C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG - bei der Degussa ...

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C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG - bei der Degussa ...

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

- 6 Assetklassen in einem Dachfonds -

Verkaufsprospekt


inhaltsverzeichnis

4 Wichtige Hinweise

5 Das Wesentliche in Kürze

8 Angaben über die Vermögensanlage

18 Wesentliche Risiken der Beteiligung

44 Das Konzept: Geschlossene Fonds als idealer Portfoliobestandteil

44 Das Beteiligungsangebot im Überblick

46 Das Portfolio der Zukunft

47 Portfoliooptimierung mit geschlossenen Fonds

51 Anlageziele und Anlagepolitik

51 Immobilienfonds

52 Schiffsbeteiligungen

53 Private Equity-Fonds

54 LV-Zweitmarkt-Fonds

55 Umwelt-, Energie- und Rohstofffonds

56 Sonstige Fonds

57 Investitionen

57 Investitionsbeirat

60 Investitionsrichtlinien

63 Angaben zu den Anlageobjekten

68 Der Anbieter: C-QUADRAT Deutschland AG

74 Angaben über die Emittentin

82 Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

90 Investitions- und Finanzierungsplan

95 Angaben über Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und

Beiräte, die Treuhandkommanditistin und sonstige Unternehmen

101 Gewährleistungen

101 Angaben über den jüngsten Geschäftsgang

104 Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

105 Wesentliche Grundlagen der steuerlichen Konzeption

122 Verträge

122 Gesellschaftsvertrag

142 Treuhand- und Verwaltungsvertrag

154 Mittelverwendungskontrollvertrag

159 Verbraucherinformationen für den Fernabsatz

166 Abwicklungshinweise

168 Glossar

Zeichnungsschein (Anlage)

Die inhaltliche Richtigkeit der in diesem Prospekt gemachten Angaben

ist nicht Gegenstand der Prüfung des Prospektes

durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Inhaltsverzeichnis | 3


Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

4 | Wichtige Hinweise

wichtige hinweise

Aufstellung des Verkaufsprospektes

Der vorliegende Verkaufsprospekt orientiert

sich an dem vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) herausgegebenen Standard

über die „Grundsätze ordnungsgemäßer

Beurteilung von Verkaufsprospekten über

öffentlich angebotene Vermögensanlagen

(IDW S 4)“ und wurde auf der Grundlage

des Verkaufsprospektgesetzes sowie der

Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung

erstellt.

Anbieter von Vermögensanlagen sind seit

1. Juli 2005 gesetzlich verpflichtet, Prospekte

nach den Vorschriften des Verkaufsprospektgesetzes

(VerkProspG) zu veröffentlichen.

Die Veröffentlichung ist vorab von der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin) zu gestatten.

Anbieterin/Verantwortung für den Verkaufsprospekt

Verantwortlich für den Inhalt dieses Verkaufsprospektes

ist der Anbieter, die

C-QUADRAT Deutschland AG, Goethestraße

10, 60313 Frankfurt/M. (Sitz:

Frankfurt/M.). Mitglieder des Vorstands

des Anbieters sind Herr Dr. Heinrich Wohl-

fart (Vorsitzender), Herr Eric Samuiloff

und Herr Friedrich Nagler. Der Prospektverantwortliche

erklärt, dass seines Wissens

nach die Angaben im Verkaufsprospekt

richtig sind und keine wesentlichen

Umstände ausgelassen sind. Die wirtschaftlichen,

steuerlichen und rechtlichen

Rahmenbedingungen des Beteiligungsangebotes

können sich in der Zukunft ändern

(vgl. „Wesentliche Risiken der Beteiligung“,

Seite 18 ff.). Vertriebsbeauftragte, die die

Platzierung des Eigenkapitals vornehmen,

sind selbstständig tätige Unternehmer. Sie

sind nicht berechtigt, von diesem Prospekt

abweichende Auskünfte oder Zusicherungen

zu geben. Der Prospektverantwortliche

ist nicht verantwortlich für die persönliche

Beratung oder Vermittlung des Anlegers

durch selbstständig tätige Anlageberater

oder -vermittler. Für diese und ihre Mitarbeiter

wird eine Haftung ausdrücklich ausgeschlossen.

Von dem Inhalt dieses Prospektes

abweichende Angaben bedürfen zu

ihrer Gültigkeit der schriftlichen Bestätigung

durch die C-QUADRAT Deutschland AG.

Datum der Prospektaufstellung:

28. Juli 2008

Anbieter und Prospektverantwortlicher der

Vermögensanlage:

C-QUADRAT Deutschland AG

Dr. Heinrich Wohlfart Friedrich Nagler Eric Samuiloff

Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand


das wesentliche in kürze

Wirtschaftsprüfer

(Mittelverwendungskontrolle)

Immobilien

25 %

Deutschland

International

Wohn/Gewerbe

Bestand/Handel

Spezialthemen

ANLEGER

Beitrittserklärung, Treuhand- und Verwaltungsvertrag

hmp Treuhandgesellschaft mbH

(Treuhänderin)

Gesellschaftsvertrag, Treuhand- und Verwaltungsvertrag

C-QUADRAT Portfolio-

Fonds GmbH

(Geschäftsführung)

C-QUADRAT Portfolio-

Fonds Vermittlung GmbH

(Vertriebskoordination)

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

(Emittentin)

Schiffe

25 %

Tanker

Frachter

Container

Einschiff/Flotten

Spezialthemen

Private Equity

15 %

Buy-in/-out

Venture Capital

Mezzanine

Regionen

Spezialthemen

LV-Zweitmarkt

10 %

Deutschland

International

Einzelpolicen

Portfolios

Spezialthemen

Energie/Rohstoffe

10 %

erneuer. Energie

Energieeffizienz

konvent. Energie

Rohstoffe

Spezialthemen

Wirtschaftsprüfer und

Rechtsanwälte

(Rechts- und Steuerberatung)

Sonstige

15 %

Infrastruktur

Flugzeuge

Container

Lifestyle

Spezialthemen

Hinweis: die Bezeichnungen der Teilmärkte/-segmente in der vorstehenden Grafik sind nur beispielhaft und nur als Veranschaulichung zu verstehen.

Die tatsächliche Verteilung des Investitionskapitals auf einzelne Assetklassen und auf einzelne Teilmärkte/-segmente wird, abhängig vom

jeweils verfügbaren Marktangebot zum Zeitpunkt der Investitionen, davon abweichen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Das Wesentliche in Kürze | 5


das wesentliche in kürze

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

6 | Das Wesentliche in Kürze

MEHR SICHERHEIT DURCH BREITE STREUUNG

Das Konzept des C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 basiert auf zwei Grundgedanken:

1) der breiten Streuung

und

2) der strategischen

Vermögensstrukturierung.

„Ein breit gestreutes Portfolio senkt das Risiko

ohne die Renditeaussichten zu schmälern.“

Diese These aus 1952 des späteren

Nobelpreisträgers Harry Markowitz ist eigentlich

simpel – wie so vieles Gute im

Leben. In verschiedenen Kapitalanlagen

gleichzeitig investiert zu sein, erhöht die

Chance, an mehreren gut verlaufenden

Märkten teilzuhaben. Darüber hinaus ermöglicht

diese Streuung, durch Gewinne

aus mehreren Märkten eventuelle Verluste

einzelner Anlagen bzw. Märkte auszugleichen.

Per Saldo verringert sich also die Gefahr,

Geld zu verlieren. Und vielen Anlegern

ist es wichtiger, vorrangig kein Geld zu verlieren

als vielleicht einige wenige Prozentpunkte

mehr Gewinn machen zu können.

Die Beimischung geschlossener Fonds zu

einem aus Aktien und Rentenpapieren bestehenden

Anlegerportfolio hat strukturell

positive Effekte. Denn die typischen Vermögensklassen

der geschlossenen Fonds,

wie z. B. Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen

etc., weisen keine oder nur geringe

Abhängigkeiten und Wechselwirkungen

(Korrelationen) mit den traditionellen

Vermögensklassen Aktien und Renten auf.

Unterm Strich beruhigt sich deshalb ein

Wertpapierportfolio durch die – strategische

– Beimischung geschlossener Fondsprodukte.

Mit dem C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

erreichen Anleger eine solche strategische

Vermögensstrukturierung ganz einfach.

Denn er bietet innerhalb einer einzigen Beteiligung

eine Kombination aus mehreren

Assetklassen:

• Immobilien,

• Schiffe,

• Private Equity,

• Zweitmarkt Lebensversicherungen,

• Energie und Rohstoffe sowie

• Sonstige Fonds.

Und das in einem ausgewogenen und vernünftigen

Verhältnis.

Darüber hinaus wird im C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 jede einzelne Assetklasse

noch einmal in drei bis fünf sinnvolle

Marktsegmente unterteilt (siehe Schaubild

vorherige Seite). Dadurch soll vermieden

werden, dass wichtige Teilbereiche und interessante

Wachstumszyklen in der Zukunft

vernachlässigt werden.

Durch diese bewusste, sehr breite Streuung

des Kapitals in sechs verschiedene Assetklassen

und durch die sinnvolle Unterteilung

innerhalb jeder einzelnen Assetklasse

kann insgesamt eine größere Sicherheit

und eine attraktivere Rendite der Gesamtinvestition

für Anleger erreicht werden.

Bereits ab EUR 5.000 investieren Anleger

über den C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

in ein sinnvoll strukturiertes Portfolio geschlossener

Fonds, das in Verbindung mit

traditionellen Anlagen wie Anleihen und

Aktien helfen kann, den Vermögensaufbau

zu optimieren.


Die Highlights – 6 Assetklassen in einem Dachfonds

Breite Vermögensstreuung I: Verteilung auf 6 wenig korrelierende

Assetklassen

Breite Vermögensstreuung II: zusätzliche Verteilung auf wichtige Teilmärkte

pro Assetklasse

Breite Vermögensstreuung III: gleichzeitiges Investment in bis zu

50 verschiedene Zielfonds

Strategische Vermögensstruktur: 25 % Immobilien, 25 % Schiffe,

15 % Private Equity, 10 % LV-Zweitmarkt,

10 % Umwelt, Energie und Rohstoffe,

15 % Sonstige Fonds

Hoher Komfort: die Zusammenführung vieler Investments in

einer einzigen Kapitalanlage reduziert den

„Papierkrieg“ und führt zu geringerem

Verwaltungsaufwand für Anleger

Einfacher Einstieg: bereits ab EUR 5.000 zzgl. 5 % Agio ist eine

Beteiligung möglich

Expertenwissen: Einbindung eines Investitionsbeirats in die

Zielfondsauswahl

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Das Wesentliche in Kürze | 7


angaben über die vermögensanlage

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

8 | Angaben über die Vermögensanlage

Das Konzept

Mit einer Zeichnung des C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 sind Anleger gleichzeitig

an sechs verschiedenen attraktiven

Assetklassen beteiligt: Immobilienfonds,

LV-Zweitmarkt-Fonds, Schiffsbeteiligungen,

Private Equity-Fonds, Umwelt-, Energie-

und Rohstofffonds sowie Sonstige Fonds.

Das Konzept beruht auf den Grundgedanken

der modernen Portfoliotheorie und

der breiten Streuung. Durch eine sinnvolle

Kombination verschiedener Anlageformen

und der Streuung auf mehrere Marktsegmente

steigen die Renditechancen eines

Vermögensportfolios bei gleichzeitig optimierter

Sicherheit.

Art der Beteiligung

Der Anleger beteiligt sich unmittelbar als

Kommanditist oder mittelbar als Treugeber

über die Treuhandkommanditistin an folgender

Gesellschaft (KG-Anteile):

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH &

Co. KG

Fondsvolumen und Mindestzeichnungssumme

Das geplante Emissionsvolumen (Gesellschaftsvermögen)

beträgt EUR 15 Millionen

mit der Option der Erhöhung auf ein Volumen

von bis zu EUR 50 Millionen. Die Mindestzeichnungssumme

beträgt EUR 5.000,

höhere Summen müssen ohne Rest durch

1.000 teilbar sein. Die Anzahl der einzuwerbenden

Anteile ist nicht festgelegt und

ergibt sich aus den individuellen Zeichnungsentscheidungen

der Anleger.

Die Mindestanzahl der zu begebenden

Anteile beträgt 1. Die Mindestplatzierungssumme

beträgt EUR 3 Millionen.

Mit der Vermögensanlage verbundene

Rechte

Jeder Anleger ist mit weitgehenden Auskunfts-

und Kontrollrechten, insbesondere

auf Übersendung des Jahresabschlusses

und Überprüfung des Abschlusses durch

Einsicht in die Bücher und Papiere der Gesellschaft,

ausgestattet. Der Anleger kann

von der Geschäftsführung Auskünfte über

die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen.

Weitere Rechte der Anleger sind

das Recht auf Teilnahme an Gesellschafterversammlungen,

das Stimmrecht, die

Ergebnisbeteiligung, das Entnahmerecht,

das Kündigungs- und Liquidationsrecht, das

Recht auf Auseinandersetzungs- und Abfindungsguthaben.

Der Portfoliofonds besteht auf bestimmte

Zeit. Mit Ablauf des fünfzehnten auf das

Gründungsjahr folgenden Geschäftsjahres

wird die Komplementärin mit der Liquidation

des Portfoliofonds beauftragt. Eine

ordentliche Kündigung der Beteiligung an

dem Portfoliofonds ist vor Ablauf dieses

Zeitpunktes ausgeschlossen.

Den Rechten stehen Pflichten wie die Erbringung

der Einlage und weitere Treuepflichten

gegenüber.

Wesentliche Grundlage der steuerlichen

Konzeption

Anleger erzielen mit ihrer Beteiligung Einkünfte

aus Gewerbebetrieb.

Die Einkünfte unterliegen bei in Deutschland

unbeschränkt steuerpflichtigen Anlegern

der deutschen Einkommensbesteuerung.


Auch für die Einkünfte aus Beteiligungsfonds

mit ausländischem Investitionsfokus

wird planmäßig eine Besteuerung in

Deutschland angestrebt. Für Schiffsbeteiligungsgesellschaften

besteht die Möglichkeit

zur pauschalen Gewinnermittlung, der

so genannten Tonnagesteuer.

Der Anbieter übernimmt nicht die Zahlung

von Steuern für den Anleger (vgl. Seite 105

ff.).

Übertragbarkeit der Vermögensanlage

Jeder Anleger kann zum 31. Dezember eines

jeden Jahres über seinen (mittelbaren)

Gesellschaftsanteil im Ganzen, nicht jedoch

über Teile davon durch Abtretung verfügen,

sofern der Rechtsnachfolger vollumfänglich

in die Rechte und Pflichten des Anlegers

aus dem Gesellschaftsvertrag und aus dem

Treuhand- und Verwaltungsvertrag eintritt.

Die Abtretung ist ein Vertrag zwischen

dem bisherigen und dem neuen Anleger.

Der Rechtsgrund der Abtretung kann sich

aus Kauf, Schenkung oder einer sonstigen

schuldrechtlichen Vereinbarung ergeben.

Die Übertragung eines Kommanditanteils,

mit Ausnahme von Übertragungen durch

die Treuhandkommanditistin sowie an

Ehegatten oder Verwandte in gerader Linie,

seine Belastung oder seine Verpfändung

bedürfen stets der Zustimmung der

Komplementärin. Die Zustimmung der

Komplementärin gilt als erteilt, wenn diese

der Verfügung nicht innerhalb von vier

Wochen widerspricht. Die Zustimmung darf

nur aus wichtigem Grund versagt werden.

Ein wichtiger Grund ist insbesondere dann

gegeben, wenn dem Portfoliofonds gegen

den betreffenden Anleger fällige Ansprüche

zustehen oder wenn der Erwerber

ein Unternehmen betreibt, das mit dem

Portfoliofonds im Wettbewerb steht. Verweigert

die Komplementärin ihre Zustimmung,

entscheidet hierüber die nächste

ordentliche Gesellschafterversammlung.

Die Übertragung von treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteilen durch die Treuhandkommanditistin

ist nur zusammen mit

der gleichzeitigen Übertragung der Rechte

und Pflichten aus dem mit dem jeweiligen

Anleger und der Treuhandkommanditistin

abzuschließenden Treuhand- und Verwaltungsvertrag

möglich.

Für Anteile an geschlossenen Fonds existiert

kein geregelter Zweitmarkt, so dass

möglicherweise die Veräußerung der Beteiligung

nicht oder nicht zu einem angemessenen

Preis möglich ist. Vor Übertragung

einer Beteiligung sollten die steuerlichen

Konsequenzen mit dem persönlichen steuerlichen

Berater erörtert werden. Im Falle

der Übertragung hat die Treuhandkommanditistin

ein Vorkaufsrecht, welches

sie innerhalb einer Frist von einer Woche,

nachdem ihr der Kaufvertrag angezeigt

worden ist, dergestalt ausüben kann, dass

sie selbst oder ein von ihr benannter Dritter

den Anteil erwirbt. Der Übergang der

Beteiligungen durch Erbfall (§ 26 des Gesellschaftsvertrages)

ist jederzeit möglich.

Erben des Anlegers treten mit allen Rechten

und Pflichten in die Rechtsstellung des

Erblassers ein. Mehrere Erben dürfen ihre

gesellschaftsrechtlichen Rechte nur durch

einen gemeinsamen Vertreter ausüben.

Depotfähigkeit der Beteiligung

Den Kommanditanteilen an dem Fonds

ist eine Wertpapierkennnummer (ISIN:

DE000AORGKR2) zugewiesen. Die Wert-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Vermögensanlage | 9


angaben über die vermögensanlage

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

10 | Angaben über die Vermögensanlage

papierkennnummer ermöglicht die Einbuchbarkeit

der Kommanditanteile in ein

Wertpapierdepot. Dies erfolgt auf dem

Wege der Streifbandverwahrung; die Anteile

sind in einer Globalurkunde verbrieft,

ein Anspruch auf Einzelverbriefung der Anteile

ist ausgeschlossen. Die Zuteilung der

Wertpapierkennnummer führt nicht dazu,

dass es sich bei der hier angebotenen Vermögensanlage

um ein Wertpapier i. S. d.

Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) handelt.

Die Handelbarkeit an einer Börse oder

eine regelmäßige Kursübermittlung an die

Depotbank ist mit der Zuteilung der Wertpapierkennnummer

nicht verbunden.

RECHTLICHE ANGABEN ZUR BEENDIGUNG

DER VERMÖGENSANLAGE

Außerordentliche Kündigung

Jeder Gesellschafter und Treugeber kann

das Gesellschaftsverhältnis jederzeit bei

Vorliegen eines wichtigen Grundes außerordentlich

kündigen. Ein zur Kündigung

berechtigender wichtiger Grund liegt insbesondere

vor, wenn der betreffende Anleger

nachweislich zum Zeitpunkt der Kündigungserklärung

seit mindestens einem

Jahr arbeitslos ist oder wenn der betreffende

Anleger nachweislich zum Zeitpunkt

der Kündigungserklärung arbeitsunfähig

im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung

ist und sich nachweislich in einer wirtschaftlichen

Notlage befindet.

Ausscheiden eines Gesellschafters

Ein Gesellschafter/Treugeber scheidet aus

dem Portfoliofonds aus bei Kündigung des

Gesellschaftsverhältnisses durch ihn oder

durch den Portfoliofonds, bei seinem Ausschluss

aus dem Portfoliofonds oder wenn

über sein Vermögen das Insolvenzverfahren

eröffnet, die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

mangels Masse abgelehnt

oder sein (mittelbarer) Gesellschaftsanteil

von einem Gläubiger gepfändet worden ist

und die Vollstreckungsmaßnahmen nicht

innerhalb von sechs Monaten aufgehoben

werden, sofern die Komplementärin mit

Zustimmung der Treuhandkommanditistin

dies verlangt.

Ein Gesellschafter bzw. Treugeber kann

aus wichtigem Grund aus dem Portfoliofonds

ausgeschlossen werden. Ein wichtiger

Grund liegt insbesondere vor, wenn

ein Gesellschafter bzw. Treugeber seinen

Verpflichtungen zur Einlagenerbringung

trotz Mahnung und Fristsetzung nicht nachkommt.

Die Komplementärin ist in diesem

Fall ermächtigt, den säumigen Gesellschafter

bzw. Treugeber ohne Beschlussfassung

der Gesellschafterversammlung aus dem

Portfoliofonds auszuschließen. In allen anderen

Fällen eines wichtigen Grundes setzt

die Ausschließung eines Gesellschafters/

Treugebers einen entsprechenden Gesellschafterbeschluss

voraus. Durch seinen

Ausschluss entstehende Kosten trägt der

jeweilige Gesellschafter bzw. Treugeber.

Durch Ausscheiden eines Gesellschafters

bzw. Treugebers wird die Gesellschaft nicht

aufgelöst, sondern unter den verbleibenden

Gesellschaftern/Treugebern fortgesetzt.

Scheidet ein Gesellschafter/Treugeber

ohne Rechtsnachfolger aus dem Portfoliofonds

aus oder kündigt ein Treugeber den

Treuhandauftrag mit dem Treuhandkommanditisten

mit der Folge der Herabsetzung

des Kommanditkapitals der Treuhand-


kommanditistin, hat er nach Maßgabe des

Gesellschaftsvertrages Anspruch auf ein

Auseinandersetzungsguthaben.

Rückabwicklung des Portfoliofonds

Sollten die bis zum Zeitpunkt der Schließung

am 31. August 2009 eingeworbenen

Beteiligungen der Anleger einen Nominalwert

von insgesamt EUR 3.000.000 (ohne

Agio) nicht überschreiten, wird die Gesellschaft

gemäß § 7 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages

entsprechend dem nachfolgend

beschriebenen Verfahren rückabgewickelt.

Auflösung der Gesellschaft

Im Fall der Auflösung ist die Gesellschaft

durch die Komplementärin als Liquidatorin

abzuwickeln und das Gesellschaftsvermögen

zu verwerten. Der Erlös aus der Verwertung

des Gesellschaftsvermögens wird

zunächst dazu verwendet, die Verbindlichkeiten

des Portfoliofonds gegenüber Drittgläubigern

auszugleichen. Ein nach Ausgleich

der Verbindlichkeiten verbleibender

Liquidationserlös wird in folgender Reihenfolge

verteilt:

a) Rückzahlung von Kommanditeinlagen

(ohne Agio) an die Anleger und die Treuhandkommanditistin,

sofern und soweit

noch nicht erfolgt. Ist die volle Rückzahlung

nicht möglich, so erfolgt die Rückzahlung

pro rata im Verhältnis der Kapitalkonten I

zueinander. Eine Nachschusspflicht wird

dadurch nicht begründet.

b) Sofern und soweit die Anleger für den

Zeitraum ab der Schließung des Portfoliofonds

bis zum Zeitpunkt der Auflösung nicht

eine durchschnittliche rechnerische Verzinsung

in Höhe von 10 % p. a. („Zielverzinsung“)

auf ihr jeweils gebundenes Kapital

erhalten haben, erfolgt eine Zahlung an die

Anleger im Verhältnis ihrer Kapitalkonten I

bis zur Höhe eines Betrages, der erforderlich

ist, um die Zielverzinsung rechnerisch

zu erreichen. Gebundenes Kapital für diese

Zwecke ist die an den Portfoliofonds geleistete

Pflichteinlage (ohne Agio) abzüglich

aller erhaltenen Auszahlungen.

c) Verteilung des sodann verbleibenden

Liquidationserlöses zu 5 % auf die Komplementärin

und zu 95 % auf die Kommanditisten

und Treugeber im Verhältnis ihrer

Kapitalkonten I zueinander.

Zahlstelle

Als Zahlstelle fungiert die Emittentin, die

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co.

KG, Goethestraße 10, 60313 Frankfurt/M.

Zahlung des Erwerbspreises

Die übernommene Nominaleinlage zzgl.

5 % Agio ist von dem Anleger innerhalb

von 10 Werktagen nach Unterzeichnung

des Zeichnungsscheins in voller Höhe auf

das Treuhandkonto der Treuhandkommanditistin

einzuzahlen.

Kontoinhaber:

hmp Treuhandgesellschaft mbH

Kontonummer: 992 161 03

BLZ: 500 800 00

Bank: Dresdner Bank AG

Verwendungszweck:

Bitte tragen Sie den Nachnamen und

Vornamen des Zeichners ein sowie

„C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH &

Co. KG“.

Entgegennahme der Zeichnungsscheine

Zeichnungsscheine werden ausschließlich

von der Treuhandkommanditistin, der hmp

Treuhandgesellschaft mbH, Gervinusstraße

15, 60322 Frankfurt/M., entgegengenom-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Vermögensanlage | 11


angaben über die vermögensanlage

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

12 | Angaben über die Vermögensanlage

men. Der Beitritt zu dem Portfoliofonds

wird nach Annahme der in dem Zeichnungsschein

enthaltenen Beitrittserklärung durch

die Treuhandkommanditistin zum Ende des

jeweiligen Beitrittsmonats wirksam.

Vorgesehene Zeichnungsfrist

Das öffentliche Angebot beginnt einen

Werktag nach Veröffentlichung des Verkaufsprospektes.

Die Fondsschließung ist

für den 31. August 2009 vorgesehen. Sofern

bereits zu einem früheren Zeitpunkt

Beteiligungen mit einem Nominalwert von

EUR 50.000.000 zzgl. Agio eingeworben

worden sind, ist eine vorzeitige Schließung

nach pflichtgemäßem Ermessen der Geschäftsführung

möglich. Eine Kürzung der

Zeichnungen, Anteile oder Beteiligungen ist

möglich.

Angebotener Teilbetrag im Ausland

Die Vermögensanlage wird nur in Deutschland

angeboten.

Erwerbspreis

Der Erwerbspreis ergibt sich aus der Zeichnungssumme

(Nominaleinlage), mindestens

EUR 5.000, zuzüglich Agio in Höhe von

5 %. Höhere Zeichnungssummen müssen

ohne Rest durch 1.000 teilbar sein.

Weitere Kosten der Beteiligung

Bei nicht fristgerechter Einzahlung der

Zeichnungssumme zzgl. Agio ist die Treuhandkommanditistin

berechtigt, Verzugszinsen

in Höhe von 5 % p. a. über dem Basiszinssatz

gemäß § 247 BGB zu verlangen.

Bei einer Beteiligung als Anleger-Kommanditist

fallen Kosten für die notarielle

Beglaubigung der Handelsregistervollmacht

an, die vom Anleger selbst zu tra-

gen sind. Eine Übertragung der Beteiligung

ist für den Anleger auf Fondsebene nicht

mit administrativen Kosten verbunden. Es

können aber für eine Übertragung Kosten

im Zusammenhang mit rechtlicher/steuerlicher

Beratung und z. B. einer Verkaufsanbahnung

entstehen. Bei Überweisung des

Zeichnungsbetrages können für den Anleger

Bankgebühren anfallen. Eine steuerliche

Beratung auf Ebene des Anlegers ist

mit Kosten verbunden.

Die Kosten einer im Falle eines unterjährigen

Ausscheidens zu erstellenden Auseinandersetzungsbilanz

trägt der ausscheidende

Anleger. Dies gilt auch, wenn ein

Anleger durch Ausschluss bzw. im Insolvenzfall

vor dem 31. Dezember des fünfzehnten

auf das Gründungsjahr folgenden

Geschäftsjahres aus der Gesellschaft ausscheidet.

Wird über die Auseinandersetzungsbilanz

zwischen dem Portfoliofonds und einem

Anleger keine Einigung erzielt, so entscheidet

ein von der Industrie- und Handelskammer

Frankfurt/M. zu benennender

Wirtschaftsprüfer als Schiedsgutachter.

Die Kosten dieses Schiedsgutachtens trägt

der betreffende Anleger, es sei denn, das

von dem Schiedsgutachter errechnete Abfindungsguthaben

weicht um mehr als

10 % nach oben von dem aufgrund der

Auseinandersetzungsbilanz errechneten

Abfindungsguthaben ab. In diesem Fall

trägt der Portfoliofonds die gesamten Kosten

des Schiedsgutachtens.

Die bei einem Ausschluss im Übrigen entstehenden

Kosten trägt der Gesellschafter/

Treugeber.


Darüber hinaus entstehen keine weiteren

Kosten des Erwerbs, der Verwaltung und

Veräußerung.

Weitere vom Anleger zu erbringende

Leistungen

Die Haftung der Anleger für Verbindlichkeiten

des Portfoliofonds ist auf die Höhe der

für sie im Handelsregister jeweils eingetragenen

Haftsumme begrenzt. Eine Nachschusspflicht

besteht nicht. Nach vollständiger

Erbringung der Einlage kann die Haftung

nur dann und insoweit wieder aufleben,

als dem Anleger Teilbeträge seiner Einlage

– etwa im Rahmen von Entnahmen (Ausschüttungen)

– zurückgezahlt werden und

die Einlage hierdurch unter die Haftsumme

sinkt (so genanntes „Wiederaufleben der

Außenhaftung“). Alle Kommanditisten, mit

Ausnahme der Treuhandkommanditistin,

werden mit einer Haftsumme in Höhe von

10 % des Nennbetrages ihrer gezeichneten

Kommanditeinlage in das Handelsregister

eingetragen. Darüber hinaus bestehen keine

Umstände, die zu weiteren vom Anleger

zu erbringenden Leistungen, insbesondere

Zahlungen, führen können.

Gesamthöhe der Provisionen

97,05 % der Nominaleinlagen der Anleger

sind gemäß Investitionsplan für die

Investition in Zielfonds, inklusive Liquiditätsreserve

vorgesehen. Die verbleibenden

2,95 % sind Gebühren für Konzeption und

Prospektierung, Marketing und Vertrieb,

Steuer- und Rechtsberatung, Investitionsbeirat

und Mittelverwendungskontrolle sowie

Treuhandtätigkeit.

Der Portfoliofonds investiert grundsätzlich

ohne Agio in die Zielfonds. Auf Ebene der

Zielfonds fallen in der Investitionsphase

ebenfalls Kosten für Kapitalbeschaffung,

Konzeption, Prospektierung etc. an, die

zwischen 6 % und 15 % des Kommanditkapitals

des jeweiligen Zielfonds liegen

können. Es ist nicht auszuschließen, dass

weitere Kosten auf Ebene der Zielfonds

anfallen.

Die C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH („Generalvertrieb“) erhält von dem

Portfoliofonds das von den Anlegern zu

leistende Agio in Höhe von 5,00 % sowie

zunächst weitere 5,00 % für die Kapitalbeschaffung,

welche aus später anfallenden

Zielfondsprovisionen wieder an die Beteiligungsgesellschaft

zurückgezahlt werden

sollen.

Die von Zielfonds an die von dem Portfoliofonds

mit der Vermittlung der Zielfonds

beauftragte C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH für deren Zuführung des

Portfoliofonds gezahlten Vertriebsvergütungen

fließen auf Grundlage der zwischen

dem Portfoliofonds und der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH getroffenen

Vereinbarung solange von dieser

als Rückvergütung an den Portfoliofonds

zurück, bis die von dem Portfoliofonds vorfinanzierten

Kapitalbeschaffungskosten in

Höhe von rechnerisch 5,0 % unverzinst wieder

ausgeglichen sind; erst ein eventuell

darüber hinausgehender, von den Zielfonds

entrichteter Provisionsbetrag verbleibt bei

der C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH. Die dem Portfoliofonds als Rückvergütung

zufließenden Zielfondsprovisionen

werden, soweit sinnvoll und möglich,

ebenfalls wieder in Zielfonds investiert bzw.

der Liquiditätsreserve zugeführt; selbiges

gilt für ein eventuell von Zielfonds an die

C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Vermögensanlage | 13


angaben über die vermögensanlage

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

14 | Angaben über die Vermögensanlage

GmbH gezahltes und an den Portfoliofonds

in voller Höhe auszukehrendes Agio.

Die Gesamthöhe der Provisionen, insbesondere

Vermittlungsprovisionen, beträgt

somit 10,0 %. Dies entspricht 9,52 % des

Kommanditkapitals inklusive Agio.

Gesellschaftsvertrag / Treuhand- und

Verwaltungsvertrag / Mittelverwendungskontrollvertrag

Der Gesellschaftsvertrag des Portfoliofonds,

der Treuhand- und Verwaltungsvertrag sowie

der Mittelverwendungskontrollvertrag

sind im vollen Wortlaut auf den Seiten 122

ff. abgedruckt.

Wichtige Vertragspartner

Anbieter

C-QUADRAT Deutschland AG, Frankfurt/M.

Treuhandkommanditistin

hmp Treuhandgesellschaft mbH,

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Mannheim/Frankfurt/M.

Mittelverwendungskontrolleur

Rödl & Richter GmbH,

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin

Generalvertrieb

C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH, Frankfurt/M.,

Die Anlagestrategie

Das Konzept des C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 basiert auf zwei Grundgedanken:

der strategischen Vermögensstrukturierung

und der breiten Streuung. Die Beimischung

geschlossener Fonds zu einem aus Aktien

und Rentenpapieren bestehenden Anleger-

portfolio hat positive Auswirkungen. Denn

die typischen Vermögensklassen der geschlossenen

Fonds, z. B. Immobilienfonds,

Schiffsbeteiligungen etc., haben keine oder

nur geringe Abhängigkeiten und Wechselwirkungen

(Korrelationen) mit den traditionellen

Vermögensklassen Aktien und

Renten. Im Ergebnis beruhigt sich dadurch

ein Gesamtportfolio. Mit dem C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 erreicht man diese Kombination

einer professionellen Vermögensstrukturierung

ganz einfach. Denn er bietet

in einer einzigen Beteiligung gleichzeitig

(mittelbar) Beteiligungen an Immobilienfonds,

Schiffsbeteiligungen, LV-Zweitmarkt-

Fonds, Private Equity-Fonds, Umwelt-/Energie-/Rohstofffonds

und Sonstige Fonds.

Und das in einem ausgewogenen und vernünftigen

Verhältnis. Darüber hinaus wird

jede einzelne Assetklasse des C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 noch einmal in drei bis

fünf sinnvolle Marktsegmente unterteilt,

damit möglichst kein wichtiger Teilbereich

und kein interessanter Wachstumszyklus

in der Zukunft vernachlässigt wird. Durch

die bewusst sehr breite Streuung des Kapitals

in sechs verschiedene Assetklassen

und durch die sinnvolle Unterteilung innerhalb

der einzelnen Assetklassen kann eine

größere Sicherheit und eine insgesamt attraktivere

Rendite erreicht werden. Bereits

ab EUR 5.000 zzgl. 5 % Agio investieren

Anleger über den C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 in ein sinnvoll strukturiertes Portfolio

geschlossener Fonds unterschiedlichster

Anbieter, das in Verbindung mit traditionellen

Anlagen wie Anleihen und Aktien

den Vermögensaufbau optimieren kann.

Die Investition in die einzelnen Assetklassen

erfolgt durch den Erwerb von Beteili-


gungen an geschlossenen Beteiligungsfonds

(Zielfonds) dieser Assetklassen von

renommierten Initiatoren. Diese Zielfonds

investieren ihrerseits entweder selbst in

die vorstehend genannten Assetklassen

oder in Beteiligungen bzw. in Zertifikate, die

die einzelnen Assetklassen abbilden. Für

die jeweiligen Zielfonds soll ein von Wirtschaftsprüfern

erstelltes, im Wesentlichen

beanstandungsfreies Prospektgutachten

nach dem IDW-Standard S4 oder ein steuerliches

Kurzgutachten vorliegen. Angestrebt

wird die Berücksichtigung von mindestens

drei bis fünf Fonds je Assetklasse. Der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 wird maximal

24 % des gesamten Eigenkapitals

eines einzelnen Zielfonds erwerben und

nicht mehr als 20 % des gesamten Investitionskapitals

in Produkte eines Anbieters

investieren. Die Auswahl der Zielfonds im

Einzelnen übernimmt die Komplementärin

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1,

die C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH,

Frankfurt/M., diese vertreten durch die

Geschäftsführer Dr. Heinrich Wohlfart und

Detlef Kraus, in enger Abstimmung mit

und nach Zustimmung eines dreiköpfigen

Investitionsbeirats.

Die zukünftigen Anlageobjekte (Zielfonds)

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 stehen

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch

nicht fest; insofern handelt es sich zunächst

um einen sogenannten „Blind-Pool“. Die

Investitionen in Zielfonds erfolgen bereits

sukzessive während der Platzierungsphase

und sollen planmäßig spätestens 12 Monate

nach Platzierungsende abgeschlossen

sein. Für alle Zielfondsankäufe während

der Platzierungsphase wird der Anbieter

unverzüglich Prospektnachträge erstellen

und veröffentlichen.

Rückflüsse aus Ausschüttungen oder Auflösungen

von Zielfonds werden nicht reinvestiert,

sondern nach Bildung einer angemessenen

Liquiditätsreserve an die Anleger

ausgeschüttet.

Wirtschaftlichkeit / prognostizierte Ausschüttungen

Prognostizierte Ausschüttungen während

der Laufzeit

Die Entwicklung des C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 beruht im Wesentlichen auf der

Entwicklung der einzelnen Zielfonds. Da

die Zielfonds zum Zeitpunkt der Auflage

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

noch nicht feststehen, können keine Prognosen

zur Höhe und dem Zeitpunkt von

Ausschüttungen an die Anleger gemacht

werden. Auf Grundlage von marktüblich zu

erwartenden Ausschüttungen aus getätigten

Beteiligungen ist für den Anleger des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 erstmals

im Jahr 2011 für das Jahr 2010 mit einer

Ausschüttung zu rechnen. Ausschüttungen

sollen in der Regel jährlich gegen Jahresmitte

für das Vorjahr erfolgen. Aufgrund

der unterschiedlichen Zahlungsströme der

einzelnen Zielfonds können die Ausschüttungen

stark schwanken. Ausschüttungen

beinhalten teilweise die Rückzahlung des

eingesetzten Kapitals.

Die Zielgruppe

Die Anteile an dem Portfoliofonds sollten

einem Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren,

Aktien und anderen traditionellen

Anlagen beigemischt werden. Der Anleger

sollte über einen langfristigen Investitionshorizont

und einen ausreichenden finanziellen

Spielraum verfügen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Vermögensanlage | 15


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

18 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

Der vorliegende Verkaufsprospekt gibt die aus der Sicht des Anbieters für die Entscheidungsfindung

des Anlegers wichtigen Informationen wieder.

Für die umfassende Beurteilung der Vermögensanlage ist das sorgfältige Lesen des

gesamten Prospektes unverzichtbar.

Das Angebot zu einer Beteiligung an der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co.

KG (Portfoliofonds) richtet sich an einen

Personenkreis mit eigener wirtschaftlicher

Erfahrung, der selbst ein Gespür für die vorhandenen

Risiken besitzt. Die Beteiligung

ist als langfristige Kapitalanlage konzipiert.

Der Anleger sollte daher bei Erwerb der Beteiligung

über einen entsprechenden Anlagehorizont

verfügen. Bezüglich der steuerlichen

Auswirkungen einer Beteiligung an

dem Portfoliofonds wird empfohlen, individuellen

Rat bei einem Steuerberater einzuholen.

Zusätzliche Risiken, die in der individuellen

Situation des Anlegers begründet

sind, können vom Anbieter und Prospektverantwortlichen

nicht erfasst werden.

Vor diesem Hintergrund sollte die tatsächliche

Beteiligungsentscheidung des einzelnen

Anlegers erst nach eingehender Wertung

der in diesem Abschnitt erläuterten

Risiken und ggf. unter Hinzuziehung eines

sachkundigen Beraters (Rechtsanwalt,

Steuerberater) erfolgen.

Bei Investitionen der vorliegenden Art ist

der wirtschaftliche Erfolg üblicherweise

von mehreren Faktoren abhängig und kann

nicht im Einzelnen abschließend prognostiziert

werden. Der Anleger sollte bei der

Entscheidung über die Beteiligung an der

Gesellschaft die nachfolgenden Sachver-

halte und Darstellungen, verbunden mit

den anderen in diesem Prospekt enthaltenen

Informationen, sorgfältig abwägen und

dann seine Entscheidung treffen. Insbesondere

können Zinsrisiken und Emittentenrisiken

eintreten, die die Rentabilität, die

Werthaltigkeit und die Verwertbarkeit der

erworbenen Zielfondsanteile beeinflussen.

Dies kann zur Verschlechterung der Rentabilität

oder auch zu Vermögensverlusten

führen.

Ein Totalverlust der investierten Beträge

kann – wie bei jeder unternehmerischen

Beteiligung – nicht ausgeschlossen werden.

Neben allgemeinen, mit einer Beteiligung

an Vermögensanlagen in Form von

geschlossenen Fonds einhergehenden Risiken

und dem mit der hier angebotenen

Vermögensanlage speziell verbundenen

Blind-Pool-Risiko (Allgemeine Risiken)

sind Investitionen in Form von geschlossenen

Fondsbeteiligungen als unternehmerische

Beteiligung auch speziellen Risiken

ausgesetzt. Diese können unterteilt

werden in prognosegefährdende Risiken

(Risiken, die lediglich dazu führen können,

dass ursprünglich, etwa im Rahmen eines

Verkaufsprospekts angestellte Prognosen

verfehlt werden), anlagegefährdende Risiken

(Risiken, die entweder das Anlage-


objekt oder die gesamte Vermögensanlage

gefährden und damit zu einem teilweisen

oder vollständigen Verlust des eingelegten

Kapitals des Anlegers führen können) und

anlegergefährdende Risiken (Risiken, die

nicht nur zu einem Verlust des eingelegten

Kapitals führen können, sondern darüber

hinaus auch das weitere Vermögen des Anlegers

gefährden).

Es ist darauf hinzuweisen, dass die dargestellten

Risiken einzeln oder kumuliert

auftreten können und dadurch negative

Auswirkungen auf Gewinn und Liquidität

entfalten. Für den Fall eines kumulierten

Auftretens der dargestellten Risiken muss

ALLGEMEINE RISIKEN

Allgemeine Risiken einer Beteiligung an

geschlossenen Fonds

Schlüsselpersonenrisiko

Der Portfoliofonds trägt das Risiko, dass

Partner ihren vertraglichen Verpflichtungen

nicht bzw. nicht vollständig nachkommen

oder ggf. vorhandene Kündigungsmöglichkeiten

wahrnehmen. Der Erfolg des Beteiligungsangebots

hängt in erheblichem Maße

von den Fähigkeiten des Managements sowie

der Qualität der externen Berater und

der beauftragten Vertragspartner sowohl

auf Ebene des Portfoliofonds wie auch auf

Ebene der Zielfonds, in die investiert wird,

ab. Der Verlust von unternehmenstragenden

Personen kann sich negativ auf die Entwicklung

dieser Gesellschaften auswirken.

Naturgemäß sind trotz Anwendung größt-

auf die Möglichkeit von Kapitalverlusten

bis hin zum Totalverlust (maximales Risiko)

hingewiesen werden.

Darüber hinaus kann es zu einem Wiederaufleben

der Haftung von Anlegern für die

Verbindlichkeiten des Portfoliofonds kommen,

wenn Anlegern im Rahmen von Ausschüttungen

ihre Kommanditeinlage (teilweise)

zurückgezahlt wird und die Einlage

somit unter die im Handelsregister für den

Anleger eingetragene Haftsumme sinkt. In

diesem Falle besteht das Risiko, dass bereits

ausgeschüttete und in das Privatvermögen

des Anlegers geflossene Beträge

zurückgefordert werden.

möglicher Sorgfalt Fehlentscheidungen des

Managements nicht völlig auszuschließen.

Gesellschafterversammlung

Erfahrungsgemäß nimmt nur eine Minderheit

der Anleger persönlich an den Gesellschafterversammlungen

bzw. schriftlichen

Beschlussfassungen teil oder erteilt explizite

Weisungen an die Treuhandkommanditistin.

Für Anleger, die nicht persönlich an

Gesellschafterversammlungen bzw. schriftlichen

Abstimmungen teilnehmen sowie

keine diesbezüglichen Weisungen an die

Treuhandkommanditistin erteilen, wird

das Stimmrecht durch die Treuhandkommanditistin

nach deren pflichtgemäßem

Ermessen ausgeübt. Insoweit besteht für

die Anleger das Risiko von Fehl- bzw. ungewollten

Entscheidungen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 19


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

20 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

Der Portfoliofonds wird in den Gesellschafterversammlungen

der Zielfonds regelmäßig

nicht über eine Stimmenmehrheit verfügen.

Es ist daher nicht auszuschließen,

dass in den Gesellschafterversammlungen

der Zielfonds Beschlüsse gefasst werden,

die nicht das Abstimmungsverhalten des

dort beteiligten Portfoliofonds repräsentieren.

Majorisierung

Wesentliche Gesellschafterrechte werden

innerhalb des Portfoliofonds in einzuberufenden

Gesellschafterversammlungen

oder in schriftlichen Abstimmungen wahrgenommen.

Für den Fall, dass an den Gesellschafterversammlungen

oder Abstimmungen

nur eine Minderheit der Anleger

teilnimmt, kann dies zu Beschlussfassungen

führen, welche die Mehrheit der Anleger,

die nicht vertreten waren oder die

nicht abgestimmt haben, gegen sich gelten

lassen müssen. Individuelle Interessen

von Anlegern können durch Mehrheitsentscheidungen

beeinträchtigt werden. Es ist

nicht auszuschließen, dass Großanleger

dem Portfoliofonds beitreten. Es besteht

dann die Möglichkeit, dass der Portfoliofonds

von einem oder wenigen Anlegern

beherrscht wird.

Risiken aus Interessenkonflikten

Die Gesellschafter des Emittenten, die Komplementärin

und die Treuhandkommanditistin,

der Mittelverwendungskontrolleur

sowie die beratenden Unternehmen und

alle Partner der Gesellschaft unterliegen

keinem Wettbewerbsverbot. Es besteht

daher das Risiko, dass die vorerwähnten

Personen weitere bzw. nachfolgende Pro-

dukte initiieren bzw. begleiten, die mit der

Gesellschaft im Wettbewerb stehen.

Ausschüttungen

Die Höhe und Häufigkeit von Ausschüttungen

des Portfoliofonds hängt von vielen

Faktoren ab und kann Schwankungen unterliegen.

Dies kann dazu führen, dass in

einzelnen Jahren keine der geplanten Ausschüttungen

erfolgt.

Fungibilität, Anteilsveräußerung

Das vorliegende Beteiligungsangebot stellt

grundsätzlich eine langfristige Kapitalanlage

dar. Der wirtschaftliche Erfolg stellt sich

in der Regel nur dann ein, wenn der Anleger

die langfristige Konzeption berücksichtigt

und die investierten Mittel nicht

kurzfristig wieder benötigt.

Spezielle Risiken ergeben sich bei einem

geschlossenen Fonds aufgrund der eingeschränkten

Veräußerbarkeit der Beteiligung.

Die Liquidität einer Kapitalanlage

beschreibt die Möglichkeit für den Anleger,

seine Vermögenswerte jederzeit zu marktgerechten

Preisen zu verkaufen. Eine solche

uneingeschränkte Liquidität besteht

bei dem Portfoliofonds nicht.

Die Veräußerung, Übertragung, Verpfändung

und/oder Abtretung eines Gesellschaftsanteils

ist ohne vorherige Zustimmung

der Komplementärin nicht möglich.

Die Übertragung ist nur im Ganzen möglich.

Für die vorliegende Beteiligung existiert

darüber hinaus kein organisierter Markt,

auf dem eine Veräußerung zu einem nach

den Prinzipien von Angebot und Nachfrage

ermittelten Preis erfolgen könnte. Es fehlt


an objektiven Wertmaßstäben, die einer

Preisfindung dienlich sind. Es besteht keine

Gewähr, dass der Anleger, z. B. bei einem

entsprechenden Liquiditätsbedarf, seine

Anteile auch tatsächlich verkaufen kann.

Da kein organisierter Markt für die vorliegende

Art von Unternehmensbeteiligungen

existiert, besteht vielmehr das Risiko,

den Geschäftsanteil nur schwer oder unter

Preisabschlägen veräußern zu können. Dies

bedeutet, dass der Anleger die Beteiligung

an der Gesellschaft unter Umständen bis

zum Zeitpunkt der Auflösung des Portfoliofonds

behalten muss.

Insgesamt ist die Handelbarkeit der Beteiligung

damit eingeschränkt.

Die Beteiligung an dem Portfoliofonds kann

grundsätzlich mit einer Frist von sechs Monaten

zum Jahresende, erstmalig zum Ende

des fünfzehnten, auf das Gründungsjahr

folgenden Kalenderjahres ordentlich gekündigt

werden. Will ein Großteil der Anleger

seine Beteiligung zurückgeben, könnte

die Liquidität der Fondsgesellschaft nicht

ausreichend sein, um die Auseinandersetzungsguthaben

sofort zu bedienen.

Ausscheiden / Ausschluss bei Zahlungsverzug

Unter bestimmten Voraussetzungen kann

ein Anleger auch gegen seinen Willen aus

dem Portfoliofonds ausgeschlossen werden,

bzw. scheidet ein Anleger nach den

gesellschaftsvertraglichen Regelungen aus

dem Portfoliofonds aus. Erbringt ein Anleger

etwa seine fällige Einzahlung nicht,

ist die Geschäftsführung berechtigt, den

Anleger entsprechend der Regelungen des

Gesellschaftsvertrages aus dem Portfoliofonds

auszuschließen, ohne dass es dafür

eines Gesellschafterbeschlusses bedarf. In

diesem Fall trägt der Anleger die mit seinem

Ausscheiden verbundenen Kosten;

diese können unter bestimmten Voraussetzungen

auch die Kosten der Erstellung einer

Auseinandersetzungsbilanz beinhalten.

Es ist nicht auszuschließen, dass das dem

ausscheidenden Anleger zustehende Abfindungsguthaben

aufgrund des Zeitpunkts

des Ausscheidens niedriger als erwartet

ausfällt, bzw. der Anleger die von ihm geleistete

Einlage nicht mehr oder nurmehr

teilweise zurückerhält. Auch erhält der ausscheidende

Anleger sein Abfindungsguthaben

nicht sofort sondern in 3 Raten über

36 Monate seit dem Stichtag der maßgeblichen

Auseinandersetzungsbilanz. Für Einzahlungen,

die verspätet geleistet werden,

fallen Verzugszinsen an.

Platzierungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass es der Gesellschaft

– insbesondere bis zur Beendigung

der Zeichnungsphase am 31. August 2009

– nicht gelingt, das geplante Gesellschaftsvermögen

in Höhe von EUR 15.000.000 zu

platzieren. In diesem Fall stünden der Gesellschaft

geringere finanzielle Mittel als

vorgesehen zur Verfügung. Die dadurch

verminderte Möglichkeit zur Investition in

die Zielfonds würde die Portfoliostruktur

der Gesellschaft beeinträchtigen, unter

Umständen eine geringere Risikostreuung

nach sich ziehen sowie gegebenenfalls die

Rendite reduzieren. Das bedeutet, dass auf

die beigetretenen Anleger – anteilig auf

ihre tatsächlich einbezahlten Kapitaleinlagen

– höhere Kosten zukommen können.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 21


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

22 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

Im ungünstigen Fall könnte das Gesellschaftsvermögen

von den Kosten verzehrt

werden.

