Juni 2007 - Der Monat

dermonat.li

Juni 2007 - Der Monat

JUNI 07

www.dermonat.li

LIECHTENSTEIN: Ferien zu Hause in Liechtenstein

AUTO: Audi R8 – neuer Leitwolf der vier Ringe

UNTERNEHMEN: Farbige Lichtspiele an einer Wasserwand


DER MONATS-WETTBEWERB

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PREIS:

Probefahrt mit dem KIA Ceed

für ein ganzes Wochenende

Gesponsert durch:

NUFA AG

Gewerbeweg 15

9490 Vaduz

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> Wettbewerbsaufgabe «Monats-Wettbewerb Juni 2007»

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3

2

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Ein Buch des

Alpenland Verlags

Vervollständigen Sie folgenden Titel aus der Mai-Ausgabe: «Lotsen durch den …»

Senden Sie den vollständigen Titel mit dem Betreff «Monats-Wettbewerb Juni 07» an folgende Mail-Adresse:

wettbewerb@dermonat.li oder benutzen Sie eine Postkarte und senden diese an Alpenland Verlag AG, Postfach, 9494 Schaan.

Einsendeschluss ist der 22. Juni 07. Gewinner werden im Internet unter www.dermonat.li veröffentlicht!

«Während meiner Zusatzlehre sammle ich täglich

neue Erfahrungen. Ein Gewinn für mich, meine Firma

und vor allem unsere Kunden.»

Alex Koch

Ospelt Haustechnik AG

Wuhrstrasse 7, FL-9490 Vaduz, Telefon +423 237 08 08

Gewinner des suissetec

Bildungspreises 2006


I N H A LT | E D I T O R I A L

Ferien und Freizeit – sieh,

das Schöne liegt so nah!

P A N O R A M A 4

L I E C H T E N S T E I N

Ferien zu Hause in Liechtenstein 6

V O R A R L B E R G

Vom Älplerdasein bis zu abenteuerlichen

Touren 8

K O P F D E S M O N AT S

Ruth Allgäuer & Markus Wille 10

T O G G E N B U R G

Ferienparadies bei den sieben Bergen 12

H E I D I L A N D

Sommerduft weht durch die Ferienregion

von Heidi 14

L L B

Wachstumspotenzial in neuen Märkten

erschliessen 16

A U T O

Audi R8 – neuer Leitwolf der vier Ringe 19

L G T

Neugeldzuflüsse aus den neuen Initiativen 20

V P B A N K

Lokal verankert und international

ausgerichtet 22

U N T E R N E H M E N

Farbige Lichtspiele an einer Wasserwand 26

M O N AT S - T I P P S 28

S C H L U S S P U N K T 30

Warum denn in den Ferien immer

Liechtenstein bietet sich den ausländischen Gästen

als abwechslungsreiches, schönes und attraktives

Ferienland an, wo ein Steinwurf

neben dem Finanzplatz und der

Industrie noch die Natur pur erlebt

werden kann. Warum nicht

einmal selbst die Schönheiten des Landes erleben?

Warum nicht unbekannte Gebiete im eigenen Land

entdecken? Oder warum nicht einmal auf einen

Gipfel steigen und einen Blick auf

die Nachbarschaft werfen? Wir

haben das – rein theoretisch – für

Sie gemacht. Liechtenstein, Heidiland,

Toggenburg und Vorarlberg

– eine Region stellt sich

mit seinen Attraktionen, seinen

Schönheiten, seinen Erlebniswerten

vor. Für einmal soll das

nähere Umfeld locken, nicht ausländische

Ferienorte. Ganz an-

Günther Meier

ders die Banken, die nicht mehr

Redaktion «Der Monat»

warten können, bis vermögende

Kunden hier auftauchen, um ihr Geld anzulegen.

Die Generaldirektoren der drei grössten Banken erklären,

warum die Banken heute in die Nähe der

Kunden gehen müssen – im Fernen Osten, in den

arabischen Emiraten, aber auch in Russland und gar

in Deutschland.

in die Ferne schweifen?

Foto: Marco Nescher

IMPRESSUM: 2. Jahrgang, Nr. 19, Juni 2007

HERAUSGEBER: Alpenland Verlag AG, Feldkircher Strasse 13, FL-9494 Schaan

Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li

REDAKTION: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, Fax +423 380 09 31, redaktion@dermonat.li

ANZEIGEN: Thomas Ospelt, Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, annoncen@dermonat.li

GESTALTUNGSKONZEPT: Andy Crestani, Gutenberg AG

LAYOUT: Samuel Gafafer, Gutenberg AG

SATZ UND DRUCK: Gutenberg AG, Feldkircher Strasse 13, FL-9494 Schaan

Tel. +423 239 50 50, Fax +423 239 50 51, office@gutenberg.li, www.gutenberg.li

PAPIER: gedruckt auf Plano Jet – ein Produkt von M-Real Biberist – erhältlich bei

Sihl + Eika Papier AG

ERSCHEINUNGSWEISE: monatlich in alle Haushalte Liechtensteins

AUFLAGE: 18 000 Exemplare

ONLINE: «Der Monat» ist im Internet unter www.dermonat.li abrufbar

TITELBILD: Ferien in Liechtenstein sind attraktiv

(Foto: Liechtenstein Tourismus)

JUNI 2007

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5

P A N O R A M A

Kommt Verbot gefährlicher

Hunderassen?

Zu einem Verbot gefährlicher Hunderassen

konnten sich weder Regierung noch Landtag

durchringen. Mit einem Auge schielten die Politiker

in die Schweiz, wo Bundesrat und Parlament ebenfalls

Mühe bekundeten, gefährliche Hunderassen,

die allgemein als «Kampfhunde»

bezeichnet werden, zu verbieten.

Nun kommt aus dem Schweizerischen

Bundesgericht in Lausanne

ein interessantes Urteil: Die

Kantone dürfen auf ihrem Hoheitsgebiet

einzelne gefährliche

Hunderassen absolut verbieten,

wie das der Kanton Wallis getan

hat. Die Richter gelangten zur

Auffassung, dass das Grundrecht der persönlichen

Freiheit durch das Verbot von zwölf Hunderassen –

darunter Pitbull-Terrier, Bullterrier, Dobermann,

Rottweiler – nicht eingeschränkt werde. Die Entscheidung

des Bundesgerichtes gibt anderen Kantonen,

die sich ebenfalls mit einem Verbot befassen,

grünes Licht für ein Rassenverbot. Möglicherweise

kommt damit auch Bewegung in die Diskussion in

unserem Land, denn mit dem Hinweis, dass die

Schweiz dies oder jenes getan habe, ist schon mancher

Parteien-Vorstoss im Landtag lanciert und

schon manches Gesetz geändert worden.

Foto: Archiv

Tourismuszahlen steigen an

Der Tourismus in Liechtenstein kann eine Aufwärtsentwicklung

registrieren. Im Jahr 2006 wurden 56 204 Gästeankünfte in den

Hotels registriert. Gesamthaft buchten diese Gäste 170 308

Logiernächte gegenüber 165 305 im Vorjahr.

118 143 (111 289) Nächtigungen in Hotel- und Privatzimmer

23 767 (24 691) in Ferienwohnungen

7 912 (7 137) in Jugendherbergen

4 999 (6 084) in Massenlagern

15 487 (16 104) auf Camping-Plätzen

Foto: Marco Nescher

Kampf gegen Hooligans

bei Sportveranstaltungen

Sportlich spielt Liechtenstein beim Fussball

auf internationaler Ebene schon seit längerer Zeit

mit. Nun kommt die Internationalität auch im Umfeld

des Fussballs dazu. Mit der Revision des Polizeigesetzes

werden die Grundlagen geschaffen, in

Zukunft gezielter gegen Hooligans vorgehen zu

können. Die Polizei kann gegen eine bekannt gewalttätige

Person ein so genanntes Rayonverbot

aussprechen, das heisst, dieser Person den Aufenthalt

in einem bestimmten Gebiet im Umfeld eines

Fussballspiels verbieten. Aber nicht nur Auswärtige

können mit Verboten belegt werden. Mit Rayonverbot

belegte Einheimische darf die Polizei künftig

auch mit einer Ausreisesperre belegen, um zu verhindern,

dass sich diese Person im Ausland an Gewalttätigkeiten

beteiligen kann.

Finanzdienstleistungsplatz

wird weiter wachsen

Der Finanzplatz Liechtenstein, der nicht nur

die 15 Banken umfasst, wächst. Die Finanzmarktaufsicht

(FMA) hatte letztes Jahr 3208 Finanzmarkt-Teilnehmer

zu beaufsichtigen. Die FMA geht

davon aus, dass der Zuwachs an Finanzmarkt-Teilnehmern

auch in diesem Jahr anhalten wird. Die

3208 Finanzmarkt-Teilnehmer teilen sich auf in

1864 inländische Unternehmen und 1344 Unternehmen

aus dem Ausland, die grenzüberschreitend

in Liechtenstein tätig sind. Neben den Banken handelt

es sich vor allem um Investmentgesellschaften,

Vermögensverwalter und Versicherungen, aber

auch um eine erhebliche Anzahl von Treuhändern

und Rechtsanwälten.

JUNI 2007


Neue Fahrplankästen

sind vandalensicher

Die Liechtensteinische Bus Anstalt (LBA) hat Ende 2006 auf ein

neues Liniennetz umgestellt. Das Liniennetz und die Fahrpläne müssen

an allen Haltestellen gut sichtbar angebracht werden, um den Fahrgästen

die notwendigen Informationen zu geben. Aus Platzgründen

war es bisher aber nicht möglich, in den bestehenden Fahrplanaushängen

sowohl eine Netzgrafik als auch die Fahrpläne zu publizieren.

Aus der Not wird nun eine Tugend gemacht: Es werden grössere und

einheitliche Fahrplankästen für sämtliche Bushaltestellen angeschafft.

Ausserdem sollen die neuen Fahrplankästen «vandalensicher» sein.

Islamischer Religionsunterricht

in deutscher Sprache

Bisher gab es in Liechtenstein keinen Religionsunterricht für

muslimische Kinder. Abklärungen ergaben ein Bedürfnis. Die Regierung

beschloss, islamischen Religionsunterricht unter bestimmten

Bedingungen zu ermöglichen: Die Unterrichtssprache muss Deutsch

sein. Ausserdem darf der Unterricht nur von pädagogisch und fachlich

ausgebildeten Lehrpersonen erteilt werden. Was in den Religionsstunden

unterrichtet wird, ist in einem Lehrplan festzulegen.

Keine Vorreiterrolle

für den Klimaschutz

Alle reden vom Klima: Die einen sind besorgt

über einen sich akzentuierenden Klimawandel, andere

sehen bereits eine Klimakatastrophe auf die

Erde zurasen. Wie schwer man sich mit konkreten

Massnahmen gegen Luftverschmutzung und Klimaerwärmung

tut, dafür lieferte der April-Landtag

ein anschauliches Beispiel. Die Freie Liste hatte

vorgeschlagen, die Besteuerung der Motorfahrzeuge

nach dem Schadstoff-Ausstoss

vorzunehmen. Der Vorstoss der

Freien Liste fand keine Zustimmung

der Koalitionspartner FBP

und VU. Eine verpasste Chance,

der Welt eine Neuerung zu präsentieren

und eine Vorreiterrolle

zu spielen, die für einmal positive

Schlagzeilen erzeugt hätte.

Foto: Presseamt

EFTA-Ministertreffen

in Liechtenstein

Die Europäische Freihandelsassoziation

(EFTA) führt ihre Frühjahrstagung 2007 in Vaduz

durch. Auf Einladung von Aussenministerin

Rita Kieber-Beck treffen sich die zuständigen

Regierungsmitglieder der vier EFTA-Mitgliedstaaten

Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein

am 28./29. Juni in unserem Land. Die

Schweiz wird durch Wirtschaftsministerin Doris

Leuthard vertreten, aus Norwegen reist Handels-

und Industrieminister Dag Terje Andersen

an, aus Island wird Aussenministerin Valgerdur

Sverrisdottir erwartet.

