PDF Beitrag Tabea Kießling (2,5 MB)

mms.uni.hamburg.de

PDF Beitrag Tabea Kießling (2,5 MB)

Tabea Kießling

Jakob Kolding

Neubesetzungen

von Räumen

SPACE INVADERS


72 / 73 kiss

Tabea Kießling / Jakob Kolding

Tabea Kießling im Gespräch

mit Jakob Kolding

Urbaneske Szenerie – eine überdimensionale Figur in Baggy Jeans und

Kapuzenpullover bahnt sich ihren Weg durch die Hochhäuser einer Großstadt.

In dieser Überproportion, mit den Dächern der Stadt auf Augenhöhe,

verschwimmt ihre genaue Position umso mehr, je genauer man

versucht, sie zu bestimmen. Tanzt der Mensch da etwa zwischen Stahl

und Beton? Oder schiebt er, sich Platz machend, die umliegenden Gebäude

auseinander? Oder hat er diesen urbanen Käfig gerade selbst zusammengefügt?

Die Enge ist spürbar. Vielleicht ›grinded‹ er sogar im

nächsten Augenblick mit einem Skateboard über die vor ihm liegenden

Baumkronen und erobert sich, halb fliehend, halb stürmend, neuen

Fr e i raum – seinen eigenen ›Space‹? [B1]

Die Collage Untitled (Auckland) von Jakob Kolding enthält allerdings

keinen Bauplan für das Drehbuch eines Actionfilms aus Hollywood. Im

Verlauf meiner Auseinandersetzung mit den Arbeiten des Künstlers

merke ich schnell, dass es Kolding nicht um die Neuinszenierung eines

abstrakten Freiheitsmythos à la King Kong oder The Exterminator geht,

sondern vielmehr ganz konkret darum, die Nutzungsmöglichkeiten und

Gestaltung von öffentlichen Räumen in Frage zu stellen. »Who uses

the space? What is it used for?« – »Wer nutzt den Raum und wofür wird

er genutzt?« Diese Fragen richtet ein Schriftzug, der auf der linken Bildhälfte

zu lesen ist, gezielt an den Betrachter, fordert dazu auf, den Bildraum

auf mögliche Antworten zu untersuchen.

Jakob Kolding erzählt mir bei einem unserer Treffen, dass es keine richtige

oder falsche Lesart seiner Arbeiten gibt, sondern nur je eigene Herangehensweisen,

um den innerhalb der Collagen dargestellten Raum zu erkunden.

Der Betrachter soll über die reichen Bildzitate selbst seinen Zugang

finden. Die Versatzstücke nimmt Kolding dabei aus beinahe allen ästhetischen

Bereichen des alltäglichen Lebens: Architektur, Musik, bildender

Kunst, Comic, Literatur oder auch Fußball. 1

Ich erfahre außerdem, dass die Auswahl der darzustellenden Räume für

Kolding keineswegs beliebig ist. Oftmals beziehen sie sich auf konkrete

Orte in Städten und Vierteln, in denen er ausstellt.

Kolding versucht immer zuerst, die aktuelle Situation

eines Stadtteiles aus verschiedenen Perspektiven

zu erkunden, um dann eine spezifische Thematik

ausfindig machen zu können. Zu seiner Arbeitsweise

gehören intensive Recherchen im Vorfeld, vor

allem eine genaue Untersuchung des Raumes. Er

lässt sich von Anwohnern über die Orte berichten,

unternimmt Spaziergänge, macht Fotos und sammelt

Informationen, deren Destillat anschließend

Eingang in die Bildkonzeption findet. Seine Arbeiten

weisen deshalb nicht nur Bezüge zur allgemeinen

Problematik öffentlicher Räume auf, sondern stehen

immer auch in einem ortsspezifischen Kontext. 2

Wie hoch dieser in Koldings Werk einzuschätzen

ist, zeigen seine zahlreichen Plakataktionen, die eine

Wechselwirkung zwischen der Situation vor Ort

und der Darstellung im Bild erzeugen und so eine

Verbindung zwischen Bild und Betrachter herstellen.

Insbesondere diese Umgebung, das textuelle ›Beiwerk‹,

verleiht seinen künstlerischen Arbeiten jene

Kraft, mit der die Aufforderung zur Intervention,


zur Neu- und Umgestaltung des öffentlichen Raumes, zur Eroberung

eigener Freiräume, vom Bild zum Rezipienten überspringt.

Dieses Thema zieht sich durch seine gesamte Arbeit. 3 Den »Raum« versteht

Kolding dabei nicht nur als physikalische Größe, sondern auch im Sinn

von »Space« als Möglichkeitsraum:

»Auch ein voll möbliertes Zimmer […] bedarf, um Lebensraum für Menschen

sein zu können, des freien Raums (space), der nicht durchgestaltet und

belegt ist, sondern dem Bewohner des Raums für seine freie Bewegung

zur Verfügung steht.« 4

Doch wie frei kann diese Bewegung sein? Wie Peter Weichert ist Kolding

der Auffassung, dass die Wirkung eines Raumes nicht nur durch dessen

Gegenständlichkeit bestimmt, sondern gleichzeitig von der »subjektiven

Wahrnehmung eines Menschen zum Zeitpunkt des Erlebens« abhängig

ist. 5 Dementsprechend präsentiert Kolding dem Betrachter keine eindeutig

lesbaren, fest umrissenen Großstadtszenerien. Im Gegenteil, seine

Bildräume eröffnen den Rezipienten je nach Betrachtungsweise alternative

Zugänge. Gerade wegen des Bestrebens, diese Multiperspektivität

in den Bildraum zu übersetzen, ist die Collage für Kolding eine ideale

Darstellungsform. Gleichzeitig nutzt er diese Technik, um festgefahrene

Wahrnehmungsbilder des Rezipienten aufzubrechen und Blickwechsel

zu motivieren; dies ist die Grundvoraussetzung für ein verändertes, neues

Erleben des Raumes.

1 Dziewior, Yilmaz: »Psychogeographie«, in: Kunstverein in Hamburg (Hg.): Jakob Kolding

[Katalog zur Ausstellung vom 3. März bis 6. Mai 2001], Hamburg 2001, S. 4–14, S. 10.

2 Ebd., S. 10.

3 Ebd., S. 8.

4 Sesink, Werner: »Die Zukunft des Bildungsraums«, in: FIfF-Kommunikation (Hg.):

Forum Informatikerinnen und Informatiker für Frieden und gesellschaftliche

Verantwortung, 3/2007, S. 49–54, S. 51.

5 Weichert, Peter: »Die Räume zwischen den Welten und die Welt der Räume«, in:

Meusburger, Peter; Werlen, Benno (Hg.): Handlungszentrierte Sozialgeographie.

Benno Werlens Entwurf in kritischer Diskussion, Stuttgart 1999, S. 67–97, S. 82.

6 Dürckheim, Karlfried Graf von: »Untersuchungen zum gelebten Raum«, in: Krueger,

Felix (Hg.): Neue psychologische Studien, München 1932, S. 383–480, S. 420.

Aus den unterschiedlichen Möglichkeiten, den Bildraum

und seine Gestaltung wahrzunehmen, ergibt

sich außerdem ein differenzierter Blick auf die Funktionen

der Räume, die je nach Lage der Interessen in

ihrer Wirkung wechseln. Der auf der Collage Untitled

(Auckland) dargestellte Raum kann zum Beispiel

sowohl als ›offene Straße‹ oder als Wohnort, aber

auch als Arbeitsplatz oder bloßer Werberaum gedeutet

werden.

In den komplexen Bildwelten Koldings stehen schließlich

immer auch Figuren im Zentrum, die ihre Freiräume

und Handlungsmöglichkeiten in einer problematischen

Umgebung austesten. Sie sitzen beispiels-

weise auf Dächern oder erwecken den Anschein, als

wollten sie Gebäudekomplexe neu zusammenbauen.

Oftmals überragen die Figuren die sie umgebenden

Häuser mit ihrer Größe. Kolding nutzt diese disproportionale

Darstellungsweise zur Versinnbildlichung

des Aneignungsprozesses von »Space«, der von

den Subjekten ausgeht. In diesem aktiven Moment

begegnen sich Mensch und Umgebung genau auf

Augenhöhe. »Jeder Raum ist dem erlebten Subjekt

gegenständlich wie im Innensein gegenwärtig als

ein durchaus eigenartiger Spielraum und Grenzraum,

als bestimmt geartetes Möglichkeits- und Widerstandsgefüge

für bestimmte Bewegungen.« 6 – Koldings

eigentliches Thema ist die innere Dynamik

permanenter Veränderungen des Raumes, die sich

im Modus wechselnder Aneignungsprozesse immer

wieder neu vollziehen. Wir müssen uns nicht der vorgefundenen

Gestalt eines Raumes mit allen ihren

Funktionen und Wirkungen unterordnen, wir können

den Raum in unserem Sinn und für unsere Zwecke

umgestalten – so fordern uns Koldings Collagen auf,

uns in den Raum hineinzubegeben, ihn uns neu zu

erschließen, zu intervenieren und ihn neu zu besetzen.


74 / 75 kiss

Tabea Kießling / Jakob Kolding

Großstadteinsichten –

Besuch in Berlin-Kreuzberg

Im Alltag nehmen wir den uns umgebenden Raum in seiner steten Veränderung

selten bewusst wahr. Wer macht sich schon Gedanken über

die am Straßenrand angelegten Grünflächen, wenn er gestresst im Stau

steht und einfach nur nach Hause möchte? Oftmals schmilzt der Umgebungsraum

bei der Verfolgung unserer Interessen zu einem gewohnten,

funktionierenden und vertrauten Beiwerk zusammen.

