Engeler Herbst 07 - Urs Engeler Editor

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Engeler Herbst 07 - Urs Engeler Editor

Engeler Herbst 07

Pastior


Foto Ayse Yavas

Oskar Pastior

Speckturm

12 x 5 Intonationen zu

Charles Baudelaire

TÄGLICH GING DIE / WUND ERSTÖHNTE / SPONGIENTOCHTER / auf und nieder

– Heines Rhythmus-Sumhtyr vom Asra verlagert das Gedächtnis eines Stelldicheins zur

Abendzeit am Springbrunn in die private Vortragsrunde um den west-östlichen Diwan bei

Herman Roth am Kleinen Ring, frühe Fünfziger – was bedeutet die Bewegung? Baude Dàli &

Gaudi Laïre, Badeschwämme für Asras wie Parias, die Willemer und den Beutler, jugendraukenstilverzückte

Hodler wie jodelnde Dampfbäder „wo die weißen Algen plätschern / welche

färbeln wenn sie lieben“ – nur: Asras Vokalstruktur wandelte ja am Kanal. Und am Kanal hieß

in den Fünfzigern für immer – vom Kanal kam man nicht zurück; wer trotzdem am Kanal

gewesen war, schwieg wie ein wandelnder Leichnam, ei-a – du weißt schon. Die Erdbewegung

am Kanal zum Durchstich Blaue Donau – Schwarzes Meer war unser Gulag noch bevor wir

wussten was ein Gulag war: bald jeder zweite, den man lang nicht sah, war „am Kanal“ am

Trampelpfad & Paravent der Haftanstalt: „scheu“ ausgekegelt – „joi“ : brutal ausgehebelt –

„a a a“ : ähnlich bis zur Unkenntlichkeit (Unendlichkeit, Tulpenstickerkleid usw.) – hier versagt

die Vokalisation, keine Anmutung war überflüssig, und im Hintergrund Hadschaturjahn der

Säbeltanz, täglich auf der Straße im Lokalfunk, einmal am Vormittag, einmal am Nachmittag,

auf und nieder, ab vom Stamm sind jene Asra, Spongientöchter, und die kleine Nachtmusik

natürlich auch

Auf dem Schreibtisch von Oskar Pastior fand sich

nach seinem Tod ein Stapel Manuskripte: ein ausgefunkeltes

Spektrum lyrischer Texte, das zwölf Gedichte

aus Les Fleurs du Mal von Charles Baudelaire

in jeweils fünf Erscheinungsformen gleichzeitig intoniert.

In ihnen tritt nicht nur der von Pastior stets

entfesselte Reiz der Buchstaben und Wörter ins hellste

Licht, sondern auch die Tragweite seiner Themen,

die man ja nur allzu gern überliest. Da gibt es nicht

nur Oberflächenübersetzungen und Anagrammgedichte

und nach dem Buchstabenwert Gewichtetes,

sondern auch von den Stichworten der Erinnerung

angestoßene lyrische Phantasien und von den ihn

sein Leben lang bedrängenden Themen provozierte

Prosa, kurze, ungewohnt private Texte bis hinein in

die siebenbürgische Kleinstadtkindheit und ihre Folgen.

Oskar Pastior, geboren 1927 in Hermannstadt,

wurde von der Schule weg für fünf Jahre in sowjetische

Zwangsarbeiterlager deportiert; nach einem

Germanistikstudium arbeitete er als Rundfunkredak-

teur in Bukarest, ging dann in die Bundesrepublik

und lebte von 1969 bis zu seinem Tod 2006 in Westberlin.

Er war das einzige deutsche Mitglied der

Dichtergruppe OULIPO und erhielt zahlreiche Auszeichnungen,

zuletzt den Georg-Büchner-Preis 2006.

Oskar Pastior

Speckturm

12 x 5 Intonationen zu Gedichten von Charles Baudelaire

Aus dem Nachlass herausgegeben von Klaus Ramm

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 57

ISBN 978-3-938767-26-9

Gebunden, mit Schutzumschlag

19,5 x 15,5 cm, ca. 96 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007


Foto Foto Isolde Ayse Ohlbaum Yavas

Ulf Stolterfoht

holzrauch über heslach

aufgrund meiner abstammung aus diesem, hier von mir selbst

beschriebnen milieu, hat man meine gedichte als „autoethnographisch“

geschmäht. nur zu! kein problem! und wenn die

kameraden wispern: „schupf dich! tschi!“ bzw. „tschi mehr

penne!“ – ich packe dennoch aus und nenne: vier durch konversion

entstandene lexeme: bauserich, schwächerich, bomse-

rich, hegel! so setzt man dem manisch den stein – in herrlich

konstruierten beispielsätzen: „oberkünftig herles in der grandiche

ruchekitt schefft ein nille. der hauret link“ – hier oben,

in dem großen bauernhaus, lebt ein geistesgestörter mensch.

der ist sehr böse. die behauptung, ich hätte extreme seme /

fremdseme benutzt beziehungsweise abgekupfert, ließ sich nie

so richtig erhärten. doch steh ich unter dem verdacht. um so

mehr, als ich drei kleine kinder zu versorgen habe und mich

der mehrfachverwertung bediene. jedoch, mein gott: die wolken

sind die lemmata, die ketten zum verbigern da, die letzte

grenze heißt kassiber. voll stolz will ich für mich in anspruch

nehmen, daß diese gedichte geile mäeutische zirkel aufweisen.

es ist doch so: im jahre y war ich x jahre alt und bekam meinen

ersten wandergewerbeschein. sah mich als widrigen gänger.

crailsheim schien weit, doch erreichbar. in der bewegung „direkt

darauf zu“ war gaildorf mehr als nur schick. gingen in bürsten /

mit musik. würselen aber war öde und nur noch in aschen präsent.

ähnliches mag für die wüstungen talausgang strümpfelbach gelten.

holzrauch über heslach ist ein langes, ethnologisches

Gedicht. In neun Teilen berichtet es von einem Bezirk

im Süden Stuttgarts, wesentlich sprachlich

errichtet, seiner Gründung und Besiedlung durch

einen Stamm von Katzenartigen, ihren Kämpfen und

Ritualen, ihrer Sprache, ihren Drogen und ihrer Musik,

bis hin zum Untergang dieser autochthonen Population

im Jahre 1979.

Es ist daneben, ganz im Sinne Helmut Heißenbüttels,

dessen Gedicht über die Übung zu sterben es nicht

nur seinen Titel verdankt, ein „quasi-autobiographisches“

Gedicht über die gesellschaftlichen und politischen

Träume, die fast zur gleichen Zeit in einem

anderen Stadtteil Stuttgarts zerplatzten.

Vor allem aber, schrecklich zu sagen, ist holzrauch

über heslach ein Text über andere Texte – Texte von

eben Helmut Heißenbüttel und Oskar Pastior; Jeremy

Prynne und Emily Dickinson; Klaus Hoffer, Peter

Kurzeck, Manfred Esser u.v.a.m. – dies alles „vor einem

mittleren indoeuropäischen Ohr“ und unterlegt

mit einer Tonspur aus John Fahey, Derek Bailey und

Captain Beefheart.

