März 2007 - Der Monat

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März 2007 - Der Monat

MÄRZ 07

www.dermonat.li

PFADFINDER: Jeden Tag eine gute Tat

KOALITION: Zweckbündnis – kleinster gemeinsamer Nenner

SPORT: Swisspower Cup – Start in Liechtenstein


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INHALT | EDITORIAL

Jeden Tag eine gute Tat

Nicht nur für Pfadfinder

Die Gemeinde Schaan nutzte die Gunst der Stunde

für ihr nachahmenswertes Standort-Marketing

PANORAMA 4

TITELTHEMA: PFADFINDER

Jeden Tag eine gute Tat 6

KOPF DES MONATS

Esther Eggenberger –

Einsatzleiterin der Feuerwehr 8

TITELTHEMA: KOALITION

Zweckbündnis –

kleinster gemeinsamer Nenner 10

FBP – Fortschrittliche Bürgerpartei 12

VU – Vaterländische Union 14

FL – Freie Liste 16

AUTO

Eine Yacht auf vier Rädern 13

ZEITGESCHEHEN

Erste liechtensteinische Skimeisterschaft 15

BRAUCHTUM

Am Hungertuch nagen 18

WIRTSCHAFT

Microfinance – Schwerpunkt für

Standort Liechtenstein 20

KULTUR

Highway to Hell – Heavy-Metal-Rocknacht 22

SPORT

Swisspower Cup – Start in Liechtenstein 24

MONATS-TIPPS 26

SCHLUSSPUNKT 30

Runde Jahrzahlen sollten gefeiert werden. Von zwei

Jubiläen ist in dieser Ausgabe die Rede – nämlich von

«100 Jahre Pfadfinder» und «80

Jahre Radfahrerverein Schaan».

Die Radsportler feiern mit einem

internationalen Mountainbike-

Rennen. Die Gemeinde Schaan hat einen namhaften

Sponsoren-Beitrag bewilligt. Als Teil ihres Standort-

Marketings, was hoffentlich Nachahmung findet.

Schaan war schon im vergangenen

Jahr der Schauplatz eines

Jubiläums. Damals feierten die

Pfadfinder die Gründung der

liechtensteinischen Pfadfinder

vor 75 Jahren. Dieses Jahr können

die Pfadfinder erneut feiern,

denn die internationale Pfadfinderbewegung

ist vor 100 Jahren

von Lord Baden-Powell gegründet

worden. Jeden Tag eine gute

Günther Meier

Tat! Das ist das Motto der Pfad-

Redaktion «Der Monat»

finder, die früh lernen, am gleichen

Strick zu ziehen. Aus dem Regierungsgebäude

in Vaduz sind auch laufend Meldungen über gute

Taten zu hören. Die Regierung befindet sich mit

Volldampf an der Arbeit. Allerdings scheint die

Koalitionsregierung nicht immer am gleichen Strick

zu ziehen. Diese Konstellation heisst in der politischen

Sprache – Koalition. |

Foto: Marco Nescher

IMPRESSUM: 2. Jahrgang, Nr. 16, März 2007

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REDAKTION: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, Fax +423 380 09 31, redaktion@dermonat.li

ANZEIGEN: Thomas Ospelt, Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, annoncen@dermonat.li

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TITELBILD: Die Pfadfinder feiern 2007 das 100-jährige Bestehen

(Foto: Edi Vogt)

MÄRZ 2007

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4

5

PANORAMA

Finanzplatz

auf dem IWF-Prüfstand

Die gestrengen Prüfer des Internationalen

Währungsfonds (IWF) werden im März zum zweiten

Mal in Liechtenstein auftauchen und den Finanzplatz

nach internationalen Kriterien bewerten.

Zur Vorbereitung hat die Regierung eine Projektgruppe

eingesetzt, die sich mit

dem 90-seitigen Fragenkatalog

des Währungsfonds befasst. Die

erste IWF-Prüfung im Jahre 2002

verlief für Liechtenstein erfolgreich.

Die IWF-Prüfer bestätigten,

dass Liechtenstein über eine

qualitativ hoch stehende Gesetzgebung

verfüge, die eine ausgezeichnete

Grundlage für eine

wirksame Aufsichtstätigkeit darstelle. Im Bereich

der Bekämpfung der Geldwäscherei sowie der

Finanzierung des Terrorismus wurde generel ein

«high level of compliance» mit internationalen

Standards festgestellt. Es wurde auch gewürdigt,

dass die zuständigen Behörden neu strukturiert

und massiv verstärkt wurden, so dass in diesem Bereich

wesentlich an Substanz und Schlagkraft gewonnen

werden konnte.

Foto: Presseamt

145 500 000 Franken für die Bildung

Fast 150 Millionen kostet das Bildungswesen in Liechtenstein in diesem

Jahr. Davon enthält das Budget 2007 Aufwendungen für:

– Primarschulen 25 000 000 Franken

– Sekundarschulen 38 000 000 Franken

– Hochschulwesen 17000 000 Franken

– Musikschule 6 000 000 Franken

– Stipendien 5 500 000 Franken

– Berufsbildung und Berufsberatung 14 000 000 Franken

Um die Kosten für den Bildungsbereich zu finanzieren, braucht es

so viel, wie die Einnahmen aus der Vermögens- und Erwerbssteuer

(50 Mio. Fr.), der Besonderen Gesellschaftssteuer (90 Mio. Fr.) und

der Motorfahrzeugsteuer (10 Mio. Fr.) zusammen ausmachen.

Foto: Presseamt

Dreier-Gipfelkonferenz

der Aussenministerinnen

In drei deutschsprachigen Ländern – Liechtenstein,

Schweiz und Österreich – bestimmen

Frauen die Aussenpolitik. Im vergangenen Sommer

trafen sich die drei Aussenministerinnen auf Einladung

von Aussenministerin Rita Kieber-Beck in

Liechtenstein zu einem «Gipfel-Treffen». Wenn sie

noch im Amt seien im nächsten Jahr, bekräftigten

die drei Aussenpolitikerinnen, würden sie sich 2007

wieder treffen. Dieser «Dreier-Gipfel» soll tatsächlich

stattfinden, diesmal in der Schweiz. Die Einladung

wird von der Schweizer Bundesrätin Micheline

Calmy-Rey zu einem Treffen in der Schweiz

ausgehen. Als Dritte im Bunde wäre dann Österreichs

Aussenministerin Ursula Plassnik 2008 an

der Reihe, ihre Amtskolleginnen zum Wiener-Gipfel

einzuladen.

Liechtenstein für einmal

das Schlusslicht!

Man hat sich fast daran gewöhnt, dass Liechtenstein

in der internationalen Berichterstattung

meist an der Spitze steht. Entweder positiv – etwa

beim Export pro Kopf der Bevölkerung. Oder

negativ – als Teilnehmer von «schwarzen Listen».

Für einmal aber steht Liechtenstein ganz am

Schluss, wie die Neue Zürcher Zeitung in einem Bericht

über den Europäischen Menschengerichtshof

schreibt: «Während Österreich mit 785, die Schweiz

mit 568 und Luxemburg mit 94 Beschwerden vertreten

sind, bildet Liechtenstein mit 3 Klagen das

Schlusslicht.» Übrigens liegen beim Menschenrechtsgerichtshof

rund 90 000 hängige Klagen.

MÄRZ 2007


«Rauchverbot light»

ist in Vorbereitung

Die Regierung plant ein generelles Rauchverbot in allen öffentlich

zugänglichen geschlossenen Räumen. Allerdings wird es auch

Ausnahmen von der Regel geben: In Raucherräumen, die als abgetrennte

Räume ausgestaltet sind und eine leistungsfähige Lüftung aufweisen,

darf auch in Zukunft geraucht werden. Auf Schularealen, in

Gebäuden der öffentlichen Hand, in öffentlichen Verkehrsmitteln

und in Betreuungsstätten für Kinder und Jugendliche soll ein striktes

Rauchverbot gelten.

Kleinstaatenspiele 2011

wieder in Liechtenstein

Schon über sieben Jahre ist es her, dass die Kleinstaatenspiele in

Liechtenstein stattfanden. Die grosse Resonanz, welche diese Olympiade

der Kleinstaaten in unserem Land auslöste, hat bewirkt, dass

sich Liechtenstein um die Durchführung der Kleinstaatenspiele 2011

beworben hat. Der Finanzbedarf wird mit 4,8 Mio. Fr. beziffert. Die

Regierung gab bekannt, dass sich der Staat mit den Gemeinden zur

Hälfte an den Kosten beteiligen werde. Den Finanzantrag will die Regierung

in der ersten Jahreshälfte 2007 dem Landtag vorlegen.

Erleichterung

für Alleinerziehende

In Zukunft sollen Alleinerziehende Zulagen

für die Kinder erhalten, auch wenn die Ehe noch

nicht geschieden ist. Die Alleinerziehendenzulagen

wurden 1999 eingeführt. Ledige, verwitwete oder

geschiedene Personen haben Anspruch auf Zulagen,

wenn sie nicht im Konkubinat leben. Bei verheirateten

Personen wird zum Getrenntleben als

zusätzliche Voraussetzung verlangt, dass ein Verfahren

auf Trennung oder Scheidung

bei Gericht anhängig ist.

Nach Ansicht der Regierung ist es

nicht angebracht, die Anspruchsvoraussetzungen

für Alleinerziehendenzulagen

so stark zu lockern,

dass bei Verheirateten das

faktische Getrenntleben schon

einen Anspruch auslöst.

Foto: IPG Gutenberg Est.

Foto: Marco Nescher

Das Alpenrheintal

wird genau untersucht

Das Alpenrheintal, die vielgestaltige Landschaft

zwischen dem Bodensee und dem bündnerischen

Reichenau, wo sich der Rhein aufteilt

in den Hinter- und den Vorderrhein, ist in den

Mittelpunkt des Interesses von Raumplanung,

Wirtschaft und Siedlungsentwicklung gerückt.

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Hochschule

Liechtenstein, der Eidgenössischen Forschungsanstalt

für Wald, Schnee und Landschaft

WSL und der Universität Innsbruck befasst sich

mit der Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur sowie

mit der nachhaltigen Entwicklung im Alpenrheintal.

Kürzlich hat die Liechtensteinische

Akademische Gesellschaft einen neuen Band

der Politischen Schriften veröffentlicht: «Alpenrheintal

– eine Region im Umbau».

