was ist ein septischer Patient? - Septische Chirurgie

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was ist ein septischer Patient? - Septische Chirurgie

Zu viel Hygiene ist wirklich nicht gut!

- was ist ein septischer Patient?

M. Diefenbeck, G. O. Hofmann

Klinik für f r Unfall-, Unfall , Hand- Hand und Wiederherstellungschirurgie

Friedrich-Schiller

Friedrich Schiller-Universit Universität t Jena

Klinik für f r Unfall- Unfall und Wiederherstellungschirurgie

BG-Kliniken BG Kliniken Bergmannstrost Halle


Was ist ein septischer Patient?

Kein septischer Patient


Was ist ein septischer Patient?

Definition der Sepsis

Systemic inflammatory response syndrome (SIRS):

Temperatur > 38° 38 oder < 36° 36

Herzfrequenz > 90 Schläge Schl ge / Minute

Atemfrequenz > 20 Atemzüge Atemz ge / Minute

oder PaCo2 < 4,3 kP oder beatmet

Leukozyten > 12000/ mm³ mm oder < 4000/ mm³ mm

(Mindestens 2 der 4 Parameter müssen m ssen erfüllt erf llt sein)

Sepsis

SIRS plus septischem Fokus oder Bakteriämie Bakteri mie


Was ist ein septischer Patient?

Definition der Sepsis

Systemic inflammatory response syndrome (SIRS):

Temperatur > 38° 38 oder < 36° 36

Herzfrequenz > 90 Schläge Schl ge / Minute

Atemfrequenz > 20 Atemzüge Atemz ge / Minute

oder PaCo2 < 4,3 kP oder beatmet

Leukozyten > 12000/ mm³ mm oder < 4000/ mm³ mm

(Mindestens 2 der 4 Parameter müssen m ssen erfüllt erf llt sein)

Sepsis

SIRS plus septischem Fokus oder Bakteriämie Bakteri mie


Was ist ein septischer Patient?

Sepsis

Schwere Sepsis

Septischer Schock

Multiorganversagen


Was ist ein septischer Patient?

Patient mit einer infizierten (entzündeten) (entz ndeten) Wunde!


Hygiene

Patient 1: Nahtdehiszenz nach Plattenosteosynthese

und wenig sezernierende Wunde

1 Einzelzimmer noch frei


Hygiene

Patient 1: Nahtdehiszenz nach Plattenosteosynthese

und wenig sezernierende Wunde

1 Einzelzimmer noch frei

Patient 2: Geschlossene proximale Humerusfraktur


Hygiene

Patient 1: Nahtdehiszenz nach Plattenosteosynthese

und wenig sezernierende Wunde

1 Einzelzimmer noch frei

Patient 2: Geschlossene proximale Humerusfraktur

privat


Hygiene

Patient 1: Nahtdehiszenz nach Plattenosteosynthese

und wenig sezernierende Wunde

1 Einzelzimmer noch frei

Patient 2: Geschlossene proximale Humerusfraktur

privat

Schwiegervater der Chefärztin Chef rztin für f r Anästhesie An sthesie


Hygiene

Patient 1: Nahtdehiszenz nach Plattenosteosynthese

und wenig sezernierende Wunde

1 Einzelzimmer noch frei

Patient 2: Geschlossene proximale Humerusfraktur

privat

Schwiegervater der Chefärztin Chef rztin für f r Anästhesie An sthesie

will Einzelzimmer…

Einzelzimmer


Hygiene

Patient 1: Nahtdehiszenz nach Plattenosteosynthese

und wenig sezernierende Wunde

1 Einzelzimmer noch frei

Patient 2: Geschlossene proximale Humerusfraktur

privat

Schwiegervater der Chefärztin Chef rztin für f r Anästhesie An sthesie

will Einzelzimmer…

Einzelzimmer

… hat schon mit Chefarzt telefoniert…

telefoniert

Was tun?

tun


… muß mu denn der Patient mit der infizierter Wunde alleine liegen?


Hygieneordnung


Hygieneordnung


Hygieneordnung


Hygieneordnung


Hygieneordnung

160 Seiten (!) und doch keine Antwort?


Hygieneordnung

160 Seiten (!) und doch keine Antwort?


Take Home Massage I

Schauen Sie sich mal die Hygieneordnung / den Hygieneplan Ihrer Klinik

genau an!


Kann man sonst noch wo nachlesen, bzw. worauf basiert der „Hygieneplan

Hygieneplan“


Kann man sonst noch wo nachlesen, bzw. worauf basiert der „Hygieneplan

Hygieneplan“?


