Hebamme Sage-femme Levatrice Spendrera Hebamme Sage ...

hebamme.ch

Hebamme Sage-femme Levatrice Spendrera Hebamme Sage ...

Hebamme

Sage-femme

Levatrice

Spendrera

2/2011

Sehr kleine Frühgeborene

Grands prématurés

Foto: Manuela Birrer


NEU

NEU




Für eine optimale Entwicklung der Knochen (Rachitisprophylaxe)

empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie eine tägliche

Zufuhr von 300-500 IE Vitamin D3 für Säuglinge und Kleinkinder,

egal ob sie gestillt werden oder nicht, und dies zumindest

während dem 1. Lebensjahr. 1)

Vitamin D3 Wild Öl: 1 Tropfen = 667 I.E. Vitamin D3

Vitamin D3 Wild Öl: enthält Vitamin D3 in öliger Lösung

Vitamin D3 Wild Öl: enthält als Lösungsmittel mittelkettige

Triglyceride ohne Allergierisiko

Zus: 1 Tropfen enthält 667 I.E. (16.7μg) Cholecalciferolum in öliger Basis (mittelkettige Triglyceride aus Kokosnuss- und Palmöl, nicht allergen). Ind:

Prophylaxe und Therapie der Rachitis, Osteomalazie, Vitamin-D-Mangel. Dos: Rachitis-Prophylaxe: 1 Tropfen/Tag, Rachitis-Therapie: 2-8 Tropfen, Osteomalzie:

2-8 Tropfen täglich. KI: Hypercalcämie, Hypercalciurie, kalziumhaltige Nierensteine, Sarcoidose, Pseudohypoparathyeroidismus. IA: Phenytoin und

Barbiturate, Thyazid-Diuretika, Herzglykoside. UW: in Folge von Überdosierungen. VK: D. Ausführliche Angaben entnehmen Sie bitte dem Arzneimittelkompendium.

1) Empfehlungen für die Säuglingsernährung 2008, Paediatrica, 19, 19-21, 2008.

Dr. Wild & Co. AG, 4132 Muttenz www.wild-pharma.com


Geschäftsstelle/Secrétariat central

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Montag–Freitag 8.15–12.00/13.30–17.15 Uhr

Heures d’ouverture:

Lundi–Vendredi 8h15–12h 00/13h30–17h15

Offizielle Zeitschrift des

Schweizerischen Hebammenverbandes

Journal officiel de la Fédération

suisse des sages-femmes

Giornale ufficiale della Federazione

svizzera delle levatrici

Revista uffiziala da la Federaziun svizra

da las spendreras

109. Jahrgang / 109e année

Erscheint 11mal im Jahr

Parution: 11 éditions par année

Impressum

Verlag/Edition

Schweizerischer Hebammenverband

Fédération suisse des sages-femmes

Redaktion/Rédaction/Redazione

Deutschsprachige Redaktion/

Verantwortliche Redaktorin:

Gerlinde Michel, Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23

Telefon 031 331 35 20, Fax 031 332 76 19

E-Mail: g.michel@hebamme.ch

Rédaction de langue française

Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a

1196 Gland, téléphone 022 364 24 66,

portable 079 755 45 38,

courriel: j.bodartsenn@sage-femme.ch

Redaktioneller Beirat

Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh),

Lisa Mees-Liechti (lml), Lorraine Gagnaux (lg)

Josée Bernard Delorme (jbd)

Beraterin Hebammenforschung

Dr. phil. Ans Luyben

Redaktionsschluss/Délai de rédaction

Am 1. des Vormonats/Le premier du mois précédent

Gestaltung/Herstellung

Tygraline AG, Bern

Rosmarie Kerschbaumer

Jahresabonnement/Abonnement annuel

Nichtmitglieder/Non-membres Fr. 109.–

inkl. 2,5% MWST/TVA

Ausland/Etranger Fr. 140.–

Einzelnummer/Prix du numéro Fr. 13.20

inkl. 2,5% MWST/TVA + Porto

Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein

weiteres Jahr, wenn nicht bis zum 31. Oktober

schriftlich gekündigt wird.

La durée d’abonnement se renouvelle automatiquement

chaque année sauf résiliation par écrit

jusqu’au 31 octobre.

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WEMF-beglaubigt

ISSN 1662-5862

Foto: Veronika Schneckenburger

Frühgeburt

Das neonatale

Outcome

Frühgeburtlichkeit ist eine schwerwiegende

Schwangerschaftsstörung in einer Phase,

in welcher sich der Fetus und besonders

sein Gehirn stark entwickeln. Einige Kinder

wachsen selbst nach einer stark verkürzten

Schwangerschaft zu gesunden Erwachsenen

heran. Doch leider ist dies nicht immer

der Fall, Überlebensraten und langfristige

Behinderungen bleiben wichtige neonatologische

Themen. Eine Literaturreview.

Extrem kleine Frühgeborene

Die kritischen ersten

Lebensstunden

Die Überlebensrate extrem kleiner Frühgeborener

ist in den letzten Jahren dank

Steroid- und Surfactant-Anwendungen

angestiegen. Doch das Risiko für schwerwiegende

Erkrankungen mit bleibenden

Folgen ist hoch und stellt grosse Anforderungen

an die Neonatologie, die

Pflege und die bangenden Eltern.

Bei Trennung von Mutter

und Kind

Wie kann die

Hebamme konkret

unterstützen?

IN DIESER NUMMER

DANS CE NUMÉRO

7

In der Praxis zeigt sich, dass Mütter von

Frühgeborenen, die wegen neonatologischer

Betreuung von ihren Kindern getrennt

sind, teilweise nicht ihren Bedürfnissen

entsprechend betreut werden.

Zwei studierende Hebammen haben in

ihrer Bachelorarbeit konkrete Handlungsvorschläge

für Hebammen erarbeitet.

4 32

Grande prématurité

Quoi de neuf

en néonatologie?

L’arrivée précoce d’un enfant constitue

toujours un choc pour les parents. Un accompagnement

psychologique et un soutien

moral, des explications et des propositions

personnalisées sont indispensables

pour passer ce cap difficile. En 10 ou 15

ans, le regard sur le grand prématuré a

beaucoup changé.

5e 38

Journée scientifique

Obésité, troubles du

comportement alimentaire

et maternité

Comment reconnaître les différents

troubles alimentaires? Comment aborder

efficacement le sujet du surpoids ou de

l’obésité avec une femme enceinte?

Quelles astuces – plutôt que des conseils

directifs – peut-on introduire dans les

cours de préparation à la naissance?

9 Rubriken/Rubriques

Aktuell 2

Mosaik 13

Forum/Bücher 14

SHV/FSSF 17

Sektionen/Sections 25

Fortbildung SHV

Formation FSSF 26

Actualité 30

Mosaïque 40

Stellenangebote

Offres d’emploi 42

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Sage-femme.ch 2/2011

1


2 Hebamme.ch

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A K T U E L L

Genfer fpH

Protest auf der Strasse

«Sicherheit für Mütter und ihre Kinder!» – «Hebammen ja

– Ehrenamtlichkeit nein» – «Mutterschaft zu 100% vergüten»:

Am 7. Dezember standen 21 frei schaffende Hebammen

der Sektion Genf mit Transparenten und Flugblättern

auf der Strasse und protestierten.

Seit 2006 sind viele Rechnungen

der fpH unbezahlt geblieben,

weil etliche Frauen ihre

Versicherungsprämien nicht

mehr bezahlen konnten. Flugs

wälzten die Krankenversicherer,

allen voran die Helsana,

die Last auf die Leistungserbringenden

ab und vergüteten

in solchen Fällen die bereits

erbrachten Leistungen

nicht mehr. Allein für das Jahr

2009 belaufen sich die nicht

bezahlten Leistungen der Genfer

Hebammen auf 40000

Franken, und früher erbrachte

Leistungen sollen überhaupt

nicht mehr bezahlt werden.

Foto: Emérentienne Cattaneo

Die Hebammen zogen zuerst

zum Kantonalen Gesundheitsdepartement,

wo sie einen

Protestbrief hinterliessen, anschliessend

zu einer Zweigstelle

der Helsana. Hier klebten sie

gut sichtbar Kopien ihrer unbezahlten

Rechnungen an die

Schaufenster. Wir sind überzeugt,

dass die Politik eine Lösung

für das Problem finden

muss und kann. Denn eine

grosse Krankenkasse hat bereits

entschieden, alle unsere

ausstehenden Rechnungen seit

2006 zu vergüten. Man sieht,

es ist ja möglich...

Viviane Luisier

Kontroverse

Ist Paracetamol für Schwangere

gefährlich?

In einer dänisch/finnischen Studie wurden die Auswirkungen

von leichten Analgetika (Aspirin, Entzündungshemmer,

auch Paracetamol) auf die Entwicklung der

männlichen Geschlechtsorgane untersucht.

Studienkohorte waren 2300

schwangere Däninnen und Finninnen.

Insbesondere interessierte

es die Forscher, ob die

Knaben aufgrund der Einnahme

von leichten Analgetika

vermehrt mit Kryptorchismus

zur Welt kamen. In Tierversuchen

ist man auf einen Zusammenhang

zwischen Paracetamol

und endokrinen Störungen

gestossen.

Tatsächlich stellten die Forscher

in der dänischen Kohorte

einen Zusammenhang zwischen

kongenitalem Kryptorchismus

und der Dosis abhängigen

Einnahme von leichten

Analgetika fest, nicht aber in

der Kohorte aus Finnland. Die

Forscher schliessen daraus,

dass sich leichte Analgetika zusammen

mit anderen antiandrogenen

Störfaktoren negativ

auf die Entwicklung der männlichen

Geschlechtsorgane auswirken

können.

Über die Studie ist nun eine

Fachdiskussion entbrannt. Das

französische «Centre de réfé-

Neue Studie aus den Niederlanden

Höhere Mortalität bei Hebammengeburten?

In den Niederlanden werden die risikoarmen Geburten

grundsätzlich von Hebammen begleitet. Ärzte betreuen

einzig Geburten nach Risikoschwangerschaften, gemäss

einer klaren Indikationenliste. Trotzdem, fand jetzt eine

im BMJ publizierte Studie heraus, ist das Mortalitätsrisiko

bei ärztlich betreuten Risikoschwangerschaften tiefer.

Die Intensivmedizinerin Annemieke

Evers vom Universitätsspital

Utrecht untersuchte die

Daten von mehr als 37000 Geburten

von 2007 und 2008 aus

dem Einzugsgebiet der Klinik.

Die Zahl der perinatalen Todesfälle

war mit 2,62 Fällen auf

1000 Kinder insgesamt gering.

Dennoch errechnete Evers ein

2.33-fach erhöhtes perinatales

Sterberisiko, wenn die Geburt

unter Hebammenleitung begonnen

wurde. Für Schwangere, die

unter der Geburt von einer Hebamme

zu einem Arzt überwiesen

wurden, war das perinatale

Sterblichkeitsrisiko sogar 3.66fach,

das Risiko einer Überweisung

in die perinatale Intensivklinik

um den Faktor 2.51 erhöht.

In der angelaufenen Diskussion

wird diese höhere

perinatale Sterblichkeit auf Feh-

ler bei der Beurteilung des

Schwangerschaftsrisikos zurückgeführt.

Andere, insbesondere

Forschungshebammen, äussern

methodische Bedenken gegenüber

Evers’ Studie. Es seien alle

intrapartalen und neonatalen

Todesfälle, aber nicht sämtliche

Geburten aus einem Einzugsgebiet

statistisch erfasst worden,

somit könnte die Mortalitätsrate

der Hebammenpraxen

künstlich aufgeblasen sein. Vergleiche

man die Mortalitätsrate

in Evers’ Studie mit anderen

Studien, die sich auf nationale

Statistiken stützen, so sei sie

einmal doppelt so hoch, ein anderes

Mal nur um 3.5 Prozent

rence sur les agents tératogènes»

stellt nach Analyse der

Studie methodologische Mängel

fest. Auf eine Kausalverbindung

zwischen der Einnahme

von Paracetamol und gehäuftem

Kryptorchismus könne

nicht geschlossen werden. Nur

bei Frauen, die im 1. und 2. Trimester

während länger als 15

Tagen Paracetamol geschluckt

hätten, habe man solche Fälle

gehäuft festgestellt.

Alice Panchaud vom «Swiss

Teratogen Information Service

STIS» betont, es sei wichtig,

solche Resultate mit Vorsicht

zu behandeln. Nur zu oft würden

Patientinnen und Gesundheitspersonal

unnötigerweise

beunruhigt. Das Paracetamol

bleibe das sicherste Medikament,

eine Kausalität sei nicht

bewiesen. Und auch Fieber

könne potenziell teratogen

wirken.

Kristensen D.M., et al. Intrauterine exposure

to mild analgesics is a risk factor for

development of male reproductive disorders

in human and rat. Hum Reprod.

2010 Nov 8 (Epub ahead of print).

erhöht. Fehlerhafte Berichterstattung

bzw. Datenerfassung

könne demnach nicht ausgeschlossen

werden. Sogar die

Studienautorin und ihre Kollegen

stellen fest, dass ihre «Ergebnisse

unerwartet sind und

weiterer Abklärung bedürfen».

Die Schlussfolgerung, Geburten

unter Hebammenbetreuung führten

zu einem höheren perinatalen

Sterblichkeitsrisiko, erfolgte

demnach wohl verfrüht.

Evers ACC et al. Perinatal mortality and

severe morbidity in low and high risk

term pregnancies in the Netherlands:

prospective cohort study. BMJ 2010 Nov

2; 341: c5639.doi: 10.1136/bmj.c5639.

Deutsche Hebammen Zeitschrift 12/2010,

S. 25–27.


Berner Fachhochschule (BFH)

1. Interdisziplinäre Fortbildung

Im November 2010 fand als Kooperationsveranstaltung

der Frauenklinik Insel Bern und der BFH erstmals eine

interdisziplinäre Fortbildung für Hebammen und GynäkologInnen

zum Thema «Notfälle in der Geburtshilfe» statt.

Notfälle in der Geburtshilfe

stellen hohe Anforderungen

an Ärzte/Ärztinnen und Hebammen:

Die notwendigen

Handlungsabläufe müssen

korrekt und rasch ablaufen,

unter Berücksichtigung klar

definierter Zuständigkeiten

zwischen den beiden Berufsgruppen.

Das Erlernen und

Üben dieser Kompetenzen in

enger Zusammenarbeit der

beiden Professionen war ein

wichtiges Ziel der Fortbildung.

Die 63 Teilnehmenden (2/3

Assistentinnen/Assistenten,

1/3 Hebammen) bewerteten

in der Evaluation den Kurs

sehr positiv (Mittelwert: 5.45)

Die Praxisrelevanz erhielt eine

hohe positive Bewertung

Kritik des DHV

Gebären im Dienste der

Wissenschaft?

Die beteiligten Geburtshelfer

und Radiologen halten es für

eine «Weltpremiere». Der

Deutsche Hebammenverband

DHV spricht von Voyeurismus

im Namen einer seelenlosen

Wissenschaft. Es geht um die

Aufzeichnung einer Geburt

mit dem Kernspintomographen

(MRT) in der Berliner

Charité und der beabsichtigten

Publikation dieser Kernspin-Videos.

Die Inszenierung der «Weltpremiere»

offenbart nach

Meinung der Hebammen viel

vom technokratischen Interesse

am weiblichen Körper

und am Geburtsvorgang. Im

Namen einer fiktiven wissenschaftlichen

Fragestellung werde

suggeriert, es geschähe

zum medizinischen Wohl der

Frauen und ihrer Kinder. Dass

den Frauen, die im Dienste der

Wissenschaft ihre Kinder ungeschützt

gebären und dem

(5.88), die offenen Fragen

wurden mit «Bitte um Wiederholung»

ergänzt. Von Ärzteseite

her kam sogar der Vorschlag,

die an einer Puppe

geübten Skills in ihre Blockmodule

für den FHM Geburtshilfe

und Gynäkologie aufzunehmen.

Die Evaluation zeigt insgesamt,

dass solche interdisziplinäre

Fortbildungen einem

Bedürfnis der Praxis entsprechen.

Die beiden Partner werden

zukünftig in Kooperation

weitere Angebote realisieren.

Isabelle Romano

Dozentin Bachelorstudiengang

Hebamme BFH

neugierigen Blick der Öffentlichkeit

preisgeben, eine «kleine

Entschädigung im unteren

dreistelligen Bereich» gezahlt

wird, macht die Sache nicht

unbedingt besser.

«Wir sind davon überzeugt,

dass eine Geburt nur dann

zum Wunder und zur wunderbaren

Begegnung zwischen

Mutter und Kind werden

kann, wenn wir den Frauen

für ihre Niederkunft einen geschützten

Raum bieten und

sie vor Störungen behüten.

Gehörschutz für die Gebärende

und Rückenlage in der offenen

Röhre haben nichts mit

einer natürlichen Geburt zu

tun, offenbaren aber viel über

den Zeitgeist männlich geprägter

Forschung», so Martina

Klenk, Präsidentin des DHV.

Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes,

9. Dezember 2010.

www.hebammenverband.de

Master of Science in Midwifery

Erfolgreich abgeschlossen

Ursula Hölzli Reid und Marianne

Haueter (Bern) sowie Martina

Gisin (Basel) schlossen ihr

Masterstudium an der Glasgow

Caledonian University im

November 2010 erfolgreich

ab. Im Rahmen des englischsprachigen

Studiums diskutierten

die Absolventinnen

umfangreiche internationale

hebammenrelevante und interdisziplinäre

Literatur und vertieften

die Auseinandersetzung

mit Forschungsmethoden

und Statistik. Der gesamte

Masterstudiengang konnte

online und somit berufsbegleitend

absolviert werden. Er bestand

aus zwölf Modulen, die

sich aus zwei Pflichtmodulen

zu Forschungsmethoden und

Statistik, sechs Wahlmodulen

sowie vier Modulen zur Masterarbeit

zusammensetzen.

Themen der

Masterarbeiten:

– Martina Gisin: Women’s experiences

of acupuncture

during labour at Basel University

Hospital – an exploratory

qualitative research study.

Kontakt: martina.gisin@

gmx.ch

– Ursula Hölzli Reid: Swiss

first-time pregnant women’s

perceptions of the events in

the postnatal period and

early motherhood – a qualitative

descriptive study. Kontakt:

ursula.hoelzli@bfh.ch

– Marianne Haueter: Experiences

of first-time mothers in

Switzerland during the first

4 or 5 months of child’s life –

a qualitative study based on

a phenomenological hermeneutic

approach. Kontakt:

marianne.haueter@bfh.ch

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Ungarn wegen Verbot von

Hausgeburten verurteilt

Der Europäische Gerichtshof

für Menschenrechte in Strasbourg

hat im Dezember 2010

Ungarn wegen des Verstosses

gegen ein Grundrecht verurteilt,

nämlich das Recht auf

freie Wahl des Geburtsorts.

Als eines der wenigen europäischen

Länder verbietet Ungarn

Hausgeburten prinzipiell.

Gesundheitsfachleute, die bei

solchen Aktivitäten erwischt

werden, müssen ein Berufsverbot

und sogar Haftstrafen

befürchten.

Das Europäische Gericht hat

nun den Fall einer Frau behandelt,

die vor einem Jahr offiziell

eine Hausgeburt anmelden

wollte. Als dieses Begeh-

ren abgelehnt wurde, klagte

sie. Das Urteil könnte Bewegung

in den Fall von Ágnes

Geréb bringen. Die Hebamme

gilt als Aktivistin in Sachen

Hausgeburt in Ungarn. Sie

wurde als «Wiederholungstäterin»

verhaftet und nach zwei

Monaten Untersuchungshaft

kürzlich unter Hausarrest gestellt,

wo sie auf ihren Prozess

wartet.

Mittlerweile hat eine politische

Partei im Parlament eine

Initiative eingereicht. Diese

fordert, die Gesetzeslage derjenigen

der anderen europäischen

Länder anzupassen.

http://www.pesterlloyd.net/2010_41/41

hebamme/41hebamme.html

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

3


E D I T O R I A L

Was motiviert mich als Pflegefachfrau,

auch nach über 30 Jahren immer noch

auf der Neonatologie zu arbeiten? Ich

habe die Fortschritte der

Spitzenmedizin miterlebt,

immer kleinere unreifere

Frühgeborene werden mir

anvertraut. Auch in der

Pflege haben wir riesige

Fortschritte gemacht –

sie sind meine Motivatoren.

Wahrnehmungs- und entwicklungsfördernde

Pflege ist Teil unserer

Aufgabe, dazu gehören Kängurupflege,

Kinästhetik, Basale Stimulation.

Auch Schmerzerfassung und Schmerzbekämpfung

sind in meiner Pflege

nicht mehr wegzudenken.

Der frühe Einbezug der Eltern in die

Pflege ganz kleiner Kinder wurde sehr

wichtig, und ich bin mir bewusst, dass

ich damit eine riesige Verantwortung

trage und Präventivarbeit verrichte.

Ich unterstütze die Eltern in der

erschwerten Situation mit einem kranken

Frühgeborenen beim Bindungsprozess.

Jedes Mal wenn ich eine Mutter

«an der Hand nehme» beim Erstkontakt

mit ihrem frühgeborenen Kind, gehe

ich mit viel Achtung und Vorsicht an

diese Aufgabe. Der erste Kontakt zum

Frühgeborenen darf in seiner Vulnerabilität

nicht unterschätzt und muss vom

Fachpersonal gut begleitet werden.

Gegen Ende des letzten Jahres stand

ich mit einer Mutter etwa fünf Tage

nach der plötzlichen notfallmässigen

Geburt ihres Kindes an seiner Isolette.

Das Kind war ein extrem Frühgeborenes,

keine 25 Schwangerschaftswochen

alt und kaum 500g schwer. Es benötigte

intensive Behandlung, die Schläuche

und Kabel verdeckten das kleine

Mädchen fast. Seine Mutter öffnete die

Isolette, berührte ganz sanft den winzigen

Kopf, ein Händchen, und nannte

ihr Kind beim Namen, begann leise

zu reden mit ihm. Plötzlich schaute sie

mich an und sagte: Hat meine Tochter

nicht wunderschöne Hände?

Diese Frage machte mich sehr glücklich.

Sie zeigte mir ganz klar, dass hier ein

Bonding stattgefunden hatte, dank

unserer Arbeit, dank unserer Begleitung

der Mutter in dieser schwierigen

Situation.

Veronika Schneckenburger

Dipl. Pflegefachfrau HöFa1 Neonatologie

4 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

Frühgeburt

Frühgeburtlichkeit ist eine schwerwiegende

Schwangerschaftsstörung in einer Phase, in welcher

sich der Fetus und besonders sein Gehirn stark

entwickeln. Einige Kinder wachsen selbst nach einer

stark verkürzten Schwangerschaft zu gesunden

Erwachsenen heran. Doch leider ist dies nicht immer

der Fall. Deshalb bleiben Überlebensraten und

langfristige Behinderungen wichtige neonatologische

Themen. Eine Literaturreview.

Nicoletta Iacovidou

Marianna Varsami

Angeliki Syggellou

In den USA kommen 11%, in Europa 5

bis 7% und in Kanada zirka 6,5% der

Kinder zu früh zur Welt. Frühgeburten

sind in den Industrieländern für 70% der

neonatalen Mortalität und für 75% der

Morbidität verantwortlich. Sie tragen zu

ernsthaften langfristigen neurologischen

Entwicklungsproblemen, zu Lungendysfunktion

und Sehbehinderungen bei.

