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kellerziegeleien

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ZIEGEL PRESSE

EIN MAGAZIN DER KELLER AG ZIEGELEIEN

[ AKTUELL ] [ PRODUKTE-INFO ] [ INNOVATION ] [ AUSBILDUNG ]

Umbau Werk

Frick

kelesto-Klinker:

Neue Formate

Die programmierte

Wand

Sponsoring der Maurer-

Schweizermeisterschaft

Nr. 19, November 2007

[ BAUBERICHT ]

Glattpark Opfikon: Ein

neuer Stadtteil entsteht


[ AKTUELL ]

Editorial

Unsere Firmengruppe verändert sich

laufend. Ein neues Leitbild und eine klare,

auf wichtige Kernpunkte fokussierte

Strategie, die der Verwaltungsrat der

Keller Holding AG 2006 verabschiedete,

bilden den Grundstein für die nächsten

Jahre. Unter den diversen Massnahmen

zur Umsetzung der Ziele fällt als Erstes

die Veränderung des Firmenlogos auf.

Unser neues Logo soll für alle erkennbar

bleiben, aber auch aufzeigen, dass

die Produktion und der Vertrieb von

Backsteinen nicht mehr die einzigen

Kernaufgaben unserer Unternehmung

sind. Interessant ist auch der Wandel

unseres Firmenlogos – sehen Sie selbst.

Die neuste Ausgabe unserer Ziegelpresse

informiert Sie in gewohnter

Weise über unsere verschiedenen

Unternehmensbereiche. Die beiden

grössten Projekte innerhalb der Firmengruppe

sind der Umbau des Ziegelwerks

Frick und die Überbauung

des Ziegelei-Areals in Pfungen. Beide

Vorhaben, von langer Hand vorbereitet,

werden dieses Jahr realisiert.

Die gelochte Fassade beim Weingut

der Familie Gantenbein in Fläsch, die

aus einer Zusammenarbeit mit der

Abteilung Architektur und Digitale

Fabrikation der ETH Zürich entstand,

Ziegelei Frick:

Produktionsbeginn am 1. Dezember 2007

Ende des letzen Jahres hat der Verwaltungsrat

der Keller Holding AG die

Modernisierung des Ziegelwerks Frick

beschlossen (siehe auch Ziegelpresse

Nr. 18, 2006). Investiert werden über

10 Millionen Franken. Von der Formgebung

bis hin zur Verpackung der Steine

werden alle Anlagen ausgetauscht.

Von den heute zwei Fabrikationslinien

bleiben lediglich die beiden Tunnelöfen

bestehen.

Das neue Konzept sieht vor, dass die

beiden heutigen Fabrikationslinien

Keller AG Ziegeleien

CH-8422 Pfungen ZH Telefon 052 304 03 03 Telefax 052 304 04 04

www.keller-ziegeleien.ch

Jahr 2007

hat viel positives Echo ausgelöst. Ebenso

fasziniert waren die Besucher an

der diesjährigen Swissbau. Am Stand

von Domoterra der Schweizer Ziegeleien

wurden Wandscheiben gezeigt, die

mit der gleichen Technologie hergestellt

wurden. Dies motiviert uns, dieses

Thema zusammen mit unseren

Partnern an der ETH weiterzuverfolgen.

Viel Spass beim Lesen!

Christian Keller

CEO Keller AG Ziegeleien

Jahr 2004 Jahr 2001 90er Jahre 80er Jahre

durch eine moderne und flexible Produktionsstrasse

ersetzt werden. Dies

führt zu wesentlichen Kosten- und

Energieeinsparungen, da sich die Zahl

der Anlagen beinahe halbiert. Grosser

Wert wird auf eine umweltgerechte

und energiesparende Produktion

gelegt. So wird das Werk Frick mit

einem neuen Trockner ausgerüstet,

der die bestehende Trockenzeit halbiert.

Der Rohbau des Trocknerbauwerks

stammt aus eigenem Haus – es

kommen vorfabrizierte Betonelemente

aus Pfungen zum Einsatz. Die Ver-

Keller AG Ziegeleien

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Keller AG Ziegeleien

8422 Pfungen ZH

Abteilung proTon

Telefon 052 31 23 21/31 10 21

packung erfolgt neu mit Haubenstretchfolien

anstelle von Schrumpfhauben.

Dies hat den grossen Vorteil,

dass pro Palette weniger Folien und

keine Wärmeenergie mehr benötigt

werden.

Der Umbau der beiden Fabrikationslinien

ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die neuen Anlagen müssen im

bestehenden Hallenkomplex Platz

finden. Gleichzeitig bleibt während

des ganzen Umbaus ein Anlageteil in

Betrieb. Ende August 2007 wurde die

Produktionshalle Frick nach Abbruch des alten Trockners Schalungen für ein neues Bühnengleis

Impressum

Redaktionsleitung:

Christian Keller

Redaktion:

Peter Keller, Christian Keller,

Max Wassmer,

André Baumgartner,

Christian Ehmann, Kurt Schuler

Konzept und

Produktion:

Inhalt&Form AG, Zürich

Druck:

Druckerei Mattenbach AG,

Winterthur

2 Ziegelpresse Nr. 19, November 2007

Auflage:

4500 Exemplare

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info@keller-ziegeleien.ch

www.keller-ziegeleien.ch

Backsteinlinie stillgelegt, während

die Sichtsteinproduktion weiterläuft.

Innerhalb von drei Monaten werden

alle alten Anlagen sowie die Trocknerei

demontiert und durch neue Anlagen

ersetzt. Am 1. Dezember 2007

wird die neue Anlage in Betrieb

gehen und muss innerhalb weniger

Wochen die volle Leistung erbringen.

