Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

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Drei italienische Lustspiele aus der Zeit der Renaissance

Vaters Kleidern bereit, das dir am passendsten scheint, damit

wir keine Zeit verlieren.

CARIDORO. Habe ich hier noch etwas zu tun?

EROFILO. Du kannst nach Hause gehn, denn alles, was geschieht,

werde ich dich wissen lassen. Leb wohl!

CARIDORO. Leb wohl!

FULCIO. Wenn ihr mich sonst nicht weiter braucht, will ich

mit meinem Herrn gehn.

EROFILO. Wie du willst. {Caridoro und Fulcio gehen nach

hinten ab, Erofilo ins Haus)

2. SZENE

Volpino. Trappola. Brusco

VOLPINO. (Ich hätte nicht vergessen sollen, daß Trappola nur

selten die Wahrheit zu sagen pflegt. Es war dumm von mir,

ihn von der Seite zu lassen, eh' ich ihn hieher gebracht hatte.

Wenn er mich, wie ich fürchte, getäuscht hat, werde ich nichts

von allem, was ich vorhatte, ausführen können. Aber wahr-

haftig, da ist er. Ich habe mehr Glück als Verstand gehabt.)

TRAPPOLA. Es ist seltsam. Brusco, daß du nie einen Dienst

tun kannst, für den jemand dir verpflichtet wäre.

BRUSCO. Es ist noch seltsamer. Trappola, daß deine und des

Herrn Geschäfte dir nie so viel zu tun geben, daß du dich nicht

immer auch in die von Fremden einmischen möchtest, die dich

nichts angehn.

TRAPPOLA. Ich halte Volpino nicht für einen Fremden und

glaube nicht, daß es mir nicht zieme, immer neue Freunde zu

finden, besonders unter den Jungen, wie dieser Erofilo, sein

Herr, mir einer zu sein scheint.

BRUSCO. Wenn du neue Freunde zu finden wünschest, müßtest

du dich begnügen, dich nur selbst darum zu bemühen, ohne

mich damit zu behelligen und die andern, die nicht denselben

Wunsch haben.

TRAPPOLA. Und was hatten wir sonst noch heute zu tun?

BRUSCO. Uns mit Brot und Wein zu versorgen und mit an-

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