Download Ausgabe Juni - August 2010 - Spix eV

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Download Ausgabe Juni - August 2010 - Spix eV

Lesen Sie in dieser Spix-Info:

Berufliche Inklusion 1 - 2

Projekt Bocholterstraße 12 3

Ausgelagerte Arbeitsplätze WfbM 4 - 5

Interview betriebsintegrierte Arbeit 5 - 6

Gruppenangebote 7

Angebote von Spix 8

Veranstaltungen/Das Gespräch 9

Adressen-/Telefonliste 10

Portrait 11

Projekt Fußball-WM/Gründung

Einer Fußballmannschaft 12

Umbaumaßnahmen LT24/

Sommerfest SBZ & BeWo 13

Personelles/Werkstattrat 14

Tag der Begegnung 2010/

Creativa 15

Zeichenkurz 16

Die Vereinszeitung der

Sozialpsychiatrischen Initiative Xanten

5. Jahrgang - Ausgabe 18 vom Juni 2010 - Geschäftsstelle Wesel - Tel. 0281/16333-0

Liebe Leserin und lieber

Leser!

Jeder kennt das aus eigener

Erfahrung. Man lernt einen

netten Menschen kennen,

spricht vielleicht über das

Wetter oder Fußball. Aber

schon bald landet man beim

Beruf. Wo und wie wir beruf-

lich tätig sind, entscheidet

über unsere Interessen, Gesprächsthemen

und Kontakte.

Unser Platz in der Gesellschaft

wird dadurch bestimmt.

Deshalb ist die berufliche

Inklusion der wichtigste

Schritt zur gesellschaftlichen

Inklusion von Menschen mit

einem Handicap.

Und das muss kein zusätzliches

Geld kosten! Unser

Land gibt erhebliche Mittel für

die berufliche Integration von

Menschen mit einer Behinderung

aus. Es kommt darauf

an, die vorhandenen Mittel

anders zu verwenden als bisher,

wo immer das sinnvoll

ist.

Nach über einem Jahr der

Erprobung im Praktikum wurde

gerade der erste Mitarbeiter

unserer Werkstatt in einen

betriebsintegrierten Arbeitsplatz

übernommen (Interview

S. 5). Weitere 6 bis 8 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter,

die sich seit einem halben

Jahr auf diesen Schritt vorbereiten,

werden im Sommer

unsere Werkstatt verlassen

und ihre Arbeit bei der Firma

Norgren in Alpen fortsetzen,

ebenfalls auf betriebsintegrierten

Arbeitsplätzen. Mit der

gleichen arbeitsvertraglichen

Sicherheit und pädagogischen

Begleitung wie bisher,

aber eben in einem normalen

Betrieb.

Was ändert sich dadurch?

Inklusion der Mitarbeiter/

innen

Die behinderten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter haben

ihren Arbeitsplatz und ihre

Kollegen da, wo auch nichtbehinderte

Menschen beschäftigt

sind. Sie arbeiten

nun in einem normalen Betrieb

und identifizieren sich

mit ihrer neuen Firma. Dabei

behalten sie die soziale Sicherheit

ihres Werkstattvertrages.

Diese Regelung ist

auf Dauer möglich, aber auch

jederzeit die Rückkehr in die

Werkstatt.

Wenn es uns gelingt, betriebsintegrierte

Arbeitsplätze

Kostenlose Informationsschrift für Klient/innen und ihre Angehörigen, Mitarbeiter/innen und Freunde von Spix

einzusehen auch unter www.Spix-ev.de


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 2

zu einem Regelangebot zu

machen, werden viele Menschen

mit einem Handicap

Arbeit finden, die jetzt dauerarbeitslos

sind. Obwohl sie

wegen ihrer Behinderung einen

Rechtsanspruch auf einen

bedarfsgerechten Arbeitsplatz

haben, scheuen sie

den Eintritt in eine Sondereinrichtung

für behinderte Menschen

oder haben aus diesem

Grund die Werkstatt wieder

verlassen. Das betrifft vor

allem Menschen mit einer

leichten Intelligenzminderung,

psychisch Kranke, körperlich

behinderte Menschen

und Personen mit einer Hirnschädigung.

Wettbewerbsvorteile für die

Werkstatt

Anfangs ist es für die Werkstatt

ein Problem, wenn Leistungsträger

die Produktion

verlassen. Weil aber neue

Kräfte für diese Aufgaben benötigt

werden, müssen mehr

Beschäftigte als bisher trainiert

und qualifiziert werden.

Der fachliche Vorsprung, den

die Werkstätten in Deutschland

in der beruflichen Rehabilitation

von behinderten

Menschen haben, wird dadurch

weiter ausgebaut: Die

Werkstätten werden noch rehabilitativer

und arbeitsmarktnäher.

Da die Werkstätten in

Teilbereichen ihrer Leistungen

langfristig mit Konkurrenz

rechnen müssen, ist das

ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Wettbewerbsvorteile für die

Betriebe

Firmen können sich durch

diese voll subventionierten

Arbeitsplätze zusätzliche

Dienste leisten, die zu einer

Entlastung der übrigen Belegschaft

und höheren Produktivität

führen, z.B. Botendienste

oder Assistenztätigkeiten.

Weitere Wettbewerbsvorteile

sind das öffentlichkeitswirksame

soziale Engagement

des Unternehmens

und eine geringere Ausgleichsabgabe.

Das ist besonders

für kleine und mittelständische

Unternehmen interessant,

die es sich nicht

leisten können, Personal für

Hilfstätigkeiten einzustellen.

Rekultivierung der Arbeitswelt

Durch betriebsintegrierte Arbeitsplätze

ist eine Rückkehr

möglich zu einer Arbeitswelt,

wie sie bis vor 30 Jahren in

vielen Bereichen üblich war.