Das Projekt «Perspektiven Alpenrheintal»

soll Szenarien für die künftig mögliche Siedlungsentwicklung

entwerfen. Den Behörden in

den drei Ländern sollen Vorschläge zur Nutzung

und Organisation des Raumes unterbreitet werden,

die sich an einer nachhaltigen Raumentwicklung

orientieren. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes

sollen den Einwohnern und

Entscheidungsträgern wichtige Impulse für regionalpolitische

Debatten geben.

Besonderes Merkmal des Alpenrheintals

ist, dass in den letzten fünfzig Jahren ein starkes

Wachstum stattgefunden hat, das zur Ausweitung

der Siedlungsflächen führte. Die Wohnbevölkerung

wuchs zwischen 1960 und 2000 um

60 Prozent und beträgt heute rund 450 000 Personen.


6

7

Von Günther Meier

TITELTHEMA: PFADFINDER

Jeden Tag eine gute Tat

100 Jahre Pfadfinder

International feiert die Pfadfinderbewegung das 100-jährige

Bestehen. Das erste Pfadfinderlager 1907 gilt als Geburtsstun-

de. Zu Ehren von Robert Baden-Powell, dem Gründer der Pfad-

finder, gibt Liechtenstein 2007 eine Europa-Briefmarke heraus.

Pfadfinder aus der Schweiz und

Österreich standen – neben vielen anderen Helfern

– im Einsatz, nachdem die letzte grosse Katastrophe

über Liechtenstein hereingebrochen war. Im Herbst

1927, vor knapp 80 Jahren, brach der Rheindamm

bei Schaan und die Wassermassen setzten einen

grossen Teil der nördlichen Talebene unter Wasser.

Der Einsatz der jungen Leute, die in der internationalen

Pfadfinderschaft organisiert waren, weckte

Bewunderung in unserem Land und liess den

Wunsch aufkommen, auch in Liechtenstein eine

solche Organisation auf die Beine zu stellen. Inzwischen

ist die liechtensteinische Pfadfinderbewegung,

die 1931 gegründet wurde, schon über 75

Jahre alt – und mit etwa 800 Pfadfinderinnen und

Pfadfindern die wohl grösste Jugendorganisation.

Zum Zeitpunkt, als die Pfadfinder

aus den Nachbarländern ihren Einsatz im

liechtensteinischen Katastrophengebiet leisteten,

bestand die internationale Pfadfinderbewegung

schon seit 20 Jahren. Der britische General Robert

Baden-Powell hatte 1907 auf dem englischen

Foto: Andreas Meier

Brownsea Island ein experimentelles

Lager mit Jugendlichen organisiert

und aus den gewonnenen

Erfahrungen die Prinzipien

der Pfadfinderbewegung formuliert. Das erste

Camp gilt als die Geburtsstunde der Bewegung, der

heute rund 38 Millionen Kinder und Jugendliche

auf der ganzen Welt angehören.

Erziehungsbewegung, nicht

reine Freizeitbeschäftigung

Baden-Powell, der später zum

Lord geadelte Gründer der Pfadfinderbewegung,

hatte ganz bestimmte Ideale und Erziehungsziele im

Auge, als er die Jugend um sich scharte. Die Teilnahme

am Pfadfinderleben sollte zur Entwicklung junger

Menschen beitragen, indem ihre körperlichen,

geistigen und sozialen Fähigkeiten geweckt und gefördert

werden, um sie zu verantwortungsbewussten

Staatsbürgern zu erziehen, die sich nach den

Idealen der Pfadfinderbewegung für den Staat und

die Gesellschaft einsetzen. Die Pfadfinderbewegung

ist nach den Vorstellungen ihres Gründers eine Erziehungsbewegung,

nicht eine reine Freizeitbeschäftigung.

Pfadfinder sind keine weltfremden Buben

und Mädchen, die im Wald herumlaufen, Knoten

lernen und Wanderlieder singen. Dennoch sagte Baden-Powell

einmal: Pfadfinderei ist ein grosses Spiel

– aber ein Spiel mit Zielen. Zu diesen Zielen gehört,

dass die Pfadfinderbewegung für alle offen ist, ohne

Unterscheidung von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis.

Die tatkräftige Hilfe der schweizerischen

und österreichischen Pfadfinder beim


Rheineinbruch 1927 imponierte in Liechtenstein.

Fürst Franz I. regte die Gründung einer Pfadfindergruppe

an und versprach einen Anteil der Gründungskosten

zu übernehmen.

Hütet Euch vor langen Auch bei Jugendlichen erwachte

der Wunsch, in einer gut geführ-

Moralpredigten, der junge

ten, nach internationalen Regeln

Mensch hasst sie! ausgerichteten Pfadfindergruppe

mitmachen zu können. Diese Bestrebungen

hatten vier Jahre später Erfolg. Regierungschef

Dr. Josef Hoop lud am 17. September 1931

zu einer Besprechung über die «Gründung einer

Pfadfindergruppe» ins Café Risch in Schaan ein.

Unter den Teilnehmern war auch Alexander Frick,

der spätere Regierungschef, der zu den treibenden

Kräften der neuen Jugendbewegung gehörte. Mit

Hilfe des Schweizer Pfadfinderkorps ging die Sache

rasch voran – schon am 11. Oktober 1931 legten 34

Pfadfinderversprechen

Pfadfinder legen ein Versprechen ab. Der liechtensteinische Pfadfinderbund

hat bei seiner Gründung ein Pfadfinderversprechen formuliert,

das folgenden Wortlaut hat:

Ich verspreche auf meine Ehre, nach Kräften zu sein:

1. treu Gott, der Kirche, dem Fürsten und dem Vaterlande

2. hilfreich dem Nächsten

3. gehorsam dem Pfadfindergesetz

Die Pfadfinder sind heute

noch die grösste Jugendorganisation

in unserem Land.

Pfadfinder auf dem Duxplatz in

Schaan das Pfadfinder-Versprechen

ab. Frick konnte dem Regierungschef

berichten, dass er fast

täglich von Jugendlichen aus anderen Gemeinden

angefragt werde, ob man nicht eine Pfadfinder-

Abteilung nach dem Schaaner Muster gründen

könnte. In einem Brief an Fürst Franz I. bedankte

sich Pfadfinderleiter Alexander Frick für die grosszügige

Spende von CHF 2500.– für die Gründung

der Pfadfinderschaft und die Ausrüstung der ersten

Pfadfindergruppe. «Wenn nicht alle Anzeichen trügen»,

stellte Frick eine Prognose, «werden wir rührige

Pfadfindergruppen erhalten, denn die Begeisterung

ist gross und den Führern wird es ein Leichtes

sein, diese Begeisterung aufrecht zu halten.»

Foto: Bernhard Kunz

Weltjamboree in England

zum Jubiläum

An die Pfadfinderführer gab

Alexander Frick damals Weisungen durch, wie die

Jugend begeistert werden könne. «Hütet Euch vor

langen Moralpredigten, der junge Mensch hasst sie!

Den geistigen Zielen, die wir uns gesteckt haben,

werdet Ihr die Gruppen weniger durch Worte als

durch Euer Beispiel näher bringen.» Auf dieser

Grundlage baute die liechtensteinische Pfadfinderbewegung,

die bald auch den Mädchen Zutritt verschaffte,

in den vergangenen Jahrzehnten auf. Die

Pfadfinderbewegung hat auch in unserem Land alle

gesellschaftlichen Stürme überlebt – und kann in

diesem Jahr das Jubiläum «100 Jahre Pfadfinder»

am Weltjamboree in England mitfeiern. |

MÄRZ 2007


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KOPF DES MONATS

Esther Eggenberger

Einsatzleiterin der Feuerwehr

Den Pager hat sie immer bei

sich – Tag und Nacht. Wenn dieser vibriert, ist für

Esther Eggenberger die Stunde des Einsatzes gekommen.

Beim letzten Alarm in Triesen brach

die Feuerwehrfrau im Rang eines

Offiziers die Party ab, sprang in

ihr Auto und war als eine der

ersten Hilfskräfte an der Brandstelle.

Die Einsatzbekleidung der

Feuerwehr führt Esther Eggenberger immer im

Auto mit. Im Brandfall zählt jede Minute. Die meisten

Brände finden in der Nacht

statt, so dass sich diese Art der

Aufbewahrung zeitlich auf jeden

Fall lohnt. Zum Glück allerdings

sind Brandfälle in Liechtenstein

seltener geworden, muss nicht

mehr in jeder Föhnnacht gebangt

werden, ob ein Haus oder ein

Stall das Opfer von Flammen

wird. Das heisst aber nicht, dass

Esther Eggenberger

die Bereitschaft der Feuerwehr

Voller Einsatz bei der Feuerwehr deswegen abgenommen hat. Eher

im Gegenteil, die Feuerwehren

werden auch bei anderen Schadenereignissen gerufen,

etwa bei Wasserschäden, Ölverschmutzungen

oder bei Verkehrsunfällen.

Esther Eggenberger gehört schon

über ein Dutzend Jahre der Freiwilligen Feuerwehr

Triesen an. Der Einstieg in die Welt der Feuerwehr

führte über einen Umweg, über die Schauspielerei.

Als Mädchen hatte sie den Traum, als Schauspielerin

auf der Bühne zu stehen. Und das gelang ihr,

nämlich bei einem Theater der Feuerwehr Triesen.

Der Feuerwehr-Kommandant muss mit geschultem

Auge nicht nur die schauspielerischen Fähigkeiten

erkannt, sondern auch noch Potenzial für

die Feuerwehr erahnt haben. Esther Eggenberger

erhielt die Einladung zu einer Feuerwehr-Probe,

konnte sich mit den technischen Geräten vertraut

MÄRZ 2007

Foto: Bankenverband

Die Einsatzbekleidung der Feuerwehr

führt Esther Eggenberger immer im Auto mit

machen und den Teamgeist einer kompakten Feuerwehr-Mannschaft

spüren. Auf die Probe folgten

der Feuerwehr-Grundkurs, verschiedene Spezialkurse

wie Atemschutz- und der Offizierskurs, der

Esther Eggenberger befähigt und berechtigt, im

Brandfall die Einsatzleitung zu übernehmen. Auf

ihrer Einsatzbekleidung steht das erworbene Rangabzeichen,

das in erster Linie als Kennzeichnung für

andere dient, die daran erkennen können, welche

Ausbildung die begeisterte Feuerwehrfrau absolviert

hat und wo sie demnach im Ernstfall eingesetzt

werden kann.

Faszination für die Feuerwehr

hat verschiedene Ebenen

Die Faszination für die Feuerwehr

blieb bei Esther Eggenberger ungebrochen,

obwohl sie bei der Feuerwehr Triesen nur von Männern

umgeben ist – die erste und bisher einzige

Frau in der über 100-jährigen Geschichte der Feuerwehr

Triesen. Für die Assistentin des Geschäftsführers

des Liechtensteinischen Bankenverbandes

aber kein Problem: Wenn Hilfe notwendig ist, entscheiden

das Können und der Wille zur Hilfe! Die

Faszination für die Feuerwehr hat für sie aber noch

andere Ebenen. Die Technik fasziniert ebenso wie

das Kennenlernen und Umgehen mit technischen

Geräten, die im Notfall entscheidend sein können.

Und nicht zuletzt umschreibt Esther Eggenberger

die Arbeit bei der Feuerwehr gegenüber ihrem

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11

Von Günther Meier

TITELTHEMA: KOALITION

Zweckbündnis – kleinster

gemeinsamer Nenner

Der Wahlausgang 2005 verdonnerte FBP und VU zur Bildung einer Koalition.

Die Zusammenarbeit in der Regierung verläuft nicht ganz reibungslos, wie

Fürst und Erbprinz schon festgestellt haben. Im Landtag ist kaum etwas von

Koalition zu spüren. Nun beginnt die zweite Halbzeit.

Nach aussen verbreiten FBP und

VU den Anschein einer gut funktionierenden

Koalition. Vor dem Hintergrund jahrzehntelanger

Erfahrungen und aufgrund der Beispiele in unmittelbarer

Nachbarschaft müssten sich die Koalitionspartner

diese Mühe gar nicht machen. Die Vögel

pfeifen es von den Dächern, dass in Koalitionen

ständige Reibereien und Profilierungssüchte eine

echte Kooperation praktisch verunmöglichen. Regierungschef

Otmar Hasler hob beim Neujahrsinterview

im «Volksblatt» etwas den Schleier, als er

bedauernd erklärte, «in manchen Bereichen wäre

ein einfacherer Weg möglich gewesen, wenn die

Koalition geschlossener aufgetreten wäre».VU-Präsident

Adolf Heeb schrieb in seiner Neujahrsbotschaft

im «Vaterland» dagegen nur von «Meinungsverschiedenheiten»,

die selbstverständlich in einer

Koalition seien. Draussen scheint das Gezwitscher

der Vögel über die Koalition lauter zu tönen als die

direkt Beteiligten wahrzunehmen bereit sind. Zumindest

hat Fürst Hans-Adam II. im Neujahrs-

gespräch mit Radio Liechtenstein innenpolitische

Probleme und Spannungen erwähnt, um die Lage

im Regierungsgebäude zu charakterisieren. Und

Erbprinz Alois stellte vornehm-zurückhaltend Reibungsverluste

fest, die «für einen Aussenstehenden

eher unnötig wirken».

Schlechter Start für Koalition

Die Neuauflage der früheren

FBP-VU-Koalition, nach zwei Legislaturperioden

mit Alleinregierungen, stand unter schlechten Vorzeichen,

die vielleicht manches an den Unzulänglichkeiten

erklären können. Ein Regierungsprogramm,

das in anderen Ländern die Voraussetzung

für eine Zusammenarbeit bildet, konnte erst ein Jahr

nach Koalitionsbildung vorgelegt werden. Offensichtlich

galt im ersten Koalitionsjahr für die fünf

Einzelkämpfer in der Regierung, die sich laut Koalitionsvereinbarung

auf eine «gemeinsame Arbeit»

und zu deren «parteiübergreifender Durchsetzung»

verpflichtet hatten, die möglichst rasche Umsetzung

des eigenen Parteiprogramms. Den Zwang zur Zusammenarbeit

hatten zwar die Wählerinnen und

Wähler ausgeübt, die keiner der drei Parteien die absolute

Mehrheit zuerkannten. Die Wählerschaft liess

sich offensichtlich von der Wahlpropaganda leiten,

die bei allen drei Parteien auf Gemeinsamkeit und

Zusammenarbeit ausgerichtet war. Obwohl VU wie

FBP die Effizienz ihrer Alleinregierungen jeweils gelobt

hatten, die ohne Reibungsverluste durch einen

Koalitionspartner eine sachbezogene Politik betrieben

hätten, wurde den Wählern ein Abstimmungsverhalten

zugunsten einer Koalition nahe gelegt.


Koalition als Mittel zum Zweck

Die Motivation für die Zusammenarbeit

mit dem politischen Gegner freilich war

sehr unterschiedlich und nicht frei von politischem

Kalkül. Die FBP hätte ihre Alleinregierung wohl gerne

weitergeführt, war aber gefangen in ihren früheren

Aufrufen zur Gemeinsamkeit

Die VU beraubte durch ihre – ein direkter Aufruf für eine ab-

Oppositionshaltung die solute Mehrheit wäre von den politischen

Gegnern mit Sicherheit

Freie Liste im Landtag als ungerechtfertigter Machtan-

ihrer Rolle als Opposition spruch gebrandmarkt worden.

Für die VU lag die Wiederholung

der absoluten Mehrheit in Anbetracht des schlechten

Wahlergebnisses von 2001 ausser Reichweite

und somit war der Aufruf zu Zusammenarbeit und

Koalition das einzige Mittel, um wieder in die Regierung

zu kommen. Die Freie Liste schliesslich, die

sich vorher immer nur als Opposition gesehen

hatte, erlag plötzlich dem intensiven VU-Flirt zur

Bildung einer rot-grünen Koalition. Mit drei Mandaten

hielten sich die Grün-Alternativen für koalitionsfähig,

wofür nur die VU zur Verfügung stand,

nachdem die FBP der Freien Liste bei jeder Gelegenheit

die kalte Schulter gezeigt hatte. Unter dem

Druck ihres konservativen Flügels musste die dama-

Gegenüber aussen verbreiten

FBP und VU den Anschein

einer funktionierenden Koalition.

Dabei knirscht es gewaltig.

lige VU-Parteiführung, wenige

Tage vor der Wahl, den Rückzug

antreten: «Im Parteiprogramm

der Freien Liste sind Punkte enthalten,

die für uns nicht gangbar

sind, wie beispielsweise die

Einführung der repräsentativen

Monarchie oder des Ausländerwahlrechts.» Aus dieser

Konstellation entstanden ist wiederum eine

«grosse Koalition» aus FBP und VU, die von vielen

als die beste Lösung für Liechtenstein angesehen

wurde. Die Hoffnungen dieser wohlmeinenden

Leute, die angesichts von globalen Herausforderungen

für Liechtenstein eine Zusammenarbeit der

Kräfte fordern, haben sich bisher nicht erfüllt. Weil

sich die Koalitionspartner in ihrer Vereinbarung nur

für eine Zusammenarbeit in der Regierung verpflichteten,

kann die VU im Landtag ihre Oppositionspolitik

weiter betreiben.

Fotos: Marco Nescher

Modell der «Ko-Opposition»

erneuert

Das viel geschmähte Modell der «Ko-Opposition»

ist zurückgekehrt: Der Juniorpartner der Koalition

sitzt in der Regierung und liefert die Munition für

die Opposition im Landtag – ein Spiel, das auch

der grössere Koalitionspartner mitmacht. Auf der

Strecke geblieben in der ersten Halbzeit ist die dritte

Kraft in der Parteienlandschaft. Die VU-Fraktion

beraubte die Freie Liste ihrer Rolle als Opposition.

Die Grün-Alternativen hatten noch bei keinem Geschäft

von Bedeutung die Möglichkeit, als Opposition

gegen die FBP-VU-Koalition anzutreten. |

MÄRZ 2007


12

Von Marcus Vogt

KOALITION FBP

Fortschrittliche Bürgerpartei

Ziele gemeinsam erreichen

Die beiden Traditionsparteien FBP und VU haben sich aufgrund des Wahl-

ergebnisses 2005 zu einer Koalition zusammengeschlossen. Nicht immer

funktioniert die Zusammenarbeit reibungslos. Bei der FBP herrscht aber Opti-

mismus vor.

Der im ersten Jahr der Koalition

von beiden Koalitionsparteien erarbeitete Gegenvorschlag

zur Verfassungsinitiative «Schutz des Lebens»

nährte meine Hoffnung auf eine fruchtbare

Zusammenarbeit. Leider währte diese Zuversicht

nicht sehr lange. Beinahe die ge-

Beide Koalitionspartner samte erste Hälfte der Legislatur-

haben die Kurve gefunden, periode war für mich nur sehr selten

etwas von einer Partnerschaft

um sachpolitische Themen spürbar. Wenn in einzelnen The-

gemeinsam anzupacken men die Regierung auch eine gemeinsame

Position finden konnte,

so war dann im Landtag nichts von einer engen

Zusammenarbeit, wie es sich in einer Koalition gehören

würde, erkennbar. Positive Zeichen gab es

aber gegen Ende des vergangenen Jahres im Bereich

der Gesundheitspolitik. Das von Regierungsrat Dr.

Martin Meyer initiierte fachpolitische Gespräch zur

Gesundheitspolitik, welches die Koalitionsparteien

an einem Tisch zu Sachfragen

Marcus Vogt, Präsident der vereinigte, war sehr konstruktiv

Fortschrittlichen Bürgerpartei und für mich richtungsweisend.

Foto: Volksblatt

Zur Person

Marcus Vogt ist seit 2005 Präsident der Fortschrittlichen

Bürgerpartei. Vorher war er viele

Jahre als Parteisekretär der FBP tätig.

Vor wenigen Tagen ist jetzt auch eine Einladung des

Bildungsministers zu bildungspolitischen Gesprächen

zwischen den Koalitionsparteien eingegangen.

Sollte es uns gelingen, ähnlich konstruktiv wie in der

Gesundheitspolitik miteinander zu diskutieren, bin

ich guter Hoffnung, dass es uns gelingt, die verschiedenen

Uneinigkeiten beheben zu können.

Konstruktiv

und partnerschaftlich

Ich bin bis tief in mein Innerstes

ein Optimist. Ich glaube wirklich, dass beide Koalitionspartner

jetzt die Kurve gefunden haben, um

wichtige sachpolitische Themen gemeinsam anzupacken.