Die EFTA-Frühjahrstagung findet jeweils

in jenem Mitgliedstaat statt, der den Vorsitz im

EFTA-Rat innehat. Im 1. Halbjahr 2007 führt

Liechtenstein den Vorsitz am EFTA-Hauptsitz in

Genf und gleichzeitig den EFTA-EWR-Vorsitz in

Brüssel.

Zentrale Themen beim Ministerratstreffen

sind die EFTA-Drittlandbeziehungen und die

EWR-Angelegenheiten, weshalb am Treffen

auch Vertreter der EFTA-Überwachungsbehörde

(ESA) und des EFTA-Gerichtshofes teilnehmen.

Bei den EWR-Angelegenheiten diskutieren

die Minister das Funktionieren des EWR-Abkommens.

Bei den EFTA-Drittlandbeziehungen

geht es um die mittel- und langfristige Festlegung

der Prioritäten und die Diskussion der entsprechenden

Strategien. Die EFTA-Staaten waren

im Auf- und Ausbau ihres Netzwerkes an

Freihandelsabkommen so erfolgreich, dass es

heute das weltweit grösste ist.


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7

Von Roland Büchel

L I E C H T E N S T E I N

Ferien zu Hause

in Liechtenstein

Ferienzeit ist für viele gleichbedeutend mit Reisezeit. Auch

wer im Urlaub zu Hause bleibt, kann Neues erleben. Liechten-

stein überrascht mit einem Angebot, das scheinbar Bekann-

tes von einer ganz neuen Seite erlebbar werden lässt.

Endlich Ferien – Abwechslung

und Erholung vom Alltagstrott, die Seele baumeln

lassen, neue Energien tanken, etwas erleben! Doch

manchmal schaffen wir es einfach nicht, der gewohnten

Umgebung den Rücken zu kehren und zu

verreisen. Dann bleiben die Koffer eben im

Schrank. Mit ein wenig Vorbereitung, den richtigen

Tipps und Anregungen können daraus die schönsten

Freizeit- und Ferienerlebnisse entstehen.

Familienferien in Liechtenstein

Besonders für Familien mit

schulpflichtigen Kindern stellt sich häufig die Frage,

wie die Ferienzeit gestaltet werden kann, damit

keine Langeweile aufkommt und

Ferien in vertrauter alle Familienmitglieder voll auf

Umgebung mit spannendem ihre Kosten kommen. In Liechtenstein

bleiben, von hier aus

und abwechslungsreichem Ausflüge unternehmen, mit einer

Freizeitprogramm

oder auch mehreren Übernachtungen

auswärts, vielleicht sogar

mit «richtigen» Ferien im Hotel – für diese Idee,

unser Land und die Region besser und von einer

anderen Seite kennen zu lernen, können sich immer

mehr Menschen begeistern. Wieso nicht eine

Ferienwoche im Alpengebiet verbringen und sich

von der liechtensteinischen Gastronomie verwöhnen

lassen? Aktives und erholsames Verbringen der

freien Tage in unserem Land lässt wirkliche Ferienstimmung

aufkommen. Ohne Getümmel am Flughafen

und ohne Gequengel während der langen Autofahrt.

Ferien zu Hause werden aber erst dann

richtig erholsam, wenn wir abschalten können und

uns ganz aus dem Alltagstrott befreien.

Es gibt viele Möglichkeiten,

in unserem Land etwas zu

erleben und neue Eindrücke zu

sammeln. Dafür brauchen wir eigentlich

nur Zeit – für uns selber

als Familie und auch Zeit, gemeinsam

mit Freunden etwas zu

unternehmen. Ganz wichtig ist,

dass die Ferien und Freizeitaktivitäten

in Liechtenstein genauso geplant werden

wie eine Reise ins ausländische Feriendomizil. Jeder

Tag sollte bewusst als Erlebnistag gestaltet werden.

Eine Auswahl solcher Erlebnisse bietet der «Erlebnispass

Liechtenstein», der auch animiert, das Auto

zu Hause zu lassen und mit dem Bus auf Entdeckungsreise

zu gehen. Er öffnet die Türen in Museen

und Ausstellungen, Freizeit- und Sportanlagen,

zur Weindegustation und Greifvogelflugshow,

in die Keramikwerkstatt oder ins Kino.

Lehrreiche und spannende

Ausflugsziele

Zu einem familienfreundlichen

Schnäppchenpreis können nach Lust und Laune

24 kleine und grosse Attraktionen in das individuelle

Familienprogramm eingebaut werden (mehr

dazu unter www.tourismus.li). Lehrreiche und

spannende Ausflugsziele bieten die verschiedenen

Themenwege in unserem Land: der Historische

Höhenweg im Unterland, der Walser Sagenweg in

Triesenberg, der Leseweg in Balzers, der Kulturund

Naturparcours in Triesen oder der Planeten-


weg und der Goethe-Erlebnisweg in Vaduz. Für

Ausflüge mit dem Fahrrad, verbunden mit einem

kleinen Picknick, sind die Voraussetzungen in unserem

Land dank dem gut ausgebauten Radwegnetz

geradezu ideal. Idyllische Plätze oder gemütliche

Gartenrestaurants finden sich überall.

Aktivferien und Erholung pur

Die einen bevorzugen eine Radtour

auf dem Rheindamm – nach Ruggell, zu den

Rheinauen oder in umgekehrter Richtung nach

Balzers und weiter zur Bündner Herrschaft. Die anderen

erkunden lieber mit dem Bike den Eschnerberg

oder das Alpengebiet. Besuche im Freibad

Mühleholz, auf dem Minigolfplatz oder einer anderen

Freizeitanlage, ein Abstecher ins Vogelparadies

Birka in Mauren-Schaanwald oder einmal einen

ganzen Tag am Gänglesee in Steg verbringen, mit

dem Rucksack eine Alpwanderung oder Bergtour

unternehmen – für Familienspass und wohltuende

Bewegung an der frischen Luft ist unser Land ein

wahres Paradies. Auch im Sommer hat unser Alpengebiet

Kindern und Familien in der herrlichen

Liechtenstein überrascht mit

einem reichhaltigen Freizeit- und

Ferienangebot.

Natur viel zu bieten: Bogenschiessen,

das Erleben der faszinierenden

Welt der Greifvögel in

der Falknerei Galina mit der eindrücklichen

Greifvogelflugschau

oder die Teilnahme am Abenteuerprogramm

der Malbuner Rasselbande.

Verlassen Sie als Familie

die alltägliche Routine und

krönen Sie Ihren Erlebnistag mit

einem feinen Essen in Ihrem Lieblingslokal. Nicht

immer ist das Wetter so, dass man am liebsten mit

den Kindern im Garten zelten und die Nacht im

Freien verbringen möchte. Die attraktiven Ausstellungen

im Landesmuseum, das Kunstmuseum

Liechtenstein, das Briefmarkenmuseum und das

FIS-Skimuseum in Vaduz, das Walser Heimatmuseum

in Triesenberg oder ein Besuch in der Keramik-Werkstatt

in Nendeln bieten auch bei schlechtem

Wetter ein Familienerlebnis, das viel Raum für

anregende Familiendiskussionen lässt. Wer die Ferien

im Lande verbringt, kann die vielen Bequemlichkeiten

der vertrauten Umgebung mit einem

spannenden, abwechslungsreichen und budgetschonenden

Freizeitprogramm zu einem einmaligen

Ferienerlebnis kombinieren. Entdecken Sie

Liechtenstein neu! |

Foto: Marco Nescher

Zur Person

Roland Büchel ist Direktor von Tourismus Liechtenstein. Informationen

über Freizeit- und Ferienangebote unter www.tourismus.li

JUNI 2007


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Von Thorsten Bayer

V O R A R L B E R G

Vom Älplerdasein bis zu

abenteuerlichen Touren

Vorarlberg liegt so nah – und ist doch weit gehend unbekannt. Als Ferienland

bietet Österreichs westliches Bundesland wohl alles, was man sich in den Fe-

rien wünschen kann: Von der Schifffahrt auf dem Bodensee über die Kultur bis

in die hohen Berge des Montafon.

In der unmittelbaren Nachbarschaft

zu Liechtenstein gelegen, bietet Vorarlberg

Urlaubern wie Ausflugsgästen vielfältige Möglichkeiten,

den Sommer zu geniessen. Mit dem Wanderstock

auf 6000 Kilometer einheitlich beschilderten

Wegen, mit Rad oder Mountainbike erkunden

Sportler und Naturgeniesser die Landschaft, Kulturfreunde

kommen auch abseits der weltbekannten

Bregenzer Festspiele auf ihre Kosten.

Naturerlebnisse auf

Alpen und Bergen

Im Biosphärenpark Grosses Walsertal

gibt es 36 bewirtschaftete Alpen, wo man dem

Senner auch über die Schulter schauen kann. Einige

Alpen bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Ein Genuss ist das Frühstück auf der Alpe Steris

mit Selbstgemachtem: von der eigenen Wurst bis

zum selbstgebackenen Brot. Von Mitte Juni bis Mitte

September sind hochgelegene, bewirtschaftete

Alpen (1300–1700 Meter) bequem mit Alpbussen

erreichbar. Anspruchsvollen Bergfexen bietet die

vielfältige Landschaft attraktive Möglichkeiten. In

vielen Orten Vorarlbergs reizt das Hochgebirge

zu abenteuerlichen Touren und Sportarten wie

Caving, Canyoning, Mountainbiking, Paragleiten

oder Rafting. Mehrere Outdoor-Veranstalter bieten

verschiedene begleitete Programme für Einsteiger

und Fortgeschrittene. www.outdoor.vorarlberg.cc

Im Bogenschiessen kann man

sich im 4-Sterne-Sporthotel Beck in Brand üben,

dort werden Kurse angeboten. Der hauseigene Parcours

bietet 45 Ziele. Von Juniorchef Christian,

Dritter bei der Europameisterschaft 1999 im 3-D-

Schiessen, erhalten Anfänger eine Einführung ins

instinktive Bogenschiessen. Auf dem Programm

stehen Theorie, Materialkunde, Holzpfeilbau sowie

drei Stunden Praxis.

Bewusstes Leben und

Geniessen

Lech am Arlberg bietet als einziger

Ort in den Alpen Welltain®-Programme auf der

Basis einer ärztlichen Studie an – in diesem Jahr

zwischen 7. Juli und 14. September. Welltain® kombiniert

Bewegung, Coaching, Entspannung und

Wohnen in einem von 17 ausgewählten Hotels. Angeboten

wird beispielsweise das preisgünstige Welltain®

Weekend.Alpine Wellness bei der Familie Kessler

in Hirschegg (Kleinwalsertal): Im 1507 erbauten

Walserhaus, das heute Tradition mit moderner

Architektur verbindet, finden bewusstes Leben

und gesundes Geniessen eine perfekte Symbiose.

Ganzkörper-Meersalz-Peeling, Maniküre oder eine

Kamillle-Lavendel-Packung in der Schwebeliege

sind nur einige der Angebote des sechstägigen «Verwöhnprogramms

von Kopf bis Fuss». Das Kunsthaus


Das Ferienangebot in Vorarlberg

lässt keine Wünsche offen.

Bregenz (KUB) feiert 2007 sein

zehnjähriges Bestehen. Heute gilt

es als eines der führenden Ausstellungshäuser

für zeitgenössische

Kunst in Europa. In seiner Sommerausstellung

(2. Juni bis 9. September)

präsentiert das KUB unter

dem Thema «Mythos» Werke von Joseph Beuys,

Matthew Barney, Douglas Gordon und Cy Twombly.

Eine grosse Vorarlberger Künstle-

Auf 1500 Metern Seehöhe rin feiert in diesem Jahr ihren 200.

können Kinder das Todestag. Die Malerin Angelika

Kauffmann (1741 bis 1807) war zu

Älplerdasein hautnah ihren Lebzeiten ein Star. Ihre Bil-

kennen lernen der sind in allen wichtigen Museen

auf der ganzen Welt zu finden.

Das renovierte Angelika-Kauffmann-Museum

in Schwarzenberg und das Vorarlberger Landesmuseum

in Bregenz zeigen vom 14. Juni bis 5. November

2007 die grosse Angelika-Kauffmann-Ausstellung

«Ein Weib von ungeheurem Talent».

www.angelika-kauffmann.com

Trekking mit Lamas

Ein exotisches Erlebnis, nicht nur

für Kinder, ist das Wandern am Bartholomäberg im

Montafon mit einer Karawane von Lamas, die zu-

Zur Person

Thorsten Bayer arbeitet bei Vorarlberg Tourismus in Bregenz.