Die Auseinandersetzung mit den Arbeiten Jakob Koldings hat meine Sichtweise

auf mir vertraute Orte gründlich verändert. Die Fragen, die mir

aus dem Bilderwerk des Künstlers ›entgegensprangen‹, ließen mich nicht

wieder los: Wie nehme ich die mich umgebenden Räume wahr? Bin ich

mir ihrer Einschränkungen bewusst? Welche Handlungsmöglichkeiten bieten

sie mir?

Diese Fragen bilden ein Gedankenknäuel, während ich mich auf den Weg

nach Berlin zu Jakob Kolding mache. Nachdem ich aus dem Zug steige,

fühle ich mich erschlagen von den Lautsprecherdurchsagen und den vielen

Schildern. Der Bahnhof ist ein typisch moderner Verkehrsknotenpunkt

mit Shopping-Meile. Die Dynamik

der Reisenden trifft hier auf scheinbar unveränderliche

Funktionen, und diese Kombination lässt

den Raum weit und düster erscheinen. Ich senke den

Blick und erspähe dabei eine Gruppe Jugendlicher,

die es sich auf den aschfahlen Steinfliesen zum Warten

gemütlich gemacht hat. »Geselligkeit – ist das

denn überhaupt erlaubt?«, denke ich ein wenig verbittert,

während ich den Bahnhof in Richtung Kreuzberg

verlasse. Im Viertel angekommen, eröffnet

sich mir ein völlig anderer Raum. Die Fußwege sind

individuell begrünt, hier und da finden sich Sitzmöglichkeiten,

die Straßenzüge wirken einladend

und machen neugierig. »Das ist die Metropole Berlin«,

denke ich, »keine Zeit für sanfte Übergänge.«

Ich klingele an der Tür. Jakob Kolding ist gerade umgezogen.

Schon am Telefon hatte er sich für möglicherweise

herumstehende Umzugskartons entschuldigt.

Ich bin gespannt auf das kreative Chaos und

bin überrascht, als ich eintrete. Ich befinde mich in

einer von Licht durchfluteten Altbauwohnung mit

Holzfußböden und weißen Wänden, die erst im Begriff

sind, von ihrem neuen Bewohner gestaltet

z u werden. Dieser lächelt freundlich, bietet mir Tee

an und wir kommen sofort ins Gespräch. Ich erkläre

ihm die Idee, mit den Schülern Raumuntersuchungen

an ihrer Schule durchzuführen, deren Ergebnisse

dann in Collagen dargestellt werden sollen. Die

Idee gefällt ihm und er rät mir, Vergleiche in die Untersuchung

einzubeziehen, damit es den Schülern

leichter fällt, die Charakteristika der sie umgebenden

Räume zu erkennen. Am Ende des äußerst interessanten

Gesprächs habe ich nicht nur viele weitere

wertvolle Tipps erhalten, sondern verspüre auch

immer mehr Lust auf die Arbeit mit den Schülern.

»Warum sie nicht auch mit der Geschichte des Schulgebäudes

konfrontieren und schauen, inwieweit der

Baustil der Schule mit dem Schulsystem in Einklang

zu bringen ist?«, hallt Koldings Stimme in mir nach,

als ich die Stufen zurück auf die Straße nehme.

Draußen angekommen, atme ich kurz die abenteuersatte

Berliner Luft ein und lasse die Umgebung

auf mich wirken. »Ja, warum nicht?«


Vermittlung von Kunst

in der Schule

Tabea Kießling unterrichtet Schülerinnen

und Schüler der Neuen Nikolaischule Leipzig

Auf der allgemeinen Ebene war es das Ziel des Projekts, die Schüler der

11. Klasse der Neuen Nikolaischule in Leipzig für den sie umgebenden

Raum zu sensibilisieren. Sie sollten lernen, ihre gewohnte Raumwahrnehmung

zu befragen und bewusst untersuchen, welche anderen Perspektiven

auf Raumgestaltung und -nutzung möglich sind, um so ihre Umgebung

neu zu erleben. Es ging darum, den je eigenen »Space« und seine

Grenzen zu entdecken, damit die Schüler später in ihren praktischen Arbeiten

in der Lage sein würden, die Möglichkeiten der Intervention auch

darzustellen. Dabei bestand die Vermittlungsarbeit darin, die verschiedenen

Komponenten, von denen das Raumerleben abhängig ist, Stück

für Stück aufzudecken, den Aspekt des Zusammenhangs zwischen Raumgestaltung

und Nutzungsmöglichkeiten zu vertiefen und beispielhaft

Strategien einzuüben, die die gewohnte Wahrnehmung unter brechen.

Hierfür schienen die Räume der Schule am besten geeignet, da die Schü -

ler diesbezüglich bereits ein Nutzungs- und Gestaltungsinteresse besaßen.