Rückabwicklung und Liquidation des

Portfoliofonds

Sollten die bis zum Zeitpunkt der Schließung

am 31. August 2009 eingeworbenen

Einlagen der Anleger einen Nominalwert

von insgesamt EUR 3.000.000 (ohne Agio)

nicht überschreiten, ist die Gesellschaft gemäß

§ 7 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages

rückabzuwickeln. Im Falle der Rückabwicklung

bzw. Liquidation besteht das Risiko,

dass der Anleger die von ihm bereits geleistete

Einlage auf Grund der bereits angefallenen

Kosten des Portfoliofonds und

der fehlenden bzw. eingeschränkten Möglichkeit

der Anlage des Investitionskapitals

in Zielfonds nicht bzw. nurmehr teilweise

zurückerhält.

Die Gesellschaft besteht auf bestimmte

Zeit. Mit Ablauf des fünfzehnten auf das

Gründungsjahr folgenden Geschäftsjahres

wird die Komplementärin mit der Liquidation

der Gesellschaft beauftragt. Auch zuvor

kann die Gesellschafterversammlung die

Auflösung und Liquidation der Gesellschaft

beschließen („Liquidationsbeschluss“). Auf

Grundlage des Liquidationsbeschlusses ist

die Gesellschaft durch die Komplementärin

nach Maßgabe von § 28 des Gesellschaftsvertrages

zu verwerten. Im Rahmen der

Verwertung der Beteiligungen an Zielfonds

stellen sich für den Portfoliofonds die selben

Risiken, wie sie im obigen Abschnitt

(„Fungibilität, Anteilsveräußerung”) für die

Beteiligung des Anlegers an dem Portfoliofonds

beschrieben wurden (Risiko der

eingeschränkten Fungibilität und Liquidität).

Für den Anleger ist damit im Rahmen

der Liquidation des Portfoliofonds das Risiko

verbunden, dass sich die Auszahlung

eines anteiligen Liquidationserlöses nicht

unmittelbar an den Liquidationsbeschluss

anschließt, sondern erst zu einem späteren,

zum Zeitpunkt der Liquidationsentscheidung

noch nicht absehbaren Zeitpunkt

erfolgt. Für den Anleger besteht somit

keine gesicherte Grundlage, zu welchem

Zeitpunkt und in welcher Höhe ihm ein Liquidationserlös

zufließt.

Haftung des Anlegers

Auch soweit die Beteiligung über die

Treuhandkommanditistin indirekt gehalten

wird, beteiligt sich der Anleger an

einer Kommanditgesellschaft. Durch die

Rechtsform der Kommanditgesellschaft ist

die Haftung der beitretenden Kommanditisten

im Außenverhältnis gegenüber Dritten

auf die jeweilige im Handelsregister

eingetragene Haftsumme begrenzt, die

10 % der gezeichneten Nominaleinlage

entspricht.

Nach vollständiger Erbringung der Einlage

kann die Haftung jedoch dann wieder aufleben,

wenn dem Anleger ggf. auch Teilbeträge

seiner Anlage – etwa im Rahmen

von Ausschüttungen – zurückgezahlt werden

und die Einlage hierdurch unter die im

Handelsregister eingetragene Haftsumme

sinkt. Es besteht daher das Risiko, dass bereits

ausgeschüttete Beträge zurückgefordert

werden können.

Diese Haftungsgrundsätze gelten unabhängig

davon, ob der Anleger selbst als Kommanditist

im Handelsregister eingetragen

wird oder seine Beteiligung über die von

ihm beauftragte Treuhandkommanditistin

gehalten wird.


Risiken für säumige Anleger

Für Einzahlungen, die nach dem Fälligkeitstermin

geleistet werden, schulden die Anleger

der Gesellschaft Zinsen in Höhe von

5 % p. a. über dem Basiszinssatz gemäß

§ 247 BGB. Die Treuhandkommanditistin

wird ermächtigt, die Ansprüche im eigenen

Namen für Rechnung der Gesellschaft

geltend zu machen und einzuziehen. Für

säumige Anleger besteht somit die Gefahr

der Belastung mit Verzugszinsen. Zusätzlich

besteht das bereits beschriebene Ausschlussrisiko.

Blind-Pool-Risiko

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

steht die Auswahl der endgültigen Investitionsobjekte,

in welche der Portfoliofonds

das Investitionskapital investieren

wird (Zielfonds), noch nicht fest. Die Geschäftsführung

des Portfoliofonds wird die

Auswahl der Zielfonds mit großer Sorgfalt

vornehmen. Sie wird hierbei durch den beratenden

Investitionsbeirat unterstützt. Für

den Anleger besteht zum Zeitpunkt der Unterzeichnung

des Zeichnungsscheins keine

Möglichkeit, sich ein abschließendes Bild

über die endgültige Zusammensetzung des

Investitionsportfolios zu machen.

Ein weiteres Risiko für den Anleger besteht

darin, dass die Komplementärin trotz der

gesellschaftsvertraglichen Regelungen im

Rahmen der Investitionsrichtlinien keinen

abschließenden und zwingenden Vorgaben

bezüglich der Auswahl der einzelnen Zielfonds

unterliegt. Es obliegt daher alleine

der Investitionsentscheidung der Komplementärin

sowie des diese beratenden

und die Einhaltung der Investitionsrichtlinien

überprüfenden Investitionsbeirats, in

welche Zielfonds das Investitionskapital

letztlich investiert wird. Die Gesellschafterversammlung

wird nur ausnahmsweise

angerufen, wenn der Investitionsbeirat die

Auswahlentscheidung der Komplementärin

nicht bestätigt. Die Anleger haben somit

nur einen sehr eingeschränkten Einfluss

auf die Anlageentscheidungen. Insoweit

besteht für die Anleger das Risiko von Fehlentscheidungen

der Geschäftsführung bzw.

des Investitionsbeirats.

PROGNOSEGEFÄHRDENDE UND ANLAGEGEFÄHRDENDE RISIKEN

Wertentwicklung

Die Wertentwicklung der Beteiligung an

dem Portfoliofonds ist abhängig von der

Wertentwicklung der einzelnen Investments

in die Zielfonds der unterschiedlichen

Assetklassen. Die nicht wertbildenden

Aufwendungen der Investitionsphase

sowohl auf Ebene der Zielfonds, in welche

der Portfoliofonds investiert, als auch auf

Ebene des Portfoliofonds selbst – z. B. Konzeptionsaufwand,

Kosten der Eigenkapital-

beschaffung u. ä. – müssen zunächst durch

Wertzuwächse ausgeglichen werden, ehe

die Beteiligung insgesamt eine Werterhöhung

erfährt.

Die Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen und das

konjunkturelle Umfeld, insbesondere die

Entwicklung an den Kapitalmärkten, sind

– wie für jedes Unternehmen – auch für Investitionen

der vorliegenden Art maßgeb-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 23


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

24 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

lich. Deshalb können Veränderungen dieser

Rahmendaten, insbesondere des Zinsniveaus

und des Börsenumfeldes, negative

Auswirkungen auf die Wertentwicklung der

Gesellschaft und damit auf die Rendite der

Gesellschaft haben.

Das Inflationsrisiko beschreibt darüber hinaus

die Gefahr, dass der Anleger infolge

einer Geldentwertung einen Vermögensschaden

erleidet. Dem Risiko unterliegt sowohl

der Realwert des vorhandenen bzw.

investierten Vermögens als auch der reale

Ertrag, der mit dem Kapital erwirtschaftet

werden soll.

Auch eine breite Streuung des Gesellschaftsvermögens

in Zielfonds nach verschiedenen

Gesichtspunkten kann nicht

verhindern, dass sich gegebenenfalls eine

rückläufige Gesamtentwicklung in Rückgängen

bei dem Wert der Zielfonds niederschlägt

(Allgemeines Marktrisiko).

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf Ebene

des Portfoliofonds

Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und

Prognoseberechnungen auf Ebene des

Portfoliofonds beruhen auf Erfahrungswerten

über die Rendite einzelner Assetklassen

sowie auf vorliegende Prognoserechnungen

marktgängiger, für den Portfoliofonds

grundsätzlich in Frage kommender

Zielfonds. Trotz vorsichtiger Kalkulation

ist nicht auszuschließen, dass diese – auf

Vergangenheitsdaten beruhenden – Planwerte

für das vorliegende Beteiligungsangebot

nicht erreicht werden. Ergebnisse

der Vergangenheit sind keine Garantie für

zukünftige Entwicklungen. Der tatsächliche

Anlageerfolg kann daher nach unten abweichen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass

sich während der Beteiligung des Anlegers

an dem Portfoliofonds die zur Zeit der Prospektaufstellung

geltenden Gesetze und

Verwaltungsvorschriften sowie die Rechtsprechung

und Verwaltungspraxis ändern.

Dies gilt auch für die bankaufsichtsrechtliche

Beurteilung der Tätigkeit der Gesellschaft

und deren Gründungsgesellschafter

durch die zuständige Aufsichtsbehörde, der

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin).

Nach den dem Anbieter zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung vorliegenden Informationen

ist nicht davon auszugehen,

dass die Tätigkeit der Gesellschaft, wie sie

nach den in diesem Prospekt abgedruckten

Verträgen (Gesellschaftsvertrag, Treuhand-

und Verwaltungsvertrag) vorgesehen ist,

insbesondere im Hinblick auf das Finanzkommissionsgeschäft

und die Finanzportfolioverwaltung

einer bankaufsichtsrechtlichen

Erlaubnis der BaFin nach § 32 des

Kreditwesengesetzes (KWG) bedarf. Es

kann jedoch nicht ausgeschlossen werden,

dass die BaFin zukünftig zu der Auffassung

gelangt, dass die Tätigkeit der Gesellschaft

ohne entsprechende Erlaubnis nicht weiter

betrieben werden darf.

Es ist geplant, dass der Vertrieb der Beteiligungen

an der Gesellschaft durch Nachweisvermittler

erfolgt, die über keine

bankaufsichtsrechtliche Erlaubnis nach § 32

KWG verfügen. Der Anbieter geht insoweit

davon aus, dass die Nachweisvermittlung

von Beteiligungen an einem geschlossenen

Fonds wie dem C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 keine erlaubnispflichtige Anlage-

bzw. Abschlussvermittlung darstellt,


insbesondere da die Nachweismakelei mit

Finanzinstrumenten seit dem 01.11.2007

keine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung

mehr darstellt. Ebenso wenig kommt

nach Auffassung des Anbieters der Tatbestand

einer auf Geschäfte mit bestimmten

Finanzinstrumenten bezogenen Anlageberatung

im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr.

1a KWG in Betracht. Auch insoweit kann

jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass

die zukünftige Aufsichtspraxis der BaFin zu

der Auffassung gelangt, dass der Vertrieb

der Beteiligungen an der Gesellschaft ausschließlich

über lizenzierte Institute im Sinne

des § 32 KWG erfolgen darf.

Die genannten Änderungsrisiken können

erhebliche Auswirkungen auf die erwartete

Rendite und die Werthaltigkeit der Beteiligung

an der Gesellschaft haben. Sollte

die geplante Tätigkeit der Gesellschaft eine

bankaufsichtsrechtliche Erlaubnis gem.

§ 32 KWG erfordern, besteht die Gefahr,

dass die Gesellschaft eine solche Erlaubnis

nicht erhält. In diesem Falle müsste die

Gesellschaft im Sinne der gesetzlichen Anforderungen

umstrukturiert oder schlimmstenfalls

rückabgewickelt werden. Dasselbe

Risiko besteht für den Fall, dass die Beteiligungen

an der Gesellschaft nur über lizenzierte

Institute vertrieben werden dürfen.

Es muss davon ausgegangen werden, dass

das geplante Gesellschaftsvermögen in diesem

Fall nicht in dem hierfür vorgesehenen

Zeitrahmen platziert werden könnte. Für

gleichwohl bereits beteiligte Anleger würden

sich hieraus die bereits beschriebenen

Risiken (Platzierungsrisiko) ergeben.

Steuerliche Rahmenbedingungen

Bei Änderung der derzeitigen Rechtsprechung

oder infolge einer neuen Rechtspre-

chung des Bundesfinanzhofes oder anderer

Finanzgerichte bzw. von Änderungen der

Steuergesetze oder Verwaltungsanweisungen

können sich für den Anleger ungünstigere

als die dargestellten steuerlichen

Konsequenzen ergeben. Die Ermittlung der

steuerlichen Ergebnisse wird von dem Portfoliofonds

sorgfältig vorgenommen. Dennoch

ist nicht auszuschließen, dass von Seiten

der Finanzverwaltung im Rahmen der

steuerlichen Veranlagung oder einer Betriebsprüfung

von den eingereichten Steuererklärungen,

mit der Folge geänderter

steuerlicher Ergebnisse, abgewichen wird.

Die Ausarbeitung der steuerlichen Konzeption

und deren Darstellung erfolgten nach

bestem Wissen und Gewissen. Die endgültige

Feststellung der Besteuerungsgrundlagen

obliegt jedoch dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt

des Portfoliofonds

im Rahmen des Veranlagungsverfahrens

bzw. einer steuerlichen Außenprüfung. Eine

Haftung für die von dem Beteiligungsangebot

und den Anlegern erstrebte steuerliche

Behandlung kann daher nicht übernommen

werden.

Änderungen in der Rechtsprechung oder

Rechtsauffassung, neue Erlasse oder neue

Verordnungen der Finanzbehörden in

Deutschland oder auch in anderen Ländern

können die Ergebnisse in erheblichem

Maße beeinflussen.

Nach Auffassung des Anbieters ist bei Erwerb

der Zielfonds durch den Portfoliofonds

davon auszugehen, dass weder im Ausland

noch in Deutschland Umsatzsteuer entsteht.

Der Portfoliofonds ist daher nicht zum Vorsteuerabzug

berechtigt. Es ist nicht gänzlich

auszuschließen, dass die Finanzverwaltung

eine abweichende Rechtsauffassung ver-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 25


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

26 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

tritt und die Umsätze des Portfoliofonds der

Umsatzsteuer unterwerfen könnte. Soweit

der Portfoliofonds auch in ausländische

Zielfonds investiert, ist beabsichtigt, nur

in solche Fonds zu investieren, bei denen

nach Auffassung des Anbieters aufgrund

des Betriebskonzepts keine Betriebsstätte

im Ausland begründet wird. Es kann nicht

völlig ausgeschlossen werden, dass die

ausländische Finanzverwaltung – entgegen

der Auslegung des zwischen Deutschland

und dem betroffenen Ausland geschlossenen

Doppelbesteuerungsabkommens

aus deutscher Sicht – vom Bestehen einer

Betriebsstätte im Ausland ausgehen und

das Besteuerungsrecht für die Einkünfte

aus ausländischen Zielfonds des Portfoliofonds

zum Teil für sich beanspruchen könnte.

Sollten Meinungsverschiedenheiten

bei der Anwendung des Doppelbesteuerungsabkommens

bestehen, wären die

Finanzbehörden beider Staaten nach dem

Abkommen zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung

angehalten, diese im Rahmen

eines Verständigungsverfahrens im gegenseitigen

Einvernehmen zu beseitigen.

Ferner ist zu beachten, dass grundsätzlich

hinsichtlich der noch nicht feststehenden

Zielfondsgesellschaften keine steuerlichen

Aussagen getroffen werden können und

sich die steuerliche Situation hierdurch

maßgeblich verändern kann.

Steuerliche Risiken

Anleger, deren Anlage auf Rendite und

Substanzerhaltung ausgerichtet ist, sollten

die steuerliche Behandlung ihrer Kapitalanlage

beachten. Letztlich kommt es für Anleger

auf den Nettoertrag an, d. h. den Ertrag

nach Abzug der Steuern.

Es gibt keine Gewähr dafür, dass die zur

Zeit der Aufstellung dieses Verkaufsprospektes

geltenden Steuergesetze und steuerlichen

Verwaltungsanordnungen bis zum

Ende der Laufzeit des Portfoliofonds in unveränderter

Form fortbestehen. Änderungen

der steuerlichen Vorschriften oder ihre

Auslegung durch Gerichte und Verwaltungen

können zu einer abweichenden, möglicherweise

nachteiligen, Besteuerung der

Erträge führen. Weiterhin sollte jeder Anleger

das in diesem Beteiligungsangebot

enthaltene Kapitel „Steuerliche Rahmenbedingungen“

sorgfältig lesen und einen

steuerlichen Berater mit der Analyse der

steuerlichen Konsequenzen einer Beteiligung

an dem Portfoliofonds beauftragen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass

die tatsächliche Besteuerung des Anlegers

anders ausfällt, als in diesem Verkaufsprospekt

beschrieben. Eine vorläufige Sicherheit

hinsichtlich der steuerlichen Qualifikation

für das betreffende Wirtschaftsjahr

des Portfoliofonds ist erst dann gegeben,

wenn die Steuerbescheide erstellt sind,

eventuell anschließende Einspruchs- und

finanzgerichtliche Verfahren abgeschlossen

und die entsprechenden Steuerbescheide

bestandskräftig geworden sind.

Darüber hinaus kann trotz größter Sorgfalt

nicht ausgeschlossen werden, dass bereits

von Anfang an eine von der Prospektierung

und Kalkulation abweichende Handhabung

durch die Finanzverwaltung erfolgt.

Die Anleger, die sich über die Treuhandkommanditistin

an dem Portfoliofonds beteiligen,

unterliegen dem Risiko, dass die

steuerliche Bewertung der Übertragung

der Treugeberstellung bezüglich der Betei-


ligung an dem Portfoliofonds im Erb- oder

Schenkungsfall zu höheren Wertansätzen

als bei einem Direktkommanditisten führt.

Insbesondere besteht das Risiko, dass

im Erbfall der Wechsel in die Stellung als

Direktkommanditist für Zwecke der Erbschaftsteuer

seitens der Finanzverwaltung

nicht anerkannt wird.

Für den Anleger besteht grundsätzlich das

Risiko, dass das in einem Wirtschaftsjahr

des Portfoliofonds anteilig auf ihn entfallende

steuerliche Ergebnis aus der Beteiligung

an dem Portfoliofonds zu einer persönlichen

Steuerbelastung führt, ohne dass

entsprechende Ausschüttungen aus der

Beteiligung erfolgen.

Oftmals werden Auslands-Engagements

durch Zielfonds unter der Annahme begonnen,

dass die steuerrechtliche Lage,

insbesondere aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen

(„DBA“), unter Progressionsvorbehalt

zu einer Freistellung von

Gewinnen von der Besteuerung in Deutschland

führt. Wenn hierfür notwendige Voraussetzungen

von der jeweiligen Finanzverwaltung

als nicht gegeben angesehen

werden, etwa weil eine ausländische Betriebsstätte

nicht anerkannt wird oder die

Voraussetzungen einer Spezialnorm vorliegen,

so kann es zu einer Besteuerung der

Gewinne in Deutschland kommen. Gleiches

gilt, falls die Rechtslage eines der beteiligten

Länder, das geltende DBA oder die

Rechtsauffassung der Finanzverwaltung

sich ändert.

Darüber hinaus können die Erträge der

Fondsgesellschaft mit Steuern belastet

sein, die in den ausländischen Ansässigkeitsstaaten

der Zielfonds bzw. ihrer Port-

foliogesellschaften erhoben werden. Auch

wenn in zahlreichen einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommen

alternativ die

Freistellungsmethode für ausländische Einkünfte

(unter Progressionsvorbehalt) oder

die Anrechnungsmethode zur Verringerung

derartiger Steuern vorgesehen ist, können

rechtliche und tatsächliche Hindernisse

dazu führen, dass z. B. die geschuldete

Steuer nicht reduziert oder durch eine Anrechnung

der im Ausland gezahlten Steuer

nicht gemindert werden kann und sich so

eine Doppelbesteuerung ergibt. Entsprechendes

gilt für die Anrechnung ausländischer

Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Die deutsche Finanzverwaltung könnte im

Ausland erzielte Einkünfte der Hinzurechnungsbesteuerung

nach §§ 7ff. Außensteuergesetz

(„AStG“) unterwerfen, falls sie zu

der Auffassung käme, dass eine zu niedrige

Besteuerung vorliegt, und dass nicht

nachgewiesen werden kann, dass die ausländische

Gesellschaft, die ihren Sitz oder

ihre Geschäftsleitung in einem EU- oder

EWR-Staat hat, dort einer tatsächlichen

wirtschaftlichen Tätigkeit nachgeht. Auch

könnte die Finanzverwaltung das steuerliche

Einkommen nach § 1 AStG erhöhen,

falls aus ihrer Sicht der Fremdvergleichsgrundsatz

nicht gewahrt wäre; bei Geschäftsbeziehungen

mit nahe stehenden

Personen bzw. Gesellschaften im Ausland

müssen die Verrechnungspreise insbesondere

fremdüblich sein, zudem gelten gesteigerte

Dokumentationspflichten, deren

Nichteinhaltung Sanktionen, etwa einen

Strafzuschlag oder eine ungünstige Schätzung,

auslösen kann.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass

sich der Portfoliofonds mittelbar an Ziel-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 27


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

28 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

fonds beteiligt und sich die Steuerfolgen für

die Anleger nach den Regelungen des Investmentsteuergesetzes

(„InvStG“) richten.

Sofern die jeweiligen Zielfonds als Investmentvermögen

nicht die Nachweis- und

Veröffentlichungspflichten nach § 5 InvStG

erfüllen, greift die sog. „Pauschalbesteuerung“

nach § 6 InvStG für die erwirtschafteten

Erträge. In diesem Fall unterliegen die

Ausschüttungen der Zielfonds, ein etwaiger

Zwischengewinn sowie in gewissem Umfang

fiktive Wertzuwächse, nämlich 70 %

des Mehrbetrags, der sich als Differenz aus

dem ersten und dem letzten in dem Kalenderjahr

festgesetzten Rücknahmepreis des

Investmentanteils ergibt, aus der Beteiligung

an den Zielfonds bei Privatanlegern

auch ohne tatsächliche Ausschüttung der

vollen Besteuerung; mindestens werden

6 % des letzten im betroffenen Kalenderjahr

festgesetzten Rücknahmepreises oder

– falls letzterer nicht festgesetzt wird – Börsen-

oder Marktpreises angesetzt. Die Pauschalbesteuerung

erfolgt für jedes Jahr, in

dem die Nachweis- und Veröffentlichungspflichten

nicht erfüllt werden.

Im Falle eines Übergangs einer Beteiligung

an dem Portfoliofonds in Folge eines

Erbfalls oder einer Schenkung besteht die

Möglichkeit, dass ausländische Erbschaft-/

Schenkungsteuer zusätzlich zur deutschen

Erbschaft-/Schenkungsteuer anfällt. Die

Anrechnung ausländischer Erbschaftsteuer

kann im Einzelfall nicht möglich oder nur

eingeschränkt möglich sein.

Es ist gleichfalls nicht auszuschließen, dass

die Anleger im Ausland Steuererklärungen

abgeben müssen und dafür Kosten anfallen.

Eine Änderung der steuerlichen Beurteilung

kann sich auch daraus ergeben, dass

während der Beteiligungsdauer des Anlegers

an dem Portfoliofonds die zu berücksichtigenden

Rechtsvorschriften (Gesetze,

Steuerrichtlinien und Steuererlasse) sowie

einschlägige Doppelbesteuerungsabkommen

durch den jeweiligen Normgeber im

Ausland und in Deutschland abgeändert

werden.

Es ist ferner denkbar, dass die Rechtsprechung

der Finanzgerichte von ihren bisherigen

Standpunkten abweicht oder sie durch

Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs

oder des Bundesverfassungsgerichts

angehalten sind, ihre bisherigen Auffassungen

zu modifizieren.

Daneben ist es möglich, dass auch die Finanzverwaltung

ihre Auffassung zu einzelnen

Rechtsfragen ändert.

Das Eintreten der steuerlichen Wirkungen

des Investments kann bei Aufstellung des

Verkaufsprospektes nicht garantiert werden.

Das Nachsteuerergebnis einer Beteiligung

hängt von den individuellen steuerlichen

Faktoren des Anlegers ab, die in

dem Verkaufsprospekt nur typisierend

berücksichtigt werden konnten. Das Risiko

der steuerlichen Konzeption und der Steuerrechtsänderungen

trägt somit vollständig

und allein der Anleger.

Zudem sollte der Anleger bei einer Zeichnung

der Beteiligung an dem Portfoliofonds

beachten, dass ggf. infolge der jährlichen

Einreichung der persönlichen Steuererklärung

weitere Kosten für Berater entstehen

können.


Bonitätsrisiko

Es besteht das Risiko, dass die an der

Durchführung des Beteiligungsangebots

Beteiligten ihren finanziellen Verpflichtungen

gegenüber dem Portfoliofonds wegen

Zahlungsschwierigkeiten nicht oder nicht in

voller Höhe nachkommen können. In diesem

Fall könnten sich negative Auswirkungen

auf die dargestellte Renditeprojektion

und auf die Werthaltigkeit der gehaltenen

Beteiligungen ergeben.

Guthabenverzinsung

Der Portfoliofonds legt freie Liquidität in

verzinsliche Anlagen an. Trotz einer konservativen

und auf Sicherheit bedachten

Anlagepolitik lässt sich nicht jedes Risiko

ausschließen. Risiken ergeben sich dann,

wenn erwartete Erträge aus Verzinsungen

nicht oder nicht dauerhaft erzielt werden

können, weil Veränderungen am Kapitalmarkt

mit der Folge niedrigerer Zinsen

eintreten. Negative Kapitalmarkteinflüsse

können zu Renditebeeinträchtigungen führen.

Kostenrisiko

Der Großteil der anfänglichen und laufenden

Kosten des Portfoliofonds ist abhängig

von der Höhe der eingeworbenen Einlagen

(Gesellschaftsvermögen), d. h. das Anlageergebnis

ist weitgehend unabhängig von

der Höhe des Gesellschaftsvermögens.

Lediglich einige Kostenpositionen wie z.

B. die Kosten für die Jahresabschlüsse und

laufende Beratungskosten bestehen als

Festbeträge. Sollte das tatsächliche Gesellschaftsvermögen

niedriger ausfallen als

geplant, können diese vom Gesellschaftsvermögen

unabhängigen Kostenpositionen

das Anlageergebnis negativ beeinflussen.

Höhere laufende Kosten des C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1

Es ist nicht völlig auszuschließen, dass aufgrund

von noch nicht absehbaren Umständen

die laufenden Kosten auf Ebene des

Portfoliofonds höher als kalkuliert ausfallen.

Dies kann zu einer Verminderung der

Ausschüttungen und damit zu einer Verminderung

des Anlageergebnisses führen.

Geringere Rückvergütung von Zielfondsprovisionen

Die von Zielfonds an die von dem Portfoliofonds

mit der Vermittlung der Zielfonds

beauftragte C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH für deren Zuführung des

Portfoliofonds gezahlten Vertriebsvergütungen

fließen auf Grundlage der zwischen

dem Portfoliofonds und der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH getroffenen

Vereinbarung solange von dieser

als Rückvergütung an den Portfoliofonds

zurück, bis die von dem Portfoliofonds

vorfinanzierten Kapitalbeschaffungskosten

in Höhe von rechnerisch 5,0 % unverzinst

wieder ausgeglichen sind; erst ein eventuell

darüber hinausgehender, von den Zielfonds

entrichteter Provisionsbetrag verbleibt

bei der C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH. Insoweit besteht das

Risiko, dass die Höhe der dem Portfoliofonds

insgesamt durch Rückvergütung von

der C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH zufließenden Zielfondsprovisionen

niedriger als prognostiziert ausfällt. In diesem

Falle wäre die Höhe der (nicht durch

Zielfondsprovisionen ausgeglichenen)

Kapitalbeschaffungskosten des Portfoliofonds

höher als erwartet und die Höhe des

verbleibenden Investitionskapitals entsprechend

geringer. Dies kann negative Aus-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 29


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

30 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

wirkungen auf das Ergebnis des Portfoliofonds

haben.

Währungsrisiko

Währungsrisiken können sowohl bei Guthaben/Investitionen

und Verbindlichkeiten

wie auch bei Aufwendungen und Erträgen

auftreten, die in Fremdwährungen

außerhalb des Euro-Währungsverbundes

auftreten, so insbesondere bei allen Zielfondsinvestitionen

in Fremdwährung, z. B.

bei ausländischen Immobilien- und sonstigen

Fonds, Investitionen in ausländische

Lebensversicherungspolicen und einzelnen

Ertrags- und Kostenfaktoren in Fremdwährung

bei Schiffsbeteiligungen o. ä..

Für die Beteiligung an dem Portfoliofonds

bedeutet dies, dass sich Währungsschwankungen

ausländischer Währungen zum Euro

RISIKEN AUF EBENE DER ZIELFONDS

Allgemeine Risiken auf Ebene der Zielfonds

Die in diesem Risiko-Abschnitt dargestellten

Risiken, die sich für einen Anleger an

dem Portfoliofonds dadurch ergeben, dass

er eine Vermögensanlage in Form einer

mittelbaren oder unmittelbaren Beteiligung

an einem geschlossenen Fonds erwirbt

(Allgemeine Risiken, Prognose- und

Anlagegefährdende Risiken, Maximalrisiko),

bestehen sinngemäß auch auf Ebene

des Portfoliofonds im Hinblick auf dessen

Investitionstätigkeit in Zusammenhang mit

dem Erwerb von mittelbaren oder unmittelbaren

Beteiligungen an geschlossenen

Zielfonds.

mittelbar auf die Gesellschaft bzw. deren

Portfolio auswirken. Es kann insbesondere

nicht ausgeschlossen werden, dass die

oben beschriebene Währungsentwicklung

einen möglichen Renditevorsprung ganz

oder teilweise aufzehrt und die erzielte

Rendite beeinträchtigt. Für den Anleger besteht

damit die Gefahr einer wechselkursbedingten

Verschlechterung der wirtschaftlichen

Entwicklung seiner Beteiligung.

Vertragserfüllungsrisiko aus dem Mittelverwendungsvertrag

Sofern der Mittelverwendungskontrolleur

seinen obliegenden Prüfungspflichten

nicht nachkommt, besteht das Risiko der

Fehlverwendung der eingezahlten Kommanditeinlagen.

Im Extremfall droht dem

Portfoliofonds die Insolvenz.

Darüber hinaus ergeben sich auf Ebene der

Zielfonds folgende allgemeine Risiken.

Emittentenrisiko

Die Risiken aus einer Beteiligung an Zielfonds

bestehen im Wesentlichen im Bonitätsrisiko

der Emittenten dieser Zielfonds

bzw. derjenigen Emittenten, in deren

Vermögensanlagen oder Wertpapiere die

Zielfonds ihrerseits investieren. So können

Emittenten als Schuldner ganz oder völlig

ausfallen; entsprechende Ansprüche

würden in diesem Fall verloren gehen.

Ein Ausfall solcher Vertragspartner kann

nicht von vorneherein ausgeschlossen

werden.


Fertigstellungsrisiko

Im Rahmen von Zielfonds im Bereich Immobilien-

und Schiffsbeteiligungen o. ä. ist nicht

auszuschließen, dass das jeweilige Investitionsobjekt

zum Beteiligungszeitpunkt noch

nicht fertig gestellt ist. Es ist nicht gänzlich

auszuschließen, dass sich bei nicht vertragsgemäßem

Verhalten etwa der Garantiegeber

Nachteile für den Anleger mit der Folge

einer Renditeverschlechterung ergeben.

Renditeprognosen auf Ebene der Zielfonds

Den Renditeprognosen auf Ebene der einzelnen

Zielfonds, in welche der Portfoliofonds

investiert, liegen Annahmen über künftige

Aufwendungen und Erträge zu Grunde. Die

prognostizierten Werte können von den tatsächlichen

Werten in ihrer Höhe abweichen.

Ergebnisse der Vergangenheit sind keine

Garantie für zukünftige Entwicklungen.

Ebenso können bei nicht vertragsgemäßem

Verhalten – z. B. der Mieter bei Immobilieninvestitionen

oder der Charterer bei Schiffsbeteiligungen

– die tatsächlichen von den

vertraglich festgelegten und kalkulierten

Größen abweichen. Die Renditeprognose

versteht sich daher als eine in regelmäßigen

Abständen anzupassende Finanz- und

Liquiditätsplanung. Bei Abweichungen der

tatsächlichen von den prognostizierten Werten

verändern sich die dargestellten Überschüsse

sowie die steuerlichen Ergebnisse

und damit letztlich der wirtschaftliche Gesamterfolg

der Investition. Wesentliche Einflussfaktoren

für die Renditeprognose sind

die Immobilien- und Mietpreisentwicklungen,

die Entwicklung der Schiffs-Charterraten

und kalkulierter Schiffs-Betriebskosten,

Entwicklungen der Kapitalmärkte im Allge-

meinen und Börsenkurse im Besonderen,

die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise,

der Kaufpreis und die zukünftige

Performance von Versicherungspolicen und

sonstigen Wirtschaftsgütern, die Erträge aus

Liquiditätsreserven, die laufenden Kosten

einer Fondsgesellschaft, Anschlussfinanzierungen

und Währungsentwicklungen.

Fremdkapital

Die Finanz- und Investitionspläne einzelner

Zielfonds, in welche der Portfoliofonds

investiert, sehen vor, den kalkulierten Finanzbedarf

teilweise mit Fremdkapital zu

bestreiten. Sollte eine Zielfondsgesellschaft

nicht in der Lage sein, die hieraus erwachsenden

Zins- und Tilgungsleistungen vertragsgemäß

zu erbringen, ist nicht auszuschließen,

dass die Kredit gewährende

Bank von etwaigen Verwertungsrechten

Gebrauch macht und es zu einer Zwangsversteigerung

der Investitionsobjekte des

Zielfonds kommt. Dies kann im Extremfall

zum Totalverlust des in diese Zielfonds investierten

Kapitals führen.

Anschlussfinanzierung

Nach Ablauf der üblichen Zinsbindungsfristen

wird in den Prognoserechnungen

der jeweiligen Zielfonds mit bestimmten

Anschlusszinssätzen kalkuliert. Liegt der

tatsächliche Zinssatz für eine Anschlussfinanzierung

über dem kalkulierten Wert,

ergibt sich hieraus eine Verschlechterung

der prognostizierten Ergebnisse.

Versicherungen

Aufgrund der von Seiten einzelner Zielfonds

(z. B. Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen

etc.) abzuschließenden allgemeinen

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 31


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

32 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

und marktüblichen Versicherungen besteht

in der Regel üblicher Versicherungsschutz

für die Investitionsobjekte der Zielfonds.

Dennoch ist nicht auszuschließen, dass in

einem Versicherungsfall die Versicherungssumme

nicht oder nicht vollständig zur

Abdeckung des entstandenen Schadens

ausreicht oder eine Versicherung überhaupt

besteht. Darüber hinaus kann eine

Selbstbeteiligung zulasten des jeweiligen

Zielfonds zum Tragen kommen.

Höhere als kalkulierte Kosten auf Ebene

der einzelnen Zielfonds

Nicht auszuschließen ist, dass die Kosten

der einzelnen Zielfonds, auf welche der

Portfoliofonds keinen Einfluss hat, höher

als kalkuliert ausfallen. Dies kann zu einer

Verminderung der geplanten Ausschüttungen

führen.

Rückabwicklungsrisiko von Zielfonds

Es ist nicht völlig auszuschließen, dass

Zielfonds, in welche der Portfoliofonds investiert,

rückabgewickelt werden müssen.

Dabei können je nach den vertraglichen

Regelungen der Zielfonds die erbrachten

Pflichteinlagen abzüglich gemäß Investitions-

und Finanzplan verwendeter Mittel,

einschließlich der dem Zielfonds entstanden

Kosten zurückerstattet werden. Dies

kann zu einem verminderten Investitionsvolumen,

einer sinkenden Rendite und zu

einer Veränderung der prozentualen Aufteilung

der Zielfonds unter den Assetklassen

führen. Für den Portfoliofonds besteht

zudem das Risiko, dass die Investition in

einen bestimmten Zielfonds endet, ohne

dass dies auf Grundlage einer gewünschten

Investitionsentscheidung geschieht.

Anwendbarkeit ausländischen Rechts

Die Zielfonds des Portfoliofonds investieren

ihrerseits zum Teil auch in ausländische

Fondsgesellschaften. In diesen Fällen unterliegen

abgeschlossene Verträge häufig

ausländischem Recht und einem ausländischen

Gerichtsstand, was im Falle einer

Rechtstreitigkeit mit höheren Rechtsverfolgungskosten

verbunden sein kann. Es können

sich auch Probleme im Zusammenhang

mit dem ausländischen Steuerrecht ergeben.

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

stehen die Zielfonds noch nicht fest,

so dass Angaben zu Risiken über mögliche

Auslandsbeteiligungen noch nicht abschließend

darstellbar sind.

Verringerung bzw. vollständiger Wegfall

kalkulierter Ertragspositionen aus den

getätigten Kapitalanlagen und Beteiligungen

Der tatsächliche Anlageerfolg kann nach

unten abweichen. Genaue Aussagen über

die mögliche Höhe solcher Abweichungen

und deren relative Eintrittswahrscheinlichkeit

sind nicht möglich, da die Zielfonds

noch nicht feststehen.

Spezifische Risiken auf Ebene der Zielfonds

Da zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

die Zielfonds noch nicht ausgewählt sind,

können die speziellen Risiken in Zusammenhang

mit der Investition in einzelne

Zielfonds nur abstrakt dargestellt werden.

Eine Konkretisierung auf den einzelnen Investitionsfall

ist zu diesem Zeitpunkt nicht

möglich (s. auch Blind-Pool-Risiko).


Nachfolgend werden daher spezifische Risiken

in Zusammenhang mit einer Investition

in geschlossene Fonds der in diesem

Verkaufsprospekt genannten Assetklassen

beschrieben.

Spezifische Risiken von Immobilienfonds

Falls vereinbarte Ansprüche aus Miet- oder

Pachtverträgen der Investitionsobjekte nicht

durchgesetzt werden können, z. B. weil

Mieter oder Pächter insolvent werden oder

rechtliche Mittel gegen die Erfüllung ihrer

vertraglichen Pflichten bemühen, können

die vom Zielfonds prognostizierten Einnahmen

unterschritten werden. Darüber hinaus

können sich weitere, mieterunabhängige

Faktoren ungünstig entwickeln und so die

Erzielung von Mieteinnahmen gefährden:

Neben objektabhängigen Umständen wie

Standort, Zustand des Objektes, Nutzungsmöglichkeiten,

Infrastruktur und konkurrierenden

Objekten in der Umgebung spielen

auch übergeordnete Einflüsse eine Rolle,

so z. B. das Mietzinsniveau, das wirtschaftliche

Umfeld in regionaler und nationaler

Sicht und die Inflationsrate. Enden Mietverhältnisse,

so können Mieteinnahmen durch

fehlende, verzögerte oder wirtschaftlich ungünstigere

Anschlussvermietungen gefährdet

bzw. beeinträchtigt werden; dies gilt

insbesondere für vorzeitige, aber auch für

planmäßige Vertragsbeendigungen. Hohe

oder dauerhafte Mietausfälle können dazu

führen, dass auf der Objekt- oder Zielfondsebene

bestehende Verpflichtungen, vor allem

zur Bedienung von Verbindlichkeiten nicht

mehr bedient werden können. Im Extremfall

kann dies zu einer Zwangsverwertung

der Immobilie durch den Gläubiger führen.

Bei Investitionen in Neubauvorhaben bestehen

insbesondere zahlreiche Risiken,

die das zu errichtende Objekt betreffen: So

können die projektierten Kosten überschritten

werden, zeitliche Verzögerungen bei

den Baufortschritten bis hin zum Abbruch

des Projektes auftreten, nachträgliche Änderungen

mit negativen Folgen für den Investor

(z. B. Verringerung der Nutzfläche)

notwendig werden oder fehlerhafte Ausführungen

zu Mängeln am Objekt führen.

Hierfür kann es unterschiedliche Gründe

geben, z. B. Insolvenz von Über- oder Unternehmern,

rechtliche Hindernisse (etwa

aus Nachbarstreitigkeiten) oder witterungsbedingte

Planabweichungen. Dies kann sowohl

direkte Minderungen der Einnahmen

nach sich ziehen als auch zu nachteiligen

Entwicklungen mit weiteren Effekten führen,

etwa Abschluss von verspäteten oder

wirtschaftlich schlechteren Mietverträgen.

Auch bei planmäßiger Fertigstellung können

die vorstehend dargestellten Folgen

von Mietausfällen eintreten.

Abgeschlossene Versicherungsverträge

können im Schadensfall eine zu geringe

Deckungssumme bieten oder die Schadensursache

nicht abdecken (z. B. Elementarschäden

oder Terroranschläge).

Wenn Zielfonds ihre Investitionsobjekte

zum Ende ihrer Laufzeit für die Liquidation

oder zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt

verkaufen, so kann der Erlös daraus

die Erwartungen oder Prognosen unterschreiten.

Die Höhe des erzielbaren Erlöses

wird durch viele Umstände beeinflusst, insbesondere

die erzielbaren Mieteinnahmen,

den Standort, den Zustand des Objektes

oder auch objektunabhängige Risiken wie

die konjunkturelle Lage und Entwicklung.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 33


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

34 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

Die Zielfondsgesellschaften können für

deren Zielobjekte höhere Instandhaltungs-

und Nebenkosten treffen (letztere soweit

nicht umlagefähig) als prognostiziert. Auch

Kosten aus unerwarteten Reparaturen können

nicht ausgeschlossen werden. Ebenso

können anfallende Nebenkosten während

der Dauer eines Leerstandes nicht auf Dritte

umgelegt werden.

Durch eine Zielfondsgesellschaft erworbene

Objekte können Mängel aufweisen,

die erst später erkannt werden und die zu

erheblichen Instandsetzungskosten am Objekt

und zu einer nachhaltigen Minderung

der erzielbaren Mieteinnahmen führen.

Gleiches gilt für unerkannte Altlasten von

Grundstücken, etwa Bodenverunreinigungen.

Gewährleistungsansprüche können

fehlen oder rechtlich oder wirtschaftlich

undurchsetzbar sein, etwa wenn ein Anspruchsgegner

nicht auffindbar ist oder

keine ausreichende Bonität aufweist.

Spezifische Risiken von Schiffsfonds

Schiffe, die Investitionsziel eines von dem

Portfoliofonds erworbenen Zielfonds sind,

sollen vor allem Erträge aus Chartereinnahmen

erzielen. Sofern ein solches Schiff nicht

fristgerecht fertig gestellt oder abgeliefert

wird, verzögert sich auch der Beginn dieser

Einnahmen, was das Betriebsergebnis

negativ beeinflusst und so Auszahlungen

an den Portfoliofonds und schließlich auch

an den Anleger gefährden kann. Sollte die

Übergabe des Schiffes in die Charter gar

endgültig scheitern (z. B. durch eine Werft-

Insolvenz), so hätte dies einen Kapitalverlust

des Zielfonds zur Folge.

Vereinbarte Charterraten, insbesondere

aus Erstcharter-Verträgen, könnten in ge-

ringerer als erwarteter Höhe gezahlt werden

oder sogar gänzlich ausfallen, so z. B.

durch Zahlungsunfähigkeit des Charterers

oder nach einer vorzeitigen Kündigung.

Dieses Risiko besteht auch bei Einbezug eines

Chartergaranten, sofern dessen Bonität

nicht ausreicht.

Die Laufzeit des Erstcharter-Vertrages ist

üblicherweise auf eine Laufzeit von ca. 1

bis 12 Jahren begrenzt. Sofern keine oder

nur eine für die Zielfondsgesellschaft wirtschaftlich

ungünstigere Anschlusscharter

gefunden werden kann, verringert dies die

Einnahmen des Zielfonds.

Wenn das Schiff in einen Charterpool eingebracht

werden soll, besteht das Risiko,

dass es weniger Erlöse erzielt, als durch

den eigentlichen Chartervertrag ohne Pooleinsatz

möglich wären.

Es kann sein, dass ein von einem Zielfonds

finanziertes Schiff einen Schadensfall erleidet,

dessen finanzielle Folgen nicht oder

nicht zur Gänze von einer Versicherung aufgefangen

werden, z. B. weil die konkrete

Schadensursache nicht versichert wurde

oder werden konnte, der Versicherungsschutz

versagt wird oder die Höhe der

Deckungssumme oder die Bonität der Versicherungsgesellschaft

nicht ausreicht. Bei

einem gleichzeitigen Auftreten mehrerer

Versicherungsfälle können sich diese Risiken

kumulieren.

Für den Betrieb des Schiffes und damit zusammenhängende

Tätigkeiten (z. B. Werft-

und Dockaufenthalte), insbesondere für

Wartezeiten, Material und Personal, fallen

Kosten an, die nicht exakt planbar sind und

höher als erwartet ausfallen können.

Der Erlös aus geplanten Schiffsverkäufen

hängt von verschiedenen Parametern ab,


die sich im Vorfeld nicht exakt planen lassen.

Dazu gehören der Zustand der Schiffe

zum Veräußerungszeitpunkt, die Marktlage

für gebrauchte Schiffe im Allgemeinen und

die spezielle Schiffsklasse im Besonderen

sowie der Wechselkurs der Verkaufswährung.

Ein Verkaufserlös kann daher niedriger

als prognostiziert ausfallen.

Für den laufenden Schiffsbetrieb sind behördliche

Genehmigungen nötig. Es kann

sein, dass derartige Genehmigungen nicht,

eingeschränkt oder verspätet erteilt werden,

dass erteilte Genehmigungen ganz

oder teilweise zurückgenommen oder

nicht erneuert werden oder der Betrieb

des Schiffes anderweitig behördlich eingeschränkt

oder ganz untersagt wird.

Das Konzept des Portfoliofonds geht davon

aus, dass Schiffsgesellschaften, an denen

sich die zu erwerbenden Zielfonds beteiligen,

ihre Gewinnermittlung durchgehend

nach § 5a Einkommensteuergesetz (EStG)

durchführen („Tonnagebesteuerung“).

Falls eine Schiffsgesellschaft die Möglichkeit

dieser pauschalen Gewinnermittlung

nicht wahrnimmt oder aufgibt und zur

herkömmlichen Gewinnermittlung nach

§ 5 EStG zurückkehrt, so unterliegen anschließend

erwirtschaftete Gewinne dieser

Schiffsgesellschaft, vor allem aus Betrieb

oder Veräußerung des Schiffes, der Gewerbesteuer.

Dies gilt ebenfalls für Gewinne

des Zielfonds aus der Veräußerung seiner

Beteiligung an der Schiffsgesellschaft. Zudem

ist möglich, dass das derzeitig geltende

Regelwerk zur Tonnagebesteuerung

zukünftig geändert oder aufgehoben oder

durch die Finanzverwaltung in entscheidenden

Punkten anders als bisher ausgelegt

wird.

Spezifische Risiken von Private Equity-

Fonds

Der Portfoliofonds erwirbt über Eigenkapitalbeteiligungen

u. a. Anteile an Private

Equity-Fonds (Zielfonds), die wiederum

Eigenkapital an Unternehmen geben bzw.

eigenkapitalähnliche Beteiligungen an Unternehmen

(Zielunternehmen) eingehen.

Der Portfoliofonds nimmt dadurch mittelbar

an der wirtschaftlichen Entwicklung der

Zielfonds und der Zielunternehmen teil. Das

heißt, die Anleger tragen ein unternehmerisches

Risiko. Es kann keine Gewähr dafür

übernommen werden, dass sich diese Zielfonds

und Zielunternehmen so entwickeln,

wie bei Prospektaufstellung erwartet wurde.

Insbesondere die in der Vergangenheit

in diesem Bereich erzielbaren Wachstumsraten

stellen nur eine Indikation für zukünftig

mögliche Erträge dar. Bei den Zielunternehmen

handelt es sich in der Regel um

nicht börsennotierte Unternehmen, die sich

auch in einer Verlustphase (z. B. aufgrund

von Anfangsverlusten) befinden können.

Können Unternehmen die sich ihnen stellenden

Herausforderungen nicht erfolgreich

bewältigen, kann dies dazu führen, dass

sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des

jeweiligen Zielunternehmens verschlechtern,

sich geplante Entwicklungen zeitlich

verzögern, sich eine Investition nicht wie

geplant entwickelt oder dass diese teilweise

oder vollständig abgeschrieben werden

muss.

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung war

der Private Equity-Markt von einem Nachfrageüberhang

nach geeigneten Investitionszielen

geprägt. Dadurch kann sich die

Investition auf Zielfondsebene oder Zielunternehmen

länger als erwartet hinziehen

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 35


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

36 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

oder es zu hohen Kaufpreisen für die Eingehung

der Unternehmensbeteiligungen

kommen. Es ist darüber hinaus möglich,

dass Beteiligungen an Zielunternehmen

nicht mehr, nur mit Verzögerung oder nur

mit erheblichen Abschlägen veräußert

werden können. Die Gründe hierfür können

sowohl in den Zielunternehmen selbst, als

auch außerhalb der Zielunternehmen liegen,

etwa in ungünstigen Marktbedingungen

und Konjunkturentwicklungen. Es kann

keine Gewähr dafür übernommen werden,

dass sich der allgemeine oder spezifische

Markt und die Konjunktur wie erwartet

entwickeln. Insbesondere bei jungen Zielunternehmen

oder Zielunternehmen, die

sich in einer Verlustphase befinden, sind

negative Entwicklungen möglich. Einzelne

Zielunternehmen können insolvent werden,

wodurch die Beteiligung daran wertlos

wird. Bei ungünstiger Entwicklung können

so entstandene Verluste sogar bis auf die

Ebene der Anleger durchschlagen. Wegen

des mangelnden Einflusses auf Markt und

Konjunktur sowie einer möglichen negativen

Entwicklung von Zielunternehmen besteht

das Risiko verminderter Erträge und

des Verlustes des eingesetzten Kapitals.

Spezifische Risiken von Lebensversicherungs-Zweitmarktfonds

Sollte die Bonität eines Versicherungsunternehmens,

in dessen Policen ein Zielfonds

investiert hat, nicht ausreichen, um seinen

Verpflichtungen nachzukommen, so können

sowohl die Rückgabe der Policen als auch

ein Weiterverkauf auf dem Zweitmarkt unmöglich

oder nur zu erheblich schlechteren

Bedingungen durchführbar sein.

Die tatsächlichen Ablaufleistungen von

Policen sind insbesondere – aber nicht ausschließlich

bei Zielfonds für den Zweitmarkt

mit britischen Lebensversicherungen

ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen

Erfolg des Investments. Diese hängen

wiederum von der erzielten Performance

von gezahlten Prämien sowie des Sicherungsvermögens

auf den Kapitalmärkten

ab. Schlechtere Entwicklungen der dortigen

Zinsen und der Aktienmärkte als prognostiziert

mindern diese Erträge und können

sich negativ auf Überschussbeteiligungen

und Schlussgewinne auswirken und somit

letztlich auf die Ablaufleistungen. Auch

wenn die Lebenserwartung der Versicherten

anders als erwartet ausfällt oder die

Kosten der Versicherungsgesellschaften

steigen, etwa durch erhöhte Verwaltungskosten,

kann dies zu einer Beeinträchtigung

des wirtschaftlichen Erfolgs führen.

Potenzielle Zielfonds haben u. U. das Recht,

Policen noch während der Laufzeit an die

Versicherungsgesellschaften zurückzugeben.