Ich denke hier an die Familienpolitik, die

Verwaltungsreform, an die Verkehrspolitik, die Zukunft

des Finanzplatzes und viele andere bedeutende

Themen, wie sie die Regierung in der Halbzeitbilanz

den Medien präsentiert hat. Wir sind bereit,

uns auch in den nächsten 18 Monaten konstruktiv

und partnerschaftlich den wichtigen Aufgabenstellungen

für Liechtenstein zu stellen. Wenn der Koalitionspartner

dieselbe Haltung an den Tag legt, und

den Wahlkampf wirklich erst ein halbes Jahr vor die

Landtagswahlen stellt, werden wir wichtige Ziele erreichen

können. |


Die Qual der Wahl plagt viele

Zeitgenossen, die sich ein Auto

zulegen wollen. Es gibt allerdings

Autos, da fällt die Entscheidung

relativ schnell. Hauptursache ist

die Brieftasche. Wer nicht so sehr

auf das Bankkonto schielen muss,

dem eröffnen sich mit dem Rolls-

Royce Phantom Drophead Coupé

ungeahnte Perspektiven. Aus

neun Aussenlackfarben kann ausgewählt

werden, dazu aus einem

halben Dutzend verschiedenen

Verdecktönungen, zehn Ledervarianten

und aus sechs Holzfurnieren.

Dafür bleibt die Qual der

Wahl bei der Motorisierung erspart: Das neue Coupé

wird von einem 6,75 Liter grossen V-12-Motor

angetrieben, der 460 PS leistet und ein maximales

Drehmoment von 720 Nm entwickelt. Genug Kraft,

um die 5,07Meter lange Freiluftkarosse von 2,6 Tonnen

Gewicht in 5,9 Sekunden aus dem Stand auf

Tempo 100 zu beschleunigen. Nach oben wäre sicher

noch mehr möglich, doch der Motor ruft automatisch

bei 240 km/h zur Vernunft. Alles andere würde

den Spass stören, würde das leichte Rauschen des

Fahrtwindes zum Orkan anschwellen lassen.

Der Rolls-Royce Coupé ist auch nicht zum

Rasen gemacht worden, eher zum Hingleiten in

schöner Landschaft – aber wenn es sein muss, dann

zerren genügend Pferde unter der Motorhaube, um

das Luxusgefährt wie einen Sportwagen sprinten zu

lassen. Sicher nicht, wenn die ersten Regentropfen

fallen, denn der «Rolls» hat ein

absolut zuverlässiges Verdeck,

das in Sekunden aus- oder eingefahren

wird. Das Stoffverdeck,

das derzeit grösste bei einem

Auto, spannt sich fünflagig über

die Passagiere wie ein Wolken-

AUTO

Eine Yacht auf vier Rädern

Rolls-Royce Phantom Drophead – ein Coupé der edlen Sorte

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himmel, denn die sichtbare Lage Ein Rolls-Royce ohne Dach,

besteht aus feiner Cashmere- aber mit einem Verdeck aus

Wolle. Als das Coupé-Konzept

feiner Cashmere-Wolle.

vor zwei Jahren am Genfer Autosalon

präsentiert wurde, liebäugelten die Techniker

noch mit einem raffinierten Klappdach. Durchgesetzt

hat sich die Tradition, das Stoff-Verdeck, das

fast lautlos in einem Fach verschwindet, dessen Abdeckung

aus 30 Teakholzteilen gefertigt ist.

Eine Besonderheit sind die hinten angeschlagenen

Türen, die das Ein- und Aussteigen auf den

Rücksitzen erleichtern, obwohl im Unterschied zu

anderen Autos schon genügend Platz zur Verfügung

steht. Die Klappe des Kofferraumes dürfte etwas

Einmaliges in der Autowelt sein, denn sie lässt sich

ausklappen und bei einer Fahrt über Land als Picknick-Plätzchen

benutzen, wenn kein stilgerechtes

Restaurant in Sichtweite ist. Der

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nur etwas über 300 Liter fassende

Kofferraum erscheint nicht übermässig

gross, doch für ein paar

Flaschen Champagner für die

Landpartie reicht der Platz allemal

aus. GM

MÄRZ 2007

Foto: Werkfoto Rolls-Royce

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14

Von Adolf Heeb

KOALITION VU

Vaterländische Union

Meinungsdifferenzen normal

Meinungsverschiedenheiten erachtet die VU in einer Koalitionsregierung

als normal. Eine Koalitionskrise könne daraus nicht abgeleitet werden. Auch

in einer Koalition müsse um die beste Lösung für das Gemeinwohl gekämpft

werden.

Man muss bei der Fragestellung

über das Funktionieren der Koalition zurückgreifen

auf die Koalitionsverhandlungen, die am 15. April

2005 mit einer Koalitionsvereinbarung ihren Abschluss

fanden. Später haben beide Parteien, sowohl

die VU wie auch die FBP, die

Koalition hat sich nach Präsidien neu bestellt. Das heisst,

dass sich Regierung und Fraktion

Anlaufschwierigkeiten bewährt,

in einer Übergangsphase befan-

sie ist stabil geworden den, bis sich die neuen Präsidien

mit der Koalitionsfrage befassen

konnten, die von ihren Vorgängern beschlossen

wurde. Dass in dieser ersten Phase noch verschiedene

Meinungsdifferenzen aufgetreten sind, ist normal

und verständlich. Ich sehe es auch heute noch als

normal an, wenn auch in der Koalition um die besseren

Argumente gekämpft wird.

Adolf Heeb, Präsident

Eine gesunde Streitkultur trägt

der Vaterländischen Union dazu bei, die beste Lösung für

das Gemeinwohl zu finden. Dass

dann des öfteren aus dieser – nach

aussen bekanntwerdenden Streitkultur

– diese Koalition von bestimmten

Medien und Parteigängern

in Frage gestellt wird, ist

ebenso verständlich. Was aber

nicht nachvollzogen werden kann,

ist, dass unterschwellig immer

gleich eine grosse Koalitionskrise

konstruiert wird. Die Koalition

hat sich nach Anlaufschwierigkeiten

bewährt, sie ist stabil geworden,

und die Erfolge beider Par-

Foto: VU-Sekretariat

Zur Person

Adolf Heeb wurde nach den Wahlen 2005 von

der Vaterländischen Union als Nachfolger von

Heinz Frommelt zum Parteipräsidenten gewählt.

teien in ihrer Arbeit geben hierzu die Bestätigung.

Die Ergebnisse positiver Regierungsarbeit sind ein

Zeichen dafür, dass wesentliche Aufgaben aus dem

gemeinsam erarbeiteten Regierungsprogramm erledigt

wurden oder in Bearbeitung sind.

Koalitionsausschuss

bei Problemen

Dass im einen oder anderen Bereich

ernsthafte Diskussionen stattfinden müssen,

liegt auf der Hand und war auch zu erwarten. Können

die formulierten Ziele nicht erreicht werden

und sind die Meinungsverschiedenheiten zu gross,

dann steht immer noch der Koalitionsausschuss als

weiteres Gremium zur Verfügung. Werden diese

Möglichkeiten von beiden Partnern ausgeschöpft,

so wird es kaum zu einer Blockade der Regierungsarbeit

kommen. Die Vaterländische Union steht

hinter dieser Koalition, so wie sie in der Koalitionsvereinbarung

beschrieben und festgehalten ist.

Dass sich beide Parteien, FBP und VU, nach einer

jeweiligen Alleinregierungs-Periode in diese «neue»

Situation einarbeiten mussten, ist logisch. Dass aber

aus jeder kleinen Meinungsdifferenz eine Koalitionskrise

heraufbeschworen wird, ist verwerflich

und unverständlich. |


Am 6. und 7. März 1937

Erste liechtensteinische Skimeisterschaft

Die Teilnahme liechtensteinischer

Skifahrer an der Olympiade

1936 hatte auch Auswirkungen

auf den Skisport in

Liechtenstein selbst. Ein Skiverband

wurde gegründet, die Zahl

der begeisterten Skifahrer wuchs

und so war es nahe liegend,

dass man auch einen Wettkampf

durchführte. Am 6. und 7. März

1937, also vor 70 Jahren, fand die

1. liechtensteinische Skimeisterschaft

in Steg und Malbun statt.

Drei Disziplinen des Skisports

wurden ausgewählt, um einen

Landesmeister zu erküren, nämlich

Langlauf, Abfahrt und Slalom.

Die erstmalige Durchführung einer Ski-

Landesmeisterschaft fand grosses Echo in den Landeszeitungen.

«Der Skisport hat sich bei uns in

Liechtenstein in kurzer Zeit auf eine beachtenswerte

Stufe gehoben», schrieb ein Sport-Berichterstatter,

«wenn man berücksichtigt, dass diese Sportart

eigentlich erst vor einigen Jahren bei uns Fuss gefasst

hat.» Die wackeren Burschen trafen sich am

Samstag, 6. März 1937, in Steg zum ersten Wettkampf.

Der Langlauf führte über eine Strecke von 8

Kilometern: Start war beim alten Tunnel, dann folgte

ein leichter Anstieg bis Dürrboden, von dort eine

kurze Abfahrt und das Flachstück bis zur Valünabrücke,

die gleichzeitig den Wendepunkt bildete.

Auf der anderen Seite des Tales ging es zurück bis

zum Ziel beim Kurhaus Steg. «Alle Läufer waren

sozusagen Neulinge in dieser

Disziplin», wurde vom ersten

Wettkampftag berichtet, «aber

trotzdem wurden ganz hervor-

ragende Zeiten gelaufen, wozu

wohl auch die günstigen Schneeverhältnisse

beigetragen haben».

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ZEITGESCHEHEN

Der zweite Wettkampftag, ein Erster Landesmeister Franz

Sonntag, begann in der Kapelle Schädler mit Abfahrts- und

in Steg mit einem Gottesdienst, Slalomsieger Hubert Nägele.

zu dem die Glocken bereits um

7 Uhr früh läuteten. Um 8 Uhr war Abmarsch zum

Start des Abfahrtsrennens, das eine Länge von 2,5

Kilometer mit einer Höhendifferenz von 550 Metern

aufwies. Vom Start in der Tälihöhe stürzten

sich die mutigen Abfahrer über das Silberhorn ins

Malbuntal hinunter. Nach dem reibungslosen Verlauf

der Abfahrt versammelten sich die Rennläufer

am Nachmittag auf dem Slalomhang beim Kurhaus

Sücca. Insgesamt waren 13 Tore auf dem Hang ausgesteckt,

der zweimal zu absolvieren war.

