Der Immobilienbrief Nr 186 und DIB Ruhr Nr

sachwertefonds.de

Der Immobilienbrief Nr 186 und DIB Ruhr Nr

Nr.: 186

09. KW / 27.02.2009

Kostenlos per E-Mail

ISSN 1860-6369 Sehr geehrte Damen und Herren,

Inhaltsverzeichnis

Editorial (Rohmert) 1

Interview mit Clemens 2

Vedder (Rohmert)

BGH-Urteile machen 5

offenen Fonds Probleme

Mieteinbruch in London 6

macht Investoren Sorgen

Scope: Offenen Fonds nur 7

mit geringem Risiko

Immobilienumsatz rück- 10

läufig

Länder geben HSH Nord- 11

bank Finanzspritze

Einzelhandel I: Top- 12

Standorte weiter gefragt

Lateinamerika gerät in 14

den Sog der Krise

Einzelhandel II: Osteuro- 16

pa hat die Nase vorn

Wohnungsbau: Nachhol- 17

bedarf im Osten

CBRE: Immobilienmärk- 19

te weltweit von Krise betroffen

Frankfurt partizipiert 19

vom Konjukturpaket

ZIA: Krise bis Ende 2009 20

spürbar; keine Spur von

Kreditklemme

Veranstaltungshinweis 20

Impressum 21

Immobilienbrief Ruhr ab S. 23

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 1 von 21

die Kurse von Immobilien AG‘s suchen weiterhin den Boden. Der Dax hat die 4.000er

Hemmschwelle ohne Erröten überwunden. Der bekannte opportunistische Investor

Clemens Vedder kauft nach zwei Jahren Investmententhaltsamkeit 5,1% IVG-Aktien.

Wie passt das zusammen? Wir haben mit ihm vor dem aktuellen Dax-Sturz ein Interview

geführt. Bevor Leichnitz die IVG auf seinen PC bekam, hätten wir Vedder bei

„stabiles, unterbewertetes Unternehmen“ bedenkenlos zugestimmt. Von Anfang an

bereitete uns die Leichnitz-Strategie aber Störgefühle – trotz bewundernder Blicke von

Branche und Presse. Verdient waren die allerdings lediglich durch den Image-und-

Geld-Mega-Hebel, der ihm in die Angestellten-Hand gedrückt worden war. Wir stellten

damals schon fest, dass jeder etwas bewegen kann, wenn der Hebel nur lang genug

ist. Mit Gerhard Niesslein dürften jetzt bei der IVG wohl wieder „Immobilien-Zeiten“

anbrechen. Hilfreich ist natürlich seine Station als Bankvorstand. So kennt man seine

Gesprächspartner und spricht deren Sprache. Im Interview spricht Vedder auch darüber,

warum man von Bankaktien noch die Finger lassen sollte? (Seite 2)

Ob die positive Vedder-Einschätzung der IVG durch den Hauptgesellschafter Sal. Oppenheim

geteilt wird, steht zur Zeit auf dem Prüfstein. Der unglückselige Warenhauskonzern

Arcandor (Karstadt) und der 20%ige Anteil an der IVG werden in einer neuen,

von der Bank unabhängigen, Holding geführt. Die Eigentümer bleiben zwar identisch,

jedoch ähnelt eine solche Vorgehensweise immer einem Versuch, einen renommierten

Gesellschafter aus der Schusslinie zu bringen.

Mit dem Thema „Untreue“ schlägt Vedder im Gespräch in eine alte Kerbe des „Der

Immobilienbrief“. Denn nach wie vor sind wir der Meinung, dass Wertberichtigungen

im hohen Milliardenbereich nur möglich sind, wenn Bankmanager sich über Grundregeln

des 2. Semesters BWL hinwegsetzen und/oder flexible Auslegungen einer bankbzw.

bilanzierungsüblichen Berichterstattung gefunden haben. Aber warum tut das

jemand, der keine Risiken sieht und „guten Willens“ ist? Natürlich wollen wir Bankprofis

nicht das Recht auf eine „sahnehäubchen“ Spekulation absprechen. Andererseits

ist die Salami-Information mit Milliardenscheibchen entweder ein klares Zeichen für

fehlenden guten Willen oder das Eingeständnis der Politik zu Angst oder Unfähigkeit.

Wir haben uns in Vorstandsgesprächen vergewissert. Jede Bank kann innerhalb von

Minuten eine vollständige Übersicht über ihre risikobehafteten Wertpapierinvestments

geben. Damit wäre zwar nicht das Bewertungsproblem gelöst, aber zum Ermessen

des volkswirtschaftlichen Gesamtschadens wäre das nach dem „Gesetz der großen

Zahl“ weit aussagefähiger als die Milliardendramen im Einzelfall. Mit einem klaren Hinweis

der BaFin oder der Politik bei Informationsverweigerung auf die alte Monopoly-

Ereigniskarte „Gehe NICHT über Los, ziehe KEINEN Bonus und KEINE Abfindung

ein, sondern gehe direkt an den von der Spielregel vorgegeben Ort“, wäre schnell eine

handlungsanweisende Informationsbasis zu schaffen.

Gerade hat die in der Szene nicht völlig unumstrittene Scope Analysis ein Rating der

Offenen Immobilienfonds abgegeben. Das Ergebnis ist positiv. Von pressewirksamen

Journalistensprüchen, die den Offenen Immobilienfonds ein Desaster vorhersagen,

scheint Scope wenig zu halten. Wir auch nicht. Trotzdem droht geschlossenen Offenen

Fonds Veräußerungszwang auch unter Verkehrswert (Seite 7).

Die heutige Ausgabe wurde möglich durch unsere Partner Catella

Real Estate AG, DEGI GmbH, Deka Immobilien Investment,

Fairvesta, Garbe Group, Ideenkapital AG, RA Klumpe Schroeder

& Partner und UBS Real Estate KAG.

Werner Rohmert, Herausgeber


Personalien

Oberhaching: Anne-Eline

Briegel (30) leitet ab Mitte

Februar 2009 das STIWA

Asset Management Team.

Des Weiteren kooperiert

STIWA seit Anfang dieses

Jahres mit Stephan Bruhn

(41), öffentlich bestellter und

vereidigter Sachverständiger

und Immobiliengutachter

CIS-HypZert (F), um das

Geschäftsfeld Bewertung

noch weiter auszubauen.

Bergisch Gladbach: Das

Aufsichtsratsmitglied Robert

Löer (57) wurde mit Beschluss

des gesamten Aufsichtsrats

der Hahn Gruppe

in den Vorstand bestellt. Er

wird dort ab sofort und befristet

bis zum 26. Mai 2009

das Vorstandsmitglied Norbert

Kuhn vertreten. Herr

Kuhn ist aufgrund einer

plötzlichen, schweren Erkrankung

vorübergehend

arbeitsunfähig geworden.

Mainz: Peter Denton (38)

wird ab März 2009 die Leitung

der London Branch der

Westdeutschen ImmobilienBank

übernehmen. Denton

folgt Klaus Schreiner,

der Anfang März in den Ruhestand

geht.

München: David Edwards

wurde zum Fund President

des Asia Property Fund von

LaSalle Investment Management

bestellt. Seine bisherige

Funktion als Head of

Research and Strategy für

den Bereich Asia Pacific

übernimmt Kenneth Tsang.

Frankfurt: Aziz Amakran

(33) ist als neuer Senior Consultant

Office Agency bei

Savills eingestellt.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 2 von 21

Interview mit Clemens Vedder

„Würde Dividendenausfall bei IVG explizit begrüßen“

Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbrief“,

Immobilienspezialist „Der Platow Brief“

Clemens J. Vedder, Jahrgang 1947, absolvierte beim Warenhauskonzern Hertie

eine Lehre als Einzelhandelskaufmann. In den 70er und 80er Jahren war er einer der

erfolgreichsten Verkäufer für Steuersparmodelle in Deutschland. Bereits 1987 fokussierte

er sich mit seinem Partner Klaus-Peter Schneidewind auf Investitionen im

Private-Equity-Bereich. Er hat zahlreiche Unternehmensverkäufe in Deutschland mitgestaltet

und sämtliche positiv abgeschlossen. Er war maßgeblich beteiligt bei der

Restrukturierung von ASKO, Metro, Deutsche SB-Kauf (DSBK AG), Spar, Horten,

Norddeutsche Steingut, IVG, Commerzbank und anderen. Ausgehend vom Tätigkeitsschwerpunkt

Handel weitete Clemens Vedder sein Aktionsfeld auf differenzierte

Unternehmensbereiche aus. Alle Beteiligungen wurden erfolgreich abgeschlossen.

Clemens Vedder strukturierte in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Kooperationen

und White-Knight-Deals in verschiedenen Finanz-, Handels- und Industriesegmenten.

Auf Grund des Track Records wurde im Jahr 2007 von Vedder die Goldsmith

Group initiiert. Zu dieser Gruppe gehört der Hedge Fond Blacksmith Fund Ltd.

Der Immobilienbrief“: Hr. Vedder, Sie haben zuletzt Ihren Anteil und den von

Goldsmith an der IVG Immobilien AG auf über 5% aufgestockt. Welchen Ansatz verfolgen

Sie bei diesem Investment?

Vedder: Erwarten Sie bitte von mir keine finanzanalytischen Ergüsse, die haben eine

Vielzahl so genannter Professionals schon zuhauf von sich gegeben, als der Kurs der

IVG-Aktie sich noch in anderen Sphären bewegte. Um es auf den Punkt zu bringen:

Goldsmith verfolgt einen opportunistischen Ansatz. Wir haben es bei der IVG mit einer

durch die fehlgeschlagene REIT-Spekulation hochverschuldeten Gesellschaft mit

durchweg ordentlichen Immobilien zu tun, die zum Teil zu teuer eingekauft wurden.

Nach einem Kursverlust von in der Spitze rund 90% liegt die Börsenkapitalisierung

der IVG deutlich unter dem inneren Wert des Unternehmens. Damit dies auch in Zukunft

so bleibt, gilt es die Verschuldung drastisch zu reduzieren. Die Notwendigkeit ist

in Bonn erkannt, die Umsetzung läuft. Wir sind sicher, dass dieser Prozess greifen

wird. Um dies nach außen zweifelsfrei zu dokumentieren, würde ich einen Dividendenausfall

bei IVG explizit begrüssen.

Der Immobilienbrief“: Der Weg, neue Eigenmittel ein zu werben, ist für das Gros

der börsennotierten Gesellschaften derzeit verschlossen. Könnten Sie sich für eine

Eigenkapitalzufuhr bei der IVG erwärmen?

Vedder: Bevor wir hierüber sprechen, muss die Gesellschaft durch harte Fakten belegen,

dass sie den Konsolidierungskurs zügig und konsequent voranbringt. Wenn

dann der weitere Gesundungsprozess mit einer Kapitalerhöhung maßgeblich beschleunigt

werden kann, ist es sicher erwägenswert, darüber ernsthaft nachzudenken.

Bei einem möglichen Meinungsbildungsprozess ist es sicher von Vorteil, dass

die vier größten Aktionäre gut 45% des Grundkapitals halten und wie man aus den

Medien entnimmt gut bei Kasse sind.

Der Immobilienbrief“: Ihr Goldsmith Fonds ist 2007 aufgelegt worden. Sie haben

seither ihr Pulver trocken gehalten und damit für den Anleger nicht nur die Substanz

erhalten, sondern sogar eine Rendite erwirtschaftet. Die IVG-Beteiligung ist das erste

meldepflichtige Investment, bei dem Sie annähernd zu Tiefstkursen eingestiegen

sind. Haben Sie derzeit noch andere deutsche Unternehmen im Fokus?

Vedder: Das Screening aussichtsreicher Unternehmen ist bei uns ein permanenter

Prozess. Ohne zuviel zu verraten, kann ich Ihnen eine Auswahl von DAX-

Unternehmen nennen, die bei uns auf dem Radar stehen. Dazu zählen: Bayer,

BASF, Daimler, Eon, Kali+Salz, Metro, RWE und Siemens. Dennoch sehen wir derzeit

am deutschen Aktienmarkt noch keinen Handlungsbedarf. Wir warten geduldig

auf unsere Chance. Ich bin mir sicher, dass wir die Tiefstkurse noch nicht gesehen

haben. Der konjunkturelle Abschwung wird uns auch 2010 noch begleiten. Die Zeit

spielt uns in die Karten. Im Einkauf liegt der Gewinn.


Finanzierung Strukturierung Pfandbriefe Consulting

December 2008

Logistics

EUR 84,000,000

Term Loan

Czech Republic

Agent

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

October 2008

Office

USD 136,000,000

Term Loan

USA

Agent & Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

September 2008

Office

GBP 123,000,000

Acquisition Facility

England

Agent

Westdeutsche

ImmobilienBank AG



Partner der Sparkassen

December 2008

Office

EUR 400,000,000

Refinancing

France

Mandated Lead Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

October 2008

Shopping Mall

USD 400,000,000

Term Loan

Real Estate

USA

Agent & Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

September 2008

Office/Retail

EUR 52,300,000

Term Loan

Hungary

Agent & Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

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October 2008

Hotel

USD 170,000,000

Senior Term Loan

USA

Agent & Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

October 2008

Office Building

JPY 5,700,000,000

Investment Loan

Japan

Agent & Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG/WIB Japan

August 2008

Retail

EUR 73,500,000

Investment Loan

Romania

Agent & Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

October 2008

Mixed Use Portfolio

JPY 4,606,650,000

Acquisition Facility

Japan

Lender of Records/Bondholder

Westdeutsche

ImmobilienBank AG/WIB Japan

September 2008

Retail Park

EUR 17,000,000

Refinancing

France

Arranger

Westdeutsche

ImmobilienBank AG

August 2008

Samos Servicios

y Gestiones

Bank Branch Portfolio

EUR 50,000,000

Term Loan

Spain

Participant

Westdeutsche

ImmobilienBank AG


Personalien

Düsseldorf: Klaus Fürstenberg

(54) verstärkt als Mitglied

der Geschäftsleitung

und Senior Consultant den

Bereich Key-Account Investment

bei Aengevelt.

München: Jürgen Büllesbach

(41) verlässt die Alba

BauProjekt Management

und wird Nachfolger von

Klaus Kirchberger, der mit

Eckhard Schultz auf eigenen

Wunsch die Bayerische Bau

und Immobilien verlässt.

Carsten Hille (50) wurde zum

GF bei Alba berufen.

Catella

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 4 von 21

Der Immobilienbrief“: Es fällt auf, dass bei denen von Ihnen präferierten Titeln keine

Bank zu finden ist. Wie schätzen Sie die Zukunft dieses Sektors ein?

Vedder: Für eine Branche, in der sich die agierenden Institute untereinander nur eingeschränkt

vertrauen, wäre es aus meiner Sicht grob fahrlässig, als Außenstehender

zu investieren. Darüber hinaus wird das bad sentiment, das die Banken umgibt, im

Zuge der realwirtschaftlichen Krise weiter anhalten. Dazu gesellt sich kurzfristig noch

die anstehende HV-Saison, die die Finanzhäuser unwillkürlich wieder massiv in die

Schlagzeilen bringen wird. Ich gehe von Aktionärsversammlungen aus, bei denen es

zu beinharten Auseinandersetzungen mit dem sich anschließenden juristischen Rattenschwanz

kommen wird, vor allem für die Institute, für die ähnlich wie bei einigen

Landesbanken der Tatbestand der Untreue im Raum steht.

