Jugendberufshilfe / Schulsozialarbeit - Schwarzwald-Baar-Kreis

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Jugendberufshilfe / Schulsozialarbeit - Schwarzwald-Baar-Kreis

Jahresbericht 2011

Schulsozialarbeit im

Berufsvorbereitungsjahr

und Berufseinstiegsjahr


Impressum

Herausgeber: Quellenlandkreis Schwarzwald-Baar

Kreisjugendamt

Sachgebiet „impuls – Wir machen Jugendliche stark“

Irmastr. 3 • 78166 Donaueschingen

Telefon: 0771 89 66 89 5 - 20

Email: impuls@LRASBK.de

Internet: http://www.quellenlandkreis.de

Redaktion: Peter Spreier

Christine Schmitt

Der Jahresbericht der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe im BVJ, BEJ und VAB– für das

Schuljahr 2010/2011“ ist als Druckfassung unter der Herausgeberadresse kostenfrei

erhältlich.

Eine PDF-Fassung steht im Internet unter der Adresse

http://www.impuls.quellenlandkreis.de unter der Rubrik: Jugendamt/impuls/Jahresberichte

zum Download bereit.


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort................................................................................................... 3

2 Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe im BEJ, BVJ und VAB .................... 3

2.1 Vorstellung der Schulformen BEJ, BVJ und VAB ........................................... 3

2.2 Funktion und Inhalte der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe ........................ 4

2.2.1 Beratung und Einzelfallhilfe ................................................................. 4

2.2.2 Sozialpädagogische Gruppenarbeit ....................................................... 5

2.2.3 Berufsorientierung und Bewerbungstraining .......................................... 6

2.2.4 Projekt Star ........................................................................................ 7

3 Statistische Übersicht für das Schuljahr 2010/2011 .............................. 7

3.1 Schülerverteilung und Klassenbildung an den einzelnen beruflichen Schulen .. 7

3.2 Geschlechterverteilung .............................................................................. 9

3.3 Nationalität ............................................................................................... 9

3.4 Schulabschlüsse bei Eintritt in BVJ, BEJ und VAB ........................................ 10

3.5 Schulabschlüsse nach Beendigung von BVJ, BEJ und VAB ........................... 11

3.6 Verlauf der AbbrecherInnen ..................................................................... 11

3.7 Verlauf der SchülerInnen nach dem BVJ, BEJ und VAB ............................... 12

4 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung ........................................ 13

5 Danksagung .......................................................................................... 14

2


1 Vorwort

Der vorliegende Jahresbericht, für das Schuljahr 2010/2011, zeigt statistische Informationen

zu der Situation der Schülerinnen des Berufseinstiegsjahres (BEJ), des

Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) und des Vorqualifizierungsjahres Arbeit/Beruf (VAB) auf.

Es wird die Entwicklung bzw. der Verbleib der Jugendlichen nach dem Besuch der genannten

Vollzeitschulen sowie die Arbeit der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe an den

entsprechenden Schulen im Schwarzwald-Baar-Kreis vorgestellt. Darüber hinaus wird der

Methodeneinsatz in der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe näher aufgezeigt.

Finanziert wird die Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe vom Land Baden-Württemberg und

dem Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis.

2 Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe im BEJ, BVJ und

VAB

2.1 Vorstellung der Schulformen BEJ, BVJ und VAB

Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), das Berufseinstiegsjahr (BEJ) sowie das im Schuljahr

2009/2010 eingeführte Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) sind einjährige

Vollzeitschulen, welche an einigen beruflichen Schulen des Schwarzwald-Baar-Kreis

angeboten werden. Das VAB befindet sich noch in der Erprobungsphase, daher existiert

dieses Bildungsangebot in unserem Landkreis ausschließlich an der Gewerbeschule Villingen-

Schwenningen am Standort Villingen. Es handelt sich beim VAB um eine Weiterentwicklung

des BVJ und ergänzt das schulische Angebot um eine weitere Form.

Die oben genannten Schulformen sind für Jugendliche unter 18 Jahren verpflichtend, sofern

diese nach der Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht keinen Ausbildungsplatz haben oder

keine weiterführende Schule besuchen. Für diesen Personenkreis besteht die

Berufsschulpflicht, welche durch den Besuch des BEJ, BVJ oder VAB abgegolten wird.

