Jahresbericht Hattingen 2011 - Feuerwehr Hattingen

feuerwehr.hattingen.de

Jahresbericht Hattingen 2011 - Feuerwehr Hattingen

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Feuerwehr Hattingen

Jahresbericht 2011


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Anschrift:

Feuerwehr Hattingen

Hauptfeuer- und Rettungswache

Friedrichstr. 6-8

45525 Hattingen

Tel: el: 023 24 / 59 09-0

Fax: 023 24 / 59 09 71 14

E-Mail: feuerwehr@hattingen.de

Homepage: www.feuerwehr-hattingen.de

Krankentransport: 1 92 22

112

Notruf: Titelfoto: Feuerwehr Hattingen


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Inhalt

Feuerwehr Hattingen

Vorwort des Leiters der Feuerwehr 2

Allgemeines zur Stadt Hattingen 3

Organisation der Feuerwehr – hauptamtlich 4

Organisation der Feuerwehr – ehrenamtlich 5

Aktive Feuerwehr 6

Berichte aus der Jugendfeuerwehr 16

Berichte aus den Löschzügen 20

Rettungsschwimmen 33

Rettungsdienst 33

Sondereinsatzgruppe “ABC” 34

Fahrzeugbestand 36

Girl’s Day 37

Einsätze 38

Atemschutzwerkstatt 41

Vorbeugender Brandschutz 42

Beschaffung und Ausrüstung 46

Feuerwehr-Museum 48

Ehrenabteilung 50

Nachruf 52

Ihre Feuerwehr.

Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit!

Jahresbericht 2011 1


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2 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Vorwort des Leiters der Feuerwehr

Sicherheit für alle Retter!

Mitten in der Nacht von null auf 100 starten, vor Ort gefährliche Situationen meistern. Sowohl

ehrenamtliche wie auch hauptamtliche Feuerwehrmänner und -Frauen müssen extrem

fit, ihre Arbeitsabläufe routiniert und die Einsätze bestmöglich abgesichert sein.

Die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind dabei untrennbar miteinander

verknüpft.

Sind Feuerwehrangehörige körperlich agil und gut ausgebildet, macht das ihren Einsatz

sicherer.

Sitzen alle Handgriffe perfekt, haben sie den Kopf frei für ihre anspruchsvollen Einsätze.

In den vergangenen zwei Jahren wurde bei der Feuerwehr Hattingen in einem “Organigramm

der Sicherheit” festgelegt, wer wofür zuständig ist.

Auf jeder Entscheidungsebene gibt es Verantwortliche und Beauftragte, die für das Einhalten

zuständig sind, Kollegen und Kameraden schulen und informieren.

Bei vielen anderen Dingen geht nur die Initialzündung vom Sicherheitskoordinator aus, den Rest übernehmen engagierte

Kollegen und Kameraden

So gibt es im Kollegenkreis einen Mitarbeiter, der große Erfahrung bei der Mitarbeit in einer Teamgruppe der Tour-de-

France sammelte und nun ein spezielles Feuerwehr-Fitness-Training anbietet.

Für eine ausgewogene Ernährung sorgen bei der Feuerwehr Hattingen leidenschaftliche Köche, soweit dies der Dienst zulässt.

In alle Schulungen und Weiterbildungen auf der Hauptwache und in den Löschzügen fließen Sicherheitsaspekte ein. Hauptund

Ehrenamtler profitieren von diesem Engagement, jeder wird nach Möglichkeit eingebunden.

Für das Sicherheitskonzept erreichte die Feuerwehr Hattingen beim Prämiensystem der Unfallkasse NRW in diesem Jahr

auf Anhieb die höchste Stufe (grün).

Lesen Sie mehr darüber im Innenteil dieses Jahresberichtes.

“Glück auf und Gut Wehr!”

Jürgen Rabenschlag

Leiter der Feuerwehr


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Allgemeines zur Stadt Hattingen

Stadtgebiet (Quelle: Stadt Hattingen)

Feuerwehr Hattingen

Größe des Stadtgebietes 71,39 km 2

Größe Ausdehnung Nord - Süd 12,70 km

Größe Ausdehnung Ost - West 10,30 km

Länge der Stadtgrenze 52,60 km

Höchste Erhebung des Stadtgebietes

(Bergerweg im Ortsteil Oberstüter)

Tiefste Stelle des Stadtgebietes

(Ruhraue Stadtgrenze zu Essen)

Flächennutzung Stand Dezember 2001 (Quelle: Stadt Hattingen Planungsamt)

306,0 m über NN

60,0 m über NN

Gebäude und Freifläche 1.247,78 ha

Verkehrsfläche 416,57 ha

Betriebsfläche 100,10 ha

Landwirtschaftsfläche 3.190,98 ha

Waldfläche 1.907,21 ha

Flüsse und Bäche 139,13 ha

Flächen anderer Nutzung 58,58 ha

Erholungsfläche 7.938,00 ha

Bevölkerung (Quelle: Stadt Hattingen)

Einwohnerzahl am 31. Dezember 2009 31. Dezember 2010 31. Dezember 2011

Stadt Hattingen 56.263 55.963 55.861

Jahresbericht 2011 3


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4 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Organisation der Feuerwehr Hattingen – hauptamtlich

Einsatzführungsdienst

BOI Helmut Huhmann

1. Wachabteilung

HBM Jörg Gernand

Sachgebiet

KFZ-Wesen

HBMz Christian Fröhlich

Leiter des Fachbereiches

Feuerwehr und Rettungsdienst

Brandoberamtsrat

Jürgen Rabenschlag

Stv. Leiter des Fachbereiches

Feuerwehr und Rettungsdienst

Vorbeugender Brandschutz

BA Thomas Gerk

Einsatzführungsdienst

Technik, Beschaffung

BA Uwe Sausen

BI Andre van der Meulen

Geschäftsführung FF

BA Uwe Sausen

Einsatzführungsdienst

Personalmanagement,

Sicherheit

BOI Tomás Stanke

Einsatzführungsdienst

Vorbeugender Brandschutz

BOI Melanie Tiefenbach

Einsatzführungsdienst

Rettungsdienst

BI Gerd Simon-Bourree

Einsatzführungsdienst

Ausbildung

Hauptamtliche und Freiwillige FW

BI Markus Rose

Verwaltung

Ulrich Summeck

Yvonne Melson

Andre Bursian

Einsatzführungsdienst

BOI Frank Brilo

2. Wachabteilung

HBM Peter Zahn

Sachgebiet

Vorbeugender Brandschutz/Brandschauen

Gebäudemanagement

HBMz Helmut Weldert

Notfallseelsorge

Marianne Funda

Einsatzführungsdienst

BOI Siegfried Korn

3. Wachabteilung

HBM Willi Ricken

Sachgebiet

Personal/Wachabtlg.-Führung

HBMz Olaf Hausherr


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Feuerwehr Hattingen

Organisation der Feuerwehr Hattingen – ehrenamtlich

Leiter der Feuerwehr

Brandoberamtsrat

Jürgen Rabenschlag

Stv. Leiter der Feuerwehr

BA Thomas Gerk

Stv. Leiter der Feuerwehr

StBI Heribert Gummersbach

Fachberaterin Notfallseelsorge:

Marianne Funda

Fachberater Chemie:

BI Dr. Günter Klein

Fachberater Medizin:

Dr. med. Joachim Friese

Dr. med. Torsten Hartmann

Ärztin Dagmar Friese

SEG – ABC:

BOI Brilo

Mannschaft aus LZ 1 + LZ 9

Pressewart: HBM Herkströter

Sprecher der Ehrenabteilung

OBM Hörster

Löschzug 9

-Niederwenigern-

StBI Gummersbach

BI Bruno Grieger

Löschzug 7

-Elfringhausen-

BI v. Scherenberg

BI Wultschnig

Löschzug 6

-Oberstüter-

HBM Melneczuk

HBM Sebold

Löschzug 5

-Bredenscheid-

BI Dirk Knäpper

HBM Kriwett

Löschzug 4

-Holthausen-

HBM Drebert

UBM Buttler

Löschzug 3

-Blankenstein-

BI Falk

OBM Keil

Löschzug 2

-Welper-

OBM Wedel

BM Sturm

Löschzug 1

-Mitte-

BI Backhaus

BI Thelen

Jugendfeuerwehr

-West-

BM Neuhaus

Jugendfeuerwehr

-Süd-

HBM Kriwett

Stadtjugendfeuerwehrwart

und

Jugendfeuerwehr

-Ost-

HBM Herkströter

Jahresbericht 2011 5


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6 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Aktive Feuerwehr

Die Ausrückebereiche der Feuerwehr Hattingen

Einsatzbereich I

Zuständiger Löschzug Ausrückebereich

Mitte LZ 1 -Mitte- Hauptfeuer- und Rettungswache

Winz-Baak LZ 5 -Bredenscheid-

Bredenscheid LZ 1 und LZ 5

Einsatzbereich II

Welper LZ 2 -Welper- Hauptfeuer- und Rettungswache

Blankenstein LZ 3 -Blankenstein-

Holthausen LZ 4 -Holthausen- LZ 2, LZ 3 und LZ 4

Einsatzbereich III

Oberstüter LZ 6 -Oberstüter- Hauptfeuer- und Rettungswache

Elfringhausen LZ 7 -Elfringhausen- LZ 6 und LZ 7

Einsatzbereich IV

Niederbonsfeld LZ 9 -Niederwenigern- Hauptfeuer- und Rettungswache

Niederwenigern LZ 9

Einsatzbereich V

Die Ruhr im Stadtgebiet

mit 6 möglichen Einlassstellen

LZ 1 -Mitte- Hauptfeuer- und Rettungswache

LZ 2 -Welper- LZ 1, LZ 2, LZ 3 und LZ 9

LZ 3 -Blankenstein- je nach Standort der Einlassstelle

LZ 9 -Niederwenigern-


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Personalstand

aktiv

freiwillig

zuzüglich

freiwillig

hauptamtlich

zuzüglich

freiwillig

Angestellte

Feuerwehr Hattingen

zuzüglich

freiwillig

Rett.-Dienst-

Praktikanten

Jugendfeuerwehr

Ehrenabteilung

LZ 1 -Mitte- 25 9 1 8 21 64

LZ 2 -Welper- 22 3 14 15 54

LZ 3 -Blankenstein- 27 2 1 6 16 52

LZ 4 -Holthausen- 20 2 4 11 37

LZ 5 -Bredenscheid- 21 6 8 35

LZ 6 -Oberstüter- 11 1 7 19

LZ 7 -Elfringhausen- 27 1 7 12 47

LZ 8 -Niederbonsfeld- 9 9

LZ 9 -Niederwenigern- 44 6 16 7 73

Jugendfeuerwehr West 22

Jugendfeuerwehr Süd 19

Jugendfeuerwehr Ost 21

Freiwillige Feuerwehr 197 23 1 1 62 106 390

Hauptfeuer- und Rettungswache 59 18 5 82

gesamt

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8 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Neuaufnahmen/Übernahmen/Abgänge

Neuaufnahmen/Zugänge

Hauptwache Feuerwehr

Conrad, Daniel

Jaroszuk, Christof

Jennemann, Samir

Mahn, Christian

Hauptwache Rettungsdienst

Doorn, Matthias van

Leidig, Patrick

Meletzki, Stefan

Schulte, Dennis

Smitmanns, Sebastian

Tönis, Philipp

Wichmann, Florian

Löschzug Mitte

Schneider, David

Löschzug Welper

Sieling, Manuel

Witt, Astrid

Löschzug Niederwenigern

Oswald, Marc

Jugendfeuerwehr Ost

Bancher, Fabian

Keunecke, Maximilian

Radtke, Fabian

Weber, Calvin

Jugendfeuerwehr West

Breddemann, Lars

Flügel, Simon Vincent

Jost, Fabian

Kriwet, Louis

Jugendfeuerwehr Süd

Böger, Marc

Groß, Julia

Köpsel, Moritz

Müller, Devin

Rühl, Jan Philipp

Wippermann, Farina

Austritte/Abgänge

Hauptwache Feuerwehr

Huhmann, Helmut

Scheffler, Alfred

Starosta, Peter

Hauptwache Rettungsdienst

Kretschmar, Alexandra

Lamberts, Denis

Meyer, Kristina Marie

Stachowiak, Michael

Stitz, Maik

Thiem, Sebastian

Löschzug Mitte

Arnscheid, Tim

Groos, Florian

Hoter, Fabian

Märker, Daniel

Niehoff, Thorsten

Ragati, Daniel

Sausen, Sven

Schulz, Daniel

Schütze, Tim

Löschzug Welper

Goletz, Sabrina

Heinrich, Andreas

Heinrich, Martin

Schmidt, Hans Joachim

Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr in die

aktiven Einheiten

Löschzug Blankenstein

Jansen, Jost

Koop, Kevin

Weldert, Marcel

Löschzug Blankenstein

Pongracz, Christoph

Löschzug Holthausen

Schäfer, Michael

Löschzug Bredenscheid

Moschek, Alexander

Pickartz, Jörn

Löschzug Niederwenigern

Ferholz, Gerd

Weber, Michael

JF Ost

Miß, Charleen

Pongracz, Niklas

Schepoks, Gorden Albert

JF West

Hußmann, Maik

Rosenke, Matthias

JF Süd

Albustin, Jonas

Grotkamp, Henri

Pickartz, Marvin

Sommer, Tobin

Löschzug Bredenscheid

Heuer, Maximilian

Elfringhausen

Kuhlendahl, Sven

Aktive Mitglieder die aufgrund des Wohnortes den Löschzug gewechselt haben:

Bursian, Andre von Welper nach Mitte

Becker, Ramon von Welper nach Blankenstein

Schulte-Eickholt, Daniel von Welper nach Blankenstein

Schulte-Eickholt, Raffael von Welper nach Blankenstein

Brockmann, Tamara von Bredenscheid nach Niederwenigern

Mawick, Marlon von Mitte nach Niederwenigern

Schaffran, Mike von Blankenstein nach Niederwenigern


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Durchschnittsalter

Gesamtaufstellung – hauptamtliche –

Feuerwehr Hattingen

Feuerwehrbeamte der Hauptfeuer- und Rettungswache 41,5 Jahre

Rettungsassistenten im Angestelltenverhältnis 29,6 Jahre

Gesamtdurchschnitt 38,1 Jahre

Einzelaufstellung – hauptamtliche –

Durchschnittsalter der I. Wachabteilung 41,3 Jahre

Durchschnittsalter der II. Wachabteilung 40,5 Jahre

Durchschnittsalter der III. Wachabteilung 41,9 Jahre

Tagesdienst 45,8 Jahre

Anwärter m. D. 26,0 Jahre

Einzelaufstellung – Rettungsassistenten –

Durchschnittsalter der I. Wachabteilung 29,4 Jahre

Durchschnittsalter der II. Wachabteilung 30,1 Jahre

Durchschnittsalter der III. Wachabteilung 30,3 Jahre

Tagesdienst 21,0 Jahre

Gesamtaufstellung – ehrenamtliche –

Durchschnittsalter der Freiwilligen Feuerwehr 37,08 Jahre

Ehrungen für langjährige Feuerwehrzugehörigkeit

Ehrenurkunde des VdF NRW durch den KBM für 50 Jahre

Lünenschloß, Udo LZ Elfringhausen

Ehrenurkunde des VdF NRW durch den KBM für 60 Jahre

Sondermann, Günther LZ Elfringhausen

Jahresbericht 2011 9


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10 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Ernennungen/Beförderungen/Ehrungen

Beförderungen hauptamtlicher

Kräfte

Meulen, Andre van der BI

Rose, Marcus BI

Ernennungen zum Feuerwehrmann/-frau

(wer aus der Jugendfeuerwehr übernommen wird

oder Ausbildungsinhalte der Truppmannausbildung

Modul 1 u. 2 erfolgreich absolviert hat)

Jansen, Jost LZ 3

Koop, Kevin LZ 3

Weldert, Marcel LZ 3

Brockmann, Tamara LZ 5

Heuer, Maximilian LZ 5

Kuhlendahl, Sven LZ 7

Höger, Philipp LZ 9

Beförderungen zum

Oberfeuerwehrmann/

-frau

(wer mindestens 2 Jahre Feuerwehrmann war u.

die Ausbildungsinhalte der Truppmannausbildung

Modul 3 u. 4 erfolgreich absolviert hat)

Förster, Dimitri LZ 2

Schulte-Eickholt, Daniel LZ 2

Kaniut, Henning LZ 3

Borgmann, Jan LZ 4

Buttler, Sarah LZ 5

Graf, Verena LZ 5

Brilo, Pascal LZ 9

Höger, Tim LZ 9

Wieschermann, Marc Andre LZ 9

Beförderungen zum

Hauptfeuerwehrmann/frau

(wer mindestens 5 Jahre OFM war u. sich regelmäßig

am aktiven Dienst der FF beteiligt hat)

Schenzle, Michael LZ 1

Rodemann, Tim LZ 9

Beförderungen zum

Unterbrandmeister

(wer mindestens Hauptfeuerwehrmann oder 1

Jahr Oberfeuerwehrmann war u. die Ausbildungsinhalte

der Truppführerausbildung erfolgreich

absolviert hat.)

