Am Boden fängt das Reiten an - Ute Ochsenbauer

tteampferd.de

Am Boden fängt das Reiten an - Ute Ochsenbauer

Bodenarbeit

Pferde erleben 2/07 | 8

Fotos: Ochsenbauer

Bodenarbeit

Am Boden fängt das

Reiten an

Info:

Zur Orientierung

Hier bieten wir Ihnen

● einen Überblick über unterschiedliche

Varianten der Bodenarbeit

sowie

● Anregungen, um diese ab sofort

gewinnbringend einzusetzen.

Die Einteilung in die Stufen 1 bis

6 ist dabei nur eine Möglichkeit,

die Methoden zu ordnen. Sie können

diese Stufen nach und nach

erklimmen. Es kann aber genau-

Im Sattel sitzen reicht nicht. Die Basis für Vertrauen

und Verständigung ist Bodenarbeit: TTeam, Spiele

am Führseil, Zirkuslektionen, Freiarbeit, Longe und

Doppellonge. Für Einsteiger und Fortgeschrittene -

hier sind die Möglichkeiten.

von Ute Ochsenbauer

Lässt Ihr Pferd sich nicht verladen?

Machen Sie Bodenarbeit.

Galoppiert es unterm Sattel nur

auf der linken Hand? Versuchen

Sie es mit Bodenarbeit. Schnorchelt

es in hoher Kopfhaltung

durchs Gelände? Bodenarbeit.

Stockt es, wenn Sie Seitengänge

reiten? Rempelt es Sie an, wenn

Sie nicht schnell genug ausweichen?

Steht der Platz unter Wasser

und ist nicht bereitbar?

Möchte Ihr Patenkind erste Bekanntschaft

mit Ponys machen?

Die Antwort lautet immer: Bodenarbeit.

Und zwar in der je-

so sinnvoll sein, etwa von Stufe 5

auf 1 zu gehen, um die Grundlagen

zu verfeinern.

Der Einstieg in die Bodenarbeitsvarianten

ist autodidaktisch

möglich. Für tiefer gehendes

Wissen empfiehlt es sich jedoch,

zumindest einen Tageskurs zu

besuchen oder sich einige Einzelstunden

zu gönnen. Dies gilt

auch, wenn Sie mit einer Methode,

auf die Sie wirklich neugierig

sind, alleine nicht weiterkommen.

9 | Pferde erleben 2/07

weils auf die bestimmte Situation,

das bestimmte Pferd und

den bestimmten Menschen

passenden Form. Bodenarbeit

ist eine äußerst vielseitige,

nützliche Ausbildungsmöglichkeit.

Gehört zur Grunderziehung

Ein gut erzogenes Pferd sollte

gelernt haben, Abstand zu halten

und stehen zu bleiben. Auf

Kommando sollte es an der

Hand antreten, das Tempo verändern

und seitwärts, rückwärts

und über Bodenhindernisse

gehen können.

Um das Pferd bei der Grunderziehung

zusätzlich zu motivieren,

können Sie bei den einzelnen

Übungen Clickertraining

einsetzen. Auch wenn es um

das Erlernen von Kunststücken

jeglicher Art geht, beschleunigt

diese Methode das Lernen enorm.

Bodenarbeit macht ein Pferd

geländesicher. Sie ist auch eine

gute Möglichkeit, es vor dem

Reiten aufzuwärmen. Dabei

können Sie sich auf die Tagesform

Ihres Pferdes einstimmen.


Bodenarbeit

Unterhaltung und Unterricht

Außerdem lassen sich neue Bewegungsmuster

und Übungen

(etwa gleichmäßiges Stehen

oder Seitengänge) gut zuerst

vom Boden aus erklären.

Die Aufgaben aus dem Gelassenheitstraining,Trailhinder-

Die Autorin: Ute Ochsenbauer

ist gelernte Landwirtin, TTeam-

Practitionerin, hat mehrjährige

Fortbildungen in Atemtherapie,

Massage, Motopädie, Feldenkrais,

tiefenpsychologischer Körpertherapie

nisse und Zirkuslektionen können

auf unterschiedliche Weise

erarbeitet werden.

Ob Sie mit Knotenhalfter und

Westernseil arbeiten, Halfter

und Strick oder Führkette und

Gerte benutzen oder Ihr Pferd

ohne Zubehör trainieren, spielt

keine Rolle für den Erfolg. Ent-

absolviert. Sie reitet seit über 30

Jahren, unterrichtet, bildet junge

Pferde aus, macht Einzelarbeit auch

mit traumatisierten Pferden.