Im Lauf des nächsten Jahres wird die

Sichtsteinproduktion in die neue

Anlage integriert und damit die

Modernisierung unseres Ziegelwerks

abgeschlossen.


«Keller im Keller»:

Eine nicht alltägliche Reise

Unter dem Motto «Keller AG Ziegeleien

lädt Sie in den Keller ein» haben wir am

29. März 2007 Architekten und Bauunternehmer

eingeladen, unsere aktuellen

Bauten zu besichtigen. Zunächst

ging es nach Vaduz, wo unter der Führung

von Marc Berliat, Frick Architekten

AG, und Peter Mündle, Hochamtsleiter

von Liechtenstein, der neue

Landtag besichtigt wurde. Die Führung

durch dieses aussergewöhnliche Objekt

fand grossen Anklang, und wir hatten

kaum genügend Zeit, um alles in Ruhe

zu betrachten.

Renderings und Visualisierungen dienen

nicht nur der Raumgestaltung

für private Bauherren und Wettbewerbsobjekte,

sondern auch zur Materialisierung

und gehören zum Arbeitsalltag

des Architekten und Designers.

Dank umfangreicher Suchkriterien

lassen sich über 1000 hochwertig digitalisierte

Texturen und für den Bau

gebräuchliche Materialien einfach und

schnell downloaden und direkt in

CAD-Programmen wie VektorWorks,

Render Works etc. verarbeiten. Auch

Keller AG Ziegeleien ist mit einigen

Produkten auf diesem Suchportal vertreten:

Die gesamten kelesto-Sicht-

Kurz nach Mittag setzten wir die Reise

Richtung Bündner Herrschaft fort. In

Fläsch wurden wir von Martha und

Daniel Gantenbein empfangen. Die

beiden erfolgreichen Schweizer Winzer

haben uns in ihrem neuen Cuvée-

Keller empfangen und kulinarisch

verwöhnt. Nach einem wunderbaren

Mittagessen, interessanten Kurzreferaten

und einer spannenden Führung

durch das Weingut Gantenbein mussten

wir schon bald wieder die Heimreise

antreten.

[ AKTUELL ]

www.mtextur.com:

Die Materialsuchmaschine für Architekten

stein-, kelesto-Klinker- und kemano-

Sortimente sind auf www.mtextur.com

zu finden.

Weitere Vorteile:

– kostenlose und aktuelle Texturen

– Informationen zu den Materialien

wie Kennwerte, Hersteller etc.

– hochwertige Texturen, alle nahtlos

kachelbar mit 800 x 800 Pixel RGB,

JPEG

– einfache Kommunikation zwischen

Architekt und Bauherr

Ziegelpresse Nr. 19, November 2007 3


[ AKTUELL ]

Ziegelei-Areal Pfungen:

Eine Überbauung mit Vorbildcharakter

Ein Industrieareal umzugestalten,

stellt eine grosse Herausforderung dar.

Die Nutzung bestehender Gebäude ist

mit Neubauten in Einklang zu bringen

und im Fall des Ziegelei-Areals in Pfungen

galt es, dem neu hinzugekommenen

Wohnraum die für die Benutzer

entsprechende Bedeutung einzuräu-

men. Im westlichen, sich weit gegen

den Irchel öffnenden Teil des Areals

entstehen nun nach den Plänen des

Architekturbüros Burkard, Meyer.

Architekten BSA, Baden, vier Mehrfamilienhäuser

und neun Reiheneinfamilienhäuser,

die sich um einen ruhigen,

begrünten, sonnigen Hof gruppie-

ren. Das gewählte Gestaltungskonzept

erlaubt es, den 30 Geschosswohnungen

einen individuellen, geschützten

Aussenraum zuzuordnen. Um den

Geist der ehemaligen Ziegelei zu erhalten,

werden sowohl die Mehrfamilienwie

auch die Reiheneinfamilienhäuser

mit Sichtbacksteinen nach einem

neuen Konzept verkleidet. Die Kompaktfassade

ermöglicht bei hoher Wärmedämmung

eine kostengünstige und

gleichzeitig langlebige Aussenhaut.

Bei den Wohnungen und Einfamilienhäusern

wird ein ortsbezogen überdurchschnittlicher

Standard angestrebt.

Die 30 Wohnungen mit 21 /2 bis 51 /2 Zimmern

werden den unterschiedlichsten

Wohnsituationen gerecht. Zudem können

die Grundrisse flexibel verändert

werden. So ist es durchaus denkbar,

eine grosse Wohnküche einzurichten

oder sie offen in den Wohn-/Essbereich

zu integrieren. Zimmer können weggelassen

oder im Grundriss verändert

werden. In den Wohnbereich kann

Überbauung Collina del Sole:

Schöne Aussichten am Sonnenhang

Die Keller AG Ziegeleien ist Teilhaber

der Gesellschaft Collina del Sole, die

es sich zum Ziel gemacht hat, ein an

bester Lage in Dättnau befindliches

Grundstück angemessen zu überbauen.

Mit der Ausarbeitung des Projektes

wurde das Architekturbüro Beat

Rothen Architekten GmbH, Winterthur,

beauftragt. Die Vorgabe lautete,

Einfamilienhäuser, Doppeleinfamilienhäuser

und Zweigenerationenhäuser

im mittleren Preissegment zu erstellen

und dabei die sonnige Hanglage optimal

zu nutzen.

Die Bauten sollen modernen ökologischen,

sozialen und ökonomischen

Prinzipien folgen und in der Materialisierung

neue Wege beschreiten.

Das abschliessende Projekt, das im

Moment in der Bewilligungsphase

steht, umfasst acht freistehende Einfamilienhäuser,

fünf Doppeleinfamilienhäuser

und zwei Generationenhäuser.

