Geschäftsbericht 2011 - Stadtwerke Frankfurt am Main

stadtwerke.frankfurt.de

Geschäftsbericht 2011 - Stadtwerke Frankfurt am Main

Geschäftsbericht 2011


Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt

Konzernstruktur

(Auszug – Gesamtaufstellung s. S. 114–115)

Stille Beteiligung

Nassauische Sparkasse

Fraport AG

Grundkapital 917.745 TEUR

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Stammkapital 52.001 TEUR

100,00 % 5,98 %

Stadtwerke Strom-/ Wärmeversorgungsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH

Süwag Energie AG

Stammkapital 26 TEUR

Grundkapital 184.320 TEUR

100,00 % 75,22 % 100,00 % 100,00 %

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Mainova AG (Mainova)

AVA Abfallverbrennungsanlage

BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF)

Frankfurt am Main mbH (VGF)

Nordweststadt GmbH (AVA)

Stammkapital 11.000 TEUR

Grundkapital 142.336 TEUR

Stammkapital 26 TEUR

Stammkapital 27 TEUR

IN-DER-CITY-BUS GmbH

Stammkapital 700 TEUR

Main Mobil Frankfurt GmbH

Stammkapital 204 TEUR

Vollkonsolidierung

Equity-Methode

Keine Konsolidierung

Stand 31.12.2011

Nahverkehrsinfrastrukturgesellschaft

Frankfurt am Main mbH

Stammkapital 25 TEUR

100,00 %

100,00 %

100,00 %

20,11 %

Kraft-Wärme Oberschmitten GmbH

Stammkapital 2.454 TEUR

Stammkapital 5.000 TEUR

Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH & Co. KG

Kommanditkapital 10.000 TEUR

SWM Wind Havelland GmbH & Co. KG

Kapitalanteile 90.000 TEUR

Stadt Frankfurt am Main

MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH

Stammkapital 25 TEUR

ABGnova GmbH, Frankfurt am Main

Stammkapital 100 TEUR

Service4EVU GmbH

Stammkapital 100 TEUR

Stadtwerke Hanau GmbH,

Stammkapital 15.000 TEUR

Gas-Union GmbH

Stammkapital 23.000 TEUR

Hessenwasser GmbH & Co. KG

Stammkapital 16.500 TEUR

Hessenwasser Verwaltungs GmbH

Stammkapital 31 TEUR

Stadtwerke Dreieich GmbH

Stammkapital 8.000 TEUR

Gasversorgung Offenbach GmbH

Stammkapital 10.226 TEUR

Syneco Verwaltungs GmbH

Metegra GmbH

Stammkapital 250 TEUR

Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH

Stammkapital 70.000 TEUR

50,00 %

50,00 %

50,00 %

50,00 %

46,90 %

37,70 %

36,36 %

36,33 %

26,25 %

25,10 %

25,10 %

25,10 %

25,00 %

15,60 %

12,50 %

100,00 %

100,00 %

100,00 %

100,00 %

100,00 %

100,00 %

100,00 %

71,43 %

100,00 %

100,00 %

100,00 %

90,00 %

90,00 %

56,00 %

Energieversorgung Main-Spessart GmbH

Stammkapital 5.000 TEUR

Mainova EnergieDienste GmbH

Stammkapital 3.500 TEUR

Mainova ServiceDienste GmbH

Stammkapital 50 TEUR

SRM Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH

Stammkapital 25 TEUR

Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH,

Frankfurt am Main

Stammkapital 25 TEUR

Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH

Stammkapital 25 TEUR

Mainova Thüga Wind-Beteiligungs GmbH & Co. KG

Stammkapital 182 TEUR

Energynova S.r.l.

Stammkapital 10 TEUR

Mainova Windpark Siegbach GmbH & Co. KG

Stammkapital 3.500 TEUR

Mainova Wind-Beteiligungsverwaltung GmbH

Stammkapital 25 TEUR

NRM NetzDienste Rhein-Main GmbH

Stammkapital 500 TEUR

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH

Stammkapital 6.378 TEUR

Erdgas Westthüringen

Beteiligungsgesellschaft mbH

Stammkapital 7.300 TEUR

50,00 % Gasversorgung Main-Kinzig GmbH

Stammkapital 8.600 TEUR

50,00 % ENAG/Maingas Energieanlagen GmbH

Stammkapital 5.113 TEUR

50,00 % Oberhessische Gasversorgung GmbH

Stammkapital 3.600 TEUR

49,90 %

100,00 %

75,00 %

49,00 %

49,00 %

23,90 %

Infranova Bioerdgas GmbH

Stammkapital 100 TEUR

Hotmobil Deutschland GmbH, Gottmadingen

Stammkapital 26 TEUR

Hotmobil International GmbH

Stammkapital 100 TEUR

20,53 % Thüga Holding GmbH & Co. KGaA

Stammkapital 7.700 TEUR

Werraenergie GmbH

Stammkapital 7.700 TEUR

Ohra Hörselgas GmbH

Stammkapital 3.323 TEUR

Eisenacher Versorgungsbetriebe GmbH

Stammkapital 6.600 TEUR


Geschäftsbericht 2011

Vorwort 6

I. Wir führen den Dialog. Für unsere Stadt. 8

StadtimpulSe

dr. h. c. petra Roth 10

die neue Straßenbahn-linie 18: Nahmobilität in Frankfurt 12

WiRtSchaFtSimpulSe

uwe Becker 14

investitionen in Windkraft: die nahe energiezukunft 16

KlimaimpulSe

dr. constantin h. alsheimer 18

müllheizkraftwerk Nordweststadt und kundennahe Wärme 20

leBeNSimpulSe

Werner Röhre 22

das Freibad hausen und Naherholung in Frankfurt 24

II. Konzernjahresabschluss 2011 Unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt 26

Konzernlagebericht 2011

1. Geschäftsfelder und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 28

2. Geschäftsverlauf 2011 38

3. ertragslage 46

4. Vermögens- und Finanzlage 50

5. Risikomanagement 52

6. Beschreibung der wesentlichen merkmale des internen Kontrollsystems

und des Risikomanagementsystems 62

7. Forschung und entwicklung 64

8. Voraussichtliche entwicklung 66

9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 72

Konzernabschluss 2011 74

Konzernbilanz 76

Konzerngewinn- und -verlustrechnung 78

Konzernkapitalflussrechnung 79

eigenkapitalspiegel 80

Konzernanhang 2011 82

Organe der Gesellschaft 104

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 120

III. Einzeljahresabschluss 2011 Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH 124

1. lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 126

Bilanz 133

Gewinn- und Verlustrechnung 135

2. anhang für das Geschäftsjahr 2011 136

3. Bestätigungsvermerk des abschlussprüfers 163

4. Bericht des aufsichtsrats 165


6 VORWORT

Vorwort

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe leserinnen und leser,

ein ereignisreiches Jahr mit vielen positiven entwicklungen, aber auch unerwartet negativen

einflussfaktoren und einschneidenden erlebnissen: das war das Jahr 2011. im Gedächtnis

bleiben wird vor allem die tragische Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima am

11. märz. Sie hat die Köpfe und die herzen der menschen weltweit bewegt. Sie hat auch auf

vorher undenkbare art und Weise die öffentliche debatte über atomkraft, die bereits angestoßene

energiewende in deutschland und individuelle Konsumentscheidungen forciert.

mehr als doppelt so viele privatkunden haben sich 2011 für mainova-Stromangebote aus

erneuerbaren Quellen entschieden.

die unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt steht für Verlässlichkeit, Verantwortung

und Zukunftsgestaltung. unsere langsichtige unternehmensstrategie war nach unserer

Überzeugung auch in einem Geschäftsjahr mit dynamischen, ja teilweise sogar turbulenten

Veränderungen in Wirtschaft und politik die bessere Wahl.

dafür treten wir als Stadtwerke holding ein: Gut wirtschaften im Sinne eines nachhaltigen

unternehmens ist für uns seit langem die zentrale prämisse, die wir uns für all unser

handeln gesetzt haben. das ist nicht immer einfach, gerade in Zeiten herausfordernder

Rahmen- und umfeldbedingungen, wenn kurzfristige erfolge leichter vermittelbar wären.

dennoch setzen wir stetig unsere strategischen Ziele um und machen potenziale nutzbar,

an denen wir unseren nachhaltigen erfolg mit Blick auf die Stadtgesellschaft von morgen

und übermorgen messen lassen.

Frankfurt ist eine weiterhin wachsende und prosperierende Stadt; gleichwohl sind Kosten

und investitionen kritisch zu hinterfragen, und – wo immer möglich ohne Verlust von Standort-

und lebensqualität – zu verringern. So wurden wichtige, planvoll begonnene projekte

zur öffentlichen Nahverkehrserschließung neuer urbaner lebensräume von der Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Riedberg und Frankfurter Bogen abgeschlossen, die vorgesehene

anbindung des gerade entstehenden europaviertels hingegen kostenwirksam modifiziert.

und natürlich geben wir uns damit nicht zufrieden, sondern wollen in vielem noch besser

werden: in der gesamten unternehmensgruppe und unter allen Voraussetzungen.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Was ist zukunftsgerecht – in der Verantwortung für den künftigen Geschäftserfolg der unternehmensgruppe,

für unsere Kunden, für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger?

das ist in einer hochgradig komplexen Welt die anspruchsvolle leitfrage, auf die wir immer

wieder die beste antwort suchen. die Stadtwerke holding ist dabei unverzichtbar, denn

sie entlastet die operativ eigenständigen tochtergesellschaften und unseren eigentümer

Stadt Frankfurt mit ihren dienstleistungen, ihrer expertise und schafft mehrwerte mit ihren

impulsen und übergreifenden aktivitäten.

ein solcher Blick aufs Ganze gibt zugleich den Raum, hinlänglich „ausgetretene pfade“ auch

einmal wieder zu verlassen. die Bewerbung der Stadt Frankfurt als „Green capital 2014“ war

für uns im vergangenen Jahr eine solche erfahrung. die gemeinsame Zielperspektive offenbarte

das enorme Kapital, das in der Sammlung, Bündelung von akteuren und aktivitäten

und in der Freisetzung neuer ideen dank dialog und Kooperation steckt. Wertvolle entdeckungen

und anknüpfungspunkte, die es weiter auszuschöpfen gilt, und an denen insbesondere

die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt partizipieren sollten.

einige der wichtigsten themen und aktivitäten der unternehmensgruppe aus dem vergange-

nen Geschäftsjahr stellen wir ihnen im Folgenden hier vor.

unser ausdrücklicher dank für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2011 geht an den

aufsichtsrat, den Betriebsrat, unsere Beschäftigten und die Netzwerk- sowie Kooperations-

partner der Stadtwerke Frankfurt am main holding.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auf unserem Weg vertrauensvoll weiter begleiten.

ihre Stadtwerke Frankfurt am main holding Gmbh

dr. constantin h. alsheimer Werner Röhre

7


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Frankfurt am Main

I. Wir führen den Dialog. Für unsere Stadt.


10 WIR FÜHREN DEN DIALOG/STADTIMPULSE

dr. h. c. petra Roth

Oberbürgermeisterin Frankfurt am main

STADTImPULSE

„In ihrer Stadt können die Bürgerinnen und

Bürger Verantwortung, Partizipation und ein

faires Miteinander als fundamentale Werte

unmittelbar erleben, die mehr Qualität und Sinn

für das Leben des Einzelnen versprechen.“


Wir brauchen eine starke Stadt. eine starke

Stadt in einer aktiven metropolregion, die

vielfältige und auch unterschiedliche inter-

essen trägt. Frankfurt ist heute nicht mehr

die verkannte Schönheit, die sich auf eine

geschäftige Bankerstadt reduzieren lässt und

es insgeheim besser weiß. Frankfurt ist das

Zentrum europas – souverän, anziehend und

offen. mit einem wiederentdeckten mainufer,

einer belebten city, vielen Grünflächen

und einer hohen lebensqualität in bunten

Stadtteilen. das hat sich herumgesprochen:

die Wertschätzung für unsere Stadt ist in den

letzten Jahren deutlich größer geworden, bei

Geschäftspartnern, institutionen, Besuchern

und menschen, die sich dauerhaft hier ein

Zuhause suchen.

die menschen kehren in die Stadt als reizvol-

len lebensraum zurück, sie fühlen sich der

urbanen identität verbunden und sie wissen

das lokale in Zeiten des Globalen zu schätzen.

das bringt mich zu der Schlussfolgerung: die

Kommunen müssen gestärkt werden, um

eigene Gestaltungsspielräume voll entfalten zu

können. in ihrer Stadt können die Bürgerinnen

und Bürger Verantwortung, partizipation und

ein faires miteinander als fundamentale Werte

unmittelbar erleben, die mehr Qualität und

Sinn für das leben des einzelnen versprechen.

Frankfurt am main ist das Zentrum der

metropolregion Rhein-main. Sie steht in

Konkurrenz zu anderen metropolregionen,

aber sie steht gut da. Kreativ und kooperativ

– wie es der Regionalpark Rhein-main, der

Rhein-main-Verkehrsverbund, das alle zwei

Jahr stattfindende luminale-Festival und viele

andere aktivitäten über kommunale Grenzen

hinaus realisiert haben. Nun wird die Region

überdies als elektromobiler Vorreiter weiter

zusammenwachsen.

Frankfurt ist ein hoch verdichteter urbaner

lebensraum, dessen dichte und Vernetzung

auch zukünftig weiter zunehmen müssen, um

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

in Zeiten des demografischen Wandels bestehen

zu können. das bedeutet enorme herausforderungen

für alle akteure, insbesondere die

unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt

mit ihren wichtigen infrastruktur-dienstleistungen.

die eröffnung der Straßenbahn-linie 18

der Verkehrsgesellschaft Frankfurt zur

anbindung des neuen Stadtviertels „Frankfurter

Bogen“ war eines der herausragenden

investitionsprojekte im vorigen Jahr. auch der

Riedberg, das europaviertel und Gateway

Gardens sind wichtige projekte für die gesamte

Stadtentwicklung – neben vielen kleinräumigeren

Vorhaben und schließlich dem

tagesgeschäft der operativen Gesellschaften.

mit der weiter zu erwartenden Veränderung

der wachsenden Stadt und ihrer Bewohner

werden sich auch die anforderungen an die

infrastruktur wandeln. Vorausschauend entwickelt

sich die unternehmensgruppe deshalb

kontinuierlich weiter.

langfristig erfolgreich werden wir in Frankfurt

nur bleiben, wenn wir die eigenen positionen

immer wieder kritisch betrachten und die

erweiterten chancen des Gemeinsamen sowie

den Nutzen für alle mehren. ein Beispiel

dafür ist das Kaiserlei-areal. Frankfurt und

Offenbach in einem atemzug zu nennen, war

bis vor kurzem – trotz guter Zusammenarbeit

entgegen der vermeintlichen Nachbarschaftsrivalität

– allenthalben für einen lacher gut.

Nun ist geplant, das Kaiserlei-areal über die

Grenzen der beiden Kommunen hinaus nutzbar

zu machen. Für beide Städte. das ist neu

und ein weiterer Schritt hin zu einer starken

metropolregion Frankfurt Rhein-main, die

interkommunale Kooperationen gut gebrauchen

kann.

Vernetzung und Kooperation sind zwei

wesentliche erfolgsbausteine der unternehmensgruppe

Stadtwerke Frankfurt, wie sie

als dynamischer Konzern 2011 wieder belegt

hat. und sie bleibt auch zukünftig in Bewegung

– für unsere Stadt.

11


12 WIR FÜHREN DEN DIALOG/STADTIMPULSE

STADTImPULSE

Die neue Straßenbahn-Linie 18: Nahmobilität

in Frankfurt

Im Frankfurter Norden ist noch heute sichtbar, dass Frankfurt mit seiner überschaubaren

Kernstadt historisch um viele der umliegenden Dörfer gewachsen ist: Felder, Wiesen und

oftmals noch traditionelle Dorfkerne erinnern daran. Ein Zeugnis jüngerer Geschichte

sind die Areale, die durch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte seit den neunziger

Jahren im Stadtgebiet frei geworden sind und sukzessive als urbaner Lebensraum wieder

erschlossen werden.

dazwischen ist in den letzten Jahren auf

rund 72 hektar ein modernes dorf entstanden,

der „Frankfurter Bogen“. Obschon am

Stadtrand mit grünem ausblick und dem

lohrberg in der Nachbarschaft, liegt der

neue Stadtteil doch mittendrin: er schließt

unmittelbar an preungesheim mit seiner

gewachsenen infrastuktur an, eckenheim

und Berkersheim sind nicht weit.

auch im „Frankfurter Bogen“ wurde mit

energieeffizienten häusern und Fernwär-

me-Nutzung im allmählich wachsenden

Quartier für insgesamt mehrere tausend

menschen auf die umsetzung der Frankfur-

ter Klimaschutzziele und ein nachhaltiges

leben für die Bewohner gebaut. dazu

gehört konsequenterweise auch ein mobilitätsangebot,

das attraktive alternativen

zur alltäglichen pKW-Nutzung in der Stadt

bietet. diesen Bedarf deckt unsere neue

Straßenbahn-linie 18.

mit dem Spatenstich im märz 2009 wurde

begonnen, die 3,5 Kilometer lange neue

Netzstrecke zu bauen. als eine der größten


und längsten innerstädtischen Baustellen

in deutschland war sie eine beträchtliche

herausforderung und eine immense leistung

der VGF: 900 tonnen Schienen, mehr

als 30.000 tonnen Schotter, 196 Fahrleitungsmaste,

Neupflanzungen von über 300

Bäumen und 4.000 Sträuchern – schon

diese wenigen Zahlen verdeutlichen, was

bewegt werden musste.

Nach etwas mehr als zweieinhalb Jahren

Bauzeit konnten die Bürgerinnen und

Bürger zur eröffnung der linie 18 am

11. dezember kostenlos die neue Strecke

erkunden, mit ihren acht neuen barrierefreien

und mobilitätsgerechten haltestellen

nach neuestem Servicestandard der VGF. die

Straßenbahn entlastet nicht nur den individualverkehr,

sondern auch streckennahe

Buslinien, die teilweise im immer dichteren

Stadtverkehr stecken bleiben.

umso wichtiger und richtiger ist die entscheidung

für unsere öffentlichen Nahverkehrs-investitionen

– die im vergangenen

Jahr bei insgesamt über 77 millionen euro

lagen –, vor allem zur anbindung von

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

neuen Stadtteilen, und die fortgesetzt hohe

Qualität des öffentlichen Nahverkehrs in

Frankfurt. daran werden wir weiterhin

arbeiten: Nach dem Riedberg im Jahr 2010

und dem „Frankfurter Bogen“ im vergangnen

Jahr ist nun die erweiterung unseres

mobilitätsangebots für das entstehende

europaviertel geplant.

Wenn man jetzt bequem in knapp zwanzig

minuten direkt vom „Gravensteiner platz“

im „Frankfurter Bogen“ zur Konstablerwache

fährt, die a661 passiert, die Friedberger

Warte streift und am Nibelungenplatz

im urbanen Frankfurter „Gewusel“

ankommt, bekommt man eine Vorstellung

von den Belastungen für mensch, Verkehr

und das projektmanagement beim Streckenneubau.

und wer noch mehr Stadteindrücke sammeln

möchte, bleibt an der Konstablerwache

sitzen und wird in weiteren zwanzig

minuten durch Sachsenhausen über den

mühlberg bis an die Stadtgrenze Offenbach

gefahren. Wie gesagt: Frankfurt ist viele

dörfer.

13


14

WIR FÜHREN DEN DIALOG/WIRTSCHAFTSIMPULSE

Stadtrat uwe Becker

Stadtkämmerer Frankfurt am main

WIRTSCHAFTSImPULSE

„Als nachhaltiger Infrastrukturbetreiber und

-entwickler schaffen wir zentrale Voraussetzungen

für die Standortentscheidung anspruchsvollster

Wirtschaftspartner – und damit auch für deren

Beschäftigte und für die Menschen in Frankfurt.

Die Unternehmensgruppe ist darüber hinaus ein

relevanter Wirtschaftsfaktor, der messbar in die

Region hinein wirkt.“


trotz erschwerter Rahmenbedingungen war

2011 ein erfolgreiches Jahr mit positiven

Kräften und entwicklungen, die wir nutzbar

machen konnten. Natürlich schauen wir

aufmerksam und kritisch auf die entwicklungen

in europa, nicht zuletzt weil

Frankfurt ein stark europäisch geprägter

Ort ist: zentraleuropäische Finanzmetropole

und Verkehrsdrehscheibe, mit internationalen

Wirtschaftspartnern und Gästen sowie

Bewohnern aus 170 Nationen.

und natürlich müssen auch wir in Frank-

furt umsichtig wirtschaften, um die Finanzlage

der Stadt zukünftig zu stabilisieren.

denn je stabiler unsere Basis ist, desto

weniger haben kurzfristige ausschläge

oder einzelne Faktoren die chance, unser

wirtschaftliches Wohl zu beeinflussen.

außerdem gebietet unsere Verantwortung

für die Stadtgesellschaft und für die kommenden

Generationen, gut zu wirtschaften.

daran, wie gutes Wirtschaften gestaltet

werden kann, partizipieren vermehrt auch

die engagierten Bürgerinnen und Bürger.

Sie konnten im vergangenen Jahr erstmals

über einen Bürgerhaushalt für Frankfurt

entscheiden.

Faktisch haben sich Wirtschaft und Konjunk-

tur in deutschland 2011 insgesamt positiv

entwickelt, und Frankfurt ist eine weiter

wachsende Stadt, die ihr einzigartiges profil

als Wirtschaftsstandort nochmals schärfen

konnte. Zur beträchtlichen Wirtschaftskraft

tragen unternehmen verschiedenster

Branchen und in allen Größenordnungen

bei, die in Frankfurt arbeiten und investieren.

dazu gehören wesentlich die städtischen

Konzerne, als einer der größten die

unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt.

Sie schafft als nachhaltiger infrastrukturbetreiber

und -entwickler mit öffentlichem

Nahverkehr, energie und Bädern zentrale

Voraussetzungen für die Standortentscheidung

anspruchsvollster Wirtschaftspartner

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

– und damit auch für deren Beschäftigte

und für die menschen in Frankfurt.

die unternehmensgruppe ist darüber

hinaus ein relevanter Wirtschaftsfaktor,

der messbar in die Region hinein wirkt. So

verbleibt von jedem euro der Kunden an

mainova gut die hälfte direkt in der Region.

das heißt über 860 millionen euro* für den

regionalen Wirtschaftskreislauf, davon allein

fast 546 millionen euro* für den Großraum

Frankfurt. das sichert arbeitsplätze auch bei

dienstleistern und lieferanten – wiederum

vor allem in der Region.

dies lässt sich auf die weiteren tochter-

gesellschaften übertragen, allen voran

die Verkehrsgesellschaft VGF, die über 77

millionen euro für die Netzerweiterung,

neue Fahrzeuge und ihre hohe dienstleistungsqualität

aufgewendet hat. die

unternehmensgruppe hat insgesamt im Jahr

2011 mehr als 245 millionen euro investiert.

macht man sich die multiplikationseffekte

bewusst, so wird die gesamtwirtschaftliche

Bedeutung der unternehmensgruppe als

eines der größten infrastrukturunternehmen

in deutschland offenkundig.

doch auch für sie gilt: nicht alles, was

wünschenswert ist, kann in Zeiten knapper

Kassen realisiert werden. in den Gesellschaften

werden schon lange systematisch

Kosten- und prozessqualität weiter optimiert,

mögliche Synergien und vorteilhafte

Kooperationen genutzt. dennoch wurden

2011 weitergehende Kostenminderungen

noch einmal auf die agenda gesetzt. unser

Ziel war es und bleibt es auch künftig,

hochwertige infrastrukturleistungen so

effektiv und effizient wie möglich zu erbringen.

„Gut wirtschaften“ meint viel mehr

als sparen, und das bleibt die gemeinsame

aufgabe für die Zukunft.

*Studie der uni leipzig 2011: datenbasis 2009

15


16 WIR FÜHREN DEN DIALOG/WIRTSCHAFTSIMPULSE

WIRTSCHAFTSImPULSE

Investitionen in Windkraft: die nahe Energiezukunft

Die Energie von Wind, Sonne und Wasser zu nutzen, ist keine neue Idee, sondern wird schon

jahrhundertelang in Europa praktiziert. Aber erst wir sind heute in der Lage, eine Technik

zu nutzen, die erneuerbare Energien an die Stelle der bisher vorrangig genutzten fossilen

Energieträger, wie Kohle oder Erdöl, treten lassen kann.

und erst wir haben den mut, diesen vernünf-

tigen Systemwechsel energisch anzugehen

und unseren teil verantwortungsvoll beizutragen.

denn das ist nicht nur eine Frage der

Vernunft und der persönlichen präferenz,

sondern auch eine investition in die Zukunft

mit großer wirtschaftlicher Bedeutung für

uns als regionales unternehmen.

Wir haben bereits in den letzten Jahren

unser engagement ausgebaut und chancen

genutzt, vor allem in Kooperationen und

Beteiligungen, auch wenn der politische

dialog und die gesetzlichen Rahmenbedingungen

eine verbindliche planungsperspektive

für uns erschwert haben. doch

wir teilen die Vision, dass die energiewende

in deutschland gelingen und dauerhafte

Vorteile für uns alle eröffnen wird. aus

diesem Grund hat mainova 2011 mit 26

weiteren unternehmen der thüga-Gruppe

die thüga erneuerbare energien Gmbh für

gemeinsame deutschlandweite investitionsprojekte

gegründet.

Windenergie wird von energiekonservativen

und besorgten Bürgern mitunter skeptisch

betrachtet. aber vor allem Onshore-Windenergie

hat das Zukunftspotenzial, in das

wir investieren und mit neuen Kooperationsprojekten

auch 2011 erfolgreich investiert

haben.


als nachhaltiges unternehmen gehören die

bestmögliche umweltschonung und le-

bensqualität für den menschen zu unserem

zentralen anforderungskatalog, und wir

wägen sorgsam unser engagement ab.

Weit fahren muss künftig nicht, wer die

Windenergieerzeugung einmal selbst

sehen möchte, denn auch in der Rheinmain-Region

bläst ein ordentlicher

Wind und es gibt – begrenzt – geeignete

Flächen. Zum Beispiel in Remlingen

bei Würzburg: hier sollen ab ende 2012

sechs mainova-Windkraftanlagen mit

einer leistung von jeweils 2,4 megawatt

klimafreundlichen Strom für rund 10.000

haushalte erzeugen.

projektpartner ist erneut der Wiesbadener

Windparkentwickler aBO Wind, eine

Zusammenarbeit, die sich nach der ersten

erfolgreichen Kooperation weiter festigt:

2011 wurden gemeinsam drei hochmoderne

mainova-Windkraftanlagen im mittelhessischen

Schelder Wald errichtet, die

ab 2012 klimafreundlichen Strom für rund

6.400 haushalte produzieren. die akzeptanz

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

bei den menschen vor Ort ist groß – nicht

nur weil, die Waldlage der Windräder eine

ausreichende distanz zu ihrem direkten

lebensumfeld mit sich bringt, sondern

auch, weil sie sich aktiv beteiligen. Sie

konnten bei der Finanzierung „ihres“ Windparks

mit einstiegen, was die Bewohner der

Gemeinde Siegbach, mainova-Kunden und

mitarbeiter auch vollständig ausgeschöpft

haben. und sie können sich bei einem

Waldspaziergang davon überzeugen, dass

Natur und umwelt so weit wie möglich

geschont wurden, so dass die Rechnung am

ende für alle „aufgeht“.

Ganz wichtig war aber für uns ebenfalls

die Bestätigung: die Bürger tragen die

energiewende mit, sie sind interessiert

und engagiert und vertrauen uns als ihrem

regionalen partner. deshalb sollen in den

nächsten zwei Jahren mindestens fünfzehn

weitere Windparks in hessen und Bayern

entstehen – dort, wo der Strom verbraucht

wird und wo der richtige Wind weht. Nachhaltigkeit,

wie wir sie als „guter Kaufmann“

sehen.

17


18 WIR FÜHREN DEN DIALOG/KLIMAIMPULSE

dr. constantin h. alsheimer

Sprecher der Geschäftsführung

Stadtwerke Frankfurt am main holding

KLImAImPULSE

„Die Energiewende findet bei uns statt, den Stadtwerken,

die sich schon immer für eine dezentrale und

nachhaltige Erzeugung engagiert haben. Für deren

ambitionierte Ausgestaltung und die Umsetzung

von dauerhaften Lösungen nehmen wir in der Unternehmensgruppe

unsere Verantwortung wahr.“


die energiewende in deutschland und der

Weg Frankfurts zur „Green city“ als nachhaltiger

Stadt sind meilensteine für unsere

Zukunft, das steht außer Frage. Wir haben uns

gemeinsam mit den anderen Stadtwerken

und regionalen energieversorgern deutlich

dazu bekannt: die energiewende findet bei

uns statt, den Stadtwerken, die sich schon

immer für eine dezentrale und nachhaltige

erzeugung eingesetzt haben. Für die ambitionierte

ausgestaltung und die umsetzung

von dauerhaften lösungen nehmen wir in der

unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt

unsere Verantwortung wahr. eine große

Verantwortung mit den einhergehenden

beträchtlichen investitionsentscheidungen für

neue erzeugungsanlagen – im Wesentlichen

für erneuerbare energien – in höhe von 500

millionen euro bis 2015, die nur bei einem

konsequenten umbau des gesamten Systems,

der Netz- und idealerweise auch der Nutzerinfrastruktur

wirklich effizient sein können.

hier in Frankfurt sind wir schon einen ent-

scheidenden Schritt weiter: Bis 2050 soll die

energie für die Frankfurter vollständig aus

erneuerbaren energien stammen. das ist nur

konsequent in einer Stadt, die schon früh auf

hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

gesetzt hat und die als deutsche hauptstadt

von passivhäusern und Blockheizkraftwerken

gilt. deshalb investieren wir gezielt in

die erzeugung und in die Netzqualität vor Ort.

Windenergie ist ein wachsender pfeiler in

unserem erzeugungsmix und bildet einen

Schwerpunkt unserer regionalen und überregionalen

investitionsprojekte. eine richtige

und wichtige investition in die Frankfurter

energiezukunft war auch die ambitionierte

Sanierung des müllheizkraftwerks Nordweststadt

zwischen 2003 und 2009, dessen

erfolgreicher Betrieb unsere erwartungen

erfüllt. darüber hinaus waren wir 2011 auch

weiter in den Bereichen Solaranlagen und

Bioerdgas-erzeugung aktiv.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

doch nicht nur unsere energieexperten

sind auch in Zukunft gefordert: mit den

Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen der

Stadt verbindet sich der entschluss, den

pKW-Verkehr zugunsten des öffentlichen

Nahverkehrs und alternativer mobilitätsangebote

zu vermindern. das bedeutet

eine auch perspektivisch quantitative wie

qualitative Weiterentwicklung der öffentlichen

Nahverkehrsstruktur. als „i-tüpfelchen“

fahren die umweltentlastenden

Stadt- und Straßenbahnen mit Naturstrom

von mainova. und bei der Sanierung von

städtischen Bädern wird insbesondere auf

Kriterien der energieeffizienz und Nachhaltigkeit

geachtet.

aber unser engagement für den Klima-

schutz geht noch viel weiter: die enkelgesellschaft

infranova hat im September

letzten Jahres das erste in höchst erzeugte

Bioerdgas ins Netz eingespeist, und ein

Stromtankstellennetz mit mittlerweile 47

mainova-ladesäulen in Frankfurt und dem

umland gehört mit zur erfolgsbilanz des engagierten

teams der aBGnova. hier wurde

auch die ende 2011 vereinbarte mainova-

Beteiligung am regionalen carsharingunternehmen

book-n-drive initiativ begleitet.

mit unserer expertise sind wir in einer

steigenden Zahl fruchtbarer Kooperationsund

Netzwerkpartnerschaften engagiert.

dabei denken wir ganz selbstverständlich

„über den eigenen tellerrand hinaus“ –

sei es mainova mit der außerordentlich

wertschöpfenden Beteiligung an dem

Stadtwerke-Netzwerk thüga, sei es die

VGF mit den einkaufsverbund BeKa, die

Bäderbetriebe mit ihrem gewachsenen

austausch mit anderen Bäderexperten in

deutschland oder innerhalb der unternehmensgruppe

selbst. dabei bleiben wir der

Stadt Frankfurt und ihren Bewohnern eng

verbunden: ihr größtmöglicher Nutzen ist

unser antrieb.

19


20 WIR FÜHREN DEN DIALOG/KLIMAIMPULSE

KLImAImPULSE

Müllheizkraftwerk Nordweststadt und kundennahe

Wärme

In Sachen Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) sind wir in Frankfurt „alte Hasen“: Die erste

KWK-Anlage im Stadtgebiet ging 1928 in Betrieb. Heute produziert Mainova in insgesamt fünf

großen und in zahlreichen kleineren, dezentralen Anlagen sogenannten Blockheizkraftwerken,

Strom und Wärme.

und wenn es darum geht, einen energieträger

optimal für die erzeugung von Strom

und Wärme zu nutzen, setzen wir auch auf

müll: Seit anfang der sechziger Jahre wird

in der Nachbarschaft des Nordwestzentrums

aus hausmüll der Region Strom und Wärme

erzeugt. die Wärme geht direkt über spezielle

leitungen als heizenergie in die häuser.

So können jährlich rund 525.000 tonnen

müll umweltgerecht entsorgt „in energie

aufgehen“ und 300.000 tonnen cO2 im Jahr

vermieden werden.

die vier Verbrennungslinien im Kraftwerk

laufen reibungslos zur Zufriedenheit der

mhKW Gmbh, die das müllheizkraftwerk

betreibt. damit sind auch deren Gesellschafter

zufrieden – die müllanliefernde FeS und

die strom- und wärmeerzeugende mainova.

aber in jeder technik steckt offenbar auch

ein wenig mensch, so dass der Betrieb vom

Verpächter aVa immer weiter analysiert

und optimiert wird.


denn das müllheizkraftwerk spielt eine

wichtige Rolle in der energieversorgung für

die Frankfurter, die sich auf ihren großen

„Stadtteilkamin“ verlassen. und es ist ein

wichtiger Baustein in der erzeugungsstrategie

der mainova, die vor allem in ihr

Fernwärmenetz in Frankfurt investiert: ende

November 2011 war eine neue Fernwärmeleitung

aus der Nordweststadt zum unicampus

Westend einsatzbereit. die rund sechs

Kilometer lange Fernwärmeleitung wurde in

etwa eineinhalb Jahren Bauzeit verlegt und

ergänzt das Fernwärmenetz, das insgesamt

165 Kilometer lang ist.

dank des projekts wird außerdem ein

älteres Kraftwerk mit geringerer energieeffizienz

nicht mehr benötigt. praktischer

Klimaschutz als Beitrag zu den städtischen

Klimaschutzzielen, der nicht nur die Wissenschaft

der Goethe-universität wärmt. auch

das polizeipräsidium und der hessische

Rundfunk werden mit der neuen trasse

beliefert.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

und das Bauprojekt mit einem Gesamtvolumen

von etwa 28 millionen euro setzt sich

fort: Weitere fünf leitungskilometer sind

über den unicampus Bockenheim bis zur

messe geplant, damit noch mehr menschen

die klimaschonende Wärme nutzen

können. die hauskamine können sie dann

zum Beispiel begrünen – für unsere noch

nachhaltigere Stadt.

21


22 WIR FÜHREN DEN DIALOG/LEBENSIMPULSE

Werner Röhre

Geschäftsführer und arbeitsdirektor

Stadtwerke Frankfurt am main holding

LEbENSImPULSE

„Die Qualität unseres Zusammenlebens in Frankfurt

Rhein-Main bemisst sich für uns nicht nur an unserem

Beitrag von hochwertigen Infrastrukturleistungen

für die Stadt, sondern ebenso am gesellschaftlichen

Engagement als städtisches Unternehmen.“


lebensqualität ist ein sperriger Begriff – wir

machen ihn sehr konkret und alltäglich

erlebbar. die Qualität unseres Zusammenlebens

in Frankfurt Rhein-main bemisst sich

für uns nicht nur an unserem Beitrag von

hochwertigen infrastrukturleistungen für die

Stadt, sondern ebenso am gesellschaftlichen

engagement als städtisches unternehmen.

teil unserer Verantwortung für die Stadtge-

sellschaft sind der dialog und die transparenz

unserer Geschäftsaktivitäten, wie sie der 2010

verabschiedete städtische public corporate

Governance Kodex vorgibt. der wurde bei

uns in der unternehmensgruppe schon weitgehend

„gelebt“, er liefert dennoch wertvolle

Orientierungspunkte zur Weiterentwicklung

und für das gemeinsame handeln.

in einer partizipativen Stadtgesellschaft

müssen wir als unternehmen aber auch

unvermeidliche interessenkonflikte und

mögliche kommunikative Konfrontationen

aushalten, um einen ehrlichen dialog mit

Kunden, Bürgern und anderen Gesprächspartnern

zu führen. dies ist nicht für alle

Beteiligten selbstverständlich. Gewinnorientierung

und Gemeinwohl sind für uns

seit jeher die pole, die es immer wieder in

eine sinnvolle Balance zu bringen gilt: Werte

und Bewertungen, die sich in der öffentlichen

Wahrnehmung derzeit stark wandeln.