Mit ihrer Menschen- und Tierfamilie

lebt sie auf einem kleinen Hof im

nördlichen Schleswig-Holstein: „Ich

fühle mich der Land- und Pferdewirtschaft

ebenso verbunden wie

der Körpertherapie – und das

Wissen aus diesen unterschiedlichen

Bereichen fließt in meine

Arbeit ein. Verständnisvolle,

vergnügte und körperbewusste

Ausbildung von Pferden und

Menschen am Boden oder im Sattel

das ist mir wichtig.“

Info: www.tteampferd.de

Pferde erleben 2/07 | 10

scheidend sind die Klarheit der

Signale, Ruhe und Geduld.

Viele Pferdebesitzer haben bei

verstörten, verängstigten, unkontrollierbaren

oder unerzogenen

Tieren mit ganz unterschiedlichen

Methoden gute

Erfahrungen gemacht. Zahlreiche

Übungen aus der Bodenarbeit

bereiten Ihr Pferd

auf Stresssituationen vor und

helfen, es körperlich und seelisch

ins Gleichgewicht zu

bringen.

Rechtzeitig aufhören

Achten Sie dabei immer auch

auf Ihre eigene Haltung, auf Ihre

Atmung und darauf, dass Sie

sich wohl fühlen. Widmen Sie

den Übungen Ihre volle Aufmerksamkeit

– und hören Sie

auf, wenn Sie gerade besonders

zufrieden mit sich und Ihrem

Pferd sind. Falls Sie diesen

Punkt überschritten haben und

nichts mehr klappt, beenden

Sie die Arbeitseinheit mit einer

Übung, von der Sie wissen, dass

sie gelingt.

Fotos: Ochsenbauer

TTeam-Übung mit der Stange:

● Halten Sie Ihr Pferd oder

Pony vor einer einzelnen

Bodenstange an und fordern

Sie es dann auf, nur mit

einem Vorderbein darüber zu

treten. Lassen Sie es so einen

Moment stehen. Fordern Sie

es dann auf, wieder zurück zu

treten. Wiederholen Sie die

Übung mit dem gleichen Bein

und machen Sie sie dann mit

dem anderen Vorderbein.

● Führen Sie Ihr Pferd dann

eine Runde und machen Sie

die Übung auch mit den

Hinterbeinen. Das fällt den

meisten Pferden wesentlich

schwerer – haben Sie Geduld.

Ein erster Erfolg kann sein,

dass Ihr Pferd keine Angst

mehr davor hat, über der

Stange anzuhalten.

● Zur Stärkung des Körperbewusstseins

können Sie die

Beine des Ponys mit der Gerte

abstreichen. Achten Sie

darauf, dass Ihr Pferd gerade

steht. Die Übung stärkt das

Körper- und Raumbewusstsein

von Pferden. Sie fördert

das Gefühl für die Beine, das

schreckhaften Tieren oft

verloren gegangen ist. Sie

macht trittsicher. Uns Menschen

hilft sie, präsent zu

sein, klare, sanfte Signale zu

geben und unser Pferd

einzuschätzen.

Zehn Minuten Bodenarbeit

sind für ungeübte Pferde oder

Menschen eine lange Zeit, mehr

als 20 Minuten auch für Erfahrene

selten sinnvoll.

Bodenarbeit versetzt auch uns

Menschen in die Lage, unseren

eigenen Raum und unsere

Grenzen wahr zu nehmen und

einzufordern, Wünsche zu äußern,

Reaktionen des Pferdes

zu deuten, präsent zu sein und

in Kontakt mit dem Pferd zu

treten – mitunter mehr, als

beim Reiten. Für Einsteiger

und im therapeutischen Rahmen

bieten die Übungen aus

der Bodenarbeit daher ideale

Möglichkeiten, sich selbst und

das Pferd besser kennen zu lernen.

Stufe 1: TTeam für Einsteiger

Die Bodenarbeit nach Linda

Tellington-Jones ist ein idealer

Einstieg für Mensch und Pferd.

Die Basisübungen vermitteln

Sicherheit und Routine – gleichermaßen

dem Pferde-Anfänger

wie dem Neuling in der Arbeit

mit Menschen. Sie lernen,

ihren Arbeitspartner besser

einzuschätzen und sich verständlich

zu machen. Sie üben,

Körpersprache zu entschlüsseln

und den Körper bewusst

zu benutzen.

Dabei wird nicht mit Instinkten

und spontanen Impulsen gearbeitet:

Mensch und Pferd sollen

sich einen ruhigen Atemzug

gönnen, bevor sie sich entspannt

und ausbalanciert in

Bewegung setzen. Das Finden

des Gleichgewichts wird durch

zahlreiche unterschiedliche Bodenhindernisse

unterstützt.

Auch wenn dieser Aspekt nicht

so im Vordergrund steht: In der

TTeam-Arbeit (ebenso wie in allen

anderen Stufen) wird auch

daran gearbeitet, dass Mensch

und Pferd einander respektieren

und achtsam und bewusst

mit dem Raum des anderen umgehen.

Beim Führen gibt der Mensch

die Hauptimpulse durch seine

Körpersprache, durch Führkette

oder -leine und durch die

Gerte als verlängertem Arm.

Führposition ist meist vor dem

Auge des Pferdes, beim Führen

zu zweit vor der Nase.

● Basisübungen sind: auf Signal

den Kopf senken, das

Pferd auf eine ihm angenehme

Art berühren (ttouchen), Antreten,

Anhalten, Stehen bleiben,

Rückwärts, halbe Schritte,

Führen von links und rechts

und zu zweit in unterschiedlichen

Positionen, die einführende

Arbeit im Lernparcours

über und durch Bodenhindernisse.

● Ausrüstung: ein gut am

Pferdekopf anliegendes Halfter

(etwa ein Fairpull – siehe Medienshop,

Seite 90), Führkette

oder Führleine, die das Nasenband

des Halfters kreuzt und

eine 1,20 Meter weiße Gerte als

verlängerter Arm.

● Übungsort: flexibel.

● Die TTeam-Methode ist geeignet

für Kinder, Anfänger,

Wiedereinsteiger, Ängstliche,

um Vertrauen und Respekt aufzubauen.

Sie ist leicht erlernbar.

Bei Zeitknappheit, zum

Aufwärmen, auch für Zuchtstuten,

Pferdesenioren, bei Handicap,

beim therapeutischen Reiten.

Stufe 2: Horsemanship –

Spielen am Seil

Der Begriff Horsemanship fasst

alle Methoden zusammen, die

auf der Tradition der amerikanischen

Gebrauchsreiterei auf-

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Bodenarbeit

bauen. So unterschiedlich ausgerichtete

Trainer wie Alfonso

Aguilar, Peter Kreinberg, Pat

Parelli, Monty Roberts, John

Lyons, Mark Rashid oder Leslie

Des mond gehen von dieser Basis

aus, deren Grundstein die Brüder

Bill und Tom Dorrance legten.

Bei dieser Methode ist mehr

Pferdeerfahrung notwendig, da

mit den Instinkten des Pferdes

gearbeitet wird: Wer in Stufe 1

gelernt hat, die feinen Reaktionen

des Pferdes zu beobachten,

wird dieses Wissen beim

Horsemanship brauchen.

Um die Basisübungen auszuführen,

wird Druck aufgebaut.

Sobald das Pferd (und sei es

minimal) dem Druck nachgibt,

wird er augenblicklich nachgelassen.

Auf dieser sehr feinen

Kommunikation zwischen

Pferd und Mensch beruht der

Erfolg guter Trainer. Die Führposition

ist vor dem Kopf des

Pferdes.

● Basisübungen sind: Auf

Druck den Kopf senken, Ge-

Pferde erleben 2/07 | 12

wöhnung an Berührungen am

ganzen Körper, auf Druck Vorhand,

Hinterhand und rückwärts

weichen zu lassen, auf

Abstand durch Körper- und

Seilsignale weichen lassen, das

Pferd am Seil um sich herum

laufen lassen.

● Ausrüstung: Knotenhalfter

und langes schweres Seil (siehe

Medienshop, Seite 90), eventuell

Gerte, Carrot Stick.

● Übungsort: flexibel, häufig

auch im Round Pen.

