmayera 4b, Bilje,

+ 385 (0) 31 751 326, Fax + 385 (0) 31 751 326,

+ 385 (0) 98 468 936, www.villa-sandrina.

com, vila-sandrina@inet.hr; traditionelle

Küche, Jagd, Fischfang, Radfahren

Zimmervermietung Martinov

Hrvatske vojske 32, Bilje, + 385 (0) 31 750

327, + 385 (0) 91 5847 438,

www.agroturizam-bilje.com; traditionelle

Küche, eigene Tierhaltung, Garten, Jagd,

Fischfang, Radfahren

restaurants und gaststätten

Ambient, Glavna 8, Kneževi Vinogradi,

+ 385 (0) 31 730 103, + 385 (0) 98 438 019,

www.restoran-ambient.com

Baranjska kuća, Kolodvorska 99, Karanac,

+ 385 (0) 31 720 180, + 385 (0) 98 652 900,

www.baranjskakuca.cjb.net

Bistro Capistro, Vinogradska bb, Bilje,

+ 385 (0) 31 351 893, fax + 385 (0) 31 351 893,

+ 385 (0) 91 7932 558; www.capistro.hr;

capistro.bilje@gmail.com

Bistro Kod Kaje, Osječka bb, Beli Manastir,

+ 385 (0) 31 703 060

Bistro Tena, Osječka 190, Beli Manastir,

+ 385 (0) 31 703 324, + 385 (0) 91 5322 220

Dunav čarda, Zeleni otok 1, Batina,

+ 385 (0) 98 666 661

Kovač čarda, Maršala Tita 215, Suza, + 385

(0) 31 733 101, + 385 (0) 98 372 070

Krčma (Gasthaus) Centar, Šandora Petefija

1, Bilje, + 385 (0) 31 750 799, fax + 385 (0)

31 750 799, + 385 (0) 98 9113 771

Panon, Moše Pijade bb, Kneževi Vinogradi,

+ 385 (0) 31 730 901, fax. + 385 (0) 31 732 113

Restaurant Citadela, Lajoša Košuta 85,

Vardarac, 031 753 184, fax + 385 (0) 31 753

183, + 385 (0) 91 5044 267; www.citadela.

com.hr; citadela@os.t-com.hr

Restaurant Kod Varge, Kralja Zvonimira 37a,

Bilje, + 385 (0) 31 750 031, fax + 385 (0) 31

750 120, + 385 (0) 98 214 300;

www.kod-varge.hr

Restaurant Kormoran, Podunavlje bb, Bilje,

+ 385 (0) 31 753 099, fax + 385 (0) 31 753

099, + 385 (0) 91 1753 099; www.belje.hr

Restaurant Piroš čizma, Maršala Tita 101,

Suza, + 385 (0) 31 733 806,

+ 385 (0) 98 372 480

Restaurant Tikveš, Titov dvorac 4, Tikveš,

+ 385 (0) 31 752 905, + 385 (0) 91 504 4267;

www.citadela.com.hr;

