Für alle, die individueller und sicherer unterwegs sein ... - TÜV Nord

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Für alle, die individueller und sicherer unterwegs sein ... - TÜV Nord

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TÜV ®

Service-Tel.: 0800 80 70 600

www.tuev-nord.de

TÜV NORD

TuningService

Für alle, die individueller und

sicherer unterwegs sein wollen.

www.tuev-nord.de


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Vorwort

Hallo Tuningfreunde ...

Automobildesign und Fahrzeugstyling spielen nicht nur beim Fahrzeugkauf

eine wichtige Rolle. Attraktive, dynamische Autos stehen mehr denn je für

Emotion und Faszination.

Ein großes Thema in unserer mobilen Gesellschaft ist die Individualität:

Wir wollen schließlich sehen und gesehen werden, und das gilt auch im Straßenverkehr.

Viele von Ihnen legen daher großen Wert auf ein unverwechselbareres

Fahrzeug als Ausdruck Ihrer Persön lichkeit. Genau hier liegt der Hauptgrund für

die un ge brochene Popularität eines anhaltenden Megatrends: Autotuning.

Bei den heute zahllosen Möglichkeiten, dem Fahrzeug eine persönliche Note zu

geben, ist für den Laien oft nicht sofort erkennbar, was legal ist und was eventuell

bereits die Grenzen der gesetzlichen Vorschriften überschreitet. Für viele

Modifikationen an Fahrzeugen gibt es aufgrund der gesetzlichen Regelungen die

Verpflichtung zur Eintragung in die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)

und zur vorherigen Begutachtung durch einen amtlich anerkannten

Sachverständigen, Prüfer oder Prüfingenieur (im Folgenden kurz Sachverständigen),

z. B. des TÜV NORD.

Unsere Infobroschüre soll allen Autofans einige der vielen Lösungen auf zeigen,

die legales und sicheres Automobiltuning heute bietet, und ist gleichzeitig

eine kleine Anleitung für die richtige Vorgehensweise bei Umrüstungen oder

Umbauten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich beim

kreativen Tunen!

Ihre TÜV NORD Mobilität


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Inhalt

Faszination Autotuning S. 06

Starke Autos und die TÜV NORD Mobilität S. 08

Gleiches Recht für alle: Die Vorschriften S. 10

Die Abnahme S. 18

Karosserie: Spoiler und Anbauteile S. 22

Karosserie: Scheiben à la carte S. 32

Schön tief: Fahrwerkstuning S. 40

Bremsanlage S. 52

Räder und Reifen S. 58

Sportlenkräder S. 68

Beleuchtung: Die Lightshow S. 74

Motortuning und Leistungssteigerungen S. 82

Auspuff und Sound S. 92

Innenraum und Ausrüstung S. 100

Gegenseitige Beeinflussung von Fahrzeugveränderungen / S. 108

Reifeninformationen

Load-Index S. 111

Stichwortverzeichnis S. 113

Impressum S. 114


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Unser Tipp:

Es gibt eine große Zahl von Clubs und Interessengemeinschaften für alle Marken und Mo delle

und ständig neue Produkte für immer neue Tuning- und Carstylingideen.

Vor einem Umbau sollten Sie sich in Ruhe inspirieren lassen, Ihre Idee klar entwickeln und

Fragen im Vorfeld klären: Schauen Sie in die zahlreichen Tu ningforen im Internet, werfen Sie

einen Blick in die wichtigsten Fachzeit schriften und auf die Webseiten der Tuner und Hersteller

und sprechen Sie ru hig auch einmal andere Fahrer von Tuningfahrzeugen an.

Die Essener Motor Show ist der weltweit wichtigste Treffpunkt der Branche und

Megaattrak tion für Fans. Eine gute Gelegenheit, sich einen vollständigen Überblick

zu verschaffen.

Die TÜV NORD Mobilität ist wie in jedem Jahr selbstverständlich dabei!

Faszination Autotuning

Fahrzeugtuning hat in den letzten Jahrzehnten eine rasante

Entwicklung genommen. Was mit simplen Frontspoilern und einfachen

Vergaseränderungen für brave Alltagsschlitten begann, hat sich zu einer

riesigen Branche entwickelt.

Die alten Klischees sind längst überholt, Technologie und Trends haben

sich immer weiterentwickelt und Tuningparts in hochwertiger Qualität

gibt es heute für praktisch jedes Fahrzeug, egal ob es sich um ein

Zweisitzercabrio, einen Kompaktwagen der Mittelklasse, einen komfortablen

Langstreckenkombi oder den praktischen Van für die ganze

Familie handelt.

Nahezu jedes Detail eines Serienfahrzeuges, angefangen von den Rädern

über das Fahrwerk bis hin zu Auspuff, Motor, Karosserie und Innenraum

kann heute zum Teil extrem verändert und modifiziert werden.

Sie können Ihrem Fahrzeug ein völlig anderes Außen- und Innendesign

geben, seine Fahreigenschaften verändern, es schneller machen oder

alle Möglichkeiten individuell miteinander verbinden und ein fahrbares

Showcar aufbauen. Die Möglichkeiten sind wirklich sehr vielfältig!


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Starke Autos und

die TÜV NORD Mobilität

Die TÜV NORD Mobilität hat langjährige Erfahrung mit Tuningmaßnahmen

und Fahrzeugumbauten. Unsere Sachverständigen sind

aus Passion begeisterte Autofans und haben schon zahllose Besitzer

von getunten Fahrzeugen beim Umbau beraten und unterstützt.

Auch Hersteller von Fahrzeugteilen oder professionelle Tuner können auf

unser umfassendes Dienstleistungsangebot zurückgreifen – so erstellen

wir z. B. Teilegutachten für alle erdenklichen Tuningteile.

Mit einem flächendeckenden Netz von über 220 TÜV-STATIONEN in

Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt,

Hamburg, Bremen, Niedersachsen und in Teilen von Nordrhein-

Westfalen sind wir für Sie jederzeit unkompliziert und schnell erreichbar.

Für alle Tuningfans sind wir die kompetenten Ansprechpartner –

von der Änderungsabnahme nach dem Anbau anderer Räder bis zur

aufwändigen § 21-Prüfung in Verbindung mit § 19 StVZO (im Folgenden

kurz Einzelabnahme genannt) komplett umgebauter Tuningobjekte.

Die Sicherheit geht immer vor – es gibt jedoch sehr viele Freiräume zur

Verwirklichung Ihrer Ideen! Sollten also demnächst auch Sie Lust

bekommen, Ihr Fahr zeug zu tunen: Fahren Sie ganz einfach zur TÜV

NORD Mobilität und fragen Sie uns.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr Fahrzeug!


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Gleiches Recht für alle:

Die Vorschriften

Die TÜV NORD Sachverständigen helfen Ihnen, den

Paragrafendschungel bei Ihrem Tuningvorhaben zu durchschauen.

Von grundlegender Bedeutung für den Tuner ist § 19 der

deutschen Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung.

Hinweis:

StVZO § 19 (Erteilung und Wirksamkeit der Betriebserlaubnis): Die Betriebserlaubnis des

Fahrzeuges erlischt, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die a) die Fahrzeugart

geändert wird, b) eine Verkehrsgefährdung zu erwarten ist oder c) das Abgas- oder Geräuschverhalten

verschlechtert wird.

So weit der Verordnungsstext.

Jedes Fahrzeug hat also zunächst eine eigene Betriebserlaubnis, die

es bei der Zulassung erhält und die bis zur Außerbetriebnahme gültig

bleibt.

Wenn Sie nun Ihr Fahrzeug so modifizieren, dass eine mögliche Gefährdung

von Verkehrsteilnehmern nicht ausgeschlossen werden kann

oder Sie es hinsichtlich Emission und Geräusch nachteilig verändern,

riskieren Sie das sofortige Erlöschen dieser Betriebserlaubnis.


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Gleiches Recht für alle:

Die Vorschriften

Aber glücklicherweise gibt es auch Möglichkeiten, rechtmäßige

Tuningmaßnahmen durchzuführen.

Die Betriebserlaubnis erlischt nämlich nicht, wenn für die Umbauteile

ein gültiges Prüfzeugnis bzw. eine Teilegenehmigung oder ein Teilegutachten

existieren – das sind Dokumente, die Sie mitführen oder bei

der Vorführung Ihres Fahrzeuges dem Sachverständigen (z. B. des TÜV)

vorlegen müssen.

Für die verschiedenen Papiere gibt es folgende Unterteilung:

Die deutsche Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile

Das ist die ABE gemäß § 22 StVZO, die durch das Kraftfahrtbundesamt

(KBA) erteilt wird. Fahrzeugteile mit einer ABE dürfen unter

Beachtung der in der ABE genannten Bedingungen für die in der ABE

aufgeführten Fahrzeugtypen verwendet werden. Jedes Fahrzeugteil

mit einer ABE trägt ein KBA-Kennzeichen.

Wichtig: Eine ABE bezieht sich immer auf ein Fahrzeug im Serienzustand.

Bei der Kombination von Fahrzeugteilen, die sich gegenseitig

negativ beeinflussen können, kann es trotz jeweils vorhandener

ABE Probleme geben (siehe „Gegenseitige Beeinflussung von Fahr-

zeugveränderungen“).


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Genehmigungs- oder erlaubnispflichtige Fahrzeugteile

Sicherheitstechnisch besonders wichtige Fahrzeugteile benötigen

gemäß § 22a StVZO eine Bauartgenehmigung und müssen ein Prüfzeichen

tragen. Dies sind z.B. Scheiben, Sicherheitsgurte und lichttechnische

Einrichtungen.

Die meisten Fahrzeugteile haben heute aber keine nationale allgemeine

Bauartgenehmigung (ABG) mehr, sondern verfügen über eine Bauart-/ Typgenehmigung

oder Betriebserlaubnis gemäß EG-Richtlinien oder ECE-Regelungen

und sind, wie z.B. Scheiben, Scheinwerfer oder Reifen, mit einem

entsprechenden international anerkannten Prüfzeichen gekennzeichnet.

Das Prüfzeichen mit dem großen „E“ wird von den Genehmigungsbehörden

aller Staaten vergeben, die dem europäischen ECE-Rechtskreis angehören.

Die Zahl hinter dem „E“ benennt den Staat (Deutschland z. B. „1“)

e

Das Prüfzeichen mit dem kleinen „e“ signalisiert, dass dieses Teil

von einem EU-Mitgliedsstaat mit Geltung für die gesamte EU

genehmigt wurde.

Gleiches Recht für alle:

Die Vorschriften

Auch die umweltschutzrelevanten „Sportschalldämpfer“ tragen meistens

ein EG- oder ECE-Prüfzeichen, da sie fast immer Austauschschalldämpferanlagen

ohne Leistungs- und Geräuschänderung sind.

Das Teilegutachten

ist etwas komplexer: Es ist ein besonderes Prüfzeugnis und gibt

Auskunft darüber, ob nach dem ordnungsgemäßen Ein- oder Anbau

eines besonderen Tuningteils das individuelle Fahrzeug noch den Vorschriften

entspricht. Teilegutachten (TGA) werden für den Hersteller von

darauf spezialisierten Prüfinstituten, unter anderem vom TÜV NORD, erstellt.

Nach dem Einbau derartiger Teile muss unverzüglich eine Änderungsabnahme

durch einen Sachverständigen (z. B. vom TÜV NORD) durchgeführt

werden.

Prüfberichte

Sie sind der Vorläufer des Teilegutachtens und grundsätzlich nicht

mehr zulässig. Möchten Sie ein Fahrzeugteil mit einem Prüfbericht

erstehen, z. B. auf dem Gebrauchtmarkt, fragen Sie Sie Ihren


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Gleiches Recht für alle:

Die Vorschriften

TÜV-Sachverständigen, ob dieses Teil noch verbaut werden darf.

Materialgutachten

In Materialgutachten fehlt in der Regel der Bezug zum Fahrzeug, sie

beschreiben nur die Eigenschaften des Materials der Fahrzeugteile,

meist in Bezug auf Splitter- und Brandverhalten. Auch hier sollten

Sie vorher mit einem TÜV-Spezialisten abklären, ob eine Abnahme

grundsätzlich möglich ist. Für reihenweise gefertigte Teile sind solche

Abnahmen untersagt.

Unser Tipp:

Achten Sie beim Kauf also darauf, ob mit dem Tuningteil ein entsprechendes Prüfzeugnis, also

z.B. eine ABE oder ein Teilegutachten, mitgeliefert wird!

Falls das nicht der Fall sein sollte: Lieber Finger weg!

Eine Begutachtung und nachfolgende Eintragung ohne die vorgeschriebenen Papiere kann

sehr aufwändig und auch mit erheblichen Kosten verbunden sein und möglicherweise auch

nicht zur gewünschten Eintragung führen.


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Die Abnahme

Hier nun die entscheidende Frage:

Wann muss das Fahrzeug einem Sachverständigen zur Abnahme

vorgeführt werden?

Da gibt es grundsätzlich folgende Fälle:

Fall A: Keine Abnahme

Ja, das gibt es auch beim Tuning.

Es gibt z. B. Genehmigungen, die keine Einschränkungen oder besondere

Anbauanweisungen vorsehen und in denen keine Änderungsabnahme

vorgeschrieben ist, z. B. eine ABE oder eine EG-Genehmigung.

Hier darf das umgerüstete Fahrzeug ohne Prüfung bzw. Nachtrag in die

Fahrzeugpapiere weiter im Verkehr bewegt werden.

Es kann auch sein, dass die entsprechenden Teile (z. B. andere Felgen)

in der Betriebserlaubnis des Fahrzeuges bereits vorab eingetragen sind.

Eine ABE oder ABG müssen Sie im Fahrzeug mitführen. Bei EG- und ECE-

Genehmigungen empfehlen wir, die Unterlagen sicher zu verwahren,

damit sie in Zweifelsfällen vorgelegt werden können.


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Fall B: Änderungsabnahme nach § 19 StVZO, Absatz 3

Wenn in den Teilegenehmigungen eine Änderungsabnahme vorgeschrieben

ist, vereinbaren Sie einen Termin in einer unserer TÜV-STATIONEN, wo

Sie das Fahrzeug nach dem Umbau von einem TÜV NORD Sachverständigen

untersuchen lassen möchten. Dieser wird dann das Fahrzeug hinsichtlich

der Umrüstung untersuchen. Vorausgesetzt der Anbau erfolgte gemäß

der in den Papieren beschriebenen Art und Weise, wird er den ordnungsgemäßen

Umbau mit einer Anbaubescheinigung schriftlich bestätigen.

Mit der Anbaubescheinigung können Sie zur nächsten Zulassungsstelle

fahren, um Ihre Fahrzeugpapiere ändern zu lassen, sofern dies umgehend

erforderlich ist. Ob eine umgehende Änderung der Fahrzeugdokumente

erforderlich ist, können Sie der Anbaubescheinigung entnehmen.

Liegt für den Ein- oder Umbau ein Teilegutachten vor, ist immer eine

Änderungsabnahme erforderlich.

Die Abnahme

Fall C: Mehrere Umbaumaßnahmen gleichzeitig

Komplizierter wird es dann, wenn z. B. mehrere Umbauten von

Fahrzeugteilen gleichzeitig vorgenommen werden oder wenn Sie

als Tuner richtig kreativ werden.

Der klassische Fall aus der Tuningpraxis ist hier vielleicht die Kombination

aus Tieferlegung und breiteren Felgen, vielleicht sogar noch mit dezenter

Spurverbreiterung, einigen GFK-Teilen in Bodennähe und einer

umgebauten Lichtanlage.

Durch die mögliche gegenseitige Beeinflussung der Komponenten kann es

ganz schnell mal den schönsten Stress, z. B. hinsichtlich der Freigängigkeit

am Kotflügel, geben. In manchen Prüfzeugnissen für Tuningteile werden

für solche Fälle zwar Einschränkungen genannt, aber es gibt eben viele

Situationen, in denen individueller umgebaut und geprüft werden muss.

Um in derartigen Fällen eine Einzelabnahme ohne Probleme in der

TÜV-STATION ablaufen zu lassen, empfehlen wir im Vorfeld ein

Beratungsgespräch mit unseren Spezialisten.

Unser Tipp:

Wenn Sie also einen An- oder Umbau am Fahrzeug planen und sich hinsichtlich der Zulässigkeit

oder der Kombination von mit Prüfzeugnissen bzw. ABEs versehenen Teilen nicht ganz

sicher sind, fragen Sie am besten immer erst uns – in den meisten Fällen können so Überraschungen

oder Probleme beim Umbau und bei der Begutachtung ausgeschlossen werden.

Schließlich sind wir die Spezialisten!


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Karosserie: Spoiler und Anbauteile


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Karosserie: Spoiler und Anbauteile

Allgemein

Mit Spoilern und einer ganzen Reihe von Anbauteilen bis hin zum

vollständigen Body Kit können Sie Ihrem Wagen eine ausgefallene Optik

geben, die Linienführung unterstreichen oder das Erscheinungsbild Ihres

Serienfahrzeuges vollkommen verändern.

Sie wissen es sicher bereits aus dem Motorsport: Manche Anbauteile für

die Karosserie wie Heckflügel und Heckdiffusoren haben bei bestimmten

Geschwindigkeiten aerodynamische Vorteile und verbessern durch den

höheren Anpressdruck die Straßenlage. Allerdings merkt man das, wenn

überhaupt, erst bei einer Fahrt auf einer Autobahn ohne Geschwindigkeitsbeschränkung.

Durch den höheren Luftwiderstand erhöht sich natürlich der Benzinverbrauch.

Manchmal kann aber auch der CW-Wert gesenkt werden

und das reduziert dann eventuell sogar den Verbrauch.

Im Trend liegen derzeit daher weniger die ausladenden Spoilerkreationen

als dezentere Veränderungen, die das Fahrzeug edler

und stilvoller machen.


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Karosserie: Spoiler und Anbauteile

Möglichkeiten

Die gebräuchlichsten Teile sind:

Front- und Heckspoiler

Kotflügelverbreiterungen und Seitenschweller

Heckschürzen und Diffusoren

Spoilerstoßstangen

Lufteinlässe, Hutzen und Frontgrills

Hier gibt es eine Riesenauswahl und viele fahrzeugtypkonforme

Modelle – und auch hier raten wir von Angeboten ohne Teilegutachten

oder ABE dringend ab. Bei der Eigenmontage sollte man sich Zeit lassen

und die Schritte gewissenhaft und nach Anbauanleitung ausführen.

Oft müssen die meist in Weiß oder Schwarz gelieferten Formteile aus GFK

mit kleineren Modifikationen sowie Schleifarbeiten erst an den Wagen

angepasst werden.

Wenn richtig montiert wurde und alles passt, kann man die Teile wieder

abbauen und vor der endgültigen Installation in der gewünschten Farbe

lackieren lassen.


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Anforderungen

Der TÜV NORD Sachverständige wird bei der Abnahme aller

Anbauteile u. a. darauf achten, dass

die Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist,

alle Abschleppösen zugänglich bleiben,

eine Bodenfreiheit von mindestens 80 mm eingehalten wird

(siehe auch das Kapitel zu Fahrwerksmodifikationen),

die Freiräume an den Rädern und Auspuffanlagen ausreichend sind.

Eigenbauten und extreme Umbauten, wie z. B. der Einbau von Flügeltüren

oder das Ersetzen ganzer Karosseriebereiche, sollten im Vorfeld mit

einem unserer Sachverständigen detailliert durchgesprochen werden.

Karosserie: Spoiler und Anbauteile

Design und Lack

Wer Karosserieteile montiert und bei der Gelegenheit sein Fahrzeug gleich

ganz lackieren oder mit einer aufwändigen Effektlackierung versehen

möchte, hat praktisch vollkommen freie Hand: Der Fantasie und Kreativität

sind kaum Grenzen gesetzt. Lediglich retroreflektierende oder Tageslichtleuchtfarben

sind unzulässig.

Motive aus der Airbrushpistole, Tattoos auf dem Blech oder der großflächige

Einsatz von digital bedruckten Klebefolien sind von unserer Seite

vollkommen problemlos, und viele individuell lackierte und gestaltete

Fahrzeuge sind eine wirklich sehenswerte Bereicherung unseres

Straßenbildes.

Kleine kosmetische Veränderungen in der Außenhaut des getunten

Lieblings, wie z. B. die in letzter Zeit sehr angesagten Car Piercings, bei

denen kleine Objekte hinter Acrylglas in speziellen wasserdichten

Gehäusen in die Fahrzeugoberfläche eingesetzt werden, sind zulässig,

wenn Unfallverhalten und Crashsicherheit mithilfe eines Gutachten

nachgewiesen werden können.


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Checkliste Karosserie

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Fahrzeugoptik / Designverbesserung

Aerodynamik

Fahrverhalten

Abdeckung der Räder (bei Kotflügelverbreiterungen)

Bessere Kühlung (bei Lufteinlässen)

Karosserie: Spoiler und Anbauteile

Nachteile

Verminderte Bodenfreiheit

Häufig höherer Benzinverbrauch

Gewichtszunahme

Fahrzeugunterseite durch Schweller, Spoiler etc. schwerer zugänglich

Besonders zu beachten

Möglichst nur Teile mit gültigen Prüfzeugnissen verbauen

Verwendbarkeit und Zulässigkeit am Fahrzeug prüfen

Kombinierbarkeit mit anderen Anbauteilen prüfen

Bodenfreiheit von mindestens 80 mm muss eingehalten werden

Eigenbauten sind möglich, aber nur mit Materialbescheinigung und als

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Eventuell eingeschränkte Verwendbarkeit von Spoilern und Schwellern

bei Tieferlegungen und anderen Auspuffanlagen

Blech- und Karosseriearbeiten eventuell notwendig

Karosseriefestigkeit darf nicht beeinträchtigt werden

Sichtbehinderungen prüfen

Bei Spoilerstoßstangen Verträglichkeit mit serienmäßig vorhandenen

Sensoren und Beleuchtungseinrichtungen prüfen

Vor Lackierung Verträglichkeiten des Lacks mit verwendeten

Kunststoffen und Oberflächen prüfen


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Karosserie: Scheiben à la carte


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Karosserie: Scheiben à la carte

Allgemein

Früher war es Luxus pur – heute ist es häufig eine Selbstverständlichkeit:

getönte Scheiben in allen Fahrzeugen!

Mittlerweile liegen sogenannte „Privacy“-Verglasungen im Trend, und viele

Tuner möchten die serienmäßige Tönung der Glasflächen verändern, um

Erscheinungsbild und Innenraum des Fahrzeuges zu verdunkeln.

Dies kann mit Scheibenfolien erreicht werden, die in unterschiedlichen

Tönungsgraden und sogar in einigen bunten Farben erhältlich sind.

Scheibenfolien haben durchaus Vorteile:

So heizt sich aufgrund der Verminderung der Sonneneinstrahlung das

Fahrzeug im Sommer weniger auf und nachts wird die Blendung im

Rückspiegel reduziert. Darüber hinaus wird neugierigen Zeitgenossen

das Ausspionieren des Kofferraums oder des Fahrzeuginhaltes deutlich

erschwert.

Allerdings beeinträchtigen Scheibenfolien in der Dämmerung und in der

Dunkelheit die Sicht.


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Karosserie: Scheiben à la carte

Anforderungen

Hinweis:

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fordert freie Sicht und zwar für die Windschutzscheibe

und die vorderen Seitenscheiben.

Das Aufbringen von Folien auf die Autoscheiben, egal ob innen oder außen, ist klar geregelt

und bleibt bei getönten Folien auf die hinteren Seitenscheiben und die Heckscheibe (sofern

ein rechter Außenspiegel installiert ist) begrenzt.

Die TÜV NORD Mobilität weist darauf hin, dass ausschließlich Folien mit einer Bauartgenehmigung

(ABG) verwendet werden dürfen. Sonst erlischt beim nachträglichen „Scheibentuning“

nämlich die Betriebserlaubnis, und das Entfernen der Folie kann dann ziemlich

mühsam werden.

Zulässige Scheibenfolien sind mit einem amtlich zugeteilten Prüfzeichen

versehen, das an jeder Scheibe sichtbar sein muss.

Praktisch: Nach dem Anbringen müssen Sie uns nicht besuchen. Es reicht,

wenn Sie die ABG zu Ihren Fahrzeugpapieren in das Handschuhfach legen.

Lediglich nach der Anbringung nichtgetönter Folien (z. B. Splitterschutz) an

den vorderen Seitenscheiben ist eine Änderungsbegutachtung erforderlich.


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Checkliste Scheiben und Folien

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Optik

Designverbesserung

Geringere Aufheizung des Innenraums

Blendschutz

Sichtschutz

Karosserie: Scheiben à la carte

Nachteile

Sichtbeeinträchtigung in der Dämmerung und bei Dunkelheit

Besonders zu beachten

Beim Austausch von Scheiben und Verglasung auf Bauartgenehmigung/

Prüfzeichen achten

Nur Folien mit Bauartgenehmigung und Prüfzeichen verwenden

Verdunklung nur auf hinteren Seitenscheiben und Heckscheibe zulässig

Ein zweiter Außenspiegel muss bei Bekleben der Heckscheibe vorhanden

sein

An jeder Scheibe muss die Folie ein Prüfzeichen erkennen lassen

Folienende nicht unter die Scheibendichtung führen


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Schön tief: Fahrwerktuning


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Allgemein

Als Fahrwerktuning bezeichnet man Veränderungen im Bereich der

Federn und Stoßdämpfer eines Fahrzeuges. Meistens wird das Fahrzeug

z. B. durch kürzere und härtere Federn tiefer gelegt, wodurch sich der

Schwerpunkt der Karosserie nach unten verlagert. Auch die Bodenfreiheit

des Fahrzeuges wird dadurch verringert.

Modifikationen am Fahrwerk sollen dazu dienen, das Handling und die

Optik zu verbessern und die Karosserieneigung bei schnellen Kurvenfahrten

abzuschwächen.

Häufig bekommen Tuningfahrzeuge durch unbarmherzige Eingriffe in

das Fahrwerk den Fahrkomfort eines ungefederten Skateboards und

sind dadurch kaum auf der Straße zu halten. Außerdem beansprucht die

„neue Härte“ alle Fahrwerksteile und die Karosseriestruktur auf eine vom

Hersteller nicht vorgesehene Weise – Verschleißerscheinungen, an den

Fahrwerksteilen und Klappern und Knistern der Karosserie, können sich

wesentlich früher bemerkbar machen.

Der kundige Tuner weiß aus dem Motorsport, dass richtiges Abstimmen

eine Kunst ist und fachkundig betrieben werden muss, denn nicht

immer ist eine supertiefe Optik auch gleichbedeutend mit einer

optimalen Straßenlage.

Schön tief: Fahrwerktuning

Im Gegenteil – das Fahrwerk muss als geschlossenes System

gesehen werden, das vom Hersteller aufwändig entwickelt und

abgestimmt wurde.

Man kann also einiges falsch machen. Unsachgemäße Veränder

ungen können sehr schnell auch sehr gefährlich werden!

Anforderungen

Das maßgebliche VdTÜV-Merkblatt stellt für alle Tieferlegungen sicher,

dass auch auf schlechten Straßen noch ausreichende Federwege zur

Verfügung stehen und die Räder so den Kontakt zur Straße halten.

Bei Fahrwerksumbauten, bei denen kürzere Dämpferrohre oder Endanschläge

verwendet werden, wird der Einfederweg gegenüber dem

Serienfahrzeug vergrößert. Das Fahrzeug kann tiefer einfedern als das

Serienfahrzeug und damit besteht die Gefahr, dass es beim Passieren

von Schlaglöchern, Schwellen und Auffahrten aufsetzt oder unfreiwillig

Karosserieteile auf der Straße verliert.

Daher ist hier das Thema Bodenfreiheit zu beachten.


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Unser Tipp:

Tiefergelegte Fahrzeuge, deren Einfederwege vergrößert wurden, müssen bei zulässiger

Achslast zwischen Fahrbahn und allen festen Fahrzeugteilen einen Abstand von 80mm aufweisen.

Wenn bei Tieferlegungen nur die Federn ausgetauscht werden, ist die Bodenfreiheit nicht

eingeschränkt, da das Fahrzeug genauso tief federn kann wie vor der Umrüstung.

Schön tief: Fahrwerktuning

Ferner muss vom TÜV NORD Sachverständigen

ausgeschlossen werden können, dass im üblichen

Verkehr Beschädigungen eintreten – die Verantwortung liegt

jedoch immer beim Fahrer.

Möglichkeiten

Der Tuner hat je nach Budget und Vorliebe die Wahl zwischen vielen

verschiedenen Fahrwerksmodifikationen:

Tieferlegungsfedern

Die einfachste Variante für ein tiefer gelegtes Fahrwerk. Die Federn

werden kürzer und härter ausgelegt und meistens mit den serienmäßigen

Federbeinen und Stoßdämpfern verbaut.

Der kostengünstige Kompromiss für eine einfache Modifikation

des Fahrwerks.

Achtung: Das Kürzen und Modifizieren von Serienfedern ist verboten

und äußerst gefährlich; die Betriebserlaubnis des Autos

erlischt sofort!


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Schön tief: Fahrwerktuning

Komplette Sportfahrwerke

Fertige, gut abgestimmte Kombinationen aus kürzeren Spezialfedern

und stärkeren Stoßdämpfern, die straffer und tiefer als das Orginalfahrwerk

konzipiert sind.

Diese Kits verbessern das Fahrverhalten und Handling des Fahrzeuges

spürbarer als bei den Federsätzen in Verbindung mit Serienstoßdämpfern.

Verstellbare Gewindefahrwerke

Die Lösung aus dem Motorsport mit bestem Fahrverhalten und maximalen

Abstimmungsmöglichkeiten. Das Gewindefahrwerk ist beliebig innerhalb

des im Gutachten angegebenen Bereichs der Federtellerhöhe einstellbar.

Es kann außerdem bei manchen Ausführungen in der Härte justiert

werden. Bei Versionen mit Zug- und Druckstufenverstellung lässt sich das

Nick- und Wankverhalten des Fahrzeuges anpassen.


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Weitere Bauteile, die ausgetauscht werden können sind:

Federwegbegrenzer

Diese Fahrwerksteile könnten benötigt werden, um bei Sonderrädern /

-reifen in Verbindung mit einer Tieferlegung den Federweg zu begrenzen.

Ohne Federwegbegrenzer kann der Reifen beim Einfedern durch Kontakt

mit der Karosserie beschädigt werden. Bei der Verwendung von Federwegbegrenzern

ist jedoch zu beachten, dass diese im Fahrwerksgut-achten

freigegeben sein müssen.

Stabilisatoren

Durch verstärkte Stabilisatoren lässt sich die Wankneigung reduzieren.

Durch gezielte Verstärkung einer Achse kann man das Eigenlenkverhalten

(Über- oder Untersteuertendenzen) beeinflussen.

Domstreben

Diese meist im Motorraum zu installierenden Querverbindungen zwischen

den Feder- / Federbeindomen dienen zur Verstärkung der Karosserie,

um den stärkeren Belastungen durch das Sportfahrwerk zu begegnen.

Bei Fahrzeugen, deren Front hinsichtlich der Fußgängerschutzrichtlinie

optimiert wurde, ist ein gültiges Prüfzeugnis erforderlich.

Schön tief: Fahrwerktuning

Buchsen für Stabilisatoren und Querlenker

Sie sind meist aus speziellen Kunststoffen hergestellt und machen das

Fahrwerk durch die festere Verbindung der Komponenten insgesamt

direkter und straffer.

Distanzscheiben

Distanzscheiben werden zur Verbreiterung der Spurweite eingesetzt und

beeinflussen Kurvenverhalten und Handling. Durch die weiter nach außen

stehenden Räder werden die Aufhängungen jedoch stärker strapaziert als

im Serienzustand.

Unser Tipp:

Wir empfehlen allen Tuningfans beim Fahrwerkstuning im Interesse der Sicherheit keine

Experimente zu machen und nur Fahrwerkkits und abgestimmte Pakete zu verbauen,

die neben sämtlichen benötigten Teilen auch die erforderlichen Prüfzeugnisse beinhalten.

Für ein optimales und sicheres Fahrwerk ist auch die richtige Kombination mit entsprechend

passenden Rädern und Reifen von großer Bedeutung! Lassen Sie sich vor dem Umbau von

einem Sachverständigen von TÜV NORD Mobilität kompetent beraten!

Der Einbau ist zwar in Eigenregie möglich, sollte nach unserer Meinung aber von Fachleuten

durchgeführt werden, da ein sicheres Montieren teilweise passendes Spezialwerkzeug

erfordert.


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Checkliste Fahrwerk

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Straßenlage

Optik

Fahrverhalten und Fahrdynamik

Schön tief: Fahrwerktuning

Nachteile

Bodenfreiheit geringer

Geringerer Fahrkomfort

Beanspruchung des Fahrwerks, der Karosserie und der Aufhängungen

Erhöhter Reifenverschleiß möglich

Besonders zu beachten

Nur fahrzeugtypbezogene Federsätze einbauen

Bei Fahrwerken mit vergrößerten Einfederwegen muss die Bodenfreiheit

bei zulässiger Achslast mind. 80mm betragen.

Einstellen der Scheinwerfer nach der Tieferlegung nicht vergessen!

Schneeketten können evtl. nicht mehr genutzt werden

Die Kombinierbarkeit mit anderen Rädern und Reifen muss bei allen

Fahrwerksumbauten geprüft werden, bei denen Einfederwege vergrößert

wurden

Bei Distanzscheiben mitgelieferte längere Radbolzen verwenden

Eigenbauten im Fahrwerksbereich sind unzulässig!


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Bremsanlage


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Bremsanlage

Allgemein

Mit dem Einbau von Einzelkomponenten, wie der anderer Brems scheiben,

Beläge oder Leitungen, kann bei Bedarf die Bremsanlage verbessert werden.

Für viele Fahrzeuge sind, hauptsächlich für die Vorderachse, Sportbrems

anlagen erhältlich. Die kompletten Kits bestehen meistens aus

größeren Bremsscheiben, leistungsfähigen Mehrkolbenbremssätteln und

ent sprechenden Belägen. Sie bewirken eine deutliche Verbesserung der

Bremsleistung. Die Bremse ist auch bei härtesten Bremsbelastungen, z. B.

durch eine Leistungssteigerung, standfest. Sie kann direkter ansprechen

als im Serienzustand.

Unser Tipp:

Alle Veränderungen und Eingriffe in die Bremsanlage sollten von Fachleuten vorgenommen

werden und müssen selbstverständlich abgenommen werden. Stimmen Sie Umbauten an

Ihrer Bremsanlage unbedingt mit einem Sachverständigen der TÜV NORD Mobilität ab.

Bei der Sicherheit der Bremsen hört der Spaß auf!


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Checkliste Bremsen

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Bremsleistung

Verzögerung

Sicherheit

Bremswegverkürzung

Lebensdauer

Bremsanlage

Nachteile

Umbaukosten

Höherer Verschleiß möglich

Besonders zu beachten

Ausschließlich Teile mit ABE oder Teilegutachten verwenden!

Abstimmung mit Sicherheitssystemen des Fahrzeuges

(z. B. ABS, Bremsassistent) notwendig

Freigängigkeit zwischen größeren Bremsscheiben und Rad muss

gewährleistet sein

Belüftung der Bremsscheiben muss sichergestellt werden

Hinterradbremsen können leichter blockieren, Fahrzeug kann instabil

werden; sorgfältige Abstimmung erforderlich


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Räder und Reifen


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Räder und Reifen

Allgemein

Breite Reifen und attraktive Räder (Felgen) sind ein die Fahrzeugoptik

extrem prägendes Designmerkmal für individuell gestaltete starke Autos.

Durch die verbreiterte Aufstandsfläche und die niedrige Flankenhöhe und

größere Spurweite können Bremsweg, Kurvenverhalten, Lenkpräzision und

Lastwechsel reaktionen positiv beeinflusst werden – das getunte Fahrzeug

liegt satter auf der Straße und gewinnt manchmal schon fast fühlbar an

Fahrsicherheit.

Die mit Abstand beliebteste erste Tuningmaßnahme an einem Fahrzeug ist

daher der Umbau auf andere Felgen, andere Reifen oder gleich eine ganz

neue Rad-Reifen-Kombination.

Der Tuner muss bei der Auswahl darauf achten, dass Reifen, Räder und

Fahrwerk perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das kann am Anfang

verwirrend sein, denn zu den öfter in den Fahrzeugpapieren aufgelisteten

Rad-Reifenkombinationen kann es eine Fülle von anderen möglichen

Bereifungsvarianten geben. Dazu kommt die Qual der Wahl zwischen den

vielen optischen Trends und zum Teil extravaganten Designs.

Um hier Licht ins Dunkel zu bringen, empfehlen wir, sich einen Einblick im

Zubehör- oder Reifenfachhandel zu verschaffen – die Spezialisten dort

haben den kompletten Einblick in sämtliche am Markt befindlichen

Produkte für Ihren Wagen.


62|63

Fragen Sie auch unsere Sachverständigen, wenn es Zweifel an

erlaubten Kombinationen für Ihr Fahrzeug gibt.

Nur wenig Nachteile

Kleine Nachteile bei Breitreifen sind bei Nässe möglich, aber durch den

Einsatz modernster Reifenkonstruktionen und Gummimischungen

mittlerweile weniger spürbar als noch vor ein paar Jahren.

Der Geradeauslauf kann sich z. B. durch verstärkte Reaktion auf Spurrillen

gegenüber dem Serienstand ebenfalls verschlechtern.

Weiterhin werden die Radaufhängungen höher beansprucht und die

Lenkkräfte werden in der Regel etwas größer sein.

Und schließlich kann der Komfort leiden, denn bei den im Trend liegenden

Reifen mit nur wenigen Zentimetern Flankenhöhe ist das Luftpolster zur

Federung deutlich kleiner.

Die Reifen

Der Abrollumfang (also die Strecke, die ein Reifen bei einer Umdrehung

zurücklegt) der neuen „Beine“ Ihres Fahrzeuges muss ziemlich genau mit

der Serienbereifung übereinstimmen, damit alle im Fahrzeug vorhandenen

Mess- und Regelsysteme (ABS/ESP/Tachometer) sowie die Bremsanlage

weiterhin funktionieren und sich das Abgasverhalten nicht verschlechtert!

Räder und Reifen

Das bedeutet, dass bei größeren Felgendurchmessern und

breiteren Laufflächen immer flachere Querschnittsformate gefahren

werden müssen.

Unser Tipp:

Bei den neuen Reifen müssen Sie unbedingt darauf achten, dass der Speedindex, die Höchstgeschwindigkeit

und der Loadindex die halbe zulässige Achslast des Fahrzeugs abdecken.

Die Räder

Die meisten Breitreifen werden nicht auf Ihre Serienräder passen. Bei der

Auswahl neuer Räder ist es wichtig, dass diese nicht nur optisch, sondern

auch von der ABE oder dem Teilegutachten her zum Fahrzeug passen.

Unser Tipp:

Bei anderen als Serienformaten kann es möglich sein, dass die Einpresstiefe des Rades, also

der Abstand zwischen der Radflanschfläche und der Mitte des Rades zwischen den Felgenhörnern,

aufgrund der größeren Reifen- bzw. Felgenbreite geändert werden muss.

Die Reifen wandern weiter nach aussen, dürfen aber nicht über die Karosserie hinausstehen.

Außerdem können Probleme mit der Freigängigkeit entstehen.

Lassen Sie sich hinsichtlich der Möglichkeiten beraten!


64|65

Räder und Reifen

Montage

Selbstverständlich sollten Sie Ihre Kombination nur im Fachbetrieb

aufziehen und montieren lassen. Teilweise müssen neue Radschrauben

oder Radmuttern verwendet werden, da die serienmäßigen zu kurz

sind oder die falsche Form haben. Sollte als Reserverad ein Serienrad

verwendet werden, müssen auch die entsprechenden serienmäßigen Radschrauben

und -muttern im Fahrzeug mitgeführt werden.

Extreme Formate machen gern mal Probleme hinsichtlich der

Frei gängigkeit im Radhaus. Wenn das der Fall sein sollte, stehen eventuell

Eingriffe an Blech und Karosserie an, möglicherweise wird der Tuner bei

über die Karosserie hinausstehenden Rad-Reifenkombinationen auch

Kotflügelverbreiterungen montieren müssen.

Wenn die Rad-Reifenkombination nicht schon im Fahrzeugschein eingetragen

ist, kontrollieren Sie bitte an Hand der vorhandenen Prüfzeugnisse,

ob eine Änderungsabnahme erforderlich ist. Falls dies so ist, sollten Sie

nach der Montage eine TÜV-STATION ansteuern, um die neuen Räder von

einem Sachverständigen begutachten zu lassen oder mindestens einen

kurzfristigen Termin hierfür vereinbaren.


66|67

Checkliste Reifen und Räder

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile, hier Sonderrad (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird bei Reifen nicht empfohlen!

Vorteile

Optik

Fahrverhalten

Straßenlage

Teilweise geringere ungefederte Massen bei Leichtmetallrädern

Räder und Reifen

Nachteile

Fahrkomfort

Lenkkräfte höher als Serie

Spurrillenempfindlichkeit

Erhöhte Aquaplaningneigung

Empfindlich für Bordsteinbeschädigungen

Schmalerer Grenzbereich bei Kurvenfahrt

Besonders zu beachten

Abrollumfang muss innerhalb genau festgelegter Toleranzen der Serie

entsprechen, sonst Beeinflussung von Tachoanzeige, Höchstgeschwindigkeit,

Bremswirkung und Abgasverhalten

Platzverhältnisse und Freigängigkeit im Radhaus beachten!

Rad-Reifenkombination darf nicht über Karosserie hinausstehen

Passende Radbolzen für die neuen Räder verwenden!

Sommerreifengröße entspricht nicht immer Winterreifengröße

Die montierte Rad-Reifenkombination muss im Fahrzeugschein

eingetragen oder die Zulässigkeit durch die Betriebserlaubnis des

Fahrzeugs (siehe Übereinstimmungsbescheinigung / COC), eine ABE

oder eine Anbaubescheinigung nachgewiesen sein


68|

Sportlenkräder


70|71

Sportlenkräder

Allgemein

Der stolze Besitzer eines älteren Fahrzeugs oder eines Oldtimers hat beim

Thema Lenkrad nur wenige Probleme: Die schönsten Sportlenkräder in

Leder- und Edelholzausführungen zu moderaten Preisen gibt es nun einmal

für ältere Fahrzeuge ohne Airbag. Mit passender Nabe, Prüfzeichen und ABE

oder Teilegutachten sollten Einbau und Abnahme nicht schwierig sein.

Bei modernen Fahrzeugen mit Airbag ist der Einbau eines anderen Sportairbaglenkrades

in einer Fachwerkstatt absolute Pflicht. Man muss viel

von der Materie verstehen sonst kann der Airbag im unpassenden Moment

hochgehen oder im Ernstfall gar nicht funktionieren.

Unsere Meinung: Finger weg!

Viele Fahrzeuge verfügen heute über in das Lenkrad integrierte Bedienelemente

– hier ist es oft schwierig, ein anderes als das Serienlenkrad zu

installieren.

Vom Austragen des Fahrerairbags zwecks Installation eines nicht mehr

zeitgemäßen Lenkrades ohne das rettende Prallkissen raten wir aus

Sicherheitsgründen dringend ab.

Fragen Sie auf jeden Fall einen Sachverständigen der TÜV NORD Mobilität,

bevor Sie ein anderes Lenkrad einbauen oder einbauen lassen.


72|73

Checkliste Lenkräder

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Handling

Fahrgefühl

Fahrzeugkontakt

Optik

Ansprechverhalten

Sportlenkräder

Nachteile

Höhere Lenkkräfte durch kleinere Lenkräder

Verschlechterte Sicht auf die Fahrzeugarmaturen möglich

Besonders zu beachten

Einbau eines Sonderlenkrades bei vielen Airbagfahrzeugen nicht

zulässig oder machbar

Sonderlenkräder nur mit vorgeschriebener Nabe zulässig

Blick auf Instrumente muss gewährleistet sein

Bedienung des Fahrzeuges darf nicht beeinträchtigt sein


74|

Beleuchtung: Die Lightshow


76|77

Beleuchtung: Die Lightshow

Allgemein

Ideal für alle Tuner: Die Lichtanlage Ihres Wagens mit Scheinwerfern und

Rückleuchten, Bremsleuchten, Seitenblinkern, Nebelscheinwerfern und

Positionsleuchten kann komplett modifiziert oder ausgetauscht werden.

Es gibt eine große Auswahl von verschiedenen Produkten für jedes Fahrzeug.

Wie immer ist das Design Geschmackssache – Scheinwerfer und

Rückleuchten im Klarglasdesign sind jedoch eindeutig der Renner.

Bei den Rückleuchten geht der Trend immer mehr zur LED-Technologie.

Die günstigste Tuningvariante bei der Beleuchtung ist der Einbau anderer

Seitenblinker bzw. Blinkerlampen, die von außen nicht orange erscheinen.

Kostspieliger ist z. B. die Nachrüstung mit Xenon-Scheinwerfern, die häufig

als Komplett-Set mit typgeprüften Doppelscheinwerfern, Leuchtweitenregelung

und Scheinwerfer-Reinigungsanlage angeboten werden.

Bei aller Freiheit ist die Lichtanlage des Tuningfahrzeuges für die Verkehrssicherheit

extrem wichtig: Falsch angebrachte oder unzulässige Beleuchtungsanlagen

können Sie und andere gefährden. Daher müssen alle

lichttechnischen Einrichtungen für Tuning und Nachrüstung bauartgenehmigt

sein und die entsprechenden Prüfzeichen tragen. Es gelten die verschiedenen

bundesdeutschen Vorgaben, EG-Richtlinien und ECE-Regelungen.


78|79

Hinweis:

Genehmigte Beleuchtungseinrichtungen dürfen auf keinen Fall geändert werden:

• Die Farben der Beleuchtung sind vorgeschrieben. So müssen nach vorn wirkende

Leuchten weißes, nach hinten wirkende rotes (außer dem Rückfahrscheinwerfer) und

Blinker gelbes Licht abstrahlen. Daher sind z. B. zum Lack passende Rückleuchten mit

austauschbaren LEDs oder lackierte Lampen definitiv nicht zulässig!

• Leuchten dürfen nicht mit Transparentlack überlackiert werden und nicht mit

stärkeren Lampen ausgerüstet werden.

• Wenn die Lichtquelle gegen eine nicht in der Bauartgenehmigung des Scheinwerfers vor-

gesehene Lichtquelle getauscht wird, erlischt die Bauartgenehmigung –

und damit die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges!

• Eine Xenon-Lampe im alten Reflektorgehäuse ist ebenfalls illegal!

• Spezialitäten wie Unterbodenbeleuchtungen, Leuchtdioden, farbiges Standlicht,

Lichterketten, Blink- und Lauflichter oder beleuchtete Schriftzüge sind unzulässig!

Beleuchtung: Die Lightshow

Vorgaben zum Verwendungsbereich und Einbau sind

Genehmigungen bzw. den entsprechenden Einbauanleitungen

zu entnehmen.

Auch etwas mit der Beleuchtung zu tun hat der beliebte „Böse Blick“.

Sofern hierfür keine ABE vorliegt, muss er in jeden Fall begutachtet

werden. Gibt es auch kein Teilegutachten, muss ein Sachverständiger bei

der Begutachtung nicht nur den ordnungsgemäßen Anbau prüfen, sondern

z. B. auch untersuchen, ob eine Beeinträchtigung des Strahlengangs

vorliegt, ob die Blende nicht zu scharfkantig ist und ob sich die Haube

noch einwandfrei öffnen lässt.

Wie bei den anderen Tuningvorhaben gilt: Fragen Sie vor einem Umbau der

Beleuchtungsanlage im Zweifelsfall vorher einen Fachmann der TÜV NORD

Mobilität!


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Checkliste Beleuchtung

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Optik und Design

Montage schnell und einfach

Bessere Lichtausbeute

Verbesserung der Sicherheit

Beleuchtung: Die Lightshow

Nachteile

Höhere Kosten für Ersatzglühlampen

Besonders zu beachten

Alle Leuchten, bis auf Nebelschlussleuchte und Rückfahrscheinwerfer,

müssen symmetrisch angebracht sein

Leuchtfarbe und -stärke müssen identisch sein

Wenn eine Leuchtweitenregelung vorhanden ist, muss diese auch

bei den Austausch- (Klarglas-) Scheinwerfern vorhanden und

funktionsfähig sein


82|

Motortuning und

Leistungssteigerungen


84|85

Allgemein

Unter Motortuning fallen in der Regel alle Modifikationen, mit denen die

Leistung des Motors im Vergleich zum Serienzustand erhöht wird.

Hier ist vom Chiptuning bis hin zur kompletten Überarbeitung des Motors

fast alles möglich.

Achtung, Risiken!

Tuningmaßnahmen beanspruchen einen Serienmotor immer über seine

konstruktiven Haltbarkeitsreserven hinaus. Öl- und Kühlkreislauf, Getriebe,

Kupplung und Antriebswellen werden bei einem in der Leistung gesteigerten

Motor viel härter „rangenommen“ und müssen möglicherweise verstärkt

werden. Darüber hinaus werden Sie schnell an Ihre eigenen Grenzen

gelangen, wenn Sie Ihren Motor zerlegen wollen – und genau das ist beim

klassischen Tuning notwendig! Wir empfehlen daher unbedingt, derartige

Umbauten nur bei professionellen Tuningbetrieben mit entsprechenden

Referenzen durchführen zu lassen.

Sie sollten in Ihre Überlegungen auch einbeziehen, dass Ihre Versicherung

nach erfolgter Eintragung einer höheren kW-Zahl möglicherweise die

Prämie erhöht.

Wer sich für die Leistungssteigerung seines Fahrzeuges interessiert,

sollte unbedingt einen Termin mit einem unserer Spezialisten vereinbaren.

Motortuning und

Leistungssteigerungen

Das Thema ist sehr komplex, daher kann ein klärendes Gespräch

im Vorfeld sehr hilfreich.

Hinweis:

Grundsätzlich gilt:

Alle Arten von Leistungssteigerungen müssen begutachtet und eingetragen werden, da

andernfalls aufgrund der Änderungen von Leistung, Abgas- und Geräuschverhalten die Betriebserlaubnis

und damit Zulassung und Versicherungsschutz erlöschen!

Motortuning klassisch

Ein Motortuning kann z. B. folgende Punkte beinhalten:

Veränderung der Gemischaufbereitung

Vergrößerung und Glättung der Ansaugkanäle

Vergrößerung der Ventile

Einbau anderer Nockenwellen

Stärkere Ventilfedern

Einbau anderer Kolben


86|87

Hubraumvergrößerung durch z. B. Aufbohren

Abschleifen oder Abfräsen des Zylinderkopfes bzw. -blocks zur

Erhöhung der Verdichtung

Kurbelwellenmodifikationen

und weitere chirurgische Eingriffe in das Innenleben des Motors.

Meistens werden mehrere der Punkte in Kombination durchgeführt.

Der eigenhändige Umbau eines Motors verlangt jedoch vom Tuner

immenses Fachwissen und aufwändige Spezialwerkzeuge. Bis auf sehr

wenige Ausnahmen werden derartige Aktionen daher von den bereits

erwähnten spezialisierten Tuningbetrieben durchgeführt. Die komplexe

TÜV-Prüfung und die Abnahme des umgebauten Triebwerks wird meist

gleich mit organisiert. Die Kosten für einen ordnungsgemäßen und vor

allem straßentauglichen Umbau sind zum Teil erheblich.

Auch die Möglichkeit, Motoren mittels Turbolader oder Kompressor zu

tunen, ist durch die umfangreichen mechanischen Umbauten sowie die

aufwändige Anpassung der elektronischen Motorsteuerung sehr

kostenintensiv und wird nur wenig genutzt.

Motortuning und

Leistungssteigerungen

Chiptuning

Ein schnellerer Weg zu mehr Leistung ermöglicht das Chiptuning, bei

dem ein Eingriff in die heute bei den meisten Fahrzeugen vorhandene

elektronische Motorsteuerung erfolgt. Hierfür wird der Originalchip des

Motorsteuergerätes, auf dem die Kennfelddaten z.B. für Zündzeitpunkt,

Einspritzmenge, Turbolader-Ladedruck und Drehzahlbegrenzung gespeichert

sind, entweder durch einen neuen Chip mit entsprechend

geänderten Kennfelddaten ersetzt, oder der Chip kann bei modernen

Steuergeräten einfach „geflasht“ bzw. umprogrammiert werden.

Alternativ besteht die Möglichkeit, dem Motorsteuergerät ein Zusatzsteuergerät,

z.B. Speed- oder Powerbox genannt, vorzuschalten.


88|89

Das Vorschaltsteuergerät bietet grundsätzlich die selben Möglichkeiten wie

das „Flashen“. Der Vorteil gegenüber dem „Flashen“ besteht darin, dass

die Tuningmaßnahmen in jedem Fall erhalten bleiben, während es beim

„geflashten“ Originalchip schon mal vorkommen kann, dass die Kennfeldsoftware

im Rahmen einer Inspektion ungewollt wieder in den Originalzustand

versetzt wird.

Achten Sie deshalb bei der Programmierung darauf, dass die Mehrleistung

erst bei Betriebstemperatur zur Verfügung steht und die Volllastdauer

begrenzt wird.

Chiptuning nutzt also lediglich die im Motor für Lebensdauer und

Zuverlässigkeit vorhandenen Reserven, mechanisch wird nichts geändert.

Die Leistung kann bei Benzinmotoren um bis zu 10 Prozent, bei Turbo-

Dieseln und Turbo-Benzinern um bis zu etwa 30 Prozent gesteigert

werden. Auf der Gegenseite wird in den meisten Fällen der Spritverbrauch

steigen, bei manchen Turbo-Dieseln kann bei sehr vorsichtiger Fahrweise

und unter günstigen Betriebsbedingungen der Verbrauch auch geringfügig

sinken. Auch die Lebensdauer des Motors kann durchaus beeinträchtigt

werden, schließlich geht die Mehrleistung des elektronisch zum Sportler

mutierten Triebwerks auch zu Lasten der mechanischen Komponenten.

Unser Tipp:

Nur Chiptuning durchführen, für das eine entsprechende ABE oder ein passendes Teilegutachten

vorliegt. Es gibt zahlreiche Anbieter auf dem Markt, deren nicht geprüfte Produkte die

Betriebserlaubnis Ihres Fahrzeugs zum Erlöschen bringen und die Lebensdauer Ihres Motors

extrem verkürzen können.

Motortuning und

Leistungssteigerungen

Sportluftfilter

Sportluftfilter erleichtern dem Motor das Saugen und sollen somit eine

geringfügige Leistungssteigerung bewirken, die sich in der Regel aber in

Grenzen hält.

Das Ansauggeräusch kann deutlich „sportlicher“ klingen, der Spritverbrauch

steigen. Die Wartungsintervalle der Sportluftfilter sind kürzer

als die der Serienfilter. Der Staubabscheidegrad ist schlechter, wodurch

der Motorverschleiß steigt.

Bei der Umrüstung sollte man gleich beim Kauf darauf achten, dass eine

passende ABE oder ein Teilegutachten für die Begutachtung beiliegt.

Ansonsten müssen Sie das gute Stück spätestens nach der nächsten

Polizeikontrolle wieder abbauen!

Motortuning optisch

Kosmetische Verschönerungen im Motorraum, wie zum Beispiel Carbon-

und Aluminiumverkleidungen, verchromte Schrauben, veredelte, lackierte

oder auf Hochglanz polierte Teile, schöne Schläuche oder Verspiegelungen

der Motorhaube sind selbstverständlich abnahmefrei! Beim Austausch von

druckführenden Schläuchen, z. B. für die Servolenkung, ist aber unbedingt

auf ausreichende Festigkeit zu achten.


90|91

Checkliste Motortuning

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Fahrleistungen

Relativ geringe Umrüstkosten bei Chiptuning

Motortuning und

Leistungssteigerungen

Nachteile

Höherer Kraftstoffverbrauch

Verminderte Lebensdauer

Erhöhter Verschleiß

Herstellergarantie erlischt häufig

Hohe Kosten bei Tuning mittels Motorumbauten

Besonders zu beachten

Nur Chiptuning mit Prüfzeugnis verbauen!

Bei Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit müssen evtl. andere Bremsen

und Reifen montiert werden

Bei Motorumbauten prüfen, ob die erforderlichen Prüfzeugnisse vorliegen

Ist der Motor für ein Tuning noch hinreichend belastbar

(Alter, Laufleistung)?

Ausschließlich Produkte von namhaften Tunern verwenden!

Gibt es Garantie des Herstellers auf Umbau, Motor oder Antrieb?

Berichtigung der Fahrzeugpapiere sofort notwendig, da andere Steuer-

und Versicherungseinstufung möglich


92|

Auspuff und Sound


94|95

Auspuff und Sound

Allgemein

Jeder sportlich ambitionierte Autoliebhaber möchte neben der Tuningoptik

am Heck auch einen entsprechenden satten Sportsound aus seinem Auto

zaubern.

Allerdings gibt es in der EU gesetzliche Höchstgrenzen für das Fahrgeräusch

eines Fahrzeugs. Neben dem Fahrgeräusch ist in der Zulassungsbescheinigung

I, dem Fahrzeugschein, auch das Standgeräusch angegeben. Dies

dient der einfachen Überprüfung des Geräuschverhaltens des Fahrzeugs.

Sportschalldämpferanlagen erhalten nur eine ABE oder EG- / ECE-Genehmigung,

wenn sie nicht lauter als die Originalschalldämpferanlage sind,

allerdings dürfen sie einen anderen Sound haben.

Vom einfachen Endrohr, über eine Vielzahl von Endtöpfen, bis hin zur Komplettanlage

mit Sportkrümmer können Sie, je nach Budget, eine akustisch

und optisch ansprechende Lösung finden. Die Anlagen und Komponenten

klingen von Hersteller zu Hersteller verschieden. Erwarten Sie durch einen

Tausch des Endtopfes jedoch keine Leistungssteigerung von 10 Prozent,

wie es von manchen Herstellern versprochen wird.


96|97

Auspuff und Sound

Auch bei Auspuffanlagen kann zwischen Teilen mit Teilegutachten

(Abnahme und Eintragung erforderlich) und Teilen mit ABE bzw.

EG- / ECE-Genehmigung unterschieden werden.

Montage

Unser Tipp:

Gerade bei Auspuffanlagen werden viele Tuner besonders kreativ. Wir weisen ausdrücklich

darauf hin, dass Auspuffteile, die ohne Papiere geliefert werden, für den Straßenverkehr nicht

zulässig sind. Weiterhin sind alle Experimente mit der Auspuffanlage, wie z. B. der Einbau

von Vorschalldämpfer- und Katalysatorattrappen, durchgehenden Rohren oder Enddämpfern

ohne Dämmung verboten. Zu laute, manipulierte Auspuffanlagen sind eine Umweltbelästigung

und führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Unsere Empfehlung: Finger weg von zweifelhaften Angeboten, verbauen Sie nur Qualitätsprodukte

mit gültigem Prüfzeugnis!

Beim Einbau von Auspuffanlagen sollten Sie berücksichtigen, dass die

Abstände zu Leitungen und hitzeempfindlichen Teilen eingehalten werden

müssen und vorhandene Wärmereflektoren nicht entfernt werden dürfen.

Auch sollte auf die im Abschnitt Fahrwerk genannte Bodenfreiheit

geachtet werden – es wäre doch wirklich schade um Ihren schönen

neuen Edelstahlendtopf!


98|99

Checkliste Auspuffanlagen

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Optik am Wagenheck

Haltbarkeit von Edelstahlendtöpfen

Sportlicher Sound

Auspuff und Sound

Nachteile

Schlechtere Passgenauigkeit bei Zubehöranlagen

Brummgeräusche im Fahrzeuginnenraum

Besonders zu beachten

Nur Teile mit gültigem Prüfzeugnis verbauen!

Abgas- und Geräuschvorschriften müssen eingehalten werden

Manipulationen an Abgasanlage und Katalysator sind verboten

Bodenfreiheit von mindestens 80 mm bei zulässiger Achslast muss

eingehalten werden, wenn der Auspufftopf tiefer als der Serientopf

angebracht ist und dies gleichzeitig die tiefste Stelle unter dem

Fahrzeug ist

Abstände zu Fahrzeugteilen und Hitzeschutz


100|

Innenraum und Ausrüstung


102|103

Allgemein

Das optische Tuning eines Wagens bezieht sich nicht nur auf äußere

Details: Auch das Interieur können Sie mit individuellem Design umgestalten!

