Ausgabe Dezember 2012 - Der Vorstädter

der.vorstaedter.de

Ausgabe Dezember 2012 - Der Vorstädter

DER VORSTÄDTER

DAS MAGAZIN FÜR DIE ERWEITERTE BAHNHOFSVORSTADT

Ausgabe 12/12 6. Jahrgang Auflage: 2500 Stück kostenlose Abgabe

Wernerplatz wird umgekrempelt

Planung beginnt noch 2012

Der Freiberger Stadtrat hat in

seiner Sitzung im November mit

großer Mehrheit für die Vergabe

der Planungs- und Ingenieurleistungen

zur Umgestaltung des

Wernerplatzes im Bereich zwischen

Busbahnhof und Bahnhofstraße

gestimmt. Trotz der

angespannten Haushaltssituation

befürwortet Baubürgermeister

Holger Reuter diese Maßnahme:

Der aktuelle Zustand

des Wernerplatzes inklusive der

Grünflächen ist mangelhaft. Gleiches

trifft auf das Gebäude an

der Bahnhofstraße zu. Mit dem

Vorhaben sollen bauliche Män-

Themen dieser Ausgabe

Aktuelles:

Öffentliche Freifäche an der

Buchstraße verkauft; S. 2

Aktuelles:

Kinderbuch mit Freiberger

Geschichten macht Schule; S. 3

Historisches:

ABC – die lange Geschichte

eines Gasthofes; S. 4-5

Historie:

Jugendstil in der Erweiterten

Bahnhofsvorstadt; S. 6-7

Veranstaltungskalender;

S. 8-11

Gesunde

Ecke: Die Edelkastanie; S. 12

Aktuelles:

Auf in die Schiller 3; S. 13

Rätselnuss;

S. 14

Kontaktdaten

der Veranstalter; S. 15

Aktuelles:

Landesvereinigung sächsischer

Quartiersmanager; S. 16

gel beseitigt sowie die Aufenthaltsqualität

nachhaltig gesteigert werden. Die Neuordnung

der vorhandenen Parkflächen um den

Wernerplatz herum ist ebenso Bestandteil

wie die Umgestaltung der Grünbereiche.“

Mit der Planung wurde nun das Ingenieurbüro

aqua-saxonia GmbH beauftragt, welches

bereits federführend in der Umgestaltung

des Busbahnhofes war. Die Bauausführung

ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Insgesamt sind für dieses Vorhaben

ca. 220.000 Euro veranschlagt, davon

könnten 114.000 Euro aus Zuschüssen des

Landes fließen.

Das Gebietsmanagement wird die Planungen

begleiten und die betroffenen Anlieger

rechtzeitig über die vorgesehenen Maßnahmen

informieren.


2

Aktuelles

Öffentliche Freifläche an der Buchstraße verkauft

Erlös fließt ins Gebiet

„Erweiterten Bahnhofsvorstadt“

gestaltet wurde. Es wurden kleine

Spielgeräte und Sitzgelegenheiten

installiert, die die

Aufenthaltsqualität der Fläche

insbesondere für Jugendliche

und Familien verbessern sollte.

In den letzten Jahren ging die

Frequentierung zurück, doch

der Aufwand für Grünpflege,

Wartung der Spielgeräte sowie

Reinigungsarbeiten für die Stadt

stieg.

Vor dem geplanten Erwerb hat

auch das Gebietsmanagement

eine Stellungnahme abgege-

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Frei- ben. Leider gab es von Anfang an

berg hat in seiner Sitzung am 22. Oktober Beschwerden zur Fläche wegen Verunreiden

Verkauf des Grundstückes der öffent- nigungen durch Hundekot. Trotz verstärkter

lichen Freifläche an der Buchstraße für Kontrollen durch das städtische Ordnungsknapp

14.400 Euro beschlossen, wobei der amt und das Quartier B-Serviceteam sowie

Erlös in zukünftige Maßnahmen in der die kostenfreie Abgabe von Hundekottüten

„Erweiterten Bahnhofsvorstadt“ fließen soll. im Stadtteilbüro Bahnhofsvorstadt konnte

Die neuen Eigentümer haben das Gebäu- das Problem nicht gelöst werden. Zudem

de in der Bahnhofstraße 13 von der Städti- steht mit der neuen Spiel- und Freizeitfläschen

Wohnungsgesellschaft (SWG) er- che an der Schmiedestraße seit Mai 2008

worben. Sie sind Zahnärzte. Es ist geplant, der Bevölkerung eine wesentlich attraktivesowohl

Praxis- als auch Wohnräume in das re und zudem multifunktionale Fläche zum

Gebäude zu integrieren. An der Hofseite Spielen und Verweilen in unmittelbarer

des Hauses ist Raum für Stellplätze. Hierfür Nachbarschaft zur Verfügung. Diese wird

benötigen sie allerdings eine Zufahrt. Das sehr gut angenommen, während das Areal

zu veräußernde Grundstück an der Buch- an der Buchstraße auf immer weniger

straße grenzt direkt an. Da keine andere Resonanz stößt.

Möglichkeit einer Zuwegung als über die Das Anliegen der neuen Eigentümer nach

Grünfläche besteht, wurde ein Kaufantrag einer Zufahrt über die Fläche zur Bahnhofan

die Stadt Freiberg gestellt. Geplant ist, straße 13 ist nachvollziehbar. Darüber

eine Zufahrt zum Hinterhof des Hauses hinaus ist es zu begrüßen, dass das ehe-

Bahnhofstraße 13 zu errichten und die mals zum Abbruch vorgesehene Gebäude

Restfläche als Grünfläche zu belassen. nun mit privatem Engagement saniert wer-

Das betreffende Flurstück wurde im Jahr den soll. Für den Verbleib der Spielgeräte

2004 durch die Stadt Freiberg vom Bun- wird derzeit nach einer Lösung gesucht.

desvermögensamt erworben. Hintergrund Diese sollen nach Möglichkeit auf eine

war die geplante Nutzung als öffentliche andere Fläche umgesetzt werden, wo sie

Grünfläche, welche seinerzeit in einer weiterhin von Kindern in Beschlag genom-

Gemeinschaftsaktion mit den Bürgern der men werden können.


Aktuelles

Die letzten Ferien sind

schon wieder Geschichte,

doch mit Sicherheit wünscht

sich so manches Schulkind

einmal ein ebenso aufregendes

und spannendes Ferienabenteuer

zu erleben

wie Klara und Max aus dem

Kinderbuch „Der geheimnisvolle

Kristall“. So auch die

ABC-Schützen der Klasse 1

der Grundschule „J. H. Pestalozzi“.

