Die fantastische Baranja - Business - Hrvatska turistička zajednica
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<strong>Die</strong> <strong>fantastische</strong> <strong>Baranja</strong>
2<br />
Stroh, internationales Land Art Festival; auf<br />
dem Feld des landwirtschaftlichen Familienbetriebs<br />
Fallerovi Dvori Lug; Anfang August<br />
Wie wird man Teil<br />
des Geheimnisses<br />
und des Wunders<br />
<strong>Die</strong> kroatische <strong>Baranja</strong> ist bereits seit Urzeiten besiedelt. Aus der Zeit des<br />
Römischen Kaiserreiches sind uns Grenzposten und Grenzbefestigungen an<br />
Orten der heutigen Siedlungen Batina, Zmajevac und Lug sowie im Gebiet<br />
von Kopačevo bekannt. Quellen verzeichnen auch Siedlungen im Gebiet<br />
von Popovac. Als die ungarisch-kroatischen Könige im Mittelalter das Gespanschaftssystem<br />
(regionale Selbstverwaltungseinheit) einführten, gehörte<br />
die <strong>Baranja</strong> Anfang des 11. Jahrhunderts zu den ältesten Gespanschaften.<br />
Ursprünglich befand sich ihr Zentrum auf dem Gebiet des heutigen Branjin<br />
Vrh. <strong>Die</strong> Gespanschaft <strong>Baranja</strong> erstreckte sich während des gesamten Mittelalters<br />
auch entlang der Südseite der Drau bis Našice und Orahovica am<br />
Fuße des Krndija-Gebirges.<br />
<strong>Die</strong> meisten der heutigen Siedlungen in der kroatischen <strong>Baranja</strong> wurden bereits<br />
im 13. Jahrhundert erwähnt. Sie befanden sich im Mittelalter vorwiegend<br />
im Besitz von Adelsfamilien, von denen einige ihren ständigen Wohnsitz<br />
auf dem Grundbesitz hatten, wie die Čeminačkis, Biljskis, Monoštorskis,<br />
Lučkis und andere. <strong>Die</strong> Stammbesitztümer einiger anderer befanden sich<br />
andernorts. Von den kirchlichen Institutionen in der <strong>Baranja</strong> nannten zwei
hiesige Klöster einen beträchtlichen Besitz ihr Eigen. In der Nähe der<br />
alten Befestigungsanlage in Branjin Vrh wurde, wahrscheinlich im 12.<br />
Jahrhundert, das Benediktinerkloster St. Michael Erzengel / Sv. Mihael<br />
Arkanđel gegründet. Neben ihm entwickelte sich die Siedlung und spätere<br />
Stadt Beli Manastir. Außerdem wurde unterhalb der Befestigungsanlage<br />
Kiskó´szeg (heute Batina) wahrscheinlich im frühen 14. Jahrhundert das<br />
Paulinerkloster des Hl. Erlösers / Sv. Spasitelj gegründet.<br />
Vom Gebiet der heutigen kroatischen <strong>Baranja</strong>, aus dem Dorf Lug (damals<br />
Laskó genannt und heute noch der ungarische Name dieses Dorfes),<br />
stammte der Franziskaner Osvald Laskai, einer der besten Prediger und<br />
kirchlichen Schriftsteller in Ungarn am Ende des Mittelalters. Unter mehreren<br />
gelehrten Persönlichkeiten aus der <strong>Baranja</strong>, die im späten Mittelalter<br />
an europäischen Universitäten lehrten, befand sich Vincent aus Topolje<br />
(Vincentius de Izsep), der Ende des 15. Jahrhunderts in Krakau in den<br />
freien Künsten magistriert hatte.<br />
Als 1553 der Bischof und Staatsmann Antun Vrančić in diplomatischer<br />
Mission die Donau nach Konstantinopel hinab fuhr, zählte er drei baranjanische<br />
Dörfer, die er vom Boot aus gesehen hatte: die zerstörte<br />
Befestigungsanlage Kó´szeg (Batina), den Marktflecken Vörösmart (Zmajevac)<br />
und Laskó (Lug). Der osmanische Reiseschriftsteller Evlija Čelebi<br />
beschrieb zwei <strong>Baranja</strong>-Siedlungen: die starke Befestigungsanlage Darda<br />
und den ebenfalls mit Palisaden gut befestigten Marktflecken <strong>Baranja</strong>vár<br />
(Branjin Vrh). Der bekannte fahrende Hofsänger und Dichter Sebastijan<br />
Tinódin hielt sich 1542 in Branjin Vrh auf und verfasste eine ungarische<br />
3
4<br />
Dichtung über den Herzog von Valpovo, Petar Perényi. Ein bedeutendes<br />
und umfangreiches literarisches Werk auf dem Gebiet der <strong>Baranja</strong> ist<br />
verbunden mit den Anfängen der kirchlichen Reformation. Besonders<br />
hervorzuheben sind die Namen Mihael Starin (Mihály Sztárai), Stjepan<br />
Kiš Segedinac (Szegedi Kis István), Stjepan Beytha (Beythe István),<br />
aber auch der des Konvertiten zum Katholizismus Mihael Veresmarti<br />
(Veresmarti Mihály).<br />
Bei der Wiedereinführung des Gespanschaftssystems verblieb die Gespanschaft<br />
<strong>Baranja</strong> mit ihrem Zentrum Pécs im ungarischen Teil des<br />
Staates und wurde durch die Drau von der Gespanschaft Virovitica<br />
abgegrenzt, die zu den kroatisch-slawonischen Ländern gehörte. <strong>Die</strong>se<br />
verwaltungsmäßige Einrichtung dauerte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.<br />
Unter den etwa dreißig zum Großgrundbesitz des Eugen von<br />
Savoyen gehörenden Siedlungen wurde das Dorf Bilje (ungarisch Béllye)<br />
als Verwaltungssitz ausgewählt, wonach der Großgrundbesitz Belje genannt<br />
wurde. <strong>Die</strong>ser Besitz, zu dem der Hauptteil der kroatischen <strong>Baranja</strong><br />
gehörte, erstreckte sich im Podunavlje-Gebiet von Batina bis Kopačevo<br />
sowie westlich und nördlich von Bansko brdo (Petlovac, Beli Manastir,<br />
Branjin Vrh, Popovac, Branjina, Duboševica, Topolje usw.).<br />
Der andere Großgrundbesitz aus der Zeit der Habsburger gruppierte<br />
sich um Darda. Zu ihm gehörten etwa zwanzig Siedlungen, von denen
sich in der heutigen kroatischen <strong>Baranja</strong> noch Baranjsko Petrovo Selo,<br />
Jagodnjak, Bolman, Karanac und einige andere befinden.<br />
5
aranjsko petrovo selo Petarda<br />
Im Volk ist die Siedlung unter dem<br />
Namen Petarda bekannt, weil sie in den<br />
Geschichtsbüchern erstmals im Jahr 1276<br />
unter dem ungarischen Namen Peturd<br />
und dann 1332 als Peterd erwähnt wurde.<br />
Den heutigen Namen erhielt sie nach dem<br />
Ersten Weltkrieg. Im Ort befindet sich die<br />
1903 gegründete Pfarre St. Laurentius / Sv.<br />
Lovro, des Diakons und Märtyrers. Kirchweih<br />
feiern die Einwohner am 10. August.<br />
novi bezdan Janjeći rep<br />
Janjeći rep (Lämmerschwanz) nennt sich<br />
der Schafzüchterverein in Novi Bezdan im<br />
Nordteil der <strong>Baranja</strong>, in der Mikroregion<br />
Baranjska ravnica. In den Einwohnerverzeichnissen<br />
wird Novi Bezdan seit 1869<br />
als Siedlung ausgewiesen. Sie liegt 6 km<br />
südwestlich vom Gemeindesitz Petlovac<br />
und 12 km südwestlich von Beli Manastir<br />
entfernt sowie 90 m ü. d. M.<br />
petlovac Dorf der Blumen<br />
Eine Siedlung im Dreieck von Drau, Donau<br />
und der ungarischen Grenze. <strong>Die</strong> Gemeinde<br />
Petlovac ist Teil der weiten, fruchtbaren<br />
Ebene der <strong>Baranja</strong>. Im Laufe der<br />
Geschichte nannte sich das Dorf zunächst<br />
Sent Ištvan (Sveti Josip = dt. Sankt Joseph)<br />
und später wurde es von den deutschen<br />
Siedlern in Blumendorf / Selo cvijeća umbenannt.<br />
<strong>Die</strong> Höfe der alten Bauernhäuser<br />
zeugen auch heute von der blumenreichen<br />
Geschichte.<br />
bolman Umgeben von Feldern<br />
Bolman liegt im Westteil der Mikroregion<br />
Baranjska nizina (<strong>Baranja</strong>-Tiefebene). Es ist<br />
8 km nordwestlich von Jagodnjak, dem Sitz<br />
der Gemeinde, 32 km von Osijek und 12<br />
km von Beli Manastir entfernt. Es befindet<br />
sich in einer Ebene, die sich leicht von<br />
Norden nach Süden zum Fluss Drau hin<br />
absenkt. <strong>Die</strong> Siedlung ist von Feldern umgeben,<br />
die sich bis zum Draudeich (benta)<br />
erstrecken. Zwischen Deich und Drau liegt<br />
ein Waldgebiet.<br />
šumarina Benge<br />
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus<br />
Benga Šumarina. Im Jahr 1591 lebte hier<br />
slawische Bevölkerung. Der Ort war bis<br />
1687 noch besiedelt, wurde aber danach<br />
verlassen. Wann die Wiederbesiedelung<br />
begann, ist unbekannt, aber man weiß,<br />
dass im Jahre 1712 in der Siedlung Katholiken<br />
lebten. Anfang des 19. Jahrhunderts<br />
begannen sich Deutsche anzusiedeln.<br />
jagodnjak Inmitten fruchtbaren Landes<br />
Das Gemeindezentrum Jagodnjak (Bolman,<br />
Novi Bolman und Majške Međe) wird<br />
auch als Kačvala oder Kačvola bezeichnet.<br />
Es liegt inmitten eines weiten fruchtbaren<br />
Landes. Teile der heutigen Siedlung sind<br />
Bajmok, Bikaš, Brešće, Brod, Brod-Pustara,<br />
Čemin, Deonice, Grablje, Karaš, Mali<br />
Jagodnjak, Milina, Pjeskovi, Projina Međa,<br />
Rit, Staro Selo, Šakarine, Trbićeva Ada und<br />
Zornice, von denen einige noch Merkmale<br />
eines Weilers haben.<br />
beli manastir Pélov Samostan<br />
Einzige Stadt und Verwaltungszentrum der<br />
<strong>Baranja</strong>. Sie entwickelte sich an den südwestlichen<br />
Hängen des <strong>Baranja</strong>-Gebirges,<br />
fast auf halbem Weg zwischen Osijek im<br />
Süden und der ungarischen Stadt Mohács<br />
im Norden. Der Name der Stadt hat seine<br />
Wurzeln im Mittelalter. Im Jahr 1227 errichtete<br />
der ungarische Paladin Moys de Daro<br />
auf seinem Gut im Ort Pél ein Kloster.<br />
Deswegen nannte man den Ort später<br />
Pél Monostor (Pélov Samostan), was die<br />
slawische Bevölkerung als Beli Manastir<br />
(Weißes Kloster) interpretierte.<br />
branjin vrh Baranyavár<br />
Das am Ufer der Karašica gelegene Branjin<br />
Vrh befindet sich 3 km nördlich von Beli<br />
Manastir, 35 km nördlich von Osijek, 23 km<br />
südlich von der Stadt Mohács in Ungarn<br />
(12 km vom Grenzübergang Duboševica)<br />
und liegt 92 m ü. d. M. Erstmals wird es<br />
1150 erwähnt, dann 1332 unter dem Namen<br />
Castrum Borona, danach unter Baranyavár.<br />
kneževo Kombinat Belje<br />
Eine zur Gemeinde Popovac gehörende<br />
Siedlung, 9 km nordöstlich von Beli Manastir.<br />
In der Umgebung gibt es urgeschichtliche<br />
und mittelalterliche Fundstätten.<br />
Neben dem klassizistischen Schloss aus<br />
dem Jahr 1827 befindet sich eine Parkanlage<br />
aus dem 19. Jahrhundert. Im Schloss<br />
sind Überreste des wertvollen Archivs des<br />
Landwirtschafts- und Industriekombinats<br />
Belje untergebracht, leider zum großen Teil<br />
vernichtet. In Kneževo befindet sich auch<br />
das verlassene ehemalige Verwaltungsgebäude<br />
des Betriebs Beljsko gospodarstvo.
popovac Weit schweift der Blick<br />
In der Gemeinde Popovac (Branjina und<br />
Kneževo) leben in den mehr als 900 Haushalten<br />
fast zweieinhalbtausend Menschen.<br />
<strong>Die</strong> Siedlungen sind über das fruchtbare<br />
Land zwischen der ungarischen Staatsgrenze<br />
und dem <strong>Baranja</strong>-Gebirge verstreut, von<br />
dessen Nordhängen an klaren Tagen der<br />
Blick weit bis in den ungarischen Teil der<br />
<strong>Baranja</strong> schweift. Am Fuße des Gebirges<br />
gibt es Kapellen und einen der Muttergottes<br />
von Lourdes geweihten Kreuzweg.<br />
Popovac ist besonders für Angler attraktiv.<br />
čeminac Schachspieler<br />
<strong>Die</strong> Siedlung liegt an der Hauptstraße,<br />
die von Osijek über Beli Manastir zur<br />
ungarischen Grenze führt. Sie ist bekannt<br />
für ihre röm.-kath. Herz-Jesu-Kirche, die<br />
1906 erbaut wurde. Eine Kuriosität ist, dass<br />
sich die Einwohner von Čeminac und Umgebung<br />
sehr erfolgreich in Schachturnieren<br />
geschlagen haben.<br />
karanac Ethnodorf<br />
Ein Ort, der einst zum Großgrundbesitz<br />
Darda gehörte. Er ist weithin bekannt als<br />
Ethnodorf. Heute leben in ihm etwas mehr<br />
als tausend Einwohner. In den letzten<br />
Jahren wurde er zu einem Magneten für<br />
zahlreiche in- und ausländische Touristen,<br />
die das reichhaltige gastronomische und<br />
touristische Angebot genießen. Ein Drittel<br />
seines Gebietes bedeckten Weinberge und<br />
Wälder und die Einwohner stellten ausgezeichneten<br />
Wein her. Auch diese Tradition<br />
pflegen sie heute erfolgreich.<br />
kamenac Kameno brdo<br />
Es liegt an den Hängen der Banska kosa,<br />
am südlichen Fuß eines 243 m hohen Berges,<br />
der ungarisch Köhegy heißt, was soviel<br />
bedeutet wie Steinberg (Kameno brdo<br />
bzw. kroatisch oder serbisch Kamenjak).<br />
Kamenac liegt 3 km nordwestlich vom Sitz<br />
der Gemeinde Kneževi Vinogradi, 30 km<br />
von Osijek und 15 km von Beli Manastir<br />
entfernt.<br />
kotlina Tal der Kirschen und Pflaumen<br />
Kotlina ist ein Ort in besonders schöner<br />
Lage, in einem malerischen von Weinbergen<br />
umgebenen Tal, an dessen westlichem<br />
Ende drei weitere wunderschöne Täler<br />
beginnen. <strong>Die</strong> Bevölkerung befasst sich<br />
mit Landwirtschaft und Obstbau (Kirschen<br />
und Pflaumen). Der Weinanbau bedingt die<br />
Herstellung von Wein.<br />
kneževi vinogradi Suljoš<br />
Zur Zeit der Römer befand sich an diesem<br />
Ort die Kolonie Donatium, so dass Suljoš,<br />
wie Kneževi Vinogradi noch genannt wird,<br />
einer der ältesten Orte in der <strong>Baranja</strong> ist.<br />
<strong>Die</strong> heutige Gemeinde deckt den Ostteil<br />
der <strong>Baranja</strong> ab. Auf ihrem Gebiet befindet<br />
sich ein Teil des Naturparks Kopački rit,<br />
und die östliche Gemeindegrenze geht<br />
über das linke Donauufer hinaus.<br />
suza Weinkeller und Gaststätten<br />
Der Ort wird erstmals im Jahr 1252 in<br />
einer Schenkung König Belas IV. als Chuza<br />
erwähnt. In der Zeit von 1698 bis 1734 war<br />
das Dorf im Besitz des Eugen von Savoyen,<br />
und während der Revolution 1848/49 wurden<br />
die Einwohner von der Leibeigenschaft<br />
befreit. Heute ist es ein landwirtschaftliches<br />
Dorf. <strong>Die</strong> Einwohner bauen Weizen,<br />
Gerste, Mais, Sonnenblumen, Wein und<br />
Obst an. In der Hauptstraße von Suza befinden<br />
sich die Weinkeller des berühmten<br />
Weins der <strong>Baranja</strong> von Ljudevit Kolar.<br />
zmajevac Surduci<br />
Zmajevac erwuchs aus der römischen Kolonie<br />
Ad Novac. 1246 wurde es unter dem<br />
Namen Verusmorth erwähnt, und neben<br />
dem Dorf auf dem Berg Varheđ fand man<br />
Überreste einer Festung. Um den Ort rankt<br />
sich eine mittelalterliche Legende über das<br />
rothaarige Mädchen Marta, das sich in eine<br />
Bachschwinde stürzte.<br />
mirkovac Pustara<br />
Mirkovac, eine Siedlung in der Gemeinde<br />
Kneževi Vinogradi, bewahrt als ehemalige<br />
Pustara (großherrschaftlicher Gutsbesitz)<br />
einen wichtigen Teil der landwirtschaftlichen<br />
Geschichte. Im Zentrum von Mirkovac<br />
wurde vor einigen Jahren eine kleinere<br />
Kapelle, die erste sichtbare katholische<br />
Bekundung in dieser Pustara seit ihrer<br />
Errichtung, gebaut. <strong>Die</strong> Einwohner von<br />
Mirkovac feiern die Kirchweih zum Fest der<br />
Heiligkreuzerhöhung.
darda Den Händlern am Weg<br />
Erstmals wird es während des Römischen<br />
Kaiserreichs unter dem Namen Tarda erwähnt.<br />
Es lag am Weg nach Mursa (Osijek)<br />
und den Händlern, die aus den Gebieten<br />
des heutigen Russland sowie aus Mittel-<br />
und Nordeuropa kamen, greifbar nahe. Im<br />
Zentrum von Darda steht das Schloss der<br />
alten ungarischen Familie Esterhazy mit<br />
dem Kirchlein St. Johannes des Täufers /<br />
Sv. Ivan Krstitelj daneben.<br />
bilje Jagdschloss<br />
Bilje ist ein Gemeindezentrum, das alle<br />
Charakteristiken eines traditionellen und<br />
ruhigen <strong>Baranja</strong>-Ortes hat, obgleich es<br />
in Reichweite von Osijek, dem Sitz der<br />
Gespanschaft Osijek-<strong>Baranja</strong>, liegt. Es ist<br />
bekannt für das Jagdschloss des Prinzen<br />
Eugen von Savoyen, welches er nach dem<br />
Sieg über die Türken erbauen ließ. Das<br />
Schloss hat ein Stockwerk mit niedrigem<br />
Turm über dem Eingang und Erdgeschossflügel.<br />
vardarac Ćošak-Wälder<br />
Vardarac (Vardaroc) war 1591 ein privilegiertes<br />
(moslemisches) Kirchengut mit<br />
80 ungarischen Familien. 1713 wird es als<br />
ungarisches Dorf mit 12 Familien im Rahmen<br />
des fürstlichen Großgrundbesitzes<br />
erwähnt. Zu Vardarac gehörte die Pustara<br />
Sarokerdo (Ćošak šume / Ćošak-Wälder),<br />
wo Anfang des 19. Jh. ein-zwei Familien<br />
lebten. Ende des 19. Jh. siedelten einige<br />
katholische und orthodoxe Familien an, so<br />
dass hier 1914 49 Einwohner lebten.<br />
lug Laskava grada<br />
Lug liegt im Südteil der <strong>Baranja</strong>, in der<br />
Mikroregion Dravsko-dunavski ritovi (Drau-<br />
Donau-Riede). Im Jahr 1591 nannte es sich<br />
Laskava grada und es gab 211 steuerpflichtige<br />
Ungarn. In der Siedlung befindet sich<br />
eine wertvolle archäologische Fundstätte<br />
aus der Römerzeit. Anstelle der heutigen<br />
Kirche stand einst eine römische Befestigungsanlage.<br />
Bis zum 17. Jahrhundert floss<br />
die Donau an Lug vorbei und Fischfang<br />
und Flusshandel blühten.<br />
draž Brücken<br />
Ein kleines pittoreskes <strong>Baranja</strong>-Dorf,<br />
durch das die Karašica mäandert, und in<br />
das man über sieben Brücken gelangt. Es<br />
liegt am Fuße eines Hügels, der reich mit<br />
Obst und Wein gesegnet ist, und an einem<br />
Donaunebenarm, um den sich die riesigen,<br />
wildreichen Wälder Šrakanj und Vrblje<br />
erstrecken, durchschnitten von Kanälen<br />
mit großem Reichtum an verschiedenen<br />
Fischen. Im Norden befindet sich die Alte<br />
Donau, die ein natürlicher Fischteich ist.<br />
batina Zeleni otok<br />
<strong>Die</strong> Siedlung und Anlegestelle liegt dort,<br />
wo der Berg Bansko brdo an die Donau<br />
stößt; sie war bereits in der Römerzeit<br />
bekannt. <strong>Die</strong> wichtigste Verbindung der<br />
<strong>Baranja</strong> mit der Bačka führt über die<br />
Donaubrücke, wo der Grenzübergang<br />
ist. <strong>Die</strong> Gründungsurkunde stammt aus<br />
dem Jahr 1720, aber als Pustara wird sie<br />
bereits 1591 erwähnt. Eindrucksvoll sind die<br />
Grüne Insel / Zeleni otok und das gesamte<br />
Donaupanorama, die steilen Lösshänge<br />
des Bansko brdo und die Galeriewälder in<br />
den zeitweilig überschwemmten Ebenen<br />
sowie das Denkmal des Bildhauers Antun<br />
Augustinčić.<br />
duboševica Trachten<br />
Ein an Land und Dukaten, Bräuchen und<br />
Trachten reiches Dorf. Eine gerade Straße<br />
führt von Beli Manastir nach Norden,<br />
Richtung ungarische Grenze. Eine Wegabzweigung<br />
vor der Grenze führt durch Felder<br />
nach Duboševica. Das ganze Dorf hat sich<br />
hinter die Kirche geschart. Eine Besonderheit<br />
ist, dass die Hauptstraße nicht durch<br />
das Dorf, sondern an ihm vorbei führt.<br />
gajić Kleiner Hain<br />
Der Ort ist von Wäldchen umgeben. Er<br />
selbst ist durchzogen vom Grün der<br />
verstreuten Obsthöfe und Gärten der Bauernhöfe.<br />
Ein wahrer kleiner Hain voller Vogelsang.<br />
Das nicht sehr große Dorf ist wie<br />
eine Schachtel angelegt. In der Mitte befinden<br />
sich ein Fußballplatz, ein Glockenturm<br />
und das Gemeindehaus. <strong>Die</strong> Einwohner<br />
befassen sich mit Obst- und Weinbau, in<br />
neuerer Zeit auch mit Tourismus.<br />
podolje Kirchweih zum Fest der Hl. Anna<br />
Direkt am Fuße eines Berges liegt heute ein<br />
kleines Dorf mit nur etwa hundert Einwohnern.<br />
Oberhalb des Dorfes, auf dem Berg,<br />
steht eine von Grün umgebene Kirche,<br />
und sofort dahinter liegt der Friedhof. Zur<br />
Kirche führen viele Stufen durch eine Kastanienallee.<br />
Von der Höhe schweift der Blick<br />
über die nähere und weitere Umgebung.<br />
<strong>Die</strong> Kirche ist der Hl. Anna geweiht und zu<br />
ihrem Fest wird die Kirchweih abgehalten.
topolje Dudelsackpfeifer<br />
Das kleine, sympathische Dorf inmitten<br />
von landwirtschaftlichen Flächen hat seine<br />
Sehenswürdigkeiten: ein schokadisches<br />
Haus und Dudelsackpfeifer. Der Duselsack<br />
wurde ehemals von Großvater Grša und<br />
heute von der Dudelsackpfeiferin Maja gespielt.<br />
Durch das Dorf führt eine schnurgerade<br />
Straße mit Häusern zu beiden Seiten.<br />
Topolje hat aber auch seine Nebenstraßen.<br />
Nördlich von der Hauptstraße verzweigen<br />
sie sich und bilden ein Geflecht, das die<br />
Häuser miteinander verbindet und sie<br />
insgesamt umgibt.<br />
kopačevo In Sumpfnähe<br />
Es liegt am Rand des Naturparks Kopački<br />
rit. Das Dorf ist reich an Obst- und<br />
Gemüseplantagen, und eine Besonderheit<br />
verleiht ihm die Nähe des Sumpflandes.<br />
Auf dem Gebiet des Dorfes fand man 11<br />
verzierte urgeschichtliche Gefäße und<br />
zwei Bronzearmbänder. Hier errichteten<br />
auch die Römer eine Siedlung, die sie<br />
wahrscheinlich Ad Labores nannten, und<br />
ein Bollwerk zur Verteidigung gegen die<br />
Barbaren war.<br />
tikveš Wildgehege<br />
Es liegt im Ostteil der <strong>Baranja</strong>, 19 Kilometer<br />
vom Zentrum der Gemeinde Bilje entfernt.<br />
<strong>Die</strong> wirtschaftliche Grundlage bilden<br />
Landwirtschaft und Viehzucht, Jagd und<br />
Wildzucht im Rahmen des Unternehmens<br />
Hrvatske šume und der Naturparkaufsicht.<br />
Ab Ende des 19. Jh. gehörte Tikveš, auch<br />
Tokos genannt, als Pustara zur Siedlung<br />
Vardarac und von 1921 bis 1931 als Weiler<br />
zum Dorf Lug.<br />
luč Topovska opeka<br />
Das sehr alte Dorf wird im Süden und Westen<br />
vom Flüsschen Karašica und im Norden und<br />
Osten vom Albrecht-Kanal begrenzt. Das Dorf<br />
liegt nördlich vom Zentrum der Gemeinde<br />
Petlovac. Auf den Feldern am südwestlichen<br />
Dorfende wurden nicht selten große sechseckige<br />
Ziegel ausgegraben, die wahrscheinlich<br />
als Kanonenfüllung (Topovska opeka) dienten.<br />
grabovac Angeln an den Kanälen<br />
Der schöne, gepflegte Ort, der von der<br />
katholischen Kirche St. Martin Bischof<br />
dominiert wird, ist Sitz zahlreicher Kultur-<br />
und Sportvereine, einschließlich des Jagd-<br />
und Sportfischereivereins. Fische werden<br />
an den Grabovac-Kanälen gefangen, die<br />
sich vom Naturpark Kapački rit bis nach<br />
Mirkovac erstrecken.
10 <strong>Die</strong> <strong>fantastische</strong> <strong>Baranja</strong><br />
Der <strong>fantastische</strong>n <strong>Baranja</strong> ist es bis heute gelungen, wo zu bleiben, wie sie<br />
war. Ihre Lebenssäfte spiegeln sich in den authentischen Folkloreschauen<br />
des Volksschaffens wider, wo das Leben und die Weisheit gefeiert werden.<br />
<strong>Die</strong> Menschen dieser Region wussten von jeher, wie mit der Natur und von<br />
der Natur zu leben ist.
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inhalt<br />
der zauber<br />
natur und mensch<br />
heimat<br />
die wünsche<br />
der römischen kaiser<br />
der blaue schienenbus<br />
der sommer ist ein geschenk<br />
das ramsargebiet<br />
fotosafari<br />
ein ideales biotop<br />
seichtes, warmes wasser<br />
298 Vogelarten<br />
ein riesiger baum<br />
der goldene hirsch<br />
die jagdresidenz<br />
topolje<br />
esterházy<br />
<strong>Die</strong> <strong>fantastische</strong> <strong>Baranja</strong><br />
Das mystische Dreieck<br />
Sie blieb etwas Besonderes<br />
Wechselseitige Abhängigkeit<br />
<strong>Die</strong> Schönheit unseres Lebens<br />
Das Kalendergewand<br />
Weisheit aus dem Wein<br />
Der Goldberg<br />
Branjin Vrh<br />
<strong>Die</strong> Reise durch das Sumpfland<br />
Das Sumpfland<br />
Kopački rit<br />
Das Reich der Tiere<br />
99 Tage, 44 Fischarten<br />
Das Leben der Vögel<br />
Das Adlernest<br />
Der Hirschpark<br />
Das Röhren<br />
Prinz Eugen<br />
Ohne Turm<br />
Rund um Darda<br />
Am linken (nördlichen) Ufer der Drau<br />
befindet sich der kroatische Teil der historischen<br />
Provinz <strong>Baranja</strong>, deren größerer<br />
Teil in Ungarn liegt. Der ungarische Teil<br />
der <strong>Baranja</strong> ist eine gesonderte Gespanschaft,<br />
während die kroatische <strong>Baranja</strong> zur<br />
Gespanschaft Osijek - <strong>Baranja</strong> gehört. Das<br />
kroatische <strong>Baranja</strong>-„Dreieck“ ist begrenzt<br />
von der Donau im Osten, der ungarischen<br />
Grenze im Nordwesten und der Drau im<br />
Südwesten.<br />
Eine der Natursehenswürdigkeiten der<br />
kroatischen <strong>Baranja</strong> ist das Gebirge Banska<br />
kosa oder Banovo brdo, ihre einzige größere<br />
Erhebung mit dem Kamenjak als höchstem<br />
Punkt (243 m). Seine Tonsandsteindecke<br />
begünstigt den Weinbau, und von hier<br />
kommen ausgezeichnete <strong>Baranja</strong>-Weine. An<br />
den Hängen der Banska kosa formten sich<br />
durch Sturzbäche so genannte Surduci oder<br />
Sutjeske bzw. Rinnen und Schluchten (Hohlwege),<br />
in deren Seitenwänden die Bewohner<br />
traditionell ihre Keller und Speicher bauten<br />
und sie ganz oder teilweise in den Tonsandstein<br />
eingruben<br />
In einem Winkel zwischen Drau und<br />
Donau und nördlich der Donau erstreckt<br />
sich das Kopački rit genannte Sumpf- und<br />
Waldgebiet. <strong>Die</strong>ses Sumpfland wird durch<br />
den hohen Wasserstand der großen Flüsse,<br />
die es jedes Frühjahr überschwemmen,<br />
erhalten. <strong>Die</strong> Wasserarme und Sümpfe<br />
wechseln sich mit herausgehobenen Bodenteilen,<br />
den „Beeten“ ab, und schaffen<br />
so ein Labyrinth, in dem sich nur die lokale<br />
Bevölkerung und Kundige zurechtfinden.<br />
Ein großer Teil der kroatischen <strong>Baranja</strong><br />
gehörte jahrhundertelang zum Großgrundbesitz<br />
des Eugen von Savoyen in Belje,<br />
des mehrfachen Siegers über die Türken,<br />
der hier ein barockes, von einem Park<br />
umgebenes Jagdschloss erbauen ließ. Im<br />
Gedenken an die siegreichen Schlachten<br />
errichtete er am Nordrand der kroatischen<br />
<strong>Baranja</strong> eine monumentale Kirche. Ein<br />
anderer ausgedehnter Großgrundbesitz<br />
aus der habsburgischen Zeit befand sich<br />
um Darda, und sein erster Besitzer war ein<br />
habsburgischer Heerführer.
54<br />
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58<br />
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84<br />
janosz horvat<br />
geselligkeiten<br />
wenn der tau glänzt<br />
schöne und schreckliche buše<br />
fischpaprikasch<br />
der sieg<br />
könige, staatsmänner, führer<br />
bilje, bellye<br />
kutscher, paradekutscher,<br />
viehtreiber<br />
mehl, milch, fleisch<br />
die große baranja<br />
das heruntergelassene fenster<br />
Stille bläuliche Nebelschleier<br />
Der alte Fischer von Kopačevo<br />
Alte Lieder<br />
Auf dem Puškaš<br />
Ein Wagen auf dem Dach<br />
Rote Kränze und Ketten<br />
Rote scharfe Pfefferschoten<br />
Batina<br />
Hohe Gäste<br />
Bei der Ernte<br />
Belje<br />
<strong>Die</strong> Pustara<br />
Das fruchtbarste Land<br />
Tausende kleiner Spiegel<br />
<strong>Die</strong> ungezähmte Weite<br />
Ein grünes Mysterium<br />
Näher zur Donau reihen sich alte, einst<br />
ausnahmslos ungarische Dörfer aneinander,<br />
die auch heute zum größten Teil von Ungarn<br />
bewohnt sind. Sie gehören hier traditionell zur<br />
calvinistischen Reformationskirche, die in dieser<br />
Region bereits Mitte des 16. Jahrhunderts Fuß gefasst<br />
hat. Um die Ausbreitung der Reformation in<br />
diesem Gebiet hat sich der Prediger und Schriftsteller<br />
Mihovil Starin (Mihály Sztárai) verdient<br />
gemacht, der im Jahr 1550 die Pfarre im Dorf Lug<br />
(ung. Laskó) leitete. <strong>Die</strong> Erinnerung daran wird<br />
in der dortigen calvinistischen Kirche aufbewahrt,<br />
die im Unterschied zu den katholischen und<br />
orthodoxen Kirchen einen Stern anstelle eines<br />
Kreuzes auf dem Glockenturm hat.<br />
Nach dem Ersten Weltkrieg kam der südöstliche<br />
Teil der damaligen Gespanschaft<br />
<strong>Baranja</strong> zum Königreich SHS (Serbien-Kroatien-Slowenien).<br />
Als Verbündete Deutschlands<br />
und Italiens besetzte Ungarn 1941<br />
gewaltsam die <strong>Baranja</strong>. In der Schlacht von<br />
Batina im Jahr 1944 drängten Einheiten<br />
der sowjetischen Roten Armee und der<br />
jugoslawischen Partisanen die deutschen<br />
und ungarischen Besatzer zurück.<br />
Im neuen Jugoslawien fiel der südöstliche<br />
Teil der <strong>Baranja</strong> 1945 nach den Kriterien der<br />
relativen kroatischen Bevölkerungsmehrheit<br />
der <strong>Baranja</strong> und der verkehrsmäßigen<br />
und wirtschaftlichen Anbindung an Osijek<br />
und Ostslawonien der Volksrepublik<br />
Kroatien zu.<br />
<strong>Die</strong> Hauptsiedlung der kroatischen<br />
<strong>Baranja</strong> ist Beli Manastir. Im Auflösungsprozess<br />
der Föderativen Bundesrepublik<br />
Jugoslawien wurde im Gebiet der <strong>Baranja</strong><br />
das Regime der so genannten Republika<br />
Srpska Krajina eingeführt. Nach dem<br />
militärischen Zusammenbruch des Kniner<br />
Teils dieses Gebildes wurde im Abkommen<br />
von Erdut im November 1995 die friedliche<br />
Reintegration der <strong>Baranja</strong> vereinbart, die<br />
1998 abgeschlossen war, und das Gebiet<br />
wieder zum Staatsgefüge der Republik<br />
Kroatien gehörte.
14 Das Mystische Dreieck<br />
Umsäumt von Drau und Donau und geteilt durch die kroatisch-ungarische<br />
Staatsgrenze, im Osten verzaubert durch das Sumpfland, im Süden und<br />
Südwesten geschützt von den Flussarmen und im Norden und Nordwesten<br />
offen für das Verbinden von Weinstraßen und –pfaden – ist die <strong>Baranja</strong> auch<br />
weiterhin isoliert und mystischer denn je zuvor. Dario Topić
16<br />
der zauber<br />
Alte Werkzeuge und Handwerke Auf der internationalen<br />
Ausstellung der Volkstrachten und<br />
des Folkloreerbes, die im Juni in Bilje stattfindet,<br />
führen geschickte Meister interessierte<br />
Besucher in alte Handwerke ein.<br />
Sie blieb etwas Besonderes<br />
Trotz der Erneuerung der alten und des Baus neuer Brücken, ungeachtet dessen,<br />
dass über sie einige international wichtige Verkehrswege führen und der<br />
Tatsache, dass die <strong>Baranja</strong> eine immer interessantere Tourismusdestination<br />
ist – gelingt es ihr, etwas Besonderes zu bleiben Dario Topić<br />
Warum die <strong>Baranja</strong> bis heute etwas Besonderes geblieben ist, liegt<br />
vielleicht daran, dass die Menschen hier Geschichten bewahren und<br />
erinnern, die älter sind als ihre Familien, Geschichten über das Leben<br />
und Überleben, über die Liebe und das Sterben, den Wein, die scharfen<br />
Pfefferschoten, den spezifischen Fischfang, die Hochzeiten… Dank des<br />
noch immer bestehenden ethnologischen Zaubers ist die <strong>Baranja</strong> anziehend,<br />
offenbart sich aber nie völlig.<br />
Durch die <strong>Baranja</strong> führte eine wichtige Straße, die die größeren Stadtzentren<br />
Mursa (Osijek) und Sopijana (lat. Sopianae, das heutige Pécs)<br />
miteinander verband. Als Kaiser Diokletian Ende des III. Jahrhunderts das<br />
Römische Kaiserreich umorganisierte, gehörte das Gebiet der heutigen<br />
kroatischen <strong>Baranja</strong> zum Zweiten oder Syrmischen Pannonien (Pannonia<br />
Secunda oder Pannonia Sirmiensis), das den Hauptteil von Ostslawonien<br />
und Syrmien / Srijem umfasste.