Bei diesen ersten Skimeisterschaften waren

die Triesenberger unter sich: Friedrich Beck siegte

beim Langlauf, Hubert Nägele

war der Schnellste bei der

Abfahrt und beim Slalom. Erster

kombinierter Landesmeister

wurde Franz Schädler, der in al-



len drei Disziplinen den zweiten

Rang belegt hatte. GM

MÄRZ 2007

Foto: Skimuseum Noldi Beck

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16

Von Andrea Matt

KOALITION FL

Freie Liste

Zweckgemeinschaft Koalition

Die Freie Liste sieht sich als unabhängige Opposition, die anders als die Koa-

litionsparteien auch brisante Themen aufgreifen kann. Die Opposition kriti-

siert, dass Umweltthemen von den Koalitionsparteien nur minimalistisch um-

gesetzt werden.

Koalitionen sind nie Liebesheiraten,

es sind immer reine Zweckgemeinschaften –

auch bei uns. Die eine Partei hat allein keine absolute

Mehrheit im Landtag und nimmt sich deshalb einen

Partner. Gemeinsam können sie dann ihre Entscheidungen

ohne Einbezug der

Diskussions-Themen, Opposition treffen. Die Koalition

welche die Grossparteien hat ja die für alle Beschlüsse notwendige

Mehrheit. Im Gegensatz

lieber in einer Schublade zu einer Heirat ist eine Koalition

verschwinden lassen allerdings nicht auf Dauer angelegt

und schon gar nicht partnerschaftlich

organisiert. Die stimmenstärkere Partei

stellt die Regierungsmehrheit und hat mehr Macht.

Die nächsten Wahlen kommen und dann, ja dann ist

man nicht mehr Partner, sondern Gegner und will

gewinnen – natürlich auf Kosten der anderen Partei.

So kommt es zu einem Schlagab-

Andrea Matt, Fraktionstausch

nach dem anderen. Dabei

sprecherin Freie Liste

geht es allzu oft weder um die Sache

selbst noch um Werte, sondern

einzig und allein um das

bessere Image. Dies auch deshalb,

weil sich unsere beiden Grossparteien

in den Inhalten und den

Zielen eigentlich einig sind. Beide

Parteien sind konservativ, wirtschaftsfreundlich

und orientieren

sich an den Wählermehrheiten.

Beispielsweise wird eine Erhöhung

der Familienzulagen medienwirksam

kurz vor den Wahlen

beschlossen. Ergibt sich aus

Foto: Freie Liste

einer EU-Richtlinie eine neue Möglichkeit für den

Finanzplatz, wird sie schnellstmöglich Gesetz. Handelt

es sich jedoch um eine Umweltschutz-Richtlinie,

wird sie hinausgezögert und minimalistisch

umgesetzt. Unangenehmes wie eine Umstellung der

Motorfahrzeugsteuer wird von der Regierung nicht

in die Wege geleitet.

Wichtig ist eine unabhängige

Opposition

Umso wichtiger ist eine starke

Opposition. Sie allein ist von der Regierung unabhängig

und kann deshalb auch Themen zur Diskussion

stellen, die die Grossparteien lieber in einer

Schublade verschwinden lassen. Von der Opposition

angestossene Debatten über Themen wie die

bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den

Strassenbau oder eine Solidaritäts-Stiftung Liechtenstein

zeigen unterschiedliche Möglichkeiten und

Standpunkte auf. Eine Demokratie lebt vom Streit

um Konzepte und Lösungen. Eine sachliche und

konstruktive Diskussionskultur, die keinen ausgrenzt,

ist auch in der Zweckgemeinschaft Koalition

gefordert: Nicht nur im Umgang miteinander, sondern

auch im Umgang mit der Opposition. |

MÄRZ 2007

Zur Person

Andrea Matt wurde 2005 für die Freie Liste in

den Landtag gewählt. Für die zweite Halbzeit der

Legislaturperiode wurde sie zur Fraktionssprecherin

bestellt.


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18

BRAUCHTUM

Am Hungertuch nagen

Das Fastentuch von Bendern im Landesmuseum

Das Fastentuch von Bendern Das Fastentuch war ursprünglich

aus dem Jahre 1612 hängt ein Vorhang, der ab dem 11. Jahr-

im Landesmuseum.

hundert in den Kirchen während

der Fastenzeit aufgehängt wurde,

um das Kirchenvolk optisch vom Altarraum mit

dem Allerheiligsten zu trennen. Der Gottesdienst,

der sich hinter dem Vorhang abspielte, konnte in

dieser Zeit nur hörend mitverfolgt werden. Das

Fastentuch oder auch Hungertuch genannt, stellt

symbolisch eine Trennung von Gott dar, der sich als

Strafe für die sündigen Gläubigen bis zur Auferstehung

den Blicken entzieht. Von dieser Art der seelischen

Busse stammt das Wort «am Hungertuch nagen»

– was nicht körperlichen Hunger bedeutet,

sondern die Ferne von Gott ausdrücken möchte.

Die Kirche Bendern ist im Besitz eines Fastentuchs,

das seit der Restaurierung in den siebziger

Jahren im Liechtensteinischen Landesmuseum ausgestellt

wird. Nach der Überlieferung

wurde das Fastentuch der

Pfarrei von zwei Frauen aus Haag

geschenkt. Bendern gehört zu

den ältesten Pfarreien in Liechtenstein

und hatte früher ein

grosses Einzugsgebiet, das Ben-

MÄRZ 2007

dern, Gamprin, Ruggell, Schellenberg

und auch Haag, Salez

und Sennwald umfasste. Fastentücher

sind seit dem 11. Jahrhundert

bekannt, die zuerst einfarbige

Tücher waren. Mit der Zeit

wurden die Fastentücher bemalt

und zur Zeit des Barocks mit

Bildern geschmückt, so dass der

Buss-Charakter der Tücher verschwand.

Das Fastentuch von

Bendern ist wahrscheinlich vom

Feldkircher Maler Johann Georg

Clesin am Anfang des 17. Jahrhunderts

gemalt worden. Auf einem

Bild steht die Jahrzahl 1612 und das Monogramm

IGC, das dem Maler Johann Georg Clesin

zugeschrieben wird. Das riesige Tuch hat eine Breite

von 6,30 Meter und eine Höhe von 4,70 Meter.

Die fast quadratischen Bilder sind in 4 Reihen zu je

6 Darstellungen angeordnet und durch Säulen voneinander

getrennt.

Foto: Landesmuseum

Ein Querschnitt durch die Bibel

Die Darstellungen zeigen einen Querschnitt

durch die Bibel – angefangen mit dem Sündenfall

im Paradies über die Geburt Jesu und die Kreuzigung

bis zu Pfingsten und dem Weltgericht. Das

Fastentuch von Bendern war in Vergessenheit geraten,

bis es von Pfarrer Albert Schlatter 1947 auf der

Heubühne des alten Pfarrhauses, dem heutigen

Liechtenstein-Institut, in verwahrlostem Zustande

gefunden wurde. Pfarrer Schlatter reinigte das Tuch

und hängte es wieder in der Fastenzeit

auf. Auf Veranlassung

des Historischen Vereins wurde

das kulturgeschichtlich wertvolle

Fastentuch 1971 in Wien restau-

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riert und danach im Landesmuseum

ausgestellt. GM


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21

Von Günther Meier

WIRTSCHAFT

Microfinance – Schwerpunkt für

Standort Liechtenstein?

Mikrokredite für kleine Unternehmer in den Entwicklungsländern gelten als

ein wichtiges Mittel für die Hilfe zur Selbsthilfe. Die meisten dieser Kredite

gehen an initiative Frauen. In Liechtenstein regt sich etwas zwischen Entwick-

lungsdienst, Hochschule und Bankenverband.

«Durch meinen Kreditfonds ist

das Essen für meine Familie garantiert. Ich bleibe

nicht mehr zuhause wie früher. Ich habe einen kleinen

Handel, der es mir erlaubt, das Alltägliche zu

kaufen und auch andere Dinge für meinen Haushalt

anzuschaffen. Ich unterstüt-

Rund 80% der Mikrokredite ze jetzt auch meinen Mann mit

gehen in Afrika an Frauen, Getreide und Lebensmitteln in

der knappen Zeit vor der nächs-

weil die Last der Familie ten Ernte». So schildert Safiatou

auf ihren Schultern ruht Samaké aus Mali ihre neue, dank

einem Mikrokredit verbesserte

Situation dem Liechtensteinischen Entwicklungsdienst

(LED). Auch Khady Ciss aus Senegal ist begeistert:

«Es gibt hier in der Gegend viele Früchte zu

kaufen, direkt von Produzenten: Papayas, Mangos,

Zitronen, Melonen. Und mit dem Kredit kann ich

diese Früchte günstig kaufen und beim Wiederverkauf

Geld verdienen. Meine Kinder werden besser

essen und somit in der Schule bessere Leistungen

bringen. Das ist für ihre Zukunft gut.» Die Kreditbeträge

sind – nach unseren Verhältnissen

betrachtet – in der Regel

bescheiden und bewegen sich

zwischen 100 und 1500 Franken.

Aber mit diesen Kleinkrediten

können die Menschen in den

ärmsten Gebieten der Welt sehr

viel anfangen, wie die beiden

Frauen aus Mali und Senegal

schildern. Interessant ist, dass

rund 80 Prozent der Mikrokredite,

die in Afrika, Asien und Süd-

Foto: LED

amerika vergeben werden, an Frauen gehen. Vor allem

in Afrika stehen die Frauen an der Spitze, weil

die Last der Familie auf ihren Schultern ruht.

Ökonomische Situation

verbessert persönliche Situation

Neu ist das Thema Mikrokredite

an kleine Unternehmerinnen und Unternehmer in

den Entwicklungsländern nicht. Schon mehr als

zwanzig Jahre werden Kleinkredite von Organisationen

an initiative Kleinunternehmer vergeben –

leider viel zu wenig. Die Idee der Microfinance hat

an Zugkraft gewonnen, seit die UNO das Jahr 2005

zum «Jahr des Mikrokredits» propagierte. Nochmals

einen Aufwärtsschub erhielt das Thema, als

Muhammad Yunus, ein Wirtschaftsprofessor aus

Bangladesh, der als Initiant dieser Kleinkredite gilt,

den Friedensnobelpreis 2006 dafür entgegen nehmen

konnte. Im Gegensatz zu den industrialisierten

Ländern bleibt in den Entwicklungsländern einem

grossen Teil der Bevölkerung der Zugang zu Kredi-


Mikrokredite sind Mittel

zur Selbsthilfe in den ärmsten

Ländern der Welt.

ten oder Finanzdienstleistungen

verwehrt – oder die Zinsen erreichen

eine horrende Höhe aufgrund

der fehlenden Sicherheiten.