Nachhaltigkeit ist als ein originäres leitthema

bei uns verankert: die VGF hat im Oktober 2011

ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht für 2010

veröffentlicht, mainova – mit den anforderungen

und Berichtspflichten einer aktiengesellschaft

– hat ihre neue Nachhaltigkeitsstrategie

verabschiedet und wird ihren ersten

Bericht im Juni diesen Jahres vorlegen.

als verantwortungsvoller arbeitgeber

wissen wir, dass uns erst die Qualität von

arbeiten und leben unserer Beschäftigten

in der Balance zum nachhaltigen unter-

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

nehmen macht. deshalb unterstützen wir

die mitarbeiterinnen und mitarbeiter der

unternehmensgruppe Stadtwerke Frankfurt

seit jeher in ihrer beruflichen Weiterentwicklung,

fördern die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf – und fordern sie

mit leistungsorientierten Zielen, die zum

gemeinsamen erfolg beitragen. auch für die

jährlich durchschnittlich 170 auszubildenden

in der unternehmensgruppe bieten wir

ausgezeichnete Zukunftsperspektiven.

Nachhaltigkeit als Kern unseres Geschäfts-

modells erfordert auch eine gemeinsame

plattform und einen „roten Faden“ für die unternehmensgruppe,

so dass im vergangenen

Jahr der SWFh-Nachhaltigkeitskreis gegründet

wurde. er soll auch eine abstimmung,

Bündelung von Know-how oder aktivitäten innerhalb

der unternehmensgruppe erleichtern.

höchst nutzbringend war im vergangenen

Jahr schließlich auch die Bewerbung der

Stadt Frankfurt als „Green capital 2014“, in

die wir, insbesondere mainova, uns einbringen

konnten: Sie hat eindrucksvoll verdeutlicht,

wie lange und intensiv eine Vielzahl

an akteuren in und mit der Stadt Frankfurt

bereits dazu beiträgt, dass wir heute selbstbewusst

sagen können: Wir sind eine „Green

city“ und werden es täglich mehr.

und das mit Folgen, die beabsichtigt sind:

Wenn mobilität in Frankfurt ohne den eigenen

pKW noch viel einfacher, das leben in

energieintelligenten Gebäuden noch angenehmer

und Naherholung in der Stadt – wie

im 2011 wiedereröffneten Freibad hausen,

in dessen Sanierung wir mehrere millionen

euro investiert haben – bequemer als fernes

Reisen wird, ist das nachhaltige leben kein

Verzicht, sondern eine Bereicherung und

antwort auf weitere drängende Fragen.

Für alle Jung-, alt-, Neu-, Gast-Frankfurter,

die im urbanen leben des 21. Jahrhunderts

angekommen sind.

23


24 WIR FÜHREN DEN DIALOG/LEBENSIMPULSE

LEbENSImPULSE

Das Freibad Hausen und Naherholung in Frankfurt

Über 50 Prozent unseres Stadtgebiets sind grün – und zu den schönsten Grünflächen gehören

die Frankfurter Bäder. Mit gepflegten Liegewiesen und häufig altem Baumbestand sind

sie viel mehr als Schwimmstätten. Nicht nur auf das Brentanobad mit einem der größten

Schwimmbecken Europas und weitläufigem Areal, das noch teilweise die ursprüngliche

Parkanlage des Namensgebers erkennen lässt, sind die Frankfurter stolz – und im Hochsommer

dankbar für diese Großstadtoase.

unter den insgesamt sieben Freibädern

ist das hausener etwas ganz Besonderes:

direkt an der vielbefahrenen ludwiglandmann-Straße

„duckt“ sich leicht

verborgen und ruhig hinter Bäumen das

ehemalige Flussbad. es wurde 1961 zum

Beckenbad umgebaut und ist traditionell

das Bad, das die Freibadesaison eröffnet

und beschließt. hier treffen bei jedem

Wetter täglich ab 6:30 uhr Fitness-

Sportler, Vereinsschwimmer, pensionäre,

Freizeit-Bader, Familien mit Kindern und

andere aufeinander – und nicht wenige

grüßen sich und die freundlichen Bademeisterinnen

und Bademeister.

Nach dem Badeschluss im herbst 2009

wurde eine komplette Revitalisierung

begonnen, die insbesondere neueste energetische

und technische Standards für das

in die Jahre gekommene Freibad umgesetzt

hat. im hinblick auf die Klimaschutzziele

und die „Green city“-ausrichtung Frankfurts

waren – wie bei der Sanierung oder


technischen Optimierung sämtlicher

städtischer Bäder – insbesondere energieeffizienz-aspekte

und ein nachhaltiges

Bauen mit hochwertigen, langlebigen

materialien wichtige parameter.

deshalb sind nun Schwimmer- und

Nichtschwimmerbecken in einem edelstahlbecken

kombiniert, das über Nacht

vollflächig abdeckbar ist, so dass Wärmeverluste

minimiert werden. außerdem ist

das Becken flexibler nutzbar, da neben den

üblichen längs- auch Querbahnen genutzt

werden können.

Nahezu alle Rohrleitungen wurden neu

verlegt und die Funktionsgebäude mit

behindertengerechten umkleide- und

Sanitärräumen errichtet. auch die effiziente

Badewassertechnik hat hier ihren platz und

ebenso natürlich personalräume und Kasse.

mit der unvermeidbar gründlichen „Buddelei“

konnten einige ideen, wie das Freibad

hausen insgesamt noch attraktiver für die

Gäste wird, gleich mit umgesetzt werden.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

und damit haben die BäderBetriebe

offenkundig ins Schwarze getroffen: Viele

treue Schwimmer kehrten mit zahlreichen

eröffnungsgästen mitte april 2011 zurück

und haben das Freibad hausen vertraut

und doch ganz anders wiederentdecken

können: Großzügige liegewiese mit optimaler

Nutzung des Raums für „Sonnenhungrige“,

planschbecken mit Sonnensegel und Spielplatz

neu für Kinder, l-förmiges Becken und

der aufsichtsturm, von dem aus die Bademeisterinnen

und Bademeister ganz sicher

alles gut im Blick haben, überzeugen.

das bestätigen auch die „harten Fakten“:

mit rund 123.000 Badegästen ist das

Freibad hausen die Nummer eins unter

den städtischen Freibädern 2011. und unter

den alten Bäumen, die alle noch stehen,

lässt sich auch ein Sommerschauer in

hausen gut aushalten.

25


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Frankfurt am Main

Konzernlagebericht 2011


28 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSFELDER

1. Geschäftsfelder

und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Tätigkeitsfelder der vollkonsolidierten Gesellschaften beziehen sich auf die leitungsgebundene

Energie- und Wasserversorgung sowie artverwandte Dienstleistungen, den öffentlichen

Personennahverkehr (ÖPNV), den Bau, die Unterhaltung und den Betrieb von Hallenund

Freibädern sowie die thermische Abfallentsorgung. Die Kerngeschäftsfelder stellen die

Energie- und Wasserversorgung sowie das Betreiben des ÖPNV dar.

Der Konzern versorgt rund eine Million Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-

Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg mit Energie und Wasser sowie Geschäftskunden

bundesweit mit Strom und Gas. Zudem belieferte der Konzern im Geschäftsjahr 2011

regionale Gas- und Stromversorger und ist an versorgungswirtschaftlichen Unternehmen

überwiegend in Hessen und Thüringen beteiligt. Ferner stellt der Konzern als Betreiber von

Versorgungsnetzen den Netzzugang und Netzanschluss Dritten zur Verfügung und gewährleistet

den sicheren Transport von Energie und Wasser. Zusätzlich betreibt unser at-equity

bilanziertes Gemeinschaftsunternehmen, die Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH

(MHKW), das Müllheizkraftwerk Nordweststadt (MHKW Nordweststadt), in dem jährlich bis

zu 525.600 Tonnen Haus- und Gewerbeabfall verbrannt und dadurch 300.000 Tonnen CO2

eingespart werden. Außerdem haben wir bei unserer Tätigkeit als Verkehrsdienstleister beim

Betrieb des ÖPNV sowie von Gelegenheits- und Sonderverkehren rund 188,1 Mio Fahrgäste

im Jahr 2011 befördert. Darüber hinaus betreiben wir im Gebiet der Stadt Frankfurt am Main

insgesamt 13 Schwimmstätten. Sie verteilen sich auf drei Erlebnisbäder, drei Hallenbäder und

sieben Freibäder. Insgesamt haben wir rund 2,2 Mio Eintritte in unseren Bädern verzeichnet.

Zur konjunkturellen Entwicklung, Entwicklung des Primärenergieverbrauchs sowie der

Fahrgastentwicklung in Deutschland

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011

preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 %. Der wirtschaftliche Aufschwung fand

dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Der konjunkturelle Aufholprozess der

deutschen Wirtschaft wurde vor allem von positiven Impulsen aus dem Inland getragen. Die

privaten Ausgaben wuchsen aufgrund höherer Einkommen preisbereinigt mit 1,5 % so stark

wie zuletzt vor fünf Jahren. Zudem legten die Anlageinvestitionen der Unternehmen insbesondere

in Ausrüstungen und Bauten um 6,5 % zu. Auch der Staatskonsum zog um 1,2 % an.

Gemäß dem Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ist der Energiever-

brauch in Deutschland im Jahr 2011 deutlich gesunken. Er beläuft sich auf 456,4 Mio. Tonnen

Steinkohleeinheiten, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % entspricht.

Damit liegt der deutsche Primärenergieverbrauch insgesamt auf dem niedrigsten Niveau seit

1990. Hauptgründe hierfür waren der geringere Wärmeenergiebedarf aufgrund der milden

Witterung und die hohen Energiepreise. Bereinigt um den Witterungseinfluss wäre der

Energieverbrauch nur um 1 % gesunken.


Der Primärenergieverbrauch verteilt sich in Deutschland im Jahr 2011 wie folgt:

12,6 %

8,8 %

11,7 %

10,9 %

1,6 %

20,4 %

34,0 %

Quelle: Pressedienst Nr. 2/2012 der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V., Berlin

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Mineralöl 34,0 %

Erdgas 20,4 %

Braunkohle 11,7 %

Steinkohle 12,6 %

Kernenergie 8,8 %

Erneuerbare Energieträger 10,9 %

Sonstige Energieträger 1,6 %

Die energiepolitischen Beschlüsse der Bundesregierung führten im Jahr 2011 zu leichten Veränderungen

beim Mix der Energieträger. Der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie ließ

deren Beitrag zum Energiemix um 2,1 % sinken. Die erneuerbaren Energien konnten ihren

Anteil hingegen weiter erhöhen und machen nun 10,9 % des gesamten Energieverbrauchs

aus. Der Erdgasanteil verringerte sich aufgrund eines deutlichen Mengenrückgangs um 1,2

Prozentpunkte. Dagegen legte der Anteil der Braun- und Steinkohle am Energiemix um 1,0

beziehungsweise 0,6 Prozentpunkte zu. Der wichtigste Energieträger blieb auch im Jahr 2011

das Rohöl mit einem relativ konstanten Anteil von 34,0 %.

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland rund 9,1 Mrd. Personen im öffentlichen Personennahverkehr

mit Bussen und Straßenbahnen einschließlich Stadtbahnen befördert. Dies bedeutet

gegenüber dem Vorjahr einen geringfügigen Anstieg um 0,1 Mrd. Personen (+1,5 %).

29


30 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSFELDER

Entwicklung der Energiepreise und des CO2-Emissionshandels

Die Energiegroßhandelspreise haben nach einem steilen Anstieg infolge der Reaktorkatastrophe

am 11. März 2011 in Japan im Verlauf der zweiten Jahreshälfte deutlich nachgegeben.

Spätestens ab Mitte September konnten sich die Terminpreise mit Lieferung im

Jahr 2012 für die Brennstoffe Kohle, Öl und Erdgas sowie für Emissionsrechte und die Grundlast

Stromlieferung den nervösen Kursschwankungen der Finanzmärkte nicht mehr gänzlich

entziehen. Während die Strom-, Kohle- und Erdgaspreise Ende 2011 wieder nahezu auf die

Niveaus zum Ende des Vorjahres zurückfielen, schloss der Preis für Rohöl als Einziger über

der Notierung zum Jahresende 2010. In der ersten Jahreshälfte hatten am Energieterminmarkt

Versorgungsängste nach der Abschaltung deutscher Atomkraftwerke, anhaltende

politische Unruhen in der arabischen Welt und robuste Wachstumsaussichten für die

Weltwirtschaft zunächst noch stützend auf die Preise gewirkt. Maßgeblich für den Abwärtstrend

in der zweiten Jahreshälfte waren dann jedoch die deutlich wachsende Unsicherheit

über die weitere Konjunkturentwicklung in Europa und die Furcht vor einer abkühlenden

Weltwirtschaft infolge der Schuldenkrise im Euroraum sowie der Finanzprobleme in den

USA. Aufgrund der hohen Preisniveaus im Zeitraum Mitte März bis Anfang September

notierten die durchschnittlichen Terminpreise dabei – mit Ausnahme der Emissionsrechte –

deutlich über den Mittelwerten des Vorjahres.

Der Strompreis hat sich im Jahr 2011 wie folgt entwickelt:

62,00

61,00

60,00

59,00

58,00

57,00

56,00

55,00

54,00

53,00

52,00

51,00

50,00

Jan. 11

Feb. 11

Strompreis in Euro pro MWh

Mrz. 11

Apr. 11

Mai 11

Jun. 11

Strom Base 2012 in Euro/MWh

Jul. 11

Aug. 11

Sep. 11

Okt. 11

Nov. 11

Dez. 11


Der Grundlastkontrakt für das Strom-Kalenderjahr 2012 lag am Ende des Jahres nur knapp

unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Nach dem deutlichen Preisanstieg im ersten Quartal,

der insbesondere auf die Atomkatastrophe in Fukushima und einen Anstieg der Brennstoffkosten

zurückging, führten erheblich verbilligte Preise für Emissionsrechte, eine insgesamt

entspannte Versorgungssituation am Spotmarkt und die Zuspitzung der Schuldenkrise im

Euroraum in den Sommer- und Herbstmonaten zu einem Preisrückgang.

Die Preise für Erdgas zeigten im Jahr 2011 folgende Entwicklung:

30,00

29,00

28,00

27,00

26,00

25,00

24,00

23,00

22,00

21,00

20,00

Jan. 11

Feb. 11

Gaspreise in Euro pro MWh

Mrz. 11

Apr. 11

Mai 11

Jun. 11

Erdgas NCG 2012 in Euro/MWh

Aug. 11

Erdgas schloss das Jahr 2011 im Marktgebiet NCG (NetConnect Germany) nahezu auf dem

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

gleichen Preisniveau ab wie zum Jahresende 2010. Auf der Angebotsseite stand der im

gesamten Jahresverlauf schwachen Nachfrage eine stabile Versorgung mit Pipeline- und

Flüssigerdgas (LNG) gegenüber. Bis ins dritte Quartal hinein hatten jedoch noch Ängste über

Liefereinschränkungen und die Abschaltung alter Atomkraftwerke sowie die Aussicht auf

eine weltweit höhere Nachfrage den Gaspreisen Auftrieb verliehen. Aufgrund anhaltend

milder Temperaturen und niedriger Nachfrageerwartungen für den Winter und das Gesamtjahr

2012 sank der Preis im vierten Quartal dann deutlich.

Jul. 11

Sep. 11

Okt. 11

Nov. 11

Dez. 11

31


32 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSFELDER

Die Preise für CO2-Emissionsrechte mit Lieferung im Jahr 2012 weisen folgenden Verlauf auf:

20

18

16

14

12

10

8

6

Jan. 11

Feb. 11

Mrz. 11

Apr. 11

Preis der CO 2-Emissionsrechte in Euro pro Tonne

Mai 11

Jun. 11

Aug. 11

Maßgeblich für den ab Ende Juni stark rückläufigen Preis für Emissionsrechte (EU Allowances –

EUA) waren Befürchtungen einer konjunkturellen Abkühlung in Europa und der veröffentlichte

Entwurf einer EU-Richtlinie zur Steigerung der Energieeffizienz. Außerdem zeigten weitere

preissenkende Angebotsfaktoren wie der vorzeitige Verkaufsstart von Emissionsrechten aus

einem EU-Investitionsprogramm sowie ein deutlich gestiegenes Angebot an CER (Certified

Emission Reductions)-Zertifikaten aus internationalen Klimaschutzprojekten ihre Wirkung.

Jul. 11

CO 2 2012 in Euro/t

Sep. 11

Okt. 11

Nov. 11

Dez. 11


Die Brennstoffpreise für Kohle und Öl nahmen im Jahr 2011 folgenden Verlauf:

140,00

130,00

120,00

110,00

100,00

90,00

80,00

Jan. 11

Feb. 11

Mrz. 11

Apr. 11

Mai 11

Kohle- und Rohölpreise in USD pro Tonne bzw. Barrel

Jun. 11

Kohle API 2

Rohöl Brent 2012 in USD/b

Aug. 11

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Nach einem Anstieg der Kohlepreise in der ARA-Region (API2) im ersten Quartal setzte Ende

April eine Abwärtsbewegung ein. Während der europäische Markt trotz erhöhter Lagerabbauaktivität

die Preise im dritten Quartal nicht beeinflussen konnte, sorgten zurückhaltende

Eindeckungen Chinas und Indiens sowie leicht eingetrübte Konjunkturerwartungen in Asien

für verstärkte Korrekturen im letzten Jahresviertel.

Jul. 11

Sep. 11

Okt. 11

Nov. 11

Dez. 11

33


34 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSFELDER

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag zum Jahresende als einziger Brennstoff über dem

Preis zum Jahresbeginn. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang Ende September sorgte

im Dezember die erneute Zuspitzung des Konflikts zwischen dem Iran und dem Westen für

neue „Risikoaufschläge“. Nach der Ankündigung neuer Wirtschaftssanktionen durch die

USA und Europa hatte der Iran im Gegenzug mit einer Sperrung der Straße von Hormus als

wichtige Öl- und Gastransportader gedroht.

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Die bereits in den Vorjahren begonnenen nationalen und internationalen Bestrebungen

zum Ausbau der erneuerbaren Energien wurden auch im Jahr 2011 fortgesetzt. Durch die

Katastrophe von Fukushima und ihre Folgen haben sie noch einmal deutlich an Bedeutung

gewonnen.

Weltklimagipfel im südafrikanischen Durban

Auf der 17. UN-Klimakonferenz vom 28. November bis zum 9. Dezember 2011 in Durban

(Südafrika) einigten sich die mehr als 190 Teilnehmerstaaten auf die Fortschreibung des

Kyoto-Protokolls. Die Entscheidung über die Verlängerung des Vertrags bis 2017 oder 2020

soll auf dem nächsten Klimagipfel Ende 2012 in Doha (Katar) getroffen werden. Darüber

hinaus vereinbarten die Teilnehmer, dass bis spätestens 2015 ein neuer Klimaschutzvertrag

erarbeitet wird. Das neue Abkommen soll 2020 in Kraft treten und auch Nicht-Kyoto-Staaten

wie die USA, China und Indien mit einschließen. Zudem wurde der im Vorjahr in Cancún

(Mexiko) vereinbarte „Grüne Klimafond“ weiter ausgestaltet.

Europäische Energiepolitik

Auf dem Gipfeltreffen der 27 EU-Staats- und Regierungschefs am 4. Februar 2011 in Brüssel

wurde die Niederschrift der Europäischen Kommission „Energie 2020: Eine Strategie für

wettbewerbsfähige, nachhaltige und sichere Energie“ verabschiedet. Die Kommission gibt

darin Leitlinien für die künftige europäische Energiepolitik der Jahre 2011 bis 2020 vor. Zur

Unterstützung dieser Ziele beschloss sie im März 2011 den „Energieeffizienzplan 2011“.

Für uns sind speziell die Planschwerpunkte „Effiziente Energienutzung“ und „Energiebinnenmarkt“

wichtig. Die Kommission sieht große Einsparpotenziale im Gebäude- und

Verkehrssektor sowie durch die effiziente Erzeugung von Strom und Wärme. Hier begrüßen

wir insbesondere die stärkere Fokussierung auf die Kraft-Wärme-Kopplung, da KWK-Anlagen

durch ihre hohen Effizienzgrade einen wichtigen Beitrag zur Verminderung von CO2-Emissionen

und Steigerung der Versorgungssicherheit leisten. Daneben ist der Ausbau der Energie-

Infrastruktur einschließlich der Standardisierung und Implementierung von Smart Grids Teil

des Programms.


Energiepolitisches Konzept der Bundesregierung zur Energiewende

Am 14. März 2011 hat die Bundesregierung aufgrund der Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk

Fukushima beschlossen, die sieben ältesten Atomkraftwerke Deutschlands für

drei Monate vom Netz zu nehmen und in dieser Zeit alle 17 deutschen Atomkraftwerke einer

Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen. Parallel dazu wurde eine Ethikkommission einberufen,

die abschätzen sollte, ob die Nutzung von Atomenergie gesellschaftlich weiterhin

verantwortbar ist.

Das Resultat der Untersuchungen führte zu einer weitgehenden Neuausrichtung der energie-

politischen Ziele der Bundesregierung, welche am 30. Juni 2011 durch die Änderungen an

den folgenden Gesetzen eingeleitet wurde:

Atomgesetz (AtG)

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG)

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Das novellierte AtG sieht vor, bis Ende 2022 schrittweise alle Atomkraftwerke stillzulegen,

wobei die sieben bereits abgeschalteten Anlagen nicht wieder ans Netz gehen. Der Ausstieg

aus der Atomkraft bietet nach unserer Ansicht die Chance auf mehr Wettbewerb: Es ist jetzt

weiteren Marktteilnehmern möglich, neben den bisherigen vier dominierenden Energieversorgungsunternehmen

am Markt der Stromerzeugung teilzunehmen. Außerdem bietet

das Gesetz verlässliche Rahmenbedingungen in Bezug auf die Atomkraft. Diese sind für

kommunale Energieversorger eine wesentliche Voraussetzung, um Investitionen in die

Stromerzeugung tätigen zu können.

Die EEG-Novelle sieht vor, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch

schrittweise bis zum Jahr 2050 auf 80 % steigen soll. Die Anfangsvergütung für

Windenergie an Land bleibt unverändert, für Offshore-Windanlagen hingegen erhöht sich

die Vergütung. Neujustierungen gibt es auch bei der Förderung von Bioenergie.

Die EnWG-Novelle dient der Umsetzung der europäischen Vorgaben des Dritten Binnenmarktpakets

„Energie“, von dessen zentralem Ziel der konsequenten Entflechtung der Transportnetzbetreiber

wir nicht direkt betroffen sind. Außerdem enthält die Novelle Regelungen

zur Ausgestaltung des Unbundlings für Verteilnetzbetreiber, einem schnelleren Lieferantenwechsel,

der Einführung intelligenter Messsysteme sowie zur Einrichtung einer Verbraucherschlichtungsstelle.

Die Änderungen im NABEG betreffen Maßnahmen zum beschleunigten Ausbau von grenzüberschreitenden

oder länderübergreifenden Höchstspannungsleitungen, die künftig von

der Bundesnetzagentur (BNetzA) zentral geprüft und geplant werden.

35


36 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSFELDER

Um die Fortschritte bei der Energiewende zu überwachen, hat die Bundesregierung am

20. Oktober 2011 den Monitoringprozess „Energie der Zukunft“ sowie die Einrichtung einer

Expertenkommission beschlossen. Das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium

sollen jährlich einen Bericht erstellen, der die Umsetzung der energiepolitischen

Beschlüsse und Ziele dokumentiert.

Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes

Am 16. Februar 2011 wurde mit der Verabschiedung des Gesetzes über den Handel mit

Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen die EU-Emissionshandels-Richtlinie in

nationales Recht umgesetzt. Dies hat zur Folge, dass ab dem Jahr 2013 keine kostenlosen

Emissionsrechte mehr für die Stromproduktion ausgegeben werden. Der Wegfall dieser

kostenfreien Zuteilung von Emissionsrechten führt für uns zu einem deutlichen Anstieg der

Beschaffungskosten und infolgedessen zu sinkenden Spreads bei der Erzeugung.

Hessischer Energiegipfel

Im Rahmen des hessischen Energiegipfels fanden Beratungen zwischen den fünf im hes-

sischen Parlament vertretenen Parteien, Vertretern aus der Industrie, von Gewerkschaften

und Verbänden statt. Eine zentrale Vorgabe des am 10. November 2011 vorgelegten Abschlussberichts

ist die Ausschreibung von etwa 2 % der Landesfläche für Windkraftanlagen.

Außerdem soll bis zum Jahr 2050 der hessische Strom- und Wärmebedarf möglichst völlig

durch erneuerbare Energien sichergestellt werden. Zudem wurde ausdrücklich festgehalten,

dass Stadtwerke eine tragende Rolle bei der Energiewende in Hessen spielen und in ihrem

Bestand und ihrer Fortentwicklung nicht beeinträchtigt werden sollen.

Ausgestaltung des Netzzugangs

Im Jahr 2011 wurde die Abwicklung des Netzzugangs durch eine Vielzahl von Regelungen

neu gestaltet. Hierzu gehören die Vorgaben der BNetzA zu Marktregeln für die Bilanzkreisabrechnung

Strom (MaBiS), für den Lieferantenwechsel durch den Geschäftsprozess Kundenbelieferung

mit Elektrizität (GPKE) sowie für den Geschäftsprozess Lieferantenwechsel Gas

(GeLi Gas), mit denen gemäß EnWG ein Wechsel innerhalb von drei Wochen durchgesetzt

wird. Die zum 1. Oktober 2011 in Kraft getretene Kooperationsvereinbarung IV zwischen den

Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen sieht unter anderem eine

weitreichende Standardisierung der für den Netzzugang erforderlichen Verträge vor.

Wir bewerten die Belebung des Wettbewerbs durch die Umsetzung der überarbeiteten

beziehungsweise neuen Vorgaben zur Abwicklung des Netzzugangs insgesamt positiv.


Regulierung der Netzentgelte

Durch die seit dem 1. Januar 2009 geltende Anreizregulierung setzt die BNetzA die Netzentgelte

für Strom und Gas mit dem Ziel der schrittweisen Entgeltkürzung jeweils für eine

mehrjährige Regulierungsperiode fest. Für das Gasnetz beginnt die zweite Regulierungsperiode

ab 2013 für das Stromnetz ab 2014. Beim Gasnetz hat die BNetzA daher schon im

Jahr 2011 umfangreiche Datenerhebungen zur Bestimmung der Erlösobergrenze vorgenommen.

Für das Stromnetz werden die Daten im laufenden Geschäftsjahr ermittelt.

Zudem hat die BNetzA durch das leichte Absenken der Eigenkapitalzinssätze gegenüber der

ersten Regulierungsperiode wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Erlöse der Netzbetreiber

in der zweiten Regulierungsperiode getroffen.

Durch die Festlegungen zur Qualitätsregulierung wurde bestimmt, wie der Aufschlag

beziehungsweise Abschlag auf die Erlöse der Netzbetreiber aufgrund ihrer Versorgungszuverlässigkeit

ermittelt wird.

Liberalisierung des Verkehrsmarkts

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Wir haben vor dem Hintergrund gestiegener Markt- und Wettbewerbsrisiken sowie europäischer

Vorgaben den strukturellen organisatorischen Anpassungsprozess sowie die Erweiterung

bzw. Erschließung neuer Geschäftsfelder auch im Jahr 2011 fortgesetzt. Richtungweisend

für die weitere Entwicklung des Konzerns war die im Auftrag der Stadt Frankfurt am

Main erfolgte Direktvergabe Schiene, die der VGF ein ausschließliches Recht zur Erbringung

von Schienenverkehrsleistungen (Straßen- und Stadtbahnen) in ihrem Zuständigkeitsgebiet

nach dem Ablauf der gültigen Schienenkonzessionen zum 31.01.2011 gewährt. Die Übertragung

dieser gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen erfolgte im Rahmen eines öffentlichen

Dienstleistungsauftrags nach den Art. 3 bis 5 VO (EG) Nr. 1370/2007 ab dem 01.02.2011 für die

Dauer von 20 Jahren.

37


38 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSVERLAUF

2. Geschäftsverlauf 2011

Absatzentwicklung

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen stellt sich wie folgt dar:

Energie- und Wasserversorgung

Das vertragliche Versorgungsgebiet blieb im Jahr 2011 unverändert.

Der Absatz hat sich wie folgt entwickelt:

Einheit 2011 2010 +/-

Strom Mio. kWh 9.919 8.609 15,2 %

Gas Mio. kWh 12.017 14.077 -14,6 %

Wärme, Dampf, Kälte Mio. kWh 1.914 1.973 -3,0 %

Wasser Mio. m 3 42,1 41,8 0,7 %

Sowohl im Stromvertrieb als auch im Stromhandel war eine positive Mengenentwicklung

zu verzeichnen. Die Absatzmenge im Stromvertrieb mit Endkunden lag um 10,3 % über

dem Vorjahreszeitraum. Dies war im Wesentlichen auf Kundengewinne zurückzuführen.

Die Stromhandelsmengen stiegen insbesondere durch die Vermarktung der eigenerzeugten

Mengen im Gemeinschaftskraftwerk Irsching um 21,1 %.

Der Rückgang des Gasabsatzes betraf sowohl den Vertrieb an Endkunden als auch das Geschäft

mit Energiepartnern. Hauptgrund für diese Entwicklung war die um 20,4 % signifikant

niedrigere Gradtagszahl infolge der im Vorjahresvergleich deutlich wärmeren Witterung. Im

Geschäft mit Großkunden konnte hingegen ein deutlicher Mengenzuwachs erreicht werden.

Im Wärmegeschäft wurde der witterungsbedingte Absatzrückgang teilweise durch Neuanschlüsse

von Großkunden kompensiert.

Öffentlicher Personennahverkehr

Im Berichtsjahr wurden 188,1 Mio Fahrgäste in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen befördert.

Dies bedeutet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,7 Mio Fahrgästen

(-2,0 %). Der Rückgang beruht vor allem aus dem Betriebszweig Omnibus. Gegenläufig

haben wir bei den Betriebszweigen U- und Straßenbahn einen geringfügigen Anstieg, aufgrund

von erhöhten Fahrgastnachfragen im Zeitkartenbereich, verzeichnet.

Schwimmstätten

Insgesamt konnten im Jahr 2011 in den Frankfurter Schwimmstätten rund 2,2 Mio Eintritte

verzeichnet werden. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio Eintritte (-4,4 %)

betrifft fast ausschließlich den Bereich Freibäder und ist insbesondere auf die schlechte

Witterung im Sommer 2011 zurückzuführen.


Produktion und Beschaffung

Energie- und Wasserversorgung

Unser Kraftwerksportfolio umfasst insbesondere die Heizkraftwerke (HKW) West, HKW Niederrad,

HKW Allerheiligenstraße und HKW Messe und das Biomassekraftwerk Fechenheim.

Im Geschäftsjahr 2011 erzeugten unsere Anlagen wie im Vorjahr 1,4 Mio. MWh elektrische

Energie und 1,5 Mio. MWh (Vorjahr 1,7 Mio. MWh) Wärme. Der Rückgang der erzeugten

Wärmemenge geht auf die deutlich mildere Witterung im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum

zurück.

Unser Gemeinschaftsunternehmen, die Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH

(MHKW), betreibt das Müllheizkraftwerk Nordweststadt (MHKW Nordweststadt), in dem

jährlich bis zu 525.600 Tonnen Haus- und Gewerbeabfall verbrannt werden. Dadurch lassen

sich im Vergleich zur herkömmlichen Erzeugung aus fossilen Brennstoffen rund 300.000

Tonnen CO2 einsparen. Die Erzeugungsmenge dieser Kraftwerke betrug im Berichtsjahr 0,4

Mio. MWh (Vorjahr 0,3 Mio. MWh) an elektrischer Energie und wie im Vorjahr 0,3 Mio. MWh

Wärme.

Unser Beteiligungsunternehmen Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH (GKI), an dem wir

15,6 % halten, betreibt ein effizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Die Anlage

in Irsching verfügt über eine elektrische Leistung von 845 Megawatt (MW) und hat einen

außerordentlich hohen Wirkungsgrad von knapp 60 %. Im Jahr 2011 entfielen auf die

Mainova AG rund 0,7 Mio. MWh (Vorjahr 0,5 Mio. MWh) der in dieser Anlage erzeugten

elektrischen Energie.

Der Ausbau umweltfreundlicher Erzeugungskapazitäten steht im Mittelpunkt unserer strategischen

Ausrichtung. Einen Schwerpunkt setzen wir dabei bei der Stromerzeugung aus

erneuerbaren Energien. So sind wir mit 12,5 % an der SWM Wind Havelland GmbH & Co.

KG beteiligt. Diese Holding betreibt durch ihre Tochterunternehmen 83 Windkraftanlagen,

die über eine installierte Erzeugungsleistung von 163 MW verfügen. Unser Anteil entspricht

dem Strombedarf von etwa 15.750 Haushalten. Auf diese Weise werden im Vergleich mit

konventioneller Stromerzeugung jährlich rund 35.000 Tonnen CO2 eingespart. Des Weiteren

betreiben wir einen Windpark in Siegbach. Die Windkraftanlagen sind Ende 2011 in Betrieb

gegangen und werden zukünftig jährlich rund 16.000 MWh klimafreundlichen Strom erzeugen.

Dies reicht aus, um 6.400 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Ferner betreiben wir knapp 20 Solaranlagen mit einer installierten Leistung von 1,4 MW,

welche im Jahr 2011 1.300 MWh Energie erzeugt haben.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

39


40 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSVERLAUF

Der eigenerzeugte Strom verteilt sich wie folgt auf die Kraftwerke:

0,6 %

3,3 %

Der Energieeinsatz der Kraftwerke im Jahr 2011 stellt sich wie folgt dar:

4,7 %

0,4 %

27,3 %

12,2 %

17,5 %

42,0 %

0,1 % 1,5 %

1,2 %

Heizkraftwerke 55,0 %

MHKW Nordweststadt 12,2 %

Biomassekraftwerk Fechenheim 3,3 %

Sonstige dezentrale Anlagen 0,6 %

Gemeinschaftskraftwerk Irsching 27,3 %

Solaranlagen 0,1 %

Windpark Havelland 1,5 %

Bei der Zusammensetzung der eingesetzten Energieträger ergaben sich im Jahr 2011 gegenüber

dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen.

Unsere Anlagen emittierten im Jahr 2011 insgesamt rund 1,3 Mio. Tonnen CO2 (Vorjahr 1,4

Mio. Tonnen). Zusätzlich wurden von den Beteiligungsunternehmen wie im Vorjahr etwa 0,2

Mio. Tonnen CO2 freigesetzt. Die Emissionen aus dem Einsatz der Brennstoffe Biomasse und

Abfall sowie aus der Nutzung von Windenergie sind als CO2-neutral zu bewerten.

Im September 2011 nahm im Industriepark Höchst eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage ihren

Betrieb auf, an der wir mit 49,9 % beteiligt sind. Die Anlage erzeugt rund 80.000 MWh umweltfreundliches

Bioerdgas pro Jahr. Dies entspricht dem Verbrauch von 4.000 Haushalten,

wodurch jährlich rund 16.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Im Jahr 2011 wurden bereits

insgesamt 37.175 MWh Bioerdgas in das Netz eingespeist.

34,2 %

55 %

Steinkohle 34,2 %

Erdgas 42,0 %

Heizöl 0,4 %

Biomasse 4,7 %

Müll 17,5 %

Wind 1,2 %


Ein Schlüssel für den Erfolg eines Energieversorgungsunternehmens in zunehmend wettbewerbsintensiven

Absatzmärkten ist die Optimierung der Energiebeschaffung. Wir arbeiten

daher kontinuierlich an der Verbesserung der Beschaffungsprozesse sowie dem optimal

risikogesteuerten Mix aus lang- und kurzfristiger Absicherung des Strom- und Gasbezugs,

um in diesem dynamischen Marktumfeld Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Im Stromgeschäft mit unseren Kunden setzen wir dabei weiterhin auf die Syneco Trading GmbH

als Marktzugang, um Großhandelsmärkte mit wettbewerbsfähigen Strombezugskonditionen

nutzen und nachhaltig attraktive Preise anbieten zu können. Sowohl das Vertriebs- als auch das

Eigenerzeugungsportfolio wurden im Vergleich mit dem Großhandelsmarkt optimiert.

Bei der Gasbeschaffung für den direkten Endkundenmarkt und die Energiepartner in der

Region konnten wir uns insbesondere auf die bewährte Lieferbeziehung mit dem assoziierten

Unternehmen Gas-Union GmbH stützen.

Parallel dazu investieren wir weiter in den Auf- und Ausbau eigenen Know-hows, um den

laufenden Veränderungen sowie der zukünftigen Entwicklung der Märkte – insbesondere

im Gasbereich – gerecht zu werden. Dies spiegelte sich unter anderem in der Einstellung

von Spezialisten, der Einrichtung eines eigenen Handelsraums und der Einführung eines

Portfoliomanagementsystems wider.

Von den an Endkunden verkauften Strommengen wurden rund 48 % in unseren eigenen umweltfreundlichen

Anlagen und denen unserer Beteiligungen erzeugt. Damit konnte dieser Anteil

trotz des gestiegenen Stromabsatzes nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau gehalten werden.

Alleiniger Wasserlieferant ist das Beteiligungsunternehmen Hessenwasser, mit dem ein

langfristiger Lieferungsvertrag für unseren gesamten Wasserbedarf besteht.

