Jahresbericht 2010 - Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG

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Jahresbericht 2010 - Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG

S I G

Schweizerische Interpretengenossenschaft

Schweizerische

Interpretengenossenschaft

Jahresbericht 2010


Impressum

Verantwortlich für den Inhalt

Cla F. Nett

Texte

Karl Knobloch, Cla F. Nett, Bruno Marty, Sara Pepe

Gestaltung und Layout

Bruno Prandi

Fotos

Bruno Prandi

Verwendung der Inhalte nur mit Erlaubnis der

Schweizerischen Interpretengenossenschft SIG

©2011 Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG

Kontakt

Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG

Kasernenstrasse 15

8004 Zürich

Tel. +41 43 322 10 60

E-Mail: info@interpreten.ch

Web: www.interpreten.ch

Vorwort des Präsidenten

Liebe SIG-Mitglieder,

wenn wir bei ständigem Vorwärtsstreben

kurz innehalten und zurückblicken,

dürfen wir durchaus etwas stolz sein

auf das Erreichte. Vor zehn Jahren hätte

kaum jemand vermutet, die SIG da zu

sehen, wo sie heute steht!

Nebst wichtigen Dienstleistungen an

euch Künstlerinnen und Künstlern

und an eure Berufsverbände, kann die

Schweizerische Interpretengenossenschaft

SIG auch in den Urheberrechtsdebatten

– ihrer Kernaufgabe – nicht

mehr übergangen werden. Dass diese

Positionen erkämpft werden konnten,

ist die Folge eurer Solidarität, der

Solidarität und Hartnäckigkeit unserer

Vorgängerinnen und Vorgänger, des

kompetenten Verhandelns und Debattierens

unserer Vertreterinnen und Vertreter,

sowie einer Verwaltung, die sich

effizient in den Dienst unserer Anliegen

stellt. Ganz herzlichen Dank!

Die Solidarität unter unseren Verbänden

war auch ein wichtiger Gedanke

beim Erwerb unserer Liegenschaften.

Das Anbieten von Büroräumen unter

einem Dach für

die Verbandssekretariate,

zu fairen Mietzinsen, ermöglicht

eine Vernetzung, die auch mit besten

EDV-Systemen nicht zu erreichen

wäre. Mit einer solchen Vernetzung

können unsere Verbände frühzeitig erkennen,

wenn wieder einmal Raubzüge

auf unsere Rechte geplant werden.

Vergessen wir nicht: Rechte die nicht

oder ungenügend wahrgenommen

werden sind schon verloren! Verloren

nicht nur für die Müden und Bequemen,

die nicht mehr kämpfen wollen

oder kämpfen können. Verloren sind

solche Rechte in der Regel auch für die

nächsten Generationen.

Also: Weiter wie bisher. Solidarität,

Kampf, Gesetz. Dies muss unsere Reihenfolge

sein!

Herzlich

k

Karl Knobloch

S I G

Schweizerische Interpretengenossenschaft


Aktivitäten 2010

Politische Ebene

Kulturpolitisch hat uns die Botschaft zum neuen Kulturfördergesetz (KFG) beschäftigt,

welche Ende Jahr von den Eidgenössischen Räten verabschiedet wurde. Federführend

seitens der Kulturschaffenden war Suisseculture als Dachverband, den

wir jedoch tatkräftig unterstützt haben. Wir haben auch eine eigene Stellungnahme

verfasst und diese mit weiteren Verbänden und Organisationen abgesprochen.

Die Revision des Mehrwertsteuergesetzes (Teil B Einheitssteuersatz und weitestgehende

Aufhebung der Ausnahmen) wurde von der Kommission für Wirtschaft und

Abgaben des Nationalrates (WAK NR) an den Bundesrat zur Neubehandlung und

zur Beibehaltung (u.a.) der Kulturausnahme zurückgewiesen. Bei diesem Thema

hat die SIG für Suisseculture und die ihr angeschlossenen Kulturverbände die

Hauptarbeit geleistet.