Der Zugang zu Krediten

wirkt sich nicht nur in einer

Verbesserung der Einkommenssituation

für die Kreditnehmer und deren Familien

aus, wie die eingangs zitierten Frauen darlegen,

sondern hat auch positive Auswirkungen auf die

persönliche Situation: Die verbesserte wirtschaftliche

Lage stärkt das Selbstbewusstsein der Betroffenen,

fördert das familiäre Wohlergehen und stärkt

den gesellschaftlichen Status.

Forschungsprojekt an der

Hochschule Liechtenstein

Die Initiativgruppe «Microfinance

Initiative Liechtenstein» hat bereits ein

konkretes Konzept für die Förderung von Mikrokrediten

ausgearbeitet. Drei Bereiche stehen im

Vordergrund, wie die Initiativgruppe mitteilte:

| Erstens die technische Zusammenarbeit mit

Microfinance-Instituten in Entwicklungsländern:

Mittels Know-how-Transfer sollen diese dazu befähigt

werden, möglichst professionell zu arbeiten

und allfällig benötigtes Kapital auf dem internationalen

Kapitalmarkt zu akquirieren.

| Zweitens wird die Attraktivität von Investitionen

im Bereich Microfinance untersucht: Fragen nach

Eigenschaften, Risiken und Renditen solcher Investitionen

werden durch eine Forschungsarbeit an

der Hochschule Liechtenstein untersucht.

Foto: Agenturbild

| Drittens will die Initiative auch Informationsarbeit

zum Thema Microfinance leisten: Über die

Funktionsweise von Mikrokrediten an Kleinunternehmer

und über ihre Wirkung als Entwicklungsmotor

für die Menschen der Dritten Welt.

Zu den Zielsetzungen der «Microfinance

Initiative Liechtenstein» gehört, mit der

Vergabe von Kleinkrediten einen unternehmerischen

Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.

Professor Ernst A. Brugger, massgeblich am Aufbau

und der Abwicklung des Liechtenstein-Dialog über

den Finanzplatz Liechtenstein beteiligt, brachte es

auf den Punkt: «Liechtenstein hat viel Kompetenz

im Finanzsektor. In der Entwicklung neuer Mikrofinanz-Instrumente

liegt noch einiges Potenzial.

Warum also nicht Microfinance zu einem liechtensteinischen

Schwerpunkt machen?» |

Microfinance

Microfinance ist auch in Liechtenstein zum Thema geworden. Bankenverband,

Hilti-Familienstiftung, Medicor Foundation, Hochschule,

Entwicklungsdienst und das Amt für Auswärtige Angelegenheiten

haben sich zu einer Arbeitsgruppe zusammengefunden. Ab Frühjahr

informiert die Website www.microfinance.li über die Aktivitäten.

MÄRZ 2007


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23

Von Kornelia Pfeiffer

KULTUR

Highway to Hell – Heavy-

Metal-Rocknacht

Einmal im Jahr wird Eschen zum Hauptquartier der Hardrock-

und Heavy-Metal-Szene. In der Rocknacht 07 treffen Head-

banger und ländliche Dickschädel, traditionell Dörfliches und

krachende Gitarren aufeinander. Das schweisst zusammen.

Nachts braust er gern wie ein

Rennfahrer durch die Stadt und hört dabei Hardrock:

krachendes Schlagzeug, hämmernder Bass,

kraftvoll wütender Gesang. Schon als Bub spielte

er Luftgitarre zu metallisch-harten Gitarrensoli.

Manch 30-Jähriger feiert in der

Beim klassischen Rock-

Eschner Rocknacht 07 ein in

Headbang wird der Kopf in seinem Alter seltenes Jubiläum:

15 Jahre Heavy Metal. Gut fühlt

alle Richtungen geschüttelt

sich auch manch 50-jähriger Alt-

Hardrocker, wenn sechs dumpfe Glockenschläge

ertönen, gefolgt von einem fulminanten Gitarrenriff:

das Intro des legendären Hardrock-Klassikers

«Hells Bells» der Gruppe AC/DC.

Die ungeschminkte Wahrheit

«Das ist unsere Musik», sagt Matthias

Gstöhl, mit 22 der Zweitjüngste im fünfköpfigen

Verein IG Volksmusik. Der Name ist ein Jux:

Die Fünf hatten es von Anfang an auf coole Rockkonzerte

abgesehen. Heavy Metal ist die einzige

Musik, die sie ernst nehmen. «Um die Texte geht es

mir nicht», meint Lukas Meier. Wohl wissend, dass

es in den Songs um Verzweiflung, Schmerz, alles

Schlechte dieser Welt hart zur Sache geht. Heavy

Rocknacht in Eschen

Samstag, 31. März 2007, Gemeindesaal in Eschen

Zwei Live-Bands: Im Hauptprogramm live/wire aus Basel, als Vorgruppe

Pussy Lovers aus Liechtenstein

Einlass ab 19.30 Uhr, Eintritt CHF 10.–, www.rocknacht.li

Metal ist auch für Alexander Gerner,

Simon Marxer und Jochen

Matt die ungeschminkte Wahrheit.

Die hatte schon in der Rocknacht

06 rund 400 Hardrockfans

begeistert. Zahllose Musikgruppen

tummeln sich in der Heavy-

Metal-Szene, zwei davon stehen

in der Rocknacht 07 am 31. März

wieder live auf der Bühne im

Eschner Gemeindesaal: Im Vorprogramm

spielen die Pussy Lovers aus Liechtenstein

Ur-Metal, gespickt mit harten Riffs und melodiösem

Gesang: Pascal Ederer, Lead Guitar, Marcel

Senti, Vocal, Matthias Nutt, Rhythm-Guitar, Simon

Biedermann, Bass Giutar, und Marius Matt, Drums,

bringen bekannte Covers aber auch eigene Songs.

Als Hauptgruppe holt die IG Volksmusik die Band

live/wire aus Basel nach Liechtenstein. Die AC/DC-

Coverband spielt den Sound aus drei Jahrzehnten

auf den Ton genau wie das Original.

Die australische Hardrock-Band

AC/DC, was so viel heisst wie Gleichstrom/

Wechselstrom, schreibt seit 1974 Musikgeschichte.

Mit ihrer einfachen, rhythmischen, lauten Musik

und ihrem übermässigen Alkoholkonsum sprach

AC/DC viele Jugendliche an, stiess aber auf Widerstand

bei Musikkritikern, Eltern und Pädagogen.

1979 machte sie der Klassiker «Highway to Hell» zu

Weltstars. Hardrock, heute noch oft missverstanden

als Prinzip laute Lieder möglichst hässlich loszuwerden,

steht für Sehnsucht nach dem Eigentlichen.

Er entstand, als der Rock’n’Roll einen Sinn zu su-


chen begann. Mit The Who, Deep Purple, Black

Sabbath, AC/DC, Iron Maiden, Motörhead, Metallica

schnurren 40 Jahre Hardrock auf den Augenblick

des Gitarrenriffs zusammen.

Metal schweisst zusammen

1968 war die Rockmusik härter

geworden, Deep Purple gegründet, und auch Steppenwolf

und Led Zeppelin prangerten mit aggressiven

Songs die Zustände der Gesellschaft an. Die

Musik schlug ein und stellte die Weichen für Hardrock

und Heavy Metal. Seitdem gibt es knallharte

Ohrwürmer wie «Smoke on the Water». Hardrock

stiftet Gemeinschaft – inzwischen auch zwischen

den Generationen. Wer durch Zürich oder andere

Städte läuft, sieht sich umstellt von Hinweisen auf

Diskotheken für Erwachsene und 70er- oder 80er-

Jahre-Partys. Bei der Rocknacht in Eschen wird der

Jugendwahn vollends widerlegt: Junge sind auf Metall,

und Ältere, die den Gitarrensound, den alten

Underground brauchen, wenn ihnen die Welt mit

ihrem Glitzer zu viel wird, fühlen sich nicht länger

Die Pussy Lovers aus

Liechtenstein spielen Ur-Metal,

gespickt mit harten Riffs und

melodiösem Gesang.

ausgegrenzt. Heavy Metal in der

Provinz ist zudem Ausdruck für

ein Das-Dorf-sind-wir-Gefühl.

Nicht in Liechtenstein. Kürzlich

ging der Max-Ophüls-Preis 2007

für Nachwuchsfilmemacher an

den Dokumentarfilm «Full Metal

Village». Der Film zeigt, wie das

verschlafene Dorf Wacken in

Schleswig Holstein einmal im

Jahr zum Zentrum der deutschen

Heavy-Metal-Szene wird. Das Heavy-Metal-Festival

schweisst die Menschen im Dorf zusammen. An

den Zusammenhalt in der Gemeinde haben auch

die fünf Organisatoren der Rocknacht in Eschen

gedacht. «Eschen ist unser Lebensmittelpunkt, zu

dem wir etwas von uns selbst beitragen wollen»,

sagt Lukas Meier.

Ihre Liebe zum Metal tragen die

Fünf dabei nicht zur Schau. Zwar zieht der eine

oder andere schwarze T-Shirts an, aber eher zufällig.