Öffentlicher Personennahverkehr

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

In 2011 wurden aus der Verpflichtung heraus, einen bedarfsgerechten und attraktiven öffent-

lichen Personennahverkehr zu gestalten, weitere neue Stadtbahnfahrzeuge des Typs U5 in

Betrieb genommen, die Maßnahmen zur Grundüberholung der Stadtbahnfahrzeuge des

Typs U4, zur Asbestsanierung, brandschutztechnischen Ausrüstung und Fahrtreppenerneuerung

in unterirdischen Verkehrsbauwerken fortgeführt, oberirdische Stadtbahnstationen

barrierefrei umgebaut und Straßenbahn- und Bushaltestellen renoviert sowie

diverse Gleisbaumaßnahmen vorgenommen.

Auch Netzerweiterungen haben in 2011 wiederum zu einer Attraktivitätssteigerung des

ÖPNV-Systems beigetragen. Nach der Inbetriebnahme der neuen Stadtbahnstrecken U8 und

U9 zur Erschließung des neuen Stadtteils Riedberg zum Fahrplanwechsel 2010 / 2011 nahm

am 11. Dezember 2011 die Straßenbahnlinie 18 ihren Betrieb auf. Mit der 3,5 km langen Neubaustrecke

und acht neuen mobilitätsgerechten Haltestellen bietet sie für das Neubaugebiet

Frankfurter Bogen“ eine direkte Anbindung an die Innenstadt.

41


42 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSVERLAUF

Im Hinblick auf weitere Netzergänzungen wurden darüber hinaus die Planungen zur

Verlängerung der Stadtbahnlinie U5 über den Hauptbahnhof hinaus in das Neubaugebiet

„Europa-Viertel“ (Erschließung und Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes in

zentraler Lage) sowie zur Verlängerung der Stadtbahnlinie U2 über die derzeitige Endstation

Bad Homburg-Gonzenheim hinaus zum Bahnhof Bad Homburg fortgeführt.

Schwimmstätten

Die dem Bereich Schwimmstätten zugewiesenen Aufgaben bezogen sich im Jahr 2011 vor

allem auf den Bau, die Unterhaltung und den Betrieb von Hallen- und Freibädern.

Ein Meilenstein in der Erhaltung der Frankfurter Bäderlandschaft konnte am Karfreitag 2011

erreicht werden: Nach bereits 2010 erfolgtem vollständigem Abriss und Neuaufbau des Freibades

Hausen wurde die traditionsreiche Schwimmstätte den Badegästen in neuem Gewand

übergeben. Die ehemaligen beiden gefliesten Becken (Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken)

stehen der Frankfurter Schwimmgemeinde nun als ein kombiniertes Edelstahlbecken

mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich zur Verfügung. Dies verbessert die

Möglichkeiten, es nach Bedarf zum Schwimmen von Längs- bzw. Querbahnen zu nutzen.

Durch eine vollflächig installierte Beckenabdeckung können ansonsten über Nacht entstehende

erhebliche Wärmeverluste verhindert werden. Nahezu alle Rohrleitungen auf dem

Gelände wurden neu verlegt. Neben dem Hauptbecken wird ein neues Planschbecken mit

Wasserspielattraktionen angeboten, das den kleinsten Gästen mit einem großflächigen Segel

Sonnenschutz bietet. Ebenso errichtet wurde ein vollkommen neuer Kinderspielplatz. Zudem

erfolgte eine Verlegung des gastronomischen Bereiches; er befindet sich nun zwischen

Nichtschwimmerbereich und Planschbecken.

Von großer Bedeutung ist die Errichtung der neuen Funktionsgebäude. Im Hauptgebäude

sind die für den Badbetrieb notwendigen Infrastruktureinrichtungen wie Umkleiden,


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Sanitärräume, Kassen und Personalräume etc. untergebracht. Zudem wurde ein Technikgebäude

errichtet, in dem insbesondere die neue Badewassertechnikanlage ihren Platz hat.

Die Kosten für die vollständige Revitalisierung des Freibades Hausen belaufen sich auf ca.

7 Mio. € netto. Für die behindertengerechte Gestaltung der Umkleide- und Sanitärbereiche

hat die Stadt Frankfurt am Main einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro geleistet. Der

Betrieb des beliebten Bades für die jährlich zu verzeichnenden rund 120.000 Badegäste

konnte somit dauerhaft am Standort an der Ludwig-Landmann-Straße gesichert werden.

Trotz der ausgesprochen schlechten Witterung konnten wir im Sommer 2011 über 120.000

Gäste im neuen Freibad Hausen begrüßen. Das Bad kam bei den Badegästen erfreulicherweise

so gut an, dass wir hier nicht nur die meisten Besucherinnen und Besucher zählten.

Dass uns nach Saisonende eine 10-seitige Unterschriftensammlung mit einem „Danke

schön“ für die gelungene Anlagengestaltung und das dortige Personal erreichte, erfüllt

uns mit Freude und zeigt, dass die Frankfurter Bäderlandschaft weiterhin auf gutem Kurs

gehalten werden kann.

Auf gutem Kurs befanden sich im Jahr 2011 auch die umfänglichen Revitalisierungs-

arbeiten im Rahmen des letzten Bauabschnittes des Hallenbadbereiches im Riedbad

Bergen-Enkheim. Eine Kompletterneuerung der Badeebene mit Errichtung neuer

Schwimmbecken in Edelstahl sowie neuer Umkleide- und Sanitärtrakte sichern den

baulich-technischen Fortbestand des beliebten Bades im Frankfurter Osten über viele

Jahre hinweg. Gerade für das Schul- und Vereinsschwimmen ist dies sehr wichtig, da das

Bad für diese Zwecke stark genutzt wird. Die auf Daseinsvorsorge bezogene Funktion des

Bades war auch Grund dafür, dass das Land Hessen die Baumaßnahme mit der stolzen

Summe von 1 Million Euro gefördert hat, wofür wir ausgesprochen dankbar sind. Die

Eröffnung des nun vollständig revitalisierten Hallenbadbereiches des Riedbades konnte

am 20.12.2011 gemeinsam vom Hessischen Minister des Inneren und für Sport, Herrn

Boris Rhein, sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden der BBF, Herrn Stadtrat Markus Frank,

vorgenommen werden.

43


44 KONZERNLAGEBERICHT/GESCHÄFTSVERLAUF

Die Vereine als nutzerstärkste Gruppe profitieren in erster Linie von einer bedeutsamen

Neuerung, die aus dem Riedbad Bergen-Enkheim zu melden ist: Hier wurde im letzten

Jahresdrittel 2010 eine neue Traglufthalle über dem Schwimmerbecken des Freibads errichtet,

die im Januar 2011 in Betrieb genommen wurde. Durch eine bei der neuen Halle deutlich

verbesserte Wärmeisolierung kann hier unter anderem der Heizenergieeinsatz verringert

werden.

Mit diesen und allen die Technik und den Bau betreffenden Maßnahmen in unseren

Schwimmbädern bezwecken wir, für den langfristigen Erhalt der Bäderlandschaft unserer

Stadt Sorge zu tragen.

Beteiligungen

Das Beteiligungsportfolio der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (SWF Holding)

im Jahr 2011 umfasst 19 nach der equity-Methode einbezogene assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen

sowie 15 weitere Beteiligungsgesellschaften.

Im Rahmen unserer Erzeugungsstrategie planen wir über unser Tochterunternehmen

Mainova AG, bis zum Jahr 2015 rund 500 Mio. Euro für Projekte zur effizienten Strom- und

Wärmeerzeugung aufzuwenden. Im Laufe des Jahres 2011 wurde bereits in diverse Beteiligungen

investiert.

Unter anderem haben wir eine Beteiligung an einer hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenanlage

in Bremen erworben. Die mit umweltfreundlichem Erdgas befeuerte Anlage wird

eine Leistung von rund 445 MW bereitstellen. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund

450 Mio. Euro. Nach einer Bauzeit von etwa 30 Monaten soll das Kraftwerk im Jahr 2013 den

Betrieb aufnehmen. Wir sind mit 25,1 % an der Betreibergesellschaft Gemeinschaftskraftwerk

Bremen GmbH & Co. KG (GKB) beteiligt. Den größten Anteil mit 57,4 % hält der Bremer

Energieversorger swb AG.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Außerdem haben 34 Gesellschaften der Thüga-Gruppe inklusive der Mainova die Thüga

Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (Thüga Erneuerbare Energien) mit Sitz in München

gegründet. Die Gesellschafter planen, bis 2020 rund 1 Mrd. Euro in Erzeugungsprojekte im

Bereich regenerativer Energien zu investieren. Das Ziel des gemeinsamen Vorgehens ist die

Bündelung von Know-how und Kapital zum Ausbau der Eigenerzeugung aus erneuerbaren

Quellen.

Im Jahr 2011 wurde über die Thüga Erneuerbare Energien bereits in mehrere Windparks

investiert. Ein Windpark wird in Biebersdorf (Brandenburg) errichtet. Er verfügt über 14

Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 28 MW. Darüber hinaus hat die Gesellschaft

zwei im Bau befindliche Windparks in Rheinland-Pfalz mit einer Gesamtleistung von 28,4

MW erworben. Dabei handelt es sich um einen Windpark mit acht Anlagen in der Gemeinde

Neuerkirch sowie um einen mit fünf Anlagen in Unzenberg. Insgesamt können durch die im

Jahr 2011 von der Thüga Erneuerbare Energien getätigten Investitionen etwa 35.000 Haushalte

mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr versorgt werden.

Im Bereich Abrechnung und Messdienstleistungen haben wir uns ebenfalls an zwei Unter-

nehmen beteiligt. An der neu gegründeten Gesellschaft Service4EVU GmbH, Coburg, wurden

50 % erworben. Geschäftsgegenstand der Gesellschaft ist im Wesentlichen die Übernahme

des Abrechnungsprozesses und der Kundenbetreuung insbesondere für andere Energieversorger.

Durch den Erwerb von 25 % der Anteile an der Metegra GmbH (Metegra) in

Laatzen wollen wir frühzeitig die Voraussetzungen schaffen, um auf die gesetzliche Neuordnung

des Eichwesens für Messgeräte reagieren zu können. Das Angebot der Metegra umfasst

die Prüfung, Eichung, Parametrisierung, Vorhaltung und Instandsetzung von Messgeräten für

die Verrechnung von Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie alle damit in unmittelbarem

Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.

45


46 KONZERNLAGEBERICHT/ERTRAGSLAGE

3. Ertragslage

Die Konzernumsatzerlöse beliefen sich im Berichtszeitraum auf EUR 2.001,7 Mio und lagen

damit um EUR 91,3 Mio bzw. 4,8 % über den Vorjahreserlösen.

Die Energiebranche hatte ein herausforderndes Jahr zu meistern, welches von vielschichtigen

externen Einflüssen geprägt war. Neben einer Abschwächung der Konjunktur haben sich

die Unsicherheiten durch die Finanzmarktkrise weiter verschärft. Diese Rahmenbedingungen

haben zu einem Anstieg der Primärenergiekosten und zu höheren Volatilitäten an den

Großhandelsmärkten geführt. Ferner belastete die im Vorjahresvergleich deutlich wärmere

Witterung den Absatz und das Ergebnis im Gas- und Wärmegeschäft.

Der Umsatz aus dem Gasverkauf verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 21,7 Mio

auf EUR 539,7 Mio (-3,9 %). Der witterungsbedingte Umsatzrückgang im Gasgeschäft konnte

nur zum Teil durch Umsatzsteigerungen bei Großkunden kompensiert werden.

Im Berichtszeitraum wurden aus dem Stromgeschäft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 952,0 Mio

erzielt, dies waren EUR 109,5 Mio (+13,0 %) mehr als im Vorjahr. Der Umsatzanstieg im

Stromgeschäft ist überwiegend auf die positive Absatzentwicklung aufgrund von Kundengewinnen

zurückzuführen. Des Weiteren erhöhten sich die Stromhandelsmengen insbesondere

durch die Vermarktung der eigenerzeugten Mengen im Gemeinschaftskraftwerk Irsching.

Die im vierten Quartal 2010 vorgenommene Preisanpassung im Stromvertrieb resultiert

insbesondere aus der Erhöhung der bundesweit einheitlichen Umlage zur Förderung der

erneuerbaren Energien (EEG-Umlage).

Die Erlöse aus dem Verkauf von Wärme lagen mit EUR 120,5 Mio um EUR 1,1 Mio (+0,9 %)

geringfügig über dem Vorjahreswert.

Die Erlöse aus dem Wasserverkauf sind gegenüber dem Vorjahr fast unverändert und betragen

EUR 79,0 Mio (i. Vj. EUR 78,8 Mio; +0,2 %).

Die Erlöse aus Verkehrsleistungen sind ebenfalls fast unverändert und lagen mit EUR 164,6

Mio um EUR 0,7 Mio (+0,4 %) über dem Vorjahresergebnis.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Die Umsatzerlöse aus Einnahmen von Eintrittsgeldern für den Besuch von Frankfurter

Schwimmstätten haben sich um EUR 0,7 Mio auf EUR 7,4 Mio verringert. Der Rückgang

beruht fast ausschließlich auf dem Besucherrückgang aufgrund der schlechten Witterung

im Sommer 2011.

Aus der Verpachtung der Verbrennungslinien 1 bis 4 konnten Umsatzerlöse in Höhe von

EUR 38,4 Mio (i. Vj. EUR 42,4 Mio; -9,43 %) aus dem Betrieb der Abfallverbrennungsanlage

realisiert werden. Der Rückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass aufgrund der

beabsichtigten Reduzierung des festen Pachtzinses ab dem Wirtschaftsjahr 2011 eine entsprechende

Rückstellung in Höhe von EUR 3,5 Mio erlösmindernd berücksichtigt wurde.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 9,6 Mio (+8,0 %) auf EUR 128,3 Mio

resultiert in erster Linie auf den periodenfremden Effekt der Auflösung von Verpflichtungen

im Rahmen von LCC-Vereinbarungen (Life-Cycle-Costs).

Der Materialaufwand betrifft überwiegend den Gas-, Strom-, Wasser- und Wärmebezug,

die Kosten für den Gas-, Kohle- und Heizöleinsatz in den eigenen Kraftwerken sowie

Netzentgelte. Der Anstieg um 10,0 % (EUR 130,8 Mio) auf EUR 1.442,3 Mio ist insbesondere

auf die gestiegenen Aufwendungen für höhere Strombezugskosten, im Wesentlichen aus

dem Anstieg der Aufwendungen für die EEG-Umlage, den Absatzsteigerungen sowie den

gestiegenen Aufwendungen für das vorgelagerte Netz aufgrund von Kundengewinnen

außerhalb des Netzgebiets zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % (EUR 6,7 Mio) auf EUR 332,7

Mio gestiegen. Die Erhöhung ist auf Gehaltsanpassungen, insbesondere durch die reguläre

Tariferhöhung des aktuellen Jahres, den Aufbau des Personalbestands sowie die Erhöhung

des Sanierungsgeldes der Zusatzversorgungskasse zurückzuführen.

Die Abschreibungen liegen in 2011 mit EUR 149,5 Mio um EUR 7,3 Mio (-4,7 %) unter dem

Niveau des Vorjahres (EUR 156,8 Mio). Diese Differenz resultiert insbesondere daraus, dass

bei den technischen Anlagen der thermischen Entsorgungsanlagen die degressive Abschreibungsmethode

angewandt wird.

47


48 KONZERNLAGEBERICHT/ERTRAGSLAGE


KONZERNGESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 10,1 Mio auf EUR 202,8 Mio

beruht im Wesentlichen auf periodenfremden Einflüssen im Zusammenhang mit der Bildung

zusätzlicher Rückstellungen u. a. für die Asbest- und Brandschutzsanierung in den unterirdischen

Stadtbahnstationen sowie weiteren Restrukturierungsaufwendungen.

Die Erträge aus assoziierten Unternehmen haben sich um EUR 4,6 Mio auf EUR 123,5Mio

erhöht. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen setzt sich aus Erträgen durch die Fortschreibung

des at-equity-Buchwerts um die Jahresergebnisse in Höhe von EUR 103,5 Mio

(i. Vj. EUR 127,2 Mio) und einer Korrektur in Höhe von EUR 20,0 Mio zusammen. Von den

Erträgen entfallen EUR 54,4 Mio (i. Vj. EUR 63,3 Mio) auf die Thüga Holding GmbH Co. KG

und EUR 33,9 Mio (i. Vj. EUR 44,9 Mio) auf die Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide,

Frankfurt am Main (im Folgenden kurz „Fraport AG“).

Das negative Zinsergebnis liegt im Jahr 2011 mit EUR 65,9 Mio um rund EUR 14,8 Mio über

dem Niveau des Vorjahres (EUR 51,1 Mio). Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert

überwiegend aus höheren Zinsaufwendungen aufgrund der Refinanzierung des Thüga-

Holding-Erwerbs durch Fremddarlehen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr vermindert

und schließt mit einem positiven Betrag in Höhe von EUR 84,1 Mio (i. Vj. EUR 133,1 Mio) ab.

Das positive außerordentliche Ergebnis des Vorjahres in Höhe von EUR 24,0 Mio resultierte

ausschließlich aus der Umstellung auf das HGB in der Fassung des BilMoG.

Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag hat sich gegenüber dem Vorjahr um

EUR 1,8 Mio auf EUR 4,7 Mio erhöht. Die Veränderung resultiert fast ausschließlich aus der

noch zu erwartenden Gewerbe- und Körperschaftsteuerzahllast für das Jahr 2010 auf Grundlage

der abgegeben Steuererklärungen.

Der Jahresüberschuss des Konzerns beträgt EUR 74,2 Mio (i. Vj. EUR 150,1 Mio). Nach

Verrechnung des auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinns ergibt sich ein positives

Konzernergebnis von EUR 59,3 Mio (i. Vj. EUR 133,3 Mio).

49


50 KONZERNLAGEBERICHT/VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr infolge der nachstehend aufgeführten

Entwicklungen um EUR 43,7 Mio auf EUR 3.238,7 Mio erhöht.

Auf der Aktivseite nahmen die immateriellen Vermögensgegenstände um EUR 5,1 Mio zu,

das Sachanlagevermögen erhöhte sich bei Abschreibungen von EUR 141,6 Mio um

EUR 59,3 Mio.

Im Konzern wurden im Berichtsjahr EUR 217,6 Mio (i. Vj. EUR 187,0 Mio) in Sachanlagen

investiert.

Den Schwerpunkt der Zugänge bei den Sachanlagen bilden die Erweiterung und Erneuerung

der Verteilungsanlagen im Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmebereich, die Erneuerung der

Fahrtreppen, die Erweiterung der Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen,

die Neuanschaffung von Fahrzeugen für den Personennahverkehr, die Sanierung

in den verschiedenen Schwimmbädern und der Ausbau des vorhandenen Streckennetzes

einschließlich der hierfür geleisteten Anzahlungen. Die Abgänge resultieren im Wesentlichen

aus dem Verkauf bzw. der Verschrottung von älteren Fahrzeugen für den Personennahverkehr

und von Verteilungsanlagen.

Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um EUR 44,6 Mio. Im Wesentlichen resultiert der

Anstieg aus dem Ansatz der assoziierten Unternehmen im Rahmen der Equity-Fortschreibung.

Die Vorräte haben sich um EUR 9,8 Mio erhöht, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

haben sich hauptsächlich durch die kühlere Witterung im Jahr 2010, die zu

höheren Abschlägen in 2011 geführt hat, um EUR 20,6 Mio vermindert. Der Bilanzposten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ist um EUR 53,4 Mio gesunken.

Der Rückgang des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten steht in Zusammenhang

mit den Investitionen des Berichtsjahres, die überwiegend durch eigene Mittel

finanziert wurden.

Der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich auf 44,2 %

(i. Vj. 42,8 %). Dafür hat sich der Anteil des Umlaufvermögens um 2,0 Prozentpunkte auf

14,6 % verringert.


Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um EUR 59,1 Mio auf EUR 690,5 Mio erhöht. Der

Anstieg resultiert zum einen aus dem positiven Konzernergebnis des Berichtsjahres und zum

anderen aus dem Anstieg der Anteile anderer Gesellschafter.

Die empfangenen Ertragszuschüsse stiegen um EUR 3,8 Mio.

Die Rückstellungen haben sich um EUR 2,8 Mio erhöht, insbesondere sind hiervon die

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Steuerrückstellungen

betroffen.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich um EUR 23,9 Mio auf EUR 1.851,2 Mio. Der Rückgang

resultiert vor allem aus den gesunkenen sonstigen Verbindlichkeiten insbesondere

aus wesentlich niedrigeren Verpflichtungen aus Steuern.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich um EUR 1,9 Mio auf EUR 36,5 Mio

und entfällt im Wesentlichen auf Zuschüsse von Vorlieferanten und Einnahmen aus dem

Verkauf von Zeitkarten. Außerdem sind Abgrenzungen von Sicherungsgeschäften enthalten.

Zum Bilanzstichtag war das Anlagevermögen auf der Basis einer nach betriebswirtschaft-

lichen Grundsätzen aufbereiteten Bilanz zu 87,7 % durch Eigenkapital und langfristigem

Fremdkapital gedeckt, die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 19,8 % auf 21,3 %. Die

Verbindlichkeiten haben einen Anteil von 57,2 % (i. Vj. 58,7 %) an der Bilanzsumme.

Den größten Anteil an den Verbindlichkeiten haben mit 68,7 % (i. Vj. 67,5 %) die Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten; ihr Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf

39,3 % (i. Vj. 39,6 %).

Die finanzielle Entwicklung des Konzerns ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Aus

dem um EUR 74,6 Mio auf EUR 93,4 Mio gesunkenen positiven Cash Flow aus laufender

Geschäftstätigkeit und dem um EUR 135,8 Mio auf EUR 77,0 Mio gesunkenen positiven Cash

Flow aus der Finanzierungstätigkeit konnte der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

in Höhe von EUR 216,5 Mio nicht komplett gedeckt werden. Der negative Gesamt-Cash

Flow hat den Finanzmittelbestand zum Jahresende um EUR 46,1 Mio auf EUR 88,2 Mio

(i. Vj. EUR 134,3 Mio) vermindert.

51


52 KONZERNLAGEBERICHT/RISIKOMANAGEMENT

5. Risikomanagement

Bericht über wesentliche Chancen und Risiken

Die Gestaltung des Risikomanagements innerhalb der SWF Holding orientiert sich an den

gesetzlichen Anforderungen des KonTraG.

Risiken der zukünftigen Entwicklung des SWF Holding-Konzerns ergeben sich im Wesentlichen

aus der dauerhaften Verlustsituation der Bereiche öffentlicher Personennahverkehr

und öffentliche Schwimmstätten, welche sich vor allem auf Eigenkapital und Finanzierung

auswirken. Neben den Risiken aus den Konzerngesellschaften bestehen Risiken, die sich auf

Grund nationaler und europäischer rechtlicher Rahmenbedingungen ergeben können.

Aus der möglichen künftigen Übernahme von städtischen Aufgaben können sich erhebliche

sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der SWF

Holding ergeben. Derzeit sind keine entsprechenden Maßnahmen in Planung.

Die starken Liquiditätsschwankungen aus dem operativen Geschäft aller Konzerngesellschaften

werden über den Cash Pool der SWF Holding ausgeglichen. Reicht die im Konzern

vorhandene Liquidität temporär nicht aus, besteht die Möglichkeit, sich kurzfristig über

vorhandene Kreditlinien oder über die Stadtkasse zu finanzieren. Die Zahlungsfähigkeit

aller Konzerngesellschaften war im Berichtsjahr jederzeit, auch ohne Inanspruchnahme

der Stadtkasse, sichergestellt.

Risiken und Chancen aus dem Energie- und Wasserversorgungsbereich

Die Risiken und Chancen aus dem Energie- und Wasserversorgungsbereich werden in Marktund

Unternehmensrisiken gegliedert. Marktrisiken ergeben sich hauptsächlich durch Preisveränderungen

an den Absatz- und Beschaffungsmärkten, während die allgemeinen Unternehmensrisiken

alle sonstigen aus unserer Geschäftstätigkeit resultierenden Risiken umfassen.

Die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Energie- und Wasserversorgungsbereich

betreffen die Wertschöpfungsstufen Erzeugung, Verteilung, Energiebeschaffung und Energiehandel

sowie den Vertrieb.

Marktrisiken

Das sich verändernde Wettbewerbsumfeld führt zu immer stärkeren Preisbewegungen an

den Rohstoff- und Energiebeschaffungsmärkten, die sich gleichzeitig zunehmend schwerer

prognostizieren lassen. Die steigende Volatilität der Preise birgt sowohl im Rahmen der

Beschaffung von Strom und Gas für unsere Kunden als auch bei der Vermarktung unserer

eigenerzeugten Energie vielfältige Risiken.


Gegen Preisrisiken bei der Brennstoffbeschaffung für unsere Erzeugungsanlagen sowie beim

Bezug von Strom und Gas setzen wir Kohle-, Öl- und Gas-Swaps als Sicherungsinstrumente

ein. Gleichzeitig wird zur Sicherung der Stromerlöse ein Vermarktungsgeschäft (Forward)

für die eigenerzeugten Mengen abgeschlossen. Bei der bilanziellen Darstellung konnten für

einzelne Kohle-, Gas- und Öl-Swaps keine Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet

werden, obwohl eine ökonomische Sicherungsbeziehung besteht.

Darüber hinaus betreiben wir in begrenztem Umfang Eigenhandel mit definierten Commodities

mit dem Ziel, Handelsmargen aus den Preisbewegungen am Markt zu erzielen.

Um Marktrisiken beherrschbar zu machen, haben wir klare Strategien und Rahmenbedingungen

definiert, in deren Grenzen Beschaffungs- und Vermarktungsaktivitäten sowie

finanzielle Sicherungs- und Eigenhandelsgeschäfte durchgeführt werden können. Die

Grundlage hierfür bildet das Risikomanagementhandbuch, das durch das eingerichtete

Marktrisikokomitee freigegeben wurde.

Das Marktrisikokomitee ist für die Umsetzung der Risikostrategie in den Kerngeschäftsprozessen

Energiebezug und -handel, Erzeugung sowie Vertrieb verantwortlich. Es setzt sich

aus den zuständigen Fachvorständen und Bereichsleitern zusammen. Die Grundlage zur

Risikosteuerung ist ein von den operativen Einheiten unabhängiges Risikoberichtswesen,

das kontinuierlich die Risiken auf der Grundlage der zugelassenen Instrumente überwacht.

Zentrale Kennzahl zu ihrer Steuerung ist die Kennzahl Value-at-Risk auf der Basis eines

99 %igen Konfidenzniveaus und fünftägiger Haltedauer. Darüber hinaus sind Volumenund

absolute Verlustlimits als Steuerungsgrößen festgelegt.

Unternehmensrisiken

Die allgemeinen Unternehmensrisiken umfassen alle Arten von Risiken, die sich aus unserer

Geschäftstätigkeit ergeben. Sie werden entlang der Wertschöpfungsstufen in folgende Kategorien

eingeteilt: Erzeugungstechnik, Netz und Regulierung, Kundenvertrieb und Marketing,

Dienstleistungen und Shared Services, Recht, Compliance und Revision, strategische Risiken

sowie sonstige Risiken.

Erzeugungstechnik

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Aus dem Kraftwerksbetrieb können sich trotz regelmäßiger Überwachung und Modernisierung

von Erzeugungsanlagen Risiken aufgrund von technischen Störungen beziehungsweise

des Ausfalls von Anlagen ergeben. Die sachgerechte Instandhaltung und Wartung der

Anlagen reduziert diese Risiken. Bei auftretenden Schäden und Ausfällen können wir die finanziellen

Auswirkungen in begrenztem Umfang durch abgeschlossene Versicherungen reduzieren.

Der massive Ausbau von Wind- und Solarparks als Folge der Energiewende eröffnet bei der

Stromerzeugung neue Wachstumsfelder. Wir haben eine Erzeugungsstrategie beschlossen,

welche den Bau und Erwerb moderner und regenerativer Erzeugungstechnologien vorsieht.

Im Jahr 2011 wurde bereits in verschiedene Windparkprojekte investiert. Weitere Projekte

befinden sich in der Prüfungsphase (vgl. Kapitel Beteiligungen).

53


54 KONZERNLAGEBERICHT/RISIKOMANAGEMENT

Durch den zunehmenden Anteil regenerativer Energien werden neben Maßnahmen zum

Ausbau der Netze insbesondere zusätzliche flexible Erzeugungskapazitäten erforderlich, wie

zum Beispiel Gas- und Dampfkraftwerke (GuD-Kraftwerke). Diese werden zukünftig vermehrt

benötigt, um die Schwankungen bei der Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns Anfang 2011 an einer Projektgesellschaft

in Bremen beteiligt, die ab 2013 ein hocheffizientes und schnell regelbares GuD-Kraftwerk

betreiben wird.

Netz und Regulierung

Regulatorische Risiken ergeben sich insbesondere aus den Vorgaben des EnWG einschließ-

lich der Verordnungen sowie den Festlegungen und Bescheiden der BNetzA zu den Erlösen

der Netzbetreiber. Diese zwingen die Betreiber, die Kosten zu senken und gleichzeitig

weiterhin eine angemessene Versorgungsqualität zu gewährleisten.

Bei der Vorbereitung der zweiten Regulierungsperiode für Strom (ab 2014) und Gas

(ab 2013) wird deutlich, dass die BNetzA eine verschärfte Kostenregulierung anstrebt.

Darüber hinaus wurden Ende Oktober 2011 die kalkulatorischen Eigenkapitalzinssätze für

Strom- und Gasnetzbetreiber für die Dauer der zweiten Regulierungsperiode leicht gesenkt.

Dies verschlechtert die Investitionsbedingungen, so dass die im internationalen Vergleich

weit unterdurchschnittliche Netzrendite bestehen bleibt.

Beim anstehenden Effizienzvergleich wird die BNetzA die angekündigte Verschärfung ihrer

Haltung bezüglich der Personalzusatzkosten umsetzen. Diese sind nur dann als dauerhaft

nicht beeinflussbare Kosten des Netzbetriebs anzusehen, wenn die Mitarbeiter direkt bei der

Netzgesellschaft angestellt sind. Mögliche Auswirkungen und Handlungsalternativen werden

zurzeit von uns geprüft.

Darüber hinaus wird ab 2012 die Qualitätsregulierung für Strom mit möglichen Bonus- und

Malusregeln für die Netzbetreiber eingeführt. Durch die Einbeziehung eines sogenannten

Qualitätselements in die Erlösobergrenze soll vermieden werden, dass der Kostensenkungsdruck

zu Lasten der Versorgungsqualität geht.


Um dem Kostensenkungsdruck zu begegnen, haben wir im Jahr 2011 unsere risikoorientierte

Asset-Strategie weiterentwickelt. So soll eine optimale Allokation der Investitions- und

Instandhaltungsbudgets unter Kosten-, Nutzen- und Risikoaspekten gewährleistet werden.

Dennoch wird die Aufrechterhaltung der aktuell im deutschen und europäischen Vergleich

sehr guten Versorgungszuverlässigkeit gegebenenfalls nicht möglich sein. Einschränkungen

bei sicherheitstechnischen Aspekten werden wir jedoch nicht in Kauf nehmen.

Neben der Auseinandersetzung mit den Regulierungsrisiken haben wir aber auch konsequent

die Chancen genutzt, die sich aus der Regulierung ergeben. Niedergeschlagen hat

sich dies unter anderem in den genehmigten Anträgen für den Erweiterungsfaktor beziehungsweise

das Investitionsbudget.

Bei der rechtlichen Sicherung der Nutzung öffentlicher Verkehrswege für die Verlegung

und den Betrieb von Versorgungsleitungen tendieren die konzessionsgebenden Gemeinden

zunehmend dazu, beim Auslaufen der Verträge den Konzessionsnehmer zu wechseln. Dieser

„Konzessionswettbewerb“ bietet den etablierten Netzbetreibern Wachstumschancen. Gleichzeitig

birgt er aber auch das Risiko, eigene Konzessionen an andere Netzbetreiber zu verlieren.

Kundenvertrieb und Marketing

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Kundenvertrieb und Marketing unterliegen insbesondere Mengenrisiken. Die Absatzmengen

für Erdgas und Fernwärme sind in hohem Maße witterungsabhängig. So waren im überdurchschnittlich

warmen Jahr 2011 Verbrauchsrückgänge der Privathaushalte bei Erdgas zu

verzeichnen, die durch den konjunkturbedingt höheren Erdgasabsatz an die Industrie nicht

vollständig ausgeglichen werden konnten.

Weitere Risiken, aber auch Chancen ergeben sich durch den intensiven Wettbewerb im

Vertrieb. Wir haben die sich bietenden Möglichkeiten genutzt und können insbesondere

im Privatkundensegment eine positive Bilanz ziehen. Durch gezielte Werbekampagnen für

das bestehende Produktportfolio wurde vor allem das Interesse an umweltschonenden und

nachhaltigen Produkten geweckt. Dazu gehören unter anderem Novanatur und Erdgas

KlimaPlus. Darüber hinaus haben wir Kunden durch die Aktion Mainova ÖkoAktiv die

Möglichkeit geboten, sich direkt an der Finanzierung eines Windparks zu beteiligen.

55


56 KONZERNLAGEBERICHT/RISIKOMANAGEMENT

Außerdem positionierten wir uns als umfassender Energiedienstleister, beispielsweise durch

das Angebot von verbrauchsorientierten Energieausweisen, hocheffizienten Heizungspumpen,

dezentralen Mikro-Blockheizkraftwerken sowie Thermografieaufnahmen.

Bezüglich der im Jahr 2009 eingeleiteten kartellrechtlichen Überprüfung der Wasserpreise

haben sich im Jahr 2011 keine wesentlichen neuen Entwicklungen ergeben. Die von uns

eingereichte Beschwerde gegen die Preissenkungsverfügung ruht weiterhin. Die im Jahr

2009 getroffene Risikoeinschätzung und -vorsorge besteht unverändert.

Der Bundesgerichtshof hat in verschiedenen Urteilen gegen Gas- und Fernwärmeversor-

gungsunternehmen Preisanpassungsklauseln in Erdgas- und Wärmelieferverträgen für

unwirksam erklärt. Einige Gas- und Wärmeversorger wurden von Gerichten zudem zu

Rückzahlungen an Kunden verpflichtet. Unsere Gaspreisanpassungen waren mehrfach

Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Kein Gericht hat bislang unsere Gasoder

Wärmepreisanpassungsklauseln für unwirksam befunden.

Dienstleistungen und Shared Services

In dieser Kategorie werden insbesondere Risiken aus den Bereichen Personal und IT erfasst.

Im Personalbereich sind wir einem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter

ausgesetzt. Um Risiken aus der Abwanderung von Leistungsträgern in Schlüsselfunktionen

und dem damit verbundenen Verlust von Know-how entgegenzuwirken, setzen wir auf eine

bedarfsgerechte, stärkenorientierte Personalentwicklung und -förderung sowie die Weiterentwicklung

der Mitarbeiterkultur.

Im IT-Bereich können Sicherheitsrisiken insbesondere durch technische Defekte entstehen,

die zu einer eingeschränkten Systemverfügbarkeit oder Datensicherheit führen und somit

die operativen Betriebsabläufe und strategischen Ziele gefährden. Die Aufrechterhaltung

und Optimierung der komplexen IT-Systeme erreichen wir maßgeblich durch den Einsatz

qualifizierter interner und externer Fachkräfte sowie die kontinuierliche Modernisierung

von Hard- und Software. Zu den einzelnen Maßnahmen zählen vor allem Back-up- und

Recovery-Strategien, Sicherheits- und Notfallhandbücher, Berechtigungskonzepte sowie

ein zusätzliches Rechenzentrum. Die damit geschaffene Datensicherheit dient als Basis,

um Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Recht, Compliance und Revision

Rechtliche Risiken können sich aus Änderungen der Rechtslage durch das Inkrafttreten

neuer oder geänderter Gesetze und Verordnungen sowie aus höchstrichterlicher Rechtsprechung

ergeben. Die seitens der EU-Kommission geforderte Novellierung der Finanzmarktrichtlinie,

kurz MiFID (Markets in Financial Instruments Directive), sieht vor, dass Teile

des Energiemarktes in die Finanzmarktregulierung einbezogen werden. Nach dem aktuellen

Entwurf sind wir nicht unmittelbar betroffen. Mittelbar können jedoch Risiken entstehen,

wenn Vorlieferanten unter die Finanzmarktregulierung fallen.


Als Energieerzeuger und -händler ist für uns die REMIT (Regulation on Energy Market

Integrity and Transparency) von Relevanz. Mit dieser Verordnung sollen Insiderhandel und

Marktmanipulationen auf den Energiegroßhandelsmärkten in der EU unterbunden werden.

Daraus ergeben sich ab dem Jahr 2012 unmittelbar Verpflichtungen für Energieversorgungsunternehmen

zu Datenmeldungen und -transparenz. Vorbehaltlich der finalen Ausgestaltung

durch die europäische Kommission haben wir bereits die erforderlichen Maßnahmen zur

Erfüllung der kommenden Anforderungen festgelegt.

Compliance-relevante Risiken umfassen Verstöße gegen interne Richtlinien und Verhaltens-

regeln sowie gesetzliche Vorgaben, wie zum Beispiel Regelungen zu Korruption, Datenschutz

oder Umweltschutz- und Arbeitssicherheitsbestimmungen. Zur Verminderung der Compliance-

Risiken führt das Compliance Management Risikoanalysen durch und entwickelt hieraus konzerneinheitliche

Grundsätze und Maßnahmen. Diese stellen sicher, dass sich die Mainova und

die für uns handelnden Personen rechts- und richtlinienkonform verhalten und die Unternehmenswerte

beachten. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise ein Verhaltenskodex und

Compliance-Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte. Zusätzlich ist auch sichergestellt,

dass für die Compliance-Risiken ein hinreichender Versicherungsschutz besteht.