Weitere Informationen: www.vorarlberg.travel

Fotos: Vorarlberg Tourismus

dem noch das Gepäck tragen. Der leidenschaftliche

Lamazüchter Horst Kuster bereichert die Touren

mit interessantem Hintergrundwissen. Weitere

Möglichkeiten zum Lamatrekking gibt es zum Beispiel

auch in Braz im Klostertal. Auf 1500 Metern

Seehöhe können Kinder ab acht Jahren in die Welt

der Alpe eintauchen und mit Alfons Silgener das

Älplerdasein hautnah kennen lernen. Das mehrtägige

Programm beginnt mit einer Fahrt im Geländewagen

zur Alpe, wo die Kleinen je nach Lust und

Laune reiten, Wiesen und Wälder erforschen können.

Zum Tagesausklang gibt es ein Lagerfeuer und

Würstchen vom Grill.

www.bregenzerwaldtouren.com

Rasant geht es in Bizau (Bregenzerwald)

zu: Dort steht die mit 1850 Metern längste

Sommerrodelbahn der Welt. Nicht nur Kindern

macht die Fahrt durch die 80 Kurven auf dem Rodel

einen Riesenspass. Gerade bei schlechtem Wetter

lohnt sich ein Ausflug auf die Vorarlberger Seite

des Rheintales. Das liebevoll eingerichtete Spielzeugmuseum

in Wolfurt zeigt die Privatsammlung

von Iris Alge, die über 30 Jahre hinweg entstanden

ist. Kleine Besucher sind fasziniert von den Spielzeugen

aus vergangenen Zeiten, Eltern schwelgen in

Erinnerungen an die eigene Kindheit. |

JUNI 2007


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K O P F D E S M O N AT S

Filmfest Vaduz

Ruth Allgäuer & Markus Wille

Die einen können die einbrechende

Dunkelheit kaum erwarten, bis endlich die

ersten Flimmerzeichen auf der Grossleinwand erscheinen.

Nachtschwärmer dagegen finden die

Sommerzeit ideal, weil der Film

erst in den späten Abendstunden

zu Ende geht. Genauso weit gespannt

sind auch die Erwartungen

des Filmpublikums an das

Programm des Filmfestes Vaduz. Zwei Monate vor

der ersten Aufführung auf dem Rathausplatz Vaduz

sind die Umrisse des Programms

2007 bekannt, aber die letzten

Zusagen für ein paar Filme fehlen

noch. Ruth Allgäuer und Markus

Wille, die im vergangenen Jahr

das Filmfest vom Rheinpark-Stadion

ins Städtle Vaduz holten, sehen

sich einem Erwartungsdruck

vieler begeisterter Liebhaber

Ruth Allgäuer und Markus Wille des Openair-Kinos gegenüber.

Attraktives Programm fürs «Filmwünsche des Publikums

Filmfest 2007

sind so unterschiedlich wie das

Publikum selbst», fasst Ruth Allgäuer

eine Publikumsbefragung vom vergangenen

Sommer zusammen. Die Vorstellungen sind weit

gespannt, reichen vom Kinderfilm über Krimis und

Komödien bis zum Drama. Also versuchen Ruth

Allgäuer und Markus Wille ein spannendes, unterhaltsames

und doch anspruchsvolles Programm zu

präsentieren. Die Programmgestaltung muss den

Spagat probieren, etwas auf den Mainstream zu zielen,

ohne auf hochwertige Filmkunst zu verzichten

– oder anders: Hochwertig künstlerisches Kino zu

bieten, ohne ganz den Mainstream auf die Seite zu

schieben. Aus dieser nicht einfachen Vorgabe entstand

die Struktur für das Programm 2007, die auf

Gewohnheiten des Publikums abstellt: Der Samstag

ist beispielsweise auf Familien ausgerichtet, die

Freitag-Nachtschwärmer erhalten raffiniert-insze-

JUNI 2007

Foto: Günther Meier

Hochwertig künstlerisches Kino bieten, ohne ganz

den Mainstream auf die Seite zu schieben

nierte Thriller – auch die Frauen, die zu den treueren

Kinogängern gehören, finden ihr spezielles Segment.

Ruth Allgäuer und Markus Wille

beschäftigen sich seit Monaten mit dem Filmfest,

um an den Erfolg des ersten Städtle-Filmfestes im

vergangenen Jahr anknüpfen zu können. Am Filmfestival

in Berlin hielten sie Ausschau nach attraktiven

Streifen, die kaum in regionale Kinos kommen,

sie suchten nach speziellen Filmen, die nicht auf

den Listen der Verleiher aufscheinen. Sie liessen sich

überraschen von Regisseuren, Schauspielern und

Filmtiteln – und genau so überraschend soll auch

das Filmfest 2007 auf die Besucher wirken. Wenn es

im Vaduzer Städtle mitten im Sommer – das Filmfest

findet von Samstag, 14. Juli bis Sonntag, 29. Juli

statt – jeden Abend «Film ab» heisst, sollen alle auf

ihre Rechnung kommen. Ein Überraschungsfilm ist

nicht ausgeschlossen, weil die Planung für ein Filmfest

bis in die letzten Minuten läuft.

Die Filmauswahl und die Zusammenstellung

des Filmprogramms sind aber nur

zwei Aufgaben, die sich den Organisatoren stellen.

Helfer müssen gesucht, mit Sponsoren müssen Abmachungen

getroffen werden. Mit den Medienpartnern

wird über die Publikationen verhandelt,

Plakate müssen gestaltet, Drucksachen gedruckt

werden. Einladend, gemütlich soll das Openair-

Kino zudem die Besucher empfangen, perfekt müssen

Bild und Ton – trotz Grossleinwand und

Abendwind – die Filmliebhaber erreichen. |


Agip-Wettbewerb

Machen Sie drei Tankstops bei der Agip-Tankstelle

in Vaduz und gewinnen Sie tolle Preise

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– Wettbewerbsdauer April–Juli 2007

– Bereits ab einem Einkauf von CHF 30.– erhalten Sie

einen Stempel. Sind alle 3 Felder abgestempelt, legen

Sie den Wettbewerbstalon bei der Agiptankstelle in die

Wettbewerbsurne und nehmen an der jeweiligen Monatsverlosung

sowie am Schluss an der Gesamtverlosung teil.

– Eine Mehrfachteilnahme ist möglich.


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13

Von Susanne Wickli-Läng

T O G G E N B U R G

Ferienparadies bei

den sieben Bergen

Zwischen Säntismassiv und Churfirsten liegt das Toggenburg.

Im Herzen der Ostschweiz finden Familien und Wanderfreun-

de, Biker, Gourmets und Menschen mit Behinderung ein

umfangreiches Erholungs- und Freizeitangebot.

Am Leben in den Bergen lassen

die freundlichen Toggenburger ihre Gäste gerne

teilhaben. Den Alpbauern Jakob Knaus besucht

man in seinem über zweihundert Jahre alten Bauernhaus

in Unterwasser. Dort zeigt er, wie der Alpkäse

im grossen Kupferkessel entsteht und lässt Besucher

den frischen «Bloderchäs» degustieren.

Zwischen Kühen, Katzen und Kaninchen fühlen

sich Kinder pudelwohl: Bei Ferien auf dem Bauernhof

tauchen Familien aus der Stadt ein ins Toggenburger

Landleben. Wer sich schon immer fragte,

wie Obertonklänge entstehen, erhält im Naturjodelkurs

die Antwort. Im Rahmen der ausgebauten

Angebotspalette von «KlangWelt Toggenburg» finden

zudem verschiedene Klangkurse nicht nur für

Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche

statt.

Abenteuer in den Kindercamps

Elternwünsche und Kinderträume

im Familienurlaub unter einen Hut bringen?

Mit den Toggenburger Kindercamps dürfte dies gelingen:

Sie dauern jeweils zwei Tage und die Kinder

kehren abends für die Übernachtung zu ihren Eltern

zurück. Bei den angebotenen Programmen

steht das Erlebnis in der freien Natur im Vorder-

Zur Person

Susanne Wickli-Läng arbeitet bei Toggenburg Tourismus.

Weitere Informationen über Toggenburg Tourismus:

Telefon 0041 71 998 60 00 oder www.toggenburg.org

grund, wenn die Kinder – fern

von Gameboy und Playstation

und auch ohne Eltern – erlebnisreiche

Stunden mit Gleichaltrigen

erleben. Reiten, skaten, tanzen,

biken und Abenteuertage auf dem Bauernhof,

aber auch viel Lehrreiches zum Thema Fotografie,

Modelleisenbahn oder Selbstverteidigung werden

angeboten. Für die Älteren ab zehn Jahren gibt’s zudem

ein «cooles» Action-Camp, welches mit ersten

Versuchen an der Kletterwand und einer Fahrt auf

einem selbst gebauten Floss lockt oder viel Wissenswertes

zum Thema Internet und Zeitungsdruck

vermittelt.

Das Toggenburg gilt als eines der

schönsten Wandergebiete der Schweiz. Mit dem

Toggenburger Höhenweg, dem Thurweg, dem

Windrädli- und dem Neckiweg sowie dem Sagenweg

gibt es im Toggenburg gleich mehrere interessante

Panorama- und Themenwanderrouten, die

durch die beeindruckende Berglandschaft führen.

Der Sagenweg ist ab Alt St.Johann bequem mit der

modernen Sessel-/Gondel-Kombibahn erreichbar.

Von grossen illustrierten Holztafeln geleitet,

wandeln die Besucher in einer spannenden, längst

vergangenen Mythenwelt. Der beliebte Klangweg

ermöglicht ganz besondere musikalische Experimente

in der freien Natur. Über 20 verschiedene

Instrumente, alle können selbst bespielt werden,

findet man am Wegesrand zwischen der Alp Selamatt

und dem Oberdorf in Wildhaus. In Hemberg

warten an verschiedenen Standorten knifflige Aufgaben

auf kleine und grosse Denker. Auf dem drei


Kilometer langen, familienfreundlichen Rundwanderweg

laden an fünf Stationen Denkspiele mit

unterschiedlichem Schwierig-

Elternwünsche und Kinderkeitsgrad zum Tüfteln und Expeträume

im Urlaub unter

rimentieren ein. Mal gilt es ein

«schwebendes Dach» aus Nägeln

einen Hut bringen? Mit den zu konstruieren, mal aus zwei

Toggenburger Kindercamps!

Holzklötzen eine Pyramide zusammenzusetzen,

mal ein «Dreibein

in der Luft» zu basteln oder ein Windrad zum

Würfel umzulegen. Die Lösungsbogen für die

Denkspiele liegen in den lokalen Geschäften und

Restaurants auf.

Der Natur auf der Spur

«Erlebnis Natur» heisst ein neuartiges

Angebot, welches die natürlichen Schönheiten

des Toggenburgs vor Augen führt.Von ausgebildeten

Waldpädagogen und Förstern lassen sich

Naturfreunde beim Projekt «Offener Wald» auf

Entdeckungs- und Sinnesreisen in die Wälder des

Toggenburgs mitnehmen. Das ganze Jahr hindurch

kann man beim Werken, Spielen und Forschen den

Wald und seine Bewohner entdecken. An den

Schwendiseen oberhalb von Unterwasser spaziert

man den Naturerlebnispfad entlang und erfährt so

einiges über Landschaftsgeschichte, Flora und Fauna.

Ein besonderes Naturerlebnis ist der Rundgang

Das Toggenburg lockt mit

Familienwanderungen, aber auch

mit Kindercamps.

durch das Hochmoor Rietbach

bei Krummenau. Entlang des

Moorlehrpfades geniessen Barfussläufer

den weichen Torfmoosboden

unter den Sohlen

und entdecken seltene Pflanzen, eine Vielfalt von

Grüntönen und eine intakte Naturlandschaft. Von

Juni bis Oktober erzählen kundige Führer, wie ein

Hochmoor entsteht und decken die Geheimnisse

dieses Lebensraums für Tiere und Pflanzen auf. Wer

etwas Zeit mitbringt, kann sich auch ins alte Köhlerhandwerk

einführen lassen. Vier Tage lang legen

die «Hobby-Köhler» selber Hand am Köhlermeiler

an und nehmen als Belohnung ihre eigene, abgepackte

Holzkohle mit nach Hause!