Rückwärts am Seil: Stellen Sie

sich genau vor Ihr Pferd. Zunächst

finden Sie heraus, auf

welches Signal es am entspanntesten

rückwärts geht. Wie man

hier sehen kann, spannt Mio

beim dynamischen Seilschlenkern

eher an (hohe Kopfhaltung),

macht aber dennoch mit. Um

rückwärts gehen zu können, wird

das Pony oder Pferd seinen Kopf

in der Regel etwas anheben,

damit es sein Gewicht von der

Vorhand auf die Hinterhand

verlagern kann. Dabei sollte es

jedoch möglichst nicht ins

Hohlkreuz gehen (nicht den

Rücken durchdrücken). Mit etwas

weniger Dynamik und geringerem

Abstand scheint Mio sich

wohler zu fühlen, bewegt sich

aber ziemlich verhalten (Foto

unten). Bei dem richtigen Maß an

Info:

Knotenhalfter

Die Schnurhalfter wurden von

den Cowboys des Wilden Westens

aus der Not geboren, da

sie einfach und preiswert

selbst herzustellen waren und

man keine Schnallen und Ösen

brauchte. Wegen ihrer extremen

Reißfestigkeit sollte man

Pferde nie mit Knotenhalfter

anbinden oder sie damit auf

die Wiese schicken.

Da die Nerven am Pferdekopf

nicht durch Muskelschichten

abgepolstert sind, wird der

Druck der Knoten und des dünnen

Seils im Genick und auf der

Nase vom Pferd deutlich wahrgenommen.

Für körpertherapeutische Bodenarbeit

(Stufe 6, Seite 17)

sind Knotenhalfter nicht geeignet,

da sie leicht verrutschen

und daher zu undifferenziert

wirken.

Abstand und Dynamik (erfordert

ein wenig Experimentieren und

Erfahrung) geht er zügig mit nicht

zu hoher Kopfhaltung diagonal

rückwärts. Belohnen Sie richtige

Schritte Ihres Pferdes sofort. Am

Anfang ist zum Beispiel das Verkürzen

des Rückens, das Anwinkeln

eines Beins, das Anheben des

Kopfes ein Grund, das Seil sofort

ruhig zu halten und das Pferd zu

loben, bevor man mit der Übung

weitermacht.

Freiarbeit: Um den Appell

sinnvoll üben zu können, sollte

Ihr Pferd wissen, was es

bedeutet auf seinem Platz

stehen zu bleiben, während Sie

sich entfernen. Wenn Ihrem

Pferd dieses am Platz bleiben

schwer fällt, entfernen Sie sich

zunächst seitlich nach hinten

oder bitten eine zweite Person,

es dort zu halten. Führen Sie

auch für diese Übung ein

Kommando ein, etwa „am

Platz“ oder „bleib“. Dann rufen

Sie Ihr Pferd mit seinem Namen

und einem Kommando (zum

Beispiel „komm“) zu sich und

zupfen am Seil (oben links).

Info:

Freiarbeit – wie lange und wo?

● Wenn man eine „Beziehungsklärung“

oder ein „Join Up“ im

Round Pen statt finden lässt (wie

es manche Trainer raten), sollte

dies nur wenige Minuten dauern.

„Wenn Sie länger als sechs Minuten

im Round Pen gearbeitet haben,

sollten Sie aufhören und sich

fachkundige Hilfe holen.“ (Zitat

Lesley Bayley: Bodenarbeit, Seite

52, Kosmos Verlag).

● „Deswegen mache ich meine

Freiarbeit auf einem Platz, der so

groß ist, dass die Pferde die Möglichkeit

haben, meine Führung und

Gesellschaft abzulehnen, genau

wie Stuten die Führung eines

Hengstes ablehnen können, indem

sie sich einer anderen Gruppe anschließen.

Durch die Tatsache,

dass das Pferd meine Führung ab-

Loben und belohnen Sie es.

Unterstützend könnten Sie sich

etwas kleiner machen, die

Schultern runden, ein wenig

rückwärts gehen. Weniger

sinnvoll ist es, die Hand mit

einem Leckerli auszustrecken.

Geben und zeigen Sie das

Leckerli erst, wenn Ihr Pferd bei

Ihnen angekommen ist. Mit der

Zeit können Sie die Abstände

vergrößern. Später können Sie

zu Freiarbeit übergehen. Diese

Übung ist sehr schön, um

Vertrauen aufzubauen. Außerdem

ist sie bei großen Koppeln

ausgesprochen praktisch (oben

rechts).

lehnen kann, ist es mir möglich,

meine Fehler beim Führen zu erkennen…

„...Wenn ein Mensch mit Pferden

arbeitet, muss zunächst eine

starke Anziehungskraft zwischen

ihm und den Pferden bestehen,

bevor er versucht, die Führungsrolle

zu übernehmen. Das Pferd

muss sich frei dafür entscheiden

können, geführt zu werden. Wird

die Führerschaft aufgezwungen,

bevor eine Bindung besteht, hat

sie keine wirkliche Kraft und das

Pferd hat nur ein geringes Bedürfnis

zu folgen. Dadurch entstehen

Risse in der Beziehung

zwischen Mensch und Pferd.“

Zitat Carolyn Resnick, „Tochter

der Mustangs“, Seite 177, Kosmos

Verlag.