Aufgabe war es, den Prozess des individuellen Raumerlebens im

Laufe des Projekts an sich selbst zu analysieren. Deshalb sollten die Schüler

durch mehrere experimentelle Untersuchungen Erfahrungen sammeln,

diese anschließend anhand des Studiums von Koldings Arbeiten

weiter vertiefen, um schließlich eigene Raumdarstellungen in Form

von Collagen anfertigen zu können. Für das ganze Projekt waren insgesamt

neun Unterrichtseinheiten vorgesehen, die jeweils zwei Schulstunden

umfassten.

Steckbrief Schule

Sachsen, Neue Nikolaischule Leipzig, Gymnasium

Größe der Schule

628 Schüler

Klassenstufe

11. Klasse, Leistungskurs Kunst

Besonderheiten

Offenes Ganztagsangebot, hervorgegangen

aus der ältesten Bürgerschule Leipzigs

Steckbrief Unterrichtseinheit

Zeitlicher Rahmen

Vierwöchig von August bis September 2010

Gruppengröße

7 Mädchen und 4 Jungen

Thema

Raumwahrnehmung und Raumintervention

im Schulgebäude

Orte

Augustusplatz Leipzig, Schule


76 / 77 kiss

Tabea Kießling / Jakob Kolding

Zu den für die Raumuntersuchungen vermittelten Strategien zählten Raumbegehung,

fotografische Dokumentation, Mindmapping, der Vergleich,

Mental Maps, Brainstorming, Textbezüge und Aktionen im Raum. Diese

Möglichkeiten der Erschließung von Räumen sollten im Vorfeld der individuellen

Arbeitsphase gemeinsam erprobt werden. Die Strategien waren

gezielt an die analytische Herangehensweise Jakob Koldings angelehnt,

um sich der komplexen Thematik des Raumerlebens systematisch nähern

zu können und den Schülern gleichzeitig einen praktischen Zugang zur

Arbeitsweise des Künstlers an die Hand zu geben. Durch diesen Aufbau

erhielt das Projekt zudem von Grund auf den erwünschten Charakter

einer forschenden Tätigkeit.

Mit der Entscheidung, wissenschaftliche Strategien in den künstlerischästhetischen

Prozess des Raumerlebens der Schüler einzubeziehen, sollte

gezielt an Ansätze des didaktischen Konzepts der ästhetischen Forschung

angeschlossen werden. Den Schülern sollte also die Möglichkeit gegeben

werden, sich einem selbst gewählten Thema durch Vernetzung vorwissenschaftlicher,

künstlerischer und wissenschaftlicher Verfahren 7 eigenverantwortlich

anzunähern. So hatten die Schüler für ihre künstlerische

Arbeit die Aufgabe, sich einen Raum, der ihr Interesse weckt, zu suchen

und diesen mit einer selbst entworfenen Fragestellung bezüglich der

Raumgestaltung und der Nutzungsmöglichkeiten zu erforschen. Diese

Fragestellung wurde zugleich in einen bildnerischen Prozess eingebunden.

Die Recherche im Raum und das Arbeiten an der Collage verliefen

weitgehend parallel, so dass die Einsichten aus beiden Bereichen die

Schüler in Themenfindung und Umsetzung wechselseitig unterstützen

konnten. Hierfür bot sich vorzugsweise die Collage als Ausdrucksmittel

an, da sie einen flexiblen Gestaltungsprozess ermöglicht, der kein feststehendes

Bildkonzept voraussetzt.

7 Kämpf-Jansen, Helga: Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag, Kunst und Wissenschaft,

Köln 2001, S. 18.

8 Bollnow, Otto Friedrich (Hg.): Mensch und Raum, Stuttgart 2000, S. 16.

Phase I

Untersuche deinen

Raum!

Von der eigenen

Wahrnehmung …

Es ist mir wichtig, die Vorstellung vom Raum als

feststehende mathematische Größe von Beginn an

zu relativieren, 8 um den Wahrnehmungshorizont

der Schüler zu erweitern. Ich lasse sie Wahrnehmungsbilder

– Mental Maps – des Schulraumes skizzieren.

Dabei sollen die Schüler diejenigen Stellen farbig markieren,

denen sie eine positive, negative oder eine

Bedeutung von besonderem Interesse zuordnen. [B2]

Die Schüler erfahren bei der Betrachtung der Skizzen,

welche Räume der Schule für ihre Mitschüler

wichtig sind, und erkennen, dass die Wirkung eines

Raumes nicht nur von dessen Gestaltung abhängt,

sondern gleichzeitig auch von den darin gemachten

Erfahrungen bestimmt wird.

Um sich anschließend auch analytisch dem Begriff der

Raumwahrnehmung anzunähern, erstellen wir gemeinsam

eine Mindmap des uns umgebenden Raumes.

Gleichzeitig versuchen die Schüler, den Ursachen

für die jeweilige Raumwirkung nachzugehen.

[M1] Das Sammeln der einzelnen Begriffe verläuft

sehr lebendig und im Gespräch erweitern die Schüler

die Liste der Ursachen für die subjektive Raumwahrnehmung

um die Punkte Stimmung, Interesse und

Erinnerung. Ein anderes wichtiges Ergebnis dieser

Assoziationsübung besteht in der Erschließung allgemeiner

Gestaltungsmerkmale, die später bei der

Untersuchung des Leipziger Augustusplatzes in der

folgenden Unterrichtseinheit wichtig werden.


