Sihlcity – ein neuer Stadtteil im Süden von Zürich - Henauer + ...

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Sihlcity – ein neuer Stadtteil im Süden von Zürich - Henauer + ...

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Das hauptsächliche Tragelement bei diesem Gebäude sind

die als Wandscheiben ausgebildeten Saaltrennwände in

Stahlbeton. Die höchsten Anforderungen an den Ingenieur

stellte die Sichtbetonfassade. Auf Grund architektonischer

Vorgaben war die Fassade zeitlich vor den Decken zu erstellen.

Diese wurden dann zu einem späteren Zeitpunkt

mit der Fassade kraftschlüssig verbunden. Das wiederum

bedingte, dass die Fassade 3-seitig freistehend gebaut werden

musste. Schalungsmaterial, Arbeitsvorgänge und die

temporäre Spriessung hatten diesem Umstand Rechnung

zu tragen.

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3D Berechnung des ganzen Gebäudes inkl. der Sichtbetonfassade (grün)

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Ansicht an die Sichtbetonfassade die zuerst erstellt wurde

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Temporäre Spriessung der Sichtbetonfassade

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Vorspannung (rot) der Südfassade

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Grundriss der oberen Kinos, Sichtbetonfassade dreiseitig (grün)

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Die Betonfassade ist 4-seitig monolithisch um das Gebäude

verbunden (und weist eine Abmessung von ca. 60 x 60 m

auf). Dreiseitig ist die Fassade sichtbar. Auf der einen Seite

dient sie als Brandmauer zu einem bestehenden Gebäude.

Die Fassaden sind an den innen liegenden Wänden aufgehängt,

wobei die Südfassade ihrerseits auf zwei Stützen

gelagert ist. Die 1900 m² Sichtfassade wurde in 60 Etappen

mit maximaler Abmessung von 10 x 5 m realisiert. Rund

680 m horizontal verlegte Vorspannkabel in der Fassade

ermöglichen eine nahezu rissfreie Konstruktion.

Wohn- und Geschäftshaus

Das Wohn- und Geschäftshaus Kalanderplatz 5 am westlichen

Eingang von Sihlcity „schwebt“ auf Pylonen über

dem öffentlichen, von Fussgängern rege frequentierten

Platz. Die Abfangdecke über dem offenen Erdgeschoss

ist so dimensioniert, dass die sechs darüber liegenden Geschosse

aufgenommen werden können.

Die Decke weist eine Stärke von 1 m auf und ist kreuzweise

vorgespannt. Die Koordination der Deckeneinlagen

wie Lüftungsrohre, Sanitärleitungen und Lampenbüchsen

im Zusammenhang mit den Vorspannkabeln war für alle

beteiligte eine anspruchsvolle Aufgabe.

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Je zwei konische Pylonen mit einem Durchmesser von 1

bis 1,85 m bilden zusammen mit den darüber liegenden

Vouten der Decke ein Rahmentragwerk, welches zur Stabilisierung

des Gebäudes genutzt wird. Wie alle übrigen

Gebäude ist auch diese schwebende Konstruktion nach der

neuen Erdbebennorm 2003 dimensioniert.

Eine weitere Herausforderung sowohl aus statischer als

auch ausführungstechnischer Sicht waren die Sichtbetonfassaden

im 5. und 6. Obergeschoss bei den Nottreppenhäusern,

welche jeweils stirnseitig am Gebäude angeordnet

sind. Für diese Wandscheiben war die Abstellbasis der

Schalung im Erdgeschoss, rund 20 m über Boden. Die ca.

6 m hohen Wände umschliessen das bis zum 4. Obergeschoss

offene Treppenhaus und haben über die Ecke gemessen

eine Spannweite von 9 m.

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