Innenraumtuning gehört zu den beliebtesten Disziplinen überhaupt – und

das hat gute Gründe:

Der Arbeits- und Kostenaufwand kann in Grenzen gehalten werden; es gibt

eine riesige Auswahl an interessanten Teilen; Sie können selbst kreativ

werden und schnell einen beeindruckenden Effekt erreichen.

Fußmatten und Schwellerblenden aus Metall, ergonomische Aluminium-

Schaltknäufe, Pedalsets und coole Zusatzinstrumente erzeugen sofort ein

sportliches Ambiente. Mit den beliebten Dekoren für Armaturenbrett und

Seitenverkleidungen verschwindet der langweilige Serienlook innerhalb

von Minuten. Armlehnen für lässigen Langstrecken-Komfort gibt es in

vielen verschiedenen Ausführungen und Materialien.

Mittlerweile haben Sie darüber hinaus einige Möglichkeiten, mit Plasmabildschirmen

und Kühlschränken den Innenraum Ihres Autos in ein mobiles

Wohnzimmer zu verwandeln. In der Hi-Fi-Szene sind aufwändige

Kofferraumausbauten aus GFK mit integrierter Technik angesagt.

Innenraum und Ausrüstung

Das ist aber nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten – es gibt

unzählige weitere, wenn man seinem Fahrzeug einen wirklichen

Customlook verpassen und das Interieur mit anderen Materialien sowie

eigenen Ideen umstylen möchte. Für den interessierten Tuner gibt es in

Web und in TV zahlreiche Anregungen!

Für einige sicherheitsrelevante Teile, die eingebaut werden sollen,

muss eine ABE oder ein Teilegutachten vorhanden sein, andernfalls ist

eine Einzelabnahme erforderlich.

Wenn es ganz individuell werden soll und Sie sich nicht sicher sind,

fragen Sie einen Sachverständigen der TÜV NORD Mobilität!

Sicherheitsgurte

4-Punkt-Gurte bringen Rennatmosphäre in den Innenraum, schränken

aber den Sitzkomfort ein.

Weiterhin werden bei 4- oder 5-sitzigen Fahrzeugen die hinteren Sitzplätze

zugunsten der Gurtbefestigungen unbrauchbar. Aus einem Fahrzeug mit

5 Sitzen wird so ein Zweisitzer! Die Gurte müssen eine Genehmigung mit

den bekannten Prüfzeichen haben, andernfalls sind sie unzulässig.


104|105

Innenraum und Ausrüstung

Sportsitze

Edle Sportsitze oder knackige Rennschalen vermitteln ein vollkommen

anderes Fahrgefühl, bestechen durch die absolut sportliche Optik im

Innenraum und fördern eine korrekte und somit sichere Sitzhaltung.

Sie haben Ihr Fahrzeug manchmal wirklich besser im Griff als mit den

vielleicht schon etwas schwammigen Seriensitzen. Crashtests haben

bewiesen, dass Sportsitze Ihrem Fahrzeug durchaus ein Plus an Sicherheit

geben können.

Auch für Sitze und Sitzkonsolen (Adapter zwischen Sportsitz und Originalsitzbefestigung

des Fahrzeugs) ist ein gültiges Prüfzeugnis erforderlich,

zumindest bei Teilegutachten ist eine Anbauabnahme erforderlich.

Überrollbügel

Überrollbügel und -käfige sind räumliche Metallrohrgitter-Konstruktionen,

die im Renn- und Rallysport zur Steigerung der Sicherheit in jedem

Fahrzeug verbaut werden.

Diese Konstruktionen sollen bei einem Überschlag verhindern, dass das

Dach zu sehr eingedrückt wird, so dass ein Überlebensraum bestehen

bleibt, bzw. im offenen Cabriolet den Überlebensraum ohne Dach sichern.


106|107

Checkliste Innenraum: Sitze und Käfige

Legalisierung des Umbaus durch

Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE)

Teilegutachten

Vorgeschriebene Genehmigung / Erlaubnis

Einzelabnahme eines amtlich anerkannten Sachverständigen

Montage

Montage durch Fachbetrieb

Eigenmontage erlaubt

Eigenmontage unzulässig

Eigenmontage wird nicht empfohlen

Vorteile

Schutz der Insassen bei Unfällen

Sportliche Optik

Bei Sitzen bessere Seitenführung

Innenraum und Ausrüstung

Nachteile

Die Bewegungsfreiheit im Innenraum wird eingeschränkt

Eventuell weniger variabler Innenraum

Nur möglich, wenn Airbags nicht beeinträchtigt werden

Besonders zu beachten

Einstellbarkeit der Sitze

Nur mit passender Konsole verbauen

Hosenträgergurte nur sinnvoll mit geeigneten Sitzen

Einbau eines Überrollkäfigs erfordert eine Änderungsabnahme

oder Begutachtung


108|109

Gegenseitige Beeinflussung von Fahrzeugveränderungen

-

Änderungsart

gegenseitige Beeinflussung möglich

keine gegenseitige Beeinflussung zu erwarten

Rad, Reifen

Spur, Sturz

Federn, Stoßdämpfer

Spoiler

Tieferlegung

Lenkrad, Lenker

Anhängerkupplung

(Leistungs-)Änderung am Motor

Auspuffanlage

Abgasverhalten

Abgasverhalten

Auspuffanlage

(Leistungs-)Änderung am Motor

Anhängerkupplung

Lenkrad, Lenker

Tieferlegung

Spoiler

Federn, Stoßdämpfer

Spur, Sturz

Rad, Reifen

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

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-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Tabelle: Gegenseitige Beeinflussung von

Fahrzeugveränderungen / Reifeninformationen

Reifenkennzeichnung

1

1 Reifennennbreite

2 Querschnittsverhältnis

3 Bauart (R = Radial)

4 Felgennenndurchmesser

5 Load-Index

6 Speed-Index

Speed-Index (SI, Geschwindigkeitsindex, Geschwindigkeitssymbol)

SI km/h

B 50

C 60

D 65

E 70

F 80

G 90

J 100

K 110

L 120

* Reifen ohne Load-Index

2 3 4

5

SI km/h

M 130

N 140

P 150

Q 160

R 170

S 180

T 190

U 200

H 210

6

SI km/h

V 240

W 270

Y 300

ZR* > 240


110|111

Tabelle: Load-Index

Load-Index (Tragfähigkeit des Reifens bei 2,5 bar Reifenfülldruck)

LI kg

55 218

56 224

57 230

58 236

59 243

60 250

61 257

62 265

63 272

64 280

65 290

66 300

67 307

68 315

69 325

70 335

71 345

LI kg

72 355

73 365

74 375

75 387

76 400

77 412

78 425

79 437

80 450

81 462

82 475

83 487

84 500

85 515

86 530

87 545

88 560

LI kg

89 580

90 600

91 615

92 630

93 650

94 670

95 690

96 710

97 730

98 750

99 775

100 800

101 825

102 850

103 875

104 900

105 925

LI kg

106 950

107 975

108 1000

109 1030

110 1060

111 1090

112 1120

113 1150

114 1180

115 1215

116 1250

117 1285

118 1320

119 1360

120 1400


112| 112|109

Stichwortverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Abnahme S. 18ff.

Auspuff S. 94ff.

Beleuchtung S. 76ff.

Bremsen S. 54ff.

Chiptuning S. 87/88

Fahrwerk S. 42ff.

Federn S. 44ff.

Felgen (Räder) S. 62/63/64

Lack S. 28

Lenkrad S. 69/70

Luftfilter S. 89

Motortuning S. 84ff.

Räder (Felgen) S. 59ff.

Scheiben S. 34ff.

Sitze S. 104/105

Spoiler S. 24ff.

Vorschriften S. 10ff.


114| 114|113

Für alle, die individueller und sicherer unterwegs sein wollen

Tuningratgeber der TÜV NORD Mobilität

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DTE-Systems GmbH, 45665 Recklinghausen

FOLIA TEC Böhm GmbH + Co. Vertriebs GmbH,

90411 Nürnberg

Hankook Reifen Deutschland GmbH,

63263 Neu-Isenburg

Hella KGaA Hueck & Co., 59552 Lippstadt

in.pro. Herstellungs- und Vertriebsgesellschaft GmbH,

24558 Henstedt-Ulzburg

König Komfort- und Rennsitze GmbH, 74360 Ilsfeld

Otto Zimmermann GmbH, 74889 Sinsheim-Dühren

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Redaktion: Matthias Gierten

Gestaltung: RpunktDESIGN GmbH

Druck: Druckhaus Pinkvoss GmbH

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