Diese sind einer Tiefgarage angeordnet

und somit mehrheitlich direkt von dieser

her zugänglich.

Das von den Landschaftsarchitekten

Schweingruber & Zulauf, Zürich, ausgearbeitete

Konzept stellt auch bei der

Umgebungsgestaltung die Gliederung

der Bauten in den Vordergrund. Das

wird durch klar angeordnete Nutzräume

erreicht und damit der Eindruck

einer Terrassensiedlung vermieden.

Die Häuser bestechen durch Helligkeit,

Transparenz sowie klare Materialkon-

wahlweise ein Cheminée oder ein

Schwedenofen eingebaut werden.

Der Koch- sowie der Wohn- und Essbereich

sind so konzipiert, dass sie immer

in engem Bezug zu den individuellen

Terrassen, Loggien oder Sitzplätzen stehen.

So öffnet sich der Grundriss nach

aussen, schafft den Bezug zur Natur

und lässt den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten

viel Raum.

Dank einer konsequenten West-Ost-

Orientierung der Häuser und den

raumhohen Fenstern sind die Räume

hell und freundlich. In den Gartenwohnungen

sind Ess- und Wohnbereich

überhoch, um auch hier lichtdurchflutetes

Wohnen zu erlauben.

Wärmedämmung und kontrollierte

Lüftung entsprechen höchsten ökologischen

Anforderungen. Der bereits vorhandene

Gasanschluss wird für die

Heizung genutzt, die über Bodenregister

für ein angenehmes Raumklima

sorgt.

zepte und bieten zeitgemäss viel Raum

für eine käuferbezogene Gestaltung

des Wohnens.

Bei den Doppeleinfamilienhäusern

wird durch die versetzte Anordnung

der Wohn- und Schlaftrakte eine Trennung

der Aussenräume und damit

eine Verselbstständigung der einzelnen

Bauteile erreicht.

Neben Holz und Glas sind für die Fassaden

Sichtsteinkonstruktionen vorgesehen,

die individuell gestaltet werden.

Damit kann nicht nur auf die Bedürfnisse

der Käufer Rücksicht genommen

werden, das Konzept charakterisiert

gleichzeitig auch die einzelnen Häuser.

Den Architekten ist es gelungen, an

dieser sonnigen und landschaftlich

reizvollen Lage in Winterthur Dättnau

ein überzeugendes Projekt auszuarbeiten.

Durch geschickte Ausnutzung der

Höhenkurve an der Hanglage und der

Durchbrüche in den Baukörpern wird

eine maximale Anpassung an die

Natur erreicht und die Eigenständigkeit

der Baukörper verstärkt. Ebenso

wird gewährleistet, dass die reizvolle

Aussicht ins Dättnautal für alle Häuser

erhalten bleibt.

4 Ziegelpresse Nr. 19, November 2007


kelesto-Klinker:

Eine Familie erhält Zuwachs

kelesto-Klinker ziegelrot kohlebrand, Langformat 31/12/4,5 cm, Dreiviertelverband

kelesto-Klinker-Formate

Mit dem kelesto-Klinker Langformat,

erhältlich in den Farben ziegelrot, ziegelrot

bunt, erdbraun, erdbraun bunt,

sahara, sahara bunt, jura, jura bunt

und ziegelrot kohlebrand steht ein

neues, nicht alltägliches Format zur

Auswahl. Mit der Länge von 31 cm und

der geringen Höhe von nur 4,5 cm bie-

kelesto-Klinker rustico kohlebrand, 24/11,5/7,1 cm

tet dieses Format auch bei kleineren

Flächen und gewollt horizontaler Linienbetonung

in der Fassade eine

neue Gestaltungsmöglichkeit für den

wilden Verband, den Läuferverband

sowie für den Dreiviertelverband.

Beim Läuferverband können bei Leibungen

und Ecklösungen Teilsteine

eingesetzt werden.

kelesto-Klinker ziegelrot kohlebrand, Langformat 31/12/4,5 cm, Läuferverband

Ab Frühjahr 2008 werden zusätzlich

zwei neue, grossformatige Klinker-Formate

zur Verfügung stehen: Alle unsere

kelesto-Klinker sind dann auch in

den Formaten 25/12/14 und 29/14/9 cm

erhältlich, dies mit den Oberflächen

mp (glatt mit Presshaut) und op (geschält

ohne Presshaut). Mit diesen

grossformatigen Steinen sind im Klin-

[ PRODUKTE-INFO ]

kerbereich wesentlich günstigere Fassaden

realisierbar als mit den bisherigen

Kleinformaten.

kelesto-Klinker rustico kohlebrand

Neu- und Weiterentwicklungen von

Materialien mit den entsprechend

erwünschten Eigenschaften wie auch

der sich stetig wandelnde architektonische

Trend in der Materialisierung

bestimmen das ästhetische Erscheinungsbild

von Fassaden.

Aufgrund der steigenden Nachfrage

nach rustikalen, buntfarbenen Steinarten

hat sich die Keller AG Ziegeleien

entschlossen, das Angebot im Klinkerbereich

zu erweitern. Mit dem kelesto-

Klinker rustico kohlebrand ist es gelungen,

einen weiteren Klinker im

rustikalen Bereich anzubieten. Durch

die von Stein zu Stein auf der Sichtseite

durch die spezielle Produktion entstandenen

unterschiedlichen Oberflächenstrukturen

und seine Buntfarbigkeit

in matten bis glänzend erdbraunen

Farbtönen ergänzt diese Neuentwicklung

das Sortiment in idealer Weise.

Ziegelpresse Nr. 19, November 2007 5


[ PRODUKTE-INFO ]

Wohnungsneubau Ententeich Oerlikon:

Helle Betonelementfassade

Vorfabrizierte Betonelementfassade

Am 5. Januar 2007 unterschrieben wir

gemeinsam mit der Firma Elementwerk

Istighofen AG den Werkvertrag

für den Wohnungsneubau Ententeich

in Zürich Oerlikon. Auftraggeber war

die Senn BPM AG, St. Gallen.

Mitte November 2006 wurde als Vorleistung

mit der Fassaden- und Element-

Fassadenstruktur mit

preton-Fenstergewänden

Fassadenstruktur durch vorspringende Gewände

An der Badener-/Buckhauserstrasse in

Zürich Altstetten realisierte die Allreal

Generalunternehmung AG eine Arealüberbauung

mit 140 Mietwohnungen

sowie Büro- und Gewerbeflächen. Das

von der Architektengemeinschaft Burlet

& Partner AG/Dachtler Partner AG

planung gestartet. Ab Mitte Dezember

2006 war bereits der Schalungsbau in

Arbeit. Der Fassadenaufbau besteht

aus vorfabrizierten, mit Hängezuganker

befestigten Stützenverkleidungselementen.

Diese tragen mittels Nockenauflager

die ebenfalls im Werk produzierten

Brüstungselemente.

Total wurden in beiden Elementwerken

innerhalb von nur elf Wochen 837 Betonfassadenelemente

produziert.

Fabrikationsstart war am 15. Januar

2007, das letzte Fassadenelement wurde

am 30. März 2007 erstellt. Zeitweise

wurden im Werk Pfungen parallel in

zwölf Elementschalungen je ein Element

pro Tag fabriziert.

Der Produktionsvorlauf für die Montage

betrug lediglich drei Wochen, was

eine enorme Herausforderung an die

Produktionsplanung, die Lagerlogistik

und die Produktion selber war.

Die bereits fensterdichte und isolierte

Fassade war für die zeitweise drei Montagegruppen

eine weitere Herausforderung

in Bezug auf Toleranzen und

Präzision beim Versetzen der Fassadenelemente.

für eine private Bauherrschaft entwickelte

Projekt umfasst zwei siebengeschossige

Baukörper.

Das Einsteinmauerwerk, Dicke 15–

17,5 cm, mit Wärmedämmung und

mineralischem Verputz erhält seine

charakteristische Struktur durch die

vorspringenden Kunststeineinfassungen

der Fenster, Balkone und Türen.

Unser Part für das Fassadenbild

umfasste das Fabrizieren der Fenstergewände.

Diese Kunststeineinfassungen

wurden als feingliedrige, mehrteilige

Betonelemente vorfabriziert. Die Auflösung

des Gewändes erfolgte in der

Regel in Fensterbank, Leibungen und

Sturzelement.

Die grössten Herausforderungen waren

die Befestigung der Elemente bei

einem Isolationsabstand von 16 cm,

die sehr kurze Bau- und Montagezeit

und die Oberflächenqualität der Elemente.

Das Befestigungskonzept basiert auf

der Abfangung der Fensterbänke auf

Der Fassadenabgabetermin an die Bauleitung

war auf den 13. März bzw. den

12. April 2007 festgesetzt. Beide Termine

konnten dank ausserordentlichem

Einsatz aller Beteiligten um jeweils

einige Tage unterboten werden. Die

ersten Wohnungen wurden bereits am

1. April 2007 bezogen.

Betonfassadenelemente: Länge der Stützenverkleidungen

bis 6,50 m, Breite bis

1,80 m mit beidseitigen aufgehenden

Leibungen bis 0,8 m. Die Elementstärke

variiert zwischen 10 und 12 cm.

Bauseitige Anforderung an die Fassadenoberfläche:

Umlaufende scharfe

Kanten und eine lunkernfreie Frontfläche

waren bei diesen Abmessungen

zwei oder mehr Konsolen. Diese tragen

wiederum die seitlichen Leibungen

und das Sturzelement. Teilweise

war im Bereich der Abfangungen nur

Mauerwerk vorhanden. Dieses wurde

in der Qualität RE erstellt. Für die

Dübelverankerung der Tragkonsolen

im RE-Mauerwerk mussten spezielle

Versuche gemacht werden, um die

zulässigen Zug- und Querkräfte zu

ermitteln, da schlüssige Werte nicht

verfügbar waren.

An die Oberflächenqualität wurde von

Seiten der Bauherrschaft hohe Anforderungen

gestellt. So musste z.B. die

Betonfarbe mit jener der Balkonplatten

abgeglichen werden. Die Sichtflächen

mussten möglichst frei von Luftporen

sein und alle sichtbaren Kanten

wurden scharfkantig bestellt. Die grosse

Stückzahl pro Elementtyp, die

Scharfkantigkeit und die Oberflächengüte

waren bestimmend für die Wahl

der aufwendigen Stahlschalungen. Mit

der Elementproduktion wurde Mitte

Februar 2007 begonnen. Die Montage

durch den Bauunternehmer erfolgte

Anfang März 2007. Die sehr knappe

eine weitere Herausforderung. Für die

aufgehenden Leibungen wurde mit

der Bauleitung Anzahl und Grösse der

Lunkern vorgängig definiert.

Bauherr

Immobilien-Anlagestiftung

Turidomus, Zürich

Generalplaner

Baumschlager-Eberle Anstalt,

Vaduz (FL)

Totalunternehmer

Senn BPM AG, St. Gallen

Technische Daten

Beton: C35/30 Korn 0–16mm

Zement: Weisszement Typ Albaro 5 90%

Normalzement Typ Normo 5R 10%

Farbe: Gelb 0,5%

W/Z-Faktor: konstant 0,48

Bewehrung: Stahl S500 und spez. Netze S550

Fibre-Fasern 1 kg/m3 Beton

Vorlaufzeit erforderte vor allem in der

Startphase grosse Anstrengungen im

logistischen Bereich und in der Produktionsplanung.