… über allgemeine Strategien

der Raumuntersuchung …

Bei der Begehung des Augustusplatzes dominiert zunächst einmal ein

Platzregen unser Raumerleben. Die Zeit nutze ich, um von den Schülern

ihre Eindrücke von der Umgebung in Erfahrung zu bringen: Welche Vorstellungen

assoziieren sie mit dem Platz, einem Gebäude? Fallen ihnen

bestimmte Eigenarten auf? Die Schüler beschreiben den Ort überraschend

positiv, denken an Freizeitaktivitäten und die Möglichkeit, einfach mal

»Shoppen zu gehen«. Als der Regen in leichtes Nieseln übergeht, machen

sie sich mit ihren Kameras auf den Weg, um die Gestaltungsmerkmale

des Platzes detaillierter zu erkunden. Dabei sollen sie Merkmale wie Proportionen,

Farbe, Material, Licht, Akustik und Strukturen auf sich wirken

lassen und diese zugleich in Form von Notizen und Fotos dokumentieren.

Der Blick durch die Kamera soll den Schülern dabei helfen, ihre Wahrnehmung

besser fokussieren zu können. Diese selbständige Arbeit an der

eigenen Wahrnehmung ist mir wichtig, um die Entdeckungslust der

Schüler zu wecken und sie zu motivieren, sich ernsthaft mit den verschiedenen

Gestaltungsmerkmalen auseinanderzusetzen, Perspektiven zu

wechseln und sich die daraus hervorgehende Wirkung jeweils schrittweise

zu erschließen.

Um die Erfahrung des Raumes noch zu intensivieren, sollen sich die Schüler

anschließend in Paaren zusammenfinden und sich gegenseitig über den

Platz führen. Die dazugehörige Arbeitsanweisung lautet, dass abwechselnd

einer die Augen geschlossen hält, um das Erleben von Geräuschen, der

Untergrundbeschaffenheit und von Gerüchen und Bewegungsmöglichkeiten

zu verstärken.

Das darauf folgende Gespräch spiegelt zwar anfangs das Erscheinungsbild

des Augustusplatzes wider, allerdings treten neue Ansätze hinzu.

Die Beschaffenheit des Raumes wird nun als klar strukturiert, karg und

9 Vgl. ebd., S. 11.

10 Vgl. Dürckheim, Karlfried Graf von: »Untersuchungen zum gelebten Raum«, a.a.O., S. 420.

laut wahrgenommen. Die Schüler deuten den Platz

jetzt auch als einen Ort der Hektik, dessen »Fläche

durch die Straßenbahnführung durchschnitten wird«.

Im Verlauf der fruchtbaren Diskussion erläutern sich

die Schüler gegenseitig ihre verschiedenen Herangehensweisen

und lernen so aus der Perspektive der

anderen.

Um die Möglichkeiten des Perspektivwechsels als

gezielte Strategie der Raumerfahrung nochmals zu

verdeutlichen, knüpfe ich abschließend an ein Beispiel

von Jakob Kolding an: Ins Zentrum der Beobachtung

stellen wir nun eine der Bänke des Augustusplatzes.

Die Frage an die Schüler lautet:

»Welches Interesse könnten folgende Personen an

der Bank haben: Seniorin, Obdachloser, Skater?

Welche Wirkungen würden von dieser Bank für die

jeweilige Person ausgehen?«

Aus den gesammelten Antworten ziehen wir den

Schluss, dass die Gestaltung von Räumen nicht nur

unterschiedlich wahrgenommen wird, sondern

Menschen auch ein- bzw. ausgrenzen kann. 10 Damit

haben wir einen weiteren wichtigen Aspekt

der Wirkung von Räumen herausgearbeitet: die Funktion,

den Nutzen und das Interesse, welche einer

spezifischen Raumgestaltung zugrunde liegen.


78 / 79 kiss

Tabea Kießling / Jakob Kolding

… bis zur Raumerkundung

am Beispiel Jakob Kolding

Die dritte Unterrichtseinheit findet wieder in der

Schule statt. Am Beginn hänge ich mehrere Plakate

Koldings auf und projiziere die Arbeit Untitled

(Auckland) vergrößert an die Wand. In meinem Rücken

wird getuschelt: »Cooles Plakat!« »Das ist echt

gut.« Ich frage die Schülerin, was das Plakat in ihren

Augen so gut macht. Es stellt sich heraus, dass sie

es spannend findet, »weil so viel auf dem Plakat

los ist«, und weil sie das Gefühl hat, »die Collage

[würde ihr] unglaublich viele Geschichten erzählen«.

Bevor wir das Gespräch vertiefen, räume ich

jedem Schüler die Möglichkeit ein, die Collagen in

Ruhe auf sich wirken zu lassen. Ich gebe nur kleine

Fingerzeige: Was macht diese Figur mit dem Raum?