Foto: Tourismus Toggenburg

Bike- und Trottinett-Plausch

Neben dem Nordic-Walking-Angebot

im oberen Toggenburg ist das Tal mit seinen

Hügeln und Bergen prädestiniert fürs Mountainbiking.

In der Region sind 20 Bike-Routen ausgeschildert.

Die Touren reichen von familienfreundlich

leicht bis mittelschwer und sind zwischen 13 und 44

Kilometer lang. Fast alle Strecken beginnen und enden

bei einer Bahn- oder Busstation. Mit Hilfe einer

Bike-Karte, die alle Routen mit ihren Streckenprofilen

zeigt, können die Touren optimal geplant und

eingeteilt werden. Besonders attraktiv für fussmüde

Wanderer und Familien ist eine rasante Talfahrt mit

einem Trottinett. Diese Tretroller mit Ballonreifen,

Fahrradlenkern und sehr guten Bremsen laden geradezu

ein, von der Sonnenterrasse Gamplüt über

Alpweiden hinunter nach Wildhaus zu brausen. |

JUNI 2007


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Von Sabina Gantenbein

H E I D I L A N D

Sommerduft weht durch die

Ferienregion von Heidi

Wer kennt nicht die Geschichte von Heidi und dem Geissenpeter? Aber in der

Ferienregion Heidiland gibt es noch viel zu entdecken. Die Angebote reichen

von Wander- und Biketouren bis zur Schifffahrt auf dem Walensee und dem

Heilbad in Bad Ragaz.

In der Ferienregion Heidiland,

zwischen Walensee und Bad Ragaz, erlebt der Gast,

wie abwechslungsreich Ferientage sein können: Ob

man per Schiff auf dem Walensee

In der Ferienregion Heidiland schippert, auf der imposanten

zwischen Walensee und

5-Seen-Wanderung am Pizol entlang

wandert oder sich auf der

Bad Ragaz gibt es an jeder Rodelbahn und dem Trottinett auf

Ecke Vielfalt zu entdecken

dem Kerenzerberg austobt. Ob

man sich in Sargans auf Spuren des

Schlosses oder des Eisenbergwerkes Gonzen begibt

oder den Kurort Bad Ragaz besucht: Hier gibt es an jeder

Ecke Vielfalt zu entdecken.

Heidi-Musical mit Fortsetzung

Die Erfolgsgeschichte am Walensee

findet eine Fortsetzung. «Heidi – Das Musical, Teil 2»

knüpft nahtlos an den Stoff des ersten Musicals an.

Das neue Werk wird am 26. Juli in Walenstadt uraufgeführt

und bis 1. September gespielt. Die Weltpremiere

von «Heidi – Das Musical, Teil 2» ist mehr als

eine herkömmliche Fortsetzung. Entstanden ist ein eigenständiges

Musical mit vielen neuen Liedern. Dies

ermöglicht es, dass auch diejenigen, die den ersten Teil

nicht gesehen haben, der Geschichte problemlos folgen

können. Das erfolgreiche Konzept der Doppelgeschichte

wird weitergeführt. Die Lebensgeschichte Johanna

Spyris wird mit ihrem zweiten Roman «Heidi

kann brauchen, was es gelernt hat» verknüpft. Die

feinfühlige Inszenierung verbindet Altes und Neues zu

einer dynamisch-emotionalen Aufführung für Familien,

Musical- und Theaterliebhaber.

Die Ferienregion Heidiland gilt

mit insgesamt 800 km markierten Wegen und Pfaden

zu Recht als Wander-Eldorado. Wanderer, Nordic

Walker und Mountainbiker auf der Suche nach Touren

finden neu auf der Webseite www.heidiland.com

umfassendes Informationsmaterial. Eine Eingabemaske

für Zeitbedarf, Länge der Tour oder Höhenmeter

vereinfacht die Suche nach der gewünschten Tour.

Als Resultat erscheinen die georeferenzierten Touren

mit Streckenbeschreibungen, Höhenprofil und Kartenmaterial.

Diese Daten können ausgedruckt oder

auf ein GPS-Gerät heruntergeladen werden. Zudem

haben die Heidiland-Touristiker für diesen Sommer

«Gepäcklos-Mehrtagestouren» für Biker und Wanderer

zusammengestellt. Die «Heidiland Wander Tour»

führt in sieben Tagesetappen und die «Heidiland Bike

Tour» während vier Tagen an den attraktivsten Schauplätzen

der Region vorbei. Die Touren können individuell

in Angriff genommen werden – und das Gepäck

wird von Hotel zu Hotel transportiert.

Mountainbiker können sich auf

insgesamt 463 km markierten Mountainbike-Routen

regelrecht austoben. 14 Routen sind auf der Bike-Karte

der Ferienregion Heidiland beschrieben. Wer sich


Heidiland ist ein Wander- und

Bikerparadies mit fantastischen

Aussichten.

gerne mit anderen misst, findet die

Möglichkeit bei der HSiG Trophy

von Flums auf den Flumserberg.

Eine Zeitmessanlage ermöglicht

die automatische Erfassung auf der

11,3 km langen Strecke und die

Resultate lassen sich per SMS oder

Internet registrieren. Bike-Freaks zieht es auf den Kerenzerberg,

zum Bikepark Filzbach. Auf der Freeridestrecke

mit Steilwandkurven und spektakulären Sprüngen

geben echte Downhill-Cracks ordentlich Gas.

Die Amdener Sonnenterrasse hoch

über dem Walensee ist hingegen der Treffpunkt für gemütliche

Radfahrer, die sich gerne auf E-Bikes

setzen. Die robusten, aber eleganten Spezial-Velos verfügen

über ein lautloses Elektrogetriebe, das den Fahrrädern

Flügel verleiht. Mit den elektrisch unterstützten

Pedalen laufen selbst untrainierte Radler zur

Höchstform auf. Neu werden die E-Bikes nicht nur in

Amden, Weesen, Walenstadt, Alt St. Johann und Rapperswil

vermietet, sondern auch in Bad Ragaz und

Wildhaus.

Die Heilkraft des

Tamina-Wassers

Schon im 14. Jahrhundert erkannte

man die Heilkraft des 34 Grad warmen Wassers der

Taminaquelle, die in der tiefen Taminaschlucht entspringt.

Abenteuerlich war damals der Badebetrieb:

Die Kurgäste wurden an Seilen in die Schlucht hinuntergelassen.

Die Taminaschlucht ist eine einmalige Sehenswürdigkeit

an deren Eingang das «Alte Bad Pfäfers»

an den Kurbetrieb erinnert. Heute lässt man es

Fotos: Tourismus Heidiland

sich in Bad Ragaz in der Tamina Therme, im historischen

Spahouse oder im Beauty & Wellness Center

«ad fontes» gut gehen.

Gut speisen und auf dem

Walensee reisen

Das Programm der Schiffsbetriebe

Walensee kann sich sehen lassen. Im Angebot geblieben

sind die Extra- oder «Culinarium»-Schiffe wie

Brunchfahrten, Seniorentag, Pasta- und Barbecue-

Schiff. Neu kommt der «Kindertag auf dem Walensee»

und am 17. Juni legt das Vatertags-Schiff ab. Mit dem

Geoschiff lässt sich «Geologie erleben» und das Musical-Schiff

mit Alpöhi-Znacht bietet die richtige Einstimmung

auf den Besuch von «Heidi – Das Musical,

Teil 2». International wird es ab dem Spätsommer: Auf

dem Wok-Schiff und im Oktober legt in Walenstadt

das Oktoberfestschiff mit Musik, bayerischem Buffet

und Weissbier ab. |

Zur Person

Sabina Gantenbein arbeitet im Tourismusbüro Ferienregion

Heidiland. Weitere Informationen über die Angebote der Ferienregion

Heidiland: Tel. +41 (0)81 720 08 20 oder www.heidiland.com

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Von Dr. Josef Fehr

L I E C H T E N S T E I N I S C H E L A N D E S B A N K

Wachstumspotenzial in neuen

Märkten erschliessen

Die Philosophie der Banken hat sich in jüngster Zeit gewandelt. Sie ist mehr

darauf ausgerichtet, ausländische Märkte zu bearbeiten. Die Liechtensteini-

sche Landesbank AG (LLB) wächst auf drei Standbeinen: in Liechtenstein, der

Schweiz und in neuen Märkten.

Im Bankgeschäft zählt das gegenseitige

Vertrauen, das sich nur über den persönlichen

Kontakt aufbauen lässt. Wir stehen dabei in einem

globalen Leistungswettbewerb, in dem wir uns positionieren

müssen. Deshalb ist es

Für jedes Finanzinstitut für jedes Finanzinstitut wichtig,

ist wichtig, vor Ort präsent

vor Ort präsent und in der Nähe

ihrer Kunden zu sein. Welche

und in der Nähe Standorte dabei gewählt werden,

ihrer Kunden zu sein

ist unterschiedlich. Die LLB konzentriert

sich in ihrer Strategie,

neben der Festigung der Position in Liechtenstein

und dem Ausbau der Aktivitäten in der Schweiz, insbesondere

auf die Erschliessung neuer Märkte. Wir

haben Osteuropa sowie den Nahen und Mittleren

Osten als Wachstumsmärkte definiert. In diesen Ländern

werden neben der hohen

Dr. Josef Fehr, Vorsitzender der Qualität von Produkten und

Geschäftsleitung der LLB,

Dienstleistungen vor allem auch

Präsident des Liechtensteinischen Werte wie Stabilität, Sicherheit,

Bankenverbandes und Vorstands- Tradition und Kontinuität sehr gemitglied

der Liechtensteinischen schätzt. Unsere rund 150-jährige

Industrie- und Handelskammer.

Tradition, unsere hohen Eigen-

mittel und das Land Liechtenstein als Mehrheitsaktionär

bilden dabei eine ausgezeichnete Voraussetzung

für unsere Geschäftstätigkeit.

Seit 2005 sind wir mit einer Repräsentanz

in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate)

vor Ort präsent. Abu Dhabi ist das grösste und erdölreichste

Emirat. Zudem ist es ein aufstrebender Wirtschaftsstandort

und verfügt über einen gut regulierten

Finanzplatz. Durch die liberalen Marktverhältnisse

sowie die zentrale Lage ist das Emirat für Investoren

aus dem arabischen, asiatischen (insbesondere Indien)

und dem europäischen Raum attraktiv. Die Geschäfte

haben sich in Abu Dhabi sehr gut entwickelt,

sodass wir unsere Ziele früher als erwartet erreichen

bzw. übertreffen konnten.

Heimmarkt als nachhaltige

Stütze

Der Finanzplatz Liechtenstein verzeichnete

in den letzten Jahren hohe Wachstumsraten.

Die Zeichen der Zeit wurden erkannt und jede Bank

hat neue Strategien entwickelt. Die Herausforderungen

der globalisierten Finanzwelt anzunehmen, heisst

jedoch nicht, die Wurzeln des liechtensteinischen

Bankings zu vergessen.

Der Heimmarkt Liechtenstein ist

für uns sehr wichtig. Dieses Bekenntnis unterstreichen

wir durch unsere praktizierte Kundennähe. Wir sind

die einzige Bank in Liechtenstein, die über Geschäftsstellen

verfügt. Zudem haben wir Anfang 2007 unsere

Organisationsstruktur auf oberster Führungsebene

gezielt auf den heimischen Markt ausgerichtet. Mit

der neuen Geschäftseinheit «Kunden Inland» konzen-


trieren wir uns speziell auf das, was unsere Kunden in

Liechtenstein und der Schweiz brauchen. Unsere führende

Position im Spar- und Hypothekargeschäft sowie

in der privaten Finanz- und Vorsorgeplanung bildet

dabei eine gute Basis, um unsere Kunden weiterhin

umfassend zu betreuen.

