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Hydro

Warum Hydro?

Hydroponische Pflanzenzucht ist aufwendiger, teurer und fehleranfälliger

als das Züchten auf Erde. So oder so ähnlich

stellt es sich dem Neuling dar. Doch wer irgendwann mal seinen

30sten Topf in Folge mit Erde gefüllt hat oder ständig mit

schweren Erdsäcken den vierten Stock erklimmen musste,

denkt schon bald über hydroponische Systeme nach. Denn

dies ist einer der Hauptvorteile. Nach einer etwas aufwändigeren

Grundinstallation nehmen in Folge die Materialströme im

Vergleich zu Erde dramatisch ab. Wer größere Anlagen oder

Pflanzungen an schwierigen Örtlichkeiten betreibt, kommt

deshalb um das Thema Hydro gar nicht herum. Auch wenn

täglich zig Töpfe zu gießen sind, kann sich eine zentrale Bewässerungsanlage

lohnen. Wenn die ersten Hürden erfolgreich

genommen wurden, kann man auch noch allerbeste

Ergebnisse erzielen!

Wie funktioniert es? Welche Systeme gibt's?

Das bekannteste System ist der Hydrotopf, bei dem ein Korb,

der mit Blähton (Hydrocorrels, Hydrosteinchen) gefüllt ist, in

den Übertopf gehängt wird. Das untere Drittel der Steinchen

im Korb taucht in die Nährflüssigkeit ein, welche mit Depotnährstoffen

und Ionentauschern gegen Versalzen versetzt

wird. Leider ist dieses einfache System nur für eher genügsame

Zimmerpflanzen mit wenig Wasser– und Nährstoffdurchsatz

gut geeignet.

Eine Weiterentwicklung des Hydrotopfes ist die Waterfarm

der Fa. General Hydroponics. Hier hängt der Korb über dem

Wasser-Nährstoffreservoir. Mit Hilfe einer Luftpumpe wird

regelmäßig die Nährflüssigkeit nach oben gepumpt und auf

die Hydrosteinchen verteilt. Diese Berieselung verhindert das

Austrocknen und Versalzen der oberen Substratschichten.

Außerdem haben die Wurzeln ständig Luftkontakt ohne je

auszutrocknen. Dieses System eignet sich besonders gut, um

einzelnen Pflanzen zu einem sensationellen Wachstum zu

verhelfen bzw. Mutterpflanzen auf längere Zeit optimal zu versorgen.

Das wohl bekannteste holländische System ist ein Tröpfelsystem,

das auf den sog. Librakästen basiert. Dieses sind

meist ein Meter lange Kunststoffkästen, in die eine Substratmatte

(Slab) gelegt wird. In diese Matte werden dann 3 bis 5

Jungpflanzen eingesetzt und mit jeweils einem Tropfer regelmäßig

bewässert. Als Matten werden hauptsächlich Steinwollslabs

und Cocosslabs eingesetzt. Dieses System kann

man offen (20 - 40 % des Nährflüssigkeitsüberschusses wird

abgeleitet) oder geschlossen (Überschuss fließt zurück in den

Vorratstank) betreiben.

Ständig steigender Beliebtheit erfreut sich der Fließtisch, auch

Nährfilmtechnik (NFT) genannt. Hierbei wird der Fließtisch,

der zum Abfluss hin eine geringe Neigung aufweisen muss,

mit Hilfe einer Pumpe regelmäßig überströmt. Die auf dem

Tisch platzierten Cocosslabs oder mit Oasis Flox bzw. Erde

oder Cocos gefüllten Töpfe saugen durch den Kapillareffekt

die benötigte Menge Nährflüssigkeit auf.

Als letztes bedeutendes System ist der Ebbe-Fluttisch zu

erwähnen. Die mit einer 5 bis 15 cm hohen Kante versehenen

Kunststofftische, auf denen sich das Pflanzsubstrat befindet

(Slabs, Flox, Hydrosteinchen), werden ein- oder mehrmals

täglich mit der Nährflüssigkeit gefüllt. Nach einer kurzen Verweilzeit

lässt man die Flüssigkeit in den Vorratstank zurückströmen.

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Beispiel für Nährfilmtechnik

Librakasten

Extra Versandkosten

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Bezeichnung Best.Nr. EUR

Librakasten 1 m mit 2 Ausläufen 360100 4,50 €

20 Stk * 360200 85,00 €

Auslauf einzeln (Drainpipje) 360500 0,50 €

Substrate für Librakästen

Extra Versandkosten

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Bezeichnung Best.Nr. EUR

Canna Cocosslab 1 m 361100 3,25 €

20 Stk * 361200 63,00 €

100 Stk = 1 Palette * 361400 275,00 €

Bezeichnung Best.Nr. EUR

Canna Cogrslab 1 m 361500 3,25 €

20 Stk 361600 63,00 €

50 Stk 361700 150,00 €

100 Stk 361800 275,00 €

Bezeichnung Best.Nr. EUR

Grodan Expert Steinwollslab 1 m 351000 3,10 €

20 Stk 351100 57,00 €

120 Stk = 1 Palette 351200 309,00 €

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