18<br />
natur und mensch<br />
Rudern Der Ruderklub <strong>Baranja</strong> hält im Oktober<br />
in Draž auf dem Topolje-Dunavac eine Regatta<br />
ab.<br />
Wechselseitige Abhängigkeit<br />
Hier leben Natur und Mensch nicht nur einer mit dem anderen, sondern einer<br />
für den anderen. Dario Topić<br />
Der Weiterbestand der Sümpfe hängt von dem spezifischen Wasserregime<br />
der Flüsse Donau und Drau ab. Ihr Wasserstand steigt im Frühjahr, wenn<br />
Schnee und Eis in den Alpen zu tauen beginnen. Da die Drau kürzer<br />
ist, erreicht ihre Wasserwelle die Donaumündung als erste. Das breite<br />
Donauflussbett kann in dem Augenblick diese große Wassermenge noch<br />
aufnehmen. Wenn jedoch die Donau durch andere Zuflüsse anschwillt<br />
und auf die natürlichen Hindernisse der zuvor angekommenen Drauwelle<br />
und des Aljmaš-Gebirges trifft, fließt das Wasser durch ein Kanalsystem<br />
in das Kopački rit. Deshalb hat die Donau in diesem Gebiet das Aussehen<br />
eines Deltas und bildet eine Reihe von Nebenarmen, die sich Dunavci<br />
(Sing. Dunavac) nennen. Beim Ein- und Ausfließen aus dem Kopački<br />
rit formt das Wasser ein besonderes Relief, das bisher wissenschaftlich<br />
ungenügend erforscht wurde.
20<br />
heimat<br />
Donau – Drau Gleichzeitig findet in den vier<br />
Dörfern Bilje, Kopačevo, Vardarac und Lug<br />
im Oktober eine internationale ethnologische<br />
Messe mit Verkaufsausstellungen von<br />
Handarbeiten sowie mit Folkloreschauen,<br />
gastronomischen Präsentationen und mit<br />
Workshops alter Handwerke statt.<br />
<strong>Die</strong> Schönheit unseres Lebens<br />
Meine Großmutter Kristina sagte mir immer, dass es am schwierigsten sei,<br />
die Natur zu beschreiben. Ich begreife vollkommen, wie sehr sie Recht hatte.<br />
Meine andere Großmutter Valerija wusste oft zu sagen, dass Gott immer<br />
hinhört, wenn ihn jemand auf offenem Feld anruft. Delimir Rešicki<br />
<strong>Die</strong> <strong>Baranja</strong> erinnert mich in jedem Augenblick, mit jedem ihrer Düfte,<br />
jedem Grashalm, jedem Feldweg, jedem Hohlweg (Surduk), jedem<br />
Rebstock voller süßer Trauben, jeder Schneeflocke in der beißenden<br />
Winterkälte an meine Kindheit. Wenn ich in der <strong>Baranja</strong> bin, lebe ich<br />
immer parallel mindestens zwei Leben. Jenes, das so unwiederbringlich<br />
vergangen ist, kehrt viel intensiver zurück, als ich dasjenige des<br />
städtischen Alltags, das mir jetzt passiert, empfinde. Es ist gleichsam<br />
ein Gefühl der Melancholie, aber auch der Epiphanie, das jeder Mensch<br />
wahrscheinlich in seiner wahren und einzigen Heimat empfindet.
22 Das Kalendergewand<br />
Den Weg von der Schwarzerde der <strong>Baranja</strong> zum Weiß des <strong>Baranja</strong>-Schnees<br />
legt kaum eine andere Landschaft zurück. Sind es die riesigen Strohballen,<br />
die nach der Ernte auf den Feldern liegen? Oder die Maisstrohstümpfe, die<br />
der Schnee noch nicht vollkommen bedeckt hat? Oder vielleicht die Wachtel,<br />
die plötzlich aus dem Weizenfeld auffliegt? Oder die braunen vertrockneten<br />
Griffel desselben Maises, nur etwas früher, wenn er sich vor der mittäglichen
Hitze mit fast schon trockenen grün-grauen Tüchlein bedeckt hält, die ahnen,<br />
dass bald der dunkelgoldene Herbst beginnt…? Und so weiter, in der unendlichen<br />
Ebene, in der man sich nirgendwo vor dem Übermaß an Himmel und<br />
der Schwermut, die sich auf sie niederlegt, verstecken kann. Delimir Rešicki<br />
23
24<br />
die wünsche römischer kaiser<br />
Pudarina ist ein Brauch des Hütens der<br />
Trauben während der Reife, der Mädchen und<br />
Burschen Gelegenheit bot, sich zu treffen.<br />
Von St. Anna bis Mariä Geburt (26. Juli – 8.<br />
September) gingen die Mädchen, „Pudarice“,<br />
täglich in die Berge der <strong>Baranja</strong>, wo ihre Lieder<br />
und ihr Gejauchze die Stare aus den Weinbergen<br />
vertrieben. <strong>Die</strong> Mädchen befassten sich<br />
tagsüber, für gewöhnlich unter der Aufsicht<br />
einer älteren Frau, mit dem Besticken von<br />
Trachten, und abends, wenn sich die Burschen<br />
hinzugesellten, wurde gesungen, getanzt und<br />
es entwickelten sich neue Liebesbeziehungen,<br />
die mit Hochzeiten endeten. Damit vergingen<br />
sorglose Mädchentage und im Lied heißt es:<br />
Pudarina, ach, wie bitter bist du mir, weil ich<br />
kein Mädchen mehr sein werde.<br />
Surduk-Festival Internationales Kulturereignis,<br />
bei dem im Übergang vom Frühling in den<br />
Sommer im Juni Winzer und Künstler mit<br />
vereinten Kräften den Besuchern ein unvergessliches<br />
Erlebnis bescheren. Beli Manastir,<br />
Kneževi Vinogradi, Zmajevac, Suza, Karanac<br />
und andere Orte: Ausstellungen, Konzerte,<br />
volkskundliche Messe, volkskundlicher Workshop,<br />
Weinmesse. Kontakt: Tourismusverband<br />
der <strong>Baranja</strong>. www.surduk.com,<br />
+ 385 (0) 31 702 080<br />
Weisheit aus dem Wein<br />
Auch heute kann man in den Weinkellern der versteckten Weinstraßen irgendeine<br />
Legende über den Wein hören. Der Wein verbindet hier die Menschen<br />
miteinander und bestätigt so seine außerordentliche Kraft, die in ihm steckt<br />
und von jeher pulsiert. Dario Topić<br />
Der Wein der <strong>Baranja</strong> bleibt ebenso unvergesslich wie die starken Bilder<br />
der im Gebirge eingeschnittenen Weinstraßen mit ihren versteckten<br />
Weinschenken, Weinkellern und dem Lächeln der Gastgeber.<br />
Den Reichtum und die charakteristischen Geschmäcke der Weinsorten<br />
der <strong>Baranja</strong> genießen wir, seitdem die römischen Legionen nach den<br />
Wünschen der Kaiser die ersten Weinberge gepflanzt haben. Durch Reifung<br />
erhalten die Weine aus den Weinkellern Beljes eine edle goldgelbe<br />
Tönung. <strong>Die</strong> jungen Weine sind von einer typischen kristallenen Klarheit<br />
und gelbgrünen Farbe. Sie sind betont, aber nicht aggressiv aromatisch,<br />
mit sehr typischen Sortencharakteristiken. Bei ausgesprochener Harmonie<br />
von Alkohol und Gesamtsäuren zeichnet sie ein edler, vollmundiger<br />
Geschmack aus. Das Angebot der <strong>Baranja</strong> beginnt und endet mit dem<br />
Wein. Permanent dreht sich alles um die geheimnisvollen, mystischen,<br />
abgerundeten Weine mit versteckter Botschaft, denn außer den Gefühlen,<br />
die die Weine unmittelbar hervorrufen, vermitteln sie nachträglich<br />
Begeisterung und gute Laune.
26<br />
der blaue schienenbus<br />
Der Goldberg Der Goldberg (Zlatno brdo) ist<br />
eine begrenzte Lokalität an den Hängen des<br />
<strong>Baranja</strong>-Gebirges, die von jeher so genannt<br />
wird, seit die Römer die ersten Rebstöcke hier<br />
pflanzten.<br />
Der Goldberg<br />
… zwei-drei Hirschkühe schauen ruhig, mit großen Augen, aus sicherer Entfernung<br />
zu, wie Sie jetzt nur ein kleiner, verwunderter Punkt im gelben Licht<br />
des Fensters des abfahrenden Schienenbusses sind. Delimir Rešicki<br />
<strong>Die</strong> <strong>Baranja</strong> hatte schon immer eine wichtige Verkehrslage. An der Drau<br />
gab es bereits während der Römerzeit eine Anlegestelle. An der Donaugrenze<br />
des Kaiserreiches hatten die Römer ein Befestigungssystem, den<br />
Limes, errichtet. Ein Glied in dieser Verteidigungskette war auch das<br />
<strong>Baranja</strong>-Gebiet mit vier bekannten Bollwerken: Ad Miliare beim Ort des<br />
heutigen Batina, Ad Novas beim Ort Zmajevac, Albanum auf dem Gebiet<br />
Lug und Donatiana irgendwo auf dem weiteren Gebiet von Kopačevo.<br />
Antike Quellen verzeichnen auf dem Gebiet der heutigen kroatischen<br />
<strong>Baranja</strong> auch die Siedlung Antianae, wahrscheinlich anstelle von Popovac,<br />
sowie auch den Ortsnamen Mons Aureus (Goldberg), der dem heutigen<br />
Bansko brdo entspricht.
28<br />
der sommer ist ein geschenk<br />
Suleimans Brücke Auf der <strong>Baranja</strong>-Seite führte<br />
die Brücke in einer Länge von ungefähr acht<br />
Kilometern über ein Sumpfgelände. Es war ein<br />
kolossales Bauwerk, das größte und wichtigste<br />
im europäischen Teil des Osmanischen Kaiserreichs.<br />
Von den Zeitgenossen wurde es als<br />
Weltwunder betrachtet und sie nannten es Il<br />
ponte famoso d′Essek oder <strong>Die</strong> so berühmte<br />
und wunderbare Essecker Brücke.<br />
<strong>Die</strong> Brücke über die Drau Der Bau einer 2,5 km<br />
langen Brücke über die Drau für die Fortführung<br />
der Autobahn des Verkehrskorridors Vc<br />
durch die <strong>Baranja</strong> bis zur ungarischen Grenze<br />
ist in Vorbereitung.<br />
Das <strong>Baranja</strong>-Gebirge Auf den Weinplantagen<br />
von Belje auf dem <strong>Baranja</strong>-Gebirge herrschten<br />
von jeher ideale Bedingungen für die weithin<br />
bekannten Weinsorten Graševina (Welschriesling)<br />
und Rajnski rizling (Rheinischer Riesling).<br />
Ton aus dem Tunnel Der baranjanische Töpfer<br />
Danijel Astaloš stellt Teller, Schüsseln, Töpfe<br />
und verschiedenen Zierrat her. Auf dem Kopf<br />
trägt er die traditionelle Töpferkappe, wie sie<br />
einst von den Töpfern getragen wurde, die<br />
den Ton aus dem Tunnel im <strong>Baranja</strong>-Gebirge<br />
gewannen.<br />
Branjin Vrh<br />
… und dann schließen Sie einen Augenblick die geblendeten Augen und nach<br />
langer Zeit fühlen Sie, was für ein Geschenk der Sommer in der <strong>Baranja</strong> ist<br />
und erinnern sich, wie Sie einst vor langer Zeit an der Straße in Branjin Vrh<br />
heißen Staub in die Hand nahmen und ihn in die Höhe warfen, und er zurück<br />
auf Gesicht und Haare fiel. Irgendwie genügte der Gedanke, dass es kein<br />
metaphysisches Unglück, sondern, im Gegenteil, ein ziemliches Glück ist, zu<br />
diesem heißen, zimtfarbenen Staub zu werden, in dem vielleicht einmal der<br />
nackte Fuß eines Kindes baden wird. Delimir Rešicki<br />
Das der <strong>Baranja</strong> benachbarte Osijek entwickelte sich unter türkischer<br />
Herrschaft zu einer wichtigen Stadt, die verkehrsmäßig besonders erstarkte,<br />
als Sultan Suleiman der Große 1566 eine riesige Holzbrücke bauen<br />
ließ, die Osijek über die Drau-Sümpfe hinweg mit Darda und gleichzeitig<br />
den Hauptteil des Osmanischen Kaiserreiches mit Ungarn verband. Etwa<br />
hundert Jahre nach dem Bau der berühmten Brücke bereiste der osmanische<br />
Reiseschriftsteller Evlije Čelebi diese Gebiete, und beschrieb in<br />
seinem großen Werk auch zwei Siedlungen der <strong>Baranja</strong> und die zwischen<br />
ihnen durchfließende, fischreiche Karašica – die starke Befestigungsanlage<br />
Darda und den ebenfalls gut befestigten Marktflecken Baranyavár,<br />
der sich auf dem Gebiet des heutigen Branjin Vrh befand. Der kroatische<br />
Name Branjin Vrh stammt von der lateinischen Bezeichnung Castrum<br />
Borona, womit auch der Name <strong>Baranja</strong> verbunden wird.
30<br />
<strong>Die</strong> Reise durch das<br />
Sumpfland<br />
Während der langsamen Fahrt auf dem Čonakut-Kanal vom See Sakadaško<br />
jezero zum See Kopačko jezero entdeckt man die Schönheit des Sumpflandes.<br />
Hier kann man im Frühling Zehntausende von Wildgänsen, im<br />
Sommer große Kormorankolonien und im Herbst Schwärme von Wild-
enten beobachten. Manchmal wird ein Steppenfalke pfeilschnell über<br />
Ihre Köpfe hinweg fliegen, und die Grau- und Silberreiher mit leichtem<br />
Flügelschlag durch die Lüfte schweben. Für die wahren Vogel- und Naturfreunde<br />
ist es ein besonderer Genuss, die etwa dreißig verschiedenen<br />
Fangtechniken des Silberreihers oder das Balzen der Krickentenerpel um<br />
die Gunst der Weibchen beobachten zu können.<br />
Das alles gehört zur Schönheit des Lebens im Sumpfland.<br />
31
32<br />
das ramsar-gebiet<br />
Der Naturpark Das Kopački rit umfasst<br />
insgesamt 228 Quadratkilometer (22.800 ha)<br />
Fläche. Fast ein Drittel des Naturparks (etwa<br />
71 km2 oder 7.100 ha) hat den Status eines<br />
zoologischen Sonderreservats.<br />
Das Sumpfland<br />
<strong>Die</strong> internationale Bedeutung des Naturparks Kopački rit wurde bestätigt,<br />
als er 1993 in die Liste der international bedeutenden Sumpfgebiete (List<br />
of Wetlands of International Importance) im Einklang mit der Konvention<br />
über Sümpfe von internationaler Bedeutung, besonders als Lebensraum für<br />
Sumpfvögel, aufgenommen wurde.<br />
Das Kopački rit im Mündungsgebiet der Drau in die Donau ist eine<br />
der am besten bewahrten Sumpflandschaften Europas und als Naturpark<br />
geschützt. Kennzeichnend sind verschiedene Vegetationstypen:<br />
Wälder, Grasland, Sumpf- und Wasserpflanzen. <strong>Die</strong> größte Fläche ist<br />
mit Silberweidenwäldern bedeckt. Auf etwas erhöhtem Terrain gibt es<br />
Silberweiden- und Schwarzpappelwälder und auf noch höherem Terrain<br />
Eichenwälder. <strong>Die</strong> Wasserflächen innerhalb des Rieds sind bedeckt mit<br />
Pflanzengesellschaften von Wasserlinse, Tausendblatt, Teichrose und<br />
Seekanne. Auf den zeitweilig überschwemmten Flächen sind Schilfrohr<br />
und Gesellschaften der Riesenseggen verbreitet, die die charakteristische<br />
Ried-Atmosphäre schaffen. Das Kopački rit ist ein bedeutender<br />
touristischer Zielort, besonders interessant als Erholungsort sowie für<br />
attraktive Fahrten auf dem See Kopačko jezero und sehr beliebt, um Vögel<br />
zu beobachten und zu fotografieren. Eine besondere Kuriosität stellen<br />
die Kormorane dar, deren Existenz ausschließlich auf einem reichen und<br />
qualitätvollen Fischbestand basiert, denn ein ausgewachsener Kormoran<br />
frisst täglich einige Kilogramm Fisch.
34<br />
fotosafari<br />
Gelber Lauch, Saatmohn Einige Pflanzen<br />
innerhalb und außerhalb des Kopački rit sind<br />
in Kroatien sehr selten, und einige gibt es nur<br />
hier. Bei Batina, an den Tonsandsteinhängen<br />
blüht der Gelbe Lauch (Allium flavum) und der<br />
Saatmohn (Papaver dubium lecoquii).<br />
Kopački rit<br />
<strong>Die</strong> Reisenden hasten aus dem Bus auf der Suche nach etwas Verborgenem,<br />
etwas Geheimnisvollerem, Wertvollerem als das wertvollste Metall. Noch<br />
einen Augenblick und dort, hinter der Riesensegge, dem Schilf, unter den<br />
Flügeln des Reihers, im Schrei des Kormorans wird sich das goldene Bergwerk<br />
des Lebens zeigen, das wertvollste Reservat der Natur in diesem Teil der Welt.<br />
Matko Peić<br />
Der Naturpark Kopački rit ist ein komplexes Ökosystem, dass aus einer<br />
großen Zahl wertvoller, seltener und bedrohter Pflanzen- und Tierarten<br />
sowie aus einigen einzigartigen ökologischen Phänomenen besteht.<br />
Unter ihnen wird häufig der Seeadler oder der seltene Schwarzstorch<br />
erwähnt, aber hier gibt es auch viele andere Seltenheiten. Der breiteren<br />
Öffentlichkeit ist noch weniger bekannt, dass die <strong>Baranja</strong> auch außerhalb<br />
des Kopački rit reich ist an verschiedenen seltenen Arten, ökologischen<br />
Phänomenen und fossilen Fundstätten, die gemeinsam ein sehr großartiges<br />
Naturerbe dieses Gebietes darstellen.