Zu Beginn der modernen Neonatologie

galt das Überleben eines früh geborenen

Babys als Erfolg. Später, als das Durchbringen

der sogenannten «Wunderbabys»

nicht länger Ausnahmefall blieb

sondern Routine wurde, erkannte man,

dass viele der überlebenden Kinder bleibend

geschädigt waren. Man musste sich

also auch um das langfristige Outcome

kümmern.

Heute im Zeitalter von Steroiden und

Surfactant ist es anerkannt, dass überlebende

sehr kleine Frühgeborene eine

Rate an neurologischen Schädigungen

aufweisen, die man nicht vom Tisch wischen

darf. Es handelt sich um zerebrale

D O S S I E R

Das Das neonatale neonatale

Lähmungen, geistige Behinderungen,

beeinträchtigte Sinnesfunktionen und

kognitive Defizite, von milden bis zu

schwersten Formen. Oberstes Ziel bei der

Pflege dieser Kinder ist das intakte Überleben,

das heisst ein Überleben ohne

neonatale Morbidität und/oder spätere

Beeinträchtigungen.

Historisches

Vor 1940 war die neonatale Pflege geprägt

von einem «Hände weg»-Denken,

und das Interesse am Schicksal eines zu

früh Geborenen generell tief. Wenige

Kinder mit einem Geburtsgewicht von


Outcome

Outcome

Fotos: Veronika Schneckenburger. Mit freundlicher Genehmigung der Eltern des kleinen Mädchens und der Abteilung für Neonatologie, Inselspital Bern

Dies führte zu grösserem Optimismus

und zur Einrichtung zahlreicher Neonatologiestationen

in den 50er und 60er Jahren.

In den folgenden Jahren trat zutage,

dass Frühgeborene Schädigungen davontrugen,

die auf Interventionen wie

übermässig konzentrierte Sauerstoffgaben

und ototoxische Medikamente

zurückgingen. Dass die Intensivpflege also

zu einer höheren Anzahl behinderter

Kinder führen konnte, war eine neue Erkenntnis.

Obwohl moderne Intensivpflegestationen

eingerichtet wurden und dadurch

sehr viel mehr Kinder überlebten, blieb

das Problem der langfristigen Behinderungen

bestehen und wurde kontrovers

diskutiert.

Schwerwiegende Komplikationen wie

zerebrale Lähmungen, Blindheit, Taubheit

und Entwicklungsstörungen manifestieren

sich normalerweise vor einem

Alter von 18 bis 24 Monaten. Subtilere

Beeinträchtigungen oder solche, die erst

im Schulalter auffallen, können auch

durch äussere Faktoren mit beeinflusst

sein. Konsens herrscht, dass langfristige

Nach-Untersuchungen in geografisch definierten

Regionen für repräsentative und

unparteiische Daten unabdingbar sind.

Inzwischen haben Neonatologieabteilungen

auf der ganzen Welt ihre eigenen

Programme implementiert, um langfristige

Auswirkungen ihrer Intensivpflege

zu evaluieren. Weitere Studien erlaubten

einen immer klareren Einblick auf das

Outcome nach Frühgeburt.

Überlebensraten

Technologische und pharmakologische

Fortschritte der letzten 30 Jahre, wie vermehrte

Überweisungen an Tertiärzentren,

Steroide für die vorgeburtliche Lungenreifung,

Beatmung von Geburt an,

Surfactant-Therapie, neue Beatmungstechniken

und Regionalisierung der Geburtskliniken

resultierten in verbessertem

Management und der substanziell verbesserten

Überlebenschance für sehr

kleine Frühgeborene (


lebensrate betrug 85% aller lebend Geborenen

und 89% bei allen Kindern, die

auf eine Intensivstation verlegt wurden.

Mit steigendem Gestationsalter stiegen

die Überlebenschancen: 31% bei 24

SSW, 78% bei 28 SSW, 97% bei 32 SSW.

Waren die Frühgeborenen klein für ihr

Gestationsalter, Mehrlinge oder Knaben,

so sank die Überlebensrate. Auch hier

trat in 50% der Fälle der Tod ein, nachdem

man sich für den Abbruch bzw. für

gar keine Intensivpflegemassnahmen entschieden

hatte.

Gemäss dem schwedischen Geburtsregister

haben sich die Überlebensraten für

Frühgeborene nach 23 und 24 SSW mehr

als verdoppelt, wenn die Zeitspannen

1989 bis 1991 und 1991 bis 2001 miteinander

verglichen werden. Für Kinder,

die nach 25 SSW auf die Welt kamen,

stieg die Überlebensrate von 54% in der

ersten auf 80% in der zweiten Zeitspanne

an.

Morbidität

Während die neonatale Mortalitätsrate

in den letzten 30 Jahren gesunken ist,

ist die Morbiditätsrate nahezu gleich geblieben.

Die wichtigsten Krankheiten mit

den grössten Auswirkungen auf das

langfristige Outcome und die Entwicklung

der extrem früh Geborenen sind

Hirnschädigungen, bronchopulmonare

Dysplasie (BDP), frühgeburtliche Retinopathie

(ROP), und mangelhaftes Wachstum

als Folge von nekrotisierender Enterocolitis

(NEC), von Operationen oder

Infektionen.

In der EPICure Study litten 18% der

Frühgeborenen unter neurologischen

Entwicklungsstörungen; 17% von ihnen

wiesen auch im Alter von einem Jahr neurologische

Defizite auf. Selbst bei einem

normalen Ultraschall können langfristige

Behinderungen nicht ausgeschlossen

werden, da kleine Zysten oder Läsionen

in der weissen Gehirnsubstanz nicht immer

sichtbar sind.

Die Inzidenz von BDP variiert in den

verschiedenen Outcome-Studien von 53

bis 86% bei 23 SSW, 34 bis 77% bei 24

SSW, und 33 bis 70% bei 25 SSW. BDP ist

mit ungenügender Nahrungsaufnahme,

schwachem Wachstum und wiederholten

Hospitalisationen wegen Lungeninfektionen

assoziiert.

Eine schwere Retinopathie (ROP) kann

zu Blindheit führen. Die Raten variieren je

nach Studie zwischen 18 und 55% bei 23

SSW, 20 und 37% bei 24 SSW, 9 und

27% bei 25 SSW. Neue Therapien haben

die Inzidenz von Blindheit gesenkt, aber

Probleme wie starke Kurzsichtigkeit bleiben.

6 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

In den letzten Jahren hat das mangelhafte

Wachstum dieser Frühgeborenen

nach der Geburt Aufmerksamkeit erregt,

vielleicht deshalb, weil mehr von ihnen

lange genug überleben, damit es überhaupt

evident werden kann. Mögliche

Ursachen dafür sind: BDP, Probleme bei

der Nahrungsaufnahme wegen NEC,

Operationen und wiederkehrenden Infektionen.

Kinder aus der EPICure Studie,

die vor der 26. SSW geboren wurden,

wogen noch im Alter von 2,5 Jahren signifikant

weniger und hatten einen geringeren

Kopfumfang als die am Termin

geborene Kontrollgruppe. Die meisten

Werte lagen jedoch im Normalbereich.

Auch wenn das Wachstum nachgeholt

werden kann, dauert es bei sehr früh Geborenen

länger, bis es evident wird. Noch

als Erwachsene sind solche Individuen

kleiner als ihre Altersgenossen.

Neurologische Entwicklung

Die mentale und motorische Entwicklung

wird normalerweise mit den Bayley

Scales of Infant Development erfasst. Bei

Kindern, deren frühe kognitive Fähigkeiten

in diesem Assessment schlecht abschneiden,

wird das auch später so bleiben.

Umgekehrt garantiert ein gutes

frühes Abschneiden nicht, dass es für immer

so bleibt.

Laut der EPICureStudy hatten 17% der

Kinder aus einer Gruppe mit medizinischen

Problemen im Alter von einem Jahr

erhebliche Entwicklungsdefizite, 18% litten

unter neurologischen Problemen. Die

gleiche Kohorte wurde im Alter von zweieinhalb

Jahren wieder untersucht. 19%

der Kinder wiesen einen sehr stark verzögerten,

11% einen erheblich verzögerten

Entwicklungsstand auf. 10% litten unter

ernsthaften neuromotorischen Defiziten

(vor allem zerebrale Lähmungen), 2%

waren blind oder konnten bloss hell und

dunkel unterscheiden, und 3% hatten

schwere Gehörstörungen. Insgesamt waren

49% der Gruppe behindert, wobei

23% von ihnen eine schwere Behinderung

aufwiesen. Die übrigen Kinder, also

rund die Hälfte, waren gesund; allerdings

wies die ganze Gruppe einen Entwicklungsrückstand

auf. Bezüglich Entwicklung

und Behinderung waren Kinder, die

in der 23. SSW geboren wurden, nicht

schlechter dran als die Kinder, die in der

25. SSW auf die Welt kamen.

Wegen der hohen Prävalenz von Behinderungen

im Alter von zweieinhalb

Jahren wurde diese Kohorte im 6. Altersjahr

wieder untersucht. Die Raten schwerer,

mittlerer und leichter Behinderung

betrugen 22, 24 und 34%; 12% der Kinder

litten unter zerebralen Lähmungen.

Daraus muss man schliessen, dass nach

einer extrem frühen Geburt kognitive

und neurologische Schädigungen bei

Schuleintritt sehr häufig sind.

Eine weitere Studie spricht von 19%

Kindern mit bleibenden geistigen Behinderungen

nach einer Geburt vor der

26. SSW; eine andere von 33 bzw. 10%

nach 24 bzw. 25 Gestationswochen.

Noch eine Studie evaluierte das neurologische

Outcome Frühgeborener (23 bis

27 SSW) aus den Jahren 1991 bis 1992,

von denen 18% an mittleren bis schweren

Behinderungen litten, und von 1997,

wo es 24% betraf.

Gemäss der EPIPAGE Studie benötigten

42% der Kinder, die zwischen der 24.

und 28. SSW auf die Welt kamen, Intensivpflege,

nach 29 bis 31 SSW waren es

immer noch 31%. Im Vergleich dazu

benötigten nur 16% der Kinder nach 39

bis 40 SSW Intensivpflege.

Schlussfolgerung

Auch wenn die Überlebensrate extrem

früh geborener Kinder weiter ansteigt,

bleiben langfristige neurologische Entwicklungsstörungen

ein grosses Problem.

Wenn man im klinischen Praxisalltag

mit extrem früh Geborenen zu tun hat,

stösst man immer wieder auf «Grauzonen».

Vielleicht kann die Forschung sie

mit der Zeit etwas erhellen. Bis es so weit

ist, dürfen wir niemandem etwas vormachen,

weder uns selbst, den betroffenen

Eltern noch der Gesellschaft: es gibt

nach wie vor grosse Wissenslücken, was

das Management der extrem unreifen

Neugeborenen anbelangt. Bevor die Forschung

weitere Daten gesammelt und

ausgewertet hat, ist es sinnlos, irgendwelche

flächendeckenden Richtlinien zur

aktiven Pflege herauszugeben, oder in

ethischen Guidelines zu formulieren, wer

reanimiert werden soll und wer nicht

oder wann welcher Intensivpflegegrad

eingesetzt, erhalten oder abgebrochen

werden soll.

Einige Guidelines unterstreichen, dass

an der Grenze zur Lebensfähigkeit der

Wunsch der Eltern, nach ausführlichen

Gesprächen und Beratungen, unterstützt

und respektiert werden soll – ein Aspekt

von grösster Wichtigkeit, den man immer

wahrnehmen muss.

Quelle N. Iacovidou, M. Varsami, A. Syggellou,

Neonatal outcome of preterm delivery. Annals of

the New York Academy of Sciences, 1205 (2010):

130–34.

Zusammenfassung und Übersetzung: Gerlinde

Michel.

Die dazugehörige Literaturliste ist auf Wunsch

bei der Redaktion erhältlich.


Extrem kleine Frühgeborene

Die kritischen ersten

Lebensstunden

Die Überlebensrate extrem kleiner Frühgeborener ist in den letzten Jahren dank Steroid- und Surfactant-

Anwendungen angestiegen. Doch das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen mit bleibenden Folgen ist hoch

und stellt grosse Anforderungen an die Neonatologie, die Pflege und die bangenden Eltern.

Neugeborene mit einem Geburtsgewicht

unter 1500g bezeichnet man als sehr kleine

Frühgeborene, wiegen sie weniger als

1000g, nennt man sie extrem kleine Frühgeborene.

Sie kommen gewöhnlich vor der 28.

Schwangerschaftswoche auf die Welt; eines

von zehn gehört zur Kategorie der extrem

kleinen Frühgeborenen. Ihre Überlebensrate

ist in den vergangenen 20 Jahren dank der

Anwendung von mütterlichen Steroiden

und Surfactant angestiegen. Ein Gestationsalter

von 23 Wochen gilt heute als Bedingung

für das Überleben, wenige Kinder

haben gar mit 21 und 22 Wochen überlebt.

Die Morbiditäts- und Mortalitätsrate steigt

mit abnehmendem Gestationsalter an.

Risikofaktoren

Für die Frühgeburtlichkeit gibt es viele

Risikofaktoren:

• Prädisponierende mütterliche Faktoren:

sozioökonomische Situation, Ernährungszustand,

Alter, Drogenkonsum, Stress usw.

• Vorbestehende Krankheiten: Diabetes,

Bluthochdruck, Schilddrüsenprobleme,

Blutarmut, Herz- und Kreislaufprobleme,

systemischer Lupus erythematosis usw.

• Geburtshilfliche Probleme: wiederholter

Abort, Blutgruppen-Inkompatibilität, Totgeburten,

Infektionen, Plazenta- und

Nabelschnurprobleme, Mehrlingsschwangerschaften,

Präeklampsie/Eklampsie

• Fetale Komplikationen: chromosomenbedingt,

anatomisch oder lagebedingt

Die Frühgeborenenrate

reduzieren

Leider liegt die Hauptursache der Frühgeburtlichkeit

noch immer im Dunklen.

Auch deshalb unternimmt man grosse

Anstrengungen, allen schwangeren Frauen

den Zugang zu Schwangerschaftsvorsorge

zu ermöglichen. Je früher diese Vorsorge

beginnt, umso früher kann bei

Komplikationen interveniert werden. An

den Vorsorgeterminen werden Fragen des

Lebensstils und gesundheitsfördernde

Massnahmen diskutiert. Die Frau lernt,

Anzeichen und Symptome einer drohenden

Frühgeburt oder anderer Komplika-

tionen zu erkennen und wann es wichtig

ist, medizinische Hilfe zu suchen. Mögliche

Anzeichen von Frühgeburtlichkeit

sind:

• Abdominale Krämpfe

• Vermehrter vaginaler Ausfluss

• Unterbrochene oder andauernde

Rückenschmerzen

• Druck im Becken

In vielen Fällen lassen sich drohende Frühwehen

stoppen: mit Flüssigkeitszufuhr,

Bettruhe, Behandlung einer Infektion, Anwendung

von Tokolytika. Letztere können

zur Anwendung kommen, falls

• als Folge von Kontraktionen der Muttermund

erweitert oder verstrichen ist

• Kind und Lungen unreif sind

• der Gesundheitszustand der Mutter

gut ist

Lässt sich eine Frühgeburt nicht vermeiden

oder ist sie vor der 34. SSW absehbar,

sollte man die Anwendung von mütterlichen

Steroiden zur beschleunigten Lungenreifung

in Betracht ziehen. Folgende

Indikationen können eine extrem frühe

Geburt notwendig machen:

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

7


Fallgeschichte

AE ist eine 38-jährige Frau (Gravida 5,

Para, 23. SSW) mit einer Geschichte mehrerer

Spontanaborte. Wegen Erbrechen und

Durchfall suchte sie ein Gesundheitszentrum

auf, wo man vorzeitige Wehen und eine Zervixöffnung

von 3cm feststellte. Sie bekam

Steroid, Tokolytika, Flüssigkeit und Antibiotika

und wurde in die nächste Geburtsklinik

überwiesen. Bei Eintritt war sie fiebrig, die

Leukozyten bei 22, die Zervix bei 6cm, mit

stetig stärker werdenden Wehen. Wegen

starkem Verdacht auf Chorioamnionitis wurde

ein anderes Antibiotikum verordnet. Das

Geburtsteam bereitete sich auf eine Frühgeburt

vor. Im Gespräch mit dem Neonatologen

und dem Geburtshelfer einigte man

sich auf Wunsch der Eltern, den Überlebenskampf

des Frühgeborenen zu unterstützen.

Das Paar hatte sich seit Jahren Kinder gewünscht

und wusste über die potenziellen

Komplikationen bei einer so extremen Frühgeburt

Bescheid.

Die kleine Eva kam sieben Stunden nach

dem Erstkontakt im Gesundheitszentrum

spontan vaginal auf die Welt. Sie bewegte

sich gut, schrie leise und wog 525g. CPAP

(Continuous Positive Airway Pressure) unterstützte

die Atmung, unter Beibehaltung der

eigenen funktionellen Restatmung. Beim

Verlegen auf die Neonatologie war Eva gut

durchblutet und aktiv. Sie lag in einem U-förmigen

Kissen, um die Flexion der Gelenke zu

beizubehalten. Wegen Unreife, der potentiellen

Infektionsgefahr und der Notwendigkeit

optimaler Ernährung legte man einen

Zugang über die Nabelvene. Die Leukozyten

waren erhöht, deshalb bekam Eva Ampicillin

und Gentamicin. Über einen arteriellen Katheder

wurden der Blutdruck und die Blutgase

überwacht.

Evas Zustand in den ersten 12 Lebensstunden

war aussergewöhnlich gut, bis sie erste

Episoden von Atemnot, eine erhöhte CO 2 -

Konzentration von 64 und ein tiefes pH von

• akuter fetaler Stress

• Chorioamnionitis

• Schwere Präeklampsie oder Eklampsie

• Starke intrauterine Wachstumsretardierung

(IUWR)

• Physische Instabilität der Mutter

Je nach Standard der Geburtsklinik müssen

Mutter und Neugeborenes allenfalls

in ein Tertiärzentrum verlegt werden.

Frühgeburtliche

Komplikationen

Komplikationen gibt es viele, und sie

nehmen mit abnehmendem Gestationsal-

8 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

7.20 hatte und ihr das Atmen zunehmend

schwer fiel. Das Thorax-Röntgen bestätigte

ein Respiratorisches Distress-Syndrom (RDS).

Eva wurde intubiert, intermittierend mechanisch

beatmet, und bekam eine Dosis Surfactant.

Während den nächsten 12 Stunden

wurde die Beatmung zunehmend reduziert.

Evas Eltern und Grosseltern verbrachten viele

Stunden an ihrer Seite, sehr besorgt über ihr

Wohlbefinden und ihre Prognose.

Am 2. Lebenstag wurde die Durchblutung

schlecht, der Blutdruck fiel ab, die Lungenfunktion

immer schwächer. Die Pflege versuchte

einen Mittelweg zwischen verstärkter

Beatmung und Vermeidung eines Überdrucktraumas

zu finden. Trotzdem verbesserte

sich die Durchblutung nicht. In einem

nächsten Schritt bekam Eva Dopamin, Dobutamin

und Epinefrin, ausserdem ein weiteres

Antibiotikum, weil wahrscheinlich ein

septischer Schock für die Verschlechterung

von Evas Zustand verantwortlich war. In den

folgenden 12 Stunden bekam sie Hydrocortison

zur Unterstützung des tiefen Cortisolspiegels

sowie maximale Unterstützung der

Herztätigkeit. Zunehmend musste die Atmung

unterstützt werden, was einen rechtsseitigen

Pneumothorax auslöste. Nach Konsultation

mit den Eltern veranlasste der Neonatologe

eine Ultraschallaufnahme (US) des

Gehirns. Wegen Evas Alter und instabilem

Zustand war das Risiko für eine IVH übermässig

erhöht. Der US zeigte eine hochgradige

IVH mit deutlicher PVL.

Nachdem die Eltern ihre Angehörigen und

einen Geistlichen konsultiert hatten, entschieden

sie, ausser den rein pflegerischen

Handlungen alle medizinischen Massnahmen

abzubrechen. An Evas Bettchen sprachen

sie liebevoll von der kurzen Zeit, die sie

mit ihr verbracht hatten und welche schönen

Erinnerungen sie weiterhin begleiten würden.

Das winzige Baby starb friedlich in den

Armen seiner Mutter.

ter zu. Die folgend aufgeführten Komplikationen

beeinflussen das Outcome der

kleinsten Frühgeborenen entscheidend.

Intraventrikuläre Hämorrhagie (IVH)

IVH ist eine intracraniale Blutung; in 90%

aller Fälle setzt sie während den ersten drei

Lebenstagen ein. Extrem kleine Frühgeborene

haben das höchste Risiko für IVH.

Andere Faktoren sind Asphyxie, Reanimation,

Beatmung, Pneumothorax, rascher Einsatz

hypertonischer Medikamente, plötzliche

Veränderungen des Blutdrucks. Symptome

von IVH schliessen Atemstillstand,

Bradykardie, Anämie, Azidose, Krämpfe,

gespannte Fontanellen, Schock, Veränderungen

des Bewusstseinszustandes ein. Die

Diagnose wird üblicherweise aufgrund

eines Gehirn-Ultraschalls gestellt. Je grösser

die Blutung, umso wahrscheinlicher

sind neurologische Folgeprobleme.

Periventrikuläre Leukomalazie (PVL)

Unter PVL versteht man die hypoxischischämische

Nekrose der periventrikulären

weissen Gehirnsubstanz. Sie kann mit oder

ohne IVH auftreten. Extrem kleine Frühgeborene

haben das grösste Risiko für PVL.

Hauptsächliche Ursachen sind Asphyxie

oder die verminderte Blutversorgung des

Gehirns, in deren Folge Gehirnzellen absterben.

PVL kann zu zerebralen Lähmungen

führen.

Frühgeburtliche Retinopathie (ROP)

Bei der ROP wird das Durchwachsen der

sich entwickelnden Retina mit Blutgefässen

unterbrochen und tritt vor allem bei

extrem früh Geborenen auf. Bei der ROP

unterscheidet man fünf Schweregrade, die

im schwersten Grad zu Blindheit führen.

20% der Blindheit bei Vorschulkindern

geht auf ROP zurück. Nach vier bis sechs

Wochen oder in der 32. Gestationswoche

sind Augenuntersuchungen bei Frühgeborenen

fällig. Laser- oder Kryobehandlungen

können das Fortschreiten der Krankheit

möglicherweise aufhalten.

Hördefizite

Der Einsatz von notwendigen jedoch ototoxischen

Medikamenten bei der Behandlung

zu früh Geborener sowie IVH oder PVL

ziehen allenfalls ein eingeschränktes Hörvermögen

nach sich. Deshalb müssen alle

Frühgeborenen beim Verlassen der Intensivstation

auf Hördefizite untersucht werden,

um die spätere Sprachentwicklung zu

optimieren.

Bronchopulmonare Dysplasie (BPD)

BPD ist die neonatale Form einer chronischen

Lungenkrankheit und in der Regel

Folge länger dauernder mechanischer Beatmung

oder Sauerstoffgaben, die die Lungenalveolen

überdehnen, oder aber einer

Entzündung während den ersten Lebenstagen.

Die Anwendung von mütterlichen

Steroiden unterstützt die Lungenreifung

und die notwendige Produktion von Surfactant

in den Lungen. Zur Vermeidung

von BDP muss die Beatmung den Bedürfnissen

des Frühgeborenen aufs Genauste

angepasst sein.