Menschen mit einem Handicap

gehörten selbstverständlich

im Betrieb dazu, haben in

Helfertätigkeiten assistiert

oder Nischenarbeitsplätze

ausgefüllt. Wenn in einem

Betrieb Leistungsstärkere

und Schwächere kollegial zusammenarbeiten,

ist das ein

Gewinn für die ganze Belegschaft,

für die Arbeitsatmosphäre

und für das Selbstverständnis

des Unternehmens.

Keine Verdrängung vorhandener

Arbeitsplätze, langfristig

Chancen auf neue

Es entstehen zunächst ausschließlich

zusätzliche Arbeitsplätze,

vorhandene Arbeitsplätze

werden also nicht

verdrängt. Allerdings sind die

Chancen der Leistungssteigerung

für einen behinderten

Menschen in einem normalen

Betrieb größer, so dass langfristig

auch die Übernahme in

ein reguläres Arbeitsverhältnis

gelingen kann. Die Chan-

cen dafür sind größer, wenn

behinderte Menschen einzeln

in Betriebe vermittelt werden

statt als Gruppe, weil sie sich

dann mehr an ihren nichtbehinderten

Kolleg/innen orientieren.

Auch die Integrationschance

ist bei Einzelarbeitsplätzen

größer: man gehört

zum Team.

Einsparung von Steuergeldern

Die öffentliche Hand spart

Geld, weil weniger Werkstattplätze

gebaut und unterhalten

werden müssen.

Werkstätten sind eine wichtige

soziale Errungenschaft für

Menschen mit einem Handicap

und für viele genau der

richtige Arbeitsplatz, eine sichere

berufliche Heimat. Für

immer mehr werden Werkstätten

künftig zum Kompetenzzentrum

für berufliche

Rehabilitation und Inklusion.

Herzliche Grüße

Jo Becker

Impressum

Herausgeber

Spix e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Verantwortlich

Dr. Jo Becker

Redaktionsteam

David Kalberg

Carolin Buß

Uschi Grolms

Layout & Gestaltung

David Kalberg

Druck

Wittfeld – Wohnverbund Moers

Auflage & Erscheinungsweise

500 Exemplare - erscheint vier Mal

im Jahr.


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 3

Projekt Bocholterstraße 12, Wohnen in eigener

Wohnung trotz starkem Handicap

Seit dem 01.04.2010 ist es soweit. Die Mieter

in der Bocholterstraße 12 in Wesel-

Blumenkamp sind eingezogen.

Die Vorbereitungen waren zeitintensiv und forderten

viel Engagement und Ausdauer. Zur

Umsetzung waren alle Beteiligten aufgerufen

Eröffnung durch den Landrat Herrn Dr. Müller und die Weseler

Bürgermeisterin Frau Westkamp

Bürotechnik

Inh. Heinz-Georg Kubasch

46485 Wesel Rudolf-Diesel-Str.54 0281 / 21503

46446 Emmerich Ossenbruch 1 02822 / 97007

www.dammann-buerotechnik.de

mitzuarbeiten um das Ziel, Menschen mit starkem

Handicap, die eigentlich in einem Wohnheim

leben müssten, in die eigene Wohnung

zu bringen. Auf diesem Wege möchte ich mich

bei allen, die an der Vorbereitung und Umsetzung

beteiligt waren, recht herzlich für die tatkräftige

Unterstützung bedanken, ohne die der

zeitliche Rahmen nicht hätte eingehalten werden

können.

Ausdrücklich möchte ich auch der Fallmanagerin

des LVR, Frau Offermann und ihrem

Team sowie allen gesetzlichen Betreuerinnen

und Betreuern für die ausgesprochen kooperative

Zusammenarbeit danken. Meinen besonderen

Dank möchte ich jedoch meinem

Team aussprechen, dass sich mit mir gemeinsam

der neuen Herausforderung stellt.

Ich wünsche sowohl den Mietern als auch den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Begleitung

dieser Menschen einen guten Start.

Franz Niederstraßer


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 4

Interview mit Werkstattleiter Ralf Hahn

zum Thema „ausgelagerte Arbeitsplätze“

bei der Firma Norgren in Alpen.

Willi Kuhmann: Was gibt es grundsätzliches

zum Thema ausgelagerte Arbeitsplätze zu

sagen bzw. welche Besonderheiten sind von

Bedeutung?

Ralf Hahn: Grundsätzliche Bedeutung für

das genannte Thema hat die UN-

Menschenrechtskonvention bezüglich der

Integration behinderter Menschen bzw. ihrer

Teilhabe am Arbeitsleben.

Ende 2007 wurde zwischen dem Landschaftsverband

Rheinland (LVR) und den

Werkstätten für behinderte Menschen des

Rheinlands eine Rahmenzielvereinbarung

geschlossen, aufgrund derer ausgelagerte

Arbeitsplätze entstehen sollen. Auf der Basis

dieser Vereinbarung hat Spix e.V. mit dem

LVR im Sommer 2009 eine Einzelzielvereinbarung

geschlossen, um solche Arbeitsplätze

in Betrieben des Betreuungsgebietes zu

schaffen bzw. die Teilhabe behinderter Menschen

am Arbeitsleben zu verwirklichen und

zu verbessern.

Willi Kuhmann: Wie kam es dazu, bei Fa.

Norgren solche Arbeitsplätze einzurichten?

Ralf Hahn: Aufgrund der Ausführungen zur

vorgenannten Frage habe ich mit der Fa.

Norgren, mit der unsere Werkstatt seit Jahren

im Bereich Montage und Verpackung erfolgreich

zusammen arbeitet, Kontakt aufgenommen,

um die Ziele der Vereinbarung zu

erläutern und für ihre Verwirklichung zu werben.

Dies stieß dort auf fruchtbaren Boden.