● Horsemanship braucht Erfahrung

und gute Beobachtungsgabe,

ist unter guter Anleitung

leicht erlernbar. Bei

Zeitknappheit, zum Aufwärmen,

um Vertrauen und Respekt

aufzubauen. Auch für

Zuchtstuten und Pferdesenioren.

Stufe 3: Zirkuslektionen –

Abwechslung und Motivation

Zirkusarbeit ist untrennbar

mit Futterlob verbunden. Die

Bemühungen des Pferdes in

die richtige Richtung müssen

schon im Ansatz belohnt werden,

ähnlich wie beim Clickertraining.

Denn neben einer

positiven bis freudigen Stimmung

(die sich meist von allein

einstellt), klaren Signalen und

logisch aufeinander aufbauenden,

abwechslungsreichen

Übungen ist es das konsequente

Futterlob, das für Motivation

und schnelles Lernen

sorgt.

Doch Erfahrung und guter Wille

gehören dazu, um die gewünschten

Bewegungen im

Ansatz erkennen und begeistert

belohnen zu können – wenn

das Pferd nach längerem Grübeln

zum Beispiel nur sein Gewicht

verlagert, statt den perfekten

Spanischen Schritt zu

zeigen.

13 | Pferde erleben 2/07

Fotos: Ochsenbauer

Bodenarbeit

Die klassischen zirzensischen

Lektionen trainieren ungewohnte

Bewegungsabläufe, machen

das Pferd geschmeidig

und verbessern die Kommunikation

zwischen Mensch und

Pferd. Junge, alte, rekonvaleszente,

gelangweilte, nach innen

gekehrte oder verstörte Tiere

profitieren von den unterschiedlichen

Lektionen und

Tricks.

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Bodenarbeit

gen Glaubensfrage geworden.

Wenn Sie nach einem geeigneten

Kursleiter suchen, achten

Sie eher darauf, dass die

Unterrichtsatmosphäre wirklich

entspannt und vergnügt

ist und die Pferde nicht in Lektionen

gezwungen werden, die

sie noch nicht verstanden haben

oder nicht ausführen können.

● Basisübungen sind: Stillstehen,

Kommen auf Zuruf

(Appell), Pliée, Kompliment,

Spanischer Schritt, Postament.

Das klassische ABC in

der Manege gleicht den unter

Fahren vom Boden – für mehr

Gefühl: Durch die Bandage spürt

das Pferd seine Hinterhand

besser und wird angeregt, den

Kopf fallen zu lassen und

Rücken und Widerrist nach oben

zu bringen. Die Bandage versammelt

das Pferd aber auch

seelisch und wirkt beruhigend.

Sie wird zum Beispiel bei

unruhigen Pferden, hoher

Kopfhaltung, als Vorbereitung

auf das Fahren vom Boden (Foto

hier) und die Doppellonge

Punkt vier genannten Basisübungen.

● Ausrüstung: Halfter, Führstrick,

manchmal Trense, Gerte,

Peitsche, Gürteltasche mit

Futter, Postament, eventuell

Fußlonge.

● Übungsort: flexibel.

● Zirkusarbeit ist geeignet

für Kinder und Erwachsene

mit etwas Pferdeerfahrung

(erforderlich), bei Zeitknappheit,

als Abwechslung, vertrauensbildend,

bei körperlichen

Problemen. Von kon-

eingesetzt. Gewöhnen Sie Ihr

Pferd daran, indem Sie es von

einer zweiten Person von links

führen lassen. Die Bandage

befestigen Sie ebenfalls links

am Sattelgurt. Gehen Sie in

sicherem Abstand so mit, dass

Ihr Pferd die Bandage sehen

kann und später in Kurven auch

Körperkontakt mit ihr bekommt.

Befestigen Sie das

zweite Ende erst, wenn Ihr

Pferd bei der Vorarbeit wirklich

entspannt ist.