Die Salami-Taktik, mit der die Banken ihre desaströse Performance den Anteilseignern

mitteilten, hat auf kurze bis mittlere Sicht zu einem quasi irreparablen Schaden

geführt. Die ersten Banken, die sich international decouvrierten haben es noch geschafft,

sich umfangreiche Eigenmittel zu besorgen. Der Rest hängt jetzt an staatlichen

Garantieprogrammen und/oder Staatsknete. Für Deutschland kann ich nur hoffen,

dass das Hickhack mit den staatlichen Geldern ein Ende findet. Wenn ein Institut

ohne staatliche Mittel, die Tore schließen müsste, ist es de facto insolvent und damit

wertlos. Hält dann der Staat aus übergeordneten Zielen das Institut mit Steuergeldern

am Leben, muss das Eigentum auch auf ihn übergehen. Die Diskussionen und

Debatten z. Bsp. um die Hypo Real Estate und ihren Investor C. Flowers halte ich in

diesem Zusammenhang für unsäglich. Flowers erwartet doch wohl nicht allen

Ernstes, dass der Bund und damit der Steuerzahler ihm ein brennendes Haus

abkauft? Man sollte hier wirklich die Bremse ziehen und verstaatlichen und gleichzeitig

konkret die Frage stellen, wer denn wirklich die Investoren der sogenannten

Flowers Fonds sind?

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DER IMMOBILIENFONDS DES NORDENS

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Personalien

Hamburg: Matthias Drüppel,

GF der LB Immo Invest,

verlässt das Unternehmen

zum 31.03.09 aus persönlichen

Gründen.

München: Martin Schloderer

(40) hat zum 01.01.2009

die Gesellschaftsanteile und

die Geschäftsführung am

Maklerhaus Am Objekt Immobilien

übernommen. Florian

Rautenstrauch steht

dem Unternehmen noch ein

Jahr beratend zur Seite, bevor

er sich der Immobilienberatung

und -Investment

widmen wird.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 5 von 21

BGH-Urteil zur Provisionsoffenlegung macht Probleme

Die Branche jammert über Urteile zur Offenlegung von Provisionen. Gleichzeitig rennt

der Fondsverband VGF in vorauseilendem Gehorsam, den aber anscheinend niemand

erwartet, einer „Selbstregulierung“ hinterher. Ein BGH-Urteil vom 20. Januar

2009 dürfte als Höhepunkt einer Reihe von Urteilen zur Provisionsoffenlegung die

Branche in Probleme stürzen. Wir hatten schon seit 15 Jahren moniert, dass der Initiator

zwar in der Höhe seiner Provision der Vertragsfreiheit unterläge, diese jedoch

aus unserer Sicht nicht in anderen klar ausgewiesenen Prospektpositionen verstecken

dürfe. Dem kommen immer mehr Gerichte jetzt nach. Ein Insider berichtet, er

habe in den letzten Tagen mit mehreren umsatzstarken Finanzdienstleistern gesprochen.

Sie seien sich einig gewesen, dass sie die Provisionen, die sie insbesondere

für die Vermittlung von Schiffsfonds bisher erhalten haben, bei Verkaufs- bzw. bei

Beratungsgesprächen nicht offenlegen können. Entweder würden die Anleger dann

abspringen oder einen Großteil der Provision fordern. Bei Schiffsfonds spricht die

Branche durchaus von 20% oder mehr Provision.

Die Offenlegung von Provisionen ist allerdings auch Gegenstand eines Eckpunktepapiers

zur Selbstregulierung, in dem der Fondsverband VGF eigene Regulierungsideen

präsentiert. Das verblüfft insbesondere, da die Politik in der Finanzkrise wichtigeres

zu tun hat, als sich um Fondsregulierung zu kümmern. Schließlich hatte sich

die BaFin-Gestattung schon auf Grund seiner Vertriebswirkung als anlegerschützerisches

Eigentor herausgestellt. Wir hatten das damals als Sachverständige im Finanzausschuss

des Bundestages übrigens schon angekündigt. Im Moment sieht die Politik

„keinen Handlungsbedarf“ in Regulierungsrichtung. So zitiert die Immobilien Zeitung

den finanzpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Otto Bernhardt: „Wir

sind der Meinung, dass wir außer der Prospektierungspflicht und der Prospektprüfung

… keine weiteren Regelungen brauchen.“ (WR)

IMMoBIlIeNFoNDs I sIGNA 05/HGA luxeMBurG

Keine

Abgeltungssteuer!

MIt AlteN WerteN erFolGreIcH IN DIe ZukuNFt

Zu den Gewinnern der turbulenten Kapitalmarktentwicklung

gehören Sachwerte wie Immobilien. Vor allem Luxemburg

hat sich als relativ krisenresistent erwiesen und weist

mit 2,2 Prozent die niedrigste Leerstandsquote aller EU-Länder

auf. Auch die neueste Büro-Renditeuhr von JLL bewertet

Luxemburg als einen der stabilsten Märkte Europas. Der

Fonds Signa 05/HGA Luxemburg investiert in eine hochwertige

Büroimmobilie in sehr attraktiver Lage. Die erstklassige

Bonität der beiden Mieter und die 100-prozentige Mietpreisindexierung

eröffnen ebenfalls erfreuliche Perspektiven.

*Maßgeblich für das öffentliche Angebot der Beteiligung ist ausschließlich der veröffentlichte Verkaufsprospekt in der Fassung des jeweils letzten veröffentlichten Nachtrags. Der Prospekt steht im Internet zum Download bereit: www.hga-capital.de


Unternehmens-News

Hamburg: IGB wurden im

GJ 2008 insgesamt 107,9

Mio. Euro EK von 4 226

Zeichnern anvertraut, das ist

eine Steigerung um rd. 228%

gegenüber dem Vorjahr.

Frankfurt: Corpus Sireo

errichtet das Gebäudeduo

„Harry & Sally“ mit rd.

7 900 qm Wohnfläche in

Eschersheim, dass von einem

institutionellen Investor aus

Hessen für 20,5 Mio. Euro

erworben wurde. Der Investor

wird die zwischen 50 und

125 qm großen Wohnungen

voraussichtlich ab Herbst

2009 vermieten.

Frankfurt: AXA REIM hat

für seine Kunden im vergangenen

Jahr Transaktionen im

Werte von insgesamt 5,7

Mrd. Euro abgeschlossen.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 6 von 21

Mieteinbruch stellt London-Investoren vor Probleme

Im internationalen Vergleich wird die Dramatik in London besonders deutlich (siehe

Tabelle). Um sage und schreibe fast 28% in heimischer Währung stürzte die Spitzenmiete

im Londoner West End nach Recherchen von Savills im letzten Jahr ab. In

Euro sind das nach dem Verfall des britischen Pfunds ca. minus 40%. Noch vor einem

Jahr waren Fachleute von Jones Lang LaSalle davon ausgegangen, dass das

West End, anders als die City, von der Krise weitgehend verschont bleiben dürfte

(Vortrags-O-Ton: „2008 werden die Mieten im West

End stabil bleiben“). Laut Savills zeigten sich erst im

3. Quartal 2008 Anzeichen für eine negative Entwicklung

der Büromieten in ganz Europa. Noch 2007 waren

die Mieten überall noch kräftig, meist zweistellig

gestiegen. Die Differenz zwischen Mieten in London

und anderen europäischen Hauptstädten hat sich

durch den dramatischen Einbruch in der Hauptstadt

des Empire beträchtlich verringert. Ende 2007 lagen

die Mieten in London bei 341% der Frankfurter CBD-

Mieten. Zum Ende des Jahres 2008 waren es auch aufgrund des starken Euro 150%.

Allerdings machen aber diese Spitzenmieten lt. Savills nur einen sehr kleinen Teil des

Marktes aus. Die Durchschnittsmieten im Londoner West End haben sich dagegen lt.

Savills im Jahresverlauf 2008 kaum verändert.“

Im Background hatten wir auch schon von brutalen Preiseinbrüchen in London bei

einzelnen Verkäufen aus Drucksituationen heraus gehört. Wir waren noch skeptisch.

Aber die multiplikative Kombination aus Mietentwicklung und Preiseinbruch durch

steigende Renditeerwartungen der Investoren kann den Preis unvermieteter Flächen

leicht auf 50% des 2007er Wertes drücken. Zwar könnte ein Investor mit einem guten,

englischen Mietvertrag („upwards only“) über bis zu 30 Jahren und guter Bonität

des Mieters die Delle gut aussitzen, wenn es nicht gleichzeitig steigende Gefahren

von Mieterpleiten, Bewertungskorrekturnotwendigkeiten oder Finanzierungsprolongationsrisiken

auf Grund „geänderter Geschäftspolitik“ verstaatlichter Banken, Nachschussverpflichungen

bei geänderten Bewertungen oder eigene Refinanzierungsprobleme

fristenkongruenter Kredite der Banken gäbe. Allein deutsche Geschlossene

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Mietentwicklung 2008

London WE in € -40,00%

London WE in £ -27,80%

Paris CBD -6,40%

Brüssel CBD -3,40%

Amsterdam CBD -1,30%

Madrid CBD 0,00%

Frankfurt CBD 5,50%

LOGISTIC AG

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Unternehmens-News

Hamburg: Lloyd Fonds

machte 2008 ein Minus von

4,6 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse

schmolzen von 90

Mio. auf 48 Mio. Euro zusammen

und das Emissionsvolumen

nahm von 452 Mio.

auf 278 Mio. Euro EK ab.

Berlin: Estavis setzt eine

Ende Juni 2008 unter FinanzierungsvorbehaltabgeschlossenePortfoliotransaktion

im Wert von 44 Mio. Euro

nicht um. Der institutionelle

Investor ist von dem

Deal zurückgetreten, da er

keine Finanzierungszusage

erhalten habe.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 7 von 21

Fonds dürften 2007 rund 500 Mio. Euro Eigenkapital bzw. über 1 Mrd. Euro Investment

nach Großbritannien geschickt haben. Manche Mietansätze waren für Analysten

schon zum Investmentzeitpunkt oberhalb des Marktes und nur vor dem Hintergrund

englischer Mietverträge und guter Bonitäten akzeptabel. Damals war man noch

stolz auf eine Bank als Mieter. (WR)

Offene Fonds insgesamt nur mit geringem Risiko behaftet

Werner Rohmert, Herausgeber „Der Immobilienbrief,

Immobilienspezialist „Der Platow Brief“

Die Rating-Branche ist im Zuge der Finanzkrise in die Diskussion geraten. Gleichzeitig

hat es eine Vielzahl von Offenen Immobilienfonds im letzten Quartal schwer gebeutelt.

Ein Drittel des gesamten Fondsvermögens wurde von Anteilsrücknahme ausgesetzt.

Das kostete Anlegervertrauen. Wir hatten schon deutlich gemacht, dass hier

keine grundlegenden Probleme der Immobilieninvestment zu erwarten sind. Jetzt zerstreut

auch Scope Analysis etwaige Sorgen. Allerdings macht Scope auch deutlich,

dass in der aktuellen Marktsituation kaum ein Investmentvehikel ohne Renditerückgänge

durch die Krise kommen werde; dies gälte auch für Offene Immobilienfonds.

Wir hatten Sie frühzeitig auf die Probleme von Ratings von Kapitalanlagen hingewiesen.

Unsere Argumente haben sich leider bei Subprime-Wertpapierinvestments

schneller bewahrheitet als bei Fonds. So moniert Unionspolitiker Otto Bernhardt,

dass anders als Geschlossene Fonds (s.o.) Ratingagenturen wir viel strenger reguliert

werden müssten. „Es ist unglaublich, was da in der Vergangenheit alles ein AAA

bekommen hat.“ Es steht jedoch für uns nicht in Zweifel, dass eine fachmännische

Beschäftigung mit einem Unternehmen zu sinnvollen Aussagen führen kann. Hauptproblem

bleibt die Honorierung, da Rating-Agenturen selten aus sozialen Erwägungen

heraus aktiv werden können. So sind eine Vielzahl der von Scope analysierten

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der Jahresnettokaltmiete. Wir übernehmen auch Ihre Forderung bei der Bank oder erwerben

vor der drohenden Zwangsversteigerung. Angebote vom Eigentümer oder Makler bitte mit folgenden

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Das Jahr der Sachwerte.

IDEENKAPITAL ist das Emissionshaus für geschlossene Fonds,

dessen Handeln von zwei Grundsätzen geprägt wird: zukunftsorientierte

Kreativität und traditionelle Werte. Mit dieser Strategie

hat sich das Unternehmen seit der Gründung im Jahr

1994 in der Spitzengruppe der deutschen Emissionshäuser

etabliert.

Gesamtinvestitionsvolumen 4,7 Mrd. EUR

2,8 Mrd. EUR platziertes Eigenkapital

48 aufgelegte Fonds

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Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 9 von 21

Unternehmen, in der Tabelle hier kursiv gedruckt, Inhaber einer kostenpflichtigen Lizenz

zur Nutzung der Scope-Plattform. Eine enge Zusammenarbeit kann aber auch

zu besserer Informationslage führen.

Unternehmens-News

Scope stellte jetzt seine

neuesten Ratingergebnisse

für offene Immobilienfonds

vor. Insgesamt beurteilen

Scope: Ratings offene Immobilienfonds

Rating Rating

Fonds Zielmarkt 2009 2008

die Analysten die Branche AXA Immoselect Europa BB BBB-

Bonn/Berlin: Die Bau-

Grund-Gruppe hat zum

01.09.2008 bzw. 01.10.2008

das Property Management

von 19 fast ausschließlich

gewerblich genutzten Immobilien

übernommen. Asset

Manager und Co-Investor der

Objekte, die mehrheitlich

verschiedenen Fonds einer

amerikanischen Bank gehören,

ist die apellasbauwert

der Offenen Fonds posi- CS Europeal A

tiv. Allerdings ist auch für Degi Europa

Scope offen, wie die As- Degi German Bus.

setklasse in neun Monaten

Degi Global Bus.

angesichts eines hypotheti-

Degi Int.

schen Verkaufsdrucks auf

Deka-Immo Europa

zahlreiche Immobilien auf-

Deka-Immofonds

gestellt sein wird. Trotz

Fondsschließungen, Me-

Deka-ImmoGlobal

dienberichterstattung und EURO ImmoProfil

Verunsicherungen vertraut grundbesitz europa

die Mehrheit der Privatanle- grundbesitz global

Europa

Europa

Deutschland

Global

Global

Europa

Deutschland

Global

Deutschland

Europa

Global

BB

BBB+

AA-

AA-

A

A+

BBB-

AA

D

AA

AA

BB+

BB-

BBB

BBB

AA-

A-

A

B-

A

AAproperty

group. Die Liegenger dem Krisenmanage- HANSAimmobilia Europa BB+ BBB

schaften mit insgesamt rd. ment der Branche. hausInvest europa Europa AA AA-

65 000 qm Gewerbefläche

befindet sich an verschiedenen

Standorten im gesamten

Bundesgebiet, u. a. in Wiesbaden,

Karlsruhe, Mannheim,

Bremen und Frankfurt.

