PDF 3,8 MB - PROGRESS Film-Verleih

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Daniele Grieco ­ P roduzent, Regisseur und Autor

Daniele Grieco ist am 15. September 1967 in Köln geboren. Nach

dem Grundstudium der Meeresbiologie in Neapel und drei Jahren als

WDR­Radioreporter, geht Grieco in die USA. Von 1995 bis 1999 stu­

diert er Filmproduktion an der New School of Social Research und der

New York University. Er kann erste Erfahrungen als Autor und Regie­

assistent sammeln und realisiert auch einige Kurzfilme. Nach seiner

Rückkehr nach Köln arbeitet er als Regisseur und Autor für Firmen wie

Grundy, Vox und Kinowelt. „The Last Giants“ ist sein erster Langfilm.

Einen Unterwasserfilm zu drehen, bedeutet für ihn die Erfüllung eines

Kindheitstraums: Als Grundschulkind war er von den Dokumen­

tationen des Meeresforschers Jacques­Yves Cousteau fasziniert. In

seiner kindlichen Vorstellungswelt war er von der Idee beseelt, welche

Tierwelt er entdecken könnte, wenn er das gesamte Meerwasser

„ablassen“ würde. Sein damaliger Berufswunsch war dementspre­

chend Unterwasserfilmer.

Auch als Erwachsener ist das Wasser sein Element. Schon seit vielen

Jahren besitzt er den Tauchschein. Doch das Tauchen in der Meerenge

von Gibraltar bedeutete eine besondere Herausforderung. Die

Ausstattung war auf ein Minimum reduziert, das Filmteam musste

lernen, schnell zu reagieren und möglichst geräuscharm zu interagie­

ren. Es herrscht nicht nur eine starke Meeresströmung, auch die Tiere

bewegen sich mit großem Tempo. Für Grieco war die Begegnung mit

den Meeressäugern vergleichbar mit dem Adrenalinschub beim Fall­

schirmspringen. Bei den nicht ungefährlichen Dreharbeiten kam Her­

warth Voigtmann als erfahrenem Unterwassertaucher und Skipper

eine entscheidende Rolle zu. Für Grieco war er „das Rückrat“ des

Teams. Der Film war das Ergebnis einer beeindruckenden Urlaubsbe­

gegnung: Daniele Grieco lernte Katharina Heyer auf einer ihrer Whale

Watching Touren kennen und war so begeistert von ihr, dass er sich

zu diesem engagierten Film entschloss.

Daniele Grieco über seine Erlebnisse w ährend der Dreharbeiten

W ie w aren die ersten Unterw asserbegegnungen mit den W alen?

Einer unserer ersten Unterwasserdrehs sorgte für einen gehörigen Schrecken. Kamera­

mann Michael Weyhers und ich tauchten bei einer Gruppe von Grindwalen. Plötzlich kam

ein Grindwalbulle auf den Kameramann zugeschossen, stellte sich ­ mit dem Kopf nach

unten ­ senkrecht vor ihn ins Wasser und begann, um die eigene Achse zu rotieren. Da­

bei stieß er aufgeregt fiepende Geräusche aus. Grindwalbullen sind bis zu acht Meter lang

und drei Tonnen schwer, so dass dies ein ziemlich beeindruckender Anblick ist. Allerdings

wussten wir nicht, dass es sich um eine Drohgebärde handelt ­ bis der Kameramann fast

von einem gewaltigen Schwanzschlag getroffen wurde. Auf der Filmaufnahme sieht man,

dass die Schwanzflosse mit Riesenkraft nur Zentimeter vor der Kamera aufgeschlagen

ist. Der daraus entstandene Wassersog war so stark, dass er dem Kameramann sein Ge­

rät fast aus der Hand riss. Hätte der Schlag getroffen, wäre die Folge eine schwere bis

tödliche Verletzung gewesen. Während der Wal weiter im Wasser herumwütete, raste

unser Skipper Herwarth Voigtmann schon heran, um das Tauchboot zwischen uns und

den Wal zu bringen und uns aus dem Wasser zu holen. Nach einer kurzen Verschnauf­

pause sagte Herwarth: „Und jetzt geht ihr wieder ins Wasser – und zeigt, wer ihr seid!“

So gingen wir wieder zu den Grindwalen ins Meer. Dann geschah das Erstaunliche: Die

Aggression war wie verflogen. Die Grindwale schienen zu erkennen, dass wir keine Be­

drohung darstellten. Auf einmal schwärmten sie überall um uns herum und blickten uns

aus kürzester Entfernung ruhig und neugierig an. Sogar ihre Kälber brachten sie bis auf

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