Untersuchung und Analyse von Heckenschäden im Südteil

gaiac.rwth.aachen.de

Untersuchung und Analyse von Heckenschäden im Südteil

Untersuchung und Analyse

von Heckenschäden im Südteil des Kreises

Aachen

Auftraggeber Untere Landschaftsbehörde des Kreises Aachen

Bearbeitet von

g a i a c

Forschungsinstitut für

Ökosystemanalyse und -bewertung e.V.

(Aninstitut der RWTH Aachen)

c/o RWTH Aachen

Institut für Umweltforschung (Biologie V)

Worringerweg 1

D- 52056 Aachen

Tel.: 0241 80-27602

e-mail: bless@gaiac.rwth-aachen.de

Dipl.-Biol. Julia Bless

Dr. Gottfried Lennartz

SEPTEMBER 2006


Inhalt

1 Einleitung 1

1.1 Die Hecken 1

1.2 Ausgangslage 1

1.3 Auftreten und Diagnostik von Salzschäden 1

1.4 Das Projekt 2

2 Methoden 3

2.1 Teilbereich 1 3

2.1.1 Auswahl der Probestellen 3

2.1.2 Befragung der Anwohner und der für den Winterdienst Verantwortlichen 4

2.1.3 Quantifizierung der Streusalzbelastung 5

2.1.4 Messung des Chloridgehaltes in den Spritzwasserproben 7

2.1.5 Beschreibung des Exklusions-Versuches 8

2.1.6 Beschreibung des Applikationsversuches 8

2.1.7 Bestimmung des Chlorid-Gehaltes in den Blättern 9

2.1.8 Statistische Auswertungsverfahren 10

3 Ergebnisse 11

3.1 Teilbereich 1: Erhobene Heckendaten 11

3.1.1 Das Alter der Hecken 11

3.1.2 Entfernung zur Straße und Geschwindigkeit 12

3.1.3 Höhe des Schadens 13

3.1.4 Ergebnisse der Anwohnerinterviews 14

3.1.5 Ergebnisse der Befragung des Winterdienstes 14

3.2 Teilbereich 2: Experimenteller Ansatz 16

3.2.1 Spritzwasseruntersuchung zur Quantifizierung der Salzmengen 16

3.2.2 Applikationsversuch (Nachstellen der Kontaktschäden) 19

3.2.3 Ausschlussversuch (Nachweis der Kontaktschäden) 20

3.2.4 Chloridgehalt in den Blättern (Nachweis eines systemischen Schadens) 22

3.2.5 Klimadaten 22

4 Fazit und Zusammenfassung der Ergebnisse 25

5 Ausblick 26

6 Literatur 26

7 Anhang 27


Heckenschäden Blatt 1

1 Einleitung

1.1 Die Hecken

Die Monschauer Heckenlandschaft und die Hausschutzhecken sind in ihrer Art einmalig in

Europa und zeichnen ein schönes Bild in der Monschauer und Simmerather Umgebung. Die

Hecken wurden von den Bewohnern bereits vor Generationen angelegt, um einen effektiven

Wind- und Wetterfang gegen die rauen Eifelwinde zu bieten. Die z. T. haushohen

Buchenhecken, sind mit Eingängen, Fenstern und Torbögen versehen und werden liebevoll

gepflegt. Sie sind ein besonderes Wahrzeichen der Region und absolut sehenswert.

(online Dokument http://www.kreis-aachen.de/C1256C61004B5B48/

CurrentBaseLink/N25FSFHQ666YH9RDE?open&at=_ALT)

1.2 Ausgangslage

Die ULB des Kreises Aachen wurde durch Anwohner aus dem Raum Monschau und

Simmerath wiederholt auf Schäden ihrer Windschutzhecken aufmerksam gemacht.

Es wird davon ausgegangen, dass die Schädigungen durch Streusalzeinwirkung in

Verbindung mit bestimmten klimatischen Bedingungen des Winters 2004/2005 entstanden

sind, da sie ausschließlich an viel befahrenen Verkehrwegen auftreten.

Die Schädigung umfasst diverse Baumarten und äußert sich in Blattnekrosen bis hin zu

abgestorbenen Trieben. Die Hecken sind zum Teil bis in 2m Höhe an der der Straße

zugewandten Seite unbelaubt, jedoch an der Rückseite unversehrt. Ebenso erweisen sich

Hecken am Rand ungestreuter, wenig befahrener Verkehrswege als unbeeinträchtigt.

1.3 Auftreten und Diagnostik von Salzschäden

Das auf die Fahrbahn ausgebrachte Streusalz bildet ein Gemisch mit Eis und Schnee. Ein Teil

des Salzes geht in Lösung und wird mit dem von der Straße abfließenden Schmelzwasser in

den Straßenrandbereich befördert. Ein anderer Teil des Salzes erreicht über Spritzwasser

(Verkehrsgischt, Salz-Aerosole) den Straßenrandbereich. Man unterscheidet demnach zwischen

den “direkten Kontaktschäden“ durch Verspritzen der Salzlösung auf die Pflanzen und den

“indirekten Schäden (= Systemschaden)“ durch die Versalzung des Bodens (Streusalz_2005-

flugs_helmholtzgesellschaft.pdf).

Salzschäden sind für den Laien faktisch nicht von Trockenschäden zu unterscheiden (MEYER

1982). Abzugrenzen sind sie allerdings von Trocken- oder Dürreschäden durch ihr lokales

Auftreten, da es sehr unplausibel erscheint, dass an der Straßenseite einer Hecke andere

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Heckenschäden Blatt 2

klimatische Bedingungen herrschen, als an der der Straße abgewandten Seite. Die durch

Auftausalze hervorgerufenen Schäden weisen folgende Merkmale auf:

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• Im Frühjahr treiben die Blätter der erkrankten Bäume verspätet aus.

• Die Blattgröße ist deutlich reduziert.

• Die Blattoberfläche ist oft gekräuselt und die äußeren Blattbereiche sind schon Mitte

Mai braun abgegrenzt vom Rest der Blattspreite.

• Das Absterben der Blätter schreitet kontinuierlich fort, so dass sich ab Juli/August das

Laub dunkelbraun verfärbt hat und die Blätter verfrüht abfallen.

1.4 Das Projekt

Ziel des Projektes ist die Erfassung und Untersuchung der Schäden an den Hecken.

Im Herbst 2005 und im Frühjahr 2006 werden Bestandsaufnahmen der Schäden ausgewählter

Hecken durchgeführt, sowie unbeschädigte Referenzhecken aufgenommen. Dafür werden

zunächst Eigenschaften der Hecken, wie beispielsweise Höhe oder Spezies, aufgenommen,

sowie die Beschädigung beschrieben und mit digitalen Fotos dokumentiert. Zusätzlich werden

die Anwohner über das Alter der Hecken und nach ihren Beobachtungen befragt.

Im Winter 2005/2006 wird basierend auf der Bestandsaufnahme 2005 in einem

experimentellen Ansatz die Belastungssituation, der die Hecken ausgesetzt sind, erfasst. Es

werden dafür eigens entworfene Auffangvorrichtungen an den Hecken angebracht, mit denen

die in die Hecken gelangende Spritzwassermenge und der Salzgehalt quantifiziert werden

kann.

Weiterhin werden der Straße zugewandte Teile der Hecken mit Hilfe von Plastiksäcken gegen

das Spritzwasser abgeschirmt. Mit Hilfe dieser „Exklusions-Experimente“ wird geprüft, ob

die Schädigungen systemischen Ursprungs sind, d.h. das Salz über die Wurzeln in die

Pflanzen gelangt, oder ob die Streusalzeinwirkung unmittelbar auf die Triebe erfolgt.

Letzteres würde sich in der Unversehrtheit der neuen Triebe ausdrücken.

Wenn jedoch die Pflanzen das Salz aus dem Boden aufnehmen, kann die

Kochsalzkonzentration (bzw. der Chloridionengehalt) in jungen Blättern im Vergleich zu

gesunden Blättern wesentlich erhöht sein (MEYER 1982). Um diesen Umstand zu untersuchen

werden im Frühjahr 2006 Blätter geschädigter und gesunder Hecken gesammelt und deren

Chloridionenkonzentrationen bestimmt.

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Heckenschäden Blatt 3

2 Methoden

Die durchgeführten Untersuchungen und Analysen wurden in zwei Teilbereiche gegliedert:

Teilbereich 1: Zusammenstellung der die Hecken betreffenden Parameter

Teilbereich 2: Experimenteller Ansatz

2.1 Teilbereich 1

Im Herbst 2005 wurden Kenndaten (Art und Höhe der Hecke, Entfernung zur Straße,

Verkehrsgeschwindigkeit etc.) von insgesamt 40 geschädigten Hecken katalogisiert, sowie

das Schadensbild beschrieben und mit Fotos dokumentiert. Zusätzlich wurden entsprechend

16 unbeschädigte Hecken, sog. Referenzhecken, aufgenommen, um im weiteren Verlauf der

Untersuchung zwischen kranken und gesunden Hecken Vergleiche anstellen zu können.

2.1.1 Auswahl der Probestellen

Aufgrund von Anwohnerbeschwerden oder –anfragen aus dem Raum Monschau und

Simmerath, wurden vornehmlich deren Hausschutzhecken angefahren. Darüber hinaus

wurden weitere Hecken, deren Schädigung bei der Begehung der o. g. Hecken offensichtlich

war, ebenfalls aufgenommen, sowie unbeschädigte Hecken, die als Referenz dienen sollten.

Diese Aufnahmen wurden in einem Zeitraum vom 25.10.05 bis zum 04.11.05 durchgeführt.

In Tabelle 1 sind die Ortschaften, in denen sich die untersuchten Hecken befinden, und die

Bezeichnung der Probestellen (HeckenID.) aufgeführt und in den Karten (siehe Anhang)

dargestellt.