Fotos: Ochsenbauer

Pferde erleben 2/07 | 14

templativ bis dynamisch ist

jedes Tempo möglich. Guter

Abschluss nach dem Reiten.

Stufe 4: Freiarbeit –

Vertrauen und Erfahrung

Für die Arbeit im Round Pen,

im Picadero oder in der Manege

braucht man viel Gefühl, Erfahrung

und eine solide und vertrauensvolle

Beziehung zum

jeweiligen Pferd, um seine

kleinsten Zeichen richtig deuten

zu können.

Dadurch, dass es sich auf einer

Kreisfläche nicht entziehen

kann, um sich selbst zu beruhigen,

kann es schnell unter

Druck geraten und instinktiv

mit Flucht- oder Kampfreflex

reagieren. In entspannter Atmosphäre,

mit friedfertiger

Übung Postament: Sie können

diese Übung schon in Freiarbeit

einführen. Bitte achten Sie von

Anfang an darauf, dass ihr Pferd

das Postament nicht nach vorne

verlässt. Lassen Sie es ruhig selbst

taxieren, wohin es seinen Huf

stellen will und sichern Sie das

Postament oder schicken das Pferd

sanft zurück, wenn der Huf so steht,

dass es kippen könnte. Belohnen

Sie diesen ersten Schritt und

fordern sie Ihr Pferd auf, den Huf

wieder nach unten zu stellen.

Belohnen Sie auch diesen Schritt.

Wiederholen Sie die beiden Schritte

mehrmals und wechseln dann auf

die andere Seite. Hoch, runter,

hoch, runter – wie eine Gymnastikübung

fördert diese Bewegungsabfolge

die Auge-Huf-Koordination,

Körperhaltung und weicher

Körpersprache bietet der

Round Pen jedoch die Möglichkeit,

das Zusammenspiel mit

dem Pferd zu verfeinern. Ist ein

Pferd im Round Pen deutlich

erregt oder „abgeschaltet“, probieren

Sie es zunächst lieber

mit einer anderen Form der Bodenarbeit.

Frei- oder Beziehungsarbeit

ist auch auf dem Platz, in der

Halle, im Paddock oder auf der

Weide (Foto Seite 13) möglich

und sinnvoll. Streng genommen

ist alles, was Sie vor dem

Aufhalftern Ihres Pferdes machen,

bereits Freiarbeit!

Jede Variante der Bodenarbeit

ist auch als Freiarbeit möglich.

Sie können dabei Ihre eigenen

Signale, Ihre Körpersprache

und Ihre Ausstrahlungskraft

verbessern. Das steigert die Motivation

Ihres Pferdes enorm,

mit Ihnen zusammen sein zu

wollen.

Und: Ein motiviertes Pferd

braucht keinen Round Pen,

weil es sich sowieso nicht in

Ecken entzieht – es sei denn,

Sie haben es in Ihrer Begeisterung

etwas überfordert. In diesem

Fall kann eine „Flucht-

die Schulterfreiheit. Dabei verlagert

das Pferd sein Gewicht auf die

Hinterhand und bringt den Rücken

nach oben. Nach einigen Malen

fordern Sie es auf, auch den

zweiten Huf aufs Postament zu

stellen. Unterstützend können Sie

ihm ein Leckerli in Augenhöhe so

anbieten, dass es sein Gewicht auf

das Vorderbein stützt, das schon

auf dem Postament steht. Kofi steht

hier mit etwas herausgestellter

Hinterhand. Ziel ist, dass er sie

noch mehr unter sich bringt. Hier

tut er es nicht, weil er diese Übung

noch nie auf einer Wiese gemacht

hat und infolgedessen etwas

angespannt ist. Nach einigen

Wiederholungen stehen die meisten

Pferde dann entspannter und

physiologisch günstiger.

Ecke“ ein guter Qualitätsmaßstab

für die eigene Vorgehensweise

sein.

● Beziehungsübungen in

der Freiarbeit: Richtung und

Gangart bestimmen, Folgen

lassen, Appell durch Rückwärtsgehen.

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Klassische Freiarbeit: Zirkus-

Übungen, durch und über Hindernisse

gehen lassen.

● Ausrüstung: Gerte, Seil,

eventuell Gürteltasche mit Futter.

15 | Pferde erleben 2/07

Bodenarbeit

Spiel am langen Seil, um zu

longieren: Dynamisch und selbständig

bewältigt das Pony hier die

Plastikpassage.