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

1. Einführung Einf hrung

2. Erregerspektrum, Infektionsquellen und Wege

3. Risikofaktoren

4. Empfehlungen (peri ( peri / postoperativ)

… genau gleicher Aufbau der Publikation:

Center for disease control and prevention (CDC)


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

3. Risikofaktoren

A)Patienteneigene A) Patienteneigene / nur bedingt beeinflußbare

beeinflu bare Risikofaktoren

Vor- Vor / Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes mellitus)

bestehende Infektionen an anderen Körperstellen

K rperstellen

(nasale) Besiedelung mit S.aureus

Mangelernährung

Mangelern hrung

Adipositas

Rauchen

Maligne Grunderkrankungen / Tumorstadium

Zytostatikatherapie/ Zytostatikatherapie/

Immunsuppression

Anämie An mie (pr ( prä / postoperativ)

B) Perioperative Risikofaktoren

C) Operationsspezifische Risikofaktoren

D) Postoperative Risikofaktoren


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

3. Risikofaktoren

A)Patienteneigene A) Patienteneigene / nur bedingt beeinflußbare

beeinflu bare Risikofaktoren

Vor- Vor / Begleiterkrankungen (z. B. Diabetes mellitus)

bestehende Infektionen an anderen Körperstellen

K rperstellen

(nasale) Besiedelung mit S.aureus

Mangelernährung

Mangelern hrung

Adipositas

Rauchen

Maligne Grunderkrankungen / Tumorstadium

Zytostatikatherapie/ Zytostatikatherapie/

Immunsuppression

Anämie An mie (pr ( prä / postoperativ)

B) Perioperative Risikofaktoren

C) Operationsspezifische Risikofaktoren

D) Postoperative Risikofaktoren


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

Rauchen

Rauchen verzögert die primäre Wundheilung und steigert das Risiko eines

postoperativen Wundinfektes [1]. Raucher, die 6-8 Wochen vor einem elektiven Eingriff

und 10 Tage danach eine Beratung zum Beenden des Rauchens erhalte hatten, und dieses

einstellten, bzw. den Tabakkonsum reduzierten, wiesen signifikant weniger

„wundbezogenen“ Probleme (z. B. Hämatome, Infekte) auf als Raucher, die die Beratung

nicht erhalten hatten. Allerdings gibt es auch Untersuchungsergebnisse, wonach Rauchen

kein unabhängiger Risikofaktor ist.

Patienten sollten mindestens 30 Tage vor einem elektiven Eingriff das

Rauchen einstellen [2, 3].

1. Abboud et al. Risk factors for mediastinitis after cardiac surgery.

Ann Thorac Surg 2004; 77: 676 – 683

2. Lind J et al. The influence of smoking on complications after primary amputations of the lower

extremity. Clin Orthop Relat 1991; 267: 211 – 217

3. Sorensen LT et al. Smoking as a risk factor for wound healing and infection in breast cancer

surgery. Eur J Surg Oncol 2002, 28: 815 – 820


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Präoperative

Pr operative Verweildauer

Die präoperative

pr operative Verweildauer sollte so kurz wie möglich m glich sein (Kategorie II)


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

Kategorie I: Nachdrückliche Empfehlung

I A: Die Empfehlungen basieren auf gut konzipierten experimentellen oder

epidemiologischen Studien.

I B: Die Empfehlungen werden von Experten und aufgrund eines

Konsensus-Beschlusses der Kommission für Krankenhaushygiene und

Infektionsprävention am Robert Koch-Institut als effektiv angesehen und

basieren auf gut begründeten Hinweisen für deren Wirksamkeit.

Eine Einteilung der entsprechenden Empfehlung in die Kategorie I B kann auch

dann erfolgen, wenn wissenschaftliche Studien möglicherweise hierzu noch

nicht durchgeführt wurden.

Kategorie II: Eingeschränkte Empfehlung

Die Empfehlungen basieren teils auf hinweisenden klinischen oder

epidemiologischen Studien, teils auf nachvollziehbaren theoretischen

Begründungen oder Studien, die in einigen, aber nicht allen Krankenhäusern /

Situationen umgesetzt werden sollten.

Kategorie III: Keine Empfehlung/ ungelöste Frage

Maßnahmen, über deren Wirksamkeit nur unzureichende Hinweise vorliegen

oder bislang kein Konsens besteht.

Kategorie IV: Rechtliche Vorgaben


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Präoperative

Pr operative Verweildauer

Die präoperative

pr operative Verweildauer sollte so kurz wie möglich m glich sein (Kategorie II)

Umsetzung:

Aufnahme am OP-Tag OP Tag bei elektiven Eingriffen (Hygiene oder DRGs?) DRGs?)


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung: Empfehlung:

Haarentfernung

Präoperative

Pr operative Haarentfernung nur bei operationstechnischer Notwendigkeit

bevorzugt mittels Kürzen K rzen der Haare (elektrische Clipper) oder chemischer

Enthaarung (Kategorie IA)

Umsetzung:


Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

Kategorie I: Nachdrückliche Empfehlung

I A: Die Empfehlungen basieren auf gut konzipierten experimentellen oder

epidemiologischen Studien.

