Maturaarbeit "Lichtverschmutzung im Talkessel ... - Kanton Schwyz

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Maturaarbeit "Lichtverschmutzung im Talkessel ... - Kanton Schwyz

Lichtverschmutzung

im

Talkessel Schwyz

Darlegung der Problematik und Vorbereitungen

zur Messung der Nachthimmelshelligkeit

Autorin:

Martina Steiner, Viktoriastrasse 1, 6440 Brunnen

Betreuung:

Dr. Bernhard Parodi

Maturaarbeit im Fach Physik – Theresianum Ingenbohl Brunnen, November 2004


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Vorwort

Lichtverschmutzung hat nichts mit verschmutztem Licht zu tun. Sie ist die

Verschmutzung des Nachthimmels mit Licht. Trotz einer zunehmenden Präsenz

dieses Phänomens in den Medien sind dieser Begriff und seine Bedeutung den

wenigsten bekannt.

Genau dies war ausschlaggebend, dass ich Lichtverschmutzung als Thema für

meine Maturaarbeit gewählt habe. Dadurch konnte ich mich in den Stoff einarbeiten

mit der Gewissheit, dass dies erst wenige vor mir gemacht haben.

Natürlich brachte das auch gewisse Probleme mit sich, die sich jedoch mit Hilfe von

Drittpersonen bewältigen liessen. Besonders danken möchte ich meinem Betreuer,

Herrn Dr. Bernhard Parodi, mit dessen Hilfe ich manche Hürde überwinden konnte.

Des Weiteren danke ich Herrn Urs Keller, der mich in technischen Fragen

unterstützte; Sachkundigen, die mir einen Zugang zum Thema Lichtverschmutzung

ermöglichten, namentlich Herrn Rodrigue Bieri von der Umweltschutzstelle der

Gemeinde Schwyz, Herrn Josef Hediger, Elektroingenieur, Herrn Gerhard Hofstetter,

Lichtkünstler und vielen aufmerksamen Zeitungsleserinnen und Zeitungslesern, die

mich über neue Artikel informiert haben.

Eine besonders grosse Herausforderung war der Versuch, Lichtverschmutzung

objektiv mit einer Digitalkamera zu messen. Das dafür benötigte Computerprogramm

Matlab wurde vom Theresianum Ingenbohl angeschafft und stand mir für meine

Arbeit zur freien Verfügung. Vielen Dank für die Unterstützung.

1


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Inhalt

EINLEITUNG............................................................................................................... 3

1. LICHTVERSCHMUTZUNG ALLGEMEIN............................................................ 5

1.1. ZUR GESCHICHTE DER LICHTVERSCHMUTZUNG.................................................. 6

1.2. MÖGLICHE PROBLEMATISCHE AUSWIRKUNGEN .................................................. 7

a) Biochronologie ..................................................................................... 7

b) Vögel .................................................................................................... 8

c) Insekten................................................................................................ 9

d) Daphnien.............................................................................................. 9

e) Meeresschildkröten .............................................................................. 9

f) Verkehr................................................................................................. 9

g) Astronomie ......................................................................................... 10

1.3. MESSUNGEN DER HIMMELSHELLIGKEIT............................................................ 10

a) Vorgehen............................................................................................ 11

b) Probleme............................................................................................ 13

1.4. MASSNAHMEN ZUR REDUZIERUNG DER LICHTVERSCHMUTZUNG ........................ 13

1.5. RECHTLICHE SITUATION IN DER SCHWEIZ ........................................................ 14

2. LICHTVERSCHMUTZUNG IM TALKESSEL SCHWYZ.................................... 17

2.1. DIE SITUATION IN DEN GEMEINDEN DES TALKESSELS SCHWYZ.......................... 17

2.2. INTERVIEWS .................................................................................................. 19

2.3. RESULTATE DER MESSUNGEN IM TALKESSEL SCHWYZ ..................................... 20

SCHLUSSFOLGERUNGEN ..................................................................................... 21

ABBILDUNGSVERZEICHNIS .................................................................................. 22

QUELLENVERZEICHNIS ......................................................................................... 22

2


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Einleitung

Je mehr über das Thema Lichtverschmutzung bekannt wird, desto mehr fällt die

Allgegenwärtigkeit von Licht auf. Besonders drastisch ist die Situation in städtischen

Gebieten. Doch auch in vermeintlich natürlichen, ländlichen Gebieten ist der

Nachthimmel durch Licht regelrecht verschmutzt; an keinem Ort in der Schweiz

herrschen in der Nacht die natürlichen Lichtwerte.

Im Rahmen meiner Maturaarbeit wollte ich mich mit dem Thema Lichtverschmutzung

auseinandersetzen und vor allem untersuchen, ob die Situation in der Umgebung

von Schwyz eher unbedenklich oder doch gravierend ist.

Ist sich die Bevölkerung der Problematik der Lichtverschmutzung bewusst? Wird

Lichtverschmutzung überbewertet? Ist sie einfach nur der Preis für „eine zivilisierte

Lebensart“? Wie wird der Grad der Lichtverschmutzung gemessen?

Einen Überblick über das Thema schafft der erste Teil meiner Arbeit. Darin gehe ich

auf die Geschichte der Lichtverschmutzung ein, ihre möglichen Folgen und was

dagegen unternommen werden kann.

Fundierte Informationen für den theoretischen ersten Teil meiner Arbeit fand ich auf

der Homepage von Dark Sky Switzerland (DSS), einer nichtstaatlichen Organisation

in der Schweiz, die dem weltweiten Dachverband gegen die Lichtverschmutzung

(International Dark-Sky Association, IDA) angeschlossen ist. DSS existiert seit 1996

und ist eine Non-Profit-Organisation, die sich für die Reduktion der

Lichtverschmutzung einsetzt, indem sie eine informierende und beratende Funktion

einnimmt bei Projekten von Bund, Kantonen, Gemeinden, Unternehmen und

Privatpersonen. DSS zählt mehrere hundert Mitglieder und Gönner, Tendenz

steigend.

Auf dieser Seite ist auch die Diplomarbeit von René L. Kobler (Vize-Präsident von

Dark-Sky Switzerland und Gewinner des Galileopreises 1 2004) aus dem Jahr 2002

veröffentlicht: Die Lichtverschmutzung in der Schweiz – Mögliche Auswirkungen und

praktische Lösungsansätze (nachfolgend zitiert: Kobler, 2002). Sie zeigt auf, was

Lichtverschmutzung genau ist, warum Auswirkungen zu erwarten sind und wie und

welche Massnahmen in der Schweiz einleitbar wären. Diese Arbeit bildet die

Grundlage von Kapitel 1.2 meiner Arbeit, MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN, und

Kapitel 1.4., MASSNAHMEN.

Ich habe zwei sehr interessante Interviews geführt mit Menschen, die einen ganz

besonderen Bezug zum Licht haben: Gerhard Hofstetter hat bei seiner Arbeit als

Lichtkünstler täglich mit Licht zu tun und hat sich deshalb auch schon mit der

Lichtverschmutzung auseinandergesetzt. Mit dieser Thematik hat sich auch Josef

Hediger, Elektroingenieur beim Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz EBS bereits

befasst. Auszüge aus diesen Gesprächen und eine Auswertung sind im zweiten Teil

meiner Arbeit zu finden.

Eine besondere Herausforderung fand ich in der objektiven Messung von

Lichtverschmutzung. Die Photometrie (Lichtmessung) ist ein komplexes Gebiet,

1 Der Galileopreis ist die höchste Auszeichnung, die in Europa zum Schutz des Nachthimmels

vergeben wird.

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

welches den Rahmen einer Maturaarbeit sprengen würde. Durch meinen Betreuer,

Dr. Parodi, wurde ich auf ein vom amerikanischen Physiker Thaddeus N. Selden

entwickeltes Verfahren aufmerksam, anhand dessen Lichtverschmutzung mit einer

Digitalkamera gemessen werden kann. Dazu werden Photographien des

Nachthimmels gemacht, wobei auf eine bestimmte Verschlusszeit und

Belichtungssteuerung zu achten ist. Diese Bilder werden von einem

Computerprogramm ausgewertet. Die Programmiersprache Matlab mit den

Datenquellen, die mir aus den USA zugeschickt worden sind, übersetzt die von mir

gemachten Bilder in Graphiken. Genaueres dazu ist im zweiten Teil meiner Arbeit zu

finden.

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

1. Lichtverschmutzung allgemein

Lichtverschmutzung ist die gebräuchliche Bezeichnung für die Abstrahlung von

sichtbarem Licht (Wellenlängen 380 - 780 nm) in den Himmel und in nicht für die

Beleuchtung vorgesehene Gebiete (also das ungenutzte Licht). Sie wird verursacht

durch fest installierte, künstliche Beleuchtungen ausserhalb von Gebäuden.

Als Lichtverschmutzung wird gemäss DSS folgendes definiert 2 :

Licht, das in eine Richtung geht, wo es keinen eigentlichen

Beleuchtungszweck erfüllt. Dieses Licht ist unnötig produzierter Abfall.

Licht, das an Intensität zu stark ist.

Licht, das in Zeiträumen aktiviert ist, das nicht im Verhältnis zum Nutzen steht.

Licht, das ökologisch lästige und schädliche Auswirkungen hat.

Licht, das aus ökologischer Sicht nicht tragbar ist, betreffend Verhältnis

ökologischer Schaden pro nicht evidente Wertschöpfung.

Abbildung 1: Eine Zusammenstellung von mehreren Satellitenaufnahmen zur Darstellung der

Lichtverschmutzung auf der Erde

Die Lichtverschmutzung widerspiegelt den Entwicklungsgrad einer Region. In

Abbildung 1 ist deutlich erkennbar, dass grosse Gebiete in Afrika, Südamerika und

Asien weniger erhellt sind als in den Vereinigten Staaten und Westeuropa. Nur eine

Wohlstandsgesellschaft kann es sich leisten, um der Ästhetik willen in der Nacht ein

Gebäude zu bestrahlen. So erklärt sich auch, weshalb die Lichtverschmutzung nicht

2 vgl. Kobler 2002, S. 11

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

auf die Bevölkerungsgrösse zurückzuführen ist, sondern vor allem auf den

Urbanisierungsgrad.

Licht kann von Gasen oder Stäuben absorbiert, reflektiert und gestreut werden.

Dabei hat das Wetter grossen Einfluss: Je höher der Bestandteil von Staub oder

Feuchtigkeit in der Atmosphäre ist, desto stärker bildet sich die Lichtglocke aus.

Das Licht breitet sich nicht nur vertikal, sondern auch horizontal aus.

1.1. Zur Geschichte der Lichtverschmutzung

Im 19. Jahrhundert nahm die Lichtverschmutzung ihren Anfang. Gaslaternen wurden

fest am Strassenrand installiert. Diese Art von Beleuchtung hatte wegen ihrer

geringen Verbreitung kaum negative Auswirkungen.

Als einer der ersten erzeugte der britische Chemiker Sir Humphry Davy (1778-1829)

elektrische Lichtbögen und brachte einen feinen Platindraht in der Luft zum leuchten,

indem er Strom durch ihn fließen ließ. Etwa seit dem Jahr 1840 wurde eine Reihe

von Glühlampen patentiert, aber keine davon war kommerziell erfolgreich, bis der

amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison (1847-1931) 1879 seine

Kohlenstofflampe produzierte. In dem gleichen Zeitraum wurden verschiedene

Bogenlampen erfunden. Die erste brauchbare Bogenlampe wurde in einem

Leuchtturm in Dungeness (England) 1862 installiert. Der amerikanische Pinonier der

Elektrotechnik, Charles Francis Brush (1849-1929), baute 1878 die erste

wirtschaftlich erfolgreiche Bogenlampe.

Als die elektrische Strassenbeleuchtung aufkam, waren die Lichtemissionen immer

noch gering. Bis anhin wurde jede neue Strassenlaterne mit Begeisterung

aufgenommen, kein Wunder also, sorgte die 1882 von Werner von Siemens (1816-

1892) entwickelte elektrische Strassenlampe für eine Sensation.

Zu dieser Zeit wuchs die Kaufkraft und zugleich auch das Warenangebot; ein neues

soziales Verhaltensmuster wurde durch die Werbung erzeugt – der Konsumrausch:

Ab 1896 tauchten erstmals Leuchtschilder auf.

1907 verdrängten Wolframglühdrähte die Kohlenstoffglühdrähte in Glühlampen, und

1913 wurden gasgefüllte Glühlampen entwickelt. Die Leuchtstofflampe wurde 1938

auf den Markt gebracht.

Die am Ende des 19. Jahrhunderts begonnene „Erhellung der Nacht“ wuchs im 20.

Jahrhundert stark an. Hinzu kamen Gebäudebeleuchtungen als Touristenattraktionen

und der Gebrauch von Skybeamern (diese können bis zu 30 km weit leuchten).

Allein zwischen 1992 und 2000 hat sich in Mitteleuropa die Fläche der erleuchteten

Gebiete fast verdoppelt. Satellitenmessungen haben ergeben, dass es in der

Schweiz keinen Quadratkilometer Fläche mehr gibt, wo in der Nacht noch die

natürlichen Helligkeitswerte herrschen (vgl. Cinzano, The first World Atlas of the

artificial night sky brightness 2001).

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Seit einigen Jahren regt sich Widerstand gegen die künstliche Erhellung, vor allem in

Kreisen von Hobbyastronomen und Umweltschützern. Lichtverschmutzung gewinnt

an Präsenz in den Medien; beim Bundesamt für Wald und Landschaft BUWAL ist

eine Broschüre mit Richtlinien zur Verminderung der Lichtverschmutzung in Arbeit,

deren Veröffentlichung für das Frühjahr 2005 geplant ist.

Im Gewerbemuseum Winterthur ist noch bis zum 30. April 2005 die Ausstellung

„Licht-Raum – Von natürlichen Lichtquellen zum Lichtdesign“ zu sehen. Sie widmet

sich den Qualitäten von Licht und Schatten und vermittelt Einblick in deren

Phänomenologie. Dabei wird die Rolle von Licht in der Gesellschaft thematisiert und

somit auch die Hintergründe der Lichtverschmutzung.

Trotzdem ist Lichtverschmutzung vielen – seien dies Privatpersonen oder Angestellte

bei entsprechenden Ämtern und Dienstleistungsbetrieben – noch kein Begriff.

Ausserdem herrscht eine Euphorie in der Entwicklung von Alternativen zur

Glühbirne. Die Leuchtdiode (LED) 3 beispielsweise könnte die Beleuchtung von

Gebäuden erleichtern, welche ja von Touristen zunehmend verlangt wird und in

vielen Augen die Attraktivität eines Bauobjektes erhöht. So ist auch die Beleuchtung

des eigenen Grundstücks voll im Trend. Die Menschen haben sich an die helle Nacht

gewöhnt und finden sich in der Dunkelheit kaum noch zurecht.

Die Beleuchtung ist kaum mehr wegzudenken, trägt sie doch zur Sicherheit und

besseren Orientierung bei.

1.2. Mögliche problematische Auswirkungen

Licht verbessert die Lebensqualität. Unabhängig von der Tages- oder Nachtzeit

ermöglicht es Orientierung, Arbeit und Vergnügen. Ausserhalb von Häusern und

Gebäuden kann es jedoch auch störend sein.

Wenn die natürlichen Beleuchtungsstärken 4 von 0.25 lx in einer Vollmondnacht und

0.01 lx in einer Neumondnacht durch Lichtverschmutzung überschritten werden,

beeinträchtigt dies das hoch entwickelte Nachtsehen vieler nachtaktiver Tiere.

Künstliche Leuchten als zum Mond zusätzliche Punktlichtquellen bedeuten für viele

Tiere Blendung und Desorientierung. Es ist noch nicht geklärt, welche negativen

Auswirkungen die gesteigerte Umgebungshelligkeit und die erhöhte Anzahl

Punktlichtquellen haben.

a) Biochronologie

Durch das Licht wird die so genannte „innere Uhr“ synchronisiert, welche bei nahezu

allen Lebewesen Bestandteil des Erbguts ist. Bei vielen Menschen wird der

3 light emitting diode: Eine Lichtquelle basierend auf der Halbleitertechnik, die sich durch extrem hohe

mechanische Festigkeit, sehr hohe Lebensdauer und gute Lichtausbeute auszeichnet.

4 Einheit der Beleuchtungsstärke: lx = cd·sr/m 2

cd·sr steht für Candela-Steradiant; Candela ist als die Lichtsstärke einer Strahlungsquelle definiert,

die monochromatische Strahlung der Frequenz 540 × 10 12 Hertz emittiert, wobei die Strahlstärke

1/683 Watt pro Steradiant beträgt. (Ein Steradiant ist ein Raumwinkel, der aus einer Kugel mit dem

Radius 1 Meter eine Kugelkappe von 1 Quadratmeter ausschneidet.)

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Tageslichtbedarf zur Synchronisation der inneren Uhr teilweise unterschritten; der

genetisch programmierte Freilaufrhythmus von 24.2 Stunden kann dem natürlichen

Tag-Nacht - Wechsel nicht mehr angepasst werden, was Symptome wie bei einem

Jetlag zur Folge hat. Wenn zusätzlich die Qualität des Schlafes durch Licht

beeinträchtigt wird, gefährdet dies die lebensnotwendige Ruhezeit.

Ganz allgemein kann gesagt werden, dass der Mensch in unseren Breitengraden am

Tag zu wenig und in der Nacht zu viel Licht hat.

b) Vögel 5

Die Mehrheit der Zugvögel ist nachts unterwegs; nachts ziehende Vögel orientieren

sich an den Sternen. Ein weiteres Hilfsmittel ist das Magnetfeld der Erde. Die

Kombination dieser Orientierungsmittel ermöglicht es den Zugvögeln auch unter

bedecktem Himmel geradlinig zu ziehen; sie ziehen aber wenn immer möglich die

optische Orientierung vor.

Gefährdet sind vor allem Zugvögel, die lange Strecken fliegen, etwa die

Grasmücken, Laubsänger, Drosseln und der Kuckuck.

Es gibt zwei hauptsächliche Formen, bei denen Licht störend auf Zugvögel wirkt. Die

eine Form ist eine Attraktionswirkung bei schlechten Sichtverhältnissen, die andere

eine Schreckreaktion beim Einfliegen in einen starken Lichtkegel.

Offenbar werden Vögel bei schlechter Sicht generell von Lichtquellen angezogen.

Dies führt zu Massenkollisionen von Zugvögeln im Licht starker Scheinwerfer von

Leuchttürmen, in vermindertem Masse auch mit Lichtern an Radio und Fernsehtürmen;

Gasflammen der Ölbohrtürme in der nebelreichen Nordsee sind berüchtigt

als Vogelfallen.

Auch die Lichtglocke, die vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und einem hohen Grad

an Luftverschmutzung über jedem Siedlungsgebiet entsteht, zieht Zugvögel an.

Gerät ein Zugvogel in einen solchen Lichtdom hinein, ist es möglich, dass er ähnlich

einem Insekt im Lichtschein einer Lampe nicht mehr herausfindet und im Extremfall

nach stundenlangem Kreisflug zu Grunde geht.

Plötzlich auftauchende starke Lichtreize haben auch bei guten Sichtverhältnissen

einen grossen Einfluss auf das Flugverhalten ziehender Vögel. Schon bei geringen

Lichtmengen weichen die Vögel im Durchschnitt 15 Grad von ihrer ursprünglichen

Richtung ab – bei starkem Licht beträgt die Abweichung bis zu 45 Grad – sie

reduzierten ihre Geschwindigkeit und versuchten auch vertikal aus dem Strahl zu

entweichen.

5 vgl. Prof. Dr. B. Bruderer, Schweizerische Vogelwarte Sempach

8


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

c) Insekten

Insekten werden ebenso wie Vögel von Lichtquellen angezogen. Der Einflussbereich

hängt vom Mondzyklus (bei Neumond ist er viel grösser als bei Vollmond) und von

der Wettersituation ab.

Dieser Vorgang läuft sozusagen automatisch ab, was je nach Art und Temperatur

der Leuchte für die Insekten tödlich sein kann.

Bei der heutigen Dichte der Lampen weichen Insekten ständig von der vorgesehenen

Flugrichtung ab.

Motten beispielsweise meiden das Tageslicht, um sich vor Räubern zu schützen.

Das Mondlicht verwenden sie, um sich im Dunkeln zu orientieren. Sie halten den

Winkel zu den parallel eintreffenden Mondstrahlen konstant, um geradeaus zu

fliegen. Dieser Vorgang wird in der Nacht auch auf Kunstlichtquellen übertragen; die

Motten beginnen zwangsläufig, um die Lampe zu kreisen und beschreiben dabei

eine archimedische Spirale 6 .

„Bei milliardenfacher Tötung der Insekten durch ökologisch falsch konzipierte

Aussenleuchten, könnten nicht nur die Biodiversität der Insekten, sondern indirekt

auch die Artenvielfalt der Pflanzen, Vögel und weitere abhängige Systeme betroffen

sein“ (Kobler, 2002, S. 15).

d) Daphnien 7

Eine mögliche Auswirkung hat ein Überschuss an Helligkeit in der Nacht auf

Daphnien, die nachts in Richtung Wasseroberfläche aufsteigen, weil sie sich von dort

lebenden Algen ernähren. Dabei orientieren sie sich am Lichteinfall, der in der Nähe

von Siedlungsgebieten quantitativ höher ist. „Steigen die Daphnien aufgrund zu

starkem Lichtabfall nicht genügend hoch auf, erreichen sie die Algen nicht. Eine

Nahrungskette mehr ist gestört, im komplexen System des ökologischen

Nahrungsgleichgewichts.“ (Kobler, 2002, S. 16).

e) Meeresschildkröten

Frisch geschlüpfte Meeresschildkröten kriechen an belebten Stränden in die

Richtung des stärksten Lichtes und gelangen so gar nicht erst ins Meer.

f) Verkehr

Strassenbeleuchtungen und Leuchtreklame führen oftmals zu Blendung der

Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.

6 Die Spirale kann durch eine Überlagerung zweier Bewegungen eines Punktes erzeugt werden,

nämlich durch eine gleichförmige Bewegung längs eines Strahls vom Anfangspunkt aus und durch

eine gleichförmige Kreisbewegung des Strahls um den Anfangspunkt herum. Form: r = a*t mit

positiver reeller Konstante a und t≥0.

7 Wasserflöhe; bilden die Ordnung Cladocera der Klasse Crustacea. Winzige, sich ruckartig durch das

Wasser bewegende Krebstiere mit etwa 420 Arten.

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Leuchtreklame ist oft viel zu grell und hell, darunter "verblassen" manchmal Ampeln

und Verkehrszeichen regelrecht. Diese Reizüberflutung kann zu Fehlverhalten und

Unfällen führen, speziell bei Regen und nasser Fahrbahn ist die Blendung enorm.

g) Astronomie

Astronomische Beobachtungen im sichtbaren Wellenlängenbereich werden

beeinträchtigt oder sogar verunmöglicht. Professionelle Beobachtungen und

Messungen müssen in abgelegenen Regionen durchgeführt werden, beispielsweise

in der Atacama-Wüste im Hochland von Chile.

Jeder fünfte Mensch auf der Welt kann die Milchstrasse von seinem Wohnort aus

nicht mehr von blossem Auge sehen; in den Ballungsgebieten von Europa, Asien

und Amerika sind es noch weit mehr 8 .

Das Problem der Lichtverschmutzung ist, dass sie

kontrastmindernd wirkt. Das Sternbild Krebs 9

(Abbildung 2) ist beispielsweise wegen der

zunehmenden Lichtverschmutzung in unseren

Gegenden kaum mehr mit bloßen Augen zu sehen.

Das Auge adaptiert sich bei Dunkelheit reflexartig am

hellsten Punkt; je heller dieser ist, desto weniger kann

daneben noch erkannt werden.

Der Sternenhimmel prägte seit jeher das Weltbild der

Menschen mit. Durch den Verlust seiner Sichtbarkeit

geht eine seit Jahrtausenden existierende Inspirationsquelle der Menschheit

verloren.

1.3. Messungen der Himmelshelligkeit

Die Lichtmessung wird unterteilt in visuelle und physikalische Photometrie. Basis

dafür ist die Lichtempfindung des menschlichen Auges. Bei der visuellen Photometrie

dient das Auge des Messbeobachters als Empfänger; es werden zwei Leuchtdichten

miteinander verglichen. Bei der physikalischen Photometrie verwendet man

lichtelektrische Empfänger, wie z. B. Photoelemente bzw. Photozellen.

Merle Walker hat für den Anstieg der Himmelshelligkeit L über den natürlichen

Hintergrund (im Zenit beträgt dieser Wert 0,0002 cd m²) die Formel L=0,01⋅P⋅d -2.5

gefunden, worin P die Einwohnerzahl und d der Abstand in km vom Zentrum der

Stadt ist. Der Wert bezieht sich auf einen Blickwinkel von 45° über das Zentrum der

Stadt. Dabei wird angenommen, dass je Einwohner ein Lichtstrom von 500 Lumen

anzusetzen ist.

8

vgl. Coopzeitung Nr. 45: Die Nacht – Der helle Wahnsinn (Antoinette Schwab in Zusammenarbeit mit

DSS)

9

Cancer, Kurzzeichen Cnc. Gehört zu den Tierkreiszeichen. In der Mitte erkennt man den bekannten

offenen Sternhaufen M44 (NGC 2632), Praesepe, Krippe oder Bienenkorb. Insgesamt gehören mehr

als 200 Sterne zu M44, der 577 Lichtjahre von uns entfernt liegt.

10

Abbildung 2:

Sternbild Krebs mit M44


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Walker’s Law beruht auf Messungen in Kalifornien, USA, und liefert freilich nur ein

Näherungsergebnis.

Von Pierantonio Cinzano und Fabio Falchi wurden an der Universität Padua

Satellitenbilder ausgewertet und so bearbeitet, dass ein Lichtverschmutzungsatlas

der Welt entstand (2001).

Abbildung 3 zeigt die Nachthimmelshelligkeit in Europa. Die

Satellitenaufnahme wurde von Pierantonio Cinzano so

ausgewertet und koloriert, dass die Farben dem Verhältnis

zwischen künstlicher und natürlicher Himmelshelligkeit

entsprechen:


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Kurz gesagt werden mit einem Computerprogramm die mit einer Digitalkamera

aufgenommenen Bilder ausgewertet und der Wert der Durchschnittshelligkeit

anhand der unterschiedlichen Pixelwerte 10 bestimmt.

Die folgenden Informationen sind stark vereinfacht. Für ausführlichere Daten sei auf

das Protokoll von Herrn Selden verwiesen.

Voraussetzungen bei der Aufnahme der Messdaten:

Das wichtigste ist eine vollkommen klare Nacht ohne Dunst, Wolken oder Nebel;

idealerweise bei Neumond. Die Fotos müssen zeitlich nahe beieinander gemacht

werden, um möglichst ähnliche atmosphärische Verhältnisse zu gewährleisten.

Es ist ein Standort ohne direkte Lichtbestrahlung zu wählen. Zur genauen

Festlegung ist ein Global Positioning System (GPS) notwendig. Voraussetzung ist

eine klare Sicht des Himmels in alle Richtungen.

Die Kamera muss auf einem Stativ montiert sein und das Fotografieren aus der

Ferne ausgelöst werden, da Vibrationen das Ergebnis verfälschen.

Um überflüssige Farbinformationen zu vermeiden, sind Schwarz/Weiß-Bilder

schiessen.

Kleine Fotos machen, was Speicherplatz spart und bei der Umrechnung der

Bilder die Einheitlichkeit gewährt.

Die Belichtungszeit muss für alle Bilder gleich sein und in der Zeitspanne

zwischen 30 und 60 Sekunden liegen.

Die Kamera muss ständig auf Unendlichkeit eingestellt sein.

Das optische Zoom muss so weit als möglich geöffnet sein.

Flugzeug- und Meteorwolken stören auf den Bildern; es muss also überprüft werden,

dass keine solcher Streifen auf dem Foto zu sehen sind.

Sterne werden im Prozess ausgeblendet und haben folglich keinen Einfluss auf das

Resultat.

Auf dem Computer werden die Bilder beschriftet und mit dem Matlabkommando

imread in Matlab importiert.

Um die den Pixeln entsprechende Helligkeit zuzuordnen, werden bekannte Sterne

mit einer Art Fadenkreuz im Programm erkannt und die entsprechenden Lichtwerte

zugeordnet (isolate star.m und magnitude fit.m).

Das Sichtfeld der Kamera wird bestimmt, indem die Distanz zwischen zwei Sternen

auf dem Foto in Beziehung gesetzt wird mit der tatsächlichen Distanz am Himmel.

Derart ist die Anzahl Pixel pro Quadratmeter bestimmbar.

process_image.m ist die wichtigste Datenverarbeitungs-Routine. Sie besteht aus vier

Komponenten.

In einem sogenannten dark frame (einem mit der entsprechenden Kamera

geschossenen Bild in vollkommen dunkler Umgebung sprich bei zugedecktem

Objektiv) wird die durchschnittliche Pixelintensität bestimmt.

Alle beschädigten Pixel werden ignoriert.

Sterne werden aus dem Bild entfernt.

Intensität und Grössenklasse 11 des Himmels im Hintergrund werden bestimmt.

10 Pixel ist eine Abkürzung, die sich aus der englischen Bezeichnung „Picture Element“ (deutsch

Bildelement) zusammensetzt. Das auf einem Monitor dargestellte Bild setzt sich aus einzelnen

Pixeln zusammen.

11 Die Astronomische Grössenklasse (Magnitude) ist ein Begriff der Astronomie, um die absolute oder

scheinbare Helligkeit eines Himmelskörpers anzugeben.

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Die erhaltenen Informationen können als Konturenkarte in Matlab oder auch mit

einem Geoinformatiksystem dargestellt werden. So lassen sie sich mit Daten aus

anderen Messungen vergleichen und beispielsweise Resultate über die Abhängigkeit

der Lichtverschmutzung von der Jahreszeit finden.

b) Probleme

Das im Internet veröffentlichte Dokument A Protocol for Conducting a Light Pollution

Survey Using a Digital Camera aus dem Jahr 2002, in dem Thaddeus N. Selden den

Entwicklungsvorgang seiner Messmethoden beschreibt und das Vorgehen erklärt, ist

in Englisch verfasst und setzt viele physikalische und technische Grundkenntnisse

voraus.

Das Beschaffen der Programmiersprache Matlab verzögerte sich immer wieder, da

die neueste Version erst im Spätsommer erhältlich war und im ETH-Shop in Zürich

gekauft werden musste.

Sich in ein unbekanntes Programm mit einer eigenen Sprache einzuarbeiten ist sehr

zeitaufwändig und mit vielen Schwierigkeiten verknüpft.

Die Datenquellen für die von Thaddeus N. Selden entwickelten Messreihen konnten

am Randolph-­‐Macon College, Ashland angefordert werden; sie wurden auf dem Postweg

in die Schweiz geschickt.

Die Digitalkamera muss verschiedene Ansprüche erfüllen, um geeignete Resultate

zu liefern. Ist die Belichtungszeit zu kurz, enthalten die Bilder nicht die gewünschten

Informationen und die Messreihen sind hinfällig.

1.4. Massnahmen zur Reduzierung der Lichtverschmutzung

Gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtungen, zum Beispiel an Fahrzeugen, werden

nicht als Lichtverschmutzung angesehen und stehen deshalb auch nicht zur

Diskussion.

Die effizienteste Methode

zur Reduzierung der

Lichtverschmutzung wäre

die Vermeidung unnötiger

Lichtquellen. Heute ist dies

kaum denkbar; es herrscht

sozusagen ein „Wettrüsten“

in Sachen Beleuchtung.

Trotzdem gibt es einfache

Möglichkeiten, den negativen

Folgen entgegenzuwirken.

Sehr wirkungsvoll

Abbildung 4: gut nach oben abgeschirmte Leuchten (die

Lichtabstrahlung erfolgt unterhalb der Horizontalen)

verhindern das Abstrahlen von Licht in den Nachthimmel.

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

ist die Abschirmung des Himmels vor Abstrahlung.

Eine virtuell gedachte horizontale Linie, die durch die Lichtquelle geht, lässt die

Leuchte in eine obere und eine untere Sphäre teilen. Jeder von der Leuchte direkt

oder indirekt austretende Lichtstrahl, bildet einen Winkel zwischen sich und dem Lot

zur Erdoberfläche. Als kritischer Winkel wird derjenige bei 90° definiert. Grössere

Winkel gehören zur Lichtverschmutzung (…). Zur Aufhellung des Raumes über uns

tragen vor allem die emittierten Lichtstrahlen mit den Abstrahlungswinkeln zwischen

90° und 135°. Diese Strahlen legen einen längeren Weg durch die Atmosphäre

zurück und treffen so auf mehr Teilchen, an denen sie gestreut werden. (Kobler,

2002, S. 30)

Die entsprechend ausgerüsteten Leuchten (Abbildung 4) sind nicht nur

energiesparend, sondern auch wartungskostenarm: Weniger Lichtimmission

bedeuten eine geringere Attraktionswirkung auf Insekten und so weniger

Verschmutzungen der Lampen.

Die Attraktionswirkung hängt unter anderem auch von den spektralen Eigenschaften

der Leuchten ab. Die UV- und Blaugrünteile (vor allem von Quecksilberdampflampen)

des Lichtes erhöhen die Attraktion der Insekten. Der Austausch von

Quecksilberdampflampen durch Natrium-Hochdrucklampen könnte die

Attraktionswirkung halbieren 12 .

Ausserdem ist die Natrium-Niederdrucklampe bei gleichem Stromverbrauch

wesentlich effektiver als die Quecksilberdampflampe, der Lichtstrom ist bei gleicher

Leistung etwa 4 mal größer.

Zudem streut das kurzwellige Licht sehr stark. Ökologisch, ökonomisch und

astronomisch günstiger sind daher Natriumlampen. Allerdings ist bei Natrium-

Niederdrucklampen keine Farbwiedergabe möglich (Sicherheitsproblem bei

Verkehrszeichen).

Neben Energiekosteneinsparungen fallen dank der Energieverminderung

Nebenprodukte der Energiegewinnung in geringeren Mengen an (CO2, radioaktiver

Abfall). Ausserdem kann bei einem sinnvollen Beleuchtungsgrad auch die Sicherheit

durch Vermeiden von Blenden erhöht werden.

1.5. Rechtliche Situation in der Schweiz

In verschiedenen Ländern sind schon Gesetze zur Eindämmung der Lichtverschmutzung

erlassen worden, zum Beispiel ein nationales Gesetz in Tschechien und

regionale Gesetze in der Lombardei (I), Katalonien (E) und Fauquier County (USA).

In der Schweiz ist man sich des Handlungsbedarfes bewusst. In Zusammenarbeit mit

DSS erarbeitet das Bundesamt für Wald und Landschaft (Buwal) eine Broschüre zum

Thema, deren Erscheinen für das Frühjahr 2005 geplant ist.

Auch regional werden Massnahmen zur Eindämmung der Lichtverschmutzung

getroffen.

12 Interview mit Josef Kälin, 22. Juni 2004

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Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Die Stadt Zürich erarbeitete ein neues Beleuchtungskonzept, den sogenannten Plan

Lumière, der neue Beleuchtungstechniken vorsieht und dass Beleuchtungen präziser

eingesetzt werden.

Das Amt für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft

veröffentlichte kürzlich einen Prospekt zum Thema Lichtverschmutzung, in dem die

Problematik schlechter Aussenbeleuchtung erklärt wird und Tipps gegeben werden,

wie sinnvoll zu beleuchten ist.

In der Stadt Burgdorf (BE) und der Gemeinde Ormalingen (BL) sind Skybeamer, also

himmelwärts gerichtete Scheinwerfer, verboten worden.

Im Kanton Luzern wird der Einsatz von Skybeamern zur Anzeige gebracht, da die

nationale Signalisationsverordnung deren Einsatz sowieso untersagt.

Es bestehen schweizweit rechtliche Grundlagen, die, sofern sie eingehalten würden,

bereits heute die Lichtverschmutzung stark reduzieren würden.

Das Bundesgesetz über den Schutz der Umwelt (USG) „soll Menschen, Tiere

und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume gegen

schädliche oder lästige Einwirkungen schützen sowie die natürlichen

Lebensgrundlagen, insbesondere die biologische Vielfalt und die Fruchtbarkeit

des Bodens, dauerhaft erhalten“

Im Sinne der Vorsorge sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden

könnten, frühzeitig zu begrenzen“ (Art. 1 Abs. 1 und 2 USG).

Das Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere

und Vögel (Jagdgesetz, JSG) bezweckt, „die Artenvielfalt und die

Lebensräume der einheimischen und ziehenden wildlebenden Säugetiere und

Vögel zu erhalten“ (Art. 1 Abs. 1 lit. a JSG).

Das Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG)

hat unter anderem zum Zweck, „das heimatliche Landschafts- und Ortsbild,

die geschichtlichen Stätten sowie die Natur- und Kulturdenkmäler des Landes

zu schonen, zu schützen sowie ihre Erhaltung und Pflege zu fördern“ (Art. 1

Abs. 1 lit. a NHG) und „die einheimische Tier- und Pflanzenwelt sowie ihre

biologische Vielfalt und ihren natürlichen Lebensraum zu schützen“ (Art. 1,

Abs. 1 lit. d NHG).

“Der Bund, seine Anstalten und Betriebe sowie die Kantone sorgen bei der

Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- und

Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler geschont

werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert

erhalten bleiben“ (Art. 3 Abs. 1 NHG).

“Dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten ist durch die

Erhaltung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere geeignete

Massnahmen entgegenzuwirken. Bei diesen Massnahmen ist schutzwürdigen

land- und forstwirtschaftlichen Interessen Rechnung zu tragen“ (Art. 18 Abs. 1

NHG).

Nach der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SSV) sind

Strassenreklamen untersagt, „die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, mit

Signalen oder Markierungen verwechselt werden oder durch ihre

Ausgestaltung deren Wirkung herabsetzen könnten“ (Art. 96 Abs. 1 SSV).

Unter anderem sind Strassenreklamen insbesondere unzulässig, „die retroreflektieren,

fluoreszieren oder lumineszieren“ (Art. 96 Abs. 1 lit. e SSV), „die

blenden, blinken oder durch wechselnde Lichteffekte wirken“ (Art. 96 Abs. 1 lit.

f SSV), „die sich bewegen oder projiziert werden (Art. 96 Abs. 1 lit. f SSV) und

15


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

„die durch ihre Beleuchtung die Erkennbarkeit von Fussgängern in

gefährlichem Masse beeinträchtigen“ (Art. 96 Abs. 1 lit. g SSV).

Der Artikel 98 der Signalisationsverordnung enthält zusätzliche Regeln für den

Ausserortsbereich; so sind ausserorts „Eigenreklamen gestattet, wenn sie

nicht selbstleuchtend oder angeleuchtet sind“ (Art. 98 Abs. 2 SSV), und

„Firmenanschriften zulässig, auch wenn sie selbstleuchtend oder angeleuchtet

sind“ (Art. 98 Abs. 3 SSV)

16


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

2. Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Zum Talkessel Schwyz gehören die Gemeinden Schwyz (mit den Ortsteilen Schwyz,

Ibach, Seewen, Rickenbach, Ried, Haggen und Oberschönenbuch), Brunnen und

Morschach 13 . Alle gehören zum Bezirk Schwyz / Kanton Schwyz. Diese Gemeinden

zusammen haben eine Fläche von 92.9 km 2 und 22 806 Einwohner (Stand:

31.12.2003).

Der Kanton Schwyz gehört zu den Voralpen und hat keine grossen Agglomerationen.

Durch die grossen unbewohnten Flächen (Berge, Seen) ist die Situation in punkto

Lichtverschmutzung im Vergleich mit Kantonen mit grossen Städten (Zürich, Basel,

Bern, Genf) nicht rekordträchtig.

Doch auch hier ist Licht allgegenwärtig; überblickt man von einem erhöhten Standort

aus das Tal, ist das Siedlungsgebiet überdeutlich zu erkennen.

Besonders in der Vorweihnachtszeit

erstrahlt das Tal unter den Mythen in

verschiedenen Farben. Das Mythen

Center in Ibach wird mit verschiedenfarbigem

Licht bestrahlt (Abbildung

4), in Unterseewen sind ganze

Häuserketten mit Glühbirnen dekoriert.

Leuchtende Christbäume und andere

strahlende Objekte sind fast überall zu

sehen. Nur in einzelnen Fällen werden

diese schönen, aber überflüssigen

Beleuchtungen mit Zeitschaltern

reguliert, was Energie spart und die

Lichtemissionen verringert. Dies liegt

vor allem daran, dass die meisten Schwyzerinnen und Schwyzer nicht mit den

Problemen der Lichtverschmutzung vertraut sind.

Ein objektiver Vergleich mit anderen Kantonen und Regionen war im Rahmen dieser

Maturaarbeit nicht möglich. Dass aber auch im Talkessel Schwyz Handlungsbedarf

besteht, ist unbestreitbar.

2.1. Die Situation in den Gemeinden des Talkessels Schwyz

In keiner der drei Gemeinden wird der Thematik Lichtverschmutzung besondere

Beachtung geschenkt. „Daher werden zur Zeit im Baubewilligungsverfahren auch

noch keine besonderen Auflagen diesbezüglich formuliert“ (Brief vom 28. Mai 2004

von Rodrigue Bieri, Umweltschutzstelle Gemeinde Schwyz). Regionale Gesetze in

Bezug auf die Lichtverschmutzung bestehen nicht.

13 Marty/Brendler, Im Talkessel Schwyz, Schwyz 1978, S. 5

Abbildung 5 zeigt das Mythen Center in Ibach

mit der Weihnachtsbeleuchtung 2003

17


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Trotzdem wird ein Beitrag zur Bekämpfung der negativen Auswirkungen der

Lichtverschmutzung geleistet, indem keine neuen Quecksilberdampflampen mehr

installiert werden. Werden Strassenlaternen ausgetauscht oder an neuen Stellen

aufgestellt, werden Natrium-Hoch- und Natrium-Niederdrucklampen installiert:

Dadurch kann die Attraktionswirkung auf Insekten reduziert werden, da diese neben

der Distanz auch von den spektralen Eigenschaften der Leuchten abhängt (die UV-

und Blaugrünteile des Lichtes erhöhen die Attraktionswirkung auf die Insekten; diese

Wellenlängen werden vor allem von Quecksilberdampflampen emittiert). Dies hat

den Effekt, dass weniger Insekten an der heissen Lampe verbrennen und diese so

weniger verschmutzt wird. Neben den unzähligen Insekten, die so vor dem

Verbrennen und vor dem Gefressen werden während dem auswegslosen Kreisflug

gerettet werden, sinken die Unterhaltskosten, da die Lampe weniger regelmässig

gereinigt werden muss.

Mittlerweilen können Natrium-Hoch- und Natrium-Niederdrucklampen so gebaut

werden, dass die von der Bevölkerung als störend empfundenen Orange-Anteile

dieser Art von Licht vermieden werden können. Allerdings ist hier die

Attraktionswirkung noch nicht abschliessend geklärt.

Figur 1 zeigt, dass die Hälfte aller Strassenlaternen in der Gemeinde Schwyz

Natrium-Hoch- oder Natrium-Niederdrucklampen sind.

18


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Noch stehen in der Gemeinde Schwyz 370 Quecksilberdampflampen. Dem

gegenüber haben 397 Strassenlaternen Natriumhochdrucklampen und 83

Natriumniederdrucklampen. Des Weiteren sind je 23 Sparlampen und Lampen mit

Fluoreszenzlicht installiert, 19 mit Glühlicht und 58 mit Mischlicht (Figur 1).

Zwar sind umweltgerechte Aussenbeleuchtungen in der Region erhältlich, doch

werden diese in Werbeprospekten der geringen Nachfrage entsprechend kaum

angepriesen.

2.2. Interviews

Josef Hediger, Elektroingenieur beim Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz und

Gerhard Hofstetter, Lichtkünstler, haben eine wichtige Gemeinsamkeit: beide

arbeiten tagtäglich mit Licht. Während Herr Hediger für Strassenbeleuchtungen in

der Region zuständig ist, projiziert Herr Hofstetter farbige „Lichtskulpturen“ an

Gebäudewände (Beispiel im Talkessel: Beleuchtung des Forum der Schweizer

Geschichte anlässlich des Gemeindefestes 2003 in Schwyz).

Beide sind mit der Thematik Lichtverschmutzung vertraut und kennen Massnahmen

zu deren Verminderung.

Für Herrn Hofstetter sind gewisse Umweltbelastungen der Preis für Mobilität und

Entwicklung. Lichtverschmutzung ist vergleichbar mit dem ständigen Lärmpegel, dem

man in einem dicht besiedelten Land wie der Schweiz ausgesetzt ist; nur hat dieser

vorrangigere Auswirkungen auf die Menschen als die erhöhten Lichtwerte in der

Nacht.

Seine Arbeit als Lichtkünstler könne nicht als Lichtverschmutzung angesehen

werden, da keine Abstrahlung von Licht in den Himmel entstehe. Ausserdem sei die

Beleuchtung nur kurzfristig und werde unterstützt von ausgleichenden Massnahmen

wie dem Ausschalten von Strassenlaternen im Gebiet, um die volle Wirkung zu

erzielen, so Hofstetter.

Er bezeichnet die Lichtverschmutzung auch als „Überlichtung der Gesellschaft“: In

zivilisierten Gesellschaften ist das Gefühl der Dunkelheit verloren gegangen, da die

Menschen Tag und Nacht von Leuchtinformationen beeinflusst werden.

Herr Hediger fühlt sich von der Lichtverschmutzung nicht betroffen: in der Gegend

hält er die Situation für vergleichsweise „im Rahmen“, da die Gebäudebestrahlung

und Skybeamer nicht so weit verbreitet sind. Die Leute hier fühlen sich meist nur

durch die Strassenbeleuchtung gestört.

Er hebt die Wichtigkeit der Strassenbeleuchtung in Bezug auf die Kriminalitätsrate

hervor. Schwere Körperverletzungen (Unfall, Überfall) und Vandalismus können

verhindert werden. Wir leben heute so sicher wie nie zuvor; das Licht ist daran nicht

unschuldig.

Die Beleuchtung von Gebäuden ist eine Forderung der Touristen, der entsprochen

werden muss, wenn ein Standort attraktiv bleiben will, die aber mit Zeitschaltern

reguliert werden könnte. Hingegen ist die Beleuchtung von Privatgrundstücken ein

19


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Modetrend. Hier wird der Aspekt der Lichtverschmutzung überhaupt nicht

berücksichtigt.

Herr Hediger vergleicht Licht mit Öl, welches in der Bratpfanne Bestandteil der

Nahrung ist, auf dem Boden allerdings eine mühsame Verschmutzung verursacht.

2.3. Resultate der Messungen im Talkessel Schwyz

Ausgedehntes Datenmaterial zu beschaffen, auszuwerten, und eine Lichtverschmutzungskarte

zu erstellen übersteigt das Ausmass einer Maturaarbeit.

Es kann als Erfolg angesehen werden, das Prinzip des Messverfahrens der

Lichtverschmutzung mittels einer Digitalkamera zu verstehen und probeweise Bilder

auszuwerten.

Eine Messreihe entpuppte sich als unbrauchbar, da die Kameraeinstellungen nicht

den Anforderungen genügt hatten.

Die Wetterabhängigkeit verhinderte schliesslich brauchbare Messergebnisse.

Die kommenden klaren Winternächte sind sehr gut geeignet für die Aufnahmen; es

ist beabsichtigt, an der mündlichen Präsentation der Maturaarbeit am 27. Januar die

Fotos und ihre Auswertung vorzustellen.

20


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Schlussfolgerungen

Solange der Grossteil der Schwyzer Bevölkerung nichts über die Lichtverschmutzung

weiss, kann nicht von einer Überbewertung des Themas gesprochen werden.

Die wenigsten Menschen fühlen sich von der Allgegenwärtigkeit des Lichtes gestört,

so sind auch den Ärzten deren Auswirkungen auf den Menschen nicht bekannt (vgl.

Ziffer 1.2 a) 14 .

Allerdings ist die Situation auch noch nicht so beunruhigend wie in den

Grossmetropolen der Welt, in denen der Sternenhimmel selbst bei klaren

Wetterverhältnissen überhaupt nicht mehr zu sehen ist.

Doch der Prozess der Lichtverschmutzung schreitet schleichend voran, immer

wieder wird ein neues Gebäude beleuchtet oder ein Objekt falsch angestrahlt:

Auch in dieser ländlichen Region besteht Handlungsbedarf sowohl im öffentlichen

als auch im privaten Rahmen, wo doch mit so einfachen Mitteln so viel erreicht

werden kann.

In vielen Bereichen ist man sich der Schutzbedürftigkeit der Natur bewusst; jetzt gilt

es, diese Sensibilisierung auch auf den Nachthimmel auszuweiten und

entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Noch wird der Nachthimmel nicht als Teil

unserer Umwelt und somit nicht als schützenswert begriffen.

Unser Anspruch an zivilisierte Ästhetik soll nicht mit dem Preis

allumgebender Künstlichkeit bezahlt werden, vor allem, wenn dabei die

erhabenste Schönheit, nämlich die der Natur, verloren geht.

14 Dr. med. Urs Bürgler, Brunnen und Dr. med. Markus Schnoz, Ibach

21


Lichtverschmutzung im Talkessel Schwyz

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1

www.ela-la.de/images/ lightpollution.jpg (2. November 2004)

Weltkarte zur Darstellung der Nachthimmelshelligkeit

Abbildung 2

www.wfs.be.schule.de/PotW/98_15/Cancer_MK02.GIF (2. November 2004)

Sternbild Krebs mit M44

Abbildung 3

www.lightpollution.it/worldatlas/pages/fig4.htm (2. November 2004)

The first World Atlas of the artificial night sky brightness; Europe, Cinzano 2001

Abbildung 4

www.lichtverschmutzung.de (2. November 2004)

Vereinigung der Sternfreunde e.V. VdS-Fachgruppe DARK SKY; Initiative gegen

Lichtverschmutzung

Abbildung 5

Foto von der Autorin; 27. Dezember 2003

Mythen Center in Ibach

Figur 1

Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz

Lampentyp Ganznacht in der Gemeinde Schwyz

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