● Übungsort: Paddock,

Round Pen, Picadero, Reitplatz,

Halle, Weide.

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Bodenarbeit

● Freiarbeit ist gut zur Einstimmung,

zum Aufwärmen, zur Verfeinerung

der Körpersprache,

vertrauensbildend. Pferdeerfahrung

oder Anleitung ist vor allem

bei der Round Pen Arbeit nötig.

Die verschiedenen Formen

der Longenarbeit sind sehr an-

Info:

Ausbuckeln

„Das sogenannte Ausbuckeln

(an der Longe) ist eine grobe

Unsitte.

Unter Spannung ausgeführte

Bocksprünge bringen den

Tierarzt in den Stall. Bewegungsstau

durch langes Stehen

ist schlecht, wenn es ihn

aber gibt, muss man wenigstens

versuchen, ihn langsam

abzubauen.“

Zitat Fritz Stahlecker, Das motivierte

Dressurpferd, Kosmos

Verlag.

spruchsvoll, wenn man sich

Gedanken darüber gemacht

hat und achtsam longiert.

Pferde können an der Longe

aufs Anreiten oder Einfahren

vorbereitet werden oder lernen,

ihren Reiter physiologisch

sinnvoll zu tragen.

Pferde erleben 2/07 | 16

Stufe 5: Longe, Doppellonge,

Langzügel

Ob man das Pferd zwischendurch

gerade richtet (also im

Oval longiert), den Kreis klein

oder lieber groß hält, es ausbindet

oder nicht, ist jeweils vom

Pferd und dem eigenen Können

Therapeutische Bodenarbeit: Eine

grundlegende Übung ist das

Kopfsenken (großes Foto). Hier

steht Kofi dabei (noch) nicht im

Gleichgewicht. Verschiedene

Übungselemente – Fühlen der

Beine, Beinarbeit, ein Bein an jeder

Ecke korrekt unter den Körper

gesetzt – verhelfen ihm zu einem

stabilen, ausbalancierten Stand

und mehr Bewusstheit für seine

Beine und Hufe (Foto unten).

Fotos: Ochsenbauer

abhängig – und Geschmackssache.

Es gibt die unterschiedlichsten

Tipps, wo die Longe am

besten eingehängt werden

soll. Meiner Meinung nach

kommt das daher, dass keine

dieser Möglichkeiten wirklich

Sinn macht: entweder wirkt

die Longe zu stark auf den äußeren

oder auf den inneren

Trensenring.

Daher empfehle ich für sinnvolles

und maulschonendes

Longieren den Kappzaum (zur

Not die Stallhalfter-/Trensenkombination,

mit der Longe im

Halfter).

Um die Hinterhand des Pferdes

schonend zu aktivieren, kann

man eine elastische Bandage

um die Hinterhand legen und

das Pferd so einige Male führen

und longieren. Die Bandage

dient auch als Vorbereitung

auf die Doppellongen- und

Langzügelarbeit.

Diese verlangt vom Menschen

viel Feinmotorik. Doch das

Üben zahlt sich aus: Doppellonge

und Langzügel bieten

hervorragende Möglichkeiten,

neue Bewegungsmuster

einzuüben (etwa Seitengänge).

Sie lösen das Pferd, richten es

gerade und kräftigen die Muskulatur,

die es braucht, um sich

unterm Sattel schwungvoll und

im Einklang mit der Biomechanik

des Reiters zu bewegen.

Auch wir Menschen werden

durch diese Form der Arbeit

geschmeidiger und ausbalancierter

und bekommen eine

gute Grundkondition.

Die Körperposition beim Longieren

spielt eine wichtig Rolle:

Wird der Körper so gedreht,

dass der Bauchnabel auf die

Hinterhand zeigt, ist sie treibend,

zeigt der Bauchnabel

Richtung Pferdenase, verlangsamt

das Pferd oder bremst

ab.

● Übungsort: flexibel bei

nicht zu harten und nicht zu

tiefen Bodenverhältnissen.

Bei jungen oder ungeübten

Pferden empfiehlt sich eine

äußere Begrenzung zur Erleichterung

der Anlehnung.

Basisübungen sind:

an der Longe und Doppellonge

zunächst im Schritt: antreten,

anhalten, Tempovariationen,

auch innerhalb einer

Gangart, Handwechsel, Longieren

über Stangen, Cavaletti und

Bodenhindernisse.