Als beste Retailfonds ginhausInvest

global

gen der grundbesitz euro- Immo-Invest: EU

pa mit Zielmarkt Europa Inter ImmoProfil

sowie der UniImmo: Glo- KanAm grundinvest

bal mit weltweiter Ausrich- KanAm US-grundinv.

tung mit den Noten AA aus MS P2

global

Europa

Europa

Europa

global

Global

AA-

AA

B+

BB

BB+

A

A-

A+

BB+

BBB-

BB+

BBB

dem Rating hervor. Keines SEB ImmoInvest Global BBB+ BBB-

Osnabrück: Lührmann hat

nach Rekordergebnis in 2007

(18 Mio.) in 2008 mit 11,6

Mio. Euro (-36% i.V. zum

VJ) etwa den Umsatz von

2006 erreicht. Für das laufende

Jahr wird ein anhaltend

guter Vermietungsmarkt

prognostiziert.

der den Privatanlegern zu- SEB ImmoPort. TRF

gänglichen Produkte konnte TMW ImmoWelt

aber bei allen Prüfkriterien UBS 3 Sector REE

überzeugen. Dies gelang UBS Euroinvest

nur dem WestInvest Immo-

UniImmo: D

Value, einem Fonds der

UniImmo: EU

Sparkassen-Finanzgruppe

UniImmo: Global

für institutionelle Anleger,

der mit AAA bewertet wur-

WestInvest 1

de. Die bestplatzierten Eu- WestInvest IV

ropa-Fonds für Privatanle- WestInvest IS

Global

Global

Global

Europa

Deutschland

Europa

Global

Deutschland

Europa

Europa

AA

A+

BB-

BBB-

A

A+

AA

BBB

AAA

AA-

BBB-

AA-

BBB-

BB

A-

A+

AA-

A

AAA

AA

Berlin: TLG Immobilien

baut Nahversorgungszentrum

in der Dörpfeldstraße, Adlershof,

mit rd. 2 600 qm

Mietfläche. Ankermieter

wird Kaiser‘s mit einem

ger sind der grundbesitz europa (AA) von RREEF Investment, der hausInvest europa

(AA) von Commerz Real, der WestInvest InterSelect (AA-) von WestInvest, der

UniImmo: Europa (A+) von Union Investment Real Estate sowie der Deka- ImmobilienEuropa

(A+) von der Deka Immobilien Investment. Durch sein großes, gut diversifiziertes

Immobilienvermögen kann der hausInvest europa von CRI Marktveränderungen

besser abfangen als kleinere Produkte.

rd.1 700 qm großen Markt. Bei der Mehrheit der Fonds wurden erhöhte Risiken bei Mietvertragsstrukturen und

- laufzeiten für die kommenden drei Jahre festgestellt. Die Kreditquoten sind bei ein-

München: LaSalle Investzelnen Fonds deutlich angestiegen (Branchenmittel 26,4%). Gespannt blicken Anlement

Management erzielte ger auch auf die Renditeentwicklung der Jahre 2009 und 2010. Nach Auffassung von

2008 einen Jahresumsatz von Scope Analysis sind Wertberichtigungen nicht auszuschließen. Diese können bei ein-

352 Mio. USD gegenüber zelnen Immobilien auch erheblich sein. Es gebe aber aus heutiger Sicht keinen

371 Mio. USD im VJ. Im 4. Grund zur Annahme, dass massiv auf breiter Front abgewertet werden müsse. Auf

Quartal lag der Umsatz bei Branchenebene rechnet Scope mit einem Performancerückgang für 2009 auf 4 bis

91 Mio. USD gg. 115 Mio. 4,5%. Insgesamt haben die Offenen Immobilienfonds im vergangenen Jahr 11,6 Mrd.

USD im VJ. Die Asset- Euro und damit – trotz Liquiditätskrise – mehr als im Vorjahr investiert, knapp drei

Verkäufe waren von der be- Viertel davon in Europa. Das Verkehrswert-Volumen der Branche ist mittlerweile zu

grenzten Verfügbarkeit von 4,4% in Asien investiert; der Asien-Anteil hat sich somit gegenüber dem Vorjahr ver-

finanziellen Mitteln auf Käudoppelt. In Deutschland stehen 27,9% des Immobilienvermögens der Fonds. Insbeferseite

beeinflusst. sondere bei den großen Fonds der Branche sind die Deutschland-Anteile ausgeprägt.


Deals Deals Deals

Offenbach: Siemens verlängert

Mietvertrag für das Objekt

Mainoffice über 5 700

qm Bürofläche mit Deka

Immobilien.

Frankfurt: KGAL erwirbt

für den gemeinsam mit Hansainvest

aufgelegten Wohnimmobilienfonds

KGAL/HI

Wohnen Core 2 130 im Bau

befindliche Wohneinheiten

im neuen Stadtviertel rund

um die Europa-Allee von

Realgrund.

Immobilienumsatz rückläufig

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 10 von 21

Nach einer Analyse der Marktforschung des Immobilienverband Deutschland (IVD)

ist der gesamte grunderwerbsteuerpflichtige Immobilienumsatz 2008 in Deutschland

deutlich zurückgegangen. Insgesamt sind nach Auswertung Transaktionsvolumen

des auf Basis des vom Bundesministerium der Finanzen erho- 1991-2008

benen Grunderwerbsteueraufkommens Immobiliengeschäfte in Mrd. Euro

von knapp über 160 Mrd. Euro getätigt worden. Damit liegt das 1991 115,6

Umsatzvolumen um rd. 34 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert 1992 139,17

von 194,45 Mrd. Euro (-17,45%). Berücksichtigt man die steu- 1993 159,61

erlich gut gestalteten Share Deals der vergangenen Jahre, bei 1994 188,64

denen Grunderwerbsteuer nur in geringem Umfang anfiel, 1995 162,54

dürfte der Rückgang für uns noch deutlicher ausgefallen sein. 1996 171,09

Die Boomjahre 2006 und 2007 könnten aber nicht als Maßstab 1997 138,47

dienen, meint deshalb Jürgen Michael Schick, Vizepräsident

des IVD. Der langjährige Durchschnittswert sei trotz der aktuellen

Finanzkrise übertroffen worden. Nach Angaben des IVD

liegt der Durchschnitt für die Jahre 1991 bis 2008 bei 154,8

Mrd. Euro. Der Deutsche Immobilienmarkt ist vor allem im privaten

Wohnimmobiliengeschäft grundsätzlich intakt und hat

sich im internationalen Vergleich gut behauptet.

1998

1999

2000

2001

2002

2003

2004

2005

162,26

178,88

149,79

143,2

138,17

138,31

133,48

136,96

Vom aktuellen Umsatzvolumen entfielen 144,43 Mrd. Euro auf 2006 175,09

die westdeutschen Bundesländer und Berlin (gesamt). Auf die

ostdeutschen Bundesländer entfielen 16,08 Mrd. Euro. Beson-

2007

2008

194,45

160,52

ders stark vom Rückgang des Transaktionsvolumens waren die Bundesländer Hessen

(-33,3%) und Hamburg (-31,8%) betroffen. Am besten schnitt Rheinland-Pfalz

(-1,26%) ab. Allerdings hatten die Boomstädte der Jahre 2006 und 2007 besonders

gelitten. Hamburg, Frankfurt, Berlin und andere Metropolen standen im Interesse

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Frankfurt: Deka Immobilien

erwirbt für den neuen

Sektorenfonds WestInvest

TargetSelect Hotel das 4-

Sterne-Business-Haus nh

Hotel Frankfurt City in der

Vilbeler Straße /Ecke Konrad-Adenauer-Straße

von

einer gemeinsamen Gesellschaft

von FOM Real Estate

und Quinlan Private. Kanzlei

Hauck Rechtsanwälte

sowie Jones Lang LaSalle

Hotels waren beratend tätig.

Aachen: Fielmann mietet

ca. 650 qm Einzelhandelsfläche

in der Adalbertstr. 45-47

über storescouts.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 11 von 21

ausländischer Investoren. Umsatzstärkstes Bundesland ist Nordrhein-Westfalen

(34,38 Mrd. Euro), gefolgt von Bayern (29,04 Mrd. Euro) und Baden-Württemberg

(22,7 Mrd. Euro). In den neuen Bundesländern war das Immobilientransaktionsvolumen

in Sachsen am höchsten (5,74 Mrd. Euro). (WR)

Länder geben HSH Nordbank Finanzspritze

André Eberhard, Chefredakteur „Der Immobilienbrief

Am Dienstag wurde bekannt, dass Hamburg und Schleswig-Holstein bei der angeschlagenen

HSH Nordbank mit einsteigen. Die Bank erhält 3 Mrd. Euro frisches Geld

sowie Garantien im Wert von 10 Mrd. Euro. Die Bank war vor rd. einem Jahr ins

Schleudern geraten. Damals musste der angekündigte Börsengang verschoben werden.

Noch Mitte letzten Jahres rechnete die Bank trotz Wertberichtigungen von 400

Mio. Euro mit einem Anstieg des Gewinns im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings wurde

daraus nichts. Anstatt Gewinn musste die Bank 2,8 Mrd. Euro Verlust verbuchen.

Schon im November schlüpfte die Bank unter den Rettungsschirm der SoFFin, die ihr

30 Mrd. Euro Liquiditätsgarantien gab. Im gleichen Monat ging Vorstandsvorsitzender

Hans Berger und Dirk Jens Nonnenmacher übernahm seinen Posten. Er wollte aus

der Bank, die sich mit Lehmann Zertifikaten verspekuliert hatte, eine regionale Firmenkundenbank

machen. „Verschlankung“ war die Devise. Jetzt der erneute Tiefschlag,

auch wenn Nonnenmacher, natürlich die Unterstützung der Länder begrüßt,

damit die Bank quasi verstaatlicht. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, unser Geschäftsmodell

zügig an die neuen Rahmenbedingungen der Finanzmärkte anzupassen, so

dass wir künftig wieder erfolgreich sein werden. Nach den Kapitalmaßnahmen verfügt

die Bank über eine Kernkapitalquote von gut 9% und wird die Bilanz über die kommenden

Jahre auf rund 100 Milliarden Euro halbieren. Unser Konzept ist schlüssig

und richtig,“ so Nonnenmacher. Hoffen wir, dass die HSH, die einst als Pionier bei

Zertifikaten und Derivaten galt, aus ihren Fehlern gelernt hat.

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Prag: Deka Immobilien

erwirbt das vollvermietete

„Jungmannova Plaza“ in

zentraler Innenstadtlage für

40,6 Mio. Euro von Immoeast.

Die Immobilie mit

rd. 10 300 qm Nutzfläche ist

u. a. an ABN Amro, das Europäische

Parlament, Johnson

& Johnson, die tschechische

Bank Patria Corporate

Finance sowie die Anwaltskanzleien

Clifford

Chance und Kocian, Solc

und Balastrik vermietet.

Köln: Mustang mietet 350

qm große Ladenfläche in der

Ehrenstr. 1-3 über Comfort.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 12 von 21

Deutsche Top-Standorte weiterhin sehr gefragt

Die deutschen Top-Standorte für Einzelhandelsimmobilien Berlin, Düsseldorf, Frankfurt,

Hamburg, Köln und München waren, lt. Atisreal trotz der im Verlauf des vergangenen

Jahres schwächer gewordenen Konjunktur weiterhin sehr gefragt. Vor allem an

den unter einem zu knappen Flächenangebot leidenden 1A-Lagen herrschte reges

Interesse; in einigen Städten wurde der Nachfrageüberhang allerdings gegen Ende

des Jahres leicht abgebaut. Die Nachfrage in den Nebenlagen war wie bereits 2007

weiter leicht rückläufig.

Die Expansionspläne mancher Einzelhändler haben sich jedoch verlangsamt, so dass

diese oft längere Entscheidungszeiträume für die Anmietung nutzen. Vereinzelt wurden

auch, lt. Atisreal auslaufende Verträge nicht mehr verlängert, wodurch die Fluktuation

leicht zugenommen habe. Vor allem die Nebenlagen werden unter diesem

Trend zu leiden haben. Weiterhin stark expansiv sind Monolabel-Stores, Flagship-

Stores und Luxuslabels, aber auch neue Gastronomiekonzepte (wie Le Pain Quotidien

oder WakuWaku). Die meisten Flächen setzten Textilunternehmen und

Dienstleister wie Mobilfunkanbieter um, Branchen mit nach wie vor sehr ausgeprägter

Nachfrage waren darüber hinaus Sportswear und Elektronik.

Top-Lagen werden knapp – Nebenlagenangebot steigt

Die Angebotssituation ist abhängig von der Lagequalität: Während in den absoluten

Top-Lagen weiterhin deutlich zu wenig Flächen zur Verfügung stehen, nimmt das Angebot

in den Nebenlagen weiter zu. Dieser schon seit 2007 zu beobachtende Trend

hat sich fortgesetzt und wird sich weiter verstärken. Hierfür ist die voranschreitende

Konzentration auf die 1A-Lagen verantwortlich, was zu einer schwierigeren Nachvermietung

freier Flächen in den B- und C-Lagen beiträgt. Durch die schlechten gesamtwirtschaftlichen

Rahmenbedingungen wird diese Entwicklung zusätzlich forciert.

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Bonn: IVG hat in den vergangenen

Wochen in drei

separaten Transaktionen Immobilien

in Berlin, München

und Paris für mehr als 140

Mio. Euro veräußert. Alle

drei Transaktionen wurden

bereits vollständig liquiditätswirksam;

objektbezogene

Fremdfinanzierungen waren

nicht abzulösen.

Erlangen: GRR erwirbt vier

Lebensmittelmärkte für rund

12 Mio. Euro. Es handelt

sich um Lebensmittelmärkte

in Dillenburg, Quedlinburg,

Geisingen und Steinheim.

Alle Immobilien sind langfristig

vermietet und erwirtschaften

eine Nettoanfangsrendite

von 8,0% bei einem

Gesamtinvestitionsvolumen

von rund 12 Mio. Euro.

Frankfurt: Ziraat Bank

International mietet ca.

2 200 qm Büro- u. Ladenfläche

am Hauptbahnhof 16 von

Morgan Stanley über Colliers

S& LS.

Berlin: Calvin Klein mietet

ca. 172 qm Geschäftsfläche

in der Tauentzienstr. 9 über

Kuchenbuch u. Partner.

Die Fläche wurde zuvor von

der Telekom genutzt.

Hamburg: DC Commercial

und Wölbern Invest erwerben

das letzte Grundstück am

Sandtorpark von der Hafen-

City. Geplant ist der Bau

eines 8-geschossigen Premium-Bürogebäudes

mit

13 000 qm Gesamtfläche.

Wölbern Invest hat bereits

3 000 qm Bürofläche selbst

angemietet.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 14 von 21

In einigen Städten werden größere Einzelhandelsprojekte entwickelt, die das Angebot

an modernen Flächen in guten Lagen ausweiten werden. Hierzu gehören das Einkaufszentrum

„Die Mitte“ und das Wertheim-Areal in Berlin, das Quartier Hofstatt in

München, das Shoppingcenter My Zeil in Frankfurt oder der Kö-Bogen in Düsseldorf.

Sie federn zum einen den Nachfragedruck des Marktes ab und stärken die jeweiligen

Standorte. Trotzdem wird das Flächenangebot in den Top-Lagen knapp bleiben und

die Nachfrage auch zukünftig nicht vollständig befriedigen können.

Spitzenmieten steigen – Durchschnittsmieten stagnieren

Der anhaltende Nachfragedruck im vergangenen Jahr spiegelt sich auch in der Entwicklung

der Höchstmieten wider. An allen sechs analysierten Standorten hat die

Top-Miete 2008 noch einmal angezogen. Spitzenreiter ist nach wie vor München mit

300 Euro/qm (+7%), die in der Kaufinger Straße und der Neuhauser Straße erzielt

werden. Gemeinsam auf dem zweiten Platz liegen Frankfurt (+8%) und Köln (+13%)

mit jeweils 260 Euro/qm Höchstmiete. Auch in Berlin stieg die Spitzenmiete in der

Tauentzienstraße um 11% auf aktuell 245 Euro/qm. Den stärksten Zuwachs gegenüber

dem Vorjahr verzeichnete Hamburg mit 15% auf 230 Euro/qm in der Spitalerstraße.

Aber auch in Düsseldorf legte die Spitzenmiete um 10% auf 220 Euro/qm zu.

Die Durchschnittsmieten haben sich an den meisten Standorten differenziert entwickelt.

Während sie in den Top-Lagen parallel zu den Spitzenmieten überwiegend

leicht zulegen konnten, haben sie in den Nebenlagen mehrerer Städte bereits etwas

nachgegeben oder maximal ihr Vorjahresniveau halten können.