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Heckenschäden Blatt 4

Tabelle 1: Bezeichnung der beprobten Hecken (a/b: verschiedene Abschnitte derselben Hecke, R: Referenz)

Ort HeckenID Ort

Hecken-

ID. Ort HeckenID

M1 LR Kesternich K1

M2a L1 Rötgen Rö1

M2b L2 I1

M3 L2R I2a

M3R

M4

L3

L4

Imgenbroich

I2b

I2R

M5 L6a I3

Mützenich M6R

M6aR

M7

Lammersdorf/

Rollesbroich

L6b

L6R

L7a

I3R

Hö1R

Hö2

M8a L7b Höfen Hö2R

M8b L8 Hö3

M9 L11

Hö4R

M9R L12 Ka1

M10 L13 Ka2R

Rohren

Ro1

Ro1R

RolR1

RolR2

Kalterherberg

Ka3

Ka4a

Ro2

Konzen

Ko1

Ko2

Ka4b

Ka5

(Die ersten Großbuchstaben der HeckenID. stehen für die Anfangsbuchstaben des Ortes. Die

Hecken wurden innerhalb eines Ortes nach der Reihenfolge der Begehung durchnummeriert.)

2.1.2 Befragung der Anwohner und der für den Winterdienst Verantwortlichen

Von besonderer Bedeutung sind die mit den betroffenen Anwohnern durchgeführten

Interviews, da sie u. a. über Gegebenheiten und Probleme vor Ort Auskunft geben können. So

wurden diese nach den Eigenschaften ihrer Hecken (z.B. Alter, Pflege), über das

Verkehrsaufkommen sowie nach möglichen Ursachen für die Schädigung befragt.

Die Daten inklusive der Kontaktdaten der interviewten Anwohner sind im Anhang zu finden.

Des Weiteren wurde die Technik der Salzausbringung recherchiert: Die zuständigen

Winterdienste (Stadt Monschau, Kreis Aachen, Straßenmeisterei Simmerath) wurden über die

Technik der Salzausbringung sowie über die Zusammensetzung des Streusalzes interviewt.

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Heckenschäden Blatt 5

2.2 Teilbereich 2: Experimenteller Ansatz

Nach der Befragung der Anwohner und der Winterdienste wurden verschiedenste Messungen

durchgeführt, um die Heckenschäden und die Belastungssituation quantifizieren und faktisch

belegen zu können.

2.2.1 Quantifizierung der Streusalzbelastung

Zur Erfassung der Streusalzmengen (bzw. Schneemengen), die von fahrenden Fahrzeugen auf

die Hecken gelangen, wurden Holzrahmen mit reißfester Folie bespannt und an zwölf

ausgesuchten Hecken angebracht (siehe Abbildung 1).

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Abbildung 1: Skizze der Spritzwasser-Auffang-Vorrichtung

Der 0,5x0,5 m große Rahmen wurde in 0,5 m Höhe über dem Boden direkt an der Hecke auf

der der Straße zugewandten Seite angebracht. Unterhalb der 0,25 m² großen mit Folie

bespannten Fläche wurde ein abnehmbarer Auffangkasten (Blumenkasten) angeschraubt, in

dem das auf diese definierte Fläche spritzende Schnee-Salz-Gemisch aufgefangen wird.

Die zwölf Beispielhecken wurden nach ihren Eigenschaften wie Entfernung von der Straße

und Fahrgeschwindigkeit ausgesucht. Es wurden dabei, wie Tabelle 2 darstellt, 4 Kategorien

gebildet.

Tabelle 2 : Kategorien von Heckentypen

Kategorie 1 schnell befahrene Straße, Hecke weit entfernt

Kategorie 2 langsam befahrene Straße, Hecke weit entfernt

Kategorie 3 schnell befahrene Straße, Hecke nah

Kategorie 4 langsam befahrene Straße, Hecke nah

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0,5m

0,5m

Holzrahmen mit Folie

Auffangkasten


Heckenschäden Blatt 6

Tabelle 3: Ort und Ausrichtung der beprobten Hecken

Kategorie HeckenID Exposition Ort

I1 parallel zu Hagard 56 Imgenbroich

Kategorie 1 L12 parallel zur B266 , Mühlenweg 17 Rollesbroich

L2 parallel Jägerhausstraße 24-42 Lammersdorf

L13 parallel zu Bahnhofstraße und Im Pohl Lammersdorf

Kategorie 2 Rö1 parallel zu Hauptstraße 108

Rötgen

M5 parallel zu Schiffenborn 38/40 Mützenich

L1 parallel zu Hoscheiterstraße 1 Lammersdorf

Kategorie 3 M1 parallel zu Schiffenborn 72

Mützenich

M8a parallel zu Reichensteiner Straße 127 Mützenich

M10 parallel zu Gustengasse 7

Mützenich

Kategorie 4 Ka4a parallel zu Arnoldystraße 41

Kalterherberg

Ka5 parallel zu Arnoldystraße 53 Kalterherberg

Die Beispielhecken wurden im Zeitraum vom 10.2. bis zum 27.2.06 dreimal beprobt.

Dazu wurden, sobald sich ein Schneeereignis ankündigte, die Hecken angefahren und die

Auffangkästen an die Holzgestelle montiert. Nach einer Exposition von 24h wurden die

Kästen abgenommen. Das Spritzwasser wurde aus den Kästen in einen 5L-Messbecher

überführt und das Volumen vermerkt. Je nach Volumen wurden bis zu drei Subsamples à

200ml in PE-Flaschen abgefüllt. Die gewonnen Proben wurden tief gefroren eingelagert.

Wenn sich in den Auffangkästen festes Material, wie Schnee oder Eis, befand, so wurde

dieses in einen Gefrierbeutel überführt und die gesamte Probe eingefroren, da eine

Volumenbestimmung vor Ort nicht möglich war. Diese wurde nachträglich im Labor beim

Auftauen der Proben für die Chloridbestimmung durchgeführt.

Zusätzlich wurden einige Schmelzwasser- und Schneeproben direkt vom Straßenrand

genommen, um die dortige Salzkonzentration bestimmen zu können.

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Heckenschäden Blatt 7

2.2.2 Messung des Chloridgehaltes in den Spritzwasserproben

Zur Bestimmung des Chloridgehaltes in den wie im vorherigen Abschnitt gewonnenen

Spritzwasserproben wurden die Proben aufgetaut und nach DIN 38 405 – D 1 – 1 (Deutsches

Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung) zur Bestimmung der

Chlorid-Ionen (D1) analysiert.

2.2.2.1 Grundlage des Verfahrens

Bei der argentometrischen Bestimmung von Chlorid nach Mohr werden die Chlorid-Ionen

direkt mit einer Silbernitratlösung titriert. Es bildet sich schwerlösliches Silberchlorid.

Ag + + Cl - AgCl↓

Als Indikator für die Erkennung des Endpunktes dieser Fällungstitration dient gelbes

Kaliumchromat (CrO4 2- ). Der Endpunkt der Titration wird dadurch erkannt, dass ein geringer

Überschuss an Silber-Ionen (zu bestimmende Cl - -Ionen sind verbraucht und als AgCl

ausgefällt) mit den in der Lösung vorhandenen Chromat-Ionen zur Ausfällung von

rotbraunem Silberchromat (Ag2CrO4) führt.

2.2.2.2 Durchführung

Das Volumen der zu untersuchenden Probe, maximal 100 ml, wird so bemessen, das

mindestens 1,5ml und nicht über 25ml der Silbernitratlösung verbraucht werden. Werden

weniger als 100ml Probe eingesetzt, so wird mit destilliertem Wasser auf 100ml aufgefüllt. Ist

der pH-Wert nicht im Bereich von 6,5 und 9,5, wird er mit Salpetersäure oder Natronlauge

auf diesen Bereich eingestellt.

Darauf wird die Probe mit 1,0ml der Kaliumchromat-Lösung versetzt und auf einer weißen

Unterlage mit Silbernitratlösung (c(AgNO3) = 0,1 mol/l) bis zum Farbumschlag von grüngelb

zu schwach rotbraun titriert.

Zur Ermittlung eines Blindwertes werden statt der Probelösung 100ml Wasser in der

angegebenen Weise titriert.

Die Massenkonzentration der Wasserprobe an Chlorid-Ionen ergibt sich nun nach folgender

Gleichung:

β=

(VAg −VB

) * c

V

gaiac

p

Ag

* f

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Heckenschäden Blatt 8

Hierin bedeuten:

β Massenkonzentration der Wasserprobe an Chlorid-Ionen, mg/l

VAg Volumen der bei der Titration verbrauchten Silbernitrat-Lösung in ml

VB

cAg

gaiac

Volumen der bei der Titration der Blindlösung verbrauchten Silbernitrat-Lösung, in ml

Stoffmengenkonzentration der Silbernitrat-Lösung, in mol/l

f Äquivalenzfaktor: f= 35453 mg/mol

VP

Volumen der angewendeten Wasserprobe

2.2.3 Beschreibung des Exklusions-Versuches

Der Versuch dient der Untersuchung der äußeren Salzeinwirkung auf die Triebe, und somit

dem Nachweis direkter Kontaktschäden. Um die Einflüsse des Salzes auf die Triebe zu

untersuchen, bzw. auszuschließen werden pro Beispielhecke je drei Abschnitte separiert. Bei

den Hecken handelt es sich ebenfalls um jene, an denen die Spritzwasseruntersuchungen

stattfinden. Es werden der Straße zugewandte Bereiche mit Hilfe von Gefrierbeuteln, die mit

Kabelbindern an den Zweigen befestigt werden, gegen das Spritzwasser abgeschirmt. Die

Zweige blieben im Zeitraum von Februar bis zum Abbau der Rahmen im April eingehüllt.

Nach Ablauf des Versuches werden die separierten Heckenabschnitte auf ihre Vitalität hin

betrachtet und fotografiert.