citadela@os.t-com.hr

Restaurant Zelena žaba, Ribarska 3,

Kopačevo, + 385 (0) 31 752 212, + 385 (0) 98

1647 396; www.zelena-zaba.hr

Restaurant Batina, u sklopu Spomen-doma,

+ 385 (0) 91 1655 556, domaći specijaliteti,

obilazak vinograda, pogled na Dunav

Weinkellerei Josić, Planina 194, Zmajevac,

+ 385 (0) 31 734 410, + 385 (0) 98 252 657

hotel, reiseagenturen

Hotel Patria, Osječka bb, Beli Manastir,

+ 385 (0) 31 710 710, www.hotelpatria.hr

Reiseagentur Galactica net, Lavoslava

Ružičke 7, Šećerana, Beli Manastir, + 385

(0) 31 725 065, fax + 385 (0) 31 725 065,

+ 385 (0) 91 1790 103, galacticanet@os.tcom.hr,

www.galacticanet.hr

Turistička agencija Zora, Zagorska 52, Grabovac,

+ 385 (0) 31 504 000,

+ 385 (0) 31 505 000, + 385 (0) 91 1353 605,

e-mail: info@zora-turizam.hr,

www.zora-turizam.hr

Zlatna greda, Sjenjak 48, 31000 Osijek, tel

+ 385 (0) 31 565 180, + 385 (0) 91 4211 424,

fax + 385 (0) 31 565 182,

info@zlatna-greda.org

www.zlatna-greda.org

Belje dd, PC Turizam i ugostiteljstvo

Šandora Petefija 2, Kneževi Vinogradi

+ 385 (0) 31 790 127, + 385 (0) 31 790 235,

turizam@belje.hr, www.belje.hr

souvenirs

Art – dekor, Branislav i Danijela Pendić,

Kralja Tomislava 86, Bilje, + 385 (0) 95

9220 921; Souvenirs aus Keramik und Holz,

Ethno-Motive, Bemalen von Gegenständen,

Nachbildungen aus dem traditonellen

Leben

Kreativer Verein Kreativa, Sandra Vranješ-

Brković, A. Stepinca 33, Darda, + 385 (0) 31

740 361, + 385 (0) 91 795 5621, + 385 (0) 98

1903 579; Öko-Schmuck, Gebrauchssouvenirs

aus Naturmaterialien

Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Blagus,

Beli Manastir, Karanačka 30, + 385 (0) 92

1197 732; Bemalen von Glasflaschen, Ethno-

und Naturmotive

Keramikwerkstatt Asztalos, Beli Manastir,

ul. Franje Tuđmana 4, + 385 (0) 31 705 367,

od 2000, traditionelle und künstlerische

Keramik, alle Gegenstände sind auf der

Töpferscheibe hergestellte Unikate

Suza, Stari mlin, + 385 (0) 98 9455 990

Škrinjica sreće (Glückstruhe), Robert Perčić,

Rade Končara 68, Petlovac, + 385 (0) 99

7023 474; Souvenirs traditioneller und

sakraler Thematik, Blumenarrangements,

bemalte Gläser und Flaschen

Udruga Zlatne ruke (Verein Goldene Hände),

Kneza Zvonimira 55A, Bilje, + 385 (0) 31 751

117, + 385 (0) 99 5052 051; Werkstatt für die

Herstellung von Goldstickerei, Weberwerkstatt

und anderes Kunstgewerbe

Udruga žena Biljanke (Verein der Frauen von

Bilje), Kralja Zvonimira 2, Bilje, + 385 (0)

31 750 217, + 385 (0) 31 750 719; Pflege des

Kulturerbes, der traditionellen Stickerei

und des Brauchtums, Biljer Stickerei auf

Glas, Herstellen von Wand- und Tischbildern

aus Biljer Stickerei, Goldstickereibilder,

Flaschenhüte

Verum, Ante Starčevića 7, Beli Manastir,

+ 385 (0) 31 701 122, + 385 (0) 91 170 1122;

Ethno-Souvenirs, echte Volkstrachten der

Baranja, Grundrohstoff des traditionellen

Leintuchs, hergestellt auf dem Webstuhl,

heimische Stickerei, Stricken und Nähen

von baranjanischen, schokadischen Motiven,

Damenhandtaschen, Damen- und

Herrenstrümpfe, kleine Kissen, Gürtel,

Etuis und Schlüsselanhänger

tourismusverbände

Turistička zajednica Osječko-baranjske

županije (Tourismusverband der Gespanschaft

Osijek-Baranja)

Kapucinska 40, 31000 Osijek

+ 385 (0) 31 214 852

info@tzosbarzup.hr, www.tzosbarzup.hr

TZ Baranje (Tourismusverband der Baranja)

Imre Nagya 2, 31300 Beli Manastir

+ 385 (0) 31 702 080,

fax + 385 (0) 31 702 080

info@tzbaranje.hr, www.tzbaranje.hr

TZ Općine Bilje

(Tourismusverband der Gemeinde Bilje)

Kralja Zvonimira 10, 31327 Bilje

+ 385 (0) 31 751 480, fax + 385 (0) 31 751 481,

+ 385 (0) 98 357 133

info@tzo-bilje.hr, www.tzo-bilje.hr

TZ Općine Draž

(Tourismusverband der Gemeinde Draž)

