21.02.2012 Aufrufe

Pedaliero Ausgabe Dolomiten

Kennen Sie das Geheimnis für kostenlosen Website-Traffic?

Mit diesem Trick steigern Sie die Anzahl neuer Interessenten.

Dolomiten

ROSENGARTEN | LATEMAR

Der ultimative Mountainbike-Guide

Reise Spezial 2010


Your perfect fit

Extreme

wasserdichte Nähte

Material atmungsaktiv,

winddicht, wasserdicht

sehr körpernahe

Paßform, Lasercut

Rückentasche

inclusive RV-Tasche

2-Wege Front-RV

ultraleichtes Softshell-Material,

extrem hohe Sichtbarkeit

bei schlechten Lichtverhältnissen

(reflective)

Material atmungsaktiv,

winddicht, wasserabweisend

körperumspielender

Comfort Cut

2-Wege Front-RV

seitliche RV-Taschen

Comfort

verstellbare

Ärmelbündchen

www.jeantex.com

Leichtgewichts-

Softshelljacke Torino

Leichtgewichts-

Softshelljacke Velino

Artikel ab sofort erhältlich bei:

Rose Biketown / Werther Str. 44 / 46395 Bocholt • Hiro Sporthandel / Graf-Adolf-Str. 41 / 40210 Düsseldorf • B.O.C. Stresemannstr. 342 / 22761 Hamburg • B.O.C. Otto-Brenner-Str. 207 /

33604 Bielefeld • B.O.C.Carl-Metz-Str. 3 / 76185 Karlsruhe • B.O.C. Hannoversche Str. 43 / 37075 Göttingen • B.O.C. / Rheinlandhalle / Venloer Str. 389 / 50825 Köln • Bike o´bello / Opelstr. 14 /

68789 St. Leon-Rot • Radsport von Hacht / Breitenfelder Str. 9 / 20251 Hamburg • Engelhorn Sports / N5,6 + 7 / 68161 Mannheim • Fahrrad-XXL Franz / Industriestr. 18 - 20 / 56218 Mühlheim- Kärlich

RZ JEANTEX Torino+Velino 210x2801 1 21.12.2009 15:21:18


Herzlich willkommen in den Dolomiten!

„Sie sind zwar nicht die höchsten Berge

der Welt, wohl aber die schönsten.“

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der so viele Berge gesehen hat

wie der weltbekannte Alpinist Reinhold Messner. Trotzdem ließ er

sich in Anbetracht der majestätischen Gestalt der Dolomiten zu dieser

Aussage hinreißen. Und wer die grauen Riesen schon selbst erleben

durfte, der kann seinen Kniefall vor den Königen der Alpen voll und

ganz verstehen. Schroffe Klippen und steile Felswände zieren die makellosen

Zahnreihen, die aus grünen Wäldern wachsen oder sich aus

saftigen Almwiesen gen Himmel strecken.

2009 wurden die Dolomiten zum Weltkulturerbe ernannt, von der

UNESCO als eine der „schönsten Berglandschaften“ der Welt gewürdigt.

Das Gebiet erstreckt sich über mehr als 140.000 Hektar Fläche,

18 Gipfel, einige mehr als 3.000 Meter hoch, veredeln diesen Teil der

norditalienischen Alpen.

Unser Reise Spezial führt uns in die Gegend zweier ganz besonderer

Gebirgsketten: dem Rosengarten und dem Latemar. Eine unbeschreibliche

Faszination geht von diesen Felswänden aus, die seit jeher

die Fantasie der Menschen beflügelt haben. Das spiegelt sich auch in

den zahlreichen Mythen und Sagen wider, die seit langer Zeit erzählt

werden. Durch die Welt der Dolomiten geistern Fabelwesen wie der

Zwergenkönig Laurin vom Rosengarten oder der alte Hexenmeister

vom Masare, der sich einst in die holde Nixe vom Karersee verliebte.

Doch nicht nur mit diesen Geschichten im Kopf verwandelt sich

die Gegend in eine wahre Märchenlandschaft. Auch Mountainbiker

finden hier eine fabelhafte Region vor, die einzigartig ist. Hunderte

Kilometer feinste Singeltrails, Forst- oder Radwege ziehen sich wie

Editorial

ein endloses Netz durch die Natur, bikerfreundliche Unterkünfte und

Pausenstationen empfangen den rollenden Reisenden mit offenen

Armen.

Die Herzlichkeit Südtirols und der Schmelztiegel der Esskulturen in

diesem deutsch sprechenden Teil Italiens sind schon allein eine Reise

wert. Perfekt ergänzen sich italienische Kreativität und Leichtigkeit

mit der Bodenständigkeit der deutschen Seele, der Tisch biegt sich

unter kulinarischen Wundertüten, die es sonst nirgends auf der Welt

zu öffnen gibt.

Und wenn auch im Winter die Schneefreunde den Platz zwischen Rosengarten

und Latemar erobern, ist der Sommer die perfekte Zeit für

Mountainbiker, die ein einmaliges Revier vorfinden, das mit der Hilfe

vieler bikeverrückter Einheimischer immer in Erinnerung bleiben

wird.

Ein Bikeguide in Papierform, ein Ortskundiger als Druckexemplar

– so stellen wir uns unser Dolomiten Reise Spezial vor. Wir sind die

spektakulärsten Routen nachgefahren, waren mit Profibikern unterwegs,

haben in den schönsten Hotels gewohnt, die interessantesten

Menschen getroffen, außerdem Tipps, Infos und Anregungen gesammelt

für einen nützlichen Begleiter in eine tolle Urlaubsregionen.

Doch Bilder und Worte können nicht das ersetzen, was es in der Natur

zu erleben gibt.

Also nichts wie rauf auf den Sattel und die Gegend um Rosengarten

und Latemar entdecken! Eines der schönsten Bikereviere wartet darauf,

erobert zu erden!

Viel Spaß beim Lesen und im Urlaub!

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Knopp

3


Inhalt

Dolomiten Rosengarten – Latemar

Rund um den Latemar! Der geilst e Trail der Welt .......................................................... 6

Ein König und sein Berg. Die Sage vom Rosengarten .................................................... 14

Mit Stollenreifen und Müsli gegen den Berg ............................................................... 19

Murmeltierland! Die Bikeparks Fassa Bike und Cermis ..................................................20

Kids on Bikes! Zwischen Bolognese-Bandit en und Mountainbike-Guides ..........................26

Natur – Design – Wellness .....................................................................................30

Kurt und die Bruchpiloten ....................................................................................32

Soulriding. Mountainbiken für die See le ...................................................................38

Werksp ionage! Rumgeschnüff elt bei Rewel .................................................................42

Von Hexenmeist ern und Wasserratt en: Singletrail-Wochen.............................................46

Leserst ory: Ja, mir san mit ‘m Tandem da! ..................................................................50

Der Matzhof. Urlaub auf dem Biker-Bauernhof in den Dolomit en ...................................52

Auf Free ridetour mit Marcus Klausmann und Johannes Fischbach ....................................54

Cooking & Biking. In Südtirol geben sich Kochschürze und Biketrikot die Hand .................58

Riding in a Winter Wonderland! Snow MTB Dual Night Race am Karerpass ....................... 60

Auf zu den Sternen! Die Sternwartetour von Steinegg ...................................................64

Wissenswertes über Rosengarten Latemar ...................................................................66

Übersichtskarte .................................................................................................. 80

Rubriken

Edit orial ............................................................................................................ 3

Shops ...............................................................................................................62

Impressum ........................................................................................................82

4

©pedaliéro #01/10


SF10-Durolux RCA 20QLC CTS

Schaft: 1 1/8, 1.5 und Tapered

160mm / 180mm Federweg

Air Pressure Adjust

Compression Damping Adjust

Rebound Adjust

20mm QLOC Achse

35mm Standrohre

2250g

Rider

Roger Rinderknecht,

Location

Winterthur, Schweiz

SR SUNTOUR EUROPE GMBH

Am Marschallfeld 6a

83626 Valley

Germany

Tel. +49 8024 3038152

Fax. +49 8024 4730984

email: service@srsuntoureurope.com

www.srsuntour-cycling.com


Rund um den Latemar! Der geilste Trail der Welt

6 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

©pedaliéro #01/10


©pedaliéro #01/10 7


8 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

Spätsommer, saftige Wiesen, hohe Tannen

und schroffe Berggipfel, die im Sonnenlicht

golden leuchten. Dolomiten, Rosengarten.

Ich rekle mich faul im Liegestuhl auf der

Hotelterrasse des Ganischgerhofs, genieße

das Panorama und taste nach dem Cocktail,

den eine junge Kellnerin in Tiroler

Tracht mir gerade mit einem bezaubernden

Lächeln serviert hat. Doch plötzlich ein

unsanfter Tritt gegen meinen Stuhl. Der

kalte Drink schwappt in meinen Ausschnitt.

Ein weiterer Tritt, heftiger. – Ich öffne

die Augen und blinzele schlaftrunken in

das Gesicht unseres Herausgebers, Mitch,

der in voller Bike-Montur über meinem

Bett steht und an meiner Schulter rüttelt.

„Aufwachen, Schlafmütze!“, ruft er. „Es ist

schon halb acht. Heute haben wir Großes

vor. Latemar-Umrundung! In einer halben

Stunde holt Kurt uns ab. Ich bin beim

Frühstück.“ Bevor er fröhlich pfeifend mein

Zimmer verlässt, reißt Mitch noch Vorhänge

und Fenster auf. Draußen ist es trüb und

kalt. Tiefhängende Wolkenfetzen ziehen den

Bergwald hinauf.

Das Leben kann so gemein sein. „As you

like it“ lautet der Wahlspruch des Hotels

Ganischgerhof, in dem wir gestern eingecheckt

haben, was sagen will: „Hier richten

wir uns nach dir. Wenn du um 14 Uhr im

Bademantel frühstücken willst, um dich den

Rest des Tages in unserem Spa verwöhnen zu

lassen, bist du bei uns goldrichtig.“ Das ist

mein Hotel, war mein erster Gedanke, und

©pedaliéro #01/10


ich geriet darüber so ins Schwärmen, dass

ich die Herausforderungen des kommenden

Tages fast vergaß.

Aber ich hatte keine Wahl. Also raus aus

dem Bett, Katzenwäsche und ab zum Frühstück.

Der nächste Schub Reue ließ nicht

lang auf sich warten: Ein fantastisches Frühstücksbuffet,

das zu mindestens zweistündigem,

genussvollem Verweilen einlud. Was

für ein Drama. Also: Rührei, ein Brötchen,

O-Saft, Latte macchiato, das war‘s, dann

stehen Kurt und Dieter, unsere Guides, vor

dem Tisch. Es ist fünf Minuten vor acht.

Auf geht’s.

Wir radeln los, es ist etwas trüb, die Wolken

hängen tief. Von Latemar, Schlern oder

Rosengarten keine Spur, aber als wir uns zur

Nigerstraße hinaufschlängeln, beginnt das

Grau aufzureißen. Mit dem ersten Sonnenstrahl

steigt meine Stimmung. Die azurnen

Lücken werden größer und mit einem Mal

erscheint über uns schroffer Dolomitenfels

am Himmel. Majestätisch, der Rosengarten.

Nahe der Frommer Alm biegen wir in einen

Forstweg ein. Das Wetter wird immer besser.

„Das Schöne an der Latemar-Umrundung

ist, dass man sie auf viele Arten gestalten

kann.“ meldet sich Guide Dieter zu Wort.

„Wenn wir mit wenig geübten Fahrern oder

mit Familien unterwegs sind nehmen wir

hauptsächlich Forstwege. Man sieht genauso

viel und kann ganz entspannt die Natur

genießen. Die Runde ist sehr beliebt weil

©pedaliéro #01/10 9


10 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

©pedaliéro #01/10


sie landschaftlich so einmalig ist. Und für

Typen wie euch gibt es dann eben auch eine

anspruchsvollere Variante!“

Wie auf ein geheimes Kommando stechen

Kurt und Dieter in einen Trail ein, der sich

unterhalb des Rosengartens parallel zur

Nigerstraße Richtung Karerpass entlangschlängelt.

Und sofort beginnen unsere Bikerherzen

zu pochen. Leichtes Gefälle, kurze

Anstiege, eng, gewunden, technisch und

gleichzeitig voller Flow. Schnell finden wir

unseren Rhythmus und geben Kette. Das ist

unser Element. Mitch und ich sind bereits

überzeugt, dass dies der geilste Trail der

Welt ist, aber Kurt und Dieter beschwichtigen

uns in Hinblick auf die Leckerbissen,

die noch vor uns liegen. Am Karerpass biegen

wir auf Asphalt ab und folgen der Passstraße

bergab Richtung Fassatal. Die Stollen

singen auf dem Asphalt und wir bekommen

Lust, es mit dem motorisierten Verkehr

aufzunehmen. Aber Kurt und Dieter fahren

mit Bedacht, und Mitch und ich kennen die

Kurven nicht. Nach einigen Kilometern

ziehen Kurt und Dieter hart rechts rüber

und stoßen in einen weiteren Trail hinein,

den 512er hinab Richtung Moena. Der 512

ist wie eine Achterbahn oder Bobbahn oder

Wasserrutsche, einfach unbeschreiblich, wir

fliegen durch die Bäume und uns wird klar,

dass unsere Euphorie über den Rosengarten-Trail

verfrüht war. „Aber das hier ist

jetzt wirklich der beste Trail der Welt“, sagt

Mitch, als wir auf einem flacheren Stück

etwas Tempo lassen und nebeneinander fahren.

Kurt und Dieter grinsen nur: „Wartet,

was noch kommt.“ Der Trail wird feuchter,

fast sumpfig, der Wald lichtet sich ein wenig,

hohes Gras, Kiefern, der Dreck fliegt uns

um die Ohren, und immer Hartgas. „Geil!“,

rufe ich Mitch zu. „Geilgeil!“, ruft er zurück.

Nach der sumpfigen Passage bekommt

der Trail echten Downhillcharakter. Hier ist

eigentlich mit Bedacht zu fahren, aber dafür

sind wir zu aufgedreht. Hinter einer Kehre

springen ein paar Pilzsammler aus dem Weg,

meckern aber nicht. Denn Pilze sammeln

ist in dieser Gegend verboten und vielleicht

haben sie Angst vor berittenen Patrouillen,

die sie zu Hallimasch verarbeiten.

„Die kamen hier früher mit Reisebussen

und haben alles platt gemacht, aber jetzt ist

finito“, klären Kurt und Dieter uns auf.

„Der geilste Trail der Welt!“, flüstere ich

Mitch zu, sodass Kurt und Dieter es nicht

hören können. Nach einer fast endlosen,

endorphinsprühenden Abfahrt erreichen

wir Moena. Von dort geht es auf dem geilsten

Radweg der Welt, hier stimmen uns Kurt

und Dieter endlich einmal zu, leicht bergab

das Fassatal nach Predazzo weiter, von wo wir

mit der Seilbahn die Südflanke des Latemar

in Angriff nehmen und auf der Berghütte

Baita Gardoné, die von den Pichlers vom

Ganischgerhof betrieben wird, mitten im alpinen

Panorama fürstlich zu Mittag speisen.

Die Berghütte ist eine Show für sich: Palmen

wehen auf der Terrasse, nebenan ver-

©pedaliéro #01/10 11


gnügt man sich beim Beachvolleyball. Mediterranes

Flair umweht uns, die Fernsicht ist

grandios, die Stimmung noch besser. Von

der Baita Gardoné geht es weiter mit dem

Sessellift hoch auf 2000 Meter zum Passo

Feudo am Osthang des Latemar. Die Baumgrenze

liegt längst unter uns. Hochalpines

Biken, unglaublich, Fels, Flechten, ledriges

Gras, Buschwerk, und dazwischen umrundet

unser schneller Trail die Ostecke des Latemar-Gipfels.

Der Hammer.

Wir ziehen an der Nordflanke des Bergs

entlang, unterhalb der Geröllfelder Richtung

Reiterjoch. Der Trail ist felsig, anspruchsvoll

und schnell, die Landschaft

atemberaubend. Kurt und Dieter biegen

nach Norden ab und halten auf den Wald zu.

Wir folgen ihnen über eine wurzelige, technische

Abfahrt in Richtung Obereggen. Wir

jagen weiter über verwunschene Traumtrails

(die geilsten der Welt natürlich) unserem

Ziel entgegen.

Nachdem wir erschöpft, aber überglücklich

beim Ganischgerhof abgeladen haben,

komme ich doch noch in den Genuss des

Hotelcredos „As you like it“. In der Hotellounge

bekommen wir unser Dinner serviert

– und zwar im Liegen! Wir entspannen uns

im mondänen Gewölbe und lassen uns die

perfekte Südtiroler Küche schmecken. Besser

geht es nicht und ich überlege mir, in

Zukunft immer früh aufzustehen. Wahrscheinlich

wurde heute ein Morgenmuffel

kuriert. Was für ein Tag.

12 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

Unser Hoteltipp Ganischgerhof Mountain Resort & Spa

Individuellen Urlaub in totaler Freiheit

versprechen die Gebrüder Pichler vom Ganischgerhof.

Das 4-Sterne-Superior Mountain

Resort & Spa im Herzen der Dolomiten

bietet kulinarische Genüsse, aufregende

Events und persönlichen Service. Ganz

nach dem Motto „As you like it“ entscheidet

der Gast, wann, ob, was und wo er speisen

möchte.

Das Hotel liegt in traumhafter Lage auf

einer Höhe von 1300 Meter am Waldrand

von Deutschnofen. Mit atemberaubendem

Ausblick auf die Bergkette Rosengarten

verfügt es über 42 komfortable Zimmer und

ausreichend Platz. Im über 850 Quadratmeter

großen Spabereich findet der Gast

ganzheitliche Entspannung: Wellness, Body-

Therapie, Beauty und Fitness. Bei einem

Besuch in der finnischen Panoramasauna

mit Blick auf das Bergmassiv Rosengarten

oder im türkischen Dampfbad unter glitzerndem

Sternenhimmel kann man herrlich

abschalten und genießen. In der SPA & Garden

Bar wird der Gast nach dem gewohnten

„As you like it“-Prinzip täglich mit frischen

Fruchtsäften und dem Besten aus Küche und

Keller versorgt. Indoor-Schwimmbecken

mit integriertem Whirlpool, Massage oder

Beautytherapie runden das Paket ab.

Baita Gardoné & Ganischger Alm

Palmen, Strand und Beachvolleyball – das

bietet die Berghütte Baita Gardoné, auf

1700 Meter Höhe, mit großer Sonnenterrasse

und chilliger Lounge. Mit grandiosem

Blick auf die Dolomiten kann man kulinarische

Köstlichkeiten und gepflegte Drinks

zu sich nehmen.

Ebenso empfehlenswert für einen Tourstopp

ist die Ganischger Alm. Auf 2045 Meter

Höhe gelegen ist sie der perfekte Ort für

eine ausgedehnte Rast. Im Winter feiert man

hier bei heißen Rhytmen und erfrischenden

Cocktails. Beide Berghütten werden von den

Gebrüdern Pichler geführt.

Ganischgerhof Mountain Resort & Spa ****S

Familie Pichler

Tel.: +39 0471 61 65 04

office@ganischgerhof.com

www.ganischgerhof.com

©pedaliéro #01/10


TOPLINE 2009 –

HÄLT FEST, WAS DICH BEWEGT

Auf 3024 m Höhe dem Himmel so nah

BC 2209 MHR

Viel Funktion in ansprechendem Design. Das Multifunktionsgerät

macht nicht nur auf dem Lenker eine gute Figur. Dank mitgeliefertem

Armband kann das Gerät als Wander-Equipment eingesetzt

werden. Das gut strukturierte Display kann schnell erfasst werden.

k Geschwindigkeit

(optional kabelgebunden)

k Herzfrequenz

k Trittfrequenz

k Höhe

k Temperatur

k PC Schnittstelle

kk Alle Modelle der Serie unter:

www.sigma-topline2009.com

SIGMA DATA CENTER 2.0

BC 2209 MHR

auf Docking Station

Docking Station und Auswertesoftware optional erhältlich


Ein König und sein Berg Die Sage vom Rosengarten

14

©pedaliéro #01/10


Das „Gartl“ ist heute nicht mehr als eine öde Geröllhalde. Doch einst,

ja einst lag hier der wunderschöne Rosengarten des Königs Laurin.

Laurin, Herrscher über ein großes Zwergenvolk, lebte in einem unterirdischen Palast aus Bergkristall.

Sein ganzer Stolz aber war sein prachtvoller Garten vor den Toren seiner Kristallburg,

in dem unzählige Rosen wuchsen. Sein Rosengarten. Zu seinem Glück fehlte ihm nur noch die

rechte Frau, doch diese hatte er bald schon erspäht. Es war die schöne Similde, die Tochter des

Königs an der Etsch. Dieser wollte seine Tochter vermählen und veranstaltete dazu eine zünftige

Maifahrt. Alle Freier sollten dort um Similde werben, und Laurin rechnete sich gute Chancen

aus. Leider sendete ihm der König keine Einladung zu, sodass Laurin zu einer List griff. In seinem

Besitz befand sich eine Tarnkappe und er beschloss, der Feier im Geheimen beizuwohnen.

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki, °Bild: Marco Knopp

15


Um den geeigneten Bräutigam zu ermitteln,

fand ein Turnier statt, der Sieger der

Kampfspiele sollte Similde ehelichen.

Sieben Tage dauerten die Wettkämpfe an,

bis sich schließlich zwei der tapfersten

Recken im Finale gegenüberstanden. Ihre

Namen: Hartwig und Wittich. Der Kampf

wurde heftig geführt, doch ehe der König

das Zeichen zum Aufhören geben konnte,

um einen Sieger zu verkünden, ging ein

Schrei durchs Publikum: Similde war verschwunden!