Strategische Risiken

Strategische Entscheidungen werden insbesondere im Rahmen von Wachstums- und

Kooperationsprojekten, Mergers & Acquisitions, Investitionsvorhaben sowie bezüglich

der Durchführung von Effizienzsteigerungs- und Optimierungsprojekten getroffen.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Zur Steuerung beziehungsweise Vorbeugung strategischer Risiken unterziehen wir strategische

Entscheidungen im Vorfeld einer umfassenden wirtschaftlichen und juristischen

Prüfung. Dabei werden detaillierte Planungen und Bewertungen sowie Finanzierungs-,

Umsetzungs- und Kommunikationskonzepte erstellt. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass

sich die der Beurteilung von Projekten (wie zum Beispiel der Investition in Erzeugungsanlagen

und Netze oder dem Erwerb von Unternehmen) zugrunde gelegten regulatorischen,

rechtlichen, marktseitigen oder wirtschaftlichen Annahmen als Fehleinschätzungen erweisen.

Dies hätte zur Folge, dass die erwarteten wirtschaftlichen Ergebnisse nicht realisiert

werden können.

Wir betrachten strategische Projekte als ausgeprägte Ergebnis- und Wachstumschancen.

Als Teil der regionalen Energieversorger begreifen wir die Energiewende nicht nur als eine

unternehmerische Herausforderung, sondern auch als strategische Chance zu dezentralen,

umweltfreundlichen und wettbewerbsgerechten Versorgungsstrukturen. Wir investieren

daher in den Umbau der Energieversorgung zum Beispiel durch den Ausbau erneuerbarer

Energien und weiterer energieeffizienter Erzeugungstechniken wie KWK sowie der Netzinfrastruktur.

Wachstumsmöglichkeiten in Form von regionalen Kooperationen oder Unternehmensakquisitionen

verstehen wir durch das Schaffen größerer energiewirtschaftlicher Strukturen sowie

die Realisierung von Synergieeffekten ebenfalls als Chance.

57


58 KONZERNLAGEBERICHT/RISIKOMANAGEMENT

Zur weiteren Stärkung der künftigen Wettbewerbsfähigkeit hat der Vorstand im November

2011 ein Projekt zur Ergebnisverbesserung beschlossen. Die Grundlage hierfür sind ertragsund

kostenseitige Optimierungen in den operativen Bereichen Erzeugung, Handel, Netz und

Vertrieb sowie den Overhead- und Querschnittsfunktionen.

Risiken und Chancen aus dem Bereich Öffentlicher Personenverkehr

Wesentliche Risiken bestehen wie folgt:

Als langfristig entwicklungsbeeinträchtigende Risiken wurden identifiziert:

• Markt- und Wettbewerbsrisiken im Hinblick auf die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes

und des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen

sowie die Präferierung der Ausschreibung von Busverkehrsleistungen in Frankfurt am

Main.

Mittelfristig bestehen hohe Risiken u. a. durch:

• die Kürzung von Zuschüssen für Investitionsmaßnahmen auf Grund von Anpassungen des

Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) sowie der mögliche Wegfall der Förderung

aus Stellplatzablösemitteln der Stadt Frankfurt am Main,

• nicht ausgeräumte Unsicherheiten auf Grund der Umsetzung europäischer in nationale

Vorgaben hinsichtlich der Veränderung des Personenbeförderungsrechts und dadurch

bedingter Finanzierungsanpassungen,

• weitere Abschmelzung von Landesmitteln im Rahmen des RMV-Vertragswerks (Kooperationsförderung,

Nachteilsausgleich, Zuwendungen für den lokalen Verkehr) und die

Pauschalierung der Mittel nach § 45a PBefG.

Weitere Risiken bestehen durch:

• die Brandgefahr in Betriebseinrichtungen.

Neben den Risiken konnten die folgenden Chancen ermittelt werden:

• Weiterführung der Um- und Restrukturierung in den Bereichen der Infrastruktur,

Schienenbetrieb und Vertrieb zur Verbesserung der Kostenstruktur.

• Umsetzung der neuen VO (EU) Nr. 1370/ 2007 im Hinblick auf deren Bedingungen bezüglich

einer Direktvergabe bzw. einer Betrauung.

• Erstellung einer Anhangrechnung aus der Trennungsrechnung zur Ermittlung des Ausgleichsbetrages

für die direkt vergebenen Schienenverkehrsleistungen nach öffentlichem

Dienstleistungsauftrag (öDA) sowie zusätzliche Erstellung einer Segmentrechnung zur

Analyse der „Nicht-öDA“-Bereiche.

• Laufende Instandhaltung und Verbesserung der brandschutztechnischen Maßnahmen

sowie regelmäßige Kontrollen mit der Feuerwehr.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

59


60 KONZERNLAGEBERICHT/RISIKOMANAGEMENT

Finanzierungsrisiken

In der Kategorie „Finanzierungsrisiken“ werden finanzielle und steuerliche Risiken erfasst.

Finanzielle Risiken umfassen Zinsänderungsrisiken, Forderungsausfallrisiken und Risiken

aus der Nichteinhaltung vereinbarter Finanzkennzahlen (Covenants) aus der Fremdkapitalaufnahme.

Zinsänderungsrisiken resultieren aus marktbedingten Schwankungen der Zinssätze und

wirken sich auf die Höhe der Zinsaufwendungen aus. Bei uns bestehen diese Risiken für

verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, bei denen die Laufzeiten die vereinbarten

Zinsbindungsfristen übersteigen. Wir begegnen derartigen Zinsänderungsrisiken

zum Teil durch den Abschluss von Verträgen mit langfristigen Zinsbindungsfristen. Darüber

hinaus werden in Einzelfällen Zinsswaps abgeschlossen.

Forderungsausfallrisiken bestehen im Bezug auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen

Lage bei den Kunden und bei der Konkurrenz im Energiehandel. Eine Straffung der Prozesse

im Forderungsmanagement, verschärfte Bonitätsrichtlinien für den Abschluss von neuen

Verträgen und die Gewährung von Ratenplänen führten hier zu einer Risikoreduktion.

Bei einem im Jahr 2004 abgeschlossenen Kreditvertrag wird eine darin vereinbarte

Covenant-Kennzahl derzeit nicht erfüllt. Dies führt zu einem Zinsaufschlag und damit zu

einem höheren Aufwand in Höhe von TEUR 29 jährlich. Das relevante Darlehen hatte zum

Stichtag 31. Dezember 2011 eine Restvaluta von ca. EUR 19,0 Mio und läuft noch bis zum

30. Dezember 2014.

Wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften

Risiken aus Beteiligungsgesellschaften werden vom Beteiligungscontrolling im Rahmen

einer turnusmäßigen Berichterstattung überwacht. Dabei werden Plan-Ist-Abweichungen,

die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können,

analysiert und – falls erforderlich – gemeinsam mit der Gesellschaft Gegensteuerungsmaßnahmen

erarbeitet. Darüber hinaus werden insbesondere mit den großen Beteiligungsgesellschaften

regelmäßig Gespräche geführt, in denen die Unternehmensstrategie, Regulierungseinflüsse

und die Rentabilität größerer Investitionsvorhaben erörtert werden. Sofern

Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass sich die Buchwerte unserer

Beteiligungsgesellschaften vermindert haben, wird eine Werthaltigkeitsprüfung vorgenommen.

Bei unserem assoziierten Unternehmen Fraport AG ist positiv hervorzuheben, dass das

Bundesverwaltungsgericht mit seiner Entscheidung vom 04. April 2012 den Ausbau des

Frankfurter Flughafens höchstrichterlich bestätigt und damit insbesondere die Notwendigkeit

einer Ausweitung der Kapazität des wichtigsten deutschen Luftverkehrsdrehkreuzes grundsätzlich

anerkannt hat.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Dabei sind die Nachtrandstunden für den Flughafen, die Fluggesellschaften und insbesondere

die Wirtschaft von höchster Bedeutung, was nun auch durch die richterliche

Entscheidung in Leipzig klar bestätigt wurde. Ohne eine ausreichende Kapazität in diesen

Nachtrandstunden und eine vernünftige Betriebsregelung hätte der Frankfurter Flughafen

die für Deutschland notwendigen interkontinentalen Verbindungen in die Welt nicht

aufrechterhalten können. Weitere Auflagen für den im Vergleich zum Tag ohnehin schon

eingeschränkten Betrieb in diesen Zeiten wären nicht ohne Folgen für den Frankfurter Hub

geblieben. Einschränkungen in der Mediationsnacht müssen nunmehr akzeptiert werden,

so schwierig und ärgerlich das insbesondere für die Fracht ist – mit allen negativen wirtschaftlichen

Folgeeffekten. Fraport wird nun alle notwendigen Schritte einleiten, damit die

Vorgaben aus Leipzig so zügig wie möglich umgesetzt werden können.

Fazit

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Prüfung des Risikoportfolios durch die

Geschäftsführung aufzeigt, dass Risiken bestehen, die bei Eintritt bestandsgefährdende

Auswirkungen auf die SWF Holding haben können. Die Wahrscheinlichkeit für deren

Eintritt wird derzeit als gering angesehen. Dem gegenüber bestehen Chancen, über eine

Verbesserung der Ertrags- und Finanzlage der Tochtergesellschaften, höhere Jahresergebnisse

zu erzielen.

61


62 KONZERNLAGEBERICHT/WESENTLICHE MERKMALE …

6.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen

Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im

Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess nach § 315

Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der SWF Holding wesentlich

beteiligten Bereiche Finanzen und Rechnungswesen sowie Controlling sind klar getrennt

und deren Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. Die beteiligten Bereiche und

Abteilungen sind in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Bei allen

rechnungslegungsrelevanten Prozessen finden regelmäßig analytische Prüfungen statt.

Zudem erfolgt im Rahmen der Risikoeinschätzung regelmäßig eine Prüfung der rechnungslegungsrelevanten

Prozesse durch die interne Revision.

Die für die Rechnungslegung eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende

Sicherheitsvorkehrungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Soweit dies möglich ist,

wird Standardsoftware eingesetzt. Erhaltene oder weitergegebene Rechnungslegungsdaten

werden regelmäßig in Stichproben auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch die

eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt, z. B. im Rahmen

von Zahlungsläufen.

Zudem existiert ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Bilanzierungsrichtlinien, Konzernzahlungsrichtlinien,

Reisekostenrichtlinien usw.), das laufend aktualisiert wird.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet

und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete

personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche

und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen,

einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Die klare Abgrenzung

der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen

stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher. So wird im

Einzelnen erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen

Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert

sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt,

dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend

angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen

vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

63


64 KONZERNLAGEBERICHT/FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

7. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2011 haben wir keine wesentlichen Projekte im Forschungs- und

Entwicklungsbereich durchgeführt.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

65


66 KONZERNLAGEBERICHT/VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

8. Voraussichtliche Entwicklung

Konjunkturelle Entwicklung

Nach der Vorhersage des Sachverständigenrats der Bundesregierung wird der nach der Krise

im Jahr 2009 begonnene nachhaltige wirtschaftliche Aufholprozess in Deutschland im Jahr

2012 an Dynamik verlieren. Diese Entwicklung hat bereits in der zweiten Hälfte des Jahres

2011 eingesetzt. Die Abkühlung der Weltkonjunktur, die anhaltende Schuldenkrise einiger

Staaten in der Eurozone und die damit einhergehenden unausweichlichen Konsolidierungsanstrengungen

werden die Konjunktur bremsen. Dennoch rechnen führende Wirtschaftsforschungsinstitute

nach einem schwächeren ersten Quartal im späteren Jahresverlauf

mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft und prognostizieren für das Jahr 2012 eine

Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Entwicklung der Energiepreise und des CO2-Emissionshandels

Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

erwarten wir in den ersten Monaten des Jahres 2012 keine deutliche Trendwende

bei den Preisen nach oben. Vielmehr dürfte die bestehende Abwärtsbewegung noch etwas

anhalten, zumal auch in der Vergangenheit zu Jahresbeginn die Nachfrage nach Terminprodukten

eher verhalten ausfiel.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir dann mit stärkeren Preisbewegungen nach

oben und unten, die letztlich die unsichere Einschätzung der Marktteilnehmer bezüglich der

weiteren politischen und wirtschaftlichen Entwicklung weltweit reflektieren.

Ausblick und Ergebnisentwicklung 2012 und 2013

Die Ergebnisentwicklung 2012 und 2013 wird durch eine Vielzahl externer und interner

Einflüsse geprägt.

Nach den Beschlüssen von Bundestag und Bundesrat zum Atomenergieausstieg und zur

Energiewende steht die gesamte Branche der Energie- und Wasserwirtschaft vor einem

tief greifenden Umbau des Versorgungssystems. Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung

zentraler Anlagen zugunsten dezentraler Erzeugungskapazitäten abnehmen wird. Der Anteil

erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung wird steigen. Es werden jedoch ebenso

weiterhin konventionelle Kraftwerke erforderlich sein, auch um Schwankungen bei der

Stromeinspeisung auszugleichen. Wir haben uns mit unserer bereits vor der Energiewende

beschlossenen Erzeugungsstrategie optimal auf diese veränderten Rahmenbedingungen

eingestellt. Daher liegt der Schwerpunkt unserer Investitionen neben den bestandserhaltenden

Maßnahmen für unsere effizienten KWK-Anlagen im Ausbau der Windenergie.


Die nach wie vor angespannte Marktsituation spiegelt sich in den kommenden zwei Jahren

auch in unserer Ergebnisprognose in allen Wertschöpfungsstufen der Energie und Wasserversorgung

wider.

Volatile Beschaffungskosten und der Wegfall der kostenlosen Emissionszertifikat-Zuteilung

ab 2013 wirken sich auf die Spreads (Rohmarge) tendenziell negativ aus. Zudem sind die

Marktpreise für den Absatz unserer eigenerzeugten Strommengen eher rückläufig. Für

unsere konventionellen Erzeugungsanlagen auf Basis fossiler Brennstoffe muss daher mit

sinkenden Ergebnisbeiträgen gerechnet werden.

Die Beschaffungssituation im Gasgeschäft ist zweigeteilt: Langfristige, in der Regel ölpreisgebundene

Lieferverträge können aufgrund von Überkapazitäten nicht mehr mit den aktuell

niedrigen Börsenpreisen konkurrieren. Dies führt dazu, dass sich die Wettbewerbsfähigkeit

der etablierten Marktteilnehmer, die zumeist an langfristige Lieferverträge gebunden sind,

tendenziell verschlechtert. Die Volatilität der Preise auf den Energiemärkten und unsere

Fähigkeit, diese für uns und unsere Kunden zu nutzen, wird auch künftig eine entscheidende

Determinante für unseren Erfolg sein.

Vor erheblichen Herausforderungen stehen die Versorgungsunternehmen ebenfalls im Netzgeschäft.

Der gestiegene Kostensenkungsdruck aus den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes

und den Festlegungen der BNetzA zu den Erlösen belasten die Ergebnisprognose.

Es wird für uns daher immer schwieriger, den wirtschaftlichen Betrieb unserer regulierten

Netze zu gewährleisten. Gleichzeitig müssen wir unserer Verantwortung gerecht werden,

eine angemessene Versorgungsqualität zu gewährleisten. Dies ist vor dem Regulierungshintergrund

zunehmend mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Wir erwarten daher im

Netzgeschäft einen Rückgang des Ergebnisses.

Aktuell steht eine große Anzahl an Konzessionsverträgen zur Ausschreibung, um die ein

reger Wettbewerb entstanden ist. Unser Ziel ist es, die bestehenden Konzessionen zu

erhalten und neue hinzuzugewinnen.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Die wettbewerbsintensive Situation im Gas- und Stromgeschäft führt in allen Kundenseg-

menten durch den Markteintritt neuer Anbieter zu einer weiteren Verschärfung.

Aufgrund unserer Vertriebsstrategie gehen wir dennoch davon aus, trotz schwieriger Marktbedingungen

einen signifikanten Umsatzanstieg zu erzielen. Hier wirken sich unsere erfolgreichen

Aktivitäten zur Kundengewinnung und -bindung sowie unsere starke Marktposition

im Kerngeschäft Strom- und Gasvertrieb positiv aus.

Zur Stärkung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit wurde vom Vorstand der Mainova im

November 2011 ein Projekt zur Ergebnisverbesserung im Energie und Versorgungsbereich

beschlossen. Das Ziel des Projekts „EINS“ ist eine deutliche Verbesserung im hohen zweistelligen

Millionenbereich mit nachhaltigen Effekten auch auf die dem Prognosezeitraum folgenden

Geschäftsjahre. Erste Verbesserungen werden sich bereits 2012 im operativen Geschäft zeigen.

Die Grundlage hierfür sind ertrags- und kostenseitige Optimierungen in den operativen Bereichen

Erzeugung, Handel, Netz und Vertrieb sowie den Overhead- und Querschnittsfunktionen.

Ergebnisverbesserungen sollen auch bei den Tochtergesellschaften erzielt werden.

67


68 KONZERNLAGEBERICHT/VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Unter Berücksichtigung der ertrags- und kostenseitigen Optimierungsmaßnahmen aus dem

Projekt „EINS“ gehen wir bei der Mainova davon aus, in den kommenden zwei Jahren ein

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit etwa in Höhe des Jahres 2011 zu erreichen.

Im Bereich öffentlicher Personennahverkehr liegen die Risiken der zukünftigen Entwicklung

insbesondere im Rückzug der öffentlichen Hand bei der Finanzierung von Nahverkehrsprojekten

begründet. Je nach Intensität der Leistungs- und Netzerweiterungen wird dies in

der Folge zu höheren Abschreibungen und Zinsaufwendungen führen. Positiv ist hingegen

zu bewerten, dass mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2031 die Direktvergabe für die

nächsten Jahre Planungssicherheit für das Kerngeschäft der VGF als integriertes Schienenverkehrsunternehmen

zur Erbringung der Verkehrsleistung, zur Instandhaltung und zum

Ausbau der Infrastruktur und zur Gewährleistung des Vertriebs für die Stadtbahn- und

Straßenbahnlinien im lokalen Verkehr Frankfurts schafft. Der für diesen Bereich erwartete

Verlust für 2012 wird nach der derzeitigen Planungsrechnung EUR 54,7 Mio und für 2013 EUR

58,1 Mio betragen.

Im Bereich Schwimmstätten ist davon auszugehen, dass der im Wirtschaftsplan für das Jahr

2011 geplante Jahresverlust in Höhe von EUR 24,9 Mio nicht überschritten wird. Zukünftig

werden voraussichtlich Verluste um EUR 25,0 Mio jährlich zu Buche schlagen.

Bei dem Geschäftsfeld Abfallverbrennung gehen wir auf Grund der Nutzung der degressiven

Abschreibungsmethode davon aus, dass bis zum Jahr 2013 Verluste im niedrigen einstelligen

Millionenbetrag entstehen werden. Ab dem Jahr 2014 wird mit steigenden positiven Ergebnissen

gerechnet.

Die Tätigkeit der SWF Holding im Rahmen der einheitlichen Leitung der Konzernunternehmen

beinhaltet die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für die Bereiche Konzern- und

Unternehmensplanung, die Überwachung und Steuerung der Konzernfinanzierung, die

Durchsetzung eines konzernweiten Risikomanagementsystems, die Koordinierung von Personalentscheidungen

und das Versicherungs- und Schadensmanagement. Es ist geplant, diese

Themenfelder weiter auszubauen und die Position der SWF Holding insoweit zu stärken.

Der SWF Holding-Konzern ist vor dem Hintergrund der durch die Liberalisierung des

Energie- und Verkehrsmarkts entstandenen Veränderungen sowie europäischer Vorgaben

gehalten, den bereits in den Vorjahren eingeleiteten Um- und Restrukturierungsprozess,

der zur Verschlankung sowie Rationalisierung von Arbeitsprozessen und darüber hinaus zu

strukturellen Anpassungen geführt hat, auch in den folgenden Jahren fortzuführen.

69


70 KONZERNLAGEBERICHT/VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG

Ziel der SWF Holding ist, die wesentlichen Tochtergesellschaften bei ihrem Bestreben zu

unterstützen, eine über dem Branchendurchschnitt liegende und operativ erwirtschaftete,

nachhaltige Gesamtkapitalrendite bzw. einen über dem Branchendurchschnitt liegenden

Kostendeckungsgrad zu erwirtschaften.

Insgesamt gehen wir im Konzern von positiven Jahresergebnissen im unteren zweistelligen

Millionenbereich ab 2012 aus.

Investitionen

Für das Geschäftsjahr 2012 plant der Konzern Gesamtinvestitionen in Höhe von rund EUR

310,4 Mio. Davon entfallen allein rund EUR 176,6 Mio auf die Neuanschaffung von Fahrzeugen

für den Personennahverkehr und den Ausbau des vorhandenen Streckennetzes, rund

EUR 125,0 Mio auf Investitionen für die Erneuerung und den Ausbau der Versorgungsnetze

und Erzeugungsanlagen für Strom und Fernwärme sowie den Ersatz sanierungsbedürftiger

Verwaltungs- und Betriebseinrichtungen. Außerdem sind hierin die Aufwendungen für

Sanierungs- bzw. Attraktivierungsmaßnahmen von Schwimmbädern in Höhe von rund EUR

6,3 Mio und Aufwendungen für Optimierungsmaßnahmen der Abfallverbrennungsanlage

Nordweststadt in Höhe von rund EUR 2,4 Mio enthalten.

Darüber hinaus ist die bereits im Jahr 2010 beschlossene „Erzeugungsstrategie 2015“ ein

Investitionsvolumen von insgesamt EUR 500 Mio bis 2015 bei der Mainova vorgesehen.

Dadurch sollen jährlich zusätzliche 1,2 Mio MWh Strom erzeugt werden, was dem jährlichen

Stromverbrauch von 480.000 Haushalten entspricht. In diesem Rahmen haben wir bereits

eine Beteiligung an einer GuD-Anlage sowie verschiedene Projekte mit Windkraftanlagen

initiiert. Weitere Projekte werden derzeit geprüft, wobei wir den Fokus auf die Windkraft als

wesentliche Wachstumsoption legen.

Personal

Die Entwicklung unseres Konzerns erfordert von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

weiterhin ein Höchstmaß an Leistungsbereitschaft und Flexibilität. Dabei begreifen wir die

Veränderungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen als Chance, uns

weiterhin als langfristig erfolgreicher Konzern aufzustellen. Nur wenn es uns gelingt, das


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Qualifikationsniveau und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf

konstant hohem Niveau zu halten, können wir den erforderlichen Beitrag wie zum Beispiel

zur Energiewende leisten und uns in neuen Geschäftsfeldern, wie dem Einsatz regenerativer

Energien oder der Elektromobilität, erfolgreich behaupten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die genannten Faktoren zu einer leichten Erhöhung

des Personalbestands und somit auch zu einem Anstieg der Personalkosten geführt. Die

Folgejahre werden aus heutiger Sicht eine Konsolidierung des Personalbestands auf dem

gegenwärtigen Niveau mit sich bringen, wobei im Zusammenhang mit zukünftigen Tarifrunden

von einem weiteren kontinuierlichen Anstieg der Personalkosten auszugehen ist.

Im Hinblick auf den sich ständig verschärfenden Wettbewerb in unseren Geschäftsfeldern

und auf die Vorgaben der Anreizregulierung sowie den nationale Vorgaben hinsichtlich der

Veränderung des Personenbeförderungsrechts werden wir die Effizienz und die Effektivität

im Personalmanagement weiterhin optimieren, Prozesse verschlanken und im Sinne eines

umfassenden Kostenmanagements weiterentwickeln.

Die gravierenden Veränderungen der Rahmenbedingungen haben auf die strategische Per-

sonal- und Organisationsentwicklung deutliche Auswirkungen. Die zukünftige Personalarbeit

wird daher insbesondere durch die aktive Begleitung von Veränderungsprozessen in allen

Unternehmensbereichen geprägt sein. Einen weiteren Schwerpunkt werden wir deshalb auf

die Verstärkung der zielgerichteten Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

legen. Um unseren Erfolg nachhaltig sicherzustellen und den Risiken der demografischen

Entwicklung zu begegnen, müssen wir unsere Talente identifizieren und ihre Entwicklung

langfristig fördern. Bereits im Jahr 2011 wurden daher erste Schritte unternommen, ein leistungsfähiges

und systematisches Talentmanagement aufzubauen. Um die Bindung unserer

Potenzialträger zu stärken und insbesondere Frauen die Übernahme von Führungsaufgaben

zu erleichtern, wird darüber hinaus die Entwicklung eines ganzheitlichen Ansatzes zur

Umsetzung eines lebensereignisorientierten Personalmanagements auch im Jahr 2012

weiter vorangetrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit wird auch künftig in der Erhaltung der Leis-

tungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegen. In diesem Zusammenhang

werden wir die bereits bestehenden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz bündeln und

bedarfsgerecht ausbauen, um so ein umfassendes und systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement

zu schaffen.

71


72 KONZERNLAGEBERICHT/VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG …

9.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

nach Schluss des Geschäftsjahres

In dem beim Landgericht Frankfurt am Main anhängigen sogenannten Spruchverfahren zur

Bestimmung der angemessenen Abfindung und Ausgleichszahlung gemäß §§ 304 ff. AktG

wurde am 25. Januar 2012 ein Beschluss gefasst. Das Landgericht setzt darin eine Barabfindung

von 220,52 Euro je Stückaktie und eine Garantiedividende von 13,41 Euro (netto)

je Stückaktie fest. Der gerichtlich festgesetzte Betrag ist auch an die Aktionäre zu zahlen,

die das Abfindungsangebot bereits in der Vergangenheit angenommen und ihre Aktien

an die SWFH zurückgegeben haben. Wir halten die Entscheidung jedoch für unzutreffend

und haben daher Beschwerde beim Oberlandesgericht eingelegt. Vorsorglich haben wir

im Geschäftsjahr 2011, auf Grund des Beschlusses des Landgerichts Frankfurt am Main, für

eventuell zu leistende Nachzahlungen für die Garantiedividende entsprechende Vorsorge

getroffen und eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich

nicht ergeben.

Frankfurt am Main, den 21. Mai 2012

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Dr. Constantin H. Alsheimer Werner Röhre


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

73


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Frankfurt am Main

Konzernabschluss 2011


76 KONZERNABSCHLUSS/KONZERNBILANZ

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

Anhang 31.12.2011 31.12.2010

EUR EUR TEUR

TEUR

A. Anlagevermögen (1)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte

und Werte

42.767.276,29 35.787

2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.701.194,70 7.623

3. Geleistete Anzahlungen 216.240,00 48.684.710,99 203 43.613

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschließlich der Bauten

auf fremden Grundstücken 365.661.885,29 332.007

2. Technische Anlagen

a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und

Bezugsanlagen, Heizzentralen 110.660.159,98 109.384

b) Verteilungsanlagen 393.467.908,57 374.715

c) Thermische Entsorgungsanlagen 84.053.826,91 107.381

3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung

und Sicherungsanlagen 72.756.982,82 73.835

4. Fahrzeuge für Personenverkehr 192.406.919,82 196.832

5. Sonstige Maschinen und maschinelle Anlagen 2.902.727,14 1.200

6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.937.398,77 32.456

7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 170.200.749,43 1.430.048.558,73 142.924 1.370.734

III. Finanzanlagen

1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.234.030.671,48 1.187.788

2. Sonstige Beteiligungen 38.771.916,63 37.972

3. Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.052.698,93 13.593

4. Wertpapiere des Anlagevermögens 49.233,58 49

5. Sonstige Ausleihungen 3.674.343,14 3.571

6. Genossenschaftsanteile 3.036,84 1.287.581.900,60 3 1.242.976

2.766.315.170,32 2.657.323

B. Umlaufvermögen (2)

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 38.355.293,47 30.067

2. Unfertige Leistungen 9.909.722,63 8.478

3. Waren 456.937,18 273

4. Geleistete Anzahlungen 0,00 48.721.953,28 93 38.911

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen 214.759.085,56 243.833

2. Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 52.894.984,98 48.309

3. Forderungen gegen die Gesellschafterin 2.802.985,79 0

4. Sonstige Vermögensgegenstände 74.356.871,47 344.813.927,80 73.303 365.445

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 75.235.279,51 128.633

468.771.160,59 532.989

C. Rechnungsabgrenzungsposten (3) 3.592.355,32 4.718

3.238.678.686,23 3.195.030


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Passiva Anhang 31.12.2011 31.12.2010

EUR TEUR

A. Eigenkapital (4)

I. Gezeichnetes Kapital 52.001.000,00 52.001

II. Kapitalrücklage 387.136.318,71 387.136

III. Gewinnvortrag (i. Vj. Verlustvortrag) 51.354.721,32 -68.877

IV. Konzernergebnis 59.274.228,96 133.332

V. Anteile anderer Gesellschafter 140.729.289,30 127.818

690.495.558,29 631.410

B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (5) 72.032.791,11 72.033

C. Empfangene Ertragszuschüsse 124.505.659,41 120.728

D. Rückstellungen (6)

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 78.125.372,00 75.469

2. Steuerrückstellungen 3.454.579,01 908

3. Sonstige Rückstellungen 382.310.033,41 384.725

463.889.984,42 461.102

E. Verbindlichkeiten (7)

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.271.751.554,78 1.265.388

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.738.592,67 17.703

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 175.688.038,33 165.721

4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

81.010.551,06 79.754

5. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 0,00 5.318

6. Sonstige Verbindlichkeiten

– davon aus Steuern EUR 16.132.039,81 (i. Vj. TEUR 34.495) –

– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.347.152,19 (i. Vj. TEUR 20) –

307.042.404,57 341.250

1.851.231.141,41 1.875.134

F. Rechnungsabgrenzungsposten (8) 36.523.551,59 34.623

77

3.238.678.686,23 3.195.030


78 KONZERNABSCHLUSS/GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG/KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Anhang 2011 2010

EUR EUR TEUR TEUR

1. Umsatzerlöse (9) 2.001.717.235,20 1.910.446

2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 1.431.559,97 982

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 17.310.778,00 16.508

4. Sonstige betriebliche Erträge (10) 128.274.546,99 118.721

5. Materialaufwand (11)

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren

1.314.836.869,11 1.190.277

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 127.448.220,24 1.442.285.089,35 121.159 1.311.436

6. Personalaufwand (12)

a) Löhne und Gehälter 259.794.112,62 257.314

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung

– davon für Altersversorgung EUR 23.367.949,37

(i. Vj. TEUR 22.612) –

72.880.845,80 332.674.958,42 68.713 326.027

7. Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

(13) 149.492.253,00 156.796

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 202.822.871,34 192.739

9. Erträge aus assoziierten Unternehmen (15) 123.545.469,98 118.933

10. Erträge aus Beteiligungen (16) 3.661.043,46 4.650

11. Erträge aus anderen Wertpapieren

und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

885.663,57 1.025

12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (17) 2.864.172,99 5.882

13. Erträge aus Gewinnabführung 560.783,19 0

14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 21.917,88 12

15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) 68.809.212,29 56.988

16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 84.144.951,07 133.149

17. außerordentliche Erträge 0,00 26.717

18. außerordentliche Aufwendungen 0,00 2.744

19. außerordentliches Ergebnis (18) 0,00 23.973

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (19) 4.707.224,32 2.955

21. Sonstige Steuern (19) 5.201.733,85 4.035

22. Konzernjahresüberschuss 74.235.992,90 150.132

23. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 14.961.763,94 16.800

24. Konzernergebnis 59.274.228,96 133.332


Konzernkapitalflussrechnung 2011 2010

TEUR TEUR

Konzernjahresüberschuss 74.236 150.132

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 149.492 156.796

Zuschreibungen -109 -21.293

Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.161 -5.698

Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.422 13.743

Zahlungsunwirksame Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -38.393 -61.267

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -11.035 -2.223

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 24.959 -72.922

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -105.008 10.727

Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 93.403 167.995

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 30.448 17.781

Einzahlungen aus dem Abgang von konsolidierten Unternehmen 0 1.216

Auszahlung aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen -1.125 -200

Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -245.778 -203.881

Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -216.455 -185.084

Garantiedividende -13.063 -13.063

Veränderung Empfangene Ertragszuschüsse 3.778 11.352

Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzkrediten 103.925 21.575

Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 63.999 461.562

Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzkrediten -21.575 -75.000

Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -60.080 -193.600

Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 76.984 212.826

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -46.068 195.737

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 134.316 -61.421

Finanzmittelbestand am Ende der Periode 88.248 134.316

Zusätzliche Angaben

gezahlte Zinsen 60.050 52.689

erhaltene Zinsen 10.683 11.317

gezahlte Ertragsteuern 2.432 2.432

Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Liquide Mittel 75.235 128.633

Finanzmittel beim Kassen- und Steueramt der Stadt Frankfurt am Main 13.013 5.683

88.248 134.316

79


80 KONZERNABSCHLUSS/EIGENKAPITALSPIEGEL

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Eigenkapitalspiegel

Gezeichnetes

Kapital

Mutterunternehmen

Erwirtschaftetes

Konzerneigenkapital

Minderheitsgesellschafter

Kapitalrücklage Verlustvortrag Konzernergebnis Eigenkapital Anteile anderer

Gesellschafter

Konzern

Konzerneigenkapital

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

31. Dezember 2009 52.001 387.136 -67.609 -7.317 364.211 110.739 474.950

Garantiedividende 0 0 0 0 0 -13.063 -13.063

Konzernjahresergebnis 0 0 0 133.332 133.332 16.799 150.131

Rücklagenveränderungen

vollkonsolidierter

Unternehmen

(aus BilMoG)

0 0 -3.716 0 -3.716 12.739 9.023

Erfolgsneutrale Anpassung

der Beteiligungen

an assoziierten Unternehmen

(aus BilMoG)

0 0 16.010 0 16.010 1.132 17.142

Übrige Veränderungen 0 0 -13.562 7.317 -6.245 -528 -6.773

31. Dezember 2010 52.001 387.136 -68.877 133.332 503.592 127.818 631.410

Garantiedividende 0 0 0 0 0 -13.137 -13.137

Konzernjahresergebnis 0 0 0 59.274 59.274 14.962 74.236

Übrige Veränderungen 0 0 120.232 -133.332 -13.100 11.086 -2.014

31. Dezember 2011 52.001 387.136 51.355 59.274 549.766 140.729 690.495


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

81


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Frankfurt am Main

Konzernanhang 2011


84 KONZERNANHANG/ALLGEMEINES

I. Allgemeines

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Formelle Darstellung

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr

unverändert. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren

angewandt.

Fortführung der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

Auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Vorjahr, wurden die im Einführungsgesetz

zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) dargestellten Wahlrechte werden wie folgt

ausgeübt:

Vom Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird kein Gebrauch gemacht. Somit wer-

den die aus der geänderten Bewertung resultierenden Zuführungsbeträge zu den Rückstellungen

für Pensionen und Beihilfe- sowie Freifahrtansprüche, die unter die Rückstellungen

für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen fallen, im Übergangszeitpunkt in voller Höhe

erfolgswirksam erfasst und nicht über bis zu 15 Jahre angesammelt.

Darüber hinaus wird von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB zur Beibehaltung

von Rückstellungen Gebrauch gemacht. Somit werden Rückstellungen, bei denen auf

Grund der geänderten Bewertung eine Auflösung erforderlich ist, beibehalten, soweit der

aufzulösende Betrag bis spätestens 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste.

Des Weiteren wird von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB zur Beibehaltung

von Rückstellungen nach § 249 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 HGB a. F. (Aufwandsrückstellungen)

Gebrauch gemacht. Alle hiervon betroffenen Rückstellungen werden unter Anwendung

der für sie geltenden Vorschriften in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung des HGB

beibehalten.

Konsolidierungskreis und Änderungen des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss sind neben der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH die

Mainova Aktiengesellschaft (Mainova), die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am

Main mbH (VGF), die Stadtwerke Strom-/Wärmeversorgungsgesellschaft Frankfurt am Main

mbH, die BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF), die Nahverkehrsinfrastrukturgesellschaft

Frankfurt am Main mbH und die AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, bei

denen der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH unmittelbar die Mehrheit der

Stimmrechte der Gesellschafter zusteht, sowie mittelbar über die Mainova die Energieversorgung

Main-Spessart GmbH, die Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH, die Mainova

EnergieDienste GmbH (MED), die Mainova ServiceDienste Gesellschaft mbH, die NRM Netzdienste

Rhein-Main GmbH, die SRM StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH, die Hotmobil


Deutschland GmbH, die Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH, die Erdgas Westthüringen

Beteiligungsgesellschaft mbH, die Hotmobil International GmbH, die Energynova S.r.I., die

Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH, die Mainova Thüga Wind-Beteiligungs

GmbH & Co. KG, die Mainova Windpark Siegbach GmbH & Co. KG, sowie die Mainova Wind-

Beteiligungsverwaltungs GmbH und mittelbar über die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH die IN-DER-CITY-BUS GmbH und die Main Mobil Frankfurt GmbH

einbezogen.

Die der Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH (EWT) gehörenden Anteile an

drei Gesellschaften sind mittelbare Beteiligungen der Mainova; sie werden im Konzernabschluss

als assoziierte Unternehmen ausgewiesen.

Eine Übersicht über die verbundenen und assoziierten Unternehmen mit Angabe des

Beteiligungsanteils, des Eigenkapitals und des Ergebnisses enthält die Anlage 1 des Konzernanhangs.