36<br />
ein ideales biotop<br />
Ideale Bedingungen Unübersehbarer Schilf,<br />
Wälder und Teiche sowie die umliegenden<br />
Weiden bieten ideale Lebensbedingungen für<br />
viele Säugetiere: Hirsche (Belje-Hirsch), Rehe,<br />
Wildschweine, Wildkatzen, Dachse, Eichhörnchen,<br />
Füchse, Marder, Otter und zahlreiche<br />
Nagetiere, einschließlich des Großen Bilchs.<br />
Das zoologische Sonderreservat erstreckt sich innerhalb<br />
des geschützten Gebiets des Kopački<br />
rit auf fast 7000 ha. An Wirbeltieren haben<br />
die Wissenschaftler sogar 55 Säugetierarten<br />
festgestellt, außerdem 298 Vogelarten, 10<br />
Reptilienarten, 11 Amphibienarten und 44<br />
Fischarten.<br />
Das Reich der Tiere<br />
<strong>Die</strong> <strong>Baranja</strong> ist das Reich der Tiere. Es gibt keinen Millimeter, der nicht unter<br />
dem Flügel eines Seeadlers, unter dem Huf eines Pferdes, unter dem Hauer<br />
eines Wildschweins, in der Pfote eines Hasen, an der Wimper eines Maulwurfs<br />
wäre. Matko Peić<br />
Im Kopački rit wurden bisher mehr als 2000 Pflanzen- und Tierarten<br />
festgestellt, von denen viele europa- und weltweit selten und bedroht<br />
sind. Zu der Vielzahl verschiedener Wirbelloser – Rädertiere, Krebstiere,<br />
Blutegel, Spindeltiere, Schmetterlinge u. a., insgesamt mehr als 400<br />
Arten – hat sich eine neue Verwandtschaft hinzugesellt: das Krustentier<br />
Große Flussmuschel (Unio tumidus kopaciensis). Das Kopački rit hat<br />
zwei Wasserregime. Während der Überschwemmungszeit ist es überreich<br />
an Wasserorganismen, vor allem an Fischen. Dann nisten viele Vögel in<br />
ihm, besonders Sumpfvögel, weil sie der Reichtum an Fischen, Amphibien,<br />
Reptilien und anderen Organismen anlockt. Gleichzeitig geben<br />
Millionen von Fröschen – grüne Wasserfrösche, Grasfrösche, Rotbauchunken<br />
und andere Arten – den Grundton im Naturorchester des Rieds<br />
an. Ende des Sommers zieht sich das Wasser zurück und die Vegetation<br />
beginnt zu sprießen, von der sich Hirsche und Wildschweine ernähren.<br />
Das ganze Gebiet wird zum Rastplatz oder zum Überwinterungsort für<br />
viele Zugvögelarten.
38<br />
seichtes, warmes wasser<br />
99 Tage, 44 Fischarten<br />
Im Durchschnitt dauert die Überflutungszeit im Kopački rit 99 Tage<br />
im Jahr. Ein Drittel dieser Zeit (32 Tage) ist der größere Teil des Rieds<br />
überschwemmt, ein idealer Platz zum Laichen und Heranwachsen für<br />
die bisher verzeichneten 44 Fischarten.<br />
Das Kopački rit ist ein Sumpfland im rechten Ufergebiet der Donau im<br />
Nordosten Kroatiens, bzw. in einem von Drau und Donau gebildeten<br />
Winkel. Es ist eines der größten fluvialen Sumpflandebenen in Europa.<br />
Von der Intensität der Überschwemmungen hängt das Aussehen des gesamten<br />
Raums ab. Je nach Menge des Wasseraufkommens ändern Teile<br />
des Rieds, die trockenen und die unter Wasser stehenden, ihre Gestalt<br />
und ihre Funktion. Der größte See ist der Kopačko jezero und der tiefste<br />
See ist der Sakadaško jezero. <strong>Die</strong> Seen sind durch ein Netz natürlicher<br />
Kanäle mit Donau und Drau verbunden. Während der Überschwemmungsperiode<br />
ist das Kopački rit der größte Laichplatz im europäischen<br />
Donaugebiet. In der Ichthyofauna sind folgende Arten am häufigsten<br />
vertreten: Flusskarpfen, Brachse (Brasse), Blei, Blicke, Rotauge, Plötze,<br />
Schlei, Hecht, Flussbarsch, Zander und Wels.
40<br />
298 Vogelarten<br />
Das Ornithologische Gebiet Besuchern, die Vögel<br />
beobachten möchten, wird ein eintägiges<br />
oder mehrtägiges Programm unter fachkundiger<br />
Führung angeboten. Durchschnittlich kann<br />
man im Kopački rit täglich etwa 60 Vogelarten<br />
sehen. Bei ihrem Besuch erhalten die Vogelbeobachter<br />
ein Verzeichnis der Vögel, damit<br />
sie die gesehenen Arten leichter einordnen<br />
können. www.kopacki-rit.hr<br />
prijemni.centar@kopacki-rit.hr<br />
Schwarzstorch, Weißer Löffelreiher Das Kopački<br />
rit ist ein Ort, an dem sich Ende des Sommers<br />
und Anfang Herbst Weiße Löffelreiher in<br />
großer Zahl sowie auch Schwarzstörche<br />
versammeln, die aus der Slowakei, Ungarn<br />
und der Vojvodina über das Kopački rit in die<br />
Levante und weiter nach Afrika ziehen.<br />
Das Leben der Vögel<br />
Der Flügelschlag von Tausenden weißer und grauer Flügel über dem dunklen<br />
Wasser in der Dämmerung im Kopački rit, wenn die dichten, grünen Pflanzen<br />
nirgendwo, glauben Sie mir, so duften wie in der <strong>Baranja</strong> und Sie spüren,<br />
wie überall um Sie herum in der Abendkühle in diesen Pflanzen dieses unsichtbare<br />
und reine, gesunde, schwere und bleierne göttliche Öl zirkuliert…<br />
Delimir Rešicki<br />
Vögel sind das Erkennungszeichen des Kopački rit. Bis heute wurden in<br />
ihm 298 Vogelarten verzeichnet, von denen 141 regelmäßig oder zeitweilig<br />
im Ried nisten. Besonders augenfällig sind Vögel, die in großen Kolonien<br />
nisten, wie der Reiher, die gewöhnliche Möwe, die Weißbartschwalbe, der<br />
Kormoran und andere. Im Kopački rit nisten auch über 20 Seeadlerpaare,<br />
eine Art, die weltweit bedroht ist. Von anderen europäischen bedrohten<br />
Arten nisten hier regelmäßig 30 Schwarzstorchenpaare, vier bis fünf<br />
Steppenfalkenpaare, 40 Silberreiherpaare und etwa 100 Wildganspaare.<br />
Außerdem nisten im Kopački rit über hundert Moorenten, eine der am<br />
stärksten bedrohten europäischen Arten. Während des Vogelzugs im<br />
Frühling und Herbst ist das Kopački rit für viele Sumpfvogelarten ein wichtiger<br />
Rastplatz. Dann halten sich mehrere hunderttausend Vögel hier auf.
42<br />
ein riesiger baum<br />
Silberweide, Schwarzpappel Auf höherem<br />
Terrain wachsen Weiß- und Schwarzpappel,<br />
eine Art Relikt. In den Wäldern des Kopački<br />
rit ist ein südpannonisches Endemit, der<br />
Schwarzdornstrauch, verbreitet.<br />
Das Adlernest<br />
Adler nisten in den höchsten Bäumen der <strong>Baranja</strong>-Wälder. Ein solcher<br />
ist die riesige Feldulme (Ulmus minor) in der Nähe des Schlosses im<br />
Kopački rit. Sie ist etwa dreihundert Jahre alt und eine der ältesten Feldulmen<br />
in Europa.<br />
<strong>Die</strong> niedrigsten Gebiete des Kopački rit, wo das Wasser lange steht, sind<br />
mit Weidenwäldern bewachsen. Hier können wir auf uralte Bäume stoßen,<br />
deren Umfang sechs, acht und mehr Meter beträgt. Auf höherem Terrain<br />
wachsen Weiß- und Schwarzpappeln und noch höher wachsen Eichen.<br />
Es scheint, dass die Schwarzpappel (Populus nigra) hier auch eine Art<br />
Relikt ist, weil sie sich nicht weiter fortpflanzt. Wir treffen nur alte 30 bis<br />
40 Meter hohe Stämme an. Sie überragen alle übrigen Bäume und die<br />
Seeadler bauen gern ihr Nest auf ihnen. Im Revier Hulovo befindet sich<br />
ein Schwarzpappelbaum, dessen Umfang 12 Meter misst. Es ist nicht<br />
ganz klar, ob es sich um nur einen Stamm handelt, oder ob mehrere<br />
zusammengewachsen sind.
44<br />
Der Hirschpark<br />
Barbara, komm mit mir in die <strong>Baranja</strong>! Wie von Paris nach Versailles, in den<br />
Hirschpark, zur Fasanerie bis zum königlichen Jagdrevier mit Wildschwein,<br />
Hase, Wachtel und Wildente – am besten kommst Du von Osijek aus in die<br />
<strong>Baranja</strong>. Matko Peić
46<br />
der goldene hirsch<br />
Herrschaftliches Jagdzentrum <strong>Die</strong> Schlösser<br />
um Tikveš waren ein beliebter Treffpunkt für<br />
Staatsmänner und berühmte Persönlichkeiten.<br />
In ihnen haben sich Familiemitglieder der<br />
Habsburger, später der Karađorđevićs und<br />
danach der jugoslawische Präsident Josip<br />
Broz Tito aufgehalten und ihre Gäste dorthin<br />
eingeladen.<br />
Das Jagdrevier Podunavlje-Podravlje (an Donau<br />
und Drau) liegt im typischen pannonischen<br />
Tiefebenengebiet von besonderer Fruchtbarkeit.<br />
Es umfasst die besonders an Hirschen<br />
und Wildschweinen reichen Riedwälder.<br />
+ 385 (0) 31 750 187, www.hrsume.hr<br />
Das Röhren<br />
In den ersten Septembertagen hallen die Eichenwälder der <strong>Baranja</strong> vom<br />
lauten Röhren der Hirsche wider. Es ist Paarungszeit. Einheimische meiden<br />
in dieser Zeit Wiesen und Lichtungen, wo die Hirschkühe äsen, um die die<br />
Hirsche so verbissen kämpfen. Dario Topić<br />
<strong>Die</strong> <strong>Baranja</strong> und das Kopački rit sind weithin bekannt für ihre große<br />
Hirschpopulation (Cervus elaphus). Bis zum Vaterländischen Krieg betrug<br />
der Stammbestand dieser herrlichen Tiere 6000 Stück und während des<br />
Sommers stieg die Zahl bis 10.000 Stück an. <strong>Die</strong> Hirsche sind bekannt<br />
für ihre schön entwickelten Geweihe. Es gibt wenige Orte auf der Welt,<br />
wo es Hirsche mit einem solch prächtigen Geweih gibt. Obgleich das<br />
laute Röhren ein wichtiger Faktor in ihrem Liebesleben ist, birgt es für die<br />
Hirsche auch Gefahren. Sie geben dadurch Wilderern Kunde von ihrer<br />
Position und sind so leichtere Beute. Während der Paarungszeit wird den<br />
Besuchern empfohlen, diese kraftvolle Naturmusik aus angemessener<br />
Entfernung zu genießen.
48<br />
jagdresidenz<br />
Das Jagdschloss in Bilje ist bisher geschichtlich<br />
und architektonisch nicht erforscht. Unter den<br />
möglichen Erbauern des Gebäudes wird als<br />
wahrscheinlichster Name der österreichische<br />
Architekt Johann Lucas Hildebrandt erwähnt,<br />
bekannt als Baumeister des Wiener Schlosses<br />
Belvedere.<br />
Kraljice Zum Pfingstfest (Anfang Juni) wird in<br />
den Dörfern des Donaugebietes Šokadija, in<br />
Draž, Gajić, Topolje und Duboševica, die Kraljice<br />
gesungen. Der Brauch ist dem Gedeihen<br />
des Hanfs und des Leinens, den Grundrohstoffen<br />
für die Herstellung der baranjanischen<br />
Volkstrachten, gewidmet. In Volkstracht<br />
gekleidete Mädchen, angeführt von Königen<br />
(ebenfalls Mädchen) und der mit einer Feldblumenkrone<br />
geschmückten Schwiegertochter,<br />
ziehen durchs Dorf und gehen in jedes Haus,<br />
in dem ein Mädchen, ein Bursche oder ein<br />
kleines Kind lebt. Sie singen Gelegenheitslieder,<br />
in denen man die Verse hört: Möge euer<br />
Hanf weich wie Seide und das Leinen wie eine<br />
Keule sein! Sie werden von den Gastgebern<br />
mit Getränken und selbstgebackenem Kuchen<br />
bewirtet.<br />
Prinz Eugen<br />
Nach der Befreiung von den Türken verteilte der Habsburger Kaiser Leopold<br />
I. die <strong>Baranja</strong>-Besitztümer an seine Heerführer, Verbündeten und<br />
verdiente Persönlichkeiten.<br />
Den größten Besitz in der <strong>Baranja</strong> erhielt 1698 Prinz Eugen von Savoyen,<br />
Heerführer und Staatsmann und ab 1697 Oberbefehlshaber der österreichischen<br />
Armee und später Präsident des Höfischen Kriegsrates in<br />
Wien. Unter den etwa zwanzig Siedlungen, die zum Großgrundbesitz<br />
Prinz Eugens in der <strong>Baranja</strong> gehörten, wurde das Dorf Bilje oder Belje<br />
(ungarisch Béllye) als Verwaltungssitz ausgewählt. Hier wurde Anfang des<br />
18. Jahrhunderts ein spätbarockes, vierflügeliges Schloss mit Schanzen<br />
und einem quadratischen Innenhof gebaut. Der Beljer Großgrundbesitz<br />
umfasste den Hauptteil der kroatischen <strong>Baranja</strong> mit Siedlungen im<br />
Podunavlje (Donaugebiet) von Batina bis Kopačevo und Siedlungen<br />
südlich und nördlich von Bansko brdo (Petlovac, Beli Manastir, Branjin<br />
Vrh, Popovac, Branjina, Duboševica, Topolje usw.).
50<br />
topolje<br />
Singen in der Kirche Marianischer Volksgesang<br />
im Mai in der Kirche St. Petrus und Paulus.<br />
<strong>Die</strong> Kirche St. Petrus und Paulus Sie wurde<br />
im Jahr 1722 im Gedenken an den Sieg Prinz<br />
Eugens von Savoyen über die Türken in der berühmten<br />
Schlacht bei Senta am 11. September<br />
1697 erbaut.<br />
Ohne Turm<br />
Prinz Eugen von Savoyen ließ nach dem letzten seiner großen Siege über die<br />
Türken (Senta 1697, Petrovaradin 1716, Belgrad 1718) beim Dorf Topolje in<br />
der Nähe des alten Donaubettes die monumentale Barockkirche St. Petrus<br />
und Paulus erbauen.<br />
Sie ist ungewöhnlich, weil sie keinen Turm hat, weswegen diese Kirche die<br />
Bevölkerung seit Jahrhunderten zu verschiedenen Legenden inspirierte.<br />
Nach dem Tod des Eugen von Savoyen verwaltete die Hofkammer den<br />
Beljer Großgrundbesitz, bis er 1780 der Linie Habsburg-Teschen zur Nutznießung<br />
übergeben wurde. Sie hielt ihn bis zum Verfall der Österreichisch-<br />
Ungarischen Monarchie im Jahr 1918. Obgleich Bilje in der zweiten Hälfte<br />
des 18. Jahrhunderts durch die königliche Straße mit Osijek verbunden<br />
war, siedelte die Verwaltung des Großgrundbesitzes 1827 nach Kneževo<br />
im Norden der <strong>Baranja</strong> um, wo für diesen Zweck ein repräsentatives<br />
Schloss im klassizistischen Stil erbaut wurde. Mit Hilfe europäischer<br />
Fachleute und vor allem dank der Bodenverbesserungsmaßnahmen für<br />
das überflutete Land, wurde der Beljer Großgrundbesitz im Laufe des<br />
19. Jahrhunderts zu einem der fortschrittlichsten landwirtschaftlichen<br />
Betriebe im gesamten Österreichischen Kaiserreich.
52<br />
esterházy<br />
Das Schloss in Darda wurde während des Vaterländischen<br />
Krieges verwüstet und geplündert.<br />
Schnee im Weinberg An St. Vinzenz, am 22.<br />
Januar, beginnt das neue Weinbaujahr und die<br />
Rebstöcke werden gesegnet. <strong>Die</strong> Winzer gehen<br />
in die Weinberge und beten für ein fruchtbares<br />
Jahr. Am Rebstock werden Würste aufgehängt.<br />
Je länger diese sind, umso größer werden die<br />
Trauben sein. Es werden Gebete gesprochen,<br />
drei Rebzweige abgeschnitten und in Wasser<br />
gestellt. Ihre Knospen sind ein Indikator für<br />
den Rebschnitt und den künftigen Ertrag.<br />
Nach der Zeremonie versammeln sich die<br />
Winzer und ihre Gesellschaft um ein großes<br />
Rebstockfeuer. Es wird erzählt, Würste und<br />
Speck gebraten und guter <strong>Baranja</strong>-Wein<br />
getrunken. Tourismusverband <strong>Baranja</strong>,<br />
+ 385 (0) 31 702 080; Tourismusverband der<br />
Gemeinde Draž + 385 (0) 31 736 100<br />
Rund um Darda<br />
Der zweitgrößte Großgrundbesitz in der <strong>Baranja</strong> aus der Habsburger Zeit lag<br />
rund um Darda. Sein erster Besitzer war ebenfalls ein Heerführer, General<br />
Friedrich von Veterani.<br />
Zu diesem Großgrundbesitz gehörten außer Darda etwa zwanzig Siedlungen,<br />
von denen sich Baranjsko Petrovo Selo, Jagodnjak, Bolman, Karanac<br />
und noch einige in der heutigen kroatischen <strong>Baranja</strong> befanden. <strong>Die</strong>sen<br />
Großgrundbesitz kaufte 1749 die berühmte Adelsfamilie Esterházy-<br />
Zvolen, die ihn bis 1842 hielt. Um 1800 wurde in Darda ein dreiflügeliges<br />
klassizistisches Schloss errichtet.<br />
In dieser, von der Aufklärung und den bürgerlichen Revolutionen gekennzeichneten<br />
Zeit studierten und lehrten später an den Hochschulen<br />
in Wien, Trnava, Buda und Pest zwei im <strong>Baranja</strong>-Dorf Bilje geborene<br />
Gelehrte, die Brüder József und Lajos Mitterpacher, der Erstgenannte als<br />
Mathematiker und der andere als Naturwissenschaftler und Begründer<br />
der ungarischen Landwirtschaftlichen Hochschule.