Denn die haben am

16. Oktober von Sebastian

Hamann, geschäftsführender

Gesellschafter der Quontum Projekt- über den Anlass der Buchübergabe an die

management GbR, und Sven Krüger, Bür- Erstklässler.

germeister für Verwaltung und Finanzen,

einen ganzen Klassensatz des rechtzeitig

zum Tag der Sachsen erschienenen illus- Die Mädchen und Jungen der 1. Klasse

trierten Stadtrundgangs von dem Freiber- freuen sich nun schon darauf, endlich das

ger Autor Stefan Link und dem Dresdner Alphabet komplett zu können, um sich ge-

Zeichner Tomas Freitag erhalten. meinsam mit Klara und Max auf Schatzsu-

Vom Lichtpunkt zum Kinderbuch

che durch Freiberg zu begeben. Einen

ersten Vorgeschmack haben die kleinen

Freitag und Hamann kennen sich durch Buchbesitzer nach dem Besuch von

den Lichtpunkt e.V., wo Hamanns Lauf- Hamann und Krüger schon auf einem

bahn als Gebietsmanager für die „Erwei- herbstlichen Wandertag mit ihrer Klassenterte

Bahnhofsvorstadt“ begann. Er war lehrerin Petra Leipner erhalten. Ansonsten

sofort von der Idee zu dem Kinderbuch können die Mamas und Papas der ABCüber

die Geschichte der Bergstadt ange- Schützen ihren Sprösslingen die Geschichtan.

„Ich bin in Freiberg geboren und auf- te vorlesen, bis sie richtig lesen können und

gewachsen und lerne noch als Erwachse- vielleicht selbst noch etwas dazulernen.

ner immer wieder Neues über meine

Heimatstadt“, sagt der Quontum-Chef.

Eine Klasse für sich

Kinderbuch mit Freiberger Geschichten macht Schule

Lesestart mit Schatzsuche

Geheimtipp für Leseratten

Hamanns Tochter Jennyfer wurde Anfang Das Buch „Der geheimnisvolle Kristall“, in

September eingeschult. Grund genug für dem neben der Geschichte Freibergs auch

den 32jähri-gen Freiberger und Vater von die ein oder andere historische Berühmtheit

zwei Kindern den Lesestart seiner Tochter lebendig werden, ist in einer Auflage von

zu fördern. „Mir ist es wichtig, dass Jenny 1.000 Stück beim DN-Verlag erschienen

und ihre Mitschüler die Geschichte der und natürlich in der Literathek auf der Post-

Stadt, in der sie leben, kennenlernen. Mit straße sowie vielen anderen Buchläden der

dem Buch gelingt dies, wie ich finde, auf Bergstadt erhältlich. Ein echter Geheimtipp

spielerische sowie pädagogisch wertvolle nicht nur für alle jungen, sondern auch er-

Art und Weise“, so der Gebietsmanager wachsenen Freiberger Leseratten.

3


4

Historie

ABC – die lange Geschichte eines Gasthofes ...

... und sein bitteres Ende

Das Vorwerk ABC

Um die lange Geschichte des

altehrwürdigen Freiberger

Gasthofes ABC, ehemals an

der Frauensteiner Straße 12

gelegen, näher zu bringen,

zunächst einiges über das

Vorwerk ABC. Als zwischen

1210 und 1218 die Freiberger

Oberstadt angelegt wurde,

entstand der „alte Lobetanzhof“,

der 1465 als „forwergk

bey dem Thormhofe“ bezeichnet

wurde. 1491 kam

dieses „Vorwerk für dem Erbischen

thore“ durch Heirat

zum Turmhofvorwerk, von 1910 erhalten. An Stelle der Vorwerksgedem

es bald darauf als Vorwerk ABC wie- bäude entstanden an der Silberhof- und der

der abgespalten wurde. Hier befand sich neu angelegten Sachsenhofstraße Wohnein

wichtiger Straßenknoten. Alle von Süd- häuser. Der Vorstadtbebauung mussten

osten kommenden Fernstraßen liefen nicht bereits Ende des 19. Jahrhunderts zwei

auf das Peters- oder das Erbische Tor zu, Fischteiche weichen, die gegenüber dem

sondern die Saydaer Passstraße vereinte Vorwerk am Münzbach lagen. Dem Absich

mit der Berthelsdorfer und der wichti- bruch fiel lediglich ein Haus nicht zum

gen Frauensteiner Passstraße sowie dem Opfer: das als „ABC“ wohl allen zumindest

Bobritzscher Weg beim ABC. Die Fuhr- älteren Freibergern bekannte Gebäude an

werke gelangten hier über eine Steinbrücke der Frauensteiner Straße/Silberhofstraße,

etwa bei der heutigen Schmiedestraße zum welches mittlerweile ebenfalls abgerissen

Donatstor. worden ist.

Zweimal wurde das Vorwerk durch Brände

völlig vernichtet, 1632 durch kaiserliche und

Der Gasthof ABC

1639 durch schwedische Truppen, nach- Es gibt mehrere Daten bzw. Jahreszahlen,

dem es erst wieder aufgebaut worden war. die Aufschluss über die Gründung der

Als Hausmarke ließ der Besitzer auf eine Gastwirtschaft geben können. Das Jahr

Sandsteinplatte die Buchstaben ABC ein- 1637 wird in mehreren Quellen angegeben.

meißeln. Es ist nicht bekannt, weshalb die Es gab wohl schon davor eine Gast- und

Anfangsbuchstaben des Alphabets für die Schankwirtschaft. Das Vorwerk hatte Privi-

Vorwerksbezeichnung verwendet wurden. legien, was das Brotbacken betraf. Es durf-

1822 gab der damalige Besitzer dem ABC- ten außer den Dorfmüllern 16 Personen

Vorwerk aus Liebe zu seiner Heimat den innerhalb der Stadt Brot backen, in Freiberg

Namen Sachsenhof (Foto oben von 1908). anbieten und verkaufen. Um 1800 erhielt

In den Folgejahren wurde der Hof immer der nunmehr „ABC“ genannte Gasthof das

mehr verkleinert und bis 1905 aufgelöst, „Recht zum Schänken und Gastieren,

der Besitzer ließ die Gebäude bis auf das Backen und Schlachten, Beherbergen und

Herrenhaus abbrechen. Dieses blieb bis Tanzen“. In den folgenden Jahrzehnten gab


Historie

es mehrere Umbauten, verbunden mit ver- schließlich über vier Fremdenzimmer,

schiedenen Änderungen der Ausrichtung Frühstückszimmer und Gaststube.

als reine Gastwirtschaft, Beherbergung

oder Unterhaltung durch Billard. Der Name

Das Ende

des Gasthofes wechselte in den Jahren Danach stand das Gebäude leer und machebenfalls

mehrmals: 1846 „Gasthof zum te einen immer schlechteren Eindruck. Die

ABC“, 1864 „Stadt Chemnitz“ und ab 1912 oben erwähnte Sandsteinplatte war aber

in „Stadt Chemnitz zum ABC“, wie am noch zu erkennen. Noch 1993 gab es

Westgiebel noch bis zuletzt zu lesen war. Hoffnung auf eine Rettung des Gebäudes.

Neben der nördlichen Haustür wurde eine Es wurde u.a. von Wolfgang Jobst und dem

Sandsteinplatte mit dem alten Hauszei- Freiberger Altertumsverein auf die historichen

und der Inschrift „Urkundlich erwähnt sche Bedeutung und Tradition des ABC verschon

um 1440, durch Feuer zerstört im wiesen, dass ebenso wie viele weitere his-

30-jährigen Kriege 1632, umgebaut 1790. torische Gasthöfe der Stadt Freiberg erhal-

Obiger Stein wurde wieder aufgefunden ten bzw. rekonstruiert werden könnte. Das

am 20. April 1928 vom derzeitigen Besitzer nahe gelegene „Mauck’sche Gut“ konnte

Joh. Kurt Schwarze.“ angebracht. Der durch eine Rekonstruktion erhalten und als

darüber eingefügte Stein trug die barock Hotel attraktiv genutzt werden, was die

verzierten Initialen ABC. Das Foto ent- Hoffnung für das ABC nährte. Da sich diese

stand um 1930. nicht erfüllt hat bzw. erfüllt werden konnte,

führte es im Jahr 2000 zum Abriss der

Ruine.

Im Jahr 1941 musste das ABC geschlossen

werden, da der damalige Besitzer zur

Wehrmacht eingezogen wurde. Nach dem

Ende des Krieges wurde im Erdgeschoss

eine Gaststube mit Vereinszimmer errichtet,

dazu die Geschäftsstelle des Stadtteilausschusses

für Wohnungsfragen. Eine

Gaststube wurde von der KPD als

Geschäftszimmer benutzt. Die Räume im

Obergeschoss wurden vom Vorpächter

bewohnt. 1952 verfügte die Abteilung Woh-

Quellen:

• „Der Münzbach – Turmhof und das Vorwerk

ABC in der Freiberger Bertholdstadt“, von

Wolfgang Jobst in MFA 80/1998

• „Einstige und heutige Gaststätten Freibergs“;

MFA 89/2001

• „ABC – Letzter Zeuge eines bedeutenden

Vorwerkes“, von Wolfgang Jobst; Freiberger

Anzeiger 15. Januar 1993

nungswesen über die acht Fremdenzimmer.

Eine Beherbergung wurde abge-

• „Denkmale in Sachsen“, Stadt Freiberg,

Beiträge - Band 1; von Yves Hoffmann,

lehnt, stattdessen sind die Räume als Uwe Richter

Feierabendheim genutzt worden. Bis zu sei- • 2 Fotos Stadt- und Bergbaumuseum,

ner Schließung 1959 verfügte das ABC Inv.-Nr. F2028 und F27055

5


6

Historie

Jugendstil in der Erweiterten Bahnhofsvorstadt

Gesamtheit von innerer und äußerer Gestaltung

Vor der Wende vom 19. zum 20. Jahrhun- diesem Grund sind in Freiberg besonders in

dert begann in Deutschland eine Entwick- der Erweiterten Bahnhofsvorstadt Gebäude

lung, die in der Kunst, Kultur und Architektur im Jugendstil errichtet worden, so 1900 am

einen Aufbruch und den Übergang zwi- Forstweg 17 und an der Berthelsdorfer

schen Historismus und Moderne darstellt. Straße 10. 1905 wurde der Innenausbau

Der hier vorgestellte Jugendstil ist eigent- der Villa Schillerstraße 5 (jetzt AWO-Kinderlich

kein Baustil im herkömmlichen Sinne, garten) im Jugendstil umgestaltet.

sondern eher ein Dekorationsstil und

gekennzeichnet durch ornamentale und

wellenartige Linienzüge, Formen und

Jugendstil in der Erweiterten

Bahnhofsvorstadt

Dekorationen wie stilisierte Pflanzen, Eine typische Bebauung befindet sich in der

Masken und Tiermotive. Ein Merkmal ist die Körnerstraße. Das gesamte Gebiet der

Gesamtheit von äußerer und Innenraum- heutigen Körnerstraße, Turnerstraße und

gestaltung. So bilden Möbel, Leuchten, Dörnerzaunstraße bekam eine große

Türklinken, Treppengeländer, Aufschriften Bedeutung durch den Bau der Schulen.

und die farbliche Gestaltung ein dekorati- Während die genannten Gebäude bis etwa

ves Gesamtbild eines Gebäudes. (Foto Ende des 19. Jahrhunderts noch im Stil des

Körnerstraße 19) Historismus errichtet wurden, begannen

um die Jahrhundertwende Elemente des

Jugendstils Einzug zu halten. Mit repräsentativen

Wohn- und Geschäftshäusern und

den erwähnten Schulen begann hier eine

planmäßige Bebauung. Es entstanden repräsentative

Gebäude wie in der Körnerstraße

15-21, die dem Jugendstil zugeordnet

werden bzw. Elemente davon aufweisen.

Hier ist besonders das 1903 entstandene

viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus

Körnerstraße 17 hervorzuheben.

Auffällig sind hier die Giebelgestaltung

und die Sonnenuhr an der Fassade. Die

Von den Stadtgebieten Freibergs profitierte Freiberger Vorschussbank ließ die Gebäudie

heutige Bahnhofsvorstadt von der ab de Körnerstraße 15 und 19 als Wohn- bzw.

Mitte des 19. Jahrhunderts beginnenden Bankhaus errichten.

Industrialisierung. Die Anbindung an das Aus architektonischer und städtebaulicher

Eisenbahnnetz gab diesem Stadtteil eine Sicht ist das Eckgebäude Körnerstraße

völlig neue Bedeutung. Es wurden neue 21/Roter Weg ein gestalterischer Höhe-

Straßen benötigt, die alten Wege waren punkt. Es wurde 1903/04 als Konditorei und

nicht mehr in der Lage, die Transporte vom Stadtcafé mit phantasievollen Ornamenten

und zum Bahnhof bzw. zu den neu entstan- errichtet (Foto rechts oben, 1927). Das

denen und weiter entstehenden Betrieben lange Zeit leer stehende Gebäude wird

zu gewährleisten. Da ein alter Stadtteil, die inzwischen saniert und soll seine typische

ehemalige Neue Sorge, eine neue Bedeu- Gestaltung behalten. Die Körnerstraße wird

tung erhielt, wurde auch die Bebauung die- in einer der nächsten Vorstädter-Ausgaben

ser Straßen vorangetrieben. Vor allem aus vorgestellt.


Historie

Selbst die eigentlich nicht

besonders auffällige Turnhalle

der Berufsschule in der

Lange Straße besitzt verschlungene

Ranken im oberen

Giebelfeld. Einzelne

Jugendstilelemente befinden

sich auch an anderen

Gebäuden, die durch längere

Bauzeiten noch zusätzliche

moderne Verzierungen

erhielten. Dazu zählen der

Hauseingang der Frauensteiner

Straße 12a sowie

Zäune und Zaunsäulen in

der Sachsenhofstraße. Auch

Weitere Gebäude außerhalb der Altstadt in damals errichteten Industriebetrieben

entstanden in der Schönlebe- und Sach- sind Gebäude dieser Epoche zuzurechnen,

senhofstraße. An der Ecke zur Schönlebe- wie dem inzwischen abgebrochene Verstraße

wurde das Haus Silberhofstraße 24 waltungsgebäude der ehemaligen Leinen-

(Foto rechts) als eines der gestalterisch industrie am Roten Weg.

qualitätsvollsten und typischsten Gebäude

dieser Epoche errichtet. Es besitzt Eckturm,

Zierfachwerk, Erkervorsprung, Giebel und

Loggien. Die Fassade ist mit Blatt- und

Rankenwerk überzogen. Das Gebäude

sollte nach ursprünglichen Plänen in Richtung

Schönlebestraße noch größer werden,

was aber nicht genehmigt wurde.

Weitere Beispiele für den Jugendstil sind

die 1906/07 entstandenen Gebäude Poststraße

8 (ehem. „Musikhaus Ewald“) und

Wernerplatz 10 (ehem. Ortskrankenkasse).

Verschmelzung der Baustile

Durch den allmählichen Übergang zwi- Ein Beispiel für den dem Jugendstil folgenschen

den Epochen sind viele Gebäude mit de Heimatstil ist in der Erweiterten Bahn-

Elementen mehrerer Baustile ausgestattet. hofsvorstadt die so genannte Porzellanar-

An Gebäuden, die vornehmlich zwischen beitersiedlung am Bertholdsweg, die zwi-

1906 und 1914 errichtet wurden, lassen

sich Motive des Jugendstils in Verbindung

schen 1921 und 1927 entstand.

mit Elementen des Historismus erkennen, Quellen:

wie in der Schönlebestraße 42. Hier sieht • „Denkmale in Sachsen, Stadt Freiberg, Band 1;

man heute noch eine aufwendige Verzierung,

wie eine große Maske. Weitere Ge-

Bauten des Jugendstils und des Heimatstils in

Freiberg“; Marlis Möller

bäude mit Elementen aus verschiedenen

Epochen befinden sich auch in der Frau-

• „Denkmale in Freiberg: Jugendstilgebäude in der

Körnerstraße“; Stadt Freiberg

ensteiner, Annaberger und Poststraße. •

1 Foto Stadtarchiv Freiberg, BPK-Sammlung 1.2.

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Veranstaltungen

Einzelangebote

aktuelle

Ausstellung

1.12.12

8.00 -

15.00 Uhr

1.12.12

14.00 -

18.00 Uhr

3.12.12

10.00 -

12.00 Uhr

3.12.12

14.00 Uhr

5.12.12

9.00 -

11.00 Uhr

5.12.12

14.00 -

15.30 Uhr

6.12.12

14.00 Uhr

7.12.12

12.30 Uhr

8.12.12

9.30 -

12.30 Uhr

Zarte Schönheiten

Gezeigt werden Arbeiten des

VdK-Klöppelzirkels

VdK; Begegnungsstätte,

Schillerstraße 3

„Lebensrettende Sofortmaßnahmen“

Lehrgangsangebot für

Führerscheinbewerber der Klas-

sen A, A1, B, BE, L, M oder T

DRK Kreisverband Freiberg e.V.;

Annaberger Straße 5

2. Jo-Kinderclub-Nachmittag

Vorweihnachtlicher BA(stel)DE -

Spaß mit Jo

Freiberger Bäderbetriebsgesellschaft

mbH, Johannisbad;

Johann-Sebastian-Bach-Straße 1a

Büchertausch in der Schiller 3

Schmökern in Büchern, Zeitschriften,

Zeitungen

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Treffen der SHG Parkinson

Begegnungsstätte des VdK,

Schillerstraße 3

Singen für Junggebliebene

(Volkslieder a cappella)

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Seniorentanz

mit Birgit Gratz;

im Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Treffen der SHG

Hüftgeschädigter

Begegnungsstätte des VdK,

Schillerstraße 3

Weihnachtsfeier in der

„Schiller 3“

VdK; Begegnungsstätte,

Schillerstraße 3

Advent in der Kinder- und

Jugendbibliothek

Adventsbasteln, Spiele und Rätsel

Kinder- und Jugendbibliothek;

Beethovenstraße 5

8.12.12

10.00 Uhr

8.12.12

15.30 Uhr

11.12.12

15.00 Uhr

11.12.12

18.30 -

20.30 Uhr

12.12.12

13.30 Uhr

13.12.12

13.00 Uhr

15.12.12

20.00 -

24.00 Uhr

17.12.12

10.00 -

12.00 Uhr

17.12.12

14.00 Uhr

17.12.12

17.00 Uhr

Nikolausturnier – Judo

BSC Freiberg e.V.;

Heubner-Sporthalle

Dörnerzaunstraße 4

Weihnachtliches Puppenspiel

„Rotkäppchen“ mit der Dresdner

Puppenbühne Böhmel,

Kinder- und Jugendbibliothek;

Beethovenstraße 5

Café mit Vorträgen und

Gesprächen

Esther-von-Kirchbach e.V.;

Fischerstraße 28

Farbtupfer im Alltag – mit

Acrylfarben, Pasten und mehr

Acrylmalerei mit Conny Riedel

Anmeldung notwendig: 765987

Lichtpunkt e.V.

