Bergischer - kompetenzhoch3

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Bergischer - kompetenzhoch3

Bergischer

ThinkTank


Barrierefreiheit für Ideen ist die

Chance, über den Tag hinaus zu

denken. Um Dinge zu entwickeln,

die es heute noch nicht gibt.


Bergischer ThinkTank Intro

Old Economy plus New Economy. Zusammen ist es Wirtschaft, die Mehrwert schafft.

> Der Seifenspender fällt mit einem Knall in die Duschtasse. Beim Versuch, die Plastikflasche aufzuheben, tritt

sein linker Fuß in eine Lache der Seifenlotion und sein gesamter Körper sackt unter ihm weg. Nix passiert. Aber aus

vielen Fragen beginnt eine Idee zu reifen:

Wenn er als gesunder 35jähriger Industriedesigner nur mit Glück gesund aus der Dusche steigt – wie geht es

jemand, der 40 Jahre älter ist? Warum sind Handgriffe nur in Krankenhausduschen serienmäßig? Weshalb sehen

Dinge, die das Leben schöner machen sollen, so aus, als wäre das Leben alles andere als schön? Und wie kann

man so einem Hilfsmittel eine Zusatzfunktion geben, die der Form eine zweite Funktion verleiht?

Wenig später sitzt er am Schreibtisch und skizziert mit wenigen Strichen seine Idee. Die Höhenverstellung des

Duschkopfs ist so weit von der Wand entfernt, dass sie zum vertikalen Griff wird. Ein zweiter Edelstahlbügel lässt

sich in die Horizontale klappen und gibt sicheren Stand. Der Hohlraum im Inneren des breiten Griffs ist zugleich

Tank für das Duschgel und breite Gummigriffe besitzen Pumpfunktionen, die das Gel auf der Unterseite freigeben.

Bereits so schlicht, wie er es zeichnet, erklärt sich das Produkt von selbst. Beim Blick auf die Zeichnung denkt

er: Eigentlich wäre die Geschichte hier zu Ende. Die kreative Idee allein ist nicht die Garantie für ein marktfähiges

Produkt. Zu schwer ist es, einen Partner zu finden, der nur bereit wäre, überhaupt seine Aufmerksamkeit zu leihen.

Es fehlt ein Prototyp, eine Evaluierung der Marktchancen und Gewinnerwartungen. Ganz zu schweigen von recht-

lichen Problemen, der DIN-konformität und den Kosten der Patentierung.

Aber da war noch etwas. Es gab vor kurzem eine Meldung über den Auftakt des „Bergischen Think Tank“. Eine Grup-

pe von Experten und Allroundern aus Unternehmen und Kreativwirtschaft, in deren Vernetzung das Potenzial einer

guten Idee eine tragfähige Plattform bekommt. Am Kreativstandort in Solingen haben sie ein Labor geschaffen, in

dem sich die offenbar fremden Wirtschaftswelten der kreativen und der mittelständischen Industrie begegnen

und erstaunliche Innovationen schaffen. Seine Idee könnte passen – zumal er sich erinnert, dass der Aufruf für

das kommende Jahr „CREAGE“ lautet: Projekte, die innovative Lösungen für eine alternde Gesellschaft zum Thema

machen.

Bergischer

ThinkTank


Bergischer ThinkTank Die Idee

Der Bergische Think Tank. Gedacht. Gemacht.

Bergischer

ThinkTank

> Der Bergische Think Tank ist ein Instrument, das ein Ziel verfolgt: Die Bereiche Kreativität und Wirtschaft sollen im

Bergischen Think Tank ein kraftvolles Werkzeug finden, mit dem ihr Können und ihre Interessen zu beiderseitigem

Nutzen verknüpft werden. Kreative finden in den Unternehmen neue Geschäftspartner, Unternehmer profitieren

von neuen Impulsen. Im Bergischen am Standort Solingen bestehen ideale Vorraussetzungen für die Begegnung

und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Geschäftswelten: Unternehmerische Netzwerke, Hochschulpräsenz,

aktive Kunst- und Kulturschaffende und das nötige Ambiente. Der Bergische Think Tank ist ein regionales Schlüs-

selprojekt zur Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Werkstatt

Lebenshilfe e.V.