Eggert, Daniel LZ 1

Schulz, Daniel LZ1

Ernst, Christian LZ 3

Fichtner, Alexander LZ 3

Lastowski, Taras LZ 5

Hagen, Pierre-Marcel LZ 7 Ernennung zum stellv.

Beförderungen zum

Brandmeister

(wer mindestens 2 Jahre UBM war u. am F3 erfolgreich

teilgenommen hat)

Neuhaus, Markus LZ 1

Grüggelsberg, Sascha LZ 9

Beförderungen zum

Hauptbrandmeister

(wer mindestens 5 Jahre OBM war u. sich regelmäßig

am aktiven Dienst u. an Fortbildungsveranstaltungen

beteiligt hat)

Blaschke, Jörg LZ 2

Melneczuk, Michael LZ 6

Beförderung zum Brandinspektor

(wer mindestens OBM war u. den Zugführerlehrgang

(FIV) am IDF der Feuerwehr erfolgreich

absolviert hat)

Thelen, Mike LZ 1

Ernennung zum komm.

stellv. Löschzugführer

Buttler, Olaf LZ 4

Danksagung an Führungskräfte, die ihre Position abgeben:

Wiese, Wolfgang nicht mehr stellv. Löschzugführer in Holthausen

Schultz, Thomas nicht mehr stellv. Löschzugführer in Elfringhausen

Graf, Ulrich nicht mehr stellv. Jugendwart der Gruppe Süd

Ernennung zum stellv.

Löschzugführer

Sturm, Alexander LZ 2

Wultschnig, Markus LZ 7

Ernennung zum Löschzugführer

Wedel, Heiko LZ 2

Stadtjugendwart in der

JF Hattingen

Neuhaus, Markus LZ 1

Ernennung zum stellv. Jugendwart

in der JF West

Mawick, Marlon LZ 9

Schwarz, Sven LZ 9

Ernennung zum stellv. Jugendwart

in der JF Süd

Buttler, Sarah LZ 5

Dolp, Ralf LZ 5

Ernennung zum Betreuer

in der JF Süd

Dittmeyer, Christian LZ 5

Versetzung in die

Ehrenabteilung

Wieczorek, Gerhard LZ 1

Heinrich, Klaus Peter LZ 2

Rawe, Michael LZ 2

Hagemann, Friedhelm LZ 3

Lohmann, Manfred LZ 6

Winklareth, Manfred LZ 7


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Lehrgänge am Standort

Truppmann/ -frau TM II

Löschzug 1

Hußmann, Maik

Meiske, Tobias

Niehoff, Thorsten

Schneider, David

Löschzug 2

Bursian, Andre

Dombrowska, Frank

Löschzug 3

Jansen, Jost

Koop, Kevin

Weldert, Marcel

Löschzug 4

Meier, Svenja

Löschzug 5

Dittmeyer, Christian

Graf, Daniel

Gründler, Miriam

Heuer, Maximilian

Löschzug 9

Beyer, Daniel

Engstermann, Michael

Höger, Philipp

Wiedemeier, Tim

ABC I – Arbeiten im ABC-

Einsatz FF Hattingen

Löschzug 1

Eggert, Daniel

Killmann, Frank

Schenzle, Michael

Löschzug 2

Karn, Olaf

Löschzug 3

Falk, Rouven

Herzmann, Christoph

Keil, Horst

Löschzug 9

Brilo, Pascal

Krippendorf, Mike

Schaffran, Mike

Schwarz, Sven

Wieschermann, Marc Andre

Bootssteuerschein

Hauptfeuer- und Rettungswache

Benstein, Florian

Conrad, Daniel

Hofmann, Christian

Kaintor, Christian

Sattler, Jochen-Patrick

Feuerwehr Hattingen

Motorsägenlehrgang

nach GUV 8624

FF Hattingen

Löschzug 1

Meiske, Tobias

Schneider, David

Löschzug 2

Sieling, Manuel

Wedel, Heiko

Wilhelm, Michel

Löschzug 3

Kaniut, Henning

Schulze, Dirk

Löschzug 4

Gartmann, Thomas

Löschzug 5

Dittmeyer, Christian

Heuer, Maximilian

Löschzug 7

Krause, Michael

Löschzug 9

Wiedemeier, Tim

Jahresbericht 2011 11


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12 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Lehrgänge auf Kreisebene

Atemschutzgeräteträgerlehrgang

Löschzug 2

Bursian, Andre

Dombrowska, Frank

Löschzug 4

Meier, Svenja

Atemschutzgeräteträgerlehrgang

Fortbildung

Löschzug 1

Becker, Hans Carl

Schenzle, Michael

Löschzug 2

Blaschke, Jörg

Löschzug 3

Keil, Jan Hendrik

Löschzug 4

Schwingen, Erik

Löschzug 5

Hampel, Martin

Löschzug 7

Schultz, Thorsten

Löschzug 9

Krippendorf, Mike

Mawick, Marlon

Schaffran, Mike

Scherff, Martin

Gefahrgut ABC-

Gefahrstoffe Modul I +II

Löschzug 1

Honnacker, Matthias

Funk Sprechfunker/in

Löschzug 1

Meiske, Tobias

Löschzug 2

Bursian, Andre

Hellmann, Dennis

Rodeck, Thomas

Löschzug 3

Weldert, Marcel

Löschzug 5

Dittmeyer, Christian

Graf, Daniel

Müller, Andreas

Löschzug 9

Janning, Kai

Truppführerlehrgang

Kreis EN

Löschzug 1

Riemer, Patrick

Schenzle, Michael

Löschzug 7

Schultz, Christian

Maschinist/in für Löschfahrzeuge

Löschzug 1

Killmann, Frank

Meiske, Tobias

Riemer, Patrick

Löschzug 3

Post, Markus

Löschzug 4

Seeling, Fabian

Löschzug 7

Ducenko, Egor

Maschinist/in für Drehleitern

FF Hattingen

Löschzug 1

Riemer, Patrick

Schenzle, Michael

Gerätewart

Löschzug 7

Schultz, Christian

Löschzug 9

Stoffelshaus, Moritz

Seminar PSU-Helfer

Löschzug 9

Mawick, Marlon

Schwarz, Sven

Technische Hilfeleistung

Löschzug 1

Meiske, Tobias

Riemer, Patrick

Löschzug 2

Dombrowska, Frank

Löschzug 3

Ernst, Christian

Löschzug 4

Seeling, Fabian

Löschzug 7

Hansberg, Mario

Löschzug 9

Brilo, Pascal

Besuchen Sie uns auch auf unserer Homepage unter:

www.feuerwehr-hattingen.de


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Feuerwehr Hattingen

Lehrgänge am Institut der Feuerwehr in Münster

Gruppenführerlehrgang

F III

Löschzug 1

Samland, Sebastian

ABC II Führen im Einsatz

Löschzug 9

Grüggelsberg, Sascha

Atemschutzgerätewart

Hauptfeuer- und Rettungswache

Röpnack, Marcel

F Ausbilder in der Feuerwehr

Löschzug 9

Kleffner, Benjamin

Gruppenführerlehrgang

B III

Hauptfeuer- und Rettungswache

Hagemann, Olaf

Zugführerlehrgang B IV

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Meulen, Andre van der

F/B V Teil I Verbandsführer

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Meulen, Andre van der

F/B V Teil II Einführung

in die Stabsarbeit

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Stanke, Tomás

Meulen, Andre van der

Seminar gD Technik

Hauptfeuer- und Rettungswache

Meulen, Andre van der

Organisatorischer Leiter/in

RettDienst

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Meulen, Andre van der

Organisatorischer Leiter/in

RettDienst Fortb.

Hauptfeuer- und Rettungswache

Simon Bourrèe, Gerd

Tiefenbach, Melanie

B IV Laufbahnlehrgang

für den gehobenen

Dienst

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Meulen, Andre van der

Seminar Ölschadenbeseitigung

Hauptfeuer- und Rettungswache

Götz, Roland

Hagemann, Olaf

Hofmann, Christian

Neuhaus, Heinz-Jürgen

Thelen, Mike

Seminar Fortb. Maschinist

Gerätewarte

Hauptfeuer- und Rettungswache

Tacke, Manfred

Seminar Absturzsicherung

Fortbildung

Hauptfeuer- und Rettungswache

Scherer, Andreas

Seminar Technik und

Beschaffung

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Seminar Gebäudeschäden

Einsturz

Hauptfeuer- und Rettungswache

Götz, Roland

Seminar gD Vorbeugender

Brandschutz I + II

Hauptfeuer- und Rettungswache

Tiefenbach, Melanie

Seminar Ingenieurmethoden

im VB

Hauptfeuer- und Rettungswache

Tiefenbach, Melanie

Seminar Sicherheitsbeauftragter

Feuerwehr

Hauptfeuer- und Rettungswache

Gernand, Jörg

Thöne, Christian

Seminar Sicherheitsbeauftragter

Feuerwehr

Fortbildung

Hauptfeuer- und Rettungswache

Tacke, Manfred

Seminar Rettungsdienstliche

Einsatztaktik bei

MANV

Hauptfeuer- und Rettungswache

Rose, Marcus

Seminar Zusammenarbeit

THW und Feuerwehr

Löschzug 1

Thelen, Mike

Seminar Luftbeobachtung

Löschzug 3

Schacht, Frank

Jahresbericht 2011 13


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14 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Lehrgänge anderer Ausbildungsstätten

Desinfektor

Hauptfeuer- und Rettungswache

Ratajczak, Holger

Sondersignalfahrt-Trainer

Hauptfeuer- und Rettungswache

Tönis, Philipp

Tyszak, Tobias

Doorn, Matthias van

Löschzug 1

Becker, Hans Carl

Löschzug 2

Bursian, Andre

Kfz-Führerschein Kl. C

Hauptfeuer- und Rettungswache

Mahn, Christian

Löschzug 1

Neuhaus, Markus

Riemer, Patrick

Löschzug 2

Bursian, Andre

Löschzug 3

Hesper, Fabian

Löschzug 7

Koschak, Martin

Löschzug 9

Janning, Kai

Kfz-Führerschein Kl. CE

Hauptfeuer- und Rettungswache

Mahn, Christian

Petschke, Christina

Sattler, Jochen Patrick

Seminar Öffentlichkeitsarbeit

bei der Jugendfeuerwehr

Löschzug 3

Ernst, Christian

ADHS “Verhaltensauffällige

Kinder und Jugendliche”

Löschzug 3

Ernst, Christian

Weiterbildung zum MPG-

Verantwortlichen

- DRK Münster -

Hauptfeuer- und Rettungswache

Schlenker, Eva

Prüfer der Deutschen

Feuerwehr Fitness-

Abzeichen

Hauptfeuer- und Rettungswache

Thöne, Christian

Feuerwehrehrenzeichen in Silber

Schultz, Thomas LZ 7 Elfringhausen

Feuerwehrehrenzeichen in Gold

Thiemann, Armin LZ Holthausen

Schürmann, Heinz-Jürgen LZ Oberstüter

Uebelgünn, Uwe LZ Oberstüter

Fortbildung RS / RA

- BF Witten -

Alle Rettungssanitäter und -assistenten

der Hauptfeuer- und Rettungswache

Türöffnungsseminar Fa.

Wohmann in Hofheim

Hauptfeuer- und Rettungswache

Hagemann, Olaf

Sattler, Jochen Patrick

Seebold, Kai-Uwe

Terwei, Stefan

Unterweisung in Füllanlagen

nach TRG 402

Hauptfeuer- und Rettungswache

Berent, Marko

Brilo, Frank

Brochhagen, Reiner

Kohlmann, Markus

Neuhaus, Heinz-Jürgen

Scherer, Andreas

Walter, Andreas

Rettungsassistentenausbildung

- Westfalenschulen Dortmund -

Hauptfeuer- und Rettungswache

Neubert, Ronny

Rüping, Stephan

Sausen, Marc

Lünenschloß, Siegmar LZ Elfringhausen

Mormann, Reinhard LZ Elfringhausen

Grieger, Bruno LZ Niederwenigern


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Feuerwehr Hattingen

Die Wachabteilungen der Hauptfeuer- und Rettungswache

2. Wachabteilung

1. Wachabteilung

3. Wachabteilung

Jahresbericht 2011 15


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16 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Berichte aus der Jugendfeuerwehr

Jahresbericht 2011 der JF West

Die Jugendfeuerwehr Hattingen West

blickt auf ein spannendes und abwechslungsreiches

Jahr 2011 zurück, dass

viele Highlights mit sich brachte.

Den sportlichen Auftakt stellte wieder

einmal das Fussballturnier der Jugendfeuerwehr

Herdecke dar, bei dem

die Zusammenarbeit mit den anderen

beiden Jugendgruppen aus Süd und Ost

besonders erwähnenswert ist. Insgesamt

konnten wir hier auf ganzer Linie punkten

und mit dem 5. Platz im Gepäck

nach Hattingen zurückkehren!

Über das ganze Jahr hinweg konnten

wir uns als “starkes Team” bei vielen

Die Mannschaften nach dem Turnier von Ost, Süd und West

Veranstaltungen präsentieren

und so die hohe Bedeutung der

Jugendfeuerwehr herausstellen,

wie zum Beispiel am Tag des

Rauchmelders, dem Moscheefest

in Hattingen, als auch bei

den Feuerwehrfesten in Mitte

und Niederwenigern.

Das größte Highlight in

2011 stellte die siebentägige Jugendfreizeit

in Essen-Werden

dar. Der Aufenthalt wurde hier

insbesondere durch ein zweitägiges

Programm der Firma

Flowventure speziell gestaltet.

Im Fokus stand hier die Stär-

Die JF - West nach dem Zeltlager

Übungen zur Stärkung der Gemeinschaft – jeder kann sich auf den

Anderen blind verlassen.

kung der Gemeinschaft, wobei es vielerlei

Herausforderungen zu meistern

galt. So zum Beispiel wurde im angrenzenden

Wald ein Hochseilgarten errichtet,

der von allen Jugendlichen auch

begangen wurde.

Unser besonderer Dank gilt an dieser

Stelle allen Unterstützern, die diese

Fahrt in dieser Form überhaupt möglich

gemacht haben!

Weitere Aktivitäten waren u. a. die

Teilnahme bei der Jugendflamme Stufe

2 in Sprockhövel / Gevelsberg, die wieder

einmal souverän gemeistert wurde.

Wenige Wochen später fand auf dem

Gelände des Schulzentrums Holthausen

das Spiel ohne Grenzen der Jugendfeuerwehr

Hattingen statt.

Hier wurden die Mitglieder der

drei Jugendgruppen gemischt

und mussten dann spannende

Aufgaben lösen. Abgerundet

wurde dieses Event mit dem

anschließenden Grillen am

Feuerwehrgerätehaus in Welper.

Der Jahresabschluss wurde

feierlich im Rahmen der Weihnachtsfeier

in Niederwenigern

abgehalten, wir blicken auf ein

erfolgreiches Jahr 2011 zurück

und freuen uns auf 2012!


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Jahresbericht 2011 17


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18 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Jugendfeuerwehr Hattingen-Ost

Jugendfeuerwehr auf hoher See

„Im Regen angekommen und bei Sonne

gefahren“ so stand es nach einer Woche

im Logbuch der “Elizabeth”. Das imposante

Dreimast-Segelschiff war für eine

Woche Lebensraum für die Mitglieder

der Jugendfeuerwehr Hattingen-Ost.