Auf internationaler Ebene nimmt die SIG an Kongressen von FIM und FIA und

Messen, wie Midem und Popkomm, teil und unterstützt den Schweizerischen

Musikerverband SMV/USDAM finanziell mit jährlich CHF 17‘500 bei der Abgeltung

der Unkosten, die durch das FIM Vizepräsidium anfallen. Dies trägt dazu bei, dass

die Stimme der Schweizer Kulturschaffenden auch international (z.B. in Brüssel)

wahrgenommen wird.

Das im Anschluss an die Diskussion um eine Quote für Schweizer Musik in den

Radioprogrammen der SRG geschaffene Dialogorgan bewährt sich bestens und hat

zu einer spürbaren Verbesserung der Atmosphäre beigetragen. Die jährlichen Gespräche

und Auswertungsdiskussionen finden in einer deutlich entspannteren Atmosphäre

statt und es ist tatsächlich eingetroffen, dass nach anfänglichem Zögern

auch die Programmverantwortlichen daran Freude gewinnen Schweizer Musik zu

fördern. Einziges Sorgenkind bleiben immer noch die Tessiner Programme.

Konzertmitschnitte

Der traditionelle Tätigkeitsbereich der SIG, die Bewilligung von Konzertmitschnitten,

gibt nach wie vor viel Arbeit, wobei die Einnamen der SIG vor allem aus den

Geschäften von Oper, Tonhalle und OSI herrühren. Bei allen anderen Orchestern

fällt das Aufwand-Ertragsverhältnis über weite Strecken negativ aus. Mittelfristig

wird man wohl nicht darum herumkommen, die Höhe der Administrationsgebühren

zu thematisieren. Insgesamt wurde dabei für die Orchester ein Bruttoumsatz

von rund 258‘000 bei 29 Geschäften erzielt (Vorjahr: 215‘000 bei 34 Geschäften).

Bei der Oper Zürich haben wir zudem entdeckt, dass die Entschädigungen an die

Zuzüger und Zuzügerinnen seit einiger Zeit nicht mehr korrekt ausbezahlt worden

sind. Dies wird jedoch zur Zeit bereinigt.

In der Romandie sind in den letzten Jahren für die Weiterführung und Ausgestaltung

der Senderechtsverträge enorme Kosten angefallen, da sich dort Orchesterleitungen

und Sendeanstalten gegenüber der SIG und den Musikerinnen und

Musikern extrem unkooperativ verhalten. David Johnson von der Antenne Romande

der SIG widmet diesen Problemen den Hauptteil seiner Arbeitszeit, so dass die

Gefahr besteht, dass berechtigte Anliegen der übrigen darbietenden Künstlerinnen

und Künstler in der Romandie zu kurz kommen.

Swissperform

Ein – leider nicht sehr produktiver – Hauptpunkt der letztjährigen Tätigkeit betraf

die Überprüfung der Verteilung der Swissperform im Phonobereich. Dabei wurden

leider einige Ungereimtheiten und Abweichungen vom Verteilreglement entdeckt.

Die Fehlerbehebung und Umsetzung der Erkenntnisse wird uns auch dieses Jahr

noch etliche Arbeit bescheren.

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Nach einer relativ kurzen Amtszeit hat zudem die Direktorin Sabine Jones ihr

Arbeitsverhältnis aus privaten Gründen gekündigt. Per Ende Jahr konnte mit Poto

Wegener ein ausgewiesener Nachfolger gefunden werden, der auch aus seiner

früheren Tätigkeit wichtige Erfahrung in Fragen des Verteil- und Verwertungsrechts

mitbringt.

Verteilung im Auftrag Swissperform

Seit Jahren besteht ein Zusammenarbeitsvertrag zwischen SIG und Swissperform

wonach die SIG die Verteilung von gewissen Bereichen der nutzungsbezogenen

Verteilung übernimmt. Ab den Nutzungsjahren 2003 (Phonobereich) und 2004

(Audiovisionsbereich) wird die Verteilung nach neuem Verteilreglement durch die

SIG vorgenommen.

2010 wurden folgende ordentlichen Verteilungen durchgeführt:

- Nutzungsbezogene Verteilung der Vergütungen aus der Nutzung von Livedarbietungen

und nicht im Handel erhältlichen Tonträgern im Bereich Phono für

das Nutzungsjahr 2009.