Forschungsgemeinschaft

Werkstoffe

Forum

Produktdesign

Industrieverband

Schneid- und Haushaltswaren

Unternehmen

Marke & Design

Wirtschaftsförderungen

und Gründerzentren

Unternehmer des

Fördervereins

Bergische Entwicklungsagentur

und Sanierungsgesellschaft

Bergische Universität / Industrial Design

Künstler & Kreative

aus dem Verein Güterhalle

Musikschule

Netzwerkpartner Bergischer Think Tank

Bergisches Institut

Designer / Architekten / Soziologen

des regionalen Netzwerks

Museum Plagiarius

Industrie- und Handelskammer

Wuppertal-Solingen-Remscheid

> Der Bergische Think Tank verknüpft das Wissen klassischer Unternehmen mit der Kommunikations- und Dienst-

leistungsorientierung der Kreativwirtschaft. Ziel des Bergischen Think Tanks wird es sein, innovative Projekte zu

definierten Fragestellungen mit jährlich wechselnden Themen voranzutreiben. Im ersten Jahr seines Bestehens

wird es die Entwicklung von Produkten sein, die dem demographischen Wandel Rechnung tragen: CREAGE lautet

der Aufruf, kreative Lösungen für eine alternde Gesellschaft zu entwickeln. Entschieden wird in einem breiten

Plenum von Experten und die Ausschüttung von maximal 10.000 Euro pro Projekt teilt sich hälftig auf die Projekt-

partner aus Kreativwirtschaft und Unternehmertum, um die Idee weiter zu entwickeln. Darüber hinaus werden For-

schungs- und Entwicklungsprojekte initiiert und zukunftsweisende Initiativen bis zur Markteinführung begleitet.


Bergischer ThinkTank Der Ablauf

1

Zukunftsforen bündeln das

kreative Potenzial der Region

2

Innovationswettbewerbe für

gezielte Impulse

3

Eine Betreuungs- und Beratungsplattform

begleitet die Arbeit des

Bergischen Think Tank

4

Drei bis fünf Projekte werden

zu zentralen Themen von Forschungs-

und Entwicklungsprojekten

Mit Ausstellungen, Veranstaltungen

und Kompetenzmessen an

kreativen Orten der Region trägt

der Bergische Think Tank dazu

bei, ein Klima der Erneuerung

in die Köpfe zu tragen und mit

praktischen Beispielen sichtbar zu

machen.

Perspektive ist die dauerhafte

Sicherung des Instruments Bergischer

Think Tank durch Finanzierungsbeiträge

der Wirtschaft,

Lizenzgebühren, Beratungsleistungen

und Umsatzbeteiligungen

an Produktinnovationen.

So funktioniert der Bergische Think Tank:

Bergischer

ThinkTank

1 Zukunftsforen bündeln das kreative Potenzial der Region: Im Aufeinandertreffen von

Experten und Allroundern aus klein- und mittelständischen Unternehmen mit Designern,

Künstlern und Wissenschaftlern entstehen so kreative Reibungen und Dialoge: Für die

Zukunftsfähigkeit der Region ist der Bergische Think Tank ein Impulsgeber, der die sich

verändernde Wirtschaftslandschaft aufgreift und neue Trends antizipiert.

Daraus werden Aufgaben für Innovationswettbewerbe abgeleitet.

2 Der jährlich ausgeschriebene Innovationswettbewerb gibt den Impuls und die Richtung

für den festgelegten Arbeitszeitraum vor. Gesucht werden Ideen und Innovationen, die ein

festgelegtes Thema bearbeiten: Im ersten Jahr wird das Thema „CREAGE“ lauten - neue

Produkte für eine alternde Gesellschaft. Zehn Wettbewerbsbeiträge werden mit maximal

10.000 Euro unterstützt, um die Weiterentwicklung der Ideen zu forcieren.

3 Eine Betreuungs- und Beratungsplattform begleitet die Arbeit des Bergischen Think Tank

– sowohl in den Zeiträumen der Innovationswettbewerbe als auch bei allen Synergien,

Innovationen und Kooperationen, die sich darüber hinaus ergeben. Systematisch wird für

die Region Expertenwissen aufgebaut und zugänglich gemacht. Fördergelder des Wettbe-

werbes stehen für die Weiterentwicklung der Ideen durch Mitglieder der Betreuungs- und

Beratungsplattform bereit.

4 Drei bis fünf weiterentwickelte Wettbewerbsbeiträge werden in den Rang von

F&E-Projekten erhoben. Dieses geschieht mit Unternehmenspartnerschaften, über die die

Kofinanzierung (50 %) organisiert wird. Damit soll die Realisierung der Innovationen bis

zur Markteinführung gefördert werden.


Bergischer ThinkTank Der Wirtschaftsstandort

Die Tradition? Alte Branchen, die sich neu erfinden.