Mit voll gepackten Taschen ging es nach

Lemmer in den Niederlanden. Dort wartete

die “Elizabeth” mit einer Länge von

über 40 Metern auf die Nachwuchsbrandschützer

aus der Ruhrstadt. Nachdem

die Kabinen bezogen und die Kombüse

bestückt war, gab es eine kurze

Einweisung vom Kapitän. Dieser beeindruckte

neben seiner Freundlichkeit

auch durch sein äußeres Erscheinungsbild.

Eben ein waschechter Seebär durch

und durch.

Da Regen und Wind in den ersten

beiden Tagen ein Segeln leider nicht

möglich machten, versuchten sich die

Jugendlichen die Zeit mit Landgängen

zu vertreiben. Ein Highlight der ersten

beiden Tagen war sicherlich der Besuch

der nahe gelegenen Bowlingbahn. Hier

gilt der Dank dem Kapitän für die

freundliche Einladung. Am Montag ging

es dann endlich auf das IJsselmeer hinaus.

Der Zielhafen war das kleine Dorf

Medemblick. Am Dienstag hieß es morgens

wieder “alle Mann an die Leinen

und die Segel hissen”.

Segelmannschaft angetreten

Ein Verdauungsspaziergang durch das Wattenmeer

Mit vereinten Kräften wurden alle vier

Großsegel in Position gebracht und verliehen

dem Plattbodenschiff

Fahrt. Während

des gemeinsamen Segel

setzen, haben die Teilnehmer

sehr schnell gemerkt,

was man als Team

alles bewältigen kann. Es

ist auch eine wichtige Erfahrung

für den späteren

Einsatzdienst, die die Jugendlichen

hier spielerisch

machen. Trotz einer

kurzfristig aufkommenden

Flaute wurde am

Nachmittag der Hafen

auf der Insel Texel erreicht.

Der Mittwoch

machte dann noch mehr

Lust auf segeln. Bei strahlendem

Sonnenschein und

ordentlich Wind glitt die

“Elizabeth” durch die Wellen.

Ziel war zunächst eine

Sandbank im Wattenmeer.

Nach dem “Trockenfallen”

konnten die Jugendlichen

das Wattenmeer zu Fuß erkunden.

Ein anfängliches Fußballspiel

auf dem Meeresgrund,

endete für den ein

oder anderen in einer regelrechten

Schlammschlacht.

Mit dem Einsetzen der Flut

konnte auch die “Elizabeth”

wieder Fahrt aufnehmen

und erreichte am frühen

Abend den Hafen von Stavoren.

Zum Ausklang des

Abends versammelten sich

die Teilnehmer um ein Lagerfeuer

am Strand. Insbesondere

die Segelfreizeiten

sind für die Teambildung

eine gute Sache. Da alle Jugendlichen

in die tägliche

Arbeit auf dem Schiff eingebunden

sind und sich auch um die Verpflegung

selbst kümmern müssen, stärkt

Wer Essen will muss schon mit anpacken.

die Fahrt den Teamgeist und fördert die

Selbständigkeit.

Am Donnerstag ging es dann unter

vollen Segeln in Richtung Heeg. Nachdem

die letzte Nacht traditionell etwas

länger wurde, waren die Augen der Teilnehmer

am letzten Morgen entsprechend

klein. Nichts desto trotz mussten

ein letztes Mal die Segel gehisst werden,

damit der Hafen von Lemmer angesteuert

werden konnte. Nachdem die Kabinen

geräumt und das Deck geschrubbt

war, konnte der Heimweg nach Hattingen

angetreten werden. Im Gepäck

waren viele tolle Erinnerungen an einen

schönen Segeltörn.

Jens Herkströter


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Feuerwehr Hattingen

Das Jahr 2011 war für die Jugendfeuerwehr Hattingen-Süd alles

– außer langweilig!

Beginnen wir mit dem Highlight, welches

uns nach einem sportlichen Erfolg

noch mehr zu einem Team zusammengeschweißt

hat. Monatelang arbeiteten

wir darauf hin, uns bei dem Kreisjugendfeuerwehr

Fußballturnier behaupten

zu können, mit Erfolg. Nachdem

feststand, dass wir im Finale stehen, mobilisierte

unsere Mannschaft noch einmal

alle zur Verfügung stehenden Kräfte

und schlugen den Endgegner. Platz 1

beim Fußballturnier. Die Arbeit hat sich

gelohnt!

1. Platz beim Herdecker Jugendfußballturnier

Zuhause ist es doch am schönsten!

Um den Zusammenhalt noch mehr zu

stärken, organisierten wir ein kleines,

aber sehr gemütliches Zeltlager auf

einem Hof im Wodantal.

Da die Anreise ohne großen Aufwand

stattfinden konnte, haben wir uns

überlegt, eine Schnitzeljagd vom Gerätehaus

Bredenscheid bis zum Zeltplatz

zu machen. Es wurden zwei Gruppen zu

unterschiedlichen Zeiten losgeschickt.

Der Weg war vorgegeben und mit Stationen

wie z. B am “Zippe” oder am

“Ehrendenkmal” markiert. Die Spiele

oder Aufgaben hatten alle etwas mit dem

Thema Feuerwehr zu tun. Nachdem die

Gruppen den Zeltplatz erreichten, wurde

erst einmal der Grill angemacht. Um die

gute Stimmung bei Laune zu halten, gab

es dann noch kleinere Spiele wie z. B.

Tauziehen, Jugend gegen Betreuer.

Am Abend saßen wir alle am Lagerfeuer

und es gab ganz klassisch Stockbrot.

Ausflug zur Flughafen-Feuerwehr Düsseldorf

Es war ein gelungener Tag.

Des Weiteren besuchten wir noch

die Flughafenfeuerwehr Düsseldorf.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit

durfte natürlich nicht fehlen.

Der Tag des Rauchmelders und

Tag der Moschee waren noch

Einsatzübung am Gerätehaus Bredenscheid

weitere Termine im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Im Sommer

machten wir unsere Floßtour auf

der Ruhr mit anschließendem

Grillen.

Anfang des Jahres gab es

noch eine personelle Veränderung.

Daraufhin mussten im

Betreuer-Team einige Veränderungen

durchgeführt werden. Als

Neuerung rückten zwei junge

Stellvertreter nach.

Das gesamte Betreuer-Team, das insgesamt

aus sieben Personen besteht,

blickt in eine hoffnungsvolle Zukunft.

Unter dem Motto “Yes we can” !

Auf diesem Weg möchten wir uns für

die Zusammenarbeit und Unterstützung

bei allen Löschzügen, der Wehrleitung

und den beiden anderen

Hattinger Jugendgruppen

bedanken.

JF Süd beim Floßbau

Euer Betreuer-Team

der Jugendfeuerwehr

Hattingen-Süd

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20 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Berichte aus den Löschzügen

I. Wachabteilung und Löschzug Oberstüter

Wohngebäudebrand: Hattingen, Im Hüllsiepen 20

Am frühen Nachmittag des 17. November

2011 kam es im Hattinger Ortsteil

Oberstüter zu einem Brand in einem

Zimmer der Erdgeschosswohnung eines

dreieinhalb geschossigen Wohngebäudes,

der sich sehr schnell auf das gesamte

Gebäude ausbreitete.

In dessen Folge starben mehrere

Tiere, darunter zwei Hunde und drei

Katzen. Als Brandursache wurde ein

Defekt eines Kaminofens festgestellt.

Das Gebäude “Im Hüllsiepen 20”

liegt im Hattinger Ortsteil Oberstüter.

Oberstüter zeichnet sich durch seine

ländliche Struktur aus. Inmitten von

Wiesen, Feldern und Wäldern trifft man

auf einzeln stehende Gebäude oder Gehöfte,

die teilweise noch als landwirtschaftliche

Betriebe genutzt werden.

Auf Grund der geringen Besiedlung

(ca. 240 Einwohner)

ist das örtliche Hydrantennetz

wenig ausgebaut.

Wasserentnahmestellen

findet man meist nur an den

zentralen Verkehrswegen,

die den Ortsteil durchqueren.

Aus diesem Grund muss

Löschwasser in vielen Fällen

mit Tanklöschfahrzeugen im

Pendelverkehr oder über längere

Strecken mit Schläuchen

zu den entsprechenden

Einsatzstellen transportiert

werden.

Bei dem Gebäude “Im

Hüllsiepen 20” handelte es

sich um ein dreieinhalb geschossiges,

massiv gebautes

Wohngebäude eines kleinen

landwirtschaftlichen Gehöftes.

Die Grundlagen der

Böden, Decken und Stützen bildeten

zum größten Teil Holzkonstruktionen,

die teilweise mit einem Lehm/Stroh-Gemisch

verputzt waren.

Übersicht Einsatzstelle

In ca. acht m Entfernung befindet sich

ein Scheunengebäude, welches zur

einen Hälfte als Heulager und zur anderen

Hälfte als Pferdestall genutzt wird.

Verbunden sind die beiden Gebäude

mit einer ca. zwei bis drei Meter hohen

Holzkonstruktion (Pflanzengitter). Der

Zufahrtsweg von der letzten asphaltierten

Straße ist ca. 600 m lang, unbefestigt,

kurvenreich und durch Bäume und

Sträucher verengt, so dass er für Großfahrzeuge

nur in Schrittgeschwindigkeit

befahrbar ist.

EINSATZABLAUF

Um 13.01 Uhr ging bei der Kreisleitstelle

des Ennepe-Ruhr-Kreises ein Notruf

ein, in dem der Anrufer einen

Wohnungsbrand in der Straße “Im Hüllsiepen”

meldete.

Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung

der Stadt Hattingen wurden durch den

Leitstellendisponenten umgehend um

13.02 Uhr mit der Alarmstufe “B 4” der

Löschzug der hauptamtlichen Feuerund

Rettungswache der Feuerwehr Hattingen,

die freiwilligen Löschzüge Hattingen-Oberstüter,Hattingen-Elfringhausen

und ein Rettungs- sowie ein Notarztwagen

alarmiert.

Daraufhin rückte der hauptamtliche

Löschzug mit zehn Einsatzkräften,

einem Einsatzleitwagen I, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug

20/16, einer

Drehleiter(K) 23/12 und einem Krankentransportwagen

zur Einsatzstelle

aus. Zeitgleich fuhr von der Rettungswache

Hattingen-Bredenscheid ein Rettungswagen

die Einsatzstelle an.

Da sich die Einsatzstelle in größerer

Entfernung zum örtlichen Hydrantennetz

befand wurden unmittelbar nach dem

Ausrücken durch den diensthabenden

Einsatzführungsdienst der Feuerwehr die

Löschzüge Hattingen-Mitte

(Tanklöschfahrzeug 16/25

und Löschgruppenfahrzeug

16/12) und Hattingen-Holthausen

(Tanklöschfahrzeug

16/25 und Wechselladerfahrzeug

mit Abrollbehälter

Schlauch/Schaum) alarmiert.

Nachdem auf der Kreisleitstelle

in Schwelm ein

weiterer Anruf einging, in

dem berichtet wurde, dass

Flammen bereits aus den

Fenstern schlagen, wurde

durch den Einsatzführungsdienst

die Alarmstufe weiter

erhöht.

Zusätzlich zu den bisher

alarmierten Löschzügen

wurden die Löschzüge Hattingen-Welper,

Hattingen-

Blankenstein, Hattingen-

Bredenscheid (jeweils mit Löschgruppenfahrzeug

8/6 und Mannschaftstransportwagen)

und das Wechselladerfahrzeug

mit dem Abrollbehälter Atem-


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schutz/Strahlenschutz der Feuerund

Rettungswache alarmiert.

Zur Sicherung des Grundschutzes

des übrigen Stadtgebietes

wurde im Anschluss der Löschzug

Hattingen-Niederwenigern (Löschgruppenfahrzeug

16/12 und Tanklöschfahrzeug

16/25) angefordert.

Da sich ab diesem Zeitpunkt die

Feuerwehr Hattingen im Status des

Vollalarms befand, wurde zusätzlich

vom Einsatzführungsdienst der

Kommando-Dienst (Wehrleitung)

angefordert.

Kurz vor Eintreffen an der Einsatzstelle

wurde nochmals eine

Alarmstufenerhöhung (überörtliche

Hilfe) durch den Einsatzführungsdienst

angeordnet, da bis zu diesem

Zeitpunkt keine bzw. nur sehr geringe

Meldungen der alarmierten Löschzüge

zu verzeichnen waren.

Bei der überörtlichen Alarmierung

wurden zwei Löschzüge der Freiwilligen

Feuerwehr Sprockhövel sowie der

Abrollbehälter Mulde/Schlauch der

Kreisfeuerwehrzentrale aus Gevelsberg-

Silschede angefordert. Um 13.15 Uhr

traf der Löschzug der Feuer- und Rettungswache

am betroffenen Wohngebäude

ein.

Nachdem der Einsatzführungsdienst

vom ersteintreffenden Rettungswagen

eine kurze Lageeinweisung erhalten und

eine eigene Erkundung durchgeführt

hatte, konnte eine erste Einsatzlage wie

folgt festgestellt werden:

▪ Vollbrand der Erdgeschosswohnung

▪ Flammen schlagen aus dem der

Scheune zugewandten Fenster

▪ Massive Rauchausbreitung im Bereich

des Hofes zwischen den Gebäuden

▪ Massive Rauchentwicklung im Bereich

der Obergeschosswohnung

▪ Zwei Hunde und drei Katzen in der

Obergeschosswohnung vermisst

Daraufhin wurden folgende Gefahren

für diese Einsatzstelle definiert:

▪ Gefahr der Atemgifte für die eigenen

Einsatzkräfte durch Brandrauchaus-

Übersicht Gehöft

breitung im Hofbereich des Bauernhofes

▪ Gefahr der Atemgifte für die vermissten

Tiere in der Obergeschosswohnung

▪ Gefahr der Brandausbreitung auf das

gesamte Gebäude durch den weit

fortgeschrittenen Wohnungsbrand

im Erdgeschoss

▪ Gefahr der Brandausbreitung auf das

benachbarte Scheunengebäude durch

Wärmestrahlung, Funkenflug, Flugfeuer

und einer baulichen Feuerbrücke

(Pflanzengitter) zwischen den

Gebäuden

Auf Grundlage der ersten Erkenntnisse

wurden unmittelbar

nach Eintreffen

der Einsatzkräfte ein

Innenangriff und eine

Riegelstellung zur

Scheune eingeleitet.

Hierzu ging ein Trupp

mit Pressluftatmern

und C-Rohr über den

Hauptzugang in den

Treppenraum des Gebäudes

vor. Ein weiterer

Trupp rüstete sich

als Sicherheitstrupp

aus und ging am Ver- Feuer im Fenster

teiler in Bereitstellung.

Feuerwehr Hattingen

Die Riegelstellung zum Scheunengebäude

wurde durch eine weitere

Einsatzkraft mit der Schnellangriffseinrichtung

des Hilfeleistungslöschfahrzeuges

sichergestellt.

Nach einer weiteren Befragung

der anwesenden Bewohner der

Obergeschosswohnung stellte sich

heraus, dass sich in jedem Geschoss

des Gebäudes mindestens eine 11

kg Propangasflasche befand mit

denen Gasheizöfen betrieben wurden.

Daraufhin wurde auf Grund der

möglichen Explosionsgefahr, zum

Schutz der Einsatzkräfte der Innenangriff

sofort abgebrochen und der

Außenangriff mit zwei weiteren C-

Rohren ausgeweitet.

Sieben Minuten nach Eintreffen der

Einsatzkräfte griff das Feuer vom Erdgeschoss

über die gesamte Deckenfläche

auf die Obergeschosswohnung über.

Damit bestand nun ein vollständiger

Wohngebäudebrand.

Zeitgleich mit der Brandausbreitung

traf das erste Tanklöschfahrzeug der

Freiwilligen Feuerwehr ein. Es konnte

nun ein viertes C-Rohr eingesetzt und

die benötigte Wasserversorgung weiter

ausgebaut werden.

Ab 13.32 Uhr trafen in Abständen

weitere Löschfahrzeuge der Freiwilligen

Feuerwehr ein, so dass ab diesem

Zeitpunkt drei Einsatzabschnitte gebildet

werden konnten.