Was die Menschen nicht sehen konnten,

war, dass Laurin mit Similde davonritt, unsichtbar

durch die Kraft seiner Tarnkappe.

So brachte er sie in seinen Palast aus Bergkristall,

um sie für immer bei sich zu haben.

Hartwig und Wittich wollten diese Schmach

nicht auf sich sitzen lassen und beschlossen,

Zwergenkönig Laurin, denn nur dieser

konnte hinter der Schurkerei stecken, die

holde Similde wieder abzujagen. Doch die

beiden wussten, dass Laurin nicht nur die

Tarnkappe besaß, sondern außerdem einen

Gürtel, der ihm die Kraft von zwölf Männern

verlieh, sowie viele Tausend Zwerge,

die sicher für ihren Herren in den Kampf

ziehen würden. Also suchten sie Unterstützung

für ihr Vorhaben.

Sie wandten sich an den großen Fürsten

Dietrich von Bern und baten ihn um Beistand.

Dieser sagte Hartwig und Wittich seine

Unterstützung zu und schleppte zudem

16 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild links oben: Marco Knopp °Übrige Bilder: Andreas Sawitzki

©pedaliéro #01/10


©pedaliéro #01/10 17


Hildebrand, Wolfhart und noch ein paar

andere tapfere Recken zur Felsenburg des

Zwergenfürsten.

Als die muntere Schar am Rosengarten

ankam, riefen sie alsbald den König Laurin

herbei, um ihn gütlich zur Herausgabe von

Similde aufzufordern. Doch Laurin weigerte

sich, genau das zu tun, und so entbrannte

ein erbitterter Kampf. Laurin war dabei

deutlich im Vorteil, trug er doch seinen

Zaubergürtel und seine Tarnkappe, und so

waren die tapferen Recken nahezu chancenlos.

Doch da hatte Hildebrand die rettende

Idee: „Achtet auf die Bewegung der Rosen,

daran sehen wir, wo der Zwerg ist!“, rief er

und schon bald hatten sie den Zwergenkönig

am Schlafittchen. Sie packten ihn, zerbrachen

seinen Zaubergürtel und nahmen

ihn gefangen. Laurin tobte und wütete,

und als er nichts anderes mehr tun konnte,

verfluchte er den Rosengarten, der ihn

verraten hatte.

„Nicht bei Tag und nicht bei Nacht soll

jemals mehr ein menschliches Auge den

Rosengarten sehen!“, sprach er, und so

geschah es. Doch Laurin hatte die Dämmerung

vergessen!

Und so kommt es, dass der verzauberte

Rosengarten oft bei Sonnenaufgang und

Sonnenuntergang wundervoll rot glüht.

Und jeder, der es sieht, wird erinnert an

den unglücklichen König Laurin.

18 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Andreas Sawitzki

©pedaliéro #01/10


Mit Stollenreifen und Müsli gegen den Berg

Mit erwartungsvollem Blick sitzt er neben

mir. Ich lasse mir Zeit und leere die Schüssel

bis zum letzten Rest. Dann lehne ich

mich zurück und genieße die unglaubliche

Aussicht, die man hier auf der Panoramaterrasse

des Berghaus Rosengarten geboten

bekommt. „Und?“, fragt Horst Gapp mich

neugierig. „Was sagst du?“ „Potzblitz!“, gebe

ich mit einem zufriedenen Lächeln zurück.

„Das ist wirklich ein sensationelles Müsli!“

„Hab ich es nicht gesagt?“, antwortet mir das

Oberhaupt der Familie Gapp, während er

sich zufrieden auf den Schenkel klopft. „Und

das ist nicht die einzig Müslisorte, wir haben

immer abwechselnde Mischungen mit Dinkel,

Früchte, Dreikorn und Roggen für unsere

Gäste. Mein hausgemachtes Müsli ist nicht

umsonst in ganz Südtirol bekannt!“ Wie es

Unser Hoteltipp Berghaus Rosengarten

Das seit 1964 existierende Familienunternehmen

liegt direkt über dem beschaulichen

Örtchen Welschnofen. Die 15 Zimmer,

die modernen Komfort mit Tradition

und Behaglichkeit verbinden, verfügen alle

über einen eigenen Balkon und beherbergen

insgesamt 25 Betten.

Egal ob man den Tag auf der großen Panoramaterrasse

mit Blick auf das Weltnatur-

meine journalistische Pflicht verlangt, hake

ich nach. „Wirklich in ganz Südtirol?“, frage

ich mit hochgezogener Augenbraue. Sein

Schmunzeln verrät mir, dass er da wohl ein

wenig dick aufgetragen hat. „Naja“, lacht er,

„fast in ganz Südtirol.“

Aber nicht nur hausgemachtes Müsli oder die

anderen gesunden Köstlichkeiten machen

das Berghaus Rosengarten zu einem echten

Genuss. In unmittelbarer Nähe des Rosengartens

gelegen, bietet das Familienunternehmen

seinen Gästen eine spektakuläre

Umgebung, mit Wiesen, Wäldern und jeder

Menge Trails vor der Haustür. „Für fleißige

Pedaltreter bieten wir jede Woche sechs geführte

Touren in je zwei Leistungsklassen an.“

Und damit man diese Energieleistungen auch

erbe Rosengarten, im Tirolerstübchen, der

Hausbar oder in der neuen Sauna ausklingen

lässt, Entspannung ist garantiert.

Seit 2008 ist das Berghaus Rosengarten

offizieller Partnerbetrieb von Krauti´s Bike

Academy. Eine gut ausgerüstete Bikegarage

gehört ebenso zum Angebot wie die geführten

Touren und das Biketaxi, das Radfahrer

zu jedem gewünschten Startpunkt

bringt oder wieder abholt. Viele weitere

gut übersteht, gibt es bei Familie Gapp neben

dem frischen Bikermüsli und den anderen

hausgemachten Köstlichkeiten auch ein erlesenes

Abendmenü mit besonderem Augenmerk

auf Frische und Authentizität.

„Wenn man den ganzen Tag durch die Dolomiten

fährt, ist eine gesunde und ausgewogene

Ernährung sehr wichtig“, erklärt er

mir. „Daher versuche ich für jeden Gast eine

individuelle Ernährung zu bieten, ganz auf

die unterschiedlichen körperlichen Bedürfnisse

abgestimmt. Das sorgt für die nötigen

Kraftreserven im Kampf gegen den Berg. So

gestärkt fährst du locker doppelt so schnell

bergauf“, sagt Horst Gapp und zwinkert mir

zu. Ohne nachzuhaken, glaube ich ihm das

aufs Wort.

interessante Infos und attraktive Angebote,

die speziell auf Mountainbiker zugeschnitten

sind, findet ihr auf der Homepage:

www.berghaus-rosengarten.com

Berghaus Rosengarten

39056 Welschnofen, Südtirol, Italien

Pretzenbergerweg 12

Tel.: +39 0471 613123

info@berghaus-rosengarten.com

www.berghaus-rosengarten.com

©pedaliéro #01/10 ^Text: Marco Knopp °Bild: Marco Knopp

19


Murmeltierland! Die Bikeparks Fassa Bike und Cermis

Der Berg ruft nicht nur Tourenfahrer und CrossCountrybiker zu sich,

das Echo vernehmen natürlich auch die Fans der Bergab-Fraktion.

Deshalb unternehmen wir einen kleinen Abstecher hinter den Rosengarten,

um für unsere Freunde der hohen Abfahrtskunst reinrassiges

Grobstollenrevier zu erkunden. Bikeparkcheck heißt das Credo des

Tages.

20

©pedaliéro #01/10


Unsere beiden Testpiloten sind zwei der

besten deutschen Mountainbiker: Marcus

Klausman und Johannes Fischbach. Mit

ihnen geht es über den Karerpass hinunter

ins Fassatal, dann die Passstraße zum

Pordoijoch hinauf, wo das zunehmend

dominierende Dreitausender-Panorama

von Langkofel, Sella-Massiv und Marmolata

jeden in Ehrfurcht verstummen lässt. Von

der Pordoi-Passstraße biegen wir auf einen

unbefestigten Weg ab und bremsen kurz

darauf an einem Schlagbaum. „Wir können

hier nicht anhalten“, kreischt Fischi. „Das ist

Murmeltierland!“ Er deutet auf ein kleines,

pelziges Männlein, das auf einem Geröllbuckel

stehend in unsere Richtung wittert.

Dann nähert sich von der anderen Seite des

Schlagbaums ein Auto und der kleine Kerl

löst sich Houdini-mäßig in Luft auf. Ich

meine, ein leises „Plopp“ gehört zu haben.

Aus dem Auto steigt ein Typ mit Surfermatte

und Indiomütze, der sich als William vorstellt

und uns die Schranke öffnet. Oben angekommen

hechten Klausi und Fischi auf ihre

Bikes und steigen in einen jungfräulichen

Trail ein, den William und seine Freunde

von Fassa Bike erst kürzlich fertig geshapt haben.

Nachdem die beiden außer Sicht sind,

hört man sie noch eine ganze Weile jodeln.

William nickt ihnen verständnisvoll nach und

erzählt von seinem Projekt: Fassa Bike ist ein

Verein, der 2007 von seinem Kumpel Davao

und ihm ins Leben gerufen wurde. Omar

und Mendes sind später dazu gestoßen. Die

vier Jungs teilen zwei große Leidenschaften:

Big Bikes und Big Mountains. Ihr gemeinsamer

Traum: ein Bikepark auf hohem

©pedaliéro #01/10 ^Text: Falco Mille °Bild: Andreas Sawitzki

21


Niveau, und zwar im doppelten Sinne. Der

rücksichtsvolle Umgang mit der Natur und

das Verständnis für andere Bergbesucher,

Forst, Wanderer und Anwohner stand dabei

von Anfang an im Vordergrund. Durch

diese umsichtige Vorgehensweise konnten

Entscheidungsträger überzeugt und einer

der mittlerweile beeindruckendsten Parks

der Alpenregion geschaffen werden. Grob

gesehen teilt sich das Freeride-Revier in zwei

Projekte: Vom Buffaure geht es gute 700

Höhenmeter hinunter nach Pozza und vom

Belvedere über 900 Höhenmeter hinab nach

Canazei. Auf beiden Flanken gibt es Strecken

mit unterschiedlichem Charakter und

Anspruch, die einzeln oder in Kombination

gefahren werden können. Klausmann und

Fischbach sind inzwischen in den Double-U

des Belvedere verschwunden, der sich oberhalb

der Baumgrenze wie gemalt durch wilde

Senken und Wölbungen schlängelt. Die Aussicht

hier oben, mitten zwischen den Dreitausendern,

ist biblisch. Als das Shuttle die

Descender wieder hochbringt, strahlen sie bis

über beide Ohren. Die Meinung ist einhellig:

Dieser Trail ist der Hammer und sie wollen

sofort in den nächsten Sturzflug übergehen.

Als ich ihnen erkläre, dass wir nun

leider erst eine Fotosession machen müssen,

maulen sie rum und protestieren. Erst als ich

unseren Probanden nach getaner Arbeit eine

epische Abfahrt bis hinunter nach Canazei

verspreche, sind sie wieder versöhnt. Es fällt

schwer, dieses Freeride-Schlaraffenland nach

unserer kurzen Stippvisite wieder zu verlassen,

aber wir haben für heute noch eine weitere

Etappe auf dem Plan: Cermis.

22

©pedaliéro #01/10


©pedaliéro #01/10 ^Text: Falco Mille °Bild: Andreas Sawitzki

23


Der Bikepark Cermis liegt von Canazei aus

eine Dreiviertelstunde Autofahrt weiter

unten im Tal, das ab Moena Val di Fiemme

oder Fleimstal heißt. Fährt man direkt

vom Eggental, ist man in etwa einer halben

Stunde dort. Während der Bike-Saison

bringt einen die Seilbahn Cavalese-Doss

dei Laresi samt Bike in wenigen Minuten

1.280 Höhenmeter hinauf. Die Downhillstrecke

hat den wohlklingenden Namen

„4x4 Pure-Emotion“ und bietet auf 430

Höhenmetern eine spannende Mischung

unterschiedlicher Elemente: Schnelle Wiesentrails

wechseln sich mit winkligen Waldpassagen

ab, Sprünge über Steinstufen mit

gebauten Rampen und Geröllanlieger mit

professionellen Holzkonstruktionen. Klausi

und Fische sind sich einig: Cermis rockt.

Das Fotoshooting ist auch entspannt, denn

die Passagen, die die Jungs für die Kamera

wiederholen müssen, sind anspruchsvoll

und bedürfen oft mehrerer Versuche, um

eine glatte, schnelle Linie zu fahren, was

schnell den Ehrgeiz der beiden Racer weckt.

Fazit: Beide Parks sind in jedem Fall einen

Abstecher vom Eggental wert. Fassa Bike

mit Buffaure und Belvedere bietet epische,

ausdauernde Abfahrten mit atemberaubendem,

hochalpinen Flair. Wegen der

Vielzahl der Strecken und der langen Auffahrten

sollte man sich aber mindestens

einen ganzen Tag Zeit nehmen. Cermis

ist dagegen „Instant Fun“. Man ist schnell

oben, die Strecke ist knackig, abwechslungsreich

und hat deutlichen Downhill-

Race-Charakter.

24 ^Text: Falco Mille °Bild: Andreas Sawitzki

©pedaliéro #01/10


©pedaliéro #01/10

Weitere Infos

Fassa Bike: www.fassabike.com

Cermis: www.alpecermis.it

Beetle

Boomer

Exclusivvertrieb für Deutschland:

Cosmic Sports GmbH

0911-310755-0

info@cosmicsports.de

Frog Strobe

Brighter

BeetleBrighter

Brightest

Boomer

Bright

Brightest

www.knog.com.au


Kids on Bikes! Zwischen Bolognese-Banditen und Mountainbike-Guides

Da sind sie wieder, die Erinnerungen an meine Kindheit. Ich dachte, ich

hätte sie verdrängt, doch sie treiben mit Macht zurück an die Oberfläche:

Ich bin wieder acht Jahre alt. Nach dem Sandmännchen heißt es ab

ins Bett. Außerdem darf ich nicht selbst entscheiden, ob ich den Spinat

essen möchte oder es lieber bleiben lasse. Und die anderen Kinder sind

sooo gemein zu mir.

Okay, ganz so schlimm wie damals ist es jetzt nicht. Aber fast. Denn meine

Tischnachbarn haben mir bereits zwei Fleischbällchen von meinem

Teller geklaut und machen sich jetzt auch noch über mich lustig. Zugegeben,

ich gehöre auch nicht wirklich hierhin. Die Stühle sind viel zu klein

und ständig stoße ich mit dem Knie gegen die Tischkante.

26

©pedaliéro #01/10


„Na, wie gefällt es dir an unserer Kindertafel?“,

fragt mich plötzlich eine Stimme. Sie

gehört Christoph Kofler, dem Hausherren des

Familienhotels Maria. „Gut“, gebe ich zögernd

zurück, „nur dass ständig von meinem Teller

genascht wird, finde ich nicht in Ordnung!“

„Tut mir wirklich leid, aber wir sind komplett

ausgebucht und hatten keinen anderen Tisch

mehr für dich frei“, erklärt mir Christoph und

klopft mir freundlich auf die Schulter.

Mit einer ausladenden Handbewegung stellt

er mir meine Tischgesellschaft als „Bolognese-Banditen“

vor. „Habt ihr ihm auch alle

Fleischbällchen gemopst?“, fragt er freudig.

„Jaaaaaa!“, kommt es aus zwölf Kinderkehlen

zurück. „Du hast ihnen diesen Floh ins Ohr gesetzt?“,

frage ich entsetzt. „Nichts ist umsonst.

Sitzplatz gegen Fleischbällchen“, lacht er. „Sorry,

aber so war der Deal.“

Ein wenig später sitze ich mit Christoph auf

der großzügigen Terrasse des Hotels Maria,

schaue auf das herrliche Panorama der Südtiroler

Dolomiten und trinke einen Cappuccino.

Ich genieße es, die Beine wieder ausstrecken

zu können und mein Getränk für mich allein

zu haben. „Der Tisch war doch ein bisschen

klein“, erkläre ich Christoph. „Das glaube ich

dir gern, der ist ja auch für Kinder gemacht“,

grinst er. „Unser Haus ist eben ein Familienhotel

und damit natürlich auch auf Kinder

zugeschnitten.“

Nicht nur die vier Smileys (Sterne für Kinderhotels)

an der Außenwand des Gebäudes unter-

©pedaliéro #01/10 ^Text: Marco Knopp °Bild: Hotel Maria

27


28 ^Text: Marco Knopp °Bild: Hotel Maria

streichen seine Aussage. Die großzügige Kinderwelt,

ein Pool sowie der Außenspielbereich

mit Garten und Terrasse sind ebenso Teil des

Maria wie die umfassende Kinderbetreuung.

„Wir veranstalten Bergabenteuer, Kinderolympiaden,

Kinderdiscos, Pyjamapartys, Indianer-

und Piratenfest, Lagerfeuer mit Würstelbraten

und noch viele andere Sachen“, zählt Christoph

stolz auf. „Im Naturdedektiv-Camp können

die Kids den Spielplatz Natur neu entdecken,

beim Wildnis-Training gilt es das Nachtleben

in der Natur zu erforschen. Außerdem

wollen wir, dass die Kleinen hier etwas lernen.

Daher haben wir Kurse zum Thema Schwimmen,

Klettern oder auch Mountainbiken im

Angebot. Alles natürlich unter der Aufsicht von

Profis.“ Christoph weiß, wovon er spricht, er ist

selbst ausgebildeter Mountainbike-Guide und

leidenschaftlicher Bergsteiger.

„In einer halben Stunde startet unsere Familienbiketour“,

bemerkt er mit Blick auf die Uhr.

„Komm doch einfach mit. Dann siehst du etwas

von der phänomenalen Landschaft hier.“

Kurze Zeit später radele ich in Richtung Latemar,

an dessen Fuß das Hotel Maria liegt. In

Kooperation mit Krauti‘s Bike Academy bietet

das Hotel Maria wöchentlich sechs geführte

Touren in drei Leistungsgruppen an. Und

natürlich gibt es auch ein spezielles MTB-Programm

für die Kleinen. Auf dem Kinder-

Übungsparcours können sie sich Diplom und

Medaille verdienen und so die Basis legen, um

fit zu werden für die beliebte Familientour.

„Für die Familien ist das einfach herrlich“,

erzählt Christoph, während er neben mir fährt.

©pedaliéro #01/10


„Man ist mit den Kindern in der Natur unterwegs

und tut auch noch etwas für die Gesundheit.

Besser geht es doch nicht!“

Während ich von einem kleinen Mountainbiker,

den ich als einen der Bolognese-Banditen

wiedererkenne, überholt werde, möchte ich von

Christoph wissen, welche Touren es außerdem

gibt. „Wir haben hier in der Umgebung für jede

Leistungsstufe das Passende zu bieten“, erklärt

er. „Wenn die Eltern gern mal eine längere

oder schwierigere Runde fahren möchten, ist

das kein Problem. Ich kenne mich hier bestens

aus und kann jede Menge Tipps geben. Die

Kleinen bleiben so lange einfach im Hotel

und werden in unserer Kinderwelt ganztägig

betreut. Dort können sie spielen, lesen, basteln

oder die Natur erkunden. Oft fällt ihnen gar

nicht auf, dass Mama und Papa ein Weilchen

nicht da waren.“

Drei Stunden und eine Fülle an sensationellen

Naturerlebnissen später erreichen wir wieder

das Hotel Maria. Weitere 30 Minuten später

stehe ich geduscht und hungrig im Restaurantbereich.

Alle Tische sind voll. Wirklich alle? An

einem Tisch ist noch ein Platz frei. Und seine

kleinen Besitzer winken mir schon aufgeregt

zu. Ich schaue verzweifelt zu Christoph. „Wie

schon gesagt. Wir sind ausgebucht. Was soll ich

machen?“, gibt er achselzuckend zurück. „Immerhin

gibt es keine Hackbällchen, die sie dir

klauen können. Heute gibt es am Kindertisch

Pommes frites“, lacht er und verschwindet in

der Küche. Mir tun jetzt schon die Knie weh.

Zehn moderne und gemütliche Zimmertypen,

alle nach Süden ausgerichtet, stehen

im Hotel zur Wahl. Jedes verfügt über Dusche/Bad

und WC, Sat-TV, Telefon, Internet-

& Faxanschluss sowie Zimmersafe. Das

Hotel Maria befindet sich auf 1.550 Höhenmetern,

direkt am Fuße des imposanten

Latemar-Gebirges in Obereggen, mitten im

Grünen am sonnigen Südhang in Panoramalage.

Besonders viel Wert wird hier auf die

Kleinsten gelegt. Die Kinderbetreuung

(für Kinder ab drei Jahren, außerhalb der

Ferienzeiten auch schon für Kinder ab zwei

Jahren) wird durch liebevolle und fachkundige

Betreuerinnen übernommen, an sechs

Tagen die Woche (Montag bis Freitag) von

10.00 bis 21.00 Uhr, samstags von 14.00 bis

20.00 Uhr. Es gibt Biken, Rafting, Canyoning,

Sportklettern oder Klettern im neuen

Hochseilgarten für die Youngsters, und egal

ob drinnen oder draussen, überall ist das

geschulte Betreuungspersonal zur Stelle.

Das Hotel bietet neben Kinderbuggys, Rückentragen

und Flaschenwärmern auch Ba-

Unser Hoteltipp Hotel Maria

byfones zum Verleih an. So kann man auch

beim gemütlichen Abendessen zu zweit ein

Ohr auf die Kleinen werfen.