Und für das für Metalfans typische Headbangen

fehlt den Jungs und ihren 30 Helfern, die im Hintergrund

den Laden schmeissen, schlicht die fliegende

Mähne: Beim klassischen Rock-Headbang

wird der Kopf in alle Richtungen geschüttelt, das

freigesetzte Stresshormon Adrenalin gibt ein Gefühl

von Leichtigkeit. Davon lassen sich auch kurzgeschorene

Headbanger nicht abhalten. Wie sehr

sich viele Metal-Fans mit ihren langen Haaren und

Nietenhalsbändern von braven Dorfbewohnern

unterscheiden – bei der Rocknacht in Eschen verwischen

sich Szenen und Grenzen. |

Foto: Pussy Lovers

MÄRZ 2007


24

25

Von Günther Meier

SPORT

Swisspower Cup

Start in Liechtenstein

«Der Swisspower Cup ist die bedeutendste

und grösste Mountainbike-Rennserie

in der Schweiz und in Europa», betont Reinold

Hartmann. Der Präsident des RV Schaan, des

ältesten Radfahrer-Vereins in Liechtenstein, kann

zum 80-jährigen Bestehen des

Innovative Städte und Vereins eine attraktive Veranstal-

Gemeinden nutzen den Sport tung präsentieren. Der Swisspower

Cup 2007 startet nämlich

als attraktive Plattform für in Liechtenstein, das erste der ins-

das Standort-Marketing

gesamt acht Rennen findet oberhalb

von Schaan statt. Der Internationale

Radverband (UCI) schrieb das Schaaner

Rennen als so genanntes E1-Rennen aus. Das bedeutet,

dass am 31. März und 1. April in Schaan

die gesamte Mountainbike-Weltelite am Start sein

wird. Der Swisspower Cup steht freilich auch einer

Reihe anderer Kategorien zum Saisonauftakt zur

Verfügung, so dass etwa 500–700 Mountainbiker

um den Sieg kämpfen werden – von den Kids bis zu

den altgedienten Fun-Fahrern. Die Attraktivität des

Rennens besteht vor allem darin, dass sich die welt-

Mountainbiking ist eine junge, aber stark wachsende Sportart. Der Start-

schuss für den Swisspower Cup 2007 wird Ende März in Schaan gegeben. Der

RV Schaan feiert sein 80-jähriges Bestehen mit einem international besetz-

ten Rennen. Schaan als Gemeinde betreibt Standortmarketing.

besten Fahrer erstmals in der neuen Saison 2007 zu

einem Rennen treffen werden. Das Rennen dient

damit dem Test für den über den Winter antrainierten

Formstand, gleichzeitig aber auch dem Vergleich

mit den Konkurrenten. Für den RV Schaan

bietet die Durchführung eines Swisspower Cup-

Rennens die Gelegenheit, junge Sportler für den

attraktiven Mountainbike-Sport zu begeistern.

Auch die Gemeinde Schaan, die für das Rennen einen

namhaften Beitrag leistete, nimmt die Chance

wahr, sich als sport- und jugendfreundliche Gemeinde

zu positionieren. Schaan war in früheren

Zeiten der Austragungsort von Radquer-Rennen,

später dann der Schauplatz des Europa-Kriteriums

mit den besten Profis. Mit dem Mountainbike

kommt nun ein Trendsport nach Schaan, der überall

auf Begeisterung stösst und natürlich auch ausserhalb

der Wettkämpfe zahlreiche Anhänger findet.

Die vom RV Schaan für den Swisspower Cup

angebotene Wettkampfstrecke führt selektiv und

abwechslungsreich über normale Strassen, über

Abschnitte des Vita-Parcours und über Waldstrassen.

Abwechslungsreiche Strecken, die nicht weit

ausserhalb der Zivilisation stattfinden, gehören zu

den Publikumsmagneten.

Standort-Marketing mit

attraktivem Trendsport

Vorsteher und Gemeinderat von

Schaan erkannten bei ihrer Entscheidung, dass der

Swisspower Cup eine gute Gelegenheit biete, die

Gemeinde Schaan im Sinne des Standort-Marketings

international in Szene zu setzen. «Vorsteher


Packende Wettkämpfe erwarten

die Zuschauer am Swisspower

Cup, der dieses Jahr mit dem

Rennen in Schaan beginnt.

Daniel Hilti hatte sofort ein offenes

Ohr für den RV Schaan, als

ich ihm unsere Vorstellungen

unterbreitete», ist RV-Präsident

Reinold Hartmann zufrieden.

Der Gemeinderat bewilligte einen

Beitrag an die Veranstaltung, ohne direkt als

Sponsor aufzutreten. Schaan folgt damit dem Beispiel

innovativer Städte und Gemeinden, die den

Sport als attraktive Plattform für ihr Standort-

Marketing nutzen.

Die Durchführung des Swisspower

Cups ist für den RV Schaan die bedeutendste

Veranstaltung im Jubiläumsjahr 2007. Dieses Jahr

blickt der Radfahrerverein auf das 80-jährige Bestehen

zurück. Als Geburtsstunde gilt eine Versammlung

vom 10. Februar 1927 zur Gründung des Radfahrervereins

im «Rössle», obwohl schon 1898 im

Schaaner Restaurant «Post» ein «Radfahrerverein

des Fürstenthum Liechtenstein» gegründet worden

war. Zum ersten RV-Präsidenten wurde Jakob Majer

gewählt, der dieses Amt mehrfach – mit Unterbrüchen

– zwischen 1927 und 1955 ausübte. Als

Zweck des Vereins wurde in den Statuten festgelegt:

«Der Radfahrerverein Schaan ist eine freie Vereinigung

von Radfahrern aus Schaan und Umgebung,

welche bezweckt, durch Wanderfahrten und durch

Teilnahme an radsportlichen Veranstaltungen die

Freude am Radsport zu fördern.» Die nun 80-jährige

Vereinsgeschichte beweist, dass die Gründung

auf fruchtbaren Boden fiel. Und der Swisspower

Cup ist ein Beweis dafür, wie aufgeschlossen der

Verein neuen Trends gegenüber steht.

Fotos: Swisspower Cup

WM-würdige Mountainbike-

Strecke in Schaan

Der Swisspower Cup 2007 ist für

den RV Schaan und die Gemeinde Schaan erst der

Auftakt. Die Rennstrecke oberhalb von Schaan, die

in früheren Zeiten schon als selektives Terrain für

Radquers diente, gefiel den angereisten Funktionären

so gut, dass ernsthaft überlegt wird, die Schweizer

Meisterschaft und möglicherweise die Weltmeisterschaft

auf dieser Strecke auszutragen. Gefallen

hat an der Strecke, dass sie abwechslungsreich ist

und dank ihrer Übersichtlichkeit den Zuschauern

die Möglichkeit bietet, praktisch das ganze Rennen

von einem einzigen Standort aus zu verfolgen. Gesichert

ist aber bisher erst die weitere Durchführung

von Swisspower Cup-Rennen – und zwar alternierend

mit dem benachbarten Buchs. |

Swisspower Cup

Der Swisspower Cup ist die bedeutendste Mountainbike-Rennserie

in der Schweiz und in Europa. Das erste Rennen der Saison 2007

findet in Schaan statt. Am Wochenende vom 31. März und 1. April

wird die gesamte Weltelite am Start erwartet. Der Swisspower Cup

steht auch anderen lizenzierten und Hobby-Mountainbikern offen.

Die Wettkämpfe dienen auch der Jugendförderung.

MÄRZ 2007


26

27

Foto: Marco Nescher

MONATS-TIPPS

Die Schrift –

Spiegel der Seele

Aus der Schrift kann einiges

herausgelesen werden. Die Schrift

wird deshalb auch als Spiegel

der Seele bezeichnet. Die Teilnehmer

des zweitägigen Kurses lernen,

graphologische Merkmale anhand

von spezifischen Schriften

richtig zu deuten. Daraus können

Schlussfolgerungen gezogen werden,

sich selbst besser kennenzulernen,

seine Neigungen, Stärken

und Schwächen bei beruflicher

Neuorientierung besser einzuordnen.

Auch Fragen, wie sich das

Kontakt- und Beziehungsverhalten

äussert, können beantwortet werden.

Ganz allgemein dient dieser

Kurs dazu, zwischenmenschliche

Probleme in der Partnerschaft, am

Arbeitsplatz oder mit den Nachbarn

besser zu verstehen.

Schriftenpsychologie

Freitag, 9. März 07

19.30–21.30 Uhr

Samstag, 10. März 07

09.00–12.00 Uhr

13.00–16.00 Uhr

Erwachsenenbildung

Vereinshaus Gamprin

MÄRZ 2007

Moto Emotions 07

für Motorrad-Fans

Der Frühling kündigt sich an.

Die Herzen der Motorradfahrer

schlagen höher. Aber noch ist Zeit,

um zu schauen, was es an Neuheiten

gibt oder wie man die Saison

07 mit einem neuen Outfit noch

stilvoller gestalten könnte. All dies

bietet die «Moto Emotions 07». Die

Organisatoren, der Lobos Verein,

ist stolz darauf, eine breite Palette

Neuheiten und Umbauten präsentieren

zu können. Neben den grossen

Marken der Motorrad-Szene,

die jeder kennt, werden auch edle

Exoten und exklusive Umbauten

vorgeführt. Über 20 Marken sind

an der «Moto Emotions 07» vertreten,

die sich eine Ausstellungsfläche

von 1400 Quadratmeter in der

Mehrzweckhalle Spoerry in Vaduz

teilen. Dazu gibt es eine Warm Up

Party sowie eine Bikers Night.

Moto Emotions 07

Samstag, 10. März 07

10.00–19.00 Uhr

Sonntag, 11. März 07

10.00–17.00 Uhr

Mehrzweckhalle Spoerry

Vaduz

Foto: Moto Emotions

Einstimmung

auf Ostern

Weihnachtsmärkte erfreuen

sich grosser Beliebtheit und werden

überall durchgeführt. Ostermärkte

haben noch nicht diese

Zustimmung beim Publikum gefunden.

Wer sich dafür interessiert,

was der Osterhase bei einem Ostermarkt

alles präsentiert, der muss

nur nach Triesen gehen. Dort findet

ein Ostermarkt statt, der vom

Trachtenverein Triesen veranstaltet

wird. Der Triesner Ostermarkt entspricht

einem echten Bedürfnis,

denn die Trachtenfrauen führen

diesen Markt dieses Jahr bereits

zum 16. Mal durch. Von Tradition

kann also bereits gesprochen werden.

Zusammen mit Ostermärkten

in anderen Gemeinden könnte

sich aus dieser dörflichen Tradition

mit der Zeit ein Brauchtum entwickeln

– ähnlich wie die Weihnachsmärkte.

Ostermarkt in Triesen

Samstag, 17. März 07

13.00–19.00 Uhr

Sonntag, 18. März 07

11.00–17.00 Uhr

Gemeindesaal Triesen

Foto: Archiv Trachtenvereinigung


Foto: Michael Freisager

«So leb’ denn wol

du altes Schloss …»

Bis in den Mai 1896 umschlossen

die ehrwürdigen Mauern

der Feste Vaduz die legendäre

«Schlosswirtschaft». Anschliessend

zügelte diese in das neu erbaute

Gasthaus «Schlössle», etwas

unterhalb von Schloss Vaduz.

Mathias Ospelt, einer der

Nachkommen der Schloss- und

Schlösslewirtin Katharina Nigg-

Walser, liest einen Querschnitt aus

den alten Schloss- und Schlössle-

Gästebüchern der Jahre 1873 bis

1935.

