STROM DES LEBENS - Kernkraftwerk Leibstadt AG

kkl.ch

STROM DES LEBENS - Kernkraftwerk Leibstadt AG

DIE EIGENTÜMER

DES KKL

Die Kernkraftwerk Leibstadt AG ist ein

so genanntes Partnerwerk. Bei dieser

Organisationsform besitzen die Partner

zusammen das ganze Aktienkapital.

Das KKL liefert Strom nicht an Dritte,

sondern nur an seine Partner. Diese verpflichten

sich, für die von ihnen bezogene

Energie die Kosten zu tragen – im

Kernkraftwerk Leibstadt AG

5325 Leibstadt

Tel.: 056 267 71 11

Fax: 056 247 14 37

e-mail: post@kkl.ch

www.kkl.ch

Verhältnis ihrer Beteiligung am Aktienkapital.

Das ganze unternehmerische

Risiko liegt bei ihnen. Die Zahl der

Partner hat sich im Laufe der Zeit verändert.

Waren es bei der Betriebsaufnahme

13 Firmen aus Deutschland und der

Schweiz, sind es seit 2003 folgende

sieben Unternehmen:

• AEW Energie AG, Aarau 5,4 Prozent

• ATEL Aare-Tessin Aktiengesellschaft für Elektrizität, Olten 27,4 Prozent

• BKW FMB Energie AG, Bern 9,5 Prozent

• CKW Centralschweizerische Kraftwerke, Luzern 13,6 Prozent

• EGL Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG 16,3 Prozent

• NOK Nordostschweizerische Kraftwerke AG, Baden 22,8 Prozent

• EOS Energie Ouest Suisse, Lausanne 5,0 Prozent

Im Auftrag der Partner übt die Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) die

Geschäftsleitung aus.

STROM DES LEBENS

Wir erzeugen Strom für mehr als eine Million Menschen

Kernkraftwerk Leibstadt


KERNENERGIE FÜR EINE

LEBENSWERTE SCHWEIZ

Strom fliesst beim Arbeiten, Wohnen,

Transportieren, Kommunizieren. Auf

Knopfdruck gehen Lichter an, Maschinen,

Computer und Instrumente, bewirkt

durch Kräfte, die in der Natur stecken.

Am Ufer des Rheins produziert das

Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) rund einen

Sechstel des Schweizer Stroms für

Haushalte, Gewerbe und Industrie –

wetterunabhängig, kontinuierlich, Tag

und Nacht.

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Ein Stück schweizerische

Unabhängigkeit

Das KKL produziert seit 1984 Strom

für über eine Million Menschen. Effizient

und umweltfreundlich. Dafür sorgen

rund 450 qualifizierte, gut organisierte

Mitarbeitende. Die Technik des leistungsstärksten

Kraftwerks der Schweiz wurde

laufend erneuert und kann sich weltweit

mit Anlagen der neuesten Generation

messen. Dank der Stromproduktion im

eigenen Land ist die Schweiz weniger

auf Energieimporte aus dem Ausland

angewiesen.

Der Lohn der Wirtschaftlichkeit

Das KKL produziert Strom je länger, umso

wirtschaftlicher. Denn die Produktionskosten

sind stabil und die Kapitalkosten

nehmen laufend ab. Überdies wurde

die Stromproduktion des KKL gesteigert.

KKL-Strom ist heute konkurrenzfähige,

kostengünstige Energie.

Vom Kommandoraum aus überwacht und gesteuert,

produziert das KKL jährlich rund 9 Milliarden kWh

Strom. Das entspricht etwa einem Sechstel des ständig

steigenden Schweizer Stromkonsums.

Unser Beitrag zum Klimaschutz

Das KKL ist Nichtraucher. Aus dem Kühlturm

tritt reiner Wasserdampf aus, der

die Luft nicht belastet. Dadurch trägt das

KKL erheblich zum klimafreundlichen

Strommix der Schweiz bei. Dieser wird

zu 2/5 aus Kernenergie und zu 3/5

mittels Wasserkraft erzeugt. In einem

dem KKL vergleichbaren Kohlekraftwerk

werden pro Jahr rund zwei Millionen

Tonnen Kohle verbrannt und neun Millionen

Tonnen Kohlendioxyd freigesetzt.

Die jährlich anfallenden, hoch radioaktiven

Abfälle aus dem KKL finden in einer

Telefonkabine Platz (2,5 m3).

Der Siedewasserreaktor des KKL erzeugt durch die

Spaltung von Atomkernen des Elementes Uran 3600

Megawatt Wärmeleistung. Daraus können 1165

Megawatt elektrische Leistung generiert werden.

Ein Blick in die Zukunft

Das KKL wird die Schweiz noch viele

Jahre mit günstigem Strom versorgen

können. Um den sicheren Betrieb bis

mindestens ins Jahr 2045 zu gewährleisten,

ergreifen wir als verantwortliche

Betreiber alle nötigen Wartungs- und

Erneuerungsarbeiten. Wir sorgen dafür,

dass Kernenergie vom Kernkraftwerk

Leibstadt Zukunft hat.

Die Generatoren aller Schweizer Kraftwerke

zusammen produzieren rund 65 Milliarden kWh

Strom. Von ihnen werden 3/5 mit Wasserkraft

und 2/5 mit Kernenergie angetrieben.

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ZUKUNFT IM EINKLANG

MIT DER NATUR

Schweizerinnen und Schweizer haben

den Ruf, alles etwas genauer zu nehmen

als andere. Exaktheit und Beständigkeit

spielen eine wichtige Rolle. Sie pflegen

diese Lebenshaltung, weil sie ihnen, ihren

Familien und der Umwelt nützt. Das KKL

ist ein echtes Schweizer Werk – auch

in diesem Sinn. Gebaut für die Zukunft

von Mensch und Natur.

Die aufmerksamen Behördenblicke

Kernenergieanlagen sollen langfristig

sicher und zuverlässig eingesetzt werden

können. Bei diesem Bestreben werden

die Betreiber des KKL durch die stabile

gesetzliche Basis des neuen Kernenergiegesetzes

unterstützt. Es unterstellt die

Kernenergie in der Schweiz der Kontrolle

der Bundesbehörden – der Hauptabteilung

für die Sicherheit der Kernanlagen

(HSK). Diese hat den gesetzlichen Auftrag,

alle sicherheitstechnischen Aspekte

zu prüfen und sicherheitsfördernde

Massnahmen durchzusetzen.

Die Null-Toleranz zum Schutz des Lebens

Technik kann versagen. Menschen können

sich falsch verhalten. Das Werk ist

auf solche Fälle vorbereitet. Zudem arbeiten

wir daran, Abläufe zu verbessern,

Abweichungen zu erkennen, Fehlerquellen

zu beseitigen. Im KKL kontrollie-

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ren sich Mensch und Maschine in ihren

Tätigkeiten gegenseitig. Auch Fehlmanipulationen

können ohne gravierende

Folgen korrigiert werden. Dabei unterstützen

uns mehrfach geführte Sicherheitssysteme.

Sobald Unregelmässigkeiten

auftreten, wird der Reaktor sekundenschnell

abgeschaltet – automatisch

oder manuell.

Unser Bestreben – Lebenswerte zu

erhalten

Das KKL zählt zu den bestbeschützten

Industrieanlagen der Welt. Das bestätigt

eine neuere Studie der HSK. Die Anlage

ist erdbebensicher. Selbst gegen einen

gezielt herbeigeführten Flugzeugabsturz

ist der über einen Meter dicke Stahlbetonmantel

des Reaktorgebäudes resistent.

Die Anlagenteile werden überwacht

und gegen Eindringlinge gesichert.

Indem wir alle Sicherheitsaspekte berücksichtigen

und alle Schutzmassnahmen

durchsetzen, leisten wir unseren

Beitrag für eine lebenswerte Zukunft.

Mit sensiblen Geräten überwacht der Strahlenschutzsachverständige

die Strahlung der KKL-Anlagen –

hier bei der Umzäunung.

Im Labor werden die Betriebs- und Umgebungsproben

analysiert sowie dokumentiert und mit

Vorgaben verglichen.

Ein Leittechniker kontrolliert elektronische

Steuerungssignale. Klar definierte, strikt durchgesetzte

Arbeitsabläufe sorgen im ganzen KKL für

funktionierende Systeme.

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LEBENSGRUNDLAGE EINER

MILLION MENSCHEN

Die Nutzung von Kernenergie ist notwendig.

Dieser Meinung ist die grosse

Mehrheit der Schweizer Bevölkerung,

die alle bisherigen Anti-Atom-Initiativen

klar abgelehnt hat. Besonders deutlich

zeigt sich die Zustimmung zur Kernenergie

im Lebensraum um das KKL. Das

Werk ist bei den Menschen in der Region

und weit darüber hinaus verankert.

Es geniesst sogar das Vertrauen der Tiere,

wie es unser Wanderfalken-Paar bezeugt,

das seit 1997 hoch oben am KKL-Kühlturm

nistet und seine Jungen aufzieht.

Jedes Jahr unterziehen die Betreiber des KKL die

Anlageteile einer Revision. Je nach Bedarf stehen

dafür während zwei bis drei Wochen bis zu 1200

Arbeitskräfte zusätzlich im Einsatz.

Ein überregionales Lebens-Werk

Mitarbeitende und Bevölkerung haben

grosses Interesse daran, ihr Umfeld zu

schützen und sich ihre Lebensgrundlagen

intakt zu erhalten. Sie wissen ihre

Anliegen durch die Verantwortlichen

des KKL mit Sorgfalt behandelt. Das KKL-

Management kommuniziert offen und

direkt gegenüber Behörden, Medien

und Publikum. Eine Kommunikationskultur,

aus der ein echtes Vertrauensverhältnis

gewachsen ist.

Das KKL ist Arbeitgeber für viele Menschen in der

Region und darüber hinaus. Es investiert in deren

Zukunft und bildet auch Lernende in verschiedenen

Berufsrichtungen aus.

Eine sprudelnde Energie- und

Arbeitsquelle

Das KKL ist Arbeitsplatz für viele Menschen

aus der Region und aus dem

grenznahen Deutschland. Junge Leute

finden im KKL auch Lehrstellen. Über

den Arbeitsmarkt hinaus ist das KKL ein

kräftiger Wirtschaftsmotor. Allein im

Kanton Aargau werden jährlich Aufträge

von mehreren Millionen Franken vergeben.

Davon profitiert der Wirtschaftskreislauf

des ganzen Einzugsgebiets –

Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe.

Grosse Beträge in Form von

Steuern und Gebühren werden regelmässig

an die öffentliche Hand entrichtet.

Das Interesse an der Kernenergie ist gross.

Die Faszination ebenfalls. Jährlich informieren sich

gegen zwanzigtausend Personen vor Ort im KKL.

Willkommen im Besucherstrom

Sie können das KKL selber erleben und

in die faszinierende Welt der Kernenergie

eintauchen. Wir laden Sie ein zur

Entdeckungsreise durch die grösste Stromfabrik

der Schweiz. Besuchen Sie uns

im Informationszentrum und nehmen Sie

an einer kostenlosen Besichtigung des

Werks teil.

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