2009 wird sich an dem vorhandenen Bild nicht viel ändern. Top-Lagen werden auch

weiterhin nachgefragt sein. Die Nebenlagen werden allerdings zunehmend mit Leerständen

zu kämpfen haben. Die schwächelnde Konjunktur wird den Einzelhandel

nicht ganz kalt lassen. Expansionspläne werden sich zunehmend verlangsamen.

Atisreal geht davon aus, dass sich die Spitzenmieten auf dem derzeitigen hohen Niveau

konsolidieren werden. (AE)

Auch Lateinamerika gerät in den Strudel der Krise

Die Länder Lateinamerikas erwiesen sich im Umfeld der Finanzkrise bisher als äußerst

robust. Gesunkene Warenpreise und die weltweit nachlassende ökonomische

Aktivität zollen nun jedoch auch hier ihren Tribut. In Folge der weltweit gesunkenen

Nachfrage ist das Exportvolumen von Rohstoffen und Waren im 4. Quartal 2008, lt.

Pramerica deutlich zurückgegangen. Diese Entwicklung sollte die Volkswirtschaften

in der Region insbesondere im kommenden Jahr negativ beeinflussen. So ist mit einer

Ausweitung des aktuell moderaten Leistungsbilanzdefizits zu rechnen sowie einem

nur noch mäßigenWirtschaftswachstum

von etwa

einem Prozent, was

für 2009 im globalen

Kontext allerdingsüberdurchschnittlich

ist. Als

Reaktion darauf

haben die Regierungen

der einzelnen

Länder Konjunkturprogramme

ins Leben gerufen,

die Kapitalspritzen

für in Schieflage

geratene Unternehmen und umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur vorsehen.

Auch wenn sich die Immobilienmärkte bis zum jetzigen Zeitpunkt in einer strukturell

noch guten Verfassung zeigen, ist entsprechend der volkswirtschaftlichen Entwicklungen

auch hier mit einer Abschwächung der Nachfrage zu rechnen. Im Wohnimmobiliensektor

zeugt das dynamische Wachstum der Hypothekenvolumina im abgelaufe-


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Keine Kredite und Darlehensgeber in Sicht?

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Finanzierungen sind derzeit das Problem Nr. 1. Der Kredithahn für Großkredite

in der Immobilienwirtschaft ist zu. Sogar bereits fest zugesicherte Darlehen werden

gestrichen. Dies bringt viele Investoren in schwierige Situationen.

Welche Kreditalternativen gibt es und wie lange hält die

schwierige Finanzierungslage noch an?

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Deals Deals Deals

Hamburg: Yxlon mietet

Gebäude mit 2 500 qm Büro-

u. Produktionsflächen von

Valad Property Group, die

für den Neubau ein Grundstück

in Langenhorn, Essener

Bogen erworben haben.

Leipzig: Business Center-

Betreiber BMS mietet 400

qm Büroräume im City-

Hochhaus am Augustusplatz

9 über CRE Resolution.

Fürth: Evangelisches Siedlungswerk

Bayern erwirbt

312 Appartements und ImmobilienunternehmenLindner

erwirbt 71 Appartements

von der städt. Wohnungsbaugesellschaft

(WBG). Mit

dem Verkaufserlös von ca.

14 Mio. Euro will die WBG

Fürth einen 10-Mio-Euro-

Kredit tilgen.

Witten: Immoinventa Asset

Management erwirbt ein

Mehrfamilienhaus mit 377

qm Wohnfläche in der Röhrchenstr.

82 von Privat über

Engel & Völkers.

Eschborn/Hamburg: DIC

Asset verkauft ein gemischt

genutztes Objekt aus rd.

5 000 qm Büro- u. Einzelhandelsfläche

am Rathausplatz

an die Stadt Eschborn

und zwei kleinere Immobilien

in Hamburg mit einem

Gesamtvolumen von rund 13

Mio. Euro aus dem Segment

Opportunistic Co-

Investments.

Düsseldorf: Siemens mietet

Immobilie mit 11 400 qm

Bgf in der Airport City über

Colliers, die von Hochtief

errichtet wird.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 16 von 21

nen Jahr von der Stabilität dieses Sektors, wenngleich auch insbesondere das

hochpreisige Segment aufgrund schwieriger werdender Finanzierungsbedingungen

zunehmend in Schwierigkeiten gerät. Während der Einzelhandelssektor in den vergangenen

Jahren wesentlich von steigenden Einkommen und einer breiter werdenden

Mittelschicht profitieren konnte, scheint dieser Boom im Jahr 2008 einen vorläufigen

Höhepunkt erreicht zu haben. Herausforderungen stehen diesem Segment vor

allem aufgrund sich verschlechternder Bedingungen auf den Arbeitsmärkten bevor.

Die Büromärkte Lateinamerikas gehen mit einer sehr robusten Konstellation in die

Phase konjunktureller Abkühlung. Zwar liegen die Expansionspläne zahlreicher Unternehmen

zunächst auf Eis, doch könnten die geringen Leerstandraten trotz Nachfragerückgang

erhalten bleiben, da ebenso zahlreiche Projektentwicklungen nicht

oder verspätet auf den Markt kommen werden.

Die Investmentmärkte sind aufgrund der globalen Nachfragestruktur stärker von der

Finanzmarktkrise betroffen. Das Transaktionsvolumen mit Immobilien hat sich im 4.

Quartal 2008 merklich abgeschwächt, was auch die Marktbewertung von Immobilien

erschwert. Eine anhaltende Verunsicherung dominiert das Marktgeschehen, so liegen

die Erwartungen von Käufern und Verkäufern noch deutlich auseinander. (AE)

Im international expandierenden Einzelhandel hat Osteuropa

die Nase vorn

Die Türkei, Russland, Polen und Rumänien sind nach einer Studie zum Thema

„Grenzüberschreitende Einzelhandelsunternehmen in Europa“ von Jones Lang La-

Salle die wichtigsten Zielländer des international expandierenden Einzelhandels. Die

Studie untersucht insgesamt 500 Cross Border-Markteintritte in 18 europäischen Län-

dern aus den Jahren 2007 und 2008. Insgesamt belegen

mittel- und osteuropäische Länder die ersten fünf

Plätze unter den zugkräftigsten Standorten. Die Türkei

wird als Bindeglied in den Mittleren Osten gesehen.

Dort wurden in den Jahren 2007 und 2008 rund eine

Million Quadratmeter Einkaufsfläche neu eröffnet, was

die Nachfrage des internationalen Einzelhandels zusätzlich

förderte. Kooperationen mit Franchise-Partnern

haben zuletzt insbesondere in Polen, Rumänien und

Russland an Bedeutung gewonnen. Das Land mit dem

breitesten Markenspektrum in Mitteleuropa ist derzeit

Rumänien. In den vergangenen drei Jahren wies das

Land eine Vielzahl von Markteintritten auf. Ähnlich intensiv

drängen international agierende Einzelhandelsunternehmen

auf den russischen Markt. In Westeuropa

stehen derzeit Großbritannien und Belgien im Fokus

Top 10-Zielländer

Rang Land Anteil

1 Türkei 11,3%

2 Russland 10,6%

3 Polen 8,9%

4 Rumänien 7,5%

5 Tschechien 7,5%

6 Portugal 6,9%

7 UK 6,6%

8 Belgien 5,3%

9 Ungarn 5,3%

10 Griechenland 5,1%

Sonstige 25,0%

Quelle: Jones Lang LaSalle

expandierender Einzelhändler. Großbritannien profitiert dabei erheblich von dem neuen

Shopping Center Westfield in London. Viele H ändler nutzten dieses im hochwertigen

Bereich angesiedelte Center für ihren Markteintritt in Großbritannien und umgehen

so die hohen Mieten und die Flächenknappheit in der Londoner City. In Südeuropa

bleibt Portugal ein wichtiges Ziel des internationalen Einzelhandels. Das Land bietet

vergleichsweise günstige Einzelhandelsmieten und eine Reihe moderner Einkaufszentren.

Auch Belgien ist ein interessanter Markt für die Cross Border-

Expansion, da das Land nur in begrenztem Ausmaß über landeseigene Einzelhandelsunternehmen

verfügt.

Deutschland zählte von 2004 bis 2006 stets zu den fünf wichtigsten europäischen

Zielländern für Cross Border-Markteintritte. Nach einem schwächeren Jahr 2007 zeigte

Deutschland in 2008 wieder eine Aufwärtstendenz und kletterte von Rang 13 auf

Rang 9. Viele international agierende Einzelhandelsunternehmen sehen trotz der hohen

Wettbewerbsintensität in Deutschland sehr gute Markteintrittschancen und ein

hohes Umsatzpotenzial.

Mehr als die Hälfte der Einzelhandelsunternehmen, die 2007 und 2008 neue Märkte

erschlossen haben, stammen aus Westeuropa. Knapp ein Drittel kommt aus Südeuropa.

Jede fünfte international expandierende Marke hat ihren Sitz außerhalb von


Deals Deals Deals

Hannover: E-Commerce-

Unternehmen mietet 25 000

qm Logistikfläche im ProLogis

Park von ProLogis.

Bremen: Deutscher Logistikdienstleister

mietet

18 000 qm Logistikfläche im

ProLogis Park von ProLogis.

Idstein: Motorola mietet ca.

4 200 qm Bürofläche im ehem.

Telco-Gebäude von

Telcokreisel über JLL.

München: Privatinvestor aus

Hamburg erwirbt ein 5geschossiges

Wohn- u. Geschäftshaus

in der Pfisterstraße

von der Vermögensverwaltung

einer Nürnberger

Unternehmerfamilie über

Engel & Völkers.

Berlin-Neukölln: Schuhhandelsunternehmen

Osco mietet

ca. 150 qm Ladenlokal in

der Karl-Marx-Str. 80 über

Comfort.

Nürnberg: Pandora mietet

ca. 120 qm Verkaufsfläche in

der Königstr. 10 über

Kemper’s JLL.

Potsdam: Multipolster mietet

4 500 qm Einzelhandelsfläche

in der Zeppelinstr. 117

a von der Möbel Oase Bozkurt

über CB Richard Ellis.

Hamburg: Joey’s Pizza

mietet zu den bereits gemieteten

800 qm ca. 600 qm

Bürofläche am Holzdamm 57

hinzu über Colliers.

Lübeck: Apple-Spezialist

Gravis mietet 433 qm großes

Ladenlokal im Haerder-

Center.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 17 von 21

Europa. Marken dieser Gruppe erschließen den Kontinent üblicherweise zunächst

über West- und Südeuropa, zeigen sich aber in zunehmendem Maße auch an Mittelund

Osteuropa interessiert. Die mittel- und osteuropäischen Zielländer konnten zwar

in den letzten Jahren einige prosperierende eigene Handelsunternehmen hervorbringen,

repräsentieren aber nur etwa 4% der grenzüberschreitenden Markteintritte in

2007 und 2008. In den letzten Jahren waren die meisten im Ausland investierenden

Einzelhandelsunternehmen US-amerikanischen Ursprungs; in den Jahren 2007 und

2008 führte jedoch Italien mit 16,6% die Liste der Ursprungsländer an. Die USA fielen

mit 14,2% auf den zweiten Platz zurück, gefolgt von Großbritannien mit 13,3%. Frankreich

war mit 11,7% aller grenzüberschreitenden Investitionen ebenfalls stark vertreten.

Jeder zehnte in den Jahren 2007 und 2008 beobachtete grenzüberschreitende

Markteintritt geht auf Einzelhandelsunternehmen aus Deutschland zurück. Auch der

inländische Einzelhandel in Schweden und in den Niederlanden strebte aufgrund des

kleinen Binnenmarkts tendenziell ins Ausland, häufig in nahe gelegene Länder.

James Dolphin, Leiter European Retail Agency bei JLL, erwartet für 2009 ein Jahr

der großen Chancen. Das Vertrauen des Einzelhandels in die mitteleuropäischen

Märkte ist nach wie vor relativ hoch. Dennoch werden sich Interessenten in Ländern,

in denen viele Erschließungsprojekte geplant sind, selektiv verhalten und verstärkt auf

die Standortqualität und den Mietermix achten. In 2009 wird in West- und Südeuropa

ein steigendes Interesse seitens nordamerikanischer Marken erwartet. (MGö)

Nachholbedarf beim Wohnungsbau im Osten

Im Bundesdurchschnitt wohnen 51,5% der Deutschen in den eigenen vier Wänden.

Das ergibt eine repräsentative Emnid-Studie, die die BHW Bausparkasse vergeben

hat. Während in den alten Bundesländern mit 55,2% mehr als die Hälfte der Menschen

im eigenen Heim lebt, sind es selbst 20 Jahre nach der Wende in den neuen

Bundesländern mit 36,7% nur gut ein Drittel. Die Studie zeigt auch, dass die Ostdeutschen

viel lieber in einem Haus als in einer Eigentumswohnung leben. Nur 0,4% der

Wohneigentümer in den neuen Bundesländern haben sich für eine Eigentumswohnung

entschieden. Im Westen sind es 8,3%.

Das Ungleichgewicht bei den Eigentumsverhältnissen zwischen Ost- und Westdeutschland

ist historisch bedingt und liegt in der Wohnungsbaupolitik der ehemaligen

DDR begründet, wie Erkenntnisse der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund

bestätigen. Individuelles Wohneigentum spielte zu DDR-Zeiten eine absolut

untergeordnete Rolle. Der private Eigenheimbau wurde bis Anfang der 70er Jahre nur

geduldet. Dies spiegelt sich deutlich im Anteil von privatem Wohneigentum am gesamten

Wohnungsbestand in der DDR: Er sank von 62% im Jahr 1971 auf 41% im Jahr

1989. Nach der Wende entwickelte sich der Wohnungsbau in den neuen Bundesländern

aufgrund des Nachholbedarfes deutlich schneller als im Westen, allerdings nur

bei den Einfamilienhäusern. Der niedrige Bestand an selbstgenutzten Eigentumswohnungen

im Osten geht nach Erkenntnissen der Universität Dortmund ebenfalls auf die

Wohnungsbaupolitik der DDR zurück. Eigentumswohnungen galten als "potenziell

kapitalistische Eigentumsform".

Neben der Wohnungsbaupolitik der DDR gibt es noch weitere Gründe für den Nachholbedarf

beim Wohnungsbau im Osten. Zum einen gibt es aktuell große Einkommensunterschiede

zwischen Ost und West und zum anderen ist die Arbeitslosenquote

im Osten mit 12,2% fast doppelt so hoch wie im Westen (6,2%). Solche Faktoren beeinflussen

nachhaltig die Geldvermögensbildung und damit die Möglichkeiten, Eigenkapital

für den Eigentumserwerb anzusammeln. (MGö)

Immobilienmärkte weltweit von Wirtschaftskrise betroffen

Nach dem von CB Richard Ellis veröffentlichten Global ViewPoint Q4 2008 sind mittlerweile

alle gewerblichen Immobilienmärkte der Welt von den realwirtschaftlichen Folgen

der schwerwiegenden Kreditkrise, die 2007 mit den Verwerfungen im Subprime-

Segment des privaten Hypothekendarlehnsmarktes in den USA begann, betroffen.

Der Einfluss auf das Mietpreis- und Investitionsniveau ist allerdings regional unter-


Deals Deals Deals

Köln: Verlagsgruppe Lübbe

mietet 5 200 qm Bürofläche

im Carlswerk in der

Schanzenstraße von Beos.

Das Carlswerk auf dem Areal

des ehemaligen Kabelherstellers

Felten & Guilleaume

wurde von Beos Ende 2007

für eine internationale Investorengruppe

erworben.

München: Fremdsprachenschule

mietet 173 qm Bürofläche

in der Heßstr. 90 von

der Hausverwaltung Gött

über Engel & Völkers.