2.2.4 Beschreibung des Applikationsversuches

Um die Belastungssituation durch Streusalz nachzustellen wurde zunächst eine unbelastete

Hecke in Kalterherberg (HeckenID: Ka2R, Eigentümer: B. Theißen) ausgewählt. Es wurden

zwei 0,25 m² große Flächen in einer Höhe von 0,5 m über dem Boden abgesteckt und

gekennzeichnet. Auf der Datengrundlage der Chloridmessungen im aufgefangenen

Spritzwasser wurden diese Bereiche mit zwei verschieden konzentrierten Streusalzlösungen

(niedrig: 2g/l; hoch: 20g/l) täglich über einen Zeitraum vom 11.04.06 bis 25.04.06 besprüht.

Dabei stellt die niedrigere Konzentration eine real gemessene Chloridkonzentration dar,

während die des zweiten Ansatzes 10fach über den gemessenen Werten liegt.

Für die Applikation wurde ein im Baumarkt erhältlicher Zerstäuber verwendet. Pro Tag

wurden je 1000 ml der Salzlösung gleichmäßig auf jede Fläche verteilt. Als Mitte Mai der

Blattaustrieb erfolgte, wurde das Ergebnis fotographisch festgehalten. Die Blattspreiten von

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Heckenschäden Blatt 9

30 Blätter der behandelten, sowie unbehandelter Bereiche wurden Ende Mai exemplarisch

vermessen, um ein Maß für die Schädigung der Knospen zu erhalten.

Die Blattspreitenlängen der zwei Versuchsansätze werden mit den Blättern unbehandelter

Bereiche statistisch auf ihre Unterschiede hin überprüft (t-Test).

2.2.5 Bestimmung des Chlorid-Gehaltes in den Blättern

Mit Hilfe dieser Bestimmung wurde der Frage nachgegangen, ob es sich bei den vorliegenden

Schäden um „indirekte Schäden“ (systemische Schäden) handelte. Nach MEYER (1982) liegt

der Chlorid-Gehalt in den jungen Blättern der von Streusalz belasteten Pflanzen höher, als in

den Blättern unbelasteter Pflanzen. Zum dem Zweck wurden an 11 belasteten Hecken und 4

Referenzhecken jeweils (mindestens 100g Frischgewicht) Buchenblätter gesammelt.

2.2.5.1 Grundlagen des Versuchs

Bei der Chloridbestimmung nach WEIHE (1963, zitiert in MEYER 1982) wird mit

Quecksilber(II)ionen titriert. Versetzt man Chloridionen mit Quecksilberionen so erhält man

Quecksilber(II)chlorid.

2Cl - + Hg 2+

gaiac

HgCl2

Bei der Titration mit Quecksilbernitrat (Hg(NO3)2 ) entsteht solange Quecksilber(II)chlorid,

bis keine Chloridionen mehr vorhanden sind. Am Endpunkt der Titration bilden

überschüssige Quecksilberionen mit dem Indikator Diphenylcarbazon eine blauviolette

Komplexverbindung.

Die Chloridkonzentration ergibt sich aus dem Verbrauch an Titrierlösung (mercurimetrische

Bestimmung).

2.2.5.2 Durchführung der Chloridbestimmung

Die Proben werden im Labor bei 80°C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet und anschließend

sehr fein gemahlen. Von diesem Pflanzenpulver werden - entsprechend der Methode nach

WEIHE - 5,0g mit der gleichen Menge [Cl - - freier] Aktivkohle vermischt und mit 250ml der

Extraktionslösung (s. u.) in einem Erlenmeyerkolben ein halbe Stunde mechanisch

geschüttelt. Die Suspension wird nun über zwei harte Faltenfilter filtriert. 50ml des klaren

Filtrates werden dann mit 50ml Methanol (reinst) und 10 Tropfen der Indikatorlösung (s. u.)

vermischt.

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Heckenschäden Blatt 10

Anschließend wird mit einer eingestellten 0,02 n Hg(NO3)2 – Lösung bei ~ pH 3 bis

blassviolett titriert. Zur Feststellung des Blindwertes wird die Analyse mit denselben

Lösungen, jedoch ohne Pflanzensubstanz wiederholt und der Analysewert (ml Hg(NO3)2) um

diesen Blindwert vermindert.

Mittels einer Eichkurve mit eigens angesetzten Referenzlösungen (NaCl) können

anschließend die prozentualen Chloridionengehalte bezogen auf die Trockensubstanz der

Blätter errechnet werden.

Die Extraktionslösung wird wie folgt hergestellt:

200g NaNO3 werden in destilliertem Wasser (H2O dest.) gelöst, mit 50ml 0,1 n Salpetersäure

versetzt(HNO3) und mit dest. Wasser auf 5l aufgefüllt.

Um die Indikatorlösung herzustellen werden 0,1g Diphenylcarbazon in 10ml 96% Ethanol

gelöst.

2.2.6 Statistische Auswertungsverfahren

Im Folgenden werden die statistischen Auswertungsmethoden kurz erläutert.

2.2.6.1 Der Kolmogorov-Smirnov-Test

Mit Hilfe diese Tests werden die Datensätze auf ihre Normalverteilung geprüft, da diese eine

Voraussetzung für den im Folgenden beschriebenen t-Test bildet.

Der Kolmogorov-Smirnov-Test wurde mit Hilfe des Programms SPSS 11.5 durchgeführt.

2.2.6.2 Der t-Test

Mit Hilfe des t-Tests wird der Frage nachgegangen, ob sich die Mittelwerte zweier paariger

Stichproben signifikant voneinander unterscheiden. Diese Messwertpaare sind durch

Messwiederholung oder Parallelisierung entstanden. Die Nullhypothese besagt, dass die

Differenz dieser Paare so gering ist, dass sie als zufällig betrachtet werden könnte.

Ergab sich beim Vergleich der Datensätze ein niedriger Signifikanzwert


Heckenschäden Blatt 11

3 Ergebnisse

3.1 Teilbereich 1: Erhobene Heckendaten

Im Zeitraum vom 25.10.05 bis zum 04.11.05 wurden insgesamt 56 Hecken im Raum

Monschau und Simmerath zur Besichtigung und Beurteilung angefahren.

3.1.1 Das Alter der Hecken

Anhand der Altersstruktur der untersuchten Hecken lässt sich erkennen, dass sich die

Schädigung über alle Altersstufen erstreckt. Demnach besteht kein Zusammenhang zwischen

Alter und Schädigung der Hecke.

gaiac

[Jahre]

140

120

100

80

60

40

20

0

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Alter der Hecken

Ka4b

M10

Hö1R

Hö2R

Hö4R

Ka1

M1

M8a

L2

L2R

M8b

L7a

M5

K1

I3

I3R

Rö1

Hö2

L3

L6a

L6b

M3

M7

Ka4a

Ka5

L8

I2a

I2b

I2R

L7b

M9

M9R

Heckenbezeichnung

Abbildung 2: Alter der untersuchten Hecken


Heckenschäden Blatt 12

3.1.2 Entfernung zur Straße und Geschwindigkeit

Nach Sichtung der Daten wurden, um die Hecken charakterisieren zu können, folgende

Kategorien für die Parameter Geschwindigkeit und Entfernung der Hecke zur Straße gebildet:

Tabelle 4: Klassifizierung der Hecken nach den Parametern Geschwindigkeit und Entfernung zur Straße

Kategorie

(Geschwindigkeit:

km/h)

a bis 30 km/h

b bis 50 km/h

c bis 90 km/h

d bis 100 km/h

e bis 120 km/h

Kategorie

(Entfernung: m)

I bis 2,5 m

II bis 4,0 m

III bis 6,0 m

IV über 6,0 m

Die aufgenommenen Hecken wurden den entsprechenden Kategorien jeweils zugeordnet,

wobei zwischen unbelasteten Referenzhecken und belasteten Hecken unterschieden wurde

(vgl. Abbildung 3).

gaiac

proze ntualer Anteil der Kate gorie

Geschwindigke it (n = 40, beschädigte Hecken)

35%

2,5%

10% 17,5%

35%

bis 120 km/h

bis 100 km/h

bis 90 km/h

bis 50 km/h

0- 30 km/h

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proze ntuale r Ante il de r Kategorie

Geschwindigkeit (n = 16, Re fe re nzhe cke n)

37,5%

6,3%

18,8%

12,5%

Abbildung 3: Anteile der untersuchten Hecken auf den Parameter Geschwindigkeit bezogen

25%

bis 120 km/h

bis 100 km/h

bis 90 km/h

bis 50 km/h

0- 30 km/h

Zwischen den die Geschwindigkeit betreffenden Anteilen herrschen bei unbeschädigten und

beschädigten Hecken deutliche Unterschiede. So steht rund die Hälfte der beschädigten

Hecken an Straßen die mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 – 120km/h befahren werden.

Dagegen macht bei den Referenzhecken dies einen Anteil von einem Drittel aus. Weniger als

ein Viertel der beschädigten Hecken stehen an langsam befahrenen Straßen (bis 50 km/h),

während die Hälfte der unbelasteten Hecken sich an solchen Straßen befindet, bzw. nicht an


Heckenschäden Blatt 13

Straßen befindet. Es konnten im Untersuchungsgebiet keine unversehrten, vergleichbaren

Hecken an schnell befahrenen Straßen gefunden werden.

gaiac

proze ntuale r Anteil der Kate gorie Entfe rnung

(n = 16, Re fe renzhecken)

31,25%

18,75%

18,75%

31,25%

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über 6m

bis 6m

bis 4,0

bis 2,5

prozentualer Anteil der Kategorie Entfe rnung zur

Straße (n = 40, beschädigte Hecken)

Abbildung 4: Anteile der untersuchten Hecken auf den Parameter Entfernung zur Straße bezogen

55%

15%

30%

über 6m

Dasselbe gilt für den Parameter Entfernung zur Straße. Die Hälfte der Referenzhecken stand

mehr als 4 Meter von der Straße entfernt, während nur 15% der geschädigten Hecken in einer

Entfernung von 4 bis 6 m zu finden waren.

3.1.3 Höhe des Schadens

Um die Schäden an den Hecken kategorisieren zu können, wurden jeweils die Höhe der

Beschädigung aufgenommen. Folgende Abbildungen zeigen diese in Abhängigkeit von

Geschwindigkeit und Entfernung zur Straße.