Mit einem Kundenvermögen von

über 50 Mia. Schweizer Franken gehören wir im Währungsraum

Schweiz/Liechtenstein zu den bedeutendsten

Vermögensverwaltungsinstituten. Die Schweiz ist

deshalb auch ein wichtiger Pfeiler unserer Wachstumsstrategie.

Die in diesem Jahr erworbene Mehrheitsbeteiligung

an der Bank Linth passt diesbezüglich

ideal in unsere Strategie, in der wir vor allem das

Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft ausbauen

wollen. Die Bank Linth ist eine starke Marke, und sie

ist eine starke Regionalbank in der Ostschweiz, die wie

die LLB eng mit der Bevölkerung, mit ihren Kunden

verbunden ist. Von dieser Partnerschaft und dem

umfassenden Dienstleistungsangebot profitieren die

Kunden beider Banken. Seit Anfang

Mai 2007 treten wir in

unserem Kerngeschäft mit einer

neuen einheitlichen Unternehmensmarke

auf. Diese schafft Orientierung

für unsere Kunden, weil

sie die umfassenden Dienstleistungen

unserer Gruppe bündelt: als

Universalbank, im Private Banking

sowie in unseren weiteren Kernkompetenzen

Asset Management,

Fund Services und Trust Services.

Mit unserer neuen Unternehmensmarke

können wir das Potenzial eines einheitlichen

Gruppenauftritts in unseren Zielmärkten zukünftig

besser nützen.

Fotos: Landesbank

Die Landesbank –

neu auch in neuen Märkten,

wie in Abu Dhabi, präsent.

Kleinheit als Stärke

Im Leistungswettbewerb der Banken

und der Finanzmärkte bilden Vertrauen, internationale

Reputation und Qualität die Voraussetzung

für den Erfolg. Liechtenstein hat diese Schlüsselfaktoren

in den letzten Jahren auf eindrückliche Art und

Weise gefestigt und ausgebaut. Das Land wird sich

auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb behaupten

und seine Stärke als Nischenplayer nützen.

Dafür müssen wir trotz vieler Reglementierungsansprüche

die Besonderheiten unseres kleinen und attraktiven

Finanzplatzes pflegen. Die persönliche Kundenbetreuung,

der hohe Qualitätsanspruch unserer

Dienstleistungen, die fachliche und soziale Kompetenz

aller Dienstleistungserbringer werden den nachhaltigen

Erfolg des Finanzplatzes sichern. |

JUNI 2007


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B R A U C H T U M

«Mütschli» für die Patenkinder

An Fronleichnam gibt es in Triesenberg besondere Brötchen

Für Fronleichnam schiebt Mario Fronleichnam wird von der ka-

Schädler auch die beliebten tholischen Kirche schon seit dem

«Mütschli» in den Ofen.

frühen Mittelalter als «Fest des

Leibes Christi» gefeiert. Es ist das

kirchliche Erinnerungsfest an die Einsetzung des

Altarssakraments. Der Leib Christi, der versinnbildlicht

wird durch die Hostie. In Gestalt der geweihten

Hostie wird Christus an vier besonders

reich geschmückte Altäre durch die Gemeinde geführt.

Weil Fronleichnam immer schon das farbenfrohste

Kirchenfest war mit Blumen und Baldachin,

Fahnen und Prozession, Glocken und Böllerschüssen,

ist es nicht verwunderlich, dass sich mit der

Zeit manches Brauchtum gebildet hat. Bekannt

sind die «Üsaherrgottsbrötle», die in einzelnen Gemeinden

heute noch an die Kirchgänger verteilt

werden. In Triesenberg bildete sich der Brauch, dass

süsse Brötchen, die den Namen «Mütschli» tragen,

an die Kinder verteilt werden.

Diese kleinen Brote bestehen aus

einem ähnlichen Teig, wie er für

Zöpfe verwendet wird. Die bei

Kindern beliebte Süssigkeit erhalten

die «Mütschli» durch die

Beigabe von «Wiibeerli», den ge-

trockneten Weintrauben, die

sonst auch für Kuchen verwendet

werden. Auch jüngere Leute pflegen

diesen Brauch, ganz besonders

die Paten, die für ihre Patenkinder

die «Mütschli» kaufen

und sie bei einem Besuch schenken.

Kein Wunder also, dass

Fronleichnam in Triesenberg

auch «Mütschlisunntig» heisst.

Gotta und Götti, die in ihrer

Kindheit «Mütschli» erhalten haben,

führen den Brauch bei ihren

Gotta- und Götti-Kindern weiter.

Das lustige Wort «Mütschli» geht sprachlich

wahrscheinlich auf das mittelhochdeutsche Wort

«Mütschelin» zurück, das eine Verkleinerungsform

zu «Mutsche» für ein kleines Brot war.

«Mütschli» gibt es nur in Triesenberg. Mario

Schädler, der die Bäckerei Schädler schon in der

dritten Generation führt, hat das Rezept für die begehrten

Brötchen von seinem Vater erhalten. Woher

das Rezept stammt, weiss man heute nicht mehr, die

Überlieferung ging Jahr für Jahr in der Backstube

weiter. Hergestellt werden die «Mütschli» aus einem

feinen Hefeteig, aus dem Mario Schädler die typische

längliche Form der Brötchen formt. In den

Teig kommen Rosinen, die den Brötchen den süsslichen

Geschmack von Gebäck verleihen. Der alte

Brauch, «Mütschli» zu verteilen, hat sich gut erhalten

in Triesenberg.Viele Gotta und Götti geben ihre

Bestellung auf, holen die Brötchen am Vortag von

Fronleichnam ab und schenken die «Mütschli» am

Fest des Leibes Christi. Manche

Bestellung ist aber nicht allein für

die Patenkinder bestimmt – die

Erinnerung an frühere Zeiten

lässt oft auch Gotta und Götti ge-

www.brauchtum.li

nussvoll in ein «Mütschli» beissen.

|

Foto: Günther Meier


Neuer Leitwolf der vier Ringe

Audi R8 tritt zum Duell gegen den 911er an

Das exklusive Häufchen der Supersportwagen,

das von Porsche,

Lamborghini, Maserati dominiert

wird, erhält Zuwachs. Mit

dem R8 hat Audi einen Sportwagen

auf die Produktionsbänder

gestellt, der auf Anhieb hohes

Lob erntete. Nach ersten Fahrproben

sind sich Fachleute einig,

dass der Porsche 911 zum Duell

herausgefordert wird. Auch die

Liebhaber anderer Supersportler

werden sich an das Bild gewöhnen

müssen, einen Konkurrenten

mehr auf der Überholspur anzutreffen. Audi

scheint überzeugt zu sein, einen grossen Wurf getan

zu haben. «Leitwolf» sollen Audi-Leute den Mittelmotor-Zweisitzer

nennen, dessen Fahrleistungen

ebenso überzeugen wie die technischen Innovationen

unter der gedrungenen Karosserie.

Der R8 fliege los wie eine Kanonenkugel, berichtete

ein Motorjournalist nach dem ersten Einsatz

in dieser strassentauglich konzipierten Rennmaschine

mit Allrad-Antrieb. Den kurzen Sprint

von Null auf 100 legt der R8 laut Hersteller in

4,6 Sekunden auf die Fahrbahn, die in unseren

Nachbarländern Schweiz und Österreich auf den

Autobahnen erlaubten Geschwindigkeiten dürfte er

somit in ungefähr 5 Sekunden erreichen. Bleibt der

Gasfuss auf dem Pedal, dann dauert es nur 14,9 Sekunden,

bis der Tacho die 200er-Marke durchstösst.

Kann der «Leitwolf» bis an seine Limiten

ausgefahren werden, so versichert der Hersteller,

dass erst nach 300 km/h das Ende

erreicht wird – exakt bei 301

km/h. Nicht dort, wo sich beim

Porsche 911 unter dem markentypischen

Kreischen die Kraft

entfaltet, und auch nicht unter

der Vorderhaube, wo in der Regel

P O W E R E D B Y



A U T O

die Kolben hämmern, befindet Der Tritt aufs Gaspedal lässt

sich das V-8-Aggregat mit 420 beim Audi R8 420 Pferde in

PS. Audi verlegte den 4,2-Liter-

Aktion treten.

Motor, der auf permanenten Allrad-Antrieb

ausgelegt ist, knapp vor die Hinterachse.

Damit keine falschen Klappen geöffnet werden,

wenn ein Augenschein nach der Riesenherde von

Pferdestärken verlangt, kann der Mittelmotor sowohl

durch die Glasheckscheibe als auch vom Innenraum

her betrachtet werden. Konsequenz dieser

Anordnung ist ein lupenreiner Sportwagen, der

hinter dem Cockpit nur zwei Sitze erlaubt – kein

Platz für Notsitze, nur eine Ablage für zwei schmale

Golfbags. Wer mehr Platz braucht, muss im Unterschied

zu den meisten anderen Autos nach vorne

gehen, denn der Stauraum für ein massgeschneidertes

Koffer-Set befindet sich unter der Fronthaube.

Weder fehlender Platz noch überschüssige Kraft

falle besonders auf, befand ein Autotester: «Was viel

mehr beeindruckt, ist die Har-




monie von Ergonomie und Sitzposition,

von Agilität und Souveränität,

von Lässigkeit und der

Suche nach Perfektion, die sich

schon der Quadratur des Kreises

nähert.» |

JUNI 2007

Foto: Werkfoto Audi

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Von Thomas Piske

L G T B A N K I N L I E C H T E N S T E I N

Neugeldzuflüsse aus

den neuen Initiativen

Will man international mitmischen, ist «Kundennähe» eine wesentliche

Voraussetzung. Obwohl die LGT Gruppe ihre Auslandspräsenz in den letzten

Jahren massiv ausgebaut hat, will sie auch in Liechtenstein die erste Geige

im Wealth Management spielen.

Ein kurzer Blick in die Geschichte

der LGT Gruppe ist notwendig, um die Beweggründe

für die Expansion ins Ausland besser verstehen zu

können. Die ersten Erfahrungen im Ausland hat die

Gruppe bereits vor 25 Jahren – während der Blüte des

Liechtensteiner Private Banking –

Schon vor 2000 war klar,

mit der Eröffnung einer Repräsentanz

in London gemacht. Kurz da-

dass Liechtenstein für das rauf folgte der Schritt über die

geplante Wachstum nicht Grenze nach Zürich, und 1986

wurde eine Repräsentanz in Hong-

ausreichend Potenzial bietet kong eröffnet.1989 erfolgte mit der

Übernahme von GT Management

– eine weltweit tätige Gesellschaft im Vermögensverwaltungsbereich

– der Einstieg in das institutionelle

Geschäft. 1998 hat die LGT den gesamten institutionellen

Bereich verkauft und sich somit hauptsächlich

auf das Wealth Management, also auf die ganzheitliche

Betreuung des Vermögens der Kunden, konzentriert.

Im Hinblick auf die Eigentü-

Thomas Piske, CEO Wealth merstruktur befindet sich die LGT

Management International der in einer ausgezeichneten Aus-

LGT Bank in Liechtenstein.

gangslage. Ihr Alleinaktionär, die

Fürstenfamilie von Liechtenstein, hat in ihrer Jahrhunderte

dauernden Tradition stets sehr langfristig

investiert. Ein gutes Beispiel dafür ist die Kunstsammlung

der Familie. Dieses langfristige Denken kommt

der Gruppe bei der Umsetzung ihrer Strategie sehr

entgegen. So erhält die Saat genügend Zeit, um zu

wachsen, und wird nicht durch kurzfristiges «Quartalsdenken»

gestört.

Warum und wohin expandieren?

Will man heute im internationalen

Konzert der Finanzdienstleister mitspielen, ist die

«Kundennähe» – in diesem Falle die geografische –

eine wesentliche Voraussetzung. Daneben wollte die

Gruppe ihr Geschäft diversifizieren, um nicht nur von

einem Markt abhängig zu sein. Schon vor der Finanzplatzkrise

in Liechtenstein in den Jahren 2000 und

2001 war klar, dass der Markt Liechtenstein für das

geplante Wachstum nicht ausreichend Potenzial bietet.

Bevor 1999 die neue Wachstumsstrategie

verabschiedet wurde, hat man sich intensiv

mit den grössten und wachstumsstärksten Private-

Banking-Märkten auseinandergesetzt. Dies waren

Asien, Lateinamerika, der Mittlere Osten, Zentralund

Osteuropa, Deutschland, Italien und die Schweiz.