Welche der drei erwähnten Schulformen ein Jugendlicher letztlich besucht, hängt von dessen

Vorgeschichte bzw. Bildungsniveau ab.

Während für das BEJ mindestens der Hauptschulabschluss vorausgesetzt wird und mit einem

eigenständigen Abschluss endet, besteht im BVJ die Möglichkeit den Hauptschulabschluss zu

erwerben.

Das BVJ wird meist von SchülerInnen aus Haupt- und Förderschulen besucht. Zum Teil

bestehen hier zwischen den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen Kooperationen,

welche sich über 2 Schuljahre erstrecken.

Im VAB befinden sich überwiegend SchülerInnen aus Hauptschulen. Diese sind im Laufe

ihrer Schulkarriere mitunter durch Schulverweigerung, schwieriges Sozialverhalten, etc.

aufgefallen. Vielfach kommen die SchülerInnen schon nach Klasse 7 oder 8, wenn sie die

allgemeine Schulpflicht von 9 Schulbesuchsjahren erfüllt haben.

Wie das BVJ, bietet auch das VAB die Möglichkeit, einen dem Hauptschulabschluss

gleichwertigen Bildungsabschluss zu erwerben.

Neben dem Erwerb eines Bildungsabschlusses sind die Vorbereitung der SchülerInnen auf

die Berufs- und Arbeitswelt sowie das Erlangen und Verbessern der Ausbildungsreife sowohl

in schulischer als auch in persönlicher Hinsicht zentrale Bestandteile der vorgestellten

Schulformen. Die theoretische Förderung im Unterricht, die berufliche Förderung im

3


praxisbezogenen Unterricht sowie die Betriebspraktika unterstützen diese Zielsetzungen und

bilden einen guten Ausgangspunkt für den Weg in ein Ausbildungsverhältnis.

Der fachpraktische Unterricht wird je nach Schule in folgenden Bereichen angeboten: Metall,

Friseur, Nahrung, Verkauf, Holz, Bau, Farbe, Hauswirtschaft und Pflege. Es fällt immer

wieder auf, dass SchülerInnen keine oder nur unzureichende Informationen über die

verschiedenen Angebote besitzen und somit die Wahl der Schule von anderen Kriterien

bestimmt wird. Eine verbesserte Information an den abgebenden Schulen könnte hier eine

Verbesserung schaffen.

2.2 Funktion und Inhalte der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe

Die Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe im BEJ, BVJ und VAB dient der Unterstützung der

SchülerInnen bei dem Übergang von der Schule ins Berufsleben. Die Hilfeleistung findet vor

allem in den Bereichen Berufsorientierung, Persönlichkeitsentwicklung und Förderung

sozialer Kompetenzen statt. Daneben hilft sie bei Problemlagen und akuten Krisensituationen

von SchülerInnen. Hier werden die JugendberufshelferInnen lösungsorientiert beratend und

vermittelnd tätig.

Problematisch ist die Arbeit im BVJ, BEJ und VAB durch die verschiedenen persönlichen

Problemlagen und die schulisch differenzierte Herkunft der Jugendlichen. Eine wichtige Rolle

im Handlungsfeld der Schulsozialarbeit spielt oft der Migrationshintergrund, die

Sprachproblematik, persönliche und familiäre Schwierigkeiten, die Suchtproblematik,

kriminelle Energie sowie psychische Störungen und Teilleistungsschwächen einzelner

SchülerInnen.

Die Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe im BEJ, BVJ und VAB findet an folgenden Schulen

statt:

Albert-Schweitzer-Schule Villingen

Gewerbeschule Villingen-Schwenningen (an den Standorten Villingen und

Schwenningen)

Gewerbliche Schulen Donaueschingen

Kaufmännische und Hauswirtschaftliche Schulen Donaueschingen

Die Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe bedient sich verschiedener Methoden der Sozialen

Arbeit. Schwerpunkte der Tätigkeit bilden hierbei Beratung und Einzelfallhilfe,

Sozialpädagogische Gruppenarbeit, Netzwerkarbeit und Elternarbeit. Nachfolgend werden die

genannten Methoden in der Schulsozialarbeit jeweils kurz dargestellt.