Sollte dieses Recht bei bestimmten

Zielfonds bestehen und von diesen ausgeübt

werden, z. B. bei schlechteren Auszahlungen

des Policenportfolios als erwartet,

so wird der Kaufpreis üblicherweise unter

den am Zweitmarkt erzielbaren Preisen

liegen. Dadurch und durch ggf. anfallende

Stornokosten und Kapitalertragsteuern

kann der wirtschaftliche Erfolg der Zielfonds

vermindert werden.

Spezifische Risiken von (regenerative)

Energien-Fonds

Ein erfolgreicher Betrieb technischer Anlagen

(z. B. Solaranlagen, Windparks, Geothermie,

Biomasse) setzt voraus, dass die

prognostizierten Einstrahlungsverhältnisse


zw. die Windverhältnisse oder die geologischen

bzw. biologischen Voraussetzungen

der jeweiligen Standorte und der jeweiligen

Anlagentechnik bzw. -leistung eintreten.

Andernfalls können die eingeplanten Erlöse

aus der Strom- oder Wärmeproduktion

nicht realisiert werden. Es ist möglich, dass

die zukünftigen Verhältnisse von den prognostizierten

Werten abweichen. Denkbare,

aber nicht absehbare Ursachen können

z. B. widrige Witterungsbedingungen, lang-

fristige Klimaänderungen oder eine allgemeine

Veränderung der globalen Einstrahlungs-

bzw. Windintensität sein.

Die Sicherung von geplanten Einspeiseerträgen

setzt zudem voraus, dass der jeweilige

Anlagenbetreiber die hieran gestellten

gesetzlichen Anforderungen, insbesondere

auch an den Zeitpunkt der Inbetriebnahme

der Anlage erfüllt. Verfehlt der Anlagenbetreiber

die rechtzeitige Erfüllung solcher

Anforderungen, besteht das Risiko, dass

die kalkulierten Einspeiseerträge nicht, nur

in geringerem Umfang, lediglich verspätet

oder gar nicht erzielt werden können.

Mit vorhandenem Wind, Einstrahlungsverhältnissen

und Biomasse kann nur dann

Strom produziert werden, wenn die jeweiligen

Anlagen technisch verfügbar sind. Die

Sicherstellung der technischen Verfügbarkeit

stellt das primäre Ziel sowohl des Anlegers

als auch des Anlagenbetreibers dar.

Eine jederzeitige Verfügbarkeit kann dabei

jedoch nicht erreicht werden. Die technischen

Anlagen müssen z. B. zur Durchführung

von Inspektionen und zum Austausch

von Verschleißteilen abgeschaltet werden.

Darüber hinaus können sich Stillstandszeiten

bei technischen Defekten ergeben. Diese

können zu einem vollständigen Ausfall

der Stromproduktion führen.

Für den Betrieb dieser Anlagen werden

teilweise bestimmte Betriebsstoffe (z. B.

Biomasse) verwendet. Für den Fall, dass

die Kosten hierfür stärker als prognostiziert

steigen, mindern sich dadurch die Erträge

für den Anlagenbetreiber und somit auch

für den Zielfonds und die Anleger des Portfoliofonds.

Für den Betrieb einer Wind-, Solar- oder

Biogasanlage beispielsweise sind verschiedene

behördliche Genehmigungen erforderlich

(baurechtliches und immissionsschutzrechtliches

Genehmigungsrisiko). Es

kann sein, dass derartige Genehmigungen

nicht, eingeschränkt oder verspätet erteilt

werden, dass erteilte Genehmigungen ganz

oder teilweise zurückgenommen oder nicht

erneuert werden oder der Betrieb der Anlagen

anderweitig behördlich eingeschränkt

oder ganz untersagt wird.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

verpflichtet die Stromlieferanten zur Einspeisung

von aus erneuerbaren Energieträgern

gewonnenen Stroms in das öffentliche

Netz. Durch diese Abnahmegarantie

können die daraus entstehenden Erträge

gewährleistet werden. Die Einstufung des

EEG als rechtswidrig oder ein Beschluss

des Gesetzgebers, die Vergütungssätze für

bestehende Anlagen zu verringern, kann

nicht ausgeschlossen werden. Es könnte

sich dadurch die Einspeisevergütung vermindern,

was für den Portfoliofonds und

für den Anleger geringere Erträge oder

schlimmstenfalls einen Totalverlust des Kapitals

bedeuten würde.

Spezifische Risiken von Sonstigen Fonds

Der Erfolg der Beteiligungen von Zielfonds

an anderen – sonstigen – Unternehmen

hängt von der sorgfältigen Auswahl dieser

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 37


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

38 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

Unternehmensbeteiligungen ab. Die von

den Zielfonds ausgewählten oder betriebenen

Unternehmen bewegen sich in ihrem

jeweiligen Marktumfeld und sind damit

den allgemeinen Risiken der unternehmerischen

Teilnahme am Wirtschaftsverkehr

und am Wettbewerb ausgesetzt. Der Erfolg

einer solchen Beteiligung hängt also von

der Entwicklung des Zielunternehmens ab,

an dem die (sonstige) Beteiligung besteht.

Ein Zahlungsanspruch aus einem von einem

Zielfonds erworbenen Zertifikat besteht für

diesen Zielfonds nur gegenüber dem herausgebenden

Zertifikatsemittenten, unabhängig

von den im Zertifikat abgebildeten

Marktgegenständen. Bei Veräußerung oder

Einlösung der Zertifikate trägt der Zielfonds

daher das Risiko, dass der Emittent den

Veräußerungspreis nicht leisten kann. Bei

einer Insolvenz des Zertifikatsemittenten

würde das Zertifikat zudem wertlos. Maßgeblich

für die Wertentwicklung des Zertifikats

ist die Wertentwicklung des jeweils

abgebildeten Marktgegenstands. Bei einer

schlechter als prognostizierten Entwicklung

kann dies sowohl die Rendite als auch das

für das Zertifikat eingesetzte Kapital gefährden.

In Zertifikaten können auch Produkte

der Assetklassen Immobilien, Schiffe, Private

Equity, Zweitmarktlebensversicherungen

und Energien bzw. Rohstoffe abgebildet

werden; die vorstehend für diese Anlageprodukte

dargestellten Risiken gelten deshalb

mittelbar auch für Zertifikate.

Unter Umständen erwerben Zielfonds auch

Fondsanteile auf dem Zweitmarkt. Für solche

Zweitmarkt-Anteile gelten die vorstehend

dargestellten allgemeinen und spezifischen

Risiken entsprechend. Darüber

hinaus wird der Kaufpreis für einen bereits

gezeichneten Fondsanteil zwischen den

Parteien im Wesentlichen frei durch Angebot

und Nachfrage ermittelt. Es besteht

deshalb das Risiko, dass die Zielfondsgesellschaft

den Zweitmarktanteil zu einem

unrentablen Kaufpreis erwirbt.

Risiken in Zusammenhang mit ungünstigen

Entwicklungen an den Immobilien-,

Schiffs-, Lebensversicherungs-, Unternehmens-,

Energie- und Rohstoff- sowie

sonstigen Beteiligungsmärkten

Immobilienmärkte

Der wirtschaftliche Erfolg der vorgesehenen

mittelbaren Immobilieninvestitionen

hängt ganz wesentlich von der Entwicklung

der Mieteinnahmen ab. Maßgebliche

Einflussgrößen hierfür sind die Bonität der

Mieter und das vertragsgemäße Verhalten,

die Mietkonditionen bei Anschlussvermietungen,

die Entwicklung der Inflationsrate

bei indexierten Mietverträgen, das Marktumfeld,

die Standortentwicklung und die

Wettbewerbssituation einer Immobilienanlage.

Über die kalkulierten Beträge hinausgehende

Instandhaltungs- und Revitalisierungsmaßnahmen

– z. B. zur Anpassung an

geänderte Wettbewerbs- und Bedarfsstrukturen

– können grundsätzlich nicht ausgeschlossen

werden. Der Wert einer Immobilie,

und damit auch der Veräußerungserlös,

bestimmt sich im Wesentlichen nach dem

Ertragswert, der seinerseits von der Höhe

der jährlichen Mieteinnahmen und dem

Standort abhängt. Eine Verringerung der

Mieteinnahmen und/oder eine Verschlechterung

der Bewertung des Standorts hat

zwangsläufig einen niedrigeren Ertragswert

der Immobilie zur Folge.


Schifffahrtsmärkte

Der wirtschaftliche Erfolg der vorgesehenen

mittelbaren Schiffsbeteiligungen wird maßgeblich

von der Entwicklung der Charterraten

bestimmt. Wesentliche Einflussfaktoren

hierfür sind die Bonität des Charterers und

das vertragsgemäße Verhalten, die Charterraten

bei Anschlussbeschäftigung, das

Marktumfeld und die Wettbewerbssituation

am Schiffsmarkt. Die Höhe eines späteren

Veräußerungserlöses ist grundsätzlich

abhängig von der jeweiligen Marktlage für

gebrauchte Schiffe zum Veräußerungszeitpunkt

und dem jeweiligen technischen Zustand.

Lebensversicherungsmärkte

Der wirtschaftliche Erfolg von Lebensversicherungs-Zielfonds

hängt sowohl von dem

Verhältnis des Kaufpreises zu dem bereits

aufgebauten Vermögen als auch von der

zukünftigen Performance der Versicherungspolicen

ab. Beides kann im Voraus

nur geschätzt werden. Die zukünftige Performance

von Versicherungspolicen ist im

Wesentlichen vom Anlageerfolg der Versicherer

abhängig und kann negativ von den

Prognosen abweichen.

Unternehmensbeteiligungsmärkte

Der wirtschaftliche Erfolg der geplanten

mittelbaren Private Equity-Investitionen

resultiert maßgeblich aus der erfolgreichen

Veräußerung der von den jeweiligen

Anlageprogrammen gehaltenen Unternehmensbeteiligungen.

Die tatsächliche Realisierung

solcher Veräußerungsgewinne

hängt damit im Wesentlichen ab von der

gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den

speziellen Branchentrends der gehaltenen

Beteiligungsunternehmen, dem wirtschaftlichen

und technologischen Erfolg des Unternehmenskonzepts

eines Beteiligungsunternehmens

und der Entwicklung des

Marktumfelds und der allgemeinen Kapitalmarktsituation

für Beteiligungsverkäufe.

Umwelt-, Energie- und Rohstofffonds

Der wirtschaftliche Erfolg von Umwelt-,

Energie- und Rohstofffonds hängt sowohl

maßgeblich von der technologischen Entwicklung

und erfolgreichen Umsetzung effizienter

Förderungsverfahren für erneuerbare

und konventionelle Energieträger ab,

als auch von dem Verlauf der Verknappung

natürlicher Rohstoffe und Energieträger sowie

der zukünftigen politischen Förderung

alternativer Energiegewinnungskonzepte.

Bei steigenden Explorations-, Förderungs-

oder sonstigen Betriebskosten oder sinkenden

Energiepreisen oder sich negativ

verändernder politischer Rahmenbedingungen

können die Erträge negativ von der

Prognose abweichen.

Sonstige Fonds

Der wirtschaftliche Erfolg eines jeden

(sonstigen) Zielfonds hängt grundsätzlich

von vielen Faktoren ab, beispielsweise von

allgemein und spezifisch positiven, wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen, funktionierender

Technik und Technologie sowie

erfolgreichem Absatz. Ändern sich diese

Faktoren zum Negativen, können auch die

Erträge negativ von der Prognose abweichen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 39


wesentliche risiken der beteiligung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

40 | Wesentliche Risiken der Beteiligung

ANLEGERGEFÄHRDENDE RISIKEN

Persönliche Anteilsfinanzierung

Eine Fremdfinanzierung der Einlage durch

den einzelnen Anleger ist nach dem Beteiligungskonzept

nicht vorgesehen und wird

vom Anbieter auch ausdrücklich nicht empfohlen,

da mit einer solchen Fremdfinanzierung

verschiedene zusätzliche Risiken

verbunden sind:

- Mit einer Fremdfinanzierung ist die Gefahr

verbunden, dass der Anleger den

vollen Kreditbetrag zurückzahlen muss,

obwohl sich der Wert der Beteiligung an

der Gesellschaft verringert hat.

- Eine vorzeitige Rückführung der vom

Anleger aufgenommenen Fremdmittel

wird häufig nur gegen Zahlung einer so

genannten Vorfälligkeitsentschädigung

möglich sein.

- Wenn keine langfristig abgesicherten

Zinsvereinbarungen vorliegen, bestehen

zudem Zinsänderungsrisiken.

- Schließlich kann in steuerlicher Hinsicht

die so genannte Gewinnerzielungsab-

sicht von der zuständigen Finanzverwaltung

in Frage gestellt werden, d. h.

die steuerliche Totalüberschussabsicht

des jeweiligen Anlegers kann bei einer

Fremdfinanzierung der Beteiligung an

der Gesellschaft gefährdet sein. Dies

würde zu steuerlichen Nachteilen führen.

Eine Fremdfinanzierung der Beteiligung

bedarf daher sorgfältiger steuerlicher

Beratung.

- Verliert die Beteiligung an Wert und kann

der Kredit nicht aus anderen Vermögensgegenständen

zurückgeführt werden, besteht

das Risiko der privaten Insolvenz.

Es wird daher ausdrücklich empfohlen, die

von den einzelnen Anlegern gezeichneten

Kapitaleinlagen aus vorhandenem Vermögen

aufzubringen.

Die Zinsen für eine persönliche Anteilsfinanzierung

stellen steuerliche Sonderwerbungskosten

des Anlegers dar. Diese müssen

aber, damit sie steuerlich berücksichtigt

werden können, termingerecht vom Anleger

gemeldet werden.


MAXIMALRISIKO DER BETEILIGUNG

Die in diesem Abschnitt ausführlich dargestellten

Risiken können nicht nur einzeln

und einmalig auftreten. Jedes Risiko kann

wiederholt auftreten. Es können sich auch

mehrere Risiken gleichzeitig realisieren.

Darüber hinaus können unvorhersehbare

Risiken eintreten.

Eine Beteiligung an dem Portfoliofonds

kann im Extremfall zum Totalverlust des

eingesetzten Kapitals führen. Bei einer

Fremdfinanzierung der Beteiligung muss

der Anleger in diesem Fall zusätzlich den

vollen Kreditbetrag nebst Zinsen zurückzahlen.

Soweit der Anleger hierzu mangels

anderweitigem Vermögen nicht in der Lage

ist, besteht das Risiko der privaten Insolvenz.

Darüber hinaus sind zum Zeitpunkt der

Prospektaufstellung keine weiteren wesentlichen

Risiken bekannt.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Wesentliche Risiken der Beteiligung | 41


das konzept

Immobilien

25 %

Deutschland

International

Wohn/

Gewerbe

Bestand/

Handel

Spezialthemen

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

44 | Das Konzept

DAS BETEILIGUNGSANGEBOT IM ÜBERBLICK

Mit dem C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

(Portfoliofonds) beteiligen Sie sich unmittelbar

oder mittelbar als Kommanditist an

einem geschlossenen Dachfonds, der seinerseits

in mehrere geschlossene Beteiligungsangebote

(Zielfonds) für Immobilien,

Schiffe, Private Equity, bestehende Lebensversicherungspolicen,

Umwelt-, Energie-

bzw. Rohstoffanlagen sowie sonstiger Geschäftsmodelle

investiert. Das Anlageziel

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 ist dabei:

Steigerung der Portfolio-Stabilität bei

gleichzeitiger Renditeoptimierung durch

breit gestreute Investitionen in geschlossene

Fonds unterschiedlicher Assetklassen,

Teilmärkte und Initiatoren. Eine diversifi-

Schiffe

25 %

Tanker

Frachter

Container

Einschiff/

Flotten

Spezialthemen

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

GmbH & Co. KG

Private Equity

15 %

Buy-in/-out

Venture Capital

Mezzanine

Regionen

Spezialthemen

LV-Zweitmarkt

10 %

Deutschland

International

Einzelpolicen

Portfolios

Spezialthemen

GESCHLOSSENE FONDS

ALS IDEALER

PORTFOLIOBESTANDTEIL

zierte Investition in unterschiedliche Assetklassen

kann die Rendite Ihrer Vermögensanlage

bei gleichzeitiger Erhöhung der

Sicherheit verbessern.

Das Beteiligungsangebot richtet sich an In-

vestoren mit einem langfristigen Anlagehorizont,

die eine unternehmerische Beteiligung

auf Basis der Erkenntnisse der mo-

dernen Portfoliotheorien eingehen möch-

ten. Der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

ermöglicht Ihnen die Teilhabe an einer systematisch

ausgefeilten Asset Allocation. Die

Beteiligung soll in folgender Gewichtung

auf Zielfonds in den sechs verschiedenen

Assetklassen verteilt werden (Abb.).

Energie/Rohstoffe

10 %

erneuerbare

Energie

Energieeffizienz

konventionelle

Energie

Rohstoffe

Spezialthemen

Sonstige

15 %

Infrastruktur

Flugzeuge

Container

Lifestyle

Spezialthemen

Hinweis: die Bezeichnungen der Teilmärkte/-segmente in der vorstehenden Grafik sind nur beispielhaft und nur als Veranschaulichung zu verstehen.

Die tatsächliche Verteilung des Investitionskapitals auf einzelne Assetklassen und auf einzelne Teilmärkte/-segmente wird, abhängig

vom jeweils verfügbaren Marktangebot zum Zeitpunkt der Investitionen, davon abweichen.

Durch die Beimischung der dargestellten

Assetklassen im Rahmen des C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 zu einem klassischen

Aktien(fonds)- und Renten(fonds)portfolio

wird eine Verbesserung des Gesamt-

Rendite-Risiko-Profils angestrebt.


Der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 bietet

Anlegern Zugang zur Expertise in der Beurteilung

und Auswahl attraktiver Beteiligungsmodelle

unterschiedlicher Initiatoren.

Bei der Selektion der einzelnen Zielfonds

profitieren Anleger zum einen von dem professionellen

Fondsauswahlprozess im Hause

C-QUADRAT. Die aus Österreich stammende

C-QUADRAT-Gruppe gehört zu den erfolgreichsten

Dachfondsmanagern Europas im

Bereich der offenen Wertpapierfonds und

konnte bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen

entgegen nehmen. Zum anderen

sichert ein stets einstimmig zu fällendes

Votum eines aus Experten besetzten Investitionsbeirats

jede Investitionsentscheidung

zusätzlich ab (siehe auch Seite 57 ff).

Die geringe Mindestbeteiligung eröffnet

privaten Investoren den Zugang zu alternativen

Investments, die üblicherweise

auf Grund hoher Mindestanlagesummen

vor allem Großinvestoren wie z. B. Banken,

Versicherungen und Unternehmen

vorbehalten sind. Weiterhin wird mit dem

Fondskonzept erreicht, dass die Beteiligung

eines Anlegers systematisch über mehrere

Fonds pro Assetklasse verteilt investiert

wird. Mit der professionellen Unterstützung

und Erfahrung der handelnden Personen

ist ein Erfolg versprechender Eintritt in den

Bereich der unternehmerischen Beteiligungen

für jeden Anleger möglich.

Geschlossene Fonds als sinnvolle

Portfolio-Beimischung

„Nicht alle Eier in einen Korb legen“!

Die richtige Mischung entscheidet, d. h.

man sollte nicht nur auf eine einzige An-

lageform setzen. Traditionelle Anlageformen,

also festverzinsliche Wertpapiere und

Aktien, sollten natürlich immer einen Teil

des Portfolios eines Anlegers darstellen.

Ein optimal strukturiertes Portfolio besteht

aber auch aus so genannten „alternativen

Anlageformen“, wie geschlossenen Fonds.

Gerade der grundsätzliche Vorteil der jederzeitigen

Veräußerbarkeit und die ständige

Bewertung an den Börsen erzeugt bei

Aktien- und Rentenportfolios eine weitgehende

Gleichschaltung und Schwankungsanfälligkeit.

Oder mit anderen Worten:

Selbst wenn ein Aktien-Portfolio breit über

viele Einzelaktien gestreut ist, so hängt es

doch insgesamt von globalen Tendenzen

ab. Dies zeigt sich in der zunehmenden

Krisenanfälligkeit dieser Anlagen. Deshalb

ist es wichtig, einem Vermögensportfolio

alternative Anlageformen, die von Aktien

und festverzinslichen Wertpapieren weitgehend

unabhängige Entwicklungszyklen

aufweisen, beizumischen. Geschlossene

Fonds erfüllen diesen Anspruch und erweisen

sich historisch betrachtet als besonders

krisenresistent und zuverlässig (siehe Tabelle).

Jahresrenditen* alternativer Anlageklassen in Krisenzeiten

Börsencrash 1987 + 5,1 %

1. Golfkrieg 1990 + 5,7 %

Asienkrise 1997 + 6,0 %

Russland- & LTCM-Krise 1998 + 5,9 %

11. September 2001 + 6,2 %

Irakkrieg 2003 + 6,8 %

Geschlossene Fonds

* Wertzuwachs durchschnittlich inklusive Tilgungsleistungen ohne Steuereffekt

Quelle: INFINANZ Institut für Finanz- und Investitionsmanagement, Prof. Busse, 2008

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Das Konzept | 45


Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

46 | Das Konzept

das konzept

DAS PORTFOLIO DER ZUKUNFT

Alternative Investments weisen historisch

nur eine geringe Korrelation zu klassischen

Investitionen wie Aktien und Rentenanlagen

auf. Diese werden in Deutschland

auch in geschlossenen Fonds angeboten,

zu denen klassischerweise Schiffsbeteiligungen,

Immobilienfonds (national und

international), Private Equity-Investitionen

u. a. gezählt werden. Eine aktuelle Studie

von Prof. Dr. Franz-Joseph Busse vom INFI-

NANZ Institut für Finanz- und Investitionsmanagement

GmbH in München hat die in

der nachstehenden Abbildung dargestellten

Korrelationen ermittelt. Diese Werte basieren

auf relevanten Indizes und beschreiben

das Verhältnis ausgewählter alternativer

Investments zu einem klassischen Wertpa-

pier-Portfolio (bestehend aus 70 % Anleihen

und 30 % Aktien). Dieser Abbildung

kann man entnehmen, dass bei alternativen

Investments sowohl die Korrelationen der

verschiedenen Anlageklassen mit einem

klassischen Portfolio als auch untereinander

vergleichsweise gering sind.

Korrelationskoeffizient Klassisches Schiffsfonds Immobilienfonds Immobilienfonds Private

(index-basiert) Portfolio international national Equity

Klassisches Portfolio + 1,00 - 0,23 - 0,03 - 0,05 + 0,32

Schiffsfonds + 1,00 + 0,14 + 0,12 - 0,17

Immobilienfonds, international + 1,00 + 0,21 + 0,14

Immobilienfonds, national + 1,00 - 0,15

Private Equity + 1,00

Quelle: INFINANZ Institut für Finanz- und Investitionsmanagement, Prof. Busse, 2008

Die unterschiedlichen Anlageformen eines

Portfolios sollten sich möglichst unabhängig

voneinander entwickeln, um Abhängigkeiten

im Gesamtportfolio zu vermeiden.

Wissenschaftlich wird diese wechselseitige

Abhängigkeit einzelner Entwicklungszyklen

als Korrelation bezeichnet. Die Messgröße

hierfür ist der so genannte Korrelationskoeffizient,

der Werte zwischen +1 und –1 annehmen

kann. Der Wert +1 bedeutet hierbei

„vollständiger Gleichlauf der Entwicklungszyklen“,

der Wert –1, „vollständige Gegenläufigkeit

der Entwicklungszyklen“. Der

Wert 0 beschreibt eine Situation, in der die

Entwicklungszyklen völlig unabhängig verlaufen.

Geschlossene Fonds korrelieren nur

gering mit festverzinslichen Wertpapieren

oder Aktien. So weisen etwa Wertpapiere

und Schiffsbeteiligungen mit einem Korre-

lationskoeffizienten von –0,23 eine weitgehend

unabhängige Wertentwicklung auf.

Gleiches gilt beispielsweise für Private Equity

und internationalen Immobilien mit einem

Korrelationskoeffizienten von +0,14. Die

Kombination mehrerer Anlageklassen führt

also zu einer Verteilung des Anlagekapitals

auf unterschiedliche „Wertentwicklungszyklen“,

die sich gegeneinander ausgleichen

können. Für das Portfolio bedeutet dies eine

hohe Chance auf stabile Gesamtrenditen mit

geringer Schwankungsintensität.

Die Schwankungsintensität der Rendite

dient in der wissenschaftlichen Betrachtung

als Messgröße für das Risiko eines Portfolios.

Die optimierte Vermögensstrukturierung

verfolgt daher zwei Ziele gleichermaßen:

eine hohe Renditechance bei möglichst großer

Sicherheit.


PORTFOLIOOPTIMIERUNG MIT GESCHLOSSENEN FONDS

Die positiven Effekte einer Portfoliostreuung

werden in den nachstehenden Grafiken

eindrucksvoll verdeutlicht. Als Ausgangssituation

wird davon ausgegangen, dass drei

verschiedene Anleger jeweils ein Wertpapier-Portfolio

halten, Anleger A mit 30 %

Aktien und 70 % festverzinslichen Wertpapieren,

Anleger B mit 20 % Aktien und 80 %

festverzinslichen Wertpapieren und Anleger

C mit 10 % Aktien und 90 % festverzinsli-






































chen Wertpapieren. Die Renditen liegen im

Falle des Anlegers A bei durchschnittlich

5,92 % und die Risikokennziffer bzgl. der

statistischen Wahrscheinlichkeit, diese Rendite

erreichen zu können, bei 6,11 %. Bei

Anleger B liegt die Rendite bei durchschnittlich

5,41 % und die Risikokennziffer bei

5,31 %, während bei Anleger C die Rendite

bei durchschnittlich 4,89 % und die Risikokennziffer

bei 5,06 % liegt.








































































* Netto Cashflow-Rendite: zeigt das über alle erhobenen Daten ge-

bildete rechnerische geometrische Mittel der Liquiditätsrückflüs-

se aus den Investitionen (ohne Steuereffekte).

** Das „Risiko“ gibt die Schwankungsbreite in Prozentpunkten an, mit

der die angegebene Rendite mit einer statistischen Wahrschein-

lichkeit von 70 % erzielt wird.

Quelle: Infinanz Institut für Finanz- und Investitionsmanagement,

Prof. Busse, 2008

Ausgangsportfolio (0 %) ist jeweils ein reines Aktien-/Rentenportfolio.

Diesem werden sukzessive, zunächst 25 %, dann 50 % geschlossene

Fonds beigemischt. Der Anteil an geschlossenen Fonds ist stets auf die

persönliche Situation des Anlegers abzustimmen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Das Konzept | 47


Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

48 | Das Konzept

das konzept

Durch die Beimischung alternativer Investments

wie z. B. geschlossene Fonds

lässt sich das Rendite-Risiko-Profil eines

Gesamtportfolios entscheidend verändern.

Eine stabilere Gesamtrendite mit geringerer

Schwankungsintensität ist in der Regel

das angestrebte Ziel. In den vorstehenden

Abbildungen wurden durch die INFINANZ

Institut für Finanz- und Investitionsmanagement

GmbH, München, historische

Durchschnittswerte über 15 Jahren ausgewertet.

Als Basis dienten beispielhafte

traditionelle Portfolios (hier für Anleger A:

70 % Anleihen und 30 % Aktien, für Anleger

B: 80 % Anleihen und 20 % Aktien,

für Anleger C: 90 % Anleihen und 10 %

Aktien) sowie durchschnittliche historische

Performance-Werte geschlossener Fonds

aus den Bereichen Immobilien, Schiffe,

Private Equity und LV-Zweitmarkt. Für die

Bereiche Energie/Rohstoffe und Sonstige

Fonds liegen keine adäquaten Zahlenwerte

vor, weshalb diese in den Berechnungen

nicht berücksichtigt wurden.

Die Studie der INFINANZ aus dem Jahr 2008

zeigt auf, dass in allen drei vorgenannten

Fällen sowohl bei einem Beimischungsanteil

von 25 % als auch bei einem Beimischungsanteil

von 50 % geschlossener

Fonds zu einem traditionellen Portfolio

gleichzeitig eine Renditesteigerung und

eine geringere Schwankungsintensität

(Schwankungsbreite um die erwartete

Rendite) der Gesamtanlage erreicht werden

kann. Das „Risiko“ gibt die Schwankungsbreite

in Prozentpunkten an, mit

der die angegebene Rendite mit einer

statistischen Wahrscheinlichkeit von 70 %

erzielt wird. Die steigenden Linien zeigen

die durchschnittlich zu erwartende Rendite,

die fallenden Linien die durchschnittlich zu

erwartende Schwankungsbreite.

Wie die Abbildungen zeigen, ist die wie

vorstehend erläuterte Schwankungsbreite

bei einem Beimischungsanteil von 25 %

oder 50 % geschlossener Fonds kleiner als

in der Ausgangsposition mit 0 % Anteil. Die

Effizienz der Beimischung geschlossener

Fonds wird dadurch deutlich.

Unter Berücksichtigung historischer Erfahrungen,

Risiko-Rendite-Profilen einzelner

Typen geschlossener Fonds, allgemeiner

Marktinformationen sowie interner subjektiver

Faktoren wie eigene Marktkenntnisse,

Erfahrungen und Erwartungen des

Anbieters etc. wurde die folgende statische

Asset Allocation des C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 definiert:

• 25% Immobilienfonds

• 25% Schiffsbeteiligungen

• 15% Private Equity-Fonds

• 10% LV-Zweitmarkt-Fonds

• 10% Umwelt-, Energie- und Rohstofffonds

• 15% sonstige Fonds.

Die hier angebotene Asset Allocation wurde

u. a. vor dem Hintergrund der Erwartungen

zukünftiger Entwicklungen in den Assetklassen

Immobilien, Schiffsbeteiligungen,

Private Equity, LV-Zweitmarkt, Umwelt/

Energie/Rohstoffe und Sonstiger Beteiligungsfonds

gewählt. Die angebotene Asset

Allocation ist damit nicht allein unter

Berücksichtigung historischer Entwicklungen

in diesen genannten oder weiteren

Assetklassen definiert worden. Zu Risiken

der gewählten Asset Allocation vgl. Kapitel

„Risiken der Vermögensanlage“.


10 %

10 %

15 %

15 %

25 %

25 %

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1: Investition

in sechs attraktive Assetklassen

Mit einer Zeichnung des C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 ist der Anleger mittelbar

gleichzeitig an sechs verschiedenen

Anlageformen beteiligt: Immobilienfonds,

LV-Zweitmarkt-Fonds, Schiffsbeteiligungen,

Immobilienfonds

Schifffonds

Private Equity-Fonds

LV-Zweitmarkt-Fonds

Umwelt-/Energie-/Rohstofffonds

Sonstige Fonds

Private Equity-Fonds, Umwelt-, Energie-

und Rohstofffonds sowie Sonstige Fonds.

Fazit: Geschlossene Fonds eignen sich

hervorragend für eine Beimischung in

ein bereits bestehendes Portfolio aus

festverzinslichen Wertpapieren und Aktien.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Das Konzept | 49


anlageziele und anlagepolitik

DIE EINZELNEN ANLAGEFORMEN (ASSETKLASSEN)

GESCHLOSSENE IMMOBILIENFONDS

SCHIFFSBETEILIGUNGEN

PRIVATE EQUITY-FONDS

LV-ZWEITMARKT-FONDS

UMWELT-, ENERGIE- UND ROHSTOFFFONDS

SONSTIGE FONDS

GESCHLOSSENE IMMOBILIENFONDS

25 % des Investitionskapitals des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 werden für

den Erwerb von Beteiligungen an geschlossenen

Immobilienfonds verwendet.

Geschlossene Immobilienfonds

werden

in der Regel in der

Rechtsform der GmbH

& Co. KG aufgelegt. Mit

einem Investment in

einen geschlossenen Immobilienfonds beteiligen

sich Investoren an einem Zielfonds,

der eine oder mehrere Immobilien erwirbt.

Dabei handelt es sich nicht nur um Wohn-,

sondern auch um Gewerbeimmobilien wie

z. B. Bürogebäude, Einkaufszentren oder

Hotels. Immobilien gelten traditionell als

relativ sichere Investition. Welche Immobilien

die einzelnen Zielfondsgesellschaften

erwerben, steht in der Regel von vornherein

fest. Ebenfalls bekannt ist der für die

Investition erforderliche Investitions- und

Finanzierungsplan des jeweiligen Immobilien-Zielfonds.

Der mit der Beteiligung an dem Zielfonds

erzielbare Ertrag ergibt sich überwiegend

aus laufenden Ausschüttungen. Deren Höhe

richtet sich vor allem nach den Mieteinnahmen,

die der Immobilien-Zielfonds mit

den Immobilien erzielt. Von diesen Mieteinnahmen

werden die laufenden Kosten,

Zins- und Tilgungszahlungen sowie Mittel

zur Bildung von Rücklagen (für Instandhaltung,

Mietausfallrisiko etc.) abgezogen. Der

Rest wird an die Investoren, d. h. in diesem

Fall an den C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

ausgeschüttet. Darüber hinaus profitieren

Investoren von dem erwarteten Veräußerungsgewinn

durch den Verkauf der Immobilien.

Es ist beabsichtigt, dass der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 in Beteiligungen an

mehreren Immobilien-Zielfonds mit unterschiedlichen

Immobilientypen im In- und

Ausland investiert, um innerhalb der Assetklasse

Immobilien eine breite Streuung in

Teilmärkte bzw. -segmente zu erreichen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Anlageziele und Anlagepolitik | 51


anlageziele und anlagepolitik

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

52 | Anlageziele und Anlagepolitik

SCHIFFSBETEILIGUNGEN

25 % des Investitionskapitals des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 fließen in

den Erwerb von Schiffsbeteiligungen

bzw. geschlossenen Schiffsfonds.

Der überwiegende Teil

der Weltwirtschaftsgüter

wird auf dem

Seeweg befördert und

gleichzeitig werden immer

mehr Güter weltweit

gehandelt. Das Seeschifffahrtsaufkommen

steigt seit Jahren im Schnitt stärker als

das Bruttosozialprodukt. Diese Tendenz soll

nach Expertenmeinung noch längere Zeit

andauern. Eine Investition in Schiffsfonds

ist eine unternehmerische Investition in einen

Wachstumsmarkt und in internationale

Logistik. Ca. 40 % der Weltflotte bestehen

derzeit aus Tankern, die Öl, Chemikalien

oder andere flüssige Güter transportieren.

Die restliche Flotte verteilt sich auf Bulker/

Frachter (ca. 40 %), Containerschiffe (ca.

12 %) und sonstige Schiffstypen.

Ein solides Schiffsinvestment zeichnet sich

u. a. dadurch aus, dass Charterraten, Betriebskosten,

Zinsen, Wechselkurse und

der spätere Veräußerungserlös konservativ

abgeschätzt und berechnet werden. Schiffe

werden in der Regel zu mehr als 50 %

und über einen Zeitraum von 10 – 15 Jahren

fremdfinanziert. Die Betriebsdauer eines

Neubauschiffes liegt bei ca. 25 – 30 Jahren,

danach werden Schiffe i. d. R. verschrottet.

Für den langfristigen Erfolg eines Schiffs-

Zielfonds ist auch die Auswahl der richtigen

Partner von zentraler Bedeutung. Dazu gehören

zum Beispiel die Werft, die für die

marktgerechte Gestaltung, die hochwertige

Verarbeitung und die technische Zuverlässigkeit

der Schiffe verantwortlich ist,

und ein erfahrener Reeder, der sowohl das

kommerzielle als auch das operative Management

übernimmt. Die Einnahmen aus

den Charterverträgen mit bonitätsstarken

Charterern bilden die Basis für die Rückführung

des Kapitals und attraktive Ausschüttungen

an die Investoren.

Es ist beabsichtigt, dass der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 in Beteiligungen an

mehreren Schiffs-Zielfonds investiert, die

Schiffe unterschiedlicher Größenordnung

und unterschiedlicher Schiffsklassen beinhalten,

um innerhalb der Assetklasse

Schiffsbeteiligungen eine breite Streuung in

Teilmärkte bzw. -segmente zu erreichen.


PRIVATE EQUITY-FONDS

15 % des Investitionskapitals des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 fließen in

Beteiligungen an Private Equity-Fonds,

die ihrerseits in ein breit diversifiziertes

Portfolio von Unternehmensbeteiligungen

investieren bzw. ein solches Portfolio

nach ihren Beteiligungsgrundsätzen

aufbauen werden.

Viele neu gegründete

und mittelständische

Firmen weltweit haben

enormen Kapitalbedarf,

um ihr Wachstum zu

finanzieren. Weil Banken

sich immer mehr aus der Finanzierung

kleiner, junger und mittelständischer

Unternehmen zurückziehen, sind diese

Unternehmen gehalten, sich ihr Kapital in

vermehrtem Umfang über Private Equity-

Fonds zu beschaffen. Private Equity ist der

angelsächsische Begriff für privates Eigenkapital.

„Privat“, weil es nicht öffentlich an

der Börse gehandelt wird; „Eigenkapital“,

weil es sich bei dieser Finanzierungsform

auch nicht um die klassische Fremdkapital-

Finanzierung in Form von Bankkrediten

handelt. Private Equity-Fonds lassen sich

grob in zwei Arten unterscheiden: das

Venture-Capital-Segment, das insbesondere

wachstumsorientierte und technologieintensive

Unternehmungen in der Frühphase

umfasst, sowie das Buyout-Segment,

dass reifere und zum Teil etablierte Unternehmen

umfasst. Gemeinhin zeichnen

sich Frühphaseninvestments durch ein

vergleichsweise höheres Chance-/Risiko-

Verhältnis gegenüber Spätphaseninvestments

aus. Private Equity-Fonds erwerben

Firmenanteile, Genussrechte, Genussscheine,

stille Beteiligungen, Wandel- und Optionsanleihen

solcher Unternehmen oder

gewähren nachrangige bzw. partiarische

Darlehen (z.B. Mezzanine-Kapital). In der

Regel handelt es sich bei den Zielunternehmen

dieser Private Equity-Fonds um nicht

börsennotierte Unternehmen.

Das Sicherheitskonzept einer Beteiligung

an Private Equity-Fonds besteht u. a. darin,

dass diese Zielfonds das investierte Kapital

i. d. R. auf 10 – 100 Zielunternehmen

verteilen, an denen sich der jeweilige Zielfonds

entweder direkt oder indirekt – wiederum

z. B. über Unterfonds (Dachfonds-

Konstruktion) oder andere Konstruktionen

– beteiligt. Allen Private Equity-Zielfonds

ist gemeinsam, dass nicht vorhergesagt

werden kann, wann Anteile an welchen

Zielunternehmen zu welchem Preis wieder

veräußert werden können bzw. welche

Gewinnbeteiligungen zu einer evtl. vereinbarten

Verzinsung zusätzlich erwirtschaftet

werden. Weder der Zeitpunkt des Rückflusses

des investierten Kapitals noch die Höhe

etwaig darüber hinaus gehender Erträge

sind prognostizierbar.

Es ist beabsichtigt, dass der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 Beteiligungen an mehreren

Private Equity-Fonds erwirbt, um eine

angemessene Streuung in Teilmärkte und

-segmente zu erreichen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Anlageziele und Anlagepolitik | 53


anlageziele und anlagepolitik

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

54 | Anlageziele und Anlagepolitik

LV-ZWEITMARKT-FONDS

10 % des Investitionskapitals des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 fließen in

den Erwerb von Beteiligungen an Zielfondsgesellschaften,

die in bestehende

Lebensversicherungspolicen deutscher

und ausländischer Versicherungsunternehmen

investieren.

Ein großer Anteil bestehenderLebensversicherungen

wird vom

Versicherungsnehmer

nicht bis zum vereinbarten

Ablauf beibehalten,

sondern vor Ablauf der ursprünglichen

Vertragslaufzeit beim Versicherer storniert

oder am Zweitmarkt an einen neuen Versicherungsnehmer

verkauft, der den Vertrag

weiterführt. Der innere Wert einer bestehenden

Police ist meistens höher als der

vom Versicherer angebotene Rückkaufswert.

LV-Zweitmarkt-Fonds kaufen möglichst

viele bestehende Lebensversicherungen

zu einem Preis, der zwischen dem

angebotenen Rückkaufwert der Versicherung

und dem tatsächlichen inneren Wert

der Police liegt. Die Zielfondsgesellschaft

leistet die fälligen Beiträge bis zum Ende

der Laufzeit und erhält die fällige Ablaufleistung.

Deshalb ist der Kauf gebrauchter

Policen wirtschaftlich interessant. Am

deutschen Markt werden als potentielle

Zielfonds derzeit Zweitmarkt-Fonds für

deutsche, britische, amerikanische und

australische Policen angeboten.

Es ist beabsichtigt, dass der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 Beteiligungen an mehreren

Zielfonds in Form von LV-Zweitmarkt-

Fonds erwirbt, um innerhalb der Assetklasse

LV-Zweitmarkt-Fonds eine möglichst

breite Streuung zu erreichen.


UMWELT-, ENERGIE- UND ROHSTOFFFONDS

10 % des Investitionskapitals des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 werden für

den Erwerb von Beteiligungen an Umwelt-,

Energie- und Rohstofffonds verwendet.

Auf dem Markt der regenerativen(erneuerbaren)

Energien werden

z. B. Windkraft-,

Solar-, Biomasse-, Bio-

diesel-, Wasserkraft-

und Geothermiefonds angeboten. Regenerative

Energien werden sowohl auf

EU-Ebene als auch von Bund und Ländern

mit den unterschiedlichsten Maßnahmen

gefördert, wie z. B. verlorene Zuschüsse,

zinsverbilligte Darlehen oder für lange

Zeiträume fest vereinbarte Einspeisevergütungen.

Entsprechende Zielfonds errichten/erwerben

üblicherweise die zur

Energiegewinnung erforderlichen technischen

Anlagen, betreiben diese und erzielen

durch die Einspeisung der produzierten

Energie Erträge, die als Überschüsse

an die Investoren ausgeschüttet werden,

nachdem z. B. Zins- und Tilgung der aufgenommenen

Fremdmittel bedient worden

sind. Auch wenn in bestimmten Bereichen

oder Ländern die Erzeugung regenerativer

Energien bereits seit mehreren oder vielen

Jahren betrieben wird, handelt es sich um

einen neuen, nicht vollständig bekannten

und regulierten Markt.

Andere Zielfonds fokussieren sich auf die Erschließung,

Förderung, Umwandlung und/

oder Veredelung konventioneller Energieträger,

wie z. B. Erdöl, Ölsand, Ölschiefer,

Erdgas etc. aber auch anderer Rohstoffe,

wie z. B. Wasser, Holz o. Ä.. Die drastisch

gestiegene Nachfrage und die zunehmende

Verknappung natürlicher Ressourcen

führen tendenziell zu höheren Energiepreisen,

wodurch z. B. sowohl der Abbau bisher

unrentabler Vorkommen als auch technologische

Verfahren zur Umwandlung in effiziente

Energien wieder rentabel werden. Ein

weiteres Investitionsfeld ist die Verbesserung

der Energieeffizienz.

Es ist beabsichtigt, dass der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 Beteiligungen an mehreren

Umwelt-, Energie- und Rohstoff-Zielfonds

mit dem Fokus auf unterschiedliche

Energieträger und -gewinnungsformen im

In- und Ausland erwirbt, um innerhalb der

Assetklasse Umwelt/Energie/Rohstoffe

eine möglichst breite Streuung auf Teilmärkte

und -segmente zu erreichen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Anlageziele und Anlagepolitik | 55


anlageziele und anlagepolitik

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

56 | Anlageziele und Anlagepolitik

SONSTIGE FONDS

15 % des Investitionskapitals des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 werden für

den Erwerb von Beteiligungen verwendet,

die in andere – sonstige – als die

vorgenannten Assetklassen investieren.

Neben den bereits

erwähnten Märkten

können sich weitere

interessante Marktfelder

während der

Investitionsphase des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 ergeben,

z. B. Infrastruktur-Projekte, Flugzeug-/Mobilienleasing,

Container, Lifestyle-Fonds,

Spiele-, Musik- und/oder Medienfonds etc..

Diese Assetklassen weisen üblicherweise

keine oder nur sehr geringe Korrelationen

mit den vorstehenden Assetklassen auf;

ein für jedes Portfolio grundsätzlich beruhigender

Effekt. Die Aufnahme solcher

und ähnlicher Zielfonds in das Portfolio des

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 erscheint

auch unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation

sinnvoll. Das Angebot der zur

Verfügung stehenden sonstigen Zielfonds

ist sowohl in Anlagegegenstand als auch

in Anzahl vergleichbarer Fonds saisonal

und konjunkturabhängig starken Schwankungen

ausgesetzt. Insofern kann keine

Angabe über eine mögliche Beimischung

einzelner Geschäftsmodelle in Form eines

geschlossenen Zielfonds gemacht werden.

Es ist beabsichtigt, dass der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 Beteiligungen an mehreren

unterschiedlichen sonstigen geschlossenen

Zielfonds erwirbt, um auch

innerhalb dieser Assetklasse eine größtmögliche

Streuung zu erreichen.


investitonen

DIE INVESTITIONEN

Der Investitionsbeirat

Die Investitionsrichtlinien

Investitionsbeirat

Um die Auswahl geeigneter Zielfonds so

objektiv, fachlich fundiert und prospektiv

wie möglich zu treffen, wird für die Investitionsphase

– d. h. planmäßig bis spätestens

ein Jahr nach Ende der Fondsplatzierung

– ein Investitionsbeirat eingerichtet.

Dieser Investitionsbeirat besteht aus drei

Mitgliedern, die wirtschaftlich von den Interessen

des Anbieters unabhängig und

einzig dem Wohle der Anleger verpflichtet

sind. Im Rahmen der während der Investitionsphase

stattfindenden Investitionen

in Zielfonds schlägt die Komplementärin

zunächst dem Investitionsbeirat vor, in

welche geschlossenen Zielfonds sie investieren

möchte. Der Investitionsbeirat wird

diese Vorschläge sorgfältig prüfen und bei

seinen Entscheidungen über Zustimmung

oder Ablehnung der Vorschläge – zusätzlich

zu seiner eigenen fachlichen Einschätzung

– die nachstehend definierten Investitionsrichtlinien

beachten. Eine Funktionstrennung

der einzelnen Mitglieder des Investitionsbeirats

besteht nicht. Die Investition in

konkrete Zielfonds darf die Komplementärin

auf Grundlage von § 4 Abs. 14 des Gesellschaftsvertrages

erst nach einstimmiger

Zustimmung durch den Investitionsbeirat

oder separater, mehrheitlicher Zustimmung

durch die Gesellschafterversammlung vornehmen.

Stimmt der Investitionsbeirat den

einzelnen Vorschlägen einstimmig zu, kann

die Komplementärin die jeweiligen Investitionen

tätigen. Lehnt der Investitionsbeirat

ab oder kommt keine einstimmige Zustimmung

zu einzelnen vorgeschlagenen Zielfonds

zustande, kann die Komplementärin

die von ihr beabsichtigten Investitionen

nur dann vornehmen, wenn die Gesellschafterversammlung

diese Investitionen

mehrheitlich beschließt. Die Gesellschafterversammlung

kann den Investitionsbeirat

insoweit überstimmen.

Der Investitionsbeirat ist ein ausschließlich

beratendes Organ der Emittentin, das nicht

berechtigt ist, der Komplementärin oder

der Treuhandkommanditistin Weisung zu

erteilen. Die Einzelheiten regelt § 5 des Gesellschaftsvertrages.

Alle Mitglieder des Investitionsbeirats verfügen

über qualifizierte Kenntnisse des Kapitalanlagemarktes.

Als Investitionsbeirat fungieren:

Prof. Dr. Franz-Joseph Busse

Prof. Dr. Heinz-Christian Knoll

Philip Nerb

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Investitionen | 57


investitonen

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

58 | Investitionen

Prof. Dr. Franz-Joseph Busse

Professor Dr. Busse (Jahrgang 1948) studierte

nach einer Ausbildung bei der BfG

Bank AG Betriebswirtschaftslehre an den

Universitäten Würzburg, Grenoble und

München. Diplomexamen 1973.

Anschließend wissenschaftlicher Assistent

an der Universität München (Bereich Finanzwirtschaft)

mit der Promotion zum Dr.

rer. pol..

Der Eintritt ins praktische Berufsleben erfolgte

als persönlicher Referent des Generaldirektors

der Thuringia Versicherungs AG

München, Spezialbereich Vertriebssteuerung

und Controlling. Danach übernahm

Prof. Dr. Busse die Geschäftsführung eines

mittelständischen Unternehmens in Baden-

Baden (Dienstleistungen und internationale

Investitionsfinanzierungen). Im Rahmen

dieser Tätigkeit war er auch Managing Director

einer Joint-Venture-Unternehmung

in Kairo/Ägypten.

• 1982 Berufung zum Professor für Betriebswirtschaftslehre

an der Hochschule

München, University of Applied Sciences,

auf den Lehrstuhl Finanzwirtschaft und

Bankbetriebslehre.

• 1992 erfolgte die Erweiterung des Lehrgebiets.

Hinzu kamen die Lehrgebiete

Allfinanz und Versicherungswirtschaft

• 1987 Gründung des INFINANZ Instituts

für Finanz- und Investitionsmanagement

München

• 1995 – 2000 Mitglied des Aufsichtsrats

der Thuringia Versicherungs AG München

• Seit 1998 Vorsitzender des Aufsichtsrats

der TIMESYS Aktiengesellschaft Düsseldorf

• Seit 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Scheelen AG, Institut für Managementberatung

und Bildungsmarketing

Waldshut-Tiengen

• Seit 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrats

der E-Studies AG München

• Seit 2004 stellvertretender Vorsitzender

des Aufsichtsrats der Deutschen BAV -

DCM Deutsche Betriebliche Altersvorsorge

AG, München

• Seit 2004 Mitglied in diversen weiteren

Aufsichtsräten

• 2005 Gründung als Mitgesellschafter:

Busse Asset Optimizer GmbH, Rosenheim,

www.assetoptimizer.de

• Seit 2005 Mitglied in mehreren Investitionsausschüssen

verschiedener Emissionshäuser

geschlossener Fonds

• Seit 2007 Gründungsmitglied des FECIF

Verbands

Prof. Dr. Busse ist seit vielen Jahren im

Finanzdienstleistungsmarkt präsent und

zwar durch Vortragsreihen, Kundenveranstaltungen,

Mitarbeiterausbildung und Weiterbildung

sowie durch die Erstellung von

Schulungskonzeptionen und Mitarbeit bei

der Entwicklung und Markteinführung von

Finanzsoftwarepaketen und Produktentwicklung.