Jahresbericht 2011 21


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Hauseingang

22 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

● Einsatzabschnitt 1: Brandbekämpfung

● Einsatzabschnitt 2: Wasserversorgung

● Einsatzabschnitt 3: Bereitstellungsraum

Der Abschnittsleiter 2 wurde mit der Erkundung

der Hydranten und der Herstellung

einer stabilen Wasserversorgung

beauftragt, bis zu diesem Zeitpunkt

sollte die Wasserversorgung über eintreffende

Löschfahrzeuge gesichert werden.

Dies war aufgrund des verzögerten

Eintreffens der Löschfahrzeuge und des

problematischen Zufahrtsweges nicht

kontinuierlich umsetzbar, so dass zeitweise

die Löscharbeiten kurzzeitig unterbrochen

waren.

Nach Fertigstellung der stabilen

Wasserversorgung wurde der Löscheinsatz

mit zwei weiteren C-Rohren, einem

B-Rohr und einem Wasserwerfer erweitert.

Während des Einsatzes wurden insgesamt

● 6 C-Rohre (1200 l/min)

● 1 B-Rohr (800 l/min)

● 1 Wasserwerfer (1200 l/min)

eingesetzt.

Zwischenzeitlich forderte die Einsatzleitung

das Bauordnungsamt und einen

Baustatiker zur Beurteilung der Statik

der Außenmauern und der Kamine an.

Der örtliche Stromversorger wurde

mit der Abschaltung der Stromversorgung

(Überlandleitung) beauftragt.

Die Löscharbeiten des primären

Brandeinsatzes waren um ca. 19.30 Uhr

beendet.

Am Freitag, 18. November 2011,

wurden von 2.00 - 5.30 Uhr umfangreiche

Nachlöscharbeiten durchgeführt, da

sich zwischenzeitlich an mehrere Stellen

im Gebäude nochmals Glutnester

entwickelt hatten.

Insgesamt waren bis zu 80 Kräfte

vor Ort bzw. an der Feuer- und Rettungswache

eingesetzt.

Wasserwerfer im Einsatz

Problematisch gestaltete sich bei diesem

Einsatz die Wasserversorgung aufgrund

folgender Punkte:

Der Zufahrtsweg von der letzten

asphaltierten Straße war ca. 600 m

lang, unbefestigt, kurvenreich, durch

Bäume und Sträucher verengt, so

dass er für Großfahrzeuge nur in

Schrittgeschwindigkeit befahrbar

war.

Der nächstliegende Hydrant in ca.

600 m Entfernung war für die Einsatzkräfte

wegen fehlender Beschilderung

und Überwucherung nicht

auffindbar, daher musste der in ca.

1.000 m Entfernung gelegene Hydrant

genutzt werden.

Der hohe Personalbedarf zu Beginn

des Einsatzes mit der Notwendigkeit

der Wasserversorgung über lange

Wegestrecke in unwegsamem Gelände

konnte nicht durch technische

Mittel kompensiert werden. Der Einsatz

von Fahrzeugen war nur sehr

eingeschränkt möglich.

Einsatzkräfte waren durch lange

Wegstrecken zwischen den Einsatzbereichen

(Einsatzstelle über 2.000

m Ausdehnung) gebunden, da Funkkommunikation

teilweise nicht möglich

war und Meldungen und

Aufträge häufig persönlich übermittelt

werden mussten.

Gerd Simon-Bourrèe,

Michael Melneczuk

Löschzug Oberstüter

FAZIT:

Durch das schnelle und gezielte Eingreifen

der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen

des Brandes auf die Scheune

verhindert werden. Das Wohngebäude

selbst war durch den bereits fortgeschrittenen

und rasanten Brandverlauf

bei Eintreffen der Wehr nicht zu halten.

Die Entscheidung zur Rücknahme

des Innenangriffs durch den Einsatzleiter

bei Bekanntwerden der sich im

Brandgeschehen befindlichen Gasflaschen

war konsequent und zur Eigensicherung

der Mannschaften zwingend

notwendig. Es gab keine Verletzten!

Die Verfügbarkeit der ehrenamtlichen

Einsatzkräfte zu diesem Zeitpunkt

war gering.

Trotz der sich hieraus ergebenen

Eintreffverzögerungen dieser Einheiten

verliefen die Maßnamen so schnell und

gezielt, dass der Einsatz im Hinblick

auf das Erhalten der Scheune erfolgreich

abgeschlossen werden konnte.

Jürgen Rabenschlag


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Feuerwehr Hattingen

Hauptfeuer- und Rettungswache – II. Wachabteilung

Wohnungsbrand an der “Sprockhöveler Straße”

Für die II. Wachabteilung verlief das

Jahr 2011 vergleichsweise ruhig ab.

Aber auch wir hatten unsere Einsätze,

auch wenn diese nicht ganz so spektakulär

waren.

Am Morgen des 16. Januar 2011

wurde die Hauptfeuer- und Rettungswache

um 7.15 Uhr durch die Kreisleitstelle

zu einem Wohnungsbrand

alarmiert. Dazu wurden gleichzeitig die

Löschzüge Welper und Blankenstein

sowie die Informations- und Kommunikationsgruppe

(IUK) alarmiert. Der

Löschzug Mitte besetzte kurze Zeit später

die Hauptfeuer- und Rettungswache,

um den Brandschutz im Stadtgebiet sicherzustellen.

Die Einsatzstelle befand sich in

Blankenstein an der Sprockhöveler

Straße, Haus Nr. 11.

Brandrauch aus einem Zimmer im Erdgeschoss

Der Löschzug der Hauptfeuer- und Rettungswache

traf nach sechs Minuten an

der Einsatzstelle ein. Durch den Hauseigentümer

wurden die Einsatzkräfte darüber

informiert, dass sich noch eine

gehbehinderte Person in der Brandwohnung

befindet. Zwei weitere Personen

machten sich an einem Fenster im 1.

Der Angriffstrupp ist in der Einsatzstelle, der Rettungsdienst in Bereitstellung

Obergeschoss bemerkbar. Der Angriffstrupp

ging unter PA (Preßluftatmer) mit

einem C-Rohr zur Menschenrettung vor.

Zeitgleich wurde die Drehleiter in Stellung

gebracht und zwei Personen, die am

Fenster des 1. Obergeschosses standen,

wurden mit zwei Katzen gerettet und

dem Notarzt übergeben.

Nach dem Eintreffen der freiwilligen

Kräfte wurde ein zweiter Trupp unter PA

zur Menschenrettung vorgenommen.

Vom 1. Angriffstrupp wurde die Wohnungstür

aufgebrochen und eine leblose

Frau ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst

übergeben. Trotz der schnellen

Rettung konnte der Notarzt nur noch

den Tod feststellen. Der Notfallseelsorger

wurde verständigt und kam zur Einsatzstelle,

um die Angehörigen zu

betreuen.

Danach wurde nun die Brandbekämpfung

eingeleitet. Die Brandwohnung,

das Treppenhaus sowie auch die

darüberliegende Wohnung wurden mit

der Wärmebildkamera kontrolliert und

mit einem Hochleistungslüfter belüftet.

Nach dem Einsatzende wurde die Einsatzstelle

an die Kriminalpolizei übergeben.

Eingesetzt waren:

● 3 Löschzüge: Hauptfeuer- und Rettungswache,

Welper, Blankenstein

und die IUK Gruppe mit 10 Fahrzeugen

(SB)

● 35 Feuerwehrleute (SB), 8 Mann

davon waren unter PA (weitere 8 in

Bereitstellung beim LZ Mitte)

● 1 Wärmebildkamera

● 1 Hochleistungslüfter

● 8 Preßluftatmer

● 8 Druckschlauch C

● 12 Druckschlauch B

● 2 C - Rohre (Löschwasser wurde aus

einem Hydranten entnommen)

Verständigt und anwesend waren:

● Wehrleiter,

● Notarzt mit Rettungsdienst,

● Schutzpolizei, Kriminalpolizei

● Presse

● Notfallseelsorger

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24 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Hauptfeuer- und Rettungswache – III. Wachabteilung

Kein 08/15 Feuer – Brand im Technikraum

Durch eine automatische Brandmeldeanlage

der Sparkasse Hattingen wurde

an einem Sonntagabend im März 2011

die Bosch-Sicherheitszentrale in Mag-

deburg alarmiert. Der Brandalarm wurde

von dort unserer Leitstelle und zeitgleich

dem Notfallmanager der Sparkasse gemeldet.

Die Hauptwache rückte mit dem

Löschzug zum Reschop aus. Zur Unter-

Im Eingangsbereich der Sparkasse kann man die Rauchschwaden gut erkennen.

Angriffstrupp rückt vor, Rauchvorhang im

Einsatz Foto: Sparkasse Hattingen

stützung wurden gemäß AAO auch die

Löschzüge Mitte und Welper angefordert.

In der ersten Erkundung war von der

Straßenfront hinter einer stark getönten

Scheibe nur sehr schwer ein Flimmern

zu erkennen. Der eingetroffene Notfallmanager

der Sparkasse verschaffte der

Feuerwehr den Zugang zum Gebäudekomplex.

Es konnte ein Schwelbrand an

Einsatzleitung BOI Korn

Hauptwache ELW, HLF, DLK, RTW

der Klimaanlage im Serverraum lokalisiert

werden. Der Angriffstrupp ging

unter Atemschutz mit dem 1. C-Rohr

und dem Smokestopper (Rauchvorhang)

vor, brauchte aber nicht mehr löschen.

Die Anlage wurde stromlos geschaltet.

Da der Serverraum aus Sicherheitsgründen

hermetisch verschlossen ist,

wurde der Raum mittels dem zusätzlich

angeforderten Be- und Entlüftungsgerät

über Sauglutten rauchfrei gezo-

Be- und Entlüfter wird in Stellung gebracht

gen. Alle weiteren Räume wurden

begangen und überprüft. Die Einsatzstelle

konnte nach ca. zwei Stunden

dem Notfallmanager der Sparkasse

Hattingen, Herrn Höffken, übergeben

werden.

weitere Einsatzkräfte LF8/6, MTF LZ2 / LF 16/12, DLK II, MTF LZ 1

Anzahl der Einsatzkräfte 32


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Löschzug 1 -Mitte-

Feuerwehr Hattingen

Der Löschzug 1 wirkt mit beim Hattinger Südstadtfest

Das erste Mal in der Geschichte der

Südstadt sollte es in dem kleinen Stadtteil

von Hattingen ein Fest “von” und

“für” Bürger geben.

Die in der Südstadt ansässigen Vereine,

Geschäftsleute, Schulen und interessierten

Bürger organisierten und

planten, um die in der Stadtteilkonferenz

entstandene Idee, in die Tat umzusetzen.

In der Organisationsphase trat

Mitorganisator und Löschzugmitglied

Dr. Matthias Honnacker an uns heran.

Er erzählte uns von der Idee und bat uns

das Vorhaben tatkräftig – als Feuerwehrzu

unterstützen. Der Vorschlag fand

große Zustimmung und der Termin

wurde in die Freizeitplanung aufgenommen.

Am Samstag, den 21. Mai 2011, war

es dann soweit. Neben den “Ideengebern”,

den verschiedenen Vereinen, wie

dem TUS Hattingen oder “Väter im

Ruhrgebiete e. V.” (um nur einzelne zu

nennen) und der Polizei, versammelten

sich alle auf der eigens dafür gesperrten

Uhlandstraße. Für den Spaß und das

leibliche Wohl war gesorgt.

Kinder und Eltern besuchen die Feuerwehr auf dem Südstadtfest

Unsere Idee war es, den Mitbürgern unserer

Stadt die Arbeit der Feuerwehr näherzubringen

und den Kindern unter

anderem die Möglichkeit zu geben, sich

einmal als Feuerwehrmann/-frau zu fühlen.

Unter der Vornahme eines D-Rohres

“Wasser marsch” am Feuerlöschhäuschen

und der Unterstützung eines ausgebildeten

Feuerwehrmanns/frau, hieß es dann

“Wasser marsch” und die Brandbekämpfung

konnte an dem “Feuerlöschhäuschen”

(zur Verfügung

gestellt von der Jugendfeuerwehr)

nachgestellt werden.

Unser Löschfahrzeug

mit unserer Ausrüstung,

sowie das “Feuerlöschhäuschen”

war ein Publikumsmagnet

für

Groß und Klein.

Allerdings stand

nicht nur der

Spaß und das

Präsentieren der

Feuerwehr und

unseres Equipments

im Vordergrund.

Durch die stattgefundenen

Gespräche wurde die Arbeit

der Feuerwehr, das richtige

Verhalten in Notfällen und die

Wichtigkeit des Rauchmelders

(um nur ein paar Themen zu nennen) der

Bevölkerung näher gebracht.

Durch das positive Feedback der

zahlreich anwesenden Bevölkerung und

unseren eigenen Eindrücken konnten

wir wieder einmal zeigen und feststellen,

wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit

und die Nähe zum Bürger ist.

Helmut Pauli

Jaqueline Hahnefeld

Präsentation unseres Feuerwehr-Equipments

Jahresbericht 2011 25


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26 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Löschzug 2 -Welper-

Das etwas andere Hochzeitsgeschenk

2011 stand ganz im Zeichen von Veränderungen,

zumindest offiziellen Veränderungen.

Die bislang kommissarisch

tätige Löschzugführung wurde auf der

Jahresdienstbesprechung im Januar offiziell

ins Amt gehoben. Nach erfolgter

Anhörung des Löschzuges durch den

Stadtbrandmeister und seinen Stellvertreter,

führen Heiko Wedel und Alexander

Sturm nun die Geschicke des

Löschzuges. Die Mannschaft wünscht

hierbei viel Erfolg.

Veränderungen standen auch im

Bereich des Feuerwehrhauses auf der

Agenda. Nachdem im Jubiläumsjahr

2010 die Wache von außen neu gestaltet

wurde, war im abgelaufenen Jahr

die Ausstattung des Schulungsraumes

geplant. Unter Federführung von Bob-

Heiko, dem Baumeister, wurden sowohl

der Aufenthaltsraum als auch die

Nebenräume inkl. Küche neu gestaltet.

Hier haben viele fleißige Hände ganze

Arbeit geleistet.

Einsatztechnisch rückte der Löschzug

Welper im vergangenen Jahr zu

über 35 Einsätzen aus. Neben größeren

Lagen wie der Brand “Im Hüllsiepen”

und der Scheunenbrand in Holthausen,

waren auch mehrere Kleinbrände und

Hilfeleistungseinsätze zu verzeichnen.

Am Tag der offenen Tür

und den Markttagen präsentierte

der Löschzug sich der

Öffentlichkeit. Hier wurde

insbesondere Wert auf den

Bereich der Brandschutzerziehung

gelegt. Der zweite

Welperaner Kinderfeuerwehrtag

im Rahmen des Tages der

offenen Tür wurde von mehreren

hundert Familien besucht.

Die Kinder waren im

wahrsten Sinne des Wortes

Feuer und Flamme. An sieben

Stationen konnten sie ihr Wissen

rund um das Thema Feuerwehr

und Brandschutz unter

Die Jugendfeuerwehr zeigt ihr Können.

Beweis stellen. Diese Aktion führte die

Jugendgruppe Ost zusammen mit dem

Löschzug durch.

Und dann gab es im vergangenen

Jahr auch noch Nachwuchs im Löschzug.

Um die Arbeit der Jugendfeuerwehr

weiter zu unterstützen, wurde ein

LF 16-TS für die Nachwuchsbrandschützer

abgestellt. Der Löschzug Welper

erklärte sich bereit, dem Fahrzeug

Das etwas andere Hochzeitsgeschenk

eine Unterstellmöglichkeit zur Verfügung

zu stellen. Weiterhin wird dieses

Fahrzeug bei besonderen Lagen im

Einsatzfall durch die Mitglieder des

Löschzuges besetzt. Somit werden seit

2011 am Standort Welper zwei Großfahrzeuge

vorgehalten.

Der nächste Nachwuchs kam dann

Ende November. Und nun macht auch

die Überschrift dieses Artikels Sinn.

Nach der standesamtlichen

Trauung des stellvertretenden

Löschzugführers Alexander

Sturm und seiner

Frau Sabrina übergab der

Stadtbrandmeister dem

Bräutigam ein neues MTF,

quasi als Hochzeitsgeschenk.

Die Freude über diese

vorher nicht bekannte Neuanschaffung

war sowohl

bei der Führung als auch

bei der Mannschaft groß.

Eine offizielle Einweihung

dieses Fahrzeugs erfolgt in

2012.

Jens Herkströter


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Löschzug 3 -Blankenstein-

2011 – 43 Einsätze

Aber Freiwillige Feuerwehr bedeutet

mehr. Leider hatten wir in unserem Einsatzgebiet

zwei Brandeinsätze bei denen

wir nicht mehr allen Beteiligten helfen

konnten. Das zehrt, das ist hart. Doch

hier zeigt sich der Geist der Freiwilligen

Feuerwehr: Kameradschaft und Ehrenkodex.

Plötzlich werden Wörter benutzt, die

viele Jahre in Deutschland missbraucht

wurden und die bei der breiten Masse

der Bevölkerung auch heute noch Unbehagen

auslösen.

Doch wir brauchen diesen gemeinsamen

Geist um eben solche, für alle belastenden,

Einsätze verarbeiten zu

können.

Der Löschzug Blankenstein bedankt

sich bei Pfarrer Federmann, der nach

einem solchen Einsatz am 19.01.2011

ganz spontan in unsere Wache kam und

zuhörte.

Auch das Hochwasser machte uns

im Jahr 2011 wieder zu schaffen. Vom

13.01. - 16.01.2011(!) waren viele der

Hattinger Löschzüge, sowie das THW

zu Gast in Blankenstein, um das Gasthaus

Kemnade vor dem “Untergang” zu

retten.

Auch neue taktische Methoden hielten

Einzug in Blankenstein. So erhielt

der Löschzug den sog. LOOP inkl. Aus-

Sie haben uns

“verlassen”

Im Mai 2011 sind die Kameraden

Helmut Huhmann(l.) und Alfred

Scheffler (r.) von der I. Wachabteilung

in den wohlverdienten Ruhestand

gegangen.

Alles Gute Jungs!

bildung und zum Jahresende einen mobilen

Rauchvorhang.

Teilnahme an Fort- und Weiterbildung

auf Stadt- und Kreisebene lassen

auch für die Zukunft keinen Zweifel an

der Motivation des Löschzuges aufkommen.

Im Sommer des Jahres machte der

Löschzug eine “Sieben Schleusen”-Tour

auf der Ruhr. Mit dem Schiff ging es

vom Baldeneysee Richtung Duisburg.

Von den Jugendlichen der Jugendfeuerwehr

bis hin zu den Mitgliedern der Eh-

Feuerwehr Hattingen

Eine weitere “TS” Tragkraftspritze wird in Stellung gebracht

renabteilung waren alle an Bord. Bei

herrlichem Wetter erlebten wir einen

schönen Tag, der am Abend bei Gegrilltem

seinen Abschluss fand.

Die “Abteilung” Brandschutzerziehung

des Löschzuges beteiligte sich am

“Tag des Rauchmelders” im Reschop

Carré. Ein großer Erfolg für Paulinchen

e. V.

Der Löschzug Blankenstein bedankt

sich bei allen Kameradinnen und Kameraden

der Feuerwehr Hattingen für

die gute Zusammenarbeit.

Gut Wehr

Jahresbericht 2011 27


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Löschzug 4 -Holthausen-

Großbrand eines Scheunenkomplexes

28 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Nach einem eher ruhigen Einsatzjahr für

den LZ Holthausen kam es am Ende des

Jahres, am Donnerstag, den 29.12.2011,

zu einem Großbrand im Einsatzbereich

des Löschzugs. Ein Scheunenkomplex,

in dem sich eine KFZ-Werkstatt mit

mehreren Arbeitsplätzen befand,

brannte in voller Ausdehnung. Die

Kreisleitstelle hat neben der Hauptwache

die Löschzüge 1, 2, 3, 4, 5 und 9

sowie das THW zur Einsatzstelle alarmiert.

Der LZ Holthausen traf kurz nach

der Hauptwache mit seinem TLF 16/25

an der Einsatzstelle “Waldweg 45” ein.

Beim Eintreffen befanden sich bereits

zwei verletzte Personen außerhalb

des Brandobjektes, die vom Rettungsdienst

versorgt wurden. Einer der Verletzten

wurde zur Behandlung seiner

Brandverletzungen ins Bergmannsheil

nach Bochum verbracht.

Seitenansicht der Scheune bei Ankunft der Feuerwehr.

Da bereits beim Eintreffen der ersten

Einheiten Explosionen von Gasflaschen

zu hören waren, konnte nur mit äußerster

Vorsicht vorgegangen werden. Im

Gebäude befanden sich mehrere PKWs

und eine unbekannte Anzahl von Acetylen-,

Sauerstoff- und Propangasflaschen.

Hinzu kamen Kraftstoffe, Schmierstoffe

und Farben als weitere gefährliche

Brandlasten. Um das nur ca. 10 m entfernte

Wohnhaus vor einem Übergreifen

des Brandes zu schützen, wurde eine

Riegelstellung zwischen Scheune und

Wohnhaus mittels C-Rohr zur Kühlung

des Wohnhauses errichtet. Die Bekämpfung

des Brandes erfolgte mit mehreren

Wasserwerfern und B-Rohren aus sicherer

Entfernung. Wichtig war vor

allem die Kühlung der noch nicht explodierten

Gasflaschen und der PKWs.

Schwierig gestaltete sich die Wasserversorgung

über das Hydrantennetz der

Sprockhöveler Straße. In der Anfangsphase

wurde das Löschwasser aus drei

Hydranten sichergestellt. Trotz Erhöhung

der Wasserlieferung seitens des

Versorgers konnte nicht verhindert werden,

dass durch die enorme Wasserentnahme

einige Haushalte in der Nähe der

Einsatzstelle kein Wasser mehr hatten.

(Da die dort vorliegende Endleitung verhinderte,

dass aus zwei Richtungen Was-

ser zu den Hydranten und Haushalten

gelangen konnte.) Aufgrund der massiven

Kühlmaßnahmen, die im Laufe des

Einsatzes erforderlich wurden, und der

Bedenken des Wasserversorgers, dass

die Leitung diese Belastung auf Dauer

nicht aushält, beschloss die Einsatzleitung

nach Rücksprache mit dem Wasserversorger

einen ca. 300 m entfernten

Hydranten zu benutzen. Dieser Hydrant

lag auf einer separaten Leitung, die vor

der Einsatzstelle abzweigte und Richtung

Sprockhövel verlief. Dort zeigte

sich auch die Wichtigkeit der Absprache

mit dem Wasserversorger, der selbst erst

nach langen Recherchen feststellte, dass

er über diese separate Leitung auf der

Sprockhöveler Straße verfügte. Durch

die dann verlegte Schlauchleitung

konnte die Wasserabnahme aus den anderen

Leitungen gemindert werden, wodurch

die Trinkwasserversorgung für

alle Haushalte wieder hergestellt werden

konnte.

Eine gute Wasserversorgung war

wichtig, da wegen der unzugänglichen

Gasflaschen eine Kühlung der Einsatzstelle

für einen Zeitraum von 24 Stunden

mit 4.000 l Wasser pro Minute

notwendig war. Die hierzu notwendige

Brandwache übernahm zunächst der LZ

Holthausen, der dann in der Nacht vom

Erste Löschmaßnahmen wurden eingeleitet um den Bereich des

Wohnhauses zu schützen.

LZ Blankenstein unterstützt wurde und

am darauf folgenden Morgen wieder

weiter machte, bis die Kühlmaßnahmen

und Aufräumarbeiten beendet waren.

Das THW sorgte während der Nachtzeit

für eine ausreichende Ausleuchtung der

Einsatzstelle. Die Sprockhöveler Straße

blieb während der gesamten Zeit gesperrt.

Am Freitagnachmittag (30.12.2011)

wurden dann die Kühlmaßnahmen lang-


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Bereits auf der Anfahrt war zu erkennen dass

es sich um einen Vollbrand handelt.

sam beendet und die Einsatzstelle abgesperrt.

Da es immer noch nicht endgültig

ausgeschlossen war, dass sich die

Acetylenflaschen wieder erhitzen könnten,

wurde das angrenzende Wohnhaus

nicht für die Bewohner freigegeben. Am

darauf folgenden Samstag und Sonntag

wurden weitere Brandnachschauen

durchgeführt. Am Montagmorgen konnten

die Bewohner wieder in das Wohnhaus

zurückkehren. Am Montagmittag

(2.1.2012), 95 Stunden nach Brandausbruch,

konnte dann die Einsatzstelle an

die Kripo übergeben werden.

Der Löschzug Holthausen bedankt

sich vor allem beim Löschzug Blankenstein

für die Unterstützung der Brandsicherheitswache

in den Nachtstunden.

Beim Eintreffen war zu erkennen, dass die

gesamte Scheune nicht mehr zu retten war.

Es waren über 100 Einsatzkräfte von

Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem

Hilfswerk, Polizei, Fachämtern

und Versorgungsunternehmen an der

Einsatzstelle bzw. für die Sicherung des

Grundschutzes an dem Tag des Brandausbruchs

im Einsatz. Im weiteren Verlauf

wurden für die Brandsicherheitswache

und die Brandnachschauen ungefähr

20 Einsatzkräfte eingesetzt.

Wie wichtig der Grundschutz während

solcher Einsätze ist, konnte durch die

anfallenden Einsätze im selben Zeitraum

dargelegt werden. Neben einer automatischen

Brandmeldung in einem

Gewerbebetrieb wurden ein Küchen-

brand und ein Kaminbrand bis um Mitternacht

abgearbeitet.

Neben diesem Großbrand, gab es für

den LZ Holthausen in 2011 17 weitere

Einsätze. Die Übungsdienste des Lösch-

zugs waren vor allem, durch das Trainieren

neuer Löschtechniken geprägt.

Dabei wurde insbesondere die Ausbildung

der in den letzten Jahren neu hinzugekommenen

Kameradinnen und

Kameraden intensiviert. Im LZ Holthausen

wird aber auch für Ausgleich in

Feuerwehr Hattingen

Form von Freizeitaktivitäten gesorgt.

Am “Vatertag” 2011 beteiligten sich 15

Kameradinnen und Kameraden an einer

Kanutour auf der Ruhr, von Herdecke

bis zum Kemnader See. Bei gutem Wetter

und mit guter Verpflegung erreichten

Bevor es losgehen konnte wurden alle in die Tücken der Ruhr eingewiesen

Leichte Schieflage nach der Rast am Ufer

alle am frühen Nachmittag den Hafen

von Heveney.

Von dort aus besuchte der Löschzug

noch den Tag der offenen Tür des

Löschzugs Herbede, bei dem der Nach-

mittag bei guter Laune ausklang. Der eigene

Tag der offenen Tür, Ende August,

wurde leider von weniger gutem Wetter

geprägt, weshalb die Besucherzahlen

leider nicht so groß waren, wie in den

vergangenen Jahren.

Armin Thiemann

Jahresbericht 2011 29


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30 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Löschzug 5 -Bredenscheid-

Jahresbericht 2011

Im Jahr 2011 rückte der Löschzug Bredenscheid

(LZ 5) zu den verschiedensten

Einsätzen aus. Neben einer Reihe von

Einsätzen der Sondereinsatzgruppe Information

und Kommunikation (IUK)

wurde ebenfalls der Löschzug zu kleinen

und großen Einsätzen alarmiert.

Neben einigen Fehlalarmierungen

konnten wir nicht nur bei “Baum auf

Straße” Hilfe leisten, sondern ebenso

bei Großeinsätzen wie dem Wohnhaus-

Einsatzübung in Verbindung mit der Hauptwache und dem Löschzug

Elfringhausen – Scheunenbrand auf dem Bauernhof der Familie

Wegemann, an der Bredenscheider Straße

Löschzug 7 -Elfringhausen-

Die Zeiten ändern sich...

Strukturwandel ist ein beliebtes Schlagwort

unserer Tage. Kaum ein Bereich ist

davon verschont geblieben, ob Bergbau,

Stahlindustrie oder Landwirtschaft. In

den letzten Jahren hieß es oft “Wachsen

oder Weichen”. Fusionen allerorts, der

Kostendruck und die Konkurrenzfähigkeit

fordern dies so.

Nun, der Löschzug Elfringhausen in

der Feuerwehr Hattingen ist sicher nicht

mit den genannten Bereichen zu vergleichen,

aber trotzdem vollzieht sich von

den meisten sicher unbemerkt zur Zeit

brand “Am Hüllsiepen” und am “Waldweg.”

Um auf die verschiedensten Einsätze

vorbereitet zu sein, engagierten sich

auch 2011 wieder 17 aktive Kameraden

und vier aktive Kameradinnen bei mehr

als 30 Übungsdiensten. Bedingt durch

die technische Ausstattung unserer Fahrzeuge

wurde das größte Augenmerk auf

die Brandbekämpfung gelegt. Hierzu

wurde von dem LZ 5 eine Alarmübung

auf einem Bauernhof

an der Bredenscheider

Straße organisiert.

Der Besitzer

hatte sich gerne bereit

erklärt seine

Scheune für eine

Übung zur Verfügung

zu stellen, um sich

einmal selber davon

zu überzeugen wie

die Feuerwehr einen

Einsatz meistert.

Neben dem LZ 5

wurden ebenfalls die

h a u p t a m t l i c h e n

Kräfte sowie die Kameraden

aus Elfringhausen

einbezogen.

ein ähnlicher Prozess in unserem Löschzug.

Die Aufgaben haben sich in den

letzten Jahren geändert, die Verantwortung

unserer Führungskräfte ist gewachsen

und die gesetzlichen Anforderungen

an die Männer der Freiwilligen Feuerwehr

steigen ständig. Und so heißt es für

die Löschzugführung all zu oft: Kräfte

bündeln, motivieren und die anfallenden

Aufgaben möglichst breit zu verteilen,

um die Belastung für jeden Einzelnen im

erträglichen Rahmen zu halten. Dazu bedient

sich unser Löschzug eines seit vie-

Übung: Vornahme eines Wenderohres

Nach der Übung bekamen wir die erfreuliche

Nachricht, dass der Landwirt

sehr beeindruckt von der Schnelligkeit

und Leistungsstärke der Feuerwehr ist.

Neben Übungen zur Brandbekämpfung

wurden auch Dienste im Rahmen

der technischen Hilfe, ABC-Ersteinsatz

sowie Drehleiterübungen abgehalten.

Auch im Rahmen der ehrenamtlichen

Weiterbildung zeigen sich unsere

Kameradinnen und Kameraden auf

dem neuesten Ausbildungsstand.

len Jahren bewährten Organisationsmusters.

Da gibt es zum einen natürlich die

klassische Feuerwehrstruktur mit Zugführen,

Brandmeistern und der Mannschaft.

Zum anderen haben wir vor

vielen Jahren unseren Kameradschaftsverein

gegründet, dem nach Satzung

neben den Ehrenmitgliedern und den

fördernden Mitgliedern auch alle Mitglieder

des Löschzuges angehören. Dieser

Kameradschaftsverein hat natürlich

auch einen Vorstand, Kassierer und

Schriftführer und kümmert sich um alle


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Belange des kameradschaftlichen Zusammenlebens

in unserem Löschzug. So

hat die Löschzugführung den Kopf frei

für das “reine Feuerwehrgeschäft”. Etwa

alle zehn Wochen trifft sich der Vorstand

des Kameradschaftsvereins, die Löschzugführung

und alle Brandmeister zu

einer Kommandoratsitzung, von uns liebevoll

Komrasi genannt, und erörtert

alle Angelegenheiten aus den Bereichen

Feuerwehr und Kameradschaftspflege.

Mit etwa zehn Teilnehmern ist dies ein

Gremium, in dem effektiv und zielstrebig

gearbeitet werden kann und die getroffenen

Entscheidungen von vielen

Schultern mitgetragen werden.

Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser

Stelle natürlich, dass in der Komrasi

seit Anfang des Jahres ein neuer stellv.

Löschzugführer sitzt. Markus Wultschnig

hat in den letzten Jahren alle dazu

erforderlichen Lehrgänge absolviert und

hat die Position von Thomas Schultz

übernommen, der nunmehr 1. Vorsitzender

unseres Kameradschaftsvereins ist.

Doch nun genug der Verwaltungsangelegenheiten,

was war los in 2011 beim

Löschzug Elfringhausen?

Mit exakt 40 Einsätzen ein normales

Jahr bezüglich des Einsatzaufkommens,

mit viel “Feuerwehrkleinkram” darunter,

etwa die Hälfte davon First Responder-

Einsätze und natürlich dem Großeinsatz

“Im Hüllsiepen”. Und was lange währt,

wird endlich gut, denn seit einiger Zeit

können wir sogar bei Ölspuren auf die

Hilfe der Hattinger Kehrmaschine setzen.

Möglich geworden ist dies durch ein

geändertes Pesonalmanagement im Bereich

der Kehrmaschinenfahrer, sodass

jetzt auch an Wochenenden und nachts

die Kehrmaschine uns die oft stundenlange

Fegearbeit mit dem Handbesen abnehmen

kann.

Mitte April kam es in unserem Einsatzgebiet

zu einer Großübung mit vielen

Hattinger Löschzügen und dem

Löschzug Gennebreck aus Sprockhövel.

Erprobt werden sollte das von unserem

Löschzug entwickelte Konzept der Wasserführung

über lange Wegestrecken.

Eine nicht unbedingt einfache Aufgabe

für die mehr oder weniger in Elfring-

hausen ortsunkundigen Kameraden der

anderen Löschzüge. Und so wurde während

der Übung auch recht schnell klar,

dass das Konzept eigentlich brauchbar

scheint, aber durchaus an einigen Stellen

noch verbesserungswürdig ist. Die dazugehörige

Standardeinsatzregel wird

dieser Tage von unserer Hauptwache

überarbeitet herausgegeben und dann ein

weiteres Mal im Rahmen einer Übung

auf Herz und Nieren überprüft.

Übung: Pendelverkehr mit den Tanklöschfahrzeugen

und Einspeisung zur Fortleitung

über lange Wegstrecke

Übung: Die Einsatzstelle, nach mehreren

100 Meter – Ankunft der B-Leitung

Natürlich, jedes Jahr das Highlight beim

LZ 7 ist der Maibaumschmaus im Spritzenhaus.

Ein gemütliches Fest mit guter

Beköstigung unserer Gäste unter unserem

Riesenschirm. Und wenn dann

noch, wie im letzten Jahr, das Wetter

mitspielt, finden wir als Gastgeber es natürlich

besonders gut, dass unsere Gäste

sich wohl gefühlt haben und ein paar

schöne Stunden bei uns verlebt haben.

Nach langen Jahren des Wartens

wurde im November die digitale Alarmierung

bei der Feuerwehr Hattingen

eingeführt und man sollte es kaum glauben,

die Technik funktioniert auf Anhieb

gut! Dazu war es notwendig im Kreisgebiet

einige neue, mit der Digitaltechnik

ausgerüsteten Relaisstellen mit

Feuerwehr Hattingen

Maibaumschmaus am Samstagabend – eine

tolle Atmosphäre

Sendemasten zu installieren. Einer von

diesen steht eine in den Elfringhauser

Bergen und der Grundstückseigentümer

Andreas Ranke hat dazu ganz uneigennützig

sein Gelände unentgeltlich zur

Verfügung gestellt. Doch nicht nur

das! Ebenso bat er die Feuerwehr Elfringhausen

zu einer Einweihungsfeier

dieser Sendestation an einem Sommerabend

zu sich. Bei Bier und Wein

und Wurst vom Grill wurde dann der

Sendemast feierlich auf den Namen

Ein neuer “Turm” in Elfringhausen

“Andreasturm” getauft und der Grundstückseigentümer

als Taufpate dazu verpflichtet,

auf seinem Mast gut Acht zu

geben und ihn gegen Kabel anknabberndes

Getier, wie Marder und Waschbären,

zu verteidigen. Zudem vereinbarte man

eine gemeinschaftliche Nachtkontrolle

in etwa einem Jahr. Wir freuen uns schon

darauf...

Jahresbericht 2011 31


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32 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Löschzug 9 -Niederwenigern-

Rückblick auf das Jahr 2011

Ein kleines Kunstwerk, von Marlon Mawick

Nach der Rekordzahl an Einsätzen in

2010 war das Jahr 2011 im Durchschnitt

wieder eher ruhiger. Gleichwohl

gab es was zu tun. Bei unserem Familienwandern

an Christi Himmelfahrt

wurde die traditionelle Runde durch

Niederwenigern jäh dadurch unterbrochen,

als der Melder zu einem Einsatz

am Klettergarten “Am Isenberg” lief.

Mehrere Kameraden machten sich direkt

auf den Weg. Eine Kletterin ist aus

einer ca. 15 Meter hohen Felswand abgestürzt

und musste schlussendlich zeitaufwändig

zusammen mit der

Hauptwache und mit dem ungewöhnli-

chen Aufgebot und Einsatz gleich

zweier “Schrauben”, dem Rettungshubschrauber

Christopher 8 und einem

“SAR-Hubschrauber” der Bundeswehr

gerettet werden. Über eine Windeneinrichtung

konnte eine patientenorientierte

Rettung aus dem schwer

zugänglichen Gelände vorgenommen

werden. Mit Christopher 8 wurde der

Weitertransport vorgenommen.

Nach Beendigung des Einsatzes stießen

die Kameraden zu Kaffee und Kuchen

sowie dem anschließenden Grillen

wieder zu und alle konnten gemeinsam

den Tag weiter begehen.

Rettungshubschrauber und Feuerwehr in Bereitstellung auf dem Balkhauser Weg

Am 30.10.2011, Sonntags in der Nacht,

wurde zu gleich mehreren Einsätzen im

Stadtgebiet alarmiert. Der Löschzug

Niederwenigern rückte, neben weiteren

Kräften, zu einem Wohnhausbrand in

Bredenscheid aus. Zwei Trupps unter

schwerem Atemschutz und C-Rohr erkundeten,

löschten und kontrollierten

den Brand. Anschließend wurde auch

noch ein Hochleistungslüfter zur Entrauchung

vorgenommen, nach rund

zweieinhalb Stunden konnten die Einsatzkräfte

wieder das Gerätehaus anfahren.

Der Löschzug 9 bei einem Einsatz in Bredenscheid

Eine Zahl die wir im gemeinsamen Einsatz-

und Löschzuggeschehen mit großem

Wohlwollen steigend sehen, ist die

Zahl der aktiven Kräfte im Löschzug.

Mit knapp 50 Feuerwehrleuten verfügen

wir über eine engagierte und motivierte,

generationsübergreifende Truppe. Auch

für die Zukunft profitieren wir nicht zuletzt

von einer hervorragenden Jugendfeuerwehrarbeit.

Feuerwehr ist auch gesellschaftliches

Engagement. Alljährlich in der Nikolauszeit

– seit über 30 Jahren – stellt

der Löschzug den “heiligen Nikolaus”

und seinen treuen Gehilfen Knecht Ruprecht

oder auch Hans Muff und besucht

die Bewohner des Ellen-Buchner-

Hauses sowie der Außenwohngruppe,

einer Einrichtung der Lebenshilfe in

Niederwenigern.


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Rettungsschwimmen

Rettungsschwimmabzeichen

in Gold

Löschzug 5

Heller, Jan Mark

Rettungsschwimmabzeichen

in Silber

Löschzug 1

Riemer, Patrick

Löschzug 2

Dombrowska, Frank

Rose, Marcus

Löschzug 3

Ascherfeld, Sebastian

Fichtner, Alexander

Schacht, Dirk

Löschzug 5

Knäpper, Dirk

Rettungsdienst

Neues aus dem Jahr 2011

Im Jahr 2011 wurden durch den Rettungsdienst

und den Krankentransport

der Stadt Hattingen wieder einmal

10.761 Einsätze gemäß dem Rettungsdienstgesetz

NRW durchgeführt.

Neben der Vielzahl der Einsatzfahrten

konnte nach einiger Vorarbeit

und Planung endlich ein neues Tageslager

für medizinische Verbrauchsmittel

in der Feuer- und Rettungswache

eingerichtet werden (siehe Foto).

Das vorherige Mobiliar war zwischenzeitlich

in die Jahre gekommen

und entsprach nicht mehr den gültigen

Hygienerichtlinien.

Mit dem neuen Mobiliar, welches

vollständig metallische Oberflächen

besitzt, hat der Rettungsdienst nun eine

moderne, zukunftsweisende Ausstattung

erhalten, die auch in die neue

Regelmäßig nehmen Ulrich Gajewski und Helmut Jäger

am Schwimmen teil.

Feuer- und Rettungswache integriert

werden kann. Mit dieser Investition

konnte die saubere und hygienisch ein-

Feuerwehr Hattingen

Rettungsschwimmabzeichen

in Bronze

Löschzug 1

Mohr, Sascha

Löschzug 3

Hesper, Fabian

Löschzug 5

Knäpper, Lucas

Ehrenabteilung

– Seeteufel

Löschzug 1

Kaiser, Erwin

Gocke, Herbert

Löschzug 3

Gajewski, Ulrich

Jäger, Helmut

Löschzug 7

Oetelshoven, Siegfried

wandfreie Lagerung der medizinischen

Geräte und Verbrauchsmittel deutlich

verbessert werden.

Jahresbericht 2011 33


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34 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Sondereinsatzgruppe “ABC”

Ausbildung ABC-Einsatz

In diesem Jahr fand zum ersten mal die

Sonderausbildung “ABC-Einsatz” der

Feuerwehr Hattingen statt, da in den

Löschzügen Mitte und Niederwenigern,

aus denen sich die SEG-ABC bildet, ein

enormer Ausbildungsrückstand bestand.

Der Lehrgang wurde aber auch den anderen

Löschzügen angeboten. Es gab

weitere Meldungen aus zwei Löschzügen,

auch aus dem Kreis der Löschzugführung.

Ziel dieser Ausbildung ist die Befähigung

zur Handhabung der Sonderausrüstung

und der Schutzbekleidung.

Die Ausbildung wurde nach den Vorgaben

der FwDV 2 durchgeführt und

umfasst 70 Stunden theoretische und

praktische Ausbildung. Der Termin

durfte nicht mit anderen Ausbildungen

im Ennepe-Ruhr-Kreis kollidieren, da

Funkwerkstatt

Neu angeschafft wurden digitale Meldeempfänger.

Im Kreis hatten sich

alle Feuerwehren auf den Melder

BOSS 925 der Firma Swissphone

festgelegt. Die Melder wurden einzeln

ausgepackt, graviert, geprüft, mit

einem Barcode versehen und einge-

Pressluftatmer, Atemschutzmasken und

Übungschemieschutzanzüge der Kreisfeuerwehrzentrale

Silschede benötigt

wurden. Somit konnte der Lehrgang nur

Abdichten eines leckgeschlagenen Tankbehälters

in der Zeit vom 7.10. bis 5.11.2011 an

fünf Wochenenden durchgeführt werden.

Für die praktische Ausbildung boten sich

Kräfte aus dem freiwilligen Bereich an.

Die theoretische Ausbildung wurde

von den Führungskräften der hauptamtlichen

Wache aus der Freizeit durchgeführt.

Sie betreuten zudem auch die

praktische Ausbildung zusammen mit

den Ausbildern aus dem Ehrenamt.

Somit standen während der praktischen

Ausbildung stets drei Ausbilder zur Verfügung.

Während der Ausbildung zeigte sich

sehr schnell, dass die Lehrgangsteilnehmer

und die Ausbilder motiviert an die

scannt. Danach konnten sie wieder in

den Karton gepackt werden. Eine

Menge Arbeit bei der ich tatkräftig unterstützt

wurde.

Bis zum Jahresende wurden die

Melder dann an die Löschzüge verteilt.

In jedem Löschzug wurden einige Ka-

Arbeit gingen. Auch das Wetter war sehr

motiviert und zeigte sich fast durchgängig

von seiner trockenen und zeitweise

sonnigen Seite.

Für die praktische Lernerfolgskontrolle

konnte ein Übungscontainer der BF

Essen ausgeliehen werden.

So blieb es nicht aus, dass am Lehrgangsende

allen Teilnehmern nach der

theoretischen und praktischen Lernerfolgskontrolle

die Teilnahmeurkunde

ausgehändigt werden konnte.

Bei der Aussprache äußerten sich alle

hoch zufrieden mit dem Lehrgang.

Meinen Dank nochmals auch hier an alle

Teilnehmer und Ausbilder für ihr engagiertes

Mitwirken.

Frank Brilo

Lehrgangsleiter ABC-Einsatz

meraden/innen in die Bedienung eingewiesen.

Die neue Technik wird Im Jahr

2012 eingesetzt und garantiert eine

bessere Erreichbarkeit.

Jörg Gernand


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Feuerwehr Hattingen

Jahresbericht 2011 35


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36 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Fahrzeugbestand

Fahrzeugbestand am 31.12.2011 ((Anzahl) / Beschaffungsjahr)

ELF-K

Hauptfeuer- u.

Rettungswache

(1) / 1999

(1) / 2001

(1) / 2002

ELW 1 (1) / 2008

LZ 1 LZ 2 LZ 3 LZ 4 LZ 5 LZ 6 LZ 7 LZ 9

TLF 8/18 (1) / 1983

TLF 16/24 TR (1) / 2004

TLF 16/25 (1) / 2005 (1) / 2006 (1) / 2007

LF 8 “Jugend” (1) / 1983

LF 8/6 (1) / 1996 (1) / 2000 (1) / 2001 (1) / 2003

LF 16/12 (1) / 1993 (1) / 1999

HLF 20/16 (1) / 2010

LF 16 TS (1) / 1989 (1) / 1989

DLK 23/12

DLK 23/12CCnB

(1) / 1991

(1) / 2001

WLF (1) / 1997 (1) / 2006

AB SS (1) / 2006

AB/AS (1) / 1997

AB Mulde/Kran (1) / 1997

RW (1) / 2004

GW Logistik (1) / 1988

GW Technik (1) / 2002

KEF (1) / 2002

GW-G (1) / 1990

MTW (1) / 2006 (1) / 2006 (1) / 2011 (1) / 2002 (1) / 2000 (1) / 2001 (1) / 2010 (1) / 2006

Mehrzweckboot

mit Trailer

Schnelleinsatz-Boot

mit Trailer

(1) / 2005

(1) / 2008

Anhänger Ölsperre (2) / 2004

Pulverlöschanhänger

PLC 250

KTW

RTW - Bredenscheid

RTW - Hauptwache

(1) / 2008

(1) / 2008

(1) / 2010

(1) / 2008

(1) / 2007

NEF - EvK (1) / 2005


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 37

Kilometerleistung

Feuerwehr Hattingen

km 2009 km 2010 km 2011

Rettungsdienst und Krankentransport 164.841 161.256 168.785

Feuerlöschwesen Hauptfeuer- und Rettungswache 55.717 55.761 59.928

Feuerlöschwesen LZ 1 5.162 6.548 4.670

Feuerlöschwesen LZ 2 7.090 6.017 5.781

Feuerlöschwesen LZ 3 1.876 6.799 5.311

Feuerlöschwesen LZ 4 930 2.572 4.313

Feuerlöschwesen LZ 5 6.338 4.649 5.580

Feuerlöschwesen LTZ 6 527 406 601

Feuerlöschwesen LZ 7 4.574 5.988 5.471

Feuerlöschwesen LZ 9 10.007 8.365 8.339

Feuerlöschwesen LZ 1 - LZ 9 36.504 41.344 40.066

Feuerlöschwesen gesamt 92.221 97.105 99.994

Gesamt km-Leistung 257.062 258.361 268.779

Girl’s Day April 2011 bei der Feuerwehr

Fünf Jahre veranstaltet die Feuerwehr

Hattingen nun schon den Girl’s Day,

welcher bundesweit stattfindet.

Mädchen der fünften bis siebten

Klasse dürfen an diesem einen Tag in

den Berufsalltag einer “Feuerwehrfrau”

reinschnuppern.

Die hauptamtlichen Feuerwehrmänner

und -frauen der 3. Wachabteilung

sowie die Rettungsassistentinnen

der Feuerwehr Hattingen gestalteten

diesen Tag wieder mit sehr viel Engagement.

Den Mädchen wurde nicht nur

theoretisches Wissen vermittelt, sie

durften und mussten auch tatkräftig

und fleißig mit anpacken.

Auf den nächsten Girl’s Day im

April 2012 freue ich mich schon sehr.

Daniela Mackott

16 interessierte junge Damen kamen am Girlsday zur Hauptfeuer- und Rettungswache.

Jahresbericht 2011 37


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 38

Einsätze

38 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Einsätze nach dem Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz -FSHG-

2009 2010 2011

Großbrände 0 0 2

Mittelbrände 5 18 4

Kleinbrände (a) 48 48 66

Kleinbrände (b) 36 49 26

Blinde und böswillige Alarme 202 106 102

Brandeinsätze gesamt 291 221 200

Hilfeleistungen 541 823 647

Gesamteinsätze nach FSHG 832 1.044 847


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Feuerwehr Hattingen

Einsätze unter Beteiligung der Freiwilligen Löschzüge

Löschzug 2009 2010 2011

Löschzug 1 Mitte 86 99 76

Löschzug 2 Welper 31 28 39 (2 IUK)

Löschzug 3 Blankenstein 37 42 43

Löschzug 4 Holthausen 10 25 19

Löschzug 5 Bredenscheid 45 16 24 (11 IUK)

Löschzug 6 Oberstüter 2 4 6

Löschzug 7 Elfringhausen (einschl. First Responder Einsätze) 25 (12 FR) 43 (23 FR) 40 (20 FR)

Löschzug 9 Niederwenigern (einschl. First Responder Einsätze) 79 (46 FR) 140 (74 FR) 66 (25 FR)

Gesamt 315 424 313 (45 FR)

IUK Gruppe 31 27 13

Bei den 313 Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehren können einzelne, aber auch mehrere Züge zu einem Einsatz alarmiert worden sein.

Jahresbericht 2011 39


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 40

40 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Einsätze nach dem Rettungsdienstgesetz in Hattingen -RettG-

2009

NEF * 2740

KTW 1993

RTW 5607

davon

Infektionsfahrten

Gesamteinsätze nach

RettG

193

10340

2010

NEF * 3117

KTW 2182

RTW 4667

davon

Infektionsfahrten

Gesamteinsätze nach

RettG

* NEF außerhalb und innerhalb des Stadtgebietes mit eigenem und Fremd-RTW sowie Hausbehandlungen und Fehleinsätze.

219

9966

2011

NEF * 2773

KTW 2474

RTW 5514

davon

Infektionsfahrten

Gesamteinsätze nach

RettG

261

10761


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 41

Atemschutzwerkstatt

Atemschutzgerät PSS 7000

Bei der Feuerwehr Hattingen sollen in

den folgenden Jahren die Atemschutzgeräte

PA 80 durch moderne Geräte ersetzt

werden. In diesem Jahr stand somit die

erste Ersatzbeschaffung von Geräten an.

Im Vorfeld wurde dazu eine Marktanalyse

durchgeführt. Hierbei wurden

Geräte der drei führenden Hersteller in

Augenschein genommen und Trageübungen

durch hauptamtliche Kräfte

durchgeführt. Es wurde insbesondere

Wert in Bezug auf sicherheitsspezifische

Aspekte gelegt. Das Gerät PSS

7000 bot hierbei im ergonomischen Bereich,

wie auch beim Tragekomfort die

besten Trageeigenschaften. Da hierdurch

auch einsatztaktisch die Schutzwirkung

der Hupf-Bekleidung voll

erhalten bleibt, zeigte sich auch hier ein

weiterer Sicherheitsaspekt. Psychologisch

sind alle Feuerwehrmänner (SB)

der Stadt Hattingen (freiwillige Feuerwehrangehörige

und hauptamtliche

Kräfte) mit den Produkten der Fa. Dräger

bestens vertraut.

Für die Prüfung der Atemschutzgeräte

stehen der Feuerwehr Hattingen

mehrere Prüfgeräte der Fa. Dräger zur

Verfügung. Finanziell weichen die Katalogpreise

für die Neubeschaffung, wie

auch für Ersatzteilbeschaffung nur unwesentlich

voneinander ab.

Ein Großteil der Atemschutzgerätewarte

hat eine Ausbildung bei der Fa. Dräger

in Lübeck genossen. Diese sind nicht befugt,

an Geräten anderer Hersteller Instandsetzungsmaßnahmendurchzuführen

und müssten nachgeschult werden.

Preßluftatmer PSS 7000

Die oben angeführten Aspekte durften

bei dieser Neubeschaffung nicht außer

Acht gelassen werden.

Somit wurden in diesem Jahr die ersten

sechs Atemschutzgeräte PSS 7000

mit 6,8 Liter CFK-Flaschen (CFK= koh-

Feuerwehr Hattingen

Atemschutzinventar

Atemschutzgeräte Anzahl

PA 80 UP 95

PSS 100 17

PSS 100 Doppel AE 4

PSS 7000 8

Gesamt 124

Atemschutzmasken

Panorama Nova AE 149

Futura II AE 10

Gesamt 159

Kälteschutzanzüge 2

Chemieschutzanzüge 13

Gesamt 15

lenstofffaserverstärkter Kunststoff) beschafft.

Weitere zwei Geräte wurden mit

Stahlflaschen aus dem Bestand bestückt

Frank Brilo

www.feuerwehr-hattingen.de

Jahresbericht 2011 41


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 42

BRANDSCHUTZAUFKLÄRUNG DURCH DIE HAUPTFEUER- UND RETTUNGSWACHE 2011

42 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Vorbeugender Brandschutz (VB)

Brandschutzerziehung/-aufklärung

Besuch der Gesamtschule Niederwenigern

mit 17 Kindern

Besuch der Erik-Nölting Gesamtschule

Welper, 4. Klasse, mit 27

Kindern

Besuch der Gesamtschule Niederwenigern,

2. Klasse mit 17 Kindern

Besuch vom Ferienspaß mit elf Kindern

Besuch von der Jungschar Gemeindezentrum

Arche Bo-Linden mit

zehn Kindern

Besuch von 14 Kindergärten mit 197

Kindern

Brandschutzerziehung / Brandschutzunterweisung

Seit dem Jahre 2010 werden von der

Feuerwehr zahlreiche Brandschutzunterweisungen

in Theorie und Praxis durchgeführt.

Hierzu werden Mitarbeiter der

ansässigen Betriebe, Kindergärten,

Schulen und städtischen Einrichtungen

im Umgang und der Handhabung mit

Feuerlöschern geschult. Für diese Schulung

steht der Feuerlöschtrainer E 500

mit dem Modul Papierkorb und zwei

Übungslöscher Dauerdruck der Fa.

Aisco zur Verfügung.

AISCO Feuertrainer E 500

Da die Anzahl der

Brandschutzunterweisungen

stetig ansteigt

und diese nicht immer

auf der Hauptfeuer.und

Rettungswache

durchgeführt werden

können, wurde in diesem

Jahr weiteres

Übungsmaterial angeschafft.

Hierbei handelt

es sich um eine

Kabeltrommel (230

Volt), ein Netzteil

(230 Volt / 12 Volt),

eine Aisco Füllstation

und weitere Übungslöscher

als Dauerdruck-

und Aufladelöscher, sowie CO²

Löscher.

Da der vorhandene Feuertrainer

nur über einen 12 Volt Anschluss im

mitgeführten Fahrzeug betrieben werden

konnte, gab es immer wieder Probleme

einen geeigneten Übungsplatz

zu finden. Damit wir bei solchen

Übungen nicht mehr von diesem Fahrzeug

abhängig sind und einen geeigneten

sicheren Standort wählen

können, war die Beschaffung der Kabeltrommel

und des Netzteiles sehr

sinnvoll.

K1 Füllstation Fa. AISCO

Insgesamt besuchten 269

Kinder die Hauptfeuerund

Rettungswache

Für den Gebrauch der Aisco Füllstation

wird ein handelsüblicher Wasserschlauch

mit Schnellverschluss und

ein 230 Volt Anschluss benötigt. Um

den Übungslöscher automatisch mit

Wasser und Druckluft zu befüllen,

wird der Startknopf der Füllstation

betätigt. Nach circa zwei Minuten ist

er wieder einsatzbereit und kann zu

weiteren Übungen verwendet werden.

Durch die Neubeschaffung kann die

Brandschutzunterweisung viel flexibler

und realitätsnah eingesetzt werden.


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 43

Feuerwehr Hattingen

Tätigkeitsstatistik des Vorbeugenden Brandschutzes 2011

Stellungnahmen im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren 118

Bauzustandsbesichtigungen im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren 32

Stellungnahmen für Sachverständige des Brandschutzes 2

Vorgänge im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren gesamt 152

Brandschauen 46

Nachschauen zu Brandschauen 26

Brandschauen gesamt 72

Vorgänge zu straßenverkehrsrechtlichen Genehmigungen des Büros Stadtverkehr 305

Beratungen von Bauherren, Architekten usw. 25

Schulalarmübungen 14

Brandschutzunterweisungen von Betriebsmitarbeitern 19

Brandsicherheitswachen in Versammlungsstätten oder bei Feuerwerken 8

Schwerlast – Bergungstrage

Für die Rettung und den Transport von

besonders schweren Personen wurde

eine Schwerlast-Bergungstrage angeschafft.

Das Grundgestell und der Rahmen

sind aus Edelstahl gefertigt. Eine

schwarze Netzbespannung dient als

Liegefläche.

Am umlaufenden Rahmen kann

die Trage von vielen Personen gehalten

und getragen werden. An der Unterseite

der Trage sind Gleitkufen

angebracht.

Zusätzlich wurde aber eine spezielle

Abseilspinne gekauft, mit der die

Trage an einem Kranhaken befestigt

werden kann.

Die Trage ist maximal mit 1.100 kg

belastbar.

Ferno Transportgeräte – Werkbild

Jahresbericht 2011 43


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 44

44 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Tag des Rauchmelders zugunsten Paulinchen – Initiative für

brandverletzte Kinder e. V.

Zum sechsten Mal fand unter dem diesjährigen

Motto “Mein Rauchmelder –

Mein Leben” der bundesweite Tag des

Rauchmelders statt. Dieses nahm die

Feuerwehr Hattingen zum Anlass, sich

Lasse dich mit einer echten Feuerwehrfrau photographieren

Bild: Schuffert

auf dem Vorplatz des Reschop Carré,

dem örtlichen Einkaufszentrum, zu präsentieren

und unter der Schirmherrschaft

der Bürgermeisterin Frau Dr. Goch

Brandschutzaufklärung zu betreiben.

Tombola zugunsten Paulinchen e.V.

Bild: Herkströter

Viele Bürger nutzten die Gelegenheit

sich spontan beim Einkaufen zu informieren,

andere kamen am Nachmittag

mit der ganzen Familie wieder.

Damit es nicht bei der reinen Information

bleiben musste, konnten direkt

vor Ort bei einem anwesenden Fachhändler

die Rauchmelder als neue “Familienmitglieder”

erworben werden.

Am Glücksrad gab es tolle Preise wie

z. B. Rauchmelder-Helden Bücher oder

Fridulin Brenzlich Aufkleber zu gewinnen,

selbstverständlich durfte die Spritzwand

nicht fehlen und die Kleinsten

Übung der Jugendfeuerwehr

Bild: Herkströter

nahmen freudestrahlend ihren Luftballon

entgegen.

Die Jugendfeuerwehr präsentierte

bei zwei Übungen ihr Können und

abends zeigte die SEG ABC, dass eine

Feuerwehr mehr kann als “nur” Feuer

löschen. Gerade diese “Programmhöhepunkte”

sorgten für einen starken

Besucherandrang von mehreren hundert

Menschen.

Aber neben der Präventionsarbeit

stand auch der gute Zweck im Vordergrund.

SEG ABC im Einsatz Bild: Schuffert

Der Erlös der Tombola, bei der Hattinger

Firmen großzügig Preise stifteten

und auch ein Besuch der Hauptfeuerund

Rettungswache gewonnen werden

konnte, sowie ein Euro von jedem ver-

Blick auf den Platz Bild: Waldrich

kauften Rauchmelder und der Gewinn

der Aktion “Lasse dich mit einem echten

Feuerwehrmann oder einer echten Feuerwehrfrau

photographieren”, kamen

Paulinchen – Initiative für brandverletzte

Kinder e. V. zugute.

Gerade hier kam deutlich zutage,

dass dieser Tag ein Projekt der ganzen

Feuerwehr war. Der Löschzug Elfringhausen

konnte aufgrund seiner parallel


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 45

weiter, so dass letztendlich alle Lose

verkauft wurden.

So kam ein Gesamtbetrag von 1.600

Euro zugunsten von Paulinchen e. V. zusammen.

Feuerwehr Hattingen

Zahlreiches Interesse Bild: Herkströter

Vor dem großen Ansturm am Drehrad Bild: Schuffert

stattfindenden Festivität dem “Maibaumschmaus

am Spritzenhaus” nicht

an dem Freitag mithelfen, führte aber

die Tombola und die Information über

Paulinchen e. V. bei sich am Gerätehaus

Beratung der Fachfirma – Bild: Waldrich

Aufgrund der positiven Resonanz wird

es auch in Zukunft wieder Aktionen der

Hattinger Feuerwehr zum “Tag des

Rauchmelders” geben.

– mt –

Jahresbericht 2011 45


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 46

46 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Beschaffung und Ausrüstung

Neuer Mannschaftswagen für den Löschzug Welper / Jugendfeuerwehr

Ost

Nach zehnjähriger Dienstzeit musste

wieder ein Mannschaftswagen ausgemustert

werden. Das Fahrzeug war in

Funkbedienhörer mit Display in Sichtbereich

des Fahrers

der Vergangenheit bei den verschiedensten

Löschzügen im Einsatz. Bis 2010

wurde es auch im unwegsamen Hügelland

für First Responder Einsätze genutzt.

Die Verschleißerscheinungen

waren so gravierend, dass die Ersatzbeschaffung

auch aus Sicherheitsgründen

notwendig wurde.

Nach Rücksprache mit Führungskräften

vom Löschzug 7, die ihre Erfahrungen

mit dem 2010 angeschafften

Fahrzeug einbringen konnten, wurde ein

fast baugleiches Fahrzeug beschafft.

Nur die Anordnung des Funkgerätes

sollte verbessert werden.

Rauchverschluss für jeden Löschzug

Rauchverschlüsse verhindern weitgehend

die Verqualmung von Treppenhäusern

und verbessern somit im Einsatzfall

die Menschenrettung. Zu dieser Überzeugung

sind wir nach einer einjährigen

Probephase mit entsprechenden Einsätzen

gekommen. Mit der Neubeschaf-

Neue Wärmebildkamera auf dem HLF

Durch die häufige Nutzung und altersbedingte kleinere Ausfälle

funktionierte sie nicht mehr zuverlässig und musste erneuert

werden.

Da sich Bauart und Einsatzspektrum bewährt hatten,

wurde die alte Wärmebildkamera durch eine neue gleicher

Bauart ersetzt.

Die Wärmebildkamera griffbereit für den Angriffstrupp im HLF

Zur Hochzeitsfeier des Kameraden Alex

Sturm konnte das Fahrzeug dem Löschzug

Welper übergeben werden.

Neuer Mannschaftswagen für LZ Welper / JF

Ost

fung des Hilfeleistungslöschfahrzeuges

für die Hauptwache wurde der erste mobile

Rauchabschluss angeschafft.

In diesem Jahr konnten acht weitere

Rauchvorhänge, die am Schlauchtragekorb

befestigt werden, angeschafft und

an die Löschzüge verteilt werden.


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 47

Sicherheit 2011

PRÄMIERTE EINSATZSICHERHEIT BEI DER

FEUERWEHR HATTINGEN

Stolz sind wir auf das Ergebnis bei

einer Sicherheitsüberprüfung durch die

Unfallkasse NRW. Für unser Konzept

und den damit verbundenen sicherheitstechnischen

Abläufen in den Bereichen

Leitung, Organisation,

Systemprozesse, Gesundheit und Ver-

besserung, haben wir beim Prämiensystem

der Unfallkasse NRW in diesem

Jahr auf Anhieb die höchste Stufe

(grün) erreicht.

Die Urkunde und die Prämie

konnte Bürgermeisterin Frau Dr. Goch

am 08.11.2011 in Duisburg während

eines Festaktes entgegennehmen.

Sowohl freiwillige Feuerwehrleute

als auch die berufsmäßigen Feuerwehrbeamten

müssen extrem fit, gut

ausgebildet und ihre Abläufe routiniert

sein, um ihre Einsätze unbeschadet

durchzuführen.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

sind dabei untrennbar: Sind die

Feuerwehrleute körperlich fit und gut

qualifiziert, macht das ihren Einsatz si-

Feuerwehr Hattingen

Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen hat zum vierten Mal Prämien für guten Arbeits- und Gesundheitsschutz

vergeben. 27 Unternehmen aus Städten und Gemeinden, Landesbetriebe und Feuerwehren

wurden ausgezeichnet. In den prämierten Unternehmen arbeiten rund 20.000 Beschäftigte.

cherer. Sitzen alle Handgriffe perfekt,

haben sie den Kopf frei. Und auch wer

zufrieden mit seiner Arbeit ist, kann

letztlich sicherer arbeiten. Überall hier

setzen wir an: In den vergangenen zwei

Jahren haben wir in einem “Organigramm

der Sicherheit” einen Sicherheitszyklus

festgelegt.

Vor Allem bei der Einsatzsicherheit

gibt es klare fachliche Vorgaben. Auf

jeder Entscheidungsebene gibt es Verantwortliche

und Beauftragte, die für

das Einhalten der Sicherheitsvorgaben

zuständig sind, Kollegen schulen und informieren.

Bei vielen anderen Dingen,

die der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz

aller Feuerwehreinsatzkräfte

dienen, sind durch unsere Abteilung “Sicherheit”

Initialzündungen ausgegangen,

die durch engagierte Kameraden/innen

und Kollegen/innen mit eigener Motivation

weiterentwickelt werden.

Um Sicherheit in der Gesamtwehr

noch intensiver einzubinden, sind auch

neue Aufgaben und Abläufe auf die

Löschzugführungen zugekommen. Besonderes

Augenmerk liegt hier auf der

Verantwortung von Führungskräften.

Dazu mussten alle Kollegen speziell

geschult und fortgebildet werden. Wir

haben die Führungskräfte unserer ehrenamtlichen

Löschzüge für das neue

Sicherheitssystem in mehreren

Brandmeisterdienstbesprechungen

nicht nur begeistern können. Handlungssicherheit

und Überzeugung innerhalb

des Systems waren die

Rückmeldungen nach der Einführung.

Für diese Unterstützung einen herzlichen

Dank!

Und so sehen wir sehr zuversichtlich

in die Zukunft der Feuerwehr

Hattingen, denn nach der Optimierung

der Einsatzsicherheit steht in

circa zwei Jahren noch der Umzug in

die neue Feuer- und Rettungswache

bevor. Erst dann ist unser “sicheres

Ziel” erreicht, die auch die Gebäudesicherheit

einschließt. Auf dieser

Grundlage ist die Feuerwehr Hattingen

für die nächsten Jahrzehnte gut

positioniert und kann so in eine sichere

Zukunft blicken.

Jürgen Rabenschlag,

Tomás Stanke

Jahresbericht 2011 47


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 48

48 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Feuerwehr-Museum

Mobiles und bewegliches Museum

Auch 2011 waren Fahrzeuge und Objekte

des Feuerwehrmuseums unterwegs

im ungefährlichen Einsatz: Stadtfeuerwehrtag

in der Dortmunder City mit

zahlreichen Besuchern, Stadtparkfest in

Bochum, Umzug zum 400-jährigen Jubiläum

des Bügeleisenhauses in Hattingen,

Feuerwehr Jubiläumsfeierlichkeiten

in der Innenstadt Bochum und am Kemnader

See, Einsätze in Dortmund Mengede

und in Witten. Hochzeitsfahrt in

Essen.

Feurige Liebe – es fand die erste

Hochzeitszeremonie im Museum statt!

Die Museumscrew beteiligte sich

an zwei Tagen an der Veranstaltung

“Schöne Sterne” auf dem Hüttengelände,

die zahlreiche Mercedes Fahrer

nach Hattingen rief. Teilweise campierten

diese auf der öffentlichen Fläche

vor den Toren der Roten Riesen.

Zur Ausstellung konnte auch das

FEUER.WEHRK zahllose Mercedes

Veteranen beisteuern.

Bei den Veranstaltungen konnte

sich das FEUER.WEHRK einerseits

weiter vernetzen, andererseits wurden

auch Einnahmen erzielt, die die Kostenlast

des Museumsaufbaus stemmen

helfen.

GRAU IN GRAU – MAN SIEHT WIEDER

SCHWARZ

Was so betrüblich klingt, ist für den Besucher

jetzt als echter Fortschritt erkennbar.

In unendlichen Stunden hat die

Crew Hallenwände gereinigt und mit

dem Innenanstrich der Industriehalle

begonnen. Grau, schwarz und rot sind

dabei die Farben, die Stück für Stück

die Fläche für die Ausstellung erobern.

Objekte werden aus dem Depot geholt,

gereinigt und platziert, Themenzusammenhänge

zunehmend erkennbar.

Weitere Ausstellungsräume im Halleninneren

werden hergerichtet, dafür

Der rote Teppich ist schon ausgerollt (Hallenblick)

wurde Versuchsweise schon der rote

Teppich für den Besucher ausgerollt.

Zwar gab es hier und da bei den starken

Regengüssen des Jahres den einen

oder anderen Wassereinbruch, aber positiv

gesehen hatte jede Trockenlegung

auch eine kleine Hallenbodenreinigung

als Begleiterscheinung. Dankenswerter

Weise fand die Museumscrew bei der

Bewältigung dieser und anderer Aufgaben

starke Unterstützung durch die Feuerwehr

Hattingen.

WENN MAN BEKANNT IST

WIE EIN ROTER HUND…

…dann hat das nicht nur

Nachteile. Weit über die

Stadtgrenzen hinaus ist das

Museum nicht nur in der

Feuerwehr- und Sammlerszene

aufgefallen, zunehmend

wird es auch als

Schatztruhe angesehen, wo

man gerne Schätze abgibt,

um sie der Nachwelt zu erhalten. So

konnten 2011 der Zugang von Helmen,

Zeitschriften und Kleingerät verkündet

werden. Der größte Coup ist aber mit

der Überlassung von diversen Handdruckspritzen,

Pumpen und Schlauchkarren

gelungen. Damit ist quasi über

Nacht der Themenbereich “Löschen im

17. und 18. Jahrhundert” entstanden,

wozu es bisher keine Objekte gab. Für

den Besucher kann jetzt die Feuerwehr-

Bereicherung der Ausstellung: Handdruckspritzen aus dem

18. Jh.


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 49

geschichte zeitlich noch weiter vertieft

werden.

Damit nicht genug. Auch die Moderne

findet den Weg noch immer nach

Hattingen.

BETAGT ABER FRISCH AUS DEM EINSATZ

DIREKT INS FEUERWEHRMUSEUM

„Die Fahrzeuge sind voll einsatzbereit,

sie können damit sofort in den Löscheinsatz“,

so stellte im Sommer 2011

Burkard Horrig, Leiter der Werkfeuerwehr

Oxea Deutschland, seine beiden

Schätze Hartmut Schlüter dem Leiter

des FEUER.WEHRK vor.

Das Oberhausener Unternehmen

hatte ein nagelneues Fahrzeug in Auftrag

gegeben, welches nun die beiden

fast 40 Jahre alten Mercedes Fahrzeuge

in den Ruhestand schickt und zu Veteranen

macht. 1973 wurden das Schaumlöschfahrzeug

SLF 3000 mit 3.000 l

Schaumtank und das Trocken-Tanklöschfahrzeug

TroLF 3000 mit 3.000 kg

Pulverlöschmittel als Spezialanfertigungen

für das Werk Ruhrchemie in Oberhausen

in Dienst gestellt. Es handelt

sich dabei um Einzelstücke, die so nie

in Serie gebaut wurden.

Über den Leiter des Rheinischen Industriemuseums,

Rolf Kania, wurde der

Kontakt zwischen Oxea und dem Hattinger

Feuerwehrmuseum vermittelt.

Das FEUER.WEHRK ist in NRW bekanntermaßen

das einzige Museum, das

eine große Sammlung Roter Riesen besitzt,

die den Industriebrandschutz samt

Werkfeuerwehren ausführlich ausstellt.

Kameraden der Werkfeuerwehr Oxea übergeben zwei Feuerwehrfahrzeuge.

Feuerwehr Hattingen

Was den Werkfeuerwehrleiter so sehr

begeisterte, sah der Museumsleiter eher

als Entsorgungsproblem: Schaum und

Pulver in großer Menge und keinerlei

lodernde Brandeinsätze des Feuerwehrmuseums

in Sicht.

Nun sind die neuen Veteranen in

Hattingen angekommen – frei von Pulver

und Schaum! Umso überschäumen-

Die Roten Riesen heben sich vor den gestrichenen Wänden deutlicher ab.

der die Freude der Museumscrew, die

damit wiederum mit zwei seltenen

Highlights seine Ausstellung bereichern

kann.

HAND ANLEGEN

Es gibt Fortschritte, wenn sie auch langsam

erscheinen.

Es gibt auch noch viel zu tun, dieser

Weg wird ein schwerer sein.

Insbesondere finanzielle Belastungen

wachsen.

Kein Bericht aus dem Feuerwehrmuseum

ohne den Aufruf:

Wir halten niemanden ab, uns zu

helfen und sich an dem Aufstieg einer

erfolgversprechenden Idee zu beteiligen.

Wer Lust hat, ist zum Helfen

herzlich eingeladen!

Jahresbericht 2011 49


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 50

Ehrenabteilung

50 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

Rückblick auf das Jahr 2011

Ein Jahr voller Aktivitäten der Ehrenabteilung

ist vergangen. Die gute Beteiligung

an den regelmäßigen

Wandertreffen ist zu bewundern. Nix

“Olle Lüh”!

Erstmalig wurde im Januar ein

“Neujahrsfrühstück” durchgeführt. Die

großartige Resonanz lässt vermuten,

dass es zur Tradition wird .

Hervorzuheben aus 2011 ist der Besuch

auf der, nach Angaben des Betreibers,

“nördlichsten Alm Deutschlands”.

(Ja, wo liegt denn diese ?)

An einem Tag im Sommer fuhren 35

Personen, aufgeteilt in 9 PKWs, ab der

alten Wache-Mitte los. Bis dahin

wusste, außer dem Reiseleiter, keiner so

recht wo die Alm zu finden war. Die

PKW-Fahrer erhielten Routenpläne und

los ging es. Über Schwelm, Richtung

Radevormwald, irgendwo links ab in

das Breckerfelder Bergland. Nach etlichen

Kilometern bergauf und -runter erreichte

der Konvoi die “Klütinger Alm”.

Eine urige Jausenstation. (Muss man

erst mal finden.)

Dort angekommen stand zuerst Essensbestellung

an, damit die Wirtsleute

Zeit zur Zubereitung hatten. Dann war

Wandern angesagt. Durch Wiesen und

Wälder führte der Weg zur Heilenbecker

Talsperre. Der See wurde umrundet und

zurück ging es bergan zur Alm. In der

Zwischenzeit hatten sich die Nichtwanderer

an der Jausenstation die Füße vertreten

und es sich schon gemütlich

gemacht. Die Alm war an diesem Tag

für uns reserviert.

Die zurückkehrenden Wanderer

mussten zuerst ihren Durst mit einem

gekühltem “Almdudler” löschen. Dann

wurde nach echt bayrischer Küche

Weißwurst, Schweinsbraten, Leberkäse,

Brettljause, eine Fuhre Mist (in einer

kleinen Holzschubkarre verschiedene

Sorten Fleisch und Pommes angerichtet)

und weitere bayrische Schmankerl aufgetragen.

Dazu bayrisches Bier und

Obstler. Oft wurde geraunt: Wer soll das

alles essen. Aber es blieb nicht viel

übrig.

Wie immer bei Treffen der E-Abteilung

wurden lustige Vorträge und Dönekes

zum Besten gegeben.

Eine zufriedene Gruppe der Ehrenabteilung

trat dann am späteren Nachmittag

die Heimfahrt an.

Das war nur ein Tag unserer vielen

Zusammenkünfte .

Auf ein Neues in 2012!

W.H.


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 51

Impressum

Feuerwehr Hattingen

Feuerwehr übergibt Spende an Initiative zur Hilfe brandverletzter

Kinder

Am 13.05.2011 fand unter reger Beteiligung

der Öffentlichkeit der “Tag

des Rauchmelders” in der Hattinger

Innenstadt vor dem Reschop-Carré

statt. In Zusammenarbeit mit

dem Einkaufszentrum und

einem Unternehmen für

Brandschutz hat die Hattinger

Feuerwehr einen Aktionstag

auf die Beine gestellt

der viele Informationen und

Mitmachangebote rund um

das Thema Rauchmelder und

vorbeugenden Brandschutz

bot. Mehrere hundert Besucher

informierten sich bis

zum Abend hin über das

wichtige Thema sowie die

Arbeit der Hattinger Feuerwehr.

Der Erlös dieser Ver-

anstaltung sollte einem guten

Zweck gespendet werden.

„Mit der Elterninitiative Paulinchen

e. V. haben wir bewusst

eine gemeinnützige

Organisation ausgewählt die diejenigen

hilft, die von Bränden besonders betroffen

sind“, so Melanie Tiefenbach

von der Hattinger Feuerwehr. „Da der

Das Bild zeigt von links nach rechts: Melanie Tiefenbach als Organisatorin

des Tag des Rauchmelders, Jürgen Rabenschlag, Leiter der

Feuerwehr Hattingen, Bürgermeisterin Dr. Dagmar Goch, Centermanager

Jörg Waldrich und Astrid Hielscher von der Elterninitiative

Paulinchen e. V.

Zusammenstellung: Wolfgang Grüggelsberg

Hauptfeuer- und Rettungswache

Pressewart: Jens Herkströter

Verantwortlich: Jürgen Rabenschlag

Grafik und Satz: Grafik- und Satzstudio

Dagmar Frisch-Schemberg

Heintzmannsheide 85

44797 Bochum

Tel. 0177 / 8476762

Fotos Umschlagseiten: Jens Herkströter

Feuerwehr Hattingen

Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen

Partner dieser Elterninitiative

ist, freuen wir uns sehr, mit

unserer Spende brandverletzten Kindern

zu helfen“, so Jürgen

Rabenschlag, Leiter der Hattinger

Feuerwehr. Auch die

Bürgermeisterin Frau Dr.

Goch, als Schirmherrin des

Tages des Rauchmelders,

freute sich über die Summe

von 1.600 EUR die zur Unterstützung

der brandverletzten

Kinder und ihren

Familien übergeben werden

konnte. Während der

Scheckübergabe auf der Hattinger

Hauptfeuer- und Rettungswache

brachte auch der

Centermanager des Re-

schop-Carrés, Jörg Waldrich

zum Ausdruck, wie gut der

Tag des Rauchmelders in

der Öffentlichkeit angekommen

ist.

Jahresbericht 2011 51


Jahresbericht_Hattingen_2011:Layout 1 05.03.2012 20:37 Seite 52

Nachruf

52 Jahresbericht 2011

Feuerwehr Hattingen

die Kameraden

Es verstarben im Jahre 2011:

Ehrenstadtbrandmeister

Brandoberamtsrat a. D. Günter Kleffner

Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande

Hauptwache und Löschzug Niederwenigern (15.02.2011)

Oberfeuerwehrmann a. D.

Wilhelm Sandmann

Löschzug Blankenstein (07.03.2011)

Oberbrandmeister a. D.

Peter Starosta

Hauptwache (27.04.2011)

Oberbrandmeister a. D.

Karl Hans Wilting

Hauptwache und Löschzug Mitte (26.10.2011)

Oberbrandmeister a. D.

Uwe Birkenfeld

Hauptwache (24.10.2011)

Oberfeuerwehrmann a. D.

Heinz Wortmann

Löschzug Blankenstein (30.10.2011)

Oberfeuerwehrmann a. D.

Max Flügge

Löschzug Bredenscheid (06.11.2011)

Oberfeuerwehrmann a. D.

Helmut Katzmarzik

Löschzug Welper (24.12.2011)

Wir werden die Verstorbenen in guter Erinnerung behalten.

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