2.2.1 Beratung und Einzelfallhilfe

Die JugendberufshelferInnen stehen an regelmäßigen Sprechtagen als AnsprechpartnerInnen

für SchülerInnen und Lehrkräfte der einzelnen Schulen zur Verfügung. Durchschnittlich

standen im vergangenen Schuljahr bei 18 Schulklassen jeweils ca. 2 Std. pro Woche und

Klasse zur Verfügung.

Die Einzelgespräche mit den SchülerInnen nehmen einen Schwerpunkt an den Sprechtagen

ein.

Inhalte sind:

Berufsorientierung

Eigene Stärken und Fähigkeiten entdecken

4


Erarbeiten realistischer Berufsziele

Praktikums- und Ausbildungsstellensuche

Motivation

Schulschwierigkeiten, Schulschwänzen

Konflikte im Elternhaus

Schwangerschaft

Mobbing unter Schülern

Konflikte mit Lehrkräften

Sucht, Drogenkonsum, Essstörungen

Straffälligkeit

Psychische Probleme

Für die individuelle Förderung wird mit den SchülerInnen ein Hilfeplan aufgestellt, welcher

die Bereiche schulische Laufbahn einschließlich Praktika, berufliche Wünsche, familiäre

Hintergründe, Stärken und Fähigkeiten sowie Ziele und pädagogische Unterstützung erfasst.

Eine intensivere Begleitung einzelner SchülerInnen findet darüber hinaus statt. Neben der

Beratung beinhaltet diese u.a. auch eine Begleitung der SchülerInnen zu verschiedenen

Kooperationspartnern.

2.2.2 Sozialpädagogische Gruppenarbeit

Neben der Einzelfallhilfe reagiert die Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe auf

gruppendynamische Prozesse innerhalb der einzelnen Klassen und geht auf die Bedürfnisse

der Jugendlichen ein. Wichtig hierbei sind Absprachen mit den LehrerInnen.

5


Im Rahmen der sozialpädagogischen Gruppenarbeit können allgemein verbreitete Fragen

und Probleme der Jugendlichen thematisiert werden. Dadurch machen die SchülerInnen die

Erfahrung, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dastehen und lernen, sich gegenseitig

zu helfen.

Die Gruppenarbeit und Projektarbeit kann folgende Themenbereiche aufgreifen:

Entwicklung und Förderung der Klassengemeinschaft

Lebens- und Berufsplanung

Liebe und Sexualität

Suchtprävention

Gewaltprävention

Gruppenarbeit zur Verbesserung der sozialen Kompetenz

2.2.3 Berufsorientierung und Bewerbungstraining

In den Klassen findet eine Einheit, die sich mit den Berufswünschen der SchülerInnen und

den Anforderungen einzelner Berufsbilder auseinandersetzt, statt. Es wird auf alternative

Berufe und weitere schulische Bildungsmöglichkeiten eingegangen.

Ziel ist es, dass jeder Jugendliche im Laufe des Schuljahres eine individuell gestaltete

Bewerbung erstellt. Hierbei findet eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Fächer

Deutsch und Computeranwendung statt.

Telefontraining und das Simulieren von Vorstellungsgesprächen sollen bei den Jugendlichen

Ängste und Hemmungen abbauen und sie auf reale Situationen vorbereiten.

6


2.2.4 Projekt Star

In der Vergangenheit hat bereits das Projekt „Fit for Future“ stattgefunden. Aufbauend auf

diesem wurde das Projekt Star im Schuljahr 2010/2011 erstmalig implementiert.

Maßgeblicher Schwerpunkt bildet das Persönlichkeitstraining und die Steigerung der

AusbildungsReife.

Nach einem intensiven Kennenlernen der SchülerInnen zur Stärkung des Gruppengefühls

folgte eine vertiefte Berufsorientierung. Im Anschluss daran wurden u.a. die Themen

„Sucht“, „Liebe, Sexualität, Partnerschaft“ und „Aggression und Gewalt“ zum Teil mit

Fachkräften anderer Institutionen er- und bearbeitet.