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Treffen des

Schwerhörigenverbandes

Begegnungsstätte des VdK,

Schillerstraße 3

Spielnachmittag der

Skatfreunde

VdK; Begegnungsstätte,

Schillerstraße 3

Mitternachtssauna

„Hot Christmas“

Freiberger Bäderbetriebsgesellschaft

mbH, Johannisbad;

Johann-Sebastian-Bach-Straße 1a

Büchertausch in der Schiller 3

Schmökern in Büchern, Zeitschriften,

Zeitungen

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Treffen der Jahresringe

Begegnungsstätte des VdK,

Schillerstraße 3

Frauenkreis

Evangelisch-kirchliche

Gemeinschaft Freiberg;

Hinter der Stockmühle 5

Redaktionsschluss für die Januar 2013-

Ausgabe ist der 3. Dezember.


19.12.12

10.00 -

12.00 Uhr

9.12.12

14.00 -

15.30 Uhr

Dauerangebote

bb

montags

10.00 -

20.00 Uhr

14.00 -

15.00 Uhr

14.00 -

20.00 Uhr

15.00 -

16.00 Uhr

17.00 -

18.45 Uhr

dienstags

8.00 -

12.00 Uhr

9.00 Uhr

9.00 -

11.45 Uhr

und 13.00 -

15.45 Uhr

Singen für Junggebliebene

(Volkslieder a cappella)

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Seniorentanz

mit Birgit Gratz;

im Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

SWG-Freizeittreff

SWG; Beuststraße 1

„Sport für Junge Alte“

ATSV Freiberg, über Bettina

Günter; Turnhalle,

Anton-Günther-Straße 7c

Offener Treff

e-Games auf der Konsole (Fifa,

Blur), Gemeinschaftsspiele

(Carcassonne, Siedler),

Kartenspiele (Yu-Gi, Obi etc.)

DKSB RV Freiberg e.V.

Pi.Haus.Treff;

Beethovenstraße 5

Turnen, Spielen und Tanzen

Kükentag, für Kinder 3-4 Jahre

ATSV Freiberg, über Bettina

Günter; Turnhalle,

Anton-Günther-Straße 7c

Probe der Freiberger

Märchenbühne

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

gemeinsam einkaufen, kochen

und verkosten

Esther-von-Kirchbach e.V.;

Fischerstraße 28

Spiele-Café

VdK; Begegnungsstätte,

Schillerstraße 3

Kleiderkammer geöffnet

Deutsches Rotes Kreuz,

Kreisverband Freiberg e.V.;

Marienstraße 4

10.00 -

20.00 Uhr

12.30 -

14.30 Uhr

14.00 Uhr

14.00 -

15.30 Uhr

14.00 -

20.00 Uhr

15.30 -

16.30 Uhr

16.00 -

18.00 Uhr

17.00 -

18.00 Uhr

17.00 -

18.30 Uhr

17.30 -

18.30 Uhr

Veranstaltungen

SWG-Freizeittreff

SWG, Beuststraße 1

Freiberger Tafel – Ausgabe

Caritasverband Chemnitz und

Umgebung e.V., AS Freiberg;

Marienstraße 4

Klöppeln

VdK; Begegnungsstätte,

Schillerstraße 3

Tanzend bewegen – zu sich

selbst finden!

Meditatives Tanzen / Bachblütentanz

mit Mirella Lohse

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße

Offener Treff

DKSB RV Freiberg e.V.

Pi.Haus.Treff;

Beethovenstraße 5

Internationaler Volkstanz

Tanzen mit Mirella Lohse

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Schach

der Kindergruppe des TV 1844;

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Nachhilfe ab der Mittelstufe

VdK, Anmeld. unter Tel. 23634;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Freizeitsport mit dem Treff

DKSB RV Freiberg e.V.

Pi.Haus.Treff;

Sporthalle Dürer, Kreuzgasse 2

Sprechzeit zu Freizeit- und

ehrenamtlichen Angeboten

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Für die Richtigkeit der Termine

übernehmen wir keine Gewähr.

Beachten Sie bitte auch mögliche

Terminänderungen durch die

Weihnachtsferien.

9


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Veranstaltungen

17.30 -

18.30 Uhr

18.00 -

19.00 Uhr

19.00 Uhr

19.00 -

21.00 Uhr

19.00 -

22.30 Uhr

mittwochs

9.30 -

10.30 Uhr

10.00 -

20.00 Uhr

11.00 -

12.00 Uhr

11.30 -

13.30 Uhr

15.00 -

18.00 Uhr

16.00 -

18.00 Uhr

Büchertausch für

Lesehungrige

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Nachwuchs-Orchesterprobe

des Bergmusikkorps Saxonia;

Kinder, Jugendliche und

Erwachsene proben gemeinsam

„Knappenstube“ der Saxonia-

Freiberg-Stiftung,

Chemnitzer Straße 8, Eingang

Hospitalweg

Probe des interkulturellen

Chores

Freiberger Agenda 21 e.V.;

Kirchgemeindesaal St. Johannis,

Anton-Günther-Straße 16

Streetdance für Jugendliche

für Jungen u. Mädchen ab

14 Jahren;

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Schach für Erwachsene

TV 1844;

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Gymnastik (Rückenschule)

Esther-von-Kirchbach e.V.;

Fischerstraße 28

SWG-Freizeittreff

SWG; Beuststraße 1

Seniorentanz

Esther-von-Kirchbach e.V.;

Fischerstraße 28

Büchertausch für Lesehungrige

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Freizeittreff „Happy

Mittwoch“

für Kinder ab 6 Jahre

Pfingstgemeinde;

Am St.-Peter-Schacht 6

Mädchentreff

Klamotten, Schminken, Jungs –

14-tägig

17.00 -

18.00 Uhr

17.00 -

18.30 Uhr

17.00 -

19.00 Uhr

18.00 -

20.00 Uhr

donnerstags

9.00 Uhr

9.00 -

11.45 Uhr

und 13.00 -

15.45 Uhr

10.00 -

20.00 Uhr

11.00 -

12.00 Uhr

14.00 -

20.00 Uhr

16.00 -

17.00 Uhr

alles, was Mädchen interessiert

DKSB RV Freiberg e.V.