Dresden: Überregional tätiger

Dentalfachhandel mietet

850 qm im „Kontor am

Landtag“, Devrientstr. 5, in

dem von MEAG gemanagten

Bürogebäude über Richert

& Oertel.

Florenz: Henderson Global

Investors erwirbt für seinen

European Outlet Mall

Fonds das Designer

Outlet Barberino für rd. 125

Mio. Euro. Das Center hat

rund 21 500 qm vermietbare

Gesamtfläche.

Münster: Fonds einer

Schweizer Großbank erwirbt

Geschäfts- und Wohnhaus

York Center von Matrix

German Portfolio No.q

Munster S.a.r.l. Für den

Käufer war Savills beratend

tätig, für den Verkäufer

DTZ. Die 14 902 qm große

Immobilie umfasst ca.

10 282 qm Einzelhandelsfläche

und ca. 4 620 qm Wohnfläche.

Hauptmieter des Objekts

sind u.a. Saturn, Tengelmann,

DM Drogerie

sowie Deichmann und weitere

Mieter.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 18 von 21

schiedlich. Weltweit macht sich auf den Immobilieninvestmentmärkten die Verknappung

an Fremdkapital und die unterschiedlichen Erwartungen auf Käufer- und Verkäuferseite

bemerkbar. Das Transaktionsvolumen reduzierte sich global im Jahr 2008

um rund 60%, während die Renditen auf breiter Basis anstiegen. In Europa, dem

Mittleren Osten und Afrika (EMEA) ging die Vermietungsleistung in den bedeutenden

Metropolen im vierten Quartal 2008 zurück, die Leerstandsraten tendierten nach

oben. In London, Madrid, Frankfurt, Paris sowie in einigen skandinavischen Ländern

wurde ein Rückgang der Spitzenmieten verzeichnet. In ganz Asien gingen die Vermietungsleistungen

im vierten Quartal 2008 dramatisch zurück. In Australien gaben

die Nominalmieten leicht nach. Es wurden wieder verstärkt Mietanreize (Incentives)

gewährt. Entsprechendes gilt für Neuseeland, wo – bei relativ stabilen Mietpreisen –

ebenfalls ein Anstieg der Incentives verzeichnet wurde. In den USA stieg die Leerstandsquote

für Büroflächen im vierten Quartal 2008 um 40 Basispunkte auf 14%.

Für Industrie- und Einzelhandelsflächen wurde ein Anstieg des Leerstandes um jeweils

60 Basispunkte auf 11,3 bzw. 10,7% verzeichnet. Auch in Kanada stiegen die

Leerstände – mit Ausnahme von Mehrfamilienhäusern – in fast allen Nutzungskategorien.

Entsprechende Auswirkungen auf die Mietpreise sind auch hier zu erwarten.

In Südamerika wurden trotz einer sich abschwächenden Nachfrage nach Flächen

historisch niedrige Leerstände verzeichnet. Bevor hier Mietpreisreduzierungen zu

erwarten sind, kommt es zu einem Anstieg der Untervermietungen.

Das Transaktionsniveau auf dem europäischen Immobilienmarkt ist im Jahr 2008 um

53% zurückgegangen, insbesondere im vierten Quartal 2008 war die Marktaktivität

infolge des Lehman-Zusammenbruchs besonders gering, kommentiert Nick Axford,

Head of Research and Consulting bei CB Richard Ellis in EMEA. Dieser Wert liegt im

weltweiten Schnitt, wo ein Rückgang um 59% verzeichnet wurde. In einigen Märkten

wird aber wieder ein Interesse von Investoren festgestellt, insbesondere in Märkten,

wo die Renditen besonders stark gestiegen sind. Ob dies ein erstes Anzeichen einer

Markterholung ist, bleibt allerdings abzuwarten. Die eigenkapitalstarken Investoren

weltweit warten gegenwärtig die günstige Markteinstiegsmöglichkeit ab. Sollten einige

Investoren in den kommenden Monaten zu Verkäufen gezwungen werden, wird es

wieder zu einer Erhöhung des Transaktionsniveaus kommen.

Die wirtschaftliche Abschwächung wirkt sich nunmehr weltweit auf die Vermietungsmärkte

aus, Leerstände steigen und Mietpreise sinken. In Europa ist diese Tendenz

gegenwärtig schwächer als auf den amerikanischen oder asiatischen Märkten. Die

Vermietungsumsätze gingen im Jahr 2008 in Europa um 13% zurück, für dieses Jahr

wird mit einer weiteren Abschwächung gerechnet, die entsprechend zu weiter rückläufigen

Mietpreisen führen wird. Die in den meisten Märkten relativ geringe Anzahl

von Neubauprojekten wird diese Entwicklung jedoch entschärfen, so dass sich mittelfristig

sogar wieder Mietpreissteigerungspotenziale bieten.

Auch die deutschen Immobilienzentren können sich der globalen Gemengelage aus

realwirtschaftlichem Abschwung einerseits und restriktiver Kreditvergabe andererseits

nicht entziehen, ergänzt Jan Linsin, Head of Research bei CBRE. Dennoch steht

Deutschland trotz kurzfristig zu erwartenden leicht rückläufigen Mietpreisen und einem

insgesamt geringeren Vermietungsvolumen 2009 wieder verstärkt im Fokus, vor

allem bei inländischen Immobilieninvestoren mit hoher Eigenkapitalausstattung.

Neben den Versicherungen, Pensionskassen und berufsständischen Versorgungswerken

sondieren mehr und mehr Privatinvestoren den deutschen Markt und bereiten

ihre Investments vor. Bei deren Allokationsentscheidungen ist eindeutig der Trend zu

mehr Sicherheit in Form moderner, voll vermieteter Objekte in innerstädtischen Lagen

zu erkennen. Des Weiteren werden auf Seiten der Investoren aktuell wieder verstärkt

Investments zwischen 20 bis maximal 50 Millionen Euro verhandelt. Derzeit

bedarf es nur einiger weniger Initialzündungen, um den Investmentmarkt in Deutschland

wieder mit einer nachhaltigen Transaktionshäufigkeit zu beleben. (MGö)


Fonds-News

Bonn: IVG Funds will in

diesem Jahr voraussichtlich

mit mindestens 4 geschlossenen

Immobilienfonds in die

Platzierung gehen. Für 2009

sind neue Angebote mit Immobilien

in Deutschland, den

Niederlanden, Brüssel und

Mailand vorgesehen. Erwartet

wird der Vertriebsstart des

Deutschland- und des Hollandfonds

noch in der ersten

Jahreshälfte. Einen Englandfonds

ist nicht geplant. Eine

jährliche Anfangsausschüttung

von 5,5% sei geplant.

Pullach: Luxemburg-Fonds

Wachstumswerte Europa

Nr. 3 von Hannover Leasing

ist nach nur 4 Wochen

nach Vertriebsstart sehr gut

gezeichnet worden, bereits

150 Mio. von 230,6 Mio.

Euro konnten platziert werden,

bis Ende des 1. Quartals

erwartet HL nun eine Vollplatzierung.

Investiert wird in

den Büroneubau An der

Drosbach in Cloche d’Or/

Luxemburg.

Hamburg: Lloyd Fonds

geht in Kürze mit einem weiteren

Deutschlandfonds Hotel

am Fleesensee, in den

Vertrieb. Er investiert in ein

Vier-Sterne-Superior-Hotel

der TUI-Marke Iberotel am

Fleesensee und hat ein Volumen

von 19,9 Mio. Euro

(davon 8,1 Mio. Euro EK).

Der Fonds soll 15 Jahre laufen

und d 5,75% p.a. Anfangsausschüttung

bringen.

Spanien: Die spanische

Bank Santander hat die

Schließung ihres Immobilienfonds

Banif Inmobiliario

FII für zwei Jahre beantragt.

Das berichteten diverse

Nachrichtendienste und die

britische FTD.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 19 von 21

Baugenehmigungen in Bayern auf historischen Tiefststand

Nach Untersuchungen des Immobilienverbandes Deutschland Süd e. V. (IVD) wurden

im 2007 noch 36 859 Wohnungen in Bayern genehmigt, während dieser Wert im

Jahr 2008 um 4,9% auf 35 047 Wohnungen sank und damit den Wert von 2007 unterschreitet.

Hierin sieht Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD, die Quittung für die

Streichung der Eigenheimzulage sowie resultierend aus der Tatsache, dass es für

Bauträgerunternehmen schwieriger wurde, Finanzierungen zu erhalten. Zudem macht

sich auch die verschlechterte Behandlung des Vermieters etwa in Sachen Schönheitsreparaturen

bei dessen Investitionsbereitschaft bemerkbar. Impulse im Hinblick

auf eine verbesserte Bautätigkeit und für die Wirtschaftsentwicklung insgesamt könnten

beispielsweise von einer Reduzierung - besser noch Abschaffung - der Grunderwerbsteuer

für private Käufer ausgehen. Dies wäre ein echtes Anreizsystem für private

Investitionen und würde der heimischen Wirtschaft wieder zugute kommen. Nachdem

die Grunderwerbsteuer Ländersache ist, könnte die bayerische Staatsregierung

mit der Abschaffung der Grunderwerbsteuer aktiv die bayerische Wirtschaft unterstützen.

Die niedrige Neubautätigkeit wird weiter Druck auf die Mieten ausüben, wobei

die Dynamik der Mietanstiege auch relativ stark von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung

in Bayern beeinflusst wird.

Im Bayern-Trend wiesen die Mieten nach einigen Jahren deutlicher Rückgänge wieder

Preissteigerungen aus und das trotz der Finanzkrise. Wie schon im Frühjahr, war

auch im Herbst 2008 ein Ansteigen der Mietpreise, wenn auch gemäßigter, festzustellen.

Spitzenreiter sind hier die Wohnungen aus dem Bestand mit +1,3% und die Neubauten

mit +0,4%. Leichte Abschläge verzeichneten Reihenmittelhäuser aus dem

Neubau (-1,0%), Doppelhaushälften im Bestand (-0,1%) sowie Altbauwohnungen

(-0,1%). Auch im Jahr 2008 hielt der steigende Trend speziell in München für alle Objekttypen

und den verschiedenen Wohnwerten an. Während die Doppelhaushälften in

Erstvermietung um +1,4% anzogen, stiegen die Mietpreise für Wohnungen aus dem

Bestand sogar um deutliche 9,1%. München liegt weiterhin auf höchstem Niveau.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der die Neubautätigkeit bremst, ist neben der steuerlich

ungünstigen Behandlung auch das Fehlen von Bauplätzen, speziell in Ballungsräumen.

Die knappe Baugrundsituation bremst über hohe Baugrundpreise wiederum die

Bautätigkeit. Die Kommunen könnten hier durch eine maßvolle Ausweisungspolitik

helfen die Bautätigkeit wieder etwas zu forcieren. (MGö)

Frankfurt partizipiert vom Konjunkturpaket

Christina Winckler, Korrespondentin „Der Immobilienbrief“, Frankfurt

Nun ist die Finanzkrise auch in Frankfurt angekommen, und zwar zeitgleich mit dem

Konjunkturpaket des Landes Hessen und der Bundesregierung. Etwa 170 Mio. Euro

könne die Stadt Frankfurt aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und dem Sonder-Investitionsprogramm

des Landes zusätzlich für Investitionsvorhaben ausgeben,

kündigte Oberbürgermeisterin Petra Roth an. Inzwischen mehren sich auch aus

Frankfurter Unternehmen die Signale, die von sinkenden Auftragseingängen und Produktionsrückgängen

künden. So weise der nächste städtische Haushalt eine Investitionssumme

von 400 Mio. Euro für die regionale Wirtschaft aus.

Insgesamt 50 Mrd. Euro stellt der Bund bereit und weitere 1,7 Mrd. Euro das Land

Hessen. Davon erhält Frankfurt zunächst insgesamt 107 Mio. Euro, die für den Bildungssektor

zu verplanen sind, und weitere etwa 63 Mio. Euro für Infrastruktur-

Maßnahmen. Allerdings dürfen diese Mittel nur für neue Bauvorhaben ausgegeben

werden, also nicht für solche, die ohnehin im bereits gegenwärtigen Haushalt eingestellt

waren. Bis Herbst 2009 müssen die Vorhaben nachweislich begonnen werden.

Für die seitens der Stadt weitgehend frei verfügbaren 62 Mio. Euro nannte die Stadtkämmerei

Sanierung und Ausbau von Sportstätten und sozialer Infrastruktur wie beispielsweise

Jugendhäuser. Hierfür sind 30 Mio. Euro angesetzt.15 Mio. Euro stehen

für Museen und Bürgerhäuser bereit, 8 Mio. für Feuerwachen sowie 7 Mio. für die

Verkehrsinfrastruktur. Etwa 800.000 Euro werden für die Bauunterhaltung öffentlicher

Gebäude ausgegeben. 450.000 Euro erhält das Gesundheitsdezernat und etwa 1,7

Mio. Euro fließen in den Ausbau von Kindertagesstätten.


Deals Deals Deals

München: Versandapotheke

DocMorris mietet rd. 250

qm Fläche in der Plinganserstr.

47 über CBRE.

Hamburg: Rechtsanwaltskanzlei

Harmsen Utescher

mietet rd. 2 500 qm Bürofläche

am Neuen Wall 80 über

Angermann.

München: AEW Europe

erwirbt für seinen Euroffice

Fund eine Immobilie mit ca.

4 600 qm Mietfläche in der

Sonnenstraße von LaSalle

Investment Management

im Auftrag von LaSalle German

Income and Growth

Funds über CBRE.

Heidelberg: Die Immobilienabteilung

des Universitätsbauamtes

und die Pädagogische

Hochschule mieten

ca. 1 500 qm Büroflächen im

Central Office Heidelberg

über Atos Immobilien Beratung

und Rich Immobilien.

Düsseldorf: Landeshauptstadt

Düsseldorf mietet rd.

2 500 qm Fläche in der Ulmenstr.

215 von der Ärzteversorgung

Westfalen über

Atisreal.

Wilhelmsburg: HBV-

Hanseatic Dienstleistung

Logistik-Transport mietet

415 qm Büro- u. Terrassenfläche

am König-Georg-Stieg

5 von GEB-Bauer über Engel

& Völkers.

Oldenburg: edc by Esprit

mietet rd. 520 qm Ladenlokal

in der Langen Str. 66 über

Lührmann.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 20 von 21

ZIA: Finanzmarktkrise bis Ende 2009 spürbar

Christina Winckler, Korrespondentin „Der Immobilienbrief“, Frankfurt

Von der Finanzmarktkrise in Deutschland bleibt die Immobilienwirtschaft voraussichtlich

bis Ende 2009 betroffen. Früher dürften die Probleme der Refinanzierung nach

Ansicht von Bankenvertretern nicht abgearbeitet sein. Zu diesem Ergebnis kamen die

regionalen Unternehmergespräche des ZIA Zentralen Immobilien Ausschuss in

Köln, Hamburg und Frankfurt. Diese fanden im Januar und Februar zwischen Immobilienwirtschaft

und deutschen Banken statt. Trotz der Probleme gebe es jedoch gegenwärtig

keine generelle Kreditklemme. „Sowohl Bankenvertreter als auch Unternehmer

berichten, dass Finanzierungen weiterhin möglich sind, wenn auch auf niedrigerem

Niveau“, so Axel von Goldberg, Geschäftsführer beim ZIA. „Um auch etwas

größere Finanzierungen zu stemmen, besteht zudem die Möglichkeit, Konsortien mit

befreundeten Banken zu bilden.“ Berichtet wurde von Finanzierungen bis zur Höhe

von 150 Mio. Euro, die durch derartige Konsortien ermöglicht worden seien.