Bei den dort als sonstige Beteiligungen aufgeführten Gesellschaften übte die

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH in 2011 keinen maßgeblichen Einfluss aus.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden fünf weitere Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung

in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Änderung des Konsolidierungskreises hat keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im Bereich der assoziierten Unternehmen wurden die Service4EVU GmbH, die Gemeinschaftskraftwerk

Bremen GmbH & Co. KG und die Metegra GmbH als neue Unternehmen

nach der at-equity-Methode einbezogen.

Konsolidierungsgrundsätze

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Gründung Anteil am Kapital

Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH 100,00 %

Mainova Thüga Wind-Beteiligungs GmbH & Co. KG 100,00 %

Energynova S.r.I. 100,00 %

Erwerb

Mainova Windpark Siegbach GmbH & Co. KG 100,00 %

Mainova Wind-Beteiligungsverwaltungs GmbH 100,00 %

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den

gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding

GmbH geltenden Bilanzierungsmethoden – bis auf Ausnahmen, die für die Vermittlung

eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung sind – einbezogen.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen, die bis zum 31. Dezember 2009 erwor-

ben wurden, erfolgt auf Grund von Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode.

Dabei werden die Anschaffungskosten mit dem auf die Muttergesellschaft entfallenden

anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Für die ab dem

85


86 KONZERNANHANG/ALLGEMEINES

1. Januar 2010 erstmals zu konsolidierenden Tochterunternehmen wird die Neubewertungs-

methode angewendet. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 HGB zwischen dem Wertansatz

der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital, welches

sich aus den zum Zeitwert angesetzten Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten

ergibt. Die Verrechnung erfolgt auf Grundlage der Wertansätze zu

dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein nach der

Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bzw. als

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.

Die bis zum 31. Dezember 2009 erworbenen assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312

Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB zu Buchwerten und gemäß § 312 Abs. 3 Satz 1 HGB zum Zeitpunkt der

erstmaligen Einbeziehung angesetzt. Bei den assoziierten Unternehmen die ab dem Wirtschaftsjahr

2010 erstmalig einbezogen werden, wird ein vorhandener Unterschiedsbetrag nach

§ 312 Abs. 2 HGB behandelt. Konzerneinheitliche Bewertungsmethoden werden angewandt.

Die aktiven Unterschiedsbeträge für assoziierte Unternehmen betragen zum 31. Dezember

2011 insgesamt EUR 57,4 Mio (i. Vj. EUR 42,1 Mio).

Gemäß § 2 des am 29. Dezember 2004 geschlossenen und am 1. Januar 2005 wirksam

gewordenen Gewinnabführungsvertrags zwischen der Beteiligungsholding Hanau GmbH,

Hanau, und der Stadtwerke Hanau GmbH (SWH) erhält die Mainova jährlich eine Ausgleichszahlung,

welche sich nach dem Ergebnis der Versorgungssparte der SWH bestimmt. Nach § 2

Abs. 2 des Gewinnabführungsvertrags beträgt diese Ausgleichszahlung 49,9 % des Ergebnisses

der Versorgungssparte, mindestens jedoch EUR 2,1 Mio für jedes volle Geschäftsjahr. Auf

Grund der vertraglichen Regelungen erfolgt die Fortschreibung des Beteiligungsbuchwerts

ab dem 31. Dezember 2005 auf Basis des anteiligen Eigenkapitals (49,9 %) sowie des Ergebnisses

der Versorgungssparte der SWH. Grundlage hierfür ist die vom gesellschaftsrechtlichen

Gewinnanspruch (46,9 %) abweichende wirtschaftliche Beteiligung der Mainova am

Ergebnis der Versorgungssparte der SWH (49,9 %).

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen

Unternehmen werden eliminiert.

Zwischenergebnisse werden nach § 304 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung nicht

eliminiert.

Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (einschließlich Geschäfts- oder

Firmenwert) werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen

Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planund

außerplanmäßige Abschreibungen sowie erhaltene Kapitalzuschüsse, angesetzt. Die

Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzelkosten und angemessene Teile der

notwendigen Gemeinkosten. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB


werden die für die Finanzierung der Generalüberholung der Abfallverbrennungsanlage

angefallenen Zinsen für Fremdkapital im Rahmen der Anschaffungskosten aktiviert.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Empfangene Zuschüsse (Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge) werden

entsprechend ihrem Entstehungszeitpunkt wie folgt behandelt:

Die bis zum Jahr 2002 von Kunden empfangenen Zuschüsse werden gesondert unter den

Passiva ausgewiesen und über 20 Jahre linear zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Auf Grund der ab dem Jahr 2003 geänderten steuerlichen Bilanzierungsvorschriften werden

empfangene Zuschüsse ab diesem Zeitpunkt von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten

abgesetzt.

Ab dem 1. Januar 2010 werden die von Kunden empfangenen Zuschüsse gesondert unter

den Passiva ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände

linear zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Auf Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2001, im Geschäftsjahr 2008 und ab dem Geschäfts-

jahr 2010 angeschafft oder hergestellt wurden, erfolgen die planmäßigen Abschreibungen

linear. Bei Sachanlagen, die in der Zeit vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2007 und

im Jahr 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden die planmäßigen Abschreibungen

in dem jeweils zum Aktivierungszeitpunkt steuerlich höchstzulässigen Umfang degressiv

vorgenommen; auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese

zu höheren Abschreibungen führt. Außerdem wird die degressive Abschreibungsmethode

auf Sachanlagen, die vor dem 31. Dezember 2009 aktiviert wurden und die den Gas- und

Wärmebereich sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung der Mainova betreffen,

angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungen

führt. Alle übrigen abnutzbaren Anlagegüter, die im Geschäftsjahr 2011 angeschafft

oder hergestellt wurden, werden linear abgeschrieben. Gemäß § 308 Abs. 2 HGB wurde

eine Neubewertung auf Basis einheitlicher Abschreibungsmethoden nicht vorgenommen, da

die Abweichung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung ist.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaf-

fungskosten bis zu EUR 150,00 im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren

Anschaffungskosten mehr als EUR 150,00, jedoch nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen,

erfolgt die Aktivierung auf Sammelposten. Diese werden im Geschäftsjahr der Bildung und

in den vier Folgejahren mit jeweils einem Fünftel aufgelöst.

Die Bemessung der Nutzungsdauer für die Abschreibung der Anlagegüter richtet sich nach

den Erfahrungswerten der Konzerngesellschaften.

Unter den Finanzanlagen werden die Beteiligungen und die übrigen Finanzanlagen (Wert-

papiere des Anlagevermögens und Genossenschaftsanteile) zu Anschaffungskosten oder mit

dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

87


88 KONZERNANHANG/ALLGEMEINES

Ausleihungen sind zu Nenn- bzw., sofern unverzinslich und sofern wesentlich, zu Barwerten

bilanziert.

Auf Grund des im Vorjahr neu gefassten § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgt die Bewertung der

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus den Erfüllungsrückständen

und den Aufstockungsbeträgen im Rahmen vertraglich vereinbarter Altersteilzeitverpflichtungen

dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, mit ihrem

beizulegenden Zeitwert. Bei den vorgenannten Vermögensgegenständen handelt es sich

um die unter den Beteiligungen ausgewiesenen Aktien an der Süwag AG. Der beizulegende

Zeitwert ergibt sich aus einer fest vereinbarten Put-Option, die bis zum 30. Juni 2012 gültig

ist. Nach den Bestimmungen des HGBs sind diese Vermögensgegenstände mit denjenigen

Verpflichtungen zu saldieren, zu deren Absicherung sie dienen.

Entsprechend wird mit den zu Grunde liegenden Erträgen aus den verrechneten Vermögens-

gegenständen und mit den Aufwendungen aus den Zinseffekten der Rückstellung verfahren.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen

Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken

wegen langer Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit sind durch angemessene

Abschläge berücksichtigt.

Unfertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederst-

wertprinzips verlustfrei bewertet. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare

Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten, ggf. vermindert

um angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen, aktiviert. Sonstige Vermögensgegenstände

mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend abgezinst,

soweit diese niedrig- oder unverzinslich sind.

Erhaltene Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energieverbrauch von

Kunden sind bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Kontenständen

zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Durch die Abschaffung des § 308 Abs. 3 HGB a. F. bestand das Wahlrecht zur unveränderten Über-

nahme steuerrechtlicher Wertansätze in den Konzernabschluss bereits in Vorjahren nicht mehr.

Bezüglich des Sonderpostens mit Rücklageanteil wurde demzufolge wie folgt verfahren:

• Die bereits am Ende des Jahres 2007 laut den Einzelabschlüssen bestehenden Sonderposten

wurden erfolgsneutral mit dem Verlustvortrag verrechnet,

• die bezüglich des Sonderpostens vorgenommene Sonderabschreibung wurde wieder

zurückgenommen.


Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen

Erfüllungsbetrags passiviert. In diesem sind zukünftige Preis- und Kostensteigerungen

einbezogen. Zudem werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen

sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen

Bundesbank ermittelt.

Die Steuerrückstellungen beruhen auf den Berechnungen unsererseits sowie unter Beachtung

der Mitteilungen unseres steuerlichen Beraters.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beziehen sich auf den Per-

sonenkreis der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene sowie

in unserem Konzern beschäftigte beurlaubte Beamte. Zusätzlich sind hier auch so genannte

„Deputatsverpflichtungen“ und Beihilfe-Ansprüche von ehemaligen Mitarbeitern enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Verpflichtungen aus

Altersteilzeitverträgen sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen mit

dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode passiviert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berück-

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

sichtigung der Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen

Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene

Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 5,14 % p. a. (i. Vj. 5,15 % p. a.) abgezinst. Zukünftig

erwartete Einkommens- (bzw. Beihilfe-) und Rentensteigerungen werden durch eine jeweilige

Dynamisierung von 2,0 % p. a. (i. Vj. 2,0 % p. a.) bei der Ermittlung der Rückstellung

berücksichtigt.

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Rechnungszins

in Höhe von 3,94 % p. a. (i. Vj. 3,9 % p. a.) für abgeschlossene Altersteilzeitverträge

mit einer Restlaufzeit von zwei Jahren und 4,37 % p. a. (i. Vj. 4,36 % p. a.) für potenzielle

Altersteilzeit-Anwärter mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren sowie ein Gehaltstrend in Höhe

von 2,0 % p. a. (i. Vj. 2,0 % p. a.) zu Grunde gelegt.

Basis für die versicherungsmathematische Ermittlung sind jeweils die Richttafeln 2005 G von

Prof. Dr. K. Heubeck.

Zur Gewährung einer betrieblichen Altersversorgung sind alle tariflichen Mitarbeiter im

Rahmen der Bindung an den Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) sowie auf Basis

einzelvertraglicher Regelungen bei der Zusatzversorgungskasse der Stadt Frankfurt am Main

(ZVK) nach den Regeln der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst pflichtversichert. Die

Beiträge werden im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben. Der Umlagesatz der ZVK

Frankfurt am Main beläuft sich auf 6,0 %; hiervon übernimmt der Arbeitgeber 5,6 %, die

Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer beträgt 0,4 %. Daneben wird gemäß § 63 der ZVK-

Satzung vom Arbeitgeber ein steuerfreies Sanierungsgeld in Höhe von 3,0 % erhoben. Zur

Sicherung langfristig stabiler Hebesätze beschloss der Kassenausschuss der Stadt Frankfurt

am Main, das Sanierungsgeld stufenweise von bisher 3,0 % auf 3,5 % anzuheben. Ab dem

89


90 KONZERNANHANG/ALLGEMEINES

1. Januar 2011 beträgt er danach 3,0 % und ab dem 1. Januar 2012 3,5 %. Für einen Teil der

Pflichtversicherten wird für das ZVK-pflichtige Entgelt, das über der tariflich festgesetzten

Beitragsbemessungsgrenze liegt, eine zusätzliche Umlage in Höhe von 9,0 % gezahlt. Derzeit

liegen keine gesicherten Erkenntnisse für einen weiteren Anstieg des Sanierungsgelds vor.

Es ist jedoch damit zu rechnen, dass auch künftig Beitragserhöhungen erfolgen werden. Der

Aufwand aus ZVK-Umlagen (Arbeitgeberanteil) ist unter den Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung ausgewiesen. Entsprechend der allgemeinen Bilanzierungspraxis

wurden keine Verpflichtungen im Hinblick auf die Mitgliedschaft in der ZVK im

Konzernabschluss passiviert.

Die Jubiläumsrückstellungen sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen

mit dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode

angesetzt. Die Berechnung wurde unter Berücksichtigung der Vereinfachungsregel gemäß

§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 5,14 % p. a. (i. Vj. 5,15 % p. a.) und eines jährlichen Einkommenstrends

von 2,0 % p. a. (i. Vj. 2,0 % p. a.) passiviert.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind transitorische Posten ausgewiesen. Zudem

werden Aufwendungen bzw. Erträge aus Ausgleichszahlungen von Derivaten, die sich in

einer Bewertungseinheit mit einer mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktion

befinden, abgegrenzt, soweit die zuzuordnenden (Material-) Aufwendungen bzw. Erträge

aus der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktion nach dem Abschluss-Stichtag

anfallen.

Latente Steuern werden ab dem Jahr 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen

und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und

Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf

Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der SWF Holding von aktuell 31,225 %. Der

kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Das Wahlrecht des § 306 Satz 2 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass die sich ergebende

Steuerbelastung mit der Steuerentlastung verrechnet werden. Passive latente Steuern ergeben

sich hauptsächlich bei den Beteiligungen des Finanzanlagevermögens, während aktive

latente Steuern im Wesentlichen auf Sachanlagevermögen und Rückstellungen beruhen. Auf

die steuerlichen Verlustvorträge konnten keine aktiven latenten Steuern gebildet werden, da

nicht erwartet wird, dass die Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre mit ausreichendem

zu versteuerndem Einkommen verrechnet werden können. Im Geschäftsjahr ergab

sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern, welcher jedoch auf Grund fehlender

Werthaltigkeit nicht bilanziert worden ist.


II. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens können dem Anlagenspiegel (Anlage 2

zum Konzernanhang) entnommen werden.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen resultieren hauptsächlich aus

der Erweiterung und Neuanschaffung von Anwendungssoftware.

Den Schwerpunkt der Zugänge bei den Sachanlagen bilden die Erweiterung und Erneuerung

der Verteilungsanlagen im Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmebereich, die Erneuerung der

Fahrtreppen, die Erweiterung der Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen,

die Neuanschaffung von Fahrzeugen für den Personennahverkehr, die Sanierung in den

verschiedenen Schwimmbädern und der Ausbau des vorhandenen Streckennetzes einschließlich

der hierfür geleisteten Anzahlungen. Die Abgänge resultieren im Wesentlichen

aus dem Verkauf bzw. der Verschrottung von älteren Fahrzeugen für den Personennahverkehr

und von Verteilungsanlagen.

Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um EUR 44,6 Mio. Im Wesentlichen resultiert der

Anstieg aus den anteiligen Eigenkapitaländerungen der als at-equity bilanzierten Beteiligungen

an assoziierten Unternehmen.

Bezüglich der gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände verweisen wir

auf unsere Erläuterungen unter der Position (6) Rückstellungen.

(2) Umlaufvermögen

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind hauptsächlich Bau- und Installationsmaterialien

sowie der Bestand an Kohle und Heizöl sowie Emissionsrechte für den Betrieb der Heizkraftwerke

ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen enthalten noch nicht abgerechnete Bau- und

Reparaturleistungen. Der Anstieg der Vorräte resultiert insbesondere aus dem höheren

Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.

Sämtliche Forderungen, bis auf das aktivierte Körperschaftsteuer-Minderungsguthaben,

haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Bei dem Körperschaftsteuer-Minderungsguthaben entfallen EUR 6,0 Mio (i. Vj. EUR 7,3 Mio)

auf eine Laufzeit von über einem Jahr.

Die ausgewiesenen Forderungen gegen Gesellschafter wurden mit den entsprechenden

Verbindlichkeiten saldiert und umfassen insbesondere den Stichtagswert der beim Kassenund

Steueramt geführten Verrechnungskonten (EUR 13,0 Mio; i. Vj. EUR 5,7 Mio) und die

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 4,7 Mio; i. Vj. EUR 8,7 Mio) abzüglich

91


92 KONZERNANHANG/ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

der Verbindlichkeiten aus Konzessionsabgaben (EUR 9,6 Mio; i. Vj. EUR 14,4 Mio) und der

Verbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit den von dem Gesellschafter übernommenen

Finanzanlagen (EUR 5,3 Mio; i. Vj. EUR 5,3 Mio) stehen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,

betreffen mit EUR 48,0 Mio (i. Vj. EUR 42,2 Mio) Lieferungen und Leistungen. Ferner werden

Finanzforderungen in Höhe von EUR 4,9 Mio (i. Vj. EUR 6,1 Mio) ausgewiesen.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält Ansprüche aus Steuererstattungen

(EUR 52,5 Mio; i. Vj. EUR 30,0 Mio), insbesondere anrechenbare Körperschaft- und

Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag und noch nicht geltend gemachte Vorsteuer

aus Lieferantenrechnungen für das Geschäftsjahr, die erst im Folgejahr gestellt wurden.

Der bestehende Anspruch auf Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens ist auf Grund

der Unverzinslichkeit des Auszahlungsanspruchs zum Barwert unter Zugrundelegung eines

Zinssatzes von 4,0 % p. a. aktiviert und in den vorgenannten Ansprüchen aus Steuererstattungen

enthalten.

Außerdem bestehen Forderungen gegen die traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt

am Main mbH bezüglich der Kooperationsförderung, des Nachteilsausgleichs Land Hessen

sowie der Infrastrukturhilfe (EUR 17,8 Mio; i. Vj. EUR 18,8 Mio).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Kassenguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe

von EUR 75,2 Mio (i. Vj. EUR 128,6 Mio) resultieren aus dem Stichtagsguthaben auf den

Bank- und Kassenkonten.

(3) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind vor allem Vorauszahlungen für Mieten, Serviceund

Wartungsverträge sowie aus der Abgrenzung von Sicherungsgeschäften enthalten.

(4) Eigenkapital

Das Eigenkapital (einschließlich Anteile anderer Gesellschafter) beträgt zum Bilanzstichtag

EUR 690,5 Mio. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird ausschließlich von der

Stadt Frankfurt am Main gehalten.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthält die den konzernfremden Gesellschaftern

zustehenden Anteile an dem gezeichneten Kapital, den Gewinnrücklagen und

dem Bilanzgewinn von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen.

(5) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung (erstmalige Aufstellung des Konzernabschlus-

ses zum 1. Januar 1995) des Teilkonzerns der Mainova in den Konzernabschluss war der


Buchwert der Beteiligung beim Mutterunternehmen um EUR 34,3 Mio niedriger als das

anteilige Eigenkapital des Teilkonzernabschlusses.

Ursache für den Unterschiedsbetrag waren Gewinnthesaurierungen bei den Unternehmen

des Teilkonzerns, die in der Zeit zwischen Beteiligungserwerb und erstmaliger Einbeziehung

in den Konzernabschluss erzielt wurden.

Außerdem ist in Höhe von EUR 37,7 Mio ein passiver Unterschiedsbetrag aus einer zum

2. Januar 2003 durchgeführten Sacheinlage zu fortgeführten Buchwerten durch den Gesellschafter

in ein Tochterunternehmen (BäderBetriebe Frankfurt GmbH) des Konzerns enthalten.

(6) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Pensionsverpflichtungen

(EUR 23,1 Mio; i. Vj. EUR 22,3 Mio), Deputate für Freistrom (EUR 44,9 Mio; i. Vj.

EUR 43,2 Mio) und Freifahrt (EUR 8,8 Mio; i. Vj. EUR 8,7 Mio) sowie Beihilfen und Unterstützungen

(EUR 1,3 Mio; i. Vj. EUR 1,3 Mio).

Die Steuerrückstellungen enthalten überwiegend die noch zu erwartende Gewerbe-

(EUR 2,0 Mio) und Körperschaftsteuerzahllast (EUR 0,3 Mio) für das Jahr 2010 sowie die

zu erwarten de Grundsteuerbelastung für ein Grundstück bezüglich der Jahre 2006 bis

2011 (EUR 0,5 Mio).

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Alters-

teilzeitverträgen (EUR 50,1 Mio; i. Vj. EUR 59,6 Mio; vor Verrechnungen), Grundstücksrisiken

auf Grund von Altlasten (EUR 81,6 Mio; i. Vj. EUR 74,3 Mio), unterlassene Instandhaltung

(EUR 12,2 Mio; i. Vj. EUR 15,3 Mio), Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (EUR 33,2

Mio; i. Vj. EUR 37,9 Mio), Restrukturierungsmaßnahmen (EUR 12,1 Mio; i. Vj. EUR 9,6 Mio),

rechtliche Risiken aus dem Wasserkartellverfahren (unverändert EUR 51,3 Mio) und sonstige

rechtliche Risiken (EUR 9,1 Mio; i. Vj. EUR 9,8 Mio). Des Weiteren bestehen Rückstellungen

für Drohverluste aus dem Strom- und Gasgeschäft (EUR 26,5 Mio; i. Vj. EUR 34,9 Mio) und für

periodenübergreifende Saldierung gemäß Gas- und Stromnetzentgeltverordnung bzw. dem

Regulierungskonto Gas und Strom (EUR 28,1 Mio; i. Vj. EUR 36,0 Mio).

Der Konzern macht von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch. Dadurch

ergibt sich zum Bilanzstichtag bei den Umweltrückstellungen eine Überdeckung in Höhe von

EUR 9,6 Mio (i. Vj. EUR 12,2 Mio) und bei der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen eine

Überdeckung in Höhe von EUR 0,4 Mio (i. Vj. EUR 0,6 Mio).

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Erfüllungsrückstände

und Aufstockungsbeträge im Rahmen der Altersteilzeitverpflichtungen weisen zum 31.

Dezember 2011 einen Erfüllungsbetrag in Höhe von EUR 47,2 Mio (zum 31. Dezember 2010:

EUR 56,5 Mio) auf. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände

beläuft sich zum Stichtag auf EUR 25,2 Mio (zum 31. Dezember 2010: EUR 25,6 Mio) und die

historischen Anschaffungskosten auf EUR 4,7 Mio (zum 31. Dezember 2010: EUR 4,8 Mio).

93


94 KONZERNANHANG/ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(7) Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und Fälligkeit der einzelnen Verbindlichkeiten ergeben sich aus

nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel.

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum überwiegenden Teil (EUR 928,2

Mio; i. Vj. EUR 963,7 Mio) durch Bürgschaften der Stadt Frankfurt am Main besichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen handelt es sich in Höhe von

EUR 71,2 Mio (i. Vj. EUR 69,9 Mio) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die

übrigen Verpflichtungen betreffen Finanzverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter wurden wie im Vorjahr mit den entsprechenden

Forderungen verrechnet. Der Ausweis erfolgt unter den Forderungen gegen

Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten überwiegend Darlehen der Zusatzversorgungs-

kasse (EUR 100,8 Mio; i. Vj. EUR 103,2 Mio) sowie einer Versicherungsgesellschaft (EUR 18,8

Mio; i. Vj. EUR 25,0 Mio), kurzfristige Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsabgrenzungen)

aus Zwischenfinanzierungen (EUR 105,0 Mio; i. Vj. EUR 97,6 Mio), Steuern (EUR 16,1 Mio; i.

Vj. EUR 34,6 Mio), empfangene Zuschüsse (EUR 21,1 Mio; i. Vj. EUR 26,6 Mio) und vertragliche

Verpflichtungen (EUR 3,0 Mio; i. Vj. EUR 12,1 Mio) aus LCC-Verträgen (Life-Cycle-Costs).

(8) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

bis zu

einem Jahr

von einem

bis zu

fünf Jahren

über

fünf Jahre

TEUR TEUR TEUR TEUR

1. Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

1.271.752 68.756 294.177 908.819

2. Erhaltene Anzahlungen

auf Bestellungen

15.739 15.739 0 0

3. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen

175.688 175.688 0 0

4. Verbindlichkeiten gegenüber

Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

81.010 81.010 0 0

5. Sonstige Verbindlichkeiten 307.042 192.711 63.118 51.213

– davon aus Steuern – (16.132) (16.132) (0) (0)

– davon im Rahmen

der sozialen Sicherheit –

(1.347) (1.347) (0) (0)

31. Dezember 2011 1.851.231 533.904 357.295 960.032

(31. Dezember 2010) (1.875.134) (531.135) (331.306) (1.012.693)

Der Bilanzposten enthält fast ausschließlich Zuschüsse von Vorlieferanten und Einnahmen

aus dem Verkauf von Zeitkarten. Außerdem sind Abgrenzungen von Sicherungsgeschäften

enthalten.


III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse (ausschließlich Inland)

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlösminderungen in Höhe von EUR 16,2 Mio

(i. Vj. EUR 23,6 Mio) enthalten, die im Wesentlichen aus der Zuführung der Rückstellung für

rechtliche und konzessionsrechtliche Risiken resultieren. Zusätzlich werden periodenfremde

Umsatzerlöse in Höhe von EUR 13,1 Mio (i. Vj. EUR 8,9 Mio) ausgewiesen. Diese betreffen vor

allem Gutschriften für den Gas- und Strombezug sowie Verkehrseinnahmen für Vorjahre.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. Hilfen des Landes im Rahmen der

Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs, Mieten und Pachten, die gewährte

Förderung nach dem Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraftwärmekopplung und

Auflösung von Rückstellungen. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 47,6 Mio

(i. Vj. EUR 37,6 Mio) periodenfremd. Sie entfallen vor allem auf die Auflösung von Rückstellungen

(EUR 28,0 Mio; i. Vj. EUR 22,8 Mio), auf Erträge aus LCC Verträge (Life-Cycle-Costs;

EUR 9,1 Mio), auf Buchgewinne aus Anlagenabgängen (EUR 3,2 Mio; i. Vj. EUR 6,0 Mio) und

Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (EUR 0,8 Mio; i. Vj.

EUR 2,9 Mio).

(11) Materialaufwand

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

2011 2010

Mio EUR Mio EUR

Strom 952,0 842,5

Gas 539,7 561,4

Nahverkehr 164,6 163,9

Wärme 120,5 119,4

Betrieb Abfallverbrennungsanlage 38,4 42,4

Wasser 79,0 78,8

Eintrittsgelder Bäder 7,4 8,1

Sonstige Erlöse und empfangene Ertragszuschüsse 100,1 93,9

Konzern-Außenumsatz 2.001,7 1.910,4

Der Materialaufwand betrifft überwiegend den Gas-, Strom-, Wasser- und Wärmebezug

sowie die Kosten für den Gas-, Kohle- und Heizöleinsatz in den eigenen Kraftwerken sowie

Netzentgelte.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen überwiegend von Dritten erbrachte

Bauleistungen sowie Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. Des Weiteren sind hier

die Pachtaufwendungen für Strom- und Gasnetze enthalten.

Der Materialaufwand enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR

6,7 Mio (i. Vj. EUR 23,8 Mio) vor allem für Gutschriften für Energielieferungen der Vorjahre.

95


96 KONZERNANHANG/ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(12) Personalaufwand

Der Personalaufwand ist um EUR 6,7 Mio auf EUR 332,7 Mio gestiegen. Der Anstieg ist im

Wesentlichen auf Gehaltsanpassungen, insbesondere durch die Tariferhöhung des aktuellen

Jahres, den Aufbau des Personalbestands sowie die Erhöhung des Sanierungsgeldes der ZVK

zum Jahresbeginn zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betreffen überwiegend die Beiträge zur ZVK.

Im Personalaufwand des Vorjahres waren EUR 3,3 Mio periodenfremd.

Im Jahresdurchschnitt waren 5.526 Mitarbeiter (i. Vj. 5.396 Mitarbeiter) beschäftigt; dies

bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 130 Mitarbeitern.

(13) Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von EUR 149,5 Mio erfolgten planmäßig.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von EUR 192,7 Mio

auf EUR 202,8 Mio. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf periodenfremden Einflüssen

im Zusammenhang mit der Bildung zusätzlicher Rückstellungen u. a. für die Asbest- und

Brandschutzsanierung in den unterirdischen Stadtbahnstationen sowie weiteren Restrukturierungsaufwendungen.

Im Geschäftsjahr 2011 ist, wie im Vorjahr, als größter Aufwandsposten die Konzessionsabgabe

in Höhe von EUR 57,5 Mio (i. Vj. EUR 61,4 Mio) enthalten. Insgesamt sind EUR 28,0 Mio

(i. Vj. EUR 15,6 Mio) periodenfremde Aufwendungen in den sonstigen Aufwendungen enthalten,

welche vor allem Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 24,6 Mio, insbesondere

im Zusammenhang mit weiteren Restrukturierungsaufwendungen (EUR 5,9 Mio) sowie für

Altlasten und Umweltschäden (EUR 11,2 Mio) und Drohverluste (EUR 6,3 Mio) betreffen.

(15) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen setzt sich aus Erträgen durch die Fortschreibung

des equity-Buchwerts um die Jahresergebnisse in Höhe von EUR 103,5 Mio (i. Vj. EUR 127,2 Mio)

und einer Fehlerkorrektur in Höhe von EUR 20,0 Mio (i. Vj. EUR 0,0 Mio) zusammen.

Die Korrektur entfällt auf die SWH, da in Vorjahren überhöhte außerplanmäßige Abschreibungen

erfasst worden waren.

Im Vorjahr wurde der Beteiligungsbuchwert der Gasversorgung Main-Kinzig GmbH (EUR 8,3 Mio)

abgeschrieben.


Von den Erträgen entfallen EUR 54,4 Mio (i. Vj. EUR 63,3 Mio) auf die Thüga Holding GmbH

& Co. KG und EUR 33,9 Mio (i. Vj. EUR 44,9 Mio) auf die Fraport AG.

(16) Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten überwiegend die Ausschüttung der Süwag Energie

AG für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von EUR 3,2 Mio (i. Vj. EUR 3,2 Mio). Zusätzlich ist

hier in der Aufwand aus der Minderung der Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für

die Absicherung des Anspruchs aus Altersteilzeitguthaben von Mitarbeitern auf dessen beizulegenden

Zeitwert zum 31. Dezember 2011 in Höhe von EUR 0,4 Mio (i. Vj. Ertrag EUR 2,2

Mio) enthalten. Auf Grund der Saldierungspflicht sind die Erträge, die im Zusammenhang

mit dem Deckungsvermögen stehen, und die Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen

für Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnen.

Demnach werden im Rahmen der Erträge aus Beteiligungen die Erträge aus der Anpassung

des beizulegenden Zeitwerts (EUR -0,4 Mio; i. Vj. EUR 2,2 Mio), die auf das Deckungsvermögen

entfallenden Dividendenerträge (EUR 1,2 Mio; i. Vj. EUR 2,2 Mio) sowie die Zinsaufwendungen

aus der Abzinsung der Altersteilzeitrückstellungen (EUR 0,9 Mio; i. Vj. EUR 2,6 Mio)

saldiert.

(17) Zinsergebnis

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

2011 2010

Mio EUR Mio EUR

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,9 5,9

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 68,8 57,0

-65,9 -51,1

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge in Höhe

von EUR 0,7 Mio (i. Vj. EUR 0,3 Mio) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind als größte Posten die Zinsen für Fremddarlehen

(EUR 54,5 Mio; i. Vj. EUR 45,9 Mio) und für kurzfristige Finanzierungen (EUR 2,0

Mio; i. Vj. EUR 4,6 Mio) enthalten. Zusätzlich sind aus der Abzinsung von langfristigen

Rückstellungen EUR 9,8 Mio (i. Vj. EUR 7,4 Mio) enthalten. Von den gesamten Zinsen und

ähnlichen Aufwendungen sind EUR 1,5 periodenfremd.

Die Zinsaufwendungen aus der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von

EUR 0,9 Mio (i. Vj. EUR 2,6 Mio) wurden mit den Erträgen (Erträge aus Beteiligungen) aus

dem zu verrechnenden Vermögensgegenstand nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

97


98 KONZERNANHANG/ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(18) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres resultierte aus der erstmaligen Anwendung

der Regelungen des BilMoG und setzt sich wie folgt zusammen:

2011 2010

Mio EUR Mio EUR

Außerordentliche Erträge

Erhöhung der Anschaffungskosten auf den beizulegenden

Zeitwert des Deckungsvermögens nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB

0 18,6

Abgrenzung Ausgleichszahlung aus Derivaten 0 6,6

Auflösung Rückstellung für Altlasten 0 1,5

Außerordentliche Aufwendungen

0 26,7

Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen 0 1,6

Zuführung zur Rückstellung für Pensionen

und ähnliche Verpflichtungen

0 0,7

Zuführung zur Rückstellung für Freistromdeputatsverpflichtungen 0 0,3

Zuführung zur Rückstellung für Freifahrtdeputatsverpflichtungen 0 0,1

0 2,7

Außerordentliches Ergebnis 0 24,0

(19) Steuern

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich im Wesentlichen um die

Körperschaftsteuer, die auf die Ausgleichszahlung an die außenstehenden Aktionäre der

Mainova entfällt (EUR 2,4 Mio; i. Vj. EUR 2,4 Mio) und um die noch zu erwartende Gewerbe-

(EUR 2,1 Mio) und Körperschaftsteuerzahllast (EUR 0,3 Mio) für das Jahr 2010 auf Grundlage

der abgegeben Steuererklärungen. Der Vorjahresausweis enthielt zudem periodenfremde

Erträge aus der Anpassung der erwarteten Gewerbesteuerzahlungen/-erstattungen auf

Grund der Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2004.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten keine Erträge oder Aufwendungen

aus latenten Steuern. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive latente

Steuern überkompensiert. Der Überhang aktiver latenter Steuern wurde nicht bilanziert.

Die sonstigen Steuern betreffen hauptsächlich die Strom- und Erdgassteuer auf den Eigenverbrauch

sowie Grund- und Kraftfahrzeugsteuer. In den sonstigen Steuern sind EUR 1,0 Mio

(i. Vj. EUR 0,3 Mio) periodenfremde Aufwendungen enthalten.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB bewegen sich im Rahmen

der üblichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Das Bestellobligo übersteigt

nicht den branchenüblichen Umfang. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen bestehen

Verpflichtungen aus dem Bestellobligo vor allem für die Ersatzbeschaffung von Schienenfahrzeugen,

Baumaßnahmen und Dienstleistungen in Höhe von EUR 296,1 Mio (i. Vj.


EUR 200,4 Mio), aus Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit einer Beteiligung an

dem Gemeinschaftskraftwerk Irsching (EUR 3,5 Mio; i. Vj. EUR 1,0 Mio und dem Gemeinschaftskraftwerk

Bremen (EUR 15,0 Mio; i. Vj. EUR 0,0 EUR) sowie aus Investitionsaufträgen

an Generalunternehmer (EUR 3,4 Mio; i. Vj. EUR 9,2 Mio), insbesondere für die Generalsanierung

der Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt in Höhe von EUR 2,8 Mio (i. Vj. EUR 3,4 Mio).

Aus abgeschlossenen Strombezugsverträgen sowie dem Emissionshandel bestehen Verpflichtungen

in Höhe von EUR 649,0 Mio (i. Vj. EUR 604,6 Mio), aus Miet-, Pacht- und

Leasingverträgen Verpflichtungen in Höhe von EUR 163,7 Mio (i. Vj. EUR 134,7 Mio). Laut

§ 17 des Gesellschaftsvertrags der Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH in der Fassung

vom 11. November 2008 kann die Gesellschafterversammlung mit Mehrheitsbeschluss

von den Gesellschaftern Nachschüsse bis zu der Höhe von EUR 2,0 Mio (davon Mainova

EUR 1,0 Mio) einfordern. Auf Grund der Beteiligungsverhältnisse kann ohne Zustimmung der

Mainova eine Nachschusspflicht nicht beschlossen werden. Gemäß dem Gesellschaftsvertrag

der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG hat die Mainova die Verpflichtung zur

Leistung einer Einlage in Höhe von EUR 1,0 Mio.

V. Haftungsverhältnisse

Der Konzern hat Verpflichtungen aus Vertragserfüllungsbürgschaften und zur Besicherung

von Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 39,8 Mio (i. Vj. EUR 150,4 Mio) übernommen. Außerdem

hat der Konzern wie im Vorjahr einen Schuldbeitritt gegenüber Kreditgebern für ein

Volumen von insgesamt EUR 20,0 Mio erklärt. Zusätzlich besteht unverändert eine Garantievereinbarung

für die Rückzahlung von ausstehenden Finanzierungsmitteln in Höhe von bis

zu EUR 22,3 Mio zuzüglich Zinsen. Weiterhin bestehen für den Konzern Verpflichtungen aus

Patronatserklärungen in Höhe von EUR 422,1 Mio (i. Vj. EUR 419,4 Mio), insbesondere für

Darlehen der Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH (EUR 415,0 Mio; i. Vj. EUR 415,0 Mio)

sowie aus der Übernahme von Ausfallrisiken in Höhe von EUR 3,3 Mio (i. Vj. EUR 7,1 Mio).

Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse wird davon ausgegangen,

dass die den vorab genannten Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen

von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Daher wird bei allen

aufgeführten Haftungsverhältnissen die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als

gering eingeschätzt.

VI. Sonstige Angaben

Hinsichtlich der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte wird auf die Abschnitte Haftungs-

verhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen verwiesen.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Darüber hinaus setzt der Konzern bei der Energiebeschaffung zur Absicherung der Risiken

sowie zur Erzielung von Handelsmargen derivative Finanzinstrumente ein. Da es sich hier

um schwebende Geschäfte handelt, werden diese, außer bei Vorleistungen oder drohenden

Verlusten, nicht in der Bilanz erfasst, sondern im Anhang angegeben (siehe nachfolgenden

Abschnitt). Bei drohenden Verlusten erfolgt am Bilanzstichtag die Bildung einer

Rückstellung.

99


100 KONZERNANHANG/SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN/HAFTUNGSVERHÄLTNISSE/SONSTIGE ANGABEN

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente überwiegend zur Sicherung gegen Preisänderungsrisiken

im Rahmen der Gas- und Kohlebeschaffung ein. Daneben werden

derivative Finanzinstrumente im Bereich des Stromhandels eingesetzt. Dabei handelt es

sich um finanziell abgerechnete Swaps für die Commodities Gas, Öl und Kohle sowie um

Termingeschäfte (Forwards) mit physischer Lieferung des Commodity Strom. Zur Begrenzung

des Zinsänderungsrisikos werden außerdem Forward-Starting-Zinsswaps eingesetzt. Durch

diese Instrumente werden Zahlungsströme aus verzinslichen langfristigen Finanzschulden

gesichert. Dabei sind die Laufzeiten der Zinsswaps auf die erwartete Rückzahlung der

Darlehen abgestimmt. Die Zahlungsströme der Zinsswaps beginnen mit dem Auslaufen der

Zinsbindungsfrist der entsprechenden Darlehen.

Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über den Bestand an derivativen Finanzinstrumenten:

Derivative Finanzinstrumente gesamt

TEUR < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Summe Summe

Vorjahr

Nominal Marktwert

Positiv Negativ Summe < 1 Jahr Summe

Vorjahr

Strom

Forward (long) 60.992 9.873 0 70.865 104.159 0 -6.056 -6.056 -5.511 -1.787

Forward (short) 41.702 10.421 0 52.123 53.361 3.736 -16 3.720 3.157 -728

Kohle

Swap (Payer) 46.493 4.216 0 50.709 69.684 1.887 -1.759 128 -123 11.799

Gas

Swap (Payer) 31.204 5.641 0 36.845 0 0 -2.758 -2.758 -2.698 0

Öl

Swap (Payer) 37.302 271 0 37.573 86.504 7.428 0 7.428 7.405 9.095

Swap (Receiver) 125 0 0 125 1.393 0 -49 -49 -49 -679

Zinsen

Swap (Payer) 0 0 200.000 200.000 200.000 0 -5.929 -5.929 0 9.272

Gesamt 217.818 30.422 200.000 448.240 515.101 13.051 -16.567 -3.516 2.181 26.972

Das Nominalvolumen der dargestellten derivativen Finanzinstrumente wird unsaldiert

angegeben. Es stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge dar, die den Geschäften

zugrunde liegen. Bei der Ermittlung der Nominalwerte wurden nur die Zahlungsströme

berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 2011 zu leisten sind.

Die Marktwerte der Derivate werden auf der Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows

ermittelt; dabei werden die für die Restlaufzeit der Finanzinstrumente abgeleiteten

Forward-Preise verwendet.

Zum 31. Dezember 2011 bestehen Drohverlustrückstellungen für Stromhandelsgeschäfte sowie

für Kohle-, Gas- und Ölswaps mit einem negativen Marktwert in Höhe von 4,3 Mio. Euro.


Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die derivativen Finanzinstrumente, die

sich in einer Bewertungseinheit befinden:

Derivative Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten

TEUR < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Summe Summe

Vorjahr

Das Nominalvolumen der dargestellten derivativen Finanzinstrumente wird unsaldiert

angegeben. Es stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge dar, die den Geschäften

zugrunde liegen. Bei der Ermittlung der Nominalwerte wurden nur die Zahlungsströme

berücksichtigt, die nach dem Stichtag zu leisten sind.

Bei den Strom-Forwards handelt es sich um geschlossene Positionen aus Termingeschäften.

Bei den Bewertungseinheiten mit Kohle-, Gas- und Ölswaps handelt es sich um mit hoher

Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zur Absicherung gegen Preisänderungsrisiken

im Rahmen der Brennstoff-, Strom- und Gasbeschaffung. Die designierten Grundgeschäfte

entsprechen hinsichtlich des Zeitraums sowie des Volumens im Wesentlichen den in der

obigen Tabelle aufgeführten Werten.

Da jeweils Bewertungseinheiten mit den künftigen Zahlungsströmen aus den Grundgeschäften

gebildet wurden (Micro Hedge), ist die Bilanzierung negativer Marktwerte

nicht erforderlich.

Gegenläufige Zahlungsströme der durch die Bewertungseinheiten jeweils abgesicherten

Risiken werden sich zukünftig vollständig ausgleichen, da alle wertbestimmenden Faktoren

zwischen dem abgesicherten Teil des Grundgeschäfts und dem absichernden Teil des Sicherungsinstrumentes

stetig übereinstimmen.

Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird durch die Critical-Term-Match-Methode

nachgewiesen.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Nominal Marktwert

Positiv Negativ Summe < 1 Jahr Summe

Vorjahr

Strom

Forward (long) 41.961 7.238 0 49.199 55.229 0 -3.659 -3.659 -3.414 -1.129

Forward (short) 41.702 7.501 0 49.203 53.361 3.676 -16 3.660 3.157 -728

Kohle

Swap (Payer) 42.333 4.216 0 46.549 51.020 1.887 -1.573 314 63 6.550

Gas

Swap (Payer) 29.565 5.641 0 35.206 0 0 -2.599 -2.599 -2.538 0

Öl

Swap (Payer) 36.292 0 0 36.292 74.892 7.162 0 7.162 7.162 8.491

Swap (Receiver) 0 0 0 0 120 0 0 0 0 -28

Zinsen

Swap (Payer) 0 0 200.000 200.000 200.000 0 -5.929 -5.929 0 9.272

Gesamt 191.853 24.596 200.000 416.449 434.622 12.725 -13.776 -1.051 4.430 22.428

101


102 KONZERNANHANG/SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN/HAFTUNGSVERHÄLTNISSE/SONSTIGE ANGABEN

Zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken im Rahmen des Stromvertriebs hat Mainova

entsprechende Mengen mittels Stromtermingeschäfte (OTC-Forwards) für die Jahre 2012 bis

2015 beschafft. Die Stromtermingeschäfte haben zum Bilanzstichtag ein Gesamtnominalvolumen

in Höhe von 635,0 Mio. Euro. Hierfür betragen die gesamten positiven Marktwerte

zum Bilanzstichtag 4,8 Mio. Euro und die negativen Marktwerte 48,8 Mio. Euro.

Außerdem wurden im Rahmen der Vermarktung der eigenen Stromerzeugungskapazitäten

zur Vermeidung des Preisänderungsrisikos Stromterminverkäufe (OTC-Forwards) für die Jahre

2012 und 2013 mit einem Nominalvolumen in Höhe von -115,9 Mio. Euro abgeschlossen.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich hierfür insgesamt positive Marktwerte in Höhe von 11,6

Mio. Euro und keine negativen Marktwerte.

Honorare des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2011 für den Konzernabschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

erfasste Honorar betrug für die Prüfung des Konzernabschlusses

TEUR 359. Ferner betrug das Honorar für sonstige Bestätigungsleistungen TEUR 38 sowie

TEUR 251 für sonstige Leistungen. Auf andere Abschlussprüfer von verbundenen Unternehmen

entfallen TEUR 8 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 2 für Steuerberatungsleistungen.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die die SWF Holding beherr-

schen oder maßgeblich beeinflussen, sowie Geschäfte mit Unternehmen, die von der SWF

Holding beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, sind gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13

HGB anzugeben, sofern sie nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die SWF Holding mit ihren Tochterunternehmen

Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen nahe stehenden Unternehmen und Personen.

Dazu gehören neben der Stadt Frankfurt am Main und deren Mehrheitsbeteiligungen

auch die assoziierten Unternehmen. Mit nahe stehenden natürlichen Personen des Managements

in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörigen haben keine wesentlichen

Transaktionen stattgefunden. Als Personen des Managements in Schlüsselpositionen sind

bei der SWF Holding nur die Mitglieder der Geschäftsführung anzusehen. Die SWF Holding

macht von dem Wahlrecht Gebrauch, sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden

Unternehmen und Personen anzugeben.


Mit nahe stehenden Unternehmen wurden im Berichtsjahr Geschäfte getätigt, die zu folgenden

Abschlussposten führten:

Stadt Frankfurt

am Main sowie

deren Tochter-,

Gemeinschafts-

und assoziierte

Unternehmen

Gemeinschafts-

und assoziierte

Unternehmen

Der Materialaufwand für Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen beinhaltet im

Wesent lichen den Gasbezug.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Stadt Frankfurt

am Main sowie

deren Tochter-,

Gemeinschafts-

und assoziierte

Unternehmen

Gemeinschafts-

und assoziierte

Unternehmen

TEUR TEUR TEUR TEUR

Energie und Wasserlieferungen 2011 2011 2010 2010

Umsatzerlöse 78.832 371.792 74.847 125.346

Materialaufwand 708 792.007 387 491.926

Forderungen 25.411 56.480 29.991 51.125

Verbindlichkeiten 904 88.627 447 96.956

Sonstiges

Erträge 73.069 123.229 51.210 79.454

Aufwendungen 71.086 28.952 66.491 36.428

Forderungen 20.910 36.697 13.543 20.737

Verbindlichkeiten 27.424 12.548 31.064 8.583

Die sonstigen Erträge mit der Stadt Frankfurt am Main sowie deren Mehrheitsbeteiligungen

bestehen insbesondere aus den Auferlegungsverkehren Bus- und Infrastrukturbereitstellung

Bus. Weiterhin sind Erträge aus Job-Ticket Abrechnungen und Vermietungsleistungen

enthalten. Die Aufwendungen mit der Stadt Frankfurt am Main sowie deren Mehrheitsbeteiligungen

betreffen insbesondere Konzessionsabgaben, Abwasser- und Straßenreinigungsgebühren,

Steuern und Kosten für Telekommunikationsdienstleistungen.

Zur Besicherung von Darlehen hat die Stadt Frankfurt am Main Bürgschaften in Höhe von

EUR 928,2 Mio abgegeben.

103


104 KONZERNANHANG/ORGANE DER GESELLSCHAFT

VII. Organe der Gesellschaft

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschafts-

unternehmen

c) Mitgliedschaft in übrigen Gremien

(K) Konzernmandate gemäß § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG

(V) Vorsitz

(stv V) stellvertretender Vorsitz

Die Angaben zu den Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

beziehen sich auf den 31. Dezember 2011 bzw. den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem

Aufsichtsrat der SWF Holding.

Aufsichtsrat

Vertreter der Anteilseigner

• Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

– Vorsitzende –

a) • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter

Haftung, Frankfurt am Main (K) (V)

Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K) (V)

• Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt am Main (K)

Mainova AG, Frankfurt am Main (K) (V)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K) (V)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K) (V)

• Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München (V)

b) • Alte Oper Frankfurt Konzert- und Kongresszentrum GmbH Frankfurt am Main (V)

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am Main

• FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, Frankfurt am Main (stv. V)

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Grontmij GmbH, Bremen (bis 19. April 2010 Grontmij A & T GmbH, Bremen)

• House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH, Frankfurt am Main

• Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main

• Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim/Taunus (V)

• Rhein-Main-Verkehrsverbund Service Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main

• Städtische Bühnen Frankfurt am Main GmbH, Frankfurt am Main (V)

• The Forsythe Company GmbH, Frankfurt am Main


c) • Thüga Aktiengesellschaft, München

• Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, Frankfurt am Main

• Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V., Bonn

• Sparkassenzweckverband Nassau, Wiesbaden

• Zweites Deutsches Fernsehen, Mainz

• Uwe Becker, Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main

a) • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (K)

Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K)

Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Süwag Energie AG, Frankfurt am Main (K)

b) • AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, Frankfurt am Main (K) (stv V)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Marktbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Stadtentwässerung Frankfurt am Main, Frankfurt am Main (stv V)

• Betriebskommission der Kita Frankfurt am Main (bis 18. November 2011 Betriebskommisssion

der Städtische Kitas Frankfurt am Main), Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst, Frankfurt am

Main (stv V)

• Betriebskommission der Volkshochschule Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am Main

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Salzungen

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main

• Gateway Gardens Projektentwicklungs-GmbH, Frankfurt am Main

• Gemeinnützige Gesellschaft Historische Villa mbH, Frankfurt am Main (bis 06. März 2011)

• Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Frankfurt am Main

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH, Offenbach am Main

• Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH,

Frankfurt am Main

• Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main, Frankfurt am Main (ab 24. Oktober

2011)

• Wirtschaftsförderung Frankfurt - Frankfurt Economic Development - GmbH

Frankfurt am Main

• WOHNHEIM GmbH, Frankfurt am Main (bis 30. September 2011)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

c) Keine

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

105


106 KONZERNANHANG/ORGANE DER GESELLSCHAFT

• Karlheinz Bührmann, Bahnoberamtsrat a. D. (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Rebstock Projektgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

• Saalbau GmbH, Frankfurt am Main

b) Keine

c) Keine

• Verena David, Diplom-Juristin (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

(bis 31. August 2011)

b) • Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Frankfurt am Main (ab 24. Oktober 2011)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

(ab 14. November 2011)

c) • Haus der Jungend e.V., Frankfurt am Main

• Angela Hanisch, Diplom-Psychologin (bis 19. August 2011)

a) • AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, Frankfurt am Main (K)

• BäderBetriebe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K)

• FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH, Offenbach am Main

b) Keine

c) Keine

• Helmut-Alexander Heuser, Angestellter

a) • Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K) (bis 04. November 2011))

• ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, (ab 17.

November 2011)

• Rebstock Projektgesellschaft GmbH (ab 17. Oktober 2011)

• Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklung mbH, (ab

24. Oktober 2011)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH

b) • Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens GmbH, Frankfurt am Main

c) • Keine


• Claus Möbius, Dipl.-Betriebswirt (ab 06. Oktober 2011)

a) • Rohstoff Handelsgesellschaft Günther Voth GmbH, Paderborn (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

(ab 06. Oktober 2011)

b) • Noordned B.V., NL-Franeker (K)

• Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH,

Frankfurt am Main (K) (ab 24. Oktober 2011)

• FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, Frankfurt am Main (K)

(ab 04. November 2011)

c) Keine

• Uwe Paulsen, Studiendirektor

a) • FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, Frankfurt am Main

Frankfurt Ticket RheinMain GmbH, Frankfurt am Main

• HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH, Frankfurt am Main

• Saalbau GmbH, Frankfurt am Main (bis 31. März 2011)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main

(bis 31. August 2011)

b) Keine

c) Keine

• Erika Pfreundschuh, Stadträtin/Diplom-Finanzwirtin

a) • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (K)

• Dietzenbacher Wohnungsbaugesellschaft mbH, Dietzenbach

Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K)

• Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main (K)

• Rhein-Main Jobcenter, Frankfurt am Main

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

b) • Betriebskommission der Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst, Frankfurt am Main

c) Keine

• Dr. Lutz Raettig, Stadtrat/Diplom-Kaufmann (bis 19. August 2011)

a) • Frankfurt Ticket RheinMain GmbH, Frankfurt am Main (V)

• HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH, Frankfurt am Main

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

107


108 KONZERNANHANG/ORGANE DER GESELLSCHAFT

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K)

• Morgan Stanley Bank AG, Frankfurt am Main (V)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Tourismus + Congress GmbH, Frankfurt am Main

b) • Wirtschaftsförderung Frankfurt - Frankfurt Economic Development - GmbH, Frankfurt am Main

c) • WOHNHEIM GmbH, Frankfurt am Main

• Dr. Manuela Rottmann, Stadträtin/Juristin

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) • AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, Frankfurt am Main (K) (V)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Marktbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Stadtentwässerung Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Kita Frankfurt am Main (bis 18. November 2011 Städtische

Kitas Frankfurt am Main), Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst, Frankfurt am

Main (V)

• DRK - Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gemeinnützige GmbH,

Mannheim

• FÄZ Fachärztezentrum Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Hospital zum heiligen Geist GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Hospital-Service & Catering GmbH, Frankfurt am Main (V)

• HP Hospital-Pflege GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Krankenhaus Nordwest GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Medizinisches Versorgungszentrum am Klinikum Frankfurt Höchst GmbH , Frankfurt

am Main (V)

• Regionalpark Ballungsraum RheinMain Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Flörsheim am Main

• Regionalpark Rhein-Main Süd-West Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt

am Main (V)

• Regionalpark Rhein-Main Taunushang Gesellschaft mit beschränkter Haftung,

Frankfurt am Main

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH, Offenbach am Main

• Gemeinnützige Umwelthaus GmbH, Wiesbaden

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (V)

c) Keine


• Manuel Stock, Stadtverordneter (ab 06. Oktober 2011)

a) • Wirtschaftsförderung Frankfurt- Frankfurt Economic Development GmbH Frankfurt am Main

• Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• BäderBetriebe Frankfurt am Main GmbH

b) • Betriebskommission der Volkshochschule Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

c) • Keine

• Dr. Bernadette Weyland, Stadtverordnetenvorsteherin (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Michael zu Löwenstein, Stadtverordneter (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

Vertreter der Arbeitnehmer

• Thomas Wissgott, Geschäftsführer ver.di Bezirk Frankfurt am Main und Region

– stellv. Vorsitzender –

a) • Lufthansa Cargo Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (stv V)

Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K) (stv V)

b) Keine

c) Keine

• Peter Arnold, Trafomechaniker

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (K) (1. stv V)

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

b) • Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Salzungen

• Energieversorgung Main-Spessart Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Aschaffenburg

• Oberhessische Gasversorgung Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Friedberg

109


110 KONZERNANHANG/ORGANE DER GESELLSCHAFT

c) Keine

• Mahmut Bas, Betriebsratsvorsitzender In-der-City-Bus (ab 06. Oktober 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main GmbH

b) Keine

c) Keine

• Erich Braun, Betriebswirt

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Karl Heinz Dauth, Die Alternative (ab 06. Oktober 2011)

a) • Betriebskommission der Stadtwerke Rodgau (K)

b) Keine

c) Keine

• Reinhold Falk, freigestellter stellv. Vorsitzender des Betriebsrates der Mainova AG,

Frankfurt am Main (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Lothar Huber, Diplom-Ingenieur

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Andreas Jung, ver.di (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine


) Keine

c) Keine

• Eckehard Kalweit, Nachrichtentechniker (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) Keine

c) Keine

• Nicole Salm, Sachbearbeiterin/Referentin Abschluss-und Berichterstattung der Mainova AG

(bis 19. August 2011)

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (ab 1. Oktober 2010) (K)

b) Keine

c) Keine

• Julian Sanchez-Diaz, Schienenbahnfahrer (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) Keine

c) Keine

• Ralf-Rüdiger Stamm, Landesfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung ver.di – Landesbezirk

Hessen, Frankfurt am Main (bis 19. August 2011)

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

• Oberhessische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Friedberg

• Oberhessische Versorgungsbetriebe AG, Friedberg

b) • FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main

c) Keine

• Athanasios Stavrakidis, Verkehrsmeister

a) Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) Keine

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

111


112 KONZERNANHANG/ORGANE DER GESELLSCHAFT

c) Keine

• Frank Weiser, Kfm. Angestellter (bis 19. August 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

Geschäftsführung

• Dr. Constantin H. Alsheimer, Sprecher der Geschäftsführung

a) keine

b) • Eisenacher Versorgungs-Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Eisenach

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Salzungen (V)

• Gasversorgung Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen

• Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Hessenwasser Verwaltungs-GmbH, Groß-Gerau (stv V)

• Ohra Hörselgas GmbH, Hörselgau

Stadtwerke Dreieich GmbH, Dreieich

Stadtwerke Hanau Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hanau (stv V)

• Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München *

• Werraenergie GmbH, Bad Salzungen (stv V), (bis 8. Juni 2010 Werragas GmbH, Bad

Salzungen)

* Gesellschafterausschuss und Finanzausschuss (V)

c) • ABGnova GmbH, Frankfurt am Main

• Gasturbinen-Gesellschaft für Kalle Albert mit beschränkter Haftung, Wiesbaden (V)

• Werner Röhre, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor

a) BEKA – Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen GmbH, Köln

b) Keine

c) Keine


An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden TEUR 157 (i. Vj. TEUR 107) ohne Umsatzsteuer

vergütet.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen TEUR 847 (i. Vj. TEUR 818). An ehemalige

Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurden Ruhegelder in Höhe von

TEUR 1.099 (i. Vj. TEUR 1.080) gezahlt. Für die vorgenannten Personengruppen sind Ansprüche

in Höhe von TEUR 5.883 (i. Vj. TEUR 5.750) zurückgestellt, die in der Bilanz unter dem

Posten Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen sind.

Frankfurt am Main, den 21. Mai 2012

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Dr. Constantin H. Alsheimer Werner Röhre

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

113


114 KONZERNANHANG/AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH, Frankfurt am Main

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011

Firma Anteil Eigenkapital Jahresergebnis

Verbundene Unternehmen

AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH,

Frankfurt am Main

% * TEUR Jahr TEUR

100,00 -866 2011 -2.182 1

BäderBetriebe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main 100,00 37.710 2011 -24.125 1

Mainova AG, Frankfurt am Main 75,22 356.679 2011 74.995 1

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH, Frankfurt am Main 90,00 7.186 2011 938 6

Energieversorgung Main-Spessart GmbH, Aschaffenburg 100,00 5.000 2011 1.852 6

Energynova S.r.I., Soave, Italien 100,00 7 2011 -53 9

Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH Bad Salzungen 56,00 25.082 2011 5.000

Hotmobil Deutschland GmbH, Gottmadingen 100,00 2.816 2011 1.615 7

Hotmobil International GmbH, Frankfurt am Main 75,00 278 2011 -232

IN-DER-CITY-BUS GMBH, Frankfurt am Main 100,00 526 2011 -292

Main Mobil Frankfurt GmbH, Offenbach am Main 100,00 216 2011 -70

Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 100,00 62.014 2011 27.376

Mainova EnergieDienste GmbH, Frankfurt am Main 100,00 3.966 2011 163 6

Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH,

Frankfurt am Main

100,00 26 2011 1 9

Mainova Thüga Wind Beteiligungs GmbH & Co. KG,

Frankfurt am Main

71,43 159 2011 -23 9

Mainova Windpark Siegbach GmbH & Co. KG, Wiesbaden 100,00 3.461 2011 -39 9

Mainova Wind-Beteiligungsverwaltungs GmbH,

Frankfurt am Main

100,00 26 2011 2 9

Mainova ServiceDienste Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 100,00 50 2011 4.417 6

NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, Frankfurt am Main 90,00 7.606 2011 -16.931 8

SRM StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH, Frankfurt am Main 100,00 34 2011 899 6

Nahverkehrsinfrastrukturgesellschaft Frankfurt am Main mbH,

Frankfurt am Main

100,00 25 2011 -9 1

Stadtwerke Strom-/Wärmeversorgungsgesellschaft mbH,

Frankfurt am Main

100,00 9.128 2011 3.123 1

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH,

Frankfurt am Main

100,00 38.017 2011 -40.279 1


Firma Anteil Eigenkapital Jahresergebnis

% * TEUR Jahr TEUR

Assoziierte Unternehmen

Eisenacher Versorgungsbetriebe GmbH, Eisenach 23,90 12.942 2010 3.605 2

ENAG / Maingas Energieanlagen GmbH (EMEG), Eisenach 50,00 16.132 2011 2.478 2

Fraport AG, Frankfurt am Main 20,11 2.495.800 2011 182.300 3

Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main 37,70 108.449 2011 16.684

Gasversorgung Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen 50,00 21.991 2010 1.295

Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main 25,10 16.278 2011 3.598 2

Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH Co. & KG, Bremen 25,10 26.820 2011 -2.116 9

Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH, Vohburg 15,60 277.621 2011 2.963

Hessenwasser GmbH & Co. KG, Groß-Gerau 36,36 43.292 2011 4.465

Infranova Bioerdgas GmbH, Frankfurt am Main 49,90 623 2011 191

Metegra GmbH, Laatzen 25,00 274 2011 -425 9

MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH,

Frankfurt am Main

50,00 20 2011 0

Oberhessische Gasversorgung GmbH, Friedberg 50,00 11.555 2010 991

Ohra Hörselgas GmbH, Hörselgau 49,00 23.905 2011 5.122 2

Service4EVU GmbH, Coburg 50,00 115 2011 15 9

Stadtwerke Dreieich GmbH, Dreieich 26,25 15.981 2010 4.824 3,4

Stadtwerke Hanau GmbH, Hanau 46,90 39.382 2010 1.098 5

Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München 20,53 2.426.345 2011 264.743 3

Werraenergie GmbH, Bad Salzungen 49,00 21.769 2010 3.861 2

Sonstige Beteiligungen

ABGnova GmbH, Frankfurt am Main 50,00 196 2011 18

Dynega Energiehandel GmbH, Frankfurt am Main 14,28 212 2011 20

Hessenwasser Verwaltungs GmbH, Groß-Gerau 36,33 59 2011 3

Joblinge gAG, Frankfurt am Main 20,00 58 2010 8

Kraft-Wärme Oberschmitten GmbH, Nidda 50,00 1.808 2011 321

Offshore Wind für Hessen GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 45,45 72 2011 -158

Netzwerk Offshore Wind GmbH Co. KG, Frankfurt am Main 100,00 39 2011 -99

Südwestdeutsche Rohrleitungsbau GmbH, Frankfurt am Main 29,90 3.597 2010 260

SWM Wind Havelland GmbH & Co. KG, München 12,50 90.172 2011 2.567

Syneco Verwaltungs GmbH, München 25,10 6.352 2010 171

Syneco GmbH & Co. KG, München 17,27 45.426 2011 2.423

8KU Renewables GmbH, Berlin 12,50 802 2010 148

*

1

2

3

4

5

6

7

8

9

Stand 31.12.2011 (Anteilsbesitz > 10 %)

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Bilanzstichtag 30. September

vor Einstellung in die Gewinnrücklage

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadt Dreieich Holding GmbH

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Beteiligungs-Holding Hanau GmbH

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Mainova AG

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Mainova EnergieDienste GmbH

Es besteht ein Konsortialvertrag mit der Mainova AG

Neugründung bzw. -erwerb in 2011

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

115


116

KONZERNANHANG/KONZERNANLAGENSPIEGEL GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH 117

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH 118

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2011

1.1.2011 Anteilige

Eigenkapitaländerungen

Zugänge Zugänge Konsolidierungskreis

Anschaffungen und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Buchwerte

Zuschreibung auf

beizulegenden

Teilwert

Abgänge Vermögensrechnungen

Umbuchungen 31.12.2011 1.1.2011 Zuschreibungen Zugänge Abgänge Abgänge

Konsolidierungskreis

Umbuchungen 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010

EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte

84.460.920,76 0,00 11.544.589,28 0,00 0,00 -304.132,32 0,00 1.378.908,43 97.080.286,15 48.673.834,70 0,00 5.922.126,79 -282.951,63 0,00 0,00 54.313.009,86 42.767.276,29 35.787.086,06

2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.965.826,70 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 9.965.826,70 2.343.400,44 0,00 1.921.231,56 0,00 0,00 0,00 4.264.632,00 5.701.194,70 7.622.426,26

3. Geleistete Anzahlungen 203.290,75 0,00 19.450,00 0,00 0,00 0,00 0,00 -6.500,75 216.240,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 216.240,00 203.290,75

94.630.038,21 0,00 11.564.039,28 0,00 0,00 -304.132,32 0,00 1.372.407,68 107.262.352,85 51.017.235,14 0,00 7.843.358,35 -282.951,63 0,00 0,00 58.577.641,86 48.684.710,99 43.612.803,07

2. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken

705.997.073,93 0,00 20.645.516,08 0,00 -775.779,35 0,00 32.310.516,93 758.177.327,59 373.989.959,32 0,00 18.789.510,82 -269.708,84 0,00 5.681,00 392.515.442,30 365.661.885,29 332.007.114,61

2. Technische Anlagen

a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und

Bezugsanlagen, Heizzentralen

686.323.221,54 0,00 15.390.624,45 0,00 0,00 -10.307.464,38 0,00 2.578.880,51 693.985.262,12 576.938.959,64 0,00 15.906.768,99 -9.520.626,49 0,00 0,00 583.325.102,14 110.660.159,98 109.384.261,90

b) Verteilungsanlagen 2.164.842.197,30 0,00 48.448.174,38 0,00 0,00 -7.444.865,34 0,00 22.549.917,43 2.228.395.423,77 1.790.127.156,41 0,00 38.414.471,92 6.391.709,91 0,00 -5.823,04 1.834.927.515,20 393.467.908,57 374.715.040,89

c) Thermische Entsorgungsanlagen 215.716.076,38 0,00 868.014,20 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 216.584.090,58 108.335.321,67 0,00 24.194.942,00 0,00 0,00 0,00 132.530.263,67 84.053.826,91 107.380.754,71

3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und

Sicherungsanlagen

373.641.407,64 0,00 -13.732.873,14 0,00 0,00 -913.240,10 0,00 20.266.798,81 379.262.093,21 299.806.177,03 0,00 7.599.048,82 -900.115,46 0,00 0,00 306.505.110,39 72.756.982,82 73.835.230,61

4. Fahrzeuge für Personenverkehr 513.319.839,21 0,00 12.311.321,90 0,00 0,00 -6.907.107,73 0,00 10.722.138,45 529.446.191,83 316.488.263,45 0,00 26.492.343,74 -5.941.335,18 0,00 0,00 337.039.272,01 192.406.919,82 196.831.575,76

5. Sonstige Maschinen und maschinelle Anlagen 10.326.472,84 0,00 173.629,88 0,00 0,00 -136.599,41 0,00 1.807.937,19 12.171.440,50 9.126.296,77 0,00 279.016,00 -136.599,41 0,00 0,00 9.268.713,36 2.902.727,14 1.200.176,07

6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 213.871.439,79 0,00 13.412.162,05 0,00 0,00 -4.663.823,23 0,00 2.248.087,21 224.867.865,82 181.415.297,05 0,00 9.972.792,36 -4.457.764,40 0,00 142,04 186.930.467,05 37.937.398,77 32.456.142,74

7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 142.924.054,64 0,00 120.092.404,39 1.125.000,00 0,00 -84.025,39 0,00 -93.856.684,21 170.200.749,43 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 170.200.749,43 142.924.054,64

5.026.961.783,27 0,00 217.608.974,19 1.125.000,00 0,00 -31.232.904,93 0,00 -1.372.407,68 5.213.090.444,85 3.656.227.431,34 0,00 141.648.894,65 -14.834.439,87 0,00 0,00 3.783.041.886,12 1.430.048.558,73 1.370.734.351,93

3. Finanzanlagen

1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.198.787.607,98 18.430.753,26 14.903.210,00 0,00 19.962.500,24 -7.053.400,00 0,00 0,00 1.245.030.671,48 11.000.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.000.000,00 1.234.030.671,48 1.187.787.607,98

2. Sonstige Beteiligungen 38.755.793,35 0,00 909.494,93 0,00 0,00 -875.303,32 366.244,00 0,00 39.156.228,96 784.312,33 0,00 0,00 -400.000,00 0,00 0,00 384.312,33 38.771.916,63 37.971.481,02

3. Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

13.593.158,46 0,00 0,00 0,00 0,00 -2.540.459,53 0,00 0,00 11.052.698,93 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 11.052.698,93 13.593.158,46

4. Wertpapiere des Anlagevermögens 49.233,58 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 49.233,58 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 49.233,58 49.233,58

5. Sonstige Ausleihungen 3.571.577,33 0,00 791.838,56 0,00 0,00 -689.072,75 0,00 0,00 3.674.343,14 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.674.343,14 3.571.577,33

6. Genossenschaftsanteile 3.036,84 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.036,84 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.036,84 3.036,84

1.254.760.407,54 18.430.753,26 16.604.543,49 0,00 19.962.500,24 -11.158.235,60 366.244,00 0,00 1.298.966.212,93 11.784.312,33 0,00 0,00 -400.000,00 0,00 0,00 11.384.312,33 1.287.581.900,60 1.242.976.095,21

6.376.352.229,02 18.430.753,26 245.777.556,96 1.125.000,00 19.962.500,24 -42.695.272,85 366.244,00 0,00 6.619.319.010,63 3.719.028.978,81 0,00 149.492.253,00 -15.517.391,50 0,00 0,00 3.853.003.840,31 2.766.315.170,32 2.657.323.250,21


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Frankfurt am Main

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers


122 KONZERNANHANG/BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH, Frankfurt am Main

aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung,

Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und

Konzernanhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.

Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach

den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen

Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten

Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom

Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,

dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den

Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich

auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht

überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst

die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen,

der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und

Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter

sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage

für unsere Beurteilung bildet.


Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht

der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht

steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild

von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

Eschborn/Frankfurt am Main, den 25. Mai 2012

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Busson Welz

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

123


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Frankfurt am Main

III. Einzeljahresabschluss 2011

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH


126 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/LAGEBERICHT

1. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Geschäft und Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt

um 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei der wirtschaftliche Aufschwung hauptsächlich

in der ersten Jahreshälfte stattfand. Der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft

wurde vor allem von den positiven Impulsen aus dem Inland getragen. Die privaten Ausgaben

wuchsen aufgrund höherer Einkommen preisbereinigt mit 1,5 % so stark wie zuletzt vor fünf

Jahren. Ferner legten die Anlageinvestitionen der Unternehmen insbesondere in Ausrüstungen

und Bauten preisbereinigt um 6,5 % zu. Der Staatskonsum stieg um 1,2 %.

Ertragslage

Das Jahresergebnis der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (SWF Holding) beruht im

Wesentlichen auf den Ergebnissen der Tochtergesellschaften und der Beteiligung an der

Fraport AG.

Im Geschäftsjahr 2011 weist die SWF Holding einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.084

aus (i. Vj. Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 40.365), dies bedeutet eine Verschlechterung

gegenüber dem Vorjahr um TEUR 44.449.

Das negative Ergebnis ist vor allem eine Folge der gesunkenen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen.

Sie haben sich um TEUR 40.207 auf TEUR 64.982 (i. Vj. TEUR 105.189)

verringert und resultieren größtenteils aus den um TEUR 40.196 niedrigeren Erträgen aus

Gewinnabführung der Mainova Aktiengesellschaft (Mainova AG). Dem stehen um TEUR 1.202

auf TEUR 66.594 (i. Vj. TEUR 65.392) gestiegene Aufwendungen aus Verlustübernahmen

auf Grund der Ergebnisabführungsverträge gegenüber. Dies ist vor allem auf den um

TEUR 2.841 höheren Verlust der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH

(VGF) und den um TEUR 1.884 höheren Verlust der BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF).

Der Verlust der AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH (AVA) hat sich hingegen

um TEUR 3.526 verringert Die Erträge aus Beteiligungen haben sich aufgrund der gestiegenen

Dividende der Fraport AG um TEUR 1.702 auf TEUR 23.418 erhöht.

Dem Rückgang der sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge um TEUR 4.143 auf TEUR 2.090

(i. Vj. TEUR 6.233) stehen um TEUR 2.096 auf TEUR 16.399 gesunkene Zinsen und ähnliche

Aufwendungen gegenüber, so dass sich das negative Zinsergebnis insgesamt um TEUR

2.047 verschlechtert hat. Gleichfalls ist der Personalaufwand auf TEUR 10.992 gestiegen. Der

Anstieg beruht insbesondere auf tarifvertragliche Vereinbarungen des Berichtsjahres. Außerdem

haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 209 auf TEUR 11.519

erhöht. Zusätzlich haben sich die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag

um TEUR 2.634 auf TEUR 2.418 (i. Vj. Ertrag aus Steuern vom Einkommen und Ertrag) erhöht.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Die Veränderung resultiert fast ausschließlich aus der noch zu erwartenden Gewerbe- und

Körperschaftsteuerzahllast für das Jahr 2010 auf Grundlage der abgegeben Steuererklärungen.

Gegenläufig haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 113 auf TEUR

17.480 erhöht. Darüber hinaus war das Jahresergebnis des Vorjahres durch die einmaligen

außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

in Höhe von TEUR 263 belastet.

Der auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der VGF auszugleichende

Jahresfehlbetrag erhöhte sich von TEUR 37.438 auf TEUR 40.279. Die Veränderung

ist überwiegend auf den Rückgang der Umsatzerlöse, den Anstieg des Personalaufwandes

und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen, während sich die sonstigen

betrieblichen Erträge erhöhten.

Die Ergebnisübernahme 2011 der Mainova AG erfolgte mit TEUR 74.995 (i. Vj. TEUR 115.117). Die

Übernahme beinhaltet eine Steuerumlage für Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von

TEUR 17.333 (i. Vj. TEUR 27.285), die seit dem 1. Januar 2004 mit der Mainova AG vereinbart

ist. An die außenstehenden Aktionäre ist, soweit sie nicht vom Abfindungsangebot Gebrauch

gemacht haben, eine Garantiedividende von EUR 9,48 je Stückaktie (insgesamt unverändert

TEUR 13.063) durch die SWF Holding zu zahlen. Zusätzlich haben wir gem. dem Beschluss des

Landgerichts Frankfurt am Main vom 25. Januar 2012 vorsorglich eine Anpassung (Erhöhung

um EUR 3,93 je Stückaktie = TEUR 74) der Ausgleichzahlung an Dritte (außer Thüga) im Jahresabschluss

erfasst. Der Rückgang des Ergebnisses der Mainova AG ist im Wesentlichen auf

die wärmere Witterung, den wettbewerbsbedingten Margendruck sowie den Rückgang des

Ergebnisses aus Finanzanlagen auf Grund der Verlustübernahme der NRM zurückzuführen.

Nach Ausgliederung des Regiebetriebs Bäder der Stadt Frankfurt am Main in 2003 werden

diese durch unsere Tochtergesellschaft BBF betrieben. Auf Grund des abgeschlossenen Beherrschungs-

und Gewinnabführungsvertrags wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR

24.125 (i. Vj. TEUR 22.241) ausgeglichen. Die Veränderung ist hauptsächlich auf die witterungsbedingt

gesunkenen Umsatzerlöse, die gestiegenen Aufwendungen für den Energiebezug

sowie für Wartung und Instandhaltungsmaßnahmen zurückzuführen.

Auf Grund des seit dem 1. Januar 2006 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungs-

vertrags mit der AVA wurde deren Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.182 (i. Vj. TEUR 5.709)

ausgeglichen. Der Rückgang resultiert überwiegend aus den niedrigeren Abschreibungen

aufgrund der Nutzung der degressiven Abschreibungsmethode. Der positive Effekt aus dem

Rückgang der Abschreibungen wird zum Teil durch eine beabsichtigte Reduzierung des festen

Pachtzinses, die im Wirtschaftsjahr 2011 erlösmindernd berücksichtigt wurde, kompensiert.

Im Dezember 2006 wurde eine Einlage bei der Nassauischen Sparkasse als stille Beteiligung in

Höhe von TEUR 8.000 getätigt. Maximal ist eine Beteiligung von bis zu TEUR 24.000 möglich. Im

Berichtsjahr erfolgte keine Aufstockung der Beteiligung. Aus der stillen Beteiligung sind Beteiligungserträge

in Form der Verzinsung des eingelegten Nennbetrags in Höhe von TEUR 306 (i. Vj.

TEUR 453) im Jahresergebnis enthalten. Im Geschäftsjahr 2010 wurde die Laufzeit der Vermögenseinlage

im Rahmen eines Prolongationsvertrags bis Ende des Kalenderjahres 2032 verlängert.

127


128 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/LAGEBERICHT

Die SWF Holding unterstützt die Tochtergesellschaften in der Unternehmensgruppe mit zentralen

Dienstleistungsangeboten. Neben der Vermietung des Verwaltungsgebäudes liegen

die Leistungen für den Konzern vor allem in den Bereichen Aus- und Fortbildung, betriebsärztlicher

Dienst, Betriebsrestauration, Rechnungswesen, Revision sowie Treasury. Die von

den Tochtergesellschaften Mainova AG und VGF bezogenen Leistungen betreffen maßgeblich

gebäudebezogene und EDV-Dienstleistungen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 35.998 auf TEUR 920.930 zurückgegangen.

Ausschlaggebend hierfür ist auf der Aktivseite hauptsächlich das gesunkene Guthaben bei

Kreditinstituten aufgrund des erhöhten Liquiditätsbedarfs der Tochtergesellschaften im

Rahmen des gemeinsamen Cash Pooling-Verfahren. Gegenläufig haben sich die Forderungen

und sonstigen Vermögensgegenstände stichtagsbedingt erhöht. Auf der Passivseite

verringerten sich vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

bedingt durch das gemeinsame Cash Pooling-Verfahren sowie die Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten aufgrund von planmäßigen Tilgungsleistungen. Gegenläufig

haben sich die Steuerrückstellungen auf Grund von zu erwarteten Steuernachzahlungen

erhöht.

Auf der Vermögensseite bilden die Finanzanlagen den wichtigsten Aktivposten. Hier sind

insbesondere die Anteile an Mainova AG, Fraport AG, Stadtwerke Strom/Wärmeversorgungsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH, AVA sowie die stille Beteiligung an der Nassauischen

Sparkasse mit zusammen unverändert rd. TEUR 751.341 bilanziert.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um

2,9 Prozentpunkte auf 85,8 % erhöht.

Auf der Passivseite ist der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme um 0,9 Prozentpunkte auf

36,6 % gestiegen.

Die Liquidität war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Bei Liquiditäts-

unterdeckungen besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Kreditlinien bei Banken.

Darüber hinaus kann bei Bedarf die Liquidität durch Kassenkredite bei der Stadtkasse Frankfurt

am Main sichergestellt werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass dadurch

ausreichende Liquidität auch zukünftig sichergestellt ist.

Mitarbeiter

Die SWF Holding beschäftigte zum Jahresende 2011 insgesamt 114 Mitarbeiter 1 .

Die Anzahl der planmäßig beschäftigten Mitarbeiter ohne Auszubildende, Beschäftigte mit

ruhendem Arbeitsverhältnis2 sowie in der Altersteilzeit-Freistellungsphase und geringfügig


Beschäftigte (Stammpersonal) ist im Vergleich zum Vorjahr von 96 um rund 1,0 % auf 95

Beschäftigte gesunken.

1 Ohne Geschäftsführung. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird die Pluralform Mitarbeiter für beide Geschlechter verwendet.

2 Beschäftigte in Elternzeit, Freistellung, Zeitrente.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die zahlenmäßige Gliederung der Belegschaft:

Personalbestand 31.12.2011 31.12.2010

Geschäftsführer (nachrichtlich) 2 2

Vollzeit Frauen 30 31

Vollzeit Männer 48 48

Teilzeit Frauen 16 17

Teilzeit Männer 1 0

Summe Stammpersonal* 95 96

Sonstige Mitarbeiter 19 18

davon: Mitarbeiter in der Altersteilzeit-Freistellungsphase 14 14

Mitarbeiter mit ruhendem Arbeitsverhältnis 4 3

Geringfügig Beschäftigte 1 1

Mitarbeiter gesamt* 114 114

Auszubildende (nachrichtlich) 172 166

* Ohne Geschäftsführer

Der Anteil der Frauen fiel auf 48,40 % (i. Vj. 50,0 %). Die Teilzeitquote betrug 17,9 %

(i. Vj. 17,7 %). 3,2 % des Stammpersonals befanden sich in der Altersteilzeit-Arbeitsphase

(i. Vj. 7,3 %). Die Schwerbehinderten-Beschäftigungsquote betrug im Jahresdurchschnitt

2011 10,3 % (i. Vj. 12,0 %). Die Pflichtquote von 5 % wurde somit deutlich überschritten.

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Anzahl der im Auftrag der Konzerngesellschaften

Mainova AG und VGF beschäftigten Auszubildenden:

Konzernweite Berufsausbildung 31.12.2011 31.12.2010

Kaufmännische Auszubildende: 46 43

davon: Kaufleute für Verkehrsservice 4 2

Kaufleute für Bürokommunikation 22 21

Kaufleute für Dialogmarketing 2 2

Industriekaufleute 18 18

Gewerblich-technische Auszubildende: 126 123

davon: Elektroniker Betriebstechnik 50 55

Konstruktionsmechaniker 2 2

Industriemechaniker 23 23

Fachinformatiker 9 9

Mechatroniker 30 25

KFZ-Mechatroniker 8 4

Rohrleitungsbauer 4 5

Auszubildende gesamt 172 166

davon: Mainova AG-Auszubildende 96 99

VGF-Auszubildende 76 67

Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr TEUR 10.992 (i. Vj. TEUR 10.704). Für Löhne und

Gehälter wurden TEUR 7.789 (i. Vj. TEUR 7.491) und für Sozialabgaben TEUR 1.431 (i. Vj. TEUR

1.369) aufgewendet. Die Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beliefen

sich auf TEUR 1.772 (i. Vj. TEUR 1.844).

129


130 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/LAGEBERICHT

Im Rahmen der Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen

Dienstes von Bund und Kommunen vom 27. Februar 2010 wurden die TV-V-Tabellenentgelte

zum 1. Januar 2011 um 1,6 % angehoben. Darüber hinaus erhielten alle Tarifmitarbeiter

eine Einmalzahlung in Höhe von 240,00 Euro. Die Ausbildungsentgelte wurden zum

01. Januar 2011 um 0,6 % und zum 01. August 2011 nochmals um 0,5 % angehoben. Die

Laufzeit dieser Tarifeinigung erstreckt sich mindestens bis zum 29. Februar 2012.

Chancen und Risiken

Die Gestaltung des Risikomanagements innerhalb der SWF Holding entspricht den gesetzlichen

Anforderungen des KonTraG.

Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung der SWF Holding ergeben sich im

Wesentlichen aus den finanziellen Auswirkungen der Chancen und Risiken der Tochterunternehmen

Mainova AG, VGF, BBF und AVA sowie auf Grund der Beteiligung an der Fraport AG.

Insbesondere sind die Risiken in der dauerhaften Übernahme der Verluste der VGF und

der BBF zu sehen. Die Verlustsituation der AVA ist durch die gewählte degressive Abschreibungsmethode

vorübergehend. Die AVA wird zukünftig insgesamt deutlich positive Beiträge

zum Ergebnis beitragen. Bezüglich der Mainova AG besteht für die SWF Holding die Chance

bzw. das Risiko vor allem hinsichtlich einer Verbesserung bzw. Verringerung der Ertragskraft;

bezüglich der Fraport AG in einer Erhöhung / Verringerung der Ausschüttung.

Neben den Risiken aus dem operativen Geschäft der Konzerngesellschaften bestehen

Risiken, die sich auf Grund nationaler und europäischer rechtlicher Rahmenbedingungen

ergeben können. Diese Risiken können die Höhe des Beteiligungsergebnisses und somit das

Jahresergebnis der SWF Holding beeinflussen.

Die starken Liquiditätsschwankungen aus dem operativen Geschäft aller Konzerngesellschaften

werden über den Cash Pool der SWF Holding ausgeglichen. Reicht die im Konzern

vorhandene Liquidität temporär nicht aus, besteht die Möglichkeit, sich kurzfristig über

vorhandene Kreditlinien oder über die Stadtkasse zu finanzieren. Die Zahlungsfähigkeit

aller Konzerngesellschaften war im Berichtsjahr jederzeit, auch ohne Inanspruchnahme der

Stadtkasse, sichergestellt.

Aus der möglichen künftigen Übernahme von städtischen Aufgaben können sich erhebliche

sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der SWF

Holding ergeben. Derzeit sind keine entsprechenden Maßnahmen in Planung.

Zusammenfassend ist festzustellen: Die Prüfung des Risikoportfolios der SWF Holding zeigt

auf, dass Risiken mit bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Finanz-, Liquiditäts- und

Ertragslage der SWF Holding bestehen. Die Wahrscheinlichkeit für deren Eintritt wird derzeit

als gering angesehen. Dem gegenüber bestehen Chancen, über eine Verbesserung der

Ertrags- und Finanzlage der Tochtergesellschaften, höhere Jahresergebnisse zu erzielen.


Nachtragsbericht

In dem beim Landgericht Frankfurt am Main anhängigen sogenannten Spruchverfahren zur

Bestimmung der angemessenen Abfindung und Ausgleichszahlung gemäß §§ 304 ff. AktG

wurde am 25. Januar 2012 ein Beschluss gefasst. Das Landgericht setzt darin eine Barabfindung

von 220,52 Euro je Stückaktie und eine Garantiedividende von 13,41 Euro (netto)

je Stückaktie fest. Der gerichtlich festgesetzte Betrag ist auch an die Aktionäre zu zahlen,

die das Abfindungsangebot bereits in der Vergangenheit angenommen und ihre Aktien

an die SWFH zurückgegeben haben. Wir halten die Entscheidung jedoch für unzutreffend

und haben daher Beschwerde beim Oberlandesgericht eingelegt. Vorsorglich haben wir

im Geschäftsjahr 2011, auf Grund des Beschlusses des Landgerichts Frankfurt am Main, für

eventuell zu leistende Nachzahlungen für die Garantiedividende entsprechende Vorsorge

getroffen und eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Des Weiteren sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäfts-

jahres eingetreten, über die zu berichten wäre.

Ausblick und Prognose

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Nach dem sehr erfreulichen positiven Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2010 schließt das

Geschäftsjahr 2011 wieder mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4,1 Mio. Bei unserer

mittelfristigen Planung für die Jahre 2012 bis 2016, die auf den Planungen der Tochtergesellschaften

basiert, gehen wir von weiteren jährlichen Verlusten zwischen EUR 8,6 Mio

und EUR 24,6 Mio aus. Jedoch können nicht planbare Effekte jederzeit zu einer erheblichen

Ergebnisveränderung führen.

Insgesamt ist bereits heute abzusehen, dass der zwischenzeitlich gestoppte Prozess des

fortwährenden Eigenkapitalverzehrs wieder in Gang gesetzt ist. Es ist nicht absehbar, wie

ohne Einschränkungen im Leistungsangebot, Streichung bzw. Verschiebung umfangreicher

Ersatzinvestitionen oder Zuführungen von Mitteln durch die Anteilseignerin, diese unbefriedigende

Situation beendet werden kann. Daher wird eine mit der Gesellschafterin

abgestimmte Gesamtkonzeption erforderlich, um die Gesellschaft sowie die Konzerngesellschaften

langfristig in die Lage zu versetzen, den Erwartungen gerecht zu werden.

Das Ergebnis der AVA GmbH, die zur Zeit noch aufgrund der Nutzung der degressiven AfA

Verluste erwirtschaftet, entwickelt sich langfristig positiv.

Dem gegenüber stehen im Zeitablauf (2012 zu 2016) Ergebnisverschlechterungen bei der

Mainova AG (EUR -9,6 Mio), bei der VGF (EUR -8,7 Mio) sowie bei der BBF (EUR -0,6 Mio).

Das Ergebnis der Mainova AG (inkl. Steuerumlage, abzgl. Garantiedividende) liegt im

Planungszeitraum bis 2016 zwischen EUR 63,1 Mio und EUR 76,3 Mio. Das Planergebnis

2012–2016 der Mainova ist gegenüber der Planung aus dem Vorjahr deutlich zurückgegangen.

Die Ergebnisse bis 2016 werden insbesondere durch die strukturellen Veränderungen in

der Versorgungswirtschaft (Fukushima-Effekt, gestiegene Beschaffungskosten, Verschärfung

131


132 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/LAGEBERICHT

im Rahmen der Regulierung) negativ beeinflusst. In den vorgenannten Planzahlen sind

Ergebnisverbesserungen im hohen zweistelligen Millionenbereich enthalten, welche sich

Mithilfe des von der Mainova in 2011 aufgesetzten Projekts zur Effizienzsteigerung „EINS“

generieren sollen.

Die Ergebnisverschlechterung der VGF bis 2016 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg

des Personalaufwandes (zusätzlicher Personalbedarf für Mehrleistungen und Tarifvertragliche

Anpassungen). Der Anstieg der Abschreibungen und des Zinsaufwandes ist auf die

gestiegenen Investitionstätigkeiten zurückzuführen. Darüber hinaus entstehen zusätzliche

Zinsaufwendungen dadurch, dass die Refinanzierung von Investitionen durch Zuschüsse und

Zuwendungen zeitversetzt und teilweise erst sehr viel später erfolgt.

Hauptursache für die Ergebnisverschlechterung der BBF bis 2016 sind die aufgrund der

Bautätigkeiten gestiegenen Abschreibungen, die kurzfristigen Verbindlichkeiten und damit

einhergehend die erhöhten Zinsaufwendungen. Zudem wird von einem Personalkostenanstieg

(Tariferhöhungen, Erhöhung bestehender Beitragspflichten) sowie einem erhöhten

Materialaufwand (Preiserhöhungen Energie) ausgegangen.

Das Ergebnis der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH ist wesentlich durch das

Finanzergebnis geprägt. Die eigenen Möglichkeiten der SWF Holding auf Effizienzsteigerungen

sind im Verhältnis dazu relativ beschränkt. Dennoch wird die SWFH in 2012 ein Kostensenkungsprojekt

durchführen, um im Rahmen der beeinflussbaren Aufwendungen ebenfalls

einen Beitrag zur erforderlichen Effizienzsteigerung im Unternehmensverbund zu leisten.

Die Liquidität wird durch die rechtzeitige Aufnahme von Darlehen und kurzfristige Linien

bei Banken sichergestellt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Inanspruchnahme

von kurzfristigen Mittelaufnahmen bei der Stadtkasse Frankfurt am Main.

Ziel der SWF Holding ist, ihre Tochtergesellschaften darin zu unterstützen, eine über dem

Branchendurchschnitt liegende und operativ erwirtschaftete, nachhaltige Gesamtkapitalrendite

bzw. einen über dem Branchendurchschnitt liegenden Kostendeckungsgrad zu

erwirtschaften.

Frankfurt am Main, den 21. Mai 2012

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Dr. Constantin H. Alsheimer Werner Röhre


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2011

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Aktiva 31.12.2011 31.12.2010

EUR EUR EUR

EUR

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Lizenzen und ähnliche Rechte 57.196,75 89.455,65

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten, einschließlich der

Bauten auf fremden Grundstücken 36.366.786,01 39.657.286,40

2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.009.600,46 1.161.996,25

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 371.531,55 37.747.918,02 0,00 40.819.282,65

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 325.584.210,61 325.584.210,61

2. Beteiligungen 425.756.596,12 425.756.596,12

3. Sonstige Ausleihungen 584.535,53 751.925.342,26 610.696,29 751.951.503,02

789.730.457,03 792.860.241,32

B. Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen 54.034,78 25.864,92

2. Forderungen gegen verbundene

Unternehmen 27.041.992,79 24.886.952,96

3. Forderungen gegen Gesellschafterin 7.873.959,92 268.007,87

4. Sonstige Vermögensgegenstände 32.154.150,76 67.124.138,25 21.526.209,38 46.707.035,13

II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 64.075.226,64 117.360.785,95

131.199.364,89 164.067.821,08

920.929.821,92 956.928.062,40

133


134 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/BILANZ

Passiva 31.12.2011 31.12.2010

EUR EUR

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 52.001.000,00 52.001.000,00

II. Kapitalrücklage 387.136.318,71 387.136.318,71

III. Verlustvortrag -97.721.654,79 -138.086.188,55

IV. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss -4.083.788,40 40.364.533,76

337.331.875,52 341.415.663,92

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen 10.432.149,00 10.837.016,00

2. Steuerrückstellungen 2.344.000,00 61.013,00

3. Sonstige Rückstellungen 4.978.619,32 4.747.105,57

17.754.768,32 15.645.134,57

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 196.114.375,50 205.138.939,87

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.181.358,00 1.229.508,78

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 184.662.162,66 211.453.851,00

4. Sonstige Verbindlichkeiten

– aus Steuern TEUR 1.890 (i. Vj. TEUR 6.457) –

– im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (i. Vj. TEUR 0,00) – 183.844.378,68 181.949.124,78

565.802.274,84 599.771.424,43

D. Rechnungsabgrenzungsposten 40.903,24 95.839,48

920.929.821,92 956.928.062,40


Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2011 2010

EUR EUR EUR EUR

1. Erträge aus Beteiligungen 23.418.160,00 21.716.240,00

2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 78.118.301,15 118.251.674,39

– davon aus Steuerumlage

TEUR 17.332 (i. Vj. TEUR 27.285) –

– davon aus verbundenen Unternehmen

TEUR 78.118 (i. Vj. TEUR 118.252) –

abzüglich Ausgleichszahlungen an

außenstehende Aktionäre 13.136.681,60 64.981.619,55 13.062.681,60 105.188.992,79

3. Aufwand aus Verlustübernahme -66.593.780,59 -65.392.442,96

– davon aus verbundenen Unternehmen

TEUR 66.594 (i. Vj. TEUR 65.392) –

4. Beteiligungsergebnis 21.805.998,96 61.512.789,83

5. Erträge aus anderen Wertpapieren und

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.450,84 14.056,92

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.090.218,95 6.233.578,43

– davon aus verbundenen Unternehmen

TEUR 1.052 (i. Vj. TEUR 5.218) –

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.399.451,35 -18.495.118,31

– davon aus verbundenen Unternehmen

TEUR 2.283 (i. Vj. TEUR 389) –

8. Sonstiges Finanzergebnis -14.295.781,56 -12.247.482,96

9. Finanzergebnis 7.510.217,40 49.265.306,87

10. Sonstige betriebliche Erträge 17.479.904,13 17.367.108,24

11. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter -7.789.274,25 -7.490.684,40

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung -3.203.164,07 -10.992.438,32 -3.213.262,01 -10.703.946,41

– davon für Altersversorgung

TEUR 1.655 (i. Vj. TEUR 1.707) –

12. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.827.694,00 -3.958.754,38

13. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.519.363,00 -11.309.959,90

14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.349.373,79 40.659.754,42

15. Außerordentliche Aufwendungen/

Außerordentliches Ergebnis 0,00 -262.726,00

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.418.213,07 216.134,54

17. Sonstige Steuern -316.201,54 -248.629,20

18. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss -4.083.788,40 40.364.533,76

135


136 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

2. Anhang für das Geschäftsjahr 2011

I. Allgemeine Angaben

Form der Darstellung

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH (SWF Holding) wurde

nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches

aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber

dem Vorjahr unverändert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde

gemäß § 265 Abs. 6 HGB an eine dem Zweck einer Holdinggesellschaft entsprechende Form

angepasst; dies ist im Interesse eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses. Von der

Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung

zu erfüllen, ist Gebrauch gemacht worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten

vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung aktiviert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Bemessung der Nutzungsdauer für die Abschreibung der Anlagegüter richtet sich nach

den Erfahrungswerten der Gesellschaft unter Einbeziehung der amtlichen Abschreibungstabellen

der Finanzverwaltung.

Auf Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2001, im Geschäftsjahr 2008 und 2010 sowie im

Berichtsjahr angeschafft wurden, erfolgen die planmäßigen Abschreibungen linear. Bei

Sachanlagen, die in der Zeit vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Dezember 2007 und im Jahr 2009

angeschafft wurden, werden die planmäßigen Abschreibungen in dem jeweils zum Aktivierungszeitpunkt

steuerlich höchstzulässigen Umfang degressiv vorgenommen; auf die lineare

Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 150,00 wer-

den im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Anschaffungskosten über EUR 150,00 und

bis zu EUR 1.000,00 erfolgt die Aktivierung als jahresbezogene Sammelposten. Diese werden

im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den vier Folgejahren mit jeweils einem Fünftel aufgelöst.

Die Finanzanlagen sind mit Ausnahme der Beteiligung an der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH (VGF) und der Beteiligung an der BäderBetriebe Frankfurt

GmbH (BBF) zu Anschaffungskosten bewertet.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Die Anteile an der VGF sind seit 1998 mit einem Erinnerungswert von EUR 0,51 bilanziert.

Die Anteile an der BBF sind seit 2003 mit einem Erinnerungswert von EUR 1,00 bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme des Körperschaftsteuerguthabens

zum Nennwert ggf. vermindert um angemessene Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen

aktiviert. Das Körperschaftsteuerguthaben ist mit seinem Barwert angesetzt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Kontenständen

zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beziehen sich auf den

Personenkreis der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene

sowie in unserem Unternehmen beschäftigte beurlaubte Beamte. Zusätzlich sind hier auch

so genannte „Deputatsverpflichtungen“ (Freifahrtberechtigungen) und Beihilfe-Ansprüche

ehemaliger Mitarbeiter enthalten.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt

auf Basis versicherungsmathematischer Berechnungen mit dem Erfüllungsbetrag unter

Anwendung der Projected-unit-credit-Methode (kurz: PUC-Methode). Basis für die versicherungsmathematische

Ermittlung sind jeweils die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck.

Zukünftig erwartete Einkommens- (bzw. Beihilfe-) und Rentensteigerungen werden durch

eine jeweilige Dynamisierung von 2,0 % p. a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt.

Für die Bewertung wird eine Fluktuation von 0 % p. a. angenommen. Der zu

Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen nach § 253

Abs. 2 Satz 2 HGB beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 5,14 % p. a. (i. Vj. 5,15 % p. a.); es

handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten

durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene

Laufzeit von 15 Jahren.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit erfolgt auf Basis

versicherungsmathematischer Berechnungen mit dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung

der PUC-Methode. Basis für die versicherungsmathematische Ermittlung sind jeweils die

Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck. Zukünftig erwartete Einkommenssteigerungen

werden durch eine Dynamisierung von 2,0 % p. a. bei der Ermittlung der Rückstellung

berücksichtigt. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde

der Rechnungszins für abgeschlossene Altersteilzeit-Verträge mit 3,81 % p. a. (i. Vj. 3,90 %

p. a.) und eine durchschnittliche Restlaufzeit von einem Jahr angesetzt. Für potenzielle

Altersteilzeit-Anwärter wird mit keiner Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme gerechnet.

Zur Gewährung einer betrieblichen Altersversorgung sind alle tariflichen Mitarbeiter im

Rahmen der Bindung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Verwaltung (TVöD-V)

sowie auf Basis einzelvertraglicher Regelungen bei der Zusatzversorgungskasse der Stadt

Frankfurt am Main (ZVK) nach den Regeln der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst

pflichtversichert. Die Beiträge werden im Rahmen eines Umlageverfahrens erhoben. Der

Umlagesatz der ZVK Frankfurt am Main beläuft sich auf 6,0 %; hiervon übernimmt der

Arbeitgeber 5,6 %, die Eigenbeteiligung der Arbeitnehmer beträgt 0,4 %. Daneben wird

137


138 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

gemäß § 63 der ZVK-Satzung (ZVK-S) vom Arbeitgeber ein steuerfreies Sanierungsgeld

in Höhe von 3,0 % erhoben. Zur Sicherung langfristig stabiler Hebesätze beschloss der

Kassenausschuss der Stadt Frankfurt am Main, das Sanierungsgeld stufenweise von bisher

3,0 % auf 3,5 % anzuheben. Ab dem 1. Januar 2011 beträgt er danach 3,0 % und ab dem

1. Januar 2012 3,5 %. Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse für einen weiteren Anstieg

des Sanierungsgeldes vor. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass auch künftig Beitragserhöhungen

erfolgen werden. Der Aufwand aus ZVK-Umlagen (Arbeitgeberanteil) ist unter den

Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ausgewiesen. Entsprechend der

allgemeinen Bilanzierungspraxis hat die SWF Holding keine Verpflichtungen im Hinblick auf

die Mitgliedschaft in der Zusatzversorgungskasse der Stadt Frankfurt am Main im Jahresabschluss

passiviert.

Die Jubiläumsrückstellungen sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen

mit dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der PUC-Methode angesetzt. Der zu Grunde

gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Jubiläumrückstellungen wird nach § 253 Abs.

2 Satz 2 HGB ermittelt und beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf 5,14 % p. a. (i. Vj. 5,15 %

p. a.). Zukünftig erwartete Einkommenssteigerungen werden durch eine Dynamisierung von

2,0 % p. a. bei der Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Die Fluktuation wird altersabhängig

fallend angenommen.

Die Steuerrückstellungen beruhen auf den Berechnungen unsererseits sowie unter Beachtung

der Mitteilungen unseres steuerlichen Beraters.

Die neben den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, für Altersteilzeit

sowie für Jubiläen und Steuern bestehenden weiteren Rückstellungen berücksichtigen alle

erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger

kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. In diesem

sind zukünftige Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Zudem werden Rückstellungen

mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden

durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die

anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und

steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten

ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten

Ertragsteuersatzes der SWF Holding von aktuell 31,225 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz

umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Für eine sich

insgesamt ergebende zukünftige Steuerbelastung würde in der Bilanz eine entsprechende

passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer zukünftigen Steuerentlastung wurde

seitens der SWF Holding vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz

2 HGB kein Gebrauch gemacht. Passive latente Steuern ergeben sich hauptsächlich bei den

Beteiligungen des Finanzanlagevermögens, während aktive latente Steuern im Wesentlichen

auf Sachanlagevermögen und Rückstellungen beruhen. Auf steuerliche Verlustvorträge werden

keine aktiven latenten Steuern gebildet, da nicht erwartet wird, dass die Verlustvorträge


innerhalb der nächsten fünf Jahre mit ausreichend zu versteuerndem Einkommen verrechnet

werden können. Im Geschäftsjahr 2011 ergab sich (wie im Vorjahr) insgesamt ein Überhang

aktiver latenter Steuern, welcher nicht bilanziert worden ist.

Fortführung der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

Auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Vorjahr wurden die im Einführungs-

gesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) dargestellten Wahlrechte wie folgt ausgeübt:

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Vom Wahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird kein Gebrauch gemacht. Somit

wurden die aus der geänderten Bewertung resultierenden Zuführungsbeträge zu den

Rückstellungen für Pensionen und Beihilfe- sowie Freifahrtansprüche, die unter die Rückstellungen

für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen fallen, im Jahr 2010 in voller Höhe

erfolgswirksam erfasst und nicht über bis zu 15 Jahre angesammelt.

Die SWF Holding macht von dem Wahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB zur

Beibehaltung von Rückstellungen Gebrauch. Somit werden Rückstellungen, bei denen auf

Grund der geänderten Bewertung eine Auflösung erforderlich ist, beibehalten, soweit der

aufzulösende Betrag bis spätestens 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste.

139


140 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

III. Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage 1 zum Anhang

beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Bei den Sachanlagen handelt es sich um die Liegenschaften der Verwaltungsgebäude in der

Kurt-Schumacher-Straße, Frankfurt am Main, sowie die in diesen Gebäudeteilen enthaltene

Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzanlagen

Sitz Anteil

(Stand 31.12.2011)

Eigenkapital Jahresergebnis Jahresergebnis

% TEUR Jahr TEUR

Verbundene Unternehmen

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH (VGF)

Frankfurt am Main 100,00 38.017 2011 -40.279

BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF) Frankfurt am Main 100,00 37.710 2011 -24.1251 Stadtwerke Strom/Wärmeversorgungsgesellschaft

Frankfurt am Main mbH (SWG)

Frankfurt am Main 100,00 9.128 2011 3.1232 Nahverkehrsinfrastrukturgesellschaft

Frankfurt am Main mbH (NIG)

Frankfurt am Main 100,00 25 2011 -81 Mainova Aktiengesellschaft

(Mainova AG)

Frankfurt am Main 75,22 356.679 2011 74.9952,3 AVA Abfallverbrennungsanlage

Nordweststadt GmbH (AVA)

Frankfurt am Main 100,00 -866 2011 -2.1821 Sonstige Beteiligungen

Fraport AG Frankfurt Airport

Services Worldwide (Fraport AG)

Frankfurt am Main 20,11 2.495.800 2011 182.300

1

2

3

vor Verlustübernahme

vor Gewinnabführung

inklusive einer Steuerumlage in Höhe von TEUR 17.333

Des Weiteren ist in den Beteiligungen eine stille Vermögenseinlage bei der Nassauischen

Sparkasse in Höhe von TEUR 8.060 enthalten.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen für die Wohnraumbeschaffung der Mitar-

beiter der Stadtwerke-Konzerngesellschaften. Entsprechende Abgänge ergaben sich aus

Darlehensrückzahlungen.

Bezüglich der Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 wird auf die Anlage 2 zum

Anhang verwiesen.

(2) Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen, bis auf die aktivierte Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens,

haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.


Von dem Körperschaftsteuerguthaben entfallen TEUR 1.239 (i. Vj. TEUR 1.239) auf eine Laufzeit zwischen

einem und fünf Jahren und TEUR 281 (i. Vj. TEUR 550) auf eine Laufzeit von über fünf Jahren.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit den entsprechenden

Verbindlichkeiten saldiert und betreffen die BBF (TEUR 21.396 i. Vj. TEUR 19.282), die SWG

(TEUR 4.105; i. Vj. TEUR 4.105), die NIG (TEUR 1.461; i. Vj. TEUR 1.498), die NRM Netzdienste

Rhein-Main GmbH (NRM) (TEUR 65; i. Vj. Verbindlichkeiten TEUR 27) und die Mainova

ServiceDienste GmbH (MSD) (TEUR 15; i. Vj. Verbindlichkeiten TEUR 3). Im Vorjahr waren

noch Forderungen gegen die Mainova EnergieDienste GmbH (MED) (TEUR 2) enthalten.

Im Einzelnen handelt es sich hierbei überwiegend um die Stichtagswerte aus der gemeinsamen

Gelddisposition, die auf Grund einer steuerlichen Organschaft untereinander bestehenden

Steuerverrechnungsbeträge sowie die Ansprüche aus den Ergebnisabführungsverträgen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Kurzfristige Finanzforderungen 51.236 46.512

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80 3

Forderungen aus Gewinnabführung 3.123 3.135

Sonstige Verbindlichkeiten -3.264 -2.517

Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme -24.133 -22.246

27.042 24.887

Die mit TEUR 7.874 (i. Vj. TEUR 268) ausgewiesenen Forderungen gegen die Gesellschafterin

setzen sich u. a. zusammen aus dem Saldo des beim Kassen- und Steueramt geführten

Verrechnungskontos (TEUR 12.873; i. Vj. TEUR 5.410) sowie übrige Forderungen (TEUR 341;

i. Vj. TEUR 174) abzüglich der Verbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit den von der

Gesellschafterin übernommenen Finanzanlagen (TEUR 5.275; i. Vj. TEUR 5.275) stehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 32.154 (i. Vj. TEUR 21.526). Der

Posten betrifft vor allem die Ansprüche aus Steuerforderungen (TEUR 29.353; i. Vj. TEUR 19.644)

sowie die Erfassung der Vorsteuerabgrenzungen (TEUR 2.037; i. Vj. TEUR 1.123). Davon entfallen

auf die Organgesellschaften Mainova AG, VGF und BBF TEUR 1.993 (i. Vj. TEUR 1.105).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen

Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) am

13. Dezember 2006 wird die ausschüttungsabhängige Realisierung von Körperschaftsteuerguthaben

aufgegeben und durch eine ausschüttungsunabhängige ratierliche Auszahlung des zum

31. Dezember 2006 noch vorhandenen Körperschaftsteuerguthabens über einen zehnjährigen

Auszahlungszeitraum ab 2008 ersetzt. Der zum 31. Dezember 2011 bestehende Anspruch auf

Erstattung des Körperschaftsteuerguthabens ist auf Grund der Unverzinslichkeit des Auszahlungsanspruchs

zum Barwert unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,0 % p. a. (TEUR

1.861) aktiviert und in den vorgenannten Ansprüchen aus Steuererstattungen enthalten.

Weiterhin sind Forderungen aus Gewerbesteuervorauszahlungen für die Jahre 2009 und 2011

(TEUR 195; i. Vj. TEUR 195) enthalten.

141


142 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

Der in der Bilanz ausgewiesene Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten in

Höhe von TEUR 64.075 (i. Vj. TEUR 117.361) setzt sich wie folgt zusammen:

Saldo im Cash Pool zum

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Mainova AG 174.526 229.908

AVA 45.934 23.982

MBG 0 4.673

NIG -1.463 -1.492

VGF -38.456 -11.319

BBF -46.352 -42.464

SWF Holding -70.105 -85.927

64.075 117.361

Im Rahmen der zentralen Konzernfinanzierung übernimmt die SWF Holding unter anderem

das Cash Management aller Organgesellschaften. Zu diesem Zweck werden sämtliche Bankkontensalden

in der SWF Holding zusammengeführt.

(3) Eigenkapital

Das Eigenkapital entspricht 36,6 % der Bilanzsumme und beträgt zum Bilanzstichtag

TEUR 337.332.

Das gezeichnete Kapital (TEUR 52.001) ist voll eingezahlt und wird vollständig von der Stadt

Frankfurt am Main gehalten.

Der Verlustvortrag verringerte sich um TEUR 40.365. Es handelt sich hierbei um den, gemäß

Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 19. August 2011, vorgetragenen Jahresüberschuss

aus dem Jahr 2010.

(4) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.432 (i. Vj.

10.837) berücksichtigen Pensionsverpflichtungen (inklusive Ruhegelder) gegenüber drei Pensionsanwärtern

und 31 Pensions- und Witwengeldempfängern (TEUR 9.408; i. Vj. TEUR 9.799) sowie

Beihilfe-Ansprüche (TEUR 857; i. Vj. TEUR 867) und an ehemalige Mitarbeiter gewährte Freifahrtdeputate

(TEUR 167; i. Vj. TEUR 171). Die Rückstellungen haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Steuerrückstellungen beziehen sich auf die noch zu erwartende Gewerbe- (TEUR 2.024)

und Körperschaftsteuerzahllast (TEUR 320) für das Jahr 2010. Der Vorjahresausweis enthielt

die noch zu erwartende Gewerbesteuerverpflichtung auf Grund der Feststellungen der

Betriebsprüfungen für die Jahre 1997 bis 2004 (TEUR 61).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Vorruhestand

(TEUR 1.761; i. Vj. TEUR 2.504), ausstehende Rechnungen (TEUR 513; i. Vj. TEUR 609),

Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft (TEUR 926, i. Vj. TEUR 809) und sonstige Risiken


(TEUR 813; i. Vj. TEUR 822). Erstmals ist auch eine Rückstellung für eventuell zu leistende

Nachzahlungsverpflichtungen auf Grund des sogenannten Spruchverfahrens (TEUR 966 inkl.

Zinsen) enthalten. In dem beim Landgericht Frankfurt am Main anhängigen sogenannten

Spruchverfahren zur Bestimmung der angemessenen Abfindung und Ausgleichszahlung für

Aktionäre der Mainova AG gemäß §§ 304 ff. AktG wurde am 25. Januar 2012 ein Beschluss

gefasst. Das Landgericht setzt darin eine Barabfindung von 220,52 Euro je Stückaktie und

eine Garantiedividende von 13,41 Euro (netto) je Stückaktie fest. Der gerichtlich festgesetzte

Betrag ist auch an die Aktionäre zu zahlen, die das Abfindungsangebot bereits in der

Vergangenheit angenommen und ihre Aktien an die SWFH zurückgegeben haben. Im Vorjahr

waren auch Rückstellungen für Zinsen zur Gewerbesteuerverpflichtung aus der Betriebsprüfung

1997 bis 2004 (TEUR 3) enthalten.