Prof. Dr. Heinz-Christian Knoll

Prof. Dr. jur. Heinz-Christian Knoll (Jahrgang

1961) hat nach dem Studium der Rechtswissenschaften,

Betriebswirtschaftslehre

und Volkswirtschaftslehre an der Universität

Bayreuth zum Thema „Unternehmensübernahmen“

1992 promoviert. Seit 1996

hat er eine ordentliche Professur für Recht,

insbesondere Wirtschafts- und Steuerrecht,

an der Hochschule für Technik, Wirtschaft

und Kultur (HTWK) Leipzig inne. Besondere

Forschungs- und Tätigkeitsschwerpunkte

sind alternative Finanzierungsformen für

mittelständische Unternehmen und die

transaktionsbezogene Beratung (M&A,

Sanierung, Fondskonzeption). Der Rechtsanwalt,

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

und Dipl.-Volkswirt war seit 1995 als (Gründungs-)

Partner in einer überregionalen, interprofessionellen

Kanzlei tätig. Seit Anfang

2008 ist er als Vorstand der Rölfs WP Partner

AG in Leipzig und Frankfurt tätig und

berät u. a. eine Reihe von Finanzdienstleistungsunternehmen

sowie Initiatoren von

Fonds verschiedener Art bei der Konzeption

und laufenden Beratung. Darüber hinaus

ist er bei Prospektbegutachtungen (IDW S

4) sowie bei Kapitalmarktemissionen bei

der Erstellung von Comfort Lettern (IDW PS

910) tätig.

Philip Nerb

Philip Nerb (Jahrgang 1974), Masterconsultant

in Finance (MFC), ist Finanzplaner,

Journalist (Morris College of Journalism),

Buchautor (Fiala/Nerb, Geldanlagen für

Mündel und Betreute, Bundesanzeiger

Verlag, 2003) und Analyst geschlossener

Fonds.

Seit 1996 ist er im Bereich Finanzdienstleistungen

tätig, von der Vermittlung von

vorbörslichen Aktienemissionen (IPOs) an

vermögende Privatkunden, über einen

Strukturvertrieb zur Honorarberatung.

Seit September 2003 arbeitet er als Analyst

geschlossener Fonds. Im Sommer 2004

gründete er die Marke ‘Philip Nerb - Werteanalysen

geschlossener Fonds’. Hier

fließen seine Erfahrungen aus der Anlegerberatung

ebenso ein wie die Fähigkeit,

komplexe Inhalte für den Leser leichtverständlich

zu transportieren.

Philip Nerb analysiert sämtliche Anlagesegmente

im Bereich geschlossene Fonds, sein

Hauptaugenmerk richtet er auf innovative

Konzepte und neue Investitionsfelder. Er

versteht sich nicht als Anlegerschützer, sondern

als Filter zwischen Initiator und Markt.

Er filtert gelungene Angebote für den Markt

heraus, nach dem Motto: Der Anleger will

wissen, was er zeichnen kann, nicht, was

er nicht zeichnen soll.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Investitionen | 59


investitonen

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

60 | Investitionen

Investitionsrichtlinien

1. Es wird angestrebt, das nach Abzug

von Kosten und Liquiditätsreserve verbleibende

Gesellschaftsvermögen („Investitionskapital“)

insgesamt wie folgt

prozentual auf Zielfonds unterschiedlicher

Zielbranchen („Assetklassen“) zu

verteilen:

a) 25 % in Immobilienfonds

b) 25 % in Schiffsfonds (und maritime

Anlagen)

c) 15 % in Private Equity-Fonds

d) 10 % in Lebensversicherungsfonds

e) 10 % in Umwelt-, Energie- und

Rohstofffonds

f) 15 % in Sonstige Fonds

Abweichungen von bis zu fünf Prozentpunkte

über oder unter diese vorstehenden

Werte sind zulässig.

2. Innerhalb jeder einzelnen Assetklasse

soll die Emittentin eine sinnvolle

Verteilung des Investitionskapitals auf

drei bis fünf Teilmärkte/-segmente

vornehmen – beispielsweise innerhalb

der Assetklasse „Schiffsbeteiligungen“

auf Tanker-, Bulk-, Container- und andere

Schiffe, oder in der Assetklasse

„Immobilienfonds“ auf in- und ausländische

Immobilienfonds sowie sogenannte

Core-, Opportunity- und/oder

Development-Projekte, etc..

3. Pro Assetklasse wird die Verteilung des

Investitionskapitals auf drei bis fünf

verschiedene Zielfonds angestrebt, es

muss jedoch mindestens auf zwei unterschiedliche

Zielfonds verteilt werden.

4. Die Emittentin wird jeweils maximal

24 Prozent des gesamten Eigenkapitals

eines einzelnen Zielfonds erwerben.

5. Pro Assetklasse wird die Verteilung des

Investitionskapitals auf drei bis fünf

verschiedene Initiatoren (Emissionshäuser)

angestrebt, es muss jedoch

mindestens auf zwei unterschiedliche

Initiatoren verteilt werden.

6. Die Emittentin wird insgesamt maximal

20 Prozent des gesamten Investitionskapitals

in Zielfonds eines

einzigen Initiators (Emissionshaus)

investieren.

7. Die Emittentin ist berechtigt, in Ermangelung

qualitativ ansprechender

Produktangebote zum Zeitpunkt der

geplanten Investitionen, solange entsprechende

Anteile des Investitionskapitals

in Form freier Liquidität vorzuhalten,

bis qualitativ ansprechende

Produktangebote im Markt verfügbar

sind.


8. Die Emittentin ist berechtigt, freie Liquidität

verzinslich anzulegen.

9. Beteiligungen sollen nur an solchen

Zielfonds erworben werden, für die

ein Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ein Prospektgutachten

nach dem IDW-Standard

S4 (Grundsätze ordnungsgemäßer

Beurteilung von Prospekten über öffentlich

angebotene Kapitalanlagen)

erstellt hat, das keine wesentlichen

Beanstandungen der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft

(Zielfonds) enthält,

oder für die ein steuerliches Kurzgutachten

vorliegt.

10. Bei den Zielfonds, in welche die Emittentin

investiert, muss der Anteil des

Fondsvermögens für die Anschaffung

von Anlageobjekten inklusive Liquiditätsreserve

und Agio mindestens 80

Prozent des Gesamtkapitals betragen.

Maßgebend dafür ist jeweils die von

dem Zielfonds in dem von der Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin) zur Veröffentlichung

gestatteten Verkaufsprospekt dargestellte

Angabe zur Mittelherkunft und

Mittelverwendung.

11. Es sollen nur Beteiligungen an solchen

Zielfonds erworben werden, deren Initiator

eine positive Leistungsbilanz vorlegen

kann oder deren Management

bzw. beauftragte Produktpartner über

eine gleichwertige Erfahrung in dem

betreffenden Geschäftsfeld verfügt.

12. Es sollen nur Beteiligungen an solchen

Zielfonds erworben werden, welche für

die einzelnen Anleger keine individuelle

Abgabe steuerlicher Erklärungen im

Ausland auslösen.

13. Die Investitionen in Beteiligungen an

Zielfonds erfolgen bereits während

der Platzierungsphase. Die Emittentin

ist gehalten, möglichst innerhalb von

zwölf Monaten nach Beendigung der

Platzierungsphase entweder das Investitionskapital

investiert zu haben oder,

z. B. in Ermangelung aktuell verfügbarer

Zielfonds, entsprechende Absichtserklärungen

eingegangen zu sein.

14. Die Auswahl der Zielfonds im Einzelnen

übernimmt die Komplementärin nach

einstimmiger Zustimmung durch den

unabhängigen Investitionsbeirat oder

mehrheitlicher Zustimmung durch die

Gesellschafterversammlung.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Investitionen | 61


angaben zu den anlageobjekten

ANGABEN ZU DEN ANLAGEOBJEKTEN

Der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 (Portfoliofonds)

wird nach Maßgabe der oben

beschriebenen Investitionsrichtlinien in geschlossene

Fonds (Zielfonds) renommierter

Initiatoren investieren.

Das Konzept des C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 basiert auf dem Gedanken der

strategischen Vermögensstrukturierung. Mit

einer Investition in dieses Konzept ist der

Anleger gleichzeitig an sechs unterschiedlichen

Assetklassen beteiligt: geschlossene

Immobilienfonds, LV-Zweitmarkt-Fonds,

Schiffsbeteiligungen, Private Equity-Fonds,

Umwelt-/Energie-/Rohstofffonds sowie

Sonstige Fonds. Die mittelbare Beteiligungen

an diesen geschlossenen Zielfonds

(„Anlageobjekte“) über eine Beteiligung

an dem Portfoliofonds, dem C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1, bildet eine gute Ergänzung

zu einem bereits bestehenden Portfolio

des Anlegers aus Aktien und/oder festverzinslichen

Wertpapieren. Die Investition

in den C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 führt

damit zu einer stärkeren Portfoliodiversifizierung.

Das in Zielfonds zu investierende Volumen

(inklusive der zu bildenden Liquiditätsreserve

sowie unter Berücksichtigung der

von dem Portfoliofonds im Rahmen der

Zielfonds-Investitionen zu vereinnahmenden

Provisionen; „Zielfondsprovisionen“;

vgl. Abschnitt „Gesamthöhe der Provisionen“,

Seite 13) beläuft sich planmäßig auf

97,05 % der Nominaleinlagen. Die Dienstleistungsvergütungen

für Konzeption und

Prospektierung, Marketing und Vertrieb,

Steuer- und Rechtsberatung, Investitionsbeirat

und Mittelverwendungskontrolle so-

wie Treuhandverwaltung betragen 2,95 %

inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Die Nettoeinnahmen aus dem Angebot

sind für die Realisierung der Anlageziele

alleine ausreichend. Der Portfoliofonds

hat zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

noch keine Investitionen getätigt und keine

Vorverträge abgeschlossen.

Die Nettoeinnahmen dienen ausschließlich

der Investition in die Anlageobjekte und

der Bildung einer Liquiditätsreserve. Darüber

hinaus werden die Nettoeinnahmen

nicht für sonstige Zwecke genutzt. Die Aufnahme

von Fremdkapital ist auf der Ebene

des Portfoliofonds nicht vorgesehen.

Die Auswahl der Zielfonds ist zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung noch nicht erfolgt

(„Blind-Pool“). Daher können die Anlageobjekte

noch nicht konkret beschrieben

werden.

Der Portfoliofonds kann mit der Realisierung

der Investitionen sofort, d. h. auch

bereits während der Zeichnungsphase beginnen.

Dem Anbieter, der Komplementärin, der

Treuhandkommanditistin, den Mitgliedern

der Geschäftsführung der Komplementärin,

den Mitgliedern des Investitionsbeirats,

dem Generalvertrieb sowie dem Mittelverwendungskontrolleur

stand bzw. steht zum

Zeitpunkt der Prospektaufstellung weder

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben zu den Anlageobjekten | 63


angaben zu den anlageobjekten

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

64 | Angaben zu den Anlageobjekten

Eigentum an Anlageobjekten oder wesentlichen

Teilen derselben, noch aus anderen

Gründen eine dingliche Berechtigung

hieran zu.

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung bestehen

keine, nicht nur unerhebliche dingliche

Belastungen an Anlageobjekten.

Rechtliche oder tatsächliche Beschränkungen

der Verwendungsmöglichkeit der

Zielfondsanteile, in die der Portfoliofonds

investiert, liegen nicht vor.

Der Emittent verfügt über eine Gewerbeerlaubnis

der Stadt Frankfurt am Main. Damit

liegen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen

vor.

Der Portfoliofonds hat zum Zeitpunkt der

Prospektaufstellung noch keine Verträge

über die Anschaffung von Anlageobjekten

oder wesentlicher Teile davon abgeschlossen.

Bewertungsgutachten für die Anlageobjekte

(Zielfonds), in die der Portfoliofonds

investiert, liegen zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

nicht vor. Es erübrigen sich

daher Angaben zu Namen der Personen

oder Gesellschaften, die ein Bewertungsgutachten

für Anlageobjekte erstellt haben

sowie zum Datum und zum Ergebnis eines

solchen Bewertungsgutachtens.

Für die Leistungen des Anbieters, der Komplementärin,

der Treuhandkommanditistin,

des Mittelverwendungskontrolleurs, der

Mitglieder der Geschäftsführung sowie der

Mitglieder des Investitionsbeirats und des

Generalvertriebs gilt Folgendes: sie halten

sich alle im Rahmen der ordnungsgemäßen

Errichtung und des Aufbaus der an dem

Portfoliofonds als Gesellschafter beteiligten

Gesellschaften sowie der Begründung der

Funktionen innerhalb des Portfoliofonds,

wie sie in den Verträgen beschrieben sind.

Die Verträge sind in diesem Prospekt in

vollem Wortlaut abgedruckt. Die Komplementärin

ist mit der Geschäftsführung und

mit der Auswahl der Zielfonds betraut (vgl.

§ 4, Ziffer 14 und § 12 des Gesellschaftsvertrages).

Der Generalvertrieb ist mit dem

Vertrieb der hier angebotenen Vermögensanlage

betraut (vgl. Seite 100). Darüber

hinaus werden von den vorgenannten Personen

keine weiteren nicht nur geringfügigen

Leistungen oder Lieferungen, die sich

auf die Erreichung der Anlageziele beziehen,

erbracht.

Gesamtkosten der Anschaffung

Der Portfoliofonds hat ein geplantes Gesellschaftsvermögen

(Nominaleinlagen

der Gesellschafter ohne Agio) von EUR

15.000.000. Nach Abzug der in der Anfangsphase

anfallenden Kosten und der

zu bildenden Liquiditätsreserve soll das

verbleibende Gesellschaftsvermögen (Investitionskapital)

in die in diesem Prospekt

beschriebenen Anlageobjekte (Zielfonds)

investiert werden. Zu sonstigen Zwecken

wird das Eigenkapital nicht genutzt. Eine

Fremdfinanzierung ist nicht zulässig.

Im Einzelnen stellen sich die prognostizierten

Gesamtkosten der Anlage wie folgt dar:


Mittelherkunft ohne Agio in Euro

(bezogen auf das geplante Gesellschaftsvermögen von EUR 15.000.000)

Nominaleinlagen der Gesellschafter 15.000.000,00

Fremdkapital 0,00

Summe Mittelherkunft 15.000.000,00

Mittelverwendung ohne Agio in Euro

(bezogen auf das geplante Gesellschaftsvermögen von EUR 15.000.000)

1. Investitionen in Beteiligungen an Zielfonds

(Angabe inklusive Liquiditätsreserve nach

Rückvergütung von Zielfondsprovisionen): 14.557.500,00

2. a) Kapitalbeschaffungskosten: 750.000,00

b) Rückvergütung Zielfondsprovisionen: –750.000,00

3. Konzeption und Prospektierung: 150.000,00

4. Druck, Gutachten und Marketing: 135.000,00

5. Bereitstellung des rechtlichen und steuerlichen Konzepts: 60.000,00

6. Treuhandabwicklung: 37.500,00

7. Mittelverwendungskontrolle: 22.500,00

8. Investitionsbeirat: 37.500,00

Summe Mittelverwendung 15.000.000,00

Die Investition wird lediglich mit dem nach

Abzug des Agios und der in diesem Prospekt

dargestellten Kosten verbleibenden

Kapital durchgeführt.

Die Eigenmittel des Portfoliofonds in Form

der Kapitaleinlagen der Anleger sind ledig-

lich im Falle der Liquidation des Portfoliofonds

bzw. im Falle des Ausscheidens von

Anlegern rückzahlbar. Neben der bereits

geleisteten Einlage der Treuhandkommanditistin

wurden bis zum Beginn der Zeichnungsphase

keine weiteren Eigenmittel

verbindlich zugesagt.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben zu den Anlageobjekten | 65


C-QUADRAT

Kapitalanlage AG

(Österreich)

der anbieter: c-quadrat deutschland ag

DIE UNTERNEHMENSGRUPPE C-QUADRAT

C-QUADRAT

Deutschland AG

(Deutschland)

C-QUADRAT

Portfolio-Fonds

GmbH

(Deutschland)

C-QUADRAT

Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH

(Deutschland)

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

68 | Der Anbieter: C-Quadrat Deutschland AG

C-QUADRAT

Private Investments AG

(Österreich)

C-QUADRAT

Investment AG

(Österreich)

C-QUADRAT

Fonds-Analyse &

Marketing AG

(Schweiz)

Active Management

& Advisory AG

(Schweiz)

Absolute Plus

Aktiengesellschaft

(Deutschland)

Absolute Plus

Zürich AG

(Schweiz)

Absolute Portfolio

Management Ltd.

(Cayman Islands)

Absolute

Plus.com Ltd.

(Cayman Islands)

ARTS

Asset-Management

GmbH

(Österreich)

Ariconsult

Holding AG

(Österreich)


C-QUADRAT, the fund company – ist ein

europaweit tätiger, unabhängiger Asset

Manager. Die C-QUADRAT Investment AG

wurde 1991 als erstes Unternehmen der

heutigen Firmengruppe in Wien gegründet,

verfügt seit 2003 über eine eigene Kapitalanlagegesellschaft

mit Bankkonzession

und notiert seit November 2006 im Prime

Standard der Frankfurter Wertpapierbörse

sowie seit Mai 2008 im Prime Market der

Wiener Börse (ISIN: AT0000613005).

Das Team von C-QUADRAT hat sich mit seiner

Tätigkeit als Asset Manager, der Analyse

und dem Management von Investmentfonds

sowie der Konzeption strukturierter

Produkte europaweit einen guten Namen

gemacht. Zahlreiche international tätige

Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungsunternehmen

vertrauen auf das

Know-how von C-QUADRAT.

Die Firmenstruktur

Um allen Anforderungen optimal gerecht

zu werden, ist C-QUADRAT mit seinen rund

100 Mitarbeiter/innen in verschiedene

Geschäftsbereiche aufgeteilt. Als Dach

der Unternehmensgruppe fungiert die

C-QUADRAT Investment AG, Wien. Sie konzentriert

sich auf die Fondsanalyse, die

Konzeption strukturierter Produkte und das

Fondsbrokerage.

Die C-QUADRAT Kapitalanlage AG, Wien, ist

für das Management der Investmentfonds

und die Unterstützung ihrer Vertriebspartner

verantwortlich.

Das Privatkundengeschäft der C-QUADRAT-

Gruppe ist in der C-QUADRAT Private

Investments AG, Wien, Europas größtem

Fonds-Shop, zusammengefasst.

Der Anbieter des Fonds „C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1“, die C-QUADRAT

Deutschland AG, Frankfurt/M., unterliegt

als deutsches Finanzdienstleistungsunternehmen

der Aufsicht der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und

verantwortet folgende Geschäftsbereiche:

• Vermögensberatung und Mandatsbetreuung

für institutionelle Kunden in Deutschland

(Banken, Versicherungen, Versorgungswerke,

etc.)

• Beratung in der Konzeption von Spezialfonds

und Segmentfonds

• Beratung in der Konzeption von Masterfonds

• Beratung in der Konzeption von Private

Label-Fonds, Strukturen und Fonds-Vermögensverwaltungs-Produkten

für externe

Partner.

Sie ist Ansprechpartner für sämtliche in

Deutschland zum Vertrieb zugelassenen

Publikumsfonds.

Die C-QUADRAT Deutschland AG ist Anbieter

und Initiator des vorliegenden Produktangebotes

„C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1“.

Das vorliegende Fondsangebot ist der zweite

von der C-QUADRAT Deutschland AG initiierte

geschlossene Publikumsfonds. Zum

Zeitpunkt der Prospektaufstellung befindet

sich der erste von der C-QUADRAT Deutschland

AG initiierte geschlossene Publikumsfonds

noch in der Platzierung. Angaben

zum Platzierungsverlauf und dem Ergebnis

dieses Fonds können insofern noch nicht

gemacht werden.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Der Anbieter: C-Quadrat Deutschland AG | 69


der anbieter: c-quadrat deutschland ag

DIE ENTWICKLUNG VON C-QUADRAT

1991 Gründung der C-QUADRAT Investment AG

1994 Erste Abwicklung für institutionelle Kunden in Österreich

1996 Auflegung des ersten Dachfonds in Österreich

2000 l Gründung von Fonds & Co, Österreichs erstem Fonds-Shop

l Erster Hedge-Dachfonds im Rahmen einer fondsgebundenen Lebensversicherung

2002 l Gewinn von 10 Awards für die beste Performance österreichischer Dachfonds

l Gründung der Privatinvest Bank AG Niederlassung Wien

2003 l Erneut Sieger des Dachfonds-Awards

l Auflegung des ersten Garantieprodukts ”Blue Fox“

l Gründung einer Tochtergesellschaft in Deutschland, der heutigen C-QUADRAT Deutschland AG

l C-QUADRAT KAG erhält Bankkonzession

2004 l Drei erste Plätze beim Alternative Investment Award

l Beteiligung am größten österreichischen Maklerpool Ariconsult Fonds Marketing GmbH

l C-QUADRAT KAG ist die am stärksten wachsende KAG aller KAGs in Österreich

l Übernahme von Managementmandaten deutscher institutioneller Kunden

(Patriarch Multi-Manager GmbH, Ampega Investment AG)

2005 l Beteiligung an der Epicon Investment AG

l Beteiligung an der ARTS Asset Management GmbH

l Die C-QUADRAT-Gruppe gewinnt 24 Auszeichnungen beim Dachfonds-Award 2005

2006 l C-QUADRAT (samt assoziierten Unternehmen) überspringt 3-Mrd.-Euro-Marke an

erlösbringendem Volumen

l Vertriebsstart für C-QUADRAT-Produkte in Polen, Tschechien und Ungarn

l Erstnotiz der Aktie der C-QUADRAT Investment AG im Prime Standard der Frankfurter Börse

l Beteiligung an der Absolute Plus Gruppe

l Die C-QUADRAT-Gruppe gewinnt 12 Auszeichnungen beim Dachfonds-Award 2006

l Rekordergebnis: Bestes Geschäftsjahr in der 15jährigen Unternehmensgeschichte

2007 l C-QUADRAT legt erste österreichische Short-Fonds auf

l C-QUADRAT eröffnet Büro in Frankfurt am Main

l C-QUADRAT startet Retailvertriebsoffensive in Deutschland

l Karl-Heinz Grasser, österreichischer Bundesminister für Finanzen a.D.,

wird in den Aufsichtsrat gewählt

2008 l C-QUADRAT Deutschland AG legt erstmals geschlossene Portfoliofonds in Deutschland auf

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

70 | Der Anbieter: C-Quadrat Deutschland AG


Die Kernkompetenz

C-QUADRAT kann auf eine langjährige Erfahrung

als Fondsspezialist zurückblicken.

Seit der Gründung 1991 war ”the fund

company“ stets auf die kundenorientierte

Dienstleistung rund um Fonds fokussiert.

Mittlerweile wird auf mehr als 10.000

Investmentfonds von über 250 renommierten,

internationalen Partnern zurückgegriffen,

um die besten daraus im Portfoliomanagement

oder im Fondsbrokerage

einzusetzen. Heute gilt C-QUADRAT als erster

Ansprechpartner im Bereich des Asset

Management Consulting, der Portfolioanalyse

und der Managerselektion.

Fondsanalyse

Um den Kunden eine bestmögliche Auswahl

unter allen verfügbaren Fonds zu bieten,

analysiert C-QUADRAT laufend sämtliche

der rund 10.000 in Österreich und

Deutschland zum Vertrieb zugelassenen

Investmentfonds. Dazu fließen zunächst

alle relevanten Fondsdaten in eine selbstentwickelte

Fondsanalyse-Software ein,

die die historischen Kennziffern automatisch

bewertet. Auf Basis dieser mathematischen

Ertrags- und Risikoanalyse führt das

Fondsmanagement eine umfassende qualitative

Bewertung durch. C-QUADRAT legt

dabei größten Wert auf einen intensiven

persönlichen Kontakt mit den Fondsmanagern,

um so möglichst früh auf Änderungen

reagieren und die Kunden zeitgerecht

informieren zu können. Das Ergebnis der

Fondsanalyse dient dem Fondsmanagement

als Entscheidungsgrundlage für die

von C-QUADRAT gemanagten Dachfonds.

Strukturierte Produkte

Im Jahr 1996 hat C-QUADRAT das erste Garantieprodukt

aufgelegt. Seither wurden

zahlreiche kapitalgarantierte Produkte über

internationale Investmentbanken emittiert.

Als Garantiegeber werden nur Institute

bester Bonität ausgewählt. Bei der Konzeption

dieser Anleihen und Zertifikate arbeitet

C-QUADRAT eng mit Teams von Wertpapier-

und Derivatehändlern international

renommierter Großbanken zusammen, um

so maßgeschneiderte Produktlösungen für

private und institutionelle Investoren zu

entwickeln.

Fondsbrokerage

Die C-QUADRAT Investment AG bietet dank

langjähriger Erfahrung höchstes Qualitätsniveau

beim Handel aller in Österreich zum

Vertrieb zugelassenen Investmentfonds.

Die speziellen Kenntnisse der geltenden

Usancen garantieren die reibungslose Abwicklung

und machen C-QUADRAT zu einem

gefragten Partner in der gesamten

Investmentfondsbranche.

Computergesteuerte Trendfolgemodelle

Gemeinsam mit ARTS Asset Management

bietet C-QUADRAT Anlegern seit dem Jahr

2003 auch Total Return Fonds an. Ziel dieser

quantitativ gemanagten Trendfolgeprodukte

ist es, einerseits in einem positiven

Börsenumfeld die ertragsstärksten

Sektoren durch quantitative Analyse aus

einem Fondsuniversum von über 10.000

Investmentfonds herauszufiltern und in

diese gezielt zu investieren, und andererseits

bei fallenden Märkten schrittweise

aus Aktienfonds auszusteigen, um lange

Verlustphasen in ausgeprägten Bärenmärkten

möglichst zu vermeiden.

Mit der vorliegenden Vermögensanlage

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 bietet

die C-QUADRAT Deutschland AG zum

zweiten Mal öffentlich einen geschlossenen

Fonds an.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Der Anbieter: C-Quadrat Deutschland AG | 71


angaben über die emittentin

ANGABEN ÜBER DIE EMITTENTIN

Firma

Funktion

Sitz

Geschäftsanschrift

Datum der Gründung

Datum der ersten Eintragung

Dauer der Gesellschaft

Rechtsordnung

Rechtsform

Persönlich haftende Gesellschafterin

Von den gesetzlichen Regelungen

abweichende Bestimmungen des

KG-Vertrages

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

74 | Angaben über die Emittentin

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Beteiligungsgesellschaft

Frankfurt/M.

Goethestraße 10, 60313 Frankfurt/M.

02.07.2008

09.07.2008

ANGABEN ÜBER DIE EMITTENTIN,

DAS KAPITAL DER EMITTENTIN

UND DEREN GRÜNDUNGSGESELL-

SCHAFTER

Die Gesellschaft besteht auf bestimmte Zeit. Mit Ablauf des fünfzehnten

auf das Gründungsjahr folgenden Geschäftsjahres wird die Komplementärin

mit der Liquidation der Gesellschaft nach Maßgabe des

Gesellschaftsvertrages beauftragt.

Die Emittentin unterliegt deutschem Recht.

Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG) gem. § 161 Abs. 1 HGB

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH,

deren alleinige Gesellschafterin die C-QUADRAT Deutschland AG ist.

Bei der Emittentin handelt es sich um eine Kommanditgesellschaft,

deren gesellschaftsvertragliche Regelungen teilweise von den gesetzlichen

Regelungen gem. §§ 161 ff. HGB abweichen. Der Gesellschaftsvertrag

ist auf den Seiten 122 ff. abgedruckt.

l § 6 Abs. 1: Komplementärin und einzige persönlich haftende

Gesellschafterin der Emittentin ist die C-QUADRAT Portfolio-

Fonds GmbH. Da die Haftung der C-QUADRAT Portfolio-Fonds

GmbH gesetzlich auf deren Stammkapital beschränkt ist, weicht

der Gesellschaftsvertrag von dem gesetzlichen Leitbild des unbeschränkt

haftenden Komplementärs (§ 161 Abs. 1 HGB) ab.

Entgegen § 121 Abs. 1 HGB ist die Komplementärin nicht am Ergebnis

der Gesellschaft beteiligt.


Gegenstand des Unternehmens

Handelsregister, Registernummer

Konzernunternehmen

l § 6 Abs. 7: Die Komplementärin unterliegt ebenso wie die übrigen

Gesellschafter/Treugeber keinem Wettbewerbsverbot im Sinne des

§ 112 HGB.

l § 24 Abs. 3: Der Komplementärin kann die Geschäftsführungs- und

Vertretungsbefugnis außer durch gerichtliche Entscheidung gem.

§§ 117, 127 HGB auch durch Gesellschafterbeschluss über den Ausschluss

der Komplementärin entzogen werden.

l § 25 Abs. 4: Abweichend von § 131 Abs. 3 Satz 2 HGB wird das Ausscheiden

der Komplementärin erst mit der Bestellung eines neuen

Komplementärs wirksam.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erzielung von Einkünften aus der

Anlage des Gesellschaftsvermögens in Beteiligungen an geschlossenen

Fondsprodukten (Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen, Lebensversicherungsfonds,

Private Equity-Fonds, Energie-/Rohstofffonds und

Sonstige Fonds). Darüber hinaus ist die Gesellschaft berechtigt, freie

Liquidität verzinslich anzulegen. Die Gesellschaft ist im Übrigen berechtigt,

sämtliche Rechtsgeschäfte und Maßnahmen vorzunehmen,

die mit diesem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen

bzw. zu seiner Erreichung erforderlich oder dienlich sind.

Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben

oder sich an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen im In-

und Ausland gründen. Die Gesellschaft kann die Rechtsgeschäfte und

Maßnahmen selbst vornehmen oder durch Dritte vornehmen lassen.

Amtsgericht Frankfurt/M., HR A 44741

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung wird die Emittentin von der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH geleitet. Alleinige Gesellschafter

sind im Folgenden genannte Gründungsgesellschafter:

– C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH, Frankfurt/M. (Komplementärin)

– hmp Treuhandgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Frankfurt/M. (Treuhandkommanditistin)

Der Anbieter ist Alleingesellschafter der Komplementärin. Die Komplementärin

ist am Kapital der Emittentin nicht beteiligt. Bei der Emittentin

handelt es sich somit nicht um ein Konzernunternehmen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Emittentin | 75


angaben über die emittentin

KAPITAL DER EMITTENTIN

Gezeichnetes Kapital

Art der Kapitalanteile

Hauptmerkmale der Kapitalanteile

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

76 | Angaben über die Emittentin

Die Komplementärin hat keine Einlage übernommen und ist somit am

Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt.

Die hmp Treuhandgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

hat sich als Gründungs- und Treuhandkommanditistin mit EUR 2.000

Pflicht- und anfänglicher Hafteinlage an der Emittentin beteiligt. Die

Einlage wurde vollständig eingezahlt.

Weitere Beteiligungen am Kommanditkapital waren zum Zeitpunkt der

Prospektaufstellung noch nicht gezeichnet. Das gezeichnete Kapital der

Emittentin zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung beträgt EUR 2.000.

Die Emittentin ist eine Personenhandelsgesellschaft in der Form der

Kommanditgesellschaft. Die Anteile, in die das Kapital zerlegt ist, stellen

Anteile am Kommanditkapital dar.

Die Kapitalanteile verkörpern Gesellschaftsanteile an der Personenhandelsgesellschaft.

Dies sind Anteile, die Gesamthandseigentum am

Vermögen der Emittentin vermitteln. Die Höhe der Einlagen drückt aus,

in welcher Höhe der jeweilige Gesellschafter/Treugeber über seinen

(mittelbaren) Gesellschaftsanteil Gesamthandseigentum an der Vermögensmasse

des Fonds besitzt und Teilhaberrechte ausüben kann.

Die Anteile an dem Fonds vermitteln im Verhältnis der Anteile zu dem

gesamten Kapital des Fonds einen Anspruch auf Beteiligung am Ergebnis.

Die Anleger und die Treuhandkommanditistin sind am Gewinn und

Verlust des Fonds im Verhältnis ihrer Kapitaleinlagen zueinander beteiligt,

soweit der Gesellschaftsvertrag keine abweichenden Regelungen

vorsieht. Maßgeblich ist der Stand des Kapitalkontos I zum Ende des

jeweiligen Geschäftsjahres. Die Komplementärin ist nicht am Ergebnis

des Fonds beteiligt (§ 6 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages).

Die Anteile vermitteln auch Teilhaberrechte, nämlich das Recht zur Teilnahme

an den Gesellschafterversammlungen und das Recht zur Abstimmung

entsprechend des Einlagenanteils des jeweiligen Anlegers.

Die Teilhaberrechte werden durch die Regelungen des Treuhand- und

Verwaltungsvertrages zu ihrer Ausübung teilweise auf die Treuhand-


Höhe der ausstehenden Einlagen

Übersicht über bisher ausgegebene

Wertpapiere oder Vermögensanlagen

kommanditistin delegiert. Zur Ausgestaltung der Einzelheiten wird

daher an dieser Stelle auf die Regelungen im Treuhand- und Verwaltungsvertrag

verwiesen, der diesem Prospekt in seinem vollen Wortlaut

beigefügt ist.

Die Beteiligung der Anleger am Gesellschaftsvermögen richtet sich

nach dem Verhältnis der Salden der jeweiligen Kapitalkonten I, soweit

sich aus dem Gesellschaftsvertrag nichts anderes ergibt.

Die Geschäftsführungsbefugnis steht der Komplementärin des Fonds

alleine zu. Die Anleger selbst und die Treuhandkommanditistin haben

keine Geschäftsführungsbefugnis.

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung stehen keine Einlagen auf das

Kapital der Emittentin aus.

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung wurden noch keine Wertpapiere

oder Vermögensanlagen im Sinne des § 8f Abs. 1 des Verkaufsprospektgesetzes

in Bezug auf die Emittentin ausgegeben.

Da es sich bei der Emittentin nicht um eine Aktiengesellschaft oder

eine Kommanditgesellschaft auf Aktien handelt, entfallen im Hinblick

auf das Kapital der Emittentin Angaben über den Nennbetrag umlaufender

Wertpapiere, die den Gläubigern Umtausch- oder Bezugsrechte

auf Aktien einräumen sowie Angaben über die Bedingungen und das

Verfahren für deren Umtausch oder Bezug.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Emittentin | 77


angaben über die emittentin

DIE GRÜNDUNGSGESELLSCHAFTER DER EMITTENTIN

Firma

Funktion

Sitz

Geschäftsanschrift

Von den gesetzlichen Regelungen

abweichende Bestimmungen des

Gesellschaftsvertrages der Komplementärin

Bezüge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

78 | Angaben über die Emittentin

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG (Portfoliofonds); Geschäftsführung des

Portfoliofonds; Aufbereitung der wirtschaftlichen Eckdaten des Beteiligungsangebotes;

Auswahl, Überprüfung und Durchführung der Investitionen

Frankfurt/M.

Goethestraße 10, 60313 Frankfurt/M.

Der Gesellschaftsvertrag der Komplementärin enthält keine, von den gesetzlichen

Regelungen abweichende Bestimmungen im Hinblick auf die

Rolle der Komplementärin als persönlich haftende Gesellschafterin der

Emittentin.

Für die Übernahme des Haftungsrisikos erhält die C-QUADRAT Portfolio-

Fonds GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin von dem Portfoliofonds

eine Vergütung in Höhe von EUR 5.000 p. a., in Rumpfgeschäftsjahren

pro rata temporis, ggf. inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer („Haftungsvergütung“).

Die Haftungsvergütung erhöht sich ab 1. Januar 2011 jährlich

um 2,0 % bezogen auf die jeweils aktuelle Haftungsvergütung.

Der Komplementärin werden von dem Portfoliofonds darüber hinaus

sämtliche notwendigen Aufwendungen, die ihr im Fall der Inanspruchnahme

aufgrund persönlicher Haftung für die Gesellschaft entstehen, erstattet

(„Aufwendungsersatz“). Haftungsvergütung und Aufwendungsersatz sind

auch in Jahren zu zahlen, in denen ein Verlust erwirtschaftet wird.

Die C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH erhält von dem Portfoliofonds für

die Tätigkeit als Geschäftsführerin ab 2008 jährlich eine Vergütung in

Höhe von 0,65 % inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer bezogen auf das gezeichnete

Nominalkapital zum Ende eines jeden Geschäftsjahres („Laufende

Vergütung“). Die Laufende Vergütung erhöht sich ab 1. Januar 2011

jährlich um 2,0 % bezogen auf die jeweils aktuelle Laufende Vergütung.

Für die Erarbeitung des wirtschaftlichen Konzepts und die Prospektierung

des Beteiligungsangebots erhält die C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH

von dem Portfoliofonds eine einmalige Vergütung in Höhe von 1,00 %

inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer des in den Portfoliofonds eingebrachten

Nominalkapitals, fällig bei Fondsschließung, sowie weitere insgesamt

1,40 % inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer des in den Portfoliofonds eingebrachten

Nominalkapitals, fällig bei Fondsschließung, für den Druck der

Verkaufsunterlagen und für zu erstellende Gutachten sowie für sonstige

Marketingleistungen und die Bereitstellung des steuerlichen und rechtlichen

Konzepts (gemeinsam „Initialkosten“).


Beteiligungen

Haftungsbeschränkung

Handelsregister, Registernummer

Datum der Gründung

Datum der ersten Eintragung

Stammkapital

Gesellschafter

Geschäftsführung

Die persönlich haftende Gesellschafterin ist weder unmittelbar noch mittelbar

an Unternehmen beteiligt, die mit dem Vertrieb der Beteiligungen

an der Emittentin betraut sind, bzw. die der Emittentin Fremdkapital zur

Verfügung stellen. Die Anlageobjekte der Emittentin sind zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung noch nicht konkret festgelegt. Nach dem vorgesehenen

Fondskonzept ist nicht beabsichtigt, dass die Komplementärin

unmittelbar oder mittelbar an Unternehmen beteiligt sein wird, die im

Zusammenhang mit der Entstehung der Anlageobjekte nicht nur geringfügige

Lieferungen oder Leistungen erbringen.

Grundsätzlich haftet die Komplementärin einer KG unbeschränkt. Vorliegend

ist die Komplementärin eine Kapitalgesellschaft und haftet daher

nur beschränkt auf ihr Gesellschaftsvermögen

HRB 82858

12.03.2008

15.04.2008

EUR 25.000 (vollständig eingezahlt)

C-QUADRAT Deutschland AG, Frankfurt/M.

Dr. Heinrich Wohlfart, Würzburg; Detlef Kraus, Hünstetten

Dr. Heinrich Wohlfart ist seit Dezember 2006 als Vorstand bei der

C-QUADRAT Kapitalanlage AG in Wien u. a. für die Vertriebsaktivitäten in

Deutschland zuständig. Darüber hinaus ist er Vorstandsvorsitzender der von

der BaFin beaufsichtigten C-QUADRAT Deutschland AG in Frankfurt/Main.

Herr Dr. Wohlfart blickt auf über zwanzig Jahre Erfahrung in der Beratung

und Betreuung institutioneller und privater Kunden zurück. Er startete 1985

seine Laufbahn bei einem regionalen Kreditinstitut. Von 1989 bis 1996

folgte eine Station bei der DG Capital Management GmbH in Frankfurt/

Main mit dem Aufgabenbereich Marketing und Vertrieb. Bis Mitte 2001

war er als Direktor bei Delbrück & Co Privatbankiers Frankfurt/Main für

vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren sowie den Aufbau

nationaler und internationaler Kooperationen zuständig. Zuletzt war

Herr Dr. Wohlfart über 5 Jahre bei der Schweizer Vontobel Gruppe als alleiniger

Geschäftsleiter für das institutionelle Geschäft in Deutschland verantwortlich

und zusätzlich bei der Vontobel Europe S.A. in Luxemburg für das

Portfoliomanagement deutscher institutioneller Kunden zuständig. Im Jahr

2003 wurde er in den Europäischen Wirtschaftssenat berufen.

Detlef Kraus ist seit Februar 2007 für die C-QUADRAT Deutschland AG als

Projektleiter für den Bereich geschlossene Fonds tätig. Herr Kraus beriet

zuvor seit Ende der 1980er Jahre sowohl freie Finanzvermittler und Maklerpools

bei der Auswahl und dem Vertrieb offener und geschlossener Fonds

als auch mehrere Initiatoren bei der Konzeption und dem Vertrieb unterschiedlicher

Finanzmarktprodukte.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Emittentin | 79


angaben über die emittentin

DIE GRÜNDUNGSGESELLSCHAFTER DER EMITTENTIN

Firma

Funktion

Sitz

Geschäftsanschrift

Einlage

Bezüge

Beteiligungen

Handelsregister, Registernummer

Datum der Gründung

Datum der ersten Eintragung

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

80 | Angaben über die Emittentin

hmp Treuhandgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Treuhänderische Verwaltung von Kommanditeinlagen an dem Portfoliofonds

im eigenen und fremden Namen für Rechnung von Anlegern

(Treuhandkommanditistin), Vertretung der Interessen der Anleger, Information

der Anleger

Mannheim

Gervinusstraße 16, 60322 Frankfurt/Main

Kommanditeinlage in Höhe von EUR 2.000 an der Emittentin. Die Einlage

wurde vollständig eingezahlt.

Die Treuhandkommanditistin erhält für die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen

zu erbringenden Leistungen während der Platzierungsphase

eine einmalige Vergütung i. H. v. 0,25 % des bei der Fondsschließung

gezeichneten Nominalkapitals inklusive Umsatzsteuer, mindestens

jedoch EUR 14.875 und höchstens EUR 77.350 („Einmalvergütung“). Die

Einmalvergütung ist bei Fondsschließung fällig und zahlbar.

Ab Fondsschließung erhält die Treuhandkommanditistin eine jährliche

Vergütung i. H. v. 0,25 % p. a. bezogen auf das gezeichnete Nominalkapital

zum Ende eines jeden Geschäftsjahres inklusive Umsatzsteuer

(„laufende Vergütung“). Die laufende Vergütung ist jeweils am Ende

eines Kalenderquartals zeitanteilig fällig und zahlbar.

Die hmp Treuhandgesellschaft mbH ist weder unmittelbar noch

mittelbar an Unternehmen beteiligt, die mit dem Vertrieb der Beteiligungen

an der Emittentin betraut sind, bzw. die der Emittentin

Fremdkapital zur Verfügung stellen. Die Anlageobjekte der Emittentin

sind zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch nicht konkret festgelegt.

Nach dem vorgesehenen Fondskonzept ist nicht beabsichtigt,

dass die Treuhandkommanditistin unmittelbar oder mittelbar an Unternehmen

beteiligt sein wird, die im Zusammenhang mit der Entstehung

der Anlageobjekte nicht nur geringfügige Lieferungen oder

Leistungen erbringen.

Mannheim, HRB 702628

12.06.2007

16.07.2007


Stammkapital

Gesellschafter

Geschäftsführer

Sonstige Bezüge der Gründungsgesellschafter

Angaben zur Geschäftstätigkeit der

Emittentin

Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche

Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche der Emittentin

ergeben sich aus dem Gesellschaftszweck

gem. § 2 des Gesellschaftsvertrages.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht

in dem Erwerb, dem Halten und Verwerten

von Beteiligungen an geschlossenen

Fondsgesellschaften. Sie ist berechtigt,

alle damit im Zusammenhang stehenden

Geschäfte und Verträge abzuschließen.

Abhängigkeit von Verträgen

Die bestehenden vertraglichen Beziehungen

der Emittentin werden auf Seite 104

erläutert. Die Emittentin ist darauf angewiesen,

dass die von ihr vorgenommenen

Beitrittsvereinbarungen über die Beteiligungen

an den Zielfonds wirksam zustande

EUR 25.000 (vollständig eingezahlt)

hmp hardorp, müller & partner

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,

Mannheim

Dirk-Ralf Gloger, WP/StB;

Ulrich Freudel, WP/StB;

Dieter K. Müller, WP/StB

Mit Ausnahme der oben genannten Vergütungen stehen den Gründungsgesellschaftern

keine weiteren Gesamtbezüge, Gewinnbeteiligungen

oder Entnahmerechte zu.

kommen. Darüber hinaus ist die Emittentin

nicht von Patenten, Lizenzen, Verträgen

oder neuen Herstellungsverfahren abhängig,

die von wesentlicher Bedeutung für

die Geschäftstätigkeit oder Ertragslage der

Emittentin sind.

Anhängige Verfahren

Es sind keine Gerichts- oder Schiedsverfahren

anhängig, die einen wesentlichen Einfluss

auf die wirtschaftliche Lage der Emittentin

haben könnten.

Laufende Investitionen

Zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

existieren keine laufenden Investitionen.

Außergewöhnliche Ereignisse

Die Tätigkeit der Emittentin ist nicht durch

außergewöhnliche Ereignisse beeinflusst

worden.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Angaben über die Emittentin | 81


vermögens-, finanz- und ertragslage

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

82 | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

VERMÖGENS-, FINANZ- UND

ERTRAGSLAGE DER EMITTENTIN

ERÖFFNUNGSBILANZ DER C-QUADRAT PORTFOLIO-FONDS 1

GMBH & CO. KG

Allgemeine Informationen

Die C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH &

Co. KG wurde am 2. Juli 2008 gegründet.

Eröffnungsbilanz der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG auf den 02.07.2008

Aktiva EUR Passiva EUR

A. Umlaufvermögen A. Eigenkapital

I. Guthaben bei Kreditinstituten 2000 I. Gründungskommanditistin 2000

Summe Aktiva 2000 Summe Passiva 2000

ZWISCHENÜBERSICHT

Seit der Aufstellung der Eröffnungsbilanz

haben sich keine bilanzwirksamen Veränderungen

und/oder Geschäftsvorfälle er-

geben. Von einer Zwischenübersicht wird

daher abgesehen.


VORAUSSICHTLICHE VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGS-

LAGE DER C-QUADRAT PORTFOLIO-FONDS 1 GMBH & CO. KG

Planbilanzen der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG (Prognose)

Planbilanz Planbilanz Planbilanz

Bilanz zum zum zum

Beträge in EUR 31.12.08 31.12.09 31.12.10

Aktiva

A. Anlagevermögen

I. Anlagevermögen

1. Immobilien 0 3.600.000 3.600.000

2. Schiffe 0 3.600.000 3.600.000

3. Private Equity 0 2.160.000 2.160.000

4. LV-Zweitmarkt 0 1.440.000 1.440.000

5. Energie/Rohstoffe 0 1.440.000 1.440.000

6. Sonstige Fonds 0 2.160.000 2.160.000

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen 0 529.056 1.627.416

II. Guthaben bei Kreditinstituten 4.838.500 74.000 427.230

Summe Aktiva 4.838.500 15.003.056 16.454.646

Passiva

A. Eigenkapital

I. Kapitalanteile des

Treuhandkommanditisten 5.000.000 15.000.000 15.000.000

II. Gewinn-/Verlustvortrag 0 -161.500 -18.270

III.Jahresüberschuss/-Fehlbetrag -161.500 143.230 1.412.316

B. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 0 21.326 60.600

Summe Passiva 4.838.500 15.003.056 16.454.646

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin | 83


vermögens-, finanz- und ertragslage

Wesentliche Annahmen und Wirkungszusammenhänge

der Planbilanzen

Es wird unterstellt, dass das gesamte eingezahlte

Kapital abzüglich der Liquiditätsreserve

und der zahlungswirksamen Aufwendungen

(Investitionskapital) in demselben

Jahr in die Zielfonds investiert wird. Ferner

wird davon ausgegangen, dass dem Portfoliofonds

erstmals im Geschäftsjahr 2010

Beteiligungserträge aus den Zielfonds als

Liquidität zufließen.

Wertsteigerungen der Zielfonds wirken

sich auf den bilanziellen Beteiligungswert

nicht aus. Ebenso wirken sich – im

Gegensatz zur Steuerbilanz – Gewinn- und

Verlustanteile aus nachgeordneten Beteiligungen

nicht sofort in der Handelsbilanz

aus. Ausschüttungen aus Beteiligungen an

Zielfonds sind handelsrechtlich als Beteiligungsertrag

zu erfassen, sofern handelsrechtlich

ein entsprechender Gewinn auf

Ebene der Zielfonds entstanden ist. Andernfalls

sind Zahlungen als Kapitalrückzahlungen

zu erfassen und erfolgsneutral

gegen den Beteiligungsbuchwert zu buchen.

Die Abbildung der Ausschüttungen

in der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung

unterstellt, dass die Ausschüttungen aus

den Zielfonds handelsrechtlich ertragswirksam

zu erfassen sind. Sollten die

Ausschüttungen als Kapitalrückzahlungen

zu qualifizieren sein, erfolgt kein Ausweis

von Beteiligungserträgen, sondern eine erfolgsneutrale

Buchung gegen den jeweiligen

Beteiligungsansatz. Soweit dem Portfoliofonds

Provisionserstattungsansprüche

gegenüber der C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH entstehen, sind diese

im Rahmen der handelsrechtlichen Rech-

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

84 | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

nungslegung regelmäßig gegen den Beteiligungsansatz

zu buchen und wirken

sich daher weder auf das handelsrechtliche

noch auf das steuerliche Ergebnis der

Fondsgesellschaft selbst aus.

Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit des

Portfoliofonds soll eine Liquiditätsreserve

von anfänglich ca. 1,05 % des insgesamt

einzuwerbenden Kommanditkapitals des

Portfoliofonds gebildet werden.

Eine Aufnahme von Darlehen für eine (Zwischen-)

Finanzierung der Investitionen in

die einzelnen Zielfonds über den Bilanzstichtag

hinaus ist nicht geplant. Es wird im

Rahmen der Planbilanzen davon ausgegangen,

dass sämtliche Verbindlichkeiten aus

einmaligen und laufenden Aufwendungen

noch vor dem jeweiligen Bilanzstichtag bedient

werden.

Auf der Passivseite stehen dem die Summe

der über die Treuhandkommanditisten gezeichneten

Kapitaleinlagen zuzüglich der ursprünglichen

Einlage des Treuhandkommanditisten

gegenüber. Das Eigenkapital erhöht/

vermindert sich um die Jahresüberschüsse/

-fehlbeträge und vermindert sich ggf. um

Ausschüttungen an die Anleger. Da der Anbieter

davon ausgeht, dass es sich bei den

Zielfonds überwiegend um gewerblich tätige

bzw. gewerblich geprägte Gesellschaften

handelt, erfolgt auf Ebene des Portfoliofonds

eine Kürzung dieser Beteiligungserträge.

Eine endgültige Beurteilung kann allerdings

erst nach Investition in die Zielfonds erfolgen.

Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass

bereits in den Geschäftsjahren ab 2009 mit

einer Gewerbesteuerbelastung auf Ebene

des Fonds zu rechnen ist.


Gewinn- und Verlustrechnung der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG (Prognose)

Plan-GuV für Plan-GuV für Plan-GuV für

Gewinn- und Verlustrechnung den Zeitraum den Zeitraum den Zeitraum

Beträge in EUR 02.07.-31.12.08 1.1.-31.12.09 1.1.-31.12.10

1. Erträge aus Beteiligungen

1.1 Immobilien 0 125.280 324.360

1.2 Schiffe 0 144.000 288.000

1.3 Private Equity 0 43.632 260.064

1.4 LV-Zweitmarkt 0 12.528 71.424

1.5 Energie/Rohstoffe 0 44.208 159.984

1.6 Sonstige Fonds 0 159.408 523.584

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.000 100.000 15.000

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

3.1 Geschäftsbesorgung/Anlegerverwaltung -16.250 -97.500 -97.500

3.2 Treuhänder -6.250 -37.500 -37.500

3.3 Jahresabschlußprüfung -3.250 -19.500 -19.500

3.4 lfd. Steuerberatung -1.500 -9.000 -9.000

3.5 Haftungsvergütung -750 -5.000 -5.000

3.6 Sonstige Kosten -147.500 -295.000

3.6.1 Konzeption -70.000 -140.000

3.6.2 Marketing, Prospekt -37.500 -75.000

3.6.3 Beratung/Gutachten -7.500 -15.000

3.6.4 Investitionsbeirat -12.500 -25.000

3.6.5 Treuhänder -12.500 -25.000

3.6.6 Mittelverwendungskontrolle -7.500 -15.000

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.000 -1.000 -1.000

5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -21.326 -60.600

6. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -161.500 143.230 1.412.316

Wesentliche Annahmen und Wirkungszusammenhänge

der Plan-Gewinn- und

Verlustrechnungen

Die prognostizierte Gewinn- und Verlustrechnung

des Portfoliofonds für den Zeitraum

02.07.2008 bis 31.12.2008 sowie für die beiden

folgenden Geschäftsjahre kann der vorstehenden

Tabelle entnommen werden.

