Wissen & Technik AkkuschrAuber

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Wissen & Technik AkkuschrAuber

Wissen & technik AkkuschrAuber

lAdung: Bei Black&Decker (links) sitzt der

Akku unterm Griff – so ist dieser handlicher.

reserVe: Bei Black&Decker gibt es

ein Depot für einen Ersatz-Bit.

selbst testkriterien

Eingeschraubt und festgedreht

Ergonomie: Die Maschinen sind generell

leicht und kompakt – doch einige Schrauber

sind kopflastig oder weniger gut in die Hand

hineingeformt.

Schrauben: Wichtigstes Kriterium im Praxistest

war, wie viele Schrauben der Dimension

6 x 60 in Weichholz eingedreht werden

können. Außerdem haben wir getestet, ob

ein angefangenes Projekt auch mit einer

kurzen Akkuladung von nur 15 Minuten fertiggestellt

werden könnte.

Bohren: Die Effizienz von Bohrarbeiten haben

wir mit Löchern in Metall überprüft. Dabei

wurde die Zeit pro Bohrung erfasst.

Drehmoment: Die meisten Geräte bieten

eine große Zahl von Drehmomenteinstellungen

– die unteren Einstellungen stellen

allerdings oft keine oder sehr wenig Drehkraft

bereit. Überraschend: Manchmal war

das Drehmoment bei großer Einstellung kleiner

als in einer kleineren Einstellung.

Gebrauchsanleitung: Hier haben wir die Vollständigkeit

der Anleitung (gemäß

Norm) und die Verständlichkeit

bewertet. Bei vielen

Anleitungen muss der Anwender

blättern, um zu erklärenden

Bildern zu gelangen.

Sicherheit: Der TÜV Rheinland

unterzog alle getesteten

Schraubtest mit

Robert Hartmann

(Mitte) und Thomas

Külsen vom TÜV.

FormAt: Nur wenige Akkus (links

DeWalt) weichen von der Rundform ab.

engstellen: Bei Kress findet sich

ein Winkelgetriebe im Lieferumfang.

Schrauber und Lader einer

Sichtprüfung. Außerdem

mussten die Geräte einen

Falltest bestehen.

ein ausgewogenes Leistungsbild. Worx hat

dabei mit einer sehr kurzen Ladezeit eine

Bitlänge Vorsprung – nach nur 15 Minuten

am Lader können über 60 Schrauben eingedreht

werden.

Auch der Stanley-Schrauber zeigt gute

Leistungen und kann mit dem serienmäßigen

Zweitakku praktisch pausenlos

arbeiten. Eine Schwäche zeigt die Drehmoment-Vorwahl,

denn hier bieten gut die

Hälfte der 20 vorwählbaren Stufen ein fast

gleiches, sehr geringes Drehmoment. Erst

in Stellung 12 geht es allmählich zur Sache

– damit sind von 20 Stufen gerade mal neun

von praktischem Nutzen.

Fast alle getesteten Akkuschrauber verfügen

über ein LED-Licht, das beim Einschalten

des Antriebs die Arbeitsstelle beleuchten

soll – doch in aller Regel bleiben Schraubenkopf

und Bohrstelle doch im Schatten, weil

das geräteeigene Futter den Lichtstrahl

hemmt. Einzig Bosch bietet hier eine wirklich

praxisgerechte Lösung, bei Mac Allister muss

man auf eine Beleuchtung verzichten.

nur zwei geräte mit

Ladezeiten von mehr

aLs einer stunde

Black&Decker und Matrix liefern ihre

Geräte mit spartanischer Ladetechnik aus

und muten ihren Kunden Ladezeiten jenseits

der drei Stunden zu. Das mag bei

einem Kaufpreis unter 50 Euro wie bei Matrix

für einen Gelegenheits-Heimwerker

noch akzeptabel sein – für 100 Euro darf

man da aber mehr erwarten. Enttäuschend

auch, dass die Black&Decker-Maschine

dann auch nur einen Arbeitsgang aufweist

und deshalb mit ungünstigen Startbedingungen

bei Drehmoment und Bohrarbeiten

weitere Punkte verschenkt.

alle Praxistests zum download auf

www.selbst.de/tests

AusstAttung: Kress bietet mit Winkelgetriebe,

Leuchte und Zweitakku die beste Serienausstattung.

AusdAuer: Alle

Akkuschrauber

konnten bei den Schraubtests

des TÜV überzeugen.

griFFbereit: Der Makita-Schrauber

kommt mit passendem Halfter.

dunkel: Bei vielen Schraubern liegt

die Arbeitsstelle im Schlagschatten.

hAndhAbung: Zweihülsige Futter (links

Black&Decker) sind unpraktischer als einhülsige.

hAltlos: Sehr kleine Bohrer sind

mit dem DeWalt-Futter nicht nutzbar.

Vermisst:

Black&Decker

bietet nur einen

Gang, DeWalt rechts

daneben zwei.

schnell: Die

meisten Ladegeräte

ermöglichen eine

schnelle Füllung (hier

Mac Allister, Makita)

drückt: Der Schlaufenhalter bei

Matrix stört am Handballen (Kreis)

PrAktisch: Bei Montage des

Kress-Futters bleibt der Bit im Antrieb.

70 Januar 2013 www.selbst.de www.selbst.de Januar 2013 71

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