Für Mountainbiker gibt es rund um das

Hotel viele Tourenmöglichkeiten, von soft

bis rabiat. Als Mitglied der Mountainbike

Hotels – höchstbewertet mit 4 Ritzeln – ist

das Hotel Maria so die ideale MTB-„Homebase“.

Dazu gibt es tolle Angebotswochen

mit Familien-Jugend-Klettercamp, Bike &

Climb, Mountainbike-Kids-Camp und Dolomiten-Abenteuer-Wochen!

Und wenn der Sinn mal nicht nach Biken

und Action steht, empfiehlt sich ein Ausflug

in die nah gelegene malerische Altstadt von

Bozen oder zum Kalterer See, einem Badesee,

der mitten in den Weinbergen gelegen

ist.

Hotel Maria

39050 Obereggen, Südtirol, Italien

Tel.: +39 0471 615772

Fax: +39 0471 615694

info@hotel-maria.it

www.hotel-maria.it

©pedaliéro #01/10 ^Text: Marco Knopp °Bild: Marco Knopp

29


Natur – Design – Wellness

Die Aussicht aus meiner Badewanne ist einfach

fantast isch. Obwohl Badewanne vielleicht

nicht ganz der passende Ausdruck ist . Ich befi

nde mich im „Private Open Spa“ des Hotels

Pfösl, liege im knapp 40 Grad warmen Wasser

und genieße einen herrlichen Dolomit en-

Panoramablick. Meine Holzwanne befi ndet

sich auf der Terrasse des Hotels in einem

Pavillon, ganz privat, vor fr emden Blicken

verborgen.

Diese kleine Entsp annungsoase ist ein Highlight

des Hotels, aber nicht das einzige. Wenn

Spannung das Gegenteil von Entsp annung ist ,

Unser Hoteltipp Hotel Pfösl

Das Hotel Pfösl liegt etw as außerhalb von

Deutschnofen inmit ten saft iger, grüner Wiesen

auf einem Hochplateau, umringt von der

imposanten Bergwelt der Dolomit en. Tradition,

Natur und moderne Archit ektur prägen

das Bild des Hotels mit seiner einzigartigen

Vit alpina-Wellnessanlage. Das Wellnessangebot

umfasst verschiedene Saunen und ein

Hallenbad, Massagen, Naturkosmetik, Körperbehandlungen

sowie viele weit ere Highlights,

wie das bereit s erwähnte „Private Open

Spa“ oder den „Nature Parcour“. Die Küche

bietet täglich innovative Rezepte, kreiert aus

fr ischen, einheimischen Produkten.

30

müsst e es hier sehr langweilig zugehen, doch

genau das ist nicht der Fall. Auf sp annende

Art und Weise werden im Pfösl Tradit ion und

modernes Design verbunden. Einklang mit

der Natur ist wesentlicher Best andteil der Hotelphilosophie.

Das zeigt sich nicht nur in der

natürlichen Bauweise des Hotels, das mit Naturmaterialien

wie Holz, Stein und Glas aufwartet,

sondern auch an den Leckereien der

hoteleigenen Küche, die hauptsächlich einheimische

und regi onalty pische Erzeugnisse

anbietet. Der Grundsatz, lokale Produkte zu

nutzen, setzt sich auch im Wellnessbereich

fort. In der Sauna fi nden sich Südtiroler

Aktive Urlauber fi nden ein breit gefächertes

Angebot vor: Golf, Nordic Walking und Reiten

st ehen auf dem Programm, auf Wanderer

warten 530 Kilometer Wanderwege aller

Schwierigkeit sgrade im Herzen der Dolomit

en.

Für Mountainbiker werden Fahrtechnikkurse,

Wäscheservice, ein Bike-Taxi und eine Infoe -

cke angeboten. Geführte Touren werden von

Krauti‘s Bike Academy und seinen geprüft en

Guides betreut.

Neu ab 2010: Im Mai eröff net das neue 130

Quadratmeter große „Nature Spa“. Der neue

Bergkräuter wieder, im Dampfb ad und in der

Medit ationskabine kommen ebenfalls heimische

Naturprodukte zum Einsatz.

Nachdem ich mein Wannenbad bee ndet habe,

laufe ich barfuß in den Garten, um über

den „Nature Parcour„ zu schlendern. Unter

meinen Füßen sp üre ich weiches Gras, warmen

Sand, große Steine aus dem Bachbett ,

massierende Baumrinde, feuchte Erde und

Kieselst eine. Zum Schluss geht es in das kühle

Wasser des angelegten Bächleins ... Ein echtes

Erlebnis für die Sinne. So sp annend kann

Entsp annung sein!

Anbau (Klimahaus A) zeichnet sich nicht

nur durch Energi ee insp arung, sondern auch

durch ökologi sche Bauweise und Nutzung

erneuerbarer Energi en zur Wärmee rzeugung

aus. Außerdem entst ehen im Stammhaus fünf

neue Junior-Suit en NATUR A sowie im Suitentrakt

drei exklusive Zirbensuit en

Hotel Pfösl

Schwarzenbach 2

39050 Deutschnofen, Südtirol, Italien

Tel. +39 0471 616537

www.pfoe sl.it

info@pfoe sl.it

©pedaliéro #01/10


DT SWISS TRICON ®

WHEEL SYSTEM

Zweiteilige Nabe

Durch die

Trennung von

Nabengehäuse

und Flansch werden

die Lagersitze

spannungsfrei

gehalten.

So laufen die

Lager präziser

und halten länger.

Star Ratchet

Das bewährte

DT Swiss

Ratchet System ®

Nabensystem

ermöglicht den

einfachen

Umbau auf

verschiedne

Achs- oder

Rotorstandards.

Gerade Doppelgewindespeichen

Diese Speichenverbindung

ist

wesentlich haltbarer

da sie

beidseitig

spielfrei und

dadurch kleineren

Lastspitzen

ausgesetzt ist.

Open Crowfoot

Einspeichmuster

mit radialen und

gekreuzten

Speichen

ermöglicht ideale

Seitensteifi gkeit

und die Übertragung

der

Drehmomente.

Torx Nippel

Das Torx Design

der beiden

Speichennippel

ermöglicht

eine bessere

Kraftübertragung

des Werkzeuges

bei der Justierung.

Felgeneinsatz

Grossfl ächige,

beidseitige

Abstüzung im

Felgenrücken.

Dadurch kann

die Felge leichter

konstruiert

werden und

ist Luftdicht –

tubeless.

Konkaves

Felgenprofi l

Konkav geformte

Felgenfl anken

wirken den

Spreizkräften,

erzeugt von

Reifendruck und

Speichenzug,

entgegen.

Tubeless

©pedaliéro #01/10 ^Text: XXXX °Bild: XXXX 31

Vertrieb Deutschland: Merida & Centurion Germany GmbH / Vertrieb Schweiz: Intercycle oder GPR AG Radsportvertrieb / Vertrieb Österreich: B&S Bike + Sports

www.dtswiss.com


Kurt und die Bruchpiloten Ein Mountainbike-Urgestein und ein seltsames Hobby

32

©pedaliéro #01/10


Geschmeidig und wieselflink schießt Kurt

den Trail hinunter, den er wie seine Westentasche

kennt. Sobald er genügend Vorsprung

hat, hält er an, legt sein Bike zur

Seite und zückt wie ein Revolverheld seine

Kamera. In Lauerposition verharrend liegt

er neben dem Trail im Graben, wartend auf

den Rest der Gruppe, der sich mit Kettengerassel

nähert.

Kurt Resch besitzt die wahrscheinlich größte

Sammlung an Bike-Sturzbildern weltweit,

vielleicht sogar die größte des gesamten

uns bekannten Universums, in diesem Teil

der Dolomiten aber garantiert. Er hat einen

unfassbar großen Fotostock an Bildern von

Bikern, die nicht schnell genug aus ihren

Klickies gekommen sind, eine Stufe gewählt

haben, die nicht im Verhältnis zu ihrem

Fahrkönnen stand, denen Schneckenschleim

den Grip raubte, oder die bei ihrer

Highspeedabfahrt besser mal auf den Tacho

geguckt hätten. Während eines Sturzes

bleibt Kurt ganz cool am Drücker. Es macht

klick, klick, klick … „In der Flugphase kann

ich eh nicht helfen“, meint Kurt breit grinsend.

Sein Guide Dieter ist übrigens von

der gleichen Sorte.

Nun wäre es völlig falsch zu denken, Kurt

würde dieser Leidenschaft aus Boshaftigkeit

frönen. Dazu ist er viel zu nett und würde

außerdem niemals ihm anvertraute Biker zu

Dingen ermuntern, die außerhalb ihrer Fähigkeiten

liegen. Im Grunde ist es nichts als

eine statistische Logik, die seiner Sammlung

zugutekommt. Als ausgebildeter Bikeguide

und leidenschaftlicher Fotograf nutzt er

jede Gelegenheit, um seine Touren auf dem

Speicherchip festzuhalten. Und wer viele

Biker im unwegsamen Gelände fotografiert,

bekommt natürlich auch einige Stürze vor

die Linse. So einfach ist das.

Wir wurden vor diesem Herrn gewarnt und

somit fahren wir an den Stellen, an denen

uns Kamera-Kurt auflauert, besonders

vorsichtig. Nur ein Schelm erkennt hinter

seiner Bikerbrille einen enttäuschten Gesichtsausdruck,

als wir sturzfrei an ihm vorbeifahren.

„Sind trotzdem schöne Fotos!“,

ruft er uns hinterher und deutlich spüren

wir sein Grinsen hinter unseren Rücken.

Kurt Resch ist nicht nur Bikeguide und

Hotelbesitzer, er ist auch einer der ersten

Mountainbiker der Gegend, ein absolutes

MTB-Urgestein.

„Früher habe ich Fußball gespielt. Da hatte

ich mit Radfahren nicht viel am Hut“, erzählt

er uns, während wir einen der unzähligen

Traumtrails der Dolomiten herunterfahren.

„Aber eines Tages haben mich

ein paar Kumpels zum Mountainbiken

mitgenommen. Damals gab es gerade mal

die ersten einfachen Bikes zu kaufen und

auf diesen ungefederten Rädern sind wir

die steilen, verblockten Trails heruntergeknüppelt.

Nach der Tour habe ich gesagt:

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki, °Bild: Kurt Resch

33


34 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild links oben und rechts: Andreas Sawitzki °Übrige Bilder: Kurt Resch

©pedaliéro #01/10


„Ihr seid doch verrückt, das ist kein Sport

für mich!“

Drei Wochen später kauft Kurt sein erstes

MTB, Modell Ganna. Das war Ende der

80er-Jahre, seitdem ist er befallen vom

Mountainbikevirus.

„Mein erstes Bike war ziemlich schwer,

wahrscheinlich Vollguss, aus Eisen oder

Blei“, erzählt er augenzwinkernd. „Das bin

ich deshalb auch nicht lange gefahren, ich

habe mir recht bald ein Marin gekauft. Das

hat damals schon 1.400.000 Lire gekostet.

Mein Nachbar hat mich mal gefragt, was

das Rad gekostet hat. Ich habe mich nicht

getraut, ihm den richtigen Preis zu nennen,

deshalb habe ich ihm gesagt, dass es nur die

Hälfte gekostet hat. Er hat mich trotzdem

für komplett verrückt erklärt. In dieses Bike

habe ich dann auch meine erste Federgabel

eingebaut, eine Manitou mit 15 Millimeter

Federweg. Wenn es kalt war, hat sie zwar

nicht mehr gefedert, trotzdem bin ich einige

Rennen damit gefahren.“

Ist es erst nur Leidenschaft, bestimmt das

MTB bald auch den beruflichen Alltag von

Kurt. Seit zwei Generationen ist sein Hotel,

der Steineggerhof in Steinegg, in Familienbesitz.

Schon früh hatte er die Idee, speziell

Mountainbiker in die schöne Gegend zu

holen, und schaltete bereits 1993 seine erste

Anzeige in einem großen Mountainbikemagazin.

„Leider hatten wir darauf null Resonanz. Es

ist kein Mensch gekommen“, erzählt er uns

während einer Rast an einem wundervollen

Aussichtspunkt. „Aber wir haben nicht aufgegeben

und es ein Jahr später noch einmal

probiert. Plötzlich kamen die ersten Bikegäste.

Jahr für Jahr wurde es dann besser,

wir konnten die Anzahl der Mountainbiker

von einer Saison auf die andere in etwa

verdoppeln. Im Moment haben wir knapp

1000 Personen pro Jahr, die mit auf Biketour

gehen!“

Das Örtchen Steinegg hat mit Skitourismus

wenig am Hut, dafür beginnt hier die

Bikesaison bereits an Ostern. Aufgrund der

guten Wetterlage kann bis Allerheiligen Anfang

November in der Region Mountainbike

gefahren werden. Was liegt da näher,

als immer neue Angebote für Biker auf die

Beine zu stellen. Kurt führt das Bikehotel

Steineggerhof mit seiner Frau Sonja.

Sie haben drei Kinder: Natalie, Lisa und

Tom. Der Steineggerhof ist Mitglied in

der Angebotsgruppe Mountainbike Südtirol

und Mountainbike Holidays. Kurt ist

ausgebildeter Guide, ihm zur Seite stehen

die Bikeguides Dieter und Peter, die er

beschäftigt hat. Im Hotel Steineggerhof ist

alles perfekt auf MTB-Bedürfnisse abgestimmt,

das fängt bei einem imposanten,

gediegenen Bikekeller mit Werkbank und

Werkzeugen an, geht über Infomaterial und

GPS-Angebote für die perfekte Tour und

hört bei Schwimmbad und Wellnessbereich

für die geschundenen Leiber nach der Tour

noch lange nicht auf. Ein Fitnessraum ermöglicht

Ergänzungstraining und täglich

starten Touren vom Steineggerhof, selbst-

©pedaliéro #01/10 35


Kurt: Koch und Biker

in Personalunion! Das Team vom Steineggerhof

36 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild links oben: Andreas Sawitzki °Übrige Bilder: Kurt Resch

verständlich geführt von Kurt oder einem

seiner Guides. Es gibt kaum jemanden, der

sich so gut in den Bergen rund um Steinegg

auskennt wie die Bikecrew rund um Kurt

Resch.

„Wir suchen ständig neue Trails. Mein Guide

Dieter zum Beispiel ist da sehr engagiert,

er fährt viel und probiert viele Wege

aus. Manchmal, besonders wenn der erste

Schnee gefallen ist, kann man auch aus der

Ferne auf einem Berg Trails entdecken,

die man noch nicht kennt.“ Kurt zeigt mit

ausgestrecktem Arm auf einen Hügel in

der Nähe und deutet auf einen Weg. „So

vergrößern wir ständig unser Wegenetzt,

um den Gästen immer neue Trails zeigen

zu können. Schließlich sollen sie ja immer

wiederkommen und Neues vorfinden!“

Angesprochen werden in erster Linie Gäste,

die konditionell gut trainiert sind. Es gibt

keine Tour unter 1000 Höhenmeter, das

Gelände gibt das nicht her, denn Shuttlen

ist nicht ohne Weiteres möglich. Die

meisten Gäste suchen allerdings nach genau

dieser Herausforderung und sie bekommen

einiges geboten.

„Wir haben zum Beispiel eine Tour, die geht

von 2300 auf 300 Höhenmeter runter,

1600 Höhenmeter auf Singletrails, aber

schon sehr anspruchsvoll, auf sehr hohem

Level. Und das muss man natürlich auch

erst einmal hochkurbeln. Da hilft es niemandem,

wenn Biker dabei sind, die nach

200 Höhenmeter schlappmachen. Deshalb

©pedaliéro #01/10


kommunizieren wir das auch, dass hier

ein bisschen Ausdauer gefragt ist.“

Neben seinem Job als Bikeguide sorgt Kurt

als Hotelchef auch dafür, dass es seinen

Gästen an nichts mangelt. Dazu stellt er sich

jeden Abend in die Hotelküche – denn Kurt

ist auch gelernter Koch. „Vor einigen Jahren

stand ich noch täglich in der Küche, habe bis

spät in die Nacht hinein für den nächsten

Tag vorgekocht. Das wurde mir dann doch

zu viel, mittlerweile habe ich in der Küche

einen Koch eingestellt. Abends helfe ich in

der Küche aber immer noch mit“, schildert

Kurt seinen Tagesablauf. „Mir macht das viel

Freude! Und trotzdem kann ich nicht den

ganzen Tag in der Küche sein, das geht einfach

nicht. Ich bin ein Naturmensch, muss

mich draußen bewegen und versuche zwischen

beidem eine gute Balance zu finden!“

Zum Glück für die bikebegeisterten Gäste

– müssten sie ansonsten doch auf einem

angenehmen und versierten Tourguide verzichten.

Wir nähern uns langsam dem Ende

unserer Runde, Steinegg ist schon in Sicht,

nur noch wenige Meter bis zurück zum Hotel.

Wir freuen uns auf ein entspannendes

Bad im Whirlpool und auch auf ein erstklassiges

Menü im Restaurant – natürlich zubereitet

vom Chef persönlich. Und insgeheim

sind wir selbstverständlich sehr froh darüber,

heute kein Teil von Kurts umfangreicher

Sturzbildersammlung geworden zu sein.

„Aber morgen ist ja auch noch ein Tag!“,

ruft uns Kurt grinsend zu und schwenkt dabei

seine Kamera.

Nur einen Kilometer entfernt vom kleinen

Bergdörfchen Steinegg liegt das Hotel Steineggerhof

auf gut 900 Höhenmetern. Hier wohnt man in

sehr ruhiger Lage am Waldrand und genießt einen

herrlichen Panoramablick auf die Dolomitenfelsen

Schlern und Rosengarten.

Das Hotel wurde 1971 als kleine Pension eröffnet und

in den folgenden Jahren mehrmals umgebaut und

modernisiert. 65 Betten stehen im Steineggerhof für

die Gäste bereit, die nicht nur rustikales Ambiente

vorfinden, sondern auch modernste Ausstattung inklusive

Internetpoint und W-Lan in der Bar.

Für Wasserratten gibt es ein großzügiges Schwimmbad,

Entspannungssuchende finden im Whirlpool

uund auf der Liegewiese vor dem Hallenbad ihr perfektes

Plätzchen. Zwei Saunen stehen darüber hinaus

den Gästen zur Verfügung, eine Dampfsauna sowie

eine Finnische Sauna.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Bedürfnisse

der Mountainbiker gelegt. Chef Kurt und seine

Bikeguides Dieter, Peter und Gerhard sind echte

Unser Hoteltipp Hotel Steineggerhof

Vollblutbiker und zeigen versteckte Singletrails, urige

Almhütten und wunderschöne Aussichtspunkte. 5

geführte Mountainbiketouren in zwei Leistungsgruppen

starten pro Woche vom Hotel, das eigenes Biketaxi

mit Anhänger erweitert den Aktionsradius der

Biker. Als Leihbikes kommen aktuelle Modelle der

Top-Marke Ghost zum Einsatz, an einem Waschplatz

können die Bikes gereinigt werden. Ein Bikeraum

mit Werkstattecke, gängigen Ersatzteilen, Werkbank,

Luftkompressor, Schmiermitteln, Ffedergabelpumpe

und Spezialwerkzeug stehen ebenso zur Verfügung

wie ein Wäscheservice und Sportlerkost. Bikekurse

aber auch Fotokurse runden das Bild ab. Und per

Garmin GPS-Geräten können eigene Touren geplant

werden – kurz es fehlt an absolut nichts für einen

perfekten MTB-Urlaub!

Hotel Steineggerhof

39053 Steinegg, Südtirol, Italien

Oberdorf 128

Tel.: +39 0471 376 573

Fax: +39 0471 376 661

info@steineggerhof.com

www.steineggerhof.com

©pedaliéro #01/10 37


Soulriding Mountainbiken für die Seele

38 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Knopp

©pedaliéro #01/10


Oben angekommen halte ich an und setze

meinen Helm ab. Ein warmer Wind bläst mir

ins Gesicht, kleine weiße Wolken wandern

ohne Eile über den türkisblauen Himmel. Ich

drehe mich um und schaue den Weg zurück.

Ein Stück hinter mir kommt mein Mitstreiter

Marco den Weg hochgeradelt. „Wo bleibst du

denn? Ständig muss man auf dich warten!“,

ruft er schnaufend und grinst über beide

Ohren. ‚Komiker!‘, denke ich und muss auch

grinsen. Schließlich warte ich hier auf ihn.

Aber das ist egal, wir machen schließlich kein

Wettrennen.

Das Mountainbike ist ein geniales Gerät.

Gerade in diesem Moment stelle ich es wieder

fest. Marco ist weder Mountainbiker noch besonders

gut trainiert, und trotzdem können

wir heute diese Tour zusammen unternehmen.

Denn wer Rad fahren kann, der kann

auch Mountainbike fahren. Fehlt anfangs

noch die Technik, um schwierigere Passagen

zu meistern, bewegt man sich eben auf planen

Schotter- oder Waldwegen, die es in den

Bergen zuhauf gibt. Um den Aktionsradius zu

vergrößern, können kraftzehrende Aufstiege

mit der Bergbahn bewältigt werden, dem Naturerlebnis

tut das keinen Abbruch.