- Nutzungsbezogene Verteilung der Vergütungen aus den übrigen Nutzung

im Bereich Audiovision, sowie Darbietungen ausschliesslich auf der Tonspur

eines audiovisuellen Werkes für das Nutzungsjahr 2009.

Im Phonobereich konnten insgesamt CHF 121‘063.45 an ca. 1’071 Personen (darunter

13 Kollektive) ausbezahlt werden. Im Audiovisionsbereich konnten insgesamt

CHF 937‘109.75 an ca. 1’333 Personen (darunter 10 Kollektive) ausbezahlt

werden.

Zur Deckung der Verteilkosten wurden der jeweiligen Verteilsumme vorab 10%

abgezogen. Die effektiven und direkt zuordenbaren Verteilkosten (Löhne Verteilausschuss,

Sitzungskosten, Miete, Druckwaren, Porti, Telefon, Honorare Verteilausschuss

und Präsidium) wurden direkt belastet. Für den Verwaltungsaufwand der

SIG (Lohnanteil Geschäftsleitung und Sekretariat, Anteil an Fixkosten wie Strom,

Reinigung, Versicherungen usw.) wurde eine Jahrespauschale eingesetzt.

Beratung

Wie Teilbereiche der Verteilung wird auch der Bereich der Beratung für Ausübende

Künstlerinnen und Künstler von der Swissperform an die SIG delegiert. Unser

Beratungsdienst ist die Anlaufstelle für kostenlose Beratung für Mitglieder als auch

für Nichtmitglieder. In diesem Bereich arbeiten wir mit verschiedenen Partnerverbänden

zusammen.

So wurden im Berichtsjahr unzählige Beratungen per Telefon, E-Mail oder in

direktem Gespräch durchgeführt. In einigen Fällen hat die SIG auch Rechtschutz

gewährt. In diesen Fällen wurde den Hilfesuchenden ein spezialisierter Anwalt

vermittelt und die Verfahrenskosten übernommen.

Von Seiten des Institutes für Geistiges Eigentum (IGE) wurde 2009 die Struktur des

Beratungsdienstes der SIG bemängelt. Insbesondere, dass die abgeschlossenen

Geschäftsbesorgungsverträge mit den Partnerverbänden eine indirekte Verbandssubventionierung

darstellten. Aus diesem Grund mussten sämtliche Kooperationsverträge

per Ende 2010 gekündigt werden.

Aufgrund der Intervention durch das IGE wurde bis Ende 2010 ein neues Modell

für den Beratungsdienst der SIG im Auftrag Swissperform erarbeitet. Das Modell

konnte jedoch nicht auf Anfang 2011 eingeführt werden, da es noch von verschiedenen

Gremien abgesegnet werden musste. Jedoch wurde mit dem neuen Modell

eine Basis gelegt, welche ein tragfähiges Konzept für die Zukunft darstellt.

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Mitglieder

Die SIG hatte Ende des Jahres 3522 Mitglieder. Diese haben als Genossenschafter

ihre Exklusivrechte im Bereich der Leistungsschutzrechte treuhänderisch an die

SIG abgetreten wobei der Umfang der abgetretenen Rechte bei den Orchestermusikern

grösser ist als in den übrigen Sparten der SIG.

Schweizerische Interpretenstiftung SIS

Die SIG hat wiederum Infrastruktur und Personal für die Stiftung bereitgestellt. Ein

grosses Pensum leistet Sara Pepe als Leiterin des Sekretariats und Cla Nett fungiert als

Aktuar der Stiftung. Die Verwaltungskosten wurden mit einem Betrag von CHF 95‘000.-

zuzüglich MwSt, an die SIG abgegolten. In diesem Betrag ist die allgemeine Beratung

der Gesuchsteller sowie die Geschäftsführung und Buchhaltung der Stiftung enthalten.

Ein wichtiger Meilenstein war die Inbetriebnahme der neuen Datenbank für die

SIS. Dies führte zu neuen Abläufen und Vereinfachungen bei der Eingabe der Gesuche

sowie zu einer besseren Übersicht für die Beurteilung durch die Fachpersonen.