I B: Die Empfehlungen werden von Experten und aufgrund eines

Konsensus-Beschlusses der Kommission für Krankenhaushygiene und

Infektionsprävention am Robert Koch-Institut als effektiv angesehen und

basieren auf gut begründeten Hinweisen für deren Wirksamkeit.

Eine Einteilung der entsprechenden Empfehlung in die Kategorie I B kann auch

dann erfolgen, wenn wissenschaftliche Studien möglicherweise hierzu noch

nicht durchgeführt wurden.

Kategorie II: Eingeschränkte Empfehlung

Die Empfehlungen basieren teils auf hinweisenden klinischen oder

epidemiologischen Studien, teils auf nachvollziehbaren theoretischen

Begründungen oder Studien, die in einigen, aber nicht allen Krankenhäusern /

Situationen umgesetzt werden sollten.

Kategorie III: Keine Empfehlung/ ungelöste Frage

Maßnahmen, über deren Wirksamkeit nur unzureichende Hinweise vorliegen

oder bislang kein Konsens besteht.

Kategorie IV: Rechtliche Vorgaben


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung: Empfehlung:

Haarentfernung

Präoperative

Pr operative Haarentfernung nur bei operationstechnischer Notwendigkeit

bevorzugt mittels Kürzen K rzen der Haare (elektrische Clipper) oder chemischer

Enthaarung (Kategorie IA)

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung: Empfehlung:

Haarentfernung

Präoperative

Pr operative Haarentfernung nur bei operationstechnischer Notwendigkeit

bevorzugt mittels Kürzen K rzen der Haare (elektrische Clipper) oder chemischer

Enthaarung (Kategorie IA)

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung: Empfehlung:

Desinfektion

Im Operationsraum erfolgt eine gründliche gr ndliche Antiseptik (Desinfektion) der Haut des

Operationsgebietes (Kategorie IB). Die Haut muss während w hrend der erforderlichen

(vom Hersteller entsprechend deklarierten) Einwirkzeit satt benetzt benetzt

und feucht

gehalten werden.

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung: Empfehlung:

Desinfektion

Im Operationsraum erfolgt eine gründliche gr ndliche Antiseptik (Desinfektion) der Haut des

Operationsgebietes (Kategorie IB). Die Haut muss während w hrend der erforderlichen

(vom Hersteller entsprechend deklarierten) Einwirkzeit satt benetzt benetzt

und feucht

gehalten werden.

Umsetzung:

Einwirkzeit:


Hygiene: Theorie und Praxis


Hygiene: Theorie und Praxis


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Bereichs-und

Bereichs und Schutzkleidung

Dazu legen alle Personen, die die Op-Abteilung Op Abteilung betreten, im Personalumkleideraum

(unreine Seite) ihre gesamte Oberbekleidung einschließlich einschlie lich der Schuhe ab und

legen auf der reinen Seite nach hygienischer Händedesinfektion H ndedesinfektion keimarme

Bereichskleidung an

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Bereichs-und

Bereichs und Schutzkleidung

Dazu legen alle Personen, die die Op-Abteilung Op Abteilung betreten, im Personalumkleideraum

(unreine Seite) ihre gesamte Oberbekleidung einschließlich einschlie lich der Schuhe ab und

legen auf der reinen Seite nach hygienischer Händedesinfektion H ndedesinfektion keimarme

Bereichskleidung an

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Bereichs-und

Bereichs und Schutzkleidung

Dazu legen alle Personen, die die Op-Abteilung Op Abteilung betreten, im Personalumkleideraum

(unreine Seite) ihre gesamte Oberbekleidung einschließlich einschlie lich der Schuhe ab und

legen auf der reinen Seite nach hygienischer Händedesinfektion H ndedesinfektion keimarme

Bereichskleidung an

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Bereichs-und

Bereichs und Schutzkleidung

Dazu legen alle Personen, die die Op-Abteilung Op Abteilung betreten, im Personalumkleideraum

(unreine Seite) ihre gesamte Oberbekleidung einschließlich einschlie lich der Schuhe ab und

legen auf der reinen Seite nach hygienischer Händedesinfektion H ndedesinfektion keimarme

Bereichskleidung an

Umsetzung:


Hygiene: Theorie und Praxis

Perioperative Empfehlung:

Empfehlung:

Bereichs-und

Bereichs und Schutzkleidung

Dazu legen alle Personen, die die Op-Abteilung Op Abteilung betreten, im Personalumkleideraum

(unreine Seite) ihre gesamte Oberbekleidung einschließlich einschlie lich der Schuhe ab und

legen auf der reinen Seite nach hygienischer Händedesinfektion H ndedesinfektion keimarme

Bereichskleidung an

Umsetzung:


Zusammenfassung

Ständige St ndige Motivation zur Hygiene nötig n tig

Datenlage zur Praxis ist gering

…daher daher Hygienevorschriften eher nicht beachten?

…daher daher Hygiene um so mehr beachten?


Zuviel Hygiene ist wirklich nicht gerade gut!

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