54 Bläuliche Nebelschleier<br />
Dort in der Ferne, am Horizont, wo die gerade Linie des Landes mit dem<br />
Himmel zusammentrifft, steigen langsam vor der Nacht stille bläuliche<br />
Nebenschleier auf, die aus dem Grasland und dem Wasser in unwirklich<br />
wabernden Schwaden und Wolken hervorquellen.
56<br />
janosz horvat<br />
Fischertage <strong>Die</strong> lokalen Fischer bereiten Fischgerichte<br />
zu, die ohne ihr Engagement schon<br />
vergessen wären. Gleichzeitig findet eine<br />
Ausstellung alter Fischereiwerkzeuge statt.<br />
Mit der Natur leben, aber sie nicht zerstören<br />
– das ist das Motto, an das sich die Fischer<br />
aus Kopačevo halten. Tourismusverband Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 751 480<br />
Somijada In Topolje findet am letzten Wochenende<br />
im Juli ein Wettkampf der Fischer<br />
Kroatiens im Fischfang, aber auch in der<br />
Zubereitung des Fischpaprikasch statt. Tourismusverband<br />
Draž, + 385 (0) 31 736 100<br />
Der alte Fischer<br />
Da die Verhältnisse im Kopački rit bis ins Jahr 1212 in schriftlichen Dokumenten<br />
zurückverfolgt werden können, kann der Schluss gezogen werden, dass sich das<br />
Gebiet in den vergangenen fast achthundert Jahren nur wenig verändert hat.<br />
Bis vor kurzem noch pflegten Janosz Horvat aus Kopačevo und seine<br />
Kameraden in dem erhaltenen uralten Fischerritual das spezifische Zusammenleben<br />
mit der Natur. Der alte Horvat bewahrte außerdem die gut<br />
bekannten Fischereiwerkzeuge, die auch jetzt zeitweise von den Nachfolgern<br />
verwendet werden und die in keinem anderen fischreichen Gebiet<br />
zu finden sind, auf. Deshalb sind sie, so wie auch das noch vorhandene<br />
Fischereiwissen, von unschätzbarem Wert. Eine der interessantesten<br />
Fischereitechniken war das Fischen mit Hilfe von Absperrungen aus<br />
geflochtenem Schilf, die in dem trockenen Teilen des Rieds als Labyrinth<br />
aufgestellt wurden. Mit der Flut aus Drau und Donau kamen auch die<br />
Fische, die in die Falle gingen und nicht wieder herausfanden. <strong>Die</strong>se Art<br />
des Fischfangs benutzte die Natur, vernichtete sie aber nicht, weil die<br />
Fallen an Ort und Stelle blieben und weder das Flussbett noch die Wasservegetation<br />
beschädigten. In Kopačevo werden jedes Jahr im September<br />
die alten Fischereiwerkzeuge ausgestellt und die lokalen Fischer bereiten<br />
Fischgerichte zu, die ohne sie schon vergessen wären.
58<br />
geselligkeiten<br />
Der Bećarac der <strong>Baranja</strong> Das Folklorefestival<br />
im Juni in der Gemeinde Draž, die Brauchtum,<br />
Lied, Tanz, traditionelle Handarbeiten und<br />
Gerichte unserer Großmütter pflegt. Es wird<br />
wechselweise in Draž, Gajić, Topolje oder<br />
Duboševica abgehalten, jedes Jahr in einem<br />
anderen Dorf. <strong>Die</strong> Tourismusverband der<br />
Gemeinde Draž, + 385 (0) 31 736 100<br />
Janja Čeliković +385 (0) 98 777 630<br />
Alte Lieder<br />
<strong>Die</strong> Lebensgeschichte eines Fischers aus Kopačevo, seine Bemühungen, auch<br />
weiter in und von der Natur in der Weise zu leben, dass er ihr dient, auf dass<br />
sie ihm dienen möge – diese Geschichte ist der Punkt, der das Erleben des<br />
wundersamen Raums des Kopački rit und der <strong>Baranja</strong> bestimmt. Dario Topić<br />
Obgleich das kroatische <strong>Baranja</strong>-Dreieck geografisch, verwaltungsmäßig<br />
und auch produktionsmäßig als einzigartige Einheit funktioniert, teilen<br />
es die Ethnografen in die podravinische und podunavische <strong>Baranja</strong>. Aufgrund<br />
dieser Teilung und der dadurch leichteren Einordnung der Details<br />
an den Volkstrachten ist es möglich, die Besonderheiten der Pustara-<br />
Bewohner auszumachen. Ab der Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die<br />
siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts herrschte in den Pustaras<br />
der <strong>Baranja</strong>, in den planmäßig gebauten Landarbeitersiedlungen, die<br />
heute noch von der sehr früh modernisierten landwirtschaftlichen Produktion<br />
zeugen, ein reges Leben. Bekannte Pustaras des Donaugebietes<br />
sind in Brestovac, Zlatna Greda, Mirkovac, Jasenovac, Šebešir, Sokolovac<br />
und Kozjak, und im Draugebiet in Širine, Sudaraš, Zeleno Polje und Malo<br />
Kneževo zu finden.
60<br />
wenn der tau glänzt<br />
<strong>Die</strong> alte Drau <strong>Die</strong> gesamte Wasserfläche des<br />
alten Laufs der Drau beträgt 56 Hektar. Sie ist<br />
durch eine Brücke und ein Wehr in zwei Seen<br />
geteilt. Der linke See ist mit Schilfrohr bewachsen<br />
und in ihm dominiert der kapitale Hecht,<br />
und hier wurde auch der Donau-Wildkarpfen<br />
heimisch. Auf der gesamten Länge des linken<br />
Sees können größere Zwergwelse gefangen<br />
werden. Richtung Westen gehend kommt man<br />
in einen Bereich, der Vodar heißt, wo Giebel,<br />
aber auch Brachse, Rotauge, Plötze, Schwarznerfling<br />
(auch Aland), Karpfen, Graskarpfen<br />
und Hecht ausgezeichnet zu fangen sind.<br />
Auf dem Puškaš<br />
Das überraschende Aufblitzen der Fische, während Sie frühmorgens, wenn<br />
der Tau im Spinnwebnetz über den Frühlingswassern glänzt, auf dem improvisierten<br />
Ponton aus leeren Metallfässern bei Karolj und Maja auf dem<br />
Puškaš sitzen. Delimir Rešicki<br />
Der Topoljski dunavac (Topolje-Donaunebenarm) oder Puškaš, wie<br />
er noch fälschlich genannt wird, weil Puškaš die Bezeichnung eines<br />
Grundbesitzes an einem Teil des Topolje-Donaunebenarms ist, ist etwa<br />
10 km lang. Er entstand vor 150 Jahren, als die österreichisch-ungarische<br />
Regierung beschloss, den Lauf der Donau zu regulieren. <strong>Die</strong> Ufer sind<br />
mit Schilfrohr, Riesensegge und Wasserpflanzen bewachsen, so dass er<br />
ein idealer Nistplatz für Sumpfvögel und Laichplatz für verschiedene<br />
Fischarten ist, die hier hervorragende Bedingungen für Fortpflanzung<br />
und Entwicklung finden. Im gesamten Lauf des Topoljski dunavac werden<br />
schöne Exemplare an Schleien und Flussbarschen gefangen. Karpfen und<br />
Welse fängt man gut, besonders in der Abenddämmerung. Einst fing man<br />
auch die Goldkarausche bzw. den Goldkarpfen, aber nach Einbringen des<br />
Giebels wurden einige ursprüngliche Arten in dieser Fischoase verdrängt.
62<br />
schöne und schreckliche buše<br />
Fastnachtsspiele Im Februar werden Fastnachtsspiele<br />
mit den Bušen veranstaltet. In Draž,<br />
Topolje, Baranjsko Petrovo selo, Gajić und<br />
Duboševica gehen Buše am Sonntag, Montag<br />
und <strong>Die</strong>nstag vor Aschermittwoch um. Tourismusverband<br />
<strong>Baranja</strong>,<br />
+ 385 (0) 31 702 080; Tourismusverband der<br />
Gemeinde Draž, + 385 (0) 31 736 100 und KUD<br />
Seljačka sloga, Baranjsko Petrovo Selo, Pavo<br />
Franjin, + 385 (0) 31 748 203<br />
Kakasutes Das mystische traditionelle Wetteifern<br />
der Mädchen im „Einschläfern“ eines<br />
Hahns (ung. kakasütés) wird im September in<br />
Vardarac abgehalten.<br />
Ethnografische Messe in Karanac Fahrt mit dem<br />
Pferdegespann, hausgemachtes Ajvar und<br />
Mus. Denis Sklepić, Karanac,<br />
+ 385 (0) 31 720 271<br />
Ethnografische Messe in Bilje Jährliche Ausstellung<br />
von Volkstrachten und Folkloreerbe.<br />
Tourismusverband Bilje, + 385 (0) 31 751 480<br />
Der Wagen auf dem Dach<br />
Am Fastnachtssonntag streifen Buše (maskierte Gruppen) durch die<br />
Straßen von Baranjsko Petrovo selo, Gajić und Duboševica. Der Montag<br />
ist für Kinder-Buše reserviert, während sich die Erwachsenen vom anstrengenden<br />
Sonntag erholen. Und am <strong>Die</strong>nstag besetzen Buše die Straßen<br />
von Topolje. Am gleichen Tag endet das Vergnügen in Draž.<br />
In den Dörfern der Šokadija im Drau- und Donaugebiet hat sich bis heute<br />
ein alter Fastnachtsbrauch erhalten. Maskierte Gruppen – Buše – ziehen<br />
durch das Dorf und kehren in die Häuser ein. Für gewöhnlich finden<br />
sich die am aufwendigsten maskierten Buše in Baranjsko Petrovo Selo –<br />
petaračke buše. Buše gehen außerdem in Duboševica, Topolje und Gajić<br />
um, und der Abschluss findet in Draž statt. Es gibt schöne und schreckliche<br />
Buše. Am interessantesten sind für sie Häuser, in denen Mädchen<br />
und Burschen leben. Wenn sie das Tor verschlossen finden, können die<br />
Buše sehr unangenehm sein. Es kann ihnen in den Sinn kommen, einen<br />
Pferdewagen völlig auseinander zu nehmen und ihn auf dem Dach des<br />
Hauses wieder zusammenzubauen, oder man entfernt das Haustor und<br />
bindet es an einen Baum, auch können sie im wahrsten Sinne des Wortes<br />
den Hof umpflügen.
64 Rote Kränze und<br />
Ketten<br />
Nirgendwo sonst wie in der <strong>Baranja</strong> hängen die roten runden Paprikas in<br />
unglaublich langen Kränzen und Ketten aufgereiht an den Gängen der Häuser<br />
in den alten schokadischen und ungarischen Dörfern … Delimir Rešicki
66<br />
fischpaprikasch<br />
Fišijada Im August findet in Lug und im<br />
September in Beli Manastir und Gajić der<br />
Wettkampf im Zubereiten des Fischpaprikasch<br />
statt. Tourismusverband <strong>Baranja</strong>,<br />
+ 385 (0) 31 702 080,<br />
Tourismusverband Draž, + 385 (0) 31 736 100<br />
Rote scharfe<br />
Pfefferschoten<br />
Geradezu rührend ist das Verhältnis der <strong>Baranja</strong>ner zum Anbau, Trocknen<br />
und Mahlen der besonders scharfen Paprikaschoten, die dafür vorgesehen<br />
sind, dem Fischpaprikasch Seele einzuhauchen.<br />
Mit einem spezifischen Fischfang geht auch eine spezifische Gastronomie<br />
einher. <strong>Die</strong> roten scharfen Pfefferschoten haben angeblich viele<br />
heilkräftige Wirkungen und sind unumgänglich für die Zubereitung des<br />
Fischpaprikasch (Fiš). Den besten Fischpaprikasch der Welt bereitet<br />
man, so behaupten die <strong>Baranja</strong>ner, an den Überschwemmungsgebieten<br />
der Donau und Drau zu. Er muss mehrere Fischsorten enthalten. Unter<br />
den älteren Fischern herrscht die Überzeugung vor, dass man ihn ohne<br />
Hecht nicht zu kochen braucht. Fischgerichte werden traditionell im<br />
Freien zubereitet. Außer Fischpaprikasch sind an Zweigen aufgespießte<br />
und am Feuer gebratene Karpfen, Hecht im Mantel oder auf einem Metallteller<br />
(Kotlovina) gebratener Fisch, sodann Fischperkölt, besonders<br />
vom Hecht, mit ein wenig Speck, bekannt. Darüber hinaus wird Fisch in<br />
diesem Gebiet gesalzen, geräuchert und getrocknet.
68<br />
der sieg<br />
<strong>Die</strong> Regatta des Friedens Von der Insel Zeleni<br />
otok in Batina fahren Boote auf der Donau bis<br />
Aljmaš und bis Erdut, danach bis zur heldenhaften<br />
Stadt Vukovar und weiter bis Šarengrad<br />
und bis Ilok, wo der Abschluss der Fišijada<br />
stattfindet. In den drei Tagen legen die Boote<br />
bis Ilok etwa 120 km zurück.<br />
Batina<br />
Der Sieg, ein Werk des Bildhauers Anton Augustinčić aus dem Jahr 1947,<br />
ist dem Gedenken an die Schlacht bei Batina im Jahr 1944 gewidmet. In<br />
der Batina-Schlacht befreiten Einheiten der sowjetischen Roten Armee<br />
und Titos Armee die <strong>Baranja</strong> von deutscher Besetzung.<br />
Das Denkmal und der Memorial-Komplex kennzeichnen den Ort des<br />
großen Kampfes, in dem vom 11. bis 30. November 1944 Einheiten der<br />
sowjetischen Roten Armee und der Volksbefreiungsarmee Jugoslawiens<br />
die Donau überschritten, eine Brückenkopf einrichteten und die deutschen<br />
Besatzungskräfte aus der <strong>Baranja</strong> zurückdrängten und mit ihnen<br />
die Überreste der ungarischen Armee. Auf der Kote 169, dem Ort der<br />
heftigsten Kämpfe, wurde für die gefallenen Kämpfer der Roten Armee<br />
ein monumentaler 27 Meter hoher Obelisk errichtet, auf dessen Spitze<br />
die acht Meter hohe Bronzeskulptur Der Sieg steht. Eine besondere<br />
Bedeutung erhält das Denkmal noch durch das Gemeinschaftsgrab für<br />
1297 Rotarmisten.
70<br />
könige, staatsmänner, führer<br />
<strong>Die</strong> Elite in den Jagdhäusern <strong>Die</strong> Annehmlichkeiten<br />
des eingezäunten Rieds genossen<br />
auch Titos internationale Gäste und sogar<br />
Hollywood-Schauspieler. <strong>Die</strong> Gewohnheit,<br />
dass sich die Elite in die gut eingerichteten<br />
Jagdhäuser zurückzieht, die in den Weiten des<br />
Rieds verstreut liegen, wurde bis zum heutigen<br />
Tag beibehalten.<br />
Hohe Gäste<br />
Den Zauber der unberührten Natur des Kopački rit bemerkten schon vor<br />
langer Zeit die Angehörigen der politischen Eliten. <strong>Die</strong>ses geschützte Gebiet<br />
bot gleichzeitig dem Volk, das beim Wildern an den Rändern des Jagdreviers<br />
etwas für sich zu ergattern wusste, die Gelegenheit zu einem herzhaften Bissen.<br />
Das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im romantischen Historismus<br />
erbaute Schloss in Tikveš ist durch einen Spazierweg mit dem Jagdhaus<br />
im Landhausstil verbunden. An diesem Ort hielten sich zahlreiche<br />
hohe Würdenträger, einschließlich der Habsburger, der Karađorđevićs und<br />
vieler anderer, auf. Einen Teil dieser Geschichte erzählen die Fotografien<br />
der Isabella von Habsburg, der Gattin von Friedrich von Habsburg, der<br />
bis 1918 Besitzer des Tikveš-Gutes war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war<br />
das Schloss eine der Residenzen des jugoslawischen Präsidenten Tito.<br />
Heute dient dieser Komplex als Europäisches Umweltzentrum einem<br />
neuen Zweck.
72 Bei der Ernte<br />
… in der mittäglichen Sommerhitze bei der Ernte flirrte die Luft noch, als<br />
die Mähdrescher verstummt waren und die Staubwolken am Wald Pjeskara<br />
wie ein Vorhang am Horizont hingen. <strong>Die</strong> heißen Akkorde des Sommers<br />
überfluteten die Ebene. Bei diesen zwei riesigen Platanen sah ich, wie hoch<br />
oben in der Krone ein Habicht gähnte… Und der Frosch blieb im Schatten<br />
auf einem Blatt der Gelben Teichrose wie angewurzelt sitzen. Mirko Hunjadi
74<br />
bilje, bellye<br />
Belje<br />
Der Großgrundbesitz Belje hat ein gutes Klima, eine gute Lage (an der schiffbaren<br />
Donau), einen guten Boden für fast alle Kulturarten und Getreidesorten,<br />
für den Obstbau, die Viehzucht, die Fischerei, die Forstwirtschaft, die Jagd<br />
und anderes. Beschreibung eines höheren Beamten des Großgrundbesitzes<br />
Belje, 1824.<br />
Nach dem Tod des ersten Besitzers, Prinz Eugen von Savoyen, fiel der<br />
Besitz an die Kaiserfamilie. Erzherzog Karl-Ludwig verlegte den Sitz des<br />
Großgrundbesitzes von Bilje (ungarisch Bellye) nach Kneževo. <strong>Die</strong> Habsburger<br />
bewirtschafteten den Besitz sehr fortschrittlich. Heute besitzen<br />
die Weinkellereien Belje an den Südhängen des Banovo brdo fast 600 ha<br />
Weinberge. Es werden hauptsächlich weiße Sorten angebaut: Graševina<br />
(Welschriesling), Rajnski rizling (Rheinischer Riesling), Chardonnay,<br />
Grauburgunder, Weißburgunder und Muskat Ottonel. An roten Sorten<br />
gibt es Rotburgunder, Cabernet Sauvignon, Merlot und Frankovka. Der<br />
renovierte Weinkeller mit einem Raum für Weinproben und die 7,5 km<br />
lange Weinstraße mit Blick auf die herrliche <strong>Baranja</strong>-Landschaft bieten<br />
<strong>fantastische</strong> Erlebnisse.