Erträge und Aufwendungen leiten sich aus

den vorstehend dargestellten Annahmen

ab. Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden

Erträge aus Beteiligungen an Zielfonds

bilanziell berücksichtigt. Sonstige Zinsen

und ähnliche Erträge resultieren aus der

vorübergehenden Anlage des eingeworbenen

Kommanditkapitals bis zur Investition

in Zielfonds sowie aus der Anlage der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin | 85


vermögens-, finanz- und ertragslage

Liquiditätsreserve (unterstellter Zinssatz:

3,75 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

enthalten insbesondere die

Kosten der Anlaufphase, wie Eigenkapitalbeschaffung,

sowie die laufenden Kosten,

wie Haftungsvergütung, Geschäftsbesorgungsvergütung,

Betreuungsprovisionen

und Beratungskosten. Für das Rumpfgeschäftsjahr

2008 wird von einem negativen

Ergebnis ausgegangen, da den Anlaufkosten

des Portfoliofonds noch keine Erträge

aus den Zielfonds gegenüberstehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die vorstehend

prognostizierten Aufwendungen

und Erträge von den tatsächlichen Werten

erheblich abweichen können.

Erläuterung der sonstigen betrieblichen

Aufwendungen (Positionen 3.1 bis 3.5)

3.1 Geschäftsbesorgung

Für die Übernahme der laufenden Geschäftsführung

des Portfoliofonds erhält die

Komplementärin, die C-QUADRAT Portfolio-

Fonds GmbH, von dem Portfoliofonds eine

jährliche Vergütung in Höhe von 0,65 %

p. a., inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer

(in Rumpfgeschäftsjahren pro rata temporis),

bezogen auf das gezeichnete Gesellschaftsvermögen

zum Ende eines jeden

Geschäftsjahres (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das

EUR 97.500). Die Vergütung erhöht sich ab

1. Januar 2011 jährlich um 2,0 % bezogen

auf die jeweils aktuelle Vergütung.

3.2 Treuhänder

Für ihre Tätigkeit als Treuhandkommandi-

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

86 | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

tistin erhält die hmp Treuhandgesellschaft

mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von

dem Portfoliofonds ab Fondsschließung

eine jährliche Vergütung in Höhe von

0,25 % p. a., inklusive Umsatzsteuer (in

Rumpfgeschäftsjahren pro rata temporis),

bezogen auf das gezeichnete Gesellschaftsvermögen

zum Ende eines jeden

Geschäftsjahres (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das

EUR 37.500).

3.3 Jahresabschlussprüfung

Für die Prüfung der Jahresabschlüsse erhält

die für das jeweilige Geschäftsjahr beauftragte

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von

der Fondsgesellschaft eine Vergütung gemäß

Aufwand gegen Rechnung, wovon für

Planungszwecke von einem Betrag in Höhe

von 0,13 %, inklusive Umsatzsteuer, bezogen

auf das gezeichnete Gesellschaftsvermögen

zum Ende eines jeden Geschäftsjahres

(bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das EUR 19.500)

ausgegangen wird.

3.4 Laufende Steuerberatung

Für die laufende Steuerberatung erhält die

für das jeweilige Geschäftsjahr beauftragte

Steuerberatungsgesellschaft von der

Fondsgesellschaft eine Vergütung gemäß

Aufwand gegen Rechnung, wovon für Planungszwecke

von einem Betrag in Höhe

von 0,06 %, inklusive Umsatzsteuer, bezogen

auf das gezeichnete Gesellschaftsvermögen

zum Ende eines jeden Geschäftsjahres

(bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das EUR 9.000)

ausgegangen wird.


3.5 Haftungsvergütung

Für die Übernahme des Haftungsrisikos erhält

die C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH

als Komplementärin von dem Portfoliofonds

eine Vergütung in Höhe von EUR 5.000 p. a.,

inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer (bei

einem Gesellschaftsvermögen von EUR 15

Millionen sind das rechnerisch 0,03 %), in

Rumpfgeschäftsjahren pro rata temporis

(„Haftungsvergütung“). Die Haftungsvergütung

erhöht sich ab 1. Januar 2011 jährlich

um 2,0 % bezogen auf die jeweils aktuelle

Haftungsvergütung. Der Komplementärin

werden darüber hinaus sämtliche notwendigen

Aufwendungen, die ihr im Fall der Inanspruchnahme

aufgrund persönlicher Haftung

für die Gesellschaft entstehen, erstattet

(„Aufwendungsersatz“). Haftungsvergütung

und Aufwendungsersatz sind auch in Jahren

zu zahlen, in denen die Fondsgesellschaft

einen Verlust erwirtschaften wird.

Finanzplanungsrechnung der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG (Prognose)

Die nachfolgende Prognose enthält die

wesentlichen Eckdaten für die Liquiditätsplanung

der Fondsgesellschaft für die Geschäftsjahre

2008 bis 2011. Die Ausgaben

des Portfoliofonds beinhalten insbesondere

die laufenden Kosten (Treuhänder, Rechts-

und Steuerberatungskosten, Geschäftsbesorgung,

Haftungsvergütung, etc.). Die

Kosten der Investitionsphase sind in den

Ausgaben enthalten. Kosten auf Ebene der

Zielfonds sind in dieser Übersicht nicht berücksichtigt.

Liquiditätsplanung der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Beträge in EUR 2008 2009 2010 2011

a) Liquiditätsreserve zum 01.01. 4.838.500 74.000 427.230

b) Kommanditeinlage 5.000.000 10.000.000 0 0

Einnahmen

c) Provisionserstattungen 0 0 0 0

d) Zinsen und Ausschüttungen aus Zielfonds 15.000 100.000 544.056 1.672.416

Ausgaben und Investitionen

e) Investition in Zielfonds 0 14.400.000 0 0

f) Ausgaben 176.500 464.500 190.826 232.150

g) Liquiditätsüberschuss vor Ausschüttung 4.838.500 74.000 427.230 1.867.496

h) Liquiditätsreserve zum 31.12. 4.838.500 74.000 427.230 142.496

i) Ausschüttung 0 0 0 1.725.000

Ausschüttung in % vom Eigenkapital 0,00% 0,00% 0,00% 11,50%

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin | 87


vermögens-, finanz- und ertragslage

Wesentliche Annahmen und Wirkungszusammenhänge

der Finanzplanungsrechnung

Folgende Annahmen wurden bei diesen

Planungen unterstellt:

a) Liquiditätsreserve zum 01.01.

Geplanter Stand der Bankkonten der Gesellschaft

zum 31.12. des Jahres (Übertrag

aus Position h).

b) Kommanditeinlage

Das Gesellschaftsvermögen beläuft sich auf

EUR 15 Mio. und wird bis zum 31.08.2009

vollständig eingeworben. Die Einzahlungen

der Kommanditeinlagen erfolgen zu einem

Drittel im Jahr 2008 und zu zwei Drittel im

Jahr 2009.

c) Rückvergütung Zielfondsprovisionen

Dem Portfoliofonds als Rückvergütung zufließenden

Zielfondsprovisionen werden

sofort wieder in Zielfonds investiert und

sind deshalb entsprechend bei Position e

berücksichtigt.

d) Zinsen und Ausschüttungen aus Zielfonds

Die Liquiditätsreserve und die Ausschüttungen

aus Zielfonds erzielen Zinseinkünfte in

Höhe von ca. 3,75 % Zins p. a.

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

88 | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

e) Investition in Zielfonds

Investitionen in Zielfonds werden zu jeweils

einem Drittel des Investitionskapitals

Anfang 2009, Mitte 2009 und Ende 2009

getätigt. Dem Portfoliofonds als Rückvergütung

zufließende Zielfondsprovisionen werden

sofort wieder in Zielfonds investiert.

f) Ausgaben

Darunter sind alle einmaligen und laufenden

betrieblichen Aufwendungen zu

verstehen, wie Konzeption, Marketing,

Kapitalbeschaffung, Beratung, Treuhänder,

Geschäftsbesorgung und Haftungsvergütung.

g) Liquiditätsüberschuss vor Ausschüttung

Geplanter Stand der Bankkonten des Portfoliofonds

aus gebildeter Liquiditätsreserve

und erwarteter Ausschüttungen von Zielfonds,

vor anteiliger Ausschüttungen an

die Anleger.

h) Liquiditätsreserve zum 31.12.

Geplanter Stand der Bankkonten der Gesellschaft

zum 31.12. des Jahres.

i) Ausschüttung

Der Anbieter geht davon aus, dass erstmals

im Geschäftsjahr 2011 eine Ausschüttung

an die Anleger erfolgen wird.


PLANZAHLEN DES EMITTENTEN (PROGNOSE)

Planzahlen (§ 15 Abs. 1 Nr. 4 VermVerkProspV) (Prognose)

Beträge in EUR 2008 2009 2010 2011

Investitionen in Beteiligungen 0 14.400.000 0 0

Umsatzerlöse Beteiligungserträge 0 0 529.056 1.627.416

Zinsen und ähnliche Erträge 15.000 100.000 15.000 45.000

Ergebnis (Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag) -161.500 143.230 1.412.316 1.184.943

Wesentliche Annahmen und Wirkungszusammenhänge

der Planzahlen

Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 VermVerk-

ProspV sind die Planzahlen des Emittenten,

insbesondere die Planzahlen zu Investitionen,

Produktion, Umsatz und Ergebnis mindestens

für die 3 folgenden Geschäftsjahre

anzugeben. Die jeweiligen Werte können

von den in der vorstehenden Übersicht angegebenen

Planzahlen wesentlich abweichen.

Im Rahmen der vorstehenden Planzahlen

wird angenommen, dass sich der Portfoliofonds

bis zum 31.12.2009 an unterschiedlichen

Zielfonds beteiligen wird. Anschlie-

ßend sind keine weiteren Investitionen

geplant, auch nicht die Wiederanlage von

Ausschüttungen der Zielfonds.

Aus der Anlage der Liquiditätsreserve und

der vorübergehenden Anlage des eingeworbenen

Kommanditkapitals bis zur Investition

in Zielfonds wird die Emittentin

voraussichtlich Zinserträge erzielen. Der

Jahresüberschuss der Emittentin ermittelt

sich wie bereits vorstehend beschrieben.

Planzahlen der Emittentin im Hinblick auf

eine Produktion entfallen, da keine Produktion

erfolgt (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4

VermVerkProspV).

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin | 89


vermögens-, finanz- und ertragslage

Investitionsrechnung C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Betrag in % des Betrag in % des

I. Mittelherkunftsprognose EUR Fondsvolumens Kommanditkapitals

1. Kommanditkapital

Einzuwerbendes Emissionskapital 14.998.000

Gründungskommanditisten 2.000

Kommanditkapital gesamt 15.000.000 95,24 % 100,00 %

Agio 749.900 4,76 % 5,00 %

Mittelherkunft gesamt 15.749.900 100,00% 105,00 %

II. Mittelverwendungsprognose

INVESTITIONS- UND FINANZIERUNGSPLAN (PROGNOSE)

Bei den nachfolgend ausgewiesenen Positionen

handelt es sich um die im Rumpfgeschäftsjahr

2008 und im Geschäftsjahr

Investitionen in Assetklassen

1. Immobilien 1.1 Zeichnungsbetrag 3.600.000 22,86 % 24,00 %

1.2 Agio in Höhe von 5 % 0

1.3 Summe 3.600.000

2. Schiffe 2.1 Zeichnungsbetrag 3.600.000 22,86 % 24,00 %

2.2 Agio in Höhe von 5 % 0

2.3 Summe 3.600.000

3. Private Equity 3.1 Zeichnungsbetrag 2.160.000 13,71 % 14,40 %

3.2 Agio in Höhe von 5 % 0

3.3 Summe 2.160.000

4. LV-Zweitmarkt 4.1 Zeichnungsbetrag 1.440.000 9,14 % 9,60 %

4.2 Agio in Höhe von 5 % 0

4.3 Summe 1.440.000

5. Energie/Rohstoffe 5.1 Zeichnungsbetrag 1.440.000 9,14 % 9,60 %

5.2 Agio in Höhe von 5 % 0

5.3 Summe 1.440.000

6. Sonstige Fonds 6.1 Zeichnungsbetrag 2.160.000 13,71 % 14,40 %

6.2 Agio in Höhe von 5 % 0

6.3 Summe 2.160.000

Gesamtinvestition in Assetklassen 14.400.000 91,43 % 96,00 %

Gründungs- und Anlaufkosten

1. Kapitalbeschaffungskosten 749.900 4,76 % 5,00 %

2. Konzeption, Marketing 322.500 2,05 % 2,15 %

3. Treuhandgebühren 37.500 0,24 % 0,25 %

4. Gutachten 22.500 0,14 % 0,15 %

5. Investitionsbeirat 37.500 0,24 % 0,25 %

6. Mittelverwendungskontrolle 22.500 0,14 % 0,15 %

Summe der Gründungs- und Anlaufkosten 1.192.400 7,57 % 7,95 %

Liquiditätsreserve 157.500 1,00 % 1,05 %

Mittelverwendung gesamt 15.749.900 100,00 % 105,00 %

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

90 | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

2009 vertraglich vereinbarten Anlaufkosten

der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH

& Co. KG.


Wesentliche Annahmen und Wirkungszusammenhänge

des Investitions- und

Finanzierungsplans

Der Investitions- und Finanzierungsplan

zeigt die geplanten Gesamtkosten für die

Investition (Mittelverwendung) sowie die

Finanzierung dieser Investitionen (Mittelherkunft)

in den Jahren 2008 und 2009. Im

Folgenden werden die einzelnen Positionen

erläutert.

Kommanditkapital aus Kapitalerhöhung

Die hmp Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ist nach dem

Gesellschaftsvertrag ermächtigt, das Kommanditkapital

durch Erhöhung ihrer Einlage

und der Aufnahme weiterer Treugeber bzw.

durch Aufnahme weiterer Kommanditisten

auf bis zu EUR 50 Millionen – zunächst

geplant sind EUR 15 Millionen – zu erhöhen.

Die von der Treuhandkommanditistin

bereits bei Gründung des Portfoliofonds

einbezahlten EUR 2.000 wurden in dieser

Betrachtung der Investitionen und Finanzierung

der Emittentin berücksichtigt.

Investitionen in Zielfonds

Das eingeworbene Gesellschaftsvermögen

wird nach Abzug der anfänglichen Kosten

(Dienstleistungsvergütungen für Konzeption

und Prospektierung, Marketing und Vertrieb,

Steuer- und Rechtsberatung, Investitionsbeirat

und Mittelverwendungskontrolle

sowie Treuhandverwaltung) sowie einer

Liquiditätsreserve in Zielfonds der vorgesehenen

Assetklassen investiert. Damit steht

dem Portfoliofonds neben einer angemessenen

Liquiditätsreserve ein Betrag in Höhe

von rechnerisch 97,05 Prozent nach Rückvergütung

von Zielfondsprovisionen bezogen

auf das eingebrachte Gesellschaftsvermögen

für Investitionen in Beteiligungen

an Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen,

LV-Zweitmarkt-Fonds, Private Equity-Anlageprogramme,

Umwelt-, Energie- und Rohstofffonds

und Sonstige Fonds (Zielfonds)

zur Verfügung (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das insgesamt

EUR 14.557.500).

Im Rahmen seiner Investitionen wird sich

der Portfoliofonds an den betreffenden

Zielfonds ohne Agio beteiligen. Sollte wider

Erwarten eine Investition in einen oder

mehrere Zielfonds aus formalen Gründen

nur gegen Zahlung eines Agios möglich

sein, ist die von dem Portfoliofonds mit der

Vermittlung der Zielfonds beauftragte und

das entsprechende Agio vereinnahmende

C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH vertraglich verpflichtet, dieses an

den Portfoliofonds auszukehren. In jedem

Fall wird der Portfoliofonds so gestellt, als

ob er im Rahmen der Investition in Zielfonds

kein Agio entrichten würde.

Die auf der Ebene der Zielfonds in der Investitionsphase

zusätzlich anfallenden,

einmaligen Kosten für Kapitalbeschaffung,

Konzeption, Prospektierung, etc. betragen

erfahrungs- und prognosegemäß in Prozent

des jeweiligen Zielfondsvolumens zwischen

6 % (6 %) und maximal 20 % (10 %) des

jeweiligen Kommanditkapitals bzw. des

Gesamtinvestitionsvolumens inkl. eventueller

Fremdfinanzierungsmittel (Werte in

Klammern).

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin | 91


vermögens-, finanz- und ertragslage

Gründungs- und Anlaufkosten

1. Kapitalbeschaffungskosten

Für die Vertriebskoordination und die Einwerbung

des zu platzierenden Eigenkapitals

erhält die C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH von dem Portfoliofonds

als Vergütung – neben dem von den Anlegern

zu erbringenden Agio in Höhe von

5,0 % bezogen auf die übernommenen

Nominaleinlagen (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das

EUR 750.000; „Agio“) – zunächst weitere

5,0 % bezogen auf die übernommenen Nominaleinlagen

(bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind das EUR

750.000; „Kapitalbeschaffungskosten“).

Auf Zielfondsebene fallen eigenständige

Eigenkapitalbeschaffungskosten an, die je

nach Fondstyp, -branche und -initiator zwischen

0,0 % und 10,0 %, im Extremfall bis

zu 15,0 % der gezeichneten Kapitaleinlage

betragen können – zu Planungszwecken

wird im Durchschnitt aller zu erwerbender

Zielfonds von einem Provisionssatz von

5,0 % (ohne Agio) ausgegangen.

Die von den Zielfonds an die von dem Portfoliofonds

mit der Vermittlung der Zielfonds

beauftragte C-QUADRAT Portfolio-Fonds

Vermittlung GmbH für deren Zuführung des

Portfoliofonds gezahlten Vertriebsvergütungen

fließen auf Grundlage der zwischen

dem Portfoliofonds und der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH getroffenen

Vereinbarung solange von dieser

als Rückvergütung an den Portfoliofonds

zurück, bis die von dem Portfoliofonds vorfinanzierten

Kapitalbeschaffungskosten in

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

92 | Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin

Höhe von rechnerisch 5,0 % unverzinst wieder

ausgeglichen sind; erst ein eventuell

darüber hinausgehender, von den Zielfonds

entrichteter Provisionsbetrag verbleibt bei

der C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH. Die dem Portfoliofonds als Rückvergütung

zufließenden Zielfondsprovisionen

werden, soweit sinnvoll und möglich,

ebenfalls wieder in Zielfonds investiert

bzw. der Liquiditätsreserve zugeführt; selbiges

gilt für ein eventuell von Zielfonds an

die C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH gezahltes und an den Portfoliofonds

in voller Höhe auszukehrendes Agio.

2. Konzeption und Marketing

Die Gründungs- und Anlaufkosten des Portfoliofonds

beinhalten die Kosten für die

Marktrecherchen und alle Vorleistungen,

die im ersten Jahr der Beteiligung bei der

Emittentin anfallen werden. Ferner beinhaltet

diese Position die Kosten für Konzeption

und Marketing. Darüber hinaus

beinhaltet diese Position die Kosten für alle

vorbereitenden Vertragsverhandlungen mit

den Vertrags- und Projektpartnern des Beteiligungsangebotes.

Die Gründungskosten

beinhalten des Weiteren die Kosten der

Rechtsberatung sowie das Honorar für die

steuerliche Beratung während der Konzeptionsphase

des Beteiligungsangebotes.

Für die Marktrecherchen und alle Vorleistungen,

insbesondere der Erarbeitung des

wirtschaftlichen Konzepts und die Bereitstellung

des steuerlichen und rechtlichen

Konzepts für das Beteiligungsangebot sowie

die Prospektierung des Beteiligungsangebots

erhält die Komplementärin, die

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH, von dem


Portfoliofonds eine einmalige Vergütung in

Höhe von 1,40 % inklusive Umsatzsteuer,

bezogen auf das Gesellschaftsvermögen

(bei einem Gesellschaftsvermögen von

EUR 15 Millionen sind das EUR 210.000).

Für den Druck der Verkaufsunterlagen und

für sonstige Marketingleistungen erhält die

Komplementärin von dem Portfoliofonds

eine einmalige Vergütung in Höhe von

0,75 % inklusive Umsatzsteuer, bezogen

auf das Gesellschaftsvermögen (bei einem

Gesellschaftsvermögen von EUR 15 Millionen

sind das EUR 112.500).

3. Treuhandvergütung

Für ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der

Erhöhung ihrer Kommanditeinlage und der

Aufnahme neuer Anleger erhält die Treuhandkommanditistin,

die hmp Treuhandgesellschaft

mbH, von dem Portfoliofonds

eine einmalige Vergütung in Höhe von

0,25 % inklusive Umsatzsteuer, bezogen auf

das Gesellschaftsvermögen (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen

sind das EUR 37.500), mindestens jedoch

EUR 14.875 und höchstens EUR 77.350. Die

Tätigkeit der Treuhandkommanditistin im

ersten Jahr umfasst u. a. die Abwicklung

der Aufnahme und Beitritte der Anleger.

4. Gutachten

Für zu erstellende Gutachten erhält die

Komplementärin von dem Portfoliofonds

eine einmalige Vergütung in Höhe von

0,15 % inklusive Umsatzsteuer, bezogen auf

das Gesellschaftsvermögen (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen

sind das EUR 22.500).

5. Investitionsbeirat

Für die Tätigkeit im Zusammenhang mit der

Prüfung und Freigabe der von der Komplementärin

zur Investition vorgeschlagenen

Zielfonds hat jedes Investitionsbeiratsmitglied

Anspruch auf Ersatz seiner Auslagen,

die im Zusammenhang mit Investitionsbeiratssitzungen

und seinen Aufgaben

entstehen, auf Abschluss einer sogenannten

D&O-Versicherung (Haftpflichtversicherung

für „Directors & Officers“ einer

Gesellschaft) zu seinen Gunsten und auf

eine pauschale Vergütung für die gesamte

zweijährige Amtszeit in Höhe von pauschal

EUR 7.500 bzw. für den Vorsitzenden EUR

10.000, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer. Zu

Planungszwecken wird hier von einem Aufwand

inklusive Umsatzsteuer in Höhe von

insgesamt 37.500 Euro ausgegangen.

6. Mittelverwendungskontrolle

Der Mittelverwendungskontrolleur erhält

für die zu erbringenden Leistungen während

der Platzierungsphase eine einmalige

Vergütung i. H. v. 0,15 %, inklusive Umsatzsteuer,

bezogen auf das bei Fondsschließung

gezeichnete Gesellschaftsvermögen

(bei einem Gesellschaftsvermögen von

EUR 15 Millionen sind das EUR 22.500),

mindestens jedoch EUR 11.900. Diese Vergütung

ist bei Fondsschließung fällig und

zahlbar.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin | 93


geschäftsführung, aufsichtsgremien, beiräte

Mitglieder der Geschäftsführung und

Gesamtbezüge

Mitglieder der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Emittentin obliegt

der C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH mit

Sitz in Frankfurt am Main (Komplementärin),

zu der im Rahmen des Abschnitts „Die

Gründungsgesellschafter der Emittentin“

bereits Angaben gemacht wurden (Seite

78 ff). Die Geschäftsanschrift der Komplementärin

lautet Goethestraße 10, 60313

Frankfurt/M..

Mitglieder der Geschäftsführung der Komplementärin

sind Herr Dr. Heinrich Wohlfart

und Herr Detlef Kraus, beide geschäftsansässig

in Goethestraße 10, 60313 Frankfurt/M..

Zwischen den beiden Mitgliedern

der Geschäftsführung der Komplementärin

besteht keine Funktionstrennung.

Gesamtbezüge

Der Portfoliofonds wurde am 02.07.2008

gegründet. Angaben zu Gesamtbezügen,

die den Mitgliedern der Geschäftsführung

insgesamt für das letzte abgeschlossene

Geschäftsjahr gewährt wurden, entfallen

daher.

Die Komplementärin erhält für ihre Leistungen

die im Abschnitt „Angaben über die

Emittentin, das Kapital der Emittentin und

deren Gründungsgesellschafter“ (Seite 74)

im Einzelnen dargestellten Gesamtbezüge.

Die Tätigkeit als Geschäftsführer der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH wird

Herrn Detlef Kraus, nicht aber Herrn Dr.

Heinrich Wohlfart gesondert vergütet.

ANGABEN ÜBER MITGLIEDER DER

GESCHÄFTSFÜHRUNG, AUFSICHTSGREMIEN

UND BEIRÄTE, DIE TREUHANDKOMMAN-

DITISTIN UND SONSTIGE UNTERNEHMEN

Dr. Heinrich Wohlfart erhält von anderen

Unternehmen innerhalb der C-QUADRAT

Gruppe eine Vergütung. Er ist Vorstand der

C-QUADRAT Deutschland AG, die alleinige

Gesellschafterin der C-QUADRAT Portfolio-

Fonds GmbH und der C-QUADRAT Portfolio-

Fonds Vermittlung GmbH ist.

Zusatztätigkeiten der Geschäftsführung

Dr. Heinrich Wohlfart und Detlef Kraus sind

zugleich Geschäftsführer der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH, die mit

dem Vertrieb der Vermögensanlagen betraut

ist.

Die Anlageobjekte der Emittentin stehen

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

noch nicht fest. Nach dem vorgesehenen

Fondskonzept ist nicht beabsichtigt, dass

die Mitglieder der Geschäftsführung der

Komplementärin zugleich für Unternehmen

tätig sind, die dem Emittenten Fremdkapital

zur Verfügung stellen oder die im

Zusammenhang mit der Herstellung der

Anlageobjekte nicht nur geringfügige Lieferungen

oder Leistungen erbringen.

Angaben zum Investitionsbeirat

Auf Grundlage des Gesellschaftsvertrages

des Portfoliofonds wird bei diesem ein

Investitionsbeirat zur Beratung der Komplementärin

in der Investitionsphase gebildet.

Der Investitionsbeirat besteht aus drei Mitgliedern.

Eine Funktionstrennung der einzelnen

Mitglieder des Investitionsbeirats

besteht nicht. Die Mitglieder des Beirats

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Beiräte, die Treuhandkommandistin und sonstige Unternehmen | 95


geschäftsführung, aufsichtsgremien, beiräte

werden jeweils bis zum Ende der Investitionsphase,

welche voraussichtlich zum

31.08.2010 endet, bestimmt. Eine Verlängerung

des Mandats ist nur zulässig, sofern

bis zum 31.08.2010 nicht alle Anlageentscheidungen

über den Erwerb von Zielfonds

getroffen wurden.

Mitglieder des Investitionsbeirats

Die Gründungsgesellschafter haben die

Herren

- Prof. Dr. Franz-Joseph Busse,

Geschäftsanschrift c/o INFINANZ GmbH,

Elisabethplatz 2, 80796 München,

- Prof. Dr. Heinz-Christian Knoll,

Geschäftsanschrift c/o Rölfs WP Partner

AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Seemann-Karree, Eilenburger Straße 1a,

04317 Leipzig

und

- Philip Nerb,

Geschäftsanschrift c/o Waldemer &

Nerb GbR, Nandlstädter Straße 9 d,

85419 Mauern

zu Mitgliedern des Investitionsbeirats ernannt.

Gesamtbezüge

Der Portfoliofonds wurde am 02.07.2008

gegründet. Angaben zu Gesamtbezügen,

die den Mitgliedern des Investitionsbeirats

insgesamt für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr

gewährt wurden, entfallen daher.

Für die Tätigkeit in Zusammenhang mit der

Prüfung und Freigabe der von der Komplementärin

zur Investition vorgeschlagenen

Zielfonds hat jedes Investitionsbeiratsmitglied

Anspruch auf Ersatz seiner Auslagen,

die im Zusammenhang mit Investitionsbei-

ratssitzungen und seinen Aufgaben entstehen,

auf Abschluss einer so genannten D&O-

Versicherung (Haftpflichtversicherung für

„Directors & Officers“ einer Gesellschaft) zu

seinen Gunsten und auf eine pauschale Vergütung

für die gesamte zweijährige Amtszeit

in Höhe von pauschal EUR 7.500 bzw.

für den Vorsitzenden EUR 10.000, jeweils

zuzüglich Umsatzsteuer.

Zusatztätigkeiten der Investitionsbeiratsmitglieder

Die Anlageobjekte der Emittentin stehen

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

noch nicht fest. Nach dem vorgesehenen

Fondskonzept ist nicht beabsichtigt, dass

die Mitglieder des Investitionsbeirats zugleich

für Unternehmen tätig sind, die mit

dem Vertrieb der Vermögensanlage betraut

sind, die dem Emittenten Fremdkapital zur

Verfügung stellen oder die im Zusammenhang

mit der Herstellung der Anlageobjekte

nicht nur geringfügige Lieferungen oder

Leistungen erbringen.

Angaben zur Treuhandkommanditistin

Aufgaben und Rechtsgrundlage der Tätigkeit

der Treuhandkommanditistin

Als Treuhänderin fungiert die hmp Treuhandgesellschaft

mbH mit Sitz in Mannheim,

geschäftsansässig in Gervinusstraße

15, 60322 Frankfurt/M.

Die Treuhandkommanditistin ist auf Grundlage

des Gesellschaftsvertrages des Fonds

berechtigt und bevollmächtigt, unter Befreiung

von den Beschränkungen des § 181

BGB und mit Wirkung für alle Anleger wei-

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

96 | Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Beiräte, die Treuhandkommandistin und sonstige Unternehmen


tere Anleger in den Fonds aufzunehmen.

Die Treuhandkommanditistin bündelt wirtschaftlich

die Beteiligungen der Anleger an

dem Portfoliofonds und hält im eigenen

Namen und für Rechnung von Treugebern

die Beteiligungen an dem Fonds. Alternativ

verwaltet die Treuhandkommanditistin

Kommanditanteile an dem Fonds im Namen

und für Rechnung unmittelbar beteiligter

Kommanditisten.

Die Rechtsgrundlage der Tätigkeit der

Treuhandkommanditistin sind die Bestimmungen

des diesem Prospekt in vollem

Wortlaut beigefügten Treuhand- und Verwaltungsvertrages,

der auf den Seiten 142

ff. abgebildet ist.

Wesentliche Rechte und Pflichten der

Treuhandkommanditistin

Die Treuhandkommanditistin erwirbt, hält

und verwaltet eine Kommanditbeteiligung

an dem Portfoliofonds im eigenen Namen,

aber anteilig nach Maßgabe des von den

mittelbar als Treugeber übernommenen

Zeichnungsbetrags treuhänderisch im Auftrag

und für Rechnung des Treugebers. Die

Treuhandkommanditistin ist berechtigt,

ihre Kommanditbeteiligung an dem Portfoliofonds

für eine Vielzahl von Treugebern

treuhänderisch zu halten und uneigennützig

zu verwalten und mit diesen identische

Treuhand- und Verwaltungsverträge abzuschließen.

Im Außenverhältnis hält die

Treuhandkommanditistin ihre Kommanditbeteiligungen

an dem Portfoliofonds

für die Treugeber als einheitlichen Gesellschaftsanteil.

Im Innenverhältnis handelt

die Treuhandkommanditistin jedoch ausschließlich

im Auftrag und für Rechnung

der Treugeber. Die Treuhandkommanditistin

übt ihre Rechte gegenüber dem Portfoliofonds

für den Treugeber aus, d. h. sie übt

insbesondere ihr Stimmrecht in den Gesellschafterversammlungen

unter Berücksichtigung

der Interessen und der Weisungen

der Treugeber aus. Die Treuhänderin hat

die ihr von Treugebern erteilten Weisungen

bei der Ausübung ihrer Stimmrechte gegenüber

dem Portfoliofonds in der Weise

zu beachten, dass sie die zustimmenden,

die ablehnenden und die sich enthaltenden

Stimmen der Treugeber anteilig und

getrennt berücksichtigt. Dies gilt nicht,

wenn die Treuhandkommanditistin den

Treugeber auf dessen Wunsch schriftlich

bevollmächtigt hat, sie auf Gesellschafterversammlungen

und bei sonstigen Gesellschafterbeschlüssen

zu vertreten und das

ihm insoweit wirtschaftlich zustehende

Stimmrecht selbst auszuüben.

Jeder Treugeber ist berechtigt, nach Wirksamwerden

seines Beitritts von der Treuhandkommanditistin

zu verlangen, dass

er unter bestimmten Voraussetzungen anstelle

der Treuhandkommanditistin selbst

als Kommanditist der Fondsgesellschaft

(„Anleger-Kommanditist“) in das Handelsregister

eingetragen wird, sofern er zuvor

der Treuhandkommanditistin auf eigene

Kosten eine unwiderrufliche, über den Tod

hinaus gültige und von den Beschränkungen

des § 181 BGB befreiende Handelsregistervollmacht

erteilt hat. Anleger können

der Fondsgesellschaft auch von Anfang an

als unmittelbare Anleger-Kommanditisten

beitreten. Die Treuhandkommanditistin

verwaltet die Kommanditeinlagen der Anleger-Kommanditisten

in deren Namen und

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Beiräte, die Treuhandkommandistin und sonstige Unternehmen | 97


geschäftsführung, aufsichtsgremien, beiräte

für deren Rechnung. Die Bestimmungen des

Treuhand- und Verwaltungsvertrages gelten

in entsprechender Weise, soweit sich nicht

aus dem Umstand der Eintragung des Anlegers

im Handelsregister sowie der Rechtsinhaberschaft

des Anlegers im Außenverhältnis

zwingend etwas anderes ergibt.

Die Treuhandkommanditistin erstattet

den Anlegern anhand des jeweiligen Jahresabschlusses

des Portfoliofonds einen

schriftlichen Bericht über das abgelaufene

Geschäftsjahr. Die Treuhandkommanditistin

wird die Anleger über alle wesentlichen

Geschäftsvorgänge informieren, die

das Verhältnis des Portfoliofonds und seine

von der Treuhandkommanditistin treuhänderisch

gehaltene bzw. treuhänderisch

verwaltete Beteiligung betreffen. Zu den

Aufgaben der Treuhandkommanditistin gehört

nicht die Prüfung der Buchhaltung, des

Jahresabschlusses und der sonstigen Unterlagen

des Portfoliofonds.

Die Treuhandkommanditistin ist verpflichtet,

alles, was sie bei der Durchführung des

Vertrages für den Anleger erlangt hat, an

diesen herauszugeben. Die Treuhandkommanditistin

hat einen Anspruch gegenüber

den Anlegern auf Freistellung von sämtlichen

Verbindlichkeiten und Verpflichtungen,

die ihr im Zusammenhang mit ihrer

Tätigkeit entstehen.

Für den Eintritt der vom Anleger mit seinem

Beitritt zu der Fondsgesellschaft angestrebten

steuerlichen Folgen übernimmt

die Treuhandkommanditistin keine Haftung.

Insbesondere stehen die prognostizierten

steuerlichen Auswirkungen unter

dem Vorbehalt der Anerkennung durch die

Finanzverwaltung und durch die Finanzgerichtsbarkeit.

Die Treuhandkommanditistin

hat an der Konzeption und Erstellung dieses

Verkaufsprospekts nicht mitgewirkt und

dessen Aussagen nicht auf seine Übereinstimmung

mit den tatsächlichen Gegebenheiten

überprüft. Der Anleger erkennt an,

dass die Treuhandkommanditistin zu einer

solchen Prüfung nicht verpflichtet ist. Eine

Haftung für den Inhalt des Emissionsprospekts

und für die Angaben zur Wirtschaftlichkeit

wird von der Treuhandkommanditistin

nicht übernommen. Eine Haftung für

die Bonität der Vertragspartner des Portfoliofonds

oder für die ordnungsgemäße

Erfüllung der von diesen übernommenen

vertraglichen Pflichten gegenüber dem

Portfoliofonds übernimmt die Treuhandkommanditistin

nicht. Die Treuhandkommanditistin

haftet insbesondere nicht für

die Ertragsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit

der Investitionsobjekte des Portfoliofonds

und für die Erreichung der sonstigen von

dem Anleger bzw. dem Portfoliofonds

verfolgten wirtschaftlichen Ziele. Die Ausführung

von Weisungen stellt die Treuhandkommanditistin

im Verhältnis zu den

Anlegern frei.

Vergütung der Treuhandkommanditistin

Für ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit

der Erhöhung ihrer Kommanditeinlage und

der Aufnahme neuer Anleger erhält die

Treuhandkommanditistin von dem Portfoliofonds

eine einmalige Vergütung in Höhe

von 0,25 %, inklusive Umsatzsteuer, bezogen

auf das Gesellschaftsvermögen (bei

einem Gesellschaftsvermögen von EUR

15 Millionen sind das EUR 37.500), min-

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

98 | Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Beiräte, die Treuhandkommandistin und sonstige Unternehmen


destens jedoch EUR 14.875 und höchstens

EUR 77.350.

Für ihre Tätigkeit als Treuhandkommanditistin

erhält die hmp Treuhandgesellschaft

mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von

dem Portfoliofonds darüber hinaus ab

Fondsschließung eine jährliche Vergütung

in Höhe von 0,25 % p. a., inklusive Umsatzsteuer

(in Rumpfgeschäftsjahren pro rata

temporis), bezogen auf das gezeichnete

Gesellschaftsvermögen zum Ende eines

jeden Geschäftsjahres (bei einem Gesellschaftsvermögen

von EUR 15 Millionen sind

das EUR 37.500).

Diese Beträge summieren sich in dem der

Kalkulation zugrunde liegenden Betrachtungszeitraum

von 15 Jahren sowie der

Platzierungsphase bei einem Fondsvolumen

von EUR 15 Millionen auf EUR 600.000

inklusive Umsatzsteuer. Der durch die Einschaltung

der Treuhandkommanditistin

entstehende Aufwand ist Bestandteil der

Kostenkalkulation.

Umstände oder Beziehungen, die Interessenskonflikte

begründen können

Es sind keine Umstände oder Beziehungen

in Zusammenhang mit der Treuhandkommanditistin

bekannt, die Interessenskonflikte

begründen könnten.

Angaben zum Mittelverwendungskontrolleur

Aufgaben und Rechtsgrundlage der Tätigkeit

des Mittelverwendungskontrolleurs

Als Mittelverwendungskontrolleur fungiert

die Rödl & Richter GmbH mit Sitz in Berlin,

Geschäftsanschrift Straße des 17. Juni 106,

10629 Berlin.

Der Mittelverwendungskontrolleur hat die

Aufgabe, nach Maßgabe der Bestimmungen

des Mittelverwendungsvertrages und

des Gesellschaftsvertrages für Rechnung

der Gesellschaft über das Fonds-Konto des

Portfoliofonds zu verfügen. Hierzu wird der

Portfoliofonds dem Mittelverwendungskontrolleur

die alleinige Verfügungsbefugnis

über das Fonds-Konto einräumen. Wesentliche

Aufgaben sind die Kontrolle und

Freigabe der von der Geschäftsführung angeforderten

Gesellschaftsmittel gemäß den

Regelungen des Gesellschaftsvertrages,

darin insbesondere des Investitionsplanes,

und des Treuhand- und Verwaltungsvertrages.

Die Rechtsgrundlage der Tätigkeit des

Mittelverwendungskontrolleurs sind die

Bestimmungen des diesem Prospekt in

vollem Wortlaut beigefügten Mittelverwendungskontrollvertrages,

der auf den

Seiten 154 ff. abgebildet ist.

Wesentliche Rechte und Pflichten des

Mittelverwendungskontrolleurs

Zum Schutz der Anleger kann der Portfoliofonds

über die von den Anlegern einbezahlten

Gelder nur nach Prüfung und Freigabe

durch den Mittelverwendungskontrolleur

verfügen. Daher werden die Gelder von der

Treuhandkommanditistin auf das Fonds-

Konto einbezahlt, über das nur der Mittelverwendungskontrolleur

verfügungsbefugt

ist. Der Mittelverwendungskontrolleur ist

nur zu Verfügungen über das Fonds-Konto

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Beiräte, die Treuhandkommandistin und sonstige Unternehmen | 99


geschäftsführung, aufsichtsgremien, beiräte

berechtigt und verpflichtet, wenn alle hierfür

im Mittelverwendungskontrollvertrag

und Gesellschaftsvertrag vorgesehenen

Voraussetzungen vorliegen.

Der Mittelverwendungskontrolleur kontrolliert

lediglich das formale Vorliegen

der Freigabebedingungen für die von der

Komplementärin angeforderten Beträge.

Die Aufgabe des Mittelverwendungskontrolleurs

beschränkt sich ausschließlich auf

die in dem Mittelverwendungskontrollvertrag

genannten Aufgaben. Darüber hinaus

wird er keine Kontrolltätigkeiten ausüben,

insbesondere nicht die Bonität von beteiligten

Personen, Unternehmen und Vertragspartnern

oder die Werthaltigkeit von

Garantien prüfen. Ferner prüft der Mittelverwendungskontrolleur

nicht, ob die von

der Komplementärin erwünschten Zahlungen

und vorgelegten Unterlagen rechtmäßig

oder unter wirtschaftlichen, rechtlichen

oder steuerlichen Gesichtspunkten wirksam,

notwendig, zweckdienlich oder sinnvoll

sind.

Vergütung des Mittelverwendungskontrolleurs

Der Mittelverwendungskontrolleur erhält

für die zu erbringenden Leistungen während

der Platzierungsphase eine einmalige

Vergütung i. H. v. 0,15 %, inklusive Umsatzsteuer,

bezogen auf das bei Fondsschließung

gezeichnete Gesellschaftsvermögen

(bei einem Gesellschaftsvermögen von

EUR 15 Millionen sind das EUR 22.500),

mindestens jedoch EUR 11.900.

Umstände oder Beziehungen, die Interessenskonflikte

begründen können

Es sind keine Umstände oder Beziehungen

in Zusammenhang mit dem Mittelverwendungskontrolleur

bekannt, die Interessenskonflikte

begründen könnten.

Aufsichtsgremien

Der Emittent ist gesetzlich nicht verpflichtet,

Aufsichtsgremien zu bestellen. Der Gesellschaftsvertrag

sieht die Bestellung von

Aufsichtsgremien nicht vor. Angaben hierüber

entfallen daher.

Zusätzliche sonstige Personen

Die C-QUADRAT Deutschland AG ist Anbieterin

der Vermögensanlage und alleinige

Gesellschafterin der Komplementärin, der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH, sowie

des Generalvertriebs, der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH, alle

mit Geschäftsanschrift Goethestraße 10,

60313 Frankfurt/M.. Vorstände der An-

bieterin sind Dr. Heinrich Wohlfart, Eric

Samuiloff und Friedrich Nagler, alle geschäftsansässig

Goethestraße 10, 60313

Frankfurt/M..

Die vorgenannten Personen erhalten keinerlei

Vergütungen von der Emittentin.

Angaben zu Gesamtbezügen, die diesen

Personen insgesamt für das letzte abgeschlossene

Geschäftsjahr gewährt wurden,

entfallen daher.

Die C-QUADRAT Deutschland AG hat die

C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH mit dem Generalvertrieb der Gesellschaft

beauftragt und ist insoweit mit dem

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

100 | Mitglieder der Geschäftsführung, Aufsichtsgremien und Beiräte, die Treuhandkommandistin und sonstige Unternehmen


gewährleistungen/jüngster geschäftsgang

Vertrieb der hier angebotenen Vermögensanlage

betraut. Der Vorstandsvorsitzende

der C-QUADRAT Deutschland AG, Dr. Heinrich

Wohlfart, ist gleichzeitig Geschäftsführer

des Generalvertriebs C-QUADRAT Portfolio-

Fonds Vermittlung GmbH. Die C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH erhält

von den Initiatoren der Zielfonds für die

Zuführung des Portfoliofonds Vermittlungsprovisionen

(„Zielfondsprovisionen“). Diese

Zielfondsprovisionen fließen von der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH solange als Rückvergütung an den

Portfoliofonds zurück, bis die von dem

Portfoliofonds vorfinanzierten Kapitalbeschaffungskosten

in Höhe von rechnerisch

5 % unverzinst wieder ausgeglichen sind;

ein eventuell darüber hinausgehender Provisionsbetrag

verbleibt bei der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds Vermittlung GmbH. Es ist

deshalb nicht völlig auszuschließen, dass

durch die Höhe von Zielfondsprovisionen

Eigeninteressen der C-QUADRAT Portfolio-

Fonds Vermittlung GmbH mit den Interessen

des Portfoliofonds bzw. der Anleger

kollidieren könnten. Die C-QUADRAT Port-

GEWÄHRLEISTUNGEN

Im Rahmen des vorliegenden Angebots

wurden keinerlei Gewährleistungen von

Dritten für die Rückzahlung der Kapitaleinlage

an dem Portfoliofonds bzw. deren

folio-Fonds Vermittlung GmbH ist darüber

hinaus nicht auch für andere Unternehmen

tätig, die mit dem Vertrieb der Vermögensanlage

betraut sind.

Die C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH ist

nicht mit dem Vertrieb der hier angebotenen

Vermögensanlage betraut.

Die Anlageobjekte der Emittentin stehen

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung

noch nicht fest. Nach dem vorgesehenen

Fondskonzept ist unbeschadet der obigen

Angaben nicht beabsichtigt, dass die vorgenannten

Personen zugleich für Unternehmen

tätig sind, die dem Emittenten

Fremdkapital zur Verfügung stellen oder

die im Zusammenhang mit der Herstellung

der Anlageobjekte nicht nur geringfügige

Lieferungen oder Leistungen erbringen.

Darüber hinaus existieren keine weiteren

Personen, die die Herausgabe oder den Inhalt

des Prospektes oder die Abgabe oder

den Inhalt des Angebotes der Vermögensanlage

wesentlich beeinflusst haben.

Verzinsung übernommen. Angaben über

juristische Personen oder Gesellschaften,

die entsprechende Gewährleistungen übernommen

haben, entfallen daher.

ANGABEN ÜBER DEN JÜNGSTEN GESCHÄFTSGANG

Der Portfoliofonds wurde am 02.07.2008

gegründet. Angaben der Emittentin zur

Geschäftsentwicklung in der Vergangenheit

und den Geschäftsaussichten für das

laufende Geschäftsjahr sind daher nicht

veranlasst. Im Übrigen wird auf die obigen

Angaben unter „Die Vermögens-, Finanz-

und Ertragslage der Emittentin“ verwiesen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Gewährleistungen/Angaben über den jüngsten Geschäftsgang | 101


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

Das Beteiligungsangebot C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 besteht in der Möglichkeit

zum Erwerb einer mittelbaren oder

unmittelbaren Kommanditbeteiligung an

der Fondsgesellschaft C-QUADRAT Portfolio-

Fonds 1 GmbH & Co. KG in der Rechtsform

einer Kommanditgesellschaft (Portfoliofonds),

die das nach Abzug anfänglicher

Kosten und der zu bildenden Liquiditätsreserve

verbleibende Gesellschaftsvermögen

(Investitionskapital) in geschlossene

Fondsprodukte verschiedener Anlageklassen

(Zielfonds) investiert. Eine Beteiligung

an der Gesellschaft erfolgt auf Grundlage

des Gesellschaftsvertrages der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG, des Treuhand-

und Verwaltungsvertrages sowie

des Mittelverwendungskontrollvertrages.

Die Vertragswerke sind mit ihrem vollen

Wortlaut ab Seite 122 abgedruckt und Bestandteil

des Beteiligungsangebots. Mit

Unterzeichnung der Beitrittserklärung auf

dem Zeichnungsschein erkennt der Anleger

den bestehenden Gesellschaftsvertrag, den

Treuhand- und Verwaltungsvertrag sowie

den Mittelverwendungskontrollvertrag als

für ihn verbindlich an.

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

104 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

Vereinbarung über die Kapitalbeschaffung

Aufgrund der Vertriebsvereinbarung vom

21.07.2008 mit der C-QUADRAT Portfolio-

Fonds Vermittlung GmbH, Frankfurt/M., erhält

diese für die Platzierung des Eigenkapitals

des Portfoliofonds als Vergütung das

von den Anlegern zu entrichtende Agio in

Höhe von 5 % sowie weitere 5 %, jeweils

bezogen auf das gezeichnete Nominalkapital.

Diese Vergütung wird fällig mit Einwerbung

der jeweiligen Zeichnungsbeträge.

Die C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH ist gleichzeitig beauftragt, für den

Portfoliofonds den Erwerb von Beteiligungen

an Zielfonds zu vermitteln. Soweit die

C-QUADRAT Portfolio-Fonds Vermittlung

GmbH in diesem Zusammenhang Provisionen

von den Zielfonds erhält (Zielfondsprovisionen),

hat sie hiervon bis zu 5 % bezogen

auf das gezeichnete Nominalkapital

des Portfoliofonds wieder an diesen zurück

zu erstatten. Die Vertriebsvereinbarung beginnt

mit der Gründung des Portfoliofonds

und endet mit Abschluss dessen Liquidation.

Die Vergütung ist in Abhängigkeit vom

Platzierungsstand, spätestens jedoch zum

31. August 2009 verdient und fällig.


WESENTLICHE GRUNDLAGEN DER STEUERLICHEN KONZEPTION

Vorbemerkung

Entscheidungsgrundlage für eine Zeichnung

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 können

nur die langfristigen wirtschaftlichen Erfolgsaussichten

des Anlagekonzepts sein. Etwaige

steuerliche Faktoren sollten dagegen

nicht ausschlaggebend für eine Investitionsentscheidung

sein.

Die Darstellung der wesentlichen Grundlagen

der steuerlichen Konzeption beruht auf

der aktuellen Rechtslage unter Berücksichtigung

der derzeit geltenden Steuergesetze

sowie der Auffassung der Finanzverwaltung

und Rechtssprechung zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung. Änderungen der

Gesetze, ihrer Auslegung durch Gerichte

und Finanzverwaltung sowie Änderungen

der Verwaltungsauffassung können Auswirkungen

auf die steuerlichen Grundlagen

entfalten. Eine Haftung für den Eintritt der

vom Anleger verfolgten Ziele kann nicht

übernommen werden.

Die Zahlung der aus der Beteiligung resultierenden

Einkommensteuer nebst Solidaritätszuschlag

und ggf. weiterer Steuern

(ggf. Erbschaft- und Schenkungsteuer, ggf.

ausländische Steuer) obliegt dem jeweiligen

Anleger. Die Zahlung der Gewerbesteuer

und Umsatzsteuer obliegt der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG.

Der Anbieter, die C-QUADRAT Deutschland

AG, übernimmt keine Zahlung von Steuern

für den Anleger.