> Die Tradition des Bergischen Städtedreiecks und seine wirtschaftliche Struktur sind eng verknüpft. Das Herz-

stück ist das unternehmerische Engagement einer klein- und mittelständischen Industrie, die mit hochqualitati-

ven und -spezialisierten Produkten auf Weltmärkten erfolgreich ist. Die hohe Patentdichte der Region spricht hier

Bände. Das ist ein Produkt der permanenten Erneuerung, Optimierung und nicht zuletzt des Erfindergeistes die-

ser Unternehmen. Markant ist nämlich auch, dass es sehr oft traditionelle Industrien wie Schneidwaren, Klingen,

Werkzeugen und Textil sind, denen es gelang, durch Weiterentwicklungen und Ausdifferenzierungen völlig neue

Märkte und Nischen zu erschließen: Von Haushaltwaren, Tafelkultur und die Küche über Spezialwerkzeuge und

Sonderprodukte im Maschinenbau hin zu Kompetenzen in der Automobilzulieferung.

> Doch auch hier steht Erneuerung an. Mehr Forschung und Entwicklung sind nötig, kleinere und mittlere Un-

ternehmen können sich keine eigenen Kreativabteilungen leisten und veränderte Märkte fordern neue Wege der

Produktentwicklung und des Innovationsmanagements.

> Diese Wege sind beschritten: Die drei bergischen Großstädte haben sich einen Handlungsrahmen für ein Struk-

turprogramm der Jahre 2007 bis 2013 gegeben. Im Mittelpunkt stehen Impulse für den ökonomischen Struktur-

wandel, zu dem insbesondere das Themenfeld Innovation und wissensbasierte Wirtschaft gehört. Der Standort-

faktor Kreativwirtschaft wird hier als Motor der Erneuerung erkannt. Mit der Bergischen Entwicklungsagentur in

der Trägerschaft der drei Städte, der bergischen Sparkassen und der IHK wurde ein Instrument geschaffen, um

das gemeinsame Strukturprogramm in regionaler Kooperation umzusetzen. Dabei kann auf die Vorarbeit der Regi-

onale 2006 gegründet werden.

> Seit 2004 existiert im neu entwickelten Forum Produktdesign das Bergische Institut - ein An-Institut der Bergi-

schen Universität. Rund 40 Unternehmen, Fachverbände der Industrie und die Industrie- und Handelskammer

stehen hinter dieser Denkfabrik.

Bergischer

ThinkTank


Bergischer ThinkTank Standort Südpark Solingen

Der Bergische Think Tank hat einen Standpunkt. Und einen guten Standort.

> Schon heute hat sich im Südpark Solingen ein Labor für neue Produktideen entwickelt. Am Standort der Südlichen

Innenstadt, ist – in der systematischen Zusammenführung von klassischer Wirtschaft und der Kreativwirtschaft

der Region – ein ungewöhnlich produktives Milieu entstanden. Hier treffen sich unterschiedliche Wirtschaftszwei-

ge und finden Infrastruktur und Flächen für wirtschaftliche Betätigung, für Dienstleistung und Fachberatung, für

Forschung und Wissenschaft, Kunst und Kultur.

Bergischer

ThinkTank

Forum Produktdesign Europäischer Wettbewerb: Zukunft made in Solingen

Museum Plagiarius

Bistro Künstlertreff StückGut Güterhallen, Künstlerateliers

Eröffnung Forum Produktdesign Ausstellung Zukunft made in Solingen im Forum Produktdesign


Bergischer ThinkTank Kostenschätzung

Kosten und Finanzierung des Bergischen Think Tank

1. Zukunftsforum Bergischer Think Tank im Forum Produktdesign

> Konzeption / Expertenhonorare / Reisekosten / Bewirtschaftungskosten

> Dokumentation

> Veröffentlichung des Wettbewerbsaufrufes

Gesamtaufwand .......................................................................................................................................15.000 €

20% durch die Akteure der Region ................................................................................... 3.000 €

80% Anschubfinanzierung Ziel-2 .................................................................................... 12.000 €

2. Aufbau des Kreativmanagements für die Region

> Clustermanagement und Gesamtkoordination

> Aufbau des Beraternetzwerkes und Beratung

> Durchführung der Innovationsforen und Wettbewerbe

> Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

inkl. Sach- und Personalkosten

Gesamtaufwand .......................................................................................................................................90.000 €

20% durch die Akteure der Region .................................................................................18.000 €

80% Anschubfinanzierung Ziel-2 ....................................................................................72.000 €

3. Förder- und Qualifizierungshilfen für 10 Ideen

Gesamtaufwand .....................................................................................................................................100.000 €

20% durch die Akteure der Region .................................................................................20.000 €

80% Anschubfinanzierung Ziel-2 ....................................................................................80.000 €

4. Förderung für 3-5 Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Auswahl von 3-5 Projekten, die bis zur Serienreife betreut werden.