Höhe [m]

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

0

Höhe des Schadens vs. Geschwindigkeit

0 20 40 60 80 100 120

v [km/h]

Höhe [m]

3,5

3

2,5

2

1,5

1

0,5

Höhe des Schadens vs. Entfernung

bis 6m

bis 4,0

bis 2,5

0

0,00 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00

Entfernung von Straße [m]

Abbildung 5: Höhe des Schadens (in Meter über dem Boden) an den Hecken im Verhältnis zu Geschwindigkeit

(links) und Entfernung zur Straße (rechts)

Aus diesen Abbildungen ist zu schließen, dass beide Parameter keinen direkten Einfluss auf

die Höhe des Schadens an der Hecke haben: Weder wird der Schaden mit zunehmender

Geschwindigkeit größer, noch nimmt er mit zunehmender Entfernung der Hecke von der

Straße ab.


Heckenschäden Blatt 14

3.1.4 Ergebnisse der Anwohnerinterviews

Die befragten Personen waren sich, bis auf zwei Ausnahmen, einig, dass der Schaden an ihrer

Hecke im Winter 2004/2005 das erste Mal aufgetreten war. Lediglich zwei Anwohner gaben

an, dass sie die Schädigung bereits ein Jahr früher bemerkt hatten. Als mögliche Gründe für

diesen Umstand nannten die Befragten die überhöhte Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge

und die Salzmenge, mit der die Hecken zu kämpfen haben. Zusätzlich wurden noch die

klimatischen Umstände des Winters 2004/2005 als mögliche Ursache in Erwägung gezogen.

Dieser sei sehr hart gewesen und nach einer Wärmeperiode habe es im März/April einen

Kälteeinbruch gegeben, wobei die bereits weit entwickelten Knospen durch das Streusalz

geschädigt worden wären.

Von drei Anwohnern wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um eine veränderte

Streusalzmischung handeln könne. Der Anwohner E. Roder (von Hecke M1) beispielsweise

hat beobachtet, dass Salz mit einer feineren Körnung gestreut wurde, welches eventuell höher

spritzen könnte.

Auch bemerkten einige Anwohner, dass Windverdriftung an exponierten Stellen eine Rolle

spielen könnte. Die Salzgischt des Straßenverkehrs sei so weiter und höher gespritzt.

Nach eigenen Beobachtungen wurde der teils schon mit Salz bestreute Schnee von den

Räumfahrzeugen in die an den Straßen gelegenen Hecken gedrückt.

3.1.5 Ergebnisse der Befragung des Winterdienstes

Die Straßenmeisterei Simmerath (Herr Dollmann) gibt an, dass für die Straßen, die in ihren

Zuständigkeitsbereich fallen, mit der Feuchtsalzmethode (FS 30) gestreut werden. In den

Feststoffbehältern der Fahrzeuge wird Auftausalz geladen. In separaten, seitlich an den

Feststoffbehältern angebrachten Soletanks befindet sich eine NaCl-Lösung. Während des

Transports sind Salz und Lösung getrennt. Die Vermischung von Auftausalz und Lösung

erfolgt unmittelbar vor der Ausbringung auf dem Streuteller in einem Mischungsverhältnis

von 70 Gewichtsprozent Auftausalz und 30 Gewichtsprozent Lösung.

[Quelle:http://www.salzindustrie.de/sw/rundums/anwendun/winterdi/feuchtsa.htm]

Des Weiteren gibt Herr Dollmann als Mengenangaben je nach Wetterlage 15- 30 g Salz pro

m² Fahrbahn an. Letztere werden bei besonders kritischen Wetterbedingungen, wie Glatteis

ausgebracht. Das Streusalz bezieht die Straßenmeisterei, wie auch die Stadt Monschau, von

der Firma Solvey. Es handelt sich hierbei um herkömmliches Koch- oder Steinsalz (NaCl).

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Heckenschäden Blatt 15

Herr Thönnessen von der Stadt Monschau teilte mit, dass der Winterdienst vor ca. 5 Jahren

privatisiert worden ist. In sechs von sieben Ortschaften ist der Winterdienst von der Stadt auf

Privatunternehmen übergegangen. Bei den sieben Orte, für die Monschau zuständig ist,

handelt es sich um: Kalterherberg, Höfen, Rohren, Imgenbroich, Konzen, Mützenich und

Monschau selbst. Lediglich die Monschauer Altstadt wird vom städtischen Unimok geräumt

und gestreut, während die restlichen Orte von Fahrzeugen der privaten Firmen geräumt

werden. Es wird in allen Ortschaften mit Trockensalz gestreut, welches die Betriebe von der

Stadt Monschau geliefert bekommen.

[Herr Thönnessen bemerkte zu den Schäden, dass er diese auch schon registriert habe. Sie

seien fast ausschließlich an klassifizierten Straßen, für die der Landesbetrieb NRW zuständig

gewesen sei, aufgetreten (Bundesstraßen, Kreisstraßen, Landesstraßen). Innerhalb des

Zuständigkeitsbereichs der Stadt Monschau (Altstadt) seien nur an 1 bis 3 Hecken Schäden

bemerkt worden.]

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Heckenschäden Blatt 16

3.2 Teilbereich 2: Experimenteller Ansatz

3.2.1 Spritzwasseruntersuchung zur Quantifizierung der Salzmengen

Tabelle 5 zeigt die aufgefangenen Schneemengen, die an den drei Terminen gemessen

wurden. Es sind große Schwankungen zwischen den aufgefangenen Volumina zu sehen.

Diese korrelieren statistisch gesehen nicht mit der Entfernung der Hecke zur Straße oder mit

der gefahrenen Geschwindigkeit.

Tabelle 5: Schneevolumina ( - : Probe ist verloren gegangen)

Termin 1 Termin 2 Termin 3

10./11.2.2006 20./21.2.2006 27./28.2.2006

Hecken-ID Volumen [ml] Volumen [ml] Volumen [ml]

I1 unter 200 600 700

L1 unter 200 700 300

L2 unter 200 650 1200

L12 unter 200 400 1000

L13 unter 200 500 700

Rö1 - 600 750

M1 unter 200 470 750

M5 unter 200 - 750

M8 unter 200 550 500

M10 - 400 1100

Ka4 unter 200 180 1300

Ka5 unter 200 330 1400

Die Schneeproben werden auf ihren Chloridgehalt hin analysiert. Die folgende Abbildung

stellt die mittleren Chloridkonzentrationen (Mittelwert aus drei Proben) dar.

gaiac

[mg/l]

1400

1200

1000

800

600

400

200

0

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mittlere Chloridkonzentrationen

L1 L2 Ka4 Rö1 L12 M1 M5 I1 M8 L13 M10 Ka5

Heckenbezeichnung

Abbildung 6: mittlere Chloridkonzentrationen (Mittelwerte aus den Proben)


Heckenschäden Blatt 17

Es lassen sich wiederum große Schwankungen zwischen den verschiedenen Proben

feststellen. Die höchste Chloridkonzentration wurde an der Hecke L1 am Ortseingang von

Lammersdorf gemessen. Die Salzkonzentration entspricht etwa einer 0,15%-igen Salzsole. Im

Vergleich dazu beträgt der Salzgehalt des Nordseewassers beispielsweise 3,5%.

In der weiteren statistischen Auswertung der Ergebnisse werden die absoluten Chloridmengen

(Einheit: mg) betrachtet. Dieser Summenparameter setzt sich aus den beiden oben

dargestellten Größen Schneemenge (Volumen: Liter) und Chloridkonzentration (mg/l)

(Produkt: Volumen x Salzkonzentration) zusammen und enthält dadurch mehr Informationen

als beide Größen separat. Die absoluten Chloridmengen werden zum besseren Verständnis

zusätzlich auf einen m² Fläche hochgerechnet, da die Fläche der Schneeauffangvorrichtung

eine Ausdehnung von 0,25 m² besaß.

Die folgende Abbildung stellt die Maximalwerte (aus den drei Terminen) der absoluten

Chloridmengen dar. Darunter wird hier die Salzmenge verstanden, die mit dem Schnee

innerhalb von 24h auf einen m² Hecke gelangt ist. Es wurde jeweils der höchste Wert der

Messungen gewählt, da so die maximal in die Hecken gelangenden Salzmengen besser

verdeutlicht werden können.

gaiac

mg Chlorid/(Tag.m²)

10000

9000

8000

7000

6000

5000

4000

3000

2000

1000

0

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Absolute Chloridmengen pro Tag und

Chloridmengen

Geschwindigkeit

L2 L1 L12 M1 Rö1 Ka4 M5 M10 I1 L13 Ka5 M8

geschädigte Hecken

Abbildung 7: Darstellung der absoluten maximalen Chloridmengen mg Chlorid/24h * m² und der gefahrenen

Geschwindigkeit

Neben den absoluten Chloridmengen, die erheblich schwanken, ist in Abbildung 7 die

gefahrene Geschwindigkeit aufgetragen. Der Trend, dass mit abnehmender Geschwindigkeit

weniger Salz in die Hecken gelangt, ist anhand der Abbildung belegbar. Es ergab sich eine

120

100

80

60

40

20

0

[km/h]


Heckenschäden Blatt 18

leicht signifikante Korrelation zwischen den Chloridmengen und der gefahrenen

Geschwindigkeit (Pearson-Test, SPSS-Ausgabe siehe Anhang). Das könnte bedeuten, dass je

schneller die Fahrzeuge fahren, desto höher und weiter spritzt die Streusalz enthaltende Gischt

und desto mehr gelangt in die Hecken. Dies ist jedoch auch damit zu begründen, dass es sich

bei den schnell befahrenen Straßen um Bundesstraßen handelt, auf denen größere Salzmengen

ausgebracht werden.

Des Weiteren wurde ein Zusammenhang zwischen der Chloridmenge und der Entfernung der

Hecken zur Straße gefunden. So wurde mit Hilfe des Spearmann-Rho-Tests eine signifikante

Korrelation zwischen der Entfernung der Hecken zur Straße und den ermittelten Salzmengen

des 2. Termins erstellt.