76<br />
kutscher,<br />
paradekutscher, viehtreiber<br />
Zlatna Greda In einer ehemaligen Pustara<br />
befindet sich ein Jagdhaus, das vom Forstamt<br />
Tikveš und dem Ökozentrum Zlatna Greda<br />
bewirtschaftet wird. Im Rahmen des Gutes<br />
gibt es einen Park, einen Spielplatz und eine<br />
Laube für 50 Personen, einen Weinkeller, eine<br />
Rezeption und Plätze für Werkstätten.<br />
Gruß an den Sommer am Schwimmbecken in<br />
Kneževi Vinogradi im Mai<br />
Gruß an den Herbst, Revue der Volkstrachten<br />
und Bräuche, Kutschfahrten und Antiquitätenmesse<br />
in Kneževi Vinogradi im September<br />
Herbst in der <strong>Baranja</strong> Eine kulturelle, wirtschaftliche<br />
und touristische Veranstaltung in<br />
Beli Manastir. Ausstellungen von Bildern und<br />
volkstümlichen Handarbeiten, Konzerte, Theateraufführungen,<br />
gastronomisches Angebot,<br />
Folkloreschau, Handwerksmesse, am ersten<br />
Wochenende im September, Tourismusverband<br />
<strong>Baranja</strong>, + 385 (0) 31 702 080.<br />
<strong>Die</strong> Pustara<br />
Heute zeugen die Überreste der Pustara hauptsächlich von den seinerzeitigen<br />
großen Erfolgen des Landwirtschafts- und Industriekombinats Belje. Und<br />
irgendwo auf halbem Wege zwischen den verfallenen Pustara-Häusern und<br />
den ersten Bauernhäusern kann man auch weiterhin irgendeine Volksüberlieferung<br />
oder Legende über Geburt, Leben und Sterben auf <strong>Baranja</strong>-Art hören.<br />
Das Wohnen in den Pustaras war seinerzeit der Gipfel des Arbeiterwohnstandards<br />
im landwirtschaftlichen Sektor. Zu einer Pustara gehörte ein<br />
Verwaltungsgebäude, Landarbeiterwohnungen mit den dazugehörigen<br />
Schweinekoben, Wirtschaftsgebäude und Baracken für die Saisonarbeiter.<br />
Auf größeren Pustaras lebten über fünfzig Familien. In den mehr als<br />
hundert Jahren haben sich die Unterschiede in der Lebensart der Menschen<br />
in den Dörfern und in den umliegenden Pustaras bezüglich der<br />
Bewahrung der baranjanischen Besonderheiten gegenseitig stimuliert.<br />
Denn die Pustara-Bewohner und die Bauern haben nicht nur voneinander<br />
gelernt, sondern waren sich gegenseitig ständige Inspiration.
78<br />
mehl, milch, fleisch<br />
Griebenfest (Čvarak fest) Karanac, Dezember<br />
Tourismusverband <strong>Baranja</strong>,<br />
+ 385 (0) 31 702 080, www.tzbaranje.hr<br />
Das fruchtbarste Land<br />
<strong>Die</strong> <strong>Baranja</strong> ist unsere fruchtbarste Region. Mehl, Milch, Fleisch, Schmalz,<br />
Sonnenblumenöl, Zucker …kann ernähren und ernährt… Matko Peić<br />
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Belje das erste landwirtschaftliche<br />
Industrieunternehmen in Jugoslawien, das die Produktion von Ackerkulturen,<br />
Milch, Fleisch, Zucker, Landwirtschaftsmaschinen usw. rasant<br />
entwickelt. Es wurde ein Bewässerungssystem geschaffen, und<br />
mit einer Schmalspureisenbahn waren alle Siedlungen auf dem Besitz<br />
miteinander verbunden. Nachdem Kroatien selbständig geworden war,<br />
und nach der Integration der <strong>Baranja</strong>, wurde Belje von der Gesellschaft<br />
Agrokor, dem größten Nahrungsmittelproduzenten in diesem Teil Europas,<br />
übernommen. In neuerer Zeit beginnt Belje mit der Produktion von<br />
Bionahrungsmitteln.
80 Tausende kleiner<br />
Spiegel<br />
In jedem Augenblick kann Sie ein Gefühl wie Trauer überkommen, nicht<br />
deshalb, weil es Sie hier einmal nicht mehr geben wird, sondern deshalb, weil<br />
Ihnen dann der Blick auf diese Schönheit genommen sein wird. Aber schon<br />
im nächsten Augenblick kann Sie ein noch tieferes und wahrhaftigeres Gefühl
überfluten, eine strahlende Freude allein deshalb, weil Sie erneut geschaut<br />
haben, wie in der heißen Sommerluft, bestrahlt vom nachmittäglichen Licht,<br />
das Pappelblatt erzittert und Ihnen den Sonnenstrahl direkt ins Auge zurückschickt,<br />
als ob jemand in diesen hohen Bäumen Tausende kleiner Spiegel<br />
angebracht hätte… Delimir Rešicki<br />
81
82<br />
die große baranja<br />
<strong>Baranja</strong> Adventure Team Fahrt mit dem Geländewagen<br />
durch die natürliche Wildnis.<br />
Š. Petefija 35, Bilje, + 385 (0) 91 2101 212,<br />
+ 385 (0) 31 211 511<br />
www.baranja-adventure.com<br />
Motorijada (Bikertreffen)<br />
Motorijada (Bikertreffen)<br />
Batina, August<br />
Familie Takač, + 385 (0) 91 7965 880,<br />
+ 385 (0) 31 735 241<br />
Orlov put, Biobauernhof<br />
3127 Bilje, + 385 (0) 91 2255 886<br />
na.orlovom.putuv@os.t-com.hr<br />
<strong>Die</strong> ungezähmte Weite<br />
Das Frühlingserwachen der Erde habe ich in verschwenderischen Düften<br />
eingeatmet, bin mit braunem und rotem Laub durch den Herbst gegangen.<br />
<strong>Die</strong> <strong>Baranja</strong> ist ein so kraftstrotzendes Land, das dir mit der glühend heißen<br />
Eruption des Sommers in der Seele den eisig kalten Winter evoziert, das dich<br />
mit den überreichen Säften der üppigen Vegetation in den abgenutzten,<br />
dahinschwindenden Spätherbst mit einem einzigen Beispiel überführt: Mit<br />
dem Schicksal eines Blattes. Mirko Hunjadi<br />
Herz und Seele füllen sich mit Zufriedenheit, Auge, Hand und Ohr sind<br />
voll, voll sind Lunge und Nase. Von den niedrigen Zweigen fliegen zweidrei<br />
eben aufgewachte Fischreiher auf, die Ente bringt ihre Entlein eilig<br />
vom Boot im Schilf weg, der Haubentaucher möchte Verstecken spielen<br />
und die Fasanen fliegen ohne ersichtlichen Grund von Ufer zu Ufer. Hier<br />
kann man aus nächster Nähe einen kapitalen Hirsch beobachten, der<br />
gierig Wasser trinkt und Wildschweine, die in der Dämmerung den Kanal<br />
durchschwimmen, einen Fuchs, der geschickt um den Hasen kreist,<br />
Rehböcke, die mit ihrem Gehörn Rivalenkämpfe austragen. Hier kann<br />
man den Fischotter in Aktion sehen, wie er unter dem Eis am Kanalufer<br />
Fische fängt und sie genüsslich verspeist.
84<br />
das heruntergelassene fenster<br />
Triatlon <strong>Baranja</strong> Bilje, See (Alte Drau)<br />
Tourismusverband Bilje, + 385 (0) 98 751 480<br />
Ein grünes Mysterium<br />
Dass ich nahe meinem Zuhause war, wusste und fühlte ich erst, als ich überall<br />
dicke Staubschichten auf den kleinen Blättchen der Akazie sah. Dann,<br />
irgendwo vor Osijek, lasse ich kurz das Fenster des Schienenbusses herunter<br />
und atme dieses lebendige, grüne Mysterium tief ein. Und einige Stunden<br />
später blase ich im Traum den Staub von den kleinen Blättchen, auf denen<br />
klar geschrieben steht, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich gehe.<br />
Delimir Rešicki<br />
Mit dem Nachtzug Osijek – Beli Manastir und zurück fahrend, spürt der<br />
<strong>Baranja</strong>ner hinter dem Fenster, in dem er nichts von der Landschaft, sondern<br />
nur sein eigenes und die Gesichter der abendlichen Reisenden sieht,<br />
dass die Sonnenblumenfelder irgendwo im sommerlichen Mondschein<br />
hinter ihm und dem Zug zurückbleiben. Das was die Sonnenblume gesehen<br />
hat, während sie mit der Sonne jeden Tag von Osten nach Westen<br />
gereist ist, das, was sie in jedem ihrer Kerne weiß, die bald geräuschlos<br />
auf dieses Land fallen werden, das, was in ihrem Blick gewesen ist, kann<br />
ihr niemals mehr jemand wegnehmen. Alle Unglücke, selbst der Tod,<br />
verspäten sich immer an diesem Tag, und es genügt der eine Augenblick.<br />
Ihn mit der <strong>Baranja</strong> zu teilen, bedeutet, ein Teil des Geheimnisses und<br />
des Wunders zu sein.
86 Nur einmal<br />
Mit dem Zug, dem Bus oder dem Auto kommst Du am leichtesten frühmorgens<br />
in die <strong>Baranja</strong>. Am schwersten abends. Aus der <strong>Baranja</strong> heraus nie mehr!<br />
Du wirst sie nämlich mit Dir fortnehmen: das Grüne im Auge, das Heftige<br />
im Geruch des Schlamms, der Eiche und des Fisches, das Sanfte im Gespür<br />
für die Musik der nächtlichen Landschaften im Nebel.
Mit dem Fahrzeug kannst Du in die <strong>Baranja</strong> kommen, wann immer Du es<br />
wünscht. Mit dem Herzen – nur einmal im Leben! Mirko Hunjadi<br />
87
Sieben Türen<br />
Aus Slawonien, aus Osijek und aus Belišće kommst Du über fünf Drau-<br />
Brücken in die <strong>Baranja</strong>. Aus Serbien über die Donau-Brücke in Batina.<br />
Über Donau und Drau von jeher mit Booten. Aus Ungarn, wenn<br />
Dich die Grenzpolizei und die Zollbeamten am Grenzübergang Udvar-Kneževo<br />
und Beremend – Baranjsko Petrovo selo durchlassen.<br />
Mirko Hunjadi<br />
verkehr<br />
<strong>Die</strong> paneuropäische Straße<br />
Durch die <strong>Baranja</strong> verläuft die transeuropäische<br />
Autobahn des Europäischen<br />
Verkehrskorridors V/c (Budapest – Osijek<br />
– Sarajevo – Ploče). Mit dem Bau dieser Autobahn<br />
werden Slawonien und die <strong>Baranja</strong><br />
an die europäischen Hauptverkehrswege<br />
angeschlossen und in das globale europäische<br />
Wirtschaftssystem einbezogen.<br />
Anreise mit dem Autobus Osijek – Beli<br />
Manastir.<br />
<strong>Die</strong> Eisenbahn<br />
Mit der Modernisierung der Strecke MP<br />
13A Osijek – Beli Manastir – Staatsgrenze<br />
werden die Bedingungen für eine Zunahme<br />
des Personenverkehrs geschaffen.<br />
Anreise mit dem Zug Osijek – Beli<br />
Manastir.<br />
Das Flussschiff<br />
<strong>Die</strong> Flüsse Drau und Donau stellen eine<br />
wichtige Wasserstraße stromaufwärts<br />
Richtung Mitteleuropa und östlich zum<br />
Schwarzen Meer dar. <strong>Die</strong> Drau hat auf<br />
23 km ihres Laufs von der Mündung bis<br />
Osijek den Status eines Wasserweges von<br />
internationaler Bedeutung.<br />
Anreise mit dem Schiff: auf der Donau,<br />
Hafen Vukovar und Ilok; auf der Drau,<br />
Hafen Osijek<br />
Flughäfen<br />
Auf dem Flughafen Osijek (Klisa), 20 km<br />
von der Stadt Osijek entfernt, können<br />
Cargo-Flugzeuge, kleinere Flugzeuge für<br />
Geschäftsflüge und – bisher nur in den<br />
Sommermonaten – Passagierflugzeuge<br />
landen. Kleine Flugzeuge kann der<br />
Geschäfts- und Sportflughafen Osijek<br />
zwischen Osijek und Čepin aufnehmen.<br />
Anreise mit dem Flugzeug aus Zagreb und<br />
Split (vom 24. Juni bis 26. August) und aus<br />
Frankfurt (ab 6. Mai) www.osijek-airport.hr<br />
naturpark<br />
Öffentliche Einrichtung Naturpark Kopački rit<br />
Titov dvorac 1, 31328 Lug,<br />
+ 385 (0) 31 285 370, fax + 385 (0)31 285 380<br />
Prijamni centar + 385 (0)31 752 320,<br />
+ 385 (0)31 752 321<br />
www.kopacki-rit.hr<br />
prijamni.centar@kopacki-rit.hr<br />
natursehenswürdigkeiten<br />
Der Sakadaško jezero ist der tiefste See im<br />
Kopački rit.<br />
Der Kopačko jezero ist der größte See im<br />
Kopački rit.<br />
<strong>Die</strong> übrige Steppe, am Friedhof in Bilje,<br />
etwa 140 Pflanzenarten, viele davon selten.<br />
<strong>Die</strong> Feldulme (Ulmus minor), einer der<br />
höchsten Bäume der <strong>Baranja</strong>-Wälder, etwa<br />
300 Jahr alt<br />
<strong>Die</strong> Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist<br />
in Mitteleuropa nur an einigen Stellen zu<br />
finden und meistens als vereinzelte Staude.<br />
Hier sind im Juni große Flächen, oft einige<br />
Hektar, mit diesen herrlich blauen Blüten<br />
dieser Irisart bedeckt.<br />
<strong>Die</strong> Weiße Seerose (Nymphaea alba) bedeckt<br />
während ihrer Blütezeit viele Hektar<br />
Teichfläche.<br />
<strong>Die</strong> Bunte Schwertlilie (Iris variegata)<br />
Gelber Lauch und Saatmohn (Allium flavum,<br />
Papaver dubium lecoquii) blühen an den<br />
Tonsandsteinhängen bei Batina.<br />
Silberweide und Schwarzpappel, sind<br />
gewisse Relikte und wachsen auf höherem<br />
Terrain.<br />
Großlibellen (Anisoptera), viele der 40<br />
verzeichneten Arten haben eine intensive<br />
und schöne Färbung.<br />
Hirschkäfer (Lucanus cervus), die größte<br />
europäische Käferart<br />
Sumpfschildkröten (Emys orbicularis) halten<br />
sich meistens an den Deichen und in<br />
den Teichen außerhalb des Überschwemmungsgebietes<br />
auf.<br />
Große Vogelkolonien - Reiher (Ardea cinerea,<br />
Ardea purpurea), Lachmöwe (Larus ridibundus),<br />
Weißbartseeschwalbe (Chlidonias<br />
hybrida), Kormoran (Phalacrocorax carbo)<br />
Bedrohte Vogelarten - Schwarzstorch (Ciconia<br />
nigra), Weißstorch (Ciconia ciconia),<br />
Sakerfalke (Falco cherrug), Seidenreiher<br />
(Egretta garzetta) und Graugans (Anser<br />
anser) – bedrohte europäische Arten.<br />
Moorente (Aythya nyroca), eine der am<br />
stärksten bedrohten Arten Europas.<br />
Seeadler (Haliaeetus albicilla), eine weltweit<br />
bedrohte Art. Rotbauchunke (Bombina<br />
bombina), mit roten und gelben Flecken<br />
an der Unterseite; ein selten zu sehender<br />
Frosch.<br />
Bunarić dol, Trinkwasserquelle der Muttergottes<br />
von Lourdes, Gajić,<br />
+ 385 (0) 98 721 799; eucharistische Feier<br />
am: 22.1., 11.2., 25.4., 14.8., 8.12.<br />
kulturelle sehenswürdigkeiten<br />
Slawonisch-syrmischer Podolac, autochthone<br />
Rinderrasse, zählt zu den seltenen<br />
Herdentieren in Kroatien; Im Einklang<br />
mit der Natur, Zentrum für nachhaltige<br />
landwirtschaftliche Produktion der Firma<br />
Belje d.d.<br />
Zoologisches Museum der <strong>Baranja</strong>,<br />
Kopačevo Kralja Zvonimira 1b, 31327 Bilje,<br />
+ 385 (0)31 750 027, + 385 (0)31 750 057<br />
Šokačka kuća (schokadisches Haus),<br />
volkskundliche Sammlung mit etwa 1600<br />
Exponaten in Topolje, + 385 (0)31 737 220,<br />
+ 385 (0)98 17 39 972, bobanduric@gmail.<br />
com, www.zbirka-draz.net<br />
Schloss in Kneževo, einstöckiges Gebäude<br />
mit bescheidenen klassizistischen<br />
Stilelementen (1828); die Westfront ist<br />
der Siedlung und die Ostfront dem Park<br />
aus dem 19. Jh. zugewandt; der mittlere,<br />
zweistöckige Teil des Schlosses hebt sich<br />
aus dem Grundvolumen heraus.<br />
Schloss in Tikveš, zweite Hälfte des 19. Jh.;<br />
um das Schloss herum gibt es einen Park,<br />
der durch einen Spazierweg mit der Jagdvilla<br />
im Landhausstil verbunden ist; heute<br />
Europäisches Umweltzentrum.<br />
Schloss in Darda, zweite Hälfte des 18. Jh.,<br />
einstöckiges Gebäude mit einer Fläche von<br />
1700 m2; vereint die barocke Grundrisskonzeption;<br />
in der Mitte der Stirnseite<br />
eine verglaste Holzveranda; im Hofraum<br />
schließen sich ebenerdige Wirtschaftsgebäude<br />
an.<br />
Schloss in Bilje 18. Jh., Park auf einer Fläche<br />
von etwa 8 Hektar; innerhalb des Gebäudekomplexes<br />
gibt es eine Schlosskapelle<br />
(1720); 1974 renoviert; im Schloss ist ein<br />
Teil der Verwaltung des Unternehmens<br />
Hrvatske šume und die Verwaltung der öffentlichen<br />
Einrichtung Naturpark Kopački<br />
rit untergebracht.