Aufgrund der Unternehmensgrösse – und der somit

begrenzten Ressourcen – war nur ein stufenweiser

Aus- und Aufbau möglich. In einem ersten Schritt hat

man sich für den Ausbau des Geschäfts in der Schweiz

und in Asien sowie für den Aufbau einer Bank in

Deutschland entschieden. In Asien war man bereits

seit 1986 tätig und verfügte somit über entsprechendes


Seit 1986 ist die LGT in Hongkong

vertreten. Derzeit setzt sie sich mit

den Regionen Lateinamerika und

Mittlerer Osten auseinander.

Know-how, auf dem aufgebaut

werden konnte. Deutschland als

grösster Private-Banking-Markt in

Europa wurde auch wegen seiner

geografischen, sprachlichen und

kulturellen Nähe gewählt. Da die Strukturen der Private-Banking-Märkte

in der Schweiz und in Liechtenstein

sehr ähnlich sind, lag der Ausbau des Geschäfts

in der Schweiz auf der Hand.

Verschiedene Strategien auf

verschiedenen Plätzen

Die Strategie sah vor, den Ausbau des Geschäfts in

Asien durch organisches Wachstum voranzutreiben.

Obwohl in Deutschland verschiedene Unternehmensübernahmen

geprüft wurden, hat man sich schlussendlich

für den Aufbau einer Bank auf der «grünen

Wiese» entschieden. In der Schweiz bot sich die Möglichkeit

der Übernahme der Schweizerischen Treuhandgesellschaft

(STG).

Im Jahr 2003 eröffnete die LGT in

Deutschland eine Bank mit sechs Niederlassungen. Im

selben Jahr wurde in Singapur eine Vollbank eröffnet,

und in der Schweiz wurde durch den Kauf der STG die

Anzahl der Bankniederlassungen von zwei auf fünf

erhöht und das Dienstleistungsangebot im Treuhandbereich

entsprechend erweitert. Das Jahr 2003 wird als

eines der ereignisreichsten in die LGT-Geschichte

eingehen. Im Jahre 2005 wurde der nächste Expansionsschritt

vorbereitet. Er ging Richtung Zentralund

Osteuropa. Nachdem ein erfahrenes Team für

diese Region rekrutiert werden konnte, wurde im Januar

2007 eine Vollbank in Wien eröffnet. Einerseits

Fotos: LGT

will die Gruppe mit diesem neuen Standort den sehr

interessanten österreichischen Private-Banking-Markt

bearbeiten, andererseits dient diese Buchungsplattform

zur Bearbeitung der osteuropäischen Märkte.

Derzeit setzt sich die LGT intensiv mit den Regionen

Lateinamerika und Mittlerer Osten auseinander. Im

Jahre 2008 sollte die Gruppe auch in diesen zwei Regionen

über konkrete Umsetzungsschritte berichten

können.

Parallel zu den erwähnten Initiativen

in Asien, Deutschland und der Schweiz konnten

sich die Asset-Management-Einheiten der LGT durch

sehr gute Nischenprodukte – Stichworte: Hedge

Funds, Private Equity, Behavioral Finance und Fürstliches

Portfolio – im institutionellen Geschäft und als

Produktmanager für die Wealth-Management-Kunden

einen sehr guten Namen machen.

Wachstum im Wealth

Management

Man darf heute sagen, dass die

1999 verabschiedete Wachstumsstrategie konsequent

und erfolgreich umgesetzt werden konnte. Dies wird

auch durch die Zahlen belegt. Neben dem wieder sehr

erfreulich wachsenden Stammgeschäft in Liechtenstein,

stammen inzwischen etwa zwei Drittel der Neugeldzuflüsse

im Wealth Management aus den neuen

Initiativen. |

JUNI 2007


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Von Adolf E. Real

V P B A N K

Lokal verankert und

international ausgerichtet

Mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit der VP Bank in den Mittleren und

Fernen Osten will die VP Bank weiter wachsen. Der durchdachte Schritt steht

im Einklang mit der Tradition und Kultur der 1956 gegründeten Bank: Lokale

Wurzeln und internationale Horizonte.

Guido Feger gründete 1956 die VP

Bank, um seinen Kunden aus dem In- und Ausland

neben der Finanzberatung auch die Möglichkeit anbieten

zu können, ihr Vermögen bei ihm zu hinterlegen.

In den 50er-Jahren verfolgte

Die Art der Niederlassung die Liechtensteinische Regierung

wird den Bedürfnissen der jedoch eine restriktive Bankenpolitik,

so dass sie Feger vorerst eine

Kunden und den Möglichkei- eingeschränkte Banklizenz erteilte.

ten der VP Bank angepasst Notgedrungen musste Feger seine

Geschäfte auf den Handel mit

Wertpapieren und Devisen beschränken. Erst 1975 erhielt

die VP Bank dann eine vollständige Banklizenz,

mit der sie sich als Spar- und Kreditinstitut etablieren

konnte.

Lokale Wurzeln und internationale

Horizonte

Während sie ihren Wurzeln in

Liechtenstein und der Ostschweiz treu geblieben ist,

zeigt sich die VP Bank seit jeher auswärtigen Trends

und Gelegenheiten gegenüber aufgeschlossen. Ihr

ganzes Augenmerk liegt aber im-

Adolf E. Real ist Chief Executive mer auf der Nische im Bereich Pri-

Officer der VP Bank Gruppe.

vatkunden- und Intermediärge-

schäft sowie der Vermögensverwaltung. Die Dynamik

der VP Bank und der Wettbewerb sorgen dafür, dass

sie sich stets der sich wandelnden Anforderungen der

Kundschaft bewusst ist, sodass diese nicht nur erfüllt,

sondern so weit wie möglich vorausgeahnt und übertroffen

werden. Auch die jüngsten Expansionspläne

bestätigen diesen Unternehmergeist und die Flexibilität

der VP Bank. Demgegenüber weisen der Mittlere

und Ferne Osten zweistellige Wachstumsraten auf.

Dies eröffnet für einen Nischenanbieter wie die VP

Bank äusserst attraktive Geschäftsmöglichkeiten.

Sorgfältig geplanter Schritt

Wie frühere Expansionen der VP

Bank sind die Eröffnung der Repräsentanz in Hongkong

sowie der Vermögensverwaltungsgesellschaft in

Dubai und die Pläne der VP Bank zur Eröffnung einer

Vermögensverwaltungsgesellschaft in Hongkong und

einer Bank in Singapur das Ergebnis sorgfältiger Analysen.

Die VP Bank ist bereit für diesen nächsten

Schritt: die Strukturen sind geschaffen und die finanziellen,

materiellen und personellen Ressourcen sind

bereitgestellt. Trotz der guten Vorbereitung geht die

VP Bank bei der Expansion behutsam vor und behält

dabei die Kosten immer im Auge. Das Engagement der

VP Bank im Mittleren und Fernen Osten ist ein langfristiger

strategischer Entscheid, sich als Privatbank in

Asien zu etablieren. Ziel dabei ist es, Wachstumsmöglichkeiten

für Privat- und Intermediärkunden aus

Europa sowie dem Mittleren und Fernen Osten und

alternative Buchungsmöglichkeiten anzubieten. Dass

die VP Bank mit der Expansion in den asiatischen

Raum nicht einfach einem allgemeinen Trend in der


Die Expansion der VP Bank in

den asiatischen Raum folgt einem

speziellen Businessmodell.

Branche folgt, sondern einen eigenen

Weg geht, zeigt das Businessmodell,

das sie dabei verfolgt. Die

Standorte werden mit Bedacht

ausgesucht und die Art der Niederlassung

wird den Bedürfnissen der Kunden und den

Möglichkeiten und Anforderungen der VP Bank angepasst.

Bei der Standortwahl sind beispielsweise die

politische, ökonomische und soziale Stabilität, die soliden

Rechtsgrundlagen vor Ort, die attraktiven Steuermöglichkeiten,

die Infrastruktur, ein stabiler und

gut entwickelter Finanzplatz sowie der Zugang zu gut

ausgebildeten Mitarbeitern entscheidende Erfolgsfaktoren.

So fiel der Entschluss, die im Dezember 2006

gegründete Repräsentanz in Hongkong durch eine

Vermögensverwaltungsgesellschaft zu erweitern. Damit

hat der asiatische Kunde die Wahlmöglichkeit,

über die Repräsentanz vom weltweiten Netzwerk der

VP Bank zu profitieren oder mit der Vermögensverwaltungsgesellschaft

eine ihm passende Anlageform

zu wählen. Mit dem Entscheid, in Singapur eine Banklizenz

zu beantragen, trägt die VP Bank einem weiteren

Kundenwunsch Rechnung. Viele Kunden aus dem

asiatischen Raum wollen ihre Gelder in ihrer Region

buchen. Aber auch Privatkunden und Intermediäre

aus Europa äussern verstärkt den Wunsch, Gelder ausserhalb

Europas anzulegen. Schliesslich hat die VP

Bank Anfang April vom Dubai International Financial

Center die Lizenz für eine Vermögensverwaltungsgesellschaft

erhalten. Dubai bildet dabei eine ideale Basis

zur Bearbeitung des arabischen Raums sowie von

Pakistan und Indien. Die gewählten Standorte ergänzen

sich geografisch optimal und bilden zusammen

Fotos: VP Bank

mit den bisherigen Standorten der VP Bank eine passende

Einheit. Mit der Ausweitung der Geschäftstätigkeit

und der bisherigen offenen Architektur der Produktpalette

der VP Bank hat sowohl der Privat- wie

auch der Intermediärkunde die Möglichkeit, seine

Anlagen auf seine Bedürfnisse massgeschneidert zu

tätigen. Sei es mit VP Bank-eigenen Produkten oder

Produkten anderer Anbieter. Marktexpansion und

gleichzeitige Kostenkontrolle sind für die VP Bank

von zentraler Bedeutung. Dies gilt für die intensivierte

Bearbeitung der Märkte in Asien sowie für Märkte

in Liechtenstein, der Schweiz und in Deutschland.

Starke Kundenorientierung

Die VP Bank ist und bleibt eine eigenständige,

unabhängige, liechtensteinische Bank

mit einer starken Verwurzelung zum und am Standort.

Davon zeugt die neue Empfangshalle in Vaduz,

mit der den Kunden ein aussergewöhnliches Erlebnis

geboten wird, ebenso wie auch neue Wege bei der

Lehrlingsausbildung oder das soziale, karitative und

kulturelle Engagement der VP Bank in Liechtenstein.

Zu diesem Zweck wurde eigens die VP Bank Stiftung

gegründet, die solche Projekte in und für Liechtenstein

fördert. Unternehmergeist, starke Kundenorientierung

und das Bewusstsein für die Veränderung der

Rahmenbedingungen stehen ganz in der Tradition der

VP Bank. |

JUNI 2007


24

Z E I T G E S C H E H E N

28. Juni 1932 – vor 75 Jahren

Zeppelin-Luftpost von Vaduz nach Friedrichshafen

Zeppeline erregten in den 1930er- Liechtensteins Philatelie-Ge-

Jahren grosse Aufmerksamkeit, schichte ist reich an Besonderhei-

auch beim Flug über Vaduz. ten. Der Traum vom Fliegen beflügelte

in der Zwischenkriegszeit

die Fantasie der Briefmarkensammler und beeinflusste

auch die Hersteller der Postwertzeichen. Zu

den Besonderheiten der Liechtenstein-Sammlungen

gehören die Luftpostmarken und die Stempel

der Zeppelinflüge, insbesondere jene zwischen der

ersten Zeppelin-Nordatlantikfahrt vom 1. August

1929 bis zur Zeppelin-Katastrophe von Lakehurst

am 6. Mai 1937.

Die 250. Fahrt des Luftschiffes «Graf Zeppelin»

war für einen Sonderpostflug und für den Einsatz

eines Sonderluftpoststempels auserkoren worden.

Im Fahrtbericht der Zeppelin-Werkstatt in

Friedrichshafen heisst es: «Friedrichshafen, 28. Juni

1932. Das Luftschiff «Graf Zeppelin» ist heute um

8.25 Uhr unter der Führung von Kapitän Lehmann

zu seiner 250. Fahrt aufgestiegen.