Erstmalig fand in diesem Zusammenhang in Kooperation mit dem Forstamt des

Schwarzwald-Baar-Kreis und der Gewerbeschule Villingen-Schwenningen mit dem Standort

Villingen ein gemeinsames Projekt statt. Auf dem Platz des Jugendzeltplatzes in Schönwald

wurden mit 2 BEJ Klassen insgesamt 4 Anlehnleiter gebaut. Die später im Wald Verwendung

fanden. Erlebnispädagogische Gruppenaufgaben und ein großes Lagerfeuer rundeten den

Aufenthalt ab. Übernachtet wurde im Schindelhaus.

3 Statistische Übersicht für das Schuljahr 2010/2011

3.1 Schülerverteilung und Klassenbildung an den einzelnen

beruflichen Schulen

Durch die unterschiedlichen Bildungsabschlüsse der SchülerInnen fand die Klassenaufteilung

in diesem Schuljahr wie folgt statt:

In 11 BEJ-Klassen wurden 141 SchülerInnen unterrichtet. Im Bereich des BVJ waren es 80

chülerInnen in 6 Klassen, von denen 3 Klassen Kooperationsklassen der Haupt – und

Förderschulen waren.

7


Die einzig an der Gewerbeschule in VS-Villingen angesiedelte VAB-Klasse wurde von 19

SchülerInnen besucht.

Villingen Schwenningen

Donaueschingen

Albert – Schweitzer – Schule Villingen

43 SchülerInnen

BVJ 1

13 Schüler der

Förderschule

BVJ 1

16 Schüler

ohne HSA

BEJ 1

14 Schüler

mit HSA

BEJ M

16 Schüler

mit HSA

BEJ 2

16 Schüler

mit/ohne HSA

Gewerbeschule VS Standort Villingen

64 SchülerInnen

BEJ RA

13 Schüler

mit HSA

Gewerbeschule VS Standort Schwenningen

42 SchülerInnen

BVJ 2

17 Schüler

ohne HSA

BEJ M/N

17 Schüler

mit HSA

BEJ K/Fr

8 Schüler

mit HSA

BEJ Metall

9 Schüler

mit HSA

VAB

19 Schüler

ohne HSA

Gewerbliche Schulen Donaueschingen

42 SchülerInnen

BVJ KF

12 Schüler der

Förderschule

BVJ Koop.

10 Schüler der

Förderschulen

Schulsozialarbeit in VAB, BVJ und BEJ

2 SchulsozialarbeiterInnen (je 100% Stelle)

BVJ KH

12 Schüler der

Hauptschulen

BEJ Bau

9 Schüler

mit HSA

Kaufmännisch-Hauswirtschaftliche Schulen

49 SchülerInnen

BEJ 1

12SchülerInnen

mit HSA

BEJ 2

10 Schüler

mit HSA

BEJ 3

17 Schüler

mit HSA

18 Schulklassen mit insgesamt 240 SchülerInnen

8


3.2 Geschlechterverteilung

Insgesamt besuchten im Schuljahr 2010/2011 240 SchülerInnen das BVJ, BEJ und VAB.

Die männlichen Jugendlichen besuchten vor allem die gewerblichen Schulen während die

Schülerinnen überwiegend an den kaufmännisch-hauswirtschaftlichen Schulen vertreten

waren.

Ausnahme bildete das BEJ 3 an der KHS in Donaueschingen, welches sein Profil im

kaufmännischem Bereich hat. Hier betrug der Anteil an männlichen Jugendlichen 76,5% an

der Gesamtklasse. Der Anteil von SchülerInnen der hinterher tatsächlich eine kaufmännische

Ausbildung beginnt ist allerdings gering.

Die Geschlechterverteilung der SchülerInnen im Schuljahr 2010/2011 stellt sich wie folgt dar:

weiblich

99

41%

3.3 Nationalität

Geschlechterverteilung

männlich

141

59%

Ausgehend von der Geschlechterverteilung zeigt sich bei der Nationalität der SchülerInnen,

dass die meisten SchülerInnen deutschstämmig sind. Wie in den vergangenen Jahren ist die

zweitgrößte Gruppe die der Nicht-EU-Auslandsstämmigen. Hierbei bilden die türkischen

Jugendlichen den Hauptanteil dieser Gruppe.