Man kann davon ausgehen,

dass der Autor und Kabarettist die

schönsten und interessantesten

Eintragungen aus diesen Büchern

herausgefiltert hat. Gespannt darf

man auch sein, was die Leute früher

alles eingetragen haben – und

ob sich daraus Schlussfolgerungen

auf die «Seele der Liechtensteiner»

ziehen lassen.

Mathias Ospelt

liest aus Gästebüchern

Donnerstag, 20. März 07

20.00 Uhr

Schlösslekeller Vaduz

Foto: TaK

Wahnsinn für zwei

Stimmen und ein Klavier

«DIE Mozart-Oper überhaupt»

am Klavier? Mit einem

Schauspieler und einer Chansonsängerin?

Na, das wird was werden!

Stimmt. Und was es werden

wird, ist ein grosser Spass. Vor einigen

Jahren liess Michael Quast bei

einer Lesung Goethes «Faust» zu

einem Vergnügen ersten Ranges

werden. Auch sein Soloabend

«Kwast» ist noch in allerbester Erinnerung.

Nun kehrt er nach

Schaan zurück, mit einer Opernversion,

die in keiner Sekunde Mozart

an einen billigen, schweisstreibenden

Klamauk verrät. Sie treibt

mit ihm nur ein überbordend witziges

Spiel. Sprühende Dialoge, komische

Arien und musikalisch

durchaus heikle Ensembles sprudeln

aus dem alle Register ziehenden

Komiker nur so heraus.

Don Giovanni à trois

«Der komplette Wahnsinn

für zwei Stimmen und

ein Klavier»

Donnerstag, 22. März 07

20.09 Uhr

Theater am Kirchplatz

Foto: Bill-Stiftung

Dreimal Bill

in der Galerie am Lindenplatz

Die Galerie am Lindenplatz in Vaduz präsentiert

Werke von Max Bill, stellt aber dessen Sohn

Jakob und den Enkel David in den Mittelpunkt.

Max Bill (1908–1994) schrieb mit seinem

Manifest über das Konkrete in der Kunst Kunstgeschichte

und beeinflusste mit seinem Werk

zahlreiche Künstler der nächsten Generationen.

Als Bildhauer, Architekt, Grafiker und Kunsttheoretiker

war Max Bill eine umfassende Künstlerpersönlichkeit.

Jakob Bill (*1942, Dr. phil.I, Prähistoriker) ist

im Umfeld der Konkreten Kunst aufgewachsen,

sein Werk kann aber eher der Minimal Art zugeschrieben

werden. Die einfache geometrische

Struktur seiner Bilder ist Tragfläche für seine Arbeiten

mit der Farbe. Er spielt mit Farbverläufen, die

sich auf der vorgegebenen Fläche verändern und

mit ihrer Ausstrahlung die Sinne unmittelbar in Beschlag

nehmen.

David Bill (*1976) realisiert vorwiegend lackierte

Stahlskulpturen, die aus Kuben bestehen.

Er arbeitet ausschliesslich mit den «Unfarben»

Schwarz und Weiss. Durch ihre Klarheit zeugen seine

Werke von einer zeitlosen Formschönheit.

Ausstellung «bill . bill . bill»

Vernissage Freitag, 30. März 07

19.30 Uhr

Dauer der Ausstellung bis 5. Mai

Galerie am Lindenplatz, Vaduz


28

RÄTSEL-SPASS

8 6

4 2 5 9 7

7 2 3 1 5

7 8 9 3 2

5 1

2 7 6 3 9

2 6 9 8 4

3 4 1 8 9

5 3

Sudoku 1

Lösung Sudoku 1 Lösung Sudoku 2

Sudoku-Anleitung

Sudoku März 2007

9 8 7 6

8 9 6 4

4 1 5 2

3 8 4 6

5 1 2 7

2 8 3 5

7 4 2 3

1 3 6 9

4 5 3 8

Sudoku 2

Jedes Sudoku besteht aus 9 Quadraten mit jeweils 9 Feldern.

Einzelne Ziffern sind vorgegeben. Das Sudoku muss so

vervollständigt werden, dass in jedem Quadrat, in jeder Zeile und

in jeder Spalte jede Ziffer von 1 bis 9 nur ein einziges Mal vorkommt.

Senden Sie beide Sudoku-Lösungszahlen mit dem Betreff

«Sudoku März 07» an folgende Mail-Adresse und gewinnen Sie

tolle Preise: wettbewerb@dermonat.li oder benutzen Sie eine

Postkarte und senden diese an Alpenland Verlag AG, Postfach,

9494 Schaan.

Einsendeschluss ist der 23. März 07. Gewinner werden

im Internet unter www.dermonat.li veröffentlicht!

MÄRZ 2007

Auflösung des letzten Sudoku

6 7 2 4 8 1 5 9 3

4 3 9 5 6 7 8 1 2

1 5 8 2 9 3 6 4 7

7 6 1 3 4 8 2 5 9

8 2 4 9 7 5 1 3 6

5 9 3 6 1 2 7 8 4

3 1 6 7 5 9 4 2 8

2 8 7 1 3 4 9 6 5

9 4 5 8 2 6 3 7 1

2 7 6 5 4 1 8 9 3

1 9 8 2 6 3 7 5 4

4 3 5 7 8 9 1 2 6

3 8 9 4 2 5 6 1 7

7 5 1 8 3 6 2 4 9

6 4 2 9 1 7 5 3 8

8 1 4 6 9 2 3 7 5

5 6 3 1 7 4 9 8 2

9 2 7 3 5 8 4 6 1

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30

SCHLUSSPUNKT

Markus Kaufmann

Perspektiven aufzeigen

Wer möchte nicht wissen, was die Zukunft bringt?

Welche Produkte sind morgen gefragt? Wie entwickelt sich die Gesellschaft?

Wo bestehen Wachstumspotenziale, welche Märkte verschwinden

und welche Konsequenzen hat dies für die Gesellschaft? Das

Zukunftsbüro will Fragen stellen

und Perspektiven aufzeigen. Die Bereits jetzt kann man mit hoher Trefferquote die Entwicklung

Zukunft hat begonnen. Am Bei- der liechtensteinischen Bevölkerung voraussagen

spiel der Bevölkerungsentwicklung

lässt sich dies besonders gut verdeutlichen. Bereits jetzt kann man

die Entwicklung der liechtensteinischen Bevölkerung voraussagen.

Schon heute wissen wir, dass die Menschen älter

werden und weniger Kinder bekommen. Zugleich

nimmt die internationale Wanderung zu. Diese demografischen

Veränderungen finden in allen Ländern

statt, aber zeitlich versetzt und unterschiedlich

rasant. Die Entwicklung kann als Chance oder Fluch

betrachtet werden. Für das Individuum entstehen

neue Perspektiven für die Selbstverwirklichung. Für

die Gesellschaft ist es eine Herausforderung, den

entstehenden Lücken in den Sicherungssystemen

Markus Kaufmann

entgegenzuwirken. Wir schrumpfen! Wir überal-

Neuer Leiter des Zukunftsbüros tern! In Talkshows wird das demografische Ende

der Regierung

des Abendlandes bereits vorweggenommen. Diese

Sichtweise verkennt, welche Potenziale in der Entwicklung

liegen und fokussiert auf die Probleme, die eintreten, wenn

man Alterung auf das passive Konsumieren von Leistungen reduziert.

Foto: close up, Wolfgang Müller

Die demografische Katastrophe

Um den Teufelskreis aus sinkender Erwerbsbeteiligung

der Älteren und zunehmenden Lasten der Jüngeren zu durchbrechen,

müssen wir uns die Frage stellen, wie es anderen Gesellschaften

gelungen ist, den Sprung in die Zukunft zu meistern. Wie haben

es Länder wie Island geschafft, dass das durchschnittliche Verbleibsalter

im Beruf deutlich über 65 Jahren liegt? Wie ist es dem kleinen

Land gelungen, bei Geburtenraten und beim Frauen-Anteil an der Erwerbsbevölkerung

europäische Spitze zu sein? Modelle sind nicht eins

zu eins von einem Land auf das andere übertragbar. Jeder staatliche

Akteur muss sich speziellen Herausforderungen stellen. Dennoch zeigen

die Beispiele, dass in Zukunft jene Gesellschaften die Potenziale

der Entwicklung nutzen, die sich rechtzeitig Gedanken machen. |

MÄRZ 2007


PUBLIREPORTAGE

La Golosa – italienisches Ambiente

am Lindenplatz in Schaan

Die erste Gelateria in Liechtenstein öffnete am

Valentinstag ihre Tore und ganz Liechtenstein war

eingeladen. «Es war immer schon unser Traum eine

Gelateria zu führen. Jeder Gast soll in unserem Lokal

einen Hauch von Urlaub spüren und ‹La dolce

vita› erleben», erklären Sandra und Claudio Dal

Farra, Inhaber vom La Golosa.

Neben den 24 verschiedenen Sorten Eis wird

ein reichhaltiges Angebot präsentiert: auserlesene

Weine im Offenausschank, italienische Panini, Ciabatte

und Focacce, diverse Aperitivi, italienischer

Café und Crêpes. Diese Gaumenfreuden können

direkt im Lokal mit italienischem Ambiente genossen

oder mitgenommen werden. Als besonderes

Die Geschäftsführer Claudio und Sandra Dal Farra

Extra sind ein Grossbildschirm und eine Internet-

Ecke mit 3 Mac-Computern eingerichtet, die jeden

Gast zum Surfen einladen.

Sandra und Claudio Dal Farra ist es wichtig,

den Gästen ein Lokal anbieten zu können, in dem

sie sich wohl fühlen: beim «schnellen» Espresso am

Morgen, dem kleinen Häppchen am Mittag oder

beim Feierabend-Aperitiv. Selbstverständlich wird

den ganzen Tag über das italienische Eis angeboten:

als Cornetto oder Coppa. Das Wort «La Golosa» bedeutet

«Leckerbissen» – das Eis wird dem Namen

gerecht: es ist ein Naturprodukt, welches aus echten

Früchten hergestellt wird, je nach Saison – ein wahrer

Genuss!

La Golosa

Landstrasse 5, 9494 Schaan, Tel. +423 262 00 80

Öffnungszeiten:

Di. 16.30–21.00 Uhr

Mi.–Fr. 06.30–21.00 Uhr

Sa. 08.30–21.00 Uhr

So. 08.30–20.00 Uhr


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Eine Bilderreise zur fürstlichen Familie, durch

die Dörfer und zu den Bewohnern, zum Industrie-

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und vielem mehr. Ergänzt mit prägnanten

Texten zu allen Kapiteln. In Deutsch oder

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