An der Fahrt, die etwa 8 Stunden

dauern wird, nehmen 36 Fahrgäste

teil. In Vaduz, im Fürstentum

Liechtenstein, wird das Luftschiff

zu einer Postaufnahme

niedergehen.»

JUNI 2007

P O W E R E D B Y

Die Zeppeline lösten damals eine

grosse Faszination aus, weshalb

der kurze Besuch des Luftschiffes

in den Zeitungen ausführlich beschrieben

wurde. Weil zu jener

Zeit in Schaan ein kleiner Flugplatz

bestand, peilte der Zeppelin

nicht Vaduz an, sondern dieses

Flugfeld. «Es waren feierliche Augenblicke,

als das Luftschiff 5 Minuten

vor 9 Uhr über Bendern

sichtbar wurde», berichtete das

Volksblatt. «Graf Zeppelin hielt

Kurs nach Südosten, jedenfalls,

um bei der Postaufnahme am Flugfeld sich vom

mehr von Süden nach Westen ziehenden Wind gegen

den Platz der Postaufnahme treiben zu lassen.

Die Aufnahmestelle war durch ein grosses weisses

Kreuz angedeutet. Tausende von Zuschauern aus

dem Lande, aus dem Kanton St. Gallen und aus

Vorarlberg standen am Gelände und erwiderten das

Tücherschwenken und die Grüsse aus den Kabinen.»

Der Zeppelin konnte nicht landen. Die Zeppelin-Post

war in Postsäcke verstaut worden, die an

langen Seilen in das Luftschiff hinaufgezogen wurden.

Ähnlich wie ein Helikopter konnte ein Luftschiff

an Ort schweben, wenn nicht gerade heftige

Winde den grossen Luftkörper hin und her zerrten.

Das genau war der Fall am 28. Juni 1932. Das Luftschiff

bewegte sich ruckartig, einer der Postsäcke

schleifte durch einen Wassergraben. Die beschädigten

Briefe und Karten erhielten nicht nur den blauen

Sonderstempel «Liechtenstein

– Zeppelinpost 1932», sondern

noch den zusätzlichen Sonderaufdruck

«Bei der Postaufnahme

beschädigt. Postamt Vaduz». Womit

diese Karten und Briefe eine

noch grössere Rarität wurden! |

Foto: Landesarchiv


24

Z E I T G E S C H E H E N

28. Juni 1932 – vor 75 Jahren

Zeppelin-Luftpost von Vaduz nach Friedrichshafen

Zeppeline erregten in den 1930er- Liechtensteins Philatelie-Ge-

Jahren grosse Aufmerksamkeit, schichte ist reich an Besonderhei-

auch beim Flug über Vaduz. ten. Der Traum vom Fliegen beflügelte

in der Zwischenkriegszeit

die Fantasie der Briefmarkensammler und beeinflusste

auch die Hersteller der Postwertzeichen. Zu

den Besonderheiten der Liechtenstein-Sammlungen

gehören die Luftpostmarken und die Stempel

der Zeppelinflüge, insbesondere jene zwischen der

ersten Zeppelin-Nordatlantikfahrt vom 1. August

1929 bis zur Zeppelin-Katastrophe von Lakehurst

am 6. Mai 1937.

Die 250. Fahrt des Luftschiffes «Graf Zeppelin»

war für einen Sonderpostflug und für den Einsatz

eines Sonderluftpoststempels auserkoren worden.

Im Fahrtbericht der Zeppelin-Werkstatt in

Friedrichshafen heisst es: «Friedrichshafen, 28. Juni

1932. Das Luftschiff «Graf Zeppelin» ist heute um

8.25 Uhr unter der Führung von Kapitän Lehmann

zu seiner 250. Fahrt aufgestiegen.

An der Fahrt, die etwa 8 Stunden

dauern wird, nehmen 36 Fahrgäste

teil. In Vaduz, im Fürstentum

Liechtenstein, wird das Luftschiff

zu einer Postaufnahme

niedergehen.»

JUNI 2007

P O W E R E D B Y

Die Zeppeline lösten damals eine

grosse Faszination aus, weshalb

der kurze Besuch des Luftschiffes

in den Zeitungen ausführlich beschrieben

wurde. Weil zu jener

Zeit in Schaan ein kleiner Flugplatz

bestand, peilte der Zeppelin

nicht Vaduz an, sondern dieses

Flugfeld. «Es waren feierliche Augenblicke,

als das Luftschiff 5 Minuten

vor 9 Uhr über Bendern

sichtbar wurde», berichtete das

Volksblatt. «Graf Zeppelin hielt

Kurs nach Südosten, jedenfalls,

um bei der Postaufnahme am Flugfeld sich vom

mehr von Süden nach Westen ziehenden Wind gegen

den Platz der Postaufnahme treiben zu lassen.

Die Aufnahmestelle war durch ein grosses weisses

Kreuz angedeutet. Tausende von Zuschauern aus

dem Lande, aus dem Kanton St. Gallen und aus

Vorarlberg standen am Gelände und erwiderten das

Tücherschwenken und die Grüsse aus den Kabinen.»

Der Zeppelin konnte nicht landen. Die Zeppelin-Post

war in Postsäcke verstaut worden, die an

langen Seilen in das Luftschiff hinaufgezogen wurden.

Ähnlich wie ein Helikopter konnte ein Luftschiff

an Ort schweben, wenn nicht gerade heftige

Winde den grossen Luftkörper hin und her zerrten.

Das genau war der Fall am 28. Juni 1932. Das Luftschiff

bewegte sich ruckartig, einer der Postsäcke

schleifte durch einen Wassergraben. Die beschädigten

Briefe und Karten erhielten nicht nur den blauen

Sonderstempel «Liechtenstein

– Zeppelinpost 1932», sondern

noch den zusätzlichen Sonderaufdruck

«Bei der Postaufnahme

beschädigt. Postamt Vaduz». Womit

diese Karten und Briefe eine

noch grössere Rarität wurden! |

Foto: Landesarchiv


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Von Günther Meier

U N T E R N E H M E N

Farbige Lichtspiele

an einer Wasserwand

Die Freiwillige Feuerwehr Eschen bietet am Feuerwehr-Fest

2007 eine einmalige Show – farbige Lichtspiele, untermalt

mit klassischer Musik, an einer Wasserwand. Realisiert wird

die Show von der liechtensteinischen Firma Event-Partner.

Der Umgang mit den Elementen

Feuer und Wasser gehört zu den Kernaufgaben der

Feuerwehr. Der 99. Verbands-Feuerwehrtag, den

die Freiwillige Feuerwehr Eschen veranstaltet, gilt

dem Wasser in ganz besonderer Weise. Neben dem

Wettkampf der Feuerwehren wird dem Publikum

ein «Wasserfeuerwerk» geboten, das es in dieser

Form in Liechtenstein noch nie gegeben hat. Beide

Seiten, Feuerwehr wie die Firma Event-Partner als

Spezialunternehmen für Licht- und Toneffekte, fiebern

dem Ereignis entgegen. Die Aufgaben sind klar

verteilt: Die Feuerwehr Eschen liefert die Wasserwand,

die Firma Event-Partner zaubert auf diese

«Leinwand» aus Wasser Lichtspiele, deren Choreographie

auf die Musik abgestimmt ist.

Lichtshow wird direkt gesteuert

Die Show «Wasserfeuerwerk» ist

ein Wagnis, das Feuerwehr wie Event-Partner bewusst

eingehen, aber mit der ihnen eigenen Professionalität

angehen und zur Begeisterung des Publikums

umsetzen wollen: Feuerwehren müssen

bekanntlich in jeder Notsituation das Richtige tun,

für die Firma Event-Partner heisst die Devise «Geht

nicht, gibt’s nicht!» Im Unterschied zu solchen Wasser-

und Lichtspielen andernorts, die zumeist an ei-

Feuerwehrtag und Wasserfeuerwerk

99. Verbands-Feuerwehrtag von Freitag, 1. Juni bis Sonntag, 3. Juni

2007 beim Feuerwehrdepot Eschen mit Festzelt.

Lichtspiel: Event-Partner Vaduz, www.eventpartner.li

nem See während einer ganzen

Saison als Attraktion veranstaltet

werden, findet das «Wasserfeuerwerk»

nur an einem einzigen

Abend statt. Während anderswo

während Wochen minuziös geprobt

und gepröbelt wird, sind

hier Probe und Premiere praktisch

identisch. Lukas Meier,

Lichtspezialist der Event-Partner,

verzichtet deshalb auf den Einsatz

eines computergesteuerten

Schemas, das keine raschen Korrekturen

zulässt. Mit seinen Helfern steuert er die

Lichtshow direkt an Ort und Stelle, die Augen auf

die Wasserwand gerichtet, die Finger an der Schalttafel

mit Hunderten von Einstellknöpfen. «Vielleicht

läuft alles wie geplant, vielleicht müssen wir

korrigieren», schätzt er die unsichere Situation ein.

Die Feuerwehr plant eine Wasserwand von ungefähr

sechzig Meter Breite, die aus dem Wasser der

Esche gespiesen wird. Sollte die «Wasserleinwand»

aber nur fünfzig Meter Breite aufweisen, müssen die

Lichtstrahlen blitzschnell korrigiert werden.

Jeder Anlass wird heute

als Event zelebriert

Die Licht- und Tonprofessionals

sowie Multimediaspezialisten von Event-Partner

bringt nicht so schnell etwas aus der Ruhe. Jahrelange

Erfahrung, gepaart mit professioneller Ausbildung

und unterstützt von modernsten Geräten der

Ton-, Video- und Beleuchtungsbranche ergibt die


Grundlage für die Gelassenheit. Kaum ein grösserer

Anlass in Liechtenstein und der Region, der nicht

von Event-Partner geschickt in Szene gesetzt wird.

«Die Szene hat sich in den letzten Jahren stark verändert»,

weiss Jörg Gantenbein, Geschäftsführer

von Event-Partner aus Erfahrung, «fast jeder Anlass

wird heute als Event zelebriert.»

Die Leute wollen nicht nur Technisch sind die Veranstaltungen

bedeutend aufwändiger ge-

unterhalten werden, die

worden, was mit veränderten

Leute wollen ein Erlebnis!

Ansprüchen der Gesellschaft zusammen

hängt: «Die Leute wollen

nicht nur unterhalten werden, die Leute wollen

ein Erlebnis!» Jörg Gantenbein erinnert sich an seinen

ersten Anlass, den er technisch unterstützen

musste: «Ich hatte nur drei Mikrophone in einem

kleinen Köfferchen.» Heute wäre das undenkbar.

Auf diesen Wandel hat sich Event-Partner eingestellt.

Selten noch geht es um eine einfache Beschallung,

damit das Wort des Redners gut verständ-

Jeder Anlass kann mit Lichtspielen

zum Erlebnis werden.

lich bei den Zuhörern ankommt.

Mehr und mehr wünschen

sich die Auftraggeber raffinierte

Lichteffekte, Animationen und

Video-Einsatz. Auch wollen Veranstalter

am liebsten nur mit einem

Partner arbeiten, weil das

einfacher ist. Event-Partner konzentriert

sich weiterhin auf seine

Kernkompetenzen, arbeitet aber

mit verschiedenen Partnern aus

anderen Branchen zusammen,

um komplette Lösungen anzubieten.

«Es ist unser klares Ziel», umschreibt Jörg

Gantenbein die Geschäftsstrategie, «einen Event

nach den Vorstellungen des Organisators in Szene

zu setzen, damit der Veranstalter wie ein perfekter

Gastgeber wirkt.» Wenn es gewünscht wird, organisiert

Event-Partner für eine solche Inszenierung

auch die Palmen, lässt das Catering mit exquisiten

Häppchen auffahren und macht aus einer einfachen

Rede eine fulminante Multimedia-Show. «Das Entertainment

steht heute im Mittelpunkt», sagt Jörg

Gantenbein – die Leute wollen unterhalten werden.