Gedenkstätte Batina, + 385 (0)91 1655 556,<br />
Memorialsammlung, Blick auf die Donau.<br />
fischfang<br />
Puškaš (Donaunebenarm), 10 km lang, entstand<br />
vor 150 Jahren; schöne Exemplare<br />
an Schleien und Flussbarschen; Karpfen<br />
und Wels<br />
Stara Drava (Alte Drau), Fläche 56 Hektar,<br />
durch eine Brücke und ein Wehr in zwei<br />
Seen, den rechten und den linken See,<br />
geteilt (mit Schilf zugewachsen; es dominieren<br />
kapitale Hechte; Donauwildkarpfen;<br />
riesige Katzenwelse<br />
Barbara-Kanal, fließt von der kroatischungarischen<br />
Grenze parallel zur Drau; er<br />
teilt sich in die Alte Barbara (27 km) und in<br />
den Kanal Barbara (7 km)<br />
Vodar, Kanal und Teich,Fortsetzung des<br />
Barbara-Kanals; Hecht, Giebel, Rotfeder,<br />
Plötze und Wildkarpfen<br />
Lanka, durchschnittliche Tiefe 1,5 m, reich<br />
an Hechten; Wildkarpfen<br />
Jezero Đola, See im Zentrum von Darda,<br />
Sandboden, Ufer teilweise mit Segge<br />
bewachsen; schwere Exemplare an Graskarpfen,<br />
Wildkarpfen, Teichkarpfen, Rapfen,<br />
Hecht, Zander, Giebel, Brachse/Brasse,<br />
Katzenwels<br />
Čokaš, stromaufwärts mit dem Barbara-Kanal,<br />
mit der Lanka, mit dem Serečin-Kanal<br />
und dem See Đola verbunden; Hecht und<br />
Rapfen; Wildkarpfen, Giebel, Flussbarsch,<br />
Rotfeder, Katzenwels und Zobel<br />
Gmajna, hat zwei natürliche Quellen, etwa<br />
6 ha, Durchschnittstiefe 2 m; Karpfen,<br />
Graskarpfen, Hecht und Zander<br />
Halasica, unmittelbar neben dem Alten<br />
Draudeich (Stari Dravski nasip), 1827<br />
entstanden; Hecht, Karpfen und Giebel<br />
Boroš, an der ungarischen Grenze, im<br />
Waldgebiet Medrović, mit der Drau durch<br />
einen längeren Kanal verbunden<br />
Mrtvaja, unmittelbar am Draudeich; Hecht,<br />
Wildkarpfen, Schleie und Wels<br />
Sonstige Fischereigewässer See Bučka mit<br />
Bučka-Kanal, See Šećeransko jezero,<br />
alter und neuer Čeminac, Grabovački-,<br />
Mirkovački-, Luški-Kanal, Dravica, Farkaš<br />
topolje, Karoca, Šiblje, Bodonja, Gakovac,<br />
Marinkova bara, Luska bara, Lerencova<br />
bara, Tatina bara,Vir bara, Bara Jančit rit,<br />
Bara Ajzekan, Bajer Mladičnjak bei Draž,<br />
Marinkova bara (bara = Teich).<br />
jagdhaus<br />
Monjoroš, exklusives Jagdrevier, + 385 (0)31<br />
750 187, + 385 (0)98 439 810,<br />
usosi@hr.sume.hr, www.hrsume.hr;<br />
Riedwälder, reich an Hochwild, besonders<br />
Hirsch und Wildschwein<br />
Zlatna greda, Jagdrevier Podunavlje-Podravlje,<br />
+ 385 (0)98 447 090<br />
Ćošak šume, Ćošak šume, www.zlatnagreda.org;<br />
gemütliches Restaurant, Kutschfahrt,<br />
Fotosafari und Besichtigung des<br />
Jagdreviers, Jagdessen in der Natur<br />
Židopustara, + 385 (0)31 746 222,<br />
www.fermopromet.hr, im Herzen des<br />
Jagdreviers, umgeben von einer Allee<br />
hundertjähriger Platanen, an einem See,<br />
der die Möglichkeit des Freizeitangelns<br />
bietet; das Jagdrevier ist einer der besten<br />
Hirschwildstandorte, etwa 700 Stück.<br />
weinstraßen<br />
<strong>Die</strong> Weinberge befinden sich im Norden<br />
der <strong>Baranja</strong> um das Gebirge Banska kosa<br />
herum. Es ist ein ausgesprochen ebenes<br />
Gebiet und für den Weinbau ideal geeignet.<br />
Eine besondere Attraktion dieser Weinberge<br />
sind die in die Tonsandsteinschichten<br />
eingegrabenen Weinkeller. Einige solcher<br />
Weinkeller wurden hergerichtet, allerdings<br />
nur im Bereich des Ortes Zmajevac zwischen<br />
Kneževi Vinogradi und Batina an der<br />
Südseite der Banska kosa. In den anderen<br />
Weinbergen an der Süd- und Nordseite des<br />
Gebirges gibt es ähnliche Weinkeller.<br />
weinkeller<br />
Ivan Gregurek, Glavna 50,<br />
Kneževi Vinogradi, + 385 (0)31 730 929<br />
Istvan Kovacs, Šandora Petefija 13, Suza,<br />
+ 385 (0)31 733 182, + 385 (0)98 9070 113<br />
Nada Rikert, 1. svibnja 18,<br />
Kneževi Vinogradi, + 385 (0)31 730 560<br />
Weinkeller der Familie Kolar, Suza,<br />
+ 385 (0)31 733 081, + 385 (0)31 733 006,<br />
+ 385 (0)91 5218 623<br />
Weinkeller Adam, Glavna 145, Kneževi<br />
Vinogradi, + 385 (0)91 5505 067<br />
Weinschenke Gerštmajer, Maršala Tita 152,<br />
Zmajevac, + 385 (0)91 3515 586<br />
Weinkeller Bonet Ištvan, Lajoša Košuta 44,<br />
Suza, + 385 (0)98 338 943<br />
Weinkeller Cibok, Zmajevac,<br />
+ 385 (0)98 9203 289<br />
Weinkeller Čočić, Zmajevac, 031 212 973,<br />
+ 385 (0)91 1104 942, + 385 (0)91 1200 569<br />
Weinkeller Dionis, Maršala Tita 139, Suza,<br />
+ 385 (0)31 733 182, + 385 (0)98 9070 113<br />
Weinkeller Ferenc Varga, Šandora Petefija 9,<br />
Zmajevac, + 385 (0)98 9195 942<br />
Weinkeller Belje d.d., Šandora Petefija 2,<br />
Kneževi Vinogradi, + 385 (0)31 730 922<br />
Weinkeller Josić, Planina 194, Zmajevac,<br />
+ 385 (0)98 252 657, www.josic.hr<br />
Weinkeller Marinčić, Šandora Petefija bb,<br />
Zmajevac, + 385 (0)91 3730 020<br />
Winzer - und Obstbauerngenossenschaft<br />
Trojnaš - Draž, + 385 (0)31 736 517<br />
Winzergenossenschaft der Gemeinde Draž<br />
Martinovo brdo, Gajić, + 385 (0)98 777 630<br />
Weinprobe, heimisches gastronomisches<br />
Angebot, überliefertes Brauchtum<br />
Slavko Kalazić, Batina, + 385 (0)98 223 765<br />
Winzergenossenschaft Beli Manastir Sv.<br />
Martin, + 385 (0)98 253 354, Weinprobe,<br />
heimisches gastronomisches Angebot<br />
Winzergenossenschaft der Weinberge der<br />
Baranje, + 385 (0)91 8942 323, Weinprobe,<br />
heimisches gastronomisches Angebot<br />
landtourismus<br />
Baranjski dvori, Šandora Petefija 61,<br />
Zmajevac, + 385 (0)31 734 055,<br />
+ 385 (0)91 9540 533, + 385 (0)91 2100 885,<br />
www.baranjski-dvori.hr<br />
Čokot čarda, Zmajevac, Vinko Medić,<br />
+ 385 (0)31 505 126, + 385 (0)91 2201 110;<br />
traditionelle Küche, heimischer Wein und<br />
Schnaps<br />
Golf und Landhausklub Zmajevac,<br />
+ 385 (0)98 253 656, www.golfklub-zmajevac.hr,<br />
Angebot heimischer gastronomischer<br />
und önologischer Spezialitäten, Golf<br />
und Teambuilding.<br />
Ivica i Marica, Ive Lole Ribara 8a, Karanac,<br />
Nada und Marko Piljić,<br />
+ 385 (0)91 1373 793, + 385 (0)98 252 674,<br />
www.ivica-marica.com; heimische Spezialitäten,<br />
Reiten, Kutsch- und Fiakerfahrten,<br />
Radfahren, Nordic Walking<br />
Kukuriku, pannonisches Bauernhaus aus<br />
dem Jahr 1897, Kolodvorska 18, Karanac,<br />
Nino Mlinaček, + 385 (0)98 252 179, + 385<br />
(0)98 547 585; Zimmer im Ethnostil, Radfahren,<br />
Kinderworkshops in der Natur<br />
Ljudevit Kolar, Maršala Tita 96e, Suza,<br />
+ 385 (0)31 733 081, + 385 (0)31 733 006,<br />
+ 385 (0)91 5218 623; traditionelle Küche,<br />
heimischer Wein und Schnaps, Weinkeller,<br />
Fischfang, Unterkunft<br />
Piroš čizma, Maršala Tita 101, Suza, + 385<br />
(0)31 733 806, + 385 (0)98 372 480; traditionelle<br />
baranjanische Gerichte<br />
Richard Apel, I. L. Ribara 27, Karanac,<br />
+ 385 (0)91 2101 212, www.baranya-adventure.com;<br />
Aktivurlaub, Abenteuerinhalte,<br />
heimische gastronomische und önologische<br />
Spezialitäten
Salaš Ipša, Franjin dvor 2, Čeminac,<br />
+ 385 (0) 91 5619 868, www.salas-ipsa.hr;<br />
traditionelle baranjanische Küche, Reiten,<br />
Radfahren, Wandern<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Vaš,<br />
Ribarska 82, Kopačevo, + 385 (0) 31 752 179,<br />
+ 385 (0) 98 244 285; www.kopacevo.pondi.<br />
hr; tibor.vas@os.t-com.hr; traditionelle Küche,<br />
Haustiere, Gemüsegarten, Fischfang,<br />
Kanuing, Radfahren<br />
Landwirtschaftlicher und touristischer Familienbetrieb<br />
Sklepić, pannonishes Haus aus<br />
dem Jahr 1910, Gehöft aus dem Jahr 1897,<br />
Kolodvorska 58, Karanac, + 385 (0) 31 720<br />
271, + 385 (0) 98 739 159, www.sklepic.hr;<br />
ethnologische Sammlung, Fiaker, Reiten,<br />
Haustiere, hausgemachte Speisen<br />
Landtourismus Lacković, Vinogradska 5,<br />
Bilje, + 385 (0) 31 750 850, Fax + 385 (0) 31<br />
751 329, + 385 (0) 98 650 006; andjelko.<br />
lackovic@os.htnet.hr; traditionelle Küche,<br />
Haustiere, Gemüsegarten, Jagd, Fischfang,<br />
Radfahren<br />
privatunterkünfte<br />
Aleksander, Hrv. vojske 3, Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 750 689, + 385 (0) 98 1707799<br />
www.aleksander.bilje.info; aleksander@<br />
bilje.info; traditionelle Küche, Haustiere,<br />
Gemüsegarten, Fischfang, Radfahren<br />
Anica Đeri, Mihajla Klajna 11, Kneževi<br />
Vinogradi, + 385 (0) 31 730 813, anica.<br />
djeri@os.t-com.hr, free-os.t-com./adjeri,<br />
Schwimmbadnähe, Fischfang, Weinstraße,<br />
Radfahren<br />
Apartments Vrata Baranje, Vinogradska 15,<br />
Bilje, + 385 (0) 31 750 057, Fax + 385 (0) 31<br />
751 456, + 385 (0) 98 630 030;<br />
www.vrata-baranje.hr ; info@vrata-baranje.<br />
hr; traditionelle Küche, Haustiere, Gemüsegarten,<br />
Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Apartman Katarina, Baranjska 17, Beli Manastir,<br />
+ 385 (0) 31 701 001, + 385 (0) 98 476<br />
293, katica.nicin1@os.t-com.hr, Fischfang,<br />
Weinstraße, Radfahren<br />
Apartman Racing, Petra Dobrovića 9, Beli<br />
Manastir, + 385 (0) 31 702 633, + 385 (0)<br />
98 338 147, traditionelle Küche, Fischfang,<br />
Weinstraße<br />
Bijeli lopoč, Ulica bijelog lopoča 21, Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 750 640, + 385 (0) 91 7998<br />
085; www.bijeli-lopoc.hr; barica.bertic@<br />
os.t-com.hr; traditionelle Küche, Haustiere,<br />
Gemüsegarten, Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Bogomir Papež, Glavna 123, Kneževi Vinogradi,<br />
+ 385 (0) 31 730 825<br />
Capistro, Vinogradska bb, Bilje, + 385 (0)<br />
31 351 893, Fax + 385 (0) 31 351 893, + 385<br />
(0) 91 7932 558; www.capistro.hr; capistro.<br />
bilje@gmail.com; Restaurant, Café-Bar, traditionelle<br />
Küche, Haustiere, Gemüsegarten,<br />
Pferde/Reiten, Jagd, Fischfang, Fiakerfahrten,<br />
Radfahren<br />
Corina, Tina Ujevića 11, Bilje,+385 (0) 31<br />
322 106, Fax + 385 (0) 31 750 949, + 385 (0)<br />
95 9075 420; www.corina-apartments.com;<br />
pansion.corina@email.t-com.hr; traditionelle<br />
Küche, Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Crvendać, Biljske satnije ZNG RH 5, Bilje,<br />
Tel./Fax + 385 (0) 31 750 264, + 385 (0)<br />
91 2017 879 i + 385 (0) 91 5515 711; www.<br />
crvendac.com; pansion@crvendac.com;<br />
traditionelle Küche, Haustiere, Gemüsegarten,<br />
Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Čingi lingi, Tina Ujevića 17, Bilje, + 385 (0)<br />
31 750 962, Fax + 385 (0) 31 206 644, + 385<br />
(0) 91 1558 702; www.cingilingi.odmor.org;<br />
cingilingi@gmail.com; traditionelle Küche,<br />
Haustiere, Gemüsegarten, Fischfang,<br />
Radfahren<br />
Bauernhof Grladinović, Ritska 11, Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 682 196, + 385 (0) 91 5074 141;<br />
domacinstvo@grladinovic.hr; traditionelle<br />
Küche, Haustiere, Gemüsegarten, Jagd,<br />
Fischfang, Radfahren<br />
Eftimov, Hrvatskih branitelja 56, Bilje, + 385<br />
(0) 31 750 827, Fax + 385 (0) 31 750 827,<br />
+ 385 (0) 91 2030 701; barusa007@net.hr;<br />
traditionelle Küche, Haustiere, Gemüsegarten,<br />
Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Franjo Antić, Šandora Petefija 10, Karanac,<br />
+ 385 (0) 31 720 491<br />
Irena Šipec, Mihajla Klajna 12, Kneževi Vinogradi,<br />
+ 385 (0) 31 730 238, + 385 (0) 99<br />
6784 649, www.irena-sobe.com; Schwimmbadnähe,<br />
Weinstraße, traditionelle Küche,<br />
Fischfang<br />
Jasna Lovrenčić, Šandora Petefija 1p, Karanac,<br />
+ 385 (0) 31 720 088<br />
Jelić, Tina Ujevića 13, Bilje, + 385 (0) 31 750<br />
535, Fax + 385 (0) 31 750 081, + 385 (0) 98<br />
138 2151; jelicbogdan@gmail.com; traditionelle<br />
Küche, Haustiere, Gemüsegarten,<br />
Fischfang, Radfahren<br />
Kostolić, I. Vencela 2, Draž, Gajić, sobe,<br />
+ 385 (0) 31 736 071, hausgemachte Speisen,<br />
Fischfang am alten Donaunebenarm,<br />
Bootsfahrt<br />
Ferienhaus Kovačević, Crkvena 4, Bilje, + 385<br />
(0) 31 750 123, + 385 (0) 91 1359 413, kovacevic4@net.hr;<br />
Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Ferienhaus Marina Zagrajski, Kralja Petra<br />
Krešimira IV 27, Beli Manastir, + 385 (0)<br />
91 5661 213, + 385 (0) 91 7986 886, + 385<br />
(0) 31 703 236, marina.zagrajski@gmail.<br />
com, Jagd, Fischfang, Schwimmbadnähe,<br />
Weinstraße<br />
Ferienhaus Melita Lesić, Karanačka 30, Beli<br />
Manastir, + 385 (0) 31 701 690, + 385 (0)<br />
92 1197 732; blizina bazena, melitalesic@<br />
gmail.com; Jagd, Fischfang, Weinstraße<br />
Mala kuća, Ritska 1, Bilje, + 385 (0) 31 750<br />
393, Fax + 385 (0) 31 750 393, + 385 (0)<br />
98 762 706; www.malakuca.com, ivana.<br />
pralija@gmail.com; traditionelle Küche,<br />
Fischfang, Radfahren<br />
Milena Lakić, Šandora Petefija 44, Karanac,<br />
+ 385 (0) 31 720 399<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Barbara<br />
Blagus, Petra Dobrovića 27, Beli Manastir,<br />
+ 385 (0) 31 702 157, + 385 (0) 98 533 541;<br />
heimische Spezialitäten, Fischfang<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Lutra,<br />
Tina Ujevića 2, Bilje, + 385 (0) 31 750 960,<br />
+ 385 (0) 98 357 134; www.lutra.com, sinisa.<br />
bagaric@os.t-com.hr; traditionelle Küche,<br />
