DGAH – Brief Nr. 88 April 2011 - Verband Deutscher Betriebs- und ...

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DGAH – Brief Nr. 88 April 2011 - Verband Deutscher Betriebs- und ...

Der Themenabend ist Teil des Rahmenprogramms zur aktuellen Sonderausstellung "Nano! Nutzen

und Visionen einer neuen Technologie". Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Ausrichtungen

der Nanotechnologie, die Sicherheit von Nanomaterialien und die Auswirkung der neuen Techniken

auf unsere Gesellschaft. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten, besonders angesprochen

sind diejenigen, die in Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Region mit Nanomaterialien

arbeiten. Nach dem fachlichen Diskurs besteht die Möglichkeit, in einer Kurzführung einen Eindruck

von der 800 Quadratmeter großen Ausstellung in der DASA mit 150 technischen Exponaten,

Mitmach-Stationen und Experimenten zu gewinnen.

Die Ausstellung "Nano!" wurde vom TECHNOSEUM Landesmuseum für Technik und Arbeit

Mannheim entwickelt. Der Eintritt zum Themenabend ist frei. Quelle: BAuA

Mehr unter: www.dasa-dortmund.de/dasa/nano

Weitere Infos zum Thema: www.baua.de/nanotechnologie

10. Erste Hilfe nach neuen Regeln

Die neue ASR A4.3 »Erste-Hilfe-Räume, Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe« gilt für

Anforderungen an Mittel und Einrichtungen zur Ersten Hilfe sowie Erste-Hilfe-Räume oder

vergleichbare Einrichtungen und deren Bereitstellung. Achtung: Baustellen werden später einen

eigenen Abschnitt erhalten und sind derzeit noch nicht berücksichtigt.

Nach einem Definitionsabschnitt beginnt die ASR mit der Bestimmung der nötigen Mittel zur Ersten

Hilfe. Zunächst geht es um die Mindestanzahl bereitzuhaltender Verbandkästen. Dies war zuvor

auch schon geregelt, lediglich die Differenzierung zwischen Verwaltungs- und Produktionsbetrieben

ist eindeutiger in der tabellarischen Übersicht. Auch die Möglichkeit, einen so genannten großen

durch zwei kleine Verbandkästen zu ersetzen, war bisher schon gegeben.

Aufbewahrung von Verbandkästen: Allerdings finden Sie jetzt unter Punkt 4 Absatz 3 die Aussage,

dass die Kästen überall dort aufzubewahren sind, wo es nötig scheint. Damit sollen Sie als

Sicherheitsfachkraft auch zusätzliche Standorte bzw. je nach Bedarf von der Normaufstellung her

abweichende Plätze mit Erste-Hilfe-Kästen bestücken.

Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen: Außerdem ist in der Arbeitsstättenregel festgehalten,

dass über den normalen Inhalt hinausgehende Erste-Hilfe-Materialien erlaubt sind, wenn dies aus

der Gefährdungsbeurteilung hervorgeht. Das bedeutet, dass Sie alle Gefährdungsbeurteilungen

daraufhin durchgehen müssen, ob besondere Gefährdungen nicht auszuschließen sind, für die

zusätzliches Erste-Hilfe-Material vorzuhalten ist. Der Betriebsarzt kann Sie gegebenenfalls dabei

beraten und Empfehlungen geben, was Sie zusätzlich anschaffen sollten. Wenn Sie unsicher sind,

sollten Sie diesen unbedingt hinzuziehen!

Inhalte der Verbandkästen: Die technische Regel listet nun tabellarisch die Inhalte der

Verbandkästen auf; diese Übersicht sollte auch in den jeweiligen Kästen beiliegen. So haben alle

Mitarbeiter im Fall des Bedarfs gleich einen Überblick, ob sie die benötigten Mittel darin finden

können! Außerdem sollte das Verbandbuch – ein einfaches Notizinstrument zum Eintragen von

Entnahmen von Verbandmitteln – nicht fehlen. Diese Dokumentation wird von Ihnen als Nachweis

gefordert. Auch die Namen der ausgebildeten Ersthelfer müssen im Verbandkasten ersichtlich sein.

Mein Tipp: Zur besseren Übersicht können Sie die Liste jeweils neben den Verbandkästen

aufhängen. Ergänzen Sie die Übersicht durch Zimmer-/Hallennummern und Telefonanschlüsse der

Ersthelfer, wenn diese nicht direkt in der Nähe arbeiten. Nach der Erstversorgung finden sich

Beschreibungen für die Notruf- bzw. Meldeeinrichtung sowie eventuell vorzuhaltende

Rettungstransportmittel in der ASR. Auch hier ist wieder der Hinweis auf die

Gefährdungsbeurteilung maßgeblich – wenn es darum geht, was vorhanden sein muss.

Entsprechend sieht es mit Rettungsgeräten aus, die beispielhaft für hoch gelegene Arbeitsplätze

aufgeführt sind.

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