Gesamtaufwand .................................................................................................................................... 200.000 €

50% durch die Unternehmen ....................................................................................... 100.000 €

50% Anschubfinanzierung Ziel-2 ................................................................................. 100.000 €

5. Öffentlichkeitsarbeit / Ausstellungen und Innovationsmessen in der Region

Bergischer

ThinkTank

Gesamtaufwand .......................................................................................................................................60.000 €

20% durch die Akteure der Region ................................................................................. 12.000 €

80% Anschubfinanzierung Ziel-2 ....................................................................................48.000 €

Summe ...................................................................................................................................................465.000 €

20% durch die Akteure der Region ...............................................................................153.000 €

80% Anschubfinanzierung Ziel-2 ..................................................................................312.000 €


Bergischer ThinkTank Arbeits- und Zeitplan

Zu den Fördermitgliedern des Bergischen

Instituts gehören folgende Unternehmen:

Bachem Fervers Janßen Mehrhoff

C. Rob. Hammerstein GmbH & Co. KG

Carl Mertens CMS Grasoli Besteckfabrik GmbH

& Co. KG

Ed. Wüsthof Dreizackwerk

Erbslöh AG

Ernst Krebs KG

Ernst Ludwig Emde Gmbh & Co. KG

Ernst u. Willy Niegeloh GmbH & Co. KG

Franz Güde GmbH

gölitzdesign

Heinz Berger Maschinenfabrik

GmbH & Co. KG

Henkel KGaA

ITEM Industrietechnik und Maschinenbau

GmbH

IVSH e.V.

Jaguar Stahlwarenfabrik GmbH & Co. KG

Johann Kretzer GmbH & Co.

Julius Kirschner & Sohn GmbH & co. KG

Kurz Kurz Design

Lerche Bürostahlwaren Pet. Dan. Baus

LFF Licht Form Funktion Leuchten GmbH

Mozart AG

Müller & Schmidt Pfeilringwerk

GmbH & Co. KG

Picard & Wielpütz GmbH & Co. KG Besteckfabrik

Präsenta Promotion International GmbH

solicut GmbH & Co. KG

Tondeo Werk GmbH

Vorwerk Elektrowerke

Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG

Wilkinson Sword GmbH

Zwilling J. A. Henckels AG

Die Partner

Vorhandene Arbeitstrukturen sind die Basis für erfolgreiche Arbeit: Der Bergische Think

Tank wird von den vorhandenen regionalen Strukturen getragen und aufgebaut.

Wichtige Netzwerkpartner sind u.a.:

> Bergische Entwicklungsagentur GmbH

> Bergisches Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement

/ An-Institut der Bergischen Universität

> Bergische Universität / Fachgebiet Industrial Design

> IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, Bergische Universität Wuppertal,

Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren,

> Förderverein für das Bergische Institut mit rund 40 Unternehmen, Verbänden und Institutionen

> Förderverein Güterhallen e.V. von 14 Künstlergemeinschaften

> Forschungsgemeinschaft Werkzeug e.V. in Remscheid

> Gründer- und Technologiezentrum Solingen

> Lebenshilfe e.V.

> Museum Plagiarius,

> SK-Solinger Künstler

> Stadt Solingen, Sanierungsgesellschaft Südliche Innenstadt

> Wirtschaftsförderungen in Wuppertal, Solingen, Remscheid

Diese Strukturen sind schon jetzt vorhanden und wurden auch zur Vorbereitung des

Wettbewerbsbeitrages sinnvoll genutzt, indem bereits drei Workshops zum Thema

„Create“durchgeführt wurden.

Die Zeitplanung

Bergischer

ThinkTank

Die Vorbereitungen zum Bergischen Think Tank können im Februar 2008 beginnen:

> Anfang Mai 2008 kann das 1. Zukunftsforum organisiert werden.

> Mitte Mai 2008 erfolgt der Wettbewerbsaufruf.

> Die Wettbewerbsbeiträge werden nach Ablauf eines Monats Mitte Juni 2008 erwartet.

> Die Prämierung ist vor den Sommerferien (Beginn 26.6.08)

> Dokumentation und Organisation der Ausstellungen nach den Ferien im August 2008

> Auswahl der Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Herbst 2008

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