Deutsch

Aussiedler

Asylbewerber

EU-Ausländer

nicht EU-Ausländer

6

5

2

0

8

5

Nationalität

0 20 40 60 80 100

35

41

48

männlich

weiblich

90

9


3.4 Schulabschlüsse bei Eintritt in BVJ, BEJ und VAB

Die Mehrheit der SchülerInnen besaß bereits zu Beginn des Schuljahres den

Hauptschulabschluss. Trotz des vorhandenen Hauptschulabschlusses war somit für 141

Jugendliche ein direkter Einstieg in eine Ausbildung oder ein Wechsel auf eine

weiterführende Schule nicht möglich.

Gründe hierfür können mangelhafte schulische Leistungen, Verhaltensauffälligkeiten oder

mangelnde Ausbildungsreife sein.

52 Jugendliche wechselten mit einem Förderschulabschluss ins BVJ, womit die

FörderschülerInnen nach den HauptschülerInnen die zweitgrößte Gruppe bilden.

Durch die Kooperationsklassen ist der Wechsel von Klasse 9 der Förderschule in das BVJ-

Kooperation allerdings gewünscht.

Deutlich höher als im Vorjahr liegt die Anzahl der vorzeitig abgegangenen SchülerInnen.

Während im vergangenen Schuljahr 24 Jugendliche Abgänger aus der 9. Klasse darstellten,

ist der Wert für das Schuljahr 2010/ 2011 mit 46 AbgängerInnen aus Klasse 9 beinahe

doppelt so hoch.

Gymnasiast

Realschulabschluss

Realschulabgänger

Förderschüler

BVJ-Wiederholer

Hauptschulabschluss

Abgänger 9. Klasse

Abbrecher 8. Klasse

Abbrecher 7. Klasse

Schulabschlüsse beim Eintritt in BVJ, BEJ und VAB

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

0

1

15

22

24

37

0 20 40 60 80 100

62

79

weiblich

männlich

10


3.5 Schulabschlüsse nach Beendigung von BVJ, BEJ und VAB

Das BVJ, BEJ und VAB beendeten 94 SchülerInnen mit dem Hauptschulabschluss. Das BEJ

wurde von 98 Jugendlichen erfolgreich beendet. Den BVJ-Abschluss erwarben im Schuljahr

2010/2011 3 SchülerInnen.

38 Jugendliche verließen das BVJ, BEJ oder VAB vor Ablauf des Schuljahres.

120

100

80

60

40

20

0

94

Schulabschlüsse nach dem BVJ, BEJ und VAB

98

HSA BEJ BVJ Abgang

3.6 Verlauf der AbbrecherInnen

Der größte Teil der Abbrecher fällt unter die Rubrik „Sonstiges“. Hierunter fallen

SchülerInnen, die von der Schule ausgeschlossen wurden ohne ihre Berufsschulpflicht erfüllt

zu haben.

D.h. in der Regel, das bis zu den Sommerferien keine Aufnahme an einer anderen

beruflichen Schule erfolgt ist, Maßnahmen der Agentur für Arbeit erst nach Beendigung der

Berufsschulpflicht greifen oder die weitere Entwicklung unbekannt ist.

Die anderen Abbrecher verteilen sich auf die Kategorien „soziale Einrichtungen“,

„Ausbildung“ und „arbeitslos“. Mit sozialen Einrichtungen sind unter anderem Kinder- und

Jugendheime, Therapieeinrichtungen, etc. gemeint.

Verlauf der BVJ/BEJ/VAB AbbrecherInnen

Ausbildung

Arbeit

soziale Einrichtungen

arbeitslos

sonstiges

0 2 4 6 8 10

0

0

0

1

1

2

2

3

7

3

weiblich

männlich

9

38

11


3.7 Verlauf der SchülerInnen nach dem BVJ, BEJ und VAB

Im Anschluss an das BVJ, BEJ und VAB besuchte, mit einem Anteil von 66 Jugendlichen, die

Mehrheit der AbsolventInnen, eine Maßnahme der Agentur für Arbeit. Dies verdeutlicht, dass

die Zielgruppe der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe Schwierigkeiten hat, einen

Ausbildungsplatz zu finden und auf weitere Unterstützung angewiesen ist. Viele Jugendliche

besuchen daher im Anschluss an das BVJ/BEJ/VAB eine berufsvorbereitende

Bildungsmaßnahme, ein Einstiegsqualifizierungsjahr oder machen eine Berufsausbildung in

außerbetrieblichen Einrichtungen.