Es muss jedoch betont werden, dass unabhängig der gemessenen Chloridmengen an allen

Hecken ähnlich starke Schäden auftraten. Weder Entfernung der Hecke zur Straße, noch die

gefahrene Geschwindigkeit, lassen sich eindeutig mit der Größe des Schadens an der Hecke

korrelieren.

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Heckenschäden Blatt 19

3.2.2 Applikationsversuch (Nachstellen der Kontaktschäden)

Anhand dieses Versuches konnten „direkte Kontaktschäden“, die durch Verspritzen der

Streusalzlösung (Verkehrsgischt) entstehen, hervorgerufen werden. Das Schadensbild konnte

an einer gesunden Hecke “künstlich“ nachgestellt werden.

Eine wichtige Beobachtung wurde durch den Anwohner (B. Theißen) der behandelten Hecke

gemacht. So teilte er mit, dass der mit der 2%igen Salzlösung behandelte Heckenabschnitt mit

verspätetem Austrieb reagierte. Ab Anfang Mai wurde die Hecke grün, während der

behandelte Bereich deutlich später (ca. zwei bis drei Wochen) austrieb. Der Heckenabschnitt

zeigt auch bis dato (September 2006, mündliche Mitteilung des Eigentümers B. Theißen)

keine vollständige Wiedererholung.

Die folgende Abbildung stellt die errechneten Mittelwerte und Standardabweichungen der

vermessen Blattspreiten dar.

gaiac

[cm]

9

8

7

6

5

4

3

2

1

0

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mittlere Blattspreitenlänge

Kontrolle niedrige Salzkonzentration

(0,2%)

hohe Salzkonzentration

(2%)

Abbildung 8: mittlere Blattspreitenlänge (n=30) der verschiedenen Versuchansätze

Es tritt eine deutliche Abnahme der Blattspreitenlänge in den mit einer 2%igen Salzlösung

behandelten Bereichen auf. Die mittlere Blattlänge beträgt bei dem Kontrollansatz 7,17cm,

während sie im Heckenbereich, der mit einer 2%-igen Salzlösung behandelt wurde, mit

4,25cm erheblich niedriger liegt. Statistisch ist zwischen den Blattlängen des mit einer 0,2%-

igen Salzlösung behandelten Abschnitt und der Kontrolle kein signifikanter Unterschied

festzustellen (s. Anhang).


Heckenschäden Blatt 20

Die Heckenabschnitte, die mit der am höchsten konzentrierten Salzkonzentration (20g/l)

behandelt wurden, weisen kleinere Blätter mit Nekrosen auf. Wie auf dem folgenden Foto

auch deutlich zu erkennen ist, zeigte die Hecke in dem Bereich eine nachhaltige Schädigung.

Abbildung 9: behandelte Bereiche der Hecke (links: 0,2%ige Salzlösung, rechts: 2%ige Salzlösung), Foto von

Ende Mai 2006

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass bei einer Behandlung mit einer 0,2%-igen Salzlösung

keine deutlichen Schäden aufgetreten sind. Dies liefert Hinweise darauf, dass die

geschädigten Hecken zeitweise weitaus höheren Salzkonzentrationen ausgesetzt sein müssen,

als den gemessenen (s. 3.2.1).

Aufgrund der von der Straßenmeisterei gelieferten Angaben ist es durchaus denkbar, dass

solche höheren Salzkonzentrationen auftreten, wie die folgende Annahme verdeutlicht:

Wird vom Winterdienst bei z. B. Glatteis eine Salzmenge von 30g/m² Straße ausgebracht, so

würde sich das mit einem Liter Wasser (1mm) zu einer 3%-igen Salzsole vermischen. Bereits

geringere Konzentrationen können die Hecken nachweisbar schädigen. Je weniger

Niederschlag fällt, desto höher ist das Salz-Schneegemisch konzentriert.

3.2.3 Ausschlussversuch (Nachweis der Kontaktschäden)

Bedauerlicherweise lassen mit Hilfe dieses Versuchsteils keine Aussagen über eine mögliche

exogene Belastungssituation treffen. Viele der Gefrierbeutel wurden unvorhergesehen entfernt

oder beschädigt. Somit konnte keine dieser Versuchsteil nicht ausgewertet werden.

Eine Alternative zu diesem Versuch bietet die Hecke L2 an der B 399 bei Lammersdorf. Eine

Hälfte wurde von Anwohnern im Winter 2005/06 mit fester Plastikplane gegen die

Spritzwassereinwirkung geschützt, was ebenfalls die äußere Salzbelastung der Hecken

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Heckenschäden Blatt 21

ausschließt. Hier zeigte sich, dass diese geschützten Abschnitte weniger beeinträchtigt waren,

als Hecken die dieser Belastung den ganzen Winter über exponiert waren.

Wie auf den folgenden Fotos zu erkennen ist, stellt sich der ungeschützte Teil der Hecke als

deutlich unbelaubter dar, als der geschützte Teil der Hecke. Im linken Bild ist der im Winter

mit Planen abgedeckte Bereich zu sehen, während rechts der Teil der Hecke zu sehen ist, der

ungeschützt blieb.

gaiac

Abbildung 10: geschützter (links) und ungeschützter (rechts) Bereich der Hecke L2

Daraus lässt sich schließen, dass es sich um Kontaktschäden handelt und dass eine

Wiedererholung der Hecken durchaus möglich ist.

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Heckenschäden Blatt 22

3.2.4 Chloridgehalt in den Blättern (Nachweis eines systemischen Schadens)

Die folgende Abbildung stellt die prozentualen Chloridgehalte, die in verschiedenen Proben

gemessen wurden dar. Die Werte liegen bei allen Hecken deutlich unter 0,05% pro

g/Trockengewicht.

gaiac

Chlorid [%] bezogen auf TG

0,05

0,045

0,04

0,035

0,03

0,025

0,02

0,015

0,01

0,005

0

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Chloridgehalte der Blätter

I 1 vor

R

M 5 vor

M 10 rü

M 1 rü

L 1 vor

Ka 4 vor

Ka 4 rü

M 8 rü

M 1 vor

L 2 vor

R

R

M 8 vor

M 5 rü

L 12 vor

L 1 rü

Roe 1 rü

R

I 1 rü

Heckenbezeichnung

Abbildung 11: prozentuale Chloridgehalte bezogen auf das Trockengewicht (TG) der Blätter (bei

Heckenbezeichnung bedeutet R: Referenzhecke, rü: Blätter von der Rückseite und vor: Vorderseite)

Der Chloridgehalt in den Blättern ist nicht erhöht. Demnach nehmen die Pflanzen in Folge der

Streusalzausbringung nicht vermehrt Salz durch ihre Wurzeln auf. Anhand der Abbildung ist

zu erkennen, dass keine deutlichen Unterschiede zwischen Referenzproben und geschädigten

Blättern auftreten. Bei einem systemischen Schaden liegen laut Literatur die Chloridgehalte in

den Blättern erkrankter Pflanzen zwischen 1,3 und 2,4% (MEYER 1982). Die gemessen

Chloridgehalte weisen jedoch darauf hin, dass ein systemischer Schaden auszuschließen ist.

3.2.5 Klimadaten

Da die Heckenschäden vornehmlich im Winter 2004/05 zum ersten Mal auftraten, wurde ein

besonderes Augenmerk auf die klimatischen Verhältnisse gerichtet. Die Annahme liegt nahe,

dass dieser Winter sich klimatisch von den vorherigen unterscheidet. Auf diesen Umstand

haben viele der interviewten Anwohner hingewiesen. Sie gaben an, dass der Winter länger

gedauert habe und durch eine Wärmeperiode im Januar unterbrochen worden sei. Im

Folgenden ist die Anzahl der Eistage der letzten fünf Winter dargestellt. Unter Eistagen

versteht man solche Tage, an denen die Maximaltemperatur unter 0°C liegt.


Heckenschäden Blatt 23

gaiac

40

35

30

25

20

15

10

5

0

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Gesamtzahl der Eistage

2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06

Abbildung 12: Gesamtzahl der Eistage (max. Temperatur < 0°C)

Die Winter 2001/02, 2002/03 und 2003/04 wiesen deutlich weniger Eistage als die zwei

vergangenen Winter auf. Im Winter 2004/05 war die Anzahl der Eistage gegen über der der

vorherigen Jahre um rund ein Drittel gestiegen (Quelle:

http://www.eifelwetter.de/linden_rueckschau.htm). Es ist daher zu vermuten, dass in Folge

dessen mehr Salz gestreut wurde.

Darüber hinaus haben sich die Kälteperioden, wie die folgende Abbildung belegt, nach hinten

verschoben, d. h. es treten im März und April der letzten zwei Jahre deutlich mehr Eistage

auf, als in den Jahren davor.

9

8

7

6

5

4

3

2

1

0

Summe der Eistage März/ April

2002 2003 2004 2005 2006

Abbildung 13: Anzahl der Eistage in März und April der letzten fünf Jahre


Heckenschäden Blatt 24

Somit verschiebt sich die Salzbelastung weiter in Richtung Knospungszeitpunkt. Es ist zu

vermuten, dass die Pflanzen zu diesen späten Eisereignissen sensitiver auf eine Salzbelastung

reagieren.

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Heckenschäden Blatt 25

4 Fazit und Zusammenfassung der Ergebnisse

Anhand der Auswertung der Experimente (Teilbereich 2) kann belegt werden, dass kein

systemischer Schaden vorliegt, d.h. eine Schädigung der Hecken über die Versalzung des

Bodens kann ausgeschlossen werden. Vielmehr handelt es sich um „direkte Kontaktschäden“,

die durch Verspritzen der Streusalzlösung (Verkehrsgischt) hervorgerufen werden. Eindeutige

Hinweise darauf liefert der Applikationsversuch, mit dessen Hilfe das Schadensbild an einer

gesunden Hecke künstlich nachgestellt werden konnte. Darüber hinaus zeigte die

Blätteranalyse keine erhöhten Salzkonzentrationen, d.h. ein “innerer Schaden“ kann somit

ausgeschlossen werden.

