Weiterbildungsplan Schmerztherapie - Marienkrankenhaus Soest

mkh.hospitalverbund.de

Weiterbildungsplan Schmerztherapie - Marienkrankenhaus Soest

__

__

Abteilung für

Anästhesiologie und

Intensivmedizin

Eigenblutambulanz

Schmerztherapie

Weiterbildungsplan der Abteilung Anästhesiologie, Intensivmedizin und

Schmerztherapie, Marienkrankenhaus Soest

Ziel der Weiterbildung „Spezielle Schmerztherapie“:

59494 Soest, 18.12.2012

Widumgasse 5

Tel. 02921 / 391-0

Durchw. 02921 / 391-1201

Fax: 02921 / 391-1209

Chefarzt:

Dr. Dr. med. P. Lierz

Internet: http://www.marienkrankenhaus-soest.de

Email: anaesthesie@marienkrankenhaus-soest.de

• Stellenwert der Schmerztherapie innerhalb eines operativen Fast-Track-

Konzeptes

• Mechanismen der Schmerzchronifizierung und die Bedeutung der

Schmerztherapie

• Pharmakologische Grundlagen, sowie erweiterte Kenntnisse im Bereich

Lokalanästhetika, Funktionsmechanismen und Differenzierung zwischen

verschiedenen Arten der Lokalanästhetika, sowie Wirkdauer und

Dosislimitationen.

• Erweiterte Kenntnisse im Bereich neuroaxialer Anästhesien und Analgesien,

Indikationen und Komplikationen sollen vermittelt werden.

• Kontraindikationen für neuroaxialen und andere Regionalanästhesieverfahren

sowie deren absolute und relative Kontraindikationen.

• Schmerzverarbeitungsmechanismen, sowie Mechanismen der

Schmerzweiterleitung mit anatomischen und physiologischen Grundlagen.

• Wirkmechanismen von Opioiden auf systemischer und spinaler Ebene

werden vermittelt.

• Maximaldosierung üblicher Lokalanästhetika (mit oder ohne Adjuvantien)

sollen sicher beherrscht werden, Lokalanästhetikamischungen sollen von dem

Weiterbildungsassistent sicher beherrscht werden.

• Bei Regionalanästhesieverfahren soll der Weiterbildungsassistent spezielle

Kenntnisse zu Zusätzen von Lokalanästhetika haben (Opioide, Clonidin,

Ketamin etc.)

• Die Kenntnisse der Patientenkontrollierten Analgesie sowohl systemisch als

auch auf der Ebene der Regionalanästhesie (Femoraliskatheter,

Epiduralkatheter, Plexuskatheter usw.) sollen vermittelt werden.

• Die pharmakologischen Eigenschaften von Opioiden, sowie die Wirkstärken

zueinander, ebenso die verschiedenen Applikationswege (transdermal,

intravenös, enteral, intramuskulär, sublingual, intranasal, buccal etc.) sollen

vermittelt werden.

• Der Weiterbildungsassistent sollte sicher die Dermatome und Landmarken

sowie die relativen Myotome aller Regionen des Körpers benennen können,

um so Analgesietechniken sicher durchführen und zu evaluieren zu können.

Marienkrankenhaus

gem. GmbH

Geschäftsführer:

F. Kauerz-von Lackum

AG Soest

HRB 22 55


-2-

• Die Standards der Schmerztherapie für einzelne Eingriffe in den operativen

Abteilungen, sowie der konservativen Abteilungen soll der

Weiterbildungsassistent kennen.

• Pharmakologie und Einsatz von Medikamenten zur Therapie neuropathischer

Schmerzen (Gabapentin, Pregabalin, Carbamazepin) sollen den

Weiterbildungsassistenten bekannt sein.

• Er soll mit Schmerzerfassungsskalen ( VAS, VRS) sicher umgehen können.

• Die Schmermitteldosierungen bei Kindern sollen ihm bekannt sein.

• Der Weiterbildungsassistent soll in der Lage sein, die Vor- und Nachteile

einer Katheterepiduralanästhesie (lumbal/thorakal) im Vergleich zu

peripheren Nervenblockaden oder zur Allgemeinanästhesie, ggf. auch

Kombinationen, bei unterschiedlichen Eingriffen zu diskutieren.

• Die neurale Anatomie spezieller Gelenke (Kniekehle, Sprunggelenk,

Schulter, Ellenbogengelenk und Handgelenk) muss sicher beherrscht werden.

• Der Weiterbildungsassistent soll Probleme und Nebenwirkungen von

Lokalanästhetikaanwendungen kennen, insbesondere die Bedeutung der

Anaphylaxie und deren Therapie.

• Er sollte in der Lage sein, eine kontinuierliche Plexusanalgesie zu

beschreiben, weiter soll er einen Patienten mit akuten Schmerzen mit allen

angemessenen Behandungsoptionen präzise beschreiben, diagnostizieren und

ein Schmerztherapiekonzept vorlegen.

• Der Weiterbildungsassistent soll Rückschlüsse aus der Pharmakokinetik

einzelner Antikoagulanzien ziehen, die für die Entfernung oder das Anlegen

rückenmarksnaher oder peripherer Analgesiekatheter wichtig sind.

• Psychologische Maßnahmen, Evaluierungen und Therapien sollen ihm

geläufig sein.

• Eine aktive Beteiligung an der monatlich stattfindenden interdisziplinären

Schmerzkonferenz wird in Form von vorbereiteten Patientenvorstellungen

erwartet.

• Weiter soll er eine Hypotension, die bei neuroaxialer Analgesie bei

verschiedenen Altersgruppen entsteht, kennen, therapieren und die

Pathophysiologie dazu erklären können.

Praktische Fähigkeiten:

• Während der Weiterbildung soll der Weiterbildungsassistent eine

angemessene Patientenzuwendung im postoperativen Verlauf während

spezieller Schmerztherapieverfahren erlernen und umsetzen.

• Er soll die Indikationen zu verschiedenen invasiven

Schmerztherapieverfahren kennen

• Den Umgang mit PCA Pumpen erlernen.

• Der Weiterbildungsassistent soll bei der Implantation von intrathekalen

Pumpensystemen, der Spinal-Cord-Stimulation und Sympathikusneurolysen

assistieren und in der weiteren Ausbildung diese auch unter Aufsicht selbst

durchführen.

• Einen routinierten indikationsgerechten Umgang mit Pharmaka und

Dosierungsschemata bei unterschiedlichen zentralen und peripheren

Regionalanästhesieverfahren kennenlernen.

• Der Weiterbildungsassistent soll die Anlage von Blockaden am Ganglion

cervicale superior, Ganglion stellatum und Plexus coeliacus erlernen,

• Sowie eine einheitliche Dokumentation von Schmerztherapieleistungen

erstellen können.

18.12.2012

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine