wärmende Welpenkiste bauen, erfahren Sie hier. - Wild und Hund

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wärmende Welpenkiste bauen, erfahren Sie hier. - Wild und Hund

UNSERE HUNDE

Jörg Rahn

BAU EINER AUFZUCHTKISTE

Wohliges

Welpenheim

56 WILD UND HUND 7/2008

Welpen benötigen in ihren ersten

Lebenswochen eine schützende

und wärmende Behausung.

Wie Sie sich eine stabile und

effizient wärmende Welpenkiste

bauen, erfahren Sie hier.

Die Hündin mit ihren Welpen im

Wohnhaus unterzubringen ist

nicht jedermanns Sache und

auch nicht überall möglich. Eine Scheune

mit Stallungen ist eine gute Alternative,

wenn eine gut isolierte Aufzuchtkiste

den Jagdkameraden und insbesondere

die Welpen vor Kälte und Feuchtigkeit

schützt.

Die Maße der im Folgenden beschriebene

Aufzuchtkiste sind an der Größe

von Terrierwelpen orientiert. Je nach

Hunderasse müssen die Abmessungen

verändert werden. Eine doppelwandige

Bauweise mit zusätzlich installierter Rotlichtlampe

im Dach sorgen für die nötige

Wärme im Innern der Welpenkiste. Für

die Innenwände wurde eine zwei Zentimeter

(cm) dicke, beschichtete Spanplatte

verwendet, die sich leicht reinigen

lässt.

In der fertigen Wurfkiste werden die

Ecken und Fugen mit Silikon ausgespritzt,

so dass sich dort kein Ungeziefer

einnisten kann. Die Ecken und der Eingang

der Welpenkiste wurden mit Blechkanten

beziehungsweise U-Eisen besäumt,

um Nageschäden durch die Welpen

zu verhindern. Ebenso wurde die

Rotlichtlampe und deren Stromkabelverbindung

geschützt, um ein Durchkauen

auszuschließen.

Der Bau der Welpenkiste beginnt

mit dem Erstellen des Fußbodens. Als

unterste Bodenplatte dient die OSB-Platte

A (100x60x1,6 cm), auf die man an

der Längsseite die Latten B1 und B2

(100x4x2,5 cm) anbringt. Sie schließen

jeweils mit der Längsseite von A ab. Zwi-


schen B1 und B2 befestigt man im nächsten

Schritt die Latten C (52x4x2,5 cm),

die mit der Schmalseite von A abschließen.

Bevor der Boden mit der beschichteten

Spanplatte D (100x60x2 cm) verschlossen

wird, füllt man die entstandene

Aussparung mit einem Dämmstoff

aus, in unserem Fall mit einer beschichteten

Glaswolle. Damit diese nicht verrutscht,

nagelt man sie mit Dachpappenägeln

fest. Nach dem Befestigen von

D ist der Boden fertiggestellt und der Bau

der Seitenwände kann beginnen.

Hierzu nageln wir auf die beiden

Wände E (60x52x1,6 cm) die Latten F1

und F3 (60x4x2,5 cm). Sie schließen

oben mit der schmaleren Seite von E ab.

Die Latten G1-4 (37,5x4x2,5 cm) werden

anschließend so befestigt, dass sie mit

der längeren Seite von E abschließen und

gegen F1 und F3 stoßen. F2 und F4 werden

ebenfalls auf E genagelt, sie stoßen

gegen die unteren Enden von G. Bevor

man die beschichtete Spanplatte H

(60x45,5x2,0 cm) auf F und G befestigt,

wird diese Aussparung ebenfalls mit

Dämmstoff ausgefüllt. Danach können

die beiden Seitenwände an der Bodenplatte

montiert werden, F2 und F4 liegen

dabei auf D auf, E liegt an der Schmalseite

des Bodens an.

Beim Bau der Rückwand muss darauf

geachtet werden, dass sie zwischen die

Seitenwände passt. Auf die OSB-Platte J

(105x52x1,6 cm) werden die Latten K

(92x4x2,5 cm) genagelt. Dabei schließt

K1 mit der oberen Kante von J ab, zu den

Schmalseiten bleiben jeweils 6,1 Zentimeter

frei. Gegen K1 stoßen die Latten L

(38x4x2,5 cm). Sie bilden einen rechten

Winkel mit K1. Im nächsten Schritt setzen

wir die Latte K2 (92x4x2,5 cm) gegen

L. Bevor die Spanplatte M (92x45x2 cm)

auf K und L genagelt wird, erfolgt die

Dämmung in gleicher Weise wie bei den

Seitenwänden. Die fertige Rückwand

verbindet man nun mit den Seitenwänden

und der Bodenplatte. Dadurch ist

die Welpenkiste schon sehr stabil.

Im nächsten Schritt wird die Türseite

gebaut, die ein wenig mehr Arbeitsaufwand

erfordert. In die OSB-Platte N

(105x52x1,6 cm) wird die Türöffnung

(20x30 cm) ausgesägt. Hierfür messen

wir vom Rand der schmaleren Seite von

N 16 Zentimeter ab, von der oberen

Nachdem die Seitenwände befestigt wurden, wird die isolierte Rückwand

eingepasst und an Boden und Seiten angenagelt.

Das Innenleben der Vorderwand. Vor dem Verschließen mit der Spanplatte S muss das

Dämm-Material noch eingelegt werden.

WILD UND HUND 7/2008 57

FOTOS: JÖRG RAHN


UNSERE HUNDE

Längskante 8 und von der unteren Kante

14,5 Zentimeter und markieren diese

Stellen mit einem langen Strich. Nun

muss nur noch die Breite der Türöffnung

(20 cm) abgetragen werden, um diese

ausschneiden zu können. Nachdem die

Türöffnung ausgesägt wurde, werden die

Latten O (92x4x2,5 cm) auf N genagelt.

Die Latte O1 schließt dabei mit der oberen

Kante von N ab, zu den schmaleren

Seiten von N bleiben jeweils wieder 6,1

Zentimeter frei. Die Latten P (38x4x2,5

cm) werden so angebracht, dass sie gegen

O1 stoßen, und einen rechten Winkel

mit O1 bilden. O2 (92x4x2,5 cm)

wird gegen P1 und P2 geschoben und

dort befestigt.

Damit die Welpen den Eingang nicht

durch Benagen zerstören können, wird

er ebenfalls mit Latten eingefasst. Hierzu

nagelt man die Latten Q (27x4x2,5

cm) an die Ober- und Unterseite der

Tür, die Latten R (30x4x2,5 cm) dazwischen.

Alle Latten schließen nach innen

mit der Türöffnung ab. Bevor die

Spanplatte S (92x45x2 cm) aufgenagelt

wird, legt man sie auf die OSB-Platte N,

zeichnet die Türöffnung ein, sägt diese

aus und dämmt die entstandenen Zwischenräume.

Nachdem die Türseite soweit

fertiggestellt ist, kann sie eingebaut

werden.

Die Trennwand V (50x42x2 cm)

bringt man links neben der Türöffnung

an. Der Abstand zur Außenwand beträgt

in diesem Fall 38 Zentimeter. An dieser

Stelle wird jeweils ein U-Eisen als Führung

an M und S geschraubt, zwischen

denen die Trennwand eingeschoben

wird. Im Anschluss wird eine Türöffnung

von 25x18 Zentimetern in die Spanplatte

V gesägt. Der Abstand zu den Seiten

beträgt 8 Zentimeter. Die Ränder der Türöffnungen

werden mit U-Eisen beziehungsweise

Blechkanten versehen, um

sie so vorm Benagen der verspielten Welpen

zu sichern. Das Gleiche gilt für die

Ecken der Hütte.

Danach geht es an den Bau des

Daches. Damit die Welpenkiste geöffnet

werden kann, wird das Dach U

(105x67x1,6 cm) geteilt. Hierzu misst

man 30 Zentimeter von der rechten Seite

der OSB-Platte ab und durchtrennt

sie an dieser Stelle. Nur der schmalere

Teil von U wird anschließend an der

58 WILD UND HUND 7/2008

Hütte fest vernagelt. Auf der Unterseite

des größeren Teils von U befestigen wir

die Spanplatte T (90x50x2 cm). An der

Schmalseite von U hat T einen Abstand

von 7 Zentimetern zu deren Außenkante,

an den Längsseiten werden jeweils

8 Zentimeter frei gelassen.

Damit die Hütte nicht auf dem

nackten Boden stehen muss, werden die

vier Holzklötze W (10x10x6 cm) unter

den Hüttenboden genagelt. Dies erhöht

auch die Lebensdauer der Welpenkiste,

da sich durch ausreichend Luftzufuhr

keine holzzerstörende Nässe sammelt.

Zum Schluss installiert man die Heizung

in das Dach der Welpenkiste. Hierzu

dient eine Rotlichtlampe, die das Innere

der Hütte erwärmt. Hierzu sägen

wir mittig über dem „Welpenabteil“ ein

Loch von 10 Zentimetern Durchmesser

in das Dach. An der Innenseite des Ausschnittes

wird ein Drahtgeflecht befestigt,

zu dem die Lampe später abgesenkt

wird. Dieser Draht verhindert den direkten

Kontakt der Hunde mit ihr.

Die Zwischenwände, hier an der Vorderseite mit Eingang, werden mit Dämmung

ausgestattet. Am besten eignet sich hierfür beschichtete Glaswolle.


Durch das Dach führt man eine an beiden Seiten geöffnete

Konservendose. Auf diese Dose wird anschließend ein 55 Zentimeter

langes Kunststoffrohr gesteckt, durch das die Rotlichtlampe

bis auf das Drahtgeflecht hinunter gelassen wird. Durch

diese Bauweise werden die Hunde vorm Tod durch elektrischen

Strom geschütz, da ihnen keine Möglichkeit geboten wird, das

Kabel anzukauen. Um den Deckel bequem öffnen zu können,

werden die beiden Dachhälften U mit Scharnieren verbunden.

Um den Eingangsbereich gegen Witterungseinflüsse zu

schützen, kann man zusätzlich sieben sich überlappende

Kunststoffstreifen (36x4 cm) auf einem Holzbrett (22x8x1,6

cm) befestigen, das anschließend über der Türöffnung angebracht

wird.

Boden

Materialliste

Platte A 1 OSB-Platte 100x60x1,6 cm

D 1 Spanplatte 100x60x2 cm

Latten B 2 Latten 100x4x2,5 cm

C 2 Latten 52x4x2,5 cm

Holzklotz W 4 Holzklötze 10x10x6 cm

Seitenwände

Platte E 2 OSB-Platten 60x52x1,6 cm

H 2 Spanplatten 60x45,5x2 cm

Latten F 4 Latten 60x4x2,5 cm

Rückwand

G 4 Latten 37,5x4x2,5 cm

Platte J 1 OSB-Platte 105x52x1,6 cm

M 1 Spanplatte 92x45x2 cm

Latten K 2 Latten 92x4x2,5 cm

Türseite

L 2 Latten 38x4x2,5 cm

Platte N 1 OSB-Platte 105x52x1,6 cm

S 1 Spanplatte 92x45x2 cm

Latten O 2 Latten 92x4x2,5 cm

P 2 Latten 38x4x2,5 cm

Trennwand V 1 Spanplatte 50x42x2 cm

Türöffnung

Latten Q 2 Latten 27x4x2,5 cm

Dach

R 2 Latten 30x4x2,5 cm

Platte U 1 OSB-Platte 105x67x1,6 cm

Sonstiges

e

T 1 Spanplatte 90x50x2 cm

Säge, Hammer, Nägel, Akkuschrauber, Schrauben, Zollstock, Holzkreide,

Wasserwaage, rechter Winkel, Konservendose, Kunststoffrohr,

Eingangsbrett, Kunststoffstreifen, U-Eisen, Blechecken,

Scharniere.

Die Spanplatte T

wird überstehend

an die Unterseite

des größeren

Teiles von U

geschraubt.

Ein Drahtgeflecht

verhindert, dass

die Welpen in

direkten Kontakt

mit der Rotlichtlampe

kommen.

Mit Scharnieren

lässt sich der

Deckel bequem

öffnen.

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