Haustiere, Gemüsegarten, Radfahren<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Sabo,<br />
Kneza Branimira 23, Bilje, + 385 (0) 31 750<br />
163, + 385 (0) 91 501 9535; sabo.adela@<br />
gmail.com, traditionelle Küche, Haustiere,<br />
Gemüsegarten, Radfahren<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Toma,<br />
Tina Ujevića 14, Bilje, + 385 (0) 31 750<br />
530, + 385 (0) 91 5420 836; www.opg-toma.<br />
com; toma.bilje@yahoo.com; traditionelle<br />
Küche, Haustiere, Gemüsegarten, Jagd,<br />
Fischfang, Radfahren<br />
Privatunterkunft Bakho, Ljudevita Posavskog<br />
4, Branjin Vrh, + 385 (0) 31 727 308,<br />
+ 385 (0) 98 1698 143,zoran.banac@os.tcom.hr;<br />
heimische Küche, Jagd, Fischfang,<br />
Weinstraße, Radfahren<br />
Privatunterkunft Bakho plus, Miroslava<br />
Krleže 25, Šećerana, + 385 (0) 91 5056 460,<br />
zoran.banac@os.t-com.hr; heimische<br />
Küche, Jagd, Fischfang, Weinstraße,<br />
Radfahren<br />
Privatunterkunft Margita Deanović, Osječka<br />
115, Beli Manastir, 031 702 043, + 385 (0)<br />
98 9946 768, Jagd, Fischfang, Weinstraße,<br />
Radfahren<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Vrata<br />
Baranje, Vinogradska 17, Bilje + 385 (0)<br />
31 750 057 i + 385 (0) 31 751 450, Fax + 385<br />
(0) 31 751 456, + 385 (0) 98 523 855, www.<br />
vrata-baranje.hr, info@vrata-baranje.hr; traditionelle<br />
Küche, Haustiere, Gemüsegarten,<br />
Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Slavica Škvorc, Glavna 41, Kneževi Vinogradi,<br />
+ 385 (0) 31 730 004, + 385 (0) 91<br />
5528 493<br />
Zimmervermietung Vašarević, Šandora<br />
Petefija 152, Lug, + 385 (0) 31 701 901,<br />
fax + 385 (0) 31 701 901, 091 9306 039,<br />
www.dovolena-chorvatsko.cz, zoran-bm_<br />
hr@net.hr; traditionelle Küche, Fischfang,<br />
Jagd, Radfahren<br />
Stjepan Čizmar, Šandora Petefija 66, Karanac,<br />
+ 385 (0) 31 720 254
Takač Batina, Takač Marija, Draž, Apartmani<br />
Zeleni otok 99, Batina, + 385 (0) 91 7965<br />
880; Fischfang, Bootsfahrt auf der Donau<br />
Villa Sandrina, J. J. Strossmayera 4b, Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 751 326, Fax + 385 (0) 31 751 326,<br />
+ 385 (0) 98 468 936, www.villa-sandrina.<br />
com, vila-sandrina@inet.hr; traditionelle<br />
Küche, Jagd, Fischfang, Radfahren<br />
Zimmervermietung Martinov<br />
Hrvatske vojske 32, Bilje, + 385 (0) 31 750<br />
327, + 385 (0) 91 5847 438,<br />
www.agroturizam-bilje.com; traditionelle<br />
Küche, eigene Tierhaltung, Garten, Jagd,<br />
Fischfang, Radfahren<br />
restaurants und gaststätten<br />
Ambient, Glavna 8, Kneževi Vinogradi,<br />
+ 385 (0) 31 730 103, + 385 (0) 98 438 019,<br />
www.restoran-ambient.com<br />
Baranjska kuća, Kolodvorska 99, Karanac,<br />
+ 385 (0) 31 720 180, + 385 (0) 98 652 900,<br />
www.baranjskakuca.cjb.net<br />
Bistro Capistro, Vinogradska bb, Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 351 893, fax + 385 (0) 31 351 893,<br />
+ 385 (0) 91 7932 558; www.capistro.hr;<br />
capistro.bilje@gmail.com<br />
Bistro Kod Kaje, Osječka bb, Beli Manastir,<br />
+ 385 (0) 31 703 060<br />
Bistro Tena, Osječka 190, Beli Manastir,<br />
+ 385 (0) 31 703 324, + 385 (0) 91 5322 220<br />
Dunav čarda, Zeleni otok 1, Batina,<br />
+ 385 (0) 98 666 661<br />
Kovač čarda, Maršala Tita 215, Suza, + 385<br />
(0) 31 733 101, + 385 (0) 98 372 070<br />
Krčma (Gasthaus) Centar, Šandora Petefija<br />
1, Bilje, + 385 (0) 31 750 799, fax + 385 (0)<br />
31 750 799, + 385 (0) 98 9113 771<br />
Panon, Moše Pijade bb, Kneževi Vinogradi,<br />
+ 385 (0) 31 730 901, fax. + 385 (0) 31 732 113<br />
Restaurant Citadela, Lajoša Košuta 85,<br />
Vardarac, 031 753 184, fax + 385 (0) 31 753<br />
183, + 385 (0) 91 5044 267; www.citadela.<br />
com.hr; citadela@os.t-com.hr<br />
Restaurant Kod Varge, Kralja Zvonimira 37a,<br />
Bilje, + 385 (0) 31 750 031, fax + 385 (0) 31<br />
750 120, + 385 (0) 98 214 300;<br />
www.kod-varge.hr<br />
Restaurant Kormoran, Podunavlje bb, Bilje,<br />
+ 385 (0) 31 753 099, fax + 385 (0) 31 753<br />
099, + 385 (0) 91 1753 099; www.belje.hr<br />
Restaurant Piroš čizma, Maršala Tita 101,<br />
Suza, + 385 (0) 31 733 806,<br />
+ 385 (0) 98 372 480<br />
Restaurant Tikveš, Titov dvorac 4, Tikveš,<br />
+ 385 (0) 31 752 905, + 385 (0) 91 504 4267;<br />
www.citadela.com.hr;<br />
citadela@os.t-com.hr<br />
Restaurant Zelena žaba, Ribarska 3,<br />
Kopačevo, + 385 (0) 31 752 212, + 385 (0) 98<br />
1647 396; www.zelena-zaba.hr<br />
Restaurant Batina, u sklopu Spomen-doma,<br />
+ 385 (0) 91 1655 556, domaći specijaliteti,<br />
obilazak vinograda, pogled na Dunav<br />
Weinkellerei Josić, Planina 194, Zmajevac,<br />
+ 385 (0) 31 734 410, + 385 (0) 98 252 657<br />
hotel, reiseagenturen<br />
Hotel Patria, Osječka bb, Beli Manastir,<br />
+ 385 (0) 31 710 710, www.hotelpatria.hr<br />
Reiseagentur Galactica net, Lavoslava<br />
Ružičke 7, Šećerana, Beli Manastir, + 385<br />
(0) 31 725 065, fax + 385 (0) 31 725 065,<br />
+ 385 (0) 91 1790 103, galacticanet@os.tcom.hr,<br />
www.galacticanet.hr<br />
Turistička agencija Zora, Zagorska 52, Grabovac,<br />
+ 385 (0) 31 504 000,<br />
+ 385 (0) 31 505 000, + 385 (0) 91 1353 605,<br />
e-mail: info@zora-turizam.hr,<br />
www.zora-turizam.hr<br />
Zlatna greda, Sjenjak 48, 31000 Osijek, tel<br />
+ 385 (0) 31 565 180, + 385 (0) 91 4211 424,<br />
fax + 385 (0) 31 565 182,<br />
info@zlatna-greda.org<br />
www.zlatna-greda.org<br />
Belje dd, PC Turizam i ugostiteljstvo<br />
Šandora Petefija 2, Kneževi Vinogradi<br />
+ 385 (0) 31 790 127, + 385 (0) 31 790 235,<br />
turizam@belje.hr, www.belje.hr<br />
souvenirs<br />
Art – dekor, Branislav i Danijela Pendić,<br />
Kralja Tomislava 86, Bilje, + 385 (0) 95<br />
9220 921; Souvenirs aus Keramik und Holz,<br />
Ethno-Motive, Bemalen von Gegenständen,<br />
Nachbildungen aus dem traditonellen<br />
Leben<br />
Kreativer Verein Kreativa, Sandra Vranješ-<br />
Brković, A. Stepinca 33, Darda, + 385 (0) 31<br />
740 361, + 385 (0) 91 795 5621, + 385 (0) 98<br />
1903 579; Öko-Schmuck, Gebrauchssouvenirs<br />
aus Naturmaterialien<br />
Landwirtschaftlicher Familienbetrieb Blagus,<br />
Beli Manastir, Karanačka 30, + 385 (0) 92<br />
1197 732; Bemalen von Glasflaschen, Ethno-<br />
und Naturmotive<br />
Keramikwerkstatt Asztalos, Beli Manastir,<br />
ul. Franje Tuđmana 4, + 385 (0) 31 705 367,<br />
od 2000, traditionelle und künstlerische<br />
Keramik, alle Gegenstände sind auf der<br />
Töpferscheibe hergestellte Unikate<br />
Suza, Stari mlin, + 385 (0) 98 9455 990<br />
Škrinjica sreće (Glückstruhe), Robert Perčić,<br />
Rade Končara 68, Petlovac, + 385 (0) 99<br />
7023 474; Souvenirs traditioneller und<br />
sakraler Thematik, Blumenarrangements,<br />
bemalte Gläser und Flaschen<br />
Udruga Zlatne ruke (Verein Goldene Hände),<br />
Kneza Zvonimira 55A, Bilje, + 385 (0) 31 751<br />
117, + 385 (0) 99 5052 051; Werkstatt für die<br />
Herstellung von Goldstickerei, Weberwerkstatt<br />
und anderes Kunstgewerbe<br />
Udruga žena Biljanke (Verein der Frauen von<br />
Bilje), Kralja Zvonimira 2, Bilje, + 385 (0)<br />
31 750 217, + 385 (0) 31 750 719; Pflege des<br />
Kulturerbes, der traditionellen Stickerei<br />
und des Brauchtums, Biljer Stickerei auf<br />
Glas, Herstellen von Wand- und Tischbildern<br />
aus Biljer Stickerei, Goldstickereibilder,<br />
Flaschenhüte<br />
Verum, Ante Starčevića 7, Beli Manastir,<br />
+ 385 (0) 31 701 122, + 385 (0) 91 170 1122;<br />
Ethno-Souvenirs, echte Volkstrachten der<br />
<strong>Baranja</strong>, Grundrohstoff des traditionellen<br />
Leintuchs, hergestellt auf dem Webstuhl,<br />
heimische Stickerei, Stricken und Nähen<br />
von baranjanischen, schokadischen Motiven,<br />
Damenhandtaschen, Damen- und<br />
Herrenstrümpfe, kleine Kissen, Gürtel,<br />
Etuis und Schlüsselanhänger<br />
tourismusverbände<br />
Turistička <strong>zajednica</strong> Osječko-baranjske<br />
županije (Tourismusverband der Gespanschaft<br />
Osijek-<strong>Baranja</strong>)<br />
Kapucinska 40, 31000 Osijek<br />
+ 385 (0) 31 214 852<br />
info@tzosbarzup.hr, www.tzosbarzup.hr<br />
TZ Baranje (Tourismusverband der <strong>Baranja</strong>)<br />
Imre Nagya 2, 31300 Beli Manastir<br />
+ 385 (0) 31 702 080,<br />
fax + 385 (0) 31 702 080<br />
info@tzbaranje.hr, www.tzbaranje.hr<br />
TZ Općine Bilje<br />
(Tourismusverband der Gemeinde Bilje)<br />
Kralja Zvonimira 10, 31327 Bilje<br />
+ 385 (0) 31 751 480, fax + 385 (0) 31 751 481,<br />
+ 385 (0) 98 357 133<br />
info@tzo-bilje.hr, www.tzo-bilje.hr<br />
TZ Općine Draž<br />
(Tourismusverband der Gemeinde Draž)<br />
Ive Lole Ribara 10, 31305 Draž<br />
+ 385 (0) 31 736 517, fax + 385 (0) 31 736 517<br />
www.draz.hr<br />
www.beli-manastir.hr<br />
www.bilje.hr<br />
www.ceminac.hr<br />
www.darda.hr<br />
www.jagodnjak.hr<br />
www.karanac.com<br />
www.knezevi-vinogradi.hr<br />
www.petlovac.hr<br />
www.popovac.hr
hrvatska <strong>turistička</strong> <strong>zajednica</strong><br />
Iblerov trg 10/IV, p.p. 251<br />
10000 Zagreb, <strong>Hrvatska</strong><br />
Tel: +385 1 46 99 333<br />
Fax: +385 1 455 7827<br />
E-Mail: info@htz.hr<br />
Web: www.hrvatska.hr<br />
kroatische zentrale für tourismus,<br />
1010 Wien, Am Hof 13, Österreich,<br />
Tel: +43 1 585 38 84<br />
Fax: +43 1 585 38 84 20<br />
E-Mail: office@kroatien.at<br />
kroatische zentrale für tourismus,<br />
60313 Frankfurt/M, Hochstrasse 43,<br />
Deutschland<br />
Tel: +49 69 23 85 350<br />
Fax: +49 69 23 85 35 20<br />
E-Mail: info@visitkroatien.de<br />
kroatische zentrale für tourismus,<br />
80469 München, Rumfordstrasse 7,<br />
Deutschland<br />
Tel: +49 89 22 33 44<br />
Fax: +49 89 22 33 77<br />
E-Mail: kroatien-tourismus@t-online.de<br />
ente nazionale croato per il turismo,<br />
20122 Milano, Piazzetta Pattari 1/3,<br />
Italia<br />
Tel: +39 02 86 45 44 97<br />
Fax: +39 02 86 45 45 74<br />
E-Mail: info@enteturismocroato.it<br />
ente nazionale croato per il turismo,<br />
00186 Roma, Via dell’ Oca 48, Italia<br />
Tel: +39 06 32 11 0396<br />
Fax: +39 06 32 11 1462<br />
E-Mail: officeroma@enteturismocroato.it<br />
chorvatské turistické sdružení, 110<br />
00 Praha 1, Krakovská 25, Česká Republika<br />
Tel: +420 2 2221 1812<br />
Fax: +420 2 2221 0793<br />
E-Mail: infohtz@iol.cz, info@htz.cz<br />
chorvátske turistické združenie, 821<br />
09 Bratislava, Trenčianska 5, Slovenská<br />
Republika,<br />
Tel: +421 2 55 562 054,<br />
+421 2 55 415 415<br />
Fax: +421 2 55 422 619<br />
E-Mail: infohtz@chello.sk<br />
horvát idegenforgalmi közösség,<br />
1054 Budapest, Akademia u. 1,<br />
Magyarország<br />
Tel.: +36 1 267 55 88<br />
Fax: +36 1 267 55 99<br />
E-Mail: info@htz.hu<br />
office national croate de tourisme,<br />
75116 Paris, 48, avenue Victor Hugo, France<br />
Tel: +33 1 45 00 99 55,<br />
+33 1 45 00 99 57<br />
Fax: +33 1 45 00 99 56<br />
E-Mail: infos.croatie@wanadoo.fr<br />
croatian national tourist office,<br />
London W6 9ER, 2 Lanchesters, 162-164<br />
Fulham Palace Road, United Kingdom<br />
Tel: +44 208 563 79 79<br />
Fax: +44 208 563 26 16<br />
E-Mail: info@croatia-london.co.uk<br />
croatian national tourist office,<br />
New York 10118, 350 Fifth Avenue, Suite<br />
4003, U.S.A.<br />
Tel: +1 212 279 8672<br />
Fax: + 1 212 279 8683<br />
E-Mail: cntony@earthlink.net<br />
narodowy os´rodek informacji<br />
turystycznej republiki chorwacji,<br />
00-675 Warszawa, IPC <strong>Business</strong> Center, ul.<br />
Koszykowa 54, Polska<br />
Tel: +48 22 828 51 93<br />
Fax: +48 22 828 51 90<br />
E-Mail: info@chorwacja.home.pl<br />
kroatiska turistbyrån,<br />
11135 Stockholm, Kungsgatan 24, Sverige<br />
Tel: +46 8 53 482 080<br />
Fax: +46 8 20 24 60<br />
E-Mail: croinfo@telia.com<br />
kroatisch nationaal bureau voor<br />
toerisme,<br />
1081 GG Amsterdam, Nijenburg 2F,<br />
Netherlands<br />
Tel: +31 20 661 64 22<br />
Fax: +31 20 661 64 27<br />
E-Mail: kroatie-info@planet.nl<br />
office national croate du tourisme,<br />
1000 Bruxelles, Vieille Halle aux Blés 38,<br />
Belgique<br />
Tel: +32 2 55 018 88<br />
Fax: +32 2 51 381 60<br />
E-Mail: info-croatia@scarlet.be<br />
хорватское туристическое<br />
сообщество,<br />
123610 Moscow, Krasnopresnenskaya nab.<br />
12, office 1502, Russia<br />
Tel: +7 495 258 15 07<br />
Fax; +7 495 258 15 07<br />
E-Mail: HTZ@wtt.ru<br />
hrvaška turistična skupnost,<br />
1000 Ljubljana, Gosposvetska 2, Slovenija<br />
Tel: 386 1 23 07 400<br />
Fax: 386 1 23 07 404<br />
E-Mail: hrinfo@siol.net<br />
kroatische zentrale für tourismus,<br />
8004 Zürich, Badenerstr. 332, Switzerland<br />
Tel: +41 43 336 2030<br />
Fax: +41 43 336 2039,<br />
E-Mail: info@kroatien-tourismus.ch<br />
oficina de turismo de croacia, 28001<br />
Madrid, Calle Claudio Coello 22, esc.B,1°C,<br />
España<br />
Tel: +3491 781 5514<br />
Fax: +3491 431 8443<br />
E-Mail: info@visitacroacia.es<br />
kroatiens turistkontor,<br />
Bjørnholms Allé 20; 8260 Viby J; Danmark<br />
Tel: +45 70 266 860<br />
Fax: +45 70 239 500<br />
E-Mail: info@altomkroatien.dk<br />
クロアチア政府観光局<br />
Ark Hills Executive Tower N613, Akasaka<br />
1-14-5, Minato-ku, Tokyo 107-0052<br />
Tel: +81 03 6234 0711<br />
Fax: +81 03 6234 0712<br />
E-Mail: info@visitcroatia.jp