Download Ausgabe Juni - August 2010 - Spix eV

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1. Juni Internes Spix-Info - Seite 4

Interview mit Werkstattleiter Ralf Hahn

zum Thema „ausgelagerte Arbeitsplätze“

bei der Firma Norgren in Alpen.

Willi Kuhmann: Was gibt es grundsätzliches

zum Thema ausgelagerte Arbeitsplätze zu

sagen bzw. welche Besonderheiten sind von

Bedeutung?

Ralf Hahn: Grundsätzliche Bedeutung für

das genannte Thema hat die UN-

Menschenrechtskonvention bezüglich der

Integration behinderter Menschen bzw. ihrer

Teilhabe am Arbeitsleben.

Ende 2007 wurde zwischen dem Landschaftsverband

Rheinland (LVR) und den

Werkstätten für behinderte Menschen des

Rheinlands eine Rahmenzielvereinbarung

geschlossen, aufgrund derer ausgelagerte

Arbeitsplätze entstehen sollen. Auf der Basis

dieser Vereinbarung hat Spix e.V. mit dem

LVR im Sommer 2009 eine Einzelzielvereinbarung

geschlossen, um solche Arbeitsplätze

in Betrieben des Betreuungsgebietes zu

schaffen bzw. die Teilhabe behinderter Menschen

am Arbeitsleben zu verwirklichen und

zu verbessern.

Willi Kuhmann: Wie kam es dazu, bei Fa.

Norgren solche Arbeitsplätze einzurichten?

Ralf Hahn: Aufgrund der Ausführungen zur

vorgenannten Frage habe ich mit der Fa.

Norgren, mit der unsere Werkstatt seit Jahren

im Bereich Montage und Verpackung erfolgreich

zusammen arbeitet, Kontakt aufgenommen,

um die Ziele der Vereinbarung zu

erläutern und für ihre Verwirklichung zu werben.

Dies stieß dort auf fruchtbaren Boden.

Allerdings bleibt zu erwähnen, dass bedingt

durch die Wirtschaftskrise im Jahre 2009 das

Projekt für Monate ruhte, da auch die Fa.

Norgren betroffen war und sich gezwungen

sah, Arbeitsplätze abzubauen. Insofern galt

es, Bedenken des Betriebsrates der Fa.

Norgren, der zusammen mit der Geschäftsführung

die Interessen der Mitarbeiter im Auge

zu behalten hatte, auszuräumen.

Nachdem dies geschehen war, konnte das

Projekt weiter verfolgt werden, so dass im

Juni/Juli diesen Jahres der Start erfolgen

kann.

2 Mitarbeiter von Norgren aus dem dortigen

Arbeitsbereich 35/36 und zwar Fr. Rüfreck

und Hr. Susen (Rollstuhlfahrer) suchen demnächst

mit Vertretern des Betriebsrates unsere

Werkstatt auf, um hier zu hospitieren.

Willi Kuhmann: Welche organisatorischen

Besonderheiten sind von Bedeutung?

Ralf Hahn: Für 6 – 12 Beschäftigte unserer

Werkstatt mit einem Gruppenleiter werden so

genannte Gruppenarbeitsplätze eingerichtet.

Die Geschäftsführung von Norgren gab hierzu

zusammen mit dem Betriebsrat ihr O.K..

So konnten auch schon bauliche Maßnahmen

in Angriff genommen werden, d.h., ein

Raum mit einer Fläche von 120 qm wird in

Kürze entstehen.

Die Kantine von Norgren können auch die

Beschäftigten unserer Werkstatt nutzen.

Willi Kuhmann: Wie viele Beschäftigte wechseln

von ihrer bisherigen Arbeitsgruppe in

der WfbM auf die ausgelagerten Arbeitsplätze

bei Fa. Norgren und wie werden sie betreut?

Ralf Hahn: Wie bereits erwähnt wechseln 6 –

12 Beschäftigte unserer Werkstatt zusammen

mit unserem Gruppenleiter Peter Ellekotten

auf die ausgelagerten Arbeitsplätze.

Die pädagogische Betreuung übernimmt unsere

Mitarbeiterin des begleitenden Dienstes.

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