Marco fährt direkt neben mir, als wir uns

wieder in Richtung Tal aufmachen. Soulriding

in den Bergen lässt sich hier in den

Dolomiten perfekterweise mit Sightseeing

verbinden. Und so rollen wir geradewegs auf

das kleine Örtchen Deutschnofen zu, auf

der Hochfläche des Regglberges. Über 250

Bauernhöfe gibt es im Umkreis noch, die

Landwirtschaft hat nach wie vor eine große

Bedeutung. Leise surren unsere Stollenreifen,

als wir den Ortskern erreichen, der Turm

der Pfarrkirche zu den Heiligen Ulrich und

Wolfgang wirft einen langen Schatten auf den

Dorfplatz. 500 Jahre ist die spätgotische Kirche

alt, 1793 zerstörte ein Blitzschlag den oberen

Teil des Turmes, der daraufhin einen achteckigen

Tambour mit Haube bekam. Wir schließen

unsere Räder am Dorfplatz an und steigen ein

paar Stufen zur Kirche hinab. Auf der Rückseite

des Gotteshauses liegt der Friedhof mit

liebevoll gestalteten Grabstätten. Unser Blick

gleitet über die Gräber bis ins Tal, über den

Wäldern hängt ein leichter Dunstschleier, die

Aussicht ist phänomenal.

Als wir wieder zu unseren Rädern gehen, entdecken

wir auf der anderen Seite des Dorfplatzes

eine kleine Bar, die zum Hotel Stern

gehört. Eine Mischung aus Wiener Kaffeehauscharme

und Trattoria empfängt uns im

Inneren, dunkle Möbel und einladendes Flair,

der ideale Ort für eine kurze Rast.

„Unsere Familie führt das Hotel schon seit

1936“, erklärt uns Paul, als er uns einen Latte

macchiato herüberreicht. Pauls Familie gehört

das Hotel Stern und er steht selbst täglich hinter

dem Tresen. Vielleicht ist das ein Grund

dafür, dass er so jugendlich ausschaut, vielleicht

ist es aber auch das frühe Aufstehen, denn

bereits um sieben Uhr morgens kommen die

©pedaliéro #01/10 39


ersten Gäste. „Die lesen dann hier ihre Zeitung oder

trinken einen Kaffee, bevor sie zur Arbeit fahren, das

ist unser Morgenritual.“ Espresso ist das bevorzugte

Getränk der Arbeiter, wenn dann am Vormittag die

Mütter mit ihren Kindern kommen, sind Cappuccino

oder heiße Schokolade gefragt. „Die Grundmauern

des Hotels sind mindestens aus dem 16ten Jahrhundert,

wahrscheinlich aber noch älter. So genau weiß

man das nicht“, erzählt uns Paul. „In den 30er-Jahren

hat es mein Großvater übernommen und danach

Stück für Stück umgebaut.“ Mit dem alten Gemäuer

von damals hat das Hotel Stern heute nur noch besagte

Grundmauern gemein, im Inneren sind moderne

Zeiten eingezogen. Hallenbad und ein moderner

Wellnessbereich gehören zum Inventar, die Zimmer

sind gemütlich eingerichtet. Aber auch die Tradition

kommt im Hotel Stern nicht zu kurz. Im Restaurant,

der Regglstube und dem Ungarischen Zimmer, prägt

rustikales Interieur das Erscheinungsbild, passend zum

historischen Bild des Ortes.

Unser Latte macchiato ist längst leer, als wir Paul und

die Bar wieder verlassen. Als wir losrollen, kommen

wir am Brunnen vorbei, von dem Paul nur wenige Minuten

zuvor sprach. „Ein Vinschgauer Künstler hat ihn

vor rund zehn Jahren entworfen. Im Zuge der Neugestaltung

des Dorfplatzes wurde er hier aufgestellt.“

Wir sehen die vier Frauen, die Wasser sprudeln lassen,

jede von ihnen symbolisiert eine der vier Jahreszeiten,

Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Um die Zeit mit Soulriding zu verbringen, ist der

Sommer ideal. Die Temperaturen sind angenehm, die

Natur zeigt sich in voller Pracht, der Alltag ist meilenweit

entfernt. Wer vermisst es schon, getrieben zu

werden? Beim Soulriding heißt die Devise: Einfach

genießen und sich treiben lassen!

40 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Knopp

Das Hotel Stern ist ein alteingesessener Familienbetrieb

mit Tradition, direkt im Zentrum

von Deutschnofen, am Dorfplatz. Das Haus

verfügt über 30 gemütlich eingerichtete Zimmer,

Hallenbad, Sauna und Solarium. Jedes

Zimmer ist mit Bad oder Dusche, Safe, Sat-TV

und Telefonanschluss ausgestattet. Den eigenen

Balkon mit Ausblick über Deutschnofen und

die Umgebung gibt es in fast allen Zimmern.

Zwei Appartementhäuser komplettieren das

Angebot, eines befindet sich in unmittelbarer

Nähe des Gasthofes, das andere liegt rund einen

Kilometer vom Ortszentrum entfernt mitten

im Grünen.

Jedes Appartement verfügt über ein Schlafzimmer,

eine voll eingerichtete Küche, ein Badezimmer,

ein Wohnzimmer (TV vorhanden) und

Balkon. Im Wohnzimmer befindet sich eine

ausziehbare Couch. Das Schwimmbad im Hotel

Unser Hoteltipp Gasthof Hotel Stern

Stern kann bei Unterbringung in den Apartmenthäusern

ebenso genutzt werden wie das

Restaurant mit Südtiroler Küche.

Lasagne, Knödelsuppe, Lachs, Tiroler Geröstl,

Tiramisu und Apfelstrudel – das Angebot in der

gemütlichen handbemalten Regglstube und dem

Ungarischen Zimmer ist groß und bieten einen

Querschnitt durch das Genussland Südtirol.

Besonderes Augenmerk wird auf die Verwendung

von saisonalen und lokal wachsenden Produkten

gelegt, um die Region zu fördern und

nur erstklassige Produkte anbieten zu können.

Gasthof Hotel Stern

Dorf 18, 39050 Deutschnofen

Südtirol, Italien

Tel.: +39 0471 616 518

Fax: +39 0471 616 766

email: info@hotel-stern.it

www.hotel-stern.it

©pedaliéro #01/10


Tourismusverein Welschnofen-Karersee

I-39056 Welschnofen | Karerseestraße 21

Tel. +39 0471 61 31 26 | Fax +39 0471 61 33 60

info@welschnofen.com | www.welschnofen.com

Die Dolomiten erleben & genießen

TOP

SKIGEBIET 2010

AUFSTEIGER

Welschnofen - Karersee

Skiarea Carezza-Karersee

I-39056 Karersee | Karerseestraße 195

Tel. +39 0471 61 25 27 | Fax +39 0471 61 86 84

info@carezza.it | www.carezza.it


Werkspionage! Rumgeschnüffelt bei Rewel

„Verflixt, ist dieser Weg verblockt“, fluche ich. Ein Tiroler Grauvieh

lässt von seinem Löwenzahn ab und schaut neugierig zu mir herüber.

Zur Linken die ansteigende Weide, geradeaus das malerische Örtchen

Deutschnofen, zur Rechten geht‘s steil hinab. Dann endet der schmale

Pfad und die Kuh muht ihren Kollegen etwas zu. Vermutlich, dass es

gleich spannend wird, denn nun glotzen auch die übrigen Rindviecher

in meine Richtung. Derart ins Interesse des wiederkäuenden Publikums

geraten, werde ich nervös, mein Tritt unsicher. Ich gleite in einem Kuhfladen

aus, gerate ins Straucheln, und ehe ich mich versehe, purzle ich

Hals über Kopf den Abhang hinab.

42

©pedaliéro #01/10


Unten angekommen will ich mich gerade

aufrappeln, als der Schatten eines mächtigen

Hundeschädels auf mich fällt. Unschlüssig hechelnd

steht er über mir und benetzt mich mit

seinem Speichel. „Hoast wos gfundn, Rolfi?

Brings her!“, ertönt ein naher Ruf. Ehe ich

protestieren kann, packt Rolfi mich am Kragen,

schleift mich durch ein Gebüsch und lädt

mich vor den Füßen seines Menschen ab. „Da

bist du ja endlich“, sagt dieser erfreut und hilft

mir hoch. „Willkommen bei Rewel. Ich bin der

Martin Santa. Komm, ich zeige dir meinen

Hof und meine Werkstatt.“

Neben der Landwirtschaft, die er in den Morgen-

und Abendstunden erledigt, baut Martin

auf dem pittoresken, väterlichen Berghof seit

22 Jahren feinste Mountainbike-, Rennrad-

und Trekking-Rahmen. In Handarbeit. Seit

zwölf Jahren ausschließlich aus dem edelsten

aller Werkstoffe: Titan. Rewel ist ein Familienbetrieb.

Vertrieb und Marketing erledigen

Bruder Leo und dessen Lebensgefährtin

Angelika. In der Werkstatt ist Martin der Chef,

unterstützt von Hubert, seinem Mechaniker.

„Früher, zu Stahlzeiten, war Italien groß im

Rahmenbau, aber dann kamen Aluminium

und Karbon, und alle gingen nach China“, erklärt

Martin. „Behaupten kann man sich heute

nur noch mit einem Nischenprodukt.“ Ein Titanrahmen

ist in der Herstellung so aufwendig,

dass es sich für die großen Firmen nicht lohnt.

Logisches Denken, tiefes Verständnis für die

Materie, die Besonderheiten des Werkstoffs

und vor allem Ruhe, lauteten Martins Erfolgsrezepte.

„Heute will jeder in möglichst kurzer

Zeit möglichst viel Geld machen, aber

©pedaliéro #01/10 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

43


das ist nicht mein Ding.“ Und genau das wissen

Rewel-Kunden zu schätzen. Martin nimmt

sich für sie alle Zeit, die nötig ist. Rewel-Rahmen

sind immer Maßanfertigungen, bei denen

jeder individuelle Wunsch Berücksichtigung

findet. Neben Geometrie, Zugverlegung, Steuerohrstandard

und Ausfallenden kann man bei

einem Rewel zum Beispiel auch aus verschiedenen

Rohrdurchmessern oder unterschiedlich

geformten Sitzstreben wählen, um so die Charakteristik

des Rahmens in Bezug auf Steifigkeit

und Komfort den persönlichen Wünschen

perfekt anzupassen. Bei der Fertigung scheut

Martin keine Mühen. Auf einer speziellen

Schleifmaschine werden seine Rahmenrohre

stufenlos außenkonifiziert, auf einer anderen

mittels Stoßverfahren an den Enden verdichtet.

Das Feinschliff-Finish und die aufgestrahlte

Rahmenbeschriftung wundern einen nun auch

nicht mehr. „Wer einen Titanrahmen bestellt,

bestellt etwas fürs Leben. Das Material ist nahezu

ermüdungsfrei“, erklärt mir Martin. „Ein

zehn Jahre alter Rewel-Rahmen wird heute immer

noch mit 700 bis 800 Euro gehandelt.“

Nach seinem Credo gefragt, antwortet Martin:

„Ich arbeite nachhaltig, langsam und mit

Liebe.“ Genau das spürt man, wenn man eines

seiner Kunstwerke in die Hand nimmt, es

streichelt, wendet und von allen Seiten begutachtet.

Schwer beeindruckt, aber mit der neu

gewonnenen Zuversicht, dass es doch noch

Wahres und Gutes auf dieser Welt gibt, verabschiede

ich mich von Martin. Rolfi begleitet

mich noch ein Stückchen den Hang hinauf,

bis ich wieder sicheres Geläuf unter den Füßen

habe.

44 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

©pedaliéro #01/10


Mr. Rewel Martin Santa

Online-Shop unter

shop.alexrims.eu

©pedaliéro #01/10 ^Text: XXXX °Bild: XXXX 45


Von Hexenmeistern und Wasserratten

Singletrail-Wochen im Hotel Erica!

„Bully ist Nichtschwimmer, nä-nä-nä,“ hänseln wir im Chor. Unser Fotograf musste

sich offenbaren, nachdem er sich geweigert hat, uns vom bauchtiefen ins brusttiefe

Wasser zu folgen. Wir sind auf Einladung von Mountainbike Südtirol im Wellness-

& Vitalhotel Erica untergebracht und lassen es uns im hauseigenen Spa gutgehen. Die

Schwitzgänge und Dampfbäder in der opulent ausstaffierten Saunalandschaft des Erica

und Bäder mit oder ohne Bläschen machen hungrig. Darum freuen wir uns bereits

auf das nahende Abendessen. Die Küche des 4-Sterne-S-Hauses ist für ihre kreativen

Kombinationen aus feiner, mediterraner Küche und herzhaften Südtiroler Spezialitäten

bekannt. Zum Essen sind wir mit Gerhard Krautwurst aka Krauti verabredet.

Krauti ist der Initiator von Mountainbike Südtirol – dem Verbund der Bike-Partnerhotels

im Eggental – Bikeguide, Mountainbike-Trainer und Chef von Krauti‘s Bike

Academy, die Fahrkurse und geführte Touren anbietet. Wir treffen ihn wenig später in

Begleitung von Norbert in der Lobby des Erica und werden sehr herzlich begrüßt.

46

©pedaliéro #01/10


Während des leckeren Dinners werden wir

von der warmen, offenen Art der beiden

alpenländischen Urgesteine schnell vereinnahmt

und lauschen alsbald gebannt ihren

Erzählungen über Südtiroler Eigenheiten, die

Dolomiten und natürlich die tollen Möglichkeiten,

die sich einem hier auf dem Mountainbike

bieten. Norbert ist unser Guide für

den kommenden Tag, der im Zeichen der

„Singletrail-Wochen“ steht. Singletrail-Touren

werden von den Mountainbike-Hotels auf

Nachfrage auch die ganze Saison über angeboten

und bezeichnen spezielle Touren abseits

des regulären Routennetzes, die nur die einheimischen

Guides kennen. „Dabei bewegen

wir uns zum Teil auch auf sehr technischen

Singletrails“, erklärt Krauti. „Gute Fahrtechnik

ist Voraussetzung, aber es gibt immer eine

Alternativroute auf breiten Wegen, auf der ihr

heikle Passagen umfahren und später wieder

auf die Gruppe stoßen könnt.“ Schon klar,

Südtiroler Vorurteile gegenüber Flachländern.

Natürlich wollen wir Singletrail und

nicht Forstautobahn fahren. Wir verabreden

uns mit Norbert für morgen früh, 9.30 Uhr.

Ein Shuttle, das zum Service der Bike-Partnerhotels

gehört, soll uns vom Erica abholen.

Als wir am nächsten Morgen etwas verspätet,

dafür aber nach Pool und ausdauerndem

Frühstück, auf den Vorplatz des Erica eilen,

ist das Shuttle bereits da. Die anderen Hotelgäste,

die an der Tour teilnehmen, haben

ihre Bikes längst auf dem Anhänger verstaut

und warten. Sie blicken uns an wie lerneifrige

Schüler den Sitzenbleiber, der jeden Morgen

zu spät kommt. Wir stolpern im Lauf über

©pedaliéro #01/10 ^Text: Falco Mille °Bild rechts unten: Marco Toniolo °Übrige Bilder: Michael Sawitzki-Rotermund

47


48 ^Text: Falco Mille °Bild rechts unten: Marco Toniolo °Bild mitte rechts und links: Kurt Resch °Bild oben: Marco Knopp

unsere Ausrüstung, stoßen beim Aufladen

gegen andere Bikes und rempeln mit unseren

Rucksäcken beim Einsteigen die Passagiere

an. Die Mountainbike-Presse! Nachdem wir

uns bei allen Wartenden ausdrücklich entschuldigt

haben, lockert sich die Verstimmung

aber schnell, und das Shuttle kurvt sich durch

aufreißende Wolken hinauf nach Obereggen,

wo unsere Tour, die Eggental-Umrundung,

beginnt.

Unsere Gruppe ist hoch motiviert und macht

auf den schnellen Trails ordentlich Tempo.

Zum smaragdgrünen Karersee schlängelt sich

der Weg durch tiefe, alte Wälder. Von Zeit

zu Zeit tauchen die mächtigen, zerklüfteten

Kämme von Latemar und Rosengarten über

uns auf. Eindrucksvolle Naturkulissen haben

die Menschen schon immer zu Mythen und

Märchen angeregt, und so werden wir auf der

Tour zu Zauberlehrlingen. Guide Norbert

erzählt uns, woher der Karersee seine einmalige

Färbung hat: Der alte Hexenmeister vom

Masare beobachtete eines Tages eine holde

Nixe, die im See badete und mit glockenklarer

Stimme dazu sang. Sofort verliebte sich der

alte Sack in das junge Ding. Sich seines geringen

Marktwertes aber durchaus bewusst, holte

er sich bei der Hexe Langberger Rat, die als

Instanz in Partnerfragen galt. Diese riet ihm,

sich als Juwelenhändler zu verkleiden und das

Fräulein mit Pracht und Glitzer zu beeindrucken,

was ja bekanntlich geeignet ist, weibliche

Skrupel bezüglich des Generation-Gaps

zu minimieren. Gesagt, getan. Als schmucker

Juwelenhändler verkleidet, kam er zurück und

spannte für die Nixe einen Regenbogen über

©pedaliéro #01/10


den See, an dessen Enden er Edelsteine ausstreute.

Die Nixe aber erkannte den hässlichen

Knacker unter der Maskerade, lachte ihn aus

und verschwand für immer in den Fluten. Da

der Hexenmeister, wie unser Fotograf, Nichtschwimmer

war, konnte er ihr nicht folgen.

Enttäuscht und wütend nahm dieser den Regenbogen,

zerbrach ihn und schmiss ihn samt

der Edelsteine in die Fluten. Seitdem pilgern

Touristen in Scharen an den Karersee, um

seine einmalige Farbe zu bewundern. „Hätte

er mal lieber ein paar Tricks auf dem Mountainbike

gemacht“, wirft Ange, unser Chefredakteur,

ein. „Dann wäre das nicht passiert.“

Die Tour führt uns unterhalb des Rosengartens

weiter durch den urigen Wald. Wir

kommen zur Wolfsgrube, in der der letzte

Wolf der Gegend sein Ende fand. Zu

Geschichten über Zwergenkönig Laurins

Zauberreich geht es im großen Bogen auf die

Nordseite des Eggentals. Erholsame Passagen

wechseln sich mit teils kniffligen Abfahrten

ab, aber wir bleiben hart und lehnen die

Chickenways selbstverständlich ab. Nach

dem Mittagessen auf einem Berggasthof kurz

vor Bozen rollen wir hinunter in die Stadt,

von wo aus uns die Seilbahn in fünf Minuten

wieder 843 Meter in die Höhe bringt,

hinauf auf den Kohlern. Der letzte Abschnitt

Richtung Deutschnofen ist herrlich

trail-lastig und geht hauptsächlich bergab.

Wir freuen uns auf das Abendessen, Sauna

und Schwimmbad im Erica und schmieden

heimlich den schelmischen Plan, unseren

Fotografen Bully mit einer Geschichte über

eine holde Nixe ins tiefe Wasser zu locken.

Im schönen Bergdorf Deutschnofen liegt das Wellness-

und Vitalhotel Erica. Ein großartiges Urlaubsdomizil

inmitten von saftigen, grünen Wiesen und

stillen Wäldern auf einem Hochplateau hoch über

Bozen. In dieser einzigartigen Naturlandschaft erlebt

man Südtiroler Gastfreundschaft und den besonderen

Charme der mediterranen Lebensart.

Entspannung pur erleben Gäste in der Wellnessund

Vitaloase, mit sechs verschiedenen Saunen und

Kneippbecken sowie großzügigem Schwimmbad mit

Außenfreibad. Ein Fitnessraum mit modernsten

Cardiogeräten, ausgestattet mit Touchscreen und

Fernseher, bietet alles, was man zu einem ausgewogenen

Training benötigt.

Wer lieber draußen Sport treibt kann beim Wandern,

Nordic Walking oder mit dem Mountainbike die

Landschaft genießen, rund um das Hotel erstreckt

sich ein weites Netz an Wanderwegen und Mountainbike-Strecken.

Frische, regionale Zutaten und die Kreativität des

Küchenteams lassen den Urlaub im Eggental auch ge-

Unser Hoteltipp Hotel Erica

schmacklich zu einem unvergesslichen kulinarischen

Erlebnis werden. Die faszinierende Kombination aus

feiner, mediterraner Küche und herzhaften Südtiroler

Spezialitäten macht den besonderen Reiz der Küche

aus. Vielfältige Auswahlmöglichkeiten – immer

vollwertig und leicht – sorgen dafür, dass für jeden

Geschmack das Richtige dabei ist. Und nicht nur

Vegetarier kommen im Hotel Erica auf ihre Kosten.

In einer Zeit, in der immer mehr Menschen an Zöliakie

leiden, bietet das Wellness- & Vitalhotel Erica

sogar glutenfreie Speisen an. Vom Frühstück bis zum

Abendessen werden köstliche Speisen angeboten, damit

Betroffene einen stress- und glutenfreien Urlaub

genießen können!

Wellness- und Vitalhotel Erica

4-Sterne-Superior-Hotel

Hauptstraße 17

39050 Deutschnofen, Südtirol, Italien

Tel.:+39 0471 616517

www.erica.it

info@erica.it

©pedaliéro #01/10 49


Ja, mir san mit‘m Tandem da!

Anno domini 2005, tja, lang ist es her,

eigentlich wollten wir woanders hin, aber

zum Glück war dort alles voll! Wir riefen

spontan beim Steineggerhof an und bekamen

das letzte Zimmer. Was nun wirklich

nichts über den Zustand der Räumlichkeiten

sagen soll, sondern nur, dass wir

das einzig verbliebene Zimmer ergattern

konnten.

Schon bei unserer Ankunft fühlten wir uns

gleich wie zu Hause. Koffer aufs Zimmer,

ausgepackt, Bike abgeladen und Richtung

Fahrradraum marschiert. Und da war er,

„the first contact“. Da schlappte so ein

schmales Bürschle mit Birkenstock und

Kochklamotten über den Hof zur Rabatte,

pflückte Blumen und schaute uns etwas

misstrauisch an. Woran lag es? An unseren

50

^Text: Michelle Zorn und Frank Holl °Bild: Kurt Resch

Klamotten? Oder etwa am Bike? Aber was

ist so komisch an einem Tandem?

Und so sprach der Koch uns an: „Wollt´s

ihr die Touren mit dem Radl mitfahren?“

Für uns war es eh klar, und so antworteten

wir: „Aber sicher, und zwar net so langweilige

Forstwegrunden, sondern scho gscheite

Trails!“

Der Koch stellte sich als Kurt Resch vor,

Tourguide, Koch und Cheffe des Steineggerhofs.

Tags drauf ging es dann los, erst

mal ein paar Höhenmeter auf der Straße

machen, zum Warmwerden. Dann direkt

Richtung Sternwarte zum Abchecken, was

können denn die Biker. Und vor allem die

mit dem Tandem. Schmale Forstwege, die

immer schmaler wurden, bis auf Hand-

tuchbreite, dienten als Teststrecke. Und

abends stand dann fest, bergauf sind die

mit dem Tandem zwar a bisserl langsam,

aber bergab sind sie voll dabei.

Also fuhren wir am nächsten Tag erst einmal

bergauf mit der Cappuccino-Truppe,

mittags dann Treffpunkt auf der Hütte mit

der anderen Gruppe, dann hieß es auf in

die Trails. Als Erstes nahmen wir uns den

„Einser“ vor, einen super Wurzeltrail. Das

Grinsen auf Kurts und unseren Gesichtern

wurde immer größer! Gegen 16.30 Uhr

musste Kurt dran erinnert werden, dass

wir abends noch gern was zum Essen hätten

und er vielleicht noch was kochen sollte ...

Der wollt nämlich gar nimmer heim, und

an seiner netten Frau Sonja lag des bestimmt

net!

©pedaliéro #01/10


So fing es also an vor fünf Jahren, und

seitdem sind wir bestimmt einmal pro Jahr

dort. Im Frühjahr gibt es manchmal sogar

noch Schnee und geile Tiefschneeabfahrten

und weiter unten wieder flowige Trails. Im

Sommer geht es dann mehr nach oben,

um der Hitze zu entfliehen. Entweder direkt

vom Hotel weg oder erst einmal Bike

aufladen und 600 Höhenmeter shuttlen.

In Richtung Karersee, Rosengarten, ins

Labyrinth oder zur Schwiegermutter. Wer es

nicht so mit den schmalen Pfaden hat, der

fährt halt die Umgehung mit der Cappuccino-Truppe.

Aber das Tolle ist, mittags gibt

es immer einen gemeinsamen Treffpunkt.

Abends ist man wieder am Hotel. Aber Hotel

ist das falsche Wort, „Daheim“ beschreibt

das Feeling einfach besser! Und seit Kurt

©pedaliéro #01/10

seine Wellnessoase gebaut hat, hat man gar

keine Freizeit mehr bis zum Essen. Ja, und

dann kommt die Belohnung für die ganzen

„Strapazen“! Kalorien haben wir ja alle

reichlich verbrannt. Ein oberleckeres 4-

Gänge-Menue mit tollem Vino oder natürlich

mit einem oder mehreren isotonischen

Hefeweizen. Eigentlich sollte man jetzt den

Bauch ins Bett tragen. Aber da war doch

noch was! Die Guides haben den ganzen Tag

wie wilde Hummeln Bilder gemacht! Klar

muss man den Tag noch schnell mit den

anderen Bergradlern Revue passieren lassen

und in der Stube die Diaschau ansehen.

Super, was man da alles zu sehen kriegt!

Auch was in der anderen Truppe so los war.

Natürlich wird den Stürzen immer größter

Respekt gezollt. Wie hat Kurt mal gesagt?

„Wenn du siehst, dass einer vor seinem Radl

flüchtet, kannst eh nimmer helfen. Dann

lieber mit dem Finger auf dem Auslöser

bleiben und spektakuläre Bilder machen!“

Ja, wir waren auch schon die Kiefernschonung

näher betrachten ... Eigentlich sollte

man glauben, man wäre nach der Zeit schon

alles gefahren. Aber es gibt immer wieder

etwas Neues. Die 42-Spitzkehrentour zum

Beispiel, oder man verlässt den Heimatbuckel

ganz und rutscht mal nach Bozen rüber

auf‘s Rittner Horn! Fantastico! Da sind die

Steinegger Guides halt erfinderisch! Eines

ist klar: Wir kommen wieder! Auch wenn

es heißt: Jetzt san die scho wieder mit‘m

Tandem da!

Herzliche Grüße,

Michelle Zorn und Frank Holl!

51


Der Matzhof Urlaub auf dem Biker-Bauernhof in den Dolomiten

52 ^Text: Marco Knopp °Bild: atzhof

„Achtung!“

Das war knapp. Fast hätte er mich umgefahren. „Oh

sorry, hab dich gar nicht gesehen“, entschuldige ich

mich hastig. „Ist ja nix passiert“, antwortet mir Krauti

lächelnd. „Aber du musst schon ein bisschen aufpassen,

wo du hinläufst.“

©pedaliéro #01/10


Meine Verwunderung steht mir ins Gesicht

geschrieben, schließlich bin ich nur aus der

Haustür des Matzhofs getreten und stehe nun

im Garten. „Schau mal nach unten, mein

Lieber“, fordert mich Gerhard Krautwurst,

der überall nur Krauti genannt wird, auf. Erst

jetzt merke ich, dass in den kleinen Hang,

auf dem ich stehe, diverse Spitzkehren, kleine

Stufen und Hindernisse eingebaut sind. „Du

stehst direkt auf dem Übungsgelände meiner

Bike Academy!“, erklärt Krauti und nickt

dabei stolz.

Der Matzhof ist Ausgangspunkt zahlreicher

Biketouren, die „Krauti‘s Bike Academy“

anbietet. Was lag also näher, als einen Trainingsparcours

direkt hier am Haus anzulegen,

um Bikeschüler auf die Schwierigkeiten einer

Tour vorzubereiten? Egal ob blutiger Anfänger

oder geübter Mountainbiker, die professionellen

Guides von Krauti‘s Bike Academy

haben für jeden ein paar gute Tipps parat, um

entspannter und schneller durchs Gelände zu

bügeln.

Ob Gruppentraining oder Einzelunterricht

– von der Lenktechnik bis zum Spitzkehrenfahren

oder vom richtigen Bremsen bis zum

Überwinden von Hindernissen wird alles

geboten, was zur Sicherheit und zu mehr Spaß

am Mountainbiken beiträgt.

„Für unsere Gäste im Matzhof ist es natürlich

optimal. Die fallen aus der Haustür und stehen

direkt auf dem Übungskurs“, sagt Krauti.

„Der kleine Hügel hier ist perfekt, um die

Grundlagen der Fahrtechnik zu vermitteln.

Danach gilt es dann, das Erlernte auf einer

Tour im Gelände umzusetzen. Besonders die

Kleinsten sind sehr motiviert und abenteuerlustig.

Die wollen immer gleich ins Gelände

und sich austoben.“

Der 2008 komplett neu gebaute Matzhof

beherbergt insgesamt vier Ferienwohnungen

zwischen 53 und 60 Quadratmeter Wohnfläche.

Ideal für Menschen, die gern unabhängig

sind. Im Haus gibt es neben einer Sauna,

einem Kinderspielraum und einer Leseecke

auch einen komplett ausgestatteten Bikeraum.

„Bei dem Neubau wurde viel Wert darauf gelegt,

das Traditionelle mit dem Modernen zu

verbinden“, erzählt Krauti. „So wurde extra

die aus dem Jahre 1866 stammende, alte Bauernstube

originalgetreu in den neuen Hof eingebaut.“

Highlight besonders für die kleinen

Gäste sind aber die vielen Tiere, die sich auf

dem Matzhof tummeln. Ganz nah können sie

bei der Fütterung der Kühe, Schafe, Ziegen,

Hühner, Pferde und vieler anderer Tieren

dabei sein.

Zehn Minuten später scheucht mich Krauti

über den Übungsparcours. „Das kann doch

nicht wahr sein, und du nennst dich Mountainbiker?“,

schüttelt er ungläubig den Kopf.

„Ich komme aus Norddeutschland. Da ist

alles schön flach, ich bin die Höhenluft nicht

gewohnt“, versuche ich mich zu verteidigen.

„Komm nochmal hoch“, winkt Krauti mich zu

sich, „wir fangen nochmal ganz von vorn an.“

Und während ich prustend das Fahrrad wieder

an den Start schiebe, freue ich mich schon auf

die Fütterung der Ziegen am Abend.

Unser Hoteltipp Matzhof

Der Matzhof existiert bereits seit 1866. Der Ferienbauernhof

mitten in Welschnofen ist ein echtes

Urlaubserlebnis für seine Besucher. Das Ferienhaus

mit vier Ferienwohnungen wurde 2008 komplett

neu gebaut und bietet Entspannung für die Großen

(Sauna, Leseecke) und haufenweise Spaß für die

Kleinen (Spielzimmer, Streichelzoo, Spielplatz).

Die vier Apartments mit den schönen Namen

Kamille, Arnika, Salbei und Rosmarin sind alle

einladend und gemütlich eingerichtet und sogar

behindertengerecht. Sie sind ausgestattet mit

Wohnküche, Bad mit Dusche, WC und SAT-TV.

Jede Wohnung besitzt einen Balkon oder eine Terrasse

mit Blick auf den Gipfel des Latemar.

Der Matzhof liegt mitten im schönen Welschnofen.

Das knapp zweitausend Seelen zählende Örtchen

liegt unter den malerischen Gipfeln des Latemar-

Gebirges und ist ein echter Mountainbike-Tipp in

Südtirol.

Neben den geführten Touren, die mehrmals pro

Woche direkt vor der Haustür starten, wird dem bikenden

Gast jede Menge Service geboten. Die Liste

ist lang: Von Tourenkarten, hochwertigen Leih-

Mountainbikes, Wetterinfos, Tourenverpflegung bis

hin zum Waschplatz fürs Bike und einem abschließbarer

Fahrradraum wird dem Mountainbiker jeder

Wunsch erfüllt.

Matzhof

39056 Welschnofen, Südtirol, Italien

Karerseestraße 42

Telefon: +39 0471 613 070

Fax: +39 0471 614 375

info@matzhof.it

www.matzhof.it

Krauti‘s Bike Academy Rosengarten Latemar, Südtirol

39056 Welschnofen, Südtirol, Italien

Karerseestraße 40

Tel. +39-0471-613046

Fax +39-0471-614263

www.krauti.it

bike@krauti.it

©pedaliéro #01/10 53


Drei Gondeln, zwei Halunken und eine Handvoll Krebse

Auf Freeridetour mit Marcus Klausmann und Johannes Fischbach

54 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

©pedaliéro #01/10


Als ich die breite Treppe zum Hotel Diana

hinaufkomme, weht mir Gelächter durch die

offenen Fenster entgegen. Ich setze meine

schwere Fotoausrüstung ab und sehe mich

in der stilvollen, weitläufigen Hotellounge

um. Meine Zielpersonen sind schnell lokalisiert.

Immer dem Gegacker nach. Vor einem

Panoramafenster mit Blick auf den Latemar

lümmeln zwei Jungs in Freerideklamotten auf

breiten Sesseln und witzeln über mich. Marcus

Klausmann und Johannes Fischbach. Klausmann

ist zwölffacher Deutscher Meister in der

Disziplin Downhill und World-Cup-Sieger,

Fischbach einer der erfolgreichsten internationalen

4Crosser und Multitalent. „Willst du

den K2 besteigen?“, ruft Fischi mir zu. Ich

durchschreite die Lounge und rücke mir einen

Kuhfellhocker an ihren Tisch. „Wieso?“,

frage ich etwas außer Atem. „Na wegen deiner

Ausrüstung“, erwidert Marcus. „Wir wollen die

Drei-Gondel-Tour fahren und du schleppst

ein halbes Studio mit.“ „Das ist das Minimum,

was man braucht, damit ihr auf euren Bikes

einigermaßen gut ausseht“, kontere ich.

Auf dem Tisch liegen Karten ausgebreitet, die

verschiedene Strecken und Touren quer durch

Südtirol zeigen.

Normalerweise übernimmt Hotelchef Albrecht

als ausgebildeter Bikeguide selbst die Führung

der Freeridetour, doch heute haben sich die

beiden deutschen Top-Piloten Klausmann

und Fischbach im Diana eingefunden, um das

zu übernehmen. So steuert Albrecht heute

nur die Karten zu und gibt ein paar Tipps ab.

Gemeinsam schauen wir auf die Pläne, Fischi

nickt anerkennend. „Super Service hier. Kein

Flatterkram. Knick- und wasserfest.“ Er knickt

und dehnt die Karte exzessiv. „Spar dir deine

Kräfte“, sagt Marcus und schnappt sich seinen

Helm. Ich will endlich auf den Trail. Also,

Aufbruch, oder was?

Wir beladen meinen geliehenen Land Rover

Defender und fahren von Welschnofen das Eggental

hinunter nach Bozen. An der Talstation

der Ritten-Seilbahn treffen wir Ignaz, unseren

Guide. Mit einer omnibusgroßen Highspeed-

Luxusgondel geht es den Ritten hoch nach

Oberbozen, von dort mit den Bikes weiter hinauf

zum Ritten-Kreuz, mit herrlicher Aussicht

über Bozen und das Eisack Tal. Hier beginnt

der eigentliche Downhill. Anfangs ist die

Strecke flowig und wir fahren Train. Dann wird

es immer felsiger und technischer, bis wir uns

auf einem reinrassigen Rockbomber abwärts

arbeiten. Je mehr Ignaz und ich mit der Strecke

zu kämpfen haben, um so mehr blühen Fischi

und Klausi auf. Wir sind ihnen eindeutig zu

lahm, ich spüre ihren Atem im Rücken, aber

das macht mich auch nicht schneller. Darum

ändern die beiden ihre Strategie, bleiben

stehen, um Ignaz und mich voraustrialen zu

lassen. Nach ein paar Minuten kommen sie

dann von hinten angefahren, blasen an uns

vorbei und ehe sich der Staub verzieht, sind die

Halunken auch schon außer Sicht – bis wir sie

irgendwann, rumalbernd an einer Gabelung

stehend, wieder einholen. Ich kam mir noch

nie so langsam auf dem Bike vor und ändere

meine Taktik ebenfalls. An besonders fetten

Stellen stoppe ich, um die Jungs im Vorbeiflug

auf SD-Karte zu bannen. Ich denke nicht,

©pedaliéro #01/10 55


56 ^Text: Falco Mille °Bild links oben: Marco Knopp °Übrige Bilder: Falco Mille

dass sie mich dabei bemerkt haben. Nachdem

meine Kräfte von Felsgebolze bereits auf ihrem

Tiefpunkt angekommen sind, bei Klausi und

Frischi von Ermüdung keine Spur, tauchen

endlich die ersten Häuser und Höfe von Bozen

auf. Wir rollen gemütlich die Oswaldpromenade

oberhalb der historischen Altstadt entlang,

dringen in das Gassengewirr des Zentrums ein

und lassen uns von Ignaz zum Mittagessen ins

Excelsior führen, ein kleines Straßenrestaurant,

das unter Meeresfrüchteliebhabern als

Geheimtipp gilt. Ignaz hat nicht zu viel versprochen.

Die Portionen sind gewaltig und die

Qualität eins plus. Beim Essen entdecke ich Fischis

Geheimnis ungebrochener Power: Cola.

Der Mann ist Kettencoker, zieht eine Flasche

nach der nächsten weg. Klausi spielt derweil

bekannte Filmszenen mit seinen Krebsen

nach. Wir überlegen uns, welchen Berg wir als

nächstes in Angriff nehmen wollen. Kohlern

und Jenesien stehen noch an. Ignaz schlägt den

Jenesien vor, der jetzt gute Sonne für Fotos hat.

Gestärkt brechen wir auf und rollen durch die

charmante Bozener Altstadt zurück, im Visier

die nächste Seilbahn: Jenesien. Klausmann

und Fischbach sind in ihrem Element und

demonstrieren mir bis zum späten Nachmittag

eindrucksvoll meine technischen und konditionellen

Defizite. Kondition und Downhill

schließen sich entgegen weitläufiger Meinung

nämlich keinesfalls aus, sondern bedingen einander.

Offiziell konnte ich wenigstens meine

schwere Fotoausrüstung in die Waagschale werfen.

Insgeheim nehme ich mir vor, irgendwann

noch einmal in besserer Form hierher zu kommen,

um dieses Abfahrtsmekka in vollen Zügen

zu genießen.

©pedaliéro #01/10


„Mehr erleben und genießen!“

im Bike & Ski Hotel Diana

Und dies ist vollkommen ernst gemeint.

Denn Verwöhnen gehört im Hotel Diana

zum Prinzip. Wer die Latemartürme

hautnah erleben will, schwingt sich aufs

Mountainbike und düst los. Als Mitglied

der Mountainbikehotels Südtirol in Zusammenarbeit

mit Krauti‘s Bike Academy ist das

Diana idealer Ausgangspunkt für ein unvergessliches

Bikeerlebnis. Und dafür sorgt

der Chef höchstpersönlich: Albrecht ist

ausgebildeter Bikeguide, kennt die Gegend

rund um Welschnofen und liebt die Trails

entlang des bizarren Dolomitengebirges.

Jede Woche führt er Touren und steht auch

darüber hinaus immer mit Rat und Tat zur

Seite.

Wer alles gegeben hat, kann nach einer

anstrengenden Tour Körper und Geist im

Wellnessbereich Erholung verschaffen. Egal

ob finnische Sauna, Whirlpool, oder Massagen

– Entspannen und Wohlfühlen

heißt die Devise!

Am Abend steht dann ein weiterer Höhepunkt

an: In den natürlichen, gemütlichen

Speiseräumen werden kulinarische Erlebnisse

aus der hervorragenden Küche angeboten.

Sinnesverführung auf Südtirolerisch

– täglich denkt sich der Küchenchef neue

Köstlichkeiten aus und bereitet sie mit viel

Liebe zu.

Chillen. Trinken. Feiern. Relaxen. Reden.

Schmusen. Nichts denken müssen. Ein

Stockwerk tiefer in der Lounge findet der

Abend seinen perfekten Ausklang. Wer einmal

Platz genommen hat zum Entspannen

und Krafttanken für die nächste Tour, mag

nicht mehr aufstehen.

Unser Hoteltipp Hotel Diana

Nachdem die nächste Tour geplant ist und

die Tracks geladen sind, geht es zur verdienten

Ruh in die freundlichen Doppelzimmer.

Oder man legt sich in einem der

exklusiven Bio-Zimmer mit Holzböden,

Lehmputzen, Designerbädern zur Ruh und

genießt die großen Fensterflächen, die alle

nach Süden zeigen. Vom großen Balkon,

direkt aus den kuscheligen Betten oder sogar

aus der Whirlwanne in der König Laurin

Juniorsuite kann man nochmal den gigantischen

Blick auf die gespenstischen Latemartürme

im Mondlicht genießen.

Hotel Diana

Karerseestraße 94

39056 Welschnofen, Italien

Tel.: +39 0471 613 160

Fax.: +39 0471 614403

info@diana-hotel.it

www.diana-hotel.it

©pedaliéro #01/10 ^Text: Falco Mille °Bild: Marco Knopp

57


Cooking & Biking

In Südtirol geben sich Kochschürze und Biketrikot die Hand!

Wenn es etwas gibt, wofür die Südtiroler noch bekannter sind als

für ihre sensationellen Mountainbiketrails, dann ist es ihre Küche.

Wenn Italien auf Deutschland trifft, ist das nicht nur beim Fußball

ein absoluter Leckerbissen, auch der Gaumen kann sich auf ein

regelrechtes Spektakel freuen.

58

Ob Speckknödelsuppe, Käsenocken, Pressknödel,

Schüttelbrot, Tirtlen oder Apfelkiechl

– die Nähe zu den nördlichen Nachbarn ist

in dieser Region Italiens unverkennbar und

schafft kreative und traditionelle Gerichte.

Eine besondere Leichtigkeit umweht die Südtiroler

Küche. Zwar nimmt man meist vier

Gängen zu sich, doch immer sind die Speisen

gut verdaulich und nicht zu schwer. Die perfekte

Ernährung also für Biker nach einem

anstrengenden Tagestrip!

Da liegt es nicht fern, die beiden Komponenten

Kochen und Radfahren miteinander zu

kombinieren! Wirft man diese beiden Leidenschaften

zusammen in einen Mixer und stellt

diesen auf Pürieren, so erhält man eine köstliche

Masse namens „Cooking & Biking“.

Kurt Resch, einer der beiden Initiatoren

dieses Projektes, erklärt: „Wer den ganzen Tag

in die Pedale tritt und seinen Rad über Stock

und über Stein durch die Dolomiten bewegt,

der braucht natürlich etwas Vernünftiges zu

essen. Doch wer Rad fahren kann, kann auch

kochen. Aus diesem Grund haben wir die Biker

an den Kochtopf gebracht!“ Kurt und sein

Partner Gerhard „Krauti“ Krautwurst wissen,

wovon sie reden. Beide sind nicht nur gelernte

Köche, sondern auch Bikeguides. „Natürlich

wollen wir den Mountainbikern die tolle

Landschaft und jede Menge geile Trails zeigen“,

erklärt Gerhard Krautwurst, „aber wir

möchten auch, dass sie etwas lernen und mit

nach Hause nehmen. Deshalb veranstalten wir

©pedaliéro #01/10


nach unseren geführten

Touren die Kochkurse.“

Im Vordergrund steht die traditionelle, aber

auch die moderne Südtiroler Küche, in all

ihren Facetten. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen,

dass die Biker die regionale Küche

kennenlernen“, erzählt „Krauti“ weiter. „So

kann man seine Urlaubserlebnisse konservieren

und zu Hause hin und wieder ein kleines

Stück Südtirol auftischen.“

Gute Laune ist die wichtigste Zutat für einen

tollen Abend in der Küche. Bei Kurt und

Krauti wird nicht nur geschuftet, sondern

auch viel gelacht. Spaß ist für die Biker der

beste Motivator, so werden spielerisch die

tollsten Gerichte gezaubert.

„Wenn nach dem selbst gekochten Essen alle

glücklich und erschöpft in der Runde sitzen,

ist das für uns ein toller Moment“, gesteht

Kurt, „dann sind wir nicht nur satt, sondern

wissen auch, dass wir heute eine Menge geleistet

und gelernt haben!“

Allen, die mehr zu diesem besonderen Angebot

erfahren möchten, empfehlen wir einen

Besuch auf www.cookingandbiking.com. Neben

Terminen und Infos zu Kochkursen oder

zur Mountainbikeregion gibt es dort auch

einige Rezepte aus der typischen Südtiroler

Küche zum Nachkochen. Also alle Koch- und

Bikebegeisterten: Schafft euren Speckknödel

in den Sattel und eure Käsenocken auf die

Pedalen, und ab nach Südtirol!

Gerhard „Krauti“ Krautwurst stammt eigentlich aus

Bad Schönau in Niederösterreich. Das erste Mal

kam der gelernte Koch 1995 nach Südtirol, um als

Küchenchef im Sterne-Hotel Moseralm anzuheuern

(zuvor war er in der Spitzengastronomie tätig, u.a. in

Lech am Arlberg). Im südtirolerischen Welschnofen

lernte Gerhard dann seine Freundin kennen und

übernahm die Küche im Vier Sterne-Hotel Erica.

Nach vier Jahren heiratete der bikende Koch. Seine

Schwiegermutter übertrug ihm eine Almhütte im

Skigebiet „Carezza Ski“ wo Gerhard seither im Winter

die Skifahrer bekocht und bewirtet.

Das Biken war anfangs nur Hobby; „Krauti“ erforschte

das Wegenetz der Region und erkannte

bald das Potenzial als Bike-Paradies. 2001 schlug er

mit der Ausbildung zum Bike-Guide einen zweiten

Berufsweg ein, nachdem er mit seinem langjährigen

Freund Mauro Tumler die Gründung der Vereinigung

der Bikeguides Südtirol vorangetrieben hat,

folgte der die Gründung der „Krauti’s Bike Academy“.

welche mittlerweile aus mehr als einem Guide

besteht und seither als erste Mounatinbikeschule

Südtirol´s klar die Richtung vorgibt. Anfang 2005

der Beitritt zur Moutainbike Südtirol-Gruppe .Seine

Vision klingt vielversprechend: In zehn Jahren soll

die Region Südtirol und mit ihr Rosengarten Latemar

das beste Bike-Revier weltweit sein!

„Kochen muss man mit Verstand und Gefühl“

Als Wahl-Südtiroler und viel gereister Koch beschäftigt

sich Gerhard Krautwurst seit Jahren intensiv mit

der Südtiroler Küche. Die Eigenheiten dieser sind

von mehreren Einflüssen geprägt, nämlich zum einen

Krauti

von der alpenländischen Kost mit ihrem rustikalen,

deftigen Charakter, und zum anderen von der typisch

italienischen Cucina. Zur typischen Bauernkost

zählen Speck, würziger Almkäse, kräftige Suppen

(z. B. Terlaner Weißwein-, Gerstel-, Brennsuppe),

Erdäpfelblattlen mit Zettelkraut, Kasnocken, Völser

Spinatspatzlen, Pustra Tirtl, Schlutzer, Blutwurst und

auf der süßen Seite die Schwarzplentene Torte bzw.

Knödel, Strauben und Ultner Mohnkrapfen. Bei den

warmen Vorspeisen liegen in Südtirol unangefochten

die „Italiener“ mit ihren Nudelgerichten an der Spitze.

Bei den Tellergerichten und Hauptspeisen gibt es

eine Dreiteilung: Je ein Drittel des Angebotes kommt

aus der tirolerisch-österreichischen Küche, aus der

italienischen und aus der internationalen Küche.

Im Rahmen von Krauti’s Biking & Cooking Week

kann man sich selbst von den Qualitäten der Südtiroler

Küche ein Bild machen und dabei dem Meister

über die Schulter schauen!

©pedaliéro #01/10 ^Text: Marco Knopp °Bild: Kurt Resch

59


Riding in a Winter Wonderland! Snow MTB Dual Night Race am Karerpass

60

^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Andreas Sawitzki

©pedaliéro #01/10


Mitten im Januar, ein Winter Wonderland

am Karerpass. Die Piste perfekt präpariert

für Ski und Snowboard. Und Mountainbike?

Geht nicht? Geht doch! Und zwar

beim Snow MTB Dual Night Race!

Dort, wo sonst die Wintersportler Gas geben,

ziehen für einen Tag MTB-Cracks ihre

Reifenspuren in den Schnee. Auf der eigens

angelegten Strecke mit Starthügel, Steilkurven

und Zielsprung geht es Mann gegen

Mann und Frau gegen Frau – packende

Zweikämpfe, bei denen nur die Schnellsten

weiterkommen.

Der Sessellift „Chistomannos“ bringt die

Sportler an den Start, ein ungewohntes

Bild, wenn die Zweiräder aus dem Lift purzeln

und zum Startgatter rollen. Nicht nur

die lokale Downhill- und 4Cross-Szene hat

sich eingefunden, sondern auch der deutsche

Top-Downhiller Marcus Klausmann.

Bereits am Nachmittag wird im Skigebiet

Carezza trainiert, die ersten Tücken des

ungewohnten Untergrunds werden ausgelotet

und die ersten Stürze absolviert. Zum

Glück fällt man weich, schnell wird sich

wieder aufgerappelt, und weiter geht die

Fahrt.

Am späten Nachmittag geht es in die Qualifikationsläufe.

Fahrer nach Fahrer schießt

die Piste hinunter, packende Kopf-an-

Kopf-Rennen, der Schnellere darf erneut

nach oben zum Start. So lichtet sich langsam

das Teilnehmerfeld, bis nur noch die

©pedaliéro #01/10

Besten für die Finalrennen übrig bleiben.

Zu Beginn der Endläufe zeigen tiefe Furchen

die Ideallinie an, wie auf Schienen

schießen die Fahrer ins Tal, die spärliche

Beleuchtung hebt die Atmosphäre und die

Ansprüche an die Wagemutigen. Der Start

erfolgt wie bei 4Cross-Rennen. Klappe auf

und ab auf die Piste. Bei den Damen dominiert

im Finale die italienische Downhillmeisterin

Martina Tummler. Sie liefert

sich einen packenden Kampf mit Johanna

Reider, bis diese stürzt. Auch Martina stürzt

noch vor dem Ziel, kann aber trotzdem

nicht mehr eingeholt werden.

Im Herrenfinale geht es ebenso spannend

zur Sache: Downhill-Koryphäe Marcus

Klausmann liegt klar in Führung, als er

von seinem Kontrahenten Belli Walter nur

drei Tore vor dem Ziel in 4Crosser-Manier

umgefahren wird. Beide stürzen, doch Belli

kann sich schneller wieder in den Sattel

schwingen und fährt einem ungefährdeten

Sieg entgegen. „That‘s racing!“, kommentiert

ein sportlicher Marcus Klausmann

später die Szene und steht zur Siegerehrung

bereits wieder lächelnd auf der Bühne.

Bis in die Nacht hinein wird an diesem

Tage gefeiert, Teilnehmer und Zuschauer

haben bewiesen, dass nicht immer Kufen

nötig sind, um im Winter Spaß zu haben

– manchmal ist eben ein Mountainbike

der bessere Rennrodel. Diese Veranstaltung

schreit nach einer Wiederholung – im

nächsten Jahr!


Bikepark Husterhöhe - Pestalozzistr. 102 - 66953 Pirmasens

Tel. 063316080482 - Tel. 01797840051 - www.quasi-bikeshop.com - info@quasi-bikeshop.com

Freier-Grund-Str. 116 | 57299 Burbach

fon: 02736/299080 | info@move-cycles.com

Support your local dealer

>> www.move-cycles.com

move-cycles-anzeige_98x40mm.indd 1 18.08.2009 16:07:09 Uhr


Auf zu den Sternen! Die Sternwartetour von Steinegg

In Gummer bei Steinegg steht Südtirols einzige

Sternwarte. Mit dem Spiegelteleskop von 80 Zentimeter

Durchmesser kann man einen Rundumblick

über den Himmel über Südtirol werfen. Wir wären

dumm, würden wir uns das entgehen lassen!

Also nix wie losgeradelt und ab in die Umlaufbahn!

Am Dorfplatz von Steinegg beginnen wir die Tour.

Leicht ansteigend führt sie uns bergauf in Richtung

Gummer. Nach einem Kilometer wird es dann

deutlich steiler, wenn man möchte. Man kann allerdings

auch die leichtere Panoramaroute wählen.

Nach 400 Höhenmeter Anstieg wird der Wegverlauf

flacher, es folgt ein stetes Auf und Ab

auf Forstwegen und asphaltierten Nebenstraßen.

Traumhafte Ausblicke auf das Eggen- und Eisacktal

64

^Text: Kurt Resch °Bild: Kurt Resch

sowie auf die Dolomitenberge Schlern, Rosengarten

und

Latemar entschädigen uns für den steilen Uphill.

Ab dem Malgaierhof beginnt dann ein flowiger

Waldtrail, der bis zur Sternwarte führt. Der beste

Ort, um nach den Sternen zu greifen! Verzückt

genießen wir den Blick durchs Spiegelteleskop und

schlagartig wird uns klar, welch kleiner Teil des

großen Ganzen wir doch nur sind.

Wir verabschieden uns von der Sternwarte und

kommen kaum einen Kilometer weiter zum höchsten

Punkt von Steinegg, mit einem sensationellen

Panoramablick auf die umliegenden Dolomiten.

Auf teils ruppigen Wald- und Wiesentrails erreichen

wir die Jausenstation Wiedenhof. Ruhig ist

es dort, der Ausblick auf Bozen ein Traum und

das Essen mit den Südtiroler Gerichten absolut

oberlecker. Nach Bikernudeln, Kaiserschmarrn,

Cappuccino und einem Nickerchen im Liegestuhl

müssen wir uns erst einmal innerlich sammeln.

Die Motivation weiterzufahren ist dann aber doch

da, denn schon nach einigen Hundert Metern

kommt dieser knifflige kurze Trail. In der Tourenbeschreibung

der FunBike-Karten wird dieser

Trail als Schiebepassage beschrieben. Für technisch

sehr gute Biker ist die Passage jedoch fahrbar, doch

nur sehr wenige schaffen es, diesen Trail zu fahren.

Noch ein paar kurze, knackige Gegenanstiege und

schon ist Steinegg wieder in Sicht. Zufrieden blicken

wir auf unsere Tour zu den Sternen zurück

und freuen uns, sie heute Nacht wieder zu sehen!

©pedaliéro #01/10


Rosengarten Latemar

10 TOURENVORSCHLÄGE FÜR MOUNTAINBIKER

11-D

MTB-Gebietsführer

FB-11-D_MTB-Umschlag_127x215_Ein1 1 03.07.2009 17:23:13 Uhr

02_Sternwarte.fh 24-05-2006 11:26 Seite 1

2 Sternwarte Set 11 • Rosengarten/Latemar

Streckenlänge: 26,50 km Effektive Fahrtzeit: 3 h 00 min Schwierigkeit:

Kondition:

Gesamte Höhenmeter: 1050 m Veranschlagte Tourzeit: 4 h 30 min Technik:

Panorama:

Charakteristik: Die Auffahrt von Steinegg zur Kapelle Kaserer Bild ist auf der Anfahrt: Steinegg erreicht an von Bozen aus über Blumau in 13 km und von

Hauptstraße um einiges einfacher. Immer wieder genießt man herrliche Welschnofen in 15 km.

Ausblicke ins Eggen- und Eisacktal, zum Rosengarten, Latemar, Schwarz- und Parkplatz: Im Dorfzentrum beim Café Christl oder in der Nähe der Kirche.

Weißhorn. Sobald man die ersten 400 Höhenmeter hinter sich hat, wird die

Tour leichter. Ziel der Tour ist die einzigste Sternwarte Südtirols in Gummer.

Asphalt

Schotter

Pfad,

Single Trail

Tragen oder

Schieben

1 1

7

8

1 0

5 6 9 1 3

41

4 1 2 51

3

61 7

2

1 8

2 1

1 9

2 0 2 2

kmHm SymOrt Richtung Weg kmHm SymOrt Richtung Weg

1 0 , 0 0 830 Steinegg

Die Hauptstr. bei der Bushalte-

14 1 6 , 3 0 1320 Haus

Nach dem Haus Aichner Stall

m

stelle, Nähe Café Christl, bergauf f

li bergauf

2 0 , 9 0 870 Kreuzung

Re, in Ri Kummerhof, der blau-

15 1 7 , 0 0 1305 Kurz vor dem

p

weiß-blauen Mark. Z folgen M Lerchhof


3 3 , 9 0 1193 Gabelung

Beim Schotterweg li, in Ri

16 1 7 , 7 0 1200 Abzweigung

Li, auf den Forstweg mit weiß-

A

"Kaserer Bild" weiterfahren h

blau-weißer Mark. abbiegen

4 5 , 2 0 1239 Abzweigung

Re, auf Teerstraße in Ri Kaserer

17 1 9 , 9 0 1209 Oberölgartnerhof

v Teerstraße

Bild fahren



G

5 5 , 5 5 1280 Kreuzung Kapelle

18 2 0 , 3 0 1123 Abzweigung

Re bergab der Teerstraße bis

e



v

zum Wiedenhof folgen

6 1 0 , 0 0 1300 Abzweigung nähe Li in Ri Steinegg abbiegen

19 2 2 , 40 939 Wiedenhof

h Feuerwehr



s

7 1 0 , 3 0 1330 Abzweigung

Li in Richtung Vajolet weiter

20 2 2 , 6 0 945 Abzweigung

Der Mark. W-Steinegg


X

t

geradeaus folgen

8 1 1 , 6 0 1387 Malgaierhof

21 2 3 , 0 0 940 Schiebepassage 100 m lange Schiebepassage

G

i


9 1 2 , 5 0 1350 Obereggerhof Geradeaus weiter zum

22 2 5 , 5 0 825 Abzweigung

Dem Schotterweg geradeaus

U

Untereggerhof (Sternwarte) J

bis nach Steinegg folgen

10 1 2 , 6 0 1338 Untereggerhof Re zur Teerstraße, dieser

23 2 6 , 5 0 828 Steinegg

Tourende

E

bergauf folgen.

m


11 1 2 , 7 0 1345 Weggabelung

X


12 1 4 , 9 0 1291 Kasererbild

Fahren Sie bei der Kreuzung in

s

Ri Karneid weiter


13 1 5 , 5 0 1290 Gabelung

Beim Verbotsschild (im Baum

eingewachsen) rechts

&

Infos

Die Sternwarte in Obergummer

Die Anlage wurde nach dem Südtiroler Luftfahrtpionier Max

Valier benannt und wird von Südtirols Amateurastronomen geführt.

In der Sternwarte werden jeden Donnerstagabend Führungen angeboten.

Im Sonnenobservatorium kann man jeden Freitag zwischen Mai

und Oktober die Sonne beobachten.

Ideales Ausflugsziel für Familien ist der interessante Planetenweg,

der bei der Sternwarte beginnt. Hinweistafeln geben Auskunft über

die Eigenschaften der Planeten Saturn, Jupiter, Erde, Merkur, Venus,

Neptun, Uranus und Mars.

www.sternwarte.it

Den Fun Bike Mountainbikeführer gibt

es im Internet unter www.funbike.it.

Auf unserem Bauernhof bieten wir unseren Gästen leckere

hausgemachte Südtiroler Gerichte an.

Für Mountainbiker empfehlen wir: Bikernudel, Kaiserschmarrn,

den legendären Apfel- oder Kirschenstrudel, dazu hausgemachten

Holundersaft.

Unser Hofschank liegt direkt an den Routen „Sternwartetour“

und „Kleine Eggentalumrundung“ aus dem Fun Bike Set

Rosengarten-Latemar.

Wir freuen uns auf deinen Besuch

Familie Falser

Hofschank Wiedenhof

Oberkarneid 13

I-39053 Karneid

Tel. 0471 365341

Handy 347 7578528

wiedenhof-karneid.blogspot.com

Von März bis Dezember geöffnet

Donnerstag Ruhetag

Promotion!

Hofschank Wiedenhof

©pedaliéro #01/10 65


Wissenswertes über die Region Rosengarten – Latemar

Es ist wohl unbestritten, dass die Dolomiten

zu den schönsten Reisezielen der Alpen gehören.

Die majestätischen grauen Steinmonumente,

die sich wie makellose Zahnreihen

in den Himmel strecken, haben schon unzählige

Menschen in Staunen und Ehrfurcht

versetzt. Die Rosengarten-Latemar-Region

in Südtirol bietet eben diese sensationelle

Landschaft. Durchzogen mit wunderschönen

Wegen und Trails schafft sie es mühelos,

jedem Mountainbiker Schmetterlinge in den

Bauch zu zaubern. Nur rund 20 Kilometer

von Südtirols Hauptstadt Bozen entfernt,

und damit leicht mit Bahn oder Auto zu

erreichen, erstreckt sich das Gebiet über das

gesamte Eggental bis hinauf zum Karerpass.

Die zerklüftete Felsenlandschaft inspirierte

66

^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Knopp

sogar große Schriftsteller wieKarl May,

der hier Ideen für seinen Roman „Durchs

wilde Kurdistan“ sammelte. Zwei Bergketten

geben dem Gebiet seinen Namen: die

Rosengarten- und die Latemargruppe. Der

Rosengarten (italienisch Catinaccio) gehört

zum Naturpark Schlern-Rosengarten und

hat mit dem Kesselkogel (3.004 Meter über

dem Meeresspiegel) seinen höchsten Gipfel.

Der Hauptgipfel ist jedoch die etwas niedrigere

Rosengartenspitze. Sie ist zwar nur

2.981 Meter hoch, liegt aber dafür genau in

der Mitte und bestimmt das Aussehen der

Bergkette entscheidend.

Unweit vom Rosengarten entfernt und nur

durch den Karerpass getrennt befindet sich

die Latemargruppe. Hier heißt die höchste

Erhebung Diamantidi-Turm (italienisch

Cimon del Latemar), die 2.842 Meter emporsteigt.

Damit ist der Latemar zwar etwas

niedriger als der Rosengarten, jedoch nicht

weniger sehenswert und beeindruckend. In

friedlicher Koexistenz stehen sie Seite an

Seite in den zum Weltkulturerbe ernannten

Dolomiten, zwei steigernde, graue Denkmäler.

Bewegt man sich abseits der beiden Gebirgsketten

durch diesen Teil Südtirols, sind

es insbesondere drei Ortschaften, die den

Charakter des Landstriches prägen: Deutschofen,

Welschnofen und Steinegg.

©pedaliéro #01/10


Nova Levante, so lautet der italienische Name

der Gemeinde Welschnofen. Im hinteren Teil

des Eggentales gelegen, circa 20 Kilometer

von der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen,

erstreckt sich Welschnofen vor der beeindruckenden

Kulisse des Latemars und des Rosengartens.

Knapp 2.000 Menschen wohnen

auf einer Meereshöhe zwischen 850 Meter

(Birchabruck) und 2.842 Meter (Rosengarten),

sind alle Gästebetten belegt, wird die

Einwohnerzahl mehr als verdoppelt.

Welschnofen-Karersee gehört seit dem Jahr

2006 der Organisation „Perle der Alpen an“

und setzt sich für Umweltschutz und sanfte

Mobilität ein. Linienbusse, Bergbahnen bis

auf eine Höhe von 2.200 Meter, beste Bedingungen

für Mountainbikes, Reiten, Kutschenfahrten

und organisierte Tagesfahrten ermöglichen

ein Fortbewegen ohne Auto.

Von Bozen führt die Staatsstraße SS 241, auch

bekannt als Dolomitenstraße, durch das Eggental

nach Welschnofen, passiert den Karersee

und schlängelt sich hinauf zum Karerpass.

Im Winter tummeln sich hier oben die Wintersportler,

der Sommer gehört Wanderern

und Radfahrern. Die landschaftlich sehr reizvolle

Lage und das breite touristische Angebot

machen Welschenofen als Urlaubsziel sehr

attraktiv. Der Winter- und auch Sommertourismus

spielt somit eine wichtige wirtschaftliche

Rolle.

Auf dem Karerpass befindet sich auch das

legendäre Grand Hotel. Es wurde 1896 zusammen

mit der neuen Straße zum Karerpass

hinauf eingeweiht. Zahlreiche Persönlichkeiten

aus der ganzen Welt beherbergte

das First-Class-Hotel, unter ihnen Winston

Churchill, Kaiserin Sisi, den österreichischen

Schriftsteller Arthur Schnitzler, Karl May

oder die englische Kriminalschriftstellerin

Agatha Christie. Letztere verbrachte mehrere

Wochen hier und ließ sich im Grand Hotel

Welschnofen

bei ihrem Roman „The Big Four“ (Pirot und

die vier Großen) von der Landschaft rund um

den Karersee inspirieren. Seine Lösung findet

der Krimi im „Labyrinth“, einem bekannten

Bergsturzgebiet unterhalb der Latemar-Spitze.