Vorbei das Zeitalter, als ein einsamer Redner noch

die volle Aufmerksamkeit des Publikums für sich

beanspruchen konnte. Gefragt sind die Showmaster,

die wie Zirkusdirektoren für immer neue Überraschungen

sorgen. Das Fernsehen dient oft für die

Vorstellungen der Veranstalter als Vorbild. Ohne ein

solches Vorbild würde das Wasser der Esche nicht

für eine Wasserwand verwendet, die wie eine Leinwand

für eine Lichtshow eingesetzt wird. |

Foto: Event-Partner

JUNI 2007


28

Foto: Marco Nescher

M O N AT S - T I P P S

Rosenfahrt

für Blumenfreunde

Rosen faszinieren Beschenkte

und Schenkende. Rosen faszinieren

aber auch Blumenfreunde,

die Rosen im eigenen Garten

pflanzen oder sogar züchten.

Die Erwachsenenbildung organisiert

dieses Jahr wieder eine

Rosenfahrt, die an zwei Plätze

führt, die für Rosen weit herum

bekannt sind: Die Rosenschule

Huber in Dottikon und die Kartause

Ittingen im Thurgau. Die Rosenfahrt,

die einen ganzen Tag dauert,

bereitet jenen eine Freude, die einfach

gerne die Pracht der Rosen

bewundern. Wer mehr will, kommt

ebenfalls auf die Rechnung, denn

es gibt Informationen über Rosensorten,

über Pflege und Zucht der

Rosen.

Und wenn Rosenfreunde

schon einmal unter sich sind, dann

gibt es sicher auch genügend Gesprächsstoff

– über Rosen und Rosenzüchten.

Rosenfahrt

Erwachsenenbildung

Kurs 771

Samstag, 9. Juni 07

Maislabyrinth

und Streichelzoo

Wer möchte nicht einmal auf

Schatzsuche gehen? Im Maislabyrinth

in der Erlebniswelt Neuguthof

in Vaduz ist das möglich, denn dort

liegt ein Schatz begraben. Das

Maislabyrinth wird Mitte Juni mit

einem Fest eröffnet.

Allerdings dauert es noch ein

paar Wochen, bis der Mais so hoch

steht, dass man sich im Labyrinth

– immerhin etwa dreimal so gross

wie ein normales Fussballfeld und

über zwei Kilometer Wege – verirren

könnte. Zur Eröffnung steigt

ein Country Weekend, für Cowgirls,

Cowboys und natürlich für Country-Fans.

Für die Kleinen steht ein

Spielplatz bereit. Und im Streichelzoo

warten Hasen und Katzen,

Hennen und Enten, aber auch Kälber

und Kühe, Ziegen und Schweine

auf Streicheleinheiten.

Eröffnung Maislabyrinth

Erlebniswelt Neuguthof

Vaduz

Samstag/Sonntag,

16./17. Juni 07

www.erlebniswelt.li

Foto: Günther Meier

Open-Air

Wavejam Balzers

Balzers steht auch dieses

Jahr wieder im Zeichen des Open-

Air Wavejam. Nach dem erfolgreichen

Start der Veranstaltung, die

von den Balzner Pfadfindern im

Jahre 2002 ins Leben gerufen wurde,

erwarten viele mit Sehnsucht

jedes Jahr die Fortsetzung.

Für Abwechslung ist gesorgt,

denn alles ist dabei. Angefangen

mit KIM, weiblich, rockig, frech, die

energiegeladene Band aus der

Schweiz, fortgesetzt mit Backwash

und Die Happy. Die Golden Age

Gurus haben zugesagt wie auch

Raptor Kit, Androbb und Kurt

Ackermann, um ein paar Bands zu

erwähnen.

Energiegeladene Rocksongs

wechseln ab mit rotzig-rohem

Sound, Eigenkompositionen konkurrieren

mit bekannten Stücken,

eine Show jagt die andere! Ein Fest

für die Sinne!

Open-Air Wavejam

Freitag/Samstag,

15./16. Juni 07

Balzers

www.wavejam.li

Foto: Wavejam


Vaduzer Chardonnay

Herawingert AOC 2006

Die Chardonnay-Rebe soll

von den Kreuzrittern nach Frankreich

gebracht und von den Benediktinern

im Burgund verbreitet

worden sein. Der Vaduzer Chardonnay

wurde bei schönstem

Herbstwetter von Hand gelesen

und im Edelstahltank ausgebaut.

Der Wein zeigt ein prachtvolles

und intensives Bouquet. Reichhaltige

Aromen von exotischen

Früchten mit erstaunlich weichem

Abgang und frischem Finale.

Jetzt erhältlich in der Hofkellerei

des Fürsten von

Liechtenstein zum Preis von

Fr. 29.00 / Flasche.

MIROS

Coussin Chronograph

Aus der neuen Maurice-Lacroix-kollektion

stammt der Miros

Coussin Chronograph. Als Chronograph

mit Grossdatum, vereint dieser

zwei praktische Funktionen in

einem grosszügigen Stahlgehäuse,

das durch seine aussergewöhnliche

Kissenform besticht. Alles an

dieser Uhr hat Charakter, die innovative

Form des Gehäuses, die

grosszügigen Zifferblätter in drei

Farbvarianten sowie ihre Funktionalität

mit einem Schweizer Quarzwerk.

Erhältlich bei Uhren &

Schmuck AG Ospelt Vaduz

Stilvolle Taschen

für den Sommer

Zu den Geheimnissen der

Frauen gehören die Tascheninhalte.

Damit diese Geheimnisse entsprechend

gehütet werden können,

braucht die Frau eine dazu

passende Verpackung. Ob für

Büro, für Shopping, für den Abend

– für jeden Anlass gibt es als

schmückendes und gleichzeitig

praktisches Accessoire die richtige

Handtasche. Stilvoll, top-modisch,

klassisch-zeitlos.

Gesehen bei DONNE

lifestyle Vaduz

Wettbewerb

Gewinnerin

M A R K T

Glückliche Gewinnerin unseres

Wettbewerbs über das Welt-

Wein-Festival in Bad Ragaz war

Katharina Allgäuer aus Vaduz. Zusammen

mit ihrem Partner konnte

sie an einem Bordeaux-Seminar

mit Degustation teilnehmen. Wir

bedanken uns bei der LGT Bank in

Liechtenstein, die als Hauptsponsor

des Welt-Wein-Festivals den

Wettbewerbspreis gestiftet hat.

Digitaler

Fotorahmen

Fotografieren Sie gern mit der

Digitalkamera, drucken die Fotos

dann aber doch nie aus? Mit dem

neuen Digital PhotoFrame von

Philips können Sie Ihre schönsten

Erinnerungen jeden Tag in herausragender

Qualität geniessen – ohne

die Bilder extra ausdrucken zu

müssen. Das hochauflösende LCD-

Display lässt Ihre Fotos in der gewünschten

Reihenfolge lebendig

werden - so dass Sie Erinnerungen

auffrischen und mit anderen teilen

können wie nie zuvor.

Erhältlich bei Foto

Kaufmann in Schaan

JUNI 2007

29


30

S C H L U S S P U N K T

Andreas Nägele – eine Kerze

ins Dunkel stellen

Eine chinesische Redensart sagt: «Es ist besser, eine

kleine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.» Diese

Weisheit stand Pate für das Logo von Amnesty International, eine mit

Stacheldraht umwickelte Kerze. Sprichwort und Bild drücken auf eindrückliche

Weise aus, weshalb

sich Millionen Menschen in fast Viele Aktionen von Amnesty führen dazu, dass Menschen aus

allen Ländern der Welt für Am- der Haft entlassen oder die Todesstrafe abgeschafft werden

nesty International und Menschenrechte

einsetzen. Stacheldraht symbolisiert Dunkelheit in Gefangenschaft,

Wehrlosigkeit und Schmerz. Wer im KZ «in den Draht»

ging, zog Selbstmord der Unerträglichkeit vor. Stacheldraht

symbolisiert Folter und Todesstrafe, zwei

Kernanliegen von AI seit deren Gründung. Der englische

Anwalt Peter Benenson war empört, als in

Portugal zwei Studenten, die auf die Freiheit anstiessen,

ins Gefängnis gesteckt wurden. Fast 50 Jahre

später mag man daran denken, dass vor kurzem in

Vietnam Anwälte verurteilt wurden, die Mitglieder

einer demokratischen Bewegung verteidigten. Nein,

überflüssig ist Amnesty International noch immer

Dr. med. Andreas Nägele nicht. Menschenrechte werden auch verletzt, wo ra-

Präsident von Amnesty

sches Hinsehen nicht ausreicht. So ist ein aktueller

International Liechtenstein Schwerpunkt von AI der Menschenhandel, speziell

der Frauenhandel im Umfeld internationaler Sport-

Events wie der Euro 2008. Es gibt aber nicht nur den Stacheldraht! Die

Kerze bringt Licht in die Dunkelheit. Viele AI-Aktionen führen dazu,

dass Menschen aus der Haft entlassen, Folter eingestellt oder die Todesstrafe

abgeschafft werden. Das Briefeschreiben ist eines der wirksamsten

Mittel von AI: «Ich wurde nackt in einer Zelle im Keller festgehalten.

Als die ersten 200 Briefe kamen, gaben mir die Wächter

meine Kleider zurück. Als die nächsten 200 Briefe kamen, statteten mir

die Gefängnisbeamten einen Besuch ab. Mit dem nächsten Stapel Briefe

nahm der Gefängnisdirektor mit seinem Vorgesetzten Kontakt auf.

Die Briefe kamen weiterhin, 3000 alles in allem, und der Präsident rief

mich in sein Büro. Er zeigte mir eine riesengrosse Schachtel mit Briefen,

die er erhalten hatte, und sagte: «Wie kommt es, dass ein Gewerkschaftsführer

wie du so viele Freunde überall in der Welt hat?» – so ein

Mann nach seiner Freilassung. Solche Meldungen geben uns täglich

neue Kraft, für Menschen und Menschenrechte einzustehen, seit März

2007 auch in Liechtenstein. |

JUNI 2007

Foto: Günther Meier


2 4 1 3 8

5 1 8 6 4

7 9

7 2 6 4 8

5 1

8 6 9 4 2

6 1

3 2 9 8 7

9 2 5 6 3

Sudoku 1

Lösung Sudoku 1 Lösung Sudoku 2

Sudoku-Anleitung

Sudoku Juni 2007

Sudoku 2

Jedes Sudoku besteht aus 9 Quadraten mit jeweils 9 Feldern.

Einzelne Ziffern sind vorgegeben. Das Sudoku muss so

vervollständigt werden, dass in jedem Quadrat, in jeder Zeile und

in jeder Spalte jede Ziffer von 1 bis 9 nur ein einziges Mal vorkommt.

Senden Sie beide Sudoku-Lösungszahlen mit dem Betreff

«Sudoku Juni 07» an folgende Mail-Adresse und gewinnen Sie

tolle Preise: wettbewerb@dermonat.li oder benutzen Sie eine

Postkarte und senden diese an Alpenland Verlag AG, Postfach,

9494 Schaan.

Einsendeschluss ist der 22. Juni 07. Gewinner werden im

Internet unter www.dermonat.li veröffentlicht!

R Ä T S E L - S P A S S

1 3 6 4 5

6 2 8 4 1

9 7

8 3 9 1 4

2 6

4 8 3 1 7

8 6

5 7 3 9 4

3 7 2 5 8

Auflösung des letzten Sudoku

3 6 5 2 4 1 8 9 7

9 8 1 6 5 7 3 2 4

4 7 2 8 9 3 6 1 5

2 5 6 4 1 8 9 7 3

1 3 4 7 6 9 5 8 2

8 9 7 3 2 5 1 4 6

5 2 8 9 7 6 4 3 1

6 4 3 1 8 2 7 5 9

7 1 9 5 3 4 2 6 8

2 5 9 8 3 1 6 7 4

4 7 3 6 9 5 8 1 2

8 1 6 4 7 2 3 9 5

3 9 2 1 6 4 7 5 8

5 6 7 9 2 8 1 4 3

1 4 8 3 5 7 9 2 6

6 3 4 2 1 9 5 8 7

7 2 1 5 8 3 4 6 9

9 8 5 7 4 6 2 3 1

Gewinnen Sie einen Gutschein

im Wert von CHF 100.–

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