Anfang August 2007 wurden die letzten

Fenstergewände auf die Baustelle

geliefert.

Bauherr

Baukonsortium Badener-/Buckhauserstrasse

Zürich

Architektengemeinschaft

Burlet & Partner AG, Mettmenstetten

Dachtler Partner AG, Horgen

Totalunternehmer

Allreal Generalunternehmer AG,

Zürich

Baumeister

Baltensperger AG, Seuzach

6 Ziegelpresse Nr. 19, November 2007


[ INNOVATION ]

Die programmierte Wand:

Start eines weiteren Projektes mit der ETH

Domoterra-Stand an der Swissbau 2007

Vor rund zwei Jahren haben Fabio

Gramazio und Matthias Kohler am

Departement für Architektur der ETH

Zürich den Lehrstuhl Architektur und

Digitale Fabrikation aufgebaut. Die

Aufgabe liegt in der Verbindung des

architektonischen Entwurfs mit digi-

talen Fertigungsverfahren. Am Lehrstuhl

von Gramazio und Kohler werden

verschiedene Entwurfs- und Herstellungswerkzeuge

entwickelt, die es

ermöglichen, am Computer beschriebene

Bauteile direkt zu fertigen. Zu

diesem Zweck wurde an der ETH ein

Neues Mauerwerksprogramm

für die Erdbebenanalyse

Mit der Inkraftsetzung der neuen SIA-

Normen 2003 hat die Erdbebenthematik,

insbesondere für das unbewehrte Mauerwerk,

an Bedeutung gewonnen. Durch das

neue Mauerwerksprogramm soll den Bauingenieuren

das Beurteilen der Erdbebensicherheit

von Gebäuden aus Mauerwerk

wesentlich erleichtert werden.

Das neue Mauerwerksprogramm für

die Erdbebenanalyse wurde durch die

Hochschule für Technik + Architektur

Luzern (HTA), Abteilung Institut für

Bautechnik, in Zusammenarbeit mit

der Firma CUBUS AG und der Ziegelindustrie

entwickelt und ist zurzeit

noch in der Testphase. Ab Herbst 2007

soll das Programm bei CUBUS erhältlich

sein. Voraussetzung für das Zusatzmodul

sind die CUBUS-Programme

CEDRUS (Optionen G, H) und STATIK

(Optionen 3D, Dynamik). Die Mauer-

werksbemessung stützt sich vollumfänglich

auf die aktuellen SIA-Normen

260, 261 und 266 ab, erweitert diese

aber um massgebende Bemessungsmethoden.

Angewandt wird ein verformungsbasierendes

Berechnungsverfahren, in

dem nichtlineare Wanddeformationsverhalten

berücksichtigt werden.

Dadurch kann eine Wand, deren maximale

Traglast überschritten wird,

Erdbebenlasten an andere Wände weiterleiten,

falls sie ihre Deformationsfähigkeit

(mit den vorhandenen Einwirkungen)

noch nicht überschritten hat

und geeignete Wände mit Potenzial

zur Aufnahme von weiteren Kräften

zur Verfügung stehen.

Die Deformationsfähigkeit wird aufgrund

von ausgewerteten Versuchen

Industrieroboter angeschafft, der es

erlaubt, Bauteile direkt 1:1 zu produzieren.

Den ersten Kontakt mit dem Lehrstuhl

von Gramazio und Kohler hatten wir

vor rund 1 1 /2 Jahren. Im Rahmen eines

bestimmt. Die Tragfähigkeitsnachweise

der einzelnen Wände werden mit

zwei Spannungsfeldern durchgeführt,

deren Lage und Neigungswinkel durch

das Programm automatisch optimiert

werden.

Diplomwahlfachs entstanden die ersten

programmierten Klinkerwände,

welche die Basis für die Fassade des neuen

Ökonomiegebäudes des Weinguts

der Familie Gantenbein in Fläsch legten.

Kurz darauf, im Herbst 2006, wurde

mit dem Lehrstuhl für Architektur

und Digitale Fabrikation ein weiteres

Projekt realisiert. Die Studenten erhielten

in einer Seminarwoche den Auftrag,

den Loungebereich des Domoterra-Standes

der Schweizer Ziegeleien an

der Swissbau 2007 zu gestalten. Die Aufgabe

wurde in Form eines Gruppenwettbewerbes

durchgeführt. Die Auswahl

der Arbeiten erfolgte anhand von

1:10-Modellen. Die so entstandenen

digitalen Klinkerwände trugen viel

zum gelungenen Auftritt der Schweizer

Ziegeleien an der Swissbau 2007 bei.

Vor kurzem haben wir uns entschlossen,

ein neues Projekt mit dem Lehrstuhl

für Architektur und Digitale

Fabrikation zu starten. Wir werden

zusammen mit der ETH eine mobile

Roboteranlage entwickeln, die es uns

erlaubt, programmierte Wände für

kommerzielle Zwecke herzustellen

und mit einer flexiblen Fertigungseinrichtung

neue Fassaden- und Wandsysteme

zu entwickeln. Die Anlage soll

im Frühjahr 2008 in Betrieb genommen

werden.

Grafische Darstellung von Spannungsfeldern in einer

Mauerwerksscheibe

Ziegelpresse Nr. 19, November 2007 7


[ AUSBILDUNG ]

Schweizermeisterschaft 2007 der Maurer:

Keller unterstützt Nachwuchs

Sujet Berner Bär und Logo BVOE mit Pfeilerelement

Die Keller AG Ziegeleien unterstützt den

Nachwuchs der Maurer und leistet damit

einen wichtigen Beitrag in der Ausbildung.