Weiter wurden doppelt und dreifach geführte Adressen eliminiert, die generelle

Übersicht verbessert, sowie die Überträge auf Folgejahre und die Handhabung der

stornierten Gesuche wesentlich erleichtert.

Kasernenstrasse 23

Der Umbau der Liegenschaft Kasernenstrasse 23 und Zeughausstrasse 7 wurde bis

auf wenige Details und Anpassungen abgeschlossen. Ab September 2010 ist die Liegenschaft

voll vermietet und die Synergien zwischen SIG, Swissperform und den dort

eingemieteten Verbänden machen sich bereits bemerkbar.

Abweichungen zum ursprünglichen Projekt ergaben sich hauptsächlich durch die Realisierung

des Mehrzweckraumes im Untergeschoss, welcher bereits rege für diverse

Sitzungen und Workshops benutzt wurde. Zudem konnten die Räumlichkeiten in der

Zeughausstrasse 7 vollumfänglich an die Kantonspolizei Zürich vermietet werden.

Dazu bedurfte es jedoch einiger Anpassungen an deren Bedürfnisse und teilweise

wurden Unterhaltsarbeiten vorgezogen.

Gewisse Mehrkosten wurden durch Auflagen der Baupolizei – im speziellen der

Feuerpolizei – verursacht. So mussten die bestehenden Gipsdecken durch stärkere

Gipsdecken mit einem höheren Brandwiderstandswert ersetzt werden. Auch die

Kanalisation im Gebäude musste nach Auflagen komplett neu erstellt werden.

Alles in allem kann es als gelungener Umbau einer Liegenschaft im Herzen Zürichs

betrachtet werden. Der Umbau konnte für Zürcher Verhältnisse äusserst rasch

realisiert und die Termine eingehalten werden. Erfreulicherweise wurde der Umbau

auch unfallfrei vollendet. Die Bauabrechnung ist erst 2011 zu erwarten. Jedoch ergeben

erste Hochrechnungen, dass mit Mehrkosten von ca. 10% des ursprünglichen

Kostenvoranschlages gerechnet werden kann. In Anbetracht des Resultates und der

Tatsache, dass bei Umbauarbeiten gemäss SIA-Normen mit Abweichungen von +/-

25% gerechnet werden muss, dürfen wir sehr zufrieden sein.

Mxlab AG

Anfang 2009 haben die SRG SSR gemeinsam mit der SUISA und der SIG die «mxlab AG»

gegründet, welche das Schweizer Online Musik Portal www.mx3.ch betreut. Neben

dieser Betreuung werden neue Projekte inner- und ausserhalb des Internets entwickelt,

welche Schweizer Musik fördern. Nach einem erfolgreichen Startjahr wurde im wirtschaftlich

schwierigen Jahr 2010 mit einem Verlust gerechnet.

Die SIG hat zur Deckung des Defizits 2010 einen einmaligen Betrag von CHF 20‘000.- beigesteuert.

Dies unter der Voraussetzung, dass die weiteren Aktionäre entsprechend ihren

Anteilen des Aktienkapitals auch ihren Beitrag an die Sanierung leisten. Somit konnte

der jungen Gesellschaft ein optimaler Start in ein weiteres Betriebsjahr gewährt werden.

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Fontastix

Die Online-Vertriebsplattform für Schweizer Musik wurde weiterhin unterstützt.

Diese Unterstützung wurde über den Bereich Beratung geleistet und wurde per

Ende 2010 eingestellt. Ab 2011 muss sich die Plattform um anderweitige Unterstützung

für ihren Betrieb bemühen.

Die Einführung der Online-Distribution bei fontastix hat sich verzögert und uns

glücklicherweise vor Fehlentscheidungen bewahrt, da dieses Geschäft noch um

einiges abenteuerlicher ist, als die Zusammenarbeit mit den herkömmlichen

physischen Distributoren. Mit dem langjährigen Vertriebspartner www.cede.ch

konnte ein Ausbau der Zusammenarbeit vereinbart werden. So werden ab 2011

die Produkte auch ins Ausland vertrieben und mit einem Partner auch Online

gestellt. Ebenso wurde eine Vereinbarung mit i-Tunes noch per Ende Jahr abgeschlossen.

Bericht der Antenne romande (AR)

Orchestre de Chambre de Lausanne (OCL)

Il semble que les finances de l’OCL se soient dernièrement améliorées suite aux

mesures d’assainissement prises par le conseil de la Fondation de l’Orchestre de

Chambre de Lausanne (FOCL). Quoi qu’il en soit, la FOCL a fait pression sur les musiciens

pour que la rémunération des droits d’enregistrement et de diffusion soit

diminuée de façon significative. Suite aux rencontres entre la FOCL, l’USDAM et

l’AR de la SIG qui ont eu lieu les 24 juin 2010, 17 septembre 2010 et 13 avril 2011

à Lausanne, les musiciens ont accepté une diminution de la rémunération de leurs

droits d’enregistrement et de diffusion de 25% à condition que la TVA soit payée

par la FOCL (ce qui n’était pas le cas jusqu’à présent). La nouvelle rémunération

forfaitaire annuelle pour la cession des droits cités s’élève donc désormais à CHF

131’250.

La révision du contrat FOCL-USDAM-SIG (qui se base sur le travail accompli dans

le cadre de la révision du contrat FOSR-USDAM-SIG) continue son cours et sera

vraisemblablement achevée d’ici fin 2011.

Orchestre de la Suisse Romande (OSR)

Suite à la séance FOSR-USDAM-SIG du 10 mars 2011, le projet de révision du contrat

FOSR-USDAM-SIG a pu être finalisé et sera prochainement transmis aux parties.

S’agissant des exploitations commerciales des enregistrements publics de l’OSR, un

nouveau cas d’exploitation commerciale des prestations de l’OSR par un label suisse

sans autorisation préalable et sans rémunération des musiciens a montré la nécessité

d’établir des tarifs définitifs clairs en cas d’utilisation de prestations orchestrales

ainsi que la nécessité pour la FOSR de modifier le contrat qu’elle a conclu avec le

radiodiffuseur afin d’obliger ce dernier à requérir l’autorisation préalable de la SIG

lorsque des producteurs tiers souhaitent éditer des enregistrements détenus par le

radiodiffuseur (cela vaut aussi pour l’OCL).

Orchestre Symphonique de Bienne (OSB)

Il semble que des difficultés financières et relationnelles soient survenues au

sein de l’OSB. Ces difficultés semblent reléguer la question de la rémunération

des droits des musiciens en cas d’utilisations de prestations à l’arrière plan. Cette

situation évoluera peut-être avec la prochaine restructuration de l’orchestre.

Quoi qu’il en soit, le cas d’une exploitation commerciale de prestations a récemment

mis en exergue le manque de communication entre les parties.

Artistes indépendants, information et conseil

Les demandes d’information et de renseignements relatives au fonctionnement

de la SIG et de Swissperform, aux déclarations d’émissions, aux distinctions entre

la SIG et Swissperform et au processus de gestion collective des droits voisins

sont toujours nombreuses. Les demandes de conseil concernent aussi les cont-

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ats d’enregistrements, les contrats de production et de co-production ainsi que les

contrats de licence. Comme l’année dernière, les questions relatives au statut de

l’Artiste et aux assurances sociales sont en augmentation. Comme chaque année,

l’AR a participé aux forums musicaux organisés par Action Swiss Music (Saignelégier,

Genève), à des cours d’introduction aux droits voisins (au conservatoire de Genève

et dans le cadre du diplôme de gestion culturelle à Lausanne) ainsi qu’aux workshops

de la FCMA relatifs à l’introduction aux droits voisins, à l’assurance chômage

et à l’intermittence (Nyon, Lausanne).

Rencontres internationales

L’AR a participé aux rencontres internationales suivantes:

- Popkomm, Berlin

- Rencontres européennes des artistes organisées par l’ADAMI

- Conférence Internationale des Orchestres organisée par la FIM,Amsterdam

- Health Conference, FIM European Group, Glasgow

Divers

Sur demande de l’ancienne directrice de Swissperform, l’AR a mis en place et a donné

plusieurs cours de conversation française afin d’améliorer la communication des

collaborateurs du département des membres de Swissperform appelés à répondre

à des questions de membres romands. Nous ne savons pas si ces cours se poursuivront.

Il est en effet possible que les modalités du conseil des membres et des non

membres de Swissperform en Suisse romande soient clairement définies dans le

contrat d’activité de conseil récemment conclut entre la SIG et Swissperform.

Bericht Korrespondent Tessin

Die Situation des OSI ist sich langsam am entspannen. Die Finanzierung scheint

für die nächsten Jahre gesichert zu sein. Ganz klare Zusagen haben wir allerdings

nicht erhalten! Wir arbeiten immer noch zweigleisig: Einerseits versuchen wir mit

allen Mitteln die SSR als festen Auftraggeber zu erhalten oder sogar zu vermehrter

Mitarbeit zu gewinnen. Dazu habe ich vermehrt Kontakte zu der CORSI (Coperativa

della Ratiotelevisione della Svizzera Italiana) geknüpft. Leider hat die CORSI seit

ihrer letzten Statutenänderungen regional stark an Einfluss verloren. Trotzdem erhoffe

ich mir, dass von dieser Instanz ein ständiger Druck zur Förderung der Kultur

im allgemeinen ausgeübt wird. Momentan ist eine grosse Mehrheit der CORSI sehr

positiv zum OSI eingestellt.

Anderseits erfolgt, vor allem von der Seite der FOSI (Fondazione Orchestra della

Svizzera Italiana) eine Grossinitiative um Gelder von privater Seite und von den

Gemeinden zu erhalten. Es wurden die „Amici dell‘OSI gegründet, und dieser Verein

scheint nun tatsächlich konkret Geld von privater Seite zu beschaffen. Bisher

über CHF 500’000.-. Das reicht zwar noch nicht, die Einsparungen der SRG auszugleichen,

aber es ist immerhin ein Anfang.

Interpretenrechtlich und organisatorisch hatte ich im 2010 neben den üblichen kleinen

Anfragen 4 Hauptthemen die einigen Einsatz verlangten und verlangen werden:

- Die Beschaffung der Sendestunden im Ausland läuft zwar schon viel besser, ist

aber noch nicht optimal gelöst

- Eine Lösung für die „Live Internet Übertragungen“ des OSI muss endlich gefunden

werden. Es wird zwar viel diskutiert, aber es fehlt hier auch an einer klaren

Richtlinie der SIG. Hier kommt wirklich eine grosse Arbeit auf uns zu.

- Das Problem „i Barocchisti“ und Diego Fasolis. Ein endloses hin und her von

Mails und Telefonaten, mit dem Resultat, dass nichts passiert. Doch hat sich

nun der Rechtsdienst der SWISSPERFORM der Sache angenommen. Wir sind in

Kontakt und werden die Angelegenheit zu Ende bringen.

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Für die Swissperformrechte kamen für die freischaffenden Musiker im Jahr 2010

CHF 15’000.- zur Verteilung. Die pensionierten Kolleg(inn)en haben CHF 8’800.-

erhalten. An die fest Angestellten gingen CHF 42`800.-

Finanzen

Die Jahresrechnung 2010 schliesst mit einem Gewinn von CHF 56‘597.21. Dieser

wird auf die nächste Rechnung vorgetragen.

Die Rechnung wurde wieder revidiert von PwC Zürich.

Vorstand

Karl Knobloch (Präsident)

Andreas Laake

Anikó Donáth

Barbara Aeschbacher

Beat Santschi

Daniel Schmid

Daniel Spörri

Ernst Brem

Felix Gass

Jonathan Haskell

Judith Bucher

Matteo Ravarelli

René Baiker

Rolf Simmen

Ronald Dangel

Stefanie Gubser

Vorstandsausschuss

Karl Knobloch (Präsident)

Ernst Brem

René Baiker

Rolf Simmen

Ronald Dangel

Geschäftsstelle Zürich

Cla F. Nett (Geschäftsleitung)

Bruno Marty (Leiter Verteilung)

Sara Pepe (Administration)

Bruno Prandi (Kommunikation, IT)

Antenne romande

David Johnson

Korrespondent Tessin

Andreas Laake

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Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG, Kasernenstrasse 15, 8004 Zürich, Tel. +41 43 322 10 60, E-Mail: info@interpreten.ch, www.interpreten.ch

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