Nekrotisierende Enterocolitis (NEC)

NEC ist Folge einer Verletzung des unreifen

Verdauungstrakts. Ursachen sind Asphyxie,

ungenügende Durchblutung und

Sondenernährung. Wie alle Komplikatio-


nen tritt NEC umso häufiger auf, je

jünger das Frühgeborene ist. Die Behandlung

einer NEC besteht aus unterstützendem

Management: keine Nahrung

per os, nasogastrische Sonde,

Antibiotika, Überwachung aller Körperfunktionen,

regelmässige Labor- und

Röntgenüberwachung. Wird freie Luft

registriert oder macht das Kind keine

Fortschritte, so ist eine chirurgische Intervention

angezeigt. Ein nekrotischer

Darm kann eine Azidose, einen Schockzustand,

oder eine progressive Leukopenie,

Granulozytopenie und Thrombozytopenie

auslösen.

Pflegende und Eltern

Bei Interventionen an der Grenze zur

Lebensfähigkeit ist eine schützende und

die Entwicklung unterstützende Haltung

essenziell. Diesen Anforderungen

wird nur eine koordinierte, umfassende,

erfahrene und unterstützende Pflege

gerecht. Bei jedem Schritt während der

Reanimation und Stabilisierung der

Frühgeborenen müssen die Pflegenden

die Eltern als Partner ansprechen, sie in

die Entscheidungen mit einbeziehen

und ihnen Wahlmöglichkeiten anbieten.

Es darf nichts verschwiegen werden,

so dass die Eltern über den Zustand

und die Prognose für ihr Kind jederzeit

vollständig Bescheid wissen. Alle Beteiligten

sollten ihre eigenen Erfahrungen

mit Frühgeborenen mit den Eltern teilen,

so dass diese die für ihre Familie bestmöglichste

Entscheidung fällen können.

Solche Informationen müssen auch

Mortalitätsraten sowie kritische statistische

Werte der typischen Komplikationen

und ihrer Therapiemöglichkeiten

enthalten.

Die Eltern brauchen Anleitung, wie

sie bei der Interaktion mit ihrem Kind

therapeutische Massnahmen unterstützen

statt behindern. Die Hand auf das

Köpfchen des Kindes zu legen mag hilfreich

sein, seinen Fuss zu streicheln

schon nicht mehr. Vielleicht bringt die

Mutter eine saubere Still-BH-Einlage mit

und legt sie neben das Gesicht des Kindes,

damit es ihren Geruch kennenlernt.

Je früher und besser Eltern in die Pflege

involviert werden, umso eher sind sie

befähigt, Entscheidungen für ihr Kind

zu fällen.

Quelle: Carsh D. Gently caring: supporting the

first few critical hours of life for the extremely

low birth weight infant. Midirs Midwifery Digest

19: 3, 2009.

Zusammenfassung und Übersetzung: Gerlinde

Michel.

Die dazugehörige Literaturliste ist auf Wunsch

bei der Redaktion erhältlich.

Manuela Gehrich

Maya Hunger

Die Handlungsvorschläge, die unter

den Massnahmen (fettgedruckte Überschriften)

aufgeführt sind, können innerhalb

der verschiedenen Massnahmen

ausgetauscht und/oder ergänzt werden.

Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit

und müssen gemeinsam mit

der Frau festlegt und in der Pflegeplanung

dokumentiert werden.

Kontakt Mutter-Kind

ermöglichen

• Frau über Besuchszeiten Neonatologie

informieren

• Bei eingeschränkter Mobilität, Frau zum

Kind begleiten

• ...

Beziehungsaufbau

Mutter-Kind fördern

• Tagesablauf abstimmen, damit Mutter

F O K U S

Bei Trennung von Mutter und Kind

Wie kann die Hebamme

konkret unterstützen?

In der Praxis zeigt sich, dass Mütter von Frühgeborenen, die wegen neona-

tologischer Betreuung von ihren Kindern getrennt sind, teilweise nicht ihren

Bedürfnissen entsprechend betreut werden. Zwei studierende Hebammen

haben in ihrer Bachelorarbeit konkrete Handlungsvorschläge für Hebammen

erarbeitet.

ausreichend Zeit mit Kind verbringen

kann

• Mutter erhält ein Foto des Kindes ans

Bett

• Kind bekommt ein von Mutter getragenes

Kleidungsstück oder Tüchlein ins

Bett

• Mutter unterstützen, die Signale des

Kindes deuten zu lernen

• Sich täglich auf Neonatologie über das

Kind informieren

• Informationen über das Kind klientinnengerecht

mit der Mutter teilen

• Kind immer mit seinem Namen nennen

• Mutter ermutigen, Angebot Kangoroo-

Mother Care zu nutzen

• …

Muttermilchernährung

fördern

• Anleitung und Beratung zum Pumpen

oder Stillen

• Frau bestärken und ermutigen, Muttermilch

anzubieten

• Frau informieren, dass durch Flasche

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

9


Manuela Gehrich und Maya Hunger sind Hebammenstudentinnen

an der Berner Fachhochschule

Bereich Gesundheit.

oder Schnuller keine negativen Auswirkungen

zu befürchten sind

• Pump-/Stillsituation regelmässig überprüfen

und Schema anpassen

• Beim Pumpen ein Foto des Kindes aufstellen

• Tägliche Brustkontrolle

• Bei eingeschränkter Mobilität der Mutter

Milch auf die Neonatologie bringen

• Stressfaktoren reduzieren um Milchbildung

zu fördern und Milchstau zu vermeiden

• Falls erforderlich Stillberatung einbeziehen

• …

Familie sein unterstützen

• Vater als Betroffenen einbeziehen

• Gespräche mit beiden Elternteilen anbieten/führen

10 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

• Eltern ermutigen, an Pflege des Kindes

teilzunehmen

• Eltern ermutigen, Entscheidungen über

das Kind mit zu treffen

• …

Muttersein unterstützen

• Mutter aufzeigen, dass sie wichtigste

Bezugsperson für ihr Kind ist

• Pflegerische Kompetenzen und Fertigkeiten

der Mutter erfassen und dokumentieren

• …

Psychosoziale Begleitung

anbieten

• Wiederholt Gespräche anbieten und

führen

• Ängste, Sorgen und Bedürfnisse erfassen

und ernst nehmen

• Mutter ermutigen, Gefühle zu zeigen

• In Gesprächen Kind mit seinem Namen

nennen

• Mutter ermutigen, jederzeit Fragen zu

stellen

• Mutter auf Umgebung und Situation

auf Neonatologie vorbereiten

• Mutter bestärken durch positives Feedback

• Mit Mutter stressreduzierende Massnahmen

ermitteln

• Anteilnahme am Kind zeigen

• Mutter/Eltern ermutigen, sich mit anderen

betroffenen Müttern/Eltern auszutauschen

• …

Mutter in der Wahrnehmung

ihrer körperlichen

Bedürfnisse unterstützen

• Darauf achten, dass Mutter ausreichend

Schlaf und Erholung findet

• Darauf achten, dass Mutter Zeit findet,

die Mahlzeiten einzunehmen

• Darauf achten, dass Mutter ausreichend

trinkt

• …

Austritt planen

Im internationalen Vergleich

CH-Richtlinien sind vorsichtig

In einer Literaturrecherche verglich

ein italienisches Forscherteam internationale

Richtlinien zur Betreuung

von extrem kleinen Frühgeborenen

(aus CAN, USA, D, Singapore, F, UK,

CH, NL, AUS, NZ, Sp, Int. Vereinigung

der Geburtshelfer und Gynäkologen

FIGO).

Bei seiner Recherche stiess das Team

einzig in industrialisierten Ländern auf bestehende

Richtlinien, was angesichts der

horrenden Kosten der Intensivpflege nicht

weiter verwundert.

Als besonders vorsichtig bei ihren Empfehlungen

werten die Forscher die

Schweiz, wo Reanimation auf individuel-

ler Basis und nicht generell ab 24 SSW

empfohlen wird, und die Niederlande, die

ebenfalls die vorgängige klinische Beurteilung

höher gewichten und ausserdem

selten einen Kaiserschnitt aus fetaler Indikation

durchführen.

Generell ist man sich international einig,

dass bei 22 SSW keinerlei Hoffnung auf

Überleben besteht, ebenso, dass ab Woche

25 bei einer drohenden Frühgeburt

Steroide, die Kliniküberweisung und eine

Sectio zum Schutze des Kindes empfohlen

werden und dass alle Frühgeborenen

reanimiert werden, ausser sie seien fehlgebildet.

Die Richtlinie aus Deutschland

enthält den Grundsatz, dass «lebenserhaltende

Massnahmen zu ergreifen sind,

wenn für das Kind auch nur eine kleine

Chance zum Leben besteht». In Australien

und Neuseeland werden praktisch

• Erneute Instruktion für Pump-/Stillmanagement

und Verhalten bei auftretenden

Problemen

• Ambulante verlängerte Hebammenbetreuung

organisieren

• Mutter ermutigen, sich auch langfristig

Unterstützung zu holen

• …

Aus: Manuela Gehrich, Maya Hunger: Unterstützung

des Bondings bei Trennung von Mutter und

Kind aufgrund neonatologischer Behandlung.

Praxisempfehlungen für eine Wochenbettabteilung.

Bachelor-Thesis, Berner Fachhochschule

Fachbereich Gesundheit Bachelor of Science

Hebamme, 2009 Typ II.

alle in der 24. SSW geborenen Kinder intensiv

betreut. Sogenannte «Grauzonen»

existieren je nach Land zwischen der 23.

und 24. oder der 24. und 25. SSW, in denen

individuell und gemäss den Wünschen

der Eltern entschieden wird.

Die Mehrheit der Richtlinien unterstreicht,

wie wichtig einfühlsame «Komfort»

– bzw. Palliativpflege ist. Unklar

bleibt für die Autoren, wie sehr vorhandene

Richtlinien die Überlebensrate beeinflussen.

Leider, so bedauern sie, seien

sie keine Garantie dafür, dass sich die Einstellung

der Mediziner automatisch verändere.

Maria Serenella Pignotti, Gianpaolo Donzelli.

Perinatal Care at the Threshold of Viability: An

International Comparison of Practical Guidelines

for the Treatment of Extremely Preterm

Births. PEDIATRICS, Vol. 121, No. 1, January

2008, pp. e193–e198.


Schweizerische Gesellschaft für Neonatologie

Empfehlungen zur Betreuung von Frühgeborenen

an der Grenze der Lebensfähigkeit

(Gestationsalter 22 bis 26 SSW)

Zusammenfassung

Die Betreuung von Feten und Frühgeborenen

an der Grenze der Lebensfähigkeit

(22 bis 26 Schwangerschaftswochen)

muss multidisziplinär durch

ein erfahrenes perinatologisches Team

erfolgen. Dabei ist zu berücksichtigen,

dass sowohl die eingeschränkte Präzision

der Bestimmung des Gestationsalters

als auch die biologische Variabilität

das Vorgehen im individuellen Fall entscheidend

beeinflussen können.

Die zu treffenden Entscheidungen

sind komplex und von weitreichender

Bedeutung. Sie werden in einem kontinuierlichen

Dialog zwischen allen Beteiligten

(Ärzte, Pflegepersonal und Eltern)

erarbeitet und haben zum Ziel, die Massnahmen

zu ergreifen, die im Interesse

des Kindes als die Besten erachtet werden.

Die Kenntnis aktueller nach Gestationsalter

abgestufter Mortalitäts- und

Morbiditätsstatistiken und die Anwendung

anerkannter ethischer Grundprinzipien

bilden dabei die Basis für ein verantwortungsvolles

Vorgehen. Die Kommunikation

zwischen den beteiligten

Entscheidungsträgern spielt eine zentrale

Rolle.

Aufgrund der aktuell verfügbaren

Daten über Mortalität und Langzeitmorbidität

soll sich die Betreuung von

Frühgeborenen mit einem Gestationsalter


Noch zu wenig erforscht

Stress als Ursache für Frühgeburt

Zunehmend verfestigt sich die Erkenntnis, dass chronische Stresszustände wie Armut, andauernde Angst, häusliche

Gewalt und Rassismus an der zunehmenden Frühgeburtlichkeit mitbeteiligt sind. Die individuelle Stressbeantwor-

tung kann die Physiologie des Geburtsbeginns negativ beeinflussen. Die Zusammenhänge sind komplex und nicht

vollständig geklärt, mehr Forschung wäre notwendig.

Routinemässig fragt man schwangere

Frauen in der Schwangerschaftsvorsorge

auch nach psychosozialen Faktoren. Aber

oft wissen die Betreuenden nicht, was für

konkrete Ratschläge sie dann den werdenden

Müttern geben sollen. Welche

Art von Unterstützung ist überhaupt

wirksam, um das Risiko einer stressbedingten

Frühgeburt zu senken? Obwohl

es die verfügbaren Daten nahelegen,

dass zwischen Frühgeburt und chronischem

Stress ein Zusammenhang besteht,

müssen die Betreuenden meistens

auf intuitive Ratschläge zurückgreifen.

Die Forschung bietet dazu wenig an.

Einige Untersuchungen empfehlen eine

ganze Menge von Stress abbauenden

Methoden wie u.a. Massage, Aromatherapie,

Akupunktur und Hypnotherapie.

Ob diese Mittel das Risiko einer Frühgeburt

auch tatsächlich reduzieren, dazu

existieren keine Ergebnisse. Zwar haben

einige Forschungsarbeiten Stress mildernde

Methoden während der Schwangerschaft

untersucht und ihre positive

Wirkung auf Angstzustände, Stress und

Depression dokumentiert. Aber mit zwei

12 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

Ausnahmen wurde die Auswirkung auf

das Schwangerschaftsoutcome nicht untersucht.

Die Ausnahmen: Eine prospektive Interventionsstudie

(Mamelle 2001) dokumentierte

den Einfluss von psychologischer

Beratung auf Frauen mit drohender

Frühgeburt. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe

reduzierte sich ihre Frühgeburtsrate

signifikant (7,2% vs 15,7%;

p


Medizinisch unterstützte Fortpflanzung, Mehrlings- und Frühgeburten

Wie hängen sie zusammen?

M O S A I K

Medizinisch unterstützte Fortpflanzung

2003 2004 2005 2006 2007 2008

Total behandelte Frauen 3571 3601 4403 4970 5481 5960

Behandelte Frauen mit SS, in % 37,2 33,5 34,2 34,5 37,0 36,4

SS die zu Geburt führten, in % 71,8 75,0 74,7 70,7 71,5 71,5

Mehrlingsgeburten in %

der Geburten bei medizinisch

unterstützter Fortpflanzung

21,5 22,8 19,6 17,0 17,1 18,6

Zum Vergleich:

Mehrlingsgeburten in %

aller CH-Geburten

1,6 1,6 1,6 1,7

Quelle: Bundesamt für Statistik

Statt eines Kommentars ein Zitat:

«Die Zahl der Mehrlingsgeburten ist weiter steigend. Dieser Trend wird auf die zunehmende Anwendung

der Methoden der assistierten Reproduktion und das steigende Lebensalter der Gebärenden

zurückgeführt. (…) Das Outcome von Mehrlingsschwangerschaften ist im Vergleich zu Einlingen

signifikant schlechter. Die perinatale Mortalität wird bei Zwillingen 3 bis 7-mal höher eingestuft als

bei Einlingen und kommt durch das häufigere Auftreten von Frühgeburten, Wachstumsrestriktionen,

Fehlbildungen sowie durch zwillingsspezifische Komplikationen zustande. (…) Daher ist eine Vermeidung

von Mehrlingsschwangerschaften bei Kinderwunschpatientinnen erstrebenswert.»

Aus: H. Schneider, P. Husslein, K.T.M. Schneider (Hrsg.) «Die Geburtshilfe». Springer Verlag 2010.

Neugeborene in der Schweiz

Zunahme von Frühgeburten und Mehrlingen

Neugeborene 2007 2008 2009

Lebendgeburten 74494 76691 78286

Gestationsalter

Sehr frühe Frühgeburten (22–27 Wochen) 0,3% 0,4% 0,4%

Frühe Frühgeburten (22–31 Wochen) 1,0% 1,0% 1,0%

Frühgeburten (22–36 Wochen) 7,3% 7,5% 7,4%

Termingeburten (37–41 Wochen) 91,9% 91,9% 91,9%

Übertragene Geburten (mehr als 41 Wochen) 0,7% 0,6% 0,6%

Geburtsgewicht

Extrem niedriges Gewicht (weniger als 1000g) 0,4% 0,5% 0,5%

Sehr niedriges Gewicht (weniger als 1500g) 0,9% 1,0% 1,0%

Niedriges Gewicht (weniger als 2000g) 2,1% 2,2% 2,3%

Mittleres Geburtsgewicht 3298g 3295g 3289g

Neonatale Hypotrophie 1 8,9% 8,7% 9,5%

Mehrlingsgeburten 2

Zwillinge 32,0 33,3 35,6

Drillinge 0,9 1,2 0,9

1 Definition: siehe Glossar (Referenzwerte: Deutschland 1995–2000, Voigt M. and al., 2006)

2 Anzahl Zwillinge und Drillinge pro 1000 lebende Kinder

Quelle: Bundesamt für Statistik, BEVNAT.

Für Eltern von

Frühgeborenen

Hilfreiche

Webseiten

Elternverein Känguruh

www.fruehgeborene.ch

Schweiz. Dachverband der

Frühgeborenen-Gruppen

www.sefk.ch

Elternverein frühgeborener

Kinder

www.alina.ch/efk

Elterngruppe Frühgeborener

Kinder Zentralschweiz

www.efkz.ch

Frühchen-Netz

www.fruehchennetz.de

European Foundation for

the Care of Newborn

Infants

www.efcni.org

Empfehlenswerte Broschüre

kostenlos

Für Eltern

Frühgeborener

Die Europäische Stiftung für die

Pflege der Neugeborenen EFCNI

hat einen Ratgeber für Eltern

von Frühchen in deutscher Sprache

herausgegeben. «Bindung

und Pflege von Frühgeborenen»

will die Eltern dabei unterstützen,

die Bedürfnisse ihres Kindes

kennenzulernen und eine Bindung

zu ihm aufzubauen. Mit

Informationen, einfachen Tipps,

nützlichen Adressen und Kontakten.

Die Broschüre kann kostenlos als

pdf heruntergeladen werden von

www.efcni.org.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011 13


14 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

F O R U M

Teilhabe und Mitverantwortung

Anmerkungen zu: Emotionaler Umgang mit Abbrüchen von Dorin Ritzmann H.ch 1/11

Der wohlwollende, diminutive, euphemistische

Gebrauch des Wortes «Seelchen» kann

als eine verlegen poetische Verklärung eines

zugegeben schwierigen Sachverhaltes aufgenommen

werden. Er kann auch als Versuch

verstanden werden, trotz tödlichem

Beziehungsabbruch, trotz Tötung eines ungeborenen

Kindes, einer nur noch schwer

artikulierbaren Seinskontinuität die Treue zu

wahren. Die Autorin weiss, «der Atem der

Welt» ist nicht nur warm, wie es das Wort

«Seelchen» suggeriert, sondern bisweilen

auch von einer schrecklichen Kälte. Mit dem

Büchertipps

Rosemary Mander/Valerie Fleming (Hrsg.)

Becoming a Midwife

2009. 228 Seiten, Fr. 49.–

Routledge Chapman & Hall

London

Das von Rosemary Mander und

Valerie Fleming herausgegebene,

englischsprachige Buch

richtet sich an Frauen und Männer,

die sich fürs «Hebamme

werden» oder «Hebamme

sein» im 21. Jahrhundert interessieren.

Die Herausgeberinnen

engagieren sich für den Hebammenberuf

und somit für

werdende Mütter und ihre

Familien: Rosemary Mander hat

einen Lehrstuhl an der Universität

Edinburgh inne und engagiert

sich ehrenamtlich als Hebamme

in einer lokalen, geburtshilflichen

Abteilung; Valerie

Fleming ist Professorin für Hebammenwissenschaften

an der

Glasgow Caledonian University.

Das Buch, in zwei Hauptteile

mit 16 Kapiteln gegliedert,

wurde von 14 Co-Autorinnen

und einem Co-Autor mit spannendenHebammenbiographien

verfasst. Jedes Kapitel

beginnt mit einer kurzen, prägnanten

Darstellung, die einen

persönlichen Einblick in die

Beweggründe für die Wahl des

Wort «Seelchen» ergreift die Autorin aktiv

Partei für einen Leben zugewandten, für

einen Zukunft gläubigen Wärmestrom des

Lebens. Die Entschlossenheit, an einem

Punkt, wo es einem den Atem verschlägt,

weiterzumachen, ohne die Sprache zu verlieren,

hat etwas Heroisches.

«HaRuach HaOlam», «der Atem der Welt»,

dieser schöne Ausdruck, verleitet mich dazu,

als Poet, eine Glosse zu schreiben:

Auch ein Mann kann schwanger werden,

z.B., wenn ihn der Gedanke nicht mehr

loslässt, dass auch er am unabgeschlossen,

Hebammenberufs der Autorin/

des Autoren gibt. Am Schluss

jeden Kapitels heben die Herausgeberinnen

in Form eines

zusammenfassenden und reflektierenden

Kommentars relevante

Themen und Konzepte

des vorangegangenen Kapitels

hervor. Vervollständigt wird das

Werk mit einem einführenden

und einem abschliessenden

Kapitel der Herausgeberinnen,

welche den Einfluss der heutigen

Politik, Gesellschaft und

Medizin auf die Wahrnehmung

und Entwicklung der Rolle der

Hebamme kritisch diskutieren.

Der erste Hauptteil «The midwife

and the institution» befasst

sich mit typischen Hebammenrollen

und wird von den Herausgeberinnen

als besonders

geeignet für angehende und

junge Hebammen gepriesen.

Vier Autorinnen beschreiben

und reflektieren in den Kapiteln

«Midwifery care in the community

during the woman’s pregnancy»,

«Midwifery care with

the woman in labour in an institution»,

«Midwifery care of

the mother and baby at home»,

«Midwives and perinatal mental

health» die Hebammenar-

beit mit werdenden Müttern

und ihren Familien. Beschreibung

der Rolle der Hebamme

und Tätigkeitsfelder fokussieren

vorwiegend auf die hebammengeleitete

Betreuung der

gesunden Frau und ihres Kindes

in der freipraktizierenden Geburtshilfe.

Jedes Kapitel betont

die zentrale Bedeutung der

multidisziplinären Zusammenarbeit

beim Auftreten von Risiken

oder Komplikationen. Die

Autorinnen untermauern ihre

Erläuterungen mit Praxisbeispielen

aus ihrem reichen Erfahrungsschatz.

Ein Kapitel wird

der Geburtsbetreuung in einer

grossen Klinik gewidmet und

präsentiert das klassische

Modell der Arzt-Hebammenbetreuung.

In Kliniken verankerte

hebammengeleitete Betreuungsmodelle

wie z.B. «Hebammengeburten»,«Beleghebammebetreuung»

oder «Hebammensprechstunden»

werden in

anderen Kapiteln am Rande erwähnt.

Fazit: Der erste Hauptteil

gibt einen ausführlichen

Überblick über die Ausübung

gängiger, vor allem freipraktizierender

Hebammenrollen und

die Betreuung der gesunden

offenen Schöpfungs- und Offenbarungsgeschehen

teilnimmt. Diese Teilhabe stiftet ein

Mitverantwortungsgefühl, das sich den provokativen

Schlussfragen (Schritt 5) nicht verschliesst,

der Fragwürdigkeit der aufgeworfenen

Fragen nicht ausweicht, und dies

ohne selbst die Antworten zu wissen. Es

scheint, dass ich auf diese unbeholfene

Weise nicht mehr vermag, als die paradoxe,

dramatische Einsamkeit der schwangeren

Frauen zu teilen, die sich für einen irreversiblen

Abbruch entscheiden.