Wie wirkt der Raum auf sie?

Im anschließenden Austausch äußern die Schüler

wiederholt, dass die Handlung der Figuren nicht

eindeutig zu erkennen sei. Die Mehrheit hat sich die

zentrale Figur in Baggy Jeans und Kapuzenpullover

von Untitled (Auckland) zur Beschreibung ausgewählt.

Doch während einige eine tanzende Figur wahrzunehmen

glauben, sind andere der Meinung, dass

sie von den Hochhäusern eingeengt sei oder diese

gar zu Ende zeichne. An diesem Punkt stellen die

Schüler selbst eine Parallele zum Erlebten auf dem

Augustusplatz und der mehrdeutigen Darstellungsweise

in Koldings Collagen her.

Bei der weiteren Suche nach Ansätzen in Koldings

Arbeiten, die die Schüler für die Erkundung ihrer

Schule verwenden können, stoßen wir in Kombination

mit den bereits zuvor gesammelten Erfahrungen

auf folgende Fragen: »Wer nutzt den Raum? Für

wen ist der Raum gemacht?« Fragen, die mir genug

Anlass geben, den Zusammenhang zwischen dem

Baustil der Schule, ihren architektonischen Besonderheiten

und dem Schulsystem zur Zeit ihrer Erbauung

näher zu thematisieren und die konkrete Gestaltungsweise

des Schulgebäudes in Funktion und

Wirkung eingehender zu erläutern. 11 Ich stelle den

Schülern deshalb die Hausaufgabe, nach Informationen

über die Gründung ihrer Schule und über das

damalige Schulsystem zu recherchieren.

11 Die Geschichte der Nikolaischule reicht bis ans Ende des

14. Jahrhunderts zurück, die Schule geht zurück auf die

älteste Bürgerschule der Stadt Leipzig.


Phase II

Finde

dein Thema!

Zwischen der Gestaltung

des Schulgebäudes …

Durch die Hausaufgabe gelingt ein fließender Übergang von der Einführung

in das Thema über die Beschäftigung mit Kolding hin zur Vorbereitung

der Schüler auf ihre eigene praktische Arbeit. Der zentrale Zusammenhang

von Funktion und Wirkung hatte sich gewissermaßen schon en passant

aufgedrängt und die Eingrenzung der eigenen Bearbeitung des Themas

auf den Raum der Schule erwies sich als sinnvoll. Ich zeige zu Anfang Fotografien

von um die Jahrhundertwende erbauten Schulen und etwas jüngeren

Modellen. In der Gegenüberstellung mit ihrer Schule können sich

die Schüler die markantesten Gestaltungsmerkmale schnell erschließen und

dabei ihre Rechercheergebnisse einfließen lassen. Es entspinnt sich eine

rege Diskussion über die Zusammenhänge zwischen der räumlichen Gestaltung

und dem damaligen Verständnis von den Funktionen einer

Schule. Die Verknüpfungen, die wir im Gespräch herausarbeiten, sind ein

weiterer wichtiger Schritt, um die Schüler für die Wahrnehmung der

räumlichen Wirkung ihrer Schule zu sensibilisieren und zum Nachdenken

über die Gestaltung des Schulgebäudes anzuregen. Dann führt uns der

Kunstlehrer Herr Marbach auf eine kleine Exkursion durch das Haus und

erklärt, was sich in den letzten Jahren alles verändert hat.

… und den Darstellungsmöglichkeiten

der Collage

Um gegenüber den Schülern die Eingrenzung auf die

Ausdrucksmittel des Collagierens zu begründen und

gleichzeitig technische Detailkenntnisse zu vermitteln,

bringe ich zur nächsten Stunde vorbereitete Fragmente

einer Collage mit und lasse diese von den Schülern

zu unterschiedlichen Bildräumen zusammensetzen.

[M2] Anhand der entstehenden Kompo sitionen

klären wir formale Gestaltungsaspekte wie Perspektive,

Kontraste oder Wiederholungen. Um zum eigenen

Thema und dessen Darstellung zu gelangen, suchen

sich die Schüler nun den Raum aus, der sie am ehesten

interessiert. Mit Hilfe der erlernten Strategien

zur Raumerkundung und mit ihrem Wissen über Koldings

Arbeitsweise im Kopf sollen sie den Raum auf

sich wirken lassen, die Gestaltung, Funktionsweise

und Nutzungsmöglichkeiten untersuchen und anschließend

eine Fragestellung entwickeln, die mögliche

Freiräume, Veränderungswünsche oder Funktions-


80 / 81 kiss

Tabea Kießling / Jakob Kolding

zusammenhänge des darzustellenden Raumes thematisiert. Zur Erinnerung

gebe ich ihnen ein Arbeitsblatt mit, auf dem zur Orientierung alle

bisher eingeführten Strategien nochmals kurz aufgelistet sind. [M3]

Nachdem jeder ausgiebig recherchieren konnte, finden wir uns wieder

zusammen und diskutieren die einzelnen Ansätze, die bis zu diesem Zeitpunkt

erarbeitet wurden. Damit alle Gedanken geordnet und die wichtigsten

Punkte präsent bleiben, empfehle ich den Schülern zum Schluss,

sich auf die nächste Stunde mit einem Brainstorming vorzubereiten. Des

Weiteren sollen sie sich auf die Suche nach geeigneten Materialien für

ihre Arbeit begeben.

12 Das Programm PosteRazor schneidet eine Rasterbild-Datei in Stücke, die anschließend

ausgedruckt und zu einem Poster zusammengefügt werden können.

Phase III

Gestalte

dein Bild!

Für die Durchführung habe ich ausreichend Zeit

zum Experimentieren eingeplant. Jeder kann jetzt

sein eigenes Raumthema mit den passenden Bildfragmenten

in Ruhe entstehen lassen. Einige der

Schüler haben sich dafür entschieden, digital zu arbeiten,

der Großteil aber hantiert mit der Schere

und schiebt einzelne Schnipsel hin und her. Um das

Fotomaterial auf das gewünschte Format von A1 zu

vergrößern, gebe ich eine kurze Einführung in das

Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm PosteRazor.

12 Meine Aufgabe besteht jetzt hauptsächlich

darin, mit jedem Einzelnen den jeweils aktuellen

Stand der Arbeit oder die auftretenden Fragen zur

Gestaltungsweise zu besprechen, technische Hinweise

zu geben, gegebenenfalls an bereits Erlerntes

zu erinnern und die spontane Kreativität der

Schüler anzuregen.


Phase IV

Besetze mit deinem

Bild einen Raum!

Die Ergebnisse können sich sehen lassen! Die Hängung

der Arbeiten in den dafür vorgesehenen Räumen

bildet den Abschluss des Projekts. [B3–B5]

Beinahe feierlich und sehr stolz tragen die Schüler

ihre Arbeiten durchs Schulhaus. Während einer kurzen

Vorstellung des jeweiligen Bildaufbaus und Gesamtsettings

wird deutlich, wie sich die einzelnen

Konzepte im Verlauf des Arbeitsprozesses in den

Köpfen der Schüler weiterentwickelt haben: Alle

Collagen funktionieren im realen Raumzusammenhang

wie ein Spiegel, der die Gestaltung des Raumes

in veränderter Weise wiedergibt. Dabei kommen

neue Raumeindrücke hinzu, die den

Betrachter regelrecht dazu auffordern, gewohnte

Raumwahrnehmungen, bestehende Funktionsweisen

und gegenwärtige Gestaltungen zu hinterfragen

und seinen ›Space‹ im Raum zu besetzen.


82 / 83 kiss

Tabea Kießling / Unterrichtsmaterialien

Jakob Kolding

lebt und arbeitet in Berlin

1971 Geboren in Albertslund, Dänemark

Künstlerische Ausbildung

1995–2000 The Royal Danish Academy of Fine Arts, Kopenhagen

Werke (Auswahl)

2001 Untitled, Poster, 84 x 60 cm

2004 Untitled (Auckland), Poster, 60 x 42 cm

2007 Untitled (2007), Lambda, 140 x 207 cm

Einzelausstellungen (Auswahl)

2001 Kunstverein in Hamburg, Hamburg

2002 Galleri Nicolai Wallner, Kopenhagen

2003 Centre d’Edition Contemporaine, Genf

Cubitt Gallery, London (mit Luke Fowler)

2004 Spaced Out? Museum in Progress/Arbeitskammer, Wien

2006 Team Gallery, New York

Galerie Martin Janda, Wien

Pattern Recognition, Marabouparken, Stockholm

2007 Overgaden – Institute of Contemporary Art, Kopenhagen

Installation in der Bar des Frankfurter Kunstvereins, Frankfurt

2009 Memories of the future, Team Gallery, New York

2010 UMMA University of Michigan Museum of Art, Ann Arbor

Stakes is high, Stedelijk Museum Bureau Amsterdam, Amsterdam

Material als pdf zum Download verfügbar:

www.medienportal.siemens-stiftung.org

Literatur

Balkenhol, Bernhard

Fotografie und Wirklichkeit

Unveröffentliches Seminarskript, 1990/2009

Bollnow, Otto Friedrich (Hg)

Mensch und Raum

Stuttgart 2000

Dürckheim, Karlfried Graf von

Untersuchungen zum gelebten Raum

In: Krueger, Felix (Hg.): Neue psychologische

Studien

München 1932, S. 383–480

Dziewior, Yilmaz

Psychogeographie

In: Kunstverein in Hamburg (Hg.): Jakob Kolding

[Katalog zur Ausstellung vom 3. März bis 6. Mai 2001]

Hamburg 2001, S. 4–14

Kämpf-Jansen, Helga

Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag,

Kunst und Wissenschaft

Köln 2001

Kolding, Jakob

City 2

Berlin 2004


Literatur

Kolding, Jakob

Border Communities

In: Starship no. 11/2008, S. 40–43

Kunstverein in Hamburg (Hg.)