Ive Lole Ribara 10, 31305 Draž

+ 385 (0) 31 736 517, fax + 385 (0) 31 736 517

www.draz.hr

www.beli-manastir.hr

www.bilje.hr

www.ceminac.hr

www.darda.hr

www.jagodnjak.hr

www.karanac.com

www.knezevi-vinogradi.hr

www.petlovac.hr

www.popovac.hr


hrvatska turistička zajednica

Iblerov trg 10/IV, p.p. 251

10000 Zagreb, Hrvatska

Tel: +385 1 46 99 333

Fax: +385 1 455 7827

E-Mail: info@htz.hr

Web: www.hrvatska.hr

kroatische zentrale für tourismus,

1010 Wien, Am Hof 13, Österreich,

Tel: +43 1 585 38 84

Fax: +43 1 585 38 84 20

E-Mail: office@kroatien.at

kroatische zentrale für tourismus,

60313 Frankfurt/M, Hochstrasse 43,

Deutschland

Tel: +49 69 23 85 350

Fax: +49 69 23 85 35 20

E-Mail: info@visitkroatien.de

kroatische zentrale für tourismus,

80469 München, Rumfordstrasse 7,

Deutschland

Tel: +49 89 22 33 44

Fax: +49 89 22 33 77

E-Mail: kroatien-tourismus@t-online.de

ente nazionale croato per il turismo,

20122 Milano, Piazzetta Pattari 1/3,

Italia

Tel: +39 02 86 45 44 97

Fax: +39 02 86 45 45 74

E-Mail: info@enteturismocroato.it

ente nazionale croato per il turismo,

00186 Roma, Via dell’ Oca 48, Italia

Tel: +39 06 32 11 0396

Fax: +39 06 32 11 1462

E-Mail: officeroma@enteturismocroato.it

chorvatské turistické sdružení, 110

00 Praha 1, Krakovská 25, Česká Republika

Tel: +420 2 2221 1812

Fax: +420 2 2221 0793

E-Mail: infohtz@iol.cz, info@htz.cz

chorvátske turistické združenie, 821

09 Bratislava, Trenčianska 5, Slovenská

Republika,

Tel: +421 2 55 562 054,

+421 2 55 415 415

Fax: +421 2 55 422 619

E-Mail: infohtz@chello.sk

horvát idegenforgalmi közösség,

1054 Budapest, Akademia u. 1,

Magyarország

Tel.: +36 1 267 55 88

Fax: +36 1 267 55 99

E-Mail: info@htz.hu

office national croate de tourisme,

75116 Paris, 48, avenue Victor Hugo, France

Tel: +33 1 45 00 99 55,

+33 1 45 00 99 57

Fax: +33 1 45 00 99 56

E-Mail: infos.croatie@wanadoo.fr

croatian national tourist office,

London W6 9ER, 2 Lanchesters, 162-164

Fulham Palace Road, United Kingdom

Tel: +44 208 563 79 79

Fax: +44 208 563 26 16

E-Mail: info@croatia-london.co.uk

croatian national tourist office,

New York 10118, 350 Fifth Avenue, Suite

4003, U.S.A.

Tel: +1 212 279 8672

Fax: + 1 212 279 8683

E-Mail: cntony@earthlink.net

narodowy os´rodek informacji

turystycznej republiki chorwacji,

00-675 Warszawa, IPC Business Center, ul.

Koszykowa 54, Polska

Tel: +48 22 828 51 93

Fax: +48 22 828 51 90

E-Mail: info@chorwacja.home.pl

kroatiska turistbyrån,

11135 Stockholm, Kungsgatan 24, Sverige

Tel: +46 8 53 482 080

Fax: +46 8 20 24 60

E-Mail: croinfo@telia.com

kroatisch nationaal bureau voor

toerisme,

1081 GG Amsterdam, Nijenburg 2F,

Netherlands

Tel: +31 20 661 64 22

Fax: +31 20 661 64 27

E-Mail: kroatie-info@planet.nl

office national croate du tourisme,

1000 Bruxelles, Vieille Halle aux Blés 38,

Belgique

Tel: +32 2 55 018 88

Fax: +32 2 51 381 60

E-Mail: info-croatia@scarlet.be

хорватское туристическое

сообщество,

123610 Moscow, Krasnopresnenskaya nab.

12, office 1502, Russia

Tel: +7 495 258 15 07

Fax; +7 495 258 15 07

E-Mail: HTZ@wtt.ru

hrvaška turistična skupnost,

1000 Ljubljana, Gosposvetska 2, Slovenija

Tel: 386 1 23 07 400

Fax: 386 1 23 07 404

E-Mail: hrinfo@siol.net

kroatische zentrale für tourismus,

8004 Zürich, Badenerstr. 332, Switzerland

Tel: +41 43 336 2030

Fax: +41 43 336 2039,

E-Mail: info@kroatien-tourismus.ch

oficina de turismo de croacia, 28001

Madrid, Calle Claudio Coello 22, esc.B,1°C,

España

Tel: +3491 781 5514

Fax: +3491 431 8443

E-Mail: info@visitacroacia.es

kroatiens turistkontor,

Bjørnholms Allé 20; 8260 Viby J; Danmark

Tel: +45 70 266 860

Fax: +45 70 239 500

E-Mail: info@altomkroatien.dk

クロアチア政府観光局

Ark Hills Executive Tower N613, Akasaka

1-14-5, Minato-ku, Tokyo 107-0052

Tel: +81 03 6234 0711

Fax: +81 03 6234 0712

E-Mail: info@visitcroatia.jp

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