Nr. 12 Dezember 2008 4,00 Euro - Erste Westernreiter Union ...

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Nr. 12 Dezember 2008 4,00 Euro - Erste Westernreiter Union ...

unterrichte ich regelmäßig auf verschiedenen

Höfen Ein- und Umsteiger, sowie Fortgeschrittene.

Seit 2007 steht mir auch ein Hof mit Reithalle

für Berittpferde zur Verfügung.

Was kann ich für Sie tun? Vielleicht haben Sie

sich ein junges, noch rohes Pferd gekauft. Vielleicht

hat Ihr Pferd Unarten oder Unwilligkeiten

und Sie kommen alleine nicht weiter. Vielleicht

haben Sie auch Angst und sind deswegen blockiert.

Oder sie suchen nach einem geeigneten

Pferd und benötigen jemanden, der Sie berät

oder das Pferd Probe reitet oder arbeitet.

Ich biete Ihnen kompetente Hilfe, entweder in

Form von einer kompletten Grundausbildung

oder auch Teilausbildungen, Bodenarbeit, Gymnastisierung,

Dominanztraining, Körpersprache,

Longentraining, Fahren in der Doppellonge, Verladetraining,

Anreiten, Anti-Scheu-Training, Problempferd-Korrektur,

Rekonvaleszenz-Training

(nach einer Krankheit). Bei der Ausbildung lege

ich größten Wert auf die mentale Bereitschaft

des Pferdes, mitzuarbeiten. Dazu gehören mentale

Entspannung, Aufbau und Festigung des

Vertrauensverhältnisses, Konzentrations- und

Verarbeitungsfähigkeit, Entwicklung eines vernünftigen

Dominanzverhältnisses (in Anlehnung

an das natürliche Herdenverhalten), Wille

des Pferdes zum Gehorsam und der Mitarbeit

auf freiwilliger Basis. Nur dann, wenn das Pferd

Welcome to Reality!

Dieses Motto war vom ersten Tag

an prägend und blieb uns während

des gesamten Lehrgangs zum Trainer

C erhalten.

Am 30.09.08 ging es los in bitterer

Kälte und anhaltendem Regen.

Wir versammelten uns in den

Boondock Stables, irgendwo im

Nirgendwo von Brandenburg. Dem

Wetter trotzend sattelten wir die

Pferde, um Marina deutlich zum

machen, auf was sie sich mit uns

eingelassen hatte. Marinas Urteil:

„Welcome to Reality“, sie wirkte

etwas ratlos, fing sich aber wieder

mit der Aussicht: wir haben ja noch

3 Wochen!

Und dementsprechend wurde dann

auch gearbeitet, die Vormittage

waren ganz der Reiterei gewidmet,

am Nachmittag ging es an die Theorie.

Da uns das Wetter weiterhin

einen Strich durch die Rechnung

machte, kuschelten wir uns regelmäßig

in einen beheizten Bauwagen,

wo die Kälte zwar nachließ, die

Konzentration uns dann auf Grund

von Sauerstoffverlust und wohliger

aus eigener Überzeugung mitarbeitet und nicht

über Zwang, bekommen wir ein sicheres, gelassenes

Pferd.

Das Pferd ist ein hochsensibles, empfindsames

Wesen, welches im Ursprung nicht für das Reiten

gemacht ist. Da der Mensch es nun gerne

nutzen möchte, steht es in der absoluten Pflicht

des Menschen, das Pferd beim Reiten, sowie

natürlich in seiner ganzen Haltung, gesund zu

erhalten und seinen Bewegungsapparat entsprechend

zu gymnastisieren und zu trainieren.

Es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich um ein

Leistungssportpferd handelt oder um ein Freizeitpferd,

welches hauptsächlich im Gelände

geritten wird. Wird das Pferd nicht regelmäßig

gymnastisiert, so reiten wir auf dem blanken

Knochengerüst, da keine gezielte Muskulatur,

die uns tragen kann, gebildet wird. Durch keine

oder falsch vorbereitete Muskulatur folgen

Schäden wie Kissing Spines und frühzeitiger

Verschleiß der Gelenke. Korrekte Ausbildung ist

aktiver Tierschutz!

