Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

ARIDOSIO. Meinetwegen, mach', was du willst, Marcantonio.

MARCANTONIO. Du sollst sie ihm jedenfalls geben.

ARIDOSIO. Wir werden also zugleich zwei Hochzeiten halten.

MARCANTONIO. Sogar drei, denn ich habe heute abend auch

Erminio verheiratet.

ARIDOSIO. Mit wem?

MARCANTONIO. Das werde ich dir im Gehen erzählen.

ARIDOSIO. Ich gratuliere dir, Erminio.

ERMINIO. Und ich Euch zu dem vielen Geld, das Ihr heute gewonnen

habt.

MARCANTONIO. Gehn wir nun hinein, diese Heiraten abzu-

schließen und mit den neuen Verwandten zu sprechen, die alle

in meinem Hause sind.

ERMINIO. Laßt jetzt nach Cassandra schicken.

ARIDOSIO. Sie wird morgen früh hier sein, und ich werde sie

in dein Haus kommen lassen, wo alle drei Hochzeiten stattfinden

können. Denn in meinem Hause ist nicht so viel Raum,

daß man darin tanzen oder ein Fest halten könnte.

MARCANTONIO. Ich verstehe dich. Tun wir also nach deinem

Willen. Jetzt aber gehn wir hinein!

ARIDOSIO. Gehn wir!

ERMINIO {zum Abschiede). Ihr hört. Heute soll keine Hochzeit

sein, da Cassandra und meine Fiammetta fehlen. Deshalb geht

heute mit Gott nach Hause und kommt morgen abend wieder,

da wollen wir ein fröhliches Fest feiern.

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