Die Ausarbeitung der steuerlichen Konzeption

und deren Darstellung erfolgten nach

Die nachfolgenden Erläuterungen stellen die

wesentlichen Grundlagen der steuerlichen

Konzeption und die diesbezüglichen Auswirkungen

einer Beteiligung für den Anleger

dar, ohne hierbei auf alle denkbaren Einzelfälle

sowie auf alle individuellen Verhältnisse

des Zeichners eingehen zu können.

bestem Wissen und Gewissen. Die endgültige

Feststellung der Besteuerungsgrundlagen

obliegt jedoch dem zuständigen

Betriebsstättenfinanzamt der Fondsgesellschaft

im Rahmen des Veranlagungsverfahrens

bzw. einer steuerlichen Außenprüfung.

Eine Haftung für die von dem

Beteiligungsangebot und den Anlegern erstrebte

steuerliche Behandlung kann daher

nicht übernommen werden.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen

sich ausschließlich auf den Fall, dass

es sich bei den Investoren um natürliche

Personen handelt, die in Deutschland unbeschränkt

steuerpflichtig sind und ihre

Beteiligungen an der Fondsgesellschaft

im steuerlichen Privatvermögen halten.

Ist dies nicht der Fall, insbesondere bei

gewerblichen Investoren mit Zugehörigkeit

der Anteile zu einem Betriebsvermögen,

ergeben sich hiervon abweichende

Auswirkungen. Das Gleiche gilt auch für

Anleger, die keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen

Aufenthalt in Deutschland unterhalten.

In diesen Fällen wird besonders

empfohlen, den persönlichen Steuerberater

hinzuzuziehen.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 105


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

1. Grundlagen der steuerlichen Konzeption

Die nachfolgende Darstellung der steuerlichen

Konsequenzen einer Beteiligung an

der C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH &

Co. KG (im Folgenden auch: „Fondsgesellschaft“)

bezieht sich auf die zum Zeitpunkt

der Prospektaufstellung des Beteiligungsangebots

geltende Rechtslage, die sich aus

den zu diesem Zeitpunkt gültigen Steuergesetzen,

veröffentlichten Verwaltungsanweisungen

und Gerichtsentscheidungen ergibt.

Änderungen der Rechtslage, die sich aufgrund

der Einführung des Unternehmenssteuerreformgesetzes

2008 vom 14. August

2007 (BGBl. I 2007, S. 1912) und des Jahressteuergesetzes

2008 (BGBl. I 2007, S. 3150)

ergeben, wurden berücksichtigt. Im Übrigen

diskutierte Änderungen von Steuergesetzen

oder Verwaltungsanweisungen sowie nicht

offiziell veröffentlichte Verwaltungsanweisungen

oder Gerichtsurteile bleiben in der

nachfolgenden Darstellung unberücksichtigt,

soweit sie nicht ausdrücklich erwähnt

werden.

Die nachfolgende Darstellung beschreibt

die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen

Konzeption des Beteiligungsangebots

und stellt keine konkrete Rechts- oder

Steuerberatung dar. Jedem Anleger wird

daher geraten, sich vor einem Beitritt zur

Fondsgesellschaft durch einen mit der persönlichen

Situation des Anlegers vertrauten

steuerlichen Berater über die individuellen

steuerlichen Auswirkungen einer Beteiligung

an der Fondsgesellschaft ausführlich

beraten zu lassen.

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

106 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

Kirchensteuerliche Auswirkungen sind in

der nachfolgenden Darstellung nicht berücksichtigt.

Weiterhin geht die nachfolgende

Beschreibung davon aus, dass der

Anleger seine Beteiligung in vollem Umfang

mit Eigenkapital finanziert.

Sofern im nachfolgenden die Abkürzungen

„EStG“ oder „KStG“ gebraucht werden, sind

damit das „Einkommensteuergesetz“ bzw.

das „Körperschaftsteuergesetz“ in der am

20. Februar 2008 geltenden Fassung gemeint.

Sofern im nachfolgenden Text die

Abkürzungen „EStG n.F.“ oder „KStG n.F.“

verwendet werden, werden damit das

Einkommensteuergesetz bzw. das Körperschaftsteuergesetz

in der Fassung des

Unternehmenssteuerreformgesetzes 2008

vom 14. August 2007 bezeichnet. Sofern

keine gesonderten Hinweise im Text vorhanden

sind, ist davon auszugehen, dass

die Regelungen des Einkommensteuergesetzes

bzw. des Körperschaftsteuergesetzes

in der zum Zeitpunkt der Erstellung des

Beteiligungsangebots geltenden Fassung

weiterhin Gültigkeit haben.

Es gibt keine Gewähr dafür, dass die zum

Zeitpunkt der Erstellung des Beteiligungsangebots

geltenden Steuergesetze und steuerlichen

Verwaltungsanordnungen bis zum

Ende der Laufzeit der Fondsgesellschaft in

unveränderter Form fortbestehen oder die

Finanzverwaltung der Rechtsauffassung des

Anbieters in allen Punkten vollumfänglich

folgt. Die damit zusammenhängenden Risiken

sind im Kapitel „Wesentliche Risiken

der Beteiligung“ auf Seite 26 unter „Steuerliche

Risiken“ im Einzelnen dargestellt.


Eine abschließende Würdigung aller steuerlich

relevanten Sachverhalte wird durch

die deutsche Finanzverwaltung erst im

Rahmen der steuerlichen Veranlagung bzw.

der Betriebsprüfung erfolgen. Daher sind

auch unter diesem Gesichtspunkt Abweichungen

von den Ausführungen des Beteiligungsprospekts

möglich.

1.1 Steuerliche Behandlung der Fondsgesellschaft

Bei dem vorliegenden Beteiligungsangebot

beteiligt sich der Anleger an der

Fondsgesellschaft unmittelbar als Kommanditist

oder mittelbar als Treugeber

über einen Treuhandkommanditisten. Die

Fondsgesellschaft beteiligt sich wiederum

entsprechend ihren Investitionsrichtlinien

an verschiedenen Zielfonds. Die Fondsgesellschaft

wird sich unmittelbar als Gesellschafter

an den Zielfonds beteiligen. Zielfonds

sind im Regelfall inländische oder

ausländische Personengesellschaften, die

in die jeweiligen Assetklassen investieren.

Zur Vermeidung, dass die Anleger steuerliche

Deklarationspflichten im Ausland zu beachten

haben, sollen keine Beteiligungen

an ausländischen Personengesellschaften

oder inländischen Personengesellschaften,

die ihrerseits konzeptionsgemäß in ausländische

Zielfonds investieren, erworben

werden. Es kann jedoch im Einzelfall nicht

ausgeschlossen werden, dass über inländische

Zielfonds mittelbar eine Beteiligung

an ausländischen Personengesellschaften

vermittelt wird.

1.2 Einkunftszurechnung

Die Fondsgesellschaft stellt als Personengesellschaft

für Zwecke der Einkommen-

steuer kein eigenes Steuersubjekt dar. Einkommensteuersubjekte

sind vielmehr die

Gesellschafter/Treugeber der Fondsgesellschaft.

Diese werden nach ihren persönlichen

Merkmalen auf der Grundlage der

ihnen zuzurechnenden Ergebnisanteile zur

Einkommensteuer herangezogen. Lediglich

für die Ermittlung der Einkünfte und für die

Qualifikation der Einkunftsart wird auf die

Fondsgesellschaft abgestellt.

Diese Grundsätze gelten für Direktkommanditisten

und Anleger, die sich mittels

der Treuhandschaft an der Fondsgesellschaft

beteiligen. In beiden Fällen wird

dem Anleger das anteilige Ergebnis der

Fondsgesellschaft unmittelbar zugerechnet,

weil die konkrete Ausgestaltung des

Treuhandverhältnisses die Anforderungen

des sog. „Treuhanderlasses“ (Schreiben des

Bundesministeriums der Finanzen („BMF“)

vom 1. September 1994; BStBl. I 1994 S.

604) erfüllt und die Einkünfte einkommensteuerlich

direkt dem Treugeber als Mitunternehmer

zugerechnet werden (vgl. auch

§§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG; 39 Abs. 2 Nr.

1 Satz 2 AO). Aus einkommensteuerlicher

Sicht ist es daher ohne Bedeutung, ob der

Anleger direkt als Kommanditist oder indirekt

über den Treuhänder an der Fondsgesellschaft

beteiligt ist.

Die Fondsgesellschaft ist eine gewerblich

geprägte Personengesellschaft i. S. v. § 15

Abs. 3 Nr. 2 EStG und daher als Mitunternehmerschaft

zu qualifizieren. Allein aufgrund

der gewerblichen Prägung durch die allein

zur Geschäftsführung befugte Komplementärin

handelt es sich um gewerbliche

Einkünfte, ohne dass es darauf ankommt,

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 107


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

ob die Gesellschaft originär gewerbliche

Einkünfte i. S. d. § 15 Abs. 2 EStG erzielt.

Es handelt sich damit im ertragsteuerlichen

Sinn nicht um eine vermögensverwaltende

Personengesellschaft. Die gewerblichen

Einkünfte der Fondsgesellschaft werden

dem Anleger nach Maßgabe seiner Beteiligungsquote

anteilig zugerechnet.

1.3 Voraussetzung der Mitunternehmerschaft

Voraussetzung für die Zurechnung dieser

gewerblichen Einkünfte ist das Vorliegen

einer Gewinnerzielungsabsicht und der

Qualifikation des einzelnen Anlegers als

Mitunternehmer.

1.3.1 Gewinnerzielungsabsicht

Voraussetzung für das Vorliegen gewerblicher

Einkünfte ist das Vorliegen einer Gewinnerzielungsabsicht,

also der Absicht,

über die Laufzeit der jeweiligen Beteiligung

in der Summe betrachtet einen steuerlichen

Gewinn zu erreichen (sog. Totalgewinn).

Hierfür ist darzulegen, dass bereits

bei Gründung der Gesellschaft aus der Perspektive

eines ordentlichen Kaufmanns mit

großer Wahrscheinlichkeit ein derartiger

Totalgewinn erzielt werden kann. Andernfalls

soll die Gewinnerzielungsabsicht erst

von dem Zeitpunkt an vorliegen, ab dem

sich tatsächlich Gewinne konkretisiert haben.

Dies hätte zur Folge, dass der Anleger

evtl. bis dahin angefallene Verluste nicht

verrechnen könnte.

Die Gewinnerzielungsabsicht muss auf Ebene

der Zielfonds, auf Ebene der Fondsgesellschaft

sowie auf Ebene des jeweiligen Anle-

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

108 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

gers gegeben sein. Angesichts der Tatsache,

dass die Fondsgesellschaft konzeptgemäß

nur in Zielfonds mit einer Totalgewinnerzielungsabsicht

investieren soll, ist von einer

Gewinnerzielungsabsicht auf Ebene der Zielfonds

auszugehen. Es ist aber unbeachtlich,

ob die Zielfonds als Mitunternehmerschaft

oder als vermögensverwaltende Personengesellschaft

qualifiziert werden.

Da sich das steuerliche Ergebnis der Fondsgesellschaft

im Wesentlichen aus den

Ergebniszuweisungen der Zielfonds zusammensetzt,

kann ebenfalls auf Ebene

der Fondsgesellschaft von einer Gewinnerzielungsabsicht

ausgegangen werden.

Gleiches gilt grundsätzlich für den einzelnen

Anleger. Jedoch ist zu beachten, dass

Sonderbetriebsausgaben, etwa Zinsen für

ein zur Finanzierung der Beteiligung an der

Fondsgesellschaft aufgenommenes Darlehen,

die Gewinnerzielungsabsicht für den

einzelnen Anleger gefährden können.

1.3.2 Mitunternehmerschaft

Ein Anleger, der sich als Treugeber/Kommanditist

an der Fondsgesellschaft beteiligt,

hat sowohl Mitunternehmerinitiative

(durch die im Gesellschaftsvertrag

verankerten Mitbestimmungs- und Kontrollrechte)

sowie das erforderliche Mitunternehmerrisiko

(durch die Beteiligung am

laufenden Ergebnis und den stillen Reserven

der Gesellschaft).

1.4 Ermittlung des steuerlichen Ergebnisses

Die Fondsgesellschaft ist handelsrechtlich

eine Personengesellschaft, die einen Jah-


esabschluss nach den Vorschriften des

Handelsgesetzbuchs erstellt. Die Fondsgesellschaft

ermittelt ihr steuerliches Ergebnis

durch Bilanzierung (§§ 4 Abs. 1, 5 Abs.

1 Satz 1 EStG), wobei für die steuerliche

Gewinnermittlung das handelsrechtliche

Ergebnis anzupassen ist (ggf. sind für einzelne

Anleger zu diesem Zweck Ergänzungs-

und/oder Sonderbilanzen zu erstellen).

Das steuerliche Ergebnis der Fondsgesellschaft

setzt sich aus den der Fondsgesellschaft

von den jeweiligen Zielfonds zugewiesenen

steuerlichen Ergebnissen und

der Summe der steuerlich abzugsfähigen

Aufwendungen und Erträge, die auf Ebene

der Fondsgesellschaft und ihrer Anleger anfallen,

zusammen.

1.4.1 Steuerliche Behandlung von Anlaufkosten

der Fondsgesellschaft

Die Anlaufkosten, die in wirtschaftlichem

Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung

an der Fondsgesellschaft in der

Investitionsphase anfallen, wie insbesondere

die Vergütung für die Eigenkapitalvermittlung,

die Konzeptionsvergütung,

Haftungs- und Geschäftsführervergütungen

für Komplementäre und die Vergütung für

die Treuhandkommanditistin sind nach

der vom Bundesministerium der Finanzen

im sog. Fünften Bauherrenerlass vom 20.

Oktober 2003 (IV C 3 - S 2253 a - 48/03,

BStBl. I 2003, S. 546) niedergelegten Auffassung

der Finanzverwaltung keine sofort

abzugsfähigen Betriebsausgaben, sondern

als Anschaffungskosten auf die Beteiligungen

der Fondsgesellschaft zu aktivieren. Im

Übrigen können Kosten im Grundsatz nur

insoweit als Betriebsausgaben abgezogen

werden, als sie mit steuerpflichtigen Einnahmen

im Zusammenhang stehen (Umkehrschluss

aus § 3c EStG).

1.4.2 Laufende Erträge und Aufwendungen

der Fondsgesellschaft und Erträge in

der Platzierungsphase

Erträge (z. B. Verzinsung der Liquiditätsreserve)

und Aufwendungen (z. B. laufende

Steuerberatungskosten) der Fondsgesellschaft,

die keine Sonderbetriebseinnahmen/

-ausgaben im Hinblick auf die Beteiligung

an den Zielfonds sind, sind auf

Ebene der Fondsgesellschaft zu erfassen.

Diese werden den Anlegern jeweils anteilig

zugewiesen. Aufwendungen, die dem

Anleger im Zusammenhang mit seiner

Beteiligung an der Fondsgesellschaft entstehen

(z. B. Kosten für die Teilnahme an

Gesellschafterversammlungen, persönliche

Sonderbetriebsausgaben) werden dem Anleger

gesondert zugewiesen. Soweit die

Fondsgesellschaft zwischen Platzierungsbeginn

und Platzierungsschluss Erträge erwirtschaftet,

unterliegen diese auf Ebene

des Anlegers ggf. der Besteuerung, auch

wenn dem Anleger mangels Ausschüttung

keine Liquidität zufließt.

1.4.3 Steuerliche Ergebnisse der Zielfonds

Die Fondsgesellschaft wird sich regelmäßig

an Zielfonds in der Rechtsform einer Personengesellschaft

(z. B. einer GmbH & Co.

KG) beteiligen. Beteiligungen an Zielfonds

in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft

(z. B. GmbH, AG) sind nicht beabsichtigt.

Die steuerlichen Ergebnisse von Perso-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 109


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

nengesellschaften werden der Fondsgesellschaft

anteilig zugerechnet. In diesem

Falle bemisst sich der Anteil der Fondsgesellschaft

am steuerlichen Ergebnis des

jeweiligen Zielfonds nach ihrem Anteil am

Gesamtkapital des Zielfonds.

Die folgenden Ausführungen (siehe Textziffer

1.4.4 bis Textziffer 1.8) beziehen sich

ausschließlich auf Zielfonds in der Rechtsform

von Personengesellschaften. Die

steuerliche Behandlung von Zielfonds und

Beteiligungen in Form von Kapitalgesellschaften

wird in einem gesonderten Kapitel

erläutert (siehe Textziffer 1.8).

1.4.4 Vermögensverwaltende Zielfonds

Die Fondsgesellschaft wird sich auch an

vermögensverwaltenden Zielfonds beteiligen.

Vermögensverwaltende Zielfonds

sind Personengesellschaften, die keine Einkünfte

aus Gewerbebetrieb erzielen, sondern

beispielsweise aus Vermietung und

Verpachtung oder Kapitalvermögen, also

typischerweise Private Equity-Fonds sowie

nicht gewerbliche Immobilienfonds. Diese

Einkünfte werden auf Ebene der Fondsgesellschaft,

entsprechend den Grundsätzen

der Finanzverwaltung (vgl. etwa den sogenannten

Zebra-Erlass = BMF-Schreiben vom

29. April 1994, BStBl. I 1994, S. 282) und

des Großen Senats des Bundesfinanzhofs

(vgl. Az. 2/02, BStBl. II 2005, 679), in gewerbliche

Einkünfte umqualifiziert. Danach

werden grundsätzlich auf der Ebene der

vermögensverwaltenden Personengesellschaft

die Einkünfte für alle Gesellschafter

als Überschusseinkünfte festgestellt; erst

auf der Ebene des Gesellschafters, hier der

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

110 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

Fondsgesellschaft ist deren Gewinnanteil

nach den Grundsätzen der Gewinnermittlung

durch Bilanzierung zu berechnen und

anzusetzen. Sofern der Anteil des gewerblichen

Gesellschafters weniger als 10 % beträgt,

kann allerdings der aus der vermögensverwaltenden

Personengesellschaft

zugewiesene Ergebnisanteil bei Vorliegen

weiterer Voraussetzungen zugrunde gelegt

werden.

Im Fall der Veräußerung einer Beteiligung

an einer vermögensverwaltenden

Personengesellschaft ist der Unterschied

zwischen dem fortgeführten Beteiligungsansatz

und dem Veräußerungspreis der Beteiligung

als Ertrag zu erfassen und somit

grundsätzlich vom Anleger zu versteuern.

1.4.5 Zielfonds mit ausländischen Einkünften

Die Fondsgesellschaft wird sich auch an

Zielfonds beteiligen, die möglicherweise

ausländische Einkünfte (z. B. aus der Vermietung

von ausländischen Immobilien)

erzielen. Diese unterliegen regelmäßig

einer Besteuerung im Ausland. Sofern sich

die Fondsgesellschaft an Zielfonds beteiligt,

bei denen ein Doppelbesteuerungsabkommen

(„DBA“) mit dem jeweiligen

ausländischen Staat besteht, unterliegen

die ausländischen Einkünfte in Deutschland

regelmäßig der sogenannten Freistellungsmethode

mit Progressionsvorbehalt oder

der Anrechnungsmethode. Konzeptionsgemäß

soll jedoch die Beteiligung an ausländischen

Zielfonds vermieden werden.


1.4.5.1 Freistellungsmethode mit Progressionsvorbehalt

Bei der Freistellungsmethode mit Progressionsvorbehalt

werden die betroffenen

Einkünfte nicht der deutschen Besteuerung

unterworfen. Die Einkünfte sind aber im

Rahmen der Ermittlung des anzuwendenden

Steuersatzes zu berücksichtigen, so

dass sie zu einer Erhöhung oder Reduzierung

des Steuersatzes für den jeweiligen

Anleger führen können. Die Anwendung

der Freistellungsmethode mit Progressionsvorbehalt

hängt in einigen Fällen von dem

Vorliegen zusätzlicher Voraussetzungen ab,

die sich aus dem jeweiligen DBA oder dem

jeweiligen nationalen Steuerrecht ergeben

können. Liegen diese Voraussetzungen im

Einzelfall nicht vor, so ist regelmäßig die

Anrechnungsmethode anzuwenden.

1.4.5.2 Anrechnungsmethode

Bei der Anrechnungsmethode werden die

Einkünfte der deutschen Besteuerung unterworfen.

Sofern hierauf ausländische

Steuern entrichtet worden sind, wird die im

Ausland entrichtete Steuer auf die deutsche

Ertragssteuer angerechnet. Die Anrechnung

der ausländischen Steuer ist der Höhe nach

auf die deutsche Steuer begrenzt, die auf

ausländische Einkünfte anfällt. Alternativ

zur Anrechnungsmethode kann der Steuerpflichtige

den Abzug der ausländischen

Steuer von seinem Einkommen beantragen.

Die Anrechnung der entrichteten

Quellensteuer kann davon abhängig sein,

dass bestimmte formelle Kriterien erfüllt

sind, die sich aus dem deutschen Einkommensteuerrecht

oder dem DBA ergeben. Es

kann nicht ausgeschlossen werden, dass

diese formellen Voraussetzungen im Einzelfall

nicht erfüllt werden können.

1.4.5.3 Verrechnungsverbot nach § 2a

EStG

Die Verrechnung von ausländischen Verlusten

mit inländischen Einkünften ist gemäß

§ 2a EStG für bestimmte Konstellationen

ausgeschlossen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen

des § 2a EStG im Hinblick auf

ausländische Einkünfte, die dem Progressionsvorbehalt

unterliegen, bewirken die

negativen ausländischen Einkünfte zumindest

nach bestrittener Ansicht der Finanzverwaltung

keine Reduzierung des Einkommensteuersatzes.

1.4.5.4 Investmentsteuergesetz

Die Fondsgesellschaft ist eine deutsche

Personengesellschaft. Nach dem Konzept

des C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1

ist grundsätzlich nicht beabsichtigt, dass

sich die Fondsgesellschaft an einem Zielfonds

beteiligt, der dem Investmentsteuergesetz

(„InvStG“) unterliegt. Es kann

jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass

sich die Fondsgesellschaft mittelbar oder

unmittelbar an einem ausländischen Zielfonds

beteiligt, der dem InvStG unterliegt.

Würden die Bestimmungen des InvStG zur

Anwendung gelangen und würde das entsprechende

Anlageprogramm den dann

erforderlichen Nachweispflichten gemäß

§ 5 Abs. 1 InvStG (im Wesentlichen Angaben

über die erzielten Erträge, deren Zusammensetzung

und Verwendung) nicht

genügen, wäre der gesamte Ertrag aus

den betreffenden ausländischen Zielfonds

voll steuerpflichtig und würde zusätzlich

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 111


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

der vorstehend genannten fiktiven Wertzuwachsbesteuerung

gemäß § 6 InvStG

unterliegen.

1.5 Besonderheiten für einzelne Assetklassen

1.5.1 Schiffsbeteiligungen

Nach dem Konzept ist vorgesehen, dass

die Fondsgesellschaft im Bereich Schifffahrt

in Zielfonds investiert, deren Gewinn

gemäß § 5a EStG pauschal ermittelt wird

(Tonnagebesteuerung). Nach der Pauschalierungsvorschrift

des § 5a EStG richtet sich

der Gewinn nach der Größe des jeweiligen

Handelsschiffes und der Anzahl der Betriebstage.

Für die pauschale Gewinnermittlung

des § 5a EStG müssen bestimmte

Voraussetzungen erfüllt sein. Liegen diese

nicht vor, ist der Gewinn nach den allgemeinen

Regeln entsprechend § 5 EStG zu

ermitteln. Bei Ausübung der Option zu § 5a

EStG ist die Gesellschaft jeweils für 10 Jahre

an die Tonnagebesteuerung gebunden.

Mit der pauschalen Gewinnermittlung gemäß

§ 5a EStG sind nicht nur die laufenden

Gewinne des Schiffsbetriebs, sondern auch

ein etwaiger Gewinn aus einer Anteilsveräußerung

oder Veräußerung des Schiffes

bzw. bei einer Betriebsaufgabe im Ganzen

abgegolten.

1.5.2 Private Equity

Private Equity-Gesellschaften beteiligen

sich üblicherweise unmittelbar oder mittelbar

an einzelnen Unternehmen. Diese Unternehmen

haben regelmäßig die Rechtsform

einer Kapitalgesellschaft oder einer

GmbH & Co. KG. Die Ausführungen zu den

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

112 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

Besonderheiten bei Kapitalgesellschaften

gelten für den Fall einer Kapitalgesellschaft

als Private Equity-Gesellschaft entsprechend

(vgl. 1.10).

1.5.3 LV-Zweitmarkt-Fonds

Die Fondsgesellschaft wird im Bereich Lebensversicherungen

in Zielfonds investieren,

die am Zweitmarkt Lebensversicherungen

erwerben. Nach Auffassung der

Finanzverwaltung üben Lebensversicherungsfonds

eine originär gewerbliche Tätigkeit

aus und erzielen somit gewerbliche

Einkünfte.

1.6 Abzug von Werbungskosten und

Betriebsausgaben; Verlustabzug / -verrechnung

Werbungskosten und Betriebsausgaben

können grundsätzlich nur insoweit geltend

gemacht werden, als diese mit steuerpflichtigen

Erträgen im Zusammenhang

stehen (Umkehrschluss aus § 3c EStG). Dies

gilt sowohl auf Ebene der Fondsgesellschaft

als auch der jeweiligen Zielfonds.

Die Abzugsbeschränkungen gelten auch

für Sonderbetriebsausgaben, d. h. Ausgaben,

die auf Ebene der Gesellschafter

selbst angefallen sind (z. B. Finanzierungszinsen).

Diese können nicht oder nur sehr

eingeschränkt steuerlich geltend gemacht

werden. Von einer Fremdfinanzierung wird

abgeraten, um insbesondere die Gewinnerzielungsabsicht

auf Anlegerebene nicht

zu gefährden.

Soweit Betriebsausgaben mit steuerfreien

ausländischen Einkünften im Zusammenhang

stehen, können sie ebenfalls im Rah-


men des Progressionsvorbehalts mit geltend

gemacht werden.

Soweit auf Ebene der Fondsgesellschaft

Kosten einer Beteiligung zugeordnet werden,

die der Tonnagebesteuerung unterliegen,

können die entsprechenden Kosten

aufgrund der Pauschalversteuerung steuerlich

nicht angesetzt werden.

1.6.1 Regelung des § 15b EStG

Sollte die Finanzverwaltung der Auffassung

sein, bei der Fondsgesellschaft handele

es sich um ein Steuerstundungsmodell

i. S. d. § 15b EStG, so ist die Möglichkeit

der Verlustverrechnung auf zukünftige

Gewinne aus der gleichen Einkunftsquelle

beschränkt. Eine Verrechnung mit anderen

Einkünften ist nicht zulässig. Ob

die Regelung des § 15b EStG anwendbar

ist, hängt u. a. davon ab, ob in der Anfangsphase

das Verhältnis der Summe der

prognostizierten Verluste zur Höhe des

gezeichneten und nach dem Konzept aufzubringenden

Kapitals 10 % übersteigt.

Bei der Fondsgesellschaft handelt es sich

nach Auffassung des Anbieters nicht um

ein Verlustzuweisungsmodell i. S. v. § 15b

EStG. Nach der Investitionsplanung wird

innerhalb der Anfangsphase das Verhältnis

der Summe der prognostizierten Verluste

zur Höhe des gezeichneten und nach

dem Konzept aufzubringenden Kapitals

10 % nicht übersteigen. Vielmehr werden

die Anlaufkosten der Fondsgesellschaft

bei den Anlegern als Anschaffungskosten

aktiviert. Daneben werden den Anlegern

aus ihrer Beteiligung an der Fondsgesellschaft

konzeptionsgemäß keine Verluste

zugewiesen.

1.6.2 Regelung des § 15a Abs. 1 EStG

Darüber hinaus beschränkt die Regelung

des § 15a Abs. 1 EStG die Verrechnung

von Verlusten für beschränkt haftende Gesellschafter.

Gemäß § 15a Abs. 1 EStG ist

für beschränkt haftende Gesellschafter die

Verrechnung von Verlusten aus der Gesellschaft

mit anderen Einkünften grundsätzlich

nicht möglich, soweit durch den Verlust

ein negatives Kapitalkonto entsteht oder

sich erhöht. Derartige Verluste sind ausschließlich

mit steuerpflichtigen Gewinnen

der Gesellschaft verrechenbar. Diese Regelung

gilt nicht für Verluste aus dem Sonderbetriebsvermögen.

1.6.3 Umfang der Verrechnungsbeschränkung

Diese Abzugsbeschränkungen gelten sowohl

auf Ebene der Zielfonds als auch auf

Ebene der Fondsgesellschaft sowie des Anlegers.

Sie gelten mit Ausnahme des § 15a

Abs. 1 EStG auch für Sonderbetriebsausgaben,

d. h. Ausgaben, die der Gesellschafter

selbst auf seiner Ebene aufgewendet hat

(z. B. Finanzierungskosten). Diese können

nicht oder nur sehr eingeschränkt steuerlich

geltend gemacht werden. Von einer

Fremdfinanzierung wird abgeraten.

1.6.4 Regelung des § 15a Abs. 3 EStG

Sofern dem Anleger aus der Beteiligung

an der Fondsgesellschaft Verluste zugewiesen

worden sind, können Entnahmen

der Steuerpflicht gemäß § 15a Abs. 3 EStG

unterliegen, soweit durch die Entnahme

ein negatives Kapitalkonto entsteht oder

sich erhöht. Die fiktive Besteuerung gemäß

§ 15a Abs. 3 EStG ist begrenzt auf die Summe

der in den letzten 10 vorangegangenen

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 113


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

Jahren dem Anleger zugewiesenen verrechenbaren

Verluste.

1.6.5 Regelung des § 10d EStG

Ferner kann bei dem Anleger ggf. die sog.

Mindestbesteuerung nach § 10d EStG zum

Tragen kommen. Danach können grundsätzlich

abzugsfähige Verluste, die im

Rahmen der Ermittlung des Gesamtbetrages

der Einkünfte nicht mit anderen positiven

Einkünften ausgeglichen werden, nur

unter Beachtung der Beschränkungen des

§ 10d EStG in das unmittelbar vorangegangene

Jahr zurückgetragen oder auf zukünftige

Jahre vorgetragen werden. Diese

Regelung zur Mindestbesteuerung greift

allerdings nur ein, soweit die Anwendung

insbesondere nicht durch die vorstehend

genannten Sondervorschriften der §§ 15a,

15b EStG eingeschränkt ist. Bei diesen

Sondervorschriften handelt es sich um

besondere Verrechnungskreise, für die die

Abzugsbeschränkung vorweg gesondert

zu prüfen ist; dann erst erfolgt ggf. eine

Gesamtabzugsbeschränkung nach § 10d

Abs. 2 EStG für alle abziehbaren Verluste

des Anlegers.

1.7 Besteuerungszeitpunkt

Wegen der steuerlichen Transparenz erfolgt

die Besteuerung der erzielten Einkünfte bei

den Gesellschaftern/Treugebern in dem

Kalenderjahr, in dem die Fondsgesellschaft

mittelbar über die Zielfonds die Erträge erzielt

oder Erträge zugerechnet werden. Da

die Auszahlung der Erträge an die Anleger

nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

ggf. erst zu einem späteren Zeitpunkt

erfolgt, kann den Anlegern bereits

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

114 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

steuerpflichtiges Einkommen zugerechnet

werden, ohne dass die zu versteuernden

Erträge an sie ausgezahlt wurden.

1.8 Hinzurechnungsbesteuerung nach

dem AStG

Sofern sich ein Zielfonds an einer ausländischen

Kapitalgesellschaft beteiligen sollte,

die sog. passive Einkünfte (insbesondere

mit Kapitalanlagecharakter) erzielt, die einer

Niedrigbesteuerung i. S. d. Außensteuergesetzes

(„AStG“) unterliegt, ist nicht

gänzlich auszuschließen, dass die Finanzverwaltung

diese Gesellschaft der o. g. Hinzurechnungsbesteuerung

gemäß den §§ 7

ff. AStG unterwirft. Dies hätte im Wesentlichen

zur Folge, dass die Anleger hinzuzurechnende

Erträge der ausländischen Gesellschaft

versteuern müssten, auch wenn

diese nicht an sie ausgeschüttet werden.

Werden hinzuzurechnende Einkünfte im

Rahmen einer ausländischen Personengesellschaft

erzielt, ist ein Übergang von der

Freistellungs- zur Anrechnungsmethode

denkbar.

1.9 Aufgabe- und Veräußerungsgewinn

Ein Aufgabe- bzw. Veräußerungsgewinn,

den ein Anleger, der eine natürliche Person

ist, bei Ablauf der Laufzeit des Beteiligungsangebotes

oder vorzeitig im Fall

der Kündigung oder Veräußerung seines

gesamten Anteils an der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 erzielt, wird als außerordentliche

Einkünfte gem. §§ 34, 16 EStG

nach der sog. Fünftelregelung besteuert,

sofern der Steuerpflichtige auf diese Einkünfte

nicht ganz oder teilweise § 6b EStG

oder § 6c EStG anwendet.


Unter bestimmten Voraussetzungen (u. a.

Vollendung des 55. Lebensjahrs oder dauernde

Berufsunfähigkeit im sozialversicherungsrechtlichen

Sinn, Höhe des Gewinns)

kann der Anleger alternativ auch die

Besteuerung für Aufgabegewinne i. S. d.

§ 16 Abs. 4 EStG in Anspruch nehmen. Auf

unwiderruflichen Antrag kann dem Anleger

unter bestimmten persönlichen Voraussetzungen

gem. § 34 Abs. 3 EStG darüber

hinaus einmal im Leben ein ermäßigter

Steuersatz gewährt werden, soweit der

Veräußerungsgewinn den Betrag von EUR

5 Millionen nicht übersteigt. Anleger, die

diese Begünstigungen für sich in Anspruch

nehmen möchten, sollten das Vorliegen der

Voraussetzungen und ggf. die sich durch die

Inanspruchnahme ergebenden Konsequenzen

unbedingt mit einem Steuerberater abklären.

§§ 16 Abs. 4, 34 EStG gelten nicht

für Kapitalgesellschaften.

1.10 Zielfonds als Kapitalgesellschaften

Eine Kapitalgesellschaft ist einkommensteuerlich

im Gegensatz zu einer Personengesellschaft

ein eigenes Steuersubjekt und

unterliegt der Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

Eine Besteuerung auf Ebene

des Gesellschafters der Kapitalgesellschaft

erfolgt grundsätzlich nur insoweit, als Erträge

an die Gesellschafter ausgeschüttet

werden. Daneben unterliegt ein Gewinn

aus Veräußerung von Anteilen an einer

Kapitalgesellschaft auf Ebene der Fondsgesellschaft

der Gewerbesteuer.

In diesem Falle unterliegen Ausschüttungen

und Erträge aus der Veräußerung von

Unternehmensanteilen dem sogenannten

Halbeinkünfteverfahren. Die mit diesen

Einkünften im Zusammenhang stehenden

Betriebsausgaben können nur zur Hälfte

geltend gemacht werden. Nach § 3 Nr. 40

EStG n.F. wird das Halbeinkünfteverfahren

durch ein Teileinkünfteverfahren ersetzt.

Dabei wird der steuerfreie Teil der Bezüge

von 50 % auf 40 % reduziert. Gleichfalls

wird der abzugsfähige Anteil der korrespondierenden

Aufwendungen von 50 %

auf 60 % erhöht. Das Teileinkünfteverfahren

gilt nur für Kapitaleinkünfte, die im

betrieblichen Bereich von Personengesellschaften

anfallen. Die Vorschriften zum

Teileinkünfteverfahren gelten erstmals ab

dem Veranlagungszeitraum 2009.

Für Zwecke der Gewerbesteuer unterliegen

Gewinnausschüttungen aus Beteiligungen

von weniger als 15 % in voller Höhe der

Besteuerung.

1.11 Beteiligung von Kapitalgesellschaften

an der Fondsgesellschaft

Beteiligen sich Kapitalgesellschaften (z. B.

GmbH, AG) an der Fondsgesellschaft, so

ergeben sich für diese abweichende steuerliche

Konsequenzen, deren wesentlichen

Grundlagen nachfolgend kurz dargestellt

werden.

Für Kapitalgesellschaften bleiben Gewinne

aus der Veräußerung von Anteilen an anderen

Kapitalgesellschaften gemäß § 8b Abs.

2 KStG weitgehend steuerfrei. Seit dem 1.

Januar 2004 gelten 5 % dieser steuerfreien

Einnahmen als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben.

Im Ergebnis werden somit 95 %

der Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen

an Kapitalgesellschaften von der Kör-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 115


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

perschaftsteuer freigestellt. Entsprechendes

gilt auch für den Fall, dass die Kapitalgesellschaft

Dividenden bezieht. Dies gilt grundsätzlich

auch dann, wenn die Gewinne aus

der Veräußerung der Anteile oder die Dividenden

mittelbar über eine gewerblich

geprägte oder eine vermögensverwaltende

Personengesellschaft erzielt werden.

Soweit andere Ausschüttungen über die

Fondsgesellschaft der beteiligten Kapitalgesellschaft

zugerechnet werden, stellen

diese im Regelfall – sofern diese nicht als

Rückzahlung der geleisteten Einlagen zu

werten sind – steuerpflichtige Einnahmen

auf Ebene der Kapitalgesellschaft dar, die

im Regelfall der allgemeinen Besteuerung

unterliegen. Durch das Unternehmenssteuerreformgesetz

2008 wurde der Körperschaftsteuersatz

für Kapitalgesellschaften

auf 15 % abgesenkt. Der zusätzlich auf die

Körperschaftsteuer zu entrichtende Solidaritätszuschlag

beträgt (relativ unverändert)

5,5 % der Körperschaftsteuer.

Auf Ebene der Kapitalgesellschaft unterliegen

die Gewinnanteile, die der Kapitalgesellschaft

aus ihrer Beteiligung an der

Fondsgesellschaft zugerechnet werden,

allerdings nicht mehr zusätzlich der Gewerbesteuer.

Nach § 9 Nr. 2 des Gewerbesteuergesetzes

(„GewStG“) sind die Anteile

am Gewinn einer in- oder ausländischen

offenen Handelsgesellschaft, einer Kommanditgesellschaft

oder einer anderen

Gesellschaft, bei der die Gesellschafter als

Unternehmer (Mitunternehmer) des Gewerbebetriebs

anzusehen sind, zu kürzen.

Ferner ist zu beachten, dass die Gewerbesteuer

seit Inkrafttreten des Unterneh-

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

116 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

menssteuerreformgesetzes 2008 weder bei

der Ermittlung des Gewerbeertrags noch

bei der Ermittlung des zu versteuernden

Einkommens für Zwecke der Körperschaftsteuer

als Betriebsausgabe abzugsfähig ist

(§ 4 Abs. 5b EStG n. F.).

2. Allgemeine Besteuerung des Anlegers

2.1 Einkommensteuer

Die dem Anleger (anteilig) zugewiesenen

Einkünfte der Fondsgesellschaft unterliegen

dem persönlichen Einkommensteuersatz

des Anlegers (von bis zu 45 %). Die Abgeltungsteuer

auf Kapitaleinkünfte kommt ab

2009 nicht zur Anwendung.

Es ist davon auszugehen, dass die sogenannte

Thesaurierungsbegünstigung

(besonderer Einkommensteuersatz von

28,25 %) unter den Voraussetzungen des

§ 34a EStG für nicht entnommene Gewinne

der Fondsgesellschaft nicht in Anspruch

genommen werden kann, jedenfalls wenn

der Anteil des betroffenen Anlegers an

dem Gewinn der Fondsgesellschaft weniger

als 10 % und maximal EUR 10.000

beträgt.

2.2 Solidaritätszuschlag

Zusätzlich zur Einkommensteuer auf die zugewiesenen

Einkünfte aus der Beteiligung

fällt der Solidaritätszuschlag von derzeit

5,5 % der nach Maßgabe des § 3 Solidaritätszuschlagsgesetzes

festzusetzenden

Einkommensteuer an.


2.3 Kirchensteuer

Je nach Konfession wird nach den bundesstaatlichen

Regelungen die Kirchensteuer

auf die aus der Beteiligung erzielten

Einkünfte erhoben. Die Einzelheiten der

Kirchensteuer sind sehr stark von den Besonderheiten

des Einzelfalls, z. B. dem Bundesland

und der Konfession, abhängig.

3. Gewerbesteuer

Die Fondsgesellschaft ist gewerbesteuerpflichtig;

im Gegensatz zu der Einkommensteuer

ist die Fondsgesellschaft selbst der

Steuerschuldner. Der Gewerbesteuer unterliegt

der Gewerbeertrag. Der Gewerbeertrag

entspricht dem um die Kürzungen und

Hinzurechnungen des Gewerbesteuerrechts

bereinigten Gewinn der Fondsgesellschaft.

Das Gewerbesteuerrecht sieht vor, dass der

Gewerbeertrag der Fondsgesellschaft um

die Gewinnanteile aus denjenigen deutschen

und ausländischen Zielfonds regelmäßig

zu kürzen ist, die ihrerseits gewerblich

sind (§ 9 Nr. 2 GewStG), es sei denn es

handelt sich um Beteiligungen an Kapitalgesellschaften

von weniger als 15 %.

Teile des Gewerbeertrages sind wegen

der Gewerbesteuerpflicht der Fondsgesellschaft

auch die Gewinnanteile aus

vermögensverwaltenden Zielfonds, da der

Gewinn der gesamten Fondsgesellschaft

gewerblich ist.

Auf der Grundlage des Gewerbeertrages

wird nach Abzug eines Freibetrages von

EUR 24.500 (für Personengesellschaften)

in Abhängigkeit von der Höhe der Einkünfte

ein Gewerbesteuermessbetrag ermittelt.

Der Gewerbesteuermessbetrag ist die

Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer,

die durch Anwendung des lokalen

Hebesatzes ermittelt wird.

Soweit die Gewinnanteile der Anleger

durch Gewerbesteuer gemindert sind,

können die Anleger die auf sie entfallende

anteilige Gewerbesteuer nach Maßgabe

der Bestimmungen in § 35 EStG auf

ihre persönliche Einkommensteuer anrechnen.

Ein gewerbesteuerlicher Verlust kann nur

unter den Beschränkungen des § 10a

GewStG geltend gemacht werden.

Nach § 4 Abs. 5b EStG n.F. darf die Gewerbesteuer

künftig von der Gesellschaft

entgegen bisheriger Rechtslage nicht

mehr als Betriebsausgabe geltend gemacht

werden. Zum Ausgleich für das

Abzugsverbot der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe

ist der Anrechnungsfaktor

im Rahmen des o. g. § 35 EStG n.F. vom

1,8-fachen auf das 3,8-fache des Gewerbesteuermessbetrages

erhöht worden;

allerdings wird die Höhe der Anrechnung

auf die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer

beschränkt.

4. Verfahrensfragen

Die Einkünfte der Fondsgesellschaft werden

nach Abgabe einer Steuererklärung

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 117


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

durch die Fondsgesellschaft einheitlich und

gesondert für alle Gesellschafter der Fondsgesellschaft

festgestellt (§§ 179 Abs. 2 Satz

2; 180 Abs. 1 Nr. 2 AO). Das für diese einheitliche

und gesonderte Feststellung der

Fondsgesellschaft zuständige Betriebsfinanzamt

teilt dem für den jeweiligen Anleger

zuständigen Wohnsitzfinanzamt dessen

Anteil an den Einkünften der Fondsgesellschaft

mit. Dieser Anteil wird dann im Rahmen

der persönlichen Einkommensteuerveranlagung

des Anlegers berücksichtigt.

Eventuelle Sonderbetriebsausgaben des

Anlegers können nur im Rahmen der einheitlichen

und gesonderten Feststellung

auf Ebene der Fondsgesellschaft geltend

gemacht werden. Im Rahmen der persönlichen

Einkommensteuerveranlagung können

sie durch das Wohnsitzfinanzamt nicht

mehr berücksichtigt werden. Aus verwaltungstechnischen

Gründen ist jedoch nicht

vorgesehen, die Anleger zur Mitteilung der

Sonderbetriebsausgaben aufzufordern.

5. Umsatzsteuer

Die Fondsgesellschaft ist auf die Verwaltung

von Beteiligungen beschränkt und

daher nicht unternehmerisch im Sinne

des Umsatzsteuergesetzes tätig (vgl. Abschnitt

18 Abs. 2 der Umsatzsteuerrichtlinien).

Eigene Umsätze werden von der

Fondsgesellschaft nicht erzielt. Dementsprechend

ist die Fondsgesellschaft nicht

zum Vorsteuerabzug berechtigt. Soweit

der Fondsgesellschaft Umsatzsteuer in

Rechnung gestellt wird, stellt dies Aufwand/

bzw. Anschaffungskosten dar.

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

118 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

6. Erbschaft- und Schenkungsteuer

6.1 Verfassungswidrigkeit der erbschaft-

und schenkungsteuerrechtlichen Bewertung

Das Bundesverfassungsgericht hat mit

Beschluss vom 7. November 2006 mit Gesetzeskraft

festgestellt, dass § 19 Abs. 1

Erbschaftsteuergesetz in Verbindung mit

der Wertermittlung nach Erbschaftsteuergesetz

und Bewertungsgesetz gegen den

Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes

verstößt und damit verfassungswidrig

ist. Es hat den Gesetzgeber aufgefordert,

bis zum 31. Dezember 2008 eine verfassungsgemäße

Neuregelung für die Wertermittlung

nach Erbschaftsteuergesetz

und Bewertungsgesetz zu beschließen.

Mit Datum vom 11. Dezember 2007 wurde

von der Bundesregierung ein Entwurf

zur Reform des Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts

zur verfassungsgemäßen

Bewertung von Vermögensarten veröffentlicht,

welche zur verfassungsgemäßen

Änderung des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes

dienen soll (sogenannte

Erbschaftsteuerreform). Es ist davon auszugehen,

dass das Gesetzgebungsverfahren

noch im Laufe des Jahres 2008 abgeschlossen

wird und sich die derzeitige

Gesetzeslage im Bereich der Erbschaft-

und Schenkungsteuer einschließlich der

entsprechenden Bewertung in wesentlichen

Punkten ändert.

6.2 Steuerpflichtiger Erwerb

Überträgt ein Anleger seine Beteiligung

an der Fondsgesellschaft durch Schenkung

oder Erbschaft auf eine andere Person, so


unterliegt dieser Vorgang grundsätzlich der

Erbschaft- und Schenkungsteuer. Die Höhe

und Entstehung der Steuerschuld sind von

verschiedenen Faktoren abhängig, wie

etwa dem verwandtschaftlichen Näheverhältnis

zwischen den Beteiligten und dem

Wert des übertragenen Vermögens.

6.3 Direkte Beteiligung

Für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer

wird die Beteiligung des Anlegers an

der Fondsgesellschaft als anteilige Beteiligung

an den durch die Fondsgesellschaft

gehaltenen Wirtschaftsgütern (z. B. Unternehmensbeteiligungen)

behandelt. Bei

der Ermittlung der erbschaft- und schenkungsteuerlichen

Bemessungsgrundlage

ist für Beteiligungen an nicht notierten in-

oder ausländischen Kapitalgesellschaften

das sog. „Stuttgarter Verfahren“ anzuwenden

(§ 12 Abs. 2 ErbStG). Demgegenüber

werden Beteiligungen an Kapitalgesellschaften,

die zum Besteuerungszeitpunkt

an einer deutschen Börse zum amtlichen

Handel oder zum geregelten Markt zugelassen

sind, nach § 12 Abs. 1 ErbStG i. V. m.

§ 11 Abs. 1 BewG zu den maßgebenden

Kursen zum Bewertungszeitpunkt bewertet.

Änderungen der Bewertung können

sich durch die vorstehend genannte Erbschaftsteuerreform

ergeben.

6.4 Mittelbare Beteiligung über den

Treuhandkommanditisten

Bei der mittelbaren Beteiligung des Anlegers

über das Treuhandverhältnis an der

Fondsgesellschaft ist zu beachten, dass

die Finanzverwaltung nach einem koordinierten

Ländererlass vom 27. Juni 2005

(vgl. etwa Fin.Min. Baden-Württemberg, 3

– S – 3806/51, DB 2005, S. 1993; Fin.Min.

Bayern, DStR 2005, S. 1231) nicht länger

die vermittelten Steuerwerte der durch die

Fondsgesellschaft gehaltenen Wirtschaftsgüter

(z. B. Unternehmensbeteiligungen)

als steuerpflichtige Bemessungsgrundlage

heranzieht, sondern den steuerlichen Wert

des Herausgabeanspruchs gegen den Treuhänder

ermitteln möchte. Dieser Herausgabeanspruch

ist ein Sachleistungsanspruch,

der mit dem gemeinen Wert zu besteuern

ist. Die Anwendung des „Stuttgarter Verfahrens“

kann im Vergleich zur Ermittlung

der Bemessungsgrundlage mittels des

gemeinen Werts zu einer abweichenden

Bewertung gelangen. Darüber hinaus können

sich negative Steuerfolgen ergeben,

wenn die Fondsgesellschaft oder einer der

nachgeschalteten Zielfonds einen Gewerbebetrieb

unterhalten würden. In diesem

Fall sollen – im Gegensatz zu einem Direktkommanditisten

– die steuerlichen Begünstigungsvorschriften

nach §§ 13a, 19a

ErbStG (z. B. Freibetrag von EUR 225.000;

Bewertungsabschlag von 35 %) keine Anwendung

finden.

Ist im Treuhandvertrag und im Gesellschaftsvertrag

festgelegt, dass die Treuhandschaft

beim Tod des Treugebers bzw.

bei Abtretung des Anspruchs aus dem

Treuhandvertrag endet und der Erbe bzw.

Beschenkte unmittelbar in die Gesellschafterstellung

des (dann ehemaligen) Treuhänders

eintritt, ist nach einem Erlass des

Finanzministeriums Baden-Württemberg

vom 16. Februar 2007 Zuwendungsgegenstand

nicht der Herausgabeanspruch

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 119


vertragliche/steuerliche rahmenbedingungen

des Erwerbers gegen den Treuhänder,

sondern die Gesellschaftsbeteiligung unmittelbar.

Der Treuhandvertrag endet bei Tod des Treugebers.

In diesem Fall wandelt sich dessen

Treuhandbeteiligung in eine Direktbeteiligung

als Kommanditist um. Gleichzeitig

werden die Erben bzw. Vermächtnisnehmer

des verstorbenen Treugebers Direktkommanditisten

der Fondsgesellschaft.

Für den Fall, dass der Treugeber seine Beteiligung

schenkungsweise überträgt und

hierfür die erbschaft- bzw. schenkungsteuerliche

Begünstigung erhalten möchte, ist

erforderlich, dass vor der Übertragung ein

Wechsel in eine Direktbeteiligung als Kommanditist

der Fondsgesellschaft erfolgt.

Es wird empfohlen, dass sich der Anleger

vor der Zeichnung der Beteiligung an der

Fondsgesellschaft mit seinem persönlichen

steuerlichen Berater in Verbindung setzt,

um denkbare nachteilige Steuerfolgen

aufgrund seiner persönlichen wirtschaftlichen

Verhältnisse zu klären. Eine Beratung

erscheint auch vor dem Hintergrund sinnvoll,

dass sich Änderungen, etwa mit Blick

auf die Bewertung, durch die vorstehend

genannte Erbschaftsteuerreform ergeben

können.

6.5 Höhe der Erbschaftsteuer

Die Höhe der Freibeträge und des Erbschaftsteuersatzes

richtet sich nach dem

verwandtschaftlichen Näheverhältnis zwischen

dem Erblasser/Schenker und dem

Erben/Beschenkten.