Nach Einschätzung von Claus-Jürgen Cohausz von der Westdeutschen ImmobilienBank

wird die Zinsbelastung für Immobilieninvestoren in etwa stabil bleiben. Die

Refinanzierungskosten der Banken seien zwar deutlich angestiegen, dies werde aber

für den Endkunden durch die Zinssenkungen der EZB kompensiert.

Jedoch gibt es nach Ansicht von Matthias Danne, Vorstand der Deka Bank, in Teilsegmenten

der Immobilienwirtschaft erhebliche Probleme. Besonders bei gewerblichen

Immobilienfinanzierungen sei durchaus eine Kreditklemme möglich. Und Projektentwicklungen

würden schon heute auf Grund der Komplexität und des damit verbundenen

höheren Risikos fast nicht mehr finanziert.

Die Finanzierung von Wohnungskäufen beurteilten verschiedene Teilnehmer positiv.

Die Wohnimmobilie gelte als sicherer Hafen. Auch Prolongationen bestehender Kredite

seien grundsätzlich möglich, teilweise müssten jedoch Banken hierfür Neufinanzierungsmittel

zurückhalten.

Veranstaltungshinweis - PropertyLunch®

Tagungspauschale bei allen Events 150,- Euro zzgl. MwSt.

Berlin (jeweils von 12.30 bis 14.30 Uhr, Veranstaltungsort: Hotel de Rome)

25.03.2009 - Thema: Scoring– und Flächenmodelle zur Bewertung von Fachmärkten

und Fachmarktstandorten

22.04.2009 - Thema: Die Aldisierung der deutschen Hotellerie

München (Hotel Mandarin Oriental von 12.30 bis 14.30 Uhr)

17.03.2009 - Thema: Zinsstrategien - So erkennen Sie den idealen Einstiegszeitpunt!

Frankfurt (Villa Kennedy von 12.30 bis 14.30 Uhr)

18.03.2009 - Thema: Immobilien—Erwerb aus der Krise/ Krisennaher Erwerb

Düsseldorf (jeweils von 12.30 bis 14.30 Uhr im Steigenberger Parkhotel)

24.03.2009 - Thema: Immobilien - Erwerb aus der Krise/ Krisennaher Erwerb

28.04.2009 - Thema: DCF und WertV - Überbrückbare Gegensätze?

Hamburg (Übersee-Club Hamburg von 12.30 bis 14.30 Uhr)

03.03.2009 - Thema: Immobilien - Erwerb aus der Krise / Krisennaher Erwerb

Mehr Informationen finden Sie hier.


Impressum

Rheda-Wiedenbrück, T: 05242-

901250, F: 05242-901251

info@rohmert.de,

www.der-immobilienbrief.de,

Chefredaktion: André Eberhard

(V.i.S.d.P.)

Immobilienredaktion: Thorge

Albat, Michael Beck, Dr. Thomas

Beyerle, Daniel T. Borger, Dr.

Gudrun Escher, Marion Götza,

Ergin Iyilikci, Uli Richter, Werner

Rohmert, Martina Rozok, Frank

Peter Unterreiner, Dr. Karina

Junghanns, Petra Rohmert, Constanze

Wrede

Immobilienaktien: Hans Christoph

Ries, Berlin: Karin Krentz,

Frankfurt: Christina Winckler,

München: Thomas Döbel (u.v.a.),

Einzelhandel: Dr. Ruth

Vierbuchen, Volkswirtschaft: Dr.

Günter Vornholz

Hrsg.: Werner Rohmert

Recht / Anlegerschutzrecht:

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Schirp & Apel, Berlin

Redaktl. Beirat: Klaus Ansmann

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Kurt E. Becker (BSK), Jürgen

Böhm (ImmobilienScout24),

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(Bulwien AG), Bernhard

Garbe (Stilwerk/Garbe Logistik),

Franz Lucien Mörsdorf (Deka

Immobilien) Dr. Karl Hamberger

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Dr. Karina Junghanns,

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Motte, Prof. Dr. Wolfgang Pelzl

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Wissenschaftliche Partner:

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FRICS (Berufsakademie Stuttgart

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Umwelt Nürtingen -Geislingen)

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Namens-Beiträge geben die Meinung

des Autors und nicht unbedingt der

Redaktion wieder.

Nr. 186, 09. KW, 27.02.2009, Seite 21 von 21

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief" erwähnt werden:

ABN Amro (12); Aengevelt (4); AEW Europe (20); Alba BauProjekt Management (4);

Am Objekt Immobilien (5); Angermann (20); apellasbauwert property group (9); Ärzteversorgung

Westfalen (20); ASKO (2); Atisreal (12, 14, 20); Atos Immobilien Beratung

(20); AXA REIM (6); Banif Inmobiliario FII (19); BASF (2); BauGrund-Gruppe (9); Bayer

(2); Bayerische Bau und Immobilien (4); Beos (18); BHW Bausparkasse (17);

Blacksmith Fund Ltd. (2); BMS (16); Calvin Klein (14); Catella (4); CB Richard Ellis

(17, 18, 20); Clifford Chance (12); Colliers (16); Colliers S& LS. (14); Comfort (12,

17); Commerz Real (9); Commerzbank (2); Corpus Sireo (6); Daimler (2); DC Commercial

(14); Degi 13; Deichmann (18); Deka Bank (20); Deka Immobilien (9-12);

Deutsche SB-Kauf (2); DIC Asset (16); DM Drogerie (18); DocMorris (20); DTZ (18);

Engel & Völkers (16-18, 20); Eon (2); Esprit (20); Estavis (7, 9); Europäisches Parlament

(12); Evangelisches Siedlungswerk Bayern (16); EZB (20); Fairvesta (7); Felten

& Guilleaume (18); Fielmann (11); FOM Real Estate (11); Garbe (6); GEB-Bauer (20);

Goldsmith (2); GRR (14); HafenCity (14); Hahn Gruppe (2); Hannover Leasing (19);

Hansainvest (10); Harmsen Utescher (20); Hauck Rechtsanwälte (11); Hausverwaltung

Gött (18); HBV-Hanseatic Dienstleistung Logistik-Transport (20); Henderson

Global Investors (18); Hertie (2); Hochtief (16); Horten (2); HSH Nordbank (11); Hypo

Real Estate (4); IGB (6); IK 8; Immobilienverband Deutschland (IVD, 10, 19); Immoinventa

Asset Management (16); IVG (2, 14, 19); JLL (16, 17); Johnson & Johnson

(12); Jones Lang LaSalle (6); Jones Lang LaSalle Hotels (11); Kaiser‘s (9); Kali+Salz

(2); Kemper’s JLL (17); KGAL (10); Klumpe (10); Kocian, Solc und Balastrik (12); Kuchenbuch

u. Partner (14); Landeshauptstadt Düsseldorf (20); LaSalle German Income

and Growth Funds (20); LaSalle Investment Management (2, 9, 20); LB Immo

Invest (5); Lehman (18); Lehmann (11); Lindner (16); Lloyd Fonds (7, 9, 19); Lührmann

(9, 20); Luxemburg-Fonds Wachstumswerte Europa Nr. 3 (19); Matrix German

Portfolio No.q Munster S.a.r.l. (18); MEAG (18); Metro (2); Möbel Oase Bozkurt (17);

Morgan Stanley (14); Motorola (17); Multipolster (17); Mustang (12); Norddeutsche

Steingut (2); Opportunistic Co-Investments (16); Osco (17); Pandora (17); Patria Corporate

Finance (12); Pramerica (14); ProLogis (17); Quinlan Private (11); Real I.S.

(11); Realgrund (10); Rich Immobilien (20); Richert & Oertel (18); RREEF Investment

(9); RWE (2); Santander (19); Saturn (18); Savills (18); Savills (2); Scope (7); Siemens

(2, 10, 16); Signa (5); SoFFin (11); Spar (2); städt. Wohnungsbaugesellschaft

(WBG) (16); STIWA (2); storescouts (11); Telcokreisel (17); Tengelmann (18); TLG

Immobilien (9); TUI (19); Uni Dortmund (17); Union Investment Real Estate (9); Valad

Property Group (16); Verlagsgruppe Lübbe (18); VGF (5); Westdeutsche Immobilien-

Bank (2, 3, 20); WestInvest (9, 11); Wölbern Invest (14); Yxlon (16); ZIA Zentralen

Immobilien Ausschuss (20); Ziraat Bank International (14)

Unternehmen, die in "Der Immobilienbrief Ruhr" erwähnt werden:

Aengevelt (2), Anteon (3), Architekturbüro HPP (6), Atisreal (2), Aurelis (1,3,5), Axel

Springer (3), Bauträger GmbH (2), BBE (6), BeneVit (4), Boomex (5), Brockhoff &

Partner (2,3,6), BulwienGesa (2), Bundesknappschaft (3), Collier Trombello Kölbel

(3), Comfort (3,4), Context (3), Coparts Autoteile (4), Cubion (2,4,5), Deusche Bahn

(5), Douglas (2), Dt. Annington (3), ebs-Immobilienakademie (2), E.ON (1,2,3,4), ECE

(5), EGR (5), Engel & Völkers (4), EWG (2), Ferrotron Technologies GmbH (6),

Gamestop (6), GbR Kruppstr. 74 (4), Genobank Essen (4), Hammeskrause Architekten

(5), Harpen (6), Hertie (5), HLG (1,5), Hochtief (3,4), Höveler (6), IDE (5), IKB (6),

(4), Immonet.de (3), IPD (1), ITS Logistik (6), Jamestown (1), JLL (1,3), Karstadt (5),

Kemper’s JLL (6), M3 Capital Partners (2), M&B (4), MDengineering (3), Metro (5),

Minteq International GmbH (6), Monsoon (4), mfi (2,4), Morgan Stanley (1), ms neumann

(5), Nokia (1,4,5), ProLogis (2), Real I.S. (6), Realogis (5,6), Ruhruniversität

(5), Siemens Real Estate (3), Stadtwerke Essen (2), Swiss Life (4), Thelen Gruppe

(1,4), Thyssen Krupp (3), Vivico (5), Westfalia Immobilien (6).


Nr.: 2

09. KW / 27.02.2009

Kostenlos per E-Mail

ISSN 1860-6369

Inhaltsverzeichnis

Büromärkte Ruhrgebiet

Nokia Gelände auf

neuem Kurs

Aurelis zieht nach

Duisburg

Solingen bekommt

einen Hofgarten

Wie kommt Harpen

auf die Insel?

Impressum

Chefredaktion:

Dr. Gudrun Escher

(V.i.S.d.P.)

Kontakt:

Gudrunescher

@hotmail.com

Herausgeber:

Werner Rohmert

Verlag:

Research Medien AG,

Lippstädter Str. 133,

33378 Rheda-Wiedenbrück,

T.: 05242 - 901-250,

F.: 05242 - 901-251

E.: info@rohmert.de

Vorstand: Werner Rohmert

Aufsichtsrat: Prof. Volker

Hardegen (Vorsitz), Univ.

Prof. Dr. jur. habil. Karl-

Georg Loritz, Petra Rohmert

Bank: KSK Wiedenbrück

BLZ 478 535 20

Kto.-Nr.: 53 207

Namens-Beiträge geben die

Meinung des Autors und

nicht unbedingt der Redaktion

wieder.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Nr. 2, 09. KW, 27.02.2009, Seite 1

die Zeit der Bilanzierungen ist da, alle schauen noch einmal wehmütig auf die

gigantischen Zuwächse des ersten Halbjahres 2008 zurück, wodurch der Einbruch

der Umsätze im vierten Quartal noch abgefedert wurde – wohl wissend,

dass das angebrochene Jahr ganz anders aussehen wird. Wie, das weiß noch

niemand. „Heute von dem Niveau aktueller Renditeentwicklung zu sprechen, sei

Kaffeesatzleserei, denn es gebe keinen Markt, also auch keine Vergleichsgrößen".

So äußerte sich Anfang Februar Walter Klug, Morgan Stanley Real Estate

Investment, auf dem Branchentreff CIMMIT in Frankfurt. Christoph Kahl,

Jamestown US-Immobilien Köln, diagnostizierte als typische Kennzeichen für

eine Rezession, dass Projektentwicklungen aufgeschoben würden auf Druck von

zwei Seiten, einmal den finanzierenden Banken, die mit Risikoaufschlägen Kredite

verteuern, andererseits von den Nutzern, die mit ihren Entscheidungen über

Umzug, Erweiterung oder Neustrukturierungen abwarten. „sit and wait" heißt

die verbreitete Devise auch nach Beobachtung von Jones Lang LaSalle. Die

Annäherung zwischen risiko-adäquater Preisgestaltung und Investition sei noch

in vollem Gange. IPD beobachtete in der Vergangenheit in Deutschland eine geringere

Abhängigkeit der Gesamtrenditen von der Wertsteigerung der Immobilien

als etwa in Großbritannien und stärkere Bindung an den cash flow, an die realen

Mieterlöse. Das stelle sich jetzt, wie Nassos Manginas ausführte, als stabilisierender

Vorteil heraus, zudem dann, wenn wie an den meisten B-Standorten längerfristige

Mietverhältnisse überwiegen.

Damit sind wir mitten im Ruhrgebiet und bei den Schlussfolgerungen, die die Büromarktberichte

nahe legen. Da dominieren bei den Vermietungen die Abschlüsse

unter 1 000 qm ausgenommen selbst genutzte Immobilien wie in Essen

die Neubauten für E.ON, die 2008 den größten Brocken ausmachten. Selbst unter

der Voraussetzung, dass für die übrigen Städte, auch Duisburg und Dortmund,

das Niveau ohnehin um „eine Etage niedriger" anzusetzen ist, bestätigt

sich der Trend, dass man in Zeiten, in denen die Vorsicht regiert, bescheidener

wird. Das hindert solide Investoren nicht, behutsam große Vorhaben anzugehen,

wie die Aurelis Real Estate mit dem Umzug der Niederlassung West von Köln

nach Duisburg, die Essener Thelen Gruppe mit dem Nokia-Gelände in Bochum

oder den Münsteraner Projektentwickler HLG mit dem Einkaufszentrum Hofgarten

in Solingen.

Dass das Ruhrgebiet als Energieland Nr.1 zukunftsfähig ist, dafür stehen zwei

neue Institute: Das Büro für Geothermie in Bochum (www.geothermiezentrum.de)

eröffnete im Februar und beantwortet alle Fragen zu dieser Technologie,

die helfen soll, den Klimawandel zu verlangsamen. Im Gewerbepark Zeche

Ewald in Herten wurde mit dem Neubau für das Anwenderzentrum Wasserstoff-Technologie

begonnen. Dort soll auch die Weltkonferenz 2010 für

Wasserstoff-Technologie stattfinden, die neue Energiequellen erschließen

wird. Wissenschaft und Technologie sind wichtige Partner

für den Immobilienmarkt im Revier.

Dr. Gudrun Escher, Chefredakteurin


Nr. 2, 09. KW, 27.02.2009, Seite 2

Hohe Büroflächenumsätze und niedrige Leerstände, aber unterschiedliche

Einzelmärkte

Personalien

Dr. Gudrun Escher

Die Büromärkte in den vier größten Städten des Ruhrgebiets entwickelten sich 2008

relativ stabil, auch wenn verschiedene Quellen verschiedene Zahlen publizieren. Unser

Fazit von West nach Ost, von Duisburg bis Dortmund.