Seit 2007 gibt es für die Touristen im Gebiet

Rosengarten- Latemar die „Mobilcard“. Mit

ihr kann man gegen eine Gebühr von acht

Euro innerhalb von sieben Tagen sämtliche

Busse benutzen. Kinder bis sechs Jahre fahren

kostenlos, von sechs bis 16 Jahren müssen nur

vier Euro bezahlt werden. Die Busse fahren im

Stundentakt, folgende Linien können mit der

Mobilcard genutzt werden:

Linie 180:

Bozen, Welschnofen, Vigo

Linie 181:

Bozen, Deutschnofen, Weissenstein (inklusive

Fahrten nach Eggen und Obereggen)

Linie 182:

Bozen, Steinegg, Birchabruck

Linie 185:

Bozen, Tiers, Karerpass

Linie 176:

Tiers, Ums, Völs, Seis

Alle städtischen Linien in Bozen (Sasa)

Für weitere Informationen:

www.mobilcard.info

Infos

Welschnofen

(italienisch Nova Levante)

Tourismusverein Welschnofen-Karersee

Karerseestraße 21

39056 Welschnofen, Südtirol, Italien

Tel. +39 0471 613126

Fax +39 0471 613360

www.welschnofen.com

info@welschnofen.com

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild mitte: Kurt Resch °Übrige Bilder: Andreas Sawitzki

67


Deutschnofen

Auf der Hochfläche des Reggelberges liegt die

Ortschaft Deutschnofen. Fast 70 Prozent des

Gemeindegebietes, das sich im nördlichen

Teil des Hochplateaus befindet, werden von

Wald eingenommen. Im Brandental liegt auf

418 Höhenmetern der tiefste Punkt der Gemeinde,

der höchste Punkt ist das Eggentaler

Horn am Latemar mit 2.799 Höhenmetern.

Viel Höhendifferenz und viel Wald also, was

Mountainbiker besonders freut! Trotz der gästefreundlichen

Ausrichtung wird auf sanften

Tourismus gesetzt, was die Mitgliedschaft in

der Kooperation „Alpine Pearls“ beinhaltet.

Nicht weit entfernt von Deutschnofen liegt

Maria Weißenstein, der bekannteste Wallfahrtsort

Südtirols. Dieser fand seinen

Ursprung bereits im Jahr 1553. Da erschien

Maria dem Bergbauern Leonhard Weißensteiner,

der ihr zum Dank eine kleine Kapelle

68

^Text: Andreas Sawitzki °Bild links unten: Kurt Resch °Übrige Bilder: Marco Knopp

baute. Heute kann man dort um Hilfe beten,

zahlreiche Pilger zieht es seitdem

alljährlich in den Wallfahrtsort.

Seit dem 12. Jahrhundert ist die Gemeinde

besiedelt, zu der die drei Ortschaften

Deutschnofen, Eggen und Petersberg gehören.

Rund 3.700 Einwohner wohnen dort am Fuße

des Latemars, in traumhaft schöner Landschaft.

Liebhaber der Berge werden von prachtvollen

Gebirgsketten verwöhnt, wie sie es nur

die Dolomiten bieten. Blühende Wiesen und

grüne Wälder sind der perfekte Startpunkt für

ausgiebige Ausflüge in die Landschaft, Panoramawege

locken mit gigantischen Aussichten,

der Charme der Reggelberger Hochfläche

verzaubert nicht nur Naturfans. Besonders gut

erkundet man diese Gegend natürlich mit dem

Rad, ein großes Netz an Forstwegen und Singletrails

kann leise rollend entdeckt werden.

Auch im Winter sind Gäste in Deutschofen gut

aufgehoben, die schnell erreichbaren Wintersportgebiete

bieten perfekte Bedingungen für

Skifahrer, Snowboarder oder Skilangläufer.

Der schneereiche Tag klingt in einer der vielen

gemütlichen Hütten aus, anschließend kann

beim Mondscheinrodeln mit viel Spaß die

letzte Abfahrt genommen werden!

Infos

Deutschnofen

(italienisch Nova Ponente)

Tourismusverein Eggental

39050 Deutschnofen, Südtirol, Italien

Tel. +39 0471 616567

Fax. +39 0471 616727

Mail: info@eggental.com

©pedaliéro #01/10


Im Herzen der Dolomiten befindet sich

das schöne Örtchen Steinegg. Das kleine

Bergdörfchen in der Nähe der Stadt Bozen

liegt in der Gemeinde Karneid auf einer

Meereshöhe von 275 bis 1.650 Meter. Es

umfasst die Orte Steinegg, Gummer, Karneid,

Kardaun, Blumau und Breien. Dieses

außergewöhnliche Gebiet liegt am Tor zur

Dolomitenstraße im Herzen des Rosengarten-Latemar-Gebietes.

Ein mildes Klima, viele Wander- und Radwege,

beeindruckende Panoramablicke und

die Herzlichkeit der Menschen heißen den

Urlauber willkommen. In unmittelbarer

Umgebung lässt sich eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten

entdecken, wie die Erdpyramiden

von Steinegg, die Burg Karneid, die

Landeshauptstadt Bozen, die Kurstadt Meran,

die Seiseralm, der Ritten mit der historischen

Rittner Bahn, dem Rittner Horn und dem

Bienenmuseum, den Wallfahrtsort Maria

Weißenstein, das Touriseum und die Gärten

von Schloss Trauttmansdorff, den Kalterer-

und Montigglersee, das Grödnertal und unzählige

Schlösser, Burgen und Museen.

Steinegg präsentiert sich als ideales Bikerevier.

Bereits an Ostern beginnt die Saison

für Biker und geht bis Allerheiligen Anfang

November. Viele Singletrails am Fuße der

Dolomiten begeistern die Mountainbiker, die

anschließend in einer der vielen bikerfreundlichen

Einkehrmöglichkeiten inmitten weiter

Almwiesen Erholung finden.

Eine Bikeschule mit Bikeguides sowie Freeridetouren

erweitern das Programm ebenso wie

ein Bikehotel und weitere Unterkünfte für

jeden Geldbeutel. Wer noch mehr mit dem

Bike sehen will, kann mit Biketaxi und Seilbahnen

seinen Aktionsradius erweitern.

Steinegg

Um das Angebot für Mountainbiker weiter

auszubauen, wird derzeit ein 800 Kilometer

langes Routennetz mit GPS erfasst und

offiziell ausgeschildert. Bikekarten werden auf

den aktuellen Stand gebracht, Webseite mit

News, GPS-Routenplaner und vielen Infos

auf höchstem Niveau präsentiert. Besonderen

Wert legt die Region auf den Biketransport mit

öffentlichen Verkehrsmitteln und die Anbindung

der Dörfer an das Radwegenetz in Bozen.

Infos

Steinegg

(italienisch Collepietra)

Tourismusverein Steinegg

39053 Steinegg, Südtirol, Italien

Tel. +39 0471 376574

Fax +39 0471 376760

www.steinegg.com

info@steinegg.com

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Kurt Resch

69


Bozen

Nicht auslassen sollte man einen Ausflug ins nah gelegen Bozen. Die Hauptstadt

Südtirols liegt nur 20 Kilometer von Welschnofen entfernt an der

Brennerautobahn, auf halbem Weg zwischen Innsbruck und Verona.

Bei einem Besuch in der Altstadt kann man die Bozner Lauben entdecken,

eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die gotischen Arkaden fungieren

auch noch heute als Einkaufszentrum und sind charakteristisch für das Bild

der Stadt, die zwischen Historie und Moderne lebt. Am Ende der Laubengasse

kann man den Obstmarkt finden. Dutzende Marktstände bieten in

bunter Vielfalt Früchte, Gemüse, Schinken, Speck oder Käse an, meist einheimische

Produkte von erstklassiger Qualität. Allein schon für das Auge ein

wahrer Leckerbissen, der sich auf dem Gaumen fortsetzt.

Ist man eher kulturell interessiert, bieten Stadttheater oder Konzerthaus ein

abwechslungsreiches Programm, für das sich auch eine abendliche Anreise

allemal lohnt.

Ebenfalls lohnenswert ist der Besuch eines der vielen Museen, wie beispielsweise

dem MMM. Diese Kürzel steht für Messner Mountain Museum und

ist ein Museumsprojekt des bekannten Bergsteigers Reinhold Messner. Und

noch eine weitere Berühmtheit ist in Bozen zu Hause: Im Archäologiemuseum

kann man der wohl bekanntesten Mumie der Welt, „Ötzi“, einen Besuch

abstatten!

Der Reiz Bozens lässt sich also auf vielfältige Weisen entdecken, ob beim

Macchiato in einem der vielen Straßencafés oder beim Besuch des Bozner

Domes – das besondere Flair wird immer in Erinnerung bleiben.

70

^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Toniolo

Seilbahn Bozen –

Oberbozen auf den Ritten

Die Verkehrsverbindung zwischen Ritten und

Bozen hat eine lange Tradition, denn bereits

vor über 100 Jahren fuhren die Bozner mit

der Zahnradbahn vom Waltherplatz auf den

Ritten. 2009 hat eine 3-S-Bahn den Betrieb

aufgenommen.

Fahrplan der neuen Rittner Seilbahn durchgehend

von 6.40 bis 23 Uhr an Werktagen und

von 7.10 bis 23 Uhr an Sonn- und Feiertagen,

letzte Kursfahrt um 22.48 Uhr. Parkmöglichkeit

an der Talstation der Rittner Seilbahn

zum Stundentarif von € 1,30. Der Parkplatz

bei der Seilbahn Kohlern ist kostenlos.

Infos

Seilbahn Bozen – Oberbozen auf den Ritten

Rittenstraße, via Renon 12

39100 Bozen, Südtirol, Italien

Saison: ganzjährig geöffnet

Meereshöhe Talstation: 270 m

Meereshöhe Bergstation: 1.100 m

Bikeshop: Bike Sport Klammer, Entfernung

Shop von der Seilbahn: 2 km

www.bolzano-bozen.it/de/seilbahnen.htm

www.bikehotel-suedtirol.com

Seilbahn Bozen – Kohlern

Die Fahrt mit der Kohlerer Seilbahn ist wie

ein Sprung in die Vergangenheit. Sie ist die

älteste Personenseilbahn der Welt. Die alte

Gondel ist an der Bergstation ausgestellt. Dank

der Intuition des Gastwirtes Josef Staffler kann

sich Bozen einer absoluten Weltbestleistung

rühmen: Hier fand am 29. Juni 1908 die erste

Personenbeförderung mit einer Schwebebahn

statt. Heute wie damals verzaubert Kohlern

dank der unvergleichbaren Aussicht auf die

Stadt und dem beeindruckenden Panorama

auf die umliegenden Berge. Die mittlerweile

mehrmals erneuerte und nach und nach

schneller und sicherer gewordene Kohlerer

Seilbahn hat letztes Jahr am 29. Juni ihren

hundertsten Geburtstag gefeiert.

©pedaliéro #01/10


Für Freerider und Downhiller

Die Seilbahn nach Kohlern wird im Frühjahr,

besonders am Wochenende, von

Downhiller belagert. Die Abfahrten sind

meist ab März schneefrei. Das hat sich inzwischen

auch bei Zeitschriften und Firmen

herumgesprochen, die ihr Material dort

fleißig testen.

Strecken

Zur Verfügung stehen eine Downhillstrecke

(Nr. 4) mit zwei Varianten und eine Freeridestrecke

über Weg Nr. 1 und Schulsteig.

Achtung, das sind keine Downhillstrecken,

gefahren wird auf Wanderwegen!

Infos

Seilbahn Bozen – Kohlern

Kampillerweg 7

39100 Bozen, Südtirol, Italien

Saison: ganzjährig geöffnet

Meereshöhe Talstation: 270 m

Meereshöhe Bergstation: 1.100 m

Bikeshop: Bike Sport Klammer, Entfernung

Shop von der Seilbahn: 2,5 km

www.bolzano-bozen.it/de/seilbahnen.htm

www.bikehotel-suedtirol.com

Seilbahn Bozen – Jenesien

Vom Hochplateau des Salten gibt es den

unbestritten schönsten Rosengartenausblick.

Ein unvergessliches Erlebnis sind die

Sonnenuntergänge, wenn die Dolomiten im

Abendrot erglühen. Das Hochplateau mit

Tannen, Lärchen und Kiefern erstreckt sich

bis zum Meraner Land mit zahlreichen Bikerouten

und Einkehrmöglichkeiten.

In der Kabine ist nur Platz für fünf Biker!

Für Freerider gibt es eine wunderschöne

Abfahrt über die Trails und Wege mit der

Markierung 2A, 6 und 9!

Infos

Seilbahn Bozen – Jenesien

Rafensteinstraße, via Rafenstein 15

39100 Bozen, Südtirol, Italien

Tel.: +39 0471 978436

Saison: ganzjährig geöffnet

Meereshöhe Talstation: 270 m

Meereshöhe Bergstation: 1.100 m

www.bolzano-bozen.it/de/seilbahnen.htm

www.bikehotel-suedtirol.com

Sessellift Laurin I ab Welschnofen bis zur

Frommer Alm

Die Seilbahn erreicht man von Welschnofen

aus, muss dabei aber auf 1,6 Kilometer

200 Höhenmeter hochradeln. Die

Seilbahn führt vom Hotel Rosengarten bis

zum Frommer an der Nigerstraße. Leider

gibt es direkt beim Lift keine geeigneten

Wege zum Freeriden, die Seilbahn eignet

sich daher eher zur Überwindung der 400

Höhenmeter, um dann die Tour unter

dem Rosengarten weiterzufahren. Ideal

zum Beispiel als Verlängerung der Latemarumrundung

oder zum Weiterfahren nach

Tiers, Steinegg, Fassatal oder Obereggen.

Infos

Ski Area Carezza

39056 Karersee, Südtirol, Italien

Tel.: +39 0471 612527

Saison von: Anfang Juni

Saison bis: Ende September

Meereshöhe Talstation: 1.330 m

Meereshöhe Bergstation: 1.730 m

www.carezza.it | info@carezza.it

www.bikehotel-suedtirol.com

Seilbahn Predazzo – Gardone – Passo Feudo

Von Predazzo führt eine Gondelbahn hinauf

zur Baita Gardoné. In der urigen Almhütte

kann man einkehren und gut essen.

Wer Lust hat, kann mit dem Alpin-Bob

eine Abfahrt wagen.

Ab Gardone fährt man mit dem Sessellift

weiter hinauf zum Passo Feudo (Satteljoch).

Über die Zischg-Garnischgalm kann

man dann weiter nach Obereggen oder

Seilbahnen

hinunter nach Pampeago und weiter ins

Fassatal fahren.

Empfohlenen Biketour

Die Freeridetour rund um den Latemar, die

Latemarumrundung. Wird bei Krauti´s Bike

Academy wöchentlich angeboten.

Mehr Infos auf www.krauti.it

Zum Downhillen gibt es leider keine

geeigneten Abfahrten.

Infos

Località Stalimen

39050 Predazzo, Südtirol, Italien

Tel.: +39 0462 502929

Saison von: Ende Juni

Saison bis: Ende September

Meereshöhe Talstation: 1.050 m

Meereshöhe Bergstation: 2.200 m

www.latemar.it

predazzo@latemar.it

www.bikehotel-suedtirol.com

Weitere Infos über alle Seilbahnen in Südtirol,

die Bikes mitnehmen, unter:

www.bikehotel-suedtirol.com

©pedaliéro #01/10 71


Südtiroler Mountainbike-Guides

Mauro Tumler

Kaum jemand kennt die Gegend um den

Rosengarten und den Latemar so gut wie die

Südtiroler Mountainbike-Guides. Mauro

Tumler ist Präsident der Vereinigung und

zust ändig für Ausbildung und Fortbildung der

Guides. Im Interview erklärt er, aus welchem

Holz ein echter Bikeguide geschnit zt sein

muss!

ReiseSpezial: Der Job des Bikeguides ist sicher

kein Allerweltsjob. Welche Fähigkeit en muss

man dazu mit bringen? Reicht es, ein guter

Radfahrer zu sein?

Mauro Tumler: „Ein guter Bikeguide sollte natürlich ein

guter Radfahrer sein, zusätzlich muss er aber auch eine gute

Kondit ion, solides technisches Wissen und ein sicheres und

professionelles Auft reten mit bringen. Zudem sollte man entscheidungssicher

sein und gute Führungsqualit äten besit zen,

und vor allem Freude an dieser Sportart haben!“

Worauf legt ihr bei eurer Ausbildung besonderen

Wert?

„Neben Fahrtechnik, Planung von Touren, Material, Kondit

ion und Erst er Hilfe legen wir großen Wert darauf, dass

„unsere“ Guides den Asp ekt Umwelt und Natur, Wissenswertes

über Land und Leute und einen angenehmen, professionellen

Führungsst il erlernen. Die gest ellten Aufgaben bei

den Südtiroler Bikeschulen vermit teln den Teilnehmern zusätzlich

die praktische Komponente, sie erlernen vor Ort den

Ablauf einer geführten Tour oder eines Fahrtechnikkurses.“

72

Wie läuft die Ausbildung ab?

Gibt es eine Prüfung?

„Unsere Ausbildung läuft wie folgt ab: Nach der dreist

ündigen Aufnahmeprüfung gi bt es an drei Tagen je drei

Ausbildungsblöcke mit anschließender Abschlussp rüfung.

Danach muss ein Marathonrennen mit 1.500 Höhenmeter

und ca. 60 Kilometer Länge absolviert werden. Es folgt die

Teilnahme an zwei Fahrtechniktrainings und an drei geführten

Touren bei einer Südtiroler MTB-Schule. Zum Schluss

muss noch ein Erst e-Hilfe-Kurs gemacht werden. Insgesamt

dauert die Ausbildung rund 130 Stunden!“

Wie wichtig ist die soziale Kompetenz eines

Bikeguides?

„Zusätzlich zu den technischen und sp ortlichen Kompetenzen,

die ein Guide besit zen sollte, ist die soziale Kompetenz

sehr wichtig. Bei Fahrtechnikkursen, geführten Touren

mit Erwachsenen oder Kindern und Mehrtagest ouren

verbringt der Guide viele Stunden mit seinen Gäst en. Diese

haben meist verschiedene Fähigkeit en, Kondit ion, Material

und sp rechen oft auch eine andere Sprache. Der Guide muss

Entscheidungen über Gruppengrößen, Schwierigkeit sgrad

oder ein eventuelles Abbrechen einer Tour treff en und ist

deshalb maßgeblich für die Zufr iedenheit und Sicherheit der

Gäst e verantw ortlich.“

Wie viele Bikeguides sind in eurem Verband

organisiert?

„In unserm Verband sind zurzeit 65 Mit glieder eingeschrieben,

davon acht Frauen.“

Was kann ein Gast erwarten, wenn er

mit einem Bikeguide auf Tour geht?

„Unsere Gäst e erwartet ein professionell ausgebildeter

Guide, der unzählige Touren seiner Umgebung kennt, Hilfe

bei technischen Pannen leist et, Führungsst il mit bringt und

Sicherheit , Fahrsp aß sowie Interessantes über die Umgebung

vermit teln kann.“

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit

den

Hotels? Gibt es jeweils fest e Guides oder ist

es ein

rotierendes Syst em?

„Die Zusammenarbeit mit den Hotels funktioniert auf un-

^Text: Andreas Sawitzki °Bild links oben: Mauro Tumler °Bild rechts unten: Andreas Sawitzki °Bild rechts oben: Kurt Resch

terschiedliche Art und Weise. Da sind zum einen Hotels, die

ihre Guides in jeder Saison beschäft igen, als fest e Stelle oder

auf Abruf. Zum anderen gi bt es Mountainbikeschulen, die

mehreren Hotels die Dienst leist ung „Guide“ zur Verfügung

st ellen. Schlussendlich wären da noch die Tourismusvereine,

die für eine ganze Regi on einen oder mehrere Guides organisieren.

Das passiert allerdings eher selten.“

An wen kann sich der Gast wenden,

wenn er einen Bikeguide sucht?

„Wer ganz aktuell einen Guide möchte, der fi ndet auf

unserer Homepage www.suedtiroler-mountainbikeguide.

com sämtliche Adressen von Bikeguides und Bikeschulen aus

Südtirol. Da kann er sich bedenkenlos einen heraussuchen,

denn alle dort aufgeführten Guides sind geprüft e Experten

und bringen viele Tausend Kilometer Erfahrung in einer der

schönst en Bikeregi onen der Welt mit !“

Mauro, vielen Dank für das Gesp räch!

Infos

Eine dieser ausgewählten Mountainbikeschulen

in Südtirol ist Krauti´s Bike Academy Rosengarten

Latemar. Alles über das Programm

und das Angebot der geprüft en Guides unter:

www.krauti.it

©pedaliéro #01/10


Ihr Partner für alle Bike-Info‘s und der Hotel- bzw. Unterkunftssuche!

Tourismusverein Eggental

Dorf 9/A

39050 Deutschnofen (Italien)

Tel. +39 0471 616567 Fax. +39 0471 616727

www.eggental.com info@eggental.com


Mountainbike Südtirol

Ein Ferienangebot aus Südtirol

www.bikehotels.it

Bikehotels Südtirol

Südtirols spezialisierte Unterkünfte für Mountainbiker • 2010

Logisch, nirgendwo sind Mountainbiker besser

aufgehoben als in einem Mountainbikehotel!

Aber was macht ein Mountainbikehotel

eigentlich aus? Reicht es, einen Fahrradkeller

zu haben und eine Luftpumpe zur kostenlosen

Nutzung bereitzustellen?

Um Licht in den Dschungel zu bringen und

die Betriebe aufeinander abzustimmen, wurden

eigene Standards entwickelt, die unter

dem Label „Mountainbike Südtirol“ zusammengefasst

wurden. Dabei unterscheiden sich

drei grundsätzliche Kategorien von Betrieben.