Pi.Haus.Treff;

Beethovenstraße 5

Nachhilfe ab der Mittelstufe

VdK, Anmeld. unter Tel. 23634;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Bastelspaß am Abend –

Kreatives Gestalten

mit Brunhilde Töppner

Lichtpunkt e.V.;

Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Treff der Freunde der

russischen Sprache

über Zumrud Aliyeva;

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Treff Trommelgruppe

über Andreas Arnold;

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Frühstückstreffen

Esther-von-Kirchbach e.V.;

Fischerstraße 28

Kleiderkammer geöffnet

Deutsches Rotes Kreuz,

Kreisverband Freiberg e.V.;

Marienstraße 4

SWG-Freizeittreff

SWG; Beuststraße 1

Freiberger Tafel –

Backwarenausgabe

Caritasverband Chemnitz und

Umgebung e.V.,

AS Freiberg; Marienstraße 4

Offener Treff

DKSB RV Freiberg e.V.

Pi.Haus.Treff;

Beethovenstraße 5

Turnen, Spielen und Tanzen

Zwergentag, für Kinder 5-6 Jahre

ATSV Freiberg, über Bettina

Günter; Turnhalle,

Anton-Günther-Straße 7c


17.00 -

18.00 Uhr

18.00 -

19.00 Uhr

18.00 -

20.00 Uhr

freitags

10.00 -

20.00 Uhr

12.30 -

14.30 Uhr

14.00 -

21.00 Uhr

„Sport für Junge Alte“

ATSV Freiberg, über Bettina

Günter; Turnhalle,

Anton-Günther-Straße 7c

Kreativwerkstatt

Töpfern, Basteln, Filzen, Sägen,

Bohren, Dekorieren, Leimen ...

DKSB RV Freiberg e.V.;

Pi.Haus.Treff,

Beethovenstraße 5

Orchesterprobe

des Bergmusikkorps Saxonia;

„Knappenstube“ der Saxonia-

Freiberg-Stiftung,

Chemnitzer Straße 8, Eingang

Hospitalweg

SWG-Freizeittreff

SWG; Beuststraße 1

Freiberger Tafel – Ausgabe

Caritasverband Chemnitz und

Umgebung e.V., AS Freiberg;

Marienstraße 4

After-School-Day

Teenie-Disco, Kino, Konsole

zocken oder einfach nur chillen

DKSB RV Freiberg e.V.

Pi.Haus.Treff;

Beethovenstraße 5

16.00 -

17.30 Uhr

17.30 -

19.00 Uhr

ab

19.16 Uhr

19.00 -

21.00 Uhr

15.00 -

20.00 Uhr

Veranstaltungen

Breakdance für Kinder

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

Teenkreis

für Teens von 13 - 15 Jahren

Evangelisch-kirchliche

Gemeinschaft Freiberg;

Hinter der Stockmühle 5

Jugendkreis

für Jugendliche ab 16 Jahren

Evangelisch-kirchliche

Gemeinschaft Freiberg;

Hinter der Stockmühle 5

Streetdance für Jugendliche

(Jungen und Mädchen ab 14 J.);

Kinder- und Jugendzentrum,

Beethovenstraße 5

samstags/sonntags

SWG-Freizeittreff

SWG; Beuststraße 1

Termine, Veranstaltungstipps

bekannt geben?

Räume für Kurse, Seminare und

andere Veranstaltungen gesucht?

Anfragen an: freiboerse@web.de

Unter dem Namen „WeihnachtsWelt- bemerkenswert. Neben schon traditio-

Fest“ findet am 8.12.2012 im Pi-Haus an nellen Angeboten wie Puppentheater,

der Beethovenstraße eine Party der Kreativwerkstätten oder Weihnachtsbäetwas

anderen Art statt. Dass alle im ckerei stellen Jugendköche aus Deutsch-

Kinder- und Jugendzentrum ansässigen land, Griechenland, Portugal, Rumänien

„Anbieter“ gemeinsam ein Fest für und der Türkei im Ergebnis ihres ein-

Freiberger Kinder organisieren, ist so neu wöchigen Workshops ein Weihnachtsbufnicht,

auch wenn dieses Zusammenwir- fet zusammen – dieses Fest wird

ken in jüngster Zeit von einer neuen schließlich nicht nur in Deutschland gefei-

Qualität gekennzeichnet ist. Dass man ert. Also: das gesamte Organisationsteam

aber mit Unterstützung eines internationa- unter Regie des Sachgebietes Jugend der

len Kochprojektes des „Jugend- & Kultur- Stadtverwaltung Freiberg lädt alle Freiberprojekt

e.V.“ Dresden bereit ist, über den ger Kinder herzlich zum Schlemmen, Bassprichwörtlichen

„Rand des (Weihnachts-) teln und Erleben ein: Am 8. Dezember

Tellers“ hinaus zu schauen, ist zumindest zwischen 14 und 18 Uhr im .

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Gesunde Ecke

Die Edelkastanie – auch als Marone bekannt

Früchte sind vielseitig verwendbar – bei Süßem und Salzigem

Wir werden uns auch in diesem Jahr wieder Außerdem enthält die Esskastanie die

Gedanken machen, was zu Weihnachten Vitamine B1, B2, B3, die auch temperaturgegessen

wird. Bei vielen ist die sogenann- stabil sind, Vitamin C und Kalium. Kastate

klassische Weihnachtsgans Tradition. nien sind glutenfrei, das Mehl kann daher

Ich möchte Ihnen heute die Zutat für eine von Zöliakie-Patienten als Getreide-Ersatz

Variante vorstellen, bei der Sie das verwendet werden. Beim Rösten der Maro-

Angenehme mit dem Nützlichen sehr gut nen verringert sich der Gehalt an sogeverbinden

können – eine Gans mit nannten Tanninen (Gerbstoffe), die für den

Maronenfüllung. etwas bitteren Geschmack roher Maronen

verantwortlich sind. Generell schmecken

geröstete Maronen angenehm süßlich.

Esskastanien haben eine breite Verwendungspalette.

Sie werden gekocht, geröstet

oder auch getrocknet verwendet. Als

Süßigkeit werden Maronen zu Mousse,

Soufflé, Creme und Eiscreme verarbeitet.

Große Maroni werden kandiert, also in

Zuckersirup langsam gekocht. Weitere

Produkte sind Maroni in Alkohol, Mehl oder

Flocken. Speziell in Frankreich und Italien

wird aus Maronen Likör und in der Schweiz

Die Marone exakter genannt: die Esskasta- Bier hergestellt.

nie oder auch Edelkastanie. Bitte nicht

verwechseln mit unserer heimischen Kastanie,

der Rosskastanie. Erkennen können

Sie den Unterschied an der „Umhüllung“

der Kastanien, auch Nüsse genannt. Die

Esskastanie wird umhüllt mit einer Schale,

die mit Hunderten von länglichen Stacheln

besetzt ist. Auch die Blätter sind länglicher,

schmaler als bei der Rosskastanie und sind

am Rand stachlig gezähnt. Im September

bis November sind die Früchte reif.

Aber nicht nur geschmacklich sind die Maronen

ein „Hit“ sondern auch für die eigene Geröstet oder als Füllung, wie bei unserer

Gesundheit sollte man sie auf den Speise- Weihnachtsgans oder als Zutat zu Nudelplan

setzen. Im Gegensatz zu vielen ande- gerichten sowie als Backzutat für das

ren Nüssen enthalten Maronen viele kom- selbstgebackene Brot, sind sie eine perfekplexe

Kohlenhydrate in Form von Stärke, te Abwechslung zum täglichen Einerlei.

aber kaum Fett – dafür allerdings wesent- Guten Appetit!

lich mehr Wasser. Zum Vergleich: Hasel-

oder Walnüsse enthalten 20 mal mehr Fett Ein geruhsames Weihnachtsfest und ein

als Maronen! Jedoch: 100g Maronen de- gesundes erfolgreiches Jahr 2013 wünscht

cken etwa ein Drittel des täglichen Bedarfs Ihnen Ihr Heilpraktiker

an Vitamin E und ein Viertel Vitamin B6. Dieter Schneider


„Farbtupfer im Alltag - mit Acrylfarben

und Pasten und mehr“

Lassen Sie die Seele einfach mal baumeln und steigen

sie für die Kurszeit aus dem Alltag aus, um mit Farben zu

experimentieren.

Freizeittipp

In dem Kurs hat man(n) / frau Gelegenheit, malend zu sich selbst zu finden. Freies

intuitives Malen und Gestalten kann durchaus zu innerer Ausgeglichenheit führen.

Dabei spielt künstlerisches Können keine Rolle. „Das habe ich für mich persönlich

auch festgestellt“, so Kursleiterin Cornelia Riedel. „Wir sorgen für eine freundliche

Atmosphäre und stellen diverses Material wie Acrylfarben, Strukturpasten,

Naturmaterial, Pinsel, Malpappen, Keilrahmen etc. zur Verfügung.“

Wann? Jeden 2. und 4. Dienstag von 18.30 - 20.30 Uhr

Wo? Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Teilnehmerbeitrag: 4,00 €, inkl. Material (zzgl. Keilrahmen, wenn Bedarf)

Voranmeldung ist notwendig unter 03731 765987.

Bitte Schürze oder altes T-Shirt mitbringen.

Das Weihnachtsangebot

nnn

Verschenken Sie 8 Malabende für 30,00 €.

Bestellung und Kauf von Gutscheinen beim Lichtpunkt e.V.,

Paul-Müller-Straße 78, 03731 765987

„Bewegungsmix im Alltag – 45 plus“

Es ist eine Mischung aus einfachen Bewegungsabläufen,

Koordinationsübungen und Entspannung. Ziel ist es, sich mal für

eine Stunde aus dem Alltag auszuklinken, locker zu bewegen,

sich zu besinnen und zu entspannen.

Wann? jeden Mittwoch von 17.00 bis 18.00 Uhr

Start: 16.1.2013

Ort: Stadtteiltreff, Schillerstraße 3

Dauer: 12 Einheiten = 44 Euro (1 Schnupperstunde gratis)

Bitte mitbringen:Isomatte, Turnschuhe, Handtuch und bequeme Kleidung

Leitung: Cornelia Riedel, Übungsleiterin

Anmeldungen sind wegen begrenzter Raumkapazität dringend notwendig.

Lichtpunkt e.V.: 03731 765987 oder 0162 9856987 (Frau Riedel)

Das Weihnachtsangebot

nnn

Verschenken Sie 12 Bewegungsstunden für 40,00 €.

Bestellung und Kauf von Gutscheinen beim Lichtpunkt e.V.,

Paul-Müller-Straße 78, 03731 765987

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Rätselnuss

Liebe Leserinnen und Leser, Aus den richtigen Einsendern wurde Maraufgrund

der guten Resonanz wollen wir Ihnen

auch im Jahr 2012 wieder viele interessante

Rätselnüsse zum Knacken geben. Wir zeigen

Ihnen jeden Monat einen Ausschnitt von

Gebäuden oder anderen interessanten Details

tina Müller aus Falkenau bei Flöha

gezogen und erhält damit das Buch „Der

geheimnisvolle Kristall“ von der „Literathek“,

der Buchhandlung mit Lesecafé in

der Poststraße.

aus der „Erweiterten Bahnhofsvorstadt“. Sie

schreiben uns, wo Sie den gesuchten Herzlichen Glückwunsch.

Ausschnitt entdeckt haben. Aus den richtigen

Einsendungen jeden Monats ziehen wir eine

Gewinnerin oder einen Gewinner für einen

Buchpreis.

Ihre Lösung schreiben Sie bitte an:

Stadtteilbüro Bahnhofsvorstadt

Bahnhofstraße 10, 09599 Freiberg

Oder per E-Mail an: Und hier unsere Dezemberinfo@bahnhofsvorstadt.de

oder Rätselnuss:

freiboerse@web.de.

Auflösung der Oktober-Rätselnuss:

Der Fotoausschnitt zeigt in die Straße

Hinter der Stockmühle mit Blickrichtung

Dammstraße.

In welche Richtung blickte der Fotograf

im tief verschneiten Freiberg?

Die Auflösung erscheint immer in der übernächsten

Ausgabe, damit bis zum Monatsende

noch fleißig gerätselt werden kann.

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Veranstalter,

die Redaktion des Vorstädters wünscht

Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und

einen guten Rutsch in ein gesundes,

erfolgreiches Jahr 2013.


