Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

NICIA. Das ist unser Mann, wenn du die Wahrheit sprichst.

Aber nimm dich in acht, daß du nicht die ganze Suppe ausessen

mußt.

SIRO. Es ist, wie ich Euch gesagt habe.

LIGURIO. Warten wir, bis er hier um die Ecke kommt, und

dann werfen wir uns plötzhch auf ihn.

NICIA. Kommt hierher, Magister. Ihr seid ja wie ein Mann von

Holz. Da ist er schon.

CALLIMACO {singt zur Laute).

So mag zu dir ins Bett der Teufel kommen.

Da ich dahin nun mal nicht kommen soll.

LIGURIO. Halt! Gib die Laute her!

CALLIMACO. Weh mir! Was hab' ich getan?

NICIA. Das wirst du sehn. Deck' ihm den Kopf zu, wickl' ihn

ein.

LIGURIO. Dreh' ihn herum!

NICIA. Noch einmal, dreh' ihn noch einmal herum! Schafft ihn

ins Haus!

FRA TIMOTEO. Messer Nicia, ich will mich zur Ruhe begeben,

denn der Kopf tut mir weh, daß ich zu sterben meine, und wenn

es nicht nötig ist, werde ich morgen nicht wiederkommen.

NICIA. Ja, Magister, kommt nicht wieder. Wir werden ohne

Euch fertig werden.

10. SZENE

Fra Timoteo {allein)

Sie sind ins Haus, und ich will ins Kloster gehn. Und ihr, Zu-

schauer, tadelt uns nicht, daß in dieser Nacht niemand schlafen

wird, so daß die Handlung ununterbrochen fortgeht. Ich werde

mein Brevier beten, Ligurio und Siro werden zu Nacht speisen,

denn sie haben heute noch nichts gegessen. Der Doktor wird

von der Kammer in den Saal gehen, damit die Küche rein

bleibt. Callimaco und Madonna Lucrezia werden nicht schlafen,

denn ich weiß, wenn ich er wäre und ihr sie, wir würden nicht

schlafen.

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