54 Jugendliche begannen nach dem BVJ, BEJ oder VAB eine Ausbildung und weitere 28

SchülerInnen besuchten eine weiterführende Schule.

21 Jugendliche gingen ein Arbeitsverhältnis ein. Die Zahl der SchülerInnen, welche einen

Arbeitsplatz gefunden haben, ist im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen.

25 Jugendliche brachen das BVJ, BEJ oder VAB leider vorzeitig ab.

Jugendliche, die durch fehlende Mitarbeit nur wenig oder kein Interesse an Gesprächen oder

Vermittlungsvorschlägen gezeigt haben und deshalb nicht vermittelt werden konnten, sind in

unserer Statistik als unbekannt vermerkt.

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

26

40

Verlauf der SchülerInnen im Anschluss an das BVJ/BEJ/VAB

11

10

Maßnahme AA

Arbeit

17

Ausbildung

37

3

0 0 0

7

21

4

6

0

0

8

weiblich

männlich

3

1 1

0 0 0 0

12

8

14

11

Jugendselbsthilfe

1-jährige BFS

2-jährige BFS

BVJ-Wiederholer

Asylbewerber

FSJ

Umzug

Nachbetreuung

Schulverweigerer

unbekannt

BVJ-Abbrecher

12


4 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

Das BEJ, das BVJ und das VAB streben drei Hauptziele an:

das Erlangen des Hauptschulabschlusses oder einem auf diesem aufbauenden

Abschluss

die Vermittlung von fachlichen und sozialen Kompetenzen und somit die

Verbesserung der Ausbildungsreife

die berufliche und soziale Integration durch Aufnahme einer Ausbildungs- oder

Arbeitsstelle auf dem ersten Stellenmarkt

Die Aufgabe der Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe ist es, die Jugendlichen auf diesem

Wege zu begleiten, zu beraten und ihnen Hilfestellungen bei der Erreichung der oben

genannten Ziele anzubieten.

Die SchulsoziarbeiterInnen/JugendberufshelferInnen sind AnsprechpartnerInnen für

SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern.

Außer der individuellen Einzelfallhilfe gehört zu den Haupttätigkeiten unter anderem die

Sozialpädagogische Gruppenarbeit, die Elternarbeit und die Vernetzungs- und

Kooperationsarbeit.

Zusätzliche Tätigkeitsfelder der Schulsoziarbeit/Jugendberufshilfe sind u. a. administrativen

Tätigkeiten, z.B. Dokumentationsarbeit (Fallbearbeitung, Erstellen und Fortführen eines

individuellen Förderplans), Statistikführung, Erstellen von Jahres- oder Zwischenberichten,

Beantragung von Finanzierungsmitteln für Projektarbeiten, etc.

Viele Jugendliche im Berufsvorbereitungsjahr sind beruflich wenig orientiert, oft fehlt die

Motivation zu eigenverantwortlichem Handeln. Dazu kommen bei einigen SchülerInnen die

schwachen schulischen Leistungen, die den Übergang in das berufliche Leben erschweren.

Seit dem vergangenen Schuljahr wird das VAB erprobt, welches den Schwerpunkt auf

arbeitsfeldbezogenen Unterricht legt. Schulmüde Jugendliche sollen hierdurch besonders auf

der praktischen Ebene gefördert und zu einem dem Hauptschulabschluss gleichwertigen

Bildungsabschluss geführt werden.

13


5 Danksagung

Die Schulsozialarbeit/Jugendberufshilfe ist mit zahlreichen Kooperationspartnern vernetzt

und arbeitet mit diesen seit Jahren vertrauensvoll zusammen. Wir möchten uns an dieser

Stelle herzlich bei den Mitarbeitern

der Agentur für Arbeit

des Kreisjugendamtes und des Jugendamtes der Stadt Villingen Schwenningen

des Kreissozialamtes

des IB in Donaueschingen und Schwenningen

der Fachstelle Sucht

BBQ Berufliche Bildung gGmbH

von „profamilia“

der Kriminalpolizei

des Jugendfond Schwarzwald-Baar

des Team Syntura

des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis

und insbesondere den Schulleitern der beruflichen Schulen, den Lehrkräften im BVJ, BEJ und

VAB sowie den SchülerInnen des Schuljahres 2010/2011 bedanken.

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