Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

L

ERMINIO. Ich für mein Teil will es wohl glauben. Denn, obwohl

nicht er das Geld in seine Hände bekommen wird, er hat

Tiberio doch wirklich lieb. Aber wir müssen ihm vor allen

Dingen von Cesare sprechen.

7. SZENE

Vorige. Lucido. Cesare

CESARE. Wo sagst du, daß sie sind?

LUCIDO. Da siehst du sie.

ERMINIO. Da kommt Cesare.

MARCANTONIO. Wir wollen dir heute die Cassandra zur Frau

geben.

CESARE. Ich wünsche nichts anderes. Da ist Aridosios Geld,

und ich schwöre Euch, ich für mein Teil begehre nur sie und

nicht die Mitgift, aber ich muß auf den Willen meines Vaters

Rücksicht nehmen, der bestimmt hat, daß ich ohne tausend Dukaten

sie nicht nehmen soll.

MARCANTONIO. Wir haben an alles gedacht. Wir wollen jetzt

mit Aridosio sprechen, denn ohne ihn können wir nichts machen.

Und du. Cesare, geh zu deinem Vater und führe ihn hierher in

mein Haus, wo wir alle sein werden, und da werden wir in

einem Atem alles beschließen.

CESARE. Das will ich tun. Einstweilen empfehle ich mich

Euch.

MARCANTONIO. Verlaß dich drauf! Laß mich nur machen und

sei gutes Muts. Und du. Lucido, geh und bestelle das Essen, denn

wir werden alle bei mir zu Nacht speisen.

LUCIDO. Was soll ich Tiberio antworten ?

MARCANTONIO. Nichts anderes. Was nötig ist, werde ich ihm

selbst sagen.

LUCIDO. Soll geschehn. {Ab)

MARCANTONIO. Erminio, klopf dort an die Tür.

ERMINIO. Tok tok tok!

MARCANTONIO. Klopfe stark!

ERMINIO. Tok tok toki

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