Das Ziel ist ein zufriedener, ausgeglichener,

verlässlicher, durchlässiger, Freizeit- und/oder

Sportpartner, der gesund erhalten, gepflegt und

geliebt wird und in der Zusammenarbeit mit Ihnen

verschmilzt. Ich begleite Sie, bis Sie völlig

selbständig Erfolge in der Kommunikation mit

Wärme aber auch langsam abhanden

kam. Diesem Problem rückten

wir jedoch mit literweisem Kaffee

auf den Leib. Wir waren trotz Kälte

und Regen hoch motiviert und

fürchteten nur die sich immer wieder

leise ankündigende Atombombe,

oder sonstige Dinge, die uns

während der Prüfung eventuell aus

dem Konzept hätten bringen können.

Aber wir hatten ja noch Wochen

Zeit. Wenn da bloß nicht der

verflixte Lehrproben-Abgabe-Termin

in unserem Nacken gesessen

hätte. Sämtliche Energien schienen

sich nur noch auf diese schriftliche

Ausarbeitung zu fokussieren,

es wurde an Formulierungen gefeilscht

„kann man das so sagen“

oder „in welche Spalte gehört das

jetzt nochmal“ waren Gesprächsfetzen,

die man immer wieder aufschnappen

konnte.

Tja „Welcome to Reality“ so eine

Lehrprobe schreibt sich nicht

von selbst, aber dennoch sind alle

rechtzeitig fertig geworden und

wir konnten uns auf die anstehende

Klausur konzentrieren, für die

wir wie schlaue Füchse büffelten

und uns gegenseitig in gemütlicher

Bauwagen-Atmosphäre abfragten.

Die Realität holte uns allerdings

nicht nur beim Bewältigen des

Stoffes ein, auch unsere Pferde

schienen uns ein wenig auf die

Theorieprüfung vorbereiten zu

wollen, indem sie uns mit den verschiedensten

Krankheiten konfrontierten,

von Kolik, über Husten bis

zu lahmen Beinen war alles dabei.

So musste also der ein oder an-

WESTERNREITER – Dezember 2008

ewu regio 29

Ihrem Pferd erzielen. Stärken Sie Ihre Führungsqualitäten

und lernen Sie dadurch von den Pferden

für’s Leben!

Sie verlieren Ihre Angst, da Ihr Pferd gelassener

und klarer wird, da Sie klarer werden. Begeben

Sie sich in die Welt der Selbsterkennung. Pferde

lassen sich nur auf den Menschen ein, wenn er

es verdient hat, sie zu führen und zu leiten. Genießen

Sie im Ergebnis ein vertrauenswürdiges,

selbstbewusstes Pferd, welches Ihnen Sicherheit

gibt, mit dem Sie sich alles zutrauen, wovon Sie

schon immer geträumt haben!

Sicherheit durch eine gute und korrekte Basis.

Sicherheit durch Grundausbildung!

www.Sara-Gonzalez.de

Telefon: 0172 325 97 01

V.l.n.r. die neuen Trainer C, ihre Kursleiterin und die Richterkommission:

Ingrid Tissmer, Frauke Hoffmann, Nina Heidig, Jessica Sabin, Jessica Enyi,

Katrin Plaul, Manuela Schäfers, Angelika Agrikola, Marina Perner, Heinrich

Hinterthan, Dietmar Boyks

dere Trainer-C-Anwärter um seine

Teilnahme an den Prüfungen bangen

und probierte schon mal pro

Forma Pferde von Barbara Beutler

(Stallbesitzerin) aus, für den Fall,

dass das eigene Pferd nicht mehr

gesund werden würde. Aber „Welcome

to Reality“, unsere Pferde

kämpfen für und mit uns und waren

am Prüfungstag alle wieder fit

und gesund!

Der Prüfungstag kam dann auf einmal

schneller als erwartet, die drei

Wochen, die wir vorher noch als

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