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Altersteilzeit und die

in den Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft ausgewiesenen Jubiläumszuwendungen

(TEUR 117; i. Vj. TEUR 126) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die SWF Holding macht von dem Wahlrecht nach Art 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch. Dadurch

ergibt sich bei der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen zum 31. Dezember 2011

eine Überdeckung in Höhe von TEUR 8.

(5) Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Fälligkeit der einzelnen Verbindlichkeiten zeigt der Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit

31.12.2011 unter

einem Jahr

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

von einem bis

zu fünf Jahren

über

fünf Jahre

TEUR TEUR TEUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten 196.114 11.670 41.128 143.316

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 1.181 1.181 0 0

3. Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen 184.662 164.662 20.000 0

4. Sonstige Verbindlichkeiten 183.845 128.042 27.975 27.828

– davon aus Steuern – (1.890) (1.890) (0) (0)

565.802 305.555 89.103 171.144

Bis auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 143.077 (durch

Bürgschaften der Stadt Frankfurt am Main) sind die Verbindlichkeiten nicht besichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Zinsabgrenzungen in Höhe von

TEUR 1.048 sowie planmäßige Tilgungen in Höhe von TEUR 8.413 enthalten.

143


144 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden mit den entsprechenden

Forderungen saldiert und umfassen die Mainova AG (TEUR 125.147; i. Vj. TEUR 149.446),

die AVA (TEUR 48.135; i. Vj. TEUR 29.710), die VGF (TEUR 11.361; i. Vj. TEUR 27.634), die MED

(TEUR 18; i. Vj. Forderungen TEUR 2) und die SRM (TEUR 1; i. Vj. TEUR 4). Im Vorjahr waren

noch Verbindlichkeiten gegenüber der MBG (TEUR 4.629), der NRM (TEUR 27) und der MSD

(TEUR 3) enthalten.

Im Einzelnen handelt es sich hierbei überwiegend um die Stichtagswerte aus der gemeinsamen

Gelddisposition, die auf Grund einer steuerlichen Organschaft untereinander bestehenden

Steuerverrechnungsbeträge sowie die Ansprüche aus den Ergebnisabführungsverträgen

und aus einem im Berichtsjahr gewährten Darlehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2011 31.12.2010

TEUR TEUR

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 164.881 248.447

Mittelfristige Finanzverbindlichkeiten 20.000 0

Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme 42.461 43.146

Sonstige Verbindlichkeiten 7.400 9.119

Sonstige Forderungen -275 -978

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.110 -449

Forderungen aus Gewinnabführung (inkl. Steuerumlage) -48.695 -87.831

184.662 211.454

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 183.845 (i. Vj. TEUR 181.949) enthalten

hauptsächlich Darlehen (einschließlich Zinsabgrenzung) der Zusatzversorgungskasse (TEUR

63.343; i. Vj. TEUR 64.317), kurzfristige Verbindlichkeiten aus Zwischenfinanzierungen (TEUR

105.042 einschließlich Zinsabgrenzung; i. Vj. TEUR 93.000), noch abzuführende Umsatzsteuer

(TEUR 1.783; i. Vj. TEUR 6.341), die zu leistende Ausgleichszahlung an außenstehende

Aktionäre der Mainova AG auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags (TEUR

13.063) sowie noch nicht in Rechnung gestellte, aber vertraglich verpflichtende künftige

Zahlungen an Lieferanten bezüglich der Sanierung der Verwaltungsgebäude (TEUR 241; i. Vj.

TEUR 292).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Beteiligungsergebnis

2011 2010

TEUR TEUR

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

(inklusive Steuerumlage) 78.119 118.252

abzüglich Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre -13.137 -13.063

b 64.982 105.189

Erträge aus Beteiligungen 23.418 21.716

abzüglich Aufwendungen aus Verlustübernahme -66.594 -65.392

21.806 61.513


Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus den mit der Mainova AG (TEUR

74.995; i. Vj. TEUR 115.117) und der SWG (TEUR 3.123; i. Vj. TEUR 3.135) abgeschlossenen

Ergebnisabführungsverträgen abzüglich der nach der Hauptversammlung der Mainova AG

von der SWF Holding zu leistenden Ausgleichszahlung an außenstehende Aktionäre der

Mainova AG (EUR 9,48 je Stückaktie) und der Anpassung (Erhöhung um EUR 3,93 je Stückaktie)

der Ausgleichzahlung an Dritte (außer Thüga) gem. dem Beschluss des Landgerichts

Frankfurt am Main vom 25. Januar 2012.

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten die Ausschüttung der Fraport AG (TEUR 23.112; i. Vj.

TEUR 21.263) und die Ausschüttung auf die stille Vermögenseinlage bei der Nassauischen

Sparkasse (TEUR 306; i. Vj. TEUR 453).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme ergeben sich aus der vertraglichen Verpflichtung,

die Verluste der VGF (TEUR 40.279; i. Vj; TEUR 37.438), der BBF (TEUR 24.125; i. Vj. TEUR

22.241), der AVA (TEUR 2.182; i. Vj. TEUR 5.708) und der NIG (TEUR 8; i. Vj. TEUR 5) auszugleichen.

(7) Zinsergebnis

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

2011 2010

TEUR TEUR

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.090 6.234

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16.399 18.495

-14.309 -12.261

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren hauptsächlich aus der gemeinsamen

Disposition der Liquidität im Konzernverbund (TEUR 1.052; i. Vj. TEUR 5.218) sowie Zinserträgen

aus Kontokorrentvereinbarungen (TEUR 934; i. Vj. TEUR 76). Im Vorjahr waren in den

Zinserträgen periodenfremde Zinserträge von TEUR 516 aus Steuerfestsetzungen enthalten.

Diesen Erträgen stehen Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber

Konzerngesellschaften (TEUR 2.282; i. Vj. TEUR 389), gegenüber der Gesellschafterin

(TEUR 2.780; i. Vj. TEUR 4.524) und gegenüber nahe stehende Unternehmen und Kreditinstituten

(TEUR 2.000; i. Vj. TEUR 2.902) entgegen. Die restlichen Zinsaufwendungen von

TEUR 9.337 (i. Vj. TEUR 10.680) ergeben sich im Wesentlichen durch langfristige Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten (TEUR 8.530; i. Vj. TEUR 8.962), aus periodenfremden

Steuerfestsetzungen (TEUR 43; i. Vj. TEUR 932) und aus der Veränderung der Abzinsung von

Rückstellungen (TEUR 617; i. Vj. TEUR 786). Zusätzlich sind hier Zinsen aufgrund der Nachzahlungsverpflichtung

für die Anpassung der Ausgleichszahlungen gem. dem Spruchverfahren

in Höhe von TEUR 147 (davon TEUR 145 periodenfremd) enthalten.

145


146 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge stellt sich wie folgt dar:

2011 2010

TEUR TEUR

Miet- und Pachteinnahmen (Konzern und Dritte) 7.227 7.279

Konzerndienstleistungen 7.103 6.809

Auflösung von Rückstellungen 1.181 1.730

Küchen- und Kantinenerlöse 357 368

Erträge aus Gebäudedienstleistungen für Mieter 447 357

Erträge aus Fortbildungsmaßnahmen im Konzern 208 259

Erträge aus Personalgestellung 87 160

Erträge aus Erstattungen im Zusammenhang mit der Sanierung

des Verwaltungsgebäudes 5 152

Erträge aus Bürgschaften und Schadensersatz 502 0

Sonstige Erträge 363 253

17.480 17.367

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insgesamt periodenfremde Erträge von TEUR

1.954 (i. Vj. TEUR 1.899) enthalten.

(9) Personalaufwand

Im Personalaufwand von TEUR 10.992 (i. Vj. TEUR 10.704) sind Aufwendungen für Altersversorgung

und für Unterstützung in Höhe von TEUR 1.772 (i. Vj. TEUR 1.844) enthalten.

Im Durchschnitt beschäftigten wir 116 (i. Vj. 117) Arbeitnehmer, davon waren 54 (i. Vj. 56)

Frauen und 62 (i. Vj. 61) Männer.

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011 2010

TEUR TEUR

Leistungen der Konzerngesellschaften 2.708 2.180

Rechts-, Beratungs- und Gutachterkosten 1.834 1.171

Fremdleistungen 1.137 2.738

Fortbildungsaufwendungen 1.128 1.127

Hausservice und Pfortendienst/Bewachung 998 1.246

Dienstleistungsvergütung EUREST 866 876

Ausgleichzahlung für Vorjahre 745 0

Arbeitsmedizinische Betreuung 393 387

Werbe- und Insertionskosten 327 250

Städtische Verwaltungskosten und Gebühren 169 164

Versicherungen 167 134

Verbands- und Vereinsbeiträge 124 249

Freiwilliger sozialer Aufwand 115 63

Bewirtung und Repräsentationen 61 131

Leasing, Mieten und Pachten 57 54

Sonstige 690 540

11.519 11.310


In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt periodenfremde Aufwendungen

in Höhe von TEUR 789 (i. Vj. TEUR 50) enthalten, wovon TEUR 745 auf die Nachzahlungsverpflichtung

für die Anpassung der Ausgleichszahlungen gem. dem Spruchverfahren

entfallen (vgl. auch Erläuterungen unter Ziffer 4).

(11) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres resultierte aus der erstmaligen Anwendung

der Regelungen des BilMoG und enthält ausschließlich außerordentliche Aufwendungen.

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich im Wesentlichen um

die noch zu erwartende Gewerbe- (TEUR 2.024) und Körperschaftsteuerzahllast (TEUR

320) für das Jahr 2010 auf Grundlage der abgegeben Steuererklärungen. Der Vorjahresausweis

enthielt vor allem periodenfremde Erträge aus der Anpassung der erwarteten

Gewerbesteuerzahlungen/-erstattungen auf Grund der Betriebsprüfung für die Jahre 2001

bis 2004.

(13) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen die gezahlte Grund- und Kraftfahrzeugsteuer (TEUR 249;

i. Vj. TEUR 249) sowie den periodenfremden Aufwand aus Umsatzsteuerzahlungen für Vorjahre

auf Grund der Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2004 (TEUR 67).

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestanden am Abschluss-Stichtag in Höhe von TEUR 457 für Bürgschaften

gegenüber Konzernunternehmen (BBF, Mainova, VGF) auf Grund von Bau- und Dienstleistungsverpflichtungen

sowie Mietkautionen. Außerdem besteht eine Bürgschaft gegenüber

einem Konzernunternehmen (VGF) zur Sicherung der ATZ-Guthaben der Mitarbeiter in

Höhe von näherungsweise TEUR 23.

Auf Grund der Konzernstruktur sowie auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit

wird das Risiko der Inanspruchnahme als unwahrscheinlich eingeschätzt.

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

147


148 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

VI. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschafts-

unternehmen

c) Mitgliedschaft in übrigen Gremien

(K) Konzernmandate gemäß § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG

(V) Vorsitz

(stv V) stellvertretender Vorsitz

Die Angaben zu den Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien beziehen

sich auf den 31. Dezember 2011 bzw. den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Aufsichtsrat

der SWF Holding.

Aufsichtsrat

Vertreter der Anteilseigner

• Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

– Vorsitzende –

a) • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (K) (V)

Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K) (V)

• Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide, Frankfurt am Main (K)

Mainova AG, Frankfurt am Main (K) (V)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K) (V)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K) (V)

• Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München (V)

b) • Alte Oper Frankfurt Konzert- und Kongresszentrum GmbH Frankfurt am Main (V)

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am Main

• FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, Frankfurt am Main (stv. V)

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Grontmij GmbH, Bremen (bis 19. April 2010 Grontmij A & T GmbH, Bremen)

• House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH, Frankfurt am Main

• Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt am Main

• Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim/Taunus (V)

• Rhein-Main-Verkehrsverbund Service Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main

• Städtische Bühnen Frankfurt am Main GmbH, Frankfurt am Main (V)

• The Forsythe Company GmbH, Frankfurt am Main


c) • Thüga Aktiengesellschaft, München

• Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, Frankfurt am Main

• Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V., Bonn

• Sparkassenzweckverband Nassau, Wiesbaden

• Zweites Deutsches Fernsehen, Mainz

• Uwe Becker, Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main

a) • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (K)

Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K)

Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Süwag Energie AG, Frankfurt am Main (K)

b) • AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, Frankfurt am Main (K) (stv V)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Marktbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Stadtentwässerung Frankfurt am Main, Frankfurt am Main (stv V)

• Betriebskommission der Kita Frankfurt am Main (bis 18. November 2011 Betriebskommisssion

der Städtische Kitas Frankfurt am Main), Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst,

Frankfurt am Main (stv V)

• Betriebskommission der Volkshochschule Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Dom Römer GmbH, Frankfurt am Main

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Salzungen

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main

• Gateway Gardens Projektentwicklungs-GmbH, Frankfurt am Main

• Gemeinnützige Gesellschaft Historische Villa mbH, Frankfurt am Main (bis 06. März 2011)

• Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Frankfurt am Main

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH, Offenbach am Main

• Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH,

Frankfurt am Main

• Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

(ab 24. Oktober 2011)

• Wirtschaftsförderung FrankfurtFrankfurt Economic Development – GmbH

Frankfurt am Main

• WOHNHEIM GmbH, Frankfurt am Main (bis 30. September 2011)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

c) Keine

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

149


150 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

• Karlheinz Bührmann, Bahnoberamtsrat a. D. (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Rebstock Projektgesellschaft mbH, Frankfurt am Main

• Saalbau GmbH, Frankfurt am Main

b) Keine

c) Keine

• Verena David, Diplom-Juristin (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

(bis 31. August 2011)

b) • Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Frankfurt am Main (ab 24.Oktober 2011)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

(ab 14. November 2011)

c) • Haus der Jungend e.V., Frankfurt am Main

• Angela Hanisch, Diplom-Psychologin (bis 19. August 2011)

a) • AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, Frankfurt am Main (K)

• BäderBetriebe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K)

• FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH, Offenbach am Main

b) Keine

c) Keine

• Helmut-Alexander Heuser, Angestellter

a) • Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K) (bis 04. November 2011))

• ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH

(ab 17. November 2011)

• Rebstock Projektgesellschaft GmbH (ab 17. Oktober 2011)

• Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklung mbH

(ab 24. Oktober 2011)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH

b) Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens GmbH, Frankfurt am Main

c) Keine


• Claus Möbius, Dipl.-Betriebswirt (ab 06. Oktober 2011)

a) • Rohstoff Handelsgesellschaft Günther Voth GmbH, Paderborn (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

(ab 06. Oktober 2011)

b) • Noordned B.V., NL-Franeker (K)

• Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen mbH,

Frankfurt am Main (K) (ab 24. Oktober 2011)

• FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, Frankfurt am Main (K)

(ab 04. November 2011)

c) Keine

• Uwe Paulsen, Studiendirektor

a) • FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region, Frankfurt am Main

Frankfurt Ticket RheinMain GmbH, Frankfurt am Main

• HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH, Frankfurt am Main

• Saalbau GmbH, Frankfurt am Main (bis 31. März 2011)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main

(bis 31. August 2011)

b) Keine

c) Keine

• Erika Pfreundschuh, Stadträtin/Diplom-Finanzwirtin

a) • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mit

beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (K)

• Dietzenbacher Wohnungsbaugesellschaft mbH, Dietzenbach

Frankfurter Aufbau-Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (K)

• Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH,

Frankfurt am Main (K)

• Rhein-Main Jobcenter, Frankfurt am Main

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

b) Betriebskommission der Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst, Frankfurt am Main

c) Keine

• Dr. Lutz Raettig, Stadtrat/Diplom-Kaufmann (bis 19. August 2011)

a) • Frankfurt Ticket RheinMain GmbH, Frankfurt am Main (V)

• HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH, Frankfurt am Main

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

151


152 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

• Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (K)

• Morgan Stanley Bank AG, Frankfurt am Main (V)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

• Tourismus + Congress GmbH, Frankfurt am Main

b) • Wirtschaftsförderung FrankfurtFrankfurt Economic Development – GmbH,

Frankfurt am Main

c) • WOHNHEIM GmbH, Frankfurt am Main

• Dr. Manuela Rottmann, Stadträtin/Juristin

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) • AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH, Frankfurt am Main (K) (V)

• Betriebskommission der Hafenbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Marktbetriebe der Stadt Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Stadtentwässerung Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Kita Frankfurt am Main (bis 18. November 2011 Städtische

Kitas Frankfurt am Main), Frankfurt am Main

• Betriebskommission der Städtische Kliniken Frankfurt am Main-Höchst,

Frankfurt am Main (V)

• DRK – Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen gemeinnützige GmbH, Mannheim

• FÄZ Fachärztezentrum Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Hospital zum heiligen Geist GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Hospital-Service & Catering GmbH, Frankfurt am Main (V)

• HP Hospital-Pflege GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Krankenhaus Nordwest GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Medizinisches Versorgungszentrum am Klinikum Frankfurt Höchst GmbH,

Frankfurt am Main (V)

• Regionalpark Ballungsraum RheinMain Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter

Haftung, Flörsheim am Main

• Regionalpark Rhein-Main Süd-West Gesellschaft mit beschränkter Haftung,

Frankfurt am Main (V)

• Regionalpark Rhein-Main Taunushang Gesellschaft mit beschränkter Haftung,

Frankfurt am Main

• RMA Rhein-Main Abfall GmbH, Offenbach am Main

• Gemeinnützige Umwelthaus GmbH, Wiesbaden

• Zentrale Errichtungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main (V)

c) Keine


• Manuel Stock, Stadtverordneter (ab 06. Oktober 2011)

a) • Wirtschaftsförderung FrankfurtFrankfurt Economic Development GmbH

Frankfurt am Main

• Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

• BäderBetriebe Frankfurt am Main GmbH

b) • Betriebskommission der Volkshochschule Frankfurt am Main, Frankfurt am Main

c) Keine

• Dr. Bernadette Weyland, Stadtverordnetenvorsteherin (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Michael zu Löwenstein, Stadtverordneter (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

Vertreter der Arbeitnehmer

• Thomas Wissgott, Geschäftsführer ver.di Bezirk Frankfurt am Main und Region

– stellv. Vorsitzender –

a) • Lufthansa Cargo Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (stv V)

Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K) (stv V)

b) Keine

c) Keine

• Peter Arnold, Trafomechaniker

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (K) (1. stv V)

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

b) • Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Salzungen

• Energieversorgung Main-Spessart Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Aschaffenburg

• Oberhessische Gasversorgung Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Friedberg

153


154 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

c) Keine

• Mahmut Bas, Betriebsratsvorsitzender In-der-City-Bus (ab 06. Oktober 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main GmbH

b) Keine

c) Keine

• Erich Braun, Betriebswirt

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Karl Heinz Dauth, Die Alternative (ab 06. Oktober 2011)

a) • Betriebskommission der Stadtwerke Rodgau (K)

b) Keine

c) Keine

• Reinhold Falk, freigestellter stellv. Vorsitzender des Betriebsrates der Mainova AG,

Frankfurt am Main (ab 06. Oktober 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Lothar Huber, Diplom-Ingenieur

a) Keine

b) Keine

c) Keine

• Andreas Jung, ver.di (ab 06. Oktober 2011)

d) Keine


e) Keine

f) Keine

• Eckehard Kalweit, Nachrichtentechniker (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) Keine

c) Keine

• Nicole Salm, Sachbearbeiterin/Referentin Abschluss- und Berichterstattung der

Mainova AG (bis 19. August 2011)

a) Mainova AG, Frankfurt am Main (ab 1. Oktober 2010) (K)

b) Keine

c) Keine

• Julian Sanchez-Diaz, Schienenbahnfahrer (bis 19. August 2011)

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) Keine

c) Keine

• Ralf-Rüdiger Stamm, Landesfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung ver.di – Landesbezirk

Hessen, Frankfurt am Main (bis 19. August 2011)

a) • Mainova AG, Frankfurt am Main (K)

• Oberhessische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Friedberg

• Oberhessische Versorgungsbetriebe AG, Friedberg

b) • FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main

c) Keine

• Athanasios Stavrakidis, Verkehrsmeister

a) • Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH, Frankfurt am Main (K)

b) Keine

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

155


156 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

c) Keine

• Frank Weiser, Kfm. Angestellter (bis 19. August 2011)

a) Keine

b) Keine

c) Keine

Geschäftsführung

• Dr. Constantin H. Alsheimer, Sprecher der Geschäftsführung

a) keine

b) • Eisenacher Versorgungs-Betriebe Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Eisenach

• Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH, Bad Salzungen (V)

• Gasversorgung Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen

• Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach

• Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main (V)

• Hessenwasser Verwaltungs-GmbH, Groß-Gerau (stv V)

• Ohra Hörselgas GmbH, Hörselgau

Stadtwerke Dreieich GmbH, Dreieich

Stadtwerke Hanau Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hanau (stv V)

• Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München*

• Werraenergie GmbH, Bad Salzungen (stv V)

(bis 8. Juni 2010 Werragas GmbH, Bad Salzungen)

* Gesellschafterausschuss und Finanzausschuss (V)

c) • ABGnova GmbH, Frankfurt am Main

• Gasturbinen-Gesellschaft für Kalle Albert mit beschränkter Haftung, Wiesbaden (V)

• Werner Röhre, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor

a) • BEKA – Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen GmbH, Köln

b) Keine

c) Keine

An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden TEUR 8 ohne Umsatzsteuer (i. Vj. TEUR 15 ohne

Umsatzsteuer) vergütet. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird

gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene wurden Ruhe-


gelder in Höhe von TEUR 210 (i. Vj. TEUR 209) gezahlt. Dafür besteht eine Rückstellung in

Höhe von TEUR 1.559 (i. Vj. TEUR 1.634), die in der Bilanz unter dem Posten Rückstellungen

für Pensionen ausgewiesen ist.

Im Jahr 2011 sind keine Vorschüsse, Darlehen oder Kredite an den genannten Personenkreis

gewährt worden.

Die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH, Frankfurt am Main (Registergericht

Frankfurt am Main HRB 40464), erstellt einen Konzernabschluss, der im elektronischen

Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die die SWF Holding beherr-

schen oder maßgeblich beeinflussen sowie Geschäfte mit Unternehmen, die von der SWF

Holding beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, sind gemäß § 285 Nr. 21 HGB anzugeben.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die SWF Holding Geschäftsbeziehungen

zu zahlreichen nahe stehenden Personen und Unternehmen. Dazu gehören

neben der Stadt Frankfurt am Main und deren Mehrheitsbeteiligungen die verbundenen

und assoziierten Unternehmen der SWF Holding. Mit nahe stehenden natürlichen Personen

des Managements in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörigen haben keine

wesentlichen Transaktionen stattgefunden. Als Management in Schlüsselpositionen ist bei

der SWF Holding nur die Geschäftsführung anzusehen. Die SWF Holding macht von dem

Wahlrecht Gebrauch, sämtliche wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen

und Personen anzugeben.

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle Geschäfte, die mit nahe stehenden Unternehmen

und Personen im Berichtsjahr getätigt wurden:

Bezüglich der Zusammensetzung des Ertrags sowie des Aufwands aus Ergebnisabführungs-

verträgen wird auf Textziffer 6 verwiesen.

Stadt Frankfurt am Main

sowie deren

Mehrheitsbeteiligungen

TEUR

2011

TEUR

2010

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Tochterunternehmen

der SWF Holding

TEUR

2011

TEUR

2010

Ertrag aus Ergebnisabführungsverträgen 0 0 78.118 118.252

Aufwand aus Ergebnisabführungsverträgen 0 0 66.594 65.392

Erträge 5.553 5.138 11.728 15.210

Aufwendungen 596 562 3.291 2.730

Forderungen 7.881 277 27.042 24.888

Verbindlichkeiten 0 0 184.662 211.454

Die Erträge mit der Stadt Frankfurt am Main sowie deren Mehrheitsbeteiligungen bestehen

insbesondere aus Mietverträgen für Büroräume sowie Erstattungen von Mietnebenkosten auf

Grund eines Mietvertrags.

157


158 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

Die Erträge mit Tochterunternehmen der SWF Holding bestehen insbesondere aus Konzerndienstleistungen,

Zinsen aus dem gemeinsamen Cash Pooling und Mieten für Büroräume

sowie Erstattungen von Mietnebenkosten auf Grund eines Mietvertrags.

Die Aufwendungen mit der Stadt Frankfurt am Main sowie deren Mehrheitsbeteiligungen

betreffen insbesondere Abwasser- und Straßenreinigungsgebühren.

Die Aufwendungen mit Tochterunternehmen der SWF Holding betreffen überwiegend die

Mainova AG und resultieren aus Energiebezugsverträgen sowie Zinsen aus dem gemeinsamen

Cash Pooling.

Die Forderungen gegenüber der Stadt Frankfurt am Main sowie deren Mehrheitsbeteiligungen

setzen sich u. a. zusammen aus dem Saldo des beim Kassen- und Steueramt geführten

Verrechnungskontos abzüglich der Verbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit den von

der Gesellschafterin übernommenen Finanzanlagen stehen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber den Tochterunternehmen der SWF

Holding betreffen überwiegend die Ergebnisübernahmen sowie die Stichtagswerte aus dem

gemeinsamen Cash Pooling.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des von dem Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars wird nach § 285

Nr. 17 HGB verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der Stadtwerke Frankfurt am

Main Holding GmbH erfolgen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem bestehenden Verlustvortrag

zusammenzufassen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Frankfurt am Main, den 21. Mai 2012

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Dr. Constantin H. Alsheimer Werner Röhre


159 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/ANHANG

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH 160

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011

(Anlage 1 zum Anhang)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Buchwerte Buchwerte

1.1.2011 Zugänge Abgänge 31.12.2011 1.1.2011 Abschreibungen

des Geschäftsjahres

Abgänge 31.12.2011 31.12.2011 31.12.2010

EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Lizenzen und ähnliche Rechte 273.088,23 990,00 0,00 274.078,23 183.632,58 33.248,90 0,00 216.881,48 57.196,75 89.455,65

2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

273.088,23 990,00 0,00 274.078,23 183.632,58 33.248,90 0,00 216.881,48 57.196,75 89.455,65

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit

Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 118.173.415,66 265.823,33 -203.379,24 118.235.859,75 78.516.129,26 3.524.123,10 -171.178,62 81.869.073,74 36.366.786,01 39.657.286,40

2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.101.503,23 117.926,21 0,00 3.219.429,44 1.939.506,98 270.322,00 2.209.828,98 1.009.600,46 1.161.996,25

3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 371.531,55 0,00 371.531,55 0,00 0,00 371.531,55 0,00

121.274.918,89 755.281,09 -203.379,24 121.826.820,74 80.455.636,24 3.794.445,10 -171.178,62 84.078.902,72 37.747.918,02 40.819.282,65

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 355.377.348,59 0,00 0,00 355.377.348,59 29.793.137,98 0,00 0,00 29.793.137,98 325.584.210,61 325.584.210,61

2. Beteiligungen 425.756.596,12 0,00 0,00 425.756.596,12 0,00 0,00 0,00 0,00 425.756.596,12 425.756.596,12

3. Sonstige Ausleihungen 610.696,29 0,00 -26.160,76 584.535,53 0,00 0,00 0,00 0,00 584.535,53 610.696,29

781.744.641,00 0,00 -26.160,76 781.718.480,00 29.793.137,98 0,00 0,00 29.793.137,98 751.925.342,26 751.951.503,02

903.292.648,12 756.271,09 -229.540,00 903.819.379,21 110.432.406,80 3.827.694,00 -171.178,62 114.088.922,18 789.730.457,03 792.860.241,32


161 GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH, Frankfurt am Main

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011

(Anlage 2 zum Anhang)

Firma Anteil Eigenkapital Jahresergebnis

% * TEUR Jahr TEUR

Verbundene Unternehmen

AVA Abfallverbrennungsanlage Nordweststadt GmbH,

Frankfurt am Main

100,00 -866 2011 -2.182 1

BäderBetriebe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main 100,00 37.710 2011 -24.125 1

Mainova AG, Frankfurt am Main 75,22 356.679 2011 74.995 1

Biomasse-Kraftwerk Fechenheim GmbH, Frankfurt am Main 90,00 7.186 2011 938 6

Energieversorgung Main-Spessart GmbH, Aschaffenburg 100,00 5.000 2011 1.852 6

Energynova S.r.I., Soave, Italien 100,00 7 2011 -53 9

Erdgas Westthüringen Beteiligungsgesellschaft mbH Bad Salzungen 56,00 25.082 2011 5.000

Hotmobil Deutschland GmbH, Gottmadingen 100,00 2.816 2011 1.615 7

Hotmobil International GmbH, Frankfurt am Main 75,00 278 2011 -232

IN-DER-CITY-BUS GMBH, Frankfurt am Main 100,00 526 2011 -292

Main Mobil Frankfurt GmbH, Offenbach am Main 100,00 216 2011 -70

Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 100,00 62.014 2011 27.376

Mainova EnergieDienste GmbH, Frankfurt am Main 100,00 3.966 2011 163 6

Mainova Erneuerbare Energien Verwaltungs GmbH,

Frankfurt am Main

100,00 26 2011 1 9

Mainova Thüga Wind Beteiligungs GmbH & Co. KG,

Frankfurt am Main

71,43 159 2011 -23 9

Mainova Windpark Siegbach GmbH & Co. KG, Wiesbaden 100,00 3.461 2011 -39 9

Mainova Wind-Beteiligungsverwaltungs GmbH,

Frankfurt am Main

100,00 26 2011 2 9

Mainova ServiceDienste Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 100,00 50 2011 4.417 6

NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, Frankfurt am Main 90,00 7.606 2011 -16.931 8

SRM StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH, Frankfurt am Main 100,00 34 2011 899 6

Nahverkehrsinfrastrukturgesellschaft Frankfurt am Main mbH,

Frankfurt am Main

100,00 25 2011 -9 1

Stadtwerke Strom-/Wärmeversorgungsgesellschaft mbH,

Frankfurt am Main

100,00 9.128 2011 3.123 1

Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH,

Frankfurt am Main

100,00 38.017 2011 -40.279 1


Firma Anteil Eigenkapital Jahresergebnis

% * TEUR Jahr TEUR

Beteiligungen

a) unmittelbare Beteiligungen

Fraport AG, Frankfurt am Main 20,11 2.495.800 2011 182.300 3

b) mittelbare Beteiligungen über die Mainova AG

ABGnova GmbH, Frankfurt am Main 50,00 196 2011 18

Dynega Energiehandel GmbH, Frankfurt am Main 14,28 212 2011 20

Eisenacher Versorgungsbetriebe GmbH, Eisenach 23,90 12.942 2010 3.605 2

ENAG / Maingas Energieanlagen GmbH (EMEG), Eisenach 50,00 16.132 2011 2.478 2

Gas-Union GmbH, Frankfurt am Main 37,70 108.449 2011 16.684

Gasversorgung Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen 50,00 21.991 2010 1.295

Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main 25,10 16.278 2011 3.598 2

Gemeinschaftskraftwerk Bremen GmbH Co. & KG, Bremen 25,10 26.820 2011 -2.116 9

Gemeinschaftskraftwerk Irsching GmbH, Vohburg 15,60 277.621 2011 2.963

Hessenwasser GmbH & Co. KG, Groß-Gerau 36,36 43.292 2011 4.465

Hessenwasser Verwaltungs GmbH, Groß-Gerau 36,33 59 2011 3

Infranova Bioerdgas GmbH, Frankfurt am Main 49,90 623 2011 191

Joblinge gAG, Frankfurt am Main 20,00 58 2010 8

Kraft-Wärme Oberschmitten GmbH, Nidda 50,00 1.808 2011 321

Metegra GmbH, Laatzen 25,00 274 2011 -425 9

Netzwerk Offshore Wind GmbH Co. KG, Frankfurt am Main 100,00 39 2011 -99

MHKW Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH,

Frankfurt am Main

50,00 20 2011 0

Oberhessische Gasversorgung GmbH, Friedberg 50,00 11.555 2010 991

Offshore Wind für Hessen GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 45,45 72 2011 -158

Ohra Hörselgas GmbH, Hörselgau 49,00 23.905 2011 5.122 2

Service4EVU GmbH, Coburg 50,00 115 2011 15 9

Stadtwerke Hanau GmbH, Hanau 46,90 39.382 2010 1.098 5

Stadtwerke Dreieich GmbH, Dreieich 26,25 15.981 2010 4.824 3,4

Südwestdeutsche Rohrleitungsbau GmbH, Frankfurt am Main 29,90 3.597 2010 260

SWM Wind Havelland GmbH & Co. KG, München 12,50 90.172 2011 2.567

Syneco Verwaltungs GmbH, München 25,10 6.352 2010 171

Syneco GmbH & Co. KG, München 17,27 45.426 2011 2.423

Thüga Holding GmbH & Co. KGaA, München 20,53 2.426.345 2011 264.743 3

Werraenergie GmbH, Bad Salzungen 49,00 21.769 2010 3.861 2

8KU Renewables GmbH, Berlin 12,50 802 2010 148

*

1

2

3

4

5

6

7

8

9

Stand 31.12.2011 (Anteilsbesitz > 10 %)

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Bilanzstichtag 30. September

vor Einstellung in die Gewinnrücklage

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Stadt Dreieich Holding GmbH

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Beteiligungs-Holding Hanau GmbH

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Mainova AG

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Mainova EnergieDienste GmbH

Es besteht ein Konsortialvertrag mit der Mainova AG

Neugründung bzw. -erwerb in 2011

GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

162


163

GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/BESTÄTIGUNGSvERmERk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

3. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie

Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke Frankfurt

am Main Holding GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.

Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und

Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung

der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung

eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und

über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom

Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,

dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss

unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht

vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,

mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen

werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche

Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen

Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht

überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen

der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses

und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere

Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH. Der

Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes

Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

Eschborn/Frankfurt am Main, den 25. Mai 2012

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Busson Welz

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

164


165

GESCHÄFTSBERICHT DER SWFH/BERICHT DES AUFSICHTSRATS

4. Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft anhand

deren mündlichen und schriftlichen Berichte und Auskünfte überwacht. Der Aufsichtsrat hat

die folgenden Ausschüsse gebildet:

• Wirtschafts- und Finanzausschuss

• Personalausschuss

• Präsidialausschuss

Plenum und Ausschüsse des Aufsichtsrates haben sich in drei bzw. vier Sitzungen mit der

laufenden Geschäftsentwicklung, den zustimmungsbedürftigen Geschäften und Investitionsvorhaben

sowie mit der Unternehmensplanung befasst.

Im Zuge der Beratungen des Internen Kontrollsystems (IKS) wurden dem Aufsichtsrat die

Systematik des Risikomanagements als „Organisationsunabhängige Überwachungsmaßnahme“

sowie jeweils die „Top 10 Risiken“ der SWF Holding und ihrer Tochtergesellschaften

dargestellt.

Weitere wesentliche Beratungsthemen des Aufsichtsrats waren kartellrechtliche Fragestellungen

innerhalb der Unternehmensgruppe und deren mögliche Auswirkungen auf

die Gesellschaft bzw. Gesellschafterin sowie das Beteiligungsportfolio der Gesellschaft.

Ferner wurde erstmals eine Überprüfung der Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats auf

Grundlage eines an den gesetzlichen Regelungen orientierten Evaluierungsbogens eingeleitet,

der im Berichtsjahr vom Beteiligungsdezernenten der Stadt Frankfurt am Main allen

städtischen Aufsichtsratsmitgliedern vorgestellt wurde. Mit Datum vom 16.09.2010 erfolgte

die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung des Aufsichtsrats der Gesellschaft, die im Public

Corporate Governance Kodex der Stadt Frankfurt am Main aufgeführten Standards zur Transparenz

und Kontrolle bei der Aufsichtsratstätigkeit zu beachten. Dem Aufsichtsrat ist nicht

bekannt, dass im Geschäftsjahr 2011 Interessenskonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder

aufgetreten sind.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers, der Ernst & Young

GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Abschlussprüfer

hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer,

der auch die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach § 53 HGrG, die Bezüge der

Geschäftsführung und der leitenden Angestellten sowie die Einhaltung des Public Corporate

Governance Kodex geprüft hat, hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und

dem Aufsichtsrat berichtet. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten

Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner

Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.


GESCHÄFTSBERICHT 2011 DER SWF HOLDING GMBH

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss, den Lagebericht der Geschäftsführung und ihren

Vorschlag, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.083.788,40 auf das Geschäftsjahr 2012

vorzutragen, und empfiehlt seine Feststellung durch die Gesellschafterversammlung.

Für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2011 spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung,

dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus.

Frankfurt am Main, den 21. Juni 2012

Die Vorsitzende

Dr. h. c. Petra Roth

Oberbürgermeisterin

166


Impressum

Herausgeber

Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH

Kurt-Schumacher-Straße 8

60311 Frankfurt am Main

Telefon 069 213-01

Telefax 069 213-9626656

www.stadtwerke-frankfurt.de

Redaktion

Bereich Finanzwirtschaft in Zusammenarbeit

mit der Unternehmenskommunikation

Produktion

DiehlDesign GmbH, Frankfurt am Main

www.diehldesign.de

Fotografie

S. 10: dpa Picture-Alliance, F.A.Z.-Foto/Wolfgang Eilmes

Weitere Fotos: per schorn fotografie


© Stadtwerke Frankfurt am Main Holding | 06.2012 | 200

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine