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Nun ist es ja gut zu wissen, woher die Abneigungen kommen

können – leichter macht das die tägliche Essensverpflegung

nicht, und so manchmal kann einem schon der Kochtopf hochfliegen.

„Wobei das gar nichts bringt“, erklärt Sabine Johanntoberens,

Diätassistentin und Fachberaterin für Säuglings- und

Kinderernährung aus München. „Mit Druck erreichen Sie nur

dauerhafte Abneigung. Die gemeinsamen Mahlzeiten sollten in

ruhiger Atmosphäre stattfinden. Schule, Probleme und sonstige

schwierige Themen kann man auf später verschieben.“ Kinder

sollten schon von klein auf mit Lust

und Freude an gutes Essen herangeführt

werden. Sabine Johanntoberens

nennt ganz praktische Tipps,

wie die gemeinsame Essenszubereitung.

Auch sollten Lebensmittel weder

als Belohnung noch als Bestrafung

eingesetzt werden, man kann

sich lustige Namen für Getränke

und Gerichte einfallen lassen –das

macht das Essen für kleine Nichtesser

besonders spannend. Spiele

Dr. Thomas Ellrott

am Tisch sind erlaubt: Wie klingen

die Lebensmittel (eine Karotte, eine Knackwurst usw.) im Mund.

Auch ist es für die Kinder interessant zu wissen, woher die Lebensmittel

kommen –man kann den Kindern die Welt der Lebensmittel

näherbringen, indem man diese begreifen lässt:

z. B. Bohnen ansäen (die wachsen sehr schnell), sie bis zur Ernte

pflegen und dann Bohnensalat zubereiten.

Kinder sollte man auf gar keinen Fall zum Essen zwingen, zum

Probieren anregen schon („Motivieren zum Probieren“). Aber

wenn sie das Versuchte ablehnen, dann auch akzeptieren und

für den Versuch loben. Denn eine Ablehnung ist auch Vorsicht

FAMILIENLEBEN

gegen das Unbekannte. „Was Eltern auf gar keinen Fall tun

sollten, ist ein Extraessen kochen“, so Johanntoberens. „Stellen

Sie lieber einen Brotkorb mit auf den Tisch. Da darf sich das Kind

dann bedienen. So vermeiden sie auch spätere Hungerattacken

und Diskussionen um den Schokoriegel.“ Immer wieder neue

Dinge anbieten –aber immer nur eine unbekannte/unliebsame

Komponente mit bereits bekannten auf den Tisch bringen, damit

die Kinder Ausweichmöglichkeiten haben. „Der wichtigste

Punkt ist aber, dass eine Mahlzeit als etwas Geselliges und Schönes

wahrgenommen werden

sollte –laden sie Freunde zum

Essen ein, gestalten sie den Tisch

schön, pflegen sie Rituale“, empfiehlt

die Fachfrau. „Und halten

sie sich immer vor Augen, dass

ein gesundes Kind sehr wohl einen

natürlichen Instinkt für eine

ausgewogene Ernährung hat.“

Es ist also wie bei allen Erziehungsfragen

– Gelassenheit

bringt mehr, und so falsch liegen

unsere Kinder gar nicht. So

halte ich auf dem Nachhauseweg beim Metzger an und überrasche

meine Familie mit einem ungezwungenen Wurstbrötchen-

Essen mitten unter der Woche. Von Britta Ruder

Weitere Tipps von Sabine Johanntoberens

finden Sie unter www.

mehrfamilie.de in der Gruppe „Ernährung“. Außerdem können Sie

sich unter mehrfamilie.de mit Müttern und anderen Familien über

Rezepte (Halbe Stunde Zeit –Was koche ich?), Kochempfehlungen

und regionale Tipps in Sachen Lebensmittel austauschen.

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