Ulf Stolterfoht

holzrauch über heslach

Gedicht

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 58

ISBN 978-3-938767-27-6

Gebunden, mit Schutzumschlag

19,5 x 15,5 cm, ca. 128 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: Oktober 2007


Foto Isolde Katrin Ohlbaum Albrecht

Michael Donhauser

Schönste Lieder

„Lieder, die Sätze sind“, schreibt Michael Donhauser,

„Sätze, die Lieder sind, schönste, weil sie erblühen,

allein aus der Sprache, der Liebe, wenn sie werben

oder alles Werben lassen und nur dem je eigenen Erblühen

gehorchen, indem sie sich zeigen als schönste

im Wechsel zwischen Lied und Satz, Satz und Lied.

Darin verbirgt sich auch ein Abschied, das scheidende

Gedicht, das sagt, das singt, Axiom ist und

Gesang, und so als Satz einsetzt mit einer Annahme,

und so als Lied einstimmt in die Vergänglichkeit, als

wäre in beidem zugleich nur möglich, was Satz oder

Lied je für sich verfehlt. Doch zuvor war ein Schreiben,

das wenig von sich wusste, das seinen Anfang

verloren hatte und doch weiterging, stockend, denn

Lieder, schönste, werden nicht wahr, sie kommen immer

nur näher einer Wahrheit, die nicht sein kann,

wo sie nicht sind. Und so bleibt unabschließbar, was

ein Ende sucht, indem es ein Ende erfindet, einen

Abschied, wo vielleicht erst eintrifft, was Gedichte

vermögen, wenn sie unvermögend nicht Lied sind,

nicht Satz, doch Lieder, schönste, in Sätzen, welche

Inschriften gleich ihre Umgebung kaum noch kennen.“

Es gefriert und ist still, es zerstäubt, was da

blieb, was da ist, es stirbt, und der Wind,

sind es wir, die da gehen unter Bäumen in

die Weite, wo verwandelt, wo seit langem

uns erwartet eine Anmut, ein Umfangen.

Michael Donhauser, geboren 1956, lebt in Maienfeld

und Wien. Zuletzt sind bei Urs Engeler erschienen

die Aufsatzsammlung Vom Sehen und die Gedichte

Ich habe lange nicht doch nur an dich gedacht. Für sein

Werk ist Michael Donhauser mit zahlreichen Preisen

ausgezeichnet worden, zuletzt 2005 mit dem Ernst-

Jandl-Preis.

Michael Donhauser

Schönste Lieder

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 59

ISBN 978-3-938767-25-2

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, 112 Seiten

Euro 17.- / sFr. 29.-

Erscheinungstermin: September 2007


Foto Ayse Yavas

Kurt Aebli

Ich bin eine Nummer

zu klein für mich

Von fremdvertrauten Dingen handeln diese Gedichte:

von Spaziergängen durch Vororte oder vom Gehen auf

dem Hochseil, von Vornamen von Frauen, von Zugfahrten

mit Bartleby, von bizarren Verwandlungen

und von Gefühlen, die sich noch keine Sprache haben

schaffen können. In Kurt Aeblis Texten spricht eine

ganze Stadt mit sich selbst. Seine Gedichte haben es

sich zur Aufgabe gemacht, mit Worten das Schweigen

zu beschatten. Und so hat hier mancher Gegenstand

die Farbe von etwas, das nicht gesagt wird, während

doch stets am Ursprung von allem, was gesagt

wird, eine von sich selbst berauschte Quelle steht.

„Der Lebensmut“, schreibt Bruno Steiger in der

Neuen Luzerner Zeitung, „der in Kurt Aeblis an Cioran

und Beckett geschulten Exerzitien des Abwinkens

freigesetzt wird, könnte, müsste auch der unsrige

sein.“

Manchmal auf der Straße

beim Anblick eines Fremden der

zufällig vor mir geht

ein Bulgare Autospengler

Pferdemetzger Voralpenbewohner

fällt mir ein daß ich auch

in dieser Haut

stecke daß mich

von dieser Haut nur

die Haut

trennt auf die eine mir

unbekannte

Hand dies hier

schreibt

Kurt Aebli, geboren 1955, lebt in der Nähe von Zürich.

Sein zuletzt bei Urs Engeler erschienenes Buch

Der ins Herz getroffene Punkt hat ihn endgültig als

einen der wichtigsten Schweizer Autoren etabliert.

Kurt Aebli

Ich bin eine Nummer zu klein für mich

Gedichte

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 60

ISBN 978-3-938767-28-3

Gebunden, mit Schutzumschlag

19,5 x 15,5 cm, 80 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007


Foto Sandy Dyas

Jorie Graham

Region der Unähnlichkeit

Was ist wird abgerissen und in die Höhe gehalten werden, hängend – Haut

mit einem Gesicht in den Falten – zum

Gericht?

Hier ist die Haut der Tage in der einen Hand Gottes,

niedersackend, das Gesicht tropfend wie Tinte im Regen.

Teufel springen entsetzt davon.

Nichts schrecklicher.

Tiere fliehen. Die Haut der Tage.

Hier ist die Haut des Wartens. Die Tiere kehren zurück,

sie können sie riechen. Sie stinkt mit ihrem blöden Lächeln. Hände noch immer an

den langen Hautstreifen;

Augenlöcher.

Hier ist die Haut des Berührtwordenseins.

Worüber die Finger von anderen liefen – Stichmale, blutend.

Die Sohlen der Füße rot

wo die Erde sich gegen sie stemmte, wo sie sie zwang

sie stille zu halten.

Wo die Finger von anderen gewesen sind: Risse,

Blut sogar wo entleert, Riffe.

Region der Unähnlichkeit ist eine ausgedehnte Meditation

über die Idee der Geschichte und insbesondere

über den auf Ansehnlichkeit und Form, „auf Wohlgestalt

gerichteten Trieb der westlichen Kultur“.

Grahams Gedichte erkunden eine Realität, die sich

jenseits der konfektionierten Vorstellungen von ihr

und noch jenseits jeder „poetischen“ Gestalt überall

dort zeigt, wo die Bilder, die lyrischen Fotografien

und die Kino-Effekte der Erzählung verschwinden.

Die Wirklichkeit, die sie entdecken, liegt dort, wo

sich von ihr nichts zeigen lässt. Sie bewegt sich unterhalb

des Gesagten, in den Falten des Gesehenen,

den größer werdenden Pausen zwischen dem Gehörten.

Jorie Grahams Lyrik schält die „immer engeren

Verkleidungen/ der Hüllen des / Realen“ ab, um die

Spannungen zwischen innerem und äußerem Leben,

zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Ruhe und

Bewegung, die Schichten des Lichts und des Dunkels

freizulegen. Meditative Dichtung von einer

Sprungkraft und Präzision, wie man sie im deutschen

Sprachraum zuletzt nur in der Lyrik von Rilke und

Celan finden konnte, nimmt sie die Fragen nach Sein

und Zeit, Sprache und Blick, Geste und Leiden dort

auf, wo die Filmtheater und Altersheime, die Cabarets,

die blockierten Aufzüge und die Irrenhäuser

von ihnen heimgesucht werden.

Jorie Graham, geboren 1950 in New York City, wuchs

in Rom auf, studierte an der Sorbonne in Paris Philosophie

und an der New York University Film, bevor

sie sich der Poesie zuwandte. Für ihre Gedichte hat

sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter

1996 den Pulitzer Prize for Poetry. Sie lehrt als Boylston

Professor of Rhetoric and Oratory an der Harvard

University.

Jorie Graham

Region der Unähnlichkeit

Gedichte Amerikanisch Deutsch,

übersetzt von Werner Hamacher

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 62

ISBN 978-3-938767-31-3

Gebunden, mit Schutzumschlag

19,5 x 15,5 cm, ca. 240 Seiten

Euro 28.- / sFr. 48.-

Erscheinungstermin: September 2007


Selbstporträt Foto Isolde Sabilla Ohlbaum Novello

Wolfgang Held

Traum vom Hungerturm

Dies ist die Geschichte

der Sabilla Novello,

die im Jahr 1843

den alten Hölderlin

entführen wollte.

1843 ist das Jahr, in dem der ins französische Exil geflohene

Heinrich Heine in Paris die Zeilen schreibt:

„Denk’ ich an Deutschland in der Nacht, / Dann bin

ich um den Schlaf gebracht.“ Es ist eine Zeit der politischen

Reaktion und der revolutionären Gärung,

in der sich Sabilla Novello aufmacht, Hölderlin aus

seinem Turm in Tübingen und von seinem Wahnsinn

zu befreien, weil sie von ihm das alle und alles erlösende

Wort erwartet.

Es ist nicht Sabilla Novellos ganze Geschichte, nur

eine Station ihrer Reise durch Europa, die sie zu

Heine in Paris, zu den Mendelssohns in Berlin und

den schwarzen Störchen von San Terenzo führt. Sabilla

Novello ist eine somnambule Balladière, deren

Harfencapricen durch die Barbarei des kommenden

Jahrhunderts verdunkelt sind. Sie ist die unbekannt

gebliebene Schwester der berühmten Sängerin Clara

Novello (die Robert Schumann zu den Novelletten

inspirierte), ihr Vater – Vincent Novello – begründete

den Musikverlag, der noch heute in London

floriert. Diese neue Scheherazade, die als Musikerin

(sie erteilte Gesangsunterricht und richtete Schillers

Turandot fürs englische Theater ein), Autorin

(sie schrieb Märchen über Blaubarts Frauen, die sie

selbst illustrierte) Zeichnerin (aus ihrer Feder ist das

Selbstporträt auf der Seite gegenüber) und Übersetzerin

(sie übersetzte Erzählungen von E.T.A. Hoffmann

ins Englische) vielseitig begabt war, starb vor

hundert Jahren, dreiundachtzigjährig, in Genua. Als

Abenteurerin mit Befreiungsauftrag, die in jungen

Jahren Deutschland, Frankreich und Italien bereiste,

sucht sie ihresgleichen.

„Ein großartiges Buch voll mitreißender Sprachgewalt,

das die Visionen und Begegnungen einer jungen

Engländerin in London, Paris, Berlin und Italien

in ihren eigenen Aufzeichnungen beschwört und

zugleich witzig und bizarr berichtet, wie sie für den

steckbrieflich verfolgten Dichter Heinrich Heine

eintritt und den mordbedrohten alten Hölderlin in

einer Montgolfiere entführen will. Ein faszinierendes

und abenteuerliches Zeitbild der Jahre 1842 bis

1848, in dem nachtwandlerisch die Schrecken des

zwanzigsten Jahrhunderts vorweggenommen sind.“

(The Sunday Times)

Wolfgang Held lebt als Autor, Pianist und Übersetzer

(von Eliot, Beckett, Emily Bronté, Golding u.a.m.)

in London. Sein erstes Buch ist 1965 bei Hanser erschienen,

sein letztes, Manches geht in Nacht verloren.

Die Geschichte von Clara und Robert Schumann, 2001 als

Insel-Taschenbuch.

Wolfgang Held

Traum vom Hungerturm

Roman

ISBN 978-3-938767-24-5

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, 408 Seiten

Euro 24.- / sFr. 39.-

Erscheinungstermin: September 2007


Foto Ute Schendel

J.M. Barrie

Peter Pan, nachersetzt

von Birgit Kempker

Wussten Sie, dass der Kinderbuchklassiker Peter Pan

ein wunderbar amoralisches Buch ist? „Peter Pan“,

schreibt Birgit Kempker, „ist ein Bauplan für den

möglichen Raum. Ein Beweis für Bindung ohne Gewalt

und Lösung. Peter Pan ist für jeden, der Niemand

sein will in Nieland. Es gibt darin keine eine Zeit,

keine eine Entwicklung, keine eine Ursache, keine

eine Wirkung, also auch keine Ernährung. Da sitzen

meine Deutschen und wollen Erklärung. Es gibt im

möglichen Raum und seinem Plan keine Langeweile

und deshalb keine Erwachsenen. Im möglichen Raum

ist alles eigene Neigung, deshalb ist er unmoralisch

und eigenartig. Unmoralisch und symmetrisch und

in diesem Sinn schön, weil das Hässliche nicht fehlt.

Hässlich ist das Nichtverantworten. Hässlich ist

das Prahlen. Hässlich ist das Töten. Hässlich ist die

Omnipotenz. Nichts ist hier hässlich und trotzdem

alles schön. Da sitzen meine Deutschen und wollen

verstehen und sehen Symmetrie. Pure böse verantwortungslose

spekulierende Schönheit. Peter Pan bin

ich. Peter Pan ist das schreibende Prinzipal an sich.

Es ist rücksichtslos und hat nichts als sich selbst im

Sinn. Es hat ein Zepter in der Hand und pfeift auf

Potenz und Erguss und liebt doch Prunk und Schnick

Schnack. Peter Pan ist Punk, weil in Nieland alles ist,

wie es ist. Es hat keine Lust, sich zu verantworten, es

hat Lust auf Verwandlung als Handlung.“

James Matthew Barrie

Peter Pan

Aus dem Englischen nachersetzt von Birgit Kempker

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 63

ISBN 978-3-938767-29-0

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, ca. 200 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007


Emily Dickinson

Biene und Klee

51 Shorter Poems

Für eine Lichtung

braucht’s Klee und eine

Biene, / Ein Kleeblatt,

und Bienengesumm, /

Und Träumerei. /

Die Träumerei allein

tut’s auch, / Falls

Bienen rar.

Emily Dickinson ist nicht nur Amerikas größte Dichterin,

ihre Gedichte voller Anmut und Eigensinn gehören

zum Schönsten im Schatz der Weltpoesie. Unsere

Ausgabe präsentiert eine Auswahl ihrer kürzeren

Gedichte auf Amerikanisch und auf Deutsch in einer

Übersetzung von Wolfgang Schlenker. Die 51 Gedichte

sind Einladungen, Emily Dickinson in jedem Text

neu zu entdecken. Das Spektrum ist groß (aber nicht

beliebig), der Blick offen. Was man sieht, sieht man

direkt. Oder in den Worten von Emily Dickinson:

„Wenn ich ein Buch lese und es macht meinen ganzen

Körper so kalt, dass kein Feuer jemals mich wärmen

könnte, weiß ich, das ist Dichtung. Wenn ich es

physisch spüren kann, dass meine Schädeldecke abgenommen

wird, weiß ich, das ist Dichtung. Nur auf

diese Art weiß ich es. Gibt es denn eine andere?“

„Dass Dickinsons Exerzitium der Verborgenheit höchsten

ästhetischen Rang beanspruchen darf, belegt

Wolfgang Schlenkers Auswahl aufs Eindrücklichste.

Das hoch einzuschätzende Verdienst von Wolfgang

Schlenkers Arbeit liegt vorab darin, die betörende

Fremdartigkeit dieser von einer sehr fernen Glossolalie

gestreiften, zwischen Ekstase und Abwinken

erschriebenen ‚Intervalle körperlichen Einklangs‘ in

wohlerwogener, oft luzider Diskretion weitergeleitet

zu haben.“ (Bruno Steiger)

Emily Dickinson

Biene und Klee – 51 Shorter Poems

Amerikanisch Deutsch, ausgewählt und übersetzt

von Wolfgang Schlenker

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 15

ISBN 978-3-938767-32-0

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, ca. 128 Seiten

Euro 17.- / sFr. 29.-

Erscheinungstermin: September 2007

Donald Barthelme

Der Tote Vater

Das ist eine flotte

Fabel, sagte der Tote

Vater. Ich glaube nicht,

dass sie je geschehen ist.

Keine Fabel ist je so

geschehen wie wir sie

fabeln, sagte Thomas,

aber die Moral ist immer

in Ordnung.

Und die Moral?

Ermordenenen.

Neunzehn Männer zerren mit Hilfe eines Kabels einen

riesigen Kadaver über Land. Der Tote Vater ist

ein halb-totes, halb-lebendes, teils mechanisches,

weises und eitles Monster, das sich immer noch Hoffnungen

macht, obwohl es längst tot ist. In Der Tote

Vater hat Donald Barthelme ein einzigartiges fiktionales

Universum geschaffen: eindrücklich, amüsant,

verrückt und unumgänglich.

Donald Barthelme (1931-1989) ist der Autor der

amerikanischen Postmoderne. „Barthelme“, schreibt

Thomas Pynchon, „ist einer aus der Handvoll Autoren,

die den Rest von uns schlecht aussehen lassen.“

Donald Barthelme

Der Tote Vater

Aus dem Amerikanischen übersetzt

von Marianne Frisch und Martin Kluger

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 61

ISBN 978-3-938767-30-6

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, ca. 240 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007


Maurice Blanchot

zum 100. Geburtstag

am 22. September 2007

Thomas der Dunkle

und Das Todesurteil

übersetzt von

Jürg Laederach

Die Werke des Literaturtheoretikers und Schriftstellers

Maurice Blanchot (1907-2003) sind Eruptionen,

die vom motivischen Epizentrum der Erfahrung von

Tod, Verlust und Alterität ausgehen. Blanchots Denken

hat die Literaturtheorien der Dekonstruktion,

des Nouveau Roman und der Diskursanalyse maßgeblich

beeinflusst.

„Die Gewissheit zu sterben“, sagt Thomas der Dunkle,

„die Gewissheit, nicht zu sterben, ist alles, was

für die große Masse von der Wirklichkeit des Todes

übriggeblieben ist. Aber wer mich betrachtet hat, hat

gefühlt, dass der Tod sich auch zur Existenz gesellen

und den entscheidenden Satz prägen kann: Der Tod

existiert.“

Die Gewissheit, vom Leben zum Tod zu gehen, ist

ebenso selbstverständlich wie erschreckend: Von einem

Moment zum nächsten ist, was war, nicht mehr.

Diese Erfahrung, oder eher: die Unmöglichkeit dieser

Erfahrung ist, was Blanchots Schreiben im Innersten

bewegt. Sie ist zugleich das, wovon Blanchot jedes

Schreiben getrieben sieht und was deshalb im Zentrum

auch seiner Sprach- und Literaturtheorie steht:

„Le mot me donne l’être, mais il me le donne privé

d’être“. Was dem Leser von Blanchots Erzählwelt

surreal und drastisch erscheinen mag, ist die Konsequenz

seines Versuches, den Augenblick des Todes so

realistisch und radikal wie möglich aufzusuchen.

„In Blanchots Roman sammeln sich die literarischen

Strömungen des Jahrhunderts. Was immer von

Proust, Kafka, Joyce, den Surrealisten, Existentialisten

und den Vertretern des Nouveau roman an psychologischen

Gehalten, ästhetischen Formprinzipien

und an geistigem Weltstoff neu in die Literatur eingebracht

wurde, hier erscheint es in einer eigenwilligen

künstlerischen Verarbeitung und surrealen Aufschichtung

wieder.“ (Kindlers Neues Literatur Lexikon)

Beide Erzählungen sind bereits einmal als Bände der

Bibliothek Suhrkamp erschienen und werden hier in

einer vom Übersetzer Jürg Laederach überarbeiteten

Fassung neu vorgelegt. Sie ergänzen die drei bisher

bei Urs Engeler erschienen „récits“ von Maurice

Blanchot: Im gewollten Augenblick, Der letzte Mensch

und Jener, der mich nicht begleitete, alle in der Übersetzung

von Jürg Laederach.

Maurice Blanchot

Das Todesurteil. Erzählung

Aus dem Französischen übersetzt von Jürg Laederach

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 55

ISBN 978-3-938767-22-1

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, 128 Seiten

Euro 17.- / sFr. 29.-

Erscheinungstermin: September 2007

Maurice Blanchot

Thomas der Dunkle. Erzählung

Aus dem Französischen übersetzt von Jürg Laederach

Sammlung Urs Engeler Editor, Band 56

ISBN 978-3-938767-21-4

Gebunden, mit Schutzumschlag

18,5 x 12 cm, 128 Seiten

Euro 17.- / sFr. 29.-

Erscheinungstermin: September 2007

Hans-Jost Frey

Maurice Blanchot

Das Ende kann nicht

gesagt werden. Das Ende

ist nachsprachlich. Oder

es wäre eine Sprache

gefordert, die nicht sagt.

Ein Reden jenseits

des Sagenkönnens. Dieses

Reden jenseits des Sagens

ist Schreiben.

Die Texte in diesem Buch, das Fragmentarische und

gleichzeitig wiederholend Insistierende von Teilen

aus Vorlesungen und das Tastende einiger ausgeführter

Proben, versuchen eine Annäherung an das Unbeschreibliche

des Schreibens von Maurice Blanchot.

Seit mehr als 50 Jahren beschäftigt sich Hans-Jost

Frey intensiv mit den Schriften Blanchots, ganz besonders

auch mit dessen erzählerischen Werken; den

„récits“ Au moment voulu, Le dernier homme und Celui

qui ne m’accompagnait plus widmet er hier eingehende

Studien.

Freys Überlegungen umkreisen die Frage nach der

Beziehung zwischen der Sprache und dem Ende, das

nicht zu erreichen ist, solange es gesagt wird. Das

Ende des Redens bleibt dem Reden vom Ende entzogen

und ist dadurch dem Tod ähnlich. Blanchot

erkundet bis in die feinsten Verästelungen, was es

bedeutet, dass die Sprache von dem spricht, was

sich ihr entzieht, und dass sie ihrerseits das, wovon

sie spricht, seiner Präsenz beraubt, indem sie es in

die Repräsentation überführt. Das Bewusstsein der

Unmöglichkeit, redend eine andere Präsenz des Gesagten

als die seines Gesagtseins zu erreichen, führt

zur Entdeckung der für die Literatur konstitutiven

Wirklichkeit der Sprache als solchen. Diese ist eine

Präsenz vor und diesseits von allem, was durch sie

bedeutet wird.

Hans-Jost Frey, geboren 1933, Emeritus für Komparatistik

an der Universität Zürich, lebt in Zürich.

Hans-Jost Frey

Maurice Blanchot. Das Ende der Sprache schreiben

Sammlung Theorie Band 6

ISBN 978-3-938767-33-7

Broschiert

22 x 14 cm, ca. 144 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007


Felix Christen

Eine andere Sprache

Zu Friedrich Hölderlins

Großer Pindar-

Übertragung

Hölderlins Große Pindar-Übertragung, um 1800/1801

entstanden, gilt als einer der sperrigsten Texte

der deutschen Literatur des 18./19. Jahrhunderts;

gleichwohl ist ihre Bedeutung für Hölderlins Spätwerk

einerseits und für die philosophische Übersetzungstheorie

andererseits unbestritten. Hölderlins

Übersetzung entwirft eine liminale, eine schwellenhafte

Sprache, in der sich, mit einem Wort Walter

Benjamins, zwei Sprachen in der Anbildung der Art

des Meinens berühren. Felix Christen zeigt durch

genaue, am Text sich bewegende Untersuchungen

zur Wortstellung und Syntax, wie die Übertragung

vom Griechischen ins Deutsche – die Wort für Wort

der griechischen Vorlage folgt – nicht eindeutig zu

unterscheiden weiß zwischen den Sprachen. Beide,

Griechisch und Deutsch, sind sich wechselseitig

Fremde, Gast und Gastgeber; sie sind sich, mit einem

bei Pindar zu lesenden Wort, das diese Bedeutungen

umfasst: xenos. Die Selbstbezüglichkeit, konstitutiv

für poetische Sprache, erhält dabei einen neuen Sinn:

eine Richtung hin auf den andern, den zu übersetzenden

Text, der sich im autos der Autoreferentialität

verbirgt und eine Reflexion auf den Prozess, den

Gang der Übertragung ermöglicht. In diesem Sinn

ist Hölderlins Übersetzung transzendentalpoetisch,

weil sie, nach Schlegels Forderung an die Dichtung,

sich selbst mit darstellt und mithin die ihr implizite

Poetologie eine Theorie der Übersetzung ist. Die

Lektüre solcher Übertragung ist selbst nicht ohne

Ort; sie begreift Interpretation als Fortgang der

Übersetzung, als Lesen, das zu keinem Ende findet

und, die Dichtung durchquerend und ihr fremd, abbricht.

Eine frühe übersetzungstheoretische Äußerung in

einem Brief an Neuffer, in der Hölderlin die Befürchtung

exponiert, dass eine Sprache, „die zu lange in

fremdem Dienste gelebt“, „nie mer ganz der freie

reine, durch gar nichts, als durch das Innre, so und

nicht anders gestaltete Ausdruk unseres Geistes

werde“, setzt eine Grenze, die zu überschreiten zur

äußersten Aufgabe des Übersetzers wird. Hölderlins

Übersetzung verbleibt nicht im Bereich der eigenen

Sprache, sondern entwirft – gerade dort, wo sie nur

mechanisch verfährt und die Züge der Kurrentschrift

der griechischen Druckschrift buchstäblich folgen

und sich damit ihr aussetzen – ein ethisches Verhältnis,

ein Verhältnis zum Anderen. Deshalb muss die

Lektüre dieser Übertragung den Wörtern, den Buchstaben

nachgehen und kann zugleich – verwurzelt

im grammatischen, im buchstäblichen Lesen – die

Frage nach der Richtung der Übersetzung neu

stellen. Ihr Gehalt ist nicht die Wiedergabe einer Bedeutung,

eines zuvor Gegebenen, sondern liegt im

Verhältnis der Sprachen und einer Darstellung dieses

Verhältnisses. Die Große Pindar-Übertragung ist

ein Drittes – tertium datur – zwischen den Sprachen

und deutet auf eine andere Sprache, deren Logik

nicht dem Satz vom ausgeschlossenen Dritten folgt,

sondern einer Logik der Berührung, eines erhofften

Händedrucks.

Felix Christen, geboren 1977, ist Assistent am Germanistischen

Seminar der Universität Zürich.

Felix Christen

Eine andere Sprache

Zu Friedrich Hölderlins Großer Pindar-Übertragung

Sammlung Theorie Band 7

ISBN 978-3-938767-34-4

Broschiert

22 x 14 cm, ca. 96 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007

Franz Josef Czernin

Der Himmel ist blau

Aufsätze zur Poesie

Wie fern ist hier und jetzt der blaue Himmel, und wie

sehr anderswo ist selbst das Haus, in dem Du wohnst.

Wenigstens dann, wenn jetzt vor allem Laute oder

Buchstaben sind, hier vor allem Sätze und ihre Bedeutungen.

In welcher Abgeschiedenheit verbleiben dann

Erinnerungen und Vorstellungen, Hass- oder Glückszustände,

die doch noch in irgendeiner Weise mit Dir

und Deinen Wörtern zusammenhängen sollen? Nein,

kein Unterschied, keine Gemeinsamkeit zwischen

all diesen Dingen und ihren Sphären, die nicht mehr

oder weniger willkürlich oder zufällig sind. Was denn

und wie denn in einem Gedicht mit bestenfalls insularen

Korrespondenzen, Konsonanzen oder Dissonanzen

anfangen? Ob es angesichts dieser, wie es scheint,

unendlich komplexen Aufgabe nicht nur vernünftig

ist, alle Hoffnung auf etwas fahren zu lassen, das anderes

und mehr ist als Erkenntnis von Zufälligkeit,

auf ein Gedicht also, das seinen Namen verdient?

Die Poesie ist, gemäss Kafkas Wort, nicht zuletzt

die Beschreibung eines Kampfes, der Ort, da all

die Kräfte und Mächte am Werk, von einem Dichter,

einem Leser angezettelt, aufeinander losgelassen

sind, vielleicht der Suche nach einer wohl unerforschlichen

Ordnung wegen. So als wollten die

Dichter, wie Shelley meint, die Gesetzgeber der

Welt sein und damit auch – wie es auch Paul Valérys

Monsieur Teste, dieser übermenschlich anspruchsvolle

Selbsterforscher verlangt – Visionäre

schrankenloser Selbst- und Weltdurchdringung.

Eben dieser Valérysche Anspruch scheint die Dominanz

von sprachlich Vorhandenem (das vergleichsweise

leicht zu regeln ist) über Nicht-Sprachliches zu

verbieten, wie man sie in Oskar Pastiors Texten häufig

finden kann; eine Dominanz des Jetzt der Laute

und Klänge, des Hier von Buchstaben und Grammatik

auf Kosten dessen, was wir so leicht als Abwesendes

missdeuten, nur weil es den Sinnen und deshalb

auch unseren ordnenden Eingriffen entzogen scheint.

Doch nicht weniger unzureichend ist auch das andere

Extrem: ein Schreiben (von so Vielen und vielleicht

auch von Durs Grünbein), in dem die nicht-sprachlichen

Gegenstände des Gedichts unvermittelt dominieren

und als immer schon erreichtes Ziel suggeriert

werden und sich deshalb zu keinem lebendig-wechselwirkenden

Verhältnis zu ihrer sprachlichen Darstellung

finden; als stünden sie unverwandt in einem

Jenseits der Sprache zu ebenso freier Verfügung wie

im Bereich des Sprachlichen anscheinend Buchstaben

oder Laute. Es ist ein Schreiben, das sich deshalb

auch dazu verurteilt, unbewusst den strebenden und

widerstrebenden Kräften und Mächten unterworfen

zu bleiben, und das aus dem Joyceschen Alptraum der

(Literatur-)Geschichte nicht zu erwachen vermag.

Wie aber mitten im Traum und überdies mittels des

Träumens selbst erwachen? Das Reden in fremden

oder historischen Zungen, wie es in H.C. Artmanns

Gedichten geschieht, kann hier als eine Antwort gelten

und ebenso Christine Lavants (in der modernen

deutschsprachigen Literatur einzigartiges) Ringen

mit Religiösem, ihr ambivalenter Bezug auf christliche

Ikonographie, vielleicht nicht zuletzt um der

Dialektik von heutigem Eigensinn und einer durch

Unbewusstes bedingten Fremdbestimmung willen.

Und dass die wie traumwandlerische Unterwerfung

unter nicht-sprachliche Dinge poetisch dennoch

fruchtbar in ihr hellwaches Gegenteil umschlagen

kann, zeigt Adalbert Stifters Witiko: Wald und Feld,

Mensch und Haus, Wolken und Himmel scheinen da

ihr uns Wieder-Gegebensein in einfachen und elementaren

Sätzen feiern zu lassen.

Franz Josef Czernin, geboren 1952 in Wien, veröffentlicht

seit 1978 Prosa, Lyrik, Essays und Aphorismen.

Zuletzt sind von ihm erschienen die Briefe

zu Gedichten (zusammen mit Hans-Jost Frey, 2003 bei

Urs Engeler), die Aphorismensammlung das labyrinth

erst findet den roten faden. einführung in die organik (2005

bei Hanser) sowie der Gedichtband elstern. versionen

(2006 bei onomato).

Franz Josef Czernin

Der Himmel ist blau

Zur Poesie

Sammlung Theorie Band 8

ISBN 978-3-938767-23-8

Broschiert

22 x 14 cm, ca. 180 Seiten

Euro 19.- / sFr. 36.-

Erscheinungstermin: September 2007


Anton Bruhin

Bodo Hell

Michel Mettler

Peter Weber

Singende Eisen,

Spangen und Gleise

Vier dichtende

Maultrommler und

maultrommelnde

Dichter

Vier Maultrommeln spannen ein Wortgewebe auf,

das von merkwürdigen Klangereignissen handelt,

vertraute und fremde Sprechweisen kommen zu

Gehör: Solos, Dialoge, Trios, Quattro Grande. In

sinnfreien Silben und in Vorlesepassagen erklingen

Reißverschlüsse, fransende Friese, Bordun und Repetier,

Brummeisen, Acid, Dreireiher und Salbaderzungen.

Die Maultrommel als altes Hirteninstrument

schweift durch die Zeiten und Räume, durch

Ungarn, Sibirien, Vietnam, Oberösterreich und die

Schweizer Alpen. Sie malt Zirren, Jurten, Cumuli

und zieht Obertonschweife.

Anton Bruhin, Musiker, Zeichner und Lautpoet,

wird zu den weltweit kundigsten Maultrommelspielern

gezählt. Seine Palindrome, im Band Spiegelgedichte

2003 bei Urs Engeler erschienen, gehören zu den

aufregendsten des Genres.

Bodo Hell, Schriftsteller, Verfasser experimenteller

Prosa und Lyrik sowie von Hörspielen. Durch seine

listigen „Überarbeitungen“ verhilft er der Sprache

selbst zu Charme, Witz und neuer Frische. Ein alpin

bewanderter Pionier der Maultrommel.

Michel Mettler, Schriftsteller, Dramaturg und musikalischer

Autodidakt, bewegt sich als Autor und

Musiker zwischen Text und Bühne, Wort und Klang.

2006 erschien sein Roman Die Spange bei Suhrkamp.

Peter Weber zählt zu den einflussreichsten Autoren

seiner Generation. Sein Debüt Der Wettermacher sorgte

für großes Aufsehen. Er ist oft mit befreundeten

Musikern unterwegs, u.a. mit dem improvisierenden

Streichquartett Die Firma.

Anton Bruhin, Bodo Hell, Michel Mettler, Peter Weber

Singende Eisen, Spangen und Gleise

ISBN 978-3-938767-36-8

CD-Audio, ca. 45 Minuten, mit Booklet

Euro 15.- / sFr. 25.-

Erscheinungstermin: Juni 2007


Taktlos Musiklesebuch

Mit Originalbeiträgen

von Judith Hermann,

Elfriede Jelinek, Thomas

Kapielski (vgl. Foto),

Oswald Egger, Antonio

Fian, Klaus Theweleit,

Michael Stauffer, Thomas

Meinecke, Gert Jonke,

Michael Lentz u.v.a.m

Manchen Leserinnen und Lesern ist wohl kaum bekannt,

dass neben Jürg Laederach auch Jörg Steiner,

Reto Hänny und Peter Bichsel grosse Hörer und Bewunderer

des Jazz und Free Jazz sind, oder dass sich

Peter Weber, Michel Mettler und Raphael Urweider

mit den Bereichen Jazz und Improvisationsmusik bis

zur Elektronika auseinandersetzen und dass die komponierte

Musik für Gert Jonke, Alois Hotschnig und

Michael Lentz einen wichtigen Hintergrund darstellt.

Bei Jürg Halter, Thomas Meineke und Dietmar

Dath sind Texte ohne Pop, Rap und der neuen

Elektronika kaum denkbar.

Der Literatur-Impressario Hans Ruprecht über die

Herausgabe: „26 Jahre zeitgenössische Musikveranstaltungen

mit den Veranstalterkollektiven JAZZ

NOW Bern und Taktlos-Bern sowie meine Tätigkeit

als Veranstalter von Trafo: Literatur in Bern, des Internationalen

Literaturfestivals in Leukerbad und des im

Jahr 2006 erstmals durchgeführten Berner Literaturfestes

haben bei mir zu einigen wichtigen Fragen geführt:

Welchen Einfluss hat die Musik auf das Schreiben?

Gibt es Parallelen oder Differenzen zwischen

der Arbeit des Komponisten und/oder Musikers und

dem literarischen Schreiben? Kann ein Text auch als

musikalisches Werk gelesen werden? Daraus folgten

viele Gespräche mit Autorinnen und Autoren, und

mit ihnen entstand die Idee zu diesem Buch. Dass

und inwiefern der Einfluss musikalischer Werke auf

das Schreiben für viele Autorinnen und Autoren von

großer Bedeutung sein kann, werden ihre Texte zeigen.“

Hans Ruprecht, Peter Kraut, Ruedi Wyss (Hrsg.)

Taktlos

Musiklesebuch

Kollektion Andere Editoren

ISBN 978-3-938767-35-1

Gebunden, Schutzumschlag

18 x 22 cm, ca. 300 Seiten

ca. Euro 23.- / sFr. 40.-

Erscheinungstermin: September 2007


Albert Einstein

Nah am Original

Ilma Rakusa, Michael

Schindhelm, Jürgen

Theobaldy, Sabine Wang,

Peter Weber

Der Kunstgenuss beginnt vor den Originalen: Die

Mona Lisa besucht man im Louvre, den Beethoven

hört man in seiner Partitur und Instrumentierung,

Shakespeare folgt man am besten auf Englisch. Doch

bei den Errungenschaften der Naturwissenschaften

scheint ein anderer Usus zu herrschen: Hier wird

dem Bildungsbürger nur die abgespeckte und mundgerechte

Version wissenschaftlicher Forschung serviert.

Der Blick auf die Urfassung bleibt verwehrt.

2005 beauftragte die Hochschule der Künste Bern

(HKB) literarische Autorinnen und Autoren für eine

Veranstaltungsreihe, fünf bahnbrechende Arbeiten

Albert Einsteins aus dem Jahr 1905 zu verlängern,

zu kommentieren, zu kritisieren, ihnen zu widersprechen

oder sie sprachkräftig zu bewundern. Postuliert

wurde, dass kein Gedanke abstrakt ist, sondern stets

eine reale Gestalt annehmen muss: Stil ist Erkenntnis.

Auf dieser Ebene sollte die gleichberechtigte Auseinandersetzung

zwischen Kunst und Wissenschaft

gelingen.

Es entstanden fünf bemerkenswerte literarische Arbeiten,

die auf jeweils eigene Weise vom sprachlichgestischen

Witz Einsteins durchdrungen scheinen:

Die Lyrikerin und Übersetzerin Ilma Rakusa führt,

bezogen auf Einsteins Über einen die Erzeugung und

Verwandlung des Lichts betreffenden heuristischen

Gesichtspunkt, eine poetische Begriffsklärung durch;

für den Quantenchemiker und Kulturmanager Michael

Schindhelm ist die Begegnung mit Einsteins

Über die von der molekularkinetischen Theorie der

Wärme geforderte Bewegung von in ruhenden Flüssigkeiten

suspendierten Teilchen auch Anlass zum De-

chiffrieren der eigenen Vergangenheit; der Sprach-

virtuose Peter Weber fabuliert – ausgehend von

Zur Elektrodynamik bewegter Körper – über die

Einsteinsche „Unruhuhr“, die nicht nur naturwissenschaftlichen,

sondern ebenso höchsten poetischen

Ansprüchen zu genügen hat; in einem oszillierenden

Prosatext zu Einsteins Ist die Trägheit

eines Körpers von seinem Energieinhalt abhängig?

zeigt der Lyriker Jürgen Theobaldy seinerseits die

Leichtigkeit zweier bewegter Körper; und die Lyrikerin

Sabine Wang zappt sich in ihrem Prosagedicht

durch die Große Erzählung der Theorie der Brownschen

Bewegung.

So unterschiedlich die Herangehensweisen, so verschieden

sind die gewählten literarischen Gattungen,

die vom Dramolett über den Essay bis zur Erzählung

reichen. Alle fünf Texte werden hier erstmals publiziert,

zusammen mit Reprints von Einsteins Originalschriften,

die in dieser Form bisher nicht greifbar

waren. In seinem Nachwort schreibt Diethmar Dath

über den Stilisten Einstein: „Einstein gehört noch

einer anderen wissenschaftlichen Welt zu als der

seither gewordenen.“

Albert Einstein und Ilma Rakusa, Michael Schindhelm,

Jürgen Theobaldy, Sabine Wang, Peter Weber

Nah am Original

Herausgegeben von Florian Dombois und Guy Krneta,

mit einem Nachwort von Diethmar Dath

Kollektion Andere Editoren

ISBN 978-3-938767-37-5

Broschiert, mit Schutzumschlag

22 x 14 cm, ca. 144 Seiten

Euro 17.- / sFr. 29.-

Erscheinungstermin: September 2007


Edition Spycher

Barbara Honigmann

Vielleicht soll oder kann

man es auch gar nicht

festhalten, den Wind und

das Licht über dieser

Landschaft; wie Rilke in

seinem Testament sagt:

Den Blick übers Tal.

Die von Thomas Hettche in jährlichem Zyklus herausgegebenen

kleinformatigen Leinenbände der

Edition Spycher versammeln die Zeugnisse einer ungewöhnlichen

Liaison: Texte jener Schriftsteller, die

sich als Preisträger des Spycher: Literaturpreis Leuk

darauf eingelassen haben, über fünf Jahre hinweg in

dem kleinen Walliser Städtchen zu arbeiten und ein

Stück ihres Lebens dort zu verbringen. Ein Stipendium

als Refugium, eine Stippvisite, die auf Dauer

angelegt ist.

Band 3 der Edition Spycher ist das Dokument einer

besonders reizvollen Konfrontation. Barbara Honigmann,

Spycher-Preisträgerin des Jahres 2006, hat

sich die Fotografien des „Dorffotografen“ Arnold

Zwahlen angesehen und in die Bilder des Leuker Alltags

aus den 40er und 50er Jahren ihr eigenes Bild

dieses Ortes hineingesehen und herausgelesen: „Er

wird der Dorffotograf genannt und dabei ist Leuk

eine Stadt mit einem Schloss und einem Literaturpreis

für Schriftsteller, die von überall her kommen,

um in Leuk zu arbeiten, das heißt umherzugehen

und neugierig zu sein. Der Fotograf ist auch nicht

von hier, jedenfalls nicht seit Generationen, wie sich

das gehört; außerdem ist er Protestant. Deshalb hat

er die Stadt und die Leute und ihr Leben mit seinem

Blick, der ein bisschen von außen kam, festgehalten.

Ich habe seine Bilder gesehen, die ich nun, da

ich als Preisträgerin des Spycher: Literaturpreis Leuk

hierhergeschneit bin, mit ganz anderen Augen an-

sehe als eine echte Leukerin – aber eben auch nicht

als eine ganz Fremde, denn schließlich habe ich mich

hier auch schon umgesehen. Das Bild aber, das ich

unter den Fotos des Fotografen als erstes suchte, ist

nicht dabei. Vielleicht soll oder kann man es auch gar

nicht festhalten, den Wind und das Licht über dieser

Landschaft; wie Rilke in seinem Testament sagt:

Den Blick übers Tal.“

Barbara Honigmann, geboren 1949 in Ost-Berlin,

studierte Theaterwissenschaft und arbeitete als Dramaturgin

und Regisseurin an der Volksbühne und am

Deutschen Theater in Berlin. Seit 1975 ist sie freie

Schriftstellerin. 1984 reiste sie aus der DDR aus;

seitdem lebt sie als Autorin und Malerin in Straßburg.

Barbara Honigmann

Der Blick übers Tal

Mit Fotografien von Arnold Zwahlen

Edition Spycher, Band 3

Kollektion Andere Editoren

ISBN 978-3-938767-38-2

Gebunden, Leinen

18 x 10,5 cm, ca. 80 Seiten

ca. Euro 10.- / sFr. 17.-

Erscheinungstermin: September 2007

Foto Arnold Zwahlen


Zwischen den Zeilen 26

Jean Daive

Edmond Jabès

Der PATRIARCH

Ich war in einem Hotelzimmer, in London, als ich Gott

unter meiner Tür sah: ein Strahl, ein Lichtstreif.

Der ANDERE

Manchmal: Gott. Manchmal: Nichts. Das Beharren und

was der Blick hinzufügt.

Der PATRIARCH

Und was der Blick hinzufügt: im Liguster die Orangen.

Der ANDERE

Oder ein Gemüse für die Toten.

Der PATRIARCH

Ein Gemüse hinzugefügt zu den Toten? Erzählen Sie und

nennen Sie Namen.

Der ANDERE

Das Gemüse der Gräber.

Heft 26 von Zwischen den Zeilen beschränkt sich für einmal

auf die Präsentation zweier Autoren: Jean Daive

und Edmond Jabès – um umso nachdrücklicher auf

sie hinzuweisen und mit ihnen umso weiter auszugreifen;

einen unter andern Fluchtpunkten haben

beide Dossiers in Paul Celan als imaginärem und realem

Gesprächspartner.

Das Dossier zu Jean Daive umfasst neben zwei Auszügen

aus seinem Buch der Erinnerung an Paul Celan,

Sous la coupole, drei Kapitel aus dem „Roman“ Le

jeu des séries scéniques (in der Übersetzung von Werner

Hamacher). Dessen Ausgangssituation hat Jean Daive

in einem Klappentext mit dem Satz kommentiert:

„Eines Nachts wurde ich Frau, und meine Hand

machte sich daran, die Erinnerung meiner Stimme

zu schreiben, zu ritualisieren.“

Das Dossier zu Edmond Jabès, zusammengestellt

und übersetzt von Felix Philipp Ingold, umfasst neben

einer Auswahl aus dem Gedichtwerk Texte aus

Le livre des marges II. Dans la double dépendance du dit:

„ … als wäre jegliche vom Buch verfrachtete Wahr-

heit – dieser Schattenbereich, wo das Licht sich erschöpft

– nichts andres als der Zugang zum Tod,

dessen Glück und Unglück, in einem, die Schrift

wäre …“

Zwischen den Zeilen, Heft 26

Herausgegeben von Urs Engeler

Mit Beiträgen von Jean Daive (durch Werner Hamacher)

und Edmond Jabès (durch Felix Philipp Ingold)

ISBN 978-3-938767-19-1

Broschiert

21 x 13,5 cm, 128 Seiten

Euro 10.- / sFr. 18.-

Erscheinungstermin: bereits erschienen

(Dezember 2006)

Zwischen den Zeilen 27

Edna St. Vincent Millay

Elizabeth Bishop

Jorie Graham

Christine Hume

Vier Autorinnen aus Amerika, die vier Generationen

amerikanischer Poesie verkörpern: In Edna St. Vincent

Millay (1892-1950), Elizabeth Bishop (1911-

1979), Jorie Graham (geboren 1950) und Christine

Hume (geboren 1968) wird ein ganzes Jahrhundert

Dichtung gegenwärtig.

Edna St. Vincent Millay bewegt mit dem Zyklus

Sonette aus unveredeltem Holz, das vom Sterben eines

nahen Freundes erzählt, Elizabeth Bishops Meisterschaft

erleben wir in einer Gegenüberstellung veröffentlichter

und Entwurf gebliebener Gedichte, wir

folgen Jorie Graham in die gespentische Unterwelt

von Philosophie, Mythologie und Poesie und Christine

Hume auf Hausfliegen nach Alaska.

Ein Bleistiftstrich da auf der Schwelle war

belebt vom Schatten in der Mittagshelle,

doch nun es schon bei Tage finster war,

wars bloß ein Bleistiftstrich da auf der Schwelle.

Die stumme Uhr, die ein für allemal

denselben toten Augenblick festhält,

das war ein Souvenir auf dem Regal,

ein Bild, das eine Schäferin darstellt.

So kam ihr in den Sinn, er selber sei

(die Hauptfeder in seinem Hirn gebrochen,

manch einer hätte es so ausgesprochen)

so eine Uhr, die stand: zwanzig nach drei -

Warum? Man könnte sagen, weder Uhr

noch Menschen gabs im Tode, sondern tote Dinge nur.

Edna St. Vincent Millay

Zwischen den Zeilen, Heft 27

Herausgegeben von Urs Engeler

Mit Beiträgen von Edna St. Vincent Millay

(durch Günter Plessow), Elizabeth Bishop

(Jürgen Brôcan), Jorie Graham (Werner Hamacher)

und Christine Hume (Ron Winkler)

ISBN 978-3-938767-20-7

Broschiert

21 x 13,5 cm, ca. 240 Seiten

Euro 15.- / sFr. 25.-

Erscheinungstermin: Juni 2007


Förderpreis der

Kurt-Wolff-

Stiftung 2007

an Urs Engeler

Ich danke

für An- und

Zuerkennung,

Liebe, Hilfe

und Förderung.

Urs Engeler Editor

Büro Schweiz

Dorfstrasse 33

Postfach, CH-4019 Basel

T 0041 61 631 46 81

F 0041 61 633 10 57

Büro Deutschland

Schusterinsel 7

D-79576 Weil am Rhein

www.engeler.de

urs@engeler.de

Vertretung für Deutschland

Christiane Krause, Hans Frieden

und Nicole Grabert

Groner Str. 20, D-37073 Göttingen

T 0049 551 797 73 90

F 0049 551 797 73 91

krausefriedengrabert@t-online.de

Vertretung für die Schweiz

Markus Wieser

Kasinostraße 18, CH-8032 Zürich

T 0041 44 260 36 05

F 0041 44 260 36 06

wieser@bluewin.ch

Vertretung für Österreich

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T/F 0043 1 710 31 41

leitner-vv@utanet.at

Auslieferung Deutschland

GVA Gemeinsame Verlagsauslieferung

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F 0041 44 762 42 10

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