Peter Fridolin Iten, Uitikon Waldegg

Frau und

ihren Kindern.

Das

Buch wäre

mit Kapiteln

zu den

verschiedenenHebammenrollen

im Klinikbereich

sowie deren zentrale Bedeutung

in der Betreuung von Frauen

mit Risiken und Pathologien

ausbaubar. So könnten sich angehende

und junge Hebammen

ein erweitertes Bild über beruflicheEntwicklungsmöglichkeiten

verschaffen.

Der 2. Teil «The midwife and

the wider environment» thematisiert

Karrieremöglichkeiten

für Hebammen, was speziell die

erfahrene Leserin anspricht.

Dieser Teil zeigt aktuelle berufliche

Entwicklungsmöglichkeiten

auf und nimmt Bezug zu internationalen

Entwicklungen. Die

12 Kapitel thematisieren gängige

berufliche Karrieremöglichkeiten

wie die Kapitel «The

midwife manager», «The midwife

who is in education», «The

supervisor of midwives» oder


«The independent midwife».

Eher neuere, noch wenig diskutierte

Hebammenrollen sind in

den Kapiteln «The academic

midwife», «The midwife historian»,

«The global midwife»,

«The midwife as a researcher»

oder «The midwife who is an

author» beschrieben. Positiv

überrascht, da unerwartet, haben

mich die Kapitel «A male

midwife’s perspective», «The

midwife who is not a mother»

und «The ex-midwife». Fazit:

Autorinnen und Autor erklären

ihre Rolle z.T. sehr differenziert,

indem sie persönliche Motivation

und Herausforderungen

für ihre Hebammenkarriere reflektieren

und dabei auch

Schattenseiten und Einschränkungen

aufzeigen. Als Hebammenexpertin

fehlt mir, dass die

Rolle «The practice development

midwife» oder «The consultant

midwife» zwar in einzelnen

Kapiteln erwähnt, jedoch

der Rolle nicht ein eigenständiges

Kapitel gewidmet wird.

Autorinnen und Autor geben

einen persönlichen Einblick in

ihr berufliches Leben und Hebammendasein

im 21. Jahrhundert.

Die Hebammengeschichten

kommen vor allem aus

Grossbritannien, jedoch sind

die Gegebenheiten und Herausforderungen

auch Hebammen

in der Schweiz vertraut.

Das Buch ist in einem leicht verständlichen

Englisch verfasst,

die Kapitel können einzeln und

in beliebiger Reihenfolge gelesen

werden. Künftige wie erfahrene

Hebammen können

sich angesprochen fühlen, um

über ihre eigene berufliche

Weiterentwicklung zu reflektieren.

Mich jedenfalls haben auf

einzelne Kapitel zum vertieften

Nachdenken verleitet.

Simone Büchi

Hebammenexpertin MScN

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was es zum Leben braucht.

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die ein Geschwisterchen

bekommen. Auch für den Unterricht

von Hebammen in Kindergärten

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Erzählt wird aus der Sicht von

Tim und seiner Freundin Leonie,

deren Mutter Hanna Hebamme

ist und zeigt, was eine Hebamme

alles macht. Die Kinder erleben,

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Hannas Praxis Geburtsvorbereitung

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Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011 15


PR-WERBUNG

Unentbehrlich

Vitamin D3 Substitution

Vitamin D3 ist unentbehrlich für den gesunden

Aufbau von Knochen, Muskeln und

Zähnen. Säuglingen wird deshalb im 1. Lebensjahr

Vitamin D3 in Tropfenform verabreicht,

um Rachitis wirksam zu verhindern.

Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie

empfiehlt täglich die Gabe von Vitamin

D3 während des 1. Lebensjahres für alle gestillten

und nicht gestillten Säuglinge und

Kleinkinder. Neben der antirachitischen

Wirkung von Vitamin D3 ist heute bekannt,

dass ein Vitamin D3 -Mangel als pathogenetischer

Faktor bei folgenden Erkrankungen

gilt: Autoimmunerkrankungen, chro-

Forschungsergebnisse

Rund ums Stillen

Prof. Peter Hartmann, Dr. Donna Geddes,

Dr. Paula Meier und ein Team von Studenten

der Universität von Westaustralien

gehören zu den treiben Kräften in der Stillund

Laktationsforschung. Trotz immer neuer

Erkenntnisse und beachtlicher Vorstösse

insbesondere in der neonatalen Pflege gibt

es immer noch unergründete Gebiete. Neues

Wissen, welches sich im täglichen Umgang

mit Müttern und ihren Termin- oder Frühgeborenen

umsetzen lässt und Sicherheit

gibt, soll fürs Fachpublikum auf einfache

Weise zugänglich gemacht werden.

nisch-entzündliche Erkrankungen, Herz-

Kreislauferkrankungen, Immunschwäche,

Infektionen, Diabetes und verschiedene

Krebserkrankungen.

Vitamin D3 wird im Körper selber produziert,

wenn genügend Sonnenstrahlen auf die

Haut auftreffen. In sehr geringem Mass kann

es auch über die Nahrung aufgenommen

werden. Die heutigen Lebensbedingungen

(Sonnenschutz zur Verhinderung von

Sonnenbrand, Luftverschmutzung, Essgewohnheiten)

führen aber zu einem alarmierenden

Vitamin D3-Mangel. Weit mehr als

50% der Bevölkerung weisen nach

Dr. Wild & Co. AG, 4132 Muttenz www.wild-pharma.com

Am 6. Internationalen Medela Still- und Laktationssymposium in Amsterdam werden neuste Forschungsergebnisse präsentiert.

Wissenschaftler auf dem Spezialgebiet «Ernährung von Frühgeborenen» stellen am 15./16. April 2011 aktuellste Erkenntnisse

vor. Ein weiterer Fokus des Symposiums sind «Einsatzmöglichkeiten und Pasteurisierungsmethoden von Spendermilch».

Das Wichtigste vom Symposium wird anschliessend am Medela Hauptsitz in Baar präsentiert.

16 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

Unter anderem werden folgende Themen

präsentiert:

• Frauenmilch auf der Neonatalen Intensivstation

– Prof. Paula Meier vom

Medizinischen Zentrum der Universität

Chicago.

• Optimierung der Spendermilch-Qualität

für Frühgeborene – Lukas Christen,

Doktorand im Team von Prof. Hartmann.

• Milchbanken in den Niederlanden –

Willemijn Corpeleijn.

neuen Untersuchungen

einen Vitamin D3-Mangel

auf. Diese Erkenntnisse

und die positiven Effekte

von Vitamin D3

auf die allgemeine

Gesundheit

führen dazu, dass

Experten Vitamin

D3 als effiziente

und günstige Gesundheitsvorsorge

in jedem Alter betrachten.

Weitere Informationen zum 6. Internationalen

Medela Still- und Laktationssymposium

in Amsterdam finden Sie unter:

www.medela.com/congress.

Für das anschliessende Medela-Lunch Symposium

am 18. April 2011 in Baar können Sie sich

gerne melden.

Weitere Informationen: www.medela.ch,

contact@medela.ch oder Telefon 0848 633 352.

www.hebamme.ch – www.sage-femme.ch


Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS

Präsidentin/

Présidente

Liliane Maury Pasquier

Rosenweg 25 C, 3000 Bern 23

Sektionen/Sections

Aargau-Solothurn:

Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22,

4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28,

E-Mail: hexenzauber@windowslive.com

Daniela Hari, Solothurnerstrasse 53,

4702 Oensingen, Natel 078 625 54 43,

danielahari@hotmail.com

Bas-Valais:

Danielle Meizoz Monney

Ch. Des Amandiers 68, 1950 Sion

Tél. 079 484 60 82

e-mail: rdmonney@netplus.ch

Beide Basel (BL/BS):

Sandra Aeby, Hechtweg 31,

4052 Basel, Tel. 061 693 31 71

E-Mail: sandra_aeby@yahoo.com

Regina Burkhardt

Ostenbergstrasse 3, 4410 Liestal

Telefon 061 322 33 64

gina99ch@yahoo.de

Bern:

vakant

shv-sektionbern@bluewin.ch

Fribourg:

Daniela Vetter, Rte des Muguets 3,

1484 Aumont, Tél. 026 660 12 34

e-mail: fssf_fr@hotmail.com

Genève:

Béatrice Van der Schueren

13, chemin du Signal, 1233 Bernex

Tél. 022 757 29 10, N: 079 328 86 77

beavds@bluewin.ch ou

fssf.ge@bluewin.ch

Oberwallis:

Ruth Karlen

Mühlackerstrasse 26a, 3930 Visp

Tel. P: 027 945 15 56

ruthkarlen@gmx.ch

Priska Andenmatten,

Weingartenweg 4, 3930 Visp,

Tel. 027 946 29 88

E-Mail: u.hildbrand@bluewin.ch

Ostschweiz

(SG/TG/AR/AI/GR):

Madeleine Grüninger

Weidenhofstrasse 3, 9323 Steinach

Tel. 071 440 18 88, 079 238 40 78

grueninger.madeleine@bluemail.ch

Schwyz:

Christine Fässler-Kamm

Chappelihof 26, 8863 Buttikon

P: 055 445 21 54, N: 079 733 18 48

christinessler@bluewin.ch

Marie-Gabrielle von Weber

Urenmatt, 6432 Rickenbach

P: 041 811 13 26, N: 079 516 08 59

mgvonweber@pop.agri.ch

Ticino:

Simona Margnetti,

Via Tarchini 24, 6828 Balerna,

Tel. 076 349 31 53

E-Mail: fsl.ti@hotmail.com

Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU):

Fabienne Rime,

Route du Martoret 5, 1870 Monthey,

Tél. 079 654 64 71

E-Mail: f.rime@bluemail.ch

Zentralschweiz

(LU/NW/OW/UR/ZG):

Esther Waser-Christen

Melchtalerstrasse 31, Postfach 438,

6064 Kern, Tel. P 041 661 09 93

E-Mail: ester-waser@gmx.ch

Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20,

6055 Alpnach, Tel. P 071 440 25 14

E-Mail: susanne.leu@swissonline.ch

Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH):

Claudia Putscher, Tösstalstr. 10,

8492 Wila, Tel. 052 385 55 67

E-Mail: claudia@putscher.ch

Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer

Platz 10, 8400 Winterthur

Tel. 052 203 26 11

E-Mail: nancy.bellwald@bluewin.ch

S H V / F S S F

Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association

Pensionierung Gerlinde Michel

Abschiedsapéro für alle!

Nach fast 15 Jahren Redaktionstätigkeit und 161 Nummern der Hebamme.ch geht

Gerlinde Michel Ende April 2011 in Pension. In dieser Zeit hat sie mit vielen Hebammen

zusammengearbeitet und zahllose weitere an Kongressen und Anlässen kennengelernt.

Es ist ihr Wunsch, ihren Abschiedsapéro zusammen mit möglichst vielen Hebammen

zu geniessen. Deshalb sind ALLE SHV-Mitglieder dazu eingeladen!

Mittwoch, 6. April 2011, ab 17.00 bis ca. 20.00 Uhr

Mahogany Hall, Klösterlistutz 14, Bern

(Trolleybus Nr. 12 Richtung Paul Klee Zentrum, bis Haltestelle Bärengraben)

Wir freuen uns auf euch!

Gerlinde Michel, Doris Güttinger

Anmeldungen bis 20. März an: ch.rieben@hebamme.ch, Tel. 031 332 63 40

Gerlinde Michel prend sa retraite

Un apéro d’adieu pour toutes!

Après presque 15 années passées à la rédaction et quelque 161 numéros de

«Sage-femme.ch», Gerlinde Michel prend sa retraite fin avril 2011. Durant toutes

ces années, elle a collaboré avec de nombreuses sages-femmes et elle en a

rencontré bien d’autres lors des congrès et diverses manifestations.

Elle souhaite maintenant voir un maximum de sages-femmes à son apéro d’adieu.

C’est pourquoi l’invitation s’adresse à TOUTES LES MEMBRES de la FSSF!

Mercredi, 6 avril 2011, dès 17.00h jusqu’à env. 20.00h

Mahogany Hall, Klösterlistutz 14, Bern

(Trolleybus N. 12 – Direction Paul Klee Zentrum – Arrêt Bärengraben)

Nous vous attendons avec plaisir!

Gerlinde Michel, Doris Güttinger

Inscriptions jusqu’au 20 mars auprès de: ch.rieben@hebamme.ch, tél. 031 332 63 40

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

17


S H V / F S S F

Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association

Arbeitsrechtliche Informationen

Das Vorstellungsgespräch

Im Mitgliederbereich auf der Website ist das erste Dokument mit arbeitsrechtlichen Fragen für angestellte Hebammen

aufgeschaltet. Dieses gibt Auskunft über Rechte und Pflichten bei einem Vorstellungsgespräch.

Im Verlaufe des nächsten Jahres

werden weitere arbeitsrechtliche

Themen von unserer Verbandsjuristin

ausgearbeitet und

dort veröffentlicht.

Das Vorstellungsgespräch

Einzelne Themen

1. Persönliche Situation

Die Arbeitgeberin darf von Ihnen

einzig die Koordinaten einholen,

die sie für ihre Mitarbeiteradministration,

z.B. für die Lohnabrechnungen,

benötigt. Zu diesen

Angaben gehört beispielsweise

der vollständige Name, Geburtsdatum,

Wohnadresse und der Zivilstand.

Mit wem Sie verwandt

sind, ob Sie bereits Kinder haben

oder noch eine Familie planen,

ob Sie in einer Partnerschaft

leben und was Sie in Ihrer Freizeit

tun, ist Ihre Privatsache. Diese

Angaben müssen Sie nicht preisgeben.

Einzig Führungspersonen

müssen mehr Auskünfte geben.

Wichtig ist, dass Sie nichts von

sich aus spontan erzählen müssen.

2. Gesundheit

Hier gilt die Faustregel, dass im

Bewerbungsgespräch nur zum

Thema gemacht werden soll,

was einen Bezug zur neuen Arbeit

haben könnte. Das bedeutet:

Sie informieren von sich aus

über ansteckende Krankheiten

und Spitalaufenthalte, die Sie

nach Arbeitsbeginn absolvieren

müssen. Über chronische Krankheiten

müssen Sie die Arbeitgeberin

informieren, wenn sich

diese auf Ihre Arbeitsleistung

auswirken oder Sie deshalb

einen besonders gestalteten

Arbeitsplatz benötigen. Fragen

zu früheren Krankheiten müssen

Sie nicht beantworten. Sind

18 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

Sie HIV-positiv, müssen Sie dies

der Arbeitgeberin mitteilen,

wenn sie danach fragt; es geht

hier um die Ansteckungsgefahr

bei der Berufsausübung. Es ist

Ihnen als Hebamme sicher auch

ein ethisches Anliegen, keine

Mutter und kein Neugeborenes

in gesundheitliche Schwierigkeiten

zu bringen.

3. Schwangerschaft

Die Arbeitgeberin darf Sie prinzipiell

nicht fragen, ob Sie

schwanger sind; das Gleichstellungsgesetz

verbietet dies.

4. Vermögen und Schulden

Hier ist umstritten, wie viele

Auskünfte Sie der Arbeitgeberin

auf ihre Fragen geben müssen.

Zurückhaltung ist ratsam. Dies

betrifft insbesondere Schulden

und Lohnpfändungen. Legitim

kann die Frage danach nur sein,

wenn Ihr neues Beschäftigungsgebiet

in diesem Bereich besondere

Vertrauenswürdigkeit verlangt,

etwa weil Sie Vermögen

der Arbeitgeberin oder von

Klientinnen anvertraut bekommen

und dies Ihre hauptsächliche

Aufgabe sein wird. Von sich

aus müssen Sie jedenfalls nichts

über Ihre Finanzen erzählen.

5. Vorstrafen

Sie müssen die Arbeitgeberin

wahrheitsgemäss über einschlägige

Vorstrafen informieren.

Dies gilt, solange die Vorstrafen

nicht gelöscht sind. Von sich

selbst aus müssen Sie diese Informationen

dann liefern, wenn

Sie sich für eine besonders exponierte

Stelle bewerben, also

wenn Sie die Arbeitgeberin gegen

aussen in einer Führungsposition

repräsentieren.

Tipps

Wie reagieren Sie auf unzulässige Fragen?

Es passiert immer wieder, dass Arbeitgebende Fragen stellen,

die sie eigentlich nicht stellen dürften. In diesem Fall haben Sie

das Recht, mit einer Lüge zu kontern. Rechtliche Nachteile entstehen

Ihnen daraus nicht. Dies ist das «Notwehrrecht auf

Lüge».

Was muss ich von mir aus sagen?

Als Faustregel gilt, dass Sie die Arbeitgeberin über alles informieren

müssen, was für das Arbeitsverhältnis wichtig ist und die

Arbeitgeberin nicht von sich aus wissen kann. Klassische Beispiele

hier sind etwa der länger dauernde Spitalaufenthalt, der

kurz nach Stellenantritt geplant ist, oder ein entzogener Führerausweis.

6. Persönliche Ansichten und

Haltungen

Religion und politische Ansichten

sind Ihre Privatsache. Das

gilt auch für Mitgliedschaften

bei entsprechenden Gruppierungen,

z.B. Gewerkschaften.

Anders steht es einzig, wenn Sie

sich von einem sogenannten

«Tendenzbetrieb» anstellen lassen.

Darunter versteht man

Arbeitgeberinnen, die bereits

definitionsgemäss eine bestimmte

Haltung vertreten, etwa

ein christliches Hilfswerk.

Doch selbst bei einer solchen

Anstellung sollte eine andere

Religionszugehörigkeit oder Gesinnung

kein Problem darstellen,

solange Sie Ihre private Haltung

nicht öffentlich äussern.

Hat man sich einmal auf die

Zusammenarbeit geeinigt, sind

Fragen nach der Gewerkschaftszugehörigkeit

zulässig –

die Arbeitgeberin muss diese

kennen, um etwa den Solidaritätsbeitrag

vom Bruttolohn abzuziehen,

falls dies der Fall ist.

Auch spezielle Freizeitwünsche,

die sich aus Ihrer Religionszugehörigkeit

ergeben, werden Sie

bei der Gestaltung des Arbeitsverhältnisses

benennen müssen,

sonst kann man nicht auf

Sie eingehen. Von sich aus müssen

Sie sich im Bewerbungsgespräch

zu Ihrer Gesinnung nicht

äussern.

7. Nebenbeschäftigungen

Wenn Sie neben der Anstellung

bei der neuen Arbeitgeberin

einer Nebenbeschäftigung nachgehen

möchten, müssen Sie

dies sagen, wenn sie sich danach

erkundigt. Von sich aus

müssen Sie Nebenbeschäftigungen

nicht erwähnen.

Advokaturbüro

advocomplex, Bern


S H V / F S S F

Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association

Question du droit du travail

L’entretien d’embauche

Dans le domaine réservé aux membres sur notre site Internet, vous trouverez des documents traitant de questions du

droit du travail et intéressant les sages-femmes salariées. Un premier document donne des informations sur les droits

et devoirs spécifiques à l’entretien d’embauche.

Dans le courant de l’année,

d’autres thèmes seront analysés

par la juriste de notre Fédération

et paraîtront dans nos pages.

L’entretien d’embauche

Sujets traités

1. Situation personnelle

L’employeur ne peut exiger de

votre part que des informations

relatives à l’administration et à

la gestion des collaboratrices et

des collaborateurs. Cela comprend

tout d’abord des données

telles que le nom, la date de

naissance, l’adresse et l’état

civil. Par contre, des questions

concernant: les liens de parenté,

avoir ou non des enfants, vivre

en couple ou la manière d’occuper

ses loisirs relèvent strictement

de la sphère privée de la

personne et n’ont pas à être discutés

dans ce cadre. Il n’y a que

les personnes postulant pour

une fonction de cadre qui doivent

éventuellement donner

plus d’informations.

Il est important de ne rien livrer

spontanément de vous-même.

2. Santé

La règle d’or est – lors de l’entretien

d’embauche – d’aborder

uniquement des sujets en rapport

avec le futur travail. Cela

signifie que vous devez, par

exemple, prendre l’initiative de

mentionner si vous êtes atteinte

d’une maladie contagieuse ou si

vous prévoyez une hospitalisation

après votre engagement.

En cas de maladie chronique,

vous devez en informer l’employeur

si cela a un effet sur

l’exercice de votre activité ou

demande un aménagement

spécial de la place de travail.

Vous ne devez pas répondre à

des questions concernant des

maladies antérieures. En situation

de HIV positif, vous devez

répondre à l’employeur s’il vous

pose la question: il s’agit là du

danger de contagion dans

l’exercice de la profession et, en

tant que sage-femme, vous êtes

certainement attentive à la santé

des mères et des nouveauxnés.

3. Grossesse

En principe, l’employeur ne doit

pas vous demander si vous êtes

enceinte; la loi sur l’égalité l’interdit.

4. Avoir et dettes

C’est un thème délicat et qui

continue à faire débat à propos

de ce qu’il faut dire ou ne pas

dire. Mieux vaut faire preuve de

retenue, en ce qui concerne en

particulier les dettes et les saisies

de salaire. La question peut

seulement être posée de façon

légitime si votre nouvelle activité

requiert un degré particulier

de confiance dans le domaine

financier, par exemple si vous

devez gérer des avoirs de l’employeur

ou de client(e)s. De manière

générale, ce n’est pas à

vous d’aborder le sujet de vos

finances spontanément.

5. Condamnations

antérieures

Vous devez informer l’employeur

avec honnêteté à propos

de condamnations antérieures

tant qu’elles ne sont pas

effacées du casier judiciaire.

Vous devez prendre l’initiative

de livrer vous-même ces informations

si vous postulez pour

un poste particulièrement exposé

et également si vous êtes

Quelques conseils

Comment réagir à des questions inadmissibles?

Il arrive régulièrement qu’un employeur pose des questions

qu’il ne serait pas en droit de poser. Dans ce cas, vous avez le

droit de recourir au mensonge pour y répondre sans suites juridiques

préjudiciables pour vous. Il s’agit du «droit au mensonge

pour cause de légitime défense».

Que dois-je dire de ma propre initiative?

La règle d’or est que vous devez informer l’employeur de tout

ce qui est important en relation avec les rapports de travail et

que l’employeur ne peut connaître de vous. Deux exemples

classiques: un séjour hospitalier de longue durée intervenant

juste après le début du nouveau travail ou un retrait du permis

de conduire.

appelée à représenter votre employeur

à l’extérieur, en tant que

cadre.

6. Convictions personnelles

La religion et les convictions politiques

appartiennent à la sphère

privée de chacun. Ceci vaut

aussi pour l’appartenance à des

groupements p.ex. des syndicats.

Il en va autrement seulement

si vous êtes engagée dans

un emploi à connotation politique,

religieuse ou autre, par

exemple un organisme chrétien

d’assistance. Mais, même dans

un tel cas, une autre appartenance

religieuse ou de convictions

ne devrait pas poser problème

tant que vous ne les affichez

pas publiquement.

Lorsque l’engagement a été décidé,

il devient légitime de discuter

de l’appartenance à un

syndicat – l’employeur devant

en être informé afin de pouvoir

déduire, le cas échéant, la contribution

de solidarité du salaire

brut. Si vous deviez avoir des

souhaits de congés en rapport

avec votre appartenance religieuse,

faites-en part lors de

l’organisation concrète de votre

travail sinon l’employeur risque

de ne plus pouvoir les prendre

en compte.

Vous ne devez pas prendre l’initiative

de vous exprimer sur vos

convictions lors d’un entretien

d’embauche.