Die an den Hecken ermittelten Salzmengen (Spritzwassermessungen) können, wie der

Applikationsversuch belegt, nicht allein für die Schäden verantwortlich sein, da die

gemessenen Konzentrationen kaum einen Schaden in diesem Ausmaß hervorrufen. Direkte

Kontaktschäden werden erst bei höheren Salzkonzentrationen induziert, die in dem gemessen

Salz-Schneegemisch nicht erreicht wurden.

Nach mündlicher Mitteilung von Herrn Dollmann (Straßenmeisterei Simmerath) werden

besonders bei Glatteis Salzmengen von bis zu 30g/m² ausgebracht, im Gegensatz dazu werden

bei normalen Schneeereignissen Mengen von durchschnittlich 15g/m² gestreut. Die deutlich

höheren Salzmengen bei einem gleichzeitig verringerten Verdünnungsfaktor (beispielsweise

ein niederschlagfreier Eistag) führen bei reinem Glatteis zu höheren Salzkonzentrationen auf

der Straße, als im durchschnittlichen Salz-Schneegemisch herrschen. Somit wird eine

Salzkonzentration erreicht, die ein Schadensbild auslöst. Nach aktueller Kenntnislage wird

daher die Häufigkeit der Eis-Tage ohne Schnee (= hohe Salzkonzentrationen) für die

Heckenschäden verantwortlich gemacht. Die Auswertung der Klimadaten der letzten fünf

Jahre unterstützt diese These, da vor allem in den Wintern 2004/05 und 2005/06

überdurchschnittlich viele (schneefreie) Eis-Tage auftraten.

Die aufgefangenen Salzmengen an den Hecken korrelieren zudem leicht mit Entfernung der

Hecke von der Straße und der Geschwindigkeit, mit der die Autos vorbei fahren. Eine

reduzierte Geschwindigkeit würde daher grundsätzlich zu geringeren Belastungen der Hecken

führen.

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Heckenschäden Blatt 26

5 Ausblick

Anhand der erhobenen Daten konnte die Ursache der Heckenschäden eingeengt werden. Es

werden zwei weiterführende Untersuchungen vorgeschlagen:

Applikationsversuch: Um die Effekte des Salzes und den Schwellenwert der Schädigung

gaiac

festzustellen, ist der Applikationsversuch auszudehnen. Es sind zu verschiedenen Zeiten

(z.B. Februar, März, April) verschieden konzentrierte Salzlösungen in unterschiedlicher

Häufigkeit auf eine gesunde Hecke künstlich aufzubringen. Hierdurch kann festgestellt

werden, welche Salzkonzentration wie häufig auf eine gesunde Hecke einwirken muss,

um einen Schaden hervorzurufen.

Messung der Salzkonzentrationen auf der Straße: Je nach Streuereignis können sehr

unterschiedliche Salzkonzentrationen auf der Straße vorliegen. Es sind die

verschiedenen Streuereignisse (z.B. Glatteis ohne Schnee, Schnee, etc.) zu

katalogisieren und deren jeweilige Salzkonzentration auf der Straße festzustellen.

Anhand dieser beiden Untersuchungen wäre eine konkrete Risikoeinschätzung für die Hecken

der Eifel zukünftig möglich.

6 Literatur

• Meyer, F. H. Hrsg. (1982): Bäume der Stadt, Verlag Eugen Ulmer Stuttgart: 174

• http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2005/streusalz.php

• DIN 38 405: Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und

Schlammuntersuchung/ Anionen (Gruppe D), Bestimmung der Chlorid-Ionen/

Maßanalytische Bestimmung nach Mohr (1986)

• http://www.kreis-

aachen.de/C1256C61004B5B48/CurrentBaseLink/N25FSFHQ666YH9RDE?open&at

=_ALT

• http://www.salzindustrie.de/sw/rundums/anwendun/winterdi/feuchtsa.htm

• http://www.eifelwetter.de/linden_rueckschau.htm

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Heckenschäden Blatt 27

7 Anhang

Tabelle 6: Ergebnisse der Aufnahme der Heckenparameter

HeckenID Aufnahmedatum Höhe Dicke Arten Entfernung v. Str. Geschwindigkeit

Hö1R 03.11.05 1,50 1,00 F. s. 4,80 100

Hö2 03.11.05 1,40 0,60 F. s./ P. a. 4,90 70-100

Hö2R 03.11.05 6,00 1,50 F. s. 2,00 30

Hö3 03.11.05 1,00 0,40 C. b. 3,40 70-100

Hö4R 03.11.05 6,00 1,50 F. s. 3,00 70-100

I1 04.11.05 2,50 1,00 F. s. 5,50 70-100

I2a 04.11.05 2,50 0,90 F. s. 5,00 70

I2b 04.11.05 1,70 0,90 F. s. 2,00 50-70

I2R 04.11.05 1,30 0,90 F. s. 1,90 30-50

I3 04.11.05 1,50 0,50 F. s. 3,10 70-100

I3R 04.11.05 1,50 0,50 F. s. - 70-100

K1 26.10.05 1,50 0,80 F. s./ C. b. 2,60 50-90

Ka1 03.11.05 6,00 1,00 F. s./ A. pl./ C. a. 1,20 50-60

Ka2R 03.11.05 1,70 0,60 F. s. - -

Ka3 03.11.05 1,00 0,50 F. s. 1,90 50-60

Ka4a 03.11.05 0,50 0,40 F. s. 1,00 50

Ka4b 03.11.05 6,50 1,20 F. s. 0,80 50

Ka5 03.11.05 2,20 0,80 F. s. 1,00 50

Ko1 04.11.05 2,10 0,60 F. s. 3,60 70-100

Ko2 04.11.05 6,00 1,75 P. a. 5,00 70-100

L1 25.10.05 6,00 2,00 F. s. 2,00 50-90

L2 26.10.05 2,00 1,00 F. s./ C. b./ L. v. 4,50 100-120

L2R 26.10.05 2,50 1,50 F. s./ C. b. - 100-120

L3 26.10.05 1,10 0,60 T. spec. 1,50 50- 70

L4 26.10.05 1,20 0,60 C. m. 2,70 100-120

L6a 25.10.05 1,20 0,75 I. a./ P. spec./ T. b./ S. a. 2,80 100-120

L6b 25.10.05 2,50 1,00 F. s. 2,80 100-120

L6R 25.10.05 2,50 1,50 F. s. 6,00 100-120

L7a 26.10.05 0,90 0,35 F. s. 2,60 100-120

L7b 26.10.05 0,90 0,35 F. s. 2,60 100-120

L8 25.10.05 1,30 0,80 F. s./ C. b. 2,70 100-120

L11 26.10.05 1,10 0,90 F. s. 1,50 50-90

L12 26.10.05 3,50 0,90 F. s. 4,70 70-100

L13 26.10.05 1,00 0,90 P. l. 3,30 50

LR 26.10.05 0,90 0,50 F. s./ C. m. 3,40 50

M1 31.10.05 6,50 1,30 F. s. 1,00 70-100

M2a 31.10.05 1,50 1,00 F. s. 1,70 50-90

M2b 31.10.05 4,50 1,10 F. s. 1,50 50-90

M3 31.10.05 1,50 0,80 F. s. 1,80 50-90

M3R 31.10.05 3,00 1,00 F. s. . 50-90

M4 31.10.05 1,20 0,70 F. s./ C. m. 1,50 50-90

M5 31.10.05 1,60 0,60 F. s./ A. ps. 2,60 50-90

M6aR 31.10.05 2,00 1,00 F. s. 5,00 50-70

M6R 31.10.05 3,00 1,00 F. s. 3,10 60-80

M7 31.10.05 4,00 0,70 F. s. 2,50 70-100

M8a 31.10.05 6,00 1,00 F. s. 2,00 70-100

M8b 31.10.05 1,50 0,50 F. s. 2,00 70-100

M9 31.10.05 1,20 0,50 F. s. 1,00 70-100

M9R 31.10.05 1,20 0,50 F. s. - 70-100

M10 31.10.05 5,00 0,70 F. s. 0,70 30

Ro1 04.11.05 1,60 0,80 F. s. 3,50 70-100

Ro1R 04.11.05 1,90 0,80 F. s. 3,50 30-50

Ro2 04.11.05 2,20 0,80 F. s. 0,90 70

RolR1 26.10.05 5,00 1,10 F. s./ C. b./ C. a./C. m. 2,10 30

RolR2 25.10.05 1,60 0,95 F. s./ C. b./ S. n. 3,70 30-50

Rö1 04.11.05 4,00 1,60 F. s. 3,00 50-90

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Heckenschäden Blatt 28

Tabelle 7: Abkürzungen der Heckenpflanzen für Tabelle 6

Kürzel Name

I. a. Ilex aquifolium

P. l. Prunus laurocerus

C. b. Carpinus betulus

F. s. Fagus sylvaticus

C. m. Crataegus monogyna

T. spec. Thuja spec.

A. pl. Acer platanoides

A. ps. Acer pseudoplatanus

C. a. Corylus avellana

P. spec. Philadelphus spec.

T. b. Taxus baccata

L. v. Ligustrum vulgare

S. n. Sambucus nigra

Tabelle 8: Angaben zu Eigentümern und Lage der Hecken

Ort HeckenID Anwohner/

Eigentümer

Lage Telefon

Ro1 parallel zur Straße, rechts vor Ortseingang und Parkplatz

Rohren Ro1R parallel zu Hauptstr. 30

Ro2 parallel zur Hauptstraße, Außenseite der Kurve

I1 Scheffen parallel zu Hagard 56, Außenseite d. Kurve 02472-2366

I2a parallel zu Alte Monschauer Str.

Imgenbroich

I2b

I2R

parallel zu Alte Monschauer Str.