An dieser Stelle finden Sie Kontaktdaten zu den Anbietern der

Veranstaltungen für weitere Informationen:

Impressum

Kontakte

AK Ausländer und Asyl e.V., c/o Kornelia Metzing: 355089; korneliametzing@yahoo.de

Arnold, Andreas: 697437, andreas-arnold@t-online.de

ATSV, über Bettina Günter: 356155 oder 0176 82041900

Bergmusikkorps Saxonia Freiberg e.V.: 456469; www.bergmusikkorps-freiberg.de

DRK Kreisverband Freiberg e.V.: 263211; www.drk-freiberg.de

Esther-von-Kirchbach e.V.: 22010; fh-freiberg@gmx.net

Evangelisch-kirchliche Gemeinschaft Freiberg: 202855; kemper@ekg-freiberg.de

Freiberger Agenda 21 e.V.: 202332; buero@freibergeragenda21.de

Freiberger Tafel: 774505; freibergertafel@caritas-chemnitz.de

Gerdes, Matthias: 037323 50183; matze.gerdes@web.de

Gratz, Birgit: 696852; gratz.intakt@gmx.de

Kinder- und Jugendzentrum: 4193810; kinder-und_jugendkontaktbuero@freiberg.de

Kinderschutzbund Freiberg, Pi.Haus.Treff: 1698022;

andreas.schmidt@kinderschutzbund-freiberg.de

Kinderschutzbund Freiberg, Schulclub „Clara Zetkin“: 7987886

Magischer Zirkel; über Karl-Heinz Kleinhempel: 355728; www.freiberger-zauberfreunde.de

Lichtpunkt e.V.: 765987, freiboerse@web.de

Pfingstgemeinde Freiberg: 774539; www.PfingstGemeindeFreiberg.de

Quontum Projektmanagement GbR: 164495; info@bahnhofsvorstadt.de

SWG: 368403; maedler@wohnungsgesellschaft.de

TV 1844, Peter Vedder: 31358; p.vedder@t-online.de

VdK-Begegnungsstätte: 211039; kv-mittelsachsen@vdk.de

Zumrud, Aliyeva: 773693; zumrud69@yahoo.de

Herausgeber: Quontum Projektmanagement GbR, Stadtteilbüro Bahnhofsvorstadt;

Bahnhofstraße 10, 09599 Freiberg; 03731 164495; 03731 164496;

info@bahnhofsvorstadt.de; www.bahnhofsvorstadt.de

Geöffnet: Mo, Mi, Do 8.30-16.00 Uhr; Di 8.30-13.00 und 14.00-18.00 Uhr

Lichtpunkt e.V.; Paul-Müller-Straße 78, 09599 Freiberg;

03731 765987; 03731 699548; freiboerse@web.de; www.lichtpunkt-freiberg.de

Redaktion: Kirsten Hutte, Sebastian Hamann

Gast-Fotos: Eike Kühne, Thomas Kruse (Photographisches GmbH), Andreas Oppelt,

www.wikipedia, user: aconcagua, Claudia Richter

Gast-Texte: Andreas Oppelt, Uwe Schüller, Dieter Schneider, Claudia Richter

Satz: Kirsten Hutte

Redaktionsschluss: für Januar 2013 am 3. Dezember 2012

Erscheinungsweise: monatlich, 2500 Stück

Der Vorstädter“ wird gemeinsam durch die Quontum GbR und den Lichtpunkt e.V. herausgegeben und aus dem Förderprogramm

„Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ (SSP), teilweise aus der städtischen

Förderung des Stadtteiltreffs Schillerstraße 3 sowie anderen Mitteln finanziert. Inhalte der Gastbeiträge sowie der

Anzeigen geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder. Die Weiterverwendung von Inhalten dieser

Ausgabe, auch auszugsweise, bedürfen der Zustimmung der Herausgeber. Männliche/weibliche

Form: Aus Gründen der Vereinfachung und besseren Lesbarkeit haben wir meist nur die männliche

oder weibliche Form verwendet. Darin einbezogen ist das jeweils andere Geschlecht.

Herausgeber:

FWB

gefördert durch:

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Rückblick

Landesvereinigung sächsischer Quartiersmanager

Neuer Vorstand / Verein strebt Gemeinnützigkeit an

Die Mitgliederversammlung der Landesar- meisterin Peggy Haubner aus Chemnitz.

beitsgemeinschaft Quartiersmanagement Als Beisitzerinnen des erweiterten Vorstanund

Gemeinwesenarbeit Sachsen e.V. des wurden Annett Illert (Chemnitz) und

(LAG Sachsen) hat am 1. Oktober in Carola Lesky (Heidenau) gewählt.

Schwarzenberg einen neuen Vorstand gewählt.

Im Dezember 2000 von den sächsischen

Quartiersmanagern zu einem

Arbeitskreis zusammengeschlossen, folgte

Ende 2007 die Vereinsgründung. „Die Landesarbeitsgemeinschaft

ist ein Netzwerk

von Stadtteil- und Quartiersmanagern sowie

Akteuren gemeinwesen- und stadtteilorientierter

Projekte, welche in regelmäßigen

Abständen zu gemeinsamen Arbeitstreffen

zusammenkommen, um sich über Erfahrungen

aus der Stadtteilarbeit sowie Förder- Die Schwerpunkte der Vereinsarbeit lagen

möglichkeiten und neuen Programmen für in den vergangenen zwei Jahren insbesoneine

ganzheitliche Stadtentwicklung auszu- dere auf der Intensivierung der Zusammentauschen.

Die Wahl des Durchführungs- arbeit mit dem Sächsischen Staatsministeriortes

folgt dabei dem Rotationsprinzip“, um des Innern sowie der Erarbeitung von

erklärt der Leipziger Tobias Habermann Qualitätsstandards im Quartiersmanage-

(links im Bild), der dem Verein die vergange- ment. „Als interdisziplinär agierendes Grenen

fünf Jahre vorstand. mium ist es das Anliegen der LAG, den ressort-

und fachübergreifenden Austausch zu

fördern. Der Bezug auf das Quartier als

Ressource für eine ganzheitliche lokale Entwicklung

steht dabei im Mittelpunkt. Dazu

gehören beispielsweise auch regelmäßige

Kontakte zu Vertretern aus Kommunal- und

Landesverwaltungen“, so Hamann.

Jetzt streben Sachsens Quartiersmanagerinnen

und Quartiersmanager die Gemeinnützigkeit

des Vereins an. Zudem sollen die

Qualitätsstandards weiterqualifiziert und die

Öffentlichkeitsarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft

ausgebaut werden. Mitglied

Nun wurden die Karten neu gemischt. Ha- kann im Übrigen jede natürliche und jurisbermann,

der sich in Baden-Württemberg tische Person werden, die die Vereinsziele

beruflich neu orientiert, legte nach seinem anerkennt und unterstützt.

Rechenschaftsbericht über die vergangene Kontakt:

Wahlperiode sein Amt nieder. Sein Nach- LAG Sachsen e.V.

folger wurde Sebastian Hamann (rechts im Bahnhofstraße 10, 09599 Freiberg

Bild). Unterstützt wird der Freiberger bei der 03731 164494 03731 164496

Vereinsführung ab sofort von Stellvertreterin info@stadtteilarbeit-sachsen.de

Claudia Richter aus Zwickau und Schatz- www.stadtteilarbeit-sachsen.de

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