Pfarrbrief - Katholische Pfarrgemeinde St. Josef - Kamp-Lintfort

st.josef.kamp.lintfort.de

Pfarrbrief - Katholische Pfarrgemeinde St. Josef - Kamp-Lintfort

einen Platz zu haben, zu wissen: »Da

sitze ich«.

Diese Erfahrung verbinden wir mit

Jesus: In dieser Gemeinschaft haben

alle, haben wir einen Platz – immer.

Das Gastmahl, zu dem alle eingeladen

sind, ist Jesu wichtigstes Bild für das

Reich Gottes. Das zu leben ist nicht

immer leicht, oft wollen wir einander

keinen Platz einräumen.

Ein hoher Anspruch, den die Eucharistie

hat!

Vielleicht fängt Eucharistie da schon an,

wo wir zu jemandem, der nicht dazugehört,

sagen: »Komm, setz dich her…«

Zum »Platz haben« gehört die Erfahrung

von Begegnung miteinander und

Gemeinschaft untereinander. Im Gottesdienst

feiern wir das Gemeinsame, das

uns Christen verbindet.

Es gibt vielfältige Zugänge und katechetische

Modelle. Dazu braucht man

sich nur die jährlich erscheinenden

Bücher zu diesem Thema anzuschauen.

Was in der Vorbereitung besprochen

wird, darüber kann man lange und viel

diskutieren.

Aber was wichtig ist:

Menschen und ins Besondere bei der

Erstkommunionvorbereitung die Kinder

sollen erleben, dass sie einen Platz bei

Jesus, bei uns in der Gemeinde, haben.

Einen Platz, den sie erstmal ohne jede

Vorleistung, geschenkt bekommen.

Firmung –

Was willst Du, was ich Dir tue?

Im Mittelpunkt der Firmung, wenn die

Jugendlichen ca. 16 Jahre alt sind, steht

die Auseinandersetzung mit Glaubens-

Familienkirche: Erstkommunion / Firmung

und Lebensfragen. Das eigene Leben,

die Vorstellung von einem gelingenden

Leben, Maßstäbe, Wünsche und Ideale,

werden ins Gespräch gebracht.

In der Firmvorbereitung ermöglichen

wir jungen Menschen einen Raum den

Glauben kennen zu lernen, Erfahrungen

zu machen und im Glauben zu

wachsen.

Katecheten, Verwandte und Freunde

können Vorbild sein und sie ermutigen.

Wir können sie ermutigen, sich auf den

Glauben einzulassen und die Kirche vor

Ort mit zu gestalten.

Aber: Den Glauben kann niemand bei

einem anderen Menschen »machen«.

Niemand kann einem anderen sagen,

was er braucht und möchte.

»Darum braucht der Firmweg Vertrauen

von den Erwachsenen, dass die jungen

Menschen sehr wohl bereit sind, auch im

Glauben Entscheidungen zu fällen.«

Gott sei Dank können wir uns da an

Jesus halten. Auch er hat darauf vertraut,

dass die Menschen wissen, was

sie aus tiefsten Herzen brauchen. Jesus

hat darauf gewartet, dass die Menschen

auf ihn zukommen und auch

dann hat er sie in die Verantwortung

für sich selbst genommen. So fragt er

den blinden Bartimäus: »Was willst Du,

was ich Dir tue?« (Mk 10.51).

Die Antwort auf diese Frage kann jeder

Mensch sich nur selbst geben.

»Platz geben« und »Vertrauen«

… mit diesen beiden Schlagworten sind

meine Gedanken zur Erstkommunionund

Firmkatechese überschrieben.

Verstehen wir »Platz geben« und »Vertrauen

haben« als Aufruf. ➟

43

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine