Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

ist von einer Nonne, Meinetwegen. Ich glaube, sie sprechen

so aus Neid. Und sie machen ein Gesumme und Geschwatze im

Kloster, wie Bienen, wenn sie ausschwärmen. Aber die Priorin

ist wütender als alle und sagt, sie wolle sie exkommunizieren

und verfluchen lassen . . . Ich glaube aber, sie kann nicht ma-

chen, daß Schwester Fiammetta nicht niedergekommen sei.

Alles andere ist Unsinn. Aber warum zaudre ich, es Erminio

zu hinterbringen? Sieh, da kommt gerade Marcantonio. Ich

weiß nicht, ob ich's ihm sagen soll.

MARCANTONIO. Das scheint mir Mona Pasqua zu sein.

MONA PASQUA. Sie haben mir aber gesagt, ich soll es nur

Erminio sagen.

MARCANTONIO. Mona Pasqua!

MONA PASQUA. Was tun ? Wissen muß er's.

MARCANTONIO. Seid Ihr taub?

MONA PASQUA. O, ich sag' es Euch nachher.

MARCANTONIO. Was willst du mir sagen?

MONA PASQUA. Daß Erminio . .

MARCANTONIO. Was hat Erminio getan?

MONA PASQUA. .

. . bekommen

MARCANTONIO. Was?

MONA PASQUA. .

hat . . .

. .einen Sohn.

MARCANTONIO. Von wem?

MONA PASQUA. Von seiner Nonne.

MARCANTONIO. Hol' dich dieser und jener! Ist das die Art,

die Dinge zu sagen?

MONA PASQUA. Marcantonio, verzeiht mir! Sie hatten mir

gesagt, daß ich nichts sagen sollte.

MARCANTONIO. Und was weißt du, daß sie geboren hat ?

MONA PASQUA. Ich weiß es.

MARCANTONIO. Und was, zum Henker?

MONA PASQUA. Ich komme eben von ihr und habe das Knäbchen

gesehn und sie, die es geboren hat. Und das ganze Kloster

ist deshalb drunter und drüber. Aber bei diesem Kreuz, Marc-

antonio, Ihr habt nie einen schöneren Knaben gesehn.

MARCANTONIO. Es muß wohl wahr sein. O Marcantonio, deine

Ratsschläge sind zu spät gekommen. Eh' sie das Kind geboren,

.

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