● Beim Langzügel zusätzlich

Seitengänge und weitere fortgeschrittene

Lektionen wie Piaffe,

Pirouette, Kennenlernen

des Geländes für Jungpferde.

● Ausrüstung: Kappzaum,

Bandage, Longe, Doppellonge,

Langzügel, eventuell Dreieckszügel,

Longiergurt, -peitsche,

Touchiergerte, Handschuhe,

gute Schuhe, Stangen, Cavaletti.

● Geeignet bei Rittigkeits- und

körperlichen Problemen, Zeitknappheit,

zum Aufwärmen,

vertrauensbildend. Nicht für

Ungeübte.

Stufe 6: Bodenarbeit zur

Körpertherapie

Ein Vorteil der fortgeschrittenen

TTeam-Arbeit und Bodenarbeit

nach Peggy Cummings

ist es, dass Pferde sich nicht

mit dem Gewicht des Reiters

befassen und dieses ausbalancieren

müssen. Daher sind

zum Beispiel Rittigkeitsprobleme,

Schiefe oder mentale

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M6A


Bodenarbeit

den gut durch therapeutische

Bodenarbeit zu lösen.

Die Bodenarbeit wird bei Tellington-Jones

und Cummings

mit spezieller Körperarbeit

kombiniert. Sie unterstützt das

Pferd dabei, seinen Körper anders

zu benutzen. Dies kann

etwa nach osteopathischer oder

chiropraktischer Behandlung,

nach Verletzungen oder Trainingspausen

durch Zuchteinsatz

sinnvoll sein.

So bitte nicht: Dauerziehen beim

Führen am Strick führt dazu, dass

sich das Pferd im Gegenzug im

Genick festhält, um diese empfindliche

Region zu schützen. Da

wir beim Reiten ein gelöstes

Genick haben möchten, sollte

genau dies auch in der vorbereitenden

Bodenarbeit unser Ziel

sein. Auf dem Foto ist zudem zu

sehen, wie sich Mio im ganzen

Körper verhält und seine Hinterhand

kaum noch untersetzt.

Info:

Mit den Instinkten

Egal bei welcher Form der Bodenarbeit

– ein Pferd bleibt

immer ein Flucht-, Herden- ,

und Bewegungstier, das seinen

Instinkten gehorcht. Besonders

die Varianten der Horsemanship-Methoden

bauen

darauf auf, sich diese instinktiven

Reaktionen zunutze zu machen,

also „mit den Instinkten

des Pferdes zu arbeiten“. Andere

Methoden (etwa TTeam)

zielen darauf ab, diese Reaktionsmöglichkeiten

durch andere

Handlungsvarianten zu erweitern.

Für Anfänger und

Kinder sind letztere sicherer.

Bei Linda Tellington-Jones

geht es immer wieder darum,

das Pferd auf ganzheitliche

Weise zu lösen, zu entspannen,

auszubalancieren und ihm sei-

Pferde erleben 2/07 | 18

nen Körper bewusst zu machen.

Peggy Cummings hingegen

arbeitet dynamischer und

zielgerichteter an Blockaden.

Sie legt ihr Hauptaugenmerk

anschließend darauf, die Hinterhand

des Pferdes schon in

der Bodenarbeit in Schwung

zu bringen.

Beide Vorgehensweisen lassen

sich hervorragend kombinieren.

Sie helfen den Pferden

sichtlich, alte Spannungen

loszulassen, die im Körper

festgehalten wurden und die

freie Beweglichkeit behinderten.

Der Mensch bekommt mit

etwas Übung ein feines Gespür

für die Bewegungsabläufe

seines Pferdes, was sich

auch beim Reiten positiv auswirkt.

● Ausrüstung: Gerte, Führseil

(bei TTeam eventuell auch

Führkette), gut passendes,

eventuell spezielles Halfter,

Handschuhe.

● Basisübungen: Körperarbeit

kombiniert mit Bodenarbeit,

Arbeit über Stangen, Halbschritt,

dynamisches Antreten

und Halten im Gleichgewicht,

das S laufen, seitliches Übertreten.

● Geeignet zum Aufwärmen,

bei Rittigkeits- und körperlichen

Problemen, vertrauensbildend,

bei Zeitknappheit.

Nichts für Ungeübte, erster Einstieg

ist autodidaktisch möglich.


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zu den verschiedenen Methoden

der Bodenarbeit an – Seite

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Foto: Ochsenbauer

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