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

120 | Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen

So können z. B. Ehegatten einen Freibetrag

von EUR 307.000 in Anspruch nehmen, wohingegen

nur entfernt oder nicht verwandte

Personen lediglich in den Genuss eines

Freibetrages von EUR 5.200 kommen. Im

Zuge der vorstehend genannten Erbschaftsteuerreform

sollen persönliche Freibeträge

angehoben werden.

Der Steuersatz der Erbschaftsteuer liegt

zwischen 7 % bei kleinen Vermögen, die

von Verwandten in direkter Linie oder Ehegatten

erworben werden, und 50 % bei

großen Vermögen, die durch entfernte Verwandte

oder Nichtverwandte geerbt werden.

Im Zuge der vorstehend genannten

Erbschaftsteuerreform ist eine Verschlechterung

jedenfalls bezüglich der Steuerklassen

II und III geplant.

7. Besteuerung im Ausland

Sofern die Fondsgesellschaft mittelbar auch

Beteiligungen an ausländischen Zielfonds

hält, kann nicht ausgeschlossen werden,

dass die unentgeltliche Übertragung der

Fondsbeteiligung im Wege des Erbfalls/der

Schenkung auch im Ausland der Besteuerung

unterliegt. Eine im Ausland anfallende

Erbschaft-/Schenkungsteuer kann regelmäßig

nach Maßgabe des § 21 ErbStG auf

die deutsche Erbschaft-/Schenkungsteuer

angerechnet werden.

8. Vermögensteuer

Die Vermögensteuer wird in Deutschland

nicht mehr erhoben.


9. Gestaltungsmissbrauch

Durch den Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten

des Rechts können die Steuergesetze

nach § 42 AO nicht umgangen

werden. Die vorstehende Vorschrift ist

durch das Jahressteuergesetz 2008 neu

gefasst worden. Vorliegend wird nicht davon

ausgegangen, dass das vorliegende

Fondskonzept als Missbrauch der Gestaltungsmöglichkeiten

zu behandeln ist; das

Fondskonzept dürfte durch außersteuerli-

che, nämlich wirtschaftliche Gründe (etwa

professionelle gewerbliche Vermögensbildung,

wie sie im Rahmen der üblichen

Vermögensverwaltung nicht durchgeführt

wird) zu rechtfertigen sein. Eine abweichende

Behandlung durch die Finanzverwaltung

ist jedoch nicht völlig auszuschließen, dies

auch vor dem Hintergrund, dass es zu der

Neufassung des § 42 AO noch keine gesicherte

höchstrichterliche Rechtsprechung

oder Verwaltungsauffassung gibt.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen | 121


verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

122 | Verträge

GESELLSCHAFTSVERTRAG DER

C-QUADRAT PORTFOLIO-FONDS 1 GMBH & CO. KG

TREUHAND- UND VERWALTUNGSVERTRAG

MITTELVERWENDUNGSKONTROLLVERTRAG

GESELLSCHAFTSVERTRAG DER C-QUADRAT PORTFOLIO-FONDS 1

GMBH & CO. KG

§ 1

Firma, Sitz

1. Die Firma der Gesellschaft lautet:

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

2. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am

Main.

§ 2

Gesellschaftszweck

1. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erzielung

von Einkünften aus der Anlage des

Gesellschaftsvermögens in Beteiligungen an

geschlossenen Fondsprodukten (Immobilienfonds,

Schiffsbeteiligungen, Lebensversicherungsfonds,

Private Equity-Fonds, Energie-/Rohstofffonds

und Sonstige Fonds).

2. Darüber hinaus ist die Gesellschaft berechtigt,

freie Liquidität verzinslich anzulegen.

3. Die Gesellschaft ist im Übrigen berechtigt,

sämtliche Rechtsgeschäfte und Maßnahmen

vorzunehmen, die mit diesem

Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar

zusammenhängen bzw. zu seiner

Erreichung erforderlich oder dienlich sind.

Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen

gründen, erwerben oder sich

an solchen beteiligen und Zweigniederlassungen

im In- und Ausland gründen. Die

Gesellschaft kann die Rechtsgeschäfte und

Maßnahmen selbst vornehmen oder durch

Dritte vornehmen lassen.

§ 3

Investitionsplan

Zur Erreichung des Gesellschaftszweckes

gilt folgender Investitionsplan:

A. Mittelherkunft (bezogen auf die Nominaleinlagen)

Nominaleinlagen der Gesellschafter 1 100,00 %

Fremdkapital 0,00 %

Summe Mittelherkunft 100,00 %

B. Mittelverwendung (bezogen auf die

Nominaleinlagen)

1. Investitionen in Beteiligungen an geschlossenen

Fondsprodukten gemäß § 2

Abs. 1 („Zielfonds“); (Angabe inklusive

Liquiditätsreserve nach Rückvergütung

von Zielfondsprovisionen gemäß Ziffer

2b): 97,05 %

2. a) Kapitalbeschaffungskosten: 5,00 %

b) Rückvergütung

Zielfondsprovisionen: –5,00 %

3. Konzeption und Prospektierung 2 : 1,00 %

4. Druck, Gutachten und

Marketing 2 : 0,90 %

5. Bereitstellung des rechtlichen

und steuerlichen Konzepts 2 : 0,40 %

6. Treuhandabwicklung 2 : 0,25 %

7. Mittelverwendungskontrolle 2 : 0,15 %

8. Investitionsbeirat 2 : 0,25 %

Summe Mittelverwendung 100,00 %

1 Auf die Nominaleinlage ist von den Anlegern ein Agio

in Höhe von 5 % zu leisten, welches für die Kosten der

Kapitalbeschaffung verwendet wird. Das vom Anleger

zu zahlende Agio wird unmittelbar an den Vertrieb

weitergeleitet und wird somit nicht Gegenstand des

Gesellschaftsvermögens.

2 Diese Beträge verstehen sich inklusive einer ggf. anfallenden

Umsatzsteuer.


§ 4

Investitionsrichtlinien

1. Die Gesellschaft strebt an, das nach Abzug

von Kosten und Liquiditätsreserve verbleibende

Gesellschaftsvermögen (Investitionskapital“)

insgesamt wie folgt prozentual

auf Zielfonds unterschiedlicher Zielbranchen

(„Assetklassen“) zu verteilen:

a) 25 % in Immobilienfonds

b) 25 % in Schiffsfonds (und maritime Anlagen)

c) 15 % in Private Equity-Fonds

d) 10 % in Lebensversicherungsfonds

e) 10 % in Umwelt-, Energie- und Rohstofffonds

f) 15 % in Sonstige Fonds

Abweichungen von bis zu fünf Prozentpunkte

über oder unter diese vorstehenden

Werte sind zulässig.

2. Innerhalb jeder einzelnen Assetklasse

soll die Gesellschaft eine sinnvolle Verteilung

des Investitionskapitals auf drei bis

fünf Teilmärkte/-segmente vornehmen –

beispielsweise innerhalb der Assetklasse

„Schiffsbeteiligungen“ auf Tanker-, Bulk-,

Container- und andere Schiffe, oder in der

Assetklasse „Immobilienfonds“ auf in- und

ausländische Immobilienfonds sowie sogenannte

Core-, Opportunity- und/oder

Development-Projekte, etc.

3. Pro Assetklasse wird die Verteilung des

Investitionskapitals auf drei bis fünf verschiedene

Zielfonds angestrebt, es muss

jedoch mindestens auf zwei unterschiedliche

Zielfonds verteilt werden.

4. Die Gesellschaft wird jeweils maximal 24

Prozent des gesamten Eigenkapitals eines

einzelnen Zielfonds erwerben.

5. Pro Assetklasse wird die Verteilung des In-

vestitionskapitals auf drei bis fünf verschiedene

Initiatoren (Emissionshäuser) angestrebt,

es muss jedoch mindestens auf zwei

unterschiedliche Initiatoren verteilt werden.

6. Die Gesellschaft wird insgesamt maximal

20 Prozent des gesamten Investitionskapitals

in Zielfonds eines einzigen Initiators

(Emissionshaus) investieren.

7. Die Gesellschaft ist berechtigt, in Ermangelung

qualitativ ansprechender Produktangebote

zum Zeitpunkt der geplanten

Investitionen, solange entsprechende

Anteile des Investitionskapitals in Form

freier Liquidität vorzuhalten, bis qualitativ

ansprechende Produktangebote am Markt

verfügbar sind.

8. Die Gesellschaft ist berechtigt, freie Liquidität

verzinslich anzulegen.

9. Beteiligungen sollen nur an solchen

Zielfonds erworben werden, für die ein

Wirtschaftsprüfer oder eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ein Prospektgutachten

nach dem IDW-Standard S4 (Grundsätze

ordnungsgemäßer Beurteilung von

Prospekten über öffentlich angebotene

Kapitalanlagen) erstellt hat, das keine wesentlichen

Beanstandungen der jeweiligen

Beteiligungsgesellschaft (Zielfonds) enthält,

oder für die ein steuerliches Kurzgutachten

vorliegt.

10. Bei den Zielfonds, in welche die Gesellschaft

investiert, muss der Anteil des

Fondsvermögens für die Anschaffung von

Anlageobjekten inklusive Liquiditätsreserve

und Agio mindestens 80 Prozent des

Gesamtkapitals betragen. Maßgebend

dafür ist jeweils die von dem Zielfonds in

dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin) zur Veröffentlichung

gestatteten Verkaufsprospekt

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Verträge | 123


verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

124 | Verträge

dargestellte Angabe zur Mittelherkunft und

Mittelverwendung.

11. Es sollen nur Beteiligungen an solchen

Zielfonds erworben werden, deren Initiator

eine positive Leistungsbilanz vorlegen kann

oder deren Management bzw. beauftragte

Produktpartner über eine gleichwertige Erfahrung

in dem betreffenden Geschäftsfeld

verfügt.

12. Es sollen nur Beteiligungen an solchen

Zielfonds erworben werden, welche für die

einzelnen Anleger keine individuelle Abgabe

steuerlicher Erklärungen im Ausland

auslösen.

13. Die Investitionen in Beteiligungen

an Zielfonds nach Maßgabe der §§ 3 und

4 erfolgen bereits während der Platzierungsphase.

Die Gesellschaft ist gehalten,

möglichst innerhalb von zwölf Monaten

nach Beendigung der Platzierungsphase

entweder das Investitionskapital investiert

zu haben oder, z. B. in Ermangelung aktuell

verfügbarer Zielfonds, entsprechende Absichtserklärungen

eingegangen zu sein.

14. Die Auswahl der Zielfonds im Einzelnen

übernimmt die Komplementärin nach

einstimmiger Zustimmung durch den unabhängigen

Investitionsbeirat oder mehrheitlicher

Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung.

§ 5

Investitionsbeirat

1. Zur Beratung der Komplementärin in der

Auswahl der Beteiligungsgesellschaften

(Zielfonds) wird bei der Gesellschaft für die

anfängliche Investitionsphase ein Investitionsbeirat

durch Beschluss der Gesellschafterversammlung

gebildet. Der Investitionsbeirat

besteht aus drei Mitgliedern, welche

durch die Gesellschafterversammlung bestimmt

werden. Der Investitionsbeirat ist

ein Fachgremium, dem auch Personen angehören

können, die an der Gesellschaft

nicht beteiligt sind.

2. Die Amtszeit der Investitionsbeiratsmitglieder

beträgt zwei Jahre und endet mit

Ablauf der anfänglichen Investitionsphase,

d. h. mit der auf das 2. Jahr nach Beginn

der Amtszeit folgenden ordentlichen Gesellschafterversammlung.

Eine Wiederwahl

ist nicht zulässig. Die unterzeichnenden

Gründungsgesellschafter ernennen Herrn

Prof. Dr. Franz-Joseph Busse, Herrn Prof. Dr.

Heinz-Christian Knoll und Herrn Philip Nerb

als erste Investitionsbeiratsmitglieder. Ihre

Amtszeit beginnt mit dem öffentlichen Angebot.

3. Der Investitionsbeirat ist an die von der

Gesellschaft aufgestellte Geschäftsordnung

gebunden.

4. Die Gesellschafterversammlung kann

Investitionsbeiratsmitglieder mit einfacher

Mehrheit abberufen. Soweit Investitionsbeiratsmitglieder

während der anfänglichen

Investitionsphase abberufen worden

sind, sind in der gleichen Anzahl und zur

gleichen Zeit Investitionsbeiratsmitglieder

für den Rest der Amtsperiode nachzuwählen

bzw. zu bestimmen. Scheidet ein Investitionsbeiratsmitglied

vor Zuwahl eines anderen

Investitionsbeiratsmitglieds aus, ist

der Investitionsbeirat auch ohne das ausscheidende

bzw. ausgeschiedene Mitglied

ordnungsgemäß besetzt.

5. Der Investitionsbeirat ist bei der Entscheidung

über die Auswahl von Zielfonds beteiligt.

Die Mitglieder des Investitionsbeirats

sind für die Erreichung der mit der Empfehlung

zugunsten einer Investition verfolgten


wirtschaftlichen Zielsetzungen nicht verantwortlich.

Sie haften nicht für die Ertragsfähigkeit

von Investitionen sondern lediglich

für die Schäden, die daraus entstehen,

dass die Investitionsrichtlinien nach § 4

nicht eingehalten sind. Die Investitionsbeiratsmitglieder

haben in ihrem Aufgabenbereich

nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit

zu vertreten. Gegen Investitionsbeiratsmitglieder

können Schadenersatzansprüche

der Gesellschaft oder der Gesellschafter/

Treugeber erst geltend gemacht werden,

wenn anderweitig Ersatz nicht zu erreichen

ist. Schadenersatzansprüche gegen

die Investitionsbeiratsmitglieder verjähren,

soweit gesetzlich zulässig, in 6 Monaten

seit Kenntniserlangung von der begangenen

Pflichtverletzung, spätestens jedoch

in 3 Jahren nach Begehung der Pflichtverletzung,

soweit nicht kraft Gesetzes oder

Rechtsprechung die Ansprüche einer kürzeren

Verjährung unterliegen oder soweit

die Schadenersatzansprüche auf Vorsatz

beruhen.

6. Jedes Investitionsbeiratsmitglied hat Anspruch

auf Ersatz seiner Auslagen, die im

Zusammenhang mit Investitionsbeiratssitzungen

und seinen Aufgaben entstehen,

auf Abschluss einer sogenannten D&O-

Versicherung (Haftpflichtversicherung für

„Directors & Officers“ einer Gesellschaft)

zu seinen Gunsten und auf eine pauschale

Vergütung für die gesamte zweijährige

Amtszeit in Höhe von pauschal EUR 7.500

bzw. für den Vorsitzenden EUR 10.000; für

Jahre, in denen das Investitionsbeiratsmitglied

nur teilweise dem Investitionsbeirat

angehört, besteht ein Anspruch auf diese

Vergütung nur pro rata temporis. Die vorgenannte

Vergütung versteht sich zuzüg-

lich einer etwaig anfallenden Umsatzsteuer

in ihrer jeweiligen gesetzlichen Höhe. Die

Mitglieder des Investitionsbeirats erhalten

neben der Erstattung ihrer Auslagen keine

weitere Vergütung, es sei denn, die Gesellschafterversammlung

beschließt mit einfacher

Mehrheit etwas Anderes.

§ 6

Gesellschafter und Beteiligung

1. Persönlich haftende Gesellschafterin

(„Komplementärin“) ist die C-QUADRAT

Portfolio-Fonds GmbH, mit Sitz in Frankfurt/M..

Die Komplementärin ist weder am

Gesellschaftskapital noch am Ergebnis der

Gesellschaft beteiligt.

2. Kommanditistin ist vorbehaltlich des

Beitritts weiterer Kommanditisten gemäß

§ 6 Abs. 3 bis 5 dieses Vertrags die hmp

Treuhandgesellschaft mbH, mit Sitz in

Frankfurt/M. („Treuhandkommanditistin“).

Die Treuhandkommanditistin ist am

Gesellschaftskapital mit einer Pflichteinlage

und einer anfänglichen Hafteinlage in

Höhe von EUR 2.000 beteiligt.

3. Die Treuhandkommanditistin ist unter

Befreiung von den Beschränkungen des

§ 181 BGB berechtigt, mit Wirkung für alle

Gesellschafter und Treugeber und ohne deren

Zustimmung weitere natürliche bzw.

juristische Personen in die Gesellschaft

aufzunehmen („weiteres Kommanditkapital“).

Hierzu kann die Treuhandkommanditistin

auch ihre Kommanditeinlage in

einem oder mehreren Schritten erhöhen.

Auf das weitere Kommanditkapital hat die

Treuhandkommanditistin an die Gesellschaft

zusätzlich zu ihrer Einlage bzw. der

Einlage weiterer Kommanditisten ein Agio

in Höhe von 5 % zu entrichten.

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Verträge | 125


verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

126 | Verträge

4. Die Treuhandkommanditistin ist berechtigt,

das nach Abs. 3 aufgenommene weitere

Kommanditkapital ganz oder teilweise

treuhänderisch für Dritte („Treugeber“) zu

halten.

5. Im Verhältnis zu den Gläubigern der Gesellschaft

haften die Kommanditisten nur

bis zur Höhe der im Handelsregister eingetragenen

Haftsumme. Soweit die Treuhandkommanditistin

ihre Kommanditeinlage

nach Maßgabe von Abs. 3 und 4 erhöht,

wird das weitere Kommanditkapital lediglich

mit einer Hafteinlage in Höhe von

jeweils 10 % des Nennbetrages des von

den Treugebern gezeichneten, weiteren

Kommanditkapitals in das Handelsregister

eingetragen. Entsprechendes gilt für die

Hafteinlagen weiterer Kommanditisten.

6. Die Beteiligung der Kommanditisten und

Treugeber am Gesellschaftsvermögen im

Verhältnis zueinander ist unveränderlich. Sie

richtet sich nach der Höhe der jeweils geleisteten

Kapitaleinlage ohne Agio (auch „Nominaleinlage“).

Die Nominaleinlagen der

Gesellschafter bilden zusammen das Eigenkapital

der Gesellschaft („Gesellschaftsvermögen“).

Die Mindestzeichnungssumme

beträgt EUR 5.000. Nominaleinlagen einzelner

Anleger über EUR 5.000 müssen durch

EUR 1.000 teilbar sein.

7. Die Gesellschafter und Treugeber sind

nicht gehindert, sich an anderen Unternehmen

zu beteiligen, auch soweit das betreffende

Unternehmen auf dem Gebiet des

Gegenstandes der Gesellschaft tätig wird.

Das gesetzliche Wettbewerbsverbot ist

ausgeschlossen.

§ 7

Kapitalerhöhungen

1. Das Gesellschaftsvermögen kann nach

Maßgabe von § 6 im Wege der Erhöhung der

Kommanditeinlage der Treuhandkommanditistin

sowie im Übrigen durch den Beitritt

weiterer Kommanditisten erhöht werden.

2. Die Möglichkeit der Kapitalerhöhung bzw.

der Aufnahme weiterer Kommanditisten ist

bis zum 31. August 2009 befristet, d. h.

zu diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft

geschlossen. Sofern bereits zu einem früheren

Zeitpunkt Beteiligungen mit einem

Nominalwert von EUR 50.000.000 (ohne

Agio) eingeworben worden sind, kann die

Gesellschaft bereits zu diesem früheren

Zeitpunkt geschlossen werden. Sollten die

bis zum Zeitpunkt der Schließung am 31.

August 2009 eingeworbenen Beteiligungen

einen Nominalwert von insgesamt EUR

3.000.000 (ohne Agio) nicht überschreiten,

wird die Gesellschaft nach Maßgabe von

§ 28 rückabgewickelt. Eine Kürzung der

Zeichnungen, Anteile oder Beteiligungen

ist ebenfalls möglich. Treugeber und weitere

Kommanditisten werden nachfolgend

gemeinsam auch „Anleger“ genannt.

§ 8

Treuhandkommanditistin,

Rechtsstellung der Treugeber

1. Den Gesellschaftern ist bekannt, dass die

Treuhandkommanditistin an den geplanten

Kapitalerhöhungen zwar im eigenen Namen,

jedoch als Treuhänderin für fremde

Rechnung teilnimmt und das von ihr übernommene

weitere Kommanditkapital für

die Treugeber halten wird. Insoweit erwirbt,

hält und verwaltet die Treuhandkommanditistin

ihren Gesellschaftsanteil treuhände


isch für die Treugeber, mit denen sie Treuhand-

und Verwaltungsverträge abschließt.

Die Treuhandkommanditistin wird ihre Gesellschafterrechte

nach Maßgabe der zwischen

ihr und den Treugebern abgeschlossenen

Treuhand- und Verwaltungsverträge

im Interesse der Treugeber ausüben.

2. Im Verhältnis zu den Gesellschaftern der

Gesellschaft und zur Gesellschaft werden

die der Gesellschaft mittelbar beitretenden

Treugeber soweit gesetzlich zulässig wie

unmittelbar beteiligte Kommanditisten behandelt.

3. Jeder Treugeber ist jederzeit berechtigt,

nach Wirksamwerden seines Beitritts, nach

diesbezüglicher Eintragung der Erhöhung

der Hafteinlage der Treuhandkommanditistin

und der vollständigen Einzahlung der

von ihm gezeichneten Kapitaleinlage nebst

Agio auf das Treuhandkonto gegenüber

der Treuhandkommanditistin schriftlich zu

verlangen, dass er anstelle der Treuhandkommanditistin

selbst als Kommanditist der

Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen

wird, sofern er zuvor der Treuhandkommanditistin

eine Handelsregistervollmacht

erteilt hat. Diese Vollmacht muss unwiderruflich

sein, über den Tod hinaus gelten und

die Bevollmächtigten unter Befreiung von

den Beschränkungen des § 181 BGB zu folgenden

Anmeldungen berechtigen:

– Eintritt und Ausscheiden von Kommanditisten

einschließlich des Vollmachtgebers;

– Eintritt und Ausscheiden von persönlich

haftenden Gesellschaftern;

– Änderung der Beteiligungsverhältnisse

und des Kapitals der Gesellschaft;

– Änderung von Firma, Sitz und Zweck

der Gesellschaft sowie weiteren eintra-

gungsfähigen gesellschaftsvertraglichen

Bestimmungen;

– Liquidation der Gesellschaft und Löschung

der Firma.

4. Die Treuhandkommanditistin ist in diesem

Fall verpflichtet, dem Treugeber die ihm

anteilig zustehende Kommanditbeteiligung

zu übertragen. Die Treuhandkommanditistin

nimmt sodann die Gesellschafterrechte

des Treugebers nur noch als sog. Verwaltungstreuhänderin

wahr. Auch für dieses

Verwaltungstreuhandverhältnis gelten die

Regelungen des Treuhand- und Verwaltungsvertrages.

Unter der aufschiebenden

Bedingung der Eintragung des betreffenden

Treugebers als Kommanditist in das

Handelsregister der Gesellschaft überträgt

die Treuhandkommanditistin bereits hiermit

eine der treuhänderischen Beteiligung

des Treugebers entsprechende Kommanditbeteiligung

auf den Treugeber, der diese

Übertragung bereits hiermit annimmt.

5. Die Kosten für die Beglaubigung der

nach Abs. 3 zu erteilenden Handelsregistervollmacht,

die den Treugebern aufgrund

der Umwandlung ihrer mittelbaren in eine

unmittelbare Kommanditbeteiligung an

der Gesellschaft entstehen, sind von diesen

selbst zu tragen.

6. Abs. 3 bis 5 gelten für von Anfang an als

unmittelbare Kommanditisten beitretende

Anleger entsprechend.

§ 9

Erbringung der Kommanditeinlagen

(Pflichteinlagen)

1. Die Treuhandkommanditistin hat ihre

Pflichteinlage in Höhe von EUR 2.000 mit

Eintritt in die Gesellschaft zu leisten.

2. Die Treuhandkommanditistin erhöht

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Verträge | 127


verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

128 | Verträge

bei einem rechtswirksamen Beitritt eines

Treugebers ihre Kommanditbeteiligung

nach Maßgabe von § 6 Abs. 5. Die Treuhandkommanditistin

ist nicht verpflichtet,

ihre Kommanditbeteiligung unverzüglich

nach dem Beitritt eines Anlegers zu erhöhen,

sondern kann Erhöhungen nach ihrem

pflichtgemäßen Ermessen in regelmäßigen

Zeitabständen und für mehrere Treugeber

gemeinsam vornehmen. Das von ihr übernommene

weitere Kommanditkapital zzgl.

5 % Agio erbringt sie durch Einzahlung auf

das ihr von der Komplementärin benannte

Konto der Gesellschaft (nachfolgend

Fonds-Konto“ genannt). Die Einlageverpflichtung

der Treuhandkommanditistin

wird jedoch erst dann und nur insoweit zur

Zahlung fällig, als die Treugeber ihrer Zahlungsverpflichtung

gem. Abs. 3 nachkommen.

Entsprechendes gilt für die Einzahlung

derjenigen Kapitaleinlagen zzgl. 5 % Agio,

die die als unmittelbare Kommanditisten

beitretenden Anleger an die Treuhandkommanditistin

zu leisten haben.

3. Die Anleger leisten ihre Einlagen in Geld

zuzüglich Agio an die Treuhandkommanditistin

gemäß den Regelungen der von dem

Anleger zu unterzeichnenden Beitrittserklärung

(„Zeichnungsschein“). Die Einlage

ist innerhalb von 10 Werktagen nach Unterzeichnung

des Zeichnungsscheins zur

Zahlung auf das in dem Zeichnungsschein

bezeichnete Treuhandkonto der Treuhandkommanditistin

(„Treuhandkonto“) zur

Zahlung fällig. Für Einzahlungen, die nach

dem Fälligkeitstermin geleistet werden,

schulden die Anleger der Gesellschaft

Zinsen in Höhe von 5 % p. a. über dem

Basiszinssatz gemäß § 247 BGB. Die Treuhandkommanditistin

wird ermächtigt, die

Ansprüche im eigenen Namen für Rechnung

der Gesellschaft geltend zu machen

und einzuziehen.

4. Die Treuhandkommanditistin tritt ihre

gegenüber dem jeweiligen Anleger gemäß

§ 4 Abs. 2 des Treuhand- und Verwaltungsvertrags

zustehende Ansprüche an die, diese

annehmende Gesellschaft ab.

5. Zahlungen, die die Treuhandkommanditistin

von den Anlegern aufgrund von

§ 4 Abs. 2 des Treuhand- und Verwaltungsvertrags

erhält, hat sie unverzüglich an die

Gesellschaft weiterzuleiten.

6. Wird eine Einlage der Treuhandkommanditistin

gemäß Abs. 2 aufgrund einer

Verletzung der in Abs. 3 geregelten Einzahlungspflicht

eines Treugebers nicht

oder nicht in voller Höhe erbracht, ist die

Treuhandkommanditistin ermächtigt, die

entsprechende Erhöhung ihres Kommanditanteils

nach Abs. 2 rückgängig zu machen,

wenn die Treuhandkommanditistin

das entsprechende Treuhand- und Verwaltungsverhältnis

mit dem betreffenden

Treugeber gemäß § 5 Abs. 3 Satz 1 des

Treuhand- und Verwaltungsvertrags rückgängig

macht. Entsprechendes gilt im Falle

der Rückgängigmachung des Treuhand-

und Verwaltungsvertrags mit unmittelbaren

Kommanditisten.

7. Der Beitritt der Anleger wird wirksam,

wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

a) Unterzeichnung der Beitrittserklärung im

Zeichnungsschein durch den Anleger; damit

gibt der Anleger ein Angebot ab, sich

auf Grundlage des Treuhand- und Verwaltungsvertrages

indirekt über die Treuhandkommanditistin

oder aber unmittelbar als

Kommanditist an der Gesellschaft zu beteiligen,

sowie


) Annahme der Beitrittserklärung durch

die Treuhandkommanditistin im Namen

der Gesellschaft durch Gegenzeichnung

auf dem Zeichnungsschein. Der Zugang der

Annahmeerklärung bei dem Anleger ist für

die Wirksamkeit des Beitritts nicht erforderlich.

Etwaige Widerrufsrechte des Anlegers

bleiben unberührt. Die Treuhandkommanditistin

wird die Annahme mit Wirkung zum

Ende des Kalendermonats erklären, wenn

der Anleger seine Kapitaleinlage zuzüglich

Agio gem. § 9 Abs. 3 vollständig geleistet

hat und die Widerrufsfrist abgelaufen ist.

8. Die Gesellschaft wird einen Mittelverwendungskontrolleur

auf Grundlage eines

separaten Vertrages damit beauftragen,

über das Fonds-Konto nach Maßgabe der

Bestimmungen dieses Vertrages für Rechnung

der Gesellschaft zu verfügen.

§ 10

Gesellschafterkonten

1. Für jeden Anleger und die Treuhandkommanditistin

werden bei der Gesellschaft

neben einem festen Kapitalkonto I jeweils

ein Gewinn-/Verlustvortragskonto sowie

ein Verrechnungskonto geführt:

a) Die Kommanditeinlagen (ohne Agio)

werden auf dem Kapitalkonto I gebucht.

Es ist unveränderlich und maßgebend für

das Stimm- und Entnahmerecht, für die

Ergebnisverteilung, für die Beteiligung am

Gesellschaftsvermögen sowie für den Anspruch

auf das Auseinandersetzungsguthaben

bzw. den Liquidationserlös.

b) Gewinn- und Verlustanteile eines jeden

Gesellschafters werden auf dem Gewinn-/

Verlustvortragskonto gebucht, auch soweit

diese das feste Kapitalkonto I übersteigen.

Ein negativer Saldo auf diesem Konto be-

gründet keine Nachschusspflicht des Kommanditisten.

c) Ausschüttungen und sonstige Entnahmen

werden auf dem Verrechnungskonto

verbucht.

2. Die Salden auf den oben genannten Konten

werden nicht verzinst.

3. Für den Leistungsverkehr und den sonstigen

Abrechnungsverkehr zwischen der

Gesellschaft und den Gesellschaftern dient

das Verrechnungskonto.

§ 11

Ausschluss der Nachschusspflicht, Haftung

1. Im Verhältnis untereinander sowie im

Verhältnis zu der Gesellschaft haben die

Gesellschafter und Treugeber nur Vorsatz

und grobe Fahrlässigkeit zu vertreten.

2. Die Haftung der Anleger ist auf die Höhe

der von ihnen gezeichneten Kapitaleinlage

begrenzt. Eine Nachschusspflicht besteht

nicht. Nach vollständiger Erbringung der

Einlage kann die Haftung nur insoweit wieder

aufleben, als dem Anleger Teilbeträge

seiner Einlage – etwa im Rahmen von Entnahmen

(Ausschüttungen) – zurückgezahlt

werden und die Einlage hierdurch unter die

Hafteinlage sinkt (so genanntes „Wiederaufleben

der Außenhaftung“).

3. Alle Kommanditisten, mit Ausnahme

der Gründungskommanditistin, werden

mit einer Hafteinlage in Höhe von 10 %

des Nennbetrages ihrer gezeichneten Kommanditeinlage

in das Handelsregister eingetragen.

4. Schadensersatzansprüche der Gesellschafter

und Treugeber untereinander verjähren

drei Jahre nach dem Zeitpunkt, zu

dem der haftungsbegründende Sachverhalt

dem Geschädigten bekannt geworden ist,

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Verträge | 129


verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

130 | Verträge

soweit sie nicht kraft Gesetzes einer kürzeren

Verjährung unterliegen. Derartige Ansprüche

sind innerhalb einer Ausschlussfrist

von sechs Monaten nach Kenntniserlangung

von dem Schaden gegenüber dem Verpflichteten

schriftlich geltend zu machen.

§ 12

Geschäftsführung

1. Die Geschäftsführung der Gesellschaft

erfolgt ausschließlich durch die Komplementärin.

2. Die Komplementärin führt die Geschäfte

der Gesellschaft in Übereinstimmung

mit diesem Gesellschaftsvertrag und den

gesetzlichen Vorschriften. Sie ist zu allen

Rechtshandlungen und Maßnahmen

berechtigt, die zur Förderung des Gesellschaftszweckes

notwendig und zweckmäßig

sind. Sie ist des weiteren berechtigt,

im Rahmen der abzuschließenden

Verträge auch Leistungsentgelte zu vereinbaren,

durch die Leistungen, die vor

Abschluss dieses Gesellschaftsvertrages

erbracht worden sind, entgolten werden,

soweit dies im Investitionsplan vorgesehen

ist. Die Komplementärin ist von den

Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Komplementärin ist auch berechtigt,

Geschäftsführungsaufgaben durch Dritte

vornehmen zu lassen.

3. Die Komplementärin führt die Geschäfte

mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns

i. S. von § 347 Abs. 1 HGB und unter

Beachtung der im Rahmen des § 14 gefassten

Gesellschafterbeschlüsse.

§ 13

Kontrollrechte

1. Die Gesellschafter und Treugeber haben

über das Kontrollrecht des § 166 HGB hinaus

das Recht, von der Komplementärin Auskünfte

über alle wesentlichen geschäftlichen

und außerordentlichen Angelegenheiten

der Gesellschaft zu verlangen.

2. Kommt die Komplementärin einem begründeten

Auskunftsverlangen eines Gesellschafters

oder Treugebers nach Abs. 1

in angemessener Frist ohne Vorliegen eines

wichtigen Grundes nicht nach, ist der Gesellschafter

bzw. Anleger berechtigt, auf eigene

Kosten die Handelsbücher und Papiere der

Gesellschaft entweder selbst oder durch

eine zur Berufsverschwiegenheit verpflichtete

Person (z. B. Rechtsanwalt, Steuerberater,

Wirtschaftsprüfer, Notar) einzusehen.

§ 14

Gesellschafterversammlung

1. Die ordentliche Gesellschafterversammlung

soll einmal jährlich bis zum 31. Oktober

nach Ablauf eines jeden Geschäftsjahrs

stattfinden. Entsprechend § 16 Abs. 1

können Gesellschafterbeschlüsse auch im

schriftlichen oder fernschriftlichen (Telefax)

Verfahren durchgeführt werden.

2. Außerordentliche Gesellschafterversammlungen

finden auf Antrag der Komplementärin

statt, wenn es das Interesse

der Gesellschaft erfordert.

3. Weiterhin sind Kommanditisten und

Treugeber, die zusammen mindestens

25 % des Gesellschaftsvermögens auf sich

vereinigen, berechtigt, bei Vorliegen eines

wichtigen Grundes schriftlich unter Übersendung

einer Begründung an die Komplementärin

die Einberufung einer außerordentlichen

Gesellschafterversammlung

zu verlangen. Kommt die Komplementärin

einem solchen Verlangen zur Einberufung


einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung

nicht binnen zwei Wochen

nach, sind die Kommanditisten und Treugeber

berechtigt, selbst eine Gesellschafterversammlung

in entsprechender Form und

Frist einzuberufen.

4. Die Einberufung einer Gesellschafterversammlung

erfolgt durch schriftliche Einladung

an alle Gesellschafter und Treugeber

(vorbehaltlich Abs. 3) durch die Komplementärin

unter Bekanntgabe der Tagesordnung

und unter Wahrung einer Frist von

drei Wochen einschließlich des Tages der

Absendung der Einberufung und der Versammlung.

Bei außerordentlichen Gesellschafterversammlungen

kann die Einberufungsfrist auf

zehn Tage verkürzt werden. Einladungen

und Aufforderungen zur Abstimmung im

schriftlichen oder fernschriftlichen (Telefax)

Verfahren erfolgen an die der Gesellschaft

zuletzt bekannt gegebenen Adressen.

5. Ort der Versammlung ist der Sitz der Gesellschaft.

6. Die Gesellschafterversammlung wird von

der Komplementärin geleitet. Die Komplementärin

kann auch einen Vertreter mit der

Leitung der Gesellschafterversammlung

beauftragen.

7. Jeder Gesellschafter und Treugeber kann

sich in der Gesellschafterversammlung

durch eine mit schriftlicher Vollmacht versehene,

zur Berufsverschwiegenheit verpflichtete

Person (z. B. Rechtsanwalt, Steuerberater,

Wirtschaftsprüfer, Notar), durch

seinen Ehegatten, durch einen Mitgesellschafter

oder durch den Vertriebspartner,

der ihm die Beteiligung an der Gesellschaft

vermittelt hat, vertreten lassen; im Falle

der Vertretung durch einen Ehegatten oder

einen Vertriebspartner hat der jeweilige

Anleger sicherzustellen, dass der Vertreter

Stillschweigen über die Gesellschafterversammlung

wahrt. Die schriftliche Vollmacht

ist zu Beginn der Gesellschafterversammlung

der Komplementärin auszuhändigen.

Die Treuhandkommanditistin ist bezüglich

der nach Maßgabe von § 6 Abs. 3 und 4

beitretenden unmittelbaren Kommanditisten

generell bevollmächtigt, sie auf Gesellschafterversammlungen

und bei sonstigen

Gesellschafterbeschlüssen zu vertreten und

ihr Stimmrecht auszuüben, ohne dass es

der Vorlage einer schriftlichen Vollmacht

bedarf, soweit diese an der Gesellschafterversammlung

bzw. Beschlussfassung nicht

persönlich teilnehmen. Das Recht dieser

Gesellschafter, ihr Stimmrecht selbst oder

durch einen in Satz 1 genannten Vertreter

auszuüben, bleibt unberührt.

8. Darüber hinaus ist die Treuhandkommanditistin

berechtigt, die einzelnen Treugeber,

soweit sie ihre Kommanditbeteiligung für

diese treuhänderisch hält, schriftlich zu

bevollmächtigen, sie auf Gesellschafterversammlungen

und bei sonstigen Gesellschafterbeschlüssen

insoweit zu vertreten

und das ihr insoweit zustehende Stimmrecht

auszuüben. Für die Erteilung von Untervollmacht

durch diese Treugeber gelten

Abs. 7 Satz 1 und 2 entsprechend.

9. Die Kosten der Gesellschafterversammlung

sind, mit Ausnahme etwaiger persönlicher

Kosten der Gesellschafter, Kosten der

Gesellschaft.

§ 15

Gegenstand der Gesellschafterversammlung

1. Die Gesellschafterversammlung ist ins-

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verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

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besondere für folgende Beschlussgegenstände

zuständig:

a) Genehmigung und Feststellung des

Jahresabschlusses;

b) Verwendung von Jahresüberschüssen/

Fehlbeträgen und Liquiditätsüberschüssen;

c) Entlastung der Komplementärin, der

Treuhandkommanditistin und der Mitglieder

des Investitionsbeirats;

d) Wahl des Abschlussprüfers;

e) Bestellung einer neuen Treuhandkommanditistin;

f) Änderungen des Gesellschaftsvertrages;

g) Änderungen oder Abweichungen vom

Investitionsplan;

h) Ausschluss von Gesellschaftern, vorbehaltlich

der Regelungen in § 22 Abs. 1;

i) Auflösung der Gesellschaft;

j) Beschluss über Kapitalerhöhungen mit

Ausnahme von Kapitalerhöhungen gemäß

§ 6 Abs. 3 und § 7 Abs. 1 dieses

Vertrags;

k) Umwandlungen nach dem Umwandlungsgesetz

sowie Veräußerungen des

im Wesentlichen ganzen Gesellschaftsvermögens.

2. Soweit Beschlüsse nach Abs. 1 lit. f) bis k)

gefasst werden, bedarf es einer 3/4-Mehrheit

der abgegebenen Stimmen.

§ 16

Gesellschafterbeschlüsse

1. Die Beschlüsse können nach pflichtgemäßem

Ermessen der Komplementärin

in Gesellschafterversammlungen oder im

Wege des schriftlichen oder fernschriftlichen

Verfahrens gefasst werden.

2. Die Gesellschafterversammlung ist be-

schlussfähig, wenn sämtliche Gesellschafter

und Treugeber ordnungsgemäß geladen

und die Komplementärin sowie die

Treuhandkommanditistin anwesend oder

vertreten sind. Ein Beschluss im Wege des

schriftlichen oder fernschriftlichen Verfahrens

kommt zustande, wenn nicht mindestens

25 % der Stimmen aller Gesellschafter

bzw. Treugeber der Beschlussfassung unverzüglich

widersprechen.

3. Beschlüsse bedürfen grundsätzlich der

einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen,

sofern nicht in diesem Vertrag oder

durch Gesetz etwas Anderes bestimmt ist.

Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene

Stimmen; bei Stimmengleichheit

gilt ein Antrag als abgelehnt.

4. Ein Stellvertreter, der mehrere Gesellschafter

bzw. Treugeber vertritt, kann, soweit

ihm entsprechende Weisungen erteilt

worden sind, voneinander abweichende

Stimmen abgeben. Die Treuhandkommanditistin

ist berechtigt, ihr Stimmrecht unterschiedlich

entsprechend den Kapitalanteilen

der von ihr vertretenen Anleger auszuüben,

und zwar nach Maßgabe der ihr von diesen

Anlegern erteilten Weisungen. Im Übrigen

kann ein Gesellschafter und Treugeber das

Stimmrecht für seine (mittelbare) Beteiligung

nur einheitlich ausüben.

5. Das Stimmrecht richtet sich nach dem

Kapitalkonto I in der Weise, dass auf je

volle EUR 1 der Beteiligung am Kapital der

Gesellschaft eine Stimme entfällt. Die Treuhandkommanditistin

übt ihr Stimmrecht

nach Weisung und im Interesse der von ihr

vertretenen Anleger aus.

6. Bei schriftlicher oder fernschriftlicher

Abstimmung hat die Komplementärin

den Gesellschaftern und Treugebern die


Aufforderung zur Abstimmung zu übersenden.

Dabei sind das Abstimmungsverfahren

und der Abstimmungsgegenstand

mit einer begründeten Stellungnahme

bekannt zu geben. Die Stimmabgabe der

Gesellschafter und Treugeber muss innerhalb

von vier Wochen nach Absendung

der Abstimmungsaufforderung, für die

das Datum des Poststempels maßgebend

ist, bei der Gesellschaft eingehen. Die

Auszählung der Stimmen erfolgt durch die

Gesellschaft.

7. Die Unwirksamkeit eines Gesellschafterbeschlusses

kann nur binnen einer Ausschlussfrist

von einem Monat nach Zugang

des Protokolls im Sinne von § 17 Abs. 1 bei

dem jeweiligen Gesellschafter bzw. Treugeber,

spätestens aber sechs Monate nach

dem Tag der Beschlussfassung durch Klage,

die gegen die Gesellschaft zu richten ist,

geltend gemacht werden. Nach Ablauf der

Frist gilt ein etwaiger Mangel des Gesellschafterbeschlusses

als geheilt.

§ 17

Niederschriften der Gesellschafterbeschlüsse

1. Über die in schriftlichen oder fernschriftlichen

Abstimmungen gefassten Gesellschafterbeschlüsse

sowie über Gesellschafterversammlungen

ist eine Niederschrift

(Protokoll) anzufertigen, die von der Komplementärin

und der Treuhandkommanditistin

zu unterzeichnen und den Gesellschaftern

und Treugebern zu übersenden ist.

2. Beanstandungen der Richtigkeit und

Vollständigkeit der Niederschrift sind binnen

einer Ausschlussfrist von einem Monat

nach Zugang des Protokolls bei dem jeweiligen

Gesellschafter schriftlich gegenüber

der Komplementärin zu erklären. Über die

Einsprüche entscheidet die nächste Gesellschafterversammlung.

§ 18

Geschäftsjahr, Jahresabschluss, Steuerliches

Verfahren

1. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist

das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr

endet am 31. Dezember des Jahres, in dem

die Gesellschaft begonnen hat.

2. Die Komplementärin ist verpflichtet,

für die Gesellschaft eine den Grundsätzen

ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung

entsprechende Buchführung zu

unterhalten und innerhalb der gesetzlichen

Fristen den Jahresabschluss aufzustellen

und zu unterzeichnen.

3. Der Jahresabschluss ist von einem Wirtschaftsprüfer

oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

zu erstellen und der

folgenden ordentlichen Gesellschafterversammlung

zur Genehmigung vorzulegen.

Soweit keine Pflichtprüfung notwendig ist,

aber auf Wunsch erfolgt, soll diese Prüfung

nach Art und Umfang einer Pflichtprüfung

gemäß §§ 316 ff. HGB entsprechen. Die für

die Prüfung anfallenden Kosten trägt die

Gesellschaft.

4. Den Gesellschaftern und Treugebern ist

eine Abschrift der Bilanz und der Gewinn-

und Verlustrechnung zusammen mit der

Ladung zur ordentlichen Gesellschafterversammlung

zuzusenden, in der dieser genehmigt

werden soll.

5. Die Komplementärin wird sämtliche

Maßnahmen einleiten, die zur Erstellung

und Einreichung der Erklärung zur einheitlichen

und gesonderten Feststellung der

Einkünfte erforderlich sind, die die Ge-

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Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

134 | Verträge

sellschafter und Treugeber aus deren Beteiligung

an der Gesellschaft erzielen. Die

Komplementärin wird den Gesellschaftern

und Treugebern Kopien der von ihr für die

Gesellschaft erstellten und eingereichten

Erklärung zur einheitlichen und gesonderten

Feststellung der Einkünfte zur Verfügung

stellen.

6. Die Gesellschafter sind verpflichtet, der

Komplementärin bis spätestens 28.02. eines

jeden Jahres Aufstellungen ihrer Sonderwerbungskosten

für das jeweils vergangene

Geschäftsjahr zu übermitteln;

die Übermittlung der entsprechenden

Aufstellungen der Anleger erfolgt durch

die Treuhandkommanditistin. Eine Berücksichtigung

der individuellen Sonderwerbungskosten

im Rahmen der Erstellung

der Erklärung zur einheitlichen und gesonderten

Feststellung der Einkünfte ist nach

Ablauf dieser Frist grundsätzlich nicht mehr

möglich.

§ 19

Beteiligung am Ergebnis und am Vermögen

1. Die Kommanditisten und Treugeber sind

im Verhältnis ihrer Kapitalanteile nach Maßgabe

des Kapitalkontos I am Vermögen und

am Ergebnis der Gesellschaft beteiligt. Das

Ergebnis der Gesellschaft ist den Gesellschaftern

soweit gesetzlich zulässig in dem

Verhältnis zuzurechnen, in dem sie zum jeweiligen

Bilanzstichtag an der Gesellschaft

beteiligt sind.

2. Allen Gesellschaftern werden Verlustanteile

auch dann zugerechnet, wenn sie die

Höhe ihrer Kapitalanteile nach Maßgabe

des Kapitalkontos I übersteigen; eine Ausgleichspflicht

ergibt sich hierdurch nicht.

§ 20

Entnahmen und Ausschüttungen

1. Liquiditätsrückflüsse an die Gesellschaft

aus der Investitionstätigkeit werden nach

Abschluss der Investitionsphase nicht in

neue Beteiligungen reinvestiert, sondern

sollen den am Kapital der Gesellschaft beteiligten

Kommanditisten und Treugebern

nach Bildung angemessener Liquiditätsreserven

und nach pflichtgemäßen Ermessen

der Komplementärin für Ausschüttungen

nach Maßgabe der nachfolgenden Absätze

zur Verfügung stehen.

2. Die Ausschüttungen an die Kommanditisten

und Treugeber erfolgen über die

Komplementärin.

3. Die Ausschüttungen nach vorstehenden

Absätzen gehen den sonstigen Verpflichtungen

der Gesellschaft gegenüber Gesellschaftern

und Treugebern vor.

§ 21

Tätigkeitsvergütungen

1. Für die Übernahme des Haftungsrisikos

erhält die Komplementärin eine Vergütung

i. H. v. EUR 5.000 p. a. inklusive Umsatzsteuer

(„Haftungsvergütung“), zur Zahlung

fällig jeweils zum 31. Dezember eines

jeden Jahres für das laufende Geschäftsjahr

(bei Rumpfgeschäftsjahren zeitanteilig). Die

Haftungsvergütung erhöht sich ab 1. Januar

2011 jährlich um 2,0 % bezogen auf die

jeweils aktuelle Vergütung. Der Komplementärin

werden darüber hinaus sämtliche

notwendigen Aufwendungen, die ihr im

Fall der Inanspruchnahme aufgrund persönlicher

Haftung für die Gesellschaft entstehen,

erstattet („Aufwendungsersatz“).

Haftungsvergütung und Aufwendungsersatz

sind auch in Jahren zu zahlen, in denen


ein Verlust erwirtschaftet wird. Die Haftungsvergütung

sowie der Aufwendungsersatz

stellen Aufwand der Gesellschaft

dar. Scheidet die Komplementärin aus, erhält

sie die Haftungsvergütung zeitanteilig.

Die Komplementärin ist berechtigt, die ihr

zustehende Vergütung zum Ende eines Geschäftsjahres

zu entnehmen.

2. Die Komplementärin erhält in der Platzierungsphase

für Konzeption und Prospektierung

1,00 %, für Druck, Gutachten und

Marketing 0,90 % sowie für die Bereitstellung

des rechtlichen und steuerlichen Konzepts

0,40 % des bis zur Fondsschließung

gezeichneten Nominalkapitals, jeweils inklusive

Umsatzsteuer („Initialkosten“).

Diese Beträge sind im Investitionsplan in

§ 3 dieses Vertrages enthalten und zum

Ende der Platzierungsphase zur Zahlung fällig.

Die Komplementärin ist jederzeit berechtigt,

Abschlagsbeträge auf ihre Initialkosten

in der Platzierungsphase in Abhängigkeit

vom Platzierungsstand zu verlangen.

Ab dem ersten vollen Geschäftsjahr der Gesellschaft

erhält die Komplementärin weiterhin

jährlich eine laufende Vergütung in Höhe

von 0,65 % inklusive Umsatzsteuer bezogen

auf das gezeichnete Nominalkapital zum

Ende eines jeden Geschäftsjahres („laufende

Vergütung“). Die laufende Vergütung

erhöht sich ab 1. Januar 2011 jährlich um

2,0 % bezogen auf die jeweils aktuelle laufende

Vergütung. Ein Anspruch auf laufende

Vergütung entsteht auch in Verlustjahren.

Die laufende Vergütung der Komplementärin

ist Aufwand der Gesellschaft.

3. Die Treuhandkommanditistin erhält für

die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen

zu erbringenden Leistungen während

der Platzierungsphase eine einmalige Ver-

gütung i. H. v. 0,25 % des bei der Fondsschließung

gezeichneten Nominalkapitals

inklusive Umsatzsteuer, mindest jedoch

EUR 14.875 und höchstens EUR 77.350

(„Einmalvergütung“). Die Einmalvergütung

ist bei Fondsschließung fällig und

zahlbar. Ab Fondsschließung erhält die

Treuhandkommanditistin eine jährliche

Vergütung i. H. v. 0,25 % p. a. bezogen auf

das gezeichnete Nominalkapital zum Ende

eines jeden Geschäftsjahres inklusive Umsatzsteuer

(„laufende Vergütung“). Die

laufende Vergütung ist jeweils am Ende eines

Kalenderquartals zeitanteilig fällig und

zahlbar. Einmalvergütung und laufende Vergütung

der Treuhandkommanditistin stellen

einen Aufwand der Gesellschaft dar.

4. Die einmalige Vergütung des Mittelverwendungskontrolleurs

beträgt 0,15 % des

gezeichneten Nominalkapitals der Fondsgesellschaft

zum Zeitpunkt der Fondsschließung,

mindestens jedoch EUR 11.900,

jeweils inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer.

Die Vergütung ist bei Fondsschließung

verdient und fällig. Eine weitere Vergütung

oder eine Erstattung von Auslagen ist nicht

geschuldet.

5. Der Investitionsbeirat erhält für seine

Leistungen die in § 5 Abs. 6 geregelten

Vergütungen.

6. Für die Vertriebskoordination und die

Einwerbung des zu platzierenden Eigenkapitals

erhält die C-QUADRAT Portfolio-

Fonds Vermittlung GmbH von der Gesellschaft

als Vergütung, neben dem von den

Anlegern zu erbringende Agio in Höhe von

5,0 % bezogen auf die übernommenen

Nominaleinlagen, zunächst weitere 5,0 %

bezogen auf die übernommenen Nominaleinlagen.

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Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

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7. Wenn und soweit eine der vorgenannten

Vergütungen umsatzsteuerpflichtig sein

sollte und die Umsatzsteuer nicht bereits

ausdrücklich in der Vergütung enthalten ist,

ist die Fondsgesellschaft verpflichtet, dem

jeweiligen Vergütungsempfänger diese zu

erstatten.

§ 22

Rechtsgeschäftliche Verfügung über Kapitalanteile

1. Jeder Anleger kann zum 31. Dezember

eines jeden Jahres über seinen (mittelbaren)

Gesellschaftsanteil im Ganzen, nicht

jedoch über Teile davon verfügen, sofern

der Rechtsnachfolger vollumfänglich in die

Rechte und Pflichten des Anlegers aus diesem

Vertrag und aus dem Treuhand- und

Verwaltungsvertrag eintritt. Letzteres gilt

nicht für Verfügungen durch die Komplementärin.

Jegliche Verfügungen über Gesellschaftsanteile

bedürfen der Schriftform.

2. Die Treuhandkommanditistin kann ihre

Beteiligung im Ganzen nur mit Genehmigung

der Gesellschafterversammlung nach Maßgabe

des Treuhand- und Verwaltungsvertrages

abtreten oder in sonstiger Weise über

ihren Gesellschaftsanteil verfügen. Dies gilt

nicht für die jederzeit mögliche Abtretung

des für einen Treugeber gehaltenen Teils

ihres Kommanditanteils an diesen selbst.

3. Die Übertragung eines (mittelbaren)

Gesellschaftsanteils mit Ausnahme von

Übertragungen durch die Treuhandkommanditistin

gemäß Abs. 2 Satz 2 sowie

an Ehegatten oder Verwandte in gerader

Linie oder seine Belastung oder seine Verpfändung

bedürfen stets der Zustimmung

der Komplementärin. Die Zustimmung

darf nur aus wichtigem Grund versagt

werden. Ein wichtiger Grund ist insbesondere

dann gegeben, wenn der Gesellschaft

gegen den betreffenden Anleger

fällige Ansprüche zustehen oder wenn der

Erwerber ein Unternehmen betreibt, das

mit der Gesellschaft im Wettbewerb steht.

Die Zustimmung der Komplementärin gilt

als erteilt, wenn diese der Verfügung nicht

innerhalb von vier Wochen widerspricht.

Die Frist beginnt mit Zugang einer schriftlichen

Anzeige der Übertragungsabsicht

des Anlegers gegenüber der Komplementärin.

Verweigert die Komplementärin ihre

Zustimmung, entscheidet hierüber die

nächste Gesellschafterversammlung. Die

Übertragung von treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteilen durch die Treuhandkommanditistin

ist nur zusammen

mit der gleichzeitigen Übertragung der

Rechte und Pflichten aus dem mit dem

jeweiligen Anleger und der Treuhandkommanditistin

abzuschließenden Treuhand-

und Verwaltungsvertrag möglich.

4. Wird der Gesellschaftsanteil zum Zwecke

einer Anteilsfinanzierung einem Kreditinstitut

verpfändet oder zur Sicherheit abgetreten,

gilt die Zustimmung der Komplementärin

als erteilt.

5. Bei Übertragungen sowie bei jedem

sonstigen Übergang der (mittelbaren) Gesellschafterstellung

auf einen Dritten, ob

im Rahmen von Gesamtrechts- oder Sonderrechtsnachfolge,

werden alle Konten

gemäß § 10 unverändert und einheitlich

fortgeführt. Die Übertragung oder der Übergang

einzelner Rechte und/oder Pflichten

hinsichtlich nur einzelner Gesellschafterkonten

ist nicht möglich.

6. Im Falle der Übertragung gemäß Abs. 3

hat die Treuhandkommanditistin ein Vor


kaufsrecht, welches sie innerhalb einer Frist

von einer Woche, nachdem ihr der Kaufvertrag

angezeigt worden ist, dergestalt ausüben

kann, dass sie selbst oder ein von ihr

benannter Dritter den Anteil erwirbt.

§ 23

Dauer der Gesellschaft, Kündigung

1. Die Gesellschaft besteht auf bestimmte

Zeit. Mit Ablauf des fünfzehnten auf das

Gründungsjahr folgenden Geschäftsjahres

wird die Komplementärin mit der Liquidation

der Gesellschaft nach Maßgabe von

§ 28 beauftragt.

2. Eine ordentliche Kündigung der Beteiligung

an der Gesellschaft ist vor Ablauf dieses

Zeitpunktes ausgeschlossen.

3. Jeder Gesellschafter und Treugeber kann

das Gesellschaftsverhältnis jederzeit bei

Vorliegen eines wichtigen Grundes außerordentlich

kündigen.

4. Jede Kündigung hat schriftlich zu erfolgen

und ist an die Gesellschaft zu richten.

Maßgeblich für die Einhaltung der Kündigungsfrist

ist der Eingang des Kündigungsschreibens

bei der Gesellschaft.

§ 24

Ausschluss eines Gesellschafters

1. Ein Gesellschafter bzw. Treugeber kann

aus wichtigem Grund aus der Gesellschaft

ausgeschlossen werden.

2. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere

vor, wenn ein Gesellschafter bzw. Treugeber

seinen Verpflichtungen zur Einlagenerbringung

trotz Mahnung und Fristsetzung

nicht nachkommt. Die Komplementärin ist

in diesem Fall ermächtigt, den säumigen

Gesellschafter bzw. Treugeber ohne Beschlussfassung

der Gesellschafterversamm-

lung aus der Gesellschaft auszuschließen.

3. In allen anderen Fällen eines wichtigen

Grundes setzt die Ausschließung eines Gesellschafters/Treugebers

einen entsprechenden

Gesellschafterbeschluss voraus.

4. Durch seinen Ausschluss entstehende

Kosten trägt der jeweilige Gesellschafter

bzw. Treugeber.

§ 25

Ausscheiden eines Gesellschafters

1. Ein Gesellschafter/Treugeber scheidet

aus der Gesellschaft aus

a) bei Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses

durch ihn oder durch die Gesellschaft

mit Wirksamwerden der Kündigung;

b) bei seinem Ausschluss aus der Gesellschaft

nach § 24 dieses Vertrags mit Wirksamwerden

der Ausschlusserklärung;

c) wenn über sein Vermögen das Insolvenz-

verfahren eröffnet, die Eröffnung eines

Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt

oder sein (mittelbarer) Gesellschaftsanteil

von einem Gläubiger gepfändet worden

ist und die Vollstreckungsmaßnahmen

nicht innerhalb von sechs Monaten aufgehoben

werden, sofern die Komplementärin

mit Zustimmung der Treuhandkommanditistin

dies verlangt.

2. Durch das Ausscheiden eines Gesellschafters/Treugebers

wird die Gesellschaft nicht

aufgelöst, sondern von den verbleibenden

Gesellschaftern unter der bisherigen Firma

fortgeführt.

3. Bei Ausscheiden eines Kommanditisten

ist die Komplementärin berechtigt,

die Übertragung des betreffenden Gesellschaftsanteils

an die Treuhandkommanditistin

zu verlangen. Wird der Kapitalanteil

des ausscheidenden Kommanditisten nicht

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verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

138 | Verträge

weiter übertragen, so wächst der verbleibende

Anteil den Gesellschaftern im Verhältnis

ihrer festen Kapitalanteile zu.

Bei Ausscheiden eines Treugebers reduziert

die Treuhandkommanditistin ihre Kommanditeinlage

entsprechend.

4. Scheidet die in § 6 Abs. 1 genannte

Komplementärin aus der Gesellschaft aus,

sind die übrigen Gesellschafter verpflichtet,

unverzüglich eine außerordentliche Gesellschafterversammlung

einzuberufen, und

eine geeignete juristische Person als neue

Komplementärin in die Gesellschaft aufzunehmen.

Der Beschluss der Gesellschafter

zur Aufnahme einer neuen Komplementärin

erfolgt mit 3/4-Mehrheit der abgegebenen

Stimmen. Das Ausscheiden der

Komplementärin wird erst wirksam, wenn

die Gesellschafter den Beschluss nach Satz

2 gefasst haben.

5. Bei Ausscheiden der Treuhandkommanditistin

muss gemäß § 15 Abs. 1 lit. e) dieses

Vertrages innerhalb von zwei Wochen

nach Bekanntwerden des beabsichtigten

Ausscheidens der alten Treuhandkommanditistin

eine neue Treuhandkommanditistin

bestellt werden, die unter Ausschluss der

Auseinandersetzung auf Kosten der Gesellschaft

im Wege der Sonderrechtsnachfolge

in alle Rechte und Pflichten der ausscheidenden

Treuhandkommanditistin aus diesem

Vertrag eintritt. Das Ausscheiden der

Treuhandkommanditistin wird erst wirksam,

wenn die Anleger den Beschluss nach

Satz 2 gefasst haben.

§ 26

Tod eines Anlegers

1. Verstirbt ein Anleger, so wird die Gesellschaft

mit seinen Erben oder den Ver-

mächtnisnehmern dieser Beteiligung fortgesetzt.

Die (mittelbare) Beteiligung an

der Gesellschaft geht auf die Erben oder

Vermächtnisnehmer über.

2. Die Erben müssen sich durch Vorlage eines

Erbscheines bzw. einer beglaubigten

Abschrift des Eröffnungsprotokolls nebst

notariellem Testament oder Erbvertrag legitimieren.

Bis zum Übergang der Beteiligung

auf den/die Rechtsnachfolger ruhen

die Stimmrechte.

3. Mehrere Erben dürfen ihre Gesellschafterrechte

nur durch einen gemeinsamen,

schriftlich bevollmächtigten Vertreter ausüben,

sofern es sich nicht um Beschlüsse

über die Änderung oder Ergänzung des Gesellschaftsvertrages

handelt. Solange ein

gemeinsamer Vertreter nicht bestellt ist

oder die Legitimation des oder der Erben

nicht erfolgt ist, ruhen die Rechte aus der

Beteiligung mit Ausnahme der Ergebnisbeteiligung.

Ausschüttungen sind nur an einen

gemeinsamen Vertreter zu leisten.

4. Bis zur Benennung des gemeinsamen

Bevollmächtigten darf die Komplementärin

Zustellungen an jeden Rechtsnachfolger

vornehmen, mit Wirkung für und gegen die

übrigen Rechtsnachfolger.

5. Die Wahrnehmung der Rechte aus diesem

Gesellschaftsvertrag durch einen Testamentsvollstrecker

wird zugelassen. Für

die Dauer der Testamentsvollstreckung bedarf

es keines gemeinsamen Bevollmächtigten.

§ 27

Auseinandersetzungsguthaben

1. Scheidet ein Kommanditist/Treugeber

ohne Rechtsnachfolger aus der Gesellschaft

aus oder kündigt ein Treugeber den Treu


handauftrag mit dem Treuhandkommanditisten

mit der Folge der Herabsetzung des

Kommanditkapitals der Treuhandkommanditistin,

hat er nach Maßgabe der nachstehenden

Regelungen Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben.

2. Die Gesellschaft wird dem Anleger im

Falle des Ausscheidens nach Abs. 1 die

Höhe des Auseinandersetzungsguthabens

durch eingeschriebenen Brief gegen Rückschein

mitteilen.

3. Die Komplementärin wird zum 31. Dezember

des fünfzehnten auf das Gründungsjahr

folgenden Geschäftsjahres bzw. wenn die

Gesellschafterversammlung zuvor die Auflösung

der Gesellschaft zum Ende eines Geschäftsjahres

beschließt, sonst bei Bedarf,

auf Kosten der Gesellschaft eine Auseinandersetzungsbilanz

aufstellen, in die sämtliche

Wirtschaftsgüter unter Auflösung stiller

Reserven mit ihrem Verkehrswert einzusetzen

sind; ein etwaiger Firmenwert bleibt jedoch

außer Betracht. Abzusetzen sind ebenfalls

mit ihrem Verkehrswert zu bewertende

Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

4. Ist der so errechnete Betrag negativ,

besteht kein Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben,

aber auch keine Verpflichtung

zum Ausgleich des Fehlbetrages.

5. Die Auseinandersetzungsbilanz der Gesellschaft

nach Abs. 3 wird nach Ablauf von

zwei Monaten nach Absendung an die Gesellschafter

und Treugeber verbindlich.

6. Scheidet ein Anleger gem. Abs. 1 zum

Ende eines Geschäftsjahres aus der Gesellschaft

aus, so berechnet sich sein Auseinandersetzungsguthaben

nach der gemäß

Abs. 3 aufgestellten bzw. aufzustellenden

Auseinandersetzungsbilanz.

Scheidet ein Anleger nicht zum Ende eines

Kalenderjahres, sondern zu einem anderen

Zeitpunkt aus, so ist, wenn die Gesellschaft

und der ausscheidende Anleger sich nicht

auf die Anwendbarkeit der gemäß Abs. 3

zum 31. Dezember des zurückliegenden

Geschäftsjahres aufgestellten bzw. aufzustellenden

Auseinandersetzungsbilanz

einigen können, eine unterjährige Auseinandersetzungsbilanz

zum Zeitpunkt des

Ausscheidens aufzustellen. Für diese unterjährige

Auseinandersetzungsbilanz gilt

Abs. 3 entsprechend. Der ausscheidende

Anleger ist am Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres

beteiligt.

7. Die Kosten der Auseinandersetzungsbilanz

trägt grundsätzlich die Gesellschaft.

Die Kosten einer unterjährigen Auseinandersetzungsbilanz

trägt der ausscheidende

Anleger. Dies gilt auch, wenn ein Anleger

in den Fällen des § 25 Abs. 1 lit. b) oder c)

vor dem 31. Dezember des fünfzehnten auf

das Gründungsjahr folgenden Geschäftsjahres

aus der Gesellschaft ausscheidet.

8. Wird über die Auseinandersetzungsbilanz

zwischen der Gesellschaft und einem Anleger

keine Einigung erzielt, so entscheidet

ein von der Industrie- und Handelskammer

Frankfurt/M. zu benennender Wirtschaftsprüfer

als Schiedsgutachter. Die Kosten

dieses Schiedsgutachtens trägt der betreffende

Anleger, es sei denn, das von dem

Schiedsgutachter errechnete Abfindungsguthaben

weicht um mehr als 10 % nach

oben von dem aufgrund der Auseinandersetzungsbilanz

gemäß Abs. 3 errechneten

Abfindungsguthaben ab. In diesem Fall

trägt die Gesellschaft die gesamten Kosten

des Schiedsgutachtens.

9. Ein Auseinandersetzungsguthaben ist in

drei gleichen Raten an den Anleger aus-

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Verträge | 139


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Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

140 | Verträge

zuzahlen. Die erste Rate ist zwölf Monate

nach dem Stichtag der dem Auseinandersetzungsguthaben

zu Grunde liegenden

Auseinandersetzungsbilanz fällig, jede weitere

Rate jeweils zwölf Monate später. Die

Gesellschaft ist berechtigt, das Auseinandersetzungsguthaben

ganz oder teilweise

früher zu tilgen. Das Auseinandersetzungsguthaben

wird mit 4 % p. a. verzinst.

10. Die Komplementärin kann die Stundung

des Auseinandersetzungsguthabens

verlangen, wenn sonst die Liquidität der

Gesellschaft nachhaltig gefährdet würde.

Eine Haftung der Komplementärin für die

Zahlung des Auseinandersetzungsguthabens

ist ausgeschlossen.

11. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet,

für das Auseinandersetzungsguthaben des

ausgeschiedenen Anlegers Sicherheit zu

leisten. Der ausgeschiedene Anleger hat

keinen Anspruch auf Freistellung von den

Gesellschaftsverbindlichkeiten.

12. Wird die Gesellschaft aufgelöst, bevor

die erste Rate des Auseinandersetzungsguthabens

fällig ist, tritt an die Stelle des

nach den vorstehenden Regelungen ermittelten

Auseinandersetzungsguthabens der

Betrag, der dem Gesellschafter als anteiliger

Liquidationserlös zustünde, wenn er

nicht ausgeschieden wäre. § 28 gilt entsprechend.

Der Betrag erhöht sich um die

Ausschüttungen, die der ausgeschiedene

Gesellschafter zusätzlich erhalten hätte,

wenn er nicht aus der Gesellschaft ausgeschieden

wäre.

§ 28

Auflösung, Abwicklung

1. Die Gesellschaft kann unbeschadet der

Regelung gem. § 23 Abs. 1 mit Zustimmung

der Gesellschafterversammlung zum Ende

eines Geschäftsjahres aufgelöst werden.

2. Im Fall der Auflösung ist die Gesellschaft

durch die Komplementärin als Liquidatorin

abzuwickeln und das Gesellschaftsvermögen

zu verwerten.

3. Der Erlös aus der Verwertung des Gesellschaftsvermögens

wird zunächst dazu

verwendet, die Verbindlichkeiten der Gesellschaft

gegenüber Drittgläubigern auszugleichen.

Ein nach Ausgleich der Verbindlichkeiten

der Gesellschaft verbleibender

Liquidationserlös wird in folgender Reihenfolge

verteilt:

a) Rückzahlung von Kommanditeinlagen

(ohne Agio) an die Anleger und die Treuhandkommanditistin,

sofern und soweit

noch nicht erfolgt. Ist die volle Rückzahlung

nicht möglich, so erfolgt die Rückzahlung

pro rata im Verhältnis der Kapitalkonten I

zueinander. Eine Nachschusspflicht wird

dadurch nicht begründet.

b) Sofern und soweit die Anleger für den

Zeitraum ab der Schließung des Fonds bis

zum Zeitpunkt der Auflösung nicht eine

durchschnittliche rechnerische Verzinsung

in Höhe von 10 % p. a. (nachfolgend „Zielverzinsung“

genannt) auf ihr jeweils gebundenes

Kapital nach der „internen Zinsfußmethode“

(IRR, Internal Rate of Return)

erhalten haben, erfolgt eine Zahlung an die

Anleger im Verhältnis ihrer Kapitalkonten I

bis zur Höhe eines Betrages, der erforderlich

ist, um die Zielverzinsung rechnerisch zu erreichen.

Gebundenes Kapital für die Zwecke

dieser Bestimmung ist die an die Gesellschaft

geleistete Pflichteinlage (ohne Agio)

abzüglich aller erhaltenen Auszahlungen.

c) Verteilung des sodann verbleibenden

Liquiditätserlöses zu 5 % auf die Komple


mentärin und zu 95 % auf die Kommanditisten

und Treugeber im Verhältnis ihrer

Kapitalkonten I zueinander.

4. Eine Haftung der Komplementärin für die

Erfüllung der Forderungen der Kommanditisten

und Treugeber ist ausgeschlossen.

5. Die Komplementärin erhält für ihre Tätigkeit

bei der Auflösung der Gesellschaft oder

Verwertung des Gesellschaftsvermögens

den Ersatz ihrer Auslagen einschließlich der

Aufwendungen für Beauftragte; diese sind

Teil der Verbindlichkeiten i. S. v. Abs. 3.

§ 29

Schlussbestimmungen

1. Mündliche Abreden und Nebenabreden

sind nicht getroffen.

2. Änderungen und/oder Ergänzungen dieses

Vertrages bedürfen der Schriftform und

sind nur wirksam, falls ein dem zustimmender

Beschluss der Gesellschafterversammlung

vorliegt. Dies gilt auch für eine

Änderung oder einen Verzicht auf dieses

Schriftformerfordernis.

3. Sollten einzelne Bestimmungen dieses

Vertrages nichtig oder unwirksam sein oder

werden, so wird dadurch die Gültigkeit

des Vertrages im Übrigen nicht berührt.

Anstelle der nichtigen oder unwirksamen

Bestimmung werden die Parteien diejenige

gesetzlich zulässige Bestimmung vereinbaren,

die dem wirtschaftlichen Zweck

der ungültigen Bestimmung am nächsten

kommt. Entsprechendes gilt, wenn sich bei

der Durchführung dieses Vertrages eine ergänzungsbedürftige

Lücke ergeben sollte.

4. Dieser Gesellschaftsvertrag unterliegt

dem Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Erfüllungsort für sämtliche Verpflichtungen

und Gerichtsstand für alle Streitig-

keiten aus diesem Vertrag sowie über das

Zustandekommen dieses Vertrages ist der

Sitz der Gesellschaft, soweit dies zulässig

vereinbart werden kann.

5. Etwaige Kosten aus diesem Vertrag und

seiner Durchführung trägt, soweit dieser

Vertrag nichts anderes bestimmt, die Gesellschaft.

Frankfurt/M., den 02. Juli 2008

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH

hmp Treuhandgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Als Geschäftsführer sind für die Gesellschaften

jeweils folgende Personen zeichnungsberechtigt:

C-QUADRAT Portfolio-Fonds GmbH

Dr. Heinrich Wohlfart (Geschäftsführer)

Detlef Kraus (Geschäftsführer)

hmp Treuhandgesellschaft mbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk-Ralf Gloger (Geschäftsführer)

Ulrich Freudel (Geschäftsführer)

Dieter K. Müller (Geschäftsführer)

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

Verträge | 141


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Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

142 | Verträge

TREUHAND- UND VERWALTUNGSVERTRAG

Zwischen den an der

C-QUADRAT Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG

mittelbar und unmittelbar beteiligten Kommanditisten

– nachfolgend gemeinsam „Anleger“ genannt

– und der

hmp Treuhandgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Mannheim/

Frankfurt/M.

– nachfolgend „Treuhänderin“ genannt –

wird mit Zustimmung der C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG der folgende

Treuhand- und Verwaltungsvertrag

geschlossen:

Vorbemerkung

A. Dieser Treuhand- und Verwaltungsvertrag

betrifft die treuhänderische Beteiligung

sowie die Verwaltung von unmittelbaren

Kommanditbeteiligungen an der Kommanditgesellschaft

in Firma C-QUADRAT

Portfolio-Fonds 1 GmbH & Co. KG (nachfolgend

Fondsgesellschaft“ genannt).

Die Treuhänderin ist als sog. Treuhandkommanditistin

an der Fondsgesellschaft beteiligt.

Der Gesellschaftszweck der Fondsgesellschaft

besteht gemäß § 2 Abs. 1 des

Gesellschaftsvertrages dieser Gesellschaft

in der Erzielung von Einkünften aus der Anlage

des Gesellschaftsvermögens in Beteiligungen

an geschlossenen Fondsprodukten

(Immobilienfonds, Schiffsbeteiligungen,

Lebensversicherungsfonds, Private Equity-

Fonds, Energie-/Rohstofffonds und Sonstige

Fonds).

B. Die Treuhänderin ist nach Maßgabe der

§ 6 Abs. 3 und 4 und § 7 Abs. 1 des Ge-

sellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft ermächtigt,

weitere natürliche bzw. juristische

Personen (Anleger) in die Gesellschaft aufzunehmen.

Hierzu kann die Treuhandkommanditistin

auch ihre Kommanditeinlage

erhöhen und diese fortan teilweise treuhänderisch

für Dritte halten („Treugeber“).

C. Die Treuhänderin hält und verwaltet für

die Treugeber eine mittelbare Beteiligung

an der Fondsgesellschaft. Alle der Fondsgesellschaft

mittelbar beigetretenen Anleger

haben unter den in § 8 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages

der Fondsgesellschaft

genannten Voraussetzungen das Recht zu

verlangen, dass sie entsprechend ihrem

Beteiligungsbetrag anstelle der Treuhänderin

als unmittelbar an der Kommanditgesellschaft

beteiligte Gesellschafter ins

Handelsregister eingetragen werden und

somit zu unmittelbar beteiligten „Anleger-

Kommanditisten“ werden.

D. Im Falle der anfänglichen oder gemäß lit.

C.) nachträglich entstandenen, unmittelbaren

Beteiligung an der Fondsgesellschaft

besteht zwischen dem Anleger-Kommanditisten

und der Treuhänderin ein Verwaltungstreuhandverhältnis,

für das die Bestimmungen

dieses Vertrages entsprechend

gelten. Somit übernimmt die Treuhänderin

bei mittelbarer wie bei unmittelbarer Beteiligung

des Treugebers bzw. Anleger-

Kommanditisten an der Fondsgesellschaft

die Verwaltung der Beteiligung an der

Fondsgesellschaft einschließlich der Wahrnehmung

der Gesellschafterrechte und die

umfassende Betreuung der Anleger.

E. Die Rechtsbeziehungen zwischen den

Treugebern bzw. Anleger-Kommanditisten


und der Treuhänderin werden durch die

nachfolgenden Regelungen bestimmt. Der

Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft

sowie die in dem Zeichnungsschein enthaltene

Beitrittserklärung der Anleger sind

Grundlage und Bestandteile dieses Treuhand-

und Verwaltungsvertrages.

§ 1

Vertragsabschluss

1. In einer gesondert unterzeichneten

Beitrittserklärung („Zeichnungsschein“)

hat der Anleger der Treuhänderin den Abschluss

eines Treuhand- und Verwaltungsvertrages

angeboten. Der Anleger verzichtet

auf den Zugang der Annahmeerklärung

der Treuhänderin. Diese wird ihn jedoch

unverzüglich schriftlich über die Annahme

der Beitrittserklärung informieren. Die

Treuhänderin wird die Annahme mit Wirkung

zum Ende des Kalendermonats erklären,

wenn der Anleger seine Kapitaleinlage

zuzüglich Agio gem. § 9 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages

der Fondsgesellschaft vollständig

geleistet hat und die Widerrufsfrist

abgelaufen ist.

2. Der Anleger hält sich für die Dauer von

drei Monaten ab Unterzeichnung der Beitrittserklärung

an sein Angebot im Sinne

von § 1 Abs. 1 Satz 1 gebunden, soweit

nicht fristgerecht von einem gesetzlichen

Widerrufsrecht Gebrauch gemacht wird.

Als Tag des Vertragsschlusses gilt der Tag

der Annahme der Beitrittserklärung. Der

Vertrag wird unabhängig vom Zugang der

Annahme wirksam.

§ 2

Gegenstand des Treuhandverhältnisses

1. Die Treuhänderin erwirbt, hält und ver-

waltet eine Kommanditbeteiligung an der

Fondsgesellschaft im eigenen Namen,

aber anteilig nach Maßgabe des von dem

Treugeber übernommenen Zeichnungsbetrags

treuhänderisch im Auftrag und für

Rechnung des Treugebers. Der jeweils für

den einzelnen Treugeber treuhänderisch

gehaltene Teil der Kommanditbeteiligung

bemisst sich nach dem von dem Treugeber

in dem Zeichnungsschein gezeichneten Beteiligungsbetrag.

2. Die Beteiligung der Treuhänderin an der

Fondsgesellschaft erfolgt nach Maßgabe

des Gesellschaftsvertrags und den Bestimmungen

dieses Vertrages. Für das Verhältnis

zwischen der Treuhänderin und dem

Treugeber gelten ergänzend die Regelungen

des Gesellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft.

3. Der Treugeber ist verpflichtet, den in

dem Zeichnungsschein gezeichneten Zeichnungsbetrag

zzgl. eines Agios in Höhe von

5 % innerhalb von 10 Werktagen nach Unterzeichnung

des Zeichnungsscheins auf

das in dem Zeichnungsschein bezeichnete

Treuhandkonto der Treuhandkommanditistin

zu zahlen. Weitere Regelungen hierfür

enthalten die §§ 4 und 5 dieses Vertrages.

4. Die Treuhänderin ist berechtigt, ihre

Kommanditbeteiligung an der Fondsgesellschaft

für eine Vielzahl von Treugebern

treuhänderisch zu halten und uneigennützig

zu verwalten und mit diesen identische

Treuhand- und Verwaltungsverträge abzuschließen.

5. Im Außenverhältnis hält die Treuhänderin

ihre Kommanditbeteiligungen an der

Fondsgesellschaft für die Treugeber als

einheitlichen Gesellschaftsanteil. Im Innenverhältnis

handelt die Treuhänderin jedoch

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Verträge | 143


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Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

144 | Verträge

ausschließlich im Auftrag und für Rechnung

der Treugeber; die Stellung des Treugebers

entspricht daher wirtschaftlich der eines

unmittelbaren Kommanditisten der Fondsgesellschaft.

6. Die Treuhänderin übt ihre Rechte gegenüber

der Fondsgesellschaft für den Treugeber

aus, d. h. sie übt insbesondere ihr

Stimmrecht in den Gesellschafterversammlungen

unter Berücksichtigung der Interessen

und der Weisungen des Treugebers

aus. Dies gilt nicht, wenn die Treuhänderin

den Treugeber auf dessen Wunsch schriftlich

bevollmächtigt hat, sie auf Gesellschafterversammlungen

und bei sonstigen

Gesellschafterbeschlüssen zu vertreten und

das ihr insoweit zustehende Stimmrecht

auszuüben.

7. Die Treuhänderin ist verpflichtet und berechtigt,

über die auf das Treuhandkonto

eingezahlten Beträge gemäß § 9 Abs. 2

des Gesellschaftsvertrages, welcher dem

Treugeber bei Abschluss dieses Vertrages

ausgehändigt wird, zugunsten der Fondsgesellschaft

zu verfügen. Nach Annahme

der Beitrittserklärung wird die Treuhänderin

die jeweilige Gesamteinlage des Anlegers

von dem Treuhandkonto auf das Konto

der Fondsgesellschaft bei der Dresdner

Bank AG mit der Konto-Nr. 909 506 00, BLZ

500 800 00 (nachfolgend „Fonds-Konto“

genannt) einzahlen.

§ 3

Beteiligung und Sicherung des Treugebers

1. Die Treuhänderin übt ihre den Treugeber

betreffenden Gesellschafterrechte und

-pflichten nach Maßgabe dieses Treuhand-

und Verwaltungsvertrags aus.

2. Für den Fall der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

über das Vermögen der

Treuhänderin bzw. der Ablehnung der Insolvenzeröffnung

mangels Masse tritt die

Treuhänderin – außer in den Fällen des

§ 25 Abs. 5 des Gesellschaftsvertrages der

Fondsgesellschaft – ihre treuhänderisch gehaltenen

Kommanditbeteiligungen an der

Fondsgesellschaft in Höhe des nach der

Beitrittserklärung jeweils auf den Treugeber

entfallenden Teilbetrags an den jeweiligen

Treugeber ab.

3. Die Übertragung der Kommanditanteile ist

aufschiebend bedingt durch die Eintragung

des Treugebers als Kommanditist im Wege

der Rechtsnachfolge in das Handelsregister.

4. Das gleiche gilt, falls Maßnahmen der

Einzelzwangsvollstreckung von privaten

Gläubigern der Treuhänderin in die treuhänderisch

gehaltene Kommanditbeteiligung

erfolgen.

5. § 14 Abs. 6 gilt entsprechend.

§ 4

Einzahlung des Beteiligungsbetrages

1. Der Treugeber ist verpflichtet, den gesamten,

von ihm gezeichneten Zeichnungsbetrag

zzgl. des Agios in Höhe von 5 %

innerhalb von 10 Werktagen nach Unterzeichnung

des Zeichnungsscheins auf das

in dem Zeichnungsschein bezeichnete Treuhandkonto

der Treuhänderin einzuzahlen.

2. Erfüllt der Treugeber die in der Beitrittserklärung

übernommene Verpflichtung zur

Leistung des von ihm gezeichneten Zeichnungsbetrags

zzgl. des Agios in Höhe von

5 % nicht fristgerecht, ist die Treuhänderin

berechtigt, ab Fälligkeit für Rechnung der

Fondsgesellschaft Verzugszinsen in Höhe

von 5 % p. a. über dem Basiszinssatz ge


mäß § 247 BGB zu verlangen. Die Geltendmachung

eines weitergehenden Schadens

bleibt hierdurch unberührt. Der Nachweis

eines geringeren Schadens bleibt dem

Treugeber vorbehalten.

3. Erbringt der Treugeber seine Einlage trotz

schriftlicher Mahnung und nach Fristsetzung

von zwei Wochen nicht oder nur teilweise,

ist die Treuhänderin alternativ zum Verfahren

nach Abs. 2 auch berechtigt, von einer

unbeschadet § 1 Abs. 1 bereits erklärten Annahme

der Beitrittserklärung zurückzutreten

und dadurch das bereits zustande gekommene

Treuhand- und Verwaltungsverhältnis

zu beenden. Im Fall des Rücktritts stellen sich

die Parteien so, als wäre das Treuhand- und

Verwaltungsverhältnis zu keinem Zeitpunkt

zustande gekommen. Insbesondere trägt

der Treugeber die durch die Beendigung des

Treuhand- und Verwaltungsverhältnisses

entstehenden Kosten der Treuhänderin.

§ 5

Freistellung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin hat einen Anspruch

gegen den Treugeber auf Freistellung von

sämtlichen Verbindlichkeiten und Verpflichtungen,

die ihr insoweit im Zusammenhang

mit dem Erwerb und der Verwaltung

der treuhänderisch übernommenen Beteiligung

an der Fondsgesellschaft entstehen.

Soweit die Treuhänderin auf solche Verbindlichkeiten

und Verpflichtungen bereits

geleistet hat, ist der Treugeber verpflichtet,

der Treuhänderin den Gegenwert der Leistung

auf erste Anforderung zu erstatten.

2. Die Freistellungsverpflichtung des Treugebers

ist auf den sich aus seinem Zeichnungsschein

ergebenden Zeichnungsbetrag

begrenzt.

§ 6

Insichgeschäfte

1. Die Treuhänderin hält ihre Kommanditbeteiligung

an der Fondsgesellschaft aufgrund

inhaltlich synonymer Treuhand- und

Verwaltungsverträge im Innenverhältnis

jeweils anteilig treuhänderisch für die Treugeber

und im Außenverhältnis als jeweils

eine einheitliche Kommanditbeteiligung an

der Fondsgesellschaft.

2. Der Treugeber erteilt hiermit der Treuhänderin

ausdrücklich Befreiung von den

Beschränkungen des § 181 BGB für alle Erklärungen,

Handlungen und Tätigkeiten im

Namen des Treugebers.

§ 7

Rechte und Pflichten des Treugebers

1. Die ihr als Kommanditistin der Fondsgesellschaft

aufgrund der Gesellschaftsverträge

zustehenden Rechte, insbesondere

Teilnahme-, Rede-, Antrags- und Stimmrechte

auf Gesellschafterversammlungen

der Fondsgesellschaft, werden von der

Treuhänderin nach Maßgabe dieses Treuhand-

und Verwaltungsvertrags und des

Gesellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft

sowie unter Berücksichtigung der gemeinschaftlichen

Interessen aller Treugeber

sowie nach eigenem pflichtgemäßem Ermessen

der Treuhänderin wahrgenommen.

§ 2 Abs. 6 Satz 2 dieses Vertrages bleibt

unberührt.

2. Jeder Treugeber ist berechtigt, der Treuhänderin

Weisungen hinsichtlich der Ausübung

ihres Stimmrechts bei der Fassung

von Gesellschafterbeschlüssen der Fondsgesellschaft

zu erteilen, wenn und soweit

er an dieser mittelbar beteiligt ist. Die

Treuhänderin hat die ihr von Treugebern

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Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

146 | Verträge

erteilten Weisungen bei der Ausübung ihrer

Stimmrechte in der Fondsgesellschaft

in der Weise zu beachten, dass sie die

zustimmenden, die ablehnenden und die

sich enthaltenden Stimmen der Treugeber

anteilig und getrennt berücksichtigt. Durch

dieses gespaltene Stimmrecht der Treuhänderin

in den Gesellschafterversammlungen

der Fondsgesellschaft soll im Einzelfall auch

der Geschäftswille einer Minderheit der

Treugeber beachtet werden.

3. Auch im Übrigen ist der Treugeber berechtigt,

der Treuhänderin bzgl. der Wahrnehmung

der Rechte aus seiner Beteiligung

Weisungen zu erteilen, die die Treuhänderin

zu befolgen hat, sofern sie nicht mit den

Gesetzen, dem Gesellschaftsvertrag der

Fondsgesellschaft oder diesem Vertrag im

Widerspruch stehen.

4. Werden Weisungen nicht oder nicht

rechtzeitig an die Treuhänderin erteilt, ist

diese berechtigt, nach eigenem pflichtgemäßem

Ermessen unter Berücksichtigung

des Interesses des Treugebers zu handeln,

zu entscheiden und abzustimmen. Bei widerstreitenden

Interessen zwischen den

einzelnen Treugebern und der Fondsgesellschaft

hat das Gesamtinteresse der Fondsgesellschaft

Vorrang.

5. Eine Handlung der Treuhänderin, zu der

eine Zustimmung der Treugeber nach diesem

Vertrag erforderlich ist, darf von der

Treuhänderin in Fällen absoluter Dringlichkeit

vorgenommen werden, wenn dies nach

ihrem eigenen pflichtgemäßen Ermessen für

die Fondsgesellschaft erforderlich ist. Dabei

muss beachtet werden, dass die Treuhänderin

unverzüglich über ein solches selbständiges

Handeln zu berichten und die Genehmigung

des Treugebers einzuholen hat.

§ 8

Rechte und Pflichten des Anleger-Kommanditisten

1. Jeder Treugeber ist berechtigt, nach

Wirksamwerden seines Beitritts, nach

diesbezüglicher Eintragung der Erhöhung

der Hafteinlage der Treuhänderin und der

vollständigen Einzahlung des von ihm

gezeichneten Zeichnungsbetrags auf das

Treuhandkonto gegenüber der Treuhänderin

schriftlich zu verlangen, dass er – soweit

dies rechtlich und nach den Voraussetzungen,

welche der Gesellschaftsvertrag der

Fondsgesellschaft vorsieht, möglich und

zulässig ist – anstelle der Treuhänderin

selbst als Kommanditist der Fondsgesellschaft

(„Anleger-Kommanditist“) in das

Handelsregister eingetragen wird, sofern er

zuvor der Treuhänderin eine unwiderrufliche,

über den Tod hinaus gültige und von

den Beschränkungen des § 181 BGB befreiende

Handelsregistervollmacht erteilt hat,

die zu folgenden Anmeldungen berechtigt:

– Eintritt und Ausscheiden von Kommanditisten

einschließlich des Vollmachtgebers;

– Eintritt und Ausscheiden von persönlich

haftenden Gesellschaftern;

– Änderung der Beteiligungsverhältnisse

und des Kapitals der Gesellschaft;

– Änderung von Firma, Sitz und Zweck

der Gesellschaft sowie weiterer eintragungsfähiger

gesellschaftsvertraglicher

Bestimmungen;

– Liquidation der Gesellschaft und Löschung

der Firma.

2. Macht der Treugeber von seinem Recht

gemäß Abs. 1 Gebrauch, ist die Treuhänderin

verpflichtet, dem Treugeber die ihm

anteilig zustehende Kommanditbeteiligung


zu übertragen. Dieser übernimmt seine

Kommanditeinlage auch im Außenverhältnis,

und die Rechte und Pflichten aus

diesem Treuhand- und Verwaltungsvertrag

treffen die Treuhänderin insoweit nach

Maßgabe von Abs. 3. Unter der aufschiebenden

Bedingung der Eintragung des

betreffenden Treugebers in das Handelsregister

der Fondsgesellschaft überträgt die

Treuhänderin bereits hiermit eine der treuhänderischen

Beteiligung des Treugebers

entsprechende Kommanditbeteiligung auf

den Treugeber, der diese Übertragung bereits

hiermit annimmt.

3. Anleger können der Fondsgesellschaft

auch von Anfang an als unmittelbare Kommanditisten

(„Anleger-Kommanditisten“)

beitreten, sofern sie dies auf dem Zeichnungsschein

entsprechend beantragen.

Abs. 1 gilt entsprechend. Die Treuhänderin

verwaltet die Kommanditeinlagen der

Anleger-Kommanditisten in deren Namen

und für deren Rechnung; sämtliche Bestimmungen

dieses Vertrages, insbesondere

auch diejenigen aus § 7, gelten in entsprechender

Weise, soweit sich nicht aus

dem Umstand der Eintragung des Anlegers

im Handelsregister sowie der Rechtsinhaberschaft

des Anlegers im Außenverhältnis

zwingend etwas anderes ergibt. Dies

gilt auch für die Vergütungsregelung in

§ 17 dieses Treuhand- und Verwaltungsvertrages.

Insbesondere räumt der Anleger-

Kommanditist der Treuhänderin eine über

den Tod hinaus gültige Vollmacht für die

Wahrnehmung seiner Gesellschafterrechte

auf Gesellschafterversammlungen der

Fondsgesellschaft und bei Fassung von Gesellschafterbeschlüssen

ein.

4. Die Kosten für die Beglaubigung der

nach Abs. 1 zu erteilenden Handelsregistervollmacht,

die anfänglichen Anleger-

Kommanditisten bzw. Treugebern aufgrund

der Umwandlung ihrer mittelbaren in eine

unmittelbare Beteiligung an der Fondsgesellschaft

entstehen, sind von diesen selbst

zu tragen.

§ 9

Treuhandverwaltung

1. Der Treuhänderin obliegt die Verwaltung

der von ihr treuhänderisch gehaltenen

Kommanditbeteiligungen anteilig

für die einzelnen Treugeber bzw. der unmittelbaren

Kommanditbeteiligungen der

Anleger-Kommanditisten gemäß diesem

Treuhand- und Verwaltungsvertrag und den

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags

der Fondsgesellschaft i. S. einer uneingeschränkten

Verwaltungstreuhand.

2. Die Treuhänderin ist verpflichtet, die

Kommanditbeteiligungen gesondert und

getrennt von ihrem sonstigen Vermögen zu

halten und zu verwalten.

3. Die Treuhänderin ist unbeschadet der

Regelung in Abs. 4 verpflichtet, alles, was

sie bei der Durchführung dieses Vertrages

für den Anleger erlangt hat, nach Maßgabe

dieses Vertrages an ihn herauszugeben.

4. Die Treuhänderin ist verpflichtet, dem Anleger

auf Anforderung jede Auskunft zu erteilen,

die die Treuhänderin als Kommanditistin

der Fondsgesellschaft erlangen kann.

5. Die Rechte eines Kommanditisten aus

§§ 164 und 166 HGB sowie aus § 19 des

Gesellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft

stehen auch dem Treugeber zu, wobei er

seine Rechte nur über die Treuhänderin

ausüben kann, die ihrerseits diese Rechte

gegenüber der Gesellschaft wahrnimmt.

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verträge

Verkaufsprospekt, Stand Juli 2008

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§ 10

Rechenschaftsbericht

1. Die Treuhänderin erstattet dem Anleger

anhand des jeweiligen Jahresabschlusses

der Fondsgesellschaft einen schriftlichen

Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr.

2. Die Treuhänderin wird den Anleger über

alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informieren,

die das Verhältnis der Fondsgesellschaft

und seine von der Treuhänderin treuhänderisch

gehaltene bzw. treuhänderisch

verwaltete Beteiligung betreffen.

3. Zu den Aufgaben der Treuhänderin gehört

nicht die Prüfung der Buchhaltung, des

Jahresabschlusses und der sonstigen Unterlagen

der Fondsgesellschaft.

§ 11

Steuerliches Verfahren

1. Das steuerliche Ergebnis wird durch ein

gemeinsames Feststellungsverfahren der

Einkünfte und des Vermögens gemäß der

Abgabenordnung für alle Gesellschafter

und Treugeber gesondert und einheitlich

ermittelt. Die Fondsgesellschaft ist unwiderruflich

Zustellungsbevollmächtigte

für alle Feststellungsbescheide. Etwaige

Sonderwerbungskosten der Anleger sind

von diesen der Treuhänderin bis spätestens

28.02. eines jeden Jahres zwecks

Aufnahme in die von dem jeweils beauftragten

Steuerberater zu erstellenden

Jahressteuererklärungen der Fondsgesellschaft

nachzuweisen, vgl. § 18 Abs. 5, 6

des Gesellschaftsvertrages der Fondsgesellschaft.

2. Die Treuhänderin übernimmt keine

Gewähr dafür, dass sich die steuerliche

Beurteilung von Sachverhalten durch Ge-

setzgebung, Rechtsprechung, Erlasse der

Finanzverwaltung oder spätere Außenprüfungen

nicht ändert.

3. Steuerliche Wirkungen, die sich aus der

treuhänderischen Beteiligung ergeben,

treffen ausschließlich den Anleger.

§ 12

Treugeberregister

1. Die Treuhänderin führt über sämtliche

Treugeber ein Register (Treugeberregister)

mit deren persönlichen und beteiligungsbezogenen

Daten. In diesem wird auch ein

vom Treugeber zu benennendes Konto eingetragen,

auf welches Zahlungen aus der

Beteiligung vorzunehmen sind.

2. Die Treuhänderin darf gegenüber Dritten

die Beteiligung des Treugebers nur mit

dessen ausdrücklicher, schriftlicher Zustimmung

offen legen, es sei denn, eine solche

Offenlegung ist zwingend gesetzlich

vorgeschrieben oder dient der Zweckbestimmung

des Vertragsverhältnisses mit

der Gesellschaft oder die Daten sind beim

Dritten bereits bekannt. Gegenüber den als

Berater der Gesellschaft tätig werdenden

Personen, die gesetzlich zur Berufsverschwiegenheit

verpflichtet sind, gilt diese

Auskunftseinschränkung nicht.

3. Der Treugeber hat Änderungen hinsichtlich

der nach Abs. 1 eingetragenen Daten

umgehend der Treuhänderin mitzuteilen.

Der Anleger ist verpflichtet, sämtliche Änderung

bezüglich der Daten seiner Person,

insbesondere Name, Wohnsitz, Anschrift,

Bankverbindung, Finanzamt, Steuernummer

unverzüglich der Treuhänderin schriftlich

mitzuteilen. Soweit ein Anleger seinen

Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort

ins Ausland verlegen sollte, hat er der


Gesellschaft einen inländischen Zustellungsbevollmächtigten

zu benennen.

§ 13

Haftung

1. Die Treuhänderin handelt bei Erfüllung

der ihr mit diesem Vertrag übertragenen

Aufgaben mit der Sorgfalt eines ordentlichen

Kaufmannes.

2. Sämtliche Schadensersatzansprüche des

Anlegers aufgrund dieses Vertrages, gleich

aus welchem Rechtsgrund, verjähren in drei

Jahren ab dem Zeitpunkt der Entstehung

des Anspruches, soweit nicht gesetzlich

eine kürzere Verjährung vorgeschrieben ist.

Der Anleger hat Schadensersatzansprüche

innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs

Monaten nach Erlangung der Kenntnis von

dem Schaden gegenüber der Treuhänderin

schriftlich geltend zu machen.

3. Für den Eintritt der vom Anleger mit seinem

Beitritt zu der Fondsgesellschaft angestrebten

steuerlichen Folgen übernimmt

die Treuhänderin keine Haftung. Insbesondere

stehen die prognostizierten steuerlichen

Auswirkungen unter dem Vorbehalt

der Anerkennung durch die Finanzverwaltung

und durch die Finanzgerichtsbarkeit.

4. Die Treuhänderin hat an der Konzeption

und Erstellung des der Beitrittsvereinbarung

mit dem Anleger zugrunde liegenden

Emissionsprospekts nicht mitgewirkt und

dessen Aussagen nicht auf seine Übereinstimmung

mit den tatsächlichen Gegebenheiten

überprüft. Der Anleger erkennt an,

dass die Treuhänderin zu einer solchen Prüfung

nicht verpflichtet ist. Eine Haftung für

den Inhalt des Emissionsprospekts und für

die Angaben zur Wirtschaftlichkeit wird von

der Treuhänderin nicht übernommen.

5. Eine Haftung für die Bonität der Vertragspartner

der Fondsgesellschaft oder für die

ordnungsgemäße Erfüllung der von diesen

übernommenen vertraglichen Pflichten gegenüber

der Fondsgesellschaft übernimmt

die Treuhänderin nicht. Die Treuhänderin

haftet insbesondere nicht für die Ertragsfähigkeit

und Wirtschaftlichkeit der Investitionsobjekte

der Fondsgesellschaft und für

die Erreichung der sonstigen von dem Anleger

bzw. der Fondsgesellschaft verfolgten

wirtschaftlichen Ziele.

6. Im Übrigen haften die Treuhänderin und

die Personen, die diese vertreten, auch für

ein zeitlich vor dem Abschluss des Treuhand-

und Verwaltungsvertrages erfolgtes

Verhalten nur, soweit ihnen Vorsatz oder

grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. In diesem

Zusammenhang haftet die Treuhänderin

nur für den typischen und vorhersehbaren

Schaden. Der Umfang der Haftung

gegenüber dem einzelnen Anleger ist auf

die jeweilige Höhe des von dem jeweiligen

Anleger gezeichneten Zeichnungsbetrags

begrenzt.

7. Die Ausführung von Weisungen stellt

die Treuhänderin im Verhältnis zu den Anlegern

von jeder Verantwortlichkeit frei,

soweit dem nicht zwingende gesetzliche

Bestimmungen entgegenstehen.

§ 14

Übertragbarkeit der Beteiligungen

1. Nach § 22 des Gesellschaftsvertrags der

Fondsgesellschaft ist jeder Anleger, der

gemäß § 8 dieses Vertrags unmittelbar als

Kommanditist an der Fondsgesellschaft beteiligt

ist (Anleger-Kommanditist), berechtigt,

zum 31. Dezember eines jeden Jahres

seine treuhänderisch verwalteten Gesell-

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schaftsanteile an der Fondsgesellschaft auf

Dritte zu übertragen, sofern der Rechtsnachfolger

vollumfänglich in die Rechte

und Pflichten des Anlegers aus dem Treuhand-

und Verwaltungsvertrag eintritt. Der

Eintritt in die Rechte und Pflichten aus dem

Treuhand- und Verwaltungsvertrag bedarf

der Schriftform und kann nur einheitlich

für sämtliche Gesellschaftsanteile an der

Fondsgesellschaft, die die Treuhänderin für

den betreffenden Anleger-Kommanditisten

verwaltet, erfolgen.

2. § 22 des Gesellschaftsvertrags der Fondsgesellschaft

gilt für den an der Fondsgesellschaft

mittelbar beteiligten Treugeber mit

der Maßgabe entsprechend, dass dieser

berechtigt ist, zum 31. Dezember eines jeden

Jahres seine Rechte und Pflichten aus

diesem Treuhand- und Verwaltungsvertrag

hinsichtlich aller durch die Treuhänderin

für ihn gehaltenen Beteiligungen an der

Fondsgesellschaft vollumfänglich und einheitlich,

nicht jedoch nur zum Teil, zu übertragen.<