Allerdings bleibt zu erwähnen, dass bedingt

durch die Wirtschaftskrise im Jahre 2009 das

Projekt für Monate ruhte, da auch die Fa.

Norgren betroffen war und sich gezwungen

sah, Arbeitsplätze abzubauen. Insofern galt

es, Bedenken des Betriebsrates der Fa.

Norgren, der zusammen mit der Geschäftsführung

die Interessen der Mitarbeiter im Auge

zu behalten hatte, auszuräumen.

Nachdem dies geschehen war, konnte das

Projekt weiter verfolgt werden, so dass im

Juni/Juli diesen Jahres der Start erfolgen

kann.

2 Mitarbeiter von Norgren aus dem dortigen

Arbeitsbereich 35/36 und zwar Fr. Rüfreck

und Hr. Susen (Rollstuhlfahrer) suchen demnächst

mit Vertretern des Betriebsrates unsere

Werkstatt auf, um hier zu hospitieren.

Willi Kuhmann: Welche organisatorischen

Besonderheiten sind von Bedeutung?

Ralf Hahn: Für 6 – 12 Beschäftigte unserer

Werkstatt mit einem Gruppenleiter werden so

genannte Gruppenarbeitsplätze eingerichtet.

Die Geschäftsführung von Norgren gab hierzu

zusammen mit dem Betriebsrat ihr O.K..

So konnten auch schon bauliche Maßnahmen

in Angriff genommen werden, d.h., ein

Raum mit einer Fläche von 120 qm wird in

Kürze entstehen.

Die Kantine von Norgren können auch die

Beschäftigten unserer Werkstatt nutzen.

Willi Kuhmann: Wie viele Beschäftigte wechseln

von ihrer bisherigen Arbeitsgruppe in

der WfbM auf die ausgelagerten Arbeitsplätze

bei Fa. Norgren und wie werden sie betreut?

Ralf Hahn: Wie bereits erwähnt wechseln 6 –

12 Beschäftigte unserer Werkstatt zusammen

mit unserem Gruppenleiter Peter Ellekotten

auf die ausgelagerten Arbeitsplätze.

Die pädagogische Betreuung übernimmt unsere

Mitarbeiterin des begleitenden Dienstes.


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 5

Besuchs- und Sprechzeiten werden eingerichtet.

Willi Kuhmann: Stellen diese Arbeitsplätze

höhere Anforderungen an die Beschäftigten

und wie sehen diese konkret aus?

Ralf Hahn: Unsere Beschäftigten unterstützen

die Abteilung 35/36 von Norgren direkt

vor Ort. Wir bekommen unsere Arbeit unmittelbar

von hier, so dass sich der Arbeitsablauf

schneller und zeitnaher gestaltet.

Die Arbeit selbst ist genauso zu verrichten

wie bisher. Unsere Beschäftigten müssen

sich allerdings auf die neue Umgebung und

ggf. auf einen weiteren bzw. anderen Anfahrtsweg

einrichten.

Willi Kuhmann: Beinhalten diese Arbeitsplätze

eine verbesserte Bezahlung für die

Beschäftigten und wie sieht diese ggf. aus?

Ralf Hahn: Im Hinblick auf die vorgenannten

Ausführungen sind die ausgelagerten Arbeitsplätze

als anspruchsvoller zu bezeich-

Jo Becker: Herr S., wie sind Sie zu Spix

gekommen?

Herr S.: Ich bin 1999 arbeitslos geworden,

da war ich Mitte 40. Ich habe mich überall

beworben, ohne Erfolg. Habe auch kostenlose

Praktika angeboten, aber alles war

umsonst. Ich war wohl schon zu alt. Dar-

nen, so dass bezüglich der Bezahlung eine

höhere Eingruppierung (1 – 2 Lohngruppen)

vorgesehen ist. Hinzu kommt eine monatliche.

Bonuszahlung.

Willi Kuhmann: Gibt es schon Erfahrungswerte

zum Thema „ausgelagerte Arbeitsplätze“

und wie sehen diese aus ?

Ralf Hahn: Wir selbst betreten auf diesem

Gebiet Neuland. Es gibt aber grundsätzlich

positive Erfahrungen auf Landes-

(Rheinland) und Bundesebene. Allerdings

ist wegen der bereits erwähnten Wirtschaftskrise

der ein oder andere Arbeitsbereich

„weggebrochen“.

Willi Kuhmann: Wie sieht der Kontakt der

Beschäftigten auf diesen Arbeitsplätzen zur

WfbM aus?

Ralf Hahn: Zur Werkstatt entsteht auf diesem

Feld eine gewisse räumliche Distanz.

Allerdings ist vorgesehen, dass die Beschäftigten

weiterhin an begleitenden Maßnahmen

der Werkstatt teilnehmen können

und insofern die soziale Anbindung an die

Werkstatt gewährleistet ist. Beispielsweise

können die Beschäftigten auf den ausgelagerten

Arbeitsplätzen an der jährlichen Ferienfreizeit

der Werkstatt teilnehmen. Insofern

besteht Chancengleichheit. Letztlich

wäre noch zu erwähnen, dass den Beschäftigten

eine Rückkehr in die Werkstatt jederzeit

offen steht.

Willi Kuhmann

über bin ich chronisch depressiv geworden

und musste immer wieder für längere Zeit

ins Krankenhaus. Dort habe ich von Spix

erfahren.

Jo Becker: Was konnte Spix für Sie tun?

Herr S.: Zuerst bin ich ins Sozialpsychiatrische

Zentrum gegangen, zu dem regelmä-


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 6

ßigen Treff. Es war

gut, eine Gemeinschaft

von Menschen zu finden,

die auch seelisch

behindert sind. Dort

habe ich auch Leute

kennen gelernt, die eine

Werkstatt besuchen.

Am wichtigsten in der Zeit waren für

mich die Gespräche mit Herrn van Staa

und die Sportangebote von Barbara Reitz.

Die bietet im SPZ ehrenamtlich Sportgruppen

an. Ohne sie wäre meine Arbeitskraft

nicht erhalten geblieben. 2006 habe ich

dann in der Werkstatt angefangen.

Jo Becker: Wie ging es dann weiter?

Herr S.: Zuerst habe ich die verschiedenen

Arbeitsbereiche kennen gelernt. Es war die

erste Zeit nicht leicht, wieder jeden Tag

vollschichtig zu arbeiten.

Jo Becker: Heute gehen Sie nicht mehr in

der Werkstatt arbeiten. Wie kam das?

Herr S.: Nachdem ich mich stabilisiert hatte,

wollte ich testen, ob ich es wieder auf

dem ersten Arbeitsmarkt schaffe. Ich fand

die Möglichkeit gut, mit der Sicherheit meines

Werkstattvertrages Praktika zu machen.

Aber die ersten Versuche klappten

nicht. 2007 war ich bei dem Elektrogroßhandel

Heiks für 6 Wochen, in der Kommissionierung.

Ich habe die bestellten Waren

nach den Kundenwünschen zusammengestellt.

Es war aber nur eine Urlaubsvertretung,

danach hatten die keine Arbeit mehr

für mich. 2008 war ich dann für 4 Wochen

beim Sanitärgroßhandel Pietsch im Lager.

Dort gefiel es mir nicht, vor allem weil die

auch zu wenig Arbeit für mich hatten.

Jo Becker: Nun sind Sie seit über einem

Jahr bei der Firma Schmidt. Wie ist es da?

Herr S.: Ich bin da im Sanitärbereich tätig

und räume die angelieferte Ware ins Lager.

Das ist der richtige Platz für mich. Man ist

erkrankt, dass sag ich auch allen offen,

aber die Kollegen sind in Ordnung da.

Jo Becker: Wie sind Sie mit der Weiterbetreuung

durch die Werkstatt zufrieden?

Herr S.: Anfangs kamen mehrere Leute von

Spix regelmäßig vorbei, die haben bei mir

reingeschaut und mit den Leuten der Firma

gesprochen. Eine Zeit lang kamen die

kaum noch, dass fand ich nicht gut, dass

die Werkstatt sich nicht gekümmert hat.

Jetzt kommt mein Gruppenleiter einmal im

Monat für 1 Stunde und ich bin einmal im

Monat für 1 Tag in der Werkstatt, um den

Kontakt nicht zu verlieren. Das ist mir auch

ganz wichtig.

Jo Becker: Haben Sie neue Kontakte gewonnen?

Herr S.: Ich verstehe mich mit den Kollegen

sehr gut, aber außerhalb der Arbeitszeiten

habe ich keine Kontakte, auch nicht zu meinen

früheren Kollegen aus der Werkstatt.

Jo Becker: Wenn Sie Ihre jetzige Arbeitssituation

mit der Zeit in der Werkstatt vergleichen:

was ist anders?

Herr S.: Ich bin abends hundekaputt. Irgendwann

werde ich auch wieder in die

Werkstatt zurückkehren. Nach dem Abendessen

lege ich mich ein bisschen aufs Sofa,

danach kann ich nichts mehr unternehmen.

Jo Becker: Ist die Belastung dann nicht insgesamt

zu anstrengend?

Herr S.: Im Moment bin ich sehr zufrieden:

ich habe eine vernünftige Aufgabe, nette

Arbeitskollegen und es tut gut manchmal

gelobt zu werden.

In der Werkstatt waren die Arbeiten nicht

so anfordernd, öfter langweilig, jetzt werde

ich mehr gefordert. Ich brauch es mich

ganz einbringen und auspowern zu können.

Aber ich brauche auch die Sicherheit

zurückkehren zu können, wenn ich das mal

nicht mehr schaffen sollte.

Jo Becker: Was sagen Sie anderen, die

überlegen ob sie auf einen betriebsintegrierten

Arbeitsplatz gehen sollen?

Herr S.: Es ist anstrengend, aber es lohnt

sich wirklich!


1. Juni Gruppenangebote Spix e.V. Spix-Info - Seite 7

Wir Wir sind sind 365 365 Tage Tage im im im Jahr Jahr für für Sie Sie da! da!

da!

Gruppenangebote in Wesel

SPZ - Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

(Teilnahme nach Vorgespräch)

Angehörigengruppe

Montags: 19:00—20:30 Uhr 1. Montag im Monat

Infos unter: 0151/51414073 Hr. Nobis (Sprecher der Angehörigengruppe)

Gesprächsgruppe

Montags: 17:00 – 18:30 Uhr 1. und 3. Montag im Monat

Infos unter: 0281 / 1633316 Andrea Sanders

Sportgruppen in Wesel

Dienstags: 20:00 - 21:30 Uhr Frau Riehl

Mittwochs: 16:30 - 17:30 Uhr Frau Reitz

Selbsthilfegruppen in Wesel

(Kaiserring 16, 46483 Wesel)

Selbsthilfegruppe „Spieler“

Montags: 19:00—21:00 Uhr jeden 2. und 4. Montag im Monat

Kontakt/Infos unter 0162/3497488

Selbsthilfegruppe für Eltern psychisch kranker Kinder, Jugendlicher

und junger Erwachsener

Jeden 1. Freitag im Monat von 19.00 - 21.00 Uhr

Infos unter: 0172/8550504 Johanna Brüggemann

Selbsthilfegruppe „Hoffnungsschimmer“ (psychosomatische Beschwerden)

Dienstags: 19:30 – 21:30 Uhr in Wesel

FÜR NEUEINSTEIGER JEDER 1. DIENSTAG IM MONAT

Infos unter: 02064/7744033 oder 0281/63805

Internet: www.selbsthilfegruppe-wesel.de

Selbsthilfegruppe „Finsterlicht“ (Ängste / Depressionen)

Mittwochs: 19:30 – 21:30 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 3191126 oder 0176 / 27140419

Internet: www.shg-finsterlicht-info.de.vu

Selbsthilfegruppe „Das Ohr“ (Ängste / Depressionen)

Donnerstags: 19:00 – 21:00 Uhr in Wesel

Infos unter: 0281 / 2065833 Frau Czarkowski

Selbsthilfegruppe „Tinnitus“

Freitags: 19:00—21:00 3. Freitag im Monat

Infos unter: 0281 / 2065833 Frau Czarkowski

Selbsthilfegruppen in Xanten

(Marsstr. 70, 46509 Xanten, Tel: 02801/6611)

Selbsthilfegruppe „Adipositas“

Dienstags: 19:30—21:00 Uhr jeden 2. Dienstag im Monat

Infos unter: 02802/9469719 Fr. Ritter

oder 02837/7604 Fr. Hemmers

Angehörigengruppe für Ehe– und Lebenspartner

Montags: 19:00—20:30 Uhr jeden 2. Montag im Monat

Kontakt über Martin van Staa/Kathrin Grimm KBZ Xanten


1. Juni Angebote Spix e.V. Spix-Info - Seite 8

Angebote Angebote und und Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Der Der Sozialpsychiatrischen Sozialpsychiatrischen Zentren Zentren (SPZ)

(SPZ)

SPZ Wesel

Kaiserring 16

46483 Wesel

Tel: 0281/1633316

Montags bis Donnerstags

11.00 - 12.00 Uhr Sprechstunde

Montags, Dienstags & Donnerstags

15.00 - 19.00 Uhr Treff

Samstags & Sonntags

11.00 - 15.00 Uhr Treff

Samstags, Sonntags & Feiertage

10.00 - 12.00 Uhr Präsenzdienst

(BeWo Augustastraße 12, 0281/1549070)

SPZ Xanten

Marstraße 40-42

46509 Xanten

Tel: 02801/6611

Montags & Dienstags

11.00 - 12.00 Uhr Sprechstunde

11.00 - 15.00 Uhr Treff

Mittwochs

10.00 - 12.00 Treff

11.00 - 12.00 Sprechstunde

Freitags

14.00 - 18.00 Uhr Treff

SPZ Schermbeck

(ev. Gemeindezentrum)

Kempkes Stege 2

46514 Schermbeck

Tel: 0285´3/912353

Dienstags

10.00 - 13.00 Sprechstunde

Donnerstags

16.00 - 19.00 Sprechstunde


1. Juni Veranstaltungen Spix-Info - Seite 9

Datum Uhrzeit Veranstaltungen

28.06.2010 18.00 - 20.00 Uhr

30.08.2010 18.00 - 20.00 Uhr

Das Beratungsgespräch

oder die Problemdiskussion

bilden einen wesentlichen

Teil der Arbeit des

Betreuten Wohnens.

Das Ausmaß und die Grenzen

eines Gespräches werden im folgenden

Verlauf abgetastet. Hier sind einige Leitlinien

für eine gute Gesprächsführung. Zuerst sollte

man als Betreuter mitteilen, welches

Hauptthema bei einem Gespräch für einen

selber im Vordergrund stehen soll. Es ist

wichtig, deutlich zu formulieren, was das

Gesprächsthema für eine emotionale Bedeutung

für einen selber hat. Der Mitarbeiter

des Betreuten Wohnens darf seine persönliche

Meinung in das Gespräch mit einfließen

lassen, doch grade die Akzeptanz der Mei-

Psychoseseminar - Sozialpsychiatrisches Zentrum Dinslaken

„Was ist meine Seele wert?“ – Lebensperspektiven in der Leistungsgesellschaft

Psychoseseminar - Sozialpsychiatrisches Zentrum Wesel

Psychopharmaka und Nebenwirkungen

nung des Anderen ist überaus wichtig. Ein

freundlicher Umgangston ist Grundvoraussetzung

für eine angenehme Gesprächsatmosphäre.

Auch bei einem längeren Gespräch

soll das Hauptthema nie aus den

Augen gelassen werden. Beide Gesprächsparteien

sollen sich gegenseitig verstehen,

anstatt auf dem eigenen Recht zu beharren.

Auch die Körpersprache spielt eine

wichtige Rolle in einem Gespräch. Emotionale

Störungen haben Vorrang bei Problemdiskussionen.

Eigene Betroffenheit darf

benannt werden, soll aber nicht als Denkverbot

genutzt werden. Der Erkenntnisprozess,

der bei einem Gespräch durchlaufen

wird, trägt zur Klärung des Problems bei.

Heinrich Scholten


1. Juni Spix — Adressen Spix-Info - Seite 10

Spix e.V.

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung 0281/16333-0

Fax 0281/16333-29

Geschäftsführer:

Dr. Jo Becker 0281/16333-0

j.becker@spix-ev.de

Betreutes Wohnen in Familien,

Controlling & Öffentlichkeitsarbeit:

Barbara Telgen 0281/16333-15

b.telgen@spix-ev.de

Verwaltung:

Karin Weis (Sekretariat) 0281/16333-0

k.weis@spix-ev.de

Renee Löhr-Sanders (Personal) 0281/16333-40

r.loehr-sander@spix-ev.de

Irina Santroch (Buchhaltung) 0281/16333-41

i.santroch@spix-ev.de

Gemeindepsychiatrische Dienste

Fachbereichsleiterin:

Michaela Jöhren-Bauer 0281/16333-15

m.joehren@spix-ev.de

Sozialpsychiatrisches Zentrum

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Martin van Staa 0281/16333-17

m.vanstaa@spix-ev.de

Tagesstätte

Kaiserring 16, 46483 Wesel

Ansprechspartner:

Andrea Wagmann 0281/16333-13

a.wagmann@spix-ev.de

STOP NRW

Kaiserring 10, 46483 Wesel

Telefon 0281/1548950

Betreutes Wohnen (BeWo)

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Telefon 0281/154907-0

Wohnheime und tagesstrukturierende

Angebote

Fachbereichsleiterin:

Brigitte Langwald 0281/82513

b.langwald@spix-ev.de

Wohnheim „Haus Vivaldi“

Friedenstr. 46, 46483 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/82513

Tagesstrukturierende Angebote

Bereichsleitung:

Alexandra Hönnekes-Bathel 0281/9599188

a.hoennekes@spix-ev.de

Wohnheim „Haus Alia“

Salzwedeler Str. 23-25, 46485 Wesel

Bereichsleitung:

Franz Niederstrasser 0281/1633806

f.niederstrasser@spix-ev.de

Fachbereich Arbeit

Fachbereichsleiter:

Ralf Hahn

r.hahn@spix-ev.de

Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)

Bocholter Str. 8, 46487 Wesel

Zentrale/Verwaltung: 0281/31928510

Werkstattleiter:

Ralf Hahn 0281/31928512

Leiterin Sozialer Dienst:

Gertraud Heiermann 0281/31928513

g.heiermann@spix-ev.de

Integrationsfachdienst (IFD) Wesel

Augustastr. 12, 46483 Wesel

Ansprechpartner:

Ute van Suntum 0281/16468-0

ute.vansuntum@ifdwesel.de

Institut

Marsstr. 70, 46509 Xanten

Telefon: 02804/219465

Geschäftsführerin:

Irmy Schwarzer

am am am Donnerstag Donnerstag dem

dem

02.09.2010 02.09.2010

02.09.2010

von von 12.00 12.00 12.00 bis bis 17.00

17.00

Uhr

Uhr

Kaiserring Kaiserring 16

16


1. Juni Portrait Spix-Info - Seite 11

Mein Name ist Klaus

Dürrschmidt und ich

bin in Recklinghausen

geboren. Nach mehreren

gesundheitlichen

Fehlschlägen zog es

mich nach Borth

(Rheinberg), wo ich ein

Angebot zur gesundheitlichen

und beruflichen

Wiedereingliederung der DRV in Wesel

in Anspruch nahm. Dort bekam ich

dann die Möglichkeit, in einem Weseler Betrieb

beruflich wieder Fuß zu fassen, was

mich und meine Lebensgefährtin dazu bewog,

von Borth nach Wesel zu ziehen. Leider

spielte meine Gesundheit nicht so richtig

mit und ich musste nach einem Schlaganfall

und anderen gesundheitlichen Einschränkungen

jede Hoffnung auf ein normales

Leben in Arbeit aufgeben und wurde

in Rente geschickt. Und das ist gar nicht so

einfach, schon mit jungen Jahren auf ein

Abstellgleis geschoben zu werden…es fehlt

halt eine Aufgabe im Leben. Da meine Lebensgefährtin

als Klientin und auch Ehrenamtliche

(Teestube) bei Spix war und ich

ein paar Leute halt durch den Besuch der

Teestube schon kennen gelernt hatte,

konnte ich einen Einblick in die arbeit der

Ehrenamtlichen bekommen. Meine Freundin

brachte mich darauf, ob das nicht auch

für mich etwas wäre und so bewarb ich

mich um eine Stelle als freiwilliger Helfer

bei Spix. Mittlerweile bin ich als Ehrenamtlicher

dort voll integriert, habe meine festen

Termine für die Teestuben und habe richtig

Spaß an der Sache! Die Leute dort sind in

Ordnung und ich habe eine Aufgabe. Da

kommen sogar meine Hobbys (PC und jetzt

wieder Modellbau) bewusst zu kurz und ich

freue mich schon auf den nächsten Termin,

den ich bei Spix habe. Also, in diesem Sinne…

wir sehen uns bei einer guten Tasse

Kaffee in der Teestube und hoffe, dass wir

noch lange viel Spaß miteinander haben

werden.

Klaus Dürrschmid

Ich bin 42 Jahre alt und

komme aus dem naturwissenschaftlichenBereich.

Seit einigen Jahren

habe ich schon darüber

nachgedacht, mich

im sozialen Bereich zu

engagieren. Ende des

letzten Jahres habe ich

mich dann noch einmal

intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Meine Suche nach Möglichkeiten

mich einzubringen, führte mich schließlich

zu Spix. Der Kontakt mit den Mitarbeitern

und mit den Besuchern der Teestube hat

mich überzeugt. So freue ich mich, jetzt ehrenamtlich

in der Teestube tätig zu sein und

ich bedanke mich dafür, von allen so nett

aufgenommen worden zu sein. Besonders

bedanken möchte ich mich bei Frau Sanders

und Herrn van Staa, die mich so kompetent

und engagiert unterstützen und mir

geholfen haben, meinen Wunsch in die Tat

umsetzen zu können.

Karin Timmerbeil


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 12

Projektleiter sind Torsten

Kaufmann und Andreas

Ricken, ergänzt von

11 Teilnehmern quer

durch die Werkstatt.

Im Zuge des Projekts haben

sich verschiedene Arbeitsgruppen

gebildet: es wurde ein Spielplan

entworfen, der auf einer Stellwand im

Speisesaal immer auf den aktuellen

Spielstand gebracht werden kann. Dann

werden Informationen über die teilnehmenden

Nationen, wie z.B. ihre Kulturen, politische

Krisen, Bevölkerung, Wirtschaft etc.

eingeholt. Ebenso wird über die Sicherheit

in den Stadien während des Spiels, aber

auch über die Möglichkeit der Gefahr von

Anschlägen und Krawallen vor und nach

den Spielen diskutiert. Alle zusammengetragenen

Informationen werden auf einer

Stellwand im Speisesaal vorgestellt. Dann

ist geplant, ein Spiel mit Beamer auf eine

Leinwand zu übertragen und im WfbM-

Rahmen sozusagen ein „Public Viewing“

anzubieten. Es wird auch ein Wettspiel

stattfinden und am Ende werden dann an

Zur Gründung einer Fußballmannschaft

werden Frauen und Männer gesucht, die

Lust haben einmal in der Woche nachmittags

gegen den Ball zu treten. Wir möchten

uns auf einem öffentlichen Bolzplatz in Wesel

treffen. Der Spaß sollte hierbei im Vordergrund

stehen – nicht das Fußballtalent.

Ein gesellschaftliches Beisammensein im

die 3 Teilnehmer mit den meisten richtigen

Treffern Preise vergeben.

Der Höhepunkt des Projektes war aber der

Besuch der Arena auf Schalke. Hier gab es

eine Stadionführung mit Besuch der Kabinen,

der Kapelle, der Pressetribüne, des

VIP-Bereiches uvm. Auch im Fanshop wurden

einige Euros umgesetzt und Erinnerungen

an diesen Tag gekauft. Zum Abschluss

konnten dann die Fußballprofis noch beim

Training beobachtet werden. Es war also

ein rundum gelungener Tag.

Karl-Heinz Leuschel

Anschluss ist erwünscht. Für weitere Infos

sprecht uns einfach in den Treffzeiten am

Kaiserring 16 an oder erkundigt euch unter

der 0281 – 15 49 07 72 bei Fr. Grimm im

BeWo.

Jörg Rickelhoff & Andre Hemberger


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 13

Als pünktlich zum Winter die Umbau- und

Dämmungsarbeiten im Bereich des LT24

begannen, war wohl keinem (also uns und

den Klienten, aber auch der Hausmeistertruppe

der WfbM) klar, was da in den

nächsten Monaten auf uns zukommen würde.

Für uns und die Klienten bedeutete dies,

allen „Sack und Pack“ zusammenzuräumen

und den verzweifelten Versuch zu starten,

alles in wesentlich kleineren Räumlichkeiten

unter zu bringen.

Für die Mitarbeiter in der Hausmeistertruppe

bedeutete dies, ziemlich schnell festzustellen,

dass das gesetzte Zeitfenster durch

bauliche Schwierigkeiten wohl kaum zu halten

war…..aber…..man arrangierte sich!

Nach dem Motto „Improvisation ist alles“

richteten wir uns „im Rahmen der Möglichkeiten“

in den kleineren Räumen kuschelig

ein, so dass uns das kalte Wetter draußen

nicht das Geringste anhaben konnte, kurz

gesagt, Weihnachten konnte kommen.

Die Mitarbeiter der Hausmeistertruppe hatten

hingegen nicht so ein Glück.

Vor den Dämmungsmaßnahmen pfiff ein

eisiger Wind durch Garage, Verpackungs-

und Beschäftigungsbereich.

Doch davon ließen sie sich nicht beirren

und sägten, dämmten und arbeiteten wacker

weiter.

Auch nach den Weihnachtsferien war ihrem

Enthusiasmus kein Abbruch getan, und ich

war wirklich beeindruckt von ihrem Engagement

und vor allem im Laufe des Januar

froh, dass die Räume Gestalt annahmen.

Mittlerweile war bei den Klienten des LT24

nämlich auch die Kuschelphase vorbei und

man begann sich langsam auf den viel beschriebenen

„Keks“ zu gehen…es wurde

Zeit.

Anfang Februar war es dann soweit: Die

Wände und Decken erstrahlten in heller

Farbe und den Heizkörpern innerhalb der

Räumlichkeiten war es möglich, tatsächlich

Temperatur in die Räume zu bringen.

Der im Anschluss noch verlegte Boden war

das „Tüpfelchen auf dem i“ und alle LT24-

Klienten wie auch das Team konnten es

kaum erwarten, sich hier neu einzurichten.

Mittlerweile ist es vollbracht und wir fühlen

uns alle sehr wohl!

Ich möchte an dieser Stelle auf keinen Fall

versäumen, mich zu bedanken!

Zum einen bei der Hausmeistertruppe, die

eine fantastische Arbeit gemacht haben

und immer (zumindest soviel ich sehen

konnte) bester Laune waren.

Zum anderen bei meinem Team und meinen

Klienten/Innen, die geduldig und verständnisvoll

die beengten Verhältnisse ausgehalten

haben!

Eine Einweihungsfeier folgt noch!

Alexandra Hönnekes-Bathel

Das gemeinsame Sommerfest des SPZ und

des BeWo findet in diesem Jahr am Donnerstag,

den 02.09. statt. Ab 12 Uhr sind

alle Nutzer herzlich eingeladen, für das leibliche

Wohl und Unterhaltung wird gesorgt.

Das Fest wird vorraussichtlich um 17 Uhr

enden.

In Vorfreude auf einen gelungenen Nachmittag

- Ihr SPZ und BeWo Team.


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 14

Herr Michael Hennig, gelernter Küchenmeister, hat am 12.04.2010 in

der Hauswirtschaftsgruppe der WfbM angefangen. Im Sommer, beim

Start des Bahnhofsprojekt, wird er dort mit einer Gruppe den Gastrobereich

übernehmen.

Frau Melanie Beyer-Skomrock, Sozialpädagogin, hat am 03.05.2010

angefangen. Ihr Tätigkeitsfeld ist der begleitende Dienst und die berufliche

Integration.

Bevor Frau Beyer-Skomrock bei Spix angefangen hat, hat sie in der

Jugendberufshilfe Auszubildende in der überbetrieblichen Ausbildung

betreut. Frau Beyer-Skomrock ist 33 Jahre alt, verheiratet und Mutter

von 2 Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren.

Delegiertenversammlung der Werkstatträte

der paritätischen Werkstätten für

behinderte Menschen NRW

Am 09.02.2010 um 10.00 Uhr in der

Sportschule Kaiserau haben Claudia Ehret

und ich in Begleitung von unserer Vertrauensperson

Georg Werdelmann die

Delegiertenversammlung besucht. Es

waren Werkstatträte von paritätischen

Werkstätten in

NRW vertreten,

die es für für körp

e r b e h i n d e r t e ,

psychisch Behind

e r t e u n d

mehrfach Behinderte

gibt. Es wurden

7 Delegierte

und 7 stellvertretende

Delegierte

der paritätischen

Werkstätten für

Wir wünschen beiden einen guten Start bei Spix!

die LAG NRW gewählt. Wahlberechtigt

waren jeweils der erste und zweite Vorsitzende

vom Werkstattrat einer Werkstatt.

Die Delegierten sollen alle 4 Jahre nach

den Werkstattratswahlen neu gewählt werden.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte

(LAG) NRW traf sich am

17.03.2010 zur Gründungsversammlung.

Die LAG besteht aus 17 Delegierten davon

stellen die paritätischen Werkstätten 7

Delegierte, die Werkstätten der AWO (2),

der Caritas (3), der DRK (1) und der Diakonie

(4).

Die Werkstatträte vertreten nach der Werkstätten-Mitwirkungsverordnung

die Interessen

aller in den Werkstätten beschäftigten

Menschen mit Behinderung. Die neue Landesvertretung

(LAG) wird die Arbeit der

Werkstatträte in den einzelnen Werkstätten

wirksam unterstützen.

Reiner Tebbe


1. Juni Internes Spix-Info - Seite 15

„In diesem Jahr wird alles anders“. Zumindest

für den „LVR - Tag der Begegnung“

trifft das zu! Das für Spix bereits zur Tradition

gewordene Fest Tag der Begegnung

wird in diesem Jahr, nach zwölf Jahren erstmalig,

nicht im APX in Xanten stattfinden.

Essen, die Kulturhauptstadt Europas 2010

wird Gastgeber des größten integrativen

und barrierefreien Festes in Deutschland.

Nicht nur der Ort, sondern auch Monat, Tag

und Öffnungszeit sind geändert. Am Sonntag,

dem 27. Juni 2010 öffnet der Grugapark

Essen, wie bei diesem Fest gewohnt

unentgeltlich, von 10:00 bis 20:00 Uhr seine

Pforten. Spix wird dort mit einem Infostand

vertreten sein, also in einem kleineren

T a g e s s t ä t t e n -

ausflug zur

„Creativa 2010

Am 18.03.2010

war es mal wieder

soweit. Ein Trupp

von 10 kreativ Begeisterten

fand

sich zusammen

und machte sich

auf den Weg zur

29. Creativa nach

Dortmund. Für

einige war die

Fahrt dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln

ein gutes Training. Nach der etwas

stressigen Zugfahrt teilten wir uns in zwei

Gruppen auf und stürmten die Dortmunder

Westfalenhallen. Wir kämpften uns durch

die Menschenmassen, um viele neue Ideen

für den kreativen Bereich der Tagesstätte

an den Ständen zu sammeln. Die große

Kreativ – Show, auf die wir alle gespannt

waren, wurde leider kurzfristig abgesagt.

Außer den bekannten Ständen gab es dieses

Jahr auch wieder viele Neuigkeiten, wie

z.B. Puppenbauer, afrikanische Haarspangen,

Porzellanfolie, Stoffstempel, Taschen

aus recyceltem Müll, u.v.m. Des Weiteren

Rahmen als es bisher in Xanten üblich war.

Ob bzw. in welchem Rahmen die einzelnen

Bereiche die Möglichkeit bieten an diesem

Tag nach Essen zu kommen, sollte mit den

Mitarbeitern vor Ort abgesprochen werden.

Was der ca. 700.000 qm große Park neben

dem Tag der Begegnung noch alles zu bieten

hat, lässt sich auf der Homepage

www.grugapark.de in Erfahrung bringen. Im

nächsten Jahr soll übrigens wieder Xanten

der Gastgeber sein.

(Weitere Informationen zu diesem Fest können

unter www.tag-der-begegnung.de abgerufen

werden)

konnten wir viele Flyer sammeln für Ideen,

die wir in unserer Kreativwerkstatt umsetzen

können. Wir sahen, wie man Stoffe bedruckt,

Strasssteine aufbügelt, Glücksbringer

aus Filz und Mobiles aus Treibholz herstellt.

Einige Leute kauften auch Kleinigkeiten

als Ansichtsexemplare oder Vorlagen.

Im Sommer machen wir uns auf die Suche

nach Treibholz am Rhein, um daraus die

gesehen Mobiles zu bauen. Leider war es

verboten, Fotos zu machen. Dennoch gelangen

uns einige Schnappschüsse. Trotz

aufkommenden Hungers, waren wir plötzlich

satt, als wir die Preisliste der Speisekarten

gesehen hatten. An einem Spielestand

hatte sogar einer von uns die Möglichkeit

mitzumachen und gewann dort tatsächlich

einen bunten Würfel. Auch Blumenliebhaber

kamen mit einem Stand von Bonsai-

Bäumchen auf ihre Kosten. Interessant waren

auch die ausländischen Stände, die ihre

Waren präsentierten. Leider war die Zeit zu

kurz, um alle Stände in allen Hallen zu besichtigen.

Nachdem sich die Gruppen gegen

13.30 Uhr wieder an der Haltestelle trafen,

ging es zurück in Richtung Heimat.

Vanessa Krauß, Miriam Bartel, Anthony

Thomas, Gertrud Langerbein


1. Juni Sonstiges

Spix-Info - Seite 16

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