Dr. Marcus U. Hüttermann Duisburg

(42) wird ab dem 1. August Brockhoff Immobilien beziffert die Fremdvermietung auf 68 300 qm, die Eigennut-

2009 neues Vorstandsmitglied zung auf 3 700 qm, gesamt 72 000 qm. Fertigstellungsvolumen 16 000 qm, Spitzen-

der mfi management für miete 13,50 Euro, Leerstandsquote 2,0% entsprechend 52 000 qm Angebotsreserve.

immobilien AG. Er folgt da- Davon entspreche die Hälfte nicht dem modernen Standard. Bei den Angebotsresermit

Wolfgang Seifert, der auf ven benennt Brockhoff noch das Projekt RIW Tower in Ruhrort mit

eigenen Wunsch aus dem allein 13 000 qm Fläche, das jedoch Ende 2008 unabhängig von

Vorstand ausscheidet, jedoch der Finanzkrise gestoppt worden ist. Tendenziell erwartet Brockhoff

weiter im Aufsichtsrat ver- für 2009 leichte Zunahmen in allen Faktoren, nur Leerstand und

bleibt. Dr. Hüttermann ist Spitzenmiete würden unverändert bleiben.

zurzeit alleiniger Geschäftsführer

der Douglas Immobi- Cubion sieht die Vermietungsleistung mit 70 500 qm dank starken

lien KG, außerdem im Ver- vierten Quartals auf Vorjahresniveau. Der Büroflächenumsatz ging

waltungsrat des German um 19% auf 73 000 qm zurück, davon waren nur 2 500 qm Eigennutzung. Die Spit-

Council of Shopping-Center zenmiete stieg 12,50 Euro auf knapp 15 Euro am Innenhafen, die Leerstandsquote ist

(GCSC) e.V. und Dozent an mit nur 2,1% (Vorjahr 2,6%) so niedrig wie nie. Die größte Einzelvermietung 2008

der ebs-immobilie- betraf 9 900 qm in der innerstädtischen Friedrich-Wilhelm-Straße an den Liegennakademie.schaftsbetrieb

BLB des Landes NRW.

Essen

Unternehmensnews

Die EWG Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft beobachtet einen leichten

Rückgang der Büroflächenumsätze von 158 000 qm 2007 auf – nach eigener Aussage

einzeln belegbare – 152 100 qm. Nach der exorbitanten Steigerung 2006 sieht

ProLogis European Pro- man sich immer noch auf sehr hohem Niveau. Dabei entfielen 59 900 qm oder 39%

perties PEPR mit Sitz in auf Eigennutzer (E.ON, Stadtwerke Essen). Von den insgesamt 130 Deals des Jah-

London und Luxemburg, res 2008 betrafen rund 100 Mietflächen unter 1 000 qm. Das kurzfristig verfügbare

größter europäischer Besitzer Angebot ist in Essen um rund 2,9% auf ca. 167 000 qm gesun-

von Logistikimmobilien darken, Leerstandsquote Ende 2008 bei 4,8%. Die Spitzenmieten

unter Objekte in Soest und stiegen von 12,80 Euro auf 13,20 Euro gestiegen in Rütten-

Krefeld, hat das letzte Drittel scheid/Bredeney, dort Anteil am Gesamtumsatz 52,1%.

des ProLogis European

Properties Fund II (PEPF

II) an sechs institutionelle

Anleger veräußert und musste

dabei einen Nachlass von

28% gegenüber Dezember

2008 hinnehmen, als die ers-

Atisreal kommt nach Abzug der 40 000 qm für E.ON Ruhrgas

auf über 107 000 qm vermietete Bürofläche (2007 156.000). Auf

die periphere Zone Rüttenscheid/Bredeney entfielen 53% Umsatzanteile.

Hier wurden auch die Spitzenmieten zwischen 12,80

und 13,50 Euro erzielt. Der Leerstand sank weiter von 4,8% auf jetzt 3,6%, aber nur

weniger als ein Drittel der verfügbaren Flächen habe modernen Standard.

ten zwei Drittel platziert DIP Aengevelt Research liegt beim Büroflächenumsatz incl. Eigennutzer ungefähr

wurden. Damit schrumpfte bei den Zahlen der EWG mit 151 000 qm, sieht die Leerstandsquote bei 5,7%. Die

der Eigenanteil an dem Spitzenmiete sei von 12,80 auf 13 Euro gestiegen.

Fonds auf Null. Die Nettogewinne

werden zum Schuldenabbau

verwendet. Finanzberater

war M3 Capital

Partners.

Cubion hat 140 Einzeldeals gezählt und kommt ebenfalls auf 152 000 qm Umsatz,

der sich jedoch aus 62 000 qm Eigennutzer, fast auf dem Niveau vom Vorjahr, und

92 000 qm Fremdvermietung zusammensetze, sehr ausgewogen über das Jahr verteilt.

Die Leerstände seien von 5,0% auf 4,0% gesunken, wovon 0,4% auf Untervermietungsangebote

entfallen, bei nur 10% hochwertiger bzw. Neubauqualität.

Brockhoff Immobilien übernimmt für Essen die Zahlen der Wirtschaftsförderung

EWG und prognostiziert für 2009 eine Abnahme der Fremdvermietung sowie des Gesamtflächenumsatzes,

aber weitere Zunahme der Eigennutzer in der von Konzernen

bestimmten Stadt. Leerstandsquote und Spitzenmiete werden sich nicht verändern.


Unternehmensnews

Die Essener HOCHTIEF

Projektentwicklung feierte

Ende Januar in München

Richtfest für den Zentralen

Omnibusbahnhof (ZOB) im

Stadtbezirk Ludwigsvorstadt-

Isarvorstadt als Verkehrs-,

Dienstleistungs- und Handelszentrum.

Vorbild für das in

Deutschland bislang einmalige

Konzept sind die Non-

Aviation-Bereiche moderner

Flughäfen. Für mehr als 80%

der insgesamt 25 000 qm Gewerbe-

und Büroflächen sind

bereits Mietverträge unterzeichnet

Deutsche Annington Immobilien

GmbH mit Sitz in Bochum

und das Immobilienportal

Immonet.de kooperieren

beim Wohnungsmarketing

und in der Immobilienvermittlung.

Die Deutsche

Annington ist mit mehr als

220 000 Einheiten eines der

größten Wohnungsunternehmen

in Deutschland. Axel

Springers Immobilienmarktplatz

Immonet.de ist mit über

950 000 Angeboten im Monat

eines der führenden deutschen

Immobilienportale.

Bochum

Bochum: MDengineering

mietet 172 qm Fläche in der

Markstr. 77 von einer Privatperson

über Brockhoff &

Partner.

Essen

Essen: Context Wirtschafts-

und Arbeitsentwicklung

mietet 286 qm Bürofläche in

der Kastanienallee 95 über

Brockhoff & Partner.

Bochum

Nr. 2, 09. KW, 27.02.2009, Seite 3

Für Bochum liegen nur von Brockhoff Immobilien Marktdaten vor,

basierend auf der Studie von Bulwien Gesa von 2008. Die

Fremdvermietung betraf 49 150 qm, Eigennutzung 28 950 qm, ergibt

den Gesamtflächenumsatz von 78 100 qm. Das Fertigstellungsvolumen

wird mit 28 959 qm angegeben, was zu einer für die Region

vergleichsweise hohen Leerstandsquote von 5,6% führt. Die

Spitzenmieten liegen bei 11,00 Euro. Die größte Einzelvermietung

über 6 900 qm im Trimontepark erfolgte, vermittelt durch Brockhoff,

an die Bundesknappschaft.

Dortmund

Auch für Dortmund verwendet Brockhoff die Zahlen der Wirtschaftsförderung. Demnach

wurden 65 000 qm fremd vermietet und 13 500 qm von Eigennutzern übernommen.

Der Gesamtflächenumsatz wird entsprechen mit 78 500 qm angegeben und

damit 14% unter dem Vorjahreswert (in der publizierten Tabelle sind Gesamtflächenumsatz

und Fremdvermietung vertauscht worden). Den größten Einzelabschluss bildete

die Vermietung von 13 000 qm Bürofläche in einem Neubauprojekt am

„Dortmunder U“ an eine Sozialversicherung. Die Spitzenmiete lag bei 12,50 Euro und

die Leerstandsquote mit 3,9% bei einem Fertigstellungsvolumen

von 16 000 qm. In 2009 wird nur letzteres steigen, im

Übrigen erwartet Eckhard Brockhoff wenig Veränderungen.

Die Auswertung eigner Zahlen von Cubion ergab einen Flächenumsatz

von 77 500 qm, darin enthalten 13 500 qm Eigennutzung,

entsprechend 18% unter dem Vorjahreswert,

jedoch immer noch 10% über dem 5-Jahresdurchschnitt.

114 000 qm vakanter Bürofläche incl. dem Flughafengebiet

Holzwickede bedeuten 4% Leerstand, die Spitzenmiete liegt

bei 13,00 Euro. Da 75% der Leerstände nur niedrige oder mittlere Qualität aufweisen

und die Mehrzahl der verfügbaren hochwertigen Flächen sich an der immer weniger

gefragten Büromeile entlang der B1 befinden, besteht ein Nachfrageüberhang in der

City, obwohl für 2009 24 000 qm Fläche neu auf den Markt kommen werden.

Zu einem anderen Ergebnis kommt Atis Real mit nur 68 000 qm Flächenumsatz

(ohne Eigennutzeranteil?) und die 17,2% Zuwachs sind wohl ein Druckfehler und sollten

den Rückgang bezeichnen. Beim Leerstand kommt man auf 3,5% und bei

den Spitzenmieten auf 13,50 Euro. Relativ hoch sei mit gut 45% der Anteil moderner

Leerstandsflächen am Gesamtleerstand von 97 000 qm, der sich gleichmäßig

auf die City, den Cityrand und Nebenlagen verteile. Dabei spielt wohl eine Rolle,

dass Neubauprojekte im Bereich Stadtkrone Ost sowie Phoenix West langsamer

als erhofft vom Markt angenommen werden. Dennoch ist die Leerstandsquote

die zweitniedrigste in der Region.

Fazit: Duisburg, die Stadt der Logistiker und Call-Center, hat mit Abstand die geringsten

Leerstände und deshalb ein Problem: Interessenten für Gewerbe- wie für

Büroflächen treffen kaum mehr auf ein ausreichendes Angebot. Da kommt die Entwicklung

von Aurelis am Bahnhof zur rechten Zeit (siehe Sonderbericht). Bei der am

Innenhafen erzielten Spitzenmiete hat Duisburg, trotz gestiegenen Mieten in allen

Ruhrstädten, in 2008 sogar Essen überholt. Essen mit den größten Büroflächenbeständen

bewegt sich weiter auf hohem Niveau, auch wenn Eigennutzer wie ThyssenKrupp

und E.ON nicht alle Jahre die Bilanz aufbessern. Die Stadt bleibt geprägt

durch die Hauptverwaltungen von DAX-Unternehmen, ist dadurch bedingt anfälliger

für wirtschaftliche Schwankungen, man wird hier die Rezession zu spüren bekommen,

zumal die öffentliche Hand ihren Bedarf gedeckt hat, nur noch 10% entfielen

2008 auf diesen Sektor. Dennoch könnte es sich lohnen, das moderne Büroangebot

zu ergänzen. Bochum wird schon hinsichtlich des geringeren Büroflächenbestandes

immer Schlusslicht bleiben, hat jedoch noch großes Entwicklungspotential im Bereich

Universitätsstraße und im Umfeld der Ruhruniversität. BioPark und die neue Hochschule

für Immobilienwirtschaft sind nur die Spitze des Eisbergs. Nur hier stieg die

Vermietungsleistung, wobei die Fremdvermietung sogar um ca. 50% zugenommen

hat. Dortmund hat als Tor zu Westfalen ein eigenes Profil und dürfte weniger


Essen

HOCHTIEF Projektentwicklung,

Essen, hat drei

neue Senioren-Pflegeeinrichtungen

in Süddeutschland

an Swiss Life veräußert.

Sie werden von BeneVit betrieben

nach einem Konzept

mit Hausgemeinschaften.

Coparts Autoteile mietet

1 700 qm Bürofläche an der

Ruhrallee von Privat über

Cubion.

M&B Immobilienfachverwaltung

hat in Essen (Baustr.

15-17 und Richtstraße 61)

zwei Mfh und sieben Garagen

gekauft. Die Gesamtnutzfläche

beträgt 846 qm. Verkäufer

ist ein privater Eigentümer.

Vermittelnd tätig ist

Engel & Völkers..

Monsoon Accessorize mietet

rd. 50 qm Ladenfläche in der

Limbecker Str. 52 über Comfort.

E.ON IS GmbH aus Hannover

hat im „Ruhrforum“ an

der Kruppstraße 74 1 800 qm

Bürofläche angemietet. Eigentümerin

ist die GbR

Kruppstraße 74, die Vermittlung

erfolgte durch CU-

BION Immobilien AG.

mfi Management für Immobilien

AG ist umgezogen und

hat in dem selbst entwickelten

und zwischenzeitlich an

Alstria AG verkauften Bamler

Service Park im Essener

Norden 7000 qm Bürofläche

angemietet. Das bisherige

Domizil Am Waldhausenpark

in bester Innenstadtlage mit

3 800 qm Büros wird künftig

von der Geno Bank Essen

komplett belegt.

Nr. 2, 09. KW, 27.02.2009, Seite 4

anfällig reagieren als Essen. Das spiegelt sich vor allem in den Einzelhandelsmieten,

die in der Spitze mit fast 200 Euro/qm doppelt so hoch sind wie in Essen (Quelle:

Comfort). Aber das ist ein anderes Thema.

Der Flächenumsatz in den vier Städten zusammen betrug (incl. Eigennutzer) ca.

382 000 qm und lag damit über dem Umsatz in Düsseldorf. Der Leerstand beträgt

durchschnittlich 4,1%. Dabei nicht eingerechnet sind die vielen Vermietungen in Mülheim

an der Ruhr – dort gibt es derzeit praktisch keine freien Büroflächen mehr – in

Gelsenkirchen, Herne, Herten u.a.

Zum Vergleich: Düsseldorf 368 000 qm vermieteter Fläche (-21%), Spitzenmiete

23,50 Euro im Medienhafen, Leerstandsquote 8,7%. (Quelle: Anteon)

Nokia-Gelände in Bochum auf neuem Kurs

Vor einem Jahr wurde das Bochumer Werk des Handy-Herstellers Nokia trotz aller

öffentlichen Proteste geschlossen und immer noch haben 1300 von den ehemals

2300 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen keine neuen Arbeitsplätze. Seit Ende 2008

der Essener Immobilienentwickler Wolfgang Thelen den Kaufvertrag für das Nokia-

Gelände unterzeichnete, gibt es neue Hoffnung.

Der Verkauf der Nokia Liegenschaft an die Thelen Holding GmbH steht im Zusammenhang

mit dem Programm „Wachstum für Bochum“, das die nordrheinwestfälische

Landesregierung und das Unternehmen

Nokia im Juni 2008 ins Leben gerufen und

mit jeweils 20 Mio. Euro ausgestattet haben. Weitere

20 Mio. sollten durch den Verkauf des Areals

erzielt werden. Ziel des Programms ist es, in Bochum

und der näheren Region Wachstumsimpulse

zu fördern, neue Arbeitsplätze zu schaffen und

Investitionen zu generieren. Die Liegenschaften

zwischen Meesmannstraße und Rensingstraße im

Bochumer Norden direkt an der Stadtgrenze zu

Herne passten, wie Wolfgang Thelen bestätigt,

sehr gut in das bestehende Portfolio, denn gleich

nebenan besitzt Thelen eine Liegenschaft an der

Herner Südstraße, die wiederum die Zufahrt zum

nahen Autobahnanschluss der A 43

"Rensingsstraße" ermöglicht. Deshalb sollen bei-

Ehem. Nokia-Gelände Bochum

de Areale mit insgesamt 330 000 qm Fläche als grenzüberschreitendes Gewerbegebiet

zusammengefasst werden. Da zudem die Güterbahngeleise mit einem Haltepunkt

"Bochum-Nokia" das Areal durchqueren, kann Thelen hier mit einem bimodalen

Anschluss im 24-Stunden-Verkehr punkten, was insbesondere für Logistiker

von Bedeutung ist. Deshalb liegt der Schwerpunkt für die Vermietung auch im Bereich

Industrielogistik und Gewerbe. Ausgeschlossen sind Einzelhandel – auf

Wunsch der Stadt Bochum – sowie Schwerindustrie mit Emissionsbelastung, denn

angrenzend liegt ein Wohngebiet, das durch die geplante neue Zufahrt deutlich entlastet

werden wird. Der Gebäudebestand von Nokia soll komplett erhalten bleiben, da

die Montagehallen erst 7 bis 15 Jahre alt und in gutem Zustand sind, deshalb zu

"wertvoll" für einen Abriss. Weil es jedoch im Bestand einige eigens für Nokia eingerichtete

Sonderflächen gibt, wird eine 100%ige Vollvermietung nicht möglich sein.

Anders im sog. Werk II des Vorbesitzers Graetz, der dort Fernseher produzierte. Diese

Bauten werden abgerissen und durch neue Hallenflächen bis 40 000 qm ersetzt.

Wolfgang Thelen begann 1991 in seinem Familienunternehmen eine Immobiliensparte

für Projektentwicklung und Bestandsmanagement aufzubauen. Seine eisern durchgehaltene

Politik zielt dabei auf Bestandshaltung und Vermietung im gewerblichen

Bereich, auch wenn in den letzten Jahren hohe Gewinne für Weiterverkäufe möglich

gewesen wären. Gelegentlich ist sogar das ein oder andere höherwertige Wohnobjekt

mit dabei. Die deutschlandweit verteilten Liegenschaften werden von drei Büros

aus betreut, dem Hauptsitz in Essen in einem selbstgenutzten Büroobjekt in Nähe der


Essen

Die Boomex GmbH, führender

Hersteller von Kohle- und

Grillanzündern in Europa, hat

im Gewerbegebiet Stadthafen

im Essener Norden 5 100 qm

Hallen- und 700 qm Bürofläche

angemietet, um verschiedene

Betriebsstätten zusammen

zu führen. Vermittler

war Realogis, Berater für

Logistik- und Industrieimmobilien

mit Büros in München,

Stuttgart und Düsseldorf.

Mühlheim a. d. Ruhr

Im Gewerbegebiet Lahnstraße

hat die Mülheimer ms Neumann

Elektronik GmbH

1 600 qm Büroflächen und

etwa 1 400 qm Lagerflächen

angemietet. Eigentümer des

im Frühjahr 2009 bezugsfertigen

Objekts ist ein lokaler

Investor. Vermittler war CU-

BION Immobilien AG.

Bochum

Am 5. Februar 2009 wurde

auf dem Campus der Ruhr-

Universität das neue Bio-

Medizin-Zentrum eröffnet,

entworfen und realisiert von

hammeskrause Architekten.

Dort sollen Unternehmen aus

der Medizintechnik, der Biomedizin

und der Gesundheitswirtschaft

in einem Gebäude

zusammen kommen. Das im

Auftrag der Entwicklungsgesellschaft

Ruhr-Bochum

mbH (EGR) entstandene

Zentrum umfasst insgesamt

5 350 qm und stellt den TechnologieunternehmenLaborflächen

sowie Werkstatt- und

Büroräume zur Verfügung.

Vermietung und Ausnutzung

der Flächen können individuell

angepasst werden. Bereits

in der Bauphase seien die

ersten Nutzer eingezogen.

Nr. 2, 09. KW, 27.02.2009, Seite 5

Messe Essen und den Zweigbüros in Berlin und Rastatt für den süddeutschen Raum.

Die Bestände belaufen sich derzeit auf ca. 700 Mio. Euro. Über die Kaufsumme für

das Nokia-Gelände ist Stillschweigen vereinbart worden. Im Fokus stehen langfristig

orientierte Investoren als Mieter und die ersten Mietverträge werden derzeit in Eigenregie

durch Thelen verhandelt, wobei es sich sowohl um Verlagerungen innerhalb

von NRW handelt als auch um Neuzuzug. Wenn alles klappt, könnten ab dem 3.

Quartal 2009 Teilflächen wieder neu bezogen, d. h. auch neue Arbeitsplätze vor Ort

angeboten werden. Thelen rechnet mit bis zu 1 000, wenn der Park voll ausgelastet

ist. Bis dahin muss noch ein neuer Name gefunden werden, der nicht immer wieder

an die trübe Vergangenheit erinnert, auch wenn Nokia hier noch mit einem langfristigen

Mietvertrag für eine Büroetage präsent ist. (GE)

Aurelis wird von Duisburg aus in Duisburg aktiv

Dass Aurelis Real Estate Management mit dem Regionalbüro West von Köln nach

Duisburg umzieht, ist nur die eine Hälfte der Nachricht, jedoch die notwendige Voraussetzung

dafür, dass auch die andere Hälfte umgesetzt wird.

Als der Immobilienbestand der Deutschen Bahn an die zwei eigenständig operierenden

Unternehmen Vivico und Aurelis übertragen wurde, erhielt Aurelis den Löwenanteil

der Flächen des früheren Güterbahnhofs Duisburg bis auf einen kleinen Teil,

der noch von Vivico gehalten wird. Das ist über zehn Jahre her. Damals unternahm

die Stadt mehrere Anläufe, gemeinsam mit Aurelis und der Hamburger ECE, hier am

Hauptbahnhof ein Einkaufszentrum zu entwickeln, aber die Pläne für Multi Casa landeten

alle im Papierkorb, die Bürger der Stadt wollten es anders. Vor diesem Hintergrund

war ein Wiederanknüpfen der verfahrenen Gespräche ein hartes Stück Arbeit.

Schließlich jedoch siegte die Vernunft und Aurelis bekennt sich zu dem wichtigen

Standort Ruhrgebiet: Ab Juni 2009, wenn insgesamt 2,1 Mio. Euro in den Umbau des

Bürohauses Mercatorstraße 19-23 geflossen sind, residiert Aurelis hier direkt neben

dem Bahnhofsgebäude. Alle weiteren der 3,440 qm Büroflächen in dem Objekt sind

bereits komplett vermietet u. a. an die Bundespolizei. Die gesamte Baugruppe einschließlich

Empfangsgebäude der Bahn entstand in den 1920er Jahren und unterliegt

dem Denkmalschutz.

Der Umzug mit 20 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus Köln ist der Auftakt zu einem

umfangreichen Entwicklungsprojekt auf der südlich angrenzenden, inzwischen von

Hallenaufbauten frei geräumten, Güterbahnhofsfläche. Kein Einkaufszentrum oder,

das war auch mal im Gespräch, chinesisches Handelszentrum soll hier entstehen,

sondern ein Stück Stadt mit Büro- und Gewerbeflächen in gehobenem Standard,

denn die braucht Duisburg dringend (vgl. Markberichte). Der Standort am Bahnhof

ist hervorragend geeignet, denn der Bahnhof selbst ist nicht nur einer der am

meisten frequentierten in Deutschland mit täglich 70.000 Fahrgästen in 800 Zügen

einschließlich ICE, sondern er steht neben der Autobahn A 59, die hier tiefer gelegt

ist und überdeckelt wird, in nächster Nähe zum Autobahnkreuz Kaiserberg. Den Flughafen

Düsseldorf erreicht man – mit Auto oder S-Bahn – in nur 15 Minuten. Andererseits

bildet die Mercatorstraße die östliche Begrenzung der City, in fünf Gehminuten

ist man am König-Heinrich-Platz zwischen City Palais und dem neuen Forum

Duisburg. Nicht zuletzt hat die Deutsche Bahn versprochen, das Empfangsgebäude

des Bahnhofs bis zum Kulturstadtjahr 2010 zu renovieren und – das ist immer

noch Zukunftsmusik – es besteht ein Planungsvorbehalt für die

Schnellverbindung Rhein-Ruhr-Express.

Ein begrenzter Wettbewerb für den Masterplan wurde Ende Januar zugunsten von

Norman Foster entschieden, der hier einmal mehr für die städtebauliche Qualität in

Duisburg verantwortlich wird. Ralf Oehmke, Chef der Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft

IDE nennt das mit Verweis auf den Erfolg des Innenhafens

den "Duisburger Weg". Das Areal mit knapp 345 000 qm Fläche zwischen der Autobahn

A 59 und dem Gleiskörper der Bahn bietet Platz genug für 200 000 qm Bürofläche

und 10 000 Arbeitsplätze. Bis Jahresende soll der Bebauungsplan stehen. Zusammen

mit einem noch größeren Areal weiter südlich im Bezirk Wedau, das noch

teilweise von der Bahn genutzt wird, besitzt Aurelis hier 1,7 Mio. qm Flächen im Eigentum,

das macht ein Drittel des Bestandes der Region West aus. Entsprechend

groß ist die strategische Bedeutung für das Unternehmen. (GE)


Gelsenkirchen

Die weltweit führende Einzelhandelskette

für Computer-

und Videospiele GameStop

eröffnet einen neuen Shop in

der er 1a-Lage Hochstraße

30. Auf ca. 290 qm Gesamtfläche

bietet das Unternehmen

Video- und PC-Spiele,

Spielekonsolen, Zubehör und

Bücher an. Kemper’s Jones

Lang LaSalle hat GameStop

bei der Expansion beraten.

Duisburg

In dem im linksrheinischen

Duisburger Stadtteil Rheinhausen

gelegenen Duisburger

Gewerbepark wurden zum

Jahreswechsel rund 2 000 qm

Büro- und 1 000 qm Lagerflächen

neu vermietet an die

Firmen Minteq International

GmbH und Ferrotron

Technologies GmbH. Der

Gewerbepark ist ein Objekt

der Real I.S. AG und gehört

zu einem institutionellen Anlagevehikel

aus der BGV-

Reihe der Real I.S. AG. Inzwischen

sind dauerhaft ca.

90% der insgesamt verfügbaren

8 733 qm Büro- und Lagerflächen

erfolgreich vermarktet.

Die Vermarktung im

Alleinauftrag hat GermanInvest

Advisors übernommen.

ITS Logistik mietet 290 qm

Büroetage am Duissernplatz

15 in Duisburg von Westfalia

Immobilienverwaltung über

Brockhoff & Partner.

Höveler Spezialfutterwerke

erwirbt 15 000 qm großen

Produktionsstandort mit 5 900

qm Hallen- u. Bürofläche von

Privat über Realogis.

Solingen bekommt einen "Hofgarten"

Nr. 2, 09. KW, 27.02.2009, Seite 6

Das Kaufhaussterben hat nicht erst mit Hertie begonnen, schon vor einem

Jahr schloss in Solingen das Karstadt Warenhaus nach langer Agonie die Pforten.

Die Immobilie erwarb die HLG Projekt Management in Münster für die

Neuentwicklung "Hofgarten".

Nur ein halbes Jahr nach dem Ankauf des Areals von 13 000 qm von Karstadt Immobilien

konnte der Investor Christian Diesen, Geschäftsführer der HLG Projekt

Management, die Baugenehmigung für einen kompletten Neubau erwirken. Die

Planung hierfür übertrug er dem, mit Büro- und Einzelhandelsimmobilien erfahrenen,

Architekturbüro HPP in Düsseldorf (u. a. Düsseldorf Arkaden, Hauptbahnhof Leipzig).

Ein Streitpunkt war lange der unter Denkmalschutz stehende sogenannte Hedderich-Pavillon

von 1961, den HLG mit übernommen hat. Der elegante Glaspavillon

unter weit vorspringendem Dach bildete quasi die Mitte der Stadt. Früher stand gegenüber

das Monopol-Kino, das 1968 dem Karstadt-Haus weichen musste. Damals

blieb der Pavillon als besonderes Schmuckstück erhalten, jetzt stand er den weit umfangreichen

Neubauten im Wege. Da daran das ganze Projekt "Hofgarten" zu scheitern

drohte, wurde dem Abriss schließlich stattgegeben.

Ausschlaggebend für die Solinger Planungen war ein positives Gutachten von BBE

Retail Experts, Beratungsunternehmen für Einzelhandelsimmobilien aus Köln, die für

diesen zentralen Versorgungsbereich der Stadt Solingen mit 160 000 Einwohnern

einen deutlichen Bedarf an hochwertigen Einzelhandelsflächen feststellten. Im Einzugsgebiet

des zukünftigen Einkaufszentrums leben insgesamt 300 000 Menschen.

Jetzt sollen auf 18 000 qm Verkaufsfläche zu je einem Drittel bundesweite und regionale

Filialisten, sowie Inhaber geführte Einzelhandelsgeschäfte aus Solingen für einen

ausgewogenen Mietermix sorgen, zusammen 70 Shops sowie ein großer Elektrofachmarkt,

ein Textilkaufhaus und ein großer Verbrauchermarkt. Ergänzt um Büronutzungen

bedeutet das ca. 500 neue Arbeitsplätze für Solingen, mit der Einschränkung,

dass im alten Karstadt-Haus und weiteren Geschäften ca. 150 Arbeitsplätze

verloren gegangen sind.

Die HLG ist auf gemischt genutzte Zentren mit Schwerpunkt Einzelhandel spezialisiert

und entwickelt derzeit in Berlin sowohl den Tempelhofer Hafen als auch das

Schultheiss-Areal. Vorzeigeprojekt im heimischen Münster ist der Spiekerhof am Prinzipalmarkt,

fertiggestellt 2000. Das neue Zentrum von Solingen wird in Anlehnung an

historische Orangerien um ein Atrium arrangiert, das sich den Blicken der Passanten

sowohl zum Graf-Wilhelm-Platz hin als auch zur Kölner Straße öffnet. in seiner Gestaltung

soll es sich in die kleinteilige Innenstadtbebauung Solingens einpassen und

die Fußgängerzone an der westlichen Stadtkante zu einem ganzheitlichen Komplex

schließen. Das Investitionsvolumen umfasst 100 Mio. Euro. Die Bauarbeiten sollen im

Frühjahr beginnen. Über die finanzierende Bank wird trotz Nachfrage keine Auskunft

erteilt. Bei früheren Projekten arbeitete die HLG mit der IKB zusammen.

Wie kommt die Ruhrgebiets-Firma Harpen auf die Insel?

Klarstellung: Harpen hat nicht, wie versehentlich im Immobilienbrief Ruhr Nr. 1 vermeldet,

das durch den Wegzug von Nokia in Bochum frei gewordene Industriegelände

erworben, sondern, dies die richtige Meldung, ist erfolgreich als Bauträger für Ferienhäuser

tätig.

Mitte der 1990er Jahre, begann die damalige Bundesvermögensverwaltung, heutige

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, frei gewordenes Militärgelände in den neuen

Bundesländern zu vermarkten, so auch den Truppenübungsplatz im Nordteil der

Insel Usedom. Dieses Gelände wurde der Harpen AG, bei der damals RWE noch

Hauptanteilseigner war, zur Entwicklung angeboten. Sie gründete für die Abwicklung

die "Peenemünder Planungs- und Projekt GmbH" als 100%ige Tochtergesellschaft.

Diese ist Eigentümerin des von allen Kampfmitteln beräumten Areals und

zugleich ausführendes Unternehmen der Baumaßnahmen, während Harpen Immobilien

als Bauträger für die Ferienhaussiedlung mit 299 Einzelhäusern auftritt. Angesichts

des anhaltenden Winterwetters sind die Bauarbeiten für den 7. Bauabschnitt

etwas ins Stocken geraten und man würde gerne sogar mit dem 8. Bauabschnitt beginnen,

denn auch diese Häuser sind bereits alle verkauft.

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