1. Bikefreundliche Nichtbeherbergungsbetriebe

wie Bikeschulen, Shops,

Almhütten etc.

2. Bikefreundliche Beherbergungsbetriebe

3. Bikespezialisierte Beherbergungsbetriebe

In der ersten Kategorie, den bikefreundlichen

Nichtbeherbergungsbetrieben,

erwarten den Radler folgende Standards:

- Hilfestellung bei der Routenplanung

- Tourenkarte mit mindestens 20

Tourenvorschlägen der Mountainbikeregion

- Infomappe

- Leichte, kohlehydratreiche und

fettarme Gerichte für Sportler *)

- Abschließbarer Fahrradständer vor

dem Haus in Sichtweite der Esstische

- Montageständer

- Werkzeugkiste mit den wichtigsten Ersatzteilen

Die zweite Kategorie, bikefreundliche

Beherbergungsbetriebe, bietet außerdem

folgende Standards:

- Hochwertige Leihräder werden vom Hotel

für den nächsten Tag organisiert **),

abschließbarer Fahrradraum mit Werkstatt

- Einrichtung zum Trocknen

von Bikebekleidung

- Wäscheservice **)

- Waschplatz fürs Bike mit Bürsten,

Schwamm, Putzmittel und Wasserschlauch

- Reichhaltiges Frühstück mit Müsli und

frischem Obst, kalte Gerichte

am Nachmittag *) **)

- Tourenverpflegung/Lunchpaket **)

- Täglich aktuelle Wetterinfos

Noch mehr zu bieten hat die dritte

Kategorie, die bikespezialisierten

Beherbergungsbetriebe:

- Wöchentlich werden mindestens drei

geführte Biketouren veranstaltet

- Alle geführten Touren in zwei

Leistungsgruppen am selben Tag

- Begleitung durch geprüfte Bikeguides

- Der Bikeguide führt Touren

Mountainbike

Taxi Arnold

+39 348 7466036

Deutschnofen

arnold.hofer@rolmail.net

www.taxiarnold.it

> Südtirolweiter Mountainbiketransport

> Hotelshuttle Hotelshuttle zur Mountainbiketour


ereits ab einer Person und

organisiert Fahrtechnikkurse

- Schaukasten mit Biketrikots,

Tourenkarten, Energieriegel usw.

- GPS-Verleih

- Enge Kooperation mit einem Bikeshop,

für schnelle Reparatur der Bikes

- Zusätzliche Informationen in der Infomappe:

Wochenprogramm der geführten Touren,

Preisliste geführte Touren, Wochenpauschalen,

Trikots usw., Vorstellung der

Bikeguides

- Sauna und/oder Dampfbad

- Massage **)

- Energieriegel**)

- Spezielle Bikepauschalen, mit integrierten

Zusatzleistungen für Mountainbiker, z.B.

sieben Tage Halbpension, drei bis fünf

geführte Biketouren in zwei Leistungsgruppen,

sechs Energieriegel

*) gilt nicht für Beherbergungsbetriebe ohne

Ausschank und Verpflegung sowie für Shops

**) kann gegen Gebühr angeboten werden

Den kompletten Katalog gibt es als Download,

zum Durchblättern oder zum Bestellen auf

www.bikehotel-suedtirol.com

Virtuell reisen

Radeln im Internet

Einfach auf eigene Faus losdüsen! Das ist für manche Mountainbiker die

wahre Freiheit! Nur – wie öde ist es, wenn man sich ständig verfährt? Keine

Angst, auch in diesem Falle gibt es für das Gebiet Rosengarten – Latemar

ein Top-Feature. Unter www.bikehotel-suedtirol.it gibt es über 30 Mountainbiketouren

zum Nachfahren. Das Tolle daran: Mit einem Klick auf

eine Tour werden nicht nur die Standardinformationen wie Streckenlänge,

Höhenmeter, Fahrzeit oder Schwierigkeitsgrad angezeigt, nein, auch die

Bodenbeschaffenheiten, wie Asphalt, Forstweg, Trail etc. wird anteilsmäßig

exakt aufgeführt. Auf der Übersichtskarte sind die Touren beliebig zu

erweitern, außerdem werden Sehenswürdigkeiten sowie Unterkünfte und

Servicebetriebe neben der Strecke genau angezeigt. Die komplette Tour kann

allerdings nicht nur am Computer angeschaut werden, es steht selbstverständlich

auch ein Track im KML- oder GPX-Format zum Download bereit,

der direkt auf das eigene GPS gespielt werden kann. Das Ganze ist kostenlos,

und wer es schafft im Urlaub alle 31 Touren zu fahren, bekommt von uns ein

Weißbier spendiert! Also einfach mal vorbeigesurft und schon mal Lust bekommen

auf die wundervollen Touren im Rosengarten-Latemar-Gebiet!

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Knopp

75


Taxi, Taxi!

Natürlich fahren Mountainbiker am liebsten auf zwei Rädern, wenn

die Runde aber mal etwas größer werden oder ein besonderes Ziel

angesteuert werden soll, leistet das Biketaxi von Paul Hofer beste

Dienste. Schnell sind die Bikes auf dem speziellen Anhänger verstaut,

und das Taxi düst los zum gewünschten Ausgangspunkt in den

Dolomiten. Ideal für Urlauber, die noch mehr sehen wollen und

ihren Aktionsradius vergrößern möchten! Selbstverständlich kann

auch eine Abholung vereinbart werden, um die Biker wieder bequem

in die Unterkunft zu befördern. Der Biketaxi-Preis im Eggental

beträgt für die Hinfahrt € 8,00, für die Hin- und Rückfahrt €

12,00 bei mindestens fünf Personen. Falls weniger als fünf Personen

transportiert werden müssen, wird ein Preis von € 1,20 pro Kilometer

verrechnet. Das Taxi muss einen Tag vorher bestellt werden.

Nähere Informationen dazu bei

Paul Hofer

Egeregg Nr. 22

39050 Deutschnofen, Südtirol, Italien

Tel. +39 0471 616338

Mob +39 0349 2821927

info@hofertaxi.it

www.hofertaxi.it

Arnold Hofer

24-Stunden-Service, 7 Tage die Woche

Hauptstraße 46

39050 Deutschnofen, Südtirol, Italien

Mob. +39 0348 7466036

www.taxiarnold.it

76 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild: Marco Knopp

Paul‘s Radwerkstatt

Direkt am Ortsrand von Deutschnofen befindet sich der Bikeshop

von Paul Hofer. Ein umfangreiches Sortiment wartet

dort auf die Bikegäste, Top-Marken wie Ghost Bikes oder

Jeantex-Sportswear stehen zum Kauf bereit. In der shopeigenen

Werkstatt können Reparaturen erledigt oder eine Wartung

durchgeführt werden.

Wer lieber ohne Fahrrad verreisen möchte, kann sich aus dem

Ghost-Sortiment an Leihrädern seine Größe und Ausführung

heraussuchen. Am besten vorher anrufen, um das passende

Bike vorzubestellen!

Eine Liste der Leihbikes findet man unter:

http://ghost-bike.it/servicemw.htm

Paul‘s Radwerkstatt

Egeregg Nr. 22

39050 Deutschnofen, Südtirol, Italien

Tel. +39 0471 616338

Mobil +39 349 2821927

pauls@ghost-bike.it

www.ghost-bike.it

Öffnungszeiten:

Mo-Do 08.00-12.00 + 15.00-18.00

Freitag 15.00-18.00

Samstag 08.00-12.00

©pedaliéro #01/10


Was nützen die schönsten Trails, Berge und

Wälder, wenn es niemanden gibt, der im Hintergrund

dafür sorgt, dass die Biker alles vorfinden,

was es für einen gelungenen Mountainbikeurlaub

braucht? Diese Aufgabe hat

für die Region Rosengarten-Latemar das Bike

Competence Center, kurz BCC, übernommen.

Das Konsortium wurde von vier Pionieren

des Mountainbikesports und des MTB-

Tourismus gegründet, die allesamt seit über

zehn Jahren in der Südtiroler Mountainbike-

Szene arbeiten. Dieses schlagkräftige Team hat

es sich zur Aufgabe gemacht, Bikeregionen in

ihrer ganzen Komplexität von null aufzubauen,

zu betreuen und erfolgreich auf den Markt

einzuführen. Rosengarten-Latemar ist dabei

die erste Bikeregion Südtirols, die im Rahmen

von „Mountainbike Südtirol“ umgesetzt wird.

Weitere Regionen sind bereits in Planung, das

Ziel ist es, Südtirol zu einer der namenhaftesten

Bikeregionen Europas zu machen.

Durch die bereits bestehenden Initiativen

rund um das Thema Alpine Pearls – Perlen

der Alpen – ist die Entwicklung in Richtung

Mountainbike nur logisch. Ein besonderes

Augenmerk wird darauf gelegt, im Urlaub auf

das Auto zu verzichten. Für mehr Erholung,

klimafreundliche Aktivitäten und Nachhaltigkeit.

Nach vielen erfolgreichen Einzelinitiativen

von Hoteliers, die seit nahezu zehn Jahren

der bekannten MTB-Angebotsgruppe Südtiroler

Bikehotels angehören, welche seit 2009

einfach nur „Mountainbike Südtirol“ heißt

, und einzelnen Unternehmern, die bereits

vor Jahren Pionierleistungen im Mountainbike-Dienstleistungsbereich

mit MTB-Schulen

oder MTB-Tourenkarten erbracht haben,

steht die Region nun vor dem nächsten

Schritt in Richtung Zukunft: Die Entwicklung

und Einrichtung der ersten landesweiten

Bike Competence Center

„Mountainbike Südtirol“-Region, laut den

hohen vorgegebenen Standards des Landesamtes

für Tourismus. Mountainbikeschulen,

Tourenkarten, Erschließung eines Wegenetzes,

Koordination und Unterstützung der

Gastbetriebe sind nur einige der Aufgaben,

der sich das BCC widmet. Man sieht, der

Mountainbiker ist in Südtirol bestens aufgehoben

und kann einen Urlaub erleben, den

er so schnell nicht vergisst.

Consorzio BCC – Bike Competence Center

Pillhof 105

39057 Frangart/Appiano

Alto Adige, Südtirol, Italien

Tel.+39 0471 613046

Fax +39 0471 614263

www.bikecompetence.com

info@bikecompetence.com

©pedaliéro #01/10 ^Text: Andreas Sawitzki °Bild links: Marco Knopp °Bild rechts: Kurt Resch

77


Die Radhose der Zukunft Drei Farben – ein System!

Nachgefr agt bei Jeantex-

Geschäft sführer Hans Steiner

Reise Spezial: Es gi bt

wohl kaum ein Bekleidungsst

ück beim

Radfahren, das so

sehr über Lust und

Frust entscheiden

kann, wie die Radhose. Ist das Polst er unbequem,

kann die Tour zur Tortur werden. Welche Gedanken

hat sich Jeantex zum Th ema Bikehose gemacht?

Hans Steiner: „Wir haben besonders viel Energi e in die Entw icklung

der Sit zpolst er gest eckt. In Zusammenarbeit mit dem unabhängi

gen GEOBIOMIZED-Inst it ut aus Münst er wurden verschiedene

Polst er entw orfen, die die maximale Druckbelast ung um bis zu 25

Prozent reduzieren können. Aufgrund dieser Erkenntnisse entw arf

Jeantex ein neues Hosenkonzept – für alle Radfahrty pen.“

78

Your perfect fit

• Für ambitionierte Roadund

MTB-Fahrer.

• Mit extrem gebeugtem

Oberkörper.

• Sitzposition mit höchster

Belastung

im Schambereich.

• Oberteile: Sehr

körpernahe Passform

mit kurzgeschnittener

Frontpartie und

deutlich verlängertem

Rücken

• Für sportliche Road

Cross- und MTB-

Fahrer.

• Mit vorwiegend

halbaufrechter

Körperhaltung.

• Sitzposition mit

höchster Belastung

im Dammbereich.

• Passform der Oberteile

körpernah mit

verlängertem Rücken

Wie sieht dieses Hosenkonzept aus?

„Ziemlich bunt! Zumindest von innen. Wir arbeit en mit drei verschiedenen

Farben: Rot, Gelb, Blau. Als ich vor fast sechs Jahren

zu Jeantex kam, lagen 20 Hosen auf dem Boden meines Büros.

Ich fr agte unseren Verkaufsleit er: „Welche Hose kann denn hier

was und wie viel kost et sie?“ Daraufh in musst e dieser erst in jedes

einzelne Hosenschild schauen, um mir die Frage beantw orten

zu können. So gi ng das natürlich nicht! Wenn wir das nicht auf

einen Blick erkennen können, wie geht es da dem Händler oder

Kunden? Also wurde nach einem Syst em zur Kategorisierung der

Hosen gesucht. Wir entschieden uns für ein Farbschema: Rot,

Gelb, Blau!“

Und was hat es mit diesen

drei Farben genau auf sich?

„Wir haben den drei Farben drei Sit zposit ionen auf dem Bike

zugeordnet. Die Farbe Rot st eht für ‚Comfort’ und bedient den

komfortorientierten Biker mit aufr echter Körperhaltung. Gelb

Herren:

Kurzarmtrikot

ROM

2-in-1

Bikeshorts

CALDARO

Informationen unter www.jeantex.com

Promotion!

bedeutet ‚Performance’ und ist für den sp ortlichen Radler mit

halbaufr echter Körperhaltung gedacht und schließlich gi bt es die

Farbe Blau, für den ambit ionierten Fahrer mit extrem gebeugtem

Oberkörper. Dieser fällt dann unter die Kategorie ‚Extreme’.

Somit hat jede Hose eine Farbmarkierung, die anzeigt, welchen

Härtegrad das Polst er besit zt. Nun kann man im Bikeshop auf

den erst en Blick erkennen, welche Hose für wen gee ignet ist .

Dieses Farbkonzept zieht sich außerdem durch einen großen Teil

unsrer Bikekollektion! Alles in allem eine sehr übersichtliche

Sache für den Radfahrer!“

Und darf ich fr agen, welche

Farbe Sie bevorzugen?

„Ganz klar Rot! Denn Komfort geht bei mir über alles!“

Herr Steiner, vielen Dank für das Gesp räch!

www.jeantex.de

Damen:

Kurzarmtrikot

BEATRICE

2-in-1

Bikeshorts

BAGHERIA

• Für komfortorientierte

Biker.

• Mit aufrechter Ober

körperhaltung

• Sitzposition mit

höchster Belastung

im Schambereich.

• Bequeme Passform

der Oberteile

Extreme Performance Comfort

Mountainbike Südtirol.indd 5 29.01.2010 14:30:14

©pedaliéro #01/10


Die Wand

Der Anstieg des Grauens

Mittlerweile recht berühmt geworden ist der extrem steile Anstieg

von Breien nach Steinegg, weil sich bisher schon einige

Hundert Biker die Zähne an der Wand ausgebissen haben.

Die Wand wird auch Zacherle genannt, denn der Zacherlehof

liegt auf halbem Weg. Ob der Hof so heißt, weil es so zach

(auf gut Deutsch zäh) ist, dort hinaufzukommen, ist nicht

überliefert!

Einige Daten zur Wand:

Länge: 1,44 km

Höhenmeter 250

Steigung: durchschnittlich 25 %

Maximale Steigung: 35 %

Auch für erfahrene Bikespezialisten ist die Wand jedes Mal

aufs Neue eine Herausforderung und durch den Umbau der

Straße ist der Uphill noch schwieriger geworden. Im Hotel

Steineggerhof gibt es sogar ein spezielles „Wand-Bezwinger-Trikot“!

Verdienen kann es sich derjenige, der während

seiner Urlaubswoche im Steineggerhof mindestens einmal die

Wand hinaufgestrampelt ist.

Promotion!

Pension Tschantnaihof

Mountainbiken in Südtirol!

Der Tschantnaihof liegt inmitten der Dolomiten und ist ein

idealer Ausgangspunkt für Biketouren im Rosengarten-Latemar-Gebiet.

Unseren Mountainbiker-Gästen können wir einen

Fahrradraum sowie viele Tourenvorschläge durch unsere

herrliche Landschaft bieten. Dazu gibt es fünf Mal wöchentlich

geführte Biketouren, mit den professionellen Guides

unseres Partnerbetriebs.

Wir bieten eine abwechslungsreiche gute Küche und ein

reichhaltiges Frühstücksbuffet. Die Preise für Übernachtung

und Halbpension beginnen ab € 38,00.

Pension Tschantnaihof

Fam. Lantschner Hubert

Mitterstrich 174

39053 Steinegg, Südtirol, Italien

Tel.: +39 0471 376545

www.tschantnaihof.com

©pedaliéro #01/10 79


Rosengarten - Latemar im Überblick!

80

©pedaliéro #01/10


©pedaliéro #01/10 81


Abo

Ein moralisches Angebot –

das pedaliéro-Abonnement!

pedaliéro - das Magazin für Geländeradsport:

alle zwei Monate 100 Seiten vollgepackt mit

allem, was Mountainbikern wirklich Spaß macht

- ob CrossCountry, Touren, Downhill, Marathon,

Street, Freeride oder Dirt. Alles über die

neuesten Bikes, die interessantesten Typen, die

besten Events und mit allen News aus der Welt

des Mountainbikens!

Lass dir den pedaliéro doch ganz bequem ins

Haus bringen! 6 Mal im Jahr direkt in deinen

Briefkasten für nur € 15,- in ganz Deutschland!

Und aufgrund der großen Nachfrage gibt es

das pedaliéro-Abo auch in Österreich und der

Schweiz für € 24,-!

Keine Ausgabe verpassen -und als Dankeschön

gibt es diesmal für alle Neuabonnenten on Top:

Die superleichten DB dressSocks von der Kultfirma

Assos! Sitzen optimal am Fuß, ohne einzuengen

und bieten jederzeit ein angenehmes

Tragegefühl. Durch die Atmungsaktivität wird

die Feuchtigkeit nach außen getragen, so dass

Ihr Fuß immer trocken bleibt. Ebenso gibt die

enthaltene Naturfaser ein kühles Gefühl auf der

Haut. Mit kleinem ASSOS-DB- Logo. 70%

Baumwolle, 30% Elasthan, Farben: schwarz oder

weiß, Größen: 0 (35-38), I (39-42), II (43-

45). Bitte angeben!

Also nichts wie hingesurft zu www.pedaliero.de

und Abo abschließen!

82

Herausgeber:

Andreas Sawitzki &

Michael Sawitzki-Rotermund

„Reise Spezial“ ist eine

Sonderausgabe des pedaliero –

Magazin für Geländeradsport

Redaktionsanschrift:

pedaliero –

Magazin für Geländeradsport

Barkauer Straße 121 | 24145 Kiel

Fon +49 (0) 431.719 74 14

Fax +49 (0) 431.996 99 86

post@pedaliero.de

www.pedaliero.de

Chefredakteur:

Andreas Sawitzki

Mitarbeiter an dieser Ausgabe:

Marco Knopp, Eliane Lehmann,

Falco Mille, Janine Nicolai,

Michael Sawitzki-Rotermund,

Kirsa Stoltenburg,

Fotografen:

Marco Knopp, Falco Mille,

Kurt Resch, Andreas Sawitzki,

Michael Sawitzki-Rotermund,

Marco Toniolo

Grafik & Layout

formklang

Holtenauer Str. 256

24106 Kiel

www.formklang.net

Erscheinungsweise:

alle zwei Monate

Abonnements:

6 Ausgaben für € 15,-

(Österreich & Schweiz € 24,-)

auf www.pedaliero.de

Impressum

Anzeigen:

Nordstern Media

Eliane Lehmann

e.lehmann@nordstern-media.de

Fon +49 (0) 431.990 45 850

www.nordstern-media.de

Verlag:

Terra Oceanis Verlag

(Geschäftsführer Alexander Lehmann)

Barkauer Straße 121| 24145 Kiel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck,

Aufnahme in elektronische

Datenbanken sowie sonstige Vervielfältigungen

nur mit ausdrücklicher

Genehmigung der Herausgeber.

Für unverlangt eingesandtes

Bildmaterial wird keine Haftung

übernommen.

Unter Hinweis auf § 5 Abs. 3 MarkenG

nehmen wir Titelschutz in

Anspruch für pedaliéro in allen

Schreibweisen, Schriftarten, Wortverbindungen,

Darstellungsformen,

Abwandlungen, Abkürzungen,

Titelkombinationen, graphischen

Gestaltungen, entsprechenden

Zusätzen, Untertiteln und Zusammensetzungen

für alle Medien,

insbesondere Druckerzeugnisse wie

Magazine, Zeitungen, Zeitschriften,

Büchern und allen anderen Printprodukten,

sowie Tonträger und

Merchandising, Bildtonträger,

Film, Hörfunk, Fernsehen, Software,

Off- und Onlinedienste,

Internet, CD-Rom, CD-I, DVD

und MD (MiniDisc) und andere

Datenträger sowie für sonstige audiovisuelle,

elektronische und digitale

Medien und Netzwerke, Domains,

Veranstaltungen und Dienstleistungen

aller Art.

©pedaliéro #01/10


Have your own

Das AMR Lector 7700 ist der perfekte Allrounder, egal ob für Touren, Marathon der raue

Abfahrten! Unser komplett überarbeitetes Meisterwerk brilliert auf jedem Trail mit einem

ungemein feinfühligen Ansprechverhalten. Die revolutionäre Nadellagertechnologie, sowie das

niedrige Übersetzungsverhältnis werden dich begeistern und sorgen bei jeder Ausfahrt für

Fahrspass der Extraklasse.

Mehr Infos unter: www.ghost-bikes.com

Ein Himmelbett auf zwei Rädern!

Have www.ghost-bikes.com your own

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!