Rund 18 000 kelesto-Sichtsteine und

9500 kelesto-Klinker wurden für die

regionalen Ausscheidungswettkämpfe

[ IMPRESSIONEN ]

und die Schweizermeisterschaft der

Maurer von Keller AG Ziegeleien gesponsert.

Aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums des

Baumeisterverbandes Oberaargau-Emmental

wurde das Finale der Schwei-

Impressionen vom Landtag Vaduz (FL)

Bald ist es so weit. Der Landtag kann

termingerecht im Februar 2008 eröffnet

werden.

Mit der Bruttogeschossfläche von

3590 m2 und der Kubatur von

20 840 m3 kamen im Untergeschoss

4080 m3 Beton und 388 t Bewehrungsstahl

zur Anwendung. Für die Obergeschosse

mussten noch einmal 1690 m3 Beton eingebracht und 213 t Bewehrungsstahl

verlegt werden.

Insgesamt wurden bei diesem nicht

alltäglichen Bauwerk total 684 900

kelesto-Klinker, Farbe jura hell, im Spezialformat

24/11,5/6,1 cm rückseitig vermauert.

Davon wurden 291950 kelesto-

Klinker im Aussenbereich und 158 450

geklebte Riemchen sowie ganze Steine

im Innenbereich verarbeitet. Zusätzlich

wurden durch die Keller AG Ziegeleien

1843 vorfabrizierte und verkleidete preton-Bauteile

hergestellt und geliefert.

Die rund 200 000 kelesto-Pflasterklinker

im Aussenbereich werden bis Ende

November 2007 alle verlegt sein.

Langes Haus, Fassade mit vorfabrizierten und

vorgespannten Pfeilerelementen

Staatsplatz, belegt mit 220 000 Stück kelesto-

Pflasterklinker

zermeisterschaft vom 28. bis 31. März

2007 im Ausbildungszentrum des

BVOE in Burgdorf durchgeführt.

Während dieser Tage konnte sich die

breite Öffentlichkeit vom Können der

Jungmaurer überzeugen, mussten sich

Hohes Haus, Giebelfassade

Hohes Haus, Parlamentsaal innen, Giebelwand belegt

mit Klinkerriemchen

diese doch der hohen Anforderung stellen,

ein Pfeilerelement und je eine

Wandscheibe mit dem Sujet Berner Bär

und dem Logo 100 Jahre BVOE in nur 21

Stunden zu erstellen. Von den rund

500 vermauerten kelesto-Klinkern musste

knapp ein Drittel geschnitten werden.

Bei der Beurteilung des Sichtmauerwerks

wurden folgende Punkte bewertet:

Ästhetisches Erscheinungsbild wie

gleichmässiges Fugenbild, Ausbildung

der Mörtelfugen sowie die Genauigkeit

des Mauerwerks wie Senkel, Mauerwerksfluchten

und Masseinhaltungen.

Dabei wurde aus den sechs Kandidaten

Stephan Brunner aus dem Kanton

St. Gallen überlegen als Schweizermeister

erkoren. Matthias Graber aus dem

Kanton Luzern und Bruno Eschmann

aus dem Kanton Graubünden belegten

die Ehrenplätze. Stephan Brunner

erzielte bereits in der regionalen Ausscheidung

und der Vorrunde der

Schweizermeisterschaft, die an der

Swissbau in Basel ausgetragen wurde,

die höchsten Punktzahlen. Als Gesamtsieger

aller nationalen Ausscheidungen

wird er nun die Schweiz im

November 2007 an der Berufsweltmeisterschaft

in Japan vertreten.

Hohes Haus, Treppenuntersicht verkleidet mit Klinkerriemchen,

Decke mit Akustik-Deckenelementen

Treppenabgang in Tiefgarage

8 Ziegelpresse Nr. 19, November 2007


Wohnsiedlung Ruggächern,

Zürich Affoltern

Bauherrschaft

Allgemeine Baugenossenschaft

Zürich (ABZ)

Totalunternehmer

Allreal Generalunternehmung AG,

Zürich

Architekt

Baumschlager & Eberle Architekten,

Vaduz (FL)

Bauingenieur

ACS Partner AG, Zürich

Bauunternehmung

Baltensperger AG, Seuzach

Facts

14 Mehrfamilienhäuser, vier- bis

sechsgeschossig

278 Wohneinheiten

Fassadenfläche: 26 200 m2 Stein: kemano-Sichtstein 25/12/6

Farbe: rot

Mörtel: kelit 110

Mauerwerksverband: Läuferschichten

im wilden Verband, Abfangund

Brüstungselemente mit

Anschlussbewehrung in Decke einbetoniert

und nachträglich auf der

Baustelle mit Sichtsteinriemchen

verblendet

Glattpark Opfikon:

Ein neuer Stadtteil entsteht

Eine massive Gebäudehülle verspricht Vorzüge

in der Dauerhaftigkeit, im Schallschutz

und betont den wohnlichen Charakter.

Aufgrund dieser Vorteile wurde für die

Materialisierung der Fassade bei der

Überbauung Wohnen im Glattpark an

der Farmannstrasse in Opfikon

der kelesto-Sichtstein gewählt. Rund

8500 m2 , also 331500 Sichtsteine im

Format 25/12/9, Farbe perl mit Farbspiel

und geschälter Oberfläche wurden

vor Ort vermauert.

Nach einem Studienwettbewerb erhielt

das Architekturbüro Von Ballmoos Krucker

Architekten aus Zürich den Auftrag

für die Planung des Projektes Wohnen

im Glattpark in Opfikon.

Entwickelt wurde die Wohnüberbauung

von der Allreal zusammen mit der

Kubus-Körper mit raumhohen Fenstern und Eckloggien

Turintra AG und der Liegenschaftenverwaltung

der Stadt Zürich. In einer

ersten Etappe wurden siebengeschossige

Gebäude mit 95 grosszügig gestalteten

Mietwohnungen mit 21 /2 bis 51 /2

Zimmern sowie Gewerberäume und

unterirdische Parkplätze erstellt. In

der zweiten Etappe an der gleichen

Strasse wurden ebenfalls durch die Allreal

Generalunternehmung mit der

UBS als Bauherr nochmals zwei Mehrfamilienhäuser

mit 34 Wohnungen

realisiert.

Die zur Stadt Zürich nahe, teilweise

direkte Lage am Park und der in unmittelbarer

Nähe künstlich angelegte See

trugen ebenfalls zur Attraktivität dieser

Überbauung bei. So konnten schon

während der Rohbauphase die meisten

Wohnungen vermietet werden.

Wohnen im Glattpark, VHLZ 25/12/9 op, Farbe perl

[ BAUBERICHT ]

Ziegelpresse Nr. 19, November 2007 9


[ BAUBERICHT ]

preton-Lärmschutzwand:

Ausgeführte Projekte im Jahr 2007

Produktion im Werk Pfungen

Embraport Zürcher Freilager AG, Embrach

Lärmschutzwand Embraport

Die Lärmschutzwand Embraport entlang

der Stationsstrasse in Embrach war

in verschiedener Hinsicht ein Novum

für das preton-Lärmschutzwandsystem.

Erstens die Wandhöhe von über 8 m

und zweitens der Stützenraster von 5 m.

Eine weitere Herausforderung war die

sehr kurze Planungszeit von fünf

Wochen, die nur dank der unkonventionellen

und speditiven Planungszusammenarbeit

der Köppel-planung

St. Gallen und dem Kompetenzcenter

der Keller AG Ziegeleien möglich wurde.

Die nicht ganz einfache Fundamentund

Stahlbaustatik wurde durch das

Technische Daten

Wandabwicklung: 95,0 m

Wandfläche: 607,0 m2 Einseitig absorbierend 528,0 m2 Doppelseitig absorbierend 79,0 m2 Wandhöhe: 8,02 m

Elementabmessungen: 5,0 x 2,74 x 0,18 m

Akustikklinkerstein: 24/24 cm ziegelrot

Büro Köppel-planung erstellt. Die Problematik

der Wandhöhe und Windkräfte

wurde elegant mit filigranen Schrägstützen

gelöst. Die Firma Lerch AG, Winterthur,

erstellte in kürzester Zeit die

Fundamente inklusive Abspannsockel

für die Schrägstreben. Der Fertigstelltermin

war auf Ende Juli 2007 terminiert.

Durch Lieferverzögerungen des Stahlbaus

konnte mit der Montage erst am

6. August 2007 begonnen werden. Der

Baudienst der Firma Keller AG Ziegeleien

hatte nach nur einer Woche Stahlbau

und Wandelemente fertig montiert.

Unmittelbar nach Montageende wurde

die Wandrückseite (Betonsichtfläche)

mit einem Antigraffitischutz versehen.

Lärmschutzwand Arbon, mit 4% Gefälle

Lärmschutzwand Arbon

Die Lärmschutzwand an der Amriswilerstrasse/Rotbuchenstrasse

in Arbon

schützt ein Einfamilienhaus vor Strassenlärm.

Die Bauherrschaft wünschte eine

Wand, die optisch und gestalterisch

flexibel ist. Wichtig war auch die örtliche

Gegebenheit mit unterschiedlichen

Höhen im Gelände.

Das Kompetenzcenter erarbeitete mit

der Bauherrschaft ein Konzept, das

den Terraingegebenheiten Rechnung

trägt und den optischen Ansprüchen

der Bauherrschaft entspricht.

preton-Lärmschutzelemente werden als

dreilagige Konstruktion im Werk vorfabriziert.

Dank moderner Infrastruktur

können Wandplatten in unterschiedlichen

Stützenrastermassen produziert

werden.

Der Sandwichaufbau, die Akustikklinker-Oberfläche,

die Dämmlage und die

bewehrte Betonträgerplatte überbieten

die heute geforderten Schall- und

Absorptionsvorschriften. Dank der flexiblen

Produktion ist es auch möglich,

Elemente, die beidseitig schallabsorbierend

sein müssen, in einem Guss

herzustellen.

Die preton-Lärmschutzwand hebt sich

bewusst und wohltuend von den herkömmlichen

Einheitswänden ab. Die

vielfältigen, optisch einsetzbaren Gestaltungselemente

ermöglichen eine

individuelle Wandgestaltung.

Die Lärmschutzwand wurde entlang der

Rotbuchenstrasse mit einem Gefälle von

4% und entlang der Amriswilerstrasse

mit 2% erstellt. Die einzelnen Wandelemente

wurden als Parallelogramme

fabriziert: Ober- und Unterkante der Elemente

verlaufen parallel zum Terrain.

Die Stützenfundation wurde bauseits

erstellt. Stützen- und Wandelementmontage

erfolgten durch den Baudienst

der Keller AG Ziegeleien. Durch die Lage

an der Kantonsstrasse Arbon–Amriswil

war nur ein Kranstandplatz möglich.

Dadurch wurde ein 90-t-Pneukran notwendig,

der die bis 4 t schweren Elemente

auch bei einer Ausladung von 35 m

millimetergenau versetzen konnte.

Technische Daten

Wandabwicklung: 52,0 m

Wandfläche: 104,0 m2 Wandhöhe: 2,0 m

Elementabmessungen: 4,22 x 2,0 x 0,18 m

Akustikklinkerstein: 24/24 cm ziegelrot und jura (Streifen)

10 Ziegelpresse Nr. 19, November 2007


Die Keller AG Ziegeleien erarbeitete in

Zusammenarbeit mit Gillhausen Baumanagement

GmbH und dem Bauherren HSBC

Bank eine ästhetisch optimale Lösung für

die neuen Aufenthaltsräume der Bank an

der Bederstrasse 33 und 49.

Die Abteilung Sypla Systemwände wurde

im März 2007 für eine Beratung und

Offertstellung durch Gillhausen Baumanagement

GmbH angefragt. Nach

den Bedürfnisabklärungen konnte

dank des vielfältigen Angebots von

17 verschiedenen Systemwänden rasch

eine ästhetisch optimale Lösung gefunden

werden. Die Vorgaben waren: möglichst

keine sichtbaren Profile, hohe

Transparenz, Doppelverglasung bei

Türen und Wänden, Schallschutz Rw, P

42 dB, Aufnahmen von Bautoleranzen,

Lieferfrist von sechs Wochen und eine

möglichst kurz Montagezeit.

Ende April 2007 fiel der Entscheid für

den Wandtyp fecostruct, eine rahmenlose,

flächenbündige Doppelverglasung.

Die 6–8 mm dicken Glasscheiben

werden im Structural-Glazing-Verfahren

auf einen Aluminiumrahmen

verklebt. Alle Kanten der Glasscheiben

sind geschliffen und poliert.

Durch den grossen Scheibenzwischenraum

der Doppelverglasung wurde der

Anspruch der hohen Schalldämmung

erfüllt und mit modernen Lasergeräten

die Massaufnahme vor Ort durchgeführt.

Wie bei jedem Projekt erstellten

wir im technischen Büro Wandansichten

und Details, die durch die Bauleitung

genehmigt wurden. Dank einer

intensiven Planung und frühzeitiger

Materialdisposition konnte die Liefer-

Ziegelpresse Nr. 19, November 2007

zeit von sechs Wochen eingehalten werden.

Die Verglasungen wurden werkseitig

vorgefertigt und als komplett verglaste

Monoblock-Elemente just in time

angeliefert. So konnte auch die Anforderung

an eine kurze Montagezeit erfüllt

werden.

Mit dem verstellbaren Sockel wurden

die Bautoleranzen aufgenommen, die

in diesem älteren Gebäude vorhanden

waren.

Eine weitere Herausforderung war das

Einbringen der Elemente ins Gebäude.

Ein genügend grosser Lift stand

nicht zur Verfügung. Mit einer speziellen

Transportkiste wurden die

1200 x 2400 mm grossen und 120 kg

schweren Monoblock-Elemente durch

die Fenster in der Fassade mit einem

LKW-Kran ins Gebäude im 1. und 2.

Geschoss eingebracht.

Für die Montage wurde die gesamte

Bodenfläche mit Flourliner abgedeckt,

um den bereits verlegten Bodenbelag

nicht zu beschädigen. Die Montage

erfolgte durch speziell geschulte Schreiner-Monteure.

Die Systemwände wurden

an die schrägen Wände und Unterzüge

passgenau angepasst. Nach nur

vier Tagen Montagezeit konnte das

Werk an die Bauherrschaft übergeben

werden.

Unter der fachkundigen Aufsicht des

Architekten Peter Gillhausen konnten

hier die Mitarbeiter der Sypla Systemwände,

Keller AG Ziegeleien, ihr grosses

Fachwissen und Handwerkskönnen

voll einsetzen und beweisen.

[ BAUBERICHT ]

Umbau Geschäftshaus Bederstrasse Zürich:

Systemwände überzeugen

Umladen der Glaselemente in die Transportkiste

fecostruct

Einbringen der Gläser und Elemente

Bauherr

HSBC Guyerzeller Bank AG

Genferstrasse 8

8002 Zürich

Architekt und Bauleitung

Gillhausen Baumanagement GmbH

Schaffhauserstrasse 126

8302 Kloten

Bauingenieur

Henauer Gugler AG

Kurvenstrasse 35

8021 Zürich

Systemwände

Keller AG Ziegeleien

Sypla Systemwände

8422 Pfungen

11


[ FOTOS ]

Objekt: 5Freunde, Schützenhausstrasse,

Rumentikon, 6330 Cham

Architekt: Leutwyler Partner Architekten AG,

6300 Zug

Steinart: kelesto-Klinker rotblau bunt,

Oberfläche glatt

Format: 24/11,5/7,1

Sichtmauermörtel: kelit 210-k zementgrau

Bauherr: Feldmann-Immobilien AG, 5630 Muri

Generalunternehmer: Feldmann-Generalbau AG,

5630 Muri

Objekt: Wohnüberbauung Lokomotive,

8400 Winterthur

Architekt: Knapkiewicz & Fickert AG,

8004 Zürich

Steinart: kelesto-Klinker jura bunt, Oberfläche

rückseitig vermauert

Format: 25/12/6

Sichtmauermörtel: kelit 210-k zementgrau

Objekt: EFH, Schwerzihöhe, 6045 Meggen LU

Architekt: König Architektur, 6004 Luzern

Steinart: kemano-Klinker ziegelrot, Oberfläche

rustikal

Format: 24/11,5/5,4

Sichtmauermörtel: kelit 210-k zementgrau

Objekt: Wohnüberbauung Tribschen Stadt,

Werkhofstrasse, 6005 Luzern

Architekt: WIT Architekten GmbH, 6005 Luzern

Steinart: kelesto-Klinker vulkan, Oberfläche

geschält

Format: 24/11,5/5,2

Sichtmauermörtel: kelit 210-k anthrazit

Bauherr: ABL Allgemeine Baugenossenschaft

Luzern, 6003 Luzern

12 Ziegelpresse Nr. 19, November 2007

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