7. Occupations accessoires

Si vous souhaitez exercer une

occupation accessoire en plus

de votre travail auprès de votre

nouvel employeur, vous devez

l’en informer s’il vous le demande.

Il n’est cependant pas nécessaire

de l’annoncer spontanément.

Bureau d’avocats

advocomplex, Berne

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

19


Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association

km-Entschädigung im Tarifvertrag fpH

Korrekte Interpretation

Nach Rücksprache mit Frau Dr.

Kummer, Verbandsjuristin SHV,

und nach eingehender Diskussion

in der Expertinnengruppe

Best Practice des SHV wurde klar,

dass die heutige Auslegung der

Krankenkassen bezüglich der

Interpretation der KM-Entschädigung

im Tarifvertrag für die frei

praktizierenden Hebammen (fpH)

nicht korrekt ist.

Korrekt aus Sicht des SHV

ist folgende Anwendung

der Regelung:

Die Hebamme kann höchstens 15

km mehr pro Weg (30 km mehr

pro Besuch) abrechnen, als die

Distanz zwischen der Frau und

der nächstwohnenden Hebamme

20 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

S H V / F S S F

beträgt. Wohnt also die Frau 30

km von der nächstwohnenden

Hebamme entfernt, so kann die

leistungserbringende Hebamme

maximal 45 km pro Weg (90 km

pro Besuch) in Rechnung stellen.

Oder wohnt die Frau im gleichen

Dorf wie die nächstwohnende

Hebamme, so kann die leistungserbringende

Hebamme maximal

15 km pro Weg (30 km pro Besuch)

abrechnen.

Diese Regelung gilt nicht, wenn

die Zuziehung der weiter entfernt

wohnenden Hebamme

nach der besonderen Lage des

Falles aus anderen Gründen gerechtfertigt

war. Eine besondere

Lage des Falles liegt vor, wenn

die Frau durch diejenige Hebam-

me betreut wird, welche bereits

in der Schwangerschaft, bei der

Geburt oder bei vorangegangenen

Mutterschaften Leistungen

bei der Frau erbracht hat oder

wenn die nächstwohnende Hebamme

abwesend ist oder keine

Kapazitäten hat. Tritt ein besonderer

Fall ein, kann die Hebamme

immer die effektiv zurückgelegten

km verrechnen. Wir raten

in diesem Fall, dies auf der Rechnung

zu vermerken.

Beweiserbringung im Falle

von Beanstandungen der

Rechnung der Hebamme

Da die Beweiserbringung im Falle

von Beanstandungen der Rechnung

durch die Krankenkasse im

Vertrag der fpH nicht explizit geregelt

ist, wird vorgegangen, wie

wenn es sich dabei um eine Gesetzesbestimmung

handelte: Die

Hebamme muss bei Uneinigkeit

mit der Krankenkasse beweisen,

dass sie die verrechneten Kilometer

tatsächlich gefahren ist, und

die Krankenkasse muss belegen

können, wer die nächstwohnende

Hebamme gewesen ist.

Es muss davon ausgegangen

werden, dass es einen Fall vor der

PVK geben wird, weil nicht alle

Krankenkassen dies akzeptieren

werden. Der SHV wird die betreffende

Hebamme in einem solchen

Fall unterstützen.

Doris Güttinger

Geschäftsführerin

Frei praktizierende Hebammen

Start Online-Erfassung der Statistik verschoben

Wie angekündigt, wurde die

Entwicklung eines Onlineportals

für das Erfassen der

SHV Statistik der frei praktizierenden

Hebammen erfolgreich

realisiert.

Dabei zeigte sich jedoch, dass

im Interesse eines möglichst geringen

Aufwands Schnittstellen

zu anderen Programmen wie

zum Beispiel GammadiA zu

schaffen sind. Die Entwicklung

und das Testen dieser komplexen

Schnittstellen braucht Zeit.

Deshalb wurde entschieden,

den Start der Onlineerfassung

um ein Jahr auf 2012 zu verschieben.

Folgen:

1. Für die Erfassung der Daten

2010 entstehen keine Änderungen,

alles läuft ab wie bis

anhin (Eingabe bis spätestens

Ende Januar 2011).

2. Ab Mitte Januar ist ein neues

Excel Formular für die Datenerfassung

ab 2011 auf

www.hebamme.ch aufgeschaltet:

Bitte für 2011 nur

dieses Formular verwenden.

3. Ab 2012 werden die Daten

neu auf der Online Plattform

eingegeben (mit Schnittstellen

für GammadiA und andere

Programme).

4. Genauere Informationen und

Instruktionen erhalten Sie zu

einem späteren Zeitpunkt.

Wir sind zuversichtlich, dass wir

mit dieser Lösung die Bedürfnisse

aller Hebammen und Geburtshäuser

befriedigen können.

Da Apple Computer die

Programmierung des aktuellen

Excelformulars nicht lesen können,

wird für die betreffenden

Hebammen eine Übergangslösung

gesucht. Sind Sie von

diesem Problem betroffen und

an einer Übergangslösung interessiert,

wenden Sie sich bitte

an Doris Güttinger, d.guettiner@

hebamme.ch.

Doris Güttinger

Geschäftsführerin SHV

Projektteam:

Dr. phil. Claudia König, Leiterin

F&E Institut für Hebammen,

ZHAW.

Monika Schmid, Hebamme,

Projektassistentin, Institut für

Hebammen, ZHAW.

Sie arbeiten beim Verband nicht aktiv mit, wollen aber trotzdem informiert sein: Abonnieren Sie unseren

Newsletter unter www.hebamme.ch, Aktuell, und Sie erhalten 5 mal jährlich aktuellste Informationen zu den

Themen Berufspolitik, Angestellte Hebammen, Ausbildung, Freipraktizierende Hebammen und Neuigkeiten

aus der Geschäftsstelle.

«Informiert sein ist ein gutes Gefühl»


Après vérification auprès de M e

Kummer, juriste de la FSSF, et des

discussions approfondies dans le

groupe des expertes Best Practice,

il apparaît clairement que la

pratique actuelle des caisses

maladie concernant l’indemnité

kilométrique dans la convention

tarifaire applicable pour les

sages-femmes indépendantes

n’est pas correcte.

Aux yeux de la FSSF,

le règlement devrait être

appliqué de cette manière:

La sage-femme peut facturer jusqu’à

15 km de plus par trajet (30

km de plus par visite) que la distance

entre la cliente et la sagefemme

la plus proche. Ainsi, si la

Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association

Indemnité au km dans la convention tarifaire sfi

Interprétation correcte

femme habite à 30 km de la sage-femme

la plus proche, la sage-femme

qui fait les visites peut

facturer 45 km au maximum par

trajet (90 km par visite). Si la femme

habite dans le même village

que la sage-femme la plus

proche, la sage-femme qui fait

les visites peut alors facturer au

maximum 15 km par trajet (30

km par visite).

Cette règle ne s’applique pas si le

choix de la sage-femme habitant

plus loin est justifié par les particularités

d’une situation. Ces

particularités sont réunies

lorsque la femme a été suivie par

cette sage-femme durant la grossesse,

lors de l’accouchement ou

pour ses précédentes maternités,

ou bien lorsque la sage-femme la

plus proche est absente, ou encore

lorsqu’elle est surchargée.

S’il s’agit d’une situation particulière,

la sage-femme peut toujours

facturer les km effectifs.

Nous conseillons dans ce cas

d’en faire la mention sur la facture.

Fourniture de preuves en cas

de contestations de la facture

de la sage-femme

Comme la fourniture de preuves

en cas de contestations de la facture

par la caisse maladie pour les

prestations de la sfi n’est pas réglée

explicitement, la procédure

est la même que s’il s’agissait de

dispositions légales: en cas de li-

Statistique des sages-femmes indépendantes

Le recueil en ligne des données est reporté

Comme annoncé, le portail

en ligne destiné à recueillir

les données statistiques des

sages-femmes indépendantes

de la FSSF a été réalisé

avec succès.

Cependant, nous avons réalisé

que des interfaces vers différents

autres programmes –

comme p.ex. GammadiA – devaient

être créées afin de faciliter

la tâche des sages-femmes

utilisatrices. Toutefois, le développement

de ces interfaces

complexes et leur test demanderont

un certain temps. Pour

cette raison, il a été décidé que

le début du recueil en ligne des

données ne commencerait

qu’en 2012.

Conséquences:

1. Il n’y a pas de changement

pour le recueil des données

2010: vous le faites comme

d’habitude jusqu’à fin janvier

2011 au plus tard.

2. Dès mi-janvier, un nouveau

formulaire Excel pour le recueil

des données dès 2011

sera téléchargeable sur www.

sage-femme.ch. Pour les

données en 2011, veuillez

s.v.pl. ne vous servir que de

ce formulaire.

3. Dès 2012, les données devront

être entrées sur la

plateforme en ligne (avec

interfaces avec GammadiA

et d’autres programmes).

4. Vous recevrez des informations

plus précises et des instructions

en temps utile.

Nous avons confiance dans le

fait que cette solution permettra

de satisfaire les besoins de

toutes les sages-femmes et maisons

de naissance. Vu qu’il n’est

pas possible de lire la programmation

du formulaire Excel ac-

S H V / F S S F

tige avec la caisse maladie, la sage-femme

doit faire la preuve

qu’elle a effectivement fait les kilomètres

supplémentaires et la

caisse maladie doit pouvoir prouver

quelle aurait été la sage-femme

la plus proche.

On peut s’attendre à ce que cette

interprétation aboutisse à un

cas devant la commission paritaire

parce que toutes les caisses

maladie ne vont pas l’accepter.

La FSSF est prête à assister la sage-femme

qui se trouverait dans

une telle situation.

Doris Güttinger

Secrétaire générale

tuel sur Apple, une solution de

transfert sera trouvée pour les

sages-femmes qui l’utilisent. Si

vous êtes vous-même concernée

par ce problème et intéressée

par cette solution, veuillez svp

vous adresser à Doris Güttinger,

d.guettinger@hebamme.ch.

Doris Güttinger

secrétaire générale FSSF

Équipe de projet:

Dr. phil. Claudia König, cheffe

de projet Statistique sfi, ZHAW.

Monika Schmid, sage-femme,

assistante de projet Statistique

sfi, ZHAW.

Vous n’êtes pas active au sein de la FSSF, mais souhaitez tout de même être informée: abonnez-vous donc à notre

Newsletter sous www.sage-femme.ch, Actualité, et vous recevrez 5 fois par an les informations les plus récentes

concernant la politique professionnelle, les sages-femmes hospitalières et indépendantes, la formation et des

nouvelles du secrétariat central.

«Etre informée est un bon sentiment»

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

21


S H V / F S S F

Verbandsnachrichten/Nouvelles de l’association

Aufstockung Zentralvorstand

Wahl neuer Mitglieder

an der DV 2011

An der Delegiertenversammlung

vom 12. Mai 2011 in Fribourg

wird über die neuen Statuten abgestimmt,

welche statt 5 zukünftig

7 bis 9 Mitglieder im Zentralvorstand

vorsehen. Da die revidierten

Statuten nach Annahme

durch die DV sofort in Kraft treten

sollen, müssen in der Folge

noch mindestens zwei neue Zentralvorstandsmitglieder

gewählt

werden. Deshalb werden auf diesen

Zeitpunkt mindestens zwei

motivierte Hebammen zur Mitarbeit

im Zentralvorstand gesucht.

Mitgestalten ist spannend

Die Arbeit im Zentralvorstand ist

komplex und anspruchsvoll aber

auch äusserst spannend. An mindestens

fünf Sitzungen pro Jahr

werden strategische Fragen di-

22 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

skutiert und Entscheide zur Entwicklung

des SHV gefällt. Als

Mitglied könnten Sie dabei

direkt Einfluss nehmen auf die

zukünftige Ausrichtung und

Positionierung des SHV und die

Zukunft der Hebammen aktiv

mitgestalten. Das Anforderungsprofil

für ZV-Mitglieder kann unter

der untenstehenden Adresse

bestellt werden. Zwingend erforderlich

sind dabei Kenntnisse der

zweiten Landessprache, wobei in

der eigenen Sprache kommuniziert

werden kann, jedoch Voraussetzung

ist, dass die andere

Landessprache verstanden wird.

Sind Sie interessiert? Schicken Sie einen

kurzen Lebenslauf mit Angaben

zu Ihrer Motivation bis spätestens

Ende Februar 2011 an Doris Güttinger,

Geschäftsführerin, d.guettinger

@hebamme.ch.

Renforcement du comité central

Election de membres supplémentaires

du comité central à

l’assemblée des déléguées 2011

Lors de l’assemblée des déléguées

du 12 mai 2011 à Fribourg,

nous voterons sur l’adoption

des nouveaux statuts qui

prévoient un comité central composé

de 7 à 9 membres, au lieu

de 5 actuellement. Comme ces

statuts révisés entreront en vigueur

immédiatement après leur

adoption par l’assemblée des déléguées,

il faudra élire au moins

deux membres du comité central

dans la foulée. Pour cette raison,

nous sommes à la recherche d’au

moins deux sages-femmes motivées

par une collaboration au

sein du comité central.

Un travail passionnant

Le travail du comité central est

complexe, exigeant et passionnant

à la fois. Lors de ses cinq

séances – au minimum – par année,

des questions stratégiques

sont débattues et des décisions

sont prises concernant le développement

de la FSSF. En tant que

membre du comité, vous pourriez

avoir une influence directe sur le

positionnement et les orientations

de la FSSF et participer ainsi activement

à la construction du futur

des sages-femmes. Il est possible

de demander directement le profil

de compétences des membres du

comité central à l’adresse électronique

ci-dessous. Il est absolument

nécessaire d’avoir des connaissances

de l’autre langue nationale

– français ou allemand, l’italien

n’étant malheureusement pas

suffisamment maîtrisé! – car, lors

des séances, chaque membre a la

possibilité de s’exprimer dans sa

propre langue mais doit aussi

comprendre celle de l’autre.

Intéressée? Envoyez un bref curriculum

vitae jusqu’à fin février 2011 au

plus tard à Doris Güttinger, secrétaire

générale, d.guettinger@hebamme.ch.

European Midwives Association EMA

Fokus auf Nachsorge

Anschliessend an eine Review über die Praxis in der Schwangerenbetreuung

in Europa, welche 2009 von EMA abgeschlossen

wurde, haben die EMA-Delegierten beschlossen,

sich dem Thema Nachsorge zu widmen.

25 europäische Hebammenverbände,

die ca. 80000 Hebammen

repräsentieren, nahmen

anfangs 2010 an einer Umfrage

teil. Dabei wurde klar, dass

viele Hebammen von ausserklinischer

Nachsorge eigentlich

nichts wissen, da diese in ihren

Ländern nicht existiert oder

durch andere Personen in meist

eingeschränkter Form angeboten

wird.

Die gewonnen Erkenntnisse sowie

die daraus resultierenden

Bedenken führten dazu, dass

EMA eine Stellungnahme (Statement)

veröffentlichte. Diese

enthält auch Empfehlungen an

die Hebammenverbände. Eine

davon lautet: Weitere For-

schungsarbeiten im Gebiet der

Nachsorge sollen gemacht werden,

um die Vorteile und die

Stärken der Hebammenarbeit

aufzuzeigen.

Solche Erkenntnisse aus Umfragen

zusammen mit Forschungsarbeiten,

gestützt auf praktische

und wissenschaftliche Erfahrungen,

können den weiten

Kompetenzbereich der Hebammenarbeit

stützen.

Zuzka Hofstetter

ICM und EMA Delegierte

des SHV

EMA (European Midwives Association)

Question du suivi post-partum

Suite à une revue des pratiques concernant la prise en charge

postnatale en Europe, qui a été menée par l’EMA et qui

s’est achevée en 2009, les déléguées EMA ont décidé de traiter

du thème du suivi de grossesse.

Début 2010, 25 associations

européennes qui représentent

env. 80000 sages-femmes ont

participé à une enquête par

questionnaire. Il en ressort très

nettement qu’il existe des

sages-femmes qui ignorent

qu’un suivi extrahospitalier est

possible parce que, dans leur

pays, une telle prestation n’existe

pas, ou bien parce qu’elle est

offerte par d’autres personnes

le plus souvent de manière plus

restreinte.

Les résultats ainsi que les réflexions

qui en résultent ont

conduit l’EMA à la rédaction

d’une prise de position, autrement

dit un «Statement». Celui-ci

contient également des

recommandations éthiques aux

associations de sages-femmes.

Une de ces recommandations

est la suivante: des travaux de

recherche dans le domaine du

suivi doivent être réalisés pour

démontrer les avantages et les

forces du travail des sagesfemmes.

De tels travaux de recherche

s’appuyant sur des expériences

à la fois pratiques et scientifiques

pourraient ainsi élargir

de champ de compétences du

travail des sages-femmes.

Zuzka Hofstetter

déléguée FSSF auprès de l’ICM

et de l’EMA


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Einladung

Fachbereich Gesundheit, Studiengang Hebamme BFH

& Dep. Gesundheit, Institut Hebamme ZHAW

Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit,

Studiengang Hebamme, Murtenstrasse 10, 3008 Bern

Donnerstag, 3. März 2011, 9.00–12.00 Uhr,

Informationsveranstaltung zu den Themen:

• Vorstellen der Abteilungen Forschung & Entwicklung sowie

Weiterbildung & Dienstleistungen Hebamme

• Bachelorthesen: Prozess und Inhalte

• Praxismodule: Rückblick auf die erste Durchführung

Praxismodule 3 und 4 sowie Ausblick Praxismodule 5–8

(Zusatzmodul B); Anwendung der Notenskala

Die Einladung richtet sich an Ausbildungspartnerinnen und

-partner in der Praxis d.h. Pflegedienst-, Bereichs- und Stationsleitende,

Ausbildungsverantwortliche, Praxisausbildnerinnen

und/oder Praxismentorinnen und frei praktizierende Hebammen.

Die Informationsveranstaltung findet in der Kinderklinik des

Inselspitals Bern statt.

Das Programm und den Anmeldetalon finden Sie unter:

www.gesundheit.bfh.ch – > Studiengang Hebamme als

Grundausbildung – > Aufbau Bachelorstudiengang –

> Praxisausbildung

Anmeldeschluss: 25. Februar 2011

Donnerstag, 12.5.2011, Praxisschulung mit Schwerpunktthema

Zusatzmodul B am Vormittag und Erfahrungsaustausch am

Nachmittag.

Die Einladung richtet sich an Praxisausbildnerinnen und/oder

Praxismentorinnen und frei praktizierende Hebammen.

Anmeldeschluss: 6.5.2011

Verantwortliche: K. Tritten Schwarz, Ressortverantwortliche

Praxisausbildung Studiengang Hebamme,

(katharina.tritten@bfh.ch, Tel. +41 31 848 35 73)

ZHAW Winterthur, Gebäude TS,

Technikumstrasse 71, 8401 Winterthur

Informationsveranstaltung

Donnerstag, 24. März 2011

16.00–18.00 Uhr: Aktuelles aus dem Institut und anschliessender

Einladung zum Apéro

Die Einladung richtet sich an Pflegedienstleitende, Bereichsleitende,

Stationsleitende, Ausbildungsverantwortliche und

frei praktizierende Hebammen.

Programme und Anmeldungen für beide Veranstaltungen sind auf

der Internetadresse (siehe unten) aufgeschaltet.

Praxisschulung

Montag, 4. April 2011, 19.00–16.30 Uhr

Thema: Gemeinsam ausbilden

Vormittag: Offene Türen in folgenden Unterrichtssequenzen:

• Kritische Ereignisse unter der Geburt, Theorie-Unterricht

6. Semester

• Klinisches Assessement, freies Üben, Neurologie und

Psychischer Status, 6. Semester

• Gesundheitsförderung, Theorie-Unterricht, 2. Semester

Nachmittag: Moderierter Austausch mit Dozentinnen ZHAW und

den Tagungsteilnehmenden zur Verbindung Lehre-Praxis.

Die Einladung richtet sich in erster Linie an:

Praxisausbildnerinnen, Praxismentorinnen und

Ausbildungsverantwortliche.

Programm und Anmeldetalon unter:

http://www.gesundheit.zhaw.ch/de/gesundheit/praktika/

praktika-im-bachelorstudiengang-hebamme.html

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung erforderlich ist!

Kontaktadresse: Zürcher Hochschule für Angewandte

Wissenschaften, Departement Gesundheit, Frau Vanessa Züger,

Technikumstrasse 71, 8401 Winterthur, Tel. 058 934 64 22,

zuva@zhaw.ch

Anmeldeschluss für beide Veranstaltungen: 18.März 2011

Hebammenorientierte

Weiterbildung in 2 x 3 Tagen

Craniosacral Therapie und

Geburtstraumata auflösen

Sowohl für im Spital tätige Hebammen und Freischaffende. Ihr lernt

die wichtigsten Griffe, um in der Schwangerschaft und unter der

Geburt das blockierte Becken und Ischias zu lösen und pp. im

Wochenbett die Körperstatik der Frau wieder herzustellen.

Sofortige Erste Hilfe, bzw. Lösungsgriffe nach Vacuum, Zange und

Sectio beim Baby werden intensiv gelernt und neue Wege das

Bonding zu stärken und heilen, aufgezeigt. Die Geburtsverarbeitung

von Mutter und Baby ist Kernthema.

Andere Fachpersonen welche meinen Kurs:

«Emotionale Narben einer Geburt achtsam begleiten» besuchten,

dürfen auch teilnehmen. Kursort ist in Winterthur.

2x3Tage: Kurs A 28.– 30. Juni und 2.– 4. Sept. 2011

Kurs B 5.–7. Sept. und 4.– 6. Nov. 2011

Total Kosten: Fr. 1080.–

Info und Anmeldung:

Brigitte Meissner, Hebamme und Craniosacral Therapeutin, spezialisiert

auf Geburtstraumata, Seminarleiterin, Tel. 052 203 37 37.


AARGAU–

SOLOTHURN

078 625 54 43

062 396 17 28

Neumitglieder:

Engelen Martina, Ennetbaden,

1998, Aachen DE; Natuzzi-

Siegenthaler Yolanda, Kölliken,

1971, Aarau

Jahresversammlung 2011

Diese findet am 28. April 2011

im Congresshotel Olten in Olten

statt.

Die fpHs treffen sich um 17.00

Uhr, um 19.30 Uhr beginnt die

Mitgliederversammlung.

Wir freuen uns auf zahlreiches

Erscheinen!

Priska Meier und Vorstand

Brandneu und topp-aktuell

Hebammen Geburtenbuch

Das Buch hat Platz für 138

persönliche Einträge mit eigener

Statistik.

Preis pro Buch Fr. 25.– zuzüglich

Fr. 7.– Versandkosten.

Das Buch kann besichtigt werden

unter: www.hebammen.ch,

Rubrik «Aktuell».

Bestellungen unter: hexenzauber

@windowslive.com, oder:

Priska Meier, Ausserrainstr. 22,

4703 Kestenholz

Priska Meier

S E K T I O N E N

S E C T I O N S

Sektionsnachrichten/Communications des sections

BERN

Neumitglied:

Ratti Andrina, Ittigen, Studentin

an der BFH

BEIDE BASEL

BL/BS

061 693 31 71

061 322 33 64

Neumitglied:

Görnert Kerstin, Bruderholz,

1987, Würzburg/Bayern

World Café

Am 15. November 2010 hat in

Basel das erste World Café stattgefunden.

VertreterInnen aus

diversen Berufsgruppen und

natürlich auch wir Hebammen

nahmen daran teil. Der Anlass

stand unter dem Motto: «Es

braucht Euch alle!» Thema war,

wie die Familienbetreuung nach

der Geburt auch nach den

Veränderungen durch die Einführung

der DRGs gut gelingen

kann. Es fanden anregende Gespräche

in einer ungezwungenen

Café-Atmosphäre statt. Eine

Arbeitsgruppe wird die Thematik

weiterverfolgen.

Aline Weilenmann

FRIBOURG

026 660 12 34

Nouveau membre:

Savoy Chantal, Prez-vers-Siviriez,

2000, Genève

OSTSCHWEIZ

071 440 18 88

Neumitglieder:

Koller Sonia, St. Gallen, Studentin

an der ZHAW; Schmietz Ann-

Kathrin, Altnau, 2007, Stuttgart

DE

Hauptversammlung 2011

Wir laden alle Mitglieder herzlich

ein zur Hauptversammlung:

31. März 2011, 19.30 Uhr.

Restaurant Adler in Emmenbrücke

Silvia Schmid-Baur

Foto: Annette Hesselbarth

ZÜRICH

UND UMGEBUNG

052 385 55 67

052 203 26 11

Neumitglieder:

Cornelius Nadja, Zürich, Studentin

an der ZHAW; Gasche Jill,

Hittnau, Studentin an der ZHAW

Mitgliederversammlung

30. März 2011

Ort wird noch bekannt gegeben.

Ab 17.00 Uhr: Informationsveranstaltung:

«Hebammenarbeit

heute! Was sagen unsere

Kundinnen?» Auswertung der

Kundinnenbefragung 2009

Zürich und Umgebung.

Ab 19.00 Uhr: Mitgliederversammlung

Barbara Ehrat

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

25


FORTBILDUNG SHV

FORMATION FSSF

Kursorganisation:

Bildungsbeauftragte Deutschschweiz Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil

Telefon 062 922 15 45, E-Mail: m.luder@hebamme.ch

Anmeldungen für Kurse des SHV: Schriftlich an die Geschäftsstelle des SHV in Bern

Sie finden das ganze Kursprogramm auf www.hebamme.ch

Weiterbildungsreihe

Trauma verstehen – Trauma begleiten

Mitte März startet erneut die

Weiterbildungsreihe mit dem

Titel «Trauma verstehen –

Trauma begleiten». In einem

modular aufgebauten 12 tägigen

Seminar beschäftigen

Sie sich mit verschiedenen

Aspekten zum Thema Trauma

in der Arbeit als Hebammen.

Die Weiterbildung ist auf die

speziellen Bedürfnisse der Hebammen

zugeschnitten und vermittelt

theoretische Kenntnisse

wie auch praktische Fähigkeiten,

welche die Hebamme in ihrem

Praxisumfeld einsetzen kann.

Modul 1:

15.–17. März 2011, Zürich

In einem ersten Block beschäftigen

sich die Kursteilnehmerinnen

mit Ursachen und Auswir-

Fortbildungsangebot 2011

Kursnummer und -themen Datum DozentIn Kursorte

7 Krisenintervention in der Geburtshilfe 8.3.2011

12.4.2011

Michael Freudiger, Notfallpsychologe, Psychotherapeut Winterthur

8 Yoga in der Schwangerschaft 11.3.2011 Brigitte Bruni, Hebamme, Yogalehrerin Bern

9 Trauma erkennen – Trauma begleiten 15.–17.3.2011 Christiane Sautter, systemische Familientherapeutin Zürich

4 x 3 Tage Selma Müller, Pflegefachfrau, systemische Beraterin

10 Babymassage für das gesunde und auffällige Kind 18./19.3.2011 Sybille Graber, Pflegefachfrau, Erwachsenenbildnerin Bern

Grundkurs 29./30.4.2011 Giovanna Caflisch Allemann, Hebamme,

17./18.6.2011 Atemtherapeutin, Kinästehic Trainerin

11 Homöopathie in der Geburtshilfe 18./19.3.2011 Dr. Friedrich Graf Olten

Dr. Friedrich Graf/Teil 3 Homöopatischer Arzt, Geburtshelfer

12 Grundkurs Informatik 22./23.3.2011 Josef Müller, Stv. Schulleiter Bern

Windows/MS-Office für den Einstieg 5./6.4.2011 Seminarzentrum Eiger, Computer Schule Bern

13 Unruhige Babys – erschöpfte Mütter 1./2.4.2011 Dr. Elisabeth Kurth, Hebamme, Pflegewissenschaftlerin

Ursula Dolder, Mütterberaterin, Dozentin

Olten

26 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

kungen von Traumata. Dabei

geht es um theoretische Grundlagen,

um die richtige Gesprächsführung

und um eine

Einführung in die Imaginationsarbeit.

Modul 2:

3.–5. Mai 2011, Zürich

In diesem Block erfahren Sie

mehr über die Theorie der Traumasymptomatik,

vertiefen die

Gesprächsführung und erfahren

einiges über Interventionen zur

Klärung der Traumahypothese.

Modul 3:

21.–23. Juni 2011, Zürich

Der dritte Block ist der Wirkung

von Traumen auf die betroffenen

Familien gewidmet. Schwerpunkte

sind Themen wie Bindungsforschung

und Familiendynamik.

Modul 4:

6.–8. September 2011, Zürich

Schliesslich widmet sich der

vierte Block dem Thema Traumaverarbeitung,

mit dem

Schwerpunkt von möglichen

Interventionen zur Verarbeitung

traumatischer Geburtserlebnisse.

Die Dozentin Christiane Sautter

hat zum Thema verschiedene

Bücher geschrieben. Ihr neustes

Buch trägt den Titel «Treibgut

meiner Seele». Frau Sautter

wählt diesmal die freie Form

eines Romans, um den Beziehungskiller

Kindheitstraumen in

Szene zu setzen. Heftige emotionale

Reaktionen in der

Gegenwart haben häufig ihre

Wurzeln in der Vergangenheit.

Marianne Luder

Bildungsbeauftragte SHV

Ein Buch über mutige

Menschen und den Sieg

der Liebe!

Treibgut

meiner Seele

Christiane Sautter,

Hardcover Verlag

2010 ISBN 978-3-98099-36-7-8


FORTBILDUNG SHV

FORMATION FSSF

Organisation des cours de la FSSF:

Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134,

1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: v.jaquier@sage-femme.ch

Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit

Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch

Cours 7/2011

Yoga et maternité: préparer les couples à une naissance

équilibrée et harmonieuse

Vu le succès rencontré par cette

formation en 2010, nous avons

décidé de la reconduire cette année.

Je ne peux que vous conseiller

chaleureusement de suivre

ces deux jours de cours avec une

collègue très motivée à partager

son expérience avec nous. Le

nombre de participants étant limité

à 10, cela permettra d’avoir

un cours plus ciblé sur les besoins

de chacun.

Les objectifs du cours

Acquérir des bases de pratique du

yoga afin d’accompagner les

femmes et le couple en période

prénatale et de favoriser une naissance

eutocique et harmonieuse:

– en prenant conscience du bassin,

de ses articulations, du périnée,

du col de l’utérus,

– en pratiquant une préparation

physique, énergétique, émotionnelle

et spirituelle du couple,

– en revisitant les périodes de

l’accouchement dans la pratique

du yoga.

Le contenu de ces journées

– Travail didactique à partir de

l’approche corporelle

Cours 9/2011

Sensibilisation à la méthode Pilates

Des exercices basés sur la Méthode

Pilates pour améliorer la posture

des femmes enceintes et pour une

remise en forme post-natale. J’ai

voulu cette sensibilisation afin de

voir si l’intérêt pour une formation

menant à une certification est présente

ou non. Avec M me Pepper,

nous avons déjà des idées en tête

en vue d’offrir une formation sur

mesure pour les sages-femmes. Le

Pilates est une approche très demandée

par les femmes enceintes

et celles qui viennent d’accoucher.

La formation complète que nous

envisageons éventuellement, vous

donnerait la possibilité d’obtenir

un certificat reconnu par plusieurs

caisses maladie. Cette journée est

donc une première approche indispensable

pour savoir si cette méthode

vous parle, plus ou moins.

Les objectifs du cours

En suivant une formation de moniteur

à la Swissbody Pilates

Academy, les participants comprennent

dans les détails les exercices

traités et apprennent à reconnaître

les besoins de chaque

client. Ils savent adapter leur enseignement

aux besoins propres

à chaque personne. Durant cette

journée, vous allez être sensibilisées

à la méthode Pilates.

Le contenu de cette journée

– Évaluation puis alignement cor-

– Prise de conscience, analyse des

sensations

– Bien vivre la grossesse: les abdominaux,

la respiration, les contractions

utérines, les problèmes

circulatoires.

– La peur de l’accouchement,

comment l’apprivoiser?

– Les contractions utérines: les

moyens de gérer la douleur et

son intensité

– Les phases de respiration durant

le travail et l’accouchement

– La présence du compagnon, sa

place et son rôle durant les

rect de la posture

– Évaluation puis alignement correct

de la posture d’une femme

enceinte

– Les exercices pour la femme enceinte:

à faire ou à ne pas faire

– Les exercices pour la femme en

phase post-natale: à faire ou à

ne pas faire

– Les avantages d’un bassin et

d’une colonne vertébrale neutres

pour le Pilates

– La respiration pour la méthode

Pilates

– Des exercices pour la stabilisation

lombaire

– Des exercices pour la stabilisation

de la ceinture scapulaire

– Des exercices spécifiques au

Il reste encore quelques places pour ces cours

différentes phases du travail.

– Eléments favorisant le processus

de la naissance.

Madame Barbara Valax, sagefemme

indépendante, enseignante

de yoga et formatrice

d’adultes.

Renseignements et inscription

jusqu’au 25 février 2011:

www.sage-femme.ch.

Formation organisée par la FSSF,

en partenariat avec la HEdS-

Genève.

25–26 mars 2011 de 9h à 17h,

Lausanne.

problème de la cyphose

– Des exercices spécifiques au

problème de la lordose

– Comment enseigner la sollicitation

des muscles du plancher

pelvien

Susan Pepper, Master Instructor

et fondatrice des centres Swissbody

Pilates et de la Swissbody

Pilates Academy, ancienne danseuse

professionnelle.

Renseignements et inscription

jusqu’au 2 mars 2011:

www.sage-femme.ch.

Formation organisée par la FSSF,

en partenariat avec la HEdS-

Genève.

2 avril 2011 de 9h à 17h, Genève.

7. Yoga et maternité. 25–26 mars 2011 à Lausanne. 12. La crise psycho-sociale. 27 mai et 17 juin 2011 à Fribourg.

8. Le portage. 30 mars 2011 à Lausanne. 13. Potion magique/phytothérapie. 28–29 mai 2011 à Fribourg.

9. Pilates. 2 avril 2011 à Genève. 14. Cours d’informatique. 27–30 juin 2011 à Lausanne.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

27


Weiterbildung in 2 Tagen

Emotionale Narben einer

Geburt achtsam begleiten

In diesem Seminar lernt ihr einige tief berührende, wirksame und

liebevolle Möglichkeiten kennen, um bei Mutter und Baby erlebten

Geburtsstress oder Enttäuschung aufzufangen und einen schweren

Anfang leichter zu machen.

Die Kursleiterin zeigt auf, welche Auswirkungen traumatische, oder

mit Interventionen verbundene Geburten auf Mütter und Babys

haben können. Der Kurs findet in Winterthur statt.

Am ersten Kurstag: Alles rundum das Kind – mögliche Probleme,

Symptome und die Heilung des Bondings.

Am zweiten Kurstag: Die typischen Zyklen der Frauen bei der

Geburtsverarbeitung werden betrachtet und wie wir sie achtsam

unterstützen können.

2 Tage Kurs A 1./2. Juli 2011 (Fr und Sa)

Kurs B 7./8. November 2011 (Mo und Di)

Kosten: Fr. 380.–

Info und Anmeldung: Brigitte Meissner, Telefon 052 203 37 37

Hebamme, Craniosacral Therapeutin, spezialisiert rundum

Geburtstraumata, Seminarleiterin, Autorin.

Klassische und

Traditionelle

Chinesische Medizin

Berufsbegleitende und Vollzeitausbildung

in:

. Neuer Lehrgang in Akupunktur:

Kursbeginn: 26. März 2011 . Kräuterheilkunde . Tui Na/An Mo Massage . Diätetik . Qi Gong

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Telefon 052 365 35 43 I info@chiway.ch I www.chiway.ch

Ausbildungen in Zürich

• Atemtherapie nach Professor Ilse Middendorf

• Psychologie Basisausbildung

für KomplementärtherapeutInnen

• Anatomie Grundausbildung

• Psychosomatik

Diese fundierten, umfassenden 3-jährigen teilzeitlichen

Ausbildungen finden in Zürich beim Hauptbahnhof statt.

Infos und Unterlagen:

Institut für Atem, Bewegung und Therapie

Yvonne Zehnder GmbH

Sekretariat Ingrid Zanettin

Telefon/Fax 044 722 20 24

zanettin@ateminstitut.ch, www.ateminstitut.ch


Gesundheit

Institut für

Hebammen

Mit «Reflektierte Praxis» und «Best Practice» zum NTE

Der Besuch des Moduls «Reflektierte Praxis – Wissenschaft verstehen» hat bereits zahlreichen Hebammen 5 ECTS-Punkte

eingebracht. Mit 5 weiteren Punkten aus dem Modul «Hebammenarbeit im Kontext von Best Practice» erfüllen

die Absolventinnen die Bedingung von 10 ECTS-Punkten für den nachträglichen Titelerwerb «Hebamme FH».

Modul «Reflektierte Praxis – Wissenschaft verstehen» (ab März, August, September 2011)

Theorie, Praxis und Training für den Umgang mit wissenschaftlicher Methodik

Modul «Hebammenarbeit im Kontext von Best Practice» (ab April 2011)

Hebammenwissen und Werte in Verbindung mit ökonomisch-sozialen Prinzipien

Beide Kurse dauern je 8 Tage und finden in Winterthur statt. Weitere Infos und das Anmeldeformular unter www.gesundheit.zhaw.ch.

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Universitätslehrgang

Master of Science

in Midwifery

Der Universitätslehrgang „Midwifery“ startet am 24. Oktober 2011

bereits zum fünften Mal an der Donau-Universität Krems. Ziel dieses

berufsbegleitenden Lehrgangs ist die Verbindung von traditionellem

Hebammenwissen und persönlicher Erfahrung mit modernen

Managementmethoden und wissenschaftlicher Arbeit.

Der Universitätslehrgang dauert vier Semester und richtet sich an

Hebammen und Geburtshelfer mit mehrjähriger Berufserfahrung, die

sich auf Führungsaufgaben in Einrichtungen des Gesundheitswesens

vorbereiten oder als selbstständige UnternehmerInnen tätig werden

wollen.

Start: 24. Oktober 2011

Dauer: 4 Semester, berufsbegleitend

Kosten: EUR 11.500,-

Information: Mag. Michael Ogertschnig, Tel: +43 (0)2732 893-2818

E-Mail: michael.ogertschnig@donau-uni.ac.at

www.donau-uni.ac.at/midwifery

Donau-Universität Krems

Dr.-Karl-Dorrek-Strasse 30, 3500 Krems, Austria

www.donau-uni.ac.at

D

N

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K R E

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U

M S

UNIVERSITAT


30 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

A C T U A L I T É

Ménopause précoce

Nouveaux tests en vue

Au Royaume-Uni

Des chercheurs ont identifié

quatre variants génétiques

dont la présence est associée à

un risque accru de ménopause

précoce, ouvrant la voie à un

test génétique qui permettrait

aux femmes de planifier une

grossesse à temps.

Une femme sur 20 est affectée

par la ménopause avant 45 ans

(1% avant 40 ans). Or la fertilité

chute dix ans avant la ménopause,

ce qui signifie qu’une

femme affectée de ménopause

précoce voit ses chances

d’avoir un bébé décliner drastiquement

dès 30 ans, un âge

auquel la plupart des femmes

ont aujourd’hui leur premier

enfant. Un test génétique per-

En Iran

Une équipe iranienne dirigée

par la Professeure Fahimeh Ramezani

Tehrani (Téhéran) avait

annoncé en juin dernier une

autre méthode basée cette

fois sur un test sanguin. Ces

chercheurs avaient prélevé du

sang, tous les trois ans, à 266

femmes âgées de 20 à 49 ans

afin de mesurer les concentrations

d’une hormone, l’hormone

anti-müllérienne (AMH)

sécrétée par les ovaires. Les

participantes avaient également

passé un examen médical

tous les trois ans.

Ces spécialistes ont développé

un modèle statistique pour

prédire l’arrivée de la ménopause

en fonction des niveaux

de l’hormone ovarienne qui

baissent au fil du temps. Ils ont

Dépenses de santé

En hausse constante

mettrait à ces femmes de régler

leurs choix de maternité

sur leur horloge biologique.

Les chercheurs de l’université

d’Exeter et de l’Institut de recherche

sur le cancer ont travaillé

sur quatre variants génétiques

repérés dans les variations

d’âge de la ménopause.

Ils ont cherché ces quatre variants

chez 2000 femmes ménopausées

avant 45 ans, par

rapport à un échantillon comparable

de femmes ménopausées

à un âge normal (autour

de 51 ans). Ces femmes font

partie d’une très vaste étude

britannique sur le cancer, portant

sur 100000 femmes suivies

sur près de quarante ans.

Source: Communiqué AFP, 18.10.2010.

ainsi pu déterminer à l’avance

avec précision l’âge à laquelle

63 femmes de l’étude ont effectivement

atteint la ménopause.

En moyenne, l’écart

entre l’âge prédit de la ménopause

et l’âge réel de sa survenue

n’était que de quatre mois,

et la marge maximale d’erreur

a été de trois à quatre ans.

Des concentrations sanguines

faibles de l’hormone à 20 ans

aboutissent à une ménopause

précoce (avant 45 ans, voire

40 ans), selon l’étude. A l’inverse,

un niveau hormonal

élevé à 20 ans (au moins 4,5

nanogrammes par millilitre),

qui se maintient relativement à

25 ans (3,8) puis à 30 ans (2,9),

correspond à une ménopause

après 50 ans.

Source: Communiqué AFP, 29.6.2010.

En 2008, les dépenses de santé se sont élevées au total à 58,5

milliards de francs, soit 10,7% du produit intérieur brut. Elles

ont augmenté de 5,9% par rapport à l’année précédente. Ce

qui représente une hausse supérieure à la moyenne des cinq

dernières années (3,5%).

Source: Office fédéral de la statistique (OFS).

Cinéma

«La petite chambre»

Premier long métrage de deux

Lausannoises, Stéphanie Chuat

et Véronique Reymond, «La

petite chambre» est à l’affiche

depuis la mi-janvier 2011.

C’est une histoire de cœur. Celui

d’Edmond (Michel Bouquet)

n’est plus très solide. Mais il se

bat au rythme d’une indépendance

farouche, celle qui lui fait

refuser l’idée même d’entrer en

maison de retraite, celle qui le

pousse à refuser les soins de

Rose (Florence Loiret Caille),

qu’on lui envoie comme infirmière

à domicile. De son côté, la

jeune femme lui tient tête. Elle

sait le tumulte qui saisit un cœur

quand il faut accepter l’inacceptable.

Son propre cœur n’est

Avignon du 17 au 19 mars 2011

«Soigner – Prendre soin –

du bébé et de ses parents»

L’ARIP (Association Recherche

Information Périnatalité) annonce

son prochain colloque

international de périnatalité qui

ambitionne d’associer des recherches

fondamentales récen-

A proximité des centrales nucléaires

20000 filles en moins

Une étude de Ralf Kusmierz,

Kristina Voigt et Hagen Scherb,

du Centre allemand de recherche

pour la santé environnementale

à Munich, a examiné

le rapport entre les naissances

et la proximité des centrales

nucléaires, aussi bien en

Suisse qu’en Allemagne.

On sait que le sex ratio est en

général de 105 garçons pour

100 filles. Or, dans les régions

qui entourent les centrales nucléaires,

les naissances féminines

sont encore plus basses

que cette moyenne.

Il avait déjà été démontré que

l’exposition au rayonnement

radioactif n’a pas les mêmes

effets sur les naissances de

filles et de garçons, les conséquences

sur les embryons

pas encore remis de la perte de

son enfant mort-né. Un jour,

une mauvaise chute oblige

Edmond à accepter l’aide de

Rose...

tes, des recherches-actions novatrices

et des renouvellements

de pratique quotidienne.

Renseignements et inscription:

http://arip.fr/

féminins étant particulièrement

lourdes. Cette nouvelle

étude met en évidence des

conséquences graves liées à la

simple proximité des centrales

nucléaires.

Ainsi, durant les 40 dernières

années, dans les zones situées

à une distance de 35 kilomètres

des 31 centrales nucléaires

allemandes et suisses, le

nombre de naissances de fillettes

présente un déficit total

de 20000 par rapport aux

données attendues.

Les chercheurs ont aussi mis

en évidence une augmentation

nette des cas de tumeurs

des enfants dans les environs

des centrales nucléaires.

Source: Communiqué de presse SORTIR

DU NUCLEAIRE du 23.11.2010.


Journée mondiale de la femme 2011

«Rêves pour ma Fille»

Le 8 mars 2011 marquera le 100 e anniversaire de la Journée

mondiale de la femme. A cette occasion, l’Alliance du Ruban

Blanc (ARB) vous demande de lui envoyer vos «Rêves pour

ma Fille» avec vos propres mots et images, ou encore un

court-métrage.

A travers le monde, des familles

espèrent que leurs filles pourront

avoir accès à une éducation,

rester en bonne santé,

choisir quand se marier, et avec

qui, choisir si elles veulent avoir

des enfants et les avoir quand

elles seront prêtes, et pouvoir

vivre leur grossesse et l’accouchement

dans les meilleures

conditions sanitaires. Toutefois,

cela n’est pas encore «un rêve»

pour des millions de jeunes

filles et c’est une injustice mondiale.

Impliquez-vous!

Que souhaitez-vous pour les

femmes de demain? Quels

étaient vos propres rêves, et se

sont-ils réalisés? Nous voulons

inclure votre voix car, ensemble,

nous sommes mieux entendus

et nous faisons bouger les

choses pour les jeunes filles à

travers le monde. Nous vous

invitons à présenter vos rêves

sous la forme d’une déclaration

écrite, d’une photo avec légende,

ou bien dans un court-métrage,

ou une combinaison des

trois. Nous utiliserons ces documents

afin de soutenir notre

travail de campagne, sur notre

site web et/ou pour la réalisation

d’un film.

Comment participer?

Tous les matériels doivent être

envoyés à dreams@whiteribbonalliance.org.

Votre photo devra être accompagnée

d’une courte légende.

Merci de vérifier que la taille de

la photo est inférieure à 7MB.

Votre exposé devra se limiter à

500 mots ou moins.

Votre vidéo devra durer moins

de 2 minutes.

Vous pouvez aussi participer en

ligne en publiant vos rêves sur

le mur de notre profil Facebook

http://www.facebook.com/whi

teribbonalliance.

Organisez un dîner!

Dans les jours qui précèdent –

ou qui suivent – la Journée

mondiale de la femme, dans de

nombreux pays, les membres

de l’ARB organiserons également

des dîners pour montrer

leur solidarité envers les mères

à travers le monde et leurs bébés,

pour discuter des rêves que

nous partageons pour le futur

de nos filles, et pour collecter

des fonds très nécessaires pour

aussi apporter à ces rêves un

soutien pratique. Pour plus

d’informations ou pour nous

faire part de vos projets, merci

de bien vouloir prendre contact

avec nous en écrivant à: infouk@whiteribbonalliance.org.

Informations transmises par

Zuzka Hofstetter

Cour européenne des droits de l’homme

La Hongrie est déclarée coupable

A Strasbourg, la Cour européenne

des droits de l’homme

a déclaré coupable la Hongrie

en raison de sa violation d’un

droit fondamental, à savoir

celui du libre choix de lieu de

l’accouchement. La Hongrie est

l’un des rares pays européens à

interdire en principe l’accouchement

à domicile. Les profes-

sionnel(le)s de la santé qui se

font prendre pour de telles activités

se voient infliger une interdiction

de pratiquer et risquent

même des peines d’emprisonnement.

La Cour européenne

vient de traiter le cas d’une

femme qui a demandé il y a une

année, de manière officielle, à

ouvrir une maison de naissance.

Nouveau

«Naissance» en DVD

En automne 2009, le film

«Naissance» (titre original en

allemand «Geburt») est sorti

dans les salles dans Suisse

alémanique et, au printemps

2010, en Suisse romande. Dès

maintenant, vous pouvez en

acquérir le DVD.

Rappelons que ce film permet

au spectateur de vivre la naissance

d’un être humain comme

Médecines complémentaires

Remboursement sous

conditions

Le Département fédéral de

l’intérieur (DFI) a décidé que la

médecine anthroposophique,

l’homéopathie, la thérapie

neurale, la phytothérapie et la

médecine traditionnelle chinoise

seront remboursées, à

certaines conditions, par l’as-

Elle s’est plainte du refus de

cette requête.

Ce jugement pourrait faire

avancer le cas d’Ágnes Geréb,

cette sage-femme considérée

comme une activiste dans

l’affaire des accouchements à

domicile en Hongrie, qui a été

arrêtée comme «récidiviste» et

qui, après deux mois de déten-

une aventure primordiale. Il

montre clairement que les

femmes osent des actes imprévisibles

et inéluctables, opposent

aux angoisses et aux incertitudes

assez de confiance pour

lâcher prise, attendre et s’arrêter

à leur propre rythme.

Voir aussi:

www.langjahr-film.ch

surance obligatoire des soins

dès le 1 er janvier 2012 pour

une période provisoire allant

jusqu’à fin 2017. Cette période

transitoire sera mise à

profit pour clarifier les aspects

controversés.

Source: Communiqué DFI 12.1.11.

tion, a été mise en résidence

surveillée dans l’attente de son

procès.

Entre-temps, un parti politique

a lancé une initiative parlementaire

qui réclame d’adapter la

législation hongroise à celle des

autres pays européens.

Source: www.pesterlloyd.net/2010_41/41

hebamme/41hebamme.html

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011 31


E D I T O R I A L

Ce mois-ci, deux sujets qui remettent à

jour nos connaissances: la grande prématurité

et les problèmes

de poids chez la femme

enceinte. Ce sont deux

sujets toujours d’actualité

qui nous sont présentés et

je pense que nous avons

besoin de nous y pencher

de temps en temps.

L’interview du Dr Riccardo Pfister est

enthousiasmante. C’est un homme

passionnant pour qui l’a déjà rencontré.

C’est une personne respectueuse des

bébés et de ce que vivent les couples

lors d’une situation de prématurité,

voire de grande prématurité. Il nous

livre là l’essentiel de ce qu’il faut savoir

pour pouvoir informer, de manière

détaillée et correcte, les couples que

nous accompagnons.

Par ailleurs, nous rencontrons de plus

en plus de femmes ayant des problèmes

de poids. Et il est bien possible

que nous en rencontrions désormais

beaucoup, si notre société suit la

tendance venue des Etats-Unis. Il est

important que nous sachions ce qu’il

en est, que nous évitions les idées

reçues et que nous puissions en parler

efficacement avec les femmes que

nous suivons.

Comme il est dit dans le compte rendu

de la 5e Journée scientifique, nous

avons un espace de parole – lors de la

grossesse et/ou durant le post-partum

– qui est tout spécialement privilégié.

A nous donc de nous informer pour

pouvoir aider, conseiller, sensibiliser et,

au besoin, diriger les femmes vers les

personnes compétentes.

Je vous souhaite une bonne lecture et,

si certains propos vous enchantent ou

au contraire vous choquent, n’hésitez

pas à nous en faire part dans une

lettre de lectrice.

Edith de Bock Antonier

32 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

Grande prématurité

D O S S I E R

Quoi de neuf en

Ces dernières années, des observations plus précises ainsi que des données

chiffrées récoltées pour l’ensemble de la Suisse ont enrichi les connaissances

sur les limites et les potentialités des grands prématurés. Il en résulte

un tout autre regard et de nouvelles appréciations. Pour les sages-femmes,

il est important de connaître ces nouvelles pratiques en néonatologie,

car elles impliquent bien davantage les parents.

Comment définit-on

la grande prématurité?

Il existe deux manières de délimiter la

grande prématurité. Dans les études internationales,

on se base souvent sur la distinction

anglo-saxonne qui fait référence

au poids de l’enfant. Dans la grande prématurité,

on distingue deux groupes:

1. Very low birth weight (VLBW), ou très

petit poids de naissance (


néonatologie?

Tableau 1: Taux de mortalité 1

Age Suisse Suisse USA – NICHD USA – NICHD USA – VON Suède Australie

gestationnel (2000–2004) 2 (2005–2009) 3 (1998–2003) 4 (2003–2007) 5 (1998–2003) 6 (2004–2007)7 (2005) 8

n=516 n=562 n=4446 n=4160 n=4477 n=707 n=157

22 0/7 – 22 6/7 100% 100% 95% 94% 96% 90% 95%

23 0/7 – 23 6/7 89% 96% 74% 74% 62% 48% 78%

(80–100) (73–100)

24 0/7 – 24 6/7 70% 69% 44% 45% 37% 33% 49%

(47–100) (27–100)

25 0/7 – 25 6/7 49% 39% 25% 28% 24% 19% 33%

(26–62) (11–62)

1 En pourcentage pour toutes les naissances vivantes. 2 Fischer et al. Arch Dis Child Fetal Neonatal 2009. 3 MNDS 2005–2009. 4 Tyson et al., N Engl J Med 2008.

5 Stoll etl. Pediatrics 2010. 6 Mercier et al. Neonatology 2010. 7 Fellmann et al. JAMA 2009. 8 Doyle et al. J Pediatr 2010.

Tableau 2: Taux de handicap

Age gestationnel Taux de mortalité 1 Survie avec handicap Survie avec handicap Survie sans handicap ni

profond 2,3 sévère 2,4 profond ni sévère 2,4

22 0/7 – 22 6/7 95% 60% a 73–80% a,d 20–27% a,d

23 0/7 – 23 6/7 74% 20–38% a,b,c 27–52% a,c,d 10–53% a,c,d

24 0/7 – 24 6/7 44% 23–40% a,b,c 22–44% a,c,d 16–55% a,c,d

25 0/7 – 25 6/7 25% 17–25% a,b,c 22–27% a,c,d 48–61% a,c,d

1 2 3 Pourcentages des enfants nés vivants. Pourcentages des survivants. Handicap profond: MDI/PDI


tions éthiques, puisque l’on fait ainsi une

sélection entre garçons et filles… La néonatologie

est souvent confrontée à des

problèmes éthiques, la plupart du temps

à la limite de la viabilité!

Le dilemme du néonatologue est qu’il

n’y a souvent pas de solution «idéale»!

Il s’agit de trouver la meilleure, de cas en

cas, avec les parents qui doivent comprendre

les nuances des choix qui vont

devoir être faits. Les quatre principes de

bioéthique aident dans cette

réflexion; ils se basent sur la

bénéficience, la non-maléficience,

le respect de l’autonomie

et la justice de distribution.

Quand se fait cette

réflexion?

Si possible, elle débute

avant la naissance. La première

question qui se pose à la limite

de la viabilité est celle-ci:

Est-ce raisonnable d’intervenir

avec des soins intensifs? C’est

avec les parents que «le meilleur chemin

à prendre» est choisi. Il s’agit bien de

prendre des décisions quant au chemin et

non quant à l’issue. Ainsi, il est du devoir

du néonatologue de choisir avec les parents

par exemple des soins de confort

plutôt que de soins intensifs, mais jamais

d’intervenir pour induire volontairement

un décès.

Dans le contexte de l’éthique, les influences

culturelles sont majeures. Dans

les pays nordiques, les prises de décisions

parentales actives sont attendues après

la présentation des chiffres statistiques

alors que, dans les pays du Sud, une attitude

plus paternaliste prévaut. Dans les

pays de l’Est, les questions éthiques ne

font qu’émerger des vestiges de l’influence

politique totalitaire, par crainte

de sanction.

En Suisse, nous cherchons une solution

qui permet une participation parentale

sans que repose sur eux tout le poids de

la décision (et, par conséquent, une éventuelle

culpabilité ultérieure); les parents

ont d’une certaine façon un droit de

veto. Il est donc primordial, pour l’équipe

de néonatologie, de rencontrer les parents,

de discuter souvent plusieurs fois

avec eux, d’affiner la décision en fonction

de l’évolution et de ce qu’ils sont et de ce

qu’ils pensent.

J’ai souvent à rappeler que, pour tout

bébé, le risque de la naissance est l’un

des plus grands de toute son existence.

En comparaison, en Suisse, il faudra

attendre 70 ans pour retrouver le même

risque de décès! Mais, singulièrement,

34 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

Entretien avec le Dr. Riccardo

Pfister, médecin –

responsable de l’unité de

Néonatologie, Hôpitaux universitaires

de Genève; futur

président de la Société suisse

de néonatologie.

ce risque surgit dans un laps de temps

très court, quasiment ponctuel: en général

durant les premières heures de vie.

Après ce premier risque majeur de la naissance,

ceux liés à la prématurité se modifient

dans un passage temporel. Les néonatologues

rappellent souvent que «La

prématurité n’est pas une maladie»; le

bébé prématuré grandit, évolue et sort

de la prématurité. Il faut donc aider les

parents – en résonnance avec cette évolution

– à sortir du «maintenant»

et à projeter et envisager

le futur de leur bébé.

Cette projection débute

donc idéalement avant la naissance

du bébé prématuré. Et,

puisque l’imaginaire est souvent

pire que la réalité, nous

informons les parents de fa-

çon la plus réaliste et objective

possible, nous les invitons à

visiter la néonatologie et, s’ils

ne peuvent pas se déplacer en

personne, nous disposons

maintenant d’un petit film sur

notre site Internet qui montre

des images d’une trajectoire type d’un

enfant prématuré (http://neonatologie.

hug-ge.ch) de la naissance au retour à

domicile. Comme eux, d’autres parents

sont passés par là…

Vous semblez favoriser

les changements de regard

sur cette dure réalité?

Oui, et de diverses manières. J’ai parlé

des questions éthiques, de même que

des pronostics basés sur des données épidémiologiques,

mais au niveau politique

cette fois, la perspective économique est

le nerf de la guerre: que coûte un enfant

prématuré? Sans disposer de chiffres précis

pour la Suisse, les coûts réels d’une

journée de soins intensifs de néonatologie

sont de 2000 à 3000 francs par jour.

Ainsi, un prématuré extrême de 24 semaines

entraîne des dépenses totales

proches du demi-million de francs (pour

4 mois d’hospitalisation). Calculé par année

de vie de bonne qualité gagnée (en

tenant donc compte du coût de ceux qui

décèdent ou qui survivent avec un handicap

grave), le coût est estimé à 20000

francs par année. Ce coût est au moins

dix fois moins important que pour un patient

âgé aux soins intensifs, ou même

trente à quarante fois moins cher que

pour un cancer ou une leucémie chez

l’adulte. En termes économiques, les

grands prématurés coûtent sans doute

cher mais, dans une justice distributive,

cet investissement devient modeste

compte tenu des années de vie gagnées.

Les réanimations sont-elles

fréquentes?

Oui, la réanimation néonatale est fréquente,

mais aussi planifiable, standardisée

et très efficace, ce qui conduit,

contrairement à celles chez l’adulte, à un

excellent pronostic. Le but primaire est de

préserver le cerveau et d’établir un premier

équilibre des organes vitaux, poumon

et circulation. Au total, 10% des

nouveau-nés nécessitent une intervention

immédiate à la naissance. Dans un

centre périnatal, la population à plus

haut risque entraîne plus de réanimations,

ce qui représente à Genève près de

15% d’interventions ou 2,8% de réanimations

lourdes (deux réanimations

lourdes par semaine). Les très grands prématurés

qui ne font que 1% de toutes les

naissances nécessitent une grande partie

de ces ressources.

Mais, là encore, c’est une question de

perspective. Toute naissance est un vrai miracle.

Prenez la température: la croyance

populaire veut que ce soit la maman qui

chauffe son enfant. En réalité, c’est le

contraire: le fœtus ne peut perdre de la

température qu’à travers sa maman et est

donc toujours plus chaud que sa mère:

son métabolisme est plus intense et, physiquement,

il a de la peine à se refroidir, il

a toujours «trop chaud». Si, avant la naissance,

il lutte pour baisser sa température,

immédiatement à la naissance, il

doit lutter contre la perte de chaleur. Les

nouveau-nés de petit poids, et en particulier

les très grands prématurés, sont

très vulnérables à cette perte de chaleur.

Un nouveau-né qui lutte pour ne pas se

refroidir utilise de l’énergie prévue pour

d’autres processus: c’est ainsi que en

Afrique, des températures élevées pour

un adulte peuvent être insuffisantes pour

le nouveau-né de petit poids: aujourd’hui

encore, la mortalité par hypothermie est

là-bas une des causes fréquentes de mortalité.

Et après la réanimation

néonatale?

Au-delà de l’adaptation primaire nécessaire

à la survie de la naissance pour tout

nouveau-né, l’enfant prématuré doit accélérer

la maturation de tous ses organes

et systèmes encore immatures à la nouvelle

vie. Nous avons évolué de l’attitude

qui cherchait à mimer un utérus artificiel

et donc à maintenir l’enfant prématuré

dans un état «fœtal» à une nouvelle philosophie

où l’aide apportée à l’enfant prématuré

consiste dans l’accompagnement

à l’acquisition des nouvelles fonctions

aériennes à une vitesse individuelle pour


L'incubateur très hautement humidifié compense l'immaturité de la kératine.

chaque organe. La néonatologie moderne

cherche donc à donner à l’enfant les

appuis et le support nécessaire pour faire

l’adaptation de façon autonome, en évitant

dans la mesure du possible les complications

qui pourraient faire obstacle à

ce processus et en donnant un maximum

d’autonomie à l’enfant. La philosophie est

donc: «Le moins possible». Passons quelques-uns

des éléments importants en revue,

en précisant quelles sont les attitudes

et les pratiques nouvelles.

Prenons en premier l’oxygénation. Tous

les organes sont dépendants de l’oxygène,

en premier lieu évidemment le cerveau.

Dans les années 1920–30, la découverte

que ce gaz diminuait la mortalité

du nouveau-né prématuré a conduit

à son utilisation extensive et non contrôlée.

25 ans plus tard, les nombreuses

rétinopathies (alors appelées fibroplasies

rétrolentales) trouvées chez ces enfants

ont permis de conclure à une toxicité de

l’oxygène. Aujourd’hui, la prudence s’impose,

particulièrement chez les prématurés

les plus jeunes avec les organes les

plus immatures. Aussi, pour éviter des

complications oculaires, les apports en

oxygène sont aujourd’hui titrés au plus

bas sous contrôle continuel de l’oxygénation

sanguine. Pour éviter les complications

des radicaux libres de l’oxygène,

cette tendance s’est même étendue à la

réanimation primaire avec la recommandation

très récente de débuter la ventilation

à l’air ambiant. Un changement radi-

cal qui contraste avec les anciennes recommandations

qui préconisaient un début

avec 100%.

Les poumons nécessitent souvent, en

plus de l’oxygène, une pression pour aider

les échanges gazeux particulièrement

chez les grands prématurés: on peut leur

apporter cette aide soit par ventilation

mécanique invasive à travers un tube

dans la trachée et en contrôlant complètement

la fonction, soit par une ventilation

non invasive à l’aide d’une CPAP appliquée

au nez de l’enfant qui donne une

certaine autonomie à l’enfant. Suivant

l’exemple nordique, notre philosophie est

aujourd’hui d’aider mais, si possible, de

«ne pas tout faire»: une autonomie permet

souvent d’éviter des complications.

C’est ainsi qu’en Suisse nous avons, par

rapport à de nombreux centres aux Etats-

Unis, des chiffres beaucoup moins élevés

de dysplasie broncho-pulmonaire chez le

très grand prématuré (12% vs 30–40%),

une des complications typiques à cet âge

de gestation.

Autre domaine problématique: la peau

et la thermorégulation. La peau du grand

prématuré est aussi perméable aux déperditions

que celle d’un grand brûlé.

L’immaturité de la couche de kératine

conduit à des pertes d’eau très élevées,

parfois plus de 140 ml/kg chez les plus

petits. Imaginez-vous, toutes proportions

gardées, qu’un adulte pesant 80 kg perde

plus de 12 litres d’eau par jour! Pour

minimiser ce problème majeur chez le

très grand prématuré qui explique en

grande partie aussi leur risque de déperdition

de chaleur, nous utilisons maintenant

des incubateurs très hautement

humidifiés (80% d’humidité). La nouvelle

vie aérienne induit une maturation accélérée.

En une dizaine de jours, la peau se

modifie pour améliorer la protection et la

thermorégulation, un processus très similaire

à celui observé pour le poumon.

Dans le domaine des systèmes vitaux à

surveiller étroitement, il y a la circulation.

Le fœtus doit modifier sa circulation à la

naissance et l’immaturité chez l’enfant

prématuré, a fortiori s’il est très jeune, ne

favorise pas cette adaptation. La persistante

des «courts-circuits» ou résistances

de la circulation fœtale après la naissance,

comme par exemple la persistance

du canal artériel, oblige le cœur à travailler

trop intensément et peut ainsi conduire

à une défaillance circulatoire qui

nécessite une intervention médicamenteuse

ou même chirurgicale pour rétablir

la bonne perfusion des organes, condition

pour l’apport d’oxygène.

Sans pouvoir discuter tous les processus

d’adaptation, les efforts des équipes néonatales

visent en priorité absolue à protéger

le système nerveux central. Ainsi, le

maintien de la stabilité thermique, respiratoire

et circulatoire, mais aussi métabolique

et nutritionnelle, est au profit du

système nerveux central.

Mais on peut faire davantage pour

l’avenir de l’enfant. Déjà en situation ai-

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

35


La position en flexion stimule le développement sensorimoteur.

guë, nous favorisons les approches qui

aident le cerveau, par exemple en donnant

des appuis et en positionnant l’enfant

en flexion. Nous avons abandonné

la position du malade «à plat sur le dos,

membres étendus» forts du constat

qu’après des hospitalisations longues

(pour les plus jeunes de 3–4 mois), les

enfants prématurés sortants avaient un

tonus corporel dysfonctionnel et des difficultés

proprioceptives et motrices considérables.

Un positionnement qui exploite

positivement la gravité terrestre, nouvelle

pour l’enfant prématuré, qui soutient

son tonus musculaire et encourage qu’il

se touche avec mains et pieds, favorise sa

proprioception et stimule son développement

sensorimoteur.

Autre soutien développemental possible

qui touche une des zones les plus

sensibles chez le jeune enfant, la zone

péri-orale et orale. Durant les premières

semaines, un petit tube gastrique permet

de nourrir l’enfant prématuré si possible

avec du lait maternel tiré. Pour les mères

d’enfants prématurés qui doivent tirer

leur lait pendant plusieurs mois avant

qu’un allaitement au sein ne soit efficace,

cela constitue un long chemin. Pendant

des semaines et des mois, l’enfant prématuré

associe la stimulation de l’alimentation

(par le tube) non pas à un plaisir

oral, mais plutôt à une dis-stimulation de

cette zone très sensible par des nécessités

vitales telles la ventilation, la CPAP

ou les aspirations fréquentes. La mise au

36 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

sein et la succion non nutritive dès les

premiers jours, ainsi qu’une stimulation

péri-orale étudiée pour mimer la mise au

sein, permettent de maintenir l’association

entre sentiment de satiété lors de

l’alimentation par sonde et stimulation

agréable de la zone orale. La progression

à une alimentation active sans tube en est

facilitée. La priorité reste l’alimentation

au sein et, chez nous, grâce à un énorme

effort des mères, 60 à 70% des très

grands prématurés ont encore un allaitement

(au moins partiel) à la sortie de

l’unité de Néonatologie, donc 3–4 mois

après la naissance. Le fait que nous ayons

opté pour le lait maternel frais, c’est-àdire

sans la pasteurisation préconisée

dans d’autres centres surtout français,

profite ainsi à un grand nombre de nos

enfants très prématurés pour une petit

risque d’infection virale que nous devons

accepter.

Ces stimulations sont

relativement nouvelles?

Oui, nos attitudes ont beaucoup changé

en néonatologie. Il y a 10 ou 15 ans,

nous faisions tout pour maintenir le

grand prématuré comme s’il était encore

un fœtus, en somme dans des conditions

proches de celles de l’utérus. Avec l’observation

que la peau, le poumon, la circulation

et tous les organes s’adaptent de

façon accélérée après la naissance, nous

visons aujourd’hui plutôt un soutien de

ces processus d’adaptation pour faire en

sorte que le grand prématuré devienne

progressivement «comme n’importe quel

autre nouveau-né».

Dans le passé, la nutrition était souvent

sacrifiée en faveur de la médecine intensive

qui se concentrait sur les supports

technologiques et médicamenteux.

Aujourd’hui, nous faisons tous les efforts

possibles pour parfaire la nutrition dès les

premières heures de vie, d’abord avec des

nutritions intraveineuses adaptées à la

croissance phénoménale de cet âge, puis

en passant précocement mais progressivement

à une nutrition dans le tube

digestif, d’abord passivement par une

sonde, puis activement dès que la maturité

de coordination de la déglutition et

de la respiration le permet.

Dans la même perspective de maturité

accélérée, nous vaccinons précocement

les grands prématurés. En Suisse, jusqu’ici,

cela se passait à 2, 3 et 4 mois,

souvent avec des retards considérables

pour l’enfant prématuré pour qui l’on

craignait en raison de son faible poids et

âge. Les nouvelles directives 2009 proposent

la vaccination des enfants prématurés

à 8, 12 et 16 semaines d’âge non corrigé,

c’est-à-dire plus rapidement que

pour les enfants à terme. Ceci permet de

protéger les enfants les plus vulnérables,

les grands prématurés, contre les infections

les plus dangereuses pour eux,

comme la coqueluche ou les infections

invasives à pneumocoque.


Il faut saisir toutes les chances d'impliquer les parents.

Y a-t-il des pathologies

plus fréquentes chez les

grands prématurés?

Comme je l’ai déjà mentionné, le cerveau

est notre première préoccupation.

Les hémorragies intracrâniennes (HIC)

sont effectivement plus fréquentes chez

l’enfant prématuré et augmentent inversement

avec l’âge de gestation. Elles sont

donc les plus fréquentes chez les enfants

les plus jeunes. Certaines de ces hémorragies

sont banales, mais les lésions de

grade plus élevé (grade III et IV selon Papile)

nous préoccupent. En Suisse, l’incidence

varie de 30% à 23 semaines d’âge

gestationnel à 10% à 27 semaines et 1%

à 31 semaines. Heureusement, le pronostic

est souvent moins grave que généralement

suspecté, particulièrement si un

seul côté du cerveau est atteint.

La leucomalacie périventriculaire (PVL)

est une autre atteinte typique du cerveau

fœtal et néonatal. Cette lésion est souvent

associée à un trouble de la perfusion

du fœtus combinée à une réaction inflammatoire/infectieuse,

mais elle n’est pas

plus fréquente pour les plus jeunes des

enfants prématurés et se trouve aussi

chez les enfants proches du terme. Endessous

de 32 semaines, tranche d’âge

que nous connaissons particulièrement

bien grâce à un relevé statistique qui

couvre tout le territoire suisse, l’incidence

de cette pathologie qui a un pronostic en

général sombre est de 2–3 %.

Le pronostic des lésions cérébrales du

nouveau-né en général et plus particulièrement

de l’enfant très prématuré est

très difficile à faire. Il ne dépend que partiellement

de la taille et de la zone dans

laquelle elle se trouve et contraste ainsi

fortement d’une lésion chez un adulte.

Ceci s’explique par le développement et

la croissance du cerveau, loin d’être terminée,

même à terme. Si c’est une difficulté

importante pour conseiller les parents,

c’est aussi un point encourageant.

C’est l’espoir de la plasticité du cerveau.

Cette plasticité dépend à la fois de l’âge

(elle culmine entre 0 et 24 mois) et de

l’information que le cerveau reçoit des

organes du sens, d’où l’importance des

soins comportementaux qui stimulent et

améliorent la situation.

Que peut-on faire pour

soutenir cette plasticité

du cerveau?

Nous n’en sommes qu’au début de cette

forme de prise en charge. La technicité

arrive à un plateau de très haut niveau et,

pour faire des progrès ultérieurs, des investissements

technologiques vont sûrement

être importants. En revanche, du

côté des soins comportementaux, il y a

encore beaucoup à apprendre. La recherche

dans ce domaine est indispensable.

Et ce qui est réjouissant, c’est que

ces soins comportementaux impliquent

les parents.

Tout nouveau-né a besoin de contact et

d’interactions. Nous le savons depuis

longtemps: les stimulations favorisent le

développement. Pour donner un ordre de

grandeur, nous pouvons par exemple observer

le nombre de connections que les

cellules nerveuses du cortex font entre

elles. Les connexions ou synapses témoignent

d’un apprentissage cérébral. Le

bébé à terme a 2500 synapses par neurone

et des centaines de milliers de neurones.

A deux ans, ce bébé aura 15000

synapses par neurone alors que l’adulte

n’en aura plus que 7 à 8000 par neurone.

Ces chiffres témoignent de l’énorme

potentiel du cerveau, mais aussi de l’attitude

générale dans la nature à n’entretenir

que les fonctions qui sont utilisées.

Nous pensons qu’il faut saisir toutes

les chances d’utiliser ce potentiel formidable

et qu’il faut y impliquer les parents!

Il faut les aider à en prendre

conscience, puis leur apprendre à stimuler

leur enfant dans la variation sensorielle:

la lumière, les couleurs, les sons,

la musique, les bruits, le toucher, les

contrastes chaud/froid, les goûts, etc. En

somme, des expériences toutes simples,

tout en douceur et en émotion puisqu’elles

doivent évoquer une réponse

favorable de l’enfant et qui vont créer de

nouvelles connexions dans leur cerveau

et dans leur vie…

Propos recueillis par

Josianne Bodart Senn

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011

37


Josianne Bodart Senn

Aujourd’hui, une femme sur dix porte

une attention exagérée à l’alimentation et

une part non négligeable des femmes en

âge de procréer (4,5–9%) présente des

troubles du comportement alimentaire.

«Ce sont des patientes secrètes», précise

Barbara Soldera Kaiser, sage-femme, professeure

(HEdS Genève). Elles ont honte de

leur pathologie. Elles font tout pour se

conformer à la norme et cachent leurs

troubles du comportement alimentaire. Or,

F O K U S

5 e Journée scientifique

Obésité, troubles du comportement

alimentaire et maternité

Cette année, l’attention de la Journée scientifique 1 s’est portée sur ces écarts par rapport

aux normes corporelles qui sont si sévèrement sanctionnés dans notre société. Le dialogue

est bien difficile entre le personnel médical qui considère que toute accumulation anormale

ou excessive de tissus adipeux représente un danger pour la santé et les femmes qui jugent

leur situation par rapport à une image idéale tendant actuellement vers la minceur, voire

la maigreur. Entre «danger» et «image idéale», comment se faire entendre et comprendre

dans les consultations prénatales ou postnatales?

Obésité et surpoids

Quelques chiffres

• En Suisse, 37% de la population est

en surpoids et 8% en état d’obésité

• C’est l’indice de masse corporelle

(IMC) AVANT la conception qui est le

plus important

• La prise de poids idéale durant la

grossesse était de 6,8 kg dans les

années 30 aux Etats-Unis. Elle était

de 10 kg dans le années 50 en Suisse.

En 1990, l’Institut américain de médecine

(IOM) préconisait 9,1 kg.

• Les chiffres réels sont bien différents:

– En 2004, 44,9% des femmes prenaient

plus de 15 kg et 14,2% plus

de 20 kg

– En 1986, 18,1% des femmes prenaient

plus de 15 kg et 2,1% plus

de 20 kg

– De 1986 à 2004, l’IMC supérieur

à 25 a doublé (il est passé de 15,9

à 30,1%)

Maria-Pia Politis Mercier, sage-femme,

professeure HECVSanté Lausanne

38 Hebamme.ch

2/2011 Sage-femme.ch

la grossesse est justement un moment

critique parce qu’elles éprouvent un sentiment

d’inconfort, qu’elles perdent soudain

le contrôle sur leur poids – ce qui est

primordial pour elles – mais aussi sur leur

corps et sur leur vie. Les sages-femmes sont

donc aux premières loges et il serait bien

que chaque femme enceinte présentant

des troubles du comportement alimentaire

n’ait qu’une seule sage-femme référente.

Connaître les signes

et les symptômes

Comment dépister les troubles du comportement

alimentaire? 45% des femmes

concernées demandent elles-mêmes un

traitement, mais les autres restent dans un

déni total. Il faut aussi savoir que 70% sont

en amélioration durant la grossesse: diminution

du déni, responsabilisation vis-à-vis

de l’enfant, réceptivité des conseils, amélioration

de l’image de soi.

Il existe des signes d’alerte: IMC bas en

début de grossesse (


• de la contraception, car, souvent, ces

femmes se croient infertiles et se retrouvent

enceintes sans l’avoir désiré. Ou

bien elles utilisent un contraceptif oral

alors qu’elles gardent l’habitude de se

faire vomir...

Pour le Dr. Vittorio Giusto, médecin endocrinologue

(CHUV), les cinq premières

minutes de la première consultation sont

déterminantes et les professionnel(le)s de

la santé doivent s’adapter à la patiente et

non l’inverse. Dans cette perspective, il indique

qu’une bonne dose d’empathie est

indispensable, pas seulement au niveau

verbal. Ainsi, il faut veiller à ne pas dominer

(sièges à même hauteur), à ne pas rester les

bras croisés (attitude défensive), à privilégier

les questions les plus ouvertes possibles.

Le Dr. Vittorio Giusto rappelle par ailleurs

qu’une femme obèse sur quatre est en

dépression. Il cite Roland Rosmond (2003)

pour qui l’obésité et la dépression seraient

la même maladie. Dès lors, il faut que

l’équipe de soignants s’adapte à la patiente,

et non le contraire. Il ne sert à rien de prescrire

des restrictions. Il convient plutôt de

viser un rééquilibrage des apports et des

dépenses et d’introduire de nouvelles activités

physiques.

Maaike Kruseman, diététicienne (Genève),

ajoute que, paradoxalement, les conseils

nuancés sont estimés «peu clairs» par

les patientes. Elle suggère aux sages-femmes

de poser quelques questions simples,

qui peuvent déjà faire comprendre un certain

nombre de choses avant d’orienter

vers la diététicienne:

• Qu’est-ce que c’est «avoir faim»? La sentez-vous

sous forme de «creux à l’estomac»?

• Qu’est-ce que la satiété? Comment la

ressentez-vous? Que faites-vous alors:

vous arrêtez-vous ou avez-vous tendance

à finir votre assiette?

• Mangez-vous sans faim? Quand? Où?

Pourquoi?

• Grignotez-vous souvent? Quand? Où?

Pourquoi?

A cela, Maaike Kruseman ajoute une astuce

en principe facile à intégrer: «Toujours

s’asseoir pour manger!»

Pas de conseils trop

directifs, mais des astuces

Autre principe facile à retenir: «Stimuler

le plaisir de bouger!» Le Dr. Bengt Kayser,

médecin (Institut des sciences du mouvement

et de la médecine du sport, Genève)

rappelle que la sédentarité et le manque de

mobilité rendent souvent l’accouchement

problématique, parce qu’un épuisement

physique se fait rapidement sentir au cours

du travail.

Troubles du comportement alimentaire

Comment les reconnaître?

Anorexie mentale (0,5%):

9 femmes pour 1 homme

• Manque de confiance en soi, perfectionnisme

radical, doute perpétuel sur

ses compétences

• Nécessité d’un contrôle absolu de soi

et des autres: la personne devient

tyrannique pour diminuer son anxiété

• Perception de l’image corporelle gravement

altérée et surinvestie: la personne

ne ment pas quand elle dit «je

suis énorme», elle voit de la «graisse»

là où nous percevons des «creux»

• Déni ou ambivalence quant à ses troubles:

la personne est peu motivée et

quand elle l’est, ce n’est pas pour très

longtemps

• Isolement social subi: la personne redoute

les moments conviviaux où l’on

boit et mange ensemble

• Refoulement massif de la sexualité et

détestation des caractères sexuels

• Règle des 3 «A»: Amaigrissement +

Anorexie + Aménorrhée

• Hyperactivité sans fatigue, surinvestissement

intellectuel

• Au début, euphorie («orgasme de la

faim»), puis irritabilité, enfin dépression

• «Pour une fois, je me sens compétente.

Pas question de changer...»

Boulimie (1,5% à 3,5%):

7 femmes pour 3 hommes

• Littéralement, «faim de bœuf»

• Episodes récurrents d’hyperphagie, de

frénésie alimentaire et de perte de contrôle,

suivis de mécanismes compensatoires

(vomissements provoqués, prise

de laxatifs)

• Poids apparemment normal

On a longtemps pensé que la grossesse

était la période de «couvaison» et, que

pour éviter les fausses couches ou les

accouchements prématurés, il fallait s’abstenir

de bouger. A l’inverse, des études

récentes menées en Suisse ont démontré

les effets bénéfiques de l’activité physique

modérée chez les femmes enceintes et

leur fœtus (voir: Sage-femme.ch, 12/2009,

p. 28).

Souvenez-vous aussi que la fréquence

cardiaque durant le travail est semblable

à celui des sportifs entraînés (course à

pied, vélo, etc.). Le Dr. Bengt Kayser

pense que les sages-femmes devraient en

parler plus longuement dans les sessions

• Même profil que l’anorexique (en moins

sévère)

Dans 50 à 90% des cas, anorexie et boulimie

se présentent avec d’autres morbidités

psychiques:

• Troubles de l’humeur

• Anxiété (TOC, phobie sociale)

• Troubles de la personnalité

• Syndrome de dépendance (tabac, alcool,

cocaïne, jeux, cleptomanie, etc.)

• Suicidalité

Risques accrus

Anorexie et boulimie amènent un risque

accru de fausses couches, de poids

faible à la naissance, de césarienne.

Mais, par un soutien psychologique

adéquat, il est possible de faire évoluer

l’ambivalence. Apparaît alors un sentiment

d’être responsable face au fœtus.

Un soutien social et identitaire peut

même se constituer. Toutefois, un risque

de récidive après accouchement n’est

pas exclu lorsqu’il y a difficulté d’allaiter

ou de créer un lien d’attachement. En

outre, il existe un risque accru de dépression

post-partum: 1 sur 3 chez les

boulimiques, 2 sur 3 chez les anorexiques,

alors que, dans population générale,

il se situe entre 3 et 12%.

Pronostics

Chez les anorexiques, 50% de guérison,

25% d’amélioration (préoccupations

alimentaires encore présentes mais

moindres) et 25% de chronicité (danger

subsiste).

Dr. Sandra Gebhard

responsable médical du Centre vaudois

anorexie et boulimie (abC)

de préparation à la naissance. L’idée à

faire passer, pour toutes les femmes enceintes

quel que soit leur IMC, serait

celle-ci: tout mouvement fait dépenser

de l’énergie et toute contraction musculaire

augmente le métabolisme, ce qui

conduit à un nouvel équilibre entre apports

et dépenses.

D’où des astuces simples, comme:

• Prendre les escaliers plutôt que l’ascenseur;

• Compter ses pas et les augmenter de

jour en jour: s’auto-observer grâce à un

podomètre, en faire davantage régulièrement,

tous les jours et, si possible,

ajouter de petits effets de «sprint».

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 2/2011 39


40 Hebamme.ch

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M O S A Ï Q U E

Controverse

Le paracétamol est-il dangereux?

Une équipe réunissant des chercheurs

français, danois et finlandais

a étudié les effets de la

prise d’antalgiques légers (aspirine,

anti-inflammatoires, mais

aussi paracétamol) au cours de

la grossesse auprès de 2300

femmes danoises ou finlandaises.

Publiés sur le site de la revue

Human Reproduction, les résultats

indiquent que les garçons

danois dont la mère avait pris

ces antalgiques pendant leur

grossesse, ont plus fréquemment

une cryptorchidie – testicule

restant en position abdominale

et ne descendant pas

dans les bourses –, et ce d’autant

plus que la mère a pris une

dose importante d’antalgiques.

Cette association entre la prise

d’antalgiques et l’anomalie

n’est cependant pas retrouvée

pour les femmes finlandaises.

Les résultats indiquant que le

paracétamol pourrait lui aussi

avoir un effet de perturbateur

endocrinien sont confortés par

l’expérimentation animale chez

le rat.

Les experts concluent que la

prise de paracétamol et d’autres

antalgiques légers par les femmes

enceintes pourrait s’ajouter

à d’autres perturbateurs

endocriniens antiandrogéniques

et contribuer à des anomalies

de l’appareil reproducteur chez

les enfants mâles, sources de

problèmes de fertilité ultérieurs.

Les auteurs entendent continuer

de suivre les garçons dont

les mères ont participé à l’étude,

certains entrant dans la

puberté.

Source: Intrauterine exposure to mild

analgesics is a risk factor for development

of male reproductive disorders in

human and rat. Kristensen D.M. and al.

In: Human Reproduction, depuis le

8.11.2010 sur http://humrep.oxfordjournals.org.

Réaction en France

Le 16 novembre 2010, le

Centre de référence sur les

agents tératogènes apporte

cette mise au point:

• «Cet article comporte trois

parties: une étude épidémiologique,

une expérimentation

animale in vivo et une autre

ex vivo.

• L’étude épidémiologique a

été réalisée par interrogatoire

de femmes enceintes au 3 e

trimestre sur leur consommation

d’antalgiques au cours

des deux premiers trimestres

de grossesse. Les garçons ont

ensuite été examinés à la naissance

à la recherche d’une

cryptorchidie.

• La fréquence des cryptorchidies

n’est pas significative-

Prématurés

Des apprenants en herbe

ment augmentée chez les

femmes ayant consommé un

antalgique en cours de grossesse,

ni chez les femmes

ayant consommé spécifiquement

du paracétamol, de l’aspirine

ou de l’ibuprofène.

• Les cryptorchidies ne sont pas

augmentées par la prise de

paracétamol au 1 er ni au 2 e trimestre

(l’étude n’inclut pas le

3 e trimestre).

• Ce n’est que chez les enfants

des mères ayant pris du paracétamol

pendant plus de 15

jours au 1 er et au 2 e trimestre

que l’on retrouve une augmentation

des cryptorchidies

à la naissance. Aucune information

sur leur sévérité, ni sur

leur évolution n’est fournie

(alors qu’elle est spontanément

favorable pour une

grande proportion entre l’âge

de 1 et 3 mois).

• Le nombre important de données

manquantes dans la

partie épidémiologique et la

méthodologie insatisfaisante,

doublée de résultats non concluants

pour les parties expérimentales,

ne permettent pas

d’établir à ce jour un lien de

causalité entre la prise de paracétamol

en cours de grossesse

et une augmentation de la

fréquence des cryptorchidies.

• Le bénéfice du paracétamol

en cours de grossesse reste au

premier plan, quel que soit le

terme de la grossesse.»

Source: www.lecrat.org

Réaction en Suisse

Concernant la prescription de

médicaments par les sagesfemmes,

Alice Panchaud (Swiss

Teratogen Information Service –

STIS) précise qu’il est «très important

de considérer toutes ces

études avec beaucoup de précaution.

Les patientes sont souvent

plus inquiètes que ce

qu’elles devraient et, selon

notre étude de perception du

risque, les professionnels de

santé aussi! Néanmoins, le paracétamol

reste la molécule la plus

sûre d’utilisation pendant cette

période (par rapport aux AINS

par exemple) et notamment

comme fébrifuge (la fièvre est

également considérée comme

potentiellement tératogène). Il

serait dommage d’entacher sa

réputation sans élément solide.

Ce n’est pas la première fois que

l’exposition in utero au paracétamol

est reliée à un outcome

négatif (par ex. l’asthme). Le lien

de causalité n’en est pas, pour

autant, démontré!»

Informations transmises par

Yvonne Meier

Même les bébés prématurés âgés de 33 SA sont capables de reconnaître et de discriminer deux objets de formes différentes

(prisme et cylindre) avec leur main droite ou gauche! C’est la première fois qu’est mise en évidence une perception

manuelle déjà efficiente chez des bébés prématurés.

C’est ce que montrent des chercheurs

de deux laboratoires: le

laboratoire de psychologie et

neurocognition (CNRS/UPMF/U.

Savoie) et le laboratoire de psychologie

de la perception (CNRS

/U.Paris Descartes) en collaboration

avec une équipe du service

de néonatologie du CHU de

Grenoble. A l’origine de toute

connaissance perceptive, les

organes des sens et les systèmes

sensoriels du bébé prématuré

sont moins efficients

que ceux, bien qu’encore inachevés,

du bébé né à terme.

Dès les premières minutes qui

suivent sa naissance, un nouveau-né

à terme commence à

recevoir des stimulations tactiles

en grand nombre: il est

lavé, placé sur le ventre de sa

mère, allaité, langé... Son corps

a donc déjà des contacts avec

d’autres peaux que la sienne,

avec des linges, draps, tétines,

etc. Bref, avec des objets de textures,

de consistances et de

formes différentes.

Le grasping (une forte flexion

des doigts lorsque l’on place un

index dans la paume de l’enfant)

n’est pas qu’un simple

réflexe, le nouveau-né né à terme

possède déjà, dès les premières

heures de vie, une véritable

perception manuelle, une

capacité tactile qui lui permet

d’appréhender son environnement.

Mais qu’en est-il pour le

bébé prématuré, sachant qu’il

présente des fonctions neurologiques

d’autant plus immatures

qu’il est né en avance?


Pour le savoir, les chercheurs

ont mené une expérience auprès

de 24 bébés prématurés

âgés de 33 à 34+6 SA. Leur âge

gestationnel moyen (âge de

naissance) était de 31 SA (soit

après environ 7 mois de grossesse)

et leur poids moyen à la

naissance était de 1500 g.

L’équipe de recherche a proposé

une méthode expérimentale

basée sur l’habituation

(première phase) et la réaction à

la nouveauté (seconde phase),

similaire à celle utilisée chez

les nouveau-nés à terme. Cette

méthode s’appuie sur un principe

simple et universel qui est

le désintérêt progressif que

nous manifestons pour un objet

familier et le regain d’attention

que nous avons pour un objet

nouveau.

Ainsi, lors de la première phase,

l’expérimentateur met un petit

objet (prisme pour la moitié des

bébés et cylindre pour l’autre)

dans une main du bébé (la main

droite pour la moitié des bébés

et la main gauche pour l’autre).

Dès que le nourrisson lâche

l’objet, l’expérimentateur le lui

remet dans la main et mesure

ainsi à chaque essai le temps de

tenue de l’objet. Les chercheurs

observent que celui-ci diminue

aux cours des essais, témoignant

que le bébé s’est «habitué»

à la forme de l’objet.

Dans une seconde phase, une

fois le bébé habitué à un objet,

les chercheurs présentent à la

moitié d’entre eux un objet avec

une nouvelle forme, et à l’autre

moitié l’objet familier (le même

qu’en phase d’habituation).

Résultat: le temps de tenue est

plus élevé pour l’objet nouveau

(réaction à la nouveauté) que

pour l’objet familier. Ceci prouve

Suisse

Santé des nouveau-nés

que la baisse des temps de

tenue (observée durant la première

phase) n’est pas due à

une fatigue des bébés sinon ils

ne s’intéresseraient pas plus à

quelque chose de nouveau.

Cette expérience montre pour la

première fois que les bébés

prématurés sont capables de

reconnaître un objet avec leur

main (habituation tactile) et

qu’ils présentent une préférence

pour l’objet nouveau, reflétant

ainsi sa capacité à faire la différence

entre deux objets de

formes différentes (discrimination

tactile). Autrement dit, à chaque

tenue de l’objet, les bébés

prématurés comme ceux nés à

terme, sont capables d’extraire

tactilement de l’information sur

sa forme, de la stocker temporairement

dans leur mémoire et

de la comparer avec une nouvelle

prise d’information tactile.

Si l’objet est le même, ils

cessent de le tenir et, s’il est

différent, ils s’y intéressent

davantage

Les bébés prématurés, comme les

nouveau-nés à terme sont ainsi

des consommateurs de nouveauté

tactile, et donc des apprenants

en herbe. Ces résultats apportent

une meilleure connaissance des

capacités perceptives des bébés

prématurés. Ce qui devrait aider

les professionnels des services de

néonatologie à optimiser les interventions

et les soins prodigués

aux prématurés, notamment dans

le but de réduire leur stress et de

leur offrir des conditions optimales

à leur développement.

Source: Communiqué de presse Pôle Grenoble

Cognition du 2 mars 2010.

Voir aussi: Lejeune F., Audeoud F., Marcus

L., Streri A., Debillon T. et al.: The Manual

Habituation and Discrimination of Shapes

in Preterm Human Infants from 33 to

34+6 Post-Conceptional Age. In: PLo

SONE, 02.2010, www.plosone.org.

Nouveau-nés 2007 2008 2009

Naissances vivantes 74494 76691 78286

Age gestationnel

Très grands prématurés (22–27 semaines) 0,3% 0,4% 0,4%

Grands prématurés (22–31 semaines) 1,0% 1,0% 1,0%

Prématurés (22–36 semaines) 7,3% 7,5% 7,4%

Naissances à terme (37–41 semaines) 91,9% 91,9% 91,9%

Naissances après terme (plus de 41 semaines) 0,7% 0,6% 0,6%

Poids de naissance

Poids extrêmement faible (moins de 1000g) 0,4% 0,5% 0,5%

Poids très faible (moins de 1500g) 0,9% 1,0% 1,0%

Poids faible (moins de 2000g) 2,1% 2,2% 2,3%

Poids moyen à la naissance 3298g 3295g 3289g

Hypotrophie néonatale1 8,9% 8,7% 9,5%

Naissances multiples2 Jumeaux 32,0 33,3 35,6

Triplés 0,9 1,2 0,9

1 Définition: voir glossaire (Valeurs de référence: Allemagne 1995–2000, Voigt M. and al., 2006)

2 Nombre de jumeaux et de triplés pour 1000 enfants vivants

Source: Communiqué de presse OFS du 23.11.2010.

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J Clin Nut 2006 ; 1-7 ; 3. HCP tracker Switzerland 2009 – ACNielsen: erste von Fachleuten empfohlene Milch bei Verdauungsproblemen

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