Schlieper parallel zu Erlenweg 10

I3 Kirch parallel zu Triererstr. 304

I3R Kirch senkrecht zu Triererstr., hinter I3

Konzen

Ko1

Ko2 Steffens

parallel zu Blumgasse (Ortsausgang)

parallel zu Triererstraße/ Ecke Auf Alderich

Hö1R Heck parallel zu Hauptstr. (linke ab Hohlweg, Richt. Schleiden)

Höfen

Hö2

Hö2R s. Hö2

parallel zu Umgehungsstr. 4 (Ortsausgang, Ecke Alter

Weg)

parallel zu Alter Weg

Hö3 parallel zu Umgehungsstr. 2

Hö4R parallel zu Umgehungsstr. und Alter Weg (ggü. Hö2R)

Ka1 Conrads parallel zu Messeweg 48

Ka2R Theissen senkrecht zu Messeweg 81 (hinter Haus)

Kalterherberg

Ka3

Ka4a

Pontzen parallel zu Messeweg 21

Hermes parallel zu Arnoldystr. 41 02472- 7596

Ka4b Hermes parallel zu Arnoldystr. 41

Ka5 Lambertz parallel zu Arnoldystr. 53 02472- 5544

Mützenich M1 Roder parallel zu Schiffenborn 72

M2a Reinartz parallel zu Schiffenborn 68

M2b Reinartz parallel zu Schiffenborn 68

M3 parallel zu Schiffenborn 62

M3R senkrecht zu Schiffenborn

M4 parallel zu Schiffenborn zw. 60 und 58

M5 Conrads parallel zu Schiffenborn zw. 40 und 38

M6R parallel zu Eupenerstr. 25

M6aR parallel zu Eupenerstr., Ecke Im Bruch

M7 parallel zu Reichensteinstr. 135

M8a parallel zu Reichensteinstr. 127

M8b parallel zu Reichensteinstr. 127

M9 parallel zu Reichensteinstr. 119

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Heckenschäden Blatt 29

M9R senkrecht zur Reichensteinerstraße 119

M10 parallel zu Gustengasse 7

LR parallel zu Im Pohl

L1 parallel zu Hoscheiterstr.

L2 Grabinger parallel zur B399

L2R Grabinger senkrecht zu B399

L3 parallel zu Junkerstr,

L4 Zimmermann parallel zur B399

L6a Graff parallel zur B399

Lammersdorf

L6b

L6R

Graff parallel zur B399, Nr. 7

Graff parallel zur B399, zum Radweg

L7a Schümmer parallel zur B399 02473- 1248

L7b Schümmer parallel zur B399

L8 parallel zur B399

L11 parallel zur B399

L13 Ballin parallel zu Bahnhofstr. und Im Pohl 02473- 6522

RolR1 parallel zu Mühlenweg

RolR2 parallel zu Dürenerstr 40

Rollesbroich L12 Bergs parallel zur B266 , Mühlenweg 17

02473- 4491

Kesternich K1 Haas parallel zu Straucherstr.

Rötgen Rö1 Biegmann parallel zu Hauptstr. Nr. 108 0247 - 33 88

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Heckenschäden Blatt 30

Tabelle 9: Ergebnisse der Anwohnerinterviews

HeckenID

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Alter

der

Hecke genannte Gründe Streuhäufigkeit Verkehrsaufkommen Besonderheiten/ Beobachtungen

Hö1R 100 -

Geschwindigkeit der Streufahrzeuge, Salz,

witterungsabhängig starker Durchgangsverkehr starke Läuseplage 2005

Hö2 25

Schnee - starker Durchgangsverkehr Schneepflug katapultiert Schneesalzgemisch ca. 5m weit

Hö2R 100 - wenig wenig -

Hö3 - - -

Hö4R 100 - - - wurde bombardiert, Mäuseplage?

I1 - - - -

I2a 13 Salz, Klima witterungsabhängig massiver Berufsverkehr bei Johannistrieb wiedererholt

I2b 13 Salz, Klima, Autos fahren rein witterungsabhängig massiver Berufsverkehr erhöhtes Fischsterben im Teich hinter I2b

I2R 10 wenig wenig -

I3 30 Salz, Klima, andere Salzmischung 20 mal massiver Berufsverkehr -

I3R 30

Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge, Salz,

-

K1 35

Schnee unverändert Verkehr mehr, seit Maut verspäteter Austrieb, Schnee in Hecke gedrückt

Ka1 100 Salz - viel Busse -

Ka2R - - - -

Ka3 - - - - wollte keine Auskunft geben

Ka4a 18 Salz, Klima 2 bis 3 mal starker Durchgangsverkehr verspäteter Austrieb, ganze Bäume tot

Ka4b 150 Salz, Klima 3 bis 3 mal starker Durchgangsverkehr junge Triebe: 1. 10 cm braun

Ka5 14 Salz, Klima sehr oft starker Durchgangsverkehr bei Johannistrieb etwas wiedererholt

Ko1 - - - - -

Ko2 - Parasitenbefall, Salz, Klima sehr oft starker Durchgangsverkehr -

L1 - - - - kein Anwohner

L2 50 Salz, Klima, andere Salzmischung witterungsabhängig konstant starker Verkehr Gärtner sagt: bleibender Schaden

L2R 50 - - - -

L3 25 Schnee u. Salz sehr oft nachts schnelle LKW -

L4 - -

Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge, Salz,

- - -

L6a/b 25

Schnee bis 10 mal starker Durchgangsverkehr -

L6R - - - - -

L7a 40 Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge, Salz,

- Schnee spritzt 7-8 m weit

L7b 10 Klima

Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge, Salz,

jede 20 min.

- L7b wächst jetzt über Zaun: oben braun

L8 14

Klima witterungsabhängig konstant starker Verkehr schon ab 2003 leichte Schäden, kein Austrieb 2005

L11 - - - - kein Anwohner

L12 - - - - -

L13 - - - - -

LR - - - - -

M1 100 Salz, Klima, andere Salzmischung konstant starker Verkehr Salz sah anders aus, kleinere Stücke, die höher spritzen

M2a - - - - -

M2b - - - - -

M3 25 Schnee u. Salz - - -

M3R - - - - -

M4 - -

Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge, Salz,

- - -

M5 40

Schnee witterungsabhängig konstant starker Verkehr verspäteter Austrieb

M6aR - - - - -

M6R - - - - -

M7 20 Salz witterungsabhängig konstant starker Verkehr im Laufe des Jahres etwas erholt

M8a 74 Salz, Klima, Windverdriftung witterungsabhängig starker Durchgangsverkehr im Laufe des Jahres etwas erholt

M8b 50 Salz, Klima, Windverdriftung witterungsabhängig starker Durchgangsverkehr im Laufe des Jahres etwas erholt

M9 6 Schnee, Salz, Klima 3 bis 4 mal pro Tag massiver Berufsverkehr -

M9R 6 - - - -

Geschwindigkeit der Räumfahrzeuge, Salz,

wegen Schneewall, einspurig im Winter, Schnee drückt

M10 150

Schnee witterungsabhängig -

in Hecke

Ro1 - - - - -

Ro1R - - - - -

Ro2 - - - - -

RolR1 - - - - -

RolR2 - - - - -

Rö1 27 Salz 2 bis 4 mal pro Tag massiver Berufsverkehr -

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Heckenschäden Blatt 31

Tabelle 10: prozentuale Anteile der ausgesuchten Hecken in den Kategorien Geschwindigkeit und Entfernung

zur Straße

Kategorie: Referenzhecken geschädigte Hecken Kategorie: Entfernung Referenzhecken geschädigte Hecken

Geschwindigkeit (%-Anteil) (%-Anteil) zur Straße

(%-Anteil) (%-Anteil)

bis 120 km/h 12,5 17,5 über 6m 18,75 0

bis 100 km/h 25,0 35,0 bis 6m 31,25 15

bis 90 km/h 18,8 35,0 bis 4,0 18,75 30

bis 50 km/h 6,3 10,0 bis 2,5 31,25 55

0- 30 km/h 37,5 2,5

Tabelle 11: Höhe des Schadens an den Hecken in Meter

Höhe des Schadens

Höhe des Schadens

HeckenID [m] HeckenID

[m]

Hö2 2,00 L13 0,75

Hö3 1,00 L2 1,50

I2a 1,00 L3 0,75

I2b 0,75 L6a 0,75

I3 1,50 L6b 0,75

K1 1,00 L7b 0,75

Ka1 0,75 L8 0,50

Ka3 0,40 M1 1,00

Ka4a 0,50 M10 1,00

Ka4b 1,50 M2a 0,75

Ka5 1,00 M2b 0,75

Ko1 0,75 M3 0,50

Ko2 3,00 M4 0,50

L1 3,00 M5 1,00

L11 1,00 M7 1,70

L12 1,50 M8a 0,50

Rö1 1,00 M8b 0,50

Ro2 1,20 M9 0,50

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Heckenschäden Blatt 32

Tabelle 12: Chloridkonzentrationen im aufgefangenen Spritzwasser (-: Probe verloren gegangen, Beprobung des

Straßenwasser nicht an allen Terminen durchgeführt)

HeckenID Termin 1 Termin 2 Termin 3

[mg/l Cl]

I1 198,54 120,54 255,26

L1 439,62 2917,78 1013,96

L2 397,07 1711,20 1964,10

L12 219,81 439,62 1556,39

L13 113,45 78,00 226,90

Rö1 - 1304,67 716,15

M1 155,99 255,26 1304,67

M5 70,91 - 467,98

M8 198,54 127,63 113,45

M10 - 42,54 205,63

Ka4 3304,22 138,27 343,89

Ka5 155,99 42,54 113,45

M5 Straße 1545,75

Ka4 Straße 1588,29 709,06

Ka5 Straße 1191,22

Rö1 Staße 1113,22

Tabelle 13: maximale absolute Chloridmengen pro 0,25m² und 24h (aus Termin 2 und 3, Termin 1 konnte nicht

errechnet werden, da Volumina unter 200ml lagen und nicht exakt bestimmt werden konnten)

HeckenID max. Chloridmenge/m²*Tag [mg] Entfernung [m] Geschwindigkeit[km/h]

gaiac

L2 9427,66 4,50 110,00

L1 8169,79 2,00 80,00

L12 6225,55 4,70 90,00

M1 3914,01 1,00 70,00

Rö1 3131,21 3,00 70,00

Ka4 1788,25 1,00 50,00

M5 1403,94 2,60 60,00

M10 904,76 0,70 30,00

I1 714,73 5,50 70,00

L13 635,32 3,30 50,00

Ka5 635,32 1,00 50,00

M8 280,79 2,00 70,00

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Heckenschäden Blatt 33

Tabelle 14: Ergebnisse der statistischen Auswertung des Spritzwasserversuches

Test Parameter Ergebnis

Pearson Geschwindigkeit/maximale absolute Chloridmenge signifikant

Pearson Entfernung/maximale absolute Chloridmenge nicht signifikant

Pearson Geschwindigkeit /Chloridmenge Termin 2 nicht signifikant

Pearson Geschwindigkeit /Chloridmenge Termin 3 signifikant

Pearson Entfernung der Hecke zur Straße /Chloridmenge Termin 2 nicht signifikant

Pearson Entfernung der Hecke zur Straße /Chloridmenge Termin 3 nicht signifikant

Pearson Geschwindigkeit /mittlere Cl-Menge signifikant

Pearson Entfernung der Hecke zur Straße/mittlere Cl-Menge nicht signifikant

Pearson Geschwindkeit/mittlere Cl-Konzentration nicht signifikant

Pearson Entfernung der Hecke zur Straße/mittlere Cl-Konzentration nicht signifikant

Kendall-Tau Geschwindigkeit /Chloridmenge Termin 2 signifikant

Kendall-Tau Geschwindigkeit /Chloridmenge Termin 3 nicht signifikant

Kendall-Tau Entfernung der Hecke zur Straße /Chloridmenge Termin 2 nicht signifikant

Kendall-Tau Entfernung der Hecke zur Straße /Chloridmenge Termin 3 nicht signifikant

Kendall-Tau Geschwindigkeit /mittlere Cl-Menge nicht signifikant

Kendall-Tau Entfernung der Hecke zur Straße/mittlere Cl-Menge nicht signifikant

Kendall-Tau Geschwindkeit/mittlere Cl-Konzentration nicht signifikant

Kendall-Tau Entfernung der Hecke zur Straße/mittlere Cl-Konzentration nicht signifikant

Spearmann-Rho Geschwindigkeit /Chloridmenge Termin 2 signifikant

Spearmann-Rho Geschwindigkeit /Chloridmenge Termin 3 nicht signifikant

Spearmann-Rho Entfernung der Hecke zur Straße /Chloridmenge Termin 2 signifikant

Spearmann-Rho Entfernung der Hecke zur Straße /Chloridmenge Termin 3 nicht signifikant

Spearmann-Rho Geschwindigkeit /mittlere Cl-Menge nicht signifikant

Spearmann-Rho Entfernung der Hecke zur Straße/mittlere Cl-Menge nicht signifikant

Spearmann-Rho Geschwindkeit/mittlere Cl-Konzentration nicht signifikant

Spearmann-Rho Entfernung der Hecke zur Straße/mittlere Cl-Konzentration nicht signifikant

Tabelle 15: Korrelationen zwischen maximaler absoluter Chloridkonzentration und auf der Straße gefahrener

Geschwindigkeit

Geschwindigkeit Max. abs. Chloridkonz.

Geschwindigkeit Korrelation nach Pearson 1 ,717(**)

Signifikanz (2-seitig) . ,009

N 12 12

Max. abs.

Chloridkonz.

gaiac

Korrelation nach Pearson

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,717(**) 1

Signifikanz (2-seitig) ,009 .

N 12 12

** Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,01 (2-seitig) signifikant.

Tabelle 16: Korrelationen zwischen Chloridmengen des Termin 3 und Geschwindigkeit

Geschwindigkeit ChloridmengeTermin 3

Geschwindigkeit Korrelation nach Pearson 1 ,717(*)

Signifikanz (2-seitig) . ,013

N 11 11

ChloridmengeTermin 3 Korrelation nach Pearson ,717(*) 1

Signifikanz (2-seitig) ,013 .

N 11 11

* Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,05 (2-seitig) signifikant.


Heckenschäden Blatt 34

Tabelle 17: Korrelationen zwischen Chloridmengen des Termin 2 und Geschwindigkeit

Geschwindigkeit ChloridmengeTermin 2

Kendall-Tau-b Geschwindigkeit Korrelationskoeffizient 1,000 ,482(*)

Sig. (2-seitig) . ,047

N 11 11

ChloridmengeTermin 2 Korrelationskoeffizient ,482(*) 1,000

Sig. (2-seitig) ,047 .

N 11 11

Spearman-Rho Geschwindigkeit Korrelationskoeffizient 1,000 ,656(*)

Sig. (2-seitig) . ,028

N 11 11

ChloridmengeTermin 2 Korrelationskoeffizient ,656(*) 1,000

Sig. (2-seitig) ,028 .

N 11 11

* Die Korrelation ist auf dem 0,05 Niveau signifikant (zweiseitig).

Tabelle 18: Korrelationen zwischen Chloridmengen des Termin 2 und Entfernung der Hecke zur Straße

Entfernung ChloridmengeTermin 2

Spearman-Rho Entfernung Korrelationskoeffizient 1,000 ,630(*)

Sig. (2-seitig) . ,038

N 11 11

ChloridmengeTermin 2 Korrelationskoeffizient ,630(*) 1,000

Sig. (2-seitig) ,038 .

N 11 11

* Die Korrelation ist auf dem 0,05 Niveau signifikant (zweiseitig).

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Heckenschäden Blatt 35

Tabelle 19: Applikationsversuch - Ergebnisse der oneway ANOVA (bei Signifikanz bedeutet 0,000: signifikante

Unterschiede, 1,000: nicht signifikante Unterschiede zwischen den Versuchsansätzen): Vergleich der Blattlängen

des Versuchsteils Applikationsversuch (control: unbehandelte Blätter, low: Blätter der niedrigen Konzentration,

high: Blätter der hohen Konzentration)

(I) TREAT (J) TREAT

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Mittlere

Differenz (I-J) Signifikanz 95%-Konfidenzintervall

Untergrenze Obergrenze

control High 2,9167(*) 0,000 2,0337 3,7996

low ,1167 1,000 -,7663 ,9996

High control -2,9167(*) 0,000 -3,7996 -2,0337

low -2,8000(*) 0,000 -3,6829 -1,9171

low control -,1167 1,000 -,9996 ,7663

High 2,8000(*) 0,000 1,9171 3,6829

* Die mittlere Differenz ist auf der Stufe .05 signifikant.

Tabelle 20: Blattspreitenlängen aus dem Versuchsteil Applikationsversuch

Versuchsansatz

Blatt-Nr. hohe Salzkonzentration (2,0%) niedrige Salzkonzentration (0,2%) Kontrolle

1 1,0 7,0 6,5

2 4,5 6,0 8,0

3 4,5 9,0 7,0

4 4,5 6,5 6,0

5 4,0 8,0 6,0

6 3,0 9,0 6,5

7 4,0 7,0 8,0

8 4,5 8,0 7,0

9 6,5 4,0 7,0

10 5,5 4,0 8,0

11 6,5 5,0 8,0

12 4,5 7,0 6,0

13 5,0 8,5 9,5

14 4,5 8,0 9,0

15 3,0 8,5 8,0

16 3,0 9,0 7,0

17 3,5 6,0 6,5

18 2,5 5,0 8,0

19 2,0 7,0 7,0

20 2,5 8,0 6,0

21 4,0 5,0 7,0

22 4,5 6,0 8,0

23 6,0 8,5 8,0

24 2,0 4,5 6,5

25 4,0 7,5 7,0

26 3,5 7,5 9,0

27 5,0 7,5 6,5

28 8,0 9,0 6,0

29 7,0 8,0 5,0

30 4,5 7,5 7,0

Mittelwert 4,3 7,1 7,2

Standardabweichung 1,6 1,5 1,0


Heckenschäden Blatt 36

Tabelle 21: Chloridgehalte [%] der Buchenblätter

Probe ml titriert (1) ml titriert (2) Mittelwert mittel- blind (y) g/l Cl (x) g Cl /5g %

I 3 R 0,1500 0,1500 0,1500 0,1000 0,0055 0,0003 0,0273

L 2 R 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

L 6 R 0,1500 0,1500 0,1500 0,1000 0,0055 0,0003 0,0273

Rol 1 R 0,1000 0,1500 0,1250 0,0750 0,0042 0,0002 0,0209

I 1 rück 0,1000 0,1500 0,1250 0,0750 0,0042 0,0002 0,0209

Ka 4 rück 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

L 1 rück 0,1500 0,1500 0,1500 0,1000 0,0055 0,0003 0,0273

M 1 rück 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

m 10 rück 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

M 5 rück 0,1500 0,1500 0,1500 0,1000 0,0055 0,0003 0,0273

m 8 rück 0,2000 0,1500 0,1750 0,1250 0,0068 0,0003 0,0338

Rö 1 rück 0,1000 0,1500 0,1250 0,0750 0,0042 0,0002 0,0209

I 1 vor 0,2000 0,2500 0,2250 0,1750 0,0093 0,0005 0,0467

Ka 4 vor 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

L 1 vor 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

L 12 vor 0,1500 0,1500 0,1500 0,1000 0,0055 0,0003 0,0273

L 2 vor 0,1500 0,2000 0,1750 0,1250 0,0068 0,0003 0,0338

M 1 vor 0,1500 0,2000 0,1750 0,1250 0,0068 0,0003 0,0338

M 5 vor 0,2000 0,2000 0,2000 0,1500 0,0081 0,0004 0,0403

M 8 vor 0,1500 0,1500 0,1500 0,1000 0,0055 0,0003 0,0273

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