Jakob Kolding

[Katalog zur Ausstellung vom 3. März bis 6. Mai 2001]

Hamburg 2001

Larsen, Lars Bang

Jakob Kolding at Overgaden

In: Artforum October 2007

S. unter http://findarticles.com/p/articles/mi_m0268/is_2_46/

[22.11.2010]

Sesink, Werner

Die Zukunft des Bildungsraums

In: FIfF-Kommunikation (Hg.):

Forum Informatikerinnen und Informatiker für Frieden und gesellschaftliche

Verantwortung, 3/2007, S. 49–54

Stedelijk Museum Amsterdam (Hg.)

Jakob Kolding. Stakes is high. Stedelijk Museum Bureau Amsterdam

newsletter

Amsterdam 2010

Weichert, Peter

Die Räume zwischen den Welten und die Welt der Räume

In: Meusburger, Peter; Werlen, Benno (Hg.):

Handlungszentrierte Sozialgeographie:

Benno Werlens Entwurf in kritischer Diskussion

Stuttgart 1999, S. 67–97

Überblick

16.08. Kennenlernen von Aspekten der Raumwahrnehmung

17.08. Erproben von Strategien der Raumuntersuchungen

auf dem Augustusplatz

18.08. Raumerkundung am Beispiel Jakob Kolding

23.08. Sensibilisierung für die Wahrnehmung der

Wirkungsweise des Schulgebäudes

24.08. Einführung in die Darstellungsmöglichkeiten

der Collage, Finden eigener

Fragestellungen bezüglich der Gestaltung

und der Nutzungsmöglichkeiten eines

Raums der Schule

30.08./

31.08./

01.09. Weiterentwicklung der Fragestellungen

durch Raumrecherchen und das Erstellen

von Collagen

13.09. Präsentation und Hängung der entstandenen

Schülerarbeiten in den dafür vorgesehenen

Schulräumen


84 / 85 kiss

Tabea Kießling / Unterrichtsmaterialien

Bildbeispiele

B1

Jakob Kolding

Untitled (Auckland)

Poster, 60 x 42 cm, 2004, mit freundlicher Genehmigung der Galerie Martin Janda, Wien


Materialien

B2

Robert

Schülerarbeit

Ausschnitt aus einer Mental Map des Schulraumes

B4

Julia

Grenzerfahrung zwischen Ärztezimmer und Museum

Collage, Schülerarbeit

B3

Johanna

Individuelle Freizeitgestaltung im Schließfach

Collage, Schülerarbeit

B5

Jessica

Der Speiseraum als Festsaal

Collage, Schülerarbeit


86 / 87 kiss

Jens Ertelt / Unterrichtsmaterialien

Materialien

M1

Mindmap

Mindmap zur analytischen Annäherung

an den Begriff der Raumwahrnehmung

Raumwahrnehmung:

Wirkung: durcheinander, bunt, fröhlich, hell, klein, angenehm,

dunkel

Raumwahrnehmung:

Ursache: Raumgestaltung: Struktur, Licht, Material, Farbe,

Proportionen

subjektive Wahrnehmung: Stimmung, Interessen,

Erinnerung, Zeit, Bewegung

.

Gemeinsame Arbeit der Schüler


Materialien

M2

Übungscollage

Klärung formaler Gestaltungsaspekte

Gemeinsame Arbeit der Schüler

M3

Aufgaben

Untersuchung eines Raumes

1 Wirkungsweise des Raumes

a Lasse den Raum auf dich wirken!

b Notiere dir Adjektive, die deiner Meinung nach

die Wirkung des Raumes wiedergeben!

2 Mental Map

a Erstelle eine Mental Map! Markiere Bestandteile

des Raumes farbig, denen du eine positive,

negative oder besonders interessante Bedeutung

zuordnest. So kannst du mit Hilfe der fertig

gestellten Karte Raumelemente bestimmen, die

für deine Wahrnehmung des Raumes besonders

wichtig sind.

b Von welchen Komponenten des Raumerlebens

wird deine Wahrnehmung beeinflusst (Erfahrung,

Interessen, Stimmung, Erinnerungen)?

3 Gestaltungsmerkmale

Durch welche Gestaltungsmerkmale (Farbe,

Material, Struktur, Proportionen, Licht, Akustik)

des Raumes kommt die Raumwirkung zustande?

Notiere dir deren Charakteristika stichpunktartig!

4 Raumfunktionen

Welche Nutzungsmöglichkeiten lassen sich aus

der Gestaltungsweise des Raumes ableiten?

5 Raumvergleich

a Vergleiche die Gestaltungsweise und Wirkung

des Schulraumes mit anderen Räumen!

b Fallen dir neue Eigenheiten des Raumes auf?

c Hast du eine Idee, wie der Raum noch genutzt

werden könnte?

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine