Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

4. SZENE

Erminio und Cesare

ERMINIO. Verlaß dich drauf, ich werde mich bei meinem Vater

für dich verwenden, wie ich wünschte, daß es für mich geschähe.

Aber sei gutes Muts. Was du wünschest, wird dir gehngen.

CESARE. Ich bitte dich, bring' es jedenfalls zustande und auf

gute Art. Denn ich bin so weit, daß ich nicht mehr leben kann,

wenn ich diesen Wunsch nicht erlange.

ERMINIO. Genug. Geh mit Gott. Ich verspreche dir, ich werde

mit ihm geredet haben, vor der vierundzwanzigsten Stunde.

CESARE. Jetzt muß es dreiundzwanzig und mehr sein.

ERMINIO. Ich halte dir mein Wort.

CESARE. Laß mich dir empfohlen sein. Addio! {Ab)

ERMINIO. Habe ich Mona Pasqua nicht gesagt, daß sie rasch

zurückkehren solle und habe sie zur Eile angetrieben? O,

diese unzuverlässigen Dienstboten! Zuweilen kommt mir das

Verlangen, alles selbst zu tun. Durch diese . . . ich hätte bald

was gesagt, . . . bin ich in der größten Qual. Aber es ist besser,

ich gehe ihr entgegen. Und sieh, da kommt einer aus der Kirche.

5. SZENE

Erminio und Marcantonio

MARCANTONIO. Es kommt mir wie tausend Jahre vor, bis ich

Erminio finde.

ERMINIO. Das scheint mir mein Vater zu sein und doch auch

nicht.

MARCANTONIO. Ich weiß nicht, ob ich ihm zuerst sagen soll,

daß die Sache in Ordnung ist, oder daß sie geboren hat.

ERMINIO. Er ist es. Was in aller Welt hat er drinnen zu tun

gehabt?

MARCANTONIO. Wo soll ich ihn jetzt suchen ?

ERMINIO. Ich muß hören, was das bedeutet.

MARCANTONIO. Ich will sehn, ob er im Hause ist.

ERMINIO. Guten Abend.

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