Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

NICIA. Sprich nicht so! Tu, was du ihm schuldig bist, und wenn

er's übel nimmt, laß es bleibenl

2. SZENE

Vorige. Callimaco

CALLIMACO. Wer verlangt nach mir ?

NICIA. Bona dies, domine magister.

CALLIMACO. Et vobis bona, domine doctor.

LIGURIO. Wie kommt er Euch vor?

NICIA. Gut, beim Evangelium!

LIGURIO. Wenn Ihr wollt, daß ich hier bei Euch bleibe, müßt

Ihr so sprechen, daß ich Euch verstehe, sonst zünden wir zwei

verschiedene Herdfeuer an.

CALLIMACO. Was steht zu Diensten ?

NICIA. Wie soll ich es sagen? Ich suche zwei Dinge, die ein

andrer vielleicht fliehen würde, nämlich mir und andern Unbequemlichkeiten

zu machen. Ich habe keine Kinder und möchte

welche haben, und komme, um Euch damit zu belästigen.

CALLIMACO. Mir wird es nie unangenehm sein, Euch einen

Gefallen zu tun und allen tugendhaften und rechtschaffenen

Menschen, wie Ihr. Und ich habe nur so lange in Paris mit

Eifer studiert, um Leuten Euresgleichen dienen zu können.

NICIA. Großen Dank, und wenn Ihr meiner Kunst bedürfen

solltet, würde ich Euch gern zu Diensten stehn. Aber kehren

wir ad rem nostram zurück. Seid Ihr der Meinung, ein Bad

würde gut sein, um meine Frau zum Empfangen vorzubereiten?

Denn ich weiß, Ligurio hier hat Euch schon gesagt, um was

sich's handelt.

CALLIMACO. So ist es. Doch um Euern Wunsch zu erfüllen,

muß ich die Ursache der Unfruchtbarkeit Eurer Frau wissen,

denn es können verschiedene Ursachen sein. Nam causae steri-

litatis sunt, aut in semine, aut in matrice, aut in instrumentis

seminariis, aut in virga, aut in causa extrinseca.

NICIA. Das ist der würdigste Mann, den man finden kann.

CALLIMACO